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EVN AG Interim / Quarterly Report 2020

Feb 27, 2020

742_10-q_2020-02-27_f825a2ab-0cd8-4664-833a-2fd68e8132ae.pdf

Interim / Quarterly Report

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Energie. Wasser. Leben.

Aktionärsbrief 1. Quartal 2019/20 1. Oktober – 31. Dezember 2019

Inhalt

Kennzahlen 3
Highlights 4
Zwischenlagebericht 5
Energiewirtschaftliches Umfeld 5
Geschäftsentwicklung 6
Aktionärsstruktur 9
Entwicklung der Segmente 10
Konzern-Zwischenabschluss 17
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Konzern-Bilanz 19
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 22

Kennzahlen

2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
+/–
%
2017/18
1. Quartal
2018/19
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 1.094 1.549 –29,4 1.687 5.594
davon erneuerbare Energie GWh 544 520 4,6 577 2.315
Stromverkauf an Endkunden GWh 5.054 5.018 0,7 4.694 19.924
Gasverkauf an Endkunden GWh 1.719 1.750 –1,8 1.894 5.083
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 708 717 –1,3 728 2.196
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 576,2 596,0 –3,3 592,5 2.204,0
EBITDA Mio. EUR 190,6 163,2 16,8 231,6 631,7
EBITDA-Marge1) % 33,1 27,4 5,7 39,1 28,7
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 118,8 97,4 21,9 166,0 403,5
EBIT-Marge1) % 20,6 16,4 4,3 28,0 18,3
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 108,1 81,9 32,0 154,2 373,5
Konzernergebnis Mio. EUR 82,9 59,1 40,3 112,2 302,4
Ergebnis je Aktie EUR 0,47 0,33 40,2 0,63 1,70
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.965,6 7.522,0 5,9 6.627,5 8.188,6
Eigenkapital Mio. EUR 4.446,3 3.985,9 11,6 3.276,5 4.552,1
Eigenkapitalquote1) % 55,8 53,0 2,8 49,4 55,6
Nettoverschuldung2) Mio. EUR 1.127,4 1.033,2 9,1 1.132,5 999,5
Gearing1) % 25,4 25,9 –0,6 34,6 22,0
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 140,7 200,7 –29,9 233,1 550,5
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR –28,9 –7,6 115,4 429,7
Investitionen3) Mio. EUR 76,2 79,5 –4,2 61,9 391,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 17,30 12,58 37,5 16,70 16,14
Aktienumsatz 4) Mio. EUR 49,0 48,1 1,9 37,7 190,1
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 3.112 2.263 37,5 3.004 2.903
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.015 6.885 1,9 6.824 6.908

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Inkl. langfristige Personalrückstellungen

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4) Wiener Börse, Einmalzählung

Highlights

Solider Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2019/20

  • Umsatz unter Vorjahresniveau (–3,3 %), Verbesserung in EBITDA (+16,8 %), EBIT (+21,9 %) und Konzernergebnis (+40,3 %)
  • Normalisierung des operativen Geschäfts im Vertrieb, geringere Effekte aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften
  • Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung steigt auf 49,7 %
  • Ergebnisentwicklung im Segment Netze erwartungsgemäß durch niedrigere Tarife belastet
  • Solide Entwicklung in Südosteuropa

Gedämpfte energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

  • Temperaturbedingter Energiebedarf in Niederösterreich unter dem langjährigen Durchschnitt, aber über dem sehr milden ersten Quartal des Vorjahres
  • Außergewöhnlich milde Temperaturen in Bulgarien und Nordmazedonien: Heizgradsummen deutlich unter Vorjahressowie langjährigen Durchschnittswerten
  • Winddargebot in Österreich über langjährigem Durchschnitt, aber unter Vorjahr
  • Wasserführung der für die Strombezugsrechte der EVN relevanten Flüsse Donau und Inn über Vorjahr, jedoch unterdurchschnittliche hydrologische Bedingungen für die Kleinwasserkraftwerke der EVN
  • Termin- und Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom im Berichtszeitraum rückläufig
  • Deutlicher Rückgang der Preise für Kohle und Erdgas bei gleichzeitigem Anstieg der Preise für CO2-Emissionszertifikate

Neue Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden per 1. Jänner 2020

  • Bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 0,3 %
  • Bei Erdgas Reduktion um durchschnittlich 8,1 %

Mittelfristiger Investitionsplan

  • Jährliche Investitionen in der Größenordnung von 400 Mio. Euro
  • Davon jährlich rund 300 Mio. Euro für Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
  • Evaluierung von großflächigen Photovoltaik-Projekten (Potenzial von bis zu 100 MW in den Versorgungsgebieten der EVN) zusätzlich zum geplanten Windkraftausbau

Zuschlag für das Abwasserprojekt Umm Al Hayman (Kuwait)

• WTE Wassertechnik als Generalunternehmer für die Planung und den Bau einer Kläranlage (Auftragswert umgerechnet rund 600 Mio. Euro) sowie – mit Partnern – eines Kanalnetzes mit Pumpstationen (Auftragswert umgerechnet rund 950 Mio. Euro) beauftragt

Hauptversammlung genehmigt Dividende 2018/19

  • 0,50 Euro je Aktie (0,47 Euro Basisdividende zuzüglich 0,03 Euro Bonusdividende) am 16. Jänner 2020 beschlossen; Dividendenzahltag: 24. Jänner 2020
  • Dividendenpolitik: konstante Basisdividende von zumindest 0,47 Euro je Aktie

Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2019/20

  • Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen erwartet die EVN für das Geschäftsjahr 2019/20 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 200 bis 230 Mio. Euro.
  • Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die im Geschäftsjahr 2018/19 berücksichtigten positiven Bewertungseffekte im Ausmaß von rund 110 Mio. Euro nach Steuern zurückzuführen. Für das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit wird damit eine konstante Entwicklung erwartet.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld 2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2017/18
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
Österreich % 92,8 89,3 101,8
Bulgarien % 74,1 102,1 90,6
Nordmazedonien % 66,4 97,4 101,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 58,2 62,4 52,4
Gas – NCG2) EUR/MWh 12,9 24,8 19,2
Kohle – API#23) EUR/Tonne 50,9 83,5 79,4
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 25,4 19,1 7,5
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 51,5 44,7 34,4
Spitzenlaststrom EUR/MWh 64,2 56,7 44,3
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 39,9 59,4 33,2
Spitzenlaststrom EUR/MWh 48,8 70,7 46,4

