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EVN AG Interim / Quarterly Report 2022

Feb 21, 2023

742_10-q_2023-02-21_0626abd6-1426-4693-89eb-38b0ee764698.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen

2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
%
2020/21
1. Quartal
2021/22
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 761 963 –21,0 1.047 3.365
davon erneuerbare Energie GWh 500 524 –4,6 543 2.248
Stromverkauf an Endkund*innen GWh 4.976 5.558 –10,5 5.174 20.853
Gasverkauf an Endkund*innen GWh 1.530 1.840 –16,8 1.826 4.987
Wärmeverkauf an Endkund*innen GWh 698 842 –17,2 783 2.545
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.174,3 900,9 30,3 604,1 4.062,2
EBITDA Mio. EUR 281,7 201,9 39,6 333,8 754,8
EBITDA-Marge1) % 24,0 22,4 1,6 55,2 18,6
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 201,1 129,5 55,3 135,9 331,6
EBIT-Marge1) % 17,1 14,4 2,8 22,5 8,2
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 191,0 113,1 68,9 128,0 301,2
Konzernergebnis Mio. EUR 149,4 81,5 83,2 93,5 209,6
Ergebnis je Aktie EUR 0,84 0,46 83,1 0,52 1,18
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 10.973,9 12.326,9 –11,0 9.592,4 12.430,5
Eigenkapital Mio. EUR 6.390,2 7.084,1 –9,8 5.449,8 7.321,1
Eigenkapitalquote1) % 58,2 57,5 0,8 56,8 58,9
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.580,7 905,9 74,5 1.052,4 1.245,1
Gearing1) % 24,7 12,8 11,9 19,3 17,0
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 309,4 204,4 51,3 407,8 734,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR –255,9 0,8 43,7 151,0
Investitionen3) Mio. EUR 106,9 110,1 –2,9 86,8 564,0
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 16,90 26,60 –36,5 17,88 17,04
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 104,7 92,4 13,3 56,8 490,0
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 3.040 4.785 –36,5 3.216 3.065
Mitarbeiter*innen Ø 7.148 7.145 0,1 7.152 7.135

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung des täglichen Handelsvolumens

Inhalt

Kennzahlen 2
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionär*innenstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Highlights

Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2022/23

  • Anstieg im Umsatz (+30,3 %), EBITDA (+39,6 %) und Konzernergebnis (+83,2 %)
  • Verwerfungen auf den Energiemärkten wirken sich weiterhin maßgeblich – und unterschiedlich – auf diversifizierte Geschäftsfelder aus
  • Positive Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften
  • Normalisierung des Ergebnisses im Segment Südosteuropa
  • Massiver Ergebnisdruck im Energievertrieb im laufenden Geschäftsjahr

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in allen drei Märkten deutlich unter Vorjahreswert und langjährigem Durchschnitt
  • Deutlich unterdurchschnittliches Winddargebot; Wasserführung gegenüber Vorjahr auf langjährigen Durchschnitt verbessert
  • Erstes Quartal 2022/23 weiterhin von Verwerfungen der Energiemärkte mit historisch hohen Preisen und Volatilitäten geprägt
  • Milde Witterung bewirkt hohe Speicherstände bei Erdgas
  • Die Kombination aus steigender Verfügbarkeit der europäischen Kraftwerkskapazitäten bei gleichzeitig rückläufiger Energienachfrage führte seit Anfang 2023 zu einer Entspannung der Großhandelspreise für Erdgas und damit auch der Terminpreise für Strom

Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom

  • Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung (befristet von 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023)
  • Schwellenwert zur Ermittlung der Überschusserlöse beträgt 140 Euro pro MWh und kann sich unter Berücksichtigung der anrechenbaren Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz auf bis zu 176 Euro pro MWh erhöhen

Beschleunigung des Erneuerbaren-Ausbaus in Niederösterreich

  • Anteil der erneuerbaren Erzeugung im ersten Quartal 2022/23 auf 65,6 % gestiegen (Vorjahr: 54,4 %)
  • Fertigstellung des im Rahmen eines Repowerings neu errichteten Windparks Japons (12,6 MW) im Jänner 2023
  • Windkraft- und Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtleistung von 120 MW aktuell in Umsetzung

Historisch höchstes Investitionsprogramm in Umsetzung

  • Jährliche Investitionen von über 500 Mio. Euro, davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie Trinkwasserversorgung

Erschließung neuer Geschäftspotenziale im Bereich E-Mobilität

• Errichtung von E-Ladeinfrastruktur für die Parkplätze der Handelskette SPAR sowie Versorgung der Ladepunkte mit erneuerbarer Energie

Ausblick und Dividendenpolitik für das laufende Geschäftsjahr bestätigt

  • Die EVN erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 unter Annahme eines stabilen regulatorischen Umfelds sowie absehbarer energiepolitischer und steuerrechtlicher Rahmenbedingungen ein Konzernergebnis, das sich an der Höhe des Vorjahres orientieren und in einer Bandbreite von etwa 190 Mio. bis 250 Mio. Euro liegen wird.
  • Der Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2022 ist dabei vorerst nicht berücksichtigt.
  • Die Dividendenausschüttung der EVN aus der operativen Geschäftstätigkeit soll zumindest auf dem Niveau des Vorjahres (0,52 Euro pro Aktie) gehalten werden. Die EVN beabsichtigt, ihre Aktionär*innen an zusätzlichen Ergebnissteigerungen in angemessener Höhe zu beteiligen.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf 1)
Österreich % 91,5 108,3 102,5
Bulgarien % 73,1 111,6 89,3
Nordmazedonien % 72,7 100,7 92,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 89,4 67,5 35,6
Gas – NCG2) EUR/MWh 98,3 95,0 14,3
Kohle – API#23) EUR/Tonne 232,5 150,9 49,2
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 77,0 65,3 27,0
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 216,3 208,7 42,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 267,9 257,1 53,2

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Trading Hub Europe (THE) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
1. Quartal
Stromerzeugung 761 963 –202 –21,0 1.047
davon erneuerbare Energie 500 524 –24 –4,6 543
davon Wärmekraftwerke 262 439 –178 –40,5 504
Netzabsatz
Strom 5.543 6.239 –696 –11,2 5.965
Erdgas1) 4.117 5.726 –1.609 –28,1 5.234
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom 4.976 5.558 –582 –10,5 5.174
davon Mittel- und Westeuropa2) 2.187 2.295 –108 –4,7 2.259
davon Südosteuropa 2.789 3.263 –473 –14,5 2.915
Erdgas 1.530 1.840 –310 –16,8 1.826
Wärme 698 842 –145 –17,2 783
davon Mittel- und Westeuropa2) 642 767 –125 –16,3 722
davon Südosteuropa 56 75 –19 –25,9 62

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: +30,3 % auf 1.174,3 Mio. Euro
  • EBITDA: +39,6 % auf 281,7 Mio. Euro
  • EBIT: +55,3 % auf 201,1 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +83,2 % auf 149,4 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Quartal 2022/23 einen Anstieg um 30,3 % auf 1.174,3 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf Preiseffekte in der erneuerbaren Stromerzeugung, Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften sowie höhere Absatzpreise bei der EVN Wärme. In Südosteuropa führten höhere Netzentgelte sowie eine außerordentliche Erhöhung der Strompreise im regulierten Haushaltskundensegment in Nordmazedonien zu einem Anstieg der Umsatzerlöse, der jedoch durch temperaturbedingte Rückgänge im Netz- und Energieabsatz gedämpft wurde. Zuwächse ergaben sich schließlich auch im internationalen Projektgeschäft durch den Fortschritt beim Großprojekt in Kuwait.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum mit 29,7 Mio. Euro bzw. einem Plus von 2,6 % leicht über dem Vorjahresniveau.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger lag mit 553,3 Mio. Euro nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Während hier der witterungsbedingt geringere Absatz in Südosteuropa dämpfend wirkte, waren bei der Erdgasbeschaffung und bei der EVN Wärme Steigerungen zu verzeichnen. Zudem hatten im Vorjahr Kompensationszahlungen des bulgarischen Staates für Netzverluste infolge der gestiegenen Strompreise aufwandsmindernd gewirkt.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand nahmen korrespondierend zur Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft um 64,7 % auf 182,2 Mio. Euro zu.

Mit 95,8 Mio. Euro lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum infolge kollektivvertraglicher Anpassungen um 4,9 % über dem Vorjahresniveau. Der Personalstand blieb im Periodenabstand mit 7.148 Mitarbeiter*innen nahezu unverändert (Vorjahr: 7.145 Mitarbeiter*innen).

Der im Dezember 2022 in Österreich erstmals auf Überschusserlöse aus der Stromerzeugung zu entrichtende Energiekrisenbeitrag-Strom (Details zur zugrunde liegenden gesetzlichen Regelung siehe Seite 12) sowie höhere Forderungsabschreibungen in Nordmazedonien führten zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 89,7 % auf 47,7 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter belief sich im ersten Quartal 2022/23 auf –43,2 Mio. Euro (Vorjahr: 52,0 Mio. Euro). Zurückzuführen war dieser starke Rückgang auf die Energievertriebsgesellschaft EVN KG, deren Geschäftsentwicklung durch im Jahresabstand gestiegene Beschaffungskosten sowie geringere Stichtagsbewertungen von Absicherungsgeschäften massiv belastet war. Da die höheren Beschaffungskosten nur zeitlich verzögert an Kund*innen weitergegeben werden können, ist für das laufende Geschäftsjahr von einer negativen Ergebnisentwicklung der EVN KG auszugehen.

Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im ersten Quartal 2022/23 mit 281,7 Mio. Euro um 39,6 % über dem Vorjahresniveau.

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt um 2,3 % auf 80,6 Mio. Euro. In den Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen war im ersten Quartal des Vorjahres eine Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien enthalten gewesen. Per Saldo stieg das EBIT der EVN damit um 55,3 % auf 201,1 Mio. Euro.

Das im Vorjahr durch Fremdwährungskursentwicklungen belastete Finanzergebnis verbesserte sich auf –10,2 Mio. Euro (Vorjahr: –16,4 Mio. Euro).

In Summe ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 191,0 Mio. Euro, das damit um 68,9 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 36,2 Mio. Euro (Vorjahr: 28,0 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 149,4 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 83,2 %.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2022 mit 10.973,9 Mio. Euro um 11,7 % unter dem Wert zum 30. September 2022. Einen starken Rückgang verzeichneten dabei insbesondere die at Equity einbezogenen Unternehmen, bei denen vor allem die Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG und der EnergieAllianz negativ wirkte. Zum Rückgang der langfristigen Vermögenswerte trug auch die Kursentwicklung der Verbund-Aktie bei (Stichtagskurs von 78,65 Euro zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zu 87,45 Euro zum 30. September 2022). Insgesamt gingen die langfristigen Vermögenswerte damit um 15,2 % auf 9.082,8 Mio. Euro zurück.

Die kurzfristigen Vermögenswerte der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 10,0 % auf 1.891,1 Mio. Euro zu. Wesentliche Treiber dafür waren gestiegene Forderungen aus dem Liquiditätsausgleich für die EVN KG sowie Forderungen aus Absicherungsgeschäften. Zuwächse waren zudem bei den Vorräten sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Energiegeschäft und dem internationalen Projektgeschäft zu verzeichnen. Gegenläufig dazu führten das hohe Investitionsniveau in das Sachanlagevermögen sowie die Kapitalbindung im Working Capital zu einer Reduktion der Veranlagungen in Cash-Fonds sowie der liquiden Mittel.

Das Eigenkapital der EVN lag nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23 mit 6.390,2 Mio. Euro um 12,7 % unter dem Wert zum 30. September 2022. Hervorgerufen wurde dieser Rückgang vor allem durch die im Eigenkapital abgebildeten negativen Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen, insbesondere bei den at Equity einbezogenen Unternehmen. Gegenläufig dazu wirkte das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis. In der Quartalsbilanz

noch nicht abgebildet ist die von der 94. Hauptversammlung am 2. Februar 2023 genehmigte und am 10. Februar 2023 durchgeführte Dividendenausschüttung von 0,52 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2021/22. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 58,2 % (30. September 2022: 58,9 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 12,7 % auf 2.952,5 Mio. Euro ab. Maßgeblich dafür verantwortlich waren ein – durch die gesunkene Bewertung der at Equity einbezogenen Unternehmen getriebener – Rückgang der langfristigen Steuer- und Finanzverbindlichkeiten. Hier wirkte der planmäßigen Tilgung sowie der Umgliederung von Bankkrediten im Gesamtbetrag von 150 Mio. Euro in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten die Neuaufnahme von zwei langfristigen Bankkrediten über insgesamt 100 Mio. Euro entgegen.

Die kurzfristigen Schulden verzeichneten im Berichtszeitraum ebenfalls einen Rückgang um 5,5 % auf 1.631,2 Mio. Euro. Wesentliche Treiber dafür waren – jeweils in den übrigen

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

kurzfristigen Schulden enthaltene – geringere Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften sowie die Reduktion von Verbindlichkeiten zur Beschaffung strategischer Gasreserven zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Zudem wirkten sich niedrigere Lieferverbindlichkeiten entsprechend aus. Gegenläufig dazu wirkte insbesondere ein Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Quartal 2022/23 mit 309,4 Mio. Euro um 51,3 % über dem Vorjahreswert. Hauptgründe dafür waren das im Berichtszeitraum gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern der EVN sowie die Korrektur des negativen Ergebnisses der at Equity einbezogenen EVN KG. Abgeschwächt wurde diese Entwicklung jedoch durch geringere Dividendenausschüttungen von weiteren at Equity einbezogenen Unternehmen.

Belastet insbesondere durch die aus dem Liquiditätsausgleich für die EVN KG verursachte Kapitalbindung im Working Capital sowie die im Periodenvergleich höheren Zahlungen für Ertragsteuern belief sich der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Berichtszeitraum auf –255,9 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum 74,3 Mio. Euro (Vorjahr: –421,1 Mio. Euro). Während sich hier die Investitionen in das Sachanlagevermögen stabil auf dem hohen Vorjahresniveau bewegten, wurden Veranlagungen in Cash-Fonds abgeschichtet. Diese Fonds waren im ersten Quartal 2021/22 aufgestockt worden.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich im ersten Quartal 2022/23 auf 87,3 Mio. Euro (Vorjahr: 237,9 Mio. Euro) und war durch die Aufnahme von zwei langfristigen Bankkrediten über insgesamt 100 Mio. Euro sowie laufende planmäßige Tilgungen geprägt.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –94,3 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf –55,9 Mio. Euro. Dieser negative Wert ergibt sich aus der Aufnahme von zwei kurzfristigen Bankkrediten im Gesamtbetrag von 100 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2022 standen der EVN AG vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 636 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Aktionär*innenstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößte Aktionärin der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum Stichtag 0,9 %; der Streubesitz belief sich somit auf 19,7 %.

Aktionär*innenstruktur1)

1) Per 31. Dezember 2022

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund*innen
und auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der EnergieAllianz1)
• Beteiligung als alleinige Kommanditistin an der EVN KG1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie in thermischen
Produktionskapazitäten zur Netzstabilisierung an österreichischen
und internationalen Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke (Deutschland)1)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkund*innen in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in
Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfall- und Klärschlammverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding
diese ist mit 49,0 % an der Burgenland Energie beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG2)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzrückgänge bei Strom, Erdgas und Wärme

  • Mildere Temperaturen sowohl im Jahresvergleich als auch gegenüber dem langjährigen Durchschnitt – dämpften die Nachfrage nach Erdgas und Wärme
  • Kundenseitige Einsparungseffekte als zusätzlicher Faktor

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Deutlicher Umsatzanstieg, getrieben durch Preiseffekte in der Vermarktung der eigenen Stromerzeugung, Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften sowie Preisanpassungen bei der EVN Wärme
  • Operativer Aufwand steigt korrespondierend zur Umsatzentwicklung, insbesondere bedingt durch höhere Beschaffungskosten für Biomasse bei der EVN Wärme sowie für Erdgas
  • Ergebnis der at Equity einbezogenen Energievertriebsgesellschaft EVN KG stark belastet durch im Jahresabstand

gestiegene Beschaffungskosten sowie geringere Stichtagsbewertungen von Absicherungsgeschäften; höhere Beschaffungskosten können nur zeitlich verzögert an Kund*innen weitergegeben werden, sodass für das laufende Geschäftsjahr von einer negativen Ergebnisentwicklung in der EVN KG auszugehen ist

Erschließung neuer Geschäftspotenziale im Bereich E-Mobilität

• Vereinbarung mit der Handelskette SPAR über die Errichtung von E-Ladestationen auf den Parkplätzen der Supermärkte sowie die Versorgung dieser Ladepunkte mit erneuerbarer Energie

Höheres Investitionsvolumen

• Finale Phase der Errichtung der neuen Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Krems

Kennzahlen –
Energie1)
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom2) 2.187 2.295 –108 –4,7 2.259
Erdgas2) 1.498 1.796 –298 –16,6 1.790
Wärme 642 767 –125 –16,3 722
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 352,0 174,6 177,4 93,3
Innenumsatz 4,5 4,3 0,3 6,6 0,6
Gesamtumsatz 356,6 178,9 177,7 99,3 93,9
Operativer Aufwand –225,4 –177,6 –47,8 –26,9 –78,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–63,4 33,7 –97,1 37,7
EBITDA 67,7 35,0 32,7 93,4 53,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –5,3 –5,3 0,0 –0,8 –5,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 62,4 29,8 32,7 48,3
Finanzergebnis –0,8 –0,6 –0,1 –22,6 –0,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 61,6 29,1 32,5 47,9
Gesamtvermögen 837,1 1.209,8 –372,7 –30,8 1.001,5
Gesamtschulden 467,6 618,4 –150,8 –24,4 877,7
Investitionen3) 6,0 4,4 1,7 38,1 3,4

1) Die Vergleichswerte des ersten Quartals 2020/21 enthalten die Vermarktung des im Kraftwerk Walsum 10 produzierten Stroms, die nach Veräußerung der 49 %-Beteiligung an der STEAG-Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH und der gleichzeitigen Beendigung des Strombezugsvertrags aus dem Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 beendet wurde.

2) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland; der Ergebnisbeitrag

dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom

  • Umsetzung der entsprechenden EU-Verordnung durch die österreichische Bunderegierung
  • Befristete Gültigkeit für den Zeitraum 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023
  • Der Schwellenwert zur Ermittlung der Überschusserlöse beträgt 140 Euro pro MWh und kann sich unter Berücksichtigung der anrechenbaren Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz auf bis zu 176 Euro pro MWh erhöhen
  • Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst ist

Stromerzeugung unter Vorjahresniveau

  • Im Jahresabstand gestiegene Wasserführung konnte Rückgang der erneuerbaren Erzeugung infolge des deutlich unterdurchschnittlichen Winddargebots nicht ausgleichen
  • Rückgang der Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern höher als im Vorjahr

  • Umsatzerlöse über Vorjahresniveau: gestiegene Strompreise kompensierten rückläufige Stromerzeugung
  • Höherer operativer Aufwand durch den ab 1. Dezember 2022 geltenden Energiekrisenbeitrag-Strom
  • Anstieg der planmäßigen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen durch den Entfall der im Vorjahr erforderlichen Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien

Hohe Dynamik beim Erneuerbaren-Ausbau in Niederösterreich

  • Fertigstellung des im Rahmen eines Repowerings neu errichteten Windparks Japons (12,6 MW) im Jänner 2023
  • Drei Windparks (Gesamtleistung rund 72 MW) sowie vier großflächige Photovoltaikprojekte (Gesamtleistung rund 48 MW) in Errichtung
  • Im Einklang damit Anstieg der Investitionen im ersten Quartal 2022/23 auf 22,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro)
2022/23 2021/22 +/– 2020/21
1. Quartal
586 771 –184 –23,9 870
418 437 –19 –4,4 465
169 334 –165 –49,5 405
41,1 33,2 7,9 23,8 32,3
71,4 46,8 24,6 52,6 47,3
112,5 80,0 32,5 40,7 79,6
–49,4 –29,3 –20,1 –68,5 –23,1
3,3 –0,4 3,7 0,3
66,4 50,3 16,1 32,1 56,8
–10,7 –3,9 –6,7 –21,1
55,7 46,3 9,4 20,3 35,7
–0,7 –0,8 0,1 14,8 –2,4
55,1 45,6 9,5 20,9 33,3
999,2 849,5 149,7 17,6 1.090,0
409,7 426,9 –17,2 –4,0 665,6
22,8 4,5 18,3 2,7
1. Quartal 1. Quartal Absolut %

1) Die Vergleichswerte des ersten Quartals 2020/21 enthalten die als Joint Operation einbezogene 49 %-Beteiligung an der STEAG-Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, die nach ihrer Veräußerung und der gleichzeitigen Beendigung des Strombezugsvertrags aus dem Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 entkonsolidiert wurde.

Netze

Rückgang im Strom- und Erdgas-Netzabsatz

  • Milde Witterung und Einsparmaßnahmen von Haushaltsund Gewerbekund*innen dämpften Strom- und Erdgasnachfrage
  • Geringerer Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung belastete Erdgasabsatz zusätzlich

Umsatzerlöse unter Vorjahresniveau

  • Netznutzungsentgelt für Haushaltskund*innen für das Kalenderjahr 2022 bei Strom und Erdgas um durchschnittlich 8,4 % bzw. 4,7 % erhöht
  • Preisanstieg bei Strom und Erdgas konnte Mengenrückgang nur teilweise ausgleichen
  • Positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Kabel-TV, Internet und Telekommunikation

Rückgang in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

• Energiewirtschaftliches Ergebnis durch die erwähnten Mengeneffekte belastet

Kontinuierliche Investitionen

  • Ausbau und Digitalisierung der Netzinfrastruktur zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit
  • Saisonal bedingter Rückgang im Periodenvergleich wird im Lauf des Geschäftsjahres 2022/23 aufgeholt

Neue Regulierungsperiode für das Erdgas-Verteilnetz ab 1. Jänner 2023

• Anwendung eines geringeren gewichteten Kapitalkostensatzes (3,72 % vor Steuern für Bestandsanlagen und 4,88 % vor Steuern für Neuinvestitionen)

E-Control erhöht Systemnutzungsentgelte für Haushaltskund*innen per 1. Jänner 2023

  • Bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 40,0 %, großteils zur Abdeckung der höheren Netzverlustkosten
  • Bei Erdgas Erhöhung um durchschnittlich 17,2 %
  • Staatliche Fördermaßnahmen zur Abfederung der Kostensteigerung für die Netzkund*innen derzeit in Beschlussfassung
Kennzahlen – 2022/23 2021/22 +/– 2020/21
Netze 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.157 2.381 –224 –9,4 2.326
Erdgas 4.035 5.643 –1.608 –28,5 5.162
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 136,4 141,8 –5,4 –3,8 134,0
Innenumsatz 15,1 14,8 0,4 2,4 12,3
Gesamtumsatz 151,5 156,6 –5,1 –3,2 146,3
Operativer Aufwand –83,0 –77,7 –5,3 –6,8 –75,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 68,6 78,9 –10,4 –13,1 71,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–36,7 –36,0 –0,7 –1,9 –34,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 31,8 42,9 –11,0 –25,7 36,9
Finanzergebnis –5,0 –3,5 –1,5 –41,9 –3,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 26,9 39,4 –12,5 –31,8 33,3
Gesamtvermögen 2.326,2 2.323,1 3,1 0,1 2.115,6
Gesamtschulden 1.613,2 1.650,0 –36,9 –2,2 1.483,5
Investitionen1) 42,6 72,2 –29,6 –41,0 46,1

Südosteuropa

Rückgang im Netz- und Energieabsatz

• Temperaturbedingter Energiebedarf in Bulgarien und Nordmazedonien deutlich unter Vorjahres- und langjährigem Durchschnittsniveau

Stromerzeugung über Vorjahresniveau

  • Wasserdargebot in Nordmazedonien über Vorjahreswert und langjährigem Durchschnitt
  • Zusätzliche Stromproduktion aus einer im Oktober 2022 in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage in Nordmazedonien

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

• Umsatzanstieg durch höhere Netzentgelte sowie Erhöhung der Strompreise im regulierten Haushaltskund*innensegment in Nordmazedonien

  • Temperaturbedingte Rückgänge im Netz- und Energieabsatz wirkten gegenläufig
  • Geringerer Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger durch witterungsbedingt geringeren Absatz
  • Rückgang bei den Kosten zur Netzverlustabdeckung in Nordmazedonien durch staatlich subventionierten Bezug
  • Entfall der staatlichen Kompensationszahlungen für Netzverluste infolge der gestiegenen Strompreise, die in Bulgarien im Vorjahr aufwandsmindernd gewirkt hatten
  • Höhere Forderungsabschreibungen in Nordmazedonien

Investitionen um 27,9 % über Vorjahresniveau

• Fokus auf Versorgungssicherheit im Netzbereich sowie steigende Investitionen zur Einbindung der auch in Bulgarien und Nordmazedonien zunehmenden erneuerbaren Erzeugung

Kennzahlen –
Südosteuropa
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 113 111 2 1,7 98
davon erneuerbare Energie 29 26 4 14,8 17
davon Wärmekraftewerke 83 85 –2 –2,2 81
Netzabsatz Strom 3.385 3.858 –473 –12,2 3.639
Energieverkauf an Endkund*innen 2.877 3.381 –505 –14,9 3.012
davon Strom 2.789 3.263 –473 –14,5 2.915
davon Erdgas 32 44 –12 –26,7 35
davon Wärme 56 75 –19 –25,9 62
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 480,3 454,9 25,4 5,6 245,0
Innenumsatz 0,6 0,4 0,2 49,5 0,2
Gesamtumsatz 480,9 455,3 25,6 5,6 245,2
Operativer Aufwand –434,2 –448,3 14,1 3,1 –211,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 46,8 7,0 39,8 33,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–19,9 –19,0 –0,9 –4,6 –18,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 26,8 –12,0 38,9 15,5
Finanzergebnis –2,5 –3,2 0,6 20,3 –3,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 24,3 –15,2 39,5 11,5
Gesamtvermögen 1.367,1 1.366,1 1,0 0,1 1.210,7
Gesamtschulden 968,8 1.008,2 –39,4 –3,9 872,8
Investitionen1) 32,3 25,3 7,0 27,9 30,3

Umwelt

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Dynamischer Projektfortschritt beim Großprojekt in Kuwait als wesentlicher Treiber für Anstiege im Umsatz und – korrespondierend dazu – im operativen Aufwand
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen ebenfalls durch das Projekt in Kuwait gesteigert
  • Höheres Finanzergebnis nach Belastung durch Fremdwährungskursentwicklungen im Vorjahr

Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft

• 14 Projekte in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung (Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain, Kuwait) in Bearbeitung

Investitionen in die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

• Planung und Errichtung von Transport- und Anschlussleitungen zur weiteren Verbesserung bzw. Gewährleistung der Versorgungssicherheit

Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
1. Quartal
Außenumsatz 158,0 91,2 66,7 73,1 94,2
Innenumsatz 0,2 0,1 0,0 33,4 0,1
Gesamtumsatz 158,1 91,4 66,8 73,1 94,3
Operativer Aufwand –141,7 –77,3 –64,4 –83,3 –80,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
3,9 3,1 0,8 27,5 3,7
EBITDA 20,4 17,1 3,2 18,8 17,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–8,2 –8,2 0,1 0,6 –9,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,2 8,9 3,3 36,7 8,4
Finanzergebnis –3,0 –7,9 4,9 62,2 –0,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 9,2 1,1 8,2 7,9
Gesamtvermögen 1.159,1 1.020,3 138,8 13,6 844,3
Gesamtschulden 920,8 811,9 108,8 13,4 684,8
Investitionen1) 3,3 3,7 –0,4 –10,7 4,2

Alle sonstigen Segmente

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter unter Vorjahresniveau

  • Ergebnisbeitrag der RAG etwas unter dem Vorjahreswert
  • Geringerer Ergebnisbeitrag der Burgenland Energie

Rückgänge in EBITDA und EBIT

Zuwachs im Ergebnis vor Ertragsteuern

• Höhere konzerninterne Ausschüttungen und Zinserträge aus dem Cash Pooling führten zu Verbesserung des Finanzergebnisses

Finanzkennzahlen – 2022/23 2021/22 +/–
Alle sonstigen Segmente Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 2020/21
1. Quartal
Außenumsatz 6,4 5,1 1,4 26,6 5,3
Innenumsatz 19,9 18,7 1,3 6,7 18,3
Gesamtumsatz 26,4 23,8 2,6 11,0 23,5
Operativer Aufwand –26,6 –25,1 –1,5 –6,1 –23,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
13,0 15,6 –2,6 –16,9 18,5
EBITDA 12,8 14,3 –1,6 –10,9 18,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–0,6 –0,6 0,0 –0,9 –0,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,1 13,7 –1,6 –11,4 18,2
Finanzergebnis 19,7 15,0 4,6 30,9 17,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 31,8 28,7 3,1 10,7 35,4
Gesamtvermögen 6.176,4 7.540,7 –1.364,4 –18,1 5.912,4
Gesamtschulden 2.025,1 2.640,2 –615,1 –23,3 2.195,4
Investitionen1) 0,1 0,2 –0,1 –40,0 0,0

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2021/22
Umsatzerlöse 1.174,3 900,9 273,4 30,3 4.062,2
Sonstige betriebliche Erträge 29,7 28,9 0,8 2,6 109,5
Fremdstrombezug und Energieträger –553,3 –552,8 –0,5 –0,1 –2.278,2
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –182,2 –110,6 –71,5 –64,7 –707,1
Personalaufwand –95,8 –91,3 –4,4 –4,9 –372,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –47,7 –25,2 –22,6 –89,7 –158,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter
–43,2 52,0 –95,2 98,9
EBITDA 281,7 201,9 79,9 39,6 754,8
Abschreibungen –80,6 –78,8 –1,8 –2,3 –318,0
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 6,4 –6,4 –105,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 201,1 129,5 71,6 55,3 331,6
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 51,4
Zinserträge 1,8 1,0 0,8 77,0 5,4
Zinsaufwendungen –12,2 –10,5 –1,7 –16,5 –37,9
Sonstiges Finanzergebnis 0,2 –7,0 7,2 –49,4
Finanzergebnis –10,2 –16,4 6,3 38,2 –30,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 191,0 113,1 77,9 68,9 301,2
Ertragsteuern –36,2 –28,0 –8,3 –29,6 –64,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 154,8 85,1 69,6 81,8 237,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen der EVN AG
(Konzernergebnis)
149,4 81,5 67,8 83,2 209,6
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 5,4 3,6 1,8 49,8 27,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,84 0,46 0,4 83,1 1,18

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Absolut % 2021/22
154,8 85,1 69,6 81,8 237,1
–298,2 366,1 –664,2 147,2
–1,9 –3,0 1,1 37,3 78,1
0,5 –0,3 0,7 16,8
–386,0 491,5 –877,5 2,3
89,3 –122,1 211,4 50,0
–787,5 88,6 –876,1 511,1
–11,6 3,0 –14,6 31,4
200,0 –2,6 202,6 –184,1
–1.215,5 116,6 –1.332,1 793,6
239,5 –28,5 268,1 –129,7
–1.085,7 454,6 –1.540,3 658,3
–930,9 539,8 –1.470,7 895,4
–936,7 536,0 –1.472,7 858,5
5,8 3,8 2,0 52,9 36,9
+/–

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.12.2022 30.09.2022 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 188,1 190,9 –2,7 –1,4
Sachanlagen 3.918,1 3.880,4 37,6 1,0
At Equity einbezogene Unternehmen 1.113,5 2.388,0 –1.274,5 –53,4
Sonstige Beteiligungen 3.650,0 4.034,0 –383,9 –9,5
Aktive latente Steuern 40,7 55,6 –14,9 –26,9
Übrige Vermögenswerte 172,3 163,0 9,3 5,7
9.082,8 10.712,0 –1.629,2 –15,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 227,3 206,8 20,5 9,9
Forderungen 1.443,8 993,5 450,3 45,3
Wertpapiere 55,8 216,8 –161,1 –74,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 159,1 292,0 –132,9 –45,5
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 5,1 9,3 –4,2 –45,0
1.891,1 1.718,5 172,6 10,0
Summe Aktiva 10.973,9 12.430,5 –1.456,6 –11,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 254,6 254,6
Gewinnrücklagen 3.129,2 2.979,9 149,3 5,0
Bewertungsrücklage 2.403,8 3.478,3 –1.074,5 –30,9
Währungsumrechnungsrücklage 11,6 23,2 –11,6 –50,0
Eigene Aktien –18,1 –18,1
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionär*innen der EVN AG 6.111,0 7.047,8 –936,8 –13,3
Nicht beherrschende Anteile 279,2 273,3 5,8 2,1
6.390,2 7.321,1 –930,9 –12,7
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.092,4 1.150,8 –58,4 –5,1
Latente Steuerverbindlichkeiten 789,9 1.126,7 –336,9 –29,9
Langfristige Rückstellungen 336,0 336,2 –0,2 –0,1
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 639,7 631,3 8,4 1,3
Übrige langfristige Schulden 94,5 137,8 –43,3 –31,4
2.952,5 3.382,8 –430,3 –12,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 484,4 377,4 107,0 28,3
Verbindlichkeiten aus Steuern 81,9 54,9 27,1 49,3
Lieferantenverbindlichkeiten 377,7 436,7 –59,0 –13,5
Kurzfristige Rückstellungen 144,6 135,5 9,1 6,7
Übrige kurzfristige Schulden 541,9 720,7 –178,7 –24,8
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten 0,6 1,3 –0,8 –57,5
1.631,2 1.726,5 –95,4 –5,5
Summe Passiva 10.973,9 12.430,5 –1.456,6 –11,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionär*innen der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2021 6.281,2 263,2 6.544,3
Gesamtergebnis der Periode 536,0 3,8 539,8
Stand 31.12.2021 6.817,1 267,0 7.084,1
Stand 30.09.2022 7.047,8 273,3 7.321,1
Gesamtergebnis der Periode –936,7 5,8 –930,9
Stand 31.12.2022 6.111,0 279,2 6.390,2

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2022/23 2021/22 +/– 2021/22
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut %
Ergebnis vor Ertragsteuern 191,0 113,1 77,9 68,9 301,2
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
80,6 72,3 8,3 11,4 425,0

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
43,2 –52,0 95,2 –150,3
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
+/–
sonstigen Beteiligungen
13,8 79,9 –66,1 –82,8 204,0
+
Zinsaufwendungen
12,2 10,5 1,7 16,5 37,9

Zinsauszahlungen
–9,1 –7,3 –1,8 –25,3 –36,1

Zinserträge
–1,8 –1,0 –0,8 –77,0 –5,4
+
Zinseinzahlungen
1,8 0,7 1,0 5,2
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 7,0 –7,0 27,1
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –0,1 –0,4 0,3 66,4 15,0

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–15,5 –13,5 –2,0 –14,4 –58,8
+/– Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs –0,8 –0,4 –0,3 –72,0 2,8

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–5,8 –4,4 –1,4 –32,5 –33,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 309,4 204,4 105,0 51,3 734,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit –542,8 –194,6 –348,2 –556,7
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –22,5 –9,1 –13,5 –26,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich –255,9 0,8 –256,7 151,0
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
+
1,1 0,9 0,2 22,9 3,9
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –79,3 –90,0 10,8 12,0 –481,3
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten –8,6 –5,0 –3,6 –72,2 –50,7
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 161,1 –327,0 488,1 191,5
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 74,3 –421,1 495,4 –336,7

Gewinnausschüttung an die Aktionär*innen der EVN AG
–92,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–26,7
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,8
+/– Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 87,3 237,9 –150,6 –63,3 234,4
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich 87,3 237,9 –150,6 –63,3 115,8
Cash Flow gesamt –94,3 –182,5 88,1 48,3 –69,8
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 36,9 122,3 –85,3 –69,8 122,3
Sonstige Veränderungen auf Fonds der liquiden Mittel 1,5 0,1 1,5 –15,5
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) –55,9 –60,3 4,4 7,2 36,9

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2022 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2021/22 (Bilanzstichtag: 30. September 2022) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2022 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2022/23 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Geänderte Standards und Interpretationen
IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022
IAS 16 Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022
IAS 37 Kosten für die Erfüllung eines Vertrags 01.01.2022
Diverse Jährliche Verbesserungen an den
IFRS 2018 –2020
01.01.2022

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2022 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 25 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2022: 25 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2022 wurden 16 Tochterunternehmen (30. September 2022: 16) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Equity Summe
30.09.2021 55 16 71
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –3 –3
30.09.2022 52 16 68
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen
31.12.2022 52 16 68
davon ausländische Unternehmen 27 6 33

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Makroökonomisches Umfeld

Für die möglichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Ukrainekriegs und der damit einhergehenden hohen Inflation wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 30. September 2022 verwiesen. Die EVN Gruppe hat im Rahmen der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31.Dezember 2022 insbesondere die Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Aufgrund der Entwicklung des makroökonomischen Umfelds wird ein Anstieg von Forderungsausfällen in den nächsten Jahren erwartet. Wie im Geschäftsjahr 2021/22 wird dies bei der Expected-Credit-Loss-Ermittlung durch die von der EVN Gruppe angesetzte Forward-Looking-Komponente berücksichtigt.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 führte zu einem äußerst belasteten Verhältnis zwischen der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft und der Russischen Föderation sowie zu einer Reihe von wechselseitigen Sanktionen sowohl durch die EU als auch durch die Russische Föderation. In weiterer Folge hatte dies einen extremen Anstieg der Energiepreise zufolge, die sich gegen Ende des Kalenderjahres etwas stabilisierten. Die weitere Entwicklung ist aufgrund der angespannten Situation ungewiss und könnte jederzeit wieder zu steigenden Energiepreisen führen. Weitere gegenseitige Sanktionen sowie mögliche Gaslieferstopps durch Russland könnten

den Energiemarkt wesentlich beeinflussen. Es wird davon ausgegangen, dass die steigenden Preise an die Endkund*innen in Folgeperioden weitergegeben werden können. Die Mehrbelastung bei den Endkund*innen durch höhere Energiepreise kann zu höheren Forderungsausfällen führen.

Abgesehen von den Preissteigerungen auf den Energiemärkten und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf die Aktivitäten bzw. Geschäftsfelder der EVN, ist die EVN im Rahmen ihrer Investitionen und betrieblichen Aufwendungen auch von den stark steigenden Inflationsraten betroffen. Diese Kostensteigerungen können möglicherweise nur verzögert an die Kund*innen weitergegeben werden. Diese makroökonomischen Entwicklungen können – direkt und indirekt – zudem auch die Energienachfrage negativ beeinflussen und gemeinsam mit den Kostensteigerungen zu Ergebnisbelastungen führen.

Zum 31. Dezember 2022 gab es keine Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten der EVN Gruppe.

Die Entwicklungen im Ukrainekrieg und das makroökonomische Umfeld werden von der EVN laufend evaluiert. Aktuell ist jedenfalls von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Strom 789,9 664,2
Erdgas 100,2 41,7
Wärme 75,1 55,5
Umweltdienstleistungen 158,0 91,2
Sonstige Umsätze 51,1 48,2
Summe 1.174,3 900,9
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Österreich 543,1 362,0
Deutschland 137,3 70,3
Bulgarien 310,2 313,1
Nordmazedonien 170,5 142,4
Sonstige 13,1 13,1
Summe 1.174,3 900,9

Seit 1. Dezember 2022 erfolgt nach dem Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom eine Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung in Österreich. Die Aufwendungen aus dieser Abgabe werden in der GuV-Position Sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Der Schwellenwert für die Ermittlung der Überschusserlöse beträgt 140 Euro pro MWh, allerdings kann sich dieser unter Berücksichtigung der anrechenbaren Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen auf bis zu 176 Euro pro MWh erhöhen.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 2022/23 2021/22
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal
EVN KG –70,5 33,3
RAG 12,4 13,4
EAA 6,3 0,2
ZOV; ZOV UIP 2,8 3,1
Verbund Innkraftwerke 2,8 –0,9
Umm Al Hayman Holding Company WLL 1,1 0,1
Burgenland Energie AG 0,6 2,3
Andere Gesellschaften 1,3 0,5
Summe –43,2 52,0

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im ersten Quartal 2022/23 auf –43,2 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 52,0 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus operativen Ergebnisrückgängen sowie derivativen Bewertungseffekten in der EVN KG.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2022 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.219.045 Stück (31. Dezember 2021: 178.181.157 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 149,4 Mio. Euro (Vorjahr: 93,5 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Quartal 2022/23 ein Ergebnis je Aktie von 0,84 Euro (Vorjahr: 0,46 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2022/23 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 106,9 Mio. Euro (Vorjahr: 110,1 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,5 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 3.650,0 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 3.451,3 Mio. Euro, der sich gegenüber dem 30. September 2022 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um –386,2 Mio. Euro reduzierte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

