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EVN AG Interim / Quarterly Report 2011

May 31, 2012

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief

  1. Halbjahr 2011/12 1. Oktober 2011– 31. März 2012

Umsatzerlöse +3,8% EBIT +2,9% Konzernergebnis +13,6%

Kennzahlen

2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 1.871 2.085 –10,3 961 896 7,3
Stromverkauf an Endkunden GWh 11.810 11.291 4,6 6.221 5.978 4,1
Gasverkauf an Endkunden GWh 5.171 5.552 –6,9 2.875 2.973 –3,3
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.426 1.371 4,0 768 739 3,9
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.690,9 1.629,7 3,8 861,2 827,5 4,1
EBITDA Mio. EUR 325,9 324,1 0,5 158,2 165,7 –4,5
EBITDA-Marge % 19,3 19,9 –0,6 18,4 20,0 –1,6
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 202,8 197,2 2,9 98,1 93,1 5,4
EBIT-Marge % 12,0 12,1 –0,1 11,4 11,3 0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 276,5 246,7 12,1 154,5 126,5 22,1
Konzernergebnis Mio. EUR 209,1 184,0 13,6 119,5 96,1 24,4
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.248,8 7.356,7 –1,5 7.248,8 7.356,7 –1,5
Eigenkapital Mio. EUR 3.337,3 3.540,2 –5,7 3.337,3 3.540,2 –5,7
Eigenkapitalquote % 46,0 48,1 –2,1 46,0 48,1 –2,1
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.797,2 1.341,7 34,0 1.797,2 1.341,7 34,0
Gearing % 53,9 37,9 16,0 53,9 37,9 16,0
Return on Equity (ROE) % 7,2 6,1 1,1 4,0 3,1 0,9
Return on Capital Employed (ROCE) % 5,0 4,4 0,7 2,6 2,1 0,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 258,5 294,5 –12,2 109,1 154,6 –29,5
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 49,3 221,3 –77,7 23,4 137,3 –82,9
Investitionen1) Mio. EUR 119,7 144,7 –17,3 43,7 69,9 –37,5
Mitarbeitende
Insgesamt Ø 7.817 8.319 –6,0 7.672 8.242 –6,9
davon Österreich Ø 2.564 2.547 0,7 2.560 2.541 0,7
davon Ausland Ø 5.254 5.772 –9,0 5.112 5.701 –10,3
Aktie
Ergebnis EUR 1,16 1,04 11,5 0,67 0,54 23,3

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhalt

Vorwort des Vorstands 3
Zwischenlagebericht 4 Wirtschaftliches Umfeld
5 Energiewirtschaftliches Umfeld
5 Geschäftsentwicklung
5 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
7 Geldflussrechnung
8 Bilanz
8 Risikobericht gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz
10 Entwicklung der Segmente
10 Überblick
10 Energiewirtschaftliche Kennzahlen
11 Erzeugung
12 Netzinfrastruktur Inland
14 Energiehandel und -vertrieb
15 Energieversorgung Südosteuropa
17 Umwelt
18 Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34 19 Konzern-Bilanz
20 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
20 Gesamtergebnisrechnung
21 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
21 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung
22 Segmentberichterstattung
23 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz 28
Die EVN Aktie 29

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 hat die EVN trotz der ungünstigen makroökonomischen und der nach wie vor schwierigen energiewirtschaftlichen Einflussfaktoren ein stabiles operatives Ergebnis erzielt. In der Berichtsperiode stiegen die Umsatzerlöse um 3,8 % auf 1.690,9 Mio. Euro. Im Energiegeschäft führten der kalte Winter und die höheren Endkundenpreise in Südosteuropa zu höheren Umsatzerlösen. Im Umweltgeschäft blieb der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Trotz des markanten Anstiegs in der Position Fremdstrombezug und Energieträger, bedingt vor allem durch den höheren Energieabsatz in Südosteuropa und die Dotierung einer Rückstellung zum Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum, lag das EBITDA mit 325,9 Mio. Euro um 0,5 % über dem Vorjahreswert.

Das EBIT stieg infolge geringerer Abschreibungen um 2,9 % auf 202,8 Mio. Euro. Im Finanzergebnis, das sich um 48,6 % auf 73,6 Mio. Euro verbesserte, konnten die deutlich höheren Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen, insbesondere jene der RAG, das niedrigere Zinsergebnis mehr als kompensieren. In Summe lag das Konzernergebnis mit 209,1 Mio. Euro um 13,6 % über dem Vorjahresniveau.

Per 1. Jänner 2012 wurden die Gasnetztarife in Niederösterreich durch Beschluss der E-Control-Kommission um 1,9 % gesenkt. Beginnend mit Jänner bzw. Februar 2012 gab die EnergieAllianz Austria GmbH mit ihren regionalen Energievertriebsgesellschaften die Senkung der Ökostrom-Mehrkosten und die niedrigeren Gasbeschaffungspreise in Form einer Bonuszahlung an Endkunden weiter. Die Endkundenpreise für Strom gingen dadurch, bezogen auf den Gesamtpreis, um 1,7 % zurück. In Mazedonien wurden per 1. Jänner 2012 von der mazedonischen Regulierungsbehörde die Endkundenpreise für Strom um 7,8 % (davon EVN Macedonia 4,8 %) angehoben.

Im ersten Halbjahr 2011/12 hat die EVN ihr ambitioniertes Ziel, die Verdreifachung der Windkraftkapazitäten, konsequent weiterverfolgt. Seit November 2011 speist der Windpark Tattendorf mit einer Gesamtkapazität von 16 MW Strom ins Netz ein. Im Jänner 2012 hat die EVN einen Windpark in Pöttelsdorf erworben, der bereits seit 2006 mit vier Windrädern und einer Gesamtleistung von 9,2 MW Strom für rund 10.000 Haushalte erzeugt. Unmittelbar nach Ende des Berichtszeitraums erfolgte im April 2012 der Spatenstich für den Windpark Glinzendorf, bei dem die Partner Wien Energie und EVN neun Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 18 MW errichten. Die Investitionen werden etwa 27 Mio. Euro betragen. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2012 geplant.

Im April 2012 ist das Kleinwasserkraftwerk Schaldorf an der Mürz mit einer Kapazität von 1 MW in Betrieb gegangen, womit jährlich 5,4 GWh Strom für rund 1.500 Haushalte erzeugt werden. Die Investitionskosten beliefen sich auf 6,0 Mio. Euro.

Die Aktivitäten des Wärmegeschäfts konzentrierten sich im ersten Halbjahr des Geschäftjahres 2011/12 auf neue Biomasseprojekte. Mit 57 Biomasseanlagen in Niederösterreich ist die EVN Österreichs größter Naturwärmeversorger. Fünf weitere Anlagen befinden sich derzeit in Bau.

Die EVN erhielt am 18. April 2012 den Zuschlag zur Planung, Errichtung, Finanzierung und zum Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Stadtgemeinde Zrenjanin, Serbien. Das Umweltprojekt mit einer Investitionssumme von 25,6 Mio. Euro wird Trinkwasser für rund 86.000 Einwohner zur Verfügung stellen. Nach einer dreijährigen Bauzeit wird die EVN die Betriebsführung für 15 Jahre übernehmen.

Im Februar 2012 hat die EVN zwei Privatplatzierungen mit einem Gesamtvolumen von 125,0 Mio. Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren abgeschlossen. Der fixe Kupon wurde jeweils mit 4,125 % und der Emissionskurs mit 97,035 % bzw. 97,684 % festgelegt.

Nach dem ersten Halbjahr können wir den bisherigen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011/12 bestätigen. Aus heutiger Sicht kann das operative Ergebnis des Vorjahres, trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamt- und energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen, im Wesentlichen gehalten werden. Das Finanzergebnis wird aufgrund der erwarteten Verbesserung des Beteiligungsergebnisses, das vorwiegend von RAG stammen wird, über dem Vorjahresniveau liegen. In Summe kann daher angenommen werden, dass das Konzernergebnis auf dem Vorjahresniveau liegen wird.

Maria Enzersdorf, im Mai 2012

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2009 2010 2011e 2012f 2013f
EU-271)2) –4,1 1,7 1,5 0,0 1,5
Österreich3) –3,9 2,1 3,1 0,4–0,8 1,4–1,7
Bulgarien1)2)4) –5,5 0,2 1,7 0,7–1,0 1,3–2,5
Albanien1)2) 3,3 3,9 1,9–2,0 2,2–2,5 2,6–3,5
Kroatien1)2) –6,0 –1,2 0,2–0,3 –1,2 1,0–1,5
Mazedonien2) –0,9 1,8 3,5 2,3 3,0

1) Quelle: Raiffeisen Research "Strategie Globale Märkte 2. Quartal 2012" und "Strategie Österreich & CEE 2. Quartal 2012"

2) Quelle: wiiw Economic Prospects for Central, East and Southeast Europe, März 2012

3) Quelle: WIFO Presseinformation, März 2012; IHS Presseinformation, März 2012

4) Bulgarian National Bank, März 2012

Nach der Abschwächung der Weltkonjunktur in 2011 stellten sich im ersten Quartal 2012 Zeichen einer leichten Erholung ein. Das Wirtschaftswachstum wird neben den USA vor allem von den Schwellenländern getragen. In der Europäischen Union wird für 2012 in Summe mit keiner Erhöhung der Wirtschaft gerechnet, die Mitgliedsländer werden sich aber sehr heterogen entwickeln. Vor allem in Süd- und Südosteuropa werden die Staatsschuldenkrisen und die damit verbundenen Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte weiterhin das Wirtschaftsklima belasten. In der Europäischen Union wird erst 2013 eine Erholung erwartet, die sich in einer BIP-Prognose von 1,5 % widerspiegelt.

In Österreich wird bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit einem leichten Wirtschaftsaufschwung gerechnet. Für das Gesamtjahr 2012 wird von einem BIP-Wachstum von bis zu 0,8 % ausgegangen. Für 2013 wird trotz weiterer Budgetkonsolidierungsmaßnahmen eine Wirtschaftsdynamik von bis zu 1,7 % prognostiziert.

In Albanien, Bulgarien und Mazedonien wird für 2012 und 2013 unverändert ein Wirtschaftswachstum erwartet, das die Prognose für Österreich übertrifft. Die externen Bedingungen in der Europäischen Union wirken sich jedoch schwächend auf die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder aus. In Kroatien wird für 2012 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um bis zu 1,2 % prognostiziert. Erst 2013 sollten Strukturreformen und der EU-Beitritt die Wirtschaft beleben und einen BIP-Anstieg von etwa 1,5 % ermöglichen.

