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EVN AG — Interim / Quarterly Report 2019
May 29, 2019
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Interim / Quarterly Report
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Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2018/19 Neue Herausforderungen.Neue Möglichkeiten. Neue Horizonte.
- Oktober 2018 – 31. März 2019
Halbjahresfinanzbericht
Mistelbach
Deutsch-Wagram
Bruck/Leitha
Geplant Eröffnet
Stockerau
Hollabrunn
Baden
Wr. Neustadt
Neunkirchen
Mödling
Tulln
Krems
Horn
St. Pölten
Inhalt
| Kennzahlen | 3 |
|---|---|
| Highlights | 4 |
| Zwischenlagebericht | 5 |
| Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld | 5 |
| Geschäftsentwicklung | 7 |
| Risikobericht | 9 |
| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen |
12 |
| Entwicklung der Segmente | 13 |
| Konzern-Zwischenabschluss | 22 |
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 22 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 23 |
| Konzern-Bilanz | 24 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 25 |
| Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung | 26 |
| Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss | 27 |
| Anpassungen in der Konzern-Bilanz | 31 |
| Anpassungen im Eigenkapital | 32 |
| Erklärung des Vorstands | 38 |
| Die EVN auf dem Kapitalmarkt | 39 |
| Die EVN Aktie | 39 |
| Aktionärsstruktur | 40 |
| Externe Ratings | 40 |
Kennzahlen
| 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
+/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
2017/18 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verkaufsentwicklung | ||||||||
| Stromerzeugung | GWh | 2.976 | 3.318 | –10,3 | 1.427 | 1.631 | –12,5 | 5.526 |
| davon erneuerbare Energie | GWh | 1.184 | 1.167 | 1,5 | 664 | 590 | 12,7 | 2.213 |
| Stromverkauf an Endkunden | GWh | 10.710 | 10.155 | 5,5 | 5.692 | 5.461 | 4,2 | 18.413 |
| Gasverkauf an Endkunden | GWh | 4.002 | 4.413 | –9,3 | 2.252 | 2.518 | –10,6 | 5.178 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | GWh | 1.569 | 1.630 | –3,7 | 852 | 902 | –5,6 | 2.219 |
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||||
| Umsatzerlöse1) | Mio. EUR | 1.246,1 | 1.249,0 | –0,2 | 650,1 | 656,5 | –1,0 | 2.078,7 |
| EBITDA | Mio. EUR | 330,3 | 470,8 | –29,9 | 167,1 | 239,2 | –30,2 | 671,8 |
| EBITDA-Marge2) | % | 26,5 | 37,7 | –11,2 | 25,7 | 36,4 | –10,7 | 32,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio. EUR | 198,1 | 340,3 | –41,8 | 100,6 | 174,4 | –42,3 | 392,9 |
| EBIT-Marge2) | % | 15,9 | 27,2 | –11,4 | 15,5 | 26,6 | –11,1 | 18,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio. EUR | 175,0 | 315,3 | –44,5 | 93,1 | 161,1 | –42,2 | 355,7 |
| Konzernergebnis | Mio. EUR | 129,0 | 229,4 | –43,8 | 69,8 | 117,2 | –40,4 | 254,6 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,72 | 1,29 | –43,8 | 0,39 | 0,66 | –40,4 | 1,43 |
| Bilanz | ||||||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 7.532,2 | 6.753,9 | 11,5 | 7.532,2 | 6.753,9 | 11,5 | 7.831,1 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 4.160,6 | 3.428,7 | 21,3 | 4.160,6 | 3.428,7 | 21,3 | 4.092,6 |
| Eigenkapitalquote2) | % | 55,2 | 50,8 | 4,5 | 55,2 | 50,8 | 4,5 | 52,3 |
| Nettoverschuldung3) | Mio. EUR | 1.041,3 | 1.128,2 | –7,7 | 1.041,3 | 1.128,2 | –7,7 | 963,7 |
| Gearing2) | % | 25,0 | 32,9 | –7,9 | 25,0 | 32,9 | –7,9 | 23,5 |
| Cash Flow und Investitionen | ||||||||
| Cash Flow aus dem Ergebnis | Mio. EUR | 389,2 | 438,4 | –11,2 | 188,5 | 205,3 | –8,2 | 560,3 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | Mio. EUR | 107,1 | 253,9 | –57,8 | 114,7 | 138,5 | –17,2 | 603,5 |
| Investitionen4) | Mio. EUR | 134,5 | 136,0 | –1,2 | 54,9 | 74,1 | –25,9 | 356,4 |
| Performance der EVN Aktie | ||||||||
| Kurs per Ultimo | EUR | 12,98 | 15,86 | –18,2 | 12,98 | 15,86 | –18,2 | 16,88 |
| Aktienumsatz5) | Mio. EUR | 91,8 | 100,9 | –9,0 | – | – | – | 169,7 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo | Mio. EUR | 2.335 | 2.853 | –18,2 | 2.335 | 2.853 | –18,2 | 3.036 |
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | Ø | 6.876 | 6.818 | 0,9 | 6.831 | 6.811 | 0,3 | 6.831 |
EVN Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2018/19 3
1) Vergleichsinformationen für das erste Halbjahr 2017/18 und für das Geschäftsjahr 2017/18 wurden angepasst – siehe Kapitel
"Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
2) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
3) Inkl. langfristige Personalrückstellungen
4) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
5) Wiener Börse, Einmalzählung
Highlights
Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2018/19
- Entwicklung im Rahmen der Erwartungen leitet die nach zwei durch Einmaleffekte geprägten Geschäftsjahren – prognostizierte Rückkehr des Konzernergebnisses 2018/19 auf historische Niveaus ein
- Umsatzerlöse nahezu stabil sowie Rückgang in EBITDA (–29,9 %), EBIT (–41,8 %) und Konzernergebnis (–43,8 %)
Unterschiedliche operative Einflussfaktoren
- Milde Witterung beeinflusst energiewirtschaftliches Ergebnis
- Preis- und Mengeneffekte dämpfen Ergebnisentwicklung im Segment Netze
- Sehr gutes Winddargebot kompensiert geringere Ergebnisbeiträge aus der thermischen Erzeugung
- Vertragliche Bereitstellung der thermischen Kraftwerke im Winterhalbjahr 2018/19 deutlich unter Vorjahresumfang (430 MW verglichen mit 1.090 MW im Vorjahr)
- Einsatz für süddeutschen Raum durch Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone seit 1. Oktober 2018 nicht mehr möglich
Gestiegene Großhandelspreise führen zu Rückgang im Vertriebsergebnis
- Negativer Effekt aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG
- Weitergabe gestiegener Beschaffungskosten für Strom und Erdgas an Haushaltskunden im Rahmen der EnergieAllianz ab 1. Juni 2019
Weiterhin dynamische Expansion der Windkraft-Erzeugungskapazitäten
- Anstieg der installierten Leistung auf 336 MW
- Planmäßiger Baufortschritt bei drei weiteren Windparks mit einer Gesamtleistung von 31 MW
Investitionsstrategie mit klarem Fokus auf regulierte und stabile Aktivitäten
- Jährliche Investitionen von bis zu 400 Mio. Euro in den nächsten Jahren
- Davon jeweils rund 300 Mio. Euro pro Jahr für Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
Verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Betrieb von Erdgasnetzen in Kroatien
• Konzession zur Versorgung der beiden Gespanschaften Split-Dalmatien und Šibenik-Knin von 30 auf 50 Jahre verlängert (neues Laufzeitende: 2060)
Entscheidung im Schiedsverfahren gegen die Republik Bulgarien
- Bereits im Februar 2017 außergerichtliche Einigung mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK über Teile der geltend gemachten Ansprüche
- Kein weiterer Ersatz von Ansprüchen laut Entscheidung des Schiedsgerichts vom 10. April 2019
Erfolge im internationalen Projektgeschäft
- Übergabe eines fertiggestellten Kläranlagenprojekts in Kroatien
- Auftragseingang für vier neue Generalunternehmeraufträge in Polen und Litauen mit einem Gesamtwert von rund 65 Mio. Euro1)
Verbesserte Rating-Einstufung durch beide Rating-Agenturen
- Standard & Poor's: Rating von A– auf A angehoben, Ausblick stabil1)
- Moody's: Rating von A2 auf A1 angehoben, Ausblick stabil2)
- EVN strebt auch in Zukunft Ratings im soliden A-Bereich an
Bestätigung des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018/19
- Das Geschäftsjahr 2017/18 war insbesondere im zweiten Halbjahr durch den starken Anstieg der Energiepreise positiv beeinflusst. Daraus resultierte ein außerordentlicher unbarer Ergebniseffekt aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften. Vor diesem Hintergrund sowie unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird für das Geschäftsjahr 2018/19 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 160 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro erwartet.
- Die künftigen regulatorischen Rahmenbedingungen in Südosteuropa sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.
1) Stand: April 2019 2) Stand: Mai 2019
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
| BIP-Wachstum | % | 2020f | 2019f | 2018 | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-281) 2) | 1,7 | 1,4–1,5 | 2,0 –2,1 | 2,6 | 2,1 | |
| Österreich2)3) | 1,6–1,8 | 1,5–1,7 | 2,7 | 2,6 | 2,0 | |
| Bulgarien1)2)4)5) | 2,5–3,4 | 3,0–3,3 | 3,1–3,3 | 3,8 | 3,9 | |
| Kroatien1)2)4)6) | 2,0–2,5 | 2,5–2,6 | 2,6 –2,7 | 2,9 | 3,5 | |
| Nordmazedonien5) 6) | 3,1–3,2 | 2,9–3,0 | 2,5 –2,7 | 0,2 | 2,8 |
1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2019", EU-Kommission, Mai 2019
2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2019–2020", IHS, März 2019
3) Quelle: "Prognose für 2019 und 2020: Stabilisierung der Konjunktur im 2. Halbjahr 2019", WIFO, März 2019
4) Quelle: "Strategie Österreich & CEE 2. Quartal 2019", Raiffeisen Research, März 2019
5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Jänner 2019
6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2019
Wirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft hat in der zweiten Jahreshälfte 2018 merklich an Schwung verloren. Während das Wachstumstempo in den USA dabei – angetrieben durch kräftige Fiskalimpulse – hoch blieb, verlangsamte sich die Konjunktur in der Europäischen Union. Die allgemein hohe Unsicherheit, etwa im Hinblick auf die Ausgestaltung des Brexit und die weitere Entwicklung der handelspolitischen Konflikte, spiegelte sich in einer Verschlechterung der konjunkturrelevanten Stimmungsindikatoren wider. Nach einem Wachstum in der Europäischen Union von ca. 2 % im Jahr 2018 erwarten die Wirtschaftsforscher in diesem Umfeld ein BIP-Wachstum von rund 1,4 % für 2019 und von 1,7 % für 2020.
Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten stellen auch für die österreichische Wirtschaft ein bedeutendes Abwärtsrisiko dar. Tatsächlich hat der Aufschwung der heimischen Wirtschaft nach dem kräftigen Wachstum zu Jahresbeginn 2018 im Jahresverlauf an Dynamik verloren. Die Verschlechterung der Konjunkturaussichten im Euroraum trifft dabei vor allem die exportorientierte heimische Industrie, während sich das Konsumentenvertrauen weiterhin auf hohem Niveau hält. Insbesondere der private Konsum bleibt eine wesentliche Konjunkturstütze. Die Wachstumserwartungen für Österreich entsprechen jenen für die Europäische Union: 2019 sollte das Wirtschaftswachstum zwischen 1,5 % und 1,7 % zu liegen kommen und 2020 dann auf einen Wert zwischen 1,6 % und 1,8 % leicht ansteigen.
| Energiewirtschaftliches Umfeld | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | |||||
| Österreich | % | 93,6 | 107,8 | 97,0 | 112,7 |
| Bulgarien | % | 94,0 | 95,8 | 88,4 | 99,4 |
| Nordmazedonien | % | 97,8 | 99,9 | 98,2 | 98,9 |
| Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate | |||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 58,8 | 53,5 | 55,2 | 54,7 |
| Gas – NCG2) | EUR/MWh | 22,0 | 20,5 | 19,2 | 21,9 |
| Kohle – API#23) | EUR/Tonne | 75,7 | 75,0 | 68,0 | 70,7 |
| CO2-Emissionszertifikate | EUR/Tonne | 21,0 | 8,6 | 22,8 | 9,8 |
| Strom – EEX Forwardmarkt4) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 47,0 | 35,6 | 49,3 | 36,8 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 59,4 | 45,7 | 62,2 | 43,7 |
| Strom – EPEX Spotmarkt5) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 53,3 | 34,4 | 46,6 | 35,6 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 63,0 | 45,2 | 55,3 | 44,1 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte.
2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas
3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX
5) EPEX Spot – European Power Exchange
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen – Konzern GWh |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
Absolut | +/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromerzeugung | 2.976 | 3.318 | 342 | –10,3 | 1.427 | 1.631 | –12,5 |
| Erneuerbare Energie | 1.184 | 1.167 | 18 | 1,5 | 664 | 590 | 12,7 |
| Wärmekraftwerke | 1.792 | 2.151 | –359 | –16,7 | 762 | 1.041 | –26,8 |
| Netzabsatz | |||||||
| Strom | 12.297 | 12.329 | –32 | –0,3 | 6.355 | 6.458 | –1,6 |
| Erdgas1) | 10.695 | 12.418 | –1.723 | –13,9 | 5.307 | 6.511 | 0,4 |
| Energieverkauf an Endkunden | |||||||
| Strom | 10.710 | 10.155 | 554 | 5,5 | 5.692 | 5.461 | 4,2 |
| davon Mittel- und Westeuropa2) | 4.099 | 3.748 | 350 | 9,4 | 2.184 | 2.000 | 9,2 |
| davon Südosteuropa | 6.611 | 6.407 | 204 | 3,2 | 3.508 | 3.461 | 1,3 |
| Erdgas | 4.002 | 4.413 | –411 | –9,3 | 2.252 | 2.518 | –10,6 |
| Wärme | 1.569 | 1.630 | –61 | –3,7 | 852 | 902 | –5,6 |
| davon Mittel- und Westeuropa2) | 1.394 | 1.452 | –58 | –4,0 | 752 | 792 | –5,2 |
| davon Südosteuropa | 175 | 178 | –3 | –1,6 | 100 | 110 | –8,3 |
1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN
2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.
In Bulgarien setzt sich das durch die Binnennachfrage getriebene Wachstumsmuster fort – der wesentliche Wachstumstreiber ist und bleibt der Konsum, der sich auf steigende Löhne und Einkünfte privater Haushalte stützt. Zweiter bedeutsamer Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind daneben die anhaltenden staatlichen Investitionen. Vor diesem Hintergrund wird auch die Arbeitslosenquote auf dem aktuell niedrigen Niveau von 5,3 % verbleiben. Nach einem Wirtschaftswachstum von etwa 3,2 % im Jahr 2018 wird für 2019 mit einem Zuwachs zwischen 3,0 % und 3,3 % und für 2020 mit einem Anstieg zwischen 2,5 % und 3,4 % gerechnet.
