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EVN AG Interim / Quarterly Report 2011

Feb 16, 2012

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief

  1. Quartal 2011/12 1. Oktober – 31. Dezember 2011

Umsatzerlöse +3,4% EBIT +0,7% Konzernergebnis +1,8%

Kennzahlen

2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
30.09.2011
2009/10
30.09.2010
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 910 1.189 –23,5 3.332 3.653
Stromverkauf an Endkunden GWh 5.589 5.313 5,2 20.403 20.101
Gasverkauf an Endkunden GWh 2.296 2.579 –11,0 6.475 6.738
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 658 632 4,2 1.911 1.821
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 829,7 802,2 3,4 2.729,2 2.752,1
EBITDA Mio. EUR 167,6 158,4 5,8 471,4 416,6
EBITDA-Marge % 20,2 19,8 0,5 17,3 15,1
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 104,7 104,1 0,7 218,7 187,3
EBIT-Marge % 12,6 13,0 –0,3 8,0 6,8
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 122,0 120,3 1,4 260,5 270,9
Konzernergebnis Mio. EUR 89,5 87,9 1,8 189,7 207,0
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.985,0 7.149,3 –2,3 6.870,4 6.731,2
Eigenkapital Mio. EUR 3.206,5 3.375,4 –5,0 3.176,0 3.025,3
Eigenkapitalquote % 45,9 47,2 –1,3 46,2 44,9
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.724,4 1.367,0 26,1 1.579,2 1.458,2
Gearing % 53,8 40,5 13,3 49,7 48,2
Return on Equity (ROE) % 3,2 3,0 0,2 7,5 7,4
Return on Capital Employed (ROCE) % 2,4 2,3 0,1 5,7 5,6
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 149,5 139,9 6,8 478,1 467,7
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 25,9 83,9 –69,2 522,0 499,3
Investitionen1) Mio. EUR 76,0 74,7 1,7 415,7 394,0
Mitarbeitende
Insgesamt Ø 7.964 8.396 –5,2 8.250 8.536
davon Österreich Ø 2.567 2.550 1,0 2.578 2.546
davon Ausland Ø 5.396 5.846 –7,7 5.672 5.990
Aktie
Ergebnis EUR 0,50 0,51 –1,6 1,07 1,27

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhalt

Vorwort des Vorstands 3
Zwischenlagebericht 4 Wirtschaftliches Umfeld
4 Energiewirtschaftliches Umfeld
5 Geschäftsentwicklung
5 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
6 Geldflussrechnung
7 Bilanz
8 Entwicklung der Segmente
8 Überblick
8 Energiewirtschaftliche Kennzahlen
9 Erzeugung
10 Netzinfrastruktur Inland
12 Energiehandel und -vertrieb
13 Energieversorgung Südosteuropa
14 Umwelt
15 Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34 17 Konzern-Bilanz
18 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
18 Gesamtergebnisrechnung
19 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
19 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung
20 Segmentberichterstattung
21 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Die EVN Aktie 26

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 haben wir aufgrund der kälteren Witterung und leichten Erhöhung der Endkundenpreise in Südosteuropa trotz ungünstiger energiewirtschaftlicher Einflussfaktoren ein stabiles Ergebnis erreicht. In der Berichtsperiode erwirtschaftete die EVN einen Umsatz von 829,7 Mio. Euro, um 3,4 % mehr als in der Vorjahresperiode. Während der kalte Winter in Südosteuropa zu einem höheren Energieabsatz führte, kam es bei den sich in der Realisierung befindlichen Projekten im Umweltgeschäft zu einem Umsatzrückgang. Das EBITDA konnte um 5,8 % auf 167,6 Mio. Euro und das operative Ergebnis um 0,7 % auf 104,7 Mio. Euro verbessert werden. Im Finanzergebnis, das mit 17,3 Mio. Euro um 6,6 % über dem Vorjahreswert lag, konnten der Anstieg der Zinsaufwendungen

und der leichte Rückgang der Zinserträge durch die höheren Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen ausgeglichen werden. Das Konzernergebnis von 89,5 Mio. Euro übertraf das Vorjahresniveau um 1,8 %.

Im ersten Quartal konnten wir mehrere Projekte im Energiegeschäft erfolgreich abschließen: Seit November 2011 speist der Windpark Tattendorf mit acht Windrädern und einer Gesamtkapazität von 16 MW Strom ins Netz ein. Per Jänner 2012 hat die EVN zudem einen bestehenden Windpark in Pöttelsdorf mit vier Windrädern und einer Kapazität von 9,2 MW erworben. Durch diese Akquisition verfügt die EVN nunmehr über insgesamt zehn Windparks mit einer Gesamtleistung von 163 MW, die 100.000 Haushalte mit Strom versorgen. In der Berichtsperiode wurde gemeinsam mit Wien Energie die Umsetzung des neuen Windparkprojekts in Glinzendorf mit einer Gesamtleistung von 18 MW gestartet. Der Windpark soll im August 2012 in Betrieb genommen werden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 27 Mio. Euro. Im Segment Netzinfrastruktur Inland wurde der erste Bauabschnitt der Gastransportleitung "Westschiene" fertig gestellt. Weiters wurde gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich mit dem Bau des Biomasse-Fernheizwerks in Steyr begonnen, womit zukünftig rund 10.000 Haushalte versorgt werden.

Im Oktober 2011 gelang der Markteintritt im Umweltgeschäft in Tschechien: Als Generalunternehmer hat die EVN im Rahmen eines Konsortiums den Auftrag für die Planung, den Umbau und die schlüsselfertige Erweiterung einer Abwasseranlage in Prag mit einem Projektvolumen von 250,0 Mio. Euro gewonnen, wobei der Anteil der EVN 35,0 Mio. Euro beträgt. Mit einer Kapazität von 163.000 m³ pro Tag wird die Anlage die Abwässer von 1,9 Millionen Einwohnern entsorgen. Die Übergabe ist für das Jahr 2014 vorgesehen.

Im Rahmen eines Privatisierungsverfahrens hat die EVN AG am 21. Dezember 2011 zusätzlich 30,75 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, sowie 32,73 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD, Plovdiv, erworben. Mit weiteren Zukäufen über die bulgarische Börse hält die EVN AG per 31. Dezember 2011 insgesamt 99,89 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD und 99,92 % an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD.

Am 9. Oktober 2011 hat die EVN eine Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. Euro mit dem Fälligkeitsdatum 13. April 2022 bzw. einer Laufzeit von 10,5 Jahren ausgegeben. Der fixe Kupon wurde mit 4,25 % und der Emissionskurs mit 99,235 % festgelegt. Die am 14. Dezember 2011 fällige Anleihe von 257,4 Mio. Euro wurde getilgt.

In der 83. Hauptversammlung am 19. Jänner 2012 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 73,6 Mio. Euro bzw. 0,41 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2012, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 27. Jänner 2012. Des Weiteren wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Stückaktien der EVN AG im Ausmaß von insgesamt höchstens 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben.

Nach dem ersten Quartal 2011/12 erwarten wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2011/12 – trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamtwirtschaftlicher und energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen – ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis wird voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Maria Enzersdorf, im Februar 2012

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2009 2010 2011e 2012f 2013f
EU-271) –4,1 1,7 1,5 –0,5 1,4
Österreich1) –3,9 2,1 3,2 0,4–0,83) 1,6–1,93)
Bulgarien1) –5,5 0,2 2,0 1,2 2,5
Albanien1) 3,3 3,9 3,0 2,5 3,5
Kroatien1) –6,0 –1,2 0,5 –1,0 1,5
Mazedonien2) –0,9 1,8 3,0–3,5 2,0 3,2

1) Quelle: Raiffeisen Research "Strategie Globale Märkte 1. Quartal 2012" und "Strategie Österreich & CEE 1. Quartal 2012"

2) Quelle: International Monetary Fund Bericht Dezember 2011

3) Quelle: WIFO Presseinformation Dezember 2011 und IHS Presseinformation November 2011

Die seit dem zweiten Halbjahr 2011 anhaltende Abschwächung der weltweiten Konjunktur wird sich im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich fortsetzen. In der Europäischen Union wird für 2012 im Durchschnitt ein leichter BIP-Rückgang erwartet. 2013 wird der Euroraum zwar von der Konjunktur der Weltwirtschaft profitieren, das Schuldenmanagement und das daraus resultierende Sparprogramm der Staaten wird das Wachstum jedoch dämpfen.

Für Österreich wird für 2012 nach einem bereits schwachen vierten Quartal 2011 von einer Abnahme der Wirtschaftsdynamik auf ein BIP-Wachstum in einer Bandbreite von 0,4 % bis 0,8 % ausgegangen. Mit der Erholung der weltweiten Konjunktur sollte 2013 wieder ein stabiles Wachstum von bis zu 1,9 % erreicht werden.

Die Wachstumsprognosen für die südosteuropäischen Länder Albanien, Bulgarien und Mazedonien sind mit jenen für Österreich vergleichbar. Für 2012 werden die negativen Bedingungen in der EU prägend sein und zu einem etwas abgeschwächten BIP-Wachstum führen. 2013 wird eine Erholung und die Rückkehr auf das Niveau von 2011 erwartet. Aufgrund des EU-Beitritts Kroatiens per Juli 2013 wird ein Wirtschaftswachstum erwartet, das sich in einer BIP-Prognose von 1,5 % für 2013 widerspiegelt.

