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Intertainment AG — Interim / Quarterly Report 2013
Nov 15, 2013
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Interim / Quarterly Report
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News Details
Ireland | 15 November 2013 20:00
Intertainment AG: Zwischenmitteilung für die ersten drei Quartale 2013
Intertainment AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
15.11.2013 20:00
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
München, 15. November 2013 - Die Intertainment Gruppe hat in den ersten
drei Quartalen 2013 unverändert zu den Vorperioden über kein signifikantes
operatives Geschäft verfügt. Das aktuelle Ergebnis ist dadurch nach wie vor
im Wesentlichen von den laufenden Verwaltungskosten der Intertainment AG
und dem Zinsaufwand geprägt. Der Intertainment Konzern verzeichnete einen
Periodenfehlbetrag von -0,3 Mio. Euro, nach einem Periodenüberschuss von
14,9 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2012. Dieser hatte im Vorjahr
als Sonderposten einen Entkonsolidierungseffekt in Höhe von 15,2 Mio. Euro
enthalten.
Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vermögenslage des Intertainment AG Konzern war in den ersten drei
Quartalen 2013 von einer weiter rückläufigen Bilanzsumme, von einer
Umgliederung langfristiger in kurzfristige Schulden sowie von Veränderungen
beim Eigenkapital geprägt. Die Bilanzsumme verringerte sich von 260 TEuro
zum 31. Dezember 2012 auf 170 TEuro zum 30. September 2013.
Wie bereits zum Jahresabschluss 2012 weist Intertainment auf der Aktivseite
der Bilanz lediglich unter den kurzfristigen Vermögenswerten Positionen mit
einem Buchwert aus. Enthalten ist hier insbesondere das Filmvermögen mit
einem Wert von 138 TEuro (i.V. 138 TEuro). Deutlich gesunken sind die
Zahlungsmittel. Sie betragen zum Abschluss des Berichtszeitraums 4 TEuro,
nach 82 TEuro zum 31. Dezember 2012. Insgesamt summieren sich die
kurzfristigen Vermögenswerte damit auf 170 (i.V. 260) TEuro.
Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Schulden um 9.512 TEuro auf
9.940 TEuro gestiegen. Dies ist auf einen Umgliederungseffekt und die damit
zusammenhängende Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen von 0 TEuro auf 9.652 TEuro zurückzuführen. Sie
betreffen Rückzahlungsverpflichtungen für die von der MK Medien
Beteiligungs GmbH erhaltenen Darlehen samt Zinsen. Zum 31. Dezember 2012
waren die Darlehen und Zinsen noch unter den langfristigen Schulden
ausgewiesen. Da sie derzeit noch innerhalb der nächsten 12 Monate fällig
sind, erfolgte hier eine Umgliederung in die kurzfristigen Schulden. Die
kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten
sich dagegen auf 118 (i.V. 169) TEuro, die kurzfristigen Rückstellungen auf
89 (i.V. 159) TEuro.
Aufgrund der Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind aktuell keine langfristigen Schulden in der Bilanz mehr
ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2012 hatten sie noch 9.590 TEuro betragen.
Erhebliche Veränderungen gab es beim Konzerneigenkapital. Auf Basis eines
entsprechenden Hauptversammlungsbeschlusses vom 8. August 2013 führte
Intertainment im dritten Quartal eine vereinfachte Kapitalherabsetzung nach
§§ 229 ff AktG zur Deckung von Verlusten durch. In diesem Zusammenhang
wurden innerhalb des Eigenkapitals die Kapitalrücklage um 41.804 TEuro auf
1.327 TEuro aufgelöst und anschließend das gezeichnete Kapital um 3.721
TEuro auf 14.437 TEuro reduziert. Der Konzernbilanzverlust beträgt zum 30.
September 2013 nun 25.651 TEuro, der zudem einen aktuellen
Konzernperiodenfehlbetrag in Höhe von -300 TEuro enthält.
Intertainment erzielte in den ersten drei Quartalen 2013 keine
Umsatzerlöse. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz 64 TEuro
betragen. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 40 (i.V.
266) TEuro. Der Personalaufwand hat sich auf 57 (i.V. 81) TEuro reduziert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf 208 (i.V. 272) TEuro
zurückgegangen, und das Zinsergebnis hat sich auf -66 (i.V. -253) TEuro
verbessert. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hat sich
leicht auf -300 (i.V. -289) TEuro verringert.
Wesentliche Ereignisse in den ersten drei Quartalen 2013 sowie nach Ende
des Berichtszeitraums
Finanzierung des Intertainment AG Konzerns
Zur Sicherstellung der Geschäftstätigkeit war Intertainment auch in den
ersten drei Quartalen 2013 mangels operativer Einnahmen auf die finanzielle
Unterstützung des Großaktionärs MK Medien Beteiligungs GmbH angewiesen. In
diesem Zusammenhang führte Intertainment im bisherigen Jahresverlauf drei
Kapitalerhöhungen durch - und zwar im Februar, im Juli und (nach Abschluss
des Berichtszeitraums) im Oktober 2013. Die Kapitalerhöhungen dienten zur
Verbesserung der sehr schwierigen Eigenkapitalsituation und zur Deckung des
kurzfristigen Liquiditätsbedarfs des Intertainment Konzerns. Der
Ausgabekurs der neuen Aktien entsprach jeweils dem aktienrechtlich
zulässigen Mindestbetrag.
Durch die Kapitalerhöhung im Februar 2013 wurde das Eigenkapital durch die
Ausgabe von 195.312 neuen Aktien zu einem Preis von 1,2785 Euro je Aktie um
insgesamt 250 TEuro erhöht.