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern
GWh
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
+/–
Absolut
%
2017/18
1. Quartal
Stromerzeugung 1.094 1.549 –456 –29,4 1.687
davon erneuerbare Energie 544 520 24 4,6 577
davon Wärmekraftwerke 550 1.029 –480 –46,6 1.110
Netzabsatz
Strom 5.767 5.942 –175 –3,0 5.871
Erdgas1) 4.960 5.388 –428 –7,9 5.907
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.054 5.018 36 0,7 4.694
davon Mittel- und Westeuropa2) 2.114 1.914 200 10,4 1.748
davon Südosteuropa 2.940 3.103 –164 –5,3 2.946
Erdgas 1.719 1.750 –31 –1,8 1.894
Wärme 708 717 –9 –1,3 728
davon Mittel- und Westeuropa2) 646 642 4 0,6 660
davon Südosteuropa 61 75 –13 –17,8 68

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: –3,3 % auf 576,2 Mio. Euro
  • EBITDA: +16,8 % auf 190,6 Mio. Euro
  • EBIT: +21,9 % auf 118,8 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +30,8 % auf –10,7 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +40,3 % auf 82,9 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN lagen im ersten Quartal 2019/20 mit 576,2 Mio. Euro um 3,3 % unter dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen war dies vor allem auf Rückgänge in der thermischen Erzeugung – im Vorjahr war noch das Kraftwerk Dürnrohr in Betrieb gewesen – und im Segment Netze. Gegenläufig dazu legten die Energieerlöse in Bulgarien ebenso zu wie der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Negative Bestandsveränderungen – insbesondere im internationalen Projektgeschäft – bewirkten eine Abnahme der sonstigen betrieblichen Erträge um 27,5 % auf 20,3 Mio. Euro.

Korrespondierend mit der geringeren thermischen Erzeugung ging auch der Primärenergieeinsatz zurück. Dadurch nahm der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Berichtszeitraum um 12,9 % auf 263,1 Mio. Euro ab, allerdings nach einem Anstieg durch die Bewertung von Absicherungsgeschäften im Vorjahr. Einen positiven Effekt hatten zudem geringere Beschaffungskosten für Erdgas, geschuldet vor allem einem Rückgang der Großhandelspreise sowie niedrigeren Bezugsmengen.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand nahmen – bedingt durch die Entwicklung im internationalen Projektgeschäft – um 6,9 % auf 65,8 Mio. Euro zu.

Mit 85,4 Mio. Euro lag der Personalaufwand um 4,9 % über dem Vorjahresniveau. Neben kollektivvertraglichen Anpassungen waren zusätzlich aufgenommene Mitarbeiter, die für die Abwicklung des Großauftrags der WTE Wassertechnik in Kuwait benötigt werden, verantwortlich für diesen Anstieg. Der durchschnittliche Personalstand im Berichtszeitraum betrug 7.015 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.885 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 6,1 % auf 20,8 Mio. Euro.

Auf 29,1 Mio. Euro zulegen konnte im ersten Quartal 2019/20 der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). Neben einem positiven

Einmaleffekt bei der RAG resultierte dieser Anstieg vor allem aus einer deutlichen Ergebnisverbesserung bei der EVN KG. Allerdings hatten hier im Vorjahr gestiegene Großhandelspreise in der Beschaffung und stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften für höhere Belastungen gesorgt.

Das EBITDA der EVN erhöhte sich dadurch um insgesamt 16,8 % auf 190,6 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 27,4 % auf 33,1 %. Höhere Investitionen, die mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 verbundene Aktivierung von Nutzungsrechten sowie durch Wertaufholungen per 30. September 2019 gestiegene Buchwerte von Sachanlagen bewirkten einen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 9,2 % auf 71,6 Mio. Euro. Die EVN erzielte damit per Saldo ein EBIT von 118,8 Mio. Euro (Vorjahr: 97,4 Mio. Euro).

Die im Finanzergebnis verzeichnete Verbesserung auf –10,7 Mio. Euro (Vorjahr: –15,5 Mio. Euro) war insbesondere einer – konform zur Entwicklung der maßgeblichen Börsenindizes – verbesserten Performance des R 138-Fonds zu verdanken.

Letztlich ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 108,1 Mio. Euro, das um 32,0 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des mit 17,4 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Ertragsteueraufwands und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 82,9 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 40,3 %.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Quartal 2019/20 mit 140,7 Mio. Euro um 29,9 % unter dem Vorjahreswert. Verursacht wurde dies durch geringere Dividendenzahlungen der at Equity einbezogenen Unternehmen.

Unter Berücksichtigung der stichtagsbedingten Entwicklung des Working Capital ging auch der Cash Flow aus dem operativen Bereich im Vorjahresvergleich auf –28,9 Mio. Euro zurück (Vorjahr: –7,6 Mio. Euro).

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich betrug im Berichtszeitraum –10,7 Mio. Euro (Vorjahr: –28,7 Mio. Euro). Während sich hier die Investitionen in das Sachanlagevermögen und die Einnahmen aus der Abschichtung von Veranlagungen in Cash-Fonds nahezu stabil auf Vorjahresniveau bewegten, führte die Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva zu der erwähnten Veränderung. Gegenläufig dazu wirkte die Einzahlung der ersten Eigenkapital-Tranche für das Abwasserprojekt in Kuwait.

Geprägt durch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten, belief sich der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich im ersten Quartal 2019/20 auf –50,8 Mio. Euro (Vorjahr: –35,7 Mio. Euro).

Im Summe ergab sich damit für den Berichtszeitraum ein Cash Flow von –90,4 Mio. Euro, die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2019 155,9 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 492,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2019 mit 7.965,6 Mio. Euro um 2,7 % unter dem Wert zum 30. September 2019. Zurückzuführen war dies vor allem auf die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte, die in Summe um 2,3 % auf 7.163,9 Mio. Euro zurückgingen. Hauptverantwortlich dafür war die Kursentwicklung der Verbund-Aktien (Stichtagskurs von 44,74 Euro zum 31. Dezember 2019 im Vergleich zu 50,20 Euro zum 30. September 2019). Eine gegenläufige Entwicklung verzeichneten die immateriellen Vermögenswerte, die aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 und der damit verbundenen Aktivierung der Nutzungsrechte zunahmen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen im Berichtszeitraum um 6,5 % auf 801,7 Mio. Euro zurück. Einem Anstieg der Vorräte, der auf einem höheren Bestand an Emissionszertifikaten sowie auf Zuwächsen bei den geleisteten Anzahlungen beruhte, standen Rückgänge bei den Forderungen, den Veranlagungen in Cash-Fonds und den liquiden Mitteln gegenüber. Der Rückgang bei den Forderungen resultierte dabei insbesondere aus der erhaltenen Garantiezahlung der Republik Montenegro für das Kläranlagenprojekt in Budva sowie aus geringeren Forderungen aus derivativen Geschäften; gegenläufig wirkte ein saisonaler Anstieg der Forderungen aus dem Energiegeschäft.

