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EVN AG Interim / Quarterly Report 2017

Feb 28, 2017

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 1. Quartal 2016/17

  1. Oktober – 31. Dezember 2016

Kennzahlen

2016/17 2015/16 +/– 2014/15 2015/16
Verkaufsentwicklung 1. Quartal 1. Quartal % 1. Quartal
Stromerzeugung GWh 1.936 1.636 18,4 1.364 5.866
davon erneuerbare Energie GWh 522 438 19,1 507 2.026
Stromverkauf an Endkunden GWh 5.001 4.982 0,4 5.071 18.292
Gasverkauf an Endkunden GWh 2.118 1.796 17,9 1.791 5.134
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 725 632 14,7 637 2.082
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 607,4 573,3 6,0 599,9 2.046,6
EBITDA Mio. EUR 219,8 185,0 18,8 184,8 604,4
EBITDA-Marge1) % 36,2 32,3 3,9 30,8 29,5
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 125,2 119,4 4,8 121,2 260,4
EBIT-Marge1) % 20,6 20,8 –0,2 20,2 12,7
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 116,6 102,7 13,5 96,8 198,9
Konzernergebnis Mio. EUR 95,3 78,8 20,9 73,1 156,4
Ergebnis je Aktie EUR 0,54 0,44 20,8 0,41 0,88
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.599,5 6.481,9 1,8 6.670,9 6.556,5
Eigenkapital Mio. EUR 2.888,4 2.668,9 8,2 2.669,8 2.770,7
Eigenkapitalquote1) % 43,8 41,2 2,6 40,0 42,3
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.031,5 1.181,6 –12,7 1.352,5 1.121,5
Gearing1) % 35,7 44,3 –8,6 50,7 40,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 199,0 182,1 9,2 166,6 537,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 25,3 93,2 –72,8 92,4 463,0
Investitionen2) Mio. EUR 59,7 57,5 3,9 65,5 315,4
Performance der EVN Aktie
Kurs per Ultimo EUR 11,21 10,50 6,8 10,00 10,56
Aktienumsatz3) Mio. EUR 22,7 19,6 16,0 21,3 65,8
Börsekapitalisierung per Ultimo Mio. EUR 2.016 1.889 6,7 1.799 1.899
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.858 6.861 –0,0 7.126 6.830

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

3) Wiener Börse, Einmalzählung

Inhalt

Highlights 3 Konzern-Zwischenabschluss 17
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17
Energiewirtschaftliches Umfeld 4 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 18
Geschäftsentwicklung 4 Konzern-Bilanz 19
Entwicklung der Segmente 8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 20
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 20
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 21

Highlights

Überwiegend positives energiewirtschaftliches Umfeld

  • Deutlich kühlere Temperaturen in den für die EVN relevanten Märkten; in Österreich und Mazedonien lag die Heizgradsumme deutlich über dem Mehrjahresdurchschnitt.
  • Anstieg und damit vorläufige Trendumkehr bei der Entwicklung der Termin- und Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom
  • Uneinheitliche Entwicklung der Preise für Primärenergieträger: Anstieg des Durchschnittspreises für Kohle, Rückgang des durchschnittlichen EEX-Börsepreises für Erdgas

Steigerung der Stromproduktion um 18,4 %

  • Neuerlicher Anstieg der thermischen Erzeugung durch hohen Bedarf an Netzstabilisierung in Österreich und Süddeutschland
  • Erhöhung der erneuerbaren Erzeugung durch besseres Wind- und Wasserdargebot sowie zusätzliche Kapazität des im Juli 2016 in Betrieb genommenen Windparks Paasdorf--Lanzendorf

Positive Geschäftsentwicklung

  • Umsatzanstieg (+6,0 %) sowie verbessertes EBITDA (+18,8 %), EBIT (+4,8 %) und Konzernergebnis (+20,9 %)
  • Höheres energiewirtschaftliches Ergebnis, vor allem aufgrund temperaturbedingt gestiegener Netzabsatzmengen sowie Verbesserungen in Südosteuropa
  • EBITDA-Anstieg in den Segmenten Energiehandel und -vertrieb, Netzinfrastruktur Inland, Energieversorgung Südosteuropa, Umwelt und Strategische Beteiligungen

Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 zugunsten der Projektgesellschaft

• Das Schiedsgericht sprach der Projektgesellschaft Ansprüche von rund 200 Mio. Euro zu, die im überwiegenden Ausmaß zu einer Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerk führen.

Nachhaltige Investitionen

• Fortsetzung der Vorhaben in den Bereichen Netze, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasser im Rahmen des im Jahr 2013 gestarteten 1-Mrd.-Euro-Investitionsprogramms für Niederösterreich

Internationale Projekte im Energie- und Umweltgeschäft

  • Neuer Generalunternehmerauftrag für ein Abwasserprojekt in Mazedonien im Jänner 2017
  • Vertragsgemäße Übergabe des Trinkwasserprojekts Süd-West Moskau nach zehnjähriger Betriebsführung an die Regierung der Stadt Moskau per Ende Dezember 2016
  • Wertminderung beim geplanten Wasserkraftwerksprojekt Gorna Arda

Verbesserung der Bilanzkennzahlen gegenüber dem 30. September 2016

  • Reduktion der Nettoverschuldung um 90,0 Mio. Euro auf 1.031,5 Mio. Euro
  • Anstieg der Eigenkapitalquote von 42,3 % auf 43,8 %

Dividende 2015/16 von der Hauptversammlung beschlossen

• Die 88. Hauptversammlung am 19. Jänner 2017 beschloss die Ausschüttung der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividende von 0,42 Euro je dividendenberechtigter Aktie.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2016/17

  • Unter Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2016/17, das sich aus dem operativen Geschäft ergibt, weitgehend stabil erwartet. Effekte aus den Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sind davon getrennt zu betrachten. Weitere Einflüsse auf das Ergebnis können sich aus regulatorischen Rahmenbedingungen, den eingeleiteten Verfahren in Bulgarien sowie aus dem Fortgang der Aktivitäten in Moskau ergeben.
  • Ein zusätzlicher positiver Effekt von rund 38 Mio. Euro auf das Konzernergebnis ergibt sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 durch den im Februar 2017 zwischen der Vertriebsgesellschaft EVN Bulgaria EC und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK erzielten außergerichtlichen Vergleich.

Zwischenlagebericht

Energiewirtschaftliches Umfeld

Energiewirtschaftliches Umfeld – 2016/17 2015/16 2014/15
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal 1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 117,6 91,1 86,8
Bulgarien 100,8 70,6 95,1
Mazedonien 112,8 98,7 88,2
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 44,5 39,9 61,0
Gas – NCG2) EUR/MWh 17,0 17,4 22,6
Kohle – API#23) EUR/Tonne 79,1 47,0 58,5
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 5,5 8,4 6,6
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 28,3 34,7 37,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 36,4 44,9 48,1
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 37,6 33,2 34,8
Spitzenlaststrom EUR/MWh 47,3 43,0 45,9

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der länderspezifischen Messwerte

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

Geschäftsentwicklung

Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Konzern
GWh 2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2014/15
1. Quartal
Stromerzeugung 1.936 1.636 301 18,4 1.364
Erneuerbare Energie 522 438 84 19,1 507
Wärmekraftwerke 1.415 1.197 217 18,1 857
Netzabsatz
Strom 5.957 5.592 365 6,5 5.610
Erdgas1) 6.151 5.413 738 13,6 4.469
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.001 4.982 19 0,4 5.071
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.768 1.794 –26 –1,4 1.805
davon Südosteuropa 3.233 3.188 45 1,4 3.266
Erdgas 2.118 1.796 322 17,9 1.791
Wärme 725 632 93 14,7 637
davon Mittel- und Westeuropa2) 643 574 70 12,1 565
davon Südosteuropa 82 58 23 39,6 72

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz: +6,0 % auf 607,4 Mio. Euro
  • EBITDA: +18,8 % auf 219,8 Mio. Euro
  • EBIT: +4,8 % auf 125,2 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +48,7 % auf –8,6 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +20,9 % auf 95,3 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN stiegen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 um 34,1 Mio. Euro bzw. 6,0 % auf 607,4 Mio. Euro. Wesentliche Faktoren dafür waren gestiegene Liefermengen von Strom aus Wärmekraftwerken zur Netzstabilisierung, temperaturbedingt höhere Strom- und Gasnetzabsätze in Niederösterreich sowie eine ebenfalls temperaturbedingte Umsatzsteigerung in Südosteuropa. Weitere positive Impulse gingen vom internationalen Projektgeschäft im Umweltbereich aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich mit 21,5 Mio. Euro (Vorjahr: 21,6 Mio. Euro) nahezu stabil.

