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EVN AG — Annual Report 2015
Feb 3, 2016
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Annual Report
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Ganzheitsbericht 2014 /15
EVN Zukunftslabor @ EVN_Zukunftslabor
Die Welt von morgen? #Wir_haben_Antworten
EVN Jahresfinanzbericht 2014/15 gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz
Inhaltsverzeichnis
| Konzernlagebericht 2014/15 | 1 |
|---|---|
| ---------------------------- | --- |
- 1 Energiepolitisches Umfeld
- 4 Wirtschaftliches Umfeld
- 5 Energiewirtschaftliches Umfeld
- 6 Geschäftsentwicklung
- 13 Nichtfinanzielle Kennzahlen
- 15 Risikomanagement
- 20 Aktienstruktur und Angaben zum Kapital Angaben gemäß § 243a Z1
- Unternehmensgesetzbuch (UGB) 21 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015/16
Konzernabschluss 2014/15 23
- 24 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
- 25 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- 26 Konzern-Bilanz
- 27 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
- 28 Konzern-Geldflussrechnung
- 29 Konzernanhang
- 100 Bestätigungsvermerk
Jahresabschluss der EVN AG 2014/15
| nach UGB | 102 |
|---|---|
- 104 Lagebericht
- 118 Jahresabschluss
- 127 Bestätigungsvermerk
- 129 Anhang
- 145 Bericht des Aufsichtsrats
Erklärung des Vorstands
gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 148
Konzernlagebericht
Energiepolitisches Umfeld
Europäische Energie- und Klimapolitik
Energieunion
Eines der Ziele der neuen EU-Kommission unter Präsident Juncker ist das Maßnahmenpaket zur so genannten "Energieunion". Ein wesentliches Anliegen im Rahmen der SchaDung dieser Energieunion ist die Abstimmung nationaler energiepolitischer Maßnahmen. Damit soll ein vollständig integrierter Binnenmarkt bei gleichzeitiger Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Erreichung der Klimaziele ermöglicht werden.
Europäische Klimapolitik
Die europäische Klimapolitik verfolgt das Ziel, den Treibhausgasausstoß in der EU bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Stand des Jahres 1990 um zumindest 40 % zu reduzieren. Dieses Ziel soll durch eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie am Gesamtenergiemix auf 27 % im Jahr 2030 erreicht werden. Weiters ist eine Steigerung der EnergieeZzienz gegenüber 2007 um 20 % bis zum Jahr 2020 und um 27 % bis zum Jahr 2030 beabsichtigt.
Emissionshandel
Nach dem Beschluss über die Verschiebung der Versteigerung von 900 Mio. CO2 -Emissionszertifikaten in die Jahre 2019 und 2020 ("Backloading") legte das Europäische Parlament eine Verknappung der Zertifikate ab dem Jahr 2019 fest. Konkret sollen 1,5 Mio. Zertifikate in eine Marktstabilisierungsreserve übergeführt werden, die künftig dazu dienen soll, dem Markt je nach konjunktureller Lage Emissionszertifikate zu entziehen oder zuzuführen. Im Juli 2015 legte die Europäische Kommission nunmehr einen legislativen Vorschlag zur weiteren Reform des europäischen Emissionshandels (EU ETS) für die vierte Handelsperiode – das betriDt den Zeitraum 2021 bis 2030 – vor. Vorgeschlagen wurde eine Anhebung des linearen Reduktionsfaktors, um den die Obergrenze für die zulässigen jährlichen CO2 -Emissionen ab dem Jahr 2021 gesenkt werden soll, von 1,74 % auf 2,2 %.
Zuteilung von CO2 -Emissionszertifikaten
Im Bereich der Stromproduktion bezieht die EVN 100 % der benötigten Emissionszertifikate über den Markt. In der Wärmeproduktion begann im Jahr 2013 die Gratiszuteilung von Zertifikaten im Ausmaß von 80 % des im Vorfeld ermittelten CO2 -Ausstoßes je Produktionsanlage. Bis zum Jahr 2020 ist eine lineare Reduktion der Gratiszuteilung auf 30 % der Anlagenemissionen vorgesehen. Darüber hinaus wird der Umfang der Zertifikatszuteilung auch im Fall einer erheblichen Reduktion der Wärmeproduktion gekürzt.
GRI-Indikator: Kontingent der CO2 -Emissions zertifikate (EU5)
Sommerpaket
Im Rahmen des im Juli 2015 veröDentlichten so genannten "Sommerpakets" wurde neben dem Vorschlag zum Emissionshandel auch ein Legislativvorschlag zur Erneuerung der EnergieeZzienzkennzeichnungsverordnung vorgelegt. Das Paket umfasst auch mehrere nichtlegislative Vorschläge und Konsultationen zu den Themen "Umgestaltung des europäischen Strommarkts", "Versorgungssicherheit" und "Endkundenmarkt". So wird etwa eine stärkere Involvierung der Endkunden angestrebt, damit diese von einem aktiven Verhalten im Markt und von neuen Technologien profitieren können.
Österreichische Energie- und Klimapolitik EnergieeDzienzgesetz
Ziel des EnergieeZzienzgesetzes ist es, gemäß den Vorgaben der EU die EnergieeZzienz (im Vergleich zum Jahr 2007) bis zum Jahr 2020 um 20 % zu verbessern.
In Österreich sind Energielieferanten seit dem 1. Jänner 2015 verpflichtet, die Durchführung von EnergieeZzienzmaßnahmen bei Endkunden im Umfang von 0,6 % ihrer Energieabsätze des Vorjahres nachzuweisen. Falls dieses Ziel verfehlt wird, hat der Energielieferant einen schuldbefreienden Ausgleichsbetrag von 0,20 Euro/kWh zu entrichten, der in einen Fonds zur Finanzierung von Energiesparprojekten und Projekten zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger fließt.
Im April 2015 wurde die Österreichische Energieagentur mit der Aufgabe der Nationalen EnergieeZzienz-Monitoring-Stelle betraut. In dieser Funktion hat die Österreichische Energieagentur die Bewertung von EZzienzmaßnahmen und deren Überwachung vorzunehmen. Eine erste Zielbewertung durch die Monitoring-Stelle erfolgt im Februar 2016.
Die EVN hat mit ihrem Angebot an Energiedienstleistungen schon wesentliche Schritte zur Erfüllung der EnergieeZzienzvorgaben gesetzt.
Energiestrategie 2030
Die österreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eine Energiestrategie bis zum Jahr 2030 zu definieren. Das angestrebte Energiesystem soll eZzient, leistbar und sozial verträglich sein. Als Ziele wurden die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit sowie eine intakte Umwelt definiert. Die EVN unterstützt die genannten Ziele und trägt mit ihrem auf den Heimmarkt Niederösterreich fokussierten Investitionsprogramm zu deren Umsetzung bei.
Regulierungsmodell für den Strom- und Gasnetzbetrieb
| in Österreich | Strom (aktuell) | Erdgas (aktuell) |
|---|---|---|
| Regulierungsbehörde | Energie-Control Austria | Energie-Control Austria |
| Beginn der aktuellen Regulierungsperiode | 01.01.2014 | 01.01.2013 |
| Dauer der Regulierungsperiode | 5 Jahre | 5 Jahre |
| Beginn der nächsten Regulierungsperiode | 01.01.2019 | 01.01.2018 |
| Regulierungsmethode | Erlösobergrenze | Erlösobergrenze |
| Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern, nominal1) | 6,42 % | 6,42 % |
| Genereller Produktivitätsfaktor | 1,25 % | 1,95 % |
| Individueller Produktivitätsfaktor | 0,36 % | 0,00 % |
| Inflation2) | Jährliche Anpassung | Jährliche Anpassung |
1) Die verzinsliche Kapitalbasis wird durch die Regulatory Asset Base (RAB) bestimmt.
2) Die jährliche Anpassung für Strom orientiert sich am Verbraucherpreis- und Baupreisindex, jene für Erdgas zusätzlich am Tariflohnindex.
Stromkennzeichnungspflicht
Die mit 6. August 2013 veröDentlichte Novelle des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts-und-organisationsgesetz) sieht in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind gemäß Stromkennzeichnungsverordnungs-Novelle 2013 verpflichtet, ab 1. April 2014 den Pumpstromeinsatz mit Nachweisen für die Stromherkunft zu belegen.
Die gesetzlich verpflichtende Stromkennzeichnung auf den Rechnungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG wurde durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs gesellschaft, Wien, geprüft. Die Umweltauswirkungen des Versorgungsmix der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG im Jahr 2014/15 beliefen sich auf 116,46 g/kWh CO2 -Emissionen (Vorjahr: 233,05 g/kWh) und 0 mg/kWh (Vorjahr: 0 mg/kWh) radioaktiven Abfall.
GRI-Indikator: Gesetzlich vorgeschriebene Informationen über Produkte und Dienstleistungen (G4-PR3)
Regulatorisches Umfeld
Österreich
In Österreich begannen für Erdgas am 1. Jänner 2013 und für Strom am 1. Jänner 2014 neue Regulierungsperioden. Beide Perioden laufen über fünf Jahre. Wesentlicher Faktor im angewendeten Regulierungsmodell ist neben dem gewichteten Kapitalkostensatz der individuelle Produktivitätsfaktor. Dies ist die für das Unternehmen individuell geltende Kostensenkungsvorgabe. Die Netzgesellschaft der EVN wird vom Regulator im Branchenvergleich hinsichtlich der Produktivität in der oberen Bandbreite bewertet.
Bulgarien
In Bulgarien werden die Haushalts- und Gewerbekunden zu regulierten Preisen beliefert, während die Geschäftskunden sukzessive in den liberalisierten Markt übergeführt werden. In diesem Kundensegment tritt die EVN mit ihrer Handelstochter EVN Trading South East Europe EAD auf. Die EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD, die auch die Haushalts- und Gewerbekunden beliefert, ist "Supplier of last Resort" und versorgt jene Kunden im liberalisierten Marktsegment, die keinen anderen Anbieter auswählen oder vom gewählten Anbieter unverschuldet keinen Strom beziehen können.
Mit Wirkung vom 1. August 2015 senkte der bulgarische Energieregulator die Tarife für Endkunden um durchschnittlich 0,4 %. Die Rückführung der Verbindlichkeit, die zur Aufrollung von Erlösen aus vergangenen Perioden gebildet wurde, wurde für die laufende Regulierungsperiode ausgesetzt. Mit diesem Schritt gibt der Regulator den Verteilgesellschaften die Möglichkeit, ihre Aktivitäten auszubauen und die Servicequalität zu erhöhen.
Bereits im Geschäftsjahr 2013/14 war die EVN mit einem Verwaltungsverfahren konfrontiert gewesen, das von der lokalen Regulierungsbehörde eingeleitet wurde und auf einen Lizenzentzug für die bulgarische Stromvertriebstochter EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD abzielte. Das Verfahren wurde bislang noch immer nicht eingestellt. Die EVN wird ihre Ansprüche in dem aus ihrer Sicht ungerechtfertigten Verfahren mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln wahren.
Ein im Juni 2013 eingeleitetes Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten "International Centre for the Settlement of Investment Disputes" (ICSID) wird weiterhin aktiv verfolgt.
| Regulierungsmodell für Netznutzungstarife in Bulgarien und Mazedonien |
Bulgarien Strom |
Bulgarien Wärme |
Mazedonien Strom |
|---|---|---|---|
| Regulierungsbehörde | Energy and Water Regulatory Commission (EWRC) |
Energy and Water Regulatory Commission (EWRC) |
Energy Regulatory Commission (ERC) |
| Anfang der Regulierungsperiode | 01.08.2015 | 01.07.2015 | 01.01.2015 |
| Nächste regulatorische Anpassung | 01.08.2018 | 01.07.2016 | 01.01.2018 |
| Dauer der Regulierungsperiode | 3 Jahre | 1 Jahr | 3 Jahre |
| Regulierungsmethode1) | Erlösobergrenze | Kapitalverzinsung | Erlösobergrenze |
| Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern, nominal |
7,0 % | 5,1 % | 6,6 % |
| Anerkannte Netzverluste | 8,0 % | 30,0 % | 14,0 % |
| Produktivitätsfaktor | Ja | Ja | Nein |
| Investitionsfaktor2) | Ja | Nein | Nein |
1) Die Erlösobergrenze umfasst die anerkannten operativen Kosten, die Abschreibungen und die angemessene Kapitalrendite auf die verzinsliche Kapitalbasis (RAB – Regulatory Asset Base).
2) Jährliche Überprüfung und Genehmigung des Investitionsplans durch Regulierungsbehörde
Mazedonien
Seit 1. Jänner 2014 ist die Entflechtung ("Unbundling") der einzelnen Geschäftsfelder im Energiegeschäft in Mazedonien umgesetzt. Die EVN hat zur Erfüllung der damit verbundenen Anforderungen eine Vertriebsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL) und eine Produktionsgesellschaft (EVN Macedonia Elektrani DOOEL) gegründet. Die beiden Gesellschaften bestehen zusätzlich zur bereits bestehenden EVN Macedonia AD, die weiterhin als Netzgesellschaft fungiert.
Die Liberalisierung des Strommarkts wird in Mazedonien schrittweise – und zwar abhängig vom Jahresstromverbrauch der Abnehmer – bis Juli 2020 umgesetzt. Am 1. Juli 2015 wurden die Tarife für die nachfolgenden zwölf Monate festgelegt. Der Endkundenpreis wurde dabei um 0,3 % gesenkt, zudem wurden die Kosten der geplanten Liberalisierungsschritte nicht berücksichtigt.
Kroatien
Während der kroatische Gasmarkt für Business-Kunden bereits seit 2012 liberalisiert ist, wurde die Liberalisierung für Haushaltskunden bis 31. März 2017 aufgeschoben. Die Lieferung an Haushaltskunden erfolgt somit weiterhin zu regulierten Tarifen. Für die Periode vom 1. April 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurden die Haushaltstarife um durchschnittlich 7,7 % verringert.
Seitens des Regulators wurden neue Netzregeln für Übertragungsund Verteilnetzbetreiber sowie neue Gasmarktregeln erlassen. Diese dienen der Verbesserung der Regulierung sowie der Implementierung von Bilanzenergieregeln im gesamten Gasmarkt. Letztere ist Teil der Harmonisierung der kroatischen Regulierungsbestimmungen mit jenen der umgebenden Gasmärkte sowie den EU-Richtlinien. EVN Croatia konnte die Ausgleichsenergierisiken im Gaspreis berücksichtigen und an den Bilanzgruppenverantwortlichen weitergeben. Dadurch wird für die Verteilgesellschaft das Ausgleichsenergierisiko vermieden.
| BIP-Wachstum | % | 2016f | 2015e | 2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EU-281) 2) | 1,9–2,0 | 1,7–1,9 | 1,3–1,4 | 0,1 | –0,5 | |
| Österreich2) 3) | 1,4–1,6 | 0,7 | 0,4 | 0,3 | 0,9 | |
| Bulgarien1) 2) 4) | 1,5–2,3 | 1,1–2,0 | 1,7 | 1,1 | 0,5 | |
| Kroatien1) 2) 4) 6) | 1,0–1,4 | 0,5–1,1 | –0,4 | –0,9 | –2,2 | |
| Mazedonien5) 6) | 3,2–3,8 | 3,2–3,5 | 3,5–3,8 | 2,7 | –0,4 | |
1) Quelle: "European Economic Forecast, Autumn 2015", EU-Kommission, November 2015
2) Quelle: "Prognose der österreichischen Wirtschaft 2015–2016", IHS, September 2015
3) Quelle: "Prognose für 2015 bis 2016: Österreichs Wirtschaft gewinnt etwas an Dynamik", WIFO, September 2015
4) Quelle: "Strategie Österreich & CEE 4. Quartal 2015", Raiffeisen Research, Oktober 2015
5) Quelle: "Global Economic Prospects", World Bank, Juni 2015
6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, Oktober 2015
Wirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf 2015 – nicht zuletzt belastet durch die Turbulenzen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China – sehr volatil. Wirtschaftsforscher gehen für das Gesamtjahr 2015 von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,0 % bis 3,5 % aus. Für die chinesische Wirtschaft werden aktuell Wachstumsraten von rund 7 % vorausgesagt – und damit der niedrigste Wert seit 1990. Zusätzlich befinden sich große Volkswirtschaften wie Russland oder Brasilien in einer Rezession. Die USA und der Euroraum hingegen verzeichnen steigende Wachstumsraten. Europa profitiert dabei von den erfolgreichen Reformen in ehemaligen Krisenländern wie Irland oder Spanien; zusätzlich positiv wirken konjunkturstützende Faktoren wie der niedrigere Ölpreis, der schwächere Euro sowie die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank. Vor diesem Hintergrund wird für die Eurozone für 2015 eine Wachstumsrate von 1,7 % bis 1,9 %, für 2016 ein Zuwachs zwischen 1,9 % und 2,0 % erwartet.
Die Wirtschaft in Österreich wächst 2015 nur schwach. Trotz des niedrigen Zinsniveaus sind heimische Unternehmen sehr vorsichtig in ihren Investitionsentscheidungen. Zusätzlich stagnierte der Privatkonsum der Haushalte. Erst im kommenden Jahr dürfte sich der Wachstumsrückstand gegenüber dem Durchschnitt des Euroraums etwas verringern. So sollte der Konsum der privaten Haushalte 2016 aufgrund der Einkommensentlastung durch die Steuerreform 2015/16 und der Ausweitung der Beschäftigung wieder zunehmen. Angesichts dieses Umfelds rechnen die Wirtschaftsforscher für 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 %, das sich 2016 auf 1,4 % bis 1,6 % etwas beschleunigen soll.
In Bulgarien hat das BIP im Berichtszeitraum weiter zugenommen. Die größten Impulse gingen hier von den Nettoexporten und den Investitionsaktivitäten aus, während sich die Nachfrage der Privathaushalte nur leicht erhöhte. Die laufende Stabilisierung des bulgarischen Arbeitsmarkts und der Staatsfinanzen dürfte sich dank der positiven BIP-Dynamik wie erwartet auch 2015 und 2016 in gemäßigtem Tempo fortsetzen. Für 2015 wird aktuell ein Wirtschaftswachstum von 1,1 % bis 2,0 % erwartet. Dieser positive Trend soll auch 2016 weiter anhalten und sich in einer Wachstumsrate zwischen 1,5 % und 2,3 % niederschlagen.
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Kroatien bestätigen das Einsetzen einer moderaten Erholung. Wichtigster Wachstumsträger ist hier bisher die gesteigerte Exporttätigkeit, während von der Binnennachfrage erst ab 2016 stärkere Impulse erwartet werden. Aus aktueller Perspektive dürfte 2015 zudem das erfolgreichste Tourismusjahr aller Zeiten gewesen sein. In nächster Zeit wird nun auch mit einem Rückgang der aktuell hohen Arbeitslosigkeit gerechnet. Für das laufende Jahr 2015 gehen die Wirtschaftsforscher von einem Wachstum des BIP zwischen 0,5 % und 1,1 % aus, 2016 dürfte der Zuwachs zwischen 1,0 % und 1,4 % liegen.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 % war Mazedonien im Jahr 2014 regionaler Spitzenreiter. Verantwortlich dafür war vor allem die solide Investitionsnachfrage, die von öDentlichen Infrastrukturprojekten profitiert. Hinzu kam ein kräftiger Anstieg der Exporte. Ungeachtet dieser vergleichsweise robusten Wirtschaftsentwicklung liegt die Arbeitslosigkeit jedoch auf unverändert hohem Niveau. 2015 dürfte die Wirtschaftsleistung Mazedoniens um 3,2 % bis 3,5 % zulegen, während die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2016 zwischen 3,2 % und 3,8 % liegen.
| +/– | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Energiewirtschaftliches Umfeld – Kennzahlen | 2014/15 | 2013/14 | in % | 2012/13 | |
| Temperaturbedingter Energiebedarf1) | % | ||||
| Österreich | 88,1 | 86,9 | 1,2 | 107,5 | |
| Bulgarien | 94,6 | 80,4 | 14,2 | 88,0 | |
| Mazedonien | 99,9 | 89,4 | 10,4 | 95,1 | |
| Primärenergie und CO2 -Emissionszertifikate |
|||||
| Rohöl – Brent | EUR/Barrel | 52,7 | 79,7 | –33,9 | 82,9 |
| Erdgas – NCG2) | EUR/MWh | 21,4 | 22,1 | –3,0 | 26,9 |
| Steinkohle – API#23) | EUR/t | 53,9 | 59,5 | –9,5 | 63,1 |
| CO2 -Emissionszertifikate (2./3. Periode) |
EUR/t | 7,2 | 5,2 | 38,8 | 5,3 |
| Strom – EEX Forwardmarkt 4) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 34,9 | 38,6 | –3,8 | 47,5 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 43,8 | 49,2 | –5,4 | 58,8 |
| Strom – EPEX Spotmarkt 5) | |||||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 32,1 | 33,5 | –4,1 | 38,8 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 39,8 | 42,2 | –5,6 | 49,9 |
1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2012 und
in Mazedonien jenem von 2001 bis 2010; ausgewiesene Veränderungen in Prozentpunkten.
2) Net Connect Germany (NCG) – Börsepreis für Erdgas an der EEX (European Energy Exchange)
3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)
4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange)
5) EPEX Spot – European Power Exchange
Energiewirtschaftliches Umfeld
Die energiewirtschaftliche Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Bereich der Retail-Kunden sind die Witterungsbedingungen für die Nachfrage nach Energie in Form von Strom, Erdgas und Wärme ausschlaggebend, während die Nachfrage der Industriekunden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Die Durchschnittstemperaturen in Österreich zeigten im Berichtszeitraum kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr, das von einem überdurchschnittlich milden Winter geprägt gewesen war. In Südosteuropa wurden hingegen deutlich niedrigere Temperaturen verzeichnet. Während sich dadurch die Heizgradsumme in Österreich nur geringfügig um 1,2 Prozentpunkte erhöhte, nahm sie in Bulgarien und Mazedonien um 14,2 bzw. 10,4 Prozentpunkte zu.
Auch im Geschäftsjahr 2014/15 gingen die Preise für Primärenergieträger wie Rohöl, Erdgas und Steinkohle weiter zurück. Hauptgründe dafür waren höhere Lagerstände. Sie ergaben sich aus der durch die eingetrübten Konjunkturaussichten rückläufigen Nachfrage, der unveränderte Förderquoten gegenüberstanden. Bei den CO2 -Emissionszertifikaten führte die Verringerung der Auktionsmenge durch die Europäische Union im Vorjahresvergleich zwar zu einem Anstieg des Preises, der aber nach wie vor als günstig zu bewerten ist. In Kombination mit den weiterhin sinkenden Steinkohlepreisen fördert dies die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Kohle, während etwa in Deutschland und Österreich hochmoderne Gaskraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet oder bereits vom Netz genommen wurden.
Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Termin- und Spotmarktpreise an den europäischen Strombörsen. Hier führten der fortgesetzte Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, der erst schrittweise umzusetzende Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung und die stagnierende Konjunktur zu einem Überangebot. Die Folge daraus sind gleichfalls Stilllegungen von thermischen Kraftwerken, wie sie im Markt bereits zu beobachten waren.
Geschäftsentwicklung
Der Konsolidierungskreis (siehe Anhang Erläuterung 4. Konsolidierungskreis, Seite 155f) wurde gegenüber dem Vorjahr per Saldo um eine vollkonsolidierte Gesellschaft reduziert; die Anzahl der at Equity einbezogenen Unternehmen blieb unverändert. Insgesamt wurden somit – inklusive der EVN AG als Muttergesellschaft – 68 vollkonsolidierte Unternehmen (Vorjahr: 69), ein als Joint Operation anteiliges Unternehmen (Vorjahr: 1) sowie 19 at Equity einbezogene Unternehmen (Vorjahr: 19) in den Konzernabschluss einbezogen. Zu den vollkonsolidierten Unternehmen kam seit dem Geschäftsjahr 2013/14 die EVN Bulgaria RES Holding GmbH hinzu. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden die OAO "WTE Süd-Ost", in der die Natriumhypochloritanlage in Moskau bilanziert war, sowie die Tochtergesellschaft V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H. aufgrund ihrer Veräußerungen entkonsolidiert.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Ertragslage
Die Umsatzerlöse der EVN haben sich im Geschäftsjahr 2014/15 um 161,0 Mio. Euro bzw. 8,2 % auf 2.135,8 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg beruhte zum einen auf dem Vollbetrieb des Kraftwerks Duisburg-Walsum über eine gesamte Geschäftsperiode und der damit verbundenen Vermarktung der erzeugten Strommengen, zum anderen auf dem Ausbau der Erdgashandelsaktivitäten des Konzerns. Wesentliche positive Impulse gingen auch von den Beteiligungen in Südosteuropa aus. So trugen der Entfall der negativen EinmaleDekte im Zusammenhang mit den regulatorischen Entscheidungen des Vorjahres sowie die diesjährigen Tarifentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien spürbar zur Umsatzsteigerung bei. Positive EDekte ergaben sich schließlich aus dem verstärkten Einsatz der als Reservekapazität vermarkteten thermischen Kraftwerke der EVN.
Highlights 2014/15
- Stromerzeugung um 11,1 % gesteigert
- Erneuerbare Produktionskapazität um 37 MW ausgebaut
- Verstärkter Einsatz der thermischen Kraftwerke zur Netz stabilisierung in Österreich und Deutschland
- Gesteigertes EBITDA, EBIT und Ergebnis vor Ertragsteuern
- Energiewirtschaftliches Ergebnis deutlich verbessert
- Veräußerung der Natriumhypochloritanlage an die Stadt Moskau
- Operative Verbesserungen in Bulgarien und Mazedonien wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus
- Ungünstigere Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung erforderte Wertminderungen im Erzeugungsbereich
- Entfall negativer Einmaleffekte aus dem Geschäftsjahr 2013/14
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Kurzfassung |
2014/15 | 2013/14 | +/– | 2012/131) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | absolut | in % | Mio. EUR | |
| Umsatzerlöse | 2.135,8 | 1.974,8 | 161,0 | 8,2 | 2.105,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 108,4 | 71,1 | 37,2 | 52,3 | 95,2 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | –1.066,5 | –1.032,2 | –34,3 | –3,3 | –979,0 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | –254,0 | –251,9 | –2,1 | –0,8 | –301,3 |
| Personalaufwand | –313,5 | –313,0 | –0,5 | –0,2 | –305,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –168,1 | –359,0 | 190,9 | 53,2 | –170,4 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen | |||||
| Unternehmen mit operativem Charakter | 141,1 | 94,0 | 47,0 | 50,0 | 95,0 |
| EBITDA1) | 583,2 | 184,1 | 399,2 | – | 540,0 |
| Abschreibungen | –260,3 | –256,0 | –4,3 | –1,7 | –237,9 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | –54,7 | –269,5 | 214,8 | 79,7 | –59,9 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 268,2 | –341,4 | 609,6 | – | 242,2 |
| Finanzergebnis | –60,3 | –31,9 | –28,4 | –88,9 | –71,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 207,9 | –373,3 | 581,2 | – | 170,7 |
| Ertragsteuern | –17,3 | 102,8 | –120,1 | – | –17,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 190,7 | –270,5 | 461,2 | – | 152,8 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) | 148,1 | –299,0 | 447,1 | – | 109,3 |
| davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 42,6 | 28,5 | 14,1 | 49,4 | 43,5 |
| Ergebnis je Aktie in EUR2) | 0,83 | –1,68 | 2,51 | – | 0,61 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
2) Verwässert ist gleich unverwässert
Der im Ausland erzielte Umsatz der EVN stieg um 116,7 Mio. Euro bzw. 11,7 % auf 1.111,4 Mio. Euro. Sein Anteil am Gesamt umsatz des Konzerns erhöhte sich dadurch von 50,4 % im Vorjahr auf 52,0 %.
Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtszeitraum um 37,2 Mio. Euro bzw. 52,3 % auf 108,4 Mio. Euro zu. Maßgeblich dafür waren der positive Abschluss der Verhandlungen mit der Stadt Moskau im Zusammenhang mit der Natriumhypochloritanlage, der im Oktober 2014 zum Verkauf der Anteile an der Projektgesellschaft führte, sowie höhere Bestandsveränderungen im Netzbereich.
Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich im Berichtszeitraum um 34,3 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 1.066,5 Mio. Euro. Auslöser dafür waren höhere Einsatzkosten für Energieträger, die auf den Vollbetrieb des Kraftwerks Duisburg-Walsum zurückgingen, der Einsatz höherer Erdgasmengen zu Handelszwecken sowie gestiegene EnergiebeschaDungskosten aufgrund erhöhter Energiebezugspreise in Bulgarien.
Die Position Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand erhöhte sich um 2,1 Mio. Euro bzw. 0,8 % auf 254,0 Mio. Euro. Hier wurden die im zweiten Quartal 2014/15 durchgeführte Wertberichtigung auf die (in den Vorräten abgebildeten) verbliebenen Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau sowie die Instandsetzungskosten für Freileitungen nach Eisregen und heftigen Schneefällen im Winter
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
2014/15 in Niederösterreich und Bulgarien durch einen Rückgang der sonstigen Fremdleistungen nahezu kompensiert.
Der Personalaufwand blieb mit einem Anstieg von 0,5 Mio. Euro bzw. 0,2 % auf 313,5 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Ein Anstieg der Personalkosten durch kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltserhöhungen konnte dabei durch weitere Prozess- und Organisationsoptimierungen insbesondere in den südosteuropäischen Gesellschaften nahezu ausgeglichen werden. In Summe reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand im Berichtszeitraum um 341 Personen bzw. 4,7 % auf 6.973 Personen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 190,9 Mio. Euro bzw. 53,2 % auf 168,1 Mio. Euro. Der Vorjahreswert war hier durch eine Wertberichtigung der Leasingforderung im Zusammenhang mit dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wesentlich beeinflusst gewesen. Zusätzlich kam es im Berichtszeitraum zur Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH, die jedoch vor allem durch verringerte Rechts- und Beratungsaufwendungen nahezu vollständig kompensiert wurden.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug 141,1 Mio. Euro und erhöhte sich damit um 47,0 Mio. Euro bzw. 50,0 %. Hauptgrund für diese positive Entwicklung war eine Ergebnisverbesserung bei der Rohöl-Aufsuchungs AG (RAG) und der EVN KG. Gegenläufig wirkte hinge-
1) Aufgrund der Darstellung nach dem Ursprungslandprinzip ergeben sich Abweichungen zu den Vorjahreszahlen.
2) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
gen eine Wertminderung der Beteiligung an der Verbund Innkraftwerke GmbH aufgrund einer ungünstigeren Einschätzung der langfristigen Strompreisentwicklung. Dieser EDekt wird allerdings durch eine Erhöhung der Ergebnisanteile der übrigen at Equity einbezogenen Unternehmen ausgeglichen. In Summe hat die EVN im Berichtszeitraum ein EBITDA von 583,2 Mio. Euro erwirtschaftet, das damit um 399,2 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres lag.
Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich um 4,3 Mio. Euro bzw. 1,7 % auf 260,3 Mio. Euro, insbesondere hervorgerufen durch die laufende Investitionstätigkeit im Netzbereich und den Ausbau der erneuerbaren Produktionskapazitäten. Die EDekte aus Werthaltigkeitsprüfungen, die im Vorjahr wesentlich von negativen BewertungseDekten in Bulgarien und Mazedonien beeinflusst gewesen waren, verringerten sich um 214,8 Mio. Euro bzw. 79,7 % auf 54,7 Mio. Euro. Hier mussten zum einen im ersten Halbjahr 2014/15 Wertminderungen in Höhe von 17,0 Mio. Euro vorgenommen werden, die sich überwiegend aus einer erwarteten künftigen Erhöhung der Instandhaltungs- und Betriebskosten durch die mit April 2015 erfolgte Schließung eines Kraftwerksblocks von Verbund am Standort des Gemeinschaftskraftwerks Dürnrohr ergaben. Infolge der weniger günstigen Einschätzung der langfristigen Strompreis entwicklung mussten zudem für das anteilige Kraftwerk Duisburg-Walsum Wertminderungen in Höhe von 27,6 Mio. Euro vorgenommen werden; auf dieser Basis kam es auch bei anderen Stromerzeugungsanlagen zu Wertminderungen. Zusätzlich führten Anpassungen der erwarteten Absatzmengen einzelner Fernwärmeanlagen ebenfalls zu einem Wertminderungsbedarf. Auf Basis dieser Entwicklungen betrug das operative Ergebnis (EBIT) 268,2 Mio. Euro. Es übertraf den Vorjahreswert um 609,6 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis belief sich auf –60,3 Mio. Euro und lag damit um 28,4 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Veränderung ergab sich zum einen aus der verringerten Ausschüttung der Verbund AG für das Geschäftsjahr 2014 und zum anderen aus der Auflösung des Sicherungsgeschäfts für die Finanzierung der veräußerten Natriumhypochloritanlage in Moskau sowie den Kosten für die diesbezügliche Investitionsgarantie der Bundesrepublik Deutschland.
Per Saldo ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 207,9 Mio. Euro (Vorjahr: –373,3 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung des Ertragsteueraufwands von 17,3 Mio. Euro errechnet sich ein Ergebnis nach Ertragsteuern von 190,7 Mio. Euro, das damit um 461,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert lag.
Das Konzernergebnis erhöhte sich ebenfalls auf 148,1 Mio. Euro (Vorjahr: –299,0 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie stieg im Einklang damit auf 0,83 Euro (Vorjahr: –1,68 Euro). Auf dieser Basis wird der Vorstand der 87. Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2014/15 eine stabile Dividendenausschüttung von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro) vorschlagen. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 4,3 % (Vorjahr: 4,1 %) zum Aktienkurs der EVN AG von 9,854 Euro per 30. September 2015.
Bilanz
Vermögens- und Finanzlage
Mit 6.501,2 Mio. Euro lag die Bilanzsumme der EVN per 30. September 2015 um 340,6 Mio. Euro bzw. 5,0 % unter dem Vergleichswert zum 30. September 2014.
Die langfristigen Vermögenswerte sanken dabei um 248,5 Mio. Euro bzw. 4,3 % auf 5.529,2 Mio. Euro. Dennoch erhöhte sich der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen durch den Rückgang der Bilanzsumme geringfügig auf 85,0 % (30. September 2014: 84,4 %). Einen geringfügigen Rückgang um 2,1 Mio. Euro auf 3.736,6 Mio. Euro verzeichneten dabei die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Damit konnten die Zugänge aufgrund der laufenden Investitionstätigkeit die Abschreibungen und Wertminderungen nicht vollständig ausgleichen. Der Ansatz der at Equity einbezogenen Unternehmen und der sonstigen Beteiligungen lag mit 1.397,8 Mio. Euro um 156,0 Mio. Euro bzw. 10,0 % unter dem Vorjahreswert. Verantwortlich für diesen Rückgang waren vor allem die stichtagsbedingte niedrigere Marktbewertung der von der EVN AG direkt gehaltenen Verbund-Aktien sowie die Wertminderung des Beteiligungsansatzes der EVN an der Verbund Innkraftwerke GmbH. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich insbesondere durch die Umgliederung von kurzfristigen Komponenten der Leasingforderungen in das kurzfristige Vermögen um 90,3 Mio. Euro bzw. 18,6 % auf 394,9 Mio. Euro.
| Konzern-Bilanz Kurzfassung |
30.09.2015 Mio. EUR |
30.09.2014 Mio. EUR |
+/– Mio. EUR |
in % | 30.09.20131) Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 3.736,6 | 3.738,7 | –2,1 | –0,1 | 3.867,8 |
| At Equity einbezogene Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 1.397,8 | 1.553,8 | –156,0 | –10,0 | 1.638,8 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 394,9 | 485,2 | –90,3 | –18,6 | 900,6 |
| 5.529,2 | 5.777,7 | –248,5 | –4,3 | 6.407,2 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 972,0 | 840,4 | 131,6 | 15,7 | 876,5 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,0 | 223,7 | –223,7 | –100,0 | 0,0 |
| Summe Aktiva | 6.501,2 | 6.841,8 | –340,6 | –5,0 | 7.283,7 |
| Passiva | |||||
| Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG1) | 2.334,8 | 2.395,2 | –60,4 | –2,5 | 2.837,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | 255,4 | 237,5 | 17,8 | 7,5 | 241,7 |
| 2.590,1 | 2.632,7 | –42,6 | –1,6 | 3.079,2 | |
| Langfristige Schulden | |||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.535,7 | 1.747,7 | –212,0 | –12,1 | 1.805,7 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten und langfristige Rückstellungen1) | 492,3 | 545,5 | –53,2 | –9,8 | 582,8 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse und | |||||
| übrige langfristige Verbindlichkeiten | 583,1 | 609,4 | –26,3 | –4,3 | 583,0 |
| 2.611,0 | 2.902,6 | –291,6 | –10,0 | 2.971,5 | |
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 140,1 | 194,2 | –54,1 | –27,9 | 394,6 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.160,0 | 1.112,3 | 47,7 | 4,3 | 838,3 |
| 1.300,0 | 1.306,5 | –6,4 | –0,5 | 1.232,9 | |
| Summe Passiva | 6.501,2 | 6.841,8 | –340,6 | –5,0 | 7.283,7 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtszeitraum um 131,6 Mio. Euro bzw. 15,7 % auf 972,0 Mio. Euro. Erlösbedingt höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zugänge aus der Umgliederung von langfristigen Komponenten in das kurzfristige Vermögen sowie Zuwächse bei den kurzfristigen Wertpapieren im Rahmen der Veranlagung der verfügbaren Liquidität in Cash-Fonds führten zu diesem Anstieg. Das rückläufige Vorratsvermögen schwächte den Anstieg hingegen leicht ab.
Der Verkauf der Natriumhypochloritanlage in Moskau per Ende Oktober 2014 führte zu einem Rückgang der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte. Die durch den Verkauf generierte Liquidität wurde zur Rückzahlung von im Zusammenhang mit diesem Projekt stehenden Finanzierungen verwendet bzw. in Cash-Fonds veranlagt.
Das Eigenkapital der EVN belief sich per 30. September 2015 auf 2.590,1 Mio. Euro und lag damit um 42,6 Mio. Euro bzw. 1,6 % unter dem Vorjahresniveau. Damit wog das positive Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2014/15 die direkt im Eigenkapital erfassten erfolgsneutralen Ergebnisse sowie die Ausschüttungen an die Aktionäre der EVN AG und an nicht beherrschende Anteile nicht vollständig auf. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich jedoch aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf 39,8 % (Vorjahr: 38,5 %).
Die langfristigen Schulden gingen um 291,6 Mio. Euro bzw. 10,0 % auf 2.611,0 Mio. zurück. Wesentliche Gründe dafür waren die Umgliederung kurzfristiger Anteile aus den langfristigen Schulden, verringerte Personalrückstellungen sowie geringere latente Steuerverbindlichkeiten.
Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um 6,4 Mio. Euro bzw. 0,5 % auf 1.300,0 Mio. Euro. Die hier verbuchte Rückführung der Finanzierungen für die Natriumhypochloritanlage in Moskau sowie rückläufige Lieferantenverbindlichkeiten wurden jedoch durch die Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen
| +/– | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wertanalyse | 2014/15 | 2013/14 | in % | 2012/131) | |
| ROE | % | 7,3 | –9,5 | 16,8 | 5,0 |
| Durchschnittliches Eigenkapital | Mio. EUR | 2.611,4 | 2.856,0 | –8,6 | 3.057,4 |
| WACC nach Ertragsteuern2) | % | 6,5 | 6,5 | 0,0 | 6,5 |
| Operativer ROCE (OpROCE)3) | % | 7,5 | 2,9 | 4,6 | 6,1 |
| Durchschnittliches Capital Employed3) | Mio. EUR | 4.523,1 | 4.900,5 | –7,7 | 5.046,6 |
| Geschäftsergebnis nach Ertragsteuern (NOPAT) 3) | Mio. EUR | 341,0 | 144,5 | – | 307,3 |
| EVA® | Mio. EUR | 47,0 | –174,1 | – | –20,7 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
2) Der angegebene WACC wird zum Zweck der Unternehmenssteuerung verwendet.
3) Bereinigt um Impairments und Einmaleffekte. Um die Entwicklung des Wertbeitrags konstant zu ermitteln, wird die Martkbewertung der Beteiliung an der Verbund AG nicht im Capital Employed berücksichtigt.
für die EconGas GmbH, die Umgliederung der kurzfristigen Komponenten der Finanzverbindlichkeiten sowie den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten nahezu wettgemacht.
Wertanalyse
Die durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC) wurden unter Berücksichtigung der spezifischen Unternehmens- und Länderrisiken zum Zweck der Unternehmenssteuerung mit 6,5 % angesetzt.
Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) der EVN lag im Geschäftsjahr 2014/15 bei 7,3 % (Vorjahr: –9,5 %). Der erwirtschaftete Wertbeitrag (Economic Value Added, EVA®) betrug 47,0 Mio. Euro (Vorjahr: –174,1 Mio. Euro). Die operative Rentabilität des im Unternehmen gebundenen Gesamtkapitals (Operativer Return on Capital Employed, OpROCE) betrug im Geschäftsjahr 2014/15 7,5 % (Vorjahr: 2,9 %).
Liquiditätslage
Aufgrund des starken Cash Flow aus dem operativen Bereich konnte die EVN ihre Nettoverschuldung im Berichtszeitraum um 391,5 Mio. Euro bzw. 24,1 % auf 1.230,9 Mio. Euro reduzieren. Auf dieser Basis nahm auch die Gearing Ratio trotz des gesunkenen Eigenkapitals von 61,6 % auf 47,5 % ab.
Zur Sicherung ihrer finanziellen Flexibilität verfügt die EVN über eine syndizierte und zusätzlich über bilaterale Kreditlinien, die per 30. September 2015 nicht gezogen waren und somit vollumfänglich zur Verfügung standen. Für die syndizierte Kreditlinie im Ausmaß von 400 Mio. Euro wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr die im Kreditvertrag enthaltene Verlängerungsmöglichkeit um ein Jahr genutzt; dadurch wurde das Laufzeitende auf Juli 2020 (statt bisher Juli 2019) erstreckt. Die Restlaufzeiten der mit sechs Banken abgeschlossenen bilateralen Kreditlinien im Gesamtausmaß von 175 Mio. Euro betragen bis zu vier Jahre. Die Liquiditätssituation kann auf Basis dieser Reserven als stabil beurteilt werden.
Nettoverschuldung in Mio. EUR, Gearing in %
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Fälligkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss ab Seite 188f abgebildet.
Geldflussrechnung
Der Cash Flow aus dem Ergebnis nahm dank der positiven operativen Entwicklung der EVN ungeachtet des höheren unbaren Ergebnisanteils der at Equity einbezogenen Unternehmen im Berichtszeitraum um 100,6 Mio. Euro auf 438,1 Mio. Euro zu. Beim Cash Flow aus dem operativen Bereich hingegen ergab sich durch Veränderungen im Working Capital, die auf EinmaleDekten im Vorjahr beruhten, ein Rückgang um 67,7 Mio. Euro auf 478,3 Mio. Euro.
Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich belief sich auf –72,7 Mio. Euro und lag damit um 170,6 Mio. Euro unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dem laufenden Investitionsprogramm und der Veranlagung eines Teils der liquiden Mittel in kurzfristigen Wertpapieren stand hier ein Mittelzufluss aus dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage in Moskau gegenüber.
Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich von –357,3 Mio. Euro ist auf die Rückführung der Finanzierung im Zusammenhang mit
| Nettoverschuldung | 30.09.2015 Mio. EUR |
30.09.2014 Mio. EUR |
+/– Mio. EUR |
in % | 30.09.20131) Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.535,7 | 1.747,7 | –212,0 | –12,1 | 1.805,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten2) | 129,9 | 173,8 | –43,9 | –25,2 | 373,7 |
| Fonds der liquiden Mittel | –244,9 | –197,2 | –47,7 | –24,2 | –229,5 |
| Lang- und kurzfristige Wertpapiere | –154,5 | –62,9 | –91,6 | – | –101,1 |
| Lang- und kurzfristige Ausleihungen | –35,3 | –38,9 | 3,6 | 9,3 | –39,2 |
| Nettoverschuldung | 1.230,9 | 1.622,4 | –391,5 | –24,1 | 1.809,6 |
| Eigenkapital | 2.590,1 | 2.632,7 | –42,6 | –1,6 | 3.079,2 |
| Gearing (%) | 47,5 | 61,6 | – | –14,1 | 58,8 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
2) Exkl. der im Fonds der liquiden Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
der Natriumhypochloritanlage sowie auf die laufende Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Zudem sind darin die im Jänner 2015 ausbezahlte Dividende sowie die Dividende für nicht beherrschende Anteile für das Geschäftsjahr 2013/14 enthalten.
Investitionstätigkeit
Die Investitionen der EVN lagen im Geschäftsjahr 2014/15 mit 322,7 Mio. Euro um 73,7 Mio. Euro bzw. 18,6 % unter dem Vorjahresvolumen.
In Summe ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Cash Flow von 48,3 Mio. Euro, der um 80,6 Mio. Euro über dem Cash Flow der Vergleichsperiode lag. Per 30. September 2015 belief sich der Fonds liquider Mittel damit auf 244,9 Mio. Euro. Zusätzlich standen der EVN nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 575,0 Mio. Euro zur Absicherung eines etwaigen kurzfristigen Finanzierungsbedarfs zur Verfügung.
In Segment "Erzeugung" lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Windkraftkapazitäten in Niederösterreich. So erhöhte die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Windparks Prottes-Ollersdorf die hier verfügbare Windkraftkapazität im Berichtszeitraum um 37 MW, wodurch die EVN nun insgesamt über 250 MW an Windkraftkapazitäten verfügt. In Summe waren die Investitionen im Bereich Erzeugung dank der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum im vorangegangenen Geschäftsjahr jedoch rückläufig.
| 2014/15 2013/14 |
+/– | 2012/131) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Geldflussrechnung – Kurzfassung | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | in % | Mio. EUR |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 207,9 | –373,3 | 581,2 | – | 170,7 |
| Unbare Ergebniskomponenten | 230,1 | 710,8 | –480,6 | –67,6 | 366,5 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 438,1 | 337,4 | 100,6 | 29,8 | 537,1 |
| Veränderung kurz- und langfristiger Bilanzpositionen | 35,6 | 228,1 | –192,5 | –84,4 | 61,1 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 4,6 | –19,6 | 24,3 | – | –28,3 |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 478,3 | 546,0 | –67,7 | –12,4 | 570,0 |
| Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen inkl. Baukosten- und Investitionszuschüsse |
–242,5 | –300,5 | 58,0 | 19,3 | –289,5 |
| Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten |
250,3 | 14,2 | 236,1 | – | –29,2 |
| Veränderung bei kurzfristigen Wertpapieren | –80,5 | 43,1 | –123,6 | – | –40,3 |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –72,7 | –243,3 | 170,6 | 70,1 | –359,1 |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –357,3 | –335,0 | –22,3 | –6,7 | –113,8 |
| Cash Flow gesamt | 48,3 | –32,3 | 80,6 | – | 97,2 |
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode | 197,2 | 229,5 | –32,3 | –14,1 | 132,3 |
| Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel | –0,6 | 0,0 | –0,6 | – | 0,0 |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode | 244,9 | 197,2 | 47,7 | 24,2 | 229,5 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
| 2014/15 2013/14 |
+/– | 2012/132) | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Investitionsschwerpunkte der EVN1) | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | in % | Mio. EUR |
| Erzeugung | 47,8 | 84,1 | –36,2 | –43,1 | 68,7 |
| davon erneuerbare Energie in Niederösterreich | 5,8 | 36,1 | –41,8 | –87,8 | 22,8 |
| davon kalorische Kraftwerke | 39,9 | 47,6 | 3,7 | 10,3 | 45,0 |
| davon erneuerbare Energie in Südosteuropa | 1,5 | 0,0 | 1,4 | – | 0,1 |
| Energiehandel und -vertrieb | 22,7 | 32,3 | –9,6 | –29,7 | 30,0 |
| davon Wärmeanlagen | 22,4 | 30,7 | –8,3 | –27,2 | 29,1 |
| Netzinfrastruktur Inland | 160,2 | 186,8 | –26,6 | –14,2 | 176,4 |
| davon Stromnetz | 113,4 | 135,4 | –22,0 | –16,3 | 99,5 |
| davon Gasnetz | 33,9 | 38,6 | –4,7 | –12,1 | 65,1 |
| davon Kabel-TV und Telekommunikation | 13,0 | 11,8 | 1,2 | 9,8 | 9,9 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 78,5 | 77,5 | 1,1 | 1,4 | 82,4 |
| Umwelt | 10,9 | 13,3 | –2,3 | –17,6 | 11,9 |
| davon überregionale Versorgungsleitungen, Ortsnetze, | |||||
| Abwasserentsorgung | 9,4 | 9,4 | 0,0 | –0,4 | 5,3 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 2,5 | 2,5 | 0,0 | 1,6 | 3,5 |
| Summe | 322,7 | 396,3 | –73,7 | –18,6 | 372,9 |
1) Nach Konsolidierung
2) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
Im Segment "Energiehandel und -vertrieb" lag der Hauptfokus der Investitionstätigkeit auf dem Ausbau der Fernwärmenetze der EVN und auf dem Bau von Nahwärmeanlagen bzw. Biomasse heizwerken. Projektverschiebungen in das Geschäftsjahr 2015/16 vor allem im Wärmegeschäft führten dennoch zu einem Rückgang der Gesamtinvestitionen in diesem Segment.