Energiewirtschaftliches Umfeld

2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Veränderung
in %
2009/10
1. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 102,9 114,1 –11,2 101,4
Bulgarien 118,5 79,7 38,8 68,6
Mazedonien 126,8 92,5 34,3 94,9
Primärenergie und CO2-Zertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 80,78 64,47 25,3 51,15
Gas – GIMP EUR/MWh 28,56 21,53 32,7 19,60
Kohle – API#22) EUR/Tonne 86,77 78,80 10,1 56,89
CO2-Zertifikate (2. Periode) EUR/Tonne 9,79 15,05 –34,9 13,89
Strom – EPEX Spotmarkt3)
Grundlaststrom EUR/MWh 49,91 51,49 –3,1 38,76
Spitzenlaststrom EUR/MWh 61,64 64,09 –3,8 53,14
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 59,25 51,09 16,0 57,85
Spitzenlaststrom EUR/MWh 73,73 68,16 8,2 82,88

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1997 bis 2006, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2011 und in Mazedonien jenem von 2001 bis 2010; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

3) EPEX Spot – European Power Exchange

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange)

In der Berichtsperiode lagen die europäischen Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom trotz des deutlichen Anstiegs der Primärenergiepreise um 3,1 % bzw. 3,8 % unter den Vorjahreswerten. Dies ist vor allem auf eine Abkühlung der Konjunktur sowie einen höheren Beitrag erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung zurückzuführen. Die Preise für CO2-Zertifikate sanken um 34,9 % und lagen mit 9,8 Euro je Tonne deutlich unter dem Wert der Vergleichsperiode. Die für die Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom stiegen um 16,0 % bzw. 8,2 %.

Der Durchschnittspreis für das in Europa als Referenz geltende Rohöl Brent auf Eurobasis lag, im Wesentlichen aufgrund der weiterhin starken Nachfrage in Asien sowie der anhaltenden Konflikte zwischen dem Iran und den westlichen Industriestaaten, um 25,3 % über der Vergleichsperiode. Die großteils an den Ölpreis gekoppelten Gaspreise notierten um 32,7 % über dem Vorjahreswert, und die Preise für Kohle stiegen um 10,1 %.

Geschäftsentwicklung

Highlights

  • Umsatzsteigerung um 3,4 % auf 829,7 Mio. Euro

  • Verbesserung des EBITDA um 5,8 % auf 167,6 Mio. Euro

  • EBIT mit 104,7 Mio. Euro stabil

  • Steigerung des Konzernergebnisses um 1,8 % auf 89,5 Mio. Euro

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Im ersten Quartal 2011/12 erwirtschaftete die EVN einen Umsatz von 829,7 Mio. Euro, um 27,5 Mio. Euro bzw. 3,4 % höher als in der Vergleichsperiode. Im Energiegeschäft wirkte sich vor allem die kalte Witterung und die leichte Erhöhung der Endkundenpreise in Südosteuropa positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Im Umweltgeschäft kam es bei den sich in der Realisierung befindlichen Projekten zu einem Umsatzrückgang. Der im Ausland erzielte Umsatz in Höhe von 308,2 Mio. Euro (Vorjahr: 281,5 Mio. Euro) entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 37,1 % (Vorjahr: 35,1 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 0,4 Mio. Euro bzw. 2,2 % auf 17,7 Mio. Euro.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich um 25,7 Mio. Euro bzw. 5,7 % auf 472,6 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war vor allem die Absatzentwicklung im Segment Energieversorgung Südosteuropa.

Umsatz nach Segmenten1) 1. Quartal

Der Material- und Betriebsaufwand konnte um 11,2 Mio. Euro bzw. 10,8 % auf

92,2 Mio. Euro reduziert werden. Der durchschnittliche Personalstand ging im Berichtszeitraum um 433 Mitarbeitende bzw. 5,2 % auf 7.964 Mitarbeitende zurück. Während in Österreich ein

Anstieg um 1,0 % zu verzeichnen war, verringerte sich der Personalstand im Ausland aufgrund von Outsourcing-Aktivitäten sowie weiteren Effizienzsteigerungsmaßnahmen um 450 Beschäftigte bzw. 7,7 % auf 5.396 Mitarbeitende. Der Personalaufwand lag aufgrund von kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltssteigerungen in der Berichtsperiode mit 80,5 Mio. Euro um 1,3 Mio. Euro bzw. 1,6 % über dem Vorjahreswert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 2,1 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 34,5 Mio. Euro. Dabei konnten geringere Rechts- und Beratungsaufwendungen die höheren Forderungsabschreibungen in Südosteuropa nicht zur Gänze kompensieren.

Diese Entwicklungen führten zu einem Anstieg des EBITDA um 9,2 Mio. Euro bzw. 5,8 % auf 167,6 Mio. Euro und zu einer Verbesserung der EBITDA-Marge von 19,8 % auf 20,2 %.

in Mio. EUR

EBIT nach Segmenten 1. Quartal

Die planmäßige Abschreibung lag mit 54,9 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Hierbei standen höhere laufende Abschreibungen aufgrund der in Betrieb genommenen Windparks Tattendorf und Markgrafneusiedl sowie der Cogeneration-Anlage in Bulgarien dem Wegfall der laufenden Abschreibungen für die im Geschäftsjahr 2010/11 zur Gänze wertberichtigten Gaskraftwerke Theiß und Korneuburg gegenüber. Belastend wirkte sich eine außerplanmäßige Abschreibung der Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr aus. In Summe fiel der Abschreibungsaufwand mit 62,9 Mio. Euro um 8,5 Mio. Euro bzw. 15,7 % höher aus als in der Vergleichsperiode.

Per Saldo verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 0,7 Mio. Euro bzw. 0,7 % auf 104,7 Mio. Euro. Aufgrund des stärkeren Anstiegs der Umsatzerlöse sank die EBIT-Marge von 13,0 % auf 12,6 %.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,1 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 17,3 Mio. Euro. Dabei standen höhere Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen, besonders jene von EconGas und BEWAG, höheren Zinsaufwendungen und niedrigeren Zinserträgen gegenüber. Der Anstieg des Zinsaufwands um 3,6 Mio. Euro bzw. 19,2 % auf 22,2 Mio. Euro resultierte unter anderem aus der Emission einer EUR-Anleihe von 300,0 Mio. Euro im Oktober 2011, während eine bestehende EUR-Anleihe erst im Dezember 2011 getilgt wurde. Negativ wirkte sich auch das leicht höhere Zinsniveau für Fremdfinanzierungen aus. Das sonstige Finanzergebnis ging von –1,2 Mio. Euro auf –2,0 Mio. Euro zurück.

Diese Entwicklungen führten zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 122,0 Mio. Euro, was einem Anstieg von 1,7 Mio. Euro bzw. 1,4 % entspricht. Unter der Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands verbesserte sich das Ergebnis nach Ertragsteuern um 5,8 Mio. Euro bzw. 6,0 % auf 101,9 Mio. Euro.

Dieser Anstieg konnte jedoch nicht auf das Konzernergebnis übertragen werden, da sich die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile aufgrund eines höheren Ergebnisbeitrags in Südosteuropa um 4,2 Mio. Euro bzw. 52,1 % auf 12,4 Mio. Euro erhöhten. Das Konzernergebnis betrug somit 89,5 Mio. Euro, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. Euro bzw. 1,8 % entspricht (Details siehe Segmentberichterstattung ab Seite 8).

Geldflussrechnung

Im ersten Quartal 2011/12 erhöhte sich der Cash Flow aus dem Ergebnis um 9,6 Mio. Euro bzw. 6,8 % auf 149,5 Mio. Euro. Höhere Abschreibungen, vor allem durch die Wertminderung der Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr, und höhere Rückstellungen standen höheren unbaren Ergebnisanteilen der at Equity einbezogenen Unternehmen gegenüber.

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich fiel, aufgrund eines gegenüber dem Vorjahr höheren Anstiegs des Working Capitals infolge der kühlen Witterung, um 58,0 Mio. Euro bzw. 69,2 % auf 25,9 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich stieg um 93,1 Mio. Euro bzw. 48,7 % auf –98,2 Mio. Euro. Diese Entwicklung war geprägt durch das laufende Investitionsprogramm, die Kapitaleinzahlungen in at Equity einbezogene Unternehmen, die Anteilsaufstockung in Bulgarien sowie den Aufbau der Leasingforderungen. Dies wurde zum Teil durch den Verkauf kurzfristiger Wertpapiere finanziert.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich fiel um 139,1 Mio. Euro bzw. 82,7 % auf 29,2 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf die in der Vergleichsperiode durchgeführte Kapitalerhöhung der EVN AG und die damit zugeflossenen Finanzmittel in Höhe von 175,5 Mio. Euro zurückzuführen.

In Summe resultierte daraus für das erste Quartal 2011/12 ein negativer Cash Flow von 43,2 Mio. Euro, wodurch sich der Stand der liquiden Mittel auf 69,4 Mio. Euro reduzierte. Darüber hinaus standen Kreditlinien in Höhe von insgesamt 765,0 Mio. Euro sowie Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 4,0 Mio. Euro (30. September 2011: 57,9 Mio. Euro), die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind, zur Verfügung. In Summe verfügt die EVN über ausreichende Liquiditätsreserven zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit; ihre Liquiditätssituation kann weiterhin als stabil beurteilt werden.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN erhöhte sich im ersten Quartal 2011/12 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 30. September 2011 um 114,6 Mio. Euro bzw. 1,7 % auf 6.985,0 Mio. Euro.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 66,8 Mio. Euro bzw. 1,1 % auf 6.149,8 Mio. Euro, womit sich ihr Anteil am Gesamtvermögen auf 88,0 % belief (Vorjahr: 88,5 %). Geprägt war diese Entwicklung durch eine Erhöhung der Wertansätze für die at Equity einbezogenen Unternehmen aufgrund der laufenden Ergebnisbeiträge sowie durch Kapitaleinzahlungen für die Kraftwerksprojekte Ashta, Devoll und Walsum und durch Neuzugänge bei den at Equity einbezogenen Unternehmen, wodurch diese Bilanzposition um 79,6 Mio. Euro bzw. 8,0 % auf 1.071,7 Mio. Euro stieg. Die Marktwertänderung der Beteiligung an VERBUND wirkte sich negativ auf die sonstigen Beteiligungen aus. Sie reduzierten sich um 37,7 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 854,7 Mio. Euro.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war ein Anstieg um 47,8 Mio. Euro bzw. 6,1 % auf 835,3 Mio. Euro zu verzeichnen, wodurch sich ihr Anteil am Gesamtvermögen von 11,5 % auf 12,0 % erhöhte. Dabei stand den saisonal bedingt höheren Forderungen im Energiegeschäft ein gesunkener Bestand an kurzfristig gehaltenen Wertpapieren und liquiden Mitteln gegenüber.

