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EVN AG Interim / Quarterly Report 2023

Aug 24, 2023

742_10-q_2023-08-24_fa3bb350-23df-409d-b02e-e45f02443c26.pdf

Interim / Quarterly Report

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Kennzahlen

2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
%
2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
2021/22
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung1) GWh 2.330 2.763 –15,7 756 765 –1,2 3.365
davon erneuerbare Energie1) GWh 1.771 1.774 –0,2 638 582 9,6 2.248
Stromverkauf an Endkund*innen GWh 14.208 16.377 –13,2 4.036 4.622 –12,7 20.853
Gasverkauf an Endkund*innen GWh 4.061 4.642 –12,5 700 691 1,3 4.987
Wärmeverkauf an Endkund*innen GWh 2.009 2.214 –9,3 380 432 –12,1 2.545
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 2.904,1 2.943,7 –1,3 711,4 817,1 –12,9 4.062,2
EBITDA Mio. EUR 602,1 578,1 4,2 135,7 157,9 –14,0 754,8
EBITDA-Marge2) % 20,7 19,6 1,1 19,1 19,3 –0,2 18,6
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 359,2 290,2 23,8 55,4 79,2 –30,0 331,6
EBIT-Marge2) % 12,4 9,9 2,51 7,8 9,7 –1,9 8,2
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 491,7 294,9 66,7 215,5 115,2 87,0 301,2
Konzernergebnis Mio. EUR 419,1 228,4 83,5 201,7 101,0 99,7 209,6
Ergebnis je Aktie EUR 2,35 1,28 83,5 1,13 0,57 99,7 1,18
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 10.939,2 12.056,7 –9,3 10.939,2 12.056,7 –9,3 12.430,5
Eigenkapital Mio. EUR 6.375,0 7.321,7 –12,9 6.375,0 7.321,7 –12,9 7.321,1
Eigenkapitalquote2) % 58,3 60,7 –2,5 58,3 60,7 –2,5 58,9
Nettoverschuldung3) Mio. EUR 1.470,2 1.053,4 39,6 1.470,2 1.053,4 39,6 1.245,1
Gearing2) % 23,1 14,4 8,7 23,1 14,4 8,7 17,0
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 944,2 589,1 60,3 309,9 199,6 55,3 734,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 365,1 96,9 459,5 181,0 151,0
Investitionen4) Mio. EUR 380,7 324,3 17,4 161,3 132,8 21,5 564,0
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 20,30 20,20 0,5 20,30 20,20 0,5 17,04
Aktienumsatz 5) Mio. EUR 410,1 380,9 7,7 490,0
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 3.679 3.634 1,2 3.679 3.634 1,2 3.065
Mitarbeiter*innen Ø 7.229 7.142 1,2 7.302 7.131 2,4 7.135

1) Anpassung Vorjahreswerte

2) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

3) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

4) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

5) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Kennzahlen 2
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionär*innenstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Highlights

Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen 2022/23

  • Umsatzerlöse (–1,3 %), EBITDA (+4,2 %)
  • Konzernergebnis (+83,5 %) maßgeblich durch signifikant höhere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2022 geprägt
  • Zusätzlich positive Entwicklung der Segmente Erzeugung und Südosteuropa

Vertriebsgesellschaft EVN KG – wie prognostiziert – mit signifikantem Periodenverlust von 268,7 Mio. Euro

  • Zeitverzögerte Weitergabe von gestiegenen Beschaffungskosten führt zu Belastung des operativen Ergebnisses
  • Negativer Effekt aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften
  • Dotierung von Rückstellungen für drohende Verluste aus vertraglichen Lieferverpflichtungen

Ausbau der erneuerbaren Energien in Niederösterreich auf Rekordniveau

  • Anteil der erneuerbaren Erzeugung in den ersten drei Quartalen 2022/23 auf 76,0 % gestiegen (Vorjahr: 64,2 %)
  • Inbetriebnahme des neu errichteten Windparks Japons (Repowering; 12,6 MW) im Jänner 2023
  • Inbetriebnahme von drei großflächigen Photovoltaikanlagen (Gesamtleistung rund 25 MWp)
  • Drei weitere Windparks (Gesamtleistung rund 72 MW) und ein weiteres Photovoltaikprojekt (22,3 MWp) in Errichtung
  • Start der Bauvorbereitungen für zwei Windparks (Gesamtleistung 30,6 MW, davon 8,4 MW Repowering); Errichtung für 2024 geplant

Ausweitung des Investitionsprogramms

  • Anhebung der jährlichen Investitionen auf über 600 Mio. Euro, davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie Trinkwasserversorgung

Positive Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft

  • Guter Fortschritt beim Großprojekt in Kuwait: Kläranlage kurz vor Fertigstellung, Errichtung der Abwasserinfrastruktur bereits zu zwei Dritteln umgesetzt
  • Zuschlag für die Errichtung einer Kläranlage sowie einer Klärschlammverbrennungsanlage in Skopje, Nordmazedonien (Auftragswert rund 184 Mio. Euro)
  • Zuschlag für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage in München, Deutschland (Auftragswert rund 255 Mio. Euro)

"Grünes Darlehen" der Europäischen Investitionsbank

  • Darlehensbetrag: 110 Mio. Euro
  • Finanzierungszweck: Errichtung von Windparks
  • Auszahlung im Juli 2023

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt

• Der Beitrag der operativen Geschäftstätigkeiten der EVN zum Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2022/23 wird bei rund 250 Mio. Euro liegen. Zusätzlicher Ergebnisbeitrag zum Konzernergebnis 2022/23 aus der Beteiligung an der Verbund AG in Höhe von 158 Mio. Euro.

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2022/23

• Der Vorstand wird der 95. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG am 1. Februar 2024 eine Sonderdividende von 0,62 Euro pro Aktie zusätzlich zur Basisdividende für das Geschäftsjahr 2022/23 vorschlagen. Die Basisdividende soll zumindest 0,52 Euro pro Aktie betragen.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 100,0 104,1
Bulgarien % 77,7 111,8
Nordmazedonien % 86,1 105,2
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 79,9 84,3 71,3 105,2
Gas – NCG2) EUR/MWh 64,1 97,7 38,3 99,2
Kohle – API#23) EUR/Tonne 164,3 223,8 118,9 314,9
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 83,7 76,4 84,7 81,3
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 150,2 207,2 94,0 199,7
Spitzenlaststrom EUR/MWh 176,0 239,9 96,5 216,7

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung1) 2.330 2.763 –433 –15,7 756 765 –1,2
Erneuerbare Energie1) 1.771 1.774 –3 –0,2 638 582 9,6
Wärmekraftwerke 558 989 –430 –43,5 118 183 –35,4
Netzabsatz
Strom 16.514 17.989 –1.475 –8,2 4.872 5.101 –4,5
Erdgas2) 10.671 13.966 –3.296 –23,6 2.382 2.689 –11,4
Energieverkauf an Endkund*innen
Strom 14.208 16.377 –2.169 –13,2 4.036 4.622 –12,7
davon Mittel- und Westeuropa3) 5.911 6.665 –754 –11,3 1.724 2.052 –16,0
davon Südosteuropa 8.297 9.711 –1.414 –14,6 2.312 2.569 –10,0
Erdgas 4.061 4.642 –580 –12,5 700 691 1,3
Wärme 2.009 2.214 –205 –9,3 380 432 –12,1
davon Mittel- und Westeuropa3) 1.845 2.010 –165 –8,2 357 411 –13,0
davon Südosteuropa 164 205 –40 –19,7 23 21 5,4

1) Anpassung Vorjahreswerte

2) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

3) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –1,3 % auf 2.904,1 Mio. Euro
  • EBITDA: +4,2 % auf 602,1 Mio. Euro
  • EBIT: +23,8 % auf 359,2 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +83,5 % auf 419,1 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten in den ersten drei Quartalen 2022/23 einen Rückgang um 1,3 % auf 2.904,1 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies auf Umsatzrückgänge in Südosteuropa, getrieben durch gesunkene Netz- und Energieabsatzmengen sowie rückläufige Marktpreise, die nach dem sprunghaften Anstieg im Vorjahr infolge der Marktverwerfungen nun wieder sanken. Auch im internationalen Projektgeschäft reduzierten sich die Umsatzerlöse. Umsatzerhöhend wirkten demgegenüber Preiseffekte in der erneuerbaren Stromerzeugung, Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften, höhere Absatzpreise bei der EVN Wärme sowie höhere Netzentgelte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtszeitraum um 3,9 % auf 89,6 Mio. Euro.