Im Segment "Netzinfrastruktur Inland" lagen die Investitionen auf hohem Niveau, aber unter dem Vorjahreswert. Der Fokus lag einmal mehr auf dem Neubau bzw. der Erweiterung von Umspannwerken und dem Ausbau der 110-kV-Leitungen.
In Segment "Energieversorgung Südosteuropa" lagen die Investitionen weitgehend auf Vorjahresniveau. Unter anderem wurde hier in Kroatien der Ausbau der Erdgasversorgung entlang der dalmatinischen Küste fortgesetzt.
Im Segment "Umwelt" lag der Fokus vor allem auf der Trinkwasserversorgung, dem Bau von Naturfilteranlagen zur natürlichen Qualitätssteigerung des Trinkwassers in Niederösterreich sowie der Abwasserentsorgung.
Einen Überblick über die wichtigsten Investitionsschwerpunkte gibt die obenstehende Tabelle.
Struktur der Investitionen
in %, Gesamtsummen in Mio. EUR
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
Nichtfinanzielle Kennzahlen
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei. Als Basis für ein gezieltes Controlling der CSR-Aktivitäten fand auch eine Reihe an CSR-Kennzahlen Eingang in das interne und externe Reporting der EVN. Einen Auszug der wichtigsten nichtfinanziellen Kennzahlen für die EVN finden Sie in diesem Kapitel.
| Arbeiten bei der EVN | 2014/15 | 2013/14 | 2012/131) | |
|---|---|---|---|---|
| Mitarbeiter gesamt | Durchschnitt | 6.973 | 7.314 | 7.445 |
| Frauenanteil | % | 21,9 | 21,4 | 21,9 |
| Aus- und Weiterbildungsaufwand2) | Mio. EUR | 1,9 | 2,3 | 2,3 |
| Aus- und Weiterbildungsaufwand pro Mitarbeiter2) | EUR | 275,7 | 310,4 | 314,8 |
| Ausbildungsstunden pro Mitarbeiter | Stunden | 30,7 | 34,9 | 31,3 |
| Arbeitsunfälle | Anzahl | 83 | 97 | 121 |
1) Die Zahlen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Vorjahr retrospektiv angepasst (siehe Ganzheitsbericht 2013/14, Seite 148).
2) Seminargebühren, Trainer, E-Learning
Die EVN als verantwortungsbewusster Arbeitgeber
Der Frauenanteil unter den Mitarbeitern betrug in der Berichtsperiode 21,9 %. Bereits im Geschäftsjahr 2010/11 hatte die EVN das Programm "Frauen@EVN" initiiert. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betreDen als Männer. Ziele sind dabei die Gewährleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sowie die Erhöhung des Frauenanteils in der EVN.
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Organisiert werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangebote in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie.
Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung nehmen in allen Unternehmenseinheiten der EVN einen zentralen Stellenwert ein. Das hohe Sicherheitsniveau wird vor allem durch Schulungen und Bewusstseinsbildung gewährleistet.
Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Ressourcenschonung, nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz Energieerzeugung
Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen – vor allem aus Wind- und Wasserkraft, aber auch aus Biomasse und Sonnenenergie – einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Geschäftsjahr 2014/15 stammten bereits 43,1 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität in diesem Bereich von derzeit 250 MW mittelfristig auf rund 300 MW zu erhöhen.
Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie die Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an; 30 % des konzernweiten Strom-
| Energieerzeugung | 2014/15 | 2013/14 | 2012/13 | |
|---|---|---|---|---|
| Anteil erneuerbare Energie an Gesamtproduktion | % | 43,1 | 42,5 | 52,8 |
| Erzeugungskapazität aus Windkraftanlagen | MW | 250 | 213 | 200 |
| Eigenerzeugungsquote | % | 25,3 | 22,7 | 18,3 |
absatzes sollen aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abgedeckt werden können. Im Geschäftsjahr 2014/15 betrug die Eigenerzeugungsquote 25,3 %.
Innovation, Forschung und Entwicklung
Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungsund Forschungsprojekten für eine eZziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das konkrete Projektportfolio wird dabei durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Energie und Umwelt bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungsund Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und beziehen sich auf die Schonung von Umwelt und Ressourcen, auf die Versorgungssicherheit und vor allem auf die Wettbewerbsfähigkeit der EVN. Forschungsprojekte werden – je nach konkreter Anforderung und Sinnhaftigkeit – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und öDentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet damit einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Aufwand Innovations-, Forschungsund Entwicklungsprojekte in Mio. EUR Förderquote1) in %
Förderquote
Aufwand Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte
1) Förderquote = Anteil der Förderungen am Gesamtaufwand für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Im Geschäftsjahr 2014/15 wendete die EVN 1,4 Mio. Euro (davon 13,7 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Themengebiet der Netzintegration erneuerbarer Energieträger. So wurden Projekte zu innovativen Energiespeichern sowie zu dezentraler Erzeugung und Smart Grids initiiert und umgesetzt. Unter Führung der EVN weitergeführt wurde darüber hinaus in der Berichtsperiode die E-Mobilität-Modellregion Niederösterreich mit zahlreichen Angeboten für Endkunden. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung und Flexibilisierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2 -Abscheidung. Das dabei gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren KunststoD umgewandelt werden. Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte auf der Verbesserung der EnergieeZzienz bestehender Abwasseranlagen, der weiteren Optimierung des Energiebedarfs für neu zu errichtende Abwasseranlagen, der Fortsetzung der Entwicklung im Bereich Kleinklärschlammverbrennung und der Untersuchung der hier anfallenden Rückstände auf ihre Eignung für weiterführende Aufbereitungsschritte.
Darüber hinaus hat die EVN im Geschäftsjahr 2014/15 im Rahmen des Projekts "EVN Zukunftslabor" ein Expertenteam mit der Ausarbeitung von möglichen Szenarien für das Jahr 2025 und der Identifikation und Bewertung entsprechender Entwicklungsmöglichkeiten für das Unternehmen beauftragt. Dazu erfolgten umfangreiche Recherchen und Detailanalysen zu den für die Energiewirtschaft relevanten ökonomischen, gesellschaftlichen, technischen, politischen und ökologischen Trends. Ergebnis war ein Bild des Jahres 2025 in vier unterschiedlichen Szenarien, auf dessen Basis die EVN Experten schließlich konkrete Handlungsoptionen und Geschäftsmodelle entwickelten.
Eine weitere Innovationsinitiative, die dem aktiven Informationsaustausch der EVN Mitarbeiter untereinander und damit als Inspiration für die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle dient, ist der EVN Trendmonitor. Diese konzernweite Plattform, die im Geschäftsjahr 2013/14 ins Leben gerufen wurde, ermöglicht allen Mitarbeitern der EVN, aktuelle Beiträge zu energiewirtschaftlich relevanten Themen zu teilen und aktuelle Trends zu verfolgen. Die Plattform ist in Rubriken gegliedert, die die Bereiche "Energie und Umwelt", "Business", "Soziale Trends", "Lernen" und "Zukunft" abdecken. Der stetige oDene Wissensaustausch steht dabei im Vordergrund. Für die verschiedenen Themenbereiche wurden jeweils so genannte "Trend-Scouts" nominiert. Sie beurteilen die Relevanz der Beiträge, die dann in Form von Artikeln, Videos oder Präsentationen durch das zuständige Chefredaktionsteam wöchentlich veröDentlicht werden.
Risikomanagement
Risikodefinition
Im EVN Konzern ist Risiko als die potenzielle Abweichung von geplanten Unternehmenszielen definiert.
Risikomanagementprozess
Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale durch aktive Risikosteuerung. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Hier werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse des Risikoprofils der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeitsund Compliance-relevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse.
Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:
- Identifikation: Erhebung bzw. Überarbeitung der Risiken auf Basis der letzten Risikoinventur (Review des Risikoinventars) und Identifikation von neuen Risiken und entsprechenden Risiko steuerungsmaßnahmen
- Bewertung und Analyse: Qualitative und quantitative Bewertung der identifizierten Risiken, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven und Modellierung der Ergebnis- und Cash-Flow-Verteilungen
- Berichterstattung: Diskussion und Beurteilung des Risikoprofils im Risikoarbeitsausschuss sowie im Konzernrisikoausschuss und gegebenenfalls Einleitung von weiteren Risikosteuerungsmaßnahmen; Risikoberichterstattung an den Prüfungsausschuss
- Prozess-Review: Definition jener organisatorischen Einheiten, die einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind; regelmäßige Überprüfung, ob die festgelegten Methoden bei geänderten Verhältnissen zu modifizieren sind; regelmäßige Prüfung durch die Interne Revision
Aufgaben des Risikoarbeitsausschusses
Der Risikoarbeitsausschuss ist mit der Unterstützung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikomanagementprozesses betraut. Er gibt Änderungen in Bezug auf die (Bewertungs-)Methodik frei und definiert Art und Umfang der Risikoberichterstattung. Stimmberechtigte Mitglieder des Risikoarbeitsausschusses auf Ebene des EVN Konzerns sind die Leiter der Konzernfunktionen Controlling, Generalsekretariat und Corporate ADairs, Finanzwesen, Rechnungswesen und Interne Revision, der Chief Compliance OZcer (CCO) sowie ein unternehmensinterner energiewirtschaftlicher Experte.
Konzernrisikoausschuss und Kontrolle
Im Konzernrisikoausschuss, der aus dem Vorstand der EVN AG, den Leitern der strategischen Geschäftseinheiten und den Mitgliedern des Risikoarbeitsausschusses besteht, werden die Ergebnisse der Risikoinventur sowie die Berichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf, kann Arbeitsgruppen einberufen sowie Arbeitsaufträge erteilen und verabschiedet die Ergebnisse der Risikoinventur (Risikoberichte).
GRI-Indikator: Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Prüfung des Risikomanagements hinsichtlich wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Risiken (G4-46)
Risikoprofil
Neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil der EVN vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt- und Wettbewerbs-, Finanz-, Betriebs-, Umfeld-, Strategieund Planungs- sowie sonstige Risiken, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Energiehandel und -vertrieb
Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, demografischen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kundenund Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können die Marktpreisentwicklung und -volatilität, eine suboptimale BeschaDungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen.
GRI-Indikator: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Risiken und Chancen für die Aktivitäten der Organisation (G4-EC2)
Erzeugung/Aufbringung
Der Anstieg dezentraler und nicht regelbarer Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und MengeneDekte). Da die Wirtschaftlichkeit und die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen, Wirkungsgraden, energiepolitischen Rahmenbedingungen und Standorten abhängig sind, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)Verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits gesetzten Maßnahmen bestehen derartige Risiken weiterhin für thermische Erzeugungsanlagen, aber auch für Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energie.
Umwelt
Im Umweltgeschäft sieht die EVN Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Aufgrund von Marktsättigung, eingeschränkten Ressourcen für Infrastrukturprojekte oder Nichtberücksichtigung bzw. Unterliegen in Ausschreibungsverfahren kann das Projektvolumen im Umweltbereich zurückgehen.
Die EVN ist zudem Projektabwicklungs- und Lieferantenrisiken wie dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen ausgesetzt.
Finanzrisiken
Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich sowie bei Großprojekten/-anlagen.
Im Endkundenbereich dienen insbesondere ein eZzientes Forderungsmanagement, die Beurteilung der Kundenbonität auf Basis von Ratings und Erfahrungswerten sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken. Dennoch können die Energieerträge durch mangelnde Kaufkraft bzw. Zahlungsmoral der Kunden belastet werden.
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und im Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und BeschaDungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.
Im Bereich der kerngeschäftsnahen Beteiligungen (vor allem Verbund AG, Rohöl-Aufsuchungs AG, Burgenland Holding AG, EnergieAllianz Austria GmbH) besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds die Gefahr, dass nachteilige Ergebnisund Eigenkapitalentwicklungen auf die EVN durchschlagen.
Im Rahmen der aktiven Steuerung der Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken stellt das niedrige Zinsniveau eine zunehmende Herausforderung für die kurz- bis mittelfristige Veranlagung von liquiden Mitteln dar. Dies kann zu Opportunitätsverlusten führen und negative Auswirkungen auf die Bewertung von Personalrückstellungen sowie auf künftige Tarife haben.
Betriebsrisiken
Insbesondere im Energie- und Netzgeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und -störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Versorgungsunterbrechungen und zum Schlagendwerden von Haftungsund Reputationsrisiken kommen kann. Auch im Umweltgeschäft besteht das Risiko von Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen.
Risiken bestehen auch in der suboptimalen Auslegung und Verwendung technischer Anlagen und der Einschätzung und Umsetzung von technologischen Neuerungen. Zudem bestehen operationelle Risiken in Bezug auf Organisation, Planung, Personal und Compliance.
Umfeldrisiken
Regulierung, Energie- und Umweltgesetzgebung sowie die Veränderung von politischen und öDentlichen Positionen zu Energieund Infrastrukturprojekten sind wesentliche Risikotreiber. Eine Änderung des Förderregimes, das Ausbleiben von erwarteten Förderungen und eine Änderung der gesetzlich fixierten Tarife können die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Politische und wirtschaftliche Instabilität, willkürliche Rechtssetzungs- und Regulierungsmaßnahmen sowie Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stellen Herausforderungen dar. Erforderliche Genehmigungen und Lizenzen könnten nicht erteilt, entzogen oder nicht verlängert werden. In diesem Zusammenhang ist das von der bulgarischen Regulierungsbehörde eingeleitete Lizenzentzugsverfahren für den Strombereich (EWRC) gegen die Stromvertriebsgesellschaft der EVN in Bulgarien (EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD) zu nennen.
Vertrags- und Rechtsrisiken bestehen im Zusammenhang mit potenziellen oder bereits anhängigen (Schieds-)Gerichts- und Investitionsschutzverfahren sowie regulatorischen bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten im Zusammenhang mit Geschäftsfeldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederösterreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken für die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.
Wesentliche Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| Markt- und Wettbewerbsrisiken | ||
| Deckungsbeitragsrisiko (Preis- und Mengenenekte) |
Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen der geplanten Deckungsbeiträge |
Auf das Marktumfeld abgestimmte Beschaffungs strategie; Absicherungsstrategien; Diversifizierung |
| • Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs und Absatzpreise (insbesondere für Energieträger) |
der Kundensegmente sowie Geschäftsfelder, auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette, |
|
| • Sinkende Nachfrage nach Produkten bzw. Leistungen der EVN; Rückgang der Eigenerzeugungsmenge |
längerfristiger Verkauf von Kraftwerkskapazitäten | |
| Lieferantenrisiko | Überschreitung der geplanten (Projekt-)Kosten; Verzögerungen bei der Ausführung vertraglich zugesagter Leistungen |
Partnerschaften, möglichst weitgehende vertragliche Absicherung, externe Expertisen |
| Finanzrisiken1) | ||
| Fremdwährungsrisiken | Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverluste) und Translationsrisiken bei der Fremdwährungsumrech nung im Konzernabschluss; nicht währungskonforme Finanzierung von Konzerngesellschaften |
Überwachung, Limits und Absicherungsinstrumente |
| Liquiditäts-, Cash Flow- und Finanzierungsrisiko |
Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten; Risiko, erforderliche Liquidität/Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können |
Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung, Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien) |
| Preis-/Kursänderungsrisiken | Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen (z. B. Fonds) und börsenotierten strategischen Beteili gungen (z. B. Verbund AG, Burgenland Holding AG) |
Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher Value-at-Risk-Ermittlung; Anlagerichtlinien |
| Counterparty-/Kreditrisiken (Ausfallrisiken) |
Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem Geschäftspartner zugesagten Leistung |
Vertragliche Konstruktionen, Bonitätsmonitoring und Kreditlimitsystem, Versicherungen und Diversifizierung der Geschäftspartner |
| Beteiligungsrisiken | Nichterreichung der Gewinnziele einer Beteiligungsgesellschaft |
Vertretung im Aufsichtsrat bzw. in Gesellschafter-/ Risikoausschüssen der jeweiligen Beteiligungsgesell schaft |
| Rating-Veränderung | Bei Verringerung der Rating-Einstufung höhere Refinanzierungskosten |
Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanzkennzahlen |
| Zinsänderungsrisiken | Veränderungen der Marktzinsen, steigender Zinsaufwand |
Einsatz von Absicherungsinstrumenten |
| Wertminderungs-/Impairment-Risiken | Wertberichtigung von Forderungen, Wertminderung von Firmenwerten, Beteiligungen bzw. sonstigen Vermögenswerten |
Monitoring mittels Sensitivitätsanalysen |
| Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten (Garantien) |
Finanzieller Schaden durch Schlagendwerden von Eventualverbindlichkeiten |
Eventualverbindlichkeiten auf erforderliches Mindestmaß beschränken; laufendes Monitoring |
| Strategie- und Planungsrisiken | ||
| Technologierisiko | Spätes Erkennen von und Reagieren auf neue Technologien (verzögerte Investitionstätigkeit) bzw. auf Veränderungen von Kundenbedürfnissen; Investitionen in die "falschen" Technologien |
Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten, eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte, ständige Anpassung an den Stand der Technik |
| Planungsrisiko | Modellrisiko, Treffen von falschen bzw. unvollständigen Annahmen, Opportunitätsverluste |
Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter, Monitoring der Parameter und regelmäßige Updates, Vier-Augen-Prinzip |
| Organisatorische Risiken | Ineffiziente bzw. ineffektive Abläufe, Schnittstellen; Doppelgleisigkeiten |
Prozessmanagement, Dokumentation, internes Kontrollsystem (IKS) |
1) Zum Einsatz von Finanzinstrumenten siehe Anhang Erläuterungen 63., Seite 199f, und 65., Seite 203f
| Risikokategorie | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| Betriebsrisiken | ||
| Infrastrukturrisiken | Falsche Auslegung und Verwendung der technischen Anlagen |
Beheben von technischen Schwachstellen, regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und zukünftig benötigten Infrastruktur |
| Störungen/Netzausfall (Eigen- und Fremdanlagen), Unfälle |
Versorgungsunterbrechung, Gefährdung von Leib und Leben bzw. Infrastruktur durch Explosionen/Unfälle |
Technische Nachrüstung bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze, Ausbau und Instandhaltung der Netzkapazitäten |
| IT-/Sicherheitsrisiken (inkl. Cyber Security) |
Systemausfälle; Datenverlust bzw. unbeabsichtigter Datentransfer; Hackerangriffe |
Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung, Backup-Systeme, technische Wartung, externe Prüfung, Arbeitssicherheitsmaßnahmen, Krisenübungen |
| Mitarbeiterrisiken | Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern, Ausfall durch Arbeitsunfälle, personelle Über- oder Unter kapazitäten, Kommunikations probleme, kulturelle Barrieren, Betrug, bewusste bzw. unbewusste Fehldarstellung von Transaktionen bzw. Jahresabschlussposten |
Attraktives Arbeitsumfeld, Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge, flexible Arbeitszeitmodelle, Schulungen, Konzerntage, internes Kontrollsystem (IKS) |
| Umfeldrisiken | ||
| Gesetzgebungs-, regulatorische und politische Risiken |
Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmen bedingungen sowie des regulatorischen Umfelds (z. B. Umweltgesetze, wechselnde rechtliche Rahmen bedingungen, Marktliberalisierung in Südosteuropa); Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator |
Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene; angemessene Dokumentation und Leistungsverrechnung |
| Rechts- und Prozessrisiko | Nichteinhalten von Verträgen, Prozessrisiko aus diversen Klagen |
Vertretung in lokalen, regionalen, nationalen und EU-weiten Interessenvertretungen, Rechtsberatung |
| Soziales und gesamtwirtschaftliches Umfeld |
Konjunkturelle Entwicklungen, Schulden-/Finanzkrise, stagnierende oder rückläufige Kaufkraft, steigende Arbeitslosigkeit |
Weitestgehende Ausschöpfung von (anti-)zyklischen Optimierungspotenzialen |
| Vertragsrisiken | Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus Finanzierungsverträgen |
Umfassende Legal Due Diligence, Zukauf von Expertise/Rechtsberatung, Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring |
| Sonstige Risiken | ||
| Unerlaubte Vorteilsgewährung, Non-Compliance |
Weitergabe vertraulicher interner Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption |
Interne Kontrollsysteme, einheitliche Richtlinien und Standards; Verhaltenskodex; Compliance-Organisation |
| Projektrisiko | z. B. Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer Kapazitäten |
Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter |
| Co-Investment-Risiko | Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von Großprojekten gemeinsam mit Partnerunternehmen |
Vertragliche Absicherung, effizientes Projektmanagement |
| Sabotage | Sabotage beispielsweise bei Erdgasleitungen, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen |
Geeignete Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßige Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte |
| Imagerisiko | Reputationsschaden | Transparente und proaktive Kommunikation; nachhaltige Unternehmenssteuerung |
GRI-Indikator: Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen (G4-2)
Wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Das IKS der EVN wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird. Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns.
Der Verhaltenskodex der EVN ist abrufbar unter www.evn.at/verhaltenskodex.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche An weisungen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt. Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen – das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen – verantwortlich.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungs maßnahmen mit dem Ziel implementiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse sämtlicher Tochtergesellschaften richtig erfasst werden. Diese Maßnahmen umfassen sowohl automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufmännischen Konzernfunktionen. Auf Basis der Abschlüsse der Tochterunternehmen führen diese Fachabteilungen umfangreiche Plausibilitätsüberprüfungen durch, damit die Daten der Einzelabschlüsse ordnungsgemäß in den Konzernabschluss übernommen werden. Die Überprüfung der Abschlussdaten sieht vor, dass die Daten vor und nach der Konsolidierung zentral auf Positions-, Segment- und Konzernebene analysiert werden. Erst nach Durchführung dieser Qualitätskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Kon zern abschlusses.
Das Rechnungswesen der EVN AG und der wesentlichsten in- und ausländischen Tochtergesellschaften wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen) geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt mit der Software Hyperion Financial Management, in das die Wert e der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften mittels Schnittstelle übernommen werden. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch ZugriDsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Sinn der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.
Information, Kommunikation und Überwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht zweimal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, die als Informationsgrundlage zur Beurteilung der EZzienz und EDektivität des IKS dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch das IKS-Management in Zusammen arbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.
GRI-Indikator: Häufigkeit der Überprüfung der wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen, Risiken, Chancen durch das höchste Kontrollorgan (G4-47)
Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Ergebnisse ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.
Aktienstruktur und Angaben zum Kapital
Angaben gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch
-
- Per 30. September 2015 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur diese eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
-
- Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte bzw. Vereinbarungen über die Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass die Übertragbarkeit der Beteiligung des Landes Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, durch bundes- und landesverfassungsgesetzliche Bestimmungen eingeschränkt ist.
-
- Auf Basis dieser verfassungsrechtlichen Vorschriften ist das Land Niederösterreich mit 51 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe (EnBW Trust), der Aktien im Ausmaß von 32,2 % des Grundkapitals treuhändig für die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956 (EnBW) hält. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum 30. September 2015 1,1 %; der Streubesitz belief sich somit auf 15,7 %.
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- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
-
- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar selbst bei der Hauptversammlung aus. Es besteht in der EVN AG kein Aktienoptionsprogramm.
-
- Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens zehn und höchstens fünfzehn Mitgliedern. Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
-
- Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs. 1 Z. 7 UGB.
-
- Aufgrund der oben in Punkt 2. und 3. erwähnten Rechtslage ist ein Kontrollwechsel im Sinne des § 243a Abs. 1 Z. 8 UGB in der EVN AG derzeit von Gesetzes wegen unzulässig. Allfällige Folgewirkungen eines Kontrollwechsels können daher nicht eintreten.
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- Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines öDentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs. 1 Z. 9 UGB bestehen nicht.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015/16
Die europäischen Energiemärkte bergen weiterhin eine Fülle an Herausforderungen. So hat vor allem der massive Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen weitreichende Konsequenzen für die Stromproduktion und für den Netzbetrieb.
Als wesentliche Folge ist in der Stromproduktion der Einsatz von thermischen Kraftwerken derzeit nicht wirtschaftlich bzw. nicht in der Lage, die Vollkosten abzudecken. Denn die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen führt zu einem Angebotsüberhang, der wiederum zu nachhaltigem Druck auf die Großhandelspreise führt. Diese befinden sich schon seit Längerem auf einem Niveau, auf dem sich die thermischen Kraftwerke kaum im Markt halten können.
Umgekehrt fragen die Übertragungsnetzbetreiber zum Ausgleich der volatilen Erzeugung aus erneuerbarer Energie verstärkt thermische Kapazitäten nach, um die Stabilität der Netze aufrechtzuerhalten. Das Geschäftsmodell der thermischen Kraftwerke verlagert sich dadurch vom bisher üblichen Dauerbetrieb hin zu einem zeitlich eingeschränkten Einsatz. Die EVN hat diesen Trend frühzeitig erkannt und stellt ihre thermischen Kraftwerke bereits seit Jahren als Reserve kapazität zur Lieferung von Ausgleichsenergie und für das Engpassmanagement zur Verfügung. Auch in den kommenden Jahren wird die EVN entsprechende Reservekapazitäten bereithalten. Derzeit erfolgt dies auf Basis bilateraler Verträge, da sich die Kapazitätsbereitstellung noch nicht als neues Marktmodell durchgesetzt hat.
Die EVN sieht die Aufrechterhaltung der Netzstabilität und damit die Sicherung der Versorgungssicherheit für ihre Kunden als ihre wichtigste Aufgabe. Aus diesem Grund investiert sie konsequent in den Ausbau und die Aufrüstung ihrer Netzinfrastruktur in Niederösterreich.
Im Energievertrieb in Niederösterreich senkte die EVN Vertriebsgesellschaft im Rahmen der EnergieAllianz die Energiepreise für Strom und Erdgas für Privatkunden per 1. Oktober 2015 um durchschnittlich 5 %.
In Südosteuropa schreitet die Liberalisierung der Energiemärkte weiter voran. Die EVN sieht sich hier in einem durch Wettbewerb geprägten Umfeld gut aufgestellt und ist bestrebt, ihre Chancen in einem liberalisierten Markt zu nutzen. Jene Kunden, die ihren Lieferanten bereits frei wählen können, werden durch eigene Vertriebsgesellschaften serviciert. Im Bereich des Netzbetriebs verfolgt die EVN das Ziel, durch fokussierte Investitionen die Netzverluste weiter zu reduzieren und damit die EZzienz ihres Geschäfts zu steigern. Das bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) eingeleitete Investitionsschutzverfahren wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass Nachteile aus früheren Tarifentscheidungen in Bulgarien kompensiert werden.
Was das Umweltgeschäft betriDt, wird die EVN in den kommenden Monaten wieder verstärktes Augenmerk auf die Akquisition von Neuprojekten legen. Dabei könnten nach Absicherung von etwaigen politischen Risiken auch neue Märkte erschlossen werden.
In der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich liegt der Fokus in verstärktem Maß auf der Versorgungssicherheit und der Wasserqualität. So stellt die EVN durch die Erschließung von neuen und die Verbindung von bestehenden Brunnenfeldern besonders die Versorgungssicherheit von niederschlagsärmeren Regionen sicher. Der Bau von Naturfilteranlagen, die vor allem zur Reduktion der Wasserhärte eingesetzt werden, soll gleichzeitig der zunehmenden Nachfrage der Kunden nach weichem Wasser entgegenkommen.
Die EVN möchte ihre Investitionsstrategie der vergangenen Jahre auch weiterhin fortsetzen. Das 2013 gesetzte Ziel lautete, innerhalb von vier Jahren 1 Mrd. Euro in die Bereiche Netze, erneuerbare Energie und Trinkwasserversorgung zu investieren. Ebenso soll der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg der Konsolidierung weiter verfolgt werden. Der Fokus liegt hier auf den bestehenden Geschäftsbereichen und dort wiederum auf der laufenden Steigerung der EZzienz.
Das integrierte Geschäftsmodell der EVN hat sich im aktuell herausfordernden Umfeld bewährt. So trägt schon die breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu einer stabilen operativen Entwicklung bei. Mit dem Umweltgeschäft wird die Geschäftstätigkeit noch weiter diversifiziert und somit die Ergebnis stabilität gefördert.
Vor diesem Hintergrund und unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2015/16 weitgehend stabil
Maria Enzersdorf, am 18. November 2015
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
erwartet. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Entwicklungen in den eingeleiteten Verfahren im Zusammenhang mit den Forderungen aus den Tarifentscheidungen in Bulgarien und im Zusammenhang mit dem Kraftwerk Duisburg-Walsum sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Konzernabschluss 2014/15
Nach International Financial Reporting Standards
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 142 | |
|---|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 143 | |
| Konzern-Bilanz | 144 | |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 145 | |
| Entwicklung der Konzern-Geldlussrechnung | 146 | |
| Konzernanhang | 147 | Grundsätze der Rechnungslegung |
| 150 | Konsolidierung | |
| 154 | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | |
| 169 | Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |
| 175 | Erläuterungen zur Konzern-Bilanz | |
| 195 | Segmentberichterstattung | |
| 199 | Sonstige Angaben | |
| Beteiligungen der EVN | 213 | |
| Bestätigungsvermerk | 218 | |
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
| Erläuterung | 2014/15 | 2013/14 |
|---|---|---|
| 26 | 2.135,8 | 1.974,8 |
| 27 | 108,4 | 71,1 |
| 28 | –1.320,4 | –1.284,0 |
| 29 | –313,5 | –313,0 |
| 30 | –168,1 | –359,0 |
| 31 | 141,1 | 94,0 |
| 583,2 | 184,1 | |
| 32 | –260,3 | –256,0 |
| 32 | –54,7 | –269,5 |
| 268,2 | –341,4 | |
| 0,4 | 2,8 | |
| 11,6 | 42,4 | |
| 21,7 | 23,5 | |
| –91,1 | –96,7 | |
| –2,9 | –4,0 | |
| 33 | –60,3 | –31,9 |
| 207,9 | –373,3 | |
| 34 | –17,3 | 102,8 |
| 190,7 | –270,5 | |
| 148,1 | –299,0 | |
| 42,6 | 28,5 | |
| 35 | 0,83 | –1,68 |
| 0,422) | 0,42 | |
1) Verwässert ist gleich unverwässert.
2) Vorschlag an die Hauptversammlung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2014/15 | 2013/14 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 190,7 | –270,5 | |
| Sonstiges Ergebnis aus | |||
| Posten, die in künftigen Perioden nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
1,6 | –22,1 | |
| Neubewertung IAS 19 | 48 | 21,2 | –31,0 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 48 | –13,9 | 1,3 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 48 | –5,6 | 7,5 |
| Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
–139,4 | –46,5 | |
| Währungsdifferenzen | 5 | –10,7 | –7,9 |
| Available-for-Sale-Finanzinstrumente | 48 | –163,5 | –31,6 |
| Cash Flow Hedges | 48 | 5,4 | –10,6 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 48 | –12,9 | –7,8 |
| Darauf entfallende Ertragsteuern | 48 | 42,2 | 11,5 |
| Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | –137,9 | –68,6 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 52,9 | –339,0 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG | 15,4 | –367,0 | |
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile | 37,5 | 27,9 | |
Konzern-Bilanz
| Mio. EUR | Erläuterung | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 36 | 220,2 | 196,5 |
| Sachanlagen | 37 | 3.516,3 | 3.542,2 |
| At Equity einbezogene Unternehmen | 38 | 898,1 | 889,1 |
| Sonstige Beteiligungen | 39 | 499,7 | 664,7 |
| Aktive latente Steuern | 52 | 86,4 | 87,1 |
| Übrige Vermögenswerte | 39 | 308,4 | 398,1 |
| 5.529,2 | 5.777,7 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 41 | 132,5 | 178,1 |
| Forderungen | 42 | 503,2 | 443,9 |
| Wertpapiere | 43 | 81,3 | 0,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 62 | 255,1 | 217,6 |
| 972,0 | 840,4 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 44 | – | 223,7 |
| 972,0 | 1.064,1 | ||
| Summe Aktiva | 6.501,2 | 6.841,8 | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG | 45– 49 | 2.334,8 | 2.395,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | 50 | 255,4 | 237,5 |
| 2.590,1 | 2.632,7 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 51 | 1.535,7 | 1.747,7 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 52 | 31,2 | 48,1 |
| Langfristige Rückstellungen | 53 | 461,1 | 497,4 |
| Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse | 54 | 507,4 | 521,6 |
| Übrige langfristige Schulden | 55 | 75,6 | 87,8 |
| 2.611,0 | 2.902,6 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 56 | 140,1 | 194,2 |
| Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern | 57 | 63,6 | 61,1 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 58 | 472,3 | 505,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 59 | 146,1 | 137,2 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 60 | 477,9 | 408,9 |
| 1.300,0 | 1.306,5 | ||
| Summe Passiva | 6.501,2 | 6.841,8 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Mio. EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Bewertungs rücklage |
Unterschieds betrag aus der Währungs umrechnung |
Eigene Anteile |
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG |
Nicht beherrschende Anteile |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2013 | 330,0 | 253,1 | 2.168,5 | 112,1 | –5,3 | –20,8 | 2.837,6 | 241,7 | 3.079,3 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | –299,0 | –60,1 | –7,9 | – | –367,0 | 27,9 | –339,1 |
| Dividende 2012/13 | – | – | –74,8 | – | – | – | –74,8 | –32,1 | –106,9 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | –0,7 | –0,8 | – | –0,8 |
| Sonstige Veränderungen | – | – | 0,2 | – | – | – | 0,2 | – | 0,2 |
| Stand 30.09.2014 | 330,0 | 253,1 | 1.794,9 | 52,1 | –13,2 | –21,6 | 2.395,2 | 237,5 | 2.632,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | – | – | 148,1 | –122,0 | –10,7 | – | 15,4 | 37,5 | 52,9 |
| Dividende 2013/14 | – | – | –74,7 | – | – | – | –74,7 | –19,6 | –94,3 |
| Veränderung eigene Anteile | – | –0,1 | – | – | – | –1,0 | –1,1 | – | –1,1 |
| Stand 30.09.2015 | 330,0 | 253,0 | 1.868,2 | –69,9 | –24,0 | –22,5 | 2.334,8 | 255,4 | 2.590,1 |
| Erläuterung | 45 | 46 | 47 | 48 | 5 | 49 | 50 |
Konzern-Geldlussrechnung
| Mio. EUR | Erläuterung | 2014/15 | 2013/141) |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 207,9 | –373,3 | |
| + Abschreibungen /– Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie langfristige Leasingforderungen |
32 | 315,0 | 716,9 |
| – Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen |
38, 39 | –153,1 | –139,2 |
| + Dividenden von at Equity einbezogenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | 120,7 | 187,9 | |
| + Zinsaufwendungen | 91,1 | 96,7 | |
| – Zinsauszahlungen | –76,6 | –83,1 | |
| – Zinserträge | –21,7 | –23,5 | |
| + Zinseinzahlungen | 20,3 | 23,2 | |
| – Gewinne /+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen | 1,2 | 2,7 | |
| – /+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis | 2,2 | –2,7 | |
| – Aulösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 27 | –38,7 | –45,4 |
| – Gewinne /+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs | 62 | –0,2 | 1,2 |
| + Zunahme /– Abnahme von langfristigen Rückstellungen | 53 | –30,1 | –24,0 |
| Cash Flow aus dem Ergebnis | 438,1 | 337,4 | |
| + Abnahme /– Zunahme der Vorräte und Forderungen | 53,4 | –27,7 | |
| + Zunahme /– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen | 10,8 | 50,2 | |
| + Zunahme /– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen Verbindlichkeiten | –28,6 | 205,7 | |
| – Zahlungen für Ertragsteuern | 4,6 | –19,6 | |
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 478,3 | 546,0 | |
| + Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 62 | 2,1 | 3,3 |
| + Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen | 78,1 | 83,5 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | 290,9 | 46,2 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen kurzfristiger Wertpapiere | 94,7 | 163,4 | |
| – Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –322,7 | –387,3 | |
| – Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten | –40,7 | –32,1 | |
| – Auszahlungen für Zugänge kurzfristiger Wertpapiere | –175,2 | –120,3 | |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | –72,7 | –243,3 | |
| – Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG | 47 | –74,7 | –74,8 |
| – Gewinnausschüttung nicht beherrschende Anteile | 62 | –19,6 | –32,1 |
| – Erwerb /+ Verkauf eigener Anteile | –1,1 | –0,8 | |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | – | 182,4 | |
| – Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | –261,9 | –409,7 | |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –357,3 | –335,0 | |
| Cash Flow gesamt2) | 48,3 | –32,3 | |
| Fonds-Veränderungen | 62 | ||
| Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 2) | 197,2 | 229,5 | |
| Währungsdifferenz auf Fonds der liquiden Mittel | –0,6 | – | |
| Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 2) | 244,9 | 197,2 | |
| Cash Flow gesamt3) | 48,3 | –32,3 |
1) Die Zinsein- und Zinsauszahlungen werden nunmehr in der Konzern-Geldlussrechnung separat im Cash Flow aus dem Ergebnis dargestellt (bisher Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Zinserträgen und -aufwendungen im Cash Flow aus dem operativen Bereich). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
2) Der Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ergibt sich durch Addition der Kontokorrentverbindlichkeiten laut Konzern-Bilanz.
3) Zusatzangaben zur Konzern-Geldlussrechnung inden sich in Erläuterung 62. Konzern-Geldlussrechnung.
Konzernanhang
Grundsätze der Rechnungslegung
1. Allgemeines
Die EVN AG als Mutterunternehmen des EVN Konzerns (EVN) ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges führendes börsenotiertes Energieund Umweltdienstleistungsunternehmen. Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarkts ist die EVN in der Energiewirtschaft Bulgariens, Mazedoniens und Kroatiens tätig. Im Umweltbereich werden über Tochtergesellschaften Kunden in 13 Ländern in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung betreut.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der EVN AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr der EVN AG umfasst jeweils den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.
Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Weichen Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen von jenem der EVN AG ab, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt.
Sofern nicht anders angegeben, wird der Konzernabschluss auf Grundlage historischer Anschafungs- und Herstellungskosten erstellt.
Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Bilanz sowie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert. Die Beträge im Konzernabschluss werden zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit, sofern nicht anders angegeben, grundsätzlich in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozent angaben kann es zu geringfügigen Rechendiferenzen kommen.
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. Berichterstattung nach IFRS
Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der IFRS sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.
Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen sowie geänderte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2014/15 angewendet:
| 2. Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten1) | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRIC 21 | Abgaben | 17.06.2014 |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer – Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 01.02.20152) |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von inanziellen Vermögenswerten und | |
| inanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2014 | |
| Diverse | Annual Improvements 2010 –2012 | 01.02.20152) |
| Diverse | Annual Improvements 2011–2013 | 01.01.20152) |
1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Vorzeitige Anwendung im Geschäftsjahr 2014/15
IFRIC 21 stellt klar, wie und insbesondere wann Verplichtungen aus Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, nach IAS 37 zu passivieren sind. Eine Verplichtung ist gemäß IFRIC 21 dann zu erfassen, wenn das Ereignis eintritt, das die Entrichtung einer Abgabe aufgrund einer gesetzlichen Vorschrift auslöst. In den Anwendungsbereich des IFRIC 21 fallen bei der EVN unter anderem das in Österreich mit 1. Jänner 2015 in Kraft getretene Energieeizienzgesetz (EEfG). Energielieferanten sind demnach dazu verplichtet, die Durchführung von Energieeizienzmaßnahmen bei ihren Endkunden im Umfang von 0,6 Prozent ihrer Vorjahresenergieabsätze nachzuweisen. Für nicht erbrachte Nachweise ist ein Ausgleichsbetrag vorgesehen, der im EEfG geregelt ist. Das verplichtende Ereignis nach dem EEfG ist die erste Energielieferung im Kalenderjahr, in dem die Energieeizienzmaßnahmen durch den Energielieferanten auf Basis der Absätze des Vorjahres dokumentiert werden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Rückstellung in voller Höhe im Ausmaß für die bis zum Stichtag noch nicht durch Maßnahmen erfüllte Einsparungsverplichtung anzusetzen. In der EVN ist im Wesentlichen die at Equity einbezogene EVN KG als Vertriebsgesellschaft für Haushaltskunden im Strom- und Gasbereich von den Bestimmungen des EEfG betrofen. In geringerem Umfang betrift dieses weiters die EVN Wärme als Lieferant von Fernwärme.
Die erstmalige Anwendung der übrigen neuen und geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die Auswirkungen geänderter Standards und Interpretationen auf die zukünftige Darstellung des Konzernabschlusses und die zukünftigen Angaben im Konzernabschluss werden laufend beobachtet und analysiert.
Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und wurden von der EU noch nicht übernommen.
| 2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen | Inkrafttreten | |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.20181) |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.20161) 2) |
| IFRS 15 | Umsatzrealisierung aus Verträgen mit Kunden | 01.01.20181) |
| Geänderte Standards und Interpretationen | ||
| IAS 1 | Darstellung des Abschlusses: "Disclosure Initiative" | 01.01.20161) |
| IAS 16, IAS 38 | Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte – Klarstellung zu zulässigen Abschreibungsmethoden | 01.01.20161) |
| IAS 16, IAS 41 | Sachanlagen und Landwirtschaft – Fruchttragende Gewächse | 01.01.20161) |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse – Equity-Methode in Einzelabschlüssen | 01.01.20161) |
| IFRS 10, IAS 28 |
Konzernabschlüsse und Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – Veräußerung oder Einlagen von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen |
01.01.20161) 3) |
| IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 |
Konzernabschlüsse und Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme |
01.01.20161) |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen – Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten | 01.01.20161) |
| Diverse | Annual Improvements 2012–2014 | 01.01.20161) |
1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
2) Die Europäische Kommission hat beschlossen, den Übernahmeprozess dieses Interimsstandards nicht zu starten.
3) Das IASB hat vorgeschlagen, diesen Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Am 24. Juli 2014 veröfentlichte das IASB die inale Version des IFRS 9, des Nachfolgestandards von IAS 39 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Das 2008 als Reaktion auf die Finanzkrise begonnene Projekt kam damit zu einem Abschluss, wobei die neuen Regelungen verplichtend erst für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, anzuwenden sind. Eine frühere Anwendung ist zulässig, die Übernahme durch die EU steht jedoch noch aus. IFRS 9 beinhaltet überarbeitete Vorgaben zur Klassiizierung und Bewertung von inanziellen Vermögenswerten sowie erweiterte Regelungen hinsichtlich der Wertminderung inanzieller Vermögenswerte und umfasst ferner neue Regelungen zum Hedge Accounting. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN werden hinsichtlich der Klassiizierung und Bewertung inanzieller Vermögenswerte erwartet, wobei derzeit noch keine Aussage betrefend die Efekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gemacht werden kann. Weiters wird mit geringfügigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Bereich des Hedge Accounting gerechnet, da die zukünftigen Regelungen stärker mit der Realität des Risikomanagements einhergehen und damit Abweichungen von der bisherigen Bilanzierungspraxis wahrscheinlich machen. Die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 werden mit Übernahme in europäisches Recht im Detail untersucht werden.
IFRS 14 wurde vom IASB am 30. Jänner 2014 als so genannter Interims-Standard veröfentlicht. IFRS 14 erlaubt Unternehmen, welche die internationalen Rechnungslegungsstandards erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte in Übereinstimmung mit den von ihnen bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Als Interims-Standard stellt IFRS 14 eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB im Rahmen des Projekts "Rate-regulated Activities" auf die Bilanzierung dieses Sachverhalts geeinigt hat. Bisher inden sich in den IFRS keine Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften, wohingegen in einigen Ländern – so auch in Österreich – nationale Vorschriften die Erfassung von regulatorischen Abgrenzungsposten fordern. Nach herrschender Meinung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt in einem nach IFRS erstellten Abschluss kein Ansatz eines regulatorischen Vermögenswerts bzw. einer regulatorischen Schuld zulässig. Die EVN ist von den Regelungen des IFRS 14 nicht unmittelbar betrofen, da sich diese rein an IFRS-Erstanwender richten. Am 30. Oktober 2015 wurde bekanntgegeben, dass die Europäische Kommission den Interims-Standard IFRS 14 nicht zur Übernahme in EU-Recht vorschlagen, sondern auf den endgültigen Standard warten wird.
IFRS 15 wurde vom IASB am 28. Mai 2014 veröfentlicht und regelt die Umsatzrealisierung bei Verträgen mit Kunden. Ziel des gemeinsamen mehrjährigen Standardsetzungsprozesses von IASB und dem FASB war es, die bisher sehr unterschiedlichen Vorschriften in den IFRS und den US-GAAP zu vereinheitlichen und branchenübergreifend prinzipienbasierte Regelungen festzulegen. IFRS 15 ersetzt für IFRS-Anwender IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 Erlöse sowie einige Interpretationen, wie unter anderen IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden, in dessen Anwendungsbereich bei der EVN zum Teil erhaltene Baukostenbeiträge fallen. Der neue Standard basiert auf einem fünfstuigen Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, sofern nicht andere Standards, bspw. Leasing verhältnisse, speziellere Regelungen vorsehen. Im Hinblick auf die zeitliche Erfassung von Umsatzerlösen regelt IFRS 15 detailliert, ob die Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Zentral für die Beurteilung ist dabei der Zeitpunkt der Erfüllung einer bestimmten Leistungsverplichtung, wobei IFRS 15 auf ein allgemeines Beherrschungsmodell abstellt. Der Übergang der Beherrschungsmacht determiniert demnach die zeitliche Erfassung der Erlöse. Letztlich schreibt IFRS 15 im Bereich der Umsatzrealisierung neue umfangreiche Anhangangaben im Konzernabschluss vor. Das IASB hat im September 2015 das Datum zur verplichtenden Anwendung des IFRS 15 um ein Jahr auf Geschäftsjahre, die nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, angepasst. Die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 werden mit Übernahme in europäisches Recht im Detail untersucht werden.
