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fox e-mobility AG Interim / Quarterly Report 2023

Jul 2, 2024

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Interim / Quarterly Report

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Publication

fox e-mobility AG

München

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

HRB 242349 Amtsgericht München

Inhaltsverzeichnis:

1. Zwischenlagebericht des Vorstands zum 30.6.2023

2. Verkürzte Bilanz

3. Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung

4. Verkürzter Anhang

5. Versicherung des gesetzlichen Vertreters

ZWISCHENLAGEBERICHT DES VORSTANDS ZUM 30. JUNI 2023

Vorbemerkung

Die Gesellschaft ist gemäß §18 Abs.1 Ziff.4 der Geschäftsbedingungen der BÖAG Börsen AG für den Freiverkehr an der Börse Düsseldorf verpflichtet, einen Halbjahresfinanzbericht zu veröffentlichen, der inhaltlich mindestens den Anforderungen von § 115 Abs. 3 und 4 WpHG genügt.

Der veröffentlichte Jahresabschluss und Lagebericht für das am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr 2022 wurde am 24.Juni 2024 testiert und am 25 Juni vom Aufsichtsrat festgestellt. Der Anhang zum Jahresabschluss 2022 enthält deshalb bereits eine Beschreibung der wesentlichen Ereignisse im Berichtszeitraum (Nachtragsbericht). Die wesentlichen Chancen und Risiken, für die dem Berichtszeitraum folgenden 6 Monate des Geschäftsjahres, sind bereits im Lagebericht zum Jahresabschluss 2022 enthalten (Ziffer 3 Risikobericht, Ziffer 4 Chancenbericht, Ziffer 5 Gesamtbeurteilung Chancen und Risiken, Ziffer 6 Prognosebericht). Die Ausführungen im Anhang auf Seite 11 ff. und Lagebericht 2022 unter Ziffern 3 bis 8 werden durch Bezugnahme in diesen Zwischenlagebericht inkorporiert.

Mit einem auf das absolute Minimum reduzierten Kernteam und der umfangreichen Unterstützung des Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Andreas Kratzer hat sich die Gesellschaft im Berichtszeitraum auf die Sicherung ausreichender Finanzmittel für die Fortführung des Unternehmens sowie die Einbindung eines zentralen Ingenieursdienstleisters für die Festlegung des Fahrzeugkonzepts konzentriert.

Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse im ersten Halbjahr 2023 und ihre Auswirkungen auf den verkürzten Abschluss

Bestandsgefährdende Risiken

Die im Lagebericht und Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2022 beschriebenen erheblichen bestandsgefährdenden Risiken haben sich im ersten Halbjahr 2023 noch verstärkt.

Der Liquiditätszufluss durch das Investment der Yangji Investment Partners LLC von mindestens TEUR 2.000 ist im Berichtszeitraum noch nicht erfolgt. Diese Verzögerung führt zu einem erheblichen Risiko für die Umsetzung des gesamten Business Plans sowie der Projektplanung der MIA 2.0.

Finanzierungen

1. Die Green Assets Holding AG, die vom aktuellen Aufsichtsratsvorsitzenden (Herr Patrick Bigger ernannt am 18.Dezember 2023) kontrolliert wird und per 31.12.2022 noch eine Darlehenszusage von TEUR 1.400 offen hatte, hat im Berichtszeitraum mitgeteilt, keine weiteren Tranchen valutieren zu können. Hinsichtlich der zur Rückzahlung anstehenden TEU 700 wurde am 23. Februar 2023 vereinbart, dass TEUR 50 mit Erhalt der ersten Tranche des Investments der Yangji Investment Partners LLC fällig werden und im übrigen 650.000 Wandlungsaktien zu liefern sind. Im Berichtszeitraum ist die vereinbarte Rückzahlung noch nicht erfolgt und nicht bilanzwirksam geworden.

