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Intertainment AG — Earnings Release 2008
Nov 19, 2008
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Earnings Release
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News Details
Ireland | 19 November 2008 20:00
Intertainment AG: Intertainment schreibt weiterhin Verluste
Intertainment AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Intertainment schreibt weiterhin Verluste
München, 19. November 2008 - Die Intertainment AG, München, hat in den
ersten drei Quartalen 2008 ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum
verbessert, allerdings weiterhin Verluste geschrieben. Darüber hinaus
gingen die Umsatzerlöse erwartungsgemäß weiter zurück.
Ertragslage
Intertainment erzielte zwischen Anfang Januar und Ende September 2008
Umsatzerlöse in Höhe von 0,5 Mio. Euro nach 1,0 Mio. Euro im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Die Umsätze resultierten insbesondere aus der Verwertung
des Filmrechte-Altbestands. Aufgrund der laufenden Rechtsstreitigkeiten in
den USA konnten im Berichtszeitraum wie bereits in der Vorperiode keine
neuen Filmrechte erworben und vermarktet werden. Das EBIT des Konzerns
beträgt -1,3 Mio. Euro. Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2007 hatte es bei -3,1 Mio. Euro gelegen.
Vermögenslage
Die Vermögenslage ist weiterhin wesentlich von den bilanzierten
Schadensersatzforderungen aus den Rechtsstreitigkeiten in den USA geprägt.
Diese Forderungen beliefen sich zum 30. September 2008 auf 38,8 Mio. Euro
nach 39,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2007. Der gegenüber 30. Juni 2008
gestiegene Wert ist insbesondere auf Wechselkurseffekte aufgrund eines
höheren Dollar-Kurses zurückzuführen. Das Management von Intertainment ist
unverändert der Auffassung, dass diese Forderungen einen werthaltigen
Vermögenswert darstellen.
Der Wert des Filmvermögens beträgt zum Berichtsstichtag 0,8 Mio. Euro nach
1,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2007. Die Abnahme ist auf Abschreibungen
wegen der im Berichtszeitraum realisierten Filmverkäufe zurückzuführen.
Die Schulden des Konzerns beinhalten, unverändert zum 31. Dezember 2007,
Darlehensverpflichtungen gegenüber der MK Medien Beteiligungs GmbH. Im
Berichtszeitraum wurden keine Zahlungen an die MK Medien Beteiligungs GmbH
geleistet.
Finanzlage
Zum 30. September 2008 verfügte der Konzern über Zahlungsmittel in Höhe von
0,4 Mio. Euro (31. Dezember 2007: 0,1) Mio. Euro. Diese stammen zum
überwiegenden Teil aus einer im Mai 2008 abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Darüber hinaus besteht ein bislang nicht genutzter Kreditrahmen in Höhe von
1,9 Mio. Euro, den der Großaktionär, die MK Medien Beteiligungs GmbH,
eingeräumt hat.
Der Zahlungsmittelbestand wird weiterhin insbesondere von den hohen
finanziellen Kosten der Rechtsstreitigkeiten in den USA sowie den
Auszahlungen für laufende Verwaltungskosten belastet. Die Einzahlungen aus
der Verwertung von Filmrechten konnten den daraus resultierenden
Finanzmittelbedarf im Berichtszeitraum nicht decken.
Wesentliche Ereignisse in den ersten drei Quartalen 2008 sowie nach Ende
des Berichtszeitraums
Intertainment hat sich in den ersten neun Monaten 2008 weiter auf die
laufenden Rechtsstreitigkeiten wegen Budgetbetrugs in den USA konzentriert.
Dabei wurden in beiden Verfahren Fortschritte erzielt.
