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EVN AG Interim / Quarterly Report 2026

May 28, 2026

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Interim / Quarterly Report

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EVN

Die Zukunft gestalten

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Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025 / 26
1. Oktober 2025 – 31. März 2026
Halbjahresfinanzbericht


EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26

Kennzahlen

Highlights

Zwischenlagebericht

Segmentbericht

Konzern-Zwischenabschluss

Kennzahlen

Kennzahlen

2025/261. Halbjahr 2024/251. Halbjahr +/-% 2025/262. Quartal 2024/252. Quartal +/-% 2024/25
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 1.502 1.609 -6,7 761 785 -3,1 2.915
davon erneuerbare Energie GWh 1.209 1.212 -0,3 610 556 9,8 2.325
Stromverkauf an Endkund*innen GWh 9.677 9.753 -0,8 5.142 5.120 0,4 16.989
Gasverkauf an Endkund*innen GWh 2.627 2.663 -1,4 1.451 1.463 -0,8 3.298
Wärmeverkauf an Endkund*innen GWh 1.691 1.576 7,3 975 918 6,3 2.308
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. 1.787,0 1.731,1 3,2 956,3 927,0 3,2 3.000,0
EBITDA Mio. 553,3 512,8 7,9 305,9 259,7 17,8 909,1
EBITDA-Marge¹) % 31,0 29,6 1,3 32,0 28,0 4,0 30,3
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. 362,9 335,4 8,2 209,6 169,3 23,9 490,9
EBIT-Marge¹) % 20,3 19,4 0,9 21,9 18,3 3,7 16,4
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. 340,5 306,0 11,3 198,4 156,8 26,6 574,4
Konzernergebnis Mio. 312,4 250,6 24,7 185,6 135,1 37,4 436,7
Ergebnis je Aktie EUR 1,75 1,41 24,7 1,04 0,76 37,3 2,45
2025/261. Halbjahr 2024/251. Halbjahr +/-% 2025/262. Quartal 2024/252. Quartal +/-% 2024/25
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Bilanz
Bilanzsumme Mio. 11.184,4 10.807,9 3,5 11.184,4 10.807,9 3,5 11.030,7
Eigenkapital Mio. 6.960,8 6.579,6 5,8 6.960,8 6.579,6 5,8 6.658,8
Eigenkapitalquote¹) % 62,2 60,9 1,4 62,2 60,9 1,4 60,4
Nettoverschuldung²) Mio. 1.094,8 1.295,0 -15,5 1.094,8 1.295,0 -15,5 1.155,9
Gearing¹) % 15,7 19,8 -4,1 15,7 19,8 -4,1 17,3
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. 486,6 478,4 1,7 305,7 313,2 -2,4 918,7
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. 268,4 232,0 15,7 319,1 264,1 20,8 935,2
Investitionen³) Mio. 328,9 317,8 3,5 165,2 147,6 11,9 909,8
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 28,40 21,45 32,4 28,40 21,45 32,4 23,40
Aktienumsatz⁴) Mio. 187,6 200,2 -6,3 344,7
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. 4.884,0 3.957,0 23,4 4.884,0 3.957,0 23,4 4.209,0
Mitarbeiter*innen (VZÄ) Ø 7.672 7.702 -0,4 7.658 7.709 -0,7 7.706

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
2) inkl. langfristige Personalrückstellungen
3) in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
4) Wiener Börse, Einmalzählung des täglichen Handelsvolumens


EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Kennzahlen Highlights Zwischenlagebericht Segmentbericht Konzern-Zwischenabschluss

Inhalt

2 Kennzahlen
4 Highlights
5 Zwischenlagebericht
6 Energiewirtschaftliches Umfeld
7 Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten
8 Geschäftsentwicklung
10 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
10 Risikobericht
13 Entwicklung der Segmente
19 Die EVN auf dem Kapitalmarkt
19 Marktumfeld und Performance
19 Aktionär*innenstruktur
19 Externe Ratings

20 Konzern-Zwischenabschluss
20 Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung
21 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
22 Konzern-Bilanz
23 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
24 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung
25 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
35 Erklärung des Vorstands
36 Finanzkalender 2026 und 2027
36 Basisinformationen EVN Aktie
37 Kontakt und Impressum


EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Kennzahlen
Highlights
Zwischenlagebericht
Segmentbericht
Konzern-Zwischenabschluss

Highlights

Solider Geschäftsvorlauf – diversifiziertes Geschäftsmodell gleicht unterdurchschnittliche Erzeugungsbedingungen aus

→ Zuwächse verzeichneten – gestützt durch Investitionen in organisches Wachstum – das regulierte Netzsegment sowie das Segment Südosteuropa
→ Deutlicher preis- und mengenbedingter Ergebnisrückgang im Segment Erzeugung
→ Operative Ergebnisnormalisierung der EVN KG
→ Geringere Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Tochtergesellschaften RAG und Burgenland Energie
→ Unbare positive Einmaleffekte aus der Entkonsolidierung des internationalen Projektgeschäfts führten zu höherem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs
→ Umsatz +3,2 %, EBITDA +7,9 %, Konzernergebnis +24,7 %

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

→ Deutlich kühlere Witterung in Österreich und Nordmazedonien, deutlich mildere Witterung in Bulgarien
→ Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser in Österreich deutlich unter langjährigem Durchschnitt und Vorjahresniveau
→ Durchschnittliche Spot-Großhandelspreise für Grundlaststrom unter Vorjahresniveau

Weitere Fortschritte beim Ausbau der Windkraft-, Photovoltaik- und Batteriespeicherkapazitäten

→ Windkraft: 561 MW; Ausbauziel: 770 MW bis 2030
→ Photovoltaik: 133 MWp; Ausbauziel: 300 MWp bis 2030
→ Batteriespeicher: 12 MW; Ausbauziel: 300 MW bis 2030

Neue Kooperation zum Ausbau der E-Ladeinfrastruktur

→ EVN wird an AVIA-Tankstellen in ganz Österreich E-Schnellladestationen errichten

Investitionsprogramm mit jährlich etwa 1 Mrd. Euro bis 2030

→ Davon rund vier Fünftel in Niederösterreich mit Schwerpunkten auf Netzinfrastruktur, erneuerbarer Erzeugung, Batteriespeichern, E-Ladeinfrastruktur sowie Trinkwasserversorgung
→ Transformation des Energiesystems als Wachstumsperspektive im Einklang mit der Strategie 2030 der EVN

Verkauf des internationalen Projektgeschäfts abgeschlossen

→ Closing des Verkaufs nach Erfüllung aller Bedingungen für den Vollzug der Transaktion per 2. März 2026
→ Positiver Effekt für die Nettoverschuldung der EVN durch Eingang des Kaufpreises in Höhe von 100,0 Mio. Euro sowie Ablöse konzerninterner Cash-Pooling-Forderungen

Externe Ratings bestätigt

→ Moody's: A1, Ausblick stabil
→ Scope Ratings: A+, Ausblick stabil

Langfristige finanzielle Ambition bis 2030

→ Die planmäßige Umsetzung unserer Strategie 2030 in Verbindung mit einem jährlichen Investitionsvolumen von rund 1 Mrd. Euro wird das organische Wachstum in allen Segmenten unterstützen. Auf dieser Basis streben wir für das Geschäftsjahr 2029/30 ein EBITDA in einer Bandbreite von etwa 1,1 Mrd. Euro bis 1,2 Mrd. Euro an.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und Dividendenpolitik bestätigt

→ Die EVN geht für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 unter der Annahme eines stabilen regulatorischen und energiepolitischen Umfelds von einem EBITDA und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus.
→ Das Konzernergebnis wird dabei in der Bandbreite von etwa 430 Mio. Euro bis 480 Mio. Euro erwartet.
→ Für die Geschäftsjahre ab 2025/26 soll die Dividendenausschüttung zumindest 0,90 Euro je Aktie betragen. In den Folgejahren soll die Dividendenausschüttung bis zum Geschäftsjahr 2029/30 auf zumindest 1,10 Euro je Aktie so erhöht werden, dass eine Ausschüttungsquote von rund 40 % erreicht wird.


EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Kennzahlen
Highlights
Zwischenlagebericht
Segmentbericht
Konzern-Zwischenabschluss

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft zeigt sich weiterhin belastet und befindet sich in einem zunehmend fragilen Umfeld. Laut dem Internationalen Währungsfonds schwächt sich das globale Wachstum 2026 auf rund 3,1 % ab, vor allem bedingt durch geopolitische Spannungen und steigende Energiepreise. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten dämpft zudem den internationalen Handel sowie die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Gleichzeitig bleibt der technologische Fortschritt, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, ein wichtiger Wachstumstreiber, auch wenn die gesamtwirtschaftlichen Produktivitätsimpulse daraus bislang begrenzt bleiben. Obwohl Schwellenländer überdurchschnittlich stark von höheren Energie- und Finanzierungskosten betroffen sind, zeigen einige Volkswirtschaften weiterhin solides Wachstum. Die Wirtschaft Chinas wächst weniger stark als in früheren Jahren und steht vor strukturellen Anpassungen, während Indien von der demografischen Entwicklung und von Investitionen profitiert.

Auch der Euroraum ist derzeit stark von Unsicherheit geprägt und verzeichnet ein entsprechend verhaltenes Wirtschaftswachstum. Während sich der Dienstleistungssektor relativ stabil zeigt, bleibt die industrielle Produktion in vielen Mitgliedsstaaten gedämpft. Der Arbeitsmarkt präsentiert sich insgesamt robust, auch wenn sich die Dynamik bei Neueinstellungen zuletzt abgeschwächt hat. Gleichzeitig stehen viele Länder vor

strukturellen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel sowie geringen Produktivitätszuwächsen. Insgesamt zeigt sich die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum vorsichtig positiv, bleibt jedoch stark abhängig von geldpolitischen Entscheidungen und externen Risiken. Nach einem Plus von rund 1,4 % im Jahr 2025 wird für 2026 und 2027 mit weiterhin moderaten Wachstumsraten zwischen 0,8 % und 1,2 % bzw. zwischen 1,1 % und 1,4 % gerechnet.

Die österreichische Wirtschaft hat sich 2025 nach zwei Rezessionsjahren mit einem Wachstum von 0,6 % nur langsam stabilisiert, die Erholung bleibt insgesamt auch fragil. Für 2026 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute ein verhaltenes reales Wachstum zwischen rund 0,5 % und 0,9 % und damit deutlich weniger als noch Ende 2025 prognostiziert. Hauptbelastungsfaktoren sind der starke Anstieg der Energiepreise infolge geopolitischer Spannungen sowie eine weiterhin gedämpfte Industriekonjunktur. Besonders der produzierende Sektor leidet unter hohen Kosten, schwacher Auslandsnachfrage und eingeschränkter Wettbewerbsfähigkeit. Der private Konsum entwickelt sich nur moderat, da die Inflation mit etwa 2,7 % bis 2,9 % auch 2026 über dem EZB-Ziel liegt und die realen Einkommen belastet. Relativ stabil zeigt sich momentan der Arbeitsmarkt, allerdings steigt die Arbeitslosenquote leicht an und dürfte erst 2027 wieder zurückgehen. Die Investitionen bleiben aufgrund hoher Unsicherheit und restriktiver Finanzierungsbedingungen verhalten. Gleichzeitig befindet sich der

öffentliche Haushalt in einer angespannten Lage: Das Budgetdefizit liegt weiterhin über der Maastricht-Grenze der EU, wodurch zusätzliche Konsolidierungsdruck entsteht. Für 2027 wird eine allmähliche Belebung der Konjunktur bei Wachstumsraten zwischen 0,8 % und 1,3 % erwartet, sofern sich das internationale Umfeld beruhigt. Insgesamt steht Österreich vor einer langsamen und unsicheren Erholung, die stark von den Energiepreisen, der Exportnachfrage sowie wirtschaftspolitischen Entscheidungen abhängt.