2. Im Berichtszeitraum flossen der Gesellschaft als Fremdkapital TEUR 247 zu. Es handelt sich dabei um TEUR 147 langfristige Wandeldarlehen von zwei qualifizierten Investoren sowie TEUR 100 aus einer weiteren Valutierung der im Jahr 2022 mit der Cime Invest AG (Liechtenstein) abgeschlossenen kurzfristigen Darlehensvereinbarung.

3. Es wurden im Berichtszeitraum acht Wandel-/Optionsanleihen im Nominalwert von TEUR 771 mit einem Wandlungspreis von EUR 1 emittiert, die bei Wandlung zum Bezug von 6.197.010 Aktien gegen Zahlung von EUR 1 pro Aktie berechtigen („Warrants“), davon TEUR 230 für Darlehen, die bereits im Geschäftsjahr 2022 vereinnahmt wurden und TEUR 541 für Verbindlichkeiten, die bereits per 31.12.2022 bilanziert wurden. Die Ausgabe von Wandlungsaktien und Warrants ist durch das im Handelsregister eingetragene Bedingte Kapital 2021/I abgedeckt.

Die Emittierung dieser Wandelschuldverschreibungen führt in der Halbjahresbilanz zum Passivtausch.

4. Die Gesellschaft hat mit Yangji Investment Partners LLC (Delaware/USA), die zur südkoreanischen Yangji Investment Co. Ltd. gehört, und von dem Südkoreaner Richard Kang kontrolliert wird, eine Rahmenvereinbarung über ein Fremdkapitalfazilität von 10 Millionen Euro geschlossen. Für jede Tranche des Investments werden Wandelschuldverschreibungen emittiert mit 18 Monate Laufzeit und 13 Warrants, die zum Bezug von 26 Millionen Aktien gegen Zahlung des Nominalwerts (zur Zeit 1 Euro) berechtigen. Die ersten Tranchen für insgesamt 2 Millionen Euro sollten bis Ende Mai 2023 in die Gesellschaft eingebracht werden. Wegen unerwarteter Verzögerungen im Genehmigungsprozess bei der für Auslandsinvestments zuständigen südkoreanischen Aufsichtsbehörde (Financial Supervisory Services FSS) ist die erste Tranche noch nicht im Jahr 2023 valutiert und nicht bilanzwirksam geworden. Diese Verzögerung ist auch dafür ursächlich, dass der Jahresfinanzbericht 2022 nicht innerhalb des Berichtszeitraums erstellt werden konnte und die mit dem Ingenieursdienstleiste Akkodis vereinbarten Entwicklungsphasen der MIA 2.0 nicht im ersten Quartal 2023 wie geplant umgesetzt werden konnten.

5. Die Laufzeit der kurzfristigen Darlehensvereinbarungen vom Mai 2022 über insgesamt TEUR 390 mit zehn Aktionären, Organmitgliedern und Mitgliedern des Managements, die ursprünglich im Dezember 2022 fällig waren, wurden zunächst bis zum Ende des Berichtszeitraums verlängert.

6. Im Berichtszeitraum wurden mehrere Investoren Gespräche geführt u.a. mit einem institutionellen Investor aus Qatar. Ferner hat auch eine Investorenkonferenz im März 2023 in München mit drei qualifizierten Investoren im Beisein eines Gründers der Yangji Investment Partners LLC stattgefunden. Im Berichtszeitraum führten diese Gespräche noch nicht zu einer Verbesserung des Cash-Flows.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1. Im Berichtszeitraum hat die Gesellschaft im Volumen von ca. TEUR 1.800 Stundungs- oder Stillhaltevereinbarungen mit Gläubigern abgeschlossen.

2. Es gibt gegen die Gesellschaft nur eine gerichtlich festgestellte Forderung, die aus einem Rechtsstreit mit einer ehemaligen Beratungsgesellschaft vor dem Landgericht München aus dem Jahre 2021 herrührt. Am 16. Februar 2023 wurde in einem gerichtlichen Vergleich hinsichtlich der Forderung in Höhe von TEUR 202 eine langfristige (Laufzeit bis Februar 2025) Ratenzahlung vereinbart, die im Berichtszeitraum zu einer Reduzierung der Verbindlichkeiten um TEUR 23 führte.

