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MAX Automation SE Annual Report 2009

May 3, 2010

278_10-k_2010-05-03_503b1a4a-0a39-454d-b46b-823b5a384bf3.pdf

Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT

KENNZAHLEN IM ÜBERBLICK

Konzern (nach IFRS)
Auftragseingang (konsolidiert)
Mio. EUR
164,6
225,9
Umsatzerlöse
Mio. EUR
156,5
231,9
– davon Exportanteil
%
53,0
58,6
EBIT
Mio. EUR
0,5
14,1
EBT
Mio. EUR
0,5
11,6
Jahresüberschuss
Mio. EUR
0,2
10,6
Bilanzsumme
Mio. EUR
148,4
162,2
Eigenkapital
Mio. EUR
71,8
72,9
Eigenkapitalquote
%
48,4
45,0
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)
Personen
910
1.002
Aktienkennzahlen
Anzahl von Stammaktien
Mio. Aktien
26,791)
26,79
Ergebnis /Aktie gem. IFRS
EUR
0,01
0,39
Dividende /Aktie
EUR
0,05
0,05

1) Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien.

Automation ist eine Schlüsseltechnologie für unsere Zukunft. Denn ob es um den Schutz der Umwelt oder die weltweite Güterversorgung geht: Eine ressourcenschonende und effiziente Industrieproduktion bedarf innovativer Automationslösungen. Sie schlagen eine Brücke zwischen Wirtschaft und Umwelt.

Die M.A.X. Automation AG ist ein Zusammenschluss von mittelständischen Automationsspezialisten. Die Unternehmensgruppe hat sich auf die Kernsegmente Umwelttechnik und Industrieautomation fokussiert. Mit hochwertigen Automationssystemen und technisch ausgereiften Komponenten leisten die Tochterunternehmen bei ihren Kunden weltweit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssteigerung in der

Fertigung und zum Emissionsschutz. So erlauben es die Produkte und Services aus dem M.A.X. Automation-Konzern der Recyclingwirtschaft und der internationalen Kraftwerksindustrie, die Stoffkreisläufe umweltgerecht und kostengünstig zu gestalten und dabei den CO2-Ausstoß wirksam zu reduzieren. In der Industrieautomation tragen die Anlagen der Konzerntöchter in zahlreichen Branchen wie Automobil, Elektronik oder Chemie dazu bei, den Einsatz natürlicher Ressourcen zu begrenzen und die Kosten der Produktions prozesse dauerhaft zu senken. Dank dieses Leistungsspektrums nehmen die Tochterunternehmen auf wachstumsstarken Zukunftsmärkten bereits heute aussichtsreiche Positionen ein.

INHALT

Kennzahlen im Überblick 4
Vorwort 5
Inhalt 6
Bericht des Vorstands 8
Märkte 12
Umwelttechnik 14
Industrieautomation 16
Die M.A.X.-Aktie 18
Bericht des Aufsichtsrats 22
Corporate Governance Bericht 26
Entsprechenserklärung 30
Konzernlagebericht 32
Zahlen, Daten, Fakten 56
– Konzernbilanz 58
– Konzern-Gesamteinkommensrechnung 60
– Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 61
– Konzernkapitalflussrechnung 62
– Segmentberichterstattung 64
– Konzernanhang 66
– Konzernanlagespiegel 92
– Bestätigungsvermerk Konzern und
Versicherung der gesetzlichen Vertreter 96
Tochterunternehmen 98
– Anteilsbesitz 100
– Kurzporträts 102
Termine + Impressum 106

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der M.A.X. Automation-Konzern blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2009 zurück. Unter dem Einfluss der globalen Rezession und einer sehr schwachen Branchenkonjunktur blieb die Geschäftsentwicklung zunächst deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2009 stabilisierte sich die Nachfrage, wobei sich im Kernsegment Umwelttechnik die Auftragslage im Schlussquartal 2009 gegenüber 2008 sogar deutlich verbesserte.

Dies ist umso erfreulicher, wenn man den massiven Nachfrage einbruch berücksichtigt, den der deutsche Maschinen- und Anlagenbau hinnehmen musste. Im Jahr 2009 ging die Maschinenproduktion real um ein Viertel auf 151 Mrd. Euro zurück. In den Unternehmen fiel die Kapazitätsauslastung zeitweise auf unter 70% und lag damit um mehr als 10 Prozentpunkte niedriger als in den Vorjahren. Dies sind dramatische Einschnitte für unsere Branche, denen sich unser Konzern natürlich nicht entziehen konnte.

Berücksichtigt man das Ausmaß der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, so ist die sich bereits in der zweiten Jahreshälfte abzeichnende operative Trendwende Ausdruck für die Qualität unserer Konzernstrategie. Gleichwohl markiert das Jahr 2009 einen Einschnitt in der Entwicklung des M.A.X. Automation-Konzerns: In den Kennzahlen spiegeln sich neben einigen negativen auch wichtige positive Entwicklungen:

• Durch den signifikanten Anstieg der Nachfrage in der Um welttechnik im Schlussquartal, darunter der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte, erhöhte sich der um POC-Effekte bereinigte Auftragsbestand per 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 7,3% auf 75,2 Mio. Euro. Der konsolidierte Auftragseingang blieb indes mit 164,6 Mio.

Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 225,9 Mio. Euro. Der Konzernumsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 156,5 Mio. Euro um rund ein Drittel unter dem Vorjahresniveau.

  • Die im Jahresverlauf umgesetzten, tief greifenden Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich positiv auf die Ertragslage aus und milderten den Effekt aus den rückläufigen Erlösen. Dadurch konnte der M.A.X. Automation-Konzern 2009 ein noch knapp positives Jahresergebnis nach Steuern erwirtschaften.
  • Durch ein straffes Working Capital Management gelang es, die Liquidität 2009 auf ein Rekordniveau zu heben. Der ope rative Cash-Flow erhöhte sich auf 19,5 Mio. Euro nach 6,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die liquiden Mittel wurden auf 24,4 Mio. Euro verdoppelt (2008: 11,3 Mio. Euro). Und die Nettobankverschuldung sank mit 4,4 Mio. Euro auf den niedrigsten Stand in der Konzerngeschichte, ein Beleg für die robuste Verfassung unserer Tochtergesellschaften.

Am Ende des Krisenjahres 2009 verfügte der M.A.X. Automation-Konzern damit trotz des unvermeidbaren Umsatz- und Ergebnisrückgangs über eine komfortable Finanzausstattung. In Summe konnte das Geschäftsjahr angesichts der widrigen Rahmen bedingungen noch zufriedenstellend abgeschlossen werden. Der Konzern ist im Kern stabil und in der Lage, unternehmerisch zu agieren, um künftige Wachstumschancen zu nutzen.

Ohne das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mit arbeiter könnten wir dieses Fazit nicht ziehen. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld haben die Beschäftigten ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft aufgebracht. Dafür dankt der Vorstand, auch im Namen des Aufsichtsrats, den Vorständen und Geschäftsführern der Tochterunternehmen sowie allen Mit arbeiterinnen und Mitarbeitern.

BERICHT DES VORSTANDS

Aufgrund der starken Marktunsicherheiten haben wir 2009 im Rahmen der konzernweiten Restrukturierungen auch Personalmaßnahmen ergriffen. Neben Kurzarbeit gehörte dazu ein maßvoller Stellenabbau. Zu diesen schmerzhaften Schritten gab es mit Blick auf die Sicherung der Konzernsubstanz in einem rezessiven Markt keine Alternative. Im Ergebnis ist es jedoch gelungen, die technische Kompetenz und die Leistungskraft der Belegschaften in den Tochterunternehmen zu erhalten.

Das Ziel aller Steuerungsmaßnahmen bestand einerseits darin, die Kostenbasis und die Strukturen unseres Konzerns an das rezessionsbedingt verminderte Geschäftsvolumen anzupassen. Wichtig war uns dabei, die notwendigen Entscheidungen einvernehmlich mit den Tochterunternehmen umzusetzen. Insgesamt konnten die operativen Kosten gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel reduziert werden. Andererseits galt es, neue Marktmöglichkeiten über die Ausweitung des Leistungsangebotes der Portfoliounternehmen zu schaffen. So konnte die BARTEC Dispensing Technology ihre Produktbereiche um Verbindungstechniken ergänzen.

Zu Beginn des Jahres 2009 haben wir das Segment Maschinen-Anlagenbau aufgelöst. Seither ist die EUROROLL als Spezialist für Lager- und Fördertechnik in der Industrieautomation angesiedelt, während der Tank- und Behälteranbieter BTD mit der Umwelttochter Altmayer zusammengeführt wurde. Das Ziel der Umgliederung war es, den Kunden durch die Bündelung von technischem Know-how ein noch umfassenderes Angebot an Automationslösungen unterbreiten zu können. Als Erfolg dieser Maßnahme werten wir den erhaltenen Großauftrag des Energie versorgungsunternehmens RWE Power für die neuformierte altmayerBTD im November 2009.

Auch andere Großorders zeigen die Leistungskraft unserer Tochtergesellschaften: In der Umwelttechnik wurde die britische Vecoplan-Tochter im Juli mit dem Bau einer technologisch anspruchsvollen Spezialanlage zur mechanischen Vorbehandlung von Hausmüll in Großbritannien beauftragt. Im September erhielt die IWM Automation von einem namhaften deutschen Automobilhersteller einen Großauftrag über neuartige Montageanlagen für Fahrzeuggetriebe. Nach der Marktschwäche in den ersten sechs Monaten 2009 konnten die Tochtergesellschaften ihre Wettbewerbsposition gegen Jahresende zunehmend festigen. Weitere Großaufträge im ersten Quartal 2010 in beiden Kernsegmenten bestätigen diese Entwicklung.

Vor dem Hintergrund der sich zunehmend stabilisierenden Ge schäftsentwicklung und der sehr soliden Finanzausstattung halten wir auch für das Geschäftsjahr 2009 an einer Dividendenzahlung fest. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 eine Dividende von 5 Eurocent pro Aktie vor. Wie im Vorjahr käme damit ein Gesamtbetrag von 1,3 Mio. Euro zur Ausschüttung. Damit wollen wir das Vertrauen und das langfristige Engagement der Aktionäre auch in einer Phase vorübergehend abgeschwächter Erträge angemessen honorieren.

Im Jahr 2010 wird das gesamtwirtschaftliche Umfeld in den Industrienationen vorerst weiter von geringen Wachstumsraten und schwankungsanfälligen Märkten geprägt sein. Dagegen entwickeln sich die Schwellenländer dank der kräftigen Binnen nachfrage zunehmend zum Zugpferd der Weltwirtschaft. Für den Maschinen- und Anlagenbau erwartet der Branchenverband VDMA im laufenden Jahr zwar einen stabileren Konjunk tur verlauf als im Vorjahr, doch zeichnet sich in der Branche 2010 noch kein durchgreifender Aufschwung ab.

In unserem Konzern dagegen scheinen sich die Zeichen für eine operative Trendwende zu stabilisieren. So verzeichneten wir zum Schlussquartal 2009 bei einem deutlich verringerten Kostenniveau einen im Vorjahresvergleich verbesserten Auftragsbestand. Der Optimismus gründet vor allem auf dem nachhaltigen Wachstumstrend in der Umwelttechnik. Nicht zuletzt infolge der politischen Ziele im globalen Emissionsschutz – Stichwort: CO2-Reduktion – rechnen wir für unsere Umwelttöchter dank ihres spezifischen Leistungsangebots mit einem dauer haft erhöhten Interesse an ihren Produkten und Dienst leis tungen. Aber auch in der Industrieautomation gehen wir auf grund der technisch ausgereiften und innovativen Systemlösungen der Tochterunternehmen von einer positiven Entwicklung aus.

Zusätzliche Wachstumsimpulse könnten überdies von einer gezielten Arrondierung des Beteiligungsportfolios ausgehen. Wir prüfen fortlaufend Möglichkeiten, unsere Kompetenzen in den Kernsegmenten durch Akquisitionen zu erweitern. Allerdings ist jeder Zukauf an strenge strategische, betriebswirtschaftliche und finanzielle Kriterien geknüpft. Mit anderen Worten: Wir sind bereit für Akquisitionen, aber wir haben keinen Handlungsdruck.

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass der M.A.X. Automation-Konzern im laufenden Geschäftsjahr zu profitablem Wachstum zurückkehren wird. Der Konzernumsatz und das Ergebnis sollen sich auf Basis des bestehenden Beteiligungsportfolios deut lich erhöhen. Mittelfristig streben wir an, den Konzern durch organisches Wachstum und gezielte Akquisitionen in eine neue Wachstumsphase zu führen. Damit sehen wir für Ihr Investment in die M.A.X. Automation AG auch weiterhin attraktive Perspektiven.

Düsseldorf, im März 2010

Der Vorstand

Bernd Priske

Bernd Priske

MÄRKTE

Automation bleibt ein Wachstumsmarkt

Der Einbruch der Weltkonjunktur im Jahr 2009 hat die Kehrseite der global vernetzten Wirtschaftskreisläufe offenbart. Keine Region und kaum eine Branche konnte sich der negativen Entwicklung auf den Güter- und Finanzmärkten entziehen. Auch der Maschinen- und Anlagenbau, dem der M.A.X. Automation-Konzern als Anbieter von komplexen Automationslösungen zuzurechnen ist, verzeichnete nach Jahren stabilen Wachstums weltweit einen deutlichen Nachfragerückgang. Die Unternehmen der Branche mussten teils erhebliche Umsatz- und Ertragseinbußen hinnehmen.

Doch ungeachtet der gegenwärtigen Marktschwäche besitzt der Maschinen- und Anlagenbau mittelfristig weiterhin gute Wachstumschancen. Denn die Branche entwickelt Schlüsseltechnologien, die es den Ländern auf der ganzen Welt erlauben, wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern. Gute Beispiele sind Umwelttechnik und Industrieautomation – die beiden Segmente, in denen der M.A.X. Automation-Konzern tätig ist. So ist die nachhaltige und schonende Nutzung der natürlichen Ressourcen, verbunden mit verminderten CO2-Emissionen, in modernen Gesellschaften nur durch den Einsatz von hochentwickelter Umwelttechnik möglich. Und eine ökonomisch effiziente Güterproduktion lässt sich nur mit leistungsfähigen Systemlösungen in der Industrieautomation gewährleisten.

Unternehmen, die in diesem Umfeld Wachstumschancen nutzen wollen, müssen mit einem Höchstmaß an Flexibilität auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren. Der M.A.X. Automation-Konzern hat mit der Fokussierung auf die beiden Zukunftsmärkte Umwelttechnik und Industrieautomation eine aussichtsreiche stra tegische Positionierung gewählt. Die operativen Tochter gesell schaf ten nehmen in ihren Teilmärkten technologische Füh rungs positionen ein und tragen mit flexiblen und in divi du ellen Automationslösungen dazu bei, die Produktionsprozesse ihrer Kunden effizienter zu gestalten. So profitieren die Tochterunternehmen bereits früh von einem beginnenden Konjunkturaufschwung. In Verbindung mit der starken Finanzierungsbasis des Konzerns sind die Weichen für langfristiges Wachstum gestellt.

UMWELTTECHNIK

Umwelttechnik – Verantwortung für eine saubere Umwelt

Die Dynamik auf den Märkten für Umwelttechnik hat unter dem Einfluss der weltweiten Rezession 2009 vorübergehend nachgelassen. Doch angesichts globaler Langfristtrends wie der steigenden Energienachfrage, dem schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen oder einem reduzierten CO2-Ausstoß steht außer Zweifel, dass ausgereifte industrielle Lösungen für die globale Ressourcenschonung weiter an Bedeutung ge winnen werden. Denn auch auf der Agenda der internationalen Politik steht der Umweltschutz mittlerweile weit oben. Neue um weltpolitische Regulierungen, nicht selten nach deutschem Vorbild, schaffen erheblichen Investitionsbedarf. Daher wird sich die Nachfrage nach Umwelttechnik mit der einsetzenden weltwirtschaftlichen Erholung wieder beleben.

Die Tochterunternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns im Kernsegment Umwelttechnik können dank ihrer spezifischen Positionierung und Kompetenz bereits früh von einem Aufschwung profitieren. So nimmt das Interesse an den Produkten der Vecoplan, eines führenden Spezialisten für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Roh- und Rest stoffen, sprunghaft zu, seit die Rohstoffpreise weltweit wieder Auftrieb erhalten. Denn die internationale Recyclingwirtschaft beginnt, die vorübergehend zurückgestellten Investitionen nachzuholen. Damit leistet sie dauerhaft einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen.

Auch die Umwelttochter altmayerBTD ist am Markt aussichtsreich positioniert, denn das Unternehmen hat sich als Spezialanbieter von Rauchgasreinigungssystemen für Kohlekraftwerke einen guten Ruf erworben. Da Kohle im Versorgungsmix der Energiewirtschaft weltweit auch künftig eine bedeutende Rolle spielen wird und zugleich die Anforderungen an den Emissionsschutz steigen, bieten sich altmayerBTD dank des technologischen Know-hows gute Wachstumschancen.

Die Umwelttechnik wird daher trotz der Schwankungen der Weltkonjunktur eine immer bedeutendere Umsatz- und Ertrags säule des M.A.X. Automation-Konzerns. In diesem Segment gehen Wachstum und Verantwortung für eine saubere Umwelt eine enge Verbindung ein.

INDUSTRIEAUTOMATION

Wachstumschancen in der Industrieautomation durch effiziente Systemlösungen

Der Bedarf an industriell produzierten Gütern aller Art steigt weltweit stetig an. Die wachsende Nachfrage speist sich nicht nur aus der zunehmenden Kaufkraft in den Schwellenländern. Auch in den Industrienationen nimmt die Güternachfrage zu, zum Beispiel aufgrund von technischen Innovationen. Um die industrielle Fertigung zugleich bedarfsgerecht, kostengünstig und ressourcenschonend gestalten zu können, sind die Unternehmen auch über Konjunkturzyklen hinweg auf ausgereifte Automationslösungen angewiesen.

Die Anforderungen an solche Lösungen sind vielfältig. Neben hochwertiger Technologie und einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis erwarten die Unternehmen von den Anlagenlieferanten individuell maßgeschneiderte Automationssysteme, mit denen sie die Produktion marktnah und flexibel steuern können. Daher müssen die Anbieter in der Lage sein, die Auto mationslösungen in sämtlichen Details an die branchenspezifischen und regionalen Besonderheiten ihrer Kunden anzupassen. Hinzu kommt, dass Unternehmen aus aller Welt verstärkt nach Systempartnern suchen, die nicht nur einzelne Komponenten zu einer Fertigungsstrecke beisteuern, sondern eine technologisch anspruchsvolle Komplettanlage liefern können, die dazu beiträgt, Effizienzreserven in der Produktion auszuschöpfen.

Entwicklung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung individueller Automationssysteme – darin liegt die Stärke der Tochterunternehmen des M.A.X. Automation-Konzerns in der Industrieautomation. Die NSM Magnettechnik ist ein technologisch führender Anbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle. IWM Automation hat sich auf hochwertige Fertigungs- und Montageanlagen vor allem für die Automobilindustrie spezialisiert. Die BARTEC Dispensing Technology-Gruppe gehört zu den führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen. Mess- und Regeltechnik Jücker liefert als Systemintegrator die Steuerungs technik für komplexe Automationsprozesse. Die EUROROLL hat sich auf antriebslose Rollenbahnsysteme für die Lager- und Fördertechnik spezialisiert. Alle Tochterunternehmen behaupten gute Wettbewerbspositionen und besitzen im Konzernverbund exzellente Perspektiven für weiteres Wachstum.

DIE M.A.X. AKTIE

Trendwende auf den Aktienmärkten

Unter dem Eindruck der fortdauernden Finanz- und Wirtschaftskrise setzte sich der starke Kursrückgang des Jahres 2008 an den weltweiten Aktienmärkten zu Jahresbeginn 2009 zunächst fort. Im ersten Quartal wurden die Märkte durch die verbreitete Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung, die zurückgenommenen Gewinnerwartungen zahlreicher Unternehmen sowie zusätzliche Wertkorrekturen in den Bilanzen namhafter Banken erheblich beeinträchtigt.

Das konzertierte Eingreifen der Regierungen und Notenbanken in wichtigen Industrieländern leitete jedoch im Frühjahr 2009 eine Trendwende ein. Umfangreiche Konjunkturprogramme und eine expansive Geldpolitik mit niedrigen Leitzinsen trugen zu einem Stimmungswandel an den Märkten bei und stabilisierten die Wirtschaft. Beflügelt von der wiederkehrenden Zuversicht und zunehmend optimistischen Prognosen erholten sich die Weltbörsen bis zum Jahresende deutlich. Vereinzelte

Kurskorrekturen, etwa infolge von Insolvenzen oder aus Sorge um die Staatsverschuldung, konnten die positive Dynamik nicht stoppen. Insgesamt zeigten die weltweiten Aktienmärkte nach dem Einbruch im Vorjahr zur Überraschung vieler Analysten und Investoren 2009 eine gute Performance.

Die deutschen Leitindizes verzeichneten im Jahresvergleich einen deutlichen Wertzuwachs: Der Deutsche Aktienindex (DAX), der 2008 noch rund 40% eingebüßt hatte, legte im Jahr 2009 um 23,8% zu. Der M-DAX stieg um 34,0%, der S-DAX verbesserte sich um 26,7%. Der C-DAX gewann im vergangenen Jahr 25,4%, nachdem er 2008 um 42,6% gefallen war.

DIE M.A.X. AKTIE

M.A.X.-Aktie mit moderatem Wertzuwachs

Auch die Aktie der M.A.X. Automation AG konnte 2009 einen Teil der Vorjahresverluste wettmachen. Die Aktie profitierte jedoch weniger stark vom Marktaufschwung als der Vergleichsindex C-DAX. Mit einem Jahresschlusskurs am 30. Dezember 2009 von 2,38 Euro wurde die M.A.X.-Aktie um 10,7% höher bewertet als zum gleichen Vorjahresstichtag (31. Dezember 2008: 2,15 Euro). Den Jahrestiefststand erreichte die Aktie am 14. Mai 2009 bei einem Kurs von 1,73 Euro. In der Spitze notierte der Wert am 24. September 2009 mit 3,04 Euro. Die Marktkapitalisierung der M.A.X. Automation AG betrug am Jahresende 2009 rund 64 Mio. Euro. Am Vergleichsstichtag 2008 wurde der Konzern an der Börse mit rund 58 Mio. Euro bewertet.

In einem weiter freundlichen Börsenumfeld setzte sich der moderate Kursanstieg der M.A.X.-Aktie im ersten Quartal 2009 fort. Am 31. März 2010 schloss die Aktie bei 2,80 Euro und übertraf damit den Jahresschlusskurs 2009 um 18%.

Eckdaten M.A.X. Automation AG
Wertpapierkennnummer (WKN) 658090
ISIN DE0006580905
Börsenkürzel MXH
Aktiengattung Nennwertlose Stückaktien
Zahl der Aktien (31.12.2009) 26,79 Mio. Stück
Rechnerischer Nennwert je Aktie 1 Euro
Anteil Free Float (Dezember 2009) 59,8%
Segment General Standard
Index CDAX

Stabile Aktionärsstruktur

In der Aktionärsstruktur der M.A.X. Automation AG gab es im Jahr 2009 keine wesentlichen Änderungen. Die Gesellschaft hat keine Mitteilungen von Investoren über meldepflichtige Veräußerungen oder Käufe von Stimmrechtsanteilen erhalten. Damit hat die Gesellschaft in einem krisengeprägten Branchenumfeld ihre stabile Eigentümerstruktur gewahrt.

Hauptaktionär am Jahresende 2009 war unverändert die FORTAS AG mit einem Anteil von 22,6% am Grundkapital der Gesellschaft. Weitere Anteilseigner waren die DWS Investment GmbH (7,4%) sowie die Pioneer Asset Management S.A. (7,1%). Der Aufsichtsratsvorsitzende der M.A.X. Automation AG, Herr Hans W. Bönninghausen, hielt am Jahresende 2009 3,1% des Grundkapitals. Im Streubesitz bei privaten und institutionellen Anlegern befanden sich zu diesem Zeitpunkt 59,8% der Stimmanteile.

Stand: Dezember 2009

Anteile am Grundkapital in %

FORTAS AG
DWS Investment GmbH
Pioneer Asset Management S.A.
Streubesitz
davon Hans W. Bönninghausen (3,1%)

Dividendenorientierte Politik fortgesetzt

Ungeachtet der schwierigen Marktbedingungen ist die M.A.X. Automation AG im Jahr 2009 ihren Grundsätzen als dividendenorientierte Gesellschaft weiter gefolgt. Die Ausschüttungspolitik zielte wie in den Vorjahren darauf, die Aktionäre in angemessener Weise am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Zugleich kam jedoch der Stärkung der Eigenkapitalbasis des Konzerns in dem rezessiven Marktumfeld erhöhte Bedeutung zu.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der M.A.X. Automation AG am 3. Juli 2009 folgte eine große Mehrheit der Aktionäre dem Gewinnverwendungsvorschlag von Vorstand und Auf sichts rat. Für das Geschäftsjahr 2008 wurde eine Dividende in Höhe von 5 Eurocent je Aktie ausgezahlt. Für das Geschäftsjahr 2007 hatte die Gesellschaft eine Dividende von 10 Eurocent je Aktie gezahlt. Die Gesamtausschüttung für das Geschäftsjahr 2008 betrug 1,3 Mio. Euro nach 2,7 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Beschluss trug der insgesamt noch befriedigenden Ertragsentwicklung des Geschäftsjahres 2008 ebenso Rechnung wie den rezessionsbedingt erhöhten Anforderungen an die Finanzausstattung der Gesellschaft.

Ausschüttung für 2009 geplant

Auch für das Geschäftsjahr 2009 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 eine Dividende von 5 Eurocent pro Aktie vorzuschlagen. Wie im Vorjahr käme ein Gesamtbetrag von 1,3 Mio. Euro zur Ausschüttung. Mit dieser sorgfältig abgewogenen Empfehlung bekräftigt die M.A.X. Automation AG ihren Anspruch, der Dividendenorientierung auch 2009 trotz einer rezessionsbedingt vorübergehend schwächeren Ertragslage eine gebührende Bedeutung beizumessen. Zugleich honoriert die Gesellschaft das Vertrauen und das langfristige Engagement ihrer Aktionäre.

Fortlaufender Dialog mit dem Kapitalmarkt

Die M.A.X. Automation AG pflegt eine offene, umfassende und zeitnahe Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Medien. Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2009 Gespräche mit ausgewählten Analysten und Investoren aus dem In- und Ausland geführt. Während das schwache Börsenumfeld die Anleger im ersten Halbjahr zu einer spürbaren Zurückhaltung insbesondere gegenüber Nebenwerten veranlasste, fand die M.A.X.-Aktie in der zweiten Jahreshälfte wieder stärkere Beachtung am Kapital markt. Zudem führte der Vorstand der Gesellschaft zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Finanz- und Anlegerpresse.

Grundsätzlich dient der persönliche Kontakt mit Finanzexperten und Journalisten der ausführlichen Information über die strategi schen Ziele und den Geschäftsverlauf der M.A.X. Automation AG. Die Gespräche ergänzen die Ad-hoc-Kommunikation des Konzerns sowie die anlassbezogene Kommunikation im Rahmen von Pressemitteilungen.

Im Schlussquartal 2009 erstellte die Close Brothers Seydler Research AG eine Studie über die M.A.X. Automation AG. Die Studie wurde am 18. Januar 2010 veröffentlicht und am Kapitalmarkt positiv aufgenommen.

Um dem seit Jahresbeginn 2010 wieder gestiegenen Informa tions bedarf von Analysten, Investoren und Medienvertretern gerecht zu werden, wird der Vorstand die aktive Kapitalmarktkommunikation im Jahresverlauf intensivieren. Das Ziel der Kommunika tion besteht darin, dem Kapitalmarkt die spezifischen Stärken der M.A.X. Automation AG zu vermitteln und die M.A.X.-Aktie als ebenso solides wie attraktives Small-Cap-Investment für langfristig orientierte Anleger zu positionieren.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der M.A.X. Automation AG im Geschäftsjahr 2009 den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend überwacht und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten zeitnahen Berichte des Vorstands über die Geschäftslage der M.A.X. Automation AG und des Konzerns. Die Berichte des Vorstands bezogen sich insbesondere auf grundsätzliche Fragen der Finanz- und Investitionspolitik sowie die Rentabilität und die Risikosituation der M.A.X. Automation AG und des Konzerns unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschafts krise. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und befasste sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft und des Konzerns.