Ähnlich positiv sind auch die Erwartungen für Kroatien. Als Wachstumstreiber fungieren hier zurzeit vor allem der Konsum der Haushalte und die Investitionstätigkeit, und daran sollte sich auch in der nächsten Zukunft nichts ändern. Aufgrund des strategischen Ziels der Regierung, so bald wie möglich dem Euroraum beizutreten, wird die kroatische Fiskalpolitik 2019 auf die Beibehaltung eines nahezu ausgewogenen Haushalts und eine weitere Reduktion der Staatsschuldenquote ausgerichtet bleiben. Die Prognosen für 2019 gehen von einem Wachstum von 2,5 % bis 2,6 % aus, jene für 2020 von einem BIP-Zuwachs zwischen 2,0 % und 2,5 %.
In Nordmazedonien ist die Wirtschaft 2017 kaum gewachsen. Die Regierung zeigte sich durch die politische Krise in vielen Punkten praktisch handlungsunfähig, sodass z. B. öffentliche Infrastrukturprojekte auf Eis gelegt wurden. Mittlerweile gilt die Krise jedoch als überwunden. Positive Impulse setzen nun vor allem die weiterhin florierenden Exporte und die wieder erstarkten Investitionen. Hilfreich ist darüber hinaus die Beilegung des Namensstreits mit Griechenland, die auch den Weg für Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union freimacht. Die Wachstumserwartungen liegen für 2019 zwischen 2,9 % und 3,0 %, jene für 2020 bewegen sich zwischen 3,1 % und 3,2 %.
Energiewirtschaftliches Umfeld
Die Temperaturen lagen im ersten Halbjahr 2018/19 in allen drei Kernmärkten der EVN über dem langjährigen Durchschnitt. In Österreich reduzierte sich die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten Energiebedarf – im Vorjahresvergleich um 14,2 Prozentpunkte. In Südosteuropa fiel der Rückgang moderater aus: In Bulgarien reduzierte sich die Heizgradsumme um 1,8 Prozentpunkte, in Nordmazedonien um 2,1 Prozentpunkte.
Der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas legte im ersten Halbjahr 2018/19 um 7,2 % auf 22,0 Euro pro MWh zu. Demgegenüber blieben die Durchschnittpreise für Kohle in der Berichtsperiode mit 75,7 Euro pro Tonne auf dem Niveau des Vorjahres. Der Preisanstieg bei den CO2-Emissionszertifikaten setzte sich hingegen fort; mit 21,0 Euro pro Tonne lagen die Preise deutlich über dem Vorjahreswert. Neben dem reduzierten Angebot an Emissionszertifikaten – bedingt durch eine künstliche Verknappung – ist dieser Anstieg auch auf die positive Konjunkturentwicklung und die dadurch zusätzlich gestiegene Nachfrage der Industrie nach Zertifikaten zurückzuführen. Zudem hat das Europäische Parlament im Februar 2018 eine noch stärkere Verknappung der Emissionszertifikate ab dem Jahr 2021 beschlossen.
In der Berichtsperiode zogen auch die Marktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom an: Die Terminmarktpreise für Grundlaststrom notierten mit 47,0 Euro pro MWh um 32,0 %, jene für Spitzenlaststrom mit 59,4 Euro pro MWh um 30,1 % über dem jeweiligen Wert des Vorjahres. Noch steiler war die Entwicklung im Spotmarkt: Hier lagen die Preise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom im ersten Halbjahr 2018/19 mit 53,3 Euro pro MWh sogar um 55,0 % bzw. mit 63,0 Euro pro MWh um 39,3 % über den Vorjahreswerten. Diese Entwicklung beruht vor allem auf dem Preisanstieg bei den CO2-Emissionszertifikaten und den höheren Beschaffungspreisen für

EBIT nach Segmenten 1. Halbjahr Mio. EUR 2017/18 2018/19 Netze 87,4 Erzeugung 67,7 Energie –25,0 123,7 80,4 76,0
Umwelt
Südosteuropa 24,3
30,6
34,5
7,5
5,1
15,1
Alle sonstigen Segmente
1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
Primärenergieträger. Die Trennung der gemeinsamen Preiszone von Österreich und Deutschland ab dem 1. Oktober 2018 hat im Winterhalbjahr zu einem höheren Strompreis in Österreich im Vergleich zu Deutschland geführt; die weitere Entwicklung ist zu beobachten.
Geschäftsentwicklung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Highlights
- Umsatz: –0,2 % auf 1.246,1 Mio. Euro
- EBITDA: –29,9 % auf 330,3 Mio. Euro
- EBIT: –41,8 % auf 198,1 Mio. Euro
- Finanzergebnis: +7,9 % auf –23,1 Mio. Euro
- Konzernergebnis: –43,8 % auf 129,0 Mio. Euro
Die Umsatzerlöse der EVN blieben in den ersten sechs Monaten 2018/19 mit 1.246,1 Mio. Euro nahezu stabil (Vorjahr: 1.249,0 Mio. Euro). Dem lagen gegenläufige Entwicklungen zugrunde: Positive Impulse gingen beispielsweise von Zuwächsen in der erneuerbaren Erzeugung, der Wärmeversorgung sowie Bewertungseffekten aus Absicherungsgeschäften für die Stromerzeugung aus. Gegenläufig dazu wirkten hingegen geringere Erlöse aus der thermischen Erzeugung, ein preis- und mengenbedingter Rückgang im Segment Netze sowie eine geänderte, ergebnisneutrale Verrechnungsmethodik für den sogenannten "Ökostrom-Zuschlag" in Bulgarien (siehe dazu auch die Erläuterungen zum Segment Südosteuropa).
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen – unter anderem getrieben durch positive Bestandsveränderungen im internationalen Projektgeschäft – um 34,8 % auf 61,4 Mio. Euro.
Auch beim Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger wirkten im Berichtszeitraum gegenläufige Effekte. So führten vorgelagerte Netzkosten und die Bewertung von Absicherungsge-
Struktur der Investitionen 1. Halbjahr
%, Gesamtsummen Mio. EUR

%
Bilanzstruktur zum Stichtag
schäften für Primärenergieträger und CO2 Emissionszertifikate zu einem Anstieg, während die erwähnte Änderung in der Verrechnung des Ökostrom-Zuschlags in Bulgarien sowie der geringere Einsatz der thermischen Kraftwerke aufwandsmindernd wirkten. In Summe verzeichnete diese Position mit 637,0 Mio. Euro einen Anstieg von 7,8 % im Vorjahresvergleich.
Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand hingegen lagen durch die Entwicklung im internationalen Projektgeschäft mit 122,5 Mio. Euro um 1,8 % unter dem Vorjahresniveau.
Einen Anstieg um 4,7 % auf 162,9 Mio. Euro zeigte aufgrund kollektivvertraglicher Anpassungen bei einem leicht gestiegenen durchschnittlichen Personalstand von 6.876 Mitarbeitern (Vorjahr: 6.818) der Personalaufwand.
Unter anderem begünstigt durch geringere Forderungsabschreibungen in Südosteuropa reduzierten sich dagegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6,1 % auf 59,4 Mio. Euro.
Der im ersten Halbjahr 2018/19 durch höhere Beschaffungskosten und stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastete Geschäftsverlauf der EVN KG führte in Kombination mit einem geringeren Ergebnisbeitrag der RAG zu einem Rückgang des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter auf 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 111,0 Mio. Euro).
Auf Basis dieser Entwicklungen ergab sich im Berichtszeitraum ein EBITDA von 330,3 Mio. Euro (Vorjahr: 470,8 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge verringerte sich von 37,7 % auf 26,5 %.
Während sich die planmäßigen Abschreibungen investitionsbedingt leicht auf 133,2 Mio. Euro (Vorjahr: 129,9 Mio. Euro) erhöhten, veränderten sich auch die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im ersten Halbjahr 2018/19 durch eine Zuschreibung infolge der Konzessionsverlängerungen in Kroatien (siehe dazu auch die Erläuterungen zum Segment Südosteuropa). In Summe betrugen die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 1,0 Mio Euro (Vorjahr: –0,6 Mio. Euro). Damit ergab sich im Berichtszeitraum ein EBIT von 198,1 Mio. Euro (Vorjahr: 340,3 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis verbesserte sich von –25,1 Mio. Euro auf –23,1 Mio. Euro.
Per Saldo errechnete sich daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 175,0 Mio. Euro; es lag um 44,5 % unter dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: 69,6 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 129,0 Mio. Euro (Vorjahr: 229,4 Mio. Euro).
Geldflussrechnung
Der Cash Flow aus dem Ergebnis der EVN lag im ersten Halbjahr 2018/19 mit 389,2 Mio. Euro um 11,2 % unter dem Vorjahreswert, hauptsächlich geprägt durch den im Berichtszeitraum verzeichneten Rückgang im Ergebnis vor Ertragsteuern. Gegenläufig wirkte hingegen das geringere nicht zahlungswirksame Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen.
Der Cash Flow aus dem operativen Bereich – er belief sich auf 107,1 Mio. Euro (Vorjahr: 253,9 Mio. Euro) – war durch die stichtagsbedingt negative Entwicklung des Working Capital belastet.
Im Cash Flow aus dem Investitionsbereich schlug sich die Reduktion der Veranlagungen in Cash Fonds sowie in Wertpapieren des R 138-Fonds nieder, nachdem diese Veranlagungen im Vorjahr erhöht worden waren. Die Nettoinvestitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen – mit Schwerpunkten in den Bereichen Netzinfrastruktur, Windkraft und Trinkwasserversorgung – leicht über dem Vorjahresniveau. Per Saldo belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit auf 4,4 Mio. Euro (Vorjahr: –196,7 Mio. Euro).
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug im Berichtszeitraum –156,4 Mio. Euro (Vorjahr: –118,3 Mio. Euro) und bildet neben der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017/18 auch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten ab.
In Summe errechnet sich für das erste Halbjahr 2018/19 ein Cash Flow von –44,9 Mio. Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich per 31. März 2019 auf 169,6 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe vertraglich zugesagte, nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 492,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.
Bilanz
Die Bilanzsumme lag per 31. März 2019 mit 7.532,2 Mio. Euro um 3,8 % unter dem Wert zum 30. September 2018.
Verantwortlich für diesen Rückgang waren zum einen die langfristigen Vermögenswerte, die – vor allem getrieben durch den negativen Ergebnisbeitrag der EVN KG und deren Ergebnisausschüttung für das Jahr 2017/18 – um 2,8 % auf 6.692,2 Mio. Euro abnahmen. Doch auch das übrige langfristige Vermögen zeigte sich hier im Stichtagsvergleich niedriger. Hauptgründe dafür waren eine Reduktion der Veranlagung in langfristige Wertpapiere im R 138-Fonds sowie ein Rückgang der Forderungen aus derivativen Geschäften, der die – von den gestiegenen Großhandelspreisen verursachte – geringere Bewertung von Derivaten im Energiebereich widerspiegelt. Ein weiterer Faktor war die Umgliederung von Vorräten in den kurzfristigen Bereich. Die in den sonstigen Beteiligungen ausgewiesenen Verbund-Aktien entwickelten sich ihrem Stichtagskurs entsprechend – er lag per 31. März 2019 bei 42,78 Euro (30. September 2018: 42,42 Euro) – nahezu stabil. Dasselbe gilt für die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen ebenfalls um 11,5 % auf 840,0 Mio. Euro ab, hervorgerufen vor allem durch stichtagsbedingte Rückgänge bei den Veranlagungen in Cash-Fonds, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Forderungen. Demgegenüber stiegen die Vorräte durch Zuwächse bei den nicht abgerechneten Kundenaufträgen sowie den Primärenergievorräten, die unter anderem durch die erwähnte Umgliederung einer Vorratsposition vom lang- in den kurzfristigen Bereich beeinflusst waren.
Das Eigenkapital belief sich per 31. März 2019 auf 4.160,6 Mio. Euro und lag damit trotz der im Jänner 2019 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017/18 um 1,7 % über dem Wert zum 30. September 2018. Positiv wirkten hier das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sowie Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. März 2019 55,2 % (30. September 2018: 52,3 %).
Die langfristigen Schulden der EVN gingen im Berichtszeitraum um 2,8 % auf 2.596,5 Mio. Euro zurück. Die wesentlichen Treiber dafür waren die Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich sowie eine Reduktion der langfristigen Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften und der langfristigen Steuerverbindlichkeiten.
Ebenfalls rückläufig zeigten sich die kurzfristigen Schulden mit einer Abnahme um 27,4 % auf 775,1 Mio. Euro. Hauptgründe dafür waren Rückgänge bei den Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen, den Lieferantenverbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften. Gegenläufig wirkten höhere kurzfristige Steuerverbindlichkeiten.
Risikobericht
gemäß § 125 Abs. 4 Börsegesetz 2018
Risikoprofil
Das Risikoprofil des EVN Konzerns ist vor allem durch die branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten und insbesondere durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen geprägt. Gegenwärtig sind keine Risiken für die Zukunft erkennbar, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.
Das identifizierte Gesamtrisikoprofil hat sich seit dem Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 30. September 2018 nicht wesentlich verändert und bleibt daher auch noch für die restlichen sechs Monate des Geschäftsjahres 2018/19 aufrecht. Nachfolgend sollen die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten zusammenfassend erläutert werden. Die Kategorisierung folgt dabei dem EVN Risikomanagementprozess.
Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | ||
| Deckungsbeitragsrisiko (Preis- und Mengeneffekte) |
Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen der geplanten Deckungsbeiträge • Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs und Absatzpreise (insb. für Energieträger und Emissionszertifikate) • Nachfragerückgänge (insb. beeinflusst durch Witterung bzw. Klimawandel, Politik, Reputation oder Wettbewerb) • Rückgang der Eigenerzeugung • Rückgang des Projektvolumens im Umweltbereich (insb. infolge Marktsättigung, eingeschränkter Ressourcen für Infrastrukturprojekte oder Nichtberücksichtigung bzw. Unterliegen bei Ausschreibungen) |
Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungs strategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung der Kundensegmente sowie Geschäftsfelder; auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette; längerfristiger Verkauf von Kraftwerkskapazitäten |
| Lieferantenrisiko | Überschreiten der geplanten (Projekt-)Kosten; mangelhafte Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich zugesagter Leistungen |
Partnerschaften; möglichst weitgehende vertragliche Absicherung; externe Expertise |
| Finanzrisiken | ||
| Fremdwährungsrisiken | Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverluste) und Translationsrisiken bei der Fremdwährungsumrech nung im Konzernabschluss; nicht währungskonforme Finanzierung von Konzerngesellschaften |
Überwachung; Limits; Absicherungsinstrumente |
| Liquiditäts-, Cash-Flow- und Finanzierungsrisiko |
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten; Risiko, erforderliche Liquidität/ Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können |
Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung; Absicherung des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien) |
| Preis-/Kursänderungsrisiken | Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen (z.B. Fonds) und börsenotierten strategischen Beteili gungen (z.B. Verbund AG, Burgenland Holding AG) |
Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher Value-at-Risk-Ermittlung; Anlagerichtlinien |
| Counterparty-/Kreditrisiken (Ausfallrisiken) |
Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem Geschäftspartner oder Kunden zugesagten Leistung |
Vertragliche Konstruktionen; Bonitäts-Monitoring und Kreditlimitsystem; laufendes Monitoring des Kundenverhaltens; Absicherungsinstrumente; Versicherungen; gezielte Diversifizierung der Geschäftspartner |
| Beteiligungsrisiken | Nichterreichen der Gewinnziele einer kerngeschäfts nahen Beteiligungsgesellschaft |
Vertretung in Gremien der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft |
| Rating-Veränderung | Bei Verringerung der Rating-Einstufung höhere Refinanzierungskosten |
Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanzkennzahlen |
| Zinsänderungsrisiken | Veränderungen der Marktzinsen; steigender Zins aufwand; negative Auswirkungen eines niedrigen Zinsniveaus auf die Bewertung von Vermögenswerten und Rückstellungen sowie auf künftige Tarife |
Einsatz von Absicherungsinstrumenten; Zinsbindung in Finanzierungsverträgen |
| Wertminderungs-/Impairment Risiken |
Wertberichtigung von Forderungen; Wertminderung von Firmenwerten, Beteiligungen, Erzeugungsanlagen und sonstigen Vermögenswerten (Wirtschaftlichkeit/ Werthaltigkeit maßgeblich von Strom- und Primär energiepreisen und energiewirtschaftlichen Rahmen bedingungen abhängig) |
Monitoring mittels Sensitivitätsanalysen |
| Haftungsrisiko | Finanzieller Schaden durch Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten |
Haftungen auf erforderliches Mindestmaß beschränken; laufendes Monitoring |
Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
| Beschreibung | Maßnahme | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Spätes Erkennen von und Reagieren auf neue Technologien (verzögerte Investitionstätigkeit) bzw. auf Veränderungen von Kundenbedürfnissen; Investitionen in die "falschen" Technologien |
Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten; eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte; ständige Anpassung an den Stand der Technik |
||||
| Modellrisiko; Treffen von falschen bzw. unvollständi gen Annahmen; Opportunitätsverluste |
Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter; Monitoring der Parameter und regelmäßige Updates; Vier-Augen-Prinzip |
||||
| Ineffiziente bzw. ineffektive Abläufe und Schnitt stellen; Doppelgleisigkeiten |
Prozessmanagement; Dokumentation; internes Kontrollsystem (IKS) |
||||
| Falsche Auslegung und Nutzung der technischen Anlagen |
Beheben von technischen Schwachstellen; regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und künftig benötigten Infrastruktur |
||||
| Versorgungsunterbrechung; Gefährdung von Leib und Leben bzw. Infrastruktur durch Explosionen/Unfälle |
Technische Nachrüstung bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze; Ausbau und Instandhal tung der Netzkapazitäten |
||||
| Systemausfälle; Datenverlust bzw. unbeabsichtigter Datentransfer; Hackerangriffe |
Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung; Back-up-Systeme; technische Wartung; externe Prüfung; Arbeitssicherheitsmaßnahmen; Krisenübungen |
||||
| Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern; Ausfall durch Arbeitsunfälle; personelle Über- oder Unterkapazitäten; Kommunikationsprobleme; kulturelle Barrieren; Betrug; bewusste bzw. unbewusste Fehldarstellung von Transaktionen bzw. Jahresabschlussposten |
Attraktives Arbeitsumfeld; Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge; flexible Arbeitszeitmodelle; Schulungen; Veranstaltungen für Mitarbeiter zum Informationsaustausch und zum Networking; internes Kontrollsystem (IKS) |
||||
| Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des regulatorischen Umfelds (z. B. Umweltgesetze, wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen, Änderung des Förderregimes, Marktliberalisierung in Südost europa); politische und wirtschaftliche Instabilität; Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator |
Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene; angemessene Dokumentation und Leistungsverrechnung |
||||
| Nichteinhalten von Verträgen; Prozessrisiko aus diversen Verfahren; regulatorische bzw. aufsichts rechtliche Prüfungen |
Vertretung in lokalen, regionalen, nationalen und EU-weiten Interessenvertretungen; Rechtsberatung |
||||
| Konjunkturelle Entwicklungen; Schulden-/Finanzkrise; stagnierende oder rückläufige Kaufkraft; steigende Arbeitslosigkeit |
Weitestgehende Ausschöpfung von (anti-)zyklischen Optimierungspotenzialen |
||||
| Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus Finanzierungsverträgen |
Umfassende Legal Due Diligence; Zukauf von Expertise/Rechtsberatung; Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring |
||||
Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Risiken | |||||
| Unerlaubte Vorteilsgewährung, Non-Compliance, datenschutz rechtliche Vorfälle |
Weitergabe vertraulicher interner Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption; Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten |
Interne Kontrollsysteme; einheitliche Richtlinien und Standards; Verhaltenskodex; Compliance Organisation |
|||
| Projektrisiko | Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer Kapazitäten |
Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter |
|||
| Co-Investment-Risiko | Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von Großprojekten gemeinsam mit Partnerunternehmen |
Vertragliche Absicherung; effizientes Projektmanagement |
|||
| Sabotage | Sabotage z.B. bei Erdgasleitungen, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen |
Geeignete Sicherheitsvorkehrungen; regelmäßige Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte |
|||
| Imagerisiko | Reputationsschaden | Transparente und proaktive Kommunikation; nachhaltige Unternehmenssteuerung |
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Die offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang dargestellt.
Entwicklung der Segmente
Überblick
Die Konzernstruktur der EVN umfasst sechs berichtspflichtige Segmente. Deren Abgrenzung bzw. Definition erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich auf Grundlage der internen Organisations- und Berichtsstruktur.
Im Segment Alle sonstigen Segmente werden dabei alle jene Geschäftstätigkeiten zusammengefasst, die mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte nicht separat berichtspflichtig sind.
| Geschäftsbereiche | Segmente | Wesentliche Aktivitäten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiegeschäft | Energie | • Vermarktung des im Segment Erzeugung produzierten Stroms • Beschaffung von Strom, Erdgas und Primärenergieträgern • Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten • Wärmeproduktion und -verkauf • 45,0 %-Beteiligung an der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH1) • Beteiligung als alleiniger Kommanditist an der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN KG)1) |
||||
| Erzeugung | • Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie an österreichischen und internationalen Standorten • Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Niederösterreich2) • 13,0 %-Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH (Deutschland)1) • 49,0 %-Beteiligung am Steinkohlekraftwerk Walsum 10 (Deutschland)3) • 49,99 %-Beteiligung am Laufkraftwerk Ashta (Albanien)1) |
|||||
| Netze | • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom und Erdgas in Niederösterreich • Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen in Niederösterreich und im Burgenland |
|||||
| Südosteuropa | • Betrieb von Verteilnetzen und Netzinfrastruktur für Strom in Bulgarien und Nordmazedonien • Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Nordmazedonien • Stromerzeugung aus Wasserkraft in Nordmazedonien • Wärmeerzeugung, -verteilung und -verkauf in Bulgarien • Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien • Energiehandel für die gesamte Region |
|||||
| Umweltgeschäft | Umwelt | • Wasserver- und Abwasserentsorgung in Niederösterreich • Internationales Projektgeschäft: Planung, Errichtung, Finanzierung und Betriebsführung (je nach Projektauftrag) von Anlagen für die Trinkwasserver- und die Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung |
||||
| Sonstige Geschäftsaktivitäten |
Alle sonstigen Segmente | • 50,03 %-Beteiligung an der RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft; diese hält 100 % der Anteile an der RAG Austria AG (RAG)1) • 73,63 %-Beteiligung an der Burgenland Holding AG; diese ist mit 49,0 % an der Energie Burgenland AG beteiligt1) • 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG4) • Konzerndienstleistungen |
1) Der Ergebnisbeitrag wird als Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.
2) Die bis dahin im Segment Umwelt abgebildete thermische Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr wird seit dem vierten Quartal 2017/18 dem Segment Erzeugung zugeordnet.
3) Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen (Joint Operation) abgebildet.
4) Der Dividendenbeitrag wird im Finanzergebnis erfasst.
Energie
Highlights
- Zuwachs im Stromabsatz; Rückgänge im Erdgas- und Wärmeabsatz durch milde Temperaturen
- Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften
- EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau
Der Energieabsatz an Endkunden zeigte im ersten Halbjahr 2018/19 gegenläufige Entwicklungen: Während der Stromabsatz um 9,4 % auf 4.099 GWh gesteigert werden konnte, blieben der Erdgasund der Wärmeabsatz vor allem aufgrund der im Vorjahresvergleich sehr milden Witterung mit 3.944 GWh bzw. 1.394 GWh um 9,6 % bzw. 4,0 % unter den Werten des Vorjahres.
Trotz geringerer Vermarktungsmengen aus eigener Stromund Wärmeerzeugung lagen die Umsatzerlöse des Segments mit 360,5 Mio. Euro um 7,9 % über dem Vorjahreswert,
parallel dazu nahm auch der operative Aufwand um 7,0 % auf 333,7 Mio. Euro zu. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung in beiden Fällen – neben gestiegenen Marktpreisen – durch Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug im Berichtszeitraum –42,2 Mio. Euro (Vorjahr: 63,5 Mio. Euro). Ausschlaggebend dafür waren ein – von höheren Primärenergiepreisen getriebener – Anstieg der Beschaffungskosten sowie negative Effekte aus der Stichtagsbewertung von Absicherungsgeschäften der EVN KG. Per Saldo ergab sich für das Segment damit ein EBITDA in Höhe von –15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 85,7 Mio. Euro).
Die planmäßigen Abschreibungen blieben mit 9,6 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. In Summe führte dies zu einem EBIT von –25,0 Mio. Euro (Vorjahr: 76,0 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2018/19 von –2,1 Mio. Euro auf –0,9 Mio. Euro. Per Saldo lag das Ergebnis vor Ertragsteuern damit in der Berichtsperiode bei –25,9 Mio. Euro (Vorjahr: 73,9 Mio. Euro).
| Kennzahlen – | 2018/19 | 2017/18 | +/– | 2018/19 | 2017/18 | +/– | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energie | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | Absolut | % | 2. Quartal | 2. Quartal | % | |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||||
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||||
| Strom | 4.099 | 3.748 | 350 | 9,4 | 2.184 | 2.000 | 9,2 | |
| Erdgas | 3.944 | 4.365 | –420 | –9,6 | 2.222 | 2.493 | –10,9 | |
| Wärme | 1.394 | 1.452 | –58 | –4,0 | 752 | 792 | –5,2 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||||
| Außenumsatz1) | 357,9 | 329,8 | 28,2 | 8,5 | 189,6 | 180,6 | 5,0 | |
| Innenumsatz | 2,6 | 4,3 | –1,7 | –39,7 | 1,4 | 2,3 | –41,3 | |
| Gesamtumsatz1) | 360,5 | 334,1 | 26,4 | 7,9 | 191,0 | 182,9 | 4,4 | |
| Operativer Aufwand1) | –333,7 | –311,9 | –21,8 | –7,0 | –171,7 | –172,9 | 0,7 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
–42,2 | 63,5 | –105,6 | – | –28,6 | 27,2 | – | |
| EBITDA | –15,3 | 85,7 | –101,0 | – | –9,3 | 37,2 | – | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–9,6 | –9,7 | 0,1 | 0,9 | –4,8 | –4,8 | 0,2 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –25,0 | 76,0 | –100,9 | – | –14,2 | 32,4 | – | |
| Finanzergebnis | –0,9 | –2,1 | 1,2 | 57,6 | –0,4 | –1,5 | 75,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –25,9 | 73,9 | –99,7 | – | –14,5 | 30,9 | – | |
| Gesamtvermögen | 750,0 | 729,2 | 20,8 | 2,8 | 750,0 | 729,2 | 2,8 | |
| Gesamtschulden | 642,7 | 622,8 | 19,9 | 3,2 | 642,7 | 622,8 | 3,2 | |
| Investitionen2) | 3,5 | 5,3 | –1,9 | –35,0 | 2,0 | 3,1 | –33,8 |
1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Das Investitionsvolumen des Segments lag mit 3,5 Mio. Euro um 35,0 % unter dem Vorjahresniveau. Es betraf ausschließlich den Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.
Ab 1. Juni 2019 erfolgt im Rahmen der EnergieAllianz eine Weitergabe der gestiegenen Beschaffungskosten für Strom und Erdgas an Haushaltskunden.
Erzeugung
Highlights
- Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie – Erweiterung der Windkraftkapazitäten
- Gutes Windaufkommen
- Bereitstellung von 430 MW Reservekapazität zur Engpassvermeidung im Stromnetz
- EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau
Im ersten Halbjahr 2018/19 stieg die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie um 4,5 % auf 991 GWh. Diese Entwicklung resultierte neben dem im Vergleich zum Vorjahr sehr guten Windaufkommen vor allem aus der Erweiterung der Windkraftkapazitäten der EVN. Allein in den letzten Monaten sind die neuen Windparks Gänserndorf West (6 MW, Repowering, Dezember 2018), Au am Leithaberge (18 MW, Dezember 2018) und Sommerein (33 MW, Juli 2018) in Betrieb gegangen. Das Wasserdargebot lag in der Berichtsperiode zwar weiterhin über dem langjährigen Durchschnitt, konnte jedoch das sehr gute Niveau des Vorjahres nicht erreichen. Die Stromerzeugung aus den Wärmekraftwerken wiederum ging, bedingt durch den Rückgang der zur Engpassvermeidung vertraglich bereitgestellten Reservekapazität, um 21,7 % auf 1.560 GWh zurück. Seit 1. Oktober 2018 dienen 430 MW des Gaskraftwerks in Theiß als Reservekapazität für das österreichische Übertragungsnetz (Vorjahr: insgesamt 1.090 MW an Kapazitätsvorhaltung für den süddeutschen Raum). Der zugrunde liegende Vertrag läuft zunächst über drei Jahre. Jene thermischen Kraftwerkskapazitäten in Theiß und in Korneuburg, für die derzeit kein Vertrag zur Engpassvermeidung besteht, sind im aktuellen Marktumfeld konserviert. In Summe lag die in diesem Segment erfasste Stromerzeugung mit 2.550 GWh um 13,2 % unter dem Vorjahresniveau.
| Kennzahlen – | 2018/19 | 2017/18 | +/– | 2018/19 | 2017/18 | +/– | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erzeugung | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | Absolut | % | 2. Quartal | 2. Quartal | % | |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||||
| Stromerzeugung | 2.550 | 2.939 | –388 | –13,2 | 1.200 | 1.445 | –17,0 | |
| davon erneuerbare Energie | 991 | 948 | 43 | 4,5 | 563 | 469 | 20,1 | |
| davon Wärmekraftwerke | 1.560 | 1.991 | –431 | –21,7 | 637 | 976 | –34,8 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||||
| Außenumsatz1) | 73,4 | 30,5 | 43,0 | – | 39,8 | 13,6 | – | |
| Innenumsatz | 106,9 | 127,8 | –21,0 | –16,4 | 48,7 | 69,5 | –29,9 | |
| Gesamtumsatz1) | 180,3 | 158,3 | 22,0 | 13,9 | 88,6 | 83,1 | 6,5 | |
| Operativer Aufwand1) | –83,6 | –56,6 | –27,0 | –47,8 | –36,3 | –27,5 | –31,7 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
2,4 | 2,4 | –0,1 | –3,4 | 1,6 | 0,6 | – | |
| EBITDA | 99,0 | 104,2 | –5,1 | –4,9 | 53,9 | 56,2 | –4,2 | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–31,3 | –23,8 | –7,6 | –31,8 | –16,2 | –11,6 | –39,9 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 67,7 | 80,4 | –12,7 | –15,8 | 37,7 | 44,6 | –15,6 | |
| Finanzergebnis | –8,0 | –6,9 | –1,1 | –16,2 | –3,7 | –3,4 | –9,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 59,7 | 73,5 | –13,8 | –18,8 | 34,0 | 41,2 | –17,7 | |
| Gesamtvermögen | 1.055,5 | 945,7 | 109,8 | 11,6 | 1.055,5 | 945,7 | 11,6 | |
| Gesamtschulden | 783,5 | 663,5 | 120,0 | 18,1 | 783,5 | 663,5 | 18,1 | |
| Investitionen2) | 31,1 | 33,7 | –2,5 | –7,6 | 6,5 | 25,2 | –74,1 |
1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
bis Ende 2019/20 – weiterhin plangemäß.