So einigte sich Intertainment im Rahmen des Insolvenzverfahrens von
Franchise Pictures mit dem Insolvenzverwalter über die verbindliche
Anerkennung ihrer Ansprüche. Der Insolvenzverwalter verzichtete in diesem
Zusammenhang auf das Recht, Berufung gegen das im Schadensersatzprozess
gegen Franchise Pictures gefällte Urteil einzulegen. Eine Auszahlung aus
der Insolvenzmasse hatte bis zum Abschluss des dritten Quartals noch nicht
stattgefunden. Sie wird erst nach einem vom Insolvenzgericht zu
genehmigenden Vergleich aller betroffenen Gläubiger möglich sein.
Das Schiedsgerichtsverfahren gegen die Comerica Bank befand sich im
Berichtszeitraum weiter in der Beweiserhebungsphase. Im Zusammenhang mit
der von den Schiedsrichtern angeordneten Auswertung des gesamten
E-Mail-Verkehrs von Intertainment hat Intertainment bis heute über 500.000
Dateien an die Comerica Bank weitergegeben. Derzeit werden noch
verbleibende Dateien hinsichtlich der Abklärung von datenschutzrechtlichen
Fragestellungen von einem durch das Schiedsgericht bestellten Gutachter
bezüglich der Weitergabe an die Comerica Bank überprüft. Intertainment
erwartet, dass diese Überprüfung in den nächsten Wochen beendet sein wird.
Nach dem Abschluss des Berichtszeitraums beraumte das Schiedsgericht für
Januar 2009 einen Anhörungstermin an, in dem auch über die Festlegung eines
möglichen mündlichen Prozesstermins verhandelt werden soll.
Mitte Februar 2008 hatte das Schiedsgericht den Antrag der Comerica Bank
und der beklagten Bank-Manager abgelehnt, die Klagen von Intertainment
gegen sie selbst sowie für die Filme 'The Whole Nine Yards', 'Art of War',
'Driven', 'Get Carter', 'Angel Eyes', 'Heist', '3000 Miles to Graceland'
und 'The Pledge' wegen mangelnder Erfolgsaussichten abzuweisen. Damit
entschieden die Schiedsrichter, dass über die aus Sicht von Intertainment
wichtigsten Filme ein mündliches Verfahren stattfinden wird. Für die vier
weniger wichtigen Filme 'The Third Miracle', 'Hospitaliy Suite', 'Rangers'
und 'Battlefield Earth' billigten die Richter erwartungsgemäß den Antrag
der Gegenseite.
Ausblick
Der Vorstand geht davon aus, dass Intertainment bis zum Jahresende 2008 die
von den Schiedsrichtern angeordnete E-Mail-Auswertung abgeschlossen haben
wird. Der Vorstand rechnet zudem damit, dass das Schiedsgericht im Januar
2009 einen Termin zur mündlichen Verhandlung bestimmt. Diese
Terminbestimmung wird auch den Zeitrahmen für die Beendigung dieses
Verfahrens definieren.
Da die vom Schiedsgericht angeordnete E-Mail-Auswertung länger dauert als
geplant, wird sich der vom Vorstand im Lagebericht für das Geschäftsjahr
2007 genannte Zeitrahmen für eine Beendigung der Rechtsstreitigkeiten
dementsprechend verlängern. Die Einschätzung der Erfolgsaussichten in dem
Verfahren bleibt davon unberührt.
Risikobericht
Dem Management liegt ein detaillierter Finanzplan von Intertainment vor,
aus dem eine positive Fortbestehensprognose für den Konzern ableitet wird.
Die Liquiditätslage von Intertainment ist allerdings trotz der
eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen schwierig. Wir weisen deshalb
ausdrücklich darauf hin, dass die Finanzplanung und die
Fortbestehensprognose unverändert mit den im Jahresabschluss und
Lagebericht 2007 sowie im Halbjahresbericht 2008 genannten Risiken behaftet
sind. Wir verweisen hierzu ausdrücklich auf unsere Ausführungen -
insbesondere zu den bestandsgefährdenden Risiken - in den genannten
Berichten.
19.11.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Sprache: Deutsch
Emittent: Intertainment AG
Karl-Scharnagl-Ring 7
80539 München
Deutschland
Internet: [email protected]
Ende der Mitteilung DGAP News-Service