Mit der sogenannten "Disclosure Inititative" wurden erste, kurzfristig umsetzbare Vorschläge zur Änderung des IAS 1 umgesetzt, welche im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Rahmenkonzepts stehen. Die Änderungen beinhalten Bestimmungen in Hinblick auf die Wesentlichkeit im Zusammenhang mit Anhangsangaben, Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung sowie Ausführungen zur Struktur einzelner Informationen des Anhangs, welche zukünftig beispielsweise in Abhängigkeit der Relevanz einzelner Informationen für das Verständnis der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens systematisiert werden können. Die EVN rechnet nicht mit materiellen Auswirkungen aus diesen geänderten Bestimmungen. Potenzielle Anpassungen könnten sich aus einer überarbeiteten Berichtsstruktur des Konzernabschlusses ergeben. Diese werden im Detail analysiert, sobald die Übernahme in europäisches Recht erfolgt ist.
Aus der zukünftigen erstmaligen Anwendung der restlichen neuen geänderten Standards und Interpretationen rechnet die EVN nicht mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Konsolidierung
3. Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der übertragenen Gegenleistung mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden.
Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen, bei welchen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Tochterunternehmen), vollkonsolidiert. Die EVN verfügt über beherrschenden Einluss auf ein Beteiligungsunternehmen, wenn Anrechte auf schwankende Renditen aus dem Unternehmen bestehen, deren Höhe die EVN durch ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen beeinlussen kann.
Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50,0 % der Stimmrechte der Fall, kann sich aber auch aus einer bestehenden wirtschaftlichen Verfügungsmacht an der Tätigkeit der betrofenen Gesellschaften ergeben, die dazu berechtigt, mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, bzw. dazu verplichtet, die Risiken zu tragen. Erstkonsolidierungen erfolgen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einlusses, die Einbeziehung endet mit dessen Wegfall.
Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) unabhängig von der Höhe eventuell bestehender nicht beherrschender Anteile mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die nicht beherrschenden Anteile an Tochterunternehmen werden mit dem anteiligen Wert am Nettovermögen (ohne Berücksichtigung anteiliger Firmenwerte) bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identiizier bare Marktchancen und Entwicklungspotenziale ab gelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identiizierten Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) des erworbenen Unternehmens und der Anschafungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Eine Veränderung im Anteilsbesitz an einem weiterhin vollkonsolidierten Unternehmen wird erfolgsneutral als Eigenkapital transaktion bilanziert.
Gemeinschaftliche Vereinbarungen (Joint Arrangements) werden abhängig von den sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechten und Verplichtungen der beherrschenden Parteien in den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen: Bestehen lediglich Rechte am Nettovermögen des gemeinsam beherrschten Unternehmens, handelt es sich gemäß IFRS 11 um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture), welches at Equity einbezogen wird. Bestehen Rechte an den der gemeinsamen Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten sowie Verplichtungen für deren Schulden, besteht gemäß IFRS 11 eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation), welche anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Assoziierte Unternehmen – das sind jene Gesellschaften, bei denen die EVN AG direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einluss verfügt – werden at Equity einbezogen.
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen, deren Einluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden zu Anschafungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, das anteilige Eigenkapital, der Außen umsatz sowie das Jahresergebnis des zuletzt verfügbaren Jahresabschlusses des Unternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei sämtlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
4. Konsolidierungskreis
Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IFRS 10 (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS). Dementsprechend sind zum 30. September 2015 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 31 inländische und 37 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Vorjahr: 31 inländische und 38 ausländische vollkonsolidierte Tochterunternehmen). 36 Tochterunternehmen (Vorjahr: 38) wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht in den Konzernabschluss der EVN einbezogen.
Die EVN AG ist als Kommanditist der EVN KG zu 100,0 % am Ergebnis der EVN KG beteiligt. Komplementärin ohne Vermögenseinlage der EVN KG ist die EnergieAllianz. Auf Basis der zwischen den Gesellschaftern der EnergieAllianz abgeschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Geschäftsführung der EVN KG besteht gemeinsame Beherrschung, womit es sich bei der EVN KG um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11 handelt. Daher erfolgt die Konsolidierung der EVN KG at Equity. Weiters handelt es sich bei der Energie-Allianz-Gruppe (EnergieAllianz sowie deren Tochterunternehmen) aufgrund vertraglicher Vereinbarungen um ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) im Sinn des IFRS 11, das ebenfalls at Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.
Die vollkonsolidierte RBG, an der die EVN unverändert 50,03 % der Anteile hält, ist mit 100,0 % an der RAG beteiligt. Da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einlusses besteht, wird die RAG at Equity einbezogen.
Die Bioenergie Steyr GmbH, an der die EVN Wärme GmbH 51,0 % der Anteile hält, wird at Equity in den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einlusses besteht.
Die EconGas, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 16,51 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.
Die Verbund Innkraftwerke Deutschland GmbH, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 13,0 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.
Bei jenen Gesellschaften, an denen 50,00 % gehalten werden, ist keine Beherrschung gemäß IFRS 10 gegeben. Diese sind aufgrund der jeweils bestehenden vertraglichen Vereinbarungen durchwegs Gemeinschaftsunternehmen im Sinn des IFRS 11 und werden daher at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 213 unter Beteiligungen der EVN angeführt. Detaillierte Angaben zu den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen sowie zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und assoziierten Unternehmen beinden sich in den Erläuterungen 50. Nicht beherrschende Anteile und 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen.
Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
| 4. Veränderungen des Konsolidierungskreises | Voll | Anteilig (Joint Operation) |
Equity | Summe |
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2013 | 66 | 1 | 19 | 86 |
| Erstkonsolidierungen | 3 | – | 1 | 4 |
| Entkonsolidierungen | – | – | –1 | –1 |
| 30.09.2014 | 69 | 1 | 19 | 89 |
| Erstkonsolidierungen | 1 | – | – | 1 |
| Entkonsolidierungen | –2 | – | – | –2 |
| 30.09.2015 | 68 | 1 | 19 | 88 |
| davon ausländische Unternehmen | 37 | 1 | 6 | 44 |
Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. Oktober 2014 bekanntgegeben, erzielte die EVN mit der Regierung der Stadt Moskau eine Einigung über den Verkauf der Natriumhypochloritanlage: Mosvodokanal, das Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsunternehmen der Stadt Moskau, übernahm die von der Projektgesellschaft gehaltenen Anteile an der Objektgesellschaft in Russland, in der die Natriumhypochloritanlage bilanziert war. Die Veräußerung erfolgte am 30. Oktober 2014. Die bisher vollkonsolidierte Objektgesellschaft in Russland, die OAO "WTE Süd-Ost", wurde daher im ersten Quartal 2014/15 entkonsolidiert.
Die in den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogene EVN MVA Nr. 1 Finanzierungs- und Servicegesellschaft mbH, Maria Enzersdorf, wurde im ersten Halbjahr 2014/15 in EVN Bulgaria RES Holding GmbH umbenannt und unter der EVN Naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, angeordnet. Die Gesellschaft hält nun 100,0 % der Anteile der beiden in Bulgarien im Bereich der erneuerbaren Energieproduktion tätigen Gesellschaften EVN Kavarna EOOD, Plovdiv, und Naturkraft EOOD, Plovdiv. Beide Gesellschaften wurden zuvor direkt durch die EVN Naturkraft gehalten. Die EVN Bulgaria RES Holding GmbH, Maria Enzersdorf, wurde im ersten Halbjahr 2014/15 erstmals vollkonsolidiert.
Im dritten Quartal 2014/15 erfolgte der Verkauf der Tochtergesellschaft V&C Kathodischer Korrosionsschutz Gesellschaft m.b.H., womit die Gesellschaft entkonsolidiert wurde.
In der Berichtsperiode fanden ebenso wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.
5. Währungsumrechnung
Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem am Tag der jeweiligen Transaktion gültigen Devisenmittelkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden für Zwecke des Konzernabschlusses gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Demnach werden bei jenen Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Nicht realisierte Währungsdiferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Als erfolgsneutrale Währungsdiferenz ergab sich eine Eigenmittelveränderung im Geschäftsjahr 2014/15 von –10,7 Mio. Euro (Vorjahr: –7,9 Mio. Euro).
Die Zu- und Abgänge werden in sämtlichen Tabellen zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Diferenzen, die aus der Verwendung von Durchschnitts kursen für die Umrechnung von Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden in den Tabellen als Währungsdiferenzen gesondert ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdiferenzen erfolgswirksam.
Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:
| 2014/15 | 2013/14 | |||
|---|---|---|---|---|
| 5. Währungsumrechnung Währung |
Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) | Kurs zum Bilanzstichtag |
Durchschnitt1) |
| Albanische Lek | 139,73000 | 140,05154 | 139,44000 | 140,06769 |
| Bulgarische Lew2) | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 | 1,95583 |
| Kroatische Kuna | 7,64450 | 7,63091 | 7,64250 | 7,62331 |
| Mazedonische Denar | 61,69470 | 61,60592 | 61,65340 | 61,60085 |
| Polnische Zloty | 4,24480 | 4,17391 | 4,17760 | 4,17750 |
| Russische Rubel | 73,24160 | 64,71495 | 49,76530 | 46,86468 |
| Serbische Denar | 119,74910 | 120,38277 | 118,85090 | 115,75038 |
| Tschechische Krone | 27,18700 | 27,44215 | 27,50000 | 27,21538 |
1) Durchschnitt der Monatsultimos
2) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung ixiert.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
6. Immaterielle Vermögenswerte
Bei Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 können sich Diferenzen zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem (anteiligen) neubewerteten Eigenkapital ergeben. Entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag, sind Anschafungskosten und Kaufpreis allokation nochmals zu überprüfen. Besteht die negative Diferenz weiterhin, erfolgt ihre Erfassung erfolgswirksam. Positive Diferenzen münden in einem Firmenwert (zur allgemeinen Behandlung bzw. Werthaltigkeit von Firmenwerten siehe Erläuterungen 3. Konsolidierungsm ethoden bzw. 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschafungskosten und, sofern ihre Nutzungsdauer nicht als unbestimmbar klassiiziert wird, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie allfällige Wertminderungen bilanziert. Bei bestimmbarer begrenzter Nutzungsdauer erfolgt die Abschreibung entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese entspricht einem Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und von drei bis 40 Jahren für Rechte. Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen, für die aufgrund einer etwaigen Marktliberalisierung eine Nutzungsdauer bestimmbar ist, werden planmäßig linear über fünf bis 15 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe werden mittels Schätzungen hinsichtlich des Zeitraums und der Verteilung der Mittelzulüsse aus den korrespondierenden immateriellen Vermögenswerten im Zeitablauf festgelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschafungskosten bewertet und jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Im Zuge der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte ist auf die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 zu achten, die zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unterscheiden. Es wurden wie im Vorjahr mangels Erfüllung der Ansatzkriterien keine Entwicklungsausgaben aktiviert.
Dienstleistungskonzessionen, welche die Voraussetzungen des IFRIC 12 erfüllen, werden als immaterieller Vermögenswert eingestuft. Die Aufwendungen und Erträge werden nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) mit dem beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung erfasst. Der Leistungsfortschritt wird nach der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Die Voraussetzungen des IFRIC 12 werden derzeit ausschließlich beim at Equity einbezogenen Wasserkraftwerk Ashta sowie beim at Equity einbezogenen Kläranlagenprojekt Zagreb erfüllt.
7. Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschafungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Sofern die Verplichtung besteht, eine Sachanlage zum Ende ihrer Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, umfassen die Anschafungs- bzw. Herstellungskosten auch die geschätzten Abbruch- und Entsorgungskosten. Der Barwert der zukünftig dafür anfallenden Zahlungen wird zusammen mit den Anschafungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe als Rückstellung passiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Laufende Wartungskosten im Rahmen der Instandhaltung von Sachanlagen werden, sofern die Wesensart des Vermögenswerts dadurch nicht verändert und künftig kein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen zuließen wird, erfolgswirksam erfasst. Eine nachträgliche Aktivierung als Teil der Anschafungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme Wertsteigerungen erzielt werden.
Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, spricht man von "qualiizierten Vermögenswerten", für welche die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert werden. Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der EVN entsprechend, entsteht aus einem Projekt nur dann ein qualiizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens zwölf Monate beträgt.
Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen erfolgen linear und orientieren sich an den voraussichtlich zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzungs dauern der jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Die wirtschaftlichen sowie technischen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:
| 7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 10 – 50 |
| Leitungen | 15 – 50 |
| Maschinen | 10 – 33 |
| Zähler | 5 – 40 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 25 |
Bei Anlagenabgängen werden die Anschafungs- bzw. Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang ausgewiesen, die Diferenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
8. At Equity einbezogene Unternehmen
At Equity einbezogene Unternehmen werden zunächst mit ihren Anschafungskosten und in den Folgeperioden mit ihrem fort geschriebenen anteiligen Nettovermögen zuzüglich etwaiger Firmenwerte bilanziert. Dabei werden die Buch werte jährlich um anteilige Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden, sonstige Eigenkapitalveränderungen sowie um fort geschriebene Fair-Value- Anpassungen aus einem vorangegangenen Unternehmenserwerb erhöht bzw. vermindert. Im Beteiligungsbuchwert enthaltene Fir menwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben und gemäß IAS 28 weder gesondert ausgewiesen noch gemäß IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Es wird jeweils zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Liegen solche vor, ist für at Equity einbezogene Unternehmen ein Werthaltigkeitstest nach Maßgabe von IAS 36 durchzuführen. Weiters ist gegebenenfalls eine Wertminderung im Ergebnis des at Equity einbezogenen Unternehmens zu erfassen (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
9. Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem inanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer inanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Originäre Finanzinstrumente
Bei der EVN werden folgende Bewertungskategorien angewendet:
- Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale, "AFS")
- Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, "LAR")
- Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem oder negativem Marktwert (At Fair Value through Profit or Loss, "@FVTPL")
- Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (Financial Liabilities at Amortised Cost, "FLAC")
Die von IFRS 7 für die Anhangangaben geforderte Unterteilung der originären Finanzinstrumente in Klassen – und die dazu gehörigen Bewertungskategorien – stellten sich bei der EVN wie folgt dar:
| 9. Klassen und Bewertungskategorien originärer Finanzinstrumente | Bewertungskategorie |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Sonstige Beteiligungen | |
| Andere Beteiligungen Übrige langfristige Vermögenswerte |
AFS |
| Wertpapiere | @FVTPL |
| Ausleihungen | LAR |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften Forderungen aus derivativen Geschäften |
LAR Hedge Accounting, @FVTPL |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | |
| Forderungen | LAR |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
| Wertpapiere | AFS |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR |
| Langfristige Schulden | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | |
| Anleihen | FLAC |
| Bankdarlehen | FLAC |
| Übrige langfristige Schulden | |
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
| Kurzfristige Schulden | |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC |
| Übrige kurzfristige Schulden | |
| Übrige inanzielle Schulden | FLAC |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedge Accounting, @FVTPL |
Originäre Finanzinstrumente werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn der EVN ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere inanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.
Der erstmalige Ansatz erfolgt (mit Ausnahme der Bewertungskategorie @FVTPL) zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung zu den oben angeführten Bewertungskategorien, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten. Diese werden bei der Erläuterung der einzelnen Bilanzpositionen beschrieben.
Die unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Wertpapiere werden @FVTPL bewertet, da diese auf Portfoliobasis gesteuert werden. Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente, die @FVTPL bilanziert werden, beinhalten Zinsen. Die Zuordnung eines inanziellen Vermögenswerts in die Bewertungskategorie AFS erfolgt bei nicht derivativen inanziellen Vermögenswerten, die weder als Kredite und Forderungen noch als @FVTPL eingestuft werden.
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallenden inanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme von inanziellen Vermögenswerten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden, wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob objektive Hinweise für Wertminderungen vorliegen. Ein Wertminderungsbedarf wird für inanzielle Vermögenswerte entsprechend der zugehörigen Bewertungskategorie gemäß den Regelungen des IAS 39 ermittelt und erfasst. Bei Eigenkapitalinstrumenten, die der Bewertungskategorie AFS zugeordnet sind, erfolgen Wertminderungen bei einem signiikanten oder länger anhaltenden Rückgang des beizu legenden Zeitwerts unter dessen Anschafungskosten. Als signiikanter oder länger anhaltender Rückgang wird bei der EVN ein Rückgang von über 20 % zum Bewertungsstichtag bzw. ein Rückgang permanent über die Dauer von neun Monaten deiniert.
Derivative Finanzinstrumente
Zu den bei der EVN eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten zählen Swaps, Forwards und Futures.
Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich setzt die EVN vor allem Währungs- und Zins-Swaps ein.
Zur Reduktion der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohstof- und Produktpreisen im Beschafungsbereich und bei Stromgeschäften entstehen, werden Swaps, Futures und Forwards eingesetzt.
Die von der EVN abgeschlossenen Forward- und Future-Verträge zum Kauf oder Verkauf von Strom-, Erdgas und CO2 -Emissionszertiikaten werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Strom- und Gaslieferungen bzw. CO2 -Emissionszertiikate sowie zur Sicherung der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Aufgrund der regelmäßigen physischen Erfüllung entsprechend dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf liegen regelmäßig die Voraussetzungen der so genannten "Own Use Exemption" gemäß IAS 39 vor, womit es sich nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinn des IAS 39 handelt, sondern um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden. Sofern die Voraussetzungen für die Own Use Exemption nicht erfüllt sind, beispielsweise bei Geschäften zur kurzfristigen Optimierung, erfolgt die Bilanzierung als Derivat gemäß IAS 39.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss mit ihren Anschafungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Zeitwert bewertet. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öfentliche Notierung, Angaben von Banken oder mithilfe inanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt, wobei auch eine Berücksichtigung des Kontrahentenrisikos stattindet. Ihr Ausweis erfolgt unter den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Vermögenswerten bzw. den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Verbindlichkeiten.
Bei Derivativen, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, bestimmt sich die Bilanzierung von Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art des Sicherungsgeschäfts.
Cash Flow Hedges werden zur Absicherung von Energiepreisrisiken sowie zur Absicherung von Zinsrisiken aus Finanzverbindlichkeiten eingesetzt.
Die Marktbewertungen von derivativen Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-Flow-Hedge-Instrumente zu klassiizieren sind, werden mit ihrem efektiven Teil ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis in der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 erfasst. Bei Realisierung des Sicherungsgeschäfts erfolgt eine ergebniswirksame Umbuchung. Inefektive Teile werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Bei Fair Value Hedges wird die Bewertung des Grundgeschäfts um den Betrag, der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.
10. Sonstige Beteiligungen
Die Position "Sonstige Beteiligungen" umfasst Anteile an verbundenen Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Diese werden zu Anschafungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Die restlichen sonstigen Beteiligungen sind der Kategorie AFS zugeordnet. Der Wertansatz in der Konzern-Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ist dieser nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt der Wertansatz zu Anschafungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen. Der beizulegende Zeitwert wird – soweit wie möglich – auf Basis von Börsekursen ermittelt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Wertminderungen (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente) werden ergebniswirksam erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
11. Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als @FVTPL klassiiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschafungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Ausleihungen werden der Kategorie LAR zugeordnet, die Bilanzierung erfolgt bei verzinslichen Ausleihungen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden zu Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem internationalen Projektgeschäft des Umweltbereichs, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasing geschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 23. Leasing- und Pachtgegenstände).
Die Forderungen aus derivativen Geschäften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste, die aus Wert änderungen von derivativen Finanzinstrumenten resultieren, werden entweder ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente).
Die Bewertung der sonstigen übrigen langfristigen Vermögenswerte und der langfristigen Primärenergiereserven erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag.
12. Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschafungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettover äußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei anderen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Im Fall einer Unterdeckung der Vollkosten der Stromerzeugung aus Primärenergievorräten werden diese mit den niedrigeren Wiederbeschafungskosten (diese stellen die beste verfügbare Bewertungsgrundlage dar) bewertet. Primärenergievorräte für Handelszwecke werden zum beizulegenden Zeitwert (Börsekurs, Stufe 1 gemäß IFRS 13) abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus der verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden erfahrungsgemäße Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstofe erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
Die gemäß Emissionszertiikategesetz gratis zugeteilten CO2 -Emissionszertiikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anschafungskosten von null bilanziert. Für notwendige Beschafungen erfolgt die Bilanzierung zu Anschafungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
13. Forderungen
Kurzfristige Forderungen werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschafungskosten, welche den Anschafungs kosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Bestandteile entsprechen, bilanziert. Forderungen, für die ein potenzieller Wertminderungsbedarf besteht, werden anhand vergleichbarer Ausfallrisikoeigenschaften (insbesondere der Außenstands dauer) gruppiert, gemeinsam auf Werthaltigkeit getestet und gegebenenfalls ergebniswirksam wertberichtigt. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfall risiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betrefenden Forderungen.
Die fortgeführten Anschafungskosten, gegebenenfalls abzüglich der erfassten Wertminderungen, können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.
Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten.
14. Wertpapiere
Die kurzfristigen Wertpapiere sind als AFS eingestuft. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwerts werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.
15. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind lüssige Mittel und Sichtguthaben zusammengefasst. Diese werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.
16. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Ist die Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten hinreichend wahrscheinlich, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert als zu Veräußerungszwecken gehalten klassiiziert und, soweit erforderlich, auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet. Bis zum Verkaufszeitpunkt erfolgen keine weiteren Abschreibungen. Die Darstellung in der Bilanz erfolgt getrennt von anderen Vermögenswerten. Ein Gewinn oder Verlust, der bis zum Tag der Veräußerung eines langfristigen Vermögenswerts nicht erfasst wurde, wird am Tag der Ausbuchung erfasst. Die im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte stehen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage Moskau (siehe Erläuterung 44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).
17. Eigenkapital
In Abgrenzung zum Fremdkapital ist Eigenkapital gemäß dem IFRS-Rahmenkonzept deiniert als "Residualanspruch an den Vermögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden". Das Eigenkapital ergibt sich somit als Restgröße aus Vermögenswerten und Schulden.
Die von der EVN gehaltenen eigenen Anteile werden entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Wertpapiere ausgewiesen, sondern in Höhe der Anschafungskosten der erworbenen eigenen Anteile ofen vom Eigenkapital abgesetzt. Gewinne und Verluste, die aus dem Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu deren Anschafungs kosten entstehen, erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen.
In den im sonstigen Ergebnis erfassten Posten werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betrift etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren (Available-for-Sale-Finanzinstrumente), den efektiven Teil der Marktwert änderung von Cash-Flow-Hedge-Transaktionen sowie sämtliche Neubewertungen gemäß IAS 19. Weiters ist in dieser Position die anteilige Übernahme der Bewertungsrücklage der at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.
18. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen
Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verplichtung, Mitarbeitern, die bis 31. Dezember 1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verplichtung besteht auch für jene Mitarbeiter, die im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes nunmehr in der Netz Niederösterreich GmbH beschäftigt sind. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach Höhe des Bezugs zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von der EVN und in der Regel auch von den Mitarbeitern selbst Beiträge an die EVN Pensionskasse geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verplichtungen der EVN sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Rückstellungen für Pensionen und ergänzend dazu durch beitragsorientierte Leistungen der EVN Pensionskasse abgedeckt.
Für die ab 1. Jänner 1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensions modell geschafen, das im Rahmen der EVN Pensionskasse inanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die EVN Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investment-Fonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, die die EVN unter bestimmten Voraussetzungen verplichten, Pensionszahlungen zu leisten.
Die Rückstellung für pensionsähnliche Verplichtungen betrift Strom- und Gasdeputatverplichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeiter sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter unter Berücksichtigung künftig zu erwartender Gehalts- und Pensionssteigerungen bis zum Pensionsantritt verteilt.
Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die Berechnungsgrundlagen sind in Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen angeführt. Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Für die Rückstellung für Pensionen wurden wie im Vorjahr die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pen sionsversicherungstafeln "Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Rückstellung für Abfertigungen
Aufgrund gesetzlicher Verplichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Jänner 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.
In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird. Hinsichtlich ihrer Abfertigungsansprüche bestehen für die anderen Mit arbeiter der EVN je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegeben heiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeitersicherung.
Die Rückstellung für Abfertigungen wurde gemäß versicherungsmathematischen Berechnungen gebildet. Die Bewertung erfolgte anhand derselben Berechnungsgrundlagen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpl ichtungen (Berechnungsgrund lagen siehe Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen). Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen im Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.
Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Bei Mitarbeitern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wurde die Verplichtung der einmaligen Abfertigungszahlung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mit arbeitervorsorgekasse werden im Personalaufwand erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verplichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und/oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind. Hierbei muss die Höhe der Verplichtung zuverlässig geschätzt werden können. Sofern eine solche zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, unterbleibt die Bildung der Rückstellung. Die Rückstellungen werden mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit aufweist.
Als Abzinsungssätze wurden Sätze vor Steuern verwendet, welche die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinsefekt widerspiegeln. Die für die Schuld speziischen Risiken inden in der Schätzung über die künftigen Cash Flows Berücksichtigung.
Für Jubiläumsgeldverplichtungen, die aufgrund kollektivvertraglicher Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei den Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen vorgesorgt. Die Neuregelung im Kollektivvertrag für Angestellte der Elektrizitätsversorgungsunternehmen, wonach für Angestellte, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2009 begonnen hat, ein Jubiläumsgeld in der Höhe eines Monatsgehalts nach 15, 20, 25, 30 und 35 Jahren und in der Höhe eines halben Monatsgehalts nach 40 Jahren gebührt, wurde entsprechend berücksichtigt. Sämt liche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN AG ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden bei den Jubiläumsgeldverplichtungen gemäß IAS 19 ergebniswirksam erfasst. Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung zur Rückstellung im Finanzergebnis.
Entsorgungs- und Wiederherstellungsverplichtungen für rechtliche und faktische Verplichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Kosten angesetzt. Änderungen in den Schätzungen der Kosten oder im Zinssatz werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswerts erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswerts übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst.
Rückstellungen für belastende Verträge werden in Höhe des unvermeidlichen Ressourcenablusses angesetzt. Dies ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrags und allfälligen Kompensationszahlungen bei Nichterfüllung.
19. Schulden
Schulden werden – mit Ausnahme jener aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. jener im Zusammenhang mit Hedge Account ing – zu fortgeführten Anschafungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Geldbeschafungskosten sind Teil der fortgeführten Anschafungskosten. Langfristige Schulden werden unter Anwendung der Efektivzinsmethode verzinst.
Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten erfolgt ein Ausweis der endfälligen Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr im langfristigen Bereich, jener einer Restlaufzeit von unter einem Jahr im kurzfristigen Bereich (Informationen zu den Restlaufzeiten siehe Erläuterung 51. Lang fristige Finanzverbindlichkeiten).
Wird die Erfüllung einer Schuld innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag erwartet, wird dieser Teil als kurzfristig klassiiziert.
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse mindern die Anschafungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht und werden daher unter analoger Anwendung von IAS 20 auf der Passivseite der Konzern-Bilanz ausgewiesen.
Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anschafungskosten dieser Sachanlagen dar und stehen im Strom- und Gasnetzbereich im Zusammenhang mit einer Versorgungsverplichtung durch die EVN. Die Gewährung von Investitionszuschüssen impliziert in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheidmäßig festgesetzte Betriebsführung. Sowohl Baukosten- als auch Investitionszuschüsse werden über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst.
20. Ertragsrealisierung
Umsatzrealisierung (allgemein)
Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsätz e werden dann als Erlöse erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht wurde.
Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Efektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.
Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinem Kunden einen Vermögenswert bzw. die Finanzmittel für die Anschafung oder Herstellung eines solchen erhält, um ihm im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauer haften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschafen. Bei der EVN fallen erhaltene Baukostenzuschüsse zum Teil in den Anwendungsbereich des IFRIC 18. Baukostenzuschüsse im Strom- und Gasnetzbereich stehen im Zusammenhang mit der Versorgungsverplichtung durch die EVN und werden passivisch abgegrenzt und über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst. Der Ausweis der Aulösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei der EVN in den sonstigen betrieblichen Erträgen.
Regulierungskonto
In regelmäßigen Abständen werden seitens der Strom- und Gasnetzregulierungsbehörden angemessene "Zielerlöse" für die einzelnen Marktteilnehmer festgesetzt und laufend evaluiert. Gegenüber diesen Zielerlösen erzielte Mehr- oder Mindererlöse werden auf dem Regulierungskonto vorgetragen und im Rahmen der künftigen tarilichen Anpassung berücksichtigt.
In Österreich wurde mit der am 3. März 2011 in Kraft getretenen Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) eine in § 50 ElWOG neu normierte Ex-Post-Regulierung der Erlöse des Netzbetreibers über das Regulierungskonto eingeführt. Diese Systematik wurde auch in den § 71 des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG) übernommen. Zweck des neu eingeführten Regulierungskontos ist es, mittels eines für jeden Netzbetreiber geführten "virtuellen Kontos" Abweichungen der tatsächlichen Erlöse von den bescheidmäßig zuerkannten Erlösen auszugleichen. Diferenzbeträge sind dabei nach dem Gesetzeswortlaut des § 50 ElWOG bzw. des § 71 GWG im Rahmen der Feststellung der Kostenbasis für die nächsten Entgeltperioden zu berücksichtigen.
Entsprechend der aktuellen Aufassung hinsichtlich der Bilanzierung von regulatorischen Abgrenzungsposten wird von einem Ansatz regulatorischer Vermögenswerte und regulatorischer Verbindlichkeiten abgesehen (siehe auch Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS).
Auftragsfertigung
Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere PPP-Projekte – Public Private Partnerships) und die damit im Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Fertigstellungsgrads (Percentage-of-Completion-Methode) erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit ixen Preisen vereinbart werden. Der Fertigstellungsgrad wird durch die Cost-to-Cost-Methode festgelegt. Dabei werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Veränderungen der geschätzten Gesamtauftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und inanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.
21. Ertragsteuern und latente Steuern
Der für die Berichtsperiode in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für vollkonsolidierte Gesellschaften aus deren steuerplichtigem Einkommen und dem jeweils anzuwendenden Ertragsteuersatz errechnete laufende Ertragsteuer sowie die Veränderung der latenten Steuerschulden und -ansprüche.
Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:
| 21. Ertragsteuersätze | ||
|---|---|---|
| % | 2014/15 | 2013/14 |
| Unternehmenssitz | ||
| Österreich | 25,0 | 25,0 |
| Albanien | 15,0 | 15,0 |
| Bulgarien | 10,0 | 10,0 |
| Deutschland1) | 30,3 | 30,3 |
| Estland2) | 20,0 | 21,0 |
| Kroatien | 20,0 | 20,0 |
| Litauen | 15,0 | 15,0 |
| Mazedonien3) | 10,0 | 10,0 |
| Montenegro | 9,0 | 9,0 |
| Polen | 19,0 | 19,0 |
| Rumänien | 16,0 | 16,0 |
| Russland | 20,0 | 20,0 |
| Serbien | 15,0 | 15,0 |
| Slowenien | 17,0 | 17,0 |
| Tschechien | 19,0 | 19,0 |
| Zypern | 12,5 | 12,5 |
1) 15,83 % Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, 14,42 % Gewerbesteuer (bezieht sich auf Gesellschaften im Bereich Umwelt)
2) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.
3) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt seit dem Jahr 2014 jährlich auf Basis des Ergebnisses. Bis 2013 wurden im Unternehmen thesaurierte Gewinne nicht besteuert.
Die Besteuerung erfolgte erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Lediglich die Steuer für nicht abzugsfähige Aufwendungen war jährlich zu entrichten.
Die EVN macht von der Möglichkeit zur Bildung steuerlicher Unternehmensgruppen Gebrauch. Insgesamt gibt es innerhalb der EVN zwei (Vorjahr: zwei) steuerliche Unternehmensgruppen. Die EVN AG beindet sich in einer Unternehmensgruppe mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, als Gruppenträger. Die steuerlichen Ergebnisse der diesen Gruppen zugehörigen Gesell schaften wurden dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppen träger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der Stand-Alone-Methode orientiert.
Dabei werden überrechnete steuerliche Verluste auf Seite der Gruppenmitglieder als interne Verlustvorträge evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Verträge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Fall der Zurechnung eines negativen steuer lichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist. Ansonsten wird der jeweilige Verlust als interner Verlustvortrag berücksichtigt und in Folgejahren als negative Steuerumlage vergütet, sobald er in einem zusammengefasten positiven Ergebnis Deckung indet.
Aus der Anrechnung von Verlusten ausländischer Tochtergesellschaften innerhalb der Gruppenbesteuerung wird für die künftige Verplichtung zur Zahlung von Ertragsteuern eine Verbindlichkeit in Höhe des Nominalbetrags ausgewiesen.
Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bereits gesetzlich beschlossen waren.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der Liability-Methode mit jenem Steuersatz, der erwartungsgemäß zum Zeitpunkt der Umkehr der befristeten Unterschiede gelten wird. Auf alle temporären Diferenzen (Diferenz zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert.
Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Diferenzen vorhanden sein werden. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht und die Absicht auf Aufrechnung der Steuern bestehen.
22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen
Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird zu jedem Abschlussstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Während Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung lediglich bei Vorliegen eindeutiger Anzeichen auf etwaige vorzunehmende Wertminderungen hin zu überprüfen sind, unterliegen Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verplichtenden, mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.
Die Werthaltigkeitsprüfung von Firmenwerten sowie von Vermögenswerten, für die keine eigenen zukünftigen Finanzmittel lüsse identiiziert werden können, erfolgt auf der Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units, CGUs). Für eine Zuordnung sind jene CGUs zu identiizieren, aus denen separate Mittelzulüsse erzielt werden und die – im Fall von Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten – einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen.
Im Bereich der Sachanlagen wird als maßgebliches Kriterium zur Qualiikation einer Erzeugungseinheit als CGU die technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom-, Erdgas- und Wasserverteilungsanlagen, Windparks, Strombezugsrechte, Telekomnetze sowie Anlagen im Umweltbereich.
Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit wird als erzielbarer Betrag der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert dem Buchwert der CGU bzw. dem Buchwert des Vermögenswerts gegenübergestellt.
Als Abzinsungssatz wird ein Kapitalkostensatz unter Berücksichtigung von Ertragsteuern (WACC) verwendet. Die Eigenkapitalkosten des WACC setzen sich aus dem risikolosen Zinssatz, einem Länderzuschlag sowie einer Risikoprämie zusammen, welche die Markt-Risikoprämie und den Beta-Faktor auf Basis von Peer-Group-Kapitalmarktdaten umschließt. Die Fremdkapitalkosten setzen sich aus dem Basiszinssatz, dem Länderzuschlag und einem dem Rating entsprechenden Risikozuschlag zusammen. Für die Gewichtung der Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten wird auf Basis von Peer-Group-Daten eine für die betrefende CGU adäquate Kapitalstruktur zu Marktwerten unterstellt. Mit dem so ermittelten WACC werden die Zahlungsströme der jeweiligen CGU abgezinst.
Grundsätzlich hat die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten entsprechend der Bemessungshierachie des IFRS 13 zu erfolgen. Da für die bewertungsgegenständlichen CGUs bzw. Vermögenswerte in der Regel keine Marktwerte ablesbar sind, erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts entsprechend der Bemessungshierachie der Stufe 3. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten der CGU erfolgt dabei mittels eines WACC-basierten Discounted-Cash-Flow-Verfahrens, welches konzeptionell dem Verfahren des Value in Use ähnelt, jedoch Anpassungen der in das DCF-Berechnungsmodell einließenden Parameter im Sinn der Sicht eines Marktteilnehmers berücksichtigt.
Sowohl die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten als auch des Nutzungswerts erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Geldmittelzu- und -ablüsse (Cash Flows), die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Die Cash-Flow-Prognosen basieren auf den jüngsten vom Management genehmigten Finanzplänen und erstrecken sich auf einen Zeitraum, für welchen verlässliche Planungsrechnungen erstellt werden können. Die zukünftigen Strompreisannahmen werden von den Terminmarktnotierungen an der European Energy Exchange AG, Leipzig, abgeleitet. Für darüber hinausgehende Zeiträume erfolgt eine Durchschnittsbildung anhand zweier Prognosen renommierter Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. In die Wertermittlung werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei im Fall von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand berücksichtigt wird. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung der nächsten mittelfristigen Unternehmensplanung berücksichtigt.
Liegt der erzielbare Betrag unter dem angesetzten Buchwert, ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag zu verringern und eine Wertminderung zu erfassen. Übersteigt der Buchwert einer CGU den erzielbaren Betrag, wird zunächst der Firmenwert in Höhe des Diferenzbetrags wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der CGU berücksichtigt. Wenn der Grund für eine vorgenommene Wertminderung entfällt, erfolgt für den betrefenden Vermögenswert eine Wertaufholung. Der infolge dieser Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht übersteigen. Firmenwerte, die im Zuge einer Werthaltigkeitsprüfung wertgemindert wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben werden.
Die Buchwerte der Firmenwerte stellen sich wie folgt dar:
| 22. Zuordnung der Firmenwerte auf Cash Generating Units | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Internationales Projektgeschäft | 52,9 | 53,1 |
| Sonstige CGUs | 3,4 | 5,5 |
| Summe Firmenwerte | 56,3 | 58,6 |
Unter sonstige CGUs ist der Firmenwert der CGU Hollabrunn enthalten. Von diesem Firmenwert in Höhe von ursprünglich 2,8 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2014/15 ein Betrag in Höhe von 2,4 Mio. Euro wertgemindert (siehe Erläuterung 36. Immaterielle Vermögenswerte).
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des erzielbaren Betrags für die Firmenwerte verwendet werden, sind neben den Cash-Flow-Prognosen der Abzinsungssatz (WACC) und die Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum. Die Annahmen zu den wesentlichen Cash Generating Units sowie deren Sensitivitäten sind im Folgenden dargestellt:
Internationales Projektgeschäft
| 22. Internationales Projektgeschäft | ||
|---|---|---|
| in % | 2014/15 | 2013/14 |
| Annahmen | ||
| WACC nach Steuern | 7,98 % | 8,53 % |
| Wachstumsrate nach Detailplanungszeitraum | 0,0 % | 0,0 % |
Der Buchwert des Nettovermögens der CGU "Internationales Projektgeschäft" betrug 379,1 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 407,3 Mio. Euro. Der erzielbare Betrag der CGU lag damit um 7,4 % über ihrem Buchwert.
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einer Unterdeckung des Nettovermögens der CGU von 3,9 % gekommen (Überdeckung um 22,0 %). Bei Erhöhung (Verminderung) des Wachstumsfaktors um 1 % wäre es im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU um 17,3 % gekommen (Unterdeckung um 0,2 %). Bei einem WACC nach Steuern in Höhe von 8,61 % entspräche der erzielbare Betrag dem Buchwert. Bei einem Wachstumsfaktor von –0,97 % entspräche der erzielbare Betrag dem Buchwert.
23. Leasing- und Pachtgegenstände
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder -nehmer nach dem Kriterium der Zu ordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Die langfristigen Leasingforderungen, die bei Projektgeschäften des Umweltbereichs im Rahmen von PPP-Projekten anfallen, bei denen eine Anlage für einen Kunden gebaut, inanziert und über eine ixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, werden gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungs leasinggeschäft klassiiziert und als solches im Konzernabschluss der EVN bilanziert.
Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverplichtungen werden passiviert. Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.
24. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getrofen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Konzernanhang angegebenen Beträge beeinlussen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Insbesondere die folgenden Annahmen und Schätzungen können in folgenden Berichtsperioden zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner Vermögenswerte und Schulden führen.
Bei den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduzierung der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen führen. Zur Ermittlung erzielbarer Beträge mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) verwendet; diese entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Die Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung – diese entspricht einer Kapitalstruktur zu Marktwerten – wurde aus einer adäquaten Peer Group abgeleitet. Vor dem Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds wird die Entwicklung der Kapitalkosten (und insbesondere der Länderrisikoprämien) laufend beobachtet (siehe Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).
Für die Bewertung des Erzeugungsportfolios wurde das Preisgerüst ab dem fünften Jahr (keine aussagekräftigen Marktpreise an den Strombörsen mehr verfügbar) anhand der durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Es werden jeweils die letzten aktuell verfügbaren Studien verwendet, die aufgrund der derzeitigen Volatilität der Strommärkte jährlich aktualisiert werden.
Die Sensitivität dieser Annahmen stellt sich für die buchmäßig zwei größten Stromerzeugungsanlagen der EVN, das anteilsmäßig als Joint Operation einbezogene Kraftwerk Steag-EVN Walsum (siehe Erläuterung 37. Sachanlagen) sowie die at Equity einbezogene Verbund Innkraftwerke GmbH (siehe Erläuterung 38. At Equity einbezogene Unternehmen) wie folgt dar:
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 0,5 % würde es beim anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einem um 11,1 % niedrigeren Buchwert kommen (3,3 % niedrigerer Buchwert). Bei Erhöhung (Verminderung) der zugrunde liegenden Strompreisannahmen um 5 % würde es im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einem um 8,1 % höheren Buchwert kommen (niedrigerer Buchwert von 22,9 %).
Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC um 0,5 % würde es bei der at Equity einbezogenen Verbund Innkraftwerke GmbH im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einem um 31,4 % niedrigeren Buchwert kommen (6,5 % niedrigerer Buchwert). Bei Erhöhung (Verminderung) der zugrunde liegenden Strompreisannahmen um 5 % würde es im Geschäftsjahr 2014/15 ceteris paribus zu einem um 12,1 % niedrigeren Buchwert kommen (niedrigerer Buchwert von 28,3 %).
Die wesentlichen Prämissen und Ermessensentscheidungen bei der Festlegung des Konsolidierungskreises sind in den Erläuterungen zu 4. Konsolidierungskreis beschrieben.
Im März 2014 hat die bulgarische Staatliche Kommission für Energie- und Wasserregulierung (EWRC/"der Regulator") ein administratives Verfahren zum Lizenzentzug gegen die EVN Bulgaria EC eingeleitet. Als Grund für diesen Schritt nannte die EWRC die Gegenverrechnung von Forderungen an die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) durch die EVN Bulgaria EC. Der Regulator behauptet, die Gegenverrechnung habe zur Verringerung der Barreserven bei der NEK geführt und dadurch deren Fähigkeit gefährdet, ihren gesetzlichen Verplichtungen nachzukommen. Das administrative Verfahren vor dem Regulator ist noch anhängig. Die Bewertung der bulgarischen Vermögenswerte basiert auf aktuellen Annahmen. Das eingeleitete Investitionsschutzverfahren bei dem von der Weltbank eingerichteten International Centre for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) wird weiter verfolgt und soll bewirken, dass die Nachteile aus den regulatorischen Entscheidungen kompensiert werden.
Die Moskauer Antimonopolkommission (FAS) hat den Beschluss der Regierung der Stadt Moskau vom 1. Juni 2010, mit der im Projekt der Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau der Wechsel auf den Investor EVN unter gleichzeitiger Erhöhung der Kapazität auf 700.000 Jahrestonnen angeordnet bzw. genehmigt worden war, für wettbewerbswidrig erklärt; dieser Beschluss ist rechtskräftig. Gegen die behördlichen Maßnahmen zur Aufhebung des Investitionsvertrags selbst führt EVN Verfahren, die derzeit noch anhängig sind. Diese Entwicklungen beim Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau ließen bereits im vergangenen Geschäftsjahr erhebliche Zweifel an dessen Realisierbarkeit erscheinen, weshalb die bestehende Leasingforderung wertberichtigt und der auf die verwertbaren Anlagenkomponenten entfallende Betrag in die Vorräte umgegliedert worden war. Nunmehr wird davon ausgegangen, dass die Anlage nicht errichtet werden wird, sondern vom Auftraggeber entsprechende Kompensation zu fordern ist. Die weiteren Entwicklungen in diesem Projekt einschließlich der Aulösung oder Rückabwicklung bestehender Lieferverträge mit Sublieferanten können in folgenden Berichtsperioden zu Änderungen des Ausweises und zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterungen 40. Übrige langfristige Vermögenswerte und 41. Vorräte).
Die Projektgesellschaft zur Errichtung des Kraftwerks Duisburg-Walsum, an der die EVN zu 49,0 % beteiligt ist, hat am 17. Dezember 2013 eine Schiedsklage gegen das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH und am 10. Dezember 2013 eine gerichtliche Klage gegen einen Versicherer eingebracht. Die geltend zu machenden Ansprüche beruhen auf Schäden, die der Projektgesellschaft infolge verspäteter Fertigstellung des Kraftwerks Duisburg-Walsum entstanden sind, und umfassen pauschalierten Schadenersatz für Verzug, verzögerungsbedingte Mehrkosten, die vorinanzierten Reparaturkosten und für den Schaden aus entgangener Zuteilung von CO2 -Emissionszertiikaten, sowie Ansprüche gegen einen Versicherer. Widerklagend hat das Hitachi-Konsortium in diesem Verfahren Ansprüche gegen die Projektgesellschaft geltend gemacht. Der Versicherer hat in einer mittlerweile verbundenen Klage Rückzahlung von bereits geleisteten Abschlagszahlungen gefordert. Im gerichtlichen Verfahren gegen den Versicherer ist am 1. Juli 2015 ein Teil-Grund- und Teil-Schluss-Urteil zugunsten der Projektgesellschaft ergangen, wonach der Versicherer zur Zahlung von Versicherungsleistungen wegen des Kraftwerksschadens vom April 2011 dem Grunde nach verplichtet ist, gegen das dieser und auch die Projektgesellschaft (in Bezug auf die Anerkennung der Rechtsanwaltskosten) Berufung eingelegt haben. Über die Höhe des der Projektgesellschaft zustehenden Versicherungsanspruchs wird anschließend in einem separaten gerichtlichen Betragsverfahren entschieden. Nach der ersten Betriebszeit des Kraftwerks lassen sich aus den Statistiken höhere speziische Wärmeverbräuche und somit ein niedrigerer Wirkungsgrad ableiten als vom Generalunternehmer zugesagt. Eine entsprechende Kontrollmessung hat dies mittlerweile bestätigt. Deshalb wurden am 22. Oktober 2015 entsprechende Streitanzeigen an das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Ltd und Hitachi Power Europe GmbH Hitachi übermittelt. Der Ausgang der Verfahren kann in künftigen Perioden zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterung 37. Sachanlagen).
Die EVN AG und die Verbund Thermal Power GmbH & Co KG iL betreiben aufgrund des Vertrags vom 28. April 1980 bzw. 16. April 1980 das Kraftwerk Dürnrohr, wobei jedem Vertragspartner einer der beiden Blöcke zur Bewirtschaftung zugewiesen ist. Verbund hat im Dezember 2014 den bestehenden Betriebsführungsvertrag zum 30. Juni 2015 gekündigt und im April 2015 die endgültige Aulassung ihres Kraftwerksblocks am Standort des Gemeinschaftskraftwerks Dürnrohr erklärt. Dies führt in weiterer Folge zu erhöhten Instandhaltungs- und Betriebskosten für die EVN. Die EVN steht auf dem Standpunkt, dass die ausgesprochene Kündigung rechtlich unwirksam sowie der bestehende Vertrag auf die technische Lebensdauer der Anlagen des Kraftwerks Dürnrohr abgeschlossen ist und daher unverändert aufrecht besteht. Sie hat zu diesem Zweck eine Feststellungsklage beim Handelsgericht Wien eingebracht. Der Ausgang dieses Verfahrens kann in künftigen Perioden zu Wertänderungen führen (siehe Erläuterung 37. Sachanlagen).
Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verplichtungen sowie Abfertigungen werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie Pensions- und Gehaltserhöhungen verwendet, die in künftigen Perioden zu Bewertungsänderungen führen können. Ferner können künftige Änderungen von Strom- und Gaspreistarifen zu Bewertungsänderungen der pensionsähnlichen Verplichtungen führen. Eine Berücksichtigung des Pensionssicherungsbeitrags laut NÖ Landesund Gemeindebezügegesetz könnte außerdem künftig in geringeren Pensionsrückstellungen münden (siehe Erläuterung 53. Langfristige Rückstellungen).
Weitere Anwendungsgebiete für Annahmen und Schätzungen liegen zum einen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des langfristigen Vermögens (siehe Erläuterungen 6. Immaterielle Vermögenswerte und 7. Sachanlagen), der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren und Umweltschutz (siehe Erläuterung 18. Rückstellungen) und Einschätzungen zu sonstigen Verplichtungen und Risiken (siehe Erläuterung 67. Sonstige Verplichtungen und Risiken) sowie zum anderen in der Bewertung von Forderungen und Vorräten (siehe Erläuterungen 12. Vorräte und 13. Forderungen). Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutrefend erachtet werden.
25. Grundsätze zur Segmentberichterstattung
Die Identiizierung der operativen Segmente erfolgt auf Basis der internen Organisations- und Berichtsstruktur und der internen Steuerungsgrößen (Management Approach). Für jedes operative Segment überprüft der Vorstand des EVN Konzerns (Hauptentscheidungsträger gemäß IFRS 8) interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Segmentabgrenzung in "Erzeugung", "Energiehandel und -vertrieb", "Netzinfrastruktur Inland", "Energieversorgung Südosteuropa", "Umwelt" und "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" entspricht vollständig der internen Berichtsstruktur. Die Bewertung sämtlicher Segmentinformationen steht in Einklang mit den IFRS. Zur Bewertung der Ertragskraft der Segmente wird das EBITDA herangezogen, welches für das jeweilige Segment der Summe der operativen Ergebnisse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Ver mögenswerte und Sachanlagen der in das Segment einbezogenen Gesellschaften unter Berücksichtigung intersegmentärer Umsätze und Aufwendungen entspricht (siehe Erläuterung 61. Segmentberichterstattung).
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
26. Umsatzerlöse
Die externen Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:
| 26. Umsatzerlöse | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Erzeugung | 52,7 | 33,7 |
| Energiehandel und -vertrieb | 470,9 | 431,5 |
| Netzinfrastruktur Inland | 412,8 | 430,9 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 1.037,9 | 900,4 |
| Umwelt | 152,3 | 168,9 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 9,3 | 9,5 |
| Summe | 2.135,8 | 1.974,9 |
In den Umsatzerlösen waren Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von PPP-Projekten in Höhe von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro) enthalten (siehe Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte).
Die vom bulgarischen Regulator kommunizierte Rückführung von Erlösen aus vergangenen Perioden wurde im Vorjahr in Höhe von 72,4 Mio. Euro in den Umsatzerlösen erfasst (siehe Erläuterung 60. Übrige kurzfristige Schulden).
27. Sonstige betriebliche Erträge
| 27. Sonstige betriebliche Erträge Mio. EUR |
2014/15 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Aulösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen | 38,7 | 45,4 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 18,2 | 18,3 |
| Bestandsveränderungen | 0,9 | –18,1 |
| Zinsen für verspätete Zahlungen | 8,2 | 7,7 |
| Entschädigungen und Vergütungen | 6,1 | 8,8 |
| Miet- und Pachterträge | 2,4 | 2,4 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0,2 | –1,2 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 33,8 | 7,9 |
| Summe | 108,4 | 71,1 |
Neben Prämien, Subventionen sowie Dienst leistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit standen, umfassten die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge das Ergebnis aus dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage im Oktober 2014 (siehe Erläuterung 44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).
28. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassten insbesondere Strom-, Erdgas-, Steinkohle- und Biomassebezugs kosten sowie den durch die zu geringe Zuteilung von Gratiszertiikaten entstandenen Aufwand für den Einsatz zugekaufter CO2 -Emissions zertiikate in Höhe von 5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand standen überwiegend im Zusammenhang mit dem P rojektgeschäft des Umweltbereichs sowie mit Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters waren in dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen enthalten.
Im sonstigen Materialaufwand ist eine Wertberichtigung in Höhe von 11,0 Mio. Euro enthalten, welche im ersten Halbjahr 2014/15 auf die in den Vorräten abgebildeten verbliebenen Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau vorgenommen wurde. Diese Maßnahme betrift die auf die besonderen Anforderungen der Stadt Moskau hin adaptierte Rauchgasreinigungsanlage, für die nach einer Marktsondierung aus heutiger Sicht keine Folgeverwendung gefunden werden kann (siehe Erläuterung 41. Vorräte).
| 28. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Fremdstrombezug und Energieträger | 1.066,5 | 1.032,2 |
| Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand | 254,0 | 251,9 |
| Summe | 1.320,4 | 1.284,0 |
29. Personalaufwand
Im Personalaufwand waren Beiträge an die EVN Pensionskasse in Höhe von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) enthalten.
| 29. Personalaufwand | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Gehälter und Löhne | 242,7 | 241,6 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 7,7 | 4,5 |
| Aufwendungen für Pensionen | 5,5 | 9,5 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Plichtbeiträge |
51,1 | 51,1 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 6,6 | 6,3 |
| Summe | 313,5 | 313,0 |
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:
| 29. Mitarbeiter nach Segmenten1) | 2014/15 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Erzeugung | 154 | 164 |
| Netzinfrastruktur Inland | 1.254 | 1.281 |
| Energiehandel und -vertrieb | 280 | 279 |
| Energieversorgung Südosteuropa | 4.276 | 4.532 |
| Umwelt | 507 | 549 |
| Strategische Beteiligungen und Sonstiges | 501 | 510 |
| Summe | 6.973 | 7.314 |
1) Anzahl im Jahresdurchschnitt
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzte sich zu 96,2 % aus Angestellten und zu 3,8 % aus Arbeitern zusammen (Vorjahr: 96,0 % Angestellte und 4,0 % Arbeiter), wobei in Bulgarien und Mazedonien nicht nach Angestellten und Arbeitern unterschieden wird und damit eine Zurechnung bei den Angestellten erfolgt.
30. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 30. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Forderungsabschreibungen | 37,2 | 230,7 |
| Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken | 16,5 | 28,8 |
| Betriebssteuern und Abgaben | 16,3 | 17,6 |
| Werbeaufwand | 12,7 | 11,4 |
| Telekommunikation und Portospesen | 10,6 | 10,2 |
| Fahrt- und Reisespesen, Kfz-Aufwendungen | 10,4 | 10,9 |
| Versicherungen | 9,2 | 9,1 |
| Wartung und Instandhaltung | 7,6 | 6,8 |
| Mieten | 6,2 | 6,9 |
| Weiterbildung | 1,9 | 2,3 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 39,4 | 24,3 |
| Summe | 168,1 | 359,0 |
Die Position "Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken" umfasst auch die Änderung der Rückstellung für Prozesskosten und -risiken. Die Position "Mieten" umfasst auch die Änderung der Rückstellungen für Mieten für Netzzutritte in Bulgarien.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten neben Aufwendungen für Umweltschutz, Spesen des Geld verkehrs, Lizenzen, Mitglieds beiträgen sowie Verwaltungs- und Büroaufwendungen Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH.
Die Forderungsabschreibungen der Vergleichsperiode beinhalten die Wertberichtigung der Leasingforderung zum Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 191,4 Mio. Euro (siehe Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte).
31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter
| 31. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter Mio. EUR |
2014/15 | 2013/14 |
|---|---|---|
| EVN KG | 63,8 | 53,6 |
| RAG | 76,4 | 58,0 |
| Energie Burgenland | 7,4 | 7,6 |
| ZOV; ZOV UIP | 12,1 | 11,7 |
| Shkodra | 0,7 | – |
| Verbund Innkraftwerke | –25,9 | –39,2 |
| Andere Gesellschaften | 6,4 | 2,4 |
| Summe | 141,1 | 94,0 |
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile, Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten Vermögenswerten sowie notwendig gewordene Wertminderungen (siehe Erläuterung 38. At Equity einbezogene Unternehmen).
Der negative Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH ist durch deutlich verschlechterte Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung, die auf aktuellen Marktanalysen beruhen, begründet. Die neuen Strompreisannahmen führten zu einer Wertminderung der Anteile an diesem at Equity einbezogenen Unternehmen in Höhe von 26,8 Mio. Euro. Bereits im Vorjahr waren aufgrund verschlechterter Einschätzungen der Strompreisentwicklung Wertminderungen in Höhe von 41,1 Mio. Euro notwendig geworden.
Die nicht angesetzten kumulativen Verluste der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH betrugen 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: –0,1 Mio. Euro), die nicht angesetzten kumulativen Verluste der Econgas betrugen –7,6 Mio. Euro (Vorjahr: –0,2 Mio. Euro).
32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen
Die Vorgehensweise bei Werthaltigkeitsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 22. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.
| 32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen nach Bilanzpositionen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 17,0 | 205,9 |
| Sachanlagen | 300,3 | 319,5 |
| Zuschreibungen auf Sachanlagen | –2,4 | – |
| Summe | 315,0 | 525,5 |
| 32. Abschreibungen und Efekte aus Werthaltigkeitsprüfungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Abschreibungen | 260,3 | 256,0 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen (Wertminderungen)1) | 57,1 | 269,5 |
| Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen (Wertaufholungen)1) | –2,4 | – |
| Summe | 315,0 | 525,5 |
1) Details siehe Erläuterungen 36. Immaterielle Vermögenswerte und 37. Sachanlagen
33. Finanzergebnis
| 33. Finanzergebnis | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Beteiligungsergebnis | ||
| WEEV Beteiligungs GmbH | 0,4 | 2,8 |
| Andere Gesellschaften | 0,0*) | 0,0*) |
| Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit inanziellem Charakter | 0,4 | 2,8 |
| Dividendenzahlungen | 14,1 | 42,9 |
| davon Verbund AG | 11,6 | 40,1 |
| davon andere Gesellschaften | 2,4 | 2,8 |
| Wertminderungen | –2,5 | –0,5 |
| Ergebnis aus anderen Beteiligungen | 11,6 | 42,4 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 12,0 | 45,2 |
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus Vermögenswerten | 16,3 | 18,7 |
| Übrige Zinserträge | 5,3 | 4,8 |
| Summe Zinsertrag | 21,7 | 23,5 |
| Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten | –65,2 | –77,5 |
| Zinsaufwand Personalrückstellungen | –10,5 | –14,3 |
| Übrige Zinsaufwendungen | –15,3 | –4,9 |
| Summe Zinsaufwendungen | –91,1 | –96,7 |
| Summe Zinsergebnis | –69,4 | –73,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | ||
| Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Finanzvermögens (@FVTPL) | 1,5 | 1,0 |
| Währungskursgewinne/-verluste | –1,2 | –2,7 |
| Übriges Finanzergebnis | –3,2 | –2,3 |
| Summe sonstiges Finanzergebnis | –2,9 | –4,0 |
| Finanzergebnis | –60,3 | –31,9 |
*) Kleinbetrag
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit inanziellem Charakter (siehe Erläuterung 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) wird als Teil des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Die WEEV Beteiligungs GmbH wurde zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung der Verbund AG gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG gegründet und erstmals im Geschäftsjahr 2010/11 in den Konzernabschluss der EVN at Equity einbezogen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte werden, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Fall eines signiikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung. Die nicht angesetzten negativen sonstigen Ergebnisse der WEEV Beteiligungs GmbH betrugen –2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro).
Die Zinserträge aus Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investment-Fonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zins erträge beinhalten Erträge aus liquiden Mitteln und Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens. Die Zinserträge für Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beliefen sich auf 20,2 Mio. Euro (Vorjahr: 21,4 Mio. Euro).
Die Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten betrefen die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtverbindlichkeiten für Biomasseanlagen sowie Verteil- und Wärmenetze. Weiters sind in dieser Position Aufwendungen aus der Aulösung des Sicherungsgeschäfts im Zusammenhang mit der verkauften Natriumhypochloritanlage in Moskau umfasst. Die Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, beliefen sich auf 74,6 Mio. Euro (Vorjahr: 82,4 Mio. Euro).
34. Ertragsteuern
| 34. Ertragsteuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Laufender Ertragsteuerertrag/-aufwand | –4,4 | –8,4 |
| davon österreichische Gesellschaften | –18,8 | –17,7 |
| davon ausländische Gesellschaften | 14,4 | 9,3 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | 21,7 | –94,4 |
| davon österreichische Gesellschaften | 8,2 | –70,2 |
| davon ausländische Gesellschaften | 13,4 | –24,2 |
| Summe | 17,3 | –102,8 |
Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2015 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0 % (Vorjahr: 25,0 %) und dem ausgewiesenen Konzernsteuerertrag aufgrund des Konzernergebnisses des Geschäftsjahres 2014/15 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellten sich folgendermaßen dar:
| 2014/15 | 2013/14 | |||
|---|---|---|---|---|
| 34. Ermittlung des Efektivsteuersatzes | in % | Mio. EUR | in % | Mio. EUR |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 207,9 | –373,3 | ||
| Ertragsteuersatz/-aufwand zum nominellen Ertragsteuersatz | 25,0 | 52,0 | –25,0 | –93,3 |
| +/– Abweichende ausländische Steuersätze | –4,0 | –8,3 | 4,6 | 17,3 |
| – Steuerfreie Beteiligungserträge | –12,1 | –25,1 | –6,7 | –25,2 |
| + Änderungen im Ansatz/in der Bewertung der latenten Steuern | 2,9 | 6,0 | 11,9 | 44,6 |
| + Abschreibungen auf Firmenwerte | – | – | 10,0 | 37,2 |
| – Steuerrechtliche Anteilsabwertungen und Wertminderungen auf Konzernforderungen |
–5,1 | –10,6 | –26,1 | –97,5 |
| + Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 1,4 | 2,9 | –0,5 | –1,9 |
| – Steuerfreie Erträge | –0,2 | –0,4 | 4,1 | 15,3 |
| + Aperiodische Steuererhöhungen | 0,2 | 0,4 | 0,2 | 0,8 |
| +/– Sonstige Posten | 0,1 | 0,3 | 0,0*) | –0,1 |
| Efektivsteuersatz/-aufwand | 8,3 | 17,3 | –27,5 | –102,8 |
*) Kleinbetrag
Die steuerrechtlichen Anteilsabwertungen betrefen im Wesentlichen die im Geschäftsjahr mit steuerlicher Wirkung durchgeführten Beteiligungsabschreibungen von EVN Kavarna und EVN Nk BuB (Vorjahr: EVN Bulgaria EC, EVN Macedonia, EVN Kavarna, EVN Nk BuB, EVN UBS und OOO EVN Umwelt Service). Die efektive Steuerbelastung (Vorjahr: Steuerertrag) der EVN für das Geschäftsjahr 2014/15 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 8,3 % (Vorjahr: –27,5 %). Der Efektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der efektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Erläuterung 52. Latente Steuern).
35. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wurde durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2014/15 im Umlauf beind lichen Anteile von 177.871.236 Stück (Vorjahr: 177.936.810 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch so genannte "potenzielle Aktien" aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie war. Auf Basis des Konzernergebnisses von 148,1 Mio. Euro (Vorjahr: –299,0 Mio. Euro) errechnete sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Ergebnis je Aktie von 0,83 Euro (Vorjahr: –1,68 Euro).
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Die Nettowerte verstehen sich als Anschafungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.
Als Währungsdiferenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und zu Ende des Geschäftsjahres 2014/15 ergaben.
36. Immaterielle Vermögenswerte
In den Rechten waren Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, großteils Software-Lizenzen, ausgewiesen. Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden in der Vergangenheit insbesondere die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger aus gewiesen.
Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab die Überprüfung von immateriellen Vermögenswerten hinsichtlich Firmenwerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 2,4 Mio. Euro im Segment "Energiehandel und -vertrieb". Die EVN erwarb im Geschäftsjahr 2011/12 100 % der Anteile an der Fernwärmegenossenschaft (FWG) Hollabrunn. Im Zuge der Erstkonsolidierung der Gesellschaft wurde ein Firmenwert in Höhe von 2,8 Mio. Euro aktiviert und der CGU "Hollabrunn" zugeordnet. Die CGU besteht aus dem Fernheizwerk Hollabrunn inklusive des dazugehörigen Fernwärmenetzes Hollabrunn. Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 2,4 Mio. Euro, der gänzlich dem Firmenwert zugeordnet wurde. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 3,6 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,7 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine auf Basis der zugunde liegenden Nutzungsdauern zeitlich begrenzte Rente. Die angenommenen Wärmeerlöse basieren auf einer linearen Preisentwicklung und einem kontinuierlichen Absatz. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
Sonstige Wertminderungen in Höhe von 0,7 Mio. Euro betrafen Rechte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte bei Wärmeanlagen und dem Windpark Kavarna.
Die Wertminderungen der Vergleichsperiode im Segment "Energieversorgung Südosteuropa" waren auf die mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 2. Juli 2014 bekanntgegebenen Tarifänderungen in Bulgarien und Mazedonien ab 1. Juli 2014 zurückzuführen. Dadurch kam es zu einer Neubewertung der Geschäftstätigkeit in diesen beiden Ländern und einer vollständigen Wertminderung der Firmenwerte und Kundenstöcke. Dabei wurden auch die Kundenbeziehungen der CGU "Stromverteilung Mazedonien", die noch nicht einer Marktliberalisierung unterlagen und somit eine unbestimmbare Nutzungsdauer aufwiesen, in Höhe des ursprünglichen Buchwerts von 24,5 Mio. Euro wertgemindert.
Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden insgesamt 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die von den IFRS geforderten Aktivierungskriterien wurden nicht erfüllt.
36. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
| Geschäftsjahr 2014/15 | Sonstige immaterielle | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Firmenwerte | Rechte | Vermögenswerte | Summe |
| Bruttowert 30.09.2014 | 216,7 | 336,7 | 95,3 | 648,7 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | –0,1 | – | –0,1 |
| Zugänge | – | 9,3 | 3,8 | 13,1 |
| Abgänge | – | –16,1 | –0,3 | –16,3 |
| Umbuchungen | – | 28,2 | –0,4 | 27,8 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 216,7 | 358,0 | 98,4 | 673,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –158,1 | –213,9 | –80,2 | –452,2 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | – | 0,0*) |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | 0,1 | – | 0,1 |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –10,6 | –3,5 | –14,0 |
| Wertminderungen | –2,4 | –0,4 | –0,3 | –3,0 |
| Abgänge | – | 16,0 | 0,3 | 16,3 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –160,4 | –208,7 | –83,7 | –452,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 58,6 | 122,8 | 15,1 | 196,5 |
| Nettowert 30.09.2015 | 56,3 | 149,3 | 14,7 | 220,2 |
| *) Kleinbetrag |
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Firmenwerte | Rechte | Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2013 | 216,7 | 330,8 | 93,7 | 641,3 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | 0,0*) | 0,0*) |
| Zugänge | – | 5,6 | 1,7 | 7,3 |
| Abgänge | – | –1,0 | 0,0*) | –1,1 |
| Umbuchungen | – | 1,3 | –0,1 | 1,2 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 216,7 | 336,7 | 95,3 | 648,7 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –9,2 | –204,4 | –32,8 | –246,4 |
| Währungsdifferenzen | – | 0,0*) | – | 0,0*) |
| Planmäßige Abschreibungen | – | –9,6 | –4,5 | –14,1 |
| Wertminderungen | –148,9 | – | –43,0 | –191,8 |
| Abgänge | – | 0,1 | 0,0*) | 0,1 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –158,1 | –213,9 | –80,2 | –452,2 |
| Nettowert 30.09.2013 | 207,5 | 126,5 | 60,9 | 394,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 58,6 | 122,8 | 15,1 | 196,5 |
*) Kleinbetrag
37. Sachanlagen
In den Zugängen zu den Sachanlagen waren aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,6 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 1,0 % – 3,7 % (Vorjahr: 2,8 % – 8,5 %).
In der Position "Grundstücke und Bauten" waren Grundwerte in Höhe von 60,7 Mio. Euro (Vorjahr: 63,2 Mio. Euro) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestand eine Höchstbetragshypothek in unveränderter Höhe von 1,8 Mio. Euro. Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 18,2 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro).
Im Geschäftsjahr 2014/15 führte die Überprüfung von Vermögenswerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 zu folgenden Wertminderungen:
Im ersten Halbjahr 2014/15 wurden aufgrund erwarteter erhöhter Betriebs- und Instandhaltungsaufwendungen infolge der Schließung eines Kraftwerksblocks von Verbund am Standort des Gemeinschaftskraftwerks Dürnrohr mit April 2015 Wertminderungen in Höhe von 17,0 Mio. Euro notwendig. Der erzielbare Betrag für die betrefende CGU wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug –56,1 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 6,44 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren und darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2025. Die angenommenen Energieerlöse orientieren sich im Detailplanungszeitraum an der Price-Forward-Curve für Terminnotierungen der European Energy Exchange AG, Leipzig, und in der Grobplanungsphase an einem Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen. Aufgrund der verschlechterten Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung wurde diese Wertminderung zum 30. September 2015 bestätigt.
Beim anteilsmäßig als Joint Operation einbezogenen Kraftwerk Steag-EVN Walsum 0 wurden Wertminderungen in Höhe von 27,6 Mio. Euro notwendig. Neben verschlechterten Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung waren gegenüber der kommerziellen Betriebsaufnahme erhöhte speziische Wärmeverbräuche und somit ein niedrigerer Wirkungsgrad für diese Wertminderung ausschlaggebend. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 347,6 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,79 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine auf Basis der zugrunde liegenden Nutzungsdauer zeitlich begrenzte Rente. Die angenommenen Energieerlöse orientieren sich im Detailplanungszeitraum an der Price-Forward-Curve für Terminnotierungen der European Energy Exchange AG, Leipzig, und in der Grobplanungsphase an einem Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Bei der Bewertung wurden aktuelle Annahmen für den Ausgang der anhängigen Rechtsverfahren getrofen (siehe Erläuterung 24. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen). Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
Aufgrund der verschlechterten Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung wurden Wertminderungen an zwei Windparks der EVN Naturkraft in Höhe von 1,1 Mio. Euro notwendig. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 6,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 3,69 % für die Phase der geförderten Einspeisetarife und von 5,7 % für die Phase der freien Vermarktung verwendet. Die der Bewertung zugrunde liegenden Barwertmodelle beinhalten einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine auf Basis der zu Grunde liegenden Nutzungsdauern zeitlich begrenzte Rente. Die angenommenen Energieerlöse orientieren sich nach Ende des Förderzeitraums bis zum Jahr 2019 an der Price-Forward-Curve für Terminnotierungen der European Energy Exchange AG, Leipzig. Für die darüber hinausgehenden Jahre wurde ein Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
Weiters kam es aufgrund von nachteiligen regulatorischen Änderungen für die Stromproduktion in Bulgarien per 1. Juli 2015 zu Wertminderungen in Höhe von 4,4 Mio. Euro am Windpark der EVN in Kavarna. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 14,0 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,88 % für die Phase der geförderten Einspeisetarife und von 8,07 % für die Phase der freien Vermarktung verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine Grobplanungsphase bis zum Ende der Nutzungsdauer. Die angenommenen Energieerlöse nach Ende des Förderzeitraums basieren auf einem Preisgerüst auf Basis von Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden zwischen 1,0 % und 2,5 % angenommen.
Sonstige Wertminderungen betrafen mit 1,8 Mio. Euro weitere thermische Anlagen, mit 1,2 Mio. Euro diverse Grundstücke und Bauten sowie mit 0,9 Mio. Euro Wärmeanlagen.
Bei der CGU "Fernwärme Mödling-Wiener Neudorf" bestehend aus dem Verteilnetz Mödling, Wiener Neudorf, Biedermannsdorf und Perchtoldsdorf, sowie den dazugehörigen Produktionsanlagen wurde eine Wertaufholung in Höhe von 2,4 Mio. Euro erfasst. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 37,8 Mio. Euro. Als Diskontierungszinssatz wurde ein WACC nach Steuern von 5,70 % verwendet. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren sowie eine Grobplanungsphase bis zum Ende der Nutzungsdauer. Die Preissteigerungen bei den jährlichen Aufwendungen wurden mit 2,0 % angenommen.
In der Vergleichsperiode waren Abwertungen in Höhe von 36,0 Mio. Euro für das Kraftwerk Dürnrohr, für Kleinwasserkraftwerke und einen Windpark der EVN Naturkraft sowie für den Windpark der EVN Kavarna aufgrund verschlechterter Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung notwendig geworden. Außerdem waren aufgrund der vorübergehenden Stilllegung des Brunnenfelds Bisamberg in der EVN Wasser Wertminderungen in Höhe von 2,1 Mio. Euro sowie Wertminderungen im Umweltbereich in Höhe von 39,6 Mio. Euro erfasst worden.
In der Position "Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau" waren zum Abschlussstichtag in Bau beindliche Anlagen mit Anschafungskosten von 158,3 Mio. Euro (Vorjahr: 196,3 Mio. Euro) enthalten.
Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Konzern-Bilanz der Barwert der Zahlungsverplichtungen aus der Nutzung von Wärmenetzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten wurden unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.
Die als Sicherheit verpfändeten Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wiesen einen Buchwert in Höhe von 44,7 Mio. Euro auf (Vorjahr: 51,9 Mio. Euro).
| 37. Entwicklung der Sachanlagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Grund stücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
| Bruttowert 30.09.2014 | 762,1 | 3.695,9 | 2.817,8 | 216,1 | 222,4 | 239,9 | 7.954,2 |
| Währungsdifferenzen | –0,1 | –0,2 | –24,2 | –0,0*) | –0,1 | –6,9 | –31,6 |
| Konsolidierungskreisänderungen | –0,2 | – | –0,2 | – | –0,3 | – | –0,7 |
| Zugänge | 13,1 | 94,9 | 83,8 | 17,5 | 12,2 | 93,2 | 314,8 |
| Abgänge | –1,5 | –8,1 | –6,4 | –8,4 | –19,2 | –0,9 | –44,6 |
| Umbuchungen | 16,7 | 26,3 | 101,5 | –0,2 | –14,4 | –158,1 | –28,2 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 790,1 | 3.808,8 | 2.972,2 | 224,9 | 200,6 | 167,2 | 8.164,0 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –402,0 | –1.962,1 | –1.694,5 | –138,3 | –178,2 | –36,9 | –4.412,0 |
| Währungsdifferenzen | 0,0*) | 0,1 | 12,3 | 0,0*) | 0,1 | 6,7 | 19,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,2 | – | 0,2 | – | 0,2 | – | 0,6 |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,0 | –100,8 | –98,3 | –12,6 | –14,5 | – | –246,2 |
| Wertminderungen | –12,3 | –1,5 | –40,1 | – | –0,2 | –0,0*) | –54,1 |
| Zuschreibungen | 0,3 | 1,3 | 0,8 | – | – | – | 2,4 |
| Abgänge | 1,1 | 8,1 | 5,5 | 8,2 | 19,0 | – | 42,0 |
| Umbuchungen | –1,2 | 17,2 | –51,2 | 0,3 | 12,6 | 22,9 | 0,5 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 | –433,7 | –2.037,8 | –1.865,3 | –142,4 | –161,0 | –7,4 | –4.647,7 |
| Nettowert 30.09.2014 | 360,1 | 1.733,8 | 1.123,3 | 77,8 | 44,2 | 203,0 | 3.542,2 |
| Nettowert 30.09.2015 | 356,4 | 1.771,0 | 1.106,9 | 82,5 | 39,6 | 159,9 | 3.516,3 |
*) Kleinbetrag
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Grundstücke und Bauten |
Leitungen | Technische Anlagen |
Zähler | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 30.09.2013 | 711,5 | 3.525,2 | 2.255,0 | 202,6 | 229,9 | 693,4 | 7.617,7 |
| Währungsdifferenzen | –0,2 | –0,6 | –9,6 | –0,1 | –0,2 | –4,0 | –14,6 |
| Zugänge | 9,7 | 112,3 | 105,1 | 19,3 | 14,0 | 142,4 | 402,8 |
| Abgänge | –1,8 | –8,2 | –9,3 | –5,9 | –23,7 | –1,3 | –50,3 |
| Umbuchungen | 43,0 | 67,2 | 476,6 | 0,2 | 2,4 | –590,7 | –1,4 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 762,1 | 3.695,9 | 2.817,8 | 216,1 | 222,4 | 239,9 | 7.954,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 | –358,6 | –1.867,8 | –1.495,5 | –133,2 | –184,7 | –105,0 | –4.144,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,1 | 0,3 | 3,0 | 0,0*) | 0,1 | 1,8 | 5,3 |
| Planmäßige Abschreibungen | –20,2 | –100,8 | –93,5 | –10,8 | –16,6 | – | –241,9 |
| Wertminderungen | –20,8 | –1,7 | –23,9 | – | – | –31,3 | –77,7 |
| Abgänge | 1,6 | 7,9 | 7,5 | 5,6 | 23,0 | 1,1 | 46,8 |
| Umbuchungen | –4,1 | 0,0*) | –92,2 | – | 0,0*) | 96,5 | 0,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 | –402,0 | –1.962,1 | –1.694,5 | –138,3 | –178,2 | –36,9 | –4.412,0 |
| Nettowert 30.09.2013 | 352,9 | 1.657,4 | 759,5 | 69,5 | 45,2 | 588,5 | 3.472,9 |
| Nettowert 30.09.2014 | 360,1 | 1.733,8 | 1.123,3 | 77,8 | 44,2 | 203,0 | 3.542,2 |
*) Kleinbetrag
38. At Equity einbezogene Unternehmen
Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang ab Seite 213 unter Beteiligungen der EVN dargestellt. Unter 66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen inden sich Finanzinformationen zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen, welche at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Sämtliche at Equity einbezogenen Unternehmen wurden mit ihren anteiligen IFRS-Ergebnissen aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der EVN AG liegt. Für die at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen existierten keine öfentlich notierten Marktpreise.
Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde eine Wertminderung an der Verbund Innkraftwerke GmbH in Höhe von 26,8 Mio. Euro aufgrund verschlechterter Einschätzungen der langfristigen Strompreisentwicklung notwendig. Der erzielbare Betrag für den EVN-Anteil an der Verbund Innkraftwerke GmbH wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten (Stufe 3 gemäß IFRS 13) ermittelt und betrug 105,7 Mio. Euro. Der WACC nach Steuern betrug 5,49 %. Das der Bewertung zugrunde liegende Barwertmodell beinhaltet einen Detailplanungszeitraum von vier Jahren, darauf folgend eine Grobplanungsphase bis 2035 sowie eine ewige Rente mit einer Wachstumsrate von 0,0 %. Bereits im Vorjahr waren aufgrund verschlechterter Einschätzungen der Strompreisentwicklung Wertminderungen in Höhe von 41,1 Mio. Euro notwendig geworden (siehe auch Erläuterung 32. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter).
Die Anteile an der ZOV, deren anteiliges Eigenkapital im Besitz der EVN zum 30. September 2015 87,1 Mio. Euro betrug, wurden zur Besicherung an die kreditinanzierenden Banken abgetreten (Vorjahr: 79,0 Mio. Euro).
38. Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen
| Geschäftsjahr 2014/15 | |
|---|---|
| Mio. EUR | |
| Bruttowert 30.09.2014 | 918,4 |
| Zugänge | 0,1 |
| Abgänge | – |
| Bruttowert 30.09.2015 | 918,6 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –29,3 |
| Währungsdifferenzen | 0,8 |
| Abgänge | – |
| Wertminderungen | –26,8 |
| Laufendes anteiliges Ergebnis | 168,3 |
| Ausschüttungen | –106,7 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | –26,7 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2015 | –20,5 |
| Nettowert 30.09.2014 | 889,1 |
| Nettowert 30.09.2015 | 898,1 |
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
|
| Bruttowert 30.09.2013 | 918,8 |
| Zugänge | 0,2 |
| Abgänge | –0,5 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 918,4 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | 25,2 |
| Währungsdifferenzen | 0,4 |
| Abgänge | 0,3 |
| Wertminderungen | –41,1 |
| Laufendes anteiliges Ergebnis | 137,6 |
39. Sonstige Beteiligungen
Die Position "Sonstige Beteiligungen" umfasst Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie andere Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20,0 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.
Ausschüttungen –145,3 Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen –6,4 Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 –29,3 Nettowert 30.09.2013 944,0 Nettowert 30.09.2014 889,1
In der Summe der sonstigen Beteiligungen waren Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 476,1 Mio. Euro (Vorjahr: 639,6 Mio. Euro) enthalten, von denen 30,9 Mio. Euro (Vorjahr: 23,9 Mio. Euro) zu Besicherungszwecken verwendet werden. Bei den übrigen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 23,5 Mio. Euro (Vorjahr: 25,1 Mio. Euro), die zu fortgeführten Anschafungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert werden, handelt es sich um Anteile an Gesellschaften ohne aktiven Markt, die nicht frei handelbar sind. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen bei den sonstigen Beteiligungen betrafen mit –163,5 Mio. Euro (Vorjahr: –31,5 Mio. Euro) Anpassungen an geänderte Marktwerte und Börsekurse.
Am 22. September 2010 haben die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG (WSTW) einen Syndikatsvertrag über die Syndizierung ihrer unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der Verbund AG abgeschlossen und verfügen somit gemeinsam über rund 26 % der stimmberechtigten Aktien an der Verbund AG. Trotz des Bestehens des Syndikatsvertrags ist der Umfang eines möglichen Einlusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Verbund AG aus diesem Syndikatsvertrag sehr begrenzt. Ein maßgeblicher Einluss gemäß IAS 28 liegt somit nicht vor. Die Anteile an der Verbund AG werden daher entsprechend IAS 39 bilanziert.
| 39. Entwicklung der sonstigen Beteiligungen | |||
|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014/15 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2014 | 14,4 | 403,7 | 418,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | – | –0,0*) | –0,0*) |
| Zugänge | 1,0 | – | 1,0 |
| Abgänge | –0,0*) | –0,4 | –0,5 |
| Umbuchungen | 0,0 | – | – |
| Bruttowert 30.09.2015 | 15,4 | 403,3 | 418,7 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –4,2 | 250,7 | 246,5 |
| Wertminderungen | –2,5 | – | –2,5 |
| Abgänge | – | 0,4 | 0,4 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | –163,5 | –163,5 |
| Umbuchungen | – | – | – |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2015 | –6,6 | 87,6 | 81,0 |
| Nettowert 30.09.2014 | 10,3 | 654,4 | 664,7 |
| Nettowert 30.09.2015 | 8,8 | 490,9 | 499,7 |
| Geschäftsjahr 2013/14 Mio. EUR |
Beteiligungen an verbundenen Unternehmen |
Andere Beteiligungen |
Summe sonstige Beteiligungen |
| Bruttowert 30.09.2013 | 13,4 | 404,9 | 418,4 |
| Zugänge | 2,2 | – | 2,2 |
| Abgänge | –0,6 | –1,2 | –1,7 |
| Umbuchungen | –0,6 | 0,0*) | –0,6 |
| Bruttowert 30.09.2014 | 14,4 | 403,7 | 418,2 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 | –5,3 | 281,7 | 276,4 |
| Wertminderungen | – | –0,2 | –0,2 |
| Abgänge | 0,6 | 0,6 | 1,2 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen | – | –31,5 | –31,5 |
| Umbuchungen | 0,6 | – | 0,6 |
| Kumulierte Wertänderungen 30.09.2014 | –4,2 | 250,7 | 246,5 |
| Nettowert 30.09.2013 | 8,1 | 686,7 | 694,8 |
*) Kleinbetrag
40. Übrige langfristige Vermögenswerte
Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an Investment-Fonds und dienen der nach österreichischem Steuerrecht vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen. Die Buchwerte entsprechen dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultierten aus diesbezüglichen Vermögens umschichtungen im Geschäftsjahr 2014/15.
Nettowert 30.09.2014 10,3 654,4 664,7
Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von PPP-Projekten. Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestanden Forderungen in Höhe von 51,3 Mio. Euro (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro). Ebenso sind in den Zugängen aktivierte Fremd kapitalkosten in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 4,15 % – 5,15 % (Vorjahr: 0,96 % – 5,41 %).
Am 16. Juli 2012 beschloss die bulgarische Regulierungsbehörde Energy and Water Regulatory Commission (EWRC) für den Zeitraum ab 1. Juli 2012 eine Änderung der Methodik für die Tarifberechnung, um die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbarer Energie sowie für Strom aus hocheizienten KWK-Anlagen (Ökostrom-Mehrkosten) auszugleichen. Wie im bulgarischen "Energy Act" geregelt, sind die Energieversorungsunternehmen verplichtet, den Strom von Produzenten erneuerbarer Energie zu beschafen. Die wachsende Zahl der neuen Verträge mit Netzanbindung von Produzenten erneuerbarer Energie führte zu höheren Absatzmengen, welche die Strom-Beschaffungskosten der EVN in Bulgarien signiikant erhöhten. Das bulgarische Gesetz sieht diesbezüglich eine Entschädigung für diese zusätzlichen Kosten vor, welche letztlich vom Endkunden zu tragen sind. Gegen den Beschluss vom 16. Juli 2012 hat die EVN Rechtsmittel eingelegt bzw. Verfahren eingeleitet, wonach weiterhin eine unmittelbare Abgeltung durch die nationale Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) zu erfolgen habe. Mit Wirkung ab 1. August 2013 wurde diese Methodik erneut in der Weise geändert, dass die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbarer Energie und für Strom aus hocheizienten KWK-Anlagen von der nationalen Elektrizitätsgesellschaft NEK getragen werden müssen. Vom 1. Juli 2012 bis zum 31. Juli 2013 sind der EVN daraus Kosten in Höhe von 127,1 Mio. Euro entstanden, welche einer Zwischeninanzierung bedürfen. Mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 wurden die entstandenen zusätzlichen Kosten der Höhe und dem Grunde nach bestätigt und klargestellt, dass diese direkt von NEK zu ersetzen sind.
Zum 30. September 2015 betrug diese Forderung 94,4 Mio. Euro (Vorjahr: 94,4 Mio. Euro), von denen 51,9 Mio. Euro (Vorjahr: 70,8 Mio. Euro) in den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. 42,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) haben kurzfristigen Charakter (siehe Erläuterung 42. Forderungen). Die Grundlage für die Bewertung der Forderung bilden die gegenüber NEK erfolgten Aufrechnungen und Einbehalte von Rechnungsbeträgen. Dementsprechend ist die Forderung unverändert zum Vorjahr mit 32,7 Mio. Euro wertberichtigt. Aufgrund der Tatsache, dass alle erwarteten zukünftigen Leistungen von den Handlungen und Entscheidungen der bulgarischen Regulierungsbehörde abhängen, bestehen jedoch Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Forderung. Aus diesem Grund besteht das Risiko einer Anpassung im nächsten Geschäftsjahr.
40. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte
| Mio. EUR | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige inanzielle Vermögenswerte | |||||||
| Wertpapiere | Ausleihungen | Forderungen und Abgrenzungen aus Leasing geschäften |
Forderungen aus derivativen Geschäften |
Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte |
Primärenergie- reserven |
Summe | |
| Bruttowert 30.09.2014 | 63,2 | 41,4 | 398,4 | – | 108,2 | 15,1 | 626,3 |
| Zugänge | 14,1 | 3,0 | 4,8 | – | – | – | 21,9 |
| Abgänge | –2,1 | –3,9 | – | – | –0,1 | – | –6,1 |
| Marktwertänderungen | –0,9 | – | – | 5,7 | – | – | 4,8 |
| Umbuchungen | – | –6,4 | –83,7 | – | –21,6 | – | –111,7 |
| Bruttowert 30.09.2015 | 74,3 | 34,0 | 319,5 | 5,7 | 86,5 | 15,1 | 535,2 |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2014 |
–1,0 | –2,5 | –191,4 | – | –32,7 | –0,5 | –228,2 |
| Abgänge | – | 2,5 | – | – | – | – | 2,5 |
| Wertminderungen1) | – | –1,0 | – | – | – | –0,1 | –1,1 |
| Zuschreibungen1) | – | – | – | – | – | – | – |
| Kumulierte Abschreibungen 30.09.2015 |
–1,0 | –1,0 | –191,4 | – | –32,7 | –0,6 | –226,8 |
| Nettowert 30.09.2014 | 62,1 | 38,9 | 207,0 | – | 75,5 | 14,6 | 398,1 |
| Nettowert 30.09.2015 | 73,3 | 33,1 | 128,1 | 5,7 | 53,8 | 14,4 | 308,4 |
1) Wertminderungen im Vorjahr: –193,9 Mio. Euro; Zuschreibungen im Vorjahr: 7,6 Mio. Euro. Mio. Euro
Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:
40. Fristigkeiten der Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften Mio. EUR
| Restlaufzeit zum 30.09.2015 | Restlaufzeit zum 30.09.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | |
| Zinskomponenten | 21,4 | 11,8 | 33,2 | 46,8 | 19,2 | 66,1 |
| Tilgungskomponenten | 79,3 | 48,8 | 128,1 | 150,7 | 56,3 | 207,0 |
| Summe | 100,8 | 60,6 | 161,3 | 197,6 | 75,5 | 273,1 |
Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert.
Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponenten aus den Leasingzahlungen des Geschäftsjahres 2014/15 wurden in den Zinserträgen aus Vermögenswerten ausgewiesen.
Kurzfristige Vermögenswerte
41. Vorräte
Die Primärenergievorräte bestehen vor allem aus Steinkohlevorräten.
Bei den CO2 -Emissionszertiikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertiikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertiikategesetzes. Die korrespondierende Verplichtung für die Unterdeckung ist in den kurz fristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 59. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.
| 41. Vorräte | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Primärenergievorräte | 38,6 | 72,3 |
| CO2 -Emissionszertiikate |
0,8 | 0,2 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte | 28,8 | 29,0 |
| Nicht abgerechnete Kundenaufträge | 18,6 | 20,0 |
| Anlagenkomponenten | 45,6 | 56,6 |
| Summe | 132,5 | 178,1 |
Die Primärenergievorräte beinhalten im Geschäftsjahr 2014/15 Vorräte in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 19,2 Mio. Euro), welche zu Handelszwecken gehalten wurden.
Die Anlagenkomponenten stammen aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau und sollen in zukünftigen Projekten Verwendung inden. Im ersten Halbjahr 2014/15 wurden Wertminderungen in Höhe von 11,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen (siehe Erläuterung 28. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen).
Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäuigkeiten sowie gefallener Marktpreise wurde durch eine zusätzliche Erhöhung der Wertberichtigung um 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: Erhöhung um 1,6 Mio. Euro) Rechnung getragen. Dem standen Zuschreibungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,8 Mio. Euro) gegenüber. Die Vorräte unterlagen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen lagen ebenfalls nicht vor.
42. Forderungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Erdgas- und Wärmekunden.
Die Wertberichtigung der Forderungen stammt zum Großteil aus Südosteuropa. Da eine Forderungsabschreibung mit steuerrechtlicher Wirkung in der Regel erst nach Erlangung eines Gerichtsbeschlusses möglich ist, nimmt der Prozess der Forderungsbetreibung entsprechend lange Zeiträume in Anspruch. Dadurch und auch durch die hohe Anzahl der laufenden Verfahren kumuliert sich der Stand der Wertberichtigungen sukzessive. Im Geschäftsjahr 2014/15 betrug die Zunahme der Wertberichtigung 16,0 Mio. Euro (Vorjahr: 30,8 Mio. Euro).
| 42. Wertberichtigungen zu Forderungen Mio. EUR |
30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttoforderungen | Wertberichtigung | Nettoforderungen | Bruttoforderungen | Wertberichtigung | Nettoforderungen | |
| Österreich | 56,1 | 4,4 | 51,7 | 41,4 | 5,0 | 36,4 |
| Deutschland | 22,2 | 0,4 | 21,8 | 21,3 | 0,8 | 20,5 |
| Bulgarien | 157,4 | 25,3 | 132,1 | 164,0 | 26,1 | 138,0 |
| Mazedonien | 291,1 | 210,6 | 80,5 | 276,0 | 192,8 | 83,2 |
| Sonstige | 11,6 | – | 11,6 | 14,8 | – | 14,8 |
| Summe | 538,3 | 240,7 | 297,6 | 517,6 | 224,7 | 292,9 |
| 42. Fälligkeiten der nicht wertberichtigten Forderungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Noch nicht fällig | 151,7 | 205,9 |
| Überfällig 1– 90 Tage | 80,9 | 44,0 |
| Überfällig 91–180 Tage | 23,1 | 6,0 |
| Überfällig 181–360 Tage | 17,1 | 12,8 |
| Überfällig >360 Tage | 24,7 | 24,0 |
| Nettoforderung | 297,6 | 292,9 |
Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzerninanzierung und aus Dienstleistungen gegenüber diesen Unternehmen.
Die Forderungen aus derivativen Geschäften enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen positive Marktwerte von Derivaten im Energiebereich.
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten mit 42,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) Forderungen gegenüber NEK aufgrund der Kompensation der Ökostrom-Mehrkosten (siehe auch Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte). Weiters sind in dieser Position Forderungen aus Versicherungen sowie geleistete Anzahlungen enthalten.
Der Buchwert der Forderungen, welche als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten verpfändet wurden, beträgt 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).
| 42. Forderungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 297,6 | 292,9 |
| Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 45,8 | 43,4 |
| Forderungen gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 0,8 | 0,8 |
| Forderungen gegenüber Dienstnehmern | 1,5 | 1,4 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | 7,3 | 0,2 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 126,9 | 68,1 |
| 479,8 | 406,8 | |
| Sonstige Forderungen | ||
| Forderungen aus Abgaben und Steuern | 23,4 | 37,1 |
| 23,4 | 37,1 | |
| Summe | 503,2 | 443,9 |
43. Wertpapiere
Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:
| 43. Zusammensetzung Wertpapiere | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Fonds-Anteile | 81,2 | 0,8 |
| davon Cash-Fonds | 80,4 | – |
| davon sonstige Fonds-Produkte | 0,8 | 0,8 |
| Aktien | 0,0*) | 0,0*) |
| Summe | 81,3 | 0,8 |
*) Kleinbetrag
Während durch Abgänge von Wertpapieren in der Berichtsperiode kein Veräußerungsgewinn aniel (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro), wurde aufgrund gestiegener Börsekurse eine erfolgsneutrale Wertänderung in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) vorgenommen.
44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Die im Vorjahr ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 223,7 Mio. Euro standen im Zusammenhang mit der Natriumhypochloritanlage in Moskau. Die Veräußerung erfolgte am 30. Oktober 2014 (siehe Erläuterung 27. Sonstige betriebliche Erträge).
Passiva
Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2014/15 und 2013/14 ist auf Seite 145 dargestellt.
45. Grundkapital
Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330,0 Mio. Euro (Vorjahr: 330,0 Mio. Euro) und besteht aus 179.878.402 Stückaktien (Vorjahr: 179.878.402).
46. Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen enthalten nach österreichischem Aktienrecht gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 195,6 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro) und nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 57,3 Mio. Euro (Vorjahr: 57,3 Mio. Euro).
47. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.868,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1.794,9 Mio. Euro) enthalten die anteiligen Gewinnrück lagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sowie solche aus sukzessiven Unternehmenserwerben.
Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:
| 47. Entwicklung Bilanzgewinn der EVN AG Mio. EUR |
|
|---|---|
| Ausgewiesener Jahresüberschuss 2014/15 | 65,9 |
| Zuzüglich Gewinnvortrag aus dem Geschäftsjahr 2013/14 | 0,1 |
| Zuzüglich Aulösung unversteuerter Rücklagen | 2,5 |
| Zuzüglich Aulösung freier Gewinnrücklagen | 6,5 |
| Abzüglich Dotierung unversteuerter Rücklagen | –0,2 |
| Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn | 74,9 |
| Vorgeschlagene Gewinnausschüttung | –74,7 |
| Ergebnisvortrag für das Geschäftsjahr 2015/16 | 0,2 |
Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.
Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 74,7 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro pro Aktie wurde in der 86. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Jänner 2015 zugestimmt. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 28. Jänner 2015.
48. Bewertungsrücklagen
In der Bewertungsrücklage werden Wertänderungen von Available-for-Sale-Finanzinstrumenten und von Cash Flow Hedges, die Neubewertung aus IAS 19 sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.
Darüber hinaus sind anteilige Wertänderungen von Bewertungsrücklagen in Höhe von –5,2 Mio. Euro (Vorjahr: –0,6 Mio. Euro) in der Gesamtergebnisrechnung (siehe Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Seite 143) enthalten, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen sind.
| 48. Bewertungsrücklagen | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Steuern | Nach Steuern |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Posten aus | ||||||
| Available-for-Sale-Finanzinstrumenten | 87,6 | –21,9 | 65,7 | 251,1 | –62,8 | 188,3 |
| Cash Flow Hedges | –48,9 | 15,5 | –33,4 | –54,3 | 17,1 | –37,2 |
| Neubewertungen IAS 19 | –90,6 | 22,2 | –68,5 | –111,8 | 27,8 | –84,0 |
| At Equity einbezogenen Unternehmen | –36,7 | 3,0 | –33,7 | –15,1 | – | –15,1 |
| Summe | –88,7 | 18,8 | –69,9 | 69,9 | –17,8 | 52,1 |
In dem auf at Equity einbezogene Unternehmen entfallenden Teil der Bewertungsrücklage sind mit Ausnahme der von der WEEV Beteiligungs GmbH erfassten Wertänderungen im Zusammenhang mit den von der WEEV gehaltenen Aktien an der Verbund AG (AFS-Finanz instrumente) im Wesentlichen erfolgsneutrale Komponenten hinsichtlich Cash Flow Hedges und Neubewertungen gemäß IAS 19 abgebildet.
Betrefend Cash Flow Hedges wurden im Geschäftsjahr 2014/15 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) vom sonstigen Ergebnis in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.
49. Eigene Anteile
Der Zukauf von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2014/15 im Ausmaß von 186.571 Stück (das sind 0,10 % des Grundkapitals; Vorjahr: 164.000 Stück bzw. 0,09 % des Grundkapitals) mit einem Anschafungswert von 1,9 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 1,8 Mio. Euro (30. September 2014: Anschafungswert von 1,8 Mio. Euro bzw. Kurswert von 1,7 Mio. Euro) erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 und in der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. Jänner 2014 genehmigten Rückkaufprogramme. Im Geschäftsjahr 2014/15 erfolgte der Verkauf von 68.244 Stück eigener Aktien, um diese anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können (Vorjahr: 67.620 Stück).
Die Anzahl der in Umlauf beindlichen Anteile entwickelte sich daher wie folgt:
| 49. Entwicklung der Anzahl der | |||
|---|---|---|---|
| in Umlauf beindlichen Anteile | Stückaktien | Eigene Aktien | In Umlauf beindliche Anteile |
| 30.09.2013 | 179.878.402 | –1.843.612 | 178.034.790 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –164.000 | –164.000 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 67.620 | 67.620 |
| 30.09.2014 | 179.878.402 | –1.939.992 | 177.938.410 |
| Erwerb eigener Aktien | – | –186.571 | –186.571 |
| Verkauf eigener Aktien | – | 68.244 | 68.244 |
| 30.09.2015 | 179.878.402 | –2.058.319 | 177.820.083 |
Die Zahl der in Umlauf beindlichen Anteile zum gewichteten Durchschnitt, die als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 177.871.236 Stück (Vorjahr: 177.936.810 Stück).
Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividenden berechtigt.
50. Nicht beherrschende Anteile
Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften.
Die folgende Tabelle zeigt Informationen zu jedem vollkonsolidierten Tochterunternehmen der EVN mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen vor konzerninternen Eliminierungen:
50. Finanzinformationen von Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen | RBG | BUHO | EVN Macedonia | RBG | BUHO | EVN Macedonia | |
| Nicht beherrschende Anteile in Prozent | 49,97 % | 26,37 % | 10,00 % | 49,97 % | 26,37 % | 10,00 % | |
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile | 193,8 | 36,1 | 15,0 | 178,7 | 35,7 | 12,6 | |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis | 38,2 | 2,0 | 2,5 | 29,0 | 2,0 | –2,2 | |
| Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividenden | 17,5 | 2,1 | – | 30,0 | 2,1 | – | |
| Bilanz | |||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 387,1 | 175,5 | 285,8 | 357,1 | 174,2 | 280,7 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0,2 | 7,1 | 92,6 | 0,2 | 6,9 | 97,8 | |
| Langfristige Schulden | – | – | 130,5 | – | – | 156,6 | |
| Kurzfristige Schulden | 0,0*) | 0,0*) | 98,9 | 0,0*) | 0,0*) | 97,2 | |
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||||||
| Umsatzerlöse | – | 0,0*) | 375,5 | – | 0,0*) | 380,8 | |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 76,4 | 7,4 | 24,9 | 58,1 | 7,4 | –22,2 | |
| Cash Flows | |||||||
| Cash Flow aus dem operativen Bereich | 35,0 | 8,2 | 43,9 | 60,1 | 8,2 | 25,0 | |
| Cash Flow aus dem Investitionsbereich | – | – | –18,6 | – | – | –16,5 | |
| Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich | –35,0 | –8,1 | –27,5 | –60,0 | –8,1 | –5,1 |
*) Kleinbetrag
Langfristige Schulden
51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Position "Langfristige Finanzverbindlichkeiten" setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 51. Zusammensetzung Langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Nominal verzinsung (%) |
Laufzeit | Nominale | Buchwert 30.09.2015 Mio. EUR |
Buchwert 30.09.2014 Mio. EUR |
Marktwert 30.09.2015 Mio. EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 679,4 | 705,7 | 805,3 | |||
| EUR-Anleihe | 5,000 | 2009–2016 | 28,5 Mio. EUR | – | 28,4 | 0,0 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2017 | 150,0 Mio. EUR | 149,6 | 149,4 | 162,4 |
| EUR-Anleihe | 5,250 | 2009–2019 | 30,0 Mio. EUR | 29,8 | 29,7 | 34,7 |
| EUR-Anleihe | 4,250 | 2011–2022 | 300,0 Mio. EUR | 285,1 | 288,6 | 351,6 |
| JPY-Anleihe | 3,130 | 2009–2024 | 12,0 Mrd. JPY | 92,8 | 87,7 | 103,9 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 100,0 Mio. EUR | 97,6 | 97,4 | 122,2 |
| EUR-Anleihe | 4,125 | 2012–2032 | 25,0 Mio. EUR | 24,5 | 24,5 | 30,5 |
| Bankdarlehen (inkl. Schuldscheindarlehen) | 0,2–7,48 | bis 2042 | – | 856,2 | 1.041,9 | 916,7 |
| Summe | 1.535,7 | 1.747,7 | 1.722,1 | |||
Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:
| 51. Fälligkeitsstruktur langfristige | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | Restlaufzeit zum 30.09.2015 | Restlaufzeit zum 30.09.2014 | ||||
| Mio. EUR | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe |
| Anleihen | 179,4 | 500,1 | 679,4 | 207,5 | 498,3 | 705,7 |
| davon ix verzinst | 179,4 | 407,2 | 586,6 | 207,5 | 410,6 | 618,0 |
| davon variabel verzinst | – | 92,8 | 92,8 | – | 87,7 | 87,7 |
| Bankdarlehen | 356,5 | 499,8 | 856,2 | 432,2 | 609,8 | 1.041,9 |
| davon ix verzinst | 245,2 | 469,8 | 715,0 | 259,2 | 528,7 | 787,9 |
| davon variabel verzinst | 111,3 | 30,0 | 141,2 | 173,0 | 81,1 | 254,0 |
| Summe | 535,8 | 999,9 | 1.535,7 | 639,7 | 1.108,0 | 1.747,7 |
Anleihen
Sämtliche Anleihen sind endfällig. Die Anleihe in fremder Währung wird hinsichtlich Zins- und Währungsrisiken mittels Cross-Currency-Swaps abgesichert.
Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschafungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleiheverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläuige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber. Das Ergebnis aus dem Absicherungsgeschäft der JPY-Anleihe mittels Cross Currency Swaps belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 0,6 Mio. Euro (davon Bewertung der Anleihe 4,8 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 4,2 Mio. Euro; Vorjahr: 0,5 Mio. Euro Ergebnisefekt, davon Bewertung der Anleihe 9,1 Mio. Euro, davon Bewertung der Swaps 8,5 Mio. Euro). Der Marktwert wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihenkurs und dem Devisenkurs ermittelt.
Bankdarlehen
Dabei handelt es sich neben allgemeinen Bankdarlehen um Darlehen, die durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschafts-Fonds gefördert sind. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.
Die Zinsenabgrenzungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.
52. Latente Steuern
| 52. Latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Aktive latente Steuern | ||
| Sozialkapital | –44,8 | –51,9 |
| Vortragsfähige negative steuerliche Ergebnisse | –74,4 | –87,3 |
| Sonstige aktive latente Steuern | –13,9 | –17,2 |
| Passive latente Steuern | ||
| Anlagevermögen | 57,7 | 56,0 |
| Finanzinstrumente | 14,6 | 56,3 |
| Sonstige passive latente Steuern | 5,6 | 5,1 |
| Summe | –55,2 | –39,0 |
| davon aktive latente Steuern | –86,4 | –87,1 |
| davon latente Steuerverbindlichkeiten | 31,2 | 48,1 |
Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:
| 52. Veränderung latente Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Latenter Steuersaldo 01.10. | –39,0 | 75,6 |
| – Erfolgsneutrale Veränderungen aus Währungsdifferenzen und sonstige Veränderungen | –1,4 | –1,1 |
| – Erfolgswirksame Veränderung | 21,7 | –94,4 |
| – Erfolgsneutrale Veränderung aus Bewertungsrücklage | –36,6 | –19,0 |
| Latenter Steuersaldo 30.09. | –55,2 | –39,0 |
Verluste, für die aktive latente Steuern angesetzt wurden, können auf Grundlage der steuerlichen Ergebnisplanung innerhalb der nächsten Jahre verwertet werden. Aktive latente Steuern in Höhe von 79,5 Mio. Euro (Vorjahr: 64,7 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Verlust vorträgen, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden konnte, wurden nicht aktiviert. Davon verfallen in den nächsten fünf Jahren 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro). Die übrigen nicht aktivierten Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig.
Für Diferenzen zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital bzw. zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und Buchwert der nach at Equity einbezogenen Beteiligungen (Outside-Basis Diferences) wurden passive latente Steuern in Höhe von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) für temporäre Diferenzen in Höhe von 67,8 Mio. Euro (Vorjahr: 41,8 Mio. Euro) nicht angesetzt, da diese in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben werden.
53. Langfristige Rückstellungen
53. Langfristige Rückstellungen Mio. EUR 30.09.2015 30.09.2014 Rückstellung für Pensionen 259,6 282,4 Rückstellung für pensionsähnliche Verplichtungen 20,5 31,8 Rückstellung für Abfertigungen 90,3 93,6 Sonstige langfristige Rückstellungen 90,7 89,6 Summe 461,1 497,4
Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen sowie der Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:
- Zinssatz 2,40 % p. a. (Vorjahr: 2,40 % p. a.)
- Bezugserhöhungen 2,00 % p. a.; Folgejahre 2,00 % p. a. (Vorjahr: Bezugserhöhungen 2,50 % p. a., Folgejahre 2,50 % p. a.)
- Pensionserhöhungen 2,00 % p. a.; Folgejahre 2,00 % p. a. (Vorjahr: Pensionserhöhungen 2,50 % p. a., Folgejahre 2,50 %)
- Rechnungsgrundlagen gemäß dem Vorjahr "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler"
| 53. Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen |
||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Barwert der Pensionsverplichtungen (DBO) 01.10. | 314,2 | 290,9 |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) | 3,0 | 2,5 |
| + Zinsaufwand | 7,6 | 10,2 |
| – Pensionszahlungen | –27,3 | –17,1 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | –17,4 | 27,6 |
| Barwert der Pensionsverplichtungen (DBO) 30.09.1) | 280,1 | 314,2 |
1) Enthält die Rückstellung für pensionsähnliche Verplichtungen in Höhe von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr: 31,8 Mio. Euro)
Zum 30. September 2015 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverplichtungen 13,9 Jahre (Vorjahr: 14,0 Jahre) und die der pensionsähn lichen Verplichtungen 17,3 Jahre (Vorjahr: 17,3 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2015/16 werden Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen in Höhe von 16,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,2 Mio. Euro) erwartet.
| 53. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Barwert der Abfertigungsverplichtungen (DBO) 01.10. | 93,6 | 90,3 |
| +/– Konsolidierungskreisänderungen | –0,2 | – |
| + Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs) | 3,2 | 3,3 |
| + Zinsaufwand | 2,4 | 3,4 |
| – Abfertigungszahlungen | –4,8 | –6,9 |
| +/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn | –3,8 | 3,5 |
| Barwert der Abfertigungsverplichtungen (DBO) 30.09. | 90,3 | 93,6 |
Zum 30. September 2015 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsverplichtungen 10,9 Jahre (Vorjahr: 11,2 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2015/16 werden Zahlungen für Abfertigungsverplichtungen in Höhe von 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) erwartet.
Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter wirkt sich ceteris paribus auf die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen sowie auf die Rückstellung für Abfertigungen wie folgt aus:
53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für
Pensionen und pensionsähnliche Verplichtungen
| in % | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
||
| Zinssatz | 0,50 % | 7,04 % | –6,26 % | 6,37 % | –5,64 % | |
| Bezugserhöhung | 1,00 % | –2,60 % | 2,93 % | –2,65 % | 3,00 % | |
| Pensionserhöhung | 1,00 % | –9,84 % | 11,97 % | –9,60 % | 10,48 % | |
| Restlebenserwartung | 1 Jahr | –4,50 % | 4,56 % | –4,56 % | 4,62 % |
53. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für Abfertigungen
| in % | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Abnahme des Parameters/ Veränderung DBO |
Zunahme des Parameters/ Veränderung DBO |
||
| Zinssatz | 0,50 % | 4,99 % | –4,65 % | 5,34 % | –4,97 % | |
| Bezugserhöhung | 1,00 % | –10,15 % | 11,56 % | –10,76 % | 12,31 % |
Die Sensitivitätsanalyse wurde für jeden wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter separat durchgeführt. Während für die Analyse jeweils nur ein wesentlicher Parameter verändert wurde, wurden gleichzeitig alle anderen Einlussgrößen konstant gehalten ("Ceteris paribus"). Die Ermittlung der geänderten Verplichtung erfolgte analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verplichtung. Die Grenzen dieser Methode bestehen darin, dass keine Interdependenzen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt wurden. Bei den Abfertigungsverplichtungen wurde auf eine Dartstellung der Sensitivität der Restlebenserwartung verzichtet, da diese die Verplichtung nur unwesentlich beeinlusst.
53. Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen
Mio. EUR
| Jubiläumsgelder | Mieten für Netzzutritte |
Prozesskosten/ -risiken |
Umwelt- und Entsorgungs risiken |
Übrige langfristige Rückstellungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2014 | 20,7 | 9,9 | 17,4 | 37,9 | 3,6 | 89,6 |
| Währungsdifferenzen | –0,0*) | – | 0,0*) | – | –0,0*) | –0,0*) |
| Zinsaufwand | 0,6 | –0,0*) | –0,0*) | 0,7 | –0,6 | 0,6 |
| Verwendung | –0,2 | –0,3 | –4,6 | –0,2 | –0,8 | –6,1 |
| Zuführung | 0,3 | 0,4 | 0,7 | 9,8 | 1,1 | 12,4 |
| Umbuchung | 0,0*) | –3,0 | –3,1 | 1,2 | –0,9 | –5,8 |
| Buchwert 30.09.2015 | 21,4 | 7,0 | 10,4 | 49,4 | 2,3 | 90,7 |
*) Kleinbetrag
Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien. Verschiedene Verfahren und Klagen, welche großteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren und derzeit anhängig sind, werden in den Prozesskosten/-risiken abgebildet. Umwelt- und Entsorgungsrisiken umfassen in erster Linie die geschätzten aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten sowie Vorsorgen für Umwelt- und Altlastenrisiken.
54. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
In den Baukosten- und Investitionszuschüssen sind Zugänge in Höhe von 69,0 Mio. Euro (Vorjahr: 63,6 Mio. Euro) enthalten.
Investitionszuschüsse betrefen insbesondere Anlagen der EVN Wasser, Wärmeanlagen, die Abfallverwertungsanlage Zwentendorf und Kleinwasserkraftwerke der EVN Naturkraft.
55. Übrige langfristige Schulden
Die Pachtverbindlichkeiten beinhalten langfristige Nutzungsverträge von Wärmenetzen sowie Heizwerken. Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betrefen anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken.
Die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften beinhalten die negativen Marktwerte im Zusammenhang mit Sicherungs ge schäften bei Anleihen, denen zum Teil eine gegenläuige Entwicklung der Anleiheverbindlichkeit gegenübersteht, sowie von Projektinanzierungen im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum.
Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderen abgegrenzte Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Steuergruppe in Österreich sowie abgegrenzte langfristige Stromlieferverplichtungen und langfristige Kundenanzahlungen.
| 55. Übrige langfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Pachtverbindlichkeiten | 16,0 | 19,8 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 2,0 | 2,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 48,7 | 56,9 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 8,9 | 8,1 |
| Summe | 75,6 | 87,8 |
55. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Schulden
| Mio. EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit zum 30.09.2015 | Restlaufzeit zum 30.09.2014 | |||||
| < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | < 5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | |
| Pachtverbindlichkeiten | 7,7 | 8,3 | 16,0 | 9,4 | 10,4 | 19,8 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | 1,8 | 0,1 | 2,0 | 2,3 | 0,6 | 2,9 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 32,1 | 16,7 | 48,7 | 0,0*) | 56,9 | 56,9 |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 2,2 | 6,7 | 8,9 | 2,6 | 5,5 | 8,1 |
| Summe | 43,8 | 31,8 | 75,6 | 14,4 | 73,4 | 87,8 |
*) Kleinbetrag
Kurzfristige Schulden
56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die Kontokorrentkredite sind Teil des Fonds der liquiden Mittel der Geldlussrechnung.
| 56. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Bankdarlehen | 101,4 | 173,8 |
| Anleiheverbindlichkeiten | 28,5 | – |
| Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite | 10,2 | 20,4 |
| Summe | 140,1 | 194,2 |
Kredite im Ausmaß von 101,4 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind (Vorjahr: 173,8 Mio. Euro). Die Anleiheverbindlichkeiten (EUR-Anleihe) sind am 11. März 2016 endfällig und wurden daher vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert.
57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern
Die Position "Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern" setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| 57. Verbindlichkeiten aus Abgaben und Steuern | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Energieabgaben | 29,2 | 31,8 |
| Umsatzsteuer | 18,1 | 16,9 |
| Körperschaftsteuer | 7,8 | 1,8 |
| Sonstige Posten | 8,6 | 10,7 |
| Summe | 63,6 | 61,1 |
58. Lieferantenverbindlichkeiten
In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verplichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 102,6 Mio. Euro (Vorjahr: 157,9 Mio. Euro) enthalten.
59. Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und ofene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wurde die Rückstellung mit 7,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) ausgewiesen.
Die Rückstellung für belastende Verträge beinhaltet absatzseitige Geschäfte im Energievertrieb sowie drohende Zahlungen aus Haftungen für die EconGas GmbH.
| 59. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen Mio. EUR |
Personal ansprüche |
Belastende Verträge |
Mieten für Netzzutritte |
Prozessrisiken | Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert 01.10.2014 | 67,9 | 45,9 | – | – | 23,7 | 137,2 |
| Währungsdifferenzen | – | – | – | – | – | – |
| Konsolidierungskreisänderungen | –0,9 | – | – | – | –1,2 | –2,1 |
| Verwendung | –38,6 | –11,4 | – | – | –13,0 | –62,9 |
| Zuführung | 45,8 | 16,6 | – | 0,5 | 5,0 | 67,9 |
| Umbuchung | 0,1 | – | 3,0 | 3,2 | –0,5 | 5,9 |
| Buchwert 30.09.2015 | 74,3 | 51,1 | 3,0 | 3,8 | 14,0 | 146,1 |
60. Übrige kurzfristige Schulden
Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Cash-Pooling-Salden der EVN Finanzservice mit at Equity einbezogenen Unternehmen sowie Verbindlichkeiten gegenüber e&t aus dem Vertrieb und der Beschafung von Strom.
Die übrigen inanziellen Verbindlichkeiten beinhalten mit 55,5 Mio. Euro (Vorjahr: 72,4 Mio. Euro) eine im Zusammenhang mit der Tarifentscheidung vom 1. Juli 2014 in Bulgarien angesetzte Verbindlichkeit aufgrund der Rückführung von Erlösen aus vorangegangenen Perioden. Weiters ist eine Verbindlichkeit in Höhe von 60,9 Mio. Euro aus der im November 2013 gezogenen Vertragserfüllungsbürgschaft im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum mit einem Buchwert von 63,6 Mio. Euro (Vorjahr: 62,6 Mio. Euro) enthalten. Ansonsten sind in dieser Position Zinsenabgrenzungen, Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern sowie erhaltene Kautionen ausgewiesen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten erhaltene Anzahlungen, welche für Strom-, Erdgas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen erfolgten, Verplichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Sozialversicherungs anstalten sowie vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse, die innerhalb eines Jahres ertragswirksam werden.
| 60. Übrige kurzfristige Schulden | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen | 151,8 | 127,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht vollkonsolidierten Tochterunternehmen | 9,5 | 8,7 |
| Zinsenabgrenzungen | 18,3 | 18,4 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | 17,7 | 11,6 |
| Übrige inanzielle Verbindlichkeiten | 148,2 | 166,0 |
| 345,4 | 331,9 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 132,5 | 77,0 |
| Summe | 477,9 | 408,9 |
Segmentberichterstattung
| 61. Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Erzeugung | Energiehandel und -vertrieb |
Netzinfrastruktur Inland |
Energieversorgung Südosteuropa |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | ||
| Außenumsatz | 52,7 | 33,7 | 470,9 | 431,5 | 412,8 | 430,9 | 1.037,9 | 900,4 | |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 160,4 | 153,8 | 14,9 | 17,2 | 59,2 | 53,7 | 0,2 | 0,4 | |
| Gesamtumsatz | 213,1 | 187,5 | 485,8 | 448,6 | 472,0 | 484,6 | 1.038,1 | 900,8 | |
| Operativer Aufwand | –119,7 | –115,1 | –558,7 | –448,5 | –270,8 | –297,8 | –917,4 | –880,6 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen operativ |
–24,6 | –38,9 | 70,0 | 55,2 | – | – | – | – | |
| EBITDA | 68,7 | 33,6 | –2,9 | 55,3 | 201,2 | 186,8 | 120,7 | 20,2 | |
| Abschreibungen | –79,2 | –86,7 | –17,7 | –16,1 | –105,6 | –103,6 | –62,9 | –252,9 | |
| davon Wertminderungen | –24,5 | –36,0 | –3,3 | – | – | – | –0,5 | –191,8 | |
| davon Zuschreibungen | – | – | 2,4 | – | – | – | – | – | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –10,5 | –53,1 | –20,6 | 39,2 | 95,5 | 83,3 | 57,8 | –232,8 | |
| EBIT-Marge (%) | –4,9 | –28,3 | –4,2 | 8,7 | 20,2 | 17,2 | 5,6 | –25,8 | |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen inanziell |
– | – | – | – | – | – | – | – | |
| Zinserträge | 0,5 | 0,5 | 0,2 | 0,2 | 0,1 | 0,3 | 0,5 | 0,7 | |
| Zinsaufwendungen | –22,9 | –26,4 | –1,9 | –3,1 | –17,6 | –20,1 | –26,3 | –29,2 | |
| Finanzergebnis | –18,2 | –25,3 | –5,0 | –3,0 | –17,4 | –19,8 | –26,1 | –29,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | –28,7 | –78,4 | –25,6 | 36,2 | 78,1 | 63,4 | 31,7 | –262,0 | |
| Firmenwerte | – | – | 0,5 | 2,8 | 1,8 | 1,8 | – | – | |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
110,1 | 138,9 | 130,5 | 123,7 | – | – | – | – | |
| Gesamtvermögen | 1.157,2 | 1.218,2 | 612,8 | 509,4 | 1.831,5 | 1.787,7 | 1.276,0 | 1.251,8 | |
| Gesamtschulden | 959,1 | 1.034,7 | 518,7 | 409,3 | 1.294,8 | 1.298,2 | 1.119,2 | 1.137,8 | |
| Investitionen1) | 54,4 | 88,9 | 22,7 | 32,3 | 160,2 | 186,8 | 78,5 | 77,5 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| 61. Segmentberichterstattung Mio. EUR |
Umwelt | Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Konsolidierung2) | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | 2014/15 | 2013/14 | |
| Außenumsatz | 152,3 | 168,9 | 9,3 | 9,5 | – | – | 2.135,8 | 1.974,8 |
| Innenumsatz (zwischen Segmenten) | 20,3 | 22,2 | 55,4 | 61,5 | –310,5 | –308,8 | – | – |
| Gesamtumsatz | 172,6 | 191,1 | 64,7 | 71,0 | –310,5 | –308,8 | 2.135,8 | 1.974,8 |
| Operativer Aufwand | –129,5 | –347,5 | –75,2 | –77,5 | 377,7 | 282,2 | –1.693,6 | –1.884,8 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen operativ |
11,9 | 11,7 | 83,8 | 66,0 | – | – | 141,1 | 94,0 |
| EBITDA | 55,1 | –144,6 | 73,2 | 59,4 | 67,2 | –26,6 | 583,2 | 184,1 |
| Abschreibungen | –26,4 | –70,2 | –2,7 | –1,7 | –20,4 | 5,8 | –315,0 | –525,5 |
| davon Wertminderungen | – | –41,7 | –1,2 | – | –27,6 | – | –57,1 | –269,5 |
| davon Zuschreibungen | – | – | – | – | – | – | 2,4 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 28,6 | –214,9 | 70,5 | 57,6 | 46,8 | –20,8 | 268,2 | –341,4 |
| EBIT-Marge (%) | 16,6 | –112,4 | 109,0 | 81,2 | – | – | 12,6 | –17,3 |
| Ergebnisanteil der at Equity einbe zogenen Unternehmen inanziell |
– | – | 0,4 | 2,8 | – | – | 0,4 | 2,8 |
| Zinserträge | 14,9 | 16,6 | 31,1 | 33,2 | –25,7 | –28,1 | 21,7 | 23,5 |
| Zinsaufwendungen | –21,6 | –18,6 | –26,5 | –27,3 | 25,7 | 28,1 | –91,1 | –96,7 |
| Finanzergebnis | –7,6 | –4,0 | 30,6 | 61,8 | –16,6 | –12,4 | –60,3 | –31,9 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 21,0 | –218,8 | 101,1 | 119,4 | 30,1 | –33,1 | 207,9 | –373,3 |
| Firmenwerte | 54,0 | 54,0 | – | – | – | – | 56,3 | 58,6 |
| Buchwert der at Equity einbezogenen Unternehmen |
88,3 | 80,2 | 569,3 | 546,3 | – | – | 898,1 | 889,1 |
| Gesamtvermögen | 940,6 | 1.197,6 | 2.580,4 | 2.750,3 | –1.897,3 | –1.873,2 | 6.501,2 | 6.841,8 |
| Gesamtschulden | 751,1 | 1.004,8 | 1.115,2 | 1.116,5 | –1.847,1 | –1.792,1 | 3.911,1 | 4.209,1 |
| Investitionen1) | 11,1 | 13,5 | 2,5 | 2,5 | –6,7 | –5,0 | 322,7 | 396,3 |
1) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
2) Nachfolgend in der Erläuterung zur Segmentberichterstattung beschrieben
| 61. Segmentinformationen nach Produkten – Umsatz | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Strom | 1.522,8 | 1.355,1 |
| Erdgas | 203,0 | 174,3 |
| Wärme | 133,1 | 129,2 |
| Umweltdienstleistungen | 152,3 | 168,9 |
| Sonstige | 124,7 | 147,4 |
| Summe | 2.135,8 | 1.974,8 |
| 61. Segmentinformationen nach Ländern – Umsatz1) | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Österreich | 1.022,7 | 994,9 |
| Deutschland | 47,5 | 45,3 |
| Bulgarien | 638,4 | 509,2 |
| Mazedonien | 401,5 | 393,1 |
| Sonstige | 25,8 | 32,2 |
| Summe | 2.135,8 | 1.974,8 |
| 61. Segmentinformationen nach Ländern – Langfristige Vermögenswerte1) |
30.09.2015 | 30.09.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | Immaterielle Vermögenswerte |
Sachanlagen | |
| Österreich | 122,4 | 2.329,7 | 98,8 | 2.306,6 | |
| Deutschland | 45,5 | 374,7 | 46,0 | 416,2 | |
| Bulgarien | 48,4 | 489,9 | 47,6 | 489,5 | |
| Mazedonien | 3,9 | 283,2 | 4,1 | 277,9 | |
| Sonstige | 0,0*) | 38,7 | 0,0*) | 51,9 | |
| Summe | 220,2 | 3.516,3 | 196,5 | 3.542,2 |
*) Kleinbetrag
1) Die Zuordnung der Segmentinformationen nach Ländern erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.
61. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:
| Geschäftsbereiche | Segmente | Aktivitäten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Energiegeschäft | Erzeugung | Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an österreichischen und internationalen Standorten |
||||
| Energiehandel und -vertrieb | Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel mit und Verkauf von Strom und Erdgas an Endkunden und auf Großhandels märkten sowie Wärmeproduktion und -verkauf |
|||||
| Netzinfrastruktur Inland | Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation |
|||||
| Energieversorgung Südosteuropa |
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeugung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien, Energiehandel für die gesamte Region |
|||||
| Umweltgeschäft | Umwelt | Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall verwertung in Österreich, Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie internationales Projektgeschäft |
||||
| Sonstige Geschäfts- aktivitäten |
Strategische Beteiligungen und Sonstiges |
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen |
Grundsatz der Segmentzuordnung und Verrechnungspreise
Tochtergesellschaften werden direkt den jeweiligen Segmenten zugerechnet. Die EVN AG wird anhand der Informationen aus der Kostenrechnung auf die Segmente aufgeteilt.
Die Verrechnungspreise bei intersegmentären Transaktionen basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.
Überleitung der Segmentergebnisse auf Konzernebene
In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Darüber hinaus ergeben sich Überleitungsbeträge, welche aus dem Unterschied zwischen der separaten Betrachtung der Segmente "Erzeugung" sowie "Energiehandel und -vertrieb" und der Konzernebene im Hinblick auf die Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation resultieren. Während im Segment "Erzeugung" das dort anteilig enthaltene Kraftwerk aus der Einbeziehung der Steag-EVN Walsum als Joint Operation werthaltig ist und im Segment "Energiehandel und -vertrieb" hinsichtlich Vermarktung der eigenen Stromproduktion Rückstellungen für belastende Verträge bestehen, liegt aus Konzernbetrachtung eine Wertminderung des Kraftwerks Duisburg-Walsum vor. Aus diesem Sachverhalt resultiert ein Überleitungsbetrag aus der Summe der Segmente auf das Konzern-EBIT in Höhe von 46,8 Mio. Euro (Vorjahr: –20,8 Mio. Euro).
Unternehmensweite Angaben
Gemäß IFRS 8 sind ergänzende Segmentinformationen gegliedert nach Produkten (Gliederung des Außenumsatzes nach Produkten bzw. Dienstleistungen) und nach Ländern (Gliederung des Außenumsatzes und der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern) anzugeben, sofern diese nicht bereits als Teil der Informationen des berichtsplichtigen Segments in die Segmentberichterstattung eingelossen sind.
Angaben zu Geschäftsfällen mit wichtigen externen Kunden sind nur dann erforderlich, wenn diese mindestens 10,0 % der gesamten Außenumsätze erreichen. Aufgrund der großen Anzahl an Kunden und der Vielzahl an Geschäftsaktivitäten gibt es keine Transaktionen mit Kunden, die dieses Kriterium erfüllen.
Sonstige Angaben
62. Konzern-Geldlussrechnung
Die Konzern-Geldlussrechnung der EVN zeigt die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel durch Mittelzu- und -ablüsse im Lauf des Berichtsjahres. Die Darstellung erfolgte nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern wurden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.
Im Zusammenhang mit der Zuführung von Abbruchrückstellungen stehende Zugänge zu immateriellem und Sachanlagevermögen werden in der Konzern-Geldlussrechnung korrigiert. Die im Vorjahr nicht zahlungswirksame Wertberichtigung der Leasingforderung zum Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau wurde im Cash Flow aus dem Ergebnis korrigiert. Die damit im Zusammenhang stehende Umgliederung der verwertbaren Anlagenkomponenten in die Vorräte (siehe Erläuterung 40. Übrige langfristige Vermögenswerte) sowie die Ausweisänderung betrefend die Natriumhypochloritanlage in Moskau (siehe Erläuterung 44. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) wurden saldiert dargestellt.
Die Ertragsteuereinzahlungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 19,6 Mio. Euro) wurden gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.
Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro). Aus diesen Anlagenabgängen resultierte ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: Verlust von 1,2 Mio. Euro).
Die an Aktionäre der EVN AG gezahlte Dividende in Höhe von 74,7 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro) sowie an andere Gesellschafter (jene der RBG und der BUHO) in Höhe von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr: 32,1 Mio. Euro) wurde als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
| 62. Fonds der liquiden Mittel | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Liquide Mittel | 255,1 | 217,6 |
| davon Zahlungsmittel (Kassenbestände) | 0,6 | 0,6 |
| davon Guthaben bei Kreditinstituten | 254,5 | 217,0 |
| Kontokorrentverbindlichkeiten | –10,2 | –20,4 |
| Summe | 244,9 | 197,2 |
Von den ausgewiesenen Guthaben bei Kreditinstituten betrefen 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro) Verpfändungen.
63. Risikomanagement
Zinsrisiken
Als Zinsänderungsrisiko deiniert die EVN das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken und sich somit Auswirkungen auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital ergeben. Der Risikominimierung dienen die laufende Überwachung des Zinsrisikos, ein Limitsystem und Absicherungsstrategien wie der Abschluss derivativer Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 9. Finanzinstrumente).
Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt bei der EVN neben der Durchführung von Sensitivitätsanalysen unter anderem auch im Rahmen einer täglichen Value-at-Risk-(VaR)-Berechnung, bei der der VaR mit einem Konidenzniveau von 99,0 % für die Haltedauer eines Tages unter Anwendung der Varianz-Kovarianz-Methode (Delta-Gamma-Ansatz) berechnet wird. Zum Bilanzstichtag betrug der Zins-VaR unter Berücksichtigung der eingesetzten Sicherungsinstrumente 8,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Die im Lauf des Geschäftsjahres gestiegene Volatilität der Zinsen spiegelt sich in einem Anstieg des Zins-VaR im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag wider.
Währungsrisiken
Das Risiko von ergebnisbeeinlussenden Währungsschwankungen erwächst für die EVN aus Geschäften, die nicht in Euro getätigt werden. Bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns gehalten werden (u. a. BGN, HRK, JPY, MKD, PLN, RUB), können Währungsrisiken schlagend werden. Der wesentliche Treiber des Währungsrisikos im Finanzbereich ist bei der EVN eine in japanischen Yen (JPY) begebene Anleihe. Das Management des Währungsrisikos erfolgt über die zentrale Erfassung, Analyse und Steuerung der Risikopositionen sowie durch die Absicherung der Anleihen in fremder Währung mittels Cross Currency Swaps (siehe Erläuterungen 51. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 9. Finanzinstrumente).
Der Fremdwährungs-VaR bezogen auf die wesentlichen Währungsrisikotreiber im Finanzbereich belief sich am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Sicherungsinstrumente auf 3,7 Tsd. Euro (Vorjahr: 3,4 Tsd. Euro) und ist weiterhin von untergeordneter Bedeutung.
Sonstige Marktrisiken
Unter sonstigen Marktrisiken versteht die EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie, CO2 -Emissionszertiikaten, Strom sowie Wertpapieren.
Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschafung und den Verkauf von elektrischer Energie, Erdgas, Steinkohle, Öl, Biomasse und CO2 -Emissionszertiikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungs risiken.
63. Preisabsicherungen im Energiebereich Mio. EUR
| 2014/15 | 2013/14 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Käufe | Nominalvolumina Verkäufe |
Positive | Marktwerte Negative |
Netto | Käufe | Nominalvolumina Verkäufe |
Positive | Marktwerte Negative |
Netto | |
| Swaps | 20,0 | – | – | –5,2 | –5,2 | 27,1 | – | 0,1 | –0,6 | –0,6 |
| Futures | 3,6 | –15,2 | 2,7 | – | 2,7 | 6,1 | –25,0 | 2,0 | –0,1 | 1,9 |
| Forwards | 15,5 | –42,7 | 7,7 | –0,5 | 7,2 | 24,5 | –63,5 | 3,5 | –0,8 | 2,7 |
Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung auf die Marktpreise gezeigt. Die Berechnung der Sensitivität wird unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben. Es handelt sich dabei um Derivate, welche als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges eingesetzt werden. Nicht einbezogen werden Deriva te, welche für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtinanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungs bedarf des Unternehmens bestimmt sind (Own Use) und damit nach IAS 39 nicht als Finanzinstrumente zu bilanzieren sind.
Bei Änderung der Marktpreise um 10,0 % zum Bilanzstichtag würden sich Eigenkapitalefekte der Derivate in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) ergeben.
Das Risiko von Preisänderungen bei Wertpapieren resultiert aus Kapitalmarktschwankungen. Die wesentlichste von der EVN gehaltene Wertpapierposition sind Aktienbestände an der Verbund AG. Der Preisänderungs-VaR der von der EVN gehaltenen Verbund-Aktien betrug am Bilanzstichtag 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 23,4 Mio. Euro), wobei bei Veräußerung eines großen Pakets an Verbund-Aktien durch die EVN von einer Preisbeeinlussung auszugehen wäre. Der VaR-Rückgang gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist auf einen geringeren Kurs-/Marktwert der Position zurückzuführen.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können bzw. die erforderliche Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschafen zu können. Die EVN minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung. Beim Abschluss von Finanzierungen wird auf die Steuerung der Fälligkeiten besonderes Augenmerk gelegt, um ein ausgeglichenes Fälligkeitenproil zu erreichen und so Klumpen bildungen hinsichtlich der Fälligkeitstermine zu vermeiden. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich erfolgt mittels Cash Pooling.
Für die Deckung des Liquiditätsbestands standen zum Bilanzstichtag der Fonds liquider Mittel und kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 326,2 Mio. Euro (Vorjahr: 198,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus standen der EVN AG am Bilanzstichtag eine vertraglich vereinbarte, ungenutzte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 400,0 Mio. Euro (Vorjahr: 400,0 Mio. Euro nicht ausgenutzt) sowie vertraglich verein barte, ungenutzte, bilaterale Kreditlinien im Ausmaß von 175,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Liquiditäts risiko war daher äußerst gering. Das Gearing lag zum Bilanzstichtag bei 47,5 % (Vorjahr: 61,6 %) und belegt die solide Kapitalstruktur der EVN.
63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten und übrigen langfristigen Schulden
| Geschäftsjahr 2014/15 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsablüsse | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Buchwert | Zahlungsablüsse | < 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Anleihen | 679,4 | 902,3 | 305,0 | 597,3 | |
| Langfristige Bankdarlehen | 856,2 | 1.046,3 | 443,3 | 603,0 | |
| Pachtverbindlichkeiten | 16,0 | 17,5 | 10,6 | 6,8 | |
| Abgrenzungen zu Finanztransaktionen | 2,0 | 2,0 | 1,8 | 0,1 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1) | 48,7 | 66,9 | 41,5 | 25,5 | |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 8,9 | 8,9 | 2,2 | 6,7 | |
| Summe | 1.611,3 | 2.044,0 | 748,3 | 1.200,3 |
| Geschäftsjahr 2013/14 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsablüsse | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Buchwert | Zahlungsablüsse | < 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Anleihen | 705,7 | 960,7 | 344,9 | 615,8 | |
| Langfristige Bankdarlehen | 1.041,9 | 1.285,0 | 541,0 | 744,0 | |
| Pachtverbindlichkeiten | 19,8 | 21,8 | 13,7 | 8,1 | |
| Abgrenzungen zu Finanztransaktionen | 2,9 | 2,9 | 2,3 | 0,6 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften1) | 56,9 | 78,7 | 45,1 | 33,6 | |
| Sonstige übrige Verbindlichkeiten | 8,1 | 8,1 | 2,6 | 5,5 | |
| Summe | 1.835,5 | 2.357,2 | 885,9 | 1.359,8 |
1) Nominalwert der derivativen inanziellen Verbindlichkeiten 324,3 Mio. Euro (Vorjahr: 434,0 Mio. Euro)
63. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme aus Cash Flow Hedges
| Geschäftsjahr 2014/15 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Zahlungsströme | < 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –262,8 | –116,1 | –146,7 | |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –55,2 | –42,4 | –12,8 | |
| Gewinn / Verlust | –61,1 | –44,5 | –16,6 | |
| Geschäftsjahr 2013/14 | Summe | Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme | ||
| Mio. EUR | Zahlungsströme | < 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte | –393,2 | –218,4 | –174,8 | |
| Cash Flows der Sicherungsinstrumente | –60,2 | –45,1 | –15,1 | |
| Gewinn / Verlust | –59,7 | –45,3 | –14,5 |
Kreditrisiko
Kredit- bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko, aufgrund von Nichterfüllung vertraglicher Verplichtungen durch den Geschäftspartner Verluste zu erleiden. Dieses Risiko ergibt sich zwingend aus allen Vereinbarungen mit aufgeschobenem Zahlungsziel bzw. mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durch geführt. Dazu werden externe Ratings (u. a. Standard & Poor's, Moody's, Fitch, KSV 1870) der Kontrahenten herangezogen und das Geschäftsvolumen entsprechend dem Rating und der Ausfallwahrscheinlichkeit limitiert. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, kann der Geschäfts abschluss nach Erbringung einer ausreichenden Besicherung erfolgen.
Das Kreditrisikomonitoring und die Limitierung der Ausfallrisiken erfolgt für Finanzforderungen im Treasury-Bereich (u. a. Veranlagungen, Finanz- und Zinsderivate), für Derivat- bzw. Termingeschäfte, die zur Absicherung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Energiegeschäft abgeschlossen werden, sowie in Bezug auf Endkunden und sonstige Debitoren.
Zur Reduzierung des Kreditrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit namhaften Finanzinstituten mit guten Kredit ratings abgeschlossen. Bei der Veranlagung von inanziellen Mitteln bei Banken wird ebenfalls auf beste Bonität auf Basis inter nationaler Ratings geachtet.
Das Ausfallrisiko bei Kunden wird bei der EVN separat überwacht, die Beurteilung der Kundenbonität wird dabei vornehmlich von Ratings und Erfahrungswerten gestützt. Die EVN trägt Kreditrisiken mit der Bildung von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung. Zudem dienen ein eizientes Forderungsmanagement sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken.
| 63. Wertminderungen nach Klassen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Abschreibungen/Wertberichtigungen | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sonstige Beteiligungen | 2,5 | 0,5 |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | – | 191,4 |
| Ausleihungen | 1,0 | – |
| 3,4 | 192,0 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen | 37,2 | 39,3 |
| Summe | 40,6 | 231,3 |
Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 30. September 2015 und zum 30. September 2014 ent spricht den in den Erläuterungen 40. Übrige langfristige Vermögenswerte, 42. Forderungen und 43. Wertpapiere dargestellten Buchwerten ohne Finanz garantien.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem positiven beizulegenden Zeitwert (siehe Erläuterung 65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).
Das maximale Risiko in Bezug auf Finanzgarantien wird in Erläuterung 67. Sonstige Verplichtungen und Risiken dargestellt.
63. Kapitalmanagement
Die EVN ist bestrebt, eine solide Kapitalstruktur einzuhalten, um die daraus resultierende Finanzkraft für die Realisierung wertsteigender Investitionsvorhaben und eine attraktive Dividendenpolitik zu nutzen. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 39,8 % (Vorjahr: 38,5 %). Weiters wird das Gearing als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gemessen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, kurz- und langfristiger Wertpapiere sowie Ausleihungen. Der Wert per 30. September 2015 betrug 47,5 % (Vorjahr: 61,6 %).
| 64. Kapitalmanagement | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.535,7 | 1.747,7 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) | 129,9 | 173,8 |
| Fonds liquider Mittel | –244,9 | –197,2 |
| Langfristige und kurzfristige Wertpapiere | –154,5 | –62,9 |
| Langfristige und kurzfristige Ausleihungen | –35,3 | –38,9 |
| Nettoverschuldung | 1.230,9 | 1.622,4 |
| Eigenkapital | 2.590,1 | 2.632,7 |
| Gearing (%) | 47,5 | 61,6 |
1) Exklusive der im Fonds liquider Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten
Im EVN Konzern erfolgt ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen. Zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen. In den Verträgen wurden die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt.
65. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten
Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Sofern diese nicht verfügbar ist, werden die Zeitwerte mittels inanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt. Die für die Berechnungen notwendigen Inputfaktoren werden nachstehend erläutert.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Anteilen an nicht börsenotierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung von vergleichbaren Transaktionen. Für Finanz instrumente, welche an einem aktiven Markt notiert sind, stellt der Börsepreis zum Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwert dar. Die Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristigen inanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der Anleiheverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter der Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.
In der nachstehenden Tabelle sind die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sowie deren Einstufung in die Fair-Value-Hierarchie gemäß IFRS 13 ersichtlich.
Inputfaktoren der Stufe 1 sind beobachtbare Parameter wie notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Schulden. Zur Bewertung werden diese Preise ohne Modiikationen zugrunde gelegt.
Inputfaktoren der Stufe 2 sind sonstige beobachtbare Faktoren, welche an die speziischen Ausprägungen des Bewertungsobjekts angepasst werden. Beispiele für in die Bewertung von Finanzinstrumenten der Stufe 2 einließende Parameter sind von Börsepreisen abgeleitete Forward-Preiskurven, Wechselkurse, Zinsstrukturkurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner.
Inputfaktoren der Stufe 3 sind nicht beobachtbare Faktoren, welche die Annahmen widerspiegeln, auf die sich ein Marktteilnehmer bei der Ermittlung eines angemessenen Preises stützen würde.
Klassiizierungsänderungen zwischen den verschiedenen Stufen fanden nicht statt.
65. Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
| Mio. EUR | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |||||
| Klassen | Bewertungs kategorie |
Fair-Value Hierarchie (IFRS 13) |
Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | ||||||
| Nicht inanzielle Vermögenswerte | – | – | 13,8 | – | 15,3 | – |
| Andere Beteiligungen | AFS | – | 9,8 | – | 9,8 | – |
| Andere Beteiligungen | AFS | Stufe 1 | 476,1 | 476,1 | 639,6 | 639,6 |
| 499,7 | 664,7 | |||||
| Übrige langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Wertpapiere Ausleihungen |
@FVTPL LAR |
Stufe 1 Stufe 2 |
73,3 33,1 |
73,3 40,4 |
62,1 38,9 |
62,1 44,0 |
| Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften | LAR | Stufe 2 | 128,1 | 146,1 | 207,0 | 236,1 |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 5,7 | 5,7 | – | – |
| Sonstige übrige langfristige Vermögenswerte | LAR | 53,8 | 53,8 | 75,5 | 75,5 | |
| Nicht inanzielle Vermögenswerte (Primärenergiereserven) | – | 14,4 | – | 14,6 | – | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 308,4 | 398,1 | ||||
| Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen | LAR | 472,6 | 472,6 | 406,6 | 406,6 | |
| Forderungen aus derivativen Geschäften | @FVTPL | Stufe 2 | 7,3 | 7,3 | 0,2 | 0,2 |
| Nicht inanzielle Vermögenswerte | – | 23,4 | – | 37,1 | – | |
| 503,2 | 443,9 | |||||
| Wertpapiere | AFS | Stufe 1 | 81,3 | 81,3 | 0,8 | 0,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||||
| Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten | LAR | 255,1 | 255,1 | 217,6 | 217,6 | |
| 255,1 | 255,1 | 217,6 | 217,6 | |||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| Anleihen | FLAC | Stufe 2 | 679,4 | 805,3 | 705,7 | 836,2 |
| Bankdarlehen | FLAC | Stufe 2 | 856,2 | 916,7 | 1.041,9 | 1.165,1 |
| 1.535,7 | 1.747,7 | |||||
| Übrige langfristige Schulden | ||||||
| Pachtverbindlichkeiten | FLAC | Stufe 2 | 16,0 | 16,4 | 19,8 | 19,8 |
| Abgrenzungen aus Finanztransaktionen | FLAC | 2,0 | 2,0 | 2,9 | 2,9 | |
| Sonstige übrige Schulden | FLAC | 8,9 | 8,9 | 8,1 | 8,1 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging, | |||||
| @FVTPL | Stufe 2 | 48,7 | 48,7 | 56,9 | 56,9 | |
| Kurzfristige Schulden | 75,6 | 87,8 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 140,1 | 140,1 | 194,2 | 194,2 | |
| Lieferantenverbindlichkeiten | FLAC | 472,3 | 472,3 | 505,1 | 505,1 | |
| Übrige kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige inanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 327,7 | 327,7 | 320,3 | 320,3 | |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften | Hedging, @FVTPL |
Stufe 2 | 17,7 | 17,7 | 11,6 | 11,6 |
| Nicht inanzielle Verbindlichkeiten | – | 132,5 | – | 77,0 | – | |
| 477,9 | 408,9 | |||||
| davon aggregiert nach Bewertungskategorie | ||||||
| Zur Veräußerung verfügbare inanzielle Vermögenswerte | AFS | 567,2 | 650,2 | |||
| Kredite und Forderungen | LAR | 942,6 | 945,6 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden |
@FVTPL | 86,3 | 62,3 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||
| bewertete inanzielle Schulden | FLAC | 2.502,7 | 2.798,2 |
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Klassen | Nettoergebnis | davon Wertberichtigungen |
Nettoergebnis | davon Wertberichtigungen |
|
| Zur Veräußerung verfügbare inanzielle Vermögenswerte (AFS) | –8,4 | –2,5 | –0,3 | –0,5 | |
| Kredite und Forderungen (LAR) | –42,5 | –38,1 | –235,6 | –230,7 | |
| Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet designiert wurden (@FVTPL) |
1,5 | – | 1,0 | – | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete inanzielle Schulden (FLAC) |
–0,1 | – | –0,4 | – | |
| Summe | –49,5 | –40,6 | –235,3 | –231,3 |
65. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zins änderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach ihrem Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf dem VaR-Verfahren erstellt.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei um Referenzwerte, die jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente sind. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte angesetzt.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 65. Derivative Finanzinstrumente | Nominalwert1) | Marktwert2) | Nominalwert1) | Marktwert2) | ||
| Währungsswaps | ||||||
| Mio. JPY (> 5 Jahre)3) | 12.000,0 | –3,8 | 12.000,0 | –9,1 | ||
| Zinsswaps | ||||||
| Mio. EUR (> 5 Jahre)3) | 234,5 | –48,4 | 347,3 | –58,5 | ||
| Derivate Energiebereich | ||||||
| Käufe/Verkäufe (Steinkohle)3) | 20,0 | –5,2 | 27,1 | –0,6 | ||
| Käufe/Verkäufe (Strom, Erdgas, Steinkohle, CO2 ) |
–39,7 | 4,5 | –22,2 | –0,6 |
1) In Mio. in Nominalwährung
2) In Mio. EUR
3) Gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet
Positive Zeitwerte sind als Forderungen aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten oder den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen, negative Zeitwerte als Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten oder den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten).
66. Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 213 unter Beteiligungen der EVN angeführt.
Im Folgenden werden Angaben zu Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) sowie zu assoziierten Unternehmen gemacht, welche im Geschäftsjahr 2014/15 at Equity in den Konzernabschluss der EVN einbezogen wurden.
Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter wird als Teil des operativen Ergebnisses (EBIT) ausgewiesen.
Die folgende Übersicht zeigt die Zuordnung der at Equity einbezogenen Unternehmen nach operativem und inanziellem Charakter:
| 66. Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), welche gemäß IFRS 11 in den Konzernabschluss zum 30.09.2015 at Equity einbezogen wurden |
Operativer Charakter |
Finanzieller Charakter |
|---|---|---|
| Gesellschaft | ||
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH | • | |
| Bioenergie Steyr GmbH | • | |
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s. | • | |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | • | |
| e&t | • | |
| EnergieAllianz | • | |
| EVN KG | • | |
| EVN-WE Wind KG | • | |
| Fernwärme St. Pölten GmbH | • | |
| Fernwärme Steyr GmbH | • | |
| RAG | • | |
| Shkodra | • | |
| sludge2energy GmbH | • | |
| WEEV Beteiligungs GmbH | • | |
| ZOV | • | |
| 66. Assoziierte Unternehmen, welche gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss zum 30.09.2015 at Equity einbezogen wurden |
Operativer Charakter |
Finanzieller Charakter |
| Gesellschaft | ||
| EconGas | • | |
| Energie Burgenland AG | • | |
| Verbund Innkraftwerke GmbH | • | |
| ZOV UIP | • |
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen zu den in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures):
| 66. Finanzinformationen für sich genommen wesentlicher Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
| Gemeinschaftsunternehmen | EVN KG | RAG | ZOV | EVN KG | RAG | ZOV |
| Bilanz | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 12,1 | 630,8 | 257,0 | 12,9 | 654,7 | 258,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 161,7 | 62,7 | 43,1 | 160,0 | 105,7 | 40,9 |
| Langfristige Schulden | 1,7 | 399,3 | 97,3 | 0,0*) | 459,0 | 113,3 |
| Kurzfristige Schulden | 76,5 | 80,4 | 24,1 | 77,6 | 106,8 | 24,4 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am Gemeinschaftsunternehmen |
||||||
| Nettovermögen | 95,6 | 213,8 | 178,7 | 95,3 | 194,7 | 161,7 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent | 100,00 % | 100,00 % | 48,50 % | 100,00 % | 100,00 % | 48,50 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | 95,6 | 213,8 | 86,7 | 95,3 | 194,7 | 78,4 |
| +/– Umwertungen | 0,0*) | 181,0 | 0,5 | – | 170,0 | 0,6 |
| Buchwert des Anteils der EVN am | ||||||
| Gemeinschaftsunternehmen | 95,6 | 394,8 | 87,1 | 95,3 | 364,7 | 79,0 |
| 2014/15 | 2013/14 | |||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||
| Umsatzerlöse | 504,5 | 417,6 | 17,8 | 533,3 | 462,6 | 13,7 |
| Planmäßige Abschreibungen | 0,0*) | –53,5 | – | 0,0*) | –51,5 | 0,0*) |
| Zinserträge | 0,1 | 0,1 | 0,5 | 0,1 | 0,1 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | 0,0*) | –5,8 | –9,0 | 0,0*) | –6,4 | –10,0 |
| Ertragsteuern | 0,0*) | –22,4 | –5,7 | –0,1 | –23,0 | –5,5 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 63,8 | 65,4 | 23,0 | 53,6 | 71,0 | 21,9 |
| Sonstiges Ergebnis | –9,8 | –11,5 | 1,2 | –2,1 | 1,3 | 0,5 |
| Gesamtergebnis | 54,1 | 53,9 | 24,2 | 51,5 | 72,3 | 22,4 |
| Erhaltene Dividenden der EVN | 53,8 | 35,0 | 3,5 | 59,0 | 60,0 | 10,6 |
*) Kleinbetrag
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:
| 66. Finanzinformationen für sich genommen unwesentlicher Gemeinschaftsunternehmen (EVN-Anteil) |
||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen zum jeweiligen Bilanzstichtag | 39,5 | 40,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 8,5 | 4,8 |
| Sonstiges Ergebnis | –7,7 | –0,8 |
| Gesamtergebnis | 0,8 | 4,0 |
Die folgende Übersicht zeigt zusammengefasste Finanzinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen, für sich genommen wesentlichen assoziierten Unternehmen:
| 66. Finanzinformationen wesent licher assoziierter Unternehmen |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||||
| Assoziiertes Unternehmen | EconGas | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
EconGas | Verbund IKW |
ZOV UIP | Energie Burgenland |
| Bilanz | ||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 48,9 | 1.288,8 | 0,2 | 765,5 | 49,9 | 1.318,4 | 0,2 | 777,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.393,3 | 17,2 | 3,3 | 143,6 | 1.018,8 | 14,3 | 3,1 | 118,9 |
| Langfristige Schulden | 98,8 | 88,5 | – | 170,4 | 55,9 | 82,7 | – | 171,2 |
| Kurzfristige Schulden | 1.388,1 | 10,0 | 0,7 | 425,4 | 1.013,8 | 12,2 | 0,6 | 414,3 |
| Überleitung auf den Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
||||||||
| Nettovermögen | –44,7 | 1.207,5 | 2,8 | 313,3 | –1,0 | 1.237,7 | 2,6 | 310,6 |
| Anteil der EVN am Nettovermögen in Prozent |
16,51 % | 13,00 % | 33,00 % | 36,08 % | 16,51 % | 13,00 % | 33,00 % | 36,08 % |
| Anteil der EVN am Nettovermögen | –7,4 | 157,0 | 0,9 | 113,0 | –0,2 | 160,9 | 0,9 | 112,1 |
| +/– Umwertungen | 7,4 | –51,3 | – | 61,3 | 0,2 | –25,4 | – | 61,0 |
| Buchwert des Anteils der EVN am assoziierten Unternehmen |
– | 105,7 | 0,9 | 174,4 | – | 135,5 | 0,9 | 173,1 |
| 2014/15 | 2013/14 | |||||||
| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | ||||||||
| Umsatzerlöse | 1.630,3 | 77,4 | 10,7 | 332,5 | 3.409,7 | 86,5 | 10,7 | 312,9 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | –2,2 | 5,5 | 3,4 | 19,2 | 18,3 | 12,9 | 3,4 | 19,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | – | – | 4,6 | 10,0 | – | – | –8,7 |
| Gesamtergebnis | –2,1 | – | 3,4 | 25,4 | 28,3 | -– | 3,4 | 10,5 |
| An EVN ausgezahlte Dividende | – | 3,9 | 1,0 | 8,3 | – | 5,2 | 1,3 | 8,3 |
In den Konzernabschluss einbezogene für sich genommen unwesentliche assoziierte Unternehmen bestehen nicht.
67. Sonstige Verplichtungen und Risiken
Die durch die EVN eingegangenen Verplichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:
| 67. Sonstige Verplichtungen und Risiken Mio. EUR |
30.09.2015 | 30.09.2014 |
|---|---|---|
| Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften | 105,3 | 114,8 |
| Garantien für Projekte im Umweltbereich | 43,4 | 161,8 |
| Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von | ||
| Energienetzen | 5,2 | 5,1 |
| Kraftwerken | 156,4 | 132,1 |
| Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 68,7 | 98,6 |
| Weitere Verplichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen | 0,5 | 0,6 |
| Summe | 379,4 | 513,1 |
| davon im Zusammenhang mit at Equity einbezogenen Unternehmen | 150,4 | 173,7 |
Für die oben genannten Verplichtungen und Risiken wurden weder Rückstellungen noch Verbindlichkeiten in den Büchern erfasst, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit keiner Inanspruchnahme bzw. nicht mit einem Eintreten der Risiken zu rechnen war. Den genannten Verplichtungen standen entsprechende Rückgrifsforderungen in Höhe von 95,6 Mio. Euro (Vorjahr: 98,1 Mio. Euro) gegenüber.
Die Eventualverbindlichkeiten betrefend die Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von der e&t Energie Handelsgesellschaft mbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschafungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2015 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 46,0 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 338,5 Mio. Euro. Zum 31. Oktober 2015 betrug das Risiko betrefend Marktpreisänderungen 42,6 Mio. Euro bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 335,5 Mio. Euro.
Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft potenziell gegen die EVN geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung hinsichtlich einer möglichen Inanspruchnahme führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen im Einzelnen und insgesamt keinen wesentlichen negativen Einluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der EVN haben werden.
Die weiteren Verplichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassten im Wesentlichen ofene Einzahlungsverplichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften.
68. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Grundsätzlich entsteht gemäß IAS 24 eine nahestehende Beziehung zu Unternehmen und Personen durch direkte oder indirekte Beherrschung, maßgeblichen Einluss oder gemeinschaftliche Führung. In den Kreis der nahestehenden Personen ebenso eingeschlossen sind Familienangehörige der betrofenen natürlichen Personen. Auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige werden als nahestehende Personen angesehen.
Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen der EVN zählen somit sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises, sonstige nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen, die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und deren Tochterunternehmen, EnBW Trust e.V., Karlsruhe, Deutschland, sowie Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich sind, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie deren Angehörige. Eine Liste der Konzernunternehmen ist ab Seite 213 unter Beteiligungen der EVN enthalten.
Am 20. Dezember 2013 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit der EnBW Trust einen Treuhandvertrag im Rahmen eines so genannten "Contractual-Trust-Arrangement-Modells" abgeschlossen. In dessen Folge übertrug die EnBW ihren 32,5-%-Anteil an der EVN AG treuhänderisch an den EnBW Trust. Per 30. September 2015 beträgt der Anteil des EnBW Trust an der EVN AG 32,2 %.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen
Hauptgesellschafter
Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Bilanzstichtag 30. September 2015 eine kurzfristige Forderung gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, in Höhe von 9,9 Mio. Euro (Vorjahr: kurzfristige Forderung von 9,7 Mio. Euro).
At Equity einbezogene Unternehmen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht die EVN mit zahlreichen at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mit e&t wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschafung von Elektrizität getrofen, mit EconGas langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen.
Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:
| 68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Umsätze | 276,1 | 240,2 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –63,8 | –74,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44,4 | 35,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 51,4 | 14,0 |
| Ausleihungen | 9,3 | 10,3 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 9,6 | 9,6 |
| Forderungen aus der Durchführung des Cash Pooling | – | 0,1 |
| Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Pooling | 100,1 | 113,3 |
| Zinserträge aus Ausleihungen | 0,6 | 0,5 |
| Zinsaufwand aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 0,1 | –0,1 |
| Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Pooling | 0,0*) | 0,0*) |
*) Kleinbetrag
| 68. Transaktionen mit at Equity einbezogenen assoziierten Unternehmen | ||
|---|---|---|
| Mio. EUR | 2014/15 | 2013/14 |
| Umsätze | – | – |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –78,4 | –56,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1,4 | 7,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0,2 | – |
Transaktionen mit nahestehenden Personen
Vorstand und Aufsichtsrat
Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten insbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.
Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt 987,9 Tsd. Euro (inklusive Sachbezüge und Pensionskassenbeiträge, Vorjahr: 978,4 Tsd. Euro).
Die Bezüge der im Geschäftsjahr 2014/15 aktiven Vorstandsmitglieder stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:
| 68. Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. EUR | 2014/15 | 2013/14 | ||||
| Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | Fixe Bezüge | Variable Bezüge |
Sachbezüge | |
| Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr | 380,5 | 91,3 | 11,3 | 372,9 | 95,2 | 10,7 |
| Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA | 354,8 | 85,2 | 11,3 | 347,7 | 88,7 | 10,7 |
Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2014/15 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr bei der Rückstellung für Pensionsverplichtungen eine Veränderung in Höhe von –271,2 Tsd. Euro (davon 192,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –668,7 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Im Vorjahr erfolgte eine Dotierung von 1.023,9 Tsd. Euro (davon 243,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 597,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Pensionskassenbeiträge in Höhe von 53,5 Tsd. Euro (Vorjahr: 52,4 Tsd. Euro) geleistet. Weiters ergab sich für Mag. Szyszkowitz bei der Rückstellung für Pensionsverplichtungen eine Veränderung in Höhe von –283,8 Tsd. Euro (davon 82,4 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –522,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste). Im Vorjahr erfolgte eine Dotierung von 582,8 Tsd. Euro (davon 99,0 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 349,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die Zuweisung zu Abfertigungsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2014/15 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr 21,4 Tsd. Euro (davon 11,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –3,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 13,6 Tsd. Euro (davon 16,5 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –15,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 6,9 Tsd. Euro (Vorjahr: 6,8 Tsd. Euro) geleistet.
Die Veränderung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der jährlichen kollektivvertraglichen Valorisierung und der Veränderung der erfolgsabhängigen Komponenten. Bei Beendigung der Funktion kommen hinsichtlich der Abfertigung die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. Weiters besteht jeweils Anspruch auf einen vertraglich vereinbarten Versorgungsanspruch zum Pensionsantritt, auf welchen ASVG-Pensionsleistungen sowie eine allfällige Leistung aus der EVN-Pensionskasse angerechnet werden. Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebener betrugen 1.200,2 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.132,0 Tsd. Euro).
Für Abfertigungen und Pensionen für aktive leitende Angestellte ergab sich in Summe ein Ertrag in Höhe von –31,3 Tsd. Euro (davon 250,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –786,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr ein Aufwand in Höhe von 1.512,0 Tsd. Euro (davon 314,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 721,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).
Die genannten Werte beinhalten Aufwendungen nach nationalem Recht, wie sie gemäß Österreichischem Corporate Governance Kodex gefordert werden. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste werden nach IFRS gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ausbezahlt.
Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance-Berichts dargestellt.
Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen
Angaben, die sich auf konzerninterne Sachverhalte beziehen, sind zu eliminieren und unterliegen nicht der Angabeplicht im Konzernabschluss. Geschäftsfälle der EVN mit Tochterunternehmen sind somit nicht ausgewiesen.
Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen und nicht at Equity einbezogenen Unternehmen werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung grundsätzlich nicht angeführt.
Nahestehende Personen können unmittelbar Kunden eines Unternehmens der EVN Gruppe sein, wobei Geschäftsbeziehungen aus einem solchen Verhältnis zu marktüblichen Konditionen bestehen und im Geschäftsjahr 2014/15 für die Gesamteinnahmen der EVN nicht wesentlich sind. Die daraus zum 30. September 2015 ofenen Posten werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
69. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Energievertrieb in Niederösterreich senkte die EVN Vertriebsgesellschaft im Rahmen der EnergieAllianz die Energiepreise für Strom und Erdgas für Privatkunden per 1. Oktober 2015 um durchschnittlich 5 %.
Um sämtliche Aktivitäten zur Beschafung und zum Vertrieb von Elektrizität in der EnergieAllianz Austria zu bündeln, erfolgte mit Stichtag 1. Oktober 2015 die Verschmelzung der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. mit der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH.
Kontrollmessungen und Auswertungen über den bisherigen Betrieb des im Dezember 2013 in Betrieb genommenen Steinkohlekraftwerks Duisburg-Walsum haben ergeben, dass Werte zur Verfügbarkeit und zum Wirkungsgrad des Kraftwerks nicht den zugesagten Parametern entsprechen. Aus diesem Grund wurden am 22. Oktober 2015 Streitanzeigen zu diesen Mängeln an das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Power Europe und Hitachi Ltd. übermittelt.
Die EVN ist Partei einer am 23. Oktober 2015 gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern in Aussicht genommene Einigung über die zukünftige gesellschaftsrechtliche Struktur der EconGas GmbH. Eckpunkte sind die Übernahme der Anteile von EVN (16,51 %), Wien Energie (16,51 %) und Energie Burgenland (2,73 %) an der EconGas durch die OMV sowie die Fortführung der bestehenden Kundenbeziehungen mit EVN, Wien Energie und Energie Burgenland. Eine vertraglich bindende Vereinbarung wird erarbeitet.
Die österreichische E-Control-Kommission hat eine Erhöhung der Stromnetztarife um 11,2 % und der Gasnetztarife um 11,0 % im Begutachtungsentwurf beschlossen; diese Erhöhungen betrefen jeweils Haushaltskunden und werden per 1. Jänner 2016 wirksam.
70. Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Organe der EVN AG sind:
Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstands Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA – Mitglied des Vorstands
Aufsichtsrat
Präsident Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer – Vorsitzender Dkfm. Edwin Rambossek Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident Dipl.-Ing. Angela Stransky Mag. Willi Stiowicek – Vizepräsident Mag. Dr. Monika Fraißl – Arbeitnehmervertreterin Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter Dkfm. Thomas Kusterer Ing. Paul Hofer – Arbeitnehmervertreter Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meissl Kammerrat Manfred Weinrichter – Arbeitnehmervertreter Bernhard Müller, BA, MPA
71. Freigabe des Konzernabschlusses 2014/15 zur Veröfentlichung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss der EVN AG werden am 9. Dezember 2015 dem Aufsichtsrat zur Prüfung, der Einzelabschluss zur Feststellung vorgelegt.
72. Honorare des Wirtschaftsprüfers
Die Prüfung des Jahresabschlusses der EVN und des Konzernabschlusses erfolgte für das Geschäftsjahr 2014/15 durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien. Die Kosten für die KPMG betrugen weltweit in Summe 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro). Davon entielen 48,2 % auf Prüfungshonorare und prüfungsnahe Honorare, 48,8 % auf Steuerberatungsleistungen und 3,0 % auf sonstige Beratungsleistungen. Berücksichtigt sind alle Gesellschaften, die im Konsolidierungskreis enthalten sind.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2015
EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Beteiligungen der EVN gemäß § 245a Abs. 1 i.V.m. § 265 Abs. 2 UGB
Nachfolgend werden die Beteiligungen der EVN gegliedert nach Geschäftsbereichen angeführt. Die Aufstellung für die in den Konzern abschluss der EVN AG aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften enthält die Werte aus den letzten verfügbaren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag der EVN AG.
1. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Energie ≥ 20,0 % per 30.09.2015
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|
| Bioenergie Steyr GmbH, Behamberg | EVN Wärme | 51,00 | 30.09.2015 | E |
| EconGas GmbH ("EconGas"), Wien1) | EVN | 16,51 | 31.12.2014 | E |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH ("EnergieAllianz"), Wien | EVN | 45,00 | 30.09.2014 | E |
| EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH ("EVN Bet. Alpha"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Bulgaria Electrorazpredelenie EAD ("EVN Bulgaria EP"), Plovdiv, Bulgarien | BG SN Holding | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Bulgaria Electrosnabdiavane EAD ("EVN Bulgaria EC"), Plovdiv, Bulgarien | BG SV Holding | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Bulgaria EAD ("EVN Bulgaria"), Soia, Bulgarien | EVN | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Bulgaria Fernwärme Holding GmbH ("BG FW Holding"), Maria Enzersdorf | EVN Bet. Alpha | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Bulgaria RES Holding GmbH, ("EVN Bulgaria RES"), Maria Enzersdorf 2) | EVN Naturkraft | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Bulgaria Toploikatsia EAD ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien | BG FW Holding | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien | Kroatien Holding | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG ("EVN KG"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | E |
| EVN Gorna Arda Development EOOD, Soia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Geoinfo GmbH ("EVN Geoinfo"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Kavarna EOOD ("EVN Kavarna"), Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria RES | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH ("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. ("EVN LV"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Macedonia AD ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien | EVN | 90,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Macedonia Elektrani DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN Macedonia | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN | 100,00 | 31.12.2013 | V |
| EVN Mazedonien GmbH ("EVN Mazedonien"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH ("EVN Nk BuB"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H. ("EVN Naturkraft"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf | EVN LV | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Service Centre EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Trading DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN SEE | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Trading South East Europe EAD ("EVN SEE"), Soia, Bulgarien | EVN Bulgaria | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| EVN Wärme GmbH ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG ("EVN-WE Wind KG"), Wien |
EVN Naturkraft | 50,00 | 30.09.2014 | E |
| e&t Energie Handelsgesellschaft mbH ("e&t"), Wien | EVN | 45,00 | 30.09.2015 | E |
| Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten | EVN | 49,00 | 31.12.2014 | E |
| Fernwärme Steyr GmbH, Steyr | EVN Wärme | 49,00 | 30.09.2014 | E |
Konsolidierungsart:
- NV: Nicht konsolidiertes Tochterunternehmen
- JO: Als Joint Operation einbezogenens Unternehmen
- NJO: Nicht als Joint Operation einbezogenes Unternehmen
NE: Nicht at Equity einbezogenes Unternehmen
V: Vollkonsolidiertes Tochterunternehmen
E: At Equity einbezogenes Unternehmen
| 1.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | EVN | 70,00 | 31.12.2014 | V |
| kabelplus GmbH ("kabelplus"), Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| Naturkraft EOOD, Plovdiv, Bulgarien | EVN Bulgaria RES | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| Netz Niederösterreich GmbH ("Netz NÖ"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, Wien | EVN | 49,99 | 31.12.2014 | E |
| Steag-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH, Essen, Deutschland | EVN Kraftwerk | 49,00 | 31.12.2014 | JO |
| Verbund Innkraftwerke GmbH, Töging, Deutschland1) | EVN Nk BuB | 13,00 | 31.12.2014 | E |
| Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH ("WTK"), Maria Enzersdorf | EVN Naturkraft | 70,00 | 30.09.2015 | V |
1) Bedingt durch sondervertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einluss ausgeübt werden kann, wird die Gesellschaft at Equity in den
Konzernabschluss einbezogen und in obiger Tabelle trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20,0 % angeführt.
2) Vormals EVN MVA Nr. 1 Finanzierungs- und Servicegesellschaft mbH, Maria Enzersdorf
| aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Anteilseigner |
Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Wärme | 100,00 | EUR | 756 | –29 | 30.09.2015 | NV |
| (830) | (–427) | (30.09.2014) | ||||
| EVN Macedonia | 70,00 | MKD | 595 | –45 | 31.12.2014 | NV |
| (640) | (–85) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Geoinfo | 50,00 | EUR | 86 | 25 | 31.12.2014 | NE |
| (96) | (35) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Geoinfo | 30,00 | EUR | 280 | 49 | 31.12.2014 | NE |
| (231) | (160) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Geoinfo | 60,00 | EUR | –17 | –17 | 31.12.2014 | NE |
| (–) | (–) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Wärme | 100,00 | EUR | –1.567 | –716 | 30.09.2014 | NV |
| (–1.796) | (–839) | (30.09.2013) | ||||
| EVN Wärme | 90,00 | EUR | 639 | –17 | 31.12.2014 | NV |
| (656) | (49) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Wärme | 49,00 | EUR | 148 | 57 | 31.12.2014 | NE |
| (91) | (27) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Sulzberg | 51,00 | EUR | 1.735 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| (1.218) | (–14) | (30.09.2014) | ||||
| EVN | 100,00 | ALL | 112 | –50 | 31.12.2014 | NV |
| (63) | (–46) | (31.12.2013) | ||||
| EVN Bulgaria | 100,00 | BGN | 6 | –1 | 31.12.2014 | NV |
| (6) | (4) | (31.12.2013) | ||||
| EVN | 100,00 | EUR | 27.090 | –2 | 30.09.2015 | NV |
| (27.092) | (–8.872) | (30.09.2014) | ||||
| EVN | 100,00 | EUR | 308.587 | 23.513 | 30.09.2015 | NV |
| (285.073) | (–3) | (30.09.2014) | ||||
| EVN | 100,00 | EUR | 30.675 | –2 | 30.09.2015 | NV |
| (–) | (–) | (–) | ||||
| EVN BuM 21 | 100,00 | EUR | 308.589 | 23.516 | 30.09.2015 | NV |
| (285.072) | (–3) | (30.09.2014) | ||||
| EVN BuM 20 | 100,00 | EUR | 27.089 | –2 | 30.09.2015 | NV |
| (44.830) | (–8.868) | (30.09.2014) | ||||
| 1.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH | EVN Naturkraft | 100,00 | EUR | 1.735 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| ("EVN Sulzberg"), Maria Enzersdorf | (1.586) | (–10) | (30.09.2014) | ||||
| EVN Kroatien Holding GmbH | EVN | 100,00 | EUR | 12.628 | –1 | 30.09.2015 | NV |
| ("Kroatien Holding"), Maria Enzersdorf | (12.629) | (0) | (30.09.2014) | ||||
| EVN TRADING L.L.C., Pristina, Kosovo1) | EVN SEE | 100,00 | EUR | – | – | 31.12.2014 | NV |
| (–) | (–) | (31.12.2013) | |||||
| EVN Trading SHPK, Tirana, Albanien | EVN SEE | 100,00 | ALL | 11 | –8 | 31.12.2014 | NV |
| (19) | (–10) | (31.12.2013) | |||||
| EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und | EVN Naturkraft | 50,00 | EUR | 40 | 1 | 30.09.2014 | NE |
| Betriebs GmbH ("EVN-WE Wind GmbH"), Wien | (39) | (2) | (30.09.2013) | ||||
| Fernwärme Mariazellerland GmbH, Mariazell | EVN Wärme | 48,86 | EUR | 255 | –247 | 31.12.2014 | NE |
| (503) | (–270) | (31.12.2013) | |||||
| FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte Genossen | EVN / Utilitas | 100,00 | EUR | 364 | –10 | 30.06.2015 | NV |
| schaft mit beschränkter Haftung in Liquidation, Göllersdorf | (375) | (–3) | (30.06.2014) | ||||
| IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn | EVN | 70,00 | HUF | 1.755 | –18 | 31.12.2014 | NV |
| (1.790) | (8) | (31.12.2013) | |||||
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und | EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 42 | 6 | 31.12.2014 | NE |
| Betriebs GmbH, Wien | (39) | (3) | (31.12.2013) | ||||
| Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und | EVN Naturkraft | 33,33 | EUR | 6.530 | 344 | 31.12.2014 | NE |
| Betriebs GmbH & Co KG, Wien | (6.185) | (149) | (31.12.2013) | ||||
| MAKGAS DOOEL, Skopje, Mazedonien | EVN | 100,00 | MKD | 0 | 0 | 31.12.2014 | NV |
| (–) | (–) | (31.12.2013) | |||||
| Netz Niederösterreich Beteiligung 30 GmbH | Netz NÖ | 100,00 | EUR | 1.789 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| ("Netz Bet. 30"), Maria Enzersdorf | (1.789) | (–1) | (30.09.2014) | ||||
| Netz Niederösterreich Grundstücksverwaltung | Netz Bet. 30 | 100,00 | EUR | 1.780 | 4 | 30.09.2015 | NV |
| Bergern GmbH, Maria Enzersdorf | (1.777) | (–13) | (30.09.2014) |
1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014/15 neu gegründet.
2. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Umwelt ≥ 20,0 % per 30. September 2015
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2014/15 |
|---|---|---|---|---|
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH, Maria Enzersdorf | EVN Abfall | 50,00 | 30.09.2015 | E |
| Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Betrieb | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s., Prag, Tschechische Republik | WTE Essen | 35,00 | 31.12.2014 | E |
| EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH ("EVN Abfall"), Maria Enzersdorf | EVN Bet. 51/52 | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Beteiligung 51 GmbH | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Beteiligung 52 GmbH | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH ("EVN MVA1"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH ("EVN MVA3"), Maria Enzersdorf |
EVN Umwelt / Utilitas |
100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Umwelt Beteiligungs und Service GmbH ("EVN UBS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH ("EVN UFS"), Maria Enzersdorf | EVN Umwelt | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| evn wasser Gesellschaft m.b.H. ("EVN Wasser"), Maria Enzersdorf | EVN/Utilitas | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| OAO BUDAPRO-ZAVOD No. 1, Moskau, Russland | EVN MVA1 | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| 2.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungs art 2014/15 |
|---|---|---|---|---|
| OAO "EVN MSZ 3" ("OAO MVA3"), Moskau, Russland | EVN MVA3 | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland | Süd-West | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| OOO EVN Umwelt, Moskau, Russland | EVN UBS | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH ("Süd Butowo"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH ("Zelenograd"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| sludge2energy GmbH, Berching, Deutschland | WTE Essen | 50,00 | 31.12.2014 | E |
| Storitveno podjetje Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Betriebsgesellschaft mbH ("WTE Betrieb"), Hecklingen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE desalinizacija morske vode d.o.o., Budva, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| WTE otpadne vode Budva DOO, Podgoriza, Montenegro | WTE Essen | 100,00 | 31.12.2014 | V |
| WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH ("WTE Hyp"), Essen, Deutschland | EVN UFS / WTE Essen |
100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH ("Süd-West"), Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o., Beograd-Vracar, Serbien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Wassertechnik GmbH ("WTE Essen"), Essen, Deutschland | EVN Bet.52 | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen | WTE Essen | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| Zagrebacke otpadne vode d.o.o. ("ZOV"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 48,50 | 31.12.2014 | E |
| Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o. ("ZOV UIP"), Zagreb, Kroatien | WTE Essen | 33,00 | 31.12.2014 | E |
| 2.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, | WTE Essen | 49,00 | EUR | 579 | –1 | 30.09.2015 | NE |
| Offenbach am Main, Deutschland | (580) | (31) | (30.09.2014) | ||||
| Abwasserbeseitigung Kötschach-Mauthen Errichtungs- und | EVN Abfall | 26,00 | EUR | 37 | 0 | 31.12.2014 | NE |
| Betriebsgesellschaft mbH, Kötschach-Mauthen | (37) | (0) | (31.12.2013) | ||||
| Nevawasser Projektgesellschaft mbH ("Nevawasser") | WTE Essen | 100,00 | EUR | 23 | –1 | 30.09.2015 | NV |
| Essen, Deutschland | (23) | (–1) | (30.09.2014) | ||||
| OAO WTE Kurjanovo, Moskau, Russland | Kurjanovo | 100,00 | RUB | 1 | 0 | 31.12.2014 | NV |
| (2) | (0) | (31.12.2013) | |||||
| OAO EVN Ljuberzy, Moskau, Russland | Ljuberzy | 100,00 | RUB | 1 | 0 | 31.12.2014 | NV |
| (1) | (0) | (31.12.2013) | |||||
| OOO EVN-Ekotechprom MSZ3, Moskau, Russland | OAO MVA3 | 70,00 | RUB | 593 | 14 | 31.12.2014 | NV |
| (853) | (–1.666) | (31.12.2013) | |||||
| OOO Nordwasserwerk, Moskau, Russland | Nevawasser | 100,00 | RUB | 1 | 0 | 31.12.2014 | NV |
| (2) | (0) | (31.12.2013) | |||||
| OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland | Süd-West | 70,00 | RUB | 2.065 | 721 | 31.12.2014 | NV |
| (2.691) | (713) | (31.12.2013) | |||||
| OOO "WTE Wassertechnik West", Moskau, Russland | WTE Essen | 100,00 | RUB | 2 | 0 | 31.12.2014 | NV |
| (2) | (0) | (31.12.2013) | |||||
| EVN Projektgesellschaft KSV Ljuberzy mbH ("Ljuberzy"), | WTE Essen | 100,00 | EUR | 23 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| Essen, Deutschland | (23) | (0) | (30.09.2014) | ||||
| 2.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o., | WTE Essen | 50,00 | HRK | 414 | –46 | 31.12.2014 | NE |
| Zagreb, Kroatien | (1.003) | (84) | (31.12.2013) | ||||
| Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft | WTE Essen | 49,00 | EUR | 540 | 4 | 31.12.2014 | NE |
| Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland | (536) | (6) | (31.12.2013) | ||||
| Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H, Untertullnerbach | EVN Wasser | 50,00 | EUR | 870 | –2 | 31.12.2014 | NE |
| (871) | (–2) | (31.12.2013) | |||||
| WTE Baltic UAB, Kaunas, Litauen | WTE Essen | 100,00 | EUR | 682 | 51 | 30.09.2015 | NV |
| (183) | (17) | (30.09.2014) | |||||
| WTE Projektgesellschaft Kurjanovo mbH ("Kurjanovo"), | WTE Essen | 100,00 | EUR | 21 | –1 | 30.09.2015 | NV |
| Essen, Deutschland | (22) | (–1) | (30.09.2014) | ||||
| WTE Projektmanagement GmbH, Essen, Deutschland | WTE Essen | 100,00 | EUR | 18 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| (18) | (0) | (30.09.2014) | |||||
| ZAO "STAER", Moskau, Russland | Süd Butowo | 70,00 | RUB | –258 | –305 | 31.12.2014 | NV |
| (–5) | (–43) | (31.12.2013) | |||||
| ZAO "STAER-ZWK", Moskau, Russland | Zelenograd | 70,00 | RUB | 18 | –263 | 31.12.2014 | NV |
| (414) | (–97) | (31.12.2013) | |||||
3. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20,0 % per 30. September 2015
| 3.1. In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Jahresabschluss zum |
Konsolidierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft ("BUHO"), Eisenstadt | EVN | 73,63 | 30.09.2015 | V |
| Energie Burgenland AG, Eisenstadt | BUHO | 49,00 | 30.09.2014 | E |
| EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf | Utilitas | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH ("EVN FM"), Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf | EVN FM | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf | EVN | 100,00 | 31.08.2015 | V |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien | EVN | 50,00 | 30.09.2015 | E |
| R 138-Fonds, Wien | EVN/Netz NÖ/ EVN Wasser |
100,00 | 30.09.2015 | V |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft ("RBG"), Maria Enzersdorf | EVN | 50,03 | 31.03.2015 | V |
| Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft ("RAG"), Wien | RBG | 100,00 | 31.12.2014 | E |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H ("Utilitas"), Maria Enzersdorf |
EVN | 100,00 | 30.09.2015 | V |
| WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf 1) | EVN WEEV | 50,00 | 30.06.2015 | E |
1) An der Verbund AG werden 12,63 % gehalten, davon indirekt über die WEEV Beteiligungs GmbH 1,09 %.
| 3.2. In den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Unwesentlichkeit nicht einbezogen Gesellschaft, Sitz |
Anteilseigner | Beteiligung % |
Währung | Eigenkapital in Tsd. EUR |
Letztes Jahresergebnis in Tsd. EUR |
Jahresabschluss zum |
Konsoli dierungsart 2014/15 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EVN Beteiligung 40 GmbH | EVN | 100,00 | EUR | 29 | 0 | 30.09.2015 | NV |
| ("EVN Bet. 40"), Maria Enzersdorf | (30) | (–2) | (30.09.2014) | ||||
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft | EVN | 100,00 | EUR | 4.142 | 162 | 31.12.2014 | NV |
| ("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf | (3.980) | (135) | (31.12.2013) |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldlussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzern abschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontroll systems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im plichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs methoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Aufassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2015 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutrefen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutrefend.
Wien, am 18. November 2015
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reifenstuhl Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
EVN AG
Jahresabschluss 2014/2015 nach UGB
Inhaltsverzeichnis
Lagebericht 4
Jahresabschluss
| Bilanz zum 30. September 2015 | 18 |
|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014/15 | 20 |
| Entwicklung des Anlagevermögens | 22 |
| Entwicklung der unversteuerten Rücklagen | 23 |
| Entwicklung der Investitionszuschüsse | 24 |
| Beteiligungen der EVN AG | 25 |
| Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk | 26 |
| Anhang | 29 |
Bericht des Aufsichtsrats 45
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG für das Geschäftsjahr 2014/15 wurde nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt.
Im Geschäftsbericht 2014/15 der EVN wurde ein Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Mit dieser Form der Berichterstattung legt die EVN ihren Aktionären und der Öffentlichkeit einen Konzernabschluss vor, der international anerkannten Prinzipien der Rechnungslegung entspricht. Dieser Geschäftsbericht kann selbstverständlich jederzeit bei der EVN angefordert werden.
Lagebericht
Lagebericht EVN AG für das Geschäftsjahr 2014/15
Bericht des Vorstandes
Energiepolitisches Umfeld
Energie- und Klimapolitik
Energieunion
Eines der Ziele der neuen EU-Kommission unter Präsident Juncker ist das Maßnahmenpaket zur so genannten "Energieunion". Ein wesentliches Anliegen im Rahmen der Schaffung dieser Energieunion ist die Abstimmung nationaler energiepolitischer Maßnahmen. Damit soll ein vollständig integrierter Binnenmarkt bei gleichzeitiger Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Erreichung der Klimaziele ermöglicht werden.
Europäische Klimapolitik
Die europäische Klimapolitik verfolgt das Ziel, den Treibhausgasausstoß in der EU bis zum Jahr 2030 gegenüber dem Stand des Jahres 1990 um zumindest 40 % zu reduzieren. Dieses Ziel soll durch eine Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energie am Gesamtenergiemix auf 27 % im Jahr 2030 erreicht werden. Weiters ist eine Steigerung der Energieeffizienz gegenüber 2007 um 20 % bis zum Jahr 2020 und um 27 % bis zum Jahr 2030 beabsichtigt.
Emissionshandel
Nach dem Beschluss über die Verschiebung der Versteigerung von 900 Mio. CO2-Emissionszertifikaten in die Jahre 2019 und 2020 ("Backloading") legte das Europäische Parlament eine Verknappung der Zertifikate ab dem Jahr 2019 fest. Konkret sollen 1,5 Mio. Zertifikate in eine Marktstabilisierungsreserve übergeführt werden, die künftig dazu dienen soll, dem Markt je nach konjunktureller Lage Emissionszertifikate zu entziehen oder zuzuführen. Im Juli 2015 legte die europäische Kommission nunmehr einen legislativen Vorschlag zur weiteren Reform des europäischen Emissionshandels (EU ETS) für die vierte Handelsperiode – das betrifft den Zeitraum 2021 bis 2030 – vor. Vorgeschlagen wurde eine Anhebung des linearen Reduktionsfaktors, um den die Obergrenze für die zulässigen jährlichen CO2- Emissionen ab dem Jahr 2021 gesenkt werden soll, von 1,74 % auf 2,2 %.
Zuteilung von CO2-Emissionszertifikaten
Im Bereich der Stromproduktion bezieht die EVN 100 % der benötigten Emissionszertifikate über den Markt. In der Wärmeproduktion begann im Jahr 2013 die Gratiszuteilung von Zertifikaten in Höhe von 80 % des im Vorfeld ermittelten CO2-Ausstoßes je Produktionsanlage. Bis zum Jahr 2020 ist eine lineare Reduktion der Gratiszuteilung auf 30 % der Anlagenemissionen vorgesehen. Darüber hinaus wird die Höhe der Zertifikatszuteilung auch im Falle einer erheblichen Reduktion der Wärmeproduktion gekürzt.
Sommerpaket
Im Rahmen des im Juli 2015 veröffentlichten so genannten "Sommerpakets" wurde neben dem Vorschlag zum Emissionshandel auch ein Legislativvorschlag zur Erneuerung der
Energieeffizienzkennzeichnungsverordnung vorgelegt. Das Paket umfasst auch mehrere nicht-legislative Vorschläge und Konsultationen zu den Themen "Umgestaltung des europäischen Strommarkts", "Versorgungssicherheit" und "Endkundenmarkt". So wird etwa eine stärkere Involvierung der Endkunden angestrebt, damit diese von einem aktiven Verhalten im Markt und von neuen Technologien profitieren können.
Österreichische Energie- und Klimapolitik
Energieeffizienzgesetz
Ziel des Energieeffizienzgesetzes ist es, gemäß den Vorgaben der EU die Energieeffizienz (im Vergleich zum Jahr 2007) bis zum Jahr 2020 um 20 % zu verbessern.
In Österreich sind Energielieferanten seit dem 1. Jänner 2015 verpflichtet, die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen bei Endkunden im Umfang von 0,6 % ihrer Energieabsätze des Vorjahres nachzuweisen. Falls dieses Ziel verfehlt wird, hat der Energielieferant einen schuldbefreienden Ausgleichsbetrag von 0,20 Euro/kWh zu entrichten, der in einen Fonds zur Finanzierung von Energiesparprojekten und Projekten zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger fließt.
Im April 2015 wurde die Österreichische Energieagentur mit der Aufgabe der Nationalen Energieeffizienz-Monitoring-Stelle betraut. In dieser Funktion hat die Österreichische Energieagentur die Bewertung von Effizienzmaßnahmen und deren Überwachung vorzunehmen. Eine erste Zielbewertung durch die Monitoring-Stelle erfolgt im Februar 2016.
Die EVN hat mit ihrem Angebot an Energiedienstleistungen schon wesentliche Schritte zur Erfüllung der Energieeffizienzvorgaben gesetzt.
Energiestrategie 2030
Die österreichische Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, eine Energiestrategie bis zum Jahr 2030 zu definieren. Das angestrebte Energiesystem soll effizient, leistbar und sozial verträglich sein. Als Ziele wurden die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit, des Wohlstands und der Wettbewerbsfähigkeit sowie eine intakte Umwelt definiert. Die EVN unterstützt die genannten Ziele und trägt mit ihrem auf den Heimmarkt Niederösterreich fokussierten Investitionsprogramm zu deren Umsetzung bei.
Stromkennzeichnungspflicht
Die mit 6. August 2013 veröffentlichte Novelle des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts-und organisationsgesetz) sieht in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind gemäß Stromkennzeichnungsverordnungs-Novelle 2013 verpflichtet, ab 1. April 2014 den Pumpstromeinsatz mit Nachweisen für die Stromherkunft zu belegen.
Wirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf 2015 – nicht zuletzt belastet durch die Turbulenzen in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China – sehr volatil. Wirtschaftsforscher gehen für das Gesamtjahr 2015 von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,0 % bis 3,5 % aus. Für die chinesische Wirtschaft werden aktuell Wachstumsraten von rund 7 % vorausgesagt – und damit der niedrigste Wert seit 1990. Zusätzlich befinden sich große Volkswirtschaften wie Russland oder Brasilien in einer Rezession. Die USA und der Euroraum hingegen verzeichnen beide steigende Wachstumsraten. Europa profitiert dabei von den erfolgreichen Reformen in ehemaligen Krisenländern wie Irland oder Spanien; zusätzlich positiv wirken konjunkturstützende Faktoren wie der niedrigere Ölpreis, der schwächere Euro sowie die expansive Geldpolitik der europäischen Zentralbank. Vor diesem Hintergrund wird für die Eurozone für 2015 eine Wachstumsrate von 1,7 % bis 1,9%, für 2016 ein Zuwachs zwischen 1,9 % und 2,0 % erwartet.
Die Wirtschaft in Österreich wächst 2015 nur schwach. Trotz des niedrigen Zinsniveaus sind heimische Unternehmen sehr vorsichtig in ihren Investitionsentscheidungen. Zusätzlich stagnierte der Privatkonsum der Haushalte. Erst im kommenden Jahr dürfte sich der Wachstumsrückstand gegenüber dem Durchschnitt des Euroraums etwas verringern. So sollte der Konsum der privaten Haushalte 2016 aufgrund der Einkommensentlastung durch die Steuerreform 2015/16 und der Ausweitung der Beschäftigung wieder zunehmen. Angesichts dieses Umfelds rechnen die Wirtschaftsforscher für 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 %, das sich 2016 auf 1,4 % bis 1,6 % etwas beschleunigen soll.