Dem Aufsichtsrat wurden regelmäßig Berichte über den Geschäftsverlauf mit Abweichungsanalysen zum Budget und zum Vorjahr vorgelegt. Die Berichte dokumentierten auch die Liquiditäts- und Finanzlage einschließlich der aktuellen Kredit linien und der Inanspruchnahme. Alle zustimmungspflichtigen Geschäftsvorgänge wurden intensiv mit dem Aufsichtsrat erörtert und soweit erforderlich hierfür die Genehmigung erteilt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende, standen auch außerhalb der Sitzungen in einem intensiven Dialog mit dem Vorstand und haben sich anhand von mündlichen und schriftlichen Berichten über die Lage und Entwicklung der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns informiert, die Berichte des Vorstands besprochen, sowie Fragen der Geschäftspolitik, des Geschäftsverlaufs und der weiteren Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Vorstand intensiv beraten.

Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Ge schäftsführung. Ebenso versicherte sich der Aufsichtsrat durch Befragung des Vorstands und des Abschlussprüfers, dass in Gesellschaft und Konzern alle Anforderungen des Risiko manage ment sys tems erfüllt werden.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat war bei allen Sitzungen vollständig anwesend. Da der Aufsichtsrat gemäß den Regelungen der Satzung lediglich aus drei Mitgliedern besteht, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat hat sich in den fünf Sitzungen über die wichtigsten Geschäftsereignisse, die Unternehmensplanung sowie über die wirtschaftliche Lage der M.A.X. Automation AG und des M.A.X. Automation-Konzerns beraten.

Vor dem Hintergrund des sich abzeichnend rezessiven Umfelds haben Aufsichtsrat und Vorstand einerseits über Produkt- und Leistungsinnovationen zur Erweiterung der Geschäftsbasis der Portfoliounternehmen beraten, aber auch Kosteneinsparungspotenziale und Personalmaßnahmen zur Anpassung an die rückläufige Geschäftsentwicklung intensiv erörtert und die Umsetzung der Maßnahmen in den Sitzungen überwachend begleitet.

Die Prüfungen und die Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats bezogen sich in den Aufsichtsratssitzungen vor allem auf folgende Gegenstände:

In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 27. März 2009 konzentrierte sich der Aufsichtsrat auf die Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte für die AG und den Konzern. Dabei hat der Aufsichtsrat, neben seiner eigenen – originären – Prüfungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung der Bilanzaufsichtsratssitzung, in der Sitzung zahlreiche Fragen an den persönlich anwesenden Abschlussprüfer gestellt und diese ausführlich mit dem Abschlussprüfer erörtert. Ebenfalls im Fokus dieser Sitzung standen die rückläufige Entwicklung der Auftragseingänge im 1. Quartal 2009 sowie die daraus resultierenden Maßnahmen in den Tochtergesellschaften, die Verschmelzung der Altmayer Anlagentechnik GmbH & Co. KG auf die BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme GmbH & Co. KG, Personalien, der Erwerb eines Grundstücks durch ein Tochterunternehmen und die Beratung über das Vergleichsangebot der D&O-Versicherung bezüglich des Versicherungsfalles bei altmayerBTD.

Die Sitzung vom 28. Mai 2009 beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2009, insbesondere mit intensiven Diskussionen über Kostenanpassungsmaßnahmen als Folge der rückläufigen Geschäftsentwicklung.

In der Sitzung vom 03. Juli 2009 berichtete der Vorstand über die rückläufige Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften und die möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Wiederum standen die Diskussionen über Gegenmaßnahmen und den Fortschritt der bereits eingeleiteten Maßnahmen im Fokus.

Den Schwerpunkt der Sitzung vom 16. September 2009 bildete ebenfalls der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf 2009. Es wurde in diesem Zusammenhang über die noch konsequentere Nutzung von Synergien in der Gruppe diskutiert, sowie über mögliche Akquisitionen und Personalien.

In der Sitzung vom 18. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat seine Prüfungstätigkeit auf die vorgelegte Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2010 konzentriert. Der Aufsichtsrat hat die Planung insbesondere auf deren Plausibilität geprüft sowie darin enthaltene Chancen und Risiken unter Berücksichtigung des auch noch in 2010 zu erwartenden verhaltenen konjunk turellen Umfelds ausführlich mit dem Vorstand beraten. Ferner wurden mögliche Akquisitionen erörtert und über das Risikomanagementsystem berichtet.

Der Aufsichtsrat hat ferner die jeweiligen Monatsberichte geprüft. Diese enthalten Informationen über die Umsatz- und die Ertragsentwicklung der Gesellschaften und des Konzerns nach Segmenten, dies sowohl pro Monat als auch kumuliert. Zusätzlich wird darin die Liquiditäts- und Finanzlage abgebildet.

Wie in den Vorjahren gab es auch 2009 regelmäßige Arbeitsbesprechungen zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften in dem 2003 gegründeten Steuerungskreis. Dieser Kreis dient vor allem dazu, die operativen und finanziellen Entwicklungen in den Tochtergesellschaften zu besprechen, Synergiepotenziale zu erforschen und den Informationsaustausch zwischen den Tochtergesellschaften und der Muttergesellschaft zu fördern. Im Jahr 2009 fanden drei Steuerungskreissitzungen statt. Vor dem Hintergrund der rezessiven konjunkturellen Rahmenbe-

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

dingungen lag der Schwerpunkt auf der intensiven Erörterung der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und der Darstellung der durchgeführten bzw. ge planten Gegensteuerungsmaßnahmen.

Organe der Gesellschaft

Herr Prof. Rainer Kirchdörfer hat sein Amt als Aufsichtsratsmitglied im besten gegenseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum Ablauf des 23. Dezember 2009 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Prof. Kirchdörfer ausdrücklich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Das zuständige Registergericht Düsseldorf hat Herrn Gerhard Lerch mit Wirkung ab dem 24. Dezember 2009 zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Lerch wird den Aktionären im Rahmen der diesjährigen Hauptversammlung zur Wahl vorgeschlagen.

Risikomanagement

Alle aus der Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikofelder wurden diskutiert. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand ein funktionierendes Risiko management installiert hat. Das Risikomanagement wurde durch den Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Dieser bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährden, frühzeitig zu erkennen. Dabei hat der Abschlussprüfer keine im Rahmen dieser Prüfung an den Aufsichtsrat zu berichtenden Vorgänge festgestellt.

Jahres- und Konzernabschluss 2009

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für die M.A.X. Automation AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie die Lageberichte für AG und Konzern sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Der Ab schluss prüfer wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden nach der Hauptversammlung schriftlich mit der Prüfung der Rechnungs legung beauftragt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Ab schlussprüfer beeinträchtigen können. Der Abschlussprüfer war für Rückfragen auf der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2010 anwesend, hat seinerseits über den Verlauf der Prüfung sowie deren wesentlicher Ergebnisse berichtet und hat die Fragen des Aufsichtsrats eingehend beantwortet.

Der Abschlussprüfer kam zu dem Ergebnis, dass der Jahres abschluss der AG und der Konzernabschluss sowie die Lage berichte von AG und Konzern mit den ordnungsgemäß geführten Büchern der Gesellschaft, mit den gesetzlichen Vorschriften und mit der Satzung der M.A.X. Automation AG übereinstimmen. Er erhob keine Einwände und erteilte jeweils den uneinge schränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat hat die Prüfungsberichte

des Abschlussprüfers ebenfalls geprüft und den Jahresabschluss der AG sowie den Konzernabschluss und die Lageberichte von AG und Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns einer eigenen Prüfung unterzogen. Dem Aufsichtsrat lagen die Entwürfe und die Ausfertigungen mit ausreichend langem zeitlichen Vorlauf vor, so dass die gründliche Prüfung aller Dokumente möglich war. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat erhob seinerseits nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lage berichte für AG und Konzern, insbesondere bezüglich der Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB keine Einwände. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG zum 31. Dezember 2009 wurden gebilligt; der Jahresabschluss ist damit fest gestellt. Der Aufsichtsrat hat sich dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Erklärung zur Unternehmensführung hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.

Entsprechenserklärung

Gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat auf der Basis der geänderten Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 eine aktualisierte Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet veröffentlicht. Der Aufsichtsrat hat gemäß den Anforderungen des Corporate Governance Kodex eine Effizienzprüfung durchgeführt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Vorständen und Geschäftsführern der Tochterunternehmen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des M.A.X. Automation-Konzerns für ihr engagiertes und erfolgreiches Wirken im vergangenen Geschäftsjahr.

Düsseldorf, im März 2010

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

Hans W. Bönninghausen

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Corporate Governance

Die Einhaltung international anerkannter Standards für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung und -kontrolle (Corporate Governance) sind zu einem wichtigen Kriterium für die Anlageentscheidungen von Investoren geworden. Die M.A.X. Automation AG begrüßt den in Deutschland geltenden Deutschen Corporate Governance Kodex und sieht in ihm ein geeignetes Mittel, um das Vertrauen des Kapitalmarktes in die Gesellschaft zu sichern und zu stärken. Der folgende Corporate Governance Bericht dient der Zusammenfassung der wesentlichen Corporate Governance-Grundsätze, die für die Unternehmensführung der M.A.X. Automation AG maßgeblich sind.

Allgemeines zur Führungsstruktur

Die M.A.X. Automation AG unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktienrechts, den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat. Mit ihren Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die M.A.X. Automation AG eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat sind und fühlen sich den Interessen der Aktionäre und dem Wohle des Unternehmens verpflichtet. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht als einen Bestand teil des Überwachungs- und Kontrollprozesses klare und transparente Verfahren und Strukturen vor und spiegelt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für den Aufsichtsrat wider.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten eng und vertrauensvoll im Interesse der M.A.X. Automation AG zusammen. Die Themenschwerpunkte der Zusammenarbeit von Vorstand und Auf sichts rat können dem "Bericht des Aufsichtsrats", der Bestandteil dieses Geschäftsberichts (vgl. S. 22) ist, entnommen werden.

Der Vorstand

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG (derzeit bestehend aus einem Mitglied) leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse gebunden. Das Ziel seiner Tätigkeit besteht in der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres-/Konzernabschlüsse und Zwischenberichte. Er trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie für eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Der Aufsichtsrat hat die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Wesentliche Geschäfte be dürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungs prozesse auch unterjährig transparent und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die zustimmungspflichtigen Geschäfte.

Die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die M.A.X. Automation AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie ge währt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen werden auf der Website der Gesellschaft ver öffentlicht.

Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die M.A.X. Automation AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen und international üblichen "Record Date"- Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation der Aktionäre zur Teilnahme an der Hauptversammlung.

Rechnungslegung, Abschlussprüfung und Risikomanagement

Der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht der M.A.X. Automation AG nach den Vorschriften den Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags in der Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitsbestätigung des vorgesehenen Prüfers eingeholt. Der Abschlussprüfer wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats gebeten, alle während der Prüfungshandlung auftretenden Sachverhalte, die im weitesten Sinne die Aufgaben des Aufsichtsrats zu wesentlichen Fest stellungen oder Vorkommnissen betreffen, unverzüglich zu berichten, wenn diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.

Das bestehende Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit aus gesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Schwachstellenbehebung. Sie tragen somit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehenden negativen Effekte bei. Ausführliche Informationen zu dem Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG finden sich im Lagebericht des Konzernabschlusses (Seite 32 in diesem Geschäftsbericht).

Transparenz

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur zeitnahen Information der Aktionäre und Anleger die Website des Unternehmens "www.maxautomation.de". Neben dem Geschäftsbericht sowie den Zwischenberichten (Halbjahresfinanzbericht und Quartalsberichte) werden Anteilseigner und Dritte in der Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Die M.A.X. Automation AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichend zeitlichem Vorlauf.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte und wesentliche Stimmrechtsanteile

Die M.A.X. Automation AG veröffentlicht entsprechend der Vor schriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) unverzüglich nach deren Eingang die sog. Directors' Dealings-Mel dungen nach § 15a WpHG, also die Mitteilungen von Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats und von anderen Personen, die Führungsaufgaben bei der M.A.X. Automation AG i.S. von § 15a WpHG wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehenden natürlichen und juristischen Personen über Wertpapiergeschäfte mit Bezug auf die M.A.X. Automation-Aktie. Diese Meldungen werden auch auf der Internetseite der Gesellschaft unter "www.maxautomation.de" ver öffentlicht.

Ebenso veröffentlicht die Gesellschaft unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG. Die entsprechenden Meldungen des abgelaufenen Geschäftsjahres sind auch im Anhang des Konzernabschlusses auf Seite 91 dieses Geschäftsberichts wiedergegeben.

Jährliches Dokument gemäß § 10 Wertpapierprospektgesetz

Das sog. "Jährliche Dokument" gemäß § 10 Abs. 1 Wertpapierprospektgesetz ist auf der Website "www.maxautomation.de" unter der Rubrik "Investor Relations" veröffentlicht und kann dort eingesehen werden.

Entsprechenserklärung – Deutscher Corporate Governance Kodex

Am 26. März 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Abweichungen zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden dargelegt und begründet. Die Entsprechenserklärung einschließlich der Begründung der Abweichungen findet sich auf Seite 30 dieses Geschäftsberichts.

Die aktuelle sowie die vorherigen Fassungen der Entsprechens erklärung seit 2002 sind den Aktionären über die Web site "www.maxautomation.de" dauerhaft zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht im Corporate Governance Bericht

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Vergütung des im Geschäftsjahr 2009 amtierenden Vor standsmitglieds ist im Anhang des Konzernabschlusses (S. 89 in diesem Geschäftsbericht) offen gelegt.

Das Vergütungssystem der M.A.X. Automation AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die – soweit abweichend – Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds, sowie die Üblichkeit der Vergütungshöhe und

der Vergütungsstruktur gemessen am Lohn- und Gehaltsgefüge im Unternehmen sowie anderer Unternehmen vergleichbarer Größe und Branche. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die variablen Vergütungsbestandteile in den Vorstandsverträgen werden zu künftig, sofern kein Bestandsschutz besteht, eine mehrjährige Bemessungsgrundlage aufweisen und Regelungen enthalten, wonach eine angemessene Herabsetzung der Bezüge zulässig ist, wenn sich die Lage der Gesellschaft derart verschlechtert, dass eine Fortgewährung der Bezüge unbillig wäre. Die Vergütung des Vorstands enthält, obwohl das nach den bei Abschluss des Dienstvertrages des amtierenden Vorstands geltenden gesetzlichen Regelungen nicht erforderlich war, eine Vergütungs begrenzung ("cap").

Die erfolgsunabhängigen Teile der Vergütung bestehen aus Fixum und Sachbezügen. Die erfolgsabhängige, variable Ver gütung bezieht sich auf den Konzernjahresüberschuss, d.h. das Ergebnis nach Steuern im Konzern. Aktienoptionsprogramme oder ähnliche variable Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung existieren nicht.

Darüber hinaus verfügt ein Vorstandsmitglied über eine Pensions zusage in Form eines lebenslänglich zu zahlenden, gehalts unabhängigen Ruhegeldes, siehe hierzu auch Seite 89 im An hang des Konzernabschlusses in diesem Geschäftsbericht.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Zusagen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses (S. 90 in diesem Geschäftsbericht) individualisiert aufgeführt.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme

Es existieren keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wert papierorientierte Anreizsysteme bei der M.A.X. Automation AG.

Düsseldorf, den 26. März 2010

Der Vorstand:

Bernd Priske

Für den Aufsichtsrat:

Hans W. Bönninghausen (Vorsitzender)

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 27. März 2009 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 27. März 2009 bis 05. August 2009 auf die Kodex-Fassung vom 06. Juni 2008, die am 08. August 2008 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für den Zeitraum ab dem 06. August 2009 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009, die am 05. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Aus nahmen entsprochen wurde und wird:

Zu 3.8, 2. Absatz

Die von der M.A.X. für Vorstand und Aufsichtsratsmitglieder abgeschlossene D&O-Versicherung beinhaltet aufgrund der Tatsache, dass es sich dabei um eine Gruppenversicherung handelt, die auch eine Reihe von Mitarbeitern im Inland er fasst, keinen Selbstbehalt. Die M.A.X. Automation AG ist grundsätzlich der An sicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahr nehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert wer den. Zukünftig wird beim Abschluss neuer Vor stands dienst verträge, für die kein Bestandsschutz besteht, entsprechend den gesetzlichen Regelungen ein Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder vereinbart.

Zu 4.2.1.

Einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gibt es nicht, da der Vorstand derzeit lediglich aus einer Person besteht.

Zu 4.2.3.

Die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands sehen keine Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente vor. Eine langfristige Anreizwirkung für den Vorstand soll weiterhin primär durch solche variable Vergütungskomponenten erzielt werden, die sich am erzielten Unternehmensergebnis messen lassen. Die Vergütung des einzelnen Vorstands setzt sich damit allein aus fixen und erfolgsorientierten Komponenten zusammen, da der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass Aktienoptionsmodelle nur begrenzt zur Incentivierung des Vorstands geeignet sind. Die variablen Vergütungskomponenten haben bislang keine mehrjährige Bemessungsgrundlage enthalten, weil dies gesetzlich nicht vorgesehen war und ehrgeizige Erfolgsziele auch an einjährigen Perfomance-Daten festgemacht werden können. Zu künftig werden die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder, so weit kein Bestandsschutz besteht, entsprechend den gesetzlichen Re gelungen variable Vergütungsbestandteile enthalten, die – zu mindest auch – eine mehrjährige Bemessungsgrundlage auf weisen.

Die Vorstandsverträge enthalten im Hinblick auf die kurze Laufzeit von jeweils lediglich drei Jahren weder Regelungen bezüglich einer Abfindung und deren Berechnungsgrundlage bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit noch hinsichtlich einer Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Dadurch wird im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Vorstandstätigkeit die notwendige Flexibilität gewahrt, um der jeweiligen konkreten Situation entsprechend, angemessene Verhandlungsergebnisse zu erzielen.

Zu 5.3.

Der Aufsichtsrat bildet keine Ausschüsse. Der Gesamtaufsichts rat ist in allen Sachfragen selbst aktiv; seine Mitglieder stehen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und können dadurch auf alle Sachfragen flexibel reagieren. Aufgrund der Besetzung des Aufsichtsrats mit der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern ist eine Bildung von Fachausschüssen nicht geboten und auch nicht sinnvoll. Aus

diesen Gründen wird auch kein Prüfungsausschuss "Audit Commitee" und kein Nominierungsausschuss eingerichtet.

Zu 5.4.1.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder wurde nicht festgelegt, da die Limitierung der Mitgliedschaft im Aufsichtsrat durch eine Altersgrenze weder der Individualität der Mitglieder noch dem Wert langjähriger Erfahrungen Rechnung trägt.

Zu 5.4.3.

Die Gesellschaft behält sich vor, Anträge auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds auch unbefristet zu stellen. Es ist aber vorgesehen, das durch das Amtsgericht bestellte Auf sichtsratsmitglied in der nächsten, der gerichtlichen Bestellung folgenden ordentlichen Hauptversammlung den Aktionären zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Dadurch ist die jederzeitige Handlungsfähigkeit des Aufsichtsrats gewährleistet und sichergestellt, dass die Aktionäre ihre Mitwirkungsrechte bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern ausüben können.

Zu 5.4.6.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung, da aus Sicht der Gesellschaft eine erfolgsorientierte Vergütung keine nennenswerte Auswirkung auf das Handeln des Aufsichtsrats hat. Auf diese Weise soll auch ausgeschlossen werden, dass der Aufsichtsrat seine Entscheidungen aufgrund der Vergütungsregelungen an Maßnahmen orientiert, aus denen lediglich kurzfristige Ergebniseffekte resultieren.

Zu 6.6.

Der zweite Absatz von 6.6. bezüglich der Angabe des Aktienbesitzes der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz der Privatsphäre der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder nicht angewandt. Die entsprechenden Angaben sind deswegen auch nicht im Corporate Governance Bericht enthalten. Die notwendige Transparenz ist durch die Veröffentlichungen der meldepflichtigen Wertpapiergeschäfte und die Bekanntmachungen von Stimmrechtsveränderungen gewährleistet.

Zu 7.1.2.

Die Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden lediglich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, nicht aber mit dem gesamten Aufsichtsrat vor der Veröffentlichung erörtert, da der Vorstand hierin die einzige Möglichkeit sieht, um die notwendige Flexibilität zu wahren und gerade bei Ad-hoc-Publizität relevanten Sachverhalten Abgrenzungsprobleme zu vermeiden.

Der Konzernabschluss ist aufgrund der internationalen Struktur des Konzerns und der damit verbundenen Komplexität bislang nicht immer binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich gewesen. Eine an diese Frist möglichst nahe anschließende Veröffentlichung wird aber angestrebt, soweit dies aufgrund der internationalen Struktur des Konzerns darstellbar ist. Für Zwischenberichte wird die Frist von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums bereits seit dem Geschäftsjahr 2007 eingehalten.

Düsseldorf, den 26. März 2010

Der Vorstand

Bernd Priske

Für den Aufsichtsrat

Hans W. Bönninghausen (Vorsitzender)

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Konzernstruktur und Organisation

Die M.A.X. Automation AG mit Sitz in Düsseldorf hat sich auf den Erwerb und die Entwicklung von mittelständischen Unternehmen in der Automation von Fertigungsprozessen fokussiert. Die M.A.X. Automation AG verfolgt einen langfristigen Beteiligungs ansatz. Daher strebt sie an, bei Unternehmenskäufen die Kapitalmehrheit, nach Möglichkeit 100% der Anteile, zu erwerben. Die Umwelttechnik und Industrieautomation bilden die Kernsegmente der M.A.X. Automation-Gruppe.

Als Muttergesellschaft obliegt der M.A.X. Automation AG die strategische Gesamtsteuerung des Konzerns. Die Muttergesellschaft betreibt selbst kein operatives Geschäft. Der Vorstand der M.A.X. Automation AG führt den Konzern eigenverantwortlich. Die Geschäftsführungen der operativen Tochterunternehmen berichten an den Konzernvorstand. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG bestellt, überwacht und beraten. Der Aufsichtsrat ist in sämtliche Geschäftsvorfälle eingebunden, die von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft oder für den gesamten Konzern sind.

Die M.A.X. Automation AG ist als Aktiengesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die M.A.X.-Aktie wird im General Standard der Deutsche Börse AG geführt.

Entsprechend der strategischen Ausrichtung des M.A.X. Automation-Konzerns konzentrieren sich sämtliche Beteiligungsengagements auf die Kernsegmente Umwelttechnik und Industrieautomation. Dem Kernsegment Umwelttechnik gehörten im Geschäftsjahr 2009 die Gesellschaften der Vecoplan-Gruppe

und die altmayerBTD GmbH & Co. KG an. Das Kernsegment Industrieautomation umfasste die BARTEC Dispensing Tech nology-Gruppe, die IWM Automation GmbH, die NSM Magnettechnik GmbH, die Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH sowie die EUROROLL Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG.

Die operativen Tochterunternehmen sind in ihren Teilmärkten als technologisch führende Anbieter positioniert. Sie bieten ihren Kunden weltweit individuelle Automations- und Verfahrenslösungen. Das Leistungsspektrum umfasst einzelne technische Komponenten, komplette Automationssysteme sowie Gesamtanlagen im Sondermaschinenbau. Im Konzernverbund sind die einzelnen Tochterunternehmen in der Lage, integrierte Automationslösungen mit einem hohen Grad an technischer Komplexität "aus einer Hand" anzubieten.

Die wesentlichen Zielmärkte des M.A.X. Automation-Konzerns liegen in Europa, Nordamerika und Asien. Die Tochterunternehmen sind auf den internationalen Märkten teilweise mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten. In der Umwelttechnik besteht der Kundenkreis im Wesentlichen aus Unternehmen der Abfall- und Recyclingwirtschaft, der Holz- und Papierindustrie, der Energiewirtschaft sowie der Zement- und Kunststoffbranche. Zu den Kunden in der Industrieautomation gehören unter anderem die Automobilindustrie, die Emballagenbranche sowie die Elektro- und Elektronikindustrie.

1.2. Steuerungssystem und Steuerungsgrößen

Die M.A.X. Automation AG nutzt zur Steuerung der operativen Geschäfte finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, mit dem Ziel Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu minimieren, um langfristig die Ertragskraft zu sichern und zu steigern.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die in Zusammenhang mit der strategischen Fokussierung des Gesamtkonzerns sowie den Geschäftsmodellen der operativen Tochtergesellschaften stehen sind im Wesentlichen:

  • Branchenkenntnis Umwelttechnik: Das Wachstum im weltweiten Markt für Umwelttechnik wird in erheblichem Maß von umweltpolitischen Regulierungen beeinflusst. Dies gilt insbeson dere für die Bereiche CO2-Reduktion und Abfallwirtschaft/ Recycling, in denen der M.A.X. Automation-Kon zern tätig ist. Für die Geschäftssteuerung ist daher eine detaillierte Kenntnis der marktspezifischen Umweltregulierungen unabdingbar.
  • Mehrwert-Positionierung und Technologieführerschaft: Für den dauerhaften Markterfolg des M.A.X. Automation-Konzerns ist die Fähigkeit der Tochterunternehmen ausschlaggebend, einzelne Automationskomponenten und umfassendes System-Know-how zu kundenindividuellen Lösungen "aus einer Hand" zusammenzuführen. Mit dieser sogenannten "Mehrwert-Positionierung" ist es den Konzerntöchtern gelungen, sich in ihren Teilmärkten vom Wettbewerb zu differenzieren. Die gezielte Bündelung von Komponenten- und Systemtech nologie zu integrierten Angeboten ist für den Konzern auch künftig bedeutsam.
  • Innovationen: Der M.A.X. Automation-Konzern bewegt sich in einem Umfeld, das von intensivem Wettbewerb und stetigem technischen Fortschritt geprägt ist. Deshalb entscheiden innovative Technologien über den dauerhaften Erfolg des Kon zerns. Um die guten Marktpositionen der Tochterunternehmen be haupten und ausbauen zu können, muss das techno logische Ni veau der Tochtergesellschaften stetig weiterentwickelt werden.
  • Internationalisierung: In den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation lässt sich nachhaltiges Wachstum

nur durch die konsequente Internationalisierung der Ge schäftsbasis sichern. Internationale Vertriebs- und Serviceniederlassungen, sowie ausgewählte Produktionsstandorte gewährleisten, dass der M.A.X. Automation-Konzern Kenntnisse über spezifische Kundenanforderungen mit individuellen Automationslösungen im Ausland erlangt. Mit dieser Basis kann der Konzern seine internationale Geschäftstätigkeit sichern und ausbauen.

• Effizienz: Die Wachstums- und Ertragskraft des M.A.X. Automation-Konzerns wird entscheidend von einer effizienten Konzernorganisation bestimmt. Schlanke und leistungsfähige Strukturen, standardisierte Prozesse und Abläufe sowie qua li fizierte Mitarbeiter und ein angemessener Beschäftigungsstand sind wichtige Zielgrößen, die auf die Konzernentwicklung be deutenden Einfluss haben. Insbesondere unter den Bedingungen schwankungsanfälliger Märkte legen der Konzern vorstand sowie die Geschäftsführungen der operativen Tochterunternehmen Wert auf die stetige Verbesserung der organsiatorischen Effizienz mit dem Ziel, die Ertragskraft stetig zu steigern.

1.3. Konjunkturelles Umfeld

Im ersten Halbjahr 2009 durchlief die Weltwirtschaft die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Lehman-Insolvenz im September 2008 paralysierte die internationalen Finanzmärkte: Der Interbankenmarkt kam zeitweise zum Erliegen, die Kreditversorgung der Wirtschaft geriet ins Stocken. In nahezu allen Industrieund Schwellenländern ging die Güternachfrage erheblich zu rück. Die Rohstoffpreise sanken. An den Weltbörsen ver zeichneten die Aktienkurse erhebliche Wertverluste. Die Ausblicke der Unternehmen waren von Verunsicherung und Pessimismus geprägt.

Erst das konzertierte Eingreifen der Regierungen und Notenbanken leitete im Frühsommer eine Trendumkehr ein. Durch umfassende Konjunkturprogramme gelang es, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage in allen bedeutenden Wirtschaftsräumen zu stabilisieren. Stützungsmaßnahmen für den Bankensektor, niedrige Leitzinsen und eine expansive Geldpolitik belebten die Finanzmärkte. Überraschend schnell kehrten Vertrauen und verhaltener Optimismus an die Märkte zurück. Insbesondere in den Schwellenländern erholte sich die Konjunktur zügig.