Alle sonstigen Segmente

17,0 12,3

Das Eigenkapital lag nach dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 mit 4.446,3 Mio. Euro um 2,3 % unter dem Wert zum 30. September 2019. Dieser Rückgang ergab sich primär aus dem zum Berichtsstichtag geringeren Kurs der Verbund-Aktie. Der daraus resultierende, im Eigenkapital abgebildete negative Effekt aus erfolgsneutralen Bewertungen konnte von dem im Berichtszeitraum erzielten Ergebnisbeitrag nicht zur Gänze ausgeglichen

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag

werden. In der Quartalsbilanz noch nicht abgebildet ist die von der 91. Hauptversammlung am 16. Jänner 2020 genehmigte und am 24. Jänner 2020 durchgeführte Dividendenausschüttung von insgesamt 0,50 Euro pro Aktie (0,47 Euro Basisdividende zuzüglich einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie) für das Geschäftsjahr 2018/19. Die maßgeblich durch den Stichtagskurs der Verbund-Aktie beeinflusste Eigenkapitalquote belief sich per 31. Dezember 2019 auf 55,8 % (30. September 2019: 55,6 %).

Die langfristigen Schulden der EVN nahmen im Berichtszeitraum um 1,3 % auf 2.698,0 Mio. Euro ab. Maßgeblich dafür waren ein – durch den gesunkenen Kurs der Verbund-Aktien verursachter – Rückgang der langfristigen Steuerverbindlichkeiten, die Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich sowie die Anwendung eines höheren Diskontierungssatzes bei der Bewertung der langfristigen Personalrückstellungen. Gegenläufig wirkte die Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 69,7 Mio. Euro im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16, die zu einem Anstieg der übrigen sonstigen Schulden führte.

Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich ebenfalls um 9,1 % auf 821,3 Mio. Euro. Hauptgründe dafür waren eine stichtagsbedingte Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie geringere Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen.

Die Nettoverschuldung der EVN erhöhte sich gegenüber dem 30. September 2019 um 12,8 % auf 1.127,4 Mio. Euro, unter anderem zurückzuführen auf die im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 erwähnte Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten. Dadurch nahm auch das Gearing im Stichtagsvergleich von 22,0 % auf 25,4 % zu.

Aktionärsstruktur

Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes--Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.

Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe. Er hielt zum 30. Dezember 2019 Aktien im Ausmaß von 28,4 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956.

Aktionärsstruktur1)

1) Per 31. Dezember 2019

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.

Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.

Geschäftsbereiche Segmente Wesentliche Aktivitäten
Energiegeschäft Energie • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms
• Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern
• Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und
auf Großhandelsmärkten
• Wärmeproduktion und -verkauf
• 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1)
• Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1)
Erzeugung • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und
erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen
Standorten
• Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in
Niederösterreich
• 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH
(Deutschland)1)
• 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10
(Deutschland)2)
• 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1)
Netze • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und
Erdgas in Niederösterreich
• Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in
Niederösterreich und im Burgenland
Südosteuropa • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in
Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Nordmazedonien
• Stromerzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien
• Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien
• Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien
• Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich
• Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung
und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die
Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische
Abfallverwertung
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Alle sonstigen Segmente • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft;
diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1)
• 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG;
diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1)
• 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG3)
• Konzerndienstleistungen

1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

2) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.

3) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.

Energie

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Umsatzerlöse um 22,7 % unter Vorjahr, primär bedingt durch geringere Stromvermarktung aus eigener Produktion und geringere Gashandelsumsätze
  • Operativer Aufwand sank vor allem durch geringeren Primärenergieeinsatz – um 33,6 %
  • Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg auf 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: –13,6 Mio. Euro, allerdings beeinflusst durch Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG)
  • Planmäßige Abschreibungen und Finanzergebnis nahezu konstant

Anstieg im Stromabsatz, Rückgang im Erdgasabsatz

  • Anstieg des Stromabsatzes um 10,4 % durch höhere Lieferungen an Großkunden in Österreich und Deutschland
  • Wettbewerbsbedingter Rückgang des Erdgasabsatzes um 1,9 %
  • Wärmeabsatz auf dem Niveau des Vorjahres

Investitionsvolumen auf 6,5 Mio. Euro gesteigert

• Konzentration auf Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich

Kennzahlen –
Energie
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2017/18
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 2.114 1.914 200 10,4 1.748
Erdgas 1.691 1.723 –32 –1,9 1.871
Wärme 646 642 4 0,6 660
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 129,9 168,3 –38,4 –22,8 149,1
Innenumsatz 1,2 1,3 0,0 –1,2 2,0
Gesamtumsatz 131,1 169,5 –38,4 –22,7 151,2
Operativer Aufwand –107,6 –161,9 54,3 33,6 –139,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
8,2 –13,6 21,8 36,3
EBITDA 31,7 –6,0 37,7 48,5
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–5,0 –4,8 –0,2 –5,1 –4,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 26,7 –10,8 37,5 43,6
Finanzergebnis –0,4 –0,5 0,1 24,8 –0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 26,3 –11,3 37,6 43,0
Gesamtvermögen 829,7 814,1 15,5 1,9 714,0
Gesamtschulden 687,5 709,1 –21,6 –3,0 607,7
Investitionen1) 6,5 1,4 5,0 2,3

Erzeugung

Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung stieg auf 49,7 % (Vorjahr: 33,6 %)

  • Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie mit 461 GWh um 8,0 % über dem Vorjahresniveau
    • Windkraft legte trotz geringeren Winddargebots dank Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen im Vorjahr zu
    • Wasserdargebot über Vorjahresniveau, jedoch unter langjährigem Durchschnitt
  • Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken auf 452 GWh halbiert
    • Vorzeitige Beendigung der Stromerzeugung aus Steinkohle in Dürnrohr mit Anfang August 2019
    • Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter Vorjahreswert
  • Rückgang des Eigendeckungsgrads von 30,9 % auf 21,6 %

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr

  • Rückgang der Umsatzerlöse um 19,6 %, primär bedingt durch geringere thermische Erzeugung
  • Operativer Aufwand reduzierte sich um 15,6 % auf 40,0 Mio. Euro
  • Planmäßige Abschreibungen stiegen auf 16,6 Mio. Euro; Hauptfaktoren waren der Windkraftausbau sowie die nach Anlagenzuschreibungen im Vorjahr höhere Abschreibungsbasis
  • Finanzergebnis nahezu auf Vorjahresniveau