Einen Anstieg um 6,3 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 289,2 Mio. Euro verzeichnete im Berichtszeitraum der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger, was vor allem auf die witterungsbedingt höhere Energienachfrage und den gesteigerten Einsatz von Energieträgern zur thermischen Stromerzeugung für die Netzstabilisierung zurückzuführen war. Hauptverantwortlich für die im energiewirtschaftlichen Ergebnis erzielte Verbesserung war der positive Einfluss des Temperaturverlaufs auf das Netzgeschäft und die Entwicklung in Südosteuropa.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand erhöhten sich – maßgeblich hervorgerufen durch die positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft – um 8,0 Mio. Euro bzw. 13,3 % auf 68,0 Mio. Euro.

Der durchschnittliche Personalstand blieb mit 6.858 Mitarbeitern nahezu unverändert (Vorjahr: 6.861 Mitarbeiter), der Personalaufwand lag mit 79,5 Mio. Euro um 0,8 Mio. Euro bzw. 1,0 % geringfügig über dem Vorjahresniveau.

Unter anderem bedingt durch einen höheren Rechts- und Beratungsaufwand stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,8 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 33,5 Mio. Euro.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter erhöhte sich um 18,7 Mio. Euro bzw.

44,2 % auf 60,9 Mio. Euro. Neben einer Ergebnisverbesserung bei der Energie Burgenland war für diesen Anstieg vor allem die positive Entwicklung der Vertriebsgesellschaft der EVN im Strom- und Gasbereich verantwortlich.

Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einer Steigerung des EBITDA um 34,8 Mio. Euro bzw. 18,8 % auf 219,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dadurch von 32,3 % auf 36,2 %.

Nahezu stabil entwickelten sich mit 65,7 Mio. Euro die planmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: 65,5 Mio. Euro). Aufgrund geänderter energiepolitischer Rahmenbedingungen in Bulgarien wurde die weitere Umsetzung des Wasserkraftwerksprojekts Gorna Arda ausgesetzt, da das Projekt im aktuellen Umfeld nicht realisierbar ist. Aus diesem Grund mussten im Berichtszeitraum Wertminderungen von 28,9 Mio. Euro verbucht werden. In Summe stieg das EBIT im Berichtszeitraum dennoch um 5,8 Mio. Euro bzw. 4,8 % auf 125,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis verbesserte sich durch positive Einmaleffekte im Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Mio. Euro bzw. 48,7 % auf –8,6 Mio. Euro.

Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 116,6 Mio. Euro, das um 13,9 Mio. Euro bzw. 13,5 % über dem Vorjahreswert lag. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 20,9 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro) und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 95,3 Mio. Euro. Es lag damit um 16,5 Mio. Euro bzw. 20,9 % über jenem des Vergleichszeitraums.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum um 16,8 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 199,0 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultierte primär aus der Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern, während sich Veränderungen der unbaren Ergebniskomponenten aufgrund höherer Abschreibungen sowie höherer unbarer Ergebnisse von at Equity einbezogenen Unternehmen weitgehend ausglichen. Unter Einbeziehung der Veränderungen im Working Capital ergab sich ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von 25,3 Mio. Euro, der um 67,9 Mio. Euro bzw. 72,8 % unter jenem des Vergleichszeitraums lag. Dabei kam ein Einmaleffekt maßgeblich zum Tragen: Der Schiedsspruch zugunsten der Projektgesellschaft für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 wirkte sich im Cash Flow aus dem operativen Bereich negativ, im Cash Flow aus dem Investitionsbereich jedoch gleichzeitig in ähnlicher Höhe positiv aus.

Der Ausgang des Schiedsverfahrens für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 hatte auch zur Folge, dass der Cash Flow aus dem Investitionsbereich im Berichtszeitraum einen positiven Wert von 68,5 Mio. Euro erreichte.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich betrug aufgrund planmäßiger Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten im Berichtszeitraum –34,6 Mio. Euro (Vorjahr: –26,8 Mio. Euro).

In Summe ergab sich im ersten Quartal 2016/17 ein Cash Flow von 59,1 Mio. Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich per 31. Dezember 2016 auf 282,7 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN Gruppe weiterhin nicht gezogene Kreditlinien im Ausmaß von 522,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. Dezember 2016 mit 6.599,5 Mio. Euro um 43,0 Mio. Euro bzw. 0,7 % über dem Wert zum 30. September 2016.

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte war im ersten Quartal 2016/17 maßgeblich vom Schiedsspruch zugunsten der

Projektgesellschaft für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 geprägt, der zu einer Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerk und damit auch der Bilanzposition "Sachanlagen" führte. In Summe reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 122,3 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 5.563,4 Mio. Euro; auch ihr Anteil am Gesamtvermögen verringerte sich auf 84,3 % (30. September 2016: 86,7 %).

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen hingegen um 165,3 Mio. Euro bzw. 19,0 % auf 1.036,1 Mio. Euro zu, in erster Linie hervorgerufen durch einen saisonal und stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen.

Das Eigenkapital nahm auf Grundlage des guten Ergebnisses für das erste Quartal 2016/17 sowie positiver Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen um 117,7 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 2.888,4 Mio. Euro zu. Damit belief sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2016 auf 43,8 % (30. September 2016: 42,3 %).

Struktur der Investitionen 1. Quartal

%, Gesamtsummen Mio. EUR

Bilanzstruktur

Die durch die 88. Hauptversammlung am 19. Jänner 2017 genehmigte Ausschüttung einer Dividende von 0,42 Euro pro Aktie erfolgte am 27. Jänner 2017 und ist im Eigenkapital noch nicht abgebildet.

Die langfristigen Schulden gingen um 31,2 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 2.509,5 Mio. Euro zurück. Ein Rückgang, der aus der Umgliederung nunmehr kurzfristiger Komponenten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten resultierte, wurde dabei durch einen gleichzeitigen Anstieg der vereinnahmten Baukosten- bzw. Investitionszuschüsse nur teilweise kompensiert.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 43,6 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 1.201,6 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies hauptsächlich auf planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten, eine Verringerung der Lieferantenverbindlichkeiten und einen Rückgang der übrigen kurzfristigen Schulden. Letzterer stand ebenfalls im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10, da eine nach der Ziehung der Vertragserfüllungsbürgschaft durch die Projektgesellschaft im Jahr 2013 gebildete Verbindlichkeit ausgebucht werden konnte. Dem stand ein stichtagsbedingter Anstieg der kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten gegenüber.

Die Nettoverschuldung der EVN reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2016 um 90,0 Mio. Euro auf 1.031,5 Mio. Euro. Dadurch bedingt ging das Gearing auf 35,7 % zurück (30. September 2016: 40,5 %).

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst das Energiegeschäft, das Umweltgeschäft sowie den Bereich Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Funktional betrachtet wird im Energiegeschäft bei Strom und Wärme die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung über den Transport bis hin zur Verteilung und Versorgung abgedeckt, bei Erdgas sind es die Wertschöpfungsstufen Transport und Verteilung. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Aktivitäten der Tochtergesellschaften in verwandten Geschäftsfeldern

sowie durch regionale Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen. Das Umweltgeschäft umfasst die Aktivitäten der Trinkwasserver- und der Abwasserentsorgung sowie der thermischen Abfallverwertung.

Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden die operative Entwicklung der sechs Segmente und die Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf deren Geschäftsverlauf beschrieben.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbarer Energie
an österreichischen und internationalen Standorten
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel mit und
Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandels
märkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien
und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien,
Stromerzeugung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen
in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung
in Österreich, Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie
internationales Projektgeschäft
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen

Erzeugung

Das Segment "Erzeugung" umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich, Deutschland, Bulgarien und Albanien sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Österreich und Bulgarien. Die Vermarktung des im Segment erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden im Segment Energiehandel und -vertrieb abgebildet.

