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EVN AG Annual Report 2007

Jan 24, 2008

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Annual Report

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JAHRESFINANZBERICHT 2006/07 gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Inhaltsverzeichnis

Konzernlagebericht 38 Rechtliches Umfeld
40 Wirtschaftliches Umfeld
41 Energiewirtschaftliches Umfeld
43 Geschäftsentwicklung
52 Mitarbeiter
52 Umwelt und Nachhaltigkeit
53 Ausblick auf das Geschäftsjahr 2007/08
54 Risikomanagement
Konzernabschluss 67
68 Konzern-Bilanz
69 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
70 Konzern-Geldflussrechnung
71 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
72 Konzernanhang
129 Beteiligungen der EVN
133 Bestätigungsvermerk
Einzelabschluss der EVN AG
2006/07 nach UGB 134
135 Lagebericht
146 Bilanz
148 Gewinn-und-Verlust-Rechnung
150 Anhang
Erklärung des Vorstands 162

Konzernlagebericht

Rechtliches Umfeld

Regulierung in Österreich

Als Folge der EU-Marktliberalisierung wurden der österreichische Strom- und Gasmarkt 2001 bzw. 2002 geöffnet. Um der gesetzlich geforderten gesellschaftsrechtlichen Entflechtung (Legal Unbundling) zu entsprechen, hat die EVN mit Wirkung 1.10.2005 ihren gesamten Strom- und Gasnetzbereich in die EVN Netz GmbH eingebracht. Vollständige Marktliberali-

Hinsichtlich des Stromnetzes wurde Anfang 2006 ein Anreizregulierungsmodell, das für die erste Regulierungsperiode von 2006 bis 2009 zur Anwendung kommt, eingeführt. Es sieht eine Abgeltung der Inflation vor, die um eine von allen österreichischen Netzbetreibern erwartete Produktivitätssteigerung sowie um eine unternehmensspezifische Effizienzsteigerung vermindert wird. Den Kern des Modells bildet ein nationales Benchmarking der österreichischen Netzbetreiber, aus dem die EVN als einer der effizientesten Anbieter hervorging. Die im Jänner 2007 abgeschlossene Tarifrunde führte für die EVN per Saldo zu einer stabilen Entwicklung der Stromnetzerlöse.

Die Netznutzungstarife für Gas wurden mit einer Vorschreibung des Regulators per Jänner 2007 für die EVN um 4,0% gesenkt; im November 2005 erfolgte eine Kürzung um 8,0%. Dieses Vorgehen beruhte noch auf dem System der jährlichen Kostenprüfung. Als Ersatz dafür wurde in Anlehnung an das im Strombereich bereits verwendete Anreizregulierungssystem ein Tarifsystem für den Zeitraum 2008 bis 2012 in Verhandlungen zwischen Gasbranche und Regulierungsbehörde ausgearbeitet. Dank der hohen Effizienz ihres Gasnetzes konnte sich die EVN ebenfalls als Benchmark positionieren und erwartet daher für diese Regulierungsperiode auch eine stabile Entwicklung ihrer Gasnetzerlöse.

Die mit Anfang 2007 in Kraft getretene Novelle des österreichischen Ökostromgesetzes zielt auf eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energieträger (ausgenommen Wasserkraftwerke) in der Stromproduktion von 8% auf 10% bis zum Jahr 2010 ab. Die gewährten Fördermittel für neu errichtete Anlagen wurden für den Zeitraum 2007 bis 2011 mit einem absoluten Betrag von 17 Mio EUR p.a. (jeweils 30% für Biomasse-, Biogas- und Windkraft- sowie 10% für Photovoltaikanlagen) begrenzt.

Durch den österreichischen Nationalen Allokationsplan I (2005–2007) wurden der EVN CO2-Zertifikate für Jahresemissionen von 1,45 Mio Tonnen zugeteilt – rund ein Drittel weniger, als der CO2-Ausstoß in den Jahren 2003 und 2004 betrug. Der dadurch notwendig gewordene Zukauf von CO2-Zertifikaten führte zu einer deutlichen Kostenbelastung. Aufgrund des im April 2006 einsetzenden Preisrückgangs waren die Belastungen im Berichtszeitraum jedoch unter jenen des Vorjahres (siehe auch Seite 44).