Korrespondierend zur Umsatzentwicklung in Südosteuropa verzeichnete der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 21,3 % auf 1.340,0 Mio. Euro. Gegenläufig dazu wirkten insbesondere höhere Kosten für Netzverluste und vorgelagerte Netzkosten in der Netz Niederösterreich sowie gestiegene Energiebeschaffungskosten bei der EVN Wärme.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand gingen im Einklang mit der Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft um 4,5 % auf 457,0 Mio. Euro zurück. Inflationsbedingte Anstiege in den übrigen Konzerngesellschaften wurden damit kompensiert.

Infolge kollektivvertraglicher Anpassungen lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum mit 298,7 Mio. Euro um 8,1 % über dem Vorjahresniveau. Der Personalstand erhöhte sich im Periodenabstand auf 7.229 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 7.142 Mitarbeiter*innen).

Einen Anstieg um 45,3 % auf 138,2 Mio. Euro verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch den seit Dezember 2022 in Österreich auf Überschusserlöse aus der

Stromerzeugung zu entrichtenden Energiekrisenbeitrag-Strom von 21,5 Mio. Euro enthalten (Details zu der zugrunde liegenden gesetzlichen Regelung siehe Seite 12).

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter belief sich in den ersten drei Quartalen 2022/23 auf –157,7 Mio. Euro (Vorjahr: 100,7 Mio. Euro). Hervorgerufen wurde dieser Rückgang – wie bereits im ersten Quartal berichtet und für den weiteren Jahresverlauf prognostiziert – durch die Energievertriebsgesellschaft EVN KG, die im Berichtszeitraum durch mehrere Faktoren stark belastet wurde: Neben hohen Beschaffungskosten für Energie, die nur zeitverzögert weitergegeben werden können, waren dies geringere Stichtagsbewertungen von Absicherungsgeschäften sowie die Dotierung von Rückstellungen für drohende Verluste aus vertraglichen Lieferverpflichtungen. Gegenläufig dazu verbesserten sich die Ergebnisbeiträge der RAG und der Verbund Innkraftwerke.

Als Resultat aller dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im Berichtszeitraum mit 602,1 Mio. Euro um 4,2 % über dem Vorjahresniveau.

Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich investitionsbedingt um 3,3 % auf 244,5 Mio. Euro. Beim Periodenvergleich dieser Position ist der Entfall der im Vorjahr verbuchten Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen von 51,2 Mio. Euro zu beachten: Wertminderungen im internationalen Projektgeschäft war hier eine Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien gegenübergestanden. Im Berichtszeitraum erfolgte zum 30. Juni 2023 eine Wertaufholung von 1,6 Mio. Euro bei der EVN Wasser. Per Saldo stieg das EBIT der EVN damit um 23,8 % auf 359,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis der EVN belief sich in den ersten drei Quartalen 2022/23 auf 132,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,8 Mio. Euro) und war maßgeblich durch die mit 3,60 Euro je Aktie höhere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr: 1,05 Euro je Aktie) geprägt. In Summe belief sich der Ergebnisbeitrag aus der Beteiligung an der Verbund AG im Berichtszeitraum auf 158,0 Mio. Euro. Zusätzlich trugen Effekte aus Fremdwährungsbewertungen sowie die bessere Performance des R138-Fonds und der Cash-Fonds der EVN zu der – trotz des gestiegenen Zinsaufwands – Verbesserung im Finanzergebnis bei.

In Summe errechnet sich daraus für den Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 491,7 Mio. Euro, das damit um 66,7 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 37,6 Mio. Euro (Vorjahr: 47,2 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 419,1 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 83,5 %, der maßgeblich durch die hohe Dividendenzahlung der Verbund AG von 158,0 Mio. Euro geprägt ist.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag in den ersten drei Quartalen 2022/23 mit 944,2 Mio. Euro um 60,3 % über dem Vorjahreswert. Hauptgründe dafür waren das im Berichtszeitraum gestiegene Ergebnis vor Ertragsteuern der EVN sowie die Korrektur des negativen Ergebnisses der at Equity einbezogenen EVN KG. Positiv wirkte zudem die Dividendenausschüttung der Verbund AG für 2022, während die geringeren Dividendenausschüttungen von at Equity einbezogenen Unternehmen den Cash Flow aus dem Ergebnis reduzierten.

Belastet insbesondere durch die Ausleihungen an die EVN KG und einen Anstieg der Forderungen aus Absicherungsgeschäften verursachte Kapitalbindung im Working Capital sowie die im Periodenvergleich höheren Zahlungen für Ertragsteuern belief sich der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Berichtszeitraum auf 365,1 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –374,8 Mio. Euro (Vorjahr: –157,1 Mio. Euro) und war vor allem durch die deutlich höheren Investitionen der EVN sowie einen Kapitalzuschuss an die EVN KG geprägt. Gegenläufig wirkten – im Einklang mit den hohen Netzinvestitionen – ein Anstieg der vereinnahmten Baukostenzuschüsse sowie die Abschichtung der in den kurzfristigen Finanzinvestitionen abgebildeten Veranlagungen in Cash-Fonds.

179,2

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich in den ersten drei Quartalen 2022/23 auf –103,9 Mio. Euro (Vorjahr: –50,6 Mio. Euro). Er bildet neben der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021/22 auch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten sowie die Aufnahme von drei langfristigen Bankkrediten über insgesamt 150 Mio. Euro ab. Noch nicht berücksichtigt ist hingegen die Inanspruchnahme des im Juni 2023 mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) neu abgeschlossenen Vertrags über ein "Grünes Darlehen" (110 Mio. Euro) zur Finanzierung von Windkraftprojekten, da die erste Kreditziehung über 105 Mio. Euro im Juli 2023 – und somit erst nach dem Ende der Berichtsperiode – erfolgte.

Struktur der Investitionen 1.–3. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

2021/22 2022/23

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –113,6 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf –71,2 Mio. Euro. Zum 30. Juni 2023 standen der EVN vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 701 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2023 mit 10.939,2 Mio. Euro um 12,0 % unter dem Wert zum 30. September 2022. Einen starken Rückgang verzeichneten dabei insbesondere die at Equity einbezogenen Unternehmen, bei denen vor allem die Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG und der EnergieAllianz sowie der Periodenverlust der EVN KG negativ wirkten. Die Kursentwicklung der Verbund-Aktie (Stichtagskurs von 73,45 Euro zum 30. Juni 2023 im Vergleich zu 87,45 Euro zum 30. September 2022) bewirkte ebenfalls einen Rückgang der sonstigen Beteiligungen. Gegenläufig dazu nahmen investitionsbedingt die Sachanlagen sowie – durch einen Anstieg der aktiven latenten Steuern – die übrigen Vermögenswerte zu. Per Saldo reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte damit um 16,2 % auf 8.973,4 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte der EVN nahmen im Berichtszeitraum hingegen um 14,4 % auf 1.965,8 Mio. Euro zu. Wesentliche Treiber dafür waren gestiegene Forderungen gegenüber

der EVN KG aufgrund von Ausleihungen durch die EVN Gruppe sowie Forderungen aus Absicherungsgeschäften. Eine Zunahme war insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Netz Niederösterreich sowie aus dem internationalen Projektgeschäft zu verzeichnen. Etwas abgeschwächt wurden diese Anstiege durch rückläufige Entwicklungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Südosteuropa sowie den Vorräten. Zudem führten die hohen Investitionen und die Kapitalbindung im Working Capital zu einer Reduktion der Veranlagungen in Cash-Fonds und der liquiden Mittel.

