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EVN AG Interim / Quarterly Report 2008

Aug 28, 2008

742_rns_2008-08-28_70528c89-b22a-4f82-9179-3be918b6726e.pdf

Interim / Quarterly Report

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Lesen Sie diesen Aktionärsbrief wEnn Sie wollen.*

Umsatz +8,3% (1.842,6 Mio EUR) EBITDA –3,3% (300,8 Mio EUR) EBIT –11,5% (165,4 Mio EUR) Konzernergebnis –14,4% (190,0 Mio EUR) Operativer Cash Flow +184,0 Mio EUR (354,2 Mio EUR)

– Witterungsbedingter Absatz- und Umsatzanstieg im Energiebereich

  • – Verhandlungen über eine Konzession zur Errichtung von drei Speicherkraftwerken in Albanien weit fortgeschritten
  • – Partnerschaft mit der Verbundgesellschaft für die Errichtung eines Wasserkraftwerks in Albanien geplant
  • – Offerte für den Erhalt einer Konzession zum Ausbau eines Gasverteilungssystems in Kroatien gelegt
  • – Auftrag zur Errichtung einer zweiten Großkläranlage in Polen
  • – Start eines Aktienrückkaufprogramms per 24. Juli 2008

* Oder warten Sie auf den nächsten Geschäftsbericht im Dezember 2008.

Aktionärsbrief 1.–3. Quartal 2007/08 1. Oktober 2007–30. Juni 2008

Kennzahlen

2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
2006/07
3. Qu.
Veränderung
in%
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 3.239 2.540 27,5 616 462 33,2
Stromverkauf an Endkunden GWh 14.682 13.913 5,5 4.260 4.182 1,9
Gasverkauf an Endkunden GWh 6.052 5.183 16,8 875 643 36,0
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.130 828 36,5 324 135
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio EUR 1.842,6 1.701,7 8,3 477,6 449,0 6,4
EBITDA Mio EUR 300,8 311,0 –3,3 38,8 54,9 –29,4
EBITDA-Marge1) % 16,3 18,3 –2,0 8,1 12,2 –4,1
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio EUR 165,4 186,9 –11,5 –5,2 15,0
EBIT-Marge1) % 9,0 11,0 –2,0 –1,1 3,3 –4,4
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio EUR 237,7 280,9 –15,4 5,1 34,4 –85,1
Konzernergebnis Mio EUR 190,0 221,8 –14,4 2,5 32,9 –92,4
Konzern-Bilanz
Bilanzsumme Mio EUR 7.110,8 6.170,3 15,2 7.110,8 6.170,3 15,2
Eigenkapital Mio EUR 3.697,2 2.950,2 25,3 3.697,2 2.950,2 25,3
Eigenkapitalquote1) % 52,0 47,8 4,2 52,0 47,8 4,2
Nettoverschuldung Mio EUR 959,3 787,6 21,8 959,3 787,6 21,8
Gearing1) % 25,9 26,6 –0,7 25,9 26,6 –0,7
Return on Equity (ROE)1) % 5,7 7,8 –2,2 –0,3 0,9 –1,2
Return on Capital Employed (ROCE)1) % 5,5 6,5 –1,0 0,4 1,0 –0,6
Konzern-Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio EUR 354,2 170,2 176,7 65,4
Investitionen2) Mio EUR 269,7 157,7 71,0 83,9 71,5 17,0
Mitarbeiter
Mitarbeiter3) Ø 9.388 9.646 –2,7 9.263 9.605 –3,6
davon Österreich Ø 2.465 2.392 3,1 2.487 2.431 2,3
davon Ausland Ø 6.923 7.254 –4,6 6.776 7.174 –5,6
Aktie
Ergebnis4) EUR 1,16 1,36 –14,4 0,02 0,20 –92,4

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

3) Inkl. der Mitarbeiter des per 14.12.2007 einbezogenen bulgarischen Fernwärmeversorgers EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv")

4) Infolge des Aktiensplits per 17.4.2008 im Verhältnis 1:4 wurden die Vorjahreswerte angepasst.

Inhaltsverzeichnis

Kommentar des Vorstands 3
Konzernzwischenlagebericht 4 Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
4 Geschäftsentwicklung
4
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
5
Konzern-Cash Flow
6
Konzern-Bilanz
7 Unternehmensbereiche
7
Segmente im Überblick
7
Segment Energie
11
Segment Umwelt
12
Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Konzern-Zwischenbericht
nach IAS 34 13 Konzern-Bilanz
14 Verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
14 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung
15 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
16 Segmentergebnis nach Geschäftsbereichen
16 Segmentergebnis nach Regionen
17 Anhang zum Konzern-Zwischenbericht
Die EVN Aktie 21
Finanzkalender 2007/08 23

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die EVN konnte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2007/08 (1. Oktober 2007 - 30. Juni 2008) die Umsatzerlöse um 8,3 % auf 1.842,6 Mio EUR verbessern. Während im Segment Energie eine deutliche Steigerung zu verzeichnen war, stellte sich im Segment Umwelt ein Umsatzrückgang ein. Aufgrund der massiven Preiserhöhungen für Primärenergie nahm der Druck auf die Margen im Energiebereich auch im 3. Quartal 2007/08 weiter zu; ein Anstieg musste auch bei den Personal- und Abschreibungsaufwendungen verbucht werden. Aufgrund dieser Entwicklungen lagen in den ersten drei Quartalen 2007/08 das EBIT mit 165,4 Mio EUR um 11,5 % und das Konzernergebnis mit 190,0 Mio EUR um 14,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Im 3. Quartal 2007/08 konnten weitere Expansionsschritte in die Zielregion Südosteuropa vorbereitet werden. In Albanien bewirbt sich die EVN um zwei Wasserkraftwerksprojekte: Die Verhandlungen mit der Regierung für den Erhalt einer Konzession zur Errichtung von drei Spitzenlast-Speicherkraftwerken am Fluss Devoll wurden intensiv weitergeführt und stehen vor der Genehmigung durch die albanische Regierung und das Parlament. Für ein weiteres Wassekraftwerksprojekt in Albanien wird eine Partnerschaft mit der Verbundgesellschaft angestrebt. Darüber hinaus nimmt die EVN auch an einem Bieterverfahren zur Vergabe einer Konzession zum Ausbau eines Erdgasverteilungssystems in der Stadt Zadar an der kroatischen Adriaküste teil, das bis Ende 2008 abgeschlossen sein sollte.

Im Segment Umwelt konnte WTE im 3. Quartal 2007/08 mehrere Projekte abschließen, aber auch neue initiieren. Im Juni 2008 wurden mit der Kläranlage in Nikosia, Zypern, und einer Meerwasserentsalzungsanlage in Montenegro zwei Projekte fertig gestellt und in eine jeweils zehnjährige Betriebsführung übernommen. Zudem erhielt WTE den Auftrag zum Bau einer Kläranlage in Kielce, Polen, mit einem Investitionsvolumen von 58 Mio EUR. Neben einem Abwasserprojekt in Warschau ist dies der zweite Großauftrag in Polen in diesem Geschäftsjahr.

Im Rahmen des Energiekonzepts für den Zentralraum Niederösterreich wurde im 3. Quartal 2007/08 mit der Dampflieferung aus dem Kraftwerk Dürnrohr an die Bioethanolanlage der Agrana AG, Wien, begonnen. Als Teil der Fernwärmekooperation erfolgte am 20. Mai 2008 der Spatenstich für die 31 km lange Fernwärme-Transportleitung von Dürnrohr nach St. Pölten. Im Juli 2008 unterzeichnete EVN einen Kooperationsvertrag mit der Stadtgemeinde Amstetten, mit dem Ziel, in den nächsten Jahren weitere Fernwärmeprojekte auf Basis erneuerbarer Energie im Gebiet von Amstetten zu realisieren.

Mit der Übernahme der Trinkwasserversorgung der Gemeinden Maria Lanzendorf, Langau, Ottenthal und Glinzendorf hat EVN Wasser ihr Wachstum im Endkundengeschäft erfolgreich fortgesetzt und die Anzahl der direkt versorgten Wasserkunden um 4.100 auf 36.000 erhöht.

Ausblick

Auf Basis der Entwicklung der ersten drei Quartale 2007/08 wird es im Geschäftjahr 2007/08 voraussichtlich nicht möglich sein, an das Rekordergebnis des Vorjahres anzuschließen. Der Druck auf die Margen im Energiebereich nimmt aufgrund des starken Preisanstieges für Primärenergie weiter zu. Mehrere neue Projekte im Umweltbereich wurden später als geplant gestartet, weshalb der Erfolgsbeitrag im Umweltgeschäft voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau bleiben wird.