Insgesamt wurden im Berichtszeitraum auf Konzernebene 27,8 % (Vorjahr: 32,7 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion der EVN Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2018/19 auf 39,8 % gesteigert werden (Vorjahr: 35,2 %).
Die Umsatzerlöse des Segments lagen im ersten Halbjahr 2018/19 mit 180,3 Mio. Euro um 13,9 % über dem Vorjahreswert. Zurückzuführen ist dies – neben dem positiven Beitrag der erneuerbaren Stromproduktion – vor allem auf die seit dem vierten Quartal 2017/18 in diesem Segment erfassten Erlöse aus der thermischen Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr. Aufgrund dieser Umgliederung und der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Primärenergieaufwendungen erhöhte sich gleichzeitig auch der operative Aufwand um 47,8 % auf 83,6 Mio. Euro.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter lag mit 2,4 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres und beruhte hauptsächlich auf dem Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH. Für das erste Halbjahr 2018/19 ergab sich damit für das Segment Erzeugung ein EBITDA in Höhe von 99,0 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 4,9 % im Vorjahresvergleich.
Die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erhöhten sich – ebenfalls durch die Einbeziehung der thermischen Abfallverwertungsanlage in dieses Segment – auf 31,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro). In Summe führte dies zu einem EBIT in Höhe von 67,7 Mio. Euro (Vorjahr: 80,4 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis belief sich auf –8,0 Mio. Euro (Vorjahr: –6,9 Mio. Euro). Per Saldo betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Halbjahr 2018/19 damit 59,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 18,8 % gegenüber der Vorjahresperiode.
Das Investitionsvolumen des Segments lag im ersten Halbjahr 2018/19 mit 31,1 Mio. Euro – stichtagsbedingt – leicht unter dem Vorjahreswert von 33,7 Mio. Euro. Per Ende März 2019 lag die Windkraft-Erzeugungskapazität der EVN bereits bei 336 MW (30. September 2018: 318 MW). Damit verläuft die Expansion in Richtung der angestrebten 500 MW Windkapazität – mit 370 MW als Zwischenziel
Netze
Highlights
- Erdgas-Netzabsatz durch geringeren Kraftwerkseinsatz und warme Witterung belastet; Strom-Netzabsatz ebenfalls leicht rückläufig
- Senkung der Netznutzungsentgelte schwächt Umsatzentwicklung zusätzlich
- EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahresniveau
Die Netzabsatzmengen der EVN in Niederösterreich verzeichneten im ersten Halbjahr 2018/19 sowohl bei Strom als auch bei Erdgas einen Rückgang. Während dieser bei Strom mit einem Minus von 1,4 % auf 4.545 GWh gering ausfiel, fiel er bei Erdgas mit einem Minus von 14,2 % auf 10.567 GWh relativ deutlich aus. Verantwortlich dafür waren die milderen Temperaturen sowie der geringere Einsatz der über das Netz der EVN mit Erdgas versorgten Kraftwerke zur Netzstabilisierung.
Während die Vergütung der Netzabsatzmengen im ersten Quartal 2018/19 noch zu den von der E-Control-Kommission für das Kalenderjahr 2018 festgelegten Netztarifen erfolgt war, kommen seit dem 1. Jänner 2019 neue Netznutzungsentgelte zur Anwendung. Gemäß Beschluss der E-Control-Kommission wurden diese für Haushaltskunden bei Strom um durchschnittlich 5,7 % und bei Erdgas um durchschnittlich 9,3 % gesenkt. Zurückzuführen sind diese Reduktionen auf die Anwendung der geänderten Parameter für die neuen Regulierungsperioden (insbesondere des geringeren gewichteten Kapitalkostensatzes). Zudem spiegeln die gesunkenen Tarife den Ausgleich der in Vorperioden aufgrund der kalten Winter erzielten positiven Mengeneffekte wider.
Aufgrund dieser Mengen- und Preiseffekte lagen die Umsatzerlöse des Segments mit 304,6 Mio. Euro um 5,6 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Entwicklung stand ein Anstieg im operativen Aufwand um 11,7 % auf 155,9 Mio. Euro gegenüber, der vor allem auf höheren vorgelagerten Netzkosten beruhte.
Geprägt durch diese Entwicklungen reduzierte sich das Segment-EBITDA um 18,8 % auf 148,8 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung
| Kennzahlen – Netze |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
Absolut | +/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||||
| Netzabsatz | ||||||||
| Strom | 4.545 | 4.608 | –63 | –1,4 | 2.282 | 2.347 | –2,8 | |
| Erdgas | 10.567 | 12.320 | –1.753 | –14,2 | 5.237 | 6.456 | –18,9 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||||
| Außenumsatz | 279,5 | 293,9 | –14,4 | –4,9 | 140,3 | 149,1 | –6,0 | |
| Innenumsatz | 25,1 | 28,9 | –3,7 | –12,9 | 11,6 | 13,6 | –14,8 | |
| Gesamtumsatz | 304,6 | 322,8 | –18,2 | –5,6 | 151,8 | 162,7 | –6,7 | |
| Operativer Aufwand | –155,9 | –139,6 | –16,3 | –11,7 | –83,4 | –77,8 | –7,1 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
– | – | – | – | – | – | – | |
| EBITDA | 148,8 | 183,3 | –34,5 | –18,8 | 68,4 | 84,9 | –19,4 | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–61,4 | –59,6 | –1,9 | –3,1 | –31,0 | –30,0 | –3,5 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 87,4 | 123,7 | –36,3 | –29,4 | 37,4 | 54,9 | –31,9 | |
| Finanzergebnis | –8,5 | –8,5 | –0,1 | –0,7 | –4,2 | –4,2 | –1,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 78,8 | 115,2 | –36,4 | –31,6 | 33,2 | 50,7 | –34,6 | |
| Gesamtvermögen | 1.951,5 | 1.937,9 | 13,6 | 0,7 | 1.951,5 | 1.937,9 | 0,7 | |
| Gesamtschulden | 1.321,6 | 1.331,6 | –10,0 | –0,7 | 1.321,6 | 1.331,6 | –0,7 | |
| Investitionen1) | 56,2 | 51,6 | 4,6 | 9,0 | 29,4 | 27,1 | 8,8 | |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
der investitionsbedingt etwas gestiegenen planmäßigen Abschreibungen von 61,4 Mio. Euro (Vorjahr: 59,6 Mio. Euro) errechnet sich ein EBIT von 87,4 Mio. Euro, das um 29,4 % unter dem Vorjahreswert lag.
Das Finanzergebnis entwickelte sich mit –8,5 Mio. Euro stabil auf Vorjahresniveau. Per Saldo erzielte das Segment Netze damit im ersten Halbjahr 2018/19 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 78,8 Mio. Euro. Dies entspricht im Jahresabstand einem Rückgang von 31,6 %.
Der Unternehmensstrategie der EVN entsprechend, bilden Investitionen in die Netzinfrastuktur in Niederösterreich einen zentralen Schwerpunkt und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu verlässlicher Versorgungssicherheit und -qualität. Im Einklang damit wurden die Investitionen im Segment Netze im Berichtszeitraum um 9,0 % auf 56,2 Mio. Euro weiter erhöht. Die zahlreichen laufenden Projekte betreffen unter anderem den Ausbau der 110-kV-Leitungen sowie die Erweiterung von Umspannwerken.
Südosteuropa
Highlights
- Nach einer außergerichtlichen Einigung im Geschäftsjahr 2016/17 endet das Schiedsverfahren gegen Bulgarien ohne weiteren Ersatz von Ansprüchen
- Konzessionsverlängerung für Erdgas-Aktivitäten in zwei kroatischen Gespanschaften
- Erhalt der Lizenz für den "Supplier of Universal Service" in Nordmazedonien
- EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau
Am 10. April 2019 übermittelte das Schiedsgericht der Weltbank – wie auch ad-hoc gemeldet – seine Entscheidung in dem von der EVN AG gegen die Republik Bulgarien angestrengten Schiedsge-
| Kennzahlen – Südosteuropa |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
+/– Absolut |
% | 2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||||
| Stromerzeugung | 240 | 191 | 49 | 25,8 | 135 | 91 | 48,4 | |
| davon erneuerbare Energie | 47 | 74 | –27 | –37,0 | 27 | 47 | –42,6 | |
| davon Wärmekraftewerke | 194 | 117 | 77 | 65,5 | 108 | 44 | – | |
| Netzabsatz Strom | 7.752 | 7.721 | 31 | 0,4 | 4.073 | 4.111 | –0,9 | |
| Energieverkauf an Endkunden | 6.844 | 6.633 | 211 | 3,2 | 3.638 | 3.596 | 1,2 | |
| davon Strom | 6.611 | 6.407 | 204 | 3,2 | 3.508 | 3.461 | 1,3 | |
| davon Erdgas | 58 | 48 | 10 | 20,3 | 30 | 25 | 21,2 | |
| davon Wärme | 175 | 178 | –3 | –1,6 | 100 | 110 | –8,3 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||||
| Außenumsatz | 486,7 | 513,4 | –26,6 | –5,2 | 256,0 | 273,6 | –6,4 | |
| Innenumsatz | 0,5 | 0,4 | 0,0*) | 7,3 | 0,2 | 0,3 | –32,8 | |
| Gesamtumsatz | 487,2 | 513,8 | –26,6 | –5,2 | 256,2 | 273,8 | –6,4 | |
| Operativer Aufwand | –433,2 | –467,4 | 34,2 | 7,3 | –225,3 | –243,0 | 7,3 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
– | – | – | – | – | – | – | |
| EBITDA | 54,0 | 46,4 | 7,6 | 16,3 | 30,9 | 30,8 | 0,3 | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–29,7 | –31,3 | 1,6 | 5,0 | –14,3 | –15,5 | 7,8 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 24,3 | 15,1 | 9,1 | 60,3 | 16,6 | 15,3 | 8,4 | |
| Finanzergebnis | –10,6 | –10,3 | –0,3 | –2,8 | –5,2 | –4,9 | –5,5 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 13,7 | 4,9 | 8,8 | – | 11,4 | 10,4 | 9,8 | |
| Gesamtvermögen | 1.179,3 | 1.186,7 | –7,4 | –0,6 | 1.179,3 | 1.186,7 | –0,6 | |
| Gesamtschulden | 925,6 | 953,1 | –27,5 | –2,9 | 925,6 | 953,1 | –2,9 | |
| Investitionen1) | 39,8 | 40,9 | –1,0 | –2,5 | 15,1 | 17,0 | –11,2 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
*) Kleinbetrag
richtsverfahren. Bereits im Februar 2017 war jener Teil der in diesem Schiedsverfahren geltend gemachten Ansprüche, der die Vergütung für Verpflichtungen in Bezug auf erneuerbare Energie betraf, durch Aufrechnung zwischen einem bulgarischen Tochterunternehmen der EVN und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK beglichen worden. Diese einvernehmliche Kompensation offener Forderungen in Höhe von 127,1 Mio. Euro für von der EVN Bulgaria EC vorfinanzierte Ökostrom-Mehrkosten hatte im Geschäftsjahr 2016/17 einen positiven Ergebniseffekt von rund 42 Mio. Euro vor Steuern aus der Zuschreibung in der Vergangenheit wertberichtigter Forderungen sowie Verzugszinsen verursacht. Mit der nun im April 2019 getroffenen Entscheidung des Schiedsgerichts wurde der EVN AG kein weiterer Ersatz für Ansprüche zugesprochen. Somit ergeben sich aus dem Schiedsverfahren im Geschäftsjahr 2018/19 keine weiteren ergebniswirksamen oder bilanziellen Auswirkungen für die EVN. Da sich die EVN AG nach entsprechender juristischer Prüfung entschieden hat, auf die – aus sehr eng begrenzten Gründen – bestehende Möglichkeit einer Anfechtung der Entscheidung des Schiedsgerichts zu verzichten,
ist das Thema Schiedsgerichtsverfahren gegen die Republik Bulgarien nun abgeschlossen.
In Bulgarien ist der sogenannte "Ökostrom-Zuschlag" infolge einer seit 1. Juli 2018 wirksamen Änderung der Verrechnungsmethodik nicht mehr im Energiepreis enthalten, sondern wird nun getrennt ausgewiesen an die Kunden verrechnet. Da sich dadurch die Umsatzerlöse und die Beschaffungskosten gleichermaßen reduzieren, bleibt diese Änderung per Saldo ergebnisneutral.
In Umsetzung der staatlich vorgegebenen Entflechtung (Unbundling) der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft und zur Erfüllung der damit verbundenen gesetzlichen Anforderungen wurde der nordmazedonische Verteilnetzbetreiber EVN Elektrodistribucija DOOEL per 1. Jänner 2019 in Elektrodistribucija DOOEL umbenannt.
In Nordmazedonien ging die EVN Ende Februar 2019 als Bestbieter aus einer Ausschreibung zur Vergabe der Lizenz für den "Supplier of Universal Service" hervor. Auf dieser Grundlage soll sie ab
- Juli 2019 – in Form der neu gegründeten Vertriebsgesellschaft "EVN Home DOO" – alle Haushalte sowie kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern, die in den vergangenen zwei Jahren weniger als 2 Mio. Euro Umsatz pro Jahr aufwiesen, mit Energie versorgen. Die Laufzeit der Lizenz beträgt vorerst fünf Jahre.
In Kroatien betreibt die EVN auf Basis von Konzessionen Erdgasverteilnetze in den drei Gespanschaften Zadar, Split-Dalmatien und Šibenik-Knin. Die Konzessionen für die beiden Gespanschaften Split-Dalmatien und Šibenik-Knin wurden im April 2019 von 30 auf 50 Jahre – und damit bis 2060 – verlängert. Die dadurch erzielte Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesen beiden Regionen wurde auf Basis eines Werthaltigkeitstests durch eine Zuschreibung im Segmentergebnis berücksichtigt.
Bei den energiewirtschaftlichen Kennzahlen verzeichnete das Segment Südosteuropa im ersten Halbjahr 2018/19 einen leichten Zuwachs im Strom-Netzabsatz um 0,4 % auf 7.752 GWh sowie einen Anstieg des Stromabsatzes an Endkunden um 3,2 % auf 6.611 GWh. Während der heizungsbedingte Energiebedarf in Bulgarien und Nordmazedonien mit 94,0 % bzw. 97,8 % sowohl unter dem langjährigen Durchschnitt als auch unter dem Niveau des Vorjahres blieb, konnte das liberalisierte Marktsegment in Bulgarien dank der Rückgewinnung von Gewerbekunden mengenmäßig zulegen. Der Wärmeabsatz reduzierte sich witterungsbedingt hingegen geringfügig um 1,6 % auf 175 GWh.
Die Stromerzeugung zeigte sich in Südosteuropa im Berichtszeitraum uneinheitlich. Ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Wasserdargebot in Nordmazedonien im Vorjahr lagen die hydrologischen Rahmenbedingungen nunmehr unter dem langjährigen Durchschnitt. Dadurch ging die erneuerbare Erzeugung im Segment um 37,0 % auf 47 GWh zurück. Die thermische Erzeugung nahm hingegen um 65,5 % auf 194 GWh zu. Allerdings war hier der Vorjahresvergleichswert durch einen außerplanmäßigen Stillstand der Cogeneration-Anlage in Plovdiv beeinflusst gewesen.
Durch die erwähnte, letztlich ergebnisneutrale Änderung der Verrechnungsmethodik für den Ökostrom-Zuschlag in Bulgarien lagen die Umsatzerlöse des Segments bei stabilen energiewirtschaftlichen Entwicklungen mit 487,2 Mio. Euro um 5,2 % unter dem Vorjahreswert.
Begünstigt durch geringere Forderungsabschreibungen und die geänderte Verrechnung des Ökostrom-Zuschlags nahmen die operativen Aufwendungen jedoch ebenfalls um 7,3 % auf 433,2 Mio. Euro ab. In Summe verbesserte sich das EBITDA damit um 16,3 % auf 54,0 Mio. Euro. Einen Rückgang zeigten durch die Berücksichtigung der erwähnten Zuschreibung in Kroatien hingegen die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen, die sich auf 29,7 Mio. Euro reduzierten (Vorjahr: 31,3 Mio. Euro). Damit erwirtschaftete das Segment Südosteuropa per Saldo ein EBIT von 24,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis blieb mit –10,6 Mio. Euro nahezu konstant. Insgesamt erzielte das Segment damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 13,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro).
Die Investitionen der EVN in Südosteuropa lagen mit 39,8 Mio. Euro um 2,5 % unter dem Vorjahresniveau. Ein wesentlicher Teil davon betraf Neuanschlüsse, den Austausch von Zählern sowie Investitionen in die Verteilnetze zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit.
Umwelt
Highlights
- Erfolge im internationalen Projektgeschäft
- Übergabe eines Kläranlagenprojekts in Kroatien
- Zuschlag für vier neue Generalunternehmeraufträge im Gesamtwert von rund 65 Mio. Euro (Stand: April 2019)
- EBITDA unter Vorjahresniveau, höheres EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
- Investitionsschwerpunkt auf Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
Im internationalen Projektgeschäft lag das in Umsetzung befindliche Projektvolumen im Berichtszeitraum unter dem Vorjahresniveau. Dies spiegelte sich auch in der Umsatzentwicklung im Segment Umwelt wider – die neu akquirierten Aufträge werden sich hier erst in künftigen Perioden verstärkt positiv auf den Umsatz auswirken. Der Vorjahresvergleich der Umsatzentwicklung ist zudem dadurch beeinflusst, dass die bisher in diesem Segment abgebildete thermische Abfallverwertungsanlage in Zwentendorf/ Dürnrohr seit dem vierten Quartal 2017/18 zum Segment Erzeugung zählt. Die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich verzeichnete im Berichtszeitraum allerdings einen leichten Umsatzanstieg. In Summe verringerten sich die Umsatzerlöse des Segments Umwelt um 51,4 % auf 40,2 Mio. Euro.
Der operative Aufwand reduzierte sich im Berichtszeitraum – korrespondierend mit den Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft sowie der erwähnten Umgliederung der thermischen Abfallverwertungsanlage – ebenfalls um 51,1 % auf 36,2 Mio. Euro.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter nahm hingegen im Jahresvergleich um 16,6 % auf 9,2 Mio. Euro zu. Grund dafür waren Ergebnisbeiträge aus dem Kläranlagenprojekt in Zagreb, die sich vom Geschäftsjahr 2017/18 in das laufende Geschäftsjahr verschoben hatten.
| Finanzkennzahlen – Umwelt |
Mio. EUR | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
Absolut | +/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz1) | 40,2 | 74,7 | –34,5 | –46,2 | 20,0 | 36,4 | –45,1 | |
| Innenumsatz | 0,0*) | 8,1 | –8,1 | –99,9 | 0,0*) | 4,5 | –100,0 | |
| Gesamtumsatz1) | 40,2 | 82,8 | –42,6 | –51,4 | 20,0 | 40,8 | –51,1 | |
| Operativer Aufwand1) | –36,2 | –74,1 | 37,9 | 51,1 | –18,4 | –34,8 | 47,2 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
9,2 | 7,9 | 1,3 | 16,6 | 3,3 | 3,6 | –9,6 | |
| EBITDA | 13,2 | 16,7 | –3,4 | –20,6 | 4,9 | 9,6 | –49,6 | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–5,7 | –11,5 | 5,8 | 50,6 | –2,9 | –5,7 | 49,4 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 7,5 | 5,1 | 2,4 | 46,9 | 2,0 | 3,9 | –49,9 | |
| Finanzergebnis | –2,6 | –0,3 | –2,3 | – | –1,4 | 0,0*) | – | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4,9 | 4,8 | 0,1 | 2,7 | 0,6 | 3,9 | –85,8 | |
| Gesamtvermögen | 645,9 | 789,2 | –143,3 | –18,2 | 645,9 | 789,2 | –18,2 | |
| Gesamtschulden | 501,1 | 620,0 | –118,8 | –19,2 | 501,1 | 620,0 | –19,2 | |
| Investitionen2) | 7,7 | 7,0 | 0,8 | 10,9 | 5,5 | 4,1 | 33,9 |
1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
*) Kleinbetrag
Das EBITDA des Segments Umwelt reduzierte sich im Berichtszeitraum um 20,6 % auf 13,2 Mio. Euro. Dieser im Vergleich zur Umsatzreduktion deutlich geringere Rückgang beruht darauf, dass die Umgliederung der thermischen Abfallverwertungsanlage durch eine Verbesserung im internationalen Projektgeschäft zum Teil kompensiert werden konnte. Da auch die planmäßigen Abschreibungen auf die thermische Abfallverwertungsanlage in diesem Segment entfielen, nahm das EBIT auf 7,5 Mio. Euro zu (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro).
Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von –2,6 Mio. Euro (Vorjahr: –0,3 Mio. Euro) erwirtschaftete das Segment Umwelt ein um 2,7 % höheres Ergebnis vor Ertragsteuern von 4,9 Mio. Euro.
Mit 7,7 Mio. Euro hat die EVN im ersten Halbjahr 2018/19 im Segment Umwelt um 10,9 % mehr investiert als im Vorjahr. Insbesondere in dem von starkem Bevölkerungswachstum geprägten Wiener Umland wird die Versorgungssicherheit für Trinkwasser durch den laufenden Ausbau der überregionalen Transportleitungen kontinuierlich gestärkt. Als weiteren Investitionsschwerpunkt stellte die EVN im Berichtszeitraum ihre bereits vierte Naturfilteranlage fertig und übernahm diese per März 2019 in den Probebetrieb. Die neue Anlage auf dem Brunnenfeld Wienerherberg versorgt nun rund 60.000 Einwohner im südlichen Umland von Wien mit hochwertigem Trinkwasser, das rein mechanisch und ohne den Zusatz von Chemikalien enthärtet wird.
Im internationalen Projektgeschäft konnte die WTE Wassertechnik im Jänner 2019 ein Kläranlagenprojekt in Kroatien planmäßig
fertigstellen und dem Auftraggeber übergeben. Zusätzlich durfte das Unternehmen bis Mitte April 2019 den Eingang von vier neuen Generalunternehmeraufträge aus Polen und Litauen mit einem Wert von insgesamt rund 65 Mio. Euro verbuchen. So wird die WTE Wassertechnik am Standort der für 100.000 Einwohner ausgelegten Kläranlage in Utena eine Anlage zur thermischen Klärschlammverwertung – die erste dieser Art in Litauen – planen und errichten. Die Bauzeit für dieses Vorhaben ist mit 22 Monaten veranschlagt, das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 15 Mio. Euro. Die in Polen neu akquirierten Aufträge umfassen – neben dem bereits im Bericht über das erste Quartal 2018/19 erwähnten Abwasserprojekt in Gdynia und einem betragsmäßig kleineren Projekt in Pruszków – insbesondere den im April 2019 erhaltenen Zuschlag für die Modernisierung der Kläranlage in Opole (Auftragswert rund 30 Mio. Euro). Damit arbeitet die EVN im internationalen Projektgeschäft derzeit an insgesamt sieben Generalunternehmeraufträgen im Abwasserbereich in Litauen, Polen, Nordmazedonien und Bahrain (Stand: April 2019).
In Kuwait laufen weiterhin exklusive Verhandlungen und Vorbereitungen im Vergabeverfahren für ein umfangreiches Abwasseraufbereitungsprojekt. Diese konzentrierten sich zuletzt unter anderem auf die Gründung der für das Vorhaben erforderlichen Projektgesellschaft, die mehrheitlich im Eigentum staatlicher kuwaitischer Institutionen sowie der WTE Wassertechnik als Minderheitsaktionärin stehen wird, sowie die Verhandlungen über die in Aussicht genommene Projektfinanzierung. Die endgültige Auftragsvergabe durch die ausschreibenden Stellen wird für das laufende Geschäftsjahr erwartet.
| Finanzkennzahlen – Alle sonstigen Segmente |
Mio. EUR | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
Absolut | +/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 8,6 | 6,8 | 1,8 | 27,0 | 4,5 | 3,2 | 39,6 | |
| Innenumsatz | 32,1 | 29,6 | 2,5 | 8,5 | 16,0 | 14,3 | 12,4 | |
| Gesamtumsatz | 40,7 | 36,4 | 4,4 | 12,0 | 20,6 | 17,5 | 17,4 | |
| Operativer Aufwand | –44,3 | –38,3 | –6,0 | –15,7 | –23,6 | –18,3 | –29,0 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
35,1 | 37,2 | –2,1 | –5,6 | 21,9 | 22,0 | –0,7 | |
| EBITDA | 31,6 | 35,3 | –3,7 | –10,6 | 18,8 | 21,2 | –11,3 | |
| Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen |
–0,9 | –0,8 | –0,1 | –16,3 | –0,5 | –0,4 | –16,1 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 30,6 | 34,5 | –3,9 | –11,2 | 18,4 | 20,8 | –11,9 | |
| Finanzergebnis | 22,7 | 18,6 | 4,0 | 21,5 | 7,3 | 0,7 | – | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53,3 | 53,2 | 0,2 | 0,3 | 25,7 | 21,6 | 19,3 | |
| Gesamtvermögen | 4.156,3 | 3.265,5 | 890,8 | 27,3 | 4.156,3 | 3.265,5 | 27,3 | |
| Gesamtschulden | 1.436,8 | 1.248,6 | 188,1 | 15,1 | 1.436,8 | 1.248,6 | 15,1 | |
| Investitionen1) | 1,2 | 1,4 | –0,2 | –15,1 | 0,6 | 1,1 | –43,6 | |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Alle sonstigen Segmente
Highlights
- Unterschiedliche Entwicklung der Ergebnisbeiträge: – Zuwachs bei der Energie Burgenland
- Rückgang bei der RAG
- Geringeres EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
Die Umsatzerlöse dieses Segments erhöhten sich im Berichtszeitraum um 12,0 % auf 40,7 Mio. Euro, gleichzeitig nahm der operative Aufwand um 15,7 % auf 44,3 Mio. Euro zu.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging um 5,6 % auf 35,1 Mio. Euro zurück.
Ein höherer Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland konnte hier einen Rückgang im Ergebnisbeitrag der RAG nur teilweise ausgleichen.
Per Saldo ergaben diese Entwicklungen ein EBITDA von 31,6 Mio. Euro (Vorjahr: 35,3 Mio. Euro) und ein EBIT von 30,6 Mio. Euro (Vorjahr: 34,5 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis des Segments lag mit 22,7 Mio. Euro um 21,5 % über dem Vorjahreswert. Die am 20. Mai 2019 ausgezahlte Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie wird dabei erst im dritten Quartal 2018/19 im Finanzergebnis des Segments ausgewiesen.
In Summe belief sich das Ergebnis vor Ertragsteuern im Berichtszeitraum auf 53,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem leichten Anstieg um 0,3 %.