30.09.2022

30.06.2023

Obwohl das Ergebnis nach Ertragsteuern der Berichtsperiode über der im Februar 2023 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2021/22 in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie lag, zeigte das Eigenkapital zum 30. Juni 2023 mit 6.375,0 Mio. Euro einen Rückgang um 12,9 % gegenüber dem Wert zum 30. September 2022. Zurückzuführen war dies vor allem auf die im Eigenkapital abgebildeten Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen, insbesondere bei den at Equity einbezogenen Unternehmen und der Beteiligung an der Verbund AG. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2023 auf 58,3 % (30. September 2022: 58,9 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 13,2 % auf 2.935,5 Mio. Euro ab. Maßgeblich dafür verantwortlich war ein – durch die gesunkene Bewertung der at Equity einbezogenen Unternehmen sowie der Beteiligung an der

Verbund AG getriebener – Rückgang der langfristigen Steuerverbindlichkeiten. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten wirkte der Umgliederung von Bankkrediten (insgesamt rund 150 Mio. Euro) sowie der JPY-Anleihe (78,2 Mio. Euro) in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten die Neuaufnahme von drei langfristigen Bankkrediten über insgesamt 150 Mio. Euro entgegen. Zu dem im Juni 2023 mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) neu abgeschlossenen Vertrag über ein "Grünes Darlehen" (110 Mio. Euro) zur Finanzierung von Windkraftprojekten erfolgte im Juli 2023 – und somit nach Ablauf der Berichtsperiode – die erste Kreditziehung mit einem Betrag von 105 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden der EVN verzeichneten im Berichtszeitraum einen Rückgang um 5,7 % auf 1.628,6 Mio. Euro. Geprägt war diese Entwicklung durch gegenläufige Effekte: Einem Anstieg der kurzfristigen Finanz- und Steuerverbindlichkeiten standen bei den übrigen kurzfristigen Schulden eine Abnahme der Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften sowie eine Reduktion von Verbindlichkeiten aus der Beschaffung strategischer Gasreserven zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit gegenüber. Hinzu kam weiters ein Rückgang der Lieferverbindlichkeiten.

Aktionär*innenstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % der Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht.

Aufgrund einer bereits ausgelaufenen Betriebsvereinbarung hatten 2023 noch insgesamt 557 Arbeitnehmer*innen der EVN Anspruch auf eine jährliche Sonderzahlung, die sie wahlweise zum Teil in EVN Aktien abgegolten bekommen. In diesem Zusammenhang wurden am 3. August 2023 insgesamt 36.287 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,02 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer*innen übertragen. Damit wurde die am 5. Juni 2023 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer*innen beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.623.070 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,9 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen. Der Streubesitz beläuft sich somit auf 19,7 %.

Aktionär*innenstruktur1)

1) Per 30. Juni 2023

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund*innen
und auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der EnergieAllianz1)
• Beteiligung als alleinige Kommanditistin an der EVN KG1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie in thermischen
Produktionskapazitäten zur Netzstabilisierung an österreichischen
und internationalen Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke (Deutschland)1)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkund*innen in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in
Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfall- und die Klärschlammverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding;
diese ist mit 49,0 % an der Burgenland Energie beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG2)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzrückgänge bei Strom, Erdgas und Wärme

  • Temperaturbedingter Energiebedarf entspricht dem langjährigen Durchschnitt, bleibt jedoch unter dem Niveau des kühleren Vorjahres
  • Kund*innenseitige Einsparungen sowie intensiverer Wettbewerb bei Strom und Erdgas als zusätzliche Faktoren

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Deutlicher Umsatzanstieg, getrieben vor allem durch Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften sowie durch Preiseffekte in der Vermarktung der eigenen Stromerzeugung und im Wärmegeschäft
  • Operativer Aufwand über Vorjahr: höhere Beschaffungskosten für Biomasse bei der EVN Wärme sowie für Erdgas; durch Preiseffekte gestiegener Aufwand für Fremdstrombezug im Zusammenhang mit der Vermarktung der eigenen erneuerbaren Stromerzeugung sowie Inflationseffekte als weitere Faktoren

  • Ergebnis der at Equity einbezogenen Energievertriebsgesellschaft EVN KG massiv unter Druck:

  • Höhere Beschaffungskosten können nur verzögert an Kund*innen weitergegeben werden; die Kampagne zur Ablösung des bisherigen Klassik-Tarifs, bei der rund 292.500 Kund*innen ein neues Vertragsangebot gemacht wurde, konnte mit einer Annahmequote von über 80 % erfolgreich abgeschlossen werden
  • Zusätzliche Belastungen durch geringere Stichtagsbewertungen von Absicherungsgeschäften sowie die Dotierung von Rückstellungen für drohende Verluste aus vertraglichen Verpflichtungen

Höheres Investitionsvolumen

• Fertigstellung der neuen Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Krems

2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Absolut % 2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
GWh
5.911 6.665 –754 –11,3 1.724 2.052 –16,0
3.957 4.519 –561 –12,4 667 658 1,4
1.845 2.010 –165 –8,2 357 411 –13,0
Mio. EUR
778,7 562,8 215,9 38,4 172,6 173,8 –0,7
23,9 8,8 15,2 14,1 2,8
802,6 571,6 231,0 40,4 186,6 176,7 5,6
–648,1 –590,1 –58,1 –9,8 –200,2 –202,2 1,0
–55,2
–16,4 –15,8 –0,6 –4,1 –5,7 –5,2 –9,4
–126,0 –8,0 –117,9 –68,9 –45,9 –50,0
–3,1 –1,9 –1,1 –59,7 –1,4 –0,6
–129,0 –10,0 –119,1 –70,3 –46,5 –51,1
771,6 1.595,3 –823,8 –51,6 771,6 1.595,3 –51,6
475,7 734,8 –259,1 –35,3 475,7 734,8 –35,3
31,2 19,7 11,4 58,0 12,3 10,6 16,1
–264,0
–109,5
26,2
7,7
–290,3
–117,3
+/–

–49,7
–63,2
–15,2
–40,7

1) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland;

der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom

  • Befristete Gültigkeit: 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023
  • Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung, zu verbuchen als Betriebsabgabe in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
  • Schwellenwert zur Ermittlung der Überschusserlöse (1. Dezember 2022 bis 31. Mai 2023): 140 Euro pro MWh bzw. bis zu 176 Euro pro MWh unter Berücksichtigung der anrechenbaren Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen; ab Juni 2023 geringere Schwellenwerte von 120 Euro pro MWh bzw. bis zu 156 Euro pro MWh

Stromerzeugung unter Vorjahresniveau

  • Gestiegene Stromproduktion aus Wasserkraft konnte Rückgang der erneuerbaren Erzeugung infolge des deutlich unterdurchschnittlichen Windaufkommens nicht ausgleichen
  • Rückgang der Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern höher als im Vorjahr

  • Umsatzerlöse aufgrund gestiegener Strompreise über Vorjahr
  • Inflationseffekte sowie Energiekrisenbeitrag-Strom erhöhten operativen Aufwand
  • Vermarktung der gestiegenen Stromproduktion der Verbund Innkraftwerke (Wiederinbetriebnahme des Wasserkraftwerks Jettenbach-Töging) brachte Mengen- und Preiseffekte im Umsatz sowie im Aufwand für Fremdstrombezug
  • Höherer Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke
  • Anstieg der planmäßigen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen durch den Entfall der im Vorjahr erforderlichen Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien

Ausbau der erneuerbaren Energien in Niederösterreich auf Rekordniveau

• Inbetriebnahme des neu errichteten Windparks Japons (Repowering; 12,6 MW) im Jänner 2023

Kennzahlen – 2022/23 2021/22 +/– 2022/23 2021/22 +/–
Erzeugung 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 1.769 2.182 –413 –18,9 571 590 –3,2
davon erneuerbare Energie 1.483 1.488 –5 –0,4 520 477 8,9
davon Wärmekraftwerke 286 694 –408 –58,8 51 112 –54,7
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 107,3 120,4 –13,1 –10,9 24,3 –39,8
Innenumsatz 260,9 176,4 84,5 47,9 90,3 137,7 –34,5
Gesamtumsatz 368,2 296,8 71,4 24,1 114,6 97,9 17,1
Operativer Aufwand –165,8 –98,6 –67,1 –68,1 –58,5 –36,1 –62,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
19,4 5,9 13,5 11,0 5,3
EBITDA 221,8 204,1 17,7 8,7 67,1 67,1 0,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–32,8 –24,9 –7,9 –31,8 –10,8 –10,4 –4,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 189,0 179,2 9,8 5,5 56,3 56,8 –0,9
Finanzergebnis 1,0 –1,9 2,9 1,6 –0,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 190,0 177,3 12,7 7,2 57,8 56,4 2,6
Gesamtvermögen 1.159,4 891,3 268,0 30,1 1.159,5 891,3 30,1
Gesamtschulden 462,8 366,2 96,6 26,4 462,8 366,2 26,4
Investitionen1) 71,3 29,0 42,3 35,1 11,8
  • Drei neue Windparks (Gesamtleistung rund 72 MW) in Errichtung
  • Start der Bauvorbereitungen für zwei weitere Windparks (Gesamtleistung 30,6 MW, davon 8,4 MW Repowering); Errichtung für 2024 geplant
  • Inbetriebnahme von drei großflächigen Photovoltaikanlagen in Grafenwörth, Trumau und Theiss (Gesamtleistung rund 25 MWp)
  • Ein weiteres Photovoltaikprojekt (22,3 MWp) in Dürnrohr aktuell in Errichtung, Inbetriebnahme erfolgt im Geschäftsjahr 2023/24