Das Eigenkapital wurde in Summe um 30,6 Mio. Euro bzw. 1,0 % auf 3.206,5 Mio. Euro erhöht. Positiv wirkte sich dabei das Ergebnis nach Ertragsteuern aus. Demgegenüber stehen die erfolgsneutrale Marktwertveränderung der Beteiligung an VERBUND und die Erhöhung der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften in Bulgarien. Zum Quartalsstichtag resultierte daraus eine Eigenkapitalquote von 45,9 % (30. September 2011: 46,2 %). Bei einer Nettoverschuldung von 1.724,4 Mio. Euro (30. September 2011: 1.579,2 Mio. Euro) errechnet sich ein Gearing von 53,8 %, was einem Anstieg um 4,1 Prozentpunkte entspricht.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 270,1 Mio. Euro bzw. 10,0 % auf 2.982,1 Mio. Euro, was vor allem auf höhere Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen ist, die aus der Emission der EUR-Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. Euro im Oktober 2011 resultierten.

Die kurzfristigen Schulden wurden um 186,0 Mio. Euro bzw. 18,9 % auf 796,4 Mio. Euro reduziert. Verantwortlich dafür war vor allem die Rückzahlung der im Dezember 2011 fälligen EUR-Anleihe in Höhe von 257,4 Mio. Euro. Erhöhend wirkte sich der Anstieg der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten von 35,7 Mio. Euro bzw. 25,6 % auf 175,0 Mio. Euro aus.

Struktur der Investitionen 1. Quartal

in %

Strategische Beteiligungen und Sonstiges Umwelt

Bilanzstruktur in %

Kurzfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte

Langfristige Schulden

Eigenkapital

Energieversorgung Südosteuropa

Energiehandel und -vertrieb Netzinfrastruktur Inland

Erzeugung

Kurzfristige Schulden

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst die Geschäftsbereiche Energiegeschäft, Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden Inhalt, Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen und operative Entwicklung der sechs Segmente beschrieben.

Aufgrund von Neuzuordnungen wurden drei Tochtergesellschaften, die bis inklusive des ersten Quartals 2010/11 dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnet waren, in andere Segmente umgegliedert: Die Ergebnisse der first facility GmbH sowie der Allplan Gesellschaft m.b.H. werden dem Segment Energiehandel und -vertrieb zugerechnet. Die Ergebnisse der V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. sind nunmehr im Segment Netzinfrastruktur Inland abgebildet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen sowie erneuerbaren
Energien an österreichischen und internationalen Standorten
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energiehandel und
-vertrieb
Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und
Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandels
märkten, Wärmeproduktion und -verkauf
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in
Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf
in Bulgarien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien,
Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall
verwertung in Österreich sowie internationales Projektgeschäft
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen
2011/12 2010/11 Veränderung
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Stromerzeugung 910 1.189 –280 –23,5 1.206
Wärmekraftwerke1) 612 888 –276 –31,1 915
Erneuerbare Energie2) 298 301 –3 –1,1 291
Netzabsatz
Strom 5.762 5.448 314 5,8 5.393
Gas3) 5.216 6.247 –1.032 –16,5 6.331
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.589 5.313 276 5,2 5.223
davon Zentral- und Westeuropa4) 5) 1.908 1.950 –42 –2,2 1.807
davon Südosteuropa 3.681 3.363 318 9,5 3.416
Gas 2.296 2.579 –283 –11,0 2.254
Wärme 658 632 26 4,2 560
davon Zentral- und Westeuropa4) 572 556 16 2,9 474
davon Südosteuropa 86 76 10 13,1 86

1) Beinhaltet auch die Cogeneration-Anlage in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

2) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie ein Blockheizkraftwerk am Standort Kurjanovo, Moskau, im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

3) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

4) Zentral- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

5) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste

Highlights

  • Rückgang der Stromerzeugung insbesondere aus den Gaskraftwerken

  • Weiterhin niedrige bzw. negative Spreads

  • Leistungsabruf der deutschen Bundesnetzagentur

  • Wertminderung der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien.

Die Umsätze des Segments beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umsätze und zu einem geringeren Anteil Außenumsätze, die vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft resultieren. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG und der Strombe-

zugsrechte aus Donaukraftwerken wird der Optionswert als konzerninterner Umsatz abgebildet. Der Optionswert ist im Wesentlichen jener Preis, den das Segment Erzeugung für die Benützung der Erzeugungskapazitäten durch das Segment Energiehandel und -vertrieb im Gegenzug für den Verkauf der erzeugten Energie erhält. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.

2011/12 2010/11 Veränderung
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 2009/10
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Stromerzeugung1) 800 1.092 –292 –26,8 1.124
davon Wärmekraftwerke 547 838 –291 –34,7 861
davon erneuerbare Energie 253 254 –1 –0,4 262
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 7,7 5,7 2,0 34,8 10,1
Innenumsatz 26,9 22,9 4,0 17,7 32,6
Gesamtumsatz 34,6 28,6 6,0 21,1 42,7
Operativer Aufwand –16,3 –16,6 0,3 1,9 –14,2
EBITDA 18,3 11,9 6,3 53,2 28,5
Abschreibungen –14,4 –6,0 –8,4 –16,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,9 6,0 –2,1 –35,1 12,4
Finanzergebnis –4,2 –1,7 –2,5 0,7
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,4 4,2 –4,6 13,1
Gesamtvermögen 776,6 518,1 258,5 49,9 459,7
Investitionen2) 3,3 9,8 –6,5 –66,2 17,2

1) Die Vorjahreswerte wurden aufgrund einer geänderten Darstellung dementsprechend angepasst.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Stromerzeugung der EVN war im ersten Quartal 2011/12 rückläufig und lag mit 800 GWh um 292 GWh bzw. 26,8 % unter dem Wert der Vergleichsperiode. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die Minderung der Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken um 291 GWh bzw. 34,7 % auf 547 GWh. Die Erzeugung aus erneuerbarer Energie ging um 1 GWh bzw. 0,4 % auf 253 GWh zurück. Aufgrund des rückläufigen Erzeugungskoeffizienten der Wasserkraftwerke im ersten Quartal 2011/12 von 92,0 % (Vorjahr: 103,0 %) kam es zu einem Rückgang in der Erzeugung aus Wasserkraft. Demgegenüber stieg durch die Inbetriebnahme der neuen Windparks Markgrafneusiedl und Tattendorf die Produktion aus Windkraft.

Im ersten Quartal 2011/12 konnten auf Konzernebene 16,3 % (Vorjahr: 22,4 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Darin enthalten sind auch Erzeugungskapazitäten der Segmente Energiehandel und -vertrieb, Energieversorgung Südosteuropa und Umwelt. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa wurde ein Deckungsgrad von 47,7 % erzielt (Vorjahr: 61,0 %).

Die Umsatzerlöse des Segments Erzeugung lagen in der Berichtsperiode mit 34,6 Mio. Euro um 6,0 Mio. Euro bzw. 21,1 % über dem Vorjahreswert. Die im Zeitraum der Berechnung des Optionswerts der Kraftwerke vorherrschenden rückläufigen Marktpreise führten einerseits zu einer deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse aus thermischer Erzeugung. Andererseits wirkten sich der Leistungsabruf der deutschen Bundesnetzagentur zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum sowie die Gaspreisrevision zwischen Gazprom und EconGas positiv auf den Optionswert aus.

Der operative Aufwand lag im ersten Quartal 2011/12 mit 16,3 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Unter den ungünstigen Marktbedingungen wurde bei der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr eine außerordentliche Abschreibung in Höhe von 8,0 Mio. Euro vorgenommen. Dies führte zu einem EBIT-Rückgang in Höhe von 2,1 Mio. Euro bzw. 35,1 % auf 3,9 Mio. Euro.

Das rückläufige Finanzergebnis verstärkte die negative operative Entwicklung und führte zu einem deutlich gesunkenen Ergebnis vor Ertragsteuern von –0,4 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 4,6 Mio. Euro.

Das Investitionsvolumen wurde im ersten Quartal 2011/12 um 6,5 Mio. Euro bzw. 66,2 % auf 3,3 Mio. Euro verringert. Während im Vorjahr der primäre Fokus auf den Revitalisierungsarbeiten beim Wasserkraftwerk Schütt lag, stand in der Berichtsperiode der Bau des Windparks Tattendorf im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Im ersten Quartal 2011/12 wurde gemeinsam mit Wien Energie die Umsetzung des neuen Windparkprojekts im Gemeindegebiet Glinzendorf gestartet. Der Windpark mit einer Gesamtleistung von 18 MW umfasst neun Windräder und soll im August 2012 in Betrieb genommen werden. Durch den neuen Windpark können jährlich rund 28.000 Tonnen an CO2 eingespart werden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 27,0 Mio. Euro.