Dr. Burkhard Hofer Generaldirektor im August 2008

Projektabschlüsse und Neuaufträge im Segment Umwelt

Fortsetzung der Investitionsvorhaben

Mehr Endkunden bei Wasserversorgung

Bekräftigung des bisherigen Ausblicks

Konzernzwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

Wirtschaftliches Umfeld

Für den Euro-Raum wird für 2008 ein Wirtschaftswachstum von etwa 1,8 % prognostiziert. Aufgrund der Rezession in den USA, der deutlichen Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, der massiven Preissteigerung der Rohstoffe sowie der hohen Inflation gilt ein Rückgang auf rund 1,0 % im Jahr 2009 als wahrscheinlich. Für Österreich wird nach 2,2 % im Jahr 2008 für 2009 ein BIP-Wachstum von 1,4 % bis 1,9 % erwartet. Auch in den neuen EU-Mitgliedsländern wirken der weltweite Konjunkturabschwung und die Inflation Westeuropas konjunkturhemmend. Im Durchschnitt wird für die osteuropäischen Volkswirtschaften eine Abflachung der Wachstumsraten von derzeit 6,0 % bis 7,0 % auf rund 5,0 % erwartet. Mit 5,5 % bis 5,7 % fallen die Prognosen für Bulgarien etwas besser aus; die Inflationsrate 2008 wird sich jedoch voraussichtlich auf 13,0 % belaufen. In Mazedonien wird ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 5,0 % erwartet.

Energiewirtschaftliches Umfeld Externe Rahmenbedingungen 2007/08
1.–3. Qu.
1.–3. Qu. 2006/07 Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
2006/07
3. Qu.
Veränderung
in%
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
%
98 76 22 77 39 38
Rohölpreis – Brent
EUR/Barrel
68,00 47,58 42,9 78,78 50,96 54,6
Gaspreis – GIMP2)
Cent/m³
26,71 22,13 20,7 29,25 19,52 49,9
Kohle – API#23)
EUR/Tonne
90,40 53,22 69,9 101,62 54,91 85,1
CO2-Zertifikate
(1. und 2. Periode)
EUR/Tonne
15,74 4,04 25,68 0,41
Strom – Spotmarkt
EEX4) Grundlaststrom
EUR/MWh
59,87 35,87 66,9 65,66 33,21 97,7
EEX Spitzenstrom
EUR/MWh
83,62 51,83 61,3 88,23 49,28 79,0
Strom – Forwardmarkt5)
Umsatz nach Segmenten EEX Grundlaststrom
EUR/MWh
54,64 54,83 –0,3 51,21 42,83 19,6
1.–3. Quartal EEX Spitzenstrom
EUR/MWh
77,76 79,93 2,7 69,19 62,84 10,1

1) Berechnet nach Heizgradsummen in Österreich. Die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1997–2006.

Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

2) Gasimportpreise (GIMP) 3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) EEX – European Energy Exchange

5) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum

Geschäftsentwicklung

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die EVN Gruppe konnte in den ersten drei Quartalen 2007/08 ein Umsatzplus von 8,3 % bzw. 140,9 Mio EUR auf 1.842,6 Mio EUR verzeichnen. Diese Steigerung wurde vorwiegend im Segment Energie erzielt, dessen Geschäftsverlauf von im Vergleich zur Vorperiode kälteren Temperaturen geprägt war. Aufgrund von Projektverzögerungen musste im Segment Umwelt ein deutlicher Umsatzrückgang verzeichnet werden.

Der Anstieg der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger um 16,8 % bzw. 155,5 Mio EUR auf 1.080,2 Mio EUR ist auf die Absatzsteigerung im Energiebereich sowie auf höhere Primärenergiepreise zurückzuführen. Durch geringere Volumina im Projektgeschäft ging der Material- und Betriebsaufwand um 10,4 % auf 191,2 Mio EUR zurück.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der EVN Gruppe ist weiterhin rückläufig und verringerte sich in den ersten drei Quartalen 2007/08 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 % bzw. 258 auf 9.388 Mitarbeiter. Trotz der Erhöhung um 296 Mitarbeiter infolge der erstmaligen Konsolidierung des Fernwärmekraftwerks EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv"), verringerte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in Südosteuropa um 4,8 % bzw. 333 Mitarbeiter. Den Rückgängen in Bulgarien und Mazedonien stand ein Anstieg in Österreich um 3,1 % oder 73 Mitarbeitern gegenüber. Diese Entwicklungen sowie kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltssteigerungen und die damit einhergehende Zunahme der Sozialausgaben führten in Summe zu einer Erhöhung des Personalaufwandes um 4,5 % bzw. 9,5 Mio EUR auf 221,7 Mio EUR.

Die Abschreibungsaufwendungen stiegen bedingt durch höhere Investitionen um 9,0 % bzw. 11,1 Mio EUR auf 135,3 Mio EUR. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5,8 % bzw. 5,7 Mio EUR auf 103,3 Mio EUR war vor allem geprägt von Forderungsabschreibungen in Südosteuropa.

Per Saldo verringerte sich das EBITDA um 3,3 % auf 300,8 Mio EUR. Mit 165,4 Mio EUR lag das EBIT um 11,5 % unter dem Vorjahresniveau, womit die EBIT-Marge von 11,0 % auf 9,0 % zurück ging. Aufgrund höherer Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger verringerte sich das EBIT des Segments Energie um 0,8 % bzw. 1,3 Mio EUR auf 168,3 Mio EUR. Im Segment Umwelt ging das EBIT von 27,1 Mio EUR auf 7,9 Mio EUR zurück.

Beim Finanzergebnis musste ein deutlicher Rückgang um 21,8 Mio EUR bzw. 23,2 % auf 72,2 Mio EUR verzeichnet werden. Während sich das Beteiligungsergebnis mit 110,9 Mio EUR um 2,5 % verringerte, betrug das Zins- und sonstige Finanzergebnis –38,6 Mio EUR im Vergleich zu –19,7 Mio EUR im Vorjahr. Der Anstieg der Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten resultierte aus den Leasingzahlungen für die Moskauer Großprojekte im Segment Umwelt. Diese konnten jedoch die negativen Ergebnisse aus marktwertbedingten Kursänderungen als Folge der globalen Finanzmarktkrise nicht kompensieren.

Aufgrund dieser Entwicklungen lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 237,7 Mio EUR um 15,4 % unter dem Vorjahreswert. Die Reduktion der Ertragsteuern konnte höhere Ergebnisanteile anderer Gesellschafter mehr als ausgleichen, wodurch der Rückgang des Konzernergebnisses um 14,4 % bzw. 31,9 Mio EUR auf 190,0 Mio EUR geringer ausfiel als jener des Vorsteuerergebnisses.

Konzern-Cash Flow

Der Cash Flow aus dem Ergebnis lag in den ersten drei Quartalen 2007/08 trotz des niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern von 237,7 Mio EUR mit 376,8 Mio EUR annähernd auf Vorjahresniveau. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf investitionsbedingt höhere Abschreibungen sowie eine Erhöhung der unbaren Ergebniskomponenten im Finanzergebnis. Aufgrund eines nahezu stabilen Working Capitals gegenüber einem starken Anstieg im Vorjahr fiel die Steigerung im operativen Cash Flow mit 184,0 Mio EUR deutlich aus.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich lag durch die gestiegenen laufenden Investitionen, den Erwerb der Anteile an TEZ Plovdiv und der Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten, ("Fernwärme"), die Aufbringung von Eigenmittelanteilen für die Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks in Duisburg-Walsum, Deutschland, sowie durch die Aufstockung der indirekten Beteiligung an der Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien, ("RAG"), deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Diese Finanzierungserforder-

Umsatz nach Regionen 1.–3. Quartal in Mio EUR

EBIT nach Segmenten 1.–3. Quartal in Mio EUR

Bilanzstruktur in%

Langfristige Vermögenswerte

Kurzfristige Schulden

Langfristige Schulden Eigenkapital

Struktur der Investitionen 1.–3. Quartal in%

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

  • Umwelt
  • Südosteuropa Erzeugung
  • Netze
  • Vertrieb

nisse wurden zum Teil durch den Verkauf von kurzfristigen Positionen des Finanzvermögens kompensiert. In Summe belief sich der Cash Flow aus dem Investitionsbereich damit auf –189,5 Mio EUR im Vergleich zu –176,2 Mio EUR im Vorjahr. Im Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich ergab sich aufgrund der Auszahlung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG und der – durch die Tilgung der mit 3,25 % verzinsten CHF-Obligation im April 2008 bedingten – Reduktion der Finanzverbindlichkeiten ein Mittelabfluss von 140,4 Mio EUR gegenüber einem Mittelzufluss von 16,1 Mio EUR im Vorjahr.