Bei der Kapitalerhöhung im Juli wurde das Eigenkapital durch die Ausgabe
von 39.100 neuen Aktien zu einem Preis von 1,2785 Euro je Aktie um
insgesamt 49.989,35 Euro aufgestockt.
Bei der Kapitalerhöhung im Oktober wurde das Eigenkapital durch die Ausgabe
von 300.000 neuen Aktien zu einem Preis von 1,00 Euro je Aktie um insgesamt
300 TEuro erhöht.
Darüber hinaus wurde Anfang des Jahres 2013 die Laufzeit der von der MK
Medien Beteiligungs GmbH gewährten Darlehen bis zum 30. Juni 2014
verlängert.
Beteiligung an SightSound Technologies
Das Finanzanlagevermögen des Intertainment Konzerns beinhaltet unverändert
eine vollständig abgeschriebene Beteiligung in Höhe von 10,6 % an dem
US-Unternehmen SightSound Technologies Holding LLC. Dieses ist im Besitz
von US-Patenten für den digitalen Download von Audio- und Video-Dateien aus
dem Internet. Im Zusammenhang damit führt SightSound in den USA ein
Patentverletzungsverfahren gegen Apple. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde
nach Kenntnisstand von Intertainment in den ersten Monaten 2013 die der
mündlichen Verhandlung vorgelagerte Dokumentenproduktionsphase nahezu
abgeschlossen. Zudem wurde im Rahmen einer Pre-Trial-Order im März 2013 der
weitere Verfahrensverlauf festgelegt. Danach sollten die dem eigentlich
Prozess vorgelagerten Verfahrensabläufe bis September 2013 abgeschlossen
sein. Dieser Zeitplan wurde unterbrochen, da die Patente auf Antrag von
Apple vom US-Patentamt erneut überprüft werden. Das Gericht hat deswegen
den bereits festgelegten Verfahrensablauf ausgesetzt, um die Entscheidung
der Patentbehörde abzuwarten. Die Überprüfung der Patentbehörde dauert
derzeit noch an und kann noch weitere 12 Monate andauern, bis eine
vollständige Entscheidung vorliegt.
Mitarbeiter und Aufsichtsrat
Mit der Hauptversammlung am 8. August endete die Amtszeit sämtlicher
Aufsichtsratsmitglieder von Intertainment. Der bisherige
Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Georg Anders sowie das Aufsichtsratsmitglied
Bertil le Claire legten mit Ablauf der Hauptversammlung ihre Ämter nieder
und standen nicht mehr zur Wiederwahl. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied
Bernhard Pöllinger stand für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.
Die Hauptversammlung bestätigte Herrn Pöllinger als Aufsichtsrat der
Intertainment AG. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Bianca Krippendorf
und Frank Posnanski. Frau Krippendorf ist Geschäftsführerin der
Zweitausendeins Versand-Dienst GmbH. Herr Posnanski ist Chief Financial
Officer (CFO) und Geschäftsführer der Tele Columbus Gruppe. Zum
Ersatzmitglied des Aufsichtsrats wurde Ernst-Henning Graf von Hardenberg
gewählt. Im Rahmen seiner konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat
Herrn Pöllinger zum neuen Vorsitzenden und Herrn Posnanski zum
stellvertretenden Vorsitzenden.
Intertainment beschäftigte in den ersten drei Quartalen 2013 unverändert
keine Mitarbeiter.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die im Konzernhang zum 31. Dezember 2012 dargelegten Angaben zu den
sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen gelten
weiterhin.
Prognose und Risikobericht
Die Annahmen zur künftigen Entwicklung einschließlich der damit verbundenen
Chancen und Risiken des Intertainment Konzerns bestehen - mit folgender
Ausnahme - unverändert zum Konzern- und Jahresabschluss sowie zum Bericht
über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012
fort:
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde unter der Prämisse der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit ('Going Concern') aufgestellt. Das
Management von Intertainment geht von einer positiven Fortbestehensprognose
aus, so dass Intertainment mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im
laufenden und den folgenden Geschäftsjahren seine geschäftlichen
Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann.
Der positiven Fortbestehensprognose liegt eine detaillierte Finanzplanung
zugrunde. Insgesamt ist die Einschätzung des Fortbestandes der
Unternehmenstätigkeit von der wesentlichen Unsicherheit geprägt, dass der
Vorstand auf entsprechende Finanzmittel von Dritten, wie z.B. der MK Medien
Beteiligungs GmbH, angewiesen ist. Diese benötigten Finanzmittel wurden zum
Aufstellungszeitpunkt dieses Konzernzwischenabschlusses von der MK Medien
Beteiligungs GmbH nicht verbindlich zugesagt. Aus heutiger Sicht ist es als
sehr unwahrscheinlich anzusehen, dass eine dritte Finanzierungsquelle
kurzfristig gefunden werden kann, falls die MK Medien Beteiligungs GmbH das
benötigte Finanzierungsvolumen nicht rechtzeitig und in ausreichendem
Umfang zur Verfügung stellt. Aufgrund der bisher immer rechtzeitig
erfolgten Finanzierung durch die MK Medien Beteiligungs GmbH darf das
Management aber weiterhin davon ausgehen, dass auch künftig die
entsprechenden Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.
Soweit die Prämissen der Finanzplanung der Intertainment AG nicht wie
geplant eintreten, ist der Fortbestand - auch sehr kurzfristig - wegen
drohender Zahlungsunfähigkeit und/oder Überschuldung sowie der damit
verbundenen Einleitung eines Insolvenzverfahrens in hohem Maße gefährdet.
Ende der Zwischenmitteilung
15.11.2013 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Intertainment AG
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Ende der Mitteilung DGAP News-Service