Netze

Strom- und Erdgas-Netzabsatz unter Vorjahresniveau

  • Milde Witterung sowie kund*innseitige Einsparungsmaßnahmen bewirkten Rückgang im Strom- und Erdgas-Netzabsatz in allen Kund*innensegmenten
  • Erdgas-Netzabsatz zusätzlich belastet durch geringeren Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse verbessert

  • Positive Effekte aus den Netztarifen für Strom als wesentliche Treiber
  • Mengenbedingte leichte Reduktion bei Erdgas
  • Systemnutzungsentgelt für Haushaltskund*innen im Bereich Strom per 1. Jänner 2023 um durchschnittlich 40,0 % erhöht; seit 1. März 2023 übernimmt die Republik Österreich einen großen Anteil der Kostensteigerung
  • Systemnutzungsentgelt für Haushaltskund*innen im Bereich Erdgas per 1. Jänner 2023 um durchschnittlich 17,2 % erhöht
  • Positive Umsatzentwicklung bei kabelplus dank anhaltend hoher Nachfrage nach leistungsstarken Telekommunikationsdiensten
Kennzahlen – 2022/23 2021/22 +/– 2022/23 2021/22 +/–
Netze 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut % 3. Quartal 3. Quartal %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 6.037 6.659 –622 –9,3 1.774 1.994 –11,0
Erdgas 10.401 13.719 –3.318 –24,2 2.295 2.616 –12,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 442,1 410,7 31,4 7,6 119,4 115,3 3,5
Innenumsatz 52,2 43,8 8,4 19,2 17,9 14,8 21,1
Gesamtumsatz 494,3 454,4 39,8 8,8 137,3 130,1 5,5
Operativer Aufwand –291,0 –248,7 –42,4 –17,0 –90,4 –78,7 –14,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 203,2 205,8 –2,5 –1,2 46,9 51,4 –8,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–110,3 –107,4 –2,9 –2,7 –36,8 –35,1 –5,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 92,9 98,3 –5,4 –5,5 10,1 16,3 –38,1
Finanzergebnis –16,1 –10,9 –5,2 –48,0 –5,9 –3,6 –64,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 76,8 87,4 –10,6 –12,1 4,2 12,7 –67,0
Gesamtvermögen 2.466,8 2.240,3 226,6 10,1 2.466,8 2.240,3 10,1
Gesamtschulden 1.728,5 1.505,5 223,0 14,8 1.728,5 1.505,5 14,8
Investitionen1) 178,0 196,3 –18,3 –9,3 75,5 81,1 –6,9

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Anhaltend hohe Inflation treibt Kosten für Netzverluste, operative Aufwendungen sowie planmäßige Abschreibungen nach oben
  • Finanzergebnis unter dem Vorjahresniveau, getrieben durch höheren Zinsaufwand aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus

Kontinuierlich hohe Investitionen in die

Versorgungssicherheit

  • Ausbau der Infrastruktur für Ökostrom (Leitungsnetze und Trafostationen)
  • Erweiterung von Umspannwerken
  • Investitionen in Datenübertragung und Informationstechnik

Südosteuropa

Rückgänge im Netz- und im Energieabsatz

  • Deutlich mildere Temperaturen sowohl verglichen mit dem Vorjahr als auch mit dem langjährigen Durchschnitt – führten zu Absatzrückgängen in den Netzgesellschaften und im regulierten Vertrieb in Bulgarien und Nordmazedonien
  • Intensiverer Wettbewerb in den bereits liberalisierten Marktsegmenten als zusätzlicher Faktor

Stromerzeugung im Jahresvergleich gestiegen

  • Wasserdargebot in Nordmazedonien über Vorjahresniveau und langjährigem Mittelwert
  • Zusätzliche Stromproduktion aus neu in Betrieb genommenen Photovoltaikanlagen in Nordmazedonien
Kennzahlen –
Südosteuropa
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 376 356 20 5,6 122 113 8,4
davon erneuerbare Energie 132 112 20 17,4 60 53 11,9
davon Wärmekraftewerke 244 244 1 0,2 63 59 5,3
Netzabsatz Strom 10.476 11.330 –854 –7,5 3.098 3.106 –0,3
Energieverkauf an Endkund*innen 8.566 10.039 –1.473 –14,7 2.368 2.624 –9,8
davon Strom 8.297 9.711 –1.414 –14,6 2.312 2.569 –10,0
davon Erdgas 104 123 –19 –15,5 33 33 0,1
davon Wärme 164 205 –40 –19,7 23 21 5,4
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 1.183,8 1.423,0 –239,3 –16,8 283,4 393,8 –28,0
Innenumsatz 1,3 1,0 0,3 25,4 0,3 0,3 –16,8
Gesamtumsatz 1.185,1 1.424,1 –239,0 –16,8 283,7 394,1 –28,0
Operativer Aufwand –1.006,3 –1.357,8 351,5 25,9 –222,5 –348,9 36,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 178,8 66,3 112,6 61,2 45,2 35,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–60,0 –57,9 –2,0 –3,5 –20,2 –19,5 –3,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 118,9 8,4 110,5 41,0 25,7 59,9
Finanzergebnis –8,0 –9,2 1,3 13,8 –2,2 –2,5 12,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 110,9 –0,9 111,8 38,8 23,2 67,7
Gesamtvermögen 1.361,3 1.313,0 48,3 3,7 1.361,3 1.313,0 3,7
Gesamtschulden 888,7 970,3 –81,7 –8,4 888,7 970,3 –8,4
Investitionen1) 90,0 67,0 23,0 34,3 33,1 25,0 32,3

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Rückgänge im Umsatz, getrieben durch gesunkene Netz- und Energieabsatzmengen sowie rückläufige Großhandelspreise, die nach dem sprunghaften Anstieg im Vorjahr infolge der Marktverwerfungen nun wieder sanken; Rückgänge teilweise kompensiert durch höhere Netzentgelte in Bulgarien sowie eine außerordentliche Erhöhung der Strompreise im regulierten Haushaltskundensegment in Nordmazedonien
  • Korrespondierend zur Umsatzentwicklung geringerer Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger
  • Rückgang der Kosten zur Netzverlustabdeckung in Nordmazedonien durch staatlich subventionierte Bezugspreise
  • Entfall der staatlichen Kompensationszahlungen für Netzverluste, die in Bulgarien im Vorjahr aufwandsmindernd gewirkt hatten

Investitionen um 34,3 % über Vorjahresniveau

• Fokus auf Versorgungssicherheit im Netzbereich sowie zunehmend auf Einbindung der auch in Bulgarien und Nordmazedonien ansteigenden erneuerbaren Erzeugung

Umwelt

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Rückgang der Umsatzerlöse im internationalen Projektgeschäft; diese hatten – getrieben durch das Großprojekt in Kuwait – ein sehr hohes Niveau erreicht und gehen durch die bevorstehende Fertigstellung der Kläranlage nun sukzessive wieder zurück
  • Operativer Aufwand sinkt im Einklang mit der Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft ebenfalls
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen durch das Projekt in Kuwait gesteigert
  • Entfall der in der Vergleichsperiode vorgenommenen Wertminderungen im internationalen Projektgeschäft (57,6 Mio. Euro)
  • Gestiegene Zinsaufwendungen führten zu Rückgang im Finanzergebnis

Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft

  • Guter Fortschritt beim Großprojekt in Kuwait: Kläranlage kurz vor Fertigstellung, Errichtung der Abwasserinfrastruktur bereits zu zwei Dritteln umgesetzt
  • Übernahme des 50 %-Anteils an der für die Errichtung der thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover verantwortlichen sludge2energy vom bisherigen Joint-Venture-Partner Huber SE durch die WTE; Vollkonsolidierung per 31. März 2023
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 363,8 411,4 –47,6 –11,6 96,4 168,6 –42,8
Innenumsatz 0,5 0,4 0,1 28,2 0,2 0,1 50,2
Gesamtumsatz 364,3 411,7 –47,5 –11,5 96,5 168,7 –42,8
Operativer Aufwand –333,9 –379,6 45,7 12,0 –91,9 –154,8 40,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
13,9 9,8 4,1 41,5 4,2 4,3 –1,2
EBITDA 44,3 42,0 2,3 5,5 8,9 18,2 –51,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–24,1 –82,5 58,4 70,8 –7,0 –8,8 20,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 20,3 –40,5 60,7 1,9 9,4 –80,1
Finanzergebnis –19,6 –17,3 –2,3 –13,5 –5,9 –8,0 25,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 0,6 –57,8 58,4 –4,1 1,5
Gesamtvermögen 1.147,3 1.021,0 126,2 12,4 1.147,3 1.021,0 12,4
Gesamtschulden 915,9 857,7 58,2 6,8 915,9 857,7 6,8
Investitionen1) 14,1 12,1 1,9 15,9 7,4 4,1 81,4
  • Zuschlag für die Errichtung einer Kläranlage sowie einer Klärschlammverbrennungsanlage in Skopje, Nordmazedonien (Auftragswert rund 184 Mio. Euro)
  • Zuschlag für die Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage in München, Deutschland (Auftragswert rund 255 Mio. Euro)
  • 15 Projekte in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung in Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Nordmazedonien, Bahrain und Kuwait in Bearbeitung (Stand Juli 2023)

Investitionen in die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich

  • Planung und Errichtung von Transport- und Anschlussleitungen zur weiteren Verbesserung bzw. Gewährleistung der Versorgungssicherheit
  • Bau des zweiten Abschnitts der 60 km langen Transportleitung von Krems nach Zwettl
  • Inbetriebnahme einer Naturfilteranlage in Bisamberg im März 2023 (Investitionsvolumen 7 Mio. Euro); diese bereits sechste Anlage im Versorgungsgebiet der EVN versorgt rund 50.000 Kund*innen im nördlichen Umland von Wien mit natürlich enthärtetem Trinkwasser
  • Baubeginn für die siebente Naturfilteranlage in Obersulz

Alle sonstigen Segmente

Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter über Vorjahresniveau

  • Anstieg bei der RAG, getrieben durch einen guten operativen Geschäftsverlauf
  • Burgenland Energie auf dem Niveau des Vorjahres

Zuwächse in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

  • Signifikanter Anstieg im Finanzergebnis vor allem aufgrund der mit 3,60 Euro je Aktie höheren Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr: 1,05 Euro je Aktie); Dividendenzahltag war der 15. Mai 2023
  • Stärkere Performance des R138-Fonds
Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
Mio. EUR 2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 18,6 15,5 3,1 19,7 5,4 5,3 1,8
Innenumsatz 61,3 55,5 5,8 10,5 21,7 18,4 17,8
Gesamtumsatz 79,9 71,0 8,9 12,5 27,1 23,7 14,3
Operativer Aufwand –87,0 –75,1 –11,9 –15,8 –31,4 –27,2 –15,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
73,1 58,7 14,4 24,5 20,0 21,1 –4,8
EBITDA 66,0 54,6 11,4 20,8 15,7 17,5 –10,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,9 –1,8 0,0 –2,0 –0,6 –0,6 –4,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 64,1 52,8 11,3 21,5 15,1 16,9 –11,0
Finanzergebnis 196,1 61,5 134,7 173,9 51,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 260,2 114,2 146,0 189,0 68,0
Gesamtvermögen 6.237,9 6.840,1 –602,1 –8,8 6.237,9 6.840,1 –8,8
Gesamtschulden 2.227,9 2.075,1 152,8 7,4 2.227,9 2.075,1 7,4
Investitionen1) 1,1 0,8 0,3 39,2 0,8 0,4

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
%
2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
2021/22
Umsatzerlöse 2.904,1 2.943,7 –1,3 711,4 817,1 –12,9 4.062,2
Sonstige betriebliche Erträge 89,6 86,3 3,9 27,7 31,8 –12,9 109,5
Fremdstrombezug und Energieträger –1.340,0 –1.702,7 21,3 –315,8 –388,7 18,8 –2.278,2
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –457,0 –478,5 4,5 –130,3 –188,2 30,7 –707,1
Personalaufwand –298,7 –276,2 –8,1 –105,5 –96,9 –9,0 –372,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –138,2 –95,1 –45,3 –37,4 –32,7 –14,3 –158,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–157,7 100,7 –14,4 15,5 98,9
EBITDA 602,1 578,1 4,2 135,7 157,9 –14,0 754,8
Abschreibungen –244,5 –236,7 –3,3 –81,9 –78,4 –4,4 –318,0
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 1,6 –51,2 1,6 –0,3 –105,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 359,2 290,2 23,8 55,4 79,2 –30,0 331,6
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 168,9 51,4 168,8 51,4 51,4
Zinserträge 11,5 4,2 6,1 0,9 5,4
Zinsaufwendungen –42,4 –28,2 –50,4 –15,4 –7,5 –37,9
Sonstiges Finanzergebnis –5,5 –22,7 75,7 0,6 –8,8 –49,4
Finanzergebnis 132,5 4,8 160,0 36,1 –30,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 491,7 294,9 66,7 215,5 115,2 87,0 301,2
Ertragsteuern –37,6 –47,2 20,3 –2,5 –3,1 21,1 –64,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 454,1 247,7 83,3 213,0 112,1 90,0 237,1
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen
der EVN AG (Konzernergebnis)
419,1 228,4 83,5 201,7 101,0 99,7 209,6
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
35,0 19,3 81,2 11,3 11,1 1,7 27,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 2,35 1,28 83,5 1,13 0,57 99,7 1,18

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
+/–
%
2022/23
3. Quartal
2021/22
3. Quartal
+/–
%
2021/22
Ergebnis nach Ertragsteuern 454,1 247,7 83,3 213,0 112,1 90,0 237,1
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden
–508,6 297,1 –238,8 –41,7 147,2
Neubewertung IAS 19 –33,8 49,1 –22,8 38,8 78,1
At Equity einbezogene Unternehmen 2,9 0,5 0,9 –97,3 16,8
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien
und andere Eigenkapitalinstrumente
–630,7 247,3 –287,4 –94,4 2,3
darauf entfallende Ertragsteuern 152,9 0,2 71,3 13,0 50,0
Posten, die in künftigen Perioden gege
benenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden –771,1 352,0 33,6 186,6 –82,0 511,1
Währungsdifferenzen –16,3 –4,2 –4,9 –6,1 20,6 31,4
Cash Flow Hedges 238,9 –54,2 7,4 –33,9 –184,1
At Equity einbezogene Unternehmen –1.227,7 514,0 43,8 286,0 –84,7 793,6
darauf entfallende Ertragsteuern 233,9 –103,6 –12,8 –59,4 78,5 –129,7
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
–1.279,7 649,1 –205,2 144,8 658,3
Gesamtergebnis der Periode –825,6 896,8 7,8 257,0 –97,0 895,4
davon Ergebnisanteil der Aktionär*innen
der EVN AG
–863,2 879,5 –3,2 245,4 858,5
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
37,6 17,3 11,0 11,5 –4,2 36,9