In Summe errechnete sich für die ersten drei Quartale 2007/08 ein positiver Cash Flow von 24,3 Mio EUR, womit die liquiden Mittel auf 78,7 Mio EUR anstiegen. Unter Berücksichtigung der Veranlagungen in kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 159,7 Mio EUR (30. September 2007: 395,7 Mio EUR) ist die Liquiditätssituation der EVN weiterhin als sehr stabil zu beurteilen.

Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN Gruppe erhöhte sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag, dem 30. September 2007, um 13,6 % bzw. 848,9 Mio EUR auf 7.110,8 Mio EUR. Aufgrund der Verringerung der Finanzmittel gingen die kurzfristigen Vermögenswerte um 13,5 % von 1.095,9 Mio EUR auf 947,5 Mio EUR zurück. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 19,3 % auf 6.163,3 Mio EUR, womit ihr Anteil am Gesamtvermögen von 82,5 % auf 86,7 % anwuchs. Neben höheren Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Netz- und Umweltbereich sowie in Südosteuropa wurde dieser Anstieg hauptsächlich durch die anhaltend gute Entwicklung sowie durch die Erstkonsolidierungen at Equity einbezogener Unternehmen aber auch durch den Wertzuwachs der Beteiligung an der Verbundgesellschaft ausgelöst.

Das in den ersten drei Quartalen 2007/08 erzielte Ergebnis sowie die erfolgsneutrale Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft führten trotz der Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2006/07 in Höhe von 61,3 Mio EUR zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um 22,6 % bzw. 682,5 Mio EUR auf 3.697,2 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt damit zum Quartalsstichtag 52,0 %. Bei einer Nettoverschuldung von 959,3 Mio EUR liegt das Gearing der EVN Gruppe mit 25,9 % weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Die langfristigen Schulden nahmen im Berichtszeitraum um 4,1 % auf 2.499,7 Mio EUR zu. Einem Anstieg der latenten Steuerverbindlichkeiten – aufgrund des Wertzuwachses der Beteiligung an der Verbundgesellschaft –, der langfristigen Rückstellungen, der Baukosten- und Investitionszuschüsse sowie der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten stand ein Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 7,7 % auf 1.082,7 Mio EUR gegenüber.

Bei den kurzfristigen Schulden konnte eine Reduktion der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der kurzfristigen Rückstellungen eine Erhöhung der Steuer-, Finanz- und übrigen Verbindlichkeiten nicht zur Gänze kompensieren, weshalb die kurzfristigen Schulden mit 913,9 Mio EUR um 7,9 % über dem Wert des letzten Bilanzstichtags lagen.

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Berichtszeitraum um 112,0 Mio EUR auf 269,7 Mio EUR erhöht. Mit 121,3 Mio EUR wurde ein Großteil für den Ausbau der Netz- und Zählertechnik in Südosteuropa verwendet, um die Versorgungssicherheit und -qualität weiter zu verbessern aber auch um eine Reduktion der Netzverluste sicherzustellen. Im Business Unit Netze bildet der Ausbau des niederösterreichischen Strom- und Gasnetzes weiterhin den zentralen Investitionsschwerpunkt. Fokussiert werden der Ausbau und die Erneuerung von Hochspannungsleitungen sowie der Neubau von Umspannwerken.

Im Gasnetz wird im Niederdrucksystem kontinuierlich in die Erschließung neuer Ortsteile bzw. in die Verdichtung bestehender Netzgebiete investiert, im Hochdrucksystem in die Sicherung von Leitungstrassen. Zudem wird das Erdgashochdrucknetz laufend modernisiert, um dem stetig steigenden Gasabsatz entsprechen zu können. In Kooperation mit der OMV Gas GmbH, Wien, und der Gasnetz Steiermark GmbH, Graz, wird es zukünftig auch zu einem verstärkten überregionalen Netzausbau kommen, der besonders im Süden Österreichs Transportengpässe beheben und den steigenden Transportbedarf abdecken soll.

Im Segment Umwelt erhöhten sich die Investitionen von 27,4 Mio EUR auf 43,1 Mio EUR. Der Großteil entfiel auf den Ausbau der Linie 3 der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr. Im Trinkwasserbereich standen neben der Erweiterung des Endkundengeschäfts die Versorgungssicherheit und Qualitätsverbesserung im Vordergrund.

Unternehmensbereiche

Segmente im Überblick

Segment
Geschäftsfelder
Geschäftsentwicklung –
Energie1) Erzeugung, Netze, Energiebeschaffung und -vertrieb2)
sowie Südosteuropa
Unternehmensbereiche
Umwelt Wasserver- und Abwasserentsorgung, Thermische Abfallverwertung
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen

1) Die angeführten Geschäftsfelder bilden gleichzeitig die vier Business Units des Segments. 2) In weiterer Folge nur "Vertrieb" genannt

Segment Energie

Energiewirtschaftliche Kennzahlen
GWh
2007/08
1.–3. Qu.
1.–3. Qu. 2006/07 Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
3. Qu. 2006/07 Veränderung
in%
Stromerzeugung 3.239 2.540 27,5 616 462 33,2
davon Wärmekraftwerke 2.267 1.715 32,2 315 174 81,2
davon erneuerbare Energie 972 824 17,9 301 288 4,4
Netzabsatz
Strom 15.457 14.650 5,5 4.436 4.438
davon Österreich 5.700 5.502 3,6 1.754 1.710 2,5
davon Bulgarien 5.882 5.550 6,0 1.601 1.696 –5,6
davon Mazedonien 3.876 3.597 7,7 1.082 1.031 4,9
Gas1) 15.854 13.615 16,4 3.128 2.439 28,3
Energieverkauf an Endkunden
Strom2) 14.682 13.913 5,5 4.260 4.182 1,9
Gas 6.052 5.183 16,8 875 643 36,0
Wärme3) 1.130 828 36,5 324 135

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden in etwa dem derzeitigen Netzabsatz.

3) Ab 1.1.2008 inklusive Wärmeabsatz in Bulgarien (TEZ Plovdiv)

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
Mio EUR
1.–3. Qu. Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
Mio EUR
3. Qu. Veränderung
in%
Außenumsatz 1.700,7 1.507,0 12,9 424,2 374,4 13,3
Innenumsatz 14,0 6,8 5,1 2,1
Operativer Aufwand –1.422,2 –1.230,8 –15,6 –392,7 –328,9 –19,4
EBITDA 292,5 283,1 3,3 36,6 47,6 –23,1
Abschreibungen –124,2 –113,6 –9,3 –40,3 –37,7 –7,0
Operatives Ergebnis (EBIT
)
168,3 169,6 –0,8 –3,7 9,9
EBIT-Marge (%)1) 9,8 11,2 –1,4 –0,9 2,6 –3,5
Finanzergebnis –23,8 –18,5 –28,5 –9,3 –8,2 –14,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 144,5 151,0 –4,3 –13,0 1,7
Investitionen 225,4 129,1 74,6 61,9 53,6 15,4

