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EVN AG — Management Reports 2016
Dec 13, 2016
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Management Reports
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Konzernlagebericht
Energiepolitisches Umfeld
Europäische Energie- und Klimapolitik Europäische Klimapolitik
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Oktober 2014 – aufbauend auf dem Klima- und Energiepaket 2020 – einen Rahmen für die Klima- und Energiepolitik bis 2030 festgelegt. Demnach ist die Europäische Union bestrebt, bis zum Jahr 2030 die folgenden drei Hauptziele zu erreichen:
- Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % (gegenüber dem Stand des Jahres 1990)
- Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie am Gesamt-Energiemix auf mindestens 27 %
- Steigerung der EnergieeVzienz um mindestens 27 % (gegenüber dem Stand des Jahres 2007)
Diese Vorgaben sollen die längerfristigen Zielsetzungen für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2 -armen Wirtschaft bis 2050, des Energiefahrplans 2050 und des Verkehrsweißbuchs erfüllen. Damit folgt die europäische Klimapolitik den globalen Zielsetzungen, die im Rahmen der UN-Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris beschlossen wurden.
Emissionshandel
Auf Beschluss der Europäischen Kommission wurden die Versteigerung von 900 Mio. CO2 -Emissionszertifikaten in die Jahre 2019 und 2020 verschoben ("Backloading") und eine Verknappung der Zertifikate ab dem Jahr 2019 festgelegt, die über eine Markt stabilitätsreserve gesteuert werden soll. Dieser Mechanismus soll dem Markt je nach konjunktureller Lage Emissionszertifikate entziehen oder zuführen. In der letzten Handelsperiode (2021–2030) wird die Anzahl an Zertifikaten jährlich um jeweils 2,2 % reduziert.
Zuteilung von CO2 -Emissionszertifikaten
Im Bereich der Stromproduktion bezieht die EVN 100 % der benötigten Emissionszertifikate über den Markt. In der Wärmeproduktion begann im Jahr 2013 die Gratiszuteilung von Zertifikaten im Ausmaß von 80 % des im Vorfeld ermittelten CO2 -Ausstoßes je Produktionsanlage. Bis zum Jahr 2020 ist eine lineare Reduktion dieser Gratiszuteilung auf 30 % der Anlagenemissionen vorgesehen. Darüber hinaus wird der Umfang der Zertifikatszuteilung auch im Fall einer erheblichen Reduktion der Wärmeproduktion gekürzt.
GRI-Indikator: Kontingent der CO2 -Emissionszertifikate (EU5)
Marktdesign für Strom
Für Ende 2016 wird die Vorlage des so genannten "Winterpakets" zum Strommarktdesign erwartet. Mit den darin enthaltenen neuen gesetzlichen Vorgaben will die EU-Kommission unter anderem die marktorientierte Implementierung von erneuerbarer Erzeugung
sowie die für die Versorgungssicherheit erforderliche Bereitstellung von ausreichenden Erzeugungskapazitäten gewährleisten.
Deutsch-österreichische Strompreiszone
Die Agentur für die Zusammenarbeit der Regulierungsbehörden (ACER) wie auch die deutsche Bundesnetzagentur treten aktuell für Maßnahmen ein, die mittelfristig zu einer Teilung der seit 2002 zwischen Deutschland und Österreich bestehenden gemeinsamen Strompreiszone führen würden. Von österreichischer Seite – i nsbesondere von Österreichs Energie und dem österreichischen Stromregulator – werden derartige Bestrebungen unter anderem mit Verweis auf das Ziel eines integrierten EU-Energiebinnenmarkts sowie der weiterhin bestehenden innerdeutschen Netzengpässe abgelehnt. Ungeachtet des aus heutiger Sicht unklaren Ausgangs der zu diesem Thema aktuell laufenden Verhandlungen zwischen ACER und dem Verband europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) ist davon auszugehen, dass die Änderungen der deutsch-österreichischen Strompreiszone keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der EVN im Geschäftsjahr 2016/17 haben werden. Spätere Auswirkungen sind aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.
Energiestrategie 2030
Die österreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eine Energiestrategie für die Zeit bis 2030 zu definieren. Das angestrebte Energiesystem soll eVzient, leistbar und sozial verträglich sein. Als übergeordnete Ziele wurden die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit sowie eine intakte Umwelt definiert. Die EVN unterstützt diese Ziele und trägt mit ihrem auf den Heimmarkt Niederösterreich fokussierten Investitionsprogramm zu ihrer Umsetzung bei.
Im Frühjahr 2016 hat die österreichische Bundesregierung ein Grünbuch als Grundlage für eine informierte und faktenbasierte Diskussion über eine integrierte Energie- und Klimastrategie zur Konsultation vorgelegt. Dabei hat die Bundesregierung neben den Zielen bis 2030 auch langfristige Perspektiven bis 2050 im Blick. Auf Basis der nunmehr abgeschlossenen Konsultationen soll im Lauf des ersten Halbjahres 2017 ein Weißbuch erarbeitet werden.
Regulatorisches Umfeld
Österreich
In Österreich begannen für Erdgas am 1. Jänner 2013 und für Strom am 1. Jänner 2014 neue Regulierungsperioden. Beide Perioden laufen über fünf Jahre. Demnach wird im Lauf des Jahres 2017 die neue, ab 1. Jänner 2018 geltende Regulierungsmethodik für die Erdgas-Verteilnetze fixiert werden. Die verzinsliche Kapitalbasis wird durch die "Regulatory Asset Base" bestimmt. Weitere wesentliche Parameter des Regulierungsmodells sind der gewichtete Kapitalkostensatz (derzeit 6,42 %) und die Produktivitätsfaktoren,
die generell für alle Unternehmen und zusätzlich individuell pro Unternehmen festgesetzt werden. Sie bilden die für das jeweilige Unternehmen individuell geltende Kostensenkungsvorgabe, in der Inflationsanpassungen ebenfalls berücksichtigt werden. Die Netzgesellschaft der EVN wird vom Regulator im Branchenvergleich hinsichtlich der Produktivität sehr positiv bewertet.
Bulgarien
In Bulgarien werden die Haushalts- und Gewerbekunden zu regulierten Preisen beliefert, während die Geschäftskunden sukzessive in den liberalisierten Markt übergeführt werden. In diesem Kundensegment tritt die EVN mit ihrer Handelstochter EVN Trading South East Europe EAD auf. Die EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD, die auch die im regulierten Markt befind lichen Haushalts- und Gewerbekunden beliefert, ist "Supplier of last Resort" und versorgt jene Kunden im liberalisierten Markt segment, die keinen anderen Anbieter auswählen oder vom gewählten Anbieter unverschuldet keinen Strom beziehen können. Der Energieverkauf an Kunden in den regulierten Marktsegmenten erfolgt ebenso wie die Beschaffung der entsprechenden Mengen zu regulierten Preisen, die unter dem Markt niveau liegen.
In Bulgarien begannen für Strom am 1. August 2015 und für Wärme am 1. Juli 2016 neue Regulierungsperioden. Die Periode für Strom läuft über drei Jahre, jene für Wärme über ein Jahr. Die Regulierungsmethode für das Stromnetz legt eine Erlösobergrenze fest, die die anerkannten operativen Kosten, die Abschreibungen und eine angemessene Kapitalrendite auf die verzinsliche Kapitalbasis (Regulatory Asset Base) umfasst. Zudem berücksichtigt die Methode einen Investitionsfaktor, der jährlich festgelegt wird.
Mit 1. Juli 2016 erhöhte die zuständige Regulierungskommission in Bulgarien die Strom-Endkundenpreise im Versorgungsgebiet der EVN um durchschnittlich 0,83 %. Für den Berichtszeitraum hauptsächlich relevant war allerdings noch die zum 1. August 2015 erfolgte Preissenkung um 0,4 %. Im Bereich Wärme wurden die Endkundenpreise im Geschäftsjahr 2015/16 gegenüber dem Niveau vom 1. Juli 2015 schrittweise um 1,9 % gesenkt. Das im Juni 2013 eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) verfolgt die EVN weiterhin aktiv. Bereits im Geschäftsjahr 2013/14 war die EVN mit einem Verwaltungsverfahren konfrontiert gewesen, das von der lokalen Regulierungsbehörde eingeleitet wurde und auf einen Lizenzentzug für die bulgarische Stromvertriebstochter EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD abzielte. Das Verfahren wurde bislang noch immer nicht eingestellt.
Mazedonien
Seit 1. Jänner 2014 ist die Entflechtung ("Unbundling") der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft in Mazedonien umgesetzt. Die EVN hat zur Erfüllung der damit verbundenen Anforderungen eine Vertriebsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL) und eine Produktionsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrani DOOEL) gegründet. Die beiden Gesellschaften bestehen zusätzlich zur bereits bestehenden EVN Macedonia AD, die weiterhin als Netzgesellschaft und derzeit noch als Vertriebsgesellschaft für regulierte Kundensegmente fungiert. Die Liberalisierung des Strommarkts wird in Mazedonien schrittweise – und zwar abhängig vom Jahresstromverbrauch der Abnehmer – bis Juli 2020 umgesetzt.
Mit Tarifentscheid vom 1. Juli 2016 wurden die Strom-Endkundenpreise um durchschnittlich 0,3 % gesenkt. Die aktuelle Regulierungsperiode, die am 1. Jänner 2015 begann, läuft über drei Jahre. Ähnlich wie in Bulgarien legt die Regulierungsmethode für das Stromnetz eine Erlösobergrenze fest, die die anerkannten operativen Kosten, die Abschreibungen und eine angemessene Kapitalrendite auf die verzinsliche Kapitalbasis (Regulatory Asset Base) umfasst.
Kroatien
Mit April 2017 soll die Liberalisierung des Gasmarkts auch für Haushaltskunden eingeführt werden, nachdem der Markt für Gewerbe- und Industriekunden bereits seit 2012 liberalisiert ist. Die Lieferung an Haushaltskunden erfolgt bis 31. März 2017 weiterhin zu regulierten Tarifen. Für die Periode vom 1. April 2016 bis zum 31. Dezember 2016 wurden die Haushaltstarife im Versorgungs gebiet der EVN Croatia um durchschnittlich 16,5 % gesenkt. Der Regulator hat Änderungen zur Verbesserung der Regulierung sowie zur Implementierung von Bilanzenergieregeln im gesamten Gasmarkt vorgenommen. Letztere ist Teil der Harmonisierung der kroatischen Regulierungsbestimmungen mit jenen der umgebenden Gasmärkte sowie den EU-Richtlinien. EVN Croatia konnte die Ausgleichsenergierisiken im Gaspreis berücksichtigen und an den Bilanzgruppenverantwortlichen weitergeben. Dadurch wird für die Verteilgesellschaft das Ausgleichsenergierisiko vermieden.
| BIP-Wachstum | % | 2017f | 2016e | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-281) 2) | 1,4 –1,6 | 1,7–1,8 | 2,2 | 1,5 | 0,2 | |
| Österreich2) 3) | 1,3 –1,5 | 1,5–1,7 | 1,0 | 0,4 | 0,3 | |
| Bulgarien1) 2) 4) 5) | 2,7–3,0 | 2,2–3,1 | 3,0 | 1,5 | 1,3 | |
| Kroatien1) 2) 4) 6) | 2,0 –2,5 | 1,9 –2,6 | 1,6 | –0,4 | –1,1 | |
| Mazedonien5) 6) | 3,5 – 4,0 | 2,2–3,7 | 3,7 | 3,5 | 2,9 |
1) Quelle: "European Economic Forecast, Autumn 2016", EU-Kommission, November 2016
2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2016 –2017", IHS, September 2016
3) Quelle: "Prognose für 2016 bis 2017: Konsum wächst erstmals seit drei Jahren wieder", WIFO, September 2016
4) Quelle: "Strategie Österreich & CEE 4. Quartal 2016", Raiffeisen Research, Oktober 2016
5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Juni 2016
6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, Oktober 2016
Wirtschaftliches Umfeld
Die internationale Konjunktur belebt sich seit Mitte des Jahres 2015 nur zögerlich. Belastend wirken Unsicherheiten, darunter etwa die Entscheidung der Briten für den Austritt aus der Europäischen Union, protektionistische Tendenzen und geopolitische Risiken. Trotz der weiterhin bestehenden strukturellen Probleme zeigen sich jedoch deutliche Hinweise auf eine Stabilisierung der Wirtschaftslage in den Schwellenländern. Diese profitieren von den gestiegenen Rohstospreisen und der konjunkturellen Festigung in China. Die Prognosen für die US-Wirtschaft wurden hingegen zuletzt etwas nach unten revidiert, damit fällt das erwartete BIP-Wachstum auch hinter jenes der Europäischen Union zurück. Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in der EU liegen zwischen 1,7 % und 1,8 % für 2016 und zwischen 1,4 % und 1,6 % für das Jahr 2017.
Die konjunkturelle Entwicklung Österreichs im Jahr 2016 kann bislang als moderat bezeichnet werden – ein Trend, der sich nach den zuletzt verösentlichten Vorlaufindikatoren auch fortsetzen dürfte. Die zaghafte Belebung der Wirtschaft ist dabei weiterhin von der Inlandsnachfrage getragen. Zwar scheint sich das Wachstum des privaten Konsums etwas schwächer zu entwickeln, als zu Jahresbeginn erhost. Hingegen erwarten die Wirtschaftsforscher weiterhin positive Impulse seitens der Bauwirtschaft, die ihre Krise überwunden zu haben scheint, und der Bruttoanlageninvestitionen, die heuer das stärkste Wachstum seit 2011 verzeichnen dürften. Dies sollte dazu führen, dass Österreich der konjunkturelle Anschluss an den EU-Durchschnitt gelingt: Für das laufende Jahr 2016 wird mit einem Wachstum zwischen 1,5 % und 1,7 % gerechnet. Ein etwas niedrigerer Wert von 1,3 % bis 1,5 % wird für 2017 erwartet; er korrespondiert allerdings mit der ebenfalls leicht reduzierten Prognose für die gesamte Europäische Union.
Bulgariens Wirtschaftsdynamik hat sich zuletzt im Vergleich zu 2015 etwas abgeschwächt. Hauptgrund dafür waren die nachlassenden Investitionen, die durch den Ausbau der Infrastruktur und des Energiesektors in den kommenden Jahren jedoch wieder angekurbelt werden sollen. Getragen wird das Wachstum der bulgarischen Wirtschaft zur Zeit primär von den Exporten und vom privaten Konsum. In diesem Umfeld wird für das laufende Jahr 2016 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 2,2 % und 3,1 % gerechnet, für 2017 liegt die Prognose zwischen 2,7 % und 3,0 %.
In Kroatien hat sich die Konjunkturerholung, hauptsächlich getragen von der Inlandsnachfrage, unverändert fortgesetzt. Der Privatkonsum ist weiterhin durch anhaltende Preisrückgänge, eine Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt und solide Tourismuskennzahlen gut abgestützt. Überhaupt kann der Tourismus als wichtigster Wirtschaftsmotor Kroatiens bezeichnet werden. Positiv wirkte zusätzlich eine Zunahme der Bruttoanlageninvestitionen, die vor allem auf der gesteigerten Dynamik im Bausektor beruhte. In Summe wird für 2016 ein BIP-Wachstum zwischen 1,9 % und 2,6 % und für 2017 ein Plus zwischen 2,0 % und 2,5 % erwartet.
Nach Wachstumsraten von mehr als 3,0 % in den letzten Jahren verhindert die in Mazedonien seit Längerem schwelende innenpolitische Krise derzeit eine dynamischere Entwicklung. Sollte es gelingen, den politischen Konflikt in absehbarer Zeit beizulegen, könnte sich der Wachstumskurs der mazedonischen Wirtschaft jedoch weiterhin auf hohem Niveau fortsetzen. Die Konsumneigung der Bevölkerung scheint vorerst kaum unter dem politisch instabilen Umfeld zu leiden, und auch der mazedonische Außenhandel ist von möglichen Negativesekten bisher weitgehend verschont geblieben. Sehr wohl bemerkbar macht sich die politische Situation allerdings durch verstärkte Zurückhaltung im Bereich der ausländischen Investitionen. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist daher für 2016 mit einem BIP-Wachstum von 2,2 % bis 3,7 % und für 2017 mit einem Plus von 3,5 % bis 4,0 % zu rechnen.
Energiewirtschaftliches Umfeld
Die energiewirtschaftliche Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Bereich der Haushaltskunden sind dies vor allem die Wetterbedingungen, die für die Nachfrage nach Strom, Erdgas und Wärme ausschlaggebend sind, während die Nachfrage der Industriekunden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Die Durchschnittstemperaturen zeigten sich in den für die EVN relevanten Märkten im Berichtszeitraum überaus mild. Besonders die Wintermonate waren in allen drei Kernmärkten deutlich wärmer als üblich: In Österreich lag die Heizgradsumme wie schon im Vorjahr unter dem langjährigen Mittelwert. Bulgarien verzeichnete in der Berichtsperiode außergewöhnlich warme Temperaturen, die Heizgradsumme blieb hier um 23,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert; und auch in Mazedonien lag die Heizgradsumme aufgrund des milden Winters um 8,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.
Der Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent lag im Geschäftsjahr 2015/16 vor allem aufgrund des weltweit vorherrschenden Überangebots mit 38,0 Euro pro Barrel um 27,9 % unter dem Wert des Vorjahres. Auch der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas nahm im Periodenvergleich um 32,5 % auf 14,4 Euro
pro MWh ab, nicht zuletzt hervorgerufen durch die höheren Temperaturen im Berichtszeitraum, die die Nachfrage auf den Spotmärkten dämpften. Der Preis für Kohle wiederum ging vor allem aufgrund der in China schwächeren Nachfrage um 14,4 % auf 46,2 Euro je Tonne zurück. Nach einem starken Anstieg der Preise für CO2 -Emissionszertifikate im ersten Quartal 2015/16 auf 8,4 Euro je Tonne war danach ein Rückgang auf 6,1 Euro je Tonne zum Ende des Geschäftsjahres zu verzeichnen.
Auch der Rückgang der Termin- und Spotmarktpreise für Grundbzw. Spitzenlaststrom setzte sich im Berichtszeitraum fort. Ausschlaggebend dafür waren der weitere Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energieträgern in Österreich und Deutschland sowie die niedrigen Preise für Primärenergieträger und CO2 -Emissionszertifikate. Gegen Ende des Geschäftsjahres stiegen die Strom-Forwardpreise sowie die Preise für Primärenergie und CO2 -Emissionszertifikate aufgrund des temporären Stillstands von Produktionskapazitäten in Frankreich zwar an. Im Schnitt sanken die Terminpreise für Grundlaststrom im Berichtszeitraum dennoch um 12,8 % auf 30,4 Euro pro MWh, jene für Spitzenlaststrom um 13,0 % auf 38,2 Euro pro MWh. Die Spotmarktpreise für Grundlaststrom gingen um 13,2 % auf 27,8 Euro pro MWh zurück, jene für Spitzenlaststrom reduzierten sich um 14,2 % auf 34,2 Euro pro MWh.
| Energiewirtschaftliches Umfeld – Kennzahlen |
2015/16 | 2014/15 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf 1) | % | |||
| Österreich | 96,0 | 96,0 | 94,8 | |
| Bulgarien | 73,1 | 96,3 | 82,2 | |
| Mazedonien | 92,4 | 101,0 | 90,5 | |
| Primärenergie und CO2 -Emissionszertifikate |
||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 38,0 | 52,7 | 79,7 |
| Erdgas – NCG2) | EUR/MWh | 14,4 | 21,4 | 22,1 |
| Steinkohle – API#23) | EUR/t | 46,2 | 53,9 | 59,5 |
| CO2 -Emissionszertifikate |
EUR/t | 6,1 | 7,2 | 5,2 |
| Strom – EEX Forwardmarkt 4) | ||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 30,4 | 34,9 | 38,6 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 38,2 | 43,8 | 49,2 |
| Strom – EPEX Spotmarkt5) | ||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 27,8 | 32,1 | 33,5 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 34,2 | 39,8 | 42,2 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte
2) Net Connect Germany (NCG) – Börsepreis für Erdgas an der EEX (European Energy Exchange)
3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange)
5) EPEX Spot – European Power Exchange
Geschäftsentwicklung
Der Konsolidierungskreis und Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden im Konzeranhang erläutert.
Siehe auch Seite 131s
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Highlights 2015/16
- Stromerzeugung um 20,1 % gesteigert - Anstieg der thermischen Stromproduktion durch höheren Bedarf für Netz stabilisierung in Österreich und Deutschland
- Rückgang der erneuerbaren Stromproduktion aufgrund geringen Wind- und Wasserdargebots
- Rückgang im EBIT und Anstieg im Konzernergebnis
- Operative Ergebnisverbesserung im Segment Netzinfrastruktur Inland
- Gedämpfte Energienachfrage in Südosteuropa durch milden Winter und fortschreitende Liberalisierung bei geringeren Energiebeschaffungskosten und operativen Aufwendungen
- Verschlechterte Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung führten zu Wertminderungen im Erzeugungsbereich
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der EVN verringerten sich im Geschäftsjahr 2015/16 um 89,3 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 2.046,6 Mio. Euro. Gesteigerte Erlöse aus der thermischen Erzeugung, zurückzuführen auf den häufigeren Einsatz der Wärmekraftwerke zur Netzstabi lisierung, sowie aus dem niederösterreichischen Netzgeschäft konnten dabei geringere Erlöse aus den reduzierten Erdgashandelsaktivitäten sowie einen – insbesondere durch die fortschreitende Liberalisierung und den milden Winter beeinflussten – Umsatzrückgang in Südosteuropa nicht ausgleichen.
Der im Ausland erzielte Umsatz der EVN verringerte sich um 84,5 Mio. Euro bzw. 7,6 % auf 1.026,9 Mio. Euro. Sein Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns reduzierte sich dadurch von 52,0 % im Vorjahr auf 50,2 %.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verzeichneten im Berichtszeitraum einen Rückgang um 11,4 Mio. Euro bzw. 10,5 %. Maßgeblich dafür war der im Vorjahr in dieser Position abgebildete Verkauf der Anteile an der Projektgesellschaft für die Natriumhypochloritanlage in Moskau, der im Vorjahr einen positiven Einmalesekt ergeben hatte. Ein gegenläufiger Einmalesekt resultierte hingegen aus den im Berichtsjahr erzielten Versicherungserlösen zum Ausgleich der Winterschäden in Bulgarien.
Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger betrug 930,6 Mio. Euro und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um 135,9 Mio. Euro bzw. 12,7 % zurück. Diese Entwicklung korrespon-
EBITDA nach Regionen Mio. EUR 124,9 442,1 135,6 459,0 16,2 9,9 2014/15 2015/16 583,2 604,4 2012/13 122,9 408,8 8,4 Südosteuropa Österreich Mittel- und Osteuropa 26,6 342,7 –185,2 184,1
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2015/16 | 2014/15 | +/– | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfassung | Mio. EUR | Mio. EUR | absolut | % | Mio. EUR |
| Umsatzerlöse | 2.046,6 | 2.135,8 | –89,3 | –4,2 | 1.974,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 97,0 | 108,4 | –11,4 | –10,5 | 71,1 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –930,6 | –1.066,5 | 135,9 | 12,7 | –1.032,2 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | –246,7 | –254,0 | 7,2 | 2,8 | –251,9 |
| Personalaufwand | –313,7 | –313,5 | –0,2 | –0,1 | –313,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –141,6 | –168,1 | 26,5 | 15,8 | –359,0 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
93,5 | 141,1 | –47,5 | –33,7 | 94,0 |
| EBITDA | 604,4 | 583,2 | 21,2 | 3,6 | 184,1 |
| Abschreibungen | –266,1 | –260,3 | –5,9 | –2,3 | –256,0 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | –77,9 | –54,7 | –23,1 | –42,3 | –269,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 260,4 | 268,2 | –7,8 | –2,9 | –341,4 |
| Finanzergebnis | –61,6 | –60,3 | –1,3 | –2,1 | –31,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 198,9 | 207,9 | –9,1 | –4,4 | –373,3 |
| Ertragsteuern | –16,0 | –17,3 | 1,2 | 7,1 | 102,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 182,8 | 190,7 | –7,8 | –4,1 | –270,5 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 156,4 | 148,1 | 8,4 | 5,6 | –299,0 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 26,4 | 42,6 | –16,2 | –38,0 | 28,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR1) | 0,88 | 0,83 | 0,05 | 5,7 | –1,68 |
1) Verwässert ist gleich unverwässert
dierte insbesondere mit den Volumenrückgängen in der Gasvermarktung sowie im Energieabsatz in Südosteuropa. Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand lagen mit 246,7 Mio. Euro ebenfalls um 7,2 Mio. Euro bzw. 2,8 % unter dem Vorjahreswert.
Der Personalaufwand entwickelte sich stabil und blieb mit 313,7 Mio. Euro weitgehend auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 313,5 Mio. Euro). Aufwandssteigerungen infolge kollektivvertraglicher Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden durch den Entfall vorjähriger Einmalesekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in den südosteuropäischen Gesellschaften ausgeglichen. Der durchschnittliche Personalstand sank aufgrund kontinuierlicher Reorganisations- und Optimierungsmaßnahmen im Jahres vergleich um 143 Personen auf 6.830 Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 26,5 Mio. Euro bzw. 15,8 % auf 141,6 Mio. Euro. Dieser signifikante Rückgang stammte vor allem aus weiteren Steigerungen der Inkassoquote in Südosteuropa und einer gleichzeitigen Kostenreduktion in der gesamten EVN Gruppe.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verringerte sich um 47,5 Mio. Euro bzw. 33,7 % auf 93,5 Mio. Euro. Dieser Rückgang war vor allem auf die Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft sowie Wertminderungen der Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH und der Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH – jeweils aufgrund ungünstigerer Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung – zurückzuführen. Ergebniszuwächse bei anderen at Equity einbezogenen Unternehmen konnten diese Reduktion nicht ausgleichen. In Summe führten diese Entwicklungen zu einer Steigerung des EBITDA um 21,2 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 604,4 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dadurch ebenfalls von 27,3 % auf 29,5 %.
Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich bedingt durch die anhaltende Investitionstätigkeit des Konzerns um 5,9 Mio. Euro bzw. 2,3 % auf 266,1 Mio. Euro. Einen Anstieg um 23,1 Mio. Euro bzw. 42,3 % auf 77,9 Mio. Euro verzeichneten auch die Esekte aus Werthaltigkeitsprüfungen. Diese betrafen insbesondere das anteilige Kraftwerk Duisburg-Walsum mit 32,6 Mio. Euro sowie diverse Wind- und Wasserkraftwerke mit 12,4 Mio. Euro und beruhten auf
| Wertanalyse | +/– | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2014/15 | % | 2013/14 | ||
| ROE1) | % | 6,8 | 7,3 | –0,5 | –9,5 |
| Durchschnittliches Eigenkapital | Mio. EUR | 2.680,4 | 2.611,4 | 2,6 | 2.856,0 |
| WACC nach Ertragsteuern1) 2) | % | 6,5 | 6,5 | 0,0 | 6,5 |
| Operativer ROCE (OpROCE)1) 3) | % | 7,6 | 7,5 | 0,1 | 2,9 |
| Durchschnittliches Capital Employed3) | Mio. EUR | 4.290,7 | 4.523,1 | –5,1 | 4.900,5 |
| Geschäftsergebnis nach Ertragsteuern (NOPAT) 3) | Mio. EUR | 327,4 | 341,0 | –4,0 | 144,5 |
| EVA® | Mio. EUR | 48,5 | 47,0 | 3,2 | –174,1 |
1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
2) Der angegebene WACC wird zum Zweck der Unternehmenssteuerung verwendet.
3) Bereinigt um Impairments und Einmaleffekte. Um die Entwicklung des Wertbeitrags konstant zu ermitteln,
wird die Martkbewertung der Beteiligung an der Verbund AG nicht im Capital Employed berücksichtigt.
der weniger günstigen Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung. Eine weitere Wertminderung von 31,3 Mio. Euro musste bei der Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen des bulgarischen Regulators im Wärmebereich vorgenommen werden. Per Saldo resultierten diese Entwicklungen in einem EBIT von 260,4 Mio. Euro, das damit um 7,8 Mio. Euro bzw. 2,9 % unter dem Vorjahreswert lag.
Das Finanzergebnis betrug –61,6 Mio. Euro und fiel damit um 1,3 Mio. Euro bzw. 2,1 % geringer aus als im Vorjahr. Während sich der Entfall der im Vorjahr hier erfassten Aufwendungen für die Auflösung der Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland und des Zinssicherungsgeschäfts für das Projekt Natriumhypochloritanlage in Moskau positiv auswirkte, lieferte die WEEV Beteiligungs GmbH im Geschäftsjahr 2015/16 einen negativen Ergebnisbeitrag. Dieser beruhte auf der anhaltend negativen Abweichung des laufenden Börsekurses von den bilanziellen An schasungskosten der in dieser Gesellschaft gehaltenen Aktien der Verbund AG.
Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 198,9 Mio. Euro (Vorjahr: 207,9 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 16,0 Mio. Euro und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 156,4 Mio. Euro. Es lag damit um 8,4 Mio. Euro bzw. 5,6 % über dem Vorjahresniveau.
Bilanz
Vermögens- und Finanzlage
Mit 6.556,5 Mio. Euro lag die Bilanzsumme der EVN per 30. September 2016 um 55,3 Mio. Euro bzw. 0,9 % über dem Vergleichswert zum 30. September 2015.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich dabei um 156,6 Mio. Euro bzw. 2,8 % auf 5.685,8 Mio. Euro, und auch ihr Anteil am Gesamtvermögen der EVN nahm auf 86,7 % zu (Vorjahr: 85,0 %). Einen geringfügigen Rückgang um 2,8 Mio. Euro bzw. 0,1 % auf 3.733,7 Mio. Euro verzeichneten dabei die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Ansatz der at Equity einbezogenen Unternehmen und der sonstigen Beteiligungen lag mit 1.537,8 Mio. Euro um 140,1 Mio. Euro bzw. 10,0 % über dem Vorjahreswert, in erster Linie zurückzuführen auf die höhere Marktbewertung der von der EVN AG direkt gehaltenen Verbund-Aktien. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte stiegen – insbesondere durch eine Veränderung bei den aktiven latenten Steuern sowie den langfristigen Forderungen aus derivativen Geschäften – um 19,3 Mio. Euro bzw. 4,9 % auf 414,2 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich im Berichtszeitraum um 105,1 Mio. Euro bzw. 10,8 % auf 866,9 Mio. Euro. Ein wesentlicher Grund dafür war eine erlösbedingte Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Das Eigenkapital der EVN belief sich per 30. September 2016 auf 2.770,7 Mio. Euro und lag damit um 180,5 Mio. Euro bzw. 7,0 % über dem Vorjahresniveau. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Einklang damit auf 42,3 % (Vorjahr: 39,8 %).
Einen Rückgang um 70,3 Mio. Euro bzw. 2,7 % auf 2.540,7 Mio. Euro zeigten im Berichtszeitraum die langfristigen Schulden. Die Umgliederung kurzfristiger Anteile aus den langfristigen Schulden kompensierte hier eine Erhöhung der Rück stellungen, der langfristigen Steuerverbindlichkeiten s owie der vereinnahmten Baukostenzuschüsse.
Die kurzfristigen Schulden verringerten sich ebenfalls um 54,9 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 1.245,1 Mio. Euro. Wesentliche Gründe dafür waren Rückgänge bei den Lieferantenverbindlichkeiten, den kurzfristigen Rückstellungen sowie den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Einen gegenläufigen Esekt hatte hingegen der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Umgliederung einer im Juni 2017 planmäßig fälligen Anleihe im Volumen von 150,0 Mio. Euro.
| 30.09.2016 | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | absolut | % | Mio. EUR |
| 3.733,7 | 3.736,6 | –2,8 | –0,1 | 3.738,7 |
| 1.537,8 | 1.397,8 | 140,1 | 10,0 | 1.553,8 |
| 414,2 | 394,9 | 19,3 | 4,9 | 485,2 |
| 5.685,8 | 5.529,2 | 156,6 | 2,8 | 5.777,7 |
| 866,9 | 972,0 | –105,1 | –10,8 | 840,4 |
| 3,8 | 0,0 | 3,8 | – | 223,7 |
| 6.556,5 | 6.501,2 | 55,3 | 0,9 | 6.841,8 |
| 2.510,8 | 2.334,8 | 176,1 | 7,5 | 2.395,2 |
| 259,8 | 255,4 | 4,5 | 1,7 | 237,5 |
| 2.770,7 | 2.590,1 | 180,5 | 7,0 | 2.632,7 |
| 1.314,5 | 1.535,7 | –221,2 | –14,4 | 1.747,7 |
| 601,2 | 492,3 | 108,9 | 22,1 | 545,5 |
| 625,0 | 583,1 | 42,0 | 7,2 | 609,4 |
| 2.540,7 | 2.611,0 | –70,3 | –2,7 | 2.902,6 |
| 239,1 | 140,1 | 99,0 | 70,7 | 194,2 |
| 1.006,1 | 1.160,0 | –153,9 | –13,3 | 1.112,3 |
| 1.245,1 | 1.300,0 | –54,9 | –4,2 | 1.306,5 |
| 6.556,5 | 6.501,2 | 55,3 | 0,9 | 6.841,8 |
| +/– |
Bilanzstruktur
| Nettoverschuldung | 30.09.2016 Mio. EUR |
30.09.2015 Mio. EUR |
+/– Mio. EUR |
% | 30.09.2014 Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.314,5 | 1.535,7 | –221,2 | –14,4 | 1.747,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) | 225,4 | 129,9 | 95,5 | 73,5 | 173,8 |
| Fonds der liquiden Mittel | –223,5 | –244,9 | 21,4 | 8,7 | –197,2 |
| Lang- und kurzfristige Wertpapiere | –158,4 | –154,5 | –3,8 | –2,5 | –62,9 |
| Lang- und kurzfristige Ausleihungen | –36,5 | –35,3 | –1,2 | –3,5 | –38,9 |
| Nettoverschuldung | 1.121,5 | 1.230,9 | –109,4 | –8,9 | 1.622,4 |
| Eigenkapital | 2.770,7 | 2.590,1 | 180,5 | 7,0 | 2.632,7 |
| Gearing (%) | 40,5 | 47,5 | – | –14,8 | 61,6 |
1) Exkl. der im Fonds der liquiden Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
Wertanalyse
Die durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC) wurden unter Berücksichtigung der spezifischen Unternehmens- und Länderrisiken zum Zweck der Unternehmenssteuerung mit 6,5 % angesetzt. Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) der EVN lag im Geschäftsjahr 2015/16 bei 6,8 % (Vorjahr: 7,3 %), der erwirtschaftete Wertbeitrag (Economic Value Added, EVA®) betrug 48,5 Mio. Euro (Vorjahr: 47,0 Mio. Euro). Die operative Rentabilität des im Unternehmen gebundenen Gesamtkapitals (Operativer Return on Capital Employed, OpROCE) erreichte im Berichtsjahr 7,6 % (Vorjahr: 7,5 %).
Liquiditätslage
Aufgrund des starken Cash Flows aus dem operativen Bereich konnte die EVN ihre Nettoverschuldung im Berichtszeitraum um 109,4 Mio. Euro bzw. 8,9 % auf 1.121,5 Mio. Euro reduzieren. Auf dieser Basis – und dank des gestiegenen Eigenkapitals – nahm auch die Gearing Ratio von 47,5 % auf 40,5 % ab.
Zur Sicherung ihrer finanziellen Flexibilität verfügt die EVN Gruppe über eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 400,0 Mio. Euro und zusätzlich über vertraglich zugesagte bilaterale Kreditlinien im Gesamtausmaß von 122,0 Mio. Euro, die per 30. September 2016 nicht gezogen waren und somit vollumfänglich zur Verfügung standen. Für die syndizierte Kreditlinie wurde im abgelaufenen
Geschäftsjahr auch die zweite im Kreditvertrag enthaltene Verlängerungsmöglichkeit um ein Jahr genutzt, wodurch das Laufzeitende auf Juli 2021 (statt bisher Juli 2020) erstreckt wurde. Die Restlaufzeiten der mit fünf Banken abgeschlossenen bilateralen Kreditlinien betragen bis zu drei Jahre. Die solide Ausstattung mit Liquiditätsreserven ist ein Zeichen der hohen finanziellen Stabilität und Flexibilität der EVN Gruppe.
Zur Zusammensetzung und Fälligkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten siehe Seite 172
Geldflussrechnung
Der Cash Flow aus dem Ergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum um 99,8 Mio. Euro bzw. 22,8 % auf 537,9 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultierte – trotz des niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern – aus höheren unbaren Ergebniskomponenten, die auf höhere Abschreibungen und niedrigere Ergebnisse von at Equity einbezogenen Unternehmen sowie eine Veränderung der langfristigen Rückstellungen zurückzuführen waren. Unter Ein beziehung der Veränderungen im Working Capital ergab sich ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von 463,0 Mio. Euro, der um 15,2 Mio. Euro bzw. 3,2 % unter jenem des Vergleichs zeitraums lag.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich blieb mit –230,6 Mio. Euro um 157,9 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Wesentlicher Grund dafür war der im Vorjahr erfolgte Verkauf des Projekts Natriumhypochloritanlage in Moskau.
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im Berichtszeitraum auf –253,9 Mio. Euro (Vorjahr: –357,3 Mio. Euro). Im Vorjahr war diese Position maßgeblich von der Rückführung der Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Projekt Natriumhypochloritanlage geprägt gewesen. Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 war neben Dividendenzahlungen an die Aktionäre der EVN AG und an Minderheitengesellschafter auch durch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten bestimmt.
In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2015/16 ein Cash Flow von –21,5 Mio. Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich per 30. September 2016 auf 223,5 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 522,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.
Investitionstätigkeit
Die Investitionen der EVN lagen im Geschäftsjahr 2015/16 mit 315,4 Mio. Euro um 7,2 Mio. Euro bzw. 2,2 % unter dem Vorjahresvolumen.
Im Segment "Erzeugung" lag der Schwerpunkt weiterhin auf dem Ausbau der Windkraftkapazitäten in Niederösterreich. So erhöhte die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Windparks Paasdorf-Lanzendorf die hier verfügbare Windkraftkapazität im Berichtszeitraum um rund 19 MW, wodurch die EVN nun insgesamt über rund 268 MW an Windkraftkapazitäten verfügt. Aufgrund des geplanten Projektverlaufs der einzelnen Vorhaben waren die Investitionen im Bereich Erzeugung jedoch rückläufig.
Im Segment "Energiehandel und -vertrieb" lag der Hauptfokus der Investitionstätigkeit auf dem Ausbau der Fernwärmenetze der EVN und auf dem Bau von Nahwärmeanlagen bzw. Biomasse-Heizwerken.
| Konzern-Geldflussrechnung – | 2015/16 | 2014/15 | +/– | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfassung | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | Mio. EUR |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 198,9 | 207,9 | –9,1 | –4,4 | –373,3 |
| Unbare Ergebniskomponenten | 339,0 | 230,1 | 108,9 | 47,3 | 710,8 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 537,9 | 438,1 | 99,8 | 22,8 | 337,4 |
| Veränderung kurz- und langfristiger Bilanzpositionen | –75,4 | 35,5 | –110,9 | – | 228,1 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 0,6 | 4,6 | –4,0 | –86,6 | –19,6 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 463,0 | 478,3 | –15,2 | –3,2 | 546,0 |
| Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen inkl. Baukosten- und Investitionszuschüsse |
–239,1 | –242,5 | 3,3 | 1,4 | –300,5 |
| Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten |
2,6 | 250,4 | –247,7 | –98,9 | 14,2 |
| Veränderung bei kurzfristigen Wertpapieren | 5,9 | –80,5 | 86,4 | – | 43,1 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –230,6 | –72,7 | –157,9 | – | –243,3 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –253,9 | –357,3 | 103,4 | 28,9 | –335,0 |
| Cash Flow gesamt | –21,5 | 48,3 | –69,8 | – | –32,3 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 244,9 | 197,2 | 47,7 | 24,2 | 229,5 |
| Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel | 0,1 | –0,6 | 0,7 | – | 0,0 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 223,5 | 244,9 | –21,4 | –8,7 | 197,2 |
| Investitionsschwerpunkte der EVN1) | 2015/16 | 2014/15 | +/– | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | Mio. EUR | |
| Erzeugung | 31,2 | 47,8 | –16,7 | –34,8 | 84,1 |
| davon erneuerbare Energie in Niederösterreich | 25,9 | 39,9 | –13,9 | –34,9 | 36,1 |
| davon thermische Kraftwerke | 5,0 | 5,8 | –0,8 | –13,5 | 47,6 |
| davon erneuerbare Energie in Südosteuropa | 0,0 | 1,5 | –1,5 | – | 0,0 |
| Energiehandel und -vertrieb | 26,0 | 22,7 | 3,3 | 14,7 | 32,3 |
| davon Wärmeanlagen | 26,0 | 22,4 | 3,7 | 16,3 | 30,7 |
| Netzinfrastruktur Inland | 154,7 | 160,2 | –5,5 | –3,4 | 186,8 |
| davon Stromnetz | 105,1 | 113,4 | –8,2 | –7,3 | 135,4 |
| davon Gasnetz | 35,2 | 33,9 | 1,3 | 3,8 | 38,6 |
| davon Kabel-TV und Telekommunikation | 14,5 | 13,0 | 1,5 | 11,5 | 11,8 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 93,5 | 78,5 | 14,9 | 19,0 | 77,5 |
| Umwelt | 8,1 | 10,9 | –2,8 | –25,6 | 13,3 |
| davon überregionale Versorgungsleitungen und Ortsnetze | |||||
| für Trinkwasser | 7,3 | 9,4 | –2,1 | –22,1 | 9,4 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 1,9 | 2,5 | –0,6 | –23,3 | 2,5 |
| Summe | 315,4 | 322,7 | –7,2 | –2,2 | 396,3 |
1) Nach Konsolidierung
Struktur der Investitionen
%, Gesamtsummen: Mio. EUR
Im Segment "Netzinfrastruktur Inland" befanden sich die Investitionen auf hohem Niveau, aber unter dem Vorjahreswert. Der Fokus lag einmal mehr auf dem Neubau bzw. der Erweiterung von Umspannwerken und dem Ausbau der 110-kV-Leitungen.
Im Segment "Energieversorgung Südosteuropa" galt der Schwerpunkt Investitionen zur weiteren Reduktion der Netz verluste. Darüber hinaus wurde in Kroatien der Ausbau der Erdgasversorgung entlang der dalmatinischen Küste fortgesetzt. In Summe lagen die Investitionen in diesem Segment über dem Vorjahresniveau.
Im Segment "Umwelt" lag der Fokus vor allem auf der Trinkwasserversorgung und dabei insbesondere dem Bau von Naturfilteranlagen zur natürlichen Qualitätssteigerung des Trinkwassers in Niederösterreich sowie Investitionen in die Leistungsfähigkeit der Leitungsnetze.
Einen Überblick über die wichtigsten Investitionsschwerpunkte gibt die obenstehende Tabelle.
Nichtfinanzielle Kennzahlen
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei. Als Basis für ein gezieltes Controlling der CSR-Aktivitäten fand auch eine Reihe an CSR-Kennzahlen Eingang in das interne und externe Reporting der EVN Gruppe. Einen Auszug der wichtigsten nichtfinanziellen Kennzahlen für die EVN finden sich in diesem Kapitel.
| Arbeiten bei der EVN | 2015/16 | 2014/15 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter gesamt | Durchschnitt | 6.830 | 6.973 | 7.314 |
| Frauenanteil | % | 22,6 | 21,9 | 21,4 |
| Aus- und Weiterbildungsaufwand1) | Mio. EUR | 1,8 | 1,9 | 2,3 |
| Aus- und Weiterbildungsaufwand pro Mitarbeiter1) | EUR | 263,4 | 275,7 | 310,4 |
| Ausbildungsstunden pro Mitarbeiter | Stunden | 27,2 | 30,7 | 34,9 |
| Arbeitsunfälle | Anzahl | 89 | 87 | 104 |
1) Seminargebühren, Trainer, E-Learning
Die EVN als verantwortungsbewusster Arbeitgeber
Der Frauenanteil unter den EVN Mitarbeitern betrug in der Berichtsperiode 22,6 %. Bereits im Geschäftsjahr 2010/11 hatte die EVN das Programm "Frauen@EVN" initiiert. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betresen als Männer. Ziele sind dabei die Gewährleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sowie die Erhöhung des Frauenanteils in der EVN.
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Organisiert werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie.
Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung nehmen in allen Unternehmenseinheiten der EVN einen zentralen Stellenwert ein. Das hohe Sicherheitsniveau wird vor allem durch Schulungen und Bewusstseinsbildung gewährleistet.
Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Ressourcenschonung, nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz Energieerzeugung
Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen – vor allem aus Wind- und Wasserkraft, aber auch aus Biomasse und Sonnenenergie – einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig zu steigern. Im Geschäftsjahr 2015/16 stammten 34,5 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität in diesem Bereich von derzeit rund 268 MW mittelfristig auf mehr als 300 MW zu erhöhen.
Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie die Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an; 30 % des konzernweiten
| Energieerzeugung | 2015/16 | 2014/15 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|---|
| Anteil erneuerbarer Energie an der Gesamtproduktion | % | 34,5 | 43,1 | 42,5 |
| Erzeugungskapazität aus Windkraftanlagen | MW | 268 | 250 | 213 |
| Eigenerzeugungsquote | % | 32,1 | 25,3 | 22,7 |
Stromabsatzes sollen aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abgedeckt werden. Im Geschäftsjahr 2015/16 betrug die Eigenerzeugungsquote 32,1 %.
Innovation, Forschung und Entwicklung
Die wichtigsten Handlungsfelder der EVN Wesentlichkeitsmatrix geben unter anderem den Themenrahmen für die Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der EVN vor. Vor diesem Hintergrund werden primär Projekte zur Schonung von Umwelt und Ressourcen, zur Versorgungssicherheit sowie zur Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verfolgt. Zielsetzungen sind die Entwicklung von Lösungen für eine emissionsärmere Zukunft, einen eVzienteren Energieeinsatz und ein dezentrales Energiesystem basierend auf den Kunden bedürfnissen.
Innovationsprojekte werden zunehmend je nach Anforderungen mit State-of-the-Art-Innovationsmethoden (wie Design Thinking und Business Model Canvas) entwickelt und durchgeführt. Forschungsprojekte werden – je nach konkreter Anforderung und Sinnhaftigkeit – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und ösentliche Forschungs-
Förderquote
Aufwand Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte
1) Förderquote = Anteil der Förderungen am Gesamtaufwand für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte
einrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet damit einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wendete die EVN 1,6 Mio. Euro (davon 14,4 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Zu den Forschungsschwerpunkten, die im Berichtsjahr fortgesetzt bzw. vertieft wurden, zählten unter anderem:
- Projekte zur Nutzung der Überproduktion aus erneuerbarer Erzeugung, z. B. mittels Energiespeicherung bzw. Kombinationen aus Energiespeicherung und -wandlung sowie im Rahmen von Demand Side Management (Power-to-Heat, Power-to-Gas)
- Projekte im Bereich der Großbatterie-Speicher
- Smart-Grid-Projekte zur Erforschung von Speichermöglichkeiten und deren Zusammenwirken mit weiteren Komponenten aus den Bereichen Erzeugung, Netze und Verbrauch
- Projekte im Bereich "Virtuelle Kraftwerke"
- Projekte im Bereich "Dezentrale Energielösungen"
- "Green Storage Grid Projekt" zur Untersuchung innovativer Wärmespeicher und deren Einsatzmöglichkeiten zur Flexibilisierung von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung
- Projekte zur Verbesserung der EnergieeVzienz sowie zur Optimierung des Energiebedarfs für Anlagen im Energie- und Umweltbereich
- Nachfolgeprojekt "CO2USE" zur CO2 -Abscheideanlage der EVN im Kraftwerk Dürnrohr, um das abgeschiedene CO2 mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststos umzuwandeln
Der seit dem Geschäftsjahr 2013/14 bestehende EVN Trendmonitor wurde im Berichtsjahr fortgeführt und verbessert. Bei dieser Innovationsinitiative handelt es sich um eine konzernweite, von EVN Experten kuratierte Plattform, die es allen Mitarbeitern ermöglicht, aktuelle Medienbeiträge und Informationen zu den für die EVN relevanten Trends und Technologien zu teilen bzw. diese zu verfolgen. Der EVN Trendmonitor fördert einen osenen Wissensaustausch, stärkt die Wissensbasis der Mitarbeiter und dient damit letztlich als Inspiration für die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle.