3. Im Berichtszeitraum wurde eine ursprünglich bestrittene Forderung eines Kommunikationsberaters in Höhe von TEUR 48 wegen einer akuten Zahlungsstockung durch einen Aktionär bezahlt, dem dafür eine langfristige Wandel-/Optionsanleihe zugesagt wurde, die zum Bezug von 48.184 Aktien sowie 626.392 Warrants berechtigt, die aus dem eingetragenen bedingten Kapital bedient werden können. Die Wandelanleihe erhöht den Passivposten Wandelanleihen entsprechend.

4. Der im Jahr 2022 ausgeschiedene Vorstand Dr Christian Jung ist Inhaber einer Wandelschuldverschreibung über TEUR 91, die im Berichtszeitraum fällig wurde. Wegen eines Disputs darüber, ob bei Fälligkeit eine zwangsläufige Umwandlung in Aktien erfolgt oder bei fehlender Wandlungserklärung eine Rückzahlung in Cash fällig ist, wurde der Betrag in den Rückstellungen bilanziert.

Hauptversammlung

Am 31. Januar 2023 fand eine ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft statt, in der der festgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 vorgelegt wurde. Es wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1. Mit Ausnahme der ehemaligen Vorstände Dr Christian Jung und Ulrich Hörnke wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Mit Ausnahme der ehemaligen Aufsichtsräte Stefan Hiestand und Russel Pfeiffer wurden den Aufsichtsratsmitgliedern Entlastung erteilt.

2. Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 wurde Dr Kleeberg & Partner GmbH WPg StB München gewählt und unmittelbar darauf beauftragt.

3. Das für den Aktienoptionsplans geschaffene Bedingte Kapital 2021/Il von EUR 7.188.000 wurde auf EUR 2.070.000 reduziert. Die Eintragung im Handelsregister erfolgt noch im Berichtszeitraum.

4. Die Aktiengattung wurde von Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt und nachfolgend in der Satzung eingetragen. Im Berichtszeitraum konnte die Umstellung noch nicht von der Clearstream AG umgesetzt werden.

Fox Automotive Switzerland AG

1. Die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2022 der Fox Automotive Switzerland AG wurde im Juni.2023 von der ordentlichen Generalversammlung festgestellt.

2. In Fortsetzung der Sanierung der Bilanz der Fox Automotive Switzerland AG wurde am 26 Juni 2023 von der Gesellschaft bezüglich der gesamten Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in Höhe von TCHF 611 der Rangrücktritt per 31.12.2022 erklärt. Dadurch bleiben die betroffenen Forderungen der Gesellschaft zwar bilanziell werthaltig, sind jedoch im Falle der Zwangsvollstreckung/Insolvenz gegenüber allen bereits bestehenden und zukünftig entstehenden Forderungen anderen Gläubiger nachrangig.

3. Aufgrund von Nachfragen aus Südkorea über das im Jahr 2016 in Frankreich erworbene geistige Eigentum (insbesondere Patente) der Fox Automotive Switzerland AG, wurde eine renommierte Patentanwaltskanzlei in Frankreich beauftragt, die Einträge in den französischen Registern zu prüfen. Das Ergebnis der Prüfung ergab keinen akuten Handlungsbedarf.

FOXMIA (Germany) GmbH

Im Januar 2023 gründete die Gesellschaft als weitere 100% Tochtergesellschaft die FOXMIA (Germany) GmbH (eingetragen im Handelsregister München unter HRB 282319) mit einem zu 50% eingezahlten Stammkapital von TEUR 25. Die Beteiligung erhöht entsprechend das Anlagevermögen der Gesellschaft. Der alleinige Vorstand der Gesellschaft ist in Personalunion auch zum Geschäftsführer der FOXMIA (Germany) GmbH bestellt.