Die bulgarische Wirtschaft wuchs in den vergangenen Jahren kräftig und zählte 2025 mit einem BIP-Wachstum von rund 3 % zu den dynamischeren Volkswirtschaften in der EU. Für 2026 rechnen internationale Institutionen mit einer moderaten Abschwächung des Wachstums auf etwa 2,7 % bis 2,9 %, für 2027 wird ein Wachstum zwischen 2,1 % und 3,1 % erwartet. Treiber bleiben der private Konsum, steigende Investitionen und eine hohe Mittelzufuhr aus EU-Programmen, insbesondere aus dem Wiederaufbaufonds. Der Beitritt zur Eurozone Anfang 2026 stärkt das Vertrauen von Investor*innen, senkt Transaktionskosten und unterstützt die Kreditvergabe. Die Inflation bleibt bei 3 % bis 4 % und liegt damit über dem Durchschnitt der Eurozone, getrieben vor allem durch die Preise von Dienstleistungen und Nahrungsmitteln. Der Arbeitsmarkt zeigt sich mit einer niedrigen Arbeitslosenquote von unter 4 % weiterhin sehr robust; der Fachkräftemangel bleibt ein zentrales strukturelles

Problem. Der Außenhandel trägt nur begrenzt zum Wachstum bei, da steigende Importe die Exportdynamik dämpfen. Vergleichsweise solide bleiben die öffentlichen Finanzen, auch wenn steigende Ausgaben für Landesverteidigung und Investitionen das Budgetdefizit erhöhen. Insgesamt befindet sich Bulgarien auf einem stabilen Wachstumspfad, steht jedoch vor der Herausforderung, hohe Inflation, demografische Engpässe und externe Unsicherheiten zu bewältigen.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Kroatien zeigte sich mit Wachstumsraten von 3,8 % in den Jahren 2023 und 2024 nach der Pandemie äußerst dynamisch. Seitdem verlangsamt sich das Wachstum schrittweise, bleibt aber deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums. Getragen wird die Konjunktur vor allem vom privaten Konsum, der durch steigende Realöhne, hohe Beschäftigung und robuste Tourismuszahlen unterstützt wird. Auch die Investitionen leisten einen wichtigen Beitrag, insbesondere durch die weiterhin hohe Nutzung von EU-Mitteln aus dem Wiederaufbau- und Resilienzfonds. Gleichzeitig dämpfen steigende Importe und eine schwächere Dynamik im Dienstleistungsexport den Wachstumsbeitrag des Außenhandels. Ein zentrales Thema bleibt in Kroatien die Inflation: Nach einem Wert von mehr als 4 % im Jahr 2025 wird zwar für 2026 ein Rückgang erwartet, dennoch bleibt der Preisauftrieb über dem Vorkrisenniveau und über dem Durchschnitt der Eurozone. Der Arbeitsmarkt zeigt sich mit einer Arbeitslosenquote von unter

BIP-Wachstum

2027^{1} 2026^{2} 2025^{e} 2024 2023
EU-28^{1 2 3} 1,4 1,1 bis 1,2 1,2 bis 1,4
Österreich^{1 2 3 4} 1,1 bis 1,4 0,8 bis 1,2
Bulgarien^{1 2 3 5} 2,1 bis 3,1 2,5 bis 3,1
Kroatien^{1 2 3 5} 2,5 bis 2,7 2,7 bis 2,9
Nordmazedonien^{1 3 5} 3,0 bis 3,3 3,0 bis 3,3 3,2 bis 3,4

1) Quelle: "European Economic Forecast, Autmn 2025", EU-Kommission, November 2025
2) Quelle: "Frühlingz-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2026-2027", IHS, April 2026
3) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2026
4) Quelle: "Prognose 2026 und 2027: Iran-Krieg gefährdet die Konjunkturerhöhung", WIFO, April 2026
5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Jänner 2026


5 % zwar robust, doch gewinnen strukturelle Engpässe durch die Knappheit von Arbeitskräften und den demografischen Wandel an Brisanz. Die öffentlichen Finanzen Kroatiens zeigen sich stabil; das Budgetdefizit liegt bei knapp 3 % und der Schuldenstand bei rund 56 % des BIP. Für 2026 rechnen internationale Institutionen mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 2,6 % und 2,9 %, für 2027 wird ein etwas schwächeres Wachstum von rund 2,3 % bis 2,7 % prognostiziert. Damit befindet sich Kroatien in einer soliden konjunkturellen Position, sofern Inflation und Arbeitskräftemangel nachhaltig eingegrenzt werden können.

Die Wirtschaft Nordmazedoniens hat sich in den vergangenen Jahren robust entwickelt und wuchs 2025 mit einem Plus von rund 3,5 % stärker als im langfristigen Durchschnitt. Für 2026 wird mit einer leichten Abschwächung des Wachstums auf 3,0 % bis 3,3 % gerechnet, womit das Land dennoch über dem Durchschnitt der Region Westbalkan bleibt. Getragen wird die Konjunktur vor allem vom privaten Konsum aufgrund steigender Löhne sowie umfangreichen Investitionen in Bau- und

Infrastrukturprojekte. Öffentliche Investitionen und Reformprogramme im Zusammenhang mit dem EU-Annäherungsprozess unterstützen das Wachstum ebenfalls, während der Außenhandel durch eine schwächere Nachfrage wichtiger Partnerländer gebremst wird. Die Inflation ist nach einem zeitweisen Rückgang Anfang 2026 zuletzt wieder deutlich gestiegen und dürfte im Jahresdurchschnitt 4 % bis 4,5 % erreichen, insbesondere getrieben durch höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise. Der Arbeitsmarkt zeigt Fortschritte, bleibt mit einer hohen Arbeitslosenquote von über 12 %, vor allem bei jungen und gering qualifizierten Arbeitskräften, jedoch strukturell angespannt. Herausfordernd bleiben auch die öffentlichen Finanzen Nordmazedoniens: Das Budgetdefizit liegt bei etwa 4 % des BIP, hinzu kommt hoher Refinanzierungsbedarf in den kommenden Jahren. Steigende Energieimporte belasten die Leistungsbilanz und erhöhen die externe Verwundbarkeit der Volkswirtschaft. Die Wachstumsprognosen internationaler Institutionen für 2027 liegen bei rund 3,0 %, sofern sich das externe Umfeld beruhigt und Reformen fortgesetzt werden.

Energiewirtschaftliches Umfeld
2025/26 2024/25 2025/26 2024/25
1. Halbjahr 1. Halbjahr 2. Quartal 2. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf¹⁾
Österreich % 107,9 99,9 103,3 100,2
Bulgarien % 87,8 92,9 96,5 88,5
Nordmazedonien % 89,4 81,4 91,1 80,5
Primärenergie und CO₂-Emissionszertifikate
Gas – THE²⁾ EUR/MWh 36,4 45,9 36,4 48,1
CO₂-Emissionszertifikate EUR/tonne 78,6 70,0 78,6 73,9
Strom – EPEX Spotmarkt³⁾
Grundlaststrom EUR/MWh 117,0 120,8 117,0 126,2
Spitzenlaststrom EUR/MWh 134,1 142,9 134,1 140,5

¹⁾ Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.
²⁾ Trading Hub Europe (THE) - EEX-Sturgenzen Energie Exchange/-Börsepreis für Erdgas
³⁾ EPEX Spot - European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/-
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal Absolut %
Stromerzeugung 1.502 1.609 -107 -6,7 761 785 -24 -3,1
davon erneuerbare Energie 1.209 1.212 -4 -0,3 610 556 55 9,8
davon Wärmekraftwerke 293 397 -104 -26,2 151 229 -79 -34,2
Netzabsatz
Strom 12.934 12.757 178 1,4 6.815 6.669 146 2,2
Erdgas¹⁾ 8.297 8.885 -588 -6,6 4.302 4.514 -212 -4,7
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom 9.677 9.753 -75 -0,8 5.142 5.120 22 0,4
davon Mittel- und Westeuropa²⁾ 2.913 3.197 -284 -8,9 1.414 1.573 -160 -10,1
davon Südosteuropa 6.765 6.556 209 3,2 3.728 3.547 182 5,1
Erdgas 2.627 2.663 -36 -1,4 1.451 1.463 -12 -0,8
Wärme 1.691 1.576 115 7,3 975 918 58 6,3
davon Mittel- und Westeuropa²⁾ 1.535 1.413 122 8,6 877 823 53 6,5
davon Südosteuropa 156 162 -7 -4,2 99 95 4 4,3

¹⁾ Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN
²⁾ Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland

Energiewirtschaftliches Umfeld

Das erste Halbjahr 2025/26 war in Österreich und Nordmazedonien von einer deutlich kälteren Witterung geprägt als der Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten Energiebedarf – lag in Österreich sogar über dem langjährigen Durchschnitt. In Bulgarien hingegen zeigte sich die Witterung milder als im Vergleichszeitraum.

Die Erzeugungskoeffizienten für Wind und Wasser lagen in der Berichtsperiode in allen Kernmärkten der EVN deutlich unter dem Vorjahresniveau und dem langjährigen Durchschnitt. Einzige Ausnahme war die Wasserführung in Nordmazedonien, die den langjährigen Durchschnittswert sogar deutlich übertraf.

Trotz des instabilen geopolitischen Umfelds zeigten die Primärenergiepreise für Erdgas im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Rückgang, da sich der Anstieg im Gefolge der Irankrise in

EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26

Highlights

Zwischenlagebericht

Segmentbericht

Konzern-Zwischenabschluss

der Berichtsperiode noch nicht im vollen Umfang auswirkte. Konkret reduzierte sich der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas von zuvor 45,9 Euro pro MWh auf 36,4 Euro pro MWh. Dieser Entwicklung folgten auch die Marktpreise für Strom. Die Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom lagen in der Berichtsperiode mit durchschnittlich 117,0 Euro pro MWh bzw. 134,1 Euro pro MWh unter den Vorjahreswerten von

120,8 Euro pro MWh bzw. 142,9 Euro pro MWh. Der Preis für $\mathrm{CO}_{2}$-Emissionszertifikate entwickelte sich in der Berichtsperiode uneinheitlich, lag mit durchschnittlich rund 78,6 Euro pro MWh insgesamt jedoch über dem Wert des Vorjahres von rund 70,0 Euro pro MWh. Die Einspeisung von erneuerbarem Strom, insbesondere aus Photovoltaikanlagen, beeinflusst die Entwicklung der Strompreise mittlerweile sehr stark.

Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten

In Umsetzung der Strategie 2030 hat die EVN im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 weitere Fortschritte beim Ausbau ihrer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten erzielt. Konkret konnte die installierte Leistung im Bereich Windkraft auf 561 MW und im Bereich Photovoltaik auf 133 MWp erhöht werden. Ergänzend zum Ausbau von Windkraft und Photovoltaik setzen wir zur Verwirklichung unserer Ziele bis 2030 auf die Errichtung und den Betrieb von Großbatteriespeichern. Diese werden vor allem an bestehenden Kraftwerksstandorten installiert und dienen dazu, durch Flexibilitätsmanagement die Vermarktung des erzeugten Ökostroms zu optimieren.

Der kontinuierliche Ausbau unseres erneuerbaren Erzeugungsportfolios wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Bis zum Jahr 2030 liegen die Ausbauziele gemäß unserer Strategie 2030 für Wind bei 770 MW, für Photovoltaik bei 300 MWp und für Batteriespeicher bei 300 MW. Aktuell arbeiten wir an der Umsetzung folgender Projekte:

→ Errichtung Windpark Neusiedl an der Zaya (14 MW)
→ Repowering Windpark Großsierning (Leistungssteigerung auf 26,5 MW)
→ Errichtung Windpark Großkrut-Poysdorf (14 MW)
→ Errichtung Photovoltaikanlage Ollersdorf (5,3 MWp)
→ Errichtung Batteriespeicher Theiß (70 MW)
→ Errichtung Batteriespeicher Dürnrohr (16 MW)

Stromerzeugungs- und Speicherkapazitäten

31.03.2026 30.09.2025
MW % MW %
Erneuerbare Energie 1.022 87,3 980 60,9
davon Wasserkraft¹⁾ 310 26,5 310 19,3
davon Windkraft 561 47,9 532 33,0
davon Photovoltaik 133 11,4 120 7,5
davon Biomasse 17 1,5 17 1,1
Wärmekraft 137 11,7 622 38,6
davon Erdgas²⁾ 90 7,7 575 35,7
davon Energieknoten Dürnrohr³⁾ 47 4,0 47 2,9
Batteriespeicher 12 1,0 8 0,5
Summe 1.171 100,0 1.610 100,0

1) HKI: Strombezugsrechte aus den Denaukraftwerken Melk, Greifenstein und Freudenau sowie Beteiligungen an den Kraftwerken Nussdorf in Wien und Achta in Albanien sowie an der Verbund Einkraftwerke.
2) Cogeneration- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich und Bulgarien. Reduktion der Kapazität, da der Vertrag zur Bereitstellung von Reserveleistung vom Übertragungsnetzbetreiber APS nicht über den 30. September 2025 verlängert wurde.
3) Beinhaltet die Dampfauskopplung aus der thermischen Abfallverwertung in Dürnrohr.

Geschäftsentwicklung

Außenumsatz nach Segmenten 1. Halbjahr

Mio. EUR

2024/25

2025/26

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EBIT nach Segmenten 1. Halbjahr

Mio. EUR

2024/25

2025/26

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Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

→ Umsatz: +3,2 % auf 1.787,0 Mio. Euro
→ EBITDA: +7,9 % auf 553,3 Mio. Euro
→ EBIT: +8,2 % auf 362,9 Mio. Euro
→ Konzernergebnis: +24,7 % auf 312,4 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Halbjahr 2025/26 einen Anstieg um 3,2 % auf 1.787,0 Mio. Euro, der vor allem auf regulatorisch bedingte Preiseffekte bei den Verteilnetzgesellschaften in Niederösterreich und Bulgarien zurückzuführen war. Dieser positive Entwicklung stand ein preis- und mengenbedingter Umsatzrückgang im Bereich der erneuerbaren Erzeugung gegenüber. Hinzu kam, dass der Vertrag zur Bereitstellung von Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß vom Übertragungsnetzbetreiber APG nicht verlängert wurde und das Kraftwerk auch nicht für den Markt produziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge hatten im Vorjahr Versicherungsentschädigungen für Schäden im Zusammenhang mit dem Hochwasser in Niederösterreich im September 2024 enthalten. In der Berichtsperiode wiederum war ein positiver Einmaleffekt aus einem Unternehmenserwerb zu verbuchen. Per Saldo verzeichnete die Position im Berichtszeitraum einen Rückgang um 7,6 % auf 85,4 Mio. Euro.