Risikomanagement
Risikodefinition
Im EVN Konzern ist Risiko als die potenzielle Abweichung von geplanten Unternehmenszielen definiert.
Risikomanagementprozess
Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale durch aktive Risikosteuerung. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Hier werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Ebenso erfolgt hier die Analyse des Risikoprofils der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeits- und compliance-relevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse. Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:
- Identifikation: Erhebung bzw. Überarbeitung der Risiken auf Basis der letzten Risikoinventur (Review des Risikoinventars) und Identifikation von neuen Risiken und entsprechenden Risiko steuerungsmaßnahmen
- Bewertung und Analyse: Qualitative und quantitative Bewertung der identifizierten Risiken, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven und Modellierung der Ergebnis- und Cash-Flow-Verteilungen
- Berichterstattung: Diskussion und Beurteilung des Risikoprofils im Risikoarbeitsausschuss sowie im Konzernrisikoausschuss und gegebenenfalls Einleitung von weiteren Risikosteuerungsmaßnahmen; Risikoberichterstattung an den Prüfungsausschuss
- Prozess-Review: Definition jener organisatorischen Einheiten, die einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind; regelmäßige Überprüfung, ob die festgelegten Methoden bei geänderten Verhältnissen zu modifizieren sind; regelmäßige Prüfung durch die Interne Revision
Aufgaben des Risikoarbeitsausschusses
Der Risikoarbeitsausschuss unterstützt das zentrale Risikomanagement bei der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikomanagementprozesses. Er beurteilt und genehmigt Änderungen in Bezug auf die (Bewertungs-)Methodik und definiert Art und Umfang der Risikoberichterstattung. Stimmberechtigte Mitglieder des Risikoarbeitsausschusses auf Ebene des EVN Konzerns sind die Leiter der Konzernfunktionen Controlling, Generalsekretariat und Corporate
Asairs, Finanzwesen, Rechnungswesen und Interne Revision, der Chief Compliance OVcer (CCO) sowie ein (unternehmensinterner) energiewirtschaftlicher Experte.
Konzernrisikoausschuss und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss, der aus dem Vorstand der EVN AG, den Leitern der strategischen Geschäftseinheiten und den Mitgliedern des Risikoarbeitsausschusses besteht, werden die Ergebnisse der Risikoinventur sowie die Berichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf, kann Arbeitsgruppen einberufen sowie Arbeitsaufträge erteilen und verabschiedet die Ergebnisse der Risikoinventur (Risikoberichte).
GRI-Indikator: Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Prüfung des Risikomanagements hinsichtlich wirtschaft licher, ökologischer und gesellschaftlicher Risiken (G4-46)
Risikoprofil
Neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil der EVN vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt- und Wettbewerbs-, Finanz-, Betriebs-, Umfeld-, Strategieund Planungs- sowie sonstige Risiken, auf die im Folgenden näher eingegangen wird.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Energiehandel und -vertrieb
Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, demografischen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kundenund Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können die Marktpreisentwicklung und -volatilität, eine suboptimale Beschasungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen.
GRI-Indikator: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Risiken und Chancen für die Aktivitäten der Organisation (G4-EC2)
Erzeugung/Aufbringung
Der Anstieg dezentraler und nicht regelbarer Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengenesekte). Da die Wirtschaftlichkeit und die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen, Wirkungsgraden, energiepolitischen Rahmenbedingungen und Standorten abhängig sind, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)Verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits gesetzten Maßnahmen bestehen derartige Risiken weiterhin für thermische Erzeugungsanlagen, aber auch für Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energie.
Umwelt
Im Umweltgeschäft sieht die EVN Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Aufgrund von Marktsättigung, eingeschränkten Ressourcen für Infrastrukturprojekte oder Nichtberücksichtigung bzw. Unterliegen in Ausschreibungsverfahren kann das Projektvolumen im Umweltbereich zurückgehen. Die EVN ist zudem Projektabwicklungs- und Lieferantenrisiken wie dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.
Finanzrisiken
Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich sowie bei Großprojekten/-anlagen. Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein eVzientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonität auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken. Dennoch können die Energieerträge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und im Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschasungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.
Im Bereich der kerngeschäftsnahen Beteiligungen (vor allem Verbund AG, Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Burgenland Holding AG, ENERGIEALLIANZ Austria GmbH) besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds die Gefahr, dass nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklungen auf die EVN durchschlagen.
Im Rahmen der aktiven Steuerung der Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken stellt das niedrige Zinsniveau eine zunehmende Herausforderung für die kurz- bis
mittelfristige Veranlagung von liquiden Mitteln dar. Dies kann zu Opportunitätsverlusten führen und negative Auswirkungen auf die Bewertung von Personalrückstellungen sowie auf künftige Tarife haben.
Betriebsrisiken
Insbesondere im Energie- und Netzgeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Ver sorgungsunterbrechungen und zum Schlagendwerden von Haftungs- und Reputationsrisiken kommen kann. Auch im Umweltgeschäft besteht das Risiko von Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Risiken bestehen auch in der suboptimalen Auslegung und Nutzung technischer Anlagen und der Einschätzung und Umsetzung von technologischen Neuerungen. Zudem bestehen operationelle Risiken in Bezug auf Organisation, Planung, Personal und Compliance.
Umfeldrisiken
Regulierung, Energie- und Umweltgesetzgebung sowie die Veränderung von politischen und ösentlichen Positionen zu Energie- und Infrastrukturprojekten sind wesentliche Risikotreiber. Eine Änderung des Förderregimes, das Ausbleiben von erwarteten Förderungen und eine Änderung der gesetzlich fixierten Tarife können die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Politische und wirtschaftliche Instabilität, willkürliche Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stellen Herausforderungen dar. Erforderliche Genehmigungen und Lizenzen könnten nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden. In diesem Zusammenhang ist das von der bulgarischen Regulierungsbehörde eingeleitete Lizenzentzugsverfahren für den Strombereich (EWRC) gegen die Stromvertriebsgesellschaft der EVN in Bulgarien (EVN Bulgaria ElectrosnabdIavane EAD) zu nennen.
Vertrags- und Rechtsrisiken bestehen im Zusammenhang mit potenziellen oder bereits anhängigen (Schieds-)Gerichts- und Investitionsschutzverfahren sowie regulatorischen bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten im Zusammenhang mit Geschäfts feldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederösterreich mit einem weiterhin heraus fordernden Umfeld konfrontiert. Im Rahmen der jährlich durch geführten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken für die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungs legungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Das IKS der EVN wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird. Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontroll umfeld, Risiko beurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns.
Zum EVN Verhaltenskodex siehe www.evn.at/verhaltenskodex
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und die sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche An weisungen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt. Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen – das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen – verantwortlich.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungs maßnahmen mit dem Ziel implementiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse sämtlicher Tochtergesellschaften richtig erfasst werden. Diese Maßnahmen umfassen sowohl automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufmännischen Konzernfunktionen. Auf Basis der Abschlüsse der Tochterunternehmen führen diese Fachabteilungen umfangreiche Plausibilitätsüberprüfungen durch, damit die Daten der Einzelabschlüsse ordnungsgemäß in den Konzern abschluss übernommen werden. Die Überprüfung der Abschluss-daten sieht vor, dass die Daten vor und nach der Konsolidierung zentral auf Positions-, Segment- und Konzernebene analysiert werden. Erst nach Durchführung dieser Qualitätskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Kon zern abschlusses.
Das Rechnungswesen der EVN AG und der wichtigsten in- und ausländischen Tochtergesellschaften wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen) geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt mit der Software Hyperion Financial Management, in die die Wert e der Einzel abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften mittels Schnittstelle übernommen werden. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugrissberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahin gehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es im Geschäftsjahr Risikovorfälle gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden im Sinn der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.
Information, Kommunikation und Überwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem um fassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht zweimal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, die als Informationsgrundlage zur Beurteilung der EVzienz und Esektivität des IKS dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch das IKS-Management in Zusammen arbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.
GRI-Indikator: Häufigkeit der Überprüfung der wirtschaft lichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, Risiken, Chancen durch das höchste Kontrollorgan (G4-47)
Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | ||
| Deckungsbeitragsrisiko (Preis- und Mengenenekte) |
Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen der geplanten Deckungsbeiträge |
Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungs strategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung |
| • Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs und Absatzpreise (insbesondere für Energieträger) |
der Kundensegmente sowie Geschäftsfelder; auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette; |
|
| • Sinkende Nachfrage nach Produkten bzw. Leistungen der EVN; Rückgang der Eigenerzeugungsmenge |
längerfristiger Verkauf von Kraftwerkskapazitäten | |
| Lieferantenrisiko | Überschreiten der geplanten (Projekt-)Kosten; Verzögerungen bei der Ausführung vertraglich zugesagter Leistungen |
Partnerschaften, möglichst weitgehende vertragliche Absicherung, externe Expertise |
| Finanzrisiken1) | ||
| Fremdwährungsrisiken | Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverluste) und Translationsrisiken bei der Fremdwährungsumrech nung im Konzernabschluss; nicht währungskonforme Finanzierung von Konzerngesellschaften |
Überwachung, Limits und Absicherungsinstrumente |
| Liquiditäts-, Cash Flow- und Finanzierungsrisiko |
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten; Risiko, erforderliche Liquidität/Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können |
Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung, Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien) |
| Preis-/Kursänderungsrisiken | Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen (z. B. Fonds) und börsenotierten strategischen Beteili gungen (z. B. Verbund AG, Burgenland Holding AG) |
Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher Value-at-Risk-Ermittlung; Anlagerichtlinien |
| Counterparty-/Kreditrisiken (Ausfallrisiken) |
Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem Geschäftspartner zugesagten Leistung |
Vertragliche Konstruktionen, Bonitäts-Monitoring und Kreditlimitsystem, Versicherungen und Diversifizierung der Geschäftspartner |
| Beteiligungsrisiken | Nichterreichen der Gewinnziele einer Beteiligungsgesellschaft |
Vertretung im Aufsichtsrat bzw. in Gesellschafter-/Risikoausschüssen der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft |
| Rating-Veränderung | Bei Verringerung der Rating-Einstufung höhere Refinanzierungskosten |
Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanzkennzahlen |
| Zinsänderungsrisiken | Veränderungen der Marktzinsen, steigender Zinsaufwand |
Einsatz von Absicherungsinstrumenten |
| Wertminderungs-/Impairment-Risiken | Wertberichtigung von Forderungen, Wertminderung von Firmenwerten, Beteiligungen bzw. sonstigen Vermögenswerten |
Monitoring mittels Sensitivitätsanalysen |
| Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten (Garantien) |
Finanzieller Schaden durch Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten |
Eventualverbindlichkeiten auf erforderliches Mindestmaß beschränken; laufendes Monitoring |
| Strategie- und Planungsrisiken | ||
| Technologierisiko | Spätes Erkennen von und Reagieren auf neue Technologien (verzögerte Investitionstätigkeit) bzw. auf Veränderungen von Kundenbedürfnissen; Investitionen in die "falschen" Technologien |
Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten, eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte, ständige Anpassung an den Stand der Technik |
| Planungsrisiko | Modellrisiko, Treffen von falschen bzw. unvollständigen Annahmen, Opportunitätsverluste |
Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter, Monitoring der Parameter und regelmäßige Updates, Vier-Augen-Prinzip |
| Organisatorische Risiken | Ineffiziente bzw. ineffektive Abläufe, Schnittstellen, Doppelgleisigkeiten |
Prozessmanagement, Dokumentation, internes Kontrollsystem (IKS) |
1) Zum Einsatz von Finanzinstrumenten siehe auch Seite 185ff und Seite 188f
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| Betriebsrisiken | ||
| Infrastrukturrisiken | Falsche Auslegung und Nutzung der technischen Anlagen |
Beheben von technischen Schwachstellen, regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und künftig benötigten Infrastruktur |
| Störungen/Netzausfall (Eigen- und Fremdanlagen), Unfälle |
Versorgungsunterbrechung, Gefährdung von Leib und Leben bzw. Infrastruktur durch Explosionen/Unfälle |
Technische Nachrüstung bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze, Ausbau und Instandhaltung der Netzkapazitäten |
| IT-/Sicherheitsrisiken (inkl. Cyber Security) |
Systemausfälle; Datenverlust bzw. unbeabsichtigter Datentransfer; Hackerangriffe |
Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung, Back-up-Systeme, technische Wartung, externe Prüfung, Arbeitssicherheitsmaßnahmen, Krisenübungen |
| Mitarbeiterrisiken | Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern, Ausfall durch Arbeitsunfälle, personelle Über- oder Unterkapazitäten, Kommunikations probleme, kulturelle Barrieren, Betrug, bewusste bzw. unbewusste Fehldarstellung von Transaktionen bzw. Jahresabschlussposten |
Attraktives Arbeitsumfeld, Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle, Schulungen, Konzerntage, internes Kontrollsystem (IKS) |
| Umfeldrisiken | ||
| Gesetzgebungs-, regulatorische und politische Risiken |
Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des regulatorischen Umfelds (z. B. Umweltgesetze, wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen, Marktliberalisierung in Südosteuropa); Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator |
Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene; angemessene Dokumentation und Leistungsverrechnung |
| Rechts- und Prozessrisiko | Nichteinhalten von Verträgen, Prozessrisiko aus diversen Klagen |
Vertretung in lokalen, regionalen, nationalen und EU-weiten Interessenvertretungen, Rechtsberatung |
| Soziales und gesamtwirtschaftliches Umfeld |
Konjunkturelle Entwicklungen, Schulden-/Finanzkrise, stagnierende oder rückläufige Kaufkraft, steigende Arbeitslosigkeit |
Weitestgehende Ausschöpfung von (anti-)zyklischen Optimierungspotenzialen |
| Vertragsrisiken | Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus Finanzierungsverträgen |
Umfassende Legal Due Diligence, Zukauf von Expertise/Rechtsberatung, Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring |
| Sonstige Risiken | ||
| Unerlaubte Vorteilsgewährung, Non-Compliance |
Weitergabe vertraulicher interner Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption |
Interne Kontrollsysteme, einheitliche Richtlinien und Standards, Verhaltenskodex, Compliance-Organisation |
| Projektrisiko | z. B. Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer Kapazitäten |
Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter |
| Co-Investment-Risiko | Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von Großprojekten gemeinsam mit Partnerunternehmen |
Vertragliche Absicherung, effizientes Projektmanagement |
| Sabotage | Sabotage z. B. bei Erdgasleitungen, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen |
Geeignete Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßige Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte |
| Imagerisiko | Reputationsschaden | Transparente und proaktive Kommunikation, nachhaltige Unternehmenssteuerung |
GRI-Indikator: Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen (G4-2)
Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden die relevanten Informationen zudem auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Ergebnisse ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.
Aktienstruktur und Angaben zum Kapital
Angaben gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch
-
- Per 30. September 2016 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur diese eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten und werden auf dem Prime Market der Wiener Börse gehandelt.
-
- Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte bzw. Vereinbarungen über die Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass die Übertragbarkeit der Beteiligung des Landes Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, durch bundes- und landesverfassungsgesetzliche Bestimmungen eingeschränkt ist.
-
- Auf Basis dieser verfassungsrechtlichen Vorschriften ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe, der Aktien im Ausmaß von 32,0 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe,
eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956, hält. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum 30. September 2016 1,1 %; der Streubesitz belief sich somit auf 15,9 %.
-
- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
-
- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar selbst bei der Hauptversammlung aus. Es besteht in der EVN AG kein Aktienoptionsprogramm.
-
- Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens zehn und höchstens fünfzehn Mitgliedern. Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
-
- Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. Jänner 2016 beschloss, das seit 16. Jänner 2014 laufende Aktienrückkaufprogramm zu beenden und den Vorstand erneut zu ermächtigen, während einer Geltungsdauer von 30 Monaten auf Inhaber lautende eigene Stückaktien zum Zweck (i) der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie (ii) gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN zu erwerben.
- Siehe auch Seite 42
-
- Aufgrund der oben in Punkt 2. und 3. erwähnten Rechtslage ist ein Kontrollwechsel im Sinn des § 243a Abs. 1 Z. 8 UGB in der EVN AG derzeit von Gesetzes wegen unzulässig. Allfällige Folgewirkungen eines Kontrollwechsels können daher nicht eintreten.
-
- Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines ösentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs. 1 Z. 9 UGB bestehen nicht.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/17
Der stetig voranschreitende Ausbau der erneuerbaren Erzeugung bringt wesentliche Herausforderungen auf den Energiegroßhandelsmärkten mit sich. Niedrige Preise führen dazu, dass die thermischen Kraftwerke nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Gleichzeitig werden Ausgleichsenergie bzw. Engpassmanagement-Kapazitäten zur Stabilisierung der Stromnetze benötigt. Die EVN stellt ihre thermischen Kraftwerke bereits seit Jahren zur Netzstabilisierung zur Verfügung. Auch für die Winterhalbjahre 2016/17 und 2017/18 und für den Sommer 2017 wurden entsprechende Vereinbarungen getrosen.
Im Bereich der Infrastruktur wird die EVN auch im Geschäftsjahr 2016/17 wieder umfangreiche Investitionen vornehmen. In Niederösterreich werden die Stromnetze für die ansteigende Einspeisung aus volatiler erneuerbarer Energie aufgerüstet, in Südosteuropa sollen wie schon in den vergangenen Jahren die Netzverluste weiter reduziert werden. Dazu setzt die EVN auf moderne Netze, die westeuropäischen Standards entsprechen, sowie auf fernauslesbare Zähler.
Ein weiterer wesentlicher Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt im Ausbau der erneuerbaren Erzeugung in Niederösterreich. So sollen insbesondere im Bereich Windenergie neue Projekte umgesetzt werden, um das Ausbauziel von mehr als 300 MW in den nächsten zwei Jahren zu erreichen. Bei den Naturwärmeanlagen sind Netzverdichtungen und Modernisierungen bestehender Anlagen geplant. Darüber hinaus baut die EVN ihre Leitungs-
Maria Enzersdorf, am 17. November 2016
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
netze in der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich aus, um ihre Versorgungsstandards auch in niederschlagsärmeren Regionen und während Trockenphasen halten zu können. Mithilfe von Naturfilteranlagen, die die Wasserhärte mittels Membrantechnik auf natürliche Weise reduzieren, wird die bereits heute hohe Qualität in der Wasserversorgung laufend weiter gesteigert.
Im internationalen Projektgeschäft des Umweltsegments wird die EVN in den kommenden Monaten wieder verstärkt in der Projekt akquisition tätig sein. Neue Märkte mit entsprechendem Potenzial sind dabei von besonderem Interesse. Auf die Vermeidung oder Absicherung politischer Risiken wird dabei Bedacht genommen.
Das integrierte Geschäftsmodell der EVN bewährt sich in diesem herausfordernden Umfeld seit Jahren. Die breite Aufstellung der Gruppe entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette und die zusätzliche Diversifizierung durch das Umweltgeschäft fördern die Stabilität des Ergebnisses.
Vor diesem Hintergrund und unter Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2016/17, das sich aus dem operativen Geschäft ergibt, weitgehend stabil erwartet. Esekte aus den Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sind davon getrennt zu betrachten. Weitere Einflüsse auf das Ergebnis können sich aus regulatorischen Rahmenbedingungen, den eingeleiteten Verfahren in Bulgarien sowie aus dem Fortgang der Aktivitäten in Moskau ergeben.
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Konzernabschluss 2015/16
Nach International Financial Reporting Standards
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 122 | |
|---|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 123 | |
| Konzern-Bilanz | 124 | |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 125 | |
| Konzern-Geldflussrechnung | 126 | |
| Konzernanhang | 127 | Grundsätze der Rechnungslegung |
| 130 | Konsolidierung | |
| 135 | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | |
| 151 | Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 157 | Erläuterungen zur Konzern-Bilanz | |
| 181 | Segmentberichterstattung | |
| 185 | Sonstige Angaben | |
| Beteiligungen der EVN | 199 | |
| Bestätigungsvermerk | 204 | |
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 26 | 2.046,6 | 2.135,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 27 | 97,0 | 108,4 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 28 | –1.177,3 | –1.320,4 |
| Personalaufwand | 29 | –313,7 | –313,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 30 | –141,6 | –168,1 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter | 31 | 93,5 | 141,1 |
| EBITDA | 604,4 | 583,2 | |
| Abschreibungen | 32 | –266,1 | –260,3 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | 32 | –77,9 | –54,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 260,4 | 268,2 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter | –8,7 | 0,4 | |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 14,4 | 11,6 | |
| Zinserträge | 16,7 | 21,7 | |
| Zinsaufwendungen | –77,4 | –91,1 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | –6,5 | –2,9 | |
| Finanzergebnis | 33 | –61,6 | –60,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 198,9 | 207,9 | |
| Ertragsteuern | 34 | –16,0 | –17,3 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 182,8 | 190,7 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 156,4 | 148,1 | |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 26,4 | 42,6 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR1) | 35 | 0,88 | 0,83 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,422) | 0,42 | |
1) Verwässert ist gleich unverwässert
2) Vorschlag an die Hauptversammlung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 182,8 | 190,7 | |
| Sonstiges Ergebnis aus | |||
| Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
–27,7 | 1,6 | |
| Neubewertung IAS 19 | 48 | –39,8 | 21,2 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 48 | 1,8 | –13,9 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 48 | 10,3 | –5,6 |
| Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
121,8 | –139,4 | |
| Währungsdifferenzen | 5 | 1,0 | –10,7 |
| Available-for-Sale-Finanzinstrumente | 48 | 119,5 | –163,5 |
| Cash Flow Hedges | 48 | 3,2 | 5,4 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 48 | 33,0 | –12,9 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 48 | –34,9 | 42,2 |
| Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 94,2 | –137,9 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 277,0 | 52,9 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | 250,6 | 15,4 | |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 26,4 | 37,5 | |
Konzern-Bilanz
| Aktiva Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte 36 221,2 220,2 Sachanlagen 37 3.512,5 3.516,3 At Equity einbezogene Unternehmen 38 925,8 898,1 Sonstige Beteiligungen 39 612,0 499,7 Aktive latente Steuern 52 100,5 86,4 Übrige Vermögenswerte 40 313,7 308,4 5.685,8 5.529,2 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 41 140,2 132,5 Forderungen 42 414,1 503,2 Wertpapiere 43 75,4 81,3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 62 237,2 255,1 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 44 3,8 – 870,8 972,0 Summe Aktiva 6.556,5 6.501,2 Passiva Eigenkapital Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 45–49 2.510,8 2.334,8 Nicht beherrschende Anteile 50 259,8 255,4 2.770,7 2.590,1 Langfristige Schulden Langfristige Finanzverbindlichkeiten 51 1.314,5 1.535,7 Langfristige Steuerverbindlichkeiten 52 93,2 31,2 Langfristige Rückstellungen 53 508,0 461,1 Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 54 560,7 507,4 Übrige langfristige Schulden 55 64,3 75,6 2.540,7 2.611,0 Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 56 239,1 140,1 Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 57 55,2 63,6 Lieferantenverbindlichkeiten 58 399,6 472,3 Kurzfristige Rückstellungen 59 97,8 146,1 Übrige kurzfristige Schulden 60 453,4 477,9 1.245,1 1.300,0 Summe Passiva 6.556,5 6.501,2 |
Mio. EUR | Erläuterung | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|---|---|
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Mio. EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Bewertungs rücklage |
Unterschieds betrag aus der Währungs umrechnung |
Eigene Anteile |
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2014 | 330,0 | 253,1 | 1.794,9 | 52,1 | –13,2 | –21,6 | 2.395,2 | 237,5 | 2.632,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | 148,1 | –122,0 | –10,7 | – | 15,4 | 37,5 | 52,9 |
| Dividende 2013/14 | – | – | –74,7 | – | – | – | –74,7 | –19,6 | –94,3 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | –1,0 | –1,1 | – | –1,1 |
| Stand 30.09.2015 | 330,0 | 253,0 | 1.868,2 | –69,9 | –24,0 | –22,5 | 2.334,8 | 255,4 | 2.590,1 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | 156,4 | 93,1 | 1,0 | – | 250,6 | 26,4 | 277,0 |
| Dividende 2014/15 | – | – | –74,7 | – | – | – | –74,7 | –19,7 | –94,4 |
| Kapitalherabsetzung | – | – | – | – | – | – | – | –2,2 | –2,2 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | 0,4 | 0,2 | – | 0,2 |
| Sonstige Veränderungen | – | – | –0,1 | – | – | – | –0,1 | – | –0,1 |
| Stand 30.09.2016 | 330,0 | 252,9 | 1.949,9 | 23,2 | –23,0 | –22,2 | 2.510,8 | 259,8 | 2.770,7 |
| Erläuterung | 45 | 46 | 47 | 48 | 5 | 49 | 50 |
Konzern-Geldflussrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 198,9 | 207,9 | |
| + Abschreibungen /– Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 32 | 344,0 | 315,0 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | |||
| und sonstigen Beteiligungen | 38, 39 | –99,1 | –153,1 |
| + Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | 135,2 | 120,7 | |
| + Zinsaufwendungen | 77,4 | 91,1 | |
| – Zinsauszahlungen | –63,6 | –76,6 | |
| – Zinserträge | –16,7 | –21,7 | |
| + Zinseinzahlungen | 13,7 | 20,3 | |
| – Gewinne /+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen | 2,6 | 1,2 | |
| – /+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | –2,0 | 2,2 | |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 27 | –43,7 | –38,7 |
| – Gewinne /+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs | 0,7 | –0,2 | |
| + Zunahme /– Abnahme von langfristigen Rückstellungen | 53 | –9,5 | –30,1 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 537,9 | 438,1 | |
| + Abnahme /– Zunahme der Vorräte und Forderungen | 69,8 | 53,4 | |
| + Zunahme /– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen | –48,3 | 10,8 | |
| + Zunahme /– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen Verbindlichkeiten | –97,0 | –28,6 | |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | 0,6 | 4,6 | |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 463,0 | 478,3 | |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 4,4 | 2,1 | |
| + Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen | 72,4 | 78,1 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | 45,9 | 290,9 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen kurzfristiger Wertpapiere | 10,4 | 94,7 | |
| – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –315,9 | –322,7 | |
| – Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –43,3 | –40,7 | |
| – Auszahlungen für Zugänge kurzfristiger Wertpapiere | –4,5 | –175,2 | |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –230,6 | –72,7 | |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG | 47 | –74,7 | –74,7 |
| – Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile | –19,7 | –19,6 | |
| – Zu- /+ Abgang Nennkapital | –2,2 | – | |
| – Erwerb /+ Verkauf eigener Anteile | 0,2 | –1,1 | |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –157,5 | –261,9 | |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –253,9 | –357,3 | |
| Cash Flow gesamt1) | –21,5 | 48,3 | |
| Fonds-Veränderungen | 62 | ||
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 1) | 244,9 | 197,2 | |
| Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel | 0,1 | –0,6 | |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 1) | 223,5 | 244,9 | |
| Cash Flow gesamt2) | –21,5 | 48,3 |
1) Der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten laut Konzern-Bilanz.
2) Zusatzangaben zur Konzern-Geldflussrechnung finden sich in Erläuterung 62. Konzern-Geldflussrechnung.
Konzernanhang
Grundsätze der Rechnungslegung
1. Allgemeines
Die EVN AG als Mutterunternehmen des EVN Konzerns (EVN) ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges führendes börsenotiertes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen. Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarkts ist die EVN in der Energiewirtschaft Bulgariens, Mazedoniens und Kroatiens tätig. Im Umweltbereich werden über Tochtergesellschaften Kunden in neun Ländern in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung betreut.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der EVN AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr der EVN AG umfasst jeweils den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Weichen Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen von jenem der EVN AG ab, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt.
Sofern nicht anders angegeben, wird der Konzernabschluss auf Grundlage historischer Anscha_ungs- und Herstellungskosten erstellt.
Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Bilanz sowie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert. Die Beträge im Konzernabschluss werden zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit, sofern nicht anders angegeben, grundsätzlich in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozent angaben kann es zu geringfügigen Rechendi_erenzen kommen.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Berichterstattung nach IFRS
Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der IFRS sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen sowie geänderte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Folgende Standards und Interpretationen sind erstmals im Geschäftsjahr 2015/16 anzuwenden:
| 2. Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| – | – | |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer – Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 01.02.20152) |
| Diverse | Annual Improvements 2010 –2012 | 01.02.20152) |
| Diverse | Annual Improvements 2011–2013 | 01.01.20152) |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Vorzeitige Anwendung bereits im Geschäftsjahr 2014/15
Das Kernziel der jährlichen Verbesserungen an den IFRS ist die Steigerung der Qualität der Standards. Dies soll dadurch erreicht werden, dass bestehende IFRS zwecks Klarstellung von Leitlinien und Formulierungen geändert bzw. berichtigt werden. Mit den Annual Improvements 2010–2012 wurden an sieben Standards Änderungen vorgenommen. Betro_en sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Daneben ergeben sich aus den Änderungen der Annual Improvements 2010–2012 auch Auswirkungen auf die Anhangangaben. Mit dem Annual Improvements 2011–2013 wurden an vier Standards Änderungen vorgenommen. Betro_en sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40.
Die erstmalige Anwendung der übrigen geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Auswirkungen geänderter Standards und Interpretationen auf die zukünftige Darstellung des Konzernabschlusses und die zukünftigen Angaben im Konzernabschluss werden laufend beobachtet und analysiert.
| 2. Bereits von der EU übernommene, aber noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) |
|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | |
| – | – |
| Geänderte Standards und Interpretationen | |
| IFRS 10, IFRS 12 Konzernabschlüsse und Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme |
01.01.2016 |
| IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten |
01.01.2016 |
| IAS 1 Darstellung des Abschlusses – "Disclosure Initiative" |
01.01.2016 |
| IAS 16, IAS 38 Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte – Klarstellung zu zulässigen Abschreibungsmethoden |
01.01.2016 |
| IAS 16, IAS 41 Sachanlagen und Landwirtschaft – Fruchttragende Gewächse |
01.01.2016 |
| IAS 27 Einzelabschlüsse – Equity-Methode in Einzelabschlüssen |
01.01.2016 |
| Diverse Annual Improvements 2012–2014 |
01.01.2016 |
1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Mit der so genannten "Disclosure Inititative" wurden erste, kurzfristig umsetzbare Vorschläge zur Änderung des IAS 1 umgesetzt, die im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Rahmenkonzepts stehen. Die Änderungen beinhalten Bestimmungen in Hinblick auf die Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Anhangangaben, Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung sowie Ausführungen zur Struktur einzelner Informationen des Anhangs, die zukünftig beispielsweise in Abhängigkeit der Relevanz einzelner Informationen für das Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens systematisiert werden können. Die EVN rechnet nicht mit materiellen Auswirkungen aus diesen geänderten Bestimmungen. Potenzielle Anpassungen könnten sich aus einer überarbeiteten Berichtsstruktur des Konzernabschlusses ergeben.
In den Annual Improvements 2012–2014 wurde in Bezug auf IAS 19 unter anderem klargestellt, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen. Die Auswirkungen auf die Personalrückstellungen in Bulgarien und Mazedonien werden im kommenden Geschäftsjahr im Detail untersucht.
Aus der im kommenden Geschäftsjahr erstmaligen Anwendung der übrigen geänderten Standards und Interpretationen laut obiger Tabelle rechnet die EVN mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und wurden von der EU noch nicht übernommen.
| 2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.20162) |
| IFRS 15 | Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden | 01.01.20183) |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.2019 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 10, IAS 28 |
Konzernabschlüsse und Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – Veräußerung oder Einlagen von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen |
01.01.20164) |
| IAS 7 | Angabeninitiative – Geldflussrechnung | 01.01.2017 |
| IAS 12 | Ansatz von aktiv latenten Steuern für nicht realisierte Verluste | 01.01.2017 |
| IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen | 01.01.2018 |
| IFRS 4 | Anwendung des IFRS 9, Finanzinstrumente mit IFRS 4, Versicherungsverträge | 01.01.2018 |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | 01.01.2018 |
1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Die Europäische Kommission hat beschlossen, den Übernahmeprozess dieses Interimsstandards nicht zu starten.
3) Übernahme erfolgte mit Bekanntmachung im Amtsblatt am 22. Oktober 2016.
4) Das IASB hat vorgeschlagen, diesen Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Am 24. Juli 2014 verö_entlichte das IASB die finale Version des IFRS 9, des Nachfolgestandards von IAS 39 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Das 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise begonnene Projekt kam damit zu einem Abschluss, wobei die neuen Regelungen verpflichtend erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, anzuwenden sind. Eine frühere Anwendung ist zulässig, die Übernahme durch die EU steht jedoch noch aus. IFRS 9 beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie erweiterte Regelungen hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und umfasst ferner neue Regelungen zum Hedge Accounting. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN werden hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte erwartet, wobei derzeit noch keine Aussage betre_end die E_ekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemacht werden kann. Weiters wird mit geringfügigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Bereich des Hedge Accounting gerechnet, da die zukünftigen Regelungen stärker mit der Realität des Risikomanagements einhergehen und damit Abweichungen von der bisherigen Bilanzierungspraxis wahrscheinlich machen. Die Auswirkungen aus der An wendung des IFRS 9 werden mit Übernahme in europäisches Recht im Detail untersucht werden.
IFRS 14 wurde vom IASB am 30. Jänner 2014 als so genannter Interimsstandard verö_entlicht. IFRS 14 erlaubt Unternehmen, welche die internationalen Rechnungslegungsstandards erstmals anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte in Übereinstimmung mit den von ihnen bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Als Interimsstandard stellt IFRS 14 eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB im Rahmen des Projekts "Rate-regulated Activities" auf die Bilanzierung dieses Sachverhalts geeinigt hat. Bisher finden sich in den IFRS keine Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften, wohingegen in einigen Ländern – so auch in Österreich – nationale Vorschriften die Erfassung von regulatorischen Abgrenzungsposten fordern. Nach herrschender Meinung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt in einem nach IFRS erstellten Abschluss kein Ansatz eines regulatorischen Vermögenswerts bzw. einer regulatorischen Schuld zulässig. Die EVN ist von den Regelungen des IFRS 14 nicht unmittelbar betro_en, da sich diese rein an IFRS-Erstanwender richten. Am 30. Oktober 2015 wurde bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission den Interimsstandard IFRS 14 nicht zur Übernahme in EU-Recht vorschlagen, sondern auf den endgültigen Standard warten wird.
IFRS 15 wurde vom IASB am 28. Mai 2014 verö_entlicht und regelt die Umsatzrealisierung bei Verträgen mit Kunden. Ziel des gemeinsamen mehrjährigen Standardsetzungsprozesses von IASB und dem FASB war es, die bisher sehr unterschiedlichen Vorschriften in den IFRS und den US-GAAP zu vereinheitlichen und branchenübergreifend prinzipienbasierte Regelungen festzulegen. IFRS 15 ersetzt für IFRS-Anwender IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 Erlöse sowie einige Interpretationen, wie unter anderen IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden, in dessen Anwendungsbereich bei der EVN zum Teil erhaltene Baukostenbeiträge fallen. Der neue Standard basiert auf einem fünfstufigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, sofern nicht andere Standards, z. B. für Leasing verhältnisse, speziellere Regelungen vorsehen. Im Hinblick auf die zeitliche Erfassung von Umsatzerlösen regelt IFRS 15 detailliert,
ob die Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Zentral für die Beurteilung ist dabei der Zeitpunkt der Erfüllung einer bestimmten Leistungsverpflichtung, wobei IFRS 15 auf ein allgemeines Beherrschungsmodell abstellt. Der Übergang der Beherrschungsmacht determiniert demnach die zeitliche Erfassung der Erlöse. Letztlich schreibt IFRS 15 im Bereich der Um satzrealisierung neue umfangreiche Anhangangaben im Konzernabschluss vor. Das IASB hat im September 2015 das Datum zur ver pflichtenden Anwendung des IFRS 15 um ein Jahr auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, angepasst. Die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 werden im Zuge eines kürzlich gestarteten Projekts im nächsten Geschäftsjahr im Detail untersucht werden.
IFRS 16 wurde vom IASB im Jänner 2016 verö_entlicht und wird den bisherigen Standard zu Leasingverhältnissen IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen ersetzen. IFRS 16 enthält sowohl eine geänderte Definition des Begri_s eines Leasingvertrags als auch wesentlich geänderte Regeln zur Bilanzierung beim Leasingnehmer. Durch die neuen Regelungen entfällt die vormalige Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen. Insofern werden Operating-Leasingverhältnisse künftig analog zu Finance-Leasingverhältnissen in der Bilanz zu erfassen sein. Ausgenommen davon sind Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger, oder wenn es sich dabei um einen geringwertigen Vermögenswert handelt. Die Vereinfachungen stellen Wahlrechte dar. Die EVN tritt aktuell als Leasingnehmer bei Operating-Leasingverhältnissen auf, weshalb durch die Anwendung des IFRS 16 Auswirkungen zu erwarten sind. Eine Quantifizierung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EVN ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich und wird im Zuge eines kürzlich gestarteten Projekts im nächsten Geschäftsjahr im Detail untersucht werden.
IAS 7 Angabeninitiative zur Geldflussrechnung erfordert zusätzliche Angaben zur Veränderung der Finanzverbindlichkeiten. Die zusätzlichen Angaben betre_en sowohl zahlungswirksame als auch nicht zahlungswirksame Veränderungen. Die Änderungen werden zu umfangreicheren Anhangangaben im Konzernabschluss der EVN führen.
Konsolidierung
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der übertragenen Gegenleistung mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden.
Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen, bei denen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Tochterunternehmen), vollkonsolidiert. Die EVN verfügt über beherrschenden Einfluss auf ein Beteiligungsunternehmen, wenn Anrechte auf schwankende Renditen aus dem Unternehmen bestehen, deren Höhe die EVN durch ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen beeinflussen kann.
Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50,0 % der Stimmrechte der Fall, kann sich aber auch aus einer bestehenden wirtschaftlichen Verfügungsmacht an der Tätigkeit der betro_enen Gesellschaften ergeben, die dazu berechtigt, mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, bzw. dazu verpflichtet, die Risiken zu tragen. Erstkonsolidierungen erfolgen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einflusses, die Einbeziehung endet mit dessen Wegfall.
Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) unabhängig von der Höhe eventuell bestehender nicht beherrschender Anteile mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die nicht beherrschenden Anteile an Tochterunternehmen werden mit dem anteiligen Wert am Nettovermögen (ohne Berücksichtigung anteiliger Firmenwerte) bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identifizier bare Marktchancen und Entwicklungspotenziale ab gelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierten Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden)
des erworbenen Unternehmens und der Anscha_ungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Eine Veränderung im Anteilsbesitz an einem weiterhin vollkonsolidierten Unternehmen wird erfolgsneutral als Eigenkapital transaktion bilanziert.
Gemeinschaftliche Vereinbarungen (Joint Arrangements) werden abhängig von den sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechten und Verpflichtungen der beherrschenden Parteien in den Konzernabschluss der EVN einbezogen: Bestehen lediglich Rechte am Netto vermögen des gemeinsam beherrschten Unternehmens, handelt es sich gemäß IFRS 11 um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture), das at Equity einbezogen wird. Bestehen Rechte an den der gemeinsamen Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten sowie Verpflichtungen für deren Schulden, besteht gemäß IFRS 11 eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation), die anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Assoziierte Unternehmen – das sind jene Gesellschaften, bei denen die EVN AG direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt – werden at Equity einbezogen.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden zu Anscha_ungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, das anteilige Eigenkapital, der Außen umsatz sowie das Jahresergebnis des zuletzt verfügbaren Jahresabschlusses des Unternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei sämtlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
4. Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10 (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS). Dementsprechend sind zum 30. September 2016 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 30 inländische und 37 aus ländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Vorjahr: 31 inländische und 37 aus ländische vollkonsolidierte Tochterunternehmen). 25 Tochterunternehmen (Vorjahr: 36) wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
Die EVN AG ist als Kommanditist der EVN KG zu 100,0 % am Ergebnis der EVN KG beteiligt. Komplementärin ohne Vermögenseinlage der EVN KG ist die EnergieAllianz. Auf Basis der zwischen den Gesellschaftern der EnergieAllianz abgeschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Geschäftsführung der EVN KG besteht gemeinsame Beherrschung, womit es sich bei der EVN KG um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11 handelt. Daher erfolgt die Konsolidierung der EVN KG at Equity. Weiters handelt es sich bei der Energie Allianz-Gruppe (EnergieAllianz sowie deren Tochterunternehmen) aufgrund vertraglicher Vereinbarungen um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11, das ebenfalls at Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Die vollkonsolidierte RBG, an der die EVN unverändert 50,03 % der Anteile hält, ist mit 100,0 % an der RAG beteiligt. Da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht, wird die RAG at Equity einbezogen.
Die Bioenergie Steyr GmbH, an der die EVN Wärme GmbH 51,0 % der Anteile hält, wird at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht.
Die Verbund Innkraftwerke Deutschland GmbH, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 13,0 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.
Bei jenen Gesellschaften, an denen 50,00 % gehalten werden, ist keine Beherrschung gemäß IFRS 10 gegeben. Diese sind aufgrund der jeweils bestehenden vertraglichen Vereinbarungen durchwegs Gemeinschaftsunternehmen im Sinn des IFRS 11 und werden daher at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 199 unter Beteiligungen der EVN angeführt. Detaillierte Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sowie zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und assoziierten Unternehmen befinden sich in den Erläuterungen 50. Nicht beherrschende Anteile und 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen.
Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
| 4. Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll | Anteilig (Joint Operation) |
Equity | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2014 | 69 | 1 | 19 | 89 |
| Erstkonsolidierungen | 1 | – | – | 1 |
| Entkonsolidierungen | –2 | – | – | –2 |
| 30.09.2015 | 68 | 1 | 19 | 88 |
| Erstkonsolidierungen | 1 | – | – | 1 |
| Entkonsolidierungen | –21) | – | –2 | –4 |
| 30.09.2016 | 67 | 1 | 17 | 85 |
| davon ausländische Unternehmen | 37 | 1 | 5 | 43 |
1) Verschmelzungen
Die in den Konzernabschluss der EVN bisher aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene Nevawasser Projektgesellschaft mbH, Essen, Deutschland, wurde im dritten Quartal 2015/16 aus der WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland, in die WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH, Essen, Deutschland, abgespalten und gleichzeitig in WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH, Essen, Deutschland, umbenannt. Im dritten Quartal 2015/16 wurde die WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH, Essen, Deutschland, erstmals vollkonsolidiert.
Die bisher vollkonsolidierte Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien, wurde mit 8. März 2016 mit der EVN Kavarna EOOD, Plovdiv, Bulgarien, verschmolzen und somit im zweiten Quartal 2015/16 entkonsolidiert.
Die bisher vollkonsolidierte EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 4. Mai 2016 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen und somit im dritten Quartal 2015/16 entkonsolidiert.
Der operative Betrieb der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H, Wien, wurde zum 1. Oktober 2015 an die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH (EAA) veräußert. Anschließend wurde die Gesellschaft mit Verschmelzungsvertrag vom 3. Dezember 2015 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H, Wien, verschmolzen und entkonsolidiert.
Die bisher at Equity in den Konzernabschluss einbezogene EconGas GmbH, Wien, wurde am 20. Mai 2016 an die OMV Gas & Power GmbH verkauft und somit im dritten Quartal 2015/16 entkonsolidiert.
Im Zuge der Entflechtung ("Unbundling") der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft in Mazedonien soll das Netzgeschäft aus der EVN Macedonia AD, Skopje, Mazedonien, in die dafür neu gegründete EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, Mazedonien, ausgegliedert werden. Die EVN Macedonia AD, Skopje, Mazedonien, die bisher als Netzgesellschaft fungierte, hält 100,0 % der Anteile an der EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, Mazedonien. Die neu gegründete EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, Mazedonien, wird aktuell aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den EVN Konzernabschluss einbezogen.
Die EVN Wärme hat am 13. Juli 2016 50,0 % der Genossenschaftsanteile an der FWG-Fernwärmeversorgung Amstetten registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Amstetten, erworben. Die Gesellschaft wird aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den EVN Konzernabschluss einbezogen.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften im Geschäftsbereich Umwelt, OOO WTE Wassertechnik West, Moskau, Russland, OAO WTE Kurjanovo, Moskau, Russland, OAO EVN Ljuberzy, Moskau, Russland, ZAO STAER, Moskau, Russland, ZAO STAER-ZWK, Moskau, Russland, sowie OOO Nordwasserwerk, Moskau Russland, wurden mit 14. September 2016 auf die OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland, verschmolzen.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene B3 ENERGIE GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 16. September 2016 rückwirkend auf den 31. Dezember 2015 auf die EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung in Liquidation, Göllersdorf, wurde nach erfolgter Liquidation am 2. Juli 2016 im Firmenbuch gelöscht.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene WTE Projektmanagement GmbH, Essen, Deutschland, wurde nach erfolgter Liquidation am 15. April 2016 im Firmenbuch gelöscht.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene ALBNOR Company DOO, Tetovo, Mazedonien, wurde im dritten Quartal 2015/16 verkauft.
Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene Anlagenbetriebsgesellschaft Waidhofen/Ybbs GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 11. November 2015 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.
In der Berichtsperiode fanden ebenso wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.
5. Währungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem am Tag der jeweiligen Transaktion gül tigen Devisenmittelkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden für Zwecke des Konzernabschlusses gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Demnach werden bei jenen Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Nicht realisierte Währungsdi_erenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Als erfolgsneutrale Währungsdi_erenz ergab sich im Geschäftsjahr 2015/16 eine Eigen mittelveränderung von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: –10,7 Mio. Euro), darüber hinaus wurde im Geschäfts jahr 2015/16 ein Betrag von 3,0 Mio. Euro vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.
Die Zu- und Abgänge werden in sämtlichen Tabellen zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Di_erenzen, die aus der Verwendung von Durchschnitts kursen für die Umrechnung von Ver änderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden in den Tabellen als Währungsdi_erenzen gesondert ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdi_erenzen erfolgswirksam.
Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:
| 5. Währungsumrechnung | 2015/16 | 2014/15 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) | Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) | |
| Albanische Lek | 137,52000 | 138,06308 | 139,73000 | 140,05154 | |
| Bulgarische Lew2) | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 | |
| Kroatische Kuna | 7,52200 | 7,56384 | 7,64450 | 7,63091 | |
| Mazedonische Denar | 61,49400 | 61,63142 | 61,69470 | 61,60592 | |
| Polnische Zloty | 4,31920 | 4,33474 | 4,24480 | 4,17391 | |
| Russische Rubel | 70,51400 | 74,78526 | 73,24160 | 64,71495 | |
| Serbische Denar | 123,29290 | 122,44939 | 119,74910 | 120,38277 | |
| Tschechische Krone | 27,02100 | 27,05638 | 27,18700 | 27,44215 | |
1) Durchschnitt der Monatsultimos
2) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung fixiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
6. Immaterielle Vermögenswerte
Bei Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 können sich Di_erenzen zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem (anteiligen) neubewerteten Eigenkapital ergeben. Entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag, sind Anscha_ungskosten und Kaufpreis allokation nochmals zu überprüfen. Besteht die negative Di_erenz weiterhin, erfolgt ihre Erfassung erfolgswirksam. Positive Di_erenzen münden in einem Firmenwert (zur allgemeinen Behandlung bzw. Werthaltigkeit von Firmenwerten siehe Erläuterungen 3. Konsolidierungs m ethoden bzw. 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anscha_ungskosten und, sofern ihre Nutzungsdauer nicht als unbestimmbar klassifiziert wird, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie allfällige Wertminderungen bilanziert. Bei bestimmbarer begrenzter Nutzungsdauer erfolgt die Abschreibung entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese entspricht einem Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und von drei bis 40 Jahren für Rechte. Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen, für die aufgrund einer etwaigen Marktliberalisierung eine Nutzungsdauer bestimmbar ist, werden planmäßig linear über fünf bis 15 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe werden mittels Schätzungen hinsichtlich des Zeitraums und der Verteilung der Mittelzuflüsse aus den korrespondierenden immateriellen Vermögenswerten im Zeitablauf festgelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anscha_ungskosten bewertet und jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Im Zuge der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte ist auf die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 zu achten, die zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unterscheiden. Es wurden wie im Vorjahr mangels Erfüllung der Ansatzkriterien keine Entwicklungsausgaben aktiviert.