Der Verwaltungssitz befindet sich in Düsseldorf. Durch eine „50:50 Office Share“ Vereinbarung mit der Gesellschaft ist der Aufwand der Gesellschaft gesenkt worden.

Der Zweck der FOXMIA (Germany) GmbH ist es, nach der geplanten Umstrukturierung des Konzerns das operative Geschäft des Konzerns in Deutschland zu führen. Das operative Geschäft beschränkte sich im Berichtszeitraum auf die Eintragung der Marke Foxmia beim Deutschen Patent- und Markenamt. Die Eintragung erhöht das immaterielle Anlagevermögen der Gesellschaft nicht, da als Eigentümer der Marke die Fox Automotive Switzerland AG eingetragen ist.

Neueintragung der MIA Marken

Um die Schutzfristen zu erhalten, hat die Gesellschaft ihren Patentanwalt (Habermann Intellectual Properties, Darmstadt) im Berichtszeitraum beauftragt, die Marke MIA und die MIA Blume als Bildmarke neu für die Gesellschaft beim Deutschen Patent und Markenamt zu registrieren.

Aufsichtsrat

Alle Aufsichtsräte haben einstimmig akzeptiert, ihre Aufsichtsratshonorare für 2021 und 2022 (insgesamt TEUR 205) über den Berichtszeitraum hinaus zu stunden.

Schuldübernahmen/ Forderungsverzicht

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat im Berichtszeitraum die Bilanzsanierung der Fox Automotive Switzerland AG (inkl. Forderungsverzicht in Höhe von TEUR 3.870 und Schuldübernahme in Höhe von TEUR 2.212) genehmigt. Die Bilanzsanierung wurde schon im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigt.

Kostensenkungen

Die Gesellschaft hat per 18. Januar 2023 den Beirat gänzlich abgeschafft und dadurch den Aufwand an Beratungskosten erheblich reduziert. Im Juni 2023 wurde unter Beibehaltung der Registereintragung in München der Verwaltungssitz der Gesellschaft aus logistischen Gründen als Interimslösung zum Börsenplatz Düsseldorf verlegt. Dadurch konnte der Aufwand für Bürokosten um ca. TEUR 60 jährlich gesenkt werden.

Fahrzeugentwicklung

Die im Oktober 2022 begonnenen Gespräche mit AKKODIS (vormals Daimler Benz Engineering/Akka Technologies) in Sindelfingen über die Festlegung eines detaillierten Zeitplans, Kostenplans sowie die finanziellen Anforderungen an die Entwicklung des serienreifen Prototypens der MIA 2.0 wurden bis März 2023 fortgeführt.

Akkodis hat im März 2023 eine detaillierte Projekt Planung (von Strategiephase bis zum Produktionsstart der Großserie) vorgelegt, die mit TEUR 22 im Aufwand erfasst ist. Die ersten Gespräche auf strategischer Ebene mit dem „Auto Papst“ Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer zeigen deutlich, dass die technischen Eigenschaften der MIA 2.0 besonders für das LCV-Segment geeignet sind und die zukünftige Entwicklung vor allem auf dieses Segment ausgerichtet sein soll. Wegen der Verzögerung des Yangji Investments konnte die weitere Beauftragung mit Akkodis für diese Strategie- und Konzeptphase im Volumen von ca. TEUR 6.700, sowie die Beauftragung einer detaillierten Marktstudie von Prof. Dr. Dudenhöffer im Berichtszeitraum jedoch nicht erfolgen.

Zusammenfassung der wesentlichen Risiken und Chancen für das zweite Halbjahr 2023 (Folgehalbjahr)

Risiken:

Es besteht das Risiko, dass die im ersten Halbjahr 2023 vorliegenden erheblichen bestandsgefährdenden Risiken auch im zweiten Halbjahr 2023 das Handeln des Vorstands bestimmen werden und die erwartete Investition der Yangji Gruppe nicht oder nicht rechtzeitig erfolgt. Dadurch kann sich die Fahrzeugentwicklung weiter verzögern und das angestrebte Ziel des Produktionsstarts im Jahr 2026 verfehlt werden. Die Gesellschaft müsste dann auch weitere Investoren finden, um den Fortbestand der Gesellschaft gewährleisten zu können.