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten
Stromerzeugung: +27,5% In den ersten drei Quartalen 2007/08 lag die Stromerzeugung der EVN Gruppe mit 3.239 GWh um 27,5 %
über dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres. Sowohl die Stromerzeugung in eigenen Wärmekraft
werken, als auch jene aus erneuerbarer Energie trugen zu dieser positiven Entwicklung bei.
Vor allem die gegenüber dem Vorjahr signifikant höheren Spotmarkt-Preise führten zu einer Steigerung der
Stromerzeugung in den eigenen Wärmekraftwerken um 32,2 % auf 2.267 GWh. Erstmalig konnten, wenn
auch nur in geringem Umfang, Erzeugungskapazitäten im Ausland genutzt werden. Der Anteil der Stromer
zeugung des Fernwärmekraftwerks TEZ Plovdiv an der Gesamterzeugung betrug 1,6 %. Die Stromerzeugung
der Wasserkraftwerke wurde durch die vorteilhafte Wasserführung begünstigt und führte in Summe zu einem
Anstieg der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern um 17,9 % auf 972 GWh.
Umsatz: +12,9% Die Außenumsätze des Segments Energie konnten im Vorjahresvergleich um 12,9 % auf 1.700,7 Mio EUR
gesteigert werden. Eine kältere Witterung sowie Preisanpassungen, die per 1. Dezember 2006 im Strom
und Gasbereich durchgeführt wurden, ermöglichten diese Entwicklung.
Strom-Netzabsatz: +5,5% Der Strom-Netzabsatz der EVN Gruppe erhöhte sich um 5,5 % auf 15.457 GWh. Während der Absatz
anstieg in Österreich mit 3,6 % auf 5.700 GWh moderat ausfiel, konnte in Bulgarien eine Erhöhung
um 6,0 % auf 5.882 GWh und in Mazedonien um 7,7 % auf 3.876 GWh erzielt werden. Der Witte
rungseinfluss wirkte sich im Gasbereich stärker aus und führte zu einer Erhöhung des Netzabsatzes um
16,4 % auf 15.854 GWh.
Stromverkauf: +5,5% Der Stromverkauf der EVN Gruppe an Endkunden lag witterungsbedingt mit 14.682 GWh um 5,5 % über
dem Vorjahreswert.
Deckungsgrad aus
Eigenerzeugung: 22,1%
Im Berichtszeitraum konnten 22,1 % (Vorjahr: 18,3 %) des gesamten Stromabsatzes aus eigener Produk
tion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs in Bulgarien und Mazedonien, wo
derzeit noch keine nennenswerten Erzeugungskapazitäten zur Verfügung stehen, wurde ein Deckungs
grad von 65,7 % (Vorjahr: 53,3 %) erzielt.
Gasverkauf: +16,8% Im Gasbereich, der generell stärker auf Temperatureinflüsse reagiert, betrug der Absatz an Endkunden im
Berichtszeitraum 6.052 GWh, um 16,8 % mehr als in der Vorjahresperiode.

Beim Wärmeverkauf konnte eine beachtliche Absatzsteigerung von 36,5 % auf 1.130 GWh erzielt werden. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung war der Einbezug des bulgarischen Fernwärmeversorgers TEZ Plovdiv für nunmehr zwei Quartale. Aber auch in Österreich konnte der Wärmeabsatz um 16,5 % gesteigert werden. Neben der kalten Witterung ermöglichte der laufende Netzausbau diese Entwicklung.

Wärmeverkauf: +36,5%

Business Unit Erzeugung

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Umsatz 97,0 87,0 11,5 30,0 27,3 10,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 41,7 41,5 0,5 9,0 12,5 –27,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 37,0 35,5 4,2 8,1 9,6 –15,3
Investitionen 17,7 5,2 5,6 2,8 98,7

Der Umsatz des Business Unit Erzeugung stieg aufgrund der höheren Stromerzeugung im Berichtszeitraum um 11,5 % auf 97,0 Mio EUR. Aufgrund höherer operativer Aufwendungen in allen Bereichen, besonders jedoch im Bereich des Material- und Betriebsaufwandes, konnte das EBIT lediglich um 0,2 Mio EUR auf 41,7 Mio EUR verbessert werden. Positiv wirkten sich die vorteilhafte Wasserführung der Wasserkraftwerke sowie die geringeren Aufwendungen für geplante Kraftwerksprojekte aus.

Umsatz: +11,5% EBIT: +0,5%

Senkung der Nutzungstarife im Gasnetz, stabil im Stromnetz

Business Unit Netze

Die Netznutzungstarife im Bereich des Gasnetzes der EVN sind durch den Regulator mit Wirkung vom 1. Jänner 2007 um durchschnittlich 4,0 % gesenkt worden. Im Bereich des Stromnetzes kam es im Rahmen der Tarifrunde per Jänner 2008 aufgrund des Anreizregulierungsmodells zu keiner Senkung der Strom-Netznutzungstarife der EVN. Per 1. Februar 2008 ist das System der Anreizregulierung auch im Gasbereich in Kraft getreten. Für einen Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 15.000 KWh ergibt sich auf Basis der neuen Tarifverordnung eine Reduktion des Entgelts für die Nutzung des Gasnetzes von rund 2,0 %. Eine erstmalige Anpassung der Gas-Systemnutzungstarife basierend auf der Methodik der Anreizregulierung ist per 1. Jänner 2009 zu erwarten.

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Umsatz 368,2 347,8 5,9 102,9 91,5 12,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 58,0 65,1 –10,9 0,3 –1,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 47,5 56,7 –16,3 –3,1 –4,6 33,5
Investitionen 84,5 56,7 49,0 26,9 26,6 1,2

Durch die Erhöhung des Netzabsatzes im Strombereich um 3,6 % und im Gasbereich um 16,4 % konnte der Netzumsatz trotz der Tarifsenkung im Gasnetz um 19,9 Mio EUR bzw. 7,3 % auf 292,5 Mio EUR erhöht werden. In Summe weist das Business Unit Netze wegen geringerer Umsätze im Kabel-TV- und Telekombereich lediglich einen Umsatzanstieg von 5,9 % bzw. 20,4 Mio EUR auf 368,2 Mio EUR aus. Aufgrund höherer Aufwendungen – besonders für Fremdstombezug, Abschreibungen und Personal – ging das EBIT um 10,9 % bzw. 7,1 Mio EUR auf 58,0 Mio EUR zurück.

Umsatz: +5,9% EBIT: –10,9%

Business Unit Vertrieb

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Umsatz 811,1 736,4 10,1 169,8 156,8 8,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 65,6 66,2 –0,9 –15,4 –2,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 74,2 72,2 2,7 –14,2 –2,8
Investitionen 1,9 3,7 –49,5 1,8 0,6

Umsatz: +10,1 % EBIT: –0,9 %

Das Business Unit Vertrieb verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2007/08 einen Umsatzanstieg von 10,1 % bzw. 74,7 Mio EUR auf 811,1 Mio EUR. Neben deutlichen, witterungsbedingten Mengenzuwächsen besonders in den Bereichen Wärme und Gas führten die mit 1. Dezember 2006 aufgrund von gestiegenen Primärenergiepreisen notwendig gewordenen Verkaufspreisanpassungen sowie die Weitergabe der Mehrkosten für Ökostrom zu diesem Anstieg.

Die Umsatzsteigerung ließ sich vor allem aufgrund höherer Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger nicht auf das operative Ergebnis übertragen; das EBIT verringerte sich um 0,9 % auf 65,6 Mio EUR.

Business Unit Südosteuropa

Die bulgarische Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv wird nach erfolgreichem Abschluss der Akquisition mit Stichtag 14. Dezember 2007 in diesem Business Unit abgebildet.

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Umsatz 556,7 464,9 19,8 152,0 140,1 8,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 3,0 –3,3 2,3 1,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –14,2 –13,5 –5,4 –3,9 –0,4
Investitionen 121,3 63,4 91,5 27,5 23,6 16,5

Umsatz: +91,8 Mio EUR EBIT: +6,3 Mio EUR

Nach Absatzsteigerungen von 6,0 % in Bulgarien bzw. 7,7 % in Mazedonien sowie geringfügigen Preiserhöhungen im Juli 2007 in Bulgarien bzw. April 2007 in Mazedonien weist das Business Unit Südosteuropa für die ersten drei Quartale 2007/08 einen Umsatzanstieg von 19,8 % auf 556,7 Mio EUR aus.

Sowohl in Mazedonien als auch in Bulgarien konnten operative Verbesserungen erzielt werden. In Bulgarien wurden die witterungsbedingt höheren Netzverluste und die negativen Effekte der ungünstigen Preisentscheidung des Regulators vom 1. Juli 2007 vor allem durch den Mengenanstieg und den Rückgang der Aufwendungen aus dem sonstigen operativen Bereich kompensiert. Insgesamt verzeichnete das Business Unit Südosteuropa für die ersten drei Quartale 2007/08 eine Verbesserung des EBIT um 6,3 Mio EUR auf 3,0 Mio EUR.