Stichtagsbedingter Rückgang des Investitionsvolumens nach intensiver Erweiterung der Windkraftkapazitäten im Vorjahr

Kennzahlen – 2019/20 2018/19 +/– 2017/18
Erzeugung 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 913 1.350 –437 –32,3 1.493
davon erneuerbare Energie 461 427 34 8,0 479
davon Wärmekraftwerke 452 923 –471 –51,0 1.014
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 32,6 33,6 –1,0 –2,9 16,9
Innenumsatz 41,2 58,1 –17,0 –29,2 58,3
Gesamtumsatz 73,8 91,7 –17,9 –19,6 75,2
Operativer Aufwand –40,0 –47,3 7,4 15,6 –29,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 0,6 0,8 –0,1 –18,9 1,8
EBITDA 34,5 45,2 –10,7 –23,7 48,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–16,6 –15,1 –1,5 –9,7 –12,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 17,9 30,0 –12,2 –40,6 35,8
Finanzergebnis –4,5 –4,3 –0,2 –4,7 –3,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 13,3 25,7 –12,4 –48,2 32,3
Gesamtvermögen 1.205,2 1.136,5 68,6 6,0 934,5
Gesamtschulden 803,7 882,2 –78,5 –8,9 659,3
Investitionen1) 6,1 24,6 –18,5 –75,1 8,5

Netze

Uneinheitliche Entwicklung im Netzabsatz

  • Leichte Zunahme bei Strom
  • Rückgang bei Erdgas durch geringeren Kraftwerkseinsatz zur Netzstabilisierung

Umsatzerlöse durch Preis- und Mengeneffekte belastet

• Tarifsenkungen durch E-Control per 1. Jänner 2019 (nach Reduktion der Kapitalkostensätze angesichts des gesunkenen Zinsniveaus)

Rückgang in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

• Hohes Investitionsniveau führte zu höheren planmäßigen Abschreibungen

Investitionen in die Versorgungssicherheit über Vorjahresniveau

E-Control legte neue Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden per 1. Jänner 2020 fest

  • Bei Strom Erhöhung um durchschnittlich 0,3 %
  • Bei Erdgas Reduktion um durchschnittlich 8,1 %
Kennzahlen – 2019/20 2018/19 +/– 2017/18
Netze 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.284 2.263 21 0,9 2.261
Erdgas 4.898 5.330 –433 –8,1 5.864
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 133,3 139,2 –6,0 –4,3 144,8
Innenumsatz 11,4 13,6 –2,2 –16,0 15,3
Gesamtumsatz 144,7 152,8 –8,1 –5,3 160,1
Operativer Aufwand –76,1 –72,5 –3,6 –5,0 –61,7
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 68,6 80,3 –11,8 –14,7 98,3
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–32,3 –30,4 –1,9 –6,3 –29,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 36,2 49,9 –13,7 –27,4 68,8
Finanzergebnis –3,1 –4,3 1,1 26,4 –4,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 33,1 45,7 –12,6 –27,5 64,5
Gesamtvermögen 2.031,5 1.921,1 110,4 5,7 1.894,2
Gesamtschulden 1.426,1 1.315,2 110,9 8,4 1.325,1
Investitionen1) 32,8 26,7 6,0 22,6 24,5

Südosteuropa

Rückgang des Netz- und Energieabsatzes

• Deutlich mildere Temperaturen in Bulgarien und Nordmazedonien

Stromerzeugung um 4,3 % unter Vorjahresniveau

• Witterungsbedingt geringere Produktion der Cogeneration-Anlage in Plovdiv

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

  • Steigende Umsatzerlöse trotz witterungsbedingt rückläufiger Absatzmengen
  • Rückgang der Beschaffungskosten für Netzverluste in Bulgarien
  • Investitionsbedingter Anstieg der planmäßigen Abschreibungen

Anstieg der Investitionen im Berichtszeitraum

Kennzahlen –
Südosteuropa
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2017/18
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 101 106 –5 –4,3 100
davon erneuerbare Energie 21 20 1 5,5 27
davon Wärmekraftewerke 80 86 –6 –6,5 73
Netzabsatz Strom 3.483 3.679 –196 –5,3 3.611
Energieverkauf an Endkunden 3.030 3.205 –176 –5,5 3.037
davon Strom 2.940 3.103 –164 –5,3 2.946
davon Erdgas 29 27 1 4,4 23
davon Wärme 61 75 –13 –17,8 68
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 238,4 230,7 7,7 3,3 239,8
Innenumsatz 0,2 0,3 –0,1 –18,4 0,2
Gesamtumsatz 238,6 231,0 7,6 3,3 239,9
Operativer Aufwand –205,3 –207,9 2,6 1,3 –224,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 33,3 23,1 10,3 44,5 15,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–17,8 –15,4 –2,4 –15,4 –15,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 15,5 7,6 7,9 –0,2
Finanzergebnis –5,4 –5,4 0,0 –0,7 –5,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 10,1 2,3 7,8 –5,6
Gesamtvermögen 1.254,3 1.221,1 33,1 2,7 1.177,6
Gesamtschulden 945,1 977,7 –32,7 –3,3 953,9
Investitionen1) 35,0 24,8 10,3 41,4 23,9

Umwelt

EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau

  • Höheres Projektvolumen (insbesondere Aufträge in Bahrain und Polen) brachte Umsatzanstieg im internationalen Projektgeschäft
  • Anstieg im operativen Aufwand korrespondierend mit Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft
  • Rückgang im Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter – Vorjahreswert durch die zeitliche Verschiebung von Ergebnisbeiträgen aus dem Kläranlagenprojekt in Zagreb sowie durch letztmalige Ergebnisbeiträge aus dem Kläranlagenprojekt in Prag positiv beeinflusst
  • Investitionsbedingt höhere planmäßige Abschreibungen

Geringfügiger Anstieg der Investitionen

• Investitionsschwerpunkt weiterhin auf der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich (Aus- und Neubau überregionaler Leitungen; Errichtung der Naturfilteranlage Petronell)