Dienstleistungskonzessionen, welche die Voraussetzungen des IFRIC 12 erfüllen, werden als immaterieller Vermögenswert eingestuft. Die Aufwendungen und Erträge werden nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) mit dem beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung erfasst. Der Leistungsfortschritt wird nach der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Die Voraussetzungen des IFRIC 12 werden derzeit im Besonderen beim at Equity einbezogenen Wasserkraftwerk Ashta sowie beim at Equity einbezogenen Kläranlagenprojekt Zagreb erfüllt.
7. Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Sofern die Verpflichtung besteht, eine Sachanlage zum Ende ihrer Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, umfassen die Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten auch die geschätzten Abbruch- und Entsorgungskosten. Der Barwert der künftig dafür anfallenden Zahlungen wird zusammen mit den Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe als Rückstellung passiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Materialund Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Laufende Wartungskosten im Rahmen der Instandhaltung von Sachanlagen werden, sofern die Wesensart des Vermögenswerts dadurch nicht verändert und künftig kein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, erfolgswirksam erfasst. Eine nachträgliche Aktivierung als Teil der Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme Wertsteigerungen erzielt werden.
Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, spricht man von "qualifizierten Vermögenswerten", für welche die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert werden. Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der EVN entsprechend, entsteht aus einem Projekt nur dann ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens zwölf Monate beträgt.
Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen erfolgen linear und orientieren sich an den voraussichtlich zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzungs dauern der
jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Die wirtschaftlichen sowie technischen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:
| 7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen | |
|---|---|
| Gebäude | 10 – 50 |
| Leitungen | 15 – 50 |
| Maschinen | 10 – 33 |
| Zähler | 5 – 40 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 25 |
Bei Anlagenabgängen werden die Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang ausgewiesen, die Di_erenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
8. At Equity einbezogene Unternehmen
At Equity einbezogene Unternehmen werden zunächst mit ihren Anscha_ungskosten und in den Folgeperioden mit ihrem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen zuzüglich etwaiger Firmenwerte bilanziert. Dabei werden die Buch werte jährlich um anteilige Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden, sonstige Eigenkapitalveränderungen sowie um fort geschriebene Fair-Value- Anpassungen aus einem vorangegangenen Unternehmenserwerb erhöht bzw. vermindert. Im Beteiligungsbuchwert enthaltene Fir menwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben und gemäß IAS 28 weder gesondert ausgewiesen noch gemäß IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Es wird jeweils zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Liegen solche vor, ist für at Equity einbezogene Unternehmen ein Werthaltigkeitstest nach Maßgabe von IAS 36 durchzuführen. Weiters ist gegebenenfalls eine Wertminderung im Ergebnis des at Equity einbezogenen Unternehmens zu erfassen (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
9. Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Originäre Finanzinstrumente
Bei der EVN werden folgende Bewertungskategorien angewendet:
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale, "AFS")
- Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, "LAR")
- Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden, sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem oder negativem Marktwert (At Fair Value through Profit or Loss, "@FVTPL")
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (Financial Liabilities at Amortised Cost, "FLAC")
Die von IFRS 7 für die Anhangangaben geforderte Unterteilung der originären Finanzinstrumente in Klassen – und die dazu gehörigen Bewertungskategorien – stellten sich bei der EVN wie folgt dar:
9. Klassen und Bewertungskategorien originärer Finanzinstrumente Bewertungskategorie
Langfristige Vermögenswerte
| Sonstige Beteiligungen | |
|---|---|
| Andere Beteiligungen | AFS |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | |
| Wertpapiere | @FVTPL |
| Ausleihungen | LAR |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | LAR |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Kurzfristige Vermögenswerte
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | |
|---|---|
| Forderungen | LAR |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
| Wertpapiere | AFS |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR |
Langfristige Schulden
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | |
|---|---|
| Anleihen | FLAC |
| Bankdarlehen | FLAC |
| Übrige langfristige Schulden | |
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Kurzfristige Schulden
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC |
|---|---|
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC |
| Übrige kurzfristige Schulden | |
| Übrige finanzielle Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Originäre Finanzinstrumente werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der EVN ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.
Der erstmalige Ansatz erfolgt (mit Ausnahme der Bewertungskategorie @FVTPL) zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung zu den oben angeführten Bewertungskategorien, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten. Diese werden bei der Erläuterung der einzelnen Bilanzpositionen beschrieben.
Die unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden @FVTPL bewertet, da diese auf Portfoliobasis gesteuert werden. Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente, die @FVTPL bilanziert werden, beinhalten Zinsen. Die Zuordnung eines finanziellen Vermögenswerts in die Bewertungskategorie AFS erfolgt bei nicht derivativen finanziellen Vermögenswerten, die weder als Kredite und Forderungen noch als @FVTPL eingestuft werden.
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallenden finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme von finanziellen Vermögenswerten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob objektive Hinweise für Wertminderungen vorliegen. Ein Wertminderungsbedarf wird für finanzielle Vermögenswerte entsprechend der zugehörigen Bewertungskategorie gemäß den Regelungen des IAS 39 ermittelt und erfasst. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die der Bewertungskategorie AFS zugeordnet sind, erfolgen Wertminderungen bei einem signifikanten oder länger anhaltenden Rückgang des beizu legenden Zeitwerts unter dessen Anscha_ungskosten. Als signifikanter oder länger anhaltender Rückgang wird bei der EVN ein Rückgang von über 20 % zum Bewertungsstichtag bzw. ein Rückgang permanent über die Dauer von neun Monaten definiert.
Derivative Finanzinstrumente
Zu den bei der EVN eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten zählen Swaps, Forwards und Futures.
Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich setzt die EVN vor allem Währungs- und Zinsswaps ein.
Zur Reduktion der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohsto_- und Produktpreisen im Bescha_ungsbereich und bei Stromgeschäften entstehen, werden Swaps, Futures und Forwards eingesetzt.
Die von der EVN abgeschlossenen Forward- und Future-Verträge zum Kauf oder Verkauf von Strom, Erdgas und CO2 -Emissionszertifikaten werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Strom- und Gaslieferungen bzw. CO2 -Emissionszertifikate sowie zur Sicherung der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Erfolgt eine physische Erfüllung entsprechend dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf liegen regelmäßig die Voraussetzungen der so genannten "Own Use Exemption" gemäß IAS 39 vor, womit es sich nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinn des IAS 39 handelt, sondern um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden. Sofern die Voraussetzungen für die Own Use Exemption nicht erfüllt sind, beispielsweise bei Geschäften zur kurzfristigen Optimierung, erfolgt die Bilanzierung als Derivat gemäß IAS 39.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss mit ihren Anscha_ungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Zeitwert bewertet. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch ö_entliche Notierung, Angaben von Banken oder mithilfe finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt, wobei auch eine Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos stattfindet. Ihr Ausweis erfolgt unter den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Vermögenswerten bzw. den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Verbindlichkeiten.
Bei Derivativen, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, bestimmt sich die Bilanzierung von Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art des Sicherungsgeschäfts.
Cash Flow Hedges werden zur Absicherung von Energiepreisrisiken sowie zur Absicherung von Zinsrisiken aus Finanzverbindlichkeiten eingesetzt.
Die Marktbewertungen von derivativen Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 39 bilanziell als Cash Flow Hedge designiert wurden, werden mit ihrem e_ektiven Teil ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis in der Bewertungsrücklage unter Berücksichtigung latenter Steuerschulden/-ansprüche gemäß IAS 39 erfasst. Der ine_ektive Teil wird unmittelbar in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt. Der im Eigenkapital kumuliert erfasste Betrag verbleibt im sonstigen Ergebnis und wird in der selben Periode oder denselben Perioden als Umgliederungsbetrag vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird oder mit der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet werden kann. Die Laufzeit des Sicherungsinstruments ist auf den Eintritt der zukünftigen Transaktion abgestimmt.
Sofern das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder die Fortsetzung Teil der dokumentierten Sicherungsstrategie des Unternehmens ist, oder wenn die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsinstrument nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge so lange als gesonderter Posten im Eigenkapital, bis
die erwartete Transaktion eingetreten ist. Wird mit dem Eintritt einer erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet, wird der bisher im Eigenkapital kumuliert erfasste Betrag in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Die Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument sowie deren E_ektivität wird bei Abschluss der Beziehung und in weiterer Folge laufend analysiert und dokumentiert.
Fair Value Hedges werden zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.
Mit derivativen Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 39 bilanziell als Fair Value Hedge designiert wurden, werden bilanzierte Vermögenswerte oder Schulden gegen das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgesichert. Bei Fair Value Hedges wird neben der Fair-Value-Veränderung des Derivats auch die gegenläufige Fair-Value-Änderung des Grundgeschäfts, soweit sie auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam erfasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.
Sofern das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder die Fortsetzung Teil der dokumentierten Sicherungsstrategie des Unternehmens ist, oder wenn die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsinstrument nicht mehr erfüllt sind, ist die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft einzustellen.
Die Sicherungsbeziehung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument sowie deren E_ektivität werden bei Abschluss der Beziehung und in weiterer Folge laufend analysiert und dokumentiert.
Die von der EVN zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivate stellen wirksame Absicherungen dar. Den Marktwertänderungen der Derivate stehen nahezu kompensierende Wertänderungen der Grundgeschäfte gegenüber.
10. Sonstige Beteiligungen
Die Position "Sonstige Beteiligungen" umfasst Anteile an verbundenen Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Diese werden zu Anscha_ungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Die restlichen sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie AFS zugeordnet. Der Wertansatz in der Konzern-Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt der Wertansatz zu Anscha_ungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen. Der beizulegende Zeitwert wird – so weit wie möglich – auf Basis von Börsekursen ermittelt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Wertminderungen (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente) werden ergebniswirksam erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
11. Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als @FVTPL klassifiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anscha_ungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Ausleihungen werden der Kategorie LAR zugeordnet, die Bilanzierung erfolgt bei verzinslichen Ausleihungen zu fortgeschriebenen Anscha_ungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden zu Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem internationalen Projektgeschäft des Umweltbereichs, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasing geschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 23. Leasing- und Pachtgegenstände).
Die Forderungen aus derivativen Geschäften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste, die aus Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten resultieren, werden entweder ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente).
Die Bewertung der sonstigen übrigen langfristigen Vermögenswerte und der langfristigen Primärenergiereserven erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag.
12. Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettover äußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei anderen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Im Fall einer Unterdeckung der Vollkosten der Stromerzeugung aus Primärenergievorräten werden diese mit den niedrigeren Wiederbescha_ungskosten (diese stellen die beste verfügbare Bewertungsgrundlage dar) bewertet. Primärenergievorräte für Handelszwecke werden zum beizulegenden Zeitwert (Börsekurs, Stufe 1 gemäß IFRS 13) abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus der verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden erfahrungsgemäße Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebssto_e erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
Die gemäß Emissionszertifikategesetz gratis zugeteilten CO2 -Emissionszertifikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anscha_ungskosten von null bilanziert. Für notwendige Bescha_ungen erfolgt die Bilanzierung zu Anscha_ungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
13. Forderungen
Kurzfristige Forderungen werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anscha_ungskosten, die den Anscha_ungs kosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Bestandteile entsprechen, bilanziert. Forderungen, für die ein potenzieller Wertminderungsbedarf besteht, werden anhand vergleichbarer Ausfallrisikoeigenschaften (insbesondere der Außenstands dauer) gruppiert, gemeinsam auf Werthaltigkeit getestet und gegebenenfalls ergebniswirksam wertberichtigt. Die Wertminderungen, die in Form von Einzelwert berichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfall risiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betre_enden Forderungen.
Die fortgeführten Anscha_ungskosten, gegebenenfalls abzüglich der erfassten Wertminderungen, können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.
Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten.
14. Wertpapiere
Die kurzfristigen Wertpapiere sind als AFS eingestuft. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwerts werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind flüssige Mittel und Sichtguthaben zusammengefasst. Diese werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.
16. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Ist die Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten hinreichend wahrscheinlich, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert und, soweit erforderlich, auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet. Bis zum Verkaufszeitpunkt erfolgen keine weiteren Abschreibungen. Die Darstellung in der Bilanz erfolgt getrennt von anderen Vermögenswerten. Ein Gewinn oder Verlust, der bis zum Tag der Veräußerung eines langfristigen Vermögenswerts nicht erfasst wurde, wird am Tag der Ausbuchung erfasst. Die im Geschäftsjahr 2015/16 ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte stehen im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Verkauf der EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft ("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf (siehe Erläuterung 44. Zur Veräußerung gehaltene lang fristige Vermögenswerte).
17. Eigenkapital
In Abgrenzung zum Fremdkapital ist Eigenkapital gemäß dem IFRS-Rahmenkonzept definiert als "Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden". Das Eigenkapital ergibt sich somit als Restgröße aus Vermögenswerten und Schulden.
Die von der EVN gehaltenen eigenen Anteile werden entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Wertpapiere ausgewiesen, sondern in Höhe der Anscha_ungskosten der erworbenen eigenen Anteile o_en vom Eigenkapital abgesetzt. Gewinne und Verluste, die aus dem Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu deren Anscha_ungs kosten entstehen, erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
In den im sonstigen Ergebnis erfassten Posten werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betri_t etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren (Available-for-Sale-Finanzinstrumente), den e_ektiven Teil der Marktwert änderung von Cash-Flow-Hedge-Transaktionen sowie sämtliche Neubewertungen gemäß IAS 19. Weiters ist in dieser Position die anteilige Übernahme der Bewertungsrücklage der at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.
18. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verpflichtung, Mitarbeitern, die bis 31. Dezember 1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verpflichtung besteht auch für jene Mitarbeiter, die im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes nunmehr in der Netz Niederösterreich GmbH beschäftigt sind. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach Höhe des Bezugs zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von der EVN und in der Regel auch von den Mitarbeitern selbst Beiträge an die EVN Pensionskasse geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verpflichtungen der EVN sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Rückstellungen für Pensionen und ergänzend dazu durch beitragsorientierte Leistungen der EVN Pensionskasse abgedeckt.
Für die ab 1. Jänner 1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensionsmodell gescha_en, das im Rahmen der EVN Pensionskasse finanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die EVN Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investment-Fonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, die die EVN unter bestimmten Voraussetzungen verpflichten, Pensionszahlungen zu leisten.
Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen betri_t Strom- und Gasdeputatverpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeitern sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter unter Berücksichtigung künftig zu erwartender Gehalts- und Pensionssteigerungen bis zum Pensionsantritt verteilt.
Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die Berechnungsgrundlagen sind in Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen angeführt. Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Für die Rückstellung für Pensionen wurden wie im Vorjahr die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pen sionsversicherungstafeln "Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Rückstellung für Abfertigungen
Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Jänner 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Fall der Kündigung durch den Arbeitgeber, bei einer einvernehmlichen Auflösung des Dienstverhältnisses bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.
In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängig keit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird. Hinsichtlich ihrer Abfertigungsansprüche bestehen für die anderen Mit arbeiter der EVN je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegeben heiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeiter sicherung.
Die Rückstellung für Abfertigungen wurde gemäß versicherungsmathematischen Berechnungen gebildet. Die Bewertung erfolgte anhand derselben Berechnungsgrundlagen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpfl ichtungen (Berechnungsgrundlagen siehe Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen). Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Bei Mitarbeitern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wurde die Verpflichtung der einmaligen Abfertigungszahlung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mit arbeitervorsorgekasse werden im Personalaufwand erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und/oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind. Hierbei muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden können. Sofern eine solche zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, unterbleibt die Bildung der Rückstellung. Die Rückstellungen werden mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit aufweist.
Als Abzinsungssätze wurden Sätze vor Steuern verwendet, welche die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinse_ekt widerspiegeln. Die für die Schuld spezifischen Risiken finden in der Schätzung über die künftigen Cash Flows Berücksichtigung.
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund kollektivvertraglicher Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Die Neuregelung im Kollektivvertrag für Angestellte der Elektrizitätsversorgungsunternehmen, wonach für Angestellte, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2009 begonnen hat, ein Jubiläumsgeld in der Höhe eines Monatsgehalts nach 15, 20, 25, 30 und 35 Jahren und in der Höhe eines halben Monatsgehalts nach 40 Jahren gebührt, wurde entsprechend berücksichtigt. Sämt liche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden bei den Jubiläumsgeldverpflichtungen gemäß IAS 19 ergebniswirksam erfasst. Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen für rechtliche und faktische Verpflichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden künftigen Kosten angesetzt. Änderungen in den Schätzungen der Kosten oder im Zinssatz werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswerts erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswerts übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst. Der Abschreibungsbetrag ist entsprechend dem verbleibenden Restbuchwert zu berichtigen und über die verbleibende Nutzungsdauer des zugrunde gelegten Vermögenswertes abzuschreiben. Wenn der Vermögenswert das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht hat, sind alle späteren Änderungen der Rückstellung erfolgswirksam zu erfassen.
Rückstellungen für belastende Verträge werden in Höhe des unvermeidlichen Ressourcenabflusses angesetzt. Dies ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrags und allfälligen Kompensationszahlungen bei Nichterfüllung.
19. Schulden
Schulden werden – mit Ausnahme jener aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. jener im Zusammenhang mit Hedge Account ing – zu fortgeführten Anscha_ungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Geldbescha_ungskosten sind Teil der fortgeführten Anscha_ungskosten. Langfristige Schulden werden unter Anwendung der E_ektivzinsmethode verzinst.
Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten erfolgt ein Ausweis der endfälligen Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr im langfristigen Bereich, jener einer Restlaufzeit von unter einem Jahr im kurzfristigen Bereich (Informationen zu den Restlaufzeiten siehe Erläuterung 51. Lang fristige Finanzverbindlichkeiten).
Wird die Erfüllung einer Schuld innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag erwartet, wird dieser Teil als kurzfristig klassifiziert.
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse mindern die Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht und werden daher unter analoger Anwendung von IAS 20 auf der Passivseite der Konzern-Bilanz ausgewiesen.
Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anscha_ungskosten dieser Sachanlagen dar und stehen im Strom- und Gasnetzbereich im Zusammenhang mit einer Versorgungsverpflichtung durch die EVN. Die Gewährung von Investitionszuschüssen impliziert in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheidmäßig festgesetzte Betriebsführung. Sowohl Baukosten- als auch Investitions zuschüsse werden über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst.
20. Ertragsrealisierung
Umsatzrealisierung (allgemein)
Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsätz e werden dann als Erlöse erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht wurde.
Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der E_ektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit dem Entstehen des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinem Kunden einen Vermögenswert bzw. die Finanzmittel für die Anscha_ung oder Herstellung eines solchen erhält, um ihm im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauer haften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verscha_en. Bei der EVN fallen erhaltene Baukostenzuschüsse zum Teil in den Anwendungsbereich des IFRIC 18. Baukostenzuschüsse im Strom- und Gasnetzbereich stehen im Zusammenhang mit der Versorgungsverpflichtung durch die EVN und werden passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei der EVN in den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Regulierungskonto
In regelmäßigen Abständen werden seitens der Strom- und Gasnetzregulierungsbehörden angemessene "Zielerlöse" für die einzelnen Marktteilnehmer festgesetzt und laufend evaluiert. Gegenüber diesen Zielerlösen erzielte Mehr- oder Mindererlöse werden auf dem Regulierungskonto vorgetragen und im Rahmen der künftigen tariflichen Anpassung berücksichtigt.
In Österreich wurde mit der am 3. März 2011 in Kraft getretenen Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) eine in § 50 ElWOG neu normierte Ex-Post-Regulierung der Erlöse des Netzbetreibers über das Regulierungskonto eingeführt. Diese Systematik wurde auch in den § 71 des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG) übernommen. Zweck des neu eingeführten Regulierungskontos ist es, mittels eines für jeden Netzbetreiber geführten "virtuellen Kontos" Abweichungen der tatsächlichen Erlöse von den bescheidmäßig zuerkannten Erlösen auszugleichen. Di_erenzbeträge sind dabei nach dem Gesetzeswortlaut des § 50 ElWOG bzw. des § 71 GWG im Rahmen der Feststellung der Kostenbasis für die nächsten Entgeltperioden zu berücksichtigen.
Entsprechend der aktuellen Au_assung hinsichtlich der Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten wird von einem Ansatz regulatorischer Vermögenswerte und regulatorischer Verbindlichkeiten abgesehen (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS).
Auftragsfertigung
Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere PPP-Projekte – Public Private Partnerships) und die damit im Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode) erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Fertigstellungsgrad wird durch die Cost-to-Cost-Methode festgelegt. Dabei werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Veränderungen der geschätzten Gesamtauftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, die während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.
21. Ertragsteuern und latente Steuern
Der für die Berichtsperiode in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für vollkonsolidierte Gesellschaften aus deren steuerpflichtigem Einkommen und dem jeweils anzuwendenden Ertragsteuersatz errechnete laufende Ertragsteuer sowie die Veränderung der latenten Steuerschulden und -ansprüche.
| 21. Ertragsteuersätze | ||
|---|---|---|
| % | 2015/16 | 2014/15 |
| Unternehmenssitz | ||
| Österreich | 25,0 | 25,0 |
| Albanien | 15,0 | 15,0 |
| Bulgarien | 10,0 | 10,0 |
| Deutschland – Bereich Umwelt | 30,3 | 30,3 |
| Deutschland – Bereich Erzeugung | 33,7 | 33,5 |
| Estland1) | 20,0 | 20,0 |
| Kroatien | 20,0 | 20,0 |
| Litauen | 15,0 | 15,0 |
| Mazedonien | 10,0 | 10,0 |
| Montenegro | 9,0 | 9,0 |
| Polen | 19,0 | 19,0 |
| Rumänien | 16,0 | 16,0 |
| Russland | 20,0 | 20,0 |
| Serbien | 15,0 | 15,0 |
| Slowenien | 17,0 | 17,0 |
| Tschechien | 19,0 | 19,0 |
| Zypern | 12,5 | 12,5 |
Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:
1) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.
Die EVN macht von der Möglichkeit zur Bildung steuerlicher Unternehmensgruppen zum 30. September 2016 durch Bildung einer (Vorjahr: zwei) Unternehmensgruppe Gebrauch. Die EVN AG befindet sich in dieser Unternehmensgruppe mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, als Gruppenträger. Die steuerlichen Ergebnisse der dieser Gruppe zugehörigen Gesell schaften wurden dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppen träger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der Stand-Alone-Methode orientiert.
Dabei werden überrechnete steuerliche Verluste auf Seite der Gruppenmitglieder als interne Verlustvorträge evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Verträge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Fall der Zurechnung eines negativen steuer lichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist. Ansonsten wird der jeweilige Verlust als interner Verlustvortrag berücksichtigt und in Folgejahren als negative Steuerumlage vergütet, sobald er in einem zusammengefasten positiven Ergebnis Deckung findet.
Aus der Anrechnung von Verlusten ausländischer Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppenbesteuerung wird für die künftige Verpflichtung zur Zahlung von Ertragsteuern eine Verbindlichkeit in Höhe des Nominalbetrags ausgewiesen.
Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bereits gesetzlich beschlossen waren.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der Liability-Methode mit jenem Steuersatz, der erwartungsgemäß zum Zeitpunkt der Umkehr der befristeten Unterschiede gelten wird. Auf alle temporären Di_erenzen (Di_erenz zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert.
Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Di_erenzen vorhanden sein werden. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern
berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht und die Absicht auf Aufrechnung der Steuern bestehen.
22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Während Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung lediglich bei Vorliegen eindeutiger Anzeichen auf etwaige vorzunehmende Wertminderungen hin zu überprüfen sind, unterliegen Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verpflichtenden, mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
Die Werthaltigkeitsprüfung von Firmenwerten sowie von Vermögenswerten, für die keine eigenen zukünftigen Finanzmittel flüsse identifiziert werden können, erfolgt auf der Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units, CGUs). Für eine Zuordnung sind jene CGUs zu identifizieren, aus denen separate Mittelzuflüsse erzielt werden und die – im Fall von Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten – einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen.
Im Bereich der Sachanlagen wird als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als CGU die technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom-, Erdgas- und Wasserverteilungsanlagen, Windparks, Strombezugsrechte, Telekomnetze sowie Anlagen im Umweltbereich.
Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit wird als erzielbarer Betrag der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert dem Buchwert der CGU bzw. dem Buchwert des Vermögenswerts gegenübergestellt.
Der Nutzungswert stellt einen subjektiven, aus der Sicht des Managements ermittelten Unternehmenswert dar. Die Berechnung des Nutzungswerts umfasst die Ermittlung der künftigen Cash Flows aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts und die Ermittlung eines angemessenen Abszinsungssatzes für die künftigen Cash Flows.
Bei der Berechnung des Nutzungswerts kommt es zu keiner Berücksichtigung von Erweiterungsinvestitionen bzw. Restrukturierungsmaßnahmen, eine Berücksichtigung spezifischer Synergien bei der Zeitwertermittlung kann jedoch zum Tragen kommen. Der Berechnung des Nutzungswerts liegt in der Regel ein Detailplanungszeitraum von maximal fünf Jahren zugrunde, gefolgt von einer gleichbleibenden "ewigen Rente".
Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgt grundsätzlich entsprechend der Bemessungshierachie des IFRS 13. Da für die bewertungsgegenständlichen CGUs bzw. Vermögenswerte der EVN in der Regel keine Marktwerte ablesbar sind, erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts entsprechend der Bemessungshierachie der Stufe 3. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten der CGU erfolgt dabei mittels eines WACC-basierten Discounted-Cash-Flow-Verfahrens, das konzeptionell dem Verfahren des Nutzungswerts ähnelt, jedoch Anpassungen der in das DCF-Berechnungsmodell einfließenden Parameter im Sinn der Sicht eines Marktteilnehmers berücksichtigt. Im Gegensatz zum Nutzungswert entspricht der Planungshorizont der technischen Lebensdauer der CGU.
Sowohl die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten als auch des Nutzungswerts erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Geldmittelzu- und -abflüsse (Cash Flows), die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Die Cash-Flow-Prognosen basieren auf den jüngsten vom Management genehmigten Finanzplänen und erstrecken sich auf einen Zeitraum, für den verlässliche Planungsrechnungen erstellt werden können. Die zukünftigen Strompreisannahmen werden von den Terminmarktnotierungen an der European Energy Exchange AG, Leipzig, abgeleitet. Für darüber hinausgehende Zeiträume, die nur für die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten von Relevanz sind, erfolgt eine Durchschnittsbildung anhand zweier Prognosen renommierter Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Im Gegensatz zu vorangegangenen Bewertungen wurde bei den Bewertungen zum 30. September 2016 der Low Case (bisher Central Case) der Preisprognosen der beiden Informationsdienstleister herangezogen. Ursache dafür sind die gesunkenen Preisnotierungen an den Börsen und damit einhergehend die gesunkenen langfristigen Strompreiserwartungen. Die Durchschnittsbildung erfolgt zum Erhalt eines ausgewogenen Bildes über die zukünftige Strompreisentwicklung. Damit werden die Risiken umfassend berücksichtigt, die die Strompreise in Zukunft beeinflussen können. In die Wertermittlung des
beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten sowie des Nutzungswerts werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei im Fall von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand berücksichtigt wird.
Als Abzinsungssatz wird ein Kapitalkostensatz unter Berücksichtigung von Ertragsteuern (WACC) verwendet. Die Eigenkapitalkosten des WACC setzen sich aus dem risikolosen Zinssatz, einem Länderzuschlag sowie einer Risikoprämie zusammen, welche die Markt-Risiko prämie und den Beta-Faktor auf Basis von Peer-Group-Kapitalmarktdaten umschließt. Die Fremdkapitalkosten setzen sich aus dem Basiszinssatz, dem Länderzuschlag und einem dem Rating entsprechenden Risikozuschlag zusammen. Für die Gewichtung der Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten wird auf Basis von Peer-Group-Daten eine für die betre_ende CGU adäquate Kapitalstruktur zu Marktwerten unterstellt. Mit dem so ermittelten WACC werden die Zahlungsströme der jeweiligen CGU abgezinst.
Die EVN ermittelt zur Bestimmung des erzielbaren Betrags einer CGU zunächst den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten mittels allgemein anerkannter Bewertungsverfahren. Sollte der so ermittelte Betrag unter dem Buchwert der CGU liegen, wird im Bedarfsfall der Nutzungswert ermittelt.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem angesetzten Buchwert, ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag zu verringern und eine Wertminderung zu erfassen. Übersteigt der Buchwert einer CGU den erzielbaren Betrag, wird zunächst im Fall des Vorhandenseins eines Firmenwerts dieser in Höhe des Di_erenzbetrags wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der CGU berücksichtigt. Wenn der Grund für eine vorgenommene Wertmin de r ung entfällt, erfolgt für den betre_enden Vermögenswert eine Wertaufholung. Der infolge dieser Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anscha_ungs- bzw. Herstellungskosten nicht übersteigen. Firmenwerte, die im Zuge einer Werthaltigkeitsprüfung wertgemindert wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben werden.
Die Buchwerte der Firmenwerte stellen sich wie folgt dar:
| 22. Zuordnung der Firmenwerte auf Cash Generating Units | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Internationales Projektgeschäft | 52,9 | 52,9 |
| Sonstige CGUs | 2,9 | 3,4 |
| Summe Firmenwerte | 55,8 | 56,3 |
In der Position "Sonstige CGUs" ist der Firmenwert der CGU "Hollabrunn" enthalten. Von diesem Firmenwert in Höhe von ursprünglich 0,5 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2015/16 ein Betrag in Höhe von 0,5 Mio. Euro wertgemindert (siehe Erläuterung 36. Immaterielle Vermögenswerte).
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrags für die Firmenwerte verwendet werden, sind neben den Cash-Flow-Prognosen der Abzinsungssatz (WACC) und die Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum.
Der Buchwert des Nettovermögens der CGU "Internationales Projektgeschäft" betrug 237,1 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 357,3 Mio. Euro. Als Diskontierungssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,84 % (VJ 7,98 %) verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von 4 Jahren, darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2030 sowie eine ewige Rente mit einer Wachstumsrate von 0,0 % (VJ 0,0 %). Der erzielbare Betrag der CGU lag damit um 50,7 % über ihrem Buchwert.
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 76,1 Mio. Euro gekommen (Überdeckung in Höhe von 180,5 Mio. Euro). Bei Erhöhung (Verminderung) des Wachstumsfaktors um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 144,3 Mio. Euro gekommen (Überdeckung in Höhe von 103,0 Mio. Euro). Bei einem WACC nach Steuern in Höhe von 9,51 % entspräche der erzielbare Betrag dem Buchwert.
23. Leasing- und Pachtgegenstände
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder -nehmer nach dem Kriterium der Zu ordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Die langfristigen Leasingforderungen, die bei Projektgeschäften des Umweltbereichs im Rahmen von PPP-Projekten anfallen, bei denen eine Anlage für einen Kunden gebaut, finanziert und über eine fixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, werden gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungs leasinggeschäft klassifiziert und als solches im Konzernabschluss der EVN bilanziert.
Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden passiviert. Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.
24. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getro_en, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Konzernanhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Insbesondere die folgenden Annahmen und Schätzungen können in folgenden Berichtsperioden zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner Vermögenswerte und Schulden führen.
Bei den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduktion der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen führen. Zur Ermittlung erzielbarer Beträge mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) verwendet; diese entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Die Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung – diese entspricht einer Kapitalstruktur zu Marktwerten – wurde aus einer adäquaten Peer Group abgeleitet. Vor dem Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds wird die Entwicklung der Kapitalkosten (und insbesondere der Länderrisikoprämien) laufend beobachtet (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Für die Bewertung des Erzeugungsportfolios wurde das Preisgerüst ab dem fünften Jahr (keine aussagekräftigen Marktpreise an den Strombörsen mehr verfügbar) anhand der durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Es werden jeweils die letzten aktuell verfügbaren Studien verwendet, die aufgrund der derzeitigen Volatilität der Strommärkte jährlich aktualisiert werden.
Die Sensitivität dieser Annahmen ist für die buchmäßig zwei größten Stromerzeugungsanlagen der EVN, das anteilsmäßig als Joint Operation einbezogene Kraftwerk Steag-EVN Walsum sowie die at Equity einbezogene Verbund Innkraftwerke GmbH, in Erläuterung 37. Sachanlagen sowie Erläuterung 38. At Equity einbezogene Unternehmen dargestellt.
Die wesentlichen Prämissen und Ermessensentscheidungen bei der Festlegung des Konsolidierungskreises sind in Erläuterung 4. Konsolidierungskreis beschrieben.
Im März 2014 hat die staatliche bulgarische Kommission für Energie- und Wasserregulierung (EWRC/"der Regulator") ein administratives Verfahren zum Lizenzentzug gegen die EVN Bulgaria EC eingeleitet. Als Grund für diesen Schritt nannte die EWRC die Gegenverrechnung von Forderungen an die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) durch die EVN Bulgaria EC. Der Regulator behauptet, die Gegenverrechnung habe zur Verringerung der Barreserven bei der NEK geführt und dadurch deren Fähigkeit
gefährdet, ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachzukommen. Das administrative Verfahren vor dem Regulator ist noch anhängig. Die Be wertung der bulgarischen Vermögenswerte basiert auf aktuellen Annahmen. Das eingeleitete Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass die Nachteile aus den regulatorischen Entscheidungen kompensiert werden.
Die Moskauer Antimonopolkommission (FAS) hat den Beschluss der Regierung der Stadt Moskau vom 1. Juni 2010, mit dem im Projekt der Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau der Wechsel auf den Investor EVN unter gleichzeitiger Erhöhung der Kapazität auf 700.000 Jahrestonnen angeordnet bzw. genehmigt worden war, für wettbewerbswidrig erklärt; dieser Beschluss ist rechtskräftig. Die von der EVN gegen die behördlichen Maßnahmen zur Aufhebung des Investitionsvertrags eingeleiteten Verfahren waren nicht erfolgreich, ein außerordentliches Rechtsmittel ist noch anhängig. Aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Aufhebung des Investitionsvertrags hat die Projektgesellschaft zur Verwirklichung des Projekts der MPZ1 beim London Court of International Arbitration gegen die Fa Tabrin OÜ (nunmehr Veealliance) mit Sitz in Tallinn, Estland, mit 27. April 2016 einen Schiedsantrag und mit 11. Oktober 2016 eine Klage auf Rück zahlung der geleisteten Zahlungen zur Verscha_ung der Rechte aus dem Investitionsvertrag mit der Regierung der Stadt Moskau eingebracht. Diese Entwicklungen beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau ließen bereits im Geschäftsjahr 2013/14 erhebliche Zweifel an dessen Realisierbarkeit erscheinen, weshalb die bestehende Leasingforderung wertberichtigt und der auf die verwertbaren Anlagenkomponenten entfallende Betrag in die Vorräte umgegliedert worden war. Es wird davon ausgegangen, dass die Anlage nicht errichtet werden wird, sondern vom Auftraggeber bzw. Projektverkäufer entsprechende Kompensation zu fordern ist. Die weiteren Entwicklungen in diesem Projekt einschließlich der Auflösung oder Rückabwicklung bestehender Lieferverträge mit Sublieferanten können in folgenden Berichtsperioden zu Änderungen des Ausweises und zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterungen 40. Übrige langfristige Vermögenswerte und 41. Vorräte).
Die Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks Duisburg-Walsum, an der die EVN zu 49,0 % beteiligt ist, hat am 17. Dezember 2013 eine Schiedsklage gegen das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH und am 10. Dezember 2013 eine gerichtliche Klage gegen einen Versicherer eingebracht. Die geltend zu machenden Ansprüche beruhen auf Schäden, die der Projektgesellschaft infolge verspäteter Fertigstellung des Kraftwerks Duisburg-Walsum entstanden sind, und umfassen pauschalierten Schaden ersatz für Verzug, verzögerungsbedingte Mehrkosten, die vorfinanzierten Reparaturkosten und für den Schaden aus entgangener Zuteilung von CO2 -Emissionszertifikaten sowie Ansprüche gegen einen Versicherer. Widerklagend hat das Hitachi-Konsortium in diesem Verfahren Ansprüche gegen die Projektgesellschaft geltend gemacht. Der Versicherer hat in einer mittlerweile verbundenen Klage Rückzahlung von bereits geleisteten Abschlagszahlungen gefordert. Im gerichtlichen Verfahren gegen den Versicherer ist am 1. Juli 2015 ein Teil-Grund- und Teil-Schlussurteil zugunsten der Projektgesellschaft ergangen, wonach der Versicherer zur Zahlung von Versicherungsleistungen wegen des Kraftwerksschadens vom April 2011 dem Grunde nach verpflichtet ist, gegen das dieser und auch die Projektgesellschaft (in Bezug auf die Anerkennung der Rechtsanwaltskosten) Berufung eingelegt haben. Über die Höhe des der Projektgesellschaft zustehenden Versicherungsanspruchs wird anschließend in einem separaten gerichtlichen Betragsverfahren entschieden. Nach der ersten Betriebszeit des Kraftwerks lassen sich aus den Statistiken höhere spezifische Wärmeverbräuche und somit ein niedrigerer Wirkungsgrad ableiten, als vom Generalunternehmer zugesagt. Eine entsprechende Kontrollmessung hat dies mittlerweile bestätigt. Deshalb wurde am 16. September 2015 eine weitere Schiedsklage gegen das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH Hitachi eingebracht. Der Ausgang der Verfahren kann in künftigen Perioden zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterung 37. Sachanlagen).
Die EVN AG und die Verbund Thermal Power GmbH & Co KG iL betreiben aufgrund des Vertrags vom 28. April 1980 bzw. 16. April 1980 das Kraftwerk Dürnrohr, wobei jedem Vertragspartner einer der beiden Blöcke zur Bewirtschaftung zugewiesen ist. Verbund hat im Dezember 2014 den bestehenden Betriebsführungsvertrag zum 30. Juni 2015 gekündigt und im April 2015 die endgültige Auflassung ihres Kraftwerksblocks am Standort des Gemeinschaftskraftwerks Dürnrohr erklärt. Dies führt in weiterer Folge zu erhöhten Instandhaltungs- und Betriebskosten für die EVN. Die EVN steht auf dem Standpunkt, dass die ausgesprochene Kündigung rechtlich unwirksam sowie der bestehende Vertrag auf die technische Lebensdauer der Anlagen des Kraftwerks Dürnrohr abgeschlossen ist und daher unverändert aufrecht besteht. Sie hat zu diesem Zweck eine Feststellungsklage beim Handelsgericht Wien eingebracht. Der Ausgang dieses Verfahrens kann in künftigen Perioden zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterung 37. Sachanlagen).
Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Abfertigungen werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie Pensions- und Gehaltserhöhungen verwendet, die in künftigen Perioden zu Bewertungsänderungen führen können. Ferner können künftige Änderungen von Strom- und Gaspreistarifen zu Bewertungsänderungen der pensionsähnlichen Verpflichtungen führen. Eine Berücksichtigung des Pensionssicherungsbeitrags laut NÖ Landes- und Gemeindebezügegesetz könnte außerdem künftig in geringeren Pensionsrückstellungen münden (siehe Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen).
Weitere Anwendungsgebiete für Annahmen und Schätzungen liegen zum einen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des langfristigen Vermögens (siehe Erläuterungen 6. Immaterielle Vermögenswerte und 7. Sachanlagen), der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren und Umweltschutz (siehe Erläuterung 18. Rückstellungen) und Einschätzungen zu sonstigen Verpflichtungen und Risiken (siehe Erläuterung 67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken) sowie zum anderen in der Bewertung von Forderungen und Vorräten (siehe Erläuterungen 12. Vorräte und 13. Forderungen). Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutre_end erachtet werden.
25. Grundsätze zur Segmentberichterstattung
Die Identifizierung der operativen Segmente erfolgt auf Basis der internen Organisations- und Berichtsstruktur und der internen Steuerungsgrößen (Management Approach). Für jedes operative Segment überprüft der Vorstand des EVN Konzerns (Hauptentscheidungsträger gemäß IFRS 8) interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Segmentabgrenzung in "Erzeugung", "Energiehandel und -vertrieb", "Netzinfrastruktur Inland", "Energieversorgung Südosteuropa", "Umwelt" und "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" entspricht vollständig der internen Berichtsstruktur. Die Bewertung sämtlicher Segmentinformationen steht in Einklang mit den IFRS. Zur Bewertung der Ertragskraft der Segmente wird das EBITDA herangezogen, das für das jeweilige Segment der Summe der operativen Ergebnisse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Ver mögenswerte und Sachanlagen der in das Segment einbezogenen Gesellschaften unter Berücksichtigung intersegmentärer Umsätze und Aufwendungen entspricht (siehe Erläuterung 61. Segmentberichterstattung).
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
26. Umsatzerlöse
Die externen Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:
| 26. Umsatzerlöse 2015/16 Mio. EUR Erzeugung 46,0 |
2014/15 52,7 470,9 |
|---|---|
| Energiehandel und -vertrieb 448,5 |
|
| Netzinfrastruktur Inland 434,2 |
412,8 |
| Energieversorgung Südosteuropa 949,4 |
1.037,9 |
| Umwelt 158,4 |
152,3 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges 10,1 |
9,3 |
| Summe 2.046,6 |
2.135,8 |
In den Umsatzerlösen waren Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von PPP-Projekten in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) enthalten (siehe Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte).
27. Sonstige betriebliche Erträge
| 27. Sonstige betriebliche Erträge | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 43,7 | 38,7 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 20,9 | 18,2 |
| Bestandsveränderungen | –1,2 | 0,9 |
| Entschädigungen und Vergütungen | 13,0 | 6,1 |
| Zinsen für verspätete Zahlungen | 7,5 | 8,2 |
| Miet- und Pachterträge | 1,9 | 2,4 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | –0,7 | 0,2 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 11,8 | 33,8 |
| Summe | 97,0 | 108,4 |
Neben Prämien, Subventionen sowie Dienst leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit standen, umfassten die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr das Ergebnis aus dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage.
Die Veränderung bei den Entschädigungen und Vergütungen resultiert überwiegend aus erhaltenen Versicherungsentschädigungen für erlittene Winterschäden in Südosteuropa.
28. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassten insbesondere Strom-, Erdgas-, Steinkohle- und Biomassebezugs kosten sowie den durch die zu geringe Zuteilung von Gratiszertifikaten entstandenen Aufwand für den Einsatz zugekaufter CO2 -Emissions zertifikate in Höhe von 12,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand standen überwiegend im Zusammenhang mit dem P rojektgeschäft des Umweltbereichs sowie mit Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters waren in dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen enthalten.
| 28. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | 930,6 | 1.066,5 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | 246,7 | 254,0 |
| Summe | 1.177,3 | 1.320,4 |
29. Personalaufwand
Im Personalaufwand waren Beiträge an die EVN Pensionskasse in Höhe von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 6,2 Mio. Euro) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) enthalten.
| 29. Personalaufwand | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Gehälter und Löhne | 240,6 | 242,7 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 5,5 | 7,7 |
| Aufwendungen für Pensionen | 9,6 | 5,5 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 51,4 | 51,1 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 6,6 | 6,6 |
| Summe | 313,7 | 313,5 |
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:
| 29. Mitarbeiter nach Segmenten1) | 2015/16 | 2014/15 |
|---|---|---|
| Erzeugung | 143 | 154 |
| Netzinfrastruktur Inland | 1.227 | 1.254 |
| Energiehandel und -vertrieb | 292 | 280 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 4.166 | 4.276 |
| Umwelt | 497 | 507 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 504 | 501 |
| Summe | 6.830 | 6.973 |
1) Anzahl im Jahresdurchschnitt
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzte sich zu 97,2 % aus Angestellten und zu 2,8 % aus Arbeitern zusammen (Vorjahr: 96,2 % Angestellte und 3,8 % Arbeiter), wobei in Bulgarien und Mazedonien nicht nach Angestellten und Arbeitern unterschieden wird und damit eine Zurechnung bei den Angestellten erfolgt.
30. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 30. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken | 22,7 | 16,5 |
| Forderungsabschreibungen | 20,7 | 37,2 |
| Betriebssteuern und Abgaben | 12,4 | 16,3 |
| Werbeaufwand | 12,3 | 12,7 |
| Fahrt- und Reisespesen, Kfz-Aufwendungen | 10,0 | 10,4 |
| Telekommunikation und Portospesen | 9,6 | 10,6 |
| Versicherungen | 9,5 | 9,2 |
| Wartung und Instandhaltung | 8,1 | 7,6 |
| Mieten | 5,6 | 6,2 |
| Weiterbildung | 1,8 | 1,9 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 28,8 | 39,4 |
| Summe | 141,6 | 168,1 |
Die Position "Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken" umfasst auch die Änderung der Rückstellung für Prozess kosten und -risiken. Die Position "Mieten" umfasst auch die Änderung der Rückstellungen für Mieten für Netzzutritte in Bulgarien.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Vergleichsperiode enthielten neben Aufwendungen für Umweltschutz, Spesen des Geld verkehrs, Lizenzen, Mitglieds beiträge sowie Verwaltungs- und Büroaufwendungen Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH.
31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter
| 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| EVN KG | 55,9 | 63,8 |
| RAG | 42,3 | 76,4 |
| Energie Burgenland | 9,9 | 7,4 |
| ZOV; ZOV UIP | 12,4 | 12,1 |
| Shkodra | –6,8 | 0,7 |
| Verbund Innkraftwerke | –27,5 | –25,9 |
| Andere Gesellschaften | 7,3 | 6,4 |
| Summe | 93,5 | 141,1 |
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile, Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten Vermögenswerten sowie notwendig gewordene Wertminderungen (siehe Erläuterung 38. At Equity einbezogene Unternehmen).
Der negative Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH ist durch deutlich verschlechterte Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung, die auf aktuellen Marktanalysen beruhen, begründet. Die neuen Strompreisannahmen führten zu einer Wertminderung der Anteile an diesem at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 27,6 Mio. Euro. Bereits im Vorjahr waren aufgrund verschlechterter Einschätzungen der Strompreisentwicklung Wertminderungen in Höhe von 26,8 Mio. Euro vorgenommen worden.
Der negative Ergebnisanteil der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH ist durch deutlich verschlechterte Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung, im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Ashta begründet. Bereits im ersten Quartal kam es zu einer Wertminderung in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Die aktualisierten Strompreisannahmen führten zu einer weiteren Wertminderung der Anteile zum 30. September in Höhe von 4,1 Mio. Euro.
Die nicht angesetzten kumulativen Verluste der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH betrugen –7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), die nicht angesetzten Verluste der Econgas GmbH betrugen im Vorjahr –7,6 Mio. Euro.
32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Die Vorgehensweise bei Werthaltigkeitsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 22. Vorgehens weise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.
| 32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen nach Bilanzpositionen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 21,5 | 17,0 |
| Sachanlagen | 326,6 | 300,3 |
| Zuschreibungen auf Sachanlagen | –4,1 | –2,4 |
| Summe | 344,0 | 315,0 |
| 32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Abschreibungen | 266,1 | 260,3 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen (Wertminderungen)1) | 82,0 | 57,1 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen (Wertaufholungen)1) | –4,1 | –2,4 |
| Summe | 344,0 | 315,0 |
1) Details siehe Erläuterungen 36. Immaterielle Vermögenswerte und 37. Sachanlagen
33. Finanzergebnis
| 33. Finanzergebnis | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Beteiligungsergebnis | ||
| WEEV Beteiligungs GmbH | –8,8 | 0,4 |
| Andere Gesellschaften | 0,0*) | 0,0*) |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter | –8,7 | 0,4 |
| Dividendenzahlungen | 17,6 | 14,1 |
| davon Verbund AG | 14,0 | 11,6 |
| davon andere Gesellschaften | 3,6 | 2,4 |
| Wertminderungen/Abgänge | –3,3 | –2,5 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 14,4 | 11,6 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 5,6 | 12,0 |
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus Vermögenswerten | 11,5 | 16,3 |
| Übrige Zinserträge | 5,2 | 5,3 |
| Summe Zinsertrag | 16,7 | 21,7 |
| Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten | –60,0 | –65,2 |
| Zinsaufwand Personalrückstellungen | –9,6 | –10,5 |
| Übrige Zinsaufwendungen | –7,8 | –15,3 |
| Summe Zinsaufwendungen | –77,4 | –91,1 |
| Summe Zinsergebnis | –60,7 | –69,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||
| Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Finanzvermögens (@FVTPL) | –1,8 | 1,5 |
| Währungskursgewinne/-verluste | –2,6 | –1,2 |
| Übriges Finanzergebnis | –2,1 | –3,2 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | –6,5 | –2,9 |
| Finanzergebnis | –61,6 | –60,3 |
*) Kleinbetrag
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Die WEEV Beteiligungs GmbH wurde zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung der Verbund AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG gegründet und erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte werden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Fall eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung (siehe Erläuterung 48. Bewertungsrücklagen). Die nicht angesetzten negativen sonstigen Ergebnisse der WEEV Beteiligungs GmbH betrugen 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: –2,7 Mio. Euro).