Energiewirtschaftliches Umfeld

2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Temperaturbedingter Energiebedarf 1) %
Österreich 99,4 106,1 –6,7 96,6 99,7 –3,1
Bulgarien 111,0 87,6 23,4 105,9 89,5 16,4
Mazedonien 120,6 99,4 21,2 116,0 104,9 11,1
Primärenergie und CO2-Zertifikate
Rohöl – Brent
EUR/Barrel
85,5 70,8 20,9 90,3 77,1 17,2
Gas – GIMP
EUR/MWh
28,5 23,8 19,7 27,8 26,0 6,9
Kohle – API#22)
EUR/Tonne
87,1 83,8 3,9 87,4 88,9 –1,6
CO2-Zertifikate (2. Periode)
EUR/Tonne
8,8 15,2 –41,9 7,9 15,4 –48,8
Strom – EPEX Spotmarkt3)
Grundlaststrom
EUR/MWh
47,5 51,7 –8,1 45,1 51,9 –13,0
Spitzenlaststrom
EUR/MWh
59,1 63,0 –6,3 56,5 61,9 –8,8
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom
EUR/MWh
59,8 51,7 15,6 60,3 52,3 15,3
Spitzenlaststrom
EUR/MWh
74,5 67,7 9,9 75,2 67,3 11,7

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1997 bis 2006, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2011 und in Mazedonien jenem von 2001 bis 2010; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

3) EPEX Spot – European Power Exchange

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange)

Die europäischen Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom lagen im ersten Halbjahr 2011/12 trotz des nach wie vor hohen Niveaus der Primärenergiepreise um 8,1 % bzw. 6,3 % unter den Vorjahreswerten. Dies ist vor allem auf den höheren Beitrag erneuerbarer Energieträger zur Stromerzeugung zurückzuführen. Die Preise für CO2-Zertifikate sanken um 41,9 % und lagen mit 8,8 Euro je Tonne deutlich unter dem Wert der Vergleichsperiode.

Die für die Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom stiegen hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 % bzw. 9,9 %. Im ersten Halbjahr 2011/12 lag der Durchschnittspreis für das in Europa als Referenz geltende Rohöl Brent auf Eurobasis mit 85,5 Euro pro Barrel um 20,9 % über der Vergleichsperiode. Die großteils an den Ölpreis gekoppelten Gaspreise notierten trotz Preisrevision mit Gazprom mit 28,5 Euro pro MWh um 19,7 % über dem Vorjahreswert, und die Preise für Kohle stiegen um 3,9 % auf 87,1 Euro pro Tonne.

Geschäftsentwicklung

Highlights

  • Umsatzsteigerung um 3,8 % auf 1.690,9 Mio. Euro

  • EBITDA mit 325,9 Mio. Euro stabil

  • Verbesserung des EBIT um 2,9 % auf 202,8 Mio. Euro

  • 48,6 %ige Verbesserung des Finanzergebnisses auf 73,6 Mio. Euro

  • Steigerung des Konzernergebnisses um 13,6 % auf 209,1 Mio. Euro

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die EVN erzielte im ersten Halbjahr 2011/12 trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen ein Umsatzplus von 61,2 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 1.690,9 Mio. Euro. Im Energiegeschäft wirkten sich vor allem die kalte Witterung und die Erhöhung der Endkundenpreise in Südosteuropa positiv auf den Konzernumsatz aus. Im Umweltgeschäft musste aufgrund eines stichtagsbezogenen niedrigeren Projektabrechnungsvolumens ein Umsatzrückgang verzeichnet werden.

Umsatz nach Segmenten1) 1. Halbjahr in Mio. EUR

1) Außenumsatz

Energieversorgung Südosteuropa

Der im Ausland erzielte Umsatz erhöhte sich um 74,3 Mio. Euro bzw. 12,8 % auf 656,4 Mio. Euro und entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 38,8 % (Vorjahr: 35,7 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken aufgrund geringerer Bestandsveränderungen und niedrigerer Verzugszinsenerträge in Mazedonien um 2,6 Mio. Euro bzw. 7,3 % auf 32,6 Mio. Euro.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger stieg um 51,5 Mio. Euro bzw. 5,5 % auf 981,7 Mio. Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem höhere Absatzmengen in Südosteuropa sowie höhere Beschaffungspreise am Heimmarkt und in Südosteuropa. Weiters belastend wirkte sich die aufgrund nachhaltig geänderter Bedingungen im Strommarkt dotierte Rückstellung für drohende Verluste zum Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum aus.

Der Material- und Betriebsaufwand sank überwiegend aufgrund des im Vergleich zum Halbjahr 2010/11 geringeren Projektabwicklungsvolumens im Umweltbereich um 9,0 Mio. Euro bzw. 5,0 % auf 171,0 Mio. Euro.

Der durchschnittliche Personalstand lag mit 7.817 um 502 Mitarbeitende bzw. 6,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch Outsourcing-Aktivitäten sowie weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Ausland, die zu einem Rückgang um 518 Mitarbeitende führten. In Österreich waren im Durchschnitt um 17 Mitarbeitende mehr beschäftigt als in der Vergleichsperiode. Der Personalaufwand lag vorwiegend aufgrund kollektivvertraglicher Lohn- und Gehaltsanpassungen mit 162,9 Mio. Euro um 2,7 Mio. Euro bzw. 1,7 % leicht über dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 11,7 Mio. Euro bzw. 16,6 % auf 82,1 Mio. Euro. Höhere Forderungsabschreibungen konnten nicht zur Gänze durch geringere Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie niedrigere sonstige übrige Aufwendungen kompensiert werden.

Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem Anstieg des EBITDA um 1,7 Mio. Euro bzw. 0,5 % auf 325,9 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge sank aufgrund des stärkeren Anstiegs der Umsatzerlöse um 0,6 Prozentpunkte auf 19,3 %.

Die planmäßige Abschreibung stieg um 3,0 Mio. Euro bzw. 2,7 % auf 112,3 Mio. Euro. Durch die im Geschäftsjahr 2010/11 durchgeführten Wertberichtigungen bei den Gaskraftwerken Theiß und Korneuburg und den damit verbundenen Wegfall ihrer planmäßigen Abschreibung fiel der durch die Inbetriebnahme mehrerer Erzeugungskapazitäten, wie der Windparks in Niederösterreich und der Cogeneration-Anlage in Bulgarien, bedingte Anstieg der planmäßigen Abschreibung geringer aus. Der Rückgang der außerplanmäßigen Abschreibung von 6,9 Mio. Euro bzw. 39,2 % auf 10,8 Mio. Euro ist vor allem auf die in der Vergleichsperiode enthaltenen Wertminderungen im Segment Energiehandel Südosteuropa in Höhe von 17,7 Mio. Euro zurückzuführen. Demgegenüber stand im ersten Halbjahr 2011/12 vor allem die außerplanmäßige Abschreibung der Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro. In Summe fiel der Abschreibungsaufwand mit 123,0 Mio. Euro um 3,9 Mio. Euro bzw. 3,1 % niedriger aus als in der Vergleichsperiode.

Per Saldo verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 5,7 Mio. Euro bzw. 2,9 % auf 202,8 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag mit 12,1 % auf Vorjahresniveau.

Umwelt

Der Anstieg des Finanzergebnisses von 24,1 Mio. Euro bzw. 48,6 % auf 73,6 Mio. Euro ist überwiegend dem um 29,0 Mio. Euro bzw. 63,4 % höheren Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen, insbesondere jenem von RAG, zuzuschreiben. Belastend für das Finanzergebnis wirkten sich die um 4,8 Mio. Euro bzw. 12,6 % höheren Zinsaufwendungen und die um 2,9 Mio. Euro bzw. 15,1 % niedrigeren Zinserträge aus. Das sonstige Finanzergebnis verbesserte sich hingegen von –1,9 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro.

In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 276,5 Mio. Euro, um 29,7 Mio. Euro bzw. 12,1 % mehr als in der Vergleichsperiode. Unter der Berücksichtigung des leicht reduzierten Ertragsteueraufwands verbesserte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern um 34,1 Mio. Euro bzw. 16,9 % auf 235,6 Mio. Euro.

Nach einem Anstieg des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile um 9,0 Mio. Euro bzw. 51,7 % auf 26,5 Mio. Euro wird ein um 25,1 Mio. Euro bzw. 13,6 % höheres Konzernergebnis in Höhe von 209,1 Mio. Euro ausgewiesen.

Geldflussrechnung

Im ersten Halbjahr 2011/12 fiel der Cash Flow aus dem Ergebnis um 35,9 Mio. Euro bzw. 12,2 % auf 258,5 Mio. Euro. Die primär für den Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern verantwortlichen höheren unbaren Ergebnisanteile der at Equity einbezogenen Unternehmen und die Auflösung von Rückstellungen führten zu dieser Entwicklung.

Struktur der Investitionen 1. Halbjahr

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich ging, aufgrund des gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt stärkeren Anstiegs des Working Capitals, um 172,0 Mio. Euro bzw. 77,7 % auf 49,3 Mio. Euro zurück.

Die Veränderung im Cash Flow aus dem Investitionsbereich um 124,9 Mio. Euro bzw. 49,3 % auf –128,5 Mio. Euro ist vor allem durch das laufende Investitionsprogramm, die Kapitaleinzahlungen in at Equity einbezogene Unternehmen zu den Kraftwerksprojekten Ashta, Devoll und Duisburg-Walsum sowie die Anteilsaufstockung in Bulgarien geprägt. Die Finanzierung erfolgte zum Teil durch den Verkauf kurzfristig gehaltener Wertpapiere, die ebenso im Cash Flow aus dem Investitionsbereich abgebildet sind.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich ging um 31,6 Mio. Euro bzw. 42,9 % auf 42,2 Mio. Euro zurück. Im ersten Halbjahr 2011/12 standen die Aufnahme einer EUR-Anleihe im Oktober 2011 in Höhe von 300,0 Mio. Euro sowie der Abschluss zweier Privatplatzierungen im Februar 2012 in Höhe von 125,0 Mio. Euro der Rückzahlung der EUR-Anleihe von 257,4 Mio. Euro im Dezember 2011 gegenüber. Die Vergleichsperiode des Vorjahres war geprägt von den durch die Kapitalerhöhung zugeflossenen Finanzmitteln in Höhe von 175,5 Mio. Euro. In Summe führten diese Veränderungen in der Berichtsperiode zu einem Rückgang im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich. Ebenfalls leicht negativ wirkte sich die höhere Ausschüttung der Dividenden an die Aktionäre der EVN AG von 73,6 Mio. Euro aus.

