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EVN AG Earnings Release 2016

Aug 25, 2016

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Earnings Release

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Aktionärsbrief 1.– 3. Quartal 2015 /16

  1. Oktober 2015 – 30. Juni 2016

EVN Zukunftslabor @ EVN_Zukunftslabor

Die Welt von morgen? # Wir_haben_Antworten

Highlights

  • Anstieg der thermischen Stromproduktion durch höheren Bedarf für Netzstabilisierung
  • Operative Verbesserungen über die gesamte Wertschöpfungskette des Energiegeschäfts
  • Konzernergebnis über Vorjahresniveau
  • Neuauftrag für Kläranlagenprojekt in Kroatien
  • Ausblick 2015/16: Konzernergebnis weitgehend stabil erwartet

Kennzahlen

2015/16 2014/15 +/– 2015/16 2014/15 +/– 2014/15
Verkaufsentwicklung 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal in % 3. Quartal 3. Quartal in % (30.09.2015)
Stromerzeugung GWh 4.662 3.902 19,5 1.299 967 34,3 4.882
davon erneuerbare Energie GWh 1.531 1.668 –8,2 565 586 –3,6 2.106
Stromverkauf an Endkunden GWh 14.275 14.802 –3,6 4.036 4.233 –4,6 19.263
Gasverkauf an Endkunden GWh 4.850 4.937 –1,8 705 702 0,4 5.241
Wärmeverkauf an Endkunden GWh 1.794 1.752 2,4 362 349 3,7 2.038
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.616,6 1.664,1 –2,9 419,8 439,4 –4,5 2.135,8
EBITDA Mio. EUR 525,4 497,2 5,7 103,1 113,1 –8,9 583,2
EBITDA-Marge % 32,5 29,9 8,8 24,5 25,7 –1,2 27,3
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 299,3 286,5 4,5 8,6 49,0 –82,4 268,2
EBIT-Marge % 18,5 17,2 1,3 2,1 11,2 –9,1 12,6
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 259,8 245,4 5,9 8,7 29,9 –70,9 207,9
Konzernergebnis Mio. EUR 198,8 187,1 6,3 9,0 21,7 –58,7 148,1
Ergebnis je Aktie EUR 1,12 1,05 6,4 0,05 0,12 –58,7 0,83
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 6.549,6 6.521,1 0,4 6.549,6 6.521,1 0,4 6.501,2
Eigenkapital Mio. EUR 2.733,3 2.635,3 3,7 2.733,3 2.635,3 3,7 2.590,1
Eigenkapitalquote % 41,7 40,4 1,3 41,7 40,4 1,3 39,8
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.098,8 1.293,6 –15,1 1.098,8 1.293,6 –15,1 1.230,9
Gearing % 40,2 49,1 –8,9 40,2 49,1 –8,9 47,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 450,0 387,6 16,1 65,3 81,9 –20,3 438,1
Cash Flow aus dem operativen Bereich Mio. EUR 397,7 316,1 25,8 304,5 223,7 36,1 478,3
Investitionen1) Mio. EUR 193,7 198,4 –2,4 78,1 61,6 26,8 322,7
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 6.830 7.004 –2,5 6.820 6.915 –1,4 6.973

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhalt

Vorwort des Vorstands 3 Konzern-Zwischenabschluss 19
Zwischenlagebericht 5 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 19
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 5 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 20
Geschäftsentwicklung 6 Konzern-Bilanz 21
Entwicklung der Segmente 10 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 22
Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 22

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die EVN konnte in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 trotz eines Umsatzrückgangs um 2,9 % auf 1.616,6 Mio. Euro das EBITDA um 5,7 % auf 525,4 Mio. Euro und das EBIT um 4,5 % auf 299,3 Mio. Euro steigern. Diese Entwicklung resultierte aus operativen Verbesserungen über die gesamte Wertschöpfungskette des Energiegeschäfts hinweg, während das Ergebnis des Umweltsegments einen Rückgang aufgrund des im Vorjahr durchgeführten Verkaufs der Natriumhypochloritanlage in Moskau im Periodenvergleich zeigte. Das höhere operative Ergebnis führte gemeinsam mit einem leicht verbesserten Finanzergebnis trotz höherer Ertragsteuern zu einem Anstieg des Konzernergebnisses um 6,3 % auf 198,8 Mio. Euro.

Wie bereits zum Halbjahr berichtet, blicken wir auf einen milden Winter in unseren drei Kernmärkten zurück. Am stärksten auf die Umsatzentwicklung wirkten sich dabei die außergewöhnlich niedrige Heizgradsumme sowie die fortschreitende Liberalisierung in Bulgarien aus. Ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeres Wind- und Wasserdargebot bewirkte zudem einen Rückgang der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. Insgesamt erhöhte sich unsere Stromerzeugung aufgrund des gestiegenen Bedarfs an thermischer Produktion zur Netzstabilisierung jedoch um 19,5 % auf 4.662 GWh.

Beim Ausbau unserer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten haben wir im Juli 2016 mit der Inbetriebnahme des Windparks Paasdorf-Lanzendorf im Weinviertel den nächsten wichtigen Schritt vollzogen. Die sechs neuen Windräder besitzen eine installierte Leistung von rund 19 MW und erhöhen die Wind-Erzeugungskapazität der EVN auf nunmehr 269 MW. Damit kommen wir unserem Mittelfristziel von mehr als 300 MW deutlich näher.

Neben der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne und Biomasse unterstützen wir den Systemumbau in Richtung erneuerbarer Energie auch durch laufende Investitionen in unsere Netzinfrastruktur. Damit werden wir trotz der stetig wachsenden Einspeisung von Strom aus volatiler erneuerbarer Erzeugung weiterhin in der Lage sein, den hohen Anspruch unserer Kunden in Bezug auf die Versorgungssicherheit zu erfüllen. Einen wesentlichen Beitrag zur Netzstabilisierung leisten zudem unsere thermischen Kraftwerke in Niederösterreich durch die Lieferung von Ausgleichsenergie und Strom für das Engpassmanagement in Österreich und Süddeutschland. Die Bedeutung dieser Leistung wird durch den signifikant häufigeren Einsatz unserer Kraftwerke für diese Zwecke während der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2015/16 deutlich.

Unsere Vertriebsgesellschaft gibt ihren Haushaltskunden Einkaufsvorteile aus Preisentwicklungen auf den Energiemärkten direkt weiter. Nach der jeweils fünfprozentigen Senkung der Energiepreise für Strom und Erdgas im letzten Oktober hat die EVN Vertriebsgesellschaft im Rahmen der EnergieAllianz per 1. Mai 2016 die Erdgas-Arbeitspreise für Haushalte im Schnitt um weitere 7 % gesenkt. Zudem wird zum 1. Oktober 2016 eine neuerliche Senkung der Strom-Arbeitspreise für Haushalte um durchschnittlich 5 % erfolgen.

Im Bereich der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich konnten wir im dritten Quartal 2015/16 zwei strategisch wichtige Investitionsprojekte abschließen, durch die wir die Versorgungsqualität für unsere Kunden weiter verbessern: In Zwentendorf an der Zaya ist die bereits dritte Naturfilteranlage der EVN in Niederösterreich zur natürlichen Reduktion der Wasserhärte in Betrieb gegangen, und im Waldviertel haben wir die Leistungsfähigkeit der Pumpwerke für das Trinkwasserleitungsnetz um rund 25 % erhöht. Damit können wir auch bei Verbrauchsspitzen in den traditionell trockenen Monaten ausreichend Trinkwasser bereitstellen. Investitionen zur weiteren Verbesserung der Trinkwasserqualität sowie zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich werden auch in Zukunft wichtige Schwerpunkte für die EVN bilden.

Im internationalen Projektgeschäft konnten wir in der Berichtsperiode einen weiteren Auftrag in Südosteuropa für uns entscheiden: Nachdem wir – wie bereits zum Halbjahr berichtet – in Mazedonien drei Abwasserbehandlungsanlagen planen und errichten werden, wurden wir im Juni 2016 mit dem Bau einer Kläranlage in Vodice in Kroatien beauftragt. Bei beiden Projekten agiert die EVN als Generalunternehmer, die Finanzierung der Vorhaben mit einem Auftragswert von rund 20,0 Mio. Euro (Mazedonien) bzw. 6,0 Mio. Euro (Kroatien) erfolgt durch die Auftraggeber jeweils aus EU-Fördermitteln.

Unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2015/16 weitgehend stabil erwartet. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Entwicklung in den eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit den Forderungen aus den Tarifentscheidungen in Bulgarien und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.

Maria Enzersdorf, im August 2016

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2017f 2016e 2015 2014 2013
EU-281)2) 1,8–1,9 1,8 2,0 1,4 0,2
Österreich2)3) 1,5–1,7 1,5–1,7 0,9 0,4 0,3
Bulgarien1)2)4)6) 2,4–3,0 2,0–2,5 3,0 1,5 1,3
Kroatien1)2)4)5) 1,5–2,1 1,5–2,0 1,6 –0,4 –1,1
Mazedonien5)6) 3,6–4,0 3,6–3,7 3,7 3,5 2,9

1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2016", EU-Kommission, Mai 2016

2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2016 – 2017", IHS, Juni 2016

3) Quelle: "Prognose für 2016 bis 2017: Stärkeres Wachstum in risikoreichem Umfeld", WIFO, Juni 2016

4) Quelle: "Strategie Österreich & CEE 3. Quartal 2016", Raiffeisen Research, Juli 2016

5) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2016

6) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Juni 2016

Wirtschaftliches Umfeld

Obwohl das Wachstumstempo in den USA und im Vereinigten Königreich zuletzt etwas nachgelassen hat, mehren sich die Anzeichen für eine Stabilisierung der globalen Wirtschaftslage. In der Europäischen Union liegen die Prognosen für das durch Investitionen und Konsumausgaben unterstützte Wirtschaftswachstum für 2016 und 2017 bei jeweils etwa 1,8 %.

Für die österreichische Wirtschaft werden für 2016 und 2017 Wachstumsraten zwischen 1,5 % und 1,7 % und damit eine ähnliche Wachstumsdynamik wie für die Europäische Union erwartet. Als positive Treiber für das BIP-Wachstum nennen Experten unter anderem steigende Bauinvestitionen, die gesteigerte Kaufkraft der Privathaushalte sowie eine Belebung des Außenhandels, die angesichts der Erholung der Weltkonjunktur für 2017 prognostiziert wird.