Die Europäische Kommission hat 2007 die Nationalen Allokationspläne II (2008–2012) geprüft und durchschnittlich um 6,4% gekürzt. Der österreichische Allokationsplan II ging von einer CO2-Emissionsprognose für Österreich von 38,33 Mio Tonnen p.a. und einem jährlichen Einsparungspotenzial von 5,53 Mio Tonnen aus. Die sich daraus errechnete Gratis-Zuteilungsmenge von 32,80 Mio Tonnen p.a. wurde von der Europäischen Kommision auf 30,33 Mio Tonnen gekürzt, wodurch sich in Summe eine Lücke zwischen Emissionsprognosen und Zuteilungsmenge von mehr als 20% ergibt. Für die Unternehmen der Industrie und Energiewirtschaft stellen diese Vorgaben eine große Herausforderung zur Senkung der Emissionen bzw. eine hohe finanzielle Belastung für den Zukauf fehlender Zertifikate dar. Der österreichischen Elektrizitätswirtschaft wurden Gratis-CO2-Emissionszertifikate im Ausmaß von 7,70 Mio Tonnen p.a. zugeteilt,

sierung in Österreich

Anreizmodell für Stromnetz

Regulator senkt Gasnetztarife um 4,0%

Novelle des Ökostromgesetzes

Vorgaben zur massiven CO2-Reduktion

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Konzernlagebericht

wovon rund 1,58 Mio auf die EVN entfallen. Die EVN rechnet für die nächsten Jahre mit einem notwendigen Zukauf von Zertifikaten für rund 500.000 bis 800.000 Tonnen p.a.

Zur Stärkung des Wettbewerbs und zur Vollendung des Energie-Binnenmarkts hat die EU-Kommission im September 2007 ihr drittes diesbezügliches Liberalisierungspaket vorgestellt. Die Vorlage besteht aus fünf Kernbereichen und wird von den Mitgliedsstaaten zum Teil sehr kontroversiell diskutiert. Eine Beschlussfassung über diese Gesetzesmaterien wird für das Geschäftsjahr 2007/08 erwartet.

Rechtliches Umfeld in Südosteuropa

Bulgarien

In Bulgarien erfolgte der erste Schritt zur Strommarktöffnung bereits im Jahr 1999. Das jüngste Energiegesetz hat nun die gesellschaftsrechtliche Entflechtung (Legal Unbundling) der Netzbetreiber und Stromversorger ab Anfang 2007 vorgeschrieben. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2006 wurden von der EVN die Entflechtung von Netzbetrieb und Stromversorgung und gleichzeitig die Zusammenlegung ihrer beiden bulgarischen Stromgesellschaften durchgeführt. Die Tochtergesellschaft EVN EP (vormals ERP Plovdiv AD) ist nunmehr für den Netzbetrieb, EVN EC (vormals ERP Stara Zagora AD) für den Vertrieb zuständig.

Mit 1.7.2007 wurde der bulgarische Strommarkt, wie im Energiegesetz vorgesehen, zur Gänze geöffnet. Per Stichtag 30.9.2007 waren 32 Handelsgesellschaften registriert, die die Kunden zu frei verhandelbaren Preisen versorgen können. Auf den Markt gelangt nur ein geringer Anteil der Produktion. Langfristige Bezugsverträge zwischen den Produzenten und der nationalen Elektrizitätsgesellschaft NEK stehen der tatsächlichen Öffnung ebenso entgegen wie die Fixierung von Mengen, die von der Regulierungsbehörde den bestehenden Versorgungsgesellschaften zugewiesen wurden, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten.

Während der letzten drei Jahre sind die Strompreise in Bulgarien in Summe um rund 13 bis 14% gestiegen, betragen aber auch weiterhin nur etwa die Hälfte des westeuropäischen Niveaus.

Mazedonien

In Mazedonien ist der Strommarkt noch weitgehend reguliert und nach dem Single-Buyer-Modell organisiert. Aus dem früheren staatlichen Stromunternehmen wurden im Jahr 2005 zwei Stromerzeuger ausgegliedert: der größte Energieproduzent ELEM sowie TEC Negotino, ein Wärmekraftwerk, das allerdings nur dann betrieben wird, wenn Strommangel herrscht. Im Single-Buyer-Modell fungiert MEPSO, der Betreiber des staatlichen Übertragungsnetzes, als nationaler Energiepool. Aus diesem Pool, der zu 80% aus der Stromproduktion der staatlichen Erzeugungsgesellschaft ELEM und zu 20% aus Stromimporten gespeist wird, deckt die EVN Tochtergesellschaft ESM AD ihren Strombedarf zu 98%.

In Mazedonien werden die Strompreise und die Stromnetztarife vom Regulator geregelt. Als Berechnungsbasis dienen die teilweise gekürzten operativen Kosten bzw. die Beschaffungskosten einschließlich einer kapitalmarktbasierten Verzinsung auf das eingesetzte Gesamtkapital. Im Voraus wird auf Grundlage einer geplanten Absatzmenge ein Durchschnittspreis für das Folgejahr ermittelt, der wiederum auf ein reguliertes Tarifsystem umgelegt wird. In diesem System kann eine Ergebnisverbesserung nur durch Effizienzsteigerung erreicht werden.

