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EVN AG Interim / Quarterly Report 2024

Aug 29, 2024

742_rns_2024-08-29_aab63813-1532-429b-b94e-5d91c71e9dee.pdf

Interim / Quarterly Report

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Nachhaltig handeln, in investieren.

Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2023/24 1. Oktober 2023 – 30. Juni 2024

Kennzahlen

2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
%
2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
2022/23
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.586 2.330 11,0 795 756 5,1 2.981
davon erneuerbare Energie GWh 2.169 1.771 22,4 684 638 7,2 2.295
Stromverkauf an Endkund*innen GWh 13.083 14.208 –7,9 3.640 4.036 –9,8 18.153
Gasverkauf an Endkund*innen GWh 2.881 4.061 –29,1 402 700 –42,5 4.291
Wärmeverkauf an Endkund*innen GWh 1.807 2.009 –10,1 374 380 –1,5 2.272
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 2.500,6 2.904,1 –13,9 695,5 711,4 –2,2 3.768,7
EBITDA Mio. EUR 657,9 602,1 9,3 205,0 135,7 51,0 869,0
EBITDA-Marge1) % 26,3 20,7 5,6 29,5 19,1 10,4 23,1
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 399,9 359,2 11,3 118,3 55,4 528,5
EBIT-Marge1) % 16,0 12,4 3,6 17,0 7,8 9,2 14,0
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 562,2 491,7 14,3 305,7 215,5 41,9 656,2
Konzernergebnis Mio. EUR 479,6 419,1 14,5 280,3 201,7 39,0 529,7
Ergebnis je Aktie EUR 2,69 2,35 14,4 1,57 1,13 39,0 2,97
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 10.700,5 10.939,2 –2,2 10.700,5 10.939,2 –2,2 10.996,0
Eigenkapital Mio. EUR 6.680,3 6.375,0 4,8 6.680,3 6.375,0 4,8 6.464,3
Eigenkapitalquote1) % 62,4 58,3 4,2 62,4 58,3 4,2 58,8
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.134,7 1.470,2 –22,8 1.134,7 1.470,2 –22,8 1.364,3
Gearing1) % 17,0 23,1 –6,1 17,0 23,1 –6,1 21,1
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 890,0 944,2 –5,7 371,7 309,9 20,0 1.100,7
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 829,1 365,1 414,2 459,5 –9,9 942,4
Investitionen3) Mio. EUR 438,6 380,7 15,2 179,7 161,3 11,4 694,1
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 29,80 20,30 46,8 29,80 20,30 46,8 25,30
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 535,7 410,1 30,6 507,8
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 5.360 3.679 45,7 5.360 3.679 45,7 4.551
Mitarbeiter*innen Ø 7.537 7.229 4,3 7.619 7.302 4,3 7.255

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Kennzahlen 2
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionär*innenstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Highlights

Robuste Geschäftsentwicklung dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells

  • Deutlich rückläufige Spot- und Terminmarktpreise reduzierten Umsatzerlöse aus der Stromerzeugung (trotz gestiegener erneuerbarer Produktion) sowie im Segment Südosteuropa; korrespondierend sank auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger in allen Märkten
  • Vertriebsgeschäft weiterhin belastet; trotz deutlicher Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erneut negativer Ergebnisbeitrag der EVN KG
  • Solider Geschäftsverlauf im regulierten Netzsegment; Anstieg in der Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2023
  • Umsatz –13,9 %, EBITDA +9,3 %, Konzernergebnis +14,5 %

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in allen drei Märkten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und dem Vorjahresniveau
  • Im Jahresvergleich gestiegenes, wenn auch leicht unterdurchschnittliches Windaufkommen; Wasserführung über dem langjährigen Mittelwert
  • Großhandelspreise für Strom und Energieträger stabilisierten sich – nach einer von historischen Verwerfungen und enormen Volatilitäten geprägten Phase – deutlich unter dem Niveau des Vorjahres

Hohe Dynamik beim Ausbau der Windkrafterzeugung

  • Ausbauziel bis 2030: 770 MW installierte Leistung (aktuell: 478 MW)
  • Inbetriebnahme des Windparks Sigleß-Pöttelsdorf im Juni 2024 (8,4 MW; Repowering)
  • Baubeginn für den Windpark Prellenkirchen (47,6 MW statt bisher 14,4 MW; Repowering)
  • Planmäßiger Baufortschritt beim Windpark Paasdorf (22,2 MW)

Deutliche Zuwächse bei der erneuerbaren Erzeugung

• Anteil stieg auf 83,9 % (Vorjahr: 76,4 %)

Investitionsprogramm von jährlich 700 bis 900 Mio. Euro bis 2030

  • Transformation des Energiesystems als deklarierte Wachstumsperspektive im Einklang mit der Strategie 2030 der EVN
  • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie Trinkwasserversorgung; davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • Investitionen in den ersten drei Quartalen 2023/24 mit 438,6 Mio. Euro um 15,2 % über Vorjahr

Verkaufsprozess WTE – Status

  • Der Fokus der EVN Gruppe liegt künftig auf dem Kerngeschäft im Energiebereich.
  • Vor diesem Hintergrund evaluiert die EVN weitere strategische Optionen in Bezug auf die WTE und berücksichtigt dabei das Investor*innenfeedback aus dem am 4. April 2024 beendeten strukturierten Verkaufsprozess zur vollständigen Veräußerung der WTE.

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr im oberen Bereich der bisher kommunizierten Bandbreite bestätigt; Dividendenpolitik bleibt unverändert

• Die EVN erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 auf Basis der operativen Geschäftsentwicklung und unter der Annahme eines stabilen regulatorischen und energiepolitischen Umfelds ein Konzernergebnis im oberen Bereich der bisher kommunizierten Bandbreite von 420 bis 460 Mio. Euro. Die Dividendenausschüttung soll für dieses Geschäftsjahr zumindest 0,82 Euro pro Aktie betragen.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 85,9 100,0
Bulgarien % 70,1 77,7
Nordmazedonien % 78,8 86,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 78,7 79,9 79,4 71,3
Gas – NCG2) EUR/MWh 33,5 64,1 31,6 38,3
Kohle – API#23) EUR/Tonne 105,5 164,3 103,1 118,9
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 69,4 83,7 66,6 84,7
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 74,7 150,2 65,1 94,0
Spitzenlaststrom EUR/MWh 87,6 176,0 69,8 96,5

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Trading Hub Europe (THE) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 2.586 2.330 256 11,0 795 756 5,1
Erneuerbare Energie 2.169 1.771 398 22,4 684 638 7,2
Wärmekraftwerke 417 558 –141 –25,3 111 118 –6,3
Netzabsatz
Strom 16.503 16.514 –11 –0,1 4.678 4.872 –4,0
Erdgas1) 9.819 10.671 –852 –8,0 2.058 2.382 –13,6
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom 13.083 14.208 –1.126 –7,9 3.640 4.036 –9,8
davon Mittel- und Westeuropa2) 4.853 5.911 –1.058 –17,9 1.396 1.724 –19,0
davon Südosteuropa 8.230 8.297 –68 –0,8 2.244 2.312 –2,9
Erdgas 2.881 4.061 –1.180 –29,1 402 700 –42,5
Wärme 1.807 2.009 –202 –10,1 374 380 –1,5
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.654 1.845 –190 –10,3 361 357 1,1
davon Südosteuropa 153 164 –12 –7,1 13 23 –42,3

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –13,9 % auf 2.500,6 Mio. Euro
  • EBITDA: +9,3 % auf 657,9 Mio. Euro
  • EBIT: +11,3 % auf 399,9 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +14,5 % auf 479,6 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 einen Rückgang um 13,9 % auf 2.500,6 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies insbesondere auf die rückläufigen Großhandelspreise für Strom und Erdgas in allen drei Kernmärkten sowie die daraus resultierenden Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften. Weitere Faktoren für den Umsatzrückgang waren die geringeren Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung, Mengen- und Preiseffekte beim Erdgas-Netzabsatz, der witterungsbedingt gesunkene Wärmeabsatz sowie geringere Netztarife in Bulgarien, mit denen die Überkompensation von Mehrkosten aus der Netzverlustabdeckung im Vorjahr gemäß Regulierungsmethodik ausgeglichen wird. Auch im internationalen Projektgeschäft reduzierten sich die Umsatzerlöse aufgrund der weitgehenden Fertigstellung der Kläranlage in Kuwait. Abgeschwächt wurde der Umsatzrückgang durch die gestiegene erneuerbare Produktion sowie höhere Netzentgelte für Strom in Niederösterreich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum um 5,4 % auf 94,5 Mio. Euro zu.

Im Einklang mit der Umsatzentwicklung führten rückläufige Großhandelspreise in Südosteuropa sowie gesunkene Primärenergiekosten für die Strom- und Wärmeerzeugung auch zu einer Reduktion im Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger um 21,6 % auf 1.050,8 Mio. Euro.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen – korrespondierend zur Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft – um 16,3 % auf 382,5 Mio. Euro zurück.

Kollektivvertragliche Anpassungen sowie eine Zunahme des Personalstands auf 7.537 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 7.229 Mitarbeiter*innen) waren die Hauptgründe für einen Anstieg des Personalaufwands um 16,8 % auf 349,0 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 159,1 Mio. Euro um 15,1 % über dem Vorjahreswert. Sie beinhalten eine bereits im ersten Quartal 2023/24 aufgrund eines Schiedsurteils erforderlich gewordene Wertberichtigung einer Forderung im internationalen Projektgeschäft in Höhe von 22,5 Mio. Euro. Ebenfalls enthalten ist der Energiekrisenbeitrag-Strom, der im Jahresvergleich jedoch geringer ausfiel als im Vorjahr.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ist weiterhin durch einen negativen Beitrag der Energievertriebsgesellschaft EVN KG von –115,1 Mio. Euro (Vorjahr: –268,7 Mio. Euro) belastet. Die negativen Stichtagsbewertungen von Absicherungsgeschäften reduzierten sich im Periodenvergleich, zudem kam es zu einem Verbrauch von Rückstellungen aus vertraglichen Lieferverpflichtungen. Allerdings machten infolge des intensiven Wettbewerbs gesunkene Gastarife eine Abwertung der in der Vergangenheit als strategische Reserve zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit beschafften Erdgasvorräte erforderlich. Weiters dämpften herausfordernde Rahmenbedingungen – insbesondere intensiverer Wettbewerb sowie Einsparungsmaßnahmen und vermehrte Eigenversorgung der Kund*innen aus Photovoltaikanlagen – den Strom- und Erdgasabsatz zusätzlich und erschwerten die Planbarkeit der Absatzmengen. Während die Burgenland Energie im Periodenvergleich eine Ergebnisverbesserung erzielte, verzeichneten die RAG und die Verbund Innkraftwerke ebenfalls Rückgänge – allerdings im Vergleich zu einem hohen Vorjahresniveau. In Summe betrug der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: –157,7 Mio. Euro).

Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN in den ersten drei Quartalen 2023/24 mit 657,9 Mio. Euro um 9,3 % über dem Vorjahresniveau.

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt um 5,4 % auf 257,7 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBIT dadurch mit 399,9 Mio. Euro um 11,3 % über dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis der EVN belief sich in der Berichtsperiode auf 162,3 Mio. Euro (Vorjahr: 132,5 Mio. Euro). Die hier ausgewiesene Verbesserung ist auf die höhere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2023 sowie die bessere Performance des R138-Fonds zurückzuführen. Zudem war das Finanzergebnis im Vorjahr stärker durch Fremdwährungskursentwicklungen belastet gewesen. Abgeschwächt wurden diese positiven Entwicklungen durch einen gestiegenen Zinsaufwand.

In Summe ergab sich daraus im Ergebnis vor Ertragsteuern ein Anstieg von 14,3 % auf 562,2 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 45,4 Mio. Euro (Vorjahr: 37,6 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile lag das Konzernergebnis bei 479,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Zunahme um 14,5 %.

EBIT nach Segmenten 1.–3. Quartal Mio. EUR 2022/23 2023/24 Erzeugung 159,3 189,0 Energie –39,0 –126,0

Südosteuropa 100,1

4,6 20,3 118,9

102,0 92,9

72,9 64,1

Umwelt

Netze

Alle sonstigen Segmente

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 mit 890,0 Mio. Euro trotz der im Periodenvergleich erzielten Verbesserung im Ergebnis vor Ertragsteuern um 5,7 % unter dem Vorjahreswert. Beim Periodenvergleich ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Vorjahreswert durch die Korrektur des höheren negativen Ergebnisses der at Equity einbezogenen EVN KG beeinflusst gewesen war. Abgeschwächt wurde der Rückgang im Cash Flow aus dem Ergebnis durch höhere Dividendenausschüttungen von at Equity einbezogenen Unternehmen sowie der Verbund AG.

Im Working Capital führte die gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufige Kapitalbindung aus dem Liquiditätsausgleich für die EVN KG und den Forderungen aus Absicherungsgeschäften zu einer spürbaren Entlastung und damit zu einer Verbesserung des operativen Cash Flow auf 829,1 Mio. Euro (Vorjahr: 365,1 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –312,8 Mio. Euro (Vorjahr: –374,8 Mio. Euro). Einer Zunahme der Investitionen standen höhere Baukosten- und Investitionszuschüsse im Netz- und Wärmebereich sowie die Abschichtung von Cash-Fonds gegenüber. Im Periodenvergleich ist zu beachten, dass die EVN im Vorjahr einen hier enthaltenen Kapitalzuschuss an die EVN KG geleistet hatte.

Der Cash Flow der EVN aus dem Finanzierungsbereich belief sich in den ersten drei Quartalen 2023/24 auf –486,4 Mio. Euro (Vorjahr: –103,9 Mio. Euro) und war neben den laufenden planmäßigen Fremdkapitaltilgungen von der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022/23 geprägt.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von 30,0 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2024 auf 46,7 Mio. Euro. Gleichzeitig standen der EVN vertraglich zugesagte, nicht gezogene

Struktur der Investitionen 1.–3. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

%

Bilanzstruktur zum Stichtag

Kreditlinien im Ausmaß von 835 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Ende April wurde die syndizierte Kreditlinie der EVN in Höhe von 400 Mio. Euro vorzeitig refinanziert und durch eine neue syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500 Mio. Euro ersetzt. Die mit einem Konsortium aus zwölf Banken abgeschlossene, revolvierend ausnutzbare Finanzierungszusage dient wie bisher als strategische Liquiditätsreserve und hat eine Laufzeit von fünf Jahren zuzüglich zweier Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Es handelt sich um eine sogenannte Sustainability-Linked-Kreditlinie, deren Konditionen auch von der Erfüllung bestimmter Nachhaltigkeitskriterien abhängen.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2024 mit 10.700,5 Mio. Euro um 2,7 % unter dem Wert zum 30. September 2023. Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte der EVN verlief dabei weitgehend konstant, war in sich jedoch von gegenläufigen Faktoren geprägt: Während die Sachanlagen durch das hohe Investitionsvolumen zunahmen, bewirkte der Kursverlauf der Verbund-Aktie einen Rückgang der sonstigen Beteiligungen (Stichtagskurs von 73,65 Euro im Vergleich zu 77,05 Euro zum 30. September 2023).

Die kurzfristigen Vermögenswerte der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 19,1 % auf 1.306,7 Mio. Euro ab. Wesentliche Treiber dafür waren Rückgänge bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, bei den Forderungen gegenüber der EVN KG aus dem Liquiditätsausgleich durch die EVN Gruppe sowie bei den Forderungen aus Absicherungsgeschäften. Zudem wurden die Veranlagungen in Cash-Fonds sowie die liquiden Mittel reduziert.

Das Eigenkapital der EVN erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2023/24 dank des in der Berichtsperiode erzielten Ergebnisses – ungeachtet der im Februar 2024 erfolgten Dividendenzahlung von 1,14 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2022/23 (inklusive Sonderdividende von 0,62 Euro pro Aktie) – um 3,3 % auf 6.680,3 Mio. Euro. Abgeschwächt wurde der Anstieg durch die im Eigenkapital abgebildeten Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen bei der Verbund AG. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2024 auf 62,4 % (30. September 2023: 58,8 %).

Einen Rückgang um 3,1 % auf 2.934,7 Mio. Euro verzeichneten im Berichtszeitraum die langfristigen Schulden der EVN. Korrespondierend zur gesunkenen Bewertung der Verbund-Aktie reduzierten sich dabei auch die langfristigen Steuerverbindlichkeiten. Zudem erfolgte bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten eine Umgliederung von Bankkrediten und Schuldscheindarlehen in den kurzfristigen Bereich. Gegenläufig dazu nahmen die vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse durch die vermehrte Investitionstätigkeit im Netz- und Wärmebereich zu.

Die kurzfristigen Schulden der EVN reduzierten sich im Berichtszeitraum um 27,7 % auf 1.085,6 Mio. Euro. Rückgänge verzeichneten dabei insbesondere die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferant*innen sowie die Verbindlichkeiten aus Absicherungsgeschäften.

Aktionär*innenstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößte Aktionärin der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht.

Aufgrund einer bereits ausgelaufenen Betriebsvereinbarung hatten 2024 noch insgesamt 502 Arbeitnehmer*innen der EVN Anspruch auf eine jährliche Sonderzahlung, die sie wahlweise zum Teil in EVN Aktien abgegolten bekommen konnten. In diesem Zusammenhang wurden am 1. August 2024 insgesamt 23.876 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,01 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer*innen übertragen. Damit wurde die am 12. Juni 2024 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer*innen beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.599.194 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,89 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen. Der Streubesitz beläuft sich auf 19,7 %.

Aktionär*innenstruktur1)

1) Per 30. Juni 2024

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund*innen
und auf Großhandelsmärkten
• Energiedienstleistungen (z. B. Planung, Errichtung und Betrieb von
Ladeinfrastruktur für E-Mobilität)
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der EnergieAllianz1)
• Beteiligung als alleinige Kommanditistin an der EVN KG1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie in thermischen
Produktionskapazitäten zur Netzstabilisierung an österreichischen
und internationalen Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke (Deutschland)1)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Internet- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkund*innen in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in
Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfall- und Klärschlammverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding
diese ist mit 49,0 % an der Burgenland Energie beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG2)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Deutliche Absatzrückgänge bei Strom, Erdgas und Wärme

  • Milde Witterung bewirkte Rückgang der Energienachfrage
  • Herausfordernde Rahmenbedingungen für den Energievertrieb – insbesondere intensiverer Wettbewerb sowie Einsparungsmaßnahmen und vermehrte Eigenversorgung der Kund*innen aus Photovoltaikanlagen – dämpften den Strom- und Erdgasabsatz zusätzlich und minderten die Planbarkeit der Absatzvolumina.

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber Vorjahr verbessert, jedoch weiterhin negativ

  • Deutlicher Umsatzrückgang, insbesondere getrieben durch niedrigere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften infolge der rückläufigen Großhandelspreise sowie geringere Abrufe des Kraftwerks Theiß
  • Gesunkene Primärenergiekosten für die Strom- und Wärmeerzeugung führten zu einem Rückgang im Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger, der durch Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften jedoch etwas abgeschwächt wurde.
  • Periodenverlust bei der at Equity einbezogenen EVN KG: Gesunkene Gastarife machten eine Abwertung der in der Vergangenheit als strategische Reserve zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit beschafften Erdgasvorräte erforderlich; die Wertminderung lag mit 37,3 Mio. Euro zum Ende des dritten Quartals jedoch unter dem Wert von 61,1 Mio. Euro vom 31. März 2024.
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter per Saldo bei –107,4 Mio. Euro (Vorjahr: –264,0 Mio. Euro); auf die EVN KG entfielen –115,1 Mio. Euro (Vorjahr: –268,7 Mio. Euro)

Investitionen des Segments um 71,5% über Vorjahresniveau

  • Hauptschwerpunkte: Errichtung von Fernwärmeleitungen sowie Kapazitätserweiterungen und Revitalisierungen von Fernheizkraftwerken
  • Errichtung einer Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in St. Pölten
  • Investitionen in Ladeinfrastruktur für E-Mobilität durch die mit 28. Februar 2023 erstkonsolidierte EVN Energieservices GmbH
Kennzahlen –
Energie
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom1) 4.853 5.911 –1.058 –17,9 1.396 1.724 –19,0
Erdgas1) 2.788 3.957 –1.170 –29,6 373 667 –44,0
Wärme 1.654 1.845 –190 –10,3 361 357 1,1
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 611,6 787,7 –176,1 –22,4 165,6 172,6 –4,1
Innenumsatz 15,1 14,9 0,2 1,4 6,9 14,1 –50,8
Gesamtumsatz 626,7 802,6 –175,9 –21,9 172,5 186,6 –7,6
Operativer Aufwand –538,5 –648,1 109,7 16,9 –153,2 –200,2 23,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–107,4 –264,0 156,6 59,3 15,2 –49,7
EBITDA –19,1 –109,5 90,4 82,5 34,5 –63,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–19,8 –16,4 –3,4 –20,6 –7,2 –5,7 –25,9
Operatives Ergebnis (EBIT) –39,0 –126,0 87,0 69,1 27,3 –68,9
Finanzergebnis –4,6 –3,1 –1,5 –50,1 –1,4 –1,4 –1,0
Ergebnis vor Ertragsteuern –43,5 –129,0 85,5 66,3 25,9 –70,3
Gesamtvermögen 705,6 771,6 –66,0 –8,5 705,6 771,6 –8,5
Gesamtschulden 427,1 475,7 –48,5 –10,2 427,1 475,7 –10,2
Investitionen2) 53,5 31,2 22,3 71,5 23,1 12,3 86,9

1) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland;

der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Höhere Stromerzeugung

  • Deutlicher Anstieg der Windkraftproduktion durch im Jahresvergleich gestiegenes, wenn auch leicht unterdurchschnittliches Windaufkommen sowie Kapazitätserweiterungen
  • Überdurchschnittliches Wasserdargebot als weiterer positiver Faktor für die erneuerbare Erzeugung
  • Geringere Nutzung des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr

  • Umsatzrückgang trotz der gestiegenen Produktion, bedingt durch gesunkene Vermarktungspreise
  • Auch Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke aufgrund der rückläufigen Strompreise im Jahresvergleich geringer
  • Operativer Aufwand durch Inflationseffekte und eine Erhöhung des Personalstands infolge der Kapazitäts-

erweiterungen beeinflußt; aufwandsmindernd wirkte ein geringerer Energiekrisenbeitrag-Strom (im zweiten und dritten Quartal 2023/24 wurde gemäß den seit Jänner 2024 geltenden gesetzlichen Bestimmungen aufgrund der Marktpreisentwicklung und des erhöhten Investitionsabsetzbetrags keine Abgabe mehr fällig)

• Planmäßige Abschreibungen investitionsbedingt leicht über Vorjahresniveau

Weiterhin hohe Dynamik beim Ausbau der Erneuerbaren

  • Inbetriebnahme der Windparks in Altlichtenwarth-Großkrut (12,4 MW) und Prottes (18 MW) im November 2023 sowie in Sigleß-Pöttelsdorf (8,4 MW; Repowering) im Juni 2024
  • Zwei weitere Windparks in Bau: Paasdorf (22,2 MW) und Baubeginn beim Windpark Prellenkirchen (47,6 MW statt bisher 14,4 MW; Repowering)
  • Inbetriebnahme einer Großflächen-Photovoltaikanlage in Dürnrohr (23,5 MWp) im zweiten Quartal 2023/24
  • Bauvorbereitung für weitere Windkraft- und Photovoltaikprojekte
Kennzahlen – 2023/24 2022/23 +/– 2023/24 2022/23 +/–
Erzeugung 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 2.022 1.769 253 14,3 608 571 6,6
davon erneuerbare Energie 1.845 1.483 362 24,4 560 520 7,8
davon Wärmekraftwerke 177 286 –109 –38,0 48 51 –6,2
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 91,5 107,9 –16,4 –15,2 27,7 24,3 13,8
Innenumsatz 243,0 260,3 –17,2 –6,6 62,9 90,3 –30,3
Gesamtumsatz 334,5 368,2 –33,6 –9,1 90,6 114,6 –20,9
Operativer Aufwand –159,6 –165,8 6,2 3,7 –49,6 –58,5 15,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
18,6 19,4 –0,7 –3,8 5,5 11,0 –50,4
EBITDA 193,6 221,8 –28,2 –12,7 46,5 67,1 –30,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–34,3 –32,8 –1,5 –4,7 –10,9 –10,8 –0,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 159,3 189,0 –29,7 –15,7 35,6 56,3 –36,7
Finanzergebnis 3,5 1,0 2,5 2,4 1,6 56,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 162,8 190,0 –27,2 –14,3 38,0 57,8 –34,2
Gesamtvermögen 1.172,1 1.159,4 12,7 1,1 1.172,1 1.159,4 1,1
Gesamtschulden 435,8 462,8 –27,1 –5,8 435,8 462,8 –5,8
Investitionen1) 45,6 71,3 –25,7 –36,0 18,0 35,1 –48,8

Netze

Strom- und Erdgas-Netzabsatz unter Vorjahresniveau

  • Rückgang im Strom-Netzabsatz sowohl bei Industrieals auch bei Haushaltskund*innen, hauptsächlich bedingt durch konjunkturelle Effekte, milde Witterung sowie Einsparungsmaßnahmen und vermehrte Eigenversorgung der Kund*innen aus Photovoltaikanlagen
  • Anstieg des Erdgas-Netzabsatzes bei Industriekund*innen dämpfte Rückgang bei Haushaltskund*innen aufgrund milder Temperaturen und Einsparungsmaßnahmen sowie im Kraftwerksbereich durch deutlich geringere Abrufe zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse verbessert

  • Positive Effekte aus Netztarifen für Strom als wesentliche Treiber
  • Mengen- und preisbedingte Reduktion bei Erdgas
  • Systemnutzungsentgelt für Haushaltskund*innen für das Kalenderjahr 2024 bei Strom um durchschnittlich 12,7 % erhöht und bei Erdgas um durchschnittlich 15,2 % reduziert
  • Positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Kabel-TV, Internet und Telekommunikation

Anstieg in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

  • Rückgang der vorgelagerten Netzkosten aufgrund gesunkener Tarife
  • Erhöhung des Investitionsniveaus ließ planmäßige Abschreibungen ansteigen
  • Durch höheres Zinsniveau gestiegener Zinsaufwand reduzierte das Finanzergebnis

Investitionen in die Versorgungssicherheit um 18,8 % über Vorjahresniveau

  • Ausbau und Ertüchtigung der Infrastruktur zur Ökostrom-Anbindung (Leitungsnetze und Trafostationen)
  • Erweiterung von Umspannwerken
  • Investitionen in die Digitalisierung der Netzinfrastruktur
Kennzahlen –
Netze 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 5.904 6.037 –133 –2,2 1.757 1.774 –1,0
Erdgas 9.523 10.401 –878 –8,4 1.968 2.295 –14,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 450,6 442,3 8,2 1,9 123,5 119,4 3,4
Innenumsatz 58,0 51,9 6,0 11,6 18,0 17,9 0,7
Gesamtumsatz 508,5 494,3 14,3 2,9 141,5 137,3 3,0
Operativer Aufwand –281,7 –291,0 9,3 3,2 –92,5 –90,4 –2,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 226,8 203,2 23,6 11,6 49,0 46,9 4,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–124,8 –110,3 –14,5 –13,2 –41,8 –36,8 –13,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 102,0 92,9 9,0 9,7 7,2 10,1 –28,8
Finanzergebnis –21,1 –16,1 –5,0 –31,0 –6,8 –5,9 –15,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 80,9 76,8 4,1 5,3 0,4 4,2 –90,1
Gesamtvermögen 2.576,4 2.466,8 109,6 4,4 2.576,4 2.466,8 4,4
Gesamtschulden 1.811,6 1.728,5 83,1 4,8 1.811,6 1.728,5 4,8
Investitionen1) 211,5 178,0 33,5 18,8 96,9 75,5 28,3

Südosteuropa

Leichter Anstieg des Netzabsatzes in Bulgarien sowie in Nordmazedonien

  • Milde Winter- und überdurchschnittlich heiße Sommermonate in beiden Ländern; Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt
  • Anstieg bei Haushalts- und Industriekund*innen

Stabile Entwicklung des Energieabsatzes in Nordmazedonien, Rückgang in Bulgarien

  • In Nordmazedonien wurde ein Rückgang des Energieabsatzes im regulierten Vertrieb durch einen Anstieg in liberalisierten Marktsegmenten ausgeglichen; dieser war durch Gewerbekund*innen ausgelöst worden, die aufgrund sinkender Marktpreise wieder zurück auf den liberalisierten Markt wechselten.
  • Temperaturbedingter Rückgang des Strom- und Wärmeabsatzes in Bulgarien

Stromerzeugung im Jahresvergleich gesunken

  • Geringere Erzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien: Wasserdargebot zwar über dem langjährigen Mittelwert, jedoch deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau
  • Erhöhung der Erzeugungsmengen aus Photovoltaikanlagen nach Inbetriebnahme zusätzlicher Kapazitäten

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Rückgang der Umsatzerlöse aufgrund gesunkener Strompreise und einer rückläufigen bzw. stabilen Preisentwicklung nach den letzten Tarifentscheidungen
  • Korrespondierend zur Umsatzentwicklung jedoch in geringerem Ausmaß – gesunkener Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger; anhaltend positive regulatorische Effekte
  • Planmäßige Abschreibungen aufgrund höherer Investitionen leicht über Vorjahresniveau
Kennzahlen –
Südosteuropa
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 344 376 –32 –8,4 110 122 –10,4
davon erneuerbare Energie 122 132 –10 –7,3 59 60 –1,8
davon Wärmekraftewerke 222 244 –22 –9,1 51 63 –18,6
Netzabsatz Strom 10.599 10.476 122 1,2 2.921 3.098 –5,7
Energieverkauf an Endkund*innen 8.476 8.566 –90 –1,0 2.286 2.368 –3,5
davon Strom 8.230 8.297 –68 –0,8 2.244 2.312 –2,9
davon Erdgas 94 104 –10 –9,7 29 33 –12,8
davon Wärme 153 164 –12 –7,1 13 23 –42,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 1.030,9 1.183,8 –152,9 –12,9 284,6 283,4 0,4
Innenumsatz 2,4 1,3 1,1 86,8 2,3 0,3
Gesamtumsatz 1.033,4 1.185,1 –151,7 –12,8 286,9 283,7 1,1
Operativer Aufwand –870,9 –1.006,3 135,4 13,5 –240,4 –222,5 –8,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 162,5 178,8 –16,3 –9,1 46,5 61,2 –24,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–62,4 –60,0 –2,4 –4,1 –21,2 –20,2 –5,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 100,1 118,9 –18,8 –15,8 25,3 41,0 –38,4
Finanzergebnis –7,1 –8,0 0,8 10,4 –1,8 –2,2 17,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 93,0 110,9 –18,0 –16,2 23,5 38,8 –39,6
Gesamtvermögen 1.461,9 1.361,3 100,6 7,4 1.461,9 1.361,3 7,4
Gesamtschulden 879,1 888,7 –9,6 –1,1 879,1 888,7 –1,1
Investitionen1) 107,2 90,0 17,2 19,1 33,0 33,1 –0,2

Anstieg der Investitionen um 19,1 %

  • Fokus auf Versorgungssicherheit im Netzbereich sowie steigende Investitionen zur Einbindung der auch in Bulgarien und Nordmazedonien zunehmenden erneuerbaren Erzeugung
  • Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten in Nordmazedonien

Umwelt

Verkaufsprozess WTE – Status

  • Der Fokus der EVN Gruppe liegt künftig auf dem Kerngeschäft im Energiebereich.
  • Vor diesem Hintergrund evaluiert die EVN weitere strategische Optionen in Bezug auf die WTE und berücksichtigt dabei das Investor*innenfeedback aus dem am 4. April 2024 beendeten strukturierten Verkaufsprozess zur vollständigen Veräußerung der WTE.

Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft

  • Neun Projekte in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung in Deutschland, Polen, Rumänien, Nordmazedonien, Bahrain und Kuwait in Bearbeitung
  • Fertigstellung der Kläranlage und erfolgreicher Testlauf beim Großprojekt in Kuwait; Errichtung der Abwasserinfrastruktur zu rund drei Viertel umgesetzt

• In Ausübung eines vertraglich vereinbarten Kündigungsrechts durch die Stadt Zagreb für den ursprünglich bis 2028 laufenden Konzessionsvertrag über ein Kläranlagenprojekt übergab die at Equity einbezogene Projektgesellschaft (ZOV) am 3. August 2024 die von der WTE geplante, errichtete, finanzierte und betriebene Zentralkläranlage an die Stadt Zagreb. Damit endete auch die von der ebenfalls at Equity einbezogenen Betriebsgesellschaft (ZOV UIP) verantwortete Betriebsführung.

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Umsatzanstieg in der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich aufgrund gestiegener Nachfrage
  • Der in der Berichtsperiode beim Kuwait-Projekt erzielte Baufortschritt bedingte einen Rückgang der Umsatzerlöse im internationalen Projektgeschäft.
  • Analog dazu reduzierten sich auch die Fremdleistungen und der Materialaufwand.
  • Aufwandserhöhend wirkte eine bereits im ersten Quartal 2023/24 aufgrund eines Schiedsurteils erfolgte Wertberichtigung offener Forderungen der WTE aus dem Projekt Budva, Republik Montenegro, in Höhe von 22,5 Mio. Euro.
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen unter Vorjahresniveau
  • Fertigstellung der Kläranlage in Kuwait reduzierte die planmäßigen Abschreibungen auf die aktivierten Projektvorlaufkosten für das Projekt Umm Al Hayman
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 296,2 363,8 –67,5 –18,6 87,3 96,4 –9,4
Innenumsatz 0,4 0,5 0,0 –7,8 0,0 0,2 –82,5
Gesamtumsatz 296,7 364,3 –67,6 –18,6 87,3 96,5 –9,5
Operativer Aufwand –287,2 –333,9 46,6 14,0 –80,0 –91,9 12,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
12,8 13,9 –1,1 –8,1 4,3 4,2 2,8
EBITDA 22,2 44,3 –22,1 –49,8 11,7 8,9 31,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–17,6 –24,1 6,4 26,7 –5,9 –7,0 16,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 4,6 20,3 –15,7 –77,3 5,8 1,9
Finanzergebnis –18,4 –19,6 1,3 6,4 –5,4 –5,9 9,3
Ergebnis vor Ertragsteuern –13,8 0,6 –14,4 0,4 –4,1
Gesamtvermögen 1.080,0 1.147,3 –67,2 –5,9 1.080,0 1.147,3 –5,9
Gesamtschulden 877,6 915,9 –38,3 –4,2 877,6 915,9 –4,2
Investitionen1) 23,5 14,1 9,4 67,2 9,2 7,4 23,6

Investitionen des Segments um 67,2 % über Vorjahresniveau

  • Investitionen im Segment Umwelt betreffen im Wesentlichen die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
    • Errichtung des zweiten Abschnitts der 60 km langen Transportleitung von Krems nach Zwettl sowie Vorbereitungsarbeiten für den dritten Abschnitt
    • Inbetriebnahme einer Naturfilteranlage in Obersulz; Bauvorbereitungen für eine weitere Anlage in Reisenberg im Industrieviertel

Alle sonstigen Segmente

Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter über Vorjahresniveau

  • Gute Erzeugungsbedingungen für erneuerbare Energie führten zu Anstieg bei Burgenland Energie
  • Leichter Rückgang bei RAG im Vergleich zum hohen Vorjahresniveau

Zuwächse in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

  • Anstieg im Finanzergebnis im Wesentlichen getrieben von der mit 4,15 Euro je Aktie höheren Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: 3,60 Euro je Aktie)
  • Gute Performance des R138-Fonds
Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 19,8 18,6 1,2 6,6 6,9 5,4 27,8
Innenumsatz 72,6 61,3 11,2 18,3 24,1 21,7 11,4
Gesamtumsatz 92,4 79,9 12,4 15,6 31,0 27,1 14,6
Operativer Aufwand –97,7 –87,0 –10,7 –12,3 –35,2 –31,4 –12,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
80,1 73,1 7,1 9,7 22,0 20,0 9,8
EBITDA 74,8 66,0 8,9 13,4 17,8 15,7 13,5
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,9 –1,9 –0,1 –4,2 –0,7 –0,6 –5,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 72,9 64,1 8,8 13,7 17,1 15,1 13,8
Finanzergebnis 221,9 196,1 25,8 13,1 200,3 173,9 15,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 294,7 260,2 34,5 13,3 217,5 189,0 15,1
Gesamtvermögen 6.106,4 6.237,9 –131,6 –2,1 6.106,4 6.237,9 –2,1
Gesamtschulden 1.921,2 2.227,9 –306,8 –13,8 1.921,2 2.227,9 –13,8
Investitionen1) 0,8 1,1 –0,4 –33,4 0,5 0,8 –37,7

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
%
2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
2022/23
Umsatzerlöse 2.500,6 2.904,1 –13,9 695,5 711,4 –2,2 3.768,7
Sonstige betriebliche Erträge 94,5 89,6 5,4 28,4 27,7 2,5 127,5
Fremdstrombezug und Energieträger –1.050,8 –1.340,0 21,6 –273,5 –315,8 13,4 –1.675,5
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –382,5 –457,0 16,3 –123,6 –130,3 5,2 –662,7
Personalaufwand –349,0 –298,7 –16,8 –123,3 –105,5 –16,8 –419,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –159,1 –138,2 –15,1 –45,6 –37,4 –21,8 –202,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
4,2 –157,7 47,1 –14,4 –67,6
EBITDA 657,9 602,1 9,3 205,0 135,7 51,0 869,0
Abschreibungen –257,7 –244,5 –5,4 –86,4 –81,9 –5,6 –336,5
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –0,3 1,6 –0,2 1,6 –3,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 399,9 359,2 11,3 118,3 55,4 528,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 198,3 168,9 17,3 198,2 168,8 17,4 169,0
Zinserträge 6,2 11,5 –45,8 1,5 6,1 –75,8 16,5
Zinsaufwendungen –44,9 –42,4 –5,9 –12,6 –15,4 18,6 –57,4
Sonstiges Finanzergebnis 2,7 –5,5 0,3 0,6 –42,0 –0,5
Finanzergebnis 162,3 132,5 22,5 187,4 160,0 17,1 127,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 562,2 491,7 14,3 305,7 215,5 41,9 656,2
Ertragsteuern –45,4 –37,6 –20,7 –11,9 –2,5 –74,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 516,8 454,1 13,8 293,8 213,0 37,9 582,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen
der EVN AG (Konzernergebnis)
479,6 419,1 14,5 280,3 201,7 39,0 529,7
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
37,1 35,0 6,1 13,5 11,3 18,9 52,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 2,69 2,35 14,4 1,57 1,13 39,0 2,97

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
+/–
%
2023/24
3. Quartal
2022/23
3. Quartal
+/–
%
2022/23
Ergebnis nach Ertragsteuern 516,8 454,1 13,8 293,8 213,0 37,9 582,1
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden
–151,1 –508,6 70,3 196,5 –238,8 –388,2
Neubewertung IAS 19 –20,9 –33,8 38,2 –3,5 –22,8 84,5 –26,7
At Equity einbezogene Unternehmen –4,3 2,9 –0,1 1,3
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien
und andere Eigenkapitalinstrumente
–169,7 –630,7 73,1 258,9 –287,4 –479,0
darauf entfallende Ertragsteuern 43,8 152,9 –71,3 –58,7 71,3 116,2
Posten, die in künftigen Perioden gege
benenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden 91,6 –771,1 –0,4 33,6 –931,1
Währungsdifferenzen 1,1 –16,3 1,3 –4,9 –15,9
Cash Flow Hedges –32,8 238,9 –29,6 7,4 235,4
At Equity einbezogene Unternehmen 152,6 –1.227,7 26,2 43,8 –40,3 –1.435,3
darauf entfallende Ertragsteuern –29,3 233,9 1,7 –12,8 284,8
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
–59,5 –1.279,7 95,3 196,1 –205,2 –1.319,3
Gesamtergebnis der Periode 457,3 –825,6 489,9 7,8 –737,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen
der EVN AG
421,9 –863,2 476,4 –3,2 –790,5
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
35,4 37,6 –5,9 13,5 11,0 22,4 53,3

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 30.06.2024 30.09.2023 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 252,3 211,2 41,0 19,4
Sachanlagen 4.438,5 4.285,7 152,8 3,6
At Equity einbezogene Unternehmen 1.115,8 1.103,4 12,5 1,1
Sonstige Beteiligungen 3.388,6 3.555,5 –166,8 –4,7
Aktive latente Steuern 38,6 50,9 –12,2 –24,0
Übrige Vermögenswerte 159,9 174,3 –14,4 –8,3
9.393,8 9.380,9 12,9 0,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 142,6 137,7 4,9 3,6
Forderungen aus Ertragsteuern 3,7 51,3 –47,6 –92,7
Forderungen 875,1 1.083,6 –208,5 –19,2
Wertpapiere 228,5 266,5 –38,0 –14,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 46,7 70,2 –23,5 –33,4
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 10,0 5,8 4,2 72,5
1.306,7 1.615,1 –308,4 –19,1
Summe Aktiva 10.700,5 10.996,0 –295,5 –2,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0 0,0
Kapitalrücklagen 254,9 254,9 0,0
Gewinnrücklagen 3.693,4 3.417,0 276,4 8,1
Bewertungsrücklage 2.115,2 2.174,0 –58,8 –2,7
Währungsumrechnungsrücklage 8,3 7,3 1,1 14,7
Eigene Aktien –17,7 –17,7 0,0
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionär*innen der EVN AG 6.384,1 6.165,4 218,7 3,5
Nicht beherrschende Anteile 296,2 298,9 –2,8 –0,9
6.680,3 6.464,3 215,9 3,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 982,0 1.103,5 –121,4 –11,0
Passive latente Steuern 759,2 785,9 –26,8 –3,4
Langfristige Rückstellungen 381,1 367,7 13,4 3,6
Baukosten- und Investitionszuschüsse 729,0 683,3 45,7 6,7
Übrige langfristige Schulden 83,4 89,1 –5,6 –6,3
2.934,7 3.029,4 –94,8 –3,1
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 175,5 343,2 –167,7 –48,9
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 23,2 63,9 –40,6 –63,6
Lieferant*innenverbindlichkeiten 304,3 463,2 –158,9 –34,3
Kurzfristige Rückstellungen 110,6 134,4 –23,8 –17,7
Übrige kurzfristige Schulden 471,3 497,1 –25,7 –5,2
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten 0,6 0,4 0,2 44,1
1.085,6 1.502,2 –416,6 –27,7
Summe Passiva 10.700,5 10.996,0 –295,5 –2,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionär*innen der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2022 7.047,8 273,3 7.321,1
Gesamtergebnis der Periode –863,2 37,6 –825,6
Dividende 2021/22 –92,7 –27,7 –120,4
Stand 30.06.2023 6.091,8 283,2 6.375,0
Stand 30.09.2023 6.165,4 298,9 6.464,3
Gesamtergebnis der Periode 421,9 35,4 457,3
Dividende 2022/23 –203,2 –38,1 –241,4
Stand 30.06.2024 6.384,1 296,2 6.680,3

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2023/24 2022/23 +/– 2022/23
Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut %
Ergebnis vor Ertragsteuern 562,2 491,7 70,5 14,3 656,2
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
258,0 242,9 15,2 6,2 341,6

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
–202,5 –11,3 –191,2 –101,4
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
338,5 268,5 70,0 26,1 274,7
+
Zinsaufwendungen
44,9 42,4 2,5 5,9 57,4

Zinsauszahlungen
–36,6 –29,4 –7,2 –24,3 –46,0

Zinserträge
–6,2 –11,5 5,2 45,8 –16,5
+
Zinseinzahlungen
5,1 10,6 –5,6 –52,5 15,4
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 1,7 7,7 –6,0 –78,1 3,9
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –3,3 –0,4 –2,9 –3,3

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–47,3 –47,5 0,2 0,3 –64,1
+/– Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–2,0 –2,7 2,0 50,8 –3,3

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–22,5 –15,6 –6,9 –44,1 –13,8
Cash Flow aus dem Ergebnis 890,0 944,2 –54,2 –5,7 1.100,7

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–30,3 –536,7 506,4 94,4 –109,5
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –30,7 –42,4 11,7 27,7 –48,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich 829,1 365,1 464,0 942,4
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
3,7 4,9 –1,2 –24,6 6,2
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –345,6 –296,6 –48,9 –16,5 –576,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–8,9 –145,1 136,2 93,9 –333,6
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 38,0 62,0 –24,0 –38,7 –25,1
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –312,8 –374,8 62,0 16,6 –929,0

Gewinnausschüttung an die Aktionär*innen der EVN AG
–203,2 –92,7 –110,5 –92,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–38,1 –27,7 –10,4 –37,6 –27,7
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,0 0,0 99,9 0,8
+/– Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten –245,0 16,5 –261,5 121,2
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –486,4 –103,9 –382,4 1,6
Cash Flow gesamt 30,0 –113,6 143,6 14,9
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 20,2 36,9 –16,7 –45,3 36,9
Sonstige Veränderungen auf Fonds der liquiden Mittel2) –3,4 5,5 –8,9 –31,7
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 46,7 –71,2 117,9 20,2

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

2) Zusammensetzung der sonstigen Veränderung: –2,5 Mio. Euro Restricted Cash, 0,2 Mio. Euro Währungsdifferenzen und –0,2 Mio. Euro Konsolidierungskreisänderungen

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2022/23 (Bilanzstichtag: 30. September 2023) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2023 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2023/24 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Angabe von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
01.01.2023
IAS 8 Definition von rechnungslegungs
bezogenen Schätzungen
01.01.2023
IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögens
werte und Schulden beziehen, die aus
einer einzigen Transaktion stammen
01.01.2023
IAS 12 Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern –
Pillar Two Model
01.01.2023
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und
IFRS 9 Vergleichszahlen
01.01.2023

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Tätigkeiten der EVN in Ländern, wo der gesetzliche Steuersatz unter 15 % liegt, insbesondere in Bulgarien, Nordmazedonien, Kuwait sowie Bahrain, den Regelungen der globalen Mindestbesteuerung unterliegen.

Wenn die Mindestbesteuerung bereits für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 gelten würde, würden sich die Ertragsteuern in einer unwesentlichen Größenordnung und die Konzernsteuerquote auf Basis der aktuellen Zahlen in einer Größenordnung von etwa 1 % erhöhen.

Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der neuen und sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten

zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2024 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 27 inländische und 26 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2023: 26 inländische und 28 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2024 wurden zehn Tochterunternehmen (30. September 2023: 10) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des

Konsolidierungskreises Voll Equity Summe
30.09.2022 52 16 68
Unternehmenserwerb 1 1
Erstkonsolidierungen 2 1 3
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen1) –1 –1
30.09.2023 54 15 69
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –1 –1
Umgründungen1) –1 –1
30.06.2024 53 15 68
davon ausländliche Unternehmen 26 5 31

1) Konzerninterne Umstrukturierungen

Die Bioenergie St. Pölten GmbH, Maria Enzersdorf, ist eine neu gegründete 100 %-Tochtergesellschaft der EVN Wärme GmbH und wurde mit Errichtung am 17. Oktober 2023 erstmals vollkonsolidiert.

Die bisherige 100 %-Tochtergesellschaft EVN Trading DOOEL, Skopje, Nordmazedonien, wurde per 27. November 2023 liquidiert und infolgedessen entkonsolidiert.

Die bislang vollkonsolidierte sludge2energy GmbH, Berching, Deutschland, wurde konzernintern mit der WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland, verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 15. Jänner 2024.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Angaben zum Klimawandel sowie Auswirkungen des makroökonomischen Umfelds und des Ukrainekriegs

Für die möglichen Auswirkungen des Klimawandels, des makroökonomischen Umfelds sowie des Ukrainekriegs wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 30. September 2023 verwiesen. Die EVN Gruppe hat im Rahmen der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2024 insbesondere die Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Klimarisiken berücksichtigen die strategischen Überlegungen der EVN die besonderen Anforderungen der Energiewende und die tiefgreifenden Veränderungen der Transformation in Richtung Klimaneutralität und deren Effekte auf alle Wirtschaftssektoren und auf private Haushalte. In diesem Kontext werden insbesondere die Anforderungen an den Klimaschutz, mögliche Umsetzungspfade und die Implikationen auf das Geschäftsmodell überprüft. Damit wird eine wesentliche Grundlage zur Einschätzung der Chancen und Risiken für unser Geschäft geschaffen, die sich aus dem Klimawandel und der mit diesem verbundenen dynamischen Regulierung ergeben.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Bewertung von Vermögenswerten werden in regelmäßigen Abständen evaluiert. Wesentliche und vorhersehbare Einflüsse mit Auswirkungen auf die Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge wurden im Konzern-Zwischenabschluss berücksichtigt.

Aufgrund der Entwicklung des makroökonomischen Umfelds wird ein Anstieg von Forderungsausfällen erwartet. Wie im Geschäftsjahr 2022/23 wird dies bei der Expected-Credit-Loss-Ermittlung durch die von der EVN Gruppe angesetzte Forward-Looking-Komponente berücksichtigt.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 führte zu einem äußerst belasteten Verhältnis zwischen der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft und der Russischen Föderation sowie zu einer Reihe von wechselseitigen Sanktionen sowohl durch die EU als auch durch die Russische Föderation. In weiterer Folge führte dies zu einem extremen Anstieg der Energiepreise, die mittlerweile jedoch wieder abnahmen und sich auf einem Niveau über jenem vor der Krise stabilisierten. Die weitere Entwicklung ist aufgrund der angespannten Situation ungewiss und könnte jederzeit wieder einen Anstieg der Energiepreise bringen. Weitere gegenseitige Sanktionen sowie mögliche Gaslieferstopps durch Russland könnten den Energiemarkt wesentlich beeinflussen.

Abgesehen von den Preissteigerungen auf den Energiemärkten und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf die Aktivitäten bzw. Geschäftsfelder der EVN ist die EVN im Rahmen ihrer Investitionen und betrieblichen Aufwendungen auch von den stark gestiegenen Inflationsraten betroffen. Die dadurch bedingten Kostensteigerungen können möglicherweise nur verzögert an die Kund*innen weitergegeben werden. Diese makroökonomischen Entwicklungen können – direkt und indirekt – zudem auch die Energienachfrage negativ beeinflussen und gemeinsam mit den Kostensteigerungen zu Ergebnisbelastungen führen.

Die Entwicklungen im Ukrainekrieg und das makroökonomische Umfeld werden von der EVN laufend evaluiert. Aktuell ist jedenfalls von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
Strom 1.656,2 1.957,4
Erdgas 169,2 225,0
Wärme 200,4 212,3
Umweltdienstleistungen 296,2 363,8
Sonstige Umsätze 178,6 145,6
Summe 2.500,6 2.904,1
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
Österreich 1.166,7 1.373,0
Deutschland 232,5 295,9
Bulgarien 626,5 734,5
Nordmazedonien 402,0 447,2
Sonstige 72,9 53,4
Summe 2.500,6 2.904,1

Seit 1. Dezember 2022 erfolgt nach dem Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom eine Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung in Österreich. Der Schwellenwert für die Ermittlung der Überschusserlöse betrug bis zum 31. Mai 2023 140 Euro pro MWh und wurde ab dem

  1. Juni 2023 auf 120 Euro pro MWh gesenkt. Dieser Betrag kann sich unter Berücksichtigung anrechenbarer Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen auf bis zu 180 Euro bzw. 160 Euro pro MWh erhöhen.

Die Bundesregierung hat im Jänner 2024 den Erhebungszeitraum um eine weitere Periode bis zum 31. Dezember 2024 erweitert. Die investitionsbedingte Obergrenze des Energiekrisenbeitrags-Strom wurde dabei auf 200 Euro pro MWh erhöht.

Im Zusammenhang mit dem Projekt Budva, Montenegro, kam das Schiedsgericht in Genf zu dem Urteil, dass die bereits von der WTE vereinnahmten Vergütungen dieser zu Recht gebührten, darüber hinaus jedoch keine weiteren Ansprüche bestehen. Infolgedessen wurden die noch offenen Forderungen aus diesem Projekt in Höhe von 22,5 Mio. Euro zur Gänze wertberichtigt.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

einbezogenen Unternehmen
operativ
Mio. EUR
EVN KG
2023/24
1.–3. Quartal
–115,1
2022/23
1.–3. Quartal
–268,7
RAG 52,9 55,9
Burgenland Energie 27,3 17,1
Verbund Innkraftwerke 15,6 17,9
ZOV; ZOV UIP 7,2 8,2
Umm Al Hayman Holding Company WLL 5,6 4,6
EAA 2,6 –0,1
Andere Gesellschaften 8,1 7,4
Summe 4,2 –157,7

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2023/24 auf 4,2 Mio. Euro (Vorjahr: –157,7 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf einen geringeren Verlust der EVN KG im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Neben einer aufgrund gesunkener Endkund*innenpreise für Gas erforderlich gewordenen Wertminderung der Gasvorräte verzeichnete die EVN KG weiterhin operative Ergebnisbelastungen.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2024 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.255.332 Stück (30. Juni 2023: 178.219.045 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 479,6 Mio. Euro (Vorjahr: 419,1 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2024 ein Ergebnis je Aktie von 2,69 Euro (Vorjahr: 2,35 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2023/24 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 438,6 Mio. Euro (Vorjahr: 380,7 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 2,6 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 3.223,1 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2023 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 149,2 Mio. Euro vermindert hat. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
Stück
2023/24
1.–3. Quartal
Stand 30.09.2023 178.255.332
Erwerb eigener Aktien
Stand 30.06.2024 178.255.332

Zum Stichtag 30. Juni 2024 hielt die EVN 1.623.070 Stück eigene Aktien (das sind 0,90 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 17,7 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 95. ordentliche Hauptversammlung der EVN hat am 1. Februar 2024 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2022/23 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie zuzüglich einer einmaligen Sonderdividende in Höhe von 0,62 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 203,2 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 6. Februar 2024, Dividendenzahltag der 9. Februar 2024.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Mio. EUR 30.06.2024 30.09.2023
Anleihen 469,6 469,5
Bankdarlehen 512,4 633,9
Summe 982,0 1.103,5

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 247,0 Mio. Euro (Vorjahr: 247,0 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012, im April 2020 sowie im Juli 2022 emittiert wurden.

Die im Vorjahr in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthaltene JPY-Anleihe in Höhe von 76,1 Mio. Euro wurde per 9. Jänner 2024 zur Gänze getilgt.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
Außenumsatz 611,6 787,7 91,5 107,9 450,6 442,3 1.030,9 1.183,8
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
15,1 14,9 243,0 260,3 58,0 51,9 2,4 1,3
Gesamtumsatz 626,7 802,6 334,5 368,2 508,5 494,3 1.033,4 1.185,1
Operativer Aufwand –538,5 –648,1 –159,6 –165,8 –281,7 –291,0 –870,9 –1.006,3
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
EBITDA
–107,4
–19,1
–264,0
–109,5
18,6
193,6
19,4
221,8

226,8

203,2

162,5

178,8
Abschreibungen –19,8 –16,4 –34,3 –32,8 –124,8 –110,3 –62,4 –60,0
Operatives Ergebnis (EBIT) –39,0 –126,0 159,3 189,0 102,0 92,9 100,1 118,9
Finanzergebnis –4,6 –3,1 3,5 1,0 –21,1 –16,1 –7,1 –8,0
Ergebnis vor Ertragsteuern –43,5 –129,0 162,8 190,0 80,9 76,8 93,0 110,9
Gesamtvermögen 705,6 771,6 1.172,1 1.159,4 2.576,4 2.466,8 1.461,9 1.361,3
Investitionen1) 53,5 31,2 45,6 71,3 211,5 178,0 107,2 90,0
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
Außenumsatz 296,2 363,8 19,8 18,6 2.500,6 2.904,1
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
0,4 0,5 72,6 61,3 –391,5 –390,2
Gesamtumsatz 296,7 364,3 92,4 79,9 –391,5 –390,2 2.500,6 2.904,1
Operativer Aufwand –287,2 –333,9 –97,7 –87,0 388,6 387,8 –1.846,9 –2.144,3
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
12,8 13,9 80,1 73,1 4,2 –157,7
EBITDA 22,2 44,3 74,8 66,0 –2,9 –2,5 657,9 602,1
Abschreibungen –17,6 –24,1 –1,9 –1,9 2,9 2,5 –258,0 –242,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 4,6 20,3 72,9 64,1 399,9 359,2
Finanzergebnis –18,4 –19,6 221,9 196,1 –11,9 –17,9 162,3 132,5
Ergebnis vor Ertragsteuern –13,8 0,6 294,7 260,2 –11,9 –17,9 562,2 491,7
Gesamtvermögen 1.080,0 1.147,3 6.106,4 6.237,9 –2.401,9 –2.205,2 10.700,5 10.939,2
Investitionen1) 23,5 14,1 0,8 1,1 –3,5 –5,0 438,6 380,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten Mio. EUR

Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
30.06.2024 30.09.2023
Klassen Bewertungs
kategorie
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 146,7 146,7 167,4 167,4
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 3.231,9 3.231,9 3.381,1 3.381,1
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 78,5 78,5 71,0 71,0
Ausleihungen AC Stufe 2 28,3 27,0 25,0 24,1
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 8,4 8,8 10,1 9,6
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 0,9 0,9 11,7 11,7
Forderungen AC 23,9 23,9 25,3 25,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 458,6 458,6 650,0 650,0
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 52,9 52,9 69,1 69,1
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen FVTPL Stufe 1 228,5 228,5 266,5 266,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 46,7 46,7 70,2 70,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 469,6 422,2 469,5 393,5
Bankdarlehen AC Stufe 2 512,4 497,7 633,9 599,4
Übrige langfristige Schulden
Sonstige übrige Schulden AC 11,0 11,0 9,3 9,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 3,9 3,9 8,2 8,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 0,0 0,0 0,3 0,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 175,5 175,5 343,2 343,2
Lieferant*innenverbindlichkeiten AC 304,3 304,3 463,2 463,2
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 223,5 223,5 241,6 241,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 14,6 14,6 24,3 24,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 1,4 1,4 6,3 6,3
davon AGgregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 3.378,6 3.548,5
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam
zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft werden
FVTPL 360,8 418,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.262,3 2.941,3
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 19,9 39,1

In der vorstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Als Cash Flow Hedge designierte Sicherungsgeschäfte (Portfolio Hedge Strom) werden gemeinsam mit derivativen Finanzinstrumenten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, dargestellt. Eine separate Darstellung ist infolge der Saldierung von derivativen Finanzinstrumenten aufgrund üblicher Netting-Vereinbarungen im Energiebereich nicht möglich. In der Bewertungskategorie FVTPL sind daher positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 37,4 Mio. Euro (Vorjahr: 71,5 Mio. Euro) und negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von –3,1 Mio. Euro (Vorjahr: –1,9 Mio. Euro) enthalten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2023/24
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
Umsätze 364,5 385,8
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
61,2 126,5
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
37,8 42,6
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
51,7 66,2

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2023 um 120,1 Mio. Euro auf 1.394,1 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus der Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die für die Beschaffung bzw. Vermarktung von Energie abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2024 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 169,6 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 568,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2024 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 20. August 2024 traten folgende Ereignisse auf:

Aufgrund einer bereits ausgelaufenen Betriebsvereinbarung hatten 2024 noch insgesamt 502 Arbeitnehmer*innen der EVN Anspruch auf eine jährliche Sonderzahlung, die sie wahlweise zum Teil in EVN Aktien abgegolten bekommen konnten. In diesem Zusammenhang wurden am 1. August 2024 insgesamt 23.876 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,01 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer*innen übertragen. Damit wurde die am 12. Juni 2024 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer*innen beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.599.194 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,89 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen. Der Streubesitz beläuft sich somit auf 19,7 %.

In Ausübung eines vertraglich vereinbarten Kündigungsrechts durch die Stadt Zagreb für den ursprünglich bis 2028 laufenden Konzessionsvertrag über ein Kläranlagenprojekt übergab die at Equity einbezogene Projektgesellschaft (ZOV) am 3. August 2024 die von der WTE geplante, errichtete, finanzierte und betriebene Zentralkläranlage an die Stadt Zagreb. Damit endete auch die von der ebenfalls at Equity einbezogenen Betriebsgesellschaft (ZOV UIP) verantwortete Betriebsführung.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Kund*innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2023/24 17.12.2024
Nachweisstichtag für die Teilnahme an der 96. ordentlichen Hauptversammlung 02.02.2025
96. ordentliche Hauptversammlung 12.02.2025
Ex-Dividendentag 17.02.2025
Record Date Dividende 18.02.2025
Dividendenzahltag 20.02.2025
Ergebnis 1. Quartal 2024/25 27.02.2025
Ergebnis 1. Halbjahr 2024/25 26.05.2025
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2024/25 28.08.2025
Jahresergebnis 2024/25 18.12.2025
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); AT; EVN (Dow Jones)
Börsenotierung Wien
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

1) Vorläufig

2) Per 30. Juni 2024

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 20. August 2024