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 30.06.2023 30.09.2022 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 188,5 190,9 –2,4 –1,2
Sachanlagen 4.078,8 3.880,4 198,4 5,1
At Equity einbezogene Unternehmen 1.038,0 2.388,0 –1.350,0 –56,5
Sonstige Beteiligungen 3.402,8 4.034,0 –631,2 –15,6
Aktive latente Steuern 98,3 55,6 42,7 76,8
Übrige Vermögenswerte 167,0 163,0 3,9 2,4
8.973,4 10.712,0 –1.738,6 –16,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 141,9 206,8 –64,9 –31,4
Forderungen 1.514,8 993,5 521,3 52,5
Wertpapiere 154,8 216,8 –62,0 –28,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 149,4 292,0 –142,6 –48,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 4,9 9,3 –4,4 –47,5
1.965,8 1.718,5 247,3 14,4
Summe Aktiva 10.939,2 12.430,5 –1.491,3 –12,0
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 254,6 254,6
Gewinnrücklagen 3.306,3 2.979,9 326,3 11,0
Bewertungsrücklage 2.212,2 3.478,3 –1.266,0 –36,4
Währungsumrechnungsrücklage 6,9 23,2 –16,3 –70,4
Eigene Aktien –18,1 –18,1
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionär*innen der EVN AG 6.091,8 7.047,8 –956,0 –13,6
Nicht beherrschende Anteile 283,2 273,3 9,9 3,6
6.375,0 7.321,1 –946,1 –12,9
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.050,3 1.150,8 –100,5 –8,7
Passive latente Steuern 749,5 1.126,7 –377,3 –33,5
Langfristige Rückstellungen 366,9 336,2 30,6 9,1
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 664,7 631,3 33,4 5,3
Übrige langfristige Schulden 104,2 137,8 –33,6 –24,4
2.935,5 3.382,8 –447,3 –13,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 466,5 377,4 89,1 23,6
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 116,4 54,9 61,5
Lieferantenverbindlichkeiten 315,3 436,7 –121,4 –27,8
Kurzfristige Rückstellungen 162,5 135,5 26,9 19,9
Übrige kurzfristige Schulden 567,3 720,7 –153,3 –21,3
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerten 0,6 1,3 –0,8 –57,5
1.628,6 1.726,5 –97,9 –5,7
Summe Passiva 10.939,2 12.430,5 –1.491,3 –12,0

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionär*innen der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2021 6.281,2 263,2 6.544,3
Gesamtergebnis der Periode 879,5 17,3 896,8
Dividende 2020/21 –92,7 –26,7 –119,4
Stand 30.06.2022 7.068,0 253,7 7.321,7
Stand 30.09.2022 7.047,8 273,3 7.321,1
Gesamtergebnis der Periode –863,2 37,6 –825,6
Dividende 2021/22 –92,7 –27,7 –120,4
Stand 30.06.2023 6.091,8 283,2 6.375,0

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2022/23 2021/22 +/– 2021/22
Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal Absolut %
Ergebnis vor Ertragsteuern 491,7 294,9 196,8 66,7 301,2
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
242,9 287,9 –45,0 –15,6 425,0

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
–11,3 –152,1 140,8 92,6 –150,3
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
268,5 203,3 65,2 32,1 204,0
+
Zinsaufwendungen
42,4 28,2 14,2 50,4 37,9

Zinsauszahlungen
–29,4 –24,7 –4,7 –19,0 –36,1

Zinserträge
–11,5 –4,2 –7,2 –5,4
+
Zinseinzahlungen
10,6 4,2 6,4 5,2
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 7,7 15,3 –7,6 –49,7 27,1
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –0,4 3,0 –3,3 15,0

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–47,5 –43,3 –4,2 –9,6 –58,8
+/– Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–2,7 –1,5 –1,1 –76,3 2,8

Gewinne aus der Einbringung eines Teilbetriebs
–1,3 –1,3

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–15,6 –21,8 6,2 28,4 –33,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 944,2 589,1 355,1 60,3 734,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–536,7 –469,7 –67,0 –14,3 –556,7
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –42,4 –22,5 –19,9 –88,1 –26,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 365,1 96,9 268,2 151,0
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
4,9 2,7 2,1 77,7 3,9
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –296,6 –267,3 –29,3 –11,0 –481,3
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–145,1 –0,8 –144,2 –50,7
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 62,0 108,2 –46,2 –42,7 191,5
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –374,8 –157,1 –217,7 –336,7

Gewinnausschüttung an die Aktionär*innen der EVN AG
–92,7 –92,7 –92,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–27,7 –26,7 –1,0 –3,7 –26,7
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,8

Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
16,5 68,8 –52,3 –76,1 234,4
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –103,9 –50,6 –53,4 115,8
Cash Flow gesamt –113,6 –110,8 –2,8 –2,5 –69,8
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 36,9 122,3 –85,3 –69,8 122,3
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel 5,5 3,0 2,4 80,2 –15,5
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) –71,2 14,5 –85,7 36,9

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2021/22 (Bilanzstichtag: 30. September 2022) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2022 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2022/23 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022
IAS 16 Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung 01.01.2022
IAS 37 Kosten für die Erfüllung eines Vertrags 01.01.2022
Diverse Jährliche Verbesserungen an den
IFRS 2018 –2020
01.01.2022

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2023 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 28 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2022: 25 inländische und 27 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2023 wurden 13 Tochterunternehmen (30. September 2022: 16) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für

die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und
insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Equity Summe
30.09.2021 55 16 71
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –3 –3
30.09.2022 52 16 68
Unternehmenserwerb 1 –1 0
Erstkonsolidierungen 2 1 3
Verschmelzungen –1 –1
Entkonsolidierungen –1 –1
30.06.2023 54 15 69
davon ausländische
Unternehmen
28 5 33

Zum 1. Jänner 2023 wurden die bislang aufgrund Unwesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften WTE Projektentwicklung GmbH, Maria Enzersdorf, und EVN-ECOWIND Sonnenstromerzeugungs GmbH, Maria Enzersdorf, in den Konzernabschluss einbezogen. Seit 1. Jänner 2023 wird die WTE Projektentwicklung GmbH) somit vollkonsolidiert und die EVN-ECOWIND at Equity konsolidiert.

Die bislang aufgrund Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogene EVN Energieservices GmbH wurde mit 28. Februar erstkonsolidiert. An dieser Gesellschaft hält die EVN AG sämtliche Anteile. Im Zuge einer konzerninternen Umstrukturierung infolge einer Neuausrichtung der Vertriebsaktivitäten des EVN Konzerns wurde mit 28. Februar 2023 der Teilbetrieb "vertriebs- und energienahe Dienstleistungen" der at Equity einbezogenen EVN KG in die EVN Energieservices GmbH eingebracht. Die EVN KG soll sich damit künftig ausschließlich auf Strom- und Gaslieferungen an Endkund*innen konzentrieren, während die EVN Energieservices sich auf vertriebs- und energienahe Dienstleistungen fokussiert. Die Einbringung des Teilbetriebs stellt einen Erwerb eines Geschäftsbetriebs nach IFRS 3 dar. Die übertragene Gegenleistung für den Teilbetrieb betrug 3,4 Mio. Euro.

Die erstmals vollkonsolidierte EVN Energieservices GmbH und der erworbene Teilbetrieb "vertriebs- und energienahe Dienstleistungen" werden dem Segment Energie zugeordnet. Die zum Fair Value bewerteten und identifizierten Vermögenswerte und Schulden des Teilbetriebs stellten sich zum Erwerbszeitpunkt 28. Februar 2023 wie folgt dar:

Erworbene Vermögenswerte und Schulden Mio. EUR Fair Value 28.02.2023 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 9,7 Vorräte 3,3 Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte1) 13,3 Summe beizulegender Zeitwert der Vermögenswerte 26,4 Langfristige Rückstellungen –1,7 Übrige langfristige Schulden –2,3 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –0,4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –3,2 Übrige kurzfristige Schulden –14,0 Summe beizulegender Zeitwert der Schulden –21,6 Reinvermögen 4,7 Übertragene Gegenleistung 3,4 Erfolgswirksam erfasster Gewinn aus der Einbringung zum Erwerbszeitpunkt 1,3

1) Der beizulegende Zeitwert der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entspricht den Buchwerten. Die Bruttoforderungen betragen hingegen 14,7 Mio. Euro. Insofern beträgt der zum Erwerbszeitpunkt bestmöglich geschätzte Teil, der voraussichtlich uneinbringlich sein wird, 1,4 Mio. Euro.

Aus der Einbringung ergab sich für den EVN Konzern zum Erwerbszeitpunkt ein Gewinn von 1,3 Mio. Euro, der erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Die vereinbarte Gegenleistung in Höhe von 3,4 Mio. Euro basiert auf einer Bewertung des Teilbetriebs zum Stichtag 30. September 2022. Insofern resultiert der Gewinn aus der Transaktion im Wesentlichen aus der tatsächlichen Entwicklung des Teilbetriebs in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2022/23.

Der Teilbetrieb hat ab dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zum 30. Juni 2023 zu den Umsatzerlösen einen Beitrag von 9,4 Mio. Euro und zum Ergebnis vor Ertragsteuern einen Beitrag von –7,1 Mio. Euro erzielt. Wäre der Teilbetrieb bereits ab Geschäftsjahresbeginn in den Konzernabschluss der EVN einbezogen worden, hätte dies zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse um 25,9 Mio. Euro geführt. Da das Periodenergebnis der EVN KG zu 100 % in das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter des Konzernabschlusses einbezogen wird, hätte es allerdings bis auf den oben dargestellten Erstkonsolidierungsgewinn keine Veränderung im Konzern-Periodenergebnis gegeben.

Die EVN hat bislang 50 % der Anteile an der sludge2energy GmbH (s2e) gehalten und diese Gesellschaft at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung vom 1. Jänner 2023 hat die EVN die restlichen 50 % der Anteile an der s2e erworben und hält damit 100 % der Anteile. Aus diesem Grund wird die Gesellschaft seit 1. Jänner 2023 vollkonsolidiert.

Wesentlicher Geschäftsgegenstand der s2e ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Behandlung und Verwertung von Schlämmen und Reststoffen sowie die Erzeugung von thermischer und elektrischer Energie. Die Gesellschaft verfügt derzeit über eine neu errichtete Klärschlammverbrennungsanlage in Halle-Lochau, Deutschland, und errichtet gegenwärtig eine Klärschlammverbrennungsanlage für einen deutschen Kunden. Die EVN strebt mit dem Erwerb der s2e durch die WTE Gruppe einen Ausbau ihrer Marktposition in der Planung und der schlüsselfertigen Errichtung von Klärschlammverbrennungsanlagen sowie eine Erweiterung und Attraktiverung ihres Produktportfolios für Umweltinfrastrukturprojekte im internationalen Projektgeschäft an.

Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt am 1. Jänner 2023 stellen sich wie folgt dar:

Erworbene Vermögenswerte
und Schulden Fair Value
Mio. EUR 01.01.2023
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 12,4
Übriges langfristiges Vermögen 1,3
Kurzfristige Forderungen und
sonstige Vermögenswerte1) 23,5
Liquide Mittel 1,5
Summe beizulegender Zeitwert der
Vermögenswerte 38,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –4,4
Kurzfristige Rückstellungen –9,3
Übrige kurzfristige Schulden –22,7
Summe beizulegender Zeitwert der Schulden –36,5
Reinvermögen 2,2
Übertragene Gegenleistung 2,2
davon bisheriger At-Equity-Anteil (50 %) 1,1
davon Gegenleistung erworbener Anteil (50 %) 1,1
Unterschiedsbetrag 0,0

1) Die Buchwerte der kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte entsprechen den Bruttoforderungen sowie dem beizulegenden Zeitwert zum 01. Jänner 2023.

Der Kaufpreis entsprach dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen Reinvermögens. Die s2e hat ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum 30. Juni 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 4,0 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von –1,9 Mio. Euro erzielt. Wäre die Gesellschaft bereits ab Geschäftsjahresbeginn vollkonsolidiert

worden, hätte dies zu einer Erhöhung der Umsatzerlöse um 9,0 Mio. Euro geführt. Die Gesellschaft erzielte im ersten Quartal 2022/23 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,0 Mio. Euro. Nachdem die s2e bereits zum 30. September 2022 buchmäßig über ein negatives Eigenkapital verfügte, konnten die überschießenden Verluste nicht erfolgswirksam erfasst werden.

Es handelt sich hierbei um einen Unternehmenszusammenschluss durch sukzessiven Erwerb von Anteilen zur Kontrollerlangung. Der At-Equity-Ansatz betrug vor dem Unternehmenserwerb 0,0 Mio. Euro. Insofern folgte zunächst eine erfolgswirksame Aufwertung des bestehenden At-Equity-Anteils auf den beizulegenden Wert von 1,1 Mio. Euro. Der Gewinn aufgrund dieser Neubewertung wurde in der Position "Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter" der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die bislang at Equity konsolidierte Biowärme Amstetten-West GmbH, Amstetten, wurde mit 30. Juni 2023 infolge Unwesentlichkeit entkonsolidiert.

Die vollkonsolidierte Gesellschaft EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Maria Enzersdorf, wurde mit der EVN Wärmekraftwerke GmbH verschmolzen. Die Firmenbucheintragung erfolgte am 10. Mai 2023.

In der Berichtsperiode fanden keine weiteren Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Makroökonomisches Umfeld

Für die möglichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Ukrainekriegs und der damit einhergehenden hohen Inflation wird auf die Angaben im Konzernabschluss zum 30. September 2022 verwiesen. Die EVN Gruppe hat im Rahmen der Erstellung des Konzern-Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2023 insbesondere die Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Aufgrund der Entwicklung des makroökonomischen Umfelds wird ein Anstieg von Forderungsausfällen in den nächsten Jahren erwartet. Wie im Geschäftsjahr 2021/22 wird dies bei der Expected-Credit-Loss-Ermittlung durch die von der EVN Gruppe angesetzte Forward-Looking-Komponente berücksichtigt.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 führte zu einem äußerst belasteten Verhältnis zwischen der Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft und der Russischen Föderation sowie zu einer Reihe von wechselseitigen Sanktionen sowohl durch die EU als auch durch die Russische Föderation. In weiterer Folge führte dies zu einen extremen Anstieg der Energiepreise, die sich mittlerweile jedoch auf einem höheren Niveau als vor der Krise stabilisierten. Die weitere Entwicklung ist aufgrund der angespannten Situation ungewiss und könnte jederzeit wieder einen Anstieg der Energiepreisen bringen. Weitere gegenseitige Sanktionen sowie mögliche Gaslieferstopps durch Russland könnten den Energiemarkt wesentlich beeinflussen.

Abgesehen von den Preissteigerungen auf den Energiemärkten und deren unterschiedlichen Auswirkungen auf die Aktivitäten bzw. Geschäftsfelder der EVN ist die EVN im Rahmen ihrer Investitionen und betrieblichen Aufwendungen auch von den stark steigenden Inflationsraten betroffen. Diese Kostensteigerungen können möglicherweise nur verzögert an die Kund*innen weitergegeben werden. Gleichzeitig können diese makroökonomischen Entwicklungen – direkt und indirekt – auch die Energienachfrage negativ beeinflussen und gemeinsam mit den Kostensteigerungen zu Ergebnisbelastungen führen.

Zum 30. Juni 2023 gab es keine Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten der EVN Gruppe.

Die Entwicklungen im Ukrainekrieg und das makroökonomische Umfeld werden von der EVN laufend evaluiert. Aktuell ist jedenfalls von einer Unternehmensfortführung auszugehen.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Strom 1.957,4 2.083,9
Erdgas 225,0 137,2
Wärme 212,3 161,1
Umweltdienstleistungen 363,8 411,4
Sonstige Umsätze 145,6 150,1
Summe 2.904,1 2.943,7
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Österreich 1.373,0 1.134,0
Deutschland 295,9 345,9
Bulgarien 734,5 928,5
Nordmazedonien 447,2 495,3
Sonstige 53,4 40,0
Summe 2.904,1 2.943,7

Seit 1. Dezember 2022 erfolgt nach dem Bundesgesetz über den Energiekrisenbeitrag-Strom eine Abschöpfung von 90 % der Überschusserlöse aus der Stromerzeugung in Österreich. Der Schwellenwert für die Ermittlung der Überschusserlöse betrug bis zum 31. Mai 2023 140 Euro pro MWh und wurde ab dem 1. Juni 2023 bis zum Auslaufen am 31. Dezember 2023 auf 120 Euro pro MWh gesenkt. Dieser kann sich unter Berücksichtigung anrechenbarer Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienzmaßnahmen auf bis zu 176 Euro bzw. 156 Euro pro MWh erhöhen. Die Aufwendungen für diese Abgabe werden in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 2022/23 2021/22
Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal
EVN KG –268,7 23,9
RAG 55,9 41,1
Verbund Innkraftwerke 17,9 4,0
Burgenland Energie 17,1 17,6
ZOV; ZOV UIP 8,2 9,0
Umm Al Hayman Holding Company WLL 4,6 2,0
EAA –0,1 0,1
Andere Gesellschaften 7,4 3,0
Summe –157,7 100,7