EU-Kommission legt drittes Energie-Gesetzpaket vor

Erfolgreiche gesellschaftsrechtliche Entflechtung

Rechtliche Öffnung des Strommarkts per Juli 2007

Gänzliche Regulierung mit Single-Buyer-Modell

Erste Anzeichen der Liberalisierung

Im Berichtsjahr begannen erste Gespräche zur schrittweisen Liberalisierung des mazedonischen Strommarkts, die aus heutiger Sicht für den Zeitraum 2009 bis 2012 vorgesehen ist.

In Mazedonien beträgt der Strompreis weniger als die Hälfte des westeuropäischen Niveaus, womit auch der bulgarische Vergleichswert deutlich unterschritten wird.

Wirtschaftliches Umfeld

Weltweite Wachstumsdynamik
hält an
Die Weltwirtschaft expandierte in den Jahren 2006 und 2007 weiterhin kräftig. Im Jahr 2006 betrug das
reale Wirtschaftswachstum 3,7%. Für 2007 wird trotz der US-Immobilienkrise und der Turbulenzen auf
den internationalen Kapitalmärkten mit einer vergleichbaren Wachstumsrate gerechnet. Die Konjunktur
im Euroraum erreichte 2006 mit einem Plus von 2,7% den Höchstwert seit sechs Jahren und erlebte in
der ersten Jahreshälfte dank einer starken Investitionsnachfrage eine weitere Beschleunigung. Von den zur
Jahresmitte einsetzenden Finanzturbulenzen wird keine bleibende konjunkturelle Eintrübung erwartet, das
wirtschaftliche Fundament des Euroraums gilt als solide genug, um sie zu absorbieren. In Summe wird für
den Euroraum 2007 ein BIP-Anstieg von 2,6% erwartet.
Konjunkturelle Eintrübung
in den USA
In den USA kühlte die Konjunktur in der ersten Jahreshälfte 2007 ab. Nach einem starken Wachstum von
3,4% in 2006 wird für 2007 ein Abflachen auf 1,9% prognostiziert. Die niedrigen realen Einkommenszu
wächse wirkten ebenso dämpfend auf das Konsumklima wie der Einbruch des Immobilienmarkts.
Österreichs Wirtschaft wächst
stärker als EU-Durchschnitt
Die österreichische Wirtschaft profitiert weiterhin von der Dynamik der Weltwirtschaft und dem wirtschaft
lichen Aufholprozess der neuen EU-Mitgliedsländer. Für 2006 wird ein Wirtschaftswachstum von 3,2%
ausgewiesen. Unterstützt von einer starken Exportwirtschaft und einer kräftigen Investitionstätigkeit wird
für 2007 mit einem Plus von 3,5% gerechnet, womit jedoch die Konjunkturspitze erreicht werden dürfte.
In den zwei Folgejahren wird mit einem Rückgang des realen Wirtschaftswachstums auf 2,7% bzw. 2,2%
gerechnet, womit der prognostizierte EU-Vergleichswert jedoch unverändert übertroffen werden würde.
Die Inflationsrate hält sich für 2007 mit etwa 1,9% in Grenzen, für 2008 werden 2,1% erwartet.
BIP-Anstieg in Bulgarien
von über 6%
In Zentral- und Südosteuropa zeigt sich die Wirtschaft robust. Mit Ausnahme von Ungarn liegen die Wachs
tumsraten durchwegs zwischen 5,0% und 6,5%. Bulgarien weist einen konstanten Wachstumstrend aus;
nach 6,1% im Jahr 2006 wird für 2007 ein BIP-Anstieg von 6,4% erwartet. Auch für die folgenden zwei
Jahre wird mit einer Fortsetzung dieser Dynamik gerechnet. Mit 7% bis 8% sollte sich die Industrie über
durchschnittlich stark entwickeln. In Abhängigkeit zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wird für die
Energiewirtschaft für die nächsten Jahre von Steigerungsraten von etwa 4% pro Jahr ausgegangen.
Wirtschaftserholung in
Mazedonien
In Mazedonien fanden im Jahr 2006 Parlamentswahlen statt. Im Schatten des damit verbundenen politi
schen Diskurses lag die Konjunkturentwicklung mit einem Plus von 3,1% unter dem Niveau der Vorjahre.
Eine deutliche Belebung stellte sich seit Anfang 2007 ein. Getragen von einer boomenden Exportwirtschaft
und einer regen Investitionstätigkeit wurde für das erste Halbjahr ein BIP-Anstieg von über 5% gemeldet.
Für das Gesamtjahr wird mit einem Wirtschaftswachstum von über 4% gerechnet.

