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EVN AG Interim / Quarterly Report 2023

Feb 29, 2024

742_10-q_2024-02-29_86d568f7-d9b3-4b8d-9920-da964da31827.pdf

Interim / Quarterly Report

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Nachhaltig handeln, in investieren.

Aktionärsbrief 1. Quartal 2023/24 1. Oktober – 31. Dezember 2023

Kennzahlen

2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
%
2021/22
1. Quartal
2022/23
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 809 761 6,2 963 2.981
davon erneuerbare Energie GWh 662 500 32,4 524 2.295
Stromverkauf an Endkund*innen GWh 4.568 4.976 –8,2 5.558 18.153
Gasverkauf an Endkund*innen GWh 1.174 1.530 –23,3 1.840 4.291
Wärmeverkauf an Endkund*innen GWh 672 698 –3,7 842 2.272
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 909,1 1.174,3 –22,6 900,9 3.768,7
EBITDA Mio. EUR 285,7 281,7 1,4 201,9 869,0
EBITDA-Marge1) % 31,4 24,0 7,4 22,4 23,1
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 200,5 201,1 –0,3 129,5 528,5
EBIT-Marge1) % 22,1 17,1 4,9 14,4 14,0
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 188,7 191,0 –1,2 113,1 656,2
Konzernergebnis Mio. EUR 143,8 149,4 –3,7 81,5 529,7
Ergebnis je Aktie EUR 0,81 0,84 –3,7 0,46 2,97
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 11.252,7 10.973,9 2,5 12.326,9 10.996,0
Eigenkapital Mio. EUR 6.858,0 6.390,2 7,3 7.084,1 6.464,3
Eigenkapitalquote1) % 60,9 58,2 2,7 57,5 58,8
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.372,9 1.580,7 –13,1 905,9 1.364,3
Gearing1) % 20,0 24,7 –4,7 12,8 21,1
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 216,8 309,4 –29,9 204,4 1.100,7
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 87,2 –255,9 0,8 942,4
Investitionen3) Mio. EUR 127,5 106,9 19,3 110,1 694,1
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 28,45 16,90 68,3 26,60 25,30
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 142,9 104,7 36,5 92,4 507,8
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 5.118 3.040 68,4 4.785 4.551
Mitarbeiter*innen Ø 7.452 7.148 4,3 7.145 7.255

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung des täglichen Handelsvolumens

Inhalt

Kennzahlen 2
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionär*innenstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Highlights

Stabiler Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2023/24

  • Umsatz (–22,6 %), EBITDA (+1,4 %), Konzernergebnis (–3,7%)
  • Der schrittweise Rückgang der Spot- und Terminpreise prägt den Geschäftsverlauf in den einzelnen Segmenten; die Strategie 2030 und das diversifizierte Geschäftsmodell der EVN wirken dabei stabilisierend.
  • Ausbau der erneuerbaren Erzeugung kompensiert rückläufige Strommarktpreise im Segment Erzeugung zum Teil
  • Stabilisierung im Energievertrieb
  • Trends im Verbrauchsverhalten der Kund*innen v. a. Einsparungsmaßnahmen und vermehrte Eigenversorgung aus Photovoltaikanlagen – setzen sich fort

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in allen drei Märkten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt; in Nordmazedonien jedoch über dem Vorjahresniveau, in Österreich darunter
  • Gestiegenes Wind- und Wasserdargebot; Wasserführung über dem langjährigen Durchschnitt, Windaufkommen schwächer
  • Rückgang der Großhandelspreise für Strom und Energieträger nach einer von historischen Verwerfungen und enormen Volatilitäten geprägten Phase

Wesentliche Fortschritte beim Ausbau der erneuerbaren Erzeugung

  • Installierte Windkapazität durch Fertigstellung von zwei Windparks per 31. Dezember 2023 auf 478 MW gestiegen (30. September 2023: 447 MW)
  • Aktuell zwei weitere Windparks in Errichtung (davon ein Repowering)
  • Inbetriebnahme von Großflächen-Photovoltaikanlagen in Niederösterreich und Nordmazedonien wird installierte Leistung im Lauf des zweiten Quartals 2023/24 auf rund 80 MWp verdoppeln

Investitionsprogramm von jährlich 700 bis 900 Mio. Euro bis 2030

  • Transformation des Energiesystems als deklarierte Wachstumsperspektive im Einklang mit der Strategie 2030
  • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie Trinkwasserversorgung; davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • Investitionen im ersten Quartal 2023/24 mit 127,5 Mio. Euro um 19,3 % über Vorjahr

Aufsichtsrat bestellt zwei neue Vorstandsmitglieder

  • Dipl.-Ing. Stefan Stallinger, MBA, wird per 1. April 2024 als Technikvorstand Nachfolger von Dipl.-Ing. Franz Mittermayer, der sein Vorstandsmandat pensionsbedingt zum 31. März 2024 zurücklegen wird.
  • Mag. (FH) Alexandra Wittmann ergänzt das Vorstandsteam per 1. September 2024 als Finanzvorständin.
  • Mag. Stefan Szyszkowitz bleibt unverändert Sprecher des Vorstands.

Ausblick und Dividendenpolitik für das laufende Geschäftsjahr bestätigt

  • Die EVN erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 unter der Annahme eines stabilen regulatorischen und energiepolitischen Umfelds ein Konzernergebnis in der Bandbreite von 420 bis 460 Mio. Euro.
  • Die Dividendenausschüttung soll künftig mindestens 0,82 Euro pro Aktie betragen. Die EVN beabsichtigt, ihre Aktionär*innen an zusätzlichen Ergebnissteigerungen in angemessener Höhe zu beteiligen. Mittelfristig wird eine Ausschüttungsquote von 40 % des um außerordentliche Effekte bereinigten Konzernergebnisses angestrebt.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf 1)
Österreich % 88,2 91,5 108,3
Bulgarien % 73,5 73,1 111,6
Nordmazedonien % 82,1 72,7 100,7
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 82,7 89,4 67,5
Gas – NCG2) EUR/MWh 41,1 98,3 95,0
Kohle – API#23) EUR/Tonne 116,3 232,5 150,9
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 77,0 77,0 65,3
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 88,7 216,3 208,7
Spitzenlaststrom EUR/MWh 112,1 267,9 257,1

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Trading Hub Europe (THE) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
Absolut
%
2021/22
1. Quartal
Stromerzeugung 809 761 47 6,2 963
davon erneuerbare Energie 662 500 162 32,4 524
davon Wärmekraftwerke 147 262 –115 –43,8 439
Netzabsatz
Strom 5.595 5.543 52 0,9 6.239
Erdgas1) 3.767 4.117 –349 –8,5 5.726
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom 4.568 4.976 –409 –8,2 5.558
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.838 2.187 –349 –16,0 2.295
davon Südosteuropa 2.730 2.789 –59 –2,1 3.263
Erdgas 1.174 1.530 –356 –23,3 1.840
Wärme 672 698 –26 –3,7 842
davon Mittel- und Westeuropa2) 614 642 –28 –4,4 767
davon Südosteuropa 58 56 2 4,0 75

