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EVN AG Annual Report 2013

Jan 17, 2014

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Annual Report

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komfortabel/ effizient /

EVN Jahresfinanzbericht 2012/13 gemäß § 82 Abs. 4 Börsegesetz

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht 2012/13 2

  • 2 Rechtliches Umfeld
  • 7 Wirtschaftliches Umfeld
  • 7 Energiewirtschaftliches Umfeld
  • 9 Erfolgs- und Einflussfaktoren
  • 11 Geschäftsentwicklung
  • 19 Nichtfinanzielle Kennzahlen
  • 20 Risikomanagement
  • 25 Aktienstruktur und Angaben zum Kapital Angaben gemäß § 243a Z1 Unternehmensgesetzbuch (UGB)
  • 26 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013/14

Konzernabschluss 2012/13 28

  • 29 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 29 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 30 Konzern-Bilanz
  • 31 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
  • 32 Konzern-Geldflussrechnung
  • 33 Konzernanhang
  • 97 Bestätigungsvermerk

Jahresabschluss der EVN AG 2012/13 nach UGB 99

  • 101 Lagebericht
  • 117 Jahresabschluss
  • 125 Bestätigungsvermerk
  • 127 Anhang
  • 142 Bericht des Aufsichtsrats

Erklärung des Vorstands

gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG 145

Konzernlagebericht

Rechtliches Umfeld

Internationale Klimapolitik

Vom 26. November bis 8. Dezember 2012 fand die 18. UNO-Klimakonferenz in Doha, der Hauptstadt von Katar, statt. Ziel war es, eine Nachfolgeregelung zum Kyoto-Protokoll zu finden, das mit Dezember 2012 auslief. Australien, die Mitgliedsländer der Europäischen Union sowie weitere europäische Staaten einigten sich im Rahmen dieser Konferenz auf eine Verlängerung der Kyoto-Ziele bis 2020. Die Gruppe dieser Länder ist für rund 14 % des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich und will bis 2020 ihre Treibhausgasemissionen um 25 % bis 40 % reduzieren, wobei der Pfad der Zielerreichung bis 2014 überprüft werden soll, um eventuell das Reduktionsziel anzuheben. Russland, Kanada, Japan und Neuseeland nehmen an dieser zweiten Verpflichtungsperiode nicht teil.

Es wurde zudem ein grober Fahrplan für ein international verbindliches Klimaschutzabkommen ab 2020 verabschiedet, das ab 2015 mit allen Staaten ausverhandelt werden soll. Hinsichtlich der Finanzierung des Green Climate Funds konnte keine Regelung getroffen werden. Seine Einrichtung wurde bereits in der 16. UNO-Klimakonferenz Ende 2011 in Mexiko beschlossen. Ab 2020 soll er jährlich 100 Mrd. US-Dollar für Entwicklungsländer bereitstellen, damit sie sich an die Folgen des Klimawandels anpassen können.

Die diesbezüglichen Verhandlungen werden in Polen bei der nächsten UNO-Klimakonferenz in Warschau im November 2013 fortgesetzt.

Europäische Energiepolitik

Europäisches Umfeld

Der europäische Energiemarkt befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Aufgrund der stetig zunehmenden, aber volatilen Energieerzeugung aus Wind und Photovoltaik rücken Aspekte der Versorgungssicherheit in Zusammenhang mit einem neuen Marktdesign verstärkt in den Blickpunkt der Diskussion. Große Energieunternehmen aus unterschiedlichen Ländern haben in diesem Zusammenhang im Europäischen Parlament Maßnahmen vorgeschlagen, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, Treibhausgasemissionen zu verringern und den Energiepreisanstieg zu begrenzen. Langfristige Konzepte zur Darstellung der Fördersysteme erneuerbarer Energie wurden gefordert.

Eine zukunftsorientierte Energiepolitik hat neben der Bereitstellung ausreichender und zuverlässiger Erzeugungskapazitäten auch den Ausbau einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur für die Übertragung und Verteilung des Stroms zu gewährleisten. Energie politische Ziele wie die Steigerung der Energieeffizienz, eine weitere Erhöhung der Erzeugung aus erneuerbaren Energien oder die Etablierung von Smart Metering können zu einer finanziellen Belastung der Kunden und zu einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa führen. Derartige Effekte sind daher bei der Gestaltung des zukünftigen europäischen Energiesystems von großer Bedeutung.

EU-Energieeffizienz-Richtlinie

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich am 14. Juni 2012 auf neue Vorschriften zur Steigerung der Energieeffizienz geeinigt. Am 25. Oktober 2012 wurde eine entsprechende Richt linie (RL 2012/27/EG) erlassen, die von den Mitgliedsstaaten die Festlegung eines indikativen nationalen Zielwerts verlangt, der auf eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 % bis zum Jahr 2020 abstellt. Zur Erreichung dieses Ziels wurden eine Reih e konkreter Maßnahmen definiert, beispielsweise die Sanierung von jährlich 3 % der öffentlichen Regierungs gebäude und die Einführung eines Verpflichtungssystems mit einem jährlichen Einsparrichtwert von 1,5 % für Energieversorgungsunter nehmen. Effizienz steigerungen sollen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette realisiert werden, wofür rechtsverbindliche Maßnahmen zur Umsetzung vorgeschrieben werden. Mithilfe von Verpflichtungssystemen oder politischen Maßnahmen soll die Energieeffizienz sowohl bei Unternehmen als auch in Privathaushalten erhöht werden. Der öffentliche Bereich wird dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.

EU-Emissionshandelssystem

Am 3. Juli 2013 hat das Europäische Parlament beschlossen, das Angebot für Emissionshandelszertifikate temporär zu verknappen. Die Versteigerung von 900 Mio. CO2-Emissionszertifikaten, die in der 3. Handelsperiode (2013–2020) bisher nicht zugeteilt worden sind, soll erst ab 2019 stattfinden. Das Gesamtvolumen der Zertifikate in der 3. Handelsperiode bleibt dadurch zwar gleich, wird aber zeitlich gestaffelt ausgegeben. Durch diese Maßnahme wird erwartet, dem Überschuss an CO2-Emissionszertifikaten aus der 2. Handelsperiode und dem daraus resultierenden Preisniveau entgegenzuwirken. Eine generelle Strukturreform des Emissionshandelssystems wird erwartet.

EU-Energieinfrastrukturmaßnahmen

Der Europäische Rat hat im März 2013 dem Kommissionsvorschlag über die Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur zugestimmt und eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Grenzüberschreitende Projekte zum Ausbau der Energieinfrastruktur, die von gemeinsamem Interesse sind, sollen durch ein transparenteres und schnelleres Genehmigungsver fahren abgewickelt werden können, wodurch sich bis zu 30 % der Verwaltungskosten einsparen ließen. Zudem ist auch eine Förderung der Europäischen Union im Rahmen der Fazilität "Connecting Europe" möglich. Mit diesen Maßnahmen sollen attraktivere Voraussetzungen für die Umsetzung der notwendigen Investitionen in die europäischen Strom- und Gasnetze, deren Ausmaß auf 200 Mrd. Euro geschätzt wird, geschaffen werden.

Energiepolitisches Umfeld in Österreich

Novellen ElWOG und GWG

Am 6. August 2013 wurden die Novellen des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz) und des GWG (Gaswirtschaftsgesetz) veröffentlicht.

Ein wesentlicher Bestandteil der Novellen ist die Umsetzung der EU-Verordnung 1227/2011 (REMIT-Verordnung). Mit der REMIT-Verordnung werden Insiderhandel und Marktmanipulation verboten. Die Marktteilnehmer werden zudem verpflichtet, sich bei der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zu registrieren und Transaktionen am Energiegroßhandelsmarkt zu melden. ACER wurde als europäische Aufsichtsbehörde für den Energiehandel eingerichtet. Die Energiegroßhandels-Transaktionsdaten-Aufbewahrungsverordnung (ETA-VO) vom 9. Oktober 2012 legte bereits vor dem Inkrafttreten der ElWOG- und GWG-Novellen eine fünfjährige Aufbewahrungsfrist für Daten über börsliche und außerbörsliche Transaktionen im Energiegroßhandel fest. Diese Daten sind auf Aufforderung der E-Control, der Bundeswettbewerbsbehörde sowie der Europäischen Kommission zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wurden durch die Novellen beider Gesetze Änderungen bezüglich des Lieferantenwechsels vorgenommen. Die maximale Dauer des Lieferantenwechsels wird auf drei Wochen beschränkt und ist für Konsumenten an keinen Stichtag gebunden. Die Umsetzung des elektronischen Lieferantenwechsels erfolgt über eine Plattform, die von der Verrechnungsstelle betrieben wird.

Das ElWOG sieht nunmehr in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind berechtigt, einen Herkunftsnachweis vom Stromhändler bzw. sonstigen Lieferanten zu erhalten. Sie sind zudem verpflichtet, ab 1. Jänner 2015 die eigene Erzeugung mit den erhaltenen Herkunftsnachweisen zu belegen.

Die gesetzlich verpflichtende Stromkennzeichnung auf den Rechnungen der EVN wurde durch die KPMG Austria AG Wirtschafts prüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Umweltauswirkungen des Versorgungsmix der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG im Jahr 2011/12 beliefen sich auf 270,64 g/kWh CO2-Emissionen und 0 g/kWh radioaktiven Abfall.

GRI-Indikator: Gesetzlich vorgeschriebene Informationen über Produkte und Dienstleistungen (PR3)

In Bezug auf die Einführung Intelligenter Messgeräte ("Smart Meter") wurden sowohl im ElWOG als auch im GWG um fassende Regelungen hinsichtlich Erfassung, Speicherung und Übermittlung von Daten definiert. Die Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungsverordnung (DAVID-VO 2012) regelt im Detail die inhaltlichen Anforderungen der Informationsbereitstellung durch den Lieferanten an den Kunden. Die technischen Anforderungen an Intelligente Messgeräte im Gasbereich wurden in der Intelligente-Gas-Messgeräte-Anforderungs-Verordnung (IGMA-VO) geregelt.

Aufgrund von gesetzlichen Vorschriften zum Unbundling wurde die EVN Netz GmbH nach dem Berichtszeitraum zum 1. Oktober 2013 in Netz Niederösterreich GmbH umbenannt.

Netzdienstleistungsverordnung Strom 2012 samt Novelle 2013

Mit dieser Verordnung und ihrer Novelle wurden Standards für Verteilernetzbetreiber bezüglich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität der gegenüber den Netzbenutzern und anderen Marktteilnehmern zu erbringenden Dienstleistungen bestimmt und Kennzahlen zur Über wachung der Einhaltung festgelegt. Im Detail sind die Leistungen im Zusammenhang mit der Netzanbindung, der Abschaltung und nachfolgenden Wiederherstellung des Netzzugangs, die Verfahrensweise und Informationspflichten bei geplanten Versorgungsunterbrechungen, die Spannungs qualität, die Erfassung der Verbrauchswerte, die generelle Kunden information und das Beschwerdemanagement geregelt.

Energielenkungsgesetz

Das Energielenkungsgesetz 2012 löste mit 26. Februar 2013 das bisherige Gesetz aus dem Jahr 1982 ab. Dem Wirtschaftsminister wird die Befugnis eingeräumt, zur Abwendung einer drohenden oder bereits eingetretenen Störung der Energiever sorgung Österreichs direkte Anweisungen an Energieunternehmen zu erteilen, um die Versorgung sicherzustellen. Die betroffenen Bereiche umfassen die Gas-, Strom- und nun auch Wärmeversorgung des Landes, wobei Kraft-Wärme-Kopplungs anlagen oder Fernwärmeunternehmen mit einer thermischen Engpassleistung von zumindest 50 MW oder einer jährlichen Wärmeabgabe von mehr als 300 GWh einbezogen werden.

Regulierungsmodell für Netznutzungstarife für
Strom und Gas in Österreich
Strom (aktuell) Strom (neu) Gas (aktuell)
Regulierungsbehörde E-Control GmbH E-Control GmbH E-Control GmbH
Anfang der Regulierungsperiode 01.01.2010 01.01.2014 01.01.2013
Nächste regulatorische Anpassung1) 01.01.2014 01.01.2019 01.01.2018
Länge der Regulierungsperiode 4 Jahre 5 Jahre 5 Jahre
Regulierungsmethode Erlösobergrenze Erlösobergrenze Erlösobergrenze
Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern, nominal2) 7,0 % 6,42 % 6,42 %
Genereller Produktivitätsfaktor3) 1,95 % 1,25 % 1,95 %
Individueller Produktivitätsfaktor 0,25 % 0,36 % 0,00 %
Inflation4) Jährliche Anpassung Jährliche Anpassung Jährliche Anpassung

1) Anpassung des WACC und Produktivitätsfaktors

2) Die verzinsliche Kapitalbasis wird durch die Regulatory Asset Base (RAB) bestimmt. Die jährlichen Investitionen werden im nächsten Jahr der RAB zugezählt.

3) Beim Strom wird 50 % der erreichten Produktivitätssteigerung während der Regulierungsperiode an die Endkunden weitergegeben. Beim Gas verbleiben die Gewinne aus Kosten reduktion während der Regulierungsperiode bei Unternehmen.

4) Netzbetreiberindex setzt sich zu je 30 % aus dem Verbraucherpreisindex (VPI) und dem Baupreisindex sowie zu 40 % aus dem Tariflohnindex zusammen.

Regulierungssystem für Strom und Gas

Die Einführung des Regulierungskontos ist für Stromnetzbetreiber in § 50 des ElWOG und für Gasnetz betreiber im § 71 GWG geregelt. Zweck des neu eingeführten Regulierungskontos ist es, mittels eines für jeden Netzbetreiber geführten "virtuellen Kontos" Abweichungen der tatsächlichen Erlöse von den bescheidmäßig zuerkannten Erlösen auszugleichen. Differenzbeträge sind dabei nach dem Gesetzeswortlaut des § 50 ElWOG bzw. § 71 GWG im Rahmen der Feststellung der Kostenbasis für die nächsten Entgeltperioden zu berücksichtigen. Die neue Regulierungsperiode für Gasnetze begann am 1. Jänner 2013 und gilt für einen Zeitraum von fünf Jahren. Für Stromnetze endet die laufende Regulierungsperiode am 31. Dezember 2013.

Energiepolitisches Umfeld in Südosteuropa

Bulgarien

Entsprechend der EU-Richtlinien zum Elektrizitäts- bzw. Erdgasbinnenmarkt wurde per 1. Oktober 2006 die gesellschaftsrechtliche Entflechtung der Netzbetreiber und Stromversorger in Bulgarien umgesetzt. Die Tochtergesellschaft EVN Bulgaria EP ist für den Netzbetrieb und die EVN Bulgaria EC für den Vertrieb verantwortlich.

Nach dem Energiegesetz sollte der bulgarische Energiemarkt seit 2007 liberalisiert sein. Während sich der Wettbewerb bei Haushaltskunden bislang noch nicht einstellte, ist bei Unternehmenskunden seit einigen Monaten ein Wettbewerbsmarkt zu verzeichnen. Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) beliefert als Großhändler die regionalen Netzbetreiber und Stromversorger EVN, Energo-Pro und CEZ, die ihrerseits den Strom für Endkunden bereitstellen. Einige industrielle Großkunden werden direkt von NEK beliefert.

Die Preise für die regulierten Lizenzen, die die Erzeugung, die Übertragung, den Systembetrieb, das Verteilnetz, die Endkundenbelieferung und den öffentlichen Lieferanten betreffen, werden vom Regulator SEWRC (State Energy and Water Regulatory Commission) festgelegt. Einer tatsächlichen Liberalisierung des Strommarkts steht entgegen, dass die regulierten Preise deutlich unter den realen Marktpreisen liegen und dass die regionalen Versorger über langfristige Bezugsverträge mit festgelegten Preisen und Mengen an den staatlichen Energieproduzenten gebunden sind.

Im Mittelspannungsnetz sind Unternehmenskunden zur freien Anbieterwahl zugelassen. Im Versorgungsgebiet der EVN in Südostbulgarien betrifft diese Regelung rund 1.400 Unternehmen. Alle übrigen Verbraucher werden zu regulierten Preisen beliefert. Die EVN ist mit ihrer bulgarischen Handelsgesellschaft EVN Trading South East Europe EAD im liberalisierten Marktsegment tätig. Für Kunden in diesem Netzsegment, die keine anderen Anbieter auswählen oder vom gewählten Anbieter unverschuldet keinen Strom beziehen können, übernimmt der gesetzlich verpflichtete Lieferant ("Supplier of last Resort") die Versorgung. Die EVN ist neben den beiden anderen Energieunternehmen CEZ und EnergoPro sowie der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft NEK als solcher definiert. Gemäß einer Änderung des Energiegesetzes sind die "Supplier of last Resort" bis zum 30. Juni 2015 dazu verpflichtet, den Strom von NEK zu frei verhandelten Konditionen zu beziehen. Die Berechnung der Preise für Endkunden, die der "Supplier of last Resort" verrechnen kann, hat einer vom Regulator festgelegten Methodologie zu folgen.

Gemäß der 2011 beschlossenen Energiestrategie 2020 der bulgarischen Regierung sollen neben der Entwicklung eines liberalisier ten Energiemarkts die Versorgungssicherheit, die Steigerung der Energieeffizienz, der Schutz der Endkunden und die Erhöhung der erneuerbaren Energiekapazitäten in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energien soll bis 2020 auf 16,0 % angehoben werden. Um die Versorgungssicherheit trotz der erhöhten Einspeisung von erneuerbarer Energie gewährleisten zu können, wird es dem Netzbetreiber gestattet, im Bedarfsfall einzelne Anlagen vom Netz zu trennen.

Nachdem der bulgarische Energieregulator am 1. Juli 2012 die Strompreise um 13,6 % angehoben hat, senkte er diese am 5. März 2013 um 7,3 % und am 1. August 2013 um 4,2 %. Am 16. Juli 2012 wurde vom Regulator in Bulgarien eine Änderung der Methodologie zur Kompensation der Mehrkosten für Ökostrom und für Strom aus hocheffizienten Cogeneration-Anlagen mit Wirkung vom 1. Juli 2012 beschlossen. Durch die große Anzahl von neuen Anschlussverträgen mit Ökostrom-Erzeugern kam es zu höheren Einspeisemengen, wodurch die Strombezugskosten der für den Vertrieb verantwortlichen EVN Bulgaria EC deutlich gestiegen sind. Das bulgarische Gesetz für erneuerbare Energie sieht eine Abgeltung dieser Mehrkosten durch die Endkunden vor. Am 1. August 2013 wurde diese geänderte Methodologie zur Kompensation der Mehrkosten für Ökostrom und für Strom aus hocheffizienten Cogeneration-Anlagen wiederum abgeändert und die Anhebung der Bezugskosten der Vertriebsgesellschaften zurückgenommen. Die bereits angefallenen Ansprüche wurden als Forderung abgegrenzt, nachdem seitens der Behörde bestätigt wurde, dass die EVN für die ungedeckten Koste n grundsätzlich entschädigt werden soll. Darüber hinaus wurde ein Investitionsschutzverfahren bei dem bei der Weltbank eingerichteten "International Center for the Settlement of Investment Disputes" eröffnet. Hintergrund für dieses Verfahren sind Maßnahmen bulgarischer Regulierungsbehörden und Regierungs stellen im Zusammenhang mit der Preisfest setzung für Elektrizität und der Vergütung für öffentlich-rechtliche Verpflichtungen in Bezug auf erneuerbare Energie.

Mazedonien

Die Änderungen des Energiegesetzes im Jahr 2011 führten zu deutlich veränderten Rahmenbedingungen für das Energiegeschäft in Mazedonien. Unter anderem wurde die rechtliche Entflechtung (Unbundling) der Stromerzeugung, des Netzbetriebs und des Energievertriebs vorbereitet. Die EVN Macedoni a Elektra n i DOOEL ist bereits als Erzeugungsgesellschaft aktiv; die EVN Macedonia AD wird wie bisher das Netzgeschäft in Mazedonie n abdecken. Bis zur vollständigen Umsetzung des Unbundling ist die EVN Macedonia AD auch noch als Vertriebsgesellschaft tätig. Nach der erforderlichen Anpassung noch offener Punkte im Gesetz wird die EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL die Aktivi täten als Vertriebsgesellschaft übernehmen. Das Unbundling wird als wichtige Voraussetzung für die Erreichung der Hauptziele gesehen, wozu die Öffnung des Energiemarkts hin zu einem liberalisierten System und die Integration in die inter nationalen Strommärkte zählen.

Während der Jahre 2012 und 2013 wurden die Begleit gesetze zur Einführung des liberalisierten Strommarkts erarbeitet. Sie umfassen die generellen Marktregeln, das Tarifsystem und die Bestimmungen zum "Supplier of last Resort". Das Inkrafttreten der Bestimmungen wurde verschoben und soll nun durch einen Umsetzungsplan des Regulators begleitet werden. Bislang ist der Strommarkt in Mazedonien noch stark reguliert. Als Hauptstromproduzent ist die staatliche AD ELEM zuständig. Die ebenfalls im Staatsbesitz stehende AD MEPSO ist für den Betrieb des staatlichen Übertragungsnetzes verantwortlich. Die EVN Macedonia ist am Endkundenmarkt aktiv; eine kleine Anzahl von Großkunden wird schon heute direkt von AD MEPSO beliefert. Für Nicht-Haushaltskunden soll der liberalisierte Strommarkt frühestens ab 1. April 2014 wirksam werden und für Haushaltskunden frühestens ab 1. Jänner 2015.

Im Juli 2012 hat der Regulator die niedrigen Tagestarife abgeschafft, die täglich zwischen 13 und 16 Uhr verrechnet werden mussten. Davon ausgenommen bleibt der Sonntag. Ziel war es, die Verbrauchsgewohnheiten der Bevölkerung zu ändern und damit den Bedarf an teuren Stromimporten während des Winters zu vermeiden. Eine weitere Änderung in den Regularien betrifft den Netzanschluss. Die Gebühren für standardisierte Anschlüsse richten sich nun nach einem regulierten Preis pro Kilowatt. Für die technisch aufwendigeren Nichtstandardanschlüsse kommen weiterhin die tatsächlichen Anschlusskosten und gegebenenfalls die Kosten für die technische Adaptierung des Netzes hinzu. Die Fristen für die Umsetzung eines Netzanschlusses wurden verkürzt, wobei der Netzbetreiber für nicht in seiner Einfluss sphäre liegende Verzögerungen nicht haftbar gemacht werden kann.

Nach einer ersten Preisanhebung im Jänner 2012 verfügte der Regulator im August 2012 eine Erhöhung des Strompreises für Endkunden in Höhe von 9,8 %. Beide Preisanhebungen dienten primär zur Abdeckung der zusätzlichen Aufwände, die die EVN Macedonia seit dem Jahr 2012 zu tragen hatte. Diese Aufwände resultieren aus der Beschaffung des nicht durch mazedonische Erzeugungskapazitäten abgedeckten Energieverbrauchs und der Netzverluste, die seit 1. Jänner 2012 nicht mehr zu regulierten Preisen, sondern am Großhandelsmarkt erworben werden müssen. Am 1. Juli 2013 gab der Regulator eine Senkung der Strompreise für Endkunden um durchschnittlich 3,0 % bekannt, wobei gleichzeitig die Großhandelspreise und die Tarife für den staatlichen Übertragungsnetzbetreiber erhöht wurden.

Kroatien

Die EVN ist mit ihrer Tochtergesellschaft EVN Croatia Plin d.o.o. seit der Erteilung der Konzessionen für die Errichtung und den Betrieb eines Gasnetzes in den Jahren 2009 und 2010 in den Gespanschaften Zadar, Split-Dalmatia und Sibenik-Knin tätig. Die Konzessionen laufen 30 Jahre und berechtigen zur Gasverteilung und -versorgung. Die Region weist in Summe ein Kundenpotenzial von 130.000 Anschlüssen auf. Mit der Inbetriebnahme des Gasnetzes wurden ab Juni 2012 die ersten Kunden in Zadar an das Gasnetz angeschlossen.

Kroatien trat am 1. Juli 2013 als 28. Mitglied der Europäischen Union bei. Damit verbunden waren auch Anpassungen im Energie recht an die geltenden EU-Standards. Das Energierecht wurde als Rahmen für sämtliche Aktivitäten im Strom- und Gasbereich adaptiert, und dem Regulator wurden die Aufgaben zur Regulierung und Beaufsichtigung des Marktes übertragen. Es wurde ein Anreizsystem für die Ermittlung der Netztarife eingeführt, das auch die Anforderungen eines Green-Field-Projekts mit hohen Anfangsinvestitionen und anfänglich geringen Kundenzahlen abdeckt. Die Verlängerung der Regulierungsperiode im Gasbereich von bislang einem auf fünf Jahre führt zu einer verbesserten Prognosequalität der Netztarife. Die Gasabsatzpreise an Unternehmenskunden sind seit 2012 liberalisiert. Ab 1. April 2014 soll auch der Markt für Haushaltskunden liberalisiert werden; gleichzeitig wird auch der Einkauf von Gas am Großhandelsmarkt freigegeben werden.

Albanien

Nachdem im September 2012 die erste Kraftwerksstufe des Kraftwerks Ashta der beiden Projektpartner EVN und Verbund eröffnet wurde, erfolgte die Vollinbetriebnahme im April 2013 mit nunmehr beiden Kraftwerksstufen. Die Bestätigung der Fertigstellung wurde vom zuständigen albanischen Ministerium am 21. August 2013 ausgestellt. Die erzeugte Energie wird gemäß Abnahmevereinbarung, die für einen Zeitraum von 15 Jahren gilt, an das staatliche Energieunternehmen Korporate Elektroenergjetike Shqiptare (KESH) geliefert. Der Konzessionsvertrag, der 2008 zu laufen begann und dem die EVN im Jahr 2009 beigetreten ist, wurde für eine Dauer von 35 Jahren abgeschlossen. Nach Ablauf der Periode ist das Kraftwerk Ashta an die Republik Albanien zu übergeben.

Vom zweiten Kraftwerksprojekt in Albanien, Devoll Hydropower, hat sich die EVN im Geschäftsjahr 2012/13 zurückgezogen. Der 50 %ige Anteil an dem Joint Venture wurde an den norwegischen Partner Statkraft AS verkauft. Nachdem das albanische Parlament der Konzessionsvertragsänderung am 28. März 2013 zugestimmt hat, erfolgte das Closing des Verkaufs am 7. Mai 2013.

Lagebericht

Regulierungsmodell für Netznutzungstarife
in Bulgarien und Mazedonien
Bulgarien
Strom
Bulgarien
Wärme
Mazedonien
Strom
State Energy and Water State Energy and Water Energy Regulatory
Regulatory Commission Regulatory Commission Commission
Regulierungsbehörde (SEWRC) (SEWRC) (ERC)
Anfang der Regulierungsperiode 01.08.2013 01.08.2013 01.01.2012
Nächste regulatorische Anpassung 01.08.2015 01.08.2014 01.01.2015
Länge der Regulierungsperiode 2 Jahre 1 Jahre 3 Jahre
Regulierungsmethode1) Erlösobergrenze Erlösobergrenze Erlösobergrenze
Gewichteter Kapitalkostensatz (WACC)
vor Steuern, nominal 7,0 % 7,6 % 6,7 %
Anerkannte Netzverluste 10,0 % Nein 14,0 %
Produktivitätsfaktor Ja Ja Nein
Investitionsfaktor2) Nein Nein Ja

1) Die Erlösobergrenze umfasst die anerkannten operativen Kosten, die Abschreibungen und die angemessene Kapitalrendite auf die verzinsliche Kapitalbasis

(RAB – Regulatory Asset Base).

2) Jährliche Überprüfung und Genehmigung des Investitionsplans durch Regulierungsbehörde

Wirtschaftliches Umfeld

Im zweiten Quartal 2013 hat die Wirtschaft der Europäischen Union (EU) die Rezession überwunden und erstmals seit dem dritten Quartal 2011 wieder ein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen wird. So hat sich auch in Italien und Spanien der Abschwung zuletzt verlangsamt. Das sind Anzeichen dafür, dass die Strukturreformen in den Krisenstaaten des Euroraums allmählich positive Wirkungen zeigen. Für 2013 wird dennoch eine verhaltene Konjunkturentwicklung erwartet; für 2014 wird hingegen mit einem nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung und einem Wachstum in der Höhe von 1,4 % gerechnet.

Die österreichische Wirtschaft stagnierte in den ersten sechs Monaten. Die Verbesserung des internationalen Umfelds und die Stimmungsindikatoren lassen aber eine moderate Belebung in der zweiten Jahreshälfte erhoffen. 2014 sollte die Konjunktur anziehen. Für das Gesamtjahr 2013 wird nunmehr mit einem maximalen Wachstum von 0,5 % gerechnet, wohingegen für 2014 ein Anstieg der Konjunktur um 1,7 % erwartet wird.

Die Wachstumserwartungen für Bulgarien wurden für 2013 leicht nach unten revidiert. Hauptgrund ist eine deutliche Verlangsamung des Exportwachstums; auch der private Konsum entwickelt sich hauptsächlich aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit weiterhin zurückhaltend. Für 2013 wird mit einem BIP-Wachstum in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 gerechnet. Im Jahr 2014 wird ein deutlicherer Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 2,5 % erwartet.

Die schwache Wirtschaftsentwicklung in den Nachbar staaten führte in Mazedonien im Jahr 2012 zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung um 0,3 %. Bereits im Jahr 2013 wird jedoch wieder mit einer deutlichen Belebung der Konjunktur um bis zu 2,0 % gerechnet. Dieser Trend sollte anhalten und 2014 zu ein em Wirtschaftswachstum von bis zu 3,1 % führen.

Trotz des per 1. Juli 2013 erfolgten EU-Beitritts Kroatiens bleibt die wirtschaftliche Lage des Landes noch immer angespannt. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 um 2,0 % ist auch für 2013 mit einem Sinken um bis zu 1,0 % zu rechnen. Auch hier stellt sich die hohe Arbeitslosigkeit als Belastung dar. Erst 2014 soll sich die Konjunktur mit einem erwarteten Wachstum von bis zu 1,5 % erholen.

In Albanien führten innenpolitische Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Regierung zu einem Reformstau, der sich nach den Parlamentswahlen im Juni 2013 und dem Ergebnis einer neuen Regierungskonstellation langsam aufzulösen beginnt. Nach einem im Vergleich zu den Nachbarstaaten robusten Wirtschaftswachstum von 1,3 % im Jahr 2012 wird für 2013 mit einem Anstieg des BIP um bis zu 2,0 % und für 2014 von bis zu 3,0 % gerechnet.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Die Geschäftsentwicklung der EVN wird wesentlich von externen Einflussfaktoren bestimmt, die vom Unternehmen nicht oder nur bedingt beeinflusst werden können. Haupteinflussfaktor für den Energieverbrauch von Haushalten ist die vorherrschende Witterung, die sich insbesondere auf die Gas- und Wärmenachfrage auswirkt. Die Energienachfrage von Industrieunternehmen steht in Abhängigkeit zu deren Geschäftsentwicklung und damit letztlich zur Situation der Gesamtwirtschaft. Darüber hinaus beeinflussen die Entwicklung der Primärenergiepreise und die am Markt realisierbaren Endkundenpreise die erzielbaren Margen und damit die Ertragslage der EVN.

BIP-Wachstum % 2014f 2013e 2012 2011 2010
EU-271) 2) 1,4 –0,1 –0,3 1,6 2,1
Österreich2) 3) 1,7 0,5 0,8 2,7 2,3
Bulgarien1) 2) 4) 1,7–2,5 0,5–0,9 0,8 1,8 0,4
Mazedonien5) 6) 2,0–3,1 1,0–2,0 –0,3 3,1 1,8
Kroatien1) 2) 4) 6) 0,2–1,5 –0,5–(–1,0) –2,0 0,0 –2,3
Albanien4) 5) 6) 2,5–3,0 1,8–2,0 1,3 3,1 3,9

1) Quelle: "European Economic Forecast, Spring 2013", EU-Kommission, Mai 2013

2) Quelle: "Prognose der Österreichischen Wirtschaft 2013 –14", IHS, Oktober 2013

3) Quelle: "Prognose für 2013 und 2014: Erste Zeichen einer Konjunkturerholung", WIFO, Oktober 2013

4) Quelle: "Strategie Österreich und CEE 4. Quartal 2013", Raiffeisen Research, September 2013

5) Quelle: "Europe and Central Asia Economic Outlook", World Bank, April 2013

6) Quelle: "World Economic Outlook", International Monetary Fund, April 2013

in %
Temperaturbedingter Energiebedarf 1)
%
Österreich
107,5
99,0
8,5
Bulgarien
88,0
108,2
–20,2
Mazedonien
95,1
120,4
–25,3
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent
82,9
86,0
–3,5
EUR/Barrel
Gas – NCG2)
26,9
24,3
10,9
EUR/MWh
Kohle – API#23)
63,1
76,3
–17,2
EUR/Tonne
CO2-Emissionszertifikate (2./3. Periode)
5,3
7,9
–33,0
EUR/Tonne
Strom – EEX Forwardmarkt 4)
Grundlaststrom
47,5
54,8
–13,3
EUR/MWh
Veränderung
2012/13 2011/12 2010/11
101,7
86,2
100,8
75,5
22,1
87,0
14,8
50,3
Spitzenlaststrom EUR/MWh 58,8 67,0 –12,3 64,1
Strom – EPEX Spotmarkt 5)
Grundlaststrom
38,8
44,8
–13,5
EUR/MWh
51,6
Spitzenlaststrom
49,9
55,1
–9,5
EUR/MWh
61,8

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100,0 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2011 und

in Mazedonien jenem ab 2001; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Net Connect Germany (NCG) – EEX (European Energy Exchange)-Börsepreis für Erdgas

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX

5) EPEX Spotmarkt – European Power Exchange

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren regional sehr unterschiedliche Temperaturentwicklungen zu verzeichnen. Nach einem milden Vorjahr stieg in Niederösterreich die Heizgradsumme um 8,5 Prozentpunkte an. Gegensätzlich zeigte sich die Witterung in Bulgarien und Mazedonien; nach dem aus historischer Sicht kältesten Winter im Vorjahr gingen im Berichtsjahr die Heizgradsummen um 20,2 bzw. 25,3 Prozentpunkte zurück.

Unterschiedliche Entwicklungen waren auch bei den Primärenergiepreisen im Geschäftsjahr 2012/13 zu beobachten. Der Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent lag auf Eurobasis mit 82,9 Euro pro Barrel um 3,5 % unter dem Vorjahreswert. Negativen Effekten aufgrund der angespannten Situation im Nahen Osten standen hohe Rohöllagerbestände in den USA, vor allem im Frühjahr 2013, gegenüber. Zudem war die Nachfrage aufgrund der verhaltenen Konjunktur schwächer, die sich auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften wie China abzeichnete. Der durchschnittliche EEX-Börsenpreis für Erdgas notierte in der Berichtsperiode hingegen mit 26,9 Euro pro MWh um 10,9 % über dem Vorjahresniveau. Der Preis für Kohle sank allerdings

Lagebericht

aufgrund hoher Lagerbestände aus den Importen von US- Kohle und der geringeren Nachfrage um 17,2 % auf 63,1 Euro je Tonne. Die Preise für CO2-Emissionszertifikate fielen im Vorjahresvergleich um 33,0 % und lagen bei 5,3 Euro je Tonne.

Die internationalen Energiemärkte waren im Geschäftsjahr 2012/13 von einem weiteren Rückgang sowohl der Spotmarkt- als auch der Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom geprägt. Hauptverantwortlich dafür war im Wesentlichen die vorhanden e Überkapazität an elektrischem Strom, die aus höheren Erzeugungsmengen aus erneuerbaren Energiequellen resultierte und sich auch in äußerst volatilen Preisverläufen widerspiegelte. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gingen die Spotmarktpreise für Grundlaststrom um 13,5 % auf 38,8 Euro und jene für Spitzenlaststrom um 9,5 % auf 49,9 Euro pro MWh zurück. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfolgt die Energiebeschaffung in der Regel im Vorhinein auf Termin, weswegen die Preise auf den Terminmärkten mit zeitlicher Verzögerung Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der EVN nehmen. Die für diese Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grundbzw. Spitzenlaststrom lagen in der Berichtsperiode mit 47,5 Euro bzw. 58,8 Euro pro MWh um 13,3 % bzw. 12,3 % unter dem Vorjahr.

Im August 2013 kündigte die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH mit ihren regionalen Energievertriebsgesellschaften den Start einer Energieeffizienz-Offensive an, die unter anderem eine Unterstützung beim Kauf von energieeffizienten Geräten und Energiedienstleistungen umfasst. Zum Start dieser Offensive wurde auch die Senkung der Energiepreise für Strom und Gas für Haushaltsund Kleingewerbekunden per 1. Oktober 2013 um durchschnittlich 3,6 % bekanntgegeben.

In Bulgarien hat der Regulator nach einer ersten Senkung der Endkundenpreise für Strom um 7,3 % per 5. März 2013, die mit der Kürzung der regulatorisch anerkannten Netzverluste der Verteilnetzbetreiber einherging, den Strompreis für Haushaltskunden per 1. August 2013 um durchschnittlich 4,2 % reduziert. Auch die Endkundenpreise für Wärme wurden per 1. Jänner 2013 infolge einer Preissenkung für Erdgas (Reduktion um 9,8 %) um 5,9 % gesenkt.

In Mazedonien hat der Regulator per 1. Juli 2013 die Endkundenpreise für Strom um 3,0 % reduziert und gleichzeitig die Beschaffungspreise angehoben.

Erfolgs- und Einflussfaktoren

Die Stabilität und Effizienz der Energieübertragungsnetze der EVN bilden die Grundlage für die Gewährleistung der Versorgungssicherheit, weshalb ihre kontinuierliche Verbesserung zu den strategischen Investitionsschwerpunkten der EVN zählt. In den südosteuropäischen Märkten wird darüber hinaus die Reduktion der Netzverluste verfolgt. Die Ergebnisentwicklung im Netzbereich wird maßgeblich vom Tarifsystem und den regulatorischen Rahmenbedingungen geprägt.

Einen weiteren wesentlichen Faktor für die Versorgungssicherheit bilden die unternehmenseigenen Energieerzeugungskapazitäten. Die EVN setzt auf einen ausgewogenen und flexiblen Erzeugungsmix. Die Bandbreite reicht von flexibel einsetzbaren thermischen Erzeugungskapazitäten bis hin zur erneuerbaren Energie, vor allem aus Wasser- und Windkraft. Entsprechend vielfältig sind auch die Einflussfaktoren im Bereich der Stromerzeugung. Erzeugungsseitig wird die thermische Produktion von der Entwicklung der Primärenergiepreise beeinflusst, während absatzseitig die Entwicklung der europäischen Strompreise der wesentliche Einflussfaktor ist. Im Bereich der erneuerbaren Erzeugung hängt die Ergebnisentwicklung zudem von den gesetzlichen Rahmenbedingungen (z. B. Einspeisetarife) sowie von externen Faktoren wie der Wasserführung oder dem Winddargebot ab. Durch die laufende Analyse der Strompreisentwicklung werden Optimierungspotenziale in der Eigenerzeugung genutzt.

Der Entwicklung der Primärenergiekosten und der Stromhandelspreise begegnet die EVN mit geeigneten Absicherungs- und Beschaffungsstrategien. Im Sinne der mittel fristigen Planungsund Beschaffungssicherheit wird der Bedarf an Energie rohstoffen und Strom auf den Terminmärkten gekauft bzw. abgesichert. Etablierte Geschäftsbeziehungen mit zuverlässigen Lieferanten sowie mittel- und langfristige Liefervereinbarungen bilden die Grundlage für die Beschaffung der Primärenergie. Bei der Stromund Gasbeschaffung wird im Rahmen der EnergieAllianz Austria (EAA) eine aktive Hedging-Politik betrieben. Im Stromgeschäft wiederum gewährleistet das inte grierte Geschäftsmodell durch die Eigenerzeugung ein natürliches Hedging. Im Wärmegeschäft sind die Verkaufspreise sämtlicher Produkte wertgesichert, wofür in nahezu allen Verträgen eine Bindung an öffentlich erhobene Preisindizes vereinbart wurde.

Im Heimmarkt Niederösterreich steht die starke Verankerung der Marke EVN im Zentrum des integrierten Geschäftsmodells. Die Marke EVN dient der erfolgreichen Positionierung als kompetentes Dienstleistungs- und Versorgungsunternehmen in den Bereichen Strom, Gas, Wärme und Wasser. Darüber hinaus werden unter dem Namen kabelplus Kabel-TV- und Telekommunikations-Dienstleistungen angeboten. Diese Faktoren sichern der EVN eine breit diversifizierte und stabile Endkundenbasis.

Im internationalen Projektgeschäft des Segments Umwelt besteht hohes Potenzial an Neuprojekten im Bereich der kommunalen Abwasserentsorgung, Trinkwasseraufbereitung oder thermischen Müllverwertung in Mittel-, Südost- und Osteuropa. Die tatsächliche Realisierung dieser Infrastrukturprojekte hängt in der Regel von ihrer Finanzierbarkeit durch die öffentliche Hand als Auftraggeber ab. Bei diesen Projekten agiert die EVN als Generalunternehmer, der für die Planung und schlüsselfertige Errichtung der Anlagen verantwortlich ist, und kann auf Wunsch des Auftraggebers auch die Betriebsführung übernehmen. Ein weiteres Modell zur Abwicklung von Umweltprojekten sind sogenannte PPP-Modelle (Public Private Partnership), bei denen die EVN im Rahmen einer Projektgesellschaft die Finanzierung arrangiert, ohne jedoch das wirtschaftliche Risiko für das Projekt zu übernehmen. Die zentralen Erfolgsfaktoren bilden die Akquisition neuer Projekte innerhalb der Kompetenzfelder der EVN, die hohe technologische sowie wirtschaftliche Planungs- und Umsetzungskompetenz, die sich auch in der Auswahl der Subunternehmer und Lieferanten niederschlägt, sowie die adäquate Risiko minimierung bzw. -allokation in der Projektausführung. Aus Sicht des Gesamtkonzerns liefert das Umweltgeschäft einen wichtigen Beitrag zur Ergebnis- und Risikodiversifikation.

Das integrierte Geschäftsmodell der EVN wird durch die strategischen Beteiligungen abgerundet, die im Finanzergebnis abgebildet werden und einen weiteren Beitrag zur vertikalen Integration leisten. Im Besonderen gilt das hinsichtlich der Stromproduktion für die 12,63 %-Beteiligung an der Verbund AG und die 13 %-Beteiligung an den 13 Innkraftwerken; hinsichtlich der Öl- und Gasförderung sowie der Gasspeicherung für die 50,03 %-Beteiligung an der RAG.

Details zu deren Beitrag zum Finanzergebnis der EVN finden sich unter Anhangsangabe 31. Finanzergebnis auf Seite 131f.

Einflussfaktoren Auswirkung auf
Geschäftsentwicklung1)
Temperatur Neutral
Primärenergiepreise Negativ
Strompreise – Forwardmarkt Negativ
Strompreise – Spotmarkt Negativ
Absatz Strom Negativ
Absatz Gas Positiv
Absatz Wärme Positiv

1) Im Vergleich zum Vorjahr

Einflussfaktoren Auswirkung auf
Geschäftsentwicklung
(generell)
Mitarbeiterfluktuation Negativ
Arbeitsunfälle Negativ
Stakeholderdialog Positiv
CO2-Emissionen Negativ
Netzverluste Negativ

Geschäftsentwicklung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Konsolidierungskreis (siehe Anhang Erläuterung 4. Konsolidierungskreis, Seite 111f) wurde gegenüber dem Vorjahr per saldo um eine vollkonsolidierte Gesellschaft erweitert sowie um ein at Equity einbezogenes Unternehmen reduziert. Insgesamt wurden somit – inklusive der EVN AG als Muttergesellschaft – 63 vollkonsolidierte Unternehmen (Vorjahr: 62), fünf quotenkonsolidierte (Vorjahr: fünf) sowie 18 at E quity einbezogene Unternehmen (Vorjahr: 19) in den Konzern abschluss einbezogen.

Zu den vollkonsolidierten Unternehmen zählen seit dem Geschäftsjahr 2012/13 auch die WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o. sowie die OOO EVN Umwelt. Die EVN Fi nance Service B.V. wurde aufgrund der Verschmelzung mit der EVN Projektmanagement GmbH aus dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen genommen. Infolge des Verkaufs des Wasserkraftwerkprojekts Devoll wurde die bisher at Equity einbezogene Gesellschaft Devoll Hydro power ShA entkonsolidiert.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2012/13 erwirtschaftete die EVN eine n Umsatz von 2.755,0 Mio. Euro, was einem Rückgang um 91,5 Mio. Euro bzw. 3,2 % entspricht. Im Energiegeschäft wirk-

Highlights 2012/13

  • Umsatzrückgang um 3,2 % auf 2.755,0 Mio. Euro
  • EBITDA-Rückgang um 3,6 % auf 457,6 Mio. Euro
  • EBIT-Rückgang um 2,1 % auf 218,5 Mio. Euro
  • Finanzergebnis sinkt aufgrund des negativen Beteiligungs ergebnisses auf –38,1 Mio. Euro
  • Rückgang des Konzernergebnisses um 41,2 % auf 114,7 Mio. Euro
  • Erhöhung des Cash Flows aus dem operativen Bereich um 21,8 % auf 561,7 Mio. Euro
  • Eigenkapitalquote mit 43,2 % nahezu konstant

ten sich in Österreich rückläufige Stromabsatzpreise negativ aus. Demgegenüber stand ein Umsatz anstieg in Mazedonien aufgrund von Preissteigerungen im Vorjahr. Im Umweltgeschäft lag der Umsatz aufgrund eines geringeren Projektabwicklungsvolumens deutlich unter dem Vorjahresniveau.