In Summe resultierte daraus ein negativer Cash Flow von 37,0 Mio. Euro, wodurch sich der Stand der liquiden Mittel von 112,6 Mio. Euro auf 75,6 Mio. Euro reduzierte. Darüber hinaus standen Kreditlinien in Höhe von insgesamt 775,0 Mio. Euro (30. September 2011: 765,0 Mio. Euro) sowie Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 4,2 Mio. Euro (30. September 2011: 57,9 Mio. Euro), die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind, zur Verfügung. In Summe verfügt die EVN über ausreichende Liquiditätsreserven zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit; ihre Liquiditätssituation kann weiterhin als stabil beurteilt werden.

Bilanzstruktur in %

Eigenkapital

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011/12 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 30. September 2011 um 378,4 Mio. Euro bzw. 5,5 % auf 7.248,8 Mio. Euro.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 170,3 Mio. Euro bzw. 2,8 % auf 6.253,3 Mio. Euro, womit sich ihr Anteil am Gesamtvermögen auf 86,3 % belief (Vorjahr: 88,5 %). Verantwortlich für den Anstieg sind vor allem die Erhöhung der Beteiligungsansätze der at Equity einbezogenen Unternehmen um 128,5 Mio. Euro bzw. 13,0 % auf 1.120,6 Mio. Euro. Hauptverantwortlich dafür waren höhere Ergebnisbeiträge von der RAG und die Kapitaleinzahlungen zu den Kraftwerksprojekten Ashta, Devoll und Duisburg-Walsum. Des Weiteren stiegen die sonstigen Beteiligungen um 45,3 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 937,7 Mio. Euro, primär aufgrund der gegenüber der Vergleichsperiode positiven Marktwertänderung der VERBUND-Beteiligung.

Der deutliche Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 208,1 Mio. Euro bzw. 26,4 % auf 995,5 Mio. Euro ist primär durch den gegenüber dem Vorjahr stichtagsbedingt stärkeren Anstieg des Working Capitals geprägt. Ihr Anteil am Gesamtvermögen erhöhte sich von 11,5 % auf 13,7 %.

Das Eigenkapital stieg in Summe um 161,4 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 3.337,3 Mio. Euro. Dem im ersten Halbjahr 2011/12 erzielten Ergebnis und der

erfolgsneutral erfassten Marktwertänderung der VERBUND-Beteiligung stand die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 73,6 Mio. Euro gegenüber. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 46,0 % (30. September 2011: 46,2 %). Bei einer Nettoverschuldung von 1.797,2 Mio. Euro (30. September 2011: 1.579,2 Mio. Euro) errechnet sich ein Gearing von 53,9 %, ein Anstieg um 4,2 Prozentpunkte.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 369,9 Mio. Euro bzw. 13,6 % auf 3.081,9 Mio. Euro. Hauptverantwortlich für den Anstieg war die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten, die aus der Emission der EUR-Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. Euro im Oktober 2011 und dem Abschluss zweier Privatplatzierungen in Höhe von insgesamt 125,0 Mio. Euro im Februar 2012 resultierte. Der Erhöhung der latenten Steuerverbindlichkeiten, vor allem aufgrund der Marktwertänderung der VERBUND-Beteiligung, und dem Anstieg in der Position Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse standen die Rückgänge der langfristigen Rückstellungen sowie der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber.

Die kurzfristigen Schulden wurden um 152,8 Mio. Euro bzw. 15,6 % auf 829,6 Mio. Euro reduziert. Verantwortlich dafür war vor allem die Rückzahlung der im Dezember 2011 fälligen EUR-Anleihe in Höhe von 257,4 Mio. Euro. Dem stand eine Erhöhung der kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten um 58,6 % auf 131,0 Mio. Euro und der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 20,4 % auf 167,8 Mio. Euro gegenüber.

Risikobericht gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz

Zur Beurteilung der Risiken und Ungewissheiten, die den Geschäftsverlauf der EVN in den restlichen sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beeinflussen könnten, ist festzuhalten, dass sich das Risikoprofil seit Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2011 nicht wesentlich verändert hat.

Risikoprofil

Risiken im Energiebereich

Marktrisiken der EVN im Bereich Energie beziehen sich auf die kommerzielle Verwertung von Strom, Gas, Kohle und CO2. Deckungsbeitragsrisiken können bei der Vermarktung von Strom, Gas und Wärme sowie durch nachteilige Beschaffungspreise für Primärenergieträger entstehen. Absicherungsstrategien wie die Diversifikation des Kundenportfolios, marktkonforme Kundenangebote, die längerfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten sowie der Abschluss von Termingeschäften bewirken eine Risikominimierung.

Aufgrund von wirtschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen kann es zu einem Rückgang der Nachfrage nach Strom, Gas und Wärme kommen. Zudem besteht das Risiko, dass sich die Witterungsverhältnisse nachteilig auf die Energienachfrage auswirken und auch die Wasserführung jener Flüsse beeinflussen, an denen die EVN Wasserkraftwerke betreibt. Darüber hinaus können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen bei Produktion und Vertrieb von elektrischer Energie und Fernwärme sowie bei Beschaffung und Vertrieb von Gas auftreten.

Infolge des Arabischen Frühlings und anhaltender politischer Unsicherheiten im Nahen Osten kam es zu einem deutlichen Ölpreisanstieg. Die mittel- bis langfristige Entwicklung der Marktrisiken der EVN im Bereich Energie wird jedoch im Wesentlichen von der Energiepolitik und der daraus resultierenden langfristigen Entwicklung des Energiemix beeinflusst.

Risiken im Umweltbereich

Im Umweltbereich sieht der EVN Konzern die Risiken in möglichen Betriebsstörungen und einer abnehmenden Nachfrage nach thermischen Abfallverwertungsleistungen sowie in Betriebsunterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen. Die EVN bedient sich modernster Technologien und passt diese regelmäßig an den letzten Stand der Technik an. Weiters werden die dem Geschäftsmodell zugrunde liegenden Vertrags-, Counterparty- und Projektrisiken in diesem Segment durch die konsequente Anwendung moderner Risikomanagement-Methoden in allen Projektphasen sowie durch den Einsatz von erfahrenen Mitarbeitenden und Absicherungsinstrumenten (u.a. Garantien, Versicherungen) minimiert.

Finanzrisiken

Die EVN begegnet Zinsänderungs-, Wechselkurs- und Marktpreisrisiken mit einer umfassenden Treasury-Strategie und diesbezüglichen organisatorischen und methodischen Regelungen, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfassen. Den Kredit- bzw. Forderungsausfallsrisiken wird mit Kreditlimitsystemen sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet. Regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen sowie Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs ermöglichen es, dem Liquiditätsrisiko, trotz des von der anhaltenden Finanz- und Staatsschuldenkrise geprägten Umfelds, vorzubeugen.

Politische und rechtliche Risiken

Politische und rechtliche Risiken können vor allem aus regulatorischen Vorschriften, der Einflussnahme bei Großprojekten und einer verschärften Umweltgesetzgebung resultieren. Zudem stellen wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen in den Auslandsmärkten eine große Herausforderung dar, der in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen begegnet wird. Rechtliche bzw. politische Einflussnahme wird durch gezieltes Eingehen von strategischen Partnerschaften bei Großprojekten reduziert, wobei Haftungs- und Durchgriffsrechte durch gesellschaftsrechtliche Strukturierungen gesteuert werden. Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren diverse Kraftwerksprojekte betreffend.

Wesentlicher Einflussfaktor auf die mittel- bis langfristige Entwicklung der Marktrisiken der EVN im Bereich Energie ist die Energiepolitik (z.B. Atomkraftausstieg Deutschlands) und die daraus resultierende langfristige Entwicklung des Energiemix.

Gesamtrisikoprofil

Bedingt durch die Strategie des Konzerns, die für die nächsten Jahre primär die Stärkung des Kerngeschäfts sowie selektives Wachstums vorsieht, verändert sich das Risikoprofil der EVN kontinuierlich. Risiken können dabei neben der Tätigkeit im Heimmarkt Niederösterreich und der bereits bestehenden Geschäftsfelder in Südosteuropa auch aus ausgewählten Wachstumsprojekten entstehen. In einem volatilen Umfeld wurden unter anderem aufgrund des diversifizierten Geschäftsportfolios der EVN keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst die Geschäftsbereiche Energiegeschäft, Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden Inhalt, Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen und operative Entwicklung der sechs Segmente beschrieben.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen sowie erneuerbaren
Energien an österreichischen und internationalen Standorten
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energiehandel und
-vertrieb
Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und
Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandels
märkten, Wärmeproduktion und -verkauf
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in
Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf
in Bulgarien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien,
Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall
verwertung in Österreich sowie internationales Projektgeschäft
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Stromerzeugung 1.871 2.085 –10,3 961 896 7,3
Wärmekraftwerke1) 1.154 1.474 –21,7 542 586 –7,5
Erneuerbare Energie2) 717 610 17,5 419 309 35,6
Netzabsatz
Strom 12.036 11.629 3,5 6.274 6.181 1,5
Gas3) 10.903 11.891 –8,3 5.687 5.644 0,8
Energieverkauf an Endkunden
Strom 11.810 11.291 4,6 6.221 5.978 4,1
davon Zentral- und Westeuropa4)5) 3.915 3.865 1,3 2.007 1.915 4,8
davon Südosteuropa 7.894 7.426 6,3 4.213 4.063 3,7
Gas 5.171 5.552 –6,9 2.875 2.973 –3,3
Wärme 1.426 1.371 4,0 768 739 3,9
davon Zentral- und Westeuropa4) 1.214 1.176 3,2 642 620 3,5
davon Südosteuropa 212 195 8,8 126 119 5,9

1) Beinhaltet auch die Cogeneration-Anlage in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

2) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie ein Blockheizkraftwerk am Standort Kurjanovo, Moskau, im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

3) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

4) Zentral- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

5) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste

Highlights

  • Weiterhin negative Spreads für Gaskraftwerke

  • Leistungsabrufe der deutschen Bundesnetzagentur

  • Anstieg der Erzeugung aus erneuerbarer Energie: neue Windparks und bessere Wasserführung

  • Wertminderung der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich und Deutschland sowie Pro jekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien.

