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EVN AG — Interim / Quarterly Report 2011
May 16, 2011
742_10-q_2011-05-16_40d73b6e-6b50-4856-bd2a-0131bd5e90e2.pdf
Interim / Quarterly Report
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Aktionärsbrief
- Halbjahr 2010/11 1. Oktober 2010 – 31. März 2011
Umsatzerlöse +0,3% (1.629,7 Mio. EUR) EBITDA +3,6% (324,1 Mio. EUR) EBIT +1,4% (197,2 Mio. EUR) Konzernergebnis –11,7% (184,0 Mio. EUR) Cash Flow aus dem Ergebnis +1,9% (294,5 Mio. EUR)
- Wiederum kalter Winter in Österreich
- Gerichtsverfahren mit der staatlichen ELEM in Mazedonien erfolgreich beendet
- Errichtung des letzten Teilstücks der 120 km langen überregionalen Erdgashochdruckleitung "Südschiene"
- Baubeginn für zwei weitere Windparks in Niederösterreich
- Umweltprojekte erstmals in Rumänien
- Ausblick 2010/11: operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau, Konzernergebnis unter Vorjahresniveau
Kennzahlen
| 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verkaufsentwicklung | |||||||
| Stromerzeugung | GWh | 2.085 | 2.541 | –18,0 | 896 | 1.336 | –33,0 |
| Stromverkauf an Endkunden | GWh | 11.291 | 11.075 | 1,9 | 5.978 | 5.853 | 2,1 |
| Gasverkauf an Endkunden | GWh | 5.552 | 5.396 | 2,9 | 2.973 | 3.141 | –5,4 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | GWh | 1.371 | 1.280 | 7,1 | 739 | 720 | 2,7 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | Mio. EUR | 1.629,7 | 1.625,1 | 0,3 | 827,5 | 855,9 | –3,3 |
| EBITDA | Mio. EUR | 324,1 | 312,9 | 3,6 | 165,7 | 155,8 | 6,4 |
| EBITDA-Marge | % | 19,9 | 19,3 | 0,6 | 20,0 | 18,2 | 1,8 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio. EUR | 197,2 | 194,4 | 1,4 | 93,1 | 99,3 | –6,2 |
| EBIT-Marge | % | 12,1 | 12,0 | 0,1 | 11,3 | 11,6 | –0,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio. EUR | 246,7 | 266,1 | –7,3 | 126,5 | 167,4 | –24,4 |
| Konzernergebnis | Mio. EUR | 184,0 | 208,5 | –11,7 | 96,1 | 134,3 | –28,5 |
| Bilanz | |||||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 7.356,7 | 6.836,1 | 7,6 | 7.356,7 | 6.836,1 | 7,6 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 3.540,2 | 3.109,7 | 13,8 | 3.540,2 | 3.109,7 | 13,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 48,1 | 45,5 | 2,6 | 48,1 | 45,5 | 2,6 |
| Nettoverschuldung | Mio. EUR | 1.341,7 | 1.514,2 | –11,4 | 1.341,7 | 1.514,2 | –11,4 |
| Gearing | % | 37,9 | 48,7 | –10,8 | 37,9 | 48,7 | –10,8 |
| Return on Equity (ROE) | % | 6,1 | 6,9 | –0,8 | 3,1 | 4,6 | –1,5 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | % | 4,4 | 4,8 | –0,5 | 2,1 | 2,9 | –0,8 |
| Cash Flow und Investitionen | |||||||
| Cash Flow aus dem Ergebnis | Mio. EUR | 294,5 | 288,9 | 1,9 | 154,6 | 142,5 | 16,1 |
| Investitionen1) | Mio. EUR | 144,7 | 171,6 | –15,7 | 69,9 | 71,8 | –2,5 |
| Mitarbeitende | |||||||
| Insgesamt | Ø | 8.319 | 8.619 | –3,5 | 8.242 | 8.546 | –3,6 |
| davon Österreich | Ø | 2.547 | 2.552 | –0,2 | 2.541 | 2.543 | –0,1 |
| davon Ausland | Ø | 5.772 | 6.067 | –4,9 | 5.701 | 6.002 | –5,0 |
| Aktie | |||||||
| Ergebnis | EUR | 1,04 | 1,27 | –18,3 | 0,54 | 0,82 | –33,8 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Inhalt
| Vorwort des Vorstands | 3 | |
|---|---|---|
| Zwischenlagebericht | 4 | Wirtschaftliches Umfeld |
| 4 | Energiewirtschaftliches Umfeld | |
| 5 | Geschäftsentwicklung | |
| 5 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 6 | Geldflussrechnung | |
| 7 | Bilanz | |
| 8 | Risikobericht gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz | |
| 9 | Entwicklung der Segmente | |
| 9 | Überblick | |
| 9 | Energiewirtschaftliche Kennzahlen | |
| 10 | Erzeugung | |
| 11 | Netzinfrastruktur Inland | |
| 12 | Energiehandel und -vertrieb | |
| 13 | Energieversorgung Südosteuropa | |
| 15 | Umwelt | |
| 16 | Strategische Beteiligungen und Sonstiges | |
| Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34 | 17 | Bilanz |
| 18 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 18 | Gesamtergebnisrechnung | |
| 19 | Entwicklung des Eigenkapitals | |
| 19 | Verkürzte Geldflussrechnung | |
| 20 | Segmentberichterstattung | |
| 20 | Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss | |
| Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz | 25 | |
| Die EVN Aktie | 26 |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 hat die EVN aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung und trotz der nach wie vor schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein gutes Ergebnis erzielt. In der Berichtsperiode (1. Oktober 2010 bis 31. März 2011) konnten wir die Umsatzerlöse leicht um 0,3 % auf 1.629,7 Mio. Euro steigern, wobei die Rückgänge im Energiebereich durch ein Umsatzplus im Umweltbereich kompensiert wurden. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 1,4 % auf 197,2 Mio. Euro. Das Finanzergebnis liegt mit 49,6 Mio. Euro um 22,1 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert: Die weitere
sehr positive Entwicklung der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen konnte den deutlichen Rückgang des Ergebnisses aus anderen Beteiligungen nicht ausgleichen. Im Vergleich zum überaus erfolgreichen ersten Halbjahr 2009/10 führten diese Entwicklungen neben höheren Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter zu einem Rückgang des Konzernergebnisses um 11,7 % auf 184,0 Mio. Euro.
Im Rahmen der zwischen der mazedonischen Regierung und der EVN in 2010 abgestimmten "Roadmap" konnten deutliche Fortschritte erreicht werden: Das Parlament verabschiedete am 3. Februar 2011 das neue Energiegesetz, welches die Anforderungen der Energy Community zur Etablierung des liberalisierten Strommarkts erfüllt. Am 1. März 2011 wurden die Endkundenpreise für Strom in Mazedonien um rund 5,5 % erhöht, wovon 89,6 % auf die EVN Macedonia entfallen. Am 30. März 2011 wurde ein seit 2008 anhängiges Gerichtsverfahren zwischen der staatlichen ELEM und der EVN Macedonia durch einen Vergleich beendet. Auf der Grundlage eines Gerichtsgutachtens werden die Parteien die künftigen Erlöse aus der Einbringung von Kundenforderungen, die aus der Zeit vor der Übernahme durch die EVN resultieren, im Verhältnis 50:50 teilen. Weiters wird die EVN Macedonia aus bereits eingebrachten Kundenforderungen 3,0 Mio. Euro an ELEM zahlen sowie bisher uneinbringliche Forderungen gegen Kunden in Höhe von 19,5 Mio. Euro an die staatliche ELEM abtreten. Zusätzlich wurden die offenen Punkte bezüglich der in 2006 vereinbarten Investitionsverpflichtungen seitens der EVN geklärt. In Bulgarien wurde – aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen im Wärmebereich durch den Regulator – eine Wertberichtigung der TEZ Plovdiv in Höhe von 11,1 Mio. Euro vorgenommen.
Nach der erforderlichen Reparatur von Schäden am Kessel des Kohlekraftwerks in Duisburg-Walsum wurde in der Berichtsperiode mit der technischen Inbetriebnahme begonnen. Aufgrund neuerlich aufgetretener Schäden wird mit einer weiteren Verzögerung der Inbetriebnahme gerechnet.
Im zweiten Quartal wurden die Arbeiten zur Errichtung von zwei Windparkprojekten in Markgrafneusiedl und Tattendorf aufgenommen, für die in Summe 57,0 Mio. Euro investiert werden. Zukünftig wird die EVN mit ihren insgesamt neun Windparks mit einer Gesamtleistung von 260 MW rund 166.000 Haushalte beliefern. Damit zählt die EVN zu den größten Windkraft-Stromerzeugern in Österreich. In der Berichtsperiode wurde mit der Errichtung des letzten Teilstücks der 120 km langen überregionalen Erdgashochdruckleitung "Südschiene" in Niederösterreich mit einem Investitionsvolumen von 114,0 Mio. Euro und mit den Bauarbeiten der 150 km langen "Westschiene" mit einer Gesamtinvestition von rund 150 Mio. Euro begonnen.
Mit dem Zuschlag zur Erweiterung und Erneuerung zweier Kläranlagen in Rumänien ist die EVN derzeit in 20 Ländern tätig. Im Konsortium mit einem heimischen Partner hat die EVN den Auftrag erhalten, die Anlagen mit insgesamt 29.400 Einwohnerwerten in 21 Monaten schlüsselfertig zu errichten.
Nach dem ersten Halbjahr 2010/11 erwarten wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2010/11 – trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie steigender Primärenergiepreise und anhaltend niedrigerer Großhandelspreise auf den Terminmärkten im Strombereich – ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis wird voraussichtlich unter dem Vorjahreswert liegen.
Maria Enzersdorf, im Mai 2011
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
| BIP-Wachstum | % | 2008 | 2009 | 2010e | 2011f | 2012f |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-271) | 0,8 | –4,0 | 1,6 | 1,9 | 2,1 | |
| Österreich1) | 2,1 | –3,9 | 2,0 | 2,5 | 2,0 | |
| Bulgarien1) | 6,0 | –4,9 | 0,2 | 2,5 | 4,5 | |
| Albanien1) | 6,0 | 3,3 | 4,0 | 5,0 | 5,0 | |
| Kroatien1) | 2,4 | –5,8 | –1,4 | 1,0 | 2,0 | |
| Mazedonien2) | 5,0 | –0,8 | 0,5 | 2,0 | 3,0 |
1) Quelle: Raiffeisen Research "Strategie Globale Märkte 2. Quartal 2011" und "Strategie Österreich & CEE 2. Quartal 2011".
2) Quelle: wiiw "Country Report Macedonia", März 2011.
Im Vergleich zum Jahresanfang wurden die Erwartungen für das BIP-Wachstum 2011 in der EU um 0,3 Prozentpunkte auf 1,9 % erhöht. Für 2012 wird unverändert von einem Wirtschaftswachstum von 2,1 % ausgegangen. Die Prognosen für die BIP-Entwicklung Österreichs 2011 wurden um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 % angehoben und für 2012 werden 2,0 % erwartet.
In Mittel- und Südosteuropa sind die Erwartungen für das BIP-Wachstum durchwegs deutlich optimistischer als zum Jahresanfang. Für die bulgarische Wirtschaft wird von einem Wachstum von 2,5 % bzw. 4,5 % für 2011 bzw. 2012 ausgegangen. In Mazedonien blieben die Wachstumsprognosen mit 2,0 % und 3,0 % für 2011 und 2012 unverändert. Schwächer sind die Erwartungen hingegen für Kroatien mit 1,0 % und 2,0 % für die Jahre 2011 und 2012. Besonders positiv wird das Wirtschaftswachstum in Albanien mit jeweils 5,0 % für die kommenden zwei Jahre eingeschätzt.