Der im Ausland erzielte Umsatz sank um 45,7 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 1.152,1 Mio. Euro, wodurch sein Anteil am Gesamtumsatz von 42,1 % im Vorjahr auf 41,8 % fiel.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen vor allem aufgrund höherer Bestandsveränderungen um 14,1 Mio. Euro bzw. 17,4 % auf 95,5 Mio. Euro.

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Kurzfassung
2012/13
Mio. EUR
2011/12
Mio. EUR
Veränderung in
Mio. EUR
% 2010/11
Mio. EUR
Umsatzerlöse 2.755,0 2.846,5 –91,5 –3,2 2.729,2
Sonstige betriebliche Erträge 95,5 81,3 14,1 17,4 101,6
Fremdstrombezug und Energieträger –1.612,6 –1.630,6 18,0 1,1 –1.505,7
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand –295,8 –350,0 54,1 15,5 –373,9
Personalaufwand1) –307,1 –312,6 5,6 1,8 –319,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –177,4 –160,1 –17,3 –10,8 –156,3
EBITDA1) 457,6 474,5 –16,9 –3,6 474,9
Abschreibungen –239,1 –251,3 12,2 4,9 –252,8
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 218,5 223,2 –4,7 –2,1 222,2
Finanzergebnis1) –38,1 36,5 –74,6 41,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 180,3 259,7 –79,3 –30,6 263,9
Ertragsteuern –22,1 –25,9 3,8 14,6 –28,8
Ergebnis nach Ertragsteuern 158,2 233,8 –75,6 –32,3 235,2
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis)1) 114,7 194,9 –80,2 –41,2 192,3
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 43,5 38,9 4,7 12,0 42,9
Ergebnis je Aktie in EUR2) 0,64 1,09 –0,4 –40,8 1,08

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108)

2) Verwässert ist gleich unverwässert

1) Aufgrund der Darstellung nach dem Ursprungslandprinzip ergeben sich Abweichungen zu den Vorjahreszahlen.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger sank um 18,0 Mio. Euro bzw. 1,1 % auf 1.612,6 Mio. Euro. Der Rückgang ist hauptsächlich durch geringere Bezugsmengen in Südosteuropa aufgrund des milderen Winters und durch den Entfall der fixierten Verrechnungspreise für Ökostrom in Österreich begründet. Dem standen höhere Bezugskosten für Kohle, ein mengenmäßig höherer Gasbezug aufgrund der kälteren Witterung in Österreich und eine Rückstellung für belastende Ver träge aus der Vermarktung der eigenen Produktion gegenüber.

Die Position Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand sank um 54,1 Mio. Euro bzw. 15,5 % auf 295,8 Mio. Euro. Hauptverantwortlich dafür war ein im Vergleich zum Vorjahr geringeres Projektabwicklungsvolumen im Umweltgeschäft.

Der durchschnittliche Personalstand ging im Berichtszeitraum um 97 Personen bzw. 1,3 % auf 7.497 Mitarbeiter zurück.

1) Aufgrund der Darstellung nach dem Ursprungslandprinzip ergeben sich Abweichungen zu den Vorjahreszahlen.

Verantwortlich dafür waren weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen und der Verkauf der first facility GmbH, die im Vorjahr im durchschnittlichen Mitarbeiterstand noch Berücksichtigung fand. Der Personal aufwand lag mit 307,1 Mio. Euro um 5,6 Mio. Euro bzw. 1,8 % unter dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf den Verkauf der first facility GmbH und die reduzierten Restrukturierungsaufwände in Mazedonien zurückzuführen. Demgegenüber standen die kollektiv vertraglichen Lohn- und Gehaltsanpassungen.

Im Zusammenhang mit der Änderung der Bilanzierungsmethode, wodurch die Zinskomponente betreffend die Per sonal rück stellungen von den Personalaufwendungen ins Finanzergebnis umgegliedert wurde, wurden die Werte des Geschäftsjahres 2011/12 entsprechend angepasst. Der Personalaufwand im Vorjahr veränderte sich daher von 329,1 Mio. Euro auf 312,6 Mio. Euro (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund von Rückstellungsveränderungen um 17,3 Mio. Euro auf 177,4 Mio. Euro. Das EBITDA, das in der Berichtsperiode bei 457,6 Mio. Euro lag, verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 16,9 Mio. Euro bzw. 3,6 %. Bei einem leicht gesunkenen Umsatz blieb die EBITDA-Marge bei 16,6 % nahezu auf dem Vorjahresniveau von 16,7 %. Die Abschreibungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 12,2 Mio. Euro bzw. 4,9 % auf 239,1 Mio. Euro. Während die planmäßigen Abschreibungen um 10,1 Mio. Euro anstiegen, gingen die außerplanmäßigen Abschreibungen, die im Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Wertminderungen der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerksstandort Dürnrohr und des Windparks Kavarna in Bulgarien zu berücksichtigen waren, um 22,3 Mio. Euro zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) fiel im Vergleich zum Vorjahr um 2,1% auf 218,5 Mio. Euro. Die EBIT-Marge blieb aufgrund des gesunkenen Umsatzes nahezu unverändert bei 7,9 % (2011/12: 7,8 %).

Das Finanzergebnis ging um 74,6 Mio. Euro zurück und lag bei –38,1 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf das Beteiligungsergebnis und hier auf den Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen zurückzuführen. Aufgrund der signifikant negativen Spanne zwischen dem ölpreisgebundenen Gasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie einer Vorsorge für drohende Verluste im Zusammen hang mit vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen war ein negativer Ergebnis beitrag der EconGas unter Berücksichtigung der kumulierten erfolgswirksamen Ergebnisse von 19,7 Mio. Euro zu verzeichnen. Weiters kam es durch den im Mai vollzogenen Verkauf des 50 %-Anteils der EVN AG an dem albanischen Kraftwerks projekt Devoll an die Statkraft A.S. zu einem einmaligen negativen Effe kt in Höhe von 27,6 Mio. Euro. Der negative Ergebnis beitrag der WEEV Beteiligungs GmbH, die zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung des Verbund im Jahr 2011 gegründet wurde, betrug 29,6 Mio. Euro und ist auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen. Ein weiterer Effekt im Finanzergebnis war ein negativer Ergebnis beitrag von 20,4 Mio. Euro aus der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH im Zusammenhang mit dem Wasser kraftwerksprojekt Ashta in Albanien. Dies ist eine Folge der nach dem Regierungswechsel höheren Unsicherheit über die Verlängerung der Konzessionsdauer als wirtschaftliche Kompensation für in der Bauphase eingetretene Hochwasserschäden und den damit verbundenen Bauverzug sowie entsprechende Mehr kosten. Weiters hat sich das Kundenrisiko infolge verspäteter Zahlungseingänge erhöht, und Erwartungen hinsichtlich der Erlöse aus dem Verkauf von zertifizierten Emissionsreduktionen (Certified Emission Reductions, CERs) sind weiter gesunken. Positi v für das Finanzergebnis waren der höhere Ergebnis beitrag der RAG in Höhe von 80,1 Mio. Euro und die Dividenden einnahmen aus der Beteiligung am Verbund von 24,1 Mio. Euro. Das Zinsergebnis war vor allem aufgrund von geringeren Zinsaufwänden um 1,8 Mio. Euro besser als im Vorjahr und belief sich auf –71,7 Mio. Euro.

Die Ertragsteuern lagen mit 22,1 Mio. Euro aufgrund des geringeren Ergebnisses unter dem Vergleichswert des Vorjahres; die Rückgänge im Finanzergebnis wurden nur teilweise steuerlich wirksam. Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag bei 158,2 Mio. Euro. Der Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile stieg vor allem aufgrund des höheren Ergebnisses der RAG, der Burgenland Holding AG und der EVN Macedonia um 4,7 Mio. Euro.

In Summe sank das Konzernergebnis um 80,2 Mio. Euro bzw. 41,2 % auf 114,7 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie ging auf 0,64 Euro (Vorjahr: 1,09 Euro) zurück. Da die Einmaleffekte, die heuer vor allem auf das Finanzergebnis wirkten, nicht liquiditätswirksam sind, wird der Vorstand in der 85. Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012/13 eine stabile Dividende von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro) vorschlagen. Dabei errechnet sich eine Ausschüttungsquote von 65,3 % (Vorjahr: 38,7 %) und eine Dividendenrendite von 3,7 % (Vorjahr: 3,9 %) zum Aktienkurs der EVN AG per 30. September 2013 von 11,29 Euro.

Bilanz

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der EVN erhöhte sich zum Bilanzstichtag 30. September 2013 um 238,9 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 7.102,1 Mio. Euro im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres.

Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 6.125,1 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anteil am Gesamt-

Konzern-Bilanz
Kurzfassung
30.09.2013
Mio. EUR
30.09.2012
Mio. EUR
Veränderung in
Mio. EUR
% 30.09.2011
Mio. EUR
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.491,9 3.412,3 79,6 2,3 3.349,4
At Equity einbezogene Unternehmen und sonstige Beteiligungen 1.742,7 1.717,4 25,3 1,5 1.884,5
Sonstige langfristige Vermögenswerte 890,5 924,3 –33,8 –3,7 849,1
6.125,1 6.053,9 71,2 1,2 6.083,0
Kurzfristige Vermögenswerte 977,0 809,3 167,7 20,7 787,4
Summe Aktiva 7.102,1 6.863,2 238,9 3,5 6.870,4
Passiva
Eigenkapital1)
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG1) 2.824,8 2.768,3 56,5 2,0 2.804,1
Nicht beherrschende Anteile 241,7 245,4 –3,7 –1,5 361,7
3.066,5 3.013,7 52,8 1,8 3.165,8
Langfristige Schulden1)
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.571,4 1.933,3 –361,8 –18,7 1.591,3
Latente Steuerverbindlichkeiten und langfristige Rückstellungen1) 702,5 609,9 92,6 15,2 624,0
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse und
übrige langfristige Verbindlichkeiten 555,0 519,4 35,6 6,9 506,8
2.829,0 3.062,6 –233,7 –7,6 2.722,2
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 390,3 49,4 340,9 311,6
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 816,4 737,5 78,8 10,7 670,8
1.206,7 786,9 419,7 53,3 982,4
Summe Passiva 7.102,1 6.863,2 238,9 3,5 6.870,4

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108)

vermögen von 86,2 % (Vorjahr: 88,2 %) bzw. einem Anstieg dieser Position im Vergleich zum Vorjahr um 71,2 Mio. Euro bzw. 1,2 %. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen verzeichneten einen Anstieg um 79,6 Mio. Euro bzw. 2,3 % auf 3.491,9 Mio. Euro. Der Beteiligungsansatz der at Equity einbezogenen Unternehmen lag trotz des verringerten laufenden Ergebnisses der at Equity einbezogenen Unternehmen und der Gewinnausschüttungen aufgrund von Kapitaleinzahlungen mit 1.047,9 Mio. Euro annähernd auf dem Vorjahresniveau (Rückgang von 0,7 Mio. Euro bzw. 0,1 %). Die stichtags bezogene Markt bewertung der direkt von der EVN AG gehaltenen Verbund-Aktien führte zum 30. September 2013 zu einem Anstieg der Position sonstige Beteiligungen um 26,1 Mio. Euro bzw. 3,9 % auf 694,8 Mio. Euro. Innerhalb des Fonds zur Deckung von Pensions rückstellungen wurden Wertpapiere in liquide Mittel umgeschichtet. Diese Reduktion des Wertpapieranteils im Fonds sowie gesunkene Marktwerte von Zinssicherungsgeschäften für begebene Anleihen führten zu einem Rückgang der übrigen langfristigen Vermögenswerte um 37,3 Mio. Euro bzw. 4,1 % auf 861,1 Mio. Euro. Diese Position enthält auch das aufgrund der österreichischen regulatorischen Bestimmungen gebildete Regulierungskonto in Höhe von 4,1 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 167,7 Mio. Euro bzw. 20,7 % auf 977,0 Mio. Euro. Ihr Anteil am Gesamtvermögen verzeichnete dadurch einen Anstieg von 11,8 % auf nunmehr 13,8 %. Der durch den Anspruch auf Kompensation der Ökostrommehrkosten (in Bulgarien) verursachte Anstieg der kurzfristigen Forderungen wurde teilweise durch einen Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgeglichen, sodass sich diese Position zum 30. September 2013 um 27,9 Mio. Euro bzw. 5,2 % auf 565,5 Mio. Euro erhöhte. Zusätzlich resultierte dieser Anstieg vor allem aus dem positiven Cash Flow sowie der oben beschriebenen Umschichtung der langfristigen Wertpapiere im Fonds zur Deckung der Pensionsrückstellungen.

Wertanalyse 2012/13 2011/12 Veränderung in % 2010/11
ROE % 5,2 7,6 –2,4 7,6
Durchschnittliches Eigenkapital Mio. EUR 3.040,1 3.089,7 –1,6 3.095,5
WACC nach Ertragsteuern1) % 6,5 6,5 6,5
Operativer ROCE (OpROCE)2) % 5,4 6,9 –1,4 7,5
Durchschnittliches Capital Employed2) Mio. EUR 4.748,5 4.647,0 2,2 4.395,4
Geschäftsergebnis nach Ertragsteuern (NOPAT) 2) Mio. EUR 258,5 318,8 –18,9 331,4
EVA® Mio. EUR –50,1 16,7 45,7

1) Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten wurden mit einem Eigenkapitalkostensatz von 9,0 % und

einem Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 3,7 % sowie mit einem 50,0 %igen Eigenkapitalanteil berechnet.

2) Bereinigt um Impairments und Einmaleffekte. Um die Entwicklung des Wertbeitrags konsistent zu ermitteln,

wird die Marktbewertung der Beteiligung an der Verbund AG nicht im Capital Employed berücksichtigt.

Beim Eigenkapital verbuchte die EVN zum 30. September 2013 einen Anstieg von 52,8 Mio. Euro bzw. 1,8 % auf 3.066,5 Mio. Euro und hielt die Eigenkapitalquote mit 43,2 % nahezu konstant (Vorjahr: 43,9 %). Die Gewinnausschüttungen an die Aktionäre der EVN AG und an nicht beherrschende Anteile beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 111,7 Mio. Euro. Kompensiert wurden die Gewinnausschüttungen durch das erziel t e Ergebnis sowie durch direkt im Eigenkapital erfasste Ergeb nisse wie beispielsweise die erfolgsneutrale Marktwert änderung der direkt von der EVN AG gehaltenen Verbund-Aktien.

Die langfristigen Schulden sanken um 233,7 Mio. Euro bzw. 7,6 % auf 2.829,0 Mio. Euro. Ausschlaggebend dafür waren neben den planmäßigen laufenden Kredittilgungen die Umgliederungen der im Geschäftsjahr 2013/14 fälligen Finanzierungen, insbesondere eine JPY- und eine CHF-Anleihe, von den langfristigen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die Marktwertänderung der zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken abgeschlossenen Swaps für Anleihen. Gegenläufig wirkten die Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 121,5 Mio. Euro im Oktober 2012 und die Erhöhung der Rückstellungen sowie der Baukosten- und Investitionszuschüsse.

Die erwähnten Umgliederungen der im Geschäftsjahr 2013/14 fälligen Finanzierungen führten zu einem entsprechenden Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 340,9 Mio. Euro auf 390,3 Mio. Euro. Die Lieferantenverbindlichkeiten erhöhten sich vor allem aufgrund einer infolge einer höchstgerichtlichen Entscheidung in Bulgarien erforderlichen Rückzahlung von Netzzutrittsentgelten um 77,5 Mio. Euro bzw. 20,2 %.

Wertanalyse

Die durchschnittlichen Kapitalkosten nach Steuern (Weighted Average Cost of Capital, WACC) wurden unter Berücksichtigung der spezifischen Unternehmens- und Länderrisiken unverändert mit 6,5 % angesetzt.

Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) sank im Vergleich zum Vorjahr bedingt durch ein geringeres Ergebnis nach Ertragsteuern auf 5,2 %. Die operativen Steuerungskennzahlen veränderten sich in der Berichtsperiode wie folgt: Nach 16,7 Mio. Euro im Vorjahr wurde der erwirtschaftete Wertbeitrag (Economic Value Added, EVA®) negativ und betrug –50,1 Mio. Euro. Die Rentabilität des im Unternehmen gebundenen Gesamtkapitals (Operativer Return on Capital Employed, OpROCE) sank von 6,9 % auf 5,4 %.

Liquiditätslage

In der Berichtsperiode hat die EVN AG erstmals ein Schuldscheindarlehen begeben und damit erfolgreich eine alternative

Nettoverschuldung 30.09.2013
Mio. EUR
30.09.2012
Mio. EUR
Veränderung in
Mio. EUR
% 30.09.2011
Mio. EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.571,4 1.933,3 –361,8 –18,7 1.591,3
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) 355,9 21,4 334,5 280,8
Fonds der liquiden Mittel –224,8 –134,1 –90,7 –67,6 –112,6
Kurzfristige Wertpapiere –43,9 –3,4 –40,5 –57,9
Langfristige Wertpapiere –57,1 –77,0 19,8 25,7 –97,9
Ausleihungen –39,2 –36,4 –2,8 –7,6 –24,4
Nettoverschuldung 1.562,3 1.703,7 –141,4 –8,3 1.579,2
Eigenkapital2) 3.066,5 3.013,7 52,8 1,8 3.165,8
Gearing (%) 2) 50,9 56,5 –5,6 49,9

1) Exkl. der im Fonds der liquiden Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten

2) Vorjahreszahl angepasst (siehe Anhang Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108)

Finanzierungsquelle am Kapitalmarkt genutzt. Die im Oktober 2012 durchgeführte Transaktion war deutlich überzeichnet und konnte mit einem Volumen von 121,5 Mio. Euro ausschließlich bei deutschen Investoren platziert werden. Neben der damit angestrebten Verbreiterung der Investorenbasis wurde eine Optimierung des Fälligkeitsprofils erzielt, da das Schuldscheindarlehen in insgesamt sechs verschiedene Tranchen mit Laufzeiten von sieben bis 18 Jahren sowie variabler und fixer Verzinsung aufgeteilt wurde. Die Nettoverschuldung reduzierte sich aufgrund des positiven Cash Flows um 141,4 Mio. Euro bzw. 8,3 % auf 1.562,3 Mio. Euro.

Zur Sicherung der finanziellen Flexibilität verfügt die EVN AG über bilaterale Kreditzusagen im Gesamtausmaß von 175,0 Mio. Euro. Sie dienen der vorübergehenden Finanzierung eines etwaigen kurzfristigen Liquiditätsbedarfs. Das Laufzeitenprofil dieser Kreditlinien wurde im August und September 2013 durch die vorzeitige Refinanzierung der im Juli 2014 auslaufenden Kreditzusagen weiter verbessert, sodass die mit sieben Banken vereinbarten Kreditlinien nun Restlaufzeiten von zwei bis sechs Jahren haben. Darüber hinaus besteht mit der syndizierten Kreditlinie in Höhe von 500,0 Mio. Euro eine weitere vertraglich abgesicherte Liquiditätsreserve mit einer Restlaufzeit von vier Jahren. Die Liquiditätssituation der EVN kann als stabil beurteilt werden.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung und Fälligkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Konzernabschluss auf Seite 144 abgebildet.

Geldflussrechnung

Im Geschäftsjahr 2012/13 stieg der Cash Flow aus dem Ergebnis trotz eines niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern um 73,3 Mio. Euro bzw. 15,3 % auf 553,6 Mio. Euro. Dies kam vor allem aus den nicht liquiditätswirksamen Effekten im Ergebnis der at Equity einbezogenen Unternehmen und aus einer Zunahme langfristiger Rückstellungen für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Produktion. Zusammen mit dem im Vergleich zum Vorjahr geringeren stichtagsbezogenen Anstieg des Working Capitals ergibt sich ein um 100,7 Mio. Euro bzw. 21,8 % höherer Cash Flow aus dem operativen Bereich von 561,7 Mio. Euro.

Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich sank um 46,6 Mio. Euro auf –380,5 Mio. Euro. Dies ist eine Veränderung um 14,0 %, die vor allem auf den Kauf kurzfristiger Wert papiere zu Veranlagungszwecken zurückzuführen ist.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich stieg um 15,1 Mio. Euro bzw. 14,3 % auf –90,5 Mio. Euro. In der Berichts periode wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro emittiert. Dem standen die laufenden Kredittilgungen, die Dividendenzahlung an die Aktionäre der EVN AG und an nicht beherrschende Anteile sowie die Ausgaben für den Erwerb eigener Aktien gegenüber. Der Hauptgrund für die Verbesserung des Cash Flows aus dem Finanzierungsbereich war der

2012/13 2011/12 Veränderung in 2010/11
Konzern-Geldflussrechnung – Kurzfassung Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR % Mio. EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 180,3 259,7 –79,3 –30,6 263,9
Unbare Ergebniskomponenten 373,3 220,6 152,7 69,2 214,1
Cash Flow aus dem Ergebnis 553,6 480,3 73,3 15,3 478,1
Veränderung kurz- und langfristiger Bilanzpositionen 36,4 9,7 26,9 78,3
Zahlungen für Ertragsteuern –28,3 –28,9 0,6 2,2 –34,3
Cash Flow aus dem operativen Bereich 561,7 461,0 100,7 21,8 522,0
Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
inkl. Baukosten- und Investitionszuschüsse –245,0 –232,6 –12,4 –5,3 –318,2
Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe 0,6 0,6 –24,6
Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten –95,3 –155,6 60,3 38,8 –333,3
Veränderung bei kurzfristigen Wertpapieren –40,3 53,8 –94,1 164,5
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –380,5 –333,9 –46,6 –14,0 –511,6
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –90,5 –105,6 15,1 14,3 13,1
Cash Flow gesamt 90,7 21,5 69,2 23,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 134,1 112,6 21,5 19,1 89,1
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) 0,0*)
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 224,8 134,1 90,7 67,6 112,6

*) Kleinbetrag

Wegfall des Effekts aus der Anteilsaufstockung an den bulgarischen Unternehmen EVN Bulgaria EC und EVN Bulgaria EP im Vorjahr.

Aus den genannten Entwicklungen resultierte ein positiver Cash Flow von 90,7 Mio. Euro (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro), wodurch die liquiden Mittel auf 224,8 Mio. Euro erhöht werden konnten (Vorjahr: 134,1 Mio. Euro).

Investitionstätigkeit

Nach einer deutlichen Reduktion der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 20,0 % im Vorjahr wurde auch im Geschäftsjahr 2012/13 ein besonderes Augenmerk auf die Investitionen gelegt. Das Niveau stieg um 20,0 Mio. Euro bzw. 6,5 % auf 328,4 Mio. Euro und lag damit deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Der Fokus der EVN auf die Versorgungssicherheit spiegelte sich auch in den Investitionen wider. Mehr als die Hälfte der Investi tionen erfolgte im Segment Netzinfrastruktur Inland, wobei der Bau der Erdgastransportleitung Westschiene besonders hervorzuheben ist.

In der Erzeugung wurde ein Schwerpunkt auf den Ausbau der Windkraftkapazitäten in Niederösterreich gelegt, weshalb es in diesem Segment zu einem Anstieg der Investitionen kam.

Im Segment Energiehandel- und -vertrieb erreichte das Investitionsvolumen aufgrund des weiteren Ausbaus des Fernwärmeleitungsnetzes sowie des Baus von Biomasseheizwerken das Nive au des Vorjahres.

In der Energieversorgung Südosteuropa waren die Investitionen leicht rückläufig. Im Blickpunkt standen weiterhin die Verbesserung der Versorgungssicherheit und -qualität, der Ausbau der Netz- und Zählertechnik in Bulgarien und Mazedonien sowie der Ausbau der kroatischen Erdgasversorgung. Der Rückgang ergibt sich vor allem durch das höhere Vorjahresniveau aufgrund des Baus der Cogeneration-Anlage in Plovdiv.

Der Investitionsrückgang im Segment Umwelt erklärt sich vor allem durch die in der Vorperiode enthaltenen Investitionen in den Bau des Blockheizkraftwerks in Ljuberzy, einem Vorort Moskaus, das im ersten Quartal 2012/13 fertiggestellt wurde.

Einen Überblick über die wichtigsten Investitionsschwerpunkte gibt die folgende Tabelle:

2012/13 2011/12 Veränderung in 2010/11
Investitionsschwerpunkte der EVN1) Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR % Mio. EUR
Erzeugung 24,0 15,7 8,3 52,8 66,4
davon erneuerbare Energie in Niederösterreich 22,8 11,8 10,9 92,4 51,6
davon erneuerbare Energie in Südosteuropa 0,1 2,5 –2,4 –95,5 8,4
davon kalorische Kraftwerke 0,4 1,2 –0,8 –69,5 6,5
Energiehandel und -vertrieb 30,1 30,1 25,3
davon Wärmeanlagen 29,1 28,7 0,4 1,6 24,3
Netzinfrastruktur Inland 176,4 144,8 31,6 21,8 160,9
davon Stromnetz 99,5 69,2 30,2 43,7 75,1
davon Gasnetz 65,1 65,3 –0,2 –0,3 70,0
davon Kabel-TV und Telekommunikation 9,9 9,0 0,9 10,4 12,8
Energieversorgung Südosteuropa 82,4 90,3 –7,8 –8,7 112,5
Umwelt 11,9 22,7 –10,8 –47,6 48,3
davon Blockheizkraftwerk in Moskau 5,2 12,5 –7,3 –58,6 33,0
davon überregionale Versorgungsleitungen, Ortsnetze,
Abwasserentsorgung 5,3 9,0 –3,7 –41,2 9,1
Strategische Beteiligungen und Sonstiges 3,5 4,7 –1,2 –25,6 2,2
Summe 328,4 308,3 20,0 6,5 415,7

1) Nach Konsolidierung

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren durchschnittlich 7.497 Mitarbeiter bei der EVN beschäftigt. Der Frauen anteil betrug in der Berichtsperiode 21,9 %. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde das Programm Frauen@EVN initiiert und seither fortgesetzt. Es verfolgt insbesondere die Verbesserung jener Rahmenbedingungen, die traditionellerweise Frauen stärker nachteilig betreffen als Männer. Ziel ist es, Chancenungleichheiten zwischen Frauen und Männern zu reduzieren und den Frauenanteil in der EVN zu erhöhen.

Die EVN ist sich des hohen strategischen Werts ihrer qualifizierten Mitarbeiter bewusst. Die Absicherung und Erweiterung ihres hohen Kompetenzniveaus bilden deshalb einen Schwerpunkt des Personalmanagements. Die Aus- und Weiterbildungsangebote werden in Österreich, Bulgarien und Mazedonien durch die EVN Akademie organisiert. Mit einem Gesamtaufwand von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro) wurden im Geschäftsjahr 2012/13 pro Mitarbeiter 325,5 Euro (Vorjahr: 359,0 Euro) für Weiter bildungsmaßnahmen aufgewendet. Der durchschnittlich für Bildungsmaßnahmen verwendete Zeitaufwand konnte von jährlich 26,9 Stunden pro Mitarbeiter auf 31,3 Stunden erhöht werden.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie. Für die Zukunftsfähigkeit der EVN ist ein flexibler Energiemix von entscheidender Bedeutung. Einen Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung stellt daher die Weiterentwicklung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen dar, vor allem Wind- und Wasserkraft, aber auch Biomasse und Photovoltaik. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung der EVN soll auf 50 % gesteigert werden. Im Heimmarkt Niederösterreich werden vor allem Windkraftkapazitäten ausgebaut, um dieses Ziel zu erreichen. Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch eine ökonomische Verantwortung, die sich im langfristigen Ziel äußert, 30 % des konzernweiten Stromabsatzes aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abdecken zu können.

Forschung und Entwicklung

Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das diesbezügliche Projektportfolio wird durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen aus dem Kerngeschäft Energie und Umwelt auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und werden an ihrem Nutzen für die Schonung von Umwelt und Ressourcen, die Versorgungssicherheit und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der EVN gemessen. Die EVN organisiert ihre Forschungsaufgaben durch eine Kombination von Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen. Forschungsprojekte finden – dort, wo es sinnvoll ist – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie statt. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von EVN Projekten bei, sondern unterstützt auch Hochschulen und öffentliche Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 1,6 Mio. Euro (davon 28,1 % über Förderungen) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet, wobei die Schwerpunkte auf den Themengebieten innovative Energiespeicher (multifunktionaler Energiespeicher, Power-to-Gas) sowie dezentrale Erzeugung (Photovoltaik, Kleinwindkraft) lagen. Darüber hinaus wurde in der Berichtsperiode unter Führung der EVN die E-Mobilität-Modellregion e-pendler gestartet, wo der Einsatz von E-Mobilität insbesondere für die erste und letzte Meile der Pendlerstrecke sowie die Auswirkungen auf das Stromnetz getestet werden. Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2-Abscheidung. Das so gewonnene reine CO2 soll mithilfe von biotechnologischen Methoden zu einem biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden (Projekt CO2USE). Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte in der Trinkwasserbehandlung arsenhaltiger Grundwässer und der Entwicklung einer Kleinklärschlammverbrennung.

Risikomanagement

Risikodefinition

Der EVN Konzern definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung von Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.

Risikomanagementprozess

Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risiko verantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risiko verantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Gemeinsam werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung wiederum die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse und Bewertung der Gesamtrisikosituation des EVN Konzerns.

Der Risikomanagementprozess umfasst die folgenden Schritte:

  • Identifikation: Erhebung der Risiken auf Basis der letzten Risikoinventur (Review des Risikoinventars) und Identifikation von neuen Risikopositionen
  • Bewertung und Analyse: Qualitative und quantitative Bewertung der identifizierten Risiken, Aggregation der Risiken nach unterschiedlichen Betrachtungsperspektiven und Modellierung der Ergebnis- und Cash-Flow-Verteilungen
  • Berichterstattung: Übermittlung der Risikoberichte an die Risikoverantwortlichen sowie an den Vorstand des EVN Konzerns, Diskussion und Beurteilung der Risikosituation im "Risiko arbeitsausschuss" sowie im "Konzernrisikoausschuss" und gegebenenfalls Einleiten von Risikosteuerungsmaßnahmen
  • Prozess-Review: Methodische Identifikation jener organisatorischen Einheiten, die einer expliziten Risikobetrachtung zu unterziehen sind, sowie regelmäßige Überprüfung, ob die festgelegten Methoden zur Identifikation und Bewertung der Risiken bei geänderten Verhältnissen zu modifizieren sind

Aufgaben des Risikoarbeitsausschusses

Der Risikoarbeitsausschuss ist mit der Überwachung der ordnungsgemäßen Umsetzung des Risikomanagement-Kreislaufs betraut. Er gibt Änderungen in Bezug auf Risikobewertungsmethoden frei und definiert Art und Umfang der offiziellen Berichterstattung. Dieses Gremium besteht aus den Leitern der Konzernfunktionen Revision, Generalsekretariat und Corporate Affairs und Controlling. Die Revision überprüft zudem die Prozesse des Risikomanagements sowie die Umsetzung der geplanten Maßnahmen zur Risikominimierung.

Konzernrisikoausschuss und Kontrolle

Im Konzernrisikoausschuss, der aus dem Vorstand, den Leitern der strategischen Geschäftseinheiten und dem Risikoarbeitsausschuss besteht, werden die Ergebnisse der Risikoinventur sowie die Berichte präsentiert und diskutiert. Er entscheidet über den weiteren Handlungsbedarf, kann Arbeitsgruppen einberufen sowie Arbeitsaufträge erteilen. Darüber hinaus verfügt der Konzernrisikoausschuss über die Kompetenz, Steuerungsmaßnahmen zur Veränderung der Risikoposition des EVN Konzerns zu setzen und folglich die strategische Unternehmensausrichtung zu beeinflussen.

Risikoprofil

Risiken im Energiegeschäft

Aufgrund von wirtschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen kann es zu einem Rückgang der Nachfrage nach Strom, Erdgas und Wärme kommen. Steigende bzw. volatilere Beschaffungskosten für (Primär-)Energie, eine sub optimale bzw. nicht dem derzeitigen Marktumfeld entsprechende Beschaffungsstrategie, Preisdruck durch Mitbewerber und Kundenverluste können die Deckungsbeiträge des EVN Konzerns negativ beeinflussen. Zudem besteht das Risiko, dass sich die Witterungsverhältnisse nachteilig auf die Energienachfrage und die Wasserführung auswirken. Absicherungsstrategien wie die längerfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten, der Abschluss von Termingeschäften, die Diversifikation des Kundenportfolios sowie marktkonforme Kundenangebote bewirken eine Risikominimierung.

Im Energiegeschäft können zudem operative Risiken wie Betriebs unterbrechungen bei Produktion, Verteilung und Vertrieb von Strom und Fernwärme sowie bei Beschaffung, Verteilung und Vertrieb von Erdgas auftreten. Wesentliche Prozesse des Energiegeschäfts sind gefahrenbehaftet, wodurch der EVN Konzern einem Haftungsrisiko ausgesetzt ist. Der EVN Konzern begegnet diesem Risiko durch die Definition von Sicherheitsrichtlinien und konsequente Überwachung von deren Einhaltung.

Die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen ist maßgeblich von den Strom- und Primärenergiepreisen abhängig. Wesentlich ist der politische Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Energieportfolios und die daraus resultierenden Marktpreise.

Im Zuge der strategischen Refokussierung in Hinblick auf Märkte und Technologien trennte sich die EVN im Geschäfts-

EVN Ganzheitsbericht 2012/13 81

jahr 2012/13 von ihrem Anteil an dem Großwasserkraftwerksprojekt Devoll in Albanien.

Vor allem im Erzeugungsbereich ist die EVN Projektrisiken und dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen im Rahmen des Fremdbezugs ausgesetzt. Durch das Eingehen von Partnerschaften (Joint Ventur es, Syndikatsverträge) können Risiken wie Interessenkonflikte, eingeschränkte Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten sowie der Ausstieg oder Ausfall des Partners erwachsen. Zudem besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen durch Verschulden der EVN nicht erteilt oder verlängert werden.

Risiken im Umweltgeschäft

Im Umweltgeschäft sieht der EVN Konzern Risiken in möglichen Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen sowie Betriebsstörungen bzw. -unterbrechungen in der Wasserversorgung, bei Abwassersystemen und bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Im Umweltgeschäft ist die EVN zudem auch technologischen, politischen, Vertrags-, Counterparty-, Fremdwährungs- und Projektrisiken ausgesetzt. Hier erfolgt die Risikoreduktion primär durch den Einsatz erfahrener Mitarbeiter, regelmäßige Fortbildungen und Trainings, effizientes Projektmanagement sowie durch den Einsatz von Absicherungsinstrumenten (u. a. Garantien, Versicherungen).

Politische und rechtliche Risiken

Eine Veränderung des regulatorischen Umfelds, politische Einflussnahme bei Großprojekten sowie veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Energie- und Umweltgesetzgebung sind wesentliche Treiber politischer und rechtlicher Risiken.

Zudem stellen die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten (Süd-)Osteuropas sowie die damit einhergehenden wechselnden rechtlichen Rahmenbedingungen weiterhin große Herausforderungen dar, denen durch Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen begegnet wird. Rechtliche bzw. politische Einflussnahme wird durch gezieltes Eingehen und laufendes Evaluieren strategischer Partnerschaften verringert, wobei Haftungs- und Durchgriffsrechte durch gesellschaftsrechtliche Strukturen gesteuert werden.

Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren in Bezug auf diverse Großprojekte bzw. Beteiligungen.

Finanzrisiken

Die EVN begegnet Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken mit einer umfassenden Treasury-Strategie und diesbezüglichen organisatorischen und methodischen Regelungen, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfassen.

Den Kredit- bzw. Forderungsausfallsrisiken wird mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet.

Regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen, erfolgreiche Kreditaufnahmen und Anleihe-/Schuldscheindarlehensplatzierungen sowie Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien) ermöglichen es, dem Liquiditätsrisiko vorzubeugen.

Zudem bestehen Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen des EVN Konzerns. Maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis des EVN Konzerns können die Ergebnisund Eigenkapitalentwicklung von Beteiligungen haben.

Gesamtrisikoprofil

Bedingt durch das volatile Umfeld und die Strategie des Konzerns, die für die nächsten Jahre primär die Konsolidierung und Fokussierung auf das Kerngeschäft vorsieht, verändert sich das Risikoprofil des EVN Konzerns kontinuierlich. Risiken können dabei neben der Tätigkeit im Heimmarkt Niederösterreich, dem Umweltgeschäft und den bereits bestehenden Geschäftsfeldern in Südosteuropa auch aus ausgewählten Wachstumsprojekten entstehen. Unter anderem aufgrund des diversifizierten Geschäftsportfolios der EVN wurden trotz des volatilen Umfelds im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.

Die wichtigsten Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Preisrisiko

Volatile bzw. vom Plan abweichende Bezugs- und Absatzpreise für Primärenergie, Strom, Gas, CO2-Emissionszertifikate und Biomasse

Fixpreisvereinbarungen, auf das Marktumfeld abge stimmte Beschaffungsstrategie, Absicherungs geschäfte Deckungsbeitragsrisiko

Energievertrieb und -produktion: Nichterreichen der geplanten Deckungsbeiträge

Absicherungsstrategien: Diversifizierung der Kunden segmente sowie Geschäftsfelder, längerfristiger Verkauf von Kraftwerkskapazitäten, auf Kundenbedürfnisse abgestimmte Produktpalette (u. a. diverse Float- und Garant-Tarife)

Netzbetrieb: Nichtanerkennung der Vollkosten des Netzbetriebs im Netztarif durch den Regulator

Lobbying bei nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen

Mengenrisiko

Sinkende Nachfrage nach Produkten bzw. Leistungen der EVN; Rückgang der Eigenerzeugungsmenge unter anderem aufgrund veränderter Wasserführung

Counterparty Risk

Vollständiger/teilweiser Ausfall einer von einem Geschäftspartner zugesicherten Leistung

Vertragliche Konstruktionen, Bonitätsmonitoring und Kreditlimitsystem, Versicherungen und Diversifizierung der Geschäftspartner

Lieferantenrisiko

Überschreitung der geplanten Projektkosten; Verzögerungen bei der Ausführung vertraglich zugesicherter Leistungen

Partnerschaften, weitestgehende vertragliche Absicherung, externe Expertisen

Finanzrisiken

Fremdwährungsrisiken

Transaktionsrisiken (Fremdwährungskursverlust) und Translationsrisiken bei der Fremdwährungsumrechnung im Konzernabschluss; nicht währungskonforme Finanzierung von Konzerngesellschaften

Überwachung, Limits und Absicherungsinstrumente Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Nicht fristgerechte Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten, erforderliche Liquidität/Finanzmittel bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können

Langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanung, Absicherungen des benötigten Finanz mittelbedarfs (u. a. durch Kreditlinien)

Kursänderungsrisiken

Kurs-/Wertverluste bei Veranlagungspositionen (z. B. Fonds) und börsennotierten strategischen Beteiligungen

  • (z. B. Verbund AG, Burgenland Holding AG)
  • Monitoring des Verlustpotenzials mittels täglicher Value-at-Risk-Ermittlung
  • Beteiligungsrisiken

Nichterreichung der Gewinnziele einer Beteiligungsgesellschaft

  • Vertretungen im Aufsichtsrat bzw. Gesellschafter-/Risiko ausschüssen der jeweiligen Beteiligungsgesellschaft
  • Ratingveränderung

Bei Verringerung der Ratingeinstufung höhere Refinanzierungskosten

Sicherstellung der Einhaltung relevanter Finanzkennzahlen

Zinsänderungsrisiken

  • Veränderungen der Marktzinsen, steigender Zinsaufwand
  • Einsatz von Absicherungsinstrumenten
  • Impairment-Risiken
  • Abschreibung von Forderungen, Firmenwerten,
  • Beteiligungen bzw. Kraftwerken
  • Inflations-/Deflationsrisiko
  • Risiko des Schlagendwerdens von Garantien

Betriebsrisiken

Technologierisiko

Spätes Erkennen und Umsetzen von neuen Technologien; Investitionen in "falsche" Technologien

Aktive Teilnahme an externen Forschungsprojekten, eigene Demonstrationsanlagen und Pilotprojekte, ständige Anpassung an den Stand der Technik

Infrastrukturrisiken

Falsche Auslegung und Verwendung der technischen Anlagen

Beheben von technischen Schwachstellen, regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und zukünftig benötigten Infrastruktur

Störungen/Netzausfall (Eigen- und Fremdanlagen) Blackout/landesweite Netzstörung (u. a. durch den Zusammenschluss der europäischen Stromnetze)

Technische Nachrüstungen bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze, Ausbau der Netzkapazitäten in Österreich

IT-/Sicherheitsrisiken

Stringente (IKT-)System- und Risikoüberwachung, u. a. durch Backup-Systeme, technische Wartung, externe Prüfung

Vertragsrisiken

Nichterkennen von Problemen im juristischen, wirtschaftlichen und technischen Sinn; Vertragsrisiko aus Finanzierungsverträgen

Umfassende Legal Due Diligence, Zukauf von Expertise/Rechtsberatung, Vertragsdatenbank und laufendes Monitoring

Rechtliche, politische und makroökonomische Umfeldrisiken

Gesetzgebungs-, regulatorische und politische Risiken Veränderung der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie des regulatorischen Umfelds (z. B. Umweltgesetze, wechselnde rechtliche Rahmenbedingungen, Marktliberalisierung in Südosteuropa)

Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internatio naler Ebene

Rechts- und Prozessrisiko

Nichteinhalten von Vertragsverhältnissen zwischen mehreren Parteien oder Prozessrisiko aus diversen Klagen

Lobbying über lokale, regionale, nationale und EU-weite Interessenvertretungen, Rechtsberatung

Soziales und gesamtwirtschaftliches Umfeld Entwicklungen in Verbindung mit der Schulden-/Finanzkrise, stagnierende oder rückläufige Kaufkraft

Sonstige Risiken

Unerlaubte Vorteilsgewährung, Non-Compliance Weitergabe interner vertraulicher Informationen an Dritte und unerlaubte Vorteilsgewährung/Korruption

Interne Kontrollsysteme, einheitliche Richtlinien und Standards sowie Reorganisation der Töchter in Südost europa, Verhaltenskodex, Compliance-Organisation Projektrisiko

Projektrisiken beispielsweise infolge von Projektbudgetüberschreitungen beim Aufbau neuer Kapazitäten

Vertragliche Absicherung der wirtschaftlichen Parameter Planungsrisiko

Modellrisiko, Treffen von falschen bzw. unvollständigen Annahmen

Wirtschaftlichkeitsbeurteilung durch erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter, Monitoring der Parameter und regelmäßige Updates, Vier-Augen-Prinzip

Organisatorische und Mitarbeiterrisiken Verlust von hochqualifizierten Mitarbeitern, Ausfall durch Arbeitsunfälle, personelle Über- od. Unterkapazitäten, Kommunikationsprobleme, kulturelle Barrieren, ineffiziente Abläufe, Schnittstellen, Betrug, bewusste bzw. unbewusste Fehldarstellungen von Transaktionen bzw. Jahresabschlussposten

Attraktives Arbeitsumfeld und Entlohnungssystem, Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge, flexible Arbeits zeitmodelle, Schulungen, Konzerntage, internes Kontrollsystem (IKS)

Co-Investment-Risiko

Risiken in Zusammenhang mit der Durchführung von Großprojekten gemeinsam mit einem Partnerunternehmen Vertragliche Absicherung, effizientes Projektmanagement Sabotage

Sabotage beispielsweise bei Gasleitungen, Kläranlagen und Müllverbrennungsanlagen

Geeignete Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßige Messung der Wasserqualität und der Emissionswerte Imagerisiko

Transparente und proaktive Kommunikation, durchgehend hohe ethische Standards in allen Geschäftsbereichen

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Einleitung

Gemäß § 267 Abs. 3b in Verbindung mit § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Konzernlagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.

Gemäß der Verpflichtung des URÄG 2008 hat die EVN ein internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt und implementiert. Das IKS wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht, und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird.

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risiko beurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.

Kontrollumfeld

Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die dar-

in zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Verhaltenskodex der EVN ist auf www.evn.at/verhaltenskodex in deutscher und unter www.evn.at/code-of-conduct in englischer Sprache abrufbar.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt.

Im Zuge der Einführung des IKS wurden im kaufmännischen Bereich jene Prozesse definiert, die für dieses System relevant sind. In diesen Prozessen wurden die Prozessschritte, welche ein Risiko beinhalten, gekennzeichnet, und es wurde festgelegt, durch welche Kontrollmaßnahmen diese Risiken zu überwachen sind.

Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen, das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen, zuständig.

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungs maßnahmen mit dem Ziel implementiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse sämtlicher Tochtergesellschaften richtig erfasst werden. Diese Maßnahmen umfassen automatisierte Kontrollen in der Konsolidierungssoftware als auch manuelle Kontrollen in den kaufmännischen Konzernfunktionen.

Auf Basis der Abschlüsse der Tochterunternehmen führen diese Fachabteilungen umfangreiche Plausibilitätsüberprüfungen durch, damit die Daten der Einzelabschlüsse ordnungsgemäß in den Konzernabschluss übernommen werden.