Beim Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger wurde der vor allem durch höhere vorgelagerte Netzkosten bei der Netz Niederösterreich und gestiegene Beschaffungskosten bei der EVN Wärme verursachte Anstieg durch geringere Beschaffungsmengen und -kosten für Erdgas sowie gesunkene Beschaffungskosten in der Erzeugung ausgeglichen. Die bulgarische Netzgesellschaft verzeichnete dabei trotz rückläufiger Bezugskosten für Netzverluste einen Anstieg im Aufwand für Fremdstrombezug, da sie im Vorjahr staatliche Kompensationszahlungen zur Abdeckung der Mehrkosten erhalten hatte. In Summe lag die Position mit 916,9 Mio. Euro per Saldo nahezu unverändert auf Vorjahresniveau.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen im Jahresabstand um 12,6 % auf 133,2 Mio. Euro zurück. Der Vorjahreswert war hier von den – durch Versicherungen gedeckten – Reparaturaufwendungen für Hochwasserschäden geprägt gewesen.

Kollektivvertragliche Anpassungen führten zu einer Zunahme des Personalaufwands um 7,3 % auf 240,2 Mio. Euro. Der durchschnittliche Personalstand lag mit 7.672 Mitarbeiter*innen unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 7.702.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Jahresabstand um 5,3 % auf 96,7 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter sank um 10,2 % auf 68,0 Mio. Euro. Rückläufig entwickelten sich dabei vor allem die Ergebnisbeiträge der RAG (nach einem außerordentlich hohen Vorjahresniveau), der Burgenland Energie sowie der Verbund Innkraftwerke. Bei der für den Energievertrieb verantwortlichen EVN KG setzte sich die operative Ergebnisnormalisierung zwar fort, wurde jedoch durch die Bildung einer Rückstellung im Zusammenhang mit dem neuen, gesetzlich vorgeschriebenen Sozialtarif gedämpft.

Als Resultat dieser Entwicklungen verbesserte sich das EBITDA im Jahresabstand um 7,9 % auf 553,3 Mio. Euro.

Das hohe Investitionsniveau der EVN führte zu einem Anstieg der Abschreibungen inklusive der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 7,4 % auf 190,5 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBIT dadurch mit 362,9 Mio. Euro um 8,2 % über dem Vorjahresniveau.

Das in der Vergleichsperiode durch einen Währungseffekt im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der beiden klär-schlammbetriebenen Blockheizkraftwerke in Moskau belastete Finanzergebnis der EVN verbesserte sich in der Berichtsperiode auf –22,3 Mio. Euro (Vorjahr: –29,4 Mio. Euro).

Struktur der Investitionen

1. Halbjahr

% Gesamtsummen Mio. EUR

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In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein Anstieg von 11,3 % auf 340,5 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des auf 37,8 Mio. Euro gesunkenen Ertragsteueraufwands (Vorjahr: 41,3 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile lag das Konzernergebnis bei 312,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 24,7 %. Im Konzernergebnis ist auch das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs gemäß IFRS 5 mit 32,5 Mio. Euro enthalten (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro), das die im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung des internationalen Projektgeschäfts erforderliche erfolgswirksame Realisierung der bislang im Eigenkapital erfassten kumulativen Erträge (OCI-Recycling) aus Fremdwährungseffekten sowie Bewertungen umfasst.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. März 2026 mit 11.184,4 Mio. Euro um 1,4 % über dem Wert zum 30. September 2025.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte verzeichneten dabei im ersten Halbjahr 2025/26 investitionsbedingt jeweils Zuwächse. Zum Stichtag nahmen auch die Beteiligungsansätze der at Equity einbezogenen Unternehmen zu, und auch der Wert der in den sonstigen Beteiligungen ausgewiesenen Verbund-Aktien zeigte einen leichten Anstieg: Der Stichtagskurs der Verbund-Aktie

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Bilanzstruktur zum Stichtag

notierte bei 65,65 Euro im Vergleich zu 61,90 Euro zum 30. September 2025.

Die Vereinbarung mit der STRABAG über den Verkauf des internationalen Projektgeschäfts sieht vor, dass für die beiden Projekte in Kuwait und Bahrain Garantien, aber auch Ansprüche aus zukünftigen Zahlungseingängen im Rahmen eines Earn-outs bei der EVN verbleiben. Die bilanzierten Forderungen aus diesen Projekten belaufen sich auf 127,9 Mio. Euro und werden mit zukünftigen Projektzahlungseingängen ausgeglichen. Mit dem Closing des Verkaufs wurde der Barwert dieser Forderungen großteils im übrigen langfristigen Vermögen bilanziert. In Summe erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte damit um 5,1 % auf 10.107,4 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 23,7 % auf 1.077,0 Mio. Euro ab. Dieser Rückgang spiegelt die Entkonsolidierung der bis zum Closing des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts hier enthaltenen Position „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" wider. Demgegenüber kam es saisonal und stichtagsbedingt bei der EVN Wärme und den Vertriebsgesellschaften in Südosteuropa zu einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zudem führte der Eingang des Kaufpreises für das internationale Projektgeschäft

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in Höhe von 100,0 Mio. Euro und die Ablöse konzerninterner Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 106,0 Mio. durch die STRABAG zu einem Anstieg der Veranlagungen in Cash-Fonds sowie der liquiden Mittel.

Das Eigenkapital der EVN lag nach dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 mit 6.960,8 Mio. Euro durch das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sowie die positiven erfolgreichen Bewertungen trotz der im März 2026 erfolgten Dividendenausschüttung von 0,90 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2024/25 über dem Wert zum 30. September 2025. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. März 2026 auf 62,2 % (30. September 2025: 60,4 %).

Die langfristigen Schulden der EVN lagen im Berichtszeitraum mit 3.253,7 Mio. Euro um 3,4 % über dem Wert zum 30. September 2025. Ein Grund für diesen Anstieg sind höhere Baukosten- und Investitionszuschüsse infolge der vermehrten Investitionstätigkeit. Darüber hinaus erhöhten sich die langfristigen Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der gestiegenen Bewertung der Verbund-Aktie.

Die kurzfristigen Schulden der EVN reduzierten sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 20,9 % auf 970,0 Mio. Euro. Analog zur Aktivseite erfolgte die Entkonsolidierung der bis zum Closing des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts hier enthaltenen Position „Zur Veräußerung gehaltene Schulden“. Zudem kam es zu einer saisonalen stichtagsbedingten Reduktion der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Lieferant*innen. Gegenläufig dazu verzeichneten die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften, die Steuerverbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten der EVN Gruppe aus dem Liquiditätsausgleich mit der EVN KG Zuwächse.

Geldflussrechnung

Der für den Cash Flow aus dem Ergebnis für das erste Halbjahr 2025/26 relevante Ausgangswert von 372,8 Mio. Euro (Vorjahr: 320,1 Mio. Euro) setzt sich aus dem in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen, im Jahresabstand gestiegenen Ergebnis vor Ertragsteuern und dem Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich zusammen (siehe dazu auch die Überleitung im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss auf Seite 29).

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Halbjahr 2025/26 mit 486,6 Mio. Euro um 1,7 % über dem Vorjahreswert. Hauptfaktoren dieser Erhöhung waren der im Berichtszeitraum verzeichnete Ergebnisanstieg, investitionsbedingt gestiegene planmäßige Abschreibungen sowie eine im Jahresabstand geringere negative Korrektur der unbaren Ergebniskomponenten im Zusammenhang mit dem Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen. Dem stand eine Korrektur unbarer Ergebniskomponenten im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung des internationalen Projektgeschäfts (OCI-Recycling) dämpfend gegenüber.

Das Working Capital war – analog Vorjahr – durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei der EVN Wärme und den Vertriebsgesellschaften in Südosteuropa sowie gleichzeitig höheren Lieferverbindlichkeiten geprägt. Per Saldo ergaben diese Entwicklungen einen operativen Cash Flow von 268,4 Mio. Euro (Vorjahr: 232,0 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –98,4 Mio. Euro (Vorjahr: –217,2 Mio. Euro). Er war durch den Eingang des Verkaufspreises für das internationale Projektgeschäft, die Ablöse konzerninterner Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 106,0 Mio. Euro durch die STRABAG sowie höhere Baukosten- und Investitionszuschüsse geprägt, gleichzeitig nahmen die Investitionen im Jahresabstand zu. Zudem wurde Liquidität in Cash-Fonds veranlagt, die in den kurzfristigen Finanzinvestitionen abgebildet werden.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich für das erste Halbjahr 2025/26 – er belief sich auf –179,0 Mio. Euro (Vorjahr: –90,7 Mio. Euro) – war von laufenden planmäßigen Tilgungen sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2024/25 geprägt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war hier die Emission eines Schuldscheindarlehens über 100 Mio. Euro erfasst worden.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –9,0 Mio. Euro (Vorjahr: –75,9 Mio. Euro), die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. März 2026 auf 125,0 Mio. Euro (Vorjahr: –0,7 Mio. Euro). Gleichzeitig standen der EVN vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 770 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang dargestellt.

Risikobericht

gemäß § 125 Abs. 4 Börsegesetz 2018

Risikoprofil

Das Risikoprofil des EVN Konzerns ist vor allem durch die branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten und insbesondere durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen geprägt. Die Kategorisierung all dieser Aspekte folgt dem Risikomanagementprozess der EVN.

Ad-hoc-Analysen waren im Berichtszeitraum nicht erforderlich, es erfolgte jedoch zum Ende des ersten Halbjahres 2025/26 die reguläre Aktualisierung der Bewertung der Risiken mit potenziell hohen Auswirkungen. Das Risikomanagement berichtete über diese Risiken sowie deren Auswirkungen auch dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der EVN.

Das identifizierte Gesamtrisikoprofil hat sich seit dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 30. September 2025 nicht wesentlich verändert. Gegenwärtig sind keine Risiken für die Zukunft erkennbar, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten. In der nachfolgenden Tabelle werden die Risikokategorien der EVN erläutert.

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Wesentliche Risiken und Chancen der EVN und Maßnahmen zur Risikominimierung

Risiko-/Chancenkategorie Beschreibung Maßnahme zur Risikominimierung
Betrieb, Prozesse und Systeme Betriebs-, Prozess- und Systemrisiken – Risiken, die sich aus den täglichen Betriebsabläufen, den zugrunde liegenden Prozessen und den verwendeten Systemen ergeben. Dazu gehören Fehler in Betriebsprozessen, Systemausfälle und Qualitätsprobleme. Prozessmanagement; Dokumentation; internes Kontrollsystem (IKS); Monitoring der Modellparameter und regelmäßige Updates; Vier-Augen-Prinzip; Beheben von technischen Schwachstellen; regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und künftig benötigten Infrastruktur
Compliance Compliance-Risiken – Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung von Gesetzen, Vorschriften, Richtlinien und Standards (u. a. Menschenrechte, DSGVO) ergeben und rechtliche Sanktionen, Strafen oder andere rechtliche Konsequenzen haben Internes Kontrollsysteme; einheitliche Richtlinien und Standards; Verhaltenskodex; Compliance-Organisation
Energiepreisschwankungen Energiepreisschwankungsrisiken – Risiken, die durch Schwankungen der Energiepreise entstehen. Diese können durch Marktbedingungen, politische Entscheidungen oder andere externe Faktoren beeinflusst werden. Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungsstrategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung der Kundinnensegmente sowie Geschäftsfelder; auf Kundinnenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette; längerfristiger Verkauf von Erzeugungskapazitäten
Finanzen Finanzrisiken – Risiken, die sich auf die finanzielle Stabilität und Leistung eines Unternehmens auswirken. Dazu gehören Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken (Wechselkurs-, Zins- und Preisänderungsrisiken). Überwachung; Absicherungsinstrumente; langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung; Absicherung des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien); Monitoring des Verlustpotenzials, Anlagerichtlinien, Zinsbindung in Finanzierungsverträgen; Bonitäts-Monitoring und Kreditlimits
Handelspartner*innen Handelspartnerinnensrisiken – Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von Handelspartnerinnen ergeben. Dazu gehören das Risiko von Zahlungsausfällen sowie das Risiko von Vertragsbrüchen. Vertragliche Konstruktionen; Bonitäts-Monitoring und Kreditlimitsystem; laufendes Monitoring des Kundinnenverhaltens; Absicherungsinstrumente; gezielte Diversifizierung der Geschäftspartnerinnen
Kund*innen Kundinnenrisiken – Risiken, die sich aus der Beziehung zu Kundinnen ergeben. Dazu gehören Zahlungsausfälle, der Verlust wichtiger Kundinnen (Endkundinnen, Industriekundinnen) und Änderungen in der Kundinnenzufriedenheit. Vertragliche Konstruktionen; Bonitäts-Monitoring und Kreditlimitsystem; laufendes Monitoring des Verhaltens und der Zufriedenheit der Kund*innen
Lieferkette Lieferkettenrisiken – Risiken durch Abhängigkeit von Lieferant*innen und der globalen Lieferkette, einschließlich von Unterbrechungen, Qualitätsproblemen, Verzögerungen und Nichterfüllung von Verpflichtungen Partnerschaften; möglichst weitgehende vertragliche Absicherung; externe Expertise
Mitarbeiter*innen Mitarbeiterinnenrisiken – Risiken, die sich aus der Belegschaft eines Unternehmens ergeben. Dazu gehören Fehlverhalten, Unzufriedenheit, Ausfall von Mitarbeiterinnen sowie Risiken im Zusammenhang mit der Rekrutierung, Bindung, Schulung und Leistung der Mitarbeiter*innen. Attraktives Arbeitsumfeld; Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge; flexible Arbeitszeitmodelle; Schulungen; Veranstaltungen für Mitarbeiter*innen zum Informationsaustausch und zum Networking; internes Kontrollsystem (IKS)
Nachfrage (kund*innenseitig) Nachfragrisiken – Risiken, die sich aus Veränderungen in der Nachfrage nach Energie und anderen Ressourcen ergeben, einschließlich der Verschiebung hin zu erneuerbaren Energien, Selbstversorgung und Änderungen im Verbrauchsverhalten aufgrund von Temperaturansliegen oder technologischen Fortschritten Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungsstrategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung der Kundinnensegmente sowie Geschäftsfelder; auf Kundinnenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette; längerfristiger Verkauf von Erzeugungskapazitäten
Meteorologie Meteorologische Risiken – Risiken, die sich aus kurzfristigen und unvorhersehbaren Wetterereignissen ergeben, einschließlich von Änderungen in Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Sonneneinstrahlung und Bewölkunggrad sowie Naturkatastrophen und extremen Wetterereignissen (Stürme, Hitzewellen, Kältewellen, Starkregen, Dürreperioden). Klimarisikoanalyse; Katastrophen- und Notfallpläne; Versicherungen; regelmäßige Messungen der Wasserqualität; geeignete Sicherheitsvorkehrungen
Regulatorik und Recht Regulatorische und Rechtsrisiken – Risiken, die aus Änderungen in Gesetzen und Vorschriften (sowie Umweltvorschriften), rechtlichen Streitigkeiten sowie geopolitischen Spannungen entstehen Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene; angemessene Dokumentation und Leistungsverrechnung; Rechtsberatung
Reputation Reputationsrisiken – Risiken, die das Ansehen des Unternehmens beeinträchtigen können. Diese können durch ungenügende Öffentlichkeitsarbeit, Skandale oder andere Ereignisse verursacht werden. Transparente und proaktive Kommunikation; nachhaltige Unternehmenssteuerung