Zuschlag für das Abwasserprojekt Umm Al Hayman (Kuwait) im Jänner 2020

  • Planung und Bau einer Kläranlage (Public-Private-Partnership)
    • Kapazität: 500.000 m3/Tag (ca. 1,7 Mio. Einwohner)
    • Generalunternehmer: WTE Wassertechnik (100 %)
    • Auftragswert: umgerechnet rund 600 Mio. Euro
    • Bauzeit: 2,5 Jahre, Betriebsführung durch WTE Wassertechnik für 25 Jahre
    • Finanzierung: Eigen- und Fremdkapital im Verhältnis 20:80; Eigenkapitalanteil bzw. -beitrag der WTE Wassertechnik beträgt 20 % bzw. rund 30 Mio. Euro (abgesichert gegen politische Risiken durch eine Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland)
  • Planung und Bau der Kanalinfrastruktur (Design-Build-Operate)
    • Leitungen (etwa 450 km) und Pumpstationen
    • Generalunternehmer: WTE Wassertechnik (67,6 %) und zwei lokale kuwaitische Partner
    • Auftragswert: umgerechnet rund 950 Mio. Euro
    • Bauzeit: bis zu vier Jahre; Betriebsführung durch WTE Wassertechnik für drei Jahre
    • Finanzierung durch den Staat Kuwait

Einleitung weiterer Schritte zur Beendigung des Kläranlagenprojekts in Budva, Montenegro

  • Die Inanspruchnahme der von der Republik Montenegro und der Gemeinde Budva für das Projekt gewährten Garantien durch die WTE Wassertechnik führte zur Zahlung des von der Republik Montenegro garantierten Betrags von 29,3 Mio. Euro im Dezember 2019.
  • Zur Durchsetzung der Ansprüche gegenüber der Gemeinde Budva wurde im Jänner 2020 das im Garantievertrag vorgesehene Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet.
  • Nachdem die WTE Wassertechnik den Investitionsvertrag im Mai 2018 wegen Nichterfüllung der vertraglichen Pflichten durch die Gemeinde Budva vorzeitig aufgelöst hat, hat sie mit 31. Jänner 2020 nunmehr auch die interimistisch übernommene Betriebsführung der Kläranlage eingestellt.
Finanzkennzahlen – 2019/20 2018/19 +/– 2017/18
Umwelt Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 36,8 20,1 16,7 83,1 38,3
Innenumsatz 0,1 0,1 0,0 –13,5 3,6
Gesamtumsatz 36,9 20,2 16,7 82,5 42,0
Operativer Aufwand –34,1 –17,9 –16,2 –90,9 –39,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
2,7 6,0 –3,3 –55,0 4,3
EBITDA 5,5 8,4 –2,8 –33,8 7,0
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–3,0 –2,8 –0,2 –7,9 –5,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,5 5,5 –3,1 –55,0 1,2
Finanzergebnis –1,1 –1,2 0,0 1,5 –0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,4 4,4 –3,0 –69,1 0,9
Gesamtvermögen 692,5 642,8 49,6 7,7 815,0
Gesamtschulden 537,2 500,9 36,4 7,3 634,1
Investitionen1) 2,6 2,2 0,4 17,9 2,9

Alle sonstigen Segmente

Höherer Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter

  • Höherer Ergebnisbeitrag der RAG durch positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf von Erdölförderanlagen in Niederösterreich
  • Geringerer Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland

Zuwächse in EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Finanzkennzahlen –
Alle sonstigen Segmente
2019/20 2018/19 +/– 2017/18
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal Absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 5,2 4,1 1,1 27,9 3,5
Innenumsatz 17,1 16,1 1,1 6,6 15,3
Gesamtumsatz 22,3 20,2 2,2 10,9 18,8
Operativer Aufwand –22,3 –20,7 –1,6 –7,7 –20,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 17,5 13,3 4,2 31,9 15,2
EBITDA 17,6 12,7 4,8 38,0 14,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –0,5 –0,4 –0,1 –21,0 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 17,0 12,3 4,7 38,6 13,7
Finanzergebnis 17,8 15,3 2,5 16,2 17,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 34,8 27,6 7,2 26,2 31,6
Gesamtvermögen 4.348,7 3.979,6 369,2 9,3 3.161,8
Gesamtschulden 1.589,2 1.375,5 213,7 15,5 1.252,7
Investitionen1) 0,6 0,6 0,0 –2,1 0,3

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

2019/20 2018/19 +/– 2018/19
Mio. EUR 1. Quartal
576,2
1. Quartal
596,0
Absolut
–19,8
%
–3,3
2.204,0
Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge 20,3 28,0 –7,7 –27,5 117,8
Fremdstrombezug und Energieträger –263,1 –302,2 39,1 12,9 –1.081,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –65,8 –61,6 –4,3 –6,9 –280,3
Personalaufwand –85,4 –81,4 –4,0 –4,9 –338,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –20,8 –22,1 1,4 6,1 –120,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter 29,1 6,5 22,6 130,5
EBITDA 190,6 163,2 27,4 16,8 631,7
Abschreibungen –71,6 –65,6 –6,0 –9,2 –269,8
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –0,1 –0,2 0,1 31,7 41,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 118,8 97,4 21,4 21,9 403,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 23,2
Zinserträge 1,3 1,9 –0,6 –30,5 8,1
Zinsaufwendungen –12,0 –13,5 1,5 11,2 –51,5
Sonstiges Finanzergebnis –0,1 –4,0 3,9 97,8 –9,8
Finanzergebnis –10,7 –15,5 4,8 30,8 –29,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 108,1 81,9 26,2 32,0 373,5
Ertragsteuern –17,4 –17,1 –0,3 –1,9 –46,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 90,7 64,8 25,8 39,9 326,9
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 82,9 59,1 23,8 40,3 302,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 7,8 5,7 2,0 35,8 24,5
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,47 0,33 0,1 40,2 1,70

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
+/–
Absolut
% 2018/19
Ergebnis nach Ertragsteuern 90,7 64,8 25,8 39,9 326,9
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–175,0 –172,4 –2,6 –1,5 233,5
Neubewertung IAS 19 3,2 –2,8 6,0 –55,4
At Equity einbezogene Unternehmen 1,7 0,2 1,5 –10,7
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente
–239,6 –227,3 –12,2 –5,4 381,6
darauf entfallende Ertragsteuern 59,7 57,5 2,2 3,8 –82,0
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–21,5 2,0 –23,4 5,1
Währungsdifferenzen 0,2 –0,2 –95,9 10,8
Cash Flow Hedges 3,2 –0,3 3,5 –0,1
At Equity einbezogene Unternehmen –31,4 1,5 –33,0 –7,3
darauf entfallende Ertragsteuern 6,8 0,5 6,3 1,8
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –196,4 –170,5 –26,0 –15,2 238,6
Gesamtergebnis der Periode –105,8 –105,6 –0,1 –0,1 565,5
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG –114,3 –112,9 –1,3 –1,2 546,0
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 8,5 7,3 1,2 16,2 19,5