Die Überprüfung der Abschlussdaten sieht vor, dass die Daten vor und nach der Konsolidierung zentral auf Positions-, Segmentund Konzernebene analysiert werden. Erst nach Durchführung dieser Qualitätskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Konzernabschlusses.

Das Rechnungswesen der EVN AG und der wesentlichsten inund ausländischen Tochtergesellschaften wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen) geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt mit der Software Hyperion Financial Management, in das die Wert e der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften mittels Schnittstelle übernommen werden. Die Rechnungswesensysteme sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.

Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Ergebnisse durch die verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zur Überleitung von Konten und der Analyse der Prozesse im Rechnungswesen.

Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.

Information, Kommunikation und Überwachung

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht einmal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat, welche als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität des IKS-Systems dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll. Dieser Bericht erfolgt durch den IKS-Manager in Zusammenarbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS-Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.

Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Die interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Feststellungen ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.

Aktienstruktur und Angaben zum Kapital

Angaben gemäß § 243a Z 1 Unternehmensgesetzbuch

    1. Per 30. September 2013 betrug das Grundkapital der EVN AG 330.000.000 Euro und war unterteilt in 179.878.402 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien. Aufgrund einer Bestimmung des Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2011, die vorschreibt, dass börsennotierte Unternehmen zwar weiterhin Inhaberaktien ausgeben dürfen, diese jedoch in einer (gegebenenfalls in mehreren) Sammelurkunde(n) verbrieft werden müssen, wurden zwischen März und Juni 2013 einzelverbriefte Aktienurkunden (effektive Stücke) in Heim- oder in Streifbanddepotverwahrung durch eine Sammelurkunde ersetzt. Aktien die nicht binnen der Frist, die am 10. Juni 2013 endete, umgetauscht wurden, wurden für kraftlos erklärt. Die Kraftlos erklärung resultiert in einem Aussetzen des Rechts auf Dividenden auszahlung und auf Teilnahme an der Hauptversammlung – solange, bis der Aktionär die effektiven Stücke unter Bekanntgabe eines Wertpapierdepots eingereicht hat. Form und Inhalt der Aktienurkunden setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
    1. Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte.
    1. Auf Basis verfassungsrechtlicher Vorschriften ist das Land Nieder österreich, das seine Anteile über die NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, hält, mit rund 51 % Mehrheitseigentümer der EVN AG. Die zweitgrößte Aktionärin der EVN AG, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, hat am 5. November 2010 gemäß § 91 Abs. 1 BörseG bekannt gegeben, dass sie bei der am 30. Oktober 2010 im Firmenbuch eingetragenen Kapitalerhöhung der EVN AG ihre Bezugsrechte nicht ausgeübt hat und mit Eintragung dieser Kapitalerhöhung die Schwelle von 35 % der Stimmrechte an der EVN AG, nicht jedoch die Schwelle von 30 % der Stimmrechte an der EVN AG unterschritten hat.

Per 30. September 2013 verfügt die EVN AG über 1.843.612 eigene Aktien, die in Summe 1,02 % des Grundkapitals der Gesellschaft entsprechen (30. September 2012: 877.622 Stück bzw. 0,49 % des Grundkapitals). Der Ankauf der zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien erfolgte unter Bezugnahme auf die in der 79. bzw. 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 bzw. 19. Jänner 2012 genehmigten Aktienrückkaufprogramme. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 83. ordentlichen Hauptversammlung hat der Vorstand der EVN AG am 30. Mai 2012 beschlossen, bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien, dies entspricht bis zu 0,56 % des Grundkapitals, über die Wiener Börse rückzukaufen. Dieses Rückkaufprogramm wurde im Geschäftsjahr 2012/13 zweimal verlängert, jeweils mit dem Ziel, weitere bis zu 1.000.000 Stück eigener Aktien rückzukaufen. Das erste Mal am 30. Dezember 2012 mit einer geplanten Laufzeit bis 31. August 2013 und zum zweiten Mal am 29. August 2013 mit Planlaufzeit bis 31. Mai 2014. Dieser Rückkauf erfolgt mit dem Hauptzweck der Verbesserung von Angebot und Nachfrage für die EVN Aktie an der Wiener Börse. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Erwerbszweck ausgeschlossen.

Am 13. Juni 2013 hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, maximal 170.000 Stück eigene Aktien (maximal 0,095 % des Grundkapitals) umzuwidmen, um diese an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter Unternehmen anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können. Am 8. August 2013 wurden insgesamt 73.010 Stück Aktien, das entspricht 0,04 % des Grundkapitals der EVN AG, an diese Mitarbeiter außerbörslich übertragen. Die übrigen Aktien entfallen auf den Streubesitz. Bei der EVN AG besteht derzeit kein Aktienoptionsprogramm.

    1. Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben.
    1. Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien sind, üben ihr Stimmrecht bei der Hauptversammlung aus.
    1. Der Vorstand besteht seit dem pensionsbedingten Austritt von Herrn Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher aus zwei Mitgliedern, die vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen werden. Dabei ist neben den aktienrechtlichen Vorschriften aufgrund der Eigentumsverhältnisse insbesondere auch das Stellenbesetzungsgesetz einzuhalten, das eine öffentliche Ausschreibung vorsieht.
    1. Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs 1 Z 7 UGB.
    1. Es bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich Kontrollwechsel bei Übernahmen.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs 1 Z 9 UGB bestehen nicht.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2013/14

Der europäische Energiemarkt befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Aufgrund der stetig zunehmenden, aber volatilen Energieerzeugung vor allem aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen rücken Aspekte der Versorgungssicherheit in Zusammenhang mit einem neuen Marktdesign verstärkt in den Blickpunkt der Diskussion. Die EVN ist trotz dieses herausfordernden Umfelds bestrebt ein zuverlässiger Partner in der Bereitstellung ihrer Leistungen zu bleiben. Im aktuellen strategischen Fokus steht die Konsolidierung der bestehenden Geschäfts aktivitäten. Im Energiebereich liegt dabei ein Hauptaugenmerk auf der Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Die Sicherstellung der hohen Qualität der Energieübertragungsnetze ist dafür unerlässlich, da ihre Inanspruchnahme aufgrund der steigenden Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zunimmt. Darüber hinaus gilt es auch die diesbe züglichen regulatorischen Vorgaben zu erfüllen.

Die für den Geschäftserfolg der EVN relevanten Einflussgrößen im Energiegeschäft sind die Stromhandelspreise auf den europäischen Spot- und Terminmärkten sowie die Preise für den Primärenergieeinsatz und für CO2-Emissionszertifikate. Die Entwicklung der Außentemperaturen wirken sich auf das Konsumverhalten der Kunden und somit auf die Energieabsatzmengen aus. Die Nachfrage nach Umweltprojekten wird durch den finanziellen Handlungsspielraum der öffentlichen Auftraggeber beeinflusst. Zudem lösen Umweltaufträge aufgrund ihres Projektcharakters Ergebnisschwankungen aus. Die Ergebnisbeiträge im Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges werden maßgeblich von den Beteiligungsunternehmen RAG und Verbund bestimmt, deren Geschäftserfolg wiederum von den Entwicklungen der Primär energie- und Strompreise abhängt.

Die EnergieAllianz senkte gemeinsam mit ihren regionalen Partnern per 1. Oktober 2013 im Rahmen einer Energieeffizienzoffensive die Strom- und Gaspreise um durchschnittlich 3,6 %. Gleichzeitig initiierte die EVN ein Programm für ihre Kunden, um Maßnahmen zur Steigerung ihrer Energieeffizienz zu unterstützen. Im Netzbereich hat die E-Control-Kommission im Zuge der Anreizregulierung per 1. Jänner 2013 die Stromnetztarife um durchschnittlich 0,4 % (1. Jänner 2012: stabil) und die Gasnetztarife um durchschnittlich 2,5 % (1. Jänner 2012: Reduktion um 1,9 %) gesenkt.

In Südosteuropa wurden nach den Preiserhöhungen im Jahr 2012 im Rahmen der Tarifentscheidungen durch den Regula tor die Endkundenpreise für Strom in Mazedonien per 1. Juli 2013 um durchschnittlich 3,0 % und in Bulgarien zum Stichtag 1. August 2013 um durchschnittlich 4,2 % gesenkt. Diesen Preisreduktionen standen keine entsprechenden Anpassungen der Beschaffungspreise gegenüber. In Bulgarien erfolgte damit bereits die zweite Senkung in diesem Jahr nach jener im März um 7,3 %. Darüber hinaus hat der bulgarische Regulator per 1. August 2013 einen neuen Mechanismus zur Abgeltung der Mehrkosten aus Ökostrom beschlossen, wodurch keine weiteren Belastungen aus diesem Titel für die EVN zu erwarten sind. Die angefallenen Ansprüche der EVN wurden als Forderung abgegrenzt, nachdem seitens der Behörde bestätigt wurde, dass die EVN für die ungedeckten Kosten grundsätzlich entschädigt werden soll. Darüber hinaus werden diese im Zuge des Schiedsgerichtsverfahrens, das bei dem bei der Weltbank ein gerichteten International Center for the Settlement of Investment Disputes eingereicht wurde, geltend gemacht.

Die genannten Preisanpassungen für Energie und Netzdienstleistungen in Österreich und Südosteuropa führen zu einer Reduk tion des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft der EVN. Von einer Verbesserung der Rahmenbedingungen an den internationalen Strommärkten, die eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit von thermischen Erzeugungsanlagen bewirken könnte , kann aus derzeitiger Sicht nicht ausgegangen werden. Vor diesem Hintergrund liegt unsere Erwartung des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft für das Geschäftsjahr 2013/14 unter dem Vergleichswert des Geschäftsjahres 2012/13. Mit dem Wegfall der aperiodischen Effekte, die das Finanzergebnis 2012/13 reduziert hatten, ist mit einem Konzern ergebnis zu rechnen, das über dem Niveau des Geschäftsjahres 2012/13 liegen sollte. Aufgrund der bestehenden Verwerfungen an den Energiemärkten kann jedoch von einer Rückkehr auf das Niveau früherer Jahre nicht ausgegangen werden. Die Entwicklungen im eingeleiteten Schiedsgerichtsverfahren mit dem Staat Bulgarien und der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten wesentliche Einflüsse auf das Konzernergebnis aus lösen.

Wir sehen unsere ausgewogene Kundenbasis und die hohe Kundenzufriedenheit mit unseren Leistungen als unsere wichtig s ten Erfolgsfaktoren, auf die wir auch in Zukunft bauen werden. Die Fortsetzung einer attraktiven Dividendenpolitik in Abstimmung mit einer wertorientierten Unternehmensstrategie werden wir im Interesse aller Anspruchsgruppen weiter verfolgen. Teil dieser Strategie sind auch die vielfältigen Projekte und Maßnahmen, die die EVN im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung in allen Konzernbereichen umsetzt.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2013

EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Konzernabschluss 2012/13

Nach International Financial Reporting Standards

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 104
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 104
Konzern-Bilanz 105
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 106
Entwicklung der Konzern-Geldflussrechnung 107
Konzernanhang 108 Grundsätze der Rechnungslegung
111 Konsolidierung
114 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
128 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
134 Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
151 Segmentberichterstattung
155 Sonstige Angaben
166 Finanzinformationen zu Gemeinschaftsunternehmen
und at Equity einbezogenen Unternehmen
Beteiligungen der EVN 167
Bestätigungsvermerk 172

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR Erläuterung 2012/13 2011/12
Umsatzerlöse 25 2.755,0 2.846,5
Sonstige betriebliche Erträge 26 95,5 81,3
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 27 –1.908,4 –1.980,5
Personalaufwand1) 28 –307,1 –312,6
Abschreibungen 29 –239,1 –251,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen 30 –177,4 –160,1
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 218,5 223,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 10,0 87,0
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 26,8 24,3
Zinserträge 28,4 30,9
Zinsaufwendungen1) –100,1 –104,4
Sonstiges Finanzergebnis –3,2 –1,3
Finanzergebnis1) 31 –38,1 36,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 180,3 259,7
Ertragsteuern 32 –22,1 –25,9
Ergebnis nach Ertragsteuern 158,2 233,8
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 114,7 194,9
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 43,5 38,9
Ergebnis je Aktie in EUR2) 33 0,64 1,09
Dividende je Aktie in EUR 0,423) 0,42

1) Die Zahl des Geschäftsjahres 2011/12 wurde angepasst (EBITDA/EBIT +16,5 Mio. Euro; Finanzergebnis –16,5 Mio. Euro). Details siehe 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108.

2) Verwässert ist gleich unverwässert

3) Vorschlag an die Hauptversammlung

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR Erläuterung 2012/13 2011/12
Ergebnis nach Ertragsteuern 158,2 233,8
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–31,0 –30,0
Neubewertung IAS 19 44 –23,7 –40,2
At Equity einbezogene Unternehmen 44 –13,3
Darauf entfallende Ertragsteuern 44 5,9 10,2
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in die
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
47,7 –188,9
Währungsdifferenzen 5 –8,7 8,9
Available for Sale Finanzinstrumente 44 24,9 –223,5
Cash Flow Hedges 44 –0,4 –5,3
At Equity einbezogene Unternehmen 44 38,2 –26,1
Darauf entfallende Ertragsteuern 44 –6,2 57,1
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 16,7 –218,9
Gesamtergebnis der Periode 174,9 14,9
Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG 141,9 –24,0
Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 33,0 38,9

Konzern-Bilanz

Mio. EUR Erläuterung 30.09.2013 30.09.2012
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 34 397,6 403,1
Sachanlagen 35 3.094,3 3.009,2
At Equity einbezogene Unternehmen 36 1.047,9 1.048,7
Sonstige Beteiligungen 36 694,8 668,7
Aktive latente Steuern 48 29,4 25,9
Übrige Vermögenswerte 37 861,1 898,3
6.125,1 6.053,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 38 108,4 106,1
Forderungen 39 565,5 537,6
Wertpapiere 40 43,9 3,4
Liquide Mittel 58 259,2 162,1
977,0 809,3
Summe Aktiva 7.102,1 6.863,2
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG 41– 45 2.824,8 2.768,3
Nicht beherrschende Anteile 46 241,7 245,4
3.066,5 3.013,7
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 47 1.571,4 1.933,3
Latente Steuerverbindlichkeiten 48 111,5 119,2
Langfristige Rückstellungen 49 591,0 490,7
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse 50 503,5 469,5
Übrige langfristige Schulden 51 51,5 49,9
2.829,0 3.062,6
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 52 390,3 49,4
Steuerverbindlichkeiten 53 76,8 87,0
Lieferantenverbindlichkeiten 54 461,9 384,4
Kurzfristige Rückstellungen 55 92,7 84,9
Übrige kurzfristige Schulden 56 184,9 181,3
1.206,7 786,9
Summe Passiva 7.102,1 6.863,2

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Mio. EUR Grundkapital Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Bewertungs
rücklage
Unter
schieds betrag
aus der
Währungs
umrechnung
Eigene
Anteile
Gezeichnetes
Kapital und
Rücklagen der
Aktionäre der
EVN AG
Nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Stand 30.09.2011 330,0 253,5 1.928,1 304,0 –5,5 –6,0 2.804,1 361,7 3.165,8
Gesamtergebnis der Periode 194,9 –227,8 8,9 –24,0 38,9 14,9
Anteilserwerbe bei
vollkonsolidierten Gesellschaften
69,6 69,6 –118,9 –49,3
Kapitalerhöhung 3,0 3,0
Dividende 2010/11 –73,6 –73,6 –38,4 –112,0
Veränderung eigene Anteile –0,2 –4,8 –5,0 –5,0
Konsolidierungskreis
änderungen/Sonstiges
–2,9 –2,9 –0,9 –3,8
Stand 30.09.2012 330,0 253,3 2.116,2 76,2 3,4 –10,7 2.768,3 245,4 3.013,7
Gesamtergebnis der Periode 114,7 36,0 –8,7 141,9 33,0 174,9
Dividende 2011/12 –75,0 –75,0 –36,7 –111,7
Veränderung eigene Anteile –0,1 –10,1 –10,2 –10,2
Sonstige Veränderungen –0,2 –0,2 –0,2
Stand 30.09.2013 330,0 253,1 2.155,7 112,1 –5,3 –20,8 2.824,8 241,7 3.066,5
Erläuterung 41 42 43 44 5 45 46

Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR Erläuterung 2012/13 2011/12
Ergebnis vor Ertragsteuern 180,3 259,7
+ Abschreibungen /– Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 29 239,1 251,3
+ Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen 36 93,9 7,1
– Gewinne /+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen 0,1 –0,4
– /+ Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 3,3 0,1
– Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen 26 –39,8 –35,9
– Gewinne /+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des Investitionsbereichs 58 0,0*) –1,9
+ Zunahme /– Abnahme von langfristigen Rückstellungen 49 76,6 0,4
Cash Flow aus dem Ergebnis 553,6 480,3
+ Abnahme /– Zunahme der Vorräte und Forderungen –27,9 –53,5
+ Zunahme /– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen 7,9 5,5
+ Zunahme /– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie der übrigen Verbindlichkeiten 56,5 57,6
– Zahlungen für Ertragsteuern –28,3 –28,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich 561,7 461,0
+ Einzahlungen aus Anlagenabgängen 58 3,4 10,4
+ Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen 73,8 66,6
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten 70,8 77,2
+ Einzahlungen aus Abgängen kurzfristiger Wertpapiere 70,1 443,9
– Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe 4 –3,2
+ Nettoeinzahlung aus Unternehmensverkäufen 3,7
– Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –322,1 –309,6
– Auszahlungen für Zugänge von Finanzanlagen und übrigen langfristigen Vermögenswerten –166,1 –232,8
– Auszahlungen für Zugänge kurzfristiger Wertpapiere –110,4 –390,1
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –380,5 –333,9
+ Kapitaleinzahlung von nicht beherrschenden Anteilen /Kapitalerhöhung 3,0
– Auszahlungen für Anteilsaufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen –49,3
– Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG 43 –75,0 –73,6
– Gewinnausschüttung nicht beherrschende Anteile 58 –36,7 –38,4
– Erwerb /+ Verkauf eigener Anteile –10,2 –4,2
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 141,6 400,6
– Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –110,2 –343,8
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –90,5 –105,6
Cash Flow gesamt 90,7 21,5
Fondsveränderungen 58
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 134,1 112,6
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 224,8 134,1
Cash Flow gesamt 90,7 21,5

*) Kleinbetrag

Konzernanhang

Grundsätze der Rechnungslegung

1. Allgemeines

Die EVN AG als Mutterunternehmen des EVN Konzerns (EVN) ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges, führendes börsenotiertes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen. Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarkts konnte sich EVN erfolgreich in der Energiewirtschaft Bulgariens, Mazedoniens und Kroatiens positionieren. Im Umweltbereich werden über Tochtergesellschaften Kunden in 17 Ländern erfolgreich in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung betreut.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der EVN AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr der EVN AG umfasst den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.

Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Weichen Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen von jenem der EVN AG ab, werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt. Die einbezogenen A bschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRSs) geprüft.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzern-Bilanz sowie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert. Die Beträge im Konzernabschluss werden zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit, sofern nicht anders angegeben, grundsätzlich in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozent angaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Berichterstattung nach IFRS

Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der IFRS sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2012/13 angewendet:

2. Erstmals anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten1)
Neue Standards und Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses 01.07.2012
IAS 12 Ertragsteuern: Latente Steuern – Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte 31.12.2012
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS – Ausgeprägte Hochinflation 31.12.2012

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Änderungen im IAS 1 dienen dem Ziel, die Darstellung der zunehmenden Zahl von Posten des sonstigen Ergebnisses klarer zu gestalten. Es wird nun zwischen Posten des sonstigen Ergebnisses, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können (sogenanntes "recycling"), und Posten, bei denen eine solche Umgliederung nie erfolgen wird, unterschieden. Die Änderung führte ab dem ersten Quartal 2012/13 zu einer entsprechenden Neugliederung der Gesamtergebnisrechnung.

Die erstmalige verpflichtende Anwendung der anderen geänderten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde im Geschäftsjahr 2012/13 geändert:

Die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen, Rückstellungen für Abfertigungen sowie Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde beginnend mit dem ersten Quartal 2012/13 im Finanzergebnis ausgewiesen. Bisher erfolgte die Darstellung des Zinsaufwands in den Personalaufwendungen. Die Änderung dieser Rechnungslegungsmethode entspricht IAS 1 und dem Rahmenkonzept der IFRS, verbessert die Darstellung der Ertragslage und ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit mit wichtigen Benchmark-Unternehmen. Die Anwendung der neuen Bilanzierungsmethode erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1. Oktober 2011.

Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode kommt es im Geschäftsjahr 2012/13 zu einem um 15,5 Mio. Euro höheren Zinsaufwand, während der Personalaufwand um diesen Betrag geringer ausfällt (Geschäftsjahr 2011/12: Zinsaufwand um 16,5 Mio. Euro höher, Personalaufwand entsprechend niedriger). Die Änderung der Bilanzierungsmethode hat keine Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie.

Fußnoten betreffend die retrospektive Anpassung von Vorjahreszahlen beziehen sich auf die oben beschriebene Änderung der Bilanzierungsmethode.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und
von der EU übernommen sowie im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.20141)
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.20141)
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.20141)
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 01.01.20131)
IFRIC 20 Abraumbeseitigungskosten während der Produktionsphase im Tagebau 01.01.20131)
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse – neue Fassung des IAS 27, Einzelabschlüsse 01.01.20141)
IAS 28 Assoziierte Unternehmen – neue Fassung des IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen
01.01.20141)
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
und finanziellen Verbindlichkeiten
01.01.20141)
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS – Darlehen der öffentlichen Hand 01.01.20131)
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten
und finanziellen Verbindlichkeiten
01.01.20131)
IFRS 10 –12 Änderungen an den Übergangsvorschriften 01.01.20131)
Diverse Annual Improvements 2009 –2011 01.01.20131)

1) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Auswirkungen geänderter Standards und Interpretationen auf die Darstellung des Konzernabschlusses und die Angaben im Konzernabschluss werden laufend beobachtet und analysiert.

IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 bilden das neue Konsolidierungspaket, das vom IASB im Mai 2011 veröffentlicht wurde. IFRS 10 enthält Vorschriften für die Erstellung und Darstellung von Konzernabschlüssen und beinhaltet eine neue, einheitliche Definition der "Beherrschung". IAS 27 enthält künftig nur noch Regelungen zu IFRS-Einzelabschlüssen. IFRS 11 löst IAS 31 ab und beinhaltet zwei Formen von gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements): Abhängig von den sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechten und Verpflichtungen der beherrschenden Parteien wird in Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) unterschieden. Nach IFRS 11 sind gemeinschaftlich geführte Unternehmen, welche die Definition eines Joint Ventures erfüllen, zwingend nach der Equity-Methode zu bilanzieren. IFRS 12 regelt sämtliche Angabevorschriften zu Anteilen an anderen Unternehmen. Die Auswirkung der Anwendung der neuen Konsolidierungsstandards wird aktuell im Detail analysiert. Für den Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften wird aufgrund des neuen Beherrschungskonzepts des IFRS 10 zurzeit mit keinen wesentlichen Änderungen gerechnet. Hinsichtlich der gegenwärtig quotal einbezogenen Gesellschaften könnte sich zukünftig in Bezug auf die EVN KG die Notwendigkeit der Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung, welche aber aufgrund des derzeitigen 100 % quotalen Einbezugs keinen Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätte, ergeben. Dagegen würde ein zukünftiger At-Equity-Einbezug der EnergieAllianz-Gruppe die Konzern-Bilanz und die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung verkürzen sowie zu einer Umgliederung des Ergebnisses vom operativen Ergebnis ins Finanzergebnis führen. Für STEAG-EVN Walsum wird derzeit die Einordnung in Joint Operation bzw. Joint Venture gemäß IFRS 11 evaluiert. Bei Klassifizierung als Joint Operation könnten sich wesentliche Auswirkungen auf die Bilanz ergeben.

IFRS 13 wurde vom IASB im Mai 2011 veröffentlicht. IFRS 13 ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts von IASB und FASB hinsichtlich eines standardübergreifenden Konzepts für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert basiert auf einer hypothetischen Transaktion. Dabei wird der Verkauf eines Vermögenswerts bzw. die Übertragung einer Schuld im Hauptmarkt für diesen Vermögenswert bzw. diese Schuld vorausgesetzt. Falls ein solcher nicht identifiziert werden kann, hat die Bewertung am vorteilhaftesten Markt zu erfolgen. IFRS 13 beinhaltet eine dreistufige "Fair-Value-Hierarchie", wobei den Inputfaktoren auf Stufe 1 die höchste Priorität für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eingeräumt wird. Beim Übergang auf IFRS 13 wird das eigene Kreditrisiko konsequent bei der Fair-Value-Bewertung von Derivaten zu berücksichtigen sein. Ferner kommt es zu einer Vereinheitlichung sowie Erweiterung der Anhangangaben. Die Auswirkung aus einer Anwendung des IFRS 13 wird aktuell im Detail untersucht, wobei noch keine Aussage betreffend der Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EVN Konzerns getroffen werden kann.

Die folgenden Standards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und wurden von der EU noch nicht übernommen.

2. Noch nicht anwendbare Standards und Interpretationen Inkrafttreten
Neue Standards und Interpretationen
IFRS 9 Finanzinstrumente noch nicht festgelegt1)
IFRIC 21 Abgaben 01.01.20142)
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 36 Wertminderungen – Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten 01.01.20142)
IAS 39 Finanzinstrumente – Novation von Derivaten und der Fortsetzung von Sicherungsbeziehungen 01.01.20142)
Diverse Investmentgesellschaften – Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 01.01.20142)

1) Das IASB hat in seiner Sitzung am 24. Juli 2013 den vorläufigen Beschluss gefasst, das Datum für die verpflichtende Anwendung des IFRS 9 auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Bisher war im Standard der 1. Jänner 2015 vorgesehen.

2) Die Standards sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Der neue IFRS 9, der Teil des Projekts für einen Nachfolgestandard von IAS 39 ist, sieht einen teilweisen Ersatz der bisherigen Bewertungskategorien vor. Daraus werden sich Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte ergeben, die jedoch aufgrund der laufenden Überarbeitungen des neuen Standards derzeit noch nicht verlässlich abgeschätzt werden können.

Aus der zukünftigen, erstmaligen Anwendung der restlichen neuen Standards und Interpretationen rechnet EVN mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Konsolidierung

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der übertragenen Gegenleistung mit dem beizulegenden Zeitwert der übernommenen Vermögenswerte und Schulden.

Im Konzernabschluss werden alle wesentlichen Unternehmen, bei welchen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss auf Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann (Tochterunternehmen), vollkonsolidiert. Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50,0 % der Stimmrechte der Fall, kann sich aber auch aus einer bestehenden wirtschaftlichen Verfügungsmacht an der Tätigkeit der betroffenen Gesellschaften heraus ergeben, die dazu berechtigt, mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen, bzw. dazu verpflichtet, die Risiken zu tragen. Es erfolgt keine Vollkonsolidierung von Tochterunternehmen, an denen die EVN AG mehr als 50,0 % der Anteile hält, sofern aufgrund von Sondervereinbarungen kein beherrschender Einfluss auf deren Finanzund Geschäftspolitik ausgeübt wird. Erstkonsolidierungen erfolgen zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung eines beherrschenden Einflusses und enden mit dessen Wegfall.

Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) unabhängig von der Höhe eventuell bestehender nicht beherrschender Anteile mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die nicht beherrschenden Anteile an Tochterunternehmen werden mit dem anteiligen Wert am Nettovermögen (ohne Berücksichtigung anteiliger Firmenwerte) bewertet. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identifizier bare Marktchancen und Entwicklungspotenziale ab gelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierten Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden) des erworbenen Unternehmens und der Anschaffungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Eine Veränderung im Anteilsbesitz an einem weiterhin vollkonsolidierten Unternehmen wird erfolgsneutral als Eigenkapital transaktion bilanziert.

Die Konsolidierung der Energievertriebsgesellschaften im Rahmen der EnergieAllianz erfolgt quotal (anteilsmäßig), Unternehmen, auf welche die EVN AG direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden at Equity einbezogen. In beiden Fällen gelten dieselben Konsolidierungsgrundsätze wie für Tochterunternehmen. Den Jahresabschlüssen der quotal und at Equity einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden mit dem beizu legenden Zeitwert, der in der Regel den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, das anteilige Eigenkapital, der Außen umsatz sowie das Jahresergebnis des Unternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei sämtlichen ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden ertragsteuerliche Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

4. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 30. September 2013 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 37 ausländische Unternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen (Vorjahr: 26 inländische und 36 ausländische vollkonsolidierte Unternehmen). 31 verbundene Unternehmen (Vorjahr: 33) wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EVN nicht konsolidiert.

Die EVN AG ist als Kommanditist der EVN KG zu 100,0 % am Vermögen und am Ergebnis der EVN KG beteiligt. Komplementärin ohne Vermögenseinlage der EVN KG ist die EnergieAllianz. Auf Basis der zwischen den Gesellschaftern der Energie Allianz abgeschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der Geschäftsführung der EVN KG erfolgt eine anteilsmäßige Konsolidierung (Quotenkonsolidierung) der EVN KG im Konzernabschluss. Dabei wird die EVN KG aufgrund der sonder vertraglichen Regelungen entsprechend der Vermögenseinlage zu 100,0 % einbezogen. Weiters erfolgt aufgrund dieser sondervertraglichen Regelungen der Einbezug der EnergieAllianz-Gruppe (EnergieAllianz sowie deren Tochterunternehmen) quotal entsprechend den Anteilen an der EnergieAllianz mit 45,0 %.

Die vollkonsolidierte RBG, an der EVN unverändert 50,03 % der Anteile hält, ist mit 100,0 % an der RAG beteiligt. Da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses besteht, wird die RAG at Equity einbezogen.

EconGas, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 16,51 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.

VERBUND Innkraftwerke Deutschland GmbH, an der die EVN AG unverändert zum Vorjahr einen Kapitalanteil von 13,00 % hält, wird bedingt durch sonder vertragliche Regelungen, auf Basis derer maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, at Equity einbezogen.

Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist ab Seite 167 unter Beteiligungen der EVN angeführt. Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

4. Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll
konsolidiert
Quoten
konsolidiert
Equity
konsolidiert
Summe
30.09.2011 63 5 16 84
Neugründungen und Erstkonsolidierungen 5 4 9
Änderung der Konsolidierungsart
Verschmelzung –2 –1 –3
Entkonsolidierung –4 –4
30.09.2012 62 5 19 86
Neugründungen und Erstkonsolidierungen 2 2
Verschmelzung –1 –1
Entkonsolidierung –1 –1
30.09.2013 63 5 18 86
davon ausländische Unternehmen 37 5 42

Im April 2012 erhielt die EVN den Zuschlag zur Planung, Errichtung, Finanzierung und dem Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Stadtgemeinde Zrenjanin, Serbien. Aus diesem Anlass wurde bereits im Juli 2012 die WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o. gegründet, die im ersten Quartal 2012/13 erstmals vollkonsolidiert wurde. Ebenfalls zum Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften zählt mit dem ersten Quartal 2012/13 die neu gegründete OOO EVN Umwelt, welche Managementleistungen an die übrigen in Russland tätigen EVN Gesellschaften erbringt.

Im August 2013 erfolgte der Verkauf der EVN Finance Service B.V. durch EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH an die EVN Projektmanagement GmbH. Im Anschluss wurde die EVN Finance Service B.V. in die EVN Projektmanagement GmbH upstream verschmolzen.

Die EVN und die Statkraft A.S. einigten sich im März 2013 über den Verkauf des 50 %-Anteils der EVN an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. Das Closing fand am 7. Mai 2013 statt, womit die bisher at Equity einbezogene Gesellschaft entkonsolidiert wurde.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt. Folgende Auswirkungen zum Fair Value auf die Konzern-Bilanz ergaben sich im Vorjahr durch Unternehmenserwerbe und die damit verbundenen Erstkonsolidierungen:

4. Auswirkungen der Unternehmenserwerbe
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Langfristige Vermögenswerte 10,3
Kurzfristige Vermögenswerte 8,7
19,0
Eigenkapital 3,6
Langfristige Schulden 14,0
Kurzfristige Schulden 1,4
19,0

5. Währungsumrechnung

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem am Tag der jeweiligen Transaktion gültigen Devisenmittelkurs. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden für Zwecke des Konzernabschlusses gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Demnach werden bei den Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Als erfolgsneutrale Währungsdifferenz ergab sich eine Eigenmittelveränderung im Geschäftsjahr 2012/13 von –8,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro).

Die Zu- und Abgänge werden in sämtlichen Tabellen zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnitts kursen für die Umrechnung von Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden in den Tabellen als Währungsdifferenzen gesondert ausgewiesen.

Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam.

Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:

5. Währungsumrechnung 2012/13 2011/12
Währung Kurs zum Bilanzstichtag Durchschnitt1) Kurs zum Bilanzstichtag Durchschnitt1)
Albanische Lek 139,98000 140,06538 138,29000 139,42615
Bulgarische Lew2) 1,95583 1,95583 1,95583 1,95583
Kroatische Kuna 7,61530 7,54795 7,44680 7,51739
Mazedonische Denar 61,50040 61,55754 61,50080 61,52300
Polnische Zloty 4,22880 4,18805 4,10380 4,26230
Russische Rubel 43,82400 41,42608 40,14000 40,68757
Serbische Denar 114,26060 112,96633 115,03200 110,26393

1) Durchschnitt der Monatsultimos

2) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung fixiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

6. Immaterielle Vermögenswerte

Bei Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 können sich Differenzen zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem (anteiligen) neubewerteten Eigenkapital ergeben. Entsteht ein negativer Unterschiedsbetrag, so sind Anschaffungskosten und Kaufpreis allokation nochmals zu überprüfen. Besteht die negative Differenz weiterhin, so erfolgt ihre Erfassung erfolgswirksam. Positive Differenzen münden in einem Firmenwert (zur allgemeinen Behandlung bzw. Werthaltigkeit von Firmenwerten siehe 3. Konsolidierungsm ethoden bzw. 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten und, sofern ihre Nutzungsdauer nicht als unbestimmbar klassifiziert wird, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie allfällige Wertminderungen bilanziert. Bei bestimmbarer, begrenzter Nutzungsdauer erfolgt die Abschreibung entsprechend der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese entspricht einem Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und von drei bis 40 Jahren für Rechte. Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen, für die aufgrund einer etwaigen Marktliberalisierung eine Nutzungs dauer bestimmbar ist, werden planmäßig linear über fünf bis 15 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe werden mittels Schätzungen hinsichtlich des Zeitraums und der Verteilung der Mittelzuflüsse aus den korrespondierenden immateriellen Vermögenswerten im Zeitablauf festgelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten bewertet und jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen), sind in der EVN allerdings unwesentlich.

Im Zuge der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte ist auf die Erfüllung der Voraussetzungen für eine Aktivierung gemäß IAS 38 zu achten, die zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unterscheiden. Es wurden wie im Vorjahr mangels Erfüllung der Ansatzkriterien keine Entwicklungsausgaben aktiviert.

Dienstleistungskonzessionen, welche die Voraussetzungen des IFRIC 12 erfüllen, werden als immaterieller Vermögenswert eingestuft. Die Aufwendungen und Erträge werden nach dem Leistungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) mit dem bei zulegenden Zeitwert der Gegenleistung erfasst. Der Leistungsfortschritt wird nach der Cost-to-Cost-Methode ermittelt.

7. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Sofern die Verpflichtung besteht, eine Sachanlage zum Ende ihrer Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, umfassen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auch die geschätzten aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten. Der Barwert der zukünftig dafür anfallenden Zahlungen wird zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und in gleicher Höhe als Rückstellung passiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Laufende Wartungskosten im Rahmen von Instandhaltungen von Sachanlagen werden, sofern die Wesensart des Vermögenswerts dadurch nicht verändert und künftig kein zusätzlicher wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, erfolgswirksam erfasst. Eine nachträgliche Aktivierung als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die Maßnahme Wertsteigerungen erzielt werden.

Erstreckt sich die Bauphase von Sachanlagen über einen längeren Zeitraum, spricht man von "qualifizierten Vermögenswerten", für welche die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 als Bestandteil der Herstellungskosten aktiviert werden. Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der EVN entsprechend entsteht aus einem Projekt nur dann ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens zwölf Monate beträgt.

Sachanlagen werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen erfolgen linear und orientieren sich an den voraussichtlich zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern der jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Die wirtschaftlichen sowie technischen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Den planmäßig linearen Abschreibungen liegen folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde:

7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen Jahre
Gebäude 10 – 50
Leitungen 15 – 50
Maschinen 10 – 33
Zähler 5 – 40
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 25

Werden Sachanlagen verkauft, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert als "zu Veräußerungszwecken gehalten" klassifiziert und, soweit erforderlich, auf den Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet und in der Folge bis zum Verkaufszeitpunkt nicht weiter abgeschrieben. Die Kriterien des IFRS 5 werden wie im Vorjahr von keinem Vermögenswert des Sachanlagevermögens erfüllt.

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang ausgewiesen, die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

8. At Equity einbezogene Unternehmen

At Equity einbezogene Unternehmen werden zunächst mit ihren Anschaffungskosten, in den Folgeperioden mit ihrem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen zuzüglich etwaiger Firmenwerte bilanziert. Dabei werden die Buch werte jährlich um anteilige Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden, sonstige Eigenkapitalveränderungen sowie um fort geschriebene Fair-Value- Anpassungen aus einem vorangegangenen Unternehmenserwerb erhöht bzw. vermindert. Im Beteiligungsbuchwert enthaltene Fir menwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben und gemäß IAS 28 weder gesondert ausgewiesen noch gemäß IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Es wird jeweils zum Bilanzstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Liegen solche vor, ist für at Equity einbezogene Unternehmen ein Werthaltigkeitstest nach Maßgabe von IAS 36 durchzuführen. Weiters ist gegebenenfalls eine Wertminderung im Ergebnis des at Equity einbezogenen Unternehmens zu erfassen (siehe Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen sowie 31. Finanzergebnis).

9. Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Originäre Finanzinstrumente

Bei EVN werden folgende Bewertungskategorien angewendet:

  • Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale, "AFS")
  • Kredite und Forderungen (loans and receivables, "LAR")
  • Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden (designated at fair value through profit or loss, "@FVTPL")
  • Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden (financial liabilities at amortised cost, "FLAC")

Die von IFRS 7 für die Anhangsangaben geforderte Unterteilung der originären Finanzinstrumente in Klassen – und die dazugehörigen Bewertungskategorien – stellt sich bei EVN wie folgt dar:

9. Klassen und Bewertungskategorien originärer Finanzinstrumente Bewertungskategorie
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Andere Beteiligungen AFS
Übrige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere @FVTPL
Ausleihungen LAR
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedge Accounting
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedge Accounting
Wertpapiere AFS
Liquide Mittel
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC
Bankdarlehen FLAC
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Pachtverbindlichkeiten FLAC
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC
Sonstige übrige Verbindlichkeiten FLAC
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedge Accounting
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Hedge Accounting

Originäre Finanzinstrumente werden in der Konzern-Bilanz angesetzt, wenn EVN ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

Der erstmalige Ansatz erfolgt (mit Ausnahme der Bewertungskategorie @FVTPL) zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung zu den oben angeführten Bewertungskategorien, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten. Diese werden bei der Erläuterung der einzelnen Bilanzpositionen beschrieben.

Derivative Finanzinstrumente

Zu den bei EVN eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten zählen Swaps, Forwards und Futures.

Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Zeitwert bewertet. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten wird durch öffentliche Notierung, Angaben von Banken oder mithilfe finanzmathematischer Bewertungsmethoden ermittelt. Ihr Ausweis erfolgt unter den übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Vermögenswerten bzw. übrigen (kurz- bzw. langfristigen) Verbindlichkeiten.

Bei Derivativen, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, bestimmt sich die Bilanzierung von Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts nach der Art des Sicherungsgeschäfts.

Die Marktbewertungen von derivativen Finanzinstrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-Flow-Hedge-Instrumente zu klassifizieren sind, werden ergebnisneutral im Eigenkapital in die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 eingebucht. Bei Realisierung des Sicherungsgeschäfts erfolgt die ergebniswirksame Erfassung.

Bei Fair Value Hedges wird die Bewertung des Grundgeschäfts um den Betrag, der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.

Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich setzt EVN vor allem Währungs- und Zinsswaps ein.

Zur Reduktion der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich und bei Stromgeschäften entstehen, werden Swaps, Futures und Forwards eingesetzt.

Die von EVN abgeschlossenen Forward- und Futureverträge zum Kauf oder Verkauf von Strom und CO2 -Emissionszertifikaten werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Stromlieferungen bzw. CO2 -Emissionszertifikate sowie der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Da sie zu einer physischen Erfüllung führen, handelt es sich hierbei nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39, sondern um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden.

10. Sonstige Beteiligungen

Die Position der sonstigen Beteiligungen umfasst Anteile an verbundenen Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie andere Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20,0 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen werden. Diese sind der Kategorie "AFS" zugeordnet.

Der Wertansatz in der Konzern-Bilanz erfolgt grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird – soweit als möglich – auf Basis von Börsekursen ermittelt. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei einem signifikanten oder länger anhaltenden Rückgang des beizulegenden Zeitwertes eines gehaltenen Eigenkapitalinstruments unter dessen Anschaffungskosten wird eine Abschreibung vorgenommen. Als "signifikanter, länger anhaltender Rückgang" wird bei EVN ein Rückgang von über 20 Prozent über die Dauer von 9 Monaten definiert. Bei Veräußerung wird der bisher im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.

11. Übrige langfristige Vermögenswerte

Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als "@FVTPL" klassifiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Ausleihungen werden der Kategorie "LAR" zugeordnet, die Bilanzierung erfolgt bei verzinslichen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen werden zu Barwerten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem internationalen Projektgeschäft des Umweltbereichs, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasing geschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 22. Leasing- und Pachtgegenstände).

Die Forderungen aus derivativen Geschäften werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste, die aus Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten resultieren, werden entweder ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung oder erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente).

Die Bewertung der sonstigen übrigen langfristigen Vermögenswerte und der langfristigen Primärenergiereserven erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag.

12. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettover äußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei anderen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Im Falle einer Unterdeckung der Vollkosten der Stromerzeugung aus Primärenergievorräten werden diese mit den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten (diese stellen die beste verfügbare Bewertungsgrundlage dar) bewertet. Primärenergievorräte für Handelszwecke werden zum beizulegenden Zeitwert (Börsekurs) abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus der verminderten Verwertbarkeit ergeben, werden erfahrungsgemäße Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.

Die gemäß Emissionszertifikategesetz gratis zugeteilten CO2-Emissionszertifikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anschaffungskosten von null bilanziert. Für notwendige Beschaffungen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.

13. Forderungen

Kurzfristige Forderungen werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten, welche den Anschaffungs kosten abzüglich Wertminderungen für deren erwartete uneinbringliche Bestandteile entsprechen, bilanziert. Forderungen, für die ein potenzieller Wertminderungsbedarf besteht, werden anhand vergleichbarer Ausfallrisikoeigenschaften (insbesondere der Außenstandsdauer) gruppiert, gemeinsam auf Werthaltigkeit getestet und gegebenenfalls ergebniswirksam wertberichtigt. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich der erfassten Wertminderungen, können als angemessene Schätzwerte des Tageswerts betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.

Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten.

14. Wertpapiere

Die Bewertung der kurzfristigen Wertpapiere, die als "AFS" eingestuft werden, erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwerts werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

15. Liquide Mittel

Unter den liquiden Mitteln sind flüssige Mittel und Sichtguthaben zusammengefasst. Diese werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet.

16. Eigenkapital

In Abgrenzung zum Fremdkapital ist Eigenkapital gemäß dem IFRS-Rahmenkonzept definiert als "Residualanspruch an den Ver-

mögenswerten des Konzerns nach Abzug aller Schulden". Das Eigenkapital ergibt sich somit als Restgröße aus Vermögenswerten und Schulden.

Die von der EVN gehaltenen eigenen Anteile werden entsprechend den Regelungen des IAS 32 nicht als Wertpapiere ausgewiesen, sondern in Höhe der Anschaffungskosten der erworbenen eigenen Anteile offen von den Gewinnrücklagen abgesetzt. Gewinne und Verluste, die aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu deren Anschaffungs kosten entstehen, erhöhen oder vermindern die Gewinnrücklagen.

In den im sonstigen Ergebnis erfassten Posten werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betrifft etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren, den effektiven Teil der Marktwertänderung von Cash-Flow-Hedge-Transaktionen sowie sämtliche Neubewertungen gemäß IAS 19 (2011). Weiters ist in dieser Position die anteilige Übernahme der Bewertungsrücklage der at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.

17. Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verpflichtung, Mitarbeitern, die bis 31. Dezember 1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verpflichtung besteht auch für jene Mitarbeiter, die im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes nunmehr in der EVN Netz beschäftigt sind. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach Höhe des Bezugs zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von EVN und in der Regel auch von den Mitarbeitern selbst Beiträge an die EVN-Pensionskasse geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verpflichtungen der EVN sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Rückstellungen für Pensionen und ergänzend dazu durch beitragsorientierte Leistungen der EVN-Pensionskasse abgedeckt.

Für die ab 1. Jänner 1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensionsmodell geschaffen, das im Rahmen der EVN-Pensionskasse finanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die EVN-Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investmentfonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, die die EVN unter bestimmten Voraussetzungen verpflichten, Pensionszahlungen zu leisten.

Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen betrifft Strom- und Gasdeputatsverpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeiter sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode"). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter unter Berücksichtigung künftig zu erwartender Gehalts- und Pensionssteigerungen bis zum Pensionsantritt verteilt.

Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Die Berechnungsgrundlagen sind in Erläuterung 49. Langfristige Rückstellungen angeführt. Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 (2011) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Für die Rückstellung für Pensionen wurden wie im Vorjahr die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pensionsversicherungstafeln "Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen.

Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.

Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung der Rückstellung im Finanzergebnis.

Rückstellung für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1. Jänner 2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.

In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird. Hinsichtlich ihrer Abfertigungsansprüche bestehen für die anderen Mitarbeiter der EVN je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegeben heiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeitersicherung.

Die Rückstellung für Abfertigungen wurde gemäß versicherungsmathematischer Berechnungen gebildet. Die Bewertung erfolgte anhand derselben Berechnungsgrundlagen wie für die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpfl ichtungen (Berechnungsgrundlagen siehe Erläuterung 49. Langfristige Rückstellungen). Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden gemäß IAS 19 (2011) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der verwendete Zinssatz basiert auf Renditen, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wurden, wobei die Fälligkeiten der zu zahlenden Leistungen entsprechend Berücksichtigung fanden.

Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung der Rückstellung im Finanzergebnis.

Bei Mitarbeitern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wurde die Verpflichtung der einmaligen Abfertigungszahlung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden im Personalaufwand erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und /oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind. Hierbei muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden können. Sofern eine solche zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, unterbleibt die Rückstellungsbildung. Die Rückstellungen werden mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der über die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit verfügt.

Als Abzinsungssätze wurden Sätze vor Steuern verwendet, welche die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Rückstellungen spezifischen Risiken widerspiegeln.

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund kollektivvertraglicher Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie für Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen vorgesorgt. Sämtliche Neubewertungen, darunter fallen bei der EVN AG ausschließlich Gewinne und Verluste aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen, werden bei den Jubiläumsgeldverpflichtungen gemäß IAS 19 (2011) ergebniswirksam erfasst. Während der der Rückstellung zugeführte Dienstzeitaufwand im Personalaufwand ausgewiesen wird, erfolgt der Ausweis des Zinsanteils der Zuführung der Rückstellung im Finanzergebnis.

Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen für rechtliche und faktische Verpflichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Kosten angesetzt. Änderungen in den Schätzungen der Kosten oder im Zinssatz werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswerts erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswerts übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst.

Rückstellungen für belastende Verträge werden in Höhe des unvermeidbaren Ressourcenabflusses angesetzt. Dies ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrags und allfälliger Kompensationszahlungen bei Nichterfüllung.

18. Schulden

Die Schulden werden – mit Ausnahme jener aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. jener im Zusammenhang mit Hedge Accounting – zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Geldbeschaffungskosten sind Teil der fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Schulden werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode verzinst.

Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten erfolgt ein Ausweis der endfälligen Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr im langfristigen Bereich, mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr im kurzfristigen Bereich. Bei Finanzverbindlichkeiten mit laufenden Tilgungen unterbleibt eine laufende Umgliederung des kurzfristigen Teils (Informationen zu den Restlaufzeiten siehe Erläuterung 47. Lang fristige Finanzverbindlichkeiten).

Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht und werden daher unter analoger Anwendung von IAS 20 auf der Passivseite der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anschaffungskosten dieser Sachanlagen dar. Die Gewährung von Investitionszuschüssen impliziert in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheid mäßig festgesetzte Betriebsführung. Sowohl Baukosten- als auch Investitionszuschüsse werden über die durchschnittliche Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen linear aufgelöst.

19. Ertragsrealisierung

Umsatzrealisierung (allgemein)

Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsätz e werden dann als Erlöse erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht wurde.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Durch IFRIC 18 wird die Bilanzierung von Geschäftsfällen geregelt, bei denen ein Unternehmen von seinem Kunden einen Vermögenswert bzw. die Finanzmittel für die Anschaffung oder Herstellung eines solchen erhält, um ihm im Gegenzug einen Netzanschluss oder einen dauerhaften Zugang zu einer Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu verschaffen. Bei EVN fallen erhaltene Baukostenbeiträge zum Teil unter den Anwendungsbereich des IFRIC 18. Der Ausweis der Auflösungsbeträge aus der passivischen Abgrenzung der erhaltenen Baukostenzuschüsse erfolgt bei EVN in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Regulierungskonto

In regelmäßigen Abständen werden seitens der Strom- und Gasnetzregulierungsbehörden angemessene "Zielerlöse" für die einzelnen Marktteilnehmer festgesetzt und laufend evaluiert. Gegenüber diesen "Zielerlösen" erzielte Mehr- oder Mindererlöse werden auf dem Regulierungskonto vorgetragen und im Rahmen der künftigen tariflichen Anpassung berücksichtigt.

In Österreich wurde mit der am 3. März 2011 in Kraft getretenen Novelle des Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) eine in § 50 ElWOG neue Ex-Post-Erlösregulierung der Erlöse des Netzbetreibers über das Regulierungskonto eingeführt. Diese Systematik wurde auch in den § 71 des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 übernommen. Zweck des neu eingeführten Regulierungskontos ist es, mittels eines für jeden Netzbetreiber geführten "virtuellen Kontos" Abweichungen der tatsächlichen Erlöse von den bescheidmäßig zuerkannten Erlösen auszugleichen. Differenzbeträge sind dabei nach dem Gesetzeswortlaut des § 50 ElWOG bzw. § 71 GWG im Rahmen der Feststellung der Kostenbasis für die nächsten Entgeltperioden zu berücksichtigen.

Aufgrund des Eingriffs der bulgarischen Regulierungsbehörde im Zusammenhang mit der Verteilung von Ökostrommehrkosten sind EVN von 1. Juli 2012 bis zum 31. Juli 2013 erhebliche Kosten im Zusammenhang mit einer notwendig gewordenen Zwischenfinanzierung entstanden. Gemäß Artikel 35 Energy Act sind Endversorger (wie die bulgarische Vertriebsgesellschaft) für die zusätzlichen Kosten aus dem Kauf von Ökostrom zu kompensieren. In der Zwischenzeit wurde von der Behörde auch bestätigt, dass EVN für die ungedeckten Kosten grundsätzlich entschädigt werden soll (siehe Erläuterung 37. Übrige langfristige Vermögenswerte und 39. Forderungen).

Aufgrund des Fehlens eindeutiger gesetzlicher Regelungen zur Bilanzierung dieses Tatbestands, besteht eine "Accounting Policy Choice" für die bilanzielle Behandlung solcher Mehr- oder Mindererlöse. Im Falle von Mindererlösen hat EVN aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen einen Anspruch darauf, dass diese im Rahmen der nächsten Regulierungsperiode im Rahmen der Tarifierung berücksichtigt werden; im Falle von Mehrerlösen ergibt sich für EVN aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, diese über die künftige Tarifierung auszugleichen. In Anlehnung an das Rahmenkonzept der IFRS sowie den Entwurf des Standards zu "Rate-regulated activities" aus dem Jahre 2009, bilanziert EVN hierfür einen Vermögenswert unter den übrigen Vermögenswerten bzw. eine Verbindlichkeit unter den übrigen Verbindlichkeiten. Diese aktiven bzw. passiven Unterschiedsbeträge werden außerdem abhängig vom zeitlichen Rahmen der tariflichen Anpassung in kurz- bzw. langfristig unterschieden. Für den langfristigen Teil des Regulierungskontos wird aktivseitig jeweils über den voraussichtlichen Zeitraum eine Zinskomponente berücksichtigt.

Falls in Zukunft eindeutige Regelungen zur Bilanzierung des Regulierungskontos bestehen sollten, wird EVN diese entsprechend berücksichtigen.

Auftragsfertigung

Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere PPP-Projekte – Public Private Partnership) und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Fertigstellungsgrads ("Percentage-of-Completion-Methode") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Fertigstellungsgrad wird durch die "Cost-to-Cost-Methode" festgelegt. Dabei werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Veränderungen der geschätzten Gesamtauftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.

20. Ertragsteuern und latente Steuern

Der für die Berichtsperiode in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für vollkonsolidierte Gesellschaften aus deren steuerpflichtigem Einkommen und dem jeweils anzuwendenden Ertragsteuersatz errechnete laufende Ertragsteuer sowie die Veränderung der latenten Steuerschulden und -ansprüche.

20. Ertragsteuersätze
%
2012/13 2011/12
Unternehmenssitz
Österreich 25,0 25,0
Albanien 10,0 10,0
Bulgarien 10,0 10,0
Deutschland1) 30,0 30,0
Estland2) 21,0 21,0
Kroatien 20,0 20,0
Litauen 15,0 15,0
Mazedonien2) 3) 10,0 10,0
Montenegro 9,0 9,0
Polen 19,0 19,0
Rumänien 16,0 16,0
Russland 20,0 20,0
Serbien 15,0 10,0
Slowenien 17,0 18,0
Tschechien 19,0 19,0
Türkei 20,0 20,0
Zypern 12,5 10,0

Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:

1) 15,8 % Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag, 14,2 % Gewerbesteuer

2) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.

Darüber hinaus unterliegen in Mazedonien nicht abzugsfähige Aufwendungen der Körperschaftsteuer.

3) Die Steuer für nicht abzugsfähige Aufwendungen ist jährlich zu entrichten.

Die EVN macht von der Möglichkeit zur Bildung steuerlicher Unternehmensgruppen Gebrauch. Insgesamt gibt es innerhalb der EVN vier (Vorjahr: fünf) steuerliche Unternehmensgruppen. Die EVN AG befindet sich in einer Unternehmensgruppe mit der NÖ Landes- Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, als Gruppenträger. Die steuerlichen Ergebnisse der diesen Gruppen zugehörigen Gesell schaften wurden dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppen träger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der "Stand-Alone-Methode" orientiert.

Dabei werden bei überrechneten steuerlichen Verlusten diese auf Seite der Gruppenmitglieder als "interne Verlustvorträge" evident gehalten und mit künftigen positiven Ergebnissen verrechnet. Eine Ausnahme davon bildet der Vertrag mit dem Gruppenmitglied WEEV Beteiligungs GmbH, der vorsieht, dass der WEEV Beteiligungs GmbH im Falle der Zurechnung eines negativen steuerlichen Ergebnisses eine negative Steuerumlage gutgeschrieben wird.

Aus der Anrechnung von Verlusten ausländischer Tochtergesellschaften wird für die künftige Verpflichtung zur Zahlung von Ertragssteuern eine Verbindlichkeit in Höhe des Nominalbetrages ausgewiesen.

Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses bereits gesetzlich beschlossen waren.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der "Liability-Methode" mit jenem Steuersatz, der erwartungsgemäß zum Zeitpunkt der Umkehr der befristeten Unterschiede gelten wird. Auf alle temporären Differenzen (Differenz zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert.

Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sein werden. Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht und die Absicht auf Aufrechnung der Steuern besteht.

Für temporäre Differenzen, die aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren, werden keine latenten Steuern in der Konzern-Bilanz ausgewiesen.

21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen

Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird jeweils zum Bilanzstichtag geprüft, ob interne oder externe Indikatoren für Wertminderungen vorliegen. Während Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer zusätzlich zur planmäßigen Abschreibung lediglich bei Vorliegen eindeutiger Anzeichen auf etwaige, außerplanmäßig vorzunehmende Abschreibungen (Wertminderungen) hin zu überprüfen sind, unterliegen Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verpflichtenden, mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfungen.

Die Werthaltigkeitsprüfung von Firmenwerten sowie von Vermögenswerten, für die keine eigenen zukünftigen Finanzmittelflüsse identifiziert werden können, erfolgt auf der Betrachtungsebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten (Cash Generating Units, CGUs). Für eine Zuordnung sind jene CGUs zu identifizieren, aus denen separate Mittelzuflüsse erzielt werden und die – im Falle von Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten – einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die nicht zuordenbaren Unterschiedsbeträge wurden primär auf die CGUs "Stromverteilung Bulgarien", "Stromverteilung Mazedonien" und "Umwelt" verteilt.

Im Bereich der Sachanlagen wird als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als CGU die technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom- und Gasverteilungsanlagen, Windparks, Datenleitungen sowie Strombezugsrechte.

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit wird als erzielbarer Betrag der höhere aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert dem Buchwert der CGU bzw. dem Buchwert des Vermögenswerts gegenübergestellt. Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten.

Als Abzinsungssatz wird ein Kapitalkostensatz vor Ertragsteuern (WACC) verwendet. Die Eigenkapitalprämie des WACC setzt sich aus dem risikolosen Zinssatz zehnjähriger EU-Anleihen sowie einer Risikoprämie zusammen, welche die Markt-Risikoprämie und den Beta-Faktor auf Basis von Peer-Group-Kapitalmarktdaten umschließt. Die Fremdkapital-Prämie setzt sich aus dem Basiszinssatz und einem EVN-spezifischen Risikozuschlag zusammen. Für die Gewichtung der beiden Prämien wird eine Zielkapitalstruktur von 50:50 zu Marktwerten (Eigenkapital auf Basis Börsekapitalisierung) unterstellt. Diese Zahlungsströme werden mit dem Kapitalkostensatz vor Ertragsteuern (WACC) von 8,7 % (Vorjahr: 8,7 %), angepasst um spezifische Unternehmens- und Länderrisiken, abgezinst.

Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Geldmittelzu- und -abflüsse (Cash Flows), die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Strompreise werden anhand der Prognosen eines renommierten Informationsdienstleisters in der Energiewirtschaft ermittelt. In die Wertermittlung werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei im Falle von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit bestimmbarer Nutzungsdauer der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand berücksichtigt wird. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung der nächsten mittelfristigen Unternehmensplanung berücksichtigt.

Die Cash-Flow-Prognosen basieren auf den jüngsten vom Management genehmigten Finanzplänen und erstrecken sich auf einen Zeitraum, für welchen verlässliche Planungsrechnungen erstellt werden können. Der Detailplanungszeitraum beträgt mit Ausnahme der Werthaltigkeitsprüfungen im Segment Energieversorgung Südosteuropa fünf Jahre.

In Südosteuropa ist unter den derzeitigen regulatorischen Rahmenbedingungen und dem aktuellen Niveaus von Netzverlusten unter dem gegebenen wirtschaftlichen Umfeld davon auszugehen, dass der Transformationsprozess über einen längeren Zeitraum andauern wird, wodurch ein fünfjähriger Planungszeitraum mit darauf folgender Extrapolation der Ergebnisse den Sachverhalt nicht richtig abbilden würde. Der Detailplanungszeitraum für die CGUs Stromverteilung Bulgarien und Mazedonien beträgt daher jeweils 10 Jahre. Aus den regelmäßig durchgeführten Ex-post-Analysen ist ersichtlich, dass die Planungsgenauigkeit bzw. die Zuverlässigkeit der Annahmen gegeben ist.

Liegt der erzielbare Betrag unter dem angesetzten Buchwert, so ist der Buchwert auf den erzielbaren Betrag zu verringern und eine Wertminderung zu erfassen. Übersteigt der Buchwert einer CGU, der ein Firmenwert oder sonstiger Vermögenswert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der Firmenwert bzw. der betreffende Vermögenswert in Höhe des Differenzbetrags wertgemindert. Der darüber hinausgehende Wertminderungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der CGU berücksichtigt. Wenn der Grund für eine vorgenommene Wertminderung entfällt, erfolgt für den betreffenden Vermögenswert eine Wertaufholung. Der infolge dieser Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungsbzw. Herstellungskosten nicht übersteigen. Firmenwerte, die im Zuge einer Werthaltigkeitsprüfung wertgemindert wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben werden.

Die Buchwerte der Firmenwerte stellen sich wie folgt dar:

21. Zuordnung der Firmenwerte auf Cash Generating Units
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Stromverteilung Bulgarien 122,6 122,6
Stromverteilung Mazedonien 26,3 26,3
Umwelt 54,0 54,0
Sonstige CGUs 7,1 7,1
Summe Firmenwerte 210,0 210,0

Weiters bestehen zum 30. September 2013 Kundenbeziehungen, die noch nicht einer Marktliberalisierung unterliegen und somit eine unbestimmbare Nutzungsdauer aufweisen, mit Anschaffungskosten von 24,5 Mio. Euro (Vorjahr: 24,5 Mio. Euro) zu Buche. Diese sind der CGU Stromverteilung Mazedonien zugeordnet.

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung der Nutzungswerte für Firmenwerte sowie für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer verwendet werden, sind neben den Cash-Flow-Prognosen der Abzinsungssatz und die Wachstumsrate nach dem Detailplanungszeitraum.

Die Annahmen zu den wesentlichen Cash Generating Units sowie deren Sensitivitäten sind im Folgenden dargestellt:

Energieversorgung Südosteuropa

21. Stromverteilung Bulgarien 2012/13 2011/12
Annahmen
WACC vor Steuern 8,7 % 9,4 %
Wachstumsrate nach Detailplanungszeitraum von 10 Jahren 2,5 % 2,5 %
Sensitivitäten
WACC +1 % –11,2 % –12,8 %
WACC –1 % 26,4 % 31,9 %
Wachstumsfaktor +1 % 16,9 % 21,3 %
Wachstumsfaktor –1 % –4,5 % –5,4 %

Der Buchwert des Nettovermögens der CGU Stromverteilung Bulgarien beträgt 585,5 Mio. Euro (Vorjahr: 581,7 Mio. Euro).

Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC von 1 % käme es im Geschäftsjahr 2012/13 ceteris paribus zu einer Unterdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 11,2 % (Überdeckung in Höhe von 26,4 %).

Bei Erhöhung (Verminderung) des Wachstumsfaktors um 1 % käme es im Geschäftsjahr 2012/13 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 16,9 % (Unterdeckung in Höhe von 4,5 %).

21. Stromverteilung Mazedonien 2012/13 2011/12
Annahmen
WACC vor Steuern 11,6 % 12,0 %
Wachstumsrate nach Detailplanungszeitraum von 10 Jahren 2,0 % 2,0 %
Sensitivitäten
WACC +1 % 14,0 % 18,9 %
WACC –1 % 47,4 % 57,4 %
Wachstumsfaktor +1 % 37,1 % 46,4 %
Wachstumsfaktor –1 % 22,1 % 27,4 %

Der Buchwert des Nettovermögens der CGU Stromverteilung Mazedonien beträgt 316,2 Mio. Euro (Vorjahr: 292,8 Mio. Euro).

Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC von 1 % käme es im Geschäftsjahr 2012/13 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 14,0 % (Überdeckung in Höhe von 47,4 %).

Bei Erhöhung (Verminderung) des Wachstumsfaktors um 1 % käme es im Geschäftsjahr 2012/13 ceteris paribus zu einer Überdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 37,1 % (Überdeckung in Höhe von 22,1 %).

Umwelt

Die Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts im Bereich Umwelt wird mit einem WACC vor Ertragsteuern in Höhe von 12,0 % (Vorjahr: 10,0 %) durchgeführt. Der Buchwert des Nettovermögens der CGU Umwelt beträgt 262,9 Mio. Euro. Bei Erhöhung (Verminderung) des WACC von 1 % käme es im Geschäftsjahr 2012/13 ceteris paribus zu einer Unterdeckung des Nettovermögens der CGU in Höhe von 3,1 % (Überdeckung in Höhe von 14,8 %).

22. Leasing- und Pachtgegenstände

Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder -nehmer nach dem Kriterium der Zu ordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.

Die langfristigen Leasingforderungen, die bei Projektgeschäften des Umweltbereichs im Rahmen von PPP-Projekten anfallen, bei denen eine Anlage für einen Kunden gebaut, finanziert und über eine fixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, werden gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungs leasinggeschäft klassifiziert und als solches im Konzernabschluss der EVN bilanziert.

Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwerts bzw. des niedrigeren Barwerts der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden passiviert. Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.

23. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Konzernanhang angegebenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Bei den durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen müssen vor allem in Bezug auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Eine Änderung der gesamtwirtschaftlichen, der Branchen- oder der Unternehmenssituation in der Zukunft kann zu einer Reduzierung der Zahlungsmittelüberschüsse und somit zu Wertminderungen führen (siehe Erläuterung 21. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen).

Die Bewertung des regulatorischen Vermögenswerts in Bulgarien basiert auf den aktuellen Annahmen. Die bereits angefallenen Ansprüche der EVN, welche als Forderung abgegrenzt wurden, nachdem seitens des Regulators bestätigt wurde, dass EVN für die ungedeckten Kosten grundsätzlich entschädigt werden soll, werden darüber hinaus im Zuge des Schiedsgerichtsverfahrens, das bei dem bei der Weltbank eingerichteten International Center for the Settlement of Investment Disputes eingereicht wurde, geltend gemacht. Zukünftige Entwicklungen können zu einer Bewertungsänderung führen (siehe Erläuterung 37. Übrige langfristige Vermögenswerte und 39. Forderungen).

Ausweis und Bewertung der langfristigen Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften im Umweltbereich basieren auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen. Mit der Regierung der Stadt Moskau werden derzeit Gespräche über die nachträgliche Änderung der Struktur der Projekte Natriumhypochlorit und Müllverbrennungsanlage Nr. 1 geführt. Die kommerzielle Inbetriebnahme der vereinbarungsgemäß fertiggestellten Natriumhypochloritanlage wurde von der Stadt Moskau bisher verzögert, und zudem ist die Baugenehmigung für die Müllverbrennungsanlage weiterhin ausständig. In diesem Zusammenhang sind Rechtsstreitigkeiten anhängig, für die mit einer Rückstellung für Rechtskosten vorgesorgt wurde. Weitere Auftragsvergaben an Sublieferanten wurden in der Zwischenzeit ausgesetzt. Da die Verhandlungen und Gerichtsverfahren dazu führen können, dass bei der Natriumhypochloritanlage die Übernahme des Betriebes der Anlage durch EVN und bei der Müllverbrennungsanlage die Umsetzung des Investitionsvertrages hinsichtlich des Baues und des Betriebes durch EVN gefährdet werden, könnte es in Zukunft zu Änderungen des Ausweises sowie Wertänderungen dieser langfristigen Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften kommen (siehe Erläuterung 37. Übrige langfristige Vermögenswerte).

Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Abfertigungen werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung sowie Pensions- und Gehaltserhöhungen verwendet, die in künftigen Perioden zu Bewertungsänderungen führen können (siehe Erläuterung 49. Langfristige Rückstellungen).

Weitere Anwendungsgebiete für Annahmen und Schätzungen liegen zum einen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des langfristigen Vermögens (siehe Erläuterungen 6. Immaterielle Vermögenswerte und 7. Sachanlagen), der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren und Umweltschutz (siehe Erläuterung 17. Rückstellungen) sowie zum anderen in der Bewertung von Forderungen und Vorräten (siehe Erläuterungen 12. Vorräte und 13. Forderungen). Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden.

24. Grundsätze zur Segmentberichterstattung

Die Identifizierung der operativen Segmente erfolgt auf Basis der internen Organisations- und Berichtsstruktur und den internen Steuerungsgrößen (Management Approach). Für jedes operative Segment überprüft der Vorstand des EVN Konzerns (Hauptentscheidungsträger gemäß IFRS 8) interne Managementberichte mindestens vierteljährlich. Die Segmentabgrenzung in "Erzeugung", "Energiehandel und -vertrieb", "Netzinfrastruktur Inland", "Energieversorgung Südosteuropa", "Umwelt" und "Strategische Beteiligungen und Sonstiges" entspricht vollständig der internen Berichtstruktur. Die Bewertung sämtlicher Segmentinformationen steht in Einklang mit den IFRS. Zur internen Performancemessung der Segmente wird in erster Linie das EBITDA herangezogen, welches für das jeweilige Segment der Summe der operativen Ergebnisse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen der in das Segment einbezogenen Gesellschaften unter Berücksichtigung intersegmentärer Umsätze und Aufwendungen entspricht (siehe Erläuterung 57. Segmentberichterstattung).

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

25. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

25. Umsatzerlöse
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Erzeugung 34,6 40,3
Netzinfrastruktur Inland 443,8 438,2
Energiehandel und -vertrieb 1.038,8 1.082,2
Energieversorgung Südosteuropa 1.007,3 968,6
Umwelt 227,2 314,9
Strategische Beteiligungen und Sonstiges 3,3 2,3
Summe 2.755,0 2.846,5

In den Umsatzerlösen waren Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von PPP-Projekten in Höhe von 83,5 Mio. Euro (Vorjahr: 123,9 Mio. Euro) enthalten (siehe Erläuterung 37. Übrige langfristige Vermögenswerte).

26. Sonstige betriebliche Erträge

26. Sonstige betriebliche Erträge
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen 39,8 35,9
Aktivierte Eigenleistungen 15,2 15,9
Bestandsveränderungen 12,5 –2,2
Zinsen für verspätete Zahlungen 9,8 6,8
Entschädigungen und Vergütungen 3,6 5,8
Miet- und Pachterträge 2,4 2,8
Ergebnis aus der Veräußerung von vollkonsolidierten Unternehmen 0,5 3,1
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 0,0*) 1,9
Übrige sonstige betriebliche Erträge 11,2 11,4
Summe 95,5 81,3

*) Kleinbetrag

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassten hauptsächlich Prämien, Subventionen sowie Warenverkäufe und Dienstleistungen, die nicht im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit standen.

Die höheren Bestandsveränderungen sind auf geringere nicht abgerechnete Kundenprojekte zum Stichtag zurückzuführen.

27. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassten insbesondere Strom-, Gas-, Kohle- und Biomassebezugskosten sowie den durch die zu geringe Zuteilung von Gratiszertifikaten entstandenen Aufwand für den Einsatz zugekaufter CO2-Emissions zertifikate in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro).

Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand standen überwiegend in Zusammenhang mit dem P rojektgeschäft des Umweltbereichs sowie mit Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters waren in dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen enthalten.

2012/13 2011/12
1.612,6 1.630,6
350,0
1.980,5
295,8
1.908,4

28. Personalaufwand

Im Personalaufwand waren Beiträge an die EVN-Pensionskasse in Höhe von 5,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) enthalten.

28. Personalaufwand
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Gehälter und Löhne1) 237,6 238,2
Aufwendungen für Abfertigungen1) 5,2 7,3
Aufwendungen für Pensionen1) 7,6 9,5
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 50,2 50,1
Sonstige Sozialaufwendungen 6,4 7,6
Summe 307,1 312,6

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS)

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:

28. Mitarbeiter nach Segmenten1) 2012/13 2011/12
Erzeugung 192 198
Netzinfrastruktur Inland 1.299 1.281
Energiehandel und -vertrieb 324 300
Energieversorgung Südosteuropa 4.625 4.775
Umwelt 591 600
Strategische Beteiligungen und Sonstiges 466 440
Summe 7.497 7.594

1) Anzahl im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter setzte sich zu 95,9 % aus Angestellten und zu 4,1 % aus Arbeitern zusammen (Vorjahr: 96,0 % Angestellte und 4,0 % Arbeiter), wobei in Bulgarien und Mazedonien nicht nach Angestellten und Arbeitern unterschieden wird.

Arbeitnehmer anteilsmäßig einbezogener Unternehmen wurden entsprechend der Höhe der Beteiligung berücksichtigt.

29. Abschreibungen

Die Vorgehensweise bei Werthaltigkeitsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 21. Vorgehens weise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.

2012/13 2011/12
14,9 15,2
224,2 236,2
239,1 251,3
29. Abschreibungen
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Planmäßige Abschreibungen 238,1 228,0
Wertminderungen1) 1,0 23,3
Summe 239,1 251,3

1) Details siehe Erläuterung 34. Immaterielle Vermögenswerte und 35. Sachanlagen

30. Sonstige betriebliche Aufwendungen

30. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Forderungsabschreibungen 37,3 43,4
Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken 35,0 24,9
Betriebssteuern und Abgaben 16,0 15,8
Telekommunikation und Portospesen 11,6 12,7
Fahrt- und Reisespesen, Kfz-Aufwendungen 11,4 11,6
Werbeaufwand 10,7 13,1
Versicherungen 9,0 9,3
Wartung und Instandhaltung 6,9 5,0
Mieten 7,0 –0,1
Weiterbildung 2,4 2,7
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 30,1 21,6
Summe 177,4 160,1

Die Position Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken umfasst auch die Änderung der Rückstellung für Prozesskosten und -risiken. Die Position Mieten umfasst auch die Änderung der Rückstellungen für Mieten für Netzzutritte in Bulgarien. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Aufwendungen für Umweltschutz, Spesen des Geldverkehrs, Lizenzen, Mitgliedsbeiträgen sowie Verwaltungs- und Büroaufwendungen.

31. Finanzergebnis

31. Finanzergebnis
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Beteiligungsergebnis
RAG 80,1 73,5
EconGas –19,7 –5,4
ZOV; ZOV UIP 11,8 12,4
Energie Burgenland1) 9,7 1,9
Devoll Hydropower ShA –27,6 –1,3
WEEV Beteiligungs GmbH –29,6 0,6
Shkodra –20,4 2,5
Andere Gesellschaften 5,6 2,8
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 10,0 87,0
Dividendenzahlungen 27,2 25,1
davon VERBUND AG 24,1 22,1
davon andere Gesellschaften 3,1 3,1
Wertminderungen –0,4 –0,9
Sonstiges 0,0*)
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 26,8 24,3
Summe Beteiligungsergebnis 36,8 111,3
Zinsergebnis
Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten 21,2 25,6
Übrige Zinserträge 7,2 5,3
Summe Zinsertrag 28,4 30,9
Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten –75,2 –81,5
Zinsaufwand Personalrückstellungen2) –15,5 –16,5
Übrige Zinsaufwendungen –9,5 –6,4
Summe Zinsaufwendungen –100,1 –104,4
Summe Zinsergebnis –71,7 –73,5
Sonstiges Finanzergebnis
Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Finanzvermögens ("@FVTPL") –0,1 1,4
Währungskursgewinne/-verluste –0,1 0,4
Übriges Finanzergebnis –3,0 –3,0
Summe sonstiges Finanzergebnis –3,2 –1,3
Finanzergebnis –38,1 36,5

*) Kleinbetrag

1) 49,0 % an der Energie Burgenland AG werden indirekt über die Burgenland Holding AG gehalten.

2) Vorjahreszahl wurde angepasst (siehe Erläuterung 2. Berichterstattung nach IFRS)

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile, Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten Vermögenswerten sowie notwendig gewordene Wertminderungen.

Verantwortlich für den starken Rückgang des Beteiligungsergebnisses waren der negative Ergebnisbeitrag der EconGas, der Devoll Hydropower ShA, der WEEV Beteiligungs GmbH und der Shkodra. Der negative Ergebnisbeitrag der EconGas, welcher bereits im ersten Quartal 2012/13 erfasst wurde, resultiert einerseits aus der signifikant negativen Spanne zwischen dem langfristigen ölpreisgebundenen Gasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie andererseits aus einer Vorsorge für belastende Verträge der EconGas im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen.

Weiters kam es durch den Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. zu einem einmaligen negativen Effekt in Höhe von 27,6 Mio. Euro vor Steuern.

Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH ist auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen. Die WEEV Beteiligungs GmbH wurde zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung des Verbund gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG gegründet und erstmals im ersten Quartal 2010/11 in den Konzernabschluss der EVN at Equity einbezogen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden vormalig, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Falle eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung, welche zu dem ausgewiesenen negativen Ergebnisbeitrag führte.

Der negative Ergebnisbeitrag der bei Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerksprojekt Ashta in Albanien ist auf mehrere Effekte zurückzuführen. Zum einen ist eine von albanischen Regierungsvertretern in Aussicht gestellte Konzessionsdauerverlängerung als wirtschaftliche Kompensation für in der Bauphase eingetretene Hochwasserschäden, einen Bauverzug und entsprechende Mehrkosten nun aufgrund des Regierungswechsels mit hoher Unsicherheit behaftet, und zum anderen hat sich das Kundenrisiko infolge verspäteter Zahlungseingänge erhöht. Weiters sind die Erwartungen hinsichtlich der Erlöse aus dem Verkauf von zertifizierten Emissionsreduktionen (Certified Emission Reductions, CERs) weiter gesunken.

Die Zinserträge aus langfristigen Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investmentfonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zins erträge beinhalten Erträge aus liquiden Mitteln und Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens.

Die Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten betreffen die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für langfristige Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen Zinsaufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtzinsen für Biomasseanlagen, Verteil- und Wärmenetze.

32. Ertragsteuern

32. Ertragsteuern
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Laufender Ertragsteueraufwand 32,4 29,3
davon österreichische Gesellschaften 22,0 19,4
davon ausländische Gesellschaften 10,3 9,9
Latenter Steuerertrag –10,3 –3,4
davon österreichische Gesellschaften –9,4 –5,7
davon ausländische Gesellschaften –0,8 2,3
Summe 22,1 25,9

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2013 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0 % (Vorjahr: 25,0 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote des Geschäftsjahres 2012/13 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellten sich folgendermaßen dar:

in % Mio. EUR in % Mio. EUR
180,3 259,7
25,0 45,1 25,0 64,9
–4,5 –8,1 –1,4 –3,7
–7,6 –13,7 –12,8 –33,1
2,5 4,6 –0,7 –1,8
–8,7 –15,7 –1,9 –5,0
–0,3 –0,6 –0,2 –0,6
6,6 11,8 1,5 4,0
0,3 0,5 0,4 1,0
–0,9 –1,7 0,1 0,2
12,3 22,1 10,0 25,9
2012/13 2011/12

Die steuerrechtlichen Anteilsabwertungen betreffen die im Geschäftsjahr mit steuerlicher Wirkung durchgeführten Beteiligungsabschreibungen von Shkodra, Devoll Hydropower, EconGas und EnergieAllianz (Vorjahr: EVN Kavarna). Die effektive Steuerbelastung der EVN für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 12,3 % (Vorjahr: 10,0 %). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.

33. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wurde durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2012/13 in Umlauf befind lichen Anteile von 178.356.673 Stück (Vorjahr: 179.378.364 Stück) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch sogenannte potenzielle Aktien aufgrund von Aktien optionen und Wandelanleihen auftreten. Für EVN bestanden jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie war.

Auf Basis des Konzernergebnisses von 114,7 Mio. Euro (Vorjahr: 194,9 Mio. Euro) errechnete sich für das Geschäftsjahr 2012/13 ein Ergebnis je Aktie von 0,64 Euro (Vorjahr: 1,09 Euro).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

Die Nettowerte verstehen sich als Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.

Als Währungsdifferenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und zu Ende des Geschäftsjahres 2012/13 ergaben.

34. Immaterielle Vermögenswerte

Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden insbesondere Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, großteils Software-Lizenzen und die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger aus gewiesen.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Wertminderungen für immaterielle Vermögenswerte erfasst (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Die Zugänge der Firmenwerte aus Konsolidierungskreisänderungen betrugen im Vorjahr 2,8 Mio. Euro und resultierten aus dem Erwerb der FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden insgesamt 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die von den IFRS geforderten Aktivierungskriterien wurden nicht erfüllt.

34. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
Mio. EUR
Firmenwerte Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
Summe
Geschäftsjahr 2012/13
Bruttowert 30.09.2012 219,2 414,9 634,2
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) 0,0*)
Konsolidierungskreisänderungen
Zugänge 8,6 8,6
Abgänge –1,3 –1,3
Umbuchungen –1,1 –1,1
Bruttowert 30.09.2013 219,2 421,2 640,4
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 –9,2 –221,9 –231,1
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*)
Planmäßige Abschreibungen –14,9 –14,9
Wertminderungen
Abgänge 1,2 1,2
Umbuchungen 1,9 1,9
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 –9,2 –233,7 –242,9
Nettowert 30.09.2012 210,0 193,0 403,1
Nettowert 30.09.2013 210,0 187,5 397,6

*) Kleinbetrag

Geschäftsjahr 2011/12 Sonstige immaterielle
Mio. EUR Firmenwerte Vermögenswerte Summe
Bruttowert 30.09.2011 216,4 410,1 626,5
Währungsdifferenzen 0,1 0,1
Konsolidierungskreisänderungen 2,8 0,1 2,9
Zugänge 6,2 6,2
Abgänge –3,4 –3,4
Umbuchungen 1,9 1,9
Bruttowert 30.09.2012 219,2 414,9 634,2
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2011 –9,2 –206,8 –216,0
Planmäßige Abschreibungen 0,0*) 0,0*)
Wertminderungen –14,7 –14,7
Zuschreibung –0,5 –0,5
Abgänge 2,5 2,5
Umbuchungen –2,4 –2,4
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 –9,2 –221,9 –231,1
Nettowert 30.09.2011 207,2 203,3 410,5
Nettowert 30.09.2012 210,0 193,0 403,1

*) Kleinbetrag

35. Sachanlagen

In den Zugängen zu den Sachanlagen waren aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 6,0 Mio. Euro (Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 3,8 % – 8,5 % (Vorjahr: 1,5 % – 8,5 %).

In der Position Grundstücke und Bauten waren Grundwerte in Höhe von 67,0 Mio. Euro (Vorjahr: 66,2 Mio. Euro) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestand eine Höchstbetragshypothek in unveränderter Höhe von 1,8 Mio. Euro. Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 15,2 Mio. Euro (Vorjahr: 15,9 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr 2012/13 ergab die Überprüfung von Vermögenswerten im Zuge von Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Dieser betrifft im Wesentlichen Wärmeanlagen (Vorjahr: Wertminderungsbedarf bei der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro aufgrund ungünstiger Marktbedingungen, Windpark Kavarna, Bulgarien, in Höhe von 9,8 Mio. Euro aufgrund einer nachteiligen Tarifentscheidung für Ökostrom per 1. Juli 2012, Wertminderungsbedarf bei den übrigen Anlagen in Höhe von 5,0 Mio. Euro).

In der Position geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau waren zum Abschlussstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungskosten von 204,0 Mio. Euro (Vorjahr: 202,2 Mio. Euro) enthalten.

Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Konzern-Bilanz der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus der Nutzung von Wärme netzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 13,3 Mio. Euro (Vorjahr: 14,7 Mio. Euro). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten wurden unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.

Die als Sicherheit verpfändeten Sachanlagen wiesen gegenüber dem Vorjahr unverändert einen Buchwert in Höhe von 116,6 Mio. Euro auf.

35. Entwicklung der Sachanlagen
Mio. EUR
Grundstücke
und Bauten
Leitungen Technische
Anlagen
Zähler Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen u.
Anlagen in Bau
Summe
Geschäftsjahr 2012/13
Bruttowert 30.09.2012 695,9 3.319,0 2.212,0 195,6 233,0 214,1 6.869,6
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) –7,0 0,0*) –0,1 –2,9 –10,0
Konsolidierungskreisänderungen 0,0*)
Zugänge 11,6 130,2 44,1 12,7 12,8 111,4 322,8
Abgänge –1,9 –8,8 –10,4 –5,8 –10,0 –2,5 –39,4
Umbuchungen 5,9 84,9 16,3 0,1 –5,3 –101,7 0,1
Bruttowert 30.09.2013 711,5 3.525,2 2.255,0 202,6 230,4 218,3 7.143,1
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 –338,5 –1.774,1 –1.428,5 –128,1 –181,1 –10,1 –3.860,4
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) 1,1 0,0*) 0,1 1,2
Planmäßige Abschreibungen –20,8 –98,0 –76,4 –10,8 –17,3 –223,2
Wertminderungen 0,0*) –1,0 –1,0
Abgänge 1,0 8,3 9,6 5,7 9,6 1,6 35,6
Umbuchungen –0,3 –3,9 –0,4 3,7 –0,9
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2013 –358,7 –1.867,8 –1.495,5 –133,2 –185,1 –8,5 –4.048,7
Nettowert 30.09.2012 357,4 1.544,9 783,5 67,5 51,9 204,0 3.009,2
Nettowert 30.09.2013 352,9 1.657,4 759,5 69,5 45,3 209,8 3.094,3

*) Kleinbetrag

Geschäftsjahr 2011/12
Mio. EUR
Grundstücke
und Bauten
Leitungen Technische
Anlagen
Zähler Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen u.
Anlagen in Bau
Summe
Bruttowert 30.09.2011 672,1 3.135,1 2.013,8 190,0 218,9 372,2 6.602,1
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) 2,7 0,0*) 0,1 4,9 7,7
Konsolidierungskreisänderungen 1,2 0,4 5,5 0,0*) –0,2 0,0*) 6,9
Zugänge 21,4 119,7 121,6 10,5 21,1 9,3 303,6
Abgänge –9,9 –17,3 –9,2 –5,0 –10,2 –0,1 –51,7
Umbuchungen 10,8 81,1 77,6 0,0*) 3,3 –172,2 0,6
Bruttowert 30.09.2012 695,6 3.319,0 2.212,0 195,6 233,0 214,1 6.869,3
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2011 –320,4 –1.693,9 –1.345,7 –121,7 –171,3 –10,1 –3.663,1
Währungsdifferenzen 0,0*) 0,0*) –0,5 0,0*) 0,0*) –0,5
Planmäßige Abschreibungen –19,2 –94,2 –70,7 –11,2 –18,1 –213,4
Wertminderungen –3,8 –0,8 –12,1 –0,5 –5,6 –22,8
Abgänge 5,3 15,4 4,5 4,8 9,6 39,7
Umbuchungen 0,0*) –0,7 –4,2 –0,8 5,6 0,0*)
Kumulierte Abschreibungen 30.09.2012 –338,2 –1.774,1 –1.428,5 –128,1 –181,1 –10,1 –3.860,1
Nettowert 30.09.2011 351,7 1.441,2 668,1 68,3 47,6 362,0 2.938,9
Nettowert 30.09.2012 357,4 1.544,9 783,5 67,5 51,9 204,0 3.009,2

*) Kleinbetrag

36. At Equity einbezogene Unternehmen und sonstige Beteiligungen

Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang ab Seite 167 unter Beteiligungen der EVN dargestellt.

Sämtliche at Equity einbezogenen Unternehmen wurden mit ihren anteiligen IFRS-Ergebnissen aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der EVN AG liegt.

Die Zugänge der at Equity einbezogenen Unternehmen umfassten im Wesentlichen Eigenkapitaleinzahlungen bei STEAG-EVN Walsum. In den Abgängen spiegelt sich der Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA wider.

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren bei den at Equity einbezogenen Unternehmen keine Wertminderungen erforderlich (Vorjahr: EconGas 7,8 Mio. Euro).

Die Entwicklung des Nettowerts der at Equity einbezogenen Unternehmen wurde im Geschäftsjahr 2012/13 wesentlich von den negativen Ergebnisbeiträgen der at Equity einbezogenen Unternehmen beeinflusst (siehe auch 31. Finanzergebnis).

Für die im Konzern at Equity einbezogenen Unternehmen existierten keine öffentlich notierten Marktpreise.

Die Anteile an der ZOV, deren anteiliges Eigenkapital der EVN zum 30. September 2013 78,9 Mio. Euro betrug, wurden zur Be sicherung an die kreditfinanzierenden Banken abgetreten (Vorjahr: 77,3 Mio. Euro).

Die Position der sonstigen Beteiligungen umfasst Anteile an verbundenen und assoziierten Unternehmen, die mangels Wesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie andere Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20,0 %, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.

In der Summe der sonstigen Beteiligungen waren Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 671,1 Mio. Euro (Vorjahr: 645,8 Mio. Euro) enthalten, von denen 33,5 Mio. Euro zu Besicherungszwecken verwendet werden. Bei den übrigen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 23,7 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro), die zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert werden, handelt es sich um Anteile an Gesellschaften ohne aktiven Markt, die nicht frei handelbar sind. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Wertänderungen bei den sonstigen Beteiligungen betrafen in Höhe von 25,3 Mio. Euro (Vorjahr: Wertänderungen von 223,6 Mio. Euro) Anpassungen an geänderte Marktwerte und Börsekurse.

Am 22. September 2010 haben die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG (WSTW) einen Syndikatsvertrag über die Syndizierung ihrer unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der VERBUND AG abgeschlossen und verfügen somit gemeinsam über rund 26 % der stimmberechtigten Aktien an der VERBUND AG. Trotz des Bestehens des Syndikatsvertrages ist der Umfang eines möglichen Einflusses auf die Finanz- und Geschäftspolitik der VERBUND AG aus diesem Syndikatsvertrag sehr begrenzt. Ein maßgeblicher Einfluss gemäß IAS 28 liegt somit nicht vor. Die Anteile an der VERBUND AG werden daher entsprechend IAS 39 bilanziert.

36. Entwicklung der at Equity einbezogenen
Unternehmen und sonstigen Beteiligungen
Mio. EUR
At Equity
einbezogene
Unternehmen
Beteiligungen an
verbundenen
Unternehmen
Andere
Beteiligungen
Summe sonstige
Beteiligungen
Bruttowert 30.09.2012 1.068,4 14,3 404,2 418,4
Zugänge 69,2 1,5 0,8 2,2
Abgänge –30,8 –2,3 0,0*) –2,3
Bruttowert 30.09.2013 1.106,9 13,5 404,9 418,4
Kumulierte Wertänderungen 30.09.2012 –19,7 –6,6 256,8 250,2
Währungsdifferenzen –1,0
Wertminderungen –0,1 –0,4 –0,4
Abgänge 30,8 1,3 1,3
Anteiliges Ergebnis 10,0
Ausschüttungen –103,9
Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderungen 24,9 25,3 25,3
Kumulierte Wertänderungen 30.09.2013 –58,9 –5,4 281,7 276,4
Nettowert 30.09.2012 1.048,7 7,7 661,0 668,7
Nettowert 30.09.2013 1.047,9 8,1 686,7 694,8

*) Kleinbetrag

37. Übrige langfristige Vermögenswerte

Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen im Wesentlichen aus Anteilen an Investmentfonds und dienen der nach österreichischem Steuerrecht vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen. Die Buchwerte entsprechen dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultierten aus diesbezüglichen Vermögens umschichtungen im Geschäftsjahr 2012/13.