Die Umsätze des Segments beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umsätze und zu einem geringeren Anteil Außenumsätze, die vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft resultieren. Hinsichtlich der

Strombezugsrechte aus Donau- und Innkraftwerken wird der entsprechende erzeugungsabhängige Marktpreis und für die thermische Erzeugung der EVN AG sowie für die Speicherkraftwerke der Optionswert als konzerninterner Umsatz abgebildet. Der Optionswert spiegelt im Wesentlichen die im Vorfeld ermittelte Differenz zwischen den Marktpreisen für Strom und den anfallenden Brennstoffkosten wider. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.

Kennzahlen 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Stromerzeugung 1.610 1.875 –14,1 810 783 3,4
davon Wärmekraftwerke 983 1.361 –27,8 436 523 –16,6
davon erneuerbare Energie 627 514 22,0 374 260 43,8
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 21,8 12,4 75,7 14,1 6,9
Innenumsatz 45,7 36,4 25,5 18,7 13,3 40,7
Gesamtumsatz 67,5 48,8 38,3 32,9 20,2 62,5
Operativer Aufwand –33,4 –31,3 –6,5 –17,1 –14,7 –16,0
EBITDA 34,1 17,4 95,4 15,8 5,5
Abschreibungen –20,9 –11,9 –75,4 –6,5 –6,0 –9,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 13,1 5,5 9,3 –0,5
Finanzergebnis –7,0 –3,2 –2,8 –1,5 –87,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 6,1 2,3 6,5 –2,0
Gesamtvermögen 790,0 505,5 56,3 790,0 505,5 56,3
Investitionen1) 7,6 25,5 –70,3 4,2 15,7 –72,9

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Stromerzeugung der EVN lag im ersten Halbjahr 2011/12 mit 1.610 GWh um 265 GWh bzw. 14,1 % unter dem Wert der Vergleichsperiode. Die Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken sank, insbesondere aufgrund einer geringeren Erzeugungsmenge der Gaskraftwerke, um 378 GWh bzw. 27,8 % auf 983 GWh. Die Erzeugung aus erneuerbarer Energie stieg um 113 GWh bzw. 22,0 % auf 627 GWh. Geprägt wurde diese Entwicklung vor allem durch die Inbetriebnahme der neuen Windparks Markgrafneusiedl und Tattendorf sowie den Erwerb des Windparks Pöttelsdorf. Der Erzeugungskoeffizient der Wasserkraftwerke lag in der Berichtsperiode bei 108,0 % (Vorjahr: 105,0 %).

Im ersten Halbjahr 2011/12 konnten auf Konzernebene 15,8 % (Vorjahr: 18,5 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa wurde ein Deckungsgrad von 47,8 % erzielt (Vorjahr: 53,9 %). Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromproduktion auf Konzernebene lag im ersten Halbjahr 2011/12 bei rund 38 %.

Die Umsatzerlöse des Segments Erzeugung lagen in der Berichtsperiode mit 67,5 Mio. Euro um 18,7 Mio. Euro bzw. 38,3 % über dem Vorjahreswert. Die im Zeitraum der Berechnung des Optionswerts der Kraftwerke vorherrschenden rückläufigen Marktpreise führten zu einer Reduktion der Umsatzerlöse aus thermischer Erzeugung. Diese Entwicklung konnte jedoch durch die Leistungsabrufe der deutschen Bundesnetzagentur zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum sowie durch die Gaspreisrevision zwischen Gazprom und EconGas mehr als kompensiert werden. Der deutliche Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie trug ebenfalls zur Umsatzsteigerung bei.

Der operative Aufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011/12 insbesondere aufgrund des Strombezugs aus den Innkraftwerken um 2,0 Mio. Euro bzw. 6,5 % auf 33,4 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBITDA mit 34,1 Mio. Euro um 16,6 Mio. Euro bzw. 95,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Trotz Berücksichtigung der außerordentlichen Abschreibung der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro hat sich das EBIT auf 13,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt.

Das Finanzergebnis sank in der Berichtsperiode aufgrund höherer Zinsaufwendungen infolge gestiegener Investitionstätigkeiten im Vorjahr um 3,8 Mio. Euro auf –7,0 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 6,1 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau.

Im ersten Halbjahr 2011/12 wurde das Investitionsvolumen um 17,9 Mio. Euro bzw. 70,3 % auf 7,6 Mio. Euro verringert. Im Mittelpunkt der Investitionstätigkeiten stand der Bau des Windparks Tattendorf.

Im ersten Quartal 2011/12 wurde gemeinsam mit Wien Energie die Umsetzung des neuen Windparkprojekts im Gemeindegebiet Glinzendorf gestartet. Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 18 MW umfasst neun Windräder und soll im Sommer 2012 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 27,0 Mio. Euro.

Ende Jänner 2012 hat die EVN einen bestehenden Windpark in Pöttelsdorf erworben. Der Windpark umfasst vier Wind-

räder und weist eine Gesamtleistung von 9,2 MW auf, womit rund 10.000 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden können.

Netzinfrastruktur Inland

Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland. Darüber hinaus erbringt das Segment Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten –, die als konzerninterne Umsätze abgebildet sind.

Highlights

  • Stromnetzabsatz: stabil

  • Gasnetzabsatz: rückläufig

  • reduzierter Einsatz der EVN Wärmekraftwerke – gegenüber dem Vorjahr wärmere Temperaturen
  • Anpassung der Netztarife per 1. Jänner 2012 – Strom: unverändert zum Vorjahr

  • Gas: –1,9 %
Kennzahlen 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 4.139 4.132 0,2 2.088 2.085 0,1
Gas 10.903 11.891 –8,3 5.687 5.644 0,8
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 274,8 269,8 1,9 139,4 141,4 –1,4
Innenumsatz 25,5 23,0 10,4 13,4 11,5 17,4
Gesamtumsatz 300,3 292,9 2,5 152,8 152,9 0,0
Operativer Aufwand –157,3 –140,5 –11,9 –78,7 –74,7 –5,4
EBITDA 143,0 152,4 –6,2 74,1 78,2 –5,2
Abschreibungen –49,3 –48,5 –1,6 –25,2 –24,5 –2,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 93,7 103,8 –9,8 48,9 53,7 –8,8
Finanzergebnis –2,3 –5,0 54,8 0,3 –3,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 91,4 98,9 –7,5 49,2 50,5 –2,5
Gesamtvermögen 1.695,9 1.649,7 2,8 1.695,9 1.649,7 2,8
Investitionen1) 41,1 39,1 5,1 21,6 18,9 14,0

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Im Zuge der Anreizregulierung werden die Netztarife im Strom- und Gasbereich jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst: Per 1. Jänner 2012 wurden die Gasnetztarife um durchschnittlich 1,9 % gesenkt (1. Jänner 2011: Erhöhung um 10,6 %). Die Stromnetztarife blieben auf Vorjahresniveau (1. Jänner 2011: Erhöhung um 1,0 %).

Differenziert zeigte sich die Entwicklung des Netzabsatzes im ersten Halbjahr 2011/12: Während der Stromnetzabsatz mit 4.139 GWh auf Vorjahresniveau lag, sank der Gasnetzabsatz vor allem aufgrund des stark reduzierten Einsatzes der EVN Wärmekraftwerke sowie der im Vergleich zum Vorjahr wärmeren Witterung um 988 GWh bzw. 8,3 % auf 10.903 GWh.

Diese Absatzentwicklungen führten in Summe zu einem Rückgang der Netzerlöse um 1,3 Mio. Euro bzw. 0,5 % auf 242,8 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse des Segments Netzinfrastruktur Inland lagen mit 300,3 Mio. Euro um 7,4 Mio. Euro bzw. 2,5 % über der Vergleichsperiode. Dies ist insbesondere auf höhere konzerninterne Umsätze und einen Umsatzanstieg im Kabel-TV- und Telekombereich zurückzuführen.

In der Berichtsperiode stieg der operative Aufwand um 16,8 Mio. Euro bzw. 11,9 % auf 157,3 Mio. Euro. Dies ist vorwiegend auf höhere Beschaffungs- und Instandhaltungskosten zurückzuführen. Per Saldo lag das EBITDA mit 143,0 Mio. Euro um 9,4 Mio. Euro bzw. 6,2 % unter dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung nahezu stabiler Abschreibungen sank das EBIT um 10,2 Mio. Euro bzw. 9,8 % auf 93,7 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis erhöhte sich aufgrund eines stärkeren Beteiligungsergebnisses um 2,7 Mio. Euro bzw. 54,8 % auf –2,3 Mio. Euro. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 91,4 Mio. Euro, was einem Rückgang um 7,4 Mio. Euro bzw. 7,5 % entspricht.

Die Investitionen im Segment Netzinfrastruktur Inland wurden im ersten Halbjahr 2011/12 um 2,0 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 41,1 Mio. Euro erhöht. Im Fokus der Investitionstätigkeiten stand weiterhin der Bau der 143 km langen Gastransportleitung Westschiene, bei der mit Jahresende 2011 bereits der erste Bauabschnitt von Auersthal bis Tulln fertiggestellt werden konnte.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst, vorwiegend am österreichischen Heimmarkt, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern sowie Wärmeproduktion und -verkauf.

Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.

Highlights

  • Stromabsatz: Anstieg

  • Ausweitung der Tätigkeit der EnergieAllianz Austria
  • Gasabsatz: rückläufig – wärmere Temperaturen

  • Preiseffekte im Gasbereich:

  • Erhöhung der Endkundenpreise im Gasbereich per 1. Oktober 2011
  • Weitergabe reduzierter Gasbeschaffungskosten in Form einer Bonuszahlung an Endkunden
Kennzahlen 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 3.915 3.864 1,3 2.007 1.914 4,9
Gas 5.171 5.552 –6,9 2.875 2.973 –3,3
Wärme 1.214 1.176 3,2 642 620 3,5
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 701,1 722,7 –3,0 340,9 366,3 –6,9
Innenumsatz 26,2 25,7 1,9 14,5 13,2 10,2
Gesamtumsatz 727,3 748,4 –2,8 355,4 379,5 –6,3
Operativer Aufwand –653,4 –663,6 1,5 –325,5 –339,7 4,2
EBITDA 73,9 84,8 –12,9 29,9 39,8 –24,9
Abschreibungen –7,2 –6,8 –6,4 –3,8 –3,5 –7,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 66,7 78,0 –14,5 26,1 36,3 –28,1
Finanzergebnis 12,2 8,7 40,6 4,0 3,6 12,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 78,9 86,7 –9,0 30,2 39,9 24,4
Gesamtvermögen 709,3 729,8 –2,8 709,3 729,8 –2,8
Investitionen1) 5,4 4,9 10,2 1,7 2,2 –24,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Der Energieverkauf an Endkunden zeigte sich im ersten Halbjahr 2011/12 differenziert: Während der Stromverkauf an Endkunden aufgrund höherer Absatzmengen der EnergieAllianz Austria außerhalb des Versorgungsgebiets der EVN um 51 GWh bzw. 1,3 % auf 3.915 GWh stieg, ging der Gasabsatz vor allem infolge der wärmeren Witterung um 381 GWh bzw. 6,9 % auf 5.171 GWh zurück. Begünstigt durch vermehrte Dampf- und Wärmelieferungen an Großkunden konnte der Wärmeverkauf um 38 GWh bzw. 3,2 % auf 1.214 GWh gesteigert werden.