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.12.2019 30.09.2019 Absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 221,8 218,5 3,3 1,5
Sachanlagen 3.577,1 3.579,6 –2,4 –0,1
Nutzungsrechte1) 75,9 75,9
At Equity einbezogene Unternehmen 972,4 972,1 0,3
Sonstige Beteiligungen 2.085,8 2.325,4 –239,6 –10,3
Aktive latente Steuern 69,7 72,1 –2,5 –3,4
Übrige Vermögenswerte 161,3 163,3 –2,0 –1,2
7.163,9 7.330,9 –167,0 –2,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 151,7 104,1 47,6 45,7
Forderungen 406,9 417,4 –10,4 –2,5
Wertpapiere 59,4 89,7 –30,3 –33,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 183,7 246,6 –62,8 –25,5
801,7 857,7 –56,0 –6,5
Summe Aktiva 7.965,6 8.188,6 –223,0 –2,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,6 253,6
Gewinnrücklagen 2.597,2 2.514,2 82,9 3,3
Bewertungsrücklage 1.029,6 1.226,8 –197,2 –16,1
Währungsumrechnungsrücklage –9,2 –9,3 0,4
Eigene Aktien –19,7 –19,7
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 4.181,4 4.295,6 –114,3 –2,7
Nicht beherrschende Anteile 265,0 256,5 8,5 3,3
4.446,3 4.552,1 –105,8 –2,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 970,6 990,0 –19,4 –2,0
Latente Steuerverbindlichkeiten 475,3 543,8 –68,4 –12,6
Langfristige Rückstellungen 527,3 537,5 –10,1 –1,9
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 617,3 615,7 1,6 0,3
Übrige langfristige Schulden 107,5 46,2 61,2
2.698,0 2.733,2 –35,2 –1,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 63,3 68,8 –5,5 –8,0
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 160,5 138,3 22,2 16,0
Lieferantenverbindlichkeiten 259,4 301,0 –41,6 –13,8
Kurzfristige Rückstellungen 85,2 90,4 –5,2 –5,8
Übrige kurzfristige Schulden 253,0 304,9 –51,9 –17,0
821,3 903,3 –82,0 –9,1
Summe Passiva 7.965,6 8.188,6 –223,0 –2,7

1) Siehe Kapitel "IFRS 16 Leasingverhältnisse"

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und Rücklagen
der Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2018 3.832,8 259,9 4.092,6
Gesamtergebnis der Periode –112,9 7,3 –105,6
Sonstige Veränderungen/Konsolidierungskreisänderungen –0,7 –0,5 –1,1
Stand 31.12.2018 3.719,2 266,7 3.985,9
Stand 30.09.2019 4.295,6 256,5 4.552,1
Gesamtergebnis der Periode –114,3 8,5 –105,8
Stand 31.12.2019 4.181,4 265,0 4.446,3

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

2019/20 2018/19 +/– 2018/19
Mio. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern
1. Quartal
108,1
1. Quartal
81,9
Absolut
26,2
%
32,0
373,5
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
71,8 65,8 6,0 9,1 228,2

Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonst. Beteiligungen
–29,1 –6,5 –22,6 –153,7
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonst. Beteiligungen
5,9 75,0 –69,1 –92,2 161,1
+
Zinsaufwendungen
12,0 13,5 –1,5 –11,2 51,5

Zinsauszahlungen
–9,6 –11,5 1,8 16,0 –41,4

Zinserträge
–1,3 –1,9 0,6 30,5 –8,1
+
Zinseinzahlungen
1,1 1,9 –0,8 –40,9 7,4
+/– Verluste/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen 1,5 0,7 0,7 9,9
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –1,3 1,9 –3,2 –1,6

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–12,8 –12,2 –0,6 –4,8 –50,6

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–6,4 –7,5 1,2 15,4 –22,6
+/– Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereichs 0,8 –0,5 1,3 –3,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 140,7 200,7 –60,0 –29,9 550,5

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–160,5 –200,7 40,2 20,0 –114,2
+/– Zahlungen für Ertragsteuern –9,1 –7,6 –1,5 –20,1 –6,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich –28,9 –7,6 –21,3 429,7
+
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
0,7 0,9 –0,2 –24,1 5,7
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –60,9 –61,3 0,4 0,7 –327,5
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten 19,3 2,5 16,8 65,4
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 30,2 29,2 1,0 3,6 49,3
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –10,7 –28,7 18,1 62,9 –207,1

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–83,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–22,5
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile 1,0

Veränderung von Finanz- und Leasingverbindlichkeiten
–50,8 –35,7 –15,1 –36,5 –85,9
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –50,8 –35,7 –15,1 –42,3 –191,0
Cash Flow gesamt –90,4 –72,1 –18,3 –25,4 31,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 246,2 214,5 31,7 14,8 214,5
Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel 0,1 0,1 0,2
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 155,9 142,5 13,5 9,5 246,2

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2019 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 2018/19 (Bilanzstichtag: 30. September 2019) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2019 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2019/20 verpflichtend anzuwenden:

Inkrafttreten1)
01.01.2019
01.01.2019
01.01.2019
01.01.2019
01.01.2019
01.01.2019
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Auswirkungen des erstmals verpflichtend anzuwendenden IFRS 16 werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert. Durch die erstmalige verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 wurde vom IASB im Jänner 2016 veröffentlicht und ersetzt mit 1. Jänner 2019 IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2019 beginnen. IFRS 16 enthält sowohl eine geänderte Definition des Begriffs Leasingvertrag als auch wesentlich geänderte Regeln zur Bilanzierung beim Leasingnehmer. Der neue Standard verfolgt das Ziel, dass nahezu alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beim Leasingnehmer in der Bilanz als Nutzungsrecht bzw. als Leasingverbindlichkeit erfasst werden, wodurch die frühere Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt. Die aus Leasingnehmersicht wichtigsten Anwendungsfälle im EVN Konzern stellen Pacht- und Dienstbarkeitsverträge, gemietete Geschäftsflächen sowie Lagerplätze dar, bei denen eine entsprechend langfristige

Leasingdauer unterstellt wird. Die Regelungen für die Bilanzierung beim Leasinggeber unterscheiden sich nicht wesentlich von den bis dato angewendeten Regelungen des IAS 17. Die Geschäftsfälle, in denen die EVN als Leasinggeber auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Umstellung auf IFRS 16

Die Umstellung auf IFRS 16 wird bei der EVN nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz vorgenommen, die Vorjahreszahlen werden deshalb nicht angepasst. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dabei dem abgezinsten Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen unter Anwendung eines Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung.