In Bulgarien hat das BIP im Berichtszeitraum weiter zugenommen. Die größten Impulse gingen hier von den Nettoexporten und den Investitionsaktivitäten aus, während sich die Nachfrage der Privathaushalte nur leicht erhöhte. Die laufende Stabilisierung des bulgarischen Arbeitsmarktes und der Staatsfinanzen dürfte sich dank der positiven BIP-Dynamik wie erwartet auch 2015 und 2016 in gemäßigtem Tempo fortsetzen. Für 2015 wird aktuell ein Wirtschaftswachstum von 1,0 % bis 2,0 % erwartet. Dieser positive Trend soll auch 2016 weiter anhalten und sich in einer Wachstumsrate zwischen 1,5 % und 2,3 % niederschlagen.
Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Kroatien bestätigen das Einsetzen einer moderaten Erholung. Wichtigster Wachstumsträger ist hier bisher die gesteigerte Exporttätigkeit, während von der Binnennachfrage erst ab 2016 stärkere Impulse erwartet werden. Aus aktueller Perspektive dürfte 2015 zudem das erfolgreichste Tourismusjahr aller Zeiten gewesen sein. In nächster Zeit wird nun auch mit einem Rückgang der aktuell hohen Arbeitslosigkeit gerechnet. Für das laufende Jahr 2015 gehen die Wirtschaftsforscher von einem Wachstum des BIP zwischen 0,5 % und 1,1 % aus, 2016 dürfte der Zuwachs zwischen 1,0 % und 1,4 % liegen.
Mit einem Wirtschaftswachstum von 3,8 % war Mazedonien im Jahr 2014 regionaler Spitzenreiter. Verantwortlich dafür war vor allem die solide Investitionsnachfrage, die von öffentlichen Infrastrukturprojekten profitiert. Hinzu kam ein kräftiger Anstieg der Exporte. Ungeachtet dieser vergleichsweise robusten Wirtschaftsentwicklung liegt die Arbeitslosigkeit jedoch auf unverändert hohem Niveau. 2015 dürfte die Wirtschaftsleistung Mazedoniens um 3,2 % bis 3,5 % zulegen, während die Schätzungen für das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2016 zwischen 3,2 % und 3,8 % liegen.
Energiewirtschaftliches Umfeld
| 2014/15 | 2013/14 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.-4. Quartal | 1.-4. Quartal | % | ||
| Temperaturbedingter Energiebedarf | ||||
| NÖ1 | % | 88,1 | 86,9 | 1,38 |
| Bulgarien1 | % | 94,6 | 80,4 | 17,66 |
| Mazedonien1 | % | 99,9 | 89,4 | 11,74 |
| Rohölpreis - brent | EUR/bbl | 52,7 | 79,7 | -33,88 |
| Rohölpreis - brent | \$/bbl | 60,5 | 108,1 | -44,03 |
| Gaspreis – NCG | EUR/t | 21,4 | 22,1 | -3,17 |
| Kohle - API#2 (Notierung in ARA) | EUR/t | 53,9 | 59,5 | -9,41 |
| CO2 Zertifikate (2. Periode) | EUR/t | 7,2 | 5,2 | 38,46 |
| Strom - Spotmarkt | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 32,1 | 33,5 | -4,18 |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 39,8 | 42,2 | -5,69 |
| Strom - Forwardmarkt (Quartalspreise)2 | ||||
| EEX Grundlaststrom | EUR/MWh | 34,9 | 38,6 | -9,7 |
| EEX Spitzenstrom | EUR/MWh | 43,8 | 49,2 | -10,9 |
Die angeführten Werte sind Durchschnittswerte über den jeweiligen Zeitraum.
1Berechnet nach Heizgradsummen. Die Basis (100%) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996-2010, in Bulgarien dem Durchschnittswert von 2004-2012 und in Mazedonien von 2001 bis 2010 2Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum
Die energiewirtschaftliche Geschäftsentwicklung der EVN ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. Im Bereich der Retail-Kunden sind die Witterungsbedingungen für die Nachfrage nach Energie in Form von Strom, Erdgas und Wärme ausschlaggebend, während die Nachfrage der Industriekunden vor allem durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt wird.
Die Durchschnittstemperaturen in Österreich zeigten im Berichtszeitraum kaum eine Veränderung gegenüber dem Vorjahr, das von einem überdurchschnittlich milden Winter geprägt gewesen war. In Südosteuropa wurden hingegen deutlich niedrigere Temperaturen verzeichnet. Während sich dadurch die Heizgradsumme in Österreich nur geringfügig um 1,2 Prozentpunkte erhöhte, nahm sie in Bulgarien und Mazedonien um 14,2 bzw. 10,4 Prozentpunkte zu.
Auch im Geschäftsjahr 2014/15 gingen die Preise für Primärenergieträger wie Rohöl, Erdgas und Kohle weiter zurück. Hauptgründe dafür waren höhere Lagerstände. Sie ergaben sich aus der durch die eingetrübten Konjunkturaussichten rückläufigen Nachfrage, der unveränderte Förderquoten gegenüberstanden. Bei den CO2-Emissionszertifikaten führte die Verringerung der Auktionsmenge durch die Europäische Union im Vorjahresvergleich zwar zu einem Anstieg des Preises, der aber nach wie vor als günstig zu bewerten ist. In Kombination mit den weiterhin sinkenden Kohlepreisen fördert dies die Wirtschaftlichkeit der Stromerzeugung aus Kohle, während etwa in Deutschland und Österreich hochmoderne Gaskraftwerke mangels Wirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet oder bereits vom Netz genommen wurden.
Ebenfalls rückläufig entwickelten sich die Termin- und Spotmarktpreise an den europäischen Strombörsen. Hier führten der fortgesetzte Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, der erst schrittweise umzusetzende Ausstieg aus der nuklearen Stromerzeugung und die stagnierende Konjunktur zu einem Überangebot. Die Folge daraus sind gleichfalls Stilllegungen von thermischen Kraftwerken, wie sie im Markt bereits zu beobachten waren.
Wirtschaftliche Entwicklung
Kennzahlen zur Ertragslage
| 2014/15 | 2013/14 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Umsatzerlöse | 450,4 | 434,5 | 15,9 | 3,7% |
Die Umsatzerlöse stiegen auf 450,4 Mio EUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 181,6 Mio EUR (VJ: 173,1 Mio EUR), Gaserlösen in Höhe von 95,6 Mio EUR (VJ: 73,1 Mio EUR), Wärmeerlösen in Höhe von 20,4 Mio EUR (VJ: 24,3 Mio EUR) und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 152,7 EUR (VJ: 164,0 Mio EUR) zusammen.
Die Stromerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Mio EUR, die Gaserlöse um 22,4 Mio EUR angestiegen. Die sonstigen Umsatzerlöse verringerten sich um 11,3 Mio EUR. Die Steigerung der Umsatzerlöse beruht Großteils auf einem gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erhöhten Gasverkauf an Konzerngesellschaften.
| Berechnung | 2014/15 | 2013/14 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |||
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
Ergebnis der Geschäftstätigkeit + Zinsen und ähnliche gemäß § 231 (2) Z 15 UGB |
gewöhnlichen Aufwendungen |
72,5 | -68,9 | 141,4 | -205,2% |
Die Aufwendungen für Primärenergie, CO2-Kosten und Strombezug betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 371,2 Mio EUR (Vorjahr: 281,1 Mio EUR). Die Steigerung ist vorwiegend auf gestiegene Strom- und Gasbezüge sowie Rückstellungsbildungen in diesem Zusammenhang zurückzuführen.
An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 82,2 Mio EUR (Vorjahr: 81,4 Mio EUR) angefallen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen geringfügigen Anstieg von 0,8 Mio EUR.
Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2014/15 74,9 Mio EUR (Vorjahr: 89,3 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 649 Angestellte auf Vollzeitbasis (Vorjahr: 659 Angestellte) beschäftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung (Vorjahr: 0 Lehrlinge). Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,1 Mio EUR (Vorjahr: 0,1 Mio EUR). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 0,7 Mio EUR (Vorjahr: 0,7 Mio EUR).
Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 23,0 Mio EUR und damit 16,1 Mio EUR mehr als im Vorjahr. Die Steigerung ist auf außerplanmäßige Abschreibungen bei den Kraftwerken Dürnrohr, Theiß und Korneuburg zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 61,4 Mio EUR (Vorjahr 241,0 Mio EUR). Der Rückgang ist auf geringere Forderungsabschreibungen des Darlehens gegenüber der EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH zurückzuführen. Dem wirken Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für drohende Zahlungen aus übernommenen Haftungen entgegen. Außerdem sind darin Pacht-, Versicherungs-, Beratungsaufwendungen und Konzernverrechnungen sowie sonstigen Steuern und Abgaben enthalten.
Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen verzeichnete die EVN AG einen negativen Betriebserfolg in Höhe von -136,4 Mio EUR (Vorjahr -264,1 Mio EUR).
Das Finanzergebnis ist vor allem durch Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und -erträge sowie durch sonstige Finanzaufwendungen und -erträge geprägt. Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 261,0 Mio EUR auf 195,1 Mio EUR gesunken. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens sind um 106,0 Mio EUR gesunken. Im Vorjahr waren hier außerplanmäßige Abschreibungen der Beteiligungen an der EVN WEEV Beteiligungs GmbH, EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 20 GmbH sowie der EVN Mazedonien GmbH enthalten.
Insgesamt konnte ein Finanzergebnis in Höhe von 150,4 Mio EUR erzielt werden, welches um 18,0 Mio EUR oder 13,6 % über dem Vorjahr liegt.
Die beschriebenen Entwicklungen führten zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 14,0 Mio EUR. Dies bedeutet einen Anstieg von 145,8 Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich um 141,4 Mio EUR auf 72,5 Mio EUR erhöht.
| Berechnung | 2014/15 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| EBIT-Marge | Betriebsergebnis | n.a. | n.a. |
| Umsatzerlöse |
Aufgrund des erwirtschafteten negativen Betriebsergebnisses kann für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie für das Geschäftsjahr 2013/14 keine EBIT-Marge ermittelt werden.
| Berechnung | 2014/15 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalrentabilität | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 0,8% | n.a% |
| durchschnittliches Eigenkapital |
Im Geschäftsjahr 2014/15 beträgt die Eigenkapitalrentabilität 0,8%. Aufgrund des erwirtschafteten negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kann für das Geschäftsjahr 2013/14 keine Eigenkapitalrentabilität ermittelt werden.
| Berechnung | 2014/15 | 2013/14 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | % | |||
| Gesamtkapitalrentabilität | Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 2,1% | n.a% | |
| durchschnittliches Gesamtkapital |
Im Geschäftsjahr 2014/15 kann eine Gesamtkapitalrentabilität von 2,1% erzielt werden. Aufgrund eines negativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern kann für das Geschäftsjahr 2014/15 keine Gesamtkapitalrentabilität ermittelt werden.
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| Berechnung | 30.09.2015 | 30.09.2014 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoverschuldung | Verzinsliches Fremdkapital | 964,5 | 1.140,8 | -176,3 | -15,5% |
| - Flüssige Mittel |
Das verzinsliche Fremdkapital und die flüssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaßen:
| Berechnung | 30.09.2015 | 30.09.2014 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | |
| Anleihen | 1.207,5 | 1.237,3 | -29,8 | -2,4% |
| +Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||||
| +Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen +Rückstellungen für Abfertigungen |
||||
| +Rückstellungen für Pensionen | ||||
| +Rückstellungen für Jubiläumsgelder | ||||
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Flüssige Mittel | Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten, Wertpapiere des UV sowie aus sonstigem Finanzvermögen |
243,0 | 96,5 | 146,5 | 151,9% |
Aufgrund des Rückgangs des verzinslichen Fremdkapitals und des Anstiegs der flüssigen Mittel hat sich die
Nettoverschuldung um 15,5 % auf 964,5 Mio EUR reduziert.
| Berechnung | 30.09.2015 | 30.09.2014 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio € | Mio € | Mio € | % | ||
| Nettoumlaufvermögen | Umlaufvermögen | 276,6 | 290,0 | -13,4 | -4,6% |
| - langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| =Kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| - kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| =Nettoumlaufvermögen |
Trotz Anstieg des Umlaufvermögens ist aufgrund des höheren kurzfristigen Fremdkapitals das Nettoumlaufvermögen insgesamt um 4,6 % auf 276,6 Mio EUR gesunken.
| Berechnung | 30.09.2015 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital | 49,5% | 50,5% |
| Gesamtkapital |
Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2014/15 3.401,9 Mio EUR (VJ: 3.351,7 Mio EUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 50,2 Mio EUR bzw. 1,5 % erhöht. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen auf 1.692,9 Mio EUR (VJ: 1.701.8 EUR).
Die Reduktion der Eigenkapitalquote um 1%-Punkt ist auf ein geringeres Eigenkapital und einen zeitgleichen Anstieg des Gesamtkapitals zurückzuführen.
| Berechnung | 30.09.2015 | 30.09.2014 | |
|---|---|---|---|
| % | % | ||
| Nettoverschuldungsgrad | Nettoverschuldung | 57,2% | 67,4% |
| Eigenkapital |
Aufgrund des starken Rückgangs der Nettoverschuldung um 15,5% sinkt der Nettoverschuldungsgrad um 10,2% auf 57,2%.
Geldflussrechnung
| Berechnung | 2014/15 | 2013/14 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Mio EUR | Mio EUR | % | |
| Geldflussrechnung Geldfluss aus dem Ergebnis | 135,3 | 217,8 | -82,5 | -37,8% |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
208,8 | 148,4 | 60,4 | 40,8% |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -24,9 | -164,9 | 140,0 | 84,8% |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit |
der -96,1 |
-268,2 | 172,1 | 64,2% |
| Zahlungswirksame Veränderung Finanzmittelbestandes |
des 87,8 |
-284,7 | 372,5 | 130,8% |
Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von 65,9 Mio EUR konnte ein Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 208,8 Mio EUR erwirtschaftet werden. Der Abbau der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristigen Rückstellungen wirkten positiv auf den operativen Cashflow.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -24,9 Mio EUR, wobei vor allem Investitionen in Finanzanlagen den Cashflow beeinflussten.
Ausgehend von der im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2013/14 in Höhe von 74,7 Mio EUR, einer Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einer Verringerung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten weist die EVN AG einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -96,1 Mio EUR aus.
Insgesamt resultierte aus dieser Entwicklung eine Erhöhung des Finanzmittelbestandes (inkl. Konzern Cashpooling) um 87,8 Mio EUR.
Zweigniederlassungen
EVN verfügt über keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 243 Abs 3 Z 4 UGB.
Forschung- und Entwicklung
Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das konkrete Projektportfolio wird dabei durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette im Kerngeschäft Energie und Umwelt bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und beziehen sich auf die Schonung von Umwelt und Ressourcen, auf die Versorgungssicherheit und vor allem auf die Wettbewerbsfähigkeit der EVN. Forschungsprojekte werden – je nach konkreter Anforderung und Sinnhaftigkeit – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von Projekten der EVN bei, sondern versorgt auch Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet damit einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten.
Im Geschäftsjahr 2014/15 hat die EVN 1,2 Mio. Euro (davon 16,5 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro; davon rd. 15 % über Förderungen). Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Themengebiet der Netzintegration erneuerbarer Energieträger. So wurden Projekte zu innovativen Energiespeichern sowie zu dezentraler Erzeugung und Smart Grids initiiert und umgesetzt. Unter Führung der EVN weitergeführt wurde darüber hinaus in der Berichtsperiode die E-Mobilität-Modellregion Niederösterreich mit zahlreichen Angeboten für Endkunden. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung und Flexibilisierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2-Abscheidung. Das dabei gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden in einen biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden. Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte auf der Verbesserung der Energieeffizienz bestehender Abwasseranlagen, der weiteren Optimierung des Energiebedarfs für neu zu errichtende Abwasseranlagen, der Fortsetzung der Entwicklung im Bereich Kleinklärschlammverbrennung und der Untersuchung der hier anfallenden Rückstände auf ihre Eignung für weiterführende Aufbereitungsschritte.
Darüber hinaus hat die EVN im Geschäftsjahr 2014/15 im Rahmen des Projekts "EVN Zukunftslabor" ein Expertenteam mit der Ausarbeitung von möglichen Szenarien für das Jahr 2025 und der Identifikation und Bewertung entsprechender Entwicklungsmöglichkeiten für das Unternehmen beauftragt. Dazu erfolgten umfangreiche Recherchen und Detailanalysen zu den für die Energiewirtschaft relevanten ökonomischen, gesellschaftlichen, technischen, politischen und ökologischen Trends. Ergebnis war ein Bild des Jahres 2025 in vier unterschiedlichen Szenarien, auf dessen Basis die EVN Experten schließlich konkrete Handlungsoptionen und Geschäftsmodelle entwickelten.
Eine weitere Innovationsinitiative, die dem aktiven Informationsaustausch der EVN Mitarbeiter untereinander und damit als Inspiration für die Entwicklung neuer Ideen und Geschäftsmodelle dient, ist der EVN Trendmonitor. Diese konzernweite Plattform, die im Geschäftsjahr 2013/14 ins Leben gerufen wurde, ermöglicht allen Mitarbeitern der EVN, aktuelle Beiträge zu energiewirtschaftlich relevanten Themen zu teilen und aktuelle Trends zu verfolgen. Die Plattform ist in Rubriken gegliedert, die die Bereiche "Energie und Umwelt", "Business", "soziale Trends", "Lernen" und "Zukunft" abdecken. Der stetige offene Wissensaustausch steht dabei im Vordergrund. Für die verschiedenen Themenbereiche wurden jeweils so genannte "Trendscouts" nominiert. Sie beurteilen die Relevanz der Beiträge, die dann in Form von Artikeln, Videos oder Präsentationen durch das zuständige Chefredaktionsteam wöchentlich veröffentlicht werden.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessensgruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie und tragen damit wesentlich zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts der EVN bei.
Ein flexibler Erzeugungsmix ist für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit und ebenso für die Zukunftsfähigkeit der EVN von entscheidender Bedeutung. Deshalb stellt der weitere Ausbau der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen – vor allem aus Wind- und Wasserkraft, aber auch aus Biomasse und Photovoltaik – einen zentralen strategischen Schwerpunkt dar. Die EVN verfolgt das Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung nachhaltig auf 50 % zu steigern. Im Geschäftsjahr 2014/15 stammten bereits 43,1 % der Gesamtstromproduktion der EVN aus erneuerbaren Quellen. Im Heimmarkt Niederösterreich werden dazu vor allem die Windkraftanlagen ausgebaut, um die Erzeugungskapazität in diesem Bereich von derzeit 250 MW mittelfristig auf rund 300 MW zu erhöhen. Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch ökonomische Verantwortung. Deshalb strebt sie die Erreichung einer soliden Eigenerzeugungsquote an; 30 % des konzernweiten Stromabsatzes sollen aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abgedeckt werden können. Im Geschäftsjahr 2014/15 betrug die Eigenerzeugungsquote 25,3 %.
Die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen hat eine hohe Bedeutung bei der Ausübung der Geschäftstätigkeit der EVN. Mit ihren Projekten und Dienstleistungen leistet die EVN einen maßgeblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die EVN erbringt durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Klimazielerreichung Österreichs.
Sämtliche Infrastrukturprojekte vom (Klein-)Wasserkraftwerk über Leitungsprojekte, Windparks bis hin zu Biomasse- und Abfallverwertungsanlagen werden unter aktiver und frühzeitiger Einbindung von Anrainern, Bürgerinitiativen, NGOs, politischen Vertretungen, Vereinen und lokalen Initiativen geplant und realisiert. Die EVN sieht diese Stakeholder als wertvolle Planungspartner und Informationsgeber für eine möglichst ressourcenschonende Realisierung. Daneben setzen wir auf die Zusammenarbeit mit führenden Umweltund Tierschutzexperten sowie auf State-of-the-Art-Technologie. Die behördlichen Auflagen stellen für uns lediglich eine Mindestanforderung dar. Darüber hinausgehende Informations-, Schutz- und Präventionsmaßnahmen sind unser prioritäres Ziel.
Human Resources
Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bildet deshalb einen Schwerpunkt im Personalmanagement. Organisiert und koordiniert werden die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsangebote durch die EVN Akademie.
In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegenüber einer Reihe fundamentaler Grundsätze verpflichtet:
Eine Selbstverständlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit sämtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gründen des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren.
Bereits im Geschäftsjahr 2010/11 hatte die EVN das Programm "Frauen@EVN" initiiert. Es strebt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen an, die Frauen traditionell stärker nachteilig betreffen als Männer. Ziele sind dabei die Gewährleistung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern sowie die Erhöhung des Frauenanteils in der EVN.
Arbeitssicherheit und Unfallvermeidung nehmen in allen Unternehmenseinheiten der EVN einen zentralen Stellenwert ein. Das hohe Sicherheitsniveau wird vor allem durch Schulungen und Bewusstseinsbildung gewährleistet.
Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft über die laufende Entwicklung des Unternehmens zählt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.
Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen höheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.
Mit insgesamt rund 0,8 Mio. EUR (VJ: 0,4 Mio EUR) lagen die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) im Geschäftsjahr 2014/15 über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2013/14.
Der Erfolg dieser Initiativen zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dem Unternehmen im Schnitt 19 Jahre angehören. Im Einklang damit zeigt die Fluktuationsrate der bei der EVN Beschäftigten mit rund 1,0 % einen extrem niedrigen Wert.
Risikomanagement
Risikodefinition
In der EVN ist Risiko als die potenzielle Abweichung von geplanten Unternehmenszielen definiert.
Risikomanagementprozess
Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale durch aktive Risikosteuerung. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Es werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse des Risikoprofils der EVN. Die Erfassung und das Management von Nachhaltigkeits- und Compliancerelevanten Risiken erfolgt im Einklang mit dem zentralen Risikomanagementprozess durch darauf spezialisierte Organisationseinheiten bzw. Prozesse.
Risikoprofil
Neben den branchenüblichen Risiken und Ungewissheiten ist das Risikoprofil der EVN vor allem durch politische, rechtliche und regulatorische Herausforderungen und Veränderungen im Wettbewerbsumfeld geprägt. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Adhoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, erfolgt eine Kategorisierung in Markt- und Wettbewerbs-, Finanz- , Betriebs-, Umfeld-, Strategie- und Planungs- sowie sonstige Risiken, auf die im Folgenden näher eingegangen werden soll.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Energiehandel und -vertrieb
Nachfragerückgänge aufgrund von witterungs- bzw. klimawandelbedingten, demografischen, politischen und technologischen Einflüssen sowie reputations- bzw. wettbewerbsbedingte Kunden- und Absatzmengenverluste können negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der EVN haben. Zudem können die Marktpreisentwicklung und -volatilität, eine suboptimale Beschaffungsstrategie und sinkende Margen die energiewirtschaftlichen Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen.
Erzeugung/Aufbringung
Der Anstieg dezentraler und nicht regelbarer Produktion sowie Schwankungen bei Windaufkommen, Wasserführung, Sonnenstunden und Witterungsverhältnissen können sich nachteilig auf das Ergebnis im Erzeugungsbereich auswirken (Preis- und Mengeneffekte). Da die Wirtschaftlichkeit und die Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen maßgeblich von Strom- und Primärenergiepreisen, Wirkungsgraden, energiepolitischen Rahmenbedingungen und Standorten abhängig sind, können nachteilige Entwicklungen einen Wertberichtigungsbedarf auslösen. Darüber hinaus könnte die Bildung bzw. Nachdotierung von Rückstellungen für Belastungen aus langfristigen (Bezugs-)Verträgen erforderlich werden. Trotz der bereits gesetzten Maßnahmen bestehen derartige Risiken weiterhin für thermische Erzeugungsanlagen, aber auch für Wasserkraftwerke und Erzeugungsanlagen im Bereich der erneuerbaren Energie.
Finanzrisiken
Im Rahmen des Managements von Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken unterscheidet die EVN zwischen Forderungen gegenüber Endkunden und Forderungen im Finanz- und Energiehandelsbereich.
Den Kreditrisiken wird insbesondere im Treasury- und im Energiehandelsbereich sowie im Projekt- und Beschaffungsmanagement mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen, Absicherungsinstrumenten wie Bankgarantien sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.
Im Bereich der kerngeschäftsnahen Beteiligungen (vor allem Verbund AG, Rohöl-Aufsuchungs AG, Burgenland Holding AG, Energieallianz Austria GmbH) besteht aufgrund des schwierigen energiepolitischen Umfelds die Gefahr, dass nachteilige Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklungen auf die EVN durchschlagen.
Im Rahmen der aktiven Steuerung der Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken stellt das niedrige Zinsniveau eine zunehmende Herausforderung für die kurz- bis mittelfristige Veranlagung von liquiden Mitteln dar. Dies kann zu Opportunitätsverlusten führen und negative Auswirkungen auf die Bewertung von Personalrückstellungen sowie auf künftige Tarife haben. Zu den eingesetzten originären und derivativen Finanzinstrumenten wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Betriebsrisiken
Insbesondere im Energie- und Netzgeschäft können operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen und störungen sowie IT- und sicherheitstechnische Probleme auftreten, wodurch es zu Versorgungsunterbrechungen und zum Schlagendwerden von Haftungs- und Reputationsrisiken kommen kann.
Risiken bestehen auch in der suboptimalen Auslegung und Verwendung technischer Anlagen und der Einschätzung und Umsetzung von technologischen Neuerungen. Zudem bestehen operationelle Risiken in Bezug auf Organisation, Planung, Personal und Compliance.
Umfeldrisiken
Regulierung, Energie- und Umweltgesetzgebung sowie die Veränderung von politischen und öffentlichen Positionen zu Energie- und Infrastrukturprojekten sind wesentliche Risikotreiber. Eine Änderung des Förderregimes, das Ausbleiben von erwarteten Förderungen und eine Änderung der gesetzlich fixierten Tarife können die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen.
Politische und wirtschaftliche Instabilität, willkürliche Rechtssetzungs-und Regulierungsmaßnahmen sowie Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen stellen Herausforderungen dar.
Vertrags- und Rechtsrisiken bestehen im Zusammenhang mit potenziellen oder bereits anhängigen (Schieds-)Gerichts- und Investitionsschutzverfahren sowie regulatorischen bzw. aufsichtsrechtlichen Prüfungen.
Gesamtrisikoprofil
Neben den Ungewissheiten im Zusammenhang mit Geschäftsfeldern und -betrieben außerhalb von Österreich ist die EVN auch im Heimmarkt Niederösterreich mit einem weiterhin herausfordernden Umfeld konfrontiert. Im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur wurden keine Risiken für die Zukunft identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.
Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontrollund Risikomanagementsystems (IKS) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.
Das IKS der EVN wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird. Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.
Kontrollumfeld
Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Verhaltenskodex der EVN ist auf www.evn.at/verhaltenskodex in deutscher und unter www.evn.at/code-of-conduct in englischer Sprache abrufbar.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt. Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen – das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen – zuständig.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Das Rechnungswesen der EVN AG wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz- /Rechnungswesen) geführt. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.
Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Sinn der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.
Information, Kommunikation und Überwachung
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht zweimal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, die als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität des IKS-Systems dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch das IKS-Management in Zusammenarbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.
Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Feststellungen ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.
EVN Aktie (Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB)
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- Per 30. September 2015 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, die jeweils im gleichen Umfang am Grundkapital beteiligt sind. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur diese eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
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- Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte bzw. Vereinbarungen über die Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien. Hinzuweisen ist jedoch darauf, dass die Übertragbarkeit der Beteiligung des Landes Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, durch bundes- und landesverfassungsgesetzliche Bestimmungen eingeschränkt ist.
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- Auf Basis dieser verfassungsrechtlichen Vorschriften ist das Land Niederösterreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, mit 51 % Mehrheitsaktionär der EVN AG. Zweitgrößter Aktionär der EVN AG ist der EnBW Trust e.V., ein im Vereinsregister des Amtsgerichts Mannheim unter VR 3737 eingetragener Verein mit Sitz in Karlsruhe (EnBW Trust), der Aktien im Ausmaß von 32,2 % des Grundkapitals treuhändig für EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 107956 (EnBW) hält. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien betrug zum 30. September 2015 1,1 %; der Streubesitz belief sich somit auf 15,7 %.
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- Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
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- Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar selbst bei der Hauptversammlung aus. Im Übrigen besteht in der EVN AG kein Aktienoptionsprogramm.
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- Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens zehn und höchstens fünfzehn Mitgliedern. Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
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- Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs 1 Z 7 UGB.
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- Auf Grund der oben in Punkt 2. und 3. erwähnten Rechtslage ist ein Kontrollwechsel im Sinne des § 243a Abs 1 Z 8 UGB in der EVN AG derzeit von Gesetzes wegen unzulässig. Diesbezügliche Folgewirkungen eines Kontrollwechsels können daher nicht eintreten.
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- Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs 1 Z 9 UGB bestehen nicht.
Strategie und Zielsetzungen
Die EVN stellt in allen ihren Geschäftsbereichen die Qualität bei entsprechender Versorgungssicherheit ins Zentrum ihrer Strategie. Durch diesen Fokus trägt sie den Bedürfnissen ihrer Stakeholder und insbesondere ihrer Kunden Rechnung. Die sich daraus ergebende hohe Kundenloyalität stärkt das gesamte Unternehmen nachhaltig. Die Bedeutung des Themas Versorgungssicherheit wird durch die CSR-Wesentlichkeitsmatrix belegt, die die wichtigsten CSR-Handlungsfelder für die EVN aus Sicht interner und externer Stakeholder widerspiegelt.
Mit ihrer Strategie zielt die EVN darauf ab, nachhaltig stabile Ergebnisse zu erwirtschaften, um weiterhin stabile Cash Flows zu generieren, mit denen die Finanzierung der Investitionen sichergestellt und eine stabile Dividendenpolitik gewährleistet bleiben kann. Dabei sorgen die Positionierung der EVN als umfassender Versorger für Strom, Erdgas, Wärme, Energiedienstleistungen, Wasser sowie Dienstleistungen im Bereich Kabel-TV und Telekommunikation sowie das bewährte integrierte Geschäftsmodell, das im Energiegeschäft die Bereiche Erzeugung, Netzbetrieb sowie Energiehandel und vertrieb abdeckt, für Diversifikationseffekte sowohl zwischen den einzelnen Geschäftsfeldern als auch innerhalb der Wertschöpfungskette.
In der Stromproduktion hat sich die EVN das Ziel einer Eigenerzeugungsquote von 30 % gesetzt. Dies bedeutet, dass 30 % des verkauften Stroms mit eigenen Anlagen erzeugt bzw. durch Strombezugsrechte abgedeckt sein sollen. Die angestrebte Eigenerzeugungsquote soll nicht nur die Versorgungssicherheit der Kunden gewährleisten, sondern auch eine Absicherung gegen Preisschwankungen auf den volatilen Energiemärkten bringen. Aktuell beläuft sich die Eigenerzeugungsquote der EVN auf 25,3 % (Vorjahr: 22,8 %).
Die höhere Eigenerzeugungsquote soll durch eine Steigerung der Erzeugung aus erneuerbarer Energie erreicht werden. Neuinvestitionen in thermische Anlagen sind hingegen nicht angedacht. Durch den forcierten Ausbau der Erzeugung aus erneuerbarer Energie nimmt die EVN sowohl ihre ökonomische als auch ihre ökologische Verantwortung wahr und trägt zudem zur Sicherung der Energieversorgung bei.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Kontrollmessungen und Auswertungen über den bisherigen Betrieb des im Dezember 2013 in Betrieb genommenen Steinkohlekraftwerks Duisburg-Walsum haben ergeben, dass Werte zur Verfügbarkeit und zum Wirkungsgrad des Kraftwerks nicht den zugesagten Parametern entsprechen. Aus diesem Grund wurden am 22. Oktober 2015 Streitanzeigen zu diesen Mängeln an das Generalunternehmerkonsortium Hitachi Power Europe und Hitachi Ltd. übermittelt.
Die EVN AG ist Partei einer am 23. Oktober 2015 gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern erzielten Einigung über die zukünftige gesellschaftsrechtliche Struktur der EconGas GmbH. Eckpunkte sind die Übernahme der Anteile von EVN (16,51 %), Wien Energie (16,51 %) und Energie Burgenland (2,73 %) an der EconGas durch die OMV sowie die Fortführung der bestehenden Kundenbeziehungen mit EVN, Wien Energie und Energie Burgenland. Eine vertraglich bindende Vereinbarung wird erarbeitet.
Ausblick
Die europäischen Energiemärkte bergen weiterhin eine Fülle an Herausforderungen. So hat vor allem der massive Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen weitreichende Konsequenzen für die Stromproduktion und für den Netzbetrieb.
Als wesentliche Folge ist in der Stromproduktion der Einsatz von thermischen Kraftwerken derzeit nicht wirtschaftlich bzw. nicht in der Lage, die Vollkosten abzudecken. Denn die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen führt zu einem Angebotsüberhang, der wiederum zu nachhaltigem Druck auf die Großhandelspreise führt. Diese befinden sich schon seit längerem auf einem Niveau, auf dem sich die thermischen Kraftwerke kaum im Markt halten können.
Umgekehrt fragen die Übertragungsnetzbetreiber zum Ausgleich der volatilen Erzeugung aus erneuerbarer Energie verstärkt thermische Kapazitäten nach, um die Stabilität der Netze aufrechtzuerhalten. Das Geschäftsmodell der thermischen Kraftwerke verlagert sich dadurch vom bisher üblichen Dauerbetrieb hin zu einem zeitlich eingeschränkten Einsatz. Die EVN hat diesen Trend frühzeitig erkannt und stellt ihre thermischen Kraftwerke bereits seit Jahren als Reservekapazität zur Lieferung von Ausgleichsenergie und für das Engpassmanagement zur Verfügung. Auch in den kommenden Jahren wird die EVN entsprechende Reservekapazitäten bereithalten. Derzeit erfolgt dies auf Basis bilateraler Verträge, da sich die Kapazitätsbereitstellung noch nicht als neues Marktmodell durchgesetzt hat.
Der in den vergangenen Jahren eingeschlagene Weg der Konsolidierung soll weiter verfolgt werden. Der Fokus liegt hier auf den bestehenden Geschäftsbereichen und dort wiederum auf der laufenden Steigerung der Effizienz. Das integrierte Geschäftsmodell der EVN hat sich im aktuell herausfordernden Umfeld bewährt. So trägt schon die breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu einer stabilen Entwicklung bei.
Vor diesem Hintergrund und unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2015/16 auf dem Niveau des Vorjahres erwartet.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2015
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Jahresabschluss
Bilanz zum 30. September 2015 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| A K T I V A | Stand am 30.09.2015 | Stand am 30.09.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.122.171,22 | 7.105 | ||
| II. Sachanlagen | 43.540.250,07 | 61.439 | ||
| III. Finanzanlagen | 2.673.871.279,74 | 2.648.056 | ||
| 2.723.533.701,03 | 2.716.600 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Primärenergievorräte | 51.023.345,32 | 79.895 | ||
| 2. Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.119.356,62 | 6.273 | ||
| 3. Waren | 28.462,22 | 28 | ||
| 4. noch nicht abrechenbare | ||||
| Leistungen | 5.604.950,44 | 62.776.114,60 | 3.285 | 89.481 |
| II. Forderungen und sonstige | ||||
| Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen | ||||
| und Leistungen | 3.910.923,33 | 6.426 | ||
| 2. Forderungen gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | 238.043.301,08 | 322.000 | ||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, | ||||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis | ||||
| besteht | 107.600.176,58 | 92.497 | ||
| 4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
12.031.285,42 | 361.585.686,41 | 8.845 | 429.768 |
| III. Wertpapiere und Anteile | ||||
| 1. Eigene Anteile | 20.282.675,43 | 19.642 | ||
| 2. Sonstige Wertpapiere und | ||||
| Anteile | 86.140.829,61 | 106.423.505,04 | 707 | 20.350 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 136.552.170,35 | 76.126 | ||
| 667.337.476,40 | 615.725 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 10.996.784,25 | 19.372 | ||
| 3.401.867.961,68 | 3.351.696 |
Bilanz zum 30. September 2015 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| P A S S I V A | Stand am 30.09.2015 | Stand am 30.09.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Grundkapital | 330.000.000,00 | 330.000 | |||
| II. Kapitalrücklagen | |||||
| 1. gebundene 2. nicht gebundene |
204.429.160,43 58.267.709,06 |
262.696.869,49 | 204.429 58.268 |
262.697 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage 2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) |
4.723.734,22 992.383.609,86 |
997.107.344,08 | 4.724 999.524 |
1.004.248 | |
| IV. Rücklagen für eigene Anteile | 20.282.675,43 | 19.642 | |||
| V. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag: EUR 135.256,69; Vorjahr: TEUR 1.905 |
74.860.813,41 | 74.853 | |||
| 1.684.947.702,41 | 1.691.440 | ||||
| B. Unversteuerte Rücklagen | |||||
| Bewertungsreserve auf Grund von | |||||
| Sonderabschreibungen | 7.948.441,26 | 10.316 | |||
| C. Investitionszuschüsse | 2.691.402,39 | 9 | |||
| D. Rückstellungen | |||||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 29.440.624,40 | 31.154 | |||
| 2. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen |
74.712.149,60 | 81.694 | |||
| 3. sonstige Rückstellungen | 287.249.551,21 | 223.247 | |||
| 391.402.325,21 | 336.095 | ||||
| E. Verbindlichkeiten | |||||
| 1. Anleihen | 732.870.652,53 | 732.871 | |||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 356.900.000,00 | 378.250 | |||
| 3. Erhaltene Anzahlungen 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und |
5.490.381,67 | 3.141 | |||
| Leistungen | 9.839.672,18 | 7.831 | |||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 74.382.621,91 | 94.504 | |||
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
43.548.370,16 | 6.854 | |||
| 7. sonstige Verbindlichkeiten | 41.889.392,35 | 36.793 | |||
| davon aus Steuern: EUR 2.495.690,06; Vorjahr: TEUR 2.897 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 5.320.994,57; |
|||||
| Vorjahr: TEUR 5.750 | 1.264.921.090,80 | 1.260.243 | |||
| F. Rechnungsabgrenzungsposten | |||||
| 1. Baukostenzuschüsse | 47.467.667,83 | 50.669 | |||
| 2. sonstige | 2.489.331,78 49.956.999,61 |
2.924 53.602 |
|||
| 3.401.867.961,68 | 3.351.696 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen |
2.068.867.160,53 | 2.099.458 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.14 - 30.9.15 | 1.10.13 - 30.9.14 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 450.436.442,23 | 434.489 | |
| 2. Veränderung des Bestands an noch nicht | |||
| abrechenbaren Leistungen | 2.319.997,65 | -3.485 | |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 198.357,41 | 219 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | |||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 210.758,69 | 136 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) übrige |
17.825.000,00 5.374.539,52 |
212 4.063 |
|
| 23.410.298,21 | 4.411 | ||
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige | |||
| bezogene Herstellungsleistungen | |||
| a) Fremdstrombezug und Energieträger | -371.154.179,17 | -281.099 | |
| b) Materialaufwand | -7.377.355,21 | -5.918 | |
| c) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -74.860.070,31 | -75.511 | |
| 6. Personalaufwand | -453.391.604,69 | -362.528 | |
| a) Gehälter | -62.847.202,25 | -60.222 | |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen |
|||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 485.544,61 | -2.916 | |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | 1.653.437,91 | -12.012 | |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | |||
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige | |||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | -13.438.317,39 | -13.545 | |
| e) sonstige Sozialaufwendungen | -752.148,13 | -74.898.685,25 | -655 -89.350 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | |||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -23.022.319,74 | -6.886 | |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen | -556.285,43 | -650 | |
| b) übrige | -60.849.556,74 | -240.360 | |
| -61.405.842,17 | -241.010 | ||
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | -136.353.356,35 | -264.140 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 195.057.541,70 | 260.981 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 116.384.338,41; | |||
| Vorjahr: TEUR 163.681 | |||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | |||
| des Finanzanlagevermögens | 7.926.299,18 | 5.220 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.911.592,94; Vorjahr: TEUR 5.206 |
|||
| 12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.608.081,91 | 23.149 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.026.429,19; | |||
| Vorjahr: TEUR 2.322 | |||
| 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung | |||
| zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 1.847.759,61 | 12.474 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.751.436,15; | |||
| Vorjahr: TEUR 12.360 | |||
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
-599.695,77 | -106.566 | |
| davon Abschreibungen: EUR 576.271,25; Vorjahr: TEUR 106.434 | |||
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 0; | |||
| Vorjahr: TEUR 104.280 | |||
| 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -58.459.886,49 | -62.856 | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 185.541,67; | |||
| Vorjahr: TEUR 225 | |||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | 150.380.100,14 | 132.401 | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | 14.026.743,79 | -131.739 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR
| 1.10.14 - 30.9.15 | 1.10.13 - 30.9.14 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag | 14.026.743,79 | -131.739 |
| 18. Steuern vom Einkommen | 51.831.448,15 | 52.944 |
| 19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 65.858.191,94 | -78.795 |
| 20. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 2.545.122,60 | 744 |
| 21. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen | -177.757,82 | 0 |
| 22. Auflösung von Gewinnrücklagen | 6.500.000,00 | 151.000 |
| 23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 135.256,69 | 1.905 |
| 24. Bilanzgewinn | 74.860.813,41 | 74.853 |
EVN AG, Maria Enzersdorf
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
in EURO
| aff An sch ert ung sw |
Zug ang |
Ab gan g |
Um buc hun g |
aff An sch ert ung sw |
We rtb eric htig ung |
Res tbu chw ert |
Res tbu chw ert |
Ab sch reib ung |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1 0.2 014 |
30. 9.2 015 |
30. 9.2 015 |
30. 9.2 015 |
30. 9.2 014 |
chr eib Zus ung 201 4/1 5 |
||||
| I. Imm riel le V öge änd ate nst erm nsg ege e |
|||||||||
| Rec hte |
204 .90 9.5 83, 96 |
38. 258 ,70 |
17.2 43, 48 |
0,0 0 |
204 .93 0.5 99, 18 |
198 .80 8.4 28, 03 |
6.1 22. 171 ,15 |
7.1 04. 579 ,51 |
1.00 6.9 15, 18 |
| Bau kos chü .Art .II(2 ) EF G 1 969 ten zus sse gem |
0,0 7 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 7 |
0,0 0 |
0,0 7 |
0,0 7 |
1 0,0 0 |
| Sum I me |
204 .90 9.5 84, 03 |
38. 258 ,70 |
17. 243 ,48 |
0,0 0 |
204 .93 0.5 99, 25 |
198 .80 8.4 28, 03 |
6.1 22. 171 ,22 |
7.1 04. 579 ,58 |
1.0 06. 915 ,18 |
| han lag II. Sac en |
|||||||||
| Gru nds ke, nds ksg leic he hte tüc tüc Rec gru und insc hlie ßlic h d Ba ute er B aut n, e en |
|||||||||
| auf fre md nd Gru em |
172 .12 2.8 43, 94 |
1.7 57. 386 ,62 |
59. 969 ,10 |
53. 326 ,88 |
173 .87 3.5 88, 34 |
157 .36 7.6 34, 89 |
16. 505 .95 3,4 5 |
25. 370 .55 2,4 7 |
2 10.6 52. 280 ,03 |
| ftw erk nd anla Kra Erze s- u ugu ngs gen Um , Dr uck el- und sap nn- reg |
702 .31 0.7 75, 24 |
1.3 14.6 57, 37 |
230 .704 ,86 |
623 .84 2,1 9 |
704 .01 8.5 69, 94 |
684 .14 9.9 16, 54 |
19.8 68. 653 ,40 |
28. 823 .64 7,3 1 |
3 10. 189 .21 5,3 4 |
| teil lage Ver ung san n |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
| And Anl etri ebs d n, B ere age - un |
|||||||||
| chä ftsa Ges usst attu ng |
24. 257 .04 7,7 3 |
1.37 7.9 42, 01 |
804 .88 8,6 7 |
14.8 40, 79 |
24. 844 .94 1,86 |
17.9 13.4 66, 43 |
6.9 31. 475 ,43 |
6.7 35. 774 ,65 |
4 1.16 1.00 6,7 8 |
| Gel eist ahlu nd ete Anz nge n u |
|||||||||
| Anl n in Ba age u |
1.12 0.3 85, 86 |
247 .07 0,2 0 |
428 .37 6,0 0 |
692 .00 9,8 6 - |
247 .07 0,2 0 |
12.9 02, 41 |
234 .16 7,7 9 |
508 .784 ,77 |
5 12.9 02, 41 |
| Sum II me |
899 .81 1.0 52, 77 |
4.6 97. 056 ,20 |
23. 938 ,63 1.5 |
0,0 0 |
902 .98 70, 34 4.1 |
859 3.9 20, 27 .44 |
43. 540 .25 0,0 7 |
61. 438 9,2 0 .75 |
22. 015 .40 6 4,5 |
| Sum I + II me |
1.1 04. 720 .63 6,8 0 |
4.7 35. 314 ,90 |
1.5 41. 182 ,11 |
0,0 0 |
1.1 07. 914 .76 9,5 9 |
1.0 58. 252 .34 8,3 0 |
49. 662 .42 1,2 9 |
68. 543 .33 8,7 8 |
23. 022 .31 9,7 4 |
| Fin anl III. anz age n |
|||||||||
| eile bun den ehm Ant Unt an ver en ern en |
2.3 21. 847 .26 9,1 6 |
24. 045 .39 6,6 7 |
0,0 0 |
0,0 0 |
2.3 45. 892 .66 5,8 3 |
286 .88 9.1 23, 38 |
2.0 59. 003 .54 2,4 5 |
2.0 34. 958 .14 5,7 8 |
0,0 0 |
| leih erb und ehm Aus Un tern ung en an v ene en |
185 .00 0.0 00, 00 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
185 .00 0.0 00, 00 |
4.8 17.7 16,3 8 |
180 .18 2.2 83, 62 |
178 .43 0.8 47, 47 |
1.7 51. 436 ,15 - |
| eilig Bet ung en |
502 .23 8.7 61, 45 |
18. 545 ,77 |
0,0 0 |
0,0 0 |
502 .25 7.3 07, 22 |
85. 527 .27 9,6 3 |
416 .73 0.0 27, 59 |
416 .71 1.48 1,82 |
0,0 0 |
| iere (W ech te) We rtpa ertr p |
|||||||||
| des An lage mö ver gen s |
18.0 68. 373 ,67 |
0,0 0 |
0,0 0 |
0,0 0 |
18.0 68. 373 ,67 |
457 .07 2,5 9 |
17.6 11.3 01, 08 |
17.6 11.3 01, 08 |
0,0 0 |
| Son stig e A usle ihu nge n |
344 .67 5,0 0 |
94. 498 ,76 |
95. 048 ,76 |
0,0 0 |
344 .12 5,0 0 |
0,0 0 |
344 .12 5,0 0 |
344 .67 5,0 0 |
0,0 0 |
| Sum III me |
3.0 27. 499 .07 9,2 8 |
24. 158 .44 1,2 0 |
95. 048 ,76 |
0,0 0 |
3.0 51. 562 .47 1,7 2 |
377 .69 1.1 91, 98 |
2.6 73. 871 .27 9,7 4 |
2.6 48. 056 .45 1,1 5 |
0,0 0 -1.7 51. 436 ,15 |
| nla Ges e A öge tsu am mm gev erm n |
4.1 32. 219 .71 6,0 8 |
28. 893 .75 6,1 0 |
1.6 36. 230 ,87 |
0,0 0 |
4.1 59. 477 .24 1,3 1 |
1.4 35. 943 .54 0,2 8 |
2.7 23. 533 .70 1,0 3 |
2.7 16. 599 .78 9,9 3 |
23. 022 .31 9,7 4 -1.7 51. 436 ,15 |
davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 203.800,41
222 davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 9.598.496,74
davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 8.157.971,73
davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 212.442,32
davon außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 12.902,41
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN
nach Bilanzpositionen in EURO
| Stand 1.10.2014 |
Zuführung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2015 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
|||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Rechte | 3.513.164,85 | 0,00 | 517.475,21 | 0,00 | 2.995.689,64 |
| 3.513.164,85 | 0,00 | 517.475,21 | 0,00 | 2.995.689,64 | |
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten |
|||||
| auf fremdem Grund | 4.727.243,19 | 0,00 | 212.308,42 | 2.014,42 | 4.512.920,35 |
| Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und |
1.743.468,31 | 0,00 | 1.743.468,31 | 0,00 | 0,00 |
| Geschäftsausstattung | 190.291,72 | 177.757,82 | 69.364,01 | 492,23 | 298.193,30 |
| 6.661.003,22 | 177.757,82 | 2.025.140,74 | 2.506,65 | 4.811.113,65 | |
| Finanzanlagen Beteiligungen |
141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 |
| 141.637,97 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 141.637,97 | |
| Summe Bewertungsreserve | 10.315.806,04 | 177.757,82 | 2.542.615,95 | 2.506,65 | 7.948.441,26 |
ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN nach Art der Rücklage in EURO
| Stand 1.10.2014 |
Zuführung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2015 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen |
|||||
| Übertragene stille Reserven | ||||||
| gemäß § 12 Abs 1 EStG | 4.147.473,80 | 0,00 | 0,00 | 2.014,42 | 4.145.459,38 | |
| Geringwertige Vermögensgegenstände | ||||||
| gemäß § 13 EStG | 0,00 | 177.757,82 | 13.641,38 | 0,00 | 164.116,44 | |
| Weiterführung vorzeitiger Abschreibungen | ||||||
| gemäß §§ 8 und 122 EStG 1972 | 4.234.572,21 | 0,00 | 729.783,63 | 0,00 | 3.504.788,58 | |
| (einschließlich Bewertungsreserve aus der | ||||||
| Umstellung des Geschäftsjahres 1998) | ||||||
| Vorzeitige Afa gemäß § 7a EStG 2009 | 1.933.760,03 | 0,00 | 1.799.190,94 | 492,23 | 134.076,86 | |
| Summe Bewertungsreserve | 10.315.806,04 | 177.757,82 | 2.542.615,95 | 2.506,65 | 7.948.441,26 |
ENTWICKLUNG DER INVESTITIONSZUSCHÜSSE nach Bilanzpositionen in EURO
| Stand 1.10.2014 |
Zuführung | Verbrauch | Abgang | Stand 30.9.2015 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen |
0,00 9.472,26 |
804.761,04 2.707.420,86 |
28.741,46 792.038,05 |
0,00 9.472,26 |
776.019,58 1.915.382,81 |
| Summe Investitionszuschüsse | 9.472,26 | 3.512.181,90 | 820.779,51 | 9.472,26 | 2.691.402,39 |
Überblick der direkten Beteiligungsgesellschaften zum Stichtag 30. September 2015
| Anteil am | Letztes | Jahres | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | Nominalkapital | Währung | Jahres- | Währung | Gesamt- | Währung | abschluss |
| % | ergebnis | eigenkapital | zum | ||||
| Burgenland Holding Aktiengesellschaft | 73,63 | EUR | 8.326.761,72 | EUR | 78.374.735,55 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Bulgaria EAD | 100,00 | BGN | -914,00 | TBGN | 1.585,00 | TBGN | 31.12.2014 |
| EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien | 100,00 | TALL | -7.017,00 | TALL | 15.698,00 | TALL | 31.12.2014 |
| EVN Beteiligungsgesellschaft Alpha GmbH | 100,00 | EUR | -673,05 | EUR | 67.844.225,43 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Beteiligung 40 GmbH | 100,00 | EUR | -247,16 | EUR | 29.466,10 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Beteiligung 51 GmbH1) | 100,00 | EUR | 6.999.701,30 | EUR | 10.946.498,10 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Beteiligung 52 GmbH1) | 100,00 | EUR | -233.445,10 | EUR | 126.027.618,63 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 20 GmbH | 100,00 | EUR | -2.212,82 | EUR | 27.089.948,17 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 21 GmbH | 100,00 | EUR | 23.513.188,99 | EUR | 308.586.687,87 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH | 100,00 | EUR | 5.595.883,68 | EUR | 24.436.291,26 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH | 100,00 | EUR | 10.022.048,90 | EUR | 256.484.562,63 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Kroatien Holding GmbH | 100,00 | EUR | -582,25 | EUR | 12.627.792,42 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H. | 99,99 | EUR | 3.754.118,88 | EUR | 106.584.812,69 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Macedonia Holding DOOEL Skopje, Mazedonien | 100,00 | TMKD | 1.122,00 | TMKD | -22.902,00 | TMKD | 31.12.2013 |
| EVN Mazedonien GmbH | 100,00 | EUR | -291,10 | EUR | 120.161.469,94 | EUR | 30.09.2015 |
| Netz Niederösterreich GmbH | 100,00 | EUR | 73.576.369,04 | EUR | 431.546.966,59 | EUR | 30.09.2015 |
| evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H. | 100,00 | EUR | -24.813.410,80 | EUR | 53.600.978,32 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft | 100,00 | EUR | 161.699,42 | EUR | 4.142.027,70 | EUR | 31.12.2014 |
| EVN Trading SEE EAD | 100,00 | BGN | 930,00 | TBGN | 5.086,00 | TBGN | 31.12.2014 |
| EVN WEEV Beteiligungs GmbH | 100,00 | EUR | -503,22 | EUR | 2.985,57 | EUR | 31.08.2015 |
| EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH | 100,00 | EUR | -3.358.424,03 | EUR | 8.544.751,33 | EUR | 30.09.2015 |
| Evn Wasser Gesellschaft m.b.H. | 99,98 | EUR | 4.171.632,46 | EUR | 63.325.111,20 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Wärme GmbH | 100,00 | EUR | 8.778.070,35 | EUR | 82.758.083,15 | EUR | 30.09.2015 |
| FWG Hollabrunn in Liqu. | 75,99 | EUR | -10.276,19 | EUR | 364.428,83 | EUR | 30.06.2015 |
| Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien | 70,00 | BGN | -824,00 | TBGN | 17.429,00 | TBGN | 31.12.2014 |
| IN-ER Erömü Kft. | 70,00 | HUF | -5.782,00 | THUF | 550.037,00 | THUF | 31.12.2014 |
| MAKGAS DOOEL2) | 100,00 | MKD | - | TMKD | 310.000,00 | TMKD | 31.12.2014 |
| RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft | 50,03 | EUR | 35.026.325,56 | EUR | 392.395.086,39 | EUR | 31.03.2015 |
| UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H. | 100,00 | EUR | 10.227.069,90 | EUR | 37.935.150,15 | EUR | 30.09.2015 |
| EVN Bulgaria Stromerzeugung Holding GmbH | 100,00 | EUR | -2.408,58 | EUR | 30.674.698,31 | EUR | 30.09.2015 |
1) Die Gesellschaft wurde im GJ 2013/14 gegründet - es liegt noch kein Abschluss 2013/14 vor
2) Die Gesellschaft ist seit dem GJ 2012/13 nicht mehr operativ tätig
| Anteil am | Letztes | Jahres | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | Nominalkapital | Währung | Jahres- | Währung | Gesamt- | Währung | abschluss |
| % | ergebnis | eigenkapital | zum | ||||
| APCS Power Clearing and Settlement AG | 2,52 EUR | 428.786,93 | EUR | 3.053.130,93 | EUR | 31.12.2014 | |
| CISMO Clearing Integrated Services and Market Operations GmbH | 1,26 EUR | 2.543.037,94 | EUR | 3.343.037,94 | EUR | 31.12.2014 | |
| EconGas GmbH | 16,51 EUR | -30.201.251,19 | EUR | -51.889.865,97 | EUR | 31.12.2014 | |
| e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. | 50,00 EUR | 53.825,60 | EUR | 203.832,06 | EUR | 30.09.2015 | |
| e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. | 45,00 EUR | 4.884.304,88 | EUR | 16.575.562,14 | EUR | 30.09.2015 | |
| ENERGIEALLIANZ Austria GmbH | 45,00 EUR | 1.201.310,84 | EUR | 4.209.094,59 | EUR | 30.09.2014 | |
| EVN Energievertrieb GmbH & Co KG | 100,00 EUR | 63.910.464,68 | EUR | 104.665.024,60 | EUR | 30.09.2015 | |
| Fernwärme St. Pölten GmbH | 49,00 EUR | 2.398.146,81 | EUR | 18.171.791,51 | EUR | 31.12.2014 | |
| Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH | 49,99 EUR | -37.098,96 | EUR | 35.000,00 | EUR | 31.12.2014 | |
| VERBUND AG | 11,55 EUR | 279.153,90 | TEUR | 2.268.617,70 | TEUR | 31.12.2014 | |
| VERBUND Hydro Power AG | 0,70 EUR | 249.887,00 | TEUR | 1.364.585,00 | TEUR | 31.12.2014 | |
| CEESEG Aktiengesellschaft | 4,65 EUR | 22.841.619,13 | EUR | 351.510.190,49 | EUR | 31.12.2014 |
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
EVN AG, Maria Enzersdorf,
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) und des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG 2011) vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 18. November 2015
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Walter Reiffenstuhl Mag. Heidi Schachinger
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Anhang
Anhang der EVN AG für das Geschäftsjahr 2014/15
Allgemeines
Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2015 wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt. Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der EVN AG.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermögens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 221 UGB.
Risikoorientiertes Internes Kontrollsystem
Entsprechend dem Unternehmensrechtsänderungsgesetz sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wichtigsten Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht offenzulegen. Gemäß dieser Verpflichtung hat EVN AG ein Internes Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung etabliert. Dieses bildet den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen für die Erstellung verlässlicher Unternehmenszahlen, es soll durch Kontrollen Risiken oder deren Eintrittswahrscheinlichkeiten minimieren und damit die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeines
Der Jahresabschluss basiert auf den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.
Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Alle Vermögensgegenstände wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willkür bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste berücksichtigt wurden.
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.
Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden Personalstundensätze berücksichtigen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, Abfertigungen und betriebliche Altersversorgung. Ein Ausscheiden überhöhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbeschäftigung war nicht erforderlich.
Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden branchenübliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungssätze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.
| Abschreibungen nach Anlagenkategorien | Nutzungsdauer in Jahren |
Planmäßige Abschreibung in % |
|---|---|---|
| Rechte | 4-77 | 1,3-25 |
| Gebäude | 10-50 | 2-10 |
| Bauliche Anlagen der Kraftwerke | 10-33 | 3-10 |
| Maschinelle und elektrische Einrichtungen | 10-33 | 3-10 |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-25 | 4-33,3 |
Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.
Umlaufvermögen
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandspreisen gemäß dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Bei den Vorräten der Betriebsgastronomie wird gemäß § 209 Abs. 1 UGB das Bewertungswahlrecht in Anspruch genommen diese mit einem gleichbleibenden Wert anzusetzen. Begründet wird das damit, dass sie regelmäßig ersetzt werden und ihr Gesamtwert von untergeordneter Bedeutung ist. Der Bestand unterliegt in seiner Größe, seinem Wert und seiner Zusammensetzung nur geringen Veränderungen. Eine Inventur ist gemäß § 209 Abs. 1 UGB alle fünf Jahre vorgesehen. Die nächste Inventur für die Vorräte der Betriebsgastronomie erfolgt am 30.09.2018.
Für notwendige Beschaffungen von CO2-Emissionszertifikaten erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Längerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert. Für bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt.
Die Bildung von pauschalen Einzelwertberichtigungen erfolgt nach Außenstandsdauer.
Wertberichtigungssätze für pauschale Einzelwertberichtigung:
| Außenstandsdauer: | Wertberichtigungsprozentsatz: |
|---|---|
| 0 – 89 Tage | 0 % |
| 90 – 359 Tage | 65 % |
| > = 360 Tage | 85 % |
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.
Posten des Umlaufvermögens, die auf Fremdwährung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Investitionszuschüsse
Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 erfolgt im Einklang mit § 223 Abs 4 UGB der Ausweis von Investitionszuschüssen in einem eigenen Sonderposten nach dem Eigenkapital. Dementsprechend erfolgte eine Umgliederung vom Posten Passive Rechnungsabgrenzungen zum Posten Investitionszuschüsse. Zur besseren Vergleichbarkeit, wurden auch die Vorjahresbeträge entsprechend angepasst.
Rückstellungen
Die Bildung der Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertansätzen versicherungsmathematische Gutachten über die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsrückstellungen werden für die gesetzlichen Ansprüche gebildet.
Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 Änderungen des IAS 19 vorgenommen, welche in der EU mit der Verordnung Nr. 475/2012 der Kommission vom 5. Juni 2012 übernommen wurden. Durch die Änderungen des IAS 19 ist die bisher zulässige Abgrenzung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach dem Korridoransatz – erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nur dann, wenn diese 10,0% des höheren Betrags aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen – nicht mehr möglich. Die Änderung ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Jänner 2013 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, wobei die EVN beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 von diesem Recht Gebrauch gemacht hat.
Gemäß der Stellungnahme KFS/RL 2/3b der Kammer der Wirtschaftstreuhänder wird die Auswirkung der Bewertungsänderung, die sich aus der Bilanzierung der bisher nicht erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste ergibt, über 5 Jahre verteilt und in der Gewinnund Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst.
Die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder wird im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wiederkehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der künftigen Auszahlungen bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem höheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz
Die Bilanzsumme in Höhe von 3.401.868,0 TEUR liegt um 50.171,5 TEUR bzw. 1,5 % über dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Aktiva
Anlagevermögen
Das Anlagevermögen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 6.933,9 TEUR bzw. 0,3 % auf 2.723.533,7 TEUR gestiegen.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte ausgewiesen. Sie weisen einen Stand von 6.122,2 TEUR (30. September 2014: 7.104,6 TEUR) aus und enthalten 1.562,9 TEUR (30. September 2014: 1.637,9 TEUR) für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände verbundener Unternehmen. Die Veränderung in Höhe von insgesamt 982,4 TEUR resultiert aus Zu- und Abgängen in Höhe von 21,0 TEUR und aus vorgenommenen linearen, planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1.006,9 TEUR.
Sachanlagen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 4.697,1 TEUR (30. September 2014: 6.314,4 TEUR). Die größten Zugänge entfallen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, auf Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen sowie auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Buchwerte der Sachanlagen betragen zum Bilanzstichtag 43.540,3 TEUR (30. September 2014: 61.438,8 TEUR).
Der Nettowert der Grundstücke zum Bilanzstichtag über 2.576,1 TEUR (30. September 2014: 10.702,6 TEUR) beinhaltet eine Wertberichtung über 8.124,5 TEUR (30. September 2014: 0,0 TEUR).
Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen.
Finanzanlagen
Der Bilanzwert der Finanzanlagen ist gegenüber dem 30.9.2014 um 25.814,8 TEUR bzw. 1,0 % auf 2.673.871,3 TEUR gestiegen. Diese Veränderung resultiert aus Zugängen in Höhe von 25.092,2 TEUR, aus Abgängen in Höhe von 1.028,8 TEUR und aus Zuschreibungen in Höhe von 1.751,4 TEUR. Eine Übersicht über die Höhe des Nominalkapitals, des gesamten Eigenkapitals, des anteiligen Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten vorliegenden Jahresabschlusses der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen findet sich in den Anlagen.
Zur Einhaltung der vorgegebenen Finanzkennzahlen durch die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, wurden von der EVN AG zum Bilanzstichtag 2.600.148 Stück (Vorjahr: 1.500.085 Stück) lastenfreie Aktien der Verbund AG den finanzierenden Banken bereitgestellt. Es besteht ein Syndikatsvertrag zwischen der EVN AG und der Wiener Stadtwerke Holding AG betreffend Syndizierung der unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der VERBUND AG.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr 185.000,0 TEUR. Davon haben 25.000,0 TEUR (30. September 2014: 0,0 TEUR) eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und 160.000,0 TEUR (30. September 2014: 185.000,0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der Nettobetrag von 180.182,3 TEUR (30. September 2014: 178.430,8 TEUR) dieser Ausleihungen verteilt sich nach Abzinsung und Wertberichtigung auf 23.540,5 TEUR (30. September 2014: 0,0 TEUR) unter einem Jahr und 156.641,8 TEUR (30. September 2014: 178.430,8 TEUR) auf mehr als einem Jahr. Die sonstigen Ausleihungen weisen einen Betrag von 279,9 TEUR (30. September 2014: 279,7 TEUR) auf.
Umlaufvermögen
Vorräte
Durch den Rückgang der Gasvorräte und des Kohlebestandes haben sich die Vorräte um 26.705,0 TEUR bzw. 29,8 % auf 62.776,1 TEUR reduziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| Forderungen | 30. September 2015 | 30. September 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | Bilanzwert | Restlaufzeit | Bilanzwert | |||
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 1 Jahr | > 1 Jahr | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen aus Lieferungen | ||||||
| und Leistungen | 3.904,1 | 6,8 | 3.910,9 | 6.392,9 | 32,7 | 6.425,6 |
| Forderungen gegenüber | ||||||
| verbundenen Unternehmen | 238.043,3 | 0,0 | 238.043,3 | 322.000,1 | 0,0 | 322.000,1 |
| Forderungen gegenüber | ||||||
| Unternehmen, mit denen ein | ||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 107.600,2 | 0,0 | 107.600,2 | 92.496,8 | 0,0 | 92.496,8 |
| Sonstige Forderungen und | ||||||
| Vermögensgegenstände | 12.021,9 | 9,4 | 12.031,3 | 8.816,2 | 29,2 | 8.845,4 |
| Summe | 361.569,5 | 16,2 | 361.585,7 | 429.706,0 | 61,9 | 429.767,9 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Höhe von 178,4 TEUR (30. September 2014: 192,3 TEUR) aus.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen über 225.981,9 TEUR (30. September 2014: 303.346,7 TEUR), welche 98.113,0 TEUR (30. September 2014: 156.785,0 TEUR) Festgeldveranlagungen, 30.336,4 TEUR (30. September 2014: 33.077,2 TEUR) Körperschaftsteuerguthaben aus einem geschlossenen Gruppenund Steuerausgleichsvertrag, 50.746,0 TEUR (30. September 2014: 36.281,6 TEUR) Beteiligungserträge sowie 34.218,6 TEUR (30. September 2014: 41.912,2 TEUR) Darlehensforderungen beinhalten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über 40.199,7 TEUR (30. September 2014: 48.998,1 TEUR) bestehen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Steuerforderungen über 11.222,9 TEUR (30. September 2014: 8.401,8 TEUR) und eine Förderungszusage über 655,2 TEUR (30. September 2014: 0,0 TEUR).
In den sonstigen Forderungen sind Erträge von 9.459,8 TEUR (30. September 2014: 6.546,7 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich von 20.349,5 TEUR um 86.074,0 TEUR auf 106.423,5 TEUR erhöht.
In der 79. Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Anteile im Ausmaß von maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals rückzukaufen. Dieser hatte beschlossen, von dieser Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt war, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612 % des damaligen Grundkapitals - rückzukaufen.
Der Vorstand der EVN AG hat am 29. August 2013, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG – zu erwerben.
Der Vorstand der EVN AG hat am 30. Juni 2015, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 85. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 16. Jänner 2014 beschlossen, im Rahmen des seit 22. Jänner 2014 laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG – zu erwerben. Gleichzeitig wurde beschlossen, das bestehende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich zum 29. Jänner 2016 zu verlängern.
Zum Bilanzstichtag werden 2.058.319 (30. September 2014: 1.939.992) Stück eigene Anteile mit einem Gesamtwert von 20.282,7 TEUR (30. September 2014: 19.642,4 TEUR) in den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden 68.244 Stück eigene Aktien an Mitarbeiter übertragen.
Des Weiteren werden in diesem Posten zum 30.09.2015 Anleihen der EVN AG im Nominale von EUR 5.000.000,00 ausgewiesen.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand beträgt zum Bilanzstichtag 9,8 TEUR (30. September 2014: 13,7 TEUR).
Zum 30. September 2015 beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten 136.542,4 TEUR (30. September 2014: 76.112,8 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen mit 9.639,6 TEUR (30. September 2014: 18.057,2 TEUR) Anleihekostenabgrenzungen und mit 1.324,2 TEUR (30. September 2014: 1.281,5 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung.
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2015: 330.000,0 TEUR (30. September 2014: 330.000,0 TEUR) und ist in 179.878.402 (30. September 2014: 179.878.402) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt.
Rücklagen
Kapitalrücklagen
Die gebundene Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agio-Beträge aus Kapitalerhöhungen.
Als nicht gebundene Kapitalrücklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederösterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederösterreichische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.
Gewinnrücklagen
Im Posten "gesetzliche Rücklage" wird der in Vorjahren aus dem Jahresüberschuss dotierte Teil der gebundenen Rücklage gemäß § 229 Abs 6 UGB ausgewiesen.
Die gebundenen Kapital- und Gewinnrücklagen betragen zusammen 209.152,9 TEUR (30. September 2014: 209.152,9 TEUR) und übersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.
Die anderen, freien Gewinnrücklagen betragen 992.383,6 TEUR (30. September 2014: 999.523,9 TEUR). Ein Betrag von 6.500,0 TEUR (30. September 2014: 151.000,0 TEUR) wurde im Geschäftsjahr 2014/15 aufgelöst.
Rücklage für eigene Anteile
Gemäß § 225 Abs 5 UGB wurde für die zum Stichtag 30. September 2015 im Bestand der EVN AG befindlichen eigenen Anteile eine Rücklage durch Umwidmung freier Gewinnrücklagen gebildet. Analog zu den eigenen Anteilen im Umlaufvermögen weist diese Rücklage für eigene Anteile zum Bilanzstichtag einen Stand von 20.282,7 TEUR (30. September 2014: 19.642,4 TEUR) aus.
Unversteuerte Rücklagen
Die Zusammensetzung der unversteuerten Rücklagen sowie deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2014/15 ist aus der Anlage 2 zum Anhang ersichtlich.
Investitionszuschüsse
Die umgeliederten Investitionszuschüsse in Höhe von 2.691,4 TEUR (30. September 2014: 9,5 TEUR) wurden im Vorjahr unter den Passiven Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen. Die Vorjahresbeträge wurden im vorliegenden Jahresabschluss angepasst.
Rückstellungen
Bei der Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen sowie für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 2,40 % (Vorjahr: 2,40 %) sowie mit einer Erhöhung der Gehälter bzw. der flüssigen Pensionen von 2,00 % (Vorjahr: 2,50 %) im nächsten Jahr und einer jährlichen Erhöhung von 2,00 % (Vorjahr: 2,50 %) in den Folgejahren gerechnet.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Abfertigungsrückstellung betrugen per 01. Oktober 2014 1.070,3 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 535,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Abfertigungsrückstellung zum 30. September 2015 beträgt laut versicherungsmathematischem Gutachten 29.975,8 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 535,1 TEUR.
Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) betrugen per 01. Oktober 2014 2.386,4 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.193,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) zum 30. September 2015 betragen laut versicherungsmathematischem Gutachten 75.905,3 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 1.193,2 TEUR.
Bei der Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der Rückstellungen für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen angewandt.
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird die errechnete Körperschaftsteuernachzahlung als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gemäß § 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Höhe von 36.578,4 TEUR (30. September 2014: 36.578,4 TEUR) nicht angesetzt.
In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem für Umwelt- und Altlastenrisken mit 5.736,4 TEUR (30. September 2014: 5.892,3 TEUR), für künftige Jubiläumsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 30.538,3 TEUR (30. September 2014: 29.022,5 TEUR), für andere sonstige Verpflichtungen mit 1.751,4 TEUR (30. September 2014: 21.493,5 TEUR), für Drohverluste mit 227.407,3 TEUR (30. September 2014: 149.305,4 TEUR), für Energieabgrenzungen mit 18.576,5 TEUR (30. September 2014: 13.101,6 TEUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen mit 3.239,7 TEUR (30. September 2014: 4.431,3 TEUR) vorgesorgt.
Verbindlichkeiten
| 30. September 2015 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | |||||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||||
| Anleihen | 28.500,0 | 180.000,0 | 524.370,7 | 732.870,7 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.350,0 | 112.684,1 | 222.865,9 | 356.900,0 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | 5.490,3 | 0,0 | 0,0 | 5.490,3 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.839,7 | 0,0 | 0,0 | 9.839,7 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||||
| Unternehmen | 68.249,6 | 24,0 | 6.109,0 | 74.382,6 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | |||||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 43.548,4 | 0,0 | 0,0 | 43.548,4 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 37.656,9 | 502,9 | 3.729,6 | 41.889,4 | |||
| Summe | 214.634,9 | 293.211,0 | 757.075,2 | 1.264.921,1 |
| 30. September 2014 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | |||||||
| < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |||||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||||
| Anleihen | 0,0 | 208.500,0 | 524.370,7 | 732.870,7 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.350,0 | 92.717,1 | 264.182,9 | 378.250,0 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | 3.141,0 | 0,0 | 0,0 | 3.141,0 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.830,5 | 0,0 | 0,0 | 7.830,5 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||||
| Unternehmen | 88.365,1 | 24,0 | 6.115,0 | 94.504,1 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | |||||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.853,7 | 0,0 | 0,0 | 6.853,7 | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 32.780,4 | 486,8 | 3.526,2 | 36.793,4 | |||
| Summe | 160.320,7 | 301.727,9 | 798.194,8 | 1.260.243,4 |
Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:
| Anleihen | Nominale | Buchwert in TEUR | Buchwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| 30.9.2015 | 30.9.2014 | ||
| 3,13 % JPY-Anleihe 2009-2024 | 12 Mrd JPY | 99.370,7 | 99.370,7 |
| 5 % EUR-Anleihe 2009-2016 | 28,5 Mio EUR | 28.500,0 | 28.500,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2019 | 30 Mio EUR | 30.000,0 | 30.000,0 |
| 5,25 % EUR-Anleihe 2009-2017 | 150 Mio EUR | 150.000,0 | 150.000,0 |
| 4,25 % EUR-Anleihe 2011-2022 | 300 Mio EUR | 300.000,0 | 300.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 100 Mio EUR | 100.000,0 | 100.000,0 |
| 4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 | 25 Mio EUR | 25.000,0 | 25.000,0 |
| GESAMT | 732.870,7 | 732.870,7 |
Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich aus Kreditratenrückzahlungen in Höhe von 21.350,0 TEUR. Bis auf einen Betrag in Höhe von 21.350,0 TEUR (30. September 2014: 21.350,0 TEUR) beträgt die Restlaufzeit dieses Postens mehr als ein Jahr.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 2.009,2 TEUR auf 9.839,7 TEUR erhöht und weisen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6.262,5 TEUR (30. September 2014: 6.268,5 TEUR), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 54.042,1 TEUR (30. September 2014: 85.145,8 TEUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14.078,0 TEUR (30. September 2014: 3.089,8 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 31.997,2 TEUR (30. September 2014: 1.886,1 TEUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 11.551,2 TEUR (30. September 2014: 4.967,6 TEUR) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt bis auf einen Betrag in Höhe von 6.133,0 TEUR (30. September 2014: 6.139,0 TEUR) unter einem Jahr. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen beträgt nicht mehr als ein Jahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem 30. September 2014 um 5.096,0 TEUR auf 41.889,4 TEUR erhöht. Sie enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen aus Finanzgeschäften in Höhe von 18.290,1 TEUR (30. September 2014: 18.391,4 TEUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 5.321,0 TEUR (30. September 2014: 5.750,2 TEUR) sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 2.495,7 TEUR (30. September 2014: 2.896,7 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 37.656,9 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2014: 32.780,4 TEUR).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 25.606,6 TEUR (30. September 2014: 24.215,8 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten werden passivierte Baukostenzuschüsse in Höhe von 47.467,7 TEUR (30. September 2014: 50.668,7 TEUR) und abgegrenzte Erträge aus Finanzgeschäften in Höhe von 2.489,3 TEUR (30. September 2014: 2.923,9 TEUR) ausgewiesen. Die Investitionszuschüsse in Höhe von 2.691,4 TEUR (30. September 2014: 9,5 TEUR) wurden vom Posten Passive Rechnungsabgrenzungen zum Posten Investitionszuschüsse umgegliedert.
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen
Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Haftungen für von Banken für die eigene Geschäftstätigkeit und jene von Tochtergesellschaften ausgestellte Garantien, auf Haftungen für Finanzierungen von Tochtergesellschaften, auf Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie auf übernommene Haftungen gegenüber Banken für Kundenkredite.
Für das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") stehende Kraftwerk Freudenau wurden in Vorjahren Refinanzierungstransaktionen abgeschlossen. Bei diesen Transaktionen hat sich die EVN AG verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustfällen an die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund AG) Kostenersatz zu leisten.
Für die im Auftrag der EVN AG getätigten Geschäfte der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. für den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizität und Gas wurden gegenüber den Handelspartnern Patronatserklärungen erteilt.
Die Eventualverbindlichkeiten hierfür werden in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.
Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2015 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 46.030,4 TEUR (Vorjahr: 54.582,0 TEUR). Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 338.500,0 TEUR. Zum 31. Oktober 2015 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 42.596,3 TEUR bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 335.500,0 TEUR.
Für Finanzierungen innerhalb der EVN Gruppe bestehen die beiden Gesellschaften EVN Finanzservice GmbH und EVN Projektmanagement GmbH. Die EVN AG hat Haftungen für eventuelle Ausfälle der Gesellschaften gegenüber den beiden Finanzierungsgesellschaften übernommen. Hieraus ergeben sich Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1.390.286,4 TEUR (Vorjahr: 1.255.024,7 TEUR) zum Bilanzstichtag.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters befinden sich die EVN Wasser GmbH, die Netz Niederösterreich GmbH, die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH, die EVN Wärme GmbH, die evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft
m.b.H, die EVN Kroatien Holding, die EVN Croatia Plin d.o.o., die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, die WEEV Beteiligungs GmbH, die Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, die Energiespeicher Sulzberg GmbH, die EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH, die EVN Geoinfo GmbH, die kabelplus GmbH, die Utilitas Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H, die EVN Beteiligung 51 GmbH, die EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH, die Burgenland Holding AG, die EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, die EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH sowie die EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH in dieser Unternehmensgruppe. Die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs GmbH erklärte im Geschäftsjahr 2013/14 den Austritt aus der Gruppe.
Mit EVN Wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabführungsvertrag fortgesetzt. Mit den übrigen Gruppenmitgliedern wurden Gruppen- und Steuerumlagevereinbarungen abgeschlossen, wonach die Steuerumlagen jeweils nach der Belastungsmethode ("stand-alone"-Methode) ermittelt werden.
Dabei werden bei überrechneten steuerlichen Verlusten, diese auf Seite der Gruppenmitglieder als "interne Verlustvorträge" evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Ausnahmen davon bilden die Verträge mit den Gruppenmitgliedern WEEV Beteiligungs GmbH und Burgenland Holding AG, die vorsehen, dass der WEEV Beteiligungs GmbH und der Burgenland Holding AG im Falle der Zurechnung eines negativen steuerlichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird, wenn das Gruppenergebnis insgesamt positiv ist.
Im EVN-Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde diesbezüglich ein Vertrag zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft abgeschlossen, in welchem die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt sind.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beim jeweiligen Bilanzposten angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.
Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des für das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.
Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertansätzen.
Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.
Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Marktpreisänderungs-, Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken. Strategisches Ziel ist die Kontinuität des operativen wie des Finanzergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko enthalten und einen höheren Ertrag versprechen.
Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter. Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt mittels von Börsepreisen abgeleiteten Forwardpreiskurven, Wechselkursen, Zinsstrukturkurven. Das Kreditrisiko der Vertragspartner findet dabei Berücksichtigung.
Für derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte (Fair Values) angegeben.
| Derivative Finanzinstrumente mit Sicherungsbeziehung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominalwert in Mio JPY Marktwert in Mio EUR |
|||||||
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||||
| Währungsswaps | |||||||
| JPY (über 5 Jahre) | 12.000,0 | 12.000,0 | -3,8 | -9,1 |
Die in obiger Tabelle ausgewiesenen Währungsswaps sind Cross-Currency Swaps zur Absicherung der Zins- und Währungsrisiken der in fremder Währung begebenen Anleihe (JPY-Anleihe). Die Laufzeit der Währungsswaps ist ident mit der Laufzeit der Anleihe bis 2024. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zumindest quartalsweise geprüft. Retrospektiv erfolgt diese Prüfung mittels Dollar-Offset-Methode bzw. mittels Regressionsanalyse, prospektiv wird die Critical-Terms-Match-Methode angewandt. Die Effektivität beträgt per 30.09.2015 84 %.
Eine dokumentierte Widmung der Verträge wurde vollzogen, indem das abzusichernde Risiko identifiziert, der Beginn der Sicherungsbeziehung festgelegt und das Vorliegen aller materiellen Voraussetzungen nachvollziehbar begründet wurde. In materieller Hinsicht gilt hier dazu, dass die Sicherungsgeschäfte die qualitative Eignung des abgesicherten Grundgeschäfts besitzen, ein Absicherungsbedarf auf Basis des Preisänderungsrisikos aus dem Grundgeschäft vorliegt, eine bestehende Absicherungsstrategie existiert und die Derivate qualitativ geeignet als Sicherungsinstrument sind.
Für derivative Instrumente mit negativem Marktwert wird keine Drohverlustrückstellung gebildet, sofern eine Sicherungsbeziehung mit den jeweils zugrundeliegenden Geschäften besteht.
| Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungsbeziehung | ||
|---|---|---|
| Nominalwert in Mio EUR |
Marktwert in Mio EUR |
|
| 30.09.2015 | 30.09.2015 | |
| Kohleswaps | ||
| Käufe | 62,5 | -12,7 |
| Verkäufe | 6,8 | 1,0 |
| Forwards Strom | ||
| Käufe | 14,6 | -0,7 |
| Verkäufe | 102,9 | 9,3 |
| Forwards mit Collateral / Futures physisch Strom | ||
| Verkäufe | 11,5 | 0,8 |
| Forwards Gas | ||
| Käufe | 5,5 | -0,3 |
| Forwards CO2 -Zertifikate |
||
| Käufe | 12,4 | 1,2 |
| Verkäufe | 0,4 | 0,0 |
| Forwards mit Collateral / Futures physisch CO2- Zertifikate |
||
| Käufe | 7,0 | 0,7 |
Für derivative Finanzinstrumente mit negativen Marktwert, die keiner Sicherungsbeziehung zugeordnet sind, werden in Summe Drohverlustrückstellungen in Höhe von 13.693,1 TEUR über die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Fremdstrombezug und Energieträger) gebildet.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse und betriebliche Erträge
Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 450.436,4 TEUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 181.611,2 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 173.088,7 TEUR), aus Gaserlösen in Höhe von 95.567,8 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 73.145,2 TEUR), aus Wärmeerlösen in Höhe von 20.396,3 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 24.278,6 TEUR) und aus anderen betrieblichen Umsatzerlösen in Höhe von 152.662,7 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 163.976,5 TEUR) zusammen. Die anderen betrieblichen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Kundenaufträgen, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen, aus der Errichtung von Sonnenkraftwerken sowie aus Lichtserviceprojekten.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 830,3 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 2,6 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen, mit 3.201,0 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 3.201,0 TEUR) die Auflösung von Baukostenzuschüssen, mit 136,5 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 241,5 TEUR) Schadensvergütungen, mit 189,8 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 210,8 TEUR) diverse Mieterträge, mit 334,2 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 350,9 TEUR) Erlöse aus der Betriebsgastronomie und mit 17.825,0 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 212,0 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen
Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger, Materialaufwand sowie bezogene Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 90.863,6 TEUR bzw. 25,1 % auf 453.391,6 TEUR gestiegen.
Personalaufwand
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 299,5 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 286,9 TEUR) enthalten.
Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 berechnet.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Höhe von 23.022,3 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 6.886,5 TEUR) aus. Davon betreffen ein Betrag von 18.185,6 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 1.492,0 TEUR) außerplanmäßige Abschreibungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich vorwiegend aus Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von 4.270,6 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 4.941,6 TEUR), aus Werbeaufwendungen in Höhe von 8.540,8 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 7.570,2 TEUR), aus Verrechnungen von verbundene Unternehmen in Höhe von 8.054,0 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 6.308,2 TEUR), aus Versicherungsaufwendungen in Höhe von 1.734,0 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 1.900,3 TEUR), aus Forderungsabschreibungen in Höhe von 11.303,4 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 209.501,2 TEUR) aus Aufwendungen für drohende Zahlungen aus übernommenen Haftungen in Höhe von 16.600,0 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 0,0 TEUR) sowie aus Portokosten in Höhe von 2.065,5 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 1.706,4 TEUR).
Finanzergebnis
Die Beteiligungserträge in Höhe von 195.057,5 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 260.980,6 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbundgesellschaft), Wien, der VERBUND Hydro Power AG, Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs- Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Beteiligung 51 GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wasser Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der Netz Niederösterreich GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Bulgaria Beteiligungs- und Managementholding 21 GmbH, Maria Enzersdorf, sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt.
Die Ergebnisse der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, der EVN Bulgaria Beteiligungsund Managementholding 21 GmbH, der EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH sowie der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG des Geschäftsjahres 2014/15 wurden im Finanzergebnis phasenkongruent erfasst.
Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von 4.122,6 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 3.657,9 TEUR) enthalten.
Wie unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Rückstellungen) erläutert, wurde die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder ab Geschäftsjahr 2012/13 erstmalig nicht mehr im Personalaufwand erfasst. Die Zinskomponente für diese Rückstellungen betrug laut Gutachten in Summe 3.032,2 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 4.111,9 TEUR) und wurde unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.
Steuern vom Einkommen
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 wird unter der Position Steuern vom Einkommen durch Steuerumlagen ein Steuerertrag in Höhe von 51.831,4 TEUR (Geschäftsjahr 2013/14: 52.944,1 TEUR) ausgewiesen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 0,0 TEUR (30. September 2014: Erhöhung 0,0 TEUR).
Bilanzgewinn
Unter Berücksichtigung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen, des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr in Höhe von 135,3 TEUR sowie der Auflösung der anderen, freien Gewinnrücklagen in Höhe von 6.500,0 TEUR schließt das Geschäftsjahr zum 30. September 2015 mit einem Bilanzgewinn von 74.860,8 TEUR (30. September 2014: 74.853,2 TEUR).
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) während des Geschäftsjahres betrug 654 (Vorjahr: 675). Zum Bilanzstichtag waren 649 (Vorjahr: 659) Angestellte auf Vollzeitbasis beschäftigt.
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 987,9 TEUR (30. September 2014: 978,4 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.200,2 TEUR (30. September 2014: 1.132,0 TEUR) bezahlt.
Für Abfertigungen und Pensionen ergibt sich für Vorstand und leitende Angestellte ein Mehraufwand in Höhe von 4,0 TEUR (30. September 2014 Minderaufwand: 289,9 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer ein Minderaufwand von 2.143,0 TEUR (30. September 2014: 15.217,5 TEUR).
Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 112,1 TEUR (30. September 2014: 112,3 TEUR).
An den Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 84,8 TEUR (30. September 2014: 85,3 TEUR) ausbezahlt.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von 2.058.319 Stück, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 74.860,8 TEUR einen Betrag in Höhe von 74.684,4 TEUR, das entspricht einer Dividende von 0,42 EUR je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Sonstiges
Geschäfte im Sinne des § 8 Abs 3 ElWOG bzw. § 8 Abs 3 GWG werden insbesondere mit folgenden verbundenen Elektrizitäts- bzw. Erdgasunternehmen gemacht: Netz Niederösterreich GmbH, evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, EVN Wärme GmbH, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H sowie EconGas GmbH.
Die Angaben betreffend dem Honorar des Wirtschaftsprüfers werden im Konzernabschluss der EVN AG getätigt (§ 237 Z 14 UGB).
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat:
Präsident: Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer
Vizepräsidenten: Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker Mag. Willi Stiowicek
Mitglieder: Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Bürgermeister Bernhard Müller, BA, MPA Dkfm. Edwin Rambossek Dipl.-Ing. Angela Stransky
Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm Zentralbetriebsratsvorsitzender Ing. Paul Hofer Ing. Otto Mayer
Vorstandsdirektor Dkfm. Thomas Kusterer Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meißl
stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter Mag. Dr. Monika Fraißl
Vorstand:
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstandes Vorstandsdirektor Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Maria Enzersdorf, am 18. November 2015
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht des Aufsichtsrats
In einem weiterhin herausfordernden energiewirtschaftlichen Umfeld hat sich die EVN mit ihrem integrierten Geschäftsmodell gut positioniert und im Geschäftsjahr 2014/15 ein erfreuliches Ergebnis erreicht. Die EVN verfolgt die Strategie, ihren Kunden das höchst mögliche Maß an Versorgungssicherheit zu bieten, und profitiert im Gegenzug von einer loyalen Kundenbasis. Dazu investiert die EVN gezielt in ihre Netze und den Ausbau der Erzeugung aus erneuerbarer Energie. Zudem hält sie ihre Kraftwerksreserven betriebsbereit, um Schwankungen der erneuerbaren Erzeugung ausgleichen und die Netzstabilität sicherstellen zu können. Im Umweltgeschäft wurde mit dem Verkauf der Natriumhypochloritanlage in Moskau im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Abschluss für dieses Projekt erreicht. Um auch in der Trinkwasserversorgung die hohen Anforderungen der Kunden hinsichtlich Qualität und Versorgungssicherheit erfüllen zu können, investiert die EVN verstärkt auch in diesem Geschäftsbereich.
Erfüllung der Aufgaben
Der Aufsichtsrat hat die strategischen Schritte der EVN im Rahmen seiner Verantwortung aktiv begleitet und unterstützt. Er hat im Berichtszeitraum in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Durch die Berichte des Vorstands wurde der Aufsichtsrat regelmäßig zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und wesentlicher Konzernunternehmen, informiert. Insbesondere auf Grundlage dieser Berichterstattung hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und begleitend unterstützt. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Anregungen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand aufgegriffen. Im Rahmen einer Klausur des Aufsichtsrats wurde im Berichtszeitraum das Thema "Cybersicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen" behandelt. Dabei wurden internationale Entwicklungen, Risiken und Lösungsansätze ebenso beleuchtet wie die Entwicklungen in Österreich und die entsprechenden Maßnahmen in der EVN Gruppe.
Wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA, mit Wirkung vom 20. Jänner 2016 auf weitere fünf Jahre, das ist bis zum 19. Jänner 2021, zum Mitglied des Vorstands bestellt und die Erteilung der Prokura an Dipl.-Ing. (FH) Werner Hengst und Mag. Johannes Lang mit Wirkung vom 1. Jänner 2015 genehmigt. Unter den sonstigen wesentlichen Entscheidungen des Aufsichtsrats ist neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Genehmigung des Budgets 2015/16 für den EVN Konzern vor allem die Zusammenführung der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH und der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. hervorzuheben. Die Genehmigung des Budgets umfasste auch die Genehmigung von Investitionen in Wärme- und Windkraftanlagen, in Fern- und Nahwärmeanlagen, in Strom-, Erdgas- und Wärmenetze sowie in IT-Infrastruktur, die insbesondere der Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sowie dem Transport von erneuerbarer Energie dienen. Im Umweltbereich wurden Investitionen in die Verbesserung der Wasserqualität und in internationale Projekte zur Wasseraufbereitung genehmigt.
Österreichischer Corporate Governance Kodex, Ausschüsse des Aufsichtsrats
Als börsenotiertes Unternehmen bekennt sich die EVN zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat den Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Jänner 2015 für die EVN ab dem Geschäftsjahr 2015/16 in Kraft gesetzt. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, die die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, bis auf zwei Abweichungen eingehalten, die im Corporate Governance-Bericht entsprechend dargestellt werden.
Im Berichtszeitraum wurde durch eine externe Institution eine Evaluierung der Effizienz der Tätigkeit des Aufsichtsrats, insbesondere seiner Organisation und Arbeitsweise, vorgenommen. Die Dienstleistung umfasste im Wesentlichen die Erstellung eines Fragebogens unter Berücksichtigung obligatorischer, fakultativer und firmenspezifischer Elemente, die Erörterung des Fragebogens mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und die schriftliche Auswertung der Evaluierung. Die Gliederung des Fragebogens berücksichtigte neben den direkt aus dem Österreichischen Corporate Governance Kodex ableitbaren Fragen (z. B. Aktionäre und Hauptversammlung, Prüfungsausschuss, Aufsichtsrat und Vorstand etc.) insbesondere auch operative Belange wie Weiterbildung, Prozesse/Organisation und Ausschussarbeit. Der Bericht über die externe Evaluierung enthält das Resümee, dass die EVN die C-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr eingehalten hat. Allerdings wurde darauf hingewiesen, dass die Vergütungsregelungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats als nicht angemessen erachtet werden.
Gemäß den Anforderungen des Kodex führte der Aufsichtsrat im Berichtsjahr auch neuerlich eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit, vor allem seiner Organisation und Arbeitsweise, durch. Die Evaluierung wurde mit einem umfangreichen schriftlichen Fragebogen vorgenommen, der von den Mitgliedern des Aufsichtsrats beantwortet wurde. Die Ergebnisse der Auswertung wurden im Rahmen einer ausführlichen Diskussion erörtert.
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über Vorkehrungen zur Bekämpfung von Korruption im Unternehmen gemäß Regel 18a des Österreichischen Corporate Governance Kodex zur Kenntnis genommen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat erneut mit möglichen Interessenkollisionen auseinandergesetzt und dabei keine Konflikte festgestellt.
Gemäß den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, der zugleich als Vergütungsausschuss und Nominierungsausschuss fungiert, sowie einen Arbeitsausschuss eingerichtet.
Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2014/15 in drei Sitzungen Angelegen-heiten behandelt, die die Beziehungen wischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern betreffen. Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats ist im Berichtsjahr nicht zusammengetreten. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2014/15 zweimal und befasste sich dabei vor allem mit dem Halbjahresabschluss inklusive der Erwartung für das Geschäftsjahr, der Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss sowie der Bestellung und der Arbeit des Abschlussprüfers. Der Prüfungsausschuss hat sich eingehend mit dem internen Kontroll-, Revisions-, Risiko- und Compliance-Management-System beschäftigt.
Weitere Informationen über die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, über die Vergütung seiner Mitglieder und über die Leitlinien, die sich der Aufsichtsrat zur Sicherstellung seiner Unabhängigkeit gesetzt hat, sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.
Jahresabschluss und Konzernabschluss
Die zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014/15 vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 bestellte KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, hat den nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2015 sowie den Lagebericht des Vorstands geprüft. Sie hat über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss sowie im Aufsichtsrat billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2015 samt Anhang, Lagebericht und Corporate Governance-Bericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Damit ist der Jahresabschluss zum 30. September 2015 gemäß § 96 Abs. 4 des österreichischen Aktiengesetzes festgestellt.
Der Konzernabschluss wurde nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ebenfalls von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss samt Konzernanhang und den Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EVN Konzerns für ihren Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2014/15. Besonderer Dank gilt auch den Aktionärinnen und Aktionären, den Kundinnen und Kunden sowie den Partnern der EVN für das entgegengebrachte Vertrauen.
Maria Enzersdorf, am 9. Dezember 2015
Für den Aufsichtsrat:
Dr. Burkhard Hofer Präsident
Erklärung des Vorstands
gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG
Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Maria Enzersdorf, am 18. November 2015 EVN AG Der Vorstand
Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA