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EVN AG Interim / Quarterly Report 2021

Feb 25, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Zukunft gestalten

Aktionärsbrief 1. Quartal 2021/22

  1. Oktober – 31. Dezember 2021

Inhalt

Kennzahlen 3
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionärsstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Kennzahlen

2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
+/–
%
2019/20
1. Quartal
2020/21
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 963 1.047 –8,0 1.094 3.997
davon erneuerbare Energie GWh 524 543 –3,5 544 2.283
Stromverkauf an Endkund·innen GWh 5.558 5.174 7,4 5.054 20.207
Gasverkauf an Endkund·innen GWh 1.840 1.826 0,8 1.719 5.412
Wärmeverkauf an Endkund·innen GWh 842 783 7,5 708 2.545
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 900,9 604,1 49,1 576,2 2.394,9
EBITDA Mio. EUR 201,9 333,8 –39,5 190,6 836,5
EBITDA-Marge1) % 22,4 55,2 –32,8 33,1 34,9
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 129,5 135,9 –4,7 118,8 386,4
EBIT-Marge1) % 14,4 22,5 –8,1 20,6 16,1
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 113,1 128,0 –11,6 108,1 366,4
Konzernergebnis Mio. EUR 81,5 93,5 –12,7 82,9 325,3
Ergebnis je Aktie EUR 0,46 0,52 –12,8 0,47 1,83
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 12.326,9 9.592,4 28,5 7.965,6 11.139,8
Eigenkapital Mio. EUR 7.084,1 5.449,8 30,0 4.446,3 6.544,3
Eigenkapitalquote1) % 57,5 56,8 0,7 55,8 58,7
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 905,9 1.052,4 –13,9 1.127,4 813,8
Gearing1) % 12,8 19,3 –6,5 25,4 12,4
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 204,4 407,8 –49,9 140,7 762,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 0,8 43,7 –98,2 –28,9 789,6
Investitionen3) Mio. EUR 110,1 86,8 26,8 76,2 415,0
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 26,60 17,88 48,8 17,30 22,95
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 92,4 56,8 62,7 49,0 350,6
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 4.785 3.216 48,8 3.112 4.128
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.145 7.152 –0,1 7.015 7.126

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung des täglichen Handelsvolumens

Highlights

Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2021/22

  • • Umsatzanstieg (+49,1 %), Rückgang bei EBIT (–4,7 %) und Konzernergebnis (–12,7 %)
  • • Verwerfungen auf den Energiemärkten wirkten sich auf diversifizierte Geschäftsfelder unterschiedlich aus
  • • Ergebnis in Südosteuropa wie erwartet durch Anstieg der Energiebeschaffungskosten belastet; außerordentliche staatliche bzw. regulatorische Maßnahmen zur Kompensation von Mehrkosten

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • • Temperaturbedingter Energiebedarf in allen drei Märkten über Vorjahreswert und langjährigem Durchschnitt
  • • Windaufkommen über langjährigem Mittelwert und damit deutlich über niedrigem Vorjahresniveau
  • • Wasserdargebot im Periodenvergleich rückläufig
  • • Marktpreise für Erdgas, CO2-Emissionszertifikate sowie Grund- und Spitzenlaststrom erreichen historische Höchstwerte

Gestiegene Beschaffungskosten führen zu Rückgang im Vertriebsergebnis

• Weitergabe der höheren Beschaffungskosten an Haushaltskund·innen im Rahmen der EnergieAllianz (bei Strom ab 1. Jänner 2022 und bei Erdgas ab 1. Februar 2022)

Neue Netznutzungsentgelte für Haushaltskund·innen per 1. Jänner 2022

  • • Bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 8,4 %
  • • Bei Erdgas Erhöhung um durchschnittlich 4,7 %

Anteil der erneuerbaren Erzeugung im Gesamtjahr bei etwa 75 % erwartet

  • • Windausbau und vollständiger Kohleausstieg (Verkauf der 49 %-Beteiligung am Kraftwerk Walsum 10) als wesentliche Treiber
  • • Anteil erneuerbare Erzeugung im ersten Quartal 2021/22 bereits bei 54,4 % (Vorjahr: 51,9 %); häufiger Einsatz des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung

Umfassendes Investitionsprogramm in Umsetzung

  • • Steigerung der jährlichen Investitionen auf bis zu 500 Mio. Euro, davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • • Schwerpunkte: Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung sowie Trinkwasserversorgung
  • • Ausbauziele für erneuerbare Energie bis 2030: Erhöhung bei Windkraft um 350 MW auf 750 MW und bei Photovoltaik um 300 MW

Fokus auf erhöhte Attraktivität der EVN Aktie für ESG-Investoren

  • • Reduktionspfad für CO2-Emissionen bis 2034 mit Science Based Targets Initiative akkordiert
  • • Beitrag der EVN zur Verwirklichung des 2°C-Ziels des Pariser Klimaabkommens

Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt

  • • Die EVN erwartet für das Geschäftsjahr 2021/22 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 240 Mio. Euro
  • • Stärkere oder länger anhaltende Verwerfungen auf den Energiemärkten könnten das erwartete Ergebnis jedoch negativ beeinflussen

Bestätigung der Dividendenpolitik

  • • Absolute Höhe der Dividende von zuletzt 0,52 Euro pro Aktie zumindest konstant halten
  • • Bekenntnis, Aktionär·innen an künftigen Ergebnissteigerungen in angemessener Höhe partizipieren zu lassen

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf 1)
Österreich % 108,3 102,5 92,8
Bulgarien % 111,6 89,3 74,1
Nordmazedonien % 100,7 92,1 66,4
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 67,5 35,6 58,2
Gas – NCG2) EUR/MWh 95,0 14,3 12,9
Kohle – API#23) EUR/Tonne 150,9 49,2 50,9
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 65,3 27,0 25,4
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 208,7 42,3 39,9
Spitzenlaststrom EUR/MWh 257,1 53,2 48,8