Bulgarien meldete zuletzt ein moderates BIP-Wachstum und einen Rückgang der Arbeitslosenquote. Für das laufende Jahr gehen die Konjunkturerwartungen von einer Fortsetzung des durch den Pri-

Energiewirtschaftliches Umfeld –
Kennzahlen
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 89,7 87,7 111,9 95,5
Bulgarien 73,1 94,6 9,4 121,1
Mazedonien 92,9 99,9 42,3 166,0
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 37,0 55,0 40,3 56,0
Gas – NCG2) EUR/MWh 14,6 21,8 13,2 21,2
Kohle – API#23) EUR/Tonne 43,7 55,1 43,3 53,0
CO2-Emissionszertifikate EUR/Tonne 6,6 7,0 5,7 7,3
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 31,6 35,7 27,0 31,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 40,1 45,3 32,5 37,8
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 27,7 31,8 24,8 28,4
Spitzenlaststrom EUR/MWh 34,8 40,1 29,3 33,1

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010,

in Bulgarien jenem von 2004 bis 2012 und in Mazedonien jenem von 2001 bis 2015; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX-(European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spot – European Power Exchange

vatkonsum unterstützten Wachstumspfads aus. Die Prognosen für das BIP-Wachstum liegen für 2016 zwischen 2,0 % und 2,5 % und für 2017 zwischen 2,4 % und 3,0 %.

Eine positive Konjunkturentwicklung verzeichnet derzeit auch Kroatien. Der Privatkonsum profitiert weiterhin von fallenden Preisen, der Stabilisierung des Arbeitsmarkts und einer starken Tourismussaison. In diesem Umfeld wird für 2016 und 2017 ein Wirtschaftswachstum zwischen 1,5 % und 2,1 % erwartet.

In Mazedonien begründen Experten die aktuell gute Verbraucherstimmung mit der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sowie realen Einkommenssteigerungen. Zusätzlich wird das BIP-Wachstum durch die weiterhin gute Auslandsnachfrage gestärkt, die vor allem von Deutschland als Mazedoniens wichtigstem Handelspartner ausgeht. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen bewegen sich die prognostizierten Wachstumsraten für das Jahr 2016 stabil zwischen 3,6 % und 3,7 % und für 2017 zwischen 3,6 % und 4,0 %.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Die Temperaturen zeigten sich in den für die EVN relevanten Märkten in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 überaus mild. Dabei waren insbesondere die Wintermonate in allen drei Kernmärkten von Temperaturen über dem langjährigen Mittelwert geprägt: In Österreich erhöhte sich die Heizgradsumme gegenüber dem Vorjahr zwar um 2,0 Prozentpunkte, lag jedoch weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Bulgarien verzeichnete in der Berichtsperiode außergewöhnlich warme Temperaturen; die Heizgradsumme lag hier um 21,5 Prozentpunkte unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert. Auch in Mazedonien war es wärmer; die Heizgradsumme blieb um 7,0 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

Der Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent lag in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2015/16 vor allem aufgrund des weiterhin bestehenden weltweiten Überangebots mit 37,0 Euro pro Barrel um 32,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Auch der durchschnittliche EEX-Börsepreis für Erdgas nahm im Periodenvergleich um 33,0 % auf 14,6 Euro pro MWh ab. Zurückzuführen war dies unter anderem auf die höheren Temperaturen im Berichtszeitraum, die sich dämpfend auf die Nachfrage auf den Spotmärkten auswirkten. Der Preis für Kohle wiederum ging vor allem aufgrund der in China schwächeren Nachfrage um 20,7 % auf 43,7 Euro pro Tonne zurück. Nach einem starken Anstieg der Preise für CO2- Emissionszertifikate im ersten Quartal 2015/16 auf 8,4 Euro je Tonne war danach bis zum dritten Quartal 2015/16 ein Rückgang auf 6,6 Euro je Tonne zu verzeichnen.

Der Rückgang der Termin- und Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom setzte sich im Berichtszeitraum fort. Ausschlaggebend dafür waren der weitere Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energieträgern in Österreich und Deutschland sowie die niedrigen Preise für Primärenergieträger und CO2-Emissionszertifikate. Die für den Berichtszeitraum geltenden Terminpreise für Grundlaststrom sanken um 11,5 % auf 31,6 Euro pro MWh, jene für Spitzenlaststrom um 11,6 % auf 40,1 Euro pro MWh. Die Spotmarktpreise für Grundlaststrom gingen um 13,0 % auf 27,7 Euro pro MWh zurück, jene für Spitzenlaststrom reduzierten sich um 13,1 % auf 34,8 Euro pro MWh.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights 2015/16

  • Umsatz: –2,9 % auf 1.616,6 Mio. Euro
  • EBITDA: +5,7 % auf 525,4 Mio. Euro
  • EBIT: +4,5 % auf 299,3 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: +4,2 % auf –39,5 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: +6,3 % auf 198,8 Mio. Euro

Die Umsatzerlöse der EVN verringerten sich in den ersten neun Monaten 2015/16 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 47,5 Mio. Euro bzw. 2,9 % auf 1.616,6 Mio. Euro. Gesteigerte Erlöse aus der Vermarktung des in den Kraftwerken der EVN erzeugten Stroms sowie aus dem niederösterreichischen Netzgeschäft konnten dabei geringere Erlöse aus den reduzierten Erdgashandelsaktivitäten sowie einen – insbesondere durch die fortschreitende Liberalisierung und den milden Winter beeinflussten – Umsatzrückgang in Südosteuropa nicht ausgleichen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 21,6 Mio. Euro bzw. 23,9 % auf 68,8 Mio. Euro. Maßgeblich dafür war der im Vorjahr in dieser Position abgebildete Verkauf der Anteile an der Projektgesellschaft für die Natriumhypochloritanlage in Moskau. Tendenziell positiv wirkten hingegen gegenüber dem Vorjahr erhöhte Versicherungserlöse aus Winterschäden in Bulgarien.

Im Einklang mit den rückläufigen Umsatzerlösen lag auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Berichtszeitraum mit 765,3 Mio. Euro um 75,9 Mio. Euro bzw. 9,0 % unter dem Vorjahresniveau.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand blieben mit 177,0 Mio. Euro ebenfalls um 9,2 Mio. Euro bzw. 5,0 % unter dem Vorjahreswert. Dies lag insbesondere an einem Rückgang der projektbezogenen Fremdleistungen und Materialaufwendungen.

Der durchschnittliche Personalstand sank aufgrund kontinuierlicher Reorganisations- und Optimierungsmaßnahmen im Jahresvergleich um 174 Personen auf 6.830 Mitarbeiter. Aufwandssteigerungen infolge kollektivvertraglicher Lohn- und Gehaltsanpassungen wurden durch den Wegfall vorjähriger Einmaleffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen in Mazedonien ausgeglichen. Per Saldo verringerte sich der Personalaufwand um 7,0 Mio. Euro bzw. 2,9 % auf 234,0 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 102,8 Mio. Euro um 17,8 Mio. Euro bzw. 14,7 % unter dem Vorjahreswert. Dieser signifikante Rückgang stammte vor allem aus weiteren Steigerungen der Inkassoquote in Südosteuropa und einer gleichzeitigen Kostenreduktion in der gesamten EVN Gruppe.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter verringerte sich um 12,7 Mio. Euro bzw. 9,6 % auf 119,2 Mio. Euro. Dieser Rückgang ging vor allem auf die Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft zurück und konnte durch Ergebniszuwächse bei anderen at Equity einbezogenen Unternehmen nicht ausgeglichen werden.

Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einer Steigerung des EBITDA um 28,2 Mio. Euro bzw. 5,7 % auf 525,4 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich dadurch ebenfalls von 29,9 % auf 32,5 %.

Die Abschreibungen erhöhten sich bedingt durch die anhaltende Investitionstätigkeit des Konzerns um 7,6 Mio. Euro bzw. 4,0 % auf 199,3 Mio. Euro. Ebenso wuchsen die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 7,8 Mio. Euro bzw. 41,1 % auf 26,8 Mio. Euro. Der überwiegende Teil davon betraf eine Wertminderung der bulgarischen Fernwärmegesellschaft TEZ Plovdiv, die aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen des Regulators im Wärmebereich notwendig wurde. Ungeachtet dessen lag das EBIT mit 299,3 Mio. Euro um 12,8 Mio. Euro bzw. 4,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Das Finanzergebnis fiel mit –39,5 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro bzw. 4,2 % besser aus als im Vorjahreszeitraum. Während sich der Entfall der im Vorjahr hier verbuchten Aufwendungen für die Auflösung der Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland und des Zinssicherungsgeschäfts für das Projekt Natriumhypochloritanlage

Struktur der Investitionen 1.– 3. Quartal

in %, Gesamtsummen in Mio. EUR

Bilanzstruktur zum Stichtag in % Kurzfristige Schulden Langfristige Schulden Eigenkapital 85,4 30.06.2016 41,7 14,6 20,1 38,2 30.09.2015 Kurzfristige Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte 85,0 39,8 15,0 20,0 40,2

in Moskau positiv auswirkte, lieferte die WEEV Beteiligungs GmbH im laufenden Geschäftsjahr einen negativen Ergebnisbeitrag. Dieser beruhte auf der anhaltend negativen Abweichung des laufenden Aktienkurses von den bilanziellen Anschaffungskosten der in dieser Gesellschaft gehaltenen Aktien der Verbund AG.

Per Saldo ergab sich damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 259,8 Mio. Euro, das den Vorjahreswert um 14,5 Mio. Euro bzw. 5,9 % übertraf. Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 40,2 Mio. Euro und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile belief sich das Konzernergebnis auf 198,8 Mio. Euro. Es lag damit um 11,7 Mio. Euro bzw. 6,3 % über dem Vorjahresniveau.

Geldflussrechnung

Der Cash Flow aus dem Ergebnis erhöhte sich im Berichtszeitraum – in erster Linie bedingt durch das gesteigerte Ergebnis vor Ertragsteuern und geringere unbare Ergebniskomponenten aus den at Equity einbezogenen Beteiligungen – um 62,3 Mio. Euro bzw. 16,1 % auf 450,0 Mio. Euro. Unter Einbeziehung der Veränderungen im Working Capital ergab sich ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von 397,7 Mio. Euro, der um 81,6 Mio. Euro bzw. 25,8 % über jenem des Vergleichszeitraums lag.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich blieb mit –161,4 Mio. Euro um 208,1 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Wesentlicher Grund dafür war der im Vorjahr erfolgte Verkauf der Natriumhypochloritanlage in Moskau.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich belief sich – nach –340,6 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen des Vorjahres – im Berichtszeitraum auf –215,2 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf die Rückführung der Finanzierungen im Zusammenhang mit dem Projekt Natriumhypochloritanlage im vergangenen Jahr zurückzuführen. Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr war neben Dividendenzahlungen an die Aktionäre der EVN AG und an Minderheitengesellschafter auch durch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten geprägt.