Netzinfrastruktur Inland

Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland. Die bis zum ersten Quartal 2010/11 at Equity einbezogene NÖKOM wurde seit dem Erwerb der restlichen 50,0 % der Anteile an der Gesellschaft im Dezember 2010 als vollkonsolidiertes Unternehmen abgebildet. In weiterer Folge fand im März 2011 die Verschmelzung der NÖKOM mit der Kabelsignal AG statt. Die bis inklusive des ersten Quartals 2010/11 dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnete Tochtergesellschaft V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. wird nunmehr in diesem Segment abgebildet. Die Vorjahreswerte wer-

Highlights

  • Stromnetzabsatz auf Vorjahresniveau

  • Geringerer Gasnetzabsatz durch reduzierten Einsatz der EVN Wärmekraftwerke und aufgrund der Witterung

  • Anpassung der Netztarife per 1. Jänner 2011 – Strom: +1,0 %

  • Gas: +10,6 %
  • Erster Bauabschnitt der Gastransportleitung "Westschiene" wurde fertig gestellt

den aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst. Darüber hinaus erbringt das Segment Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten –, die als konzerninterne Umsätze abgebildet sind.

Kennzahlen 2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
absolut Veränderung
in %
2009/10
1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 2.051 2.047 4 0,2 1.957
Gas 5.216 6.247 –1.032 –16,5 6.331
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 135,4 128,4 7,0 5,5 122,0
Innenumsatz 12,0 11,6 0,4 3,6 13,5
Gesamtumsatz 147,4 140,0 7,4 5,3 135,6
Operativer Aufwand –78,6 –65,8 –12,8 –19,4 –71,9
EBITDA 68,8 74,2 –5,3 –7,2 63,7
Abschreibungen –24,1 –24,0 –0,1 –0,4 –23,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 44,8 50,2 –5,4 –10,8 40,3
Finanzergebnis –2,6 –1,8 –0,7 –40,3 –3,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 42,2 48,4 –6,2 –12,7 37,0
Gesamtvermögen 1.600,4 1.666,5 –66,0 –4,0 1.565,5
Investitionen1) 19,5 20,2 –0,7 –3,2 25,6

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2011 wurden die Stromnetztarife um durchschnittlich 1,0 % (per 1. Jänner 2010 Senkung um 2,0 %) und die Gasnetztarife um durchschnittlich 10,6 % erhöht (per 1. Jänner 2010 Erhöhung um 8,2 %). Differenziert zeigte sich die Entwicklung des Netzabsatzes im ersten Quartal 2011/12: Während der Stromnetzabsatz mit 2.051 GWh nahezu auf Vorjahresniveau lag, sank der Gasnetzabsatz um 1.032 GWh bzw. 16,5 % auf 5.216 GWh. Dies ist vor allem auf den stark reduzierten Einsatz der EVN Wärmekraftwerke sowie die im Vergleich zum Vorjahr wärmere Witterung zurückzuführen.

Die Netzerlöse gingen im ersten Quartal 2011/12 in Summe um 0,3 Mio. Euro bzw. 0,3 % auf 115,2 Mio. Euro zurück, wobei die Tarifanpassung im Gasnetz die rückläufige Entwicklung des Gasnetzabsatzes kompensieren konnte. Die Umsatzerlöse des Segments Netzinfrastruktur Inland lagen aufgrund höherer sonstiger Umsatzerlöse mit 147,4 Mio. Euro um 7,4 Mio. Euro bzw. 5,3 % über der Vergleichsperiode.

In der Berichtsperiode stiegen die operativen Aufwendungen vorwiegend aufgrund höherer Instandhaltungskosten um 12,8 Mio. Euro bzw. 19,4 % auf 78,6 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung nahezu stabiler Abschreibungen sank das EBIT um 5,4 Mio. Euro bzw. 10,8 % auf 44,8 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis lag aufgrund eines niedrigeren Beteiligungsergebnisses mit –2,6 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro bzw. 40,3 % unter dem Vorjahreswert. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 42,2 Mio. Euro, was einer Verringerung um 6,2 Mio. Euro bzw. 12,7 % entspricht.

Die Investitionen im Segment Netzinfrastruktur Inland wurden im ersten Quartal 2011/12 um 0,7 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 19,5 Mio. Euro reduziert. Im Fokus der Investitionstätigkeiten stand der Bau der 143 km langen Gastransportleitung "Westschiene", wo mit Jahresende 2011 bereits der erste Bauabschnitt von Auersthal bis Tulln fertig gestellt werden konnte. Die Investitionskosten der "Westschiene" in der Berichtsperiode beliefen sich auf 5,6 Mio. Euro. Im Kabel-TVund Telekombereich wurden insgesamt 1,9 Mio. Euro in die Netzverdichtung und -erneuerung investiert.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst, vorwiegend am österreichischen Heimmarkt, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern sowie Wärmeproduktion und -verkauf. Das Facility Management der 100 %-Tochtergesellschaft first facility GmbH sowie die Allplan Gesellschaft m.b.H., die bis inklusive des ersten Quartals 2010/11 dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnet waren, werden nunmehr in diesem Segment dargestellt. Die Vorjahreswerte werden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.

Highlights

  • Reduktion des Gasabsatzes aufgrund wärmerer Temperaturen

  • Endkundenpreise im Gasbereich

    1. April 2011: +8,9 %
    1. Oktober 2011: +3,6 %
  • Gaspreisrevision zwischen Gazprom und EconGas

  • Neues Biomasse-Fernheizwerk in Steyr

Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.

2011/12 2010/11 Veränderung 2009/10
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 1.908 1.950 –42 –2,2 1.807
Gas 2.296 2.579 –283 –11,0 2.254
Wärme 572 556 16 2,9 474
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 360,2 356,4 3,8 1,1 354,0
Innenumsatz 11,7 12,5 –0,8 –6,6 16,3
Gesamtumsatz 371,9 368,9 3,0 0,8 370,3
Operativer Aufwand –327,9 –323,9 –4,0 –1,2 –328,0
EBITDA 44,0 45,0 –1,0 –2,2 42,3
Abschreibungen –3,5 –3,3 –0,2 –5,4 –3,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 40,6 41,7 –1,2 –2,8 39,2
Finanzergebnis 8,2 5,1 3,1 60,5 4,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,7 46,8 1,9 4,1 43,2
Gesamtvermögen 657,6 656,6 1,0 0,2 668,3
Investitionen1) 3,8 2,7 1,0 37,9 5,2

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Der Energieverkauf an Endkunden war im ersten Quartal 2011/12 geprägt von Rückgängen im Strom- wie auch im Gasbereich. Der Stromverkauf an Endkunden sank trotz Ausweitung der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des Versorgungsgebiets der EVN um 42 GWh bzw. 2,2 % auf 1.908 GWh. Der Gasabsatz ging vor allem aufgrund der im Vergleich zur Vorperiode wärmeren Witterung um 283 GWh bzw. 11,0 % auf 2.296 GWh zurück. Bedingt durch gestiegene Dampf- und Wärmelieferungen an Großkunden konnte der Wärmeverkauf um 16 GWh bzw. 2,9 % auf 572 GWh gesteigert werden.

Im ersten Quartal 2011/12 lagen die Umsatzerlöse mit 371,9 Mio. Euro um 3,0 Mio. Euro bzw. 0,8 % leicht über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzrückgänge im Energieverkauf an Endkunden und in der Vermarktung im Kraftwerksbereich, aufgrund deutlich geringerer Erzeugungsmengen trotz Leistungsabrufs der deutschen Bundesnetzagentur, konnten vor allem durch die Anpassung der Endkundenpreise im Gasbereich sowie den erstmaligen Einbezug der first facility GmbH kompensiert werden.

Die operativen Aufwendungen stiegen um 4,0 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 327,9 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies vor allem auf höhere Beschaffungskosten für Strom, höhere Personalaufwendungen sowie auf einen gesteigerten Kohleeinsatz. Demgegenüber stand ein deutlicher Rückgang der Bezugskosten für Gas, der zum einen aus dem reduzierten Einsatz der EVN Wärmekraftwerke und zum anderen aus der Gaspreisrevision zwischen Gazprom und EconGas resultierte.

Nach einem leichten Anstieg der Abschreibungen wurde ein EBIT von 40,6 Mio. Euro ausgewiesen, was einem Rückgang von 1,2 Mio. Euro bzw. 2,8 % entspricht. Die Beendigung des Kooperationsvertrags mit BEGAS wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus.

Das Finanzergebnis erhöhte sich im ersten Quartal 2011/12 vor allem aufgrund eines höheren Ergebnisbeitrags der EconGas um 3,1 Mio. Euro bzw. 60,5 % auf 8,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg um 1,9 Mio. Euro bzw. 4,1 % auf 48,7 Mio. Euro.

Das Investitionsvolumen wurde in der Berichtsperiode um 1,0 Mio. Euro bzw. 37,9 % auf 3,8 Mio. Euro erhöht, wobei ein Schwerpunkt im weiteren Ausbau der Fernwärmenetze lag. Im ersten Quartal 2011/12 eröffnete die EVN ein Biomasseheizwerk in Hagenbrunn, womit sie nunmehr insgesamt 55 Biomasseheizwerke betreibt. Durch den Einsatz von rund 14.500 Schüttraummetern Hackschnitzel können rund 3.200 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. Die Investitionskosten beliefen sich in Summe auf 3,6 Mio. Euro. Weiters wurde gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich mit

Highlights

  • Temperaturbedingt höhere Absatzmengen

  • Bulgarien: Heizgradsumme +38,8 Prozentpunkte
  • Mazedonien: Heizgradsumme
  • +34,3 Prozentpunkte
  • Tarifänderung in Mazedonien per 1. März 2011 – Endkundenpreise für Strom: +5,5 %

  • (EVN Macedonia: +4,9 %)
  • Tarifänderung in Bulgarien per

    1. April und 1. Juli 2011:
  • Endkundenpreise für Wärme: +6,8 %
  • Gasbezugspreise: +4,7 %
  • Endkundenpreise für Strom: +1,9 %

dem Bau des Biomasse-Fernheizwerks in Steyr begonnen, womit zukünftig rund 10.000 Haushalte versorgt werden. Die dafür gegründeten Gesellschaften Bioenergie Steyr GmbH und Fernwärme Steyr GmbH werden ab dem ersten Quartal 2011/12 at Equity in den Konzern einbezogen. Durch die Anlage werden jährlich rund 43.000 Tonnen an CO2 eingespart. Die Gesamtinvestitionskosten betragen 36,0 Mio. Euro.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.