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Trading Hub Europe (THE) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
+/–
Absolut
%
2019/20
1. Quartal
Stromerzeugung 963 1.047 –84 –8,0 1.094
davon erneuerbare Energie 524 543 –19 –3,5 544
davon Wärmekraftwerke 439 504 –65 –12,9 550
Netzabsatz
Strom 6.239 5.965 274 4,6 5.767
Erdgas1) 5.726 5.234 492 9,4 4.960
Energieverkauf an Endkund·innen
Strom 5.558 5.174 384 7,4 5.054
davon Mittel- und Westeuropa2) 2.295 2.259 36 1,6 2.114
davon Südosteuropa 3.263 2.915 347 11,9 2.940
Erdgas 1.840 1.826 14 0,8 1.719
Wärme 842 783 59 7,5 708
davon Mittel- und Westeuropa2) 767 722 46 6,3 646
davon Südosteuropa 75 62 13 21,2 61

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • • Umsatz: +49,1 % auf 900,9 Mio. Euro
  • • EBITDA: –39,5 % auf 201,9 Mio. Euro
  • • EBIT: –4,7 % auf 129,5 Mio. Euro
  • • Konzernergebnis: –12,7 % auf 81,5 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verzeichneten im ersten Quartal 2021/22 einen Anstieg um 49,1 % auf 900,9 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies vor allem auf die stark gestiegenen Strompreise, die insbesondere beim Energievertrieb in Südosteuropa für deutliche Zuwächse sorgten. Zudem führten witterungsbedingte Mengeneffekte in allen drei Kernmärkten zu höheren Umsatzerlösen im Netzbetrieb, in Österreich noch zusätzlich unterstützt durch die per 1. Jänner 2021 von der E-Control festgelegten höheren Netznutzungsentgelte. Angesichts der gestiegenen Großhandelspreise konnten auch die Umsatzerlöse aus der erneuerbaren Erzeugung deutlich zulegen. Ein Anstieg der Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber konnte schließlich den Entfall der Umsatzerlöse aus dem Kraftwerk Walsum 10 großteils ausgleichen, nachdem die EVN per 30. September 2021 ihre 49 %-Beteiligung veräußert und den Strombezug beendet hatte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Periodenvergleich um 79,0 % auf 28,9 Mio. Euro, hauptsächlich verursacht durch den Entfall eines positiven Einmaleffekts im Zusammenhang mit der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts aus dem Kraftwerk Walsum 10 im Vorjahr.

Analog zur Umsatzentwicklung nahm auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger – er belief sich auf 552,8 Mio. Euro (Vorjahr: 242,2 Mio. Euro) – deutlich zu. Diese Entwicklung resultierte vor allem aus den gestiegenen Energiebeschaffungskosten in Südosteuropa, dem höheren Primärenergieaufwand für das wie erwähnt häufiger eingesetzte Kraftwerk Theiß und aus höheren Beschaffungskosten der EVN Wärme.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand reduzierten sich aufgrund einer etwas geringeren Bautätigkeit im internationalen Projektgeschäft um 3,9 % auf 110,6 Mio. Euro.

Mit 91,3 Mio. Euro lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum um 4,1 % über dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen war dies zur Gänze auf kollektivvertragliche Anpassungen, während der

Personalstand im Jahresabstand auf 7.145 Mitarbeiter·innen leicht zurückging (Vorjahr: 7.152 Mitarbeiter·innen).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund höherer Forderungswertberichtigungen in Nordmazedonien um 7,4 % auf 25,2 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter reduzierte sich auf 52,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,2 Mio. Euro). Rückgänge verzeichneten dabei u. a. die Energie Burgenland und das Vertriebsgeschäft in Österreich und Deutschland.

Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im ersten Quartal 2021/22 mit 201,9 Mio. Euro um 39,5 % unter dem Vorjahresniveau.

Der Verkauf der 49%-Beteiligung der EVN am Kraftwerk Walsum 10 trug zu einer Reduktion der planmäßigen Abschreibungen bei, die damit gegenüber dem Vorjahr um 7,1 % auf 78,8 Mio. Euro abnahmen. Zudem erforderten geänderte regulatorische Rahmenbedingungen in Kombination mit gestiegenen Strompreisen beim Windpark Kavarna in Bulgarien eine Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte die Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts zu Wertminderungen auf das Kraftwerk Walsum 10 im Ausmaß von 113,1 Mio. Euro geführt. Per Saldo reduzierte sich damit das EBIT um 4,7 % auf 129,5 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis der EVN sank aufgrund von Fremdwährungskursentwicklungen auf –16,4 Mio. Euro (Vorjahr: –8,0 Mio. Euro).

In Summe ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 113,1 Mio. Euro, das damit um 11,6 % unter dem Vorjahreswert blieb. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 28,0 Mio. Euro (Vorjahr: 26,4 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 81,5 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 12,7 %.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2021 mit 12.326,9 Mio. Euro um 10,7 % über dem Wert zum 30. September 2021. Dieser Anstieg war insbesondere durch die Kursentwicklung der Verbund-Aktie bedingt, die zu einer deutlichen Zunahme der langfristigen Vermögenswerte führte (Stichtagskurs von 98,90 Euro zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zu 87,70 Euro zum 30. September 2021). Einen Anstieg verzeichneten zudem die at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter, bei denen insbesondere die Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG und der EnergieAllianz positiv wirkte. Insgesamt erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 6,4 % auf 10.396,9 Mio. Euro.

Energie 29,8 48,3

35,7

15,5

42,9 36,9

13,7 18,2

8,9 8,4

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen im Berichtszeitraum um 41,2 % auf 1.930,0 Mio. Euro zu. Zurückzuführen war dies insbesondere auf saisonbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Energiegeschäft und dem internationalen Projektgeschäft sowie auf eine Forderung im Zusammenhang mit einer staatlichen Kompensation von Mehrkosten aus der Netzverlustabdeckung, die der bulgarischen Netzgesellschaft durch die stark gestiegenen Großhandelspreise entstanden sind. Zudem beeinflussten höhere Veranlagungen in Cash-Fonds die Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte. Die Liquidität für diese Veranlagungen stammt einerseits aus der Aufnahme zusätzlicher Kredite, andererseits aus Veranlagungen der EVN KG im Cash-Pool der Gruppe.

Das Eigenkapital der EVN lag nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021/22 mit 7.084,1 Mio. Euro um 8,2 % über dem Wert zum 30. September 2021. Hervorgerufen wurde dieser Anstieg vor allem durch die im Eigenkapital abgebildeten positiven Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen. Wesentlichen Einfluss

hatten hier insbesondere der Kursanstieg der Verbund-Aktie sowie die Entwicklungen bei den at Equity einbezogenen Unternehmen. In der Quartalsbilanz noch nicht abgebildet ist die von der 93. Hauptversammlung am 3. Februar 2022 genehmigte und am 11. Februar 2022 durchgeführte Dividendenausschüttung von 0,52 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2020/21. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 57,5 % (30. September 2021: 58,7 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 13,9 % auf 3.346,4 Mio. Euro zu. Maßgeblich verantwortlich dafür waren eine – durch den höheren Stichtagskurs der Verbund-Aktie verursachte – Zunahme der langfristigen Steuerverbindlichkeiten sowie die Aufnahme von drei Bankkrediten im Gesamtbetrag von 250 Mio. Euro und Laufzeiten bis Februar, November und Dezember 2023.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2021 um 14,4 % auf 1.896,4 Mio. Euro. Wesentliche Treiber

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

%

dafür waren die Aufnahme von drei kurzfristigen Bankkrediten im Gesamtbetrag von 150 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten auch die im April 2022 fällige Anleihe mit einem Nennbetrag von 300 Mio. Euro. Einen Anstieg verzeichneten zudem die Lieferantenverbindlichkeiten, die übrigen kurzfristigen Schulden sowie die Steuerverbindlichkeiten.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Quartal 2021/22 mit 204,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (407,8 Mio. Euro), der allerdings durch Ausgleichszahlungen für die Übernahme eines Strombezugsrechts überdurchschnittlich hoch gewesen war. Etwas abgeschwächt wurde der Rückgang durch höhere Dividendenausschüttungen von at Equity einbezogenen Unternehmen.

Der Rückgang im Cash Flow aus dem operativen Bereich fiel im Vergleich dazu geringer aus. Dies war neben den im Periodenvergleich geringeren Ertragsteuern dem Umstand geschuldet, dass im Vorjahr eine Rate der erwähnten Ausgleichszahlung für das zusätzliche Strombezugsrecht zum 31. Dezember 2020 noch als Forderung ausgewiesen war. Die stark gestiegenen Energiepreise führten im ersten Quartal 2021/22 zu einer negativen Entwicklung im Working Capital.

30.09.2021

31.12.2021

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –421,1 Mio. Euro (Vorjahr: –174,7 Mio. Euro). Neben den im Vorjahresvergleich gestiegenen Investitionen in das Sachanlagevermögen war er vor allem durch höhere Veranlagungen in Cash-Fonds geprägt.

Ein deutlicher Anstieg im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich auf 237,9 Mio. Euro (Vorjahr: 87,2 Mio. Euro) ist der Aufnahme von drei Bankkrediten über insgesamt 250 Mio. Euro geschuldet.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –182,5 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf –60,3 Mio. Euro. Dieser negative Wert ergibt sich aus der Aufnahme von drei kurzfristigen Bankkrediten im Gesamtbetrag von 150 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2021 standen der EVN vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 552 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Aktionärsstruktur

Aktionärsstruktur1)

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum Stichtag 0,9 %; der Streubesitz belief sich somit auf 19,7 %.

1) Per 31. Dezember 2021

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkund·innen
und auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie sowie thermischen
Produktionskapazitäten zur Netzstabilisierung an österreichischen
und internationalen Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkund·innen in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in
Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG2)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzzuwächse bei Strom, Erdgas und Wärme

• Im Periodenvergleich kühlere Witterung sowie konjunkturelle Aufholeffekte nach dem coronabedingten Wirtschaftsrückgang im Jahr 2020 als wesentliche Faktoren

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • • Umsatzanstieg durch positive Effekte der gestiegenen Großhandelspreise auf die Vermarktung von Strom aus erneuerbarer Erzeugung sowie Absatzsteigerung bei der EVN Wärme
  • • Operativer Aufwand über Vorjahresniveau: Entfall des positiven Einmaleffekts aus dem Vorjahr (höhere sonstige betriebliche Erträge aufgrund der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts aus dem Kraftwerk Walsum 10) sowie gestiegene Energiebeschaffungskosten bei der EVN Wärme
  • • Rückgang im operativen Ergebnis infolge gestiegener Beschaffungskosten bei der at Equity einbezogenen Energievertriebsgesellschaft EVN KG, zum Teil jedoch kompensiert durch höhere Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften
  • • Gestiegene Beschaffungskosten werden im Rahmen der EnergieAllianz bei Strom ab 1. Jänner 2022 und bei Erdgas ab 1. Februar 2022 an Haushaltskund·innen weitergegeben

Investitionsvolumen um 27,4 % erhöht

• Fokus auf Projekte im Wärmebereich (z.B. Errichtung einer Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Krems)

Kennzahlen –
Energie1)
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2019/20
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkund·innen
Strom2) 2.295 2.259 36 1,6 2.114
Erdgas2) 1.796 1.790 5 0,3 1.691
Wärme 767 722 46 6,3 646
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 174,6 93,3 81,3 87,1 129,9
Innenumsatz 4,3 0,6 3,7 1,2
Gesamtumsatz 178,9 93,9 84,9 90,4 131,1
Operativer Aufwand –177,6 –78,1 –99,5 –107,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
33,7 37,7 –4,0 –10,7 8,2
EBITDA 35,0 53,6 –18,6 –34,7 31,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–5,3 –5,3 0,0 0,7 –5,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 29,8 48,3 –18,6 –38,4 26,7
Finanzergebnis –0,6 –0,5 –0,2 –37,1 –0,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 29,1 47,9 –18,7 –39,1 26,3
Gesamtvermögen 1.209,8 1.001,5 208,3 20,8 829,7
Gesamtschulden 618,4 877,7 –259,3 –29,5 687,5
Investitionen3) 4,4 3,4 0,9 27,4 6,5

1) Die Vergleichswerte vergangener Perioden enthalten die Vermarktung des im Kraftwerk Walsum 10 produzierten Stroms, die nach der Veräußerung der 49 %-Beteiligung an der STEAG-Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH und der gleichzeitigen Beendigung des Strombezugsvertrags aus dem Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 beendet wurde.

2) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland; der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Stromerzeugung unter Vorjahresniveau

  • • Höheres Windaufkommen konnte Rückgang bei Wasserkraft nicht zur Gänze ausgleichen
  • • Veräußerung der 49 %-Beteiligung am Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 bewirkte Rückgang der thermischen Erzeugung, jedoch gemildert durch Zunahme der Abrufe des Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung durch den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber

EBITDA geringer, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern höher als im Vorjahr

  • • Umsatzerlöse nahezu auf Vorjahresniveau; höhere Strompreise kompensierten die rückläufige Stromerzeugung
  • • Operativer Aufwand ungeachtet des nach der Veräußerung der 49 %-Beteiligung am Kraftwerk Walsum 10 geringeren Aufwands für Energieträger über Vorjahresniveau, bedingt durch Entfall des positiven Einmaleffekts aus dem Vorjahr (höhere sonstige betriebliche Erträge durch vorzeitige Auflösung eines Baukostenzuschusses für das Kraftwerk Walsum 10 aufgrund der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts)

• Rückgang der planmäßigen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen: Entfall der Abschreibungen für das Kraftwerk Walsum 10 sowie Wertaufholung von 6,4 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien

Weitere Windkraftprojekte in Umsetzung

• Errichtung der Windparks Schildberg und Japons im laufenden Geschäftsjahr; installierte Leistung jeweils 12,6 MW; in Japons erfolgt das Repowering eines bestehenden Windparks

Kennzahlen – 2021/22 2020/21 +/– 2019/20
Erzeugung1) 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 771 870 –99 –11,4 913
davon erneuerbare Energie 437 465 –27 –5,9 461
davon Wärmekraftwerke 334 405 –72 –17,7 452
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 33,2 32,3 0,9 2,7 32,6
Innenumsatz 46,8 47,3 –0,5 –1,1 41,2
Gesamtumsatz 80,0 79,6 0,4 0,5 73,8
Operativer Aufwand –29,3 –23,1 –6,2 –26,9 –40,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter –0,4 0,3 –0,7 0,6
EBITDA 50,3 56,8 –6,5 –11,5 34,5
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –3,9 –21,1 17,1 81,3 –16,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 46,3 35,7 10,6 29,7 17,9
Finanzergebnis –0,8 –2,4 1,6 67,5 –4,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 45,6 33,3 12,2 36,6 13,3
Gesamtvermögen 849,5 1.090,0 –240,5 –22,1 1.205,2
Gesamtschulden 426,9 665,6 –238,7 –35,9 803,7
Investitionen2) 4,5 2,7 1,8 65,0 6,1

1) Die Vergleichswerte vergangener Perioden enthalten die als Joint Operation einbezogene 49 %-Beteiligung an der STEAG-Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, die nach ihrer Veräußerung und der gleichzeitigen Beendigung des Strombezugsvertrags aus dem Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 entkonsolidiert wurde.

Netze

Anstieg im Strom- und Erdgas-Netzabsatz

  • • Temperatur- und konjunkturbedingt höhere Strom- und Gasnachfrage
  • • Erdgasabsatz profitierte zusätzlich von höherem Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse über Vorjahresniveau

  • • Netznutzungsentgelt für Haushaltskund·innen im Kalenderjahr 2021 bei Strom und Erdgas um durchschnittlich 6,3 % bzw. 6,4 % erhöht
  • • Mengen- und preisbedingter Anstieg bei Strom und Erdgas
  • • Positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Kabel-TV, Internet und Telekommunikation

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

• Hohes Investitionsniveau bewirkte höhere planmäßige Abschreibungen

Investitionen in die Versorgungssicherheit mit 56,5 % deutlich erhöht

  • • Kontinuierlicher Ausbau der Leitungsnetze, Umspannwerke und Trafostationen zur Anbindung weiterer dezentraler erneuerbarer Stromerzeugungsanlagen
  • • Weitere Projekte sind der laufende Einbau von Smart Meters sowie Projekte im Bereich der Digitalisierung

E-Control legt neue Netznutzungsentgelte für Haushaltskund·innen per 1. Jänner 2022 fest

  • • Bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 8,4 %
  • • Bei Erdgas Erhöhung um durchschnittlich 4,7 %
Kennzahlen –
Netze
2021/22
1. Quartal
2020/21 +/– 2019/20
1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.381 2.326 56 2,4 2.284
Erdgas 5.643 5.162 481 9,3 4.898
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 141,8 134,0 7,8 5,8 133,3
Innenumsatz 14,8 12,3 2,5 20,1 11,4
Gesamtumsatz 156,6 146,3 10,3 7,0 144,7
Operativer Aufwand –77,7 –75,3 –2,4 –3,2 –76,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 78,9 71,0 7,9 11,1 68,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–36,0 –34,2 –1,9 –5,4 –32,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 42,9 36,9 6,0 16,3 36,2
Finanzergebnis –3,5 –3,6 0,1 1,9 –3,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 39,4 33,3 6,1 18,3 33,1
Gesamtvermögen 2.323,1 2.115,6 207,5 9,8 2.031,5
Gesamtschulden 1.650,0 1.483,5 166,5 11,2 1.426,1
Investitionen1) 72,2 46,1 26,0 56,5 32,8

Südosteuropa

Anstieg im Netz- und Energieabsatz

• Temperaturbedingter Energiebedarf in Bulgarien und Nordmazedonien über Vorjahr und langjährigem Durchschnitt

Stromerzeugung über Vorjahresniveau

• Wasserdargebot in Nordmazedonien über Vorjahr und langjährigem Durchschnitt

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr

  • • Deutlicher Umsatzzuwachs; gestiegene Großhandelspreise und Mengeneffekte als wesentliche Treiber
  • • Anstieg der Energiebeschaffungskosten analog zur Umsatzentwicklung; Verwerfungen auf den Energiemärkten treiben Kosten der Netzverlustabdeckung deutlich nach oben; höhere Forderungswertberichtigungen in Nordmazedonien

Außerordentliche staatliche bzw. regulatorische Maßnahmen

• Bulgarien: Staatliche Kompensation von Mehrkosten, die dem Verteilnetzbetreiber EVN Yug durch Netzverlustabdeckung angesichts der stark gestiegenen Großhandelspreise entstanden sind

• Nordmazedonien:

  • – Außerordentliche Erhöhung der Strompreise für Haushaltskund·innen der EVN Home DOO um 9,5 % durch den Regulator (wirksam per 1. Jänner 2022)
  • – Außerordentliche Erhöhung der Netzentgelte durch den Regulator (wirksam per 1. Jänner 2022) zur teilweisen Kompensation der deutlich gestiegenen Kosten zur Netzverlustabdeckung; die restlichen Mehrkosten sollten mit künftigen Tarifentscheidungen aufgeholt werden