Nach vorläufigen Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt 2009 um 0,8% schrumpfen (2008: +3,0%). Je nach Land hinterließ die Rezession jedoch unterschiedlich tiefe Spuren. Während die US-Wirtschaftsleistung vom wider Erwarten kräftigen privaten Konsum gestützt wurde und lediglich 2,5% unter dem Vorjahresniveau blieb (2008: +0,4%), ging das BIP im Euroraum 2009 nach IWF-Schätzungen um 3,9% zurück (2008: +0,6%). Die asia tischen Schwellenländer erwiesen sich dagegen als Wachstumsmotor der Weltwirtschaft: Die chinesische Wirtschaft wuchs 2009 um 8,7% (2008: 9,6%), das BIP Indiens stieg um 5,6% (2008: 7,3%). Mittel- und Osteuropa jedoch verzeichneten 2009 einen BIP-Rückgang von 4,3% (2008: +3,1%).

In Deutschland litt besonders die Industrie unter dem Einbruch der Konjunktur, während der Dienstleistungssektor sich als krisenresistenter erwies. Infolge der stark rückläufigen Exportnachfrage fiel die industrielle Produktion weit unter ihre Kapazitätsgrenze. Das BIP lag 2009 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,0% unterhalb des Vorjahres (2008: +1,3%).

1.4. Branchenumfeld Maschinen- und Anlagenbau

Unter dem Einfluss der globalen Rezession musste der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2009 einen massiven Nachfrageeinbruch hinnehmen. Kunden im In- und Ausland

Quellen:

Bundesverband deutscher Banken e.V., Konjunkturbericht Januar 2010

Europäische Zentralbank, Monatsbericht Januar 2010

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2010 Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Januar 2010

schränkten ihre Investitionen vorübergehend stark ein und stornierten bereits zugesagte Bestellungen. Im Gesamtjahr ging die Maschinenproduktion nach Angaben des Branchenverbandes VDMA real um rund 25% auf 151 Mrd. Euro zurück (2008: 194 Mrd. Euro). Der Branchenumsatz sank auf 160 Mrd. Euro, ein Minus von 23% gegenüber dem Vorjahresniveau von 208 Mrd. Euro. In den Unternehmen fiel die Kapazitätsauslastung 2009 zeitweise unter 70% und lag damit mehr als 10 Prozentpunkte niedriger als in den Vorjahren.

Die Exporterlöse verringerten sich im Jahresvergleich um rund 24% und erreichten 2009 nominal 110 Mrd. Euro nach 146 Mrd. Euro im Jahr 2008. Einzig die Ausfuhren nach China konnten 2009 gesteigert werden. China löste damit im vergangenen Jahr die USA als größter Exportmarkt für deutsche Unternehmen ab. Dagegen brachen die Ausfuhren nach Russland 2009 gegenüber dem Vorjahr um 43% ein.

Die Sonderrolle Chinas spiegelt sich auch im Umsatzwachstum von rund 10% wider, das der chinesische Maschinen- und Anlagen bau 2009 dank staatlicher Investitionsprogramme verzeichnen konnte. Dagegen schrumpfte der Umsatz der europäischen Hersteller im Jahresvergleich um insgesamt rund 25%, die Erlöse der US-Branchenunternehmen gingen um 20% zurück.

In Deutschland begann sich erst im vierten Quartal eine Stabilisierung der Branchenkonjunktur abzuzeichnen. Von Oktober bis Dezember 2009 lag der Auftragseingang noch um 13% unter dem Vorjahresniveau. Impulse gingen nahezu ausschließlich von der Exportnachfrage aus: Während die Bestellungen aus dem Ausland um 11% niedriger ausfielen als im gleichen Vorjahreszeitraum, blieben die Inlandsorders im Schlussquartal 2009 um 18% unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

1.5. Forschung und Entwicklung

Als Spezialanbieter von umfassenden Automationslösungen misst der M.A.X. Automation-Konzern der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen einen hohen Stellenwert bei. Die Kunden erwarten weltweit individuelle Automationslösungen, die einem spezifischen Anforderungsprofil entsprechen müssen. Zudem ist das Marktumfeld von einem raschen technologischen Wandel, hoher Wettbewerbsintensität und einer steigenden Zahl politischer Regulierungen im Umweltsegment geprägt. Unter diesen Bedingungen gehören zielgerichtete Aktivitäten in der Forschung und Entwicklung zu den wichtigen Erfolgsfaktoren für internationale Automationsspezialisten.

Im M.A.X. Automation-Konzern sind Forschung und Entwicklung dezentral organisiert. Die M.A.X. Automation AG betreibt als Mutter gesellschaft keine eigenen Forschungsaktivitäten. Entsprechend der konzerninternen Arbeitsteilung obliegt es den Tochtergesellschaften, eigene Forschungs- und Entwicklungskapazitäten aufzubauen und zu unterhalten. So werden Inno vationen je nach Marktlage und Kundenanforderungen vorange trieben. Zudem sorgt ein Austausch der Tochtergesellschaften über ihre F&E-Aktivitäten dafür, dass Synergien ausgeschöpft werden können, mit dem Ziel bestehende technologische Kompetenzen zu erweitern und gezielt in neue Teilmärkte der Automation einzutreten.

In beiden Kernsegmenten stand im abgelaufenen Geschäftsjahr die Weiterentwicklung des Produkt- und Servicespektrums in Verbindung mit Kundenaufträgen im Vordergrund. In der Umwelttechnik entwickelte altmayerBTD die bestehende Produktpalette im Bereich der Heiz- und Trinkwassersysteme weiter. Zudem wurden die solarthermischen Kombisysteme aus Speichermedien und Solarkollektoren weiter verfeinert. Vecoplan konnte unter anderem einen leistungsfähigeren und energie effizienteren EBS-Shredder vorstellen, welcher für die Erzeugung von Ersatzbrennstoffen

(EBS) aus Abfällen eingesetzt wird. In der Industrie automation erweiterte die NSM Magnettechnik im Geschäftsbereich Automation ihr Angebot in der Pressenverkettung. Im Emballagenbereich wurden innovative Systemlösungen für den allgemeinen Ver packungsbereich, etwa in der Pharmaindustrie, vorangetrieben. Auch der im Vorjahr begonnene Ausbau der Zuführtechnik wurde fortgesetzt. Die BARTEC Dispensing Technology arrondierte das Leistungsangebot in der Dosiertechnik und Automation durch den Aufbau neuer Produktbereiche in der Verbindungstechnik.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Besondere Vorkommnisse des Berichtsjahres Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios

Zum 01. Januar 2009 wurde das Segment Maschinen-Anlagenbau aufgelöst. Die beiden Tochterunternehmen BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme und EUROROLL wurden in die Kernsegmente Umwelttechnik und Industrieautomation integriert. Im Juni erfolgte die Verschmelzung der Altmayer Anlagentechnik auf die BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme. Durch die Verschmelzung ist es dem neu formierten Tochterunternehmen altmayerBTD möglich, den Kunden beider Gesellschaften ein breiteres Leistungsspektrum zu bieten.

Im zweiten Quartal 2009 wurde das operative Geschäft der französischen NSM-Tochter ATIAP S.A.R.L., ein Hersteller von Transportanlagen für Deckel und Dosen, eingestellt. Die Marktposition des Unternehmens wurde in der Rezession aufgrund mangelnder Nachfrage entscheidend geschwächt. Im Konzern entstand im Jahr 2009 eine einmalige Ergebnisbelastung von rund 1,0 Mio. €.

Schadensersatz gegen ehemalige Geschäftsführer durchgesetzt Am 24. September 2009 gab der Konzern bekannt, dass die Tochtergesellschaft altmayerBTD im Rahmen einer Schadens ersatzklage gegen zwei im Jahr 2004 abberufene Geschäftsführer einen Betrag von 900.000 Euro durchgesetzt hat. Der Mittel zufluss wurde im Berichtsjahr voll ergebniswirksam.

Personelle Veränderung im Aufsichtsrat

Herr Dr. Frank Stangenberg-Haverkamp schied zum 31. Januar 2009 in bestem Einvernehmen aus dem Aufsichtsrat der M.A.X. Automation AG aus. Herr Manfred Heim wurde zum 01. Februar 2009 per Beschluss des Amtsgerichts Düsseldorf vom 19. Januar 2009 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Am 14. Dezember 2009 informierte die M.A.X. Automation AG über einen Wechsel im Aufsichtsrat. Mit Wirkung zum 24. De zember 2009 wurde Gerhard Lerch vom Amtsgericht Düsseldorf in das Kontrollgremium bestellt. Gerhard Lerch war für die Continental AG mehr als drei Jahrzehnte in zahlreichen Leitungsfunktionen im In- und Ausland tätig und gehörte von 2005 bis zu seinem planmäßigen Wechsel in den Ruhestand im Jahr 2008 dem Konzernvorstand an. Gerhard Lerch folgte auf Prof. Rainer Kirchdörfer, der aus persönlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Prof. Kirchdörfer gehörte dem Gre mium seit 2003 an und hat die Ausrichtung der M.A.X. Automation AG in den vergangenen Jahren entscheidend mitgestaltet.

2.2. Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der M.A.X. Automation AG für das Ge schäfts jahr 2009 wurde nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Die Gesellschaft ist daher von der Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) befreit. Die Zahlen des Vorjahres wurden ebenfalls nach IFRS ermittelt.

2.3. Gesamtbewertung des Geschäftsjahres

In einem schwierigen Marktumfeld hat der M.A.X. Automation-Konzern im Jahr 2009 einen insgesamt noch zufriedenstellenden Geschäftsverlauf verzeichnet. Während sich die Nachfrage nach den Automationslösungen des Konzerns in den ersten sechs Monaten rezessionsbedingt deutlich abschwächte, zeichnete sich im Verlauf der zweiten Jahreshälfte, insbesondere im vierten Quartal, mit einer spürbaren Verbesserung der Auftragslage in der Umwelttechnik, die operative Trendwende ab. Die Konzernumsatzerlöse blieben jedoch im Gesamtjahr 2009 mit einem Rückgang von 32,5% erheblich unter dem Vorjahresniveau. Auf die Ertragslage wirkten sich im Jahresverlauf umgesetzte Restrukturierungsmaßnahmen, zu denen neben allgemeinen Kostensenkungen vor allem Effizienzsteigerungen in der Beschaffung sowie gezielte Personalanpassungen gehörten, insgesamt positiv aus. Dadurch konnte der Effekt aus dem rückläufigen Umsatz gedämpft und ein leicht positives Konzernergebnis erwirtschaftet werden.

Vor dem Hintergrund der sich zunehmend stabilisierenden Ge schäftsentwicklung und der sehr soliden Finanzausstattung des M.A.X. Automation-Konzerns hält der Vorstand an einer Dividendenzahlung trotz der vorübergehend schwächeren Ertragslage fest. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, eine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 von 0,05 Euro je Aktie auszuschütten.

2.4. Auftragslage

Der konsolidierte Auftragseingang des M.A.X. Automation-Konzerns lag 2009 mit 164,6 Mio. Euro um 27,1% unter dem Vergleichswert des Vorjahres (225,9 Mio. Euro). Während die Bestellungen im Kernsegment Umwelttechnik um 18,8% unter dem Vorjahresniveau blieben, ging der Auftragseingang in der Industrieautomation um 38,3% zurück.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Die in der zweiten Jahreshälfte 2009 wieder anziehende Nachfrage schlug sich im Schlussquartal in einem kräftigen Anstieg des Auftragseingangs um 29,9% auf 50,9 Mio. Euro nieder (Q4 2008: 39,2 Mio. Euro). In der Folge übertraf der um POC-Effekte (IFRS) bereinigte kon solidierte Auftragsbestand per 31. Dezember 2009 mit 75,2 Mio. Euro den Wert des gleichen Vorjahresstichtags (70,1 Mio. Euro) um 7,3%.

2.5. Umsatzentwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern erzielte 2009 einen Umsatz von 156,5 Mio. Euro. Der Wert lag um 32,5% unter dem Niveau des Vorjahres (231,9 Mio. Euro).

Von dieser Entwicklung waren beide Kernsegmente betroffen. In der Umwelttechnik blieben die Segmenterlöse 2009 um 33,0% unter dem Wert des Vorjahres. In der Industrieautomation nahm der Segmentumsatz um 33,1% ab.

Der Exportanteil an den Konzernerlösen erreichte im abgelaufe nen Geschäftsjahr 53,0%. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert (58,6%) von 5,6 Prozentpunkten.

2.6. Ergebnisentwicklung

Die Gesamtleistung des M.A.X. Automation-Konzerns belief sich 2009 auf 150,9 Mio. Euro, ein Rückgang um 36,6% gegenüber dem Vorjahr (2008: 238,2 Mio. Euro). Darin schlug sich neben dem gesunkenen Geschäftsvolumen ein Abbau von Beständen nieder.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 4,7 Mio. Euro deut lich über dem Vergleichswert von 2008 (1,8 Mio. Euro). Zusätzlich zu der erfolgreichen Schadensersatzklage gegen ehemalige Geschäftsführer (0,9 Mio. Euro) trug die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro zu diesem Wert bei.

Der deutliche Rückgang des Materialaufwandes um 42,9% auf

70,9 Mio. Euro (2008: 124,0 Mio. Euro) ist insbesondere auf das geringere Geschäftsvolumen zurückzuführen. Ferner spiegeln sich Einsparungen in der Beschaffung wider. Der Anteil des Materialaufwandes an der Gesamtleistung konnte auf 46,9% reduziert werden (2008: 52,1%).

Der Personalaufwand sank trotz rezessionsbedingter Anpassungsmaßnahmen nur unterproportional um 16,2% auf 50,1 Mio. Euro nach 59,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Jahr 2009 auf 30,2 Mio. Euro (2008: 38,2 Mio. Euro; –21,0%), neben allgemeinen Kostensenkungsmaßnahmen wesentlich bedingt durch niedrigere Vertriebskosten.

Der M.A.X. Automation-Konzern erzielte 2009 mit 0,5 Mio. Euro ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Im Vorjahr hatte das Konzern-EBIT bei 14,1 Mio. Euro gelegen.

Im Berichtsjahr wurde ein ausgeglichenes Finanzergebnis erreicht (2008: –2,5 Mio. Euro). Im Vorjahr waren Aufwendungen aus den gegen das Eigenkapital verrechneten, aber durch die Verschiebung des Börsenganges der Vecoplan AG nicht mehr nutzbaren Kosten in Höhe von 1,0 Mio. Euro im Finanzergebnis enthalten, in 2009 0,3 Mio. Euro.

Das Konzernergebnis vor Steuern betrug im Berichtsjahr 0,5 Mio. Euro (2008: 11,6 Mio. Euro). Aus Ertragsteuern entstand ein Aufwand von 0,3 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr 1,0 Mio. Euro angefallen waren.

Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete der M.A.X. Automation-Konzern einen Jahresüberschuss von 0,2 Mio. Euro. In diesem Ergebnis sind negative (Restrukturierungskosten, IPO-Kosten) und positive (Schadensersatz) Sondereffekte von per Saldo rund –1,8 Mio. Euro enthalten. Der Vorjahreswert betrug 10,6 Mio. Euro.

2.7. Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss der M.A.X. Automation AG wird nach den Be stimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Für das Geschäftsjahr 2009 weist die Gesellschaft ein negatives Ergebnis von –4,3 Mio. Euro aus. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von 5,2 Mio. Euro erzielt. Aus dem Bilanzgewinn 2008 wurden 1,3 Mio. Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat des M.A.X. Automation-Konzerns beabsichtigen, den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 eine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 5 Eurocent je Aktie vorzuschlagen. Damit würde wie im Vorjahr ein Gesamtbetrag von 1,3 Mio. Euro an die Aktionäre gezahlt.

2.8. Vermögenslage

Der M.A.X. Automation-Konzern wies zum Stichtag am 31. De zem ber 2009 eine Bilanzsumme von 148,4 Mio. Euro aus. Der Rück gang um 13,8 Mio. Euro gegenüber dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag (162,2 Mio. Euro) ist auf das verminderte Geschäftsvolumen zurückzuführen.

Bei den langfristigen Vermögenswerten ergaben sich im Stichtagsvergleich keine bedeutsamen Änderungen: Ihr Niveau blieb mit 67,0 Mio. Euro nur wenig unter dem Wert vom 31. Dezember 2008 (68,8 Mio. Euro).

Dagegen sank das kurzfristige Vermögen zum Bilanzstichtag deutlich um 11,9 Mio. Euro auf 81,5 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 93,3 Mio. Euro). Die Position wurde von gegenläufigen Effekten geprägt: Die Vorräte verminderten sich um 7,1 Mio. Euro auf 26,7 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 33,8 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten auf 26,5 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 43,0 Mio. Euro) abgebaut werden, dies entsprach einem Rückgang um 16,5 Mio. Euro. Zugleich erhöhte sich die Liquidität erheblich: Die flüssigen Mittel lagen zum Bilanzstichtag mit 24,4 Mio. Euro um 13,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2008: 11,3 Mio. Euro).

2.9. Finanzlage

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital zum Bilanzstichtag mit 71,8 Mio. Euro nahezu unverändert. Am Jahresende 2008 hatte der Wert 72,9 Mio. Euro betragen. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,4 Prozentpunkte auf 48,4% (31. Dezember 2008: 45,0%) und blieb damit auf einem sehr soliden Niveau. Die langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2009 auf 32,6 Mio. Euro und entsprachen damit in etwa dem Wert am gleichen Vorjahresstichtag (32,4 Mio. Euro).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich deutlich um 12,8 Mio. Euro auf 44,1 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 56,9 Mio. Euro). Dazu trugen verschiedene Faktoren bei. So gingen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen infolge des geringeren Geschäftsvolumens um 2,8 Mio. Euro auf 21,9 Mio. Euro zurück (31. Dezember 2008: 24,7 Mio. Euro). Die kurzfristigen Finanzschulden reduzierten sich um 6,4 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro nach 15,9 Mio. Euro am Jahresende 2008. Die Rückstellungen betrugen am Bilanzstichtag 9,2 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 12,8 Mio. Euro; –3,6 Mio. Euro).

2.10. Liquiditätsentwicklung

Der M.A.X. Automation-Konzern erwirtschaftete 2009 einen Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von 19,5 Mio. Euro (2008: 6,2 Mio. Euro). Darin spiegeln sich die liquiditätswirksamen Maßnahmen zum Abbau von Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wider. Durch Investitionen entstand im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von 1,0 Mio. Euro (2008: 5,6 Mio. Euro). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit belief sich auf 5,4 Mio. Euro nach 3,3 Mio. Euro im Vorjahr. Per Saldo erreichte der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2009 mit 24,4 Mio. Euro das höchste Niveau in der Konzerngeschichte (2008: 11,3 Mio. Euro).

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

3. Segmentberichterstattung

3.1. Umwelttechnik

Im Kernsegment Umwelttechnik erstreckt sich die operative Geschäftstätigkeit des M.A.X. Automation-Konzerns auf die Marktbereiche Abfallwirtschaft, Recycling und Energieeffizienz. Galten diese Sektoren vor dem Hintergrund einer zunehmenden Industrialisierung in den Schwellenländern und der globalen Bevölkerungszunahme schon bislang als wachstumsstark, wurde ihre Entwicklung zuletzt durch die weltweiten politischen Initiativen zum Klimaschutz und zum CO2-Abbau weiter forciert. Zur Reduktion des CO2-Ausstoßes leistet die Recyclingwirtschaft einen erheblichen Beitrag. Einer Studie des Bundesverbandes der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE) zufolge trugen die Branchenunternehmen von 1990 bis 2006 mit knapp 25% zur gesamten CO2-Verringerung in Deutschland bei. Durch effizientere Anlagen ist es nach BDE-Schätzungen möglich, den Beitrag der Restmüllverwertung zum Klimaschutz um weitere 65% zu steigern. Deutschland weist im internationalen Vergleich die höchste Recyclingquote auf und gilt über die Grenzen der Europäischen Union hinaus als Vorreiter auf dem Gebiet des Umweltschutzes. Die europäische Klimaschutzbilanz könnte sich durch die Umsetzung des in Deutschland bereits gültigen strikten Deponieverbots für unbehandelte Abfälle sowie die konsequente Erhöhung der Recyclingquote nach Ansicht des BDE erheblich verbessern. An bieter von Automationslösungen, die zu einer umweltgerechten und effizienten Nutzung von Roh- und Reststoffen beitragen, besitzen daher langfristig sehr gute Absatzchancen.

Unter dem Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise ging die Nachfrage nach umwelttechnischen Anlagen in der ersten Jahreshälfte 2009 weltweit zurück. Viele Unternehmen stellten Investitionen in die Modernisierung oder Erweiterung ihrer Umwelttechnik vorerst zurück. Darüber hinaus verhielten sich die Banken bei Projektfinanzierungen anhaltend restriktiv.

Diese schwierigen Marktbedingungen beeinträchtigten den Geschäftsverlauf der Umwelttöchter des M.A.X. Automation-Konzerns. Ab dem dritten Quartal 2009 wurden jedoch erste Anzeichen für eine operative Trendwende erkennbar. Beflügelt von positiven Konjunkturprognosen wuchs auch das Interesse der Kunden an dem Produktprogramm der Konzerntöchter zum Ende des Geschäftsjahres. Hinzu kamen steigende Preise für Roh- und Reststoffe, die der Nachfrage nach Systemen zur umweltverträglichen Nutzung von Ersatzbrennstoffen, einer Kernkompetenz des Konzerns, weitere Impulse verlieh.

In das Kernsegment Umwelttechnik gliedert der M.A.X. Automation-Konzern die Vecoplan-Gruppe und die altmayerBTD ein.

Die Vecoplan-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt als welt weit führender Anbieter technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Holz und Sekundärrohstoffen. Dazu zählen unter anderem Holz, Sägerestholz, Biomasse, Altholz, Haus- und Gewerbemüll, Kunststoff sowie Papier. Vecoplan unterhält Toch ter gesellschaften in den USA und Großbritannien sowie zahl reiche Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Zu den Kunden gehören unter anderem die internationale Holz- und Papierwirtschaft, Recyclingunternehmen sowie die Kunststoff- und Zementindustrie.

2009 erzielte die Vecoplan-Gruppe in einem schwierigen Marktumfeld eine insgesamt noch zufriedenstellende Geschäfts entwicklung. Der rezessionsbedingte Umsatzrückgang konnte durch Maßnahmen zur Kostensenkung teilweise kompensiert werden. Insbesondere im zweiten Halbjahr ver zeichnete die Gruppe eine Stabilisierung der Nachfrage. Erfreulich war die Vergabe eines Großauftrags eines britischen Recyclingunternehmens an die in Birmingham angesiedelte Tochtergesellschaft Vecoplan Ltd. zur Errichtung einer Spezialanlage für die me chanische Vorbehandlung von Hausmüll. Mit einem Gesamtvolumen von rund 7 Mio. Euro handelt es sich um den bislang größten Einzelauftrag der Vecoplan Ltd. Zudem trieb Vecoplan 2009 die Produktentwicklung bei Zerkleinerungsanlagen und Förderband systemen voran.

altmayerBTD ging im Sommer 2009 aus dem Zusammenschluss der Konzerntochterunternehmen Altmayer Anlagentechnik und BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme hervor. Das Unternehmen konzipiert, entwickelt und vertreibt unter anderem Anlagen zur Lagerung und Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung zur Reduzierung des Dioxin-, Furan- und Schwefelausstoßes. Zudem gehört die Gesellschaft zu den führenden Tank- und Behälterherstellern in Europa, deren Produktspektrum von Braunkohlestaubsilos über Heiz- und Trinkwassersysteme bis zu Pufferspeichern reicht. Die Anlagen von altmayerBTD kommen unter anderem in der chemischen Industrie, bei Nahrungsmittelherstellern, Unternehmen der Kunststoff- und Zementindustrie, bei Kraft- und Stahlwerken, Entsorgern sowie in der Solarbranche zum Einsatz.

altmayerBTD verzeichnete 2009 einen insgesamt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Die Zusammenführung der beiden Konzerntöchter führte zu einer Ausweitung der Produktpalette und einem verbesserten Angebotsspektrum für die Kunden. Im Schlussquartal 2009 konnte altmayerBTD nach 2008 erneut einen Großauftrag im Bereich Kohlekraftwerke verzeichnen: Die Lieferung einer Komplettanlage zur Entsorgung von Feuerraumasche an RWE Power stellte mit einem Gesamtvolumen im unteren zweistelligen Millionenbereich den größten Einzelauftrag in der Geschichte des M.A.X. Automation-Konzerns dar.

Im Kernsegment Umwelttechnik erreichte der M.A.X. Automation-Konzern 2009 einen konsolidierten Auftragseingang von 105,5 Mio. Euro. Dies waren 18,8% weniger als im Vorjahr (2008: 130,0 Mio. Euro). Der Rückgang ist wesentlich auf die vorübergehend verminderte Nachfrage infolge der globalen Rezession zurückzuführen.

Die Segmenterlöse blieben mit 94,9 Mio. Euro um 33,0% unter dem Vorjahresniveau (141,5 Mio. Euro). Der Exportanteil betrug nahezu unverändert 63,9% nach 64,7% im Jahr 2008.

Das Segmentergebnis (EBIT) belief sich 2009 auf 2,2 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Segment-EBIT bei 8,5 Mio. Euro gelegen.

Der M.A.X. Automation-Konzern beschäftigte in der Umwelttech nik im vergangenen Geschäftsjahr durchschnittlich 408 Mit arbeiter. Die Zahl der Beschäftigten lag damit um 67 Per sonen unter dem Durchschnittswert des Jahres 2008 (475).

Kennzahlen Kernsegment Umwelttechnik

2009 2008 Veränd.
Mio. Euro Mio. Euro
Segmentumsatz 94,9 141,5 –33,0%
davon Ausland 60,6 91,5 –33,8%
Segmentergebnis 2,2 8,5
Mitarbeiter1 408 475 –67
(Anzahl)

1 Jahresdurchschnitt

3.2. Industrieautomation

Im internationalen Wettbewerb können sich Industrieunternehmen nur dann dauerhaft behaupten, wenn sie die Fertigungspro zesse effizient organisieren und in der Lage sind, auf wechselnde Anforderungen der Kunden mit attraktiven Produkten und Service angeboten zu reagieren. Automationslösungen schaffen dafür die Voraussetzungen. Sie ermöglichen es, die Produktion kostengünstig zu gestalten und auch bei hohen Stückzahlen ein gleichbleibendes Qualitätsniveau zu wahren. Zugleich können vom Markt geforderte Produktinnovationen nur durch automatisierte Fertigungssysteme zügig umgesetzt werden. Daher bieten sich spezialisierten Anbietern in der Industrieautomation über Konjunkturzyklen hinweg Wachstumschancen.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die Rahmen bedingungen für Automationsspezialisten jedoch deutlich verschlechtert. So verringerten viele Industrieunternehmen vorübergehend die Innovationsgeschwindigkeit, drosselten ihre Investitionen und stellten Projekte zur Modernisierung und Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse zurück. Die Nachfrage nach technischen Komponenten und Automationssystemen entwickelte sich nach Jahren stetigen Wachstums 2009 erstmals deutlich rückläufig. Hinzu kam ein wachsender Preisdruck: In Ausschreibungen setzten sich überwiegend Niedrigpreisofferten durch, wobei nicht selten zusätzliche Qua litäts anforderungen erhoben wurden. Automationsanbieter sahen sich dadurch mit sinkenden Margen bei gleichzeitig erhöhtem Entwicklungsaufwand konfrontiert.

Der M.A.X. Automation-Konzern agiert im Kernsegment Industrieautomation mit fünf Tochterunternehmen: der NSM Magnettechnik, der BARTEC Dispensing Technology-Gruppe, IWM Automation, Mess- und Regeltechnik Jücker sowie der EURO-ROLL.

NSM ist ein technologisch führender Systemanbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle. Die Gesellschaft konzipiert, fertigt, montiert und wartet Anlagen zur Automatisierung des Materialflusses. Spezifisches Know-how besitzt NSM in der Vakuum- und Magnettechnik. NSM beliefert Kunden weltweit aus unterschiedlichen Branchen, darunter die Automobilindustrie, Pressenhersteller, Nahrungsmittelproduzenten, Chemieunternehmen und Werkzeugmaschinenhersteller.