Energiewirtschaftliches Umfeld
| 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | % | ||||||
| Österreich | 106,1 | 104,2 | 1,9 | 99,7 | 106,5 | –6,8 | |
| Bulgarien | 81,4 | 82,5 | –1,1 | 89,5 | 92,6 | –3,1 | |
| Mazedonien | 99,6 | 94,0 | 5,6 | 104,9 | 93,4 | 11,5 | |
| Primärenergie und CO2-Zertifikate | |||||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 70,76 | 53,59 | 32,0 | 77,05 | 56,02 | 37,5 |
| Gas – GIMP | EUR/MWh | 23,77 | 20,34 | 16,9 | 26,01 | 21,61 | 20,4 |
| Kohle – API#22) | EUR/Tonne | 83,84 | 62,38 | 34,4 | 88,87 | 67,87 | 30,9 |
| CO2-Zertifikate (2. Periode) | EUR/Tonne | 15,21 | 13,49 | 12,8 | 15,38 | 13,09 | 17,5 |
| Strom – Spotmarkt | |||||||
| EEX3) Grundlaststrom | EUR/MWh | 51,67 | 39,91 | 29,5 | 51,85 | 41,06 | 26,3 |
| EEX Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 63,00 | 51,96 | 21,2 | 61,91 | 50,78 | 21,9 |
| Strom – Forwardmarkt4) | |||||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 51,71 | 54,65 | –5,4 | 52,33 | 51,44 | 1,7 |
| EEX Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 67,73 | 77,51 | –12,6 | 67,29 | 72,14 | –6,7 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1997 bis 2006, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2007 und in Mazedonien jenem von 2001 bis 2009; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.
2) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen).
3) EEX – European Energy Exchange.
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX.
In der Berichtsperiode Oktober 2010 bis März 2011 lagen die europäischen Großhandelspreise für Strom sowie die Preise für CO2-Zertifikate aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung über den Vorjahreswerten. Die Spotmarktpreise für Grundlast- und Spitzenlaststrom stiegen gegenüber dem sehr niedrigen Niveau des Vorjahres im Durchschnitt um 29,5 % bzw. 21,2 %. Die für die aktuelle Periode geltenden Terminpreise für Strom zogen zwar im zweiten Quartal 2010/11 an, blieben jedoch in der Berichtsperiode weiterhin unter dem Vorjahreswert.
Der Preis für Rohöl in Euro lag infolge der steigenden Nachfrage in den Schwellenländern, insbesondere China und Indien, sowie des knappen Angebots um 32,0 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Gaspreise notierten um 16,9 % über dem Vorjahreswert; die Preise für Kohle stiegen um 34,4 %.
Geschäftsentwicklung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die EVN konnte im ersten Halbjahr 2010/11 trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen ein leichtes Umsatzplus von 4,6 Mio. Euro bzw. 0,3 % auf 1.629,7 Mio. Euro erzielen. Der Umsatzrückgang in den Segmenten Erzeugung, Energiehandel und -vertrieb sowie Energieversorgung Südosteuropa – aufgrund der geänderten Darstellung der Umsatzerlöse in Bulgarien – konnte durch ein deutliches Umsatzplus im Segment Umwelt sowie durch die Netztariferhöhungen für Gas und den höheren Stromabsatz im Segment Netzinfrastruktur Inland kompensiert werden.
Der im Ausland erzielte Umsatz erhöhte sich um 24,1 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 582,1 Mio. Euro und entspricht nun einem Anteil am Gesamtumsatz von 35,7 % (Vorjahr: 34,3 %).
Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger reduzierte sich im ersten Halbjahr 2010/11 um 46,1 Mio. Euro bzw. 4,7 % auf 930,0 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist auf die leicht gesunkenen Strombeschaffungskosten in Österreich und die geänderte Darstellung dieser Aufwandposition in Bulgarien zurückzuführen. Dem standen höhere Absatzmengen bei Strom, Gas und Wärme sowie gestiegene Beschaffungs kosten im Gasbereich und in Südosteuropa gegenüber.
Der Material- und Betriebsaufwand stieg aufgrund der vermehrten Aktivitäten im internationalen Umweltprojektgeschäft um 60,3 Mio. Euro bzw. 50,4 % auf 180,0 Mio. Euro in der Berichtsperiode.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand lag mit 8.319 um 300 bzw. 3,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Segment Südosteuropa, die eine Reduktion von 295 Mitarbeitenden bewirkten. Die rückläufige Mitarbeiterzahl spiegelt sich in dem um 1,7 Mio. Euro bzw. 1,0 % auf 160,2 Mio. Euro gesunkenen Personalaufwand wider und konnte den durch kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltssteigerungen verursachten Mehraufwand ausgleichen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 16,5 Mio. Euro bzw. 18,9 % auf 70,5 Mio. Euro reduziert. Zurückzuführen ist dies vorwiegend auf geringere Forderungsabschreibungen in Südosteuropa. Weiters wurde im Umweltbereich das Vorjahr mit einer Forderungsabschreibung in der Höhe von 3,3 Mio. Euro belastet.
Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem Anstieg im EBITDA um 11,2 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 324,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 19,3 % im Vorjahr auf 19,9 % im ersten Halbjahr 2010/11.
Der Anstieg der planmäßigen Abschreibung um 1,5 Mio. Euro bzw. 1,3 % auf 109,3 Mio. Euro ist auf den Abschluss mehrerer Investitionsprojekte im Geschäftsjahr 2009/10 – wie die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die Linie 3, die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo und die Teilinbetriebnahme der überregionalen Erdgastransportleitung "Südschiene" –
Umsatz nach Segmenten1) 1. Halbjahr in Mio. EUR
EBIT nach Segmenten 1. Halbjahr in Mio. EUR
- Energiehandel und -vertrieb
- Energieversorgung Südosteuropa
Umwelt
zurückzuführen. Aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen im Wärmebereich durch den Regulator in Bulgarien wurden in der Berichtsperiode der Firmenwert der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,2 Mio. Euro sowie Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro außerordentlich abgeschrieben. Darüber hinaus wurde der Kraftwerksstandort in Plovdiv um 6,6 Mio. Euro abgewertet, da aufgrund der Verzögerung der Marktliberalisierung am Strommarkt nicht mit der ursprünglich geplanten Errichtung eines Gaskraftwerks begonnen wird. Demgegenüber stand in der Vergleichsperiode eine Wertminderung beim Windpark in Kavarna von 10,7 Mio. Euro. In Summe fiel der Abschreibungsaufwand mit 127,0 Mio. Euro insgesamt um 8,4 Mio. Euro bzw. 7,1 % höher aus.
Das EBIT konnte um 2,8 Mio. Euro bzw. 1,4 % auf 197,2 Mio. Euro verbessert werden, woraus ein Anstieg der EBIT-Marge von 12,0 % auf 12,1 % resultierte. Die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der einzelnen Segmente finden sich ab Seite 9.
Das Finanzergebnis sank im ersten Halbjahr 2010/11 um 22,1 Mio. Euro bzw. 30,9 % auf 49,6 Mio. Euro. Dabei konnte das um 16,0 Mio. Euro höhere Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen von 45,7 Mio. Euro, besonders jenes von RAG, das geringere Ergebnis aus anderen Beteiligungen von 24,5 Mio. Euro, vorwiegend aus der niedrigeren Dividende der VERBUND AG, nicht ausgleichen. Weiters wirkte sich der Anstieg des Zinsaufwands um 4,2 Mio. Euro bzw. 12,5 % aufgrund der niedrigeren aktivierten Bauzeitzinsen infolge der Fertigstellung von Investitionsprojekten sowie des höheren Zinsniveaus negativ auf das Finanzergebnis aus. Das sonstige Finanzergebnis fiel von 2,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode auf –1,9 Mio. Euro.
Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 246,7 Mio. Euro, was einer Verringerung von 19,4 Mio. Euro bzw. 7,3 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2009/10 entspricht. Nach Berücksichtigung der um 10,0 % gesunkenen Ertragsteuern ergibt sich ein um 14,3 Mio. Euro bzw. 6,6 % niedrigeres Ergebnis nach Ertragsteuern von 201,5 Mio. Euro. Diese Entwicklung führte neben dem höheren Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile zu einem Konzernergebnis von 184,0 Mio. Euro, das damit um 24,5 Mio. Euro bzw. 11,7 % unter der Vorperiode liegt.
Geldflussrechnung
Trotz des niedrigeren Ergebnis vor Ertragsteuern liegt der Cash Flow aus dem Ergebnis aufgrund des geringeren unbaren Finanzergebnisses und der höheren Abschreibungskomponente mit 294,5 Mio. Euro um 5,6 Mio. Euro bzw. 1,9 % über dem Vorjahr.
Struktur der Investitionen 1. Halbjahr in %
- Erzeugung
- Netzinfrastruktur Inland Energiehandel und -vertrieb
- Energieversorgung Südosteuropa
- Umwelt
- Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Der Cash Flow aus dem operativen Bereich konnte deutlich um 144,1 Mio. Euro auf 221,3 Mio. Euro erhöht werden. Diese Verbesserung konnte durch einen gegenüber dem Vorjahr geringeren Anstieg des Working Capitals, durch einen verglichen mit dem Vorjahr stichtagsbedingt geringeren Anstieg der kurzfristigen Forderungen und eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten erzielt werden.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich lag aufgrund höherer Gesamtinvestitionen bei –253,3 Mio. Euro (Vorjahr: –90,4 Mio. Euro). Maßgeblich dafür waren Kapitaleinzahlungen bei nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, der Aufbau von Leasing forderungen im Projektgeschäft des Segments Umwelt und die Veranlagung liquider Mittel in Cashfonds. Gegenläufig wirkte insbesondere der Rückgang der Nettoinvestitionen, die mit 105,9 Mio. Euro um 45,3 Mio. Euro bzw. 29,9 % unter dem Wert der Vergleichsperiode von 151,2 Mio. Euro lagen.
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich in Höhe von 73,8 Mio. Euro war primär durch die im ersten Quartal 2010/11 durchgeführte Kapitalerhöhung der EVN AG sowie die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 71,8 Mio. Euro geprägt.
In Summe resultierte daraus für das erste Halbjahr 2010/11 ein positiver Cash Flow von 41,8 Mio. Euro (Vorjahr: 97,8 Mio. Euro), wodurch sich die liquiden Mittel auf 130,8 Mio. Euro erhöhten (Vorjahr: 211,4 Mio. Euro). Darüber hinaus wurden zum Stichtag zusätzlich 275,0 Mio. Euro (30. September 2010: 223,8 Mio. Euro) in kurzfristigen Wertpapieren – überwiegend Cashfonds – gehalten, die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind.
Bilanz
Die Bilanzsumme der EVN erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010/11 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 30. September 2010 um 625,5 Mio. Euro bzw. 9,3 % bzw. auf 7.356,7 Mio. Euro.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 388,1 Mio. Euro bzw. 6,8 % auf 6.130,2 Mio. Euro. Ihr Anteil am Gesamtvermögen reduzierte sich jedoch von 85,3 % auf 83,3 % aufgrund des noch stärker gestiegenen Anteils der kurzfristigen Vermögenswerte. Verantwortlich für die Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte sind unter anderem die Erhöhung der Wert ansätze für die at Equity einbezogenen Unternehmen aufgrund der laufenden Ergebnisbeiträge, insbesondere der RAG, und die Kapitalzuschüsse im Zuge der Kraftwerksprojekte Walsum, Devoll und Ashta sowie die Teilnahme der EVN AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG in Höhe von 30,2 Mio. Euro, wodurch sich diese Bilanzposition um 135,7 Mio. Euro bzw. 18,5 % auf 869,7 Mio. Euro erhöhte. Des Weiteren stiegen die sonstigen Beteiligungen um 203,2 Mio. Euro bzw. 18,9 % auf 1.281,0 Mio. Euro, primär aufgrund der positiven Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG. Prägend für den Anstieg der übrigen Vermögenswerte von 36,4 Mio. Euro bzw. 4,9 % auf 781,2 Mio. Euro war vor allem der Zuwachs der Leasingforderungen im Zusammenhang mit BOOT-Projekten im Umweltgeschäft.
Der deutliche Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um 237,5 Mio. Euro bzw. 24,0 % auf 1.226,5 Mio. Euro ist auf die saisonal bedingte Erhöhung der Forderungen aus dem Energiegeschäft sowie die erhöhten liquiden Mittel aufgrund von Festgeldveranlagungen bei Banken zurückzuführen. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erhöhte sich von 14,7 % auf 16,7 %.
Bilanzstruktur in %
Das Eigenkapital stieg im ersten Halbjahr 2010/11 gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30. September 2010 um 514,9 Mio. Euro bzw. 17,0 % auf 3.540,2 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte aus den durch die Kapitalerhöhung zugeflossenen Eigenmitteln in Höhe von 175,5 Mio. Euro, dem in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2010/11 erzielten Ergebnis sowie aus der Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. März 2011 48,1 % (Bilanzstichtag 30. September 2010: 44,9 %). Bei einer Nettoverschuldung von 1.341,7 Mio. Euro ergibt sich ein Gearing von 37,9 %.
Die langfristigen Schulden wurden um 74,5 Mio. Euro bzw. 2,6 % auf 2.789,9 Mio. Euro verringert. Dabei standen der Umgliederung der im Dezember 2011 zu tilgenden endfälligen EUR-Anleihe in den kurzfristigen Bereich von 258,9 Mio. Euro die Verlängerung eines am 28. Februar 2011 fälligen Kredits in der Höhe von 170,8 Mio. Euro und die damit verbundene Zuordnung in den langfristigen Bereich gegenüber. Ebenfalls in dieser Position enthalten, erhöhten sich die latenten Steuerverbindlichkeiten aufgrund der Marktwert änderung der Beteiligung an der VERBUND AG in Höhe von 56,3 Mio. Euro bzw. 24,8 % auf 283,4 Mio. Euro. Als Folge der erhöhten vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse um 16,6 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 414,5 Mio. Euro fiel die Reduktion der lang fristigen Schulden moderater aus.
Die kurzfristigen Schulden stiegen insgesamt um 185,1 Mio. Euro bzw. 22,0 % auf 1.026,6 Mio. Euro. Der bereits in den langfristigen Schulden erwähnten Umgliederung der EUR-Anleihe von 258,9 Mio. Euro stand die Verlängerung eines am 28. Februar 2011 fälligen Kredits in Höhe von 170,8 Mio. Euro gegenüber. Ebenfalls führten die Veränderungen in den Positionen Steuerverbindlichkeiten von 58,6 Mio. Euro und übrige kurzfristige Verbindlichkeiten von 55,9 Mio. Euro zu einer Steigerung der kurzfristigen Schulden.
Risikobericht gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz
Zur Beurteilung der Risiken und Ungewissheiten, die den Geschäftsverlauf der EVN in den restlichen sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beeinflussen könnten, ist festzuhalten, dass sich das Risikoprofil seit Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2010 nicht wesentlich verändert hat.
Risikoprofil
Risiken im Energiebereich
Marktrisiken der EVN im Bereich Energie beziehen sich auf die kommerzielle Verwertung von Strom, Gas, Kohle und CO2. Deckungsbeitragsrisiken können bei der Vermarktung von Strom, Gas und Wärme sowie durch nachteilige Beschaffungspreise für Primärenergieträger entstehen. Absicherungsstrategien wie breitere Kundensegmente, längerfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten sowie Fixpreisvereinbarungen bewirken eine Risikominimierung.
Infolge der Unsicherheiten in Nordafrika sowie der Ereignisse in Japan hat sich die Unsicherheit auf den Energiemärkten erhöht, was sich beispielsweise auf Strommärkten im März 2011 in deutlichen Preisanstiegen ausgedrückt hat und sich zudem in einem Ölpreisanstieg manifestierte. Die mittel- bis langfristige Entwicklung der Marktrisiken der EVN im Bereich Energie wird jedoch im Wesentlichen von der Energiepolitik und der daraus resultierenden langfristigen Entwicklung des Energiemixes, wie beispielsweise die ausstehende Entscheidung in Deutschland betreffend die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke, beeinflusst.
Risiken im Segment Umwelt
Im Umweltsegment sieht der EVN Konzern die Risiken in möglichen Betriebsstörungen von thermischen Abfallverwertungsanlagen sowie Betriebsunterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen. Die EVN bedient sich modernster Technologien und passt diese regelmäßig an den letzten Stand der Technik an. Weiters werden die dem Geschäftsmodell zugrundeliegenden Projektrisiken in diesem Segment durch die konsequente Anwendung moderner Risikomanagement-Methoden in allen Projektphasen minimiert.
Finanzrisiko
Die EVN begegnet Zinsänderungs-, Wechselkurs- und Marktpreisrisiken mit einer umfassenden Treasury-Strategie und diesbezüglichen organisatorischen und methodischen Regelungen, die unter anderem auch den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfassen. Den Kreditrisiken wird mit Kreditlimitsystemen sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet. Regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen sowie Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs ermöglichen es, dem Liquiditätsrisiko vorzubeugen.
Politische und rechtliche Risiken
Politische und rechtliche Risiken können vor allem aus regulatorischen Vorschriften, der Einflussnahme bei Großprojekten und einer verschärften Umweltgesetzgebung resultieren. Zudem stellen wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen in den Auslandsmärkten eine große Herausforderung dar, der in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen begegnet wird. Rechtliche bzw. politische Einflussnahme wird durch gezieltes Eingehen von strategischen Partnerschaften bei Großprojekten reduziert, wobei Haftungs- und Durchgriffsrechte durch gesellschaftsrechtliche Strukturierungen gesteuert werden. Die Prozessrisiken des Konzerns konnten im März 2011 durch den erzielten Vergleich betreffend des seit 2008 anhängigen Gerichtsverfahrens zwischen der staatlichen ELEM (Mazedonien) und der EVN Macedonia gemindert werden. Dieser Vergleich kann als weiterer positiver Schritt zur Lösung der offenen Punkte zwischen der mazedonischen Regierung und der EVN im Rahmen der "Roadmap" betrachtet werden.
Gesamtrisikoprofil
Bedingt durch die Strategie des Konzerns, die für die nächsten Jahre primär die Stärkung des Kerngeschäfts im Heimmarkt vorsieht, wird die Optimierung des Risikoprofils der EVN erreicht. Risiken können dabei neben der Tätigkeit im Heimmarkt und in den bereits bestehenden Geschäftsfeldern in Südosteuropa auch aus ausgewählten Wachstumsprojekten entstehen. In einem volatilen Umfeld wurden unter anderem aufgrund des diversifizierten Geschäftsportfolios der EVN keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.
Entwicklung der Segmente
Überblick
Die Konzernstruktur der EVN umfasst die Unternehmensbereiche Energiegeschäft, Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden Inhalt, Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen und operative Entwicklung der sechs Segmente beschrieben.
Aufgrund von Neuzuordnungen wurden nunmehr die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordneten Tochtergesellschaften first facility GmbH, V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. und Allplan Gesellschaft m.b.H. anderen Segmenten zugeordnet. Die Ergebnisse der first facility GmbH sowie der Allplan Gesellschaft m.b.H. werden dem Segment Energiehandel und -vertrieb zugerechnet, und die Ergebnisse der V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. sind nun im Segment Netzinfrastruktur Inland abgebildet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund IFRS-Unwesentlichkeit nicht angepasst.
| Geschäftsbereiche | Segmente | Aktivitäten |
|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an österreichischen und internationalen Standorten |
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|
| Energiehandel und -vertrieb |
Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten, Wärmeproduktion und -verkauf |
|
| Energieversorgung Südosteuropa |
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
|
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung in Österreich sowie internationales Projektgeschäft |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromerzeugung | 2.085 | 2.541 | –18,0 | 896 | 1.336 | –32,9 |
| Wärmekraftwerke1) | 1.474 | 1.957 | –24,6 | 586 | 1.042 | –43,8 |
| Erneuerbare Energie2) | 610 | 585 | 4,3 | 309 | 294 | 5,1 |
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 11.629 | 11.411 | 1,9 | 6.181 | 6.018 | 2,7 |
| Gas | 11.891 | 13.440 | –11,5 | 5.644 | 7.109 | –20,6 |
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom | 11.291 | 11.075 | 1,9 | 5.978 | 5.853 | 2,1 |
| davon Zentral- und Westeuropa3) 4) | 3.865 | 3.702 | 4,4 | 1.915 | 1.895 | 1,1 |
| davon Südosteuropa | 7.426 | 7.374 | 0,7 | 4.063 | 3.958 | 2,7 |
| Gas | 5.552 | 5.396 | 2,9 | 2.973 | 3.141 | –5,3 |
| Wärme | 1.371 | 1.280 | 7,1 | 739 | 720 | 2,6 |
| davon Zentral- und Westeuropa3) | 1.176 | 1.067 | 10,2 | 620 | 593 | 4,6 |
| davon Südosteuropa | 195 | 212 | –8,2 | 119 | 126 | –5,6 |
1) Beinhaltet auch Cogeneration in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.
2) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie ein Blockheizkraftwerk am Standort Kurjanovo, Moskau, im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.
3) Zentral- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland. 4) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste.
Erzeugung
Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien.
Die Umsätze des Segments beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umsätze und zu einem geringeren Anteil Außenumsätze, die vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft resultieren. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG und der Strombezugsrechte aus Donaukraftwerken wird der Optionswert als konzerninterner Umsatz abgebildet. Der Optionswert ist im Wesentlichen jener Preis, den das Segment Erzeugung für die Benützung der Erzeugungskapazitäten durch das Segment Energiehandel und -vertrieb im Gegenzug für den Verkauf der erzeugten Energie erhält. Die Berechnung erfolgt im Vorhinein anhand der geplanten Erzeugung auf Basis von Forward-Preisen und der geplanten Einsatzkosten. Die aktuelle Eigenerzeugungsmenge lässt daher generell nur bedingt Rückschlüsse auf die Ergebnisentwicklung zu. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.
| Kennzahlen | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
||||||
| Stromerzeugung1) | 1.875 | 2.360 | –20,6 | 783 | 1.336 | –41,4 |
| davon Wärmekraftwerke | 1.361 | 1.832 | –25,7 | 523 | 971 | –46,1 |
| davon erneuerbare Energie | 514 | 527 | –2,6 | 260 | 265 | –1,9 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 12,4 | 14,3 | –13,0 | 6,9 | 4,2 | 65,0 |
| Innenumsatz | 36,4 | 55,2 | –34,1 | 13,3 | 22,6 | –41,1 |
| Gesamtumsatz | 48,8 | 69,5 | –29,8 | 20,2 | 26,8 | –24,6 |
| Operativer Aufwand | –31,3 | –24,8 | –26,5 | –14,7 | –10,6 | –38,9 |
| EBITDA | 17,4 | 44,7 | –61,0 | 5,5 | 16,2 | –66,1 |
| Abschreibungen | –11,9 | –22,3 | 46,5 | –6,0 | –6,2 | 3,4 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 5,5 | 22,4 | –75,5 | –0,5 | 10,0 | – |
| Finanzergebnis | –3,2 | –1,4 | – | –1,5 | –2,1 | 28,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2,3 | 21,1 | –89,3 | –2,0 | 7,9 | – |
| Gesamtvermögen | 505,5 | 448,9 | 12,6 | 505,5 | 448,9 | 12,6 |
| Investitionen2) | 25,5 | 38,2 | –33,4 | 15,7 | 21,0 | –25,5 |
1) Die Vorjahreswerte wurden aufgrund einer geänderten Darstellung dementsprechend angepasst.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die Stromerzeugung der EVN sank im ersten Halbjahr 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr um 485 GWh bzw. 20,6 % auf 1.875 GWh. Dies ist vor allem auf die Minderung der Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken um 472 GWh bzw. 25,7 % auf 1.361 GWh zurückzuführen. Die Erzeugung im Bereich erneuerbare Energie verzeichnete einen leichten Rückgang um 13 GWh bzw. 2,6 % auf 514 GWh.
Im ersten Halbjahr 2010/11 konnten auf Konzernebene 18,5 % (Vorjahr: 22,9 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Darin enthalten sind auch Erzeugungskapazitäten der Segmente Energiehandel und -vertrieb, Energieversorgung Südosteuropa und Umwelt. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa wurde ein Deckungsgrad von 53,9 % (Vorjahr: 68,7 %) erzielt.
Die im Zeitraum der Berechnung des Optionswerts für die Kraftwerke vorherrschenden ungünstigen Marktpreise führten zu einer deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse aus thermischer Erzeugung. Die gesunkenen Absatzpreise im Bereich der Erzeugung aus Wasserkraft sowie geringere Konzernverrechnungen trugen ebenfalls zum Rückgang bei, womit das Segment Erzeugung im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von 48,8 Mio. Euro erzielte – ein Rückgang um 20,7 Mio. Euro bzw. 29,8 %.
Der operative Aufwand stieg vor allem aufgrund höherer Personalaufwendungen sowie höherer sonstiger betrieblicher Aufwendungen und führte infolge zu einem deutlichen Rückgang des EBITDA um 27,3 Mio. Euro bzw. 61,0 % auf 17,4 Mio. Euro. Das EBIT lag im ersten Halbjahr 2010/11 mit 5,5 Mio. Euro um 16,9 Mio. Euro bzw. 75,5 % unter dem Vorjahreswert, wobei in der Vergleichsperiode ein Einmaleffekt aus der Wertminderung beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro enthalten war. Das rückläufige Finanzergebnis verstärkte die negative Entwicklung des Segments und führte zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 2,3 Mio. Euro, ein Rückgang um 18,8 Mio. Euro bzw. 89,3 % im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Im Februar 2011 ging die erste Turbine des Kleinwasserkraftwerks Schütt in Probebetrieb. Nach Fertigstellung verfügt die Anlage über eine Leistung von 1.980 kW und versorgt rund 2.700 Haushalte mit umweltfreundlicher Energie. Die Investitionskosten beliefen sich auf rund 9,5 Mio. Euro. Weiters wurde mit dem Neubau des Kleinwasserkraftwerks Schaldorf begonnen. Die Anlage wird jährlich ca. 5,4 GWh Strom erzeugen, womit rund 1.500 Haushalte versorgt werden. Die Inbetriebnahme ist im Frühjahr 2012 vorgesehen.
Im zweiten Quartal wurde mit der Umsetzung der neuen Windparkprojekte in Markgrafneusiedl und Tattendorf begonnen. Der Windpark Markgrafneusiedl mit einer Gesamtleistung von 18 MW umfasst neun Windräder und wird Strom für rund 12.000 Haushalte ins Netz einspeisen. Die Fertigstellung des Windparks ist für Sommer 2011 geplant; das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 30,0 Mio. Euro. In Tattendorf sind acht Windräder mit einer Gesamtleistung von 16 MW geplant, womit rund 10.000 Haushalte versorgt werden können. Die Inbetriebnahme ist für den Spät-Herbst 2011 vorgesehen. Die Investitionskosten betragen rund 27,0 Mio. Euro.
Die Investitionen gingen in der Berichtsperiode um 33,4 % auf 25,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,2 Mio. Euro) zurück. Im ersten Halbjahr 2010/11 standen die Revitalisierungsarbeiten beim Wasserkraftwerk Schütt, der Bau des Kleinwasserkraftwerks Schaldorf und der Ausbau der Windkraftprojekte in Nieder österreich im Mittelpunkt.
Netzinfrastruktur Inland
Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland. Die bisher at Equity einbezogene NÖKOM wird seit dem Erwerb der restlichen 50,0 % der Anteile an der Gesellschaft im Dezember 2010 als vollkonsolidiertes Unternehmen abgebildet. Nunmehr wird die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnete Tochtergesellschaft V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. in diesem Segment abgebildet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund IFRS-Unwesentlichkeit nicht angepasst. Darüber hinaus erbringt das Segment Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten – die als konzerninterne Umsätze abgebildet sind.
| Kennzahlen | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
||||||
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 4.132 | 3.985 | 3,7 | 2.085 | 2.029 | 2,8 |
| Gas | 11.891 | 13.440 | –11,5 | 5.644 | 7.109 | –20,6 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 269,8 | 258,0 | 4,6 | 141,4 | 136,0 | 4,0 |
| Innenumsatz | 23,0 | 29,7 | –22,3 | 11,5 | 16,1 | –29,0 |
| Gesamtumsatz | 292,9 | 287,7 | 1,8 | 152,9 | 152,1 | 0,5 |
| Operativer Aufwand | –140,5 | –149,0 | 5,7 | –74,7 | –77,1 | 3,1 |
| EBITDA | 152,4 | 138,7 | 9,8 | 78,2 | 75,0 | 4,2 |
| Abschreibungen | –48,5 | –47,2 | –2,8 | –24,5 | –26,9 | 8,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 103,8 | 91,5 | 13,5 | 53,7 | 51,2 | 4,7 |
| Finanzergebnis | –5,0 | –6,3 | 21,2 | –3,2 | –3,1 | –2,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 98,9 | 85,2 | 16,1 | 50,5 | 48,2 | 4,9 |
| Gesamtvermögen | 1.649,7 | 1.624,0 | 1,6 | 1.649,7 | 1.624,0 | 1,6 |
| Investitionen1) | 39,1 | 45,3 | –13,7 | 18,9 | 19,6 | –3,7 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2011 wurden die Stromnetztarife um durchschnittlich 1,0 % (per 1. Jänner 2010 Senkung um 2,0 %) und die Gasnetztarife um durchschnittlich 10,6 % erhöht (per 1. Jänner 2010 Erhöhung um 8,2 %). Der Netzabsatz entwickelte sich im ersten Halbjahr 2010/11 gegenläufig: Während der Stromnetzabsatz aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 147 GWh bzw. 3,7 % auf 4.132 GWh verzeichnete, führte im Gasnetzbereich ein deutlich reduzierter Absatz an die eigenen Wärmekraftwerke – trotz des temperaturbedingt höheren Energiebedarfs – zu einem Rückgang um 1.549 GWh bzw. 11,5 % auf 11.891 GWh.
Die Erhöhung des Stromnetzabsatzes und die Tarifanpassung im Gasnetz konnten die rückläufige Entwicklung des Gasnetzabsatzes mehr als kompensieren und führten zu einem Anstieg der Netzerlöse um 8,4 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 244,1 Mio. Euro. Trotz Umsatzrückgänge im Kabel-TV- und Telekombereich verzeichnete das Segment in Summe einen Anstieg der Umsatzerlöse um 5,2 Mio. Euro bzw. 1,8 % auf 292,9 Mio. Euro.
Die operativen Aufwendungen konnten im Vergleich zur Vorperiode um 8,5 Mio. Euro bzw. 5,7 % reduziert werden, vor allem aufgrund geringerer Kosten für Netzverluste und Ausgleichsenergie durch sinkende Strommarktpreise und niedrigerer Personalaufwendungen. Das EBITDA lag somit bei 152,4 Mio. Euro um 13,6 Mio. Euro bzw. 9,8 % über dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung leicht höherer Abschreibungen wurde das EBIT um 12,3 Mio. Euro bzw. 13,5 % auf 103,8 Mio. Euro verbessert.
Ein Rückgang des Finanzergebnisses, aufgrund eines höheren Beteiligungsergebnisses und niedrigerer Finanzierungskosten, führte zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 98,9 Mio. Euro – ein Anstieg um 13,7 Mio. Euro bzw. 16,1 % gegenüber dem Vorjahreswert.
Die Investitionen des Segments waren geprägt vom Bau der überregionalen Erdgastransportleitungen "Süd- und Westschiene". Nach der Inbetriebnahme des ersten 90 km langen Bauabschnitts der insgesamt 120 km langen "Südschiene" Ende September 2010 wurde im Berichtszeitraum an der Errichtung der beiden letzten Teilstücke – 26 km und 3 km – gearbeitet, wofür im ersten Halbjahr 2010/11 6,6 Mio. Euro investiert wurden. Im zweiten Quartal 2010/11 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für den Bau der 143 km langen überregionalen Erdgashochdruckleitung "Westschiene" begonnen. Die Projektvorlaufkosten betrugen im ersten Halbjahr 2010/11 2,6 Mio. Euro. Im Kabel-TV- und Telekombereich wurden insgesamt 5,6 Mio. Euro in Netzverdichtungen und -erneuerungen investiert. In Summe beliefen sich die Investitionen im Segment Netzinfrastruktur Inland im ersten Halbjahr 2010/11 auf 39,1 Mio. Euro, was einem Rückgang um 13,7 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht.
Energiehandel und -vertrieb
Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst vorwiegend am österreichischen Heimmarkt die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf. Nunmehr werden das internationale Facility Management der 100 %-Tochtergesellschaft first facility GmbH sowie die Allplan Gesellschaft m.b.H., die bisher dem Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges zugeordnet waren, in diesem Segment dargestellt. Die Vorjahreswerte werden aufgrund IFRS-Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.
| Kennzahlen | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
||||||
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom | 3.864 | 3.701 | 4,4 | 1.914 | 1.894 | 1,1 |
| Gas | 5.552 | 5.396 | 2,9 | 2.973 | 3.141 | –5,3 |
| Wärme | 1.176 | 1.067 | 10,2 | 620 | 593 | 4,6 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 722,7 | 746,5 | –3,2 | 366,3 | 392,6 | –6,7 |
| Innenumsatz | 25,7 | 25,4 | 1,2 | 13,2 | 9,1 | 44,8 |
| Gesamtumsatz | 748,4 | 772,0 | –3,1 | 379,5 | 401,7 | –5,5 |
| Operativer Aufwand | –663,6 | –692,2 | 4,1 | –339,7 | –364,2 | 6,7 |
| EBITDA | 84,8 | 79,7 | 6,4 | 39,8 | 37,5 | 6,3 |
| Abschreibungen | –6,8 | –6,1 | –10,5 | –3,5 | –33,5 | 89,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 78,0 | 73,6 | 6,0 | 36,3 | 34,4 | 5,7 |
| Finanzergebnis | 8,7 | 8,0 | 8,9 | 3,6 | 4,0 | –10,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 86,7 | 81,6 | 6,3 | 39,9 | 38,4 | 4,0 |
| Gesamtvermögen | 729,8 | 711,7 | 2,5 | 729,8 | 711,7 | 2,5 |
| Investitionen1) | 4,9 | 6,6 | –25,2 | 2,2 | 1,5 | 51,6 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Absatzsteigerungen in allen Bereichen prägten im ersten Halbjahr 2010/11 die Entwicklung des Energieverkaufs an Endkunden. Der Stromverkauf an Endkunden stieg um 163 GWh bzw. 4,4 % auf 3.864 GWh. Dies ist vor allem auf die günstigen konjunkturellen Entwicklungen sowie auf die Ausweitung der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des österreichischen Versorgungsgebiets der EVN zurückzuführen. Aufgrund der leicht kühleren Witterung im heimischen Versorgungsgebiet (die Heizgradsumme lag um 1,9 Prozentpunkte über dem Vorjahr) verzeichnete der Gasabsatz einen Anstieg um 156 GWh bzw. 2,9 % auf 5.552 GWh. Beim Wärmeabsatz wurde aufgrund der kühleren Witterung sowie gestiegener Dampflieferungen an die Bioethanolanlage der AGRANA AG ein Anstieg um 109 GWh bzw. 10,2 % auf 1.176 GWh verzeichnet.
Trotz der Absatzsteigerungen im ersten Halbjahr 2010/11 und des erstmaligen Einbezugs der first facility GmbH in diesem Segment (Umsatzbeitrag von 10,8 Mio. Euro) reduzierten sich die Umsatzerlöse um 23,6 Mio. Euro bzw. 3,1 % auf 748,4 Mio. Euro. Die durchgeführte Senkung der Endkundenpreise im Gasbereich um rund 7,0 % per 1. Dezember 2009 und der Rückgang der Vermarktungserlöse im Kraftwerksbereich, aufgrund geringerer Erzeugungsmengen und der negativen Strompreisentwicklung, wirkten den Absatzsteigerungen entgegen.
Die mengenbedingte Kostensteigerung im gesamten Energiebereich, die höheren Gasbezugspreise sowie der erstmalige Einbezug der first facility GmbH wurden durch gesunkene Strombeschaffungskosten und geringere Primärenergiekosten durch den reduzierten Einsatz der eigenen Wärmekraftwerke mehr als kompensiert. Die operativen Aufwendungen konnten somit um 28,7 Mio. Euro bzw. 4,1 % auf 663,6 Mio. Euro reduziert werden, was unter Berücksichtigung leicht gestiegener Abschreibungen zu einem EBIT von 78,0 Mio. Euro führte – ein Anstieg von 4,4 Mio. Euro bzw. 6,0 %.
Das Finanzergebnis konnte aufgrund des gestiegenen Ergebnisbeitrags der EconGas um 0,7 Mio. Euro bzw. 8,9 % auf 8,7 Mio. Euro erhöht werden. Damit lag das Ergebnis vor Ertragsteuern bei 86,7 Mio. Euro, um 5,2 Mio. Euro bzw. 6,3 % über der Vergleichsperiode.
Nach der Fertigstellung der Fernwärmetransportleitung nach St. Pölten im Vorjahr gingen die Investitionen im ersten Halbjahr 2010/11 um 1,7 Mio. Euro bzw. 25,2 % auf 4,9 Mio. Euro zurück. Die Investitionsschwerpunkte lagen im weiteren Ausbau der Wärmenetze.
Energieversorgung Südosteuropa
Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.
| Kennzahlen | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||
| Netzabsatz Strom1) | 7.497 | 7.425 | 1,0 | 4.097 | 3.990 | 2,7 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | 195 | 212 | –8,2 | 119 | 126 | –5,6 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
||||||
| Außenumsatz | 457,6 | 496,6 | –7,9 | 252,4 | 270,8 | –6,8 |
| Innenumsatz | – | – | – | – | – | – |
| Gesamtumsatz | 457,6 | 496,6 | –7,9 | 252,4 | 270,8 | –6,8 |
| Operativer Aufwand | –412,8 | –454,8 | 9,2 | –220,1 | –245,2 | 10,3 |
| EBITDA | 44,9 | 41,8 | 7,3 | 32,4 | 25,6 | 26,5 |
| Abschreibungen | –47,5 | –31,5 | –50,5 | –32,4 | –16,1 | – |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –2,6 | 10,3 | – | –0,1 | 9,5 | – |
| Finanzergebnis | –8,2 | –11,3 | 27,0 | –4,0 | –6,0 | 33,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –10,8 | –1,0 | – | –4,0 | 3,5 | – |
| Gesamtvermögen | 1.130,1 | 1.107,0 | 2,1 | 1.130,1 | 1.107,0 | 2,1 |
| Investitionen2) | 50,3 | 46,8 | 7,5 | 20,4 | 15,8 | 28,8 |
1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2010 die Endkundenpreise um etwa 2,0 % erhöht, die Preise für beschaffte Energie sowie die Preise des Übertragungsnetzbetreibers und des System Operator jedoch insgesamt um etwa 8,0 %. Eine Änderung in der Tarifierung führte zu einer geänderten Darstellung der Preiskomponenten im Zusammenhang mit dem Hochspannungsnetz, die nicht mehr bei der EVN berücksichtigt werden. Daraus kam es zu einer Kürzung der Umsatzerlöse und der Beschaffungskosten. Der Effekt daraus belief sich im ersten Halbjahr 2010/11 auf rund 53,7 Mio. Euro, hatte jedoch keine Auswirkung auf das Ergebnis.
In Mazedonien hat der Regulator nach dem 1. Jänner 2010 (Preiserhöhung um rund 10,0 %, davon 51,0 % EVN Macedonia) neuerlich per 1. März 2011 eine Erhöhung der Endkundenpreise um rund 5,5 % genehmigt, wovon rund 89,6 % durch eine Anhebung des Netzentgelts für Mittel- und Niederspannungsnetze auf die EVN Macedonia entfallen.
In Bulgarien wurde bei leicht wärmeren Temperaturen (die Heizgradsumme lag um 1,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahr) ein Anstieg des Stromnetzabsatzes erzielt. In Mazedonien hingegen war trotz kühlerer Witterung (die Heizgradsumme lag um 5,6 Prozentpunkte über dem Vorjahr) ein Rückgang im Stromnetzabsatz zu verzeichnen. Der Wärmeabsatz in Bulgarien ging um 17 GWh bzw. 8,2 % auf 195 GWh zurück.
Die Umsatzerlöse des Segments reduzierten sich um 39,0 Mio. Euro bzw. 7,9 % auf 457,6 Mio. Euro. Da in Mazedonien die Mengenrückgänge durch die Preiserhöhung per 1. März 2011 mehr als kompensiert werden konnten, resultierte der Rückgang zur Gänze aus der oben erwähnten geänderten Darstellung der Tarifkomponenten im Hochspannungsnetz in Bulgarien.
Der Rückgang der operativen Aufwendungen um 42,1 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 412,8 Mio. Euro war in erster Linie durch die geänderte Darstellung der Beschaffungskosten in Bulgarien sowie rückläufige Personalaufwendungen und Forderungsabschreibungen bedingt. Demgegenüber standen – vor allem aufgrund höherer Netzverluste in Mazedonien – gestiegene Energiebeschaffungskosten. Per Saldo konnte das EBITDA um 3,0 Mio. Euro bzw. 7,3 % auf 44,9 Mio. Euro verbessert werden. Aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen im Wärmebereich durch den Regulator in Bulgarien wurden in der Berichtsperiode der Firmenwert der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,2 Mio. Euro sowie Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro außerordentlich abgeschrieben. Darüber hinaus wurde der Kraftwerksstandort in Plovdiv in Höhe von 6,6 Mio. Euro abgewertet, da aufgrund der Verzögerung der Marktliberalisierung am Strommarkt nicht mit der ursprünglich geplanten Errichtung eines Gaskraftwerks begonnen wird. Insgesamt resultierte daraus ein EBIT in Höhe von –2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro).
Das aufgrund geringerer Zinsaufwendungen um 3,1 Mio. Euro bzw. 27,0 % auf –8,2 Mio. Euro verbesserte Finanzergebnis führte zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern von –10,8 Mio. Euro (Vorjahr: –1,0 Mio. Euro).
Die in der Berichtsperiode getätigten Investitionen wurden im Vergleich zur Vorperiode um 3,5 Mio. Euro bzw. 7,5 % auf 50,3 Mio. Euro erhöht. Im Mittelpunkt standen hierbei weiterhin der Ausbau der Netzinfrastrukturen und der Austausch von Zählern, um die Versorgungssicherheit und -qualität zu verbessern und Netzverluste nachhaltig zu reduzieren, sowie die Errichtung einer Cogeneration-Anlage. Die Bauarbeiten an der neuen Cogeneration-Anlage am Fernwärmestandort TEZ Plovdiv mit einer Stromkapazität von 54 MW und einer Wärmekapazität von 50 MW laufen plangemäß. Zwei Phasen des dreiteiligen Genehmigungsverfahrens wurden bereits abgeschlossen. Die Baugenehmigung der dritten und letzten Ausbaustufe wurde im zweiten Quartal 2010/11 erteilt, und die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant. Die Gesamtinvestitionen werden etwa 50,0 Mio. Euro betragen.
Umwelt
Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 16 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 163,0 | 96,6 | 68,8 | 67,0 | 47,7 | 40,4 | |
| Innenumsatz | 8,8 | 7,3 | 20,1 | 4,0 | 4,1 | –2,5 | |
| Gesamtumsatz | 171,8 | 103,9 | 65,3 | 71,0 | 51,8 | 37,0 | |
| Operativer Aufwand | –139,8 | –92,9 | –50,4 | –55,6 | –46,9 | –18,7 | |
| EBITDA | 32,0 | 11,0 | – | 15,3 | 4,9 | – | |
| Abschreibungen | –12,4 | –11,4 | –8,8 | –6,3 | –7,6 | 16,9 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 19,6 | –0,5 | – | 9,0 | –2,7 | – | |
| Finanzergebnis | 5,5 | 10,9 | –49,3 | 4,3 | 6,8 | –36,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 25,1 | 10,5 | – | 13,4 | 4,1 | – | |
| Gesamtvermögen | 1.410,9 | 1.179,7 | 19,6 | 1.410,9 | 1.179,7 | 19,6 | |
| Investitionen1) | 27,9 | 35,4 | –21,2 | 11,8 | 14,7 | –20,0 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Im ersten Halbjahr 2010/11 lagen die Umsatzerlöse in diesem Segment mit 171,8 Mio. Euro um 67,9 Mio. Euro bzw. 65,3 % über dem Vorjahr. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung durch den erstmaligen Umsatzbeitrag von Projekten – vor allem der Natrium hypochlorit- bzw. Müllverbrennungsanlage MSZ1 in Moskau – sowie von dem um die Linie 3 erweiterten Betrieb der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr. Die Aktivitäten in der heimischen Wasserversorgung lieferten ebenfalls einen positiven Beitrag zum Gesamtumsatz dieses Segments.
Der Anstieg der operativen Aufwendungen um 46,8 Mio. Euro bzw. 50,4 % auf 139,8 Mio. Euro ist in erster Linie auf höhere Materialund Betriebsaufwendungen sowie Personalaufwendungen aufgrund der verstärkten Projekttätigkeit zurückzuführen. Weiters wurde das operative Ergebnis der Vergleichsperiode durch eine Forderungsabschreibung in Höhe von 3,3 Mio. Euro belastet. Da die Erhöhung des Umsatzes stärker ausfiel als jene der Aufwendungen, stieg das EBITDA um 21,1 Mio. Euro auf 32,0 Mio. Euro. Der Abschluss einiger Projekte im Geschäftsjahr 2009/10 – vor allem die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die Linie 3 und die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo, Moskau – führte zu leicht höheren Abschreibungen von 12,4 Mio. Euro in der Berichtsperiode. Damit entwickelte sich das EBIT ebenfalls sehr positiv und stieg von –0,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 19,6 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. Euro bzw. 49,3 % auf 5,5 Mio. Euro. Dies war auf die geringeren Ergebnisbeiträge der Abfallbehandlungsanlage in Zagreb sowie auf niedrigere Zinserträge aus gesunkenen Leasingzahlungen im Projektgeschäft zurückzuführen. Dennoch konnte das positive operative Ergebnis auf das Ergebnis vor Ertragsteuern übertragen werden, das mit 25,1 Mio. Euro um 14,7 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 10,5 Mio. Euro lag.
Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2010/11 um 7,5 Mio. Euro bzw. 21,2 % auf 27,9 Mio. Euro gesenkt. Das hohe Investitionsniveau im Vorjahr war durch die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr geprägt. Den Investitionsschwerpunkt in der Berichtsperiode stellt die Errichtung des Blockheizkraftwerks mit einer Kapazität von 13,5 MW in Moskau auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy dar. Mit der Fertigstellung wird im April 2012 gerechnet. Darüber hinaus werden, wie im letzten Quartal bereits berichtet, zehn weitere Großprojekte in Russland, Polen, Litauen, Zypern und Montenegro realisiert.
Im Februar 2011 erhielt EVN im Konsortium mit einem lokalen Partner den Zuschlag zur Erweiterung und Erneuerung der Kläranlagen in Gherla und Huedin, Rumänien. Das Konsortium hat den Auftrag, die Anlagen in 21 Monaten schlüsselfertig zu errichten und einen einjährigen Probebetrieb zu führen. Finanziert wird das Projekt mit einem Investitionsvolumen von ca. 8,6 Mio. Euro vom Europäischen Kohäsionsfonds. Die Kläranlage Gherla ist für die Abwässer von 20.000 Einwohnerwerten (EW) ausgelegt, die Kläranlage Huedin für 9.400 EW. Mit diesem Auftrag erweitert sich die internationale Geschäftstätigkeit der EVN Gruppe auf 20 Länder.
Im Jänner 2011 ging die Betreuung und der Betrieb der Trinkwasserortsnetze der Marktgemeinde Judenau-Baumgarten im niederösterreichischen Bezirk Tulln an die EVN über. Die EVN liefert bereits seit 1992 das Trinkwasser für die Gemeinde. Die Ortsnetze bestehen aus ca. 769 Hausanschlüssen und 21 km Leitungen.
Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an der RAG, BEGAS, BEWAG und der VERBUNG AG. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie auch Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN Gruppe erbringen. Die bis zum ersten Quartal 2010/11 diesem Segment zugeordneten Tochtergesellschaften first facility GmbH, V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. und Allplan Gesellschaft m.b.H. werden, wie bereits erwähnt, ab nun anderen Segmenten zugeordnet. Die Vorjahreswerte werden aufgrund IFRS-Unwesentlichkeit nicht angepasst.
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 4,3 | 13,1 | –67,4 | –6,3 | 4,6 | – | |
| Innenumsatz | 29,1 | 31,4 | –7,4 | 13,9 | 16,4 | –15,2 | |
| Gesamtumsatz | 33,3 | 44,5 | –25,1 | 7,6 | 21,0 | –63,9 | |
| Operativer Aufwand | –39,8 | –46,6 | 14,7 | –12,7 | –23,8 | 46,8 | |
| EBITDA | –6,4 | –2,1 | – | –5,1 | –2,8 | –81,0 | |
| Abschreibungen | –0,8 | –0,9 | –10,1 | –0,3 | –0,5 | 0,1 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –7,2 | –3,0 | – | –5,4 | –3,3 | –65,7 | |
| Finanzergebnis | 54,3 | 73,1 | –25,8 | 34,9 | 68,5 | –49,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 47,1 | 70,1 | –32,9 | 29,5 | 65,3 | –54,8 | |
| Gesamtvermögen | 3.295,4 | 2.832,0 | 16,4 | 3.295,4 | 2.832,0 | 16,4 | |
| Investitionen1) | 0,7 | 0,3 | – | 0,2 | 0,2 | 6,8 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Der Umsatzrückgang von 11,2 Mio. Euro bzw. 25,1 % auf 33,3 Mio. Euro ist hauptsächlich auf die Neuzuordnung der beiden Tochtergesellschaften first facility GmbH und V&C Kathodischer Korrosionsschutz in andere Segmente zurückzuführen. Diese Änderung spiegelte sich ebenfalls in der Verringerung des operativen Aufwands wider. Jedoch fiel aufgrund von gestiegenen sonstigen betrieb lichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungsaufwand – insbesondere im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung – sowie höherer Werbeaufwendungen die Reduktion um 6,8 Mio. Euro bzw. 14,7 % auf 39,8 Mio. Euro geringer aus. Diese Entwicklung führte zu einer Verringerung des EBITDA um 4,3 Mio. Euro auf –6,4 Mio. Euro und des EBIT um 4,2 Mio. Euro auf –7,2 Mio. Euro.
Das für dieses Segment maßgebliche Finanzergebnis entwickelte sich ebenfalls rückläufig. Die im Beteiligungsergebnis im Vorjahr mit 1,25 Euro je Aktie berücksichtigte Dividendenausschüttung der VERBUND AG belief sich auf 0,55 Euro je Aktie in der Berichtsperiode und fiel daher um 28,1 Mio. Euro auf 22,1 Mio. Euro. Der positive Anstieg der Ergebnisse der at Equity einbezogenen Unternehmen, vor allem jener der RAG, um 13,3 Mio. Euro bzw. 83,1 % auf 29,3 Mio. Euro, konnte den Rückgang im Beteiligungsergebnis von 14,0 Mio. Euro bzw. 20,0 % auf 56,1 Mio. Euro nicht vollständig kompensieren.
Weiters prägten ein rückläufiges Zins- als auch sonstiges Finanzergebnis das erste Halbjahr 2010/11. Das Zinsergebnis verringerte sich aufgrund gesunkener Zinserträge sowie höherer Zinsaufwendungen um 2,1 Mio. Euro auf –0,7 Mio. Euro. Der Rückgang im sonstigen Finanzergebnis von 2,8 Mio. Euro auf –1,1 Mio. Euro resultiert vorwiegend aus dem verringerten Bewertungsergebnis.
In Summe ging das Finanzergebnis um 18,8 Mio. Euro bzw. 25,8 % auf 54,3 Mio. Euro zurück. Daraus resultiert ein Ergebnis vor Ertragsteuern, das mit 47,1 Mio. Euro um 23,1 Mio. Euro bzw. 32,9 % unter dem Vergleichswert für das erste Halbjahr 2009/10 liegt.
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34
Bilanz
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 31.3.2011 | 30.9.2010 | absolut | in % | 30.9.2009 |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 354,1 | 361,0 | –6,9 | –1,9 | 365,2 |
| Sachanlagen | 2.834,1 | 2.818,2 | 15,9 | 0,6 | 2.653,1 |
| At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen | 869,7 | 734,0 | 135,7 | 18,5 | 712,5 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.281,0 | 1.077,8 | 203,2 | 18,9 | 1.409,7 |
| Aktive latente Steuern | 10,2 | 6,5 | 3,7 | 57,6 | 1,2 |
| Übrige Vermögenswerte | 781,2 | 744,8 | 36,4 | 4,9 | 619,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 6.130,2 | 5.742,1 | 388,1 | 6,8 | 5.761,2 |
| Vorräte | 103,8 | 135,7 | –32,0 | –23,6 | 137,3 |
| Forderungen | 689,6 | 506,0 | 183,5 | 36,3 | 579,7 |
| Wertpapiere Liquide Mittel |
275,0 158,2 |
223,8 123,5 |
51,2 34,7 |
22,9 28,1 |
86,7 130,5 |
| 1.226,5 | 989,1 | 237,5 | 24,0 | 934,2 | |
| Summe Aktiva | 7.356,7 | 6.731,2 | 625,5 | 9,3 | 6.695,4 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | |||||
| Grundkapital | 330,0 | 300,0 | 30,0 | 10,0 | 300,0 |
| Kapitalrücklagen | 253,7 | 108,3 | 145,5 | – | 108,4 |
| Gewinnrücklagen | 1.919,6 | 1.808,0 | 111,7 | 6,2 | 1.661,4 |
| Bewertungsrücklage gem. IAS 39 | 680,3 | 473,8 | 206,5 | 43,6 | 725,4 |
| Währungsumrechnungsrücklage | 2,4 | –3,5 | 5,9 | – | –3,4 |
| Eigene Aktien | –7,0 | –7,0 | – | – | –8,0 |
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 3.179,0 | 2.679,5 | 499,5 | 18,6 | 2.783,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | 361,2 | 345,7 | 15,5 | 4,5 | 343,4 |
| 3.540,2 | 3.025,3 | 514,9 | 17,0 | 3.127,2 | |
| Langfristige Schulden | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.588,7 | 1.726,4 | –137,7 | –8,0 | 1.702,5 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 283,4 | 227,1 | 56,3 | 24,8 | 307,1 |
| Langfristige Rückstellungen | 451,1 | 450,0 | 1,1 | 0,2 | 444,8 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 414,5 | 397,9 | 16,6 | 4,2 | 379,1 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 52,2 | 63,1 | –10,8 | –17,2 | 90,2 |
| 2.789,9 | 2.864,5 | –74,5 | –2,6 | 2.923,7 | |
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 307,6 | 205,2 | 102,3 | 49,9 | 17,0 |
| Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 121,7 | 63,0 | 58,6 | 93,0 | 58,7 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 326,4 | 339,3 | –12,9 | –3,8 | 328,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 101,8 | 120,6 | –18,9 | –15,6 | 83,6 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 169,1 | 113,2 | 55,9 | 49,4 | 156,5 |
| 1.026,6 | 841,5 | 185,1 | 22,0 | 644,5 | |
| Summe Passiva | 7.356,7 | 6.731,2 | 625,5 | 9,3 | 6.695,4 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Mio. EUR | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.629,7 | 1.625,1 | 0,3 | 827,5 | 855,9 | –3,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge1) | 35,2 | 32,5 | 8,3 | 17,2 | 13,3 | 29,2 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –930,0 | –976,1 | 4,7 | –483,1 | –527,6 | 8,4 |
| Material- und Betriebsaufwand | –180,0 | –119,7 | –50,4 | –76,7 | –55,7 | –37,6 |
| Personalaufwand | –160,2 | –161,9 | 1,0 | –81,0 | –80,9 | –0,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –70,5 | –87,0 | 18,9 | –38,2 | –49,2 | 22,4 |
| EBITDA | 324,1 | 312,9 | 3,6 | 165,7 | 155,8 | 6,4 |
| Abschreibungen | –127,0 | –118,5 | –7,1 | –72,6 | –56,5 | –28,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 197,2 | 194,4 | 1,4 | 93,1 | 99,3 | –6,2 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 45,7 | 29,8 | 53,7 | 19,0 | 22,1 | –14,1 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 24,5 | 53,0 | –53,7 | 24,5 | 53,0 | –53,8 |
| Zinserträge | 19,1 | 19,7 | –3,5 | 9,8 | 9,6 | 1,9 |
| Zinsaufwendungen | –37,8 | –33,6 | –12,5 | –19,2 | –16,6 | –15,7 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,9 | 2,8 | – | –0,8 | –0,1 | – |
| Finanzergebnis | 49,6 | 71,7 | –30,9 | 33,4 | 68,1 | –51,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 246,7 | 266,1 | –7,3 | 126,5 | 167,4 | –24,4 |
| Ertragsteuern | –45,2 | –50,3 | 10,0 | –21,0 | –23,4 | 10,0 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 201,5 | 215,8 | –6,6 | 105,4 | 144,0 | –26,8 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 17,5 | 7,3 | – | 9,4 | 9,7 | –3,3 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 184,0 | 208,5 | –11,7 | 96,1 | 134,3 | –28,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | 1,04 | 1,27 | –18,3 | 0,54 | 0,82 | –33,8 |
1) Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen werden seit dem 4. Quartal 2009/10 als Teil der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen;
die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.
2) Verwässert ist gleich unverwässert.