Chancen:

Durch die Vorarbeiten von Akkodis und die Sicherung/Erweiterung der gewerblichen Schutzrechte sowie Fokussierung auf Light Commercial Vehicles ist das Projekt MIA 2.0 technisch weiter ausgereift. Ferner haben die Fehlentscheidungen bei Konkurrenten im europäischen EV-Bereich, die zu Problemen u.a. bei Lightyear, Sono und Arrival geführt haben, für die Gesellschaft das Marktumfeld verbessert.

Stark gesunkene Batteriepreise und Standardisierung der Zulieferer Komponenten führen zu günstigeren Produktionskosten. Weltweit wurde der politische Wille zum Ausbau der E-Mobilität bekräftigt und der Trend zur BEV-Fahrzeugen bestätigt.

Gesamtbewertung der Chancen und Risiken

Insgesamt überwiegen aktuell die Risiken. Obgleich einzelne Annahmen am Ende des Geschäftsjahres 2022 teilweise nicht eingetreten sind, konnte der Bestand der Gesellschaft allerdings über Finanzierungsmaßnahmen bis dato gewährleistet werden. Der Vorstand hat einen Finanzplan bis zum 30.Juni 2025 erstellt. Unter der Annahme von den zugesagten Zahlungsmittelzuflüssen geht der Vorstand von einer positiven Unternehmensfortführung aus.

München, der 25 Juni 2024

Philippe Perret, Vorstand

VERKÜRZTE BILANZ ZUM 30.06.2023

AKTIVA

30.06.2023 31.12.2022
EUR EUR
--- --- ---
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,51 7.095,00
0,51 7.095,00
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,51 1.701,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290,00 17.789,16
290,51 19.490,16
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.512.500,00 73.500.000,00
73.512.791,02 73.526.585,16
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.170.778,98 1.158.144,03
Sonstige Vermögensgegenstände 24.254,97 69.366,17
1.195.033,95 1.227.510,20
Guthaben bei Kreditinstituten 2.149,29 80.100,56
1.197.183,24 1.307.610,76
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 11.250,00
74.709.974,26 74.845.445,92

PASSIVA

30.06.2023 31.12.2022
EUR EUR
--- --- ---
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 73.289.378,00 73.289.378,00
73.289.378,00 73.289.378,00
Kapitalrücklage
Andere Zahlungen in das Eigenkapital 871.985,00 871.985,00
871.985,00 871.985,00
Verlustvortrag -6.509.689,09 -4.066.665,93
Jahresfehlbetrag -300.388,85 -2.443.023,16
67.351.285,06 67.651.673,91
RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 744.073,86 795.548,66
744.073,86 795.548,66
VERBINDLICHKEITEN
Anleihen 2.945.750,00 2.175.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 487.208,52 387.105,23
Sonstige Verbindlichkeiten 3.181.656,82 3.836.118,12
6.614.615,34 6.398.223,35
74.709.974,26 74.845.445,92

VERKÜRZTE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSHALBJAHR VOM 1.1 BIS ZUM 30.06.2023

1.130.06.2023 1.1-31.12.2022
EUR EUR
--- --- ---
Umsatzerlöse 8.000,00 0,00
Sonstige betriebliche Erträge 164,87 10.922,78
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.738,67 -41.535,84
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 0,00 -675.451,34
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung für Altersversorgung und für Unterstützung 0,00 -26.641,09
0,00 -702.092,43
Abschreibungen
auf immaterielle VG des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.801,98 -12.177,00
Sonstige betriebliche Aufwendungen -297.013,07 -1.708.468,38
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 -10.327,71
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10.327,71)
Ergebnis nach Steuern -300.388,85 -2.443.023,16
Jahresfehlbetrag -300.388,85 -2.443.023,16

VERKÜRZTER ANHANG ZUM HALBJAHRESABSCHLUSS 2023

I. Allgemeine Grundlagen des Halbjahresabschlusses

Die Gesellschaft hat ihren Satzungs- und Verwaltungssitz in München und ist unter der Firma fox e-mobility AG ein das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 242349) eingetragen. Sie ist die Muttergesellschaft eines vertikalen Konzerns mit einer operativen Tochtergesellschaft in der Schweiz (Fox Automotive Switzerland AG - „FOX CH“) und einer Enkelgesellschaft in Ungarn Fox Automotive Hungary Zrt (in Liquidation), die zu 100% im Besitz der FOX CH ist.

Die Gesellschaft erstellt ihren Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2023 zur Erfüllung der Emittentenfolgepflichten des §18 Abs.1 Ziff.4 der Geschäftsbedingungen der BÖAG Börsen AG für den Freiverkehr an der Börse Düsseldorf.

Der Halbjahresfinanzbericht genügt inhaltlich den Mindestanforderungen des § 115 Abs. 3 und 4 WpHG.

II. Grundlagen des Halbjahresabschlusses - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Zwischenabschluss werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Jahresabschluss zum 31.Dezember 2022, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Finanzanlagen

Zum 30. Juni 2023 haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen wegen der Stammeinlage bei der FOXMIA (Germany) GmbH um TEUR 12,5 auf TEUR 73.512,5 erhöht.

Beteiligung Fox Automotive Switzerland AG

Im Dezember 2020 erfolgte die Einlage (Sacheinlage) von sämtlichen 105.500 Aktien der Fox Automotive Switzerland AG, Herisau, Schweiz, durch die Aktionäre in die Gesellschaft. Als Gegenleistung hat die Gesellschaft 69.630.000 Stück neue Aktien zu einem Nominalwert in Höhe von TEUR 69.630 an die abgebenden Aktionäre der Fox Automotive Switzerland AG emittiert. Der Kaufpreis von TEUR 69.630 erfolgte auf Basis eines Wertgutachtens, das den Wert der Fox Automotive Switzerland AG mit mehr als TEUR 110.000 bezifferte. Dem Wertgutachten lag ein detaillierter Business Plan zugrunde.

Die Gesellschaft hält am 30. Juni 2023 unbeschränkt 100 % der Anteile an der Fox Automotive Switzerland AG und zwar mit im Vergleich zum 31.12.2022 unveränderten Bewertung von TEUR 73.500.

Der Businessplan sowie die Cashflow-Planung wurden im Berichtszeitraum aktualisiert und geprüft, ob ein Abschreibungsbedarf besteht. Es ergibt sich kein Abwertungsbedarf, da der Beteiligungswert zumindest die Anschaffungskosten erreicht. Auf Basis des erstellten Business Plans erachtet die Gesellschaft die Anteile an verbundenen Unternehmen zum 30. Juni 2023 als weiterhin werthaltig an.

Ein Abwertungsrisiko besteht künftig in dem Fall, dass der Business-Plan zur Entwicklung der MIA 2.0 bis zur Großserienproduktion nicht wie geplant umgesetzt werden kann oder fundamentale Annahmen des Business Plans wegfallen.

Das zu 100 % von der Gesellschaft gehaltene Grundkapital der Fox Automotive Switzerland AG beträgt CHF 105.500, eingeteilt in 105.500 Aktien zum Nennwert von CHF 1,00. Die Fox Automotive Switzerland AG ist Eigentümerin der mit dem MIA Fahrzeug und dessen Entwicklung verbundenen gewerblichen Schutzrechte, Patente, Konstruktionsdaten sowie CAD-Daten (Intellectual Property -IP). In den Patent-, Marken und Designregistern ist die Fox Automotive Switzerland AG, die fox e-mobility AG oder der ursprüngliche (vor 2016) Hersteller der MIA (MIA Electric SAS) eingetragen. Das aktivierte IP wird über zehn Jahre linear abgeschrieben. Die Sicherung der Patente und Schutzrechte wurde im Berichtszeitraum weiter gefestigt, und zwar durch Verlängerung der Schutzfristen und Neueintragungen.

Die Fox Automotive Switzerland AG hält seit Juli 2019 alle Aktien an der Fox Automotive Hungary Zrt, Budapest, Ungarn, deren Grundkapital HUF 5.000.000,00 beträgt. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Fox Automotive Switzerland AG ist die Fox Automotive Hungary Zrt. mit CHF 1 bewertet. Die Tochtergesellschaft in Ungarn ist zwecklos geworden und befindet sich seit dem 11. Januar 2022 im Zwangsliquidationsverfahren, aus dem kein Liquidationserlös erwartet wird.

Von den zum 30. Juni 2023 bilanzierten 105.500 Aktien an der Fox Automotive Switzerland AG wurden im Jahr 2024 insgesamt 26.240 Aktien (24,90 % des gesamten Kapitals der Fox Automotive Switzerland AG) als Sicherheiten für bestehende Finanzierungen sicherungsübereignet, wobei sich die Gesellschaft weiterhin die wirtschaftlichen Chancen und Risiken an den Aktien gesichert hat und die Anteile daher unverändert bilanziert.

Beteiligung FOXMIA (Germany) GmbH

Die FOXMIA (Germany) GmbH wurde im Januar 2023 gegründet und am 10. Februar 2023 im Handelsregister München (HRB 282319) mit einem Stammkapital von EUR 25.000,00 eingetragen.

Alleiniger Gesellschafter ist die fox e-mobility AG. Alleiniger Geschäftsführer ist Herr Perret.

Das Stammkapital wurde im Berichtszeitraum zu 50% eingezahlt.

Der Zweck der Gesellschaft ist es, nach der Umstrukturierung des Konzerns das operative Geschäft des Konzerns in Deutschland zu führen. Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2023 keine Beschäftige.

Umlaufvermögen

Zum 30. Juni 2023 hält die Gesellschaft eine Forderung in Höhe von TEUR 1.170 gegenüber der Fox Automotive Switzerland AG, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird. Die Gesellschaft geht auf Grundlage des für die Entwicklung der MIA 2.0 erstellten Business Plans von der Werthaltigkeit der Forderung aus. In Bezug auf TEUR 528 besteht eine Rangrücktrittsvereinbarung. In Höhe von TEUR 1.171 weisen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Laufzeit von unter einem Jahr auf.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 73.289.378 zum 30. Juni 2023 (unverändert im Vergleich zum 31 Dezember 2022). Es ist eingeteilt in 73.289.378 Inhaber-Stückaktien.

Mit dem Aufsichtsratsbeschluss vom 24. März 2024 wurde die Satzung dahingehend angepasst, dass die Gesellschaft ausschließlich über Namensaktien verfügt. Die Umstellung auf Namensaktien erfolgte am 10. Juni 2024.

Die Hauptversammlung vom 7. Dezember 2020 hat die Aufhebung eines Genehmigten Kapitals, die Schaffung eines Genehmigten Kapitals und die Änderung des § 4 (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Dezember 2020 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 6. Dezember 2025 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals, um insgesamt bis zu EUR 34.000.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021/1). Das am 30.Juni 2023 noch vorhandene Genehmigte Kapital 2021/1 beträgt EUR 32.035.622.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 um EUR 28.000.000 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Nach Ausgabe von Bezugsaktien beträgt das Bedingte Kapital 2021/I zum 30.Juni 2023 noch EUR 26.605.000.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. August 2021 um EUR 7.188.000 zur Bedienung des in der Hauptversammlung vom 17. August 2021 beschlossenen Aktienoptionsplans bedingt erhöht worden (Bedingtes Kapital 2021/II). Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31.Januar 2023 wurde das Bedingte Kapital 2021/II auf EUR 2.070.000 reduziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten, Rückstellungen für Aufsichtsratvergütungen betreffen die Jahre 2021 und 2022 und sechs Monate 2023, die Risikovorsorge betreffend einen Rechtsstreit mit einem ehemaligen Berater, Rückstellungen ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten/Anleihen

Es wurden im Berichtszeitraum acht Wandel/Optionsanleihen im Nominalwert von TEUR 771 mit einem Wandlungspreis von 1 EUR emittiert, die bei Wandlung zum Bezug von 6.197.010 Aktien gegen Zahlung von 1 EUR pro Aktie berechtigen. Die emittierten Anleihen erhöhen die entsprechende Bilanzposition von TEUR 2.175 (2022) auf TEUR 2.946 zum 30. Juni 2023. Gleichzeitig reduzierte sich die sonstigen Verbindlichkeiten um diesen Betrag, da die Valutierung der Anleihen bereits im Geschäftsjahr 2022 stattgefunden hatte.

In Höhe von TEUR 450 sind die Anleihen langfristig (Laufzeit über einem Jahr) und in Höhe von TEUR 321 kurzfristig (Laufzeit unter einem Jahr).

IV. Erläuterung zur Gewinn und Verlustrechnung

Es gab im Berichtszeitraum keinen Material und Personalaufwand.

Die planmäßige lineare Abschreibung entfällt in Höhe von TEUR 3 auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht notwendig.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Geschäftsjahr stark reduziert werden (von TEUR 1.708 für das gesamte Jahr 2022 auf TEUR 297 für den Berichtszeitraum) dank der im Jahr 2022 eingeleiteten Sparmaßnahmen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 158 AktG wie folgt fortzuführen.

30.06.2023 30.06.2022
EUR EUR
--- --- ---
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -6.509.689,09 -4.066.665,93
Halbjahresfehlbetrag -300.388,85 -1.008.279,02
Bilanzverlust -6.810.077,94 -5.074.944,95

V. Haftungsverhältnisse

Patronatserklärung

Im September 2021 hatte die Gesellschaft eine unbefristete und unbesicherte Patronatserklärung für die finanziellen Verpflichtungen der Fox Automotive Switzerland AG abgegeben, da die Fox Automotive Switzerland AG seit dem Geschäftsjahr 2021 keine nennenswerten Einnahmen hat und auch bis zur Fertigstellung des Konzeptfahrzeugs keine erwartet.

Die laufenden Kosten der Fox Automotive Switzerland AG sowie die variablen Aufwendungen für gewerbliche Schutzrechte und des Konzernstabs sind in der Liquiditätsplanung der Gesellschaft berücksichtigt.

Durch die Änderung des Schweizer Aktiengesetzes mussten bei der Fox Automotive Switzerland AG im Jahr 2022 Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden, die eine Inanspruchnahme der Patronatserklärung erforderten. So erfolgte ein Verzicht der Gesellschaft auf eine konzerninterne mit Rangrücktritt versehene Forderung in Höhe von TEUR 3.870. Ferner übernahm die Gesellschaft Verbindlichkeiten der Fox Automotive Switzerland AG gegenüber Dritten im Umfang von insgesamt TEUR 483 und erhielt im Gegenzug eine verzinsliche Darlehensforderung. Die Gesellschaft geht davon aus, dass zukünftig weitere Kapitalmaßnahmen in Form von Schuldübernahmen erforderlich werden, um den Vorschriften des Schweizer Aktienrechts zu genügen.

München, den 25 Juni 2024

Philippe Perret, Vorstand

VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS

Ich versichere hiermit nach bestem Wissen, dass ich gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung nach § 18 Abs. 1 Ziff 4 der Geschäftsbedingungen der BÖAG Börse Düsseldorf ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt habe und im Halbjahreslagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses die Lage der Gesellschaft so dargestellt habe, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Philippe Perret, Vorstand