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EVN AG Interim / Quarterly Report 2011

Aug 25, 2011

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief

1.–3. Quartal 2010/11 1. Oktober 2010 – 30. Juni 2011

Umsatzerlöse –0,9% (2.163,6 Mio. EUR) EBITDA +7,9% (394,4 Mio. EUR) EBIT +9,8% (213,2 Mio. EUR) Konzernergebnis +1,2% (207,2 Mio. EUR) Cash Flow aus dem Ergebnis +1,0% (426,6 Mio. EUR)

  • Abermals kalter Winter in Österreich
  • Fokus auf Ausbau erneuerbarer Energie in Niederösterreich und im Ausland
  • Eröffnung des größten Photovoltaikparks der EVN in Trastikovo, Bulgarien
  • Erwerb von 13% an der VERBUND Innkraftwerke GmbH
  • Spatenstich für Gasnetzausbau in Zadar, Kroatien
  • Ausblick 2010/11: operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau, Konzernergebnis unter Vorjahresniveau

Kennzahlen

2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung
GWh
2.655 3.001 –11,5 570 460 23,9
Stromverkauf an Endkunden
GWh
15.763 15.444 2,1 4.472 4.369 2,4
Gasverkauf an Endkunden
GWh
6.160 6.254 –1,5 608 858 –29,1
Wärmeverkauf an Endkunden
GWh
1.640 1.580 3,8 269 300 –10,3
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse
Mio. EUR
2.163,6 2.182,8 –0,9 533,9 557,7 –4,3
EBITDA
Mio. EUR
394,4 365,7 7,9 70,2 52,7 33,3
EBITDA-Marge
%
18,2 16,8 1,4 13,2 9,5 3,7
Operatives Ergebnis (EBIT)
Mio. EUR
213,2 194,1 9,8 16,0 –0,3
EBIT-Marge
%
9,9 8,9 1,0 3,0
Ergebnis vor Ertragsteuern
Mio. EUR
275,1 266,2 3,4 28,4 0,1
Konzernergebnis
Mio. EUR
207,2 204,9 1,2 23,2 –3,6
Bilanz
Bilanzsumme
Mio. EUR
7.298,6 6.570,0 11,1 7.298,6 6.570,0 11,1
Eigenkapital
Mio. EUR
3.488,1 3.002,3 16,2 3.488,1 3.002,3 16,2
Eigenkapitalquote
%
47,8 45,7 2,1 47,8 45,7 2,1
Nettoverschuldung
Mio. EUR
1.249,5 1.415,9 –11,8 1.249,5 1.415,9 –11,8
Gearing
%
35,8 47,2 –11,4 35,8 47,2 –11,4
Return on Equity (ROE)
%
7,2 7,1 0,1 1,1 0,2 0,9
Return on Capital Employed (ROCE)
%
5,3 5,2 0,1 0,9 0,4 0,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis
Mio. EUR
426,6 422,5 1,0 132,2 133,6 –1,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich
Mio. EUR
465,7 314,5 48,1 244,4 237,3 3,0
Investitionen1)
Mio. EUR
246,5 252,8 –2,5 101,7 81,2 25,2
Mitarbeitende
Insgesamt
Ø
8.279 8.569 –3,4 8.222 8.546 –3,8
davon Österreich
Ø
2.548 2.550 –0,1 2.551 2.543 0,3
davon Ausland
Ø
5.730 6.019 –4,8 5.671 6.002 –5,5
Aktie
Ergebnis
EUR
1,17 1,25 –6,4 0,13 –0,02

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Inhalt

Vorwort des Vorstands
3
Zwischenlagebericht
4
Wirtschaftliches Umfeld
4 Energiewirtschaftliches Umfeld
5 Geschäftsentwicklung
5 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
6 Geldflussrechnung
7 Bilanz
8 Entwicklung der Segmente
8 Überblick
8 Energiewirtschaftliche Kennzahlen
9 Erzeugung
10 Netzinfrastruktur Inland
11 Energiehandel und -vertrieb
12 Energieversorgung Südosteuropa
14 Umwelt
15 Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34
16
Bilanz
17 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
17 Gesamtergebnisrechnung
18 Entwicklung des Eigenkapitals
18 Geldflussrechnung
19 Segmentberichterstattung
20 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Die EVN Aktie
25

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 erwirtschaftete die EVN einen Umsatz von 2.163,6 Mio. Euro, um 0,9 % weniger als in der Vorjahresperiode. Im Energiegeschäft stand dem positiven Effekt des höheren Energieabsatzes, aufgrund des im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt kälteren Winters und der Tariferhöhung für Gas in Österreich, der Rückgang durch die geänderte Darstellung der Umsatzerlöse in Bulgarien gegenüber. Im Umweltgeschäft konnte die EVN hingegen eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen. Trotz des in Summe leichten Umsatzrückgangs konnte das operative Ergebnis um

9,8 % auf 213,2 Mio. Euro verbessert werden. Das Finanzergebnis ging um 14,1 % auf 61,9 Mio. Euro zurück. Das Beteiligungsergebnis blieb auf Vorjahresniveau; der deutliche Rückgang des Ergebnisses aus anderen Beteiligungen konnte durch die höheren Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen ausgeglichen werden. Das Konzernergebnis lag mit 207,2 Mio. Euro um 2,3 Mio. Euro bzw. 1,2 % über dem hohen Niveau der Vorjahresperiode. Die positive Entwicklung in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 untermauert unsere Strategie, die auf die weitere Stabilisierung des Geschäftsmodells und die Konsolidierung der bestehenden Geschäftsfelder abzielt.

Die EVN setzt bei ihrer Stromaufbringung seit Jahren auf einen flexiblen Erzeugungsmix aus Wasser- und Wärmekraft sowie Alternativenergie und stellt dabei Aspekte der Nachhaltigkeit und der Versorgungssicherheit in den Vordergrund. Unsere Strategie steht somit im Einklang mit der internationalen energiepolitischen Neuorientierung nach der verheerenden Kata strophe in Japan und dem Beschluss über den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland. Für unser Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie am Erzeugungsmix auf 50 % zu steigern, haben wir unser Portfolio deutlich ausgebaut: Im Juli 2011 konnten wir einen 13,0 %igen Anteil an den 13 Innkraftwerken der VERBUND Innkraftwerke GmbH erwerben.

Vielfältig und ambitioniert sind auch die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energie, die wir in Österreich verfolgen: Bis 2020 sind dafür in Summe bis zu 800,0 Mio. Euro veranschlagt. Ein erfolgreiches Beispiel stellt das im Juli 2011 eröffnete Kleinwasserkraftwerk Schütt dar, das nach seiner umfangreichen Revitalisierung die Stromversorgung von 10.000 Haushalten sicherstellt. Seit Juli 2011 speist der Windpark Markgrafneusiedl mit einer Gesamtkapazität von 18 MW Strom für rund 12.000 Haushalte ins Netz ein. In Tattendorf werden acht Windräder mit einer Gesamtkapazität von 16 MW errichtet. Einen wichtigen Meilenstein zum Ausbau der erneuerbaren Energie bildet auch die Inbetriebnahme der größten Photovoltaikanlage der EVN in Trastikovo, Bulgarien, im Juli 2011. Ebenfalls in Bulgarien haben wir im Juli 2011 einen Anteil an der Projektgesellschaft "Gorna Arda" von 70,0 % erworben, über die gemeinsam mit dem staatlichen Stromproduzenten NEK ein Wasserkraftwerksprojekt verfolgt wird.

In Südosteuropa haben sich die regulatorischen Rahmenbedingungen im ersten Halbjahr 2011 leicht verbessert. Nach dem positiven Preisentscheid für Strom in Mazedonien im März hat der Regulator in Bulgarien per 1. Juli 2011 eine durchschnittliche Erhöhung der Endkundenpreise für Strom um 1,9 % und für Wärme um 6,8 % genehmigt. Der bulgarische Staat plant den Verkauf seines 33,0 %igen Anteils an den regionalen Stromversorgern über die bulgarische Börse. Die EVN bereitet sich auf die Erfüllung der damit verbundenen gesetzlichen Vorschriften eines börsenotierten Unternehmens vor.

Die Bau- und Montagearbeiten bei der Cogeneration-Anlage in Plovdiv, Bulgarien, sind beinahe abgeschlossen, und die Fertigstellung ist plangemäß für Ende 2011 zu erwarten. In Zadar, Kroatien, erfolgte im April 2011 der Spatenstich für die Errichtung der 25 km langen Hoch- und Mitteldruckleitungen für die Gasversorgung. Aufgrund neuerlich aufgetretener Schäden am Kessel des Kohlekraftwerks Duisburg-Walsum wird nunmehr ein Materialtausch als technisch sinnvollste Lösung angesehen. Dadurch wird die kommerzielle Betriebsaufnahme im September 2013 erwartet.

Nach den ersten drei Quartalen 2010/11 bestätigen wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2010/11. Wir erwarten ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau und ein Konzernergebnis, das voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen wird.

Maria Enzersdorf, im August 2011

EVN Aktionärsbrief 1. – 3. Quartal 2010/11 3

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2008 2009 2010 2011e 2012f
EU-271) 0,8 –4,1 1,7 2,0 2,1
Österreich1) 2,1 –3,9 2,1 3,3 2,0
Bulgarien1) 6,0 –5,5 0,2 2,5 4,0
Albanien1) 6,0 3,3 3,9 5,0 5,5
Kroatien1) 2,4 –6,0 –1,2 1,0 2,0
Mazedonien2) 5,0 –0,9 0,7 2,0 3,0

1) Quelle: Raiffeisen Research "Strategie Globale Märkte 3. Quartal 2011" und "Strategie Österreich & CEE 3. Quartal 2011".

2) Quelle: wiiw "Country Report Macedonia", Juli 2011.

Aufgrund der robusten Konjunktur wurde die Erwartung für das BIP-Wachstum in der EU für 2011 auf 2,0 % erhöht, für 2012 belaufen sich die Schätzungen unverändert auf 2,1 %. Mit einem prognostizierten BIP-Wachstum für 2011 in Höhe von 3,3 % zählt Österreich zu den wachstumsstärksten Ländern der Eurozone und konnte damit ähnlich wie Deutschland den Konjunktureinbruch von 2009 ausgleichen. Für 2012 wird jedoch eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 2,0 % erwartet.

