AI assistant
EVN AG — Earnings Release 2011
Feb 16, 2011
742_10-q_2011-02-16_23777e8e-9bcc-40cb-9a22-85839af4704f.pdf
Earnings Release
Open in viewerOpens in your device viewer
Aktionärsbrief
- Quartal 2010/11 1. Oktober – 31. Dezember 2010
Umsatzerlöse +4,3% (802,2 Mio. EUR) EBITDA +0,8% (158,4 Mio. EUR) EBIT +9,4% (104,1 Mio. EUR) Konzernergebnis +18,6% (87,9 Mio. EUR) Cash Flow aus dem Ergebnis –4,4 % (139,9 Mio. EUR)
- Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen; Nettoemissionserlös von 175,5 Mio. Euro
- Dr. Burkhard Hofer zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt; Dr. Peter Layr zum Sprecher des Vorstands ernannt; Mag. Stefan Szyszkowitz neues Vorstandsmitglied
- Zeichnung junger Aktien bei der Kapitalerhöhung der VERBUND AG gemeinsam mit Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG
- Erhöhung der Ausschüttungsquote auf rund 35 %
- Für 2010/11 ein Konzernergebnis leicht unter Vorjahresniveau erwartet
Kennzahlen
| 2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
Veränderung in % |
2009/10 | 2008/09 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verkaufsentwicklung | ||||||
| Stromerzeugung | GWh | 1.189 | 1.206 | –1,4 | 3.653 | 3.477 |
| Stromverkauf an Endkunden | GWh | 5.313 | 5.223 | 1,7 | 20.101 | 19.541 |
| Gasverkauf an Endkunden | GWh | 2.579 | 2.254 | 14,4 | 6.738 | 6.102 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | GWh | 632 | 560 | 12,8 | 1.821 | 1.576 |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | Mio. EUR | 802,2 | 769,2 | 4,3 | 2.752,1 | 2.727 |
| EBITDA | Mio. EUR | 158,4 | 157,2 | 0,8 | 416,6 | 373,4 |
| EBITDA-Marge | % | 19,8 | 20,4 | –0,6 | 15,1 | 13,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Mio. EUR | 104,1 | 95,1 | 9,4 | 187,3 | 175,2 |
| EBIT-Marge | % | 13,0 | 12,4 | 0,6 | 6,8 | 6,4 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | Mio. EUR | 120,3 | 98,7 | 21,8 | 270,9 | 226,0 |
| Konzernergebnis | Mio. EUR | 87,9 | 74,2 | 18,6 | 207,0 | 177,9 |
| Bilanz | ||||||
| Bilanzsumme | Mio. EUR | 7.149,3 | 6.625,5 | 7,9 | 6.731,2 | 6.695,4 |
| Eigenkapital | Mio. EUR | 3.375,4 | 3.070,3 | 9,9 | 3.025,3 | 3.127,2 |
| Eigenkapitalquote | % | 47,2 | 46,3 | 0,9 | 44,9 | 46,7 |
| Nettoverschuldung | Mio. EUR | 1.367,0 | 1.468,2 | –6,9 | 1.458,2 | 1.378,2 |
| Gearing | % | 40,5 | 47,8 | –7,3 | 48,2 | 44,1 |
| Return on Equity (ROE) | % | 3,0 | 2,3 | 0,7 | 7,4 | 6,3 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | % | 2,3 | 1,9 | 0,4 | 5,6 | 5,4 |
| Cash Flow und Investitionen | ||||||
| Cash Flow aus dem Ergebnis | Mio. EUR | 139,9 | 146,4 | –4,4 | 499,3 | 445,1 |
| Investitionen1) | Mio. EUR | 74,7 | 99,8 | –25,1 | 394,0 | 415,7 |
| Mitarbeitende | ||||||
| Insgesamt | Ø | 8.396 | 8.685 | –3,3 | 8.536 | 8.937 |
| davon Österreich | Ø | 2.550 | 2.554 | –0,1 | 2.546 | 2.563 |
| davon Ausland | Ø | 5.846 | 6.131 | –4,7 | 5.990 | 6.374 |
| Aktie | ||||||
| Ergebnis | EUR | 0,51 | 0,45 | 11,5 | 1,27 | 1,09 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Inhalt
| Vorwort des Vorstands | 3 | |
|---|---|---|
| Zwischenlagebericht | 4 | Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld |
| 5 | Geschäftsentwicklung | |
| 5 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 6 | Geldflussrechnung | |
| 7 | Bilanz | |
| 8 | Entwicklung der Segmente | |
| 8 | Überblick | |
| 8 | Energiewirtschaftliche Kennzahlen | |
| 9 | Erzeugung | |
| 10 | Netzinfrastruktur Inland | |
| 11 | Energiehandel und -vertrieb | |
| 13 | Energieversorgung Südosteuropa | |
| 14 | Umwelt | |
| 15 | Strategische Beteiligungen und Sonstiges | |
| Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34 | 17 | Bilanz |
| 18 | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 18 | Gesamtergebnisrechnung | |
| 19 | Entwicklung des Eigenkapitals | |
| 19 | Verkürzte Geldflussrechnung | |
| 20 | Segmentberichterstattung | |
| 21 | Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss | |
| Die EVN Aktie | 26 |
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!
Es freut uns, Ihnen als neuer Vorstand der EVN AG an dieser Stelle erstmals über die Geschäftsentwicklung der EVN zu berichten. Am 20. Jänner 2011 hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung die personellen Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Dr. Peter Layr wurde zum Sprecher des Vorstands ernannt und ist für die gesamten energietechnischen Agenden – den Netzbereich in Österreich sowie den Kraftwerksbereich der EVN – verantwortlich. Mag. Stefan Szyszkowitz als neues Vorstandsmitglied übernimmt den energiewirtschaftlichen Bereich – die Segmente Energiehandel und -vertrieb und Energieversorgung Südosteuropa – sowie die betriebs- und finanzwirtschaftlichen Agenden. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher wird künftig das gesamte Umweltgeschäft der EVN verantworten.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 hat die EVN aufgrund der leicht positiven konjunkturellen Entwicklung und trotz der nach wie vor ungünstigen energiewirtschaftlichen Einflussfaktoren ein gutes Ergebnis erreicht. In der Berichtsperiode (1. Oktober 2010 bis 31. Dezember 2010) stiegen die Umsatzerlöse um 33,0 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 802,2 Mio. Euro. Der im Vergleich zur Vorjahresperiode kältere Winter führte vor allem im Gas- und Wärmebereich zu einem Anstieg des Energieabsatzes. Im Segment Umwelt lagen die Umsatzerlöse – vor allem aufgrund der neuen Großprojekte in Moskau – deutlich über dem Vorjahresniveau. Trotz des markanten Anstiegs in der Position Material und Betriebsaufwand infolge der neuen Projekte im Segment Umwelt stieg das operative Ergebnis – im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen – um 8,9 Mio. Euro bzw. 9,4 % auf 104,1 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich infolge einer Erhöhung des Ergebnisses der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen von 3,6 Mio. Euro um 12,6 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro. Das Konzernergebnis konnte um 13,8 Mio. Euro bzw. 18,6 % auf 87,9 Mio. Euro gesteigert werden.
Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital. Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Der Bezugspreis pro Aktie betrug 11,00 Euro pro Aktie. Der EVN floss aus der Kapitalerhöhung ein Nettoemissionserlös von 175,5 Mio. Euro zu, der zur Stärkung der Bilanz und Unterstützung des Ratings der EVN sowie für Investitionen in erneuerbare Energieprojekte in Niederösterreich und den Ausbau von Wasserkraft außerhalb Niederösterreichs in Österreich und in angrenzenden Ländern verwendet wird. Infolge der Kapitalerhöhung hat sich die Aktionärsstruktur der EVN AG leicht geändert. Die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH hält unverändert 51,0 % an der EVN AG. Der zweitgrößte Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, deren Anteil sich von 35,7 % auf 32,5 % verwässerte. Die restlichen 16,5 % befinden sich im Streubesitz.
Die EVN hat gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG im November/Dezember 2010 teilgenommen. Gemeinsam werden weiterhin über 25,0 % an der VERBUND AG gehalten.
In der 82. Hauptversammlung am 20. Jänner 2011 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. 0,40 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2011. Des Weiteren wurde eine Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der EVN AG von 13 auf 10 Mitglieder beschlossen.
Nach dem ersten Quartal 2010/11 erwarten wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2010/11 – trotz schwieriger und weiterhin unsicherer gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie steigender Primärenergiepreise und anhaltend niedrigerer Großhandelspreise auf den Terminmärkten im Strombereich – ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis wird voraussichtlich leicht unter dem Vorjahreswert liegen.
Maria Enzersdorf, im Februar 2011
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher
Zwischenlagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
| BIP-Wachstum | % | 2008 | 2009 | 2010e | 2011f | 2012f |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-271) | 0,8 | –4,0 | 1,7 | 1,6 | 2,1 | |
| Österreich1) | 2,1 | –3,9 | 1,9 | 2,0 | 2,5 | |
| Bulgarien1) | 6,0 | –4,9 | –0,2 | 2,7 | 4,5 | |
| Albanien1) | 6,0 | 3,3 | 2,6 | 3,3 | 5,0 | |
| Kroatien1) | 2,4 | –5,8 | –1,5 | 1,5 | 2,0 | |
| Mazedonien2) | 5,0 | –0,8 | 0,5 | 2,0 | 3,0 |
1) Quelle: Raiffeisen Research "Strategie Globale Märkte 1. Quartal 2011" und "Strategie Österreich & CEE 1. Quartal 2011".
2) Quelle: wiiw "Country Report Macedonia", Juli 2010.
Die europäische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2010 mit einem BIP-Wachstum um 0,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Die EU-27 konnten im Jahr 2010 einen Anstieg des BIP um 1,7 % verzeichnen, für die Jahre 2011 und 2012 wird ein Wachstum von 1,6 % bzw. 2,1 % erwartet. Mit einem voraussichtlichen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,9 % konnte Österreich 2010 diesen Durchschnittswert übertreffen. Auch die Prognosen für 2011 und 2012 liegen über dem EU-Durchschnitt.
Der Wirtschaftsraum Südosteuropa erholt sich hingegen etwas langsamer von der weltweiten Rezession der vergangenen Quartale. Für die bulgarische Wirtschaft wird eine BIP-Entwicklung von –0,2 % bzw. 2,7 % für 2010 bzw. 2011 erwartet. Für Mazedonien wird für 2010 bzw. 2011 ein Aufschwung der Wirtschaftsleistung von 0,5 % bzw. 2,0 % prognostiziert. Kroatien verzeichnet für das Jahr 2010 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % nach 5,8 % in 2009. Demgegenüber steht ein erwartetes Wachstum von 1,5 % im Jahr 2011. Das BIP-Wachstum für Albanien wird für 2010 und 2011 bei etwa 2,6 % bzw. 3,3 % liegen.
| 2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
Veränderung in % |
2008/09 1. Quartal |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | % | ||||
| Österreich | 114,1 | 101,4 | 12,6 | 92,3 | |
| Bulgarien | 70,4 | 68,6 | 2,7 | 95,2 | |
| Mazedonien | 102,6 | 94,9 | 8,2 | 74,0 | |
| Primärenergie und CO2-Zertifikate | |||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 64,47 | 51,15 | 26,0 | 44,25 |
| Gas – GIMP | EUR/MWh | 22,82 | 19,60 | 16,5 | 29,08 |
| Kohle – API#22) | EUR/Tonne | 78,80 | 56,89 | 38,5 | 76,26 |
| CO2-Zertifikate (2. Periode) | EUR/Tonne | 15,05 | 13,89 | 8,3 | 18,47 |
| Strom – Spotmarkt | |||||
| EEX3) Grundlaststrom | EUR/MWh | 51,49 | 38,76 | 32,8 | 68,02 |
| EEX Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 64,09 | 53,14 | 20,6 | 94,20 |
| Strom – Forwardmarkt4) | |||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 51,09 | 57,85 | –11,7 | 73,71 |
| EEX Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 68,16 | 82,88 | –17,8 | 101,88 |
Energiewirtschaftliches Umfeld
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100,0 %) entspricht in Österreich und Bulgarien dem Durchschnittswert von 1997 bis 2006, in Mazedonien jenem von 2003 bis 2009; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.
2) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen).
3) EEX – European Energy Exchange.
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX.
In der Berichtsperiode Oktober 2010 bis Dezember 2010 bewegten sich die europäischen Großhandelspreise für Strom sowie die Preise für CO2-Zertifikate aufgrund der leicht positiven konjunkturellen Erholung über den Vorjahreswerten. So lagen die Spotmarktpreise für Grundlast- bzw. Spitzenlaststrom im Durchschnitt um 32,8 % bzw. 20,6 % über dem Vorjahresniveau. Allerdings blieben die Terminpreise für Strom – aufgrund der weiterhin unsicheren Konjunkturaussichten – in der Berichtsperiode deutlich unter dem Vorjahreswert.
Der Preis für Rohöl in Euro stieg infolge der Konjunkturerholung sowie der starken Nachfrage in Asien im Vorjahresvergleich um 26,0 %. Die Gaspreise notierten um 16,5 % über dem Vorjahreswert; die Preise für Kohle verzeichneten mit 38,5 % sogar einen noch stärkeren Anstieg.
Geschäftsentwicklung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Im ersten Quartal 2010/11 konnte die EVN einen Umsatzanstieg von 33,0 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 802,2 Mio. Euro erwirtschaften. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren vor allem die positive Entwicklung des Segments Umwelt – vorrangig durch höhere Volumina im internationalen Projektgeschäft und die Inbetriebnahme der Linie 3 der Abfallverwertung Dürnrohr – sowie die höheren Absatzmengen in den Segmenten Netzinfrastruktur Inland und Energiehandel und -vertrieb. Demgegenüber stand ein Rückgang in den Segmenten Erzeugung und Energieversorgung Südosteuropa, der in erster Linie aus der geänderten Darstellung der Umsatzerlöse in Bulgarien resultierte.
Der im Ausland erzielte Umsatz in Höhe von 281,5 Mio. Euro (Vorjahr: 258,8 Mio. Euro) entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 35,1 % (Vorjahr: 33,6 %).
Aufgrund des geringeren Ergebnisses aus dem Abgang von Sachanlagen und aus Schadensvergütungen lagen die sonstigen betrieblichen Erträge trotz höherer Verzugszinsen und gestiegener aktivierter Eigenleistungen in der Berichtsperiode mit 18,0 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro bzw. 6,2 % unter dem Vorjahresniveau.
Im Bereich der Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger konnte eine Reduktion um 1,6 Mio. Euro bzw. 0,4 % auf 446,9 Mio. Euro erzielt werden. Leicht rückläufige Strombeschaffungskosten in Österreich und die geänderte Darstellung in Bulgarien waren dafür maßgeblich. Dem standen höhere Absatzmengen bei Strom, Gas und Wärme sowie gestiegene Beschaffungskosten im Gas bereich und in Südosteuropa gegenüber.
Die höheren Volumina im internationalen Projektgeschäft führten zu einem deutlichen Anstieg des Material- und Betriebsaufwands um 39,4 Mio. Euro bzw. 61,6 % auf 103,3 Mio. Euro.
Der durchschnittliche Personalstand ging um 289 Mitarbeitende bzw. 3,3 % auf 8.396 Mitarbeitende zurück. Während in Österreich ein Rückgang um vier Mitarbeitende bzw. 0,1 % auf 2.550 Mitarbeitende verzeichnet wurde, verringerte sich der Personalstand im Ausland aufgrund weiterer Effizienzsteigerungen um 285 Mitarbeitende bzw. 4,7 % auf 5.846 Mitarbeitende. Die kollektivvertraglichen Lohnund Gehaltssteigerungen konnten durch die Senkung des durchschnittlichen Personalstands mehr als ausgeglichen werden, was sich in einem um 1,8 Mio. Euro bzw. 2,3 % auf 79,2 Mio. Euro verringerten Personalaufwand widerspiegelte.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,4 Mio. Euro bzw. 14,4 % auf 32,3 Mio. Euro war geprägt von gesunkenen Forderungsabschreibungen in Südosteuropa, sodass die gestiegenen Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der durchgeführten Kapitaler höhung mehr als ausgeglichen werden konnten.
Umsatz nach Segmenten1) 1. Quartal in Mio. EUR
EBIT nach Segmenten 1. Quartal in Mio. EUR
Energieversorgung Südosteuropa
Umwelt
Insgesamt führten diese Entwicklungen im Berichtszeitraum zu einem Anstieg des EBITDA um 1,3 Mio. Euro bzw. 0,8 % auf 158,4 Mio. Euro. Aufgrund der stärkeren Steigerung der Umsatzerlöse sank die EBITDA-Marge von 20,4 % im Vorjahr auf 19,8 % in der Berichtsperiode.
Der Abschluss mehrerer Bauprojekte im Geschäftsjahr 2009/10 – besonders die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die Linie 3, die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo und die Teilinbetriebnahme der überregionalen Erdgastransportleitung "Südschiene" – resultierte in einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen. Die Vergleichsperiode des Vorjahres war jedoch durch eine aufgrund der zeitlichen Verzögerung beim bulgarischen Windpark Kavarna ausgelöste Wertminderung in Höhe von 10,7 Mio. Euro belastet, sodass der Abschreibungsaufwand mit 54,4 Mio. Euro insgesamt um 7,6 Mio. Euro bzw. 12,3 % niedriger ausfiel.
Aufgrund des gesunkenen Abschreibungsaufwands konnte das EBIT um 8,9 Mio. Euro bzw. 9,4 % auf 104,1 Mio. Euro verbessert werden, die EBIT-Marge stieg von 12,4 % im Vorjahr auf 13,0 % im Berichtszeitraum. Details zur Entwicklung des EBIT in den einzelnen Segmenten finden sich in der Segmentberichterstattung auf Seite 20.
Überaus positiv zeigte sich die Entwicklung des Finanzergebnisses im ersten Quartal 2010/11 mit einem Anstieg um 12,6 Mio. Euro auf 16,2 Mio. Euro. Maßgebend dafür waren die um 19,1 Mio. Euro auf 26,7 Mio. Euro gesteigerten Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen, besonders jene von RAG, EconGas und NÖKOM, welche einen Rückgang bei ZOV mehr als ausgleichen konnten. Im Gegenzug dazu mussten sowohl ein rückläufiges Zins- als auch sonstiges Finanzergebnis hingenommen werden. Das Zinsergebnis reduzierte sich durch gesunkene Zinserträge aufgrund geringerer Leasingzahlungen im Projektgeschäft sowie höherer Zinsaufwendungen und gesunkener aktivierter Bauzeitzinsen. Das sonstige Finanzergebnis, das primär Bewertungsergebnisse umfasst, verringerte sich, vorwiegend aufgrund eines positiven Einmaleffekts im Vorjahr, von 2,9 Mio. Euro auf –1,2 Mio. Euro.
Diese Entwicklungen führten zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 120,3 Mio. Euro, was einem Anstieg um 21,6 Mio. Euro bzw. 21,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Da dieser Anstieg zum Gutteil aus Beteiligungserträgen resultierte, fiel der Ertragsteueraufwand geringer aus, wodurch das Ergebnis nach Ertragsteuern mit 96,1 Mio. Euro um 24,2 Mio. Euro bzw. 33,8 % noch in stärkerem Ausmaß verbessert werden konnte.
Diese Veränderung konnte jedoch nicht auf das Konzernergebnis übertragen werden, da sich die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile wegen des höheren Ergebnisses der RAG sowie des Wegfalls der im Vorjahr berücksichtigten Wertminderung beim Windpark in Kavarna gegenüber der Vergleichsperiode um 10,5 Mio. Euro erhöhten. Das Konzernergebnis betrug somit
Struktur der Investitionen 1. Quartal
87,9 Mio. Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 13,8 Mio. Euro bzw. 18,6 % entspricht.
Geldflussrechnung
Im ersten Quartal 2010/11 betrug der Cash Flow aus dem Ergebnis 139,9 Mio. Euro und fiel damit trotz eines höheren Ergebnisses vor Ertragsteuern um 6,5 Mio. Euro bzw. 4,4 % geringer aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dafür zeichneten sich vor allem geringere Abschreibungen und höhere nicht zahlungswirksame Ergebnisse von at Equity einbezogenen Unternehmen verantwortlich.
Demgegenüber konnte der Cash Flow aus dem operativen Bereich deutlich um 90,8 Mio. Euro auf 83,9 Mio. Euro erhöht werden. Dieser Anstieg konnte durch eine Verbesserung des Working Capitals, durch einen verglichen mit dem Vorjahr stichtagsbedingt geringeren Anstieg der kurzfristigen Forderungen und eine Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten erzielt werden.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich fiel mit –191,3 Mio. Euro gegenüber –38,1 Mio. Euro im Vorjahr deutlich negativer aus. Maßgeblich dafür waren Kapitaleinzahlungen bei nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, der Aufbau von Leasingforderungen im Projektgeschäft des Segments Umwelt und die Veranlagung liquider Mittel in Cashfonds. Gegenläufig wirkten insbesondere der Rückgang der Nettoinvestitionen, die mit –56,2 Mio. Euro um 31,4 Mio. Euro bzw. 35,8 % unter dem Wert der Vergleichsperiode von –87,6 Mio. Euro lagen.
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich mit 168,2 Mio. Euro war primär geprägt durch die im ersten Quartal 2010/11 durchgeführte Kapitalerhöhung der EVN AG.
In Summe resultierte daraus für das erste Quartal 2010/11 ein positiver Cash Flow von 60,8 Mio. Euro, wodurch sich die liquiden Mittel auf 149,9 Mio. Euro erhöhten. Darüber hinaus wurden zum Stichtag zusätzlich 272,6 Mio. Euro (30. September 2010: 223,8 Mio. Euro) in kurzfristigen Wertpapieren – überwiegend Cashfonds – gehalten, die nach IFRS nicht dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind.
Bilanz
Die Bilanzsumme der EVN erhöhte sich im ersten Quartal 2010/11 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 30. September 2010 um 418,1 Mio. Euro bzw. 6,2 % auf 7.149,3 Mio. Euro und überschritt damit erstmals seit dem Geschäftsjahr 2007/08 wieder den Wert von 7,0 Mrd. Euro.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 239,4 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 5.981,5 Mio. Euro, womit sich ihr Anteil am Gesamtvermögen aufgrund eines noch stärkeren Anstiegs der kurzfristigen Vermögenswerte von 85,3 % auf 83,7 % verringerte. Geprägt war diese Entwicklung vor allem durch eine Erhöhung der Wertansätze für die at Equity einbezogenen Unternehmen aufgrund der laufenden Ergebnisbeiträge, insbesondere der RAG und der EconGas, aber auch durch Kapitaleinzahlungen, wodurch sich diese Bilanzposition merklich um 102,2 Mio. Euro bzw. 13,9 % auf 836,1 Mio. Euro erhöhte. Des Weiteren stiegen die sonstigen Beteiligungen – primär aufgrund der positiven Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG – um 63,9 Mio. Euro bzw. 5,9 % auf 1.141,7 Mio. Euro. Die übrigen Vermögenswerte erhöhten sich um 44,0 Mio. Euro bzw. 5,9 % auf 788,8 Mio. Euro, was primär auf den Zuwachs der Leasingforderungen im Projektgeschäft im Umweltbereich und den Anstieg der Marktwerte von Sicherungsgeschäften für Anleihen (denen eine entsprechende Erhöhung der Anleihenverbindlichkeit gegenübersteht) zurückzuführen war.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war ein Anstieg um 178,7 Mio. Euro bzw. 18,1 % auf 1.167,7 Mio. Euro zu verzeichnen, wodurch sich ihr Anteil am Gesamtvermögen von 14,7 % auf 16,3 % erhöhte. Diese Entwicklung war geprägt durch einen saisonal bedingten Anstieg der Forderungen, die sich in der Berichtsperiode um 83,0 Mio. Euro bzw. 16,4 % auf 589,0 Mio. Euro erhöhten.
Die durch die Kapitalerhöhung der EVN AG vereinnahmten Finanzmittel führten zu einer Erhöhung des Bestands der kurzfristigen Wertpapiere um 48,8 Mio. Euro auf 272,6 Mio. Euro sowie der liquiden Mittel um 51,7 Mio. Euro auf 175,2 Mio. Euro.
Das Eigenkapital stieg in Summe um 350,1 Mio. Euro bzw. 11,6 % auf 3.375,4 Mio. Euro. Neben den im Zuge der Kapitalerhöhung zugeflossenen Eigenmittel in Höhe von 175,5 Mio. Euro waren das erzielte Ergebnis nach Ertragsteuern sowie die erfolgsneutral erfasste, positive Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG ausschlaggebend für diese Entwicklung. Zum Quartalsstichtag resultierte daraus eine Eigenkapitalquote von 47,2 % (Vorjahr: 44,9 %). Bei einer Nettoverschuldung von 1.367,0 Mio. Euro errechnete sich ein Gearing von 40,5 %.
Die langfristigen Schulden wurden um 222,6 Mio. Euro bzw. 7,8 % auf 2.641,8 Mio. Euro verringert. Geprägt war diese Entwicklung durch einen Rückgang der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die sich neben den planmäßigen Tilgungen vor allem durch die Umgliederung der im Dezember 2011 rückzahlbaren endfälligen EUR-Anleihe in den kurzfristigen Bereich um 248,3 Mio. Euro bzw. 14,4 % auf 1.478,1 Mio. Euro reduzierten. Demgegenüber erhöhten sich die latenten Steuerverbindlichkeiten aufgrund der Marktwertänderung der Beteiligung an der VERBUND AG um 24,1 Mio. Euro bzw. 10,6 % auf 251,2 Mio. Euro und der vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse um 10,2 Mio. Euro bzw. 2,6 % auf 408,1 Mio. Euro.
Die bereits erwähnte Umgliederung der EUR-Anleihe zu den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten führte zu einer entsprechenden Erhöhung dieser Position um 256,5 Mio. Euro auf 461,8 Mio. Euro. Die kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten stiegen um 45,9 Mio. Euro bzw. 72,8 % auf 109,0 Mio. Euro an. Demgegenüber stand der Rückgang in den kurzfristigen Rückstellungen mit 15,1 Mio. Euro bzw. 12,5 % auf 105,6 Mio. Euro. Per Saldo erhöhten sich die kurzfristigen Schulden in Summe deutlich um 290,6 Mio. Euro bzw. 34,5 % auf 1.132,1 Mio. Euro.
Bilanzstruktur in %
Entwicklung der Segmente
Überblick
Die Konzernstruktur der EVN umfasst die Unternehmensbereiche Energiegeschäft, Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Die Identifizierung der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden Inhalt, Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen und operative Entwicklung der sechs Segmente beschrieben.
| Geschäftsbereiche | Segmente | Aktivitäten |
|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an österreichischen und internationalen Standorten |
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|
| Energiehandel und -vertrieb |
Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf |
|
| Energieversorgung Südosteuropa |
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
|
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung in Österreich sowie internationales Projektgeschäft |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
absolut | Veränderung in % |
2008/09 1. Quartal |
|---|---|---|---|---|---|
| Stromerzeugung | 1.189 | 1.206 | –16 | –1,3 | 1.256 |
| Wärmekraftwerke1) | 888 | 915 | –27 | –3,0 | 959 |
| davon Segment Erzeugung | 838 | 861 | –23 | –2,7 | 898 |
| davon Segment Energiehandel und -vertrieb | 19 | 18 | 1 | 4,4 | 30 |
| davon Segment Energieversorgung Südosteuropa | 30 | 35 | –5 | –14,0 | 31 |
| Erneuerbare Energie2) | 301 | 291 | 11 | 3,7 | 297 |
| davon Segment Erzeugung | 254 | 262 | –8 | –3,2 | 271 |
| davon Segment Energiehandel und -vertrieb | 22 | 22 | – | – | 21 |
| davon Segment Energieversorgung Südosteuropa | 7 | 6 | 1 | 5,7 | 5 |
| davon Segment Umwelt | 19 | – | 19 | – | – |
| Netzabsatz | |||||
| Strom | 5.448 | 5.393 | 55 | 1,0 | 5.342 |
| davon Österreich | 2.047 | 1.957 | 90 | 4,6 | 1.953 |
| davon Bulgarien | 1.983 | 1.971 | 12 | 0,6 | 1.957 |
| davon Mazedonien | 1.417 | 1.465 | –48 | –3,2 | 1.432 |
| Gas | 6.247 | 6.331 | –83 | –1,3 | 6.093 |
| davon Netzabsatz an Kraftwerke der EVN | 831 | 1.349 | –517 | –38,3 | 1.144 |
| Energieverkauf an Endkunden | |||||
| Strom | 5.313 | 5.223 | 91 | 1,7 | 5.049 |
| davon Österreich3) | 1.772 | 1.722 | 50 | 2,9 | 1.692 |
| davon Deutschland | 178 | 85 | 93 | – | – |
| davon Bulgarien | 1.946 | 1.951 | –5 | –0,2 | 1.924 |
| davon Mazedonien | 1.417 | 1.465 | –48 | –3,2 | 1.432 |
| Gas | 2.579 | 2.254 | 325 | 14,4 | 2.184 |
| Wärme | 632 | 560 | 72 | 12,8 | 519 |
| davon Österreich | 556 | 474 | 81 | 17,1 | 439 |
| davon Bulgarien | 76 | 86 | –10 | –11,2 | 80 |
1) Beinhaltet auch Cogeneration in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.
2) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie ein Blockheizkraftwerk am Standort Kurjanovo, Moskau, im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten. 3) Inkl. Energieverkauf an Netzinfrastruktur Inland für Netzverluste.
Erzeugung
Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Deutschland, Bulgarien und Albanien.
Die Umsätze des Segments beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Umsätze und zu einem geringeren Anteil Außenumsätze, die vorwiegend aus dem Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft resultieren. Hinsichtlich der thermischen Erzeugung der EVN AG und der Strombezugsrechte aus Donaukraftwerken wird der Optionswert als konzerninterner Umsatz abgebildet. Der Optionswert ist im Wesentlichen jener Preis, den das Segment Erzeugung für die Benützung der Erzeugungskapazitäten durch das Segment Energie handel und -vertrieb im Gegenzug für den Verkauf der erzeugten Energie erhält. Die Berechnung erfolgt im Vorhinein anhand der geplanten Erzeugung auf Basis von Forward-Preisen und der geplanten Einsatzkosten. Die aktuelle Eigenerzeugungsmenge lässt daher generell nur bedingt Rückschlüsse auf die Ergebnisentwicklung zu. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal | ||
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | ||||||
| Stromerzeugung1) | 1.092 | 1.124 | –31 | –2,8 | 1.168 | ||
| davon Wärmekraftwerke | 838 | 861 | –23 | –2,7 | 898 | ||
| davon erneuerbare Energie | 254 | 262 | –8 | –3,2 | 271 | ||
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | ||||||
| Außenumsatz | 5,7 | 10,1 | –4,4 | –43,4 | 10,9 | ||
| Innenumsatz | 22,9 | 32,6 | –9,8 | –29,9 | 25,5 | ||
| Gesamtumsatz | 28,6 | 42,7 | –14,1 | –33,1 | 36,5 | ||
| Operativer Aufwand | –16,6 | –14,2 | –2,5 | –17,3 | –14,2 | ||
| EBITDA | 11,9 | 28,5 | –16,6 | –58,1 | 22,3 | ||
| Abschreibungen | –6,0 | –16,1 | 10,1 | 62,9 | –5,1 | ||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 6,0 | 12,4 | –6,4 | –51,9 | 17,2 | ||
| Finanzergebnis | –1,7 | 0,7 | –2,5 | – | –1,8 | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4,2 | 13,1 | –8,9 | –67,9 | 15,4 | ||
| Gesamtvermögen | 518,1 | 459,7 | 58,4 | 12,7 | 387,9 | ||
| Investitionen2) | 9,8 | 17,2 | –7,4 | –43,1 | 8,2 |
1) Die Vorjahreswerte wurden aufgrund einer geänderten Darstellung dementsprechend angepasst.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die Stromerzeugung der EVN zeigte sich im ersten Quartal 2010/11 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres mit 1.092 GWh um 31 GWh bzw. 2,8 % rückläufig, was vor allem auf die Minderung der Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken um 23 GWh bzw. 2,7 % auf 838 GWh zurückzuführen war. Die erneuerbare Energieerzeugung, die um 8 GWh bzw. 3,2 % auf 254 GWh zurückging, war geprägt durch das geringere Wasserdargebot und dem damit verbundenen Rückgang der Produktion der Wasserkraftwerke.
Im ersten Quartal 2010/11 konnten auf Konzernebene 22,4 % (Vorjahr: 23,1 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Darin enthalten sind auch Erzeugungskapazitäten der Segmente Energiehandel und -vertrieb, Energieversorgung Südosteuropa und Umwelt. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa wurde ein Deckungsgrad von 61,0 % (Vorjahr: 66,7 %) erzielt.
Die im Zeitraum der Berechnung des Optionswerts der Kraftwerke vorherrschenden rückläufigen Marktpreise führten zu einer deutlichen Reduktion der Umsatzerlöse aus thermischer Erzeugung und den Donaukraftwerken. Die schlechtere Wasserführung und die gesunkenen Absatzpreise im Bereich der Erzeugung aus Wasserkraft sowie geringere Konzernverrechnungen führten zu einem weiteren Rückgang der Umsatzerlöse. In Summe erzielte das Segment Erzeugung Umsatzerlöse in Höhe von 28,6 Mio. Euro, was einem Rückgang um 14,1 Mio. Euro bzw. 33,1 % entspricht.
Höhere Betriebskosten und höhere Personalaufwendungen führten zu einem Anstieg des operativen Aufwands und infolge zu einem deutlichen Rückgang im EBITDA um 16,6 Mio. Euro bzw. 58,1 % auf 11,9 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die in der Vergleichsperiode durch den Einmaleffekt aus der Wertminderung beim Windpark in Kavarna in Höhe von 10,7 Mio. Euro belastet waren, fiel der Rückgang im EBIT um 6,4 Mio. Euro bzw. 51,9 % auf 6,0 Mio. Euro moderater aus. Das rückläufige Finanz ergebnis verstärkte jedoch die negative Entwicklung und führte zu einem spürbar gesunkenen Ergebnis vor Ertragsteuern von 4,2 Mio. Euro, was einem Rückgang um 8,9 Mio. Euro bzw. 67,9 % entspricht.
Am 26. Oktober 2010 wurde der Neubau des Kraftwerks Zwettl abgeschlossen. Die Kleinwasserkraftanlage wird jährlich ca. 750.000 kWh Strom erzeugen und versorgt rund 330 Haushalte mit Ökostrom. Gegenüber der Altanlage entspricht das einer 150 %igen Kapazitätserhöhung. Die Investitionskosten betrugen rund 1,0 Mio. Euro.
Die Machbarkeitsstudie des Projekts Devoll in Albanien wurde im ersten Quartal 2010/11 abgeschlossen. EVN und Statkraft werden drei Wasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 275 MW und einer jährlichen Stromproduktion von 800 GWh errichten. Die Gesamtinvestitionskosten betragen 800,0 Mio. Euro. Mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserkraftwerks mit einer Kapazität von 63 MW wird für Mitte 2015 gerechnet.