2011/12 2010/11 Veränderung 2009/10
Kennzahlen 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz Strom1) 3.711 3.400 311 9,2 3.436
Wärmeverkauf an Endkunden 86 76 10 13,1 86
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 246,2 205,2 41,0 20,0 225,8
Innenumsatz
Gesamtumsatz 246,2 205,2 41,0 20,0 225,8
Operativer Aufwand –223,4 –192,7 –30,7 –15,9 –209,6
EBITDA 22,8 12,5 10,3 82,7 16,2
Abschreibungen –14,5 –15,0 0,5 3,1 –15,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 8,3 –2,5 10,8 0,8
Finanzergebnis –6,5 –4,3 –2,2 –50,5 –5,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,8 –6,8 8,6 –4,5
Gesamtvermögen 1.206,6 1.124,8 81,6 7,3 1.096,7
Investitionen2) 41,3 30,0 11,4 38,0 31,0

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2011 die Endkundenpreise für Strom um 1,9 % angehoben (per 1. Juli 2010: Erhöhung um 2,0 %). Die Preise für bezogene Energie sowie die Preise des Übertragungsnetzbetreibers und des System Operator blieben in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres (per 1. Juli 2010: Erhöhung der Preise für bezogene Energie sowie jene für Übertragung und System Operator um 8,0 %). Ebenfalls wurde per 1. April 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreise für Wärme um 6,8 % genehmigt. Der Gasbezugspreis stieg hingegen um 4,7 %.

In Mazedonien hat der Regulator nach der Preiserhöhung um rund 10 % per 1. Jänner 2010 (EVN Macedonia 5,1 %) neuerlich per 1. März 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreise um 5,5 % genehmigt (EVN Macedonia 4,9 %).

Im ersten Quartal 2011/12 führte die deutlich kältere Witterung sowohl in Bulgarien (die Heizgradsumme lag um 38,8 Prozentpunkte über dem Vorjahr) als auch in Mazedonien (die Heizgradsumme lag um 34,3 Prozentpunkte über dem Vorjahr) zu einem starken Anstieg des Strom- und Wärmeabsatzes. Der Stromnetzabsatz stieg um 311 GWh bzw. 9,2 % auf 3.711 GWh und der Wärmeabsatz nahm um 10 GWh bzw. 13,1 % zu.

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich um 41,0 Mio. Euro bzw. 20,0 % auf 246,2 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf die temperaturbedingten Absatzsteigerungen und die Preiserhöhungen in Bulgarien und Mazedonien zurückzuführen.

Im ersten Quartal 2011/12 führten höhere Beschaffungspreise sowie höhere Forderungsabschreibungen und Personalaufwendungen zu einem Anstieg des operativen Aufwands um 30,7 Mio. Euro bzw. 15,9 % auf 223,4 Mio. Euro.

Unter Berücksichtigung leicht geringerer Abschreibungen belief sich das EBIT auf 8,3 Mio. Euro, was einem Anstieg um 10,8 Mio. Euro entspricht.

Das Finanzergebnis sank in der Berichtsperiode aufgrund höherer Zinsaufwendungen um 2,2 Mio. Euro bzw. 50,5 % auf –6,5 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Ertragsteuern konnte um 8,6 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro verbessert werden.

In der Berichtsperiode wurde das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 Mio. Euro bzw. 38,0 % auf 41,3 Mio. Euro erhöht. Dies ist vor allem auf die Errichtung der Cogeneration-Anlage in Plovdiv, welche Anfang Dezember 2011 in Betrieb genommen wurde, zurückzuführen. Aufgrund eines Turbinenschadens wurde die Anlage Ende Jänner 2012 vorübergehend stillgelegt.

Weiterhin im Fokus der Investitionen im Segment Energieversorgung Südosteuropa stehen der Ausbau der Netzinfrastrukturen und der Austausch von Zählern, um die

Versorgungssicherheit und -qualität zu verbessern und Netzverluste nachhaltig zu reduzieren.

Umwelt

Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 17 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Highlights

Aufnahme des Probebetriebs der Kläranlagen auf Zypern

2011/12 2010/11 Veränderung
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
1.Quartal 1. Quartal absolut in % 2009/10
1. Quartal
Außenumsatz 79,8 96,0 –16,2 –16,9 48,8
Innenumsatz 4,3 4,8 –0,5 –9,6 3,2
Gesamtumsatz 84,1 100,8 –16,7 –16,5 52,1
Operativer Aufwand –69,8 –84,1 14,3 17,1 –46,1
EBITDA 14,4 16,7 –2,3 –13,8 6,0
Abschreibungen –6,5 –6,1 –0,4 –6,6 –3,8
Operatives Ergebnis (EBIT) 7,8 10,5 –2,7 –25,7 2,2
Finanzergebnis 0,8 1,2 –0,4 –32,4 4,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 8,7 11,8 –3,1 –26,4 6,3
Gesamtvermögen 1.440,3 1.395,3 44,9 3,2 1.161,7
Investitionen1) 6,3 16,1 –9,7 –60,6 20,6

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

> Auftrag Abwasseranlage in Prag gewonnen – 17. Land im Umweltgeschäft

Die Umsatzerlöse des Segments Umwelt lagen mit 84,1 Mio. Euro um 16,7 Mio. Euro bzw. 16,5 % unter der Vergleichsperiode. Im Wesentlichen lieferten die in der Realisierung befindlichen Projekte geringere Umsatzbeiträge.

Die operativen Aufwendungen verringerten sich analog zur Umsatzentwicklung um 14,3 Mio. Euro bzw. 17,1 % auf 69,8 Mio. Euro. Per Saldo lag das EBITDA mit 14,4 Mio. Euro um 2,3 Mio. Euro bzw. 13,8 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach nahezu stabilen Abschreibungen wird ein operatives Ergebnis von 7,8 Mio. Euro und damit ein Rückgang um 2,7 Mio. Euro bzw. 25,7 % ausgewiesen. Das Finanzergebnis in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) reduzierte sich aufgrund der laufenden Tilgung der Leasingforderungen der beiden Moskauer Großprojekte in der Betriebsphase und des dadurch zurückgehenden Zinssaldos sowie aufgrund des Zinsaufwands der Projekte in der Errichtungsphase. Das Ergebnis vor Ertragsteuern sank um 3,1 Mio. Euro bzw. 26,4 % auf 8,7 Mio. Euro.

EVN realisiert derzeit 14 internationale Großprojekte im Wasser- und Abwasserbereich. Das erste Quartal 2011/12 war unter anderem geprägt durch die Aufnahme des Probebetriebs der zwei Kläranlagen auf Zypern sowie die fortschreitenden Bauarbeiten bei verschiedenen Projekten wie dem Blockheizkraftwerk in Ljuberzy, der Natriumhypochlorit-Anlage in Moskau, den Schlammbehandlungsanlagen in Vilnius und Siauliai in Litauen und den Kläranlagen in Warschau.

Als neues Projekt konnte die EVN im Oktober 2011 als Generalunternehmer den Auftrag zur Planung, dem Umbau und der schlüsselfertigen Erweiterung einer Abwasseranlage in Prag gewinnen und erweiterte damit ihren Marktauftritt im Umweltbereich auf insgesamt 17 Länder. Die Anlage liegt auf der Moldau-Insel Troja und wird mit einer Kapazität von 163.000 m3 pro Tag die Abwässer von 1,9 Millionen Einwohnern entsorgen. Das Investitionsvolumen von 250,0 Mio. Euro wird im Rahmen eines Konsortiums realisiert. Der Anteil der EVN beträgt dabei 35,0 Mio. Euro. Nach der für 2014 geplanten Übergabe wird die EVN die Betriebsführung übernehmen.

Darüber hinaus wurde im September 2011 ein Konzessionsvertrag zur Abwasserreinigung der Gemeinde Sentjernej in Slowenien für die nächsten 35 Jahre unterzeichnet. Das Investitionsvolumen zum Betrieb der Anlage mit einer Leistung von 4.500 Einwohnerwerten beträgt 2,4 Mio. Euro. Die Dimension des bestehenden Kanalnetzes soll bis zum Jahr 2016 verdreifacht werden.

In der heimischen Wasserwirtschaft wurde im November 2011 die Trinkwasser-Verbindungsleitung Marchfeld/östliches Weinviertel in Betrieb genommen. Die Gesamtkosten für die 5,5 km lange Leitung beliefen sich auf 0,9 Mio. Euro. Weiters wurde in der Berichtsperiode die Betreuung und der Betrieb des Trinkwasserortsnetzes von Lanzendorf von EVN Wasser übernommen. Das 10,3 km lange Netz umfasst 551 Hausanschlüsse.

Die Investitionen wurden im Vergleich zum hohen Niveau der Vergleichsperiode um 9,7 Mio. Euro bzw. 60,6 % auf 6,3 Mio. Euro gesenkt. Der Schwerpunkt lag in der Errichtung des Blockheizkraftwerks auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy mit einer Kapazität von 13,5 MW sowie im Netzausbau der EVN Wasser.

Highlights:

  • Höhere Ergebnisbeiträge der BEWAG

  • Höhere Zinserträge aufgrund gestiegener Konzernveranlagungen

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an der RAG, BEGAS, BEWAG und VERBUND. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN Gruppe erbringen. Die bis inklusive des ersten Quartals

2010/11 diesem Segment zugeordneten Tochtergesellschaften first facility GmbH, V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. und Allplan Gesellschaft m.b.H. werden anderen Segmenten zugeordnet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.

