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EVN AG Interim / Quarterly Report 2021

Aug 26, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2020 / 21

  1. Oktober 2020–30. Juni 2021

Inhalt

Kennzahlen 3
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionärsstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Kennzahlen

2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
%
2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
2019/20
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.914 2.880 1,2 835 733 13,8 3.785
davon erneuerbare Energie GWh 1.744 1.720 1,4 633 566 11,9 2.250
Stromverkauf an Endkunden GWh 15.532 15.322 1,4 4.556 4.417 3,1 19.813
Gasverkauf an Endkunden GWh 5.006 4.598 8,9 838 692 21,2 4.957
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 2.226 1.940 14,7 493 359 37,5 2.303
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.788,5 1.596,9 12,0 503,8 402,5 25,2 2.107,5
EBITDA Mio. EUR 655,1 513,6 27,5 119,3 124,8 –4,4 590,4
EBITDA-Marge1) % 36,6 32,2 4,4 23,6 31,0 –7,4 28,0
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 291,9 284,5 2,6 37,5 53,7 –30,3 273,1
EBIT-Marge1) % 16,3 17,8 –1,5 7,4 13,4 –5,9 13,0
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 294,8 277,8 6,1 61,3 76,1 –19,5 257,3
Konzernergebnis Mio. EUR 224,6 210,7 6,6 48,6 58,0 –16,3 199,8
Ergebnis je Aktie EUR 1,26 1,18 6,6 0,27 0,33 –16,3 1,12
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 10.226,0 7.807,3 31,0 10.226,0 7.807,3 31,0 8.365,7
Eigenkapital Mio. EUR 5.868,1 4.335,8 35,3 5.868,1 4.335,8 35,3 4.543,3
Eigenkapitalquote1) % 57,4 55,5 1,8 57,4 55,5 1,8 54,3
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 770,9 1.086,4 –29,0 770,9 1.086,4 –29,0 1.037,7
Gearing1) % 13,1 25,1 –11,9 13,1 25,1 –11,9 22,8
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 700,9 392,3 78,7 109,9 71,2 54,3 497,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 529,6 205,8 218,0 174,6 24,8 412,0
Investitionen3) Mio. EUR 256,3 201,1 27,5 100,5 72,7 38,4 367,9
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 19,88 15,02 32,4 19,88 15,02 32,4 14,28
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 264,0 167,0 58,1 190,1
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 3.576 2.702 32,3 3.576 2.702 32,3 2.569
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.133 6.999 1,9 7.118 6.956 2,3 7.007

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Highlights

Sehr guter Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen 2020/21

  • • Verbesserung in Umsatz (+12,0 %), EBIT (+2,6 %) und Konzernergebnis (+6,6 %)
  • • Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter und Einmaleffekt bedingten einen EBITDA-Anstieg (+27,5 %), der durch eine Wertminderung teilweise wieder ausgeglichen wurde (siehe dazu auch Seite 9)
  • • Covid-19-Pandemie hatte nur punktuell Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung; integriertes Geschäftsmodell und breite Kundendiversifikation wirken stabilisierend

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • • Temperaturbedingter Energiebedarf in allen drei Märkten über Vorjahreswert und langjährigem Durchschnitt; kühle Witterung in Niederösterreich besonders ausgeprägt
  • • Windaufkommen deutlich unter Vorjahresniveau und langjährigem Mittelwert
  • • Überdurchschnittlich gutes Wasserdargebot
  • • Deutliche Preisanstiege bei Erdgas, CO2-Emissionszertifikaten sowie Grund- und Spitzenlaststrom

Umfassendes Investitionsprogramm für die nächsten Jahre

  • • Jährliche Investitionen von rund 450 Mio. Euro, davon rund drei Viertel in Niederösterreich
  • • Umfangreiche Netzinvestitionen sichern Versorgungssicherheit, CO2-freie Energiezukunft sowie Wachstum im Segment Netze
  • • Weitere Schwerpunkte: erneuerbare Erzeugung (Windkraft, Photovoltaik und Biomasse) sowie Trinkwasserversorgung

Maßnahmen zur weiteren Reduktion der spezifischen CO2-Emissionen

  • • Windkraftkapazität stieg auf rund 400 MW: Inbetriebnahme des Windparks Kettlasbrunn II (8,4 MW) im Dezember 2020 und Erwerb eines bestehenden Windparks (18,5 MW) in Niederösterreich per 30. Juni 2021
  • • Die EVN verhandelt mit dem Projektpartner STEAG und den finanzierenden Banken über den vorzeitigen Ausstieg aus dem Kraftwerksprojekt Walsum 10; vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmungen wird ein Abschluss im laufenden Geschäftsjahr ohne Ergebnisbelastung angestrebt.

Solider Auftragsstand im internationalen Projektgeschäft

  • • Neun Projekte der WTE Wassertechnik in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung in Planung und Errichtung (Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain und Kuwait)
  • • Drei Klärschlammverwertungsprojekte der sludge2energy1) in Umsetzung (Halle-Lochau, Hannover und Straubing)

Ausblick für das Geschäftsjahr 2020/21 bestätigt

  • • Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwartet die EVN für das Geschäftsjahr 2020/21 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von etwa 200 bis 230 Mio. Euro.
  • • Der weitere Verlauf der Coronakrise und daraus folgende gesamtwirtschaftliche Auswirkungen könnten einzelne Geschäftsbereiche der EVN und damit die Ergebnisentwicklung des Konzerns jedoch negativ beeinflussen.

Bestätigung der Dividendenpolitik

• Die Dividendenpolitik der EVN zielt darauf ab, die absolute Höhe der Dividende von zuletzt 0,49 Euro pro Aktie zumindest konstant zu halten.

1) 50:50-Joint-Venture der WTE Wassertechnik mit der Huber SE

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 111,1 95,4
Bulgarien % 101,1 83,9
Nordmazedonien % 101,3 88,7
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 46,2 43,1 55,6 25,2
Gas – NCG2) EUR/MWh 19,2 9,6 24,8 5,7
Kohle – API#23) EUR/Tonne 59,7 45,1 73,6 39,1
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 35,6 23,0 45,9 19,4
Strom – EPEX Spotmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 53,1 30,7 63,1 20,8
Spitzenlaststrom EUR/MWh 62,7 36,7 70,3 23,4

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Stromerzeugung 2.914 2.880 34 1,2 835 733 13,8
Erneuerbare Energie 1.744 1.720 24 1,4 633 566 11,9
Wärmekraftwerke 1.170 1.160 10 0,9 202 168 20,3
Netzabsatz
Strom 17.854 17.052 803 4,7 5.286 4.887 8,1
Erdgas1) 13.895 12.964 931 7,2 3.145 2.628 19,7
Energieverkauf an Endkunden
Strom 15.532 15.322 210 1,4 4.556 4.417 3,1
davon Mittel- und Westeuropa2) 6.654 6.404 250 3,9 2.066 1.982 4,2
davon Südosteuropa 8.879 8.918 –40 –0,4 2.490 2.435 2,3
Erdgas 5.006 4.598 407 8,9 838 692 21,2
Wärme 2.226 1.940 286 14,7 493 359 37,5
davon Mittel- und Westeuropa2) 2.035 1.760 275 15,6 466 335 39,0
davon Südosteuropa 191 180 11 6,1 27 23 15,0

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • • Umsatz: +12,0 % auf 1.788,5 Mio. Euro
  • • EBITDA: +27,5 % auf 655,1 Mio. Euro
  • • EBIT: +2,6 % auf 291,9 Mio. Euro
  • • Konzernergebnis: +6,6 % auf 224,6 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN beliefen sich in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2020/21 auf 1.788,5 Mio. Euro und verzeichneten damit einen Anstieg um 12,0 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zurückzuführen war dies vor allem auf das internationale Projektgeschäft und hier auf das im Sommer 2020 gestartete Abwasserprojekt in Kuwait. Zuwächse ergaben sich zudem im Vertrieb in Bulgarien sowie im Netzbetrieb – neben der kühleren Witterung in allen drei Kernmärkten wirkten sich hier die per 1. Jänner 2021 von der E-Control in Österreich festgelegten höheren Netznutzungsentgelte positiv aus. Gegenläufig dazu wirkten geringere Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften für die Stromerzeugung sowie geringere Umsatzerlöse aus dem Erdgashandel.

Der bei den sonstigen betrieblichen Erträgen verzeichnete Anstieg auf 199,2 Mio. Euro (Vorjahr: 68,1 Mio. Euro) ist primär den Effekten aus der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts aus dem Kraftwerk Walsum 10 geschuldet (siehe dazu auch Seite 9).

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger nahm aufgrund der Dotierung zusätzlicher Rückstellungen für belastende Verträge sowie gestiegener Energiebeschaffungskosten in Südosteuropa um 9,0 % auf 776,0 Mio. Euro zu. Gegenläufig dazu wirkte der Rückgang im Erdgashandel – korrespondierend zum Umsatz – hier aufwandsmindernd.

Getrieben durch die Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft stiegen die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand um 82,8 % auf 359,3 Mio. Euro an.

Mit 271,5 Mio. Euro lag der Personalaufwand im Berichtszeitraum um 4,6 % über dem Vorjahresniveau. Neben kollektivvertraglichen Anpassungen beruhte dies u. a. auf der Aufnahme zusätzlicher Mitarbeiter für das Abwasserprojekt in Kuwait. Der durchschnittliche Personalstand der EVN betrug im Berichtszeitraum 7.133 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.999 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 80,9 Mio. Euro leicht unter Vorjahresniveau (–1,5 %).

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verbesserte sich auf 155,1 Mio. Euro (Vorjahr: 98,5 Mio. Euro), wesentlich getrieben von einer operativen Ergebnisverbesserung sowie Veränderungen von Bewertungseffekten aus Absicherungsgeschäften bei der EVN KG. Ebenfalls positiv wirkte sich eine bereits im zweiten Quartal 2020/21 vorgenommene Wertaufholung von 9,6 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta dank der wieder gesunkenen Länderrisikoprämie aus. Im Vorjahr war hier angesichts des Anstiegs der Länderrisikoprämie durch die Covid-19-Pandemie eine Wertminderung von 4,9 Mio. Euro erforderlich geworden.

Auf Basis dieser Entwicklungen lag das EBITDA der EVN im Berichtszeitraum mit 655,1 Mio. Euro um 27,5 % über dem Vorjahreswert.

Die planmäßigen Abschreibungen stiegen investitionsbedingt sowie infolge der Abschreibung von aktivierten Projektvorlaufkosten für das Projekt in Kuwait um 17,2 % auf 251,5 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts waren zudem Wertminderungen auf das Kraftwerk Walsum 10 im Ausmaß von 113,1 Mio. Euro erforderlich. Dem stand eine Wertaufholung von 1,5 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien aufgrund der wieder gesunkenen Länderrisikoprämie entgegen. Im Vergleichszeitraum hatten die mit dem Einsetzen der Covid-19-Pandemie gestiegenen Länderrisikoprämien zu Wertminderungen von 14,5 Mio. Euro geführt. Per Saldo erzielte die EVN damit ein um 2,6 % höheres EBIT von 291,9 Mio. Euro.

Im Berichtszeitraum verbesserte sich – u. a. dank der besseren Performance des R138-Fonds und der mit 0,75 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,69 Euro je Aktie) höheren Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2020 – das Finanzergebnis auf 2,8 Mio. Euro (Vorjahr: –6,7 Mio. Euro).

In Summe ergab sich daraus im Berichtszeitraum ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 294,8 Mio. Euro, das um 6,1 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 46,8 Mio. Euro (Vorjahr: 43,4 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 224,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 6,6 %.

Geldflussrechnung

Im Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2020/21 – er belief sich auf 700,9 Mio. Euro (Vorjahr: 392,3 Mio. Euro) – werden die unbaren Bewertungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Übernahme eines Strombezugsrechts aus dem Kraftwerk Walsum 10 korrigiert. Konkret betrifft dies die Wertminderung des Kraftwerks, die vorzeitige Auflösung des entsprechenden Baukostenzuschusses sowie die Bildung einer Rückstellung für belastende Verträge (siehe dazu auch

1.–3. Quartal Mio. EUR 2019/20 2020/21 49,4 Energie 34,7 57,4

EBIT nach Segmenten

Umwelt Alle sonstigen Segmente Netze Südosteuropa 39,3 39,1 49,8 49,8 95,3 74,4 23,5 5,3 Erzeugung 88,3

Seite 9). Die deutliche Erhöhung gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode beruht somit auf den Ausgleichszahlungen für die Übernahme des Strombezugsrechts und auf den höheren ausgeschütteten Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen. Zudem ist beim Periodenvergleich zu berücksichtigen, dass im Vorjahr die Dividendenzahlung der Verbund AG erst im Juli 2020 erfolgte und daher nicht im Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN für die ersten drei Quartale enthalten war.

Im Cash Flow aus dem operativen Bereich konnte die gegenüber der Vergleichsperiode bessere Entwicklung im Working Capital höhere Zahlungen für Ertragsteuern ausgleichen. Damit übertraf der Anstieg im Cash Flow aus dem operativen Bereich jenen im Cash Flow aus dem Ergebnis.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –436,1 Mio. Euro (Vorjahr: –216,3 Mio. Euro). Neben den im Vorjahresvergleich gestiegenen Investitionen in das Sachanlagevermögen war er vor allem durch die Veränderung der in den kurzfristigen Finanzinvestitionen abgebildeten Veranlagungen in

Cash Fonds geprägt. Im Vorjahr wirkten zudem die Zahlung des Eigenkapitalanteils an die Projektgesellschaft für das Abwasserprojekt in Kuwait, geringere Veranlagungen in Wertpapiere des R138-Fonds und die Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich auf –29,7 Mio. Euro (Vorjahr: –65,3 Mio. Euro). In diesem Betrag ist neben den Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2019/20 an die Aktionäre der EVN AG und an nicht beherrschende Anteile sowie den planmäßigen Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten die im Rahmen einer Privatplatzierung erfolgte Emission einer grünen Anleihe (Nominale von 101 Mio. Euro) berücksichtigt.

In Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von 63,8 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf 203,8 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 531,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Struktur der Investitionen 1.–3. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

%

Bilanzstruktur zum Stichtag

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2021 mit 10.226,0 Mio. Euro um 22,2 % über dem Wert zum 30. September 2020. Dieser Anstieg war insbesondere durch die Kursentwicklung der Verbund-Aktie bedingt, die zu einer deutlichen Zunahme der langfristigen Vermögenswerte führte (Stichtagskurs von 77,65 Euro zum 30. Juni 2021 im Vergleich zu 46,68 Euro zum 30. September 2020). Einen Anstieg verzeichneten daneben auch die at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter, bei denen insbesondere der höhere Ergebnisbeitrag der EVN KG sowie erfolgsneutrale Bewertungen positiv wirkten. Gegenläufig dazu führte die bereits im ersten Quartal berücksichtigte Wertminderung des Kraftwerks Walsum 10 zu einem Rückgang bei den Sachanlagen. Insgesamt erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 19,0 % auf 8.837,1 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen im Berichtszeitraum um 48,1 % auf 1.388,9 Mio. Euro zu. Zurückzuführen war dies primär auf saisonal höhere Forderungen aus dem Energiegeschäft und dem internationalen Projektgeschäft sowie einen Anstieg der Vorräte, der wiederum aus einer stichtagsbedingt höheren Bewertung der CO2-Emissionszertifikate resultierte.

Zudem beeinflussten höhere Veranlagungen in Cash-Fonds sowie für die Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts erhaltene Ausgleichszahlungen die Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte.

Das Eigenkapital belief sich per 30. Juni 2021 auf 5.868,1 Mio. Euro und lag damit trotz der im Jänner 2021 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019/20 um 29,2 % über dem Wert zum 30. September 2020. Hervorgerufen wurde dieser deutliche Anstieg neben dem im Berichtszeitraum erzielten Ergebnis vor allem durch die im Eigenkapital abgebildeten positiven Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen. Wesentlichen Einfluss hatten hier insbesondere der Kursanstieg der Verbund-Aktie und die erwähnten Effekte bei den at Equity einbezogenen Unternehmen. Die Eigenkapitalquote belief sich per 30. Juni 2021 auf 57,4 % (30. September 2020: 54,3 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 9,2 % auf 3.055,3 Mio. Euro zu. Maßgeblich dafür waren eine – durch den höheren Stichtagskurs der Verbund-Aktie verursachte – Zunahme der langfristigen Steuerverbindlichkeiten sowie die Bildung von Rückstellungen für belastende Verträge. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten

führte die Umgliederung von Krediten und einer im April 2022 fälligen Anleihe in den kurzfristigen Bereich zu einem Rückgang, dem die im Rahmen einer Privatplatzierung erfolgte Emission einer 15-jährigen, endfälligen grünen Anleihe mit einem Nominale von 101 Mio. Euro entgegenwirkte.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2020 um 27,2 % auf 1.302,5 Mio. Euro. Wesentliche Treiber dafür waren die erwähnte Umgliederung von Finanzverbindlichkeiten sowie ein Anstieg der übrigen kurzfristigen Schulden, dem geringere Lieferanten- und Steuerverbindlichkeiten gegenüberstanden.

Übernahme eines Strombezugsrechts

Im Dezember 2020 hat die EVN ein zusätzliches Strombezugsrecht aus dem Kraftwerk Walsum 10 im Ausmaß von 150 MW übernommen. Die Übernahme des Strombezugsrechts ermöglichte die Vereinfachung der bestehenden Vertragsbeziehungen im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Walsum 10 vor dem Hintergrund des in Deutschland beschlossenen Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes. Im Folgenden werden die aus der Übernahme des Strombezugsrechts resultierenden bilanziellen Auswirkungen per 30. Juni 2021 beschrieben:

  • • Die Übernahme des Strombezugsrechts und der damit verbundenen Vermarktungsrisiken wurde durch eine Ausgleichszahlung an die EVN kompensiert. Einem Teil der Ausgleichszahlung steht eine erfolgsneutral eingebuchte Rückstellung für belastende Verträge gegenüber, die sich auf das Risiko aus der Vermarktung des über den Beteiligungsansatz der EVN am Kraftwerk hinausgehenden Strombezugsrechts bezieht. Der Rest der Ausgleichszahlung ist als sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam abgebildet.
  • • Ein in der Vergangenheit vereinnahmter und in den langfristigen Schulden ausgewiesener Baukostenzuschuss wurde vorzeitig ergebniswirksam aufgelöst.
  • • Die Übernahme des Strombezugsrechts und der Vermarktungsrisiken führte zu einer Wertminderung bei dem in den Sachanlagen anteilsmäßig enthaltenen Kraftwerk Walsum 10 im Ausmaß von 113,1 Mio. Euro.
  • • Zum 31. Dezember 2020 führte die Transaktion per Saldo zu einem negativen Ergebniseffekt von 2,0 Mio. Euro. Geänderte energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen führten zum 30. Juni 2021 zur Dotierung einer zusätzlichen Rückstellung für belastende Verträge.

1) Per 6. August 2021

Aktionärsstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % der Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist mit 28,4 % die Wiener Stadtwerke GmbH, Wien, die zu 100 % im Eigentum der Stadt Wien steht.

Am 6. August 2021 wurden insgesamt 43.464 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,02 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit wurde die am 9. Juni 2021 veröffentlichte Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.697.245 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,94 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen. Der Streubesitz beläuft sich somit auf 19,7 %.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

Absatzzuwächse bei Strom, Erdgas und Wärme

  • • Entwicklung bei Strom gestützt durch Anstieg bei den Privatkunden; im Vorjahr zudem temporär geringerer Verkauf an Industriekunden infolge Covid-19
  • • Witterungsbedingt gestiegene Nachfrage bei Erdgas und Wärme

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern trotz deutlichen Ergebnisanstiegs bei der EVN KG unter Vorjahresniveau

  • • Umsatzzuwächse aus der Vermarktung von Strom aus thermischen Kraftwerken und bei der EVN Wärme glichen die im Vorjahresvergleich geringeren Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften sowie einen Rückgang im Erdgashandel nur zum Teil aus
  • • Operativer Aufwand nahezu auf Vorjahresniveau, jedoch geprägt durch gegenläufige Effekte:
  • – Höhere sonstige betriebliche Erträge aufgrund der Übernahme eines zusätzlichen Strombezugsrechts aus dem Kraftwerk Walsum 10 (siehe dazu auch Seite 9)

  • – Anstieg der Beschaffungskosten bei der EVN Wärme

  • – Dotierung zusätzlicher Rückstellungen für belastende Verträge
  • – Geringerer Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Einklang mit dem Umsatzrückgang im Erdgashandel
  • • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg auf 80,6 Mio. Euro (Vorjahr: 35,9 Mio. Euro), hauptsächlich bedingt durch eine operative Ergebnisverbesserung sowie eine im Vorjahresvergleich höhere Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften bei der EVN KG

Investitionsvolumen um 15,1 % unter Vorjahresniveau

• Fokus auf Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich

Kennzahlen –
Energie
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom1) 6.654 6.404 250 3,9 2.066 1.982 4,2
Erdgas1) 4.887 4.508 378 8,4 802 666 20,4
Wärme 2.035 1.760 275 15,6 466 335 39,0
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 236,9 307,1 –70,2 –22,9 48,1 50,2 –4,2
Innenumsatz 7,6 3,2 4,4 5,3 1,0
Gesamtumsatz 244,5 310,2 –65,8 –21,2 53,4 51,1 4,5
Operativer Aufwand –274,4 –273,2 –1,2 –0,4 –84,3 –57,2 –47,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
80,6 35,9 44,7 14,2 13,8 2,9
EBITDA 50,7 72,9 –22,2 –30,5 –16,7 7,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–16,0 –15,4 –0,5 –3,4 –5,3 –5,2 –1,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 34,7 57,4 –22,7 –39,5 –22,0 2,5
Finanzergebnis –1,5 –1,2 –0,3 –21,6 –0,5 –0,4 –26,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 33,3 56,2 –23,0 –40,9 –22,5 2,1
Gesamtvermögen 1.099,9 763,5 336,4 44,1 1.099,9 763,5 44,1
Gesamtschulden 965,7 625,6 340,1 54,4 965,7 625,6 54,4
Investitionen2) 12,0 14,1 –2,1 –15,1 5,4 3,4 57,7

1) Enthält im Wesentlichen die Absatzmengen der EVN KG sowie der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH in Österreich und Deutschland; der Ergebnisbeitrag dieser beiden Vertriebsgesellschaften wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Erzeugung

Anstieg der erneuerbaren und der thermischen Stromerzeugung

  • • Überdurchschnittlich gutes Wasserdargebot kompensierte geringeres Windaufkommen
  • • Stromerzeugung in Wärmekraftwerken um 5,4 % über dem niedrigen Vorjahresniveau
  • • Eigendeckungsgrad mit 18,8 % auf Vorjahresniveau; Anteil der erneuerbaren Erzeugung rund 60 %

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • • Gute Wasserführung und höhere Marktpreise für Strom führten trotz Rückgangs bei Windkraft zu einem Anstieg der Umsatzerlöse aus erneuerbarer Erzeugung
  • • Rückgang im operativen Aufwand dank höherer sonstiger betrieblicher Erträge (vorzeitige Auflösung des Baukostenzuschusses für das Kraftwerk Walsum 10, siehe dazu auch Seite 9)
  • • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg auf 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: –2,4 Mio. Euro), hauptsächlich bedingt durch eine bereits im zweiten Quartal 2020/21 infolge einer wieder gesunkenen Länderrisikoprämie vorgenommene Wertaufholung von 9,6 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta (Vorjahr: Wertminderung von 4,9 Mio. Euro durch Anstieg der Länderrisikoprämie mit Beginn der Covid-19-Pandemie)
  • • Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen stiegen investitionsbedingt auf 60,5 Mio. Euro; umgekehrt Wertaufholung von 1,5 Mio. Euro beim Windpark Kavarna in Bulgarien aufgrund einer gesunkenen Länderrisikoprämie