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im dritten Quartal 2022/23 auf –157,7 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 100,7 Mio. Euro). Dies resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung in der EVN KG. Um die Energieversorgung sicherzustellen, hat die EVN KG sukzessive Gasvorräte angeschafft und Termingeschäfte für Strom abgeschlossen. Die Entwicklung der Marktpreise für Strom und Gas führte zum 30. Juni 2023 zu negativen Bewertungseffekten der bilanzierten Gasvorräte sowie der derivativen Termingeschäfte. Darüber hinaus mussten Drohverlustrückstellungen für belastende Verträge gebildet werden.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2023 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.219.045 Stück (30. Juni 2022: 178.181.157 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 419,1 Mio. Euro (Vorjahr: 228,4 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2023 ein Ergebnis je Aktie von 2,35 Euro (Vorjahr: 1,28 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2022/23 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 380,7 Mio. Euro (Vorjahr: 324,3 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 1,5 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 3.402,8 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 3.223,1 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2022 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 614,3 Mio. Euro vermindert hat. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Ein Betriebsgebäude der EVN Wasser war aufgrund der außerplanmäßigen Stilllegung eines Brunnenfelds im Geschäftsjahr 2013/14 einer Wertminderung unterzogen worden. Infolge der Errichtung und Inbetriebnahme einer Naturfilteranlage in diesem Betriebsgebäude erfolgte im laufenden Geschäftsjahr eine erfolgswirksame Zuschreibung in Höhe von 1,6 Mio. Euro auf die fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien 2022/23
Stück 1.–3. Quartal
Stand 30.09.2022 178.219.045
Erwerb eigener Aktien
Stand 30.06.2023 178.219.045

Zum Stichtag 30. Juni 2023 hielt die EVN 1.659.357 Stück eigene Aktien (das sind 0,92 % des Grundkapitals) mit einem

Anschaffungswert von 18,1 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 94. Hauptversammlung der EVN hat am 2. Februar 2023 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2021/22 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 92,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 7. Februar 2023, Dividendenzahltag der 10. Februar 2023.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 30.06.2023 30.09.2022
Anleihen 469,5 556,7
Bankdarlehen 580,8 594,0
Summe 1.050,3 1.150,8

Der Rückgang der Anleihen resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung einer Anleihe in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, da die geplante Fälligkeit innerhalb der nächsten zwölf Monate liegt.

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 247,0 Mio. Euro (Vorjahr: 247,0 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012, im April 2020 sowie im Juli 2022 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Außenumsatz 787,7 562,8 107,9 120,4 442,3 410,7 1.183,8 1.423,0
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
14,9 8,8 260,3 176,4 51,9 43,8 1,3 1,0
Gesamtumsatz 802,6 571,6 368,2 296,8 494,3 454,4 1.185,1 1.424,1
Operativer Aufwand –648,1 –590,1 –165,8 –98,6 –291,0 –248,7 –1.006,3 –1.357,8
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ –264,0 26,2 19,4 5,9
EBITDA –109,5 7,7 221,8 204,1 203,2 205,8 178,8 66,3
Abschreibungen –16,4 –15,8 –32,8 –24,9 –110,3 –107,4 –60,0 –57,9
Operatives Ergebnis (EBIT) –126,0 –8,0 189,0 179,2 92,9 98,3 118,9 8,4
Finanzergebnis –3,1 –1,9 1,0 –1,9 –16,1 –10,9 –8,0 –9,2
Ergebnis vor Ertragsteuern –129,0 –10,0 190,0 177,3 76,8 87,4 110,9 –0,9
Gesamtvermögen 771,6 1.595,3 1.159,4 891,3 2.466,8 2.240,3 1.361,3 1.313,0
Investitionen1) 31,2 19,7 71,3 29,0 178,0 196,3 90,0 67,0
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Außenumsatz 363,8 411,4 18,6 15,5 2.904,1 2.943,7
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
0,5 0,4 61,3 55,5 –390,2 –285,9
Gesamtumsatz 364,3 411,7 79,9 71,0 –390,2 –285,9 2.904,1 2.943,7
Operativer Aufwand –333,9 –379,6 –87,0 –75,1 387,8 283,5 –2.144,3 –2.466,4
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
13,9 9,8 73,1 58,7 –157,7 100,7
EBITDA 44,3 42,0 66,0 54,6 –2,5 –2,4 602,1 578,1
Abschreibungen –24,1 –82,5 –1,9 –1,8 2,5 2,4 –242,9 –287,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 20,3 –40,5 64,1 52,8 359,2 290,2
Finanzergebnis –19,6 –17,3 196,1 61,5 –17,9 –15,5 132,5 4,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 0,6 –57,8 260,2 114,2 –17,9 –15,5 491,7 294,9
Gesamtvermögen 1.147,3 1.021,0 6.237,9 6.840,1 –2.205,2 –1.844,4 10.939,2 12.056,7
Investitionen1) 14,1 12,1 1,1 0,8 –5,0 –0,7 380,7 324,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

30.06.2023 30.09.2022
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 173,7 173,7 190,3 190,3
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 3.223,1 3.223,1 3.837,5 3.837,5
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 74,3 74,3 68,8 68,8
Ausleihungen AC Stufe 2 25,4 25,4 25,1 24,4
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 10,5 10,1 12,7 12,1
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 1,5 1,5
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 14,4 14,4
Forderungen AC 8,6 8,6 13,9 13,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 917,6 917,6 549,5 549,5
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 16,2 16,2
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 61,0 61,0 10,8 10,8
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 75,4 75,4
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 154,8 154,8 216,8 216,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 149,4 149,4 292,0 292,0
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 469,5 408,4 556,7 480,1
Bankdarlehen AC Stufe 2 580,8 552,1 594,0 552,7
Übrige langfristige Schulden
Sonstige übrige Schulden AC 11,3 11,3 19,2 19,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 1,2 1,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 19,0 19,0 24,1 24,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 5,2 5,2 39,1 39,1
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 466,5 466,5 377,4 377,4
Lieferantenverbindlichkeiten AC 315,3 315,3 436,7 436,7
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 201,8 201,8 278,1 278,1
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 3 6,8 6,8
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 17,9 17,9 97,9 97,9
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 25,2 25,2 133,3 133,3
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 3.396,8 4.027,7
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam
zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft werden
FVTPL 291,7 312,6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 3.156,7 3.155,4
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 44,8 122,1

In der vorstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2022/23
1.–3. Quartal
2021/22
1.–3. Quartal
Umsätze 385,8 356,6
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
126,5 120,1
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
42,6 24,5
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
66,2 48,8

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2022 um 266,0 Mio. Euro auf 1.340,8 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung von Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften und aus der Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken sowie eine Reduktion von Garantien für Projekte im Umweltbereich.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die für die Beschaffung bzw. Vermarktung von Energie abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos, für die EVN angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2023 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 215,8 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 551,7 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2023 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 18. August 2023 traten folgende Ereignisse auf:

Aufgrund einer bereits ausgelaufenen Betriebsvereinbarung hatten 2023 noch insgesamt 557 Arbeitnehmer*innen der EVN Anspruch auf eine jährliche Sonderzahlung, die sie wahlweise zum Teil in EVN Aktien abgegolten bekommen. In diesem Zusammenhang wurden am 3. August 2023 insgesamt 36.287 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,02 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer*innen übertragen. Damit wurde die am 5. Juni 2023 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer*innen beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.623.070 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,90 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen. Der Streubesitz beläuft sich somit auf 19,7 %.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Kund*innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2022/23 14.12.2023
Nachweisstichtag für die Teilnahme an der 95. ordentlichen Hauptversammlung 22.01.2024
95. ordentliche Hauptversammlung 01.02.2024
Ex-Dividendentag 06.02.2024
Record-Date Dividende 07.02.2024
Dividendenzahltag 09.02.2024
Ergebnis 1. Quartal 2023/24 29.02.2024
Ergebnis 1. Halbjahr 2023/24 29.05.2024
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2023/24 29.08.2024
Jahresergebnis 2023/24 12.12.2024
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

1) Vorläufig

2) Per 30. Juni 2023

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 18. August 2023