2011/12 2010/11 Veränderung
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
1.Quartal 1. Quartal absolut in % 2009/10
1. Quartal
Außenumsatz 0,3 10,6 –10,2 –96,7 8,4
Innenumsatz 15,8 15,2 0,7 4,5 15,0
Gesamtumsatz 16,2 25,7 –9,5 –37,1 23,5
Operativer Aufwand –16,4 –27,1 10,7 39,6 –22,7
EBITDA –0,2 –1,3 1,2 88,0 0,7
Abschreibungen –0,4 –0,5 0,1 –17,2 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) –0,5 –1,8 1,3 70,0 0,3
Finanzergebnis 24,4 19,4 5,0 26,0 4,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 23,8 17,6 6,3 35,8 4,9
Gesamtvermögen 2.797,8 3.162,1 –364,3 –11,5 2.832,0
Investitionen1) 1,9 0,5 1,3 0,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung des operativen Ergebnisses wurde maßgeblich durch die erwähnte Umgliederung der Tochtergesellschaften in andere Segmente beeinflusst. Per Saldo verbesserte sich das operative Ergebnis um 1,3 Mio. Euro bzw. 70,0 % auf –0,5 Mio. Euro.

Das für dieses Segment maßgebliche Finanzergebnis stieg um 5,0 Mio. Euro bzw. 26,0 % auf 24,4 Mio. Euro. Die um 1,9 Mio. Euro bzw. 26,8 % höheren Zinsaufwendungen sowie das um 1,3 Mio. Euro gesunkene sonstige Finanzergebnis konnten durch um 3,3 Mio. Euro gestiegene Zinserträge und einem um 3,8 Mio. Euro bzw. 20,7 % höheren Ergebnisbeitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen, vor allem der BEWAG, mehr als kompensiert werden. In Summe führte diese Entwicklung zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 23,8 Mio. Euro (Vorjahr: 17,6 Mio. Euro).

Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34

Konzern-Bilanz

Veränderung
Mio. EUR 31.12.2011 30.09.2011 absolut in % 30.09.2010
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 409,6 410,5 –0,8 –0,2 361,0
Sachanlagen 2.952,9 2.938,9 14,0 0,5 2.818,2
At Equity einbezogene Unternehmen 1.071,7 992,1 79,6 8,0 734,0
Sonstige Beteiligungen 854,7 892,4 –37,7 –4,2 1.077,8
Aktive latente Steuern 11,4 9,7 1,7 17,3 6,5
Übrige Vermögenswerte 849,4 839,3 10,1 1,2 744,8
6.149,8 6.083,0 66,8 1,1 5.742,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 92,8 106,3 –13,6 –12,8 135,7
Forderungen 624,9 479,7 145,2 30,3 506,0
Wertpapiere 4,0 57,9 –53,9 –93,1 223,8
Liquide Mittel 113,6 143,4 –29,8 –20,8 123,5
835,3 787,4 47,8 6,1 989,1
Summe Aktiva 6.985,0 6.870,4 114,6 1,7 6.731,2
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0 300,0
Kapitalrücklagen 253,5 253,5 108,3
Gewinnrücklagen 2.083,2 1.925,5 157,7 8,2 1.808,0
Bewertungsrücklage gem. IAS 39 291,4 316,7 –25,4 –8,0 473,8
Währungsumrechnungsrücklage –1,0 –5,5 4,5 –82,6 –3,5
Eigene Aktien –6,0 –6,0 –7,0
Anteile der Aktionäre der EVN AG 2.951,1 2.814,3 136,9 4,9 2.679,5
Nicht beherrschende Anteile 255,4 361,7 –106,3 –29,4 345,7
3.206,5 3.176,0 30,6 1,0 3.025,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.886,5 1.591,3 295,2 18,5 1.726,4
Latente Steuerverbindlichkeiten 175,3 177,0 –1,6 –0,9 227,1
Langfristige Rückstellungen 414,4 436,9 –22,5 –5,1 450,0
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 451,3 437,9 13,3 3,0 397,9
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 54,7 68,9 –14,3 –20,7 63,1
2.982,1 2.712,0 270,1 10,0 2.864,5
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 66,8 311,6 –244,8 –78,6 205,2
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 102,6 82,6 19,9 24,1 63,0
Lieferantenverbindlichkeiten 370,2 368,0 2,2 0,6 339,3
Kurzfristige Rückstellungen 81,7 80,8 0,9 1,2 120,6
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 175,0 139,4 35,7 25,6 113,2
796,4 982,4 –186,0 –18,9 841,5
Summe Passiva 6.985,0 6.870,4 114,6 1,7 6.731,2

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

2011/12 2010/11 Veränderung 2009/10
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Umsatzerlöse 829,7 802,2 27,5 3,4 769,2
Sonstige betriebliche Erträge 17,7 18,0 –0,4 –2,2 19,2
Fremdstrombezug und Energieträger –472,6 –446,9 –25,7 –5,7 –448,5
Material- und Betriebsaufwand –92,2 –103,3 11,2 10,8 –64,0
Personalaufwand –80,5 –79,2 –1,3 –1,6 –81,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen –34,5 –32,3 –2,1 –6,6 –37,8
EBITDA 167,6 158,4 9,2 5,8 157,2
Abschreibungen –62,9 –54,4 –8,5 –15,7 –62,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 104,7 104,1 0,7 0,7 95,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 32,4 26,7 5,7 21,3 7,6
Ergebnis aus anderen Beteiligungen
Zinserträge 9,0 9,3 –0,2 –2,2 10,1
Zinsaufwendungen –22,2 –18,7 –3,6 –19,2 –17,1
Sonstiges Finanzergebnis –2,0 –1,2 –0,8 69,4 2,9
Finanzergebnis 17,3 16,2 1,1 6,6 3,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 122,0 120,3 1,7 1,4 98,7
Ertragsteuern –20,1 –24,2 4,1 16,8 –26,9
Ergebnis nach Ertragsteuern 101,9 96,1 5,8 6,0 71,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 89,5 87,9 1,6 1,8 74,2
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 12,4 8,1 4,2 52,1 –2,3
Ergebnis je Aktie in EUR1) 0,50 0,51 –0,01 –1,6 0,45

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Gesamtergebnisrechnung

2011/12
2010/11
Veränderung 2009/10
Mio. EUR 1. Quartal 1. Quartal absolut in % 1. Quartal
Ergebnis nach Ertragsteuern 101,9 96,1 5,8 6,0 71,8
Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
vor Ertragsteuern aus
Währungsdifferenzen 4,5 3,0 1,5 50,4 0,9
Marktbewertung von Wertpapieren –37,7 63,4 –101,1 –194,1
Cash Flow Hedges 7,7 14,5 –6,8 –46,7 17,2
at Equity einbezogenen Unternehmen –3,3 17,5 –20,8 2,2
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
vor Ertragsteuern
–28,8 98,3 –127,1 –173,8
darauf entfallende Ertragsteuern 7,9 –19,5 27,4 44,3
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse
nach Ertragsteuern
–20,9 78,9 –99,8 –129,5
Gesamtergebnis der Periode 81,0 174,9 –93,9 –53,7 –57,6
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 68,7 166,8 –98,1 –58,8 –55,3
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 12,4 8,1 4,3 52,6 –2,3

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Anteile der Aktionäre
der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2010 2.679,5 345,7 3.025,2
Gesamtergebnis der Periode 166,8 8,1 174,9
Kapitalerhöhung 175,5 175,5
Kapitaleinzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen –0,3 –0,3
Stand 31.12.2010 3.021,8 353,5 3.375,4
Stand 30.09.2011 2.814,3 361,7 3.176,0
Gesamtergebnis der Periode 68,7 12,4 81,0
Anteilserwerb bei vollkonsolidierten Gesellschaften 70,2 –118,7 –48,5
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges –2,0 –2,0
Stand 31.12.2011 2.951,1 255,4 3.206,5

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
absolut Veränderung
in %
2009/10
1. Quartal
Ergebnis vor Ertragsteuern 122,0 120,3 1,7 1,4 98,7
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
62,9 54,4 8,5 15,7 62,0
+
Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen
–32,4 –26,7 –5,7 –21,3 –7,6
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 1,3 0,6 0,7 –3,2

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–8,5 –7,9 –0,6 –7,8 –8,0
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen 6,2 –0,9 7,1 4,8
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge –2,0 0,2 –2,2 –0,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 149,5 139,9 9,6 6,8 146,4

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer
Geschäftstätigkeit
–119,4 –52,6 –66,8 –150,1

Zahlungen für Ertragsteuern
–4,2 –3,4 –0,7 –21,5 –3,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich 25,9 83,9 –58,0 –69,2 –6,9

Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
sowie aus Unternehmenserwerben
–50,6 –63,7 13,1 20,5 –87,6
–/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–101,1 –78,5 –22,6 –28,8 2,6
–/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 53,5 –49,2 102,7 46,9
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –98,2 –191,3 93,1 48,7 –38,1
+
Kapitalerhöhung/Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen
175,5 –175,5 0,8
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten 29,2 –7,3 36,4 –11,7
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich 29,2 168,2 –139,1 –82,7 –10,9
Cash Flow gesamt –43,2 60,8 –104,0 –55,9
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 112,6 89,1 23,5 26,4 113,6
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 69,4 149,9 –80,4 –53,7 57,7