Beeinträchtigt von der schwachen Branchenkonjunktur konnte NSM im Jahr 2009 nicht an die positive Entwicklung der Vor jahre anknüpfen. Zu den wesentlichen Ereignissen des Ge schäftsjahres gehörte die Einstellung des operativen Geschäfts der französischen NSM-Tochter ATIAP S.A.R.L. im zweiten Quartal 2009. Der Hersteller von Transportanlagen für Deckel und Dosen musste in der Rezession eine entscheidende Schwächung der Marktposition hinnehmen.

BARTEC Dispensing Technology gehört zu den weltweit führen den Anbietern von Dosiertechniksystemen und hat sich in der Ver gangenheit zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiterentwickelt. Im vergangenen Jahr wurde das Produktportfolio zudem durch den Ein stieg in den Markt für Imprägnieranlagen für Elektromotoren, Statoren und Rotoren erweitert. Im Jahr 2009 wurde das Leis tungs an ge bot um Verbindungstechniken ergänzt. Der Kundenkreis von BARTEC Dispensing Technology erstreckt sich von der Automobilindustrie über Anbieter von Elektronik und Elektrotechnik bis hin zu Filterherstellern und Unternehmen der Medizintechnik.

Trotz der Erweiterung des Leistungsangebots blieb die Umsatzund Ertragsentwicklung der BARTEC Dispensing Technology im abgelaufenen Geschäftsjahr rezessionsbedingt deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Während die beiden Geschäftsbereiche Dosiertechnik und Automation erheblich von der mangelnden Nachfrage beeinträchtigt waren, konnte sich das neue Geschäftsfeld Imprägnieren unter dem Einfluss der schwachen Marktlage 2009 zwar positiv, aber nicht wie geplant entwickeln.

IWM Automation entwickelt und produziert als Spezialist für maßgeschneiderte Produktionssysteme anspruchsvolle Fertigungs- und Montageanlagen. Die Systemlösungen von IWM kommen insbesondere in der Automobilindustrie zum Einsatz. Ferner verfügt das Unternehmen über Know-how für innovative Montageanlagen, die in der Möbelindustrie verwendet werden.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde IWM von dem kräftigen Nachfrage rückgang auf dem Automobil- und Zuliefermarkt getroffen. Die lang jährigen Kundenbeziehungen trugen jedoch dazu bei, dass ein insgesamt zufriedenstellender Geschäftsverlauf verzeichnet werden konnte. Ein Großauftrag eines namhaften deutschen Automobilherstellers über die Lieferung von neuartigen Montageanlagen für Fahrzeuggetriebe trug zur Kapazitätsauslastung bei. Mit einem Volumen im mittleren einstelligen Millionenbereich handelt es sich um einen der größten Einzelaufträge in der Geschichte der IWM.

Mess- und Regeltechnik Jücker hat sich als Spezialanbieter im Technologiebereich Software und Steuerungstechnik international als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse positioniert. Zu den Kunden gehören insbeson dere Unternehmen aus der Automobilindustrie, die chemische Industrie, Kraftwerks-, Stahl- und Hüttenbetreiber, Zementwerke und die Transporttechnik.

Jücker konnte 2009 trotz der weltweiten Branchenschwäche im Maschinen- und Anlagenbau eine Geschäftsentwicklung auf dem Niveau des Vorjahres verzeichnen. Zu den größten Projekten gehörten die Inbetriebnahme einer Kammerschmiedeofenanlage sowie eines Rollenherdofen.

EUROROLL gehört zu den führenden Anbietern von antriebs losen Rollenbahnsystemen schwerpunktmäßig für die Lagerund Fördertechnik. Das Unternehmen beliefert internationale Kunden überwiegend in der Logistikbranche, aber auch die Nahrungsmittelbranche, den Pharma-, Buch- und Drogeriegroß handel, die Automobilindustrie sowie Chemieunternehmen.

Im Frühjahr 2009 wurde die EUROROLL im Zuge der Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios in das Kernsegment Industrieautomation integriert. Die Geschäftsentwicklung kann unter den erschwerten Marktbedingungen insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Der M.A.X. Automation-Konzern erreichte in der Industrieautomation im Geschäftsjahr 2009 einen konsolidierten Auftragseingang von 59,1 Mio. Euro nach 95,9 Mio. Euro im Vorjahr (–38,3%).

Die Segmenterlöse gingen um 33,1% auf 62,7 Mio. Euro zurück. Im Jahr 2008 hatte der Wert 93,8 Mio. Euro betragen. Der Export anteil am Umsatz lag im Berichtsjahr bei 35,6% (2008: 47,3%; –11,7 Prozentpunkte).

In der Industrieautomation wurde 2009 mit –0,3 Mio. Euro ein nahezu ausgeglichenes Segmentergebnis (EBIT) erwirtschaftet. Im Jahr 2008 hatte das Segment-EBIT 8,3 Mio. Euro betragen.

Die Beschäftigtenzahl im Kernsegment Industrieautomation lag im Jahresdurchschnitt 2009 bei 498 Personen. Im Vorjahr hatte die Zahl der Mitarbeiter bei 523 gelegen (–25 Personen).

Kennzahlen Kernsegment Industrieautomation

2009 2008 Veränd.
Mio. Euro Mio. Euro
Segmentumsatz 62,7 93,8 –33,1%
davon Ausland 22,4 44,4 –49,5%
Segmentergebnis –0,3 8,3
Mitarbeiter1 498 523 –25
(Anzahl)

1 Jahresdurchschnitt

4. Investitionen

Vor dem Hintergrund der Nachfrageschwäche vor allem im ersten Halbjahr 2009 sowie eines anhaltend schwierigen Marktumfelds hat der M.A.X. Automation-Konzern die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich gedrosselt, ohne jedoch die Leistungsfähigkeit der Portfoliounternehmen zu schwächen. In das langfristige Segmentvermögen wurden im Geschäftsjahr 2009 insgesamt 2,3 Mio. Euro investiert. Dies entsprach einem Rückgang von 4,6 Mio. Euro gegenüber dem Wert von 2008 (6,9 Mio. Euro).

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

5. Personalbericht

Im Geschäftsjahr 2009 war der M.A.X. Automation-Konzern nach fünf Wachstumsjahren in Folge aufgrund der weltweiten Marktschwäche zu Restrukturierungsmaßnahmen gezwungen, die auch gezielte Personalanpassungen einschlossen. Auch wenn diese Einschnitte schmerzhaft waren und mit größtmöglicher Umsicht vorgenommen wurden, bestand unter der Maßgabe einer nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit keine Alternative. Im Ergebnis trugen die eingeleiteten Schritte we sent lich dazu bei, die Kostenbasis an das gesunkene Ge schäftsvolumen anzupassen und zugleich das Produkt- und Prozess-Know-how der Tochtergesellschaften im Kern zu erhalten. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für die Leistungen unter diesen schwierigen Marktbedingungen.

Im Jahr 2009 beschäftige der M.A.X. Automation-Konzern durch schnittlich 1.002 Mitarbeiter incl. Auszubildende (31.12.2009: 843 Mitarbeiter). Verglichen mit dem durchschnittlichen Personalstand des Vorjahres von 1.084 Be schäftigten (31.12.2008: 1.022 Mitarbeiter) entsprach dies einem Rückgang von 82 Mitar beitern. Zur Konzernbelegschaft gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr 92 Auszubildende (2008: 82 Auszubildende).

Das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeiter sind ein essentieller Faktor, um langfristig das Wachstumspotenzial des M.A.X. Automation-Konzerns zu sichern. Daher wird im Rahmen der konzernweiten Personalpolitik ein Schwerpunkt auf die Förderung und Bindung von engagierten und qualifizierten Mit arbeitern auf allen Ebenen gelegt. Traditionell legt der Konzern großen Wert auf die Berufsausbildung junger Menschen. So wurde im Berichtsjahr die Zahl der Auszubildenden selbst in einem rezessiven Umfeld von 82 auf 92 gesteigert.

6. Umweltschutz

Der M.A.X. Automation-Konzern misst dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen in Verbindung mit einem schonenden Umgang mit Ressourcen einen hohen Stellenwert bei. Daher kommt in den Tochtergesellschaften ein Instrumentarium zum Einsatz, mit dem sämtliche gesetzlichen Bestimmungen zum Umweltschutz in den Märkten, in denen die Gesellschaften tätig sind, in vollem Umfang eingehalten werden können. Dies schließt Zertifizierungen, bei der NSM etwa das Umweltmanage ment zer ti fikat nach DIN EN ISO 14001, ein. Zudem erachten es alle Konzerngesellschaften als wichtig, innerbetriebliche Standards beim Umweltschutz, etwa in den Bereichen Abfallvermeidung und –entsorgung, Emissionsschutz, Lärmvermeidung oder spar samer Einsatz von Ressourcen, stetig weiterzuentwickeln. Die operative Geschäftstätigkeit des M.A.X. Automation-Konzerns führte im Berichtsjahr nicht zu außergewöhnlichen Belastungen für die Umwelt.

7. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB (Zugleich: Erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 S. 1 AktG)

Nach § 315 Abs. 4 HGB besteht für börsennotierte Mutterunter nehmen die Pflicht, im Konzernlagebericht Angaben zur Ka pital zusammensetzung, zu den Aktionärsrechten und deren Beschrän kungen, zu den Beteiligungsverhältnissen und zu den Organen der Gesellschaft zu machen, welche übernahmerelevante Informationen darstellen. Die Angaben dienen der Um setzung der Richtlinie 2004/25 EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. April 2004, die Übernahmeangebote betrifft. Gesellschaften, deren stimmberechtigte Aktien an einem organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) zugelassen sind, müssen solche Angaben machen, unabhängig davon, ob ein Übernahmeangebot vorliegt oder zu erwarten ist.

Die Angaben dienen dem Zweck, potenzielle Bieter in die Lage zu versetzen, sich ein umfassendes Bild von der Gesellschaft und von etwaigen Übernahmehindernissen zu machen.

Dieselben Angaben sind nach § 289 Abs. 4 HGB auch im Lagebericht der Gesellschaft enthalten. Nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG hat der Vorstand zu den Angaben außerdem der Hauptversammlung einen erläuternden Bericht vorzulegen. Nachfolgend werden die Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB mit den entsprechenden Er läu terungen hierzu nach § 176 Abs. 1 S. 1 AktG zusammengefasst.

a) Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der M.A.X. Automation AG in Höhe von 26.794.415 Euro ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Eine Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 Euro.

b) Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

c) Beteiligungen von über 10% am Kapital

Am Grundkapital der M.A.X. Automation AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierhandelsrechtlichen Mitteilungen eine direkte oder indirekte Beteiligung am Grundkapital, die 10% der Stimmrechte überschreitet. Es handelt sich dabei um die FORTAS AG, die einen Anteil von 22,6% (Stand: 31. De zember 2009) an den Aktien der M.A.X. Automation AG besitzt. Weitere Einzelheiten hierzu sind in der Übersicht im Anhang unter "mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG" erläutert.

d) Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

e) Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

f) Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Der Vorstand der M.A.X. Automation AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands be stimmt der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Er satzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist bei Erstbestellungen die maximal mögliche Bestelldauer von 5 Jahren nicht die Regel.

Die Änderung der Satzung der M.A.X. Automation AG bedarf nach § 17 Abs. 1 der Satzung abweichend von § 179 Abs. 2 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit lediglich der einfachen Stimmen- und Kapitalmehrheit, soweit nicht Gesetz

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oder Satzung weitergehende Bestimmungen enthalten. Der Aufsichtsrat ist zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ermächtigt. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Be stimmungen der §§ 179 und 133 AktG.

g) Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Juni 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 6.698.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender stimmrechtsloser Stück aktien (Vorzugsaktien) und/oder durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender stimmberechtigter Stückaktien (Stammaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen. Die Er mäch tigung umfasst die Befugnis, bei mehr maliger Ausgabe von Vorzugsaktien weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien bei der Verteilung des Ge winns oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Auf sichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Juni 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 6.698.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender stimmrechtsloser Stückaktien (Vorzugsaktien) und/oder durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender stimmberechtigter Stückaktien (Stammaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen. Die Er mäch tigung umfasst die Befugnis, bei mehrmaliger Ausgabe von Vorzugsaktien weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien bei der Verteilung des Gewinns oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts rats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • Im Falle einer gleichzeitigen Ausgabe von stimmberechtigten Stamm- und stimmrechtslosen Vorzugsaktien in dem Verhältnis, in welchem beide Aktiengattungen zum Zeitpunkt der jeweiligen Erhöhung des Grundkapitals zueinander stehen (Pari-Passu), hinsichtlich des Bezugsrechts der Stammaktionäre auf Vorzugsaktien und des Bezugsrechts der Vorzugsaktionäre auf Stammaktien;
  • für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • für eine Kapitalerhöhung mit Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und
  • für eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen in Höhe von bis zu insgesamt 10% sowohl des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung als auch des im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die auf Grund einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG während der Wirksamkeit der Ermächtigung erworben und gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Nr. 4 AktG veräußert werden, sofern der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet.

Der Vorstand ist bei den Genehmigten Kapitalien I und II weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen. Ferner kann er die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung in ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien jeweils zu leistende Entgelt festsetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG bestimmen.

Die vorstehend dargestellten Ermächtigungen des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien aus den Genehmigten Kapitalien I und II sollen den Vorstand in die Lage versetzen, zeitnah flexibel und kostengünstig einen etwa auftretenden Kapitalbedarf zu decken und je nach Marktlage attraktive Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Durch die Möglichkeit, im Einzelfall auch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen durch die Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an den Veräußerer zu bezahlen, kann die Gesellschaft eine Expansion ohne Belastung ihrer Liquidität durchführen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 6.850.000 Euro durch Ausgabe von bis zu 6.850.000 auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien mit Stimmrecht (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 8. April 2004 bis zum 8. April 2009 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen und soweit nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Ver fügung gestellt werden. Die Gesellschaft hat innerhalb des Ermächtigungszeitraums keine Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben. Das bedingte Kapital ist somit gegenstandlos geworden.

Die Gesellschaft ist ermächtigt, bis zum 2. Januar 2011 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10% des zum Zeit punkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben, wobei auf die erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen

Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen dürfen.

Die Ermächtigung kann durch die Gesellschaft ganz oder in Teilen ausgeübt werden; bei Ausübung in Teilen kann von der Er mächtigung mehrfach Gebrauch gemacht werden. Der Er werb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre eine Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen.

(a) wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeb licher Börsenpreis im Sinne der vorstehenden Regelung gilt der arithmetische Mittelwert der Kurse von Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung in der Schlussauktion im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main an den der Veräußerung vorangehenden letzten 10 Börsenhandelstagen, an denen jeweils ein Handel in solchen Aktien stattgefunden hat

oder

(b) wenn die Aktien gegen Sachleistungen veräußert werden und dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen zu erwerben (auch wenn neben den Aktien eine Kaufpreiskomponente in bar ausgezahlt wird) und der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt.

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Der Vorstand ist weiter ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Er mächtigungen zur Veräußerung und zur Einziehung können einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgeübt werden; bei Ausübung in Teilen kann von den Ermächtigungen mehrfach Gebrauch gemacht werden.

h) Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft mit so genannten Change-of-Control-Klauseln

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

i) Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

8. Vergütungsstruktur für die Organmitglieder

8.1. Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats besteht aus einer Festvergütung und einer Vergütung von 300,00 Euro pro Stunde für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungstage hinausgeht. Die Festvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beträgt TEUR 48. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 24, die weiteren Aufsichtsratsmitglieder erhalten je TEUR 12. Ferner werden die Auslagen erstattet.

8.2. Vergütung des Vorstands

Der Vorstand bestand im Geschäftsjahr 2009 aus einer Person. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einem erfolgsunabhängigen Fixgehalt und Sachbezügen sowie einer erfolgsabhängigen variablen Tantieme zusammen. Aktienoptionen wurden nicht gewährt.

Die Aufwendungen für Bezüge des Vorstands betrugen insgesamt TEUR 222 (Vorjahr TEUR 1.024). Die Beträge gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR Fixgehalt Variable
Sonstige
Summe
Tantieme Bezüge
Bernd Priske 200 0 22 222

Zugunsten des Vorstandsmitglieds wurde eine Pensionszusage gegeben. Der Aufwand im Geschäftsjahr 2009 betrug TEUR 14. Die Rückstellung beträgt TEUR 82. Weitere Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden nicht gewährt. In den sonstigen Bezügen sind für den Vorstand Nebenleistungen in Form von Sach bezügen, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung be stehen, enthalten. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Die aus der D&O Versicherung resultierenden Sach bezüge sind für den Vorstand nicht bezifferbar, da es sich hier um eine Gruppen versicherung handelt, die eine Reihe von Mitarbeitern erfasst.

9. Risiko- und Chancenbericht

9.1. Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Das Chancen- und Risikomanagement dient neben der frühzeitigen Erkennung und Steuerung von Risiken der gezielten Wahrnehmung und Sicherung bestehender und künftiger Erfolgs potenziale. Für den Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung. Im Jahr 2000 hat der Vorstand im M.A.X. Automation-Konzern ein Risikomanagementsystem eingeführt, welches dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (Kon-TraG) entspricht. Damit können mögliche Risiken sowohl in der M.A.X. Automation AG als Holdinggesellschaft als auch in den Tochtergesellschaften rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Das Risikomanagementsystem wurde im Jahr 2009 grundlegend überarbeitet. Die Veränderungen wurden in einer Schulung den Tochtergesellschaften erläutert.

Das Risikomanagementsystem basiert auf einem systematischen, den gesamten Konzern umfassenden Prozess der Risiko er ken nung, -bewertung und -steuerung. Grundlage des Risikomanage ments ist die Sicherung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele, insbesondere die Erhaltung und der Ausbau der Marktstellung innerhalb der Branche. Gesamtziel ist es, durch ein vollständiges und angemessenes Chancen- und Risikomanagement die Wert- und Risikotreiber zu identifizieren und angemessen zu handhaben.

Das Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Kom ponenten: Ein Instrumentarium zur Erfassung und Bewältigung von bestandsgefährdenden Risiken enthält verschiedene, stufenartig aufgebaute und EDV-gestützte Matrizen, die ausgehend von einer Risikoerkennung über die Risikobewertung eine Risiko bewältigung zum Ziel haben. Dabei werden Risiken ausgewählt, die Bedeutung der Risiken für das Unternehmen festgelegt und ein rechnerischer Risikofaktor ermittelt, um dann exakt inhaltliche und zeitlich festgelegte Maßnahmen zur Risikobewältigung zu formulieren. Eine Beispielliste möglicher Risiken und ein Leit faden für die Handhabung der elektronischen Datei vervollständigen das System. Das Berichtsintervall der Tochtergesellschaften an das Mutterunternehmen ist auf das Quartal abgesteckt, die Be richte erfolgen per Datentransfer. Eine wesentliche Komponente des internen Kontrollsystems stellt das Berichtswesen dar. Das bestehende konzernweite Controlling-System wurde bereits Mitte 2008 durch die Einführung einer Konsolidierungssoftware ergänzt, die ab 2009 auch für die Erstellung der gruppenweiten Mittelfristplanung genutzt wird.

Zur Sicherstellung von einheitlicher Behandlung und Bewertung rechnungslegungsrelevanter Themen ist allen Gesellschaften das Bilanzierungshandbuch der M.A.X. Automation AG zugänglich gemacht worden. Das Bilanzierungshandbuch wird regelmäßig aktualisiert.

Im monatlichen Rhythmus wird über die Entwicklung des ab gelaufenen Monats und des laufenden Geschäftsjahres an die Muttergesellschaft berichtet. Dieses Verfahren wird vierteljährlich um eine rollierende Quartalsplanung ergänzt. Alle Berichte wer den einer kritischen Soll/Ist-Analyse unterzogen. Ein zusätzlicher Bericht der Geschäftsführung kommentiert Planabweichungen, informiert über Maßnahmen zur Planerfüllung, die Entwicklung im laufenden Berichtsmonat und sonstige wesentliche Themen wie Markt- und Wettbewerbsbedingungen, Investitionen, Finan zierung und Recht. Verbale Erläuterungen runden den Bericht ab.

Das Risikomanagement wurde im Jahr 2007 um Angaben zu den von Finanzinstrumenten ausgehenden Risiken erweitert. Die Berichterstattung erfolgt in einem halbjährlichen Turnus.

Der Vorstand führt überdies regelmäßig Gespräche mit den Vorständen und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften, um die Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den Planungen zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen zur Planerfüllung einzuleiten.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Eine wesentliche Komponente des Risikomanagementsystems stellt die jährliche Planungsrunde dar. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochtergesellschaften stellen dabei am Ende des laufenden Jahres den Geschäftsverlauf dar und erläutern die weitere Unternehmensstrategie. Grundlage der Gespräche sind Dreijahresplanungen für Geschäftsentwicklung, Investitionen und die Liquiditätsentwicklung.

Ferner finden mindestens zweimal jährlich Treffen zwischen operativen Geschäftsführern, Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Ziel statt, sich über konzernrelevante Themen wie Synergienutzung und Maßnahmen zur operativen Geschäftssteuerung auszutauschen.

In der Geschäftsordnung der Tochtergesellschaften oder dem jeweiligen Geschäftsführerdienstvertrag sind die Geschäfte geregelt, welche der Zustimmung des Vorstands der M.A.X. Automation AG bedürfen. Ferner wird das interne Kontrollsystem in den Gesellschaften regelmäßig durch die Wirtschaftsprüfer einer Prüfung unterzogen.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das Risikomanagementsystem noch das interne Kontrollsystem absolute Sicherheit geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein.

9.2. Wesentliche Risiken

Im Einzelnen bestehen für den M.A.X. Automation-Konzern fol gende Risikofelder:

• Konjunkturelle Risiken: Im ersten Halbjahr 2009 hielt die globale Finanz- und Wirtschaftskrise zunächst an. Erst in der zweiten Jahreshälfte setzte eine langsame Erholung ein, die wiederholt von konjunkturellen Rückschlägen beeinträch tigt wurde. Im internationalen Maschinen- und An lagen bau

stabilisierten sich die Ordereingänge zum Jahresende auf einem niedrigen Niveau. Falls die Branchenkonjunktur sich nicht nach haltig verbessert oder sich sogar rückläufig ent wickelt, ist nicht auszuschließen, dass sich auch die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der Tochtergesellschaften des M.A.X. Automation-Konzerns nochmals abschwächt. Dies würde die Ertragslage des Konzerns negativ beeinflussen.

  • Währungs- und Zinsrisiken: Bei der Geschäftstätigkeit in den USA und mit der Erschließung neuer Märkte außerhalb des Euro-Währungsbereichs sind Wechselkursrisiken zu beachten. Das Währungsrisiko wird mittels einer regelmäßig angepassten rollierenden Prognose der Zu- und Abflüsse an Fremdwährungen ermittelt. Um Währungs- und Zinsrisiken abzusichern, wurden Devisenterminverkäufe und Devisenoptionsgeschäfte sowie Zinsbegrenzungsvereinbarungen ab geschlossen. Aus den Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken resultieren, wenn durch die eingegangene Verpflichtung Fremdwährungen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs liegenden Preis veräußert werden müssen. Das Marktpreisrisiko bei getätigten Optionsgeschäften ist auf die gezahlte Optionsprämie begrenzt. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Geschäfte ausschließlich mit namhaften deutschen Kreditinstituten abgeschlossen werden. Marktliquiditätsrisiken sind insofern begrenzt, als dass ausschließlich Geschäfte mit marktüblichen Ausstattungsmerkmalen abgeschlossen werden.
  • Personalrisiken: Die M.A.X. Automation AG ist für die Realisierung ihrer strategischen und operativen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Aus- und Weiterbildung soll die fachliche Kompetenz des Personals absichern. Variable, am Geschäftserfolg bemessene Gehaltsbestandteile sollen bewirken, dass die Mitarbeiter eine unternehmerische Denk- und Handelsweise entwickeln.

  • Schadens- und Haftungsrisiken: Durch den Abschluss von Versicherungen wird versucht, finanzielle Auswirkungen auf den M.A.X. Automation-Konzern zu begrenzen. Bei komplexen und umfangreichen Projekten sind die Tochtergesell schaften gehalten, Risiken aus Gewährleistung, Produkthaftung und Liefer verzögerungen vertraglich zu limitieren. Dabei kommen konzerneinheitliche Vorgaben zum Einsatz.

  • Marktrisiken: Bei allen Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG besteht die Gefahr, dass wesentliche Kunden wegfallen, die Technologie vom Markt nicht mehr benötigt wird, bei größeren Projekten Fehleinschätzungen eintreten oder Wettbewerber aggressiv am Markt auftreten. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Kunden Produkte nicht abnehmen oder Mitbewerber bestehende Patente oder Schutzrechte streitig machen. Diese Risiken können den Zukunftserfolg der Tochtergesellschaften belasten. Durch intensive Markt beobachtungen, umfassendes Projektcontrolling und enge Kundenbindungen minimiert der Konzern die Marktrisiken.
  • Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken: Die Nichteinhaltung von Covenants-Vorgaben kann zu Kreditkündigungen oder zur Erhöhung der Zinssätze seitens der Banken führen. Zwei Tochtergesellschaften haben die vereinbarten Covenants nicht eingehalten. Die Partner wurden regelmäßig und frühzeitig informiert. Es resultierten daraus keine Kreditkürzungen oder -kündigungen. Das Kontrahentenausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass Bankgeschäfte ausschließlich mit namhaften Kreditinstituten abgeschlossen werden. Angesichts der an hal tenden Finanzkrise ist nicht auszuschließen, dass eine restriktivere Kreditvergabepolitik der Banken die Finanzierungsoptionen des Konzerns einengen könnte oder höhere Kosten bei der Kreditgewährung anfallen. Liquiditätsrisiken bestehen darin, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einem negativen Verlauf des operativen Geschäfts einher.

• Steuerrisiken: Aufgrund der Formwechsel der Vecoplan AG im Jahr 2007 und der IWM Automation GmbH, der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH und der NSM Magnettechnik GmbH im Jahr 2008 unterliegen Veräußerungsgewinne von Anteilen innerhalb von sieben Jahren mit abnehmender Ten denz der Körperschaftsteuer. Den Veräußerungen gleichgestellt werden sollen Ausschüttungen aus dem steuerlichen Einlagekonto. Nach den der M.A.X. Automation mündlich erteilten Auskünften soll auf die Dividende der Vecoplan AG für 2007 keine oder nur eine geringe Steuerlast entstehen. Die letztendliche steuerliche Behandlung ist noch nicht geklärt.

Derzeit sind neben den im Risikobericht genannten Risiken keine weiteren Risiken erkennbar, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand der Gruppe und der M.A.X. Automation AG gefährden könnten. Der Abschlussprüfer hat das Risiko managementsystem der Gruppe geprüft. Danach ist das System geeignet, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.

10. Erläuternder Bericht des Vorstands der M.A.X. Automation AG zu den Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Rechtlicher Hintergrund

Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Bilanzrechtsmoder nisierungsgesetz (BilMoG) hat u.a. die §§ 289, 315 HGB sowie §§ 120, 175 AktG geändert. Danach musste der Vorstand der Hauptversammlung einen schriftlichen Bericht u.a. zu den neu eingeführten Pflichtangaben im Lagebericht gemäß § 289 Abs. 5 HGB bzw. im Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hin blick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. Konzernrechnungs legungsprozess vorlegen.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Durch das spätere Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) hat der Gesetzgeber die Erfordernisse zur Ab gabe erläuternder Berichte in § 176 Abs. 1 AktG gebündelt und die bisherigen Vorschriften in §§ 120 Abs. 3 S. 2, 175 Abs. 2 S. 1 AktG gestrichen. Dabei wurde jedoch der Verweis auf § 289 Abs. 5 HGB, der durch das BilMoG hinzugekommen war und die Angaben im Lagebericht zum internen Kontroll- und Risiko managementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess betrifft, nicht übernommen. Nicht abschließend ge klärt ist, ob es sich dabei um ein bloßes Redaktionsversehen handelt und es daher auch nach dem Inkrafttreten des ARUG eines erläuternden Berichts zu den Angaben nach § 289 Abs. 5 HGB (und auch zu § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) bedarf. Vorsorglich hat sich der Vorstand der M.A.X. Automation AG entschlossen, einen solchen Bericht für das abgelau fene Geschäftsjahr 2009 zu erstatten. Dieselben Angaben sind auch im Lagebericht der Gesellschaft enthalten.

Gegenstand des Berichts

Nach der Gesetzesbegründung des BilMoG umfasst das interne Kontrollsystem die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit der Rechnungslegung, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Kontrollsystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht.

Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die wesentlichen Merkmale des bei der M.A.X. Automation AG

bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

  • Der M.A.X.-Konzern zeichnet sich durch eine klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur aus;
  • Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren konzernweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controllingsowie Frühwarnsysteme und -prozesse;
  • Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungs legungsprozesses (z.B. Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet;
  • Die im Rechnungswesen eingesetzten EDV-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt;
  • Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird überwiegend auf Standardsoftware zurückgegriffen;
  • Ein adäquates internes Richtlinienwesen (u.a. bestehend aus einer konzernweit gültigen Risikomanagement-Richtlinie und einem Bilanzierungshandbuch) ist eingerichtet, welches bei Bedarf angepasst wird;
  • Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen entsprechen den quantitativen und qualitativen Anforderungen;
  • Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Das bestehende konzernweite Risikomanagementsystem wird kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst und fortlaufend auf seine Funktions fähigkeit überprüft. Das System ist durch den Abschlussprüfer,

die Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschafts prüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hannover, im Zuge der Konzernabschlussprüfung untersucht worden;

• Der Aufsichtsrat befasst sich u.a. mit wesentlichen Fragen des Risikomanagements.

Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, stellt sicher, dass unternehmerische Sach verhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt und so in die externe Rechnungslegung übernommen werden.

Die klare Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur sowie die qualifizierte Ausstattung des Rechnungswesens in personeller und materieller Hinsicht stellen die Grundlage für ein effizientes Arbeiten der an der Rechnungs legung beteiligten Bereiche dar. Klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess. Die klar definierten Überprüfungsmechanismen innerhalb der an der Rechnungslegung selbst beteiligten Bereiche und eine frühzeitige Risikoerkennung durch das Risikomanagement gewährleisten eine kohärente Rechnungslegung.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der M.A.X. Automation AG stellt sicher, dass die Rechnungslegung bei der M.A.X. Automation AG sowie bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich und im Einklang mit den rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben sowie internen Leitlinien steht. Insbesondere hat das konzerneinheitliche Risikomanagementsystem, das vollumfänglich den gesetzlichen Anforderungen entspricht, die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen zu kom munizieren. Dadurch werden dem jeweiligen Adressaten zutreffende, relevante und verlässliche Informationen zeitnah zur Verfügung gestellt.

11. Nachtragsbericht

Am 25. Januar 2010 erhielt die Vecoplan LLC ein Schreiben eines Kunden in Franklin, Ohio USA. Bei diesem Kunden ist am 21. Januar 2010 durch einen Brand die Produktionsstätte beschädigt worden. Dieser Kunde hat alle Lieferanten prophylaktisch an ge schrieben und auf eine Ermittlung durch Sachverständige hin ge wiesen. Derzeit kann noch keine Aussage über die Auswirkungen auf die Vecoplan LLC und Vecoplan AG gemacht werden.

12. Prognosebericht

12.1. Konjunkturelles Umfeld

Auch wenn die Weltwirtschaft im Jahr 2009 die Talsohle unerwartet rasch durchschritten hat, gehen Experten für 2010 eher von einer Stabilisierung der Konjunktur als von einem nachhaltigen Aufschwung aus. Die Erholung soll sich auch weiterhin überwiegend auf die staatlichen Konjunkturprogramme stützen, während die private Wirtschaft noch keine eindeutigen Wachstums signale aussendet. So stehen zahlreiche Unternehmen des Finanzsektors und der Industrie 2010 vor weiteren Bilanz anpassungen. Die Investitionen werden aufgrund der weit unterdurchschnittlichen Kapazitätsauslastung vorerst auf niedrigem Niveau bleiben. Zudem könnte die steigende Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf dämpfend auf die Konsumausgaben wirken. Hin zu kommen strukturelle Risiken für die langfristige Entwicklung aus der hohen Staatsverschuldung sowie der krisen bedingt stark ausgeweiteten Geldmenge. Positive Signale gehen dagegen vom robusten Wachstum in den asiatischen Schwellenländern aus, das der Exportwirtschaft weltweit Impulse verleiht.

KONZERNLAGEBERICHT FÜR DIE M.A.X. AUTOMATION AG

Trotz der für temporäre Rückschläge weiter anfälligen Konjunktur erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) 2010 ein Wachs tum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,9%. In den USA soll die Erholung mit einem BIP-Anstieg von 2,7% etwas stärker ausfallen als in den Ländern des Euroraums (+1,0%). Chinas Wirtschaft könnte 2010 um 10,0% zulegen, das indische BIP um 7,7% steigen. Auch die Länder Mittel- und Osteuropas sollen dem IWF zufolge auf den Wachstumspfad zurückkehren (+2,0%).

Die deutsche Wirtschaft wird 2010 nach Ansicht der Bundes regierung dank ihrer starken Exportorientierung in besonderem Maß von der steigenden Nachfrage aus den Industrie- und Schwellenländern profitieren. In ihrem Jahreswirtschaftsbe richt rechnet die Bundesregierung daher mit einem BIP-Wachstum von 1,5%.

12.2. Branchenumfeld Maschinen- und Anlagenbau

Wie schon nach früheren Wirtschaftskrisen wird der deutsche Maschinen- und Anlagenbau dem Branchenverband VDMA zufolge erst rund sechs Monate nach den ersten positiven Konjunkturprognosen eine spürbare Belebung der Maschinennach frage verzeichnen. Aus diesem Grund soll die Produktion der Branche in den ersten Monaten 2010 das Vorjahresniveau teilweise noch erheblich unterschreiten.

Erst im weiteren Jahresverlauf rechnen die Experten wieder mit einem Produktionswachstum. Im Gesamtjahr 2010 soll das Produktionsvolumen der Branche etwa den Wert von 2009 erreichen. Damit würde sich im laufenden Geschäftsjahr das Ende der Konsolidierung auf einem niedrigen Niveau abzeichnen. Mittel fristig geht der VDMA von einer Rückkehr zu stabilem Wachstum im Maschinen- und Anlagenbau aus. Dies gilt ins besondere für globale Zukunftsmärkte wie Energie- und Ressourceneffizienz.

12.3. Strategische Schwerpunkte

Der M.A.X. Automation-Konzern hat sich im Jahr 2009 unter schwierigen Marktbedingungen insgesamt noch zufrieden stellend behauptet. Der zum Vorjahr erhöhte Auftragsbestand sowie das leicht positive Konzernergebnis verdeutlichen, dass bereits im ab ge laufenen Geschäftsjahr die operative Trendwende erreicht und die Basis für eine neue Wachstumsphase geschaffen werden konnte. Neben der konsequenten Anpassung der Kosten basis an das verrin gerte Geschäftsvolumen war dies ins besondere auf die aussichts reiche strategische Positionierung des Konzerns zurückzuführen.

Der Konzern beabsichtigt, an dieser Ausrichtung festzuhalten. Mit der Umwelttechnik und der Industrieautomation konzentriert sich das operative Geschäft der Tochterunternehmen auf zwei Zukunftsmärkte, in denen über Konjunkturzyklen hinweg nach haltige Wachstumsperspektiven bestehen. Die Konzerntöchter weisen in ihren Marktsegmenten gute Wettbewerbspositionen auf. Die Unternehmen haben eine beachtliche operative Leistungs stärke erreicht und sind in Bezug auf Know-how, Technologie und weltweite Marktzugänge gut aufgestellt, um langfristig profitabel zu wachsen.

Dank der klaren strategischen Ausrichtung kann der M.A.X. Automation-Konzern früh von einer wirtschaftlichen Erholung profitieren. In der Umwelttechnik ergeben sich Marktchancen durch den langfristig zu erwartenden Preisanstieg bei Roh- und Reststoffen. Steigende Rohstoffpreise werden mittelfristig zahlreiche Branchen, etwa die internationale Holz- und Recycling industrie, veranlassen, das vorübergehend gedrosselte Investitions tempo wieder zu erhöhen. Daraus resultiert ein wachsendes Absatzpotenzial für die Spezialanlagen des M.A.X. Automation-Konzerns. Auch die politische Zielvorgabe, den CO2-Ausstoß weltweit zu senken, wird sich positiv auf die Auftragslage aus-

Quellen:

Bundesverband deutscher Banken e.V., Konjunkturbericht Januar 2010 Europäische Zentralbank, Monatsbericht Januar 2010

Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Januar 2010

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2010

wirken, da die Tochterunternehmen ihren Kunden effiziente Anlagen für eine emissionsreduzierte Produktion bieten.

In der Industrieautomation kommt den Tochterunternehmen zugute, dass sie als Spezialisten für eine effiziente Gestaltung der Produktion die Grundlagen für bedarfsgerechte und kosten günstige Endprodukte der Kunden schaffen. Vor dem Hinter grund des zunehmenden Kostendrucks im internationalen Wettbewerb bleibt die Optimierung der Produktion unter Qualitäts- und Rentabilitätsaspekten eine langfristige Herausforderung für weltweit tätige Industrieunternehmen. Den Konzerntöchtern in der Industrieautomation bieten sich in diesem Umfeld dauerhafte Wachstumschancen.

Neben dem organischen Wachstum wird der M.A.X. Automation-Konzern auch künftig Möglichkeiten prüfen, das Beteiligungsportfolio durch gezielte Akquisitionen zu arrondieren. Dabei rich tet sich das Interesse auf mittelständische Unternehmen, deren technologische Kompetenz geeignet ist, die Konzernaktivitäten in den Kernsegmenten Umwelttechnik und Industrieautomation zu ergänzen.

Zur Wachstumsstrategie gehört auch weiterhin die Ausweitung der internationalen Geschäftsbasis. Der M.A.X. Automation-Kon zern strebt an, die Präsenz auf bestehenden Ländermärkten zu er weitern und den Konzernverbund darüber hinaus für den selektiven Markteintritt in dynamisch wachsenden Regionen zu nutzen.

Um die Ertragslage wieder an das Niveau vor Ausbruch der Branchenkrise heranzuführen, wird der Konzern an einem konsequenten Kostenmanagement festhalten. Nach den gezielten Kostensenkungen des vergangenen Jahres verfügt der Kon zern über leistungsfähige Strukturen, die es erlauben, die Wachstumsziele zu erreichen.

12.4. Voraussichtlicher Geschäftsverlauf

Auch wenn sich im Jahr 2010 kein nachhaltiger Aufschwung der Branchenkonjunktur im Maschinen- und Anlagenbau ab zeichnet und von einer Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres auszugehen ist, verzeichnen einzelne Marktsegmente eine abweichende Entwicklung. So rechnet der Vorstand des M.A.X. Automation-Konzerns vor allem im Kernsegment Um welttechnik mit einer Belebung der Nachfrage. Nachdem das Kostenniveau 2009 deutlich gesenkt werden konnte, soll der Konzern bereits im laufenden Geschäftsjahr zu profitablem Wachstum zurückkehren. Der Vorstand ist zuversichtlich, den Konzernumsatz und das Ergebnis 2010 auf Basis des bestehenden Beteiligungsportfolios deutlich steigern zu können.

Mittelfristig strebt der Vorstand an, den M.A.X. Automation-Konzern durch organisches Wachstum sowie gezielte Akquisitionen wieder in eine Wachstumsphase zu führen.

Düsseldorf, im März 2010 M.A.X. Automation AG

Der Vorstand

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

KONZERNBILANZ DER M.A.X AUTOMATION AG, DÜSSELDORF, ZUM 31. DEZEMBER 2009

AKTIVA Anhang 31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (1) 1.267 1.518
Geschäfts- oder Firmenwert (2) 27.615 27.625
Sachanlagevermögen (3) 31.011 32.524
Sonstige Finanzanlagen (4) 216 1.238
Latente Steuern (5) 4.620 4.295
Sonstige langfristige Vermögenswerte (6) 2.239 1.629
Langfristige Vermögenswerte gesamt 66.968 68.829
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (7) 26.748 33.818
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 26.466 42.961
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte (9) 3.840 5.282
Liquide Mittel (10) 24.406 11.268
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 81.460 93.329
Aktiva gesamt 148.428 162.158
PASSIVA Anhang 31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (11) 26.794 26.794
Kapitalrücklage (12) 2.749 2.568
Gewinnrücklage (12) 9.659 9.659
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung –382 –253
Bilanzgewinn (13) 32.986 34.130
Eigenkapital gesamt 71.806 72.898
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter (14) 214 736
Langfristige Darlehen abzüglich kurzfristiger Anteil (15) 23.374 22.738
Pensionsrückstellungen (16) 575 565
Sonstige Rückstellungen (22) 1.110 1.451
Latente Steuern (5) 7.232 6.868
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (15) 57 45
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 32.562 32.403
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17) 21.865 24.691
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (18) 5.391 9.207
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen (19) 55 57
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten (20) 4.059 6.604
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (21) 1.523 2.018
Sonstige Rückstellungen (22) 9.175 12.754
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (23) 1.992 1.526
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 44.060 56.857
Passiva gesamt 148.428 162.158

KONZERN – GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG DER M.A.X. AUTOMATION AG, DÜSSELDORF, FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

Anhang 01.01.-31.12.2009 01.01.-31.12.2008
TEUR TEUR
Umsatzerlöse (24) 156.529 231.865
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen –5.882 5.903
Aktivierte Eigenleistungen 270 418
Gesamtleistung 150.917 238.186
Sonstige betriebliche Erträge (25) 4.698 1.826
Materialaufwand (26) -70.852 –124.001
Personalaufwand (27) -50.102 –59.787
Abschreibungen (28) -3.854 –3.889
Sonstige betriebliche Aufwendungen (29) -30.204 –38.230
Sonstige Steuern (30) -62 –42
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 541 14.063
Übriges Beteiligungsergebnis 74 51
Zinsergebnis (31) -1.113 –1.961
Übriges Finanzergebnis (32) 542 –672
Fremden Gesellschaftern zuzuweisende Verluste (33) 495 94
Ergebnis vor Ertragsteuern 539 11.575
Ertragsteuern (34) -344 –1.019
Periodenergebnis 195 10.556
Sonstiges Gesamteinkommen
Veränderung aus der Währungsumrechnung -129 165
Verrechnung der IPO-Kosten mit der Kapitalrücklage 262 576
Steuern auf sonstiges Gesamteinkommen –81 –178
Sonstiges Gesamteinkommen nach Steuern 52 563
Gesamteinkommen 247 11.119
Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) in EUR (35) 0,01 0,39

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DER M.A.X. AUTOMATION AG, DÜSSELDORF FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

Gezeich netes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklage
Unterschied
aus der
Währungs
umrechnung
Bilanz -
gewinn
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 01.01.2008 26.794 2.170 9.659 –418 26.254 64.459
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –2.680 –2.680
Gesamteinkommen 0 398 0 165 10.556 11.119
Stand am 31.12.2008 26.794 2.568 9.659 –253 34.130 72.898
Stand am 01.01.2009 26.794 2.568 9.659 –253 34.130 72.898
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 –1.339 – 1.339
Gesamteinkommen 0 181 0 –129 195 247
Stand am 31.12.2009 26.794 2.749 9.659 –382 32.986 71.806

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG DER M.A.X. AUTOMATION AG, DÜSSELDORF, FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2009

TEUR
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernperiodenüberschuss
195
10.556
Anpassungen zur Überleitung des Konzernperiodenüberschusses
auf den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit
Abschreibungen auf Sachanlagen
3.148
3.010
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
706
879
Abschreibungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte
0
73
Gewinn (–) Verlust (+) aus dem Abgang von Sachanlagen
–43
0
Gewinn (–) Verlust (+) aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften
0
–41
Gewinn (–) Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen
0
0
Veränderung latente Steuern
38
–1.783
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (–)
0
481
Änderungen in Aktiva und Passiva
Erhöhung (–) Minderung (+) Vorräte
6.889
–6.498
Erhöhung (–) Minderung (+) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
16.472
–4.212
Erhöhung (–) Minderung (+) aktiver RAP und sonstiger Vermögensgegenstände
1.442
–1.626
Erhöhung (+) Minderung (–) Pensionsrückstellungen
10
–77
Erhöhung (+) Minderung (–) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
–2.825
3.194
Erhöhung (+) Minderung (–) Verbindlichkeiten und Rückstellungen aus Ertragsteuern
–495
–633
Erhöhung (+) Minderung (–) sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
–5.988
2.839
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
19.549
6.162
2. Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
–459
–949
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
–1.669
–5.288
Auszahlungen für Investitionen Finanzanlagen
0
–74
Einzahlungen aus Verkäufen von Sachanlagen
137
5
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
1.026
502
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Gesellschaften abzügl. liquider Mittel der Tochter
0
0
Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Gesellschaften
0
205
Sonstige langfristige Vermögenswerte
4
–5
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit
–961
–5.604
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen von Dividenden
–1.340
–2.680
Veränderung Abfindungsansprüche Fremder
–522
0
Veränderung langfristiger Finanzverbindlichkeiten
– davon Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten
2.400
2.630
– davon Tilgung von langfristigen Finanzkrediten
–4.340
–3.705
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten
–1.236
1.312
Veränderung aus den IPO Kosten
180
–128
Erhöhung (–) Minderung (+) beschränkt verfügbarer liquider Mittel
–572
–707
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
–5.430
–3.278
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds
13.158
–2.720
(Summe der Cashflows aus den drei Tätigkeitsbereichen)
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte
–20
–1
Änderungen des Finanzmittelfonds
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
11.268
13.989
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode
24.406
11.268
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
= Liquide Mittel
24.406
11.268
+ abzüglich liquider Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
0
0
= Finanzmittelbestand am Ende der Periode
24.406
11.268
gezahlte Ertragsteuern
2.568
5.613
erstattete Ertragsteuern
1.907
494
gezahlte Zinsen
1.716
2.326
erhaltene Zinsen
334
645
01.01.–31.12.2009 01.01.–31.12.2008
Abgang von Tochtergesellschaften 01.01.–31.12.2009 01.01.–31.12.2008
TEUR TEUR
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 0 139
Sachanlagevermögen 0 186
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 135
Vorräte 0 890
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 560
Sonstige Vermögenswerte 0 112
Liquide Mittel 0 5
0 2.027
Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 –1.294
Rückstellungen 0 –189
Sonstige Verbindlichkeiten 0 –589
0 –2.072
Gewinn 0 45
Abgegangene liquide Mittel 0 –5
Mittelzufluss durch Abgang von Tochterunternehmen zzgl. abgegangener liquider Mittel 0 –5

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG DER M.A.X. AUTOMATION AG, DÜSSELDORF FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

Segment1 Umwelttechnik
Industrie
automation
M.A.X.
Automation AG
Überleitung Gesamt
2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Segmenterlöse 94.853 141.498 62.707 93.794 0 0 –1.031 –3.427 156.529 231.865
mit externen Kunden 94.853 138.927 61.676 92.944 0 0 0 –6 156.529 231.865
- davon Deutschland 34.256 47.394 39.325 48.560 0 0 0 –6 73.581 95.948
- davon USA 18.567 26.679 1.624 5.853 0 0 0 0 20.191 32.532
- davon andere EU-Länder 37.080 50.447 15.088 31.040 0 0 0 0 52.168 81.487
- davon Rest der Welt 4.950 14.407 5.639 7.491 0 0 0 0 10.589 21.898
Intersegmenterlöse 0 2.571 1.031 850 0 0 –1.031 –3.421 0 0
Segmentergebnis der betrieblichen
Geschäftstätigkeit 2.200 8.459 –317 8.271 –1.140 –2.952 –202 285 541 14.063
darin enthalten:
planmäßige Abschreibung –1.772 –1.569 –1.848 –1.848 –31 –24 –203 –202 –3.854 –3.643
außerplanmäßige Abschreibung 0 0 0 –246 0 0 0 0 0 –246
wesentliche sonstige Ertrags- und Aufwandsposten –1.624 –1.496 –1.601 –220 0 0 0 0 –3.225 –1.716
wesentliche nichtzahlungswirks.Aufwend. –5.378 –8.968 –1.751 –3.060 –253 –464 0 –1 –7.382 –12.493
Segmentergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EBT) 2.683 7.124 –526 7.797 85 5.941 –1.703 –9.287 539 11.575
darin enthalten:
Zinsertrag 62 77 103 137 153 154 –100 –27 218 341
Zinsaufwand –785 –925 –322 –658 –325 –749 101 30 –1.331 –2.302
Fremden Gesellschaftern
zuzurechnende Gewinne/Verluste 495 94 0 0 0 0 0 0 495 94
Ertragsteuern –159 –2.137 34 –298 117 1.718 –336 –302 –344 –1.019
Periodenergebnis 2.524 4.988 –492 7.500 202 7.659 –2.039 –9.591 195 10.556
Segmentvermögen 61.024 69.675 53.354 58.239 79.225 78.880 –51.490 –50.885 142.113 155.90
- davon Deutschland 49.023 54.780 51.974 54.594 79.225 78.880 –51.490 –50.885 128.732 137.369
- davon USA 9.965 14.763 463 753 0 0 0 0 10.428 15.516
- davon andere EU-Länder 2.036 132 917 2.892 0 0 0 0 2.953 3.024
Steueransprüche (inkl. latenter Steuern) 1.686 1.679 376 678 3.938 3.583 316 309 6.316 6.249
Gesamtvermögen 62.710 71.354 53.730 58.917 83.163 82.463 –51.174 –50.576 148.429 162.158
Investitionen in das langfristige
Segmentvermögen 1.348 4.141 923 2.747 2 83 35 –36 2.308 6.935
Segmentschulden 33.601 42.674 29.304 32.922 17.248 15.063 –12.286 –10.286 67.867 80.373
Steuerschulden (inkl. latenter Steuern) 1.758 1.806 1.284 1.637 551 623 5.163 4.821 8.756 8.887
Gesamtschulden 35.359 44.480 30.588 34.559 17.799 15.686 –7.123 –5.465 76.623 89.260

1 Die Gesellschaften, die im Jahr 2008 dem Segment Maschinen-Anlagenbau zugeordnet waren, wurden den Segmenten Umwelttechnik sowie Industrieautomation zugeordnet. Die Vorjahresangaben sind entsprechend angepasst.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

1. Vorbemerkung 69
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 69
2.1.
Aktiva
70
2.2.
Passiva
72
2.3.
Gesamteinkommensrechnung
73
2.4.
Gewinn je Aktie
73
2.5.
Währungsumrechnung
73
2.6.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
73
2.7.
Latente Steuern
73
3. Konsolidierung 73
3.1.
Konsolidierungsgrundsätze
73
3.2.
Konsolidierungskreis
74
3.3.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
74
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz 74
4.1.
Aktiva
4.2.
Passiva
74
77
5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung 81
6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss 83
6.1.
Konzernkapitalflussrechnung
83
6.2.
Forschung und Entwicklung
83
6.3.
Risikomanagement
84
6.4.
Ergebnis je Aktie
87
6.5.
Segmentberichterstattung
87
6.6.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
88
6.7.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
88
6.8.
Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
88
6.9.
Abschlussprüfer
89
6.10. Vorstand und Aufsichtsrat 89
7. Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG 91
8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex 91
9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften 91

1. Vorbemerkung

Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Breite Straße 29–31, 40213 Düsseldorf, Bundes republik Deutschland, deren Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von mindestens 10 % des Kapitals von Unternehmen und Handels gesellschaften sowie die Veräußerung solcher Beteiligungen ist.

Die Tochtergesellschaften der M.A.X. Automation AG sind in der Umwelttechnik und der Industrieautomation tätig. Die Unternehmen sind zum überwiegenden Teil seit vielen Jahren existent.

Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen führen das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz und der Konzerngesamteinkommensrechnung als weitere Bestandteile die Entwicklung des Konzerneigenkapitals, die Kapitalflussrechnung, die Segmentberichterstattung, den Konzernanhang, den Kon zernanlage spiegel sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Der Konzernabschluss 2009 wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Be träge sind – soweit nicht anders dargestellt– in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Der Konzernabschluss wurde nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, unter Berücksichtigung der Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC) sowie des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.

Im M.A.X.-Konzern werden bei der Bilanzierung und Bewertung alle zum Zeitpunkt der Rechnungslegung am 31.12.2009 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden IAS/IFRS Vorschriften berücksichtigt. Die ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB wurden beachtet.

Der geprüfte Konzernabschluss zum 31.12.2008 wurde vom Aufsichtsrat am 27. März 2009 gebilligt. Der geprüfte Konzernabschluss zum 31.12.2009 wird vom Aufsichtsrat voraussichtlich am 26. März 2010 gebilligt werden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunter nehmen wurden einheitlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungs grundsätzen der IFRS aufgestellt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch den Vorstand, die sich auf die ausgewiesenen Beträge in der Bilanz sowie auf die Offenlegung der Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Ab schluss zeitpunkt und auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand basieren. Das tatsächliche Ergebnis kann von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden neue Standards, Veränderungen an bestehenden Standards sowie neue Interpretationen verabschiedet. Hierzu zählen:

  • a) Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Abschluss zum 31.12.2009 erstmals verpflichtend anzuwenden sind:
  • Änderungen von Standards:
    • Änderungen zu lAS 1 "Presentation of Financial Statements" (Inkrafttreten 01.01.2009)
    • Änderungen zu lAS 23 "Borrowing Costs" (Inkrafttreten 01.01.2009)
    • Änderungen zu lAS 32 "Financial lnstruments: Presentation": Puttable Instruments (Inkrafttreten 01.01.2009)
    • Änderungen zu IAS 39 "Financial lnstruments: Recognition and Measurement"/IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivatives" (Inkrafttreten 30.06.2009)
    • Änderungen zu IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS 1"/lAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements": Kosten der Investition in ein Tochterunternehmen, ein gemeinsam kontrolliertes oder ein assoziiertes Unternehmen (Inkrafttreten 01.01.2009)
    • Änderungen zu IAS 39/IFRS 7 "Reclassification of Financial Assets"(Inkrafttreten 01.07.2008)
    • Änderungen zu IFRS 2 "Share-based Payment": Ausübungs bedingungen und Kündigung (Inkrafttreten 01.01.2009)
    • Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (In kraft treten 01.01.2009)
    • Diverse Änderungen: Annual Improvement Project 2006– 2008 (Inkrafttreten 01.01.2009)
  • Neue Standards:
  • IFRS 8 "Operating Segments" (Inkrafttreten 01.01.2009)
  • Neue Interpretationen:
    • IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes" (Inkrafttreten 01.07.2008)

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

  • b) Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die für den IFRS-Ab schluss zum 31.12.2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind:
  • Änderungen von Standards (Amendments):
    • Änderungen zu lAS 27 "Consolidated and Separate Financial State ments"/IFRS 3 "Business Combinations" (Inkrafttreten 01.07.2009)
    • Änderungen zu lAS 32 "Financial lnstruments: Presentation": Klassifizierung von Bezugsrechten (Inkrafttreten 01.02.2010)
    • Änderungen zu IAS 39 "Financial lnstruments: Recognition and Measurement": Qualifizierende Grundgeschäfte (Inkrafttreten 01.07.2009)
    • Änderungen zu IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS 1": Um struk turierung des Standards (Inkrafttreten 01.07.2010)
    • –Änderungen zu IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS 1": Wei te re Aus nahmeregelungen für IFRS-Erstanwender" (Inkrafttreten 01.07.2010)*
    • –Änderungen zu IFRS 2 "Share-based Payment": Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich" (Inkraft treten 01.01.2010)*
    • –Änderungen zu IAS 24 "Related Party Disclosures" (Inkrafttreten 01.01.2011)*
    • Diverse Änderungen: Annual Improvement Project 2007– 2009 (In kraft treten frühestens 01.01.2009)*
  • Neue Standards:
    • IFRS 9 "Financial Instruments" (Inkrafttreten 01.01.2013)*
  • Neue Interpretationen:
    • IFRIC 12 "Service Concession Arrangements" (Inkrafttreten 30.03.20091)
    • IFRIC 15 "Agreements for the Construction of Real Estate" (Inkrafttreten 01.01.20102)
    • IFRIC 16 "Hedges of a net investment in a foreign operation" (Inkrafttreten 01.07.20093)
    • IFRIC 17 "Distribution of Non-cash Assets to Owners" (Inkrafttreten 01.07.2009)
    • IFRIC 18 "Transfer of Assets from Customers" (Inkrafttreten 01.07.2009)
    • IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" (Inkrafttreten 01.07.2010)*
    • IFRIC 14 "IAS 19 The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction" (Inkrafttreten 01.01.2011)*

Zum Zeitpunkt der in der EU verpflichtenden Anwendung der neuen Standards und Interpretationen hat und wird die M.A.X. Automation AG diese berücksichtigen. Signifikante Auswirkungen auf Bilanz und Gesamteinkommensrechnung haben sich nicht ergeben und werden nicht erwartet. Für die Angabepflichten in den Notes ergeben sich Änderungen und Erweiterungen.

2.1. Aktiva

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (Patentrechte und Lizenzen sowie EDV-Software) werden zu Anschaffungskosten – vermindert um planmäßige Abschreibungen – angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, welche zwischen 1 und 8 Jahren beträgt.

Soweit die Anschaffungskosten für einen Unternehmenszusammenschluss die Summe der vollständig neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden inklusive Eventualschulden übersteigen, wird der Differenzbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird dem jeweiligen Tochterunternehmen als zahlungsmittelgenerierende Einheit (Cash Generating Unit) zugeordnet, als Vermögenswert erfasst und zu jedem Bilanzstichtag einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gesamteinkommensrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder wertaufgeholt.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Unternehmenserwerben vor dem Übergangszeitpunkt auf IFRS zum 01. Januar 2004 entstanden sind, wurden aus dem vorangegangenen HGB-Abschluss übernommen und zu diesem Zeitpunkt auf Werthaltigkeit überprüft. Geschäftsoder Firmenwerte, die in vorangegangenen Perioden abgeschrieben wurden, sind nicht wertaufgeholt worden.

Gemäß IAS 36.10 tritt bei Geschäfts- oder Firmenwerten an die Stelle von planmäßigen Abschreibungen eine regelmäßige, mindestens jährlich durchzuführende Werthaltigkeitsprüfung.

Der Werthaltigkeitstest eines Geschäfts- oder Firmenwertes ist in der Regel auf Ebene einer Cash Generating Unit vorzunehmen.

3 Gemäß EU ist als Datum des Inkrafttretens der 1. Juli 2009 vorgesehen. In IFRIC 16.18 ist dagegen die erste Berichtsperiode eines am 1. Oktober 2008 oder danach beginnenden Geschäfts jahres als zeitlicher Anwendungsbereich vorgesehen.

* EU-Endorsement noch nicht erfolgt.

1 Gemäß EU ist als Datum des Inkrafttretens der 30. März 2009 vorgesehen. In IFRIC 12.28 ist dagegen die erste Berichtsperiode eines am 1. Januar 2008 oder danach beginnenden Geschäftsjahres als zeitlicher Anwendungsbereich vorgesehen.

2 Gemäß EU ist als Datum des Inkrafttretens der 1. Januar 2010 vorgesehen. In IFRIC 15.24 ist dagegen die erste Berichtsperiode eines am 1. Januar 2009 oder danach beginnenden Geschäfts jahres als zeitlicher Anwendungsbereich vorgesehen.

Der Werthaltigkeitstest basiert auf der Ermittlung des erzielbaren Betrages (Recoverable Amount). Dieser ergibt sich aus dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben und es liegt ein Wertminderungsbedarf vor. Die erforderliche Abschreibung mindert den Wert des Geschäfts- oder Firmenwertes. Ist dieser voll ständig ab ge schrieben, erfolgt eine Verteilung des Restbetrages proportional zu den jeweiligen Buchwerten auf die anderenVermögenswerte (IAS 36.104ff.).

Der Buchwert der Cash Generating Unit stellt das so genannte Nettovermögen dar und setzt sich aus dem für die operative Tätigkeit betriebs notwendigen Vermögen (operatives Vermögen), zuzüglich aufgedeckter stiller Reserven (insbesondere Goodwill) und abzüglich der Verbindlichkeiten, die aus der operativen Tätigkeit resultieren, zusammen.

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten kommen primär marktpreisorientierte Verfahren zum Einsatz. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes wird auf kapitalwertorientierte Verfahren zurückgegriffen.

Bei den kapitalwertorientierten Verfahren wird das Konzept der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC-Ansatz) (IDW RS HFA 16, Tz.30) angewendet.

Folgende Vorgaben sind hierbei zu berücksichtigen:

  • Gemäß IAS 36.50 sind Zahlungsströme aus der Finanzierung sowie für Ertragsteuern nicht in die Ermittlung des Nutzungswertes einzubeziehen.
  • Für die Fremdkapitalkosten werden die Refinanzierungskosten der zu bewertenden Cash Generating Unit verwendet.
  • Die Eigenkapitalkosten werden auf Basis des Capital Asset Pricing Models berechnet und betragen 9,55 % (Vorjahr: 9,25 %). Dieser Zins wurde unter Berücksichtigung eines risikolosen Basiszinssatzes von 4,25 % (Vorjahr: 4,25 %) und einer Risikoprämie von 5,0 % (Vorjahr: 5,0 %) sowie einem Beta-Faktor von 1,06 (Vorjahr: 1,0) ermittelt.
  • Der Kapitalisierungszinssatz ist der Vorsteuerzinssatz, der die ge gen wärtigen Markteinschätzungen des Zeitwertes des Geldes und die spezifischen Risiken des Bewertungsobjektes widerspiegelt. Da die am Kapitalmarkt beobachtbaren Renditen risikobehafteter Eigen kapital titel regelmäßig Steuereffekte beinhalten, ist der ermittelte ge wich te te Kapitalisierungszinssatz um diese Steuereffekte zu bereinigen.

Der Nutzungswert wird anhand des Barwertes des Cash Flow aus zwei Wachstumsphasen ermittelt. Der ersten Phase liegt die vom Management des jeweiligen Tochterunternehmens verabschiedete 3-Jahresplanung der Geschäftsjahre zugrunde. Für die zweite Phase wird eine ewige Rente in Höhe des nachhaltig erzielbaren Betrages zugrunde gelegt.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und um nutzungsbedingte planmäßige und – sofern notwendig – außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungs kosten umfassen hierbei neben den direkt zurechenbaren Einzel kosten auch angemes sene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Die Sachanlagen werden linear über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Vorausichtliche Nutzungsdauern

Gebäude 10 bis 50 Jahre
Außenanlagen 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 18 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen.

Im Bau befindliche Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalkosten werden für sogenannte "qualifying assets" aktiviert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustandes.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte überprüft, um festzustellen, ob An haltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sind solche An haltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes anhand des Nutzungswertes ermittelt, um den Umfang der Wertminderung festzustellen. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst.

Entfällt der Grund, der zu einer Wertminderung in der Vergangenheit geführt hat, wird der Buchwert des Vermögenswertes wieder entsprechend erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergäbe, wenn für den Vermögenswert in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Die Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs zu den Anschaffungskosten.

Anteile an Tochterunternehmen und Beteiligungen, die nicht konsolidiert werden, werden zu Anschaffungskosten bewertet, da der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Die Finanzanlagen, die nicht zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden, werden regelmäßig auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Finanzanlagen, die im Wert gemindert sind, werden erfolgswirksam auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit der Grund für in früheren Perioden vorgenommene Abschreibungen entfällt, wird eine erfolgswirksame Zuschreibung vorgenommen.

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für fehlende Gängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Zu ordnung der Anschaffungs- und Herstellungskosten zu den Vorratsarten erfolgt mittels Einzelzuordnung, der Durchschnittsmethode oder der FIFO-Methode.

Fremdkapitalkosten für sogenannte "qualifying assets" werden aktiviert.

Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn der Nettoveräußerungswert einzelner Vermögenswerte unter deren Buchwert sinkt.

Langfristige Fertigungsaufträge

Umsätze und Aufwendungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad erfasst (Percentage of Completion-Methode).

Der Fertigstellungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Ende des Geschäftsjahres bereits angefallenen Auftragskosten und den zum Ende des Geschäftsjahres aktuell geschätzten gesamten Auftragskosten (Cost-to-Cost-Methode).

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative Finanzinstrumente sowie marktgängige sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte.

Die Unterteilung wird nach IAS 39 wie folgt vorgenommen:

a) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen neben derivativen unter anderem zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte. Diese werden mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben (z.B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere). Die Bewertung erfolgt zum Zeitwert; Wertanpassungen werden erfolgswirksam erfasst.

b) Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögens werte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüg lich Wertminderungen zur Abdeckung erkennbarer Risiken bewertet. Pauschale Wertberichtigungen werden mit den Ausfallraten der Vergangenheit nur dann angesetzt, wenn diese auch quantitativ zu belegen waren. Gewinne und Verluste, ebenso die Zinseffekte aus der An wen dung der Effektivzinsmethode, werden ergebniswirksam erfasst.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bilanzierten Werte der Finanzinstrumente grundsätzlich deren beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Beschränkt verfügbare Mittel werden, soweit vorhanden, unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

2.2. Passiva

Eigenkapitalbeschaffungskosten

Eigenkapitalbeschaffungskosten werden nach Berücksichtigung der auf diese entfallenden Steuern von der Kapitalrücklage abgesetzt.

Pensionsverpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit Method) für Leistungszusagen auf Alterversorgung errechnet. Der Berechnung liegen die Richttafeln von K. Heubeck von 2005 G zugrunde. Es werden nicht nur die am Stichtag bekannten Renten und Anwartschaften, sondern auch künftig erwartete Veränderungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der Dienstzeitaufwand ist in der Gesamteinkommensrechnung im Personalaufwand enthalten. Versicherungs mathematische Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" er fasst. Der Zinsaufwand wird ebenfalls im Personalaufwand ausgewiesen.

Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen werden in angemessener Höhe für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Voraussetzung für den Ansatz ist, dass die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig ermittelbar ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit den An schaffungskosten und in den Folgejahren zu fortgeführten An schaffungswerten bewertet. Disagien werden im Rahmen der Effektivzinsmethode berücksichtigt.

2.3. Gesamteinkommensrechnung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung bzw. mit Entstehen des Anspruchs realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Langfristige kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode (PoC)) bilanziert. Hierbei werden die im Geschäftsjahr angefallenen Kosten und die auf das Geschäftsjahr entfallenden Erlöse entsprechend dem Fertigstellungsgrad ergebniswirksam erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Aufwendungen ermittelt (Cost-to-Cost-Methode).

Ausgaben im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren, darunter wesentliche Verbesserungen und Verfeinerungen von bereits vorhandenen Produkten, werden nach Anfall als Aufwand gebucht, soweit die Voraussetzungen einer Aktivierung nicht vorliegen.

2.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der gewichteten Anzahl der im Umlauf befindlichen nennwertlosen Stückaktien.

2.5. Währungsumrechnung

Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden nach Maßgabe des Wechselkurses am Bilanzstichtag bewertet.

Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung die jeweilige Landes währung ist, werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu Einstandskursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Tochtergesellschaften werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in den Konzernabschluss einbezogen.

2.6. Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte

Die derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Ab si che rung gegen Währungs- oder Zinsrisiken eingesetzt. Reine Han dels ge schäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Zur Begrenzung der Ausfallrisiken werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit Kreditinstituten erst klassiger Bonität abgeschlossen.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt bei ihrer erstmaligen Erfassung und in der Folgebilanzierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstrumentes ist der Preis, für den ein unabhängiger Dritter Rechte oder Pflichten aus dem Finanzinstrument von einer weiteren unabhängigen Partei übernehmen würde. Soweit möglich, werden die beizulegenden Zeitwerte mit den tatsächlich am Markt zu realisierenden Werten angesetzt. Diese entsprechen bei börsennotierten Derivaten dem positiven oder negativen Börsenwert.

Sofern für ein derivatives Finanzinstrument ein Börsenwert nicht existiert, wird der beizulegende Wert als theoretischer Wert mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden berechnet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Die Wertänderungen in den derivativen Finanzinstrumenten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Hedge Accounting nach IAS 39 wird nicht angewandt.

Nähere Angaben werden unter dem Punkt Risikomanagement gemacht.

2.7. Latente Steuern

Latente Steuern, die aus zeitlich abweichenden Wertansätzen in IFRS und Steuerbilanz resultieren, werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode ermittelt und gesondert ausgewiesen. Aktive latente Steuern umfassen unter anderem Steuerminderungsansprüche, die aus der mit ausreichender Sicherheit erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge entstehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der aktuellen Steuergesetzgebung.

3. Konsolidierung

3.1. Konsolidierungsgrundsätze

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital zu beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs (Neubewertungsmethode) verrechnet. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Geschäftsoder Firmenwerte in der Bilanz ausgewiesen und jährlich bzw. beim Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung einem Impairment-Test (DCF-Methode mit WACC-Ansatz) unterzogen.

Im Rahmen der Schulden- und Ertragskonsolidierung werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Konzernunternehmen sowie innerhalb des Konzerns anfallende Aufwendungen und Erträge konsolidiert. Im Konzern erzielte Zwischenergebnisse werden eliminiert.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

3.2. Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis sind sämtliche aktive Tochtergesellschaften des Konzerns einbezogen. Es handelt sich hierbei um Mehrheitsbeteiligungen. Tochterunternehmen, die auch bei zusammengefasster Betrachtung für die Ermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht mit einbezogen.

Zum Konsolidierungskreis gehören am Bilanzstichtag neben der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft insgesamt 21 Tochtergesellschaften, welche in der Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt sind.

Der klaren strategischen Ausrichtung folgend wurden die bestehenden Gesellschaften in die Segmente Umwelttechnik und Industrieautomation gegliedert. Für das Geschäftsjahr 2009 war erstmals der IFRS 8 verpflichtend anzuwenden. Die Segmentberichterstattung hat demnach unter Anwendung des Management Approach zu erfolgen. Die Euroroll Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG wurde aus dem Segment Maschinen-Anlagenbau in das Segment Industrieautomation umgegliedert. Die BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwasser systeme GmbH & Co. KG wurde dem Segment Umwelttechnik zugeordnet. Der Konsolidierungskreis setzt sich wie folgt zusammen:

Anzahl einbezogener Unternehmen 2009 2008
Umwelttechnik 8 9
Industrieautomation 13 13
Konzern 21 22

3.3. Veränderungen im Konsolidierungskreis

Mit Wirkung zum 01. Januar 2009 wurde die Altmayer Anlagentechnik GmbH & Co. KG auf die BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme GmbH & Co. KG verschmolzen, welche nun unter alt mayerBTD GmbH & Co. KG firmiert.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1. Aktiva

Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Jahr 2009 sind im Konzernanlagespiegel dargestellt. Der Konzernanlagespiegel ist als Anlage zum Konzernanhang beigefügt.

Langfristige Vermögenswerte

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die Immateriellen Vermögenswerte enthalten Patentrechte, Lizenzen sowie EDV-Software.

Es wurden weder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte noch Entwicklungskosten aktiviert.

(2) Geschäfts- oder Firmenwert

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Geschäfts- oder Firmenwert 27.615 27.625
Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert 3.930 3.940
– davon Umwelttechnik 292 302
– davon Industrieautomation 3.638 3.638
Firmenwert aus Kapitalkonsolidierung 23.685 23.685
– davon Umwelttechnik 5.119 5.119
– davon Industrieautomation 18.566 18.566

(3) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen in Höhe von TEUR 31.011 (Vorjahr: TEUR 32.524) be ste hen mit TEUR 24.387 (Vorjahr: TEUR 25.417) aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, mit TEUR 2.446 (Vorjahr: TEUR 2.750) aus techni schen Anlagen und Maschinen, aus anderen Anlagen, Be triebs- und Ge schäftsausstattung in Höhe von TEUR 4.161 (Vorjahr: TEUR 4.315), Anlagen im Bau von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 17) sowie geleisteten Anzahlungen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 25).

Angaben zu den bestehenden Grundschulden und Sicherungsübereignungen finden sich unter Punkt 4.2. (15).

(4) Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 180) handelt es sich um Anteile an Komplementär GmbHs sowie Vorratsgesellschaften, die für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind, hiervon wurden Anteile i.H.v. TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 0) als Sicherheiten begeben.

Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte bestehen i.H.v. TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 1.058). Das Darlehen in Höhe von TEUR 1.026, welches im Rahmen des Management-Buy-Out der Fawema Maschinenfabrik GmbH & Co. KG dem Geschäftsführer gewährt wurde, ist im Berichtsjahr vollständig getilgt.

(5) Latente Steuern

Latente Steuern sind in ihrer Entstehung folgenden Bilanzpositionen zuzuordnen:

31.12.2009 31.12.2008
aktive latente passive latente aktive latente passive latente
Steuern Steuern Steuern Steuern
TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Bilanzpositionen
A.
Langfristige Vermögenswerte
7.306 6.536 6.617 6.138
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
176 5.767 277 5.342
II.
Sachanlagen
507 769 463 796
III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0
IV. Aktive latente Steuern für steuerliche Verlustvorträge 6.623 0 5.877 0
B. Langfristiges Fremdkapital 23 171 25 29
Kurzfristige Bilanzpositionen
C. Kurzfristige Vermögenswerte 247 510 265 695
I.
Vorräte und Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 233 505 136 678
II. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 14 5 129 17
D. Kurzfristiges Fremdkapital 319 15 25 6
Zwischensumme 7.895 7.232 6.932 6.868
Wertberichtigungen –3.275 0 –2.637 0
Summe 4.620 7.232 4.295 6.868

Die aus den langfristigen Fertigungsaufträgen resultierenden aktiven und passiven latenten Steuern wurden saldiert.

Im Konzern bestehen im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft steuerliche inländische Verlustvorträge im Bereich der Gewerbesteuer i.H.v. TEUR 40.187 (Vorjahr: TEUR 39.378). Die gewerbesteuerlichen Vorteile hieraus betragen TEUR 5.718 (Vorjahr: TEUR 5.595). Die Wert berichtigun gen auf diese latente Steuer betragen TEUR 2.594 (Vorjahr: TEUR 2.637).

Die inländischen Verlustvorträge im Bereich der Körperschaftsteuer betragen TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 0). Die körperschaftsteuerlichen Vorteile liegen bei TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 0).

Die ausländischen Verlustvorträge belaufen sich auf TEUR 3.465 (Vorjahr: TEUR 970), die hierauf entfallende aktive latente Steuer in Höhe von TEUR 863 wurde in Höhe von TEUR 682 (Vorjahr: TEUR 194) wertberichtigt.

Bei der Bemessung der Werthaltigkeit der Verlustvorträge ist in Deutschland seit 2004 die so genannte Mindestbesteuerung zu beachten. Verlustvorträge können gegen positive Ergebnisse im Folge jahr bis zu TEUR 1.000 unbegrenzt, darüber hinaus zu 60 % verrechnet werden.

Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde überprüft. Die Realisierung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet.

Folgende Beträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Aktive latente Steuern:
– aus abzugsfähigen Differenzen 1.272 1.055
– aus steuerlichen Verlustvorträgen 3.348 3.240
Summe aktive latente Steuern 4.620 4.295
Passive latente Steuern:
– aus zu versteuernden
temporären Differenzen 7.232 6.868

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

(6) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte i.H.v. TEUR 2.239 (Vorjahr: TEUR 1.629) bestanden im Wesentlichen aus beschränkt verfügbaren liquiden Mitteln i.H.v. TEUR 1.956 (Vorjahr: TEUR 1.385) sowie aus dem aktivierten Körperschaftsteuerguthaben der M.A.X. Automation AG in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 164). Das Guthaben wird beginnend im Jahr 2008 vom Finanzamt über einen Zeitraum von 10 Jahren ratierlich ausgezahlt. Es erfolgte eine Abzinsung mit 4 %.

Kurzfristige Vermögenswerte

(7) Vorräte

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.709 12.985
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 18.643 22.181
Unfertige Leistungen
(langfristige Fertigungsaufträge) –10.898 –12.299
Fertige Erzeugnisse und Leistungen 6.784 10.420
Geleistete Anzahlungen 1.510 531
Summe Vorräte 26.748 33.818

Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen ergab sich eine Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR –5.882 (Vorjahr TEUR 5.903). Diese Bestandsveränderung wird in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesen. Abweichungen zu der Differenz der entsprechenden Bilanzposten resultieren aus währungs kursbedingten Wertveränderungen bei Vorräten ausländischer Konzerngesellschaften.

In den Vorräten sind Wertberichtigungen i.H.v. TEUR 1.352 (Vorjahr: TEUR 1.709) berücksichtigt. Angaben zu den Sicherungsübereignungen werden unter Punkt 4.2. (15) gemacht.

(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen enthalten, die aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode bei langfristigen Fertigungsaufträgen resultieren:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Anteilig realisierte Umsatzerlöse 12.030 13.795
Anteilig realisierte Anschaffungs
und Herstellungskosten 10.898 12.299
Ausgewiesener Gewinn/Verlust 1.132 1.496
Erhaltene Anzahlungen für
langfristige Fertigungsaufträge –6.511 –6.668
Kurzfristige Forderungen aus
langfristigen Fertigungsaufträgen 5.519 7.127

Zum Stichtag wurden Einzelwertberichtigungen i.H.v. TEUR 1.780 (Vorjahr: TEUR 1.859 ) und Pauschalwertberichtigungen i.H.v. TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 556 ) vorgenommen. Angaben zu den Forderungsabtretungen werden unter Punkt 4.2. (15) gemacht.

Die nachstehende Tabelle gibt eine Übersicht zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wieder:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
Weder überfällige noch einzel
wertberichtigte Forderungen 9.557 17.508
Überfällige Forderungen, die nicht
einzelwertberichtigt sind
< 30 Tage 3.885 4.959
> 30 Tage 957 6.034
> 60 Tage 718 3.234
> 90 Tage 1.654 1.775
Summe 7.214 16.002
Einzelwertberichtigte Forderungen 4.176 2.324
Buchwert 20.947 35.834
Künftige Forderungen
aus Fertigungsaufträgen 12.030 13.795
Erhaltene Anzahlungen
aus langfristigen Fertigungsaufträgen –6.511 –6.668
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 26.466 42.961

(9) Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Ver mögenswerte

Die Position i.H.v. TEUR 3.840 (Vorjahr: TEUR 5.282) besteht aus Ansprüchen gegenüber dem Finanzamt i.H.v. TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 2.041), Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 647), Debitorischen Kreditoren i.H.v. TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 88), Forderungen an Mitarbeiter i.H.v. TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 151), positiven Marktwerten derivater Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 403), und Sonstigen Forderungen i.H.v. TEUR 1.242 (Vorjahr: TEUR 680). Im Vorjahr war mit TEUR 1.272 ein Darlehen enthalten, welches der Betreibergesellschaft einer Biogasanlage gewährt worden war. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr vollständig getilgt.

(10) Liquide Mittel

Die Flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände, Schecks und Gut haben bei Kreditinstituten.

4.2. Passiva

Eigenkapital

Die Veränderungen des Eigenkapitals im Geschäftsjahr werden in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert dargestellt.

(11) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 26.794.415,00. Es ist eingeteilt in 26.794.415 nennwertlose Aktien. Eine Aktie entspricht damit dem rechnerischen Beteiligungswert von je EUR 1,00. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß § 5 Abs. 5 a der Satzung in der Fassung vom 05. Juli 2007 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Juni 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu TEUR 6.698 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von Vorzugs- und/oder Stammaktien erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Gemäß § 5 Abs. 6 der Satzung in der Fassung vom 05. Juli 2007 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital in der Zeit bis zum 23. Juni 2010 einmalig oder mehrfach um bis zu TEUR 6.698 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von Vorzugs- und/oder Stammaktien erhöhen. Das Bezugsrecht kann ausgeschlossen werden (Genehmigtes Kapital II).

Gemäß § 5 Abs. 9 der Satzung dieser Fassung ist das Grundkapital bedingt um einen Betrag von bis zu TEUR 6.850 erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durchgeführt, soweit die Inhaber der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 8. April 2004 bis zum 8. April 2009 ausgegeben werden, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen. Die Gesellschaft hat innerhalb des Ermächtigungszeitraums keine Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben. Das bedingte Kapital ist somit gegenstandlos geworden.

(12) Kapital- und Gewinnrücklagen

Die Zusammensetzung bzw. Veränderung der Kapital- und Gewinnrücklagen ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Vecoplan AG sind in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 1.682 angefallen. Auf Grund des derzeitigen negativen Kapitalmarktumfeldes lässt sich ein konkreter Zeitpunkt für einen weiterhin geplanten Börsengang nicht vorhersagen. Daher wurden Kosten in Höhe von TEUR 1.236 (TEUR 974 in 2008 und TEUR 262 in 2009), welche auf Leistungen entfallen, die auf Grund der Verschiebung des Börsengangs zum Zeitpunkt des Börsengangs voraussichtlich nicht mehr genutzt werden können, oder die der Fungibilisierung der Altaktien dienen, im Finanzergebnis aufwandswirksam erfasst. Zum 31. Dezember 2009 verbleibt ein Betrag in Höhe von TEUR 446 vor Steuern. Unter Berücksichtigung der hierauf entfallenden Steuern in Höhe von TEUR 140 wurden TEUR 306 gegen die Kapitalrücklage verrechnet.

(13) Bilanzgewinn

Aufgrund aktienrechtlicher Bestimmungen beruht der für Ausschüttungen von Dividenden an die Anteilseigner zur Verfügung stehende Betrag auf dem Bilanzgewinn bzw. den anderen Gewinnrücklagen der M.A.X. Automation AG (Einzeljahresabschluss), der in Übereinstimmung mit deutschen handelsrechtlichen Bestimmungen ermittelt wird. Es wird ein handelsrechtlicher Bilanzgewinn i.H.v. TEUR 1.340 im Einzel abschluss der M.A.X. Automation AG ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von EUR 0,05 je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einem Ausschüttungsbetrag i.H.v. TEUR 1.340.

Kapitalmanagement

Die Rahmenbedingungen für ein optimales Kapitalmanagement werden durch die strategische Ausrichtung des M.A.X.-Konzerns gesetzt. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden. Diesem soll durch eine kontinuierliche Verbesserung des Ergebnisses durch Wachstum und Effizienzsteigerung Rechnung getragen werden.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Die Steuerung der Kapitalstruktur zielt darauf ab, dass alle Handlungsoptionen auf dem Kapitalmarkt durch höchstmögliche Flexibilität stets gewährleistet sind. Dies ermöglicht ein optimales Pricing bei der Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital.

Langfristige Verbindlichkeiten

(14) Verbindlichkeiten aus Abfindungsansprüchen fremder Gesellschafter

Der Ausgleichsposten enthält die Anteile konzernfremder Gesellschafter am Eigenkapital von vollkonsolidierten Gesellschaften. Zum Bilanzstichtag bestehen diese bei folgenden Gesellschaften:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Vecoplan LLC, North Carolina/USA
(inkl. Vecoplan Midwest LLC) 214 736
Anteile in Fremdbesitz 214 736

(15) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Langfristige Darlehen
abzüglich kurzfristiger Anteil 23.374 22.738
– Restlaufzeit > 1 Jahr 18.886 18.298
– Restlaufzeit > 5 Jahre 4.488 4.440
Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten 57 45
– Restlaufzeit > 1 Jahr 53 45
– Restlaufzeit > 5 Jahre 4 0
Summe 23.431 22.783

Die langfristigen Darlehen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kred it instituten.

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45) enthalten.

Als Sicherheiten für die langfristigen Verbindlichkeiten sowie für die unter Punkt 4.2 (18) ausgewiesenen kurzfristigen Verbindlichkeiten dienen im Wesentlichen Grundschulden für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.503 (Vorjahr: TEUR 7.669), Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen und Warenbeständen sowie Forderungsabtretungen für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 3.359), Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen an der NSM Magnettechnik GmbH und von Aktien an der Vecoplan AG für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.200 (Vorjahr: TEUR 13.200) sowie sonstige Sicherheiten für Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500).

Die M.A.X. Automation AG hat sich gegenüber finanzierenden Banken von Tochtergesellschaften verpflichtet, bestimmte Covenants einzuhalten. Die Covenants beziehen sich auf den jeweiligen HGB-Jahresabschluss und dort im Wesentlichen auf die Eigenkapitalquote.

Die Höhe des Zinssatzes der langfristigen Darlehen ist zum Teil abhängig von Bilanzkennzahlen im Konzernabschluss. Die Verzinsung erfolgt auf Basis des Euribor zuzüglich einer sich aus den Kennzahlen ergebenden Marge.

Die Verzinsung der Darlehen im Konzern erfolgte zu festen und variablen Zinssätzen. Die Zinssätze lagen in 2009 je nach Laufzeit des Vertrages zwischen 1,63 % und 7,38 %.

(16) Pensionsrückstellungen

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen resultieren aus Zusagen gegenüber einem Vorstandsmitglied der M.A.X. Automation AG sowie gegenüber Mitarbeitern einer Tochtergesellschaft. Die leistungsorientierten Verpflichtungen im M.A.X.-Konzern werden nicht über Fonds finanziert.

Als wesentliche Annahmen sind in die versicherungsmathematischen Berechnungen eingeflossen:

2009 2008
Zinssatz 6,0 % 6,1 %
Gehaltsdynamik 1,5 % und 2,8 % 1,5 % und 2,8 %
Rentendynamik 2,0 % 1,0 % und 2,0 %
Rechnerische Fluktuation Keine Keine
Rechnerisches Pensionierungsalter 65 Jahre 65 Jahre

Kostentrends im Bereich der medizinischen Versorgung wurden bei den versicherungsmathematischen Annahmen nicht berücksichtigt.

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

2009 2008
TEUR TEUR
Stand zum 01.01. 565 642
Dienstzeitaufwand 19 21
Zinsaufwand 33 29
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste –19 –104
Gezahlte Renten –23 –23
Pensionsrückstellung 575 565

Der Barwert der Pensionsverpflichtung entspricht dem Bilanzansatz. Dies ist auf die erfolgswirksame Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten zurückzuführen.

Die jährlichen Rentenzahlungen ab 2010 belaufen sich auf TEUR 24.

Es bestehen Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungen i.H.v. TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 80). Im Berichtsjahr wurden TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 28) aus Erstattungsansprüchen erfolgswirksam erfasst.

Die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen hat sich in den letzten fünf Jahren wie folgt dargestellt:

2009 2008 2007 2006 2005
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Barwert der Pensions
verpflichtung 575 565 642 630 603

Es werden erfahrungsbedingt keine wesentlichen Anpassungen der Pensionsverpflichtungen erwartet.

Für das Jahr 2010 werden neben den Rentenzahlungen (TEUR 24) Pensionskosten (Zinsen und laufender Dienstzeitaufwand) voraussichtlich in Höhe von TEUR 56 anfallen.

Kurzfristiges Fremdkapital

(17) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie nicht langfristige Fertigungsaufträge betreffen, unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 3.454 (Vorjahr: TEUR 1.446) enthalten.

(18) Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Es wurden kurzfristige Darlehen von Kreditinstituten i.H.v. TEUR 5.391 (Vorjahr: TEUR 9.207) in Anspruch genommen, für die Zinssätze zu marktüblichen Konditionen berechnet werden. In den kurzfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind auch langlaufende Darlehen enthalten, welche in 2010 endfällig werden.

Die Höhe und Zusammensetzung der Sicherheiten werden unter Punkt 4.2 (15) erläutert.

(19) Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen i.H.v. TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 57) setzen sich zusammen aus Darlehen der nicht konsolidierten Verwaltungsgesellschaften.

(20) Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

2009 2008
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 1.469 3.470
Urlaubslöhne/–gehälter und Überstunden 1.494 1.801
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 354 559
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente 6 123
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 736 651
Sonstige kurzfristige
finanzielle Verbindlichkeiten 4.059 6.604

In den Löhnen und Gehältern sind Tantiemen und Prämien in Höhe von TEUR 1.188 (Vorjahr: TEUR 2.804) enthalten.

(21) Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Steuern und Abgaben, die bis zum Bilanzstichtag wirtschaftlich entstanden sind, deren Höhe aber noch nicht feststeht, werden durch die Steuerrückstellungen abgedeckt. Typischerweise unterliegt der M.A.X. Automation-Konzern zwei Ertragsteuerarten, der Gewerbe steuer und der Körperschaftsteuer, wobei die Gewerbesteuer für Zwecke der Berechnung der Körperschaftsteuer bis 2007 abzugsfähig war. Für die Körperschaftsteuer gilt der einheitliche Steuersatz von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer beträgt durchschnittlich ca. 14 %.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Die Steuerrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2008 Verbrauch Auflösungen Zuführungen/
Änderung Kon
31.12.2009
solidierungskreis
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Körperschaftsteuer mit Solidaritätszuschlag 1.059 514 0 0 545
Gewerbesteuer 805 792 10 11 14
Sonstige Steuern 38 38 0 31 31
Summe Rückstellungen 1.902 1.344 10 42 590
Steuerverbindlichkeiten 116 116 0 933 933
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
aus Ertragsteuern 2.018 1.460 10 975 1.523

(22) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

31.12.2008 Verbrauch Auflösungen Zuführungen/
Änderung Kon
solidierungskreis
31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Langfristige Garantierückstellungen 1.403 1.071 0 755 1.087
Rückstellungen für Altersteilzeit 48 25 0 0 23
Summe sonstige langfristige Rückstellungen 1.451 1.096 0 755 1.110
Garantierückstellungen 3.537 519 1.498 1.541 3.061
Personalkostenrückstellungen 523 385 15 116 239
Übrige sonstige Rückstellungen 8.694 7.115 657 4.953 5.875
Summe sonstige kurzfristige Rückstellungen 12.754 8.019 2.170 6.610 9.175

Die Rückstellungen für Personalkosten umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Personalkosten wie flexible Arbeitszeiten und Altersteilzeit sowie Abfindungen.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind alle Verpflichtungen und Risiken des Konzerns enthalten, aus denen ein Mittelabfluss wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist. Diese beinhalten unter anderem Verpflichtungen für Provisionen i.H.v. TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 190), für ausstehende Rechnungen i.H.v. TEUR 2.007 (Vorjahr: TEUR 1.967), für Prüfungs- und Beratungskosten i.H.v. TEUR 411 (Vorjahr: TEUR 399), für Prozesskosten/Schadensersatz i.H.v. TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 697), für noch ausstehende Montageleistungen i.H.v. TEUR 928 (Vorjahr: TEUR 2.949) und für Sonstiges i.H.v. TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 2.492).

(23) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Diese Position i.H.v. TEUR 1.992 (Vorjahr: TEUR 1.526) setzt sich im Wesentlichen aus Lohn- und Kirchensteuer i.H.v. TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 793) und Umsatzsteuer i.H.v. TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 717) zusammen.

5. Erläuterungen zur Gesamteinkommensrechnung

(24) Umsatzerlöse

2009 2008
TEUR TEUR
Deutschland 73.581 95.947
Europa (ohne Deutschland) 52.168 81.487
Übriges Ausland 30.780 54.431
Summe 156.529 231.865

Die Auswirkungen der Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge sind in Punkt 4.1 (8) dargestellt.

(25) Sonstige betriebliche Erträge

2009 2008
TEUR TEUR
Erträge aus Auflösungen
von Rückstellungen 2.170 543
Erträge aus der Herabsetzung
von Wertberichtigungen 319 37
Erträge aus Schadensersatz 920 22
Sonstige 1.289 1.224
Summe 4.698 1.826

(26) Materialaufwand

2009 2008
TEUR TEUR
Aufwendungen für bezogene Waren 59.106 104.429
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.746 19.572
Summe 70.852 124.001

(27) Personalaufwand

2009 2008
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 41.857 50.502
Soziale Abgaben 8.245 9.285
– davon Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung 344 292
Summe 50.102 59.787

Im Berichtsjahr wurden TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 242) als Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen erfasst.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Anzahl 2009 2008
der Mitarbeiter
Lohnempfänger 402 463
Angestellte 508 539
Summe 910 1.002

(28) Abschreibungen

2009 2008
TEUR TEUR
Auf Immaterielle Vermögensgegenstände 706 879
Auf Gebäude, Mietereinbauten und
Außenanlagen 1.187 1.121
Auf Sachanlagevermögen 1.961 1.889
Summe 3.854 3.889

(29) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2009 2008
TEUR TEUR
Betriebskosten 4.464 5.679
– davon Mietaufwendungen 830 917
Vertriebskosten 14.677 20.701
Verwaltungskosten 7.829 8.797
– davon Leasingaufwendungen 1.317 974
Übrige Aufwendungen 3.234 3.053
Summe 30.204 38.230

(30) Sonstige Steuern

Der Ausweis der Kfz-Steuer (TEUR 46) erfolgt seit 2009 in den Vertriebskosten, die Grundsteuer (TEUR 92) wird in den Betriebskosten ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Im Aufwand aus sonstigen Steuern i.H.v. TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 42) sind im Wesentlichen ausländische Steuern enthalten.

(31) Zinsergebnis

2009 2008
TEUR TEUR
Zinserträge 218 341
– davon mit verbundenen Unternehmen 0 0
Zinsaufwendungen –1.331 –2.302
– davon mit verbundenen Unternehmen –2 –1
Zinsergebnis –1.113 –1.961

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

(32) Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis beinhaltet in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 974) die Aufwendungen der Jahre 2007 und 2008 im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Vecoplan AG, bei denen die zugrundeliegenden Leistungen auf Grund der zeitlichen Verschiebung des Börsengangs der Vecoplan AG nicht mehr genutzt werden können oder die die Fungibilisierung der Altaktien betreffen.

Außerdem sind neben dem Ertrag aus dem Währungsergebnis von TEUR 202 auch Erträge und Aufwendungen aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert enthalten. Im Berichtsjahr ist ein Ertrag i.H.v. TEUR 846 (Vorjahr: TEUR 377) entstanden.

Nettogewinne oder –verluste

Die nachstehende Tabelle gibt die in der Gesamteinkommensrechnung gebuchten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten wieder:

2009 2008
TEUR TEUR
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeit
wert bewertete finanzielle Vermögens
werte und finanzielle Verbindlichkeiten 688 302
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen 688 302
Kredite und Forderungen –444 –1.629
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen 0 0
– davon durch Verkauf oder dauerhafte
Wertminderung realisiert –444 –1.629
Finanzielle Verbindlichkeiten, die
zum Restbuchwert bewertet werden –1.331 –2.246
– davon aus laufenden Erträgen/Aufwendungen –1.331 –2.246
– davon durch Verkauf realisiert 0 0

Nettogewinne oder –verluste von Finanzinstrumenten wurden nicht direkt im Eigenkapital erfasst.

Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beinhalten neben den Ergebnissen aus der Marktveränderung auch die laufenden Aufwendungen und Erträge dieser Finanzinstrumente.

Die Nettogewinne bzw. -verluste aus den Krediten und Forderungen beinhalten neben den laufenden Erträgen/Aufwendungen die Zuschreibungen und Wertminderungen aus den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zinsertrag und -aufwand

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden, werden in der nachfolgenden Tabelle wiedergegeben:

2009 2008
TEUR TEUR
Gesamtzinsertrag 218 341
Gesamtzinsaufwand –1.331 –2.246
Summe –1.113 –1.905

Die qualitativen Angaben zur Bilanzierung und zum Ausweis von Finanzinstrumenten sind in den Bilanzierungsgrundsätzen enthalten.

(33) Fremden Gesellschaftern zuzuweisende Verluste

2009 2008
TEUR TEUR
Ertrag 495 94

Der Ertrag aus den fremden Gesellschaftern zuzuweisenden Verlusten in Höhe von TEUR 495 (Vorjahr: TEUR 94) ist in der Konzern-Gesamteinkommensrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

(34) Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 539 (Vorjahr: TEUR 11.575) und unterliegt überwiegend der Besteuerung in der Bundes republik Deutschland.

2009 2008
TEUR TEUR
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag 446 2.734
Periodenfremde Steuern vom
Einkommen und Ertrag –111 68
Latente Steuern 9 –1.783
Summe 344 1.019

Die Berechnung der tatsächlichen und der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätzen.

Die wesentlichen Bilanzansätze für die latenten Steuern sind in 4.1 (5) erläutert.

Der erwartete rechnerische Ertragsteueraufwand ergibt sich aus der Multiplikation des Jahresergebnisses vor Ertragsteuern mit dem Konzernertragsteuersatz. Die Überleitung vom rechnerischen Ertrag steueraufwand zu den in der Gesamteinkommensrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

2009 2008
TEUR TEUR
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 539 11.575
Konzernertragsteuersatz in % 24,60 % 27,74 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand
im Geschäftsjahr 133 3.211
Abweichende Gewerbesteuerbelastung 36 30
Veränderungen der Steuerwirkung aus
steuerlichen Verlusten, für die keine
aktiven latenten Steuern gebildet wurden 553 65
Korrektur Wertberichtigung auf aktive
latente Steuern auf Verlustvorträge –86 –2.593
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 94 62
Periodenfremde Ertragsteuern/
Anpassung latente Steuern Vorjahre –111 68
Konsolidierungsvorgänge 0 72
Von Fremdgesellschaftern zu tragende Steuern –40 7
Sonstige –235 97
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag 344 1.019
Effektiver Steuersatz 63,83% 8,81%

(35) Ergebnis pro Aktie (EPS)

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

2009 2008
TEUR TEUR
Basis für das Ergebnis je Aktie 195 10.556
2009 2008
in Tausend Stück in Tausend Stück
Anzahl der Aktien zum 31.12. 26.794 26.794
Gewichteter Durchschnitt der
Anzahl von Stammaktien für
das Ergebnis je Aktie 26.794 26.794

Es fand in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 keine Verwässerung der Aktien nach IAS 33 statt.

Das Ergebnis pro Aktie entwickelt sich wie folgt:

2009 2008 2007 2006
EUR EUR EUR EUR
Ergebnis pro Aktie 0,01 0,39 0,41 0,30
Ergebnis pro Aktie
aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen 0,00 0,00 0,00 0,01

6. Sonstige Angaben zum Konzernabschluss

6.1. Konzernkapitalflussrechnung

Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung erfolgt nach der indirekten Methode.

6.2. Forschung und Entwicklung

Die Vecoplan AG konnte einen leistungsfähigeren und energieeffizienteren EBS-Shredder vorstellen, welcher für die Erzeugung von Ersatzbrennstoffen (EBS) aus Abfällen eingesetzt wird. Die altmayerBTD GmbH & Co. KG entwickelte die bestehende Produktpalette im Bereich der Heiz- und Trinkwassersysteme weiter. Zudem wurden die solarthermischen Kombisysteme aus Speichermedien und Solarkollektoren weiter verfeinert.

Die NSM Magnettechnik GmbH erweiterte im Geschäftsbereich Automation ihr Angebot in der Pressenverkettung. Im Emballagenbereich wurden innovative Systemlösungen für den allgemeinen Verpackungsbereich, etwa in der Pharmaindustrie, vorangetrieben. Auch der im Vorjahr begonnene Ausbau der Zuführtechnik wurde fortgesetzt. Die BARTEC Dispensing Technology GmbH arrondierte das Leistungsangebot in der Dosiertechnik und Automation durch den Aufbau neuer Produktbereiche in der Verbindungstechnik.

Im Wesentlichen erfolgten die Entwicklungen im Rahmen von Kunden aufträgen.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

6.3. Risikomanagement

Allgemeine Informationen zu Finanzrisiken

Der Konzern ist verschiedenen Risiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Diese lassen sich wie folgt einteilen:

  • Kreditrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Marktpreisrisiko

Kreditrisiken resultieren im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Eine Besonderheit ist hierbei sicherlich die Abschätzung der Risiken aus dem Projektgeschäft.

Liquiditätsrisiken bestehen in dem Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht zeitnah erfüllen zu können. Diese Risiken gehen in der Regel mit einer negativen Entwicklung des operativen Geschäftes einher.

Marktpreisrisiken bestehen aus Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Auf der Absatzseite bestehen im Wesentlichen Währungsrisiken bei Fakturierungen auf USD-Basis.

Die dargestellten Risiken können die Vermögens-, Finanz- und Er trags kraft des Konzerns nachteilig beeinflussen.

Der Konzern hat interne Richtlinien im Rahmen des Risikomanagements erlassen, die den Einsatz von Finanzinstrumenten regeln. Dabei ist die Trennung der Funktionen hinsichtlich der operativen Abwicklung der Geschäfte auf Seiten der Gesellschaften einerseits und dem Finanzcontrolling andererseits, das von der Muttergesellschaft aus gesteuert wird, gegeben. Die Richtlinien im Konzern sind so ausgerichtet, dass mögliche Risiken rechtzeitig erkannt und Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet werden können. Die Richt linien werden den Erfordernissen des Marktes laufend angepasst.

Der Schwerpunkt der Risikosteuerung wird über die operativen Ge schäfts- und Finanzierungsaktivitäten gesteuert. Lediglich zur Verringerung bzw. zur Vermeidung der Risiken, die sich aus dem operativen Geschäft ergeben, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zusätzliche Informationen zu den derivativen Finanzinstrumenten sind unter dem Punkt Marktpreisrisiko beschrieben.

Risikokategorien

1. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, wenn der Kontrahent seinen vertraglichen Verpflichtungen bzw. Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Risiko umfasst dabei im Wesentlichen das Ausfallrisiko als auch das Risiko, das sich aus einer Bonitätsverschlechterung ergibt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus den weltweiten Verkaufsaktivitäten des operativen Geschäftes der einzelnen Gesellschaften. Es existiert kein Debitor, auf den sich mehr als 10 % des Forderungsbestandes des Konzerns vereinigt. Der Konzern steuert das Kreditrisiko auf der Basis der Richtlinien des internen Risikomanagements. Aus der unterschiedlichen Bonitätseinschätzung der Kunden heraus werden im Regelfall die nachfolgenden Kredit sicherungen vorgenommen:

  • Exportversicherungen
  • Akkreditive
  • Vorauskassen
  • Garantien und Bürgschaften
  • Interne Kreditlinien
  • Sicherungsübereignungen

Die Ausfallrisiken des Konzerns beschränken sich auf ein übliches Geschäftsrisiko, welchem durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen wird. Den Kontrahentenrisiken bei derivativen Finanzinstrumenten wird dadurch Rechnung getragen, dass Derivate ausschließlich mit namhaften deutschen Kreditinstituten abgeschlossen werden.

Das maximale Ausfallrisiko (Kreditrisiko) umfasst den kompletten Ausfall der positiven Buchwerte der Finanzinstrumente. Das Ausfallrisiko der nicht wertberichtigten Finanzinstrumente wird aus heutiger Sicht als grundsätzlich gering eingeschätzt, da durch das eng gefasste Risikomanagement die Ausfallwahrscheinlichkeit gering gehalten wird.

2. Liquiditätsrisiko

Im operativen Liquiditätsmanagement werden die kurz- und mittelfristigen Cash-Flows der Gesellschaften auf Konzernebene zusammengefasst. Diese Cash-Flows umfassen neben den Fälligkeiten der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auch die Erwartungen aus den operativen Cash-Flows der Konzerngesellschaften.

Zum 31.12.2009 ergeben sich für die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns folgende Zahlungsabflüsse aus Zins- und Tilgungszahlungen:

Buchwert Cash Flow Cash Flow Cash Flow
31.12.2009 in 2010 2011–2014 ab 2015
TEUR TEUR TEUR TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 41.625 18.679 23.083 5.449
Finanzierungsverbindlichkeiten 28.765 5.518 23.034 5.449
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(ohne erhaltene Anzahlungen) 5.764 5.764 0 0
Sonstige verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten 7.096 7.397 49 0
Zahlungsabflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten 710 694 0 16
– Devisenderivate 694 694 0 0
– Zinsderivate 16 0 0 16
Zahlungszuflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten 695 695 0 0
– Devisenderivate 695 695 0 0
– Zinsderivate 0 0 0 0

Die Zahlungsströme aus den Devisenoptionen wurden wegen des Rechts der Gesellschaft auf Ausübung und der aus heutiger Sicht unsicheren Entscheidung über die Ausübung nicht berücksichtigt.

Die Übersicht umfasst folgende Inhalte:

  • Undiskontierte Tilgungs- und Zins-Auszahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsverbindlichkeiten
  • Undiskontierte Auszahlungen aus Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Undiskontierte Auszahlungen der sonstigen verzinslichen und un verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten
  • Undiskontierte, für das jeweilige Jahr unsaldierte Auszahlungs- bzw. Einzahlungsvolumen der derivativen Finanzinstrumente

Für die undiskontierten Auszahlungen werden folgende Annahmen unterstellt:

  • Ist die Zahlung zu verschiedenen Zeitpunkten möglich, so wird der frühestmögliche Zeitpunkt der Fälligkeit unterstellt.
  • Die derivativen Finanzinstrumente umfassen sowohl die Derivate mit negativen als auch positiven beizulegenden Zeitwerten.
  • Die Zinszahlungen von Finanzinstrumenten mit variablen Zins sätzen werden auf Basis von geschätzten Zinssätzen, auf der Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung ermittelten Zinssätze, fortgeschrieben.

Dem Grunde nach werden die zukünftigen Zahlungsabflüsse durch die Zuflüsse aus dem operativen Geschäft gedeckt. Zeitliche und betragsmäßige Spitzen des Finanzbedarfs werden durch die vorgehaltene Liquidität sowie dem Zusammenspiel der kurz- und langfristigen Kreditlinien in ausreichendem Maße abgedeckt.

3. Marktpreisrisiko

Der Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Marktpreisrisiken in Form von Wechselkursrisiken und Zinsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken können einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Die ständige Beobachtung der ökonomischen Schlüsselfaktoren und einschlägige Marktinformationen werden zur Beurteilung und Einschätzung der Risiken herangezogen.

Der Konzern sichert sich gegen Währungs- und Zinsrisiken gezielt ab.

Zur systematischen Erfassung und Bewertung hat der Konzern ein zentral ausgerichtetes Risikomanagementsystem etabliert. Es erfolgt eine kontinuierliche Berichterstattung an den Vorstand.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Währungsrisiken:

Aus der internationalen Ausrichtung des Konzerns folgt, dass das operative Geschäft sowie die berichteten Finanz- und Zahlungsströme Risiken aus Wechselkursschwankungen ausgesetzt sind. Das Wechselkursrisiko des Konzerns ist absatzgetrieben und besteht wesentlich zwischen dem US-Dollar und dem Euro. Insbesondere das Transaktionsrisiko, das darin besteht, dass die Umsatzerlöse in Fremdwährung und die dazugehörigen Kosten in Euro anfallen, können das Ergebnis und die Liquidität des Konzerns erheblich beeinträchtigen.

Neben dem natürlichen Hedge, das eine Steuerung der Einkaufsvolumina in der gleichen Höhe wie das Absatzvolumen in der jeweiligen Fremdwährung anstrebt, werden auch noch zusätzliche Absicherungsmaßnahmen über den Abschluss entsprechender Kurssicherungsinstrumente abgeschlossen.

Die Ermittlung des Währungsrisikos erfolgt mittels einer in regel mäßigem Turnus angepassten rollierenden Prognose der Zu- und Abflüsse an Fremdwährungen.

Zur Absicherung von Währungsgeschäften wurden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte geschlossen. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen. Aus Devisenterminverkäufen können Marktpreisrisiken in der Form entstehen, dass die Verpflichtung erwächst, Devisen zu einem unter dem am Erfüllungsstichtag marktüblichen Kassakurs zu verkaufen. Das Marktpreisrisiko bei den Optionsgeschäften ist auf die Optionsprämie begrenzt.

Die Laufzeiten und der Umfang der Währungssicherungen entsprechen denen der abzusichernden Grundgeschäfte. Zum Stichtag hat der Konzern für eine Restlaufzeit von bis zu elf Monaten Sicherungs in st ru mente im Bestand, um die zukünftigen Transaktionen ab sichern zu können.

Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung:

Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
TUSD TUSD TEUR TEUR
Devisentermin
geschäfte
(Verkauf) 1.000 0 –6 0
Devisenoptions -
geschäfte
(USD Puts) 10.125 14.280 150 403

Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Originäre Finanzinstrumente, die in einer Fremdwährung denominiert sind, unterliegen einem Währungsrisiko und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.
  • Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind, wirken sich auf das Währungsergebnis aus und werden daher in die Sensitivitätsanalyse einbezogen.

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 83 niedriger (Vorjahr: TEUR 488 niedriger) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzern-Eigenkapital aufgrund direkter Veränderungen um TEUR 101 höher (Vorjahr: TEUR 596 höher) gewesen.

Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % auf gewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 4 niedriger (Vorjahr: TEUR 0 höher) gewesen. Wenn der Euro gegenüber dem USD am Bilanzstichtag um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis im Konzern um TEUR 5 höher (Vorjahr: TEUR 0 niedriger) gewesen.

Zinsänderungsrisiken:

Im Konzern werden in üblichem Umfang zinssensitive Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gehalten.

Überwiegend wird das operative Geschäft über den Abschluss von festverzinslichen Verbindlichkeiten fristenkongruent finanziert. Um die Flexibilität am Markt zu erhalten, werden jedoch in geringem Umfang zinsvariable Refinanzierungsmöglichkeiten wahrgenommen. Damit die Risiken daraus begrenzt bleiben, können derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps und Caps eingesetzt werden.

Es besteht ein Zins-Cap Geschäft – die vertragliche Vereinbarung einer Zinsobergrenze – wonach der zu zahlende variable Zins auf 4,35 % begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 07. Juni 2024 befristet. Ferner besteht ein Zins-Cap Geschäft nach welchem der zu zahlende variable Zins auf 4,15 % begrenzt ist. Das Geschäft ist auf den 31. Dezember 2018 befristet.

Darüber hinaus bestand im Vorjahr ein Zins-Swap Geschäft, welches bis zum 30. Oktober 2009 befristet war.

Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zins-Swaps 0 13.200 0 –123
Zins-Caps 1.264 1.381 28 40

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitäts analysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinserträge und Zinsaufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungs risiken im Sinne von IFRS 7.
  • Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Ergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszah-

lungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

– Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis und werden daher bei den Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 21 niedriger (Vorjahr: TEUR 84 niedriger) gewesen.

Wenn das Marktzinsniveau im Berichtsjahr um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 43 höher (Vorjahr: TEUR 84 höher) gewesen.

Sonstige Preisrisiken:

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr waren diesbezüglich Finanzinstrumente im Bestand.

6.4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie beträgt EUR 0,01.

6.5. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung liegt als Anlage diesen Notes bei.

Die Geschäftstätigkeit ist in die Segmente Umwelttechnik und Industrieautomation unterteilt.

Die Unterteilung erfolgte anhand der angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

In das Segment Umwelttechnik gliedert der M.A.X. Automation-Konzern die Vecoplan-Gruppe und die altmayerBTD GmbH & Co. KG ein. Die Vecoplan Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt techno logisch anspruchsvolle Maschinen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Holz und Sekundärrohstoffen. altmayerBTD konzipiert, entwickelt und vertreibt unter anderem Anlagen zur Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung. Zudem gehört die Gesellschaft zu den führenden Tank- und

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Behälterherstellern in Europa, deren Produktspektrum von Braun kohlestaub silos über Heiz- und Trinkwassersysteme bis zu Puffer speichern reicht.

Im Kernsegment Industrieautomation agiert der M.A.X. Automation-Konzern mit den Tochterunternehmen NSM Magnettechnik GmbH, BARTEC Dispensing Technology-Gruppe, IWM Automation GmbH, Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH sowie der EUROROLL Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG. NSM Magnettechnik ist ein System anbieter von Handlings- und Fördersystemen für Metalle, BARTEC Dispensing Technology gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen und hat sich zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiter entwickelt. IWM Automation entwickelt und produziert Fertigungsund Montageanlagen für maßgeschneiderte Produktionssysteme, Mess- und Regeltechnik Jücker hat sich als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse positioniert, EUROROLL gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahnsystemen.

Gemäß IFRS 8 werden über die Segmente Kennzahlen veröffentlicht, die auch dem Konzernvorstand regelmäßig berichtet werden und die zur Steuerung des Unternehmens herangezogen werden. Das Reporting erfolgt auf Ebene der Segmente. Die Reportingdaten stammen aus dem externen Rechnungswesen, auf welches die allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS angewendet werden.

In der Segmentdarstellung sind die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden enthalten, die dem Segment direkt zugeordnet werden können.

Konzerninterne Transaktionen finden zu Bedingungen, wie sie unter fremden Dritten üblich sind, statt.

Die Darstellung der Segmenterlöse erfolgt nach Konsolidierung der Intrasegmentärerlöse.

6.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 25. Januar 2010 erhielt die Vecoplan LLC ein Schreiben eines Kunden in Franklin, Ohio USA. Bei diesem Kunden ist am 21. Januar 2010 durch einen Brand die Produktionsstätte beschädigt worden. Dieser Kunde hat alle Lieferanten prophylaktisch angeschrieben und auf eine Ermittlung durch Sachverständige hingewiesen. Derzeit kann noch keine Aussage über die Auswirkungen auf die Vecoplan LLC und Vecoplan AG gemacht werden.

6.7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 3.220 (Vorjahr: TEUR 6.226).

Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Mietund Leasingverträgen aus dem Operating Leasing i.H.v. TEUR 2.745 (Vorjahr: TEUR 4.176).

Leasingverträge

Im M.A.X.-Konzern bestehen primär Operate-Leasingverträge, in ge ringem Umfang in den Standorten in den USA auch Finanzierungs-Leasingverträge.

Finanzierungs Leasing

Bestimmte Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Rah men von Finanzierungs-Leasingverträgen geleast. Die aktivierten An schaffungskosten betrugen TEUR 110, die kumulierten Abschreibungen zum Bilanzstichtag betrugen TEUR 78. Die monatlichen Leasingraten betragen TEUR 3 und sind bis August 2010 bzw. Oktober 2011 fällig.

Operating Leasing

Im M.A.X. Automation-Konzern bestehen Operating Leasing Verträge. Bei den Leasinggegenständen handelt es sich im Wesentlichen um PKWs, EDV-Anlagen und Büroeinrichtung.

Die finanziellen Verpflichtungen, welche aus diesen Vereinbarungen erwachsen, betragen:

2010 2011 nach 2014 Summe
bis 2014 (Vorjahr)
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verpflichtungen
aus Miet- und 244 482 0 726
Pachtverträgen (509) (658) (0) (1.167)
Verpflichtungen aus 1.219 791 0 2.010
Leasingverträgen ( 1.508) ( 1.501) (0) (3.009)

6.8. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 gelten Personen und Unternehmen (auch verbundene Unternehmen), welche vom Unternehmen beeinflusst werden bzw. die das Unternehmen beeinflussen können. Die Unternehmen des M.A.X.Automation-Konzerns erbringen und beziehen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen für bzw. von nahe stehenden Unternehmen. Diese Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Sofern es sich dabei um Dienstleistungen handelt, werden diese auf Basis bestehender Verträge abgewickelt.

Nahe stehende Unternehmen:

Gegenüber den nicht konsolidierten Verwaltungsgesellschaften und Vorratsgesellschaften sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 101 ausgewiesen.

Nahe stehende Personen:

Die Höhe der mit nahe stehenden natürlichen Personen getätigten Geschäftsvorfälle beträgt insgesamt TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 198).

Diese betreffen i.H.v. TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 170) Beratungsleistun gen (rechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung) der Aufsichtsratsmitglieder und diesen nahe stehenden Personen, Reise kostenerstattungen und die über die Grundbezüge von TEUR 48 hinaus gehenden Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder. Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat werden in 7.11. erläutert.

6.9. Abschlussprüfer

Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Wirtschafts prüfers i.H.v. TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 435) angefallen.

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
1. Leistungen für Abschlussprüfungen 275 253
a) Leistungen für das aktuelle Jahr 249 250
b) Leistungen für das Vorjahr 26 3
2. Andere Bestätigungsleistungen 30 99
3. Steuerberatungsleistungen 24 47
4. Sonstige Leistungen 25 36
Summe 354 435

6.10. Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder des Vorstands

Bernd Priske, Willich Dipl.-Betriebswirt

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

• Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Aufwendungen für Bezüge des Vorstands betrugen insgesamt TEUR 222 (Vorjahr TEUR 1.024). Die Beträge gliedern sich wie folgt auf:

Fixgehalt Variable Sonstige Summe
Tantieme Bezüge
TEUR TEUR TEUR TEUR
Bernd Priske 200 0 22 222

Zugunsten des Vorstands wurde eine Pensionszusage gegeben. Der Aufwand in 2009 betrug TEUR 14. Die Rückstellung beträgt TEUR 82. Weitere Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung wurden nicht gewährt.

In den sonstigen Bezügen sind für den Vorstand Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen, enthalten. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied zu ver steuern. Die aus der D&O Versicherung resultierenden Sach bezüge sind für den Vorstand nicht bezifferbar, da es sich hier um eine Gruppenversicherung handelt, die eine Reihe von Mitarbeitern erfasst.

KONZERNANHANG 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Mitglieder des Aufsichtsrats

Hans W. Bönninghausen, Rösrath Kaufmann Aufsichtsratsvorsitzender

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Aufsichtsratsmitglied der FORTAS AG, Rösrath
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG, Bad Marienberg

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

• Beiratsvorsitzender der Reutter-Gruppe, Waiblingen

Prof. Rainer Kirchdörfer, Stuttgart (bis 23.12.2009) Rechtsanwalt Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der Kohl Medical AG, Perl
  • Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Heiler Software AG, Stuttgart
  • Aufsichtratsmitglied der Cronbank AG, Dreieich
  • Aufsichtsratsvorsitzender der MHK Verbundgruppe AG, Dreieich
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Bauernfeind AG, Zeulenroda

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

  • Stellvertretender Beiratsvorsitzender der Albert Handtmann Holding GmbH & Co. KG, Biberach
  • Stellvertretender Beiratsvorsitzender der AKG Pietzcker KG, Hofgeismar
  • Aufsichtsratsmitglied der Berner GmbH, Künzelsau
  • Verwaltungsratsmitglied der IHT Industrie- und Handels Treuhand GmbH, Dreieich
  • Beiratsvorsitzender der Raps GmbH & Co. KG, Kulmbach
  • Beiratsmitglied der Alfred Talke Spedition GmbH & Co. KG, Hürth

Gerhard Lerch (ab 24.12.2009) Diplom-Betriebswirt Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

• Beiratsmitglied der Meteor Gummiwerke GmbH & Co. KG, Bockenem

Dr. Frank Stangenberg-Haverkamp, Darmstadt (bis 31. Januar 2009) Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der E. Merck OHG

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

  • Aufsichtsratsvorsitzender der FORTAS AG, Rösrath
  • Aufsichtsratsmitglied der Fortknox-Venture AG, Köln

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

  • Gesellschaftsratsvorsitzender der E. Merck-Gruppe
  • Beiratsvorsitzender der Travel Asset Group Ltd., Feltham, Great Britain

Manfred Heim, Bonn (ab 01. Februar 2009) Kaufmann Aufsichtsratsmitglied der M.A.X. Automation AG

Mitglied in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:

• Aufsichtsratsmitglied der Vecoplan AG, Bad Marienberg

Mitglied in folgenden vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:

• Beiratsmitglied der Bonvita GmbH, Wilnsdorf

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich für 2009 auf TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 48) sowie für den Zeitaufwand, der über sechs Sitzungs tage pro Geschäftsjahr hinausging, auf TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 74).

TEUR
Hans W. Bönninghausen 103
Professor Rainer Kirchdörfer 12
Manfred Heim 69
Dr. Frank Stangenberg-Haverkamp 1

Die Sozietät des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden hat die Gesellschaft in gesellschaftsrechtlichen Fragen juristisch beraten und hierfür TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 89) in Rechnung gestellt. Herr Bönninghausen erhält außerdem für seine Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Vecoplan AG eine Vergütung von TEUR 16.

7. Mitteilungspflichtige Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die FORTAS AG, mit Sitz in Rösrath in Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 09.03.2006 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und nun 23,76 % beträgt. Zum Stichtag 31.12.2009 betrug der Stimmrechtsanteil 22,61 %.

Die Pioneer Asset Management S.A., Luxemburg, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07.05.2008 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 7,05 % beträgt.

Herr Hans W. Bönninghausen, Deutschland, hat uns gem. § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 03.12.2008 die Schwelle von 3 % überschritten hat und nun 3,07 % beträgt. 2,24 % der Stimmrechte sind Herrn Bönninghausen gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 26. Januar 2010 teilte uns die Universal-Investment GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,135 % (840.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG (Spezialfonds) 3,135 % zuzurechnen (840.000 Stimmrechte).

Am 16. Februar 2010 teilte uns die Universal-Investment GmbH, mit Sitz in Frankfurt am Main, mit, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG am 15. Februar 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,919 % (782.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG (Spezialfonds) 2,919 % zuzurechnen (782.000 Stimm rechte).

8. Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Die M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, hat als deutsches börsennotiertes Unternehmen die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung am 27. März 2009 abgegeben und den Aktionären durch Veröffentlichung auf der Internetseite www.maxautomation.de dauerhaft zugänglich gemacht.

9. Befreiung von der Offenlegung für Tochtergesellschaften

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264 Abs. 3 HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2009 Gebrauch:

  • BARTEC Dispensing Technology GmbH, Weikersheim
  • IWM Automation GmbH, Porta Westfalica
  • NSM Magnettechnik GmbH, Olfen-Vinnum
  • Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen

Folgende Tochtergesellschaften machen von den Vorschriften des § 264b HGB zur Befreiung der Offenlegung ihres Jahresabschlusses sowie Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2009 Gebrauch:

  • altmayerBTD GmbH & Co. KG, Rehlingen
  • Euroroll Dipl.-Ing. K.H. Beckmann GmbH & Co. KG, Ascheberg-Herbern

Bei diesen Gesellschaften veröffentlicht die M.A.X. Automation AG befreiend ihren Konzernjahresabschluss sowie Konzernlagebericht beim elektronischen Bundesanzeiger.

Düsseldorf, 22. März 2010

Der Vorstand

Bernd Priske

KONZERNANLAGESPIEGEL 2009 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009 Währungs- Zugänge Abgänge Umbuchung Abgänge Kon- 31.12.2009
differenzen solidierung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 5.796 18 459 40 8 0 6.241
2. Geleistete Vorauszahlungen 9 0 0 0 –8 0 1
5.805 18 459 40 0 0 6.242
II. Geschäfts- und Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.972 –12 0 0 0 0 4.960
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung 33.191 1 0 0 0 0 33.192
38.163 –11 0 0 0 0 38.152
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 51.576 –65 237 27 0 0 51.721
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.839 –12 503 314 1 0 14.017
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 15.573 –22 1.109 439 24 0 16.245
4. Anlagen im Bau 17 0 0 0 0 0 17
5. Geleistete Vorauszahlungen 25 0 0 0 –25 0 0
81.030 –99 1.849 780 0 0 82.000
IV. Sonstige Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 184 4 4 0 0 0 192
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 62 0 0 0 0 0 62
3. Sonstige langfristige
Finanzanlagen 1.068 0 0 1.026 0 0 42
1.314 4 4 1.026 0 0 296
126.312 –88 2.312 1.846 0 0 126.690
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2009 Währungs- Zugänge Abgänge Abgänge Kon- 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008
differenzen solidierung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
4.287 13 706 31 0 4.975 1.266 1.509
0 0 0 0 0 0 1 9
4.287 13 706 31 0 4.975 1.267 1.518
1.032 –2 0 0 0 1.030 3.930 3.940
9.506 1 0 0 0 9.507 23.685 23.685
10.538 –1 0 0 0 10.537 27.615 27.625
26.159 –5 1.187 7 0 27.334 24.387 25.417
11.089 –7 726 237 0 11.571 2.446 2.750
11.258 –4 1.235 405 0 12.084 4.161 4.315
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
17
0
17
25
48.506 –16 3.148 649 0 50.989 31.011 32.524
4 3 0 0 0 7 185 180
62 0 0 0 0 62 0 0
10 1 0 0 0 11 31 1.058
76 4 0 0 0 80 216 1.238
63.407 0 3.854 680 0 66.581 60.109 62.905

KONZERNANLAGESPIEGEL 2008 DER M.A.X. AUTOMATION AG

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der M.A.X. Automation AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr 2008

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008 Währungs- Zugänge Abgänge Umbuchung Abgänge Kon- 31.12.2008
differenzen solidierung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 5.203 –114 942 26 0 209 5.796
2. Geleistete Vorauszahlungen 2 0 7 0 0 0 9
5.205 –114 949 26 0 209 5.805
II. Geschäfts- und Firmenwert
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.969 3 0 0 0 0 4.972
2. Geschäfts- oder Firmenwert
aus Kapitalkonsolidierung 33.181 10 0 0 0 0 33.191
38.150 13 0 0 0 0 38.163
III. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke und Bauten 49.189 105 2.167 19 134 0 51.576
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.913 5 1.408 607 120 0 13.839
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 14.495 43 2.381 952 –120 274 15.573
4. Anlagen im Bau 147 0 4 0 –134 0 17
5. Geleistete Vorauszahlungen 0 0 25 0 0 0 25
76.744 153 5.985 1.578 0 274 81.030
IV. Sonstige Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 188 –4 0 0 0 0 184
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 0 –6 68 0 0 0 62
3. Sonstige langfristige
Finanzanlagen 1.266 1 6 205 0 0 1.068
1.454 –9 74 205 0 0 1.314
121.553 43 7.008 1.809 0 483 126.312
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
1.1.2008 Währungs- Zugänge Abgänge Abgänge Kon- 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007
differenzen solidierung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
3.831 –86 633 21 70 4.287 1.509 1.372
0 0 0 0 0 0 9 2
3.831 –86 633 21 70 4.287 1.518 1.374
1.046 –14 0 0 0 1.032 3.940 3.923
9.249 11 246 0 0 9.506 23.685 23.932
10.295 –3 246 0 0 10.538 27.625 27.855
25.039 10 1.121 11 0 26.159 25.417 24.150
10.831 5 764 511 0 11.089 2.750 2.082
10.805 11 1.125 595 88 11.258 4.315 3.690
0 0 0 0 0 0 17 147
0 0 0 0 0 0 25 0
46.675 26 3.010 1.117 88 48.506 32.524 30.069
8 –4 0 0 0 4 180 180
0 0 62 0 0 62 0 0
0 –1 11 0 0 10 1.058 1.266
8 –5 73 0 0 76 1.238 1.446
60.809 –68 3.962 1.138 158 63.407 62.905 60.744

BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN UND VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamteinkommensrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapital fluss rechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Ge schäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berück sichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 25. März 2010 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Christian Fröhlich Hans-Peter Möller Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzern beschrieben sind.

Düsseldorf, 22. März 2010

Bernd Priske

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Mit Kompetenz und technischen Spitzenleistungen qualitativ wachsen

Die M.A.X. Automation AG verfolgt einen besonderen Beteiligungs ansatz. Der Konzern strebt mit seinen mittelständischen Automationsspezialisten aus der Umwelttechnik und der In dustrieautomation technologische Spitzenpositionen an, um sich langfristige qualitative Wachstumsperspektiven zu eröffnen. Während die Konzernmuttergesellschaft die unternehmerische Gesamtsteuerung übernimmt und finanzielle Ressourcen be reit stellt, entwickeln die Tochterunternehmen Innovationen und verantworten das operative Geschäft in ihren Teilmärkten.

Durch dieses Zusammenspiel können mittelständische Unternehmen ihre Stärken voll entfalten: Sie nutzen ihr technisches Know-how, pflegen enge Kundenbeziehungen und agieren flexibel und marktnah. Zugleich entstehen im Konzernverbund zusätzliche Markt- und Kostensynergien mit finanziellen Spielräumen und unternehmerischen Gestaltungsmöglichkeiten. Der M.A.X. Automation-Konzern führt Kompetenzen zusammen und eröffnet seinen mittelständischen Automationsspezialisten neue Wachstumschancen.

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M.A.X. Automation Aktiengesellschaft, Düsseldorf Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG: %
altmayerBTD GmbH & Co. KG, Dettenhausen 100
BARTEC Dispensing Technology GmbH, Weikersheim 100
BTD Behältertechnik Dettenhausen Verwaltungs GmbH, Dettenhausen 100
Euroroll Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG, Ascheberg-Herbern 100
IWM Automation GmbH, Porta Westfalica 100
Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH, Dillingen 100
NL 15. Verwaltung Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG, Hamburg 94
NSM Magnettechnik GmbH, Olfen 100
Vecoplan AG, Bad Marienberg 100
Tochterunternehmen der BARTEC Dispensing Technology GmbH:
BARTEC Dispensing Technology BVBA, Hasselt/Belgien 100
BARTEC Dispensing Technology Inc., Tulsa/USA 100
BARTEC Dispensing Technology Ltd., Ashton under Lyne/UK 100
BARTEC Dispensing Technology S.r.L., Monza / Italien 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der NSM Magnettechnik GmbH:
NSM Beteiligungs GmbH, Olfen 100
Atiap S.A.R.L., Egly/Frankreich (Tochterunternehmen der NSM Beteiligungs GmbH) 100
ARMOS S.A.R.L., Egly/Frankreich (Tochterunternehmen der Atiap S.A.R.L.) 100
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der Vecoplan AG:
Vecoplan Maschinenfabrik Verwaltungs GmbH, Bad Marienberg 100
Vecoplan Limited, Birmingham/UK 100
Vecoplan Holding Corporation, Wilmington, Delaware/USA 100
Vecoplan LLC, Archdale, North Carolina/USA (Tochterunternehmen der Vecoplan Holding Corporation) 80
Vecoplan Midwest LLC, Floyds Knobs, Indiana/USA (Tochterunternehmen der Vecoplan Holding Corporation) 51

Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil Eigenkapital Ergebnis
am Kapital
% TEUR TEUR
Tochterunternehmen der M.A.X. Automation AG:
Adelheid Verwaltungs GmbH, Düsseldorf 100 25 0
BDS Führungskräfte GmbH, Düsseldorf 100 21 0
EnerCess GmbH1), Bad Oeynhausen 100
EUROROLL Verwaltungs GmbH, Ascheberg-Herbern 100 37 2
Tochterunternehmen der altmayerBTD GmbH & Co. KG:
Altmayer Verwaltungs GmbH, Rehlingen 100 30 0
Tochterunternehmen der IWM Automation GmbH:
IWM-Automation Verwaltungs GmbH, Porta Westfalica 100 27 –1
Tochterunternehmen der Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH:
Meß- und Regeltechnik Verwaltungs GmbH, Dillingen 100 30 0
Enkel- bzw. Tochterunternehmen der NSM Magnettechnik GmbH:
NSM Magnettechnik Verwaltungs GmbH, Olfen 100 34 0

1) Die EnerCess GmbH befindet sich seit Mai 2008 in Insolvenz. Angaben liegen nicht vor.

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Kernsegment Umwelttechnik

Vecoplan-Gruppe

Vecoplan ist ein führender Anbieter im weltweit wachsenden Markt für Umwelt- und Wiederaufbereitungstechnik. Als Partner der internationalen Holz- und Recyclingwirtschaft entwickelt, produziert und vertreibt Vecoplan technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen für die Zerkleinerung, Förderung und Aufbereitung von Holz und Sekundärrohstoffen. Dazu zählen unter anderem Sägerestholz, Biomasse, Altholz, Hausund Gewerbemüll, Kunststoff sowie Papier. Neben dem Stammsitz in Bad Marienberg (Rheinland-Pfalz) unterhält Vecoplan Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien sowie zahlreiche Vertriebs- und Servicestandorte weltweit. Die Geschäftsaktivitäten von Vecoplan erstrecken sich auf die beiden Bereiche Holz und Recycling. Zu den Kunden im Holzsegment gehören Säge- und Spanplattenwerke, Altholzaufbereiter, Pellethersteller, Betreiber von Biomasseheizkraftwerken und Biogasanlagen sowie Hersteller von Holzwerkstoffen und Möbeln. Im Bereich Recycling liefert Vecoplan Maschinen und Anlagen an Kunden aus den Bereichen Hausund Gewerbemüllaufbereitung, Kunststoffrecycling sowie Akten- und Datenvernichtung. Auch in der Zementindustrie verzeichnet Vecoplan infolge des zunehmenden Einsatzes von Sekundärbrennstoffen ein anhaltendes Wachstum. Weitere Spezialmärkte im Recyclingsegment sind die Verarbeitung von Krankenhausabfällen, Kupfer- und Kabelaufbereitung, Spukstoffe- und Zopfzerkleinerung, Elektronikschrott sowie Aluminiumund Dünnblechzerkleinerung.

Vorstände Irene Scheidweiler
Helmut Schulte
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 8,0
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS, konsolidiert) 73,7
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 294
Gründung 1969
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1995
www.vecoplan.de

altmayerBTD GmbH & Co. KG

altmayerBTD ist im Sommer 2009 aus dem Zusammenschluss der Konzerntochterunternehmen Altmayer Anlagentechnik und BTD Behältertechnik Heiz- und Trinkwassersysteme hervorgegangen. Am Standort Rehlingen (Saarland) konzipiert, entwickelt und vertreibt das Unternehmen seit mehr als 80 Jahren Anlagen zur Lagerung und Beförderung explosiver Schüttgüter sowie Spezialanlagen für die Rauchgasreinigung zur Reduzierung des Dioxin-, Furan- und Schwefelausstoßes. Zu den Produkten gehören Lager-, Förder-, Dosier-, Misch- und Gemengeanlagen sowie Recycling- und Dichtstromförderanlagen. Darüber hinaus fertigt altmayerBTD Behälter und Komponenten für Industrieanlagen und erbringt Entwicklungs-, Konstruktions- und Serviceleistungen. Die Kunden sind internationale Unternehmen aus den Bereichen Chemie, Nahrungsmittel, Kunststoff, Zement, Holz, Pharma, Papier, Entsorger sowie Kraft- und Stahlwerke.

altmayerBTD ist zudem einer der führenden Tank- und Behälterhersteller in Europa. Mit mehr als 50-jähriger Erfahrung zählt das Unternehmen mit dem Standort Dettenhausen (Baden-Württemberg) zu den Technologieführern der Branche. Das Produktspektrum umfasst Industriebehälter, darunter Stahlzylindertanks und Braunkohlestaubsilos, Regenspeichersysteme, Heiz- und Trinkwassersysteme sowie Pufferspeicher. Zudem wurden 2008 Solar-Pufferspeicher in Edelstahlausführung für die hygienische Trinkwassererwärmung und Flachkollektoren inklusive Zubehör in das Produktions- und Verkaufsprogramm aufgenommen. Zum Kundenkreis gehören Unternehmen der Großindustrie, des Anlagenbaus, des Heizungsfachgroßhandels sowie der Solarbranche.

Geschäftsführer Udo Weinert
Andreas Weber
Beteiligungsquote 100 %
Kommanditkapital in Mio. Euro 3,39
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS) 21,2
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 115
Gründung1) 2009
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe2) 1993/1997
www.altmayerbtd.de

1) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1951, Altmayer Anlagentechnik 1927 2) Vorgängergesellschaften BTD Behältertechnik 1993, Altmayer Anlagentechnik 1997

Segment Industrieautomation

NSM Magnettechnik GmbH

NSM ist ein technologisch führender Systemanbieter von Handlingsund Fördersystemen. Das Unternehmen aus Olfen (Nordrhein-Westfalen) konzipiert, fertigt, montiert und wartet Anlagen zur Automatisierung des Materialflusses. Spezifisches Know-how besitzt NSM in der Anwendung von Vakuum- und Magnettechnik. Im Geschäftsfeld Automation werden Anlagen zum Stapeln, Entstapeln und Transportieren von Blechzuschnitten und Formteilen hergestellt. Das Geschäftsfeld Emballagen ist auf Anlagen für das High-Speed-Handling von Dosen, Deckeln und Verschlüssen spezialisiert. Die Aktivitäten im Geschäftsfeld TFS umfassen Anlagen zum Transportieren, Filtern und Separieren von Materialien unter Einsatz moderner Magnetwerkstoffe. Darüber hinaus werden in diesem Geschäftsbereich Zuführsysteme zur lagerichtigen Werkstück bereitstellung gefertigt. NSM beliefert Kunden weltweit aus unterschied lichen Branchen, darunter die Automobilindustrie, Pressenhersteller, Nah rungsmittelproduzenten, Chemieunternehmen und Werkzeug maschinenhersteller.

Geschäftsführer Dr. Felix Egloff
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 4,10
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS, konsolidiert) 18,5
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 170
Gründung 1959
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1990
www.nsm-magnettechnik.com

IWM Automation GmbH

IWM entwickelt und produziert als Spezialist für maßgeschneiderte Produktionssysteme anspruchsvolle Fertigungs- und Montageanlagen. Das weltweit agierende Unternehmen aus Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) verfügt über umfassende Kompetenz in der Montage-, Schweiß-, Dosier- und Prüftechnik. Die Systemlösungen von IWM kommen insbesondere in der Automobilindustrie zum Einsatz. Dort dienen sie etwa der Produktion von Lenksäulen, Sitzkomponenten, Fenster hebern oder Schaltungen. Ein weiteres Betätigungsfeld des Unternehmens sind innovative Montageanlagen, die in der Möbelindustrie verwendet werden.

Geschäftsführer Jakob Dirksen
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 0,75
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS) 13,8
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 84
Gründung 1978
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.iwm-automation.de

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BARTEC Dispensing Technology Gruppe

BARTEC Dispensing Technology mit Sitz in Weikersheim (Baden-Württemberg) gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Dosiertechniksystemen. Das Unternehmen entwickelt technologisch komplexe Lösungen zur Verarbeitung von flüssigen und pastösen Reaktionsgießharzen sowie Systeme zur Montage- und Fertigungsautomation, insbesondere für elektronische Bauteile. Neben technologischer Expertise verfügt BARTEC Dispensing Technology über umfassendes Know-how im Bereich von Harzen und deren Prozesseigenschaften. Im Zuge der Integration der FAS Automation GmbH hat sich die Gesellschaft zum Komplettanbieter für Automationslösungen zur Fertigung elektronischer Bauteile weiterentwickelt. Im Jahr 2008 wurde das Produktportfolio durch den Einstieg in den Markt für Imprägnieranlagen für Elektromotoren, Statoren und Rotoren und im Jahr 2009 durch die Entwicklung von Verbindungstechniken erweitert. Die weltweite Vermarktung sämtlicher Produkte übernehmen im Wesentlichen vier eigene Vertriebsgesellschaften, die in Belgien, Großbritannien, Italien und den USA angesiedelt sind, sowie eine Betriebsstätte in China. Der Kundenkreis von BARTEC Dispensing Technology erstreckt sich von der Automobilindustrie über Anbieter von Elektronik und Elektrotechnik bis hin zu Filterherstellern und Unternehmen der Medizintechnik.

Geschäftsführer Susan Rassau
Patrick Vandenrhijn
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 0,81
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS, konsolidiert) 11,4
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 119
Gründung 2001
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 2004
www.bartec-dispensing.com

Mess- und Regeltechnik Jücker GmbH

Mess- und Regeltechnik Jücker plant, entwickelt, liefert und betreut mess- und regeltechnische Anlagen sowie Anlagen aus den Bereichen der Antriebs- und Automatisierungstechnik. Als Spezialanbieter im Technologiebereich Software und Steuerungstechnik hat sich das Unternehmen aus Dillingen (Saarland) international einen Namen als Systemintegrator und Steuerungslieferant für komplexe Automationsprozesse erworben. Zu den Kunden von Jücker gehören insbesondere Unternehmen aus der Automobilindustrie, die chemische Industrie, Kraftwerks-, Stahl- und Hüttenbetreiber, Zementwerke und die Transporttechnik.

Geschäftsführer Jens Ohnholz
Beteiligungsquote 100 %
Gezeichnetes Kapital in Mio. Euro 0,40
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS) 14,2
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 64
Gründung 1986
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1998
www.juecker-germany.de

EUROROLL Dipl.-Ing. K.-H. Beckmann GmbH & Co. KG

EUROROLL mit Sitz in Ascheberg–Herbern (Nordrhein-Westfalen) gehört zu den führenden Anbietern von antriebslosen Rollenbahn systemen schwerpunktmäßig für die Lager- und Fördertechnik. Das Unternehmen entwickelt und fertigt antriebslose Rollenbahnsysteme aller Art. Das Angebot umfasst unter anderem Rollenschienen, Bremsrollen, Schwerkraftrollenbahnen, Durchlaufregale und Kommissionier systeme. EUROROLL beliefert internationale Kunden überwiegend in der Logistikbranche wie Regalbauer, Systemausrüster und Verteilzentren, aber auch die Nahrungsmittelbranche, den Pharma-, Buch- und Drogerie großhandel, die Automobilindustrie sowie Chemieunternehmen.

Geschäftsführer Theo Einhäuser
Beteiligungsquote 100 %
Kommanditkapital in Mio. Euro 0,51
Umsatz 2009 in Mio. Euro (nach IFRS) 8,3
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 62
Gründung 1983
Zugehörigkeit zur M.A.X.-Gruppe 1993
www.euroroll.de

Termine

Quartalsfinanzbericht zum 1. Quartal 2010: Mai 2010 Hauptversammlung für das Jahr 2009: 10. Juni 2010 Halbjahresfinanzbericht 2010: August 2010 Quartalsfinanzbericht zum 3. Quartal 2010: November 2010

Impressum

Herausgeber: M.A.X. Automation AG, Düsseldorf Redaktion: Frank Elsner Kommunikation für Unternehmen GmbH, Westerkappeln Konzept/Gestaltung: brand.david Kommunikation GmbH, München Reproduktion/Druck: Bluemedia GmbH, München

Breite Straße 29 – 31 D-40213 Düsseldorf Tel. +49 (0) 211 90991 0 Fax +49 (0) 211 90991 11 www.maxautomation.de