Segment Umwelt

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Außenumsatz 115,3 177,7 –35,1 39,5 71,1 –44,4
Innenumsatz 7,8 6,7 17,0 3,4 2,0 73,6
Operativer Aufwand –104,6 –147,6 29,1 –33,4 –60,6 44,9
EBITDA 18,5 36,8 –49,9 9,5 12,5 –23,6
Abschreibungen –10,6 –9,7 –9,1 –3,5 –2,1 –68,6
Operatives Ergebnis (EBIT
)
7,9 27,1 –71,0 6,0 10,4 –42,0
EBIT-Marge (%)1) 6,4 14,7 –8,3 14,1 14,2 –0,2
Finanzergebnis 10,9 4,8 4,9 1,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 18,8 31,9 –41,2 10,9 12,3 –11,6
Investitionen 43,1 27,4 57,1 21,6 17,2 25,3

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

Die WTE konnte im 3. Quartal 2007/08 wichtige Projekte abschließen bzw. neue initiieren. Mit dem Auftrag Kielce hat WTE als Konsortialführer am 20. Mai 2008 ein weiteres Großprojekt in Polen akquiriert, nachdem bereits im Jänner 2008 der Auftrag für den Bau der größten Abwasserreinigungsanlage des Landes in Warschau erteilt wurde. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 58 Mio EUR umfasst dieses Projekt die Rekonstruktion und den Neubau einer Kläranlage mit einer Kapazität von 300.000 Einwohnerwerten.

In Litauen konnte WTE zwei neue Projekte – jeweils im Konsortium mit lokalen Partnern – gewinnen. Ende Mai 2008 wurde der Zuschlag für das Kläranlage-Projekt Visaginas mit einer Kapazität von 30.000 Einwohnerwerten erteilt. WTE wird für die Verfahrenstechnik und die Lieferung der mechanischen Ausrüstung im Gegenwert von etwa 1,7 Mio EUR verantwortlich sein. Ende Juni 2008 wurde der Vertrag für den Bau einer Kläranlage für 20.000 Einwohnerwerte in Kaisiaidorys unterzeichnet. WTE wurde mit der Lieferung für die Verfahrenstechnik sowie für die Installation der mechanischen und elektrotechnischen Ausrüstung mit einem Volumen von 3,0 Mio EUR beauftragt.

Am 12. Juni 2008 wurde die Kläranlage Anthoupolis in der zypriotischen Hauptstadt Nikosia eröffnet, für die auch die zehnjährige Betriebsführung durch die WTE-Gruppe erfolgt.

Bereits im Dezember 2007 wurde der WTE in Budva, Montenegro, der Auftrag zur Finanzierung, schlüsselfertigen Errichtung und zehnjährigen Betriebsführung einer Meerwasserentsalzungsanlage mit einer Gesamtinvestition von 6,7 Mio EUR erteilt. Der Baubeginn erfolgte im Mai 2008, seit Juli 2008 erfolgt die stufenweise Inbetriebnahme der Anlage.

Mit der Übernahme der Trinkwasserversorgung der Gemeinden Maria Lanzendorf, Langau, Ottenthal und Glinzendorf wurde die Anzahl der von EVN Wasser direkt versorgten Wasserkunden um 4.100 auf 36.000 erhöht. Die Erweiterung der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr um die Linie 3 wurde im Juni 2007 begonnen, die Baufortschritte liegen im Terminplan: Bis Juni 2008 wurden die Bauarbeiten für die Bereiche Kessel, Rauchgasreinigung, Bunker und Vorbunker fertig gestellt.

Das Segment Umwelt verzeichnet für die ersten drei Quartale 2007/08 einen Rückgang der Umsatzerlöse um 62,4 Mio EUR auf 115,3 Mio EUR. Das Volumen des in der Vorjahresperiode umsatzwirksamen GroßZweites Kläranlage-Großprojekt in Polen

Neue Aufträge in Litauen

Fertigstellung einer Kläranlage in Zypern

Betriebsführung einer Meerwasserentsalzungsanlage in Montenegro

Endkunden bei Wasserversorgung: +13,3 %

Umsatz: –62,4 Mio EUR EBIT: –19,2 Mio EUR

projekts der Moskauer Abfallverwertungsanlage konnte durch den Start diverser kleinerer Neuprojekte nicht kompensiert werden. Das EBIT ging um 19,2 Mio EUR auf 7,9 Mio EUR zurück. Der Rückgang des Ergebnisses vor Ertragsteuern um 13,1 Mio EUR auf 18,8 Mio EUR fiel hingegen aufgrund der guten Entwicklung des Finanzergebnisses geringer aus. Die höheren Zinserträge aus den Leasingzahlungen für die in Moskau fertig gestellte Trinkwasseranlage und die ebenfalls bereits übergebene Moskauer Abfallverwertungsanlage konnten das fertigstellungsbedingt niedrigere Beteiligungsergebnis aus der Kläranlage für die Stadt Zagreb mehr als kompensieren, wodurch ein Anstieg des Finanzergebnisses verzeichnet werden konnte.

Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments Strategische Beteiligungen und Sonstiges ging im Vergleich zum Vorjahr um 22,9 % bzw. 23,7 Mio EUR auf 79,7 Mio EUR zurück. Ausgelöst wurde diese Entwicklung vorwiegend durch ein schwächeres Finanzergebnis. Marktbedingt negative Kursänderungen von Wertpapieren und kurzfristigem Finanzvermögen, die durch die Krise der globalen Finanzmärkte ausgelöst wurden, waren hauptverantwortlich für den Rückgang des Finanzergebnisses um 20,1 % auf 90,5 Mio EUR.

Finanzkennzahlen 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Außenumsatz 26,6 17,0 56,9 13,9 3,6
Innenumsatz 43,2 36,2 19,3 13,7 11,4 19,8
Operativer Aufwand –79,2 –61,5 –28,7 –34,6 –19,9 –73,8
EBITDA –9,4 –8,4 –12,4 –7,1 –4,9 –45,4
Abschreibungen –1,3 –1,4 5,1 –0,4 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT
)
–10,7 –9,8 –9,8 –7,5 –5,3 –41,2
EBIT-Marge (%)1) –15,4 –18,4 3,0 –27,2 –35,2 8,0
Finanzergebnis 90,5 113,2 –20,1 14,7 29,2 –49,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 79,7 103,4 –22,9 7,3 23,9 –69,6
Investitionen 1,1 1,2 –7,3 0,5 0,8 –39,8

1) Ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten

Ergebnis vor Ertragsteuern: –22,9 % auf 79,7 Mio EUR

Konzern-Zwischenbericht nach IAS 34

Konzern-Bilanz 30.6.2008
Mio EUR
30.9.2007
Mio EUR
Veränderung
in%
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 360,6 327,9 10,0
Sachanlagen 2.306,9 2.149,1 7,3
At Equity einbezogene Unternehmen 636,6 460,3 38,3
Andere finanzielle Vermögenswerte 2.266,6 1.613,4 40,5
Übrige langfristige Vermögenswerte 592,5 615,3 –3,7
6.163,3 5.166,0 19,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 101,2 84,1 20,3
Kurzfristige Forderungen und
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 572,1 539,9 6,0
Flüssige Mittel und kurzfristige Finanzmittel 274,3 471,9 –41,9
947,5 1.095,9 –13,5
Summe Aktiva 7.110,8 6.261,9 13,6
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 300,0 99,1
Kapitalrücklagen 108,4 309,4 –65,0
Gewinnrücklagen 1.561,2 1.425,6 9,5
Neubewertungsrücklage gem. IFRS 3 7,1 7,1
Bewertungsrücklage gem. IAS 39 1.465,7 946,0 54,9
Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung 0,8 1,1 –26,6
Anteile der Aktionäre der EVN AG 3.443,2 2.788,0 23,5
Anteile anderer Gesellschafter 254,1 226,7 12,1
3.697,2 3.014,7 22,6
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.082,7 1.172,6 –7,7
Latente Steuerverbindlichkeiten 558,5 399,8 39,7
Langfristige Rückstellungen 470,4 457,1 2,9
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 336,0 324,0 3,7
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 52,1 47,0 10,9
Kurzfristige Schulden 2.499,7 2.400,6 4,1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 275,2 247,2 11,3
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 79,0 58,9 34,3
Lieferantenverbindlichkeiten 252,6 298,0 –15,2
Kurzfristige Rückstellungen 82,9 93,0 –10,8
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 224,2 149,6 49,8
913,9 846,6 7,9
Summe Passiva 7.110,8 6.261,9 13,6
Verkürzte Konzern-
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
2007/08
3. Qu.
Mio EUR
2006/07
3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Umsatzerlöse Energie 1.700,7 1.507,0 12,9 424,2 374,4 13,3
Umsatzerlöse Umwelt 115,3 177,7 –35,1 39,5 71,1 –44,4
Umsatzerlöse Strategische Beteiligungen
und Sonstiges 26,6 17,0 56,9 13,9 3,6
Umsatzerlöse 1.842,6 1.701,7 8,3 477,6 449,0 6,4
Bestandsveränderungen und
aktivierte Eigenleistungen 10,7 16,8 –36,4 0,2 13,6 –98,2
Sonstige betriebliche Erträge 43,8 40,5 8,4 14,1 18,2 –22,5
Fremdstrombezug und Energieträger –1.080,2 –924,8 –16,8 –271,7 –229,7 –18,3
Material- und Betriebsaufwand –191,2 –213,5 10,4 –75,2 –84,6 11,1
Personalaufwand –221,7 –212,2 –4,5 –77,5 –78,6 1,4
Abschreibungen –135,3 –124,2 –9,0 –43,9 –39,9 –10,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –103,3 –97,6 –5,8 –28,8 –33,0 12,6
Operatives Ergebnis (EBIT
)
165,4 186,9 –11,5 –5,2 15,0
Beteiligungsergebnis 110,9 113,7 –2,5 16,9 18,5 –8,7
Zins- und sonstiges Finanzergebnis –38,6 –19,7 –96,4 –6,6 0,9
Finanzergebnis 72,2 94,0 –23,2 10,3 19,4 –47,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 237,7 280,9 –15,4 5,1 34,4 –85,1
Ertragsteuern –18,8 –33,3 43,6 4,9 5,1 –4,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 218,9 247,6 –11,6 10,0 39,5 –74,6
davon Ergebnisanteil anderer
Gesellschafter 28,9 25,8 12,3 7,5 6,6 14,0
davon Ergebnisanteil der Aktionäre
der EVN AG (Konzernergebnis) 190,0 221,8 –14,4 2,5 32,9 –92,4
Ergebnis je Aktie1)
EUR
1,16 1,36 –14,4 0,02 0,20 –92,4

1) Verwässert ist gleich unverwässert; Aktiensplit per 17.4.2008 im Verhältnis 1:4; Vorjahreswerte wurden angepasst.

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 2007/08
1.–3. Qu.
Mio EUR
2006/07
1.–3. Qu.
Mio EUR
Veränderung
in%
Ergebnis vor Ertragsteuern 237,7 280,9 –15,4
Unbare Ergebniskomponenten 139,1 101,2 37,5
Cash Flow aus dem Ergebnis 376,8 382,1 –1,4
Cash Flow aus dem operativen Bereich 354,2 170,2
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –189,5 –176,2 –7,5
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –140,4 16,1
Cash Flow gesamt 24,3 10,1
Liquide Mittel am Anfang der Periode 54,4 76,8 –29,2
Liquide Mittel am Ende der Periode 78,7 86,9 –9,5
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
1.–3. Quartal 2006/07
Mio EUR Anteile der
Aktionäre
der EVN AG
Anteile
anderer
Gesellschafter
Summe
Stand 30.9.2006 2.523,3 232,7 2.756,0
Erfolgsneutrale Wertänderung von Finanzinstrumenten 5,2 5,2
Währungsumrechnung 1,3 1,3
Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital
veränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen 1,4 –0,5 0,9
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–) nach Ertragsteuern 7,9 –0,5 7,4
Ergebnis nach Ertragsteuern 2006/07 221,8 25,8 247,6
Gesamtergebnis der Periode 229,7 25,3 255,0
Dividende 2005/06 –57,2 –1,6 –58,8
Aktienerwerb von vollkonsolidierten Unternehmen –2,0 –2,0
Stand 30.6.2007 2.695,8 254,4 2.950,2
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
1.–3. Quartal 2007/08
Mio EUR Anteile der
Aktionäre
der EVN AG
Anteile
anderer
Gesellschafter
Summe
Stand 30.9.2007 2.788,0 226,7 3.014,7
Erfolgsneutrale Wertänderung von Finanzinstrumenten 518,3 518,3
Währungsumrechnung –0,3 –0,3
Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapital
veränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen
8,5 8,5
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–) nach Ertragsteuern 526,5 526,5
Ergebnis nach Ertragsteuern 2007/08 190,0 28,9 218,9
Gesamtergebnis der Periode 716,5 28,9 745,4
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln1)
Dividende 2006/07

–61,3

–1,6

–62,9

Stand 30.6.2008 3.443,2 254,1 3.697,2

1) Im Zuge der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erfolgte eine Übertragung eines Teiles der Kapitalrücklagen auf das gezeichnete Kapital. Die Kapitalerhöhung hat somit keine Auswirkung auf die Höhe des Eigenkapitals, sondern lediglich auf dessen Struktur.

Segmentergebnis
nach Geschäftsbereichen
I Energie I Umwelt
I
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
I
Konsolidierung I Summe
I
Mio EUR 2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
Außenumsatz 1.700,7 1.507,0 115,3 177,7 26,6 17,0 1.842,6 1.701,7
Innenumsatz 14,0 6,8 7,8 6,7 43,2 36,2 –65,0 –49,7
Operativer Aufwand –1.422,2 –1.230,8 –104,6 –147,6 –79,2 –61,5 64,2 49,2 –1.541,9 –1.390,7
EBITD
A
292,5 283,1 18,5 36,8 –9,4 –8,4 –0,8 –0,5 300,8 311,0
Abschreibungen –124,2 –113,6 –10,6 –9,7 –1,3 –1,4 0,8 0,5 –135,3 –124,2
Operatives Ergebnis (EBIT
)
168,3 169,6 7,9 27,1 –10,7 –9,8 165,4 186,9
EBIT-Marge (%) 9,8 11,2 6,4 14,7 –15,4 –18,4 9,0 11,0
Finanzergebnis –23,8 –18,5 10,9 4,8 90,5 113,2 –5,3 –5,4 72,2 94,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 144,5 151,0 18,8 31,9 79,7 103,4 –5,3 –5,4 237,7 280,9
Investitionen1) 225,4 129,1 43,1 27,4 1,1 1,2 269,7 157,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Segmentergebnis nach Regionen I
Österreich
I Südosteuropa I Mittel- und Osteuropa I Summe I
Mio EUR 2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
Umsatz 1.216,8 1.107,2 556,7 464,9 69,1 129,6 1.842,6 1.701,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 166,7 178,6 3,0 –3,3 –4,3 11,5 165,4 186,9
Investitionen1) 142,2 83,0 121,3 63,4 6,1 11,3 269,7 157,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Anhang zum Konzern-Zwischenbericht

Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Die EVN AG hat ihren Konzernabschluss zum 30. September 2007 in Übereinstimmung mit den von der Europäischen Union (EU) anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen (IFRIC/SIC) aufgestellt. Dementsprechend wurde der Konzern-Zwischenbericht der EVN AG für die am 30. Juni 2008 endende Zwischenberichtsperiode in Übereinstimmung mit IAS 34 Zwischenberichterstattung erstellt. Hinsichtlich der von der EVN angewendeten IFRS wird auf den Konzernabschluss der Gesellschaft zum 30. September 2007 verwiesen, der als Basis für den vorliegenden Zwischenbericht dient.

Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, das die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenbericht im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum, und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht vom 30. September 2007 gelesen werden. Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzern-Zwischenbericht einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2007 werden unverändert angewendet. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30. September 2007.

Prüferische Durchsicht

Der vorliegende Konzern-Zwischenbericht wurde keiner externen prüferischen Durchsicht unterzogen und ist somit ungeprüft.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Segment Energie zu verzeichnen. Aufgrund dieser Abhängigkeit des Energiegeschäfts von der Witterung werden im 2. Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt. Der Umweltbereich ist ebenso durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit umsatzschwächer als das 2. Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, aufgrund ihres volatilen Charakters kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Konsolidierungsmethoden

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 Konzernabschlüsse. Dementsprechend sind – einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft – 25 (30.9.2007: 23) inländische und 25 (30.9.2007: 23) ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der EVN AG stehen. Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen erfolgt quotal. Assoziierte Unternehmen werden at Equity einbezogen. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert.