Wesentliche Risiken und Chancen der EVN und Maßnahmen zur Risikominimierung

Risiko-/Chancenkategorie Beschreibung Maßnahme zur Risikominimierung
Ressourcen und Kosten Ressourcen- und Kostenrisiken – Risiken im Zusammenhang mit höheren Kosten und eingeschränkter Verfügbarkeit von (kritischen) Rohstoffen, Wasser und Materialien Strategisches Lieferant*innenmanagement; Warenmanagement; möglichst langfristige vertragliche Absicherung in der Beschaffung
Cyber- und Gebäudesicherheit Cyber- und Sicherheitsrisiken – Risiken, die sich aus Sicherheitsbedrohungen und Cyberangriffen ergeben. Dazu gehören physische Sicherheitsrisiken, Sabotage und Bedrohungen der IT-Infrastruktur. Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung; Back-up-Systeme; technische Wartung; externe Prüfung; Arbeitssicherheitsmaßnahmen; Krisenübungen
Strategie und Investitionen Strategische und Investitionsrisiken – Risiken im Zusammenhang mit Fusionen, Übernahmen, neuen Projekten und strategischen Investitionen und Beteiligungen Umfassende Legal Due Diligence; Zukauf von Expertise/Rechtsberatung; Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring; vertragliche Absicherung; effizientes Projektmanagement
Technologie und Innovation Technologie- und Innovationsrisiken – Risiken im Zusammenhang mit technologischen Ausfällen, veralteter Technologie, der Einführung neuer Technologien, der Entwicklung innovativer Lösungen und der Anpassung an technologische Fortschritte Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten; eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte; ständige Anpassung an den Stand der Technik

Segmentbericht

Entwicklung der Segmente

Die Konzernstruktur der EVN umfasst fünf berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei all jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Änderung der Segmentstruktur

Vor dem Hintergrund des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts wird das Segment Umwelt seit Beginn des Geschäftsjahres 2025/26 nicht mehr als eigenständiges Segment ausgewiesen. Die vom Verkauf ausgenommene EVN Wasser, die für die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich verantwortlich ist, wird nun dem Segment Netze zugeordnet. Die ebenfalls vom Verkauf ausgenommenen, at Equity einbezogenen Gesellschaften für das Kläranlagenprojekt in Zagreb wiederum werden im Segment Alle sonstigen Segmente erfasst. Nach dem Closing für den Verkauf des internationalen Projektgeschäfts im März 2026 wurde dieser Geschäftsbereich zum 31. März 2026 entkonsolidiert.

Überblick

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie → Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
→ Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
→ Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund*innen und auf Großhandelsmärkten
→ Energiedienstleistungen (z. B. Planung, Errichtung und Betrieb von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität)
→ Wärmeproduktion und -verkauf
→ 45,0 %-Beteiligung an der EnergieAllianz^{1)}
→ Beteiligung als alleinige Kommanditistin an der EVN KG^{2)}
Erzeugung → Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie in thermischen Produktionskapazitäten
→ Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Niederösterreich
→ 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke (Deutschland)^{3)}
→ 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)^{3)}
Netze → Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und Erdgas in Niederösterreich
→ Internet- und Telekommunikationsdienstleistungen in Niederösterreich und im Burgenland
→ Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
Südosteuropa → Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in Bulgarien und Nordmazedonien
→ Stromverkauf an Endkund*innen in Bulgarien und Nordmazedonien
→ Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in Nordmazedonien
→ Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
→ Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
→ Energiehandel für die gesamte Region
Sonstige Geschäftsaktivitäten Alle sonstigen Segmente → 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft; diese hält 100 % der Anteile an der RAG^{7)}
→ 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding; diese ist mit 49,0 % an der Burgenland Energie beteiligt^{1)}
→ Die at Equity einbezogenen Gesellschaften für das Kläranlagenprojekt in Zagreb^{2)}
→ 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG^{2)}
→ Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbetrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.
2) Der Dividendenbetrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzsteigerung bei Wärme, Rückgang bei Strom und Erdgas

→ Rückgang im Strom- und Gasabsatz aufgrund anhaltend starken Wettbewerbs sowie der kontinuierlich steigenden Eigenversorgung aus eigenen Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern von Kund*innen
→ Steigerung des Wärmeabsatzes, getrieben von der kühleren Witterung sowie laufender Verdichtungs- und Ausbautätigkeit im Wärmenetz

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

→ Umsatzerlöse durch Preiseffekte in der Vermarktung der eigenen Erzeugung gesunken; gegenläufig dazu wirkte ein witterungsbedingter Umsatzanstieg bei der EVN Wärme.
→ Analog zur Umsatzentwicklung wirkte sich der Preisrückgang auch im Aufwand dämpfend aus.
→ Höherer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen: Die operative Ergebnisnormalisierung der EVN KG konnte trotz der gesetzlich verpflichtenden Einführung des Sozialtarifs für vulnerable Haushalte fortgesetzt werden.
→ Beendigung des Strom- und Gas-Vertriebsgeschäfts der EnergieAllianz in Deutschland per 31. Dezember 2025

Weiterhin hohes Investitionsvolumen

→ Hauptschwerpunkte: Ausbau der Fernwärmeleitungsnetze und Verbindungsleitungen sowie Revitalisierung und Leistungserweiterung bestehender Fernheizkraftwerke
→ Fertigstellung der Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in St. Pölten
→ Investitionen in Ladeinfrastruktur für E-Mobilität bei österreichischen Einzelhandelsketten

Segment-Ausblick abhängig von Marktentwicklung

→ Das Segment Energie wird im Wesentlichen durch die Vermarktung der eigenen Stromproduktion, den Geschäftsverlauf der EVN Wärme sowie den at Equity einbezogenen Energievertrieb geprägt. Obwohl die operative Ergebnisnormalisierung der EVN KG weiter voranschreitet, wird das Ergebnis durch die Einführung des Sozialtarifs für vulnerable Haushalte belastet. Das Jahresergebnis wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Marktpreise abhängen.

Kennzahlen – Energie
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/-
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom¹⁾ 2.913 3.197 -284 -8,9 1.414 1.573 -10,1
Erdgas¹⁾ 2.562 2.585 -23 -0,9 1.424 1.418 0,4
Wärme 1.535 1.414 121 8,6 844 761 10,9
Min. EUR.
Finanzkennzahlen
Außenumsatz 341,3 363,0 -21,7 -6,0 182,9 185,1 -1,2
Innenumsatz 10,0 9,0 1,0 11,5 5,7 7,2 -21,2
Gesamtumsatz 351,3 372,0 -20,7 -5,6 188,6 192,3 -1,9
Operativer Aufwand -279,8 -305,0 25,2 8,3 -152,2 -163,9 7,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter EBITDA 9,0 -3,8 12,9 -1,1 -16,2 93,3
EBITDA 80,5 63,1 17,4 27,6 35,3 12,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen -15,9 -13,9 -2,0 -14,4 -8,1 -6,9 -16,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 64,6 49,2 15,4 31,4 27,2 5,2
Finanzergebnis -2,5 -2,9 0,4 13,6 -1,5 -1,5 5,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 62,1 46,3 15,8 34,2 25,7 3,7
Gesamtvermögen 930,2 731,7 198,5 27,1 930,2 731,7 27,1
Investitionen²⁾ 48,2 49,1 -0,9 -1,9 31,7 22,5 40,9

1) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich, der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Erzeugung

Stromerzeugung unter Vorjahresniveau

→ Inbetriebnahme neuer Windparks kompensierte gesunkenes Windaufkommen
→ Unterdurchschnittliches Wasserdargebot
→ Rückgang der thermischen Stromerzeugung nach Auslaufen des Vertrags zur Bereitstellung von Reserveleistung mit dem Übertragungsnetzbetreiber APG

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern deutlich geringer als im Vorjahr

→ Ungünstigere Erzeugungsbedingungen sowie rückläufige Vermarktungspreise bedingen Umsatzrückgang
→ Erzeugungsbedingt geringerer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke
→ Planmäßige Abschreibungen investitionsbedingt leicht gestiegen; im Vorjahr war eine Wertminderung nach einer Werthaltigkeitsprüfung enthalten gewesen.

Weiterhin hohe Dynamik beim Ausbau der erneuerbaren Erzeugung

→ Inbetriebnahme von zwei Windparks im ersten Halbjahr 2025/26: Gnadendorf (28,8 MW) und Ebenfurth (Repowering; Leistungssteigerung auf 12,6 MW)

→ Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage Gaweinstal (EVN-Anteil: 3,3 MWp) im Oktober 2025
→ Batteriespeicher in Bau: Theiß (70 MW) und Dürnrohr (16 MW)
→ Derzeit arbeiten wir an folgenden Vorhaben:

  • Errichtung Windpark Neusiedl an der Zaya (14 MW)
  • Repowering Windpark Großsiering (Leistungssteigerung auf 26,5 MW)
  • Errichtung Windpark Großkrut-Poysdorf (14 MW)
  • Errichtung Photovoltaikanlage Ollersdorf (5,3 MWp)

→ Laufende Testphase bei Co-Location-Batteriespeicherprojekten

  • Batteriespeicher Trumau (6,8 MWh)
  • Batteriespeicher Dorfmühle (1,2 MWh)

Bestätigung des Segment-Ausblicks 2025/26

→ Das Ergebnis des Segments Erzeugung war im Geschäftsjahr 2024/25 wesentlich von Versicherungsgrößen im Zusammenhang mit dem Hochwasser im September 2024 geprägt gewesen. Aufgrund des Wegfalls dieses Effekts wird im Jahresvergleich ein Rückgang im EBITDA erwartet. Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen gehen wir von einem Beitrag zum Konzern-EBITDA von etwa 15 % bis 20 % aus.

Kennzahlen – Erzeugung
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/-
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Stromerzeugung 1.145 1.271 -126 -9,9 567 611 -7,1
davon erneuerbare Energie 1.047 1.072 -25 -2,3 518 485 6,8
davon Wärmekraftwerke 98 199 -102 -50,9 49 125 -60,7
Mw. EUR
Finanzkennzahlen
Außenumsatz 57,5 63,6 -6,1 -9,7 30,1 28,4 6,0
Innenumsatz 93,1 125,0 -31,9 -25,5 46,9 58,9 -20,4
Gesamtumsatz 150,6 188,6 -38,0 -20,2 77,0 87,3 -11,9
Operativer Aufwand -93,7 -101,6 7,9 7,8 -45,5 -53,6 15,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter 1,1 9,0 -7,9 -87,9 0,2 4,6 -94,9
EBITDA 58,0 96,1 -38,1 -39,6 31,7 38,3 -17,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen -25,1 -27,4 2,2 8,2 -12,9 -15,1 15,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 32,9 68,7 -35,8 -52,2 18,8 23,1 -18,7
Finanzergebnis -3,2 -0,8 -2,4 -1,6 -1,0 -69,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 29,7 67,9 -38,2 -56,3 17,2 22,2 -22,5
Gesamtvermögen 1.121,2 1.080,1 41,1 3,8 1.121,2 1.080,1 3,8
Investitionen¹⁾ 32,0 41,6 -9,7 -23,2 15,7 21,9 -28,1

¹⁾ In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Netze

Anpassung der Segmentstruktur

→ Vor dem Hintergrund des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts erfolgte mit Beginn des Geschäftsjahres 2025/26 eine Anpassung der Segmentstruktur und damit einhergehend eine Anpassung der Vorjahreszahlen.
→ Die EVN Wasser, die für die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich verantwortlich ist, ist seit diesem Geschäftsjahr dem Segment Netze zugeordnet.