Höhere Exportleistungen verhelfen der bulgarischen Wirtschaft 2011 zu einem voraussichtlichen BIP-Wachstum von 2,5 %. Die Einschätzungen für 2012 wurden jüngst um 0,5 Prozentpunkte auf 4,0 % reduziert, um die unsichere Investitionsdynamik abzubilden. Die Prognosen für die Wirtschaftsentwicklung in Albanien belaufen sich für 2011 auf 5,0 % und für 2012 auf 5,5 %. Für Kroatien bzw. Mazedonien liegen die Konjunkturerwartungen unverändert zum vorangegangenen Quartal bei einem Anstieg von 1,0 % bzw. 2,0 % für 2011 und 2,0 % bzw. 3,0 % für 2012.

Energiewirtschaftliches Umfeld

2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 102,4 105,1 –2,7 61,5 115,2 –53,7
Bulgarien 86,2 81,2 5,0 200,4 51,7 148,7
Mazedonien 101,0 94,0 7,0 122,4 87,0 35,4
Primärenergie und CO2-Zertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 74,22 56,51 31,4 81,14 62,34 30,1
Gas – GIMP EUR/MWh 25,01 20,78 20,3 28,38 21,90 29,6
Kohle – API#22) EUR/Tonne 85,87 67,36 27,5 89,94 77,31 16,3
CO2-Zertifikate (2. Periode) EUR/Tonne 15,59 14,03 11,1 16,35 15,12 8,1
Strom – EPEX Spotmarkt3)
Grundlaststrom EUR/MWh 52,34 40,44 29,4 53,68 41,52 29,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 62,82 51,85 21,2 62,47 51,62 21,0
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 50,14 50,35 –0,4 47,01 41,75 12,6
Spitzenlaststrom EUR/MWh 64,73 70,39 –8,0 58,72 56,16 4,6

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1997 bis 2006, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2007 und in Mazedonien jenem von 2001 bis 2009; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen).

3) EPEX Spot – European Power Exchange.

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange).

In der Berichtsperiode lagen die europäischen Großhandelspreise für Strom sowie die Preise für CO2- Zertifikate vor allem als Folge der positiven konjunkturellen Entwicklung und des Anstiegs der Primärenergiepreise über den Vorjahreswerten. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 wurde diese Entwicklung hauptsächlich vom Atomunfall in Japan und den Unruhen in Nordafrika getrieben. Die Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom stiegen gegenüber dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres im Durchschnitt um 29,4 % bzw. 21,2 %. Die für die Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grundlaststrom blieben, bei steigender Tendenz, um 0,4 % und für Spitzenlaststrom um 8,0 % unter dem Vorjahreswert. Die Terminpreise für Stromlieferungen in der Periode 2012/13 stiegen nach den Vorfällen in Japan im März 2011 an und blieben bislang auf diesem Niveau.

Der Preis für Rohöl lag im Wesentlichen aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung – insbesondere der weiterhin starken Nachfrage in Asien – um 31,4 % über dem Vorjahresniveau. Die an den Ölpreis gekoppelten Gaspreise notierten um 20,3 % über dem Vorjahreswert, die Preise für Kohle sind um 27,5 % gestiegen.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 erwirtschaftete die EVN einen Umsatz von 2.163,6 Mio. Euro und somit um 0,9 % weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der stark gestiegene Umsatzbeitrag aus dem Umweltgeschäft konnte die Umsatzrückgänge im Energiegeschäft und im Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges nahezu kompensieren. Während im Energie geschäft die Segmente Erzeugung und Netzinfrastruktur Inland leicht höhere Umsätze erzielen konnten, waren in den Segmenten Energiehandel und -vertrieb sowie Energieversorgung Südosteuropa Rückgänge zu verzeichnen. Die positive Absatzentwicklung aufgrund des gegenüber dem langjährigen Durchschnitt kälteren Winters sowie die Netztariferhöhung und die Anhebung der Endkundenpreise im Gasgeschäft in Österreich konnten den negativen Effekt der geänderten Darstellung der Umsatzerlöse in Bulgarien nicht kompensieren.

Der im Ausland erzielte Umsatz stieg um 10,8 Mio. Euro bzw. 1,4 % auf 806,5 Mio. Euro und entspricht nun einem Anteil am Gesamtumsatz von 37,3 % (Vorjahr: 36,5 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge konnten um 8,7 Mio. Euro bzw. 17,1 % auf 59,5 Mio. Euro gesteigert werden.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger verringerte sich in der Berichtsperiode um 92,0 Mio. Euro bzw. 7,1 % auf 1.209,0 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist auf die leicht gesunkenen Strombeschaffungskosten in Österreich und die geänderte Darstellung dieser Aufwandsposition in Bulgarien zurückzuführen. Dem standen höhere Absatzmengen bei Strom und Wärme sowie gestiegene Beschaffungskosten im Gasbereich und in Südosteuropa gegenüber.

Der Material- und Betriebsaufwand stieg aufgrund der vermehrten Aktivitäten im internationalen Umweltprojektgeschäft um 60,9 Mio. Euro bzw. 30,5 % auf 260,5 Mio. Euro.

Der durchschnittliche Personalstand lag mit 8.279 Mitarbeitenden um 290 Personen bzw. 3,4 % unter dem Niveau des Vorjahres. Während im Segment Umwelt aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung 43 Mitarbeitende mehr beschäftigt werden konnten, ging die Anzahl aufgrund von Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Mazedonien und Bulgarien um 330 zurück. Trotz kollektiv vertraglicher Lohn- und Gehaltssteigerungen konnte somit der Personalaufwand um 3,9 Mio. Euro bzw. 1,6 % auf 243,8 Mio. Euro gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden um 4,2 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 115,5 Mio. Euro reduziert. Dabei konnten die gesunkenen Forderungsabschreibungen in Südosteuropa die gestiege-

Umsatz nach Segmenten1) 1. – 3. Quartal in Mio. EUR

  • Netzinfrastruktur Inland
  • Energiehandel und -vertrieb
  • Energieversorgung Südosteuropa
  • Umwelt

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

EBIT nach Segmenten 1. – 3. Quartal in Mio. EUR

nen Rechts- und Beratungsaufwendungen, die im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung im ersten Quartal resultierten, kompensieren. Im Vorjahr war das Segment Umwelt mit einer Forderungsabschreibung in der Höhe von 3,9 Mio. Euro belastet.

Diese Entwicklungen führten bei einer nahezu konstanten Umsatzentwicklung zu einem Anstieg des EBITDA um 28,7 Mio. Euro bzw. 7,9 % auf 394,4 Mio. Euro, wodurch die EBITDA-Marge von 16,8 % auf 18,2 % verbessert wurde.

Der Anstieg der planmäßigen Abschreibung um 2,6 Mio. Euro bzw. 1,6 % auf 163,5 Mio. Euro ist auf die Inbetriebnahme mehrerer Investitionsprojekte im Geschäftsjahr 2009/10 zurückzuführen. Darüber hinaus wurden der Firmenwert und Sachanlagen der TEZ Plovdiv außerordentlich abgeschrieben sowie der Kraftwerksstandort in Plovdiv abgewertet, wofür in Summe 17,7 Mio. Euro verbucht wurden. In der Vergleichsperiode des Vorjahres erfolgte eine Wertminderung beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro. In Summe fiel in der Berichtsperiode der Abschreibungsaufwand mit 181,2 Mio. Euro um 9,6 Mio. Euro bzw. 5,6 % höher aus als im Vorjahr.

Per Saldo konnte die EVN das operative Ergebnis um 19,1 Mio. Euro bzw. 9,8 % auf 213,2 Mio. Euro verbessern und damit die EBIT-Marge um einen Prozentpunkt auf 9,9 % anheben.

In der Berichtsperiode ging das Finanzergebnis um 10,1 Mio. Euro bzw. 14,1 % auf 61,9 Mio. Euro zurück. Während das Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen, besonders jenes von RAG, um 28,4 Mio. Euro höher ausfiel, ging der Ergebnisbeitrag aus anderen Beteiligungen, vorwiegend aufgrund der niedrigeren Dividende der VERBUND AG, um 28,3 Mio. Euro zurück. Weiters wirkte sich der Anstieg des Zinsaufwands um 6,4 Mio. Euro bzw. 12,5 % aufgrund des höheren Zinsniveaus sowie der niedrigeren aktivierten Bauzeitzinsen infolge der Fertigstellung von Investitionsprojekten negativ auf das Finanzergebnis aus. Das sonstige Finanzergebnis ging von –0,5 Mio. Euro auf –2,9 Mio. Euro zurück.

Diese Entwicklungen führten zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 275,1 Mio. Euro, was einem Anstieg von 8,9 Mio. Euro bzw. 3,4 % entspricht. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern von 40,1 Mio. Euro ergab sich ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 235,0 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 16,9 Mio. Euro bzw. 7,7 %.

Das Konzernergebnis verbesserte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 2,3 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 207,2 Mio. Euro. Die Erläuterungen zur Entwicklung der Segmente finden sich ab Seite 9.

Struktur der Investitionen 1. – 3. Quartal in %

  • Erzeugung
  • Netzinfrastruktur Inland Energiehandel und -vertrieb
  • Energieversorgung Südosteuropa
  • Umwelt
  • Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Geldflussrechnung

In den ersten drei Quartalen 2010/11 liegt der Cash Flow aus dem Ergebnis, aufgrund eines höheren Ergebnisses vor Ertragsteuern, mit 426,6 Mio. Euro um 4,1 Mio. Euro bzw. 1,0 % über dem Vorjahr. Abgeschwächt wird diese Entwicklung durch niedrigere unbare Ergebniskomponenten. Es standen höhere Abschreibungen höheren unbaren at Equity Ergebnissen und geringeren langfristigen Rückstellungen gegenüber.

Der Cash Flow aus dem operativen Bereich konnte deutlich um 151,2 Mio. Euro bzw. 48,1 % auf 465,7 Mio. Euro erhöht werden. Diese Verbesserung konnte durch einen Rückgang des Working Capitals erzielt werden, dem eine Erhöhung im Vorjahr gegenüberstand.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich lag aufgrund höherer Gesamtinvestitionen bei –427,2 Mio. Euro (Vorjahr: –253,7 Mio. Euro). Maßgeblich dafür waren Kapitaleinzahlungen bei nach der at Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, der Aufbau von Leasingforderungen im Projektgeschäft des Segments Umwelt und die Veranlagung liquider Mittel in Cashfonds. Gegenläufig wirkte insbesondere der Rückgang der Nettoinvestitionen, die mit 178,3 Mio. Euro um 39,4 Mio. Euro bzw. 18,1 % unter dem Wert der Vergleichsperiode von 217,7 Mio. Euro lagen.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich in Höhe von 28,4 Mio. Euro war primär durch die im ersten Quartal 2010/11 durchgeführte Kapitalerhöhung der EVN AG in Höhe von 175,5 Mio. Euro, die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. an nicht beherrschende Anteile in Höhe von 33,7 Mio. Euro sowie die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 41,6 Mio. Euro geprägt.

In Summe resultierte daraus für die ersten drei Quartale 2010/11 ein positiver Cash Flow von 67,0 Mio. Euro (Vorjahr: –0,9 Mio. Euro), wodurch sich die liquiden Mittel auf 156,0 Mio. Euro erhöhten (Vorjahr: 112,6 Mio. Euro). Darüber hinaus wurden zum Stichtag zusätzlich 346,0 Mio. Euro (30. September 2010: 223,8 Mio. Euro) in kurzfristigen Wertpapieren – überwiegend Cashfonds – gehalten, die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind.

Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2010/11 verzeichnete die EVN gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 30. September 2010 einen Anstieg der Bilanzsumme um 567,4 Mio. Euro bzw. 8,4 % auf 7.298,6 Mio. Euro.

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 371,2 Mio. Euro bzw. um 6,5 % auf 6.113,4 Mio. Euro, womit sich ihr Anteil am Gesamtvermögen auf 83,8 % beläuft (30. September 2010: 85,3 %). Verantwortlich für die Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte waren unter anderem die Erhöhung der Wertansätze für die at Equity einbezogenen Unternehmenswerte aufgrund der Kapitalzuschüsse im Zusammenhang mit den Kraftwerksprojekten Walsum, Ashta und Devoll sowie der Teilnahme der EVN AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG, wodurch diese Bilanzposition um 110,2 Mio. Euro bzw. 15,0 % auf 844,1 Mio. Euro anwuchs. Zudem kam es in den sonstigen Beteiligungen zu einem Anstieg, der primär durch die positive Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG geprägt war. Im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag erhöhten sich die Beteiligungsansätze um 148,6 Mio. Euro bzw. 13,8 % auf 1.226,3 Mio. Euro.

Bilanzstruktur in %

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 196,2 Mio. Euro bzw. 19,8 % auf 1.185,3 Mio. Euro, wodurch sich ihr Anteil am Gesamtvermögen von 14,7 % auf 16,2 % erhöhte. Hauptverantwortlich dafür war der Anstieg des Wertpapierstands sowie der liquiden Mittel. Die durch die Kapitalerhöhung der EVN AG vereinnahmten Finanzmittel von 175,5 Mio. Euro und die Mittel aus dem operativen Cash Flow erhöhten den Bestand der kurzfristigen Wertpapiere um 122,3 Mio. Euro auf 346,0 Mio. Euro sowie der liquiden Mittel um 76,6 Mio. Euro auf 200,1 Mio. Euro.

Das Eigenkapital erhöhte sich durch die im Zuge der Kapitalerhöhung der EVN AG zugeflossenen Eigenmittel, das erzielte Ergebnis nach Ertragsteuern und die erfolgsneutral erfasste positive Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG trotz der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Summe um 462,8 Mio. Euro bzw. 15,3 % auf 3.488,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2011 verbesserte sich im Vergleich zum 30. September 2010 von 44,9 % auf 47,8 %. Bei einer Nettoverschuldung von 1.249,5 Mio. Euro errechnet sich ein Gearing von 35,8 %, was einem Rückgang um 11,4 Prozentpunkte entspricht.

Die langfristigen Schulden wurden um 95,9 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 2.768,5 Mio. Euro reduziert. Dafür ausschlaggebend waren die Umgliederung der im Dezember 2011 rückzahlbaren endfälligen EUR-Anleihe zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 258,2 Mio. Euro sowie die Verlängerung eines ursprünglich am 28. Februar 2011 fälligen Kredits in der Höhe von 170,8 Mio. Euro und die damit einhergehende Zuordnung zu den langfristigen Schulden. Die ebenfalls in den langfristigen Schulden enthaltenen latenten Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich um 37,2 Mio. Euro bzw. 16,4 % auf 264,3 Mio. Euro. Maßgeblich dafür verantwortlich ist die Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG.

Die kurzfristigen Schulden stiegen um 200,5 Mio. Euro bzw. 23,8 % auf 1.042,0 Mio. Euro an. Die bereits erwähnten Umgliederungen der EUR-Anleihe und des verlängerten Kredits führten per Saldo zu einem Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 118,4 Mio. Euro bzw. 57,7 % auf 323,7 Mio. Euro. Die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten stiegen um 82,0 Mio. Euro auf 145,0 Mio. Euro und die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 64,7 Mio. Euro bzw. 57,2 % auf 177,9 Mio. Euro. Die Lieferverbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen gingen hingegen zurück.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst die Unternehmensbereiche Energiegeschäft, Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden Inhalt, Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen und operative Entwicklung der sechs Segmente beschrieben.

Aufgrund von Neuzuordnungen wurden drei Tochtergesellschaften, die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnet waren, in andere Segmente umgegliedert: Die Ergebnisse der first facility GmbH sowie der Allplan Gesellschaft m.b.H. werden dem Segment Energiehandel und -vertrieb zugerechnet. Die Ergebnisse der V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. sind nun im Segment Netzinfrastruktur Inland abgebildet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund Unwesentlichkeit nicht angepasst.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen sowie erneuerbaren Energien an
österreichischen und internationalen Standorten
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV
und Telekommunikation
Energiehandel und
-vertrieb
Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf
von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten,
Wärmeproduktion und -verkauf
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und
Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Errichtung und
Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung in
Österreich sowie internationales Projektgeschäft
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Stromerzeugung 2.655 3.001 –11,5 570 460 23,9
Wärmekraftwerke1) 1.778 2.098 –15,3 304 141
Erneuerbare Energie2) 878 903 –2,8 268 318 –15,7
Netzabsatz
Strom 16.298 15.954 2,2 4.669 4.543 2,8
Gas3) 14.264 16.276 –12,4 2.373 2.836 –16,3
Energieverkauf an Endkunden
Strom 15.763 15.444 2,1 4.472 4.369 2,4
davon Zentral- und Westeuropa4) 5) 5.507 5.335 3,2 1.642 1.633 0,6
davon Südosteuropa 10.257 10.109 1,5 2.831 2.735 3,5
Gas 6.160 6.254 –1,5 608 858 –29,1
Wärme 1.640 1.580 3,8 269 300 –10,3
davon Zentral- und Westeuropa4) 1.422 1.343 5,9 246 276 –10,9
davon Südosteuropa 218 238 –8,2 23 26 –11,5

1) Beinhaltet auch Cogeneration in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

2) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie ein Blockheizkraftwerk am Standort Kurjanovo, Moskau, im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

3) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN.

4) Zentral- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland. 5) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste.

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien.

Die Umsätze des Segments beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umsätze und zu einem geringeren Anteil Außenumsätze, die vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft resultieren. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG und der Strombezugsrechte aus Donaukraftwerken wird der Optionswert als konzerninterner Umsatz abgebildet. Der Optionswert ist im Wesentlichen jener Preis, den das Segment Erzeugung für die Benützung der Erzeugungskapazitäten durch das Segment Energiehandel und -vertrieb im Gegenzug für den Verkauf der erzeugten Energie erhält. Die Berechnung erfolgt im Vorhinein anhand der geplanten Erzeugung auf Basis von Forward-Preisen und der geplanten Einsatzkosten. Die aktuelle Eigenerzeugungsmenge lässt daher generell nur bedingt Rückschlüsse auf die Ergebnisentwicklung zu. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.

Kennzahlen 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Stromerzeugung1) 2.384 2.769 –13,9 509 409 24,4
davon Wärmekraftwerke 1.641 1.948 –15,8 280 116
davon erneuerbare Energie 742 821 –9,6 228 294 –22,4
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 18,8 18,2 3,5 6,4 3,9 64,0
Innenumsatz 49,4 73,0 –32,3 13,0 17,7 –26,6
Gesamtumsatz 68,2 91,1 –25,2 19,4 21,6 –10,3
Operativer Aufwand –49,4 –39,2 –26,0 –18,1 –14,4 –25,0
EBITDA 18,8 51,9 –63,8 1,4 7,2 –81,1
Abschreibungen –18,0 –28,1 36,0 –6,0 –5,8 –4,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 0,8 23,8 –96,6 –4,7 1,4
Finanzergebnis –7,9 –4,5 –73,6 –4,7 –3,2 –46,2
Ergebnis vor Ertragsteuern –7,1 19,3 –9,3 –1,8
Gesamtvermögen 542,7 445,3 21,9 542,7 445,3 21,9
Investitionen2) 43,9 39,6 10,9 18,4 1,3

1) Die Vorjahreswerte wurden aufgrund einer geänderten Darstellung dementsprechend angepasst.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Stromerzeugung der EVN sank in den ersten drei Quartalen 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 % auf 2.384 GWh. Zurückzuführen ist dies einerseits auf die Minderung der Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken um 15,8 % auf 1.641 GWh und andererseits auf den Rückgang der Produktion im Bereich erneuerbarer Energie um 9,6 % auf 742 GWh aufgrund des deutlich geringeren Wasserdargebots.

In den ersten drei Quartalen 2010/11 wurden auf Konzernebene 16,8 % (Vorjahr: 19,4 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt. Darin enthalten sind auch Erzeugungskapazitäten der Segmente Energiehandel und -vertrieb, Energieversorgung Südosteuropa und Umwelt. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa lag der Deckungsgrad bei 48,2 % (Vorjahr: 56,2 %).

In der Berichtsperiode lagen die Umsatzerlöse des Segments Erzeugung mit 68,2 Mio. Euro um 25,2 % unter dem Vergleichswert. Neben dem Rückgang der Produktion wurde diese Entwicklung wesentlich durch die im Zeitraum der Berechnung des Optionswerts für die Kraftwerke vorherrschenden ungünstigen Marktpreise beeinflusst, die zu einer deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse aus thermischer Erzeugung führten.

Der operative Aufwand erhöhte sich in der Berichtsperiode vor allem aufgrund gestiegener Personalaufwendungen und höherer Rechts- und Beratungsaufwendungen sowie sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Dies führte zu einem Rückgang des EBITDA um 63,8 % auf 18,8 Mio. Euro. Das EBIT lag mit 0,8 Mio. Euro um 96,6 % unter dem Vorjahreswert, wobei in der Vergleichs periode ein Einmaleffekt aus der Wertminderung beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Rückgang im Finanzergebnis verstärkte die negative operative Entwicklung und führte zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von –7,1 Mio. Euro.

In den ersten drei Quartalen 2010/11 wurde das Investitionsvolumen um 4,3 Mio. Euro bzw. 10,9 % auf 43,9 Mio. Euro erhöht. Die Schwerpunkte bildeten die Revitalisierungsarbeiten am Wasserkraftwerk Schütt und der Bau des Kleinwasserkraftwerks Schaldorf. Das Kleinwasserkraftwerk Schütt wurde in der Berichtsperiode fertiggestellt und versorgt nun mit einer Kapazität von rund 2 MW etwa 2.700 Haushalte mit umweltfreundlicher Energie. Die Investitionskosten beliefen sich auf 9,5 Mio. Euro. Im Februar 2011 wurde mit dem Neubau des Kleinwasserkraftwerks Schaldorf begonnen, das mit einer Kapazität von 1 MW rund 1.500 Haushalte mit Strom versorgen wird. Die Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2012 geplant.

Seit seiner Fertigstellung Anfang Juli 2011 speist der Windpark Markgrafneusiedl mit einer Gesamtkapazität von 18 MW Strom für rund 12.000 Haushalte ins Netz ein. Das Investitionsvolumen belief sich auf 30,0 Mio. Euro. In Tattendorf werden acht Windräder mit einer Gesamtkapazität von 16 MW errichtet, womit rund 10.000 Haushalte versorgt werden. Die Inbetriebnahme ist für den Spätherbst 2011 vorgesehen, und die Investitionskosten betragen rund 27,0 Mio. Euro.

Ende Juli 2011 wurde in Trastikovo, Bulgarien, der größte Photovoltaikpark der EVN mit einer Gesamtkapazität von rund 2 MWp in Betrieb genommen, wofür in Summe 5,0 Mio. Euro investiert wurden.

Netzinfrastruktur Inland

Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland. Die bisher at Equity einbezogene NÖKOM wurde seit dem Erwerb der restlichen 50,0 % der Anteile an der Gesellschaft im Dezember 2010 als vollkonsolidiertes Unternehmen abgebildet. In weiterer Folge fand im März 2011 die Verschmelzung der NÖKOM mit der Kabelsignal AG statt. Die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnete Tochtergesellschaft V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. wird in diesem Segment abgebildet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund Unwesentlichkeit nicht angepasst. Darüber hinaus erbringt das Segment Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten –, die als konzerninterne Umsätze abgebildet sind.

Kennzahlen 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Netzabsatz
Strom 5.934 5.773 2,8 1.802 1.788 0,8
Gas 14.264 16.276 –12,4 2.373 2.836 –16,3
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 359,6 347,8 3,4 89,8 89,8
Innenumsatz 34,5 41,3 –16,6 11,4 11,6 –2,0
Gesamtumsatz 394,1 389,1 1,3 101,2 101,4 –0,2
Operativer Aufwand –211,7 –217,4 2,6 –71,2 –68,4 –4,1
EBITDA 182,4 171,8 6,2 30,0 33,1 –9,1
Abschreibungen –72,4 –70,1 –3,4 –23,9 –22,9 –4,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 110,0 101,7 8,1 6,1 10,2 –39,8
Finanzergebnis –8,2 –9,6 14,2 –3,2 –3,3 0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 101,8 92,1 10,5 2,9 6,9 –58,3
Gesamtvermögen 1.619,6 1.589,5 1,9 1.619,6 1.589,5 1,9
Investitionen1) 79,1 78,4 0,9 40,0 33,2 20,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2011 wurden die Stromnetztarife um durchschnittlich 1,0 % (per 1. Jänner 2010 Senkung um 2,0 %) und die Gasnetztarife um durchschnittlich 10,6 % erhöht (per 1. Jänner 2010 Erhöhung um 8,2 %).

In den ersten drei Quartalen 2010/11 entwickelte sich der Netzabsatz gegenläufig: Während der Stromnetzabsatz aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung im Vergleich zur Vorjahresperiode einen Anstieg von 161 GWh bzw. 2,8 % auf 5.934 GWh verzeichnete, führte im Gasnetzbereich vor allem ein deutlich niedrigerer Absatz an die eigenen Wärmekraftwerke zu einer Verringerung um 2.012 GWh bzw. 12,4 % auf 14.264 GWh.

Die Erhöhung des Stromnetzabsatzes und die Tarifanpassung im Gasnetz konnten die rückläufige Entwicklung des Gasnetzabsatzes mehr als kompensieren und führten zu einem leichten Anstieg der Netzerlöse um 5,9 Mio. Euro bzw. 1,9 % auf 318,2 Mio. Euro. Trotz der Umsatzrückgänge im Kabel-TV- und Telekombereich verzeichnete das Segment in Summe einen Anstieg der Umsatzerlöse um 4,9 Mio. Euro bzw. 1,3 % auf 394,1 Mio. Euro.

In den ersten drei Quartalen 2010/11 konnten die operativen Aufwendungen im Vergleich zur Vorperiode um 5,7 Mio. Euro bzw. 2,6 % auf –211,7 Mio. Euro reduziert werden. Dies ist vor allem auf höhere sonstige betriebliche Erträge und niedrigere Personalaufwendungen zurückzuführen. Daraus resultiert ein EBITDA, das mit 182,4 Mio. Euro um 10,6 Mio. Euro bzw. 6,2 % über dem Vorjahresniveau lag. Unter Berücksichtigung höherer Abschreibungen wurde ein Anstieg des EBIT um 8,3 Mio. Euro bzw. 8,1 % auf 110,0 Mio. Euro verzeichnet.

Das Finanzergebnis profitierte von einem höheren Beteiligungsergebnis. In Summe führte dies zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 101,8 Mio. Euro, was einem Anstieg von 9,6 Mio. Euro bzw. 10,5 % entspricht.

Die Investitionen im Segment Netzinfrastruktur Inland lagen in der Berichtsperiode mit 79,1 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro bzw. 0,9 % über dem Wert der Vergleichsperiode. Im Mittelpunkt der Aktivitäten standen, neben dem weiteren Netzausbau zur Erhöhung der Versorgungssicherheit, die Bauarbeiten zu den Erdgastransportleitungen "Süd- und Westschiene". Im dritten Quartal 2010/11 konnte der Bau der insgesamt 120 km langen "Südschiene" abgeschlossen werden, wofür in der Berichtsperiode 10,3 Mio. Euro investiert wurden. Im zweiten Quartal 2010/11 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für den Bau der 143 km langen Erdgashochdruckleitung "Westschiene" begonnen. Erste Teilobjekte wurden bereits fertig gestellt; die Investitionen in den ersten drei Quartalen 2010/11 betrugen 8,7 Mio. Euro. Im Kabel-TV- und Telekombereich wurden insgesamt 8,4 Mio. Euro in Netzverdichtungen und -erneuerungen investiert.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst vorwiegend am österreichischen Heimmarkt die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf. Das Facility Management der 100 %-Tochtergesellschaft first facility GmbH sowie die Allplan Gesellschaft m.b.H., die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnet waren, werden in diesem Segment dargestellt. Die Vorjahreswerte werden aufgrund Unwesentlichkeit nicht angepasst.

Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.

Kennzahlen 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 5.507 5.335 3,2 1.642 1.633 0,6
Gas 6.160 6.254 –1,5 608 858 –29,1
Wärme 1.422 1.343 5,9 246 276 –10,9
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 915,2 945,3 –3,2 192,5 198,8 –3,1
Innenumsatz 37,4 36,7 2,0 11,7 11,2 3,9
Gesamtumsatz 952,6 982,0 –3,0 204,2 210,0 –2,8
Operativer Aufwand –846,6 –910,4 7,0 –183,0 –218,2 16,1
EBITDA 106,0 71,6 48,1 21,2 –8,1
Abschreibungen –10,2 –9,3 –9,2 –3,4 –3,2 –6,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 95,8 62,3 53,9 17,8 –11,3
Finanzergebnis 6,2 7,1 –12,6 –2,5 –0,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 102,0 69,3 47,1 15,3 –12,2
Gesamtvermögen 636,5 702,3 –9,4 636,5 702,3 –9,4
Investitionen1) 9,3 11,8 –21,4 4,3 5,2 –16,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Der Energieverkauf an Endkunden war in den ersten drei Quartalen 2010/11 geprägt von höheren Strom- und Wärmeabsatzmengen. Der Stromverkauf an Endkunden stieg um 172 GWh bzw. 3,2 % auf 5.507 GWh. Dies ist vor allem auf die positive konjunkturelle Entwicklung sowie auf die Ausweitung der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des österreichischen Versorgungsgebiets der EVN zurückzuführen. Trotz des kalten Winters im heimischen Versorgungsgebiet ging der Gasabsatz leicht um 94 GWh bzw. 1,5 % auf 6.160 GWh zurück. Der Wärmeverkauf an Endkunden stieg um 79 GWh bzw. 5,9 %, vor allem aufgrund gestiegener Dampflieferungen an die Bioethanolanlage der AGRANA AG und eines höheren Absatzes an die Fernwärmetransportleitung nach St. Pölten.

Trotz der Absatzsteigerungen und des erstmaligen Einbezugs der first facility GmbH in diesem Segment reduzierten sich die Umsatzerlöse in der Berichtsperiode um 29,4 Mio. Euro bzw. 3,0 % auf 952,6 Mio. Euro. Der Rückgang der Vermarktungserlöse im Kraftwerksbereich aufgrund rückläufiger Erzeugungsmengen und der negativen Strompreisentwicklung sowie die Senkung der Endkundenpreise im Gasbereich um 7,0 % per 1. Dezember 2009 wirkten den Absatzsteigerungen sowie der Erhöhung der Endkundenpreise im Gasbereich um 8,9 % per 1. April 2011 entgegen.

Die operativen Aufwendungen konnten um 63,8 Mio. Euro bzw. 7,0 % reduziert werden. Die mengenbedingte Kostensteigerung im Strom- und Wärmebereich, die höheren Gasbezugspreise sowie höhere Personalaufwendungen im Wesentlichen aufgrund des erstmaligen Einbezugs der first facility GmbH wurden durch geringere Strombeschaffungs- und Primärenergiekosten sowie durch den reduzierten Einsatz der eigenen Wärmekraftwerke mehr als kompensiert. Unter Berücksichtigung leicht gestiegener Abschreibungen konnte ein deutlicher Anstieg des EBIT um 33,5 Mio. Euro bzw. 53,9 % auf 95,8 Mio. Euro verzeichnet werden.

Das Finanzergebnis lag trotz eines leicht höheren Beteiligungsergebnisses aufgrund des geringeren Zinsergebnisses mit 6,2 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro bzw. 12,6 % unter dem Vorjahreswert. Daraus resultiert ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 102,0 Mio. Euro, was einem Anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 32,7 Mio. Euro bzw. 47,1 % entspricht.

Nach der Fertigstellung der Fernwärmetransportleitung nach St. Pölten in der Vergleichsperiode gingen die Investitionen in den ersten drei Quartalen 2010/11 um 2,5 Mio. Euro bzw. 21,4 % auf 9,3 Mio. Euro zurück. Die Investitionsschwerpunkte lagen im weiteren Ausbau der Wärmenetze.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.

Kennzahlen 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
Netzabsatz Strom1) 10.363 10.181 1,8 2.866 2.755 4,0
Wärmeverkauf an Endkunden 218 238 –8,2 23 26 –11,5
Finanzkennzahlen
Mio. EUR
Außenumsatz 634,8 687,5 –7,7 177,2 190,8 –7,1
Innenumsatz
Gesamtumsatz 634,8 687,5 –7,7 177,2 190,8 –7,1
Operativer Aufwand –585,3 –636,1 8,0 –172,5 –181,2 4,8
EBITDA 49,6 51,4 –3,6 4,7 9,6 –51,0
Abschreibungen –62,1 –46,5 –33,6 –14,6 –14,9 2,0
Operatives Ergebnis (EBIT) –12,5 5,0 –9,9 –5,3 –85,8
Finanzergebnis –14,0 –14,3 1,6 –5,8 –3,0 –94,4
Ergebnis vor Ertragsteuern –26,6 –9,3 –15,7 –8,3 –88,9
Gesamtvermögen 1.125,7 1.077,5 4,5 1.125,7 1.077,5 4,5
Investitionen2) 78,6 77,4 1,4 28,2 30,6 –7,7

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Per 1. Juli 2010 hat der Regulator in Bulgarien die Endkundenpreise um etwa 2,0 % und die Preise für bezogene Energie sowie jene für Übertragung und System Operator um insgesamt etwa 8,0 % erhöht. Eine Änderung in der Tarifierung führte zu einer geänderten Darstellung der Preiskomponenten im Zusammenhang mit dem Hochspannungsnetz, die nicht mehr bei der EVN berücksichtigt werden. Daraus resultiert eine Kürzung der Umsatzerlöse und der Beschaffungskosten. Der Effekt daraus belief sich in den ersten drei Quartalen 2010/11 auf rund 74,5 Mio. Euro, hatte jedoch keine Auswirkung auf das Ergebnis.

In Mazedonien hat der Regulator nach dem 1. Jänner 2010 (Preiserhöhung um 10,0 % – EVN Macedonia 5,1 %) neuerlich per 1. März 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreise um 5,5 % genehmigt (EVN Macedonia 4,9 %).

In Bulgarien konnte in den ersten drei Quartalen 2010/11 vor allem aufgrund der konjunkturellen Erholung und trotz eines milderen Winters ein leichter Anstieg des Stromnetzabsatzes erzielt werden. Der Wärmeabsatz in Bulgarien ging um 20 GWh bzw. 8,2 % auf 218 GWh zurück. In Mazedonien konnte infolge der kühleren Witterung in der Berichtsperiode der Stromnetzabsatz ebenfalls erhöht werden.

Die Umsatzerlöse des Segments gingen vorwiegend wegen der zuvor beschriebenen geänderten Darstellung der Tarifkomponenten in Bulgarien um 52,7 Mio. Euro bzw. 7,7 % auf 634,8 Mio. Euro zurück. Diesem Rückgang standen leicht höhere Absatzmengen im Strombereich sowie die Preiserhöhung in Mazedonien per 1. März 2011 gegenüber.

Der Rückgang der operativen Aufwendungen um 50,8 Mio. Euro bzw. 8,0 % auf 585,3 Mio. Euro war maßgeblich durch die geänderte Darstellung der Beschaffungskosten in Bulgarien sowie rückläufige Personalaufwendungen und Forderungsabschreibungen in Mazedonien bedingt. Demgegenüber standen höhere Rechts- und Beratungsaufwendungen und gestiegene Energiebeschaffungskosten vor allem aufgrund höherer Netzverluste in Mazedonien. Per Saldo verringerte sich das EBITDA um 1,8 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 49,6 Mio. Euro. Aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen im Wärmebereich durch den bulgarischen Regulator wurden in der Berichtsperiode der Firmenwert der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,2 Mio. Euro sowie Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro außerordentlich abgeschrieben. Darüber hinaus wurde der Kraftwerksstandort in Plovdiv in Höhe von 6,6 Mio. Euro abgewertet, da aufgrund der Verzögerung der Marktliberalisierung am Strommarkt nicht mit der ursprünglich geplanten Errichtung eines Gaskraftwerks begonnen wird. Daraus resultiert in Summe ein EBIT in Höhe von –12,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis lag in der Berichtsperiode mit –14,0 Mio. Euro um 0,3 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Diese Entwicklungen führten zu einem Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern um –17,3 Mio. Euro auf –26,6 Mio. Euro.

In den ersten drei Quartalen 2010/11 wurden die Investitionen im Vergleich zur Vorperiode um 1,2 Mio. Euro bzw. 1,4 % auf 78,6 Mio. Euro erhöht. Im Mittelpunkt standen hierbei weiterhin der Ausbau der Netzinfrastruktur und der Austausch von Zählern, um die Versorgungssicherheit und -qualität zu verbessern und Netzverluste nachhaltig zu reduzieren. Zudem wurden die Bau- und Montagearbeiten an der neuen Cogeneration-Anlage am Fernwärmestandort TEZ Plovdiv mit einer Stromkapazität von 54 MW und einer Wärmekapazität von 50 MW weitgehend abgeschlossen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant. Die Gesamtinvestitionen werden etwa 50,0 Mio. Euro betragen.

Am 12. April 2011 fand in Zadar, Kroatien, der Spatenstich für den Bau von Gasnetzen statt. Schrittweise wird die Gasversorgung für die Gespanschaften Zadar, Sibenik und Split realisiert, wodurch nach Fertigstellung insgesamt rund 130.000 Kunden mit Erdgas versorgt werden können. In der ersten Phase werden in Zadar 25 km Hoch- und Mitteldruckleitungen errichtet.

Umwelt

Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 16 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Finanzkennzahlen Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Außenumsatz 230,5 165,2 39,5 67,5 68,7 –1,6
Innenumsatz 13,2 12,1 8,8 4,4 4,8 –8,6
Gesamtumsatz 243,7 177,3 37,4 71,9 73,4 –2,1
Operativer Aufwand –198,8 –151,5 –31,2 –59,0 –58,6 –0,7
EBITDA 44,9 25,8 74,0 12,9 14,9 –13,2
Abschreibungen –18,8 –17,7 –6,2 –6,3 –6,2 –1,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 26,1 8,1 6,6 8,6 –23,8
Finanzergebnis 8,1 14,1 –42,6 2,6 3,2 –19,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 34,2 22,2 53,9 9,1 11,8 –22,5
Gesamtvermögen 1.438,6 1.208,5 19,0 1.438,6 1.208,5 19,0
Investitionen1) 38,3 45,6 –16,0 10,4 10,2 1,1

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Umsatzerlöse des Segments Umwelt lagen in der Berichtsperiode mit 243,7 Mio. Euro um 66,4 Mio. Euro bzw. 37,4 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung durch die gestiegenen Umsatzbeiträge der Natriumhypochlorit- und Müllverbrennungsanlage in Moskau. Weiters erhöhten sich die Umsätze der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr sowie aus der heimischen Wasserversorgung.

Die Erhöhung der operativen Aufwendungen um 47,3 Mio. Euro bzw. 31,2 % auf 198,8 Mio. Euro ist vorwiegend auf gestiegene Material- und Betriebsaufwendungen sowie höhere Personalaufwendungen aufgrund der verstärkten Projekttätigkeit zurückzuführen. Das operative Ergebnis der Vergleichsperiode wurde zudem durch eine Forderungsabschreibung in Höhe von 3,9 Mio. Euro belastet.

Bedingt durch diese Entwicklungen stieg das EBITDA um 19,1 Mio. Euro bzw. 74,0 % auf 44,9 Mio. Euro. Die leicht gestiegenen Abschreibungen in Höhe von 18,8 Mio. Euro sind primär auf den Abschluss zweier Projekte – die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die Linie 3 und die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo, Moskau – im Geschäftsjahr 2009/10 zurückzuführen. Durch das deutliche Umsatzplus und die moderat gestiegenen Aufwendungen erzielte das Segment Umwelt eine markante Verbesserung des operativen Ergebnisses um 18,0 Mio. Euro auf 26,1 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis sank gegenüber der Vergleichsperiode um 6,0 Mio. Euro bzw. 42,6 % auf 8,1 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies auf einen geringeren Zinssaldo aufgrund gesunkener Leasingzahlungen im Projektgeschäft und geringere Ergebnisbeiträge der Abwasserbehandlungsanlage in Zagreb. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verbesserte sich um 12,0 Mio. Euro bzw. 53,9 % auf 34,2 Mio. Euro.

Die Investitionen reduzierten sich um 7,3 Mio. Euro bzw. 16,0 % auf 38,3 Mio. Euro. Die oben erwähnten Abschlüsse prägten das hohe Investitionsniveau im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen 2010/11 lag der Schwerpunkt bei der Errichtung des Blockheizkraftwerks mit einer Kapazität von 13,5 MW in Moskau auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy.

Bei den Aufträgen im internationalen Umweltgeschäft liegt der Fokus derzeit in der Abwicklung bestehender Großprojekte. Die beiden Abwasserbehandlungsanlagen auf Zypern befinden sich kurz vor der Inbetriebnahme. Im August 2011 fand der Spatenstich bei den Kläranlagen in Gherla und Huedin in Rumänien statt.

In Österreich erfolgte Anfang Mai 2011 der Spatenstich für die 5,5 km lange überregionale Wasser-Transportleitung vom Marchfeld ins östliche Weinviertel. Die Fertigstellung ist noch im Jahr 2011 geplant.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an der RAG, BEGAS, BEWAG und der VERBUND AG. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN Gruppe erbringen. Die bis zum ersten Quartal 2010/11 diesem Segment zugeordneten Tochtergesellschaften first facility GmbH, V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. und Allplan Gesellschaft m.b.H. werden anderen Segmenten zugeordnet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund Unwesentlichkeit nicht angepasst.

Finanzkennzahlen Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Außenumsatz 4,7 18,8 –75,1 0,4 5,7 –92,7
Innenumsatz 44,6 46,7 –4,5 15,5 15,3 1,6
Gesamtumsatz 49,3 65,5 –24,8 15,9 21,0 –24,1
Operativer Aufwand –55,2 –70,9 22,2 –15,4 –24,4 36,6
EBITDA –5,9 –5,4 –8,5 0,5 –3,3
Abschreibungen –1,2 –1,3 13,0 –0,4 –0,5 18,1
Operatives Ergebnis (EBIT) –7,1 –6,8 –4,3 0,1 –3,8
Finanzergebnis 80,5 80,6 –0,2 26,2 7,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 73,4 73,8 –0,6 26,4 3,7
Gesamtvermögen 3.276,3 2.632,2 24,5 3.276,3 2.632,2 24,5
Investitionen1) 1,0 0,7 37,3 0,3 0,4 –30,4

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Der Umsatzrückgang um 16,2 Mio. Euro bzw. 24,8 % auf 49,3 Mio. Euro ist großteils auf die erwähnte Umgliederung von Tochtergesellschaften in andere Segmente zurückzuführen. Dies gilt auch für die Entwicklung der Materialaufwendungen sowie des Personal aufwands. Das EBITDA wurde weiters durch höhere Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Kapitaler höhung der EVN AG sowie einen höheren Werbeaufwand beeinflusst und verringerte sich um 0,5 Mio. Euro bzw. 8,5 % auf –5,9 Mio. Euro. Trotz leicht geringerer Abschreibungen fiel das EBIT um 0,3 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf –7,1 Mio. Euro.

Das für dieses Segment maßgebliche Finanzergebnis lag mit 80,5 Mio. Euro um 0,1 Mio. Euro bzw. 0,2 % leicht unter dem Wert der Vergleichsperiode. Das Beteiligungsergebnis blieb mit 80,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das vor allem durch die geringere Ausschüttung der VERBUND AG reduzierte Ergebnis aus anderen Beteiligungen konnte durch das höhere Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen, im Wesentlichen der RAG und der BEWAG, kompensiert werden.

Dem rückläufigen Zinsergebnis stand ein leicht höheres sonstiges Finanzergebnis in der Berichtsperiode gegenüber. Das Zinsergebnis verringerte sich um 1,5 Mio. Euro bzw. 68,7 % auf 0,7 Mio. Euro. Der Anstieg im sonstigen Finanz ergebnis um 1,1 Mio. Euro bzw. 50,4 % auf –1,1 Mio. Euro resultierte vorwiegend aus Kurswertänderungen.

Diese Entwicklungen führten zu einem leicht rückläufigen Ergebnis vor Ertragsteuern von 73,4 Mio. Euro (Vorjahr: 73,8 Mio. Euro).

Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34

Bilanz

Veränderung
Mio. EUR 30.6.2011 30.9.2010 absolut in % 30.9.2009
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 351,2 361,0 –9,8 –2,7 365,2
Sachanlagen 2.882,6 2.818,2 64,4 2,3 2.653,1
At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen 844,1 734,0 110,2 15,0 712,5
Sonstige Beteiligungen 1.226,3 1.077,8 148,6 13,8 1.409,7
Aktive latente Steuern 11,6 6,5 5,1 78,8 1,2
Übrige Vermögenswerte 797,6 744,8 52,8 7,1 619,5
6.113,4 5.742,1 371,2 6,5 5.761,2
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 121,7 135,7 –14,0 –10,3 137,3
Forderungen 517,4 506,0 11,4 2,2 579,7
Wertpapiere 346,0 223,8 122,3 54,6 86,7
Liquide Mittel 200,1 123,5 76,6 62,0 130,5
1.185,3 989,1 196,2 19,8 934,2
Summe Aktiva 7.298,6 6.731,2 567,4 8,4 6.695,4
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 300,0 30,0 10,0 300,0
Kapitalrücklagen 253,7 108,3 145,5 108,4
Gewinnrücklagen 1.942,8 1.808,0 134,9 7,5 1.661,4
Bewertungsrücklage gem. IAS 39 626,4 473,8 152,6 32,2 725,4
Währungsumrechnungsrücklage 2,6 –3,5 6,1 –3,4
Eigene Aktien –7,0 –7,0 –8,0
Anteile der Aktionäre der EVN AG 3.148,6 2.679,5 469,1 17,5 2.783,8
Nicht beherrschende Anteile 339,5 345,7 –6,2 –1,8 343,4
3.488,1 3.025,3 462,8 15,3 3.127,2
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.585,9 1.726,4 –140,5 –8,1 1.702,5
Latente Steuerverbindlichkeiten 264,3 227,1 37,2 16,4 307,1
Langfristige Rückstellungen 440,2 450,0 –9,7 –2,2 444,8
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 427,1 397,9 29,2 7,3 379,1
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 51,0 63,1 –12,1 –19,2 90,2
2.768,5 2.864,5 –95,9 –3,3 2.923,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 323,7 205,2 118,4 57,7 17,0
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 145,0 63,0 82,0 58,7
Lieferantenverbindlichkeiten 300,7 339,3 –38,7 –11,4 328,7
Kurzfristige Rückstellungen 94,7 120,6 –26,0 –21,5 83,6
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 177,9 113,2 64,7 57,2 156,5
1.042,0 841,5 200,5 23,8 644,5
Summe Passiva 7.298,6 6.731,2 567,4 8,4 6.695,4

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.163,6 2.182,8 –0,9 533,9 557,7 –4,3
Sonstige betriebliche Erträge1) 59,5 50,9 17,1 24,3 18,3 32,6
Fremdstrombezug und Energieträger –1.209,0 –1.301,0 7,1 –278,9 –324,9 14,2
Material- und Betriebsaufwand –260,5 –199,6 –30,5 –80,5 –79,9 –0,7
Personalaufwand –243,8 –247,7 1,6 –83,6 –85,8 2,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen –115,5 –119,7 3,5 –45,1 –32,7 –37,9
EBITDA 394,4 365,7 7,9 70,2 52,7 33,1
Abschreibungen –181,2 –171,5 –5,6 –54,2 –53,0 –2,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 213,2 194,1 9,8 16,0 –0,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen 69,4 41,0 69,3 23,7 11,2
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 25,5 53,8 –52,6 0,9 0,7 25,7
Zinserträge 27,8 29,3 –5,1 8,8 9,6 –8,3
Zinsaufwendungen –58,0 –51,5 –12,5 –20,1 –17,9 –12,5
Sonstiges Finanzergebnis –2,9 –0,5 –0,9 –3,3 –72,6
Finanzergebnis 61,9 72,0 –14,1 12,3 0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 275,1 266,2 3,4 28,4 0,1
Ertragsteuern –40,1 –48,0 16,5 5,1 2,2
Ergebnis nach Ertragsteuern 235,0 218,1 7,7 33,5 2,3
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 27,8 13,3 10,3 5,9 73,6
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 207,2 204,9 1,2 23,2 –3,6
Ergebnis je Aktie in EUR2) 1,17 1,25 –6,4 0,13 –0,02

1) Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen werden seit dem 4. Quartal 2009/10 als Teil der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen;

die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

2) Verwässert ist gleich unverwässert.

Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
Veränderung
in %
2010/11
3. Quartal
2009/10
3. Quartal
Veränderung
in %
Ergebnis nach Ertragsteuern 235,0 218,1 7,7 33,5 2,3
Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern aus
Währungsdifferenzen 6,1 4,8 27,5 0,3 1,7 –84,7
Marktbewertung von Wertpapieren 148,4 –376,8 –54,2 –119,7 54,8
Cash Flow Hedges 19,0 22,6 –16,0 –11,9 4,5
at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen 27,0 –0,2 –4,4 –4,0 –9,3
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern 200,6 –349,6 –70,2 –117,4 40,2
darauf entfallende Ertragsteuern –41,9 88,6 16,5 28,5 –42,1
Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse nach Ertragsteuern 158,7 –261,0 –53,6 –88,9 39,7
Gesamtergebnis der Periode 393,7 –42,9 –20,1 –86,6 76,8
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 27,8 15,1 84,0 10,3 5,9 73,6
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 365,9 –58,0 –30,4 –92,5 67,1

Entwicklung des Eigenkapitals

Mio. EUR Anteile der Aktionäre
der EVN AG
Nicht beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.9.2009 2.783,8 343,4 3.127,2
Gesamtergebnis –58,0 15,1 –42,9
Dividende 2008/09 –60,3 –22,5 –82,8
Kapitaleinzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen 0,8 0,8
Stand 30.6.2010 2.665,5 336,7 3.002,3
Stand 30.9.2010 2.679,5 345,7 3.025,3
Kapitalerhöhung 175,5 175,5
Gesamtergebnis der Periode 365,9 27,8 393,7
Dividende 2009/10 –71,8 –33,7 –105,4
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges –0,6 –0,3 –0,9
Stand 30.6.2011 3.148,6 339,5 3.488,1

Geldflussrechnung

Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
absolut Veränderung
in %
2008/09
1. – 3. Quartal
Ergebnis vor Ertragsteuern 275,1 266,2 8,9 3,4 224,3
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 181,2 171,5 9,6 5,6 145,7
+ Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen 4,4 13,7 –9,3 –67,9 41,3
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 0,9 –0,4 1,3 7,2
– Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen –24,2 –24,2 –23,3
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen –9,7 –4,7 –5,0 5,3
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge –1,1 0,5 –1,5 0,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 426,6 422,5 4,1 1,0 400,4
– Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit 61,1 –81,1 142,3 –197,1
– Zahlungen für Ertragsteuern –22,0 –26,8 4,8 17,9 –8,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich 465,7 314,5 151,2 48,1 195,2
– Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie aus
Unternehmenserwerben
–178,3 –217,7 39,4 18,1 –221,7
–/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten –128,0 14,9 –142,9 –45,1
–/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen –120,9 –50,7 –70,2 –57,7
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –427,2 –253,7 –173,6 –68,5 –324,4
+ Kapitalerhöhung/Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen 175,5 0,8 174,7 3,8
– Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG –71,8 –60,3 –11,5 –19,0 –60,3
– Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile –33,7 –22,5 –11,2 –49,5 –35,0
– Erwerb eigener Anteile –3,3
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –41,6 20,3 –61,9 286,0
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich 28,4 –61,8 90,2 191,3
Cash Flow gesamt 67,0 –0,9 67,8 62,0
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 89,1 113,6 –24,5 –21,6 94,1
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 156,0 112,6 43,4 38,5 156,2

Segmentberichterstattung

I
Erzeugung
Netzinfrastruktur
I
Inland
Energiehandel und
I
-vertrieb
Energieversorgung
I
Südosteuropa
Segmentergebnis Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Außenumsatz 18,8 18,2 359,6 347,8 915,2 945,3 634,8 687,5
Innenumsatz 49,4 73,0 34,5 41,3 37,4 36,7
Gesamtumsatz 68,2 91,1 394,1 389,1 952,6 982,0 634,8 687,5
Operativer Aufwand –49,4 –39,2 –211,7 –217,4 –846,6 –910,4 –585,3 –636,1
EBITDA 18,8 51,9 182,4 171,8 106,0 71,6 49,6 51,4
Abschreibungen –18,0 –28,1 –72,4 –70,1 –10,2 –9,3 –62,1 –46,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 0,8 23,8 110,0 101,7 95,8 62,3 –12,5 5,0
Finanzergebnis –7,9 –4,5 –8,2 –9,6 6,2 7,1 –14,0 –14,3
Ergebnis vor Ertragsteuern –7,1 19,3 101,8 92,1 102,0 69,3 –26,6 –9,3
Gesamtvermögen 542,7 445,3 1.619,6 1.589,5 636,5 702,3 1.125,7 1.077,5
Investitionen1) 43,9 39,6 79,1 78,4 9,3 11,8 78,6 77,4
I Umwelt Strategische Beteiligungen
I
und Sonstiges
I
Konsolidierung
I
Summe
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1.–3. Quartal
Außenumsatz 230,5 165,2 4,7 18,8 2.163,6 2.182,8
Innenumsatz 13,2 12,1 44,6 46,7 –179,1 –209,8
Gesamtumsatz 243,7 177,3 49,3 65,5 –179,1 –209,8 2.163,6 2.182,8
Operativer Aufwand –198,8 –151,5 –55,2 –70,9 177,7 208,4 –1.769,2 –1.817,1
EBITDA 44,9 25,8 –5,9 –5,4 –1,4 –1,4 394,4 365,7
Abschreibungen –18,8 –17,7 –1,2 –1,3 1,4 1,4 –181,2 –171,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 26,1 8,1 –7,1 –6,8 213,2 194,1
Finanzergebnis 8,1 14,1 80,5 80,6 –2,7 –1,3 61,9 72,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 34,2 22,2 73,4 73,8 –2,7 –1,3 275,1 266,2
Gesamtvermögen 1.438,6 1.208,5 3.276,3 2.632,2 –1.340,8 –1.085,3 7.298,6 6.570,0
Investitionen1) 38,3 45,6 1,0 0,7 –3,7 –0,8 246,5 252,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2011 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpreta tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2009/10 (Bilanzstichtag: 30. September 2010) gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2010 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzel positionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten1)
Neue Interpretationen
IFRIC 15 Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien 1.1.2010
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 1.11.2009
IFRIC 18 Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden 1.11.2009
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente 1.7.2010
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 10 Ereignisse nach der Berichtsperiode 1.11.2009
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung 1.2.2010
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards 1.11.2009/1.1/ 1.7.2010
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 1.1.2010
IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.11.2009
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 1.7.2010
IFRIC 4 Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält 1.1.2010
diverse Annual Improvements 2007–2010 1.1.2010/1.7.2010

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinen Kunden einen Vermögenswert bzw. die Finanzmittel für die Anschaffung oder Herstellung eines solchen erhält, um den Kunden im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauerhaften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschaffen. Bei EVN sind erhaltene Baukostenbeiträge zum Teil vom Anwendungsbereich des IFRIC 18 erfasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln der EVN stehen im Einklang mit IFRIC 18. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei EVN nicht in den Umsatzerlösen, sondern in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die neuen Interpretationen IFRIC 15, 17 und 19 sowie die erstmalige verpflichtende Anwendung geänderter Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte ist witterungsbedingt im Frühjahr. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2011 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 27 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2010: 26 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen). Unverändert zum letzten Bilanzstichtag wurden 35 verbundene Unternehmen aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll
konsolidiert
Quoten
konsolidiert
Equity
konsolidiert
Summe
30.9.2010 60 5 15 80
Neugründungen 1 1 2
Unternehmenserwerb 1 –1
Verschmelzung –1
30.6.2011 61 5 15 82
davon ausländische Unternehmen 34 5 39

Im ersten Quartal 2010/11 hat die EVN gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG, Wien, teilgenommen. Für diese Zwecke wurde ab dem ersten Quartal 2010/11 die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, als 100,0 %-Tochter der EVN vollkonsolidiert und die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, an der EVN 50,0 % der Anteile hält, at Equity einbezogen.

Mit Unterzeichnung des Anteilskaufvertrags am 23. Dezember 2010 erfolgte die Übernahme der restlichen 50,0 % der Geschäfts anteile an der bisher at Equity einbezogenen NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H, Maria Enzersdorf, (NÖKOM). NÖKOM erbringt Telekommunikationsdienstleistungen an den öffentlichen Bereich in Niederösterreich. In weiterer Folge fand mit dem Generalversammlungsbeschluss vom 28. März 2011 die Verschmelzung der NÖKOM mit der Konzerntochter Kabelsignal AG statt.

Folgende vorläufige Auswirkungen zum Fair Value ergeben sich durch den oben genannten Unternehmenserwerb und die damit verbundene Erstkonsolidierung auf die Konzern-Bilanz:

Summe Eigenkapital und Schulden 11,4
Kurzfristige Schulden 0,6
Langfristige Schulden 1,2
Eigenkapital 9,5
Summe Vermögenswerte 11,4
Kurzfristige Vermögenswerte 5,8
Langfristige Vermögenswerte 5,6
Auswirkungen des Unternehmenserwerbs1) Mio. EUR
30.6.2011

1) Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden keine Unternehmenserwerbe statt.

Die Auswirkungen aus dem Unternehmenserwerb im Konzern-Zwischenabschluss auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Ertragsteuern sind unwesentlich. Aus der Bewertung der bisher gehaltenen Eigentumsanteile (Altanteile) mit dem beizulegenden Zeitwert ergab sich ein Ergebniseffekt von +1,3 Mio. Euro, der im Ergebnis anteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen enthalten ist.

Am 22. Oktober 2010 erfolgte der Erwerb der restlichen 30,0 % an der EVN ENERTRAG Kavarna OOD, Plovdiv, Bulgarien, die bereits bisher als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurde. Die Gesellschaft wurde in EVN Kavarna EOOD umbenannt.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2010/11 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 246,5 Mio. Euro (Vorjahr: 252,8 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,4 Mio. Euro) veräußert.

Die Position at Equity einbezogene assoziierte Unternehmen erhöhte sich um 110,2 Mio. Euro bzw. 15,0 % auf 844,1 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte vor allem mit 89,9 Mio. Euro aus Zugängen im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für die Kraftwerksprojekte Ashta und Devoll in Albanien und Walsum in Deutschland sowie der Teilnahme an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG, Wien. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen und Währungsdifferenzen sowie Abgängen aufgrund der nunmehr mit der Kabelsignal AG verschmolzenen NÖKOM.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.226,3 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.203,3 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 148,4 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet.

Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, woraus nach Abzug der Nebenkosten ein Nettoemissionserlös von rund 175,5 Mio. Euro resultierte. Erster Handelstag der neuen Aktien an der Wiener Börse war der 2. November 2010.

Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung (Firmenbucheintragung: 30. Oktober 2010) von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Ebenso erhöhten sich daraus die Kapitalrücklagen um 145,5 Mio. Euro auf 253,7 Mio. Euro.

Nach dieser Kapitalerhöhung betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Stichtag 30. Juni 2011 179.878.402 Stück. Zum Stichtag wurden unverändert 467.328 Stück eigene Aktien (das sind nunmehr 0,26 % des Grundkapitals; 30. September 2010: 0,29 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 7,0 Mio. Euro und einem Kurswert von 5,6 Mio. Euro (30. September 2010: 5,3 Mio. Euro) gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht wurden. Daraus resultierte eine gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 177.594.120 Stück für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für die Berichtsperiode (ersten drei Quartale 2009/10: 162.990.956 Stück). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 20. Jänner 2011 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2009/10 eine Dividende in Höhe von 0,40 Euro je Aktie auszuschütten, was unter Einbezug der dividendenberechtigten Aktien aus der Kapitalerhöhung eine Gesamtdividendenzahlung von 71,8 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre der EVN AG erfolgte am 28. Jänner 2011.

Die Zusammensetzung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR 30.6.2011 30.9.2010
Anleihen 581,7 835,3
Bankdarlehen 1.004,2 891,1
Summe 1.585,9 1.726,4

Die mit 5,25 % verzinste EUR-Anleihe (Laufzeit 2001 – 2011, Nominale 257,4 Mio. Euro) mit einem Buchwert von 258,2 Mio. Euro zum 30. Juni 2011 wurde aufgrund ihrer Fälligkeit per 14. Dezember 2011 in den kurzfristigen Bereich umgegliedert. Demgegenüber stand eine bewertungsbedingte Erhöhung der Anleihen zum Stichtag.

In den Bankdarlehen spiegeln sich einerseits die laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 63,1 Mio. Euro und andererseits die Kreditziehungen für die Finanzierung der Errichtung einer Natriumhypochloritanlage in Moskau und des Investitionsprogramms in Mazedonien sowie die Verlängerung eines am 28. Februar 2011 ursprünglich fälligen Kredits in Höhe von 170,8 Mio. Euro um weitere acht Jahre wider.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

In den ersten drei Quartalen 2010/11 wurden aufgrund nachteiliger Regelungen im Wärmebereich durch den Regulator in Bulgarien der Firmenwert der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,2 Mio. Euro sowie Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro außerordentlich abgeschrieben. Darüber hinaus wurde eine Abwertung des Kraftwerksstandorts in Plovdiv in Höhe von 6,6 Mio. Euro vorgenommen. Im Vorjahr stellte die Wertminderung die Abwertung der Sachanlagen beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro dar.

Zusammensetzung der Abschreibung
Mio. EUR
2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
Planmäßige Abschreibung 163,5 160,8
Wertminderung 17,7 10,7
Summe 181,2 171,5

Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. –3. Quartal
RAG1) 46,7 27,5
EconGas 8,2 6,5
ZOV; ZOV UIP 8,0 9,0
BEWAG; BEGAS2) 5,9 –2,1
WEEV Beteiligungs GmbH 1,1
Andere Gesellschaften –0,5
Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen 69,4 41,0
VERBUND AG 22,1 50,1
Andere Gesellschaften 3,4 3,6
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 25,5 53,8
Beteiligungsergebnis 94,9 94,8

1) Indirekt über RBG gehalten.

2) Jeweils 49,0 % an BEWAG und BEGAS werden indirekt über die BUHO gehalten.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 177.594.120 Stück (30. Juni 2010: 162.990.956 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Auf Basis des Konzernergebnisses von 207,2 Mio. Euro (30. Juni 2010: 204,9 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2011 ein Ergebnis je Aktie von 1,17 Euro (30. Juni 2010: 1,25 Euro).

Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 25,1 Mio. Euro (Vorjahr: 25,7 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 41,2 Mio. Euro (Vorjahr: 40,8 Mio. Euro) geleistet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen in den ersten drei Quartalen 2010/11 99,4 Mio. Euro (Vorjahr: 108,6 Mio. Euro). Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in Höhe von 7,0 Mio. Euro in der Berichtsperiode sind im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Eine Änderung im Kreis der nahestehenden Unternehmen gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergab sich in den ersten drei

Quartalen 2010/11 aufgrund der Übernahme der restlichen 50,0 % an der vormals at Equity einbezogenen NÖKOM und der nachfolgenden Verschmelzung mit der Kabelsignal AG. Ansonsten blieb der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Mio. EUR 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. –3. Quartal
Umsätze 143,6 203,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen 600,6 613,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39,7 85,31)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20,3 11,51)

1) Wert zum 30.9.2010.

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken verringerten sich gegenüber dem 30. September 2010 um 132,7 Mio. Euro auf 827,9 Mio. Euro. Diese Reduktion resultiert hauptsächlich aus geringeren planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum Stichtag und aus der Reduktion der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften und einer Verringerung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken. Dem steht eine Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten hinsichtlich der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden betreffend die für e&t Energie Handelsgesellschaft mbH abgegebenen Garantien in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2011 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 3,4 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 402,7 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2011 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 25. August 2011 traten folgende Ereignisse auf:

In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2011 die Endkundenpreise für Strom um etwa 1,9 % erhöht, die Preise für beschaffte Energie sowie die Preise des Übertragungsnetzbetreibers und des System Operator blieben in Summe etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Ebenfalls wurde per 1. Juli 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreis für Wärme um 6,8 % genehmigt. Der Gasbezugspreis stieg um 4,7 %.

Am 4. Juli 2011 fand das Closing für den Erwerb von 13,0 % der Geschäftsanteile an den 13 Innkraftwerken der VERBUND Innkraftwerke GmbH durch die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH statt. Der Erwerbspreis für die Anteile orientiert sich am Erwerbspreis, den die VERBUND Gruppe beim Erwerb der VERBUND Innkraftwerke GmbH bezahlt hat, zuzüglich einer angemessenen Verzinsung. Über den genauen Transaktionspreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Darüber hinaus erhalten die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH und die Wien Energie GmbH anteilige Strombezugsrechte zu Marktpreisen.

Im Juli 2011 hat die EVN AG einen Anteil von 70,0 % an der Projektgesellschaft "Gorna Arda" erworben, um gemeinsam mit dem staatlichen Stromproduzenten NEK die Realisierung des Wasserkraftwerkprojekts "Gorna Arda" in Bulgarien fortzusetzen.

Am 1. Juli 2011 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das langfristige Credit Rating der EVN AG von "A–" und den Ausblick mit "negativ" bestätigt. Das langfristige Credit Rating von "A3" und "stabiler" Ausblick wurde von Moody's am 19. Juli 2011 ebenfalls bestätigt.

Im Juli 2011 wurden im Rahmen der zwischen der mazedonischen Regierung und der EVN in 2010 abgestimmten "Roadmap" die beiden Schiedsgerichtsverfahren in Paris und Washington beendet.

Die EVN Aktie

Die Erholung der Weltwirtschaft von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise setzte sich in der Berichtsperiode fort. Gegenüber dem Vorquartal haben sich die Einschätzungen des Wachstums in Österreich, im europäischen Wirtschaftsraum sowie in den südosteuropäischen Ländern wie Bulgarien, Kroatien, Mazedonien oder Albanien verbessert. Die Prognosen gehen von einem Wachstum von 1,0 % in Kroatien bis 5,5 % in Albanien für die Jahre 2011 und 2012 aus – siehe dazu auch Seite 4 dieses Berichts.

Die Europäische Zentralbank hat ihren Leitzinssatz, der seit Anfang Mai 2009 unverändert bei rund 1,0 % lag, im April und Juli 2011 jeweils um 0,25 Basispunkte auf 1,5 % angehoben. Die Wende der Zinspolitik wurde mit höheren Inflationsrisiken und hoher Liquidität begründet. In der zweiten Jahreshälfte 2011 ist in der Eurozone mit einem weiteren leichten Anstieg des Leitzinsniveaus zu rechnen.

Die internationalen Aktienmärkte waren in der Berichtsperiode nach wie vor von einem markanten – jedoch volatilen – Aufwärtstrend geprägt. Während in den ersten zwei Quartalen 2010/11 die Märkte stark von der robusten Konjunktur profitierten, kam es infolge der Nuklearkatastrophe in Japan und der darauffolgenden Stresstests der Atomkraftwerke vor allem bei Versorgungsunternehmen zu Kursverlusten. Der Index Dow Jones Euro Stoxx Utilities, der die Aktien führender europäischer Versorgungsunternehmen umfasst, fiel im Zeitraum April bis Juni 2011 um 6,8 %.

Vom 1. Oktober 2010 bis 30. Juni 2011 verzeichnete der deutsche Aktienindex DAX einen deutlichen Anstieg in Höhe von 18,4 %, der amerikanische Leitindex Dow Jones konnte um 15,1 % und der Wiener Leitindex ATX um 8,9 % zulegen. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities verzeichnete dagegen einen leichten Rückgang von 0,8 %. Die Aktie der EVN AG profitierte von dem positiven heimischen Börseumfeld und erzielte einen Kursanstieg von 4,5 %. Die EVN Aktie notierte per 30. Juni 2011 bei 11,96 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 2,15 Mrd. Euro entspricht.

Das tägliche Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Vergleichsperioden aufgrund der Kapital erhöhung im ersten Quartal 2010/11 deutlich erhöht und belief sich auf 140.604 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 307,0 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 1,23 % am Gesamt umsatz der Wiener Börse entspricht. Per Ende Juni 2011 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,06 %.

Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich

EVN Aktie – Indexgewichtung 30.6.2011
ATX 1,06 %
WBI (Wiener Börse Index) 2,40 %
EVN Aktie – Performance 2010/11
1. – 3. Quartal
2009/10
1. – 3. Quartal
2008/09
1. – 3. Quartal
Kurs per Ultimo Juni EUR 11,96 12,25 11,83
Höchstkurs EUR 13,58 13,75 16,00
Tiefstkurs EUR 10,90 10,61 10,11
Aktienumsatz1) Mio. EUR 307 132 143
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 140.604 57.508 65.812
Anteil am Gesamtumsatz1) % 1,23 0,43 0,55
Börsekapitalisierung per Ultimo Juni Mio. EUR 2.151 2.003 1.935

1) Wiener Börse, Einmalzählung.

In der 82. Hauptversammlung am 20. Jänner 2011 wurde die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. 0,40 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2011. Des weiteren wurde eine Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat von 13 auf 10 Mitglieder beschlossen. Damit reduzierte sich die Gesamtzahl der EVN Aufsichtsräte einschließlich der Arbeitnehmervertreter von zuvor 20 auf 15 Mitglieder. Detaillierte Informationen zu den neu bestellten Organen finden sich unter www.evn.at.

Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus geneh migtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, die Bezugsfrist für die Aktionäre der EVN AG lief vom 29. Oktober bis einschließlich 12. November 2010. Der EVN floss aus der Kapitalerhöhung ein Nettoemissionserlös von 175,5 Mio. Euro zu, der zur Stärkung der Bilanz und Unterstützung des Ratings der EVN sowie für Investitionen in erneuerbare Energieprojekte in Niederösterreich und den Ausbau von Wasserkraft außerhalb Niederösterreichs in Österreich und in angrenzenden Ländern verwendet wird.

Mit Beschluss vom 17. Jänner 2008 hat die Hauptversammlung der EVN AG den Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis höchstens 10,0 % des Grundkapitals der EVN AG während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben. Der Vorstand der EVN AG hat bis zum 29. Oktober 2008 auf Grundlage dieser Ermächtigung zum Zweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse eigene Aktien erworben. Die EVN AG hält derzeit 467.328 eigene Aktien, die rund 0,26 % des Grundkapitals der Gesellschaft entsprechen. Der Vorstand der EVN AG hat nunmehr mit Beschluss vom 21. Juni 2011 genehmigt, maximal 146.000 der eigenen Aktien umzuwidmen, um diese an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter verbundener Unternehmen (EVN Netz GmbH und evn wasser Gesellschaft m.b.H.) anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können. Es ist daher beabsichtigt, maximal 146.000 Stückaktien (das sind maximal 0,0812 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG), sofern berechtigte Arbeitnehmer von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, an diese Arbeitnehmer zu übertragen. Die Übertragung der eigenen Aktien an Arbeitnehmer erfolgte und endete am 3. August 2011.

Mit der Kapitalerhöhung im Oktober/November 2010 kam es zu einer Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG: Unverändert werden 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, deren Anteil sich von 35,7 % auf 32,5 % verwässerte. Die restlichen 16,5 % befinden sich in Streubesitz.

Finanzkalender1)

Jahresergebnis 2010/11 15.12.2011
83. ordentliche Hauptversammlung der EVN AG 19.1.2012
Ex-Dividendentag 24.1.2012
Dividendenzahltag 27.1.2012
Ergebnis 1. Quartal 2011/12 28.2.2012
Ergebnis 1. Halbjahr 2011/12 31.5.2012
Ergebnis 1. – 3. Quartal 2011/12 30.8.2012
Jahresergebnis 2011/12 13.12.2012
1) Vorläufig.
EVN Aktie – Basisinformation
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 nennwertlose Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm;
Depositary
Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie);
The Bank of New York Mellon
Ratings A3, stabil (Moody's); A–, negativ (Standard & Poor's)

EVN AG

Direktion

EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030

Investor Relations

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Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200

Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2011-Q3

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Dieses Druckprodukt wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Die Produktion erfolgte mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung der strengen Öko-Richtlinien von greenprint*. Die bei der Papier- und Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen wurden durch Erwerb von Gold Standard Zertifikaten neutralisiert. Der Beitrag fließt in ein vom WWF ausgewähltes Klimaschutzprojekt in Indien. Gedruckt und gebunden in Österreich durch gugler cross media.