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –22,6 % auf 909,1 Mio. Euro
  • EBITDA: +1,4 % auf 285,7 Mio. Euro
  • EBIT: –0,3 % auf 200,5 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: –3,7 % auf 143,8 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Quartal 2023/24 einen Rückgang um 22,6 % auf 909,1 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften infolge der gesunkenen Großhandelspreise sowie geringere Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung. In Südosteuropa waren die niedrigeren Strompreise sowie geringere Energieabsatzmengen in Bulgarien Hauptfaktoren für den Umsatzrückgang, während im internationalen Projektgeschäft aufgrund der weitgehenden Fertigstellung der Kläranlage in Kuwait geringere Umsätze anfielen. Abgeschwächt wurde der Umsatzrückgang durch die gestiegene erneuerbare Produktion, höhere Umsätze aus dem Erdgashandel sowie höhere Netzentgelte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge legten im Berichtszeitraum um 17,9 % auf 35,0 Mio. Euro zu.

Im Einklang mit der Absatz- bzw. Umsatzentwicklung ging auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Vorjahresvergleich um 29,3 % auf 391,3 Mio. Euro zurück. Wesentliche Treiber dieser Entwicklung waren die rückläufigen Großhandelspreise in Südosteuropa sowie gesunkene Primärenergiekosten für die Strom- und Wärmeerzeugung.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen – korrespondierend zur Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft – um 29,9 % auf 127,7 Mio. Euro zurück.

Eine Zunahme um 16,8 % auf 111,8 Mio. Euro zeigte im Berichtszeitraum hingegen der Personalaufwand. Hauptfaktoren dieser Entwicklung waren kollektivvertragliche Anpassungen sowie ein Anstieg des Personalstands auf 7.452 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 7.148 Mitarbeiter*innen).

Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um 56,9 % auf 74,9 Mio. Euro. Diese Position enthält auch den Energiekrisenbeitrag-Strom, der sich im Berichtszeitraum auf 10,6 Mio. Euro belief (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro, erstmals eingehoben für Dezember 2022; Details zur zugrunde liegenden gesetzlichen Regelung siehe Seite 12). Zudem musste

eine Forderung aus dem Kläranlagenprojekt Budva, Montenegro, in Höhe von 22,5 Mio. Euro wertberichtigt werden. Hier hatte das Genfer Schiedsgericht in seinem im Jänner 2024 übermittelten Urteil zwar die bereits in der Vergangenheit von der WTE vereinnahmten Zahlungen von insgesamt 41,9 Mio. Euro bestätigt, darüber hinaus jedoch keine weiteren Ansprüche anerkannt.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter, der im Vorjahr durch den Geschäftsverlauf der Energievertriebsgesellschaft EVN KG stark belastet gewesen war, fiel im ersten Quartal 2023/24 mit insgesamt 47,4 Mio. Euro wieder klar positiv aus (Vorjahr: –43,2 Mio. Euro). Neben einer Ergebnisverbesserung bei der EVN KG leisteten auch die Burgenland Energie und die Verbund Innkraftwerke höhere Beiträge dazu als im Vorjahr.

Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im ersten Quartal 2023/24 mit 285,7 Mio. Euro um 1,4 % über dem Vorjahresniveau.

Das gestiegene Investitionsniveau führte zu einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 5,2 % auf 84,8 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBIT dadurch mit 200,5 Mio. Euro um 0,3 % unter dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis der EVN belief sich im ersten Quartal 2023/24 auf –11,9 Mio. Euro (Vorjahr: –10,2 Mio. Euro). Der hier verzeichnete Anstieg im Zinsaufwand wurde durch die bessere Performance des R138-Fonds und der Cash-Fonds der EVN abgeschwächt.

In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein leichter Rückgang von 1,2 % auf 188,7 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 35,3 Mio. Euro (Vorjahr: 36,2 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile lag das Konzernergebnis bei 143,8 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 3,7 %.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2023 mit 11.252,7 Mio. Euro um 2,3 % über dem Wert zum 30. September 2023. Zuwächse verzeichneten insbesondere die durch das hohe Investitionsvolumen steigenden Sachanlagen, die durch den Rückgang der negativen Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften und die Ergebnisverbesserung der EVN KG geprägten at Equity einbezogenen Unternehmen sowie die infolge der Kursentwicklung der Verbund-Aktie gestiegenen sonstigen Beteiligungen (Stichtagskurs von 84,05 Euro im Vergleich zu 77,05 Euro zum 30. September 2023).

Die kurzfristigen Vermögenswerte der EVN nahmen im Berichtszeitraum hingegen um 8,2 % auf 1.483,4 Mio. Euro ab. Die dafür insbesondere maßgebliche Reduktion der Veranlagungen in Cash-Fonds wurde durch einen Anstieg der Forderungen aus Absicherungsgeschäften abgeschwächt.

EBIT nach Segmenten

1. Quartal Mio. EUR 2022/23 2023/24

Das Eigenkapital der EVN lag nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023/24 mit 6.858,0 Mio. Euro um 6,1 % über dem Wert zum 30. September 2023. Hervorgerufen wurde dieser Anstieg vor allem durch das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sowie die im Eigenkapital abgebildeten Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen, insbesondere bei der Verbund AG. In der Quartalsbilanz noch nicht abgebildet ist die von der 95. ordentlichen Hauptversammlung der EVN am 1. Februar 2024 genehmigte und am 9. Februar 2024 durchgeführte Dividendenausschüttung von 1,14 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2022/23; diese Dividende enthält eine Sonderdividende von 0,62 Euro pro Aktie. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich zum 31. Dezember 2023 auf 60,9 % (30. September 2023: 58,8 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 1,8 % auf 3.083,1 Mio. Euro zu. Maßgeblich dafür verantwortlich waren ein – durch die höhere Bewertung der Verbund-Aktie verursachter – Anstieg der langfristigen Steuerverbindlichkeiten sowie eine – mit der vermehrten Investitionstätigkeit im Netz- und Wärmebereich verbundene – Zunahme der vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse. Dem wirkte bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten die Umgliederung von Bankkrediten und Schuldscheindarlehen in den kurzfristigen Bereich entgegen.

Die kurzfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 12,7 % auf 1.311,6 Mio. Euro ab. Rückgänge verzeichneten dabei insbesondere die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie – stichtagsbedingt – die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferant*innen. Gegenläufig dazu wirkte u. a. ein Anstieg der kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Quartal 2023/24 mit 216,8 Mio. Euro um 29,9 % unter dem Vorjahreswert. Neben einem leichten Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern wirkten sich eine Korrektur der unbaren Ergebniskomponenten und demgegenüber geringere Dividendenausschüttungen von at Equity einbezogenen Unternehmen hier zusätzlich dämpfend aus.

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

Geprägt durch die Entwicklung des Working Capitals und die im Periodenvergleich geringeren Zahlungen für Ertragsteuern belief sich der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Berichtszeitraum auf 87,2 Mio. Euro (Vorjahr: –255,9 Mio. Euro). Beim Periodenvergleich ist allerdings zu beachten, dass die aus dem Liquiditätsausgleich für die EVN KG verursachte Kapitalbindung im Working Capital im Vorjahr zu einer massiven Belastung geführt hatte.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum 34,8 Mio. Euro (Vorjahr: 74,3 Mio. Euro). Der positive Wert ergibt sich aus der Abschichtung von Cash-Fonds. Einer Zunahme der Investitionen standen zudem höhere Baukostenund Investitionszuschüsse im Netz- und Wärmebereich gegenüber. Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im ersten Quartal 2023/24 auf –155,3 Mio. Euro (Vorjahr: 87,3 Mio. Euro) und war von laufenden planmäßigen Tilgungen geprägt.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –33,3 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf –14,6 Mio. Euro. Gleichzeitig standen der EVN AG vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 786 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Aktionär*innenstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößte Aktionärin der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum Stichtag 0,9 %; der Streubesitz belief sich somit auf 19,7 %.

Aktionär*innenstruktur1)

1) Per 31. Dezember 2023

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund*innen
und auf Großhandelsmärkten
• Energiedienstleistungen (z. B. Planung, Errichtung und Betrieb von
Ladeinfrastruktur für E-Mobilität)
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der EnergieAllianz1)
• Beteiligung als alleinige Kommanditistin an der EVN KG1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie in thermischen
Produktionskapazitäten zur Netzstabilisierung an österreichischen
und internationalen Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke (Deutschland)1)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkund*innen in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in
Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfall- und Klärschlammverwertung2)
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding
diese ist mit 49,0 % an der Burgenland Energie beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Für das internationale Projektgeschäft wurde im September 2023 ein strukturierter Verkaufsprozess initiiert.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzrückgänge bei Strom, Erdgas und Wärme

  • Wärmere Witterung bewirkte Rückgang der Energienachfrage
  • Einsparungsmaßnahmen, vermehrte Eigenversorgung der Kund*innen aus Photovoltaikanlagen sowie intensiverer Wettbewerb als zusätzliche Treiber für deutlichen Rückgang beim Strom- und Erdgasabsatz

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Deutlicher Umsatzrückgang durch geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften infolge der rückläufigen Großhandelspreise; Umsatzminus aus der Vermarktung der eigenen Erzeugung infolge geringerer Abrufe des Kraftwerks Theiß wurde durch höhere Umsätze aus der Vermarktung der erneuerbaren Erzeugung und dem Erdgashandel abgeschwächt
  • Einem höheren Aufwand für Fremdstrombezug aus der Vermarktung der eigenen erneuerbaren Stromerzeugung wirkten gesunkene Primärenergiekosten für die Stromund Wärmeerzeugung entgegen.

• Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter dank einer Verbesserung bei der EVN KG wieder im positiven Bereich (Ergebnisbeitrag von 8 Mio. Euro im ersten Quartal 2023/24 nach Quartalsverlust von 70,5 Mio. Euro im Vorjahr)

Investitionen des Segments mehr als verdoppelt

  • Großteil der Investitionen entfiel auf die Errichtung von Fernwärmeleitungen sowie Kapazitätserweiterungen und Revitalisierungen von Fernheizkraftwerken
  • Gründung der Biowärme St. Pölten GmbH zur Errichtung einer Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in St. Pölten
  • Investitionen in Ladeinfrastruktur für E-Mobilität durch die mit 28. Februar 2023 erstkonsolidierte EVN Energieservices GmbH
Kennzahlen – 2023/24 2022/23 +/– 2021/22
Energie 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom1) 1.838 2.187 –349 –16,0 2.295
Erdgas1) 1.142 1.498 –355 –23,7 1.796
Wärme 614 642 –28 –4,4 767
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 261,0 352,0 –91,1 –25,9 174,6
Innenumsatz 4,2 4,5 –0,3 –6,9 4,3
Gesamtumsatz 265,2 356,6 –91,4 –25,6 178,9
Operativer Aufwand –208,1 –225,4 17,4 7,7 –177,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
9,1 –63,4 72,5 33,7
EBITDA 66,3 67,7 –1,5 –2,1 35,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–6,2 –5,3 –0,9 –17,1 –5,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 60,0 62,4 –2,4 –3,8 29,8
Finanzergebnis –1,6 –0,8 –0,9 –0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 58,4 61,6 –3,2 –5,3 29,1
Gesamtvermögen 712,4 837,1 –124,7 –14,9 1.209,8
Gesamtschulden 494,7 467,6 27,1 5,8 618,4
Investitionen2) 13,9 6,0 7,8 4,4

1) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland;

der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Stromerzeugung über Vorjahresniveau

  • Gestiegenes Wind- und Wasserdargebot sowie Kapazitätserweiterungen führten zu Anstieg der erneuerbaren Erzeugung
  • Nutzung des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber unter dem bereits niedrigen Vorjahresniveau

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern höher als im Vorjahr

  • Umsatzanstieg trotz rückläufiger Vermarktungspreise, die durch gestiegene erneuerbare Produktionsmengen kompensiert wurden
  • Vermarktung des Strombezugs aus einer Beteiligung führte zu Anstieg im Umsatz sowie im Aufwand für Fremdstrombezug
  • Operativer Aufwand über Vorjahresniveau, getrieben neben Inflationseffekten und dem aufgrund der Kapazitätserweiterungen gestiegenen Personalstand durch den Energiekrisenbeitrag-Strom, der sich im Berichtszeitraum auf 10,6 Mio. Euro belief (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro, erstmals eingehoben für Dezember 2022)
  • Höherer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke
  • Planmäßige Abschreibungen investitionsbedingt leicht über Vorjahresniveau

Weiterhin hohe Dynamik beim Ausbau der erneuerbaren Erzeugung

  • Inbetriebnahme der Windparks in Altlichtenwarth-Großkrut (12,4 MW) und Prottes (18 MW)
  • Zwei Windparks in Bau: Sigleß-Pöttelsdorf (8,4 MW; Repowering) und Paasdorf (22,2 MW)
  • Errichtung einer Großflächen-Photovoltaikanlage in Dürnrohr (23,5 MWp); Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2023/24

Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom

• Im Jänner 2024 wurde im österreichischen Nationalrat ein Initiativantrag zur Verlängerung des bis 31. Dezember 2023 befristeten Energiekrisenbeitrags um weitere zwölf Monate eingebracht; der Schwellenwert wurde unter Berücksichtigung der anrechenbaren Investitionen auf bis zu 200 Euro pro MWh angehoben.

2021/22
1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
629 586 43 7,3 771
562 418 144 34,4 437
67 169 –101 –60,1 334
24,5 41,1 –16,6 –40,5 33,2
102,2 71,4 30,8 43,1 46,8
126,7 112,5 14,1 12,6 80,0
–65,0 –49,4 –15,6 –31,5 –29,3
–0,4
50,3
–11,8 –10,7 –1,1 –10,3 –3,9
57,7 55,7 2,0 3,6 46,3
0,6 –0,7 1,3 –0,8
58,3 55,1 3,3 6,0 45,6
1.091,0 999,2 91,8 9,2 849,5
436,4 409,7 26,7 6,5 426,9
9,9 22,8 –12,9 –56,7 4,5
2023/24
7,9
69,5
2022/23
3,3
66,4
+/–
4,6
3,1

4,7

Netze

Rückgang im Strom- und Erdgas-Netzabsatz

  • Milde Temperaturen, Einsparmaßnahmen und der intensive Ausbau eigener Photovoltaikanlagen von Kund*innen dämpften den Stromnetzabsatz, auch bei Industriekund*innen
  • Erdgasabsatz per Saldo ebenfalls unter Vorjahr: Anstieg der Nachfrage bei Industriekund*innen, jedoch Rückgänge im Haushaltssegment und beim Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse verbessert

  • Positive Effekte aus den Netztarifen für Strom und Erdgas als wesentliche Treiber
  • Systemnutzungsentgelt für Haushaltskund*innen für das Kalenderjahr 2023 bei Strom und Erdgas um durchschnittlich 40,0 % bzw. 17,2 % erhöht
  • Ebenfalls höhere Umsätze in den Bereichen Kabel-TV, Internet und Telekommunikation

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

• Inflationsbedingt höhere Materialkosten führten zu leichter Steigerung des operativen Aufwands

  • Anstieg des Investitionsniveaus erhöhte auch planmäßige Abschreibungen
  • Gestiegenes Zinsniveau trieb Zinsaufwand in die Höhe und reduzierte damit das Finanzergebnis

Kontinuierlicher Anstieg der Investitionen zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit

  • Ausbau der Infrastruktur zur Ökostrom-Anbindung (Leitungsnetze und Trafostationen)
  • Erweiterung von Umspannwerken
  • Investitionen in die Digitalisierung der Netzinfrastruktur

Neue Regulierungsperiode für das Strom-Verteilnetz ab 1. Jänner 2024

• Anpassung des gewichteten Kapitalkostensatzes auf 4,16 % (bisher: 4,88 %) vor Steuern für Bestandsanlagen bzw. auf 6,33 % (bisher: 5,20 %) für Neuanlagen

E-Control legte neue Systemnutzungsentgelte für Haushaltskund*innen per 1. Jänner 2024 fest

  • Erhöhung des Netztarifs Strom um durchschnittlich 12,7 %, großteils zur Abdeckung der höheren Netzverlustkosten
  • Bei Erdgas Reduktion der Netztarife um durchschnittlich 15,2 %
Kennzahlen – 2023/24 2022/23 +/– 2021/22
Netze 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.064 2.157 –93 –4,3 2.381
Erdgas 3.671 4.035 –364 –9,0 5.643
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 152,7 136,4 16,3 12,0 141,8
Innenumsatz 21,7 15,1 6,5 43,2 14,8
Gesamtumsatz 174,4 151,5 22,9 15,1 156,6
Operativer Aufwand –85,0 –83,0 –2,1 –2,5 –77,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 89,3 68,6 20,8 30,3 78,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–41,3 –36,7 –4,6 –12,5 –36,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 48,0 31,8 16,2 50,8 42,9
Finanzergebnis –7,1 –5,0 –2,1 –42,0 –3,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 41,0 26,9 14,1 52,5 39,4
Gesamtvermögen 2.546,5 2.326,2 220,2 9,5 2.323,1
Gesamtschulden 1.807,1 1.613,2 193,9 12,0 1.650,0
Investitionen1) 53,0 42,6 10,4 24,5 72,2

Südosteuropa

Anstieg im Netz-, Rückgang im Energieabsatz

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in Bulgarien und Nordmazedonien erneut deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt, in Nordmazedonien jedoch über dem Vorjahresniveau
  • Kühlere Witterung brachte vor allem in Nordmazedonien einen Anstieg des Netzabsatzes
  • Wettbewerbsbedingt rückläufiger Energieabsatz in Bulgarien durch Absatzwachstum im liberalisierten Marktsegment in Nordmazedonien abgeschwächt
  • Anstieg des Wärmeabsatzes in Bulgarien

Stromerzeugung leicht unter Vorjahresniveau

  • Geringere Erzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien: Wasserdargebot zwar erneut deutlich über dem langjährigen Mittelwert, aber unter dem hohen Vorjahresniveau
  • Revisionsbedingter Rückgang der thermischen Erzeugung in der Cogeneration-Anlage in Plovdiv

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Rückgang der Umsatzerlöse aufgrund vor allem in Bulgarien gesunkener Energieabsatzmengen und rückläufiger Strompreise
  • Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger sank ebenfalls, jedoch weniger stark
  • Planmäßige Abschreibungen dank höherer Investitionen leicht über dem Vorjahresniveau

Investitionen um 36,3 % gestiegen

  • Fokus auf Versorgungssicherheit im Netzbereich, Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten in Nordmazedonien sowie Einbindung der auch in Bulgarien und Nordmazedonien zunehmenden erneuerbaren Erzeugung
  • Errichtung von zwei Photovoltaikanlagen in Nordmazedonien; Inbetriebnahme beider Anlagen (installierte Gesamtleistung 14,5 MWp) ist für das Frühjahr 2024 geplant
Kennzahlen –
Südosteuropa
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2021/22
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 105 113 –8 –6,7 111
davon erneuerbare Energie 28 29 –1 –4,4 26
davon Wärmekraftewerke 77 83 –6 –7,5 85
Netzabsatz Strom 3.531 3.385 145 4,3 3.858
Energieverkauf an Endkund*innen 2.819 2.877 –58 –2,0 3.381
davon Strom 2.730 2.789 –59 –2,1 3.263
davon Erdgas 31 32 –1 –3,5 44
davon Wärme 58 56 2 4,0 75
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 355,1 480,3 –125,3 –26,1 454,9
Innenumsatz 0,1 0,6 –0,5 –87,1 0,4
Gesamtumsatz 355,2 480,9 –125,8 –26,2 455,3
Operativer Aufwand –317,8 –434,2 116,3 26,8 –448,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 37,3 46,8 –9,4 –20,2 7,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–20,2 –19,9 –0,3 –1,7 –19,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 17,1 26,8 –9,8 –36,4 –12,0
Finanzergebnis –3,1 –2,5 –0,5 –20,6 –3,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 14,0 24,3 –10,3 –42,3 –15,2
Gesamtvermögen 1.421,9 1.367,1 54,7 4,0 1.366,1
Gesamtschulden 901,2 968,8 –67,6 –7,0 1.008,2
Investitionen1) 44,0 32,3 11,7 36,3 25,3

Umwelt

Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft

  • Fertigstellung der Kläranlage und erfolgreicher Testlauf beim Großprojekt in Kuwait; Errichtung der Abwasserinfrastruktur zu rund zwei Dritteln umgesetzt
  • Übergabe der Kläranlagen in den polnischen Städten Stettin und Gdynia sowie im rumänischen Sinaia
  • Neun Projekte in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung in Deutschland, Polen, Rumänien, Nordmazedonien, Bahrain und Kuwait in Bearbeitung (Stand: 31. Dezember 2023)

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Die Umsatzerlöse im internationalen Projektgeschäft verzeichneten einen Rückgang, da die Errichtung der Kläranlage in Kuwait zum Quartalsstichtag vollständig abgeschlossen und die Errichtung der Abwasserinfrastruktur bereits weit fortgeschritten war.
  • Analog dazu reduzierten sich auch die Fremdleistungen und der Materialaufwand.
  • In dem gegen die Gemeinde Budva wegen Nichterfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus dem Investitionsvertrag

über die Planung, Errichtung, Finanzierung und den Betrieb einer Kläranlage eingeleiteten Schiedsverfahren übermittelte das Schiedsgericht in Genf im Jänner 2024 sein Urteil. Darin wurden Ansprüche der WTE in Höhe von insgesamt 41,9 Mio. Euro bestätigt. Weitere Ansprüche erkannte das Schiedsgericht nicht an, sodass die WTE offene Forderungen aus dem Projekt Budva in Höhe von 22,5 Mio. Euro wertberichtigen musste.

  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen geringfügig unter Vorjahresniveau
  • Die Fertigstellung der Kläranlage in Kuwait reduzierte die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Projektvorlaufkosten für das Projekt Umm Al Hayman.
  • Finanzergebnis durch höheren Zinsaufwand belastet

Investitionen mehr als verdoppelt

  • Investitionen im Segment Umwelt betreffen im Wesentlichen die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
  • Zweiter Bauabschnitt der 60 km langen Transportleitung von Krems nach Zwettl in Umsetzung; Finalisierung der Planungsarbeiten für dritten Abschnitt
  • Errichtung einer Naturfilteranlage in Obersulz
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2021/22
1. Quartal
Außenumsatz 109,1 158,0 –48,8 –30,9 91,2
Innenumsatz 0,2 0,2 0,0 6,2 0,1
Gesamtumsatz 109,3 158,1 –48,8 –30,9 91,4
Operativer Aufwand –114,5 –141,7 27,2 19,2 –77,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
3,8 3,9 –0,1 –3,3 3,1
EBITDA –1,4 20,4 –21,7 17,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–5,9 –8,2 2,3 27,9 –8,2
Operatives Ergebnis (EBIT) –7,3 12,2 –19,5 8,9
Finanzergebnis –5,6 –3,0 –2,6 –88,4 –7,9
Ergebnis vor Ertragsteuern –12,9 9,2 –22,1 1,1
Gesamtvermögen 1.052,3 1.159,1 –106,9 –9,2 1.020,3
Gesamtschulden 843,8 920,8 –77,0 –8,4 811,9
Investitionen1) 7,8 3,3 4,5 3,7

Alle sonstigen Segmente

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter über Vorjahresniveau

  • Anstieg bei der Burgenland Energie durch einen guten operativen Geschäftsverlauf
  • Ergebnisbeitrag der RAG etwas unter dem Vorjahreswert

Anstieg in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Finanzkennzahlen – 2023/24 2022/23 +/– 2021/22
Alle sonstigen Segmente Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 6,7 6,4 0,3 4,2 5,1
Innenumsatz 24,5 19,9 4,6 23,0 18,7
Gesamtumsatz 31,2 26,4 4,9 18,4 23,8
Operativer Aufwand –32,3 –26,6 –5,7 –21,5 –25,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 26,7 13,0 13,7 15,6
EBITDA 25,5 12,8 12,8 14,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –0,6 –0,6 0,0 –2,6 –0,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 24,9 12,1 12,8 13,7
Finanzergebnis 16,8 19,7 –2,9 –14,6 15,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 41,7 31,8 9,9 31,2 28,7
Gesamtvermögen 6.521,9 6.176,4 345,6 5,6 7.540,7
Gesamtschulden 1.934,9 2.025,1 –90,2 –4,5 2.640,2
Investitionen1) 0,2 0,1 0,1 55,3 0,2

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

2023/24 2022/23 +/– 2022/23
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut %
Umsatzerlöse 909,1 1.174,3 –265,2 –22,6 3.768,7
Sonstige betriebliche Erträge 35,0 29,7 5,3 17,9 127,5
Fremdstrombezug und Energieträger –391,3 –553,3 162,0 29,3 –1.675,5
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –127,7 –182,2 54,4 29,9 –662,7
Personalaufwand –111,8 –95,8 –16,1 –16,8 –419,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –74,9 –47,7 –27,2 –56,9 –202,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter 47,4 –43,2 90,6 –67,6
EBITDA 285,7 281,7 3,9 1,4 869,0
Abschreibungen –84,8 –80,6 –4,2 –5,2 –336,5
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –0,3 –0,3 –3,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 200,5 201,1 –0,6 –0,3 528,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 169,0
Zinserträge 2,9 1,8 1,2 65,2 16,5
Zinsaufwendungen –17,8 –12,2 –5,6 –46,2 –57,4
Sonstiges Finanzergebnis 3,0 0,2 2,8 –0,5
Finanzergebnis –11,9 –10,2 –1,7 –16,7 127,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 188,7 191,0 –2,3 –1,2 656,2
Ertragsteuern –35,3 –36,2 0,9 2,6 –74,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 153,4 154,8 –1,4 –0,9 582,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG
(Konzernergebnis) 143,8 149,4 –5,6 –3,7 529,7
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 9,6 5,4 4,2 77,6 52,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,81 0,84 –3,7 2,97

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
Ergebnis nach Ertragsteuern 153,4 154,8 –1,4 –0,9 582,1
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
226,5 –298,2 524,7 –388,2
Neubewertung IAS 19 –8,7 –1,9 –6,8 –26,7
At Equity einbezogene Unternehmen –3,4 0,5 –3,8 1,3
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente
307,3 –386,0 693,3 –479,0
darauf entfallende Ertragsteuern –68,7 89,3 –158,0 116,2
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
13,8 –787,5 801,3 –931,1
Währungsdifferenzen –1,1 –11,6 10,5 90,9 –15,9
Cash Flow Hedges 14,8 200,0 –185,2 –92,6 235,4
At Equity einbezogene Unternehmen 16,6 –1.215,5 1.232,1 –1.435,3
darauf entfallende Ertragsteuern –16,5 239,5 –256,1 284,8
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 240,3 –1.085,7 1.325,9 –1.319,3
Gesamtergebnis der Periode 393,7 –930,9 1.324,6 –737,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG 385,2 –936,7 1.321,9 –790,5
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 8,5 5,8 2,6 45,0 53,3

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.12.2023 30.09.2023 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 241,1 211,2 29,8 14,1
Sachanlagen 4.302,7 4.285,7 17,0 0,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1.147,0 1.103,4 43,6 4,0
Sonstige Beteiligungen 3.862,7 3.555,5 307,2 8,6
Aktive latente Steuern 49,4 50,9 –1,5 –2,9
Übrige Vermögenswerte 166,5 174,3 –7,8 –4,5
9.769,3 9.380,9 388,3 4,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 145,1 137,7 7,4 5,4
Forderungen aus Ertragsteuern 9,8 51,3 –41,5 –80,9
Forderungen 1.109,6 1.083,6 26,1 2,4
Wertpapiere 137,0 266,5 –129,4 –48,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 74,5 70,2 4,3 6,2
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 7,3 5,8 1,5 26,5
1.483,4 1.615,1 –131,6 –8,2
Summe Aktiva 11.252,7 10.996,0 256,7 2,3
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 254,9 254,9
Gewinnrücklagen 3.560,8 3.417,0 143,8 4,2
Bewertungsrücklage 2.416,4 2.174,0 242,5 11,2
Währungsumrechnungsrücklage 6,2 7,3 –1,1 –14,5
Eigene Aktien –17,7 –17,7
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionär*innen der EVN AG 6.550,6 6.165,4 385,2 6,2
Nicht beherrschende Anteile 307,4 298,9 8,5 2,8
6.858,0 6.464,3 393,7 6,1
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.039,4 1.103,5 –64,0 –5,8
Passive latente Steuern 873,7 785,9 87,7 11,2
Langfristige Rückstellungen 378,3 367,7 10,6 2,9
Baukosten- und Investitionszuschüsse 707,7 683,3 24,4 3,6
Übrige langfristige Schulden 84,0 89,1 –5,1 –5,7
3.083,1 3.029,4 53,6 1,8
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 293,1 343,2 –50,1 –14,6
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 33,6 63,9 –30,2 –47,3
Lieferant*innenverbindlichkeiten 351,8 463,2 –111,4 –24,0
Kurzfristige Rückstellungen 139,9 134,4 5,5 4,1
Übrige kurzfristige Schulden 492,5 497,1 –4,6 –0,9
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten 0,6 0,4 0,1 29,3
1.311,6 1.502,2 –190,6 –12,7
Summe Passiva 11.252,7 10.996,0 256,7 2,3

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionär*innen der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2022 7.047,8 273,3 7.321,1
Gesamtergebnis der Periode –936,7 5,8 –930,9
Stand 31.12.2022 6.111,0 279,2 6.390,2
Stand 30.09.2023 6.165,4 298,9 6.464,3
Gesamtergebnis der Periode 385,2 8,5 393,7
Stand 31.12.2023 6.550,6 307,4 6.858,0

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
Ergebnis vor Ertragsteuern 188,7 191,0 –2,3 –1,2 656,2
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
85,1 80,6 4,5 5,6 341,6

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
–47,4 43,2 –90,6 –101,4
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
7,9 13,8 –5,9 –42,9 274,7
+
Zinsaufwendungen
17,8 12,2 5,6 46,2 57,4

Zinsauszahlungen
–11,0 –9,1 –1,9 –20,8 –46,0

Zinserträge
–2,9 –1,8 –1,2 –65,2 –16,5
+
Zinseinzahlungen
2,5 1,8 0,7 41,2 15,4
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 0,3 0,3 3,9
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –2,1 –0,1 –2,0 –3,3

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–16,7 –15,5 –1,2 –7,9 –64,1
+/– Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–0,8 0,8 –3,3

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–5,2 –5,8 0,6 10,3 –13,8
Cash Flow aus dem Ergebnis 216,8 309,4 –92,6 –29,9 1.100,7
+/– Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–120,1 –542,8 422,7 77,9 –109,5

Zahlungen für Ertragsteuern
–9,6 –22,5 12,9 57,4 –48,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich 87,2 –255,9 343,1 942,4
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
0,3 1,1 –0,8 –70,8 6,2
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –90,5 –79,3 –11,2 –14,2 –576,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–4,5 –8,6 4,2 48,2 –333,6
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 129,4 161,1 –31,6 –19,6 –25,1
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 34,8 74,3 –39,5 –53,1 –929,0

Gewinnausschüttung an die Aktionär*innen der EVN AG
–92,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–27,7
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,8
+/– Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten –155,3 87,3 –242,6 121,2
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –155,3 87,3 –242,6 1,6
Cash Flow gesamt –33,3 –94,3 61,0 64,7 14,9
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 20,2 36,9 –16,7 –45,3 36,9
Sonstige Veränderungen auf Fonds der liquiden Mittel 2) –1,5 1,5 –3,0 –31,7
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) –14,6 –55,9 41,3 73,8 20,2

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

2) Zusammensetzung der sonstigen Veränderung: –1,6 Mio. Euro Restricted Cash, 0,3 Mio. Euro Währungsdifferenzen und –0,2 Mio. Euro Konsolidierungskreisänderungen

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2023 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2022/23 (Bilanzstichtag: 30. September 2023) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2023 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2023/24 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Angabe von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
01.01.2023
IAS 8 Definition von rechnungslegungs
bezogenen Schätzungen
01.01.2023
IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögens
werte und Schulden beziehen, die aus
einer einzigen Transaktion stammen
01.01.2023
IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern –
Pillar Two Model
01.01.2023
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und
IFRS 9 Vergleichszahlen
01.01.2023

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Im Mai 2023 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 12 – International Tax Reform – Pillar Two Model Rules. Mit dieser Änderung wurde eine vorübergehende Ausnahme von der Anforderung eingeführt, Informationen zu latenten Steuer ansprüchen und -schulden im Zusammenhang mit der Implementierung der Pillar-Two-Regelungen zu erfassen und offenzulegen. Zum aktuellen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass die globale Mindestbesteuerung zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN führt.

Darüber hinaus ergeben sich aus der erstmaligen verpflichtenden Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2023 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 27 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2023: 26 inländische und 28 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2023 wurden neun Tochterunternehmen (30. September 2023: 10) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Equity Summe
30.09.2022 52 16 68
Unternehmenserwerb 1 1
Erstkonsolidierungen 2 1 3
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen1) –1 –1
30.09.2023 54 15 69
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –1 –1
31.12.2023 54 15 69
davon ausländische Unternehmen 27 5 32

1) Konzerninterne Umgründungen

Die Bioenergie St. Pölten GmbH, Maria Enzersdorf, ist eine neu gegründete 100%-Tochtergesellschaft der EVN Wärme GmbH und wurde mit Errichtung am 17. Oktober 2023 erstmals vollkonsolidiert.

Die bisherige 100%-Tochtergesellschaft EVN Trading DOOEL, Skopje, Nordmazedonien, wurde per 27. November 2023 liquidiert und infolgedessen entkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Angaben zum Klimawandel, Auswirkungen des makroökonomischen Umfelds und des Ukrainekriegs

Für die möglichen Auswirkungen des Klimawandels, des makroökonomischen Umfelds sowie des Ukrainekriegs wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 30. September 2023 verwiesen. Die EVN Gruppe hat im Rahmen der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31.Dezember 2023 insbesondere die Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Klimarisiken berücksichtigen die strategischen Überlegungen der EVN die besonderen Anforderungen der Energiewende und die tiefgreifenden Veränderungen der Transformation in Richtung Klimaneutralität und deren Effekte auf alle Wirtschaftssektoren und auf private Haushalte. In diesem Kontext werden insbesondere die Anforderungen an den Klimaschutz, mögliche Umsetzungspfade und die Implikationen auf das Geschäftsmodell überprüft. Damit wird eine wesentliche Grundlage zur Einschätzung der Chancen und Risiken für unser Geschäft geschaffen, die sich aus dem Klimawandel und der mit ihm verbundenen dynamischen Regulierung ergeben.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bewertung von Vermögenswerten wird in regelmäßigen Abständen evaluiert. Wesentliche und vorhersehbare Einflüsse mit Auswirkungen auf die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge wurden im Abschluss berücksichtigt.

Aufgrund der Entwicklung des makroökonomischen Umfelds wird ein Anstieg von Forderungsausfällen in den nächsten Jahren erwartet. Wie im Geschäftsjahr 2022/23 wird dies bei der Expected-Credit-Loss-Ermittlung durch die von der EVN Gruppe angesetzte Forward-Looking-Komponente berücksichtigt.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 führte zu einem äußerst belasteten Verhältnis zwischen der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft und der Russischen Föderation sowie zu einer Reihe von wechselseitigen Sanktionen sowohl durch die EU als auch durch die Russische Föderation. In weiterer Folge führte dies zu einem extremen Anstieg der Energiepreise, die mittlerweile jedoch wieder abnahmen und sich auf einem Niveau über jenem vor der Krise stabilisierten. Die weitere Entwicklung ist aufgrund der angespannten Situation ungewiss und könnte jederzeit wieder einen Anstieg der Energiepreisen bringen. Weitere gegenseitige Sanktionen sowie mögliche Gaslieferstopps durch Russland könnten den Energiemarkt wesentlich beeinflussen.

Abgesehen von den Preissteigerungen auf den Energiemärkten und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf die Aktivitäten bzw. Geschäftsfelder der EVN ist die EVN im Rahmen ihrer Investitionen und betrieblichen Aufwendungen auch von den stark gestiegenen Inflationsraten betroffen. Die dadurch bedingten Kostensteigerungen können möglicherweise nur verzögert an die Kund*innen weitergegeben werden. Diese makroökonomischen Entwicklungen können – direkt und indirekt – zudem auch die Energienachfrage negativ beeinflussen und gemeinsam mit den Kostensteigerungen zu Ergebnisbelastungen führen.

Zum 31. Dezember 2023 gab es keine Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten der EVN Gruppe. Die Entwicklungen im Ukrainekrieg und das makroökonomische Umfeld werden von der EVN laufend evaluiert. Aktuell ist jedenfalls von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
584,8 789,9
76,3 100,2
81,6 75,1
109,1 158,0
57,2 51,1
909,1 1.174,3
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
Österreich 442,4 543,1
Deutschland 86,5 137,3
Bulgarien 220,8 310,2
Nordmazedonien 133,5 170,5
Sonstige 25,9 13,1
Summe 909,1 1.174,3

Seit 1. Dezember 2022 erfolgt nach dem Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom eine Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung in Österreich. Der Schwellenwert für die Ermittlung der Überschusserlöse betrug bis um 31. Mai 2023 140 Euro pro MWh und wurde ab dem 1. Juni 2023 auf 120 Euro pro MWh gesenkt. Dieser Betrag kann sich unter Berücksichtigung anrechenbarer Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen auf bis zu 180 Euro bzw. 160 Euro pro MWh erhöhen.

Die Bundesregierung beabsichtigt aktuell, den Erhebungszeitraum auf eine weitere Periode bis zum 31. Dezember 2024 zu erweitern und dabei die Anrechnung von begünstigten Investitionen auszuweiten.

Im Zusammenhang mit dem Projekt Budva, Montenegro, kam das Schiedsgericht in Genf zu dem Urteil, dass die bereits von der WTE erhaltenen Vergütungen der WTE zustehen, darüber hinaus jedoch keine weiteren Ansprüche bestehen. Infolgedessen

wurden die noch offenen Forderungen aus diesem Projekt in Höhe von 22,5 Mio. Euro zur Gänze wertberichtigt.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
Mio. EUR
2023/24 2022/23
Burgenland Energie AG 1. Quartal
14,7
1. Quartal
0,6
RAG 11,9 12,4
EVN KG 8,0 –70,5
Verbund Innkraftwerke 6,8 2,8
ZOV; ZOV UIP 2,5 2,8
Umm Al Hayman Holding Company WLL 1,2 1,1
EAA –1,0 6,3
Andere Gesellschaften 3,2 1,3
Summe 47,4 –43,2

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter erhöhte sich im ersten Quartal 2023/24 auf 47,4 Mio. Euro an (Vorjahr: –43,2 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus operativen Verbesserungen und dem Wegfall negativer Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften der EVN KG aus dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2023 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.255.332 Stück (31. Dezember 2022: 178.219.045 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 143,8 Mio. Euro (Vorjahr: 149,4 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Quartal 2023/24 ein Ergebnis je Aktie von 0,81 Euro (Vorjahr: 0,84 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2023/24 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 127,5 Mio. Euro (Vorjahr: 106,9 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,8 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 3.847,3 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 3.688,3 Mio. Euro, der sich gegenüber dem 30. September 2023 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 307,2 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
Stück
2023/24
1. Quartal
Stand 30.09.2023 178.255.332
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien
Stand 31.12.2023 178.255.332

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 hielt die EVN 1.623.070 Stück eigene Aktien (das sind 0,90 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 17,7 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 95. ordentliche Hauptversammlung der EVN hat am 1. Februar 2024 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2022/23 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie zuzüglich einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 0,62 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 203,2 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 6. Februar 2024, Dividendenzahltag der 9. Februar 2024.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.12.2023 30.09.2023
Anleihen 469,6 469,5
Bankdarlehen 569,8 633,9
Summe 1.039,4 1.103,5

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 247,0 Mio. Euro (Vorjahr: 247,0 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012, im April 2020 sowie im Juli 2022 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
Außenumsatz 261,0 352,0 24,5 41,1 152,7 136,4 355,1 480,3
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 4,2 4,5 102,2 71,4 21,7 15,1 0,1 0,6
Gesamtumsatz 265,2 356,6 126,7 112,5 174,4 151,5 355,2 480,9
Operativer Aufwand –208,1 –225,4 –65,0 –49,4 –85,0 –83,0 –317,8 –434,2
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
9,1 –63,4 7,9 3,3
EBITDA 66,3 67,7 69,5 66,4 89,3 68,6 37,3 46,8
Abschreibungen –6,2 –5,3 –11,8 –10,7 –41,3 –36,7 –20,2 –19,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 60,0 62,4 57,7 55,7 48,0 31,8 17,1 26,8
Finanzergebnis –1,6 –0,8 0,6 –0,7 –7,1 –5,0 –3,1 –2,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 58,4 61,6 58,3 55,1 41,0 26,9 14,0 24,3
Gesamtvermögen 712,4 837,1 1.091,0 999,2 2.546,5 2.326,2 1.421,9 1.367,1
Investitionen1) 13,9 6,0 9,9 22,8 53,0 42,6 44,0 32,3
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
Außenumsatz 109,1 158,0 6,7 6,4 909,1 1.174,3
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 0,2 0,2 24,5 19,9 –152,9 –111,8
Gesamtumsatz 109,3 158,1 31,2 26,4 –152,9 –111,8 909,1 1.174,3
Operativer Aufwand –114,5 –141,7 –32,3 –26,6 151,9 111,0 –670,8 –849,3
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
3,8 3,9 26,7 13,0 47,4 –43,2
EBITDA –1,4 20,4 25,5 12,8 –1,0 –0,8 285,7 281,7
Abschreibungen –5,9 –8,2 –0,6 –0,6 1,0 0,8 –85,1 –80,6
Operatives Ergebnis (EBIT) –7,3 12,2 24,9 12,1 200,5 201,1
Finanzergebnis –5,6 –3,0 16,8 19,7 –11,9 –17,9 –11,9 –10,2
Ergebnis vor Ertragsteuern –12,9 9,2 41,7 31,8 –11,9 –17,9 188,7 191,0
Gesamtvermögen 1.052,3 1.159,1 6.521,9 6.176,4 –2.093,2 –1.891,3 11.252,7 10.973,9
Investitionen1) 7,8 3,3 0,2 0,1 –1,2 –0,2 127,5 106,9

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

31.12.2023 30.09.2023
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen1)
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 167,4 167,4 167,4 167,4
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 3.688,3 3.688,3 3.381,1 3.381,1
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 76,0 76,0 71,0 71,0
Ausleihungen AC Stufe 2 27,6 24,3 25,0 24,1
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 9,4 9,4 10,1 9,6
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 3,1 3,1 11,7 11,7
Forderungen AC 9,9 9,9 25,3 25,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 643,0 643,0 650,0 650,0
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 103,5 103,5 69,1 69,1
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen FVTPL Stufe 1 137,0 137,0 266,5 266,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 74,5 74,5 70,2 70,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 469,6 430,8 469,5 393,5
Bankdarlehen AC Stufe 2 569,8 559,5 633,9 599,4
Übrige langfristige Schulden
Sonstige übrige Schulden AC 12,0 12,0 9,3 9,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 1,9 1,9 8,2 8,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 0,3 0,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 293,1 293,1 343,2 343,2
Lieferant*innenverbindlichkeiten AC 351,8 351,8 463,2 463,2
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 245,7 245,7 241,6 241,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 22,2 22,2 24,3 24,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 4,2 4,2 6,3 6,3
davon AGgregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im
sonstigen Ergebnis
FVOCI 3.855,7 3.548,5
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 319,6 418,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.706,5 2.941,3
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL 28,4 39,1

1) Siehe Erläuterung 10. Sonstige Beteiligungen

In vorstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner*innen.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, die die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein*e Marktteilnehmer*in bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Als Cash Flow Hedge designierte Sicherungsgeschäfte (Portfolio Hedge Strom) werden gemeinsam mit derivativen Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dargestellt. Eine separate Darstellung ist infolge der Saldierung von derivativen Finanzinstrumenten aufgrund üblicher Netting-Vereinbarungen im Energiebereich nicht möglich. In der Bewertungskategorie FVTPL sind daher positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 72,9 Mio. Euro (Vorjahr: 71,5 Mio. Euro) und negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von –1,4 Mio. Euro (Vorjahr: –1,9 Mio. Euro) enthalten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2023/24
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
Umsätze 144,7 158,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen 25,7 38,9
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
38,4 62,4
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
32,4 33,2

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2023 um 35,6 Mio. Euro auf 1.309,5 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus der Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die für die Beschaffung bzw. Vermarktung von Energie abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2023 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 176,5 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 558,6 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2023 und dem Redaktionsschluss dieses Konzern-Zwischenabschlusses am 26. Februar 2024 traten folgende Ereignisse ein:

Durch einen per 1. Jänner 2024 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskund*innen bei Strom um durchschnittlich 12,7 % (großteils zur Abdeckung der höheren Netzverlustkosten) erhöht bzw. bei Erdgas um durchschnittlich 15,2 % reduziert.

Die 95. ordentliche Hauptversammlung der EVN hat am 1. Februar 2024 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2022/23 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie zuzüglich einer Sonderdividende von 0,62 Euro pro Aktie, insgesamt also 1,14 Euro pro Aktie, auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 203,2 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 6. Februar 2024, Dividendenzahltag der 9. Februar 2024.

Kontakt

Investor Relations

Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Christine Wimmer Telefon: +43 2236 200-12989

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Kund*innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.verantwortung.evn.at

www.evn.at www.investor.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1. Halbjahr 2023/24 29.05.2024
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2023/24 29.08.2024
Jahresergebnis 2023/24 17.12.2024
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); AT; EVN (Dow Jones)
Börsenotierung Wien
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

1) Vorläufig

2) Per 31. Dezember 2023

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Redaktionsschluss: 26. Februar 2024