Rückgang im Strom- und im Erdgas-Netzabsatz

→ Geringerer Stromnetzabsatz bei Industrie- und Haushaltskundinnen, insbesondere hervorgerufen durch die vermehrte Eigenversorgung aus eigenen Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern von Kundinnen
→ Rückgang im Erdgasabsatz bei Industriekundinnen; leicht gegenläufig wirkte ein witterungsbedingter Nachfrageanstieg bei Haushaltskundinnen.
→ Auslaufen des Vertrags mit dem Übertragungsnetzbetreiber APG über Reserveleistung aus dem Kraftwerk Theiß verstärkte Rückgang im Erdgasabsatz zusätzlich

Anstieg der Umsatzerlöse

→ Positive Preiseffekte aufgrund der hohen Investitionstätigkeit als wesentliche Treiber
→ Systemnutzungsentgelt für Haushaltskund*innen für das Kalenderjahr 2026 bei Strom um durchschnittlich 6,9 % und bei Erdgas um durchschnittlich 30,6 % erhöht
→ Positive Umsatzentwicklung auch in den Bereichen Internetdienstleistungen sowie Trinkwasserversorgung

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

→ Anstieg der vorgelagerten Netzkosten im Erdgasnetz
→ Positiver Einmaleffekt im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb der kabelplus im Dezember 2025
→ Anstieg des Investitionsniveaus erhöhte die planmäßigen Abschreibungen

Hohe Investitionen in die Versorgungssicherheit

→ Ausbau und Ertüchtigung der Infrastruktur zur Ökostrom-Anbindung (Leitungsnetze und Trafostationen)
→ Neubau und Erweiterung von insgesamt 55 Umspannwerken; davon fünf Neuanlagen derzeit in Bau
→ Investitionen in die Digitalisierung der Netzinfrastruktur
→ Projektvorbereitungen für den Bau der nächsten überregionalen Trinkwasserversorgungsleitung zur Verbindung des Wein- und des Industrieviertels; geplantes Investitionsvolumen rund 15 Mio. Euro

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2025/26

→ Die Ergebnisentwicklung im Segment Netze ist wesentlich durch die österreichische Regulierungsmethodik bestimmt.
→ Das aufgrund der hohen Netzinvestitionen zunehmende Sachanlagevermögen der EVN sowie die ab 1. Jänner 2026 gemäß Regulierungsmethodik von der E-Control verordneten Tariferhöhungen für das Strom- und das Erdgas-Verteilnetz in Niederösterreich lassen für das Geschäftsjahr 2025/26 ein über dem Vorjahresniveau liegendes Ergebnis erwarten.

Kennzahlen – Netze¹⁾
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/-
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Netzabsatz
Strom 4.374 4.417 -42 -1,0 2.201 2.212 -0,5
Erdgas 8.101 8.676 -576 -6,6 4.200 4.404 -4,6
Mio. EUR.
Finanzkennzahlen
Außerumsatz 454,0 398,2 55,8 14,0 235,0 221,3 6,2
Innenumsatz 44,7 37,4 7,2 19,4 24,8 19,6 27,0
Gesamtumsatz 498,6 435,6 63,1 14,5 259,8 240,9 7,9
Operativer Aufwand -234,0 -222,8 -11,1 -5,0 -122,2 -115,7 -5,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter EBITDA
EBITDA 264,7 212,7 51,9 24,4 137,7 125,2 10,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen -101,0 -91,7 -9,3 -10,2 -50,9 -46,0 -10,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 163,7 121,1 42,6 35,2 86,8 79,2 9,6
Finanzergebnis -20,0 -18,2 -1,8 -9,7 -10,2 -9,3 -9,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 143,7 102,9 40,8 39,7 76,6 70,0 9,5
Gesamtvermögen 3.491,0 3.107,2 383,8 12,4 3.491,0 3.107,2 12,4
Investitionen²⁾ 166,4 152,9 13,6 8,9 84,6 71,6 18,2

¹⁾ Die Werte für die Vergleichsperiode wurden aufgrund der Auflösung eines Berichtsegments angepasst.
²⁾ In immaterielle Verrrogerswerte und Sachanlagen

16

Südosteuropa

Entwicklungen im Netz- und Energieabsatz

→ Anstieg der Heizgradsumme in Nordmazedonien, mildere Witterung in Bulgarien
→ Erhöhung des Netz- und Energieabsatzes in beiden Ländern, im Wesentlichen getrieben durch witterungsbedingt höhere Nachfrage von Haushaltskund*innen in Nordmazedonien und konjunkturelle Effekte in Bulgarien
→ Rückgang des Wärmeabsatzes in Bulgarien aufgrund milderer Witterung

Erneuerbare Stromerzeugung über Vorjahresniveau

→ Sehr gutes Wasserdargebot bewirkt höhere Erzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien
→ Anstieg der Photovoltaikproduktion nach Inbetriebnahme zusätzlicher Photovoltaikparks in der Berichtsperiode
→ Leichter Anstieg der thermischen Erzeugung in der Cogeneration-Anlage in Plovdiv

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

→ Anstieg der Umsatzerlöse in Bulgarien dank positiver Mengen-effekte
→ Erhöhung des operativen Aufwands, hauptsächlich getrieben durch den Personalaufwand
→ Entfall der im Vorjahr verzeichneten negativen Effekte aufgrund der Regulierungsmethodik, insbesondere für den Wärmebereich in Bulgarien
→ Anstieg im Aufwand für Fremdenergiebezug trotz rückläufiger Bezugskosten für Netzverluste; der Vorjahreswert hatte staatliche Kompensationszahlungen in Bulgarien enthalten.
→ Planmäßige Abschreibungen aufgrund höherer Investitionen über Vorjahresniveau

Investitionen in die Energiezukunft

→ Projekte zur Ertüchtigung und Erweiterung der Netzinfrastruktur zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit
→ Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten, insbesondere im Bereich Batteriespeicher
→ Inbetriebnahme des ersten Batteriespeichers in Probishtip in Nordmazedonien (10 MW) Mitte April 2026
→ Investitionen in E-Ladeinfrastruktur

Bestätigung des Segment-Ausblicks für 2025/26

→ Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird erwartet, dass sowohl EBITDA als auch EBIT der Größenordnung des Vorjahres entsprechen werden. Das EBIT des Vorjahres lag mit 88,2 Mio. Euro innerhalb der mittelfristig angestrebten Bandbreite von 60 bis 90 Mio. Euro.

Kennzahlen – Südosteuropa
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/-
1. Halbjahr Abschluß % 2. Quartal 2. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Stromerzeugung 278 244 34 13,9 155 133 16,7
davon erneuerbare Energie 88 58 30 52,6 53 35 51,3
davon Wärmekraftswerke 190 187 4 2,0 102 97 4,2
Netzabsatz Strom 8.560 8.340 220 2,6 4.614 4.457 3,5
Energieverkauf an Endkund*innen 6.985 6.795 190 2,8 3.854 3.686 4,6
davon Strom 6.765 6.556 209 3,2 3.728 3.547 5,1
davon Erdgas 65 77 -13 -16,2 27 45 -39,9
davon Wärme 156 162 -7 -4,2 99 95 4,3
Mio. EUR
Finanzkennzahlen
Außenumsatz 927,9 891,1 36,8 4,1 504,1 485,5 3,8
Innenumsatz 0,6 0,2 0,5 0,6 0,1
Gesamtumsatz 928,6 891,3 37,3 4,2 504,6 485,5 3,9
Operativer Aufwand -824,9 -812,3 -12,5 -1,5 -439,9 -437,5 -0,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 103,7 78,9 24,8 31,4 64,7 48,0 34,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen -49,1 -44,9 -4,2 -9,4 -24,8 -22,7 -9,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 54,6 34,1 20,5 60,3 39,9 25,4 57,4
Finanzergebnis -0,7 -0,1 -0,7 -0,4 -0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 53,9 34,0 19,9 58,4 39,5 25,3 56,6
Gesamtvermögen 1.586,1 1.467,2 118,9 8,1 1.586,1 1.467,2 8,1
Investitionen¹⁾ 85,9 77,8 8,1 10,5 37,3 33,2 12,5

¹⁾ In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Alle sonstigen Segmente

Anpassung der Segmentstruktur

→ Vor dem Hintergrund des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts erfolgte mit Beginn des Geschäftsjahres 2025/26 eine Anpassung der Segmentstruktur und damit einhergehend eine Anpassung der Vorjahreszahlen.
→ Die bis 30. September 2025 im Segment Umwelt enthaltenen und gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesenen Teile des internationalen Projektgeschäfts, die vom Verkauf betroffen waren, wurden seit 1. Oktober 2025 im Segment Alle sonstigen Segmente abgebildet und nach dem Closing des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts entkonsolidiert.
→ Die vom Verkauf ausgenommen, at Equity einbezogenen Gesellschaften für das Kläranlagenprojekt in Zagreb sind seit dem Geschäftsjahr 2025/26 dem Segment Alle sonstigen Segmente zugeordnet.

Verkauf des internationalen Projektgeschäfts abgeschlossen

→ Closing des Verkaufs nach Erfüllung aller Bedingungen für den Vollzug der Transaktion per 2. März 2026 erfolgt
→ Eingang des Kaufpreises in Höhe von 100,0 Mio. Euro sowie Ablöse konzerninterner Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 106,0 Mio. Euro durch die STRABAG
→ Für die beiden Projekte in Kuwait und Bahrain verbleiben Garantien, aber auch Ansprüche aus zukünftigen Zahlungseingängen im Rahmen eines Earn-outs bei der EVN. Die bilanzierten Forderungen aus diesen Projekten belaufen sich auf 127,9 Mio. Euro und werden über einen Zeitraum von voraussichtlich zehn Jahren auf Basis zukünftiger Projektzahlungseingänge von der STRABAG ausgeglichen. Für weitere Details siehe den Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss auf Seite 28f.

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter unter Vorjahresniveau

→ Rückgang bei der Burgenland Energie
→ Ergebnisnormalisierung bei der RAG nach einem außerordentlich hohen Vorjahresniveau

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

→ Rückgang im Finanzergebnis im Wesentlichen aufgrund geringerer konzerninterner Ausschüttungen

Ergebnisanteil aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich

→ Der Ergebnisanteil aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich enthält im Wesentlichen die im Zuge der Entkonsolidierung erforderliche erfolgswirksame Realisierung der bislang im Eigenkapital erfassten kumulativen Erträge aus Fremdwährungsbewertungen (OCI-Recycling).

Bestätigung des erwarteten Rückgangs im Segment-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2025/26

→ Der Trend zur Normalisierung des Ergebnisbeitrags der RAG dürfte sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2025/26 fortsetzen. Diese Entwicklung wird durch die im Finanzergebnis abgebildete Dividendenausschüttung der Verbund AG für das Jahr 2025, die über dem Vorjahresniveau liegen wird, teilweise ausgeglichen.
→ Im Jahresvergleich ist von einem Rückgang des Segmentergebnisses vor Steuern auszugehen.

Finanzkennzahlen – Alle sonstigen Segmente^{1)}
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut % 2. Quartal 2. Quartal
Mio. EUR. Außenumsatz 6,5 17,7 -11,2 -63,3 4,4 8,0
Innenumsatz 68,4 59,2 9,2 15,6 30,9 27,9 10,9
Gesamtumsatz 74,9 76,9 -2,0 -2,6 35,3 35,9 -1,5
Operativer Aufwand -84,2 -83,6 -0,6 -0,8 -43,4 -39,2 -10,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter 57,9 70,6 -12,7 -17,9 45,7 40,3 13,4
EBITDA 48,6 63,9 -15,3 -23,9 37,7 37,0 1,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen -1,5 -1,5 0,0 -2,0 -0,7 -0,7 -7,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 47,1 62,4 -15,3 -24,5 36,9 36,4 1,6
Finanzergebnis 103,4 172,4 -68,9 -40,0 2,4 -0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 150,5 234,8 -84,2 -35,9 39,4 35,7 10,2
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich 32,5 13,8 18,7 29,2 8,7
Gesamtvermögen 6.058,8 6.186,6 -127,8 -2,1 6.058,8 6.186,6 -2,1
Investitionen^{2)} 0,9 0,7 0,3 38,2 0,3 -0,3

1) Die Werte für die Vergleichsperiode wurden aufgrund der Auflösung eines Berichtssegments angepasst.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die EVN auf dem Kapitalmarkt

Marktumfeld und Performance

Im Berichtszeitraum Oktober 2025 bis März 2026 haben sich die international wichtigsten Aktienindizes aufgrund der zunehmend angespannten geopolitischen wie auch wirtschaftlichen Lage unterschiedlich entwickelt. So gab der US-amerikanische Leitindex Dow Jones lediglich minimal nach (-0,1 %), während der deutsche Leitindex DAX um 5,0 % an Wert verlor. Der österreichische Leitindex ATX hingegen zeigte mit einem Plus von 15,3 % eine sehr positive Dynamik.

Der für die EVN maßgebliche Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities legte im selben Zeitraum sogar um 24,2 % zu. Ähnlich stark performte auch die Aktie der EVN, die mit einem Schlusskurs von 28,40 Euro am 31. März 2026 einen Kursgewinn von insgesamt 21,4 % erzielte.