Installierte Windkraftleistung steigt auf 394 MW

  • • Inbetriebnahme des Windparks Kettlasbrunn II (8,4 MW) Ende Dezember 2020
  • • Zukauf eines bestehenden Windparks (18,5 MW) in Niederösterreich per 30. Juni 2021
Kennzahlen –
Erzeugung
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 2.380 2.310 71 3,1 703 560 25,4
davon erneuerbare Energie 1.462 1.438 24 1,7 532 460 15,6
davon Wärmekraftwerke 918 871 47 5,4 171 100 70,4
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 99,7 97,8 1,9 2,0 34,5 27,2 26,6
Innenumsatz 135,7 110,4 25,4 23,0 43,3 33,9 27,8
Gesamtumsatz 235,5 208,1 27,3 13,1 77,8 61,1 27,3
Operativer Aufwand –98,2 –104,9 6,7 6,4 –33,2 –27,9 –18,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
11,6 –2,4 14,0 1,4 0,8 77,6
EBITDA 148,8 100,8 48,0 47,6 46,1 34,0 35,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–60,5 –51,4 –9,1 –17,6 –18,3 –16,8 –8,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 88,3 49,4 38,9 78,9 27,8 17,2 61,2
Finanzergebnis –7,2 –10,1 2,9 28,3 –2,4 –2,6 8,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 81,1 39,3 41,8 25,4 14,6 73,9
Gesamtvermögen 1.105,8 1.115,2 –9,4 –0,8 1.105,8 1.115,2 –0,8
Gesamtschulden 647,6 703,8 –56,2 –8,0 647,6 703,8 –8,0
Investitionen1) 18,9 27,0 –8,1 –30,0 14,4 15,3 –5,7

Netze

Strom- und Erdgas-Netzabsatz über Vorjahresniveau

  • • Anstieg im Strom-Netzabsatz bei Haushalts- und Gewerbekunden
  • • Vorjahreswert infolge Covid-19 durch geringere Nachfrage geprägt
  • • Temperaturbedingter Anstieg des Erdgas-Netzabsatzes an Endkunden

Umsatzerlöse durch Preis- und Mengeneffekte verbessert

  • • Netznutzungsentgelt für Haushaltskunden per 1. Jänner 2021 bei Strom um durchschnittlich 6,3 %, bei Erdgas um durchschnittlich 6,4 % erhöht
  • • Positive Umsatzentwicklung bei der kabelplus dank anhaltend hoher Nachfrage nach leistungsstarken Telekommunikationsdiensten

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

• Hohes Investitionsniveau bedingte Anstieg der planmäßigen Abschreibungen

Investitionen in die Versorgungssicherheit über Vorjahresniveau

  • • Flächendeckender Einbau von Smart Meters weiterhin plangemäß in Umsetzung
  • • Kontinuierlicher Ausbau der Leitungsnetze und Umspannwerke für Transport und Verteilung dezentral erzeugter Ökoenergie
  • • Anstieg der Investitionen im Interesse der Versorgungssicherheit und -qualität sowie zur Anbindung der stetig wachsenden erneuerbaren Erzeugungskapazitäten
Kennzahlen –
Netze
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 6.736 6.444 292 4,5 2.063 1.899 8,6
Erdgas 13.653 12.763 889 7,0 3.070 2.570 19,4
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 391,8 370,4 21,4 5,8 109,4 100,6 8,8
Innenumsatz 37,7 33,1 4,6 13,9 12,9 10,3 26,2
Gesamtumsatz 429,5 403,5 26,0 6,4 122,3 110,8 10,4
Operativer Aufwand –229,6 –232,4 2,8 1,2 –70,7 –73,4 3,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 199,9 171,1 28,8 16,8 51,6 37,4 37,7
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–104,7 –96,7 –8,0 –8,2 –35,9 –31,9 –12,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 95,3 74,4 20,8 28,0 15,7 5,6
Finanzergebnis –10,4 –8,7 –1,7 –19,0 –4,2 –4,2 1,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 84,9 65,7 19,2 29,2 11,5 1,3
Gesamtvermögen 2.216,9 2.035,3 181,6 8,9 2.216,9 2.035,3 8,9
Gesamtschulden 1.419,1 1.399,5 19,6 1,4 1.419,1 1.399,5 1,4
Investitionen1) 145,2 94,0 51,2 54,4 55,8 35,1 58,8

Südosteuropa

Anstieg im Netzabsatz, Energieverkauf an Endkunden nahezu auf Vorjahresniveau

  • • Temperaturbedingter Energiebedarf in Bulgarien und Nordmazedonien über Vorjahr und langjährigem Durchschnitt
  • • Stärkerer Wettbewerb in Bulgarien nach Marktliberalisierung für Gewerbekunden seit Oktober 2020

Stromerzeugung unter Vorjahresniveau

• Besseres Wasserdargebot in Nordmazedonien glich geringere Erzeugung der Cogeneration-Anlage in Plovdiv nur zum Teil aus

EBITDA unter Vorjahresniveau, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahr

  • • Höhere Umsatzerlöse standen gestiegenen Energiebeschaffungskosten sowie geringeren Margen im regulierten Vertrieb in Nordmazedonien gegenüber
  • • Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen lagen mit 55,2 Mio. Euro um 10,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert; dieser war durch Wertminderungen angesichts höherer Länderrisikoprämien im Zusammenhang mit Covid-19 belastet gewesen

Photovoltaik-Projekte in Nordmazedonien

• Erste Anlage mit rund 1,5 MW installierter Leistung seit Dezember 2020 in Betrieb, zweite Anlage (ebenfalls rund 1,5 MW installierte Leistung) seit Juli 2021 im Probebetrieb

Kennzahlen –
Südosteuropa 2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 304 332 –28 –8,6 66 98 –33,3
davon erneuerbare Energie 107 99 9 9,0 50 46 6,7
davon Wärmekraftewerke 196 233 –37 –15,9 16 52 –69,1
Netzabsatz Strom 11.118 10.607 511 4,8 3.222 2.988 7,8
Energieverkauf an Endkunden 9.189 9.188 0 0,0 2.553 2.484 2,8
davon Strom 8.879 8.918 –40 –0,4 2.490 2.435 2,3
davon Erdgas 119 90 29 32,3 36 26 40,5
davon Wärme 191 180 11 6,1 27 23 15,0
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 749,4 705,6 43,8 6,2 215,2 185,4 16,1
Innenumsatz 0,5 0,5 0,0 –2,6 0,1 0,1 12,9
Gesamtumsatz 749,9 706,1 43,8 6,2 215,3 185,5 16,1
Operativer Aufwand –655,4 –601,0 –54,4 –9,1 –195,4 –160,6 –21,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 94,5 105,1 –10,6 –10,1 20,0 25,0 –20,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–55,2 –66,0 10,8 16,4 –18,6 –17,5 –6,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 39,3 39,1 0,2 0,6 1,4 7,5 –81,7
Finanzergebnis –11,6 –15,8 4,1 26,2 –3,8 –4,5 15,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 27,7 23,4 4,3 18,6 –2,5 2,9
Gesamtvermögen 1.215,5 1.196,7 18,8 1,6 1.215,5 1.196,7 1,6
Gesamtschulden 863,0 887,3 –24,3 –2,7 863,0 887,3 –2,7
Investitionen1) 66,1 65,1 1,0 1,5 19,4 15,4 26,5

Errichtung von fünf Warmwasserkesseln durch die bulgarische Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv

  • • Moderne und effiziente Anlagen
  • • Höhere Versorgungssicherheit für die etwa 31.500 Fernwärmekunden in Plovdiv

Tarifentscheidungen der zuständigen Regulierungsbehörden für die regulierten Marktsegmente

  • • Bulgarien: Erhöhung der Endkundenpreise für Haushaltskunden im Versorgungsgebiet der EVN um durchschnittlich 3,6 % per 1. Juli 2021 (Vorjahr: Erhöhung um durchschnittlich 4,2 % per 1. Juli 2020)
  • • Nordmazedonien: Erhöhung der Endkundenpreise für Haushaltskunden der EVN Home DOO um rund 12,4 % per 1. Juli 2021 (Vorjahr: Erhöhung um durchschnittlich 7,4 % per 1. August 2020) bei gleichzeitiger temporärer Reduktion der Umsatzsteuer um 13 Prozentpunkte