Grundsätze der Rechnungslegung

Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis in den ersten drei Quartalen 2007/08 betreffen die bereits im 1. Quartal 2007/08 vollkonsolidierte EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf, ("EVN PM"), und EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, Plovdiv, Bulgarien, ("TEZ Plovdiv"), sowie die ab dem 2. Quartal 2007/08 at Equity einbezogene Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten, ("Fernwärme"). Im 3. Quartal 2007/08 wurden die EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, ("EVN Wärme"), sowie die WTE desalinizacija morske vode d.o.o. – Budva, Montenegro, ("WTE Budva"), gegründet. Beide Unternehmen werden zukünftig als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll-
konsolidiert
Quoten-
konsolidiert
Equity-
konsolidiert
Summe
30.9.2007 46 4 12 62
Neugründungen/Erstkonsolidierung 4 1 5
30.6.2008 50 4 13 67
davon ausländische Unternehmen 25 3 28

Die im Oktober 2007 gegründete EVN PM, an der die EVN 100 % der Anteile hält, dient der Errichtung einer Pyrolyseanlage zur Vergasung von Biomasse am Standort des Kohlekraftwerks Dürnrohr. Im Dezember 2007 erfolgte die Übernahme der zweitgrößten bulgarischen Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv. Die Gesellschaft verfügt über fünf Wärmeerzeugungsanlagen, deren thermische bzw. elektrische Kapazität 1.259 MW bzw. 85 MW beträgt. Der Kaufpreis inklusive sämtlicher Anschaffungsnebenkosten betrug 35,2 Mio EUR.

Da die Wertermittlung des Sachanlagevermögens derzeit noch nicht abgeschlossen ist, haben dieser Unternehmenserwerb und die damit verbundene Erstkonsolidierung folgende vorläufige Auswirkung auf die Konzernbilanz:

Auswirkungen des Unternehmenserwerbes1) TEUR 2007/08
Langfristige Vermögenswerte 32.080,4
Kurzfristige Vermögenswerte 6.128,8
38.209,2
Erworbenes Nettovermögen 22.568,1
Langfristige Schulden 5.437,6
Kurzfristige Schulden 10.203,5

38.209,2 1) In den ersten drei Quartalen 2006/07 lagen keine Unternehmenserwerbe vor.

Im 2. Quartal 2007/08 erfolgte der Erwerb von 49 % an der Fernwärme, in die die Fernwärmeaktivitäten aus den St. Pöltener Stadtwerken ausgegliedert wurden. Die Gesellschaft wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Im 3. Quartal 2007/08 wurde das Wärmegeschäft der EVN rückwirkend per 1. Oktober 2007 aus der EVN AG ausgegliedert und in einer eigenen Gesellschaft, der EVN Wärme, gebündelt, die fortan für die Belieferung der Kunden mit Wärme, Erdgas, KWK-Wärme, Bio-Gaswärme, solarer Energie, Wärmepumpenanlagen und anderen Energieträgern verantwortlich ist. Für den Konzernabschluss ergeben sich aufgrund der Ausgliederung keine Änderungen, da die EVN Wärme vollkonsolidiert wird und das Geschäftsvolumen somit wie bisher zur Gänze im Konzern abgebildet wird.

Ebenso im 3. Quartal 2007/2008 erfolgte die Gründung der Projektgesellschaft WTE Budva zum Zweck der Planung, Errichtung, Finanzierung und Betriebsführung der Meerwasserentsalzungsanlage Budva in Montenegro.

In der Privatisierungsvereinbarung betreffend den Erwerb der beiden bulgarischen Stromversorger im Geschäftsjahr 2004/05 wurde unter anderem festgelegt, dass die Stromverteilanlagen der lokal tätigen Sunny Beach AD, Bulgarien, ("Sunny Beach"), an der die Republik Bulgarien einen qualifizierten Mehrheitsanteil hält, von der EVN AG bzw. den bulgarischen Stromversorgern übernommen werden können. Da nach Ablauf der Fristen im Geschäftsjahr 2004/05 diese Übertragung nicht erfolgte, wurde seitens EVN AG die Einhaltung der Vertragsverpflichtungen schiedsgerichtlich geltend gemacht. Im Oktober 2007 erfolgte nunmehr die diesbezügliche Einigung mit der Republik Bulgarien. Die Vermögenswerte für die Stromverteilung der Sunny Beach wurden entsprechend der Privatisierungsvereinbarung an die bulgarische Netzgesellschaft EVN Bulgaria Elektrorazpredelinie AD, Plovdiv, Bulgarien, ("EVN EP"), übertragen. Im Zuge dessen erhöhten sich nachträglich die Anschaffungskosten und demzufolge der Firmenwert um 14.128,8 TEUR.

In der 79. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG am 17. Jänner 2008 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 200.930,6 TEUR von 99.069,4 TEUR auf 300.000,0 TEUR beschlossen. Diese wurde durch Umwandlung des entsprechenden Teilbetrages der gebundenen Kapitalrücklagen ohne Ausgabe neuer Aktien mit Wirkung 17. April 2008 durchgeführt.

Zum gleichen Stichtag erfolgte die Umsetzung des ebenfalls in der 79. ordentlichen Hauptversammlung vom 17. Jänner 2008 beschlossenen Aktiensplits der EVN AG im Verhältnis 1:4 an der Wiener Börse. Aktionäre der EVN AG erhielten ab diesem Tag für eine Stückaktie drei weitere Stückaktien; der Aktienkurs wurde zu diesem Stichtag auf ein Viertel der Notierung des Vortages umgestellt. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien wurde von 40.881.455 Stückaktien um 122.644.365 Stückaktien auf 163.525.820 Stückaktien, die auf Inhaber lauten, erhöht. Dem entsprechend veränderte sich auch das Ergebnis je Aktie.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 17. Jänner 2008 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2006/07 eine Dividende in Höhe von 1,50 EUR je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Erhöhung um 7,1 % gegenüber dem Vorjahr und in Summe einer Dividendenzahlung an die Aktionäre der EVN AG von 61.322,2 TEUR. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2008, Dividendenzahltag der 28. Jänner 2008.

Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten standen den laufenden, planmäßigen Tilgungen vor allem Kreditziehungen für die Finanzierung der Kapazitätssteigerung der Müllverbrennungsanlage in Dürnrohr und des Investitionsprogramms in Bulgarien gegenüber. Die mit 3,25 % verzinste, unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene CHF-Obligation (Laufzeit 1998–2008, Nominale 184 Mio CHF), wurde am 8. April 2008 getilgt.

Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Konzernergebnis (Ergebnis nach Ertragsteuern exklusive Ergebnisanteil anderer Gesellschafter) dividiert durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Abschlussstichtag. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten und beträgt zum Stichtag unter Berücksichtigung des per 17. April 2008 durchgeführten Aktiensplits 1,16 EUR (Vorjahr: 1,36 EUR).

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen in den ersten drei Quartalen 2007/08 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

122.305,6 TEUR (Vorjahr: 74.174,2 TEUR). Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 37.478,2 TEUR (Vorjahr: 18.463,5 TEUR), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 62.177,5 TEUR (Vorjahr: 55.776,3 TEUR) geleistet. Die Auswirkungen des Unternehmenserwerbes in Höhe von 35.021,8 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR) wurden im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt.

Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG in Höhe von 61.322,2 TEUR (Vorjahr: 57.234,0 TEUR) werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, ("EnBW"), die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige sowie at Equity einbezogene Unternehmen. Der Vorstandsvorsitzende des zweitgrößten Aktionärs der EVN AG, der EnBW, Hans-Peter Villis, wurde bei der Hauptversammlung am 17. Jänner 2008 mit Wirkung 18. Jänner 2008 bis Jahresbeginn 2011 in den Aufsichtsrat der EVN AG gewählt. Er löst damit Dr. Amir Ghoreishi, ehemals Generalbevollmächtigter der EnBW, ab. Im 2. Quartal 2007/08 wurde der Konsolidierungskreis um die Fernwärme als at Equity einbezogenes Unternehmen erweitert. Bis auf diese Veränderungen blieb der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem letzten Konzernabschluss unverändert.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen Unternehmen im Lieferungsund Leistungsaustausch. Darunter befinden sich auch nahestehende Unternehmen, die at Equity in den Konzern-Zwischenbericht einbezogen werden. Wesentliche Transaktionen fanden in den ersten drei Quartalen 2007/08 mit der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H, Wien, im Zusammenhang mit dem Vertrieb bzw. der Beschaffung von Elektrizität sowie der EconGas GmbH, Wien, im Zusammenhang mit dem Bezug von Erdgas statt. Die Transaktionen mit sämtlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
TEUR
2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1. – 3.Qu.
Umsätze 195.430,9 184.075,6
Aufwendungen für bezogene Leistungen 491.894,5 431.140,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.598,7 69.340,01)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.471,0 15.469,71)

1) Werte zum 30.9.2007

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2007 um 284.506,8 TEUR auf 1.179.630,1 TEUR. Dieser Anstieg resultiert aus der Erhöhung der Patronatserklärungen, die für die Beschaffungsoptimierung und den Eigenhandel der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, und aus der Garantie, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kohlekraftwerks in Duisburg-Walsum, Deutschland, ausgesprochen wurden.

Rating

Per 3. Februar 2008 bestätigte die Rating-Agentur Standard & Poor's das Rating der EVN AG von "A" und der Ausblick wurde von "stable" auf "negative" geändert. Moody's blieb im Jänner 2008 bei der Bewertung "A1" mit Ausblick "stable".

Sonstige Angaben

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2008 und der Freigabe zur Veröffentlichung des Konzern-Zwischenberichts am 28. August 2008 kam es zu folgenden Ereignissen:

Die mit 5,0 % verzinste, unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesene DEM-Anleihe (Laufzeit 1998–2008, Nominale 224 Mio DEM) wurde am 26. August 2008 getilgt.

Unter Berücksichtigung der zu erwartenden operativen Geschäftsentwicklung wurde zur Zwischenfinanzierung der EVN Gruppe die am 12. September 2006 unterzeichnete syndizierte, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 600 Mio EUR mit einem Volumen von 200 Mio EUR erstmalig gezogen.

In Mazedonien wird eine Novellierung des geltenden Energiegesetzes erwartet, die durch geänderte Rahmenbedingungen für die Energiebeschaffung künftig zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage führen kann.

Die EVN Aktie

Die internationale Finanzkrise, die vor einem Jahr durch die Hypotheken- und Finanzkrise in den USA ausgelöst wurde, hält mit unverminderter Vehemenz an. Dieser Umstand spiegelt sich in sehr volatilen Finanzmärkten und in stark gestiegenen Refinanzierungskosten für Unternehmen und vor allem Banken, die in den letzten Monaten teilweise massive Abschreibungen ihrer Kreditportfolios vornehmen mussten, wider. Diese Finanzkrise wirkt mittlerweile weltweit auch auf die Realwirtschaft ein und führte zu einer Senkung der Wachstumserwartungen für 2008 und 2009.

Nach aggressiven Zinssenkungen seitens der US-Notenbank Fed um 325 Basispunkte auf 2,00 % wird nunmehr in den USA mit einem stabilen Zinsniveau gerechnet. Gegensätzlich gestaltet die europäische Zentralbank EZB ihre Zinspolitik und erhöhte die Leitzinsen, begründet mit der aktuell sehr hohen Inflationsrate, Anfang Juli 2008 um 25 Basispunkte auf 4,25 %.

Die internationalen Aktienmärkte haben sich größtenteils parallel zueinander entwickelt und müssen weitere Kursrückgänge verzeichnen. So haben der amerikanische Dow Jones-Index im Berichtszeitraum 18,3 % und der deutsche Aktienindex DAX 18,4 % an Wert verloren. Noch dramatischer entwickelten sich der japanische Aktienindex Nikkei und der EuroStoxx50, die 23,5 % bzw. 19,7 % an Wert verloren.

Der Wiener Leitindex ATX konnte sich dieser negativen Entwicklung nicht entziehen, weist mit einem Minus von 12,9 % jedoch eine deutlich günstigere Entwicklung aus. Der für die EVN AG relevante Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities konnte sich mit einem Rückgang von 8,8 % besser behaupten als andere Benchmark-Indizes. Die EVN Aktie entwickelte sich im Berichtszeitraum mit einem Minus von 2,76 % deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Mit dem per 17. April 2008 vollzogenen Aktiensplit im Verhältnis 1:4 soll der Handel mit Aktien der EVN erleichtert werden. Die EVN Aktie notierte Ende Juni 2008 bei einem Kurs von 22,00 EUR, womit eine Senkung der Wachstumsprognosen

Hohe Volatilität an den Börsen

Marktkapitalisierung von 3,6 Mrd EUR erzielt wurde. Der durchschnittliche Tagesumsatz belief sich auf 76.228 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der EVN Aktien an der Wiener Börse belief sich in der Berichtsperiode auf 309 Mio EUR (Einmalzählung), was einem Anteil von 0,50 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse entsprach. Per Ende Juni 2008 war die EVN Aktie mit 1,55 % im ATX gewichtet.

EVN Aktie – Indexgewichtung 30.6.2008 ATX 1,55%

WBI (Wiener Börse Index) 2,91%

Kursentwicklung EVN Aktie im relativen Vergleich

% Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun 2006 2007 2008 EVN Schlusskurs ATX ATX Prime Dow Jones Euro Stoxx Utilities

EVN Aktie – Performance 2007/08
1.–3. Qu.
2006/07
1.–3. Qu.
2005/06
1.–3. Qu.
Kurs per Ultimo Juni 20081) EUR 22,00 23,06 19,90
Höchstkurs EUR 23,38 23,87 24,75
Tiefstkurs EUR 18,85 20,38 16,30
Aktienumsatz2) Mio EUR 309 337 359
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) 2) Stück 76.228 83.028 98.280
Anteil am Gesamtumsatz2) % 0,50 0,57 0,82
Börsekapitalisierung per Ultimo Juni 2008 Mio EUR 3.598 3.771 3.255

1) Die Kurse und der durchschnittliche Tagesumsatz der EVN Aktie 2006/07 und 2005/06 wurden dem Aktiensplit 1:4 effektiv per 17.4.2008 angepasst. 2) Wiener Börse, Einmalzählung

Aktienrückkauf gestartet

Die Hauptversammlung hat in ihrer ordentlichen Sitzung am 17. Jänner 2008 den Vorstand ermächtigt, auf Inhaber lautende Stückaktien bis höchstens 10 % des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung zu erwerben und ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Der Vorstand der EVN AG hat am 17. Juli 2008 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen. Beabsichtigt ist, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612% des derzeitigen Grundkapitals – über die Wiener Börse rückzukaufen.

Der Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse, da diese nach Einschätzung der EVN unterbewertet ist. Der Handel mit eigenen Aktien zum Erwerbszweck ist jedoch ausgeschlossen. Das Rückkaufprogramm begann am 24. Juli 2008 und wird spätestens am 31. März 2009 enden.

In den ersten drei Quartalen 2007/08 kam es zu keiner Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG: Unveränderte Aktionärsstruktur Unverändert werden 51 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW mit einem Anteil von > 35 %. Die restlichen < 14 % befinden sich in Streubesitz.

Finanzkalender1)

Jahresergebnis 2007/08 11.12.2008
80. Hauptversammlung 15.1.2009
Ex-Dividendentag 20.1.2009
Dividendenzahltag 27.1.2009
Ergebnis 1. Quartal 2008/09 26.2.2009
Ergebnis 1. Halbjahr 2008/09 28.5.2009
Ergebnis 1.–3. Quartal 2008/09 27.8.2009
Jahresergebnis 2008/09 10.12.2009
1) vorläufig

EVN Aktie – Basisinformationen

Grundkapital1) 300.000.000,00 EUR
Stückelung1) 163.525.820 nennwertlose Stückaktien
ISIN Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); AT; EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR Programm; Depositary1) Sponsored level one ADR program (5 ADR = 1 Aktie); Bank of New York
Ratings A1, stable (Moody's); A, negative (Standard & Poor's)

1) In der 79. ordentlichen Hauptversammlung am 17.1.2008 wurden eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln sowie ein Aktiensplit im Verhältnis 1:4 beschlossen. Die Kapitalmaßnahmen wurden im 2. Quartal 2007/08 durchgeführt. Der Aktiensplit erfolgte am 17.4.2008 an der Wiener Börse. Das Verhältnis ADR : Aktie ist unverändert geblieben.

EVN AG

Direktion

EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030

Investor Relations

Dr. Klára Székffy Telefon +43 2236 200-12745 Telefax +43 2236 200-82745 [email protected]

Service-Telefon für Anleger 0800 800 200

Service-Telefon für Kunden 0800 800 100

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Online-Aktionärsbrief http://finanzberichte.evn.at/2007-08/qb/3

Dieses Druckprodukt wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Es enthält mind. 50% FSC-zertifizierten Zellstoff. Die Produktion erfolgte mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung der strengen Öko-Richtlinien von greenprint*. Die bei der Papier- und Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen wurden durch Erwerb von Gold Standard Zertifikaten neutralisiert. Der Beitrag fließt in ein vom WWF ausgewähltes Klimaschutzprojekt in Indien.