Das moderate Umsatzvolumen von rund 55.000 gehandelten Stück pro Tag in den letzten sechs Monaten sichert weiterhin den Verbleib der EVN im Wiener Leitindex ATX ab.

Aktionär*innenstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die

NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößte Aktionärin der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum Stichtag 0,9 %; der Streubesitz belief sich somit auf 19,7 %.

Externe Ratings

Unabhängige Bonitätsbeurteilungen durch die beiden Ratingagenturen Moody's und Scope Ratings bilden ein wesentliches Element der Finanzierungsstrategie der EVN. Dabei strebt die EVN Ratings im soliden A-Bereich an.

Im April 2026 bzw. im Mai 2026 wurden beide Ratings der EVN von den Ratingagenturen bestätigt:

→ Moody's: A1, Ausblick stabil
→ Scope Ratings: A+, Ausblick stabil

img-5.jpeg
Aktionär*innenstruktur¹)

¹) Per 31. März 2026

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

2025/26 2024/25
1. Halbjahr 1. Halbjahr % 2. Quartal 2. Quartal %
Mio. EUR
Umsatzerlöse 1.787,0 1.731,1 3,2 956,3 927,0 3,2
Sonstige betriebliche Erträge 85,4 92,3 -7,6 41,6 34,7 20,1
Fremdstrombezug und Energieträger -916,9 -918,3 0,1 -492,9 -500,3 1,5
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand -133,2 -152,4 12,6 -70,4 -71,4 1,5
Personalaufwand -240,2 -223,9 -7,3 -120,4 -108,5 -11,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen -96,7 -91,8 -5,3 -53,2 -50,4 -5,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 68,0 75,8 -10,2 44,9 28,7 56,5
EBITDA 553,3 512,8 7,9 305,9 259,7 17,8
Abschreibungen -190,5 -174,8 -9,0 -96,3 -87,9 -9,5
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen -2,6 -2,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 362,9 335,4 8,2 209,6 169,3 23,9
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 0,6 0,5 30,9
Zinserträge 2,1 2,8 -25,3 0,7 0,9 -18,5
Zinsaufwendungen -26,5 -27,0 1,7 -12,3 -13,3 7,3
Sonstiges Finanzergebnis 1,5 -5,7 0,3 -0,1
Finanzergebnis -22,3 -29,4 24,1 -11,2 -12,5 10,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 340,5 306,0 11,3 198,4 156,8 26,6
Ertragsteuern -37,8 -41,3 8,6 -23,3 -13,6 -71,4
Ergebnis nach Ertragsteuern des fortgeführten Geschäftsbereichs 302,8 264,7 14,4 175,1 143,1 22,3
Ergebnis nach Ertragsteuern des aufgegebenen Geschäftsbereichs 32,5 13,8 29,2 8,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 335,3 278,5 20,4 204,3 151,9 34,5
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG (Konzernergebnis) 312,4 250,6 24,7 185,6 135,1 37,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 22,9 -27,9 18,7 16,8 11,7
Ergebnis je Aktie in EUR des fortgeführten Geschäftsbereichs¹ 1,57 1,33 18,2 0,88 0,66 32,9
Ergebnis je Aktie in EUR des aufgegebenen Geschäftsbereichs¹ 0,18 0,08 0,16 0,05
Ergebnis je Aktie in EUR¹ 1,75 1,41 24,7 1,04 0,71 46,6

¹) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung
2025/26 2024/25 +/- 2025/26 2024/25 +/- 2024/25
Min. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr % 2. Quartal 2. Quartal %
Ergebnis nach Ertragsteuern 335,3 278,5 20,4 175,1 143,1 22,3 508,8
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden 133,9 -306,8 133,8 -154,8 -400,4
Neubewertung IAS 19 -1,7 5,1 -0,4 6,4 19,8
At Equity einbezogene Unternehmen 3,5 -0,4 1,0 -1,6 0,5
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente 171,3 -403,0 166,9 -205,5 -546,2
Darauf entfallende Ertragsteuern -39,2 91,5 -33,7 45,9 125,5
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden -3,4 41,0 0,6 2,0 -68,9 41,5
Währungsdifferenzen -12,8 6,3 -13,5 -2,0 2,7
Cash Flow Hedges -4,6 -5,7 19,2 -1,6 16,9 -1,5
At Equity einbezogene Unternehmen 26,7 52,3 -49,0 29,9 -9,7 56,0
Darauf entfallende Ertragsteuern -12,7 -11,9 -6,6 -14,1 -3,1 -15,8
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 130,5 -265,8 134,4 -152,8 -358,9
Gesamtergebnis der Periode 465,8 12,7 309,5 -9,6 149,9
Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG 442,0 -14,7 320,5 -16,9 78,0
Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 23,8 27,3 -13,0 18,2 16,0 13,9 52,2
Konzern-Bilanz (Aktiva)
Mio. EUR. 31.03.2026 30.09.2025 +/-
Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 338,6 310,4 28,2 9,1
Sachanlagen 5.233,3 5.110,5 122,8 2,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1.178,8 1.135,4 43,4 3,8
Sonstige Beteiligungen 3.078,3 2.902,0 176,3 6,1
Aktive latente Steuern 27,2 18,5 8,7 47,1
Übrige Vermögenswerte 251,2 142,9 108,3 75,8
10.107,4 9.619,7 487,7 5,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 94,8 86,5 8,3 9,6
Forderungen aus Ertragsteuern 3,6 6,1 -2,4 -40,0
Forderungen 617,0 435,5 181,5 41,7
Wertpapiere 236,6 187,1 49,5 26,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 125,0 89,8 35,3 39,3
Vermögenswerte des aufgebenen Geschäftsbereichs 606,1 -606,1
1.077,0 1.411,0 -333,9 -23,7
Summe Aktiva 11.184,4 11.030,7 153,8 1,4
Konzern-Bilanz (Passiva)
--- --- --- --- ---
Mio. EUR. 31.03.2026 30.09.2025 +/-
Absolut %
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 255,7 255,7
Gewinnrücklagen 4.113,6 3.961,7 152,0 3,8
Bewertungsrücklage 1.928,5 1.786,0 142,5 8,0
Währungsumrechnungsrücklage -0,8 12,1 -12,9
Eigene Aktien -17,2 -17,2
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionär*innen der EVN AG 6.609,8 6.328,3 281,5 4,4
Nicht beherrschende Anteile 351,0 330,5 20,5 6,2
6.960,8 6.658,8 302,0 4,5
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.194,5 1.199,9 -5,4 -0,5
Passive latente Steuern 765,4 693,7 71,7 10,3
Langfristige Rückstellungen 372,2 367,6 4,7 1,3
Baukosten- und Investitionszuschüsse 822,7 785,9 36,7 4,7
Übrige langfristige Schulden 98,9 98,7 0,2 0,2
3.253,7 3.145,8 107,9 3,4
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 20,2 22,9 -2,7 -11,8
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 21,1 14,3 6,8 47,6
Lieferant*innenverbindlichkeiten 297,1 427,4 -130,4 -30,5
Kurzfristige Rückstellungen 119,8 111,3 8,5 7,6
Übrige kurzfristige Schulden 511,8 438,4 73,4 16,7
Schulden des aufgegebenen Geschäftsbereichs 211,8 -211,8
970,0 1.226,1 -256,1 -20,9
Summe Passiva 11.184,4 11.030,7 153,8 1,4

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mto. EUR Gez隱私偏差 Nicht beherrschende Anteile Summe
Stand 30.09.2024 6.414,8 315,7 6.730,6
Gesamtergebnis der Periode -14,7 27,3 12,7
Dividende 2023/24 -160,5 -3,2 -163,6
Stand 31.03.2025 6.239,7 339,9 6.579,6
Stand 30.09.2025 6.328,3 330,5 6.658,8
Gesamtergebnis der Periode 442,0 23,8 465,8
Dividende 2024/25 -160,5 -3,3 -163,8
Stand 31.03.2026 6.609,8 351,0 6.960,8

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Min. EUR 2025/26 2024/25 +/- 2024/25
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut %
Ergebnis vor Ertragsteuern 372,8 320,1 52,8 16,5 555,1
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 190,5 180,8 9,7 5,4 421,7
- Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen -71,2 -80,4 9,2 11,4 -272,7
+ Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 83,2 88,9 -5,7 -6,4 253,8
+ Zinsaufwendungen 26,8 27,4 -0,6 -2,1 55,8
- Zinsauszahlungen -22,4 -20,5 -1,9 -9,1 -41,7
- Zinserträge -2,3 -2,8 0,5 17,4 -6,4
+ Zinseinzahlungen 1,6 1,9 -0,4 -19,4 5,6
+/- Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 0,3 8,8 -8,5 -97,1 21,8
+/- Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis -0,9 -0,1 -0,8 -0,1
- Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen -38,2 -34,9 -3,2 -9,3 -71,2
+/- Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs -0,2 -0,4 0,3 62,9 -2,0
'- Gewinne aus Entkonsolidierungen -37,8 -37,8
- Nicht zahlungswirksame Erträge aus dem Erwerb von Unternehmen -10,5 -10,5
- Abnahme von langfristigen Rückstellungen -5,1 -10,2 5,1 50,2 -16,4
-/+ Wertaufholung/ Wertminderungen von zur Veräußerung 15,4
Cash Flow aus dem Ergebnis 486,6 478,4 8,2 1,7 918,7
+/- Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit -214,3 -236,5 22,2 9,4 36,3
- Zahlungen für Ertragsteuern -3,9 -9,9 6,0 60,9 -19,8
Cash Flow aus dem operativen Bereich 268,4 232,0 36,4 15,7 935,2
Min. EUR 2025/26 2024/25 +/- 2024/25
--- --- --- --- --- ---
1. Halbjahr 1. Halbjahr Absolut %
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen 3,5 4,0 -0,4 -10,4 6,1
+/- Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -241,4 -242,9 1,5 0,6 -763,4
+/- Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten -6,3 -2,0 -4,4 -7,7
+/- Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen -49,5 23,7 -73,2 -15,1
- Zahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -4,4 -4,4
+ Einzahlungen im Zusammenhang mit Unternehmensveräußerungen 199,6 1,4
Cash Flow aus dem Investitionsbereich -98,4 -217,2 118,7 54,7 -778,7
- Gewinnausschüttung an die Aktionär*innen der EVN AG -160,5 -160,5 -160,5
- Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile -3,3 -3,2 -0,1 -3,1 -41,0
+ Einzahlungen aus dem Verkauf nicht beherrschender Anteile 4,3
+/- Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,6
- Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten -15,2 72,9 -88,1 96,6
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich -179,0 -90,7 -88,3 -97,3 -99,9
Cash Flow gesamt -9,0 -75,9 66,9 88,1 56,6
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 135,1 78,8 56,3 71,5 78,8
Sonstige Veränderungen auf Fonds der liquiden Mittel -1,0 -3,6 2,6 72,3 -0,2
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 125,0 -0,7 125,8 135,1

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2026 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2024/25 (Bilanzstichtag: 30. September 2025) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2025 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2025/26 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards und Interpretation

Neue Standards und Interpretationen Inkrafttreten*1
IAS 21 Bilanzierung bei fehlender Umtauschbarkeit einer Währung 01.01.2025

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Aus der erstmaligen verpflichtenden Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

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Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. März 2026 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 14 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2025: 26 inländische und 23 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2026 wurden zehn Tochterunternehmen (30. September 2025: zwölf) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Voll Equity Summe
30.09.2024 54 14 68
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen -4 -1 -5
Umgründungen¹⁾ -2 -2
30.09.2025 49 13 62
Unternehmenserwerb 1 1
Unternehmensveräußerung -10 -1 -11
31.03.2026 40 12 52
davon ausländische Unternehmen 14 3 17

¹⁾ Konzerninterne Umgründungen

Im Zuge der Veräußerung des internationalen Projektgeschäfts wurden folgende Gesellschaften zum Closingzeitpunkt am 2. März 2026 entkonsolidiert:

Veräußerung des internationalen Projektgeschäfts

Name und Sitz der entkonsolidierten Gesellschaften Konsolidierungsart
WTE Projektentwicklung GmbH, Maria Enzersdorf Voll
Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien Voll
Storitveno podjetje Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien Voll
Umm Al Hayman Holding Company WLL, Kuwait City, Kuwait Equity
WTE Abwicklungsgesellschaft Kuwait mbH, Essen, Deutschland Voll
WTE Betriebsgesellschaft mbH, Hecklingen, Deutschland Voll
WTE International GmbH, Essen, Deutschland Voll
WTE O&M Kuwait Sewerage Treatment O.P.C, Kuwait City, Kuwait Voll
WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien Voll
WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen Voll
WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland Voll

Weitere Angaben im Zusammenhang mit der Veräußerung des Internationalen Projektgeschäfts erfolgen im Kapitel Angaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich.

Die kabelplus hat im August 2025 einen Kauf- und Abtretungsvertrag für den Erwerb von 100 % der in Insolvenz befindlichen Speed Connect Netzwerkserrichtungs GmbH (nachfolgend Speed Connect) unterzeichnet. Die Gläubigerversammlung hat am 3. November 2025 dem von Speed Connect eingebrachten Sanierungsplan zugestimmt, dessen Rechtskraft eine Closing-Bedingung für das Zustandekommen des Kauf- und Abtretungsvertrags darstellt. Nach Bestätigung durch den zuständigen Insolvenzrichter sowie Ablauf der gesetzlichen Rekursfrist erfolgte am 15. Dezember 2025 das Closing. Infolge des damit abgeschlossenen Unternehmenserwerbs wurde die Speed Connect erstmals mit 31. Dezember 2025 vollkonsolidiert.