Das Wahlrecht, das Nutzungsrecht in Höhe der Leasingverbindlichkeit abzüglich im Voraus geleisteter Leasingzahlungen anzusetzen, wird in Anspruch genommen. Die EVN unterscheidet in Nichtleasing- und Leasingkomponenten und verzichtet damit auf das Wahlrecht gemäß IFRS 16.15. Ebenso verzichtet sie auf eine erneute Beurteilung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis im Sinn des IFRS 16 enthält oder nicht, sofern dieses zum Erstanwendungszeitpunkt bereits bestand. Im Umkehrschluss wird IFRS 16 nicht auf Vereinbarungen angewendet, die nach IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Vereinbarung ohne Leasingverhältnis eingestuft wurden. Für Leasinggegenstände von geringem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) bzw. Leasingverträge, deren Restlaufzeit zum Erstanwendungszeitpunkt zwölf Monate oder weniger beträgt, wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht. Diese Zahlungen werden weiterhin im sonstigen Aufwand erfasst. Ebenso wird im Rahmen der Übergangserleichterungen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Wertminderungsprüfung zu verzichten. Stattdessen wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bewertet, ob es sich bei den identifizierten Leasingverträgen um belastende Verträge handelt. Sollte dies der Fall sein, würde das aktivierte Nutzungsrecht um eine allenfalls bestehende Rückstellung gekürzt werden.

Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16

Die EVN hat IFRS 16 erstmals zum 1. Oktober 2019 angewendet. Wie bereits erläutert, wurden die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden nicht angepasst.

Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf den Abschluss des EVN Konzerns, insbesondere auf die Konzern-Bilanz dargestellt.

Anpassungen in
der Konzern-Bilanz
Mio. EUR
30.09.2019 Anpassungen
IFRS 16
01.10.2019
Aktiva
Lfr. Vermögenswerte
Nutzungsrechte 74,7 74,7
7.330,9 74,7 7.405,6
Kfr. Vermögenswerte
857,7 857,7
Summe Aktiva 8.188,6 74,7 8.263,3
Passiva
Eigenkapital
4.552,1 4.552,1
Lfr. Schulden
Übrige lfr. Schulden 46,2 69,7 115,9
2.733,2 69,7 2.802,9
Kfr. Schulden
Übrige kfr. Schulden 304,9 5,0 309,9
903,3 5,0 908,3
Summe Passiva 8.188,6 74,7 8.263,3

In der Konzern-Bilanz führte die Erstanwendung des Standards zu einem Anstieg der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeiten in gleicher Höhe. Die neuen Bilanzierungsvorschriften führten bei der EVN zu einem geringen Rückgang der Eigenkapitalquote und zugleich zu einem leichten Anstieg der Nettoverschuldung.

Auswirkungen auf die Konzern
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Mio. EUR
2019/20
1. Quartal
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,3
EBITDA 1,3
Abschreibungen –0,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 0,5
Zinsaufwendungen –0,1
Finanzergebnis –0,1

Zahlungen aus Leasingverhältnissen werden seit 1. Oktober 2019 in eine Zins- und eine Tilgungskomponente gesplittet. Die aktivierten Nutzungsrechte werden über die definierte Nutzungsdauer abgeschrieben. Insofern ergibt sich aus der Umstellung im 1. Quartal 2019/20 ein EBITDA-Effekt in Höhe von 1,3 Mio. Euro.

Der geänderte Ausweis der Leasingzahlungen hat zu geringfügigen Umgliederungen innerhalb der Konzern-Geldflussrechnung der EVN geführt. Die Leasingzahlungen wurden vor Anwendung des IFRS 16 zur Gänze im Cash Flow aus dem operativen Bereich dargestellt. Nunmehr wird die Tilgungskomponente im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich und die Zinskomponente im Cash Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2019 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 29 inländische und 33 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2019: 29 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2019 wurden 19 Tochterunternehmen (30. September 2019: 19) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2018 63 1 16 80
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
Umgründungen –1 –1
30.09.2019 61 1 16 78
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen
31.12.2019 62 1 16 79
davon ausländische
Unternehmen
33 1 5 39

Die WTE O&M Kuwait Sewerage Treatment O.P.C. ist eine kuwaitische 100%-Tochtergesellschaft und wurde mit 1. Oktober 2019 erstmals vollkonsolidiert.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Umsatzerlöse nach Produkten
Mio. EUR
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
Strom 394,8 416,4
Erdgas 50,2 60,3
Wärme 47,2 45,7
Umweltdienstleistungen 36,8 20,1
Sonstige Umsätze 47,2 53,5
Summe 576,2 596,0
Umsatzerlöse nach Ländern
Mio. EUR
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
Österreich 308,7 353,3
Deutschland 18,2 7,2
Bulgarien 146,3 133,2
Nordmazedonien 91,4 96,6
Sonstige 11,7 5,7
Summe 576,2 596,0

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
Mio. EUR
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
EVN KG 6,3 –16,0
RAG 12,7 6,5
Energie Burgenland 4,9 6,8
ZOV; ZOV UIP 2,3 4,3
Verbund Innkraftwerke 0,4
Andere Gesellschaften 2,8 4,5
Summe 29,1 6,5

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter stieg im ersten Quartal 2019/20 auf 29,1 Mio. Euro an (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Ergebnis der EVN KG. Im Vorjahr war das Ergebnis der EVN KG durch stichtagsbedingte Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet gewesen.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2019 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.068.106 Stück (31. Dezember 2018: 177.994.578 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 82,9 Mio. Euro (Vorjahr: 59,1 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Quartal 2019/20 ein Ergebnis je Aktie von 0,47 Euro (Vorjahr: 0,33 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2019/20 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 76,2 Mio. Euro (Vorjahr: 79,5 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,5 Mio. Euro) verkauft.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 2.085,8 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.963,3 Mio. Euro, der sich damit gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 239,6 Mio. Euro reduzierte. Die Anpassungen an geänderte

Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Im Umlauf befindliche Aktien
Stück
2019/20
1. Quartal
Stand 30.09.2019 178.068.106
Erwerb eigener Aktien
Stand 31.12.2019 178.068.106

Zum Stichtag 31. Dezember 2019 hielt die EVN 1.810.296 Stück eigene Aktien (das sind 1,01 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 19,7 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 91. Hauptversammlung der EVN hat am 16. Jänner 2020 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2018/19 eine Basisdividende in Höhe von 0,47 Euro pro Aktie zuzüglich einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro pro Aktie anlässlich des 30-jährigen Börsejubiläums der EVN auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 89,0 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2020, Dividendenzahltag der 24. Jänner 2020.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.12.2019 30.09.2019
Anleihen 515,1 519,3
Bankdarlehen 455,6 470,7
Summe 970,6 990,0