Im ersten Halbjahr 2011/12 lagen die Umsatzerlöse mit 727,3 Mio. Euro um 21,1 Mio. Euro bzw. 2,8 % unter dem Vorjahresniveau. Geprägt wurde diese Entwicklung vor allem durch Rückgänge in der Vermarktung der Stromproduktion aus eigenen Wärmekraftwerken aufgrund deutlich geringerer Erzeugungsmengen sowie durch die Weitergabe reduzierter Gasbeschaffungskosten in Form einer Bonuszahlung an Endkunden und die Weitergabe der geringeren Ökostrom-Mehrkosten durch eine Strompreissenkung um 1,7 %. Demgegenüber standen die Leistungsabrufe der deutschen Bundesnetzagentur und die Erhöhung der Endkundenpreise im Gasbereich per 1. April bzw. 1. Oktober 2011 um 8,9 % bzw. 3,6 %.

Die operativen Aufwendungen sanken um 10,2 Mio. Euro bzw. 1,5 % auf 653,4 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf einen deutlichen Rückgang der Bezugskosten für Gas zurückzuführen, der zum einen aus dem reduzierten Gasbezug der eigenen Wärmekraftwerke und zum anderen aus der Gaspreisrevision zwischen Gazprom und EconGas resultierte. Demgegenüber standen höhere Beschaffungskosten für Strom aufgrund größerer Beschaffungsmengen. Weiters belastend wirkte sich die aufgrund nachhaltig geänderter Bedingungen im Strommarkt dotierte Rückstellung für drohende Verluste zum Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum aus. Die Beendigung des Kooperationsvertrags mit BEGAS wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Unter Berücksichtigung leicht höherer Abschreibungen wurde ein EBIT von 66,7 Mio. Euro ausgewiesen, was einem Rückgang um 11,3 Mio. Euro bzw. 14,5 % entspricht. Das Finanzergebnis erhöhte sich im ersten Halbjahr 2011/12 vor allem aufgrund eines vermehrten Ergebnisbeitrags der EconGas um 3,5 Mio. Euro bzw. 40,6 % auf 12,2 Mio. Euro. Per Saldo lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 78,9 Mio. Euro um 7,8 Mio. Euro bzw. 9,0 % unter dem Wert der Vergleichsperiode.

Das Investitionsvolumen wurde um 0,5 Mio. Euro bzw. 10,2 % auf 5,4 Mio. Euro erhöht, wobei der Schwerpunkt im weiteren Ausbau des Fernwärmeleitungsnetzes lag.

Im ersten Halbjahr 2011/12 eröffnete die EVN ein Biomasseheizwerk in Hagenbrunn. Die Investitionskosten beliefen sich in Summe auf 3,6 Mio. Euro. Weiters wurde gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich mit dem Bau des Biomasse-Fernheizwerks in Steyr begonnen, womit zukünftig rund 10.000 Haushalte versorgt werden. Die Gesamtinvestitionskosten betragen 36,0 Mio. Euro.

Zudem eröffnete die EVN ein Biomasseheizwerk für die Stadtgemeinde Langenlois mit einer Gesamtleistung von 4.200 kW.

Highlights

  • Temperaturbedingt höhere Absatzmengen

  • Tarifänderung in Mazedonien

  • per 1. März 2011 bzw. 1. Jänner 2012 – Endkundenpreise für Strom: +5,5 %
  • (EVN Macedonia: +4,9 %)
  • Endkundenpreise für Strom: +7,8 % (EVN Macedonia: +4,8 %)
  • Tarifänderung in Bulgarien per 1. April und 1. Juli 2011:

  • Endkundenpreise für Wärme: +6,8 %
  • Gasbezugspreise: +4,7 %
  • Endkundenpreise für Strom: +1,9 %

Die Investitionen beliefen sich auf 2,3 Mio. Euro. Weiters wurde das bestehende Biomasseheizwerk in Hollabrunn übernommen. Ende März erfolgte der Spatenstich für eine Biomasseanlage in Markt Piesting mit einer Anlagenleistung von rund 1.000 kW. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 0,6 Mio. Euro. Insgesamt betreibt die EVN derzeit 57 Biomasseanlagen in Niederösterreich und ist damit der größte Naturwärmeversorger in Österreich.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.

Kennzahlen 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Netzabsatz Strom1) 7.896 7.497 5,3 4.185 4.097 2,1
Wärmeverkauf an Endkunden 212 195 8,8 126 119 5,9
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 534,7 457,6 16,9 288,5 252,4 14,3
Innenumsatz
Gesamtumsatz 534,7 457,6 16,9 288,5 252,4 14,3
Operativer Aufwand –487,0 –412,8 –18,0 –263,5 –220,1 –19,7
EBITDA 47,8 44,9 6,5 25,0 32,4 –23,0
Abschreibungen –32,6 –47,5 31,3 –18,1 –32,4 44,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 15,2 –2,6 6,9 –0,1
Finanzergebnis –12,7 –8,2 –53,7 –6,2 –4,0 –57,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,5 –10,8 0,7 –4,0
Gesamtvermögen 1.221,2 1.130,1 8,1 1.157,4 1.130,1 2,4
Investitionen2) 52,8 50,3 5,0 11,5 20,4 –43,7

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2011 die Endkundenpreise für Strom um 1,9 % angehoben (1. Juli 2010: Erhöhung um 2,0 %). Die Preise für bezogene Energie sowie die Preise des Übertragungsnetzbetreibers und des System Operator blieben in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres (1. Juli 2010: Erhöhung der Preise für bezogene Energie sowie jene für Übertragung und System Operator um 8,0 %). Ebenfalls wurde per 1. April 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreise für Wärme um 6,8 % genehmigt. Der Gasbezugspreis stieg hingegen um 4,7 %.

In Mazedonien hat der Regulator nach der Preiserhöhung um 5,5 % per 1. März 2011 (EVN Macedonia 4,9 %) neuerlich per 1. Jänner 2012 eine Erhöhung der Endkundenpreise um 7,8 % genehmigt (EVN Macedonia 4,8 %).

Im ersten Halbjahr 2011/12 führte die deutlich kältere Witterung sowohl in Bulgarien (die Heizgradsumme lag um 23,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr) als auch in Mazedonien (die Heizgradsumme lag um 21,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr) zu einem starken Anstieg des Strom- und Wärmeabsatzes. Der Stromnetzabsatz stieg um 399 GWh bzw. 5,3 % auf 7.896 GWh, und der Wärmeabsatz in Bulgarien nahm um 17 GWh bzw. 8,8 % auf 212 GWh zu.

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich um 77,1 Mio. Euro bzw. 16,9 % auf 534,7 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies überwiegend auf die temperaturbedingt höheren Absatzmengen vor allem im Bereich der Haushaltskunden und die Preiserhöhungen in Bulgarien und Mazedonien.

Der operative Aufwand legte im ersten Halbjahr 2011/12 vor allem aufgrund höherer Beschaffungspreise sowie höherer Forderungsabschreibungen um 74,2 Mio. Euro bzw. 18,0 % auf 487,0 Mio. Euro zu. Per Saldo lag das EBITDA mit 47,8 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro bzw. 6,5 % über dem Niveau des Vorjahres.

Der Rückgang der Abschreibungen um 14,9 Mio. Euro bzw. 31,3 % auf 32,6 Mio. Euro ist vor allem auf die in der Vergleichsperiode enthaltenen Wertminderungen in Höhe von 17,7 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Kraftwerkstandort Plovdiv zurückzuführen. Das EBIT erhöhte sich um 17,8 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis sank in der Berichtsperiode aufgrund höherer Zinsaufwendungen, insbesondere aufgrund der Kapitalaufstockung in Bulgarien, und höherer Verzugszinsen in Mazedonien, um insgesamt 4,4 Mio. Euro bzw. 53,7 % auf –12,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte um 13,3 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro verbessert werden.

Das Investitionsvolumen lag im ersten Halbjahr 2011/12 mit 52,8 Mio. Euro um 2,5 Mio. Euro bzw. 5,0 % über dem Vorjahreswert. Die Investitionsschwerpunkte bildeten neben der neuen Cogeneration-Anlage in Plovdiv, die Anfang Dezember 2011 in Betrieb genommen wurde, vor allem der Ausbau der Netzinfrastrukturen und der Austausch von Zählern sowie Investitionen für die kroatische Erdgasversorgung.

Highlights

  • Neue Aufträge:

  • Abwasseranlage in Prag
  • Trinkwasseraufbereitungsanlage in Serbien
  • Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf 18 Länder

Umwelt

Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 18 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Finanzkennzahlen
Mio. EUR
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Außenumsatz 157,8 163,0 –3,2 78,0 67,0 16,4
Innenumsatz 9,6 8,8 8,8 5,2 4,0 30,9
Gesamtumsatz 167,4 171,8 –2,6 83,3 71,0 17,2
Operativer Aufwand –137,0 –139,8 2,0 –67,2 –55,6 –20,6
EBITDA 30,4 32,0 –5,0 16,1 15,3 5,0
Abschreibungen –13,2 –12,4 –5,9 –6,7 –6,3 5,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 17,2 19,6 –11,9 9,4 9,0 4,2
Finanzergebnis 5,1 5,5 –7,4 4,3 4,3 –0,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 22,4 25,1 –10,9 13,7 13,4 2,7
Gesamtvermögen 1.446,4 1.410,8 2,5 1.446,4 1.410,9 2,5
Investitionen1) 10,7 27,9 –61,8 4,4 11,8 –63,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Umsatzerlöse des Segments Umwelt lagen mit 167,4 Mio. Euro um 4,4 Mio. Euro bzw. 2,6 % leicht unter jenen der Vergleichsperiode. Dieser Rückgang ist geprägt durch stichtagsbedingte Projektabrechnungen sowie durch geringere Erlöse der Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr. Demgegenüber stand eine positive Umsatzentwicklung bei der heimischen Wasserversorgung.

Der operative Aufwand entwickelte sich analog zum Umsatz und verringerte sich um 2,8 Mio. Euro bzw. 2,0 % auf 137,0 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBITDA mit 30,4 Mio. Euro um 1,6 Mio. Euro bzw. 5,0 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach einem Anstieg der Abschreibungen um 0,7 Mio. Euro bzw. 5,9 % auf 13,2 Mio. Euro wird ein operatives Ergebnis von 17,2 Mio. Euro und damit ein Rückgang um 2,3 Mio. Euro bzw. 11,9 % ausgewiesen. Das Finanzergebnis in Höhe von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro) reduzierte sich aufgrund der laufenden Tilgung der Leasingforderungen zu den Moskauer Großprojekten, welche sich in der Betriebsphase befinden, und des dadurch zurückgehenden Zinsertrags sowie aufgrund des höheren Zinsaufwands der Projekte in der Errichtungsphase. Das Ergebnis vor Ertragsteuern sank um 2,7 Mio. Euro bzw. 10,9 % auf 22,4 Mio. Euro.

Die EVN realisiert derzeit 14 internationale Großprojekte im Wasser- und Abwasserbereich. Mehrere Projekte stehen kurz vor der Inbetriebnahme; darunter das Blockheizkraftwerk Ljuberzy und die Natriumhypochlorit-Anlage in Moskau, die Schlammbehandlungsanlagen in Vilnius und Siauliai in Litauen sowie die Kläranlage Czajka-Warschau in Polen. Die EVN erhielt am 18. April 2012 den Zuschlag zur Planung, Errichtung, Finanzierung und zum Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Stadtgemeinde Zrenjanin, Serbien. Das Umweltprojekt mit einer Investitionssumme von 25,6 Mio. Euro wird Trinkwasser für rund 86.000 Einwohner, das entspricht etwa 17.800 m³ pro Tag, zur Verfügung stellen. Nach einer dreijährigen Bauzeit wird die Betriebsführung für 15 Jahre übernommen.

Die Investitionen wurden im Vergleich zum hohen Niveau der Vergleichsperiode um 17,3 Mio. Euro bzw. 61,8 % auf 10,7 Mio. Euro gesenkt. Der Schwerpunkt lag in der Errichtung des Blockheizkraftwerks auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy mit einer Kapazität von 13,5 MW sowie im Netzausbau der EVN Wasser.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an RAG, BEGAS, BEWAG und VERBUND. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem Konzerndienstleistungen für die EVN Gruppe erbringen.

Highlights

  • Höhere Ergebnisbeiträge der RAG und BEWAG

  • Höheres Zinsergebnis

Finanzkennzahlen Mio. EUR 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Außenumsatz 0,7 4,3 –83,9 0,3 –6,3
Innenumsatz 31,4 29,1 8,0 15,6 13,9 11,9
Gesamtumsatz 32,1 33,3 –3,7 15,9 7,6
Operativer Aufwand –34,4 –39,8 13,6 –18,0 –12,7 –42,1
EBITDA –2,3 –6,4 64,7 –2,1 –5,1 58,6
Abschreibungen –0,8 –0,8 –3,1 –0,4 –0,3 –32,5
Operatives Ergebnis (EBIT) –3,1 –7,2 57,4 –2,5 –5,4 53,2
Finanzergebnis 87,4 54,3 61,0 63,0 34,9 80,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 84,3 47,1 79,1 60,5 29,5
Gesamtvermögen 3.011,9 3.295,4 –8,6 3.011,9 3.295,4 –8,6
Investitionen1) 2,2 0,7 0,4 0,2 99,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das für dieses Segment primär relevante Finanzergebnis stieg um 33,1 Mio. Euro bzw. 61,0 % auf 87,4 Mio. Euro. Maßgeblich dafür war der Anstieg im Beteiligungsergebnis, der überwiegend auf die gestiegenen Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen, vor allem auf den um 21,0 Mio. Euro höheren Ergebnisbeitrag von RAG, zurückzuführen ist.

Auch das um 1,9 Mio. Euro höhere Zins- und das um 0,6 Mio. Euro verbesserte sonstige Finanzergebnis wirkten sich positiv aus.

In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 84,3 Mio. Euro, das damit um 37,2 Mio. Euro bzw. 79,1 % über dem Vorjahr liegt.

Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34

Konzern-Bilanz

Veränderung
Mio. EUR 31.03.2012 30.09.2011 absolut in % 30.09.2010
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 406,1 410,5 –4,3 –1,1 361,0
Sachanlagen 2.949,2 2.938,9 10,2 0,3 2.818,2
At Equity einbezogene Unternehmen 1.120,6 992,1 128,5 13,0 734,0
Sonstige Beteiligungen 937,7 892,4 45,3 5,1 1.077,8
Aktive latente Steuern 12,1 9,7 2,3 24,0 6,5
Übrige Vermögenswerte 827,6 839,3 –11,7 –1,4 744,8
6.253,3 6.083,0 170,3 2,8 5.742,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 95,6 106,3 –10,7 –10,1 135,7
Forderungen 772,3 479,7 292,6 61,0 506,0
Wertpapiere 4,2 57,9 –53,7 –92,7 223,8
Liquide Mittel 123,4 143,4 –20,0 –14,0 123,5
995,5 787,4 208,1 26,4 989,1
Summe Aktiva 7.248,8 6.870,4 378,4 5,5 6.731,2
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0 300,0
Kapitalrücklagen 253,5 253,5 108,3
Gewinnrücklagen 2.128,7 1.925,5 203,2 10,6 1.808,0
Bewertungsrücklage gem. IAS 39 357,7 316,7 41,0 13,0 473,8
Währungsumrechnungsrücklage 4,8 –5,5 10,3 –3,5
Eigene Aktien –6,0 –6,0 –7,0
Anteile der Aktionäre der EVN AG 3.068,7 2.814,3 254,5 9,0 2.679,5
Nicht beherrschende Anteile 268,6 361,7 –93,1 –25,7 345,7
3.337,3 3.176,0 161,4 5,1 3.025,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.958,0 1.591,3 366,7 23,0 1.726,4
Latente Steuerverbindlichkeiten 197,0 177,0 20,0 11,3 227,1
Langfristige Rückstellungen 414,2 436,9 –22,7 –5,2 450,0
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 458,6 437,9 20,6 4,7 397,9
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 54,2 68,9 –14,7 –21,4 63,1
3.081,9 2.712,0 369,9 13,6 2.864,5
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 70,0 311,6 –241,6 –77,5 205,2
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 131,0 82,6 48,4 58,6 63,0
Lieferantenverbindlichkeiten 374,3 368,0 6,2 1,7 339,3
Kurzfristige Rückstellungen 86,5 80,8 5,7 7,1 120,6
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 167,8 139,4 28,4 20,4 113,2
829,6 982,4 –152,8 –15,6 841,5
Summe Passiva 7.248,8 6.870,4 378,4 5,5 6.731,2

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.690,9 1.629,7 3,8 861,2 827,5 4,1
Sonstige betriebliche Erträge 32,6 35,2 –7,3 15,0 17,2 –12,8
Fremdstrombezug und Energieträger –981,7 –930,0 –5,5 –509,0 –483,1 –5,4
Material- und Betriebsaufwand –171,0 –180,0 5,0 –78,8 –76,7 –2,8
Personalaufwand –162,9 –160,2 –1,7 –82,4 –81,0 –1,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen –82,1 –70,5 –16,6 –47,6 –38,2 –24,7
EBITDA 325,9 324,1 0,5 158,2 165,7 –4,5
Abschreibungen –123,0 –127,0 3,1 –60,1 –72,6 17,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 202,8 197,2 2,9 98,1 93,1 5,4
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 74,7 45,7 63,4 42,3 19,0
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 24,8 24,5 1,0 24,8 24,5 1,2
Zinserträge 16,2 19,1 –15,1 7,1 9,8 –27,3
Zinsaufwendungen –42,6 –37,8 –12,6 –20,3 –19,2 –6,2
Sonstiges Finanzergebnis 0,5 –1,9 2,5 –0,8
Finanzergebnis 73,6 49,6 48,6 56,4 33,4 69,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 276,5 246,7 12,1 154,5 126,5 22,1
Ertragsteuern –40,9 –45,2 9,6 –20,8 –21,0 1,4
Ergebnis nach Ertragsteuern 235,6 201,5 16,9 133,7 105,4 26,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG
(Konzernergebnis)
209,1 184,0 13,6 119,5 96,1 24,4
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 26,5 17,5 51,7 14,2 9,4 51,4
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,16 1,04 11,5 0,67 0,54 23,3

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2011/12
2. Quartal
2010/11
2. Quartal
Veränderung
in %
Ergebnis nach Ertragsteuern 235,6 201,5 16,9 133,7 105,4 26,8
Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
vor Ertragsteuern aus
Währungsdifferenzen 10,3 5,9 74,0 5,8 2,9 98,8
Marktbewertung von Wertpapieren 45,5 202,6 –77,5 83,2 139,2 –40,2
Cash Flow Hedges 9,8 30,9 –68,1 2,1 16,4 –86,9
at Equity einbezogenen Unternehmen –0,9 31,4 2,4 13,9 –82,6
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
vor Ertragsteuern
64,8 270,7 –76,1 93,6 172,4 –45,7
darauf entfallende Ertragsteuern –13,5 –58,4 76,9 –21,4 –38,9 –45,1
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
nach Ertragsteuern
51,3 212,3 –75,8 72,2 133,5 –45,9
Gesamtergebnis der Periode 286,9 413,8 –30,7 205,9 238,9 13,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 260,4 396,4 –34,3 191,7 229,5 –16,5
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 26,5 17,5 51,6 14,2 9,4 50,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Anteile der Aktionäre
der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2010 2.679,5 345,7 3.025,2
Gesamtergebnis der Periode 396,4 17,5 413,8
Kapitalerhöhung 175,5 175,5
Dividende 2009/10 –71,8 –1,7 –73,5
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges –0,6 –0,3 –0,9
Stand 31.03.2011 3.179,0 361,2 3.540,2
Stand 30.09.2011 2.814,3 361,7 3.176,0
Gesamtergebnis der Periode 260,3 26,5 286,9
Anteilserwerb bei vollkonsolidierten Gesellschaften 69,7 –118,7 –49,0
Dividende 2010/11 –73,6 –0,9 –74,5
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges –2,0 –2,0
Stand 31.03.2012 3.068,7 268,6 3.337,3

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2011/12 2010/11
1. Halbjahr
1. Halbjahr
Veränderung
absolut
in %
Ergebnis vor Ertragsteuern 276,5 246,7 29,7 12,1 1. Halbjahr
266,1
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
123,0 127,0 –3,9 –3,1 118,5
+/– Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen
–73,5 –42,0 –31,6 –75,3 –28,7
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –24,7 –23,4 –1,4 –5,8 –55,9

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–17,3 –16,0 –1,3 –8,3 –16,1
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen –22,7 1,1 –23,8 4,9
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge –2,7 1,0 –3,6
Cash Flow aus dem Ergebnis 258,5 294,5 –35,9 –12,2 288,9

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus
operativer Geschäftstätigkeit
–203,1 –64,7 –138,3 –200,3

Zahlungen für Ertragsteuern
–6,2 –8,5 2,3 26,8 –11,4
Cash Flow aus dem operativen Bereich 49,3 221,3 –172,0 –77,7 77,2

Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
sowie aus Unternehmenserwerben
–85,8 –105,9 20,1 19,0 –151,2
–/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–96,3 –96,3 10,5
–/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 53,6 –51,1 104,7 50,4
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –128,5 –253,4 124,9 49,3 –90,4
+
Kapitalerhöhung/Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen
175,5 –175,5 0,8

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–73,6 –71,8 –1,8 –2,5 –60,3

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–0,9 –1,7 0,8 46,5 –1,7
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten 116,7 –28,2 144,9 172,2
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich 42,2 73,8 –31,6 –42,9 110,9
Cash Flow gesamt –37,0 41,8 –78,8 97,8
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 112,6 89,1 23,5 26,4 113,6
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 75,6 130,8 –55,3 –42,2 211,4

Segmentberichterstattung

I Erzeugung I Netzinfrastruktur
Inland
I Energiehandel und
-vertrieb
I Energieversorgung
Südosteuropa
I
Segmentergebnis
Mio. EUR
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Außenumsatz 21,8 12,4 274,8 269,8 701,1 722,7 534,7 457,6
Innenumsatz 45,7 36,4 25,5 23,0 26,2 25,7
Gesamtumsatz 67,5 48,8 300,3 292,9 727,3 748,4 534,7 457,6
Operativer Aufwand –33,4 –31,3 –157,3 –140,5 –653,4 –663,6 –487,0 –412,8
EBITDA 34,1 17,4 143,0 152,4 73,9 84,8 47,8 44,9
Abschreibungen –20,9 –11,9 –49,3 –48,5 –7,2 –6,8 –32,6 –47,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 13,1 5,5 93,7 103,8 66,7 78,0 15,2 –2,6
Finanzergebnis –7,0 –3,2 –2,3 –5,0 12,2 8,7 –12,7 –8,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 6,1 2,3 91,4 98,9 78,9 86,7 2,5 –10,8
Gesamtvermögen 790,0 505,5 1.695,9 1.649,7 709,3 729,8 1.221,2 1.130,1
Investitionen1) 7,6 25,5 41,1 39,1 5,4 4,9 52,8 50,3
I Umwelt
I
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
I
Konsolidierung
I
Summe
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Außenumsatz 157,8 163,0 0,7 4,3 1.690,9 1.629,7
Innenumsatz 9,6 8,8 31,4 29,1 –138,3 –123,1
Gesamtumsatz 167,4 171,8 32,1 33,3 –138,3 –123,1 1.690,9 1.629,7
Operativer Aufwand –137,0 –139,8 –34,4 –39,8 137,3 122,1 –1.365,0 –1.305,5
EBITDA 30,4 32,0 –2,3 –6,4 –1,0 –0,9 325,9 324,1
Abschreibungen –13,2 –12,4 –0,8 –0,8 1,0 0,9 –123,0 –127,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 17,2 19,6 –3,1 –7,2 202,8 197,2
Finanzergebnis 5,1 5,5 87,4 54,3 –9,1 –2,5 73,6 49,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 22,4 25,1 84,3 47,1 –9,1 –2,5 276,5 246,7
Gesamtvermögen 1.446,4 1.410,9 3.011,9 3.295,4 –1.625,9 –1.364,7 7.248,8 7.356,7
Investitionen1) 10,7 27,9 2,2 0,7 –0,2 –3,7 119,7 144,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2012 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2010/11 (Bilanzstichtag: 30. September 2011) gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2011 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2011/12 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten1)
Neue Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 01.01.2011
IFRS 8 Geschäftssegmente 01.01.2011
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften
und ihre Wechselwirkung
01.01.2011
Diverse Annual Improvements 2009–2010 01.01.2011

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die erstmalige verpflichtende Anwendung geänderter Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Noch nicht in Kraft getretene neue Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte ist witterungsbedingt im Frühjahr. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. März 2012 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 29 inländische und 35 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2011: 28 inländische und 35 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2012 wurden 36 verbundene Unternehmen (30. September 2011: 35) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Voll
konsolidiert
Quoten
konsolidiert
Equity
konsolidiert
Summe
63 5 16 84
2 3 5
2 2
–1 –1
–2 –2
64 5 19 88
35 5 40

Mit dem ersten Quartal 2011/12 wird die Gesellschaft EVN Service Center EOOD erstmals als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Diese Gesellschaft übernimmt zum Zwecke des fortschreitenden Unbundlings in Bulgarien seit 1. Oktober 2011 administrative Dienstleistungen für die bulgarischen Gesellschaften.

Ebenfalls zum Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften zählt mit dem ersten Quartal 2011/12 die EVN Gorna Arda Development EOOD. Der Zweck der Gesellschaft umfasst unter anderem die Planung, Entwicklung und den Bau von Kraftwerken. Insbesondere tritt die Gesellschaft nun als Dienstleister im Zusammenhang mit dem von EVN und NEK geplanten Wasserkraftwerksprojekt "Gorna Arda" in Bulgarien auf.

Zur Errichtung eines neuen Windparks in Glinzendorf haben die EVN und Wien Energie die Projektgesellschaft EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG gegründet, die mit dem ersten Quartal 2011/12 erstmals at Equity konsolidiert wird.

Im November 2011 gründete die EVN gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich zum Zwecke der Errichtung und des Betriebs eines Biomasseheizwerks sowie des Fernwärmenetzes der Stadt Steyr die beiden Unternehmen Bioenergie Steyr GmbH und Fernwärme Steyr GmbH. Die EVN hält mittelbar über die EVN Wärme GmbH 51,0 % an der Bioenergie Steyr GmbH und 49,0 % an der Fernwärme Steyr GmbH. Beide Gesellschaften werden ab dem ersten Quartal 2011/12 at Equity in den Konzern einbezogen.

Im Jänner 2012 hat die EVN von der AAG Holding GmbH die Gesellschaft Windstrom Wulkatal West GmbH mit einem bestehenden Windpark in Pöttelsdorf, Niederösterreich, erworben.

Im März 2012 übernahm die EVN ein bestehendes Biomasseheizwerk in Hollabrunn, Niederösterreich. In diesem Zusammenhang wird die FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung in den Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften aufgenommen.

Per 15. Februar 2012 wurde die bisher vollkonsolidierte Tochter B.net Burgenland Telekom GmbH rückwirkend mit 30. September 2011 mit der Kabelsignal AG verschmolzen. Des Weiteren wurde die Kabelsignal AG in kabelplus AG umbenannt.

Die bisher vollkonsolidierten Tochtergesellschaften WTE Projektmanagement GmbH und WTE Denmark A/S wurden im ersten Quartal 2011/12 aufgrund der Aufgabe ihrer Geschäftstätigkeit entkonsolidiert.

Folgende vorläufige Auswirkungen zum Fair Value auf die Konzern-Bilanz ergeben sich durch Unternehmenserwerbe:

Auswirkungen Unternehmenserwerb Mio. EUR 31.03.2012 30.09.2011
Langfristige Vermögenswerte 10,1 33,5
Kurzfristige Vermögenswerte 0,6 5,8
Summe Vermögenswerte 10,7 39,2
Eigenkapital 3,6 34,6
Langfristige Schulden 5,8 4,0
Kurzfristige Schulden 1,2 0,7
Summe Eigenkapital und Schulden 10,7 39,2

Im Rahmen eines Privatisierungsverfahrens hat die EVN AG am 21. Dezember 2011 zusätzlich 30,75 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, sowie 32,73 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD, Plovdiv, erworben. Mit weiteren Zukäufen über die bulgarische Börse hielt die EVN AG per 31. März 2012 nun insgesamt 99,91 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD und insgesamt 99,92 % an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD. Beide Unternehmen wurden schon bisher als vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Bilanz

Im ersten Halbjahr 2011/12 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 119,7 Mio. Euro (Vorjahr: 144,7 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsverlust in Höhe von 1,1 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 128,5 Mio. Euro bzw. 13,0 % auf 1.120,6 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte aus Zugängen im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für die Kraftwerksprojekte Ashta und Devoll in Albanien, Duisburg-Walsum in Deutschland sowie Neuzugängen, die insgesamt 56,3 Mio. Euro betrugen, und den laufenden Ergebnisanteilen. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen und Währungsdifferenzen.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 937,7 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 914,9 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 45,5 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet.

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Stichtag 31. März 2012 betrug unverändert zum Vorjahr 179.878.402 Stück. Zum Stichtag wurden 398.260 Stück eigene Aktien (das sind 0,22 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 6,0 Mio. Euro und einem Kurswert von 4,0 Mio. Euro (30. September 2011: 4,3 Mio. Euro) gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht wurden. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 19. Jänner 2012 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2010/11 eine Dividende in Höhe von 0,41 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 73,6 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag bzw. Dividendenzahltag war der 24. bzw. der 27. Jänner 2012.

Die Zusammensetzung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung langfristiger Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR
31.03.2012
30.09.2011
Anleihen 1.005,7 609,7
Bankdarlehen 952,3 981,6
Summe langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1.958,0 1.591,3

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen um 366,7 Mio. Euro bzw. 23,0 % auf 1.958,0 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war die Emission einer Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. Euro im Oktober 2011 sowie die zwei abgeschlossenen Privatplatzierungen in Höhe von insgesamt 125,0 Mio. Euro im Februar 2012. Demgegenüber stand eine bewertungsbedingte Verringerung der Anleihen zum Stichtag. In den Bankdarlehen spiegeln sich unter anderem die laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 55,4 Mio. Euro sowie die Kreditziehungen für die Finanzierung des Investitionsprogramms in Höhe von 21,5 Mio. Euro wider.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 241,6 Mio. Euro bzw. 77,5 % auf 70,0 Mio. Euro. Maßgeblich dafür war die planmäßige Tilgung der mit 5,25 % verzinsten EUR-Anleihe (Laufzeit 2001–2011, Nominale 257,4 Mio. Euro) im Dezember 2011. Der Buchwert zum 30. September 2011 belief sich auf 257,7 Mio. Euro.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die Zusammensetzung der Abschreibung entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung der Abschreibung
Mio. EUR
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Planmäßige Abschreibung –112,3 –109,3
Wertminderung –10,8 –17,7
Summe Abschreibung –123,0 –127,0

Die im ersten Halbjahr 2011/12 durchgeführten Wertminderungen betreffen vor allem die Abschreibung der Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr mit einem Restbuchwert von 8,0 Mio. Euro aufgrund der nachhaltig ungünstigen Marktbedingungen. In Summe fiel der Abschreibungsaufwand mit 123,0 Mio. Euro um 3,9 Mio. Euro bzw. 3,1 % geringer aus als in der Vergleichsperiode.

Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Mio. EUR 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
RAG 44,8 23,8
EconGas 11,8 9,1
ZOV; ZOV UIP 6,6 5,3
BEWAG; BEGAS 9,7 4,0
Andere Gesellschaften 1,9 3,7
Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen 74,7 45,7
VERBUND AG 22,1 22,1
Andere Gesellschaften 2,7 2,5
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 24,8 24,5
Summe Beteiligungsergebnis 99,5 70,2

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2012 im Umlauf befindlichen Aktien von 179.480.142 Stück (31. März 2011: 176.685.644 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 209,1 Mio. Euro (31. März 2011: 184,0 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. März 2012 ein Ergebnis je Aktie von 1,16 Euro (31. März 2011: 1,04 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 14,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,6 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 29,0 Mio. Euro (Vorjahr: 24,1 Mio. Euro) geleistet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im ersten Halbjahr 2011/12 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro). Die Auszahlung für Unternehmenserwerbe in Höhe von 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro) wurden im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Bis auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
Umsätze 91,8 116,5
Aufwendungen für bezogene Leistungen 472,4 480,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84,5 89,61)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 36,8 7,21)

1) Wert zum 30. September 2011

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2011 um 9,4 Mio. Euro auf 960,2 Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert zum einen aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und einer stichtagsbezogenen Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften und zum anderen aus einer Verringerung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden betreffend der für e&t Energie Handelsgesellschaft mbH und nunmehr auch betreffend der für EconGas GmbH abgegebenen Garantien in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2012 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 46,7 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 459,7 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2012 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 31. Mai 2012 traten folgende Ereignisse auf:

In der am 12. April 2012 abgehaltenen 65. ordentlichen Hauptversammlung der VERBUND AG wurde für das Geschäftsjahr 2011 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,55 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,55 Euro je Aktie) beschlossen. Die Dividende wurde bereits im vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss in der Bewertung der Beteiligung und im Finanzergebnis entsprechend abgebildet.

Die EVN erhielt am 18. April 2012 den Zuschlag zur Planung, Errichtung, Finanzierung und zum Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Stadtgemeinde Zrenjanin, Serbien. Das Umweltprojekt mit einer Investitionssumme von 25,6 Mio. Euro wird Trinkwasser für rund 86.000 Einwohner zur Verfügung stellen. Nach einer dreijährigen Bauzeit wird die EVN die Betriebsführung für 15 Jahre übernehmen.

Am 7. Mai 2012 erfolgte die offizielle Inbetriebnahme der Verbindungsleitung Weinviertel-Waldviertel im Schloss Schwarzenau. Die Anlage wurde in einer dreijährigen Bauzeit vom Frühjahr 2009 bis Dezember 2011 realisiert. Die Gesamtkosten des Projekts beliefen sich auf 6,0 Mio. Euro.

Im Mai 2012 hat die Ratingagentur Moody's das langfristige Credit Rating der EVN von A3 (stabiler Ausblick) bestätigt.

Erklärung des Vorstands gemäß §87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz

Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte KonzernZwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten KonzernZwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Maria Enzersdorf, am 31. Mai 2012

EVN AG Der Vorstand

Dipl.Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Die EVN Aktie

Highlights

  • Euroraum in Rezession

  • Tiefe Leitzinsen und expansive Finanzpolitik in der Europäischen Union

  • Volatile und steigende Aktienmärkte

  • Schwache Performance der Versorgerbranche

Seit dem zweiten Halbjahr 2011 hat sich die weltweite Wirtschaftskonjunktur abgeschwächt. Im ersten Quartal 2012 gab es jedoch Zeichen einer Konjunkturbelebung. Die Eurozone befindet sich nach wie vor in einer Rezession, trotz einer ersten Aufhellung steht ein fundamentaler Aufschwung noch aus.

In der zweiten Jahreshälfte 2011 reagierte die Europäische Zentralbank auf die abgeschwächte Konjunktur infolge der Staatsschuldenkrise und der damit verbunde-

nen Vertrauenskrise mit einer Senkung des Leitzinssatzes in zwei Schritten auf 1,0 %. Im ersten Quartal 2012 hat die Europäische Zentralbank aufgrund verstärkter Abwärtsrisiken für die Konjunktur und der niedrigen Inflationsrisiken die Leitzinsen auf dem historisch tiefsten Niveau belassen. Als weitere Maßnahmen ihrer expansiven Geldpolitik gewährte sie im Dezember 2011 und Februar 2012 dem europäischen Finanzsystem massive Liquiditätsunterstützungen, um eine Kreditklemme zu verhindern.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 waren die Finanzmärkte aufgrund der Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Probleme starken Schwankungen unterworfen. Die Einigung auf ein Rettungspaket für Griechenland und die leicht besseren Konjunkturaussichten verminderten die Volatilität und führten seit Februar 2012 zu einem positiven Trend bei den internationalen Börsen.

Vor allem der deutsche Leitindex DAX hat von dem wiedergefundenen Vertrauen in die Konjunktur profitiert und konnte von Oktober 2011 bis März 2012 um 26,3 % zulegen. Der Wiener Leitindex ATX hat sich im Vergleich deutlich moderater entwickelt und 10,8 % an Wert gewonnen. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities zeigte sich hingegen sehr schwach und musste einen Verlust von 3,0 % hinnehmen. Die EVN Aktie hat in der Berichtsperiode 6,7 % an Wert verloren. Der Schlusskurs per Ultimo März 2012 betrug 10,09 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 1,82 Mrd. Euro entspricht.

Das tägliche Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der durch die Kapitalerhöhung geprägt war, verringert und belief sich auf 50.970 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 66,0 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 0,61 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse gleichkommt. Per Ende März 2012 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,10 %.

Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich

EVN Aktie – Indexgewichtung 31.03.2012
ATX 1,10 %
WBI (Wiener Börse Index) 2,47 %
EVN Aktie – Performance 2011/12
1. Halbjahr
2010/11
1. Halbjahr
2009/10
1. Halbjahr
Kurs per Ultimo März 10,09
EUR
13,18 12,86
Höchstkurs 10,95
EUR
13,18 13,75
Tiefstkurs 9,80
EUR
10,90 12,40
Aktienumsatz1)
Mio. EUR
66 263 79
Durchschnittlicher Tagesumsatz1)
Stück
50.970 179.585 49.700
Anteil am Gesamtumsatz1) 0,61
%
1,43 0,39
Börsekapitalisierung per Ultimo März
Mio. EUR
1.815 2.370 2.103

1) Wiener Börse, Einmalzählung

In der 83. Hauptversammlung am 19. Jänner 2012 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 73,6 Mio. Euro bzw. 0,41 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2012, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 27. Jänner 2012. Des Weiteren wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Stückaktien der EVN AG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie Aktien (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10,0 % des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben. Die Anzahl der Aktien, die täglich erworben werden kann, beschränkt sich auf maximal 25,0 % des durchschnittlichen Aktienumsatzes der letzten 20 Börsetage an der Wiener Börse. Der beim Rückkauf zu leistende Gegenwert darf maximal 20,0 % unter und maximal 10,0 % über dem Börseschlusskurs an der Wiener Börse des dem Rückkauf vorhergehenden Börsetags liegen. Der Vorstand ist weiters ermächtigt, zurückerworbene eigene Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Detaillierte Informationen zur Hauptversammlung finden sich unter www.evn.at/Hauptversammlung.aspx.

Im ersten Halbjahr 2011/12 blieb die Aktionärsstruktur der EVN AG im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2011 unverändert: Aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen werden 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St.Pölten, gehalten. Zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit 32,5 %. Der Streubesitz betrug 16,5 %.

Im Mai 2012 hat die Ratingagentur Moody's das langfristige Credit Rating der EVN von A3 (stabiler Ausblick) bestätigt.

Kontakt

Investor Relations

Dr. Klára Székffy Telefon: +43 2236 200-12745

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Mag. (FH) Sonja Ponsold Telefon: +43 2236 200-12695

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2012-Q2

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1.–3. Quartal 2011/12 30.08.2012
Jahresergebnis 2011/12 13.12.2012

1) Vorläufig

EVN Aktie – Basisinformation

Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 nennwertlose Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A3, stabil (Moody's); A–, negativ (Standard & Poor's)

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, A-2344 Maria Enzersdorf Telefon: +43 2236 200-0 Telefax : +43 2236 200-2030

Redaktionsschluss: 22. Mai 2012 Coverfoto: Daniel Gebhart de Koekkoek

Das für dieses Druckprodukt verwendete Papier wird mit Rohstoffen aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung erzeugt. Die Produktion erfolgt mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Die bei der Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen werden gemäß den Richtlinien von Print CO2 kompensiert.

Print CO2 geprüft Kompensierung von CO2-Emissionen im Druckprozess. Unterstützung und Beitrag zum Klimaschutz. Verankerung des Umweltbewusstseins in unserem Handeln. PEFC-Zertifizierung Internationales Waldzertifizierungssystem zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung Österreichisches Umweltzeichen Qualität, Produktsicherheit und hohe Umweltstandards Umweltmanagement-System ISO 14001:2004

Optimierung der Umweltprozesse, schonender Umgang mit Ressourcen