Die Zinserträge aus Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investment-Fonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zins erträge beinhalten Erträge aus liquiden Mitteln und Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens. Die Zinserträge für Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beliefen sich auf 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 20,2 Mio. Euro).
Die Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten betre_en die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtverbindlichkeiten für Biomasseanlagen sowie Verteil- und Wärmenetze. Die Zinsaufwendungen für
Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beliefen sich auf 67,8 Mio. Euro (Vorjahr: 74,6 Mio. Euro).
34. Ertragsteuern
| 34. Ertragsteuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Laufender Ertragsteuerertrag/-aufwand | –3,5 | –4,4 |
| davon österreichische Gesellschaften | –15,0 | –18,8 |
| davon ausländische Gesellschaften | 11,4 | 14,4 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | 19,6 | 21,7 |
| davon österreichische Gesellschaften | 8,6 | 8,2 |
| davon ausländische Gesellschaften | 11,0 | 13,4 |
| Summe | 16,0 | 17,3 |
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2016 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0 % (Vorjahr: 25,0 %) und dem ausgewiesenen Konzernsteuerertrag aufgrund des Konzernergebnisses des Geschäftsjahres 2015/16 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellten sich wie folgt dar:
| 34. Ermittlung des Efektivsteuersatzes | 2015/16 | 2014/15 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | Mio. EUR | % | Mio. EUR | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 198,9 | 207,9 | ||
| Ertragsteuersatz/-aufwand zum nominellen Ertragsteuersatz | 25,0 | 49,7 | 25,0 | 52,0 |
| – Abweichende ausländische Steuersätze | –1,5 | –3,1 | –4,0 | –8,3 |
| – Steuerfreie Beteiligungserträge | –6,5 | –12,9 | –12,1 | –25,1 |
| + Änderungen im Ansatz/in der Bewertung der latenten Steuern | 1,8 | 3,6 | 2,9 | 6,0 |
| – Steuerrechtliche Beteiligungsbewertungen und Wertminderungen | ||||
| auf Konzernforderungen | –11,8 | –23,5 | –5,1 | –10,6 |
| + Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1,0 | 2,0 | 1,4 | 2,9 |
| – Steuerfreie Erträge | –0,5 | –0,9 | –0,2 | –0,4 |
| + Aperiodische Steuererhöhungen | 0,7 | 1,4 | 0,2 | 0,4 |
| – /+ Sonstige Posten | –0,2 | –0,3 | 0,1 | 0,3 |
| Efektivsteuersatz/-aufwand | 8,1 | 16,0 | 8,3 | 17,3 |
Die steuerrechtlichen Beteiligungsbewertungen betre_en im Wesentlichen die im Geschäftsjahr mit steuerlicher Wirkung durchgeführten Beteiligungsabschreibungen an EVN Nk BuB, EVN UBS, OOO EVN Umwelt Service, Shkodra, TEZ Plovdiv (Vorjahr: EVN Kavarna und EVN Nk BuB) und die Beteiligungszuschreibung bei EVN Bulgaria EC.
Die e_ektive Steuerbelastung (Vorjahr: Steuerbelastung) der EVN für das Geschäftsjahr 2015/16 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 8,1 % (Vorjahr: 8,3 %). Der E_ektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der e_ektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Erläuterung 52. Latente Steuern).
35. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wurde durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2015/16 im Umlauf befind lichen Aktien von 177.763.333 Stück (Vorjahr: 177.871.236 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch so genannte "potenzielle Aktien" aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie war. Auf Basis des Konzernergebnisses von 156,4 Mio. Euro (Vorjahr: 148,1 Mio. Euro) errechnete sich für das Geschäftsjahr 2015/16 ein Ergebnis je Aktie von 0,88 Euro (Vorjahr: 0,83 Euro).
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Die Nettowerte verstehen sich als Anscha_ungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.
Als Währungsdi_erenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und zu Ende des Geschäftsjahres 2015/16 ergaben.
36. Immaterielle Vermögenswerte
In den Rechten waren Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, großteils Software-Lizenzen, ausgewiesen. Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden in der Vergangenheit insbesondere die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger aus gewiesen.
Im Geschäftsjahr 2015/16 ergab die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten hinsichtlich Firmenwerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 0,5 Mio. Euro im Segment "Energiehandel und -vertrieb". Die EVN hatte im Geschäftsjahr 2011/12 100 % der Anteile an der Fernwärmegenossenschaft (FWG) Hollabrunn erworben. Im Zuge der Erstkonsolidierung der Gesellschaft wurde ein Firmenwert in Höhe von 2,8 Mio. Euro aktiviert und der CGU "Hollabrunn" zugeordnet und im Geschäftsjahr 2014/15 auf 0,5 Mio. Euro wertgemindert. Die CGU besteht aus dem Fernheizwerk Hollabrunn inklusive des dazugehörigen Fernwärmenetzes Hollabrunn. Im Geschäftsjahr 2015/16 ergab sich ein weiterer Wertminderungsbedarf in Höhe von 0,7 Mio. Euro, der mit 0,5 Mio. Euro dem Firmenwert und mit 0,2 Mio. Euro dem Sachanlagevermögen zugeordnet wurde. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 3,1 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,53 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine auf Basis der zugunde liegenden Nutzungsdauern zeitlich begrenzte Rente. Die angenommenen Wärmeerlöse basieren auf einer linearen Preisentwicklung und einem kontinuierlichen Absatz. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde im Segment "Erzeugung" aufgrund der deutlich verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strom preisentwicklung eine Wertminderung der Strombezugsrechte aus dem Donaukraftwerk Freudenau in Höhe von 4,5 Mio. Euro notwendig. Die EVN hält am Donaukraftwerk Freudenau Strombezugsrechte im Ausmaß von 12,5 % auf die Betriebsdauer des Kraftwerks. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 41,2 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,51 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren, darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2040 sowie eine ewige Rente mit einer Wachstumsrate von 0,0 %. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
Sonstige Wertminderungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro betrafen insbesondere Stromnetzzutritte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte bei Windparks.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden insgesamt 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet; davon wurden 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) aktiviert.
| 36. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte | ||||
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015/16 | Sonstige immaterielle | |||
| Mio. EUR | Firmenwerte | Rechte | Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowert 30.09.2015 | 216,7 | 358,0 | 98,4 | 673,1 |
| Währungsdifferenzen | – | – | 0,0*) | 0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | – | 0,0*) | 0,0*) |
| Zugänge | – | 20,3 | 1,2 | 21,5 |
| Abgänge | – | –6,0 | –0,1 | –6,1 |
| Umbuchungen | – | 0,4 | – | 0,4 |
| Bruttowert 30.09.2016 | 216,7 | 372,8 | 99,6 | 689,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –160,4 | –208,7 | –83,7 | –452,9 |
| Währungsdifferenzen | – | –0,0*) | – | –0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | – | 0,0*) | 0,0*) |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –13,0 | –3,1 | –16,1 |
| Wertminderungen | –0,5 | –4,8 | –0,1 | –5,4 |
| Zuschreibungen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Abgänge | – | 6,0 | 0,0*) | 6,0 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2016 | –160,9 | –220,1 | –86,9 | –467,9 |
| Nettowert 30.09.2015 | 56,3 | 149,3 | 14,7 | 220,2 |
| Nettowert 30.09.2016 | 55,8 | 152,7 | 12,7 | 221,2 |
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Firmenwerte | Rechte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
Summe |
| Bruttowert 30.09.2014 | 216,7 | 336,7 | 95,3 | 648,7 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | –0,1 | – | –0,1 |
| Zugänge | – | 9,3 | 3,8 | 13,1 |
| Abgänge | – | –16,1 | –0,3 | –16,3 |
| Umbuchungen | – | 28,2 | –0,4 | 27,8 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 216,7 | 358,0 | 98,4 | 673,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –158,1 | –213,9 | –80,2 | –452,2 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | – | 0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | 0,1 | – | 0,1 |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –10,6 | –3,5 | –14,0 |
| Wertminderungen | –2,4 | –0,4 | –0,3 | –3,0 |
| Abgänge | – | 16,0 | 0,3 | 16,3 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –160,4 | –208,7 | –83,7 | –452,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 58,6 | 122,8 | 15,1 | 196,5 |
| Nettowert 30.09.2015 | 56,3 | 149,3 | 14,7 | 220,2 |
*) Kleinbetrag
37. Sachanlagen
In den Zugängen zu den Sachanlagen waren aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 1,9 % – 3,7 % (Vorjahr: 1,0 % – 3,7 %).
In der Position "Grundstücke und Bauten" waren Grundwerte in Höhe von 62,9 Mio. Euro (Vorjahr: 60,7 Mio. Euro) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestand eine Höchstbetragshypothek in unveränderter Höhe von 1,8 Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr 2015/16 führte die Überprüfung von Vermögenswerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 zu folgenden Wertminderungen:
Aufgrund der deutlich verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung wurde eine Wertminderung beim anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum in Höhe von 32,6 Mio. Euro notwendig. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 282,9 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,31 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren, darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2040, sowie eine Fortschreibungsphase, die das letzte Planjahr der Grobplanungsphase bis 2043 fortschreibt. Die angenommenen Energieerlöse orientieren sich im Detailplanungszeitraum an der Price Forward Curve für Terminnotierungen der European Energy Exchange AG, Leipzig, und in der Grobplanungsphase an einem Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Bei der Bewertung wurden aktuelle Annahmen für den Ausgang der anhängigen Rechtsverfahren getro_en (siehe Erläuterung 24. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen). Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen in der Grobplanungsphase wurden mit 2,0 % angenommen.
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 0,5 % wäre es beim anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Wertminderung in Höhe von 44,0 Mio. Euro (Wertminderung in Höhe von 20,3 Mio. Euro) gekommen. Bei Erhöhung (Verminderung) der zugrunde liegenden Strompreisannahmen um 5 % wäre es im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Werterholung von 9,9 Mio. Euro (Wertminderung von 76,3 Mio. Euro) gekommen.
In Bulgarien musste aufgrund der anhaltend nachteiligen regulatorischen Änderungen im Wärmebereich sowie aufgrund der deutlich verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklungen eine Wertminderung in Höhe von 31,3 Mio. Euro an den Cogeneration-Anlagen bei der TEZ Plovdiv vorgenommen werden. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 52,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 7,61 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren, eine Grobplanungsphase bis ins Jahr 2026 sowie eine ewige Rente mit einer Wachstumsrate von 2,0 %. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 1,1 % – 2,5 % angenommen.
Weiters kam es aufgrund der deutlich verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklungen zu Wertminderungen in Höhe von 2,3 Mio. Euro am Windpark der EVN in Kavarna. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 10,7 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 7,66 % für die Phase der geförderten Einspeisetarife und von 8,21 % für die Phase der freien Vermarktung verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine Grobplanungsphase bis zum Ende der Nutzungsdauer. Die angenommenen Energieerlöse beruhen nach dem Ende des angenommenen Förderzeitraums im Jahr 2019 auf einem Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden zwischen 1,0 % und 2,5 % angenommen.
Weitere Werthaltigkeitsprüfungen aufgrund verschlechterter Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung führten zu Wertminderungen in Höhe von 6,7 Mio. Euro an Kleinwasserkraftwerken und Windparks der EVN Naturkraft. Die erzielbaren Beträge wurden auf Basis von beizulegenden Zeitwerten abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrugen in Summe 35,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,51 % verwendet.
Sonstige Wertminderungen betrafen mit 2,1 Mio. Euro weitere thermische Anlagen.
37. Entwicklung der Sachanlagen
| Geschäftsjahr 2015/16 Mio. EUR |
Grundstücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2015 | 790,1 | 3.808,8 | 2.972,2 | 224,9 | 200,6 | 167,2 | 8.164,0 |
| Währungsdifferenzen | 0,4 | 1,0 | 3,2 | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 5,0 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 2,2 | 6,1 | 2,4 | – | 0,0*) | – | 10,7 |
| Zugänge | 8,1 | 103,2 | 63,6 | 21,7 | 13,7 | 99,8 | 310,1 |
| Abgänge | –10,2 | –9,4 | –52,1 | –8,4 | –43,1 | –0,1 | –123,2 |
| Umbuchungen | 19,2 | 49,8 | 25,4 | 0,1 | 3,1 | –96,5 | 1,0 |
| Bruttowert 30.09.2016 | 809,8 | 3.959,5 | 3.014,7 | 238,5 | 174,4 | 170,7 | 8.367,6 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –433,7 | –2.037,8 | –1.865,3 | –142,4 | –161,0 | –7,4 | –4.647,7 |
| Währungsdifferenzen | –0,2 | –0,5 | –2,3 | –0,0*) | –0,1 | – | –3,1 |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | – | – | – | – | – | – |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,9 | –102,7 | –97,4 | –14,6 | –14,5 | – | –250,1 |
| Wertminderungen | –4,2 | –14,3 | –58,1 | – | –0,0*) | –0,0*) | –76,6 |
| Zuschreibungen | 1,8 | 1,5 | 0,7 | – | – | – | 4,1 |
| Abgänge | 9,4 | 9,2 | 48,7 | 8,3 | 42,7 | – | 118,3 |
| Umbuchungen | 0,2 | –0,3 | 0,3 | 0,0*) | –0,2 | 0,0*) | – |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2016 | –447,7 | –2.144,8 | –1.973,4 | –148,7 | –133,1 | –7,4 | –4.855,0 |
| Nettowert 30.09.2015 | 356,4 | 1.771,0 | 1.106,9 | 82,5 | 39,6 | 159,9 | 3.516,3 |
| Nettowert 30.09.2016 | 362,1 | 1.814,8 | 1.041,3 | 89,8 | 41,3 | 163,3 | 3.512,5 |
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Grundstücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2014 | 762,1 | 3.695,9 | 2.817,8 | 216,1 | 222,4 | 239,9 | 7.954,2 |
| Währungsdifferenzen | –0,1 | –0,2 | –24,2 | –0,0*) | –0,1 | –6,9 | –31,6 |
| Konsolidierungskreisänderungen | –0,2 | – | –0,2 | – | –0,3 | – | –0,7 |
| Zugänge | 13,1 | 94,9 | 83,8 | 17,5 | 12,2 | 93,2 | 314,8 |
| Abgänge | –1,5 | –8,1 | –6,4 | –8,4 | –19,2 | –0,9 | –44,6 |
| Umbuchungen | 16,7 | 26,3 | 101,5 | –0,2 | –14,4 | –158,1 | –28,2 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 790,1 | 3.808,8 | 2.972,2 | 224,9 | 200,6 | 167,2 | 8.164,0 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –402,0 | –1.962,1 | –1.694,5 | –138,3 | –178,2 | –36,9 | –4.412,0 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | 0,1 | 12,3 | 0,0*) | 0,1 | 6,7 | 19,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,2 | – | 0,2 | – | 0,2 | – | 0,6 |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,0 | –100,8 | –98,3 | –12,6 | –14,5 | – | –246,2 |
| Wertminderungen | –12,3 | –1,5 | –40,1 | – | –0,2 | –0,0*) | –54,1 |
| Zuschreibungen | 0,3 | 1,3 | 0,8 | – | – | – | 2,4 |
| Abgänge | 1,1 | 8,1 | 5,5 | 8,2 | 19,0 | – | 42,0 |
| Umbuchungen | –1,2 | 17,2 | –51,2 | 0,3 | 12,6 | 22,9 | 0,5 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –433,7 | –2.037,8 | –1.865,3 | –142,4 | –161,0 | –7,4 | –4.647,7 |
| Nettowert 30.09.2014 | 360,1 | 1.733,8 | 1.123,3 | 77,8 | 44,2 | 203,0 | 3.542,2 |
| Nettowert 30.09.2015 | 356,4 | 1.771,0 | 1.106,9 | 82,5 | 39,6 | 159,9 | 3.516,3 |
*) Kleinbetrag
Bei den der EVN Wärme zurechenbaren CGUs "Eggenburg", "Dürnrohr Umgebung", "Mistelbach", "Waidhofen/Thaya", "Wiener Neustadt" und "Zwettl" wurde eine Wertaufholung in Höhe von 2,6 Mio. Euro erfasst. Der erzielbare Betrag wurde für die CGUs "Eggenburg" und "Zwettl" auf Basis des Nutzungswerts und für die restlichen CGUs auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 23,3 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,53 % verwendet, welcher einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern in Höhe von 8,84 % bei der CGU "Eggenburg" bzw. 6,16 % bei der CGU "Zwettl" entspricht.
Sonstige Wertaufholungen betrafen mit 0,1 Mio. Euro Telekomnetze der Kabelplus, mit 1,1 Mio. Euro Windparks sowie mit 0,3 Mio. Euro ein Kleinwasserkraftwerk.
In der Vergleichsperiode waren Abwertungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro bei der EVN Naturkraft sowie Abwertungen in Höhe von 27,6 Mio. Euro beim anteilig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum aufgrund einer verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung bzw. aufgrund eines erhöhten Wärmeverbrauchs und eines niedrigeren Wirkungsgrads notwendig geworden. Weiters kam es aufgrund von nachteiligen regulatorischen Änderungen für die Stromproduktion in Bulgarien zu einer Wertminderung in Höhe von 4,4 Mio. Euro am Windpark der EVN in Kavarna. Außerdem waren aufgrund der Schließung eines Kraftwerksblocks durch den Verbund am Gemeinschaftskraftwerk Dürnrohr Wertminderungen in Höhe von 17,0 Mio. Euro notwendig geworden.
In der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau" waren zum Abschlussstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anscha_ungskosten von 162,9 Mio. Euro (Vorjahr: 158,3 Mio. Euro) enthalten.
Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Konzern-Bilanz der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus der Nutzung von Wärmenetzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,7 Mio. Euro). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten wurden unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.
Die als Sicherheit verpfändeten Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wiesen einen Buchwert in Höhe von 40,0 Mio. Euro auf (Vorjahr: 44,7 Mio. Euro).
38. At Equity einbezogene Unternehmen
Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang ab Seite 199 unter Beteiligungen der EVN dargestellt. Unter 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen finden sich Finanzinformationen zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen, die at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Sämtliche at Equity einbezogenen Unternehmen wurden mit ihren anteiligen IFRS-Ergebnissen aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der EVN AG liegt. Für die at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen existierten keine ö_entlich notierten Marktpreise.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde eine Wertminderung an der Verbund Innkraftwerke GmbH in Höhe von 27,6 Mio. Euro aufgrund einer verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung notwendig.Der erzielbare Betrag für den EVN-Anteil an der Verbund Innkraftwerke GmbH wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 75,9 Mio. Euro. Der WACC nach Steuern betrug 5,01 %. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren, darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2040 sowie eine ewige Rente mit einer Wachstumsrate von 0,0 %. Bereits im Vorjahr waren aufgrund einer verschlechterten Einschätzung der Strompreisentwicklung Wertminderungen in Höhe von 26,8 Mio. Euro notwendig geworden (siehe auch Erläuterung 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter).
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 0,5 % wäre es bei der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke GmbH im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Wertminderung in Höhe von 40,8 Mio. Euro (Wertminderung in Höhe von 11,2 Mio. Euro) gekommen. Bei Erhöhung (Verminderung) der zugrunde liegenden Strompreisannahmen um 5 % wäre es im Geschäftsjahr 2015/16 ceteris paribus zu einer Wertminderung in Höhe von 18,1 Mio. Euro (Wertminderung in Höhe von 37,1 Mio. Euro) gekommen.
Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Ashta eine Wertminderung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH in Höhe von 8,2 Mio. Euro vorgenommen. Eine im Oktober 2015 erfolgte Kapitalerhöhung gab Anlass für die Überprüfung der Werthaltigkeit des Beteiligungsansatzes und führte zu einer Wertminderung von 4,1 Mio. Euro. Aufgrund einer deutlich verschlechterten Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung wurde zum 30. September erneut eine Wertminderung in Höhe von 4,1 Mio. Euro notwendig. Der erzielbare Betrag für den EVN-Anteil an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug –14,9 Mio. Euro. Der WACC nach Steuern betrug 12,48 %. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Planungszeitraum bis 2027 für die regulierte Phase, einen Planungszeitraum bis 2040 für die freie Vermarktung sowie im Anschluss eine zeitlich begrenzte Rente bis 2043. Im Anschluss wird das Kraftwerk dem Eigentum des Staates Albanien zugeführt (siehe auch Erläuterung 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter).
Im Geschäftsjahr kam es zu einem signifikanten und länger andauernden Rückgang der von der WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG unter die Anscha_ungskosten. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden vom Zeitpunkt der letztmaligen Wertminderung zum 30. Juni 2013 nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Fall eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung. Dies führte zu einer Wertminderung der Anteile an der WEEV Beteiligungs GmbH in Höhe von 9,9 Mio. Euro (siehe Erläuterung 48. Bewertungsrücklagen).
Die Anteile an der ZOV, deren anteiliges Eigenkapital im Besitz der EVN zum 30. September 2016 95,5 Mio. Euro betrug (Vorjahr: 87,1 Mio. Euro), wurden zur Be sicherung an die kreditfinanzierenden Banken abgetreten.
| 38. Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen | ||
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015/16 | |
|---|---|
| Mio. EUR | |
| Bruttowert 30.09.2015 | 918,6 |
| Zugänge | 24,4 |
| Abgänge | –8,2 |
| Bruttowert 30.09.2016 | 934,7 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2015 | –20,5 |
| Währungsdifferenzen | 1,5 |
| Abgänge | 8,2 |
| Wertminderungen | –45,7 |
| Laufendes anteiliges Ergebnis | 130,4 |
| Ausschüttungen | –117,6 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | 34,7 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2016 | –8,9 |
| Nettowert 30.09.2015 | 898,1 |
| Nettowert 30.09.2016 | 925,8 |
Geschäftsjahr 2014/15
| 918,4 |
|---|
| 0,1 |
| 918,6 |
| –29,3 |
| 0,8 |
| –26,8 |
| 168,3 |
| –106,7 |
| –26,7 |
| –20,5 |
| 889,1 |
| 898,1 |
39. Sonstige Beteiligungen
Die Position "Sonstige Beteiligungen" umfasst Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie andere Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20,0 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.
In der Summe der sonstigen Beteiligungen waren Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 595,7 Mio. Euro (Vorjahr: 476,1 Mio. Euro) enthalten, von denen 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro) zu Besicherungszwecken verwendet werden. Bei den übrigen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 16,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro), die zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert werden, handelt es sich um Anteile an Gesellschaften ohne aktiven Markt, die nicht frei handelbar sind. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen bei den sonstigen Beteiligungen betrafen mit 119,5 Mio. Euro (Vorjahr: –163,5 Mio. Euro) Anpassungen an geänderte Marktwerte und Börsekurse.
Am 22. September 2010 haben die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG (WSTW) einen Syndikatsvertrag über die Syndizierung ihrer unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der Verbund AG abgeschlossen und verfügen somit gemeinsam über rund 26 % der
stimmberechtigten Aktien an der Verbund AG. Trotz des Bestehens des Syndikatsvertrags ist der Umfang eines möglichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Verbund AG aus diesem Syndikatsvertrag sehr begrenzt. Ein maßgeblicher Einfluss gemäß IAS 28 liegt somit nicht vor. Die Anteile an der Verbund AG werden daher entsprechend IAS 39 bilanziert.
| 39. Entwicklung der sonstigen Beteiligungen | |||
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2015/16 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2015 | 15,4 | 403,3 | 418,7 |
| Zugänge | 0,2 | 1,2 | 1,4 |
| Abgänge | –3,5 | –0,9 | –4,4 |
| Umbuchungen zu den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | –3,8 | – | –3,8 |
| Bruttowert 30.09.2016 | 8,3 | 403,5 | 411,8 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2015 | –6,6 | 87,6 | 81,0 |
| Wertminderungen | –2,4 | –0,4 | –2,8 |
| Abgänge | 2,5 | – | 2,5 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | 119,5 | 119,5 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2016 | –6,6 | 206,8 | 200,1 |
| Nettowert 30.09.2015 | 8,8 | 490,9 | 499,7 |
| Nettowert 30.09.2016 | 1,7 | 610,3 | 612,0 |
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2014 | 14,4 | 403,7 | 418,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | –0,0*) | –0,0*) |
| Zugänge | 1,0 | – | 1,0 |
| Abgänge | –0,0*) | –0,4 | –0,5 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 15,4 | 403,3 | 418,7 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –4,2 | 250,7 | 246,5 |
| Wertminderungen | –2,5 | – | –2,5 |
| Abgänge | – | 0,4 | 0,4 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | –163,5 | –163,5 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2015 | –6,6 | 87,6 | 81,0 |
| Nettowert 30.09.2014 | 10,3 | 654,4 | 664,7 |
| Nettowert 30.09.2015 | 8,8 | 490,9 | 499,7 |
*) Kleinbetrag
40. Übrige langfristige Vermögenswerte
Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an Investment-Fonds und dienen der nach österreichischem Steuerrecht vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen. Die Buchwerte entsprechen dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultierten aus diesbezüglichen Vermögens umschichtungen im Geschäftsjahr 2015/16
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von PPP-Projekten. Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestanden Forderungen in Höhe von 54,4 Mio. Euro (Vorjahr: 51,3 Mio. Euro). Ebenso sind in den Zugängen aktivierte Fremd kapitalkosten in Höhe von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 3,87 % – 4,91 % (Vorjahr: 4,15 % – 5,15 %).
Am 16. Juli 2012 beschloss die bulgarische Regulierungsbehörde Energy and Water Regulatory Commission (EWRC) für den Zeitraum ab 1. Juli 2012 eine Änderung der Methodik für die Tarifberechnung, um die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbarer Energie sowie für Strom aus hoche{zienten KWK-Anlagen (Ökostrom-Mehrkosten) auszugleichen. Wie im bulgarischen "Energy Act" geregelt, sind die Energieversorungsunternehmen verpflichtet, den Strom von Produzenten erneuerbarer Energie zu bescha_en. Die wachsende Zahl der neuen Verträge mit Netzanbindung von Produzenten erneuerbarer Energie führte zu höheren Absatzmengen, welche die Strom-Bescha_ungskosten der EVN in Bulgarien signifikant erhöhten. Das bulgarische Gesetz sieht eine Entschädigung für diese zusätzlichen Kosten vor, die letztlich vom Endkunden zu tragen sind. Gegen den Beschluss vom 16. Juli 2012 hat die EVN Rechtsmittel eingelegt bzw. Verfahren eingeleitet, wonach weiterhin eine unmittelbare Abgeltung durch die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) zu erfolgen habe. Mit Wirkung ab 1. August 2013 wurde diese Methodik erneut in der Weise ge ändert, dass die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbarer Energie und für Strom aus hoche{zienten KWK-Anlagen von der nationalen Elektrizi täts gesellschaft NEK getragen werden müssen. Vom 1. Juli 2012 bis zum 31. Juli 2013 sind der EVN daraus Kosten in Höhe von 127,1 Mio. Euro entstanden, die einer Zwischenfinanzierung bedürfen. Mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 wurden die entstandenen zusätz lichen Kosten der Höhe und dem Grunde nach bestätigt und klargestellt, dass diese direkt von NEK zu ersetzen sind. Mit Entscheidung vom 15. September 2016 hat das Schiedsgericht der bulgarischen Industrie- und Handelskammer die Gegenverrechnung von Forderungen an NEK durch EVN Bulgaria EC für berechtigt erkannt. Auf dieser Basis wurde der vom Verfahren umfasste Teil der Forderungen mit Verbindlichkeiten gegenüber der NEK bilanziell aufgerechnet, wodurch sich der Stand der Bruttoforderungen auf 90,2 Mio. Euro (Vorjahr 127,1 Mio. Euro) reduziert.
Zum 30. September 2016 betrug die verbleibende Nettoforderung 57,9 Mio. Euro (Vorjahr: 94,4 Mio. Euro). Diese wird nunmehr zur Gänze in den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen (Vorjahr: 51,9 Mio. Euro in den übrigen langfristigen Vermögenswerten und 42,5 Mio. Euro in den Forderungen im kurzfristigen Bereich; siehe Erläuterung 42. Forderungen).
Die Grundlage für die Bewertung der Forderung bilden weiterhin im Wesentlichen die gegenüber NEK erfolgten Aufrechnungen und Einbehalte von Rechnungsbeträgen. Die Forderung ist mit 32,4 Mio. Euro (Vorjahr: 32,7 Mio. Euro) wertberichtigt. Aufgrund der Tatsache, dass alle erwarteten zukünftigen Leistungen von den Handlungen und Entscheidungen der bulgarischen Regulierungsbehörde abhängen, bestehen jedoch Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Forderung. Aus diesem Grund besteht das Risiko einer Anpassung im nächsten Geschäftsjahr.
40. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte Mio. EUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Wertpapiere Ausleihungen Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften Forderungen aus derivativen Geschäften Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte Primärenergiereserven Summe Bruttowert 30.09.2015 74,3 34,0 319,5 5,7 86,5 15,1 535,2 Zugänge 10,5 1,8 3,1 – 0,0*) – 15,4 Abgänge –2,9 –1,2 – – –37,1 –0,0*) –41,1 Marktwertänderungen 2,1 – – 16,8 – – 18,8 Umbuchungen – –3,8 –26,9 – 41,3 – 10,6 Bruttowert 30.09.2016 84,0 30,9 295,7 22,5 90,9 15,1 539,0 Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 –1,0 –1,0 –191,4 – –32,7 –0,6 –226,8 Abgänge 1,0 – – – 0,0*) 1,0 Wertminderungen1) –0,0*) – – – – – –0,0*) Zuschreibungen1) – – – – 0,4 – 0,4 Kumulierte Abschreibungen 30.09.2016 –1,0 – –191,4 – –32,3 –0,6 –225,4 Nettowert 30.09.2015 73,3 33,1 128,1 5,7 53,8 14,4 308,4 Nettowert 30.09.2016 82,9 30,9 104,3 22,5 58,6 14,4 313,7
1) Wertminderungen im Vorjahr: –1,1 Mio. Euro; Zuschreibungen im Vorjahr: 0 Mio. Euro.
*) Kleinbetrag
Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:
40. Fristigkeiten der Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften Mio. EUR
| Restlaufzeit zum 30.09.2016 | Restlaufzeit zum 30.09.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausstehende Leasingzahlungen |
Zinsen | Summe der ausstehenden Leasingzahlungen |
Ausstehende Leasingzahlungen |
Zinsen | Summe der ausstehenden Leasingzahlungen |
|
| < 5 Jahre | 57,9 | 11,9 | 69,8 | 79,3 | 21,4 | 100,8 |
| > 5 Jahre | 46,3 | 7,0 | 53,4 | 48,8 | 11,8 | 60,6 |
| Summe | 104,3 | 18,9 | 123,2 | 128,1 | 33,2 | 161,4 |
Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert. Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponenten aus den Leasingzahlungen des Geschäftsjahres 2015/16 wurden in den Zinserträgen aus langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Kurzfristige Vermögenswerte
41. Vorräte
Die Primärenergievorräte bestehen vor allem aus Steinkohlevorräten.
Bei den CO2 -Emissionszertifikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertifikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertifikategesetzes. Die korrespondierende Verpflichtung für die Unterdeckung ist in den kurz fristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 59. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.
| 41. Vorräte | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Primärenergievorräte | 49,9 | 38,6 |
| CO2 -Emissionszertifikate |
0,6 | 0,8 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte | 26,9 | 28,8 |
| Nicht abgerechnete Kundenaufträge | 17,2 | 18,6 |
| Anlagenkomponenten | 45,6 | 45,6 |
| Summe | 140,2 | 132,5 |
Die Anlagenkomponenten stammen aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau und sollen in zukünftigen Projekten Verwendung finden. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden Wertminderungen in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,0 Mio. Euro) auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen.
Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäufigkeiten sowie gefallener Marktpreise wurde durch eine zusätzliche Erhöhung der Wertberichtigung um 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,3 Mio. Euro) Rechnung getragen. Dem standen Zuschreibungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) gegenüber. Die Vorräte unterlagen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen lagen ebenfalls nicht vor.
42. Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Erdgas- und Wärmekunden.
Die Wertberichtigung der Forderungen stammt zum Großteil aus Südosteuropa. Da eine Forderungsabschreibung mit steuerrechtlicher Wirkung in der Regel erst nach Erlangung eines Gerichtsbeschlusses möglich ist, nimmt der Prozess der Forderungsbetreibung entsprechend lange Zeiträume in Anspruch. Dadurch und auch durch die hohe Anzahl der laufenden Verfahren kumuliert sich der Stand der Wertberichtigungen sukzessive. Im Geschäftsjahr 2015/16 betrug die Zunahme der Wertberichtigung 10,9 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro).
| Brutto forderungen |
Wert berichtigung |
Netto forderungen |
Brutto forderungen |
Wert berichtigung |
Netto forderungen |
|---|---|---|---|---|---|
| 46,3 | 6,9 | 39,4 | 56,1 | 4,4 | 51,7 |
| 23,8 | 0,4 | 23,4 | 22,2 | 0,4 | 21,8 |
| 134,7 | 24,1 | 110,6 | 157,4 | 25,3 | 132,1 |
| 289,5 | 220,2 | 69,3 | 291,1 | 210,6 | 80,5 |
| 10,4 | – | 10,4 | 11,6 | – | 11,6 |
| 504,7 | 251,6 | 253,0 | 538,3 | 240,7 | 297,6 |
| 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| 42. Fälligkeiten der nicht wertberichtigten Forderungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Noch nicht fällig | 126,1 | 151,7 |
| Überfällig 1– 90 Tage | 58,1 | 80,9 |
| Überfällig 91–180 Tage | 32,0 | 23,1 |
| Überfällig 181–360 Tage | 29,9 | 17,1 |
| Überfällig >360 Tage | 7,0 | 24,7 |
| Nettoforderung | 253,0 | 297,6 |
Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzernfinanzierung und aus Dienstleistungen gegenüber diesen Unternehmen.
Die Forderungen aus derivativen Geschäften enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen positive Marktwerte von Derivaten im Energiebereich.
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten mit 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 42,5 Mio. Euro) Forderungen gegenüber NEK auf grund der Kompensation der Ökostrom-Mehrkosten (siehe auch Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte). Weiters sind in dieser Position unter anderem Forderungen aus Versicherungen, kurzfristige Ausleihungen sowie geleistete Anzahlungen enthalten.
Der Buchwert der Forderungen, die als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten verpfändet wurden, beträgt 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).
| 42. Forderungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 253,0 | 297,6 |
| Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 15,4 | 45,8 |
| Forderungen gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 5,1 | 0,8 |
| Forderungen gegenüber Dienstnehmern | 9,3 | 1,5 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | 9,1 | 7,3 |
| Forderungen aus Leasinggeschäften | 34,7 | 46,4 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 54,1 | 80,5 |
| 380,7 | 479,8 | |
| Sonstige Forderungen | ||
| Forderungen aus Abgaben und Steuern | 33,4 | 23,4 |
| 33,4 | 23,4 | |
| Summe | 414,1 | 503,2 |
43. Wertpapiere
Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:
| 43. Zusammensetzung Wertpapiere | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Fonds-Anteile | 75,4 | 81,2 |
| davon Cash-Fonds | 74,7 | 80,4 |
| davon sonstige Fonds-Produkte | 0,7 | 0,8 |
| Aktien | 0,0*) | 0,0*) |
| Summe | 75,4 | 81,3 |
*) Kleinbetrag
Während durch Abgänge von Wertpapieren in der Berichtsperiode kein Veräußerungsgewinn anfiel (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), wurde aufgrund gestiegener Börsekurse eine erfolgsneutrale Wertänderung in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) vorgenommen.
44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Die im Geschäftsjahr 2015/16 ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte in Höhe von 3,8 Mio. Euro stehen im Zusammenhang mit der EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft ("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf. Die EVN-Pensionskasse wird aktuell aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen; der Beteiligungsansatz wird zu Anscha_ungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Die EVN-Pensionskasse bietet als betriebliche Pensionskasse im Rahmen eines beitragsorientierten Pensionskassenmodells ausschließlich für leistungsberechtigte Mitarbeiter des EVN Konzerns eine Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenpension. Die EVN-Pensionskasse hat dazu mit EVN AG, Netz Niederösterreich GmbH, EVN Wärme GmbH, EVN Wasser GmbH, kabelplus GmbH, EVN Umweltholding und Betriebs GmbH, EVN Geoinfo GmbH sowie EVN Business Service GmbH jeweils Pensionskassenverträge abgeschlossen.
Das sich stark verändernde Umfeld der Finanzmärkte sowie die zunehmenden regulatorischen Bestimmungen für Pensionskassen haben zu einer Konsolidierung sowohl bei betrieblichen als auch bei überbetrieblichen Pensionskassen in Österreich geführt. Nach der aktualisierten Konzernstrategie 2020 steht die Konsolidierung des EVN Konzerns verbunden mit selektivem Wachstum durch die Stärkung des Kerngeschäfts im Vordergrund. Der Vorstand der EVN AG hat daher die Ausgliederung der EVN-Pensionskasse beschlossen. Als geeignetste Variante der Ausgliederung wird aktuell eine Verschmelzung auf eine überbetriebliche Pensionskasse unter Leistung einer Barabfindung für den Verzicht auf Anteilsgewährung geprüft. Das Closing der Transaktion soll nach Vorliegen der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen bis spätestens 30. Juni 2017 erfolgen.
Passiva
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2015/16 und 2014/15 ist auf Seite 125 dargestellt.
45. Grundkapital
Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330,0 Mio. Euro (Vorjahr: 330,0 Mio. Euro) und besteht aus 179.878.402 Stückaktien (Vorjahr: 179.878.402).
46. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen enthalten nach österreichischem Aktienrecht gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 195,6 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro) und nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 57,2 Mio. Euro (Vorjahr: 57,3 Mio. Euro).
47. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.949,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1.868,2 Mio. Euro) enthalten die anteiligen Gewinnrück lagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sowie solche aus sukzessiven Unternehmenserwerben.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser ent wickelte sich wie folgt:
| 47. Entwicklung Bilanzgewinn der EVN AG Mio. EUR |
|
|---|---|
| Ausgewiesener Jahresüberschuss 2015/16 | 44,9 |
| Zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2014/15 | 0,2 |
| Zuzüglich Auflösung unversteuerter Rücklagen | 0,8 |
| Zuzüglich Auflösung freier Gewinnrücklagen | 29,0 |
| Abzüglich Dotierung unversteuerter Rücklagen | –0,1 |
| Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn | 74,8 |
| Vorgeschlagene Gewinnausschüttung | –74,7 |
| Ergebnisvortrag für das Geschäftsjahr 2016/17 | 0,1 |
Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2015/16 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.
Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 74,7 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro pro Aktie hat die 87. ordentliche Hauptversammlung am 21. Jänner 2016 zugestimmt. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29. Jänner 2016.
48. Bewertungsrücklagen
In der Bewertungsrücklage werden Wertänderungen von Available-for-Sale-Finanzinstrumenten und von Cash Flow Hedges, die Neubewertung aus IAS 19 sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.
Darüber hinaus sind anteilige Wertänderungen von Bewertungsrücklagen in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: –5,2 Mio. Euro) in der Gesamtergebnisrechnung (siehe Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Seite 123) enthalten, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind.
| 48. Bewertungsrücklagen | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Posten aus | |||||||
| Available-for-Sale-Finanzinstrumenten | 207,2 | –51,8 | 155,4 | 87,6 | –21,9 | 65,7 | |
| Cash Flow Hedges | –45,7 | 14,8 | –30,9 | –48,9 | 15,5 | –33,4 | |
| Neubewertungen IAS 19 | –130,5 | 32,5 | –98,0 | –90,6 | 22,2 | –68,5 | |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | –1,9 | –1,4 | –3,3 | –36,7 | 3,0 | –33,7 | |
| Summe | 29,0 | –5,8 | 23,2 | –88,7 | 18,8 | –69,9 |
In dem auf at Equity einbezogene Unternehmen entfallenden Teil der Bewertungsrücklage sind mit Ausnahme der von der WEEV Beteiligungs GmbH erfassten Wertänderungen im Zusammenhang mit den von der WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG (AFS-Finanz instrumente) im Wesentlichen erfolgsneutrale Komponenten hinsichtlich Cash Flow Hedges und Neubewertungen gemäß IAS 19 abgebildet.
Betre_end Cash Flow Hedges wurden im Geschäftsjahr 2015/16 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Zum Stichtag ergab sich aus dem ine_ektiven Teil von Cash Flow Hedges ein Aufwand in Höhe von 0,1 Mio. Euro.
Durch die in Erläuterung 48. Bewertungsrücklagen angegebene Wertminderung bei der WEEV Beteiligungs GmbH wurde im Geschäftsjahr 2015/16 ein Betrag von 5,0 Mio. Euro vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.
49. Eigene Anteile
Von der 87. Hauptversammlung wurde die vorzeitige Beeindigung des am 16. Jänner 2014 begonnenen Aktienrückkaufprogramms beschlossen und dem Vorstand die Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über höchstens 10 des Grundkapitals der EVN während einer Geltungsdauer von 30 Monaten erteilt. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und den Rückkauf von bis zu 1.000.000 Stück Aktien beschlossen. Dies entspricht bis zu 0,556 des derzeitigen Grundkapitals. Mit Beschluss vom 5. Oktober 2016 hat der Vorstand dieses Aktienrückkaufprogramm vorzeitig beendet.
Im Geschäftsjahr 2015/16 erfolgte der Zukauf von eigenen Aktien im Ausmaß von 110.800 Stück (das sind 0,06 des Grundkapitals; Vorjahr: 186.571 Stück bzw. 0,10 des Grundkapitals) mit einem Anscha_ungswert von 1,1 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 1,2 Mio. Euro (30. September 2015: Anscha_ungswert von 1,9 Mio. Euro bzw. Kurswert von 1,8 Mio. Euro) sowie der Verkauf von 133.050 Stück eigenen Aktien, um diese aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können (Vorjahr: 68.244 Stück). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile entwickelte sich daher wie folgt:
| 49. Entwicklung der Anzahl der | |||
|---|---|---|---|
| in Umlauf befindlichen Anteile | Stückaktien | Eigene Aktien | In Umlauf befindliche Anteile |
| 30.09.2014 | 179.878.402 | –1.939.992 | 177.938.410 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –186.571 | –186.571 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 68.244 | 68.244 |
| 30.09.2015 | 179.878.402 | –2.058.319 | 177.820.083 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –110.800 | –110.800 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 133.050 | 133.050 |
| 30.09.2016 | 179.878.402 | –2.036.069 | 177.842.333 |
Der gewichtete Durchschnitt der Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile, der als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 177.763.333 Stück (Vorjahr: 177.871.236 Stück).
50. Nicht beherrschende Anteile
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften.
Die folgende Tabelle zeigt Informationen zu jedem vollkonsolidierten Tochterunternehmen der EVN mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen:
| 50. Finanzinformationen von Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen Mio. EUR |
30.09.2016 | 30.09.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen | RBG | BUHO | EVN Macedonia | RBG | BUHO | EVN Macedonia |
| Nicht beherrschende Anteile in Prozent | 49,97 | 26,37 | 10,00 | 49,97 | 26,37 | 10,00 |
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile | 197,1 | 36,7 | 17,8 | 193,8 | 36,1 | 15,0 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis | 21,1 | 2,7 | 2,7 | 38,2 | 2,0 | 2,5 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividenden | 17,5 | 2,2 | – | 17,5 | 2,1 | – |
| Bilanz | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 394,0 | 176,6 | 289,9 | 387,1 | 175,5 | 285,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0,1 | 8,4 | 95,3 | 0,2 | 7,1 | 92,6 |
| Langfristige Schulden | – | – | 120,4 | – | – | 130,5 |
| Kurzfristige Schulden | 0,0*) | 0,0*) | 87,9 | 0,0*) | 0,0*) | 98,9 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | – | 0,0*) | 357,4 | – | 0,0*) | 375,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 42,3 | 10,1 | 26,7 | 76,4 | 7,4 | 24,9 |
| Cash Flow | ||||||
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 35,0 | 9,4 | 58,4 | 35,0 | 8,2 | 43,9 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | – | – | –20,2 | – | – | –18,6 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –35,1 | –8,3 | –23,8 | –35,0 | –8,1 | –27,5 |
*) Kleinbetrag
Langfristige Schulden
51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Position "Langfristige Finanzverbindlichkeiten" setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 51. Zusammensetzung Langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Nominal verzinsung |
Buchwert 30.09.2016 |
Buchwert 30.09.2015 |
Marktwert 30.09.2016 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | (%) | Laufzeit | Nominale | Mio. EUR 550,3 |
Mio. EUR 679,4 |
Mio. EUR 683,7 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2017 | 150,0 Mio. EUR | – | 149,6 | |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2019 | 30,0 Mio. EUR | 29,8 | 29,8 | 33,8 |
| EUR-Anleihe | 4,250 | 2011–2022 | 293,0 Mio. EUR | 284,7 | 285,1 | 354,2 |
| JPY-Anleihe | 3,130 | 2009–2024 | 12,0 Mrd. JPY | 113,5 | 92,8 | 124,8 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 100,0 Mio. EUR | 97,7 | 97,6 | 136,8 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 25,0 Mio. EUR | 24,6 | 24,5 | 34,2 |
| Bankdarlehen (inkl. Schuldscheindarlehen) | 0,07–5,37 | bis 2047 | – | 764,2 | 856,2 | 838,5 |
| Summe | 1.314,5 | 1.535,7 | 1.522,2 |
Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
| 51. Fälligkeitsstruktur langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Restlaufzeit zum 30.09.2016 | Restlaufzeit zum 30.09.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
| Anleihen | 29,8 | 520,4 | 550,3 | 179,4 | 500,1 | 679,4 |
| davon fix verzinst | 29,8 | 406,9 | 436,8 | 179,4 | 407,2 | 586,6 |
| davon variabel verzinst | – | 113,5 | 113,5 | – | 92,8 | 92,8 |
| Bankdarlehen | 310,6 | 453,6 | 764,2 | 356,5 | 499,8 | 856,2 |
| davon fix verzinst | 226,2 | 431,7 | 657,9 | 245,2 | 469,8 | 715,0 |
| davon variabel verzinst | 84,4 | 21,9 | 106,3 | 111,3 | 30,0 | 141,2 |
| Summe | 340,4 | 974,0 | 1.314,5 | 535,8 | 999,9 | 1.535,7 |
Anleihen
Sämtliche Anleihen sind endfällig. Die Anleihe in fremder Währung wird hinsichtlich Zins- und Währungsrisiken mittels Cross Currency Swaps abgesichert.
Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anscha_ungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs um ge rechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleiheverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber. Das Ergebnis aus dem Absicherungsgeschäft der JPY-Anleihe mittels Cross Currency Swaps belief sich im Geschäftsjahr 2015/16 auf 2,4 Mio. Euro (davon Bewertung der Anleihe 14,1 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 16,5 Mio. Euro; Vorjahr: 0,6 Mio. Euro Ergebnise_ekt, davon Bewertung der Anleihe 4,8 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 4,2 Mio. Euro). Der Marktwert wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihekurs und dem Devisenkurs ermittelt.
Bankdarlehen
Dabei handelt es sich neben allgemeinen Bankdarlehen um Darlehen, die durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschafts-Fonds gefördert sind. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.
Die Zinsenabgrenzungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.
52. Latente Steuern
Im Zuge einer transparenteren und detaillierteren Darstellung der latenten Steuern wurden auch die Vorjahresbeträge angepasst.
| 52. Latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Aktive latente Steuern | ||
| Sozialkapital | –53,2 | –43,0 |
| Verlustvorträge | –9,5 | –18,4 |
| Beteiligungsabschreibungen | –61,2 | –56,1 |
| Sachanlagen | –38,9 | –28,9 |
| Finanzinstrumente | –25,3 | –25,9 |
| Rückstellungen | –10,7 | –1,8 |
| Sonstige aktive latente Steuern | –4,8 | –4,3 |
| Passive latente Steuern | ||
| Sachanlagen | 25,1 | 15,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12,8 | 15,6 |
| Unversteuerte Rücklagen | 25,7 | 26,5 |
| Finanzinstrumente | 41,2 | 15,3 |
| Rückstellungen | 75,3 | 45,4 |
| Sonstige passive latente Steuern | 16,0 | 4,8 |
| Summe | –7,3 | –55,2 |
| davon aktive latente Steuern | –100,5 | –86,4 |
| davon latente Steuerverbindlichkeiten | 93,2 | 31,2 |
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
| 52. Veränderung latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Latenter Steuersaldo 01.10. | –55,2 | –39,0 |
| – Erfolgsneutrale Veränderungen aus Währungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | 3,8 | –1,4 |
| – Erfolgswirksame Veränderung | 19,6 | 21,7 |
| – Erfolgsneutrale Veränderung aus Bewertungsrücklage | 24,6 | –36,6 |
| Latenter Steuersaldo 30.09. | –7,3 | –55,2 |
Verluste, für die aktive latente Steuern angesetzt wurden, können auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisplanung innerhalb der nächsten Jahre verwertet werden. Aktive latente Steuern in Höhe von 84,8 Mio. Euro (Vorjahr: 79,5 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Verlustvorträgen, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden konnte, wurden nicht aktiviert. Davon verfallen in den nächsten fünf Jahren 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro). Die übrigen nicht aktivierten Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig.
Für Di_erenzen zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital bzw. zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und Buchwert der at Equity einbezogenen Beteiligungen (Outside-Basis Di_erences) wurden passive latente Steuern in Höhe von 70,5 Mio. Euro (Vorjahr: 8,6 Mio. Euro) für temporäre Di_erenzen in Höhe von 284,4 Mio. Euro (Vorjahr: 67,8 Mio. Euro) nicht angesetzt, da diese in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben werden.
53. Langfristige Rückstellungen
| 53. Langfristige Rückstellungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Rückstellung für Pensionen | 282,0 | 259,6 |
| Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen | 24,8 | 20,5 |
| Rückstellung für Abfertigungen | 95,1 | 90,3 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 106,1 | 90,7 |
| Summe | 508,0 | 461,1 |
Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie der Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:
• Zinssatz 1,35 p. a. (Vorjahr: 2,40 p. a.)
• Bezugserhöhungen 2,00 p. a.; Folgejahre 2,00 p. a. (Vorjahr: Bezugserhöhungen 2,00 p. a., Folgejahre 2,00 p. a.)
- Pensionserhöhungen 2,00 p. a.; Folgejahre 2,00 p. a. (Vorjahr: Pensionserhöhungen 2,00 p. a., Folgejahre 2,00)
- Rechnungsgrundlagen gemäß dem Vorjahr "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler"
Zum 30. September 2016 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen 13,6 Jahre (Vorjahr: 13,9 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2016/17 werden Zahlungen für Pensionen in Höhe von 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro) erwartet.
| 53. Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 01.10. | 259,6 | 282,4 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | 2,2 | 2,5 |
| + Zinsaufwand | 6,3 | 6,8 |
| – Pensionszahlungen | –15,2 | –16,1 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | 29,1 | –16,0 |
| davon aus | ||
| demografischen Annahmen | – | – |
| finanziellen Annahmen | 36,1 | –15,8 |
| erfahrungsbedingten Annahmen | –7,0 | –0,1 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.09. | 282,0 | 259,6 |
| 53. Entwicklung der Rückstellungen für pensionsähnliche Verpflichtungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Barwert der pensionsähnlichen Verpflichtungen (DBO) 01.10. | 20,5 | 31,8 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | 0,5 | 0,6 |
| + Zinsaufwand | 0,5 | 0,8 |
| – Pensionszahlungen | –0,9 | –11,3 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | 4,2 | –1,4 |
| davon aus | ||
| demografischen Annahmen | – | – |
| finanziellen Annahmen | 4,2 | –0,5 |
| erfahrungsbedingten Annahmen | 0,0*) | –0,9 |
| Barwert der pensionsähnlichen Verpflichtungen (DBO) 30.09. | 24,8 | 20,5 |
*) Kleinbetrag
Zum 30. September 2016 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der pensionsähn lichen Verpflichtungen 18,4 Jahre (Vorjahr: 17,3 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2016/17 werden Zahlungen für pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) erwartet.
| 53. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 01.10. | 90,3 | 93,6 |
| +/– Konsolidierungskreisänderungen | – | –0,2 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs) | 3,8 | 3,2 |
| + Zinsaufwand | 2,3 | 2,4 |
| – Abfertigungszahlungen | –6,8 | –4,8 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | 5,4 | –3,8 |
| davon aus | ||
| demografischen Annahmen | – | – |
| finanziellen Annahmen | 7,1 | –3,4 |
| erfahrungsbedingten Annahmen | –1,7 | –0,4 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.09. | 95,1 | 90,3 |
Zum 30. September 2016 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 9,6 Jahre (Vorjahr: 10,9 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2016/17 werden Zahlungen für Abfertigungsverpflichtungen in Höhe von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) erwartet.
Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter wirkt sich ceteris paribus auf die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie auf die Rückstellung für Abfertigungen wie folgt aus:
| 53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für Pensionen % |
30.09.2016 | 30.09.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
||
| Zinssatz | 0,50 | 7,36 | –6,53 | 6,87 | –6,13 | |
| Bezugserhöhung | 1,00 | –2,93 | 3,19 | –2,81 | 3,16 | |
| Pensionserhöhung | 1,00 | –10,66 | 13,06 | –9,67 | 11,75 | |
| Restlebenserwartung | 1 Jahr | –4,93 | 5,03 | –4,56 | 4,62 |
53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen
| 30.09.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
| 0,50 | 10,05 | –8,70 | 9,10 | –7,95 |
| 1,00 | – | – | – | – |
| 1,00 | –13,02 | 16,40 | –11,89 | 14,76 |
| 1 Jahr | –4,22 | 4,25 | –3,86 | 3,87 |
| 30.09.2016 |
53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für Abfertigungen
| % | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
|
| Zinssatz | 0,50 | 5,00 | –4,64 | 4,99 | –4,65 |
| Bezugserhöhung | 1,00 | –9,90 | 11,30 | –10,15 | 11,56 |
Die Sensitivitätsanalyse wurde für jeden wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter separat durchgeführt. Während für die Analyse jeweils nur ein wesentlicher Parameter verändert wurde, wurden gleichzeitig alle anderen Einflussgrößen konstant gehalten ("ceteris paribus"). Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgte analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung. Die Grenzen dieser Methode bestehen darin, dass keine Interdependenzen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt wurden. Bei den Abfertigungsverpflichtungen wurde auf eine Darstellung der Sensitivität der Restlebenserwartung verzichtet, da diese die Verpflichtung nur unwesentlich beeinflusst.
53. Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen
| Mio. EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jubiläumsgelder | Mieten für Netzzutritte |
Prozesskosten/ -risiken |
Umwelt- und Entsorgungs risiken |
Übrige langfristige Rückstellungen |
Summe | |
| Buchwert 01.10.2015 | 21,4 | 7,0 | 10,4 | 49,4 | 2,3 | 90,7 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | – | 0,0*) | – | 0,0*) | 0,0*) |
| Zinsaufwand | 0,7 | 0,1 | 0,2 | 0,5 | 0,3 | 1,8 |
| Verwendung | 0,1 | – | –1,3 | –0,4 | –0,4 | –2,0 |
| Auflösung | –0,6 | –1,2 | –1,0 | –3,6 | –0,1 | –6,5 |
| Zuführung | 1,5 | 0,3 | 5,2 | 9,7 | 1,6 | 20,2 |
| Umbuchung | –0,3 | 0,2 | 1,3 | 1,0 | –0,4 | 1,9 |
| Buchwert 30.09.2016 | 22,9 | 6,4 | 14,7 | 56,8 | 3,5 | 106,1 |
*) Kleinbetrag
Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien. Verschiedene Verfahren und Klagen, die großteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren und derzeit anhängig sind, werden in den Prozesskosten/-risiken abgebildet. Umwelt- und Entsorgungsrisiken umfassen in erster Linie die geschätzten aufzuwendenden Abbruchund Entsorgungskosten sowie Vorsorgen für Umwelt- und Altlastenrisiken.
54. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
Investitionszuschüsse betre_en insbesondere Wärmeanlagen, Anlagen der EVN Wasser, Kleinwasserkraftwerke und Windkraftanlagen der EVN Naturkraft und Anlagen der Netz Niederösterreich.
| 54. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse Mio. EUR |
Baukosten zuschüsse |
Investitions zuschüsse |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2015 | 454,3 | 53,1 | 507,4 | |
| Währungsdifferenzen | 0,2 | – | 0,2 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | 2,6 | 2,6 | |
| Zugänge | 83,1 | 14,4 | 97,5 | |
| Auflösung | – | –0,0*) | –0,0*) | |
| Umbuchung | –41,2 | –5,7 | –46,9 | |
| Buchwert 30.09.2016 | 496,3 | 64,4 | 560,7 | |
*) Kleinbetrag
Konzernabschluss
55. Übrige langfristige Schulden
Die Pachtverbindlichkeiten beinhalten langfristige Nutzungsverträge von Wärmenetzen sowie Heizwerken. Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betre_en anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken.
Die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften beinhalten die negativen Marktwerte im Zusammenhang mit Sicherungs ge schäften bei Anleihen, denen zum Teil eine gegenläufige Entwicklung der Anleiheverbindlichkeit gegenübersteht, sowie von Projektfinanzierungen im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum.
Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderen abgegrenzte Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Steuergruppe in Österreich sowie abgegrenzte langfristige Stromlieferverpflichtungen und langfristige Kundenanzahlungen.
| 55. Übrige langfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Pachtverbindlichkeiten | 14,3 | 16,0 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 1,5 | 2,0 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 37,3 | 48,7 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 11,2 | 8,9 |
| Summe | 64,3 | 75,6 |
55. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Schulden
| Mio. EUR | |
|---|---|
| Restlaufzeit zum 30.09.2016 | Restlaufzeit zum 30.09.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | |
| Pachtverbindlichkeiten | 7,3 | 7,0 | 14,3 | 7,7 | 8,3 | 16,0 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 1,5 | 0,0*) | 1,5 | 1,8 | 0,1 | 2,0 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 25,1 | 12,2 | 37,3 | 32,1 | 16,7 | 48,7 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 3,7 | 7,6 | 11,2 | 2,2 | 6,7 | 8,9 |
| Summe | 37,5 | 26,8 | 64,3 | 43,8 | 31,8 | 75,6 |
*) Kleinbetrag
Kurzfristige Schulden
56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Kontokorrentkredite sind Teil des Fonds der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.
| 56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Bankdarlehen | 75,5 | 101,4 |
| Anleiheverbindlichkeiten | 149,9 | 28,5 |
| Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite | 13,7 | 10,2 |
| Summe | 239,1 | 140,1 |
Kredite im Ausmaß von 75,5 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind (Vorjahr: 101,1 Mio. Euro). Die Anleiheverbindlichkeiten (EUR-Anleihe) sind am 23. Juni 2017 endfällig und wurden daher vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert.
57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern
Die Position "Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern" setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Energieabgaben | 24,2 | 29,2 |
| Umsatzsteuer | 16,5 | 18,1 |
| Körperschaftsteuer | 5,5 | 7,8 |
| Sonstige Posten | 9,0 | 8,6 |
| Summe | 55,2 | 63,6 |
58. Lieferantenverbindlichkeiten
In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 84,4 Mio. Euro (Vorjahr: 102,6 Mio. Euro) enthalten.
59. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und o_ene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wurde die Rückstellung mit 8,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro) ausgewiesen.
| 59. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen Mio. EUR |
Personal ansprüche |
Belastende Verträge |
Mieten für Netzzutritte |
Prozessrisiken | Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2015 | 74,3 | 51,1 | 3,0 | 3,8 | 14,0 | 146,1 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | – | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Verwendung | –9,4 | –39,3 | – | –1,0 | –1,7 | –51,4 |
| Auflösung | – | – | – | –0,1 | –2,0 | –2,1 |
| Zuführung | 9,9 | –6,6 | – | 0,9 | 1,7 | 5,8 |
| Umbuchung | 2,0 | – | –0,2 | 0,8 | –3,4 | –0,8 |
| Buchwert 30.09.2016 | 76,7 | 5,2 | 2,8 | 4,4 | 8,6 | 97,8 |
*) Kleinbetrag
60. Übrige kurzfristige Schulden
Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Cash-Pooling-Salden der EVN Finanzservice mit at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber EAA aus dem Vertrieb und der Bescha_ung von Strom. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten mit 45,8 Mio. Euro (Vorjahr: 55,5 Mio. Euro) eine im Zusammenhang mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien angesetzte Verbindlichkeit aufgrund der Rückführung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden. Weiters ist eine Verbindlichkeit in Höhe von 60,9 Mio. Euro aus der im November 2013 gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum mit einem Buchwert von 65,7 Mio. Euro (Vorjahr: 63,6 Mio. Euro) enthalten. Ansonsten sind in dieser Position Zinsenabgrenzungen, Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern sowie erhaltene Kautionen ausgewiesen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen, die für Strom-, Erdgas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen erfolgten, Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Sozialversicherungs trägern sowie vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse, die innerhalb eines Jahres ertragswirksam werden.
| 60. Übrige kurzfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 134,7 | 151,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 10,4 | 9,5 |
| Zinsenabgrenzungen | 17,6 | 18,3 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 18,8 | 17,7 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 143,7 | 148,2 |
| 325,1 | 345,4 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 128,3 | 132,5 |
| Summe | 453,4 | 477,9 |
Segmentberichterstattung
| Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Erzeugung | Energiehandel und -vertrieb | Netzinfrastruktur Inland | Energieversorgung Südosteuropa |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | ||
| Außenumsatz | 46,0 | 52,7 | 448,5 | 470,9 | 434,2 | 412,8 | 949,4 | 1.037,9 | |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 175,7 | 160,4 | 15,0 | 14,9 | 58,7 | 59,2 | 0,3 | 0,2 | |
| Gesamtumsatz | 221,7 | 213,1 | 463,4 | 485,8 | 492,9 | 472,0 | 949,7 | 1.038,1 | |
| Operativer Aufwand | –113,5 | –119,7 | –553,8 | –558,7 | –272,3 | –270,8 | –820,2 | –917,4 | |
| Ergbnisanteil der at Equity einbezoge nen Unternehmen operativ |
–34,1 | –24,6 | 62,1 | 70,0 | – | – | – | – | |
| EBITDA | 74,1 | 68,7 | –28,3 | –2,9 | 220,6 | 201,2 | 129,5 | 120,7 | |
| Abschreibungen | –69,2 | –79,2 | –17,4 | –17,7 | –110,3 | –105,6 | –94,1 | –62,9 | |
| davon Wertminderung | –15,9 | –24,5 | –2,1 | –3,3 | –0,1 | – | –31,3 | –0,5 | |
| davon Zuschreibung | 1,4 | – | 2,6 | 2,4 | 0,1 | – | – | – | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 4,8 | –10,5 | –45,7 | –20,6 | 110,3 | 95,5 | 35,4 | 57,8 | |
| EBIT-Marge (%) | 2,2 | –4,9 | –9,9 | –4,2 | 22,4 | 20,2 | 3,7 | 5,6 | |
| Ergbnisanteil der at Equity einbezoge nen Unternehmen finanziell |
– | – | – | – | – | – | – | – | |
| Zinserträge | 0,9 | 0,5 | 0,2 | 0,2 | 0,2 | 0,1 | 0,4 | 0,5 | |
| Zinsaufwendungen | –20,7 | –22,9 | –4,2 | –1,9 | –17,7 | –17,6 | –23,7 | –26,3 | |
| Finanzergebnis | –22,4 | –18,2 | –4,7 | –5,0 | –17,5 | –17,4 | –23,3 | –26,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –17,6 | –28,7 | –50,3 | –25,6 | 92,8 | 78,1 | 12,1 | 31,7 | |
| Firmenwerte | – | – | – | 0,5 | 1,8 | 1,8 | – | – | |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
79,7 | 110,1 | 146,6 | 130,5 | – | – | – | – | |
| Gesamtvermögen | 1.094,5 | 1.157,2 | 682,0 | 612,8 | 1.883,5 | 1.831,5 | 1.184,1 | 1.276,0 | |
| Gesamtschulden | 845,0 | 959,1 | 585,1 | 518,7 | 1.357,1 | 1.294,8 | 1.006,3 | 1.119,2 | |
| Investitionen1) | 33,8 | 54,4 | 26,0 | 22,7 | 154,7 | 160,2 | 93,5 | 78,5 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Umwelt | Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Konsolidierung2) | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | 2015/16 | 2014/15 | |
| Außenumsatz | 158,4 | 152,3 | 10,1 | 9,3 | – | – | 2.046,6 | 2.135,8 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 18,3 | 20,3 | 58,1 | 55,4 | –326,1 | –310,5 | – | – |
| Gesamtumsatz | 176,8 | 172,6 | 68,2 | 64,7 | –326,1 | –310,5 | 2.046,6 | 2.135,8 |
| Operativer Aufwand | –137,0 | –129,5 | –74,8 | –75,2 | 436,1 | 377,7 | –1.535,6 | –1.693,6 |
| Ergbnisanteil der at Equity einbezoge nen Unternehmen operativ |
13,3 | 11,9 | 52,2 | 83,8 | – | – | 93,5 | 141,1 |
| EBITDA | 53,1 | 55,1 | 45,6 | 73,2 | 109,9 | 67,2 | 604,4 | 583,2 |
| Abschreibungen | –25,8 | –26,4 | –1,6 | –2,7 | –25,6 | –20,4 | –344,0 | –315,0 |
| davon Wertminderung | – | – | –0,0*) | –1,2 | –32,6 | –27,6 | –82,0 | –57,1 |
| davon Zuschreibung | – | – | – | – | – | – | 4,1 | 2,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 27,3 | 28,6 | 43,9 | 70,5 | 84,3 | 46,8 | 260,4 | 268,2 |
| EBIT-Marge (%) | 15,5 | 16,6 | 64,4 | 109,0 | – | – | 12,7 | 12,6 |
| Ergbnisanteil der at Equity einbezoge nen Unternehmen finanziell |
– | – | –8,7 | 0,4 | – | – | –8,7 | 0,4 |
| Zinserträge | 10,5 | 14,9 | 31,9 | 31,1 | –27,3 | –25,7 | 16,7 | 21,7 |
| Zinsaufwendungen | –9,8 | –21,6 | –28,6 | –26,5 | 27,3 | 25,7 | –77,4 | –91,1 |
| Finanzergebnis | –2,5 | –7,6 | 22,1 | 30,6 | –13,4 | –16,6 | –61,6 | –60,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 24,8 | 21,0 | 66,1 | 101,1 | 71,0 | 30,1 | 198,9 | 207,9 |
| Firmenwerte | 54,0 | 54,0 | – | – | – | – | 55,8 | 56,3 |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
97,8 | 88,3 | 601,7 | 569,3 | – | – | 925,8 | 898,1 |
| Gesamtvermögen | 895,1 | 940,6 | 2.720,8 | 2.580,4 | –1.903,5 | –1.897,3 | 6.556,5 | 6.501,2 |
| Gesamtschulden | 687,1 | 751,1 | 1.226,5 | 1.115,2 | –1.921,2 | –1.847,1 | 3.785,8 | 3.911,1 |
| Investitionen1) | 8,4 | 11,1 | 1,9 | 2,5 | –2,9 | –6,7 | 315,4 | 322,7 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2) Nachfolgend in der Erläuterung zur Segmentberichterstattung beschrieben
*) Kleinbetrag
| 61. Segmentinformationen nach Produkten – Umsatz | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Strom | 1.472,8 | 1.522,8 |
| Erdgas | 161,1 | 203,0 |
| Wärme | 125,2 | 133,1 |
| Umweltdienstleistungen | 158,4 | 152,3 |
| Sonstige | 129,0 | 124,7 |
| Summe | 2.046,6 | 2.135,8 |
| 61. Segmentinformationen nach Ländern – Umsatz1) | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Österreich | 1.025,6 | 1.022,7 |
| Deutschland | 52,5 | 47,5 |
| Bulgarien | 568,2 | 638,4 |
| Mazedonien | 382,3 | 401,5 |
| Sonstige | 18,0 | 25,8 |
| Summe | 2.046,6 | 2.135,8 |
| 61. Segmentinformationen nach Ländern – Langfristige Vermögenswerte1) |
30.09.2016 | 30.09.2015 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | |
| Österreich | 124,7 | 2.375,9 | 122,4 | 2.329,7 | |
| Deutschland | 45,2 | 328,7 | 45,5 | 374,7 | |
| Bulgarien | 47,5 | 480,5 | 48,4 | 489,9 | |
| Mazedonien | 3,7 | 288,4 | 3,9 | 283,2 | |
| Sonstige | 0,0*) | 39,1 | 0,0*) | 38,7 | |
| Summe | 221,2 | 3.512,5 | 220,2 | 3.516,3 |
1) Die Zuordnung der Segmentinformationen nach Ländern erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
*) Kleinbetrag
61. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:
| Geschäftsbereiche | Segmente | Aktivitäten |
|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen Standorten |
| Energiehandel und -vertrieb | Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandels märkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf |
|
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|
| Südosteuropa | Energieversorgung | Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeugung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall verwertung in Österreich, Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie internationales Projektgeschäft |
| Sonstige Geschäftsaktivitäten |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
Grundsatz der Segmentzuordnung und Verrechnungspreise
Tochtergesellschaften werden direkt den jeweiligen Segmenten zugerechnet. Die EVN AG wird anhand der Informationen aus der Kostenrechnung auf die Segmente aufgeteilt.
Die Verrechnungspreise bei intersegmentären Transaktionen basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.
Überleitung der Segmentergebnisse auf Konzernebene
In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente "Erzeugung" sowie "Energiehandel und -vertrieb" und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation resultieren. Während im Segment "Erzeugung" das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment "Energiehandel und -vertrieb" hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Duisburg-Walsum vor. Aus diesem Sachverhalt resultiert ein Überleitungsbetrag aus der Summe der Segmente auf das Konzern-EBIT in Höhe von 84,3 Mio. Euro (Vorjahr: 46,8 Mio. Euro).
Unternehmensweite Angaben
Gemäß IFRS 8 sind ergänzende Segmentinformationen gegliedert nach Produkten (Gliederung des Außenumsatzes nach Produkten bzw. Dienstleistungen) und nach Ländern (Gliederung des Außenumsatzes und der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern) anzugeben, sofern diese nicht bereits als Teil der Informationen des berichtspflichtigen Segments in die Segmentberichterstattung eingeflossen sind.
Angaben zu Geschäftsfällen mit wichtigen externen Kunden sind nur dann erforderlich, wenn diese mindestens 10,0 % der gesamten Außenumsätze erreichen. Aufgrund der großen Anzahl an Kunden und der Vielzahl an Geschäftsaktivitäten gibt es keine Transaktionen mit Kunden, die dieses Kriterium erfüllen.
Sonstige Angaben
62. Konzern-Geldflussrechnung
Die Konzern-Geldflussrechnung der EVN zeigt die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Lauf des Berichtsjahres. Die Darstellung erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern wurden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.
| 62. Fonds der liquiden Mittel | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Liquide Mittel | 237,2 | 255,1 |
| davon Zahlungsmittel (Kassenbestände) | 0,5 | 0,6 |
| davon Guthaben bei Kreditinstituten | 236,7 | 254,5 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | –13,7 | –10,2 |
| Summe | 223,5 | 244,9 |
Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten betre_en 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) Verpfändungen.
63. Risikomanagement
Zinsrisiken
Als Zinsänderungsrisiko definiert die EVN das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken und sich somit Auswirkungen auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital ergeben. Der Risikominimierung dienen die laufende Überwachung des Zinsrisikos, ein Limitsystem sowie Absicherungsstrategien wie der Abschluss derivativer Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 9. Finanzinstrumente).
Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt bei der EVN neben der Durchführung von Sensitivitätsanalysen unter anderem auch im Rahmen einer täglichen Value-at-Risk-(VaR)-Berechnung, bei der der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,0 % für die Haltedauer eines Tages unter Anwendung der Varianz-Kovarianz-Methode (Delta-Gamma-Ansatz) berechnet wird. Zum Bilanzstichtag betrug der Zins-VaR unter Berücksichtigung der eingesetzten Sicherungsinstrumente 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro). Der Rückgang der Volatilität der Zinsen im Lauf des Geschäftsjahres spiegelt sich auch in einem Rückgang des Zins-VaR im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag wider.
Währungsrisiken
Das Risiko von ergebnisbeeinflussenden Währungsschwankungen erwächst für die EVN aus Geschäften, die nicht in Euro getätigt werden. Bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns gehalten werden (u. a. BGN, HRK, JPY, MKD, PLN, RUB), können Währungsrisiken schlagend werden. Der wesentliche Treiber des Währungsrisikos im Finanzbereich ist bei der EVN eine in japanischen Yen (JPY) begebene Anleihe. Das Management des Währungsrisikos erfolgt über die zentrale Erfassung, Analyse und Steuerung der Risikopositionen sowie durch die Absicherung der Anleihen in fremder Währung mittels Cross Currency Swaps (siehe Erläuterungen 9. Finanzinstrumente und 51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten).
Der Fremdwährungs-VaR bezogen auf die wesentlichen Währungsrisikotreiber im Finanzbereich belief sich am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Sicherungsinstrumente auf 9,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 3,7 Tsd. Euro) und ist weiterhin von untergeordneter Bedeutung.
Sonstige Marktrisiken
Unter sonstigen Marktrisiken versteht die EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie, CO2 -Emissionszertifikaten, Strom sowie Wertpapieren.
Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Bescha_ung und den Verkauf von elektrischer Energie, Erdgas, Steinkohle, Öl und CO2 -Emissionszertifikaten.
Die EVN verwendet für Preisabsicherungen im Energiebereich sowohl reine Finanzderivate, die ausnahmslos in Cash ausgeglichen werden, als auch Commodity-Derivate, denen in der Regel eine physische Lieferung zugrunde liegt. Commodity-Derivate werden bei der EVN nach Verträgen, die einer möglichen weiteren Optimierung unterliegen, und Verträgen, die gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf der Versorgung der Kunden und der Anlagen der EVN bzw. der Vermarktung der in den Anlagen der EVN erzeugten Energie dienen (Own Use), di_erenziert. In der nachstehenden Tabelle sind die zum Stichtag o_enen Kontrakte aus der Optimierung und dem erwarteten Nutzungsbedarf aufgelistet.
63. Preisabsicherungen im Energiebereich Mio. EUR
| 2015/16 | 2014/15 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominalvolumina | Marktwerte | Nominalvolumina | Marktwerte | |||||||
| Käufe | Verkäufe | Positive | Negative | Netto | Käufe | Verkäufe | Positive | Negative | Netto | |
| Swaps | 54,6 | –15,4 | 8,3 | –3,1 | 5,2 | 62,5 | –6,8 | 1,0 | –12,7 | –11,7 |
| Futures | 10,4 | –18,8 | 0,4 | –3,7 | –3,3 | 10,6 | –26,7 | 4,3 | – | 4,3 |
| Forwards | 45,1 | –154,6 | 9,5 | –14,8 | –5,3 | 48,0 | –146,0 | 18,3 | –1,7 | 16,6 |
Das Risiko von Preisänderungen bei Wertpapieren resultiert aus Kapitalmarktschwankungen. Die wesentlichste von der EVN gehaltene Wertpapierposition sind Aktienbestände an der Verbund AG. Der Preisänderungs-VaR der von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien betrug am Bilanzstichtag 27,0 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro), wobei von einer Preisbeeinflussung bei Veräußerung eines großen Pakets an Verbund-Aktien durch die EVN auszugehen wäre. Der VaR-Anstieg gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist im Wesentlichen auf einen höheren Kurs-/Marktwert der Position zurückzuführen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht auf bringen zu können bzw. die erforderliche Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen bescha_en zu können. Die EVN minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung. Beim Abschluss von Finanzierungen wird auf die Steuerung der Fälligkeiten besonderes Augenmerk gelegt, um ein ausgeglichenes Fälligkeitenprofil zu erreichen und so Klumpen bildungen hinsichtlich der Fälligkeitstermine zu vermeiden. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich erfolgt mittels Cash Pooling.
Die Liquiditätsreserve bestand zum Bilanzstichtag aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 298,9 Mio. Euro (Vorjahr: 326,2 Mio. Euro). Darüber hinaus standen der EVN am Bilanzstichtag eine vertraglich vereinbarte, ungenutzte syndizierte Kreditl inie in Höhe von 400,0 Mio. Euro (Vorjahr: 400,0 Mio. Euro nicht ausgenutzt) und vertraglich vereinbarte, ungenutzte bilaterale Kreditlinien im Ausmaß von 122,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko war daher äußerst gering. Das Gearing lag zum Bilanzstichtag bei 40,5 % (Vorjahr: 47,5 %) und drückt die solide Kapitalstruktur der EVN aus.
63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus Finanzverbindlichkeiten und übrigen Schulden
| Geschäftsjahr 2015/16 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Buchwert | Zahlungsabflüsse | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre |
| Anleihen | 700,1 | 896,5 | 180,5 | 117,8 | 598,1 |
| Bankdarlehen | 839,7 | 995,3 | 92,9 | 363,3 | 539,2 |
| Pachtverbindlichkeiten | 16,5 | 18,4 | 2,2 | 9,7 | 6,5 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1) | 56,1 | 57,8 | 18,4 | 30,3 | 9,1 |
| Summe | 1.612,4 | 1.968,0 | 294,1 | 521,1 | 1.152,9 |
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Buchwert | Summe Zahlungsabflüsse |
< 1 Jahr | Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse 1–5 Jahre > 5 Jahre |
|
| Anleihen | 707,9 | 930,8 | 58,7 | 274,8 | 597,3 |
| Bankdarlehen | 957,7 | 1.147,7 | 101,4 | 443,3 | 603,0 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1) | 66,4 | 75,8 | 8,8 | 41,5 | 25,5 |
| Pachtverbindlichkeiten | 17,9 | 19,4 | 1,9 | 10,6 | 6,8 |
| Summe | 1.749,9 | 2.173,8 | 170,8 | 770,3 | 1.232,6 |
1) Nominalwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten 420,5 Mio. Euro (Vorjahr: 324,3 Mio. Euro)
63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus Cash Flow Hedges
| Geschäftsjahr 2015/16 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Zahlungsströme | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –221,4 | –19,1 | –76,7 | –125,6 |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –37,7 | –6,7 | –21,9 | –9,1 |
| Geschäftsjahr 2014/15 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme | ||
| Mio. EUR | Zahlungsströme | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –243,9 | –19,1 | –78,0 | –146,7 |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –50,0 | –9,3 | –28,0 | –12,8 |
Kreditrisiko
Kredit- bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko, aufgrund von Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen durch den Geschäftspartner Verluste zu erleiden. Dieses Risiko ergibt sich zwingend aus allen Vereinbarungen mit aufgeschobenem Zahlungsziel bzw. mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durch geführt. Dazu werden externe Ratings (u. a. Standard & Poor's, Moody's, Fitch, KSV 1870) der Kontrahenten herangezogen und das Geschäftsvolumen entsprechend dem Rating und der Ausfallwahrscheinlichkeit limitiert. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, kann der Geschäfts abschluss nach Erbringung einer ausreichenden Besicherung erfolgen.
Das Kreditrisikomonitoring und die Limitierung der Ausfallrisiken erfolgen für Finanzforderungen im Treasury-Bereich (u. a. Veranlagungen, Finanz- und Zinsderivate), für Derivat- bzw. Termingeschäfte, die zur Absicherung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Energiegeschäft abgeschlossen werden, sowie in Bezug auf Endkunden und sonstige Debitoren.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit namhaften Finanzinstituten mit guten Kredit -Ratings abgeschlossen. Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird ebenfalls auf beste Bonität auf Basis inter nationaler Ratings geachtet.
Das Ausfallrisiko bei Kunden wird bei der EVN separat überwacht, die Beurteilung der Kundenbonität wird dabei vornehmlich von Ratings und Erfahrungswerten gestützt. Die EVN trägt Kreditrisiken mit der Bildung von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung.
Zudem dienen ein e{zientes Forderungsmanagement sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken.
| 63. Wertminderungen nach Klassen Mio. EUR |
30.09.2016 | 30.09.2015 |
|---|---|---|
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sonstige Beteiligungen | 2,8 | 2,5 |
| Ausleihungen | 0,3 | 1,0 |
| 3,1 | 3,4 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen | 20,7 | 37,2 |
| Summe | 23,8 | 40,6 |
Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 30. September 2016 und zum 30. September 2015 ent spricht den in den Erläuterungen 40. Übrige langfristige Vermögenswerte, 42. Forderungen und 43. Wertpapiere dargestellten Buchwerten ohne Finanz garantien.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem positiven beizulegenden Zeitwert (siehe Erläuterung 65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).
Das maximale Risiko in Bezug auf Finanzgarantien wird in Erläuterung 67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken dargestellt.
64. Kapitalmanagement
Die EVN ist bestrebt, eine solide Kapitalstruktur einzuhalten, um die daraus resultierende Finanzkraft für die Realisierung wertsteigender Investitionsvorhaben und eine attraktive Dividendenpolitik zu nutzen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 42,3 % (Vorjahr: 39,8 %). Weiters wird das Gearing als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gemessen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, kurz- und langfristiger Wertpapiere sowie Ausleihungen. Der Wert per 30. September 2016 betrug 40,5 % (Vorjahr: 47,5 %).
| 64. Kapitalmanagement | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.314,5 | 1.535,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) | 225,4 | 129,9 |
| Fonds der liquiden Mittel | –223,5 | –244,9 |
| Langfristige und kurzfristige Wertpapiere | –158,4 | –154,5 |
| Langfristige und kurzfristige Ausleihungen | –36,5 | –35,3 |
| Nettoverschuldung | 1.121,5 | 1.230,9 |
| Eigenkapital | 2.770,7 | 2.590,1 |
| Gearing (%) | 40,5 | 47,5 |
1) Exklusive der im Fonds der liquiden Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
Im EVN Konzern erfolgt ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und zur Optimierung der Zinsen. Zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft wurden dazu entsprechende Verträge abgeschlossen. In den Verträgen wurden die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt.
65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Sofern diese nicht verfügbar ist, werden die Zeit werte mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt. Die für die Berechnungen notwendigen Inputfaktoren werden nachstehend erläutert.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Anteilen an nicht börsenotierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung von vergleichbaren Transaktionen. Für Finanz instrumente, die auf einem aktiven Markt notiert sind, stellt der Börsepreis zum Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwert dar. Die Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der Anleihe v erbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.
In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forward-Preiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.
Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.
65. Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
| Mio. EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2016 | 30.09.2015 | |||||
| Klassen | Bewertungs kategorie |
Fair-Value Hierarchie (IFRS 13) |
Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | ||||||
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | – | – | 6,6 | – | 13,8 | – |
| Beteiligungen | AFS | – | 9,8 | – | 9,8 | – |
| Andere Beteiligungen | AFS | Stufe 1 | 595,7 | 595,7 | 476,1 | 476,1 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 612,0 | 499,7 | ||||
| Wertpapiere | @FVTPL | Stufe 1 | 82,9 | 82,9 | 73,3 | 73,3 |
| Ausleihungen | LAR | Stufe 2 | 30,9 | 39,5 | 33,1 | 40,4 |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | LAR | Stufe 2 | 104,3 | 118,0 | 128,1 | 146,1 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 6,3 | 6,3 | 5,7 | 5,7 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 16,2 | 16,2 | – | – |
| Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte | LAR | 58,6 | 58,6 | 53,8 | 53,8 | |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) | – | 14,4 | – | 14,4 | – | |
| 313,7 | 308,4 | |||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen | LAR | 371,6 | 371,6 | 472,6 | 472,6 | |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 9,1 | 9,1 | 7,3 | 7,3 |
| Nicht finanzielle Vermögenswerte | – | 33,4 | – | 23,4 | – | |
| 414,1 | 503,2 | |||||
| Wertpapiere | AFS | Stufe 1 | 75,4 | 75,4 | 81,3 | 81,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||||
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR | 237,2 | 237,2 | 255,1 | 255,1 | |
| 237,2 | 237,2 | 255,1 | 255,1 | |||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Anleihen | FLAC | Stufe 2 | 550,3 | 683,7 | 679,4 | 805,3 |
| Bankdarlehen | FLAC | Stufe 2 | 764,2 | 838,5 | 856,2 | 916,7 |
| 1.314,5 | 1.535,7 | |||||
| Übrige langfristige Schulden | ||||||
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC | Stufe 2 | 14,3 | 16,5 | 16,0 | 16,4 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC | 1,5 | 1,5 | 2,0 | 2,0 | |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC | 11,2 | 11,2 | 8,9 | 8,9 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 8,4 | 8,4 | 4,2 | 4,2 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 28,8 | 28,8 | 44,5 | 44,5 |
| Kurzfristige Schulden | 64,3 | 75,6 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 239,1 | 239,1 | 140,1 | 140,1 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 399,6 | 399,6 | 472,3 | 472,3 | |
| Übrige kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 306,4 | 306,4 | 327,7 | 327,7 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 12,2 | 12,2 | 1,1 | 1,1 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 6,6 | 6,6 | 16,6 | 16,6 |
| Nicht finanzielle Verbindlichkeiten | – | 128,3 | – | 132,5 | – | |
| 453,4 | 477,9 | |||||
| davon aggregiert nach Bewertungskategorie | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 680,8 | 567,2 | |||
| Kredite und Forderungen | LAR | 802,6 | 942,6 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden |
@FVTPL | 98,3 | 86,3 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden |
FLAC | 2.286,6 | 2.502,7 |
| 65. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien Mio. EUR |
2015/16 | 2014/15 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Klassen | Nettoergebnis | davon Wertberichtigungen |
Nettoergebnis | davon Wertberichtigungen |
|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AFS) | –2,8 | –2,8 | –8,4 | –2,5 | |
| Kredite und Forderungen (LAR) | –26,0 | –21,0 | –42,5 | –38,1 | |
| Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet designiert wurden (@FVTPL) |
–1,5 | – | 1,5 | – | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (FLAC) |
– | – | –0,1 | – | |
| Summe | –30,3 | –23,8 | –49,5 | –40,6 |
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zins änderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach ihrem Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf dem VaR-Verfahren erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei um Referenzwerte, die jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente sind. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte angesetzt.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
| 65. Derivative Finanzinstrumente | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominalwert1) | Marktwert2) | Nominalwert1) | Marktwert2) | ||
| Währungsswaps | |||||
| Mio. JPY (> 5 Jahre)3) | 12.000,0 | 16,2 | 12.000,0 | –3,8 | |
| Zinsswaps | |||||
| Mio. EUR (> 5 Jahre)3) | 216,0 | –35,5 | 234,5 | –48,4 | |
| Derivate Energiebereich | |||||
| Käufe/Verkäufe (Steinkohle)3) | 0,0 | 0,0 | 20,0 | –5,2 | |
| Käufe/Verkäufe (Strom, Erdgas, Steinkohle, CO2 ) |
–72,2 | –5,3 | –39,7 | 4,5 |
1) In Mio. in Nominalwährung
2) In Mio. EUR
3) Gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet
Aufgrund der zum Stichtag 30. September 2016 durchgeführten E_ektivitätsmessungen wurden die Sicherungsbeziehungen in Bezug auf Steinkohle aufgelöst. Der kumulierte Verlust in Höhe von 0,5 Mio. Euro bleibt weiterhin gesondert im Eigenkapital ausgewiesen, bis die vormals abgesicherten Transaktionen eintreten.
Positive Zeitwerte sind als Forderungen aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten oder den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen, negative Zeitwerte als Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten oder den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten).
66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 199 unter Beteiligungen der EVN angeführt.
Im Folgenden werden Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen gemacht, die im Geschäftsjahr 2015/16 at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
Die folgende Übersicht zeigt die Zuordnung der at Equity einbezogenen Unternehmen nach operativem und finanziellem Charakter:
| 66. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), | ||
|---|---|---|
| die gemäß IFRS 11 at Equity in den Konzernabschluss zum | Operativer | Finanzieller |
| 30.09.2016 einbezogen wurden | Charakter | Charakter |
| Gesellschaft | ||
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH | ||
| Bioenergie Steyr GmbH | ||
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. | ||
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | ||
| EnergieAllianz | ||
| EVN KG | ||
| EVN-WE Wind KG | ||
| Fernwärme St. Pölten GmbH | ||
| Fernwärme Steyr GmbH | ||
| RAG | ||
| Shkodra | ||
| sludge2energy GmbH | ||
| WEEV Beteiligungs GmbH | ||
| ZOV | ||
| 66. Assoziierte Unternehmen, die gemäß IAS 28 at Equity in den Konzernabschluss zum 30.09.2016 einbezogen wurden |
Operativer Charakter |
Finanzieller Charakter |
| Gesellschaft | ||
| Energie Burgenland AG | ||
| Verbund Innkraftwerke GmbH | ||
| ZOV UIP | ||
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen zu den in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):
| 66. Finanzinformationen für sich genommen wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | EVN KG | RAG | ZOV | EVN KG | RAG | ZOV |
| Bilanz | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 14,9 | 649,2 | 253,5 | 12,1 | 630,8 | 257,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 181,9 | 91,8 | 47,1 | 161,7 | 62,7 | 43,1 |
| Langfristige Schulden | 0,0*) | 418,3 | 79,9 | 1,7 | 399,3 | 97,3 |
| Kurzfristige Schulden | 92,0 | 93,7 | 24,4 | 76,5 | 80,4 | 24,1 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
| Nettovermögen | 104,8 | 229,0 | 196,3 | 95,6 | 213,8 | 178,7 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent | 100,0 % | 100,00 % | 48,50 % | 100,00 % | 100,00 % | 48,50 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | 104,8 | 229,0 | 95,2 | 95,6 | 213,8 | 86,7 |
| +/– Umwertungen | –0,0*) | 172,7 | 0,3 | 0,0*) | 181,0 | 0,5 |
| Buchwert des Anteils der EVN am | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 104,8 | 401,7 | 95,5 | 95,6 | 394,8 | 87,1 |
| 2015/16 | 2014/15 | |||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | 431,0 | 411,5 | 16,5 | 504,5 | 417,6 | 17,8 |
| Planmäßige Abschreibungen | –0,0*) | –52,7 | – | 0,0*) | –53,5 | – |
| Zinserträge | 0,1 | 0,0*) | 0,2 | 0,1 | 0,1 | 0,5 |
| Zinsaufwendungen | –0,0*) | –5,1 | –7,8 | 0,0*) | –5,8 | –9,0 |
| Ertragsteuern | – | –17,3 | –5,9 | 0,0*) | –22,4 | –5,7 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 55,9 | 50,6 | 23,5 | 63,8 | 65,4 | 23,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 17,3 | –0,4 | 1,0 | –9,8 | –11,5 | 1,2 |
| Gesamtergebnis | 73,2 | 50,2 | 24,5 | 54,1 | 53,9 | 24,2 |
| An EVN ausgezahlte Dividende | 64,0 | 35,0 | 5,0 | 53,8 | 35,0 | 3,5 |
*) Kleinbetrag
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:
| 66. Finanzinformationen für sich genommen unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen (EVN-Anteil) |
||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen zum jeweiligen Bilanzstichtag | 71,2 | 39,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –1,0 | 8,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 16,8 | –7,7 |
| Gesamtergebnis | 15,8 | 0,8 |
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen assoziierten Unternehmen:
| 66. Finanzinformationen wesentlicher | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| assoziierter Unternehmen Mio. EUR |
30.09.2016 | 30.09.2015 | |||||
| Assoziiertes Unternehmen | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
EconGas | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
| Bilanz | |||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.256,2 | 0,3 | 728,2 | 48,9 | 1.288,8 | 0,2 | 765,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 27,5 | 4,1 | 152,3 | 1.393,3 | 17,2 | 3,3 | 143,6 |
| Langfristige Schulden | 83,9 | – | 163,6 | 98,8 | 88,5 | – | 170,4 |
| Kurzfristige Schulden | 11,4 | 1,7 | 409,5 | 1.388,1 | 10,0 | 0,7 | 425,4 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
|||||||
| Nettovermögen | 1.188,4 | 2,7 | 307,4 | –44,7 | 1.207,5 | 2,8 | 313,3 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | |||||||
| in Prozent | 13,00 % | 31,00 % | 36,08 % | 16,51 % | 13,00 % | 31,00 % | 36,08 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | 154,5 | 0,8 | 110,9 | –7,4 | 157,0 | 0,9 | 113,0 |
| +/– Umwertungen | –78,2 | – | 64,6 | 7,4 | –51,3 | – | 61,3 |
| Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
76,3 | 0,8 | 175,5 | – | 105,7 | 0,9 | 174,4 |
| 2015/16 | 2014/15 | ||||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | 66,4 | 12,4 | 305,7 | 1.630,3 | 77,4 | 10,7 | 332,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –6,1 | 3,2 | 10,5 | –2,2 | 5,5 | 3,4 | 19,2 |
| Sonstiges Ergebnis | – | – | 1,0 | 0,1 | – | – | 4,6 |
| Gesamtergebnis | –6,1 | 3,2 | 11,6 | –2,1 | 5,5 | 3,4 | 25,4 |
| An EVN ausgezahlte Dividende | 2,0 | 1,0 | 9,3 | – | 3,9 | 1,0 | 8,3 |
In den Konzernabschluss einbezogene für sich genommen unwesentliche assoziierte Unternehmen bestehen nicht.
67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die durch die EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:
| 67. Sonstige Verpflichtungen und Risiken | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften | 75,6 | 105,3 |
| Garantien für Projekte im Umweltbereich | 59,8 | 43,4 |
| Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von | ||
| Energienetzen | 1,1 | 5,2 |
| Kraftwerken | 109,8 | 156,4 |
| Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 64,0 | 68,7 |
| Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen | 0,3 | 0,5 |
| Summe | 310,6 | 379,4 |
| davon im Zusammenhang mit at Equity einbezogenen Unternehmen | 122,6 | 150,4 |
Für die oben genannten Verpflichtungen und Risiken wurden weder Rückstellungen noch Verbindlichkeiten in den Büchern erfasst, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit keiner Inanspruchnahme bzw. nicht mit einem Eintreten der Risiken zu rechnen war. Den genannten Verpflichtungen standen entsprechende Rückgri_sforderungen in Höhe von 95,6 Mio. Euro (Vorjahr: 95,6 Mio. Euro) gegenüber.
Die Eventualverbindlichkeiten betre_end die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Bescha_ungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2016 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 45,0 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 283,5 Mio. Euro. Zum 31. Oktober 2016 betrug das Risiko betre_end Marktpreisänderungen 37,8 Mio. Euro bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 283,5 Mio. Euro.
Verschiedene Verfahren und Klagen, die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft gegen die EVN potenziell geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen im Einzelnen und insgesamt keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der EVN haben werden.
Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassten im Wesentlichen o_ene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften.
68. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Grundsätzlich entsteht gemäß IAS 24 eine nahestehende Beziehung zu Unternehmen und Personen durch direkte oder indirekte Beherrschung, maßgeblichen Einfluss oder gemeinschaftliche Führung. In den Kreis der nahestehenden Personen ebenso eingeschlossen sind Familienangehörige der betro_enen natürlichen Personen. Auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige werden als nahestehende Personen angesehen.
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der EVN zählen somit sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises, sonstige nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und deren Tochterunternehmen, EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, sowie Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich sind, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie deren Angehörige. Eine Liste der Konzernunternehmen ist ab Seite 199 unter Beteiligungen der EVN enthalten.
Am 20. Dezember 2013 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit der EnBW Trust einen Treuhandvertrag im Rahmen eines so genannten "Contractual-Trust-Arrangement-Modells" abgeschlossen. In dessen Folge übertrug die EnBW ihren 32,5 %-Anteil an der EVN AG treuhänderisch an den EnBW Trust. Per 30. September 2016 beträgt der Anteil des EnBW Trust an der EVN AG 32,0 %.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Hauptgesellschafter
Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Bilanzstichtag 30. September 2016 eine kurzfristige Forderung gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, in Höhe von 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro).
At Equity einbezogene Unternehmen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mit der EAA (vormals e&t) wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Bescha_ung von Elektrizität und Gas getro_en, mit EconGas langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen. Die Beteiligung an der EconGas wurde im Geschäftsjahr 2015/16 verkauft und ist daher in den Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 nicht enthalten.
Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:
| 68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Umsätze | 278,1 | 276,1 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –58,4 | –63,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15,4 | 44,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23,6 | 51,4 |
| Ausleihungen | 12,8 | 9,3 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 9,6 | 9,6 |
| Forderungen aus dem Cash Pooling | – | – |
| Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling | 111,1 | 100,1 |
| Zinserträge aus Ausleihungen | 0,6 | 0,6 |
| Zinsaufwand aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 0,1 | 0,1 |
| Zinsensaldo aus dem Cash Pooling | 0,0 | 0,0*) |
*) Kleinbetrag
| 68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2015/16 | 2014/15 |
| Umsätze | – | – |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –42,5 | –78,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | – | 1,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,6 | 0,2 |
Transaktionen mit nahestehenden Personen
Vorstand und Aufsichtsrat
Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten insbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt 1.087,7 Tsd. Euro (inklusive Sachbezüge und Pensionskassenbeiträge; Vorjahr: 987,9 Tsd. Euro).
| 68. Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. EUR | 2015/16 | 2014/15 | ||||
| Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | |
| Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr | 386,5 | 134,4 | 13,5 | 380,5 | 91,3 | 11,3 |
| Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA | 360,4 | 125,3 | 13,5 | 354,8 | 85,2 | 11,3 |
Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2015/16 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr bei der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen eine Dotierung in Höhe von 1.784,0 Tsd. Euro (davon 185,3 Tsd. Euro Zinsaufwand und 1.405,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Im Vorjahr ergab sich eine Veränderung von –271,2 Tsd. Euro (davon 192,1 Tsd. Euro Zinsaufwand und –668,7 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Pensionskassenbeiträge in Höhe von
54,1 Tsd. Euro (Vorjahr: 53,5 Tsd. Euro) geleistet. Weiters erfolgte für Mag. Szyszkowitz bei der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen eine Dotierung in Höhe von 1.137,3 Tsd. Euro (davon 75,1 Tsd. Euro Zinsaufwand und 928,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Im Vorjahr hatte sich eine Veränderung von –283,8 Tsd. Euro ergeben (davon 82,4 Tsd. Euro Zinsaufwand und –522,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die Zuweisung zu den Abfertigungsrückstellungen für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr betrug im Geschäftsjahr 2015/16 22,6 Tsd. Euro (davon 12,1 Tsd. Euro Zinsaufwand und –2,5 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 21,4 Tsd. Euro (davon 11,6 Tsd. Euro Zinsaufwand und –3,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Beiträge in die Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 7,6 Tsd. Euro (Vorjahr: 6,9 Tsd. Euro) geleistet.
Die Veränderung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der erfolgsabhängigen Komponenten und aus der jährlichen kollektiv vertraglichen Valorisierung. Bei Beendigung der Funktion kommen hinsichtlich der Abfertigung die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. Weiters besteht jeweils ein vertraglich vereinbarter Versorgungsanspruch zum Pensionsantritt, auf den ASVG-Pensionsleistungen sowie eine allfällige Leistung aus der EVN-Pensionskasse angerechnet werden.
Die Bezüge an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. an deren Hinterbliebene betrugen 1.181,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.200,2 Tsd. Euro).
Für Abfertigungen und Pensionen für aktive leitende Angestellte ergab sich in Summe ein Aufwand in Höhe von 3.697,4 Tsd. Euro (davon 192,4 Tsd. Euro Zinsaufwand und 3.083,7 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr ein Ertrag in Höhe von –31,3 Tsd. Euro (davon 250,1 Tsd. Euro Zinsaufwand und –786,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die genannten Werte beinhalten Aufwendungen nach nationalem Recht, wie sie gemäß Österreichischem Corporate Governance Kodex gefordert werden. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste werden nach IFRS gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ausbezahlt.
Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance-Berichts dargestellt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen
Angaben, die sich auf konzerninterne Sachverhalte beziehen, sind zu eliminieren und unterliegen nicht der Angabepflicht im Konzernabschluss. Geschäftsfälle der EVN mit Tochterunternehmen sind somit nicht ausgewiesen. Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und nicht at Equity einbezogenen Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung grundsätzlich nicht angeführt.
Nahestehende Personen können unmittelbar Kunden eines Unternehmens der EVN Gruppe sein, wobei Geschäftsbeziehungen aus einem solchen Verhältnis auf marktüblichen Konditionen beruhen und im Geschäftsjahr 2015/16 für die Gesamteinnahmen der EVN nicht wesentlich waren. Die daraus zum 30. September 2016 o_enen Posten werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
69. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 5. Oktober 2016 beschloss der Vorstand die vorzeitige Beendigung des aktuellen Aktienrückkaufprogramms. Der Ermächtigungsbeschluss der 87. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG bleibt davon unberührt und ist weiterhin gültig.
Die österreichische E-Control-Kommission hat im Begutachtungsentwurf eine Erhöhung der Strom- und Gasnetztarife beschlossen, die per 1. Jänner 2017 wirksam werden wird. Diese Erhöhung korrespondiert mit der erforderlichen hohen Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren, insbesondere zur Einbindung von erneuerbarer Erzeugung, sowie mit dem Vergleich der Netzabsatzmengen zur jeweiligen Referenzperiode.
70. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Organe der EVN AG sind:
Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstands Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA – Mitglied des Vorstands
Aufsichtsrat
Präsident/-in Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer (bis 21.01.2016) Mag. Bettina Glatz-Kremsner – Vorsitzende (seit 21.01.2016)
Vizepräsidenten
Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker (bis 21.01.2016) Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr (seit 21.01.2016) Mag. Willi Stiowicek
Mitglieder
Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr (bis 21.01.2016) Mag. Philipp Gruber (seit 21.01.2016) Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Vorstandsdirektor Dkfm. Thomas Kusterer Bürgermeister Bernhard Müller, BA, MPA (bis 21.01.2016) Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meißl Dipl.-Ing. Angela Stransky Dkfm. Edwin Rambossek (bis 21.01.2016) Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Zibuschka (bis 21.01.2016) Mag. Susanne Scharnhorst (seit 21.01.2016)
Arbeitnehmervertreter
Zentralbetriebsratsvorsitzender Ing. Paul Hofer Mag. Dr. Monika Fraißl Ing. Otto Mayer (bis 31.12.2015) Friedrich Bußlehner (seit 01.01.2016)
Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm Stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter
71. Freigabe des Konzernabschlusses 2015/16 zur Veröfentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss der EVN AG werden am 12. Dezember 2016 dem Aufsichtsrat zur Prüfung, der Einzelabschluss zur Feststellung vorgelegt.
72. Honorare des Wirtschaftsprüfers
Die Prüfung des Jahresabschlusses der EVN und des Konzernabschlusses erfolgte für das Geschäftsjahr 2015/16 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien. Die Kosten für die KPMG betrugen weltweit in Summe 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro). Davon entfielen 43,6 % auf Prüfungshonorare und prüfungsnahe Honorare, 48,1 % auf Steuerberatungsleistungen und 8,3 % auf sonstige Beratungsleistungen. Berücksichtigt sind alle Gesellschaften, die im Konsolidierungskreis enthalten sind.
Maria Enzersdorf, am 17. November 2016
EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Beteiligungen der EVN gemäß § 245a Abs. 1 i. V. m. § 265 Abs. 2 UGB
Nachfolgend werden die Beteiligungen der EVN gegliedert nach Geschäftsbereichen angeführt. Die Aufstellung für die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften enthält die Werte aus den letzten verfüg baren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag der EVN AG.
1. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Energie ≥ 20,0 % per 30.09.2016
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|
| Bioenergie Steyr GmbH, Behamberg | EVN Wärme | 51,00 | 30.09.2016 | E |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH ("EnergieAllianz"), Wien | EVN | 45,00 | 30.09.2015 | E |
| EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH ("EVN Bet. Alpha"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Bulgaria Electrorazpredelenie EAD ("EVN Bulgaria EP"), Plovdiv, Bulgarien | BG SN Holding | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD ("EVN Bulgaria EC"), Plovdiv, Bulgarien | BG SV Holding | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Bulgaria EAD ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Bulgaria Fernwärme Holding GmbH ("BG FW Holding"), Maria Enzersdorf | EVN Bet. Alpha | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Bulgaria RES Holding GmbH ("EVN Bulgaria RES"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien | BG FW Holding | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien | Kroatien Holding | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG ("EVN KG"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | E |
| EVN Gorna Arda Development EOOD, Sofia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Geoinfo GmbH ("EVN Geoinfo"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Kavarna EOOD ("EVN Kavarna"), Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria RES | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH ("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. ("EVN LV"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Macedonia AD ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien | EVN | 90,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Macedonia Elektrani DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Mazedonien GmbH ("EVN Mazedonien"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH ("EVN Nk BuB"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H. ("EVN Naturkraft"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Service Centre EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Trading DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Trading South East Europe EAD ("EVN SEE"), Sofia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| EVN Wärme GmbH ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG ("EVN-WE Wind KG"), Wien |
EVN Naturkraft | 50,00 | 30.09.2015 | E |
| Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten | EVN | 49,00 | 31.12.2015 | E |
| Fernwärme Steyr GmbH, Steyr | EVN Wärme | 49,00 | 30.09.2015 | E |
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | EVN | 70,00 | 31.12.2015 | V |
| kabelplus GmbH ("kabelplus"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2016 | V |
Konsolidierungsart:
V: Vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
NV: Nicht konsolidiertes Tochterunternehmen
JO: Als Joint Operation einbezogenens Unternehmen NJO: Nicht als Joint Operation einbezogenes Unternehmen E: At Equity einbezogenes Unternehmen
NE: Nicht at Equity einbezogenes Unternehmen
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|
| Netz Niederösterreich GmbH ("Netz NÖ"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH ("Shkodra"), Wien | EVN | 49,99 | 31.12.2015 | E |
| Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland | EVN Kraftwerk | 49,00 | 31.12.2015 | JO |
| Verbund Innkraftwerke GmbH, Töging, Deutschland1) | EVN Nk BuB | 13,00 | 31.12.2015 | E |
| Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH ("WTK"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 70,00 | 30.09.2016 | V |
1) Bedingt durch sondervertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, wird die Gesellschaft at Equity in den Konzernabschluss einbezogen und in obiger Tabelle trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20,0 % angeführt.
| 1.2. In den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 50,00 | EUR | 100 | 39 | 31.12.2015 | NE |
| (86) | (25) | (31.12.2014) | |||||
| ARGE Digitaler Leitungskataster NÖ, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 30,00 | EUR | 253 | –26 | 31.12.2015 | NE |
| (280) | (49) | (31.12.2014) | |||||
| ARGE GIP.nö, Maria Enzersdorf | EVN Geoinfo | 60,00 | EUR | 0 | 17 | 31.12.2015 | NE |
| (–17) | (–17) | (31.12.2014) | |||||
| Bioenergie Wiener Neustadt GmbH, Wiener Neustadt | EVN Wärme | 90,00 | EUR | 539 | –100 | 31.12.2015 | NV |
| (639) | (–17) | (31.12.2014) | |||||
| Biowärme Amstetten-West GmbH, Amstetten | EVN Wärme | 49,00 | EUR | 223 | 75 | 31.12.2015 | NE |
| (148) | (57) | (31.12.2014) | |||||
| Energiespeicher Sulzberg GmbH, Maria Enzersdorf | EVN Sulzberg | 51,00 | EUR | 23 | –1.533 | 30.09.2016 | NV |
| (1.735) | (0) | (30.09.2015) | |||||
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien (in Liquidation) | EVN | 100,00 | ALL | – | – | – | NV |
| (112) | (–50) | (31.12.2014) | |||||
| EVN Asset Management EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | BGN | 6 | 0 | 31.12.2015 | NV |
| (6) | (–1) | (31.12.2014) | |||||
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding | EVN | 100,00 | EUR | 35.954 | 8.866 | 30.09.2016 | NV |
| 20 GmbH ("EVN BuM 20"), Maria Enzersdorf | (27.090) | (–2) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding | EVN | 100,00 | EUR | 285.095 | 0 | 30.09.2016 | NV |
| 21 GmbH ("EVN BuM 21"), Maria Enzersdorf | (308.587) | (23.513) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Bulgaria Stromerzeugung Holding GmbH | EVN | 100,00 | EUR | 30.707 | 0 | 30.09.2016 | NV |
| ("BG SE Holding"), Maria Enzersdorf | (30.675) | (–2) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Bulgaria Stromnetz Holding GmbH | EVN BuM 21 | 100,00 | EUR | 300.082 | 15.000 | 30.09.2016 | NV |
| ("BG SN Holding"), Maria Enzersdorf | (308.589) | (23.516) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Bulgaria Stromvertrieb Holding GmbH | EVN BuM 20 | 100,00 | EUR | 35.955 | 8.868 | 30.09.2016 | NV |
| ("BG SV Holding"), Maria Enzersdorf | (27.089) | (–2) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH | EVN Naturkraft | 100,00 | EUR | 39 | –1.897 | 30.09.2016 | NV |
| ("EVN Sulzberg"), Maria Enzersdorf | (1.735) | (0) | (30.09.2015) | ||||
| EVN Kroatien Holding GmbH | EVN | 100,00 | EUR | 12.627 | –1 | 30.09.2016 | NV |
| ("Kroatien Holding"), Maria Enzersdorf | (12.628) | (–1) | (30.09.2015) | ||||
| EVN TRADING L.L.C., Pristina, Kosovo | EVN SEE | 100,00 | EUR | – | – | 31.12.2015 | NV |
| (–) | (–) | (31.12.2014) | |||||
| EVN Trading SHPK, Tirana, Albanien | EVN SEE | 100,00 | ALL | 6 | –5 | 31.12.2015 | NV |
| (11) | (–8) | (31.12.2014) |
| 1.2. In den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und | EVN Naturkraft | 50,00 | EUR | 42 | 1 | 30.09.2015 | NE |
| Betriebs GmbH ("EVN-WE Wind GmbH"), Wien | (40) | (1) | (30.09.2014) | ||||
| Fernwärme Mariazellerland GmbH, Mariazell | EVN Wärme | 48,86 | EUR | 158 | –97 | 31.12.2015 | NE |
| (255) | (–247) | (31.12.2014) | |||||
| IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn | EVN | 70,00 | HUF | 1.769 | –6 | 31.12.2015 | NV |
| (1.755) | (–18) | (31.12.2014) | |||||
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und | EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 44 | 3 | 31.12.2015 | NE |
| Betriebs GmbH, Wien | (42) | (6) | (31.12.2014) | ||||
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und | EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 6.878 | 349 | 31.12.2015 | NE |
| Betriebs GmbH & Co KG, Wien | (6.530) | (344) | (31.12.2014) | ||||
| MAKGAS DOOEL, Skopje, Mazedonien (in Liquidation) | EVN | 100,00 | MKD | – | – | – | NV |
| (0) | (0) | (31.12.2014) | |||||
| Netz Niederösterreich Beteiligung 30 GmbH | Utilitas | 100,00 | EUR | 1.788 | 0 | 30.09.2016 | NV |
| ("Netz Bet. 30"), Maria Enzersdorf | (1.789) | (0) | (30.09.2015) | ||||
| Netz Niederösterreich Grundstücksverwaltung | Netz Bet. 30 | 100,00 | EUR | 1.778 | –1 | 30.09.2016 | NV |
| Bergern GmbH, Maria Enzersdorf | (1.780) | (4) | (30.09.2015) | ||||
| FWG-Fernwärmeversorgung Amstetten registrierte | EVN Wärme | 50,00 | EUR | 914 | 84 | 30.06.2015 | NE |
| Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Amstetten | (–) | (–) | (30.06.2014) | ||||
| EVN Elektrodistribucija DOOEL, Skopje, Mazedonien1) | EVN Macedonia | 100,00 | MKD | – | – | – | NV |
| (–) | (–) | (–) |
1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2015/16 neu gegründet.
2. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Umwelt ≥ 20,0 % per 30. September 2016
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2015/16 |
|---|---|---|---|---|
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH, Maria Enzersdorf | EVN Abfall | 50,00 | 30.09.2016 | E |
| Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Betrieb | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s., Prag, Tschechische Republik | WTE Essen | 35,00 | 31.12.2015 | E |
| EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH ("EVN Abfall"), Maria Enzersdorf | EVN Bet. 51/52 | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Beteiligung 51 GmbH, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Beteiligung 52 GmbH, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH ("EVN MVA1"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH ("EVN MVA3"), Maria Enzersdorf |
EVN Umwelt / Utilitas |
100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Umwelt Beteiligungs und Service GmbH ("EVN UBS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH ("EVN UFS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| evn wasser Gesellschaft m.b.H. ("EVN Wasser"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| OAO BUDAPRO-ZAVOD No. 1, Moskau, Russland | EVN MVA1 | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| OAO "EVN MSZ 3" ("OAO MVA3"), Moskau, Russland | EVN MVA3 | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland | Süd-West | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| OOO EVN Umwelt, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2015/16 |
|---|---|---|---|---|
| Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH ("Süd Butowo"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH ("Zelenograd"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| sludge2energy GmbH, Berching, Deutschland | WTE Essen | 50,00 | 31.12.2015 | E |
| Storitveno podjetje Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Betriebsgesellschaft mbH ("WTE Betrieb"), Hecklingen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE desalinizacija morske vode d.o.o., Budva, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| WTE otpadne vode Budva DOO, Podgoriza, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2015 | V |
| WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH ("WTE Hyp"), Essen, Deutschland | EVN UFS / WTE Essen |
100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH ("Süd-West"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o., Beograd-Vracar, Serbien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Wassertechnik GmbH ("WTE Essen"), Essen, Deutschland | EVN Bet. 52 | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| Zagrebacke otpadne vode d.o.o. ("ZOV"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 48,50 | 31.12.2015 | E |
| Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o. ("ZOV UIP"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 33,00 | 31.12.2015 | E |
| WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH ("Abwicklung"), Essen, Deutschland | Süd-West | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| 2.2. In den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, | WTE Essen | 49,00 | EUR | 624 | 45 | 30.09.2016 | NE |
| Offenbach am Main, Deutschland | (579) | (–1) | (30.09.2015) | ||||
| Abwasserbeseitigung Kötschach-Mauthen Errichtungs- und | EVN Abfall | 26,00 | EUR | 37 | 0 | 31.12.2015 | NE |
| Betriebsgesellschaft mbH, Kötschach-Mauthen | (37) | (0) | (31.12.2014) | ||||
| OOO EVN-Ekotechprom MSZ3, Moskau, Russland | OAO MVA3 | 70,00 | RUB | 325 | –291 | 31.12.2015 | NV |
| (593) | (14) | (31.12.2014) | |||||
| OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland | Süd-West | 70,00 | RUB | 1.804 | 266 | 31.12.2015 | NV |
| (2.065) | (721) | (31.12.2014) | |||||
| EVN Projektgesellschaft KSV Ljuberzy mbH ("Ljuberzy"), | Süd-West | 100,00 | EUR | 23 | 0 | 30.09.2016 | NV |
| Essen, Deutschland | (23) | (0) | (30.09.2015) | ||||
| SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o., | WTE Essen | 50,00 | HRK | 432 | 11 | 31.12.2015 | NE |
| Zagreb, Kroatien | (414) | (–46) | (31.12.2014) | ||||
| Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft | WTE Essen | 49,00 | EUR | 544 | 3 | 31.12.2015 | NE |
| Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland | (540) | (4) | (31.12.2014) | ||||
| Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H, Untertullnerbach | EVN Wasser | 50,00 | EUR | 868 | –1 | 31.12.2015 | NE |
| (870) | (–2) | (31.12.2014) | |||||
| WTE Baltic UAB, Kaunas, Litauen | WTE Essen | 100,00 | EUR | 161 | –30 | 30.09.2016 | NV |
| (682) | (51) | (30.09.2015) | |||||
| WTE Projektgesellschaft Kurjanovo mbH ("Kurjanovo"), | WTE Essen | 100,00 | EUR | 21 | –1 | 30.09.2016 | NV |
| Essen, Deutschland | (21) | (–1) | (30.09.2015) | ||||
3. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20,0 % per 30. September 2016
| 3.1. In den Konzernabschluss der EVN einbezogen | Beteiligung | Jahresabschluss | Konsolidierungsart | |
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | Anteilseigner | % | zum | 2015/16 |
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft ("BUHO"), Eisenstadt | EVN | 73,63 | 30.09.2016 | V |
| Energie Burgenland AG, Eisenstadt | BUHO | 49,00 | 30.09.2015 | E |
| EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH ("EVN FM"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf | EVN FM | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 31.08.2016 | V |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien | EVN | 50,00 | 30.09.2016 | E |
| R 138-Fonds, Wien | EVN/Netz NÖ/ | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| EVN Wasser | ||||
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft ("RBG"), Maria Enzersdorf | EVN | 50,03 | 31.03.2016 | V |
| Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft ("RAG"), Wien | RBG | 100,00 | 31.12.2015 | E |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H ("Utilitas"), | EVN | 100,00 | 30.09.2016 | V |
| Maria Enzersdorf | ||||
| WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf1) | EVN WEEV | 50,00 | 30.06.2016 | E |
1) An der Verbund AG werden 12,63 % gehalten, davon indirekt über die WEEV Beteiligungs GmbH 1,09 %.
| 3.2. In den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2015/16 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Beteiligung 40 GmbH | EVN | 100,00 | EUR | 26 | –2 | 30.09.2016 | NV |
| ("EVN Bet. 40"), Maria Enzersdorf | (29) | (0) | (30.09.2015) | ||||
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft | EVN | 100,00 | EUR | 4.463 | 321 | 31.12.2015 | NV |
| ("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf | (4.142) | (162) | (31.12.2014) |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2016, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzernanhang geprüft.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB und für die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing – ISA). Nach diesen Grundsätzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses durch den Konzern relevante interne Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Au_assung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutre_en.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutre_end.
Wien, am 17. November 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler Wirtschaftsprüfer
EVN AG
Jahresabschluss 2015/2016 nach UGB
Inhaltsverzeichnis
Lagebericht 4
Jahresabschluss
| Bilanz zum 30. September 2016 | 18 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16 | 20 |
| Entwicklung des Anlagevermˆgens | 22 |
| Entwicklung der unversteuerten R¸cklagen | 23 |
| Entwicklung der Investitionszusch¸sse | 24 |
| Beteiligungen der EVN AG | 25 |
| Uneingeschr‰nkter Best‰tigungsvermerk | 26 |
Anhang 29
Bericht des Aufsichtsrats 45
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16 wurde nach den ˆsterreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt.
Im Gesch‰ftsbericht 2015/16 der EVN wurde ein Konzernabschluss nach den Grunds‰tzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) verˆffentlicht. Mit dieser Form der Berichterstattung legt die EVN ihren Aktion‰ren und der ÷ffentlichkeit einen Konzernabschluss vor, der international anerkannten Prinzipien der Rechnungslegung entspricht. Dieser Gesch‰ftsbericht kann selbstverst‰ndlich jederzeit bei der EVN angefordert werden.
Lagebericht
Lagebericht EVN AG f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16
Bericht des Vorstandes
Energiepolitisches Umfeld
Energie- und Klimapolitik
Europ‰ische Klimapolitik
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben im Oktober 2014 ! aufbauend auf dem Klima- und Energiepaket 2020 ! einen Rahmen f¸r die Klima- und Energiepolitik bis 2030 festgelegt. Demnach ist die Europ‰ische Union bestrebt, bis zum Jahr 2030 die folgenden drei Hauptziele zu erreichen:
- " Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 40 % (gegen¸ber dem Stand des Jahres 1990)
- " Erhˆhung des Anteils der erneuerbaren Energie am Gesamt-Energiemix auf mindestens 27 %
- " Steigerung der Energieeffizienz um mindestens 27 % (gegen¸ber dem Stand des Jahres 2007)
Diese Vorgaben sollen die l‰ngerfristigen Zielsetzungen f¸r den ‹bergang zu einer wettbewerbsf‰higen CO2-armen Wirtschaft bis 2050, des Energiefahrplans 2050 und des Verkehrsweiflbuchs erf¸llen. Damit folgt die europ‰ische Klimapolitik den globalen Zielsetzungen, die im Rahmen der UN Klimakonferenz im Dezember 2015 in Paris beschlossen wurden.
Emissionshandel
Auf Beschluss der Europ‰ischen Kommission wurden die Versteigerung von 900 Mio. CO2-Emissionszertifikaten in die Jahre 2019 und 2020 verschoben (#Backloading\$) und eine Verknappung der Zertifikate ab dem Jahr 2019 festgelegt, die ¸ber eine Marktstabilit‰tsreserve gesteuert werden soll. Dieser Mechanismus soll dem Markt je nach konjunktureller Lage Emissionszertifikate entziehen oder zuf¸hren. In der letzten Handelsperiode (2021!2030) wird die Anzahl an Zertifikaten j‰hrlich um jeweils 2,2 % reduziert.
Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten
Im Bereich der Stromproduktion bezieht die EVN 100 % der benˆtigten Emissionszertifikate ¸ber den Markt. In der W‰rmeproduktion begann im Jahr 2013 die Gratiszuteilung von Zertifikaten im Ausmafl von 80 % des im Vorfeld ermittelten CO2-Ausstofles je Produktionsanlage. Bis zum Jahr 2020 ist eine lineare Reduktion dieser Gratiszuteilung auf 30 % der Anlagenemissionen vorgesehen. Dar¸ber hinaus wird der Umfang der Zertifikatszuteilung auch im Fall einer erheblichen Reduktion der W‰rmeproduktion gek¸rzt.
Energiestrategie 2030
Die ˆsterreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eine Energiestrategie f¸r die Zeit bis 2030 zu definieren. Das angestrebte Energiesystem soll effizient, leistbar und sozial vertr‰glich sein. Als ¸bergeordnete Ziele wurden die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, des Wohlstands und der Wettbewerbsf‰higkeit sowie eine intakte Umwelt definiert. Die EVN unterst¸tzt diese Ziele und tr‰gt mit ihrem auf den Heimmarkt Niederˆsterreich fokussierten Investitionsprogramm zu ihrer Umsetzung bei.
Im Fr¸hjahr 2016 hat die ˆsterreichische Bundesregierung ein Gr¸nbuch als Grundlage f¸r eine informierte und faktenbasierte Diskussion ¸ber eine integrierte Energie- und Klimastrategie zur Konsultation vorgelegt. Dabei hat die Bundesregierung neben den Zielen bis 2030 auch langfristige Perspektiven bis 2050 im Blick. Auf Basis der nunmehr abgeschlossenen Konsultationen soll im Lauf des ersten Halbjahres 2017 ein Weiflbuch erarbeitet werden.
Marktdesign f¸r Strom
F¸r Ende 2016 wird die Vorlage des so genannten #Winterpakets\$ zum Strommarktdesign erwartet. Mit den darin enthaltenen neuen gesetzlichen Vorgaben will die EU-Kommission unter anderem die marktorientierte Implementierung von erneuerbarer Erzeugung sowie die f¸r die Versorgungssicherheit erforderliche Bereitstellung von ausreichenden Erzeugungskapazit‰ten gew‰hrleisten.
Deutsch-ˆsterreichische Strompreiszone
Die Agentur f¸r die Zusammenarbeit der Regulierungsbehˆrden (ACER) wie auch die deutsche Bundesnetzagentur treten aktuell f¸r Maflnahmen ein, die mittelfristig zu einer Teilung der seit 2002 zwischen Deutschland und ÷sterreich bestehenden gemeinsamen Strompreiszone f¸hren w¸rden. Von ˆsterreichischer Seite ! insbesondere von ÷sterreichs Energie und dem ˆsterreichischen Stromregulator ! werden derartige Bestrebungen unter anderem mit Verweis auf das Ziel eines integrierten EU-Energiebinnenmarkts sowie der weiterhin bestehenden innerdeutschen Netzengp‰sse abgelehnt. Ungeachtet des aus heutiger Sicht unklaren Ausgangs der zu diesem Thema aktuell laufenden Verhandlungen zwischen ACER und dem Verband europ‰ischer ‹bertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) ist davon auszugehen, dass die ƒnderungen der deutsch-ˆsterreichischen Strompreiszone keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesch‰ftsentwicklung der EVN im Gesch‰ftsjahr 2016/17 haben werden. Sp‰tere Auswirkungen sind aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.
Wirtschaftliches Umfeld
Die internationale Konjunktur belebt sich seit Mitte des Jahres 2015 nur zˆgerlich. Belastend wirken Unsicherheiten, darunter etwa die Entscheidung der Briten f¸r den Austritt aus der Europ‰ischen Union, protektionistische Tendenzen und geopolitische Risiken. Trotz der weiterhin bestehenden strukturellen Probleme zeigen sich jedoch deutliche Hinweise auf eine Stabilisierung der Wirtschaftslage in den Schwellenl‰ndern. Diese profitieren von den gestiegenen Rohstoffpreisen und der konjunkturellen Festigung in China. Die Prognosen f¸r die US-Wirtschaft wurden hingegen zuletzt etwas nach unten revidiert, damit f‰llt das erwartete BIP-Wachstum auch hinter jenes der Europ‰ischen Union zur¸ck. Die Erwartungen f¸r das Wirtschaftswachstum in der EU liegen zwischen 1,7 % und 1,8 % f¸r 2016 und zwischen 1,4 % und 1,6 % f¸r das Jahr 2017.
Die konjunkturelle Entwicklung ÷sterreichs im Jahr 2016 kann bislang als moderat bezeichnet werden ! ein Trend, der sich nach den zuletzt verˆffentlichten Vorlaufindikatoren auch fortsetzen d¸rfte. Die zaghafte Belebung der Wirtschaft ist dabei weiterhin von der Inlandsnachfrage getragen. Zwar scheint sich das Wachstum des privaten Konsums etwas schw‰cher zu entwickeln, als zu Jahresbeginn erhofft. Hingegen erwarten die Wirtschaftsforscher weiterhin positive Impulse seitens der Bauwirtschaft, die ihre Krise ¸berwunden zu haben scheint, und der Bruttoanlageinvestitionen, die heuer das st‰rkste Wachstum seit 2011 verzeichnen d¸rften. Dies sollte dazu f¸hren, dass ÷sterreich der konjunkturelle Anschluss an den EU-Durchschnitt gelingt: F¸r das laufende Jahr 2016 wird mit einem Wachstum zwischen 1,5 % und 1,7 % gerechnet. Ein etwas niedrigerer Wert von 1,3 % bis 1,5 % wird f¸r 2017 erwartet; er korrespondiert allerdings mit der ebenfalls leicht reduzierten Prognose f¸r die gesamte Europ‰ische Union.
Bulgariens Wirtschaftsdynamik hat sich zuletzt im Vergleich zu 2015 etwas abgeschw‰cht. Hauptgrund daf¸r waren die nachlassenden Investitionen, die durch den Ausbau der Infrastruktur und des Energiesektors in den kommenden Jahren jedoch wieder angekurbelt werden sollen. Getragen wird das Wachstum der bulgarischen Wirtschaft zurzeit prim‰r von den Exporten und vom privaten Konsum. In diesem Umfeld wird f¸r das laufende Jahr 2016 mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 2,2 % und 3,1 % gerechnet, f¸r 2017 liegt die Prognose zwischen 2,7 % und 3,0 %.
In Kroatien hat sich die Konjunkturerholung, haupts‰chlich getragen von der Inlandsnachfrage, unver‰ndert fortgesetzt. Der Privatkonsum ist weiterhin durch anhaltende Preisr¸ckg‰nge, eine Stabilisierung auf dem Arbeitsmarkt und solide Tourismuskennzahlen gut abgest¸tzt. ‹berhaupt kann der Tourismus als wichtigster Wirtschaftsmotor Kroatiens bezeichnet werden. Positiv wirkte zus‰tzlich eine Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen, die vor allem auf der gesteigerten Dynamik im Bausektor beruhte. In Summe wird f¸r 2016 ein BIP-Wachstum zwischen 1,9 % und 2,6 % und f¸r 2017 ein Plus zwischen 2,0 % und 2,5 % erwartet.
Nach Wachstumsraten von mehr als 3,0 % in den letzten Jahren verhindert die in Mazedonien seit L‰ngerem schwelende innenpolitische Krise derzeit eine dynamischere Entwicklung. Sollte es gelingen, den politischen Konflikt in absehbarer Zeit beizulegen, kˆnnte sich der Wachstumskurs der mazedonischen Wirtschaft jedoch weiterhin auf hohem Niveau fortsetzen. Die Konsumneigung der Bevˆlkerung scheint vorerst kaum unter dem politisch instabilen Umfeld zu leiden, und auch der mazedonische Auflenhandel ist von mˆglichen Negativeffekten bisher weitgehend verschont geblieben. Sehr wohl bemerkbar macht sich die politische Situation allerdings durch verst‰rkte Zur¸ckhaltung im Bereich der ausl‰ndischen Investitionen. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist daher f¸r 2016 mit einem BIP-Wachstum von 2,2 % bis 3,7 % und f¸r 2017 mit einem Plus von 3,5 % bis 4,0 % zu rechnen.
Energiewirtschaftliches Umfeld
| 2015/16 1.-4. Quartal |
2014/15 1.-4. Quartal |
Ver‰nderung % |
||
|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf | ||||
| N÷1 | % | 96,0 | 96,0 | 0,0 |
| Bulgarien1 | % | 73,1 | 96,3 | -23,2 |
| Mazedonien1 | % | 92,4 | 101,0 | -8,6 |
| Rohˆlpreis - brent | EUR/bbl | 38,0 | 52,7 | -27,9 |
| Gaspreis ! NCG | EUR/t | 14,4 | 21,4 | -32,5 |
| Kohle - API&2 (Notierung in ARA) | EUR/t | 46,2 | 53,9 | -14,4 |
| CO2 Zertifikate (2. Periode) | EUR/t | 6,1 | 7,2 | -16,0 |
| Strom - Spotmarkt | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 27,8 | 32,1 | -13,2 |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 34,2 | 39,8 | -14,2 |
| Strom - Forwardmarkt (Quartalspreise)2 | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 30,4 | 34,9 | -12,8 |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 38,2 | 43,8 | -13,0 |
Die angef¸hrten Werte sind Durchschnittswerte ¸ber den jeweiligen Zeitraum.
1 Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langj‰hrigen Durchschnitt der l‰nderspezifischen Messwerte.
2Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum
Die energiewirtschaftliche Gesch‰ftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren gepr‰gt. Im Bereich der Haushaltskunden sind dies vor allem die Wetterbedingungen, die f¸r die Nachfrage nach Strom, Erdgas und W‰rme ausschlaggebend sind, w‰hrend die Nachfrage der Industriekunden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Die Durchschnittstemperaturen zeigten sich in den f¸r die EVN relevanten M‰rkten im Berichtszeitraum ¸beraus mild. Besonders die Wintermonate waren in allen drei Kernm‰rkten deutlich w‰rmer als ¸blich: In ÷sterreich lag die Heizgradsumme wie schon im Vorjahr unter dem langj‰hrigen Mittelwert. Bulgarien verzeichnete in der Berichtsperiode auflergewˆhnlich warme Temperaturen, die Heizgradsumme blieb hier um 23,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert; und auch in Mazedonien lag die Heizgradsumme aufgrund des milden Winters um 8,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.
Der Durchschnittspreis f¸r Rohˆl der Sorte Brent lag im Gesch‰ftsjahr 2015/16 vor allem aufgrund des weltweit vorherrschenden ‹berangebots mit 38,0 Euro pro Barrel um 27,9 % unter dem Niveau des Vorjahres. Auch der durchschnittliche EEX-Bˆrsepreis f¸r Erdgas nahm im Periodenvergleich um 32,5 % auf 14,4 Euro pro MWh ab, nicht zuletzt hervorgerufen durch die hˆheren Temperaturen im Berichtszeitraum, die die Nachfrage auf den Spotm‰rkten d‰mpften. Der Preis f¸r Kohle wiederum ging vor allem aufgrund der in China schw‰cheren Nachfrage um 14,4 % auf 46,2 Euro pro Tonne zur¸ck. Nach einem starken Anstieg der Preise f¸r CO2-Emissionszertifikate im ersten Quartal 2015/16 auf 8,4 Euro je Tonne war danach ein R¸ckgang auf 6,1 Euro je Tonne zum Ende des Gesch‰ftsjahres zu verzeichnen.
Auch der R¸ckgang der Termin- und Spotmarktpreise f¸r Grund- bzw. Spitzenlaststrom setzte sich im Berichtszeitraum fort. Ausschlaggebend daf¸r waren der weitere Ausbau der Stromerzeugungskapazit‰ten aus erneuerbaren Energietr‰gern in ÷sterreich und Deutschland sowie die niedrigen Preise f¸r Prim‰renergietr‰ger und CO2-Emissionszertifikate. Gegen Ende des Gesch‰ftsjahres stiegen die Strom-Forwardpreise sowie die Preise f¸r Prim‰renergie und CO2 aufgrund des tempor‰ren Stillstands von Produktionskapazit‰ten in Frankreich an. Im Schnitt sanken die Terminpreise f¸r Grundlaststrom im Berichtszeitraum um 12,8 % auf 30,4 Euro pro MWh, jene f¸r Spitzenlaststrom um 13,0 % auf 38,2 Euro pro MWh. Die Spotmarktpreise f¸r Grundlaststrom gingen um 13,2 % auf 27,8 Euro pro MWh zur¸ck, jene f¸r Spitzenlaststrom reduzierten sich um 14,2 % auf 34,2 Euro pro MWh.
Wirtschaftliche Entwicklung
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2015/16 | 2014/15 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Umsatzerlˆse | 457,9 | 450,4 | 7,5 | 1,7% |
Die Umsatzerlˆse stiegen auf 457,9 Mio EUR und setzen sich aus Stromerlˆsen in Hˆhe von 231,3 Mio EUR (VJ: 181,6 Mio EUR), Gaserlˆsen in Hˆhe von 47,8 Mio EUR (VJ: 95,6 Mio EUR), W‰rmeerlˆsen in Hˆhe von 18,1 Mio EUR (VJ: 20,4 Mio EUR) und sonstigen Umsatzerlˆsen in Hˆhe von 160,6 Mio EUR (VJ: 152,7 Mio EUR) zusammen.
Die Stromerlˆse sind gegen¸ber dem Vorjahr um 49,7 Mio EUR gestiegen, die Gaserlˆse um 47,8 Mio EUR gesunken. Die sonstigen Umsatzerlˆse erhˆhten sich um 7,9 Mio EUR. Die Steigerung der Umsatzerlˆse beruht Groflteils auf einem gegen¸ber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhˆhten Erlˆs aus dem Stromhandel.
| Berechnung | 2015/16 | 2014/15 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | ||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
Ergebnis der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit | 40,7 | 72,5 | -31,8 | -43,9% |
| + Zinsen und ‰hnliche Aufwendungen gem‰fl ß 231 (2) Z 15 UGB |
Die Aufwendungen f¸r Prim‰renergie, CO2-Kosten und Strombezug betrugen im abgelaufenen Gesch‰ftsjahr 391,8 Mio EUR (Vorjahr: 371,2 Mio EUR). Die Steigerung ist vorwiegend auf gestiegene Strom und Co2 Bez¸ge sowie R¸ckstellungsbildungen in diesem Zusammenhang zur¸ckzuf¸hren.
An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 88,4 Mio EUR (Vorjahr: 82,2 Mio EUR) angefallen. Dies bedeutet gegen¸ber dem Vorjahr einen geringf¸gigen Anstieg von 6,2 Mio EUR.
Der Personalaufwand betrug im Gesch‰ftsjahr 2015/16 95,9 Mio EUR (Vorjahr: 74,9 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 647 Angestellte auf Vollzeitbasis (Vorjahr: 649 Angestellte) besch‰ftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung (Vorjahr: 0 Lehrlinge). Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,2 Mio EUR (Vorjahr: 0,1 Mio EUR). Der Umsatz pro Mitarbeiter betr‰gt 0,7 Mio EUR (Vorjahr: 0,7 Mio EUR).
Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 5,1 Mio EUR und damit 17,9 Mio EUR weniger als im Vorjahr. Der R¸ckgang ist vor allem auf die auflerplanm‰fligen Abschreibungen bei den Kraftwerken D¸rnrohr, Theifl und Korneuburg im Vorjahr zur¸ckzuf¸hren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 37,6 Mio EUR (Vorjahr 61,4 Mio EUR). Der R¸ckgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr gebildete R¸ckstellung f¸r drohende Zahlungen aus ¸bernommenen Haftungen sowie der geringeren Forderungsabschreibungen des Darlehens gegen¸ber der EVN Projektgesellschaft M¸llverbrennungsanlage Nr. 1 mbH zur¸ckzuf¸hren.
Aufgrund der oben angef¸hrten Rahmenbedingungen verzeichnete die EVN AG einen negativen Betriebserfolg in Hˆhe von -152,9 Mio EUR (Vorjahr -136,4 Mio EUR).
Das Finanzergebnis ist vor allem durch Beteiligungsertr‰ge, Zinsaufwendungen und -ertr‰ge sowie durch sonstige Finanzaufwendungen und -ertr‰ge gepr‰gt. Das Beteiligungsergebnis ist gegen¸ber dem Vorjahr von 195,1 Mio EUR auf 213,1 Mio EUR gestiegen. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie Wertpapieren des Umlaufvermˆgens sind um 42,2 Mio EUR gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die auflerplanm‰flige Abschreibungen der Beteiligungen an der EVN WEEV Beteiligungs GmbH, EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH sowie der EVN Albania SHPK zur¸ckzuf¸hren.
Insgesamt konnte ein Finanzergebnis in Hˆhe von 144,8 Mio EUR erzielt werden, welches um 5,6 Mio EUR oder 3,7 % unter dem Vorjahr liegt.
Die beschriebenen Entwicklungen f¸hrten zu einem Ergebnis der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit (EGT) von -8,1 Mio EUR. Dies bedeutet einen R¸ckgang von 22,2 Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich um 31,8 Mio EUR auf 40,7 Mio EUR verringert.
| Berechnung | 2015/16 | 2014/15 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| EBIT-Marge | Betriebsergebnis | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlˆse |
Aufgrund des erwirtschafteten negativen Betriebsergebnisses kann f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16 sowie f¸r das Gesch‰ftsjahr 2014/15 keine EBIT-Marge ermittelt werden.
| Berechnung | 2015/16 | 2014/15 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalrentabilit‰t | Ergebnis der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit | n.a. | 0,8% |
| durchschnittliches Eigenkapital |
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 konnte aufgrund des erwirtschafteten negativen Ergebnisses der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit keine Eigenkapitalrentabilit‰t ermittelt werden. Im Gesch‰ftsjahr 2014/15 betr‰gt die Eigenkapitalrentabilit‰t 0,8%.
| Berechnung | 2015/16 | 2014/15 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | % | |||
| Gesamtkapitalrentabilit‰t | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1,2% | 2,1% | |
| durchschnittliches Gesamtkapital |
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 kann eine Gesamtkapitalrentabilit‰t von 1,2% erzielt werden. Im Gesch‰ftsjahr 2014/15 konnte eine Gesamtkapitalrentabilit‰t von 2,1% erzielt werden.
Kennzahlen zur Vermˆgens- und Finanzlage
| Berechnung | 30.09.2016 | 30.09.2015 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio ' | Mio ' | Mio ! | % | ||
| Nettoverschuldung | Verzinsliches Fremdkapital | 940,9 | 964,5 | -23,7 | -2,5% |
| - Fl¸ssige Mittel |
Das verzinsliche Fremdkapital und die fl¸ssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaflen:
| Berechnung | 30.09.2016 | 30.09.2015 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio ' | Mio ' | Mio ! | % | ||
| Verzinsliches Fremdkapital |
Anleihen | 1.177,4 | 1.207,5 | -30,1 | -2,5% |
| +Verbindlichkeiten gegen¸ber Kreditinstituten | |||||
| +Finanzverbindlichkeiten gegen¸ber verbundene Unternehmen +R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen |
|||||
| +R¸ckstellungen f¸r Pensionen | |||||
| +R¸ckstellungen f¸r Jubil‰umsgelder | |||||
| 30.09.2016 | 30.09.2015 | Ver‰nderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio ! | Mio ! | Mio ! | % | ||||
| Fl¸ssige Mittel | Kassenbestand, Schecks, Kreditinstituten, Wertpapiere des UV sowie aus sonstigem Finanzvermˆgen |
Guthaben | bei | 236,5 | 243,0 | -6,4 | -2,6% |
Aufgrund des R¸ckgangs des verzinslichen Fremdkapitals hat sich die Nettoverschuldung um 2,5 % auf 940,9 Mio EUR reduziert.
| Berechnung | 30.09.2016 | 30.09.2015 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio ! | Mio ! | Mio ! | % | ||
| Nettoumlaufvermˆgen | Umlaufvermˆgen | 232,0 | 276,6 | -44,6 | -16,1% |
| - langfristiges Umlaufvermˆgen | |||||
| =Kurzfristiges Umlaufvermˆgen | |||||
| - kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| =Nettoumlaufvermˆgen |
Trotz Anstieg des Umlaufvermˆgens ist aufgrund des hˆheren kurzfristigen Fremdkapitals das Nettoumlaufvermˆgen insgesamt um 16,1 % auf 232,0 Mio EUR gesunken.
| Berechnung | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital | 48,5% | 49,5% |
| Gesamtkapital |
Die Bilanzsumme betr‰gt im Gesch‰ftsjahr 2015/16 3.412,2 Mio EUR (VJ: 3.401,9 Mio EUR) und hat sich damit gegen¸ber dem Vorjahr um 10,4 Mio EUR bzw. 0,3 % erhˆht. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft bel‰uft sich unter Ber¸cksichtigung der unversteuerten R¸cklagen auf 1.663,1 Mio EUR (VJ: 1.692,9 EUR).
Die Reduktion der Eigenkapitalquote um 1%-Punkt ist auf ein geringeres Eigenkapital und einen zeitgleichen Anstieg des Gesamtkapitals zur¸ckzuf¸hren.
| Berechnung | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Nettoverschuldungsgrad | Nettoverschuldung | 56,8% | 57,2% |
| Eigenkapital |
Aufgrund vom R¸ckgang der Nettoverschuldung um 2,5% sinkt der Nettoverschuldungsgrad um 0,4% auf 56,8%.
Geldflussrechnung
| Berechnung | 2015/16 | 2014/15 | Ver‰nderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | ||
| Geldflussrechnung | Geldfluss aus dem Ergebnis | 216,6 | 135,3 | 81,3 | 60,1% |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Gesch‰ftst‰tigkeit |
164,2 | 208,8 | -44,6 | -21,4% | |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionst‰tigkeit | -16,8 | -24,9 | 8,1 | 32,6% | |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungst‰tigkeit | -121,1 | -96,1 | -25,0 | -26,0% | |
| Zahlungswirksame Ver‰nderung des Finanzmittelbestandes |
26,3 | 87,8 | -61,5 | -70,1% |
Ausgehend von einem Jahres¸berschuss in Hˆhe von 44,9 Mio EUR konnte ein Cashflow der laufenden Gesch‰ftst‰tigkeit in Hˆhe von 164,2 Mio EUR erwirtschaftet werden.
Der Cashflow aus der Investitionst‰tigkeit belief sich auf -16,8 Mio EUR, wobei vor allem Investitionen in Finanzanlagen den Cashflow beeinflussten.
Ausgehend von der im Gesch‰ftsjahr 2015/16 durchgef¸hrten Aussch¸ttung aus dem Bilanzgewinn 2014/15 in Hˆhe von 74,7 Mio EUR, einer Erhˆhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einer Verringerung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten weist die EVN AG einen Cashflow aus der Finanzierungst‰tigkeit in Hˆhe von -121,1 Mio EUR aus.
Insgesamt resultierte aus dieser Entwicklung eine Erhˆhung des Finanzmittelbestandes (inkl. Konzern Cashpooling) um 26,3 Mio EUR.
Zweigniederlassungen
EVN verf¸gt ¸ber keine Zweigniederlassungen im Sinne des ß 243 Abs 3 Z 4 UGB.
Forschung- und Entwicklung
Die wesentlichen Handlungsfelder der EVN Wesentlichkeitsmatrix geben unter anderem den Themenrahmen f¸r die Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsaktivit‰ten der EVN vor. Vor diesem Hintergrund werden prim‰r Projekte zur Schonung von Umwelt und Ressourcen, zur Versorgungssicherheit sowie zur Gew‰hrleistung der Wettbewerbsf‰higkeit des Unternehmens verfolgt. Zielsetzungen sind die Entwicklung von Lˆsungen f¸r eine emissions‰rmere Zukunft, einen effizienteren Energieeinsatz und ein dezentrales Energiesystem basierend auf den Kundenbed¸rfnissen.
Innovationsprojekte werden zunehmend je nach Anforderungen mit State-of-the-Art Innovationsmethoden (wie Design Thinking und Business Model Canvas) entwickelt und durchgef¸hrt. Forschungsprojekte werden ! je nach konkreter Anforderung und Sinnhaftigkeit ! in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie durchgef¸hrt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, erg‰nzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten tr‰gt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und ˆffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet damit einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 wendete die EVN AG 1,0 Mio. Euro (davon 14,4 % ¸ber Fˆrderungen) f¸r Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Zu den Forschungsschwerpunkten, die im Berichtsjahr fortgesetzt bzw. vertieft wurden, z‰hlten unter anderem:
- " Projekte zur Nutzung der ‹berproduktion aus erneuerbarer Erzeugung, z. B. mittels Energiespeicherung bzw. Kombinationen aus Energiespeicherung und -wandlung sowie im Rahmen von Demand Side Management (Power-to-Heat, Power-to-Gas)
- " Projekte im Bereich #Virtuelle Kraftwerke\$
- " Projekte im Bereich #Dezentrale Energielˆsungen\$
- " #Green Storage Grid Projekt\$ zur Untersuchung innovativer W‰rmespeicher und deren Einsatzmˆglichkeiten zur Flexibilisierung von Anlagen mit Kraft-W‰rme-Kopplungen
- " Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie zur Optimierung des Energiebedarf f¸r Anlagen im Energie- und Umweltbereich
- " Nachfolgeprojekt #CO2USE\$ zur CO2-Abscheideanlage der EVN im Kraftwerk D¸rnrohr, um das abgeschiedene CO2 mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststoff umzuwandeln
Der seit dem Gesch‰ftsjahr 2013/14 bestehende EVN Trendmonitor wurde im Berichtsjahr fortgef¸hrt und verbessert. Bei dieser Innovationsinitiative handelt es sich um eine konzernweite, von EVN Experten kuratierte Plattform, die es allen Mitarbeitern ermˆglicht, aktuelle Medienbeitr‰ge und Informationen zu den f¸r die EVN relevanten Trends und Technologien zu teilen bzw. diese zu verfolgen. Der EVN Trendmonitor fˆrdert einen offenen Wissensaustausch, st‰rkt die Wissensbasis der Mitarbeiter und dient schlussendlich als Inspiration f¸r die Entwicklung neuer Ideen und Gesch‰ftsmodelle.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen #Mensch\$, #Umwelt\$ und #Wirtschaft\$ als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Anspr¸chen unterschiedlicher Interessensgruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei.
Ein flexibler Erzeugungsmix ist f¸r die Gew‰hrleistung der Versorgungssicherheit und ebenso f¸r die Zukunftsf‰higkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen ! vor allem aus Wind- und Wasserkraft, aber auch aus Biomasse und Photovoltaik ! einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 stammten bereits 34,5 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Im Heimmarkt Niederˆsterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazit‰t in diesem Bereich von derzeit 268 MW mittelfristig auf mehr als 300 MW zu erhˆhen. Neben der ˆkologischen Verantwortung tr‰gt die EVN auch ˆkonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie die Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an; 30 % des konzernweiten Stromabsatzes sollen aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abgedeckt werden kˆnnen. Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 betrug die Eigenerzeugungsquote 32,1 %.
Human Resources
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Organisiert und koordiniert werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangebote durch die EVN Akademie. Mit insgesamt rund 0,5 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio EUR) lagen die Aufwendungen f¸r Weiterbildung (Seminargeb¸hren, Trainer, e-Learning) im Gesch‰ftsjahr 2015/16 auf dem Niveau des Vergleichszeitraums 2014/15.
In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegen¸ber einer Reihe fundamentaler Grunds‰tze verpflichtet:
Eine Selbstverst‰ndlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit s‰mtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gr¸nden des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren.
Bereits im Gesch‰ftsjahr 2010/11 hatte die EVN das Programm #Frauen@EVN\$ initiiert. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell st‰rker nachteilig betreffen als M‰nner. Ziele sind dabei die Gew‰hrleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und M‰nnern sowie die Erhˆhung des Frauenanteils in der EVN.
Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung nehmen in allen Unternehmenseinheiten der EVN einen zentralen Stellenwert ein. Das hohe Sicherheitsniveau wird vor allem durch Schulungen und Bewusstseinsbildung gew‰hrleistet.
Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft ¸ber die laufende Entwicklung des Unternehmens z‰hlt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.
Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen hˆheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.
Risikomanagement
Risikodefinition
Im EVN Konzern ist Risiko als die potenzielle Abweichung von geplanten Unternehmenszielen definiert.
Risikomanagementprozess
Prim‰res Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zuk¸nftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale durch aktive Risikosteuerung. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verf¸gung. Die risikoverantwortlichen Gesch‰ftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Hier werden geeignete Maflnahmen zur Risikominimierung definiert, f¸r deren Umsetzung die dezentralen Gesch‰ftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse des Risikoprofils der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeits- und Compliance-relevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse.
Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:
- " Identifikation: Erhebung bzw. ‹berarbeitung der Risiken auf Basis der letzten Risikoinventur (Review des Risikoinventars) und Identifikation von neuen Risiken und entsprechenden Risikosteuerungsmaflnahmen
- " Bewertung und Analyse: Qualitative und quantitative Bewertung der identifizierten Risiken, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven und Modellierung der Ergebnis- und Cash-Flow-Verteilungen
- " Berichterstattung: Diskussion und Beurteilung des Risikoprofils im Risikoarbeitsausschuss sowie im Konzernrisikoausschuss und gegebenenfalls Einleitung von weiteren Risikosteuerungsmaflnahmen; Risikoberichterstattung an den Pr¸fungsausschuss
- " Prozess-Review: Definition jener organisatorischen Einheiten, die einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind; regelm‰flige ‹berpr¸fung, ob die festgelegten Methoden bei ge‰nderten Verh‰ltnissen zu modifizieren sind; regelm‰flige Pr¸fung durch die Interne Revision
Konzernrisikoausschuss und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss, der aus dem Vorstand der EVN AG, den Leitern der strategischen Gesch‰ftseinheiten und den Mitgliedern des Risikoarbeitsausschusses besteht, werden die Ergebnisse der Risikoinventur sowie die Berichte pr‰sentiert und diskutiert. Er entscheidet ¸ber den weiteren Handlungsbedarf, kann Arbeitsgruppen einberufen sowie Arbeitsauftr‰ge erteilen und verabschiedet die Ergebnisse der Risikoinventur (Risikoberichte).
Risikoprofil
Neben den branchen¸blichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil der EVN vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Ver‰nderungen im Wettbewerbsumfeld gepr‰gt. Im Rahmen der j‰hrlich durchgef¸hrten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt- und Wettbewerbs-, Finanz-, Betriebs-, Umfeld-, Strategie- und Planungs- sowie sonstige Risiken, auf die im Folgenden n‰her eingegangen wird.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Energiehandel und -vertrieb
Nachfrager¸ckg‰nge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, demografischen, politischen und technologischen Einfl¸ssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kunden- und Absatzmengenverluste kˆnnen negative Auswirkungen auf die Umsatzerlˆse der EVN haben. Zudem kˆnnen die Marktpreisentwicklung und -volatilit‰t, eine suboptimale Beschaffungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeitr‰ge der EVN negativ beeinflussen.
Erzeugung/Aufbringung
Der Anstieg dezentraler und nicht regelbarer Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserf¸hrung, Sonnenstunden und Witterungsverh‰ltnissen kˆnnen sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maflgeblich von Strom- und Prim‰renergiepreisen, Wirkungsgraden, energiepolitischen Rahmenbedingungen und Standorten abh‰ngig sind, kˆnnen nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslˆsen. Dar¸ber hinaus kˆnnte die Bildung bzw. Nachdotierung von R¸ckstellungen f¸r Belastungen aus langfristigen (Bezugs)Vertr‰gen erforderlich werden. Trotz der bereits gesetzten Maflnahmen bestehen derartige Risiken weiterhin f¸r thermische Erzeugungsanlagen, aber auch f¸r Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energie.
Umwelt
Im Umweltgesch‰ft sieht die EVN Risiken in mˆglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Aufgrund von Markts‰ttigung, eingeschr‰nkten Ressourcen f¸r Infrastrukturprojekte oder Nichtber¸cksichtigung bzw. Unterliegen in Ausschreibungsverfahren kann das Projektvolumen im Umweltbereich zur¸ckgehen. Die EVN ist zudem Projektabwicklungs- und Lieferantenrisiken wie dem Risiko der mangelhaften Erf¸llung oder Nichterf¸llung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.
Finanzrisiken
Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegen¸ber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich sowie bei Groflprojekten/ anlagen.
Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein effizientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonit‰t auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken. Dennoch kˆnnen die Energieertr‰ge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und im Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonit‰tsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Gesch‰ftspartnern begegnet.
Im Bereich der kerngesch‰ftsnahen Beteiligungen (vor allem Verbund AG, Rohˆl-Aufsuchungs AG, Burgenland Holding AG, EnergieAllianz Austria GmbH) besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds die Gefahr, dass nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklungen auf die EVN durchschlagen.
Im Rahmen der aktiven Steuerung der Liquidit‰ts-, Zins‰nderungs-, Fremdw‰hrungs- und Marktpreisrisiken stellt das niedrige Zinsniveau eine zunehmende Herausforderung f¸r die kurz- bis mittelfristige Veranlagung von liquiden Mitteln dar. Dies kann zu Opportunit‰tsverlusten f¸hren und negative Auswirkungen auf die Bewertung von Personalr¸ckstellungen sowie auf k¸nftige Tarife haben. Zu den eingesetzten origin‰ren und derivativen Finanzinstrumenten wird auf die Ausf¸hrungen im Anhang verwiesen.
Betriebsrisiken
Insbesondere im Energie- und Netzgesch‰ft kˆnnen operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -stˆrungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Versorgungsunterbrechungen und zum Schlagendwerden von Haftungs- und Reputationsrisiken kommen kann. Auch im Umweltgesch‰ft besteht das Risiko von Betriebsstˆrungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen.
Risiken bestehen auch in der suboptimalen Auslegung und Nutzung technischer Anlagen und der Einsch‰tzung und Umsetzung von technologischen Neuerungen. Zudem bestehen operationelle Risiken in Bezug auf Organisation, Planung, Personal und Compliance.
Umfeldrisiken
Regulierung, Energie- und Umweltgesetzgebung sowie die Ver‰nderung von politischen und ˆffentlichen Positionen zu Energie- und Infrastrukturprojekten sind wesentliche Risikotreiber. Eine ƒnderung des Fˆrderregimes, das Ausbleiben von erwarteten Fˆrderungen und eine ƒnderung der gesetzlich fixierten Tarife kˆnnen die k¸nftige Vermˆgens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Politische und wirtschaftliche Instabilit‰t, willk¸rliche Rechtssetzungs- und Regulierungsmaflnahmen sowie Ver‰nderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stellen Herausforderungen dar. Erforderliche Genehmigungen und Lizenzen kˆnnten nicht erteilt, entzogen oder nicht verl‰ngert werden. In diesem Zusammenhang ist das von der bulgarischen Regulierungsbehˆrde eingeleitete Lizenzentzugsverfahren f¸r den Strombereich (EWRC) gegen die Stromvertriebsgesellschaft der EVN in Bulgarien (EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD) zu nennen.
Vertrags- und Rechtsrisiken bestehen im Zusammenhang mit potenziellen oder bereits anh‰ngigen (Schieds-)Gerichtsund Investitionsschutzverfahren sowie regulatorischen bzw. aufsichtsrechtlichen Pr¸fungen.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten im Zusammenhang mit Gesch‰ftsfeldern und -betrieben auflerhalb von ÷sterreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederˆsterreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert. Im Rahmen der j‰hrlich durchgef¸hrten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken f¸r die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gef‰hrden kˆnnten.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gem‰fl ß 267 Abs. 3b in Verbindung mit ß 243a Abs. 2 UGB sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gem‰fl ß 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Das IKS der EVN wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelm‰fligen Abst‰nden ¸berwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gew‰hrleistet klare Zust‰ndigkeiten und eliminiert ¸berfl¸ssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den
Abl‰ufen f¸r die Erstellung der Finanzdaten weiter erhˆht wird. Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den f¸nf zusammenh‰ngenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaflnahmen, Information und Kommunikation sowie ‹berwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten f¸r alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufm‰nnischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. F¸r die konzerninternen Abstimmungen und die sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erf¸llen die qualitativen Anforderungen und werden regelm‰flig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt. F¸r die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaflnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen ! das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Gesch‰ftseinheiten sowie der Konzernfunktionen ! verantwortlich.
Risikobeurteilung und Kontrollmaflnahmen
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungsmaflnahmen mit dem Ziel implementiert, dass die IFRS-Einzelabschl¸sse s‰mtlicher Tochtergesellschaften richtig erfasst werden. Diese Maflnahmen umfassen sowohl automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufm‰nnischen Konzernfunktionen. Auf Basis der Abschl¸sse der Tochterunternehmen f¸hren diese Fachabteilungen umfangreiche Plausibilit‰ts¸berpr¸fungen durch, damit die Daten der Einzelabschl¸sse ordnungsgem‰fl in den Konzernabschluss ¸bernommen werden. Die ‹berpr¸fung der Abschlussdaten sieht vor, dass die Daten vor und nach der Konsolidierung zentral auf Positions-, Segment- und Konzernebene analysiert werden. Erst nach Durchf¸hrung dieser Qualit‰tskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Konzernabschlusses.
Das Rechnungswesen der EVN AG und der wesentlichsten in- und ausl‰ndischen Tochtergesellschaften wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen) gef¸hrt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt mit der Software Hyperion Financial Management, in die die Werte der Einzelabschl¸sse der konsolidierten Gesellschaften mittels Schnittstelle ¸bernommen werden. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte gesch¸tzt.
Das IKS und die f¸r das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal j‰hrlich vom zust‰ndigen Assessor dahingehend ¸berpr¸ft, ob die Kontrollen durchgef¸hrt worden sind, ob es im Gesch‰ftsjahr Risikovorf‰lle gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 wurden im Sinn der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgef¸hrt.
Information, Kommunikation und ‹berwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand viertelj‰hrlich mit einem umfassenden Bericht ¸ber die Vermˆgens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enth‰lt, informiert. Dar¸ber hinaus ergeht zweimal j‰hrlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, die als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivit‰t des IKS dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die daf¸r vorgesehenen Gremien gew‰hrleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch das IKS-Management in Zusammenarbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchf¸hrenden und der Assessoren.
Zur Wahrnehmung der ‹berwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgem‰fle Rechnungslegung und Berichterstattung werden die relevanten Informationen zudem auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verf¸gung gestellt. Die Interne Revision der EVN f¸hrt regelm‰flig Pr¸fungen des IKS durch, deren Ergebnisse ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Ber¸cksichtigung finden.
EVN Aktie (Angaben nach ß 243a Abs. 1 UGB)
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- Per 30. September 2016 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 St¸ck auf Inhaber lautende nennwertlose St¸ckaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur diese eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten und werden auf dem Prime Market der Wiener Bˆrse gehandelt.
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- Es gibt keine ¸ber die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschr‰nkungen der Stimmrechte bzw. Vereinbarungen ¸ber die Beschr‰nkung der ‹bertragbarkeit von Aktien. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass die ‹bertragbarkeit der Beteiligung des Landes Niederˆsterreich, das seine Anteile ¸ber die N÷ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pˆlten, h‰lt, durch bundes- und lan-desverfassungsgesetzliche Bestimmungen eingeschr‰nkt ist.
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- Auf Basis dieser verfassungsrechtlichen Vorschriften ist das Land Niederˆsterreich mit 51 % Mehrheitsaktion‰r der EVN AG. Zweitgrˆflter Aktion‰r der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe, der Aktien im Ausmafl von 32,0 % des Grundkapitals treuh‰ndig f¸r die EnBW Energie Baden-W¸rttemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956, h‰lt. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum 30. September 2016 1,1 %; der Streubesitz belief sich somit auf 15,9 %.
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- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
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- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, ¸ben ihr Stimmrecht unmittelbar selbst bei der Hauptversammlung aus. Es besteht in der EVN AG kein Aktienoptionsprogramm.
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- Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens zehn und hˆchstens f¸nfzehn Mitgliedern. Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschlieflt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und in F‰llen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
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- Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. J‰nner 2016 beschloss, das seit 16. J‰nner 2014 laufende Aktienr¸ckkaufprogramm zu beenden und den Vorstand erneut zu erm‰chtigen, w‰hrend einer Geltungsdauer von 30 Monaten auf Inhaber lautende eigene St¸ckaktien zum Zweck (i) der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie (ii) gem‰fl ß 65 Abs. 1 Z. 8 AktG (zweckfreier Erwerb) im Ausmafl von insgesamt hˆchstens 10 % des Grundkapitals der EVN zu erwerben.
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- Aufgrund der oben in Punkt 2. und 3. erw‰hnten Rechtslage ist ein Kontrollwechsel im Sinn des ß 243a Abs. 1 Z. 8 UGB in der EVN AG derzeit von Gesetzes wegen unzul‰ssig. Allf‰llige Folgewirkungen eines Kontrollwechsels kˆnnen daher nicht eintreten.
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- Entsch‰digungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern f¸r den Fall eines ˆffentlichen ‹bernahmeangebots gem‰fl ß 243a Abs. 1 Z. 9 UGB bestehen nicht.
Strategie und Zielsetzungen
Die EVN stellt in allen ihren Gesch‰ftsbereichen die Qualit‰t bei entsprechender Versorgungssicherheit ins Zentrum ihrer Strategie. Durch diesen Fokus tr‰gt sie den Bed¸rfnissen ihrer Stakeholder und insbesondere ihrer Kunden Rechnung. Die sich daraus ergebende hohe Kundenloyalit‰t st‰rkt das gesamte Unternehmen nachhaltig. Die Bedeutung des Themas Versorgungssicherheit wird durch die CSR-Wesentlichkeitsmatrix belegt, die die wichtigsten CSR-Handlungsfelder f¸r die EVN aus Sicht interner und externer Stakeholder widerspiegelt.
Mit ihrer Strategie zielt die EVN darauf ab, nachhaltig stabile Ergebnisse zu erwirtschaften, um weiterhin stabile Cash Flows zu generieren, mit denen die Finanzierung der Investitionen sichergestellt und eine stabile Dividendenpolitik gew‰hrleistet bleiben kann. Dabei sorgen die Positionierung der EVN als umfassender Versorger f¸r Strom, Erdgas, W‰rme, Energiedienstleistungen, Wasser sowie Dienstleistungen im Bereich Kabel-TV und Telekommunikation sowie das bew‰hrte integrierte Gesch‰ftsmodell, das im Energiegesch‰ft die Bereiche Erzeugung, Netzbetrieb sowie Energiehandel und -vertrieb abdeckt, f¸r Diversifikationseffekte sowohl zwischen den einzelnen Gesch‰ftsfeldern als auch innerhalb der Wertschˆpfungskette.
In der Stromproduktion hat sich die EVN das Ziel einer Eigenerzeugungsquote von 30 % gesetzt. Dies bedeutet, dass 30 % des verkauften Stroms mit eigenen Anlagen erzeugt bzw. durch Strombezugsrechte abgedeckt sein sollen. Die angestrebte Eigenerzeugungsquote soll nicht nur die Versorgungssicherheit der Kunden gew‰hrleisten, sondern auch eine Absicherung gegen Preisschwankungen auf den volatilen Energiem‰rkten bringen. Aktuell bel‰uft sich die Eigenerzeugungsquote der EVN auf 32,1 % (Vorjahr: 25,3 %).
Die hˆhere Eigenerzeugungsquote soll durch eine Steigerung der Erzeugung aus erneuerbarer Energie erreicht werden. Neuinvestitionen in thermische Anlagen sind hingegen nicht angedacht. Durch den forcierten Ausbau der Erzeugung aus erneuerbarer Energie nimmt die EVN sowohl ihre ˆkonomische als auch ihre ˆkologische Verantwortung wahr und tr‰gt zudem zur Sicherung der Energieversorgung bei.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Bilanzstichtag 30. September 2016 und dem Redaktionsschluss des Jahresabschlusses am 17. November 2016 traten folgende Ereignisse auf:
Am 5. Oktober 2016 beschloss der Vorstand die vorzeitige Beendigung des aktuellen Aktienr¸ckkaufprogramms. Der Erm‰chtigungsbeschluss der 87. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG bleibt davon unber¸hrt und ist weiterhin g¸ltig.
Ausblick
Der stetig voranschreitende Ausbau der erneuerbaren Erzeugung bringt wesentliche Herausforderungen auf den Energie-Groflhandelsm‰rkten mit sich. Niedrige Preise f¸hren dazu, dass die thermischen Kraftwerke nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kˆnnen. Gleichzeitig werden Ausgleichsenergie bzw. Engpassmanagement-Kapazit‰ten zur Stabilisierung der Stromnetze benˆtigt. Die EVN stellt ihre thermischen Kraftwerke bereits seit Jahren zur Netzstabilisierung zur Verf¸gung. Auch f¸r die Winterhalbjahre 2016/17 und 2017/18 und f¸r den Sommer 2017 wurden entsprechende Vereinbarungen getroffen.
Der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg der Konsolidierung soll weiter verfolgt werden. Der Fokus liegt hier auf den bestehenden Gesch‰ftsbereichen und dort wiederum auf der laufenden Steigerung der Effizienz. Das integrierte Gesch‰ftsmodell der EVN hat sich im aktuell herausfordernden Umfeld bew‰hrt. So tr‰gt schon die breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschˆpfungskette zu einer stabilen Entwicklung bei.
Vor diesem Hintergrund und unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Ergebnis f¸r das Gesch‰ftsjahr 2016/17 auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
Maria Enzersdorf, am 17. November 2016
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Jahresabschluss
Bilanz zum 30. September 2016 mit Gegen¸berstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| AKTIVA | Stand am 30.09.2016 | Stand am 30.09.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen |
5.306.266,55 41.724.308,84 |
6.122 43.540 |
||
| III. Finanzanlagen | 2.651.109.223,03 2.698.139.798,42 |
2.673.871 2.723.534 |
||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Primärenergievorräte 2. Hilfs- und Betriebsstoffe |
62.592.637,03 6.053.353,66 |
51.023 6.119 |
||
| 3. Waren 4. noch nicht abrechenbare Leistungen |
28.462,22 4.741.867,34 |
73.416.320,25 | 28 5.605 |
62.776 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.693.278,11 | 3.911 | ||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, |
291.636.026,93 | 238.043 | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. sonstige Forderungen und |
69.921.060,34 | 107.600 | ||
| Vermögensgegenstände | 22.727.829,02 | 390.978.194,40 | 12.031 | 361.586 |
| III. Wertpapiere und Anteile | ||||
| 1. Eigene Anteile 2. Sonstige Wertpapiere und |
20.067.825,60 | 20.283 | ||
| Anteile | 82.288.206,51 | 102.356.032,11 | 86.141 | 106.424 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 134.183.751,65 | 136.552 | ||
| 700.934.298,41 | 667.337 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 13.151.844,33 3.412.225.941,16 |
10.997 3.401.868 |
||
Bilanz zum 30. September 2016 mit Gegen¸berstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| P A S S I V A | Stand am 30.09.2016 | Stand am 30.09.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Grundkapital | 330.000.000,00 | 330.000 | ||
| II. Kapitalr¸cklagen | ||||
| 1. gebundene 2. nicht gebundene |
204.429.160,43 58.267.709,06 |
262.696.869,49 | 204.429 58.268 |
262.697 |
| III. Gewinnr¸cklagen | ||||
| 1. gesetzliche R¸cklage 2. andere R¸cklagen (freie R¸cklagen) |
4.723.734,22 963.598.459,69 |
968.322.193,91 | 4.724 992.384 |
997.107 |
| IV. R¸cklagen f¸r eigene Anteile | 20.067.825,60 | 20.283 | ||
| V. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag: EUR 185.114,55; Vorjahr: TEUR 135 |
74.773.908,86 | 74.861 | ||
| 1.655.860.797,86 | 1.684.948 | |||
| B. Unversteuerte R¸cklagen | ||||
| Bewertungsreserve auf Grund von | ||||
| Sonderabschreibungen | 7.254.887,37 | 7.948 | ||
| C. Investitionszusch¸sse | 2.534.795,25 | 2.691 | ||
| D. R¸ckstellungen | ||||
| 1. R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen | 31.993.846,00 | 29.441 | ||
| 2. R¸ckstellungen f¸r Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen |
87.975.615,00 | 74.712 | ||
| 3. sonstige R¸ckstellungen | 379.008.941,87 | 287.250 | ||
| 498.978.402,87 | 391.402 | |||
| E. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Anleihen | 704.370.652,53 | 732.871 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegen¸ber Kreditinstituten | 339.134.159,67 | 356.900 | ||
| 3. Erhaltene Anzahlungen | 4.493.475,75 | 5.490 | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
18.586.812,72 | 9.840 | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegen¸ber verbundenen | ||||
| Unternehmen | 74.017.251,86 | 74.383 | ||
| 6. Verbindlichkeiten gegen¸ber Unternehmen, | ||||
| mit denen ein Beteiligungsverh‰ltnis besteht | 15.882.739,59 | 43.548 | ||
| 7. sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern: EUR 170.021,88; Vorjahr: TEUR 2.496 |
44.784.800,69 | 41.889 | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 6.548.713,12; | ||||
| Vorjahr: TEUR 5.321 | ||||
| 1.201.269.892,81 | 1.264.921 | |||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | ||||
| 1. Baukostenzusch¸sse | 44.558.082,06 | 47.468 | ||
| 2. sonstige | 1.769.082,94 | 2.489 | ||
| 46.327.165,00 3.412.225.941,16 |
49.957 3.401.868 |
|||
| Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen | ||||
| vertraglichen Haftungsverh‰ltnissen | 1.994.322.654,73 | 2.068.867 |
Gewinn- und Verlustrechnung f¸r das Gesch‰ftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 mit Gegen¸berstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.15 - 30.9.16 | 1.10.14 - 30.9.15 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlˆse | 457.891.776,00 | 450.436 | |
| 2. Ver‰nderung des Bestands an noch nicht | |||
| abrechenbaren Leistungen | -863.083,10 | 2.320 | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 100.190,94 | 198 | |
| 4. sonstige betriebliche Ertr‰ge | |||
| a) Ertr‰ge aus dem Abgang vom Anlagevermˆgen | |||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen b) Ertr‰ge aus der Auflˆsung von R¸ckstellungen |
158.106,92 198.203,38 |
211 17.825 |
|
| c) ¸brige | 8.424.933,06 | 5.375 | |
| 8.781.243,36 | 23.410 | ||
| 5. Aufwendungen f¸r Material und sonstige | |||
| bezogene Herstellungsleistungen | |||
| a) Fremdstrombezug und Energietr‰ger | -391.759.472,75 | -371.154 | |
| b) Materialaufwand | -7.786.205,94 | -7.377 | |
| c) Aufwendungen f¸r bezogene Leistungen | -80.610.208,19 | -74.860 | |
| 6. Personalaufwand | -480.155.886,88 | -453.392 | |
| a) Geh‰lter | -60.554.769,54 | -62.847 | |
| b) Aufwendungen f¸r Abfertigungen und Leistungen |
|||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -3.962.057,08 | 486 | |
| c) Aufwendungen f¸r Altersversorgung | -17.138.887,58 | 1.653 | |
| d) Aufwendungen f¸r gesetzlich vorgeschriebene | |||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abh‰ngige | |||
| Abgaben und Pflichtbeitr‰ge | -13.573.839,38 | -13.438 | |
| e) sonstige Sozialaufwendungen | -717.120,81 | -752 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenst‰nde | -95.946.674,39 | -74.899 | |
| des Anlagevermˆgens und Sachanlagen | -5.137.696,19 | -23.022 | |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen | -553.379,01 | -556 | |
| b) ¸brige | -37.036.416,91 | -60.850 | |
| -37.589.795,92 | -61.406 | ||
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | -152.919.926,18 | -136.353 | |
| 10. Ertr‰ge aus Beteiligungen | 213.065.762,30 | 195.058 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 140.970.338,28; | |||
| Vorjahr: TEUR 116.384 | |||
| 11. Ertr‰ge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |||
| des Finanzanlagevermˆgens davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.964.625,41 |
7.976.201,48 | 7.926 | |
| Vorjahr: TEUR 7.912 | |||
| 12. sonstige Zinsen und ‰hnliche Ertr‰ge | 4.626.116,43 | 4.608 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.882.174,66; | |||
| Vorjahr: TEUR 2.026 | |||
| 13. Ertr‰ge aus dem Abgang von und der Zuschreibung | |||
| zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermˆgens | 10.783.245,21 | 1.848 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.729.009,54; Vorjahr: TEUR 1.751 |
|||
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des | |||
| Umlaufvermˆgens | -42.843.658,05 | -600 | |
| davon Abschreibungen: EUR 42.811.482,44; Vorjahr: TEUR 576 | |||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 36.063.329,38; | |||
| Vorjahr: TEUR 0 | |||
| 15. Zinsen und ‰hnliche Aufwendungen | -48.831.217,51 | -58.460 | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 186.049,99; | |||
| Vorjahr: TEUR 186 | |||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | 144.776.449,86 | 150.380 | |
| 17. Ergebnis der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit/‹bertrag | -8.143.476,32 | 14.027 |
Gewinn- und Verlustrechnung f¸r das Gesch‰ftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 mit Gegen¸berstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.15 - 30.9.16 | 1.10.14 - 30.9.15 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 17. Ergebnis der gewˆhnlichen Gesch‰ftst‰tigkeit/‹bertrag | -8.143.476,32 | 14.027 |
| 18. Steuern vom Einkommen | 53.038.716,74 | 51.831 |
| 19. Jahres¸berschuss | 44.895.240,42 | 65.858 |
| 20. Auflˆsung unversteuerter R¸cklagen | 780.687,00 | 2.545 |
| 21. Zuweisung zu unversteuerten R¸cklagen | -87.133,11 | -178 |
| 22. Auflˆsung von Gewinnr¸cklagen | 29.000.000,00 | 6.500 |
| 23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 185.114,55 | 135 |
| 24. Bilanzgewinn | 74.773.908,86 | 74.861 |
EVN AG, Maria Enzersdorf
in EURO
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERM÷GENS
| Anschaffungswert | Zugang | Abgang | Umbuchung | Anschaffungswert | Wertberichtigung | Restbuchwert | Restbuchwert | Abschreibung Zuschreibung |
RBW Abgänge |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.10.2015 | 30.9.2016 | 30.9.2016 | 30.9.2016 | 30.9.2015 | 2015/16 | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||||||
| Rechte | 204.930.599.18 | 7.763,50 | 840.157.78 | 0,00 | 204.098.204.90 | 198.791.938,42 | 5.306.266,48 | 6.122.171.15 | 801.918.17 | 21.750,00 |
| Baukostenzuschüsse gem.Art.II(2) EFG 1969 | 0.07 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,07 | 0,00 | 0,07 | 0,07 | 0,00 | 0,00 |
| $\begin{array}{l} \textbf{Summe} \ 1 \ \textcolor{red}{\textbf{minimum} \ \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \, \$ | 204.930.599,25 | 7.763,50 | 840.157,78 | 0,00 | 204.098.204,97 | 198.791.938,42 | 5.306.266,55 | 6.122.171,22 | 801.918,17 | 21.750,00 |
| II. Sachanlagen | ||||||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten |
||||||||||
| auf fremdem Grund | 173.873.588.34 | 638.626.67 | 1.678.831,50 | $-344.336.24$ | 172.489.047.27 | 156.785.786.65 | 15.703.260.62 | 16.505.953.45 | 1.070.552.25 | 160.905,12 |
| Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen Umsapnn-, Druckregel- und |
704.018.569,94 | 600.665,61 | 118.771,88 | 76.902,41 | 704.577.366,08 | 686.346.204,08 | 18.231.162,00 | 19.868.653,40 | 2.294.157,01 | 0,00 |
| Verteilungsanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und |
0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und |
24.844.941.86 | 1.051.790.49 | 1.442.245.42 | 287.456,28 | 24.741.943.21 | 17.591.997.60 | 7.149.945.61 | 6.931.475.43 | 951.417,53 $2$ | 42.884.95 |
| Anlagen in Bau | 247.070.20 | 432.544.09 | 0.00 | $-20.022.45$ | 659.591.84 | 19.651.23 | 639.940.61 | 234.167.79 | 19.651.23 | 0.00 |
| Summe II | 902.984.170.34 | 2.723.626.86 | 3.239.848.80 | 0.00 | 902.467.948.40 | 860.743.639.56 | 41.724.308.84 | 43.540.250.07 | 4.335.778.02 | 203.790.07 |
| Summe $I + II$ | 1.107.914.769,59 | 2.731.390.36 | 4.080.006.58 | 0.00 | 1.106.566.153,37 | 1.059.535.577.98 | 47.030.575.39 | 49.662.421.29 | 5.137.696.19 | 225.540,07 |
| III. Finanzanlagen | ||||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.345.892.665.83 | 33.716.312.82 | 36.324.720.37 | 0.00 | 2.343.284.258.28 | 283.303.158.40 | 2.059.981.099.88 | 2.059.003.542.45 | 36.063.329.38 $-8.869.663.18$ |
5.545.089.19 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 185.000.000.00 | 0,00 | 25.000.000.00 | 0.00 | 160.000.000.00 | 2.958.370.02 | 157.041.629.98 | 180.182.283.62 | $\circ$ | 25.000.000.00 |
| $-1.859.346.36$ | ||||||||||
| Beteiligungen Wertpapiere (Wertrechte) |
502.257.307.22 | 6.004.071.23 | 8.247.119.00 | 0.00 | 500.014.259.45 | 83.933.488.00 | 416.080.771.45 | 416.730.027.59 | 6.653.327.37 | 0,00 |
| des Anlagevermögens | 18.068.373.67 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 18.068.373.67 | 457.072,59 | 17.611.301.08 | 17.611.301.08 | 0,00 | 0.00 |
| Sonstige Ausleihungen | 344.125,00 | 2.459.719.48 | 2.409.423.84 | 0,00 | 394.420,64 | 0,00 | 394.420,64 | 344.125,00 | 0,00 | 2.409.423.84 |
| Summe III | 3.051.562.471,72 | 42.180.103.53 | 71.981.263.21 | 0.00 | 3.021.761.312.04 | 370.652.089.01 | 2.651.109.223.03 | 2.673.871.279.74 | 42.716.656.75 $-10.729.009,54$ |
32.954.513.03 |
| Gesamtsumme Anlagevermögen | 4.159.477.241,31 | 44.911.493,89 | 76.061.269,79 | 0,00 | 4.128.327.465,41 | 1.430.187.666,99 | 2.698.139.798,42 | 2.723.533.701,03 | 47.854.352,94 $-10.729.009,54$ |
33.180.053,10 |
22 davon auflerplanm‰flige Abschreibung in Hˆhe von ! 548.170,05
davon auflerplanm‰flige Abschreibung in Hˆhe von ! 19.968,93 davon auflerplanm‰flige Abschreibung in Hˆhe von ! 19.651,23
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN R‹CKLAGEN
nach Bilanzpositionen in EURO
| Stand 1.10.2015 |
Zuf¸hrung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2016 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
|||||
| Immaterielle Vermˆgensgegenst‰nde | |||||
| Rechte | 2.995.689,64 | 0,00 | 506.313,74 | 0,00 | 2.489.375,90 |
| 2.995.689,64 | 0,00 | 506.313,74 | 0,00 | 2.489.375,90 | |
| Sachanlagen Grundst¸cke, grundst¸cksgleiche Rechte und Bauten, einschliefllich der Bauten |
|||||
| auf fremdem Grund Andere Anlagen, Betriebs- und |
4.512.920,35 | 0,00 | 215.128,32 | 6.684,80 | 4.291.107,23 |
| Gesch‰ftsausstattung | 298.193,30 | 87.133,11 | 52.294,64 | 265,50 | 332.766,27 |
| 4.811.113,65 | 87.133,11 | 267.422,96 | 6.950,30 | 4.623.873,50 | |
| Finanzanlagen Beteiligungen |
141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 |
| 141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 | |
| Summe Bewertungsreserve | 7.948.441,26 | 87.133,11 | 773.736,70 | 6.950,30 | 7.254.887,37 |
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN R‹CKLAGEN nach Art der R¸cklage in EURO
| Stand 1.10.2015 |
Zuf¸hrung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2016 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
|||||
| ‹bertragene stille Reserven | |||||
| gem‰fl ß 12 Abs 1 EStG | 4.145.459,38 | 0,00 | 0,00 | 121,92 | 4.145.337,46 |
| Geringwertige Vermˆgensgegenst‰nde | |||||
| gem‰fl ß 13 EStG | 164.116,44 | 87.133,11 | 25.715,41 | 0,00 | 225.534,14 |
| Weiterf¸hrung vorzeitiger Abschreibungen | |||||
| gem‰fl ßß 8 und 122 EStG 1972 | 3.504.788,58 | 0,00 | 721.442,06 | 6.562,88 | 2.776.783,64 |
| (einschliefllich Bewertungsreserve aus der | |||||
| Umstellung des Gesch‰ftsjahres 1998) | |||||
| Vorzeitige Afa gem‰fl ß 7a EStG 2009 | 134.076,86 | 0,00 | 26.579,23 | 265,50 | 107.232,13 |
| Summe Bewertungsreserve | 7.948.441,26 | 87.133,11 | 773.736,70 | 6.950,30 | 7.254.887,37 |
ENTWICKLUNG DER INVESTITIONSZUSCH‹SSE nach Bilanzpositionen in EURO UGB
| Stand 1.10.2015 |
Zuf¸hrung | Verbrauch | Abgang | Umbuchung | Stand 30.9.2016 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundst¸cke, grundst¸cksgleiche Rechte | ||||||
| und Bauten, einschliefllich der Bauten | ||||||
| auf fremdem Grund | 776.019,58 | 0,00 | 28.741,46 | 0,00 | 0,00 | 747.278,12 |
| Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen | 1.915.382,81 | 0,00 | 136.813,06 | 0,00 | 0,00 | 1.778.569,75 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und | ||||||
| Gesch‰ftsausstattung | 0,00 | 10.000,00 | 1.052,62 | 0,00 | 0,00 | 8.947,38 |
| Summe Investitionszusch¸sse | 2.691.402,39 | 10.000,00 | 166.607,14 | 0,00 | 0,00 | 2.534.795,25 |
‹berblick der direkten Beteiligungsgesellschaften zum Stichtag 30. September 2016
| Anteil am | Letztes | Jahres | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | Nominalkapital | W‰hrung | Jahres- | W‰hrung | Gesamt- | W‰hrung | abschluss |
| % | ergebnis | eigenkapital | zum | ||||
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft | 73,63 | EUR | 9.532.662,69 | EUR | 79.741.624,29 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Bulgaria EAD | 100,00 | BGN | 44,00 | TBGN | 27.929,00 | TBGN | 31.12.2015 |
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien | 100,00 | TALL | -7.017,00 | TALL | 15.698,00 | TALL | 31.12.2014 |
| EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH | 100,00 | EUR | -30.594.110,15 | EUR | 37.247.225,09 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Beteiligung 40 GmbH EVN Beteiligung 51 GmbH |
100,00 100,00 |
EUR EUR |
-1.967,83 10.047.271,12 |
EUR EUR |
25.748,27 13.993.769,22 |
EUR EUR |
30.09.2016 30.09.2016 |
| EVN Beteiligung 52 GmbH | 100,00 | EUR | 47.158,10 | EUR | 115.774.776,73 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 20 GmbH | 100,00 | EUR | 8.866.124,76 | EUR | 35.954.278,71 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 21 GmbH | 100,00 | EUR | 29,44 | EUR | 285.094.884,80 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH | 100,00 | EUR | 10.078.994,60 | EUR | 128.954.402,18 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH | 100,00 | EUR | 2.598.115,37 | EUR | 241.537.315,37 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Kroatien Holding GmbH | 100,00 | EUR | -890,64 | EUR | 12.626.901,78 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 99,99 | EUR | -100.649.514,98 | EUR | 21.218.422,95 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Macedonia Holding DOOEL Skopje, Mazedonien | 100,00 | TMKD | 1.122,00 | TMKD | -22.902,00 | TMKD | 31.12.2013 |
| EVN Mazedonien GmbH | 100,00 | EUR | -209,88 | EUR | 120.158.448,06 | EUR | 30.09.2016 |
| Netz Niederˆsterreich GmbH | 100,00 | EUR | 42.012.941,22 | EUR | 427.477.290,83 | EUR | 30.09.2016 |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H. | 100,00 | EUR | -31.571.063,59 | EUR | 22.225.192,98 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft | 100,00 | EUR | 320.988,28 | EUR | 4.463.015,98 | EUR | 31.12.2015 |
| EVN Trading SEE EAD | 100,00 | BGN | 832,00 | TBGN | 23.318,00 | TBGN | 31.12.2015 |
| EVN WEEV Beteiligungs GmbH | 100,00 | EUR | -469,88 | EUR | 18.003.544,26 | EUR | 31.08.2016 |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH | 100,00 | EUR | -284.241,53 | EUR | 8.260.625,70 | EUR | 30.09.2016 |
| Evn Wasser Gesellschaft m.b.H. | 99,98 | EUR | 5.004.428,36 | EUR | 63.325.111,20 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN W‰rme GmbH | 100,00 | EUR | 9.061.064,96 | EUR | 82.532.252,92 | EUR | 30.09.2016 |
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | 70,00 | BGN | -755,00 | TBGN | 16.674,00 | TBGN | 31.12.2015 |
| IN-ER Erˆm¸ Kft. | 70,00 | HUF | -1.947,00 | THUF | 548.090,00 | THUF | 31.12.2015 |
| MAKGAS DOOEL (in Liquidation) 1) | 100,00 | MKD | - | TMKD | 310.000,00 | TMKD | 31.12.2014 |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft | 50,03 | EUR | 35.024.542,80 | EUR | 392.419.629,19 | EUR | 31.03.2016 |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H. | 100,00 | EUR | 13.785.728,39 | EUR | 41.885.625,87 | EUR | 30.09.2016 |
| EVN Bulgaria Stromerzeugung Holding GmbH | 100,00 | EUR | -399,40 | EUR | 30.706.765,33 | EUR | 30.09.2016 |
1) Die Gesellschaft ist seit dem GJ 2012/13 nicht mehr operativ t‰tig
| Anteil am | Letztes | Jahres | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | Nominalkapital | W‰hrung | Jahres- | W‰hrung | Gesamt- | W‰hrung | abschluss |
| % | ergebnis | eigenkapital | zum | ||||
| APCS Power Clearing and Settlement AG | 2,52 EUR | 380.820,93 | EUR | 3.026.604,93 | EUR | 31.12.2015 | |
| CISMO Clearing Integrated Services and Market Operations GmbH | 1,26 EUR | 2.602.919,77 | EUR | 3.402.919,77 | EUR | 31.12.2015 | |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | 50,00 EUR | 60.055,57 | EUR | 210.087,63 | EUR | 30.09.2016 | |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH | 45,00 EUR | 1.443.867,84 | EUR | 5.652.962,43 | EUR | 30.09.2015 | |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG | 100,00 EUR | 54.126.086,50 | EUR | 94.775.522,84 | EUR | 30.09.2016 | |
| Fernw‰rme St. Pˆlten GmbH | 49,00 EUR | 1.397.614,62 | EUR | 17.970.177,59 | EUR | 31.12.2015 | |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH | 49,99 EUR | -10.544,57 | EUR | 12.035.000,00 | EUR | 31.12.2015 | |
| VERBUND AG | 11,55 EUR | 143.744,40 | TEUR | 2.311.613,90 | TEUR | 31.12.2015 | |
| VERBUND Hydro Power AG | 0,70 EUR | 193.128,40 | TEUR | 1.310.712,40 | TEUR | 31.12.2015 | |
| CEESEG Aktiengesellschaft | 4,65 EUR | 27.975.764,44 | EUR | 370.175.594,93 | EUR | 31.12.2015 |
Best‰tigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigef¸gten Jahresabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung f¸r das an diesem Stichtag endende Gesch‰ftsjahr sowie dem Anhang, gepr¸ft.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f¸r den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich f¸r die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung dieses Jahresabschlusses in ‹bereinstimmung mit den ˆsterreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Elektrizit‰tswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) und des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG 2011) und f¸r die internen Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermˆglichen, der frei von wesentlichen ñ beabsichtigten oder unbeabsichtigten ñ falschen Darstellungen ist.
Verantwortung des Abschlusspr¸fers
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Pr¸fung ein Urteil zu diesem Jahresabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlusspr¸fung in ‹bereinstimmung mit den ˆsterreichischen Grunds‰tzen ordnungsgem‰fler Abschlusspr¸fung durchgef¸hrt. Diese Grunds‰tze erfordern die Anwendung der internationalen Pr¸fungsstandards ((International Standards on Auditing ñ ISA). Nach diesen Grunds‰tzen haben wir die beruflichen Verhaltensanforderungen einzuhalten und die Abschlusspr¸fung so zu planen und durchzuf¸hren, dass hinreichende Sicherheit dar¸ber erlangt wird, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlusspr¸fung beinhaltet die Durchf¸hrung von Pr¸fungshandlungen, um Pr¸fungsnachweise f¸r die im Jahresabschluss enthaltenen Wertans‰tze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Pr¸fungshandlungen liegt im pflichtgem‰flen Ermessen des Abschlusspr¸fers. Dies schlieflt die Beurteilung der Risiken wesentlicher ñ beabsichtigter oder unbeabsichtigter ñ falscher Darstellungen im Jahresabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken ber¸cksichtigt der Abschlusspr¸fer das f¸r die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschaft relevante interne Kontrollsystem, um Pr¸fungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umst‰nden angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Pr¸fungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Eine Abschlusspr¸fung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsgrunds‰tze und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten gesch‰tzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses.
Pr¸fungsurteil
Unsere Pr¸fung hat zu keinen Einwendungen gef¸hrt. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein mˆglichst getreues Bild der Vermˆgens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft f¸r das an diesem Stichtag endende Gesch‰ftsjahr in ‹bereinstimmung mit den ˆsterreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Elektrizit‰tswirtschafts- und ñorganisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) und des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG 2011).
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu pr¸fen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Best‰tigungsvermerk hat auch eine Aussage dar¸ber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 17. November 2016
KPMG Austria GmbH Wirtschaftspr¸fungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Rainer Hassler Wirtschaftspr¸fer
Anhang
Anhang der EVN AG f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16
Allgemeines
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2016 wurde in ‹bereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt. Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der EVN AG.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Im Interesse einer klaren und ¸bersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermˆgens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine grofle Kapitalgesellschaft im Sinne des ß 221 UGB.
Risikoorientiertes Internes Kontrollsystem
Entsprechend dem Unternehmensrechts‰nderungsgesetz sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wichtigsten Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht offenzulegen. Gem‰fl dieser Verpflichtung hat EVN AG ein Internes Kontrollsystem f¸r die Finanzberichterstattung etabliert. Dieses bildet den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen f¸r die Erstellung verl‰sslicher Unternehmenszahlen, es soll durch Kontrollen Risiken oder deren Eintrittswahrscheinlichkeiten minimieren und damit die Verl‰sslichkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss basiert auf den Grunds‰tzen ordnungsm‰fliger Buchf¸hrung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein mˆglichst getreues Bild der Vermˆgens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.
Bei der Bewertung der Vermˆgensgegenst‰nde und Schulden wurde von der Fortf¸hrung des Unternehmens ausgegangen. Alle Vermˆgensgegenst‰nde wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willk¸r bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste ber¸cksichtigt wurden.
Anlagevermˆgen
Immaterielle Vermˆgensgegenst‰nde werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planm‰flige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und auflerplanm‰flige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Gegenst‰nde des Sachanlagevermˆgens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planm‰flige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und auflerplanm‰flige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden
Personalstundens‰tze ber¸cksichtigen auch Aufwendungen f¸r freiwillige Sozialleistungen, Abfertigungen und betriebliche Altersversorgung. Ein Ausscheiden ¸berhˆhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbesch‰ftigung war nicht erforderlich.
Der betriebsgewˆhnlichen Nutzungsdauer werden branchen¸bliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungss‰tze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.
| Abschreibungen nach Anlagenkategorien | Nutzungsdauer in Jahren |
Planm‰flige Abschreibung in % |
|---|---|---|
| Rechte | 4-77 | 1,3-25 |
| Geb‰ude | 10-50 | 2-10 |
| Bauliche Anlagen der Kraftwerke | 10-33 | 3-10 |
| Maschinelle und elektrische Einrichtungen | 10-33 | 3-10 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Gesch‰ftsausstattung | 3-25 | 4-33,3 |
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermˆgens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Bˆrsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.
Umlaufvermˆgen
Die Bewertung der Vorr‰te erfolgt zu Einstandspreisen gem‰fl dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschl‰ge ber¸cksichtigt.
Bei den Vorr‰ten der Betriebsgastronomie wird gem‰fl ß 209 Abs. 1 UGB das Bewertungswahlrecht in Anspruch genommen diese mit einem gleichbleibenden Wert anzusetzen. Begr¸ndet wird das damit, dass sie regelm‰flig ersetzt werden und ihr Gesamtwert von untergeordneter Bedeutung ist. Der Bestand unterliegt in seiner Grˆfle, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Ver‰nderungen. Eine Inventur ist gem‰fl ß 209 Abs. 1 UGB alle f¸nf Jahre vorgesehen. Die n‰chste Inventur f¸r die Vorr‰te der Betriebsgastronomie erfolgt am 30.09.2018.
F¸r notwendige Beschaffungen von CO2-Emissionszertifikaten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, f¸r Zuf¸hrungen zu R¸ckstellungen aufgrund allf‰lliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
Forderungen und sonstige Vermˆgensgegenst‰nde werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. L‰ngerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert. F¸r bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt.
Die Bildung von pauschalen Einzelwertberichtigungen erfolgt nach Auflenstandsdauer.
Wertberichtigungss‰tze f¸r pauschale Einzelwertberichtigung:
| Auflenstandsdauer: | Wertberichtigungsprozentsatz: |
|---|---|
| 0 ! 89 Tage | 0 % |
| 90 ! 359 Tage | 25 % |
| 360 ! 1079 Tage | 40 % |
| > = 1080 Tage | 60 % |
Die Wertpapiere des Umlaufvermˆgens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Bˆrsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.
Posten des Umlaufvermˆgens, die auf Fremdw‰hrung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
R¸ckstellungen
Die Bildung der R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen sowie f¸r Jubil‰umsgelder erfolgt gem‰fl IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertans‰tzen versicherungsmathematische Gutachten ¸ber die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsr¸ckstellungen werden f¸r die gesetzlichen Anspr¸che gebildet.
Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 ƒnderungen des IAS 19 vorgenommen, welche in der EU mit der Verordnung Nr. 475/2012 der Kommission vom 5. Juni 2012 ¸bernommen wurden. Durch die ƒnderungen des IAS 19 ist die bisher zul‰ssige Abgrenzung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach dem Korridoransatz ! erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nur dann, wenn diese 10,0% des hˆheren Betrags aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermˆgens ¸bersteigen ! nicht mehr mˆglich. Die ƒnderung ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. J‰nner 2013 oder danach beginnenden Gesch‰ftsjahres anzuwenden. Eine fr¸here Anwendung ist zul‰ssig, wobei die EVN beginnend mit dem Gesch‰ftsjahr 2011/12 von diesem Recht Gebrauch gemacht hat.
Gem‰fl der Stellungnahme KFS/RL 2/3b der Kammer der Wirtschaftstreuh‰nder wird die Auswirkung der Bewertungs‰nderung, die sich aus der Bilanzierung der bisher nicht erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste ergibt, ¸ber 5 Jahre verteilt und in der Gewinnund Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst.
Die Zinskomponente betreffend R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie f¸r Jubil‰umsgelder wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die sonstigen R¸ckstellungen ber¸cksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Hˆhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufm‰nnischen Vorsicht notwendig ist.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem R¸ckzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wiederkehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der k¸nftigen Auszahlungen bewertet. Fremdw‰hrungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem hˆheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Erl‰uterungen zur Bilanz
Die Bilanzsumme in Hˆhe von 3.412.225,9 TEUR liegt um 10.308,6 TEUR bzw. 0,3 % ¸ber dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Gesch‰ftsjahres.
Aktiva
Anlagevermˆgen
Das Anlagevermˆgen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abz¸glich kumulierter Abschreibungen) ist gegen¸ber dem Vorjahr um 25.393,9 TEUR bzw. 0,9 % auf 2.698.139,8 TEUR gesunken.
Immaterielle Vermˆgensgegenst‰nde
Als immaterielle Vermˆgensgegenst‰nde werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte ausgewiesen. Sie weisen einen Stand von 5.306,3 TEUR (30. September 2015: 6.122,2 TEUR) aus und enthalten 1.469,8 TEUR (30. September 2015: 1.562,9 TEUR) f¸r erworbene immaterielle Vermˆgensgegenst‰nde verbundener Unternehmen. Die Ver‰nderung in Hˆhe von insgesamt 815,9 TEUR resultiert aus Zu- und Abg‰ngen in Hˆhe von 14,0 TEUR und aus vorgenommenen linearen, planm‰fligen Abschreibungen in Hˆhe von 801,9 TEUR.
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 hat eine Wertaufholung bei den immateriellen Vermˆgensgegenst‰nden im Ausmafl von 45.404,0 TEUR stattgefunden. Aufgrund des geltenden Wertbeibehaltungswahlrechts gem‰fl ß 208 Abs 2 UGB wurde von der Zuschreibung abgesehen.
Sachanlagen
Die Investitionen in das Sachanlagevermˆgen betrugen im Gesch‰ftsjahr insgesamt 2.723,6 TEUR (30. September 2015: 4.697,1 TEUR). Die grˆflten Zug‰nge entfallen auf Grundst¸cke, grundst¸cksgleiche Rechte und Bauten, einschliefllich der Bauten auf fremdem Grund, auf Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Gesch‰ftsausstattung. Die Buchwerte der Sachanlagen betragen zum Bilanzstichtag 41.724,3 TEUR (30. September 2015: 43.540,3 TEUR). Der Nettowert der Grundst¸cke zum Bilanzstichtag ¸ber 2.574,9 TEUR (30. September 2015: 2.576,1 TEUR) beinhaltet eine Wertberichtung ¸ber 8.124,5 TEUR (30. September 2015: 8.124,5 TEUR).
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 hat eine Wertaufholung im Sachanlagevermˆgen im Ausmafl von 1.833,0 TEUR stattgefunden. Aufgrund des geltenden Wertbeibehaltungswahlrechts gem‰fl ß 208 Abs 2 UGB wurde von der Zuschreibung abgesehen.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingvertr‰gen.
Finanzanlagen
Der Bilanzwert der Finanzanlagen hat sich gegen¸ber dem 30.9.2015 um 22.762,1 TEUR bzw. 0,9 % auf 2.651.109,2 TEUR reduziert. Diese Ver‰nderung resultiert aus Zug‰ngen in Hˆhe von 42.180,1 TEUR, aus Abg‰ngen in Hˆhe von 32.954,5 TEUR sowie aus vorgenommenen auflerplanm‰fligen Abschreibungen und Zuschreibungen in Hˆhe von 31.987,7 TEUR. Eine ‹bersicht ¸ber die Hˆhe des Nominalkapitals, des gesamten Eigenkapitals, des anteiligen Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten vorliegenden Jahresabschlusses der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen findet sich in den Anlagen.
Zur Einhaltung der vorgegebenen Finanzkennzahlen durch die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, wurden von der EVN AG zum Bilanzstichtag 500.028 St¸ck (Vorjahr: 2.600.148 St¸ck) lastenfreie Aktien der Verbund AG den finanzierenden Banken bereitgestellt. Es besteht ein Syndikatsvertrag zwischen der EVN AG und der Wiener Stadtwerke Holding AG betreffend Syndizierung der unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der VERBUND AG.
Die Wertpapiere des Anlagevermˆgens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der R¸ckstellungen f¸r Pensionen und pensions‰hnlichen Verpflichtungen.
Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 hat eine Wertaufholung im Finanzanlagevermˆgen im Ausmafl von 27.485,9 TEUR stattgefunden. Aufgrund des geltenden Wertbeibehaltungswahlrechts gem‰fl ß 208 Abs 2 UGB wurde von der Zuschreibung abgesehen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag 160.000,0 TEUR (30. September 2015: 185.000,0 TEUR) und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verringerung ergibt sich aus einer Darlehenstilgung in Hˆhe von 25.000,0 TEUR. Der Nettobetrag von 157.041,6 TEUR (30. September 2015: 180.182,3 TEUR) dieser Ausleihungen verteilt sich nach Abzinsung und Wertberichtigung auf 157.041,6 TEUR (30. September 2015: 156.641,8 TEUR) auf mehr als einem Jahr. Die sonstigen Ausleihungen weisen einen Betrag von 330,9 TEUR (30. September 2015: 279,9 TEUR) auf.
Umlaufvermˆgen
Vorr‰te
Die Erhˆhung der Vorr‰te um 10.640.2 TEUR bzw. 16,9 % auf 73.416,3 TEUR ist vorwiegend auf Zug‰nge bei CO2-Zertifikaten sowie Gasvorr‰ten zur¸ckzuf¸hren.
Forderungen und sonstige Vermˆgensgegenst‰nde
| Forderungen | 30. September 2016 | 30. September 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit Bilanzwert |
Restlaufzeit | Bilanzwert | |||||
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 1 Jahr | > 1 Jahr | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Forderungen aus Lieferungen | |||||||
| und Leistungen | 6.693,3 | 0,0 | 6.693,3 | 3.904,1 | 6,8 | 3.910,9 | |
| Forderungen gegen¸ber | |||||||
| verbundenen Unternehmen | 291.636,0 | 0,0 | 291.636,0 | 238.043,3 | 0,0 | 238.043,3 | |
| Forderungen gegen¸ber | |||||||
| Unternehmen, mit denen ein | |||||||
| Beteiligungsverh‰ltnis besteht | 69.921,1 | 0,0 | 69.921,1 | 107.600,2 | 0,0 | 107.600,2 | |
| Sonstige Forderungen und | |||||||
| Vermˆgensgegenst‰nde | 22.709,4 | 18,4 | 22.727,8 | 12.021,9 | 9,4 | 12.031,3 | |
| Summe | 390.959,8 | 18,4 | 390.978,2 | 361.569,5 | 16,2 | 361.585,7 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Hˆhe von 134,7 TEUR (30. September 2015: 178,4 TEUR) aus.
Die Forderungen gegen¸ber verbundenen Unternehmen resultieren haupts‰chlich aus sonstigen Forderungen und Vermˆgensgegenst‰nden ¸ber 278.715,2 TEUR (30. September 2015: 225.981,9 TEUR), welche 130.842,0 TEUR (30. September 2015: 98.113,0 TEUR) Festgeldveranlagungen, 59.806,2 TEUR (30. September 2015: 30.336,4 TEUR) Kˆrperschaftsteuerguthaben aus einem geschlossenen Gruppenund Steuerausgleichsvertrag, 32.663,2 TEUR (30. September 2015: 50.746,0 TEUR) Beteiligungsertr‰ge sowie 36.645,3 TEUR (30. September 2015: 34.218,6 TEUR) Darlehensforderungen beinhalten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ¸ber 9.749,2 TEUR (30. September 2015: 40.199,7 TEUR) bestehen gegen¸ber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverh‰ltnis besteht. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.
Die sonstigen Forderungen und Vermˆgensgegenst‰nde enthalten als wesentliche Positionen Steuerforderungen ¸ber 21.717,8 TEUR (30. September 2015: 11.222,9 TEUR).
In den sonstigen Forderungen sind Ertr‰ge von 10.038,1 TEUR (30. September 2015: 9.459,8 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Wertpapiere des Umlaufvermˆgens
Die Wertpapiere des Umlaufvermˆgens haben sich von 106.423,5 TEUR um 4.067,5 TEUR auf 102.356,0 TEUR vermindert.
In der 79. Hauptversammlung der EVN AG vom 17. J‰nner 2008 wurde der Vorstand erm‰chtigt, eigene Anteile im Ausmafl von maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals r¸ckzukaufen. Dieser hatte beschlossen, von dieser Erm‰chtigung zum R¸ckkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt war, ein Volumen von bis zu 1.000.000 St¸ck Aktien ! dies entspricht bis zu 0,612 % des damaligen Grundkapitals - r¸ckzukaufen.
Der Vorstand der EVN AG hat am 29. August 2013, auf Grundlage des Erm‰chtigungsbeschlusses der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. J‰nner 2012 beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienr¸ckkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 St¸ck eigene Aktien der Gesellschaft ! dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG ! zu erwerben.
Der Vorstand der EVN AG hat am 30. Juni 2015, auf Grundlage des Erm‰chtigungsbeschlusses der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. J‰nner 2014 beschlossen, im Rahmen des seit 22. J‰nner 2014 laufenden Aktienr¸ckkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 St¸ck eigene Aktien der Gesellschaft ! dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG ! zu erwerben. Gleichzeitig wurde beschlossen, das bestehende Aktienr¸ckkaufprogramm bis voraussichtlich zum 29. J‰nner 2016 zu verl‰ngern.
Durch die mit Beschluss der 87. Hauptversammlung der EVN AG vom 21. J‰nner 2016 erteilte Erm‰chtigung zum R¸ckerwerb eigener Aktien wurde der bestehende Erm‰chtigungsbeschluss der 85. Hauptversammlung vom 16. J‰nner 2014 ersetzt sowie das auf Grundlage dieser Erm‰chtigung aktuell laufende Aktienr¸ckkaufprogramm der EVN AG vorzeitig zum 21. J‰nner 2016 beendet.
Der Vorstand der EVN AG beschloss am 21. J‰nner 2016, auf Grundlage eines Erm‰chtigungsbeschlusses der 87. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 21. J‰nner 2016 eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Beabsichtigt ist, ein Volumen von bis zu 1.000.000 St¸ck Aktien ! dies entspricht bis zu 0,556 % des Grundkapitals ! ¸ber die Wiener Bˆrse r¸ckzukaufen. Der R¸ckkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage f¸r die EVN Aktie an der Wiener Bˆrse, wobei jedoch der Handel mit eigenen Aktien als Erwerbszweck ausgeschlossen ist. Das R¸ckkaufprogramm beginnt am 28. J‰nner 2016 und endet sp‰testens am 31. Oktober 2016.
Zum Bilanzstichtag werden 2.036.069 (30. September 2015: 2.058.319) St¸ck eigene Anteile mit einem Gesamtwert von 20.067,8 TEUR (30. September 2015: 20.282,7 TEUR) in den Wertpapieren des Umlaufvermˆgens ausgewiesen. Im Gesch‰ftsjahr 2015/16 wurden 133.050 St¸ck eigene Aktien an Mitarbeiter ¸bertragen.
Des Weiteren werden in diesem Posten zum 30.09.2016 Anleihen der EVN AG im Nominale von 7.000,0 TEUR (30. September 2015: 5.000,0 TEUR) ausgewiesen.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand betr‰gt zum Bilanzstichtag 8,0 TEUR (30. September 2015: 9,8 TEUR).
Zum 30. September 2016 betr‰gt das Guthaben bei Kreditinstituten 134.175,8 TEUR (30. September 2015: 136.542,4 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen mit 8.113,7 TEUR (30. September 2015: 9.639,6 TEUR) Anleihekostenabgrenzungen und mit 4.954,4 TEUR (30. September 2015: 1.324,2 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung.
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2016: 330.000,0 TEUR (30. September 2015: 330.000,0 TEUR) und ist in 179.878.402 (30. September 2015: 179.878.402) auf Inhaber lautende nennbetragslose St¸ckaktien aufgeteilt.
R¸cklagen
Kapitalr¸cklagen
Die gebundene Kapitalr¸cklage enth‰lt ausschliefllich Agio-Betr‰ge aus Kapitalerhˆhungen.
Als nicht gebundene Kapitalr¸cklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederˆsterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederˆsterreichische Elektrizit‰tswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.
Gewinnr¸cklagen
Im Posten "gesetzliche R¸cklage# wird der in Vorjahren aus dem Jahres¸berschuss dotierte Teil der gebundenen R¸cklage gem‰fl ß 229 Abs 6 UGB ausgewiesen.
Die gebundenen Kapital- und Gewinnr¸cklagen betragen zusammen 209.152,9 TEUR (30. September 2015: 209.152,9 TEUR) und ¸bersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.
Die anderen, freien Gewinnr¸cklagen betragen 963.598,5 TEUR (30. September 2015: 992.383,6 TEUR). Ein Betrag von 29.000,0 TEUR (30. September 2015: 6.500,0 TEUR) wurde im Gesch‰ftsjahr 2015/16 aufgelˆst.
R¸cklage f¸r eigene Anteile
Gem‰fl ß 225 Abs 5 UGB wurde f¸r die zum Stichtag 30. September 2016 im Bestand der EVN AG befindlichen eigenen Anteile eine R¸cklage durch Umwidmung freier Gewinnr¸cklagen gebildet. Analog zu den eigenen Anteilen im Umlaufvermˆgen weist diese R¸cklage f¸r eigene Anteile zum Bilanzstichtag einen Stand von 20.067,8 TEUR (30. September 2015: 20.282,7 TEUR) aus.
Unversteuerte R¸cklagen
Die Zusammensetzung der unversteuerten R¸cklagen sowie deren Entwicklung im Gesch‰ftsjahr 2015/16 ist aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.
Investitionszusch¸sse
Die Investitionszusch¸sse in Hˆhe von 2.534,8 TEUR (30. September 2015: 2.691,4 TEUR) haben sich um 156,6 TEUR bzw. um 5,8 % gegen¸ber dem Vorjahr verringert.
R¸ckstellungen
Bei der Bewertung der R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen sowie f¸r Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 1,35 % (Vorjahr: 2,40 %) sowie mit einer Erhˆhung der Geh‰lter bzw. der fl¸ssigen Pensionen von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) im n‰chsten Jahr und einer j‰hrlichen Erhˆhung von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) in den Folgejahren gerechnet.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Abfertigungsr¸ckstellung betrugen per 01. Oktober 2015 535,2 TEUR und wurden im Gesch‰ftsjahr in Hˆhe von 535,2 TEUR zum letzten Mal ergebniswirksam erfasst. Die Abfertigungsr¸ckstellung zum 30. September 2016 betr‰gt laut versicherungsmathematischem Gutachten 31.993,8 TEUR.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der R¸ckstellungen f¸r Pensionen und pensions- ‰hnliche Verpflichtungen (Deputate) betrugen per 01. Oktober 2015 1.193,2 TEUR und wurden im Gesch‰ftsjahr in Hˆhe von 1.193,2 TEUR zum letzten Mail ergebniswirksam erfasst. Die R¸ckstellungen f¸r Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen (Deputate) zum 30. September 2016 betragen laut versicherungsmathematischem Gutachten 87.975,6 TEUR.
Bei der Bewertung der R¸ckstellung f¸r Jubil‰umsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der R¸ckstellungen f¸r Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen angewandt.
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gem‰fl ß 9 KStG mit der N÷ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppentr‰ger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird die errechnete Kˆrperschaftsteuernachzahlung als Verbindlichkeit gegen¸ber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gem‰fl ß 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Hˆhe von 36.578,4 TEUR (30. September 2015: 36.578,4 TEUR) nicht angesetzt.
In den sonstigen R¸ckstellungen ist unter anderem f¸r Umwelt- und Altlastenrisken mit 5.814,6 TEUR (30. September 2015: 5.736,4 TEUR), f¸r k¸nftige Jubil‰umsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 30.189,2 TEUR (30. September 2015: 30.538,3 TEUR), f¸r andere sonstige Verpflichtungen mit 1.759,6 TEUR (30. September 2015: 1.751,4 TEUR), f¸r Drohverluste mit 326.405,2 TEUR (30. September 2015: 227.407,3 TEUR), f¸r Energieabgrenzungen mit 11.551,3 TEUR (30. September 2015: 18.576,5 TEUR) sowie f¸r ausstehende Eingangsrechnungen mit 3.289,0 TEUR (30. September 2015: 3.239,7 TEUR) vorgesorgt.
| 30. September 2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | |||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Anleihen | 150.000,0 | 30.000,0 | 524.370,7 | 704.370,7 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber Kreditinstituten | 24.934,2 | 98.651,2 | 215.548,8 | 339.134,2 | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 4.493,5 | 0,0 | 0,0 | 4.493,5 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.586,8 | 0,0 | 0,0 | 18.586,8 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber verbundenen | ||||||
| Unternehmen | 67.890,2 | 24,0 | 6.103,0 | 74.017,2 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber Unternehmen, mit | ||||||
| denen ein Beteiligungsverh‰ltnis besteht | 15.882,7 | 0,0 | 0,0 | 15.882,7 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 40.502,3 | 520,9 | 3.761,6 | 44.784,8 | ||
| Summe | 322.289,7 | 129.196,1 | 749.784,1 | 1.201.269,9 | ||
| 30. September 2015 | ||||||
| Restlaufzeit | Bilanzwert | |||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Anleihen | 28.500,0 | 180.000,0 | 524.370,7 | 732.870,7 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber Kreditinstituten | 21.350,0 | 112.684,1 | 222.865,9 | 356.900,0 | ||
| Erhaltene Anzahlungen | 5.490,3 | 0,0 | 0,0 | 5.490,3 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.839,7 | 0,0 | 0,0 | 9.839,7 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber verbundenen | ||||||
| Unternehmen | 68.249,6 | 24,0 | 6.109,0 | 74.382,6 | ||
| Verbindlichkeiten gegen¸ber Unternehmen, mit | ||||||
| denen ein Beteiligungsverh‰ltnis besteht | 43.548,4 | 0,0 | 0,0 | 43.548,4 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 37.656,9 | 502,9 | 3.729,6 | 41.889,4 | ||
| Summe | 214.634,9 | 293.211,0 | 757.075,2 | 1.264.921,1 |
Verbindlichkeiten
Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaflen zusammen:
| Anleihen | Nominale | Buchwert in TEUR | Buchwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| 30.9.2016 | 30.9.2015 | ||
| 3,13 % JPY-Anleihe 2009-2024 | 12 Mrd JPY | 99.370,7 | 99.370,7 |
| 5 % EUR-Anleihe 2009-2016 | 28,5 Mio EUR | 0,0 | 28.500,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2019 | 30 Mio EUR | 30.000,0 | 30.000,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2017 | 150 Mio EUR | 150.000,0 | 150.000,0 |
| 4,25 % EUR-Anleihe 2011-2022 | 300 Mio EUR | 300.000,0 | 300.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 100 Mio EUR | 100.000,0 | 100.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 25 Mio EUR | 25.000,0 | 25.000,0 |
| GESAMT | 704.370,7 | 732.870,7 |
Die Anleiheverbindlichkeiten sind im abgelaufenen Gesch‰ftsjahr aufgrund einer Endf‰lligkeit um 28.500,0 TEUR gesunken.
Die Ver‰nderung der Verbindlichkeiten gegen¸ber Kreditinstituten beinhaltet eine Kreditratenr¸ckzahlung in Hˆhe von 21.350,0 TEUR. Bis auf einen Betrag in Hˆhe von 24.934,2 TEUR (30. September 2015: 21.350,0 TEUR) betr‰gt die Restlaufzeit dieses Postens mehr als ein Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegen¸ber dem vorangegangenen Gesch‰ftsjahr um 8.747,1 TEUR auf 18.586,8 TEUR erhˆht und weisen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.
Die Verbindlichkeiten gegen¸ber verbundenen Unternehmen bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Hˆhe von 6.133,0 TEUR (30. September 2015: 6.262,5 TEUR), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Hˆhe von 57.005,9 TEUR (30. September 2015: 54.042,1 TEUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Hˆhe von 10.878,4 TEUR (30. September 2015: 14.078,0 TEUR). Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegen¸ber verbundenen Unternehmen betr‰gt bis auf einen Betrag in Hˆhe von 6.127,0 TEUR (30. September 2015: 6.133,0 TEUR) unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegen¸ber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverh‰ltnis besteht, resultieren in Hˆhe von 15.573,7 TEUR (30. September 2015: 31.997,2 TEUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten und in Hˆhe von 309,1 TEUR (30. September 2015: 11.551,2 TEUR) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegen¸ber beteiligten Unternehmen betr‰gt nicht mehr als ein Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegen¸ber dem 30. September 2015 um 2.895,4 TEUR auf 44.784,8 TEUR erhˆht. Sie enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen aus Finanzgesch‰ften in Hˆhe von 17.577,2 TEUR (30. September 2015: 18.290,1 TEUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Hˆhe von 6.548,7 TEUR (30. September 2015: 5.321,0 TEUR) sowie Steuerverbindlichkeiten in Hˆhe von 12.041,6 TEUR (30. September 2015: 2.495,7 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 40.502,3 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2015: 37.656,9 TEUR).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Hˆhe von 23.152,8 TEUR (30. September 2015: 25.606,6 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten werden passivierte Baukostenzusch¸sse in Hˆhe von 44.558,1 TEUR (30. September 2015: 47.467,7 TEUR) und abgegrenzte Ertr‰ge aus Finanzgesch‰ften in Hˆhe von 1.769,1 TEUR (30. September 2015: 2.489,3 TEUR) ausgewiesen.
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverh‰ltnissen
Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Haftungen f¸r von Banken f¸r die eigene Gesch‰ftst‰tigkeit und jene von Tochtergesellschaften ausgestellte Garantien, auf Haftungen f¸r Finanzierungen von Tochtergesellschaften, auf Einzahlungsverpflichtungen gegen¸ber verbundenen Unternehmen sowie auf ¸bernommene Haftungen gegen¸ber Banken f¸r Kundenkredite.
F¸r das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft#) stehende Kraftwerk Freudenau wurden in Vorjahren Refinanzierungstransaktionen abgeschlossen. Bei diesen Transaktionen hat sich die EVN AG verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustf‰llen an die ÷sterreichische Elektrizit‰tswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund AG) Kostenersatz zu leisten.
F¸r die im Auftrag der EVN AG get‰tigten Gesch‰fte der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH f¸r den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizit‰t und Gas wurden gegen¸ber den Handelspartnern Patronatserkl‰rungen erteilt.
Die Eventualverbindlichkeiten hierf¸r werden in Hˆhe des tats‰chlichen Risikos f¸r die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Ver‰nderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgesch‰ften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgesch‰ften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreis‰nderungen nach dem Stichtag entsprechend ver‰ndern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2016 eine Eventualverbindlichkeit in Hˆhe von 45.039,6 TEUR (Vorjahr: 46.030,4 TEUR). Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 283.500,0 TEUR. Zum 31. Oktober 2016 betrug das Risiko betreffend Marktpreis‰nderungen 37.845,4 TEUR bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 283.500,0 TEUR.
Durch die Verschmelzung der EVN Projektmanagement GmbH mit der EVN Finanzservice GmbH werden k¸nftig Finanzierungen innerhalb der EVN Gruppe von der EVN Finanzservice GmbH wahrgenommen. Die EVN AG hat Haftungen f¸r einen eventuellen Ausfall der Gesellschaft gegen¸ber der Finanzierungsgesellschaft ¸bernommen. Hieraus ergeben sich Eventualverbindlichkeiten in Hˆhe von 1.451.289,7 TEUR (Vorjahr: 1.390.286,4 TEUR) zum Bilanzstichtag.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gem‰fl ß 9 KStG mit der N÷ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppentr‰ger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters befinden sich zum 30. September 2016 die EVN Wasser GmbH, die Netz Niederˆsterreich GmbH, die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH, die EVN W‰rme GmbH, die evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, die EVN Kroatien Holding, die EVN Croatia Plin d.o.o., die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, die WEEV Beteiligungs GmbH, die Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, die Energiespeicher Sulzberg GmbH, die EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH, die EVN Geoinfo GmbH, die kabelplus GmbH, die Utilitas Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H, die EVN Beteiligung 51 GmbH, die EVN Abfallverwertung Niederˆsterreich GmbH, die Burgenland Holding AG, die RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, die Rohˆl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, die RAG Energy Storage GmbH, die RAG Energy Drilling GmbH, die EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, die EVN Projektgesellschaft M¸llverbrennungsanlage Nr. 3 mbH, die EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH, die EVN Liegenschaftsverwaltung GmbH sowie die EVN Kraftwerks- und Beteiligungs-GmbH in dieser Unternehmensgruppe.
Mit EVN Wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabf¸hrungsvertrag fortgesetzt. Mit den ¸brigen Gruppenmitgliedern wurden Gruppen- und Steuerumlagevereinbarungen abgeschlossen, wonach die Steuerumlagen jeweils nach der Belastungsmethode ("stand-alone#-Methode) ermittelt werden.
Dabei werden bei ¸berrechneten steuerlichen Verlusten, diese auf Seite der Gruppenmitglieder als \$interne Verlustvortr‰ge\$ evident gehalten und mit k¸nftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Vertr‰ge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Falle der Zurechnung eines negativen steuerlichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist.
Im EVN-Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquidit‰tssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Diesbez¸glich wurde ein Vertrag zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft abgeschlossen, in welchem die Modalit‰ten f¸r das Cash Pooling geregelt sind.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrunds‰tze sind beim jeweiligen Bilanzposten angef¸hrt. K‰ufe und Verk‰ufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.
Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des f¸r das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.
Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertans‰tzen.
Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermˆglicht einen tagesaktuellen ‹berblick ¸ber alle wesentlichen Risikokennzahlen. F¸r das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.
Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Marktpreis‰nderungs-, Liquidit‰ts-, Wechselkurs- und Zins‰nderungsrisiken. Strategisches Ziel ist die Kontinuit‰t des operativen wie des Finanzergebnisses. Dar¸ber hinaus werden vereinzelt Mˆglichkeiten genutzt, die ein hˆheres Risiko enthalten und einen hˆheren Ertrag versprechen.
Die Nominalwerte sind die saldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehˆrenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Betr‰gen, sind jedoch kein Maflstab f¸r das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter. Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt mittels von Bˆrsepreisen abgeleiteten Forwardpreiskurven, Wechselkursen, Zinsstrukturkurven. Das Kreditrisiko der Vertragspartner findet dabei Ber¸cksichtigung.
F¸r derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte (Fair Values) angegeben.
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominalwert in Mio JPY | Marktwert in Mio EUR | ||||||||
| 30.09.2016 | 30.09.2015 | 30.09.2016 | 30.09.2015 | ||||||
| W‰hrungsswaps | |||||||||
| JPY (¸ber 5 Jahre) | 12.000,0 | 12.000,0 | 16,2 | -3,8 |
Die in obiger Tabelle ausgewiesenen W‰hrungsswaps sind Cross-Currency Swaps zur Absicherung der Zins- und W‰hrungsrisiken der in fremder W‰hrung begebenen Anleihe (JPY-Anleihe). Die Laufzeit der W‰hrungsswaps ist ident mit der Laufzeit der Anleihe bis 2024. Die Effektivit‰t der Sicherungsbeziehung wird zumindest quartalsweise gepr¸ft. Retrospektiv erfolgt diese Pr¸fung mittels Dollar-Offset-Methode, prospektiv wird die Critical-Terms-Match-Methode angewandt. Per 30.09.2016 betr‰gt die auf das Zinsrisiko bezogene Effektivit‰t 97% und die auf das W‰hrungsrisiko bezogene Effektivit‰t 107%.
Eine dokumentierte Widmung der Vertr‰ge wurde vollzogen, indem das abzusichernde Risiko identifiziert, der Beginn der Sicherungsbeziehung festgelegt und das Vorliegen aller materiellen Voraussetzungen nachvollziehbar begr¸ndet wurde. In materieller Hinsicht gilt hier dazu, dass die Sicherungsgesch‰fte die qualitative Eignung des abgesicherten Grundgesch‰fts besitzen, ein Absicherungsbedarf auf Basis des Preis‰nderungsrisikos aus dem Grundgesch‰ft vorliegt, eine bestehende Absicherungsstrategie existiert und die Derivate qualitativ geeignet als Sicherungsinstrument sind.
F¸r derivative Instrumente mit negativem Marktwert wird keine Drohverlustr¸ckstellung gebildet, sofern eine Sicherungsbeziehung mit den jeweils zugrundeliegenden Gesch‰ften besteht.
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung |
Nominalwert in Mio EUR |
Marktwert in Mio EUR |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2016 | 30.09.2015 | 30.09.2016 | Anteil > 12 Monate |
30.09.2015 | Anteil > 12 Monate |
|
| Kohleswaps | 39,2 | 55,7 | 5,2 | 4,9 | -11,7 | -5,3 |
| Forwards Strom | 87,1 | 88,2 | -2,2 | -3,2 | 8,6 | 4,0 |
| Forwards mit Collateral / Futures physisch Strom |
13,6 | 11,5 | -0,6 | -0,5 | 0,8 | 0,4 |
| Forwards Gas | 32,3 | 5,5 | -1,2 | 0,0 | -0,4 | 0,0 |
| Forwards CO2 -Zertifikate |
12,2 | 11,9 | -3,9 | -1,5 | 1,2 | 1,0 |
| Forwards mit Collateral / Futures physisch CO2- Zertifikate |
9,4 | 7,0 | -2,6 | -1,9 | 0,7 | 0,3 |
F¸r derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwert, die keiner Sicherungsbeziehung zugeordnet sind, werden in Summe Drohverlustr¸ckstellungen in Hˆhe von 20.077,0 TEUR (30. September 2015: 13.693,1 TEUR) ¸ber die Aufwendungen f¸r bezogene Leistungen (Fremdstrombezug und Energietr‰ger) gebildet.
Erl‰uterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlˆse und betriebliche Ertr‰ge
Die Umsatzerlˆse erhˆhten sich gegen¸ber dem Vorjahr um 1,7 % auf 457.891,8 TEUR und setzen sich aus Stromerlˆsen in Hˆhe von 231.266,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 181.611,2 TEUR), aus Gaserlˆsen in Hˆhe von 47.795,2 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 95.567,8 TEUR), aus W‰rmeerlˆsen in Hˆhe von 18.067,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 20.396,3 TEUR) und aus anderen betrieblichen Umsatzerlˆsen in Hˆhe von 160.558,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 152.662,7 TEUR) zusammen. Die anderen betrieblichen Umsatzerlˆse resultieren im Wesentlichen aus Kundenauftr‰gen, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen sowie aus Lichtserviceprojekten.
In den ¸brigen sonstigen betrieblichen Ertr‰gen sind mit 166,6 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 830,3 TEUR) Ertr‰ge aus der Auflˆsung von Investitionszusch¸ssen, mit 3.249,6 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 3.201,0 TEUR) die Auflˆsung von Baukostenzusch¸ssen, mit 1.055,3 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 136,5 TEUR) Schadensverg¸tungen, mit 173,8 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 189,8 TEUR) diverse Mietertr‰ge, mit 334,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 334,2 TEUR) Erlˆse aus der Betriebsgastronomie und mit 198,2 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 17.825,0 TEUR) Ertr‰ge aus der Auflˆsung von R¸ckstellungen enthalten.
Aufwendungen f¸r Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
Die Aufwendungen f¸r Fremdstrombezug und Energietr‰ger, Materialaufwand sowie bezogene Leistungen sind gegen¸ber dem Vorjahr um 26.764,3 TEUR bzw. 5,9 % auf 480.155,9 TEUR gestiegen.
Personalaufwand
In den Aufwendungen f¸r Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beitr‰ge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Hˆhe von 330,0 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 299,5 TEUR) enthalten.
Die R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen, f¸r Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen sowie f¸r Jubil‰umsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gem‰fl IAS 19 berechnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenst‰nde des Anlagevermˆgens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Hˆhe von 5.137,7 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 23.022,3 TEUR) aus. Davon betreffen ein Betrag von 587,8 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 18.185,6 TEUR) auflerplanm‰flige Abschreibungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die ¸brigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich vorwiegend aus Rechts- und Beratungsaufwendungen in Hˆhe von 5.251,9 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 4.270,6 TEUR), aus Werbeaufwendungen in Hˆhe von 8.930,5 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 8.540,8 TEUR), aus Verrechnungen von verbundene Unternehmen in Hˆhe von 9.252,0 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 8.054,0 TEUR), aus Versicherungsaufwendungen in Hˆhe von 1.582,3 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 1.734,0 TEUR), aus Forderungsabschreibungen in Hˆhe von 281,7 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 11.303,4 TEUR), aus Schadensf‰llen in Hˆhe von 1.193,9 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 6,6 TEUR) sowie aus Portokosten in Hˆhe von 1.875,5 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 2.065,5 TEUR).
Finanzergebnis
Die Beteiligungsertr‰ge in Hˆhe von 213.065,8 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 195.057,5 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Aussch¸ttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der ÷sterreichischen Elektrizit‰tswirtschafts-AG (Verbundgesellschaft), Wien, der VERBUND Hydro Power AG, Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs- Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Beteiligung 51 GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN W‰rme GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wasser Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der Netz Niederˆsterreich GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 21 GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Beteiligung 52 GmbH, Maria Enzersdorf sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt.
Die Ergebnisse der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, der EVN Bulgaria Beteiligungsund Managementholding 21 GmbH, der EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH sowie der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG des Gesch‰ftsjahres 2015/16 wurden im Finanzergebnis phasenkongruent erfasst.
Aufgrund von Ergebnisabf¸hrungsvertr‰gen sind in den Beteiligungsertr‰gen Ertr‰ge aus Gewinngemeinschaften in Hˆhe von 4.986,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 4.122,6 TEUR) enthalten.
Wie unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (R¸ckstellungen) erl‰utert, wird die Zinskomponente betreffend R¸ckstellungen f¸r Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensions‰hnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie f¸r Jubil‰umsgelder im Finanzergebnis erfasst. Die Zinskomponente f¸r diese R¸ckstellungen betrug laut Gutachten in Summe 2.780,1 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 3.032,2 TEUR) und wurde unter Zinsen und ‰hnliche Aufwendungen erfasst.
Steuern vom Einkommen
F¸r das abgelaufene Gesch‰ftsjahr 2015/16 wird unter der Position Steuern vom Einkommen durch Steuerumlagen ein Steuerertrag in Hˆhe von 53.038,7 TEUR (Gesch‰ftsjahr 2014/15: 51.831,4 TEUR) ausgewiesen. Die Ver‰nderung der unversteuerten R¸cklagen f¸hrte zu einer Erhˆhung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 0,0 TEUR (30. September 2014: Erhˆhung 0,0 TEUR).
Bilanzgewinn
Unter Ber¸cksichtigung der Ver‰nderung der unversteuerten R¸cklagen, des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Gesch‰ftsjahr in Hˆhe von 185,1 TEUR sowie der Auflˆsung der anderen, freien Gewinnr¸cklagen in Hˆhe von 29.000,0 TEUR schlieflt das Gesch‰ftsjahr zum 30. September 2016 mit einem Bilanzgewinn von 74.773,9 TEUR (30. September 2015: 74.860,8 TEUR).
Angaben ¸ber Organe und Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschliefllich Angestellte) w‰hrend des Gesch‰ftsjahres betrug 648 (Vorjahr: 654). Zum Bilanzstichtag waren 647 (Vorjahr: 649) Angestellte auf Vollzeitbasis besch‰ftigt.
Die Gesamtbez¸ge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Gesch‰ftsjahr 1.087,7 TEUR (30. September 2015: 987,9 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.181,5 TEUR (30. September 2015: 1.200,2 TEUR) bezahlt.
F¸r Abfertigungen und Pensionen ergibt sich f¸r Vorstand und leitende Angestellte ein Mehraufwand in Hˆhe von 6.335,2 TEUR (30. September 2015 4,0 TEUR), f¸r die ¸brigen Arbeitnehmer ein Mehraufwand von 14.765,8 TEUR (30. September 2015: Minderaufwand 2.143,0 TEUR).
Die Aufsichtsratsverg¸tungen betrugen im Berichtsjahr 135,8 TEUR (30. September 2015: 112,1 TEUR).
An den Beirat f¸r Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Verg¸tungen in Hˆhe von 29,1 TEUR (30. September 2015: 84,8 TEUR) ausbezahlt.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schl‰gt vor, unter Ber¸cksichtigung der eigenen Anteile in Hˆhe von 2.036.069 St¸ck, aus dem Bilanzgewinn in Hˆhe von 74.773,9 TEUR einen Betrag in Hˆhe von 74.693,8 TEUR, das entspricht einer Dividende von 0,42 EUR je Aktie, auszusch¸tten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonstiges
Gesch‰fte im Sinne des ß 8 Abs 3 ElWOG bzw. ß 8 Abs 3 GWG werden insbesondere mit folgenden verbundenen Elektrizit‰ts- bzw. Erdgasunternehmen gemacht: Netz Niederˆsterreich GmbH, evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, EVN W‰rme GmbH, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, ENERGIEALLIANZ Austria GmbH sowie EconGas GmbH.
Die Angaben betreffend dem Honorar des Wirtschaftspr¸fers werden im Konzernabschluss der EVN AG get‰tigt (ß 237 Z 14 UGB).
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat:
Pr‰sident/-in: Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer (bis 21.01.2016) Mag. Bettina Glatz-Kremsner (ab 21.01.2016)
Vizepr‰sidenten: ÷konomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker (bis 21.01.2016) Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr (ab 21.01.2016)
Mitglieder: Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr (bis 21.01.2016) Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz B¸rgermeister Bernhard M¸ller, BA, MPA (bis 21.01.2016)
Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepr‰sident Franz Hemm Zentralbetriebsratsvorsitzender Ing. Paul Hofer Mag. Dr. Monika Fraifll Ing. Otto Mayer (bis 31.12.2015) Friedrich Bufllehner (ab 01.01.2016)
Mag. Philipp Gruber (ab 21.01.2016) Vorstandsdirektor Dkfm. Thomas Kusterer
Mag. Willi Stiowicek
Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meifll Dkfm. Edwin Rambossek (bis 21.01.2016) Mag. Susanne Scharnhorst (ab 21.01.2016) Dipl.-Ing. Angela Stransky Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Zibuschka (ab 21.01.2016)
stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter
Vorstand: Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr ! Sprecher des Vorstandes Vorstandsdirektor Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Maria Enzersdorf, am 17. November 2016
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats
Das Gesch‰ftsjahr 2015/16 war weiterhin von einem herausfordernden energiewirtschaftlichen Umfeld ! bedingt vor allem durch den Umbau des Energiesystems in Richtung erneuerbare Energie ! gepr‰gt. Dank ihres integrierten Gesch‰ftsmodells konnte sich die EVN jedoch auch in diesem Berichtsjahr gut positionieren und ein solides Ergebnis erzielen. Oberstes Ziel der EVN ist es, ihren Kunden das hˆchstmˆgliche Mafl an Versorgungssicherheit zu gew‰hrleisten. Dazu hat sie bereits im Gesch‰ftsjahr 2013/14 ein Investitionsprogramm gestartet, das Investitionen in Hˆhe von insgesamt 1 Mrd. Euro in die Schwerpunkte Netzinfrastruktur, erneuerbare Energie und Wasserversorgung vorsieht und nun bereits im dritten Jahr plangem‰fl umgesetzt wurde. Zudem h‰lt die EVN ihre thermischen Kraftwerksreserven stets betriebsbereit, um Schwankungen in der erneuerbaren Erzeugung ausgleichen und damit die Netzstabilit‰t sicherstellen zu kˆnnen. Der im Berichtsjahr neuerlich gestiegene Einsatz dieser Kraftwerksreserven verdeutlicht die hohe Nachfrage nach Reservekapazit‰t zur Netzstabilisierung.
Erf¸llung der Aufgaben
Der Aufsichtsrat hat die strategischen Schritte der EVN im Rahmen seiner Verantwortung und Befugnis aktiv begleitet und unterst¸tzt. Er hat im Berichtszeitraum in f¸nf Plenarsitzungen sowie in f¸nf Sitzungen seiner Aussch¸sse die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Durch die Berichte des Vorstands wurde der Aufsichtsrat regelm‰flig, zeitnah und umfassend ¸ber alle relevanten Fragen der Gesch‰ftsentwicklung, einschliefllich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und wesentlicher Konzernunternehmen, informiert. Insbesondere auf Grundlage dieser Berichterstattung hat der Aufsichtsrat die Gesch‰ftsf¸hrung des Vorstands laufend ¸berwacht und begleitend unterst¸tzt. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben Anregungen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand aufgegriffen.
Corporate Governance-Bericht,
÷sterreichischer Corporate Governance Kodex
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 12. Dezember 2016 auf Basis des Berichts des Pr¸fungsausschusses vom 30. November 2016 gem‰fl ß 96 AktG den Corporate Governance-Bericht gem‰fl der Stellungnahme des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee gepr¸ft; diese Pr¸fung hat zu keinen Beanstandungen gef¸hrt.
Als bˆrsenotiertes Unternehmen bekennt sich die EVN zur Einhaltung des ÷sterreichischen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat den ÷sterreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung J‰nner 2015 f¸r die EVN ab dem Gesch‰ftsjahr 2015/16 in Kraft gesetzt. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, die die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, bis auf zwei Abweichungen, die im Corporate Governance-Bericht entsprechend dargestellt sind, eingehalten.
Jahresabschluss und Konzernabschluss
Die zum Abschlusspr¸fer f¸r das Gesch‰ftsjahr 2015/16 vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 bestellte KPMG Austria GmbH Wirtschaftspr¸fungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, hat den nach den ˆsterreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2016 sowie den Lagebericht des Vorstands gepr¸ft. Sie hat ¸ber das Ergebnis der Pr¸fung schriftlich berichtet und den uneingeschr‰nkten Best‰tigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den Pr¸fbericht des Abschlusspr¸fers erhalten und gepr¸ft. Der Pr¸fungsausschuss des Aufsichtsrats hat dem Aufsichtsrat gem‰fl ß 92 AktG in der Fassung des Abschlusspr¸fungsrechts-ƒnderungsgesetzes 2016 ¸ber das Ergebnis der Abschlusspr¸ fung und dessen Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung berichtet.
Nach eingehender Pr¸fung und Erˆrterung im Pr¸fungsausschuss sowie im Aufsichtsrat billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2016 samt Anhang, Lagebericht und Corporate Governance-Bericht sowie den Vorschlag f¸r die Verwendung des Bilanzgewinns. Damit ist der Jahresabschluss zum 30. September 2016 gem‰fl ß 96 Abs. 4 AktG festgestellt.
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftspr¸fungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, gepr¸ft und mit dem uneingeschr‰nkten Best‰tigungsvermerk
versehen. Der Pr¸fungsausschuss des Aufsichtsrats hat den Konzernabschluss samt Konzernanhang und den Konzernlagebericht gepr¸ft und dem Aufsichtsrat dar¸ber berichtet; dieser hat den Konzernabschluss samt Konzernanhang und den Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Abschlieflend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EVN Konzerns f¸r ihren Einsatz und ihr Engagement im Gesch‰ftsjahr 2015/16. Besonderer Dank gilt auch den Aktion‰rinnen und Aktion‰ren, den Kundinnen und Kunden sowie den Partnern der EVN f¸r das entgegengebrachte Vertrauen.
Maria Enzersdorf, am 12. Dezember 2016
F¸r den Aufsichtsrat:
Mag. Bettina Glatz-Kremsner Pr‰sidentin