Speed Connect wurde im Jahr 2022 gegründet und verfolgte das Ziel, einen flächendeckenden Glasfaserausbau in ländlichen und periurbanen Regionen Österreichs voranzutreiben. Das Geschäftsmodell basiert auf einem Open-Access-Ansatz, bei dem das errichtete Wholesale-Netz allen Internetanbieter*innen offensteht. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung wurde am 24. Juni 2025 auf Antrag der Schuldnerin ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet. Der bislang erfolgte Glasfaserausbau erfolgte überwiegend in den Bundesländern Niederösterreich und Burgenland und kann mit geringem Aufwand an das Netz der kabelplus angebunden werden. Dadurch ergeben sich Synergieeffekte im Tätigkeitsgebiet der kabelplus sowie Potenziale zur Ergänzung des bestehenden Geschäftsmodells.

Aufgrund von Bewertungs- und Bilanzierungsfragen wurde die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenserwerbs gemäß IFRS 3.45 vorläufig vorgenommen. Betroffen sind insbesondere die Sachanlagen, die aktiven latenten Steuern und die Vorräte. Die vorläufigen

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Werte werden innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst, sofern neue Erkenntnisse zu bestehenden Umständen vorliegen.

Die (vorläufigen) beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden
Mio. EUR. Fair Value zum Erwerbszeitpunkt (vorläufig)
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 0,3
Sachanlagen 9,4
Aktive latente Steuern 8,7
18,4
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3,6
Forderungen 1,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,5
5,4
Summe beizulegender Zeitwert Vermögenswerte 23,8
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0,7
Rückstellungen 2,4
Übrige Schulden 1,4
4,5
Kurzfristige Schulden
Lieferant*innenverbindlichkeiten 0,6
Rückstellungen 0,2
Übrige Schulden 3,2
4,0
Summe beizulegender Zeitwert Schulden 8,5
Vorläufiger beizulegender Zeitwert des übernommenen Nettovermögens 15,3
Übertragene Gegenleistung 4,9
Gewinn aus dem Unternehmenserwerb 10,5

Die kabelplus hat die Anteile an der Speed Connect um einen symbolischen Euro erworben. Zur Finanzierung des Massekredits, der Barquote sowie des Working Capitals wurden der Gesellschaft 2,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag wird als Teil der Gegenleistung berücksichtigt. Darüber hinaus wurde ein Gesellschafterdarlehen für einen Kaufpreis von 2,0 Mio. Euro an die kabelplus abgetreten. Die Zahlung erfolgte an die ehemaligen Eigentümer*innen und diente dem Erwerb der Anteile.

Insgesamt beträgt die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an Speed Connect somit 4,9 Mio. Euro und wurde zum Erwerbszeitpunkt vollständig durch Zahlungsmittel geleistet. In der tabellarischen Darstellung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind die nunmehr konzerninternen Verbindlichkeiten der Speed Connect in Höhe von 4,9 Mio. Euro nicht dargestellt, da sie als übertragene Gegenleistung klassifiziert werden. Der Unterschiedsbetrag aus dem beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden beträgt 10,5 Mio. Euro und wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der daraus resultierende Gewinn aus dem Unternehmenserwerb ergibt sich insbesondere aus den Verwertungsmöglichkeiten der Verlustvorträge im EVN Konzern, aus der Bewertung der Sachanlagen sowie aus den Besonderheiten des Erwerbsprozesses im Rahmen des Insolvenzverfahrens.

Hätte der Unternehmenserwerb bereits zu Beginn der Berichtsperiode stattgefunden, hätten sich die Umsatzerlöse um 0,1 Mio. Euro erhöht sowie das Konzernergebnis um 2,0 Mio. Euro vermindert. Darin sind die Sondereffekte aus den Sanierungsmaßnahmen nicht enthalten.

Darüber hinaus fanden in der Berichtsperiode keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Angaben zum Klimawandel sowie zu Auswirkungen des makroökonomischen Umfelds

Für die möglichen Auswirkungen des Klimawandels sowie des makroökonomischen Umfelds wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 30. September 2025 verwiesen. Die EVN Gruppe hat im Rahmen der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2026 insbesondere die Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Klimarisiken berücksichtigen die strategischen Überlegungen der EVN die besonderen Anforderungen der Energiewende und die tiefgreifenden Veränderungen der Transformation in Richtung Klimaneutralität und deren Effekte auf alle Wirtschaftssektoren sowie auf private Haushalte. In diesem Kontext werden insbesondere die Anforderungen an den Klimaschutz, mögliche Umsetzungspfade und die Implikationen für das Geschäftsmodell überprüft. Damit wird eine wesentliche Grundlage zur Einschätzung der Chancen und Risiken für unser Geschäft geschaffen, die sich aus dem Klimawandel und der mit ihm verbundenen dynamischen Regulierung ergeben.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bewertung von Vermögenswerten werden in regelmäßigen Abständen evaluiert. Klimatisch verursachte Ergebnisschwankungen, sei es aufgrund von Produktionsschwankungen oder von Veränderungen der Nachfrage, werden im Zuge des Planungsprozesses analysiert und nach Abstimmung mit dem Management in die Planungsrechnungen übernommen. Ebenso fließen die aus der EVN Klimainitiative abgeleiteten Maßnahmen in die Planungsrechnungen ein. Diese Planungsrechnungen bilden in weiterer Folge die Grundlage für die nach IAS 36 durchzuführenden Werthaltigkeitsberechnungen.

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Die weitere Entwicklung der geopolitischen und makroökonomischen Lage ist aufgrund der angespannten Situation rund um kriegerische Auseinandersetzungen, Sanktionen und Handelskonflikte ungewiss und könnte jederzeit wieder zu steigenden Energiepreisen führen. Die volatilen Energiepreisentwicklungen führten in den letzten Jahren zu Ergebnisbelastungen insbesondere im Vertriebsgeschäft.

Analog zu früheren Geschäftsjahren berücksichtigt die EVN Gruppe die makroökonomische Entwicklung durch eine Forward-Looking-Komponente bei der Bewertung von Forderungen. Dabei ermittelt sie den Wertminderungsbedarf für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IFRS 9 B5.5.35 auf Basis regional differenzierter Analysen der historischen Zahlungsausfälle.

Abgesehen von den Preisentwicklungen auf den Energiemärkten und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf die Aktivitäten bzw. Geschäftsfelder der EVN ist die Gruppe im Rahmen ihrer Investitionen und betrieblichen Aufwendungen von potenziellen weiteren Kostensteigerungen betroffen. All diese Preissteigerungen können eventuell nur verzögert an die Kund*innen weitergegeben werden. Zudem können die makroökonomischen Entwicklungen – direkt und indirekt – auch die Energienachfrage negativ beeinflussen und gemeinsam mit den Kostensteigerungen zu Ergebnisbelastungen führen.

Aufgrund einer geringen Nettoverschuldung und einer komfortablen Ausstattung mit vertraglich zugesagten, nicht gezogenen Kreditlinien verfügt die EVN über eine unverändert hohe finanzielle Flexibilität und solide Liquiditätsreserven. Stabilisierend wirken insbesondere das integrierte Geschäftsmodell und die breite Streuung des Kund*innenportfolios. Aktuell ist daher jedenfalls von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Zum 31. März 2026 gab es keine Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten der EVN Gruppe.

Anhangangaben zum aufgegebenen Geschäftsbereich

Am 10. Dezember 2024 hatten sich die EVN und die STRABAG SE über die Eckpunkte eines möglichen Verkaufs wesentlicher Teile des internationalen Projektgeschäfts der EVN Gruppe geeinigt und verhandelten in der Folge verbindliche Transaktionsdokumente. Damit waren zum Stichtag 31. Dezember 2024 die Kriterien erfüllt, um die zum Verkauf stehenden Teile des internationalen Projektgeschäfts im Konzernabschluss im Segment Umwelt gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Konkret betraf dies die WTE Wassertechnik GmbH mit Sitz in Essen, Deutschland, sowie die von der Transaktion betroffenen Tochtergesellschaften der WTE, die in Österreich, Deutschland, Slowenien, Zypern und Kuwait mit der Betriebsführung bzw. in Deutschland, Rumänien, Nordmazedonien, Kroatien, Bahrain und Kuwait mit der Errichtung von Anlagen für die Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische Klärschlammverwertung befasst sind. Da es sich dabei um einen wesentlichen Geschäftszweig handelt, der nahezu das gesamte Segment Umwelt umfasst, wurde er als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft.

Am 18. Juni 2025 wurden die verbindlichen Transaktionsdokumente finalisiert und der Kaufvertrag unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion stand unter dem Vorbehalt der Erteilung erforderlicher Genehmigungen und Zustimmungen Dritter sowie der Erfüllung marktüblicher Bedingungen. Nach Erfüllung sämtlicher aufschiebender Bedingungen erfolgte das Closing am 2. März 2026.

Mit der STRABAG wurde ein Kaufpreis in Höhe von 100 Mio. Euro vereinbart, der unmittelbar mit dem Closing vereinnahmt wurde. Darüber hinaus wurde ein Teil der konzerninternen Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 106,0 Mio. Euro durch die STRABAG übernommen und mit dem Closing an die EVN bezahlt. Der verbliebene Teil der konzerninternen Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 145,5 Mio. Euro wurde unmittelbar vor dem Closing als Eigenkapital in die WTE eingebracht. Diese in Eigenkapital umgewandelten Cash-Pooling-Forderungen betreffen die Projekte in Kuwait und Bahrain und werden als Earn-out-Kaufpreis qualifiziert. Die Rückzahlung durch die STRABAG erfolgt auf Basis zukünftiger Cash Inflows aus den Projekten in Kuwait und Bahrain über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Entsprechend dem Kaufvertrag haftet die EVN bis zum Ablauf dieser Garantien im Zusammenhang mit den Projekten in Kuwait und Bahrain (siehe auch den Abschnitt Sonstige Verpflichtungen und Risiken).

Der Anspruch aus der Earn-Out-Kaufpreisforderung wurde zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 127,9 Mio. Euro angesetzt. Die mit der Unsicherheit künftiger Rückflüsse verbundene Schätzunsicherheit wurde im Rahmen der Bewertung angemessen berücksichtigt. Die erwarteten variablen Zahlungen wurden mit den länderspezifischen WACCs des internationalen Projektgeschäfts für Kuwait und Bahrain auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Die gewählten Zinssätze stellen sachgerechte, risikoangepasste Diskontierungszinssätze dar.

Zum Zeitpunkt des Abgangs umfasste der aufgegebene Geschäftsbereich die in der nachstehenden Tabelle dargestellten Vermögenswerte und Schulden. Zusätzlich werden das Abgangsergebnis sowie der Nettozahlungsmittelzufluss ausgewiesen:

Abgehende Vermögenswerte und Schulden

Mio. EUR 31.03.2026
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 0,3
Sachanlagen 18,4
At Equity einbezogene Unternehmen 69,6
Sonstige Beteiligungen 0,4
Aktive latente Steuern 2,8
Übrige langfristige Vermögenswerte 2,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 2,5
Forderungen 396,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6,5
Vermögenswerte 499,0
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 0,3
Rückstellungen 2,4
Übrige Schulden 1,0
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 1,4
Verbindlichkeiten aus Steuern 5,2
Lieferant*innenverbindlichkeiten 62,8
Rückstellungen 19,9
Übrige Schulden 80,0
Schulden 173,1
Abgehendes Nettovermögen 326,0
Gegenleistung 334,0
davon bereits vereinnahmt 206,0
davon als Earn-Out Forderung bilanziert 127,9
Entkonsofolierungsergebnis 8,0
Recycling kumuliertes OCI 29,8
Gewinn aus dem Abgang 37,8
Zahlungsmitteleingang 206,0
Abgehende Zahlungsmittel -6,5
Nettozahlungsmittelzufluss 199,6

Der aufgegebene Geschäftsbereich weist zum Zeitpunkt des Closing kumulative Erträge im sonstigen Ergebnis (OCI) in Höhe von 29,8 Mio. Euro aus. Diese setzen sich aus Währungsumrechnungsdifferenzen sowie aus Cash Flow Hedges für USD und KWD zur Absicherung von Zahlungsströmen aus dem Abwasseraufbereitungsprojekt in Kuwait zusammen. Dieser Betrag wurde zum Closingzeitpunkt in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die Erträge und Aufwendungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs jeweils für das erste Halbjahr 2025/26 sowie 2024/25.

2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Gesamtumsatz 85,6 127,0
Operativer Aufwand -88,9 -111,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 2,6 4,2
EBITDA -0,6 19,7
Abschreibungen -6,1
Operatives Ergebnis (EBIT) -0,6 13,7
Finanzergebnis -4,9 -8,5
Ergebnis vor Ertragsteuern und Bewertungsergebnis -5,5 5,2
Ertragsteuern laufende Geschäftstätigkeit (AS 12.81 h (i)) 0,3 -0,2
Bewertungsergebnis zum Fair Value abzüglich Veräußerungskosten 2,5
Ertragsteuern aus der Aufgabe des Geschäftsbereichs gemäß (AS 12.81 h (i))
Gewinn aus dem Abgang 37,8
Ergebnis nach Ertragsteuern 32,5 7,4
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG 32,5 7,4

Folgende Cash Flows können dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet werden:

2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Cash Flow aus dem operativen Bereich 21,4 -37,1
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 4,4 0,1
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich -4,7 -1,7
Cash Flow Gesamt 21,1 -38,7

Die Cash-Flow-Kennzahlen berücksichtigten konzerninterne Transaktionen zwischen aufgegebenen und fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von -1,7 Mio. Euro (Vorjahr: -9,4 Mio. Euro) nicht.