Von den Ausleihungen in Höhe von 39,2 Mio. Euro (Vorjahr: 36,4 Mio. Euro) hatten 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von PPP-Projekten (siehe hierzu auch Erläuterung 23. Ermessensbeurteilungen und zukunftsgerichtete Aussagen). Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestanden Forderungen in Höhe von 503,4 Mio. Euro (Vorjahr: 430,7 Mio. Euro). Ebenso sind in den Zugängen aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) enthalten. Der Aktivierungszinssatz betrug 0,96 % – 5,57 % (Vorjahr: 1,58 % – 6,03 %).

Die Forderungen aus derivativen Geschäften betreffen positive Marktwerte von Zins- und Währungsswaps.

In den sonstigen übrigen langfristigen Vermögenswerten ist mit 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro) das aufgrund der österreichischen regulatorischen Bestimmungen gebildete Regulierungskonto enthalten. Daneben umfasst diese Position im Wesentlichen abgegrenzte Garantie entgelte für langfristige Bank darlehen.

Am 16. Juli 2012 beschloss die bulgarische Regulierungsbehörde, State Energy and Water Regulatory Commission (SEWRC), für den Zeitraum von 1. Juli 2012 bis 31. Juli 2013 eine Änderung der Methodik, um die zusätzlichen Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien sowie für Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen (Ökostrommehrkosten) auszugleichen. Wie im bulgarischen "Energy Act" geregelt, sind die Energieversorungsunternehmen innerhalb dieses Zeitraums verpflichtet, den Strom von Energieproduzenten erneuerbarer Energien zu beschaffen. Die wachsende Zahl der neuen Verträge mit Netzanbindung von Produzenten erneuerbarer Energien führte zu höheren Absatzmengen, welche die Strom-Beschaffungskosten der EVN in Bulgarien signifikant erhöhten. Das bulgarische Gesetz sieht diesbezüglich eine Entschädigung für diese zusätzlichen Kosten vor, welche prinzipiell vom Endkunden zu tragen sind. Mit Wirkung ab 1. August 2013 wurde diese Methodik erneut in der Weise geändert, dass die zusätzlichen Kosten

für Strom aus erneuerbaren Energien und für Strom aus hocheffizienten KWK-Anlagen von der nationalen Elektrizitätsgesellschaft Natsionalna Elektricheska Kompania EAD (NEK) getragen werden müssen.

Von 1. Juli 2012 bis zum 31. Juli 2013 sind EVN daraus Kosten in Höhe von 127,1 Mio. Euro entstanden, welche einer Zwischenfinanzierung bedürfen. In einem Schreiben vom 26. September 2013 bestätigte SEWRC, dass EVN für die ungedeckten Kosten grundsätzlich entschädigt werden soll. Aufgrund der beschriebenen Umstände wurde von der Vertriebsgesellschaft in Bulgarien ein regulatorischer Vermögenswert aktiviert, der das Recht auf Kompensation der Mehrkosten infolge der durch den Staat regulierten Aktivitäten abbildet. Da eine Abgeltung sehr wahrscheinlich ist und die Kosten hierfür verlässlich bewertet werden können, wurde nach Einschätzung des Managements ein Teil dieser zusätzlichen Kosten in Form eines regulatorischen Vermögenswerts abgegrenzt.

Zum 30. September 2013 beträgt der in den sonstigen übrigen Vermögenswerten ausgewiesene regulatorische Vermögenswert 86,8 Mio. Euro, wovon 33,4 Mio. Euro langfristigen Charakter haben (siehe auch 39. Forderungen).

Die Bewertung des regulatorischen Vermögenswerts basiert auf dem Barwert der erwarteten künftigen Mittelzuflüsse und berücksichtigt Erfahrungswerte aus dem vergangenen Verhaltensmuster des Regulators in Hinblick auf Kompensation zusätzlich entstandener Kosten. Die Abzinsung spiegelt die Einschätzung des Managements hinsichtlich des aktuellen Marktniveaus des Zeitwerts des Geldes sowie die spezifischen Risiken des regulatorischen Vermögenswerts wider.

Aufgrund der Tatsache, dass alle erwarteten zukünftigen Leistungen von den Handlungen und Entscheidungen der bulgarischen Regulierungsbehörde abhängen, bestehen jedoch Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung des regulatorischen Vermögenswerts. Aus diesem Grund besteht das Risiko einer wesentlichen Anpassung im nächsten Geschäftsjahr.

37. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte

Mio. EUR
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Sonstige langfristige Vermögenswerte
Wertpapiere Ausleihungen Forderungen und
Abgrenzungen
aus Leasing
geschäften
Forderungen
aus derivativen
Geschäften
Primär
energiereserven
Sonstige übrige
langfristige
Vermögenswerte
Summe
Bruttowert 30.09.2012 78,2 36,4 673,0 83,1 14,6 14,9 900,1
Zugänge 3,7 5,8 75,0 0,0 0,6 33,1 118,2
Abgänge –23,5 –3,0 –44,3 0,0 –1,5 –72,4
Marktwertänderungen –0,2 –46,3 –46,5
Umbuchungen –36,8 –36,8
Bruttowert 30.09.2013 58,2 39,2 703,6 0,0 15,1 46,5 862,7
Kumulierte Abschreibungen
30.09.2012
–1,2 –0,6 –1,8
Abgang 0,2 0,2
Wertminderungen 0,0*) 0,0*)
Kumulierte Abschreibungen
30.09.2013
–1,0 –0,5 –1,6
Nettowert 30.09.2012 77,0 36,4 673,0 83,1 14,0 14,9 898,4
Nettowert 30.09.2013 57,1 39,2 703,6 0,0 14,6 46,5 861,1

*) Kleinbetrag

Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:

37. Fristigkeiten der Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften
Mio. EUR
Restlaufzeit zum 30.09.2012
< 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre Summe < 1 Jahr > 1 Jahr > 5 Jahre Summe
33,5 105,0 162,6 301,1 36,9 115,3 139,3 291,5
63,0 230,5 410,1 703,6 66,3 235,3 371,4 673,0
96,5 335,6 572,7 1.004,7 103,2 350,6 510,7 964,5
Restlaufzeit zum 30.09.2012

Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert.

Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponenten aus den Leasingzahlungen des Geschäftsjahres 2012/13 wurden großteils in den Zinserträgen aus langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

38. Vorräte

Die Primärenergievorräte bestehen vor allem aus Kohlevorräten.

Bei den CO2-Emissionszertifikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertifikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertifikategesetzes. Die korrespondierende Verpflichtung für die Unterdeckung ist in den kurz fristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 55. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.

38. Vorräte
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Primärenergievorräte 41,7 49,5
CO2-Emissionszertifikate 0,4 1,0
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte 27,5 28,5
Nicht abgerechnete Kundenaufträge 38,8 27,1
Summe 108,4 106,1

Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäufigkeiten sowie gefallener Marktpreise wurde durch eine Erhöhung der Wertberichtigung um 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: Erhöhung um 3,7 Mio. Euro) Rechnung getragen. Dem gegenüber standen Zuschreibungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro). Die Vorräte unterlagen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen lagen ebenfalls nicht vor.

39. Forderungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Gas- und Wärmekunden.

Die Wertberichtigung der Forderungen stammt zum Großteil aus Südosteuropa. Dort sind Forderungsabschreibungen in der Regel erst nach Erlangung eines Gerichtsbeschlusses möglich. Durch die relativ lange Laufzeit – bedingt durch die hohe Anzahl der laufenden Verfahren – kumuliert sich der Stand der Wertberichtigungen daher sukzessive. Im Geschäftsjahr 2012/13 betrug die Zunahme der Wertberichtigung 27,6 Mio. Euro (Vorjahr: 9,1 Mio. Euro).

39. Wertberichtigungen zu Forderungen

Mio. EUR 2012/13 2011/12
Bruttoforderungen Wertberichtigung Nettoforderungen Bruttoforderungen Wertberichtigung Nettoforderungen
Österreich 59,7 9,4 50,3 127,3 11,5 115,7
Deutschland 27,2 27,2 45,5 45,5
Bulgarien 136,1 26,3 109,8 109,7 31,2 78,5
Mazedonien 247,3 160,8 86,5 218,0 126,2 91,8
Sonstige 12,1 12,1 12,3 12,3
Gesamt 482,5 196,5 285,9 512,8 168,9 343,9

Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzernfinanzierung und aus den Dienstleistungen gegenüber nichtkonsolidierten Tochterunternehmen. Bei den Forderungen gegenüber Partnern der EnergieAllianz handelt es sich um Forderungen gegenüber Kunden, die im Namen der EnergieAllianz-Partner von der EnergieAllianz abgewickelt werden.

Die Forderungen aus derivativen Geschäften enthalten vor allem positive Marktwerte von Swaps im Energiebereich und Zins swaps.

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen mit 53,4 Mio. Euro (Vorjahr: 25,3 Mio. Euro) Vermögenswerte aufgrund des Rechts auf Kompensation der Ökostrommehrkosten infolge der durch den bulgarischen Staat regulierten Aktivitäten und mit 10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) das aufgrund der österreichischen regulatorischen Bestimmungen gebildete Regulierungskonto (siehe auch Erläuterung 37. Übrige langfristige Vermögenswerte). Weiters sind in dieser Position Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Strom future-Geschäfte sowie Forderungen aus Versicherungen und geleistete Anzahlungen enthalten. Der Buchwert der Forderungen, welche als Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten verpfändet wurden, beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahr 23,2 Mio. Euro.

2011/12
343,9
75,0
28,9
4,1
1,4
4,0
54,1
511,3
26,3
26,3
537,6

40. Wertpapiere

Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:

40. Zusammensetzung Wertpapiere
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Fondsanteile 43,9 3,4
Cashfonds 40,0
Sonstige Fondsprodukte 3,9 3,4
Festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 0,0*) 0,0*)
Summe 43,9 3,4
*) Kleinbetrag

Neben einem durch Abgänge von Wertpapieren realisierten Veräußerungsgewinn von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) wurde in der Berichtsperiode aufgrund gestiegener Börsekurse eine erfolgsneutrale Wertänderung in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: –0,8 Mio. Euro) vorgenommen.

Passiva

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2012/13 und 2011/12 ist auf Seite 106 dargestellt.

41. Grundkapital

Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330,0 Mio. Euro (Vorjahr: 330,0 Mio. Euro) und besteht aus 179.878.402 Stückaktien (Vorjahr: 179.878.402).

42. Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen enthalten nach österreichischem Aktienrecht gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen in Höhe von 195,6 Mio. Euro (Vorjahr: 195,6 Mio. Euro) und nicht gebundene Kapitalrücklagen in Höhe von 57,5 Mio. Euro (Vorjahr: 57,7 Mio. Euro).

43. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 2.155,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.116,2 Mio. Euro) enthalten die anteiligen Gewinnrück lagen der EVN AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sowie solche aus sukzessiven Unternehmenserwerben.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:

43. Entwicklung Bilanzgewinn der EVN AG
Ausgewiesener Jahresgewinn 2012/13 76,0
Zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2011/12 0,6
Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn 76,6
Vorgeschlagene Gewinnausschüttung –74,8
Gewinnvortrag für das Geschäftsjahr 2013/14 1,8

Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 0,42 Euro je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.

Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 75,0 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro pro Aktie wurde in der 84. ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2013 zugestimmt. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 25. Jänner 2013.

44. Bewertungsrücklage

In der Bewertungsrücklage werden Wertänderungen von Available for Sales Finanzinstrumenten und von Cash Flow Hedges, die Neubewertung aus IAS 19 sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfasst.

44. Bewertungsrücklage
Mio. EUR
vor Steuern 2012/13
Steuern
nach Steuern vor Steuern 2011/12
Steuern
nach Steuern
Direkt im sonstigen Ergebnis erfasste Posten aus
Available for Sale Finanzinstrumenten 282,6 –70,6 212,0 257,3 –64,3 193,0
Cash Flow Hedges –16,5 4,1 –12,3 –16,0 4,0 –12,0
Neubewertungen IAS 19 –80,8 20,3 –60,5 –57,2 14,4 –42,8
At Equity einbezogenen Unternehmen –27,0 –27,0 –62,0 –62,0
Summe 158,4 –46,2 112,1 122,1 –46,0 76,2

Im Teil at Equity einbezogene Unternehmen der Bewertungsrücklage sind mit Ausnahme der von WEEV Beteiligungs GmbH erfassten Wertänderungen im Zusammenhang mit den von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund (AFS Finanzinstrumente) im Wesentlichen erfolgsneutrale Komponenten hinsichtlich Cash Flow Hedges abgebildet.

45. Eigene Anteile

Der Zukauf von eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von 1.039.000 Stück (das sind 0,58 % des Grundkapitals; 30. September 2012: 554.530 Stück bzw. 0,31 % vom Grundkapital) mit einem Anschaffungswert von 11,3 Mio. Euro und einem Kurswert zum Stichtag von 11,7 Mio. Euro (30. September 2012: Anschaffungswert von 5,7 Mio. Euro bzw. Kurswert von 6,0 Mio. Euro) erfolgte unter Bezugnahme auf das in der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012 genehmigte Rückkaufprogramm. Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte der Verkauf von 73.010 Stück eigener Anteile, um diese anstelle einer aufgrund einer Betriebsvereinbarung vorgesehenen Sonderzahlung ausgeben zu können.

Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Anteile entwickelte sich daher wie folgt:

45. Entwicklung der Anzahl der
in Umlauf befindlichen Anteile
Stückaktien Eigene Aktien In Umlauf befindliche Anteile
30.09.2011 179.878.402 –398.260 179.480.142
Erwerb eigener Aktien –554.530 –554.530
Verkauf eigener Aktien 75.168 75.168
30.09.2012 179.878.402 –877.622 179.000.780
Erwerb eigener Aktien –1.039.000 –1039.000
Verkauf eigener Aktien 73.010 73.010
30.09.2013 179.878.402 –1.843.612 178.034.790

Die Zahl der in Umlauf befindlichen Anteile zum gewichteten Durchschnitt, die als Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie herangezogen wird, beläuft sich auf 178.356.673 Stück (Vorjahr: 179.378.364 Stück).

Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividenden berechtigt.

46. Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften.

Langfristige Schulden

47. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Position langfristige Finanzverbindlichkeiten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

47. Zusammensetzung langfristige
Finanzverbindlichkeiten
Nominal
verzinsung (%)
Laufzeit Nominale Buchwert
30.09.2013
Mio. EUR
Buchwert
30.09.2012
Mio. EUR
Marktwert
30.09.2013
Mio. EUR
Anleihen 707,0 1.028,6 792,2
JPY-Anleihe 5,200 1994–2014 8,0 Mrd. JPY 81,7
CHF-Anleihe 3,625 2009–2014 250,0 Mio. CHF 206,6
EUR-Anleihe 5,000 2009–2016 28,5 Mio. EUR 28,4 28,4 31,1
EUR-Anleihe 5,250 2009–2017 150,0 Mio. EUR 149,1 148,9 170,1
EUR-Anleihe 5,250 2009–2019 30,0 Mio. EUR 29,6 29,5 34,8
EUR-Anleihe 4,250 2011–2022 300,0 Mio. EUR 287,1 285,6 330,0
JPY-Anleihe 3,130 2009–2024 12,0 Mrd. JPY 91,1 126,3 99,5
EUR-Anleihe 4,125 2012–2032 100,0 Mio. EUR 97,3 97,1 101,4
EUR-Anleihe 4,125 2012–2032 25,0 Mio. EUR 24,5 24,4 25,3
Bankdarlehen (inkl. Schuldscheindarlehen) 0,34 –7,08 bis 2042 864,4 904,6 864,4
Summe 1.571,4 1.933,3 1.656,6

Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

47. Fälligkeitsstruktur langfristige
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit zum 30.09.2013 Restlaufzeit zum 30.09.2012
Mio. EUR < 5 Jahre > 5 Jahre Summe < 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Anleihen 177,5 529,5 707,0 465,6 563,1 1.028,6
davon fix verzinst 177,5 438,5 616,0 383,8 436,7 820,6
davon variabel verzinst 91,1 91,1 81,7 126,3 208,1
Bankdarlehen 467,8 396,6 864,4 572,6 332,1 904,7
davon fix verzinst 288,8 305,1 593,9 402,0 240,4 642,4
davon variabel verzinst 178,9 91,5 270,5 170,6 91,7 262,3
Summe 645,3 926,2 1.571,4 1.038,2 895,2 1.933,3

Anleihen

Sämtliche Anleihen sind endfällig.

Die JPY-Anleihe sowie die CHF-Anleihe, welche beide 2014 endfällig sind, wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert.

Die Anleihen in fremder Währung werden mittels Cross-Currency-Swaps abgesichert.

Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleihenverbindlichkeit aus dieser Absicherung steht eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Swaps gegenüber.

Der Marktwert wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihenkurs und dem Devisenkurs ermittelt.

Bankdarlehen

Dabei handelt es sich neben allgemeinen Bankdarlehen um Darlehen, die durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds gefördert sind. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten.

Die Zinsenabgrenzungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

48. Latente Steuerverbindlichkeiten

48. Latente Steuern
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Aktive latente Steuern
Sozialkapital –44,3 –38,7
Vortragsfähige steuerliche Ergebnisse –26,3 –20,6
Sonstige aktive latente Steuern –9,5 –14,9
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 71,7 74,1
Finanzinstrumente 85,6 76,9
Sonstige passive latente Steuern 4,8 16,6
Summe 82,1 93,3
davon aktive latente Steuern –29,4 –25,9
davon latente Steuerverbindlichkeiten 111,5 119,2

Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt:

48. Veränderung latente Steuern
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Latenter Steuersaldo 01.10.2012 93,3 163,8
– Erfolgswirksame Veränderung –10,3 –3,4
– Erfolgsneutrale Veränderung aus Bewertungsrücklage 0,3 –67,3
– Erfolgsneutrale Veränderung aus Währungsdifferenzen und sonstige Veränderungen 0,3 –67,3
Latenter Steuersaldo 30.09.2013 82,1 93,3

Aktive latente Steuern in Höhe von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) im Zusammenhang mit Verlustvorträgen, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden konnte, wurden nicht aktiviert. Davon verfallen in den nächsten fünf Jahren 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro). Im Falle einer Ausschüttung der Gewinne aus Mazedonien in Höhe von 20,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) würde dies zu einer zusätzlichen Steuerschuld in Höhe von 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) führen.

49. Langfristige Rückstellungen

Summe 591,0 490,7
Sonstige langfristige Rückstellungen 209,5 132,2
Rückstellung für Abfertigungen 90,6 83,5
Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen 27,3 24,9
Rückstellung für Pensionen 263,6 250,1
49. Langfristige Rückstellungen
Mio. EUR
2012/13 2011/12

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Rückstellung für Abfertigungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrundlagen:

  • Zinssatz 3,50 % p. a. (Vorjahr: 4,00 % p. a.)
  • Bezugserhöhungen 2,50 % p. a.; Folgejahre 3,00 % p. a. (Vorjahr: Bezugserhöhung 3,00 % p. a., Folgejahre 3,00 % p. a.)
  • Pensionserhöhungen 2,50 % p. a.; Folgejahre 3,00 % p. a. (Vorjahr: Pensionserhöhungen 3,00 % p. a., Folgejahre 3,00 %)
  • Rechnungsgrundlagen gemäß dem Vorjahr "AVÖ 2008-P Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung Pagler & Pagler"
49. Entwicklung der Rückstellungen für
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 01.10. 275,0 248,0
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche (Service Costs) 1,2 1,9
+ Zinsaufwand 8,3 12,3
– Pensionszahlungen –14,4 –18,4
+/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen 20,8 31,2
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.09. 290,9 275,0

Zum 30.09.2013 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen 14,1 Jahre und die der pensionsähnlichen Verpflichtungen 17,1 Jahre.

49. Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 01.10. 83,5 76,0
+ Konsolidierungskreisänderungen –0,5
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Abfertigungsansprüche (Service Costs) 2,1 2,6
+ Zinsaufwand 2,3 3,7
– Abfertigungszahlungen –2,5 –6,1
+/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen 5,2 7,8
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.09. 90,6 83,5

Zum 30.09.2013 beträgt die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,3 Jahre.

Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter (ceteris paribus) wirkt sich auf die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie auf die Rückstellung für Abfertigungen wie folgt aus:

49. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
30.09.2013 30.09.2012
Rechnungsgrundlagen/Annahmen Veränderung
der Annahme
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zinssatz 0,50 % 6,91 % –6,16 % 6,65 % –5,95 %
Bezugserhöhung 1,00 % –2,42 % 2,71 % –2,30 % 2,59 %
Pensionserhöhung 1,00 % –9,91 % 6,35 % –9,60 % 11,53 %
Restlebenserwartung 1 Jahr –4,40 % 4,46 %
49. Sensitivitätsanalyse der Rückstellung für
Abfertigungen
30.09.2013 30.09.2012
Rechnungsgrundlagen/Annahmen Veränderung
der Annahme
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Abnahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zunahme des
Parameters/
Veränderung DBO
Zinssatz 0,50 % 5,37 % –4,99 % 5,52 % –5,12 %
Bezugserhöhung 1,00 % –10,96 % 12,57 % –11,31 % 13,02 %

Die Sensitivitätsanalyse wurde für jeden wesentlichen versicherungsmathematischen Parameter separat durchgeführt. Während für die Analyse jeweils nur ein wesentlicher Parameter verändert wurde, wurden gleichzeitig alle anderen Einflussgrößen konstant gehalten (ceteris paribus). Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgte analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung. Die Grenzen dieser Methode bestehen darin, dass keine Interdependenzen zwischen den einzelnen versicherungsmathematischen Parametern berücksichtigt wurden.

Bei den Abfertigungsverpflichtungen wurde auf eine Sensitivität der Restlebenserwartung verzichtet, da diese die Verpflichtung nur unwesentlich beeinflusst.

49. Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen
Mio. EUR
Jubiläumsgelder Belastende
Verträge
Mieten für
Netzzutritte
Prozesskosten/
-risiken
Umwelt- und
Entsorgungs-
risiken
Übrige
langfristige
Rückstellungen
Summe
Buchwert 01.10.2012 20,0 66,8 9,6 4,0 28,8 2,9 132,2
Zinsaufwand 0,4 6,2 0,1 0,1 1,0 7,8
Verwendung –0,7 –0,8 –2,1 –1,3 –0,3 48,8
Zuführung 0,4 54,0 1,6 12,8 3,7 1,5 19,9
Umbuchung 0,8 0,8
Buchwert 30.09.2013 20,1 127,0 10,5 14,7 33,0 4,2 209,5

*) Kleinbetrag

Die Rückstellung für belastende Verträge betrifft Verpflichtungen aus der Vermarktung der eigenen Stromproduktion. Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien.

Verschiedene Verfahren und Klagen, welche großteils aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren und derzeit anhängig sind, werden in den Prozesskosten/- risiken abgebildet. Umwelt- und Entsorgungsrisiken umfassen in erster Linie die geschätzten aufzuwendenden Abbruch- und Entsorgungskosten sowie Vorsorgen für Umwelt- und Altlastenrisiken.

50. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse

Die Position der Baukosten- und Investitionszuschüsse entwickelte sich wie folgt:

50. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
Mio. EUR Baukostenzuschüsse Investitionszuschüsse Summe
Buchwert 01.10.2012 425,3 44,2 469,5
Konsolidierungskreisänderungen
Zugänge 63,0 10,8 73,8
Auflösung –35,3 –4,5 –39,8
Buchwert 30.09.2013 453,0 50,5 503,5

Vom Gesamtbetrag der Zuschüsse werden 463,7 Mio. Euro (Vorjahr: 433,6 Mio. Euro) nicht innerhalb eines Jahres ertragswirksam.

51. Übrige langfristige Schulden

Die Pachtverbindlichkeiten beinhalten langfristige Nutzungsverträge von Wärmenetzen sowie Heizwerken.

Die Abgrenzungen aus Finanztransaktionen betreffen anteilige Barwertvorteile aus Lease-and-Lease-back-Transaktionen im Zusammenhang mit Strombezugsrechten an Donaukraftwerken.

Die Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften beinhalten die negativen Marktwerte im Zusammenhang mit Sicherungs geschäften bei Anleihen, denen zum Teil eine gegenläufige Entwicklung der Anleihenverbindlichkeit gegenübersteht.

Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderen abgegrenzte Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Steuergruppe in Österreich sowie abgegrenzte langfristige Stromlieferverpflichtungen und langfristige Kundenanzahlungen.

51. Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Pachtverbindlichkeiten 21,5 23,4
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen 3,9 3,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften 16,6 16,2
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 9,5 6,9
Summe 51,5 49,9

51. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten Mio. EUR

Restlaufzeit zum 30.09.2013 Restlaufzeit zum 30.09.2012
< 5 Jahre > 5 Jahre Summe < 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Pachtverbindlichkeiten 9,2 12,3 21,5 9,6 13,8 23,4
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen 3,1 0,8 3,9 2,1 1,3 3,4
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften 3,2 13,4 16,6 5,5 10,8 16,2
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 3,7 5,8 9,5 2,7 4,2 6,9
Summe 19,1 32,4 51,5 19,9 30,0 49,9

Kurzfristige Schulden

52. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Kontokorrentkredite sind Teil des Fonds der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.

52. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Bankdarlehen 91,4 21,4
Anleiheverbindlichkeiten 264,5
Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite 34,4 28,0
Summe 390,3 49,4

Kredite im Ausmaß von 91,4 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind.

Die Anleihenverbindlichkeiten sind am 20. Februar 2014 (CHF-Anleihe) bzw. am 1. September 2014 (JPY-Anleihe) endfällig und wurden daher vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert. Hieraus sind aufgrund der bereits fixierten Fremdwährungskurse Finanzverbindlichkeiten in der Höhe von 169,1 Mio. Euro (CHF-Anleihe) bzw. 65,6 Mio. Euro (JPY-Anleihe) im Jahr 2014 zu begleichen.

53. Steuerverbindlichkeiten

Die Position Steuerverbindlichkeiten setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

53. Steuerverbindlichkeiten
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Energieabgaben 27,1 31,5
Umsatzsteuer 19,2 29,1
Körperschaftsteuer 19,0 13,4
Sonstige Posten 11,4 12,9
Summe 76,8 87,0

54. Lieferantenverbindlichkeiten

In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 138,6 Mio. Euro (Vorjahr: 160,2 Mio. Euro) enthalten.

Die Lieferantenverbindlichkeiten erhöhten sich vor allem aufgrund einer infolge einer höchstgerichtlichen Entscheidung in Bulgarien erforderlichen Rückzahlung von Netzzutrittsentgelten.

55. Kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und offene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wurde die Rückstellung mit 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die Rückstellung für belastende Verträge beinhaltet absatzseitige Geschäfte im Kraftwerksbereich und im Energievertrieb.

55. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen
Mio. EUR
Personalansprüche Belastende
Verträge
Restrukturierung Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
Summe
Buchwert 01.10.2012 61,8 16,3 1,3 5,7 84,9
Verwendung –26,4 –14,0 –1,0 –17,8 –59,3
Zuführung 29,2 10,3 1,2 26,3 66,9
Buchwert 30.09.2013 64,5 12,6 1,5 14,1 92,7

56. Übrige kurzfristige Schulden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Partnern der EnergieAllianz stammen aus der Verrechnung von Kundenforderungen, die im Namen der EnergieAllianz-Partner von der EnergieAllianz abgewickelt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen beinhalten in erster Linie Verbindlichkeiten gegenüber e&t, aus dem Vertrieb und der Beschaffung von Elektrizität.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber nicht vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen sowie anteilige Salden gegenüber quotenkonsolidierten Gemeinschaftsunternehmen.

Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten in erster Linie Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern, erhaltene Kautionen und Ausgleichszahlungen für Stromfuture-Geschäfte.

Die erhaltenen Anzahlungen erfolgten für Strom-, Gas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen.

Die Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungs anstalten.

56. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Partnern der EnergieAllianz 5,9 9,6
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen 22,4 21,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21,8 20,6
Zinsenabgrenzungen 21,9 18,6
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften 6,0 4,3
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 29,1 55,2
107,1 129,6
Sonstige Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen 67,7 39,9
Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit 10,2 11,9
77,8 51,7
Summe 184,9 181,3

Segmentberichterstattung

2012/13
2011/12
2012/13
2011/12
2012/13
2011/12
2012/13
2011/12
Außenumsatz
34,6
40,3
1.038,8
1.082,2
443,8
438,2
1.007,3
968,6
Innenumsatz (zwischen Segmenten)
79,8
94,8
43,7
46,3
61,9
64,7
0,4
Gesamtumsatz
114,3
135,1
1.082,4
1.128,5
505,7
502,9
1.007,7
968,7
Operativer Aufwand1)
–76,8
–75,7
–1.029,4
–1.094,0
–284,6
–300,6
–890,6
–859,9
EBITDA1)
37,5
59,3
53,1
34,5
221,1
202,3
117,1
108,8
Abschreibungen
–27,9
–44,5
–16,0
–16,4
–100,7
–100,1
–65,8
–63,5
davon Wertminderungen

–17,7
–0,6
–1,7
–0,2
–0,6

davon Zuschreibungen







Operatives Ergebnis (EBIT)1)
9,6
14,8
37,1
18,1
120,4
102,2
51,2
45,3
EBIT-Marge (%)1)
8,4
11,0
3,4
1,6
23,8
20,3
5,1
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
–43,4
2,7
–18,7
–4,2



Zinserträge
0,6
0,2
0,2
0,6
0,3
0,2
0,6
Zinsaufwendungen1)
–13,9
–15,0
–9,6
–4,5
–21,2
–23,2
–27,9
–28,5
Finanzergebnis1)
–55,9
–11,5
–28,2
–7,5
–19,0
– 20,5
–27,5
–27,6
Ergebnis vor Ertragsteuern1)
–46,3
3,3
8,9
10,7
101,4
81,6
23,7
17,7
Firmenwerte


5,4
5,4
1,8
1,8
161,4
161,4
57. Segmentberichterstattung
Mio. EUR
Buchwert der at Equity
einbezogenen Unternehmen
389,7
372,9
26,2
45,7


Gesamtvermögen
849,1
820,5
516,5
624,9
1.797,8
1.698,4
1.384,9
1.250,0
Gesamtschulden
600,8
538,4
428,6
413,5
1.267,0
1.214,2
1.050,2
935,2
Investitionen2)
29,8
16,0
30,1
30,1
176,4
144,8
82,4
90,3

1) Vorjahreszahlen angepasst (siehe 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108)

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

57. Segmentberichterstattung
Mio. EUR
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung Summe
2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Außenumsatz 227,2 314,9 3,3 2,3 2.755,0 2.846,5
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 21,1 20,8 64,7 63,5 –271,5 –290,2
Gesamtumsatz 248,4 335,7 68,0 65,8 –271,6 –290,2 2.755,0 2.846,5
Operativer Aufwand1) –209,7 –256,6 –75,7 –73,2 269,5 288,2 –2.297,4 –2.371,9
EBITDA1) 38,7 79,0 –7,7 –7,4 –2,1 –2,0 457,6 474,5
Abschreibungen –28,9 –27,2 –1,9 –1,7 2,1 2,0 –239,1 –251,3
davon Wertminderungen –0,2 –0,7 –1,0 –23,3
davon Zuschreibungen
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 9,8 51,9 –9,6 –9,1 218,5 223,2
EBIT-Marge (%)1) 3,9 15,4 –14,1 –13,8 7,9 7,8
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen
11,8 12,4 60,3 76,0 10,0 87,0
Zinserträge 20,1 24,9 34,8 35,6 –28,0 –31,4 28,4 30,9
Zinsaufwendungen1) –20,4 –26,1 –35,1 –38,5 27,9 31,3 –100,1 –104,4
Finanzergebnis1) 12,1 11,7 88,7 101,2 –8,3 –9,3 –38,1 36,5
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 21,8 63,5 79,1 92,1 –8,3 –9,3 180,3 259,7
Firmenwerte 41,5 41,5 210,0 210,0
Buchwert der at Equity
einbezogenen Unternehmen
80,2 78,5 551,9 551,4 1.047,9 1.048,7
Gesamtvermögen 1.468,9 1.472,4 2.887,2 2.718,8 –1.802,4 –1.721,8 7.102,1 6.863,2
Gesamtschulden 1.059,3 1.054,0 1.342,7 1.326,8 –1.712,9 –1.632,4 4.035,6 3.849,5
Investitionen2) 12,0 22,7 3,5 4,7 –5,8 –0,3 328,4 308,3

1) Vorjahreszahlen angepasst (siehe 2. Berichterstattung nach IFRS, Seite 108)

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

57. Segmentinformationen nach Produkten – Umsatz
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Strom 1.918,1 1.921,8
Gas 373,2 366,6
Wärme 137,5 123,8
Umweltdienstleistungen 227,2 314,9
Sonstige 98,8 119,5
Gesamt 2.755,0 2.846,5
57. Segmentinformationen nach Ländern – Umsatz1) Mio. EUR 2012/13 2011/12
Österreich 1.602,9 1.648,7
Deutschland 91,2 161,4
Bulgarien 593,9 577,5
Mazedonien 412,9 388,4
Sonstige 54,2 70,4
Gesamt 2.755,0 2.846,5

57. Segmentinformationen nach Ländern –

Langfristige Vermögenswerte1) Mio. EUR 30.09.2013 30.09.2012
Immaterielle
Vermögenswerte
Sachanlagen Immaterielle
Vermögenswerte
Sachanlagen
Österreich 109,9 2.225,2 115,0 2.146,7
Deutschland 41,8 4,1 41,9 4,5
Bulgarien 190,3 490,0 189,5 476,7
Mazedonien 55,6 274,8 56,7 272,0
Sonstige 0,0*) 100,3 0,0*) 109,3
Gesamt 397,6 3.094,3 403,1 3.009,2

*) Kleinbetrag

1) Aufgrund der geänderten Darstellung nach Ländern kommt es zu Abweichungen bei den Vorjahreszahlen.

57. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an
österreichischen und internationalen Standorten
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf
von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie
Wärmeproduktion und -verkauf
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und
Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeu
gung in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien,
Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfall verwertung
in Österreich, der Betrieb von Blockheizkraftwerken in Moskau sowie
internationales Projektgeschäft
Sonstige Geschäfts-
aktivitäten
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen

Grundsatz der Segmentzuordnung und Verrechnungspreise

Tochtergesellschaften werden direkt den jeweiligen Segmenten zugerechnet. Die EVN AG wird anhand der Informationen aus der Kostenrechnung auf die Segmente aufgeteilt.

Die Verrechnungspreise bei intersegmentären Transaktionen basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.

Überleitung der Segmentergebnisse auf Konzernebene

In der Konsolidierungsspalte werden Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten eliminiert. Das Ergebnis der Summenspalte entspricht jenem in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Unternehmensweite Angaben

Gemäß IFRS 8 sind ergänzende Segmentinformationen gegliedert nach Produkten (Gliederung des Außenumsatzes nach Produkten bzw. Dienstleistungen) und nach Ländern (Gliederung des Außenumsatzes und der langfristigen Vermögenswerte nach Ländern) anzugeben, sofern diese nicht bereits als Teil der Informationen des berichtspflichtigen Segments in die Segmentberichterstattung eingeflossen sind.

Angaben zu Geschäftsfällen mit wichtigen externen Kunden sind nur dann erforderlich, wenn diese mindestens 10,0 % der gesamten Außenumsätze erreichen. Aufgrund der großen Anzahl an Kunden und der Vielzahl an Geschäftsaktivitäten gibt es keine Transaktionen mit Kunden, die dieses Kriterium erfüllen.

Die Zuordnung der Segmentinformationen nach Ländern erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften.

Sonstige Angaben

58. Konzern-Geldflussrechnung

Die Konzern-Geldflussrechnung der EVN zeigt die Veränderung des Fonds der liquiden Mittel durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtsjahres. Die Darstellung erfolgte nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern wurden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.

Die Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 28,3 Mio. Euro (Vorjahr: 28,9 Mio. Euro) wurden gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen wurden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im Geschäftsjahr 2012/13 131,1 Mio. Euro (Vorjahr: 119,2 Mio. Euro). Die Zinseinzahlungen betrugen 26,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,1 Mio. Euro); Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 55,4 Mio. Euro (Vorjahr: 56,4 Mio. Euro) geleistet.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro). Aus diesen Anlagenabgängen resultierte ein Gewinn in Höhe von 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinn von 1,9 Mio. Euro).

Die gezahlte Dividende an Aktionäre der EVN AG in Höhe von 75,0 Mio. Euro (Vorjahr: 73,6 Mio. Euro) sowie an andere Gesellschafter (jene der RBG und BUHO) in Höhe von 36,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,4 Mio. Euro) wurde als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die im Rahmen von Unternehmenserwerben abgegangenen liquiden Mittel betrugen 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Der Anteil quotenkonsolidierter Unternehmen am Fonds der liquiden Mittel betrug –5,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro).

58. Fonds der liquiden Mittel
2012/13
Mio. EUR
2011/12
Liquide Mittel
259,2
162,1
Kassenbestände
0,5
0,4
Guthaben bei Kreditinstituten
258,7
161,8
Kontokorrentverbindlichkeiten
–34,4
–28,0
Summe
224,8
134,1

59. Risikomanagement

Zinsrisiken

Als Zinsänderungsrisiko definiert EVN das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken und sich somit Auswirkungen auf Zinserträge und -aufwendungen sowie auf das Eigenkapital ergeben. Der Risikominimierung dienen die laufende Überwachung des Zinsrisikos, ein Limitsystem und Absicherungsstrategien wie der Abschluss derivativer Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 9. Finanzinstrumente). Zur Steuerung des Zinsrisikos wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumenten geachtet. Bei der Bewertung werden fix und variabel verzinsliche Finanzinstrumente gesondert behandelt.

Die Überwachung des Zinsänderungsrisikos erfolgt für EVN, neben der Durchführung von Sensitivitätsanalysen, unter anderem auch im Rahmen einer täglich durchgeführten Value-at-Risk-(VaR)-Kalkulation, bei der der VaR mit einem Konfidenzniveau von 99,0 % für die Haltedauer eines Tages unter Anwendung der Varianz-Kovarianz-Methode (Delta-Gamma-Ansatz) berechnet wird. Zum Bilanzstichtag betrug der Zins-VaR unter Berücksichtigung der eingesetzten Sicherungsinstrumente 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro). Der Rückgang des Zins-VaR im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag resultiert aus Markt- und Restlaufzeitveränderungen.

Währungsrisiken

Das Risiko von ergebnisbeeinflussenden Währungsschwankungen erwächst für EVN aus Geschäften, die nicht in Euro getätigt werden.

Bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns gehalten werden, können Währungsrisiken schlagend werden. Die wesentlichen Treiber des Währungsrisikos im Finanzbereich sind bei EVN die in Japanischen Yen (JPY) und Schweizer Franken (CHF) begebenen Anleihen. Das Management des Währungsrisikos erfolgt über eine zentrale Erfassung, Analyse und Steuerung der Risikopositionen sowie durch die Absicherung der Anleihen in fremder Währung mittels Cross-Currency-Swaps (siehe Erläuterungen 47. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 9. Finanzinstrumente).

Der Fremdwährungs-VaR belief sich am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Sicherungsinstrumente auf 0,03 Mio. Euro (Vorjahr: 0,02 Mio. Euro) und ist auch weiterhin von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige Marktrisiken

Unter sonstigen Marktrisiken versteht EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie, Strombeschaffung und -absatz sowie Wertpapieren.

Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschaffung und den Verkauf von elektrischer Energie, Gas, Kohle, Öl, Biomasse und CO2 -Emissionszertifikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungsrisiken.

Mio. EUR
2012/13 2011/12
Nominalvolumina Marktwerte Nominalvolumina Marktwerte
Käufe Verkäufe Positive Negative Netto Käufe Verkäufe Positive Negative Netto
Futures 39,8 –22,2 2,0 –0,8 1,2 46,0 –25,8 2,7 –1,9 0,7
Forwards 154,0 –43,3 6,8 –12,6 –5,9 118,2 –99,7 12,4 –14,6 –2,1

59. Preisabsicherungen im Energiebereich

Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung auf die Marktpreise gezeigt. Die Berechnung der Sensitivität wird unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben. Weiters handelt es sich hier um Derivate, welche als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cash Flow Hedges eingesetzt werden. Nicht in die Betrachtung einbezogen werden Deriva te, welche für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungs bedarf des Unternehmens bestimmt sind (Own Use) und damit nach IAS 39 nicht als Finanzinstrumente zu bilanzieren sind.

Bei Änderung der Marktpreise um 10,0 % zum Bilanzstichtag würden sich Eigenkapitaleffekte der Derivate in Höhe von 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,1 Mio. Euro) ergeben.

Das Risiko von Preisänderungen bei Wertpapieren resultiert aus Kapitalmarktschwankungen. Die wesentlichste von EVN gehaltene Wertpapierposition sind Aktienbestände an der VERBUND AG. Der Preisänderungs-VaR der von EVN gehaltenen Verbund-Aktien betrug am Bilanzstichtag 28,4 Mio. Euro (Vorjahr: 29,9 Mio. Euro).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko erfasst das Risiko, erforderliche Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können bzw. die erforderliche Liquidität bei Bedarf nicht zu den erwarteten Konditionen beschaffen zu können. EVN minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige Finanzplanung. Beim Abschluss von Finanzierungen wird auf die Steuerung der Fälligkeiten ein besonderes Augenmerk gelegt, um ein ausgeglichenes Fälligkeitenprofil zu erreichen und so Klumpenbildungen hinsichtlich der Fälligkeitstermine zu vermeiden. Der konzerninterne Liquiditätsausgleich erfolgt mittels Cash Pooling.

Für die Deckung des Liquiditätsbestands standen zum Bilanzstichtag liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 303,1 Mio. Euro (Vorjahr: 165,5 Mio. Euro) zur Verfügung. Darüber hinaus standen EVN am Bilanzstichtag eine vertraglich vereinbarte, ungenutzte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 Mio. Euro (Vorjahr: 500,0 Mio. Euro nicht ausgenutzt) und vertraglich vereinbarte, ungenutzte, bilaterale Kreditlinien im Ausmaß von 175,0 Mio. Euro (Vorjahr: 175,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Das Liquiditätsrisiko war daher äußerst gering. Das Gearing lag zum Bilanzstichtag bei 50,9 % (Vorjahr: 56,5 %) und drückt die solide Kapitalstruktur der EVN aus.

Der Nominalwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 544,2 Mio. Euro (Vorjahr: 579,4 Mio. Euro). Die Summe der Cash Flows aus Zinsen von –28,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,8 Mio. Euro) gliedert sich in –4,1 Mio. Euro (Vorjahr: –7,7 Mio. Euro) bis zu einem Jahr, –10,2 Mio. Euro (Vorjahr: 34,6 Mio. Euro) von einem bis zu fünf Jahren und –14,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro) über fünf Jahre.

59. Voraussichtlicher Eintritt der Zahlungsströme Mio. EUR

Summe Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2012/13 Zahlungsströme < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte –387,3 –236,0 –94,8 –56,5
Cash Flows der Sicherungsinstrumente 15,7 24,0 –7,1 –1,1
Gewinn / Verlust 57,9 64,8 –6,7 –0,2
Summe Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme
Geschäftsjahr 2011/12 Zahlungsströme < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Cash Flows der abgesicherten Grundgeschäfte –418,0 –30,6 –295,7 –91,8
Cash Flows der Sicherungsinstrumente 13,2 –4,4 19,7 –2,1
Gewinn / Verlust 53,3 –4,8 60,9 –2,7

59. Fristigkeiten der langfristigen Finanzverbindlichkeiten Mio. EUR

Summe Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Geschäftsjahr 2012/13 Buchwert Zahlungsabflüsse < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 707,0 1.091,0 50,2 319,3 721,4
Langfristige Bankdarlehen 864,4 977,5 126,5 415,4 435,5
Summe 1.571,4 2.068,4 176,7 734,8 1.157,0
Summe Vertraglich vereinbarte Zahlungsabflüsse
Geschäftsjahr 2011/12 Buchwert Zahlungsabflüsse < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Anleihen 1.028,6 1.348,5 51,8 571,1 725,6
Langfristige Bankdarlehen 904,6 1.064,1 149,4 535,6 379,1
Summe 1.933,3 2.412,6 201,2 1.106,7 1.104,7

Kreditrisiko

Kredit- bzw. Ausfallsrisiko ist das Risiko, aufgrund von Nichterfüllung vertraglicher Verpflichtungen durch den Geschäftspartner, Verluste zu erleiden. Dieses Risiko ergibt sich zwingend aus allen Vereinbarungen mit aufgeschobenem Zahlungsziel bzw. mit Erfüllung zu einem späteren Zeitpunkt. Um das Kreditrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durchgeführt. Dazu werden externe Ratings (u. a. Standard & Poor's, Moody's, Fitch, KSV 1870) der Kontrahenten herangezogen und das Geschäftsvolumen entsprechend dem Rating und der Ausfallwahrscheinlichkeit limitiert. Werden die Bonitätsanforderungen nicht erfüllt, kann der Geschäfts abschluss durch Erbringung einer ausreichenden Besicherung erfolgen.