Photovoltaik-Ausbau in Nordmazedonien

  • • Inbetriebnahme einer Anlage mit 1,5 MW installierter Leistung im Oktober 2021
  • • Bauvorbereitungen für zwei weitere Anlagen mit jeweils rund 1,1 MW installierter Leistung
Kennzahlen – 2021/22 2020/21 +/– 2019/20
Südosteuropa 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 111 98 12 12,5 101
davon erneuerbare Energie 26 17 8 49,3 21
davon Wärmekraftewerke 85 81 4 4,7 80
Netzabsatz Strom 3.858 3.639 219 6,0 3.483
Energieverkauf an Endkund·innen 3.381 3.012 369 12,3 3.030
davon Strom 3.263 2.915 347 11,9 2.940
davon Erdgas 44 35 9 24,0 29
davon Wärme 75 62 13 21,2 61
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 454,9 245,0 209,9 85,7 238,4
Innenumsatz 0,4 0,2 0,2 92,4 0,2
Gesamtumsatz 455,3 245,2 210,1 85,7 238,6
Operativer Aufwand –448,3 –211,6 –236,7 –205,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 7,0 33,6 –26,6 –79,2 33,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–19,0 –18,1 –0,9 –5,1 –17,8
Operatives Ergebnis (EBIT) –12,0 15,5 –27,5 15,5
Finanzergebnis –3,2 –3,9 0,8 19,1 –5,4
Ergebnis vor Ertragsteuern –15,2 11,5 –26,7 10,1
Gesamtvermögen 1.366,1 1.210,7 155,4 12,8 1.254,3
Gesamtschulden 1.008,2 872,8 135,4 15,5 945,1
Investitionen1) 25,3 30,3 –5,1 –16,7 35,0

Umwelt

EBIT leicht über Vorjahresniveau; Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern

  • • Umsatz in der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich stabil; periodenspezifisch etwas geringere Bautätigkeit im internationalen Projektgeschäft bedingte jedoch Umsatzrückgang im Segment insgesamt
  • • Rückgang im operativen Aufwand weitgehend im Einklang mit der Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft; gegenläufig dazu Entfall eines positiven Einmaleffekts aus einer Energieabgaben-Rückvergütung bei der EVN Wasser
  • • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter leicht unter Vorjahr
  • • Finanzergebnis durch Fremdwährungskursentwicklungen belastet

Planmäßige Fertigstellung der Naturfilteranlage in Petronell

  • • Schrittweise Inbetriebnahme im Laufen, kommerzieller Vollbetrieb ab März 2022
  • • Die bereits fünfte Naturfilteranlage der EVN wird zehn Gemeinden der Region östlich des Flughafens Wien-Schwechat mit auf natürliche Weise und ohne Zusatz von Chemikalien enthärtetem Wasser versorgen
  • • Investitionsvolumen: 10,3 Mio. Euro

Solider Auftragsstand im internationalen Projektgeschäft

  • • Elf Projekte der WTE Wassertechnik in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung (Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain, Kuwait)
  • • Drei weitere thermische Klärschlammverwertungsanlagen des 50:50-Joint-Ventures sludge2energy (Halle-Lochau, Hannover, Straubing)

Auswirkungen der globalen Covid-19-Pandemie

  • • Nationale Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie, Reisebeschränkungen sowie Beeinträchtigungen internationaler Lieferketten stellen weiterhin eine Herausforderung für das internationale Projektgeschäft dar
  • • Neuerliche Verschärfungen der Coronakrise könnten daher Projektverzögerungen und eine rückläufige Ergebnisentwicklung verursachen
Finanzkennzahlen – 2021/22 2020/21 +/– 2019/20
Umwelt Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 91,2 94,2 –2,9 –3,1 36,8
Innenumsatz 0,1 0,1 0,0 20,0 0,1
Gesamtumsatz 91,4 94,3 –2,9 –3,1 36,9
Operativer Aufwand –77,3 –80,1 2,8 3,5 –34,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
3,1 3,7 –0,7 –18,3 2,7
EBITDA 17,1 17,9 –0,8 –4,4 5,5
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–8,2 –9,6 1,4 14,2 –3,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 8,9 8,4 0,6 6,8 2,5
Finanzergebnis –7,9 –0,5 –7,4 –1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,1 7,9 –6,8 –86,5 1,4
Gesamtvermögen 1.020,3 844,3 176,1 20,9 692,5
Gesamtschulden 811,9 684,8 127,2 18,6 537,2
Investitionen1) 3,7 4,2 –0,5 –12,3 2,6

Alle sonstigen Segmente

Geringerer Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter

  • • Stabile Entwicklung bei der RAG
  • • Rückgang des Ergebnisbeitrags der Energie Burgenland

Rückgänge in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Finanzkennzahlen – 2021/22 2020/21 +/– 2019/20
Alle sonstigen Segmente Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 5,1 5,3 –0,2 –3,6 5,2
Innenumsatz 18,7 18,3 0,4 2,3 17,1
Gesamtumsatz 23,8 23,5 0,2 0,9 22,3
Operativer Aufwand –25,1 –23,2 –1,9 –8,2 –22,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 15,6 18,5 –2,9 –15,4 17,5
EBITDA 14,3 18,9 –4,5 –24,1 17,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –0,6 –0,6 0,0 –1,5 –0,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 13,7 18,2 –4,5 –24,9 17,0
Finanzergebnis 15,0 17,1 –2,1 –12,4 17,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 28,7 35,4 –6,7 –18,8 34,8
Gesamtvermögen 7.540,7 5.912,4 1.628,4 27,5 4.348,7
Gesamtschulden 2.640,2 2.195,4 444,8 20,3 1.589,2
Investitionen1) 0,2 0,0 0,1 0,6

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
+/–
Absolut
%
2020/21
Umsatzerlöse 900,9 604,1 296,8 49,1 2.394,9
Sonstige betriebliche Erträge 28,9 137,8 –108,9 –79,0 250,1
Fremdstrombezug und Energieträger –552,8 –242,2 –310,6 –1.064,7
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –110,6 –115,1 4,4 3,9 –509,2
Personalaufwand –91,3 –87,7 –3,6 –4,1 –361,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –25,2 –23,4 –1,7 –7,4 –113,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter 52,0 60,2 –8,2 –13,7 239,6
EBITDA 201,9 333,8 –131,9 –39,5 836,5
Abschreibungen –78,8 –84,8 6,0 7,1 –337,7
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 6,4 –113,1 119,5 –112,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 129,5 135,9 –6,4 –4,7 386,4
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 37,6
Zinserträge 1,0 1,0 0,0 –2,0 6,1
Zinsaufwendungen –10,5 –11,9 1,4 12,1 –59,4
Sonstiges Finanzergebnis –7,0 2,9 –9,9 –4,3
Finanzergebnis –16,4 –8,0 –8,5 –20,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 113,1 128,0 –14,9 –11,6 366,4
Ertragsteuern –28,0 –26,4 –1,6 –6,1 –14,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 85,1 101,6 –16,5 –16,2 351,7
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 81,5 93,5 –11,9 –12,7 325,3
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 3,6 8,2 –4,5 –55,8 26,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,46 0,52 –0,1 –12,8 1,83

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Absolut % 2020/21
85,1 101,6 –16,5 –16,2 351,7
366,1 760,6 –394,5 –51,9 1.408,7
–3,0 –2,5 –0,5 –21,7 12,4
–0,3 –0,1 –0,1 4,3
491,5 1.016,7 –525,3 –51,7 1.860,3
–122,1 –253,6 131,5 51,9 –468,4
88,6 44,3 44,2 99,7 352,4
3,0 –0,2 3,3 5,4
–2,6 14,6 –17,2 –0,4
116,6 45,8 70,8 462,1
–28,5 –15,9 –12,6 –79,4 –114,6
454,6 804,9 –350,3 –43,5 1.761,1
539,8 906,5 –366,7 –40,5 2.112,8
536,0 899,1 –363,1 –40,4 2.085,5
3,8 7,4 –3,6 –48,4 27,2
+/–

Konzern-Bilanz

31.12.2021 30.09.2021 +/–
Mio. EUR
Aktiva
Absolut %
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 233,3 216,5 16,8 7,8
Sachanlagen 3.719,6 3.692,1 27,5 0,7
At Equity einbezogene Unternehmen 1.666,1 1.577,5 88,6 5,6
Sonstige Beteiligungen 4.521,0 4.029,5 491,5 12,2
Aktive latente Steuern 55,8 57,0 –1,2 –2,0
Übrige Vermögenswerte 201,1 200,0 1,1 0,5
10.396,9 9.772,6 624,3 6,4
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 110,8 95,7 15,1 15,8
Forderungen 984,3 749,9 234,4 31,3
Wertpapiere 726,1 399,1 327,0 81,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 108,8 122,5 –13,7 –11,2
1.930,0 1.367,1 562,8 41,2
Summe Aktiva 12.326,9 11.139,8 1.187,2 10,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0 0,0
Kapitalrücklagen 254,2 254,2 0,0
Gewinnrücklagen 2.944,5 2.863,0 81,5 2,8
Bewertungsrücklage 3.312,1 2.860,6 451,5 15,8
Währungsumrechnungsrücklage –5,2 –8,1 2,9 36,4
Eigene Aktien –18,5 –18,5 0,0
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 6.817,1 6.281,2 536,0 8,5
Nicht beherrschende Anteile 267,0 263,2 3,8 1,5
7.084,1 6.544,3 539,8 8,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 964,5 718,9 245,6 34,2
Latente Steuerverbindlichkeiten 1.196,4 1.035,4 161,0 15,5
Langfristige Rückstellungen 445,0 445,3 –0,3 –0,1
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 623,1 622,2 0,9 0,1
Übrige langfristige Schulden 117,4 116,0 1,3 1,2
3.346,4 2.937,9 408,6 13,9
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 484,5 318,0 166,5 52,4
Verbindlichkeiten aus Steuern 29,3 44,8 –15,5 –34,6
Lieferantenverbindlichkeiten 356,9 331,7 25,3 7,6
Kurzfristige Rückstellungen 115,9 124,8 –9,0 –7,2
Übrige kurzfristige Schulden 909,7 838,2 71,5 8,5
1.896,4 1.657,6 238,8 14,4
Summe Passiva 12.326,9 11.139,8 1.187,2 10,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2020 4.282,1 261,2 4.543,3
Gesamtergebnis der Periode 899,1 7,4 906,5
Stand 31.12.2020 5.181,1 268,6 5.449,8
Stand 30.09.2021 6.281,2 263,2 6.544,3
Gesamtergebnis der Periode 536,0 3,8 539,8
Stand 31.12.2021 6.817,1 267,0 7.084,1

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
Ergebnis vor Ertragsteuern 113,1 128,0 –14,9 –11,6 366,4
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
72,3 197,8 –125,5 –63,4 450,1

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen –52,0 –60,2 8,2 13,6 –277,2
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen 79,9 57,8 22,1 38,3 166,9
+
Zinsaufwendungen
10,5 11,9 –1,4 –12,1 59,4

Zinsauszahlungen
–7,3 –8,5 1,2 14,4 –42,6

Zinserträge
–1,0 –1,0 2,0 –6,1
+
Zinseinzahlungen
0,7 0,9 –0,1 –16,1 5,5
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 7,0 –0,3 7,3 5,8
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –0,4 –1,5 1,1 73,2 0,1

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–13,5 –31,2 17,7 56,6 –70,4
+/– Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs –0,4 –0,2 –0,3 0,8

Gewinne aus Entkonsolidierungen
–25,6

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–4,4 114,5 –118,8 129,2
Cash Flow aus dem Ergebnis 204,4 407,8 –203,4 –49,9 762,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit –194,6 –314,0 119,5 38,0 94,4
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –9,1 –50,1 41,0 81,9 –67,0
Cash Flow aus dem operativen Bereich 0,8 43,7 –42,9 –98,2 789,6
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
0,9 1,0 –0,1 –11,2 7,3
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –90,0 –66,7 –23,3 –34,9 –338,1

Auszahlungen im Zusammenhang mit Entkonsolidierungen
–275,2
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–5,0 2,5 –7,5 –0,3
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen –327,0 –111,4 –215,6 –148,1
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –421,1 –174,7 –246,5 –754,3

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–87,3

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–25,3
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 0,9
+/– Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten 237,9 87,2 150,7 58,7
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich 237,9 87,2 150,7 –53,0
Cash Flow gesamt –182,5 –43,8 –138,7 –17,7
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 122,3 140,0 –17,7 –12,6 140,0
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel 0,1 –0,1 0,1
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) –60,3 96,1 –156,4 122,3

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2021 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2020/21 (Bilanzstichtag: 30. September 2021) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2021 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2021/22 verpflichtend anzuwenden:

und Interpretationen Erstmals anwendbare Standards Inkrafttreten1)
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 39, IFRS 4,
IFRS 7, IFRS 9,
IFRS 16
Reform der Zinssatz-Benchmark – Phase 2 01.01.2021
IFRS 4 Verlängerung der vorübergehenden
Befreiung von der Anwendung von IFRS 9
01.01.2021
IFRS 16 Mieterleichterungen im Zusammenhang
mit Covid-19
01.04.2021

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2021 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 29 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2021: 26 inländische und 29 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2021 wurden elf Tochterunternehmen (30. September 2021: elf) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2020 60 1 17 78
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –4 –1 –1 –6
Umgründungen –1 –1
30.09.2021 55 16 71
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen
31.12.2021 55 16 71
davon ausländische
Unternehmen
29 6 35

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Auswirkungen von Covid-19

Mögliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wurden im Rahmen des Konzernzwischenabschlusses erneut insbesondere in Hinblick auf die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen überprüft.

Infolge der Covid-19-Pandemie ist mit einem Anstieg der Insolvenzen in den kommenden Jahren zu rechnen. Insofern wird erwartet, dass damit auch die Forderungsausfälle steigen werden. Die EVN Gruppe hat den prognostizierten Anstieg möglicher Forderungsausfälle analog zu den Geschäftsjahren 2019/20 und 2020/21 bereits in der "Forward-Looking-Komponente" berücksichtigt.

Darüber hinaus konnten, wie bereits im Konzernabschluss 2020/21 angeführt, Fortschritte im internationalen Projektgeschäft durch die coronabedingte Verzögerung von Closings nicht im ursprünglich erwarteten Ausmaß erzielt werden. Dieser Umstand führt zu Verschiebungen von Ergebnisbeiträgen auf Folgejahre.

Der weitere Verlauf der Coronakrise, die aktuellen Volatilitäten der Energiemärkte sowie ein Anstieg der allgemeinen Unsicherheit könnten über die künftige Entwicklung der Kapitalkosten zu wesentlichen Beeinträchtigungen des Unternehmensergebnisses führen.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Strom 664,2 378,3
Erdgas 41,7 34,3
Wärme 55,5 48,1
Umweltdienstleistungen 91,2 94,2
Sonstige Umsätze 48,2 49,2
Summe 900,9 604,1
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Österreich 362,0 272,8
Deutschland 70,3 75,1
Bulgarien 313,1 148,1
Nordmazedonien 142,4 96,2
Sonstige 13,1 11,9
Summe 900,9 604,1

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen

operativ 2021/22 2020/21
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal
EVN KG 33,3 35,2
RAG 13,4 12,9
ZOV; ZOV UIP 3,1 2,7
5,6
Energie Burgenland 2,3
EAA 0,2 2,1
Umm Al Hayman Holding Company WLL 0,1 1,0
Verbund Innkraftwerke –0,9 0,3
Andere Gesellschaften 0,5 0,5
Summe 52,0 60,2

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf die starke Zunahme der Energiepreise zurückzuführen, die jedoch auch zu einer deutlichen Steigerung der Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger führte. Da der Anstieg der Energiebeschaffungskosten infolge regulatorischer und vertraglicher Bedingungen nicht zur Gänze in der gleichen Periode weitergegeben werden kann, führt dies zu einem negativen operativen Ergebnis effekt und Periodenverschiebungen, da absatzseitige Preisanpassungen sich erst in Folgeperioden niederschlagen.

Im ersten Quartal 2021/22 wurde eine Ausgleichszahlung für die stark gestiegenen Beschaffungskosten für Netzverluste der bulgarischen Netzgesellschaft in Höhe von 31,6 Mio. Euro für den Zeitraum Juli 2021 bis Dezember 2021 mit der bulgarischen Regierung vereinbart. Diese Kompensationszahlung wurde gemäß IAS 20.29 aufwandsreduzierend in der Position Fremdstrombezug und Energieträger erfasst.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im ersten Quartal 2021/22 auf 52,0 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 60,2 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus operativen Ergebnisrückgängen.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2021 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.181.157 Stück (31. Dezember 2020: 178.137.693 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 81,5 Mio. Euro (Vorjahr: 93,5 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Quartal 2021/22 ein Ergebnis je Aktie von 0,46 Euro (Vorjahr: 0,52 Euro je Aktie).

Aufgrund geänderter regulatorischer Rahmenbedingungen in Bulgarien musste der Windpark Kavarna einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen werden. Diese führte zu einer Wertaufholung in Höhe von 6,4 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 18,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,7 Mio. Euro). Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 4,31 % für den regulierten Zeitraum und von 4,58 % für den nicht regulierten Zeitraum verwendet (Vorjahr: 5,24 % bzw. 5,30 %). Dies entspricht einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern von 6,04 %.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2021/22 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 110,1 Mio. Euro (Vorjahr: 86,8 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 4.521,0 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit

einem Kurswert von 4.339,9 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2021 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 491,5 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
Stück
2021/22
1. Quartal
Stand 30.09.2021 178.181.157
Erwerb/Veräußerung eigener Aktien
Stand 31.12.2021 178.181.157

Zum Stichtag 31. Dezember 2021 hielt die EVN 1.697.245 Stück eigene Aktien (das sind 0,94 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 18,5 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 93. Hauptversammlung der EVN hat am 3. Februar 2022 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2020/21 eine Dividende in Höhe von 0,52 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 92,6 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 9. Februar 2022, Dividendenzahltag der 11. Februar 2022.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.12.2021 30.09.2021
Anleihen 319,0 319,6
Bankdarlehen 645,5 399,3
Summe 964,5 718,9

Der Rückgang der Anleihen um 0,6 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos der JPY-Anleihe. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

Der Anstieg der Bankdarlehen ist auf die Neuaufnahme von Darlehen zurückzuführen. In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 187,5 Mio. Euro (Vorjahr: 187,5 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012 sowie im April 2020 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
174,6 93,3 33,2 32,3 141,8 134,0 454,9 245,0
4,3 0,6 46,8 47,3 14,8 12,3 0,4 0,2
178,9 93,9 80,0 79,6 156,6 146,3 455,3 245,2
–177,6 –78,1 –29,3 –23,1 –77,7 –75,3 –448,3 –211,6
33,7 37,7 –0,4 0,3
35,0 53,6 50,3 56,8 78,9 71,0 7,0 33,6
–5,3 –5,3 –3,9 –21,1 –36,0 –34,2 –19,0 –18,1
29,8 48,3 46,3 35,7 42,9 36,9 –12,0 15,5
–0,6 –0,5 –0,8 –2,4 –3,5 –3,6 –3,2 –3,9
29,1 47,9 45,6 33,3 39,4 33,3 –15,2 11,5
1.209,8 1.001,5 849,5 1.090,0 2.323,1 2.115,6 1.366,1 1.210,7
4,4 3,4 4,5 2,7 72,2 46,1 25,3 30,3
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Außenumsatz 91,2 94,2 5,1 5,3 900,9 604,1
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 0,1 0,1 18,7 18,3 –85,0 –78,8
Gesamtumsatz 91,4 94,3 23,8 23,5 –85,0 –78,8 900,9 604,1
Operativer Aufwand –77,3 –80,1 –25,1 –23,2 84,3 160,8 –751,0 –330,6
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
3,1 3,7 15,6 18,5 52,0 60,2
EBITDA 17,1 17,9 14,3 18,9 –0,8 82,0 201,9 333,8
Abschreibungen –8,2 –9,6 –0,6 –0,6 0,8 –109,0 –72,3 –197,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 8,9 8,4 13,7 18,2 –27,0 129,5 135,9
Finanzergebnis –7,9 –0,5 15,0 17,1 –15,5 –14,3 –16,4 –8,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,1 7,9 28,7 35,4 –15,5 –41,3 113,1 128,0
Gesamtvermögen 1.020,3 844,3 7.540,7 5.912,4 –1.982,7 –2.582,0 12.326,9 9.592,4
Investitionen1) 3,7 4,2 0,2 110,1 86,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Die Vergleichswerte vergangener Perioden enthalten die als Joint Operation einbezogene 49 %-Beteiligung an der STEAG-Walsum10 Kraftwerksgesellschaft mbH, die nach ihrer Veräußerung und der gleichzeitigen Beendigung des Strombezugsvertrags aus dem

Kraftwerk Walsum 10 per 30. September 2021 entkonsolidiert wurde. Insofern ergaben sich vor der Entkonsolidierung Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation resultierten.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR 31.12.2021 30.09.2021 Klassen Bewertungskategorie Fair-Value-Hierarchie (IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value Langfristige Vermögenswerte Sonstige Beteiligungen Beteiligungen FVOCI Stufe 3 177,0 177,0 177,0 177,0 Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 4.339,9 4.339,9 3.848,4 3.848,4 Übrige langfristige Vermögenswerte Wertpapiere FVTPL Stufe 1 79,4 79,4 74,4 74,4 Ausleihungen AC Stufe 2 36,5 38,2 35,4 38,5 Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 13,5 13,9 14,0 15,2 Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 4,5 4,5 4,9 4,9 Forderungen AC 11,8 11,8 10,8 10,8 Kurzfristige Vermögenswerte Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte Forderungen AC 629,4 629,4 453,6 453,6 Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 54,1 54,1 58,7 58,7 Wertpapiere FVTPL Stufe 1 726,1 726,1 399,1 399,1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 108,8 108,8 122,5 122,5 Langfristige Schulden Langfristige Finanzverbindlichkeiten Anleihen AC Stufe 2 319,0 360,6 319,6 367,1 Bankdarlehen AC Stufe 2 645,5 705,1 399,3 467,3 Übrige langfristige Schulden Sonstige übrige Schulden AC 30,4 30,4 33,3 33,3 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 11,9 11,9 11,6 11,6 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 21,2 21,2 16,0 16,0 Kurzfristige Schulden Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 484,5 484,5 318,0 318,0 Lieferantenverbindlichkeiten AC 356,9 356,9 331,7 331,7 Übrige kurzfristige Schulden Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 447,1 447,1 417,2 417,2 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 116,1 116,1 141,9 141,9 Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 13,4 13,4 9,8 9,8 davon aggregiert nach Bewertungskategorie Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis FVOCI 4.516,9 – 4.025,5 – Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL 864,1 – 537,1 – Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden AC 3.083,4 – 2.455,4 – Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden FVTPL 128,1 – 153,5 – In vorstehender Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, die die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen im Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2021/22
1. Quartal
2020/21
1. Quartal
Umsätze 123,9 45,4
Aufwendungen für
bezogene Leistungen
46,1 12,7
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
66,9 21,1
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
27,7 17,5

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2021 um 60,9 Mio. Euro auf 1.028,3 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung von Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften und Garantien für Projekte im Umweltbereich sowie aus der Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2021 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 31,2 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 282,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2021 und dem Redaktionsschluss dieses Konzern-Zwischenabschlusses am 21. Februar 2022 traten folgende Ereignisse auf:

Durch einen per 1. Jänner 2022 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskund·innen bei Strom und Erdgas um durchschnittlich 8,4 % bzw. 4,7 % erhöht.

In Nordmazedonien hat der Regulator per 1. Jänner 2022 außerordentliche Erhöhungen der Strompreise für Haushaltskund·innen der EVN Home DOO sowie der Netzentgelte zur teilweisen Kompensation der deutlich gestiegenen Energiebeschaffungskosten fixiert; die restlichen Mehrkosten sollten mit künftigen Tarifentscheidungen aufgeholt werden.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser (derzeit in Karenz)

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger·innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden·innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1. Halbjahr 2021/22 25.05.2022
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2021/22 25.08.2022
Jahresergebnis 2021/22 15.12.2022
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A1, stabil (Moody's); A+, stabil (Scope Ratings)

1) Vorläufig

2) Per 31. Dezember 2021

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 21. Februar 2022