Die Ergebnisbeiträge aus den Beteiligungen der EVN an der Verbund Innkraftwerke GmbH sowie der EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG werden als Ergebnisanteile at Equity einbezogener Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst. Die Beteiligung an der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen abgebildet.

Highlights

  • Steigerung der Stromproduktion aus erneuerbarer und thermischer Energie
  • Bereitstellung von Regelenergie und Reservekapazitäten für den österreichischen und den süddeutschen Raum
  • EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern durch Wertminderung beim geplanten Wasserkraftwerk Gorna Arda belastet

Im ersten Quartal 2016/17 erhöhte sich die Stromerzeugung des Segments um 267 GWh bzw. 18,3 % auf 1.725 GWh. Dabei stieg die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie um 73 GWh bzw. 20,9 % auf 423 GWh, primär getrieben durch das im Vergleich zur Vorjahresperiode höhere Wasser- und Winddargebot sowie die Inbetriebnahme des Windparks Paasdorf-Lanzendorf im Juli 2016. Gleichzeitig wurde die Erzeugung in den Wärmekraftwerken der EVN, die auch im Winter 2016/17 wieder zur Netzstabilisierung in Österreich und Deutschland eingesetzt werden, um 194 GWh bzw. 17,5 % auf 1.302 GWh gesteigert.

Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 38,7 % (Vorjahr: 32,8 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der

Kennzahlen –
Erzeugung
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2014/15
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 1.725 1.458 267 18,3 1.165
davon erneuerbare Energie 423 350 73 20,9 401
davon Wärmekraftwerke 1.302 1.108 194 17,5 764
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 13,9 9,7 4,2 43,2 14,4
Innenumsatz 43,7 48,4 –4,6 –9,5 44,8
Gesamtumsatz 57,6 58,0 –0,4 –0,7 59,1
Operativer Aufwand –34,2 –25,1 –9,1 –36,3 –29,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 0,0*) –4,2 4,2 99,7 0,2
EBITDA 23,4 28,8 –5,4 –18,6 30,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –41,5 –13,6 –27,9 –13,4
Operatives Ergebnis (EBIT) –18,1 15,1 –33,2 16,8
Finanzergebnis 2,0 –6,0 7,9 –6,2
Ergebnis vor Ertragsteuern –16,2 9,2 –25,3 10,6
Gesamtvermögen 990,8 1.131,3 –140,5 –12,4 1.248,0
Gesamtschulden 761,1 923,4 –162,3 –17,6 1.035,3
Investitionen1) 3,8 5,4 –1,7 –30,9 14,0

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Stromproduktion erhöhte sich auf Konzernebene von 26,8 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 27,0 %.

Die Umsatzerlöse lagen mit 57,6 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 58,0 Mio. Euro), wobei sich die Aufrollung der Leistungsverrechnung infolge des Schiedsspruchs im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Walsum 10 im Segment Erzeugung negativ auswirkte.

Der operative Aufwand erhöhte sich hingegen um 9,1 Mio. Euro bzw. 36,3 % auf 34,2 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch den höheren Einsatz von Primärenergieträgern zur thermischen Stromerzeugung, die vor allem der Netzstabilisierung diente.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verbesserte sich, da in der Vergleichsperiode eine Wertminderung bei der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH durchgeführt werden musste.

Per Saldo ergab sich damit im ersten Quartal 2016/17 ein EBITDA in Höhe von 23,4 Mio. Euro, das um 5,4 Mio. Euro bzw. 18,6 % unter jenem des Vergleichszeitraums lag. Zusätzlich stiegen die Abschreibungen inkl. der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 27,9 Mio. Euro auf 41,5 Mio. Euro, da auf das geplante bulgarische Wasserkraftwerk Gorna Arda aufgrund verschlechterter energiepolitischer Rahmenbedingungen eine Wertminderung in Höhe von 28,9 Mio. Euro vorgenommen werden musste. Das EBIT sank somit um 33,2 Mio. Euro auf –18,1 Mio. Euro.

Umgekehrt verbesserte sich das Finanzergebnis durch positive Einmaleffekte im Zinsergebnis um 7,9 Mio. Euro auf 2,0 Mio. Euro. Per Saldo betrug das Ergebnis vor Ertragsteuern damit –16,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,2 Mio. Euro).

Das Investitionsvolumen des Segments lag im ersten Quartal 2016/17 mit 3,8 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro bzw. 30,9 % unter dem Vorjahreswert, der durch den Bau des Windparks Paasdorf-Lanzendorf geprägt gewesen war.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment "Energiehandel und -vertrieb" umfasst den Handel mit und den Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden vorwiegend auf dem österreichischen Heimmarkt und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Erdgas und anderen Primärenergieträgern sowie die Produktion und den Verkauf von Wärme.

Die Erträge aus den Beteiligungen der EVN an den Vertriebsgesellschaften EVN Energievertrieb GmbH & Co KG und ENERGIE-ALLIANZ Austria GmbH werden als Ergebnisanteile at Equity einbezogener Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA erfasst.

Highlights

  • Erdgas- und Wärmeabsatz temperaturbedingt über Vorjahr; leichter Rückgang beim Stromabsatz an Großkunden
  • Operative Aufwendungen gesunken
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Temperaturbedingt stiegen der Erdgas- und der Wärmeabsatz an Endkunden im ersten Quartal 2016/17 um 320 GWh bzw. 17,9 % auf 2.108 GWh und um 70 GWh bzw. 12,1 % auf 643 GWh. Der Stromabsatz an Endkunden hingegen lag aufgrund eines Rückgangs im Großkundensegment mit 1.768 GWh leicht unter dem Vergleichswert des Vorjahres (Vorjahr: 1.794 GWh).

Die Umsatzerlöse des Segments blieben mit 139,1 Mio. Euro dennoch um 13,1 Mio. Euro bzw. 8,6 % unter dem Vorjahresniveau. Hauptgrund dafür waren negative Effekte aus einer stichtagsbedingten Bewertung von Absicherungsgeschäften, die durch gesteigerte Erdgashandelsaktivitäten und höhere Erlöse aus der Vermarktung des in den thermischen Kraftwerken erzeugten Stroms nicht kompensiert werden konnten.

Kennzahlen – 2016/17 2015/16 +/– 2014/15
Energiehandel und -vertrieb 1. Quartal 1. Quartal absolut % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 1.768 1.794 –26 –1,4 1.805
Erdgas 2.108 1.788 320 17,9 1.786
Wärme 643 574 70 12,1 565
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 137,0 149,6 –12,7 –8,5 151,7
Innenumsatz 2,1 2,5 –0,4 –16,0 4,0
Gesamtumsatz 139,1 152,2 –13,1 –8,6 155,7
Operativer Aufwand –129,3 –139,8 10,5 7,5 –144,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 36,4 27,0 9,4 34,6 18,6
EBITDA 46,2 39,4 6,8 17,2 30,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –4,7 –4,4 –0,4 –8,1 –4,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 41,5 35,0 6,4 18,3 25,9
Finanzergebnis –0,8 –0,9 0,1 16,0 –0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 40,7 34,1 6,6 19,2 25,4
Gesamtvermögen 708,9 603,7 105,2 17,4 498,3
Gesamtschulden 614,3 510,9 103,5 20,3 388,6
Investitionen1) 2,8 3,2 –0,5 –13,9 1,5

Der im operativen Aufwand verzeichnete Rückgang um 10,5 Mio. Euro bzw. 7,5 % auf 129,3 Mio. Euro betraf größtenteils den Fremdenergiebezug, der eine gegenläufige Entwicklung zu der genannten stichtagsbedingten Bewertung von Absicherungsgeschäften widerspiegelt. Positiv wirkte sich auch die Aufrollung der Leistungsverrechnung infolge des Schiedsspruchs im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Walsum 10 aus. Im Gegensatz dazu stiegen die Gasbezugskosten aufgrund von Zunahmen im Erdgashandel und im Gaseinsatz der thermischen Kraftwerke.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter erhöhte sich um 9,4 Mio. Euro bzw. 34,6 % auf 36,4 Mio. Euro. Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem EBITDA von 46,2 Mio. Euro (Vorjahr: 39,4 Mio. Euro).