Umwelt

Trinkwassernachfrage in Niederösterreich auf hohem Vorjahresniveau

Umsatzanstieg im internationalen Projektgeschäft

  • • Wesentlicher Treiber war das im Sommer 2020 gestartete Abwasserprojekt in Kuwait (Umsatzerlöse aus Generalunternehmeraufträgen werden gemäß Projektfortschritt nach der Percentage-of-Completion-Methode erfasst)
  • • Lockdowns, Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen internationaler Lieferketten erschwerten das internationale Projektgeschäft

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • • Anstieg im operativen Aufwand weitgehend im Einklang mit der Entwicklung im internationalen Projektgeschäft, primär getrieben durch eine Zunahme der Fremdleistungen und des sonstigen Materialaufwands
  • • Positiver Einmaleffekt aus einer Energieabgaben-Rückvergütung bei der evn wasser
  • • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter leicht unter Vorjahresniveau
  • • Höhere Abschreibungen inklusive der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen, getrieben durch die planmäßige Abschreibung von aktivierten Projektvorlaufkosten für das Projekt in Kuwait
Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
Absolut
% 2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
Außenumsatz 295,7 99,3 196,4 92,0 34,1
Innenumsatz 0,4 0,3 0,1 19,5 0,1 0,1 42,7
Gesamtumsatz 296,1 99,6 196,5 92,1 34,2
Operativer Aufwand –253,9 –96,7 –157,2 –82,4 –33,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
10,6 11,2 –0,5 –4,7 3,6 4,3 –15,0
EBITDA 52,8 14,1 38,8 13,4 4,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–29,3 –8,7 –20,6 –9,7 –2,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 23,5 5,3 18,2 3,6 2,0 79,9
Finanzergebnis –8,4 –5,6 –2,8 –49,2 –3,5 –2,3 –55,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,1 –0,3 15,4 0,1 –0,2
Gesamtvermögen 903,3 682,7 220,6 32,3 903,3 682,7 32,3
Gesamtschulden 750,2 540,8 209,4 38,7 750,2 540,8 38,7
Investitionen1) 14,0 9,2 4,8 52,6 4,9 5,4 –9,4

Hohes Investitionsniveau im Trinkwasserbereich

• Errichtung der fünften Naturfilteranlage im Versorgungsgebiet sowie weiterer Ausbau der überregionalen Versorgungsleitungen

Solider Auftragsstand im internationalen Projektgeschäft

  • • Neun Projekte der WTE Wassertechnik in den Bereichen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung und thermische Klärschlammverwertung in Planung und Errichtung (Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Bahrain und Kuwait)
  • • Drei weitere Klärschlammverwertungsprojekte der sludge2energy1) in Umsetzung (Halle-Lochau, Hannover und Straubing)

1) 50:50-Joint-Venture der WTE Wassertechnik mit der Huber SE

Alle sonstigen Segmente

Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter auf Vorjahresniveau

  • • Anstieg bei der RAG dank höherer Umsatzerlöse aus der Gasspeicherung
  • • Rückgang bei der Energie Burgenland durch den Entfall positiver Einmaleffekte im Vorjahr

Zuwächse in EBITDA und Ergebnis vor Ertragsteuern

• Anstieg des Finanzergebnisses um 11,4 %, getrieben durch die mit 0,75 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,69 Euro) höhere Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2020; Dividendenzahltag war der 10. Mai 2021

2020/21 2019/20 2020/21 2019/20 +/–
%
3,6
10,4
70,3 65,7 4,6 7,0 23,6 21,7 8,9
–70,9 –68,1 –2,8 –4,1 –25,0 –23,5 –6,2
52,3 53,8 –1,6 –2,9 8,6 18,4 –53,4
51,6 51,5 0,2 0,4 7,2 16,5 –56,6
–1,8 –1,6 –0,2 –11,8 –0,6 –0,5 –12,2
49,8 49,8 0,0 0,0 6,6 16,0 –58,9
56,2 50,5 5,7 11,4 38,3 36,5 4,9
106,0 100,3 5,7 5,7 44,8 52,5 –14,5
6.117,6 4.229,9 1.887,6 44,6 6.117,6 4.229,9 44,6
2.192,5 1.632,5 559,9 34,3 2.192,5 1.632,5 34,3
0,6 1,4 –0,7 –52,9 0,4 0,3 13,4
Mio. EUR
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
1.–3. Quartal
15,5
54,8
1.–3. Quartal
15,2
50,5
Absolut
0,2
4,3
+/–
%
1,6
8,6
3. Quartal
5,1
18,5
3. Quartal
4,9
16,7

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
%
2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
2019/20
Umsatzerlöse 1.788,5 1.596,9 12,0 503,8 402,5 25,2 2.107,5
Sonstige betriebliche Erträge 199,2 68,1 33,7 26,2 28,7 64,4
Fremdstrombezug und Energieträger –776,0 –711,7 –9,0 –207,4 –156,5 –32,5 –888,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –359,3 –196,5 –82,8 –118,6 –63,8 –85,8 –316,9
Personalaufwand –271,5 –259,5 –4,6 –94,6 –89,6 –5,7 –349,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –80,9 –82,1 1,5 –25,4 –31,3 18,8 –121,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
155,1 98,5 57,5 27,8 37,2 –25,3 94,1
EBITDA 655,1 513,6 27,5 119,3 124,8 –4,4 590,4
Abschreibungen –251,5 –214,6 –17,2 –83,3 –71,0 –17,3 –296,7
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –111,6 –14,5 1,5 –20,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 291,9 284,5 2,6 37,5 53,7 –30,3 273,1
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 37,6 33,3 12,8 37,6 33,3 12,8 33,3
Zinserträge 5,0 4,0 26,7 1,0 1,4 –29,8 4,5
Zinsaufwendungen –36,3 –35,2 –3,2 –12,8 –11,9 –7,2 –47,0
Sonstiges Finanzergebnis –3,5 –8,8 60,2 –2,0 –0,4 –6,7
Finanzergebnis 2,8 –6,7 23,8 22,4 6,4 –15,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 294,8 277,8 6,1 61,3 76,1 –19,5 257,3
Ertragsteuern –46,8 –43,4 –7,7 –8,1 –10,2 20,8 –28,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 248,0 234,4 5,8 53,2 65,9 –19,3 228,6
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
224,6 210,7 6,6 48,6 58,0 –16,3 199,8
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
23,4 23,7 –1,0 4,6 7,9 –41,5 28,9
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,26 1,18 6,6 0,27 0,33 –16,3 1,12

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
+/–
%
2020/21
3. Quartal
2019/20
3. Quartal
+/–
%
2019/20
Ergebnis nach Ertragsteuern 248,0 234,4 5,8 53,2 65,9 –19,3 228,6
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht
in die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden
1.037,9 –343,0 528,9 223,0 –112,0
Neubewertung IAS 19 14,0 13,1 7,3 18,6 –2,4 10,2
At Equity einbezogene Unternehmen –0,1 1,0 0,0 –0,3 100,0 –2,2
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien
und andere Eigenkapitalinstrumente
1.370,0 –471,7 686,5 300,2 –156,5
darauf entfallende Ertragsteuern –346,0 114,7 –176,3 –74,4 36,5
Posten, die in künftigen Perioden gege
benenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden 129,0 –16,1 77,2 50,4 53,3 –14,8
Währungsdifferenzen 2,3 –4,9 1,8 2,8 –36,1 –3,8
Cash Flow Hedges 5,1 5,0 2,8 4,1 0,9 2,8
At Equity einbezogene Unternehmen 165,3 –19,5 96,7 63,4 52,6 –14,1
darauf entfallende Ertragsteuern –43,7 3,4 –25,3 –16,7 –51,8 0,3
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
1.166,9 –359,1 606,1 273,4 –126,8
Gesamtergebnis der Periode 1.414,9 –124,7 659,3 339,3 94,3 101,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG
1.393,1 –149,7 654,8 332,6 96,8 74,5
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender
Anteile
21,8 25,0 –12,6 4,5 6,6 –32,0 27,3

Konzern-Bilanz

30.06.2021 30.09.2020 +/–
Mio. EUR
Aktiva
Absolut %
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 220,8 216,9 3,9 1,8
Sachanlagen 3.616,2 3.703,4 –87,2 –2,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1.206,5 1.002,1 204,3 20,4
Sonstige Beteiligungen 3.541,2 2.168,7 1.372,5 63,3
Aktive latente Steuern 53,1 75,4 –22,2 –29,5
Übrige Vermögenswerte 199,3 261,0 –61,8 –23,7
8.837,1 7.427,6 1.409,5 19,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 106,7 66,6 40,1 60,2
Forderungen 587,3 403,2 184,2 45,7
Wertpapiere 491,1 253,8 237,4 93,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 203,8 214,6 –10,8 –5,0
1.388,9 938,1 450,8 48,1
Summe Aktiva 10.226,0 8.365,7 1.860,4 22,2
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,8 253,8
Gewinnrücklagen 2.762,2 2.625,0 137,2 5,2
Bewertungsrücklage 2.272,0 1.105,7 1.166,3
Währungsumrechnungsrücklage –11,3 –13,5 2,2 16,2
Eigene Aktien –19,0 –19,0
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 5.587,8 4.282,1 1.305,7 30,5
Nicht beherrschende Anteile 280,3 261,2 19,1 7,3
5.868,1 4.543,3 1.324,8 29,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 810,7 1.045,3 –234,6 –22,4
Latente Steuerverbindlichkeiten 869,3 490,0 379,3 77,4
Langfristige Rückstellungen 628,8 506,4 122,5 24,2
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 616,5 619,1 –2,7 –0,4
Übrige langfristige Schulden 130,1 137,5 –7,4 –5,4
3.055,3 2.798,3 257,1 9,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 335,3 110,0 225,3
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 50,3 75,5 –25,2 –33,3
Lieferantenverbindlichkeiten 233,0 298,4 –65,4 –21,9
Kurzfristige Rückstellungen 109,1 96,2 12,9 13,5
Übrige kurzfristige Schulden 574,8 444,0 130,9 29,5
1.302,5 1.024,1 278,4 27,2
Summe Passiva 10.226,0 8.365,7 1.860,4 22,2

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2019 4.295,6 256,5 4.552,1
Gesamtergebnis der Periode –149,7 25,0 –124,7
Dividende 2018/19 –89,0 –2,6 –91,6
Stand 30.06.2020 4.056,9 278,9 4.335,8
Stand 30.09.2020 4.282,1 261,2 4.543,3
Gesamtergebnis der Periode 1.393,1 21,8 1.414,9
Dividende 2019/20 –87,3 –2,7 –90,0
Stand 30.06.2021 5.587,8 280,3 5.868,1

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2020/21 2019/20 +/– 2019/20
Mio. EUR 1.–3. Quartal
294,8
1.–3. Quartal
277,8
Absolut
17,0
%
6,1
257,3
Ergebnis vor Ertragsteuern
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
sowie übrige langfristige Vermögenswerte 363,1 229,1 134,0 58,5 317,3

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen
Beteiligungen
–192,7 –131,8 –60,9 –46,2 –127,5
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und
sonstigen Beteiligungen
152,9 64,2 88,7 113,3
+
Zinsaufwendungen
36,3 35,2 1,1 3,2 47,0

Zinsauszahlungen
–33,2 –37,1 3,9 10,5 –40,2

Zinserträge
–5,0 –4,0 –1,1 –26,7 –4,5
+
Zinseinzahlungen
5,0 3,4 1,6 45,7 3,8
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 5,9 4,5 1,4 31,1 4,1
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –0,8 4,6 –5,4 0,7

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–57,4 –38,5 –18,9 –48,9 –52,1

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
133,5 –14,8 148,3 –21,4
+/– Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs
–1,3 –0,2 –1,1 –0,7
Cash Flow aus dem Ergebnis 700,9 392,3 308,6 78,7 497,1

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–114,0 –149,0 35,0 23,5 –40,7
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –57,4 –37,5 –19,8 –52,9 –44,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich 529,6 205,8 323,8 412,0
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
2,8 4,2 –1,4 –33,9 6,7
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –201,1 –156,0 –45,1 –28,9 –306,8
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
2,5 31,0 –28,5 –92,0 34,0
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen –240,2 –95,5 –144,7 –162,5
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –436,1 –216,3 –219,7 –428,6

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–87,3 –89,0 1,7 2,0 –89,0

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–2,7 –2,6 –0,2 –6,2 –22,6
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile –100,0 1,0

Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
60,3 26,3 34,0 21,8
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –29,7 –65,3 35,5 54,5 –88,8
Cash Flow gesamt 63,8 –75,8 139,6 –105,4
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 140,0 246,2 –106,3 –43,2 246,2
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel –0,1 –0,5 0,5 89,5 –0,9
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 203,8 169,9 33,8 19,9 140,0

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2019/20 (Bilanzstichtag: 30. September 2020) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2020 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2020/21 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Geänderte Standards und Interpretationen
IFRS 3 Änderung zur Definition eines
Geschäftsbetriebs
01.01.2020
IAS 39
IFRS 7
IFRS 9
Reform der Zinssatz-Benchmark 01.01.2020
IAS 1
IAS 8
Definition von Wesentlichkeit 01.01.2020
IFRS 16 Mieterleichterungen im Zusammenhang
mit Covid-19
01.06.2020
Diverse Änderungen der Verweise auf das
Rahmenkonzept zur Rechnungslegung
01.01.2020

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die veröffentlichten Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 Interest Benchmark Reform wurden durch die EVN bereits freiwillig vorzeitig im Geschäftsjahr 2019/20 angewendet. Die Auswirkungen werden im folgenden Kapitel näher erläutert.

Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Reform der Zinssatz-Benchmark

Die Änderungen sehen eine vorübergehende Befreiung von der Anwendung spezifischer Anforderungen an die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf Sicherungsbeziehungen vor, die direkt von der IBOR-Reform betroffen sind. Die in der IBOR-Reform festgelegten Erleichterungen sollten nicht dazu führen, dass die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften beendet wird. In diesem Zusammenhang ist anzunehmen, dass die Referenzzinssätze, auf denen das Grundgeschäft und die Sicherungsinstrumente basieren, durch die IBOR-Reform nicht verändert werden. Mögliche Ineffektivitäten sind jedoch weiterhin erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu erfassen.

Entsprechend den Übergangsbestimmungen wurden die Änderungen rückwirkend auf Sicherungsbeziehungen, die zu Beginn der Berichtsperiode bestanden, und auf den zu diesem Zeitpunkt in der Cash-Flow-Hedge-Rücklage kumulierten Betrag angewendet. Weder im Geschäftsjahr 2019/20 noch in den ersten drei Quartalen 2020/21 war eine Anpassungen der Cash-Flow-Hedge-Rücklage erforderlich, da keine Auswirkungen festgestellt werden konnten.

Für folgende Hedge-Beziehungen könnten künftige Änderungen des Referenzzinssatzes Auswirkungen haben:

Für die Absicherung der JPY-Anleihe werden im Wesentlichen EUR/JPY Cross-Currency Swaps eingesetzt. Die Cross-Currency Swaps (für Nominale 12 Mrd. JPY bis 15. Jänner 2019 und für Nominale 10 Mrd. JPY seither) stellen eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts dar und werden im Treasury-Management-System abgebildet und bewertet, als Sicherungsgeschäfte designiert und dokumentiert. Der entsprechenden Veränderung der Anleiheverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber.

Im Zuge der Effektivitätsberechnung für die Absicherung der JPY-Anleihe wird bei der Abbildung des hypothetischen Derivats der Sechs-Monats-JPY-LIBOR verwendet. Die zukünftige Umstellung auf einen neuen Referenzzinssatz wird aus derzeitiger Sicht keine Auswirkung auf die Effektivität haben.

Zur Absicherung variabel verzinster Finanzverbindlichkeiten werden Zinsswaps eingesetzt und variable Zinsen gegen fixe Zinsen getauscht. Alle Geschäfte werden im Treasury-Management-System abgebildet und bewertet, als Sicherungsgeschäfte designiert und dokumentiert.

Sämtliche Zinsswaps, die zur Absicherung von bestehenden Risiken eingesetzt werden, basieren grundsätzlich auf dem Sechs-Monats- bzw. Zwölf-Monats-EURIBOR. Nach der Umstellung des EURIBOR hin zu einer transaktionsbasierten Berechnungsmethodik Ende 2019 ist der EURIBOR als Referenzzinssatz konform mit der EU-Benchmark-Verordnung. Die Umstellung führt daher zu keinen Änderungen an bestehenden Verträgen.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2021 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 30 ausländische Tochterunternehmen als

vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2020: 28 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2021 wurden 14 Tochterunternehmen (30. September 2020: 13) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2019 61 1 16 78
Erstkonsolidierungen 2 1 3
Entkonsolidierungen –1 –1
Umgründungen –2 –2
30.09.2020 60 1 17 78
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –3 –1 –4
Umgründungen –1 –1
30.06.2021 56 1 16 73
davon ausländische
Unternehmen
30 1 6 37

Folgende bislang vollkonsolidierten Gesellschaften wurden in den ersten drei Quartalen 2020/21 infolge Unwesentlichkeit nicht mehr in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Gesellschaft, Sitz Zeitpunkt
WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH, Essen 31.12.2020
EVN WEEV Beteiligungs GmbH in Liqu., Maria Enzersdorf 31.12.2020
EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad 31.03.2021

Die EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf, wurde als übertragende Gesellschaft mit der Netz Niederösterreich GmbH, Maria Enzersdorf, als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. Die Löschung der Gesellschaft im Firmenbuch wurde am 7. März 2021 eingetragen.

Die e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien, ist eine 50 %-Tochtergesellschaft der EVN AG und wird seit dem 31. Dezember 2020 aufgrund von Unwesentlichkeit nicht mehr at Equity konsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Auswirkungen von Covid-19

Mögliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wurden im Rahmen des Konzernzwischenabschlusses erneut überprüft, insbesondere in Hinblick auf die Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten gemäß IAS 36 bzw. IFRS 9 sowie auf weitere Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen. Infolge der Covid-19-Pandemie ist laut führenden Kreditversicherern künftig mit einer steigendenden Insolvenzquote zu rechnen. Insofern

wird erwartet, dass damit auch die Forderungsausfälle steigen werden. Die EVN Gruppe hat den prognostizierten Anstieg möglicher Forderungsausfälle analog zum Geschäftsjahr 2019/20 bereits in der "Forward-Looking-Komponente" berücksichtigt. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie nur punktuelle Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung der EVN Gruppe.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
Strom 1.112,9 1.107,2
Erdgas 109,1 124,6
Wärme 131,9 126,9
Umweltdienstleistungen 295,7 99,3
Sonstige Umsätze 138,9 139,0
Summe 1.788,5 1.596,9
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
Österreich 769,7 816,7
Deutschland 236,1 48,1
Bulgarien 449,8 421,5
Nordmazedonien 298,2 283,4
Sonstige 34,7 27,2
Summe 1.788,5 1.596,9

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 2020/21 2019/20
Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal
EVN KG 77,2 35,0
RAG 36,9 34,1
Energie Burgenland 15,3 19,7
Ashta 9,9 –4,4
ZOV; ZOV UIP 8,9 10,8
EAA 1,6 –2,7
Verbund Innkraftwerke 1,0 0,9
Andere Gesellschaften 4,3 5,1
Summe 155,1 98,5

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg im dritten Quartal 2020/21 auf 155,1 Mio. Euro an (Vorjahr: 98,5 Mio. Euro). Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus einer Ergebnisverbesserung bei der EVN KG. Die Steigerung ergibt sich überwiegend aus der Verbesserung des operativen Ergebnisses und wird durch stichtagsbedingte Bewertungseffekte verstärkt.

Darüber hinaus wurde im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Ashta bei der Ashta Beteiligungsverwaltung GmbH infolge gesunkener Länderrisikoprämien zum 31. März 2021 eine Wertaufholung in Höhe von 9,6 Mio. Euro erfasst. Der erzielbare Betrag für den Anteil der EVN an der Ashta Beteiligungsverwaltung GmbH wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 9,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 9,09 % für den regulierten Zeitraum und von 9,10 % für den nicht regulierten Zeitraum verwendet, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern von 10,37 % bzw. 9,39 % entspricht.

Im Dezember 2020 hat die EVN ein zusätzliches Strombezugsrecht aus dem Kraftwerk Walsum 10 im Ausmaß von 150 MW übernommen. Für die Übernahme des Strombezugsrechts und der damit verbundenen Vermarktungsrisiken wurde eine Ausgleichszahlung als Kompensation vereinnahmt.

Einem Teil der Ausgleichszahlung steht eine erfolgsneutral eingebuchte Rückstellung für belastende Verträge gegenüber, die sich auf das Risiko aus der Vermarktung des über den Beteiligungsansatz der EVN am Kraftwerk hinausgehenden Strombezugsrechts bezieht. Der Rest der Ausgleichszahlung ist als sonstiger betrieblicher Ertrag erfolgswirksam abgebildet. Die in der Vergangenheit vereinnahmten und in den langfristigen Schulden ausgewiesenen Baukostenzuschüsse wurden infolgedessen erfolgswirksam über die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Insgesamt erhöhten sich dadurch die sonstigen betrieblichen Erträge um 111,1 Mio. Euro.

Infolge der Übernahme der zusätzlichen Vermarktungsrisiken musste das anteilsmäßig als Joint Operation einbezogene Kraftwerk Walsum 10 einer Werthaltigkeitsprüfung gemäß IAS 36 unterzogen werden. Diese führte zu einer erfolgswirksamen Wertminderung in Höhe von 113,1 Mio. Euro.

Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt und betrug 0,0 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 3,61 % (Vorjahr: 3,62 %) verwendet, der einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern von 6,04 % (Vorjahr: 5,54 %) entspricht. Bei Erhöhung des WACC um 0,5 Prozentpunkte wäre es im ersten Halbjahr 2020/21 zu keiner Veränderung gekommen. Bei Erhöhung (Verminderung) der zugrunde liegenden Strompreisannahmen um 5 % wäre es im ersten Halbjahr 2020/21 ceteris paribus zu einer Wertminderung von 107,0 Mio. Euro (Wertminderung von 113,1 Mio. Euro) gekommen.

Aufgrund verschlechterter Spreads musste zum 30. Juni 2021 die Rückstellung für belastende Strombezugsverträge um 37,0 Mio. Euro erhöht werden.

Vor dem Hintergrund gesunkener Länderrisikoprämien zum 30. Juni 2021 musste der Windpark Kavarna in Bulgarien einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen werden. Diese führte zu einer Wertaufholung in Höhe von 1,5 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt und betrug 12,7 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,24 % für den regulierten Zeitraum und von 5,30 % für den nicht regulierten Zeitraum verwendet. Dies entspricht einem iterativ abgeleiteten WACC vor Steuern von 5,82 % bzw. 5,89 %.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses ( = Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2021 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.137.693 Stück (30. Juni 2020: 178.068.106 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 224,6 Mio. Euro (Vorjahr: 210,7 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2021 ein Ergebnis je Aktie von 1,26 Euro (Vorjahr: 1,18 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2020/21 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 256,3 Mio. Euro (Vorjahr: 201,1 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 3.541,2 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten die von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien mit einem Kurswert von 3.407,4 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem 30. September 2020 aufgrund der Kursentwicklung der Verbund-Aktie um 1.359,0 Mio. Euro erhöht hat. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Zum 31. März 2021 führte die Bewertung der Beteiligung an der Verbund Hydro Power AG mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahren zu einer erfolgsneutralen Wertaufholung von 7,9 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 101,3 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 4,38 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell setzt auf den öffentlich verfügbaren Jahresabschlussinformationen auf und prognostiziert anhand vorliegender Strompreisinformationen die Entwicklung der kommenden Jahre bis 2040 sowie eine ewige Rente ohne Wachstumsrate.

Darüber hinaus wurde die Beteiligung an der Wiener Börse AG mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahren bewertet, und dies führte zum 31. März 2021 zu einer erfolgsneutralen Wertaufholung von 3,3 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß

IFRS 13) ermittelt und betrug 22,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 7,03 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet prognostizierte Ausschüttungen für das kommende Jahr sowie eine ewige Rente ohne Wachstumsrate.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien 2020/21
Stück 1.–3. Quartal
Stand 30.09.2020 178.137.693
Erwerb eigener Aktien
Stand 30.06.2021 178.137.693

Zum Stichtag 30. Juni 2021 hielt die EVN 1.740.709 Stück eigene Aktien (das sind 0,97 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 19,0 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 92. Hauptversammlung der EVN hat am 21. Jänner 2021 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2019/20 eine Dividende in Höhe von 0,49 Euro pro Aktie auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 87,3 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 27. Jänner 2021, Dividendenzahltag der 29. Jänner 2021.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Mio. EUR 30.06.2021 30.09.2020
Anleihen 318,4 514,5
Bankdarlehen 492,3 530,8
Summe 810,7 1.045,3

Die Veränderung bei den Anleihen resultiert einerseits aus der Emission einer endfälligen grünen Anleihe mit einem Nominale von 101,0 Mio. Euro. Anderseits erfolgte im Berichtszeitraum die Umgliederung einer Anleihe in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, da die geplante Fälligkeit innerhalb der nächsten zwölf Monate liegt. Damit wurde ein Betrag von 291,8 Mio. Euro umgegliedert. Die sonstigen Veränderungen ergeben sich im Wesentlichen aus Wertänderungen des abgesicherten Fremdwährungsrisikos aus der JPY-Anleihe.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 187,5 Mio. Euro (Vorjahr: 187,5 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012 sowie im April 2020 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
Außenumsatz 236,9 307,1 99,7 97,8 391,8 370,4 749,4 705,6
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
7,6 3,2 135,7 110,4 37,7 33,1 0,5 0,5
Gesamtumsatz 244,5 310,2 235,5 208,1 429,5 403,5 749,9 706,1
Operativer Aufwand –274,4 –273,2 –98,2 –104,9 –229,6 –232,4 –655,4 –601,0
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ 80,6 35,9 11,6 –2,4 0,0
EBITDA 50,7 72,9 148,8 100,8 199,9 171,1 94,5 105,1
Abschreibungen –16,0 –15,4 –60,5 –51,4 –104,7 –96,7 –55,2 –66,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 34,7 57,4 88,3 49,4 95,3 74,4 39,3 39,1
Finanzergebnis –1,5 –1,2 –7,2 –10,1 –10,4 –8,7 –11,6 –15,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 33,3 56,2 81,1 39,3 84,9 65,7 27,7 23,4
Gesamtvermögen 1.099,9 763,5 1.105,8 1.115,2 2.216,9 2.035,3 1.215,5 1.196,7
Investitionen1) 12,0 14,1 18,9 27,0 145,2 94,0 66,1 65,1
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
Außenumsatz 295,7 99,3 15,5 15,2 –0,4 1,5 1.788,5 1.596,9
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
0,4 0,3 54,8 50,5 –236,7 –197,9
Gesamtumsatz 296,1 99,6 70,3 65,7 –237,2 –196,4 1.788,5 1.596,9
Operativer Aufwand –253,9 –96,7 –70,9 –68,1 293,8 194,5 –1.288,6 –1.181,7
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
10,6 11,2 52,3 53,8 0,0 155,1 98,5
EBITDA 52,8 14,1 51,6 51,5 56,6 –1,9 655,1 513,6
Abschreibungen –29,3 –8,7 –1,8 –1,6 –95,6 10,9 –363,1 –229,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 23,5 5,3 49,8 49,8 –39,0 9,0 291,9 284,5
Finanzergebnis –8,4 –5,6 56,2 50,5 –14,3 –15,8 2,8 –6,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,1 –0,3 106,0 100,3 –53,3 –6,8 294,8 277,8
Gesamtvermögen 903,3 682,7 6.117,6 4.229,9 –2.433,0 –2.216,1 10.226,0 7.807,3
Investitionen1) 14,0 9,2 0,6 1,4 -0,5 –9,7 256,3 201,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

30.06.2021 30.09.2020
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 129,3 129,3 115,9 115,9
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 3.407,4 3.407,4 2.048,4 2.048,4
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 73,9 73,9 72,0 72,0
Ausleihungen AC Stufe 2 32,2 35,0 32,9 37,0
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 14,1 15,2 15,4 15,7
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 2,5 2,5 0,1 0,1
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 0,2 0,2 1,0 1,0
Forderungen AC 11,1 11,1 10,9 10,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 389,5 389,5 281,4 281,4
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 15,9 15,9 6,4 6,4
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 491,1 491,1 253,8 253,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 203,8 203,8 214,6 214,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 318,4 367,3 514,5 592,3
Bankdarlehen AC Stufe 2 492,3 565,8 530,8 613,3
Übrige langfristige Schulden
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen AC 0,1 0,1
Sonstige übrige Schulden AC 42,3 42,3 47,7 47,7
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 7,9 7,9 0,7 0,7
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 12,6 12,6 16,2 16,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 335,3 335,3 110,0 110,0
Lieferantenverbindlichkeiten AC 233,0 233,0 298,4 298,4
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 239,1 239,1 208,3 208,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 50,0 50,0 4,3 4,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 3,9 3,9 4,6 4,6
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 3.536,7 2.164,3
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft werden
FVTPL 583,5 332,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.311,3 2.265,0
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 57,9 5,0

In der vorherstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die EVN hielt auf Basis eines Vertrags aus dem Jahr 2007 für die Wien Energie GmbH, eine 100 %-Tochtergesellschaft der Wiener Stadtwerke GmbH, einen Strombezugsvertrag gegenüber der STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft und verrechnete die für die Stromlieferungen zu entrichtenden Entgelte. Insgesamt betrug das Transaktionsvolumen aus dem Strombezugsrecht mit der Wien Energie GmbH in den ersten drei Quartalen 2020/21 9,0 Mio. Euro. Im Dezember 2020 haben die EVN und die Wien Energie GmbH den bestehenden Strombezugsrechtsvertrag aus dem Kraftwerk Walsum 10 einvernehmlich aufgelöst. Im Zuge dessen hat die EVN ein zusätzliches Strombezugsrecht aus diesem Kraftwerk im Ausmaß von 150 MW übernommen. Die bilanziellen Auswirkungen dieser Transaktion werden in den Abschnitten "Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung" erläutert.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity

einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2020/21
1.–3. Quartal
2019/20
1.–3. Quartal
Umsätze 141,0 142,1
Aufwendungen für bezogene
Leistungen
25,3 44,3
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
11,7 8,4
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
26,0 16,0

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2020 um 79,4 Mio. Euro auf 958,8 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung von Garantien für Projekte im Umweltbereich sowie aus der Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Gegenläufig wirkte eine Reduktion der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2021 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 14,3 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 287,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2021 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 18. August 2021 traten folgende Ereignisse auf:

Am 6. August 2021 wurden insgesamt 43.464 eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,02 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit wurde die am 9. Juni 2021 öffentlich bekannt gegebene Wiederveräußerung eigener Aktien an Arbeitnehmer beendet. Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.697.245 eigene Aktien, die einem Anteil von 0,94 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200 -12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200 -12128

Mag. Karin Krammer Telefon: +43 2236 200-12867

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser (derzeit in Karenz)

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2020/21 16.12.2021
Nachweisstichtag Hauptversammlung 10.01.2022
93. ordentliche Hauptversammlung 20.01.2022
Ex-Dividendentag 26.01.2022
Record Date Dividende 27.01.2022
Dividendenzahltag 28.01.2022
Ergebnis 1. Quartal 2021/22 25.02.2022
Ergebnis 1. Halbjahr 2021/22 25.05.2022
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2021/22 25.08.2022
Jahresergebnis 2021/22 15.12.2022
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A1, stabil (Moody's); A, negativ (Standard & Poor's)

1) Vorläufig

2) Per 30. Juni 2021

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 18. August 2021