Konzern-Zwischenabschluss
nach IAS 34
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Mio. EUR | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
+/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
2017/18 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse1) | 1.246,1 | 1.249,0 | –0,2 | 650,1 | 656,5 | –1,0 | 2.078,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge1) | 61,4 | 45,5 | 34,8 | 33,3 | 23,3 | 43,8 | 98,9 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –637,0 | –591,2 | –7,8 | –334,8 | –324,0 | –3,3 | –961,3 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | –122,5 | –124,7 | 1,8 | –60,9 | –61,8 | 1,4 | –275,1 |
| Personalaufwand | –162,9 | –155,5 | –4,7 | –81,5 | –76,6 | –6,3 | –321,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –59,4 | –63,3 | 6,1 | –37,3 | –31,6 | –18,2 | –135,7 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter |
4,6 | 111,0 | –95,9 | –1,9 | 53,4 | – | 188,0 |
| EBITDA | 330,3 | 470,8 | –29,9 | 167,1 | 239,2 | –30,2 | 671,8 |
| Abschreibungen | –133,2 | –129,9 | –2,5 | –67,6 | –65,0 | –4,1 | –258,3 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | 1,0 | –0,6 | – | 1,2 | 0,1 | – | –20,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 198,1 | 340,3 | –41,8 | 100,6 | 174,4 | –42,3 | 392,9 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter |
0,5 | 0,1 | – | 0,4 | – | – | 0,1 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | – | –0,9 | – | – | –0,8 | – | 20,1 |
| Zinserträge | 4,5 | 5,3 | –16,5 | 2,6 | 2,8 | –8,1 | 10,7 |
| Zinsaufwendungen | –26,3 | –27,2 | 3,2 | –12,9 | –13,6 | 5,7 | –54,0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,7 | –2,4 | 30,3 | 2,3 | –1,7 | – | –14,0 |
| Finanzergebnis | –23,1 | –25,1 | 7,9 | –7,6 | –13,3 | 43,1 | –37,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 175,0 | 315,3 | –44,5 | 93,1 | 161,1 | –42,2 | 355,7 |
| Ertragsteuern | –30,8 | –69,6 | 55,8 | –13,7 | –34,5 | 60,3 | –76,1 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 144,2 | 245,7 | –41,3 | 79,4 | 126,6 | –37,3 | 279,6 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) |
129,0 | 229,4 | –43,8 | 69,8 | 117,2 | –40,4 | 254,6 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile |
15,2 | 16,3 | –6,7 | 9,5 | 9,4 | 1,5 | 25,0 |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | 0,72 | 1,29 | –43,8 | 0,39 | 0,66 | –40,8 | 1,43 |
1) Vergleichsinformationen wurden angepasst – siehe Kapitel "Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen"
2) Verwässert ist gleich unverwässert.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Mio. EUR | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
+/– % |
2018/19 2. Quartal |
2017/18 2. Quartal |
+/– % |
2017/18 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 144,2 | 245,7 | –41,3 | 79,4 | 126,6 | –37,3 | 279,6 |
| Sonstiges Ergebnis aus | |||||||
| Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust |
|||||||
| Rechnung umgegliedert werden | 7,9 | –1,3 | – | 180,4 | –2,1 | – | –8,5 |
| Neubewertung IAS 19 | –5,4 | –4,9 | –9,7 | –2,7 | –2,4 | –12,8 | –14,3 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 0,2 | 2,5 | –92,2 | – | –0,3 | – | 2,3 |
| Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente1) |
15,8 | – | – | 243,1 | – | – | – |
| darauf entfallende Ertragsteuern | –2,6 | 1,2 | – | –60,1 | 0,6 | – | 3,5 |
| Posten, die in künftigen Perioden gege benenfalls in die Konzern-Gewinn-und Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
2,9 | 120,7 | –97,6 | 0,9 | 114,1 | –99,2 | 777,9 |
| Währungsdifferenzen | 2,5 | –0,6 | – | 2,3 | –0,1 | – | 2,1 |
| Available-for-Sale-Finanzinstrumente1) | – | 160,4 | – | – | 151,6 | – | 1.025,4 |
| Cash Flow Hedges | –0,1 | 3,4 | – | 0,2 | 1,7 | –88,2 | 7,4 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 0,2 | –1,9 | – | –1,4 | –0,7 | –92,4 | 0,8 |
| darauf entfallende Ertragsteuern | 0,3 | –40,5 | – | –0,2 | –38,3 | 99,4 | –257,8 |
| Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern |
10,8 | 119,5 | –91,0 | 181,2 | 112,1 | 61,7 | 769,4 |
| Gesamtergebnis der Periode | 155,0 | 365,2 | –57,6 | 260,6 | 238,6 | 9,2 | 1.049,0 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG |
139,2 | 347,6 | –59,9 | 252,2 | 229,4 | 9,9 | 1.023,4 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile |
15,8 | 17,6 | –10,3 | 8,4 | 9,2 | –8,4 | 25,6 |
1) Siehe Kapitel "IFRS 9 Finanzinstrumente"
Konzern-Bilanz
| +/– | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 31.03.2019 | 30.09.2018 | Absolut | % | |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 179,2 | 182,1 | –2,9 | –1,6 | |
| Sachanlagen | 3.445,2 | 3.438,7 | 6,4 | 0,2 | |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 886,8 | 995,7 | –108,9 | –10,9 | |
| Sonstige Beteiligungen | 1.960,0 | 1.944,2 | 15,8 | 0,8 | |
| Aktive latente Steuern | 62,9 | 68,8 | –5,9 | –8,6 | |
| Vertragsvermögenswerte1) | 0,6 | – | 0,6 | – | |
| Übrige Vermögenswerte | 157,5 | 252,4 | –94,8 | –37,6 | |
| 6.692,2 | 6.881,9 | –189,8 | –2,8 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Vorräte | 115,9 | 94,6 | 21,3 | 22,5 | |
| Forderungen | 464,9 | 500,3 | –35,4 | –7,1 | |
| Wertpapiere | 89,6 | 139,8 | –50,1 | –35,9 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 169,6 | 214,5 | –44,9 | –20,9 | |
| 840,0 | 949,1 | –109,1 | –11,5 | ||
| Summe Aktiva | 7.532,2 | 7.831,1 | –298,9 | –3,8 | |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | |||||
| Grundkapital | 330,0 | 330,0 | – | – | |
| Kapitalrücklagen | 253,4 | 253,4 | – | – | |
| Gewinnrücklagen | 2.340,8 | 2.297,0 | 43,8 | 1,9 | |
| Bewertungsrücklage | 1.001,7 | 992,9 | 8,8 | 0,9 | |
| Währungsumrechnungsrücklage | –17,5 | –20,0 | 2,5 | 12,6 | |
| Eigene Aktien | –20,5 | –20,5 | – | – | |
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG | 3.887,9 | 3.832,8 | 55,1 | 1,4 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 272,7 | 259,9 | 12,8 | 4,9 | |
| 4.160,6 | 4.092,6 | 67,9 | 1,7 | ||
| Langfristige Schulden | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 998,0 | 1.040,5 | –42,4 | –4,1 | |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 459,6 | 471,0 | –11,4 | –2,4 | |
| Langfristige Rückstellungen | 481,0 | 480,8 | 0,2 | – | |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 609,8 | 602,6 | 7,2 | 1,2 | |
| Übrige langfristige Schulden | 48,0 | 75,4 | –27,4 | –36,3 | |
| 2.596,5 | 2.670,3 | –73,8 | –2,8 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 69,4 | 89,1 | –19,7 | –22,1 | |
| Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern | 125,9 | 85,6 | 40,2 | 47,0 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 250,3 | 337,1 | –86,8 | –25,8 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 90,1 | 91,4 | –1,3 | –1,4 | |
| Übrige kurzfristige Schulden | 239,4 | 464,9 | –225,5 | –48,5 | |
| 775,1 | 1.068,1 | –293,0 | –27,4 | ||
| 7.532,2 | 7.831,1 | –298,9 | –3,8 | ||
| Summe Passiva |
1) Siehe Kapitel "IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen"
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Mio. EUR | Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 30.09.2017 | 2.892,1 | 258,0 | 3.150,1 |
| Gesamtergebnis der Periode | 347,6 | 17,6 | 365,2 |
| Dividende 2016/17 | –83,6 | –2,7 | –86,4 |
| Sonstige Veränderungen/Konsolidierungskreisänderungen | –0,1 | –0,1 | –0,1 |
| Stand 31.03.2018 | 3.155,9 | 272,7 | 3.428,7 |
| Stand 30.09.2018 | 3.832,8 | 259,9 | 4.092,6 |
| Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 Konzern)1) | –1,3 | –0,5 | –1,8 |
| Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 9 at Equity)1) | 0,7 | – | 0,7 |
| Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 Konzern)2) | –0,1 | – | –0,1 |
| Änderung der Rechnungslegungsmethode (IFRS 15 at Equity) | 0,2 | – | 0,2 |
| Stand 01.10.2018 | 3.832,3 | 259,4 | 4.091,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | 139,2 | 15,8 | 155,0 |
| Dividende 2017/18 | –83,7 | –2,5 | –86,1 |
| Stand 31.03.2019 | 3.887,9 | 272,7 | 4.160,6 |
1) Siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9"
2) Siehe Kapitel "Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15"
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung
| Mio. EUR | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
+/– Absolut |
% | 2017/18 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 175,0 | 315,3 | –140,3 | –44,5 | 355,7 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
132,2 | 130,5 | 1,7 | 1,3 | 278,9 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen |
|||||
| Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | –5,0 | –110,2 | 105,2 | 95,4 | –208,2 |
| + Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen |
115,1 | 128,8 | –13,6 | –10,6 | 163,3 |
| + Zinsaufwendungen |
26,3 | 27,2 | –0,9 | –3,2 | 54,0 |
| – Zinsauszahlungen |
–20,4 | –21,2 | 0,8 | 3,7 | –42,9 |
| – Zinserträge |
–4,5 | –5,3 | 0,9 | 16,5 | –10,7 |
| + Zinseinzahlungen |
4,1 | 4,3 | –0,2 | –4,3 | 8,4 |
| +/– Verluste-/Gewinne aus Fremdwährungsbewertungen | 1,7 | 0,2 | 1,4 | – | 10,5 |
| +/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | 2,6 | 1,3 | 1,3 | 95,7 | 3,4 |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen |
–24,5 | –23,2 | –1,4 | –5,9 | –47,9 |
| – Abnahme von langfristigen Rückstellungen |
–11,7 | –8,7 | –3,1 | –35,6 | –3,6 |
| +/– Verluste-/Gewinne aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs |
–1,7 | –0,5 | –1,1 | – | –0,7 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 389,2 | 438,4 | –49,3 | –11,2 | 560,3 |
| – Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit |
–275,9 | –185,2 | –90,7 | –49,0 | 45,2 |
| +/– Zahlungen für Ertragsteuern | –6,1 | 0,7 | –6,8 | – | –2,0 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 107,1 | 253,9 | –146,8 | –57,8 | 603,5 |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen |
3,4 | 5,9 | –2,5 | –42,1 | 20,9 |
| +/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | –104,2 | –95,1 | –9,1 | –9,6 | –283,1 |
| +/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten |
57,7 | –13,1 | 70,7 | – | –54,3 |
| +/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen | 47,6 | –94,4 | 141,9 | – | –140,6 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | 4,4 | –196,7 | 201,1 | – | –457,1 |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG |
–83,7 | –83,6 | – | – | –83,6 |
| – Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile |
–2,5 | –2,7 | 0,2 | 8,7 | –23,7 |
| – Anteilsaufstockung bei vollkonsolidierten Gesellschaften |
– | – | – | – | –0,1 |
| +/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile | – | – | – | – | 1,1 |
| – Veränderung von Finanzverbindlichkeiten |
–70,2 | –31,9 | –38,3 | – | –47,2 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –156,4 | –118,3 | –38,1 | –32,2 | –153,5 |
| Cash Flow gesamt | –44,9 | –61,1 | 16,2 | 26,5 | –7,1 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) | 214,5 | 221,8 | –7,3 | –3,3 | 221,8 |
| Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel | – | – | – | – | –0,1 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) | 169,6 | 160,7 | 8,9 | 5,6 | 214,5 |
1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2019 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2017/18 (Bilanzstichtag: 30. September 2018) gelesen werden.
Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2018 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Bilanzierungsregeln des IASB, unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw.
Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Berichterstattung nach IFRS
Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2018/19 verpflichtend anzuwenden:
| Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen |
Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 |
| IFRS 15 | Erlöse aus Kundenverträgen | 01.01.2018 |
| IFRIC 22 | Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen |
01.01.2018 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| Diverse | Annual Improvements 2014–2016 | 01.01.2018 |
| IFRS 2 | Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen |
01.01.2018 |
| IFRS 4 | Anwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge |
01.01.2018 |
| IFRS 15 | Klarstellungen zu IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen |
01.01.2018 |
| IAS 40 | Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien |
01.01.2018 |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Die Auswirkungen der erstmals verpflichtend anzuwendenden Standards IFRS 9 und IFRS 15 werden in den folgenden Kapiteln näher erläutert. Für die erstmals verpflichtende Anwendung der sonstigen geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.
IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 9 ersetzt die bestehenden Regeln zur Bilanzierung und Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39. IFRS 9 beinhaltet im Vergleich zu IAS 39 neue Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie erweiterte Regelungen hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte und umfasst ferner neue Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.
Klassifizierung und Bewertung
IFRS 9 sieht im Vergleich zu IAS 39 eine neue Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte vor, die auf dem jeweiligen Geschäftsmodell sowie den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der jeweiligen Finanzinstrumente basiert. Zukünftig sind finanzielle Vermögenswerte einer der drei Einstufungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC)", "zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL)" oder "zum beizulegenden
Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (FVOCI)" zuzuordnen. Die Evaluierung im EVN Konzern hat ergeben, dass der Großteil der finanziellen Vermögenswerte, insbesondere Ausleihungen, sonstige langfristige Vermögenswerte, Forderungen sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, auch weiterhin die Kriterien für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten erfüllen. Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum FVTPL zu bewerten, die Eigenkapitalinstrumente, die bisher als Available-for-Sale (AFS) klassifiziert wurden und langfristig gehalten werden, sind künftig unter der von der EVN gewählten Anwendung von IFRS 9.5.7.5 der Kategorie FVOCI zuzuordnen. Diesbezügliche Wertänderungen werden in Zukunft nicht mehr in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die bislang unter Anwendung der Ausnahmeregel des IAS 39.46 (c) zu Anschaffungskosten bewerteten Investitionen in Eigenkapitalinstrumente führen zu keiner wesentlichen Erhöhung des Buchwerts.
IFRS 9 Finanzinstrumente
| Klassifizierung und Bewertung Mio. EUR |
Ursprüngliche Klassifizierung gemäß IAS 39 |
Neue Klassifizierung nach IFRS 9 |
Buchwert IFRS 9 zum 01.10.2018 |
Buchwert IAS 39 zum 30.09.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertet | ||||
| Sonstige Beteiligungen | AFS | FVOCI1) | 1.939,6 | 1.939,6 |
| Wertpapiere (langfristig) | FVTPL | FVTPL | 135,1 | 135,1 |
| Wertpapiere (kurzfristig) | AFS | FVTPL | 139,8 | 139,8 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften2) | FVTPL | FVTPL | 83,2 | 83,2 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften2) | FVTPL | FVTPL | 122,3 | 122,3 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | ||||
| Ausleihungen | LAR | AC | 38,3 | 38,3 |
| Forderungen aus Leasinggeschäften | LAR | AC | 28,7 | 28,7 |
| Vertragsvermögenswerte | – | AC | 0,23) | – |
| Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte | LAR | AC | 0,64) | 0,2 |
| Forderungen | LAR | AC | 418,55) | 419,5 |
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR | AC | 214,5 | 214,5 |
| Anleihen | FLAC | AC | 504,5 | 504,5 |
| Bankdarlehen | FLAC | AC | 536,0 | 536,0 |
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC | AC | 4,8 | 4,8 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC | AC | 0,6 | 0,6 |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC | AC | 20,3 | 20,3 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | AC | 89,1 | 89,1 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | AC | 337,1 | 337,1 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | AC | 292,7 | 292,7 |
1) Das Wahlrecht gemäß IFRS 9.5.7.5, sonstige Beteiligungen der Kategorie FVOCI zuzuordnen, wurde für alle Beteiligungen ausgeübt.
2) Inklusive zur Sicherung eingesetzte Hedging-Instrumente
3) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 15 (Vertragsvermögenswerte)
4) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 15 (Vertragserlangungskosten)
5) Bewertungsanpassungen gemäß IFRS 9 (Wertminderungen)
Wertminderungen
Hinsichtlich der Wertminderung finanzieller Vermögenswerte ersetzt IFRS 9 das "Incurred-Loss-Modell" durch das "Expected-Loss-Modell". Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 sowie Schuldinstrumente, die zu FVOCI bewertet werden, unterliegen in Zukunft bereits bei erstmaliger Erfassung den Vorschriften des "Expected-Loss-Modells" und werden einer Wertminderung unterzogen. Dabei sind Wertminderungen entweder auf Basis eines Zwölf-Monats-Modells, bei dem der erwartete Verlust von möglichen Ausfällen innerhalb der nächsten zwölf Monate berücksichtigt wird, oder in Form eines Gesamtlaufzeitmodells, bei dem der erwartete Verlust von möglichen Ausfällen während der gesamten Laufzeit berücksichtigt wird, zu ermitteln. Das Gesamtlaufzeitmodell ist für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente sowie auf Vermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit erstmaliger Erfassung signifikant erhöht hat, verpflichtend anzuwenden. Im EVN Konzern fallen insbesondere Ausleihungen, Forderungen aus Leasinggeschäften sowie Guthaben bei Kreditinstituten unter die Anwendung des Zwölf-Monats-Modells, sofern die Bedingungen des IFRS 9.7.2.19a erfüllt sind. Im Zuge der Erstellung des Konzernabschlusses zum Stichtag 30. September 2018 wurde der Wertminderungsbedarf nach IFRS 9 auf Konzernebene für die Bilanzpositionen "Ausleihungen", "Forderungen aus Leasinggeschäften" sowie "Guthaben bei Kreditinstituten" berechnet. Demzufolge würde sich in Summe ein zusätzlicher unwesentlicher Wertminderungsbedarf in Höhe von 0,1 Mio. Euro ergeben. Die EVN verzichtet aufgrund des unwesentlichen Betrags auf die Durchführung der Wertminderung.
In Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente ist verpflichtend das Gesamtlaufzeitmodell anzuwenden. Die EVN macht dabei von den Regelungen des IFRS 9B5.5.35 Gebrauch, der als praktische Erleichterung zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs eine Wertminderungsmatrix vorsieht. Dazu wurden im EVN Konzern, regional differenziert nach den Kernmärkten, Analysen der Zahlungsausfälle der vergangenen Geschäftsjahre durchgeführt und darauf aufbauend eine Wertminderungsmatrix auf Basis von Zeitbändern erstellt. Die Berechnungen zum Stichtag 30. September 2018 ergaben einen zusätzlichen Wertminderungsbedarf auf Konzernebene von 1,0 Mio. Euro sowie eine Wertaufholung bei at Equity einbezogenen Gesellschaften von 0,9 Mio. Euro.
| Wertberichtigung – Forderungen Mio. EUR |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige Forderungen (Allgemeiner Ansatz)1) |
Summe |
|---|---|---|---|
| Stand 30.09.2018 (IAS 39) |
301,3 | 399,9 | 701,2 |
| Anpassung Wertberichtigung |
–1,0 | – | –1,0 |
| Stand 01.10.2018 (IFRS 9) |
300,3 | 399,9 | 700,2 |
1) Der allgemeine Ansatz enthält folgende Bilanzposten: "Ausleihungen", "Forderungen aus Leasinggeschäften", "Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte", "Sonstige Forderungen" sowie "Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten".
Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Mit dem neuen Modell zur Sicherungsbilanzierung soll ein besserer Zusammenhang zwischen der Risikomanagementstrategie des Unternehmens, den Gründen für den Abschluss von Sicherungsgeschäften und der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen hergestellt werden. Neben der Annäherung an die Ziele und Strategien des Konzernrisikomanagements erweitert IFRS 9 die zulässigen Grundgeschäfte und schreibt einen eher qualitativen und zukunftsorientierten Ansatz bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen vor.
Die im EVN Konzern zum Übergangszeitpunkt bestehenden Sicherungsbeziehungen für die Absicherung von Fremdwährungs- und Zinsrisiken erfüllen die Erfordernisse des IFRS 9, stehen im Einklang mit den Strategien und den Zielen des Risikomanagements des EVN Konzerns und können somit auch nach den Regeln von IFRS 9 fortgeführt werden.
Übergang
Der Standard IFRS 9 ist grundsätzlich rückwirkend anzuwenden. Die EVN wird jedoch von der Ausnahme Gebrauch machen, dass zum Erstanwendungszeitpunkt keine Anpassung von Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderung der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) vorzunehmen ist. Differenzen zwischen den Buchwerten aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich erfolgsneutral in der Gewinnrücklage zum 1. Oktober 2018 erfasst. Davon abweichend sind die neuen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte grundsätzlich prospektiv anzuwenden.
IFRS 15 Erlöse aus Kundenverträgen
IFRS 15 sieht ein fünfstufiges Modell zur Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden vor und ersetzt alle bisher anzuwendenden Standards und die dazugehörigen Interpretationen. Nach diesem Modell erfasst ein Unternehmen Erlöse in der Höhe, in der für die übernommenen Leistungsverpflichtungen zur Übertragung von Waren und Dienstleistungen entsprechende Gegenleistungen erwartet werden. Beim Abschluss eines Vertrags ist demnach festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Umsatzerlöse werden demzufolge realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Der Standard enthält zudem umfangreiche Vorschriften in Bezug auf qualitative und quantitative Angaben zu Vermögenswerten, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren.
Im Rahmen eines konzernweiten Projekts wurden Kundenverträge analysiert, um jene Verträge zu identifizieren, die zu einer potenziellen Änderung der bisherigen Umsatzrealisierung führen könnten. Insbesondere beim Kerngeschäft der EVN rund um die Energieversorgung werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Umfang und den Zeitpunkt der Erlösrealisierung durch die Anwendung von IFRS 15 erwartet. Der EVN Konzern wird in weiterer Folge, sofern die entsprechenden Voraussetzung vorliegen, von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.B16 Gebrauch machen, wonach Umsätze in Höhe des Betrags erfasst werden dürfen, den das Unternehmen berechtigt ist, in Rechnung zu stellen.
Darüber hinaus wurden im Zuge der Vertragsanalysen folgende Sachverhalte identifiziert:
Vertragskosten zur Anbahnung eines Vertrags mit einem Kunden sind zusätzlich anfallende Kosten. Wenn das Unternehmen davon ausgeht, dass es diese Kosten zurückerlangen wird, sind diese Kosten grundsätzlich zu aktivieren und planmäßig in Abhängigkeit von der Übertragung der vertragsgegenständlichen Güter oder Dienstleistungen an den Kunden abzuschreiben. Wenn der erwartete Abschreibungszeitraum nicht mehr als ein Jahr beträgt, besteht die praktische Erleichterung, dass die Kosten aufwandswirksam verrechnet werden dürfen. Im Geschäftsjahr 2017/18 hätte dies zu einer Aktivierung von Kosten für die Vertragsanbahnung in Höhe von 0,4 Mio. Euro geführt.
Für Vertriebszwecke an den Kunden geleistete Zahlungen wie z. B. Gratismonate werden grundsätzlich erlösmindernd berücksichtigt. Eine Zahlung bei Vertragsabschluss führt zum Ansatz eines Vermögenswerts, der über die Mindestvertragslaufzeit erlösmindernd aufzulösen ist. Im Geschäftsjahr 2017/18 hätte dies zu einer Aktivierung eines Vermögenswerts in Höhe von 0,2 Mio. Euro geführt.
Mit dem Schiedsspruch vom November 2016 kam es bei der Projektgesellschaft STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH ("SEK") im Zusammenhang mit gewährten Baukostenzuschüssen zu einer Vertragsmodifikation gemäß IFRS 15.21b, die so zu behandeln ist, als wäre sie bereits immer Bestandteil des bestehenden Vertrags gewesen. Das heißt, dass Erlösanpassungen auf kumulierter Basis ausgehend vom erstmaligen Ansatz des Baukostenzuschusses erfolgen. Dies führte zu einer Erhöhung von 0,7 Mio. Euro und in weiterer Folge zu einer Erhöhung der jährlichen Umsatzrealisierung von 0,1 Mio. Euro bis zum Ende der Vertragslaufzeit.
Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird rückwirkend erfolgen, wobei eine Erfassung der kumulierten Anpassungsbeträge zum Zeitpunkt der Erstanwendung mit 1. Oktober 2018 in der Gewinnrücklage erfolgt.
Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15
Die EVN hat IFRS 9 und IFRS 15 erstmals zum 1. Oktober 2018 angewendet. Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erläutert, wurden die Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden nicht angepasst. Ergebniswirksame Effekte aus der Anwendung der neuen Standards wurden in der Gewinnrücklage zum 1. Oktober 2018 erfasst.
Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf den Abschluss des EVN Konzerns, insbesondere auf die Konzernbilanz und das Konzerneigenkapital, dargestellt.
Anpassungen in der Konzern-Bilanz
| Mio. EUR | 01.10.2018 | Anpassungen IFRS 9 |
Anpassungen IFRS 15 |
30.09.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 182,1 | 182,1 | ||
| Sachanlagen | 3.438,7 | 3.438,7 | ||
| At Equity einbezogene Unternehmen | 996,9 | 0,9 | 0,3 | 995,7 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.944,2 | 1.944,2 | ||
| Aktive latente Steuern | 69,0 | 0,2 | 68,8 | |
| Vertragsvermögenswerte | 0,2 | 0,2 | – | |
| Übrige Vermögenswerte | 252,8 | 0,4 | 252,4 | |
| 6.884,0 | 0,9 | 1,1 | 6.881,9 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 94,6 | 94,6 | ||
| Forderungen | 499,3 | –1,0 | 500,3 | |
| Wertpapiere | 139,8 | 139,8 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 214,5 | 214,5 | ||
| 948,2 | –1,0 | – | 949,1 | |
| Summe Aktiva | 7.832,1 | – | 1,1 | 7.831,1 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | ||||
| Grundkapital | 330,0 | 330,0 | ||
| Kapitalrücklagen | 253,4 | 253,4 | ||
| Gewinnrücklagen | 2.295,5 | –1,7 | 0,2 | 2.297,0 |
| Bewertungsrücklage | 994,0 | 1,1 | 992,9 | |
| Währungsumrechnungsrücklage | –20,0 | –20,0 | ||
| Eigene Aktien | –20,5 | –20,5 | ||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG | 3.832,3 | –0,6 | 0,2 | 3.832,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | 259,4 | –0,5 | 259,9 | |
| 4.091,8 | –1,1 | 0,2 | 4.092,6 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.040,5 | 1.040,5 | ||
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 472,2 | 1,0 | 0,2 | 471,0 |
| Langfristige Rückstellungen | 480,8 | 480,8 | ||
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 603,3 | 0,7 | 602,6 | |
| Übrige langfristige Schulden | 75,4 | 75,4 | ||
| 2.672,2 | 1,0 | 0,9 | 2.670,3 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 89,1 | 89,1 | ||
| Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern | 85,6 | 85,6 | ||
| Lieferantenverbindlichkeiten | 337,1 | 337,1 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen | 91,4 | 91,4 | ||
| Übrige kurzfristige Schulden | 464,9 | 464,9 | ||
| 1.068,1 | – | – | 1.068,1 | |
| Summe Passiva | 7.832,1 | – | 1,1 | 7.831,1 |
Anpassungen im Eigenkapital
| Mio. EUR | Gewinnrücklage | Bewertungsrücklagen (ausschließlich AFS) |
Bewertungsrücklagen (ausschließlich FVOCI) |
Nicht beherrschende Anteile |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 30.09.2018 | 2.297,0 | 1.108,5 | – | 259,9 | 4.092,6 |
| Klassifizierung IFRS 9 | |||||
| Umgliederung kurzfristige Wertpapiere von AFS zu FVTPL |
–1,1 | 1,1 | – | – | – |
| Umgliederung Eigenkapitalinstrumente von AFS zu FVOCI |
– | –1.109,5 | 1.109,5 | – | – |
| –1,1 | –1.108,5 | 1.109,5 | – | – | |
| Wertminderung IFRS 9 | |||||
| Wertminderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Konzern) |
–0,5 | – | – | –0,5 | –1,0 |
| Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte (Konzern) |
–0,8 | – | – | – | –0,8 |
| Wertaufholung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (at Equity) |
0,9 | – | – | – | 0,9 |
| Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte (at Equity) |
–0,2 | – | – | – | –0,2 |
| –0,6 | – | – | –0,5 | –1,1 | |
| Anpassungen IFRS 15 | |||||
| Vertragserlangungskosten (Konzern) | 0,4 | – | – | – | 0,4 |
| Vertragserlangungskosten (at Equity) | 0,3 | – | – | – | 0,3 |
| Vertragsvermögenswerte | 0,2 | – | – | – | 0,2 |
| Vertragsmodifikation Walsum 10 | –0,7 | – | – | – | –0,7 |
| Latente Steuer auf Erstanwendungseffekte | –0,1 | – | – | – | –0,1 |
| 0,2 | – | – | – | 0,2 | |
| Stand 01.10.2018 | 2.295,5 | – | 1.109,5 | 259,4 | 4.091,8 |
Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen
Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen wurde im Geschäftsjahr 2018/19 angepasst. Diese wurden bisher gesamthaft unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Nunmehr erfolgt der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen aus dem nicht-regulierten Bereich in den Umsatzerlösen. Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen aus dem regulierten Bereich werden weiterhin in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen (siehe nachfolgende Tabelle).
Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Besonders im Energiegeschäft der EVN sind witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist jedoch ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt, denn der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegenge-
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2018/19 | 2017/18 | 2017/18 | |
|---|---|---|---|---|
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | ||
| Mio. EUR | (neue Darstellung) | (neue Darstellung) | Anpassungen | (bisherige Darstellung) |
| Umsatzerlöse | 1.246,1 | 1.249,0 | 3,0 | 1.246,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 61,4 | 45,5 | –3,0 | 48,5 |
wirkt, dennoch kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.
Prüferische Durchsicht
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises der EVN erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. März 2019 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 30 inländische und 31 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2018: 31 inländische und 32 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2019 wurden 22 Tochterunternehmen (30. September 2018: 21) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
| Veränderungen des Konsolidierungskreises |
Voll | Anteilig (Joint Operation) |
Equity | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2017 | 63 | 1 | 17 | 81 |
| Erstkonsolidierungen | – | – | 1 | 1 |
| Entkonsolidierungen | – | – | –2 | –2 |
| 30.09.2018 | 63 | 1 | 16 | 80 |
| Erstkonsolidierungen | – | – | – | – |
| Entkonsolidierungen | –2 | – | – | –2 |
| 31.03.2019 | 61 | 1 | 16 | 78 |
| davon ausländische Unternehmen |
31 | 1 | 5 | 37 |
Die bisher vollkonsolidierten Gesellschaften EVN Umwelt Finanzund Service GmbH, Maria Enzersdorf, und WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH, Essen, Deutschland, wurden im ersten Quartal 2018/19 aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert.
In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.
Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Umsatzerlöse nach Produkten Mio. EUR |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Strom | 878,4 | 883,4 |
| Erdgas | 128,8 | 125,5 |
| Wärme | 100,2 | 97,0 |
| Umweltdienstleistungen | 40,2 | 74,4 |
| Sonstige Umsätze | 98,5 | 68,7 |
| Summe | 1.246,1 | 1.249,0 |
| Umsatzerlöse nach Ländern Mio. EUR |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Österreich | 733,3 | 706,0 |
| Deutschland | 15,7 | 21,4 |
| Bulgarien | 275,8 | 305,4 |
| Nordmazedonien | 209,9 | 207,3 |
| Sonstige | 11,4 | 8,9 |
| Summe | 1.246,1 | 1.249,0 |
Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:
| Ergebnisanteil der at Equity ein bezogenen Unternehmen operativ Mio. EUR |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| EVN KG | –44,3 | 60,2 |
| RAG | 18,9 | 22,0 |
| Energie Burgenland | 16,3 | 15,2 |
| ZOV; ZOV UIP | 7,3 | 6,0 |
| Verbund Innkraftwerke | 1,2 | 1,8 |
| Andere Gesellschaften | 5,2 | 5,9 |
| Summe | 4,6 | 111,0 |
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging im ersten Halbjahr 2018/19 auf 4,6 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 111,0 Mio. Euro). Dies resultierte – neben einem geringeren Ergebnisbeitrag der RAG – vor allem aus
dem Geschäftsverlauf der EVN KG: Deren Vertriebsaktivitäten waren im Berichtszeitraum infolge gestiegener Großhandelspreise durch höhere Beschaffungskosten sowie zudem durch stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastet.