Die Abschreibungen inkl. der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen lagen mit 4,7 Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 4,4 Mio. Euro). In Summe lag das EBIT mit 41,5 Mio. Euro um 6,4 Mio. Euro bzw. 18,3 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das Finanzergebnis des Segments erhöhte sich leicht auf –0,8 Mio. Euro nach –0,9 Mio. Euro im Vorjahr. Per Saldo ergibt sich damit für das erste Quartal 2016/17 ein um 6,6 Mio. Euro bzw. 19,2 % auf 40,7 Mio. Euro erhöhtes Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Investitionsvolumen wurde in der Berichtsperiode um 0,5 Mio. Euro bzw. 13,9 % auf 2,8 Mio. Euro reduziert. Es entfiel ausschließlich auf den Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.

Netzinfrastruktur Inland

Im Segment "Netzinfrastruktur Inland" werden neben dem Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland auch Konzerndienstleistungen erbracht. Diese Leistungen, die vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten anfallen, werden als konzerninterne Umsätze abgebildet.

Highlights

  • Anstieg der Netzabsatzmengen im Strom- und Gasbereich
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
  • Investitionsfokus auf Versorgungssicherheit
Kennzahlen –
Netzinfrastruktur Inland
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2014/15
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.231 2.147 84 3,9 2.104
Erdgas 6.130 5.395 735 13,6 4.464
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 135,7 116,3 19,4 16,7 116,3
Innenumsatz 15,6 11,7 3,9 33,1 11,6
Gesamtumsatz 151,2 127,9 23,3 18,2 127,9
Operativer Aufwand –64,7 –54,5 –10,2 –18,7 –60,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 86,6 73,5 13,1 17,8 67,8
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–28,6 –27,3 –1,3 –4,7 –25,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 58,0 46,2 11,8 25,6 42,4
Finanzergebnis –4,0 –4,3 0,3 6,8 –4,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 54,0 41,9 12,1 28,9 37,9
Gesamtvermögen 1.867,7 1.796,7 71,0 4,0 1.812,2
Gesamtschulden 1.358,4 1.291,1 67,3 5,2 1.324,5
Investitionen1) 19,3 23,0 –3,7 –16,0 28,3

Die Netzabsatzmengen für Strom verzeichneten im ersten Quartal 2016/17 einen witterungsbedingten Anstieg um 84 GWh bzw. 3,9 % auf 2.231 GWh, der Gasnetzabsatz lag mit 6.130 GWh um 735 GWh bzw. 13,6 % über dem Vorjahresniveau. Dieser deutliche Zuwachs war ebenfalls vor allem auf die niedrigen Temperaturen zurückzuführen, beruhte zum Teil aber auch auf dem neuerlich gestiegenen Einsatz der thermischen Kraftwerke.

Die Umsatzerlöse des Segments stiegen angesichts der positiven Mengenentwicklung, aber auch dank gestiegener Netztarife um 23,3 Mio. Euro bzw. 18,2 % auf 151,2 Mio. Euro. Getrieben vor allem durch höhere vorgelagerte Netzkosten lag auch der operative Aufwand mit 64,7 Mio. Euro um 10,2 Mio. Euro bzw. 18,7 % über dem Vergleichswert.

Das EBITDA erhöhte sich dadurch in Summe um 13,1 Mio. Euro bzw. 17,8 % auf 86,6 Mio. Euro. Das EBIT zeigte aufgrund eines leichten Anstiegs der Abschreibungen einen Zuwachs um 11,8 Mio. Euro bzw. 25,6 % auf 58,0 Mio. Euro.

Auch das Finanzergebnis verbesserte sich geringfügig um 0,3 Mio. Euro. Per Saldo erwirtschaftete das Segment damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 54,0 Mio. Euro; dies entspricht einem Anstieg um 12,1 Mio. Euro bzw. 28,9 %.

Mit seinen Investitionen in die Verbesserung der Netzinfrastruktur in Niederösterreich leistet dieses Segment einen maßgeblichen Beitrag zum Systemumbau in Richtung erneuerbare Energie. Rund 70 % des im Jahr 2013 gestarteten 1-Mrd.-Euro-Investitionsprogramms fließen in den Netzausbau und sichern den Transport sowie die Verteilung der steigenden, jedoch volatilen Strommengen aus erneuerbarer Erzeugung. Laufende Vorhaben im Netzbereich umfassen insbesondere den Neubau sowie die Erweiterung und Leistungssteigerung von 110-kV-Leitungen und Umspannwerken.

In Summe beliefen sich die Investitionen des Segments im Berichtszeitraum auf 19,3 Mio. Euro. Aufgrund stichtagsbedingter Verschiebungen einzelner Investitionsvorhaben lagen sie damit um 3,7 Mio. Euro bzw. 16,0 % unter dem Vorjahreswert.

Die österreichischen Strom- und Gasnetztarife werden im Rahmen der Anreizregulierung jeweils mit Beginn des Kalenderjahres durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Der per 1. Jänner 2017 wirksame Beschluss sieht vor, dass die

Kennzahlen –
Energieversorgung Südosteuropa
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2014/15
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 128 94 33 35,2 120
davon erneuerbare Energie 37 26 10 38,0 48
davon Wärmekraftewerke 91 68 23 34,1 72
Netzabsatz Strom 3.726 3.445 281 8,1 3.507
Energieverkauf an Endkunden 3.324 3.254 70 2,2 3.344
davon Strom 3.233 3.188 45 1,4 3.266
davon Gas 10 7 2 30,6 5
davon Wärme 82 58 23 39,6 72
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 255,5 252,4 3,1 1,2 274,0
Innenumsatz 0,1 0,1 0,0 19,7 0,1
Gesamtumsatz 255,5 252,4 3,1 1,2 274,1
Operativer Aufwand –231,3 –237,7 6,4 2,7 –258,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 24,2 14,7 9,5 64,7 15,6
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–15,5 –15,5 0,0 –0,2 –15,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 8,6 –0,8 9,5 0,4
Finanzergebnis –5,7 –5,8 0,1 1,7 –6,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 3,0 –6,6 9,6 –5,7
Gesamtvermögen 1.208,4 1.256,2 –47,8 –3,8 1.245,3
Gesamtschulden 1.025,5 1.101,8 –76,3 –6,9 1.135,0
Investitionen1) 30,5 24,4 6,2 25,3 27,0

Netznutzungsentgelte für Strom für Haushaltskunden um durchschnittlich 9,2 % und jene für Erdgas um durchschnittlich 13,3 % erhöht werden. Diese Erhöhungen, die für das Segment erst ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 relevant sein werden, korrespondieren mit der erforderlichen hohen Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren, insbesondere zur Einbindung von erneuerbarer Erzeugung, sowie mit dem Vergleich der Netzabsatzmengen zur jeweiligen Referenzperiode.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment "Energieversorgung Südosteuropa" werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien, die Stromerzeugung in Mazedonien, der Gasverkauf an Endkunden in Kroatien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst.

Highlights

  • Anstieg der erneuerbaren und der thermischen Stromerzeugung
  • Temperaturbedingte Zuwächse im Netz- und Energieabsatz
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Mit 1. Juli 2016 erhöhte die zuständige Regulierungsbehörde in Bulgarien die Strom-Endkundenpreise im Versorgungsgebiet der EVN um durchschnittlich 0,8 %. Im Bereich Wärme wurden die Endkundenpreise im Geschäftsjahr 2015/16 gegenüber dem Niveau zum 1. Juli 2015 schrittweise um 1,9 % gesenkt. In Mazedonien kam es mit Tarifentscheid vom 1. Juli 2016 wie im Vorjahr

neuerlich zu einer Senkung der Strom-Endkundenpreise um durchschnittlich 0,3 %.