Gesamtergebnisrechnung
| Mio. EUR | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
Veränderung in % |
2010/11 2. Quartal |
2009/10 2. Quartal |
Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 201,5 | 215,8 | –6,6 | 105,4 | 144,0 | –26,8 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern aus | ||||||
| Währungsdifferenzen | 5,9 | 3,1 | 88,4 | 2,9 | 2,2 | 30,0 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | 202,6 | –257,1 | – | 139,2 | –63,0 | – |
| Cash Flow Hedges | 30,9 | 18,1 | 70,8 | 16,4 | 0,9 | – |
| at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 31,4 | 3,8 | – | 13,9 | 1,6 | – |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern | 270,7 | –232,1 | – | 172,4 | –58,4 | – |
| darauf entfallende Ertragsteuern | –58,4 | 60,0 | – | –38,9 | 15,7 | – |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse nach Ertragsteuern | 212,3 | –172,1 | – | 133,5 | –42,6 | – |
| Gesamtergebnis der Periode | 413,8 | 43,7 | – | 238,9 | 101,4 | – |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 17,5 | 9,2 | 90,0 | 9,4 | 9,7 | –3,3 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | 396,4 | 34,6 | – | 229,5 | 91,7 | – |
Entwicklung des Eigenkapitals
| Anteile der Aktionäre | Nicht beherrschende | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | der EVN AG | Anteile | Summe | |
| Stand 30.9.2009 | 2.783,8 | 343,4 | 3.127,2 | |
| Gesamtergebnis | 34,6 | 9,2 | 43,7 | |
| Dividende 2008/09 | –60,3 | –1,7 | –62,0 | |
| Kapitaleinzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | – | 0,8 | 0,8 | |
| Stand 31.3.2010 | 2.758,0 | 351,6 | 3.109,7 | |
| Stand 30.9.2010 | 2.679,5 | 345,7 | 3.025,3 | |
| Kapitalerhöhung | 175,5 | – | 175,5 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 396,4 | 17,5 | 413,8 | |
| Dividende 2009/10 | –71,8 | –1,7 | –73,5 | |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | –0,6 | –0,3 | –0,9 | |
| Stand 31.3.2011 | 3.179,0 | 361,2 | 3.540,2 |
Verkürzte Geldflussrechnung
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | absolut | in % | 1. Halbjahr |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 246,7 | 266,1 | –19,4 | –7,3 | 215,2 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 127,0 | 118,5 | 8,4 | 7,1 | 93,4 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | –42,0 | –28,7 | –13,3 | –46,4 | –22,6 |
| +/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | –23,4 | –55,9 | 32,5 | 58,2 | –31,7 |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | –16,0 | –16,1 | 0,1 | 0,7 | –15,2 |
| –/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen | 1,1 | 4,9 | –3,8 | –77,3 | 0,9 |
| +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 1,0 | – | 1,0 | – | 1,0 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 294,5 | 288,9 | 5,6 | 1,9 | 241,0 |
| – Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit | –64,7 | –200,3 | 135,6 | 67,7 | –317,7 |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | –8,5 | –11,4 | 2,9 | 25,7 | –5,5 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 221,3 | 77,2 | 144,1 | – | –82,2 |
| – Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie aus Unternehmenserwerben |
–105,9 | –151,2 | 45,3 | 29,9 | –141,0 |
| –/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –96,3 | 10,5 | –106,8 | – | –42,2 |
| –/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen | –51,1 | 50,4 | –101,5 | – | 37,7 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –253,4 | –90,4 | –163,0 | – | –145,5 |
| + Kapitalerhöhung/Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen | 175,5 | 0,8 | 174,7 | – | 1,5 |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG | –71,8 | –60,3 | –11,5 | –19,0 | –60,3 |
| – Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile | –1,7 | –1,7 | – | – | –1,7 |
| – Erwerb eigener Anteile | – | – | – | – | –3,3 |
| +/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten | –28,2 | 172,2 | –200,4 | – | 278,6 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | 73,8 | 110,9 | –37,1 | –33,5 | 214,8 |
| Cash Flow gesamt | 41,8 | 97,8 | –56,1 | –57,3 | –12,9 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 89,1 | 113,6 | –24,5 | –21,6 | 94,1 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 130,8 | 211,4 | –80,6 | –38,1 | 81,3 |
Segmentberichterstattung
| I Erzeugung |
Netzinfrastruktur I Inland |
Energiehandel und I -vertrieb |
Energieversorgung I Südosteuropa |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentergebnis | Mio. EUR 1. Halbjahr |
2010/11 | 2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
| Außenumsatz | 12,4 | 14,3 | 269,8 | 258,0 | 722,7 | 746,5 | 457,6 | 496,6 | |
| Innenumsatz | 36,4 | 55,2 | 23,0 | 29,7 | 25,7 | 25,4 | – | – | |
| Gesamtumsatz | 48,8 | 69,5 | 292,9 | 287,7 | 748,4 | 772,0 | 457,6 | 496,6 | |
| Operativer Aufwand | –31,3 | –24,8 | –140,5 | –149,0 | –663,6 | –692,2 | –412,8 | –454,8 | |
| EBITDA | 17,4 | 44,7 | 152,4 | 138,7 | 84,8 | 79,7 | 44,9 | 41,8 | |
| Abschreibungen | –11,9 | –22,3 | –48,5 | –47,2 | –6,8 | –6,1 | –47,5 | –31,5 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 5,5 | 22,4 | 103,8 | 91,5 | 78,0 | 73,6 | –2,6 | 10,3 | |
| Finanzergebnis | –3,2 | –1,4 | –5,0 | –6,3 | 8,7 | 8,0 | –8,2 | –11,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 2,3 | 21,1 | 98,9 | 85,2 | 86,7 | 81,6 | –10,8 | –1,0 | |
| Gesamtvermögen | 505,5 | 448,9 | 1.649,7 | 1.624,0 | 729,8 | 711,7 | 1.130,1 | 1.107,0 | |
| Investitionen1) | 25,5 | 38,2 | 39,1 | 45,3 | 4,9 | 6,6 | 50,3 | 46,8 |
| Strategische Beteiligungen | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| I Umwelt |
I und Sonstiges I |
Konsolidierung | I | Summe I |
||||
| 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
|
| Außenumsatz | 163,0 | 96,6 | 4,3 | 13,1 | – | – | 1.629,7 | 1.625,1 |
| Innenumsatz | 8,8 | 7,3 | 29,1 | 31,4 | –123,1 | –149,1 | – | – |
| Gesamtumsatz | 171,8 | 103,9 | 33,3 | 44,5 | –123,1 | –149,1 | 1.629,7 | 1.625,1 |
| Operativer Aufwand | –139,8 | –92,9 | –39,8 | –46,6 | 122,1 | 148,2 | –1.305,5 | –1.312,2 |
| EBITDA | 32,0 | 11,0 | –6,4 | –2,1 | –0,9 | –0,9 | 324,1 | 312,9 |
| Abschreibungen | –12,4 | –11,4 | –0,8 | –0,9 | 0,9 | 0,9 | –127,0 | –118,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 19,6 | –0,5 | –7,2 | –3,0 | – | – | 197,2 | 194,4 |
| Finanzergebnis | 5,5 | 10,9 | 54,3 | 73,1 | –2,5 | –1,3 | 49,6 | 71,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 25,1 | 10,5 | 47,1 | 70,1 | –2,5 | –1,3 | 246,7 | 266,1 |
| Gesamtvermögen | 1.410,9 | 1.179,7 | 3.295,4 | 2.832,0 | –1.364,7 | –1.067,1 | 7.356,7 | 6.836,1 |
| Investitionen1) | 27,9 | 35,4 | 0,7 | 0,3 | –3,7 | –1,1 | 144,7 | 171,6 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2011 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpreta tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2009/10 (Bilanzstichtag: 30. September 2010) gelesen werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2010 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzel positionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Berichterstattung nach IFRS
Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 angewendet:
| Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Interpretationen | ||
| IFRIC 15 | Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien | 1.1.2010 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 1.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden | 1.11.2009 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 1.7.2010 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 10 | Ereignisse nach der Berichtsperiode | 1.11.2009 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung | 1.2.2010 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards | 1.11.2009/1.1/ 1.7.2010 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen | 1.1.2010 |
| IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.11.2009 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben | 1.7.2010 |
| IFRIC 4 | Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält | 1.1.2010 |
| diverse | Annual Improvements 2007–2010 | 1.1.2010/1.7.2010 |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinen Kunden einen Vermögenswert beziehungsweise die Finanzmittel für die Anschaffung oder Herstellung eines solchen erhält, um den Kunden im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauerhaften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschaffen. Bei EVN sind erhaltene Baukostenbeiträge zum Teil vom Anwendungsbereich des IFRIC 18 erfasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln der EVN stehen im Einklang mit IFRIC 18. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei EVN nicht in den Umsatzerlösen, sondern in den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Die neuen Interpretationen IFRIC 15, 17 und 19 sowie die erstmalige verpflichtende Anwendung geänderter Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.
Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Der Umweltbereich ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Umweltsegment in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.
Prüferische Durchsicht
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. März 2011 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 28 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2010: 26 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen). Unverändert zum letzten Bilanzstichtag wurden 35 verbundene Unternehmen aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll konsolidiert |
Quoten konsolidiert |
Equity konsolidiert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2010 | 60 | 5 | 15 | 80 |
| Neugründungen | 1 | – | 1 | 2 |
| Unternehmenserwerb | 1 | – | –1 | – |
| 31.3.2011 | 62 | 5 | 15 | 82 |
| davon ausländische Unternehmen | 34 | – | 5 | 39 |
EVN hat gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG, Wien, im November/Dezember 2010 teilgenommen. Für diese Zwecke wurde ab dem ersten Quartal 2010/11 die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, als 100,0 %-Tochter der EVN vollkonsolidiert und die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, an der EVN 50,0 % der Anteile hält, at Equity einbezogen.
Mit der Unterzeichnung des Anteilskaufvertrags am 23. Dezember 2010 erfolgte die Übernahme der restlichen 50,0 % der Geschäftsanteile an der bisher at Equity einbezogenen NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H, Maria Enzersdorf, (NÖKOM). NÖKOM erbringt Telekommunikationsdienstleistungen an den öffentlichen Bereich in Niederösterreich.
Folgende vorläufige Auswirkungen zum Fair Value ergeben sich durch den Unternehmenserwerb der NÖKOM und die damit verbundene Erstkonsolidierung auf die Konzern-Bilanz:
| Auswirkungen des Unternehmenserwerbs1) | Mio. EUR | 31.3.2011 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 5,6 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5,8 | |
| Summe Vermögenswerte | 11,4 | |
| Eigenkapital | 9,5 | |
| Langfristige Schulden | 1,2 | |
| Kurzfristige Schulden | 0,6 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 11,4 |
1) Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden keine Unternehmenserwerbe statt.
Da der Unternehmenserwerb der NÖKOM am 23. Dezember 2010 stattfand, sind die Auswirkungen der Gesellschaft im Konzern-Zwischen abschluss auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Ertragsteuern unwesentlich. Aus der Bewertung der bisher gehaltenen Eigentumsanteile (Altanteile) mit dem beizulegenden Zeitwert ergab sich ein Ergebniseffekt von +1,3 Mio. Euro, der im Ergebnis anteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen enthalten ist.
Am 22. Oktober 2010 erfolgte der Erwerb der restlichen 30,0 % an der EVN ENERTRAG Kavarna OOD, Plovdiv, Bulgarien, die bereits bisher als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurde. Die Gesellschaft wurde in EVN Kavarna EOOD umbenannt.
Ausgewählte Anhangsangaben zur Bilanz
Im ersten Halbjahr 2010/11 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 144,7 Mio. Euro (Vorjahr: 171,6 Mio. Euro) erworben. Demgegenüber wurden Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) veräußert. Dabei wurde ein Veräußerungsverlust in Höhe von –1,1 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsverlust in Höhe von –0,2 Mio. Euro) erzielt.
Die Position at Equity einbezogene assoziierte Unternehmen erhöhte sich um 135,7 Mio. Euro bzw. 18,5 % auf 869,7 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte mit 64,2 Mio. Euro aus Zugängen im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für die Kraftwerksprojekte Ashta in Albanien und Walsum in Deutschland sowie der Teilnahme an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG, Wien, und dem laufenden Ergebnisanteil in Höhe von 45,7 Mio. Euro. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen und Währungsdifferenzen sowie Abgängen aufgrund der nunmehrigen Vollkonsolidierung der NÖKOM.
Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.281,0 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.257,5 Mio. Euro, die sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 202,6 Mio. Euro erhöhten. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet.
Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, woraus nach Abzug der Nebenkosten ein Nettoemissionserlös von rund 175,5 Mio. Euro resultierte. Erster Handelstag der neuen Aktien an der Wiener Börse war der 2. November 2010.
Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung, die am 30. Oktober 2010 im Firmenbuch eingetragen wurde, von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Ebenso erhöhten sich daraus die Kapitalrücklagen um 145,5 Mio. Euro auf 253,7 Mio. Euro.
Nach der durchgeführten Kapitalerhöhung betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Stichtag 31. März 2011 179.878.402 Stück. Zum Stichtag wurden unverändert 467.328 Stück eigene Aktien (das sind nunmehr 0,26 % des Grundkapitals; 30. September 2010: 0,29 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 7,0 Mio. Euro und einem Kurswert von 6,2 Mio. Euro (30. September 2010: 5,3 Mio. Euro) gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht wurden. Daraus resultierte eine gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 176.685.644 Stück für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das erste Halbjahr 2010/11 (erstes Halbjahr 2009/10: 162.990.956 Stück). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 20. Jänner 2011 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2009/10 eine Dividende in Höhe von 0,40 Euro je Aktie auszuschütten, was unter Einbezug der dividendenberechtigten Aktien aus der Kapitalerhöhung eine Gesamtdividendenzahlung von 71,8 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre der EVN AG erfolgte am 28. Jänner 2011.
Die Zusammensetzung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelte sich wie folgt:
| Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten | Mio. EUR | 31.3.2011 | 30.9.2010 |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 566,1 | 835,3 | |
| Bankdarlehen | 1.022,5 | 891,1 | |
| Summe | 1.588,7 | 1.726,4 |
Die mit 5,25 % verzinste EUR-Anleihe (Laufzeit 2001 – 2011, Nominale 262,9 Mio. Euro) mit einem Buchwert von 258,9 Mio. Euro zum 31. März 2011 wurde aufgrund ihrer Fälligkeit per 14. Dezember 2011 in den kurzfristigen Bereich umgegliedert. Demgegenüber stand eine bewertungsbedingte Erhöhung der Anleihen zum Stichtag.
In den Bankdarlehen spiegeln sich einerseits die laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 42,4 Mio. Euro und andererseits die Kreditziehungen für die Finanzierung der Errichtung einer Natriumhypochloritanlage in Moskau und des Investitionsprogramms in Mazedonien sowie die Verlängerung eines am 28. Februar 2011 ursprünglich fälligen Kredits in Höhe von 170,8 Mio. Euro um weitere acht Jahre wider.
Ausgewählte Anhangsangaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Im ersten Halbjahr 2010/11 wurde aufgrund nachteiliger Regelungen im Wärmebereich durch den Regulator in Bulgarien der Firmenwert der TEZ Plovdiv in Höhe von 9,2 Mio. Euro sowie Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro außerordentlich abgeschrieben. Darüber hinaus wurde eine Abwertung des Kraftwerksstandorts in Plovdiv in Höhe von 6,6 Mio. Euro vorgenommen. Im Vorjahr stellt die Wertminderung die Abwertung der Sachanlagen beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro dar.
| Zusammensetzung Abschreibung Mio. EUR |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibung | 109,3 | 107,8 |
| Wertminderung | 17,7 | 10,7 |
| Summe | 127,0 | 118,5 |
Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:
| Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Mio. EUR |
2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| RAG1) | 23,8 | 12,2 |
| EconGas | 9,1 | 7,2 |
| ZOV; ZOV UIP | 5,3 | 6,1 |
| BEWAG; BEGAS2) | 4,0 | 3,7 |
| WEEV Beteiligungs GmbH | 1,5 | – |
| Andere Gesellschaften | 2,1 | 0,6 |
| Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 45,7 | 29,8 |
| VERBUND AG | 22,1 | 50,1 |
| Andere Gesellschaften | 2,5 | 2,9 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 24,5 | 53,0 |
| Beteiligungsergebnis | 70,2 | 82,8 |
1) Indirekt über RBG gehalten.
2) Jeweils 49,0 % an BEWAG und BEGAS werden indirekt über die BUHO gehalten.
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 176.685.644 Stück (31. März 2010: 162.990.956 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Auf Basis des Konzernergebnisses von 184,0 Mio. Euro (31. März 2010: 208,5 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. März 2011 ein Ergebnis je Aktie von 1,04 Euro (31. März 2010: 1,27 Euro).
Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung
Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 17,5 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 24,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,8 Mio. Euro) geleistet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im ersten Halbjahr 2010/11 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in Höhe von 7,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2010/11 wurden im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Eine Änderung im Kreis der nahestehenden Unternehmen gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergab sich im ersten Halbjahr 2010/11 aufgrund der Übernahme der restlichen 50,0 % an der vormals at Equity einbezogenen NÖKOM und der nunmehrigen Berücksichtigung der Gesellschaft als vollkonsolidiertes Unternehmen im Konsolidierungskreis. Ansonsten blieb der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert.
Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:
| Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Mio. EUR | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
|---|---|---|
| Umsätze | 116,5 | 180,9 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 480,3 | 477,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43,9 | 85,31) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 65,1 | 11,51) |
1) Wert zum 30.9.2010.
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken wurden gegenüber dem 30. September 2010 um 77,7 Mio. Euro auf 882,9 Mio. Euro verringert. Diese Reduktion resultiert hauptsächlich aus einer Abnahme der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zum Stichtag. Mit dieser Entwicklung ging eine Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich sowie eine Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften einher.
Die Eventualverbindlichkeiten hinsichtlich der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden betreffend der für e&t Energie Handelsgesellschaft mbH abgegebenen Garantien in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2011 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 400,7 Mio. Euro.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2011 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 26. Mai 2011 traten folgende Ereignisse auf:
Per 1. April 2011 wurden die Gaspreise für Endkunden im Heimmarkt aufgrund des starken Anstiegs des Rohölpreises Brent um 8,9 % erhöht.
Am 12. April 2011 fand in Babin Dub, Kroatien, der Spatenstich für den Baubeginn der Gasnetzverlegearbeiten statt. Im ersten Schritt errichtet die EVN Croatia Plin 25 km Hoch- und Mitteldruckleitungen. Mit der Inbetriebnahme wird im Herbst 2011 gerechnet.
In der am 13. April 2011 abgehaltenen 64. ordentlichen Hauptversammlung der VERBUND AG wurde für das Geschäftsjahr 2010 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,55 Euro je Aktie beschlossen. Die Dividende wurde bereits im vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss in der Bewertung der Beteiligung und im Finanzergebnis entsprechend abgebildet.
Im Rahmen der zwischen der mazedonischen Regierung und der EVN in 2010 abgestimmten "Roadmap" wurden die offenen Punkte bezüglich der in 2006 vereinbarten Investitionspflicht seitens der EVN geklärt.
Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz
Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Maria Enzersdorf, am 26. Mai 2011
EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Die EVN Aktie
Die Erholung der Weltwirtschaft von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise setzte sich in der Berichtsperiode fort. Gegenüber dem Vorquartal haben sich die Einschätzungen des Wachstums in Österreich, im europäischen Wirtschaftsraum sowie in den südosteuropäischen Ländern wie Bulgarien, Kroatien, Mazedonien oder Albanien verbessert. Die Prognosen gehen von einem Wachstum von 1,0 % in Kroatien bis 5,5 % in Albanien für die Jahre 2011 und 2012 aus – siehe dazu Seite 4 dieses Berichts.
Die nach wie vor herausfordernde Situation veranlasste die Notenbanken ihre Leitzinsen auf niedrigem Niveau zu halten. Erst für den Jahreswechsel 2011/12 ist in der Eurozone mit einem Anstieg des Leitzinsniveaus zu rechnen.
Die internationalen Aktienmärkte waren so wie auch im vergangenen Quartal in der Berichtsperiode von einem deutlichen – jedoch volatilen – Aufwärtstrend geprägt.
Vom 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011 verzeichnete der deutsche Aktienindex DAX einen Anstieg in Höhe von 13,0 %, der amerikanische Leitindex Dow Jones konnte um 7,3 % zulegen. Der Wiener Leitindex ATX wies in dieser Periode ebenfalls eine deutliche Erhöhung von 13,4 % aus. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities verzeichnete dagegen lediglich einen Anstieg von 6,5 %. Die Aktie der EVN AG profitierte von diesem positiven Umfeld und verzeichnete einen deutlichen Kursaufschwung von 15,1 %. Die EVN Aktie notierte per 31. März 2011 bei 13,18 Euro, was einer Marktkapitalisierung von rund 2,2 Mrd. Euro entspricht.
Das Handelsvolumen pro Tag in EVN Aktien hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009/10, aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung im Oktober/November 2010, erheblich erhöht und belief sich auf 179.585 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 263 Mio. Euro (Einmalzählung), was einem Anteil von 1,43 % am Gesamt umsatz der Wiener Börse entspricht. Per Ende März 2011 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,13 %.
Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich
| EVN Aktie – Indexgewichtung | 31.3.2011 |
|---|---|
| ATX | 1,13 % |
| WBI (Wiener Börse Index) | 2,56 % |
| EVN Aktie – Performance | 2010/11 1. Halbjahr |
2009/10 1. Halbjahr |
2008/09 1. Halbjahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Kurs per Ultimo März | EUR | 13,18 | 12,86 | 10,85 |
| Höchstkurs | EUR | 13,19 | 13,75 | 16,00 |
| Tiefstkurs | EUR | 10,90 | 12,40 | 10,11 |
| Aktienumsatz1) | Mio. EUR | 263 | 79 | 90 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz1) | Stück | 179.585 | 49.700 | 61.552 |
| Anteil am Gesamtumsatz1) | % | 1,43 | 0,39 | 0,52 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo März | Mio. EUR | 2.370 | 2.103 | 1.774 |
1) Wiener Börse, Einmalzählung.
In der 82. Hauptversammlung am 20. Jänner 2011 wurde die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. 0,40 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2011. Des weiteren wurde eine Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat von 13 auf 10 Mitglieder beschlossen. Damit reduzierte sich die Gesamtzahl der EVN Aufsichtsräte einschließlich der Arbeitnehmervertreter von zuvor 20 auf 15 Mitglieder. Detaillierte Informationen zu den neu bestellten Organen finden sich unter www.evn.at.
Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, die Bezugsfrist für die Aktionäre der EVN AG lief vom 29. Oktober bis einschließlich 12. November 2010. EVN floss aus der Kapitalerhöhung ein Nettoemissionserlös von 175,5 Mio. Euro zu, der zur Stärkung der Bilanz und Unterstützung des Ratings der EVN sowie für Investitionen in erneuerbare Energieprojekte in Niederösterreich und den Ausbau von Wasserkraft außerhalb Niederösterreichs in Österreich und in angrenzenden Ländern verwendet wird.
Mit der Kapitalerhöhung im Oktober/November 2010 kam es zu einer Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG: Unverändert werden 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, deren Anteil sich von 35,7 % auf 32,5 % verwässerte. Die restlichen 16,5 % befinden sich in Streubesitz.
Finanzkalender1)
| Ergebnis 1.–3. Quartal 2010/11 | 25.08.2011 |
|---|---|
| Jahresergebnis 2010/11 | 15.12.2011 |
| 1) Vorläufig. |
EVN Aktie – Basisinformation
| Grundkapital | 330.000.000,00 EUR |
|---|---|
| Stückelung | 179.878.402 nennwertlose Stückaktien |
| ISIN-Wertpapierkennnummer | AT0000741053 |
| Ticker-Symbole | EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR) |
| Börsenotierung | Wien |
| ADR-Programm; Depositary | Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon |
| Ratings | A3, stabil (Moody's); A–, negative (Standard & Poor's) |
EVN AG
Direktion
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Investor Relations
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Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200
Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100
Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2011-Q2
Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at
Dieses Druckprodukt wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Die Produktion erfolgte mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung der strengen Öko-Richtlinien von greenprint*. Die bei der Papier- und Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen wurden durch Erwerb von Gold Standard Zertifikaten neutralisiert. Der Beitrag fließt in ein vom WWF ausgewähltes Klimaschutzprojekt in Indien. Gedruckt und gebunden in Österreich durch gugler cross media.