Der Rückgang der Anleihen um 4,3 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos der JPY-Anleihe. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind Schuldscheindarlehen in Höhe von 87,5 Mio. Euro (Vorjahr: 121,5 Mio. Euro) enthalten, die im Oktober 2012 emittiert wurden.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Energie Erzeugung Netze Südosteuropa
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
Außenumsatz 129,9 168,3 32,6 33,6 133,3 139,2 238,4 230,7
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 1,2 1,3 41,2 58,1 11,4 13,6 0,2 0,3
Gesamtumsatz 131,1 169,5 73,8 91,7 144,7 152,8 238,6 231,0
Operativer Aufwand –107,6 –161,9 –40,0 –47,3 –76,1 –72,5 –205,3 –207,9
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
8,2 –13,6 0,6 0,8
EBITDA 31,7 –6,0 34,5 45,2 68,6 80,3 33,3 23,1
Abschreibungen –5,0 –4,8 –16,6 –15,1 –32,3 –30,4 –17,8 –15,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 26,7 –10,8 17,9 30,0 36,2 49,9 15,5 7,6
Finanzergebnis –0,4 –0,5 –4,5 –4,3 –3,1 –4,3 –5,4 –5,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 26,3 –11,3 13,3 25,7 33,1 45,7 10,1 2,3
Gesamtvermögen 829,7 814,1 1.205,2 1.136,5 2.031,5 1.921,1 1.254,3 1.221,1
Investitionen1) 6,5 1,4 6,1 24,6 32,8 26,7 35,0 24,8
Umwelt Alle sonstigen Segmente Konsolidierung Summe
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
Außenumsatz 36,8 20,1 5,2 4,1 576,2 596,0
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 0,1 0,1 17,1 16,1 –71,2 –89,4
Gesamtumsatz 36,9 20,2 22,3 20,2 –71,2 –89,4 576,2 596,0
Operativer Aufwand –34,1 –17,9 –22,3 –20,7 70,6 89,0 –414,7 –439,2
Ergebnisanteil der at Equity ein
bezogenen Unternehmen operativ
2,7 6,0 17,5 13,3 29,1 6,5
EBITDA 5,5 8,4 17,6 12,7 –0,6 –0,5 190,6 163,2
Abschreibungen –3,0 –2,8 –0,5 –0,4 3,6 3,3 –71,8 –65,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 2,5 5,5 17,0 12,3 3,0 2,8 118,8 97,4
Finanzergebnis –1,1 –1,2 17,8 15,3 –13,9 –15,2 –10,7 –15,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,4 4,4 34,8 27,6 –10,9 –12,4 108,1 81,9
Gesamtvermögen 692,5 642,8 4.348,7 3.979,6 –2.396,1 –2.193,3 7.965,6 7.522,0
Investitionen1) 2,6 2,2 0,6 0,6 –7,4 –0,8 76,2 79,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als

Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

31.12.2019 30.09.2019
Klassen Bewertungs
kategorie
Fair-Value
Hierarchie
(IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Beteiligungen FVOCI Stufe 3 118,0 118,0 118,0 118,0
Andere Beteiligungen FVOCI Stufe 1 1.963,3 1.963,3 2.202,9 2.202,9
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 104,8 104,8 97,6 97,6
Ausleihungen AC Stufe 2 33,2 39,5 33,0 40,4
Forderungen aus Leasinggeschäften AC Stufe 2 17,9 18,9 18,3 19,8
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 5,4 5,4
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 2,5 2,5 6,5 6,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und
übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen AC 325,4 325,4 327,2 327,2
Forderungen aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 16,8 16,8 33,6 33,6
Wertpapiere FVTPL Stufe 1 59,4 59,4 89,7 89,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten AC 183,7 183,7 246,6 246,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen AC Stufe 2 515,1 600,4 519,3 615,8
Bankdarlehen AC Stufe 2 455,6 524,9 470,7 559,9
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten AC Stufe 2 3,7 4,1 3,9 4,2
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen AC 0,2 0,2 0,2 0,2
Sonstige übrige Schulden AC 21,7 21,7 22,0 22,0
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 4,6 4,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 12,3 12,3 15,7 15,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten AC 63,3 63,3 68,8 68,8
Lieferantenverbindlichkeiten AC 259,4 259,4 301,0 301,0
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 136,8 136,8 163,5 163,5
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften FVTPL Stufe 2 8,5 8,5 16,3 16,3
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 4,8 4,8 5,2 5,2
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis
FVOCI 2.081,2 2.320,8
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 181,1 226,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete
finanzielle Vermögenswerte und Schulden
AC 2.016,0 2.174,3
Finanzielle Schulden, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
FVTPL 8,5 20,8

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, die die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

2019/20
1. Quartal
2018/19
1. Quartal
53,4 95,8
16,5 33,2
22,8 30,9
27,7 17,6

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2019 um 32,7 Mio. Euro auf 401,3 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei sinkenden Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei steigenden Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2019 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 24,1 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 289,0 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2019 und dem Redaktionsschluss dieses Konzern-Zwischenabschlusses am 24. Februar 2020 traten folgende Ereignisse auf:

Durch einen per 1. Jänner 2020 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden bei Strom um durchschnittlich 0,3 % erhöht und bei Erdgas um durchschnittlich 8,1 % reduziert.

Am 23. Jänner 2020 erhielt das Konsortium, dem die WTE Wassertechnik und ein kuwaitischer Finanzinvestor zu je 50 % angehören, den Zuschlag zur Errichtung des Abwasseraufbereitungsprojekts Umm Al Hayman in Kuwait. Hierfür unterzeichneten das Ministry of Public Works in Kuwait und die für dieses Projekt gegründete Projektgesellschaft (mittelbarer WTE-Anteil von 20 %) die Vereinbarung zur Errichtung und Umsetzung des Abwasseraufbereitungsprojekts im Rahmen einer Public-Private-Partnership. Die WTE Wassertechnik wird als Generalunternehmer die Planung und den Bau insbesondere einer Kläranlage (Auftragswert umgerechnet rund 600 Mio. Euro) sowie – mit Partnern – eines Kanalnetzes mit Pumpstationen (Auftragswert umgerechnet rund 950 Mio. Euro) verantworten.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1. Halbjahr 2019/20 28.05.2020
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2019/20 27.08.2020
Jahresergebnis 2019/20 16.12.2020
Basisinformationen2)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A1, stabil (Moody's); A, stabil (Standard & Poor's)

1) Vorläufig

2) Per 31. Dezember 2019

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030 Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 24. Februar 2020