Segmentberichterstattung

I Erzeugung I Netzinfrastruktur
Inland
I Energiehandel und
-vertrieb
I Energieversorgung
Südosteuropa
I
Segmentergebnis
Mio. EUR
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Außenumsatz 7,7 5,7 135,4 128,4 360,2 356,4 246,2 205,2
Innenumsatz 26,9 22,9 12,0 11,6 11,7 12,5
Gesamtumsatz 34,6 28,6 147,4 140,0 371,9 368,9 246,2 205,2
Operativer Aufwand –16,3 –16,6 –78,6 –65,8 –327,9 –323,9 –223,4 –192,7
EBITDA 18,3 11,9 68,8 74,2 44,0 45,0 22,8 12,5
Abschreibungen –14,4 –6,0 –24,1 –24,0 –3,5 –3,3 –14,5 –15,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,9 6,0 44,8 50,2 40,6 41,7 8,3 –2,5
Finanzergebnis –4,2 –1,7 –2,6 –1,8 8,2 5,1 –6,5 –4,3
Ergebnis vor Ertragsteuern –0,4 4,2 42,2 48,4 48,7 46,8 1,8 –6,8
Gesamtvermögen 776,6 518,1 1.600,4 1.666,5 657,6 656,6 1.206,6 1.124,8
Investitionen1) 3,3 9,8 19,5 20,2 3,8 2,7 41,3 30,0
I
Umwelt
Strategische Beteiligungen
I
und Sonstiges I Konsolidierung I Summe
I
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Außenumsatz 79,8 96,0 0,3 10,6 829,7 802,2
Innenumsatz 4,3 4,8 15,8 15,2 –70,8 –67,0
Gesamtumsatz 84,1 100,8 16,2 25,7 –70,8 –67,0 829,7 802,2
Operativer Aufwand –69,8 –84,1 –16,4 –27,1 70,3 66,5 –662,1 –643,8
EBITDA 14,4 16,7 –0,2 –1,3 –0,5 –0,5 167,6 158,4
Abschreibungen –6,5 –6,1 –0,4 –0,5 0,5 0,5 –62,9 –54,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 7,8 10,5 –0,5 –1,8 104,7 104,1
Finanzergebnis 0,8 1,2 24,4 19,4 –2,9 –1,6 17,3 16,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 8,7 11,8 23,8 17,6 –2,9 –1,6 122,0 120,3
Gesamtvermögen 1.440,3 1.395,3 2.797,8 3.162,1 –1.494,2 –1.374,2 6.985,0 7.149,3
Investitionen1) 6,3 16,1 1,9 0,5 –0,2 –4,5 76,0 74,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2011 der EVN AG wurde in Anwendung von §245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2010/11 (Bilanzstichtag: 30. September 2011) gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2011 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2011/12 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten1)
Neue Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 01.01.2011
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 01.07.2011
IFRS 8 Geschäftssegmente 01.01.2011
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften
und ihre Wechselwirkung 01.01.2011
Diverse Annual Improvements 2009–2010 01.01.2011

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die erstmalige verpflichtende Anwendung geänderter Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Noch nicht in Kraft getretene neue Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte ist witterungsbedingt im Frühjahr. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2011 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 28 inländische und 35 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2011: 28 inländische und 35 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. Dezember 2011 wurden 36 verbundene Unternehmen (30. September 2011: 35) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll
konsolidiert
Quoten
konsolidiert
Equity
konsolidiert
Summe
30.09.2011 63 5 16 84
Neugründungen 2 3 5
Entkonsolidierung –2 –2
31.12.2011 63 5 19 87
davon ausländische Unternehmen 35 5 40

Mit dem ersten Quartal 2011/12 wird die Gesellschaft EVN Service Center EOOD erstmals als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Diese Gesellschaft übernimmt zum Zwecke des fortschreitenden Unbundlings in Bulgarien seit 1. Oktober 2011 administrative Dienstleistungen für die bulgarischen Gesellschaften.

Ebenfalls in der Berichtsperiode zum Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften hinzugefügten Unternehmen zählt die EVN Gorna Arda Development EOOD. Der Zweck der Gesellschaft umfasst unter anderem die Planung, Entwicklung und den Bau von Kraftwerken. Insbesondere tritt die Gesellschaft nun als Dienstleister im Zusammenhang mit dem von EVN und NEK geplanten Wasserkraftwerksprojekt "Gorna Arda" in Bulgarien auf.

Zur Errichtung eines neuen Windparks in Glinzendorf haben die EVN und Wien Energie die Projektgesellschaft EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG gegründet, die mit dem ersten Quartal 2011/12 erstmals at Equity konsolidiert wird.

Im November 2011 gründete die EVN gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich zum Zwecke der Errichtung und des Betriebs eines Biomasseheizwerks sowie des Fernwärmenetzes der Stadt Steyr die beiden Unternehmen Bioenergie Steyr GmbH und Fernwärme Steyr GmbH. Die EVN hält mittelbar über die EVN Wärme GmbH 51,0 % an der Bioenergie Steyr GmbH und 49,0 % an der Fernwärme Steyr GmbH. Beide Gesellschaften werden ab dem ersten Quartal 2011/12 at Equity in den Konzern einbezogen.

Die bisher vollkonsolidierten Tochtergesellschaften WTE Projektmanagement GmbH und WTE Denmark A/S wurden im ersten Quartal 2011/12 aufgrund der Aufgabe ihrer Geschäftstätigkeit entkonsolidiert.

Im Rahmen eines Privatisierungsverfahrens hat die EVN AG am 21. Dezember 2011 zusätzlich 30,75 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, sowie 32,73 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD, Plovdiv, erworben. Mit weiteren Zukäufen über die bulgarische Börse hielt die EVN AG per 31. Dezember 2011 nun insgesamt 99,89 % der Anteile an der EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD und insgesamt 99,92 % an der EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD. Beide Unternehmen wurden schon bisher als vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe statt.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Bilanz

Im ersten Quartal 2011/12 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 76,0 Mio. Euro (Vorjahr: 74,7 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsverlust in Höhe von 0,2 Mio. Euro) veräußert.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 79,6 Mio. Euro bzw. 8,0 % auf 1.071,7 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte aus Zugängen im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für die Kraftwerksprojekte Ashta und Devoll in Albanien, Walsum in Deutschland sowie die Windparkerrichtung in Glinzendorf, die insgesamt 51,3 Mio. Euro betrugen, und den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von 32,4 Mio. Euro. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen und Währungsdifferenzen.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 854,7 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 831,7 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 37,7 Mio. Euro verringerte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet.

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Stichtag 31. Dezember 2011 betrug 179.878.402 Stück (31. Dezember 2010: 179.878.402 Stück). Zum Stichtag wurden 398.260 Stück eigene Aktien (das sind nunmehr 0,22 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 6,0 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 7,0 Mio. Euro) und einem Kurswert von 4,3 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 5,8 Mio. Euro) gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht wurden. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 19. Jänner 2012 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2010/11 eine Dividende in Höhe von 0,41 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 73,6 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2012, und Dividendenzahltag war der 27. Jänner 2012.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen um 295,2 Mio. Euro bzw. 18,5 % auf 1.886,5 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war die Emission einer Anleihe in Höhe von 300,0 Mio. Euro im Oktober 2011. Die neue Anleihe hat mit dem Fälligkeitsdatum 13. April 2022 eine Laufzeit von 10,5 Jahren und weist eine Stückelung von 1.000 Euro auf. Der fixe Kupon wurde mit 4,25 % und der Emissionskurs mit 99,235 % festgelegt. Der Buchwert der im Oktober 2011 ausgegebenen Anleihe beträgt zum Stichtag 31. Dezember 2011 284,5 Mio. Euro.

In den Bankdarlehen spiegeln sich einerseits die laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 21,9 Mio. Euro und andererseits die Kreditziehungen für die Finanzierung des Investitionsprogramms in Höhe von 23,6 Mio. Euro wider.

Zusammensetzung langfristiger Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR 31.12.2011 30.09.2011
Anleihen 903,2 609,7
Bankdarlehen 983,3 981,6
Summe langfristiger Finanzverbindlichkeiten 1.886,5 1.591,3

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 244,8 Mio. Euro bzw. 78,6 % auf 66,8 Mio. Euro. Maßgeblich dafür war die planmäßige Tilgung der mit 5,25 % verzinsten EUR-Anleihe (Laufzeit 2001–2011, Nominale 257,4 Mio. Euro) im Dezember 2011. Der Buchwert zum 30. September 2011 belief sich auf 257,7 Mio. Euro.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Im ersten Quartal 2011/12 wurde die Biomasse-Versuchsanlage in Dürnrohr mit einem Restbuchwert von 8,0 Mio. Euro aufgrund der ungünstigen Marktbedingungen außerordentlich abgeschrieben. In Summe fiel der Abschreibungsaufwand mit 62,9 Mio. Euro um 8,5 Mio. Euro bzw. 15,7 % höher aus als in der Vergleichsperiode.

Zusammensetzung der Abschreibung Mio. EUR 2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Planmäßige Abschreibung –54,9 –54,4
Wertminderung –8,0
Summe Abschreibung –62,9 –54,4

Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:

2011/12 2010/11
Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
1. Quartal 1. Quartal
RAG 18,5 17,7
EconGas 8,5 5,4
ZOV; ZOV UIP 1,7 1,5
BEWAG; BEGAS 4,0 0,7
Andere Gesellschaften –0,3 1,4
Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen 32,4 26,7
Ergebnis aus anderen Beteiligungen
Summe Beteiligungsergebnis 32,4 26,7

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. Dezember 2011 im Umlauf befindlichen Aktien von 179.480.142 Stück (31. Dezember 2010: 173.960.213 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 89,5 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 87,9 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. Dezember 2011 ein Ergebnis je Aktie von 0,50 Euro (31. Dezember 2010: 0,51 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung

Die Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) geleistet.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Bis auf die Veränderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen. Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
Umsätze 49,7 70,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 232,6 241,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 92,4 89,61)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35,1 7,21)

1) Wert zum 30. September 2011

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken verringerten sich gegenüber dem 30. September 2011 um 28,9 Mio. Euro bzw. 3,0 % auf 921,9 Mio. Euro. Diese Reduktion resultierte zum einen aus einer Verringerung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und zum anderen aus einer Verringerung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften aufgrund der erstmaligen Bewertung in Höhe des tatsächlichen Risikos für die betreffend EconGas GmbH abgegebenen Garantien. Mit dieser Verringerung ging eine Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken einher.

Die Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Garantien für Tochtergesellschaften im Energiegeschäft werden betreffend die für e&t Energie Handelsgesellschaft mbH und nunmehr auch betreffend die für EconGas GmbH abgegebenen Garantien in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen dem vereinbarten Preis und dem aktuellen Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergeben kann. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2011 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 24,4 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 457,7 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2011 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 28. Februar 2012 traten folgende Ereignisse auf:

Die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH (EAA) mit ihren regionalen Energievertriebsgesellschaften BEWAG Energievertriebsgesellschaft m.b.H & Co KG, EVN Energievertriebsgesellschaft m.b.H & Co KG, WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG sowie den Tochterunternehmen Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H. und switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H. gab die Senkung der Ökostrom-Mehrkosten ab 1. Jänner 2012 weiter. Für Haushalts-, Gewerbe- und Businesskunden der Vertriebsgesellschaften der EAA-Gruppe beträgt die Senkung der Strompreise bezogen auf den Energiepreis (exkl. Steuern, Abgaben und Netzgebühren) 3,3 % und bezogen auf den Gesamtpreis (inkl. Steuern, Abgaben und Netzgebühren) 1,6 %.

Die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH gab die Senkung der Gasbeschaffungspreise mittels einer Bonuszahlung im Februar 2012 an die Gaskunden in den Regionalmärkten Niederösterreich und Wien weiter. Die Einmalzahlung basiert auf der individuell verbrauchten Erdgasmenge und beträgt für einen durchschnittlichen niederösterreichischen Haushaltskunden mit 20.000 kWh Gasverbrauch pro Jahr 45,6 Euro.

Im Strom- und Gasbereich werden die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Daraus resultierend wurden per 1. Jänner 2012 die Gasnetztarife um 1,9 % gesenkt. Die kundenindividuellen Auswirkungen sind jedoch vom jeweiligen Abnahmeverhalten und von technischen Gegebenheiten abhängig.

In Mazedonien wurden per 1. Jänner 2012 von der mazedonischen Regulierungsbehörde ERC (Energy Regulatory Commission) die Endkundenpreise für Strom um 7,8 % (davon EVN Macedonia 4,8 %) erhöht.

Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 73,6 Mio. Euro bzw. 0,41 Euro je Aktie wurde von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und in der 83. Hauptversammlung am 19. Jänner 2012 beschlossen. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2012, die Ausschüttung an die Aktionäre der EVN AG erfolgte am 27. Jänner 2012.

Im Jänner 2012 hat die EVN von der AAG Holding GmbH die Gesellschaft Windstrom Wulkatal West GmbH mit einem bestehenden Windpark in Pöttelsdorf erworben. Seit 2006 erzeugen dort vier Windräder mit einer Gesamtleistung von 9,2 MW Strom für rund 10.000 Haushalte.

Im Februar 2012 hat die EVN zwei Privatplatzierungen abgeschlossen. Die erste Transaktion erfolgte mit einem Volumen von 100,0 Mio. Euro. Die Laufzeit dieser Privatplatzierung beträgt 20 Jahre und endet mit 20. Februar 2032. Der fixe Kupon wurde mit 4,125 % und der Emissionskurs mit 97,035 % festgelegt. Die zweite Transaktion belief sich auf 25,0 Mio. Euro, und ihre 20-jährige Laufzeit endet mit 23. Februar 2032. Die Verzinsung bzw. der Emissionskurs wurden mit 4,125 % bzw. 97,684 % festgelegt.

Aufgrund eines Turbinenschadens wurde die Cogeneration-Anlage in Plovdiv, welche Anfang Dezember 2011 in Betrieb genommen wurde, Ende Jänner 2012 vorübergehend stillgelegt. Mit der bestehenden Altanlage kann dieser Produktionsausfall jedoch ausgeglichen werden.

Die EVN Aktie

Die Erholung der Weltwirtschaft von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise kam in der zweiten Jahreshälfte 2011 zum Erliegen. Die Wachstumsprognosen für 2012 und 2013 wurden gesenkt. Im Euroraum wird für 2012 sogar ein Rückgang des BIP-Wachstums um 0,5 % erwartet. Die Wachstumsprognosen für Österreich, Bulgarien, Mazedonien und Albanien wurden nach unten revidiert. In Kroatien wird sogar von einem Wachstumsrückgang ausgegangen (Details siehe dazu Seite 4 dieses Berichts).

Highlights

  • Staatsschuldenkrise überschattet die Realwirtschaft

  • Wachstumsprognose für 2012 und 2013 gesenkt

  • Fallende und sehr volatile Aktienmärkte

  • Performance der EVN Aktie besser als ATX und DJ Euro Stoxx Utilities Indizes

Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzinssatz im April und Juli 2011 jeweils um 25 Basispunkte auf 1,5 % angehoben. Diese Änderung wurde mit höheren Inflationsrisiken und hoher Liquidität begründet. In der zweiten Jahreshälfte 2011 reagierte die Europäische Zentralbank auf die abgeschwächte Konjunktur infolge der Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Vertrauenskrise mit einer Senkung des Leitzinssatzes in zwei Schritten um jeweils 25 Basispunkte auf 1,0 %.

Während im ersten Quartal 2011 die internationalen Aktienmärkte noch stark von der robusten Konjunktur profitierten, kam es seit April 2011 infolge der Nuklearkatastrophe in Japan und der darauffolgenden Stresstests der Atomkraftwerke zu deutlichen Kursverlusten. Diese Entwicklung wurde durch die bereits erwähnte Abkühlung der Konjunktur weiter verstärkt. Die internationalen Aktienmärkte waren in der Berichtsperiode nach wie vor von einem markanten Abwärtstrend und einer hohen Volatilität geprägt.

Die Entwicklung der unterschiedlichen Aktienindizes fiel in der Berichtsperiode unterschiedlich aus. Während der deutsche Leitindex DAX 7,2 % zulegen konnte, hat der Wiener Leitindex ATX 2,9 % und der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities 4,3 % an Wert verloren. In diesem volatilen Umfeld konnte sich die EVN Aktie gut behaupten und notierte zum Ende der Berichtsperiode mit einer negativen Performance von 0,4 % nahezu unverändert. Der Schlusskurs per 30. Dezember 2011 betrug 10,77 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 1.937 Mio. Euro entspricht.

Das tägliche Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der durch die Kapitalerhöhung geprägt war, verringert und belief sich auf 45.344 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 28,0 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 0,53 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse gleichkommt. Per Ende Dezember 2011 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,35 %.

Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich

EVN Aktie – Indexgewichtung 31.12.2011
ATX 1,35 %
WBI (Wiener Börse Index) 2,99 %
EVN Aktie – Performance 2011/12
1. Quartal
2010/11
1. Quartal
2009/10
1. Quartal
Kurs per Ultimo Dezember EUR 10,77 12,49 13,15
Höchstkurs EUR 10,86 12,49 13,74
Tiefstkurs EUR 9,80 10,90 12,51
Aktienumsatz1) Mio. EUR 28 184 43
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 45.344 258.894 54.971
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,53 2,01 0,41
Börsekapitalisierung per Ultimo Dezember Mio. EUR 1.937 2.246 2.150

1) Wiener Börse, Einmalzählung

In der 83. Hauptversammlung am 19. Jänner 2012 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2010/11 in Höhe von 73,6 Mio. Euro bzw. 0,41 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 24. Jänner 2012, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 27. Jänner 2012. Des Weiteren wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Stückaktien der EVN AG für Zwecke der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie Aktien (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10,0 % des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben. Die Anzahl der Aktien, die täglich erworben werden können, beschränkt sich auf maximal 25,0 % des durchschnittlichen Aktienumsatzes der letzten 20 Börsetage an der Wiener Börse. Der beim Rückkauf zu leistende Gegenwert darf maximal 20,0 % unter und maximal 10,0 % über dem Börseschlusskurs an der Wiener Börse des dem Rückkauf vorhergehenden Börsetags liegen. Der Vorstand ist weiters ermächtigt, zurückerworbene eigene Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Detaillierte Informationen zur Hauptversammlung finden sich unter www.evn.at/Hauptversammlung.aspx.

Mit der Kapitalerhöhung im Oktober/November 2010 in Höhe von 10,0 % des Grundkapitals veränderte sich die Aktionärsstruktur der EVN AG: Aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen werden unverändert 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St.Pölten, gehalten. Zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, deren Anteil sich von 35,7 % auf 32,5 % verwässerte. Daraus resultiert in Summe ein Anstieg des Streubesitzes von 13,3 % auf 16,5 %.

Kontakt

Investor Relations

Dr. Klára Székffy Telefon: +43 2236 200-12745

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Mag. (FH) Sonja Ponsold Telefon: +43 2236 200-12695

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200

Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2012-Q1

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)

Ergebnis 1. Halbjahr 2011/12 31.05.2012
Ergebnis 1.–3. Quartal 2011/12 30.08.2012
Jahresergebnis 2011/12 13.12.2012

1) Vorläufig

EVN Aktie – Basisinformation

Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 nennwertlose Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Ratings A3, stabil (Moody's); A–, negativ (Standard & Poor's)

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, A-2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030

Redaktionsschluss: 23. Februar 2012 Coverfoto: Daniel Gebhart de Koekkoek

Das für dieses Druckprodukt verwendete Papier wird mit Rohstoffen aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung erzeugt. Die Produktion erfolgt mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Die bei der Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen werden gemäß den Richtlinien von Print CO2 kompensiert.

Print CO2 geprüft Kompensierung von CO2-Emissionen im Druckprozess. Unterstützung und Beitrag zum Klimaschutz. Verankerung des Umweltbewusstseins in unserem Handeln. PEFC Zertifizierung Internationales Waldzertifizierungssystem zur Sicherstellung und kontinuierlichen

Verbesserung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung Österreichisches Umweltzeichen Qualität, Produktsicherheit und hohe Umweltstandards

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Optimierung der Umweltprozesse, schonender Umgang mit Ressourcen