2022/23
1. Quartal
178.219.045
178.219.045

Zum Stichtag 31. Dezember 2022 hielt die EVN 1.659.357 Stück eigene Aktien (das sind 0,92 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 18,1 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 94. Hauptversammlung der EVN hat am 2. Februar 2023 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2021/22 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 92,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 7. Februar 2023, Dividendenzahltag der 10. Februar 2023.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.12.2022 30.09.2022
Anleihen 556,7 556,7
Bankdarlehen 535,7 594,0
Summe 1.092,4 1.150,8

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 247,0 Mio. Euro (Vorjahr: 247,0 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012, im April 2020 sowie im Juli 2022 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Außenumsatz 352,0 174,6 41,1 33,2 136,4 141,8 480,3 454,9
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 4,5 4,3 71,4 46,8 15,1 14,8 0,6 0,4
Gesamtumsatz 356,6 178,9 112,5 80,0 151,5 156,6 480,9 455,3
Operativer Aufwand –225,4 –177,6 –49,4 –29,3 –83,0 –77,7 –434,2 –448,3
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
–63,4 33,7 3,3 –0,4
EBITDA 67,7 35,0 66,4 50,3 68,6 78,9 46,8 7,0
Abschreibungen –5,3 –5,3 –10,7 –3,9 –36,7 –36,0 –19,9 –19,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 62,4 29,8 55,7 46,3 31,8 42,9 26,8 –12,0
Finanzergebnis –0,8 –0,6 –0,7 –0,8 –5,0 –3,5 –2,5 –3,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 61,6 29,1 55,1 45,6 26,9 39,4 24,3 –15,2
Gesamtvermögen 837,1 1.209,8 999,2 849,5 2.326,2 2.323,1 1.367,1 1.366,1
Investitionen1) 6,0 4,4 22,8 4,5 42,6 72,2 32,3 25,3
Umwelt Alle sonstigen Segmente
Konsolidierung
Summe
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Außenumsatz 158,0 91,2 6,4 5,1 1.174,3 900,9
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 0,2 0,1 19,9 18,7 –111,8 –85,0
Gesamtumsatz 158,1 91,4 26,4 23,8 –111,8 –85,0 1.174,3 900,9
Operativer Aufwand –141,7 –77,3 –26,6 –25,1 111,0 84,3 –849,3 –751,0
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
3,9 3,1 13,0 15,6 –43,2 52,0
EBITDA 20,4 17,1 12,8 14,3 –0,8 –0,8 281,7 201,9
Abschreibungen –8,2 –8,2 –0,6 –0,6 0,8 0,8 –80,6 –72,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 12,2 8,9 12,1 13,7 201,1 129,5
Finanzergebnis –3,0 –7,9 19,7 15,0 –17,9 –15,5 –10,2 –16,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 9,2 1,1 31,8 28,7 –17,9 –15,5 191,0 113,1
Gesamtvermögen 1.159,1 1.020,3 6.176,4 7.540,7 –1.891,3 –1.982,7 10.973,9 12.326,9
Investitionen1) 3,3 3,7 0,1 0,2 –0,2 106,9 110,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

31.12.2022 30.09.2022
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 190,3 190,3 190,3 190,3
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 3.451,3 3.451,3 3.837,5 3.837,5
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 75,7 75,7 68,8 68,8
Ausleihungen AC Stufe 2 23,6 21,2 25,1 24,4
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 11,5 10,2 12,7 12,1
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 0,6 0,6
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 11,6 11,6
Forderungen AC 11,5 11,5 13,9 13,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 854,7 854,7 549,5 549,5
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 16,2 16,2
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 77,5 77,5 10,8 10,8
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 66,8 66,8
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 55,8 55,8 216,8 216,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 159,1 159,1 292,0 292,0
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 556,7 487,4 556,7 480,1
Bankdarlehen AC Stufe 2 535,7 498,8 594,0 552,7
Übrige langfristige Schulden
Sonstige übrige Schulden AC 19,4 19,4 19,2 19,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 1,4 1,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 11,3 11,3 24,1 24,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 6,1 7,5 39,1 39,1
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 484,4 484,4 377,4 377,4
Lieferantenverbindlichkeiten AC 377,7 377,7 436,7 436,7
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 183,7 183,7 278,1 278,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 1,3 1,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 38,4 38,4 97,9 97,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 55,0 55,0 133,3 133,3
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 3.641,6 4.027,7
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam
zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 209,6 312,6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 3.218,1 3.155,4
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 52,4 122,1

In vorstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, die die Annahmen widerspiegeln, auf die sich eine Marktteilnehmer*in bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2022/23
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
Umsätze 158,1 123,9
Aufwendungen für
bezogene Leistungen
38,9 46,1
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
62,4 66,9
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
33,2 27,7

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2022 um 303,4 Mio. Euro auf 1.378,2 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung von Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften und Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien für Projekte im Umweltbereich sowie eine Reduktion der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die für die Beschaffung bzw. Vermarktung von Energie abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos, für die EVN angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2022 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 297,8 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 528,7 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2022 und dem Redaktionsschluss dieses Konzern-Zwischenabschlusses am 15. Februar 2023 traten folgende Ereignisse ein:

Durch einen per 1. Jänner 2023 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskund*innen bei Strom und Erdgas um durchschnittlich 40,0 % (großteils zur Abdeckung der höheren Netzverlustkosten) bzw. 17,2 % erhöht. Staatliche Fördermaßnahmen zur Abfederung der Kostensteigerung für die Netzkund*innen befinden sich derzeit in Beschlussfassung.

Die 94. Hauptversammlung der EVN hat am 2. Februar 2023 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2021/22 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 92,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 7. Februar 2023, Dividendenzahltag der 10. Februar 2023.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Kund*innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1. Halbjahr 2022/23 25.05.2023
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2022/23 24.08.2023
Jahresergebnis 2022/23 14.12.2023
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

1) Vorläufig

2) Per 31. Dezember 2022

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 15. Februar 2023