Die Stromerzeugung im Segment Energieversorgung Südosteuropa stieg im ersten Quartal 2016/17 um 33 GWh bzw. 35,2 % auf 128 GWh. Hauptgründe dafür waren ein höheres Wasserdargebot in Mazedonien (plus 10 GWh auf 37 GWh) sowie eine infolge der niedrigen Temperaturen gestiegene Produktion der Cogeneration-Anlage in Plovdiv (plus 23 GWh auf 91 GWh).

Die kühle Witterung führte auch zu einem Anstieg der Netzabsatzmengen für Strom, die mit 3.726 GWh um 281 GWh bzw. 8,1 % über dem Vorjahreswert lagen. Ebenso erhöhte sich der Energieverkauf an Endkunden um 70 GWh bzw. 2,2 % auf 3.324 GWh. Witterungsbedingten Zuwächsen bei den Haushaltskunden standen hier allerdings Rückgänge aufgrund der fortschreitenden Liberalisierung gegenüber. Der Wärmeverkauf an Endkunden in Bulgarien nahm ebenfalls um 23 GWh bzw. 39,6 % auf 82 GWh zu.

Auf Grundlage dieser energiewirtschaftlichen Entwicklungen stiegen die Umsatzerlöse des Segments im Berichtszeitraum in Summe um 3,1 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 255,5 Mio. Euro.

Gleichzeitig reduzierten sich die operativen Aufwendungen aufgrund weiterer Verbesserungen bei der Inkassoquote und geringerer Energiebeschaffungskosten um 6,4 Mio. Euro bzw. 2,7 % auf 231,3 Mio. Euro. Per Saldo erhöhte sich das EBITDA dadurch um 9,5 Mio. Euro bzw. 64,7 % auf 24,2 Mio. Euro.

Die Abschreibungen lagen mit 15,5 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Damit belief sich das EBIT auf 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: –0,8 Mio. Euro). Das Finanzergebnis verbesserte sich leicht um 0,1 Mio. Euro bzw. 1,7 % auf –5,7 Mio. Euro. Damit erwirtschaftete das Segment im Berichtszeitraum letztlich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: –6,6 Mio. Euro).

Die Investitionen im Segment stiegen im ersten Quartal 2016/17 um 6,2 Mio. Euro bzw. 25,3 % auf 30,5 Mio. Euro.

Im Februar 2017 wurde zwischen der Vertriebsgesellschaft EVN Bulgaria EC und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK ein außergerichtlicher Vergleich erzielt. Dieser bezog sich auf offene Forderungen für von der EVN Bulgaria EC vorfinanzierte Ökostrom-Mehrkosten (zuzüglich Verzugszinsen). Der aus dieser Einigung resultierende positive Ergebniseffekt von rund 38 Mio. Euro, der sich aus der Zuschreibung von in der Vergangenheit wertberichtigten Forderungen und Verzugszinsen ergibt, wird im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 ergebniswirksam. Das von der EVN gegenüber der Republik Bulgarien angestrengte internationale Schiedsgerichtsverfahren vor dem "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) bleibt ungeachtet des Vergleichs mit der NEK und vorbehaltlich allfälliger Implikationen des nunmehrigen Vergleichs auf das Verfahren weiterhin anhängig.

Umwelt

Das Segment "Umwelt" umfasst die Bereiche Trinkwasserversorgung, Abwasseraufbereitung sowie thermische Abfallverwertung im Inland, das internationale Projektgeschäft in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Betrieb von zwei Blockheizkraftwerken in Moskau. Die Ergebnisanteile der Kläranlagenprojekte Zagreb (ZOV und ZOV UIP) und Prag werden als Ergebnisanteile der

Finanzkennzahlen –
Umwelt
Mio. EUR 2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2014/15
1. Quartal
Außenumsatz 61,8 43,6 18,1 41,6 40,9
Innenumsatz 4,1 4,5 –0,4 –9,4 5,3
Gesamtumsatz 65,9 48,2 17,7 36,8 46,2
Operativer Aufwand –47,0 –39,0 –8,0 –20,4 –19,9
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
2,9 2,8 0,1 2,7 2,8
EBITDA 21,8 11,9 9,8 82,3 29,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–6,6 –6,5 –0,1 –1,2 –6,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 15,2 5,5 9,7 22,5
Finanzergebnis 0,3 0,4 –0,1 –21,8 –9,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,5 5,9 9,7 12,7
Gesamtvermögen 866,5 914,7 –48,2 –5,3 980,1
Gesamtschulden 644,5 723,1 –78,6 –10,9 783,8
Investitionen1) 3,2 1,4 1,7 1,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA ausgewiesen.

Highlights

  • Vertragsgemäße Übergabe des Trinkwasserprojekts Süd-West Moskau nach zehnjähriger Betriebsführung
  • Anstieg der Umsatzerlöse
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Das Segment Umwelt verzeichnete im ersten Quartal 2016/17 einen Anstieg der Umsatzerlöse um 17,7 Mio. Euro bzw. 36,8 % auf 65,9 Mio. Euro. Er resultierte vor allem aus einer positiven Entwicklung im internationalen Projektgeschäft, während die Umsätze aus der thermischen Abfallverwertung und der Wasserversorgung in Niederösterreich etwa auf Vorjahresniveau lagen.

Die positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft spiegelte sich auch in einem höheren operativen Aufwand wider, der um 8,0 Mio. Euro bzw. 20,4 % auf 47,0 Mio. Euro anstieg.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter lag mit 2,9 Mio. Euro ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau von 2,8 Mio. Euro. Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem EBITDA von 21,8 Mio. Euro für das erste Quartal 2016/17, das den Wert der Vergleichsperiode um 9,8 Mio. Euro bzw. 82,3 % übertraf. Bei nahezu konstanten Abschreibungen von 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5 Mio. Euro) belief sich das EBIT auf 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verzeichnete demgegenüber einen leichten Rückgang von 0,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 0,3 Mio. Euro. In Summe erwirtschaftete das Segment Umwelt damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 15,5 Mio. Euro, verglichen mit 5,9 Mio. Euro im Vorjahr.

Im laufenden Geschäftsjahr setzt die EVN im Segment Umwelt ihr Investitionsprogramm im Bereich der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich fort und reagiert damit insbesondere auf einen witterungsbedingt steigenden Wasserverbrauch. Schwerpunkte bilden der Ausbau überregionaler Leitungsnetze sowie Kapazitätssteigerungen bei Pumpwerken. Zudem laufen bereits die Vorbereitungen für den Bau einer Naturfilteranlage auf dem Brunnenfeld

Wienerherberg. Neben der laufenden Stärkung ihrer überregionalen Versorgungsinfrastruktur erweitert die EVN laufend auch ihre Aktivitäten in der Ortswasserversorgung: Per 1. Oktober 2016 übernahm sie etwa die Betriebsführung des Wasserleitungsnetzes der südöstlich von Wien gelegenen Gemeinde Schwadorf (rund 2.100 Einwohner).

Im internationalen Projektgeschäft endete per Ende Dezember 2016 nach zehnjähriger Vertragslaufzeit die Betriebsführung für die von der EVN errichtete und finanzierte Trinkwasserversorgungsanlage Süd-West Moskau. Mit Zahlung der letzten Rate erwarb die Stadt Moskau die lokale Objektgesellschaft. Im Zuge der vertragskonformen Übergabe des Wasserwerks wickelte die EVN noch von der Stadt Moskau beauftragte Umbaumaßnahmen ab, um die Anlage nach den Vorgaben des Auftraggebers zu adaptieren und zu erweitern.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 arbeitete die EVN an der Umsetzung von sechs Abwasserprojekten in Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Tschechien. Im Jänner 2017 erhielt sie zudem den Zuschlag für ein weiteres Projekt in Mazedonien: In Kočani wird sie als Generalunternehmerin eine neue Kläranlage mit einer Kapazität für rund 65.000 Einwohner und einem Auftragswert von rund 15,0 Mio. Euro errichten. Finanziert wird dieses Infrastrukturvorhaben aus Fördermitteln der Schweiz, die dem Auftraggeber zur Verbesserung der Umweltsituation in Kočani gewährt werden.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Im Segment "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" werden die Ergebnisbeiträge der Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft (RAG) und der Energie Burgenland AG als Ergebnisanteile der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter im EBITDA ausgewiesen. Die Ergebnisbeiträge der direkt von der EVN sowie indirekt über die WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Aktien an der Verbund AG werden im Finanzergebnis dieses Segments ausgewiesen. Darüber hinaus werden in diesem Segment zentrale Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts erfasst, die hauptsächlich interne Konzerndienstleistungen erbringen.