In Summe ergab sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 ein Cash Flow von 21,1 Mio. Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich per 30. Juni 2016 auf 265,9 Mio. Euro und lagen damit um 47,8 Mio. Euro bzw. 21,9 % über dem Niveau des Vorjahresstichtags. Zusätzlich standen der EVN nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 575,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2016 mit 6.549,6 Mio. Euro um 48,4 Mio. Euro bzw. 0,7 % über dem Wert zum 30. September 2015.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich dabei in den ersten drei Quartalen 2015/16 um 63,3 Mio. Euro bzw. 1,1 % auf 5.592,4 Mio. Euro, und auch ihr Anteil am Gesamtvermögen nahm geringfügig auf 85,4 % zu (30. September 2015: 85,0 %). Neben einer im Berichtszeitraum durchgeführten Kapitalerhöhung bei der at Equity einbezogenen WEEV Beteiligungs GmbH wuchs das langfristige Vermögen auch durch einen bewertungsbedingten Anstieg bei den sonstigen Beteiligungen sowie durch die Veranlagungen des R 138-Fonds. Gegenläufig wirkten höhere Abschreibungen im Sachanlagevermögen sowie die Wertminderung der bulgarischen TEZ Plovdiv.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 14,8 Mio. Euro bzw. 1,5 % auf 957,2 Mio. Euro ab, in erster Linie hervorgerufen durch einen Rückgang der Forderungen sowie eine Abnahme des Vorratsvermögens. Zum Teil wurde diese Entwicklung jedoch durch einen Anstieg der liquiden Mittel abgefedert.

Das Eigenkapital stieg bedingt durch das positive Ergebnis der ersten neun Monate 2015/16 – unter Berücksichtigung der Dividendenzahlung im Jänner 2016 und der erfolgsneutralen Bewertungen – um 143,1 Mio. Euro bzw. 5,5 % auf 2.733,3 Mio. Euro. Damit belief sich die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2016 auf 41,7 % (30. September 2015: 39,8 %).

Die langfristigen Schulden reduzierten sich um 110,6 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 2.500,4 Mio. Euro. Während sich hier die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aufgrund einer Umgliederung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten rückläufig entwickelten, kam es zu einem Anstieg der vereinnahmten Baukosten- bzw. Investitionszuschüsse sowie der langfristigen Rückstellungen.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 15,9 Mio. Euro bzw. 1,2 % auf 1.316,0 Mio. Euro. Ein Anstieg infolge der erwähnten Umgliederung innerhalb der Finanzverbindlichkeiten und einer Zunahme der Steuerverbindlichkeiten wurde dabei durch rückläufige Lieferantenverbindlichkeiten sowie Rückgänge bei den Rückstellungen und übrigen Schulden teilweise kompensiert.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2015 um 132,1 Mio. Euro bzw. 10,7 % auf 1.098,8 Mio. Euro. Im Einklang damit ging das Gearing auf 40,2 % zurück (30. September 2015: 47,5 %).

Energiewirtschaftliche Kennzahlen
Konzern
GWh 2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
+/–
absolut
in % 2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
+/–
in %
Stromerzeugung 4.662 3.902 760 19,5 1.299 967 34,3
Erneuerbare Energie 1.531 1.668 –137 –8,2 565 586 –3,6
Wärmekraftwerke 3.131 2.234 897 40,1 734 382 92,5
Netzabsatz
Strom 16.480 16.582 –102 –0,6 4.855 4.838 0,3
Erdgas1) 14.045 12.874 1.171 9,1 2.774 2.498 11,1
Energieverkauf an Endkunden
Strom 14.275 14.802 –528 –3,6 4.036 4.233 –4,6
davon Mittel- und Westeuropa2) 4.956 5.181 –225 –4,3 1.449 1.553 –6,7
davon Südosteuropa 9.319 9.621 –303 –3,1 2.587 2.680 –3,5
Erdgas 4.850 4.937 –87 –1,8 705 702 0,4
Wärme 1.794 1.752 42 2,4 362 349 3,7
davon Mittel- und Westeuropa2) 1.623 1.554 69 4,4 347 325 6,7
davon Südosteuropa 171 198 –27 –13,7 15 24 –36,7

1) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN

2) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst das Energiegeschäft, das Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Funktional betrachtet wird im Energiegeschäft bei Strom und Wärme die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung über den Transport bis hin zur Verteilung und Versorgung abgedeckt, bei Erdgas sind es die Wertschöpfungsstufen Transport und Verteilung. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Aktivitäten der Tochtergesellschaften in verwandten Geschäftsfeldern sowie durch regionale Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen. Das Umweltgeschäft umfasst die Aktivitäten der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie der thermischen Abfallverwertung.

Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden die operative Entwicklung der sechs Segmente und die Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf deren Geschäftsverlauf beschrieben.

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbarer Energie
an österreichischen und internationalen Standorten
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel mit und
Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandels
märkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien
und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien,
Stromerzeugung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen
in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung
in Österreich, Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie
internationales Projektgeschäft
Sonstige
Geschäftsaktivitäten
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen

Erzeugung

Das Segment "Erzeugung" umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionsanlagen und aus erneuerbaren Energiequellen in Österreich, Deutschland, Bulgarien und Albanien sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Österreich und Bulgarien.

Die Außenumsätze des Segments resultieren vorwiegend aus dem Verkauf von Strom aus Windkraft. Für den konzerninternen Umsatz wird für die Stromerzeugung (im Wesentlichen jene in Wasserkraftwerken sowie nicht mehr im Förderregime stehenden Windkraftanlagen) der Strommarktpreis abgebildet. Für Kraftwerke mit flexibel steuerbarer Erzeugung wird der Optionswert dargestellt. Dieser spiegelt die Deckungsbeiträge aus mittel- und kurzfristig realisierten Optionalitäten wider. Die Verrechnung der Energielieferungen der Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH beinhaltet im Wesentlichen die Betriebs-, Finanzierungs- und Primärenergiekosten. Die Vermarktung des im Segment erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden im Segment Energiehandel und -vertrieb abgebildet.

Die Erträge aus den Beteiligungen der EVN an den Kraftwerken der Verbund-Innkraftwerke sowie der EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH &Co KG werden als Ergebnisanteile at Equity einbezogener Unternehmen mit operativem Charakter im EBIT erfasst. Die Beteiligung an der STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft wird als anteilig konsolidiertes Unternehmen abgebildet.

Highlights

  • Steigerung der Energieproduktion durch stärkeren Einsatz der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung
  • Rückgang der Stromproduktion aus erneuerbarer Energie aufgrund geringeren Wind- und Wasserdargebots
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Die Stromerzeugung der EVN im Segment Erzeugung erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2015/16 um 796 GWh bzw. 24,4 % auf 4.056 GWh. Während die Erzeugung aus erneuerbarer Energie mit 1.220 GWh um 99 GWh bzw. 7,5 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres blieb, nahm die Erzeugung in den Wärmekraftwerken der EVN um 895 GWh bzw. 46,1 % auf 2.836 GWh zu. Im Bereich der erneuerbaren Erzeugung lagen das Wind- und das Wasser-

2015/16 2014/15 +/– 2015/16 2014/15 +/–
Kennzahlen – Erzeugung 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut in % 3. Quartal 3. Quartal in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 4.056 3.260 796 24,4 1.114 775 43,8
davon erneuerbare Energie 1.220 1.318 –99 –7,5 451 467 –3,3
davon Wärmekraftwerke 2.836 1.942 895 46,1 663 307
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 35,3 43,8 –8,5 –19,4 10,9 13,5 –19,4
Innenumsatz 135,8 127,5 8,4 6,6 40,3 34,4 17,0
Gesamtumsatz 171,1 171,2 –0,2 –0,1 51,1 47,9 6,7
Operativer Aufwand –79,6 –87,7 8,1 9,2 –28,5 –29,5 3,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
–3,2 1,3 –4,5 1,0 0,6 64,5
EBITDA 88,4 84,9 3,5 4,1 23,6 19,0 24,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–41,7 –58,0 16,3 28,1 –14,4 –13,6 –5,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 46,7 27,0 19,8 73,3 9,1 5,3 71,1
Finanzergebnis –15,2 –18,3 3,1 16,8 –3,6 –5,9 39,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 31,5 8,6 22,8 5,6 –0,6
Gesamtvermögen 1.146,7 1.195,6 –48,9 –4,1 1.146,7 1.195,6 –4,1
Gesamtschulden 865,2 968,7 –103,5 –10,7 865,2 968,7 –10,7
Investitionen1) 26,6 41,1 –14,5 –35,3 11,9 2,7

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

dargebot in der Berichtsperiode unter dem Niveau des Vorjahres und bedingten damit – trotz erhöhter Windkraftkapazitäten – einen Rückgang des Produktionsvolumens. Der Anstieg der Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken ist auf den deutlich stärkeren Einsatz der Kraftwerke der EVN zur Netzstabilisierung in Österreich und Deutschland zurückzuführen.

Auf Konzernebene stammten in der Berichtsperiode 32,7 % (Vorjahr: 26,4 %) des abgesetzten Stroms aus eigener Produktion. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromproduktion des Konzerns lag in der Berichtsperiode bei 32,8 %. Im Vorjahr hatte dieser Wert aufgrund günstigerer Witterungsbedingungen und eines geringeren Einsatzes der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung 42,7% betragen.

In den ersten drei Quartalen 2015/16 lagen die Umsatzerlöse des Segments mit 171,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 171,2 Mio. Euro). Damit konnte der Anstieg der Erlöse aus der Bereitstellung von Regelenergie bzw. Reservekapazitäten für den süddeutschen Raum die mengen- und preisbedingt geringeren Umsatzerlöse aus der erneuerbaren Erzeugung nahezu ausgleichen.

Der operative Aufwand verringerte sich um 8,1 Mio. Euro bzw. 9,2 % auf 79,6 Mio. Euro, hauptsächlich zurückzuführen auf den Rückgang des Aufwands für Primärenergieträger.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter nahm um 4,5 Mio. Euro auf –3,2 Mio. Euro ab. Neben einem witterungs- und marktpreisbedingten leichten Rückgang des Ergebnisbeitrags aus der Verbund Innkraftwerke GmbH war dies hauptsächlich auf eine Wertminderung der Beteiligung am Wasserkraftwerk Ashta zurückzuführen, über die bereits im ersten Quartal berichtet wurde.

Per Saldo lag das EBITDA des Segments mit 88,4 Mio. Euro um 3,5 Mio. Euro bzw. 4,1 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Abschreibungen inkl. der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen verringerten sich um 16,3 Mio. Euro bzw. 28,1 % auf 41,7 Mio Euro. Hier hatte im Vergleichszeitraum des Vorjahres eine Wertminderung beim Kohlekraftwerk Dürnrohr eine Belastung in Höhe von 17,0 Mio. Euro verursacht. In Summe ergab sich ein EBIT in Höhe von 46,7 Mio. Euro, das um 19,8 Mio. Euro bzw. 73,3 % über dem Vorjahreswert lag.

Das Finanzergebnis verbesserte sich dank einer Reduktion der Finanzverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgungen um 3,1 Mio. Euro bzw. 16,8 % auf –15,2 Mio. Euro. Per Saldo lag das Ergebnis vor Ertragsteuern dadurch mit 31,5 Mio. Euro um 22,8 Mio. Euro über dem Wert der Vergleichsperiode.