Das Kreditrisikomonitoring sowie die Limitierung der Ausfallrisiken erfolgt einerseits für Finanzforderungen im Treasury-Bereich (u. a. Veranlagungen, Finanz- und Zinsderivate) und Derivat- bzw. Termingeschäfte, welche zur Absicherung von Risiken in Verbindung mit dem operativen Energiegeschäft abgeschlossen werden, und andererseits in Bezug auf Endkunden und sonstige Debitoren im Bereich des Kerngeschäfts.

Zur Reduzierung des Kreditrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit namhaften Finanzinstituten mit guten Kreditratings abgeschlossen. Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird ebenfalls auf beste Bonität auf Basis internationaler Ratings geachtet.

Das Ausfallrisiko bei Kunden wird bei EVN separat überwacht, die Beurteilung der Kundenbonität wird vernehmlich von Ratings und Erfahrungswerten gestützt. EVN trägt Kreditrisiken mit der Bildung von Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung. Zudem dienen ein effizientes Forderungsmanagement sowie das laufende Monitoring des Kundenzahlungsverhaltens der Begrenzung von Ausfallrisiken.

59. Wertminderungen nach Klassen
Mio. EUR 30.09.2013 30.09.2012
Abschreibungen/Wertberichtigungen
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen 0,4 0,9
0,4 0,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen 37,3 43,4
Wertpapiere –0,2 0,8
37,1 44,1
Summe Wertminderungen 37,5 45,0

Das maximale Ausfallrisiko des Konzerns für die Bilanzposten zum 30. September 2013 und zum 30. September 2012 ent sprechen den in den Erläuterungen 37. Übrige langfristige Vermögenswerte, 39. Forderungen und 40. Wertpapiere dargestellten Buchwerten, ohne Finanzgarantien.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten entspricht das maximale Ausfallrisiko dem positiven beizulegenden Zeitwert (siehe Erläuterung 61. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten).

Das maximale Risiko in Bezug auf Finanzgarantien wird in der Erläuterung 63. Sonstige Verpflichtungen und Risiken dargestellt.

60. Kapitalmanagement

Die EVN ist bestrebt, eine solide Kapitalstruktur einzuhalten, um die daraus resultierende Finanzkraft für die Realisierung wertsteigender Investitionsvorhaben und eine attraktive Dividendenpolitik zu nützen. Ein finanzielles Unternehmensziel ist es, die Eigenkapitalquote über 40 % zu halten. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 43,2 %. Weiters wird das Gearing als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gemessen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel, kurz- und langfristiger Wertpapiere sowie Ausleihungen. Der Wert per 30.09.2013 betrug 50,9 %.

60. Kapitalmanagement
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.571,4 1.933,3
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 355,9 21,4
Fonds liquider Mittel –224,3 –134,1
Kurzfristige Wertpapiere –43,9 –3,4
Langfristige Wertpapiere –57,1 –77,0
Ausleihungen –39,2 –36,4
Nettoverschuldung 1.562,8 1.703,7
Eigenkapital 3.066,5 3.013,7
Gearing (%) 50,9 56,5

61. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel der Kursnotierung zum Bilanzstichtag. Sofern diese nicht verfügbar ist, werden die Zeitwerte mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Anteilen an nichtbörsenotierten verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen erfolgt mittels Diskontierung der erwarteten Cash Flows oder durch Ableitung von vergleichbaren Transaktionen. Für Finanz instrumente, welche an einem aktiven Markt notiert sind, stellt der Börsepreis zum Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwert dar. Die Forderungen, liquiden Mittel und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Zeitwerte der Anleihenverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter der Verwendung von Marktzinssätzen ermittelt.

61. Informationen zu Klassen und Kategorien von Finanzinstrumenten
Mio. EUR
Bewertungs Fair-Value
Hierarchie
(gem. IFRS
30.09.2013 30.09.2012
Klassen kategorie 7.27 A) Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sonstige Beteiligungen
Nicht finanzielle Vermögenswerte 8,1 7,7
Andere Beteiligungen1) AFS Stufe 1 686,7 686,7 661,0 661,0
Übrige langfristige Vermögenswerte 694,8 668,7
Wertpapiere @FVTPL Stufe 1 57,1 57,1 77,0 77,0
Ausleihungen LAR 39,2 39,2 36,4 36,4
Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften LAR 703,6 703,6 673,0 673,0
Hedge
Forderungen aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 83,1 83,1
Nicht finanzielle Vermögenswerte 61,1 28,9
861,1 898,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Kurzfristige Forderungen und übrige kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen LAR 507,5 507,5 507,3 507,3
Forderungen aus derivativen Geschäften Hedge
Accounting
Stufe 2 35,1 35,1 4,0 4,0
Nicht finanzielle Vermögenswerte 22,9 26,3
565,5 537,6
Wertpapiere AFS 43,9 43,9 3,4 3,4
Liquide Mittel
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten LAR 259,2 259,2 162,1 162,1
259,2 162,1
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Anleihen FLAC 707,0 792,2 1.028,6 1.145,8
Bankdarlehen FLAC 864,4 864,4 904,6 904,6
1.571,4 1.933,3
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
Pachtverbindlichkeiten FLAC 21,5 21,5 23,4 23,4
Abgrenzungen aus Finanztransaktionen FLAC 3,9 3,9 3,4 3,4
Sonstige übrige Verbindlichkeiten FLAC 9,5 9,5 6,9 6,9
Hedge
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 16,6 16,6 16,2 16,2
Kurzfristige Schulden 51,5 49,9
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC 390,3 390,3 49,4 49,4
Lieferantenverbindlichkeiten FLAC 461,9 461,9 384,4 384,4
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 101,1 101,1 125,3 125,3
Hedge
Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften Accounting Stufe 2 6,0 6,0 4,3 4,3
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 77,8 51,7
184,9 181,3
davon aggregiert nach Bewertungskategorie
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte AFS 730,6 664,4
Kredite und Forderungen LAR 1.509,5 1.378,8
Finanzielle Vermögenswerte, die als erfolgswirksam zum
beizulegenden Wert bewertet eingestuft wurden
@FVTPL 57,1 77,0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete finanzielle Schulden
FLAC 2.559,7 2.526,1

1) Umfasst im Wesentlichen börsenotierte Beteiligungen, die als Available for Sale eingestuft wurden.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente dienen der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach deren Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf dem VaR-Verfahren erstellt.

Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Es handelt sich dabei um Referenzwerte, die jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente sind. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte angesetzt.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

30.09.2013 30.09.2012
61. Derivative Finanzinstrumente Nominalwert1) Marktwert 2) Nominalwert1) Marktwert2)
Währungsswaps
Mio. CHF (unter 1 Jahr)3) 250,0 35,1
Mio. CHF (unter 5 Jahre)3) 250,0 36,8
Mio. JPY (unter 1 Jahr)3) 8.000,0 –5,4
Mio. JPY (unter 5 Jahre)3) 8.000,0 16,2
Mio. JPY (über 5 Jahre)3) 12.000,0 –5,4 12.000,0 30,1
Mio. USD (unter 5 Jahre)3) 3,0 0,0*)
Zinsswaps
Mio. EUR (unter 5 Jahre)3) 5,7 –0,1
Mio. EUR (über 5 Jahre)3) 150,1 –11,1 165,5 –14,7
Swaps Energiebereich
Käufe (Gas, Kohle, Öl)3) 18,3 –1,0 31,0 –0,1

*) Kleinbetrag

1) In Mio. in Nominalwährung

2) In Mio. EUR

3) Gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet

Positive Zeitwerte sind als Forderungen aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten oder den übrigen kurzfristigen Vermögenswerten) ausgewiesen, negative Zeitwerte als Verbindlichkeiten aus derivativen Geschäften (je nach Laufzeit unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten oder den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten).

62. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die ENERGIEALLIANZ Austria GmbH mit ihren regionalen Energievertriebsgesellschaften verlautbarte den Start einer Energieeffizienz-Offensive (z. B. Bonifikation beim Kauf von energieeffizienten Geräten, Energiedienstleistungen) und gab die Senkung der Energiepreise für Strom und Gas für Haushalts- und Kleingewerbekunden per 1. Oktober 2013 um durchschnittlich 3,6 % bekannt.

Das Kohlekraftwerk Duisburg-Walsum wurde per 21. Oktober 2013 in Probebetrieb genommen. In diesem werden nun letzte Tests durchgeführt, wobei der Probebetrieb mit der kommerziellen Inbetriebnahme abgeschlossen sein wird. Zur Sicherung der eigenen Ansprüche gegen den Generalunternehmer Hitachi Power Europe und Hitachi Ltd hat die STEAG-EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH die vom Generalunternehmer gestellte Bankgarantie zur Ziehung eingereicht.

Mit der Entscheidung vom 4. November 2013 hat das oberste Verwaltungsgericht in Bulgarien (Supreme Administrative Court, SAC) im fünfköpfigen Senat die Entscheidung des dreiköpfigen Senats des SACs zugunsten der EVN bestätigt. Danach ist die zwischen 1. Juli 2012 und 31. Juli 2013 geltende, für EVN nachteilige Methodologie zur Kompensation der Mehrkosten für Ökostrom und für Strom aus hocheffizienten Cogeneration-Anlagen unangemessen und rechtswidrig.

Mit Stichtag 5. November 2013 wurde der Verkauf des von Utilitas gehaltenen 50 %-Geschäftsanteils an der ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., welche im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung tätig ist, vollzogen. Die Transaktion erfolgte im Rahmen der von der EVN verfolgten Strategie der Konsolidierung und Konzentration auf das Kerngeschäft.

63. Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die durch EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:

63. Sonstige Verpflichtungen und Risiken
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften 151,7 108,4
Garantien für Projekte im Umweltbereich 201,9 260,4
Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung bzw. dem Betrieb von
Energienetzen 9,9 7,0
Kraftwerken 421,3 491,1
Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 107,5 94,6
Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen 0,8 5,8
Summe 893,1 967,4

Für die oben genannten Verpflichtungen und Risiken wurden weder Rückstellungen noch Verbindlichkeiten in den Büchern erfasst, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit keiner Inanspruchnahme bzw. nicht mit einem Eintreten der Risken zu rechnen war. Den genannten Verpflichtungen standen entsprechende Rückgriffsforderungen in Höhe von 197,8 Mio. Euro (Vorjahr: 217,2 Mio. Euro) gegenüber.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von e&t Energie Handelsgesellschaft mbH sowie von EconGas GmbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.

Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2013 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 91,5 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 485,5 Mio. Euro. Zum 31. Oktober 2013 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 95,1 Mio. Euro bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 484,0 Mio. Euro.

Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder können in der Zukunft gegen EVN potenziell geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Diese Evaluierung hinsichtlich einer möglichen Inanspruchnahme führte zu dem Ergebnis, dass die Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der EVN haben werden. Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassten im Wesentlichen offene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften.

64. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Grundsätzlich entsteht gemäß IAS 24 eine nahestehende Beziehung zu Unternehmen und Personen durch direkte oder indirekte Beherrschung, maßgeblichen Einfluss oder gemeinschaftliche Führung. In den Kreis der nahestehenden Personen ebenso eingeschlossen sind Familienangehörige der betroffenen natürlichen Personen. Auch Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige werden als nahestehende Personen angesehen.

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen von EVN zählen somit sämtliche Unternehmen des Konsolidierungskreises, sonstige verbundene und assoziierte Unternehmen, die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und deren Tochterunternehmen, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, sowie Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich sind, insbesondere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, sowie deren Angehörige. Eine Liste der Konzernunternehmen ist ab Seite 167 unter Beteiligungen der EVN enthalten. Die EVN AG wird als assoziiertes Unternehmen at Equity in den Konzernabschluss der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, einbezogen.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Hauptgesellschafter

Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, wurde im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Bilanzstichtag 30. September 2013 eine kurzfristige Verbindlichkeit gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, in Höhe von 7,3 Mio. Euro (Vorjahr: Verbindlichkeit von 8,8 Mio. Euro).

At Equity einbezogene Unternehmen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht EVN mit zahlreichen at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Mit e&t wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschaffung von Elektrizität getroffen, mit EconGas langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen.

Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:

64. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR 2012/13 2011/12
Umsätze 156,8 155,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 663,9 777,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106,1 74,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22,4 21,3
Ausleihungen 10,4 11,7
Forderungen aus der Durchführung des Cash Poolings 0,1 0,1
Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Poolings 0,0*) 0,0*)
Zinserträge aus Ausleihungen 0,6 0,2
Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Poolings 0,0*) 0,0*)

*) Kleinbetrag

Transaktionen mit nahestehenden Personen

Vorstand und Aufsichtsrat

Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten insbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 1.404,3 Tsd. Euro (inklusive Sachbezüge und Pensionskassenbeiträge, Vorjahr: 1.431,4 Tsd. Euro).

Die Bezüge der im Geschäftsjahr 2012/13 aktiven Vorstandsmitglieder stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

64. Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder
Tsd. EUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Sachbezüge
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr 363,9 118,4 9,8
Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA 339,3 110,4 9,8
Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher 280,4 113,6 7,4

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2012/13 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ein Betrag in Höhe von 932,6 Tsd. Euro (davon 240,3 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 530,0 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) zugeführt. Im Vorjahr betrug die Dotierung 1.341,5 Tsd. Euro (davon 231,6 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 981,2 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowitz wurden Pensionskassenbeiträge in der Höhe von 51,2 Tsd. Euro (Vorjahr 49,7 Tsd. Euro) geleistet. Weiters wurde für Mag. Szyszkowitz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ein Betrag in Höhe von 502,3 Tsd. Euro (davon 92,3 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 294,6 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) zugeführt. Im Vorjahr betrug die Dotierung 693,5 Tsd. Euro (davon 79,1 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 531,1 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).

Die Zuweisung der Abfertigungsrückstellungen betrug im Geschäftsjahr 2012/13 für Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr 28,0 Tsd. Euro (davon 17,7 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon –1,9 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 43,2 Tsd. Euro (davon 19,9 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 11,9 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste). Für Mag. Stefan Szyszkowit z wurden Beiträge in die Mitarbeitervorsorgekasse in der Höhe von 8,0 Tsd. Euro (Vorjahr: 6,8 Tsd. Euro) geleistet.

Die Veränderung der Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Ausscheiden von Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher mit 30. Juni 2013, der jährlichen kollektivvertraglichen Valorisierung und der Veränderung der erfolgsabhängigen Komponenten. Bei Beendigung der Funktion kommen hinsichtlich Abfertigungsregelung die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. Weiters besteht jeweils Anspruch auf einen vertraglich vereinbarten Versorgungsanspruch zum Pensionsantritt, auf welchen ASVG-Pensionsleistungen sowie eine allfällige Leistung aus der EVN-Pensionskasse angerechnet werden.

Die Bezüge an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. an deren Hinterbliebene betrugen 1.587,3 Tsd. Euro (Vorjahr 1.028,3 Tsd. Euro).

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für aktive leitende Angestellte betrugen 1.359,5 Tsd. Euro (davon 303,2 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 780,5 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste) und im Vorjahr 1.841,4 Tsd. Euro (davon 292,5 Tsd. Euro Zinsaufwand, davon 1.160,7 Tsd. Euro versicherungsmathematische Gewinne/Verluste).

Die genannten Werte beinhalten Aufwendungen nach nationalem Recht, wie sie gemäß Österreichischem Corporate Governance Kodex gefordert werden. Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste werden nach IFRS gemäß IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) ausbezahlt.

Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht (ab Seite 56) dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Corporate Governance-Berichts.

Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen

Angaben, die sich auf konzerninterne Sachverhalte beziehen, sind zu eliminieren und unterliegen nicht der Angabepflicht im Konzernabschluss. Geschäftsfälle von EVN mit Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen sind somit nicht ausgewiesen.

Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten verbundenen und nicht at Equity einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht angeführt.

Nahestehende Personen können unmittelbar Kunden eines Unternehmens der EVN Gruppe sein, wobei Geschäftsbeziehungen aus einem solchen Verhältnis zu marktüblichen Konditionen bestehen und im Geschäftsjahr 2012/13 für die Gesamteinnahmen der EVN nicht wesentlich sind. Die daraus zum 30. September 2013 offenen Posten werden in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

65. Sonstige Angaben

Im EVN Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft wurde ein Vertrag abgeschlossen. In den Verträgen wurden die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt.

66. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Organe der EVN AG sind:

Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstands Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA – Mitglied des Vorstands

Aufsichtsrat

Präsident Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer – Vorsitzender Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident Mag. Willi Stiowicek – Vizepräsident Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Dkfm. Thomas Kusterer Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meissl Bernhard Müller, BA, MPA

Dkfm. Edwin Rambossek Mag. Michaela Steinacker Mag. Dr. Monika Fraißl – Arbeitnehmervertreter Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter Ing. Paul Hofer – Arbeitnehmervertreter Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter Kammerrat Manfred Weinrichter – Arbeitnehmervertreter

67. Freigabe des Konzernabschlusses 2012/13 zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss der EVN AG werden am 11. Dezember 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und der Einzelabschluss zur Feststellung vorgelegt.

68. Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die Prüfung des Jahresabschlusses der EVN und des Konzernabschlusses erfolgt im Geschäftsjahr 2012/13 durch die KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien. Die Kosten für die KPMG betrugen weltweit in Summe 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro). Davon entfielen 35,0 % auf Prüfungshonorare und prüfungsnahe Honorare, 63,0 % auf Steuer beratungsleistungen und 2,0 % auf sonstige Beratungsleistungen. Berücksichtigt sind alle Gesellschaften, die im Konsolidierungskreis enthalten sind.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2013

EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Finanzinformationen zu Gemeinschafts unternehmen und at Equity einbezogenen Unternehmen

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der anteilig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen:

Wesentliche Posten von Gemeinschaftsunternehmen
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Bilanz
Langfristige Vermögenswerte 19,8 17,1
Kurzfristige Vermögenswerte 293,9 357,7
Langfristige Schulden 1,1 1,7
Kurzfristige Schulden 209,8 268,0
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse 1.111,7 1.146,9
Operativer Aufwand –1.057,8 –1.103,9
Abschreibungen –0,4 –0,4
Operatives Ergebnis (EBIT) 53,4 42,6
Finanzergebnis –0,4 –0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 53,0 42,6

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten der Bilanz sowie der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der at Equity einbezogenen Unternehmen:

Wesentliche Posten von at Equity einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2012/13 2011/12
Bilanz
Eigenkapital 2.532,5 1.630,2
Vermögenswerte 7.290,1 5.829,0
Schulden 4.757,6 4.198,8
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse 13.178,5 12.116,0
Ergebnis nach Ertragsteuern –48,3 134,5

Beteiligungen der EVN

Nachfolgend werden die Beteiligungen der EVN gegliedert nach Geschäftsbereichen angeführt. Die Aufstellung für die in den Konzernabschluss der EVN AG aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogenen Gesellschaften enthält die Werte aus den letzten verfügbaren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag der EVN AG.

1. Beteiligungen der EVN im Geschäftsbereich Energie ≥ 20,0 %

per 30.09.2013
1.1 In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Jahresabschluss
zum
Konsolidierungsart
2012/13
ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., Wien Utilitas 50,00 31.12.2012 E
Bioenergie Steyr GmbH, Behamberg EVN Wärme 51,00 30.09.2013 E
EAA Erdgas Mobil GmbH in Liquidation, Wien EAA 100,00 30.09.2013 Q
EconGas GmbH, ("EconGas"), Wien1) EVN 16,51 31.12.2012 E
ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, ("EnergieAllianz"), Wien EVN 45,00 30.09.2013 Q
EVN Bulgaria Electrorazpredelenie EAD, ("EVN Bulgaria EP"), Plovdiv, Bulgarien EVN 100,00 31.12.2012 V
EVN Bulgaria Electrosnabdjavane EAD, ("EVN Bulgaria EC"), Plovdiv, Bulgarien EVN 100,00 31.12.2012 V
EVN Bulgaria EAD, ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien EVN 100,00 31.12.2012 V
EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien EVN 100,00 31.12.2012 V
EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, ("EVN KG"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 Q
EVN Gorna Arda Development EOOD, Sofia, Bulgarien EVN Bulgaria 100,00 31.12.2012 V
EVN Geoinfo GmbH, ("EVN Geoinfo"), Maria Enzersdorf Utilitas 100,00 30.09.2013 V
EVN Kavarna EOOD, ("EVN Kavarna"), Plovdiv, Bulgarien evn naturkraft 100,00 31.12.2012 V
EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH, ("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., ("EVN LV"), Maria Enzersdorf EVN/Utilitas 100,00 30.09.2013 V
EVN Macedonia AD, ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien EVN 90,00 31.12.2012 V
EVN Macedonia Elektrani DOOEL, Skopje, Mazedonien EVN Macedonia 100,00 31.12.2012 V
EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien EVN 100,00 31.12.2012 V
evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH, ("evn nk BuB"), Maria Enzersdorf evn naturkraft 100,00 30.09.2013 V
evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., ("evn naturkraft"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN Netz GmbH, ("EVN Netz"), Maria Enzersdorf 2) EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN Projektmanagement GmbH, Maria Enzersdorf EVN LV 100,00 30.09.2013 V
EVN Service Centre EOOD, Plovdiv, Bulgarien EVN Bulgaria 100,00 31.12.2012 V
EVN Trading d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien EVN SEE 100,00 31.12.2012 V
EVN Trading DOOEL, Skopje, Mazedonien EVN SEE 100,00 31.12.2012 V
EVN Trading South East Europe EAD, ("EVN SEE"), Sofia, Bulgarien EVN 100,00 31.12.2012 V
EVN Wärme GmbH, ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG
("EVN-WE Wind KG"), Wien
evn naturkraft 50,00 30.09.2012 E
e&t Energie Handelsgesellschaft mbH, ("e&t"), Wien EVN 45,00 30.09.2013 E
Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten EVN 49,00 31.12.2012 E
Fernwärme Steyr GmbH, Steyr EVN Wärme 49,00 30.09.2013 E
Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien EVN 70,00 31.12.2012 V

Konsolidierungsart:

V: Vollkonsolidiertes Tochterunternehmen

NV: Nicht konsolidiertes Tochterunternehmen

Q: Quotenkonsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen

NQ: Nicht quotenkonsolidiertes Gemeinschaftsunternehmen

E: At Equity einbezogenes Unternehmen

NE: Nicht at Equity einbezogenes Unternehmen

Anteilseigner Beteiligung
%
Jahresabschluss
zum
Konsolidierungsart
2012/13
Utilitas 100,00 30.09.2013 V
EAA 100,00 30.09.2013 Q
evn naturkraft 100,00 31.12.2012 V
EVN 49,99 31.12.2012 E
EAA 100,00 30.09.2013 Q
EVN Kraftwerk 49,00 31.12.2012 E
evn nk BuB 13,00 31.12.2012 E
Utilitas 100,00 31.03.2013 V
evn naturkraft 70,00 30.09.2013 V

1) Trotz einer Beteiligungshöhe ≤ 20,0 % wird die Beteiligung aufgrund ihrer Wesentlichkeit angeführt.

2) Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben wurde der Name der Gesellschaft mit 1.10.2013 in "Netz Niederösterreich GmbH" geändert.

3) Vormals kabelplus AG, Maria Enzersdorf

1.2 In den Konzernabschluss der EVN AG
aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Währung Eigenkapital
in Tsd. EUR
Letztes
Jahresergebnis
in Tsd. EUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2012/13
Anlagenbetriebsgesellschaft Waidhofen/Ybbs GmbH EVN Wärme 100,00 EUR 2.628 7.807 30.09.2012 NV
(–6.652) (–6.946) (31.12.2011)
Albnor Company DOO, Tetovo, Mazedonien EVN Macedonia 70,00 MKD 742 –86 31.12.2012 NV
(327) (27) (31.12.2011)
ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf EVN Geoinfo 50,00 EUR 102 41 31.12.2012 NE
(93) (32) (31.12.2011)
ARGE Digitaler Leitungskataster NÖ, Maria Enzersdorf EVN Geoinfo 30,00 EUR 71 104 31.12.2012 NE
(–32) (–164) (31.12.2011)
ARGE GIP.nö, Maria Enzersdorf 1) EVN Geoinfo 60,00 EUR 31.12.2013 NE
(–) (–) (31.12.2012)
B3 ENERGIE GmbH, St. Georgen an der Gusen EVN Wärme 50,00 EUR –957 –642 30.09.2012 NE
(–314) (–322) (30.09.2011)
B.net Hungária Távközlési Kft., Sopron, Ungarn kabelplus 100,00 HUF –59 –39 30.09.2012 NV
(–21) (–57) (30.09.2011)
Bioenergie Wiener Neustadt GmbH, Wiener Neustadt EVN Wärme 90,00 EUR 607 –28 31.12.2012 NV
(636) (–328) (31.12.2011)
Biowärme Amstetten-West GmbH, Amstetten EVN Wärme 49,00 EUR 64 –73 31.12.2012 NE
(137) (–20) (31.12.2011)
EMC Energy Consulting Trading Gesellschaft mbH EAA 100,00 EUR 22 –3 30.09.2013 NQ
München, Deutschland (25) (–1) (30.09.2012)
EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien EVN 100,00 ALL 49 –86 31.12.2012 NV
(36) (–106) (31.12.2011)
EVN GRID MANAGEMENT EOOD, Plovdiv, Bulgarien1) EVN Bulgaria 100,00 BGN 31.12.2013 NV
(–) (–) (31.12.2012)
EVN Macedonia Elektrosnabduvanje DOOEL EVN Macedonia 100,00 MKD 5 0 31.12.2012 NV
Skopje, Mazedonien (5) (0) (31.12.2011)
Energiespeicher Sulzberg GmbH, Maria Enzersdorf evn naturkraft 51,00 1.031 –14 30.09.2013 NV
–5 –241 (30.09.2012)
EVN Trading d.o.o. Podgorica, Podgoriza, Montenegro EVN SEE 100,00 EUR 10 0 31.12.2012 NV
(10) (0) (31.12.2011)
EVN Trading SHPK, Tirana, Albanien EVN SEE 100,00 ALL 3 –12 31.12.2012 NV
(15) (–10) (31.12.2011)
1.2 In den Konzernabschluss der EVN AG
aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Währung Eigenkapital
in Tsd. EUR
Letztes
Jahresergebnis
in Tsd. EUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2012/13
EVN-WIEN ENERGIE Windparkentwicklungs- und evn naturkraft 50,00 EUR 37 1 30.09.2012 NE
Betriebs GmbH, ("EVN-WE Wind GmbH"), Wien
Fernwärme Mariazellerland GmbH, Mariazell
EVN Wärme 48,86 EUR (36)
772
(24)
(1)
–51
(–5)
(30.09.2011)
31.12.2012
(31.12.2011)
NE
FWG-Fernwärmeversorgung Hollabrunn registrierte
Genossenschaft mit beschränkter Haftung in Liquidation,
Göllersdorf
EVN / Utilitas 100,00 EUR 377
(952)
–10
(18)
30.06.2013
(30.06.2012)
NV
IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn EVN 70,00 HUF 1.856
(1.925)
16
(10)
31.12.2012
(31.12.2011)
NV
Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und
Betriebs GmbH, Wien
evn naturkraft 33,33 EUR 48
(45)
3
(3)
31.12.2012
(31.12.2011)
NE
Kraftwerk Nußdorf Errichtungs- und
Betriebs GmbH & Co KG, Wien
evn naturkraft 33,33 EUR 6.740
(6.036)
704
(566)
31.12.2012
(31.12.2011)
NE
MAKGAS DOOEL, Skopje, Mazedonien EVN 100,00 MKD
(0)

(0)
31.12.2012
(31.12.2011)
NV
Netz Niederösterreich Grundstücksverwaltung
Bergern GmbH, Maria Enzersdorf 1)
EVN Netz 100,00 EUR 1.757
(–)
0
(–)
30.09.2013
(30.09.2012)
NV
Spieth Kathodischer Korrosionsschutz GmbH
Denkendorf, Deutschland
V&C 100,00 EUR 0
(0)
–8
(–10)
31.12.2012
(31.12.2011)
NV
VCK Betonschutz + Monitoring GmbH, Mainz, Deutschland V&C 50,00 EUR 67
(65)
2
(4)
31.12.2012
(31.12.2011)
NE

1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012/13 neu gegründet.

2. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Umwelt ≥ 20 % per 30. September 2013

2.1 In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen Beteiligung Jahresabschluss Konsolidierungsart
Gesellschaft, Sitz Anteilseigner % zum 2012/13
AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH, Maria Enzersdorf EVN Abfall 50,00 30.09.2013 E
Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien WTE Betrieb 100,00 30.09.2013 V
EVN Abfallverwertung Niederösterreich GmbH, ("EVN Abfall"), Maria Enzersdorf EVN Umwelt 100,00 30.09.2013 V
EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 1 mbH, ("EVN MVA1")
Essen, Deutschland
WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage Nr. 3 mbH, ("EVN MVA3")
Maria Enzersdorf
EVN Umwelt /
Utilitas
100,00 30.09.2013 V
EVN Umwelt Beteiligungs und Service GmbH, ("EVN UBS"), Maria Enzersdorf EVN Umwelt 100,00 30.09.2013 V
EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH, ("EVN UFS"), Maria Enzersdorf EVN Umwelt 100,00 30.09.2013 V
EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, ("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 V
evn wasser Gesellschaft m.b.H., ("evn wasser"), Maria Enzersdorf EVN/Utilitas 100,00 30.09.2013 V
OAO BUDAPRO-ZAVOD No. 1, Moskau, Russland EVN MVA1 100,00 31.12.2012 V
OAO "EVN MSZ 3", ("OAO MVA3"), Moskau, Russland EVN MVA3 100,00 31.12.2012 V
OAO "WTE Süd-West", Moskau, Russland Süd-West 100,00 31.12.2012 V
OAO "WTE Süd-Ost", Moskau, Russland WTE Hyp 100,00 31.12.2012 V
OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland EVN UBS 100,00 31.12.2012 V
OOO EVN Umwelt, Moskau, Russland1) EVN UBS 100,00 31.12.2013 V
Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH, ("Süd Butowo")
Essen, Deutschland
WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
2.1 In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Jahresabschluss
zum
Konsolidierungsart
2012/13
SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH, ("Zelenograd"), Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
sludge2energy GmbH, Berching, Deutschland WTE Essen 50,00 30.09.2013 E
Storitveno podjetje Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE Betriebsgesellschaft mbH, ("WTE Betrieb"), Hecklingen, Deutschland WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE desalinizacija morske vode d.o.o., Budva, Montenegro WTE Essen 100,00 31.12.2012 V
WTE otpadne vode Budva DOO, Podgoriza, Montenegro WTE Essen 100,00 31.12.2012 V
WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH, ("WTE Hyp"), Essen, Deutschland EVN UFS /
WTE Essen
100,00 30.09.2013 V
WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH, ("Süd-West"), Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o., Beograd-Vracar, Serbien2) WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o., Kranjska Gora, Slowenien WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
WTE Wassertechnik GmbH, ("WTE Essen"), Essen, Deutschland EVN Umwelt 100,00 30.09.2013 V
WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen WTE Essen 100,00 30.09.2013 V
Zagrebacke otpadne vode d.o.o., ("ZOV"), Zagreb, Kroatien WTE Essen 48,50 31.12.2012 E
Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o., ("ZOV UIP"), Zagreb, Kroatien WTE Essen 33,00 31.12.2012 E

1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012/13 neu gegründet.

2) Die Gesellschaft wurde mit ersten Quartal 2012/13 erstmals vollkonsolidiert.

WTE Essen
49,00
EUR
564
84
30.09.2013
ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH
Offenbach am Main, Deutschland
(478)
(22)
(30.09.2012)
WTE Essen
26,00
EUR
37
0
31.12.2012
Abwasserbeseitigung Kötschach-Mauthen Errichtungs- und
Betriebsgesellschaft mbH, Kötschach-Mauthen
(37)
(0)
(31.12.2011)
WTE Essen
35,00
CZK


31.12.2012
Degremont WTE Wassertechnik Praha v.o.s.
Prag, Tschechische Republik
(–)
(–)
(31.12.2011)
WTE Essen
100,00
EUR
31
–1
30.09.2013
EVN MVA Nr. 1 Finanzierungs- und Servicegesellschaft mbH
Maria Enzersdorf
(33)
(–2)
(30.09.2012)
WTE Essen
100,00
EUR
24
–1
30.09.2013
Nevawasser Projektgesellschaft mbH, ("Nevawasser")
Essen, Deutschland1)
(–)
(–)
(30.09.2012)
OAO WTE Kurjanovo, Moskau, Russland
Kurjanovo
100,00
RUB
2
0
31.12.2012
(2)
(0)
(31.12.2011)
OAO EVN Ljuberzy, Moskau, Russland
Ljuberzy
100,00
RUB
2
0
31.12.2012
(2)
(0)
(31.12.2011)
OOO Eco Reagent, Moskau, Russland
OAO "WTE Süd
100,00
RUB
2
0
31.12.2012
Ost"/ EVN UBS
(2)
(0)
(31.12.2011)
OOO EVN-Ekotechprom MSZ3, Moskau, Russland
OAO MVA3
70,00
RUB
3.544
1.116
31.12.2012
(2.900)
(335)
(31.12.2011)
OOO Nordwasserwerk, Moskau, Russland1)
Nevawasser
100,00
RUB


31.12.2013
(–)
(–)
(31.12.2012)
OOO Süd-West Wasserwerk, Moskau, Russland
Süd-West
70,00
RUB
2.939
693
31.12.2012
(3.769)
(2.099)
(31.12.2011)
OOO "WTE Wassertechnik West", Moskau, Russland
WTE Essen
100,00
RUB
2
0
31.12.2012
(3)
(0)
(31.12.2011)
WTE Essen
100,00
EUR
24
0
30.09.2013
EVN Projektgesellschaft KSV Ljuberzy mbH, ("Ljuberzy")
Essen, Deutschland
(24)
(–1)
(30.09.2012)
2.2 In den Konzernabschluss der EVN AG
aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Währung Eigenkapital
in Tsd. EUR
Letztes
Jahresergebnis
in Tsd. EUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2012/13
NE
NE
NE
NV
NV
NV
NV
NV
NV
NV
NV
NV
NV
2.2 In den Konzernabschluss der EVN AG
aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Währung Eigenkapital
in Tsd. EUR
Letztes
Jahresergebnis
in Tsd. EUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2012/13
SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o. WTE Essen 50,00 HRK 1.419 103 31.12.2012 NE
Zagreb, Kroatien (1.696) (351) (31.12.2011)
Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft WTE Essen 49,00 EUR 530 8 31.12.2012 NE
Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland (521) (9) (31.12.2011)
Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H, Untertullnerbach evn wasser 50,00 EUR 873 –1 31.12.2012 NE
(874) (–5) (31.12.2011)
WTE Baltic UAB, Kaunas, Litauen WTE Essen 100,00 LTL 185 17 30.09.2013 NV
(169) (13) (30.09.2012)
WTE Projektgesellschaft Kurjanovo mbH WTE Essen 100,00 EUR 23 –1 30.09.2013 NV
Essen, Deutschland ("Kurjanovo") (23) (–1) (30.09.2012)
WTE Projektmanagement GmbH, Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 19 –1 30.09.2013 NV
(20) (0) (30.09.2012)
ZAO "STAER", Moskau, Russland Süd Butowo 70,00 RUB 110 63 31.12.2012 NV
(281) (120) (31.12.2011)
ZAO "STAER-ZWK", Moskau, Russland Zelenograd 70,00 RUB 610 116 31.12.2012 NV
(713) (173) (31.12.2011)

1) Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012/13 neu gegründet.

3. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20 %
per 30. September 2013
3.1 In den Konzernabschluss der EVN AG einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Jahresabschluss
zum
Konsolidierungsart
2012/13
Burgenland Holding Aktiengesellschaft, ("BUHO"), Eisenstadt EVN 73,63 30.09.2013 V
Energie Burgenland AG, Eisenstadt BUHO 49,00 30.09.2012 E
EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf Utilitas 100,00 30.09.2013 V
EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, ("EVN FM"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 30.09.2013 V
EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf EVN FM 100,00 30.09.2013 V
EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf EVN 100,00 31.08.2013 V
e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien EVN 50,00 30.09.2013 E
R 138-Fonds, Wien EVN/EVN Netz/
evn wasser
100,00 30.09.2013 V
RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, ("RBG"), Maria Enzersdorf EVN 50,03 31.03.2013 V
Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, ("RAG"), Wien RBG 100,00 31.12.2012 E
UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H, ("Utilitas")
Maria Enzersdorf
EVN 100,00 30.09.2013 V
WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf 1) EVN WEEV 50,00 30.06.2013 E

1) An der VERBUND AG werden 12,63 % gehalten, davon indirekt über die WEEV Beteiligungs GmbH 1,09 %.

3.2 In den Konzernabschluss der EVN AG
aufgrund von Wesentlichkeit nicht einbezogen
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteiligung
%
Währung Eigenkapital
in Tsd. EUR
Letztes
Jahresergebnis
in Tsd. EUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2012/13
EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft, EVN 100,00 EUR 3.846 176 31.12.2012 NV
("EVN-Pensionskasse"), Maria Enzersdorf (3.675) (175) (31.12.2011)
NÖTECH NÖ Energieforschungs-, -planungs-, -betriebs- und Utilitas 50,00 EUR 5 –195 31.12.2012 NE
-servicegesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf (30) (–934) (31.12.2011)
Wiener Stadtwerke Management Beta Beteiligungs GmbH Utilitas 47,37 EUR 466 –3 30.11.2012 NE
Wien (470) (–449) (30.11.2011)

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

EVN AG, Maria Enzersdorf,

für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzern abschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontroll systems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs methoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. November 2013

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

EVN AG

Jahresabschluss 2012/2013 nach UGB

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht 4

Jahresabschluss

Bilanz zum 30. September 2013 20
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012/13 22
Entwicklung des Anlagevermögens 24
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 25
Beteiligungen der EVN AG 26
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk 27

Anhang 30

Bericht des Aufsichtsrats 45
--------------------------- ----

Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG für das Geschäftsjahr 2012/13 wurde nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt.

Im Geschäftsbericht 2012/13 der EVN wurde ein Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Mit dieser Form der Berichterstattung legt die EVN ihren Aktionären und der Öffentlichkeit einen Konzernabschluss vor, der international anerkannten Prinzipien der Rechnungslegung entspricht. Dieser Geschäftsbericht kann selbstverständlich jederzeit bei der EVN angefordert werden.

Lagebericht

Lagebericht EVN AG für das Geschäftsjahr 2012/13

Bericht des Vorstandes

Rechtliches Umfeld

Europäische Energiepolitik

Europäisches Umfeld

Der europäische Energiemarkt befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Aufgrund der stetig zunehmenden aber volatilen Energieerzeugung aus Wind und Photovoltaik rücken Aspekte der Versorgungssicherheit in Zusammenhang mit einem neuen Marktdesign verstärkt in den Blickpunkt der Diskussion. Große Energieunternehmen aus unterschiedlichen Ländern haben in diesem Zusammenhang im Europäischen Parlament Maßnahmen vorgeschlagen, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, CO2- Emissionen zu verringern und Investitionen in den Energiesektor anzuregen. Langfristige Konzepte zur Darstellung der Fördersysteme erneuerbarer Energie und zur signifikanten Emissionsreduktion wurden gefordert.

Eine zukunftsorientierte Energiepolitik hat neben der Bereitstellung ausreichender und zuverlässiger Erzeugungskapazitäten auch den Ausbau einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur für die Übertragung und Verteilung des Stroms zu gewährleisten. Energiepolitische Ziele wie die Steigerung der Energieeffizienz, eine weitere Erhöhung der Erzeugung aus erneuerbaren Energien oder die Etablierung von Smart Metering können zu einer finanziellen Belastung der Kunden und zu einer Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Europa führen. Derartige Effekte sind daher bei der Gestaltung des zukünftigen europäischen Energiesystems von großer Bedeutung.

EU-Energieeffizienz-Richtlinie

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich am 14. Juni 2012 auf neue Vorschriften zur Steigerung der Energieeffizienz geeinigt. Am 25. Oktober 2012 wurde eine entsprechende Richtlinie (RL 2012/27/EG) erlassen, die von den Mitgliedsstaaten die Festlegung eines indikativen nationalen Zielwerts verlangt, der auf eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 % bis zum Jahr 2020 abstellt. Zur Erreichung dieses Ziels wurden eine Reihe konkreter Maßnahmen definiert, beispielsweise die Sanierung von jährlich 3 % der öffentlichen Regierungsgebäude und die Einführung eines Verpflichtungssystems mit einem jährlichen Einsparrichtwert von 1,5 % für Energieversorgungsunternehmen. Effizienzsteigerungen sollen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette realisiert werden, wofür rechtsverbindliche Maßnahmen zur Umsetzung vorgeschrieben werden. Mit Hilfe von Verpflichtungssystemen oder politischen Maßnahmen soll die Energieeffizienz sowohl bei Unternehmen als auch in Privathaushalten erhöht werden. Der öffentliche Bereich wird dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.

EU-Emissionshandelssystem

Am 3. Juli 2013 hat das Europäische Parlament beschlossen, das Angebot für Emissionshandelszertifikate temporär zu verknappen. Die Versteigerung von 900 Mio. CO2-Emissionszertifikaten, die in der 3. Handelsperiode (2013-2020) bisher nicht zugeteilt worden sind, soll erst ab 2019 stattfinden. Das Gesamtvolumen der Zertifikate in der 3. Handelsperiode bleibt dadurch zwar gleich, wird aber zeitlich gestaffelt ausgegeben. Durch diese Maßnahme wird erwartet, dem Überschuss an CO2-Emissionszertifikaten aus der 2. Handelsperiode und dem daraus resultierenden Preisniveau entgegenzuwirken. Eine generelle Strukturreform des Emissionshandelssystems wird erwartet.

EU-Energieinfrastrukturmaßnahmen

Der Europäische Rat hat im März 2013 dem Kommissionsvorschlag über die Leitlinien für die transeuropäische Energieinfrastruktur zugestimmt und eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Grenzüberschreitende Projekte zum Ausbau der Energieinfrastruktur, die von gemeinsamem Interesse sind, sollen durch ein transparenteres und schnelleres Genehmigungsverfahren abgewickelt werden können, wodurch sich bis zu 30 % der Verwaltungskosten einsparen ließen. Zudem ist auch eine Förderung der Europäischen Union im Rahmen der Fazilität "Connecting Europe" möglich. Mit diesen Maßnahmen sollen attraktivere Voraussetzungen für die

Umsetzung der notwendigen Investitionen in die europäischen Strom- und Gasnetze, deren Ausmaß auf 200 Mrd. Euro geschätzt wird, geschaffen werden.

Energiepolitisches Umfeld

Novellen ElWOG und GWG

Am 6. August 2013 wurden die Novellen des ElWOG (Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz) und des GWG (Gaswirtschaftsgesetz) veröffentlicht.

Ein wesentlicher Bestandteil der Novellen ist die Umsetzung der EU-Verordnung 1227/2011 (REMIT-Verordnung). Mit der REMIT-Verordnung werden Insiderhandel und Marktmanipulation verboten. Die Marktteilnehmer werden zudem verpflichtet, sich bei der Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zu registrieren und Transaktionen am Energiegroßhandelsmarkt zu melden. ACER wurde als europäische Aufsichtsbehörde für den Energiehandel eingerichtet. Die Energiegroßhandels-Transaktionsdaten-Aufbewahrungsverordnung (ETA-VO) vom 9. Oktober 2012 legte bereits vor dem Inkrafttreten der ElWOG- und GWG-Novellen eine fünfjährige Aufbewahrungsfrist für Daten über börsliche und außerbörsliche Transaktionen im Energiegroßhandel fest. Diese Daten sind auf Aufforderung der E-Control, der Bundeswettbewerbsbehörde sowie der Europäischen Kommission zur Verfügung zu stellen.

Darüber hinaus wurden durch die Novellen beider Gesetze Änderungen bezüglich des Lieferantenwechsels vorgenommen. Die maximale Dauer des Lieferantenwechsels wird auf drei Wochen beschränkt und ist für Konsumenten an keinen Stichtag gebunden. Die Umsetzung des elektronischen Lieferantenwechsels erfolgt über eine Plattform, die von der Verrechnungsstelle betrieben wird.

Das ElWOG sieht nunmehr in § 79a eine verpflichtende Stromkennzeichnung der an Endverbraucher gelieferten Energie vor. Auch die Betreiber von Pumpspeicherkraftwerken sind berechtigt, einen Herkunftsnachweis vom Stromhändler bzw. sonstigen Lieferanten zu erhalten. Sie sind zudem verpflichtet, ab 1 Jänner 2015 die eigene Erzeugung mit den erhaltenen Herkunftsnachweisen zu belegen.

In Bezug auf die Einführung Intelligenter Messgeräte ("Smart Meter") wurden sowohl im ElWOG als auch im GWG umfassende Regelungen hinsichtlich Erfassung, Speicherung und Übermittlung von Daten definiert. Die Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungsverordnung (DAVID-VO 2012) regelt im Detail die inhaltlichen Anforderungen der Informationsbereitstellung durch den Lieferanten an den Kunden. Die technischen Anforderungen an Intelligente Messgeräte im Gasbereich wurden in der Intelligente Gas-Messgeräte-Anforderungs-Verordnung (IGMA-VO) geregelt.

Energielenkungsgesetz

Das Energielenkungsgesetz 2012 löste mit 26. Februar 2013 das bisherige Gesetz aus dem Jahr 1982 ab. Dem Wirtschaftsminister wird die Befugnis eingeräumt, zur Abwendung einer drohenden oder bereits eingetretenen Störung der Energieversorgung Österreichs, direkte Anweisungen an Energieunternehmen zu erteilen, um die Versorgung sicherzustellen. Die betroffenen Bereiche umfassen die Gas-, Strom- und nun auch Wärmeversorgung des Landes, wobei Kraft-Wärmekopplungsanlagen oder Fernwärmeunternehmen mit einer thermischen Engpassleistung von zumindest 50 MW oder einer jährlichen Wärmeabgabe von mehr als 300 GWh einbezogen werden.

Wirtschaftliches Umfeld

Im zweiten Quartal 2013 hat die Wirtschaft der Europäischen Union (EU) die Rezession überwunden und erstmals seit dem dritten Quartal 2011 wieder ein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen wird. So hat sich auch in Italien und Spanien der Abschwung zuletzt verlangsamt. Das sind Anzeichen dafür, dass die Strukturreformen in den Krisenstaaten des Euroraums allmählich positive Wirkungen zeigen. Für 2013 wird dennoch eine verhaltene Konjunkturentwicklung erwartet; für 2014 wird hingegen mit einem nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung und einem Wachstum in der Höhe von 1,4 % gerechnet.

Die österreichische Wirtschaft stagnierte in den ersten sechs Monaten. Die Verbesserung des internationalen Umfelds und die Stimmungsindikatoren lassen aber eine moderate Belebung in der zweiten Jahreshälfte erhoffen. 2014 sollte die Konjunktur anziehen. Für das Gesamtjahr 2013 wird nunmehr mit einem maximalen Wachstum von 0,5 % gerechnet, wohingegen für 2014 ein Anstieg der Konjunktur um 1,7 % erwartet wird.

Die Wachstumserwartungen für Bulgarien wurden für 2013 leicht nach unten revidiert. Hauptgrund ist eine deutliche Verlangsamung des Exportwachstums; auch der private Konsum entwickelt sich hauptsächlich aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit weiterhin zurückhaltend. Für 2013 wird mit einem BIP Wachstum in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 gerechnet. Im Jahr 2014 wird ein deutlicherer Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 2,5 % erwartet.

Die schwache Wirtschaftsentwicklung in den Nachbarstaaten führte in Mazedonien im Jahr 2012 zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung um 0,3 %. Bereits im Jahr 2013 wird jedoch wieder mit einer deutlichen Belebung der Konjunktur um bis zu 2,0 % gerechnet. Dieser Trend sollte anhalten und 2014 zu einem Wirtschaftswachstum von bis zu 3,1 % führen.

Trotz des per 1. Juli 2013 erfolgten EU-Beitritts Kroatiens bleibt die wirtschaftliche Lage des Landes noch immer angespannt. Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2012 um 2,0 % ist auch für 2013 mit einem Sinken um bis zu 1,0 % zu rechnen. Auch hier stellt sich die hohe Arbeitslosigkeit als Belastung dar. Erst 2014 soll sich die Konjunktur mit einem erwarteten Wachstum um bis zu 1,5 % erholen.

2012/13
1.-4. Quartal
2011/12
1.-4. Quartal
Veränderung
%
NÖ1
Temperaturen
107,5 99,0 8,5%
Bulgarien1 88,0 108,2 -20,2%
Mazedonien1 95,1 120,4 -25,3%
Rohölpreis - brent EUR/bbl 82,94 85,98 -3,5%
Rohölpreis - brent \$/bbl 108,83 111,37 -2,3%
Gaspreis - GIMP² EUR/MWh 29,06 28,25 2,9%
Gaspreis – NCG EUR/t 26,90 24,26 10,9%
Kohle - API#2 (Notierung in ARA) EUR/t 63,13 76,27 -17,2%
CO2 Zertifikate (2. Periode) EUR/t 5,28 7,88 -33,0%
Strom - Spotmarkt
EEX Grundlaststrom EUR/MWh 38,79 44,84 -13,5%
EEX Spitzenstrom EUR/MWh 49,88 55,10 -9,5%
Strom - Forwardmarkt (Quartalspreise)³
EEX Grundlaststrom EUR/MWh 47,50 54,77 -13,3%
EEX Spitzenstrom EUR/MWh 58,79 67,04 -12,3%

Energiewirtschaftliches Umfeld

Die angeführten Werte sind Durchschnittswerte über den jeweiligen Zeitraum.

1 Berechnet nach Heizgradsummen. Die Basis (100%) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert

von 1996-2010, in Bulgarien dem Durchschnittswert von 2004-2011 und in Mazedonien jenem ab 2001

2 Prognosewerte

3 Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forwardpreise, beginnend 1. Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum

Die Geschäftsentwicklung der EVN wird wesentlich von externen Einflussfaktoren bestimmt, die vom Unternehmen nicht oder nur bedingt beeinflusst werden können. Haupteinflussfaktor für den Energieverbrauch von Haushalten ist die vorherrschende Witterung, die sich insbesondere auf die Gas- und Wärmenachfrage auswirkt. Die Energienachfrage von Industrieunternehmen steht in Abhängigkeit zu deren Geschäftsentwicklung und damit letztlich zur Situation der Gesamtwirtschaft. Darüber hinaus beeinflussen die

Entwicklung der Primärenergiepreise und die am Markt realisierbaren Endkundenpreise die erzielbaren Margen und damit die Ertragslage der EVN.

Im Geschäftsjahr 2012/13 waren regional sehr unterschiedliche Temperaturentwicklungen zu verzeichnen. Nach einem milden Vorjahr stieg in Niederösterreich die Heizgradsumme um 8,5 Prozentpunkte an. Gegensätzlich zeigte sich die Witterung in Bulgarien und Mazedonien; nach dem aus historischer Sicht kältesten Winter im Vorjahr, gingen im Berichtsjahr die Heizgradsummen um 20,2 bzw. 25,3 Prozentpunkte zurück.

Unterschiedliche Entwicklungen waren auch bei den Primärenergiepreisen im Geschäftsjahr 2012/13 zu beobachten. Der Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Brent lag auf Eurobasis mit 82,9 Euro pro Barrel um 3,5 % unter dem Vorjahreswert. Negativen Effekten aufgrund der angespannten Situation im Nahen Osten standen hohe Rohöllagerbestände in den USA, vor allem im Frühjahr 2013, gegenüber. Zudem war die Nachfrage aufgrund der verhaltenen Konjunktur schwächer, die sich auch in den aufstrebenden Volkswirtschaften wie China abzeichnete. Der durchschnittliche EEX-Börsenpreis für Erdgas notierte in der Berichtsperiode hingegen mit 26,9 Euro pro MWh um 10,9 % über dem Vorjahresniveau. Der Preis für Kohle sank allerdings aufgrund hoher Lagerbestände aus den Importen von US-Kohle und der geringeren Nachfrage um 17,2 % auf 63,1 Euro je Tonne. Die Preise für CO2-Emissionszertifikate fielen im Vorjahresvergleich um 33,0 % und lagen bei 5,3 Euro je Tonne.

Die internationalen Energiemärkte waren im Geschäftsjahr 2012/13 von einem weiteren Rückgang der Spotmarkt- als auch der Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom geprägt. Hauptverantwortlich dafür war im Wesentlichen die vorhandene Überkapazität an elektrischem Strom, die aus höheren Erzeugungsmengen aus erneuerbaren Energiequellen resultierte und sich auch in äußerst volatilen Preisverläufen widerspiegelt. Im Vergleich zur Vorjahresperiode gingen die Spotmarktpreise für Grundlaststrom um 13,5 % auf 38,8 Euro und jene für Spitzenlaststrom um 9,5 % auf 49,9 Euro pro MWh zurück. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit erfolgt die Energiebeschaffung in der Regel im Vorhinein auf Termin, weswegen die Preise auf den Terminmärkten mit zeitlicher Verzögerung Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der EVN nehmen. Die für diese Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom lagen in der Berichtsperiode mit 47,5 Euro bzw. 58,8 Euro pro MWh um 13,3 % bzw. 12,3 % unter dem Vorjahr.

Wirtschaftliche Entwicklung

Kennzahlen zur Ertragslage

2012/13 2011/12 Veränderung
Mio EUR Mio EUR Mio EUR %
Umsatzerlöse 388,0 407,6 -19,6 -4,8%

Die Umsatzerlöse setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 163,3 Mio EUR (VJ: 167,1 Mio EUR), Gaserlösen in Höhe von 49,2 Mio EUR (VJ: 73,1 Mio EUR), Wärmeerlösen in Höhe von 21,1 Mio EUR (VJ: 17,5 Mio EUR) und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 154,4 Mio EUR (VJ: 149,8 Mio EUR) zusammen.

Die Stromerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Mio EUR, die Gaserlöse um 23,9 Mio EUR. Während der Rückgang der Gaserlöse insbesondere auf einen deutlichen Rückgang des Gashandels und den Auslaufen des BEGAS-Vertrages zurück zu führen ist, sanken die Stromerlöse vor allem aufgrund des niedrigeren Stromabsatzes infolge von gesunkenen Margen in der Stromproduktion. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen um 4,6 Mio EUR.

Berechnung 2012/13 2011/12 Veränderung
Mio EUR Mio EUR Mio EUR %
Ergebnis
vor
Zinsen
und Steuern
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 122,5 139,1 -16,6 -11,9%
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß §
231 (2) Z 15 UGB

Die Aufwendungen für Primärenergie, CO2-Kosten und Strombezugskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 235,3 Mio EUR (Vorjahr: 259,7 Mio EUR). Die Abweichung ist vorwiegend auf im Geschäftsjahr gesunkenen Gasbeschaffungsmengen infolge der teilweisen Kündigung des Bezugsvertrages mit EconGas GmbH zurückzuführen.

An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 85,8 Mio EUR (Vorjahr: 76,9 Mio EUR) angefallen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von 8,9 Mio EUR, welcher großteils auf vermehrt bezogene Leistungen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2012/13 90,5 Mio EUR (Vorjahr: 96,8 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 687 Angestellte auf Vollzeitbasis (Vorjahr: 692 Angestellte) beschäftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung (Vorjahr: 0 Lehrlinge). Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,1 Mio EUR (Vorjahr: 0,1 Mio EUR). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 0,6 Mio EUR (Vorjahr: 0,6 Mio EUR).

Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 5,4 Mio EUR und lagen damit um 8,0 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Im Vorjahr wurde die Versuchsanlage Biomasse im Kraftwerk Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro außerplanmäßig abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 35,8 Mio EUR (Vorjahr 32,8 Mio EUR). Diese setzen sich hauptsächlich aus Pacht-, Versicherungs-, Beratungsaufwendungen, Konzernverrechnungen sowie sonstigen Steuern und Abgaben zusammen.

Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen verzeichnete die EVN AG einen negativen Betriebserfolg in Höhe von -57,5 Mio EUR (Vorjahr -59,5 Mio EUR), was eine Verbesserung von 2,0 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Das Finanzergebnis ist vor allem durch Beteiligungserträge, Zinsaufwendungen und -erträge sowie durch sonstige Finanzaufwendungen und -erträge geprägt. Das Beteiligungsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 19,2 Mio EUR auf 235,5 Mio EUR gestiegen, was auf die erstmalige phasenkongruente Dividendenaktivierung des Ergebnisses der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG zurückzuführen ist. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen sowie Wertpapieren des Umlaufvermögens sind auf 63,7 Mio EUR gestiegen. Zurück zu führen ist dies insbesondere auf die Teilwertabschreibungen der Beteiligungen an der EVN Beteiligung 40 GmbH

(Projekt Devoll Hydro Power), Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, EconGas GmbH sowie EnergieAllianz GmbH.

Insgesamt konnte ein Finanzergebnis in Höhe von 115,3 Mio EUR erzielt werden, welches um 24,7 Mio EUR oder 17,6 % unter dem Vorjahr liegt.

Die beschriebenen Entwicklungen führten zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 57,8 Mio EUR; dies bedeutet eine Reduktion von 22,6 Mio EUR bzw. 28,1 %; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich um 16,6 Mio EUR auf 122,5 Mio EUR reduziert.

Berechnung 2012/13 2011/12
% %
EBIT-Marge Betriebsergebnis n.a. n.a.
Umsatzerlöse

Aufgrund des erwirtschafteten negativen Betriebsergebnisses kann für das Geschäftsjahr 2012/13 sowie für das Geschäftsjahr 2011/12 keine EBIT-Marge ermittelt werden.

Berechnung 2012/13 2011/12
% %
Eigenkapitalrentabilität Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3,1% 4,4%
durchschnittliches Eigenkapital

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern ist gesunken, da das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gesunken ist.

Berechnung 2012/13 2011/12
% %
Gesamtkapitalrentabilität Ergebnis vor Zinsen und Steuern 3,4% 4,0%
durchschnittliches Gesamtkapital

Da das Ergebnis vor Zinsen und Steuern gesunken und das durchschnittliche Gesamtkapital gestiegen ist, ist die Gesamtkapitalrentabilität gesunken.

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Berechnung 30.09.2013 30.09.2012 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Nettoverschuldung Verzinsliches Fremdkapital 1.237,3 1.255,1 -17,8 -1,4%
- Flüssige Mittel

Das verzinsliche Fremdkapital und die flüssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaßen:

Berechnung 30.09.2013 30.09.2012 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Verzinsliches
Fremdkapital
Anleihen 1.420,4 1.310,9 109,5 8,4%
+Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
+Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundene
Unternehmen
+Rückstellungen für Abfertigungen
+Rückstellungen für Pensionen
+Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Mio € Mio € Mio € %
Flüssige Mittel Kassenbestand,
Kreditinstituten, Wertpapiere des UV sowie aus
sonstigem Finanzvermögen
Schecks, Guthaben bei 183,2 55,8 127,4 228,4%

Aufgrund des Anstiegs des kurzfristigen Wertpapierbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten hat sich die Nettoverschuldung trotz gestiegenem verzinslichen Fremdkapital um 1,4 % auf 1.237,3 Mio EUR verringert.

Berechnung 30.09.2013 30.09.2012 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Nettoumlaufvermögen Umlaufvermögen 135,9 296,2 -160,3 -54,1%
- langfristiges Umlaufvermögen
=Kurzfristiges Umlaufvermögen
- kurzfristiges Fremdkapital
=Nettoumlaufvermögen

Die Reduktion des Nettoumlaufvermögens auf 135,9 Mio EUR ist durch den verhältnismäßig starken Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals zurückzuführen.

Berechnung 30.09.2013 30.09.2012
% %
Eigenkapitalquote Eigenkapital 50,0% 51,5%
Gesamtkapital

Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2012/13 3.690,8 Mio EUR (VJ: 3.576,7 Mio EUR) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 114,1 Mio EUR bzw. 3,2% erhöht. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen auf 1.855,3 Mio EUR (VJ:1.855,0 Mio EUR).

Das um 3,2 % erhöhte Gesamtkapital führte bei einem geringeren Anstieg des Eigenkapitals vor allem aufgrund des gesunkenen Jahresergebnisses 2012/13 zu einer Reduktion der Eigenkapitalquote um 1,5 %-Punkte.

Berechnung 30.09.2013 30.09.2012
% %
Nettoverschuldungsgrad Nettoverschuldung 67,1% 68,1%
Eigenkapital

Aufgrund der leichten Abnahme der Nettoverschuldung verringert sich der Nettoverschuldungsgrad auf 67,1 %. Erläuterungen dazu siehe Kennzahl: Nettoverschuldung.

Geldflussrechnung

Berechnung 2012/13 2011/12 Veränderung
Mio EUR Mio EUR Mio EUR %
Geldflussrechnung Geldfluss aus dem Ergebnis 220,4 141,1 79,3 56,1%
Netto-Geldfluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
117,5 213,1 -95,6 -44,9%
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit -76,6 -167,2 -90,6 -54,2%
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 22,8 62,2 -39,4 -63,4%
Zahlungswirksame
Veränderung
des
Finanzmittelbestandes
63,7 108,1 -44,6 -41,1%

Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von 75,3 Mio EUR konnte ein Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit von 117,5 Mio EUR erwirtschaftet werden. Während sich der Aufbau der sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten sowie der Abbau der übrigen Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten negativ auf den operativen Cashflow ausgewirkte, wirkten sich die Senkung

der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung positiv auf den operativen Cashflow aus.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -76,6 Mio EUR.

Ausgehend von der im Geschäftsjahr 2012/13 durchgeführten Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2011/12 in Höhe von 75,0 Mio EUR, einer Reduktion der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie einer Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten weist die EVN AG einen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 22,8 Mio EUR aus.

Insgesamt resultierte aus dieser Entwicklung eine Erhöhung des Finanzmittelbestandes (inkl. Konzern Cashpooling) um 63,7 Mio EUR.

Zweigniederlassungen

EVN verfügt über keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 243 Abs 3 Z 4 UGB.

Forschung- und Entwicklung

Die EVN engagiert sich in zahlreichen Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsprojekten für eine effiziente, intelligente und umweltfreundliche Energiezukunft. Das diesbezügliche Projektportfolio wird durch die aktuellen und zukünftigen Anforderungen aus dem Kerngeschäft Energie und Umwelt auf allen Stufen der Wertschöpfungskette bestimmt. Die Ziele der Innovations-, Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten leiten sich aus der Konzernstrategie ab und werden an ihrem Nutzen für die Schonung von Umwelt und Ressourcen, die Versorgungssicherheit und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit der EVN gemessen. Die EVN organisiert ihre Forschungsaufgaben durch eine Kombination von Kompetenzen aus unterschiedlichen Bereichen.

Forschungsprojekte finden – dort wo es sinnvoll ist – in Kooperation unterschiedlicher Konzernbereiche sowie in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie statt. Der Erfahrungsaustausch in nationalen und internationalen Projekten trägt nicht nur zum Erfolg von EVN Projekten bei, sondern unterstützt auch die Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen mit aktuellen Forschungsthemen und leistet einen Beitrag zur qualifizierten und praxisnahen Ausbildung von Studenten. Da der Schwerpunkt der EVN in der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung liegt, ergänzen sich die Kompetenzen mit den auf Grundlagenforschung ausgerichteten Profilen der wissenschaftlichen Kooperationspartner.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) für Innovations-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet, wobei die Schwerpunkte auf den Themengebieten innovative Energiespeicher (Multifunktionaler Energiespeicher, Power-to-Gas) sowie dezentrale Erzeugung (Photovoltaik, Kleinwindkraft) lagen. Rund 33 % wurden der EVN AG durch Forschungsförderungseinrichtungen vergütet. Eine weitere finanzielle Unterstützung der EVN durch öffentliche Stellen findet nicht statt. Soweit vereinzelte Materiengesetze die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Förderungen vorsehen, prüft die EVN das Vorliegen der Voraussetzungen und beantragt gegebenenfalls die dafür vorgesehenen Mittel.

Darüber hinaus wurde in der Berichtsperiode unter Führung der EVN die E-Mobilität-Modellregion e-pendler gestartet, wo der Einsatz von E-Mobilität insbesondere für die erste und letzte Meile der Pendlerstrecke sowie die Auswirkungen auf das Stromnetz getestet werden.

Im Bereich der konventionellen Erzeugung lag der Schwerpunkt neben der kontinuierlichen Optimierung der bestehenden Kraftwerke im Bereich der CO2 Abscheidung. Das so gewonnene, reine CO2 soll mit Hilfe von biotechnologischen Methoden zu einem biologisch abbaubaren Kunststoff umgewandelt werden (Projekt CO2USE). Im Geschäftsbereich Umwelt lagen die Schwerpunkte in der Trinkwasserbehandlung arsenhaltiger Grundwässer und der Entwicklung einer Kleinklärschlammverbrennung.

In Kooperation mit der NÖTECH NÖ Energieforschungs-, -planungs-, -betriebs- und –servicegesellschaft m.b.H., der HELIOVIS AG und der TU Wien forscht die EVN an einem Solarthermie-Projekt. Zentraler Bestandteil dieser CSP (Concentrated Solar Power)-Demonstrationsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr ist ein sogenannter HELIOtube (Sonnenkonzentrator). Dies ist ein aufblasbarer Sonnenkonzentrator aus Kunststofffolien, der mit Hilfe einer Spiegelfolie das Sonnenlicht konzentriert und es so wirtschaftlich nutzbar macht. In diesem HELIOtube, der dem Tagesverlauf der Sonne folgen kann, wird durch die reflektierende Membran die Sonnenstrahlung gebündelt und in einem Verdampferrohr Wasserdampf erzeugt, der anschließend energetisch verwertet werden kann. Die Demonstrationsanlage soll zu Forschungszwecken für die Dauer von etwa zwei Jahren betrieben werden und Erkenntnisse über die Einsatztauglichkeit im Dauerbetrieb, die Erzeugungskapazität und das Regelverhalten liefern.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Als verantwortungsbewusstes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen betrachtet die EVN die drei Dimensionen "Mensch", "Umwelt" und "Wirtschaft" als Gesamtheit und strebt einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen an. Aspekte der Nachhaltigkeit und die damit verbundenen Zielsetzungen bilden einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Für die Zukunftsfähigkeit der EVN ist ein flexibler Energiemix von entscheidender Bedeutung. Einen Schwerpunkt der strategischen Ausrichtung stellt daher die Weiterentwicklung der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen dar, vor allem Wind- und Wasserkraft, aber auch Biomasse und Photovoltaik. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromerzeugung der EVN soll auf 50 % gesteigert werden.

Im Heimmarkt Niederösterreich werden vor allem Windkraftkapazitäten ausgebaut, um dieses Ziel zu erreichen. Neben der ökologischen Verantwortung trägt die EVN auch eine ökonomische Verantwortung, die sich im langfristigen Ziel äußert, 30 % des konzernweiten Stromabsatzes aus eigener Erzeugung bzw. aus Strombezugsrechten abdecken zu können.

Die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen hat eine hohe Bedeutung bei der Ausübung der Geschäftstätigkeit der EVN. Mit ihren Projekten und Dienstleistungen leistet die EVN einen maßgeblichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Die EVN erbringt durch die Forcierung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Klimazielerreichung Österreichs.

Sämtliche Infrastrukturprojekte vom (Klein-)Wasserkraftwerk über Leitungsprojekte, Windparks bis hin zu Biomasse- und Abfallverwertungsanlagen werden unter aktiver und frühzeitiger Einbindung von Anrainern, Bürgerinitiativen, NGOs, politischen Vertretungen, Vereinen und lokalen Initiativen geplant und realisiert. Die EVN sieht diese Stakeholder als wertvolle Planungspartner und Informationsgeber für eine möglichst ressourcenschonende Realisierung. Daneben setzen wir auf die Zusammenarbeit mit führenden Umwelt- und Tierschutzexperten sowie auf State-of-the-Art-Technologie. Die behördlichen Auflagen stellen für uns lediglich eine Mindestanforderung dar. Darüber hinausgehende Informations-, Schutz- und Präventionsmaßnahmen sind unser prioritäres Ziel.

Human Resources

Gerade in einem liberalisierten Markt stellt ein hohes Kompetenzniveau der Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Die EVN AG investiert daher laufend und bedarfsorientiert in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden, in Sicherheitsmaßnahmen und in die Implementierung moderner Führungsinstrumente.

In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegenüber einer Reihe fundamentaler Grundsätze verpflichtet:

Eine Selbstverständlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit sämtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gründen des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren.

Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft über die laufende Entwicklung des Unternehmens zählt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.

Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen höheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.

Mit insgesamt rund 0,7 Mio EUR (VJ: 0,3 Mio EUR) lagen die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) im Geschäftsjahr 2012/13 über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2011/12.

Der Erfolg dieser Initiativen zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dem Unternehmen im Schnitt 18 Jahre angehören. Im Einklang damit zeigt die Fluktuationsrate der bei der EVN Beschäftigten mit rund 1,4 % einen extrem niedrigen Wert.

Risikomanagement

Risikodefinition

Die EVN definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung von Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.

Risikomanagementprozess

Primäres Ziel des Risikomanagements ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Ertrags- und Cash-Flow-Potenziale. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses stellt ein zentral organisiertes Risikomanagement den dezentralen Risikoverantwortlichen geeignete Methoden und Werkzeuge zur Identifikation und Bewertung von Risiken zur Verfügung. Die risikoverantwortlichen Geschäftseinheiten kommunizieren ihre Risikopositionen an das zentrale Risikomanagement. Gemeinsam werden geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung definiert, für deren Umsetzung wiederum die dezentralen Geschäftseinheiten verantwortlich sind. Im zentralen Risikomanagement erfolgt die Analyse und Bewertung der Gesamtrisikosituation der EVN.

Risikoprofil

Operative Risiken

Aufgrund von wirtschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen kann es zu einem Rückgang der Nachfrage nach Strom, Erdgas und Wärme kommen. Steigende bzw. volatilere Beschaffungskosten für (Primär- )Energie, eine suboptimale bzw. nicht dem derzeitigen Marktumfeld entsprechende Beschaffungsstrategie, Preisdruck durch Mitbewerber und Kundenverluste können die Deckungsbeiträge der EVN negativ beeinflussen. Zudem besteht das Risiko, dass sich die Witterungsverhältnisse nachteilig auf die Energienachfrage und die Wasserführung auswirken. Absicherungsstrategien wie die längerfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten, der Abschluss von Termingeschäften, die Diversifikation des Kundenportfolios sowie marktkonforme Kundenangebote bewirken eine Risikominimierung.

Im Energiegeschäft können zudem operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen bei Produktion, Verteilung und Vertrieb von Strom und Fernwärme sowie bei Beschaffung, Verteilung und Vertrieb von Erdgas auftreten. Wesentliche Prozesse des Energiegeschäfts sind gefahrenbehaftet, wodurch die EVN einem Haftungsrisiko ausgesetzt ist. Die EVN begegnet diesem Risiko durch die Definition von Sicherheitsrichtlinien und konsequenter Überwachung deren Einhaltung.

Die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen ist maßgeblich von den Strom- und Primärenergiepreisen abhängig. Wesentlich ist der politische Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Energieportfolios und die daraus resultierenden Marktpreise.

Im Zuge der strategischen Refokussierung in Hinblick auf Märkte und Technologien trennte sich die EVN im Geschäftsjahr 2012/13 von ihrem Anteil an dem Großwasserkraftwerksprojekt Devoll in Albanien.

Vor allem im Erzeugungsbereich ist die EVN Projektrisiken und dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen im Rahmen des Fremdbezugs ausgesetzt. Durch das Eingehen von Partnerschaften (Joint Ventures, Syndikatsverträge) können Risiken wie Interessenkonflikte, eingeschränkte Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten sowie der Ausstieg oder Ausfall des Partners erwachsen. Zudem besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen durch Verschulden von der EVN nicht erteilt oder verlängert werden.

Finanzrisiken

Den Kredit- bzw. Forderungsausfallsrisiken wird mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet. Regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen, erfolgreiche Kreditaufnahmen und Anleihe- /Schuldscheindarlehensplatzierungen sowie Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs (u.a. durch Kreditlinien) ermöglichen es, dem Liquiditätsrisiko vorzubeugen. Zudem bestehen Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen des EVN Konzerns. Maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis des EVN können die Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung von Beteiligungen haben.

Einsatz von Finanzinstrumenten zur Risikoabsicherung

Die EVN begegnet Zinsänderungs-, Fremdwährungs- und Marktpreisrisiken mit einer umfassenden Treasury-Strategie und diesbezüglichen organisatorischen und methodischen Regelungen, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfassen. Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Alle derivativen Finanzinstrumente werden unmittelbar nach deren Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen.

Weiters bestehen sonstige Marktrisiken. Unter diesen versteht EVN das Risiko von Preisänderungen aufgrund von Marktschwankungen bei Primärenergie sowie Strombeschaffung und –absatz. Im Rahmen der Energiehandelstätigkeit der EVN werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisänderungsrisikomanagements abgeschlossen. Die Preisänderungsrisiken entstehen durch die Beschaffung und den Verkauf von elektrischer Energie, Gas, Kohle, Öl, Biomasse und CO2-Emissionszertifikaten. Termingeschäfte und Swaps dienen als Absicherung gegen diese Preisänderungsrisiken.

Politische und rechtliche Risiken

Eine Veränderung des regulatorischen Umfelds, politische Einflussnahme bei Großprojekten sowie veränderte Rahmenbedingungen im Bereich der Energie- und Umweltgesetzgebung sind wesentliche Treiber politischer und rechtlicher Risiken. Zudem stellen die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten (Süd-)Osteuropas sowie die damit einhergehenden wechselnden rechtlichen Rahmenbedingungen weiterhin eine große Herausforderung dar, denen durch Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen begegnet wird. Rechtliche bzw. politische Einflussnahme wird durch gezieltes Eingehen und laufendes Evaluieren strategischer Partnerschaften verringert, wobei Haftungs- und Durchgriffsrechte durch gesellschaftsrechtliche Strukturen gesteuert werden. Rechts- und Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren in Bezug auf diverse Großprojekte bzw. Beteiligungen.

Gesamtrisikoprofil

Bedingt durch das volatile Umfeld und die Strategie des Konzerns, die für die nächsten Jahre primär die Konsolidierung und Fokussierung auf das Kerngeschäft vorsieht, verändert sich das Risikoprofil der EVN kontinuierlich. Risiken können dabei neben der Tätigkeit im Heimmarkt Niederösterreich, dem Umweltgeschäft und der bereits bestehenden Geschäftsfelder in Südosteuropa auch aus ausgewählten Wachstumsprojekten entstehen. Unter anderem aufgrund des diversifizierten Geschäftsportfolios der EVN wurden trotz des volatilen Umfelds im Rahmen der jährlich durchgeführten Konzernrisikoinventur keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstands.

Gemäß der Verpflichtung des URÄG 2008 hat die EVN ein internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt und implementiert. Das IKS wird durch Kontrollen der identifizierten risikobehafteten Prozesse in regelmäßigen Abständen überwacht und die Ergebnisse daraus werden dem Management und dem Aufsichtsrat berichtet. Das IKS gewährleistet klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozessschritte, wodurch die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht wird.

Die Beschreibung der wesentlichen Merkmale besteht aus den fünf zusammenhängenden Komponenten Kontrollumfeld, Risikobeurteilung, Kontrollmaßnahmen, Information und Kommunikation sowie Überwachung.

Kontrollumfeld

Der von der EVN festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Verhaltenskodex der EVN ist auf www.evn.at/verhaltenskodex in deutscher und unter www.evn.at/code-of-conduct in englischer Sprache abrufbar.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die kaufmännischen Konzernfunktionen der EVN. Der Abschlussprozess der EVN basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine konzernweit festlegt. Für die konzerninternen Abstimmungen und sonstigen Abschlussarbeiten bestehen verbindliche Anweisungen.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden regelmäßig geschult. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister oder qualifizierte Mitarbeiter erstellt.

Im Zuge der Einführung des IKS wurden im kaufmännischen Bereich jene Prozesse definiert, die für dieses System relevant sind. In diesen Prozessen wurden die Prozessschritte, welche ein Risiko beinhalten, gekennzeichnet, und es wurde festgelegt, durch welche Kontrollmaßnahmen diese Risiken zu überwachen sind.

Für die Einhaltung der Prozesse sowie der korrespondierenden Kontrollmaßnahmen sind die jeweiligen Prozessverantwortlichen, das sind im Wesentlichen die Leiter der strategischen Geschäftseinheiten sowie der Konzernfunktionen, zuständig.

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Sicherungsmaßnahmen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Ergebnisse durch die verantwortlichen Mitarbeiter bis hin zur Überleitung von Konten und der Analyse der Prozesse im Rechnungswesen.

Das IKS und die für das Rechnungswesen relevanten Prozesse werden mindestens einmal jährlich vom zuständigen Assessor dahingehend überprüft, ob die Kontrollen durchgeführt worden sind, ob es Risikovorfälle im Geschäftsjahr gegeben hat und ob die Kontrollen weiterhin geeignet sind, die vorhandenen Risiken abzudecken. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung des IKS Prozessadaptionen und -verbesserungen durchgeführt.

Information, Kommunikation und Überwachung

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanzund Ertragslage, der sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält, informiert. Darüber hinaus ergeht einmal jährlich eine IKS-Berichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat, welche als Informationsgrundlage zur Beurteilung der Effizienz und Effektivität des IKS-Systems dient und die Steuerbarkeit des IKS durch die dafür vorgesehenen Gremien gewährleisten soll.

Dieser Bericht erfolgt durch den IKS-Manager in Zusammenarbeit mit dem IKS-Komitee auf Basis der Informationen der IKS Bereichsverantwortlichen, der Kontrolldurchführenden und der Assessoren.

Zur Wahrnehmung der Überwachungs- und Kontrollfunktion im Hinblick auf eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und Berichterstattung werden zudem die relevanten Informationen auch den Leitungsorganen und wesentlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Die interne Revision der EVN führt regelmäßig Prüfungen des IKS durch, deren Feststellungen ebenfalls bei den laufenden Verbesserungen des internen Kontrollsystems Berücksichtigung finden.

EVN Aktie (Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB)

Im Laufe des Berichtzeitraums Oktober 2012 bis September2013 haben zahlreiche Aktienindizes trotz der anhaltenden Unsicherheiten am Markt und der damit verbundenen Volatilitäten historische Höchstkurse erreicht. Aktuelle Problemstellungen, die das Geschehen auf den internationalen Kapitalmärkten prägen, sind Diskussionen hinsichtlich einer weiteren Rettungstranche für Griechenland, Regierungskrisen in mehreren europäischen Ländern, der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien, die politischen Unruhen in der Türkei und nicht zuletzt unterschiedliche Kommentare der US-Notenbank Fed betreffend einer baldigen Rückführung der Unterstützungsmaßnahmen und einer strafferen Geldpolitik. Darüber hinaus bereitet die unverändert hohe Arbeitslosigkeit in Europa, insbesondere die Zahl der Arbeitssuchenden unter 25 Jahren, Sorge.

Die EVN Aktie notiert im Segment "prime market" der Wiener Börse AG. Der prime market ist ein Marktsegment, in dem Aktien von Gesellschaften aufgenommen werden, welche sich über die für die Zulassung von Aktien zum Amtlichen Handel oder zum Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse AG geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Börsegesetzes hinausgehend vertraglich zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten. Die Aufnahmekriterien und Folgepflichten sind im "Regelwerk Prime Market" geregelt.

Das Grundkapital der EVN AG beträgt 330.000.000 EUR und ist zerlegt in 179.878.402 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien. Form und Inhalt der Aktienurkunden setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten. Es gibt keine über die allgemeinen Bestimmungen des Aktienrechts hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte.

Der Vorstand der EVN AG hat am 28. Dezember 2012 und am 29. August 2013, gestützt auf eine Ermächtigung der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012, beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu jeweils 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Im Maximalfall entspricht dies bis zu je 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG. Gleichzeitig hat der Vorstand der EVN AG den Beschluss gefasst, das seit 6. Juni 2012 planmäßig laufende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich 31. Mai 2014 zu verlängern. Seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms am 6. Juni 2012 wurden bis Ende Dezember 2012 insgesamt 931.530 Stück eigene Aktien erworben. Im Rahmen der Verlängerung des Programms wurden von Jänner bis 28. August 2013 weitere 656.000 Stück und danach bis 30. September weitere 6.000 Stück eigene Aktien gekauft, womit sich die Gesamtzahl der erworbenen eigenen Aktien auf 1.593.530 beläuft. Per 30. September 2013 hält die EVN nach Übertragung von eigenen Aktien an Mitarbeiter im Geschäftsjahr damit inklusive der im Jahr 2008 gekauften Aktien 1.843.612 eigene Aktien (Vorjahr: 877.622), die einem Anteil von rund 1,0 % am Grundkapital entsprechen.

Aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen werden unverändert 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten. Die zweitgrößte Aktionärin ist die EnBW Energie BadenWürttemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit einem Anteil von 32,5 %. Nach Abzug der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien in Höhe von 1,0 % des Grundkapitals beläuft sich der Streubesitz auf 15,5 %.

Weitere Sachverhalte im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 1 bis 9 UGB liegen nicht vor.

Strategie und Zielsetzungen

Die EVN verfolgt für die nächsten Jahre das strategische Ziel, die Konsolidierung des bestehenden Geschäfts fortzusetzen. Die tiefe Verwurzelung in Niederösterreich bildet dabei die Basis für die Geschäftsaktivitäten der EVN. Neben der angestrebten Konsolidierung des Energiegeschäfts in Niederösterreich, Bulgarien, Mazedonien, Deutschland und Albanien sollen gleichzeitig die begonnenen Aktivitäten in Kroatien zeitlich optimiert fortgesetzt werden. In Niederösterreich wird der Ausbau der Windkraft weiter forciert werden, wobei die Umsetzung der Projekte von den durch die Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen bezüglich Raumplanung abhängt. Im Umweltgeschäft werden weiterhin Projekte auf selektiver Basis unter präziser Abwägung der Risiken umgesetzt werden. Durch die beschriebenen Konsolidierungsmaßnahmen soll der Cash Flow optimiert und ein angemessener Verschuldungsgrad gehalten werden. Die strikte Kapitaldisziplin ist eine Voraussetzung zur Erfüllung der Kriterien eines Investment-Grade-Ratings, das als wesentlicher Erfolgsfaktor für die weitere Geschäftsentwicklung der EVN angesehen wird.

Innerhalb dieses Konsolidierungspfades liegt ein Hauptaugenmerk der EVN auf der Gewährleistung der Versorgungssicherheit, die auch in der Wesentlichkeitsmatrix einen hohen Stellenwert einnimmt. Mit einem kontinuierlichen Ausbau und der Verbesserung der Energienetze begegnet EVN dieser Herausforderung, die neben regulatorischen Bestimmungen auch vom Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten im Netzgebiet der EVN geprägt sind.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vorgefallen.

Ausblick

Der Geschäftserfolg der EVN AG und ihrer Beteiligungen hängt im Energiebereich vor allem von den Stromhandelspreisen auf den europäischen Spot- und Terminmärkten sowie von den Preisen für Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate ab. Zusätzlich wirkt sich die Entwicklung der Außentemperaturen auf die Energieabsatzmengen aus.

Der europäische Energiemarkt befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Umbruch. Aufgrund der stetig zunehmenden aber volatilen Energieerzeugung vor allem aus Wind und Photovoltaik rücken Aspekte der Versorgungssicherheit in Zusammenhang mit einem neuen Marktdesign verstärkt in den Blickpunkt der Diskussion. Die für den Geschäftserfolg der EVN relevanten Einflussgrößen im Energiegeschäft sind die Stromhandelspreise auf den europäischen Spot- und Terminmärkten, sowie die Preise für den Primärenergieeinsatz und für CO2-Emissionszertifikate. Die Entwicklung der Außentemperaturen wirken sich auf das Konsumverhalten der Kunden und somit auf die Energieabsatzmengen aus.

Das Ergebnis der EVN AG für das Geschäftsjahr 2013/14 wird weiterhin von den außerordentlich ungünstigen Marktbedingungen für die thermischen Kraftwerke geprägt sein. Es werden nach wie vor niedrige bzw. negative Spreads zwischen den Primärenergieeinsatzkosten und den Stromhandelspreisen erwartet. Der Entfall der CO2-Gratiszertifikate ab 1. Jänner 2013 führt zu einer weiteren Verschärfung der Kostensituation. Daher wird auch für das Geschäftsjahr 2013/14 mit keinem Einsatz der thermischen Gaskraftwerke Korneuburg und Theiss gerechnet; abgesehen von möglichen Leistungsabrufen der deutschen Netzagentur zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum. In Summe werden diese Entwicklungen in der EVN AG zu einem operativen Ergebnis unter dem Niveau des Vorjahres führen.

Das Finanzergebnis wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen. Dies hängt jedoch stark von der energiewirtschaftlichen Entwicklung bei den Beteiligungsunternehmen und der Entwicklung des Geld- und Kapitalmarkts ab.

Eine Fortsetzung einer attraktiven Dividendenpolitik in Abstimmung mit einer wertorientierten Unternehmensstrategie wird im Interesse aller Anspruchsgruppen weiter verfolgt.

Insgesamt gestalten sich die wirtschafts- und energiepolitischen Rahmenbedingungen für den Energiesektor zunehmend herausfordernd. Aufgrund der Verfolgung der Strategie einer alle Wirtschaftsstufen umfassenden Geschäftstätigkeit im In- und Ausland sollte jedoch mittel- und langfristig eine weiterhin positive Entwicklung der EVN AG in künftigen Geschäftsperioden zu erwarten sein.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2013

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Jahresabschluss

Bilanz zum 30. September 2013 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

A K T I V A Stand am 30.09.2013 Stand am 30.09.2012
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.292.984,71 8.073
II. Sachanlagen 61.315.017,01 61.696
III. Finanzanlagen 2.832.741.042,50
2.901.349.044,22
2.820.175
2.889.944
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Primärenergievorräte 53.436.738,56 61.622
2. Hilfs- und Betriebsstoffe 5.775.359,45 5.250
3. Waren 388.942,59 382
4. noch nicht abrechenbare
Leistungen 6.770.419,70 66.371.460,30 2.632 69.887
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 11.253.208,60 23.502
2. Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 441.170.238,89 475.923
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 63.474.426,62 35.042
4. sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
250.723,15 516.148.597,26 499 534.966
III. Wertpapiere und Anteile
1. Eigene Anteile 19.784.541,34 9.263
2. Sonstige Wertpapiere und
Anteile 40.842.636,40 60.627.177,74 1.006 10.269
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 122.525.630,53 45.510
765.672.865,83 660.632
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.744.257,50 26.101
3.690.766.167,55 3.576.676

Bilanz zum 30. September 2013 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

P A S S I V A Stand am 30.09.2013 Stand am 30.09.2012
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 330.000.000,00 330.000
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene
2. nicht gebundene
204.429.160,43
58.267.709,06
262.696.869,49 204.429
58.268
262.697
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
4.723.734,22
1.150.381.743,95
1.155.105.478,17 4.724
1.160.904
1.165.627
IV. Rücklagen für eigene Anteile 19.784.541,34 9.263
V. Bilanzgewinn
davon Gewinnvortrag: EUR 625.277,79;
Vorjahr: TEUR 177
76.659.624,19 75.617
1.844.246.513,19 1.843.204
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von
Sonderabschreibungen
11.059.525,02 11.825
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen
2. Rückstellungen für Pensionen und
30.060.080,80 27.326
pensionsähnliche Verpflichtungen 72.687.856,20 63.522
3. Steuerrückstellungen 3.754.206,83 3.754
4. sonstige Rückstellungen 196.731.027,12
303.233.170,95
146.969
241.571
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 986.259.007,79 986.259
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 319.602.921,70 220.710
3. Erhaltene Anzahlungen
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
7.063.284,76 3.745
Leistungen 9.833.056,94 10.073
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 107.340.867,59 154.827
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
10.120.704,20 3.308
7. sonstige Verbindlichkeiten
davon aus Steuern: EUR 1.940.572,99; Vorjahr: TEUR 15.169
33.974.273,31 46.545
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.912.179,06;
Vorjahr: TEUR 5.722
1.474.194.116,29 1.425.466
E. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Baukostenzuschüsse 53.881.792,06 50.142
2. sonstige 4.151.050,04 4.468
58.032.842,10
3.690.766.167,55
54.610
3.576.676
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen
vertraglichen Haftungsverhältnissen 2.411.754.487,53 1.796.140

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

1.10.12 - 30.9.13 1.10.11 - 30.9.12
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 388.041.598,99 407.556
2. Veränderung des Bestands an noch nicht
abrechenbaren Leistungen 4.138.414,56 53
3. andere aktivierte Eigenleistungen 459,60 7
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen
17.937,74 145
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 21.000,00 9.980
c) übrige 3.152.852,73 2.231
3.191.790,47 12.356
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Fremdstrombezug und Energieträger -235.297.782,96 -259.674
b) Materialaufwand -6.627.997,56 -6.655
c) Aufwendungen für bezogene Leistungen -79.179.254,19 -70.239
-321.105.034,71 -336.568
6. Personalaufwand
a) Gehälter -61.019.562,17 -59.861
b)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
c) Aufwendungen für Altersversorgung
-3.232.760,80
-12.138.077,75
-6.133
-16.919
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge -13.550.945,45 -13.224
e) sonstige Sozialaufwendungen -576.129,96 -630
-90.517.476,13 -96.767
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -5.440.614,53 -13.418
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen -609.802,00 -669
b) übrige -35.152.350,50 -32.089
-35.762.152,50 -32.758
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) -57.453.014,25 -59.539
10. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 99.702.833,60;
235.502.418,14 216.260
Vorjahr: TEUR 141.423
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 640.003,57 2.132
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 44.972,22;
Vorjahr: TEUR 1.470
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.498.422,23 6.626
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.041.907,43;
Vorjahr: TEUR 4.869
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung
zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 277,28 1.356
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens -63.693.439,21 -27.772
davon Abschreibungen: EUR 63.159.430,47; Vorjahr: TEUR 27.175
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 30.779.631,18;
Vorjahr: TEUR 26.128
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -64.673.267,92 -58.628
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 308.924,82;
Vorjahr: TEUR 3.152
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 115.274.414,09 139.974
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag 57.821.399,84 80.434

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

1.10.12 - 30.9.13 1.10.11 - 30.9.12
EUR EUR
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag 57.821.399,84 80.434
18. Steuern vom Einkommen 17.447.551,55 16.391
19. Jahresüberschuss 75.268.951,39 96.825
20. Auflösung unversteuerter Rücklagen 765.395,01 515
21. Zuweisung zu Gewinnrücklagen 0,00 -21.900
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 625.277,79 177
23. Bilanzgewinn 76.659.624,19 75.617
EVN AG, Maria Enzersdorf

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS in EURO

Anschaffungswert Zugang Abgang Umbuchung Anschaffungswert Wertberichtigung Restbuchwert Restbuchwert Abschreibung
1.10.2012 30.9.2013 30.9.2013 30.9.2013 30.9.2012 Zuschreibung
2012/13
Baukostenzuschüsse gem.Art.II(2) EFG 1969
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte
I.
204.288.501,62
0,07
10.282,96
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
204.298.784,58
0,07
197.005.799,94
0,00
7.292.984,64
0,07
8.073.060,53
0,07
790.358,85
0,00
Summe I 204.288.501,69 10.282,96 0,00 0,00 204.298.784,65 197.005.799,94 7.292.984,71 8.073.060,60 790.358,85
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten
Sachanlagen
II.
Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen
auf fremdem Grund
168.924.872,15
699.249.614,61
418.042,84
1.915.513,09
75.512,56
0,00
302.454,80
0,00
171.067.327,48
699.667.657,45
670.242.856,26
146.523.838,00
24.543.489,48
29.424.801,19
23.330.079,69
31.271.871,87
971.408,77
2.265.113,52
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
28.090.892,47 1.546.242,78 742.820,64 1.027.539,89 29.921.854,50 23.018.945,19 6.902.909,31 5.755.471,64 1.413.733,39
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau
1.338.502,76 435.308,96 0,00 -1.329.994,69 443.817,03 0,00 443.817,03 1.338.502,76 0,00
Summe II 897.603.881,99 4.315.107,67 818.333,20 0,00 901.100.656,46 839.785.639,45 61.315.017,01 61.695.925,96 4.650.255,68
Summe I + II 1.101.892.383,68 4.325.390,63 818.333,20 0,00 1.105.399.441,11 1.036.791.439,39 68.608.001,72 69.768.986,56 5.440.614,53
Finanzanlagen
III.
2.210.438.102,06
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Anteile an verbundenen Unternehmen
285.000.000,00 72.216.168,37
0,00
1,00
0,00
30.779.632,18
0,00
285.000.000,00
2.313.433.901,61
182.608.810,67
18.929.051,33
2.130.825.090,94
266.070.948,67
2.058.608.922,57
266.070.948,67
30.779.631,18
0,00
Wertpapiere (Wertrechte)
Beteiligungen
530.661.939,68 3.500.000,00 6.084,75 -30.779.632,18 503.376.222,75 85.504.037,38 417.872.185,37 477.537.646,30 32.379.744,00
des Anlagevermögens 18.068.373,67 0,00 0,00 0,00 18.068.373,67 457.072,59 17.611.301,08 17.611.301,08 0,00
Sonstige Ausleihungen 345.825,40 121.381,98 105.690,94 0,00 361.516,44 0,00 361.516,44 345.825,40 0,00
Summe III
24
3.044.514.240,81 75.837.550,35 111.776,69 0,00 3.120.240.014,47 287.498.971,97 2.832.741.042,50 2.820.174.644,02 63.159.375,18

Gesamtsumme Anlagevermögen 4.146.406.624,49 80.162.940,98 930.109,89 0,00 4.225.639.455,58 1.324.290.411,36 2.901.349.044,22 2.889.943.630,58 68.599.989,71

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN nach Bilanzpositionen in EURO

Stand
1.10.2012
Zuführung Verbrauch Abgang Stand
30.9.2013
1. Bewertungsreserve auf Grund
von Sonderabschreibungen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte 4.532.797,86 0,00 506.313,75 0,00 4.026.484,11
4.532.797,86 0,00 506.313,75 0,00 4.026.484,11
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten, einschließlich der Bauten
auf fremdem Grund 5.087.079,41 0,00 136.791,98 387,86 4.949.899,57
Kraftwerks- und Erzeugungsanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und
1.743.468,31 0,00 0,00 0,00 1.743.468,31
Geschäftsausstattung 201.069,16 0,00 2.779,16 254,94 198.035,06
7.031.616,88 0,00 139.571,14 642,80 6.891.402,94
Finanzanlagen
Beteiligungen 260.505,29 0,00 0,00 118.867,32 141.637,97
260.505,29 0,00 0,00 118.867,32 141.637,97
Summe Bewertungsreserve 11.824.920,03 0,00 645.884,89 119.510,12 11.059.525,02

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN nach Art der Rücklage in EURO

Stand Zuführung Verbrauch Abgang Stand
1.10.2012 30.9.2013
1. Bewertungsreserve auf Grund von
Sonderabschreibungen
Übertragene stille Reserven
gemäß § 12 Abs 1 EStG 4.269.741,12 0,00 0,00 118.867,32 4.150.873,80
Weiterführung vorzeitiger Abschreibungen
gemäß §§ 8 und 122 EStG 1972 5.610.641,44 0,00 643.105,73 387,86 4.967.147,85
(einschließlich Bewertungsreserve aus der
Umstellung des Geschäftsjahres 1998)
Vorzeitige Afa gemäß § 7a EStG 2009 1.944.537,47 0,00 2.779,16 254,94 1.941.503,37
Summe Bewertungsreserve 11.824.920,03 0,00 645.884,89 119.510,12 11.059.525,02

EVN AG, Maria Enzersdorf

Beteiligungen per 30. September 2013

1. Beteiligungen der EVN AG im Geschäftsbereich Energie mit einem Anteil von mindestens 20 %

Gesellschaft, Sitz Betei
ligung
%
Wäh
rung
Eigen
kapital
TEUR
Letztes
Jahres
ergebnis
TEUR
Jahres
abschluss
zum
e&t Energie Handelsgesellschaft mbH, ("e&t"), Wien 45,00 EUR 10.139 1.351 30.9.2013
ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, ("EnergieAllianz"), Wien 45,00 EUR 3.008 1.135 30.9.2013
EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien 100,00 ALL 49 -86 31.12.2012
EVN Bulgaria EAD, ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien 100,00 BGN 1.210 168 31.12.2012
Bulgarien 100,00 BGN 319.383 25.722 31.12.2012
Bulgarien 100,00 BGN 3.027 -39.923 31.12.2012
EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD, ("TEZ Plovdiv"), Plovdiv, Bulgarien 100,00 BGN 65.744 5.700 31.12.2012
EVN Croatia Plin d.o.o, Zagreb, Kroatien 100,00 HRK 7.599 -1.414 30.9.2013
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, ("EVN KG"), Maria Enzersdorf 100,00 EUR 99.632 58.983 30.9.2013
Maria Enzersdorf 100,00 EUR 237.036 -46 30.9.2013
Enzersdorf 100,00 EUR 103.377 589 30.9.2013
EVN Macedonia AD, ("EVN Macedonia"), Skopje, Mazedonien 90,00 EUR 111.919 -4.335 31.12.2012
EVN Macedonia Holding DOOEL, Skopje, Mazedonien 100,00 EUR -386 33 31.12.2012
evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H., ("evn naturkraft"), Maria
Enzersdorf 100,00 EUR 124.053 7.699 30.9.2013
EVN Netz GmbH, ("EVN Netz"), Maria Enzersdorf1) 100,00 EUR 383.668 47.729 30.9.2013
EVN Trading South East Europe EAD, ("EVN SEE"), Sofia, Bulgarien 100,00 EUR 1.670 31 31.12.2012
EVN Wärme GmbH, ("EVN Wärme"), Maria Enzersdorf 100,00 EUR 80.865 9.278 30.9.2013
Fernwärme St. Pölten GmbH, St. Pölten 49,00 EUR 15.835 533 31.12.2012
Hydro Power Company Gorna Arda AD, Bulgarien 70,00 EUR 10.022 -628 31.12.2012
IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn 70,00 EUR 1.856 16 31.12.2012
MAKGAS DOOEL, Skopie, Mazedonien 100,00 EUR 0 0 31.12.2011
Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, Wien 49,99 EUR 24.464 -53.743 31.12.2012

1) Aufgrund von gesetzlichen Vorgaben wurde der Name der Gesellschaft mit 1.10.2013 in "Netz Niederösterreich GmbH" geändert.

2. Andere wichtige Beteiligungen der EVN AG im Energiebereich

Gesellschaft, Sitz Betei
ligung
%
Wäh
rung
Eigen
kapital
TEUR
Letztes
Jahres
ergebnis
TEUR
Jahres
abschluss
zum
EconGas GmbH, ("EconGas"), Wien 16,51 EUR -18.634 -177.418 31.12.2012
VERBUND AG, Wien 12,63 EUR 3.092.084 393.085 31.12.2012

3. Beteiligungen der EVN AG in kerngeschäftlichen Bereichen mit einem Anteil von mindestens 20 %

Gesellschaft, Sitz Betei
ligung
%
Wäh
rung
Eigen
kapital
TEUR
Letztes
Jahres
ergebnis
TEUR
Jahres
abschluss
zum
Burgenland Holding Aktiengesellschaft, ("BUHO"), Eisenstadt 73,63 EUR 78.127 8.108 30.9.2013
e&i EDV Dienstleistungs
gesellschaft m.b.H., Wien 50,00 EUR 193 43 30.9.2013
EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, ("EVN FM"), Maria
Enzersdorf 100,00 EUR 30.901 12.060 30.9.2013
EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, ("EVN Umwelt"), Maria
Enzersdorf 100,00 EUR 156.942 18.852 30.9.2013
evn wasser Gesellschaft m.b.H., ("evn wasser"), Maria Enzersdorf 100,00 EUR 63.325 3.810 30.9.2013
EVN WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf 100,00 EUR 4.788 0 31.8.2013
EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft, ("EVN-Pensionskasse), Maria
Enzersdorf 100,00 EUR 3.846 176 31.12.2012
RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, ("RBG"), Maria Enzersdorf 50,03 EUR 427.358 70.023 31.3.2013
UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs
Gesellschaft m.b.H, ("Utilitas"), Maria Enzersdorf 100,00 EUR 34.710 7.001 30.9.2013

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

EVN AG, Maria Enzersdorf,

für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Elektrizitätswirtschafts- und –organisationsgesetzes 2010 (ElWOG 2010) und des Gaswirtschaftsgesetzes 2011 (GWG 2011) vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 19. November 2013

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Walter Reiffenstuhl Mag. Heidi Schachinger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten. 28

Anhang

Anhang der EVN AG für das Geschäftsjahr 2012/13

Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2013 wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt. Das Unternehmen ist Mutterunternehmen des Konsolidierungskreises der EVN AG.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermögens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 221 UGB.

Risikoorientiertes Internes Kontrollsystem

Entsprechend dem Unternehmensrechtsänderungsgesetz sind kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, die wichtigsten Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Lagebericht offenzulegen. Gemäß dieser Verpflichtung hat EVN AG ein "Risikoorientiertes Internes Kontrollsystem" (RIKS) etabliert, das auf dem Internen Kontrollsystem aufbaut. Es gewährleistet die Ablaufsicherheit sowie klare Zuständigkeiten und eliminiert überflüssige Prozess-schritte. Damit wird die Sicherheit in den Abläufen für die Erstellung der Finanzdaten weiter erhöht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss basiert auf den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unter-nehmens zu vermitteln.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung des Unter-nehmens ausgegangen. Alle Vermögensgegenstände wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willkür bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste berücksichtigt wurden.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.

Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialund Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremd-kapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden Personalstundensätze berücksichtigen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, Abfer-tigungen und betriebliche

Altersversorgung. Ein Ausscheiden überhöhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbeschäftigung war nicht erforderlich.

Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden branchenübliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungssätze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.

Abschreibungen nach Anlagenkategorien Nutzungsdauer
in Jahren
Planmäßige
Abschreibung
in %
Rechte 4-77 1,3-25
Gebäude 10-50 2-10
Bauliche Anlagen der Kraftwerke 10-33 3-10
Maschinelle und elektrische Einrichtungen 10-33 3-10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25 4-33,3

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlage-vermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandspreisen gemäß dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die gemäß Emissionszertifikategesetz gratis zugeteilten CO2-Emissionszertifikate werden mit Anschaffungskosten von null bilanziert. Für notwendige Beschaffungen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund allfälliger Unterdeckungen mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Längerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert. Für bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt.

Die Bildung von pauschalen Einzelwertberichtigungen erfolgt nach Außenstandsdauer.

Wertberichtigungssätze für pauschale Einzelwertberichtigung:

Außenstandsdauer: Wertberichtigungsprozentsatz:
0 – 89 Tage 0 %
90 – 359 Tage 65 %
> = 360 Tage 85 %

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Posten des Umlaufvermögens, die auf Fremdwährung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanz-stichtag umgerechnet.

Rückstellungen

Die Bildung der Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder erfolgt gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertansätzen versicherungsmathematische Gutachten über die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsrückstellungen werden für die gesetzlichen Ansprüche gebildet.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 16. Juni 2011 Änderungen des IAS 19 vorgenommen, welche in der EU mit der Verordnung Nr. 475/2012 der Kommission vom 5. Juni 2012 übernommen wurden. Durch die Änderungen des IAS 19 ist die bisher zulässige Abgrenzung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach dem Korridoransatz – erfolgswirksame Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nur dann, wenn diese 10,0% des höheren Betrags aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen – nicht mehr möglich. Die Änderung ist erstmals in der Berichtsperiode eines am 1. Jänner 2013 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, wobei die EVN beginnend mit dem Geschäftsjahr 2011/12 von diesem Recht Gebrauch macht.

Gemäß der Stellungnahme KFS/RL 2/3b der Kammer der Wirtschaftstreuhänder wird die Auswirkung der Bewertungsänderung, die sich aus der Bilanzierung der bisher nicht erfassten kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste ergibt, über 5 Jahre verteilt und in der Gewinnund Verlustrechnung ergebniswirksam erfasst.

Die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder wurde im Geschäftsjahr erstmalig im Finanzergebnis ausgewiesen. Bisher erfolgte die Darstellung des Zinsaufwands in den Personalaufwendungen. Die Änderung dieser Rechnungslegungsmethode entspricht dem Inhalt der Generalklausel des § 222 Abs 2 UGB. Unter Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Finanzergebnis) wird die Auswirkung auf die Ertragslage dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wieder-kehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der künftigen Auszahlungen bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem höheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme in Höhe von 3.690.766,2 TEUR liegt um 114.090,6 TEUR bzw. 3,2 % über dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Aktiva

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 11.405,4 TEUR bzw. 0,4 % auf 2.901.349,0 TEUR angestiegen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte ausgewiesen. Sie weisen einen Stand von 7.293,0 TEUR (30. September 2012: 8.073,1 TEUR) aus und enthalten 1.119,0 TEUR (30. September 2012: 1.176,4 TEUR) für erworbene immaterielle Vermögensgegenstände verbundener Unternehmen. Die Veränderung in Höhe von insgesamt 780,1 TEUR resultiert aus Zugängen in Höhe von 10,3 TEUR und aus vorgenommenen linearen, planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 790,4 TEUR.

Sachanlagen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 4.315,1 TEUR. Die größten Zugänge entfallen auf Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Sachanlagen betragen zum Bilanzstichtag 61.315,0 TEUR (30. September 2012: 61.695,9 TEUR).

Der Grundwert der Grundstücke betrug insgesamt 10.706,0 TEUR (30. September 2012: 10.639,0 TEUR).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen.

Finanzanlagen

Der Bilanzwert der Finanzanlagen hat gegenüber dem 30.9.2012 um 12.566,4 TEUR bzw. 0,4 % auf 2.832.741,0 TEUR zugenommen. Diese Veränderung resultiert vor allem aus Zugängen in Höhe von TEUR 75.837,6 und Abschreibungen in Höhe von TEUR 63.159,4. Eine Übersicht über die Höhe des Nominalkapitals, des gesamten Eigenkapitals, des anteiligen Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten vorliegenden Jahresabschlusses der verbundenen Unternehmen und Beteiligungen findet sich in den Anlagen.

Zur Einhaltung der vorgegebenen Finanzkennzahlen durch die WEEV Beteiligungs GmbH, Maria Enzersdorf, wurden von der EVN AG bis zum Bilanzstichtag 2.000.114 Stück (Vorjahr: 1.500.086 Stück) lastenfreie Aktien der Verbund AG den finanzierenden Banken bereitgestellt. Es besteht ein Syndikatsvertrag zwischen der EVN AG und der Wiener Stadtwerke Holding AG betreffend Syndizierung der unmittelbar und mittelbar gehaltenen Aktien an der VERBUND AG.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen.

Im Geschäftsjahr wurden im Finanzanlagevermögen mögliche Zuschreibungen in Höhe von 63,0 TEUR (30. September 2012: 0 TEUR) unterlassen. Daraus resultiert eine zukünftige Steuerbelastung im Ausmaß von 15,8 TEUR (30. September 2012: 0 TEUR).

Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr weist bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ein Bruttobetrag von 285.000,0 TEUR (30. September 2012: 285.000,0 TEUR), ein Nettobetrag nach Abzinsung in Höhe von 266.070,9 TEUR (30. September 2012: 266.070,9 TEUR) sowie bei den sonstigen Ausleihungen ein Betrag von 296,8 TEUR (30. September 2012: 282,1 TEUR) auf.

Umlaufvermögen

Vorräte

Im Wesentlichen sind durch die Verringerung des Kohlebestandes die Vorräte um 3.515,3 TEUR bzw. 5,0 % auf 66.371,5 TEUR gesunken.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen 30. September 2013 30. September 2012
Restlaufzeit Bilanzwert Restlaufzeit Bilanzwert
< 1 Jahr > 1 Jahr < 1 Jahr > 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 11.224,0 29,2 11.253,2 23.479,2 22,5 23.501,7
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 441.170,2 0,0 441.170,2 475.922,9 0,0 475.922,9
Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 63.474,4 0,0 63.474,4 35.041,6 0,0 35.041,6
Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 243,1 7,7 250,8 488,5 10,8 499,3
Summe 516.111,7 36,9 516.148,6 534.932,2 33,3 534.965,5

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Bilanzstichtag eine Wertberichtigung in Höhe von 57,1 TEUR (30. September 2012: 308,3 TEUR) aus.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen For-derungen und Vermögensgegenständen über 422.866,0 TEUR (30. September 2012: 460.211,8 TEUR), welche 354.848,0 TEUR (30. September 2012: 418.518,0 TEUR) Festgeldveranlagungen, 37.440,2 TEUR (30. September 2012: 26.524,8 TEUR) Körperschaftsteuerguthaben aus einem geschlossenen Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag und 15.870,3 TEUR (30. September 2012: 14.073,7 TEUR) Beteiligungs-erträge beinhalten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über 30.804,6 TEUR (30. September 2012: 32.988,3 TEUR) bestehen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Schadenersatzforderungen über 77,9 TEUR (30. September 2012: 46,7 TEUR) und Forderungen aus gegebenen Anzahlungen über 34,5 TEUR (30. September 2012: 294,4 TEUR).

In den sonstigen Forderungen sind Erträge von 130,0 TEUR (30. September 2012: 131,9 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich um 50.358,6 TEUR bzw. 490,4 % auf 60.627,2 TEUR erhöht.

In der 79. Hauptversammlung der EVN AG vom 17. Jänner 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, eigene Anteile im Ausmaß von maximal 10 % des derzeitigen Grundkapitals rückzukaufen. Dieser hatte beschlossen, von dieser Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch zu machen. Beabsichtigt war, ein Volumen von bis zu 1.000.000 Stück Aktien – dies entspricht bis zu 0,612 % des damaligen

Grundkapitals rückzukaufen. Der Vorstand der EVN AG hat am 29. August 2013, auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012, beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft – dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG – zu erwerben. Gleichzeitig hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, das seit 6. Juni 2012 laufende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich zum 31. Mai 2014 zu verlängern.

Zum Bilanzstichtag werden 1.843.612 (30. September 2012: 877.622) Stück eigene Anteile mit einem Gesamtwert von 19.784,5 TEUR (30. September 2012: 9.262,7 TEUR) in den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 73.010 Stück eigene Aktien an Mitarbeiter übertragen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand beträgt zum Bilanzstichtag 10,7 TEUR (30. September 2012: 13,8 TEUR).

Zum 30. September 2013 beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten 122.514,9 TEUR (30. September 2012: 45.496,4 TEUR).

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen mit 20.419,4 TEUR (30. September 2012: 22.825,9 TEUR) Anleihekostenabgrenzungen, mit 1.775,3 TEUR (30. September 2012: 1.939,3 TEUR) Abgrenzungen von Geldbeschaffungskosten und mit 1.516,6 TEUR (30. September 2012: 1.335,7 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung.

Passiva

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2013 330.000,0 TEUR (30. September 2012: 330.000,0 TEUR) und ist in 179.878.402 (30. September 2012: 179.878.402) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt.

Rücklagen

Kapitalrücklagen

Die gebundene Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agio-Beträge aus Kapitalerhöhungen.

Als nicht gebundene Kapitalrücklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederösterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederösterreichische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.

Gewinnrücklagen

Im Posten "gesetzliche Rücklage" wird der in Vorjahren aus dem Jahresüberschuss dotierte Teil der gebundenen Rücklage gemäß § 229 Abs 6 UGB ausgewiesen.

Die gebundenen Kapital- und Gewinnrücklagen betragen zusammen 209.152,9 TEUR (30. September 2012: 209.152,9 TEUR) und übersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.

Die anderen, freien Gewinnrücklagen betragen 1.150.381,7 TEUR (30. September 2012: 1.160.903,6 TEUR).

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Rücklage für eigene Anteile

Gemäß § 225 Abs 5 UGB wurde für die zum Stichtag 30. September 2013 im Bestand der EVN AG befindlichen eigenen Anteile eine Rücklage durch Umwidmung freier Gewinnrücklagen gebildet. Analog zu den eigenen Anteilen im Umlaufvermögen weist diese Rücklage für eigene Anteile zum Bilanzstichtag einen Stand von 19.784,5 TEUR (30. September 2012: 9.262,7 TEUR) aus.

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung der unversteuerten Rücklagen sowie deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13 ist aus der Anlage 3 zum Anhang ersichtlich.

Rückstellungen

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen sowie für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 3,50 % (Vorjahr: 4,00 %) sowie mit einer Erhöhung der Gehälter bzw. der flüssigen Pensionen von 2,50 % (Vorjahr: 3,00 %) im nächsten Jahr und einer jährlichen Erhöhung von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) in den Folgejahren gerechnet.

Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Abfertigungsrückstellung betrugen per 01. Oktober 2012 2.140,7 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 535,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Abfertigungsrückstellung zum 30. September 2013 beträgt laut versicherungsmathematischem Gutachten 31.665,6 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 1.605,5 TEUR.

Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) betrugen per 01. Oktober 2012 4.772,8 TEUR und wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.193,2 TEUR ergebniswirksam erfasst. Die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) zum 30. September 2013 betragen laut versicherungsmathematischem Gutachten 76.267,4 TEUR. Der Unterschiedsbetrag zur erfassten Rückstellung beträgt 3.579,6 TEUR.

Bei der Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der Rückstellungen für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen ange-wandt.

Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmens- gruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird die errechnete Körperschaftsteuernachzahlung als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gemäß § 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Höhe von 36.578,4 TEUR (30. September 2012: 23.723,0 TEUR) nicht angesetzt.

In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem für Umwelt- und Altlastenrisken mit 5.927,7 TEUR (30. September 2012: 5.814,6 TEUR), für künftige Jubiläumsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 28.583,5 TEUR (30. September 2012: 28.221,0 TEUR), für andere sonstige Verpflichtungen mit 22.286,6 TEUR (30. September 2012: 18.942,3 TEUR), für Drohverluste mit 131.545,9 TEUR (30. September 2012: 80.346,1 TEUR), für Energieabgrenzungen mit 3.247,1 TEUR (30. September 2012: 8.765,9 TEUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen mit 5.140,2 TEUR (30. September 2012: 4.878,9 TEUR) vorgesorgt.

Verbindlichkeiten

30. September 2013
Restlaufzeit Bilanzwert
< 1 Jahr TEUR 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Anleihen 253.388,4 178.500,0 554.370,6 986.259,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.352,9 85.400,0 142.850,0 319.602,9
Erhaltene Anzahlungen 7.063,3 0,0 0,0 7.063,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.833,0 0,0 0,0 9.833,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 107.340,9 0,0 0,0 107.340,9
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.120,7 0,0 0,0 10.120,7
Sonstige Verbindlichkeiten 32.603,1 117,9 1.253,3 33.974,3
Summe 511.702,3 264.017,9 698.473,9 1.474.194,1
30. September 2012
Restlaufzeit Bilanzwert
< 1 Jahr TEUR 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Anleihen 0,0 431.888,4 554.370,6 986.259,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.610,2 155.400,0 42.700,0 220.710,2
Erhaltene Anzahlungen 3.744,7 0,0 0,0 3.744,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.073,1 0,0 0,0 10.073,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 148.726,6 5.000,0 1.100,0 154.826,6
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.307,7 0,0 0,0 3.307,7
Sonstige Verbindlichkeiten 45.609,6 117,6 817,6 46.544,8
Summe 234.071,9 592.406,0 598.988,2 1.425.466,1

Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:

Anleihen Nominale Buchwert in TEUR Buchwert in TEUR
30.9.2013 30.9.2012
5,2 % JPY-Anleihe 1994-2014 8 Mrd JPY 84.263,7 84.263,7
3,13 % JPY-Anleihe 2009-2024 12 Mrd JPY 99.370,7 99.370,7
3,625 % CHF-Anleihe 2009-2014 250 Mio CHF 169.124,6 169.124,6
5 % EUR-Anleihe 2009-2016 28,5 Mio EUR 28.500,0 28.500,0
5,25 % EUR-Anleihe 2009-2019 30 Mio EUR 30.000,0 30.000,0
5,25 % EUR-Anleihe 2009-2017 150 Mio EUR 150.000,0 150.000,0
4,25 % EUR-Anleihe 2011-2022 300 Mio EUR 300.000,0 300.000,0
4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 100 Mio EUR 100.000,0 100.000,0
4,125 % EUR-Anleihe 2012-2032 25 Mio EUR 25.000,0 25.000,0
GESAMT 986.259,0 986.259,0

Durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kredit-instituten seit dem 30. September 2012 um 98.892,7 TEUR auf 319.602,9 TEUR erhöht. Bis auf einen Betrag in Höhe von 91.352,9 TEUR (30. September 2012: 22.610,2 TEUR) beträgt die Restlaufzeit dieses Postens mehr als ein Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 240,0 TEUR auf 9.833,0 TEUR reduziert und weisen Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 5.000,0 TEUR (30. September 2012: 6.100,0 TEUR), aus sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 93.626,2 TEUR (30. September 2012: 141.695,6 TEUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.714,7 TEUR (30. September 2012: 7.031,0 TEUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 2.020,5 TEUR (30. September 2012: 2.322,0 TEUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 8.100,2 TEUR (30. September 2012: 985,7 TEUR) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt bis auf einen Betrag in Höhe von 0,0 TEUR (30. September 2012: 6.100,0 TEUR) unter einem Jahr. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen beträgt nicht mehr als ein Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem 30. September 2012 um 12.570,6 TEUR auf 33.974,3 TEUR gesunken. Sie enthalten im Wesentlichen die in der Bilanz gesondert angeführten Abgrenzungen aus Finanzgeschäften in Höhe von 21.878,2 TEUR (30. September 2012: 18.602,1 TEUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 4.912,2 TEUR (30. September 2012: 5.721,8 TEUR) sowie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.940,6 TEUR (30. September 2012: 15.169,5 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 32.603,1 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2012: 45.609,6 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 27.129,1 TEUR (30. September 2012: 36.782,3 TEUR) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden passivierte Baukostenzuschüsse in Höhe von 53.881,8 TEUR (30. September 2012: 50.142,2 TEUR) und abgegrenzte Erträge aus Finanzgeschäften in Höhe von 4.151,1 TEUR (30. September 2012: 4.467,6 TEUR) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen

Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen auf Fertigstellungsgarantien bzw. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie auf übernommene Haftungen gegenüber Banken für Kundenkredite.

Für das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") stehende Kraftwerk Freudenau wurden in Vorjahren Refinanzierungstransaktionen abgeschlossen. Bei diesen Transaktionen hat sich die EVN AG verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustfällen an die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund AG) Kostenersatz zu leisten.

Für die im Auftrag der EVN AG getätigten Geschäfte der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. und EconGas GmbH, für den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizität und Gas wurden gegenüber den Handelspartnern Patronatserklärungen erteilt.

Die Eventualverbindlichkeiten hierfür werden in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt.

Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 30. September 2013 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 91.545,4 TEUR (Vorjahr: 47.959,3 TEUR). Das dieser Bewertung zugrunde liegende Nominalvolumen der Garantien betrug 485.500,0 TEUR. Zum 31. Oktober 2013 betrug das Risiko betreffend Marktpreisänderungen 95.055,6 TEUR bei einem zugrunde liegenden Nominalvolumen von 484.000,0 TEUR.

Für Finanzierungen innerhalb der EVN Gruppe bestehen die beiden Gesellschaften EVN Finanzservice GmbH und EVN Projektmanagement GmbH. Die EVN AG hat Haftungen für eventuelle Ausfälle der Gesellschaften gegenüber den beiden Finanzierungsgesellschaften übernommen. Hieraus ergeben sich Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 1.467.190,1 TEUR (Vorjahr: 766.174,7 TEUR) zum Bilanzstichtag.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters wurden von der EVN AG die EVN Wasser GmbH, die Netz Niederösterreich GmbH (vormals EVN Netz GmbH), die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH, die EVN Wärme GmbH, die evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, die EVN Kroatien Holding, die EVN Croatia Plin d.o.o., die EVN WEEV Beteiligungs GmbH, die WEEV Beteiligungs GmbH, die Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH, die Energiespeicher Sulzberg GmbH, die EVN Energiespeicher Sulzberg Beteiligungs GmbH, die EVN Geoinfo GmbH, die kabelplus GmbH sowie die Utilitas Dienstleistungsund Beteiligungs-Gesellschaft m.b.H in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Mit EVN Wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabführungsvertrag fortgesetzt. Mit den übrigen Gruppenmitgliedern wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen.

Im EVN-Konzern ist ein Cash Pooling zur Liquiditätssteuerung und Optimierung der Zinsen vorhanden. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde diesbezüglich ein Vertrag zwischen der EVN Finanzservice GmbH und der jeweiligen teilnehmenden Konzerngesellschaft abgeschlossen, in welchem die Modalitäten für das Cash Pooling geregelt sind.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beim jeweiligen Bilanzposten angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.

Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des für das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.

Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertansätzen.

Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zinsänderungsrisken. Strategisches Ziel ist die Kontinuität des Finanzergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko enthalten und einen höheren Ertrag versprechen.

Währungsrisken erwachsen dem Unternehmen primär durch die begebenen Anleihen in JPY und CHF. Diese werden größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Zur Minimierung der Zins-risken wird generell ein Mix aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Die kurzfristige Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente.

Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.

Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern verein-barten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner.

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Für derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte(Fair Value) angegeben.

Derivative Finanzinstrumente
Nominalwert in Mio EUR Marktwert in Mio EUR
30.09.2013 30.09.2012 30.09.2013 30.09.2012
Währungsswaps
Mio CHF (unter 5 Jahre) 0 250,0 0 36,8
Mio CHF (unter 1 Jahr) 250,0 0,0 35,1 0
Mio JPY (unter 5 Jahre) 0 8.000,0 0 16,2
Mio JPY (unter 1 Jahr) 8.000,0 0 -5,4 0
Mio JPY (über 5 Jahre) 12.000,0 12.000,0 -5,4 30,1
Mio USD (unter 5 Jahre) 0 3,0 0 0
Swaps Energiebereich
Käufe/Verkäufe 6,1 16,2 -0,8 -1,2

Die Währungsswaps dienen der Absicherung der JPY-Anleihe und der CHF-Anleihe.

Für derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert wird keine Drohverlustrückstellung gebildet, da eine Sicherungsbeziehung besteht. Mindestens einmal jährlich wird anhand von statistischen Methoden und der Bewertung der tatsächlichen Realisate die Effektivität der Sicherungsbeziehung geprüft. Diese beträgt durchschnittlich rund 97 % (Vorjahr: 97 %).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse und betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 % auf 388.041,6 TEUR und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 163.316,6 TEUR (30. September 2012: 167.139,1 TEUR), aus Gas-erlösen in Höhe von 49.163,0 TEUR (30. September 2012: 73.097,6 TEUR), aus Wärmeerlösen in Höhe von 21.131,0 TEUR (30. September 2012: 17.537,0 TEUR) und aus anderen betrieblichen Umsatzerlösen in Höhe von 154.431,0 TEUR (30. September 2012: 149.782,3 TEUR) zusammen. Die anderen betrieb-lichen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Kundenaufträgen, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen und an Beteiligungsunternehmen, aus der Errichtung von Sonnenkraftwerken sowie aus Lichtserviceprojekten.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 17,9 TEUR (30. September 2012: 144,9 TEUR) Erträge aus Anlagenabgängen, mit 21,0 TEUR (30. September 2012: 9.980,0 TEUR) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, mit 1.437,4 TEUR (30. September 2012: 1.437,4 TEUR) die Auflösung von Baukostenzuschüssen, mit 158,3 TEUR (30. September 2012: 189,2 TEUR) Schadensvergütungen und mit 221,6 TEUR (30. September 2012: 215,9 TEUR) diverse Mieterträge enthalten.

Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger, Materialaufwand sowie bezogene Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 15.463,1 TEUR bzw. 4,6 % auf 321.105,0 TEUR gesunken.

Personalaufwand

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 266,4 TEUR (30. September 2012: 231,9 TEUR) enthalten.

Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 berechnet.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Höhe von 5.440,6 TEUR (30. September 2012: 13.417,6 TEUR) aus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben sich vorwiegend aus Rechts- und Beratungsaufwendungen in Höhe von 9.138,6 TEUR (30. September 2012: 4.521,2 TEUR), aus Werbeaufwendungen in Höhe von 6.774,0 TEUR (30. September 2012: 7.179,7 TEUR), aus Verrechnungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 6.327,3 TEUR (30. September 2012: 6.754,2 TEUR), aus Versicherungsaufwendungen in Höhe von 2.072,1 TEUR (30. September 2012: 2.150,8 TEUR) sowie aus Portokosten 1.469,9 TEUR (30. September 2012: 2.267,5 TEUR).

Finanzergebnis

Die Beteiligungserträge in Höhe von 235.502,4 TEUR (30. September 2012: 216.260,0 TEUR) resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der Österreichischen Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbundge-sellschaft), Wien, der VERBUND Hydro Power AG, Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs- Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wärme GmbH, Maria Enzersdorf, der EVN Wasser Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der Netz Niederösterreich GmbH (vormals EVN Netz GmbH), Maria Enzersdorf sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt. Die Ergebnisse der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH sowie der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG des Geschäftsjahres 2012/13 wurden im Finanzergebnis phasenkongruent erfasst. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von 3.809,9 TEUR (30. September 2012: 3.501,3 TEUR) enthalten.

Wie unter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Rückstellungen) erläutert, wurde die Zinskom-ponente betreffend Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (Deputate) sowie für Jubiläumsgelder im Geschäftsjahr erstmalig nicht mehr im Personalaufwand erfasst. Die Zinskomponente für diese Rückstellungen betrug laut Gutachten in Summe 4.299,3 TEUR (30. September 2012: 4.757,2 TEUR) und wurde ab dem Geschäftsjahr unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst.

Steuern vom Einkommen

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/13 wird unter der Position Steuern vom Einkommen ein Steuerertrag in Höhe von 17.447,6 TEUR (30. September 2012: 16.390,6 TEUR) ausgewiesen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 191,3 TEUR (30. September 2012: Erhöhung 128,9 TEUR).

Bilanzgewinn

Unter Berücksichtigung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen sowie des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr in Höhe von 625,3 TEUR schließt das Geschäftsjahr zum 30. September 2013 mit einem Bilanzgewinn von 76.659,6 TEUR (30. September 2012: 75.616,8 TEUR).

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) während des Geschäftsjahres betrug 695 (Vorjahr: 694). Zum Bilanzstichtag waren 687 (Vorjahr: 692) Angestellte auf Vollzeitbasis beschäftigt.

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 1.404,3 TEUR (30. September 2012: 1.431,4 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.587,3 TEUR (30. September 2012: 1.028,3 TEUR) bezahlt.

Für Abfertigungen und Pensionen ergibt sich für Vorstand und leitende Angestellte ein Mehraufwand in Höhe von 5.553,5 TEUR (30. September 2012: 5.776,3 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer ein Mehraufwand von 9.817,4 TEUR (30. September 2012: 17.275,7 TEUR).

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 114,7 TEUR (30. September 2012: 131,0 TEUR).

An den Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 89,5 TEUR (30. September 2012: 89,1 TEUR) ausbezahlt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von 1.843.612 Stück, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 76.659,6 TEUR einen Betrag in Höhe von 74.774,6 TEUR, das entspricht einer Dividende von 0,42 EUR je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstiges

Geschäfte im Sinne des § 8 Abs 3 ElWOG bzw. § 8 Abs 3 GWG werden insbesondere mit folgenden verbundenen Elektrizitäts- bzw. Erdgasunternehmen gemacht: Netz Niederösterreich GmbH (vormals EVN Netz GmbH), evn naturkraft Erzeugungsgesellschaft m.b.H, EVN Wärme GmbH, EVN Energie- vertrieb GmbH & Co KG, e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H sowie EconGas GmbH.

Die Angaben betreffend dem Honorar des Wirtschaftsprüfers werden im Konzernabschluss der EVN AG getätigt (§ 237 Z 14 UGB).

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat:

Präsident: Kommerzialrat Dr. Burkhard Hofer

Vizepräsidenten: Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker Mag. Willi Stiowicek

Mitglieder: Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Vortr. Hofrat Dr. Reinhard Meißl Bürgermeister Bernhard Müller, BA, MPA Dkfm. Edwin Rambossek Mag. Michaela Steinacker Generaldirektor Dipl.-Ök. Hans-Peter Villis (bis 17.01.2013)

Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm Zentralbetriebsratsvorsitzender Ing. Paul Hofer Mag. Dr. Monika Fraißl (seit 01.07.2013) Ing. Otto Mayer

Vorstandsdirektor Dkfm. Thomas Kusterer (seit 17.01.2013)

stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Leopold Buchner (bis 30.06.2013)

Vorstand:

Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr – Sprecher des Vorstandes Vorstandsdirektor Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher (bis 30.06.2013)

Maria Enzersdorf, am 19. November 2013

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage und die Verwerfungen auf den europäischen Energiemärkten waren für das Geschäftsjahr 2012/13 prägend. Anhaltende Unsicherheiten auf den internationalen Kapitalmärkten infolge von Regierungskrisen in mehreren europäischen Ländern, politische Unsicherheiten in Nordafrika und im Nahen Osten und nicht zuletzt Richtungsentscheidungen über die Geldpolitik der US-Notenbank Fed führten zu rückläufigen Wirtschaftsleistungen. Hohe und zugleich intermittierende Erzeugungsmengen aus erneuerbaren Energiequellen, vor allem aus Wind- und Photovoltaikanlagen, kennzeichneten die europäischen Energiemärkte und resultierten in einem zeitweisen Stromüberangebot. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in den sehr volatilen Strompreisen an den Börsen wider. Trotz des unverändert schwierigen Umfelds ist es der EVN im Geschäftsjahr 2012/13 gelungen, ein zuverlässiger Partner für ihre Kunden zu sein.

Der Aufsichtsrat hat die strategischen Schritte der EVN im Rahmen seiner Verantwortung aktiv begleitet und unterstützt. Er hat im Berichtszeitraum in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. In einer Aufsichtsratsklausur wurde von einem in Lehre und Anwaltspraxis verankerten Experten über "Compliance im Unternehmen" vorgetragen.

Durch die Berichte des Vorstands wurde der Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft und wesentlicher Konzernunternehmen, informiert. Aufgrund dieser Berichterstattung hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und begleitend unterstützt. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattgefunden hat, hat zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Anregungen des Aufsichtsrats wurden vom Vorstand aufgegriffen.

Änderungen im Aufsichtsrat

In der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2013 fand die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds statt, nachdem ein bisheriges Mitglied seine Funktion zurückgelegt hat. Anstelle von Dipl.-Ök. Hans-Peter Villis wurde Dkfm. Thomas Kusterer in den Aufsichtsrat gewählt. Leopold Buchner ist aufgrund seiner Pensionierung mit 30. Juni 2013 als Arbeitnehmervertreter aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Die Konzernvertretung hat Frau Mag. Dr. Monika Fraißl mit Wirkung vom 1. Juli 2013 als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat entsandt. Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihre erfolgreiche Tätigkeit im Aufsichtsrat.

Änderungen im Vorstand

Der Aufsichtsrat hat die durch das Ausscheiden von Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher nach Ablauf der Funktionsperiode bzw. wegen Übertritts in den Ruhestand frei werdende Vorstandsposition derzeit nicht nachbesetzt, die Geschäftsverteilung neu geregelt und die Geschäftsordnung für den Vorstand neu gefasst.

Die sich hieraus ergebende Abweichung von den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex ist im Corporate Governance-Bericht zu Regel 16 dargestellt.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher für seine 28-jährige erfolgreiche Tätigkeit in Aufsichtsrat, Beirat und Vorstand der EVN.

Sonstige wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrats

Unter den sonstigen wesentlichen Entscheidungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012/13 ist neben der Genehmigung des Budgets 2013/14 für den EVN Konzern insbesondere die Zustimmung zur Abtretung des 50 %- Anteils an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft AS anzuführen. Ein weiterer wesentlicher Beschluss betraf darüber hinaus die vorzeitige Refinanzierung des aushaftenden Fremdkapitals des Wasserkraftprojekts Ashta. Die Genehmigung des Budgets umfasste auch die Genehmigung von Investitionen in das Blockheizwerk Guntramsdorf sowie in Netze im Bereich der Wärme, in Windparks im Erzeugungsbereich sowie in Stromnetze zum Abtransport von erneuerbarer Energie. Im Umweltbereich wurden Investitionen in die Übernahme von Ortswasserleitungsnetzen genehmigt.

Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat in einem eigenen Bericht über die Aktienumstellung gemäß den Bestimmungen des GesRÄG 2011 und die Kraftloserklärung einiger Aktien sowie mit besonderem Schwerpunkt über die aktuellen Entwicklungen in Bulgarien und Moskau informiert.

Österreichischer Corporate Governance Kodex, Ausschüsse des Aufsichtsrats

Als börsenotiertes Unternehmen bekennt sich die EVN zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat hat den Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Jänner 2012 für die EVN ab dem Geschäftsjahr 2012/13 in Kraft gesetzt. Die Anpassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex an das 2. Stabilitätsgesetz vom Juli 2012 ist für die EVN nach Maßgabe dieses Gesetzes verbindlich. Der Aufsichtsrat ist bestrebt, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinne werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, bis auf zwei Abweichungen, die im Corporate Governance-Bericht entsprechend begründet werden, eingehalten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 12. Dezember 2012 wurde dem Aufsichtsrat in einem eigenen Tagesordnungspunkt über Inhalt, Zielsetzung und Stand der Compliance-Organisation berichtet und derweise der Regel 18a ÖCGK entsprochen.

Im Hinblick auf die Anforderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durchgeführt. Dies erfolgte anhand eines Fragebogens, der sich vor allem mit der Organisation und Arbeitsweise des Aufsichtsrats beschäftigte. Die Ergebnisse der Befragung wurden im Plenum diskutiert.

Gemäß den Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss, einen Personalausschuss, der zugleich als Vergütungsausschuss und Nominierungsausschuss fungiert, sowie einen Arbeitsausschuss eingerichtet.

Der Personalausschuss des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2012/13 in vier Sitzungen Angelegenheiten, welche die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Vorstandsmitgliedern betreffen, behandelt.

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats hat im Berichtsjahr keine Sitzungen abgehalten. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats tagte im Geschäftsjahr 2012/13 zweimal und befasste sich dabei vor allem mit dem Halbjahresabschluss inklusive der Erwartung für das Geschäftsjahr und der Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. der Bestellung und der Arbeit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus hat er aktuelle Entwicklungen in den Geschäftsbereichen erörtert und sich eingehend mit dem internen Kontroll-, Revisions-, Risiko- und Compliance-Management-System beschäftigt.

Weitere Informationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie über seine Vergütung und die Leitlinien, die sich der Aufsichtsrat zur Sicherstellung seiner Unabhängigkeit gesetzt hat, sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 bestellte KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, hat den nach den österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Jahresabschluss zum 30. September 2013 der EVN AG sowie den Lagebericht des Vorstands geprüft. Sie hat über das Ergebnis der Prüfung schriftlich berichtet und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss sowie im Aufsichtsrat billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 30. September 2013 samt Anhang, Lagebericht und Corporate Governance-Bericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung. Damit ist der Jahresabschluss zum 30. September 2013 gemäß § 96 Abs. 4 des österreichischen Aktiengesetzes festgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, ebenfalls von der KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss samt Konzernanhang und den Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des EVN Konzerns für ihren Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2012/13. Besonderer Dank gilt den Aktionärinnen und Aktionären, den Kundinnen und Kunden sowie den Partnern der EVN für das entgegengebrachte Vertrauen.

Maria Enzersdorf, am 11. Dezember 2013

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Burkhard Hofer Präsident

Erklärung des Vorstands

gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2013 EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA