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LEONI AG Interim / Quarterly Report 2016

Nov 16, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Leoni AG

Nürnberg

Zwischenbericht 1.-3. Quartal 2016

Konzernzahlen

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.071,5 1.111,7 - 3,6 % 3.309,0 3.376,2 - 2,0 %
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 23,6 67,1 - 64,8 % 159,1 220,5 - 27,8 %
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 12,7 29,8 -> 100,0 % 49,2 115,3 - 57,3 %
Bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)* 34,8 32,2 8,1 % 125,6 124,7 0,7 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) - 18,6 23,8 -> 100,0 % 32,2 95,4 - 66,2 %
Konzernfehlbetrag /-überschuss - 24,4 15,7 -> 100,0 % 11,6 67,5 - 82,9 %
Investitionen (inkl. Akquisitionen) 47,8 63,5 - 24,7 % 138,9 162,2 - 14,4 %
Eigenkapitalquote (%) 31,8 % 34,5 % - 31,8 % 34,5 % -
Ergebnis je Aktie (€) - 0,75 0,48 -> 100,0 % 0,35 2,06 - 83,0 %
Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) 77.013 74.973 2,7 % 77.013 74.973 2,7 %

* Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung der wesentlichen Akquisitionen, Restrukturierungen, Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte, Gewinne aus Unternehmensverkäufen, Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate und Belastung aus Betrugsfall

Die LEONI-Aktie

Aktienmärkte im dritten Quartal schwungvoll

Nach der schwachen Entwicklung zu Jahresbeginn und dem vor allem an den europäischen Handelsplätzen spürbaren Dämpfer durch das Brexit-Votum im Juni setzte an den internationalen Börsen in den Sommermonaten eine Aufwärtsbewegung ein. Für Belebung sorgten robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA, die verbesserte Konjunktur in China und nachlassende Bedenken wegen der Auswirkungen des britischen Referendums. Sowohl die wichtigen amerikanischen Indizes als auch der japanische Nikkei und der Euro Stoxx 50 konnten im dritten Quartal zulegen. Auch der deutsche Leitindex DAX glich die Verluste durch das Brexit-Votum in diesem Zeitraum wieder aus, in den ersten neun Monaten insgesamt büßte er aber rund 2 Prozent ein. Der MDAX dagegen stieg von Januar bis September 2016 um knapp 4 Prozent.

Die wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblick

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Beginn der Börsennotierung 1. Januar 1923
Börsenkürzel LEO
ISIN DE0005408884
WKN DE540888
Aktiengattung Nennwertlose Namens-Stammaktien
Marktsegment Prime Standard
Index MDAX
Grundkapital 32.669.000 €
Anzahl der Aktien 32.669.000 Stück

LEONI-Aktie erholt sich

Die deutschen Automobil- und Zuliefertitel entwickelten sich deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Der DAX-Sektorindex "Automobile" und der Sub-Index der Automobilzulieferer gaben in den ersten drei Quartalen 2016 um 15 Prozent bzw. 13 Prozent nach. Im Vergleich dazu schnitt die LEONI-Aktie etwas besser ab. Sie verlor zu Jahresbeginn zunächst an Wert, erholte sich im Frühjahr und ging Anfang Juli erneut bis auf den Jahrestiefstand von 23,45 € zurück. Im dritten Quartal zog der Kurs wieder deutlich an und erreichte Mitte August den bisherigen 2016er Höchstwert von 35,58 €. Am 30. September notierte unsere Aktie bei 32,42 €, das entsprach gegenüber dem Vorjahresultimo einem Minus von rund 11 Prozent. Die Marktkapitalisierung der circa 32,7 Millionen LEONI-Aktien belief sich Ende der Berichtsperiode auf rund 1.059 Mio. € (31.12.2015: 1.191 Mio. €).

Kennzahlen zur LEONI-Aktie

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3. Quartal 1.- 3. Quartal
2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
Nettoergebnis €/Aktie - 0,75 0,48 0,35 2,06
Eigenkapital €/Aktie 27,51 30,08 27,51 30,08
Höchstkurs1 €/Aktie 35,58 61,39 35,58 62,81
Tiefstkurs1 €/Aktie 23,45 46,01 23,45 46,01
Stichtagskurs1 zum Quartalsende €/Aktie 32,42 47,61 32,42 47,61
Durchschnittlicher Tagesumsatz Stück 315.731 204.553 307.808 217.830
Marktkapitalisierung zum Quartalsende Mio. € 1.059,13 1.555,37 1.059,13 1.555,37

1 XETRA-Tagesschlusskurse

Börsenumsätze deutlich gestiegen

Von Januar bis September 2016 wurden an jedem Börsentag im Durchschnitt 307.808 LEONI-Aktien gehandelt. Damit lag das Volumen deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 217.830 Stück. In Summe wechselten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 59,1 Millionen Aktien den Besitzer (Vorjahr: 41,4 Millionen).

Kapitalmarktprofis: LEONI-Aktien halten oder kaufen

Die LEONI-Aktie wird derzeit regelmäßig von 22 Finanzanalysten beurteilt. Die Mehrzahl bewertet ein Engagement bei LEONI positiv: Neun Investmentspezialisten empfahlen zu Beginn des vierten Quartals, unsere Aktie zu kaufen, weitere neun sprachen sich dafür aus, sie zu halten. Vier institutionelle Anleger rieten zum Verkauf.

Stabile Anteilseignerstruktur

Im dritten Quartal hat sich unsere Aktionärsstruktur kaum verändert. Die 32.669.000 LEONI-Aktien befinden sich weiterhin komplett im Streubesitz. Dabei halten institutionelle Investoren nach wie vor rund zwei Drittel der Aktien, das übrige Drittel besitzen Privataktionäre. Circa 60 Prozent der LEONI-Aktien liegen in Deutschland. Der Rest verteilt sich gleichmäßig auf das übrige Europa mit Schwerpunkt Großbritannien und auf die USA.

Am 22. September 2016 beteiligte sich die Dimensional Holdings Inc., Austin/Texas, USA, mit mehr als 3 Prozent an der LEONI AG. Zu den weiteren bedeutenden Einzelaktionären zählten Ende des Monats das US-amerikanische Investmenthaus T. Rowe Price mit mehr als 5 Prozent sowie die Hans Wilms Beteiligungs GmbH, Deutschland, die Schroders PLC, Großbritannien, die Classic Fund Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein, und die Schweizer UBS Group AG, die jeweils zwischen 3 und 5 Prozent lagen.

Aktuelle Stimmrechtsmitteilungen sowie frühere Meldungen sind auf unserer Website abrufbar.

» www.leoni.com/de/Investor-Relations/Stimmrechtsmitteilungen

Quartalsfinanzbericht

Konzernzwischenlagebericht

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Überblick

Gesamtwirtschaft

Die Weltkonjunktur entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf etwas schwächer als erwartet. Nach vorläufigen Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die globale Wirtschaft im ersten Halbjahr 2016 um 2,9 Prozent und damit weniger stark als in der zweiten Jahreshälfte 2015. Dämpfend wirkten beispielsweise die unter den Erwartungen liegende ökonomische Entwicklung der USA und die Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft mit entsprechenden Effekten auf andere Staaten, insbesondere rohstoffexportierende Länder. Außerdem führten das Brexit-Votum, die zahlreichen geopolitischen Krisen und zunehmend protektionistische Tendenzen in verschiedenen Industrieländern zu wachsender Verunsicherung und einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit der Unternehmen.

In der deutschen Wirtschaft herrscht dennoch Zuversicht. Das zeigt auch der Ifo-Geschäftsklimaindex, der im September auf den höchsten Stand seit Mai 2014 geklettert ist. Sowohl ihre Aussichten als auch die aktuelle Situation schätzten die Unternehmer positiv ein. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2016 um 0,7 Prozent und im zweiten Vierteljahr um 0,4 Prozent.

Branchenkonjunktur

Die verhaltene Weltkonjunktur wirkte sich auf die für LEONI wichtigen Abnehmerbranchen in unterschiedlichem Maße aus. Insgesamt kaum betroffen war die internationale Automobilindustrie. Nach Angaben des VDA (Verband der Automobilindustrie) verzeichneten die wichtigsten Fahrzeugmärkte in den ersten neun Monaten 2016 ein Wachstum, wobei die größte Dynamik in China entstand. In Europa legten die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ebenfalls spürbar zu und in den USA lagen sie zumindest leicht über Vorjahr. Dagegen nahmen die Absatzzahlen in Brasilien und Russland zweistellig ab.

Auf die in Summe gute Nachfrage reagierte die Automobilindustrie in den ersten drei Quartalen 2016 nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts IHS Automotive mit einer Ausweitung der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um gut 3 Prozent. Dabei wurden in Asien und der Region EMEA mehr, in Amerika dagegen etwas weniger Fahrzeuge hergestellt als in der Vergleichsperiode 2015.

Auf dem Markt für schwere Nutzfahrzeuge gab es unseren Beobachtungen zufolge im bisherigen Jahresverlauf keinen eindeutigen Trend: Die Nachfrage nach Kabelsätzen für Lkw und Motoren zeigte sich in den Regionen EMEA und Asien stabil, in Amerika dagegen verhalten. Der Baufahrzeug-Sektor entwickelte sich in den USA solide, aber in Südamerika, Asien und der Region EMEA gedämpft. Weltweit schwach blieb der Bedarf in der Agrarmaschinenindustrie.

Der Umsatz und die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie nahmen in den ersten acht Monaten 2016 Angaben des ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) zufolge um 1,3 Prozent bzw. 1,7 Prozent zu. Dabei entwickelte sich das Inlandsgeschäft etwas besser als die Exporte. Beim Auftragseingang verzeichnete die Branche einen leichten Rückgang um 1,1 Prozent, der ausschließlich auf die niedrigere Nachfrage außerhalb Europas zurückzuführen war. Dagegen gingen sowohl aus dem Inland als auch aus den anderen Euro-Ländern mehr Bestellungen ein.

Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau stellte sich die Situation gegenläufig dar: Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) meldete bis Ende August 2016 weniger neue Aufträge aus dem Inland und der Eurozone, aber einen Zuwachs in den übrigen Ländern. Insgesamt lag der Bestelleingang auf Vorjahresniveau.

Die ITK-Unternehmen in Deutschland (Informationstechnik und Telekommunikation) verzeichneten zuletzt eine eher verhaltene Nachfrage. Wie bereits im zweiten Quartal nahm der vom BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) veröffentlichte Wertindex des Auftragseingangs im Juli und August sowohl für IT-Hardware als auch für Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik-Produkte erneut ab. Der Produktionsindex gab in den Bereichen IT- und Telekommunikations-Hardware ebenfalls nach. Positive Tendenzen zeigten sich hier lediglich in der Unterhaltungselektronik.

Geschäftsverlauf der LEONI AG im Überblick

LEONI erzielte von Januar bis September 2016 in beiden Unternehmensbereichen ein leichtes organisches Wachstum, das jedoch durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen überkompensiert wurde. Der Konzernumsatz ging daher im Neunmonatsvergleich um 2 Prozent auf 3.309,0 Mio. € zurück. Hiervon entfielen 1.071,5 Mio. € auf das dritte Quartal 2016 (Vorjahr: 1.111,7 Mio. €). Damit entsprach das Geschäftsvolumen der Prognose.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war drastisch durch einen Betrugsfall beeinträchtigt und lag deshalb deutlich unter unseren Erwartungen. Bei dem Vorfall veranlassten Kriminelle im dritten Quartal mittels elektronischer Kommunikationswege unter Verwendung gefälschter Dokumente und Identitäten Geldtransfers auf Konten im Ausland. Durch den Betrug entstand ein Schaden von rund 40 Mio. €. Der Vorstand leitete umgehend eine Untersuchung ein, erstattete Anzeige bei der Kriminalpolizei und prüft derzeit die Geltendmachung von Ersatzansprüchen. Während die internen Untersuchungen inzwischen weit fortgeschritten sind, laufen die externen Ermittlungen noch. Da eine Klärung der Ansprüche im laufenden Jahr nicht mehr zu erwarten ist, belastet der Betrugsschaden wie bereits veröffentlicht in voller Höhe das Ergebnis im dritten Quartal 2016. Deshalb ging das EBIT in diesem Zeitraum auf - 12,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 29,8 Mio. €). In den ersten neun Monaten 2016 belief sich das Konzern-EBIT auf 49,2 Mio. € (Vorjahr: 115,3 Mio. €). Es enthielt darüber hinaus hohe geplante Restrukturierungsaufwendungen von 23,5 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €).

Rein operativ lag die Ergebnisentwicklung in beiden Unternehmensbereichen voll im Plan: Das bereinigte EBIT hat sich im dritten Quartal auf 34,8 Mio. € (Vorjahr: 32,2 Mio. €) und in den gesamten ersten neun Monaten 2016 auf 125,6 Mio. € (Vorjahr: 124,7 Mio. €) leicht verbessert.

Die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte des LEONI-Konzerns und der beiden Divisions sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015 dargestellt und haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions hat im ersten Halbjahr 2016 eine neue Geschäftsstrategie erarbeitet und zum 1. Juli entsprechende organisatorische Veränderungen umgesetzt. Im Segment Wiring Systems wurde die Organisationsstruktur im Zuge des umfassenden Transformationsprozesses erheblich gestrafft. Details zu den Veränderungen enthält der Halbjahresfinanzbericht.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 49 ff.

» Halbjahresfinanzbericht, Seiten 10 und 14

Bericht aus den Unternehmensbereichen/Segmentbericht

Unternehmensbereich Wiring Systems

Umsatz in den ersten drei Quartalen auf rund 2 Mrd. € leicht gestiegen

Im Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) erhöhte sich das Geschäftsvolumen in den ersten neun Monaten 2016 um rund 1 Prozent auf 2.005,2 Mio. €. Hiervon entfielen 638,4 Mio. € (Vorjahr: 649,6 Mio. €) auf das dritte Quartal. Die anhaltend gute Nachfrage aus der internationalen Fahrzeugindustrie führte im gesamten Berichtszeitraum zu einem organischen Wachstum um knapp 4 Prozent, das jedoch durch negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte geschmälert wurde. Beim Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresvolumen ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Umsatz des chinesischen Joint Ventures in Langfang (1. - 3. Quartal 2015: 60,9 Mio. €), das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, in der Berichtsperiode nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten war.

Zuwächse erzielten wir im bisherigen Jahresverlauf vor allem mit deutschen, anderen europäischen und asiatischen Automobilherstellern. Auch das Geschäft mit der internationalen Zulieferindustrie sowie im noch kleinen, aber wachstumsstarken Bereich Elektromobilität entwickelte sich erfreulich. Dagegen verringerten sich die Umsätze mit amerikanischen Kunden und der internationalen Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie, was zum einen auf Projektausläufe, veränderte Abrufe sowie Wechselkurseffekte und zum anderen auf die weiterhin schwache Nutzfahrzeug-Konjunktur insbesondere im Agrarsektor zurückzuführen war.

Im dritten Quartal 2016 leisteten auch mehrere Neuanläufe erste Umsatzbeiträge. Beispielsweise nahmen wir in China die Serienfertigung von Bordnetz-Systemen für mehrere Kompaktklasse-Pkw eines deutschen Premiumherstellers auf, begannen in Nordafrika mit der Belieferung eines französischen Mittelklassemodells und starteten in Brasilien und der Ukraine mit der Produktion von Bordnetz-Systemen für verschiedene Kompaktklasse-Wagen eines US-amerikanischen Herstellers.

Umsatzentwicklung Wiring Systems

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in Mio. € in %
Umsatz 1. - 3. Quartal 2015 1.987,3
Organisches Wachstum 71,6 3,6
Währungsumrechnungseffekt - 35,7 - 1,8
Kupferpreiseffekt - 18,0 - 0,9
Umsatz 1. - 3. Quartal 2016 2.005,2 0,9

Ergebnis inklusive Restrukturierungsaufwand bei 26,6 Mio. €

Von Januar bis September 2016 erzielte das Segment Wiring Systems ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 26,6 Mio. € (Vorjahr: 58,7 Mio. €). Hierin waren Restrukturierungsaufwendungen für die Reorganisation des Unternehmensbereichs in Höhe von 22,1 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) enthalten. Im dritten Quartal lag das EBIT bei 4,5 Mio. € (Vorjahr: 5,8 Mio. €). Den Restrukturierungskosten standen sukzessive positive Effekte aus unseren Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Projekte aus dem Vorjahr gegenüber. Unter anderem wurden Produktionskonzepte angepasst, Logistikabläufe optimiert und Teilumfänge an andere Standorte verlagert.

Bereinigtes EBIT Wiring Systems

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT 4,5 5,8 26,6 58,7
Restrukturierungsaufwand 2,4 0 22,1 1,1
Effekt aus Kaufpreisallokation (PPA) 3,4 2,2 10,1 6,9
Übrige Bereinigungen 1,5 0 2,0 0
Bereinigtes EBIT 11,9 8,0 60,8 66,6

Transformation der WSD verläuft planmäßig

Die Reorganisation und Umstrukturierung des Unternehmensbereichs Wiring Systems wurde im dritten Quartal fortgesetzt. Ziel ist es, im Rahmen einer neuen, gestrafften Organisationsstruktur Entscheidungswege zu verkürzen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eindeutig zu definieren, die Kooperation zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten effizienter zu gestalten und Kosten zu senken. Im Berichtszeitraum stand die Information und Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über künftige Aufgabenverteilungen, Verantwortlichkeiten und Regeln zur Zusammenarbeit zwischen den Werken, Business Units und Zentralfunktionen im Fokus. Die Transformation ist gruppenweit mit einem Wegfall von rund 1.100 Stellen verbunden. 2016 führt sie zu einmaligen Restrukturierungsaufwendungen, denen erst geringe positive Ergebniseffekte gegenüberstehen. Mit einer nachhaltigen Steigerung der Profitabilität ist ab 2017 zu rechnen.

Orderbuch durch weitere Aufträge gefestigt

Im dritten Quartal erhielt der Unternehmensbereich Wiring Systems erneut verschiedene Neu- und Folgeaufträge aus der internationalen Fahrzeugindustrie. Unter anderem beauftragte uns ein koreanisches Automobilunternehmen mit der Komplettverkabelung eines neuen Fahrzeugmodells. Auch die Bordnetz-Systeme der nächsten Generation eines französischen Kompaktklasse-Pkw werden von LEONI geliefert. Insgesamt beläuft sich der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Wiring Systems über die nächsten fünf Jahre auf mehr als 14 Mrd. €. Damit verfügen wir über eine solide Basis für künftiges Wachstum. Der genaue Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen werden durch die tatsächlichen Abrufe unserer Kunden bestimmt.

Mehrheit an chinesischem Bordnetz-Hersteller Wuhan Hengtong erworben

Im September 2016 erwarb LEONI 51 Prozent des Bordnetz-Herstellers Wuhan Hengtong Automotive in China. Das Unternehmen erzielt im laufenden Jahr voraussichtlich einen Umsatz von rund 35 Mio. € und betreibt ein Bordnetz-Werk mit fast 1.000 Mitarbeitern an einem Standort in der Provinz Hubei, ca. 700 Kilometer westlich von Shanghai. Zunächst wird es das Unternehmen DPCA, ein Joint Venture von Dongfeng und dem französischen Hersteller PSA, beliefern, und langfristig Kabelsysteme für Fahrzeughersteller vor Ort fertigen - insbesondere für den Dongfeng-Konzern, Chinas zweitgrößten Automobilproduzenten. Mit der Übernahme, die noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll, stärken wir unsere Position im asiatischen Markt und stützen das geplante künftige Wachstum in China.

Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions

1.303,8 Mio. € Umsatz nach neun Monaten 2016

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) setze sich der positive operative Geschäftsverlauf auch im dritten Quartal fort, sodass wir sowohl in diesem Zeitraum als auch in den ersten neun Monaten 2016 organisch wachsen konnten. Dem standen jedoch hohe negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte entgegen. Deshalb lag der Umsatz von Juli bis September 2016 mit 433,1 Mio. € (Vorjahr: 462,1 Mio. €) und in den ersten drei Quartalen mit 1.303,8 Mio. € (Vorjahr: 1.388,9 Mio. €) jeweils unter den 2015er Vergleichswerten.

Umsatzentwicklung Wire & Cable Solutions

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in Mio. € in %
Umsatz 1. - 3. Quartal 2015 1.388,9
Organisches Wachstum 44,4 3,2
Währungsumrechnungseffekt - 11,7 - 0,8
Kupferpreiseffekt - 117,9 - 8,5
Umsatz 1. - 3. Quartal 2016 1.303,8 - 6,1

Starkes Geschäft mit der Automobil-, Medizintechnik- und Robotikindustrie

In der Business Group (BG) Automotive Cable Solutions hielt die hohe Nachfrage nach Spezialkabeln beispielsweise für Fahrerassistenzsysteme vor allem in Europa, aber auch in den USA weiter an. Damit wurde die schwächere Entwicklung mit Standardleitungen in China mehr als wettgemacht. Hohe negative Kupferpreis- und Wechselkurseffekte haben die organische Umsatzsteigerung jedoch überkompensiert, sodass das Geschäftsvolumen unter dem Strich um 8,5 Prozent zurückging. Die Business Group Industrial Solutions, in der die früheren BGs Industry & Healthcare sowie Communication & Infrastructure im Zuge der strategischen Neuausrichtung zusammengefasst wurden, war durch diese Einflussfaktoren etwas geringer beeinflusst. Ihr Umsatz nahm um knapp 3 Prozent ab. Operativ zulegen konnten wir hier insbesondere mit Produkten und Lösungen für Medizintechnik- und Robotikanwendungen. Dagegen verlief das Geschäft mit dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der petrochemischen und der Solarindustrie aufgrund der schwachen Konjunktur in diesen Branchen zurückhaltend.

EBIT erhöht sich auf 62,5 Mio. €

Die insgesamt erfreuliche operative Geschäftsentwicklung und ein veränderter Mix hin zu margenstärkeren Produkten führten dazu, dass sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions von Januar bis September 2016 um rund 11 Prozent auf 62,5 Mio. € erhöhte (Vorjahr: 56,5 Mio. €). Hiervon entfielen 22,8 Mio. € (Vorjahr: 24,1 Mio. €) auf das dritte Quartal. Das Neunmonats-EBIT beinhaltete Restrukturierungsaufwendungen von 1,3 Mio. € und einen negativen Kupferpreiseffekt von 3,8 Mio. €.

Bereinigtes EBIT Wire & Cable Solutions

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT 22,8 24,1 62,5 56,5
Restrukturierungsaufwand 0 0 1,3 0,4
Effekt aus Kaufpreisallokation (PPA) 0,2 0,3 0,8 1,1
Bereinigtes EBIT 23,0 24,3 64,7 58,1

Auftragseingang weiterhin leicht höher als Umsatz

Von Januar bis September 2016 erhielt der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions neue Aufträge im Wert von 1.306,4 Mio. €. Damit lag der Bestelleingang leicht über dem Geschäftsvolumen des Berichtszeitraums, aufgrund der Kupferpreisveränderung aber unter dem Auftragseingang der Vorjahresperiode von 1.393,4 Mio. €. Bereinigt um den Kupfereffekt ergab sich gegenüber dem 2015er Vergleichswert ebenfalls ein Anstieg.

Auch im dritten Quartal 2016 gingen verschiedene Neuaufträge ein. Unter anderem wurde die Business Group Automotive Cable Solutions mit der Lieferung von Silikonleitungen für Hochvolt-Bordnetze, Datenkabeln für Rückfahrkameras und Aluminium-Batterieleitungen für verschiedene neue Fahrzeuge eines deutschen Premium-Automobilherstellers beauftragt. Bei der Business Group Industrial Solutions bestellte ein bedeutender internationaler Elektronikhersteller faseroptische Kabel für Ultra-HD-Fernsehgeräte. Außerdem konnten wir die Ausschreibung für ein Projekt mit Fiber Optic-Komponenten gewinnen, die bei der Übertragung von Hochspannungsgleichstrom zum Einsatz kommen.

Planmäßige Umsetzung der neuen Strategie

Die strategische Neuausrichtung, die auf die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions vom Draht- und Kabelhersteller zum Lösungsanbieter zielt, verläuft planmäßig. Im dritten Quartal haben wir die neue, an die veränderte Strategie angepasste Organisationsstruktur umgesetzt und mit der konkreten Prüfung von Handlungsoptionen für die nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten begonnen. Ein erster Schritt dazu erfolgte mit dem Verkauf der LEONI Studer Hard GmbH im November.

Medizintechnik-Bereich ist "Partner des Jahres 2016" von Ziehm Imaging

Die hohe Qualität und Liefertermintreue sowie die gute Zusammenarbeit mit LEONI nahm unser langjähriger Kunde Ziehm Imaging zum Anlass, unsere Medizintechniksparte als "Partner des Jahres 2016" auszuzeichnen. Der technologisch führende Hersteller medizinischer C-Bogenröntgengeräte legt besonders großen Wert auf Sicherheit und Qualität. LEONI versorgt Ziehm Imaging als Systemlieferant vor allem mit Kabelsätzen für verschiedene mobile C-Bögen und ist bereits in die Entwicklungsphase der Geräte eingebunden.

Umsatz und Ertragslage

Umsatz nach drei Quartalen 2016 bei 3,3 Mrd. €

LEONI konnte den Konzernumsatz im dritten Quartal 2016 und im gesamten Neunmonats-Zeitraum organisch leicht steigern. Dem standen jedoch hohe negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen gegenüber. Außerdem war das Geschäftsvolumen des seit Dezember 2015 at equity einbezogenen chinesischen Joint Ventures in der Berichtsperiode im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum nicht mehr enthalten.

Daher lag der Konzernumsatz von Januar bis September 2016 mit 3.309,0 Mio. € um 2 Prozent unter dem entsprechenden 2015er Wert. Das dritte Quartal 2016 leistete einen Beitrag von 1.071,5 Mio. € (Vorjahr: 1.111,7 Mio. €).

Umsatzentwicklung Konzern

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in Mio. € in %
Umsatz 1. - 3. Quartal 2015 3.376,2
Organisches Wachstum 116,1 3,4
Währungsumrechnungseffekt - 47,4 - 1,4
Kupferpreiseffekt - 135,9 - 4,0
Umsatz 1.-3. Quartal 2016 3.309,0 - 2,0

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen um gut 5 Prozent auf 2.308,8 Mio. €, während das Geschäftsvolumen in Amerika unter anderem wegen des schwachen Nutzfahrzeuggeschäfts und planmäßig auslaufender Kundenprojekte um knapp 8 Prozent auf 523,2 Mio. € zurückging. In Asien führten negative Wechselkurseffekte, der Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Tochtergesellschaft in Langfang, anstehende Modellwechsel und die schwächere Konjunktur dazu, dass der Umsatz um circa 23 Prozent auf 477,0 Mio. € abnahm.

EBIT durch Betrugsfall mit 40 Mio. € belastet

In den ersten neun Monaten 2016 verringerten sich die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode leicht überproportional zum Umsatz um rund 3 Prozent auf 2.752,8 Mio. €. Verantwortlich dafür waren unter anderem gesunkene Materialaufwendungen. Das Bruttoergebnis stieg in der Folge um 1 Prozent auf 556,2 Mio. € und die Bruttomarge vom Umsatz verbesserte sich von 16,3 Prozent auf 16,8 Prozent.

Die Vertriebskosten nahmen von Januar bis September 2016 um knapp 4 Prozent auf 179,3 Mio. € zu. Sie hatten im ersten Halbjahr vermehrte Sonderfrachten für die kritischen Aufträge in der Wiring Systems Division enthalten. Bei den allgemeinen Verwaltungskosten, die sich um gut 4 Prozent auf 181,9 Mio. € erhöhten, machten sich insbesondere größere, bereichsübergreifende IT-Projekte bemerkbar. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Wesentlichen durch umfangreiche Vorarbeiten für neue Kundenprojekte um rund 11 Prozent auf 99,9 Mio. €.

Durch die Belastung aus dem Betrugsfall in Höhe von circa 40 Mio. € wuchsen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den ersten drei Quartalen erheblich. Zusätzlich fielen hohe Restrukturierungsaufwendungen von 23,5 Mio. € an (Vorjahr: 1,5 Mio. €), die überwiegend den Unternehmensbereich Wiring Systems betrafen. Insgesamt reduzierte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen von 1,8 Mio. € auf - 54,8 Mio. €. Dagegen nahm das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen auf 9,0 Mio. € zu (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Es enthält den anteiligen Gewinn des at equity in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures.

In Summe ergab sich von Januar bis September 2016 ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern von 49,2 Mio. € (Vorjahr: 115,3 Mio. €). Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, die Belastung aus dem Betrugsfall und weitere nicht-operative Faktoren stieg das EBIT leicht auf 125,6 Mio. € (Vorjahr: 124,7 Mio. €).

Vor allem wegen geringerer Finanzaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses von - 19,9 Mio. € auf - 17,0 Mio. €. Hier profitieren wir von unserer im Vorjahr zu günstigen Konditionen umgesetzten Refinanzierung, die erst seit dem zweiten Quartal 2015 vollumfänglich positiv wirkt. Unter dem Strich wiesen wir für die ersten neun Monate 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 32,2 Mio. € (Vorjahr: 95,4 Mio. €) und einen Konzernüberschuss von 11,6 Mio. € (Vorjahr: 67,5 Mio. €) aus.

Das Konzern-EBIT des dritten Quartals 2016 ging aufgrund des Betrugsfalls deutlich auf - 12,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 29,8 Mio. €). Das bereinigte EBIT nahm in diesem Zeitraum von 32,2 Mio. € auf 34,8 Mio. € zu.

» Geschäftsverlauf im Überblick, Seite 8

Bereinigtes Konzern-EBIT

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
EBIT - 12,7 29,8 49,2 115,3
Restrukturierungsaufwand 2,4 0 23,5 1,5
Belastung aus Betrugsfall 40,0 0 40,0 0
Effekt aus Kaufpreisallokation (PPA) 3,6 2,5 10,9 8,0
Übrige Bereinigungen 1,5 0 2,0 0
Bereinigtes EBIT 34,8 32,2 125,6 124,7

Finanzlage

Betrugsschaden verursacht negativen operativen Cashflow

Das durch den Betrugsfall und Restrukturierungsaufwendungen geschmälerte Ergebnis führte dazu, dass sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns in den ersten neun Monaten 2016 auf - 10,2 Mio. € (Vorjahr: 57,9 Mio. €) verringerte. Die zusätzliche Mittelbindung im Working Capital bewegte sich in der Berichtsperiode etwa auf Vorjahresniveau.

Der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit wurde auf 151,8 Mio. € reduziert (Vorjahr: 173,3 Mio. €), sodass sich der Free Cashflow in den ersten neun Monaten 2016 auf - 162,0 Mio. € (Vorjahr: - 115,4 Mio. €) belief.

Kreditaufnahmen und -tilgungen im üblichen Umfang sowie die Dividendenzahlung in Höhe von 32,7 Mio. € (Vorjahr: 39,2 Mio. €) führten zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von - 24,8 Mio. € (Vorjahr: - 0,3 Mio. €). Im Vorjahr war es aufgrund der umfassenden Refinanzierung zur Nutzung der günstigen Kapitalmarktkonditionen zu größeren Ein- und Auszahlungen gekommen, die sich weitgehend ausglichen.

Insgesamt und nach Berücksichtigung wechselkursbedingter Veränderungen reduzierte sich der Finanzmittelbestand in den ersten drei Quartalen 2016 auf 91,0 Mio. € (Vorjahr: 122,7 Mio. €).

Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)

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1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015
--- --- ---
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 10,2 57,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 151,8 - 173,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 24,8 - 0,3
Veränderung des Finanzmittelbestandes - 186,9 - 115,7
Finanzmittelbestand zum Periodenende 91,0 122,7

Berechnung des Free Cashflow

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1. - 3. Quartal
Mio. € 2016 2015
--- --- ---
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit - 10,2 57,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 151,8 - 173,3
Free Cashflow - 162,0 - 115,4

Investitionen um 14 Prozent verringert

In den ersten neun Monaten 2016 investierte der LEONI-Konzern 138,9 Mio. €, das waren rund 14 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben betrafen nahezu ausschließlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Der Unternehmensbereich Wiring Systems reduzierte sein Investitionsvolumen in der Berichtsperiode von 105,5 Mio. € auf 89,9 Mio. €. Im Mittelpunkt stand der Ausbau der Kapazitäten für neue Kundenprojekte in China, Nordafrika und Osteuropa. Ferner haben wir die bereits begonnenen Aus- und Umbauarbeiten der Divisionszentrale in Kitzingen fortgesetzt; neue Maßnahmen an diesem Standort wurden zurückgestellt.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions investierten wir in den ersten drei Quartalen 2016 mit 41,5 Mio. € ebenfalls weniger als im vergleichbaren 2015er Zeitraum (Vorjahr: 48,7 Mio. €). In Deutschland, Osteuropa, Asien und Amerika wurden unsere Kapazitäten für Fahrzeug-Datenleitungen und -Hochtemperaturkabel erweitert. Außerdem arbeiteten wir an der Errichtung einer Kunststoff-Mischanlage an einem Standort in China, um die lokale Wertschöpfung zu erhöhen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Vorbereitungen für eine Elektronenbeschleunigungsanlage, die im ersten Halbjahr 2017 an unserem indischen Standort installiert wird.

Die LEONI AG investierte 7,5 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €), und zwar vorwiegend in IT-Projekte.

Vermögenslage

Stabile Bilanzsumme

Die Bilanz des LEONI-Konzerns verkürzte sich per 30. September 2016 gegenüber dem Jahresende 2015 geringfügig auf 2.827,9 Mio. €. Wie bei der Umsatzentwicklung machten sich auch hier Wechselkurseffekte dämpfend bemerkbar.

Unter den Aktiva nahmen die kurzfristigen Vermögenswerte um rund 5 Prozent auf 1.470,7 Mio. € ab. Dabei wurden insbesondere die liquiden Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und unserer Investitionen von 279,7 Mio. € auf 91,0 Mio. € deutlich verringert. Dem stand ein dem saisonalen Geschäftsverlauf entsprechender Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 8 Prozent auf 606,4 Mio. € und der Vorräte um circa 10 Prozent auf 603,4 Mio. € gegenüber. Außerdem vergrößerten sich die sonstigen Vermögenswerte aufgrund von gestiegenen Umsatzsteuerforderungen um mehr als 38 Prozent auf 129,4 Mio. €.

Die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte waren bereits im ersten Halbjahr von 7,0 Mio. € auf null zurückgeführt worden, da aussichtsreiche Verhandlungen über die Veräußerung eines Gebäudes in Marokko kurz vor dem Abschluss scheiterten und die entsprechende Position wieder in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert wurde. Dieser Vorgang führte zusammen mit den über den Abschreibungen liegenden Investitionen dazu, dass sich das Sachanlagevermögen um gut 3 Prozent auf 930,1 Mio. € vergrößerte. Darüber hinaus stieg der Wert der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen aufgrund der guten Entwicklung des Joint Ventures in Langfang von 13,0 Mio. € auf 20,5 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte wuchsen insgesamt um rund 5 Prozent auf 1.357,2 Mio. €.

Auf der Passivseite nahmen die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Summe um rund 5 Prozent auf 1.174,1 Mio. € zu. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 727,4 Mio. € geringfügig unter dem Niveau zum Jahresende 2015 lagen, vergrößerten sich die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten wegen vermehrter Urlaubsrückstellungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten um gut 26 Prozent auf 188,2 Mio. €. Ferner erhöhten sich die kurzfristigen Finanzschulden durch die Umgliederung eines demnächst fälligen Langfrist-Kredits von 102,4 Mio. € auf 142,8 Mio. €. Im Gegenzug reduzierten sich die langfristigen Finanzschulden von 498,8 Mio. € auf 465,3 Mio. €. Dass die langfristigen Verbindlichkeiten insgesamt dennoch um rund 4 Prozent auf 755,2 Mio. € anstiegen, lag vor allem an den um mehr als 34 Prozent auf 202,4 Mio. € aufgestockten Pensionsrückstellungen, deren Bewertung aufgrund des anhaltend rückläufigen Marktzinsniveaus angepasst werden musste.

Die dadurch entstandenen versicherungsmathematischen Verluste sowie Einbußen aus der Umrechnung von Fremdwährungen in Euro führten im Eigenkapital zu einer Reduzierung des kumulierten sonstigen Ergebnisses von 13,9 Mio. € auf - 62,8 Mio. €. Zudem verminderten sich die Gewinnrücklagen um circa 3 Prozent auf 636,0 Mio. €. Per saldo gingen die Eigenmittel um knapp 10 Prozent auf 898,6 Mio. € zurück, sodass sich die Eigenkapitalquote Ende September 2016 auf 31,8 Prozent belief (31. Dezember 2015: 35,1 Prozent).

Die Nettofinanzverschuldung stieg von 321,6 Mio. € am Jahresende 2015 auf 517,1 Mio. € am Stichtag.

Vermögens- und Kapitalstruktur

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Mio. € 30.09.2016 31.12.2015
Kurzfristige Vermögenswerte 1.470,7 1.546,3
Langfristige Vermögenswerte 1.357,2 1.291,2
Summe Aktiva 2.827,9 2.837,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.174,1 1.113,9
Langfristige Verbindlichkeiten 755,2 727,2
Eigenkapital 898,6 996,3
Summe Passiva 2.827,9 2.837,5

Berechnung der Nettofinanzschulden

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Mio. € 30.09.2016 31.12.2015
Zahlungsmittel und -äquivalente 91,0 279,7
Kurzfristige Finanzschulden - 142,8 - 102,4
Langfristige Finanzschulden - 465,3 - 498,8
Nettofinanzschulden - 517,1 - 321,6

Forschung & Entwicklung

In den ersten neun Monaten 2016 erhöhten sich die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung des LEONI-Konzerns um rund 11 Prozent auf 99,9 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €). Der Schwerpunkt der F & E-Aktivitäten lag weiterhin auf der Optimierung von Gewicht und Bauraum unserer Kabel und Bordnetz-Systeme im Rahmen von kundenspezifischen Projekten für die Fahrzeugindustrie. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot kontinuierlich um innovative Produkte und Lösungen, um unsere Position als Systempartner für die Automobilbranche und andere Abnehmer auszubauen. Auf der IAA 2016 präsentierte LEONI unter anderem eine LED-Komponente für die Beleuchtung im Fahrzeug, die in verschiedene Bordnetze integriert werden kann. Dadurch reduzieren sich beim Kunden Montageprozesse und somit der Logistikaufwand. Wegen des steigenden Bedarfs an Datentransfers im Pkw entwickelten wir im Berichtszeitraum außerdem eine neue Fahrzeugleitung für Automotive Ethernet, die auch bei widrigen Bedingungen eine störungsfreie Datenkommunikation gewährleistet.

Ein wichtiges Thema im Bereich Industrial Solutions ist die Anpassung unseres Angebots an länderspezifische Anforderungen. In der Berichtsperiode konnten wir die Zulassung unseres Patientenpositionierungssystems ORION für den US-amerikanischen Markt erreichen und damit unsere Ausgangsposition in dieser bedeutenden Region verbessern. Ausführliche Informationen über unsere F & E-Arbeit enthält der aktuelle Geschäftsbericht.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 97 ff.

Mitarbeiter

Beschäftigtenzahl steigt auf rund 77.000 Personen

Zum Stichtag 30. September 2016 waren im LEONI-Konzern 77.013 Mitarbeiter tätig. Seit dem Jahreswechsel hat sich die Belegschaft damit um 2.995 Personen vergrößert. In Deutschland beschäftigte LEONI 4.392 (31. Dezember 2015: 4.359) und im Ausland 72.621 Arbeitnehmer (31. Dezember 2015: 69.659). Das entsprach einem Auslandsanteil von rund 94 Prozent. Ergänzend waren 4.423 Zeitarbeitskräfte (31. Dezember 2015: 4.366) im Einsatz. Sie arbeiteten vor allem an Standorten in Osteuropa und China für LEONI.

Der Unternehmensbereich Wiring Systems erweiterte seine Belegschaft in den ersten neun Monaten 2016 um 2.620 auf 67.365 Beschäftigte. Zusätzliche Mitarbeiter wurden hauptsächlich für die Bearbeitung von Bordnetz-Aufträgen an Standorten in Amerika, Asien, Osteuropa und Nordafrika benötigt.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions waren per Ende September des laufenden Jahres 9.366 Personen tätig, 359 mehr als Ende 2015. Aufgrund der anhaltend guten Nachfrage wurden Neueinstellungen insbesondere für die Fertigung von Fahrzeug-Sonderleitungen sowie Spezialkabeln für Industrieanwendungen und Medizintechnik vorgenommen, und zwar sowohl in der Region EMEA als auch in Asien und Amerika.

Die Zahl der Mitarbeiter in der Holdinggesellschaft LEONI AG erhöhte sich seit dem 31. Dezember 2015 um 16 auf 282 Personen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten.

Nachhaltigkeitsbericht

LEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung, die den Bedürfnissen aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht werden soll. Ausführliche Informationen über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht und dem im August 2016 veröffentlichten vierten Global Compact-Fortschrittsbericht, der auf unserer Website abrufbar ist.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 102 ff.

» www.leoni.com

Risiko- und Chancenbericht

Aufgrund des im August 2016 erkannten Betrugsfalls haben wir unsere Aufmerksamkeit gegenüber kriminellen Aktivitäten ausgeweitet und überprüfen intern alle relevanten Prozesse, Regelungen und Kontrollmechanismen im Finanzbereich. Kurzfristig wurden unsere Kontrollmaßnahmen insbesondere mit Blick auf Finanztransaktionen bereits verstärkt.

Darüber hinaus hat sich die Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern seit dem Jahresende 2015 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2015 umfassend dargestellt.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 108 ff.

Prognosebericht

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Wegen der bisher verhaltenen konjunkturellen Entwicklung und den unverändert bestehenden, vielseitigen Risiken für die Weltwirtschaft rechnet der IWF im laufenden Jahr mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,1 Prozent. Das Wachstum kommt wesentlich aus den Entwicklungs- und Schwellenländern, für die eine Zunahme um 4,2 Prozent vorhergesagt wird. Die größten Impulse liefern China und Indien, während für Brasilien und Russland weiterhin Rückgänge zu erwarten sind. In den Industrienationen dürfte es dagegen nur ein leichtes Plus um 1,6 Prozent geben, das von den USA, den Ländern der Euro-Zone und trotz des Brexit-Votums auch von Großbritannien getragen wird. Das deutsche BIP wird dem IWF zufolge 2016 um 1,7 Prozent zulegen.

Branchenentwicklung

Die meisten für LEONI wichtigen Branchen rechnen im Jahr 2016 weiterhin mit einer leicht positiven oder zumindest stabilen Entwicklung: Nach Schätzungen von IHS Automotive wird die internationale Automobilindustrie im laufenden Jahr weltweit rund 3 Prozent mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge herstellen als 2015. Dabei soll die Pkw-Produktion nur in der Region EMEA etwas steigen, global gesehen dagegen abnehmen. Bei Light Trucks sind sowohl in Asien als auch in Amerika und der Region EMEA höhere Ausbringungsmengen zu erwarten.

Die Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie wird 2016 gemäß den aktuellen Daten von IHS Automotive wie bereits zu Jahresbeginn prognostiziert weltweit rund 3 Prozent mehr schwere Nutzfahrzeuge fertigen als im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert aus einem deutlichen Plus in Asien, während die Produktion vor allem in Amerika spürbar zurückgehen soll.

Für den Welt-Elektromarkt ist 2016 laut einer im September aktualisierten Prognose des ZVEI von einem Wachstum um 3 Prozent auszugehen. Positive Impulse kommen vor allem aus Asien und Europa, wogegen der amerikanische Markt nur leicht zulegen dürfte. Zu den am stärksten expandierenden Segmenten zählt die Medizintechnik, aber auch andere für LEONI wichtige Teilmärkte wie die Automation und die Kommunikationstechnik werden expandieren.

Im Maschinen- und Anlagenbau ist im laufenden Jahr dem VDMA zufolge global mit einer Umsatzstagnation zu rechnen. Der Maschinenabsatz dürfte in China etwas zulegen, in Europa stagnieren und in den USA sowie in Japan zurückgehen. Für Deutschland erwartet der Verband angesichts des schwachen weltwirtschaftlichen Umfelds und anhaltender politischer Störungen auch in der Produktion nur ein Nullwachstum.

Die Umsätze der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche (ITK) werden sich 2016 nach Angaben von BITKOM weltweit um 1,8 Prozent erhöhen. Dabei fällt das Plus in der Informationstechnologie (IT) kräftiger aus als im Bereich Telekommunikation. Größter Einzelmarkt bleiben die USA mit einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent. In Europa wächst das ITK-Geschäft voraussichtlich nur um 0,7 Prozent, wobei hier die IT-Umsätze zulegen, während für Produkte und Dienstleistungen der Telekommunikation ein Rückgang vorhergesagt wird. Die inländischen ITK-Unternehmen werden ihren Umsatz 2016 voraussichtlich um 1,7 Prozent ausbauen.

Entwicklung des LEONI-Konzerns

Der Vorstand der LEONI AG geht davon aus, dass sich die solide operative Geschäftsentwicklung der beiden Unternehmensbereiche auch im vierten Quartal 2016 fortsetzt. Der Konzernumsatz wird sich daher im Gesamtjahr 2016 aus heutiger Sicht auf rund 4,4 Mrd. € belaufen und damit wie erwartet circa 2 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert liegen. Der geringfügige Rückgang ist vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, die schwächere Konjunktur in China und anderen wichtigen Märkten sowie den Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung in ein Joint Venture zurückzuführen.

Das Konzern-EBIT wird sich rein operativ ebenfalls wie erwartet entwickeln, ist aber wie bereits berichtet durch den Betrugsfall mit rund 40 Mio. € belastet. Deshalb bestätigen wir die in diesem Zusammenhang im September 2016 veröffentlichte, von circa 105 Mio. € auf rund 65 Mio. € reduzierte Jahresprognose für das Konzern-EBIT. Neben dem negativen Sondereffekt aus dem Betrug enthält das Ergebnis wie geplant Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von circa 30 Mio. €, die überwiegend die Transformation der Wiring Systems Division betreffen. 2015 betrug das EBIT inklusive eines positiven Sondereffekts von 19,6 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile der Gesellschaft in Langfang 151,3 Mio. €.

Die Belastung aus dem Betrugsfall wirkt sich auch auf andere wichtige Finanzkennzahlen aus. Dementsprechend wurde die Tabelle "Ziele des LEONI-Konzerns" am Ende dieses Kapitels angepasst.

Für den Unternehmensbereich Wiring Systems erwarten wir im Gesamtjahr einen Umsatz von rund 2,6 Mrd. € (Vorjahr: 2,67 Mrd. €) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von etwa 30 Mio. € (Vorjahr: 87,4 Mio. €). Darin wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von circa 25 Mio. € berücksichtigt, während das Vorjahres-EBIT den positiven Sondereffekt aus dem abgeschlossenen Joint Venture in China von 19,6 Mio. € enthalten hatte. Die Umsetzung unseres Transformationsprogramms wird in den kommenden Monaten sukzessive zur weiteren Verbesserung der Profitabilität der Wiring Systems Division beitragen. Auch den Ausbau unserer Kapazitäten für anstehende Neuprojekte unserer Kunden werden wir fortsetzen. Unter anderem erweitern wir Standorte in China, der Ukraine sowie Serbien und errichten ein neues Werk in Mexiko.

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions rechnen wir 2016 mit einem Umsatz von rund 1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,83 Mrd. €), wobei der leichte Rückgang ausschließlich auf den niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen ist. In den kommenden Monaten treiben wir unsere Entwicklung zum Lösungsanbieter entsprechend der neuen Bereichsstrategie konsequent voran. Dazu werden weiterhin sowohl geeignete Akquisitionen als auch Bereinigungsmöglichkeiten unseres Geschäftsportfolios geprüft. Das Segment-EBIT steigt aus heutiger Sicht auf rund 75 Mio. € (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Hierin sind Restrukturierungsaufwendungen von circa 5 Mio. € für die Portfolio-Bereinigung enthalten. Einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Investitionen wird auch künftig der weltweite Ausbau der Kapazitäten für Fahrzeug-Sonderleitungen bilden. Darüber hinaus wollen wir im Frühjahr 2017 mit dem Bau einer neuen Fabrik am deutschen Standort Roth beginnen. Dort entstehen High-Tech-Produktionsanlagen für hochwertige Kabel und Leitungen sowie ein Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für den gesamten Unternehmensbereich.

LEONI ist ein stabil aufgestelltes und finanziertes Unternehmen mit guten Zukunftsperspektiven. Der umfassende Transformationsprozess in der Wiring Systems Division und die strategische Neuausrichtung des Unternehmensbereichs WCS sowie der solide Auftragsbestand in beiden Segmenten bilden die Basis für unsere langfristig positive Entwicklung. Darüber hinaus ist LEONI mit innovativen Produkten und Systemen wettbewerbsfähig positioniert und wird von den maßgeblichen Trends in wichtigen Abnehmerbranchen überdurchschnittlich profitieren. Für unser Automotive-Geschäft bieten sich beispielsweise Chancen durch den zunehmenden Bedarf an Kabeln und Systemen für Lösungen in den Bereichen autonomes Fahren und Elektromobilität oder an Gewichtsoptimierung und damit CO2 -Einsparung durch Miniaturisierung und Leichtbau. Unsere Industriebereiche erhalten positive Impulse unter anderem von den Trends zu Digitalisierung in allen Lebensbereichen und Ressourcenschonung durch alternative Energietechnik.

Weitere Informationen zur künftigen Entwicklung und unserer an den globalen Trends ausgerichteten Konzernstrategie finden Sie im Geschäftsbericht 2015.

» Geschäftsbericht 2015 Seite 51 ff. und Seite 123 ff.

Ziele des LEONI-Konzerns

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Ist 2015 Ursprüngliche Prognose 2016 Aktualisierte Prognose 2016
(März 2016) (September 2016)
--- --- --- --- ---
Konzernumsatz Mrd. € 4,5 4,4 4,4
EBIT Mio. € 151,3 105 65
Investitionsvolumen Mio. € 247,6 230 230
Free Cashflow Mio. € - 5,2 - 30 - 70
Nettofinanzschulden Mio. € 321,6 390 430
Eigenkapitalquote % 35,1 35 32
Return on Capital Employed % 10,0 6 4

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2016

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
T€ (ausgenommen Angaben zu Aktien) 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.071.483 1.111.725 - 3,6 % 3.308.995 3.376.220 - 2,0 %
Umsatzkosten - 900.471 - 938.903 - 4,1 % - 2.752.762 - 2.825.551 - 2,6 %
Bruttoergebnis

vom Umsatz
171.012 172.822 - 1,1 % 556.233 550.669 1,0 %
Vertriebskosten - 55.901 - 57.089 - 2,1 % - 179.293 - 172.919 3,7 %
Allgemeine Verwaltungskosten - 59.809 - 57.900 3,3 % - 181.935 - 174.399 4,3 %
Forschungs- und

Entwicklungskosten
- 33.730 - 29.080 16,0 % - 99.948 - 89.936 11,1 %
Sonstige betriebliche

Erträge
2.328 1.801 29,3 % 14.130 11.534 22,5 %
Sonstige betriebliche

Aufwendungen
- 40.467 - 826 > 100,0 % - 68.901 - 9.738 > 100,0 %
Ergebnis aus assoziierten

Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen
3.885 68 > 100,0 % 8.961 113 > 100,0 %
EBIT - 12.682 29.796 -> 100,0 % 49.247 115.324 - 57,3 %
Finanzerträge 184 235 - 21,7 % 796 1.249 - 36,3 %
Finanzaufwendungen - 6.200 - 6.257 - 0,9 % - 18.006 - 21.294 - 15,4 %
Sonstiges Beteiligungsergebnis 95 0 - 209 100 > 100,0 %
Ergebnis vor Steuern - 18.603 23.774 -> 100,0 % 32.246 95.379 - 66,2 %
Ertragsteuern - 5.762 - 8.086 - 28,7 % - 20.691 - 27.848 - 25,7 %
Konzernüberschuss - 24.365 15.688 -> 100,0 % 11.555 67.531 - 82,9 %
davon: Anteilseigner des

Mutterunternehmens
- 24.353 15.567 11.501 67.212
Anteile ohne

beherrschenden Einfluss
- 12 121 54 319
Ergebnis je Aktie

(unverwässert und verwässert)
- 0,75 0,48 0,35 2,06
Durchschnittliche im Umlauf

befindliche Aktien

(unverwässert und verwässert)
32.669.000 32.669.000 32.669.000 32.669.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
T€ 2016 2015 Veränderung 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
Konzernüberschuss - 24.365 15.688 -> 100,0 % 11.555 67.531 - 82,9 %
Sonstiges Ergebnis
Nicht in die Gewinn- und

Verlustrechnung umgliederbare Posten:
Versicherungsmathematische

Gewinne und Verluste aus

leistungsorientierten Versorgungsplänen
- 23.507 - 656 -> 100,0 % - 62.456 5.658 -> 100,0 %
Ertragsteuern, die auf Posten des

sonstigen Ergebnisses entfallen,

die nicht umgegliedert werden
4.712 - 21 > 100,0 % 13.501 - 1.796 > 100,0 %
Anteil der versicherungsmathematischen

Gewinne und Verluste,

der auf assoziierte Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen entfällt
0 0 - 15 0
In die Gewinn- und Verlustrechnung

umgliederbare Posten:
Differenzen aus der

Währungsumrechnung
In der laufenden Periode entstandene

Verluste und Gewinne
- 3.391 - 23.899 85,8 % - 29.592 32.222 -> 100,0 %
Abzüglich Umbuchungen in die

Gewinn- und Verlustrechnung
91 0 100,0 % 91 - 57 > 100,0 %
Summe Differenzen aus

der Währungsumrechnung
- 3.300 - 23.899 86,2 % - 29.501 32.165 -> 100,0 %
Cashflow Hedges
In der laufenden Periode

entstandene Verluste
- 665 - 3.908 83,0 % - 7.837 - 6.074 - 29,0 %
Abzüglich Umbuchungen in die

Gewinn- und Verlustrechnung
5.583 3.405 64,0 % 10.976 6.063 81,0 %
Summe Cashflow Hedges 4.918 - 503 > 100,0 % 3.139 - 11 > 100,0 %
Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung

umgliedbaren Posten, der auf assoziierte

Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen entfällt
- 157 0 - - 809 0 -
Ertragsteuern, die auf Posten des

sonstigen Ergebnisses entfallen,

die umgegliedert werden
- 14 487 -> 100,0 % - 504 542 -> 100,0 %
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - 17.348 - 24.592 29,5 % - 76.645 36.558 -> 100,0 %
Gesamtergebnis - 41.713 - 8.904 -> 100,0 % - 65.090 104.089 -> 100,0 %
davon: Anteilseigner des

Mutterunternehmens
- 41.688 - 8.985 -> 100,0 % - 65.153 103.708 -> 100,0 %
Anteile ohne beherrschenden

Einfluss
- 25 81 -> 100,0 % 63 381 - 83,5 %

Konzern-Kapitalflussrechnung

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
T€ 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- ---
Konzernüberschuss - 24.365 15.688 11.555 67.531
Überleitung zum Cashflow

aus der laufenden Geschäftstätigkeit:
Ertragsteuern 5.762 8.086 20.691 27.848
Zinsergebnis 5.860 5.931 16.751 20.239
Dividendenerträge - 95 0 - 209 - 100
Abschreibungen 36.313 37.376 109.859 105.248
Wertminderungen von zum

Verkauf bestimmten Vermögenswerten
0 0 0 1.000
Zahlungsunwirksames Ergebnis

aus assoziierten Unternehmen und

Gemeinschaftsunternehmen
- 3.885 - 68 - 8.961 - 113
Ergebnis aus Anlagenabgängen 103 177 - 767 830
Veränderung der betrieblichen

Vermögenswerte und Schulden
Veränderung der Forderungen

und sonstigen finanziellen

Vermögenswerte
22.829 - 11.549 - 45.823 - 113.050
Veränderung der Vorräte 4.196 - 3.327 - 63.285 - 38.378
Veränderung der

sonstigen Vermögenswerte
- 4.077 2.000 - 53.546 - 27.443
Veränderung der

Restrukturierungsrückstellungen
- 1.216 - 523 12.930 - 1.087
Veränderung der

sonstigen Rückstellungen
- 2.381 - 3.542 - 17.272 - 617
Veränderung der Verbindlichkeiten - 49.234 4.650 46.972 61.957
Gezahlte Ertragsteuern - 6.935 - 6.423 - 26.923 - 31.808
Gezahlte Zinsen - 8.337 - 8.330 - 13.199 - 15.134
Erhaltene Zinsen 208 274 775 891
Erhaltene Dividendenzahlungen 95 0 209 100
Cashflow aus der

laufenden Geschäftstätigkeit
- 25.159 40.420 - 10.243 57.914
Investitionen in immaterielle

Vermögenswerte und

Sachanlagevermögen
- 47.204 - 64.627 - 152.450 - 176.377
Investitionen in sonstige

finanzielle Vermögenswerte
- 17 - 43 - 170 - 118
Einzahlungen aus

Anlagenabgängen
121 204 815 3.210
Cashflow aus der

Investitionstätigkeit
- 47.100 - 64.466 - 151.805 - 173.285
Einzahlungen aus der

Aufnahme von Finanzschulden
15.323 0 35.117 250.969
Auszahlungen aus der

Tilgung von Finanzschulden
0 - 3.218 - 27.257 - 212.100
Gezahlte Dividenden

der LEONI AG
0 0 - 32.669 - 39.203
Cashflow aus der

Finanzierungstätigkeit
15.323 - 3.218 - 24.809 - 334
Veränderung des Finanzmittelbestandes - 56.936 - 27.264 - 186.857 - 115.705
Wechselkursbedingte Veränderung

des Finanzmittelbestandes
- 140 - 2.788 - 1.777 6.411
Finanzmittelbestand am

Anfang der Periode
148.122 152.736 279.680 231.978
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 91.046 122.684 91.046 122.684
davon in der Bilanz in der

Position "Zum Verkauf bestimmte

Vermögenswerte" enthalten
0 1.893 0 1.893
davon in der Bilanz in der Position

"Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente" enthalten
91.046 120.791 91.046 120.791

Konzern-Bilanz

Aktiva

scroll

T€ 30.09.2016 31.12.2015 30.09.2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 91.046 279.680 120.791
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 606.382 562.200 645.460
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22.230 41.027 23.733
Sonstige Vermögenswerte 129.365 93.583 116.905
Ertragsteuerforderungen 18.204 14.881 14.087
Vorräte 603.427 547.918 606.331
Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte 0 6.965 77.779
Summe kurzfristige Vermögenswerte 1.470.654 1.546.254 1.605.086
Sachanlagevermögen 930.107 902.307 860.483
Immaterielle Vermögenswerte 75.050 79.324 81.219
Geschäfts- oder Firmenwerte 150.128 149.915 148.450
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 20.521 13.040 591
Forderungen aus langfristigen Entwicklungsaufträgen 56.188 54.246 54.385
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.643 8.339 10.422
Latente Steuern 73.381 58.596 64.097
Sonstige Vermögenswerte 43.194 25.430 22.549
Summe langfristige Vermögenswerte 1.357.212 1.291.197 1.242.196
Summe Aktiva 2.827.866 2.837.451 2.847.282

Passiva

scroll

T€ 30.09.2016 31.12.2015 30.09.2015
Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten 142.807 102.409 48.616
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 727.389 735.717 756.857
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49.649 61.840 40.567
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 26.560 32.143 23.887
Kurzfristige andere Verbindlichkeiten 188.195 149.132 175.861
Rückstellungen 39.453 32.660 23.436
Zum Verkauf bestimmte Verbindlichkeiten 0 0 53.987
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 1.174.053 1.113.901 1.123.211
Langfristige Finanzschulden 465.347 498.836 503.825
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 10.926 3.093 7.835
Langfristige andere Verbindlichkeiten 9.849 9.898 11.315
Pensionsrückstellungen 202.387 150.735 157.421
Sonstige Rückstellungen 29.315 26.735 24.732
Latente Steuern 37.420 37.925 36.373
Summe langfristige Verbindlichkeiten 755.244 727.222 741.501
Gezeichnetes Kapital 32.669 32.669 32.669
Kapitalrücklage 290.887 290.887 290.887
Gewinnrücklagen 636.039 657.207 647.261
Kumuliertes sonstiges Ergebnis - 62.804 13.850 9.865
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 896.791 994.613 980.682
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 1.778 1.715 1.888
Summe Eigenkapital 898.569 996.328 982.570
Summe Passiva 2.827.866 2.837.451 2.847.282

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Kumuliertes sonstiges Ergebnis
T€ Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Differenz aus der

Währungsumrechnung
Cashflow

Hedges
Versicherungs-

mathematische

Gewinne und Verluste
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2015 32.669 290.887 619.252 68.599 - 4.469 - 90.761
Konzernüberschuss 67.212
Sonstiges Ergebnis 32.103 531 3.862
Gesamtergebnis
Dividendenzahlung - 39.203
Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss
30. September 2015 32.669 290.887 647.261 100.702 - 3.938 - 86.899
1. Januar 2016 32.669 290.887 657.207 102.776 - 6.742 - 82.184
Konzernüberschuss 11.501
Sonstiges Ergebnis - 30.319 2.635 - 48.970
Gesamtergebnis
Dividendenzahlung - 32.669
30. September 2016 32.669 290.887 636.039 72.457 - 4.107 - 131.154

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T€ Auf die Anteilseigner des

Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Anteile ohne beherrschenden Einfuss Summe
--- --- --- ---
1. Januar 2015 916.177 1.578 917.755
Konzernüberschuss 67.212 319 67.531
Sonstiges Ergebnis 36.496 62 36.558
Gesamtergebnis 103.708 381 104.089
Dividendenzahlung - 39.203 - 39.203
Abgang Anteile ohne

beherrschenden Einfluss
0 - 71 - 71
30. September 2015 980.682 1.888 982.570
1. Januar 2016 994.613 1.715 996.328
Konzernüberschuss 11.501 54 11.555
Sonstiges Ergebnis - 76.654 9 - 76.645
Gesamtergebnis - 65.153 63 - 65.090
Dividendenzahlung - 32.669 0 - 32.669
30. September 2016 896.791 1.778 898.569

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

für den Zeitraum 1. Januar bis 30. September 2016

Grundlagen

Dieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden ist, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. LEONI erstellt und veröffentlicht den Zwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. September 2016 wurden weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung gemäß § 317 HGB durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen.

Der Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand am 8. November 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

1 | Rechnungslegungsgrundsätze

Die angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen im Wesentlichen denen des Konzernjahresabschlusses 2015 und wurden dort im Konzernanhang beschrieben.

Die für das Geschäftsjahr 2016 erstmals anzuwendenden neuen Rechnungslegungsstandards wirken sich nicht wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem Grund nicht näher erläutert.

2 | Konsolidierungskreis

Neben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den Konzernzwischenabschluss alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.

Im Berichtszeitraum wurde der Konsolidierungskreis um eine Bordnetzgesellschaft in Mexiko und eine Kabelgesellschaft in China erweitert. Hierbei handelte es sich jeweils um Neugründungen. Zudem wurden drei Gesellschaften aus dem Segment Wire & Cable Solutions am Standort Roth zu einer Rechtseinheit verschmolzen.

Im September wurde außerdem der Vertrag zum Kauf einer Mehrheitsbeteiligung an einem chinesischen Bordnetz-Hersteller unterzeichnet. Da noch kein Kontrollübergang stattfand, wird das Unternehmen noch nicht im Konsolidierungskreis berücksichtigt.

Erläuterungen

3 | Segmentinformationen

Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente:

Wire & Cable Solutions

Das Segment Wire & Cable Solutions entwickelt, produziert und konfektioniert Drähte und Litzen, optische Fasern, Standard- und Spezialkabel, Hybrid- und optische Kabel sowie komplette Kabelsysteme für unterschiedlichste industrielle Anwendungen.

Wiring Systems

Die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Kabelsätzen, kompletten Bordnetz-Systemen sowie dazugehörigen Komponenten und Steckverbindungen für die internationale Automobil- und Zulieferindustrie bildet das Hauptgeschäft des Unternehmensbereichs Wiring Systems.

Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:

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3. Quartal 1. - 3. Quartal
T€ (außer Mitarbeiter) 2016 2015 2016 2015 Veränderung
--- --- --- --- --- ---
Wiring Systems
Umsatzerlöse, brutto 638.467 649.653 2.005.456 1.987.482 0,9 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 37 36 226 194 16,5 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 638.430 649.617 2.005.230 1.987.288 0,9 %
EBIT 4.493 5.821 26.624 58.662 - 54,6 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz 0,7 % 0,9 % 1,3 % 3,0 % -
Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) 67.365 65.808 67.365 65.808 2,4 %
Wire & Cable Solutions
Umsatzerlöse, brutto 472.423 508.197 1.434.120 1.522.754 - 5,8 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 39.370 46.089 130.355 133.822 - 2,6 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 433.053 462.108 1.303.765 1.388.932 - 6,1 %
EBIT 22.757 24.058 62.527 56.546 10,6 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz 5,3 % 5,2 % 4,8 % 4,1 % -
Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) 9.366 8.895 9.366 8.895 5,3 %
Konsolidierung / LEONI AG
Umsatzerlöse, brutto - 39.407 - 46.125 - 130.581 - 134.016 2,6 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) 39.407 46.125 130.581 134.016 - 2,6 %
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) - - - -
EBIT - 39.932 - 83 - 39.904 116
Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) 282 270 282 270 4,4 %
Konzern
Umsatzerlöse, brutto 1.071.483 1.111.725 3.308.995 3.376.220 - 2,0 %
./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) - - - -
Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) 1.071.483 1.111.725 3.308.995 3.376.220 - 2,0 %
EBIT - 12.682 29.796 49.247 115.324 - 57,3 %
EBIT in % vom Konzernaußenumsatz - 1,2 % 2,7 % 1,5 % 3,4 % -
Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) 77.013 74.973 77.013 74.973 2,7 %

4 | Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 14.130 T€ (Vorjahr: 11.534 T€) enthielten 3.416 T€ (Vorjahr: 8.133 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand, die hauptsächlich für die Förderung der Exportwirtschaft in Ägypten gewährt wurden. Des Weiteren sind Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen für unser Joint Venture in Langfang in Höhe von 3.762 T€ (Vorjahr: 0 T€; siehe hierzu auch Textziffer 10) enthalten. Währungsgewinne fielen in Höhe von 2.081 T€ an.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 68.901 T€ (Vorjahr: 9.738 T€). Der maßgebliche Anteil entfällt auf den im August 2016 aufgedeckten Betrugsfall in Höhe von 39.552 T€. Des Weiteren fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 23.484 T€ (Vorjahr: 1.483 T€) an, wovon per 30. September 2016 13.222 T€ (Vorjahr: 225 T€) in den Restrukturierungsrückstellungen enthalten sind. Im Segment Wiring Systems fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 22.144 T€ (Vorjahr: 1.077 T€), maßgeblich für den Stellenabbau im Zuge der Reorganisation des Unternehmensbereichs, an. Auf das Segment Wire & Cable Solutions entfielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1.340 T€ (Vorjahr: 406 T€) für die Schließung der Fertigung für Industrial Projects in Mexiko und Standard Automotive Cables in Indien. Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von 2.870 T€ enthalten.

5 | Finanzergebnis

Das Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, betrug -17.210 T€ (Vorjahr: - 20.045 T€). Hier machten sich die günstigeren Konditionen aus den Refinanzierungsaktivitäten im Jahr 2015 bemerkbar, die zu einer Abnahme der Zinsaufwendungen führten.

6 | Ertragsteuern

Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 20.691 T€ (Vorjahr: 27.848 T€) enthielten in Höhe von 25.372 T€ (Vorjahr: 23.485 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 4.681 T€ latenten Steuerertrag (Vorjahr: 4.363 T€ latenter Steueraufwand), der auf Bilanzpostenunterschiede und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war.

Die Steuerquote betrug 64,2 Prozent (Vorjahr: 29,2 Prozent). Bereinigt um den Betrugsfall lag sie mit 28,8 Prozent leicht unter Vorjahresniveau.

7 | Gesamtergebnisrechnung

Die folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge des sonstigen Ergebnisses:

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3. Quartal
2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
T€ Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste - 23.507 4.712 - 18.795 - 656 - 21 - 677
Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung - 3.300 0 - 3.300 - 23.899 0 - 23.899
Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges 4.918 - 14 4.904 - 503 487 - 16
Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt - 157 0 - 157 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 22.046 4.698 - 17.348 - 25.058 466 - 24.592

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1.- 3. Quartal
2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
T€ Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag Vorsteuerbetrag Steuereffekt Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste - 62.456 13.501 - 48.955 5.658 - 1.796 3.862
Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung - 29.501 0 - 29.501 32.165 0 32.165
Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges 3.139 - 504 2.635 - 11 542 531
Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt - 824 0 - 824 0 0 0
Sonstiges Ergebnis - 89.642 12.997 - 76.645 37.812 - 1.254 36.558

Im Berichtszeitraum führte der Rückgang des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen in England, Deutschland und der Schweiz zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 62.456 T€ (Vorjahr: Gewinne 5.658 T€).

Durch die Translation von Fremdwährungen, im Wesentlichen des chinesischen Renminbi und des britischen Pfunds, in die Berichtswährung Euro schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsverluste von 29.501 T€ (Vorjahr: Gewinne 32.165 T€) nieder.

Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis von - 76.645 T€ (Vorjahr: 36.558 T€).

8 | Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte

Ein zum Verkauf bestimmtes Gebäude an einem marokkanischen Standort des Segments Wiring Systems wurde in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert. Grund dafür ist, dass Verhandlungen über den Gebäudeverkauf kurz vor Abschluss gescheitert waren und gegenwärtig keine Verkaufsabsicht mehr besteht.

9 | Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, die zum 30. September 2016 und zum 30. September 2015 im Konzern bestanden:

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
T€ Bewertungskategorie

nach IAS 39
Buchwert

30.09.2016
Fortgeführte

Anschaffungskosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 91.046 91.046
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 606.382 606.382
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen LaR 56.188 56.188
Sonstige finanzielle Forderungen LaR 20.851 20.851
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets AfS 1.065 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 1.456 1.456
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 7.501 5.447 2.054
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 727.389 727.389
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 212.180 212.180
Schuldscheindarlehen FLAC 395.949 395.949
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 35.199 35.199
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 13.242 13.242
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 12.159 12.159
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) LaR 774.467 774.467
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) AfS 1.065 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) FAHfT 1.456 1.456
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) FLAC 1.370.717 1.370.717
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) FLHfT 13.242 13.242

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T€ Fair Value 30.09.2016
--- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 91.046
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 606.382
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen 56.188
Sonstige finanzielle Forderungen 20.851
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.456
Derivate mit Hedge-Beziehung 7.501
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 727.389
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 216.105
Schuldscheindarlehen 411.005
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 35.199
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 13.242
Derivate mit Hedge-Beziehung 12.159
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 774.467
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 1.456
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 1.389.698
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 13.242

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Wertansatz Bilanz nach IAS 39
T€ Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert

30.09.2015
Fortgeführte

Anschaffungskosten
Anschaffungs-

kosten
Fair Value

erfolgsneutral
Fair Value

erfolgswirksam
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 120.791 120.791
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 645.460 645.460
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen LaR 54.385 54.385
Sonstige finanzielle Forderungen LaR 21.298 21.298
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets AfS 1.065 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 6.349 6.349
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 5.443 3.396 2.047
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 756.857 756.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 156.608 156.608
Schuldscheindarlehen FLAC 395.808 395.808
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 80.828 80.828
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 11.691 11.691
Derivate mit Hedge-Beziehung n/a 9.895 9.895
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) LaR 841.934 841.934
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) AfS 1.065 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) FAHfT 6.349 6.349
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) FLAC 1.390.101 1.390.101
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) FLHfT 11.691 11.691

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T€ Fair Value 30.09.2015
--- ---
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 120.791
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 645.460
Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen 54.385
Sonstige finanzielle Forderungen 21.298
Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte
Available-for-Sale Financial Assets 1.065
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 6.349
Derivate mit Hedge-Beziehung 5.443
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 756.857
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 159.701
Schuldscheindarlehen 403.547
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 80.828
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 11.691
Derivate mit Hedge-Beziehung 9.895
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Loans and Receivables (LaR) 841.934
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 1.065
Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 6.349
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 1.400.933
Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 11.691

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 3 zuzuordnen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen, am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente (Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.

Bewertungsmethode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen Finanzinstrumente:

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Notierte Preise auf aktiven Märkten Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
30.09.2016 T€ (Stufe 1) (Stufe 2) (Stufe 3) Summe
--- --- --- --- --- ---
Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 145 1.311 0 1.456
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 7.501 0 7.501
Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 13.242 0 13.242
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 12.159 0 12.159

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Notierte Preise auf aktiven Märkten Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
30.09.2015 T€ (Stufe 1) (Stufe 2) (Stufe 3) Summe
--- --- --- --- --- ---
Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 0 6.349 0 6.349
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 5.443 0 5.443
Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 942 10.749 0 11.691
Derivate mit Hedge-Beziehung 0 9.895 0 9.895

Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen Stufen statt.

Weitere Informationen

10 | Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

LEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 8.343 T€ (Vorjahr: 22 T€) erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 3.179 T€ (Vorjahr: 2 T€). Der Anstieg der Geschäfte im Vergleich zum Vorjahr ist auf Geschäftsbeziehungen mit unserem chinesischen Joint Venture in Langfang zurückzuführen (vgl. hierzu auch Textziffer 4).

Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen wurden im Berichtszeitraum 1.221 T€ (Vorjahr: 1.085 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im Wert von 468 T€ (Vorjahr: 586 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.

Für die vorzeitige Beendigung des Vertragsverhältnisses von Dr. Frank Hiller ist eine Ausgleichszahlung in Höhe von 896 T€ zurückgestellt worden. Im Jahr 2017 wird außerdem eine erfolgsabhängige Komponente ausbezahlt werden, deren Höhe sich am Erfolg des Geschäftsjahres 2016 orientiert.

11 | Vorstand

Der Aufsichtsrat hat Karl Gadesmann mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als neuen Finanzvorstand bestellt.

Sein Vorstandsmandat läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2019.

Außerdem hat der Aufsichtsrat einer Vereinbarung mit dem Vorstandsmitglied Dr. Frank Hiller über sein einvernehmliches Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016 zugestimmt. Ein neues Vorstandsmitglied wurde bereits berufen.

12 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung des Segments Wire & Cable Solutions wurde am 3. November 2016 ein Vertrag zur Veräußerung der Anteile an der LEONI Studer Hard GmbH an die französische Gesellschaft Ionisos SAS unterzeichnet.

Nürnberg, den 8. November 2016

Der Vorstand