Die Investitionen des Segments lagen in den ersten drei Quartalen 2015/16 mit 26,6 Mio. Euro um 14,5 Mio. Euro bzw. 35,3 % unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend dafür war die vollständige Fertigstellung und Inbetriebnahme des Windparks Prottes-Ollersdorf im zweiten Quartal 2014/15, die im Vergleichszeitraum für ein vergleichsweise hohes Investitionsvolumen gesorgt hatte.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment "Energiehandel und -vertrieb" umfasst den Handel mit und den Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden vorwiegend auf dem österreichischen Heimmarkt und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Erdgas und anderen Primärenergieträgern sowie die Produktion und den Verkauf von Wärme.

Highlights

  • Energieabsatz weiterhin durch milden Winter und Wettbewerb geprägt
  • Operative Aufwendungen rückläufig
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern über Vorjahresniveau

Der Strom- sowie der Erdgasabsatz der EVN entwickelten sich in der Berichtsperiode rückläufig. Hauptgründe dafür waren – neben den milden Temperaturen im Winter 2015/16 – Effekte aus Energieeffizienzmaßnahmen sowie der intensive Wettbewerb im Endkundenmarkt. Der Wärmeabsatz hingegen nahm trotz der milden Witterung dank gesteigerter Nachfrage der Industriekunden gegenüber dem Vorjahr zu.

Die Umsatzerlöse des Segments erhöhten sich trotz des geringeren Strom- und Gasabsatzes um 3,5 Mio. Euro bzw. 0,9 % auf 385,1 Mio. Euro. Zurückzuführen war dies hauptsächlich auf einen Anstieg der Erlöse aus der Vermarktung des in thermischen Kraftwerken erzeugten Stroms.

Der operative Aufwand zeigte sich um 5,3 Mio. Euro bzw. 1,4 % auf 361,9 Mio. Euro rückläufig, größtenteils hervorgerufen durch geringere Primärenergiebezugskosten für die Wärmeerzeugung und die Gasvermarktung.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter erhöhte sich um 8,3 Mio. Euro bzw. 13,7 % auf 68,8 Mio. Euro. Per Saldo konnte das EBITDA dadurch um 17,1 Mio. Euro bzw. 22,8 % auf 92,0 Mio. Euro gesteigert werden.

Unter Einbeziehung der um 0,5 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 13,0 Mio. Euro gestiegenen Abschreibungen ergab sich ein EBIT von 79,0 Mio. Euro. Es lag damit um 16,6 Mio. Euro bzw. 26,6 % über jenem des Vorjahres.

Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum –2,7 Mio. Euro nach –3,6 Mio. Euro im Vorjahr. Damit ergibt sich für die ersten drei

1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut in % 3. Quartal 3. Quartal +/–
in %
GWh
4.956 5.181 –225 –4,3 1.449 1.553 –6,7
4.824 4.937 –112 –2,3 696 702 –0,9
1.623 1.554 69 4,4 347 325 6,7
Mio. EUR
374,5 370,4 4,1 1,1 70,3 77,6 –9,4
10,6 11,2 –0,6 –5,3 4,4 3,9 11,8
385,1 381,6 3,5 0,9 74,7 81,5 –8,4
–361,9 –367,2 5,3 1,4 –85,0 –87,2 2,6
68,8 60,5 8,3 13,7 2,5 14,0 –81,7
92,0 74,9 17,1 22,8 –7,8 8,2
–13,0 –12,5 –0,5 –4,2 –4,3 –4,2 –3,9
79,0 62,4 16,6 26,6 –12,1 4,1
–2,7 –3,6 0,9 25,3 –1,0 –2,2 54,3
76,3 58,9 17,5 29,7 –13,1 1,9
550,1 473,6 76,5 16,2 550,1 473,6 16,2
449,2 368,8 80,4 21,8 449,2 368,8 21,8
9,4 6,5 2,9 44,5 2,9 2,2 31,6
2015/16 2014/15 +/– 2015/16 2014/15

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Quartale 2015/16 ein um 17,5 Mio. Euro bzw. 29,7 % auf 76,3 Mio. Euro erhöhtes Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Investitionsvolumen des Segments lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 mit 9,4 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro bzw. 44,5 % über dem Vorjahreswert. Es entfiel ausschließlich auf den Anlagen- und Netzausbau im Wärmebereich.

Netzinfrastruktur Inland

Neben dem Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland werden im Segment "Netzinfrastruktur Inland" auch Konzerndienstleistungen erbracht. Diese Leistungen, die vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten anfallen, werden als konzerninterne Umsätze abgebildet. Das Beteiligungsergebnis des Segments umfasst auch die Ausschüttungen des R-138-Fonds sowie der AGGM Austrian Gas Grid Management AG an die Netz Niederösterreich GmbH.

Highlights

  • Anstieg der Strom- und Gas-Netzabsatzmengen
  • Umsatzerlöse über Vorjahresniveau
  • Verbessertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
  • Investitionsfokus auf Versorgungssicherheit

Die österreichischen Strom- und Gas-Netztarife werden im Rahmen der Anreizregulierung jeweils mit Beginn des Kalenderjahres durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. In diesem Sinn wurden die Netznutzungsentgelte für Strom und Erdgas für Haushaltskunden per 1. Jänner 2016 um durchschnittlich jeweils 11,0 % erhöht. Per 1. Jänner 2015 waren der entsprechende Netztarif für Strom um 1,0 % und jener für Erdgas um 3,0 % gesenkt worden.

Zuwächse im Industriekundensegment führten in den ersten drei Quartalen 2015/16 zu einem Anstieg der Netzabsatzmengen für Strom um 1,3 % auf 6.230 GWh. Der Gas-Netzabsatz stieg aufgrund des häufigen Einsatzes der Gaskraftwerke der EVN zur Stabi-

Kennzahlen – 2015/16 2014/15 +/– 2015/16 2014/15 +/–
Netzinfrastruktur Inland 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut in % 3. Quartal 3. Quartal in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 6.230 6.152 77 1,3 1.902 1.891 0,6
Erdgas 13.991 12.855 1.136 8,8 2.754 2.493 10,5
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 345,5 331,1 14,4 4,3 91,8 89,1 3,0
Innenumsatz 36,4 34,9 1,5 4,2 11,4 11,5 –0,2
Gesamtumsatz 381,9 366,0 15,8 4,3 103,2 100,5 2,6
Operativer Aufwand –189,8 –195,7 5,9 3,0 –62,3 –62,4 0,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 192,1 170,3 21,8 12,8 40,9 38,1 7,2
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–82,0 –77,4 –4,6 –5,9 –27,2 –25,7 –5,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 110,1 92,9 17,2 18,5 13,7 12,4 10,4
Finanzergebnis –12,9 –13,0 0,1 0,8 –4,2 –4,3 0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 97,2 79,9 17,3 21,6 9,5 8,2 15,9
Gesamtvermögen 1.825,4 1.822,9 2,5 0,1 1.825,4 1.822,9 0,1
Gesamtschulden 1.291,3 1.303,2 –11,9 –0,9 1.291,3 1.303,2 –0,9
Investitionen1) 83,9 89,6 –5,7 –6,3 37,6 37,5 0,5

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

lisierung der österreichischen und süddeutschen Stromnetze um 8,8 % auf 13.991 GWh.

Die Umsatzerlöse nahmen angesichts dieser Preis- und Mengenentwicklung ebenfalls um 15,8 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 381,9 Mio. Euro zu. Der operative Aufwand hingegen reduzierte sich – insbesondere durch geringere Aufwendungen für Fremdleistungen, Netzverluste und das vorgelagerte Netz – um 5,9 Mio. Euro bzw. 3,0 % auf 189,8 Mio. Euro.

Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem Anstieg des EBITDA um 21,8 Mio. Euro bzw. 12,8 % auf 192,1 Mio. Euro. Auch das EBIT erhöhte sich um 17,2 Mio. Euro bzw. 18,5 % auf 110,1 Mio. Euro, obwohl die Abschreibungen einen investitionsbedingten Anstieg um 4,6 Mio. Euro bzw. 5,9 % auf 82,0 Mio. Euro zeigten.

Das Finanzergebnis blieb mit –12,9 Mio. Euro stabil (Vorjahr: –13,0 Mio. Euro). Insgesamt konnte das Segment Netzinfrastruktur Inland sein Ergebnis vor Ertragsteuern damit gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17,3 Mio. Euro bzw. 21,6 % auf 97,2 Mio. Euro steigern.

Das im Geschäftsjahr 2013/14 vorgestellte vierjährige Investitionsprogramm der EVN, das Investitionen von 1 Mrd. Euro in Niederösterreich vorsieht, wurde im Berichtszeitraum plangemäß im nunmehr dritten Jahr fortgesetzt. Rund 70 % des gesamten Investitionsvolumens sind für das Segment Netzinfrastruktur Inland vorgesehen und dienen angesichts der laufend steigenden Einspeisemengen aus dezentraler erneuerbarer Erzeugung insbesondere der Erweiterung bzw. dem Neubau von Anlagen im Netzbereich. Im Berichtszeitraum beliefen sich die Investitionen des Segments auf 83,9 Mio. Euro. Aufgrund der Verschiebung einzelner Bauvorhaben liegt dieser Wert um 5,7 Mio. Euro bzw. 6,3 % unter jenem des Vorjahres.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment "Energieversorgung Südosteuropa" werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien, die Stromerzeugung in Mazedonien, der Gasverkauf an Endkunden in Kroatien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst.

Kennzahlen –
Energieversorgung Südosteuropa
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
absolut +/–
in %
2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 365 414 –49 –11,9 119 126 –6,1
davon erneuerbare Energie 139 179 –40 –22,3 63 66 –3,6
davon Wärmekraftewerke 226 235 –9 –3,9 55 61 –8,9
Netzabsatz Strom1) 10.250 10.430 –179 –1,7 2.953 2.947 0,2
Wärmeverkauf an Endkunden 171 198 –27 –13,7 15 24 –36,7
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 735,7 799,8 –64,1 –8,0 202,1 218,6 –7,5
Innenumsatz 0,2 0,2 0,1 47,6 0,1 0,0 61,4
Gesamtumsatz 735,9 800,0 –64,0 –8,0 202,2 218,6 –7,5
Operativer Aufwand –649,4 –720,4 71,0 9,9 –172,5 –190,1 9,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
EBITDA 86,6 79,6 7,0 8,8 29,7 28,5 4,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–75,3 –46,0 –29,3 –63,6 –43,8 –15,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 11,3 33,6 –22,3 –66,4 –14,1 13,1
Finanzergebnis –17,7 –19,9 2,2 11,0 –5,8 –6,4 9,9
Ergebnis vor Ertragsteuern –6,4 13,7 –20,1 –19,8 6,7
Gesamtvermögen 1.268,8 1.279,4 –10,6 –0,8 1.268,8 1.279,4 –0,8
Gesamtschulden 1.109,8 1.138,9 –29,0 –2,5 1.109,8 1.138,9 –2,5
Investitionen2) 69,1 59,3 9,8 16,6 24,6 16,6 48,3

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden in etwa dem derzeitigen Netzabsatz

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Highlights

  • Wasserführung in Mazedonien über langjährigem Durchschnitt, aber unter Niveau des Vorjahres
  • Milder Winter in Bulgarien und Mazedonien dämpft Energienachfrage
  • Geringere Umsatzerlöse, Energiebeschaffungskosten und operative Aufwendungen
  • Zuwachs im EBITDA, Rückgang in EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Mit 1. Juli 2016 erhöhte die zuständige Regulierungskommission in Bulgarien die Strom-Endkundenpreise im Versorgungsgebiet der EVN um durchschnittlich 0,83 %. Für den Berichtszeitraum relevant war allerdings noch die zum 1. August 2015 erfolgte Preissenkung um 0,4 %. Nachdem der Regulator die Endkundenpreise für Wärme bereits im Vorjahr schrittweise um 7,0 % bzw. um weitere 0,7 % gesenkt hatte, verfügte er im laufenden Jahr eine neuerliche Senkung um 2,5 %. Das im Juni 2013 eingeleitete Schiedsgerichtsverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) verfolgt die EVN weiterhin aktiv.

In Mazedonien kam es mit Tarifentscheid vom 1. Juli 2016 zu einer Senkung der Strom-Endkundenpreise um durchschnittlich 0,25 %. Die Kostenelemente im Zusammenhang mit den geplanten nächsten Liberalisierungsstufen wurden dabei weiterhin nicht berücksichtigt.

In Kroatien werden bereits in allen drei Regionen (Zadar, Šibenik und Split), für die die EVN Croatia über Konzessionsverträge zur Errichtung und zum Betrieb von Gasverteilnetzen verfügt, Kunden versorgt. Derzeit liegen der Anschluss neuer Kunden durch Netzverdichtungsmaßnahmen sowie der weitere Ortsnetzausbau im Fokus.

Die Stromerzeugung der EVN in Südosteuropa verringerte sich in den ersten drei Quartalen 2015/16 um 49 GWh bzw. 11,9 % auf 365 GWh. Zwar lag das Wasserdargebot in Mazedonien auch in der Berichtsperiode deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, der Rekordwert des Vorjahres konnte jedoch nicht erreicht werden. Dies bedingte einen Rückgang der erneuerbaren Produktion um 40 GWh bzw. 22,3 % auf 139 GWh. In Bulgarien wiederum waren die Durchschnittstemperaturen nach dem milden Winter des Vorjahres nochmals deutlich höher. Dadurch reduzierten sich auch die Einsatzzeiten der Cogeneration-Anlage in Plovdiv, sodass die thermische Stromerzeugung um 9 GWh bzw. 3,9 % auf 226 GWh zurückging.

In Summe lag der Stromnetzabsatz mit 10.250 GWh um 179 GWh bzw. 1,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Wärmeverkauf an Endkunden in Bulgarien nahm ebenfalls um 27 GWh bzw. 13,7 % auf 171 GWh ab.

Die Umsatzerlöse des Segments verringerten sich vor diesem Hintergrund um 64,0 Mio. Euro bzw. 8,0 % auf 735,9 Mio. Euro. Neben den Tarifentscheiden des Jahres 2015 in Bulgarien und Mazedonien sowie den in beiden Ländern umgesetzten Liberalisierungsschritten wirkte sich zusätzlich der milde Winter in Bulgarien und Mazedonien dämpfend aus.

Gleichzeitig reduzierten sich jedoch auch die operativen Aufwendungen um 71,0 Mio. Euro bzw. 9,9 % auf 649,4 Mio. Euro. Abgesehen von einer preis- und absatzbedingten Abnahme der Energiebeschaffungskosten sorgte hier nicht zuletzt die weitere Reduktion der Netzverluste für einen Rückgang im Fremdenergiebezug. Positiv wirkten auch die kontinuierliche Verbesserung der Inkassoquote sowie kontinuierliche Optimierungen innerhalb der Organisation. In Summe verbesserte sich das EBITDA um 7,0 Mio. Euro bzw. 8,8 % auf 86,6 Mio. Euro.

Die Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen erhöhten sich um 29,3 Mio. Euro bzw. 63,6 % auf 75,3 Mio. Euro. Zusätzlich zu einer Steigerung der laufenden Abschreibungen um 3,2 Mio. Euro bzw. 7,0 % auf 49,2 Mio. Euro musste hier in Bulgarien – aufgrund der fortgesetzten nachteiligen Regelungen des Regulators im Wärmebereich – eine Wertminderung bei der TEZ Plovdiv in Höhe von 26,1 Mio. Euro vorgenommen werden. Damit lag das EBIT mit 11,3 Mio. Euro um 22,3 Mio. Euro bzw. 66,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 2,2 Mio. Euro bzw. 11,0 % auf –17,7 Mio. Euro. Dies lag zum einen an der planmäßigen Rückführung von Kreditfinanzierungen, zum anderen an einem weiteren Rückgang des Zinsniveaus. Insgesamt ergab sich daraus für die ersten neun Monate 2015/16 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von –6,4 Mio. Euro, das um 20,1 Mio. Euro unter jenem des Vorjahres blieb.

Die Investitionen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 9,8 Mio. Euro bzw. 16,6 % auf 69,1 Mio. Euro.

Umwelt

Das Segment "Umwelt" umfasst die Bereiche Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung im Inland, das internationale Projektgeschäft in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie den Betrieb von zwei Blockheizkraftwerken in Moskau.

Highlights

  • Inbetriebnahme einer Naturfilteranlage für die Trinkwasserversorgung im nördlichen Weinviertel
  • Auftrag zur Errichtung einer Kläranlage in Vodice, Kroatien
  • EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern wegen Entfall positiver Einmaleffekte aus dem Vorjahr rückläufig

Im Segment Umwelt legten die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen 2015/16 um 4,8 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 132,3 Mio. Euro zu. Dieser Anstieg resultierte aus einer positiven Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft sowie mengenbedingten Umsatzzuwächsen in der Wasserversorgung und der thermischen Abfallverwertung in Niederösterreich.

Die operativen Aufwendungen des Segments erhöhten sich um 13,6 Mio. Euro bzw. 13,6 % auf 113,6 Mio. Euro. Hauptgrund dafür war der im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchte und damit im operativen Aufwand enthaltene positive Einmaleffekt aus dem Verkauf der Anteile an der Objektgesellschaft für das Projekt Natriumhypochloritanlage in Moskau. Sein Entfall konnte durch geringere Materialaufwendungen in der Berichtsperiode, die sich auch durch den Entfall der im Vorjahr durchgeführten Wertberichtigung der Rauchgasreinigungsanlage aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau ergaben, nicht zur Gänze kompensiert werden.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich mit 9,5 Mio. Euro nahezu stabil (Vorjahr: 9,4 Mio. Euro). Per Saldo führten diese Entwicklungen zu einem EBITDA von 28,3 Mio. Euro; dies entspricht einem Rückgang von 8,7 Mio. Euro bzw. 23,5 %. Bei nahezu konstanten Abschreibungen von 19,3 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro) erwirtschaftete das Segment ein EBIT von 9,0 Mio. Euro, das um 8,1 Mio. Euro bzw. 47,5 % unter jenem der Vorjahresperiode lag.

Das Finanzergebnis verbesserte sich hingegen um 4,8 Mio. Euro bzw. 75,2 % auf –1,6 Mio. Euro. Dies war primär auf den Entfall der Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Auflösung des Sicherungsgeschäfts und der Bundesanlagengarantie für das Projekt Natriumhypochloritanlage in Moskau zurückzuführen. Per Saldo lag das Ergebnis vor Ertragsteuern in der Berichtsperiode bei 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,6 Mio. Euro).

Finanzkennzahlen – 2015/16 2014/15 +/– 2015/16 2014/15 +/–
Umwelt Mio. EUR 1.–3. Quartal 1.–3. Quartal absolut in % 3. Quartal 3. Quartal in %
Außenumsatz 118,9 113,0 5,9 5,2 39,9 39,0 2,5
Innenumsatz 13,4 14,5 –1,1 –7,8 4,4 4,9 –9,1
Gesamtumsatz 132,3 127,6 4,8 3,8 44,3 43,8 1,2
Operativer Aufwand –113,6 –100,0 –13,6 –13,6 –41,4 –34,7 –19,3
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter 9,5 9,4 0,1 1,2 3,2 3,4 –6,2
EBITDA 28,3 36,9 –8,7 –23,5 6,1 12,5 –50,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen –19,3 –19,9 0,6 2,9 –6,5 –6,7 3,1
Operatives Ergebnis (EBIT) 9,0 17,1 –8,1 –47,5 –0,3 5,8
Finanzergebnis –1,6 –6,4 4,8 75,2 0,1 1,4 –91,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,4 10,6 –3,3 –30,7 –0,2 7,3
Gesamtvermögen 910,6 957,5 –46,9 –4,9 910,6 957,5 –4,9
Gesamtschulden 723,5 765,8 –42,3 –5,5 723,5 765,8 –5,5
Investitionen1) 6,6 6,8 –0,3 –4,1 3,3 2,0 64,8

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Auch in den ersten drei Quartalen 2015/16 hat die EVN im Segment Umwelt ihren Investitionsschwerpunkt zur Stärkung der Versorgungssicherheit mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in Niederösterreich fortgesetzt. Im Mai 2016 erfolgte in Zwentendorf an der Zaya plangemäß die schrittweise Inbetriebnahme der auf dem dortigen Brunnenfeld neu errichteten Naturfilteranlage, aus der künftig rund 30.000 Einwohner im nördlichen Weinviertel mit Trinkwasser versorgt werden, das ohne den Zusatz von Chemikalien enthärtet wird. Zudem wurde die Leistungsfähigkeit der Pumpwerke für das überregionale Trinkwasserleitungsnetz im Waldviertel um rund 25 % gesteigert. Auf diese Weise können künftig Verbrauchsspitzen insbesondere während der Sommermonate noch besser ausgeglichen werden. Auch ihren Tätigkeitsradius im Wassergeschäft konnte die EVN zuletzt erweitern: Im Juni 2016 beschloss der Gemeinderat der Marktgemeinde Schwadorf (Bezirk Wien-Umgebung), die Ortsnetzbetreuung der Trinkwasserversorgung für ihre rund 2.000 Einwohner per 1. Oktober 2016 an die EVN zu übertragen.

Im internationalen Projektgeschäft erhielt die EVN im Juni 2016 den Zuschlag für den Bau einer neuen Kläranlage in Vodice an der kroatischen Adriaküste. Das Projekt mit einem Auftragswert von rund 6,0 Mio. Euro ist auf eine Kapazität von rund 20.000 Einwohnern ausgerichtet und wird einen maßgeblichen Beitrag zur Verbesserung der Meerwasserqualität für die dalmatinische Tourismusgemeinde leisten. Das Vorhaben in Vodice wird von der EVN als Generalunternehmer umgesetzt. Die Finanzierung wird vom Auftraggeber bereitgestellt und durch den EU-Kohäsionsfonds unterstützt. In Summe arbeitete die EVN im internationalen Projektgeschäft zum Stichtag 30. Juni 2016 an der Umsetzung von acht Projekten in Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Tschechien und Zypern.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Im Segment "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" sind im Wesentlichen die Beteiligungen der EVN an der Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft (RAG), der Energie Burgenland (gehalten über die Burgenland Holding AG) und der Verbund AG abgebildet. Zudem werden in diesem Segment zentrale Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts, die hauptsächlich interne Konzerndienstleistungen erbringen, erfasst.

Highlights

  • Geringerer Ergebnisbeitrag der RAG
  • Stabiler Ergebnisbeitrag der Energie Burgenland
  • Geringeres EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern

Die Umsatzerlöse dieses Segments entwickelten sich in den ersten drei Quartalen 2015/16 mit 49,4 Mio. Euro stabil (Vorjahr: 48,5 Mio. Euro), während sich der operative Aufwand um 3,2 Mio. Euro bzw. 5,7 % auf 53,5 Mio. Euro reduzierte.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter ging angesichts geringerer Ergebnisbeiträge der RAG um 16,6 Mio. Euro bzw. 27,4 % auf 44,0 Mio. Euro zurück. Der ebenfalls in dieser Position enthaltene Ergebnisanteil der Energie Burgenland entwickelte sich hingegen im Berichtszeitraum stabil. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem EBITDA in Höhe von 40,0 Mio. Euro (Vorjahr: 52,4 Mio. Euro) und einem EBIT von 38,8 Mio. Euro (Vorjahr: 50,0 Mio. Euro).

Finanzkennzahlen – Strategische
Beteiligungen und Sonstiges
Mio. EUR 2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
absolut +/–
in %
2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
+/–
in %
Außenumsatz 6,7 6,0 0,7 11,5 4,8 1,7
Innenumsatz 42,7 42,5 0,3 0,7 12,1 14,8 –18,0
Gesamtumsatz 49,4 48,5 1,0 2,0 17,0 16,5 2,6
Operativer Aufwand –53,5 –56,7 3,2 5,7 –19,6 –17,9 –9,5
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
44,0 60,7 –16,6 –27,4 13,8 8,8 56,8
EBITDA 40,0 52,4 –12,4 –23,7 11,2 7,4 50,1
Abschreibungen inkl. Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
–1,2 –2,3 1,1 49,0 –0,4 –0,4 –12,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 38,8 50,0 –11,3 –22,5 10,8 7,1 52,0
Finanzergebnis 24,0 32,5 –8,5 –26,1 14,5 –1,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 62,8 82,5 –19,7 –23,9 25,3 5,3
Gesamtvermögen 2.702,7 2.654,9 47,8 1,8 2.702,7 2.654,9 1,8
Gesamtschulden 1.189,8 1.124,7 65,1 5,8 1.189,8 1.124,7 5,8
Investitionen1) 0,9 1,5 –0,6 –39,1 0,5 0,7 –26,2

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Finanzergebnis des Segments verzeichnete einen Rückgang um 8,5 Mio. Euro bzw. 26,1 % auf 24,0 Mio. Euro, dem zwei gegenläufige Entwicklungen zugrunde lagen: Während das Beteiligungsergebnis aus der Dividende der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2015 durch die höhere Gewinnausschüttung von 0,35 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,29 Euro je Aktie) anstieg, wurde das Finanzergebnis durch einen negativen Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH belastet, der auf einer Wertminderung der von ihr gehaltenen Aktien der Verbund AG beruhte. Diese musste angesichts der anhaltend negativen Abweichung des laufenden Aktienkurses von den bilanziellen Anschaffungskosten vorgenommen werden.

Per Saldo erzielte das Segment ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 62,8 Mio. Euro (Vorjahr: 82,5 Mio. Euro).

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
+/–
in %
2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
+/–
in %
2014/15
Umsatzerlöse 1.616,6 1.664,1 –2,9 419,8 439,4 –4,5 2.135,8
Sonstige betriebliche Erträge 68,8 90,3 –23,9 26,4 23,8 11,0 108,4
Fremdstrombezug und Energieträger –765,3 –841,2 9,0 –184,1 –203,0 9,3 –1.066,5
Fremdleistungen und
sonstiger Materialaufwand
–177,0 –186,3 5,0 –65,6 –59,7 –9,9 –254,0
Personalaufwand –234,0 –241,0 2,9 –79,1 –81,9 3,4 –313,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –102,8 –120,6 14,7 –34,8 –32,1 –8,3 –168,1
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
119,2 131,9 –9,6 20,5 26,7 –23,4 141,1
EBITDA 525,4 497,2 5,7 103,1 113,2 –9,0 583,2
Abschreibungen –199,3 –191,7 –4,0 –67,6 –64,2 –5,4 –260,3
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –26,8 –19,0 –41,1 –26,8 –54,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 299,3 286,5 4,5 8,6 49,0 –82,4 268,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit finanziellem Charakter
–8,6 0,6 –3,6 –0,1 0,4
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 17,5 11,9 46,4 17,3 –1,5 11,6
Zinserträge 13,1 17,6 –25,4 4,5 6,1 –27,2 21,7
Zinsaufwendungen –57,1 –71,7 20,3 –18,3 –20,0 8,5 –91,1
Sonstiges Finanzergebnis –4,3 0,4 0,2 –3,6 –2,9
Finanzergebnis –39,5 –41,2 4,2 0,1 –19,1 –60,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 259,8 245,4 5,9 8,7 29,9 –70,9 207,9
Ertragsteuern –40,2 –29,3 –37,2 7,5 –2,5 –17,3
Ergebnis nach Ertragsteuern 219,7 216,1 1,7 16,2 27,4 –40,9 190,7
davon Ergbnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis)
198,8 187,1 6,3 9,0 21,7 –58,7 148,1
davon Ergebnisanteil
nicht beherrschender Anteile
20,9 29,0 –28,0 7,2 5,7 27,2 42,6
Ergebnis je Aktie in EUR1) 1,12 1,05 6,4 0,05 0,12 –58,7 0,83

1) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
+/–
in %
2015/16
3. Quartal
2014/15
3. Quartal
+/–
in %
2014/15
Ergebnis nach Ertragsteuern 219,7 216,1 1,7 16,2 27,4 –40,9 190,7
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in
die Konzern-Gewinn-und-Verlust
Rechnung umgegliedert werden
–20,5 –25,8 20,6 –14,3 9,2 1,6
Neubewertung IAS 19 –31,0 –16,8 –84,3 –17,7 13,8 21,2
At Equity einbezogene Unternehmen 2,4 –13,1 –1,1 –1,2 10,8 –13,9
darauf entfallende Ertragsteuern 8,1 4,2 94,1 4,5 –3,4 –5,6
Posten, die in künftigen Perioden
gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung umgegliedert werden
41,7 –92,6 68,1 –77,4 –139,4
Währungsdifferenzen –1,0 –7,4 86,8 1,1 0,3 –10,7
Available-for-Sale-Finanzinstrumente 33,7 –116,5 59,4 –101,9 –163,5
Cash Flow Hedges 1,8 9,1 –80,1 3,0 9,4 –68,4 5,4
At Equity einbezogene Unternehmen 18,6 –4,4 25,0 –7,6 –12,9
darauf entfallende Ertragsteuern –11,4 26,5 –20,3 22,4 42,2
Summe sonstiges Ergebnis
nach Ertragsteuern
21,2 –118,4 53,9 –68,2 –137,9
Gesamtergebnis der Periode 240,9 97,7 70,0 –40,8 52,9
davon Ergebnisanteil der
Aktionäre der EVN AG
220,0 74,0 62,8 –41,2 15,4
davon Ergebnisanteil
nicht beherrschender Anteile
20,9 23,7 –12,0 7,2 0,4 37,5

Konzern-Bilanz

+/–
Mio. EUR 30.06.2016 30.09.2015 absolut in %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 228,1 220,2 7,8 3,6
Sachanlagen 3.492,5 3.516,3 –23,8 –0,7
At Equity einbezogene Unternehmen 943,6 898,1 45,5 5,1
Sonstige Beteiligungen 532,0 499,7 32,4 6,5
Aktive latente Steuern 87,2 86,4 0,8 0,9
Übrige Vermögenswerte 309,0 308,4 0,5 0,2
5.592,4 5.529,2 63,3 1,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 118,3 132,5 –14,2 –10,7
Forderungen 472,4 503,2 –30,9 –6,1
Wertpapiere 85,7 81,3 4,4 5,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 280,9 255,1 25,8 10,1
957,2 972,0 –14,8 –1,5
Summe Aktiva 6.549,6 6.501,2 48,4 0,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 330,0 330,0
Kapitalrücklagen 253,0 253,0
Gewinnrücklagen 1.992,3 1.868,2 124,1 6,6
Bewertungsrücklage –47,7 –69,9 22,2 31,8
Währungsumrechnungsrücklage –24,9 –24,0 –1,0 –4,1
Eigene Aktien –23,6 –22,5 –1,1 –4,9
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 2.479,0 2.334,8 144,2 6,2
Nicht beherrschende Anteile 254,3 255,4 –1,1 –0,4
2.733,3 2.590,1 143,1 5,5
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.340,5 1.535,7 –195,2 –12,7
Latente Steuerverbindlichkeiten 32,8 31,2 1,6 5,1
Langfristige Rückstellungen 498,6 461,1 37,5 8,1
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 558,8 507,4 51,4 10,1
Übrige langfristige Schulden 69,7 75,6 –5,9 –7,8
2.500,4 2.611,0 –110,6 –4,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 247,5 140,1 107,4 76,7
Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern 96,5 63,6 32,8 51,6
Lieferantenverbindlichkeiten 411,1 472,3 –61,2 –13,0
Kurzfristige Rückstellungen 108,5 146,1 –37,6 –25,8
Übrige kurzfristige Schulden 452,4 477,9 –25,5 –5,3
1.316,0 1.300,0 15,9 1,2
6.549,6 6.501,2 48,4 0,7
Summe Passiva

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Nicht beherrschende
Mio. EUR Aktionäre der EVN AG Anteile Summe
Stand 30.09.2014 2.395,2 237,5 2.632,7
Gesamtergebnis der Periode 74,0 23,7 97,7
Dividende 2013/14 –74,7 –19,6 –94,4
Veränderung eigene Anteile –0,8 –0,8
Stand 30.06.2015 2.393,7 241,6 2.635,3
Stand 30.09.2015 2.334,8 255,4 2.590,1
Gesamtergebnis der Periode 220,0 20,9 240,9
Kapitalherabsetzung –2,2 –2,2
Dividende 2014/15 –74,7 –19,7 –94,4
Veränderung eigene Anteile –1,1 –1,1
Stand 30.06.2016 2.479,0 254,3 2.733,3

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2014/15
1.–3. Quartal
+/–
absolut
in % 2014/15
Ergebnis vor Ertragsteuern 259,8 245,4 14,5 5,9 207,9
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
226,1 210,7 15,4 7,3 315,0

Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
–128,1 –144,4 16,3 11,3 –153,1
+
Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen
129,6 116,9 12,7 10,8 120,7
+
Zinsaufwendungen
57,1 71,7 –14,6 –20,3 91,1

Zinsauszahlungen
–58,0 –69,4 11,4 16,4 –76,6

Zinserträge
–13,1 –17,6 4,5 25,4 –21,7
+
Zinseinzahlungen
11,0 16,8 –5,8 –34,3 20,3
–/+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 1,1 –3,1 4,2 2,2

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–31,7 –28,4 –3,4 –11,8 –38,7
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen –6,8 –11,3 4,4 39,2 –30,1
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 2,9 0,3 2,6 0,9
Cash Flow aus dem Ergebnis 450,0 387,6 62,3 16,1 438,1

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit
–56,6 –80,5 23,9 29,7 35,6

Zahlungen für Ertragsteuern
4,3 9,0 –4,7 –52,4 4,6
Cash Flow aus dem operativen Bereich 397,7 316,1 81,6 25,8 478,3

Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
–145,3 –143,5 –1,8 –1,3 –242,5

Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten
–11,7 229,3 –241,0 250,3

Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen
–4,4 –40,5 36,1 89,1 –80,5
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –161,4 45,4 –206,8 –72,7

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–74,7 –74,7 0,1 0,1 –74,7

Gewinnausschüttung an nicht beherrschende Anteile
–19,7 –19,6 –0,1 –0,5 –19,6
+/– Veränderung Nennkapital und sonstige Kapitalveränderungen –3,3 –0,8 –2,6 –1,1
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –117,4 –245,4 128,0 52,1 –261,9
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –215,2 –340,6 125,4 36,8 –357,3
Cash Flow gesamt 21,1 20,9 0,2 0,8 48,3
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode1) 244,9 197,2 47,7 24,2 197,2
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode1) 265,9 218,1 47,8 21,9 244,9

1) Durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten ergibt sich der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente laut Konzern-Bilanz.

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2014/15 (Bilanzstichtag: 30. September 2015) gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 30. September 2015 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind ab dem Geschäftsjahr 2015/16 verpflichtend anzuwenden:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer – Leistungs
orientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
01.02.2015
Diverse Annual Improvements 2010 –2012 01.02.2015
Diverse Annual Improvements 2011– 2013 01.01.2015

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die geänderten Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2014/15 vorzeitig angewendet und hatten keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10. Dementsprechend sind zum 30. Juni 2016 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 30 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2015: 31 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen). Zum 30. Juni 2016 wurden 32 Tochterunternehmen (30. September 2015: 36) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Anteilig (Joint
Operation)
Equity Summe
30.09.2014 69 1 19 89
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2
30.09.2015 68 1 19 88
Erstkonsolidierungen 1 1
Entkonsolidierungen –2 –2 –4
30.06.2016 67 1 17 85
davon ausländische
Unternehmen
37 1 6 44

Die in den Konzernabschluss der EVN AG bisher aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene Nevawasser Projektgesellschaft mbH, Essen, Deutschland, wurde im dritten Quartal 2015/16 aus der WTE Wassertechnik GmbH, Essen, Deutschland, in die WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH, Essen, Deutschland, abgespaltet und gleichzeitig in WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH, Essen, Deutschland, umbenannt. Die WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH hält weiterhin 100 % der Anteile an der OOO Nordwasserwerk, Moskau, Russland. Im dritten Quartal 2015/16 wurde die WTE Abwicklungsgesellschaft Russland mbH, Essen, Deutschland, erstmals vollkonsolidiert.

Die bisher vollkonsolidierte Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien, wurde mit 8. März 2016 mit der EVN Kavarna EOOD, Plovdiv, Bulgarien, verschmolzen und somit im zweiten Quartal 2015/16 entkonsolidiert.

Die bisher vollkonsolidierte EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 4. Mai 2016 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.

Der operative Betrieb der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H, Wien, wurde zum 1. Oktober 2015 an die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH (EAA) veräußert. Anschließend wurde die Gesellschaft mit Verschmelzungsvertrag vom 3. Dezember 2015 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H, Wien, verschmolzen und entkonsolidiert.

Die bisher at Equity in den Konzernabschluss einbezogene EconGas GmbH, Wien, wurde am 20. Mai 2016 an die OMV Gas & Power GmbH verkauft und somit im dritten Quartal 2015/16 entkonsolidiert.

Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene Anlagenbetriebsgesellschaft Waidhofen/ Ybbs GmbH, Maria Enzersdorf, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 11. November 2015 rückwirkend auf den 30. September 2015 mit der EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, verschmolzen.

Die in den Konzernabschluss der EVN aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene WTE Projektmanagement GmbH, Essen, Deutschland, wurde nach erfolgter Liquidation am 15. April 2016 im Firmenbuch gelöscht.

Die in den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene ALBNOR Company DOO, Tetovo, Mazedonien, wurde im dritten Quartal 2015/16 verkauft.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

In Bulgarien musste aufgrund der anhaltenden nachteiligen Regelungen des Regulators im Wärmebereich bei der TEZ Plovdiv eine Wertminderung in Höhe von 26,1 Mio. Euro vorgenommen werden. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 56,6 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 7,6 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell umfasst einen Planungszeitraum bis 2026 und mündet dann in eine ewige Rente.

Das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des Ergebnis
anteils der at Equity einbezogenen
Unternehmen operativ
Mio. EUR
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
EVN KG 62,0 54,6
RAG 32,8 49,9
Energie Burgenland 11,2 10,8
ZOV; ZOV UIP 9,6 9,4
Shkodra –3,1 0,0*)
Verbund Innkraftwerke –0,3 0,0*)
Andere Gesellschaften 7,1 7,2
Summe Ergebnis der at Equity
einbezogenen Unternehmen operativ
119,2 131,9

*) Kleinbetrag

Im Ergebnis der at Equity einbezogenen Beteiligung Shkodra ist im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Ashta eine Wertminderung des Beteiligungsansatzes in Höhe von 4,1 Mio. Euro enthalten. Eine im Oktober 2015 erfolgte Kapitalerhöhung gab Anlass für die Überprüfung der Werthaltigkeit des Beteiligungsansatzes. Der erzielbare Betrag für den EVN Anteil an Shkodra wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 2,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 8,16 % für die regulierte Phase und von 10,29 % nach Steuern für die Phase der freien Vermarktung verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell umfasst einen Planungszeitraum bis 2043; im Anschluss wird das Kraftwerk dem Eigentum des Staates Albanien zugeführt.

Das Beteiligungsergebnis, welches das Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen mit finanziellem Charakter sowie das Ergebnis aus anderen Beteiligungen enthält, entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
WEEV Beteiligungs GmbH –8,6 0,6
Andere Gesellschaften 0,0*) 0,0*)
Ergebnis der at Equity einbezogenen
Unternehmen finanziell
–8,6 0,6
Verbund AG 14,0 11,6
Andere Gesellschaften 3,5 0,3
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 17,5 11,9
Summe Beteiligungsergebnis 8,9 12,5

*) Kleinbetrag

Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH ist auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden vom Zeitpunkt der letztmaligen Wertminderung zum 30. Juni 2013, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Fall eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung, die zu dem ausgewiesenen negativen Ergebnisbeitrag führte. Zum 30. Juni 2016 kam es zu einer Erholung des Verbund-Aktienkurses, wodurch eine erfolgsneutrale Wertänderung vorgenommen wurde.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 30. Juni 2016 im Umlauf befindlichen Aktien von 177.751.783 Stück (Vorjahr: 177.916.067 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 198,8 Mio. Euro (Vorjahr: 187,1 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 30. Juni 2016 ein Ergebnis je Aktie von 1,12 Euro (Vorjahr: 1,05 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangangaben zur Konzern-Bilanz

In den ersten drei Quartalen 2015/16 hat die EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 193,7 Mio. Euro (Vorjahr: 198,4 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsverlust von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen erhöhte sich um 45,5 Mio. Euro bzw. 5,1 % auf 943,6 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultierte vorwiegend aus den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von 110,6 Mio. Euro sowie aus erfolgsneutralen Wertänderungen in Höhe von 21,0 Mio. Euro. Dieser Erhöhung standen Reduktionen durch die Ausschüttungen der at Equity einbezogenen Gesellschaften gegenüber. Diese betrugen insgesamt 112,0 Mio. Euro.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 532,0 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 509,8 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 33,7 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
2015/16
Stück 1.–3. Quartal
Stand 30.09.2015 177.820.083
Erwerb eigener Aktien –110.800
Stand 30.06.2016 177.709.283

Von der 87. Hauptversammlung wurde die vorzeitige Beendigung des am 16. Jänner 2014 begonnenen Aktienrückkaufprogramms beschlossen und dem Vorstand die Ermächtigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN während einer Geltungsdauer von 30 Monaten erteilt. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und den Rückkauf von bis zu 1.000.000 Stück Aktien bis 31. Oktober 2016 beschlossen. Dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals. Im Rahmen des neuen Aktienrückkaufprogramms wurden zwischen 28. Jänner und 30. Juni 2016 90.000 Aktien über die Wiener Börse erworben; dies entspricht 0,05 % des Grundkapitals.

Zum Stichtag 30. Juni 2016 wurden 2.169.119 Stück eigene Aktien (das sind 1,2 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 23,6 Mio. Euro und einem Kurswert von 21,4 Mio. Euro (30. September 2015: 20,3 Mio. Euro) gehalten. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die 87. Hauptversammlung der EVN hat am 21. Jänner 2016 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2014/15 eine Dividende von 0,42 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 74,7 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 27. Jänner 2016, Dividendenzahltag war der 29. Jänner 2016.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung langfristiger Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR 30.06.2016 30.09.2015 Anleihen 550,3 679,4 Bankdarlehen 790,2 856,2 Summe langfristiger

Finanzverbindlichkeiten 1.340,5 1.535,7

Die Reduktion der Anleihen um 129,1 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung einer Anleihe zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos.

In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Erzeugung Energiehandel und
-vertrieb
Netzinfrastruktur
Inland
Energieversorgung
Südosteuropa
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
Außenumsatz 35,3 43,8 374,5 370,4 345,5 331,1 735,7 799,8
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
135,8 127,5 10,6 11,2 36,4 34,9 0,2 0,2
Gesamtumsatz 171,1 171,2 385,1 381,6 381,9 366,0 735,9 800,0
Operativer Aufwand –79,6 –87,7 –361,9 –367,2 –189,8 –195,7 –649,4 –720,4
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
–3,2 1,3 68,8 60,5
EBITDA 88,4 84,9 92,0 74,9 192,1 170,3 86,6 79,6
Abschreibungen –41,7 –58,0 –13,0 –12,5 –82,0 –77,4 –75,3 –46,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 46,7 27,0 79,0 62,4 110,1 92,9 11,3 33,6
Finanzergebnis –15,2 –18,3 –2,7 –3,6 –12,9 –13,0 –17,7 –19,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 31,5 8,6 76,3 58,9 97,2 79,9 –6,4 13,7
Gesamtvermögen 1.146,7 1.195,6 550,1 473,6 1.825,4 1.822,9 1.268,8 1.279,4
Investitionen1) 26,6 41,1 9,4 6,5 83,9 89,6 69,1 59,3
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung Summe
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
Außenumsatz 118,9 113,0 6,7 6,0 1.616,6 1.664,1
Innenumsatz
(zwischen Segmenten)
13,4 14,5 42,7 42,5 –239,2 –230,7
Gesamtumsatz 132,3 127,6 49,4 48,5 –239,2 –230,8 1.616,6 1.664,1
Operativer Aufwand –113,6 –100,0 –53,5 –56,7 237,4 229,0 –1.210,4 –1.298,8
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
operativ
9,5 9,4 44,0 60,7 119,2 131,9
EBITDA 28,3 36,9 40,0 52,4 –1,8 –1,8 525,4 497,2
Abschreibungen –19,3 –19,9 –1,2 –2,3 6,3 5,4 –226,1 –210,7
Operatives Ergebnis (EBIT) 9,0 17,1 38,8 50,0 4,5 3,6 299,3 286,5
Finanzergebnis –1,6 –6,4 24,0 32,5 –13,4 –12,5 –39,5 –41,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,4 10,6 62,8 82,5 –8,9 –8,9 259,8 245,4
Gesamtvermögen 910,6 957,5 2.702,7 2.654,9 –1.854,7 –1.862,8 6.549,6 6.521,1
Investitionen1) 6,6 6,8 0,9 1,5 –2,9 –6,5 193,7 198,4

1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, die aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente Erzeugung sowie Energiehandel und -vertrieb und der Konzernebene im Hinblick auf den Einbezug der Steag-EVN Walsum als Joint Operation resultieren. Während im Segment Erzeugung das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus dem Einbezug der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment Energiehandel und -vertrieb hinsichtlich Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Walsum vor.

Ausgewählte Angaben zu Finanzinstrumenten

Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten

Mio. EUR
Bewertungs Fair-Value
Hierarchie
(gem.
30.06.2016 30.09.2015
Klassen kategorie IFRS 13) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte 12,5 13,8
Andere Beteiligungen AFS 9,8 9,8
Andere Beteiligungen AFS Stufe 1 509,8 509,8 476,1 476,1
Übrige langfristige Vermögenswerte 532,0 499,7
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 86,7 86,7 73,3 73,3
Ausleihungen LAR Stufe 2 33,2 41,4 33,1 40,4
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR Stufe 2 111,3 126,1 128,1 146,1
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 24,9 24,9 5,7 5,7
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte LAR 38,4 38,4 53,8 53,8
Nicht finanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) 14,4 14,4
309,0 308,4
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 443,3 443,3 472,6 472,6
Forderungen aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 8,4 8,4 7,3 7,3
Nicht finanzielle Vermögenswerte 20,7 23,4
472,4 503,2
Wertpapiere AFS Stufe 1 85,7 85,7 81,3 81,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 280,9 280,9 255,1 255,1
Langfristige Schulden 280,9 255,1
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC Stufe 2 550,3 662,5 679,4 805,3
Bankdarlehen FLAC Stufe 2 790,2 858,6 856,2 916,7
1.340,5 1.535,7
Übrige langfristige Schulden
Pachtverbindlichkeiten FLAC Stufe 2 14,2 15,2 16,0 16,4
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 1,6 1,6 2,0 2,0
Sonstige übrige Schulden FLAC 7,2 7,2 8,9 8,9
Hedging,
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 46,6 46,6 48,7 48,7
Kurzfristige Schulden 69,7 75,6
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 247,5 247,5 140,1 140,1
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 411,1 411,1 472,3 472,3
Übrige kurzfristige Schulden
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 320,4 320,4 327,7 327,7
Hedging,
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften @FVTPL Stufe 2 17,6 17,6 17,7 17,7
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 114,4 132,5
452,4 477,9
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 605,3 567,2
Kredite und Forderungen LAR 907,1 942,6
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL 120,0 86,3
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC 2.342,6 2.502,7

Aus der vorstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.

Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Der Bewertung werden diese Preise ohne Modifikationen zugrunde gelegt.

Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, die an die spezifischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einfließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forwardpreiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.

Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.

Klassifizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Am 20. Mai 2016 wurde die EconGas GmbH an die OMV Gas & Power GmbH verkauft. Damit kommt es aufgrund der langfristigen Bezugsverträge über Erdgas zu einer Reduktion der Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die am 30. September 2015 dotierte Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen gegenüber der EconGas GmbH wurde schlagend.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
Umsätze 232,0 219,5
Aufwendungen für bezogene Leistungen 91,2 115,6
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
63,8 34,6
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
17,3 19,4

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2015 um 5,3 Mio. Euro auf 374,1 Mio. Euro. Diese Veränderung resultierte überwiegend aus einem Rückgang der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken sowie einem Rückgang der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Projekten im Umweltbereich. Dieser Reduktion stand eine Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der EAA abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. Juni 2016 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 77,0 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 283,5 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 30. Juni 2016 und dem Redaktionsschluss des Konzern-Zwischenabschlusses am 17. August 2016 traten folgende Ereignisse auf:

Am 4. August 2016 wurden insgesamt 133.050 Stückaktien, das entspricht 0,07 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit wurde die am 13. Mai 2016 angekündigte Ausgabe eigener Stückaktien an Arbeitnehmer abgeschlossen und beendet.

Die EVN Aktie

Marktumfeld und Performance

Die internationalen Aktienmärkte entwickelten sich im Berichtszeitraum uneinheitlich und waren aufgrund des Referendums über den Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union besonders gegen Ende Juni von hoher Volatilität geprägt. Während der amerikanische Leitindex Dow Jones von Oktober 2015 bis Juni 2016 um 10,1 % zulegte, konnte der deutsche Leitindex DAX lediglich einen Anstieg von 0,2 % verzeichnen. Im Gegensatz dazu verlor der Wiener Leitindex ATX im selben Zeitraum 6,0 % seines Werts. Der für die EVN relevante Branchenindex DJ Euro Stoxx Utilities verzeichnete hingegen einen Anstieg um 3,2 %, den die EVN Aktie mit einem Plus von 4,1 % sogar noch übertraf. Das durchschnittliche tägliche Umsatzvolumen lag bei 28.775 Stück (Einmalzählung). Daraus ergibt sich ein Umsatzvolumen an der Wiener Börse von 53,47 Mio. Euro (Einmalzählung), das einem Anteil von 0,25 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse entspricht.

Aktienrückkaufprogramm

Die 87. Hauptversammlung beendete am 21. Jänner 2016 das seit 16. Jänner 2014 laufende Aktienrückkaufprogramm vorzeitig und beschloss ein neues Aktienrückkaufprogramm, indem sie den Vorstand ermächtigte, während einer Geltungsdauer von 30 Monaten auf Inhaber lautende eigene Stückaktien zum Zweck (i) der Ausgabe an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie (ii) gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG (zweckfreier Erwerb) im Ausmaß von insgesamt höchstens 10 % des Grundkapitals der EVN zu erwerben. Auf Basis dieser Ermächtigung beschloss der Vorstand am 21. Jänner 2016 den Rückkauf von bis zu 1.000.000 Stück eigenen Aktien; dies entspricht bis zu 0,556 % des Grundkapitals. Im Rahmen dieses neuen Aktienrückkaufprogramms wurden zwischen 28. Jänner und 30. Juni 2016 90.000 Aktien erworben; dies entspricht 0,05 % des Grundkapitals. Einschließlich der bereits in früheren Jahren rückgekauften Aktien besitzt die EVN per 30. Juni 2016 2.169.119 eigene Aktien, die einem Anteil von rund 1,2 % am Grundkapital entsprechen.

Mittelverwendungsstrategie und Dividende

Die EVN strebt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen ihren Investitionsprojekten und einer attraktiven Vergütung für ihre Aktionäre an. Langfristig wird in diesem Sinn eine Ausschüttungsquote von rund 40 % des Konzernergebnisses angestrebt. Für das Geschäftsjahr 2014/15 wurde in der 87. Hauptversammlung am 21. Jänner 2016 die Zahlung einer Dividende von 74,7 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro je dividendenberechtige Aktie an die Aktionäre der EVN AG beschlossen. Ex-Dividendentag war der 27. Jänner 2016, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29. Jänner 2016.

Aktionärsstruktur

Die EVN ist eine börsenotierte Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht. Ihre Aktien werden im Segment Prime Market der Wiener Börse gehandelt. Aufgrund bundes- und landesverfassungsrechtlicher Bestimmungen ist das Land Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, mit 51,0 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Zweitgrößter

EVN Aktie – Performance 2015/16
1.–3. Quartal
2014/15
1.–3. Quartal
Kurs per Ultimo Juni EUR 10,26 9,82
Höchstkurs EUR 10,52 10,56
Tiefstkurs EUR 9,65 9,50
Aktienumsatz1) Mio. EUR 53,47 63,99
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 28.775 34.672
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,25 0,31
Börsekapitalisierung per Ultimo Juni Mio. EUR 1.846 1.766
ATX-Gewichtung per Ultimo Juni % 1,01 0,87
WBI-(Wiener Börse Index)-Gewichtung per Ultimo Juni % 2,37 2,05

1) Wiener Börse, Einmalzählung

Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe (EnBW Trust). Er hält EVN Aktien im Ausmaß von 32,2 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956 (EnBW). Der Anteil der von der EVN gehaltenen eigenen Aktien betrug zum 30. Juni 2016 wie erwähnt 1,2 %; der Streubesitz belief sich somit auf 15,6 %.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Mag. Alexander Sipek, MBA Telefon: +43 2236 200-12360

Mag. Matthias Neumüller Telefon: +43 2236 200-12128

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2016-Q3

Informationen im Internet

www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Jahresergebnis 2015/16 13.12.2016
88. ordentliche Hauptversammlung 19.01.2017
Ex-Dividendentag 25.01.2017
Record-Date Dividende 26.01.2017
Dividendenzahltag 27.01.2017
Ergebnis 1. Quartal 2016/17 28.02.2017
Ergebnis 1. Halbjahr 2016/17 24.05.2017
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2016/17 24.08.2017
Jahresergebnis 2016/17 14.12.2017

1) Vorläufig

EVN Aktie – Basisinformationen1)
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Nachhaltigkeitsindizes VÖNIX, FTSE4Good, Ethibel, ECPI
Ratings A3, stabil (Moody's); BBB+, stabil (Standard & Poor's)

1) Per 30. Juni 2016

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, 2344 Maria Enzersdorf, Österreich Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 17. August 2016