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Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Strom 1.314,5 1.319,6
Erdgas 116,3 86,1
Wärme 186,3 167,0
Sonstige Umsätze 169,8 135,6
Summe 1.787,0 1.731,1
Umsatzerlöse nach Ländern
--- --- ---
2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Österreich 819,8 808,4
Bulgarien 591,1 552,3
Nordmazedonien 332,8 337,7
Sonstige 43,3 32,8
Summe 1.787,0 1.731,1

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen operativ
2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
RAG 30,0 38,9
Burgenland Energie AG 28,0 30,1
EAA 2,9 2,3
EVN KG 1,7 -11,1
Verbund Innkraftwerke 0,9 5,2
Ashta -0,2 3,5
Andere Gesellschaften 4,6 6,8
Summe 68,0 75,8

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich im ersten Halbjahr 2025/26 auf 68,0 Mio. Euro (Vorjahr: 75,8 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus operativen Ergebnisrückgängen bei der RAG und der Verbund Innkraftwerke. Dem wirkte die operative Ergebnisverbesserung der EVN KG entgegen.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Anteil der Aktionär*innen der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2026 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.306.081 Stück (31. März 2025: 178.279.208 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 312,4 Mio. Euro (Vorjahr: 250,6 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2025/26 ein Ergebnis je Aktie von 1,75 Euro (Vorjahr: 1,41 Euro).

30

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Halbjahr 2025/26 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 328,9 Mio. Euro (Vorjahr: 279,6 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,3 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 2.880,8 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2025 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 164,6 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
2025/26
Stück 1. Halbjahr
Stand 30.09.2025 178.306.081
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien
Stand 31.03.2026 178.306.081

Zum Stichtag 31. März 2026 hielt die EVN 1.572.321 Stück eigene Aktien (das sind 0,87 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 17,2 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.03.2026 30.09.2025
Anleihen 470,0 469,9
Bankdarlehen 724,5 730,0
Summe 1.194,5 1.199,9

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 337,0 Mio. Euro (Vorjahr: 337,0 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012, im April 2020, im Juli 2022 sowie im Februar 2025 emittiert wurden.

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Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung

Energie Erzeugung Netze Südosteuropa Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2025/26 2024/25 2025/26 2024/25 2025/26 2024/25 2025/26 2024/25 2025/26 2024/25 2025/26 2024/25 2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Außenumsatz 341,3 363,0 57,5 63,6 454,0 398,2 927,9 891,1 6,5 17,7 -0,1 -2,4 1.787,0 1.731,1
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 10,0 9,0 93,1 125,0 44,7 37,4 0,6 0,2 68,4 59,2 -216,8 -230,5
Gesamtumsatz 351,3 372,0 150,6 188,6 498,6 435,6 928,6 891,3 74,9 76,9 -217,0 -233,2 1.787,0 1.731,1
Operativer Aufwand -279,8 -305,0 -93,7 -101,6 -234,0 -222,8 -824,9 -812,3 -84,2 -83,6 214,8 231,3 -1.301,7 -1.294,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen operativ 9,0 -3,8 1,1 9,0 57,9 70,6 68,0 75,8
EBITDA 80,5 63,1 58,0 96,1 264,7 212,7 103,7 78,9 48,6 63,9 -2,2 -1,9 553,3 512,8
Abschreibungen -15,9 -13,9 -25,1 -27,4 -101,0 -91,7 -49,1 -44,9 -1,5 -1,5 2,2 1,9 -190,5 -177,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 64,6 49,2 32,9 68,7 163,7 121,1 54,6 34,1 47,1 62,4 362,9 335,4
Finanzgebnis -2,5 -2,9 -3,2 -0,8 -20,0 -18,2 -0,7 -0,1 103,4 172,4 -99,3 -179,8 -22,3 -29,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 62,1 46,3 29,7 67,9 143,7 102,9 53,9 34,0 150,5 234,8 -99,3 -179,8 340,5 306,0
Gesamtvermögen 930,2 731,7 1.121,2 1.080,1 3.491,0 3.107,2 1.586,1 1.467,2 6.058,8 6.186,6 -2.002,9 -1.764,9 11.184,4 10.807,9
Investitionen³ 48,2 49,1 32,0 41,6 166,4 152,9 85,9 77,8 0,9 0,7 -4,6 -4,3 328,9 317,8

1) Die Werte für die Vergleichsperiode wurden aufgrund der Auflösung eines Berichtsegments angepasst.
2) Die Werte für die Vergleichsperiode wurden infolge einer Änderung der konzerninternen Finanzierungsstruktur angepasst.
3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2024/25 zum 30. September 2025 hat die EVN die interne Organisations- und Berichtsstruktur angepasst und das bisherige Segment Umwelt als eigenständiges Berichtssegment aufgelöst. Hintergrund war die mittlerweile abgeschlossene Veräußerung wesentlicher Teile des internationalen Projektgeschäfts, die gemäß IFRS 5 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen wurden. Die Aktivitäten der EVN Wasser sind nunmehr dem Segment Netze zugeordnet. Sämtliche übrigen Aktivitäten des bisherigen Segments Umwelt werden seit 1. Oktober 2025 im Berichtssegment Alle sonstigen Segmente dargestellt. Gemäß IFRS 8.29 wurden die Vorjahreswerte in der Segmentberichterstattung retrospektiv angepasst, um die neue Segment-struktur vergleichbar darzustellen.

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Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
31.03.2026 30.09.2025
Mio. EUR Bewertungkategorie Fair-Value-Hierarchie (IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Klassen
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 168,5 168,5 167,7 167,7
Beteiligungen FVOCI Stufe 1 2.880,8 2.880,8 2.716,3 2.716,3
Beteiligungen FVTPL Stufe 3 29,0 29,0 18,0 18,0
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 85,6 85,6 82,8 82,8
Ausleihungen AC Stufe 2 22,5 22,4 24,1 24,1
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 2,4 2,4 2,8 9,6
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL & Hedging Stufe 2 0,6 0,6 0,3 0,3
Forderungen AC 173,3 173,3 21,6 21,6
Forderungen FVTPL Stufe 3 105,1 105,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 509,5 509,5 367,3 367,3
Forderungen FVTPL Stufe 3 22,8 22,8
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL & Hedging Stufe 2 19,9 19,9 5,0 5,0
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen FVTPL Stufe 1 236,6 236,6 187,1 187,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 125,0 125,0 89,8 89,8
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 470,0 0,4 469,9 393,5
Bankdarlehen AC Stufe 2 724,5 0,7 730,0 599,4
Mio. EUR Bewertungkategorie Fair-Value-Hierarchie (IFRS 13) 31.03.2026 30.09.2025
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Klassen
Übrige langfristige Schulden
Sonstige übrige Schulden AC 13,0 13,0 14,1 14,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL & Hedging Stufe 2 3,7 3,7 0,6 0,6
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 20,2 20,2 22,9 22,9
Lieferant*innenverbindlichkeiten AC 297,1 297,1 427,4 427,4
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 231,3 231,3 220,4 220,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL & Hedging Stufe 2 33,9 33,9 3,4 3,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL & Hedging Stufe 3 0,1 0,1
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis FVOCI 3.049,3 2.884,0
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL & Hedging 342,7 293,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden AC 2.588,7 2.333,6
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL & Hedging 37,6 4,1

In vorstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsoobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner*innen.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, die die Annahmen widerspiegeln, auf die sich eine Marktteilnehmerin bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Als Cash Flow Hedge designierte Sicherungsgeschäfte (Portfolio Hedge Strom) werden gemeinsam mit derivativen Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dargestellt. Eine separate Darstellung ist infolge der Saldierung von derivativen Finanzinstrumenten aufgrund üblicher Netting-Vereinbarungen im Energiebereich nicht möglich. In der Bewertungskategorie FVTPL sind daher positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro) und negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von –18,1 Mio. Euro (Vorjahr: –5,2 Mio. Euro) enthalten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
2025/26 2024/25
Mio. EUR 1. Halbjahr 1. Halbjahr
Umsätze 60,9 30,4
Aufwendungen für bezogene Leistungen 41,6 18,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20,7 38,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20,3 189,4

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die durch die EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Mio. EUR 31.03.2026 30.09.2025
Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften 106,5 116,4
Garantien im Zusammenhang mit dem verkaufen internationalen Projektgeschäft^{1)} 597,5 722,4
Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von
Energienetzen 7,7 5,7
Kraftwerken 64,9 99,3
Bestelloblig für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 496,5 297,5
Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen 1,1 0,1
Summe 1.274,3 1.241,4
davon im Zusammenhang mit at Equity einbezogenen Unternehmen 59,2 77,5

1) Entsprechend dem mit der STRABAG abgeschlossenen Kaufvertrag für das internationale Projektgeschäft haftet die EVN für bestimmte den Projekten in Kuwait und Bahrain zurechenbaren Garantien bis zu deren Auslaufen fort.

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2025 um 32,9 Mio. Euro auf 1.274,3 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus gestiegenen planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkten Rückgänge der Garantien im Zusammenhang mit dem verkauften internationalen Projektgeschäft und mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die für die Beschaffung bzw. Vermarktung von Energie abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2026 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 106,5 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 445,1 Mio. Euro.

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Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2026 und dem Redaktionsschluss dieses Konzern-Zwischenabschlusses am 20. Mai 2026 traten folgende Ereignisse ein:

Im April 2026 bzw. im Mai 2026 wurden beide Ratings der EVN von den Ratingagenturen bestätigt:

→ Moody’s: A1, Ausblick stabil
→ Scope Ratings: A+, Ausblick stabil

In der am 21. April 2026 abgehaltenen 79. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG wurde für das Geschäftsjahr 2025 die Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro pro Aktie sowie einer Sonderdividende von 1,15 Euro pro Aktie, also insgesamt 3,15 Euro pro Aktie (Vorjahr: 2,80 Euro pro Aktie) beschlossen. Dividendenzahlang der Verbund AG war der 11. Mai 2026.

Dr. Atanas Pekanov hat mit Schreiben vom 4. Mai 2026 sein Aufsichtsratsmandat zurückgelegt.

Beim Abwasserprojekt in Bahrain hat der Kunde im Mai 2026 Bankgarantien in Höhe von insgesamt 26,3 Mio. Euro in Anspruch genommen. Da diese Inanspruchnahme nach Ansicht der EVN ungerechtfertigt erfolgte, wird sie rechtlich angefochten werden, ebenso werden Rückforderungsansprüche geltend gemacht. Die EVN erwartet darauf keine Auswirkung auf das Ergebnis. Für die beiden Projekte in Kuwait und Bahrain haben die EVN und STRABAG im Zuge des Verkaufs des internationalen Projektgeschäfts vereinbart, dass wesentliche Teile der Garantien, aber auch Ansprüche aus zukünftigen Zahlungseingängen im Rahmen eines Earnouts bei der EVN verbleiben.

Erklärung des Vorstands

gemäß § 125 Abs. 1 Z. 3 Börsegesetz 2018

Der Vorstand der EVN AG bestätigt, dass der in Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Maria Enzersdorf, am 20. Mai 2026

EVN AG
Der Vorstand

img-0.jpeg
Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
CEO und Sprecher des Vorstands

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Mag. (FH) Alexandra Wittmann
CFO und Mitglied des Vorstands

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Dipl.-Ing. Stefan Stallinger, MBA
CTO und Mitglied des Vorstands

Kennzahlen Highlights Zwischenlagebericht Segmentbericht Konzern-Zwischenabschluss

Finanzkalender 2026¹)

Ergebnis 1.–3. Quartal 2025/26 27.08.2026
Jahresergebnis 2025/26 17.12.2026

¹) Änderungen vorbehalten

Finanzkalender 2027¹)

Nachweisstichtag Hauptversammlung 15.02.2027
98. ordentliche Hauptversammlung 25.02.2027
Ex-Dividendtag 02.03.2027
Record Date Dividende 03.03.2027
Dividendenzahltag 08.03.2027

¹) Änderungen vorbehalten

Ergebnis 1. Quartal 2026/27 25.02.2027
Ergebnis 1. Halbjahr 2026/27 31.05.2027
Ergebnis 1.–3. Quartal 2026/27 26.08.2027
Jahresergebnis 2026/27 16.12.2027

Basisinformationen EVN Aktie

Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); AT; EVN (Dow Jones)
Börsenotierung Wien
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

Kontakt

Ansprechpartner*innen Investor Relations

Gerald Reidinger, Telefon +43 2236 200-12698
Matthias Neumüller, Telefon +43 2236 200-12128
Karin Krammer, Telefon +43 2236 200-12867
Sarah Kallina, Telefon: +43 2236 200-16025
E-Mail: [email protected]

Servicetelefon für Kund*innen

0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at
www.investor.evn.at
www.evn.at/nachhaltigkeit

Impressum

Herausgeberin

EVN AG, EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich
Telefon +43 2236 200-0
Fax +43 2236 200-2030
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz:
www.evn.at/offenlegung
Redaktionsschluss: 20. Mai 2026
Veröffentlichung: 28. Mai 2026

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