Highlights

  • Höherer Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland
  • Stabiler Ergebnisbeitrag der RAG
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
Finanzkennzahlen – Strategische
Beteiligungen und Sonstiges
2016/17 2015/16 +/– 2014/15
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal absolut % 1. Quartal
Außenumsatz 3,7 1,7 2,0 2,6
Innenumsatz 14,6 15,2 –0,6 –3,8 12,7
Gesamtumsatz 18,3 16,9 1,4 8,4 15,3
Operativer Aufwand –18,9 –16,2 –2,7 –17,0 –19,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 21,7 16,6 5,1 30,5 16,1
EBITDA 21,1 17,3 3,7 21,6 12,4
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –0,4 –0,4 0,0 0,5 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 20,7 16,9 3,7 22,1 12,0
Finanzergebnis 12,6 13,2 –0,6 –4,5 15,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 33,3 30,1 3,2 10,5 27,1
Gesamtvermögen 2.870,4 2.634,0 236,4 9,0 2.834,0
Gesamtschulden 1.237,6 1.073,0 164,5 15,3 1.199,7
Investitionen1) 0,2 0,0*) 0,1 0,0*)

*) Kleinbetrag

Die Umsatzerlöse dieses Segments stiegen im ersten Quartal 2016/17 um 1,4 Mio. Euro bzw. 8,4 % auf 18,3 Mio. Euro, gleichzeitig erhöhte sich der operative Aufwand um 2,7 Mio. Euro bzw. 17,0 % auf 18,9 Mio. Euro. Von einer positiven Entwicklung vor allem bei der Energie Burgenland, aber auch bei der RAG war im Berichtszeitraum der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen geprägt und lag mit 21,7 Mio. Euro um 5,1 Mio. Euro bzw. 30,5 % über dem Vorjahresniveau.

Per Saldo ergaben diese Entwicklungen ein EBITDA von 21,1 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro) und ein EBIT von 20,7 Mio. Euro (Vorjahr: 16,9 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis ging um 0,6 Mio. Euro bzw. 4,5 % auf 12,6 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments belief sich auf 33,3 Mio. Euro (Vorjahr: 30,1 Mio. Euro).

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2015/16
Umsatzerlöse 607,4 573,3 34,1 6,0 2.046,6
Sonstige betriebliche Erträge 21,5 21,6 –0,1 –0,3 97,0
Fremdstrombezug und Energieträger –289,2 –282,9 –6,3 –2,2 –930,6
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –68,0 –60,0 –8,0 –13,3 –246,7
Personalaufwand –79,5 –78,7 –0,8 –1,0 –313,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –33,5 –30,6 –2,8 –9,2 –141,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit operativem Charakter
60,9 42,3 18,7 44,2 93,5
EBITDA 219,8 185,0 34,8 18,8 604,4
Abschreibungen –65,7 –65,5 –0,2 –0,2 –266,1
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –28,9 –28,9 –77,9
Operatives Ergebnis (EBIT) 125,2 119,4 5,8 4,8 260,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen
mit finanziellem Charakter
–0,1 0,0*) –0,1 –8,7
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 0,2 –0,2 14,4
Zinserträge 11,0 4,0 7,0 16,7
Zinsaufwendungen –17,8 –19,6 1,8 9,2 –77,4
Sonstiges Finanzergebnis –1,8 –1,4 –0,4 –26,5 –6,5
Finanzergebnis –8,6 –16,7 8,1 48,7 –61,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 116,6 102,7 13,9 13,5 198,9
Ertragsteuern –20,9 –16,9 –4,0 –23,4 –16,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 95,7 85,8 9,9 11,6 182,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 95,3 78,8 16,5 20,9 156,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 0,4 6,9 –6,5 –93,9 26,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,54 0,44 0,1 20,8 0,88

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

*) Kleinbetrag

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
%
2015/16
Ergebnis nach Ertragsteuern 95,7 85,8 9,9 11,6 182,8
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
0,9 –14,2 15,1 –27,7
Neubewertung IAS 19 –2,1 –0,9 –1,2 –39,8
At Equity einbezogene Unternehmen 2,4 –13,9 16,3 1,8
darauf entfallende Ertragsteuern 0,6 0,6 –0,0*) –4,2 10,3
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
21,1 7,3 13,8 121,8
Währungsdifferenzen 1,2 –6,4 7,7 1,0
Available-for-Sale-Finanzinstrumente 13,1 –0,4 13,5 119,5
Cash Flow Hedges 5,4 2,0 3,4 3,2
At Equity einbezogene Unternehmen 9,6 11,7 –2,1 –17,7 33,0
darauf entfallende Ertragsteuern –8,3 0,4 –8,7 –34,9
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 22,0 –6,9 28,8 94,2
Gesamtergebnis der Periode 117,7 78,9 38,8 49,2 277,0
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 117,3 72,0 45,3 62,9 250,6
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 0,4 6,9 –6,5 –93,9 26,4

*) Kleinbetrag

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 31.12.2016 30.09.2016 absolut %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 194,5 221,2 –26,7 –12,1
Sachanlagen 3.411,3 3.512,5 –101,2 –2,9
At Equity einbezogene Unternehmen 945,8 925,8 19,9 2,2
Sonstige Beteiligungen 625,1 612,0 13,1 2,1
Aktive latente Steuern 98,8 100,5 –1,7 –1,7
Übrige Vermögenswerte 287,9 313,7 –25,7 –8,2
5.563,4 5.685,8 –122,3 –2,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 140,9 140,2 0,7 0,5
Forderungen 523,4 414,1 109,3 26,4
Wertpapiere 75,2 75,4 –0,2 –0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 292,7 237,2 55,5 23,4
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 3,8 3,8
1.036,1 870,8 165,3 19,0
Summe Aktiva 6.599,5 6.556,5 43,0 0,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 252,9 252,9
Gewinnrücklagen 2.045,2 1.949,9 95,3 4,9
Bewertungsrücklage 44,0 23,2 20,7 89,3
Währungsumrechnungsrücklage –21,7 –23,0 1,2 5,4
Eigene Aktien –22,2 –22,2
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 2.628,2 2.510,8 117,3 4,7
Nicht beherrschende Anteile 260,2 259,8 0,4 0,2
2.888,4 2.770,7 117,7 4,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.273,6 1.314,5 –40,9 –3,1
Latente Steuerverbindlichkeiten 98,4 93,2 5,1 5,5
Langfristige Rückstellungen 505,6 508,0 –2,3 –0,5
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 572,0 560,7 11,2 2,0
Übrige langfristige Schulden 60,0 64,3 –4,3 –6,7
2.509,5 2.540,7 –31,2 –1,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 230,7 239,1 –8,4 –3,5
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 98,2 55,2 42,9 77,7
Lieferantenverbindlichkeiten 365,8 399,6 –33,8 –8,5
Kurzfristige Rückstellungen 93,8 97,8 –4,0 –4,1
Übrige kurzfristige Schulden 413,1 453,4 –40,3 –8,9
1.201,6 1.245,1 –43,6 –3,5
Summe Passiva 6.599,5 6.556,5 43,0 0,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Gezeichnetes Kapital und
Rücklagen der
Aktionäre der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2015 2.334,8 255,4 2.590,1
Gesamtergebnis der Periode 72,0 6,9 78,9
Veränderung eigene Anteile –0,2 –0,2
Stand 31.12.2015 2.406,6 262,3 2.668,9
Stand 30.09.2016 2.510,8 259,8 2.770,7
Gesamtergebnis der Periode 117,3 0,4 117,7
Sonstige Veränderungen 0,0*) 0,0*)
Stand 31.12.2016 2.628,2 260,2 2.888,4

*) Kleinbetrag

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
+/–
absolut
% 2015/16
Ergebnis vor Ertragsteuern 116,6 102,7 13,9 13,5 198,9
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
94,6 65,5 29,0 44,3 344,0

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
–60,9 –42,5 –18,6 –43,9 –99,1
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen u. sonst. Beteiligungen
54,7 64,9 –10,2 –15,8 135,2
+
Zinsaufwendungen
17,8 19,6 –1,8 –9,2 77,4

Zinsauszahlungen
–11,9 –14,3 2,4 17,0 –63,6

Zinserträge
–11,0 –4,0 –7,0 –16,7
Zinseinzahlungen
+
10,9 3,2 7,7 13,7
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 1,0 –0,3 1,3 –2,0

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–11,2 –10,4 –0,8 –7,7 –43,7

Abnahme von langfristigen Rückstellungen
–2,2 –2,1 –0,2 –7,2 –9,5
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0,5 –0,3 1,0 3,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 199,0 182,1 16,8 9,2 537,9

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–175,7 –92,7 –83,0 –89,6 –75,5
+
Zahlungen für Ertragsteuern
2,0 3,7 –1,7 –45,8 0,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 25,3 93,2 –67,9 –72,8 463,0
+/– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 43,8 –44,2 88,0 –239,1
+/– Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
24,4 –10,8 35,2 2,6
+/– Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 0,2 –3,5 3,7 5,9
Cash Flow aus dem Investitionsbereich 68,5 –58,5 126,9 –230,6

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–74,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–19,7
+/– Ab-/Zugang Nennkapital –2,2
+/– Verkauf/Erwerb eigener Anteile –0,2 0,2 100,0 0,2

Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–34,6 –26,6 –8,0 –30,3 –157,5
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –34,6 –26,8 –7,8 –29,3 –253,9
Cash Flow gesamt 59,1 7,9 51,2 –21,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 223,5 244,9 –21,4 –8,7 244,9
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 282,7 252,2 30,5 12,1 223,5

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2016 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern--Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2015/16 (Bilanzstichtag: 30. September 2016) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2016 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2016/17 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses:
"Disclosure Initiative"
01.01.2016
IAS 16,
IAS 38
Sachanlagen und Immaterielle Vermögens
werte – Klarstellung zu zulässigen
Abschreibungsmethoden
01.01.2016
IAS 16,
IAS 41
Sachanlagen und Landwirtschaft –
Fruchttragende Gewächse
01.01.2016
IAS 27 Einzelabschlüsse – Equity Methode
in Einzelabschlüssen
01.01.2016
IFRS 10,
IFRS 12,
IAS 28
Konzernabschlüsse und Anteile an
assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts
unternehmen – Investmentgesellschaften:
Anwendung der Konsolidierungsausnahme
01.01.2016
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von
Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
01.01.2016
Diverse Annual Improvements 2012–2014 01.01.2016

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die erstmals verpflichtende Anwendung der geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2016 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 30 inländische und 36 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2016: 30 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2016 wurden 24 Tochterunternehmen (30. September 2016: 25) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2015 68 1 19 88
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –21) –2 –4
30.09.2016 67 1 17 85
Erstkonsolidierungen
Entkonsolidierungen –1 –1
31.12.2016 66 1 17 84
davon ausländische
Unternehmen
36 1 5 42

1) Verschmelzungen

In Moskau wurde Ende Dezember 2016 das Trinkwasserprojekt Süd-West Moskau vertragsgemäß endabgewickelt. Mit Zahlung der letzten Rate erwarb die Regierung der Stadt Moskau das Recht, die Anteile an der OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland, sowie deren 70 % Tochtergesellschaft OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland, welche aufgrund von Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, zu erwerben. Diese Option wurde im Anschluss von der Regierung auch gezogen. Die Eintragung der Aktienübertragung an die Regierung der Stadt Moskau in das Aktionärsregister erfolgte am 28. Dezember 2016. Damit endete nach zehn Jahren auch die Betriebsführung der Trinkwasseranlage durch die EVN.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 23. November 2016 bekanntgegeben, hat ein Schiedsgericht der Projektgesellschaft zur

Errichtung des Kraftwerks Walsum 10, an der die EVN AG mittelbar zu 49 % beteiligt ist, Ansprüche in Höhe von rund 200 Mio. Euro zuerkannt. Das Ergebnis des Schiedsspruchs führte im überwiegenden Ausmaß zu einer Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerk. Darüber hinaus kam es zur Ausbuchung einer Verbindlichkeit im Zusammenhang mit einer gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft durch die Projektgesellschaft im Jahr 2013, sowie zu einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen gegenüber dem Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Ergebnis-

anteils der at Equity einbezogenen
Unternehmen operativ 2016/17 2015/16
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal
EVN KG 35,6 25,0
RAG 12,0 11,8
Energie Burgenland 9,7 4,8
ZOV; ZOV UIP 2,9 2,8
Shkodra –4,0
Verbund Innkraftwerke –0,1 –0,2
Andere Gesellschaften 0,8 2,1
Summe Ergebnis der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
60,9 42,3

Der Anstieg des Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ist im Wesentlichen auf die EVN KG und die Energie Burgenland zurückzuführen. Der höhere Ergebnisbeitrag der EVN KG im Vergleich zum Vorjahr beruht auf gesunkene Bezugskosten sowie auf witterungsbedingte Faktoren. Die Entwicklung des Ergebnisbeitrags der Energie Burgenland ist überwiegend auf positive Einmaleffekte im Bereich der Ertragsteuern zurückzuführen.

Aufgrund geänderter energiepolitischer Rahmenbedingungen in Bulgarien wurde die weitere Umsetzung des Wasserkraftwerksprojekts Gorna Arda ausgesetzt. Das Projekt ist im aktuellen Umfeld nicht realisierbar. Aus diesem Grund mussten im Berichtszeitraum Wertminderungen von 28,9 Mio. Euro verbucht werden.

Das Beteiligungsergebnis, welches das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen enthält, entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
WEEV Beteiligungs GmbH –0,1
Andere Gesellschaften 0,0*) 0,0*)
Ergebnis der at Equity einbezogenen
Unternehmen finanziell
–0,1 0,0*)
Verbund AG
Andere Gesellschaften 0,2
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 0,2
Summe Beteiligungsergebnis –0,1 0,2

*) Kleinbetrag

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2016 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.842.333 Stück (31. Dezember 2015: 177.800.283 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 95,3 Mio. Euro (31. Dezember 2015: 78,8 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. Dezember 2016 ein Ergebnis je Aktie von 0,54 Euro (31. Dezember 2015: 0,44 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Quartal 2016/17 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 59,7 Mio. Euro (Vorjahr: 57,5 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 93,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,2 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 19,9 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 945,8 Mio. Euro. Dieser Zuwachs resultierte vorwiegend aus den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von 60,9 Mio. Euro. Dem standen Reduktionen resultierend aus den Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften, die insgesamt 54,7 Mio. Euro betrugen, sowie erfolgsneutrale Wertänderungen in Höhe von 12,1 Mio. Euro gegenüber.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 625,1 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 608,7 Mio. Euro, der sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 13,0 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
2016/17
Stück 1. Quartal
Stand 30.09.2016 177.842.333
Erwerb eigener Aktien
Stand 31.12.2016 177.842.333

Von der 87. Hauptversammlung am 21. Jänner 2016 wurde die vorzeitige Beendigung des am 16. Jänner 2014 begonnenen Aktienrückkaufprogramms beschlossen und dem Vorstand die Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN während einer Geltungsdauer von 30 Monaten erteilt. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und den Rückkauf von bis zu 1.000.000 Stück Aktien beschlossen. Dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals. Am 5. Oktober 2016 beschloss der Vorstand die vorzeitige Beendigung des aktuellen Aktienrückkaufprogramms. Der Ermächtigungsbeschluss der 87. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG bleibt davon unberührt und ist weiterhin gültig.

Zum Stichtag 31. Dezember 2016 hielt die EVN 2.036.069 Stück eigene Aktien (das sind 1,13 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 22,2 Mio. Euro und einem Kurswert von 20,1 Mio. Euro (30. September 2016: 20,1 Mio. Euro). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 88. Hauptversammlung der EVN hat am 19. Jänner 2017 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 74,7 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2017, Dividendenzahltag war der 27. Jänner 2017.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung langfristiger Finanzverbindlichkeiten

Mio. EUR 31.12.2016 30.09.2016
Anleihen 539,8 550,3
Bankdarlehen 733,8 764,2
Summe langfristiger
Finanzverbindlichkeiten
1.273,6 1.314,5

Die Reduktion der Anleihen um 10,5 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Dem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Absicherungsgeschäfte gegenüber.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Erzeugung Energiehandel und
-vertrieb
Netzinfrastruktur
Inland
Energieversorgung
Südosteuropa
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
Außenumsatz 13,9 9,7 137,0 149,6 135,7 116,3 255,5 252,4
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 43,7 48,4 2,1 2,5 15,6 11,7 0,1 0,1
Gesamtumsatz 57,6 58,0 139,1 152,2 151,2 127,9 255,5 252,4
Operativer Aufwand –34,2 –25,1 –129,3 –139,8 –64,7 –54,5 –231,3 –237,7
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
0,0*) –4,2 36,4 27,0
EBITDA 23,4 28,8 46,2 39,4 86,6 73,5 24,2 14,7
Abschreibungen –41,5 –13,6 –4,7 –4,4 –28,6 –27,3 –15,5 –15,5
Operatives Ergebnis (EBIT) –18,1 15,1 41,5 35,0 58,0 46,2 8,6 –0,8
Finanzergebnis 2,0 –6,0 –0,8 –0,9 –4,0 –4,3 –5,7 –5,8
Ergebnis vor Ertragsteuern –16,2 9,2 40,7 34,1 54,0 41,9 3,0 –6,6
Gesamtvermögen 990,8 1.131,3 708,9 603,7 1.867,7 1.796,7 1.208,4 1.256,2
Investitionen1) 3,8 5,4 2,8 3,2 19,3 23,0 30,5 24,4
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung Summe
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
Außenumsatz 61,8 43,6 3,7 1,7 –0,0*) 607,4 573,3
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 4,1 4,5 14,6 15,2 –80,2 –82,3
Gesamtumsatz 65,9 48,2 18,3 16,9 –80,2 –82,4 607,4 573,3
Operativer Aufwand –47,0 –39,0 –18,9 –16,2 76,8 81,8 –448,5 –430,6
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
2,9 2,8 21,7 16,6 60,9 42,3
EBITDA 21,8 11,9 21,1 17,3 –3,4 –0,6 219,8 185,0
Abschreibungen –6,6 –6,5 –0,4 –0,4 2,7 2,1 –94,6 –65,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 15,2 5,5 20,7 16,9 –0,7 1,5 125,2 119,4
Finanzergebnis 0,3 0,4 12,6 13,2 –13,0 –13,4 –8,6 –16,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,5 5,9 33,3 30,1 –13,7 –11,9 116,6 102,7
Gesamtvermögen 866,5 914,7 2.870,4 2.634,0 –1.913,1 –1.854,6 6.599,5 6.481,9
Investitionen1) 3,2 1,4 0,2 0,0*) 59,7 57,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

*) Kleinbetrag

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Erzeugung sowie Energiehandel und -vertrieb und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum

als Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energiehandel und -vertrieb hinsichtlich der Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Walsum vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR
Fair-Value
Hierarchie
31.12.2016 30.09.2016
Klassen Bewertungs
kategorie
(gem.
IFRS 13)
Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte 6,7 6,6
Andere Beteiligungen AFS 9,8 9,8
Andere Beteiligungen AFS Stufe 1 608,7 608,7 595,7 595,7
Übrige langfristige Vermögenswerte 625,1 612,0
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 69,8 69,8 82,9 82,9
Ausleihungen LAR Stufe 2 31,1 37,2 30,9 39,5
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR Stufe 2 99,4 111,3 104,3 118,0
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 8,1 8,1 6,3 6,3
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 6,4 6,4 16,2 16,2
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte LAR 58,6 58,6 58,6 58,6
Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) 14,4 14,4
287,9 313,7
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 497,7 497,7 371,6 371,6
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 17,3 17,3 9,1 9,1
Nicht finanzielle Vermögenswerte 8,4 33,4
Wertpapiere AFS Stufe 1 523,4
75,2
75,2 414,1
75,4
75,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 292,7 292,7 237,2 237,2
Langfristige Schulden 292,7 292,7 237,2 237,2
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC Stufe 2 539,8 651,9 550,3 683,7
Bankdarlehen FLAC Stufe 2 733,8 796,7 764,2 838,5
1.273,6 1.314,5
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten FLAC Stufe 2 13,5 15,5 14,3 16,5
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 1,4 1,4 1,5 1,5
Sonstige übrige Schulden FLAC 9,4 9,4 11,2 11,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 10,3 10,3 8,4 8,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 25,4 25,4 28,8 28,8
60,0 64,3
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 230,7 230,7 239,1 239,1
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 365,8 365,8 399,6 399,6
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 278,9 278,9 306,4 306,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 28,5 28,5 12,2 12,2
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedging Stufe 2 6,7 6,7 6,6 6,6
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 99,0 128,3
413,1 453,4
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 693,7 680,8
Kredite und Forderungen LAR 979,5 802,6
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL 134,0 98,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC 2.173,3 2.286,6

In der vorhergehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Geldflussrechung

Aufgrund des zum Kraftwerk Walsum 10 beschriebenen Einmaleffekts ergab sich ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von 25,3 Mio. Euro, der um 67,9 Mio. Euro bzw. 72,8 % unter jenem des Vergleichszeitraums lag. Die negativen Auswirkungen des Schiedsspruchs auf den operativen Cash Flow wirkten sich jedoch gleichzeitig in ähnlicher Höhe positiv im Cash Flow aus dem Investitionsbereich aus, der im Berichtszeitraum einen positiven Wert von 68,5 Mio. Euro erreichte.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2016/17
1. Quartal
2015/16
1. Quartal
Umsätze 109,1 87,5
Aufwendungen für bezogene Leistungen 34,0 44,9
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
85,0 35,6
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
22,5 52,2

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2016 um 27,8 Mio. Euro auf 338,4 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken sowie einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2016 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 37,7 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 263,5 Mio. Euro.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2016 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 22. Februar 2017 traten folgende Ereignisse auf:

Durch einen per 1. Jänner 2017 wirksamen Beschluss der österreichischen E-Control-Kommission wurden die Netznutzungsentgelte für Haushaltskunden für Strom um durchschnittlich 9,2 % und jene für Erdgas um durchschnittlich 13,3 % erhöht. Diese Erhöhungen korrespondieren mit der erforderlichen hohen Investitionstätigkeit in den vergangenen Jahren, insbesondere zur Einbindung von erneuerbarer Erzeugung, sowie mit dem Vergleich der Netzabsatzmengen zur jeweiligen Referenzperiode.

Die 88. Hauptversammlung am 19. Jänner 2017 beschloss die Ausschüttung der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividende in Höhe von 0,42 Euro pro Aktie. Der Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2017; die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 27. Jänner 2017.

Mit Vereinbarung vom 13. Februar 2017 wurde ein Streit zwischen der Vertriebsgesellschaft EVN Bulgaria EC und der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK hinsichtlich umstrittener Aufrechnungen außergerichtlich verglichen. Dieser Vergleich umfasste insbesondere die Abgeltung noch offener Forderungen für von der EVN Bulgaria EC vorfinanzierte Ökostrom-Mehrkosten und Verzugszinsen, die die NEK der EVN Bulgaria EC zu ersetzen hatte.

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Online-Aktionärsbrief www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2017-Q1

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at

www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1) Ergebnis 1. Halbjahr 2016/17 24.05.2017 Ergebnis 1.–3. Quartal 2016/17 24.08.2017 Jahresergebnis 2016/17 14.12.2017

1) Vorläufig

Basisinformationen1)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A3, stabil (Moody's); BBB+, stabil (Standard & Poor's)

1) Per 31. Dezember 2016

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

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Redaktionsschluss: 22. Februar 2017