Die Investitionen gingen in der Berichtsperiode von 17,2 Mio. Euro um 7,4 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro zurück. Während im Vorjahr der primäre Fokus auf der Errichtung des Windparks in Kavarna lag, standen im ersten Quartal 2010/11 die Revitalisierungsarbeiten beim Wasserkraftwerk Schütt und der Netzausbau der Windkraftprojekte in Niederösterreich im Mittelpunkt der Aktivitäten.
Netzinfrastruktur Inland
Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland. Die bisher at Equity einbezogene NÖKOM wird seit dem Erwerb der restlichen 50,0 % der Anteile an der Gesellschaft im Dezember 2010 als vollkonsolidiertes Unternehmen abgebildet. Darüber hinaus erbringt das Segment Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten – die als konzerninterne Umsätze abgebildet sind.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal | |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||
| Netzabsatz | ||||||
| Strom | 2.047 | 1.957 | 90 | 4,6 | 1.953 | |
| Gas | 6.247 | 6.331 | –83 | –1,3 | 6.093 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||
| Außenumsatz | 128,4 | 122,0 | 6,4 | 5,2 | 113,1 | |
| Innenumsatz | 11,6 | 13,5 | –1,9 | –14,3 | 12,4 | |
| Gesamtumsatz | 140,0 | 135,6 | 4,4 | 3,3 | 125,5 | |
| Operativer Aufwand | –65,8 | –71,9 | 6,1 | 8,4 | –68,3 | |
| EBITDA | 74,2 | 63,7 | 10,5 | 16,5 | 57,2 | |
| Abschreibungen | –24,0 | –23,4 | –0,6 | –2,5 | –22,0 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 50,2 | 40,3 | 9,9 | 24,6 | 35,2 | |
| Finanzergebnis | –1,8 | –3,3 | 1,4 | 43,6 | –3,7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 48,4 | 37,0 | 11,3 | 30,6 | 31,4 | |
| Gesamtvermögen | 1.666,5 | 1.565,5 | 101,0 | 6,4 | 1.432,9 | |
| Investitionen1) | 20,2 | 25,6 | –5,5 | –21,3 | 19,4 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Per 1. Jänner 2010 kam es zu einer Senkung der Stromnetztarife um durchschnittlich 2,0 % (per 1. Jänner 2009 Anstieg um durchschnittlich 1,0 %) und zu einer Erhöhung der Gasnetztarife um durchschnittlich 8,2 % (per 1. Jänner 2009 Erhöhung um durchschnittlich 7,3 %).
Differenziert zeigte sich die Entwicklung des Netzabsatzes im ersten Quartal 2010/11: Im Bereich des Stromnetzabsatzes war aufgrund der kühlen Witterung – die Heizgradsumme lag um 12,6 % über dem Vergleichswert des Vorjahres – und der positiven konjunkturellen Entwicklung ein Anstieg von 90 GWh bzw. 4,6 % auf 2.047 GWh gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Der temperaturbedingt höhere Energiebedarf wirkte sich zwar positiv auf den Gasnetzabsatz im Bereich der Privat- und Industriekunden aus, ein reduzierter Absatz an die Wärmekraftwerke führte jedoch in Summe zu einem Rückgang im Gasnetzabsatz von 83 GWh bzw. 1,3 % auf 6.247 GWh.
Diese energiewirtschaftlichen Entwicklungen führten in Summe zu einem Anstieg der Netzerlöse um 5,2 Mio. Euro bzw. 4,7 % auf 115,5 Mio. Euro. Die Erhöhung war im Strombereich besonders auf den Mengeneffekt, im Gasbereich vorwiegend auf den Preiseffekt zurückzuführen, während sich die Netztarifanpassungen im Stromnetzbereich sowie der Rückgang im Gasnetzabsatz negativ auswirkten. Trotz leichter Umsatzrückgänge im Kabel-TV- und Telekombereich verzeichnete das Segment in Summe einen Umsatzanstieg um 4,4 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 140,0 Mio. Euro. Durch niedrigere Kosten für Netzverluste und Ausgleichsenergie, aufgrund sinkender Strommarktpreise und Rückgänge in mehreren Aufwandspositionen, reduzierten sich die operativen Aufwendungen um 6,1 Mio. Euro bzw. 8,4 % auf 65,8 Mio. Euro. Die Verbesserung des EBITDA um 10,5 Mio. Euro bzw. 16,5 % auf 74,2 Mio. Euro lag somit über jener der Umsatzerlöse. Unter Berücksichtigung leicht erhöhter Abschreibungen wurde das EBIT um 9,9 Mio. Euro bzw. 24,6 % auf 50,2 Mio. Euro verbessert.
Diese Entwicklung konnte bei einem höheren Beteiligungsergebnis sowie leicht gesunkener Finanzierungskosten zur Gänze auf das Ergebnis vor Ertragsteuern übertragen werden, welches mit 48,4 Mio. Euro um 11,3 Mio. Euro bzw. 30,6 % über dem Niveau des Vorjahres lag.
Die Investitionen des Segments waren geprägt von den derzeit bedeutendsten Bauvorhaben, dem Bau der überregionalen Erdgastransportleitungen "Süd- und Westschiene". Nach der Inbetriebnahme des ersten 90 km langen Bauabschnitts der insgesamt 120 km langen "Südschiene" Ende September 2010 wurde im ersten Quartal 2010/11 ein weiteres Teilstück von 26 km errichtet. Nach der Winterperiode wird nunmehr der noch fehlende Abschnitt von 3 km realisiert. In der Berichtsperiode wurden 3,1 Mio. Euro in den Bau der "Südschiene" investiert. Mit dem Baubeginn der 143 km langen "Westschiene" wird nach dem Winter gerechnet. Die Projektvorlaufkosten betrugen im ersten Quartal 2010/11 1,7 Mio. Euro. Im Kabel-TV- und Telekombereich wurden insgesamt 3,7 Mio. Euro in Netzverdichtungen und -erneuerungen investiert.
In Summe beliefen sich die Investitionen im Bereich Netzinfrastruktur im ersten Quartal 2010/11 auf 20,2 Mio. Euro, was einem Rückgang um 5,5 Mio. Euro bzw. 21,3 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht.
Um die Versorgung im östlichen Weinviertel zu gewährleisten, wurde weiters in der Berichtsperiode ein gemeinsames Projekt mit der VERBUND AG gestartet. Die bestehende 110-kV-Einfachleitung zwischen den Umspannwerken Bisamberg und Königsbrunn wird erneuert und durch eine neue 110-kV-Doppelleitung ersetzt. Mit der Inbetriebnahme wird bis Ende 2012 gerechnet. Die Gesamtinvestitionskosten werden 6,0 Mio. Euro betragen.
Energiehandel und -vertrieb
Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern, den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf – vorwiegend am österreichischen Heimmarkt.
Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal | |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen | GWh | |||||
| Energieverkauf an Endkunden | ||||||
| Strom | 1.950 | 1.807 | 143 | 7,9 | 1.692 | |
| Gas | 2.579 | 2.254 | 325 | 14,4 | 2.184 | |
| Wärme | 556 | 474 | 81 | 17,1 | 439 | |
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | |||||
| Außenumsatz | 356,4 | 354,0 | 2,4 | 0,7 | 341,5 | |
| Innenumsatz | 12,5 | 16,3 | –3,8 | –23,2 | 7,5 | |
| Gesamtumsatz | 368,9 | 370,3 | –1,4 | –0,4 | 349,0 | |
| Operativer Aufwand | –323,9 | –328,0 | 4,1 | 1,3 | –312,6 | |
| EBITDA | 45,0 | 42,3 | 2,7 | 6,4 | 36,4 | |
| Abschreibungen | –3,3 | –3,0 | –0,2 | –7,5 | –2,7 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 41,7 | 39,2 | 2,5 | 6,3 | 33,7 | |
| Finanzergebnis | 5,1 | 4,0 | 1,1 | 28,0 | 5,7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 46,8 | 43,2 | 3,6 | 8,3 | 39,5 | |
| Gesamtvermögen | 656,6 | 668,3 | –11,8 | –1,8 | 631,9 | |
| Investitionen1) | 2,7 | 5,2 | –2,4 | –46,9 | 6,2 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Absatzsteigerungen in allen Bereichen prägten im ersten Quartal 2010/11 die Entwicklung des Energieverkaufs an Endkunden. Im Strombereich, der einen Verkaufsanstieg um 143 GWh bzw. 7,9 % auf 1.950 GWh erzielen konnte, wirkten sich neben der kühleren Witterung im heimischen Versorgungsgebiet und der günstigen konjunkturellen Entwicklung besonders die Ausweitung der Tätigkeit der EnergieAllianz außerhalb des österreichischen Versorgungsgebiets der EVN positiv aus. Von den niedrigeren Temperaturen profitierten ebenso der Gas- und der Wärmebereich mit Absatzanstiegen von 325 GWh bzw. 14,4 % auf 2.579 GWh für Gas und 81 GWh bzw. 17,1 % auf 556 GWh für Wärme. Zusätzlich erhöhte sich der Wärmeabsatz durch gestiegene Dampflieferungen an die Bioethanolanlage der AGRANA AG.
Die primär witterungsbedingten Absatzsteigerungen konnten die negativen Preiseffekte – besonders im Gasbereich, in dem die Endkundenpreise per 1. Dezember 2009 um rund 7,0 % gesenkt wurden – und den Rückgang der Vermarktungserlöse im Kraftwerksbereich – aufgrund geringerer Erzeugungsmengen und negativer Strompreisentwicklung – nahezu ausgleichen. In Summe reduzierten sich die Umsatzerlöse jedoch aufgrund geringerer Konzernumsätze geringfügig um 1,4 Mio. Euro bzw. 0,4 % auf 368,9 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der operativen Aufwendungen, die um 4,1 Mio. Euro bzw. 1,3 % auf 323,9 Mio. Euro reduziert wurden – die mengenbedingten Kostensteigerungen im gesamten Energiebereich und die preisbedingt höheren Gasbezugskosten wurden durch gesunkene Strombeschaffungskosten und den reduzierten Einsatz der Wärmekraftwerke mehr als kompensiert – konnte das EBITDA um 2,7 Mio. Euro bzw. 6,4 % auf 45,0 Mio. Euro gesteigert werden. Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres leicht höhere Abschreibungen führten zu einem EBIT von 41,7 Mio. Euro – ein Anstieg um 2,5 Mio. Euro bzw. 6,3 %.
Durch den gestiegenen Ergebnisbeitrag der EconGas lag das Finanzergebnis mit 5,1 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro bzw. 28,0 % über dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich nach einem Anstieg um 3,6 Mio. Euro bzw. 8,3 % auf 46,8 Mio. Euro.
Am 9. Dezember 2010 wurde eine 5 km lange Fernwärmeleitung von Neudörfl nach Wiener Neustadt in Betrieb genommen. Über diese Transportleitung wird künftig die Abwärme eines in Neudörfl ansässigen Produktionsunternehmens in das 30 km lange EVN Fernwärmenetz Wiener Neustadt eingespeist. Damit werden nun etwa 1.500 Kunden klimaschonend mit Fernwärme versorgt. Die während der Bauzeit angefallenen Investitionen beliefen sich insgesamt auf 3,0 Mio. Euro.
Nach der Fertigstellung der Fernwärmetransportleitung nach St. Pölten im Vorjahr gingen die Investitionen im ersten Quartal 2010/11 um 2,4 Mio. Euro bzw. 46,9 % auf 2,7 Mio. Euro zurück. Die Investitionsschwerpunkte lagen im weiteren Ausbau der Wärmenetze.
Energieversorgung Südosteuropa
Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst. Weiters ist in diesem Segment die Projektgesellschaft zur Errichtung der Gasnetze in Split, Zadar und Sibenik in Kroatien erfasst.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh |
|||||
| Netzabsatz Strom1) | 3.400 | 3.436 | –36 | –1,0 | 3.389 |
| davon Bulgarien | 1.983 | 1.971 | 12 | 0,6 | 1.957 |
| davon Mazedonien | 1.417 | 1.465 | –48 | –3,2 | 1.432 |
| Wärmeverkauf an Endkunden | 76 | 86 | –10 | –11,2 | 80 |
| Finanzkennzahlen Mio. EUR |
|||||
| Außenumsatz | 205,2 | 225,8 | –20,6 | –9,1 | 219,0 |
| Innenumsatz | – | – | – | – | – |
| Gesamtumsatz | 205,2 | 225,8 | –20,6 | –9,1 | 219,0 |
| Operativer Aufwand | –192,7 | –209,6 | 16,9 | 8,1 | –206,9 |
| EBITDA | 12,5 | 16,2 | –3,7 | –23,1 | 12,1 |
| Abschreibungen | –15,0 | –15,5 | 0,4 | 2,8 | –12,1 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –2,5 | 0,8 | –3,3 | – | 0,0 |
| Finanzergebnis | –4,3 | –5,3 | 1,0 | 19,3 | –9,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –6,8 | –4,5 | –2,3 | –50,4 | –9,3 |
| Gesamtvermögen | 1.124,8 | 1.096,7 | 28,1 | 2,6 | 1.018,7 |
| Investitionen2) | 30,0 | 31,0 | –1,1 | –3,4 | 33,1 |
1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.
2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2010 die Endkundenpreise um etwa 2,0 % erhöht, die Preise für beschaffte Energie sowie die Preise des Übertragungsnetzbetreibers und des System Operator jedoch insgesamt um etwa 8,0 %. Eine Änderung in der Tarifierung führte zu einer geänderten Darstellung der Preiskomponenten im Zusammenhang mit dem Hochspannungsnetz, die nicht mehr bei EVN berücksichtigt werden. Daraus kam es zu einer Kürzung der Umsatzerlöse und der Beschaffungskosten. Der Effekt daraus belief sich im ersten Quartal 2010/11 auf rund 23,6 Mio. Euro, hatte jedoch keine Auswirkung auf das Ergebnis.
In Mazedonien hat der Regulator per 1. Jänner 2010 eine deutliche Erhöhung der Endkundenpreise um rund 10,0 % genehmigt, wovon rund 51,0 % durch eine Anhebung des Netzentgelts für Mittel- und Niederspannungsnetze auf die EVN Macedonia entfallen.
Die Absatzentwicklung des Segments war geprägt von den konträren energiewirtschaftlichen Entwicklungen im südosteuropäischen Versorgungsgebiet. In Bulgarien führten die verglichen mit dem Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte niedrigeren Temperaturen und die beginnende konjunkturelle Erholung zu einem leichten Anstieg im Stromnetzabsatz von 12 GWh bzw. 0,6 % auf 1.983 GWh. Im Gegensatz dazu war in Mazedonien trotz kühlerer Witterung – die Heizgradsumme lag um 8,2 % über jener des Vorjahres – ein Rückgang im Stromnetzabsatz um 48 GWh bzw. 3,2 % auf 1.417 GWh zu verzeichnen. Der Wärmeabsatz in Bulgarien ging trotz niedriger Temperaturen um 10 GWh bzw. 11,2 % auf 76 GWh zurück.
Die Umsatzerlöse des Segments reduzierten sich deutlich um 20,6 Mio. Euro bzw. 9,1 % auf 205,2 Mio. Euro. Da in Mazedonien die Mengenrückgänge durch die Preiserhöhung per 1. Jänner 2010 kompensiert werden konnten und die Umsatzerlöse daher in etwa auf Vorjahresniveau lagen, resultierte der Rückgang zur Gänze aus Bulgarien und zwar aus der oben erwähnten geänderten Darstellung bestimmter Tarifkomponenten. Diesem Rückgang standen höhere Umsatzerlöse sowohl im Strombereich als auch im Wärmegeschäft gegenüber, in denen der Absatzrückgang durch höhere Preise kompensiert werden konnte.
Der Rückgang der operativen Aufwendungen um 16,9 Mio. Euro bzw. 8,1 % auf 192,7 Mio. Euro war in erster Linie durch die geänderte Darstellung der Beschaffungskosten in Bulgarien sowie rückläufige Personalaufwendungen und Forderungsabschreibungen bedingt. Demgegenüber standen – vor allem aufgrund höherer Netzverluste in Mazedonien – gestiegene Energiebeschaffungskosten. Dadurch konnte die negative Umsatzentwicklung nur zum Teil ausgeglichen werden, sodass ein mit 12,5 Mio. Euro um 3,7 Mio. Euro bzw. 23,1 % gesunkenes EBITDA ausgewiesen wurde. Bei leicht verringerten Abschreibungen belief sich das EBIT auf –2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro).
Das Finanzergebnis verbesserte sich aufgrund geringerer Zinsaufwendungen um 1,0 Mio. Euro bzw. 19,3 % auf –4,3 Mio. Euro, das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf –6,8 Mio. Euro (Vorjahr: –4,5 Mio. Euro).
Die getätigten Investitionen von 30,0 Mio. Euro – um 1,1 Mio. Euro weniger als in der Vorjahresperiode – dienten weiterhin primär dem Ausbau der Netzinfrastrukturen und dem Austausch von Zählern, um die Versorgungssicherheit und -qualität zu verbessern und Netzverluste nachhaltig zu reduzieren, sowie der Errichtung der neuen Cogeneration-Anlage in Plovdiv.
Die Bauarbeiten an der neuen Cogeneration-Anlage am Fernwärmestandort TEZ Plovdiv mit einer Stromkapazität von 50 MW und einer Wärmekapazität von 54 MW laufen plangemäß. Zwei Phasen des dreiteiligen Genehmigungsverfahrens wurden abgeschlossen und mit den Bauarbeiten des Gebäudes wurde in der Berichtsperiode begonnen. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant. Die Gesamtinvestitionen werden etwa 50,0 Mio. Euro betragen.
Umwelt
Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 15 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Außenumsatz | 96,0 | 48,8 | 47,2 | 96,8 | 45,5 | |
| Innenumsatz | 4,8 | 3,2 | 1,6 | 49,0 | 2,6 | |
| Gesamtumsatz | 100,8 | 52,1 | 48,7 | 93,5 | 48,1 | |
| Operativer Aufwand | –84,1 | –46,1 | –38,1 | –82,7 | –41,6 | |
| EBITDA | 16,7 | 6,0 | 10,6 | – | 6,5 | |
| Abschreibungen | –6,1 | –3,8 | –2,3 | –59,5 | –3,6 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 10,5 | 2,2 | 8,3 | – | 2,9 | |
| Finanzergebnis | 1,2 | 4,2 | –2,9 | –70,6 | –2,9 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 11,8 | 6,3 | 5,4 | 85,2 | 0,0 | |
| Gesamtvermögen | 1.395,3 | 1.161,7 | 233,7 | 20,1 | 1.065,3 | |
| Investitionen1) | 16,1 | 20,6 | –4,6 | –22,1 | 11,4 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Überaus positiv zeigten sich die Umsatzerlöse, die von 52,1 Mio. Euro um 48,7 Mio. Euro bzw. 93,5 % auf 100,8 Mio. Euro erhöht werden konnten. Ausschlaggebend dafür waren einerseits der laufende Betrieb der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr und deren fertig gestellte Erweiterung um die Linie 3 im Dezember 2009 und andererseits im Projektgeschäft gestiegene bzw. erstmalige Umsatzbeiträge von Projekten – vor allem der Natriumhypochlorit- bzw. Müllverbrennungsanlage MSZ1 in Moskau. Der Bereich der heimischen Wasserversorgung erzielte ebenfalls leicht höhere Umsatzerlöse.
Die operativen Aufwendungen stiegen deutlich um 38,1 Mio. Euro bzw. 82,7 % auf 84,1 Mio. Euro, was in erster Linie auf höhere Material- und Betriebsaufwendungen sowie höhere Personalaufwendungen aufgrund der ausgeweiteten Projekttätigkeit zurückzuführen war. Da die Steigerung der Umsatzerlöse jedoch stärker ausfiel als jene der operativen Aufwendungen, konnte ein Anstieg im EBITDA auf 16,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) erzielt werden. Die Erweiterung der Abfallverwertungsanlage Dürnrohr um die Linie 3 und die Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks in Kurjanovo, Moskau, spiegelten sich besonders in erhöhten Abschreibungen wider, dennoch lag das EBIT mit 10,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 2,2 Mio. Euro.
Trotz der Rückgänge im Finanzergebnis aufgrund der gesunkenen Ergebnisbeiträge der Abwasserbehandlungsanlagen in Zagreb sowie durch gesunkene Zinserträge aufgrund geringerer Leasingzahlungen im Projektgeschäft, konnte das Ergebnis vor Ertragsteuern um 5,4 Mio. Euro bzw. 85,2 % auf 11,8 Mio. Euro gesteigert werden.
Die Investitionen beliefen sich in der Berichtsperiode auf 16,1 Mio. Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 4,6 Mio. Euro bzw. 22,1 %. In Moskau errichtet EVN ein Blockheizkraftwerk mit einer Kapazität von 13,5 MW auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy. Die Anlage wird im Geschäftsjahr 2010/11 in Betrieb genommen.
EVN realisiert derzeit elf internationale Großprojekte im Wasser- und Abwasserbereich. Auf Zypern werden zurzeit drei Abwasserbehandlungsanlagen gebaut. Für Famagusta und Morphou werden zwei Anlagen mit einer Kapazität von 10.750 Einwohnerwerten (EW) bzw. 33.500 EW errichtet. Finanziert durch die Europäische Kommission wird die Übergabe der schlüsselfertigen Anlagen mit einem Projektvolumen von 4,0 Mio. Euro bzw. 7,4 Mio. Euro erfolgen. Nach 24 Monaten Bauzeit wird mit der Inbetriebnahme Ende 2011 gerechnet.
Im Norden der Hauptstadt Nikosia wird eine Abwasseranlage zur anschließenden zehnjährigen Betriebsführung mit einer Kapazität von etwa 270.000 EW im Konsortium mit einer lokalen Baufirma errichtet. Das Projektvolumen beträgt 45,0 Mio. Euro und die Bauzeit beläuft sich auf 27 Monate. Zusätzlich wird auch eine Schlammbehandlungsanlage mit Biogasgewinnung erbaut.
In Polen sind zwei große Aufträge in Abwicklung. Mit der schlüsselfertigen Erstellung der zweiten Phase der Hauptkläranlage Warschau mit einer Kapazität von 2.100.000 EW wurde vor kurzem begonnen. Das Projektvolumen beläuft sich auf 76,0 Mio. Euro. Die Kläranlage Kielce mit einer Kapazität von 290.000 EW steht kurz vor der Fertigstellung im April 2011. Das Projektvolumen beträgt 23,0 Mio. Euro.
In Budva, Montenegro, errichtet die EVN ein Abwasserentsorgungssystem für bis zu 130.000 EW. Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 65,0 Mio. Euro wird als BOOT-Modell realisiert. Mit der Fertigstellung wird im Dezember 2012 gerechnet.
In Litauen werden die beiden Schlammschienen mit Biogasgewinnung und Schlammtrocknung mit einer Kapazität von 200.000 EW in Siauliai und von 225.000 m³ in Vilnius errichtet. Das anfallende Biogas wird gereinigt, zwischengelagert und anschließend in Blockheizkraftwerken in elektrische und thermische Energie umgewandelt. Das Projektvolumen beträgt 20,0 Mio. Euro bzw. 45,0 Mio. Euro.
In Moskau errichtet die EVN eine Natriumhypochloritanlage mit einer Kapazität von 65.000 Tonnen am Standort Kurjanovo. Das zweite Großprojekt für die Stadt Moskau ist die Errichtung einer weiteren thermischen Abfallbehandlungsanlage mit einer Kapazität von 700.000 Tonnen und einem Gesamtvolumen von 707,7 Mio. Euro. Die EVN ist für die Finanzierung, den Bau und den Betrieb der Anlage für einen Zeitraum von zwölf Jahren nach Fertigstellung verantwortlich.
Mit 1. November 2010 hat die EVN das 26 km lange Trinkwasserortsnetz der Marktgemeinde Hadres übernommen, das die Wasserversorgung von über 1.400 Haushalten sicherstellt. Die EVN wird in den nächsten Jahren in die Sanierung und in den weiteren Ausbau der Ortsnetze investieren.
Am 4. Dezember 2010 wurden die Trinkwasser-Transportleitung Sallapulka – Geras – Langau mit einer Länge von 11,9 km und der Hochbehälter in Trautmannsdorf im Waldviertel in Betrieb genommen. Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf 1,8 Mio. Euro.
Strategische Beteiligungen und Sonstiges
Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an der RAG, BEGAS, BEWAG und der VERBUND AG. Zudem sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie auch Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem Konzerndienstleistungen innerhalb der EVN erbringen. EVN hat gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG im November/Dezember 2010 teilgenommen. Für diese Zwecke wurde ab dem ersten Quartal 2010/11 die EVN WEEV Beteiligungs GmbH als 100,0 %-Tochter der EVN vollkonsolidiert und die WEEV Beteiligungs GmbH an der EVN 50,0 % der Anteile hält, at Equity einbezogen. Die beiden Gesellschaften werden nunmehr in diesem Segment abgebildet.
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzkennzahlen | Mio. EUR | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Außenumsatz | 10,6 | 8,4 | 2,1 | 25,2 | 6,0 | |
| Innenumsatz | 15,2 | 15,0 | 0,2 | 1,0 | 16,2 | |
| Gesamtumsatz | 25,7 | 23,5 | 2,3 | 9,7 | 22,2 | |
| Operativer Aufwand | –27,1 | –22,7 | –4,3 | –19,0 | –22,9 | |
| EBITDA | –1,3 | 0,7 | –2,1 | – | –0,7 | |
| Abschreibungen | –0,5 | –0,4 | –0,1 | –10,8 | –0,4 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –1,8 | 0,3 | –2,1 | – | –1,1 | |
| Finanzergebnis | 19,4 | 4,6 | 14,8 | – | –0,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 17,6 | 4,9 | 12,7 | – | –1,2 | |
| Gesamtvermögen | 3.162,1 | 2.832,0 | 330,1 | 11,7 | 2.767,4 | |
| Investitionen1) | 0,5 | 0,1 | 0,4 | – | 0,2 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Das für dieses Segment primär relevante Finanzergebnis weist im ersten Quartal 2010/11 eine gegenüber dem Vorjahr deutlich positive Entwicklung auf, die gänzlich auf den Anstieg der Ergebnisbeiträge der at Equity einbezogenen Unternehmen zurückzuführen ist. Maßgebend dafür waren die um 16,5 Mio. Euro auf 18,3 Mio. Euro angewachsenen Ergebnisbeiträge der RAG.
Im Gegenzug dazu mussten sowohl ein rückläufiges Zins- als auch sonstiges Finanzergebnis verzeichnet werden. Das Zinsergebnis reduzierte sich durch gesunkene Zinserträge sowie höhere Zinsaufwendungen um 0,6 Mio. Euro, das sonstige Finanzergebnis, welches primär Bewertungsergebnisse umfasst, ging von 0,8 Mio. Euro auf –0,6 Mio. Euro zurück.
Per Saldo ergab sich daraus eine deutliche Erhöhung im Finanzergebnis um 14,8 Mio. Euro auf 19,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf 17,6 Mio. Euro und lag somit um 12,7 Mio. Euro über dem Wert der Vergleichsperiode.
Konzern-Zwischenabschluss nach IAS 34
Bilanz
| Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 31.12.2010 | 30.9.2010 | absolut | in % | 30.9.2009 |
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 367,2 | 361,0 | 6,2 | 1,7 | 365,2 |
| Sachanlagen | 2.837,8 | 2.818,2 | 19,6 | 0,7 | 2.653,1 |
| At Equity einbezogene assoziierte Unternehmen | 836,1 | 734,0 | 102,2 | 13,9 | 712,5 |
| Sonstige Beteiligungen | 1.141,7 | 1.077,8 | 63,9 | 5,9 | 1.409,7 |
| Aktive latente Steuern | 10,0 | 6,5 | 3,5 | 53,7 | 1,2 |
| Übrige Vermögenswerte | 788,8 | 744,8 | 44,0 | 5,9 | 619,5 |
| 5.981,5 | 5.742,1 | 239,4 | 4,2 | 5.761,2 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Vorräte | 130,9 | 135,7 | –4,8 | –3,5 | 137,3 |
| Forderungen | 589,0 | 506,0 | 83,0 | 16,4 | 579,7 |
| Wertpapiere | 272,6 | 223,8 | 48,8 | 21,8 | 86,7 |
| Liquide Mittel | 175,2 | 123,5 | 51,7 | 41,8 | 130,5 |
| 1.167,7 | 989,1 | 178,7 | 18,1 | 934,2 | |
| Summe Aktiva | 7.149,3 | 6.731,2 | 418,1 | 6,2 | 6.695,4 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | |||||
| Grundkapital | 330,0 | 300,0 | 30,0 | 10,0 | 300,0 |
| Kapitalrücklagen | 253,7 | 108,3 | 145,5 | – | 108,4 |
| Gewinnrücklagen | 1.895,9 | 1.808,0 | 87,9 | 4,9 | 1.661,4 |
| Bewertungsrücklage gem. IAS 39 | 549,7 | 473,8 | 75,9 | 16,0 | 725,4 |
| Währungsumrechnungsrücklage | –0,5 | –3,5 | 3,0 | 85,6 | –3,4 |
| Eigene Aktien | –7,0 | –7,0 | – | – | –8,0 |
| Anteile der Aktionäre der EVN AG | 3.021,8 | 2.679,5 | 342,3 | 12,8 | 2.783,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | 353,5 | 345,7 | 7,8 | 2,3 | 343,4 |
| 3.375,4 | 3.025,3 | 350,1 | 11,6 | 3.127,2 | |
| Langfristige Schulden | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.478,1 | 1.726,4 | –248,3 | –14,4 | 1.702,5 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 251,2 | 227,1 | 24,1 | 10,6 | 307,1 |
| Langfristige Rückstellungen | 449,1 | 450,0 | –0,9 | –0,2 | 444,8 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 408,1 | 397,9 | 10,2 | 2,6 | 379,1 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 55,3 | 63,1 | –7,8 | –12,3 | 90,2 |
| 2.641,8 | 2.864,5 | –222,6 | –7,8 | 2.923,7 | |
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 461,8 | 205,2 | 256,5 | – | 17,0 |
| Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | 109,0 | 63,0 | 45,9 | 72,8 | 58,7 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 338,8 | 339,3 | –0,5 | –0,1 | 328,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 105,6 | 120,6 | –15,1 | –12,5 | 83,6 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 116,9 | 113,2 | 3,7 | 3,3 | 156,5 |
| 1.132,1 | 841,5 | 290,6 | 34,5 | 644,5 | |
| Summe Passiva | 7.149,3 | 6.731,2 | 418,1 | 6,2 | 6.695,4 |
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| 2010/11 2009/10 |
Veränderung | 2008/09 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Umsatzerlöse | 802,2 | 769,2 | 33,0 | 4,3 | 736,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge1) | 18,0 | 19,2 | –1,2 | –6,2 | 23,3 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –446,9 | –448,5 | 1,6 | 0,4 | –448,1 |
| Material- und Betriebsaufwand | –103,3 | –64,0 | –39,4 | –61,6 | –64,1 |
| Personalaufwand | –79,2 | –81,0 | 1,8 | 2,3 | –81,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –32,3 | –37,8 | 5,4 | 14,4 | –32,1 |
| EBITDA | 158,4 | 157,2 | 1,3 | 0,8 | 133,5 |
| Abschreibungen | –54,4 | –62,0 | 7,6 | 12,3 | –45,6 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 104,1 | 95,1 | 8,9 | 9,4 | 87,9 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 26,7 | 7,6 | 19,1 | – | 7,7 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | – | – | – | – | – |
| Zinserträge | 9,3 | 10,1 | –0,9 | –8,6 | 13,9 |
| Zinsaufwendungen | –18,7 | –17,1 | –1,6 | –9,4 | –26,0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,2 | 2,9 | –4,0 | – | –9,6 |
| Finanzergebnis | 16,2 | 3,6 | 12,6 | – | –13,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 120,3 | 98,7 | 21,6 | 21,8 | 73,9 |
| Ertragsteuern | –24,2 | –26,9 | 2,7 | 10,0 | –16,2 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 96,1 | 71,8 | 24,2 | 33,8 | 57,7 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 8,1 | –2,3 | 10,5 | – | 2,9 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 87,9 | 74,2 | 13,8 | 18,6 | 54,8 |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | 0,51 | 0,45 | 0,06 | 11,5 | 0,34 |
1) Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen werden seit dem 4. Quartal 2009/10 als Teil der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen;
die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. 2) Verwässert ist gleich unverwässert.
Gesamtergebnisrechnung
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 96,1 | 71,8 | 24,2 | 33,8 | 57,7 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern aus | |||||
| Währungsdifferenzen | 3,0 | 0,9 | 2,1 | – | –4,1 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | 63,4 | –194,1 | 257,5 | – | –424,9 |
| Cash Flow Hedges | 14,5 | 17,2 | –2,7 | –15,9 | –44,1 |
| at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 17,5 | 2,2 | 15,2 | – | –22,9 |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse vor Ertragsteuern | 98,3 | –173,8 | 272,1 | – | –496,0 |
| darauf entfallende Ertragsteuern | –19,5 | 44,3 | –63,7 | – | 117,3 |
| Summe direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse nach Ertragsteuern | 78,9 | –129,5 | 208,4 | – | –378,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | 174,9 | –57,6 | 232,5 | – | –321,0 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 8,1 | –2,3 | 10,5 | – | 2,9 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | 166,8 | –55,3 | 222,1 | – | –323,9 |
Entwicklung des Eigenkapitals
| Mio. EUR | Anteile der Aktionäre der EVN AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 30.9.2009 | 2.783,8 | 343,4 | 3.127,2 | |
| Gesamtergebnis der Periode | –55,3 | –2,3 | –57,6 | |
| Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen | – | 0,8 | 0,8 | |
| Stand 31.12.2009 | 2.728,5 | 341,8 | 3.070,3 | |
| Stand 30.9.2010 | 2.679,5 | 345,7 | 3.025,3 | |
| Kapitalerhöhung | 175,5 | – | 175,5 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 166,8 | 8,1 | 174,9 | |
| Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges | – | –0,3 | –0,3 | |
| Stand 31.12.2010 | 3.021,8 | 353,5 | 3.375,4 |
Verkürzte Geldflussrechnung
| 2010/11 | 2009/10 | Veränderung | 2008/09 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 1. Quartal | 1. Quartal | absolut | in % | 1. Quartal |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 120,3 | 98,7 | 21,6 | 21,8 | 73,9 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 54,4 | 62,0 | –7,6 | –12,3 | 45,6 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen | –26,7 | –7,6 | –19,1 | – | –7,4 |
| +/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | 0,6 | –3,2 | 3,8 | – | 5,8 |
| – Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | –7,9 | –8,0 | 0,1 | 1,7 | –7,5 |
| –/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen | –0,9 | 4,8 | –5,7 | – | –3,9 |
| +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0,2 | –0,3 | 0,5 | – | 1,4 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 139,9 | 146,4 | –6,5 | –4,4 | 107,9 |
| – Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer Geschäftstätigkeit | –52,6 | –150,1 | 97,6 | 65,0 | –166,0 |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | –3,4 | –3,1 | –0,3 | –9,9 | –0,8 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 83,9 | –6,9 | 90,8 | – | –58,9 |
| – Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sowie aus Unternehmenserwerben |
63,7 | –87,6 | 24,0 | 27,4 | –61,2 |
| –/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –78,5 | 2,6 | –81,1 | – | –30,8 |
| –/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen | –49,2 | 46,9 | –96,1 | – | 3,4 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –191,3 | –38,1 | –153,2 | – | –88,6 |
| + Kapitalerhöhung/Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen | 175,5 | 0,8 | 174,7 | – | – |
| –/+ Veränderung von Finanzverbindlichkeiten | –7,3 | –11,7 | 4,4 | 37,8 | 150,6 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | 168,2 | –10,9 | 179,1 | – | 147,3 |
| Cash Flow gesamt | 60,8 | –55,9 | 116,7 | – | –0,2 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 89,1 | 113,6 | –24,5 | –21,6 | 94,1 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 149,9 | 57,7 | 92,2 | – | 93,9 |
Segmentberichterstattung
| I | Erzeugung | I | Netzinfrastruktur Inland |
Energiehandel und I |
-vertrieb | I | Energieversorgung Südosteuropa |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentergebnis Mio. EUR |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
| Außenumsatz | 5,7 | 10,1 | 128,4 | 122,0 | 356,4 | 354,0 | 205,2 | 225,8 |
| Innenumsatz | 22,9 | 32,6 | 11,6 | 13,5 | 12,5 | 16,3 | – | – |
| Gesamtumsatz | 28,6 | 42,7 | 140,0 | 135,6 | 368,9 | 370,3 | 205,2 | 225,8 |
| Operativer Aufwand | –16,6 | –14,2 | –65,8 | –71,9 | –323,9 | –328,0 | –192,7 | –209,6 |
| EBITDA | 11,9 | 28,5 | 74,2 | 63,7 | 45,0 | 42,3 | 12,5 | 16,2 |
| Abschreibungen | –6,0 | –16,1 | –24,0 | –23,4 | –3,3 | –3,0 | –15,0 | –15,5 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 6,0 | 12,4 | 50,2 | 40,3 | 41,7 | 39,2 | –2,5 | 0,8 |
| Finanzergebnis | –1,7 | 0,7 | –1,8 | –3,3 | 5,1 | 4,0 | –4,3 | –5,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 4,2 | 13,1 | 48,4 | 37,0 | 46,8 | 43,2 | –6,8 | –4,5 |
| Gesamtvermögen | 518,1 | 459,7 | 1.666,5 | 1.565,5 | 656,6 | 668,3 | 1.124,8 | 1.096,7 |
| Investitionen1) | 9,8 | 17,2 | 20,2 | 25,6 | 2,7 | 5,2 | 30,0 | 31,0 |
| I | Summe I |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
| 96,0 | 48,8 | 10,6 | 8,4 | – | – | 802,2 | 769,2 |
| 4,8 | 3,2 | 15,2 | 15,0 | 67,0 | 80,7 | – | – |
| 100,8 | 52,1 | 25,7 | 23,5 | 67,0 | 80,7 | 802,2 | 769,2 |
| –84,1 | –46,1 | –27,1 | –22,7 | –66,5 | –80,4 | –643,8 | –612,0 |
| 16,7 | 6,0 | –1,3 | 0,7 | 0,5 | 0,3 | 158,4 | 157,2 |
| –6,1 | –3,8 | –0,5 | –0,4 | –0,5 | –0,3 | –54,4 | –62,0 |
| 10,5 | 2,2 | –1,8 | 0,3 | – | – | 104,1 | 95,1 |
| 1,2 | 4,2 | 19,4 | 4,6 | 1,6 | 1,3 | 16,2 | 3,6 |
| 11,8 | 6,3 | 17,6 | 4,9 | 1,6 | 1,3 | 120,3 | 98,7 |
| 1.395,3 | 1.161,7 | 3.162,1 | 2.832,0 | 1.374,2 | 1.158,4 | 7.149,3 | 6.625,5 |
| 16,1 | 20,6 | 0,5 | 0,1 | 4,5 | – | 74,7 | 99,8 |
| Umwelt | I | Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
I | Konsolidierung | I |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2010 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpreta tionen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2009/10 (Bilanzstichtag: 30. September 2010) gelesen werden.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2010 wurden – abgesehen von den nachfolgend beschriebenen Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von Standards und Interpretationen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Berichterstattung nach IFRS
Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 angewendet:
| Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Interpretationen | ||
| IFRIC 15 | Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien | 1.1.2010 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 1.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden | 1.11.2009 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 1.7.2010 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 10 | Ereignisse nach der Berichtsperiode | 1.11.2009 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung | 1.2.2010 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards | 1.11.2009/1.1/ 1.7.2010 |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen | 1.1.2010 |
| IFRS 5 | Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.11.2009 |
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben | 1.7.2010 |
| IFRIC 4 | Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält | 1.1.2010 |
| diverse | Annual Improvements 2007–2009 | 1.1.2010 |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinen Kunden einen Vermögenswert beziehungsweise die Finanzmittel für die Anschaffung oder Herstellung eines solchen erhält, um den Kunden im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauerhaften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschaffen. Bei EVN sind erhaltene Baukostenbeiträge zum Teil vom Anwendungsbereich des IFRIC 18 erfasst. Die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln der EVN stehen im Einklang mit IFRIC 18. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt derzeit aber in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Angesichts der prospektiven Anwendbarkeit von IFRIC 18 und mangels Wesentlichkeit der aus neuen Baukostenbeiträgen resultierenden Auflösungsbeträge unterbleibt vorerst eine Umgliederung in die Umsatzerlöse.
Die neuen Interpretationen IFRIC 15, 17 und 19 sowie die erstmalige verpflichtende Anwendung geänderter Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.
Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit
Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, aufgrund dessen werden im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt. Der Umweltbereich ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte wird witterungsbedingt im Frühjahr gestartet. Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres sind somit im Umweltsegment in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es jedoch bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.
Prüferische Durchsicht
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. Dezember 2010 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 28 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2010: 26 inländische und 34 ausländische Tochterunternehmen). Unverändert zum letzten Bilanzstichtag wurden 35 verbundene Unternehmen aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll konsolidiert |
Quoten konsolidiert |
Equity konsolidiert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2010 | 60 | 5 | 15 | 80 |
| Neugründungen | 1 | – | 1 | 2 |
| Unternehmenserwerb | 1 | – | –1 | – |
| 31.12.2010 | 62 | 5 | 15 | 82 |
| davon ausländische Unternehmen | 34 | – | 5 | 39 |
EVN hat gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG, Wien, im November/Dezember 2010 teilgenommen. Für diese Zwecke wurde ab dem ersten Quartal 2010/11 die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, als 100,0 %-Tochter der EVN vollkonsolidiert und die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, an der EVN 50,0 % der Anteile hält, at Equity einbezogen.
Mit der Unterzeichnung des Anteilskaufvertrags am 23. Dezember 2010 erfolgte die Übernahme der restlichen 50,0 % der Geschäftsanteile an der bisher at Equity einbezogenen NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H, Maria Enzersdorf, (NÖKOM). NÖKOM erbringt Telekommunikationsdienstleistungen an den öffentlichen Bereich in Niederösterreich.
Folgende vorläufige Auswirkungen zum Fair Value ergeben sich durch den Unternehmenserwerb der NÖKOM und die damit verbundene Erstkonsolidierung auf die Konzern-Bilanz:
| Auswirkungen des Unternehmenserwerbs1) | Mio. EUR | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 5,6 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5,8 | |
| Summe Vermögenswerte | 11,4 | |
| Eigenkapital | 9,5 | |
| Langfristige Schulden | 1,2 | |
| Kurzfristige Schulden | 0,6 | |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 11,4 |
1) Im Geschäftsjahr 2009/10 fanden keine Unternehmenserwerbe statt.
Da der Unternehmenserwerb der NÖKOM am 23. Dezember 2010 stattfand, sind die Auswirkungen der Gesellschaft im Konzern-Zwischen abschluss auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Ertragsteuern unwesentlich. Aus der Bewertung der bisher gehaltenen Eigentumsanteile (Altanteile) mit dem beizulegenden Zeitwert ergab sich ein Ergebniseffekt von +1,3 Mio. Euro, der im Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen enthalten ist.
Am 22. Oktober 2010 erfolgte der Erwerb der restlichen 30,0 % an der EVN ENERTRAG Kavarna OOD, Plovdiv, Bulgarien, die bereits bisher als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurde. Darüber hinaus wurde die Gesellschaft in EVN Kavarna EOOD umbenannt.
Ausgewählte Anhangsangaben zur Bilanz
Im ersten Quartal 2010/11 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 74,7 Mio. Euro (Vorjahr: 99,8 Mio. Euro) erworben. Demgegenüber wurden Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) veräußert. Dabei wurde ein Veräußerungsverlust in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,5 Mio. Euro) erzielt.
Die Position at Equity einbezogene assoziierte Unternehmen erhöhte sich um 102,2 Mio. Euro bzw. 13,9 % auf 836,1 Mio. Euro. Diese Erhöhung resultierte mit 59,8 Mio. Euro aus Zugängen im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für die Kraftwerksprojekte Ashta in Albanien und Walsum in Deutschland sowie der Teilnahme an der Kapitalerhöhung der VERBUND AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG, Wien, und dem laufenden Ergebnisanteil in Höhe von 26,7 Mio. Euro. Darüber hinaus ergaben sich noch Änderungen im Zusammenhang mit erfolgsneutralen Wertänderungen und Währungsdifferenzen sowie Abgängen aufgrund der nunmehrigen Vollkonsolidierung der NÖKOM.
Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 1.141,7 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.118,3 Mio. Euro, die sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 63,4 Mio. Euro erhöhten. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet.
Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, woraus nach Abzug der Nebenkosten ein Nettoemissionserlös von rund 175,5 Mio. Euro resultierte. Erster Handelstag der neuen Aktien an der Wiener Börse war der 2. November 2010.
Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung, die am 30. Oktober 2010 im Firmenbuch eingetragen wurde, von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Ebenso erhöhten sich daraus die Kapitalrücklagen um 145,5 Mio. Euro auf 253,7 Mio. Euro.
Nach der durchgeführten Kapitalerhöhung betrug die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum Stichtag 31. Dezember 2010 179.878.402 Stück. Zum Stichtag wurden unverändert 467.328 Stück eigene Aktien (das sind nunmehr 0,26 % des Grundkapitals; 30. September 2010: 0,29 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 7,0 Mio. Euro und einem Kurswert von 5,8 Mio. Euro (30. September 2010: 5,3 Mio. Euro) gehalten, die für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Abzug gebracht wurden. Daraus resultierte eine gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 173.960.213 Stück für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie für das erste Quartal 2010/11 (erstes Quartal 2009/10: 162.990.956 Stück). Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.
Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 20. Jänner 2011 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2009/10 eine Dividende in Höhe von 0,40 Euro je Aktie auszuschütten, was unter Einbezug der dividendenberechtigten Aktien aus der Kapitalerhöhung eine Gesamtdividendenzahlung von 71,8 Mio. Euro ergab.
Die Zusammensetzung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten entwickelte sich wie folgt:
| Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten | Mio. EUR | 31.12.2010 | 30.9.2010 |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 591,6 | 835,3 | |
| Bankdarlehen | 886,5 | 891,1 | |
| Summe | 1.478,1 | 1.726,4 |
Die mit 5,25 % verzinste EUR-Anleihe (Laufzeit 2001 – 2011, Nominale 262,9 Mio. Euro) mit einem Buchwert von 265,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010 wurde aufgrund ihrer Fälligkeit per 14. Dezember 2011 in den kurzfristigen Bereich umgegliedert. Demgegenüber stand eine bewertungsbedingte Erhöhung der Anleihen zum Stichtag. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleihenverbindlichkeit stand im Wesentlichen eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber.
Bei den Bankdarlehen standen den laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 24,5 Mio. Euro im Wesentlichen Kreditziehungen für die Finanzierung der Errichtung einer Natriumhypochloritanlage in Moskau und des Investitionsprogramms in Mazedonien gegenüber.
Ausgewählte Anhangsangaben zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:
| Zusammensetzung des Beteiligungsergebnisses Mio. EUR |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
|---|---|---|
| RAG1) | 17,7 | 1,1 |
| EconGas | 5,4 | 3,5 |
| ZOV; ZOV UIP | 1,5 | 2,1 |
| BEWAG; BEGAS2) | 0,7 | 0,7 |
| NÖKOM | 1,1 | – |
| Andere Gesellschaften | 0,3 | 0,3 |
| Ergebnis der at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | 26,7 | 7,6 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | – | – |
| Beteiligungsergebnis | 26,7 | 7,6 |
1) Indirekt über RBG gehalten.
2) Jeweils 49,0 % an BEWAG und BEGAS werden indirekt über die BUHO gehalten.
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien von 173.960.213 Stück (31. Dezember 2009: 162.990.956 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch potenzielle Aktien aufgrund von Aktienoptionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie entspricht. Auf Basis des Konzernergebnisses von 87,9 Mio. Euro (31. Dezember 2009: 74,2 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. Dezember 2010 ein Ergebnis je Aktie von 0,51 Euro (31. Dezember 2009: 0,45 Euro).
Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung
Die Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,0 Mio. Euro) geleistet.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Eine Änderung im Kreis der nahestehenden Unternehmen gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergab sich im ersten Quartal 2010/11 aufgrund der Übernahme der restlichen 50,0 % an der vormals at Equity einbezogenen NÖKOM und der nunmehrigen Berücksichtigung der Gesellschaft als vollkonsolidiertes Unternehmen im Konsolidierungskreis. Ansonsten blieb der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen gegenüber dem letzten Konzernabschluss im Wesentlichen unverändert.
Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:
| Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen Mio. EUR |
2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
|---|---|---|
| Umsätze | 70,0 | 97,3 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 241,2 | 210,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56,4 | 85,31) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19,1 | 11,51) |
1) Wert zum 30.9.2010.
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2010 um 26,2 Mio. Euro auf 986,7 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen und zum anderen aus einer Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften. Bei der Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften liegt eine stichtagsbezogene Ausweitung des Energiehandels zugrunde.
Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden betreffend die für e&t Energie Handelsgesellschaft mbH abgegebenen Garantien in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. Dezember 2010 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 11,4 Mio. Euro (30. September 2010: 15,9 Mio. Euro). Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 391,5 Mio. Euro (30. September 2010: 379,5 Mio. Euro).
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Zwischen dem Quartalsstichtag 31. Dezember 2010 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 24. Februar 2011 traten folgende Ereignisse auf:
Im Strom- und Gasbereich werden die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch Beschluss der E-Control-Kommission angepasst. Daraus resultierend wurden per 1. Jänner 2011 die Stromnetztarife um rund 1,0 % und die Gasnetztarife in der Netzebene 3 (Haushalt und Gewerbe) bzw. Netzebene 2 (Industrie und KMU) um rund 10,5 % bzw. 11,0 % erhöht. Die kundenindividuellen Auswirkungen sind jedoch vom jeweiligen Abnahmeverhalten und von technischen Gegebenheiten abhängig.
Die für 1. Jänner 2011 erwartete Anpassung der Endkundenpreise für Strom in Mazedonien wurde von der ERC (Energy Regulatory Commission) verschoben, da diese die Tarifentscheidung auf Basis des noch nicht durch das Parlament verifizierten neuen Energiegesetzes treffen will. Am 3. Februar 2011 verabschiedete das mazedonische Parlament das neue Energiegesetz, das die Forderungen der Energy Community zur Etablierung des liberaliserten Strommarkts erfüllt. Aus derzeitiger Sicht wird ein Inkrafttreten der neuen Tarife mit 1. März 2011 erwartet.
Die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. 0,40 Euro je Aktie wurde von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und in der 82. Hauptversammlung am 20. Jänner 2011 beschlossen. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2011.
Ebenfalls in der 82. Hauptversammlung der EVN wurde, neben den Wahlen des Aufsichtsrats, eine Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat von 13 auf 10 Mitglieder beschlossen. Einschließlich der Reduktion der Arbeitnehmervertreter reduzierte sich daher die Gesamtzahl der EVN Aufsichtsräte von zuvor 20 auf 15 Mitglieder.
Am 20. Jänner 2011 hat der Aufsichtsrat der EVN AG in seiner Sitzung Dr. Peter Layr zum neuen Sprecher des Vorstands ernannt. Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA wurde vom Aufsichtsrat für fünf Jahre in den Vorstand der EVN AG bestellt, und Dr. Burkhard Hofer wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zur optimalen Bewältigung der künftigen Herausforderungen hat der Aufsichtsrat – den Prinzipien der Kontinuität und Stabilität Rechnung tragend – auch Anpassungen in der Geschäftsordnung vorgenommen. So werden insbesondere die gesamten energietechnischen Agenden in den Bereich des Vorstandssprechers integriert. Dr. Peter Layr wird künftig neben dem Netzbereich in Österreich auch den Kraftwerksbereich der EVN verantworten. Neben dem energiewirtschaftlichen Bereich sowie den Segmenten Energiehandel und -vertrieb und Energieversorgung Südosteuropa werden die betriebsund finanzwirtschaftlichen Agenden und die Unternehmenskommunikation Mag. Stefan Szyszkowitz übertragen. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher wird künftig das gesamte Umweltgeschäft der EVN verantworten.
Die EVN Aktie
Die Weltwirtschaft hat sich in der Berichtsperiode von der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise weiter erholt. Es bestehen jedoch auch künftig große regionale Wachstumsunterschiede. Während die Wirtschaft in Deutschland und Österreich expandiert, ist die konjunkturelle Erholung in Südeuropa verhalten. Die Prognosen gehen davon aus, dass diese Diskrepanz im Konjunkturverlauf auch in den nächsten Quartalen bestehen bleibt.
Die anhaltend herausfordernde Situation veranlasste die Notenbanken ihre Leitzinsen auf niedrigem Niveau zu halten. Erst für den Jahreswechsel 2011/12 ist in der Eurozone mit einem Anstieg des Leitzinsniveaus zu rechnen.
Die internationalen Aktienmärkte waren von Oktober bis Dezember 2010 von einem deutlichen – jedoch volatilen – Aufwärtstrend geprägt.
Vom 1. Oktober 2010 bis 31. Dezember 2010 verzeichnete der deutsche Aktienindex DAX einen Anstieg in Höhe von 11,0 %, der amerikanische Leitindex Dow Jones konnte um 7,3 % zulegen. Der Wiener Leitindex ATX wies in dieser Periode ebenfalls eine deutliche Erhöhung von 14,3 % aus. Der für die EVN AG relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities verzeichnete dagegen lediglich einen Anstieg von 3,3 %. Auch die Aktie der EVN AG profitierte von diesem positiven Umfeld und verzeichnete einen Kursaufschwung von 9,1 %. Die EVN Aktie notierte per 31. Dezember 2010 bei 12,49 Euro, was einer Marktkapitalisierung von rund 2,2 Mrd. Euro entspricht.
Das tägliche Handelsvolumen in EVN Aktien hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen Vergleichsperioden, aufgrund der Kapitalerhöhung im ersten Quartal, erheblich erhöht und belief sich auf 258.894 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen der Aktie betrug an der Wiener Börse 184 Mio. Euro (Einmalzählung). Dies entspricht zugleich einem Anteil von 2,01 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse. Per Ende Dezember 2010 lag die Gewichtung der EVN Aktie im ATX bei 1,15 %.
Kursentwicklung der EVN Aktie im relativen Vergleich
| EVN Aktie – Indexgewichtung | 31.12.2010 |
|---|---|
| ATX | 1,15 % |
| WBI (Wiener Börse Index) | 2,43 % |
| EVN Aktie – Performance | 2010/11 1. Quartal |
2009/10 1. Quartal |
2008/09 1. Quartal |
|
|---|---|---|---|---|
| Kurs per Ultimo Dezember | EUR | 12,49 | 13,15 | 11,00 |
| Höchstkurs | EUR | 12,49 | 13,74 | 16,00 |
| Tiefstkurs | EUR | 10,90 | 12,51 | 10,11 |
| Aktienumsatz1) | Mio. EUR | 184 | 43 | 46 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz1) | Stück | 258.894 | 54.971 | 61.373 |
| Anteil am Gesamtumsatz1) | % | 2,01 | 0,41 | 0,45 |
| Börsekapitalisierung per Ultimo Dezember | Mio. EUR | 2.246 | 2.150 | 1.799 |
1) Wiener Börse, Einmalzählung.
In der 82. Hauptversammlung am 20. Jänner 2011 wurde die Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2009/10 in Höhe von 71,8 Mio. Euro bzw. 0,40 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 25. Jänner 2011, die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2011. Des weiteren wurde eine Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat von 13 auf 10 Mitglieder beschlossen. Es reduzierte sich die Gesamtzahl der EVN Aufsichtsräte einschließlich der Arbeitnehmervertreter von zuvor 20 auf 15 Mitglieder. Die neu bestellten Organe sind im Detail unter www.evn.at angeführt.
Am 27. Oktober 2010 beschloss der Vorstand der EVN AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durch die Ausgabe von 16.352.582 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Bezugsrechten im Verhältnis 10:1. Das Grundkapital wurde mit der Durchführung der Kapitalerhöhung von 300,0 Mio. Euro um 10,0 % auf 330,0 Mio. Euro erhöht. Der Bezugspreis pro Aktie wurde mit 11,00 Euro pro Aktie festgelegt, die Bezugsfrist für die Aktionäre der EVN AG lief vom 29. Oktober bis einschließlich 12. November 2010. EVN floss aus der Kapitelerhöhung ein Nettoemissionserlös von 175,5 Mio. Euro zu, der zur Stärkung der Bilanz und Unterstützung des Ratings der EVN sowie für Investitionen in erneuerbare Energieprojekte in Niederösterreich und den Ausbau von Wasserkraft außerhalb Niederösterreichs in Österreich und in angrenzenden Ländern verwendet wird.
Im ersten Quartal 2010/11 kam es daher zu einer Veränderung in der Aktionärsstruktur der EVN AG: Unverändert werden 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten, zweitgrößter Aktionär ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, deren Anteil sich von 35,7 % auf 32,5 % verwässerte. Die restlichen 16,5 % befinden sich in Streubesitz.
Finanzkalender1)
| Ergebnis 1. Halbjahr 2010/11 | 26.05.2011 |
|---|---|
| Ergebnis 1.–3. Quartal 2010/11 | 25.08.2011 |
| Jahresergebnis 2010/11 | 15.12.2011 |
| 1) vorläufig. |
EVN Aktie – Basisinformation
| 330.000.000,00 EUR |
|---|
| 179.878.402 nennwertlose Stückaktien |
| ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053 |
| EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR) |
| Wien |
| Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon |
| A3, stabil (Moody's); A–, negative (Standard & Poor's) |
EVN AG
Direktion
EVN Platz 2344 Maria Enzersdorf Telefon +43 2236 200-0 Telefax +43 2236 200-2030
Investor Relations
Dr. Klára Székffy Telefon +43 2236 200-12745 Telefax +43 2236 200-82745 [email protected]
Service-Telefon für Anleger/innen 0800 800 200
Service-Telefon für Kunden/innen 0800 800 100
Online-Aktionärsbrief http://www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2011-Q1
Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at
Dieses Druckprodukt wurde auf umweltfreundlichem Papier gedruckt. Die Produktion erfolgte mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern unter Berücksichtigung der strengen Öko-Richtlinien von greenprint*. Die bei der Papier- und Druckproduktion entstandenen CO2-Emissionen wurden durch Erwerb von Gold Standard Zertifikaten neutralisiert. Der Beitrag fließt in ein vom WWF ausgewähltes Klimaschutzprojekt in Indien. Gedruckt und gebunden in Österreich durch gugler cross media.