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2019 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.994.578 Stück (31. März 2018: 177.927.548 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 129,0 Mio. Euro (Vorjahr: 229,4 Mio. Euro) errechnet sich für das erste Halbjahr 2018/19 ein Ergebnis je Aktie von 0,72 Euro (Vorjahr: 1,29 Euro je Aktie).
Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz
Im ersten Halbjahr 2018/19 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 134,5 Mio. Euro (Vorjahr: 136,0 Mio. Euro) aktiviert. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,5 Mio. Euro) verkauft.
Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich um 108,9 Mio. Euro bzw. 10,9 % auf 886,8 Mio. Euro. Dies resultierte vorwiegend aus den Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften, die insgesamt 115,1 Mio. Euro betrugen. Dieser Reduktion standen laufende Ergebnisanteile in Höhe von 5,0 Mio. Euro sowie erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro gegenüber.
Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.960,0 Mio. Euro, die überwiegend der Kategorie FVOCI zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.877,3 Mio. Euro, der sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 15,8 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IFRS 9 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:
| Im Umlauf befindliche Aktien Stück |
2018/19 1. Halbjahr |
|---|---|
| Stand 30.09.2018 | 177.994.578 |
| Erwerb eigener Aktien | – |
| Stand 31.03.2019 | 177.994.578 |
Zum Stichtag 31. März 2019 hielt die EVN 1.883.824 Stück eigene Aktien (das sind 1,05 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 20,5 Mio. Euro. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Die 90. Hauptversammlung der EVN hat am 17. Jänner 2019 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2017/18 eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie (inklusive einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro) auszuschütten. Dies ergab eine Gesamtdividendenzahlung von 83,7 Mio. Euro. Ex-Dividendentag war der 23. Jänner 2019, Dividendenzahltag der 25. Jänner 2019.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR |
31.03.2019 | 30.09.2018 |
|---|---|---|
| Anleihen | 511,9 | 504,5 |
| Bankdarlehen | 486,2 | 536,0 |
| Summe | 998,0 | 1.040,5 |
Der Anstieg der Anleihen um 7,4 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.
In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro enthalten, die im Oktober 2012 emittiert wurden.
Segmentberichterstattung
| Mio. EUR | Energie | Erzeugung | Netze | Südosteuropa | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|
| Außenumsatz | 357,9 | 329,8 | 73,4 | 30,5 | 279,5 | 293,9 | 486,7 | 513,4 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 2,6 | 4,3 | 106,9 | 127,8 | 25,1 | 28,9 | 0,5 | 0,4 |
| Gesamtumsatz | 360,5 | 334,1 | 180,3 | 158,3 | 304,6 | 322,8 | 487,2 | 513,8 |
| Operativer Aufwand | –333,7 | –311,9 | –83,6 | –56,6 | –155,9 | –139,6 | –433,2 | –467,4 |
| Ergebnisanteil der at Equity ein bezogenen Unternehmen operativ |
–42,2 | 63,5 | 2,4 | 2,4 | – | – | – | – |
| EBITDA | –15,3 | 85,7 | 99,0 | 104,2 | 148,8 | 183,3 | 54,0 | 46,4 |
| Abschreibungen | –9,6 | –9,7 | –31,3 | –23,8 | –61,4 | –59,6 | –29,7 | –31,3 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –25,0 | 76,0 | 67,7 | 80,4 | 87,4 | 123,7 | 24,3 | 15,1 |
| Finanzergebnis | –0,9 | –2,1 | –8,0 | –6,9 | –8,5 | –8,5 | –10,6 | –10,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –25,9 | 73,9 | 59,7 | 73,5 | 78,8 | 115,2 | 13,7 | 4,9 |
| Gesamtvermögen | 750,0 | 729,2 | 1.055,5 | 945,7 | 1.951,5 | 1.937,9 | 1.179,3 | 1.186,7 |
| Investitionen1) | 3,5 | 5,3 | 31,1 | 33,7 | 56,2 | 51,6 | 39,8 | 40,9 |
| Umwelt | Alle sonstigen Segmente | Konsolidierung | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|
| Außenumsatz | 40,2 | 74,7 | 8,6 | 6,8 | – | – | 1.246,1 | 1.249,0 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | – | 8,1 | 32,1 | 29,6 | –167,4 | –199,2 | – | – |
| Gesamtumsatz | 40,2 | 82,8 | 40,7 | 36,4 | –167,4 | –199,2 | 1.246,1 | 1.249,0 |
| Operativer Aufwand | –36,2 | –74,1 | –44,3 | –38,3 | 166,4 | 198,6 | –920,4 | –889,2 |
| Ergebnisanteil der at Equity ein bezogenen Unternehmen operativ |
9,2 | 7,9 | 35,1 | 37,2 | – | – | 4,6 | 111,0 |
| EBITDA | 13,2 | 16,7 | 31,6 | 35,3 | –1,0 | –0,6 | 330,3 | 470,8 |
| Abschreibungen | –5,7 | –11,5 | –0,9 | –0,8 | 6,5 | 6,2 | –132,2 | –130,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 7,5 | 5,1 | 30,6 | 34,5 | 5,5 | 5,5 | 198,1 | 340,3 |
| Finanzergebnis | –2,6 | –0,3 | 22,7 | 18,6 | –15,2 | –15,7 | –23,1 | –25,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4,9 | 4,8 | 53,3 | 53,2 | –9,6 | –10,1 | 175,0 | 315,3 |
| Gesamtvermögen | 645,9 | 789,2 | 4.156,3 | 3.265,5 | –2.206,4 | –2.100,3 | 7.532,2 | 6.753,9 |
| Investitionen1) | 7,7 | 7,0 | 1,2 | 1,4 | –5,1 | –3,8 | 134,5 | 136,0 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Energie sowie Erzeugung und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als
Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk Walsum 10 aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energie hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks vor.
Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten
Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
Mio. EUR
| 31.03.2019 | 30.09.2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Klassen | Bewertungs kategorie |
Fair-Value Hierarchie (IFRS 13) |
Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | ||||||
| Beteiligungen | FVOCI | Stufe 3 | 78,1 | 78,1 | 78,1 | 78,1 |
| Andere Beteiligungen | FVOCI | Stufe 1 | 1.877,3 | 1.877,3 | 1.861,5 | 1.861,5 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere | FVTPL | Stufe 1 | 91,9 | 91,9 | 135,1 | 135,1 |
| Ausleihungen | AC | Stufe 2 | 34,9 | 41,3 | 38,3 | 44,7 |
| Forderungen aus Leasinggeschäften | AC | Stufe 2 | 22,7 | 25,3 | 28,7 | 31,8 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | FVTPL | Stufe 2 | 4,7 | 4,7 | 35,1 | 35,1 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 1,8 | 1,8 | 0,6 | 0,6 |
| Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte | AC | 1,3 | 1,3 | 0,2 | 0,2 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte |
||||||
| Forderungen | AC | 408,8 | 408,8 | 419,5 | 419,5 | |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | FVTPL | Stufe 2 | 31,5 | 31,5 | 47,5 | 47,5 |
| Wertpapiere | FVTPL | Stufe 1 | 89,6 | 89,6 | 139,8 | 139,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||||
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | AC | 169,6 | 169,6 | 214,5 | 214,5 | |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Anleihen | AC | Stufe 2 | 511,9 | 601,4 | 504,5 | 591,9 |
| Bankdarlehen | AC | Stufe 2 | 486,2 | 553,9 | 536,0 | 593,7 |
| Übrige langfristige Schulden | ||||||
| Pachtverbindlichkeiten | AC | Stufe 2 | 4,6 | 5,3 | 4,8 | 5,6 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | AC | 0,4 | 0,4 | 0,6 | 0,6 | |
| Sonstige übrige Schulden | AC | 21,3 | 21,3 | 20,3 | 20,3 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | FVTPL | Stufe 2 | 7,2 | 7,2 | 29,9 | 29,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 14,6 | 14,6 | 19,9 | 19,9 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | AC | 69,4 | 69,4 | 89,1 | 89,1 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | AC | 250,3 | 250,3 | 337,1 | 337,1 | |
| Übrige kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 126,8 | 126,8 | 292,7 | 292,7 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | FVTPL | Stufe 2 | 23,8 | 23,8 | 67,4 | 67,4 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging | Stufe 2 | 4,9 | 4,9 | 5,1 | 5,1 |
| davon aggregiert nach Bewertungskategorie | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis |
FVOCI | 1.955,4 | 1.939,6 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV |
FVTPL | 270,0 | 480,3 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden |
AC | 2.108,3 | 2.486,2 |
In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.
Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.
Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:
| Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen Mio. EUR |
2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Umsätze | 174,0 | 195,9 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 50,1 | 50,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
16,2 | 42,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
20,8 | 19,8 |
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2018 um 94,4 Mio. Euro auf 419,3 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften sowie einer Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich.
Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2019 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 20,7 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 259,5 Mio. Euro.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2019 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 23. Mai 2019 traten folgende Ereignisse auf:
In der am 30. April 2019 abgehaltenen 72. ordentlichen Hauptversammlung der Verbund AG wurde für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro je Aktie) beschlossen.
Am 10. April 2019 übermittelte das Schiedsgericht der Weltbank seine Entscheidung in dem von der EVN AG gegen die Republik Bulgarien angestrengten Schiedsgerichtsverfahren (siehe dazu auch die Erläuterungen zum Segment Südosteuropa). Bereits im Februar 2017 war jener Teil der in diesem Schiedsverfahren geltend gemachten Ansprüche, der die Vergütung für Verpflichtungen in Bezug auf erneuerbare Energie betraf, durch Aufrechnung zwischen einem bulgarischen Tochterunternehmen der EVN und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK beglichen worden. Mit der nun im April 2019 getroffenen Entscheidung des Schiedsgerichts wurde der EVN AG kein weiterer Ersatz für Ansprüche zugesprochen. Somit ergeben sich aus dem Schiedsverfahren im Geschäftsjahr 2018/19 keine weiteren ergebniswirksamen oder bilanziellen Auswirkungen für die EVN.
Im April 2019 erhöhte die Rating-Agentur Standard & Poor's die Bonitätseinstufung für die EVN von A– auf A (Ausblick stabil), ebenso verbesserte Moody's im Mai 2019 das Rating von A2 auf A1 (Ausblick stabil).
Für die syndizierte Kreditlinie im Ausmaß von 400 Mio. Euro wurde im Mai 2019 die im Kreditvertrag enthaltene Verlängerungsmöglichkeit um ein Jahr genutzt; dadurch wurde das Laufzeitende auf Mai 2024 (statt bisher Mai 2023) erstreckt.
Erklärung des Vorstands
gemäß § 125 Abs. 1 Z. 3 Börsegesetz 2018
Der Vorstand der EVN AG bestätigt, dass der in Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht ein möglichst
Maria Enzersdorf, am 23. Mai 2019
EVN AG Der Vorstand
Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Franz Mittermayer Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Die EVN auf dem Kapitalmarkt
Die EVN Aktie
Marktumfeld und Performance
Im Zeitraum Oktober 2018 bis März 2019 entwickelte sich der überwiegende Teil der europäischen Aktienmärkte tendenziell negativ. So hat z. B. der deutsche Leitindex DAX 5,9 % an Wert verloren. Ähnliches gilt für den Wiener Leitindex ATX, der im selben Zeitraum um 9,3 % nachgab. Auch die Performance der bedeutendsten internationalen Börsenindizes spiegelt die insgesamt gedämpfte Entwicklung wider. So hat etwa der US-amerikanische Leitindex Dow Jones in der genannten Periode 2,0 % seines Werts abgegeben.
Abweichend von diesen Trends konnte der für die EVN maßgebliche Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities zwar um 13,3 % zulegen. Allerdings konnte die EVN Aktie dieser positiven Vorgabe nicht folgen und verlor im Berichtszeitraum 23,1 % ihres Werts. Das durchschnittlich täglich gehandelte Aktienvolumen lag bei 52.707 Stück (Einmalzählung). Daraus ergibt sich ein Umsatzvolumen an der Wiener Börse von 91,8 Mio. Euro (Einmalzählung), das einem Anteil von 0,92 % am Gesamtumsatz des "Prime Market" der Wiener Börse entspricht.
Mittelverwendungsstrategie und Dividende
Die EVN strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ihren Investitionsprojekten und einer attraktiven Vergütung für ihre Aktionäre an. Für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde in der 90. ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2019 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,44 Euro sowie einer einmaligen Bonusdividende von 0,03 Euro je dividendenberechtige Aktie an die Aktionäre der EVN AG beschlossen. Ex-Dividendentag war der 23. Jänner 2019, Dividendenzahltag der 25. Jänner 2019.
| EVN Aktie – Performance | 2018/19 1. Halbjahr |
2017/18 1. Halbjahr |
|
|---|---|---|---|
| Kurs per Ultimo März | EUR | 12,98 | 15,86 |
| Höchstkurs | EUR | 17,28 | 18,00 |
| Tiefstkurs | EUR | 12,16 | 13,07 |
| Aktienumsatz1) | Mio. EUR | 91,8 | 100,9 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz1) | Stück | 52.707 | 52.253 |
| Anteil am Gesamtumsatz1) | % | 0,55 | 0,58 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo März | Mio. EUR | 2.335 | 2.853 |
| ATX-Prime-Gewichtung per Ultimo März | % | 0,92 | 1,00 |
1) Wiener Börse, Einmalzählung
Aktionärsstruktur
Auf Basis bundes- und landesverfassungsgesetzlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Die Übertragbarkeit der über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehaltenen Anteile ist durch diese verfassungsrechtlichen Vorschriften eingeschränkt.
Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe. Er hielt zum 31. März 2019 Aktien im Ausmaß von 29,7 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956.
Externe Ratings
Unabhängige Bonitätsbeurteilungen durch die beiden Rating-Agenturen Moody's und Standard & Poor's bilden ein wesentliches Element der Finanzierungsstrategie der EVN. Dabei strebt die EVN Ratings im soliden A-Bereich an. Im April bzw. Mai 2019 aktualisierten beide Rating-Agenturen ihre Einstufungen für die EVN:
- Standard & Poor's: Rating von A– auf A angehoben, Ausblick stabil
- Moody's: Rating von A2 auf A1 angehoben, Ausblick stabil
Aktionärsstruktur1)

Kontakt
Investor Relations
Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698
Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128
Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473
E-Mail: [email protected]
Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100
Informationen im Internet
www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at
| Finanzkalender1) | |
|---|---|
| Ergebnis 1.– 3. Quartal 2018/19 | 22.08.2019 |
| Jahresergebnis 2018/19 | 12.12.2019 |
| Basisinformationen2) | |
|---|---|
| Grundkapital | 330.000.000,00 EUR |
| Stückelung | 179.878.402 Stückaktien |
| ISIN-Wertpapierkennnummer | AT0000741053 |
| Ticker-Symbole | EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR) |
| Börsenotierung | Wien |
| ADR-Programm; Depositary | Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon |
| Ratings | A1, stabil (Moody's); A, stabil (Standard & Poor's) |
1) Vorläufig
2) Per 31. März 2019
Impressum
Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung
Wir bedanken uns bei Stefanie Trettler (Wassermeisterin), die sich zur Gestaltung des Covers für ein Fotoshooting in ihrem Arbeitsumfeld bei der EVN zur Verfügung gestellt hat.
Redaktionsschluss: 23. Mai 2019