Konzernlagebericht Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Energiewirtschaftliches Umfeld

2006/07 2005/06 Veränderung in%
Temperaturbedingter Energiebedarf1)
%
72 101
Rohölpreis – Brent
EUR/Barrel
49,24 53,03 –7,1
Gaspreis – GIMP2)
Cent/m³
21,80 22,94 –5,0
Kohle – API#23)
EUR/Tonne
55,58 48,69 14,2
CO2-Zertifikate (1. Periode)4)
EUR/Tonne
3,06 20,74 –85,3
Strom – Spotmarkt
EEX Grundlaststrom
EUR/MWh
34,69 54,62 –36,5
EEX Spitzenstrom
EUR/MWh
49,69 79,21 –37,3
Strom – Forwardmarkt
EEX Grundlaststrom
EUR/MWh
53,62 44,64 20,1
EEX Spitzenstrom
EUR/MWh
79,88 61,15 30,6

1) Berechnet nach Heizgradsummen in Österreich. Die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert 1971–2000.

2) Gasimportpreis (GIMP), Statistik Austria

3) Notierung in ARA

4) EEX – European Energy Exchange

Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen nehmen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der EVN. Die wichtigsten, zum Teil gegensätzlich wirkenden Faktoren werden nachstehend erörtert.

Im österreichischen Versorgungsgebiet der EVN lagen die Temperaturen im Berichtszeitraum gemessen an der Heizgradsumme um 28% über dem langjährigen Durchschnitt; in Mazedonien um 14% und in Bulgarien um 21%. Die Witterung wirkt sich vor allem auf den Energieverbrauch der Haushalte, insbesondere auf deren Gas- und Wärmenachfrage aus. Beide Sektoren versorgte die EVN im Berichtszeitraum nur in Österreich. Der Gasverkauf an Endkunden ging um 26,1% zurück, der Wärmeabsatz um 14,7%. Das Geschäftsjahr 2005/06 war hingegen von einem extrem kalten Winter gekennzeichnet.

Der Preis für das in Europa als Referenz geltende Nordseeöl Brent bewegte sich im Geschäftsjahr 2006/07 trotz der witterungsbedingt schwächeren Nachfrage mit 65,62 USD auf Vorjahresniveau. Gleichzeitig gewann der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert, wodurch in Summe der Rohölpreis auf Euro-Basis um 7,1% auf 49,24 EUR zurückging. Der an den Rohölpreis gekoppelte Gasbezugspreis sank im Berichtszeitraum um 5,0%. Die EVN selbst profitierte von diesen günstigen Bezugsbedingungen, gab sie jedoch auch an ihre Endkunden über Preissenkungen weiter.

Der Preis für CO2-Emissionszertifikate lag um 85,3 % unter dem Vorjahresniveau. Nachdem bekannt wurde, dass die tatsächlichen CO2-Emissionen der meisten EU-Länder weit unter den Erwartungen ausfielen, setzte im April 2006 ein Preisverfall ein. Verstärkt wurde dieser Trend durch den milden Winter, der den Energiebedarf reduzierte. Der Durchschnittspreis für CO2-Emissionszertifikate betrug für das Geschäftsjahr 2006/07 3,06 EUR je Tonne nach 20,74 EUR je Tonne im Vorjahr.

Die fallenden Primärenergiepreise und der deutliche Preisverfall für CO2-Zertifikate lösten in Europa im Berichtszeitraum einen Rückgang der Großhandelspreise für Strom von rund einem Drittel aus. Auf die tatsächlichen Strombeschaffungskosten der EVN wirkt sich eine derartige Reduktion der Spotmarktpreise jedoch nur geringfügig aus, da der Strom bereits in Vorperioden über Terminkontrakte beschafft wurde.

Milde Temperaturen reduzieren Absatz

Rohölpreis auf Eurobasis verliert um 7,1%

Preisverfall der CO2-Emissionszertifikate

Entwicklung der Primärenergiepreise (indexiert)

Entwicklung der CO2-Emissionszertifikatspreise EUR/Tonne

Negative und positive Einflussfaktoren halten sich nahezu die Waage

Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Einflussfaktoren lässt sich Folgendes zusammenfassend feststellen: Günstigere CO2-Zertifikate und ein Preisrückgang der Primärenergieträger Rohöl und Erdgas wirkten sich positiv auf den Geschäftsverlauf der EVN aus. Zum Teil wurden diese Senkungen jedoch an die Endkunden weitergegeben. Der Strombezugspreis konnte aufgrund der Beschaffung über Terminmärkte nicht in vollem Umfang von dieser Entwicklung profitieren. Die witterungsbedingt geringere Nachfrage vor allem nach Wärme und Gas wirkte sich betriebswirtschaftlich negativ aus.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Konzernlagebericht

Geschäftsentwicklung

IFRS-Konzernabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde als Konzernabschluss nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) erstellt.

Der Konsolidierungskreis wurde gegenüber dem Vorjahr um drei vollkonsolidierte Gesellschaften erweitert. Dieser umfasst nunmehr – einschließlich der EVN AG als Konzernmuttergesellschaft – 46 vollkonsolidierte sowie vier quotenkonsolidierte Gesellschaften. Zudem sind zwölf (Vorjahr: 13) Unternehmen at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Seit April 2006 – und damit ab dem 3. Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 der EVN – wird der zu 90% von der EVN erworbene mazedonische Stromversorger ESM im Konzernabschluss vollkonsolidiert. Im Vorjahr ist diese Gesellschaft daher nur mit zwei Quartalen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung berücksichtigt; die erstmalig ganzjährige Konsolidierung schränkt daher die Aussagekraft des Vorjahresvergleichs ein.

Anstieg der Umsatzerlöse

Die EVN konnte im Geschäftsjahr 2006/07 die Umsatzerlöse um 161,6 Mio EUR bzw. 7,8% auf 2.233,1 Mio EUR steigern. Aufgrund des beschriebenen Konsolidierungseffekts und trotz der milden Witterung wurde im Segment Energie eine Umsatzerhöhung um 9,7% auf 1.932,7 Mio EUR realisiert. Aufgrund der Fertigstellung internationaler Großprojekte und der damit einhergehenden Schwankungen weist das Segment Umwelt im Vergleich zum Vorjahr mit 275,1 Mio EUR einen Umsatzrückgang von 5,2% aus. Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges erzielte einen Umsatzanstieg um 27,5% auf 25,3 Mio EUR.

Der erstmalig ganzjährigen Konsolidierung der ESM AD sind nahezu 90% bzw. 145,3 Mio EUR des gesamten Umsatzanstiegs zuzuschreiben. Der Anteil des Segments Energie am Konzernumsatz stieg damit von 85,0% im Vorjahr auf 86,5%. Demgegenüber verringerte sich der Anteil des Segments Umwelt im Vorjahresvergleich leicht von 14,0% auf 12,3%. Der Anteil des Segments Strategische Beteiligungen und Sonstiges von 1,1% blieb nahezu stabil (Vorjahr: 1,0%). Der im Ausland generierte Umsatz stieg von 694,2 Mio EUR auf 833,1 Mio EUR; die Auslandsquote erhöhte sich damit einhergehend von 33,5% auf 37,3%.

Umsatz nach Regionen in Mio EUR

Umsatz nach Segmenten in Mio EUR

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Kurzfassung 2006/07
Mio EUR
2005/06
Mio EUR
Mio EUR Veränderung
%
2004/05
Mio EUR
Umsatzerlöse Energie 1.932,7 1.761,7 171,1 9,7 1.370,2
Umsatzerlöse Umwelt 275,1 290,1 –15,0 –5,2 212,9
Umsatzerlöse Sonstiges 25,3 19,8 5,5 27,5 26,4
Umsatzerlöse 2.233,1 2.071,6 161,6 1.609,5
Bestandsveränderungen und
aktivierte Eigenleistungen 8,3 13,6 –5,3 –39,2 7,7
Sonstige betriebliche Erträge 45,6 40,7 4,8 11,9 41,5
Fremdstrombezug und Energieträger –1.176,1 –1.042,1 –134,0 –12,9 –750,3
Material- und Betriebsaufwand –335,2 –316,1 –19,0 –6,0 –261,3
Personalaufwand –288,9 –263,6 –25,3 –9,6 –232,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –136,1 –106,6 –29,5 –27,7 –79,7
EBITDA 350,7 397,4 –46,8 –11,8 335,2
Abschreibungen –153,3 –213,0 59,7 28,0 –204,2
Operatives Ergebnis (EBIT) 197,3 184,4 12,9 7,0 131,0
Finanzergebnis 90,1 120,5 –30,4 –25,2 55,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 287,4 304,9 –17,4 –5,7 186,2
Ertragsteuern –28,5 –38,1 9,7 25,3 –29,2
Ergebnis nach Ertragsteuern 259,0 266,8 –7,8 –2,9 157,0
davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 31,9 44,9 –12,9 –28,8 12,7
Ergebnisanteil der Aktionäre der
EVN AG (Konzernergebnis) 227,0 221,9 5,1 2,3 144,4
Ergebnis je Aktie
EUR
5,55 5,43 0,12 2,3 3,53

Energiebezugspreise unverändert auf hohem Niveau

Trotz milder Witterung, die zu einem Rückgang in den Energiebezügen führte, ergab sich durch den ganzjährigen Einbezug der mazedonischen ESM AD im Bereich Fremdstrombezug und Energieträger ein positiver Mengeneffekt von 23,0 Mio EUR. Die unter dem Einfluss des Terminmarkts stehenden, steigenden Preise für Energiebezug führten jedoch gleichzeitig zu einem negativen Preiseffekt von 157,0 Mio EUR. Somit ergibt sich für die Aufwandsposition Fremdstrombezug und Energieträger in Summe eine Erhöhung um 134,0 Mio EUR. Die Aufwendungen für zugekaufte CO2-Emissionszertifikate führten trotz eines deutlichen Preisrückgangs für CO2-Zertifikate zu einer Belastung von 7,2 Mio EUR (Vorjahr: 15,6 Mio EUR).

Material- und Betriebsaufwand geringfügig erhöht

Anstieg der Energiebeschaffungsaufwendungen um 12,9%

Der Material- und Betriebsaufwand legte um 19,0 Mio EUR auf 335,2 Mio EUR zu. Einem Rückgang infolge der Fertigstellung des Trinkwasser-Großprojekts in Moskau standen höhere Aufwendungen für das Instandhaltungsprogramm zur Reduktion der Netzverluste in Südosteuropa gegenüber. Mehraufwendungen wurden auch in anderen Geschäftsbereichen – im Wesentlichen durch eine planmäßige Revision der thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr sowie einer Gasturbinenrevision in Theiß und infolge höherer Instandhaltungsaufwendungen im Stromnetzbereich in Niederösterreich – verzeichnet.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Konzernlagebericht

Weniger Mitarbeiter dank erfolgreicher Restrukturierung

Die EVN Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2006/07 einen durchschnittlichen Personalstand von 9.535 Mitarbeitern aus – um 4,4% weniger als im Vorjahr (9.973 Mitarbeiter). Der Hauptgrund dieser Entwicklung liegt in den erfolgreich initiierten Restrukturierungsprogrammen in Bulgarien und Mazedonien, die auch eine sozialverträgliche Verringerung der Mitarbeiteranzahl verfolgen. Trotz dieser Entwicklung nahmen die Personalaufwendungen um 25,3 Mio EUR bzw. 9,6% auf 288,9 Mio EUR zu. Von dem Anstieg sind insgesamt 19,2 Mio EUR der mazedonischen ESM AD zuzuschreiben, die Einmaleffekte im Rahmen des freiwilligen Sozialprogramms in Höhe von 7,6 Mio EUR zu verbuchen hatte. Der restliche Anstieg ist im Wesentlichen kollektivvertraglichen Gehaltserhöhungen und der Einstellung neuer Mitarbeiter in anderen Geschäftsbereichen zuzuschreiben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 29,5 Mio EUR auf 136,1 Mio EUR. Ausschlaggebend waren ein Anstieg der Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien sowie eine Änderung im Ausweis der Gebrauchsabgabe in Niederösterreich, die aufgrund einer Änderung der Netztarifverordnung notwendig wurde.

Geringere Abschreibungen

In Summe reduzierten sich die Abschreibungen der EVN um 59,7 Mio EUR oder 28,0% auf 153,3 Mio EUR. Die darin enthaltene planmäßige Komponente der Abschreibung verringerte sich trotz höherer Investitionen um 3,2 Mio EUR auf 175,5 Mio EUR, da die Abschreibungsbasis aufgrund der im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen – vor allem im Bereich Gasnetz – per Saldo geringer ausfiel.

Als Folge von Werthaltigkeitsprüfungen wurden im Berichtsjahr Zuschreibungen mit einem Gesamtvolumen von 23,1 Mio EUR vorgenommen (Vorjahr: 44,6 Mio EUR). Diese Aufwertungen betrafen vor allem die thermischen Kraftwerke, Wärmeanlagen und die Strombezugsrechte der EVN AG aus Donaukraftwerken, die im anhaltenden Anstieg der Strommarktpreise begründet sind. Während im Vorjahr der Saldo der außerplanmäßigen Wertveränderungen mit –34,4 Mio EUR negativ ausfiel, beträgt die Wertänderung im Geschäftsjahr 2006/07 22,1 Mio EUR.

Weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses

Als Resultat der beschriebenen Einflussfaktoren und Entwicklungen konnte die EVN das operative Ergebnis 2006/07 um 12,9 Mio EUR bzw. 7,0% auf 197,3 Mio EUR steigern. Diese Entwicklung entspricht in etwa jener der Umsatzerlöse, weshalb die EBIT-Marge mit 8,8% nahezu dem Niveau des Vorjahres von 8,9% entspricht.

Vom EBIT der Gruppe entfielen 172,3 Mio EUR bzw. 87,3% auf das Segment Energie, 38,1 Mio EUR bzw. 19,3% auf das Segment Umwelt und –13,0 Mio EUR bzw. –6,6% auf das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Der Anstieg des EBIT im Segment Energie um 21,7% im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis einer rückläufigen Entwicklung der Business Units Erzeugung sowie Südosteuropa und deutlicher Steigerungen der Einheiten Netze sowie Vertrieb. Im Segment Umwelt musste aufgrund der Fertigstellung eines Großprojekts in Moskau und der planmäßigen Revision der Thermischen Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr zwar ein EBIT-Rückgang im Umfang von 17,2% verzeichnet werden, in Summe stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern im Umweltbereich jedoch um 46,6%.

Höhere Personalaufwendungen durch Einmaleffekte und kollektivvertragliche Anpassungen

Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio EUR

EBIT nach Segmenten in Mio EUR

Veränderung des EBIT 2006/07 im Vergleich zum Vorjahr in Mio EUR

Schwächeres Finanzergebnis aufgrund vorjähriger Einmaleffekte

Das Finanzergebnis der EVN Gruppe lag im Geschäftsjahr 2006/07 mit 90,1 Mio EUR um 30,4 Mio EUR bzw. 25,2% unter dem durch Einmaleffekte geprägten Ergebnis des Vorjahres. Der Beitrag der at Equity einbezogenen Unternehmen ging um 25,3 Mio EUR auf 89,8 Mio EUR zurück; bereinigt um Einmaleffekte des Vorjahres in Höhe von 33,0 Mio EUR wird jedoch ein Anstieg um 7,7 Mio EUR ausgewiesen, der die unverändert positive Entwicklung dieser Beteiligungsunternehmen unterstreicht. Das Ergebnis aus anderen Beteiligungen, das im Vorjahr durch den Ertrag aus dem Verkauf der Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich in Höhe von 11,8 Mio EUR geprägt war, stieg vor allem durch die deutliche Erhöhung der Dividendenausschüttung der Verbundgesellschaft um 4,5 Mio EUR auf 37,2 Mio EUR. Beim Zins- und sonstigen Finanzergebnis stand einer deutlichen Erhöhung der Zinserträge aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten – im Berichtsjahr setzten die Leasingzahlungen für die Moskauer Großprojekte Trinkwasseraufbereitungsanlage und Abfallverwertungsanlage ein – ein Anstieg der Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber. Dieser wurde durch die gestiegenen Volumina der Projektfinanzierungen und das allgemein höhere Zinsniveau ausgelöst. Per Saldo belief sich das Zins- und sonstige Finanzergebnis auf –36,9 Mio EUR nach –27,3 Mio EUR im Vorjahr.

Ergebnis nach Ertragsteuern nahezu auf Vorjahresniveau

Bedingt durch das schwächere Finanzergebnis lag das Ergebnis vor Ertragsteuern trotz der operativen Ergebnisverbesserung mit 287,4 Mio EUR um 17,4 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. Vor allem unterstützt von geringeren latenten Steuerverbindlichkeiten, die durch die Körperschaftsteuersenkungen in Bulgarien, Deutschland und Mazedonien in Höhe von 12,9 Mio EUR ausgelöst wurden, reduzierten sich die Ertragsteuern um 9,7 Mio EUR auf 28,5 Mio EUR. Durch diesen Einmaleffekt und den wie auch im Vorjahr hohen Anteil der steuerfreien Beteiligungserträge am Ergebnis lag der effektive Steuersatz mit 9,9% (Vorjahr: 12,5%) deutlich unter dem nominellen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25,0%. Dank dieser Entwicklung lag das Ergebnis nach Ertragsteuern mit 259,0 Mio EUR um lediglich 7,8 Mio EUR bzw. 2,9% unter dem Rekordwert des Vorjahres von 266,8 Mio EUR.

Der Ergebnisanteil anderer Gesellschafter erfasst die Anteile von Konzernfremden am Jahresergebnis vollkonsolidierter Gesellschaften und war im Vorjahr durch einen anteiligen Effekt aus der Bewertung der

Rückgang um 25,2% auf 90,1 Mio EUR

Positiver Einmaleffekt aufgrund

von Steuersenkungen

Konzernlagebericht Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

BEWAG und BEGAS in Höhe von 9,2 Mio EUR beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2006/07 ging dieser Ergebnisanteil um 12,9 Mio EUR auf 31,9 Mio EUR zurück. Das Konzernergebnis ist dadurch mit 227,0 Mio EUR in Summe um 2,3% bzw. 5,1 Mio EUR höher als der Vergleichswert des Vorjahres.

Die Anzahl der ausstehenden Aktien ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert, weshalb sich in Summe das Ergebnis je Aktie von 5,43 EUR auf 5,55 EUR verbessert. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Anhebung der Dividende auf 1,50 EUR je Aktie vorschlagen. Die Ausschüttungsquote steigt damit um 1,2 Prozentpunkte auf 27,0%; die Dividendenrendite zum Schlusskurs 30.9.2007 beläuft sich auf 1,7%.

Ergebnis und Dividende je Aktie in EUR

Entwicklung ausgewählter Kennzahlen

Kennzahlen 2006/07 2005/06 2004/05
ROE
%
9,0 10,6 8,2
Durchschnittliches Eigenkapital
Mio EUR
2.885,3 2.520,7 1.920,5
ROCE
%
7,1 7,9 6,2
Durchschnittliches Capital Employed
Mio EUR
4.624,6 4.068,8 3.270,7
WACC
%
6,5 6,5 6,0
OpROCE
%
9,0 10,8 9,4
EVA
Mio EUR
77,5 118,8 82,9

Das im Geschäftsjahr 2006/07 erwirtschaftete Konzernergebnis entspricht einem Return on Equity (ROE) von 9,0% nach 10,6% im Vorjahr. Der Return on Capital Employed (ROCE) lag mit 7,1% ebenfalls unter dem Vorjahresniveau von 7,9%. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die Erhöhung der Eigenkapitalbasis zurückzuführen, die vor allem durch die weitere Aufwertung der Beteiligung an der Verbundgesellschaft und das erzielte Ergebnis bewirkt wurde. Das durchschnittliche Capital Employed stieg damit einhergehend um 555,8 Mio EUR auf 4.624,6 Mio EUR. Der um Impairments und Einmaleffekte sowie die Marktbewertung der Verbund-Beteiligung bereinigte Return on Capital Employed (OpROCE) verringerte sich von 10,8% auf 9,0%. Die gewogenen Kapitalkosten der EVN nach Steuern (WACC) – unter Berücksichtigung spezifischer Unternehmens- und Länderrisiken – beliefen sich im Berichtszeitraum wie im Vorjahr auf 6,5%.

Deutlicher Anstieg der Bilanzsumme

Die Bilanzsumme der EVN Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 416,1 Mio EUR auf 6.261,9 Mio EUR. Branchenbedingt ist die Bilanzstruktur durch hohe Anlagenintensität und langfristige Finanzierungskomponenten geprägt. Das langfristige Vermögen legte im Vorjahresvergleich um 384,1 Mio EUR auf 5.166,0 Mio EUR zu, wodurch sich sein Anteil am Gesamtvermögen auf 82,5% erhöhte. Von diesem Anstieg entfielen – ausgelöst vor allem durch die laufenden Investitionen – 117,7 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die anderen finanziellen Vermögenswerte stiegen vor allem durch die Erhöhung und den neuerlichen Wertzuwachs der Verbund-Beteiligung um 170,3 Mio EUR. Das Volumen der übrigen langfristigen Vermögenswerte erhöhte sich vorwiegend aufgrund des Anstiegs der langfristigen Leasingforderungen durch das laufende Projektgeschäft – vor allem aus der Errichtung der Abfallverwertungsanlage in Moskau – um 96,2 Mio EUR auf 615,3 Mio EUR.

Bilanzstruktur in%

Kurzfristiges Fremdkapital

Langfristiges Fremdkapital Eigenkapital

Konzern-Bilanz
Kurzfassung 30.9.2007
Mio EUR
30.9.2006
Mio EUR
Mio EUR Veränderung
%
30.9.2005
Mio EUR
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.477,0 2.359,3 117,7 5,0 2.060,0
At Equity einbezogene Unternehmen
und andere finanzielle Vermögenswerte 2.073,7 1.903,4 170,3 8,9 1.659,3
Übrige langfristige Vermögenswerte 615,3 519,1 96,2 18,5 352,8
5.166,0 4.781,9 384,1 8,0 4.072,1
Kurzfristige Vermögenswerte 1.095,9 1.063,9 32,0 3,0 667,5
Summe Aktiva 6.261,9 5.845,8 416,1 7,1 4.739,6
Passiva
Eigenkapital
Anteile des EVN Konzerns 2.788,0 2.523,3 264,7 10,5 2.094,2
Anteile anderer Gesellschafter 226,7 232,7 –6,0 –2,6 191,2
3.014,7 2.756,0 258,8 9,4 2.285,4
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.172,6 1.397,2 –224,6 –16,1 1.035,6
Latente Steuerverbindlichkeiten
und langfristige Rückstellungen 856,9 813,9 43,0 5,3 682,7
Vereinnahmte Baukosten- und
Investitionszuschüsse und übrige
langfristige Verbindlichkeiten 371,0 325,9 45,1 13,8 294,5
2.400,6 2.537,0 –136,5 –5,4 2.012,7
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 247,2 15,3 232,0 2,3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 599,4 537,6 61,8 11,5 439,3
846,6 552,8 293,8 53,1 441,5
Summe Passiva 6.261,9 5.845,8 416,1 7,1 4.739,6

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten stand der Verringerung der sonstigen Forderungen, die vor allem durch die Zahlung der Forderung aus dem Verkauf der Energie AG Oberösterreich ausgelöst wurde, eine Erhöhung der liquiden Mittel in Form von kurzfristigen Wertpapieren gegenüber. In Summe erreichten die kurzfristigen Vermögenswerte mit 1.095,9 Mio EUR in etwa das Vorjahresniveau.

Das Eigenkapital exklusive Anteile anderer Gesellschafter erhöhte sich um 264,7 Mio EUR auf 2.788,0 Mio EUR. Getragen wurde diese Entwicklung vom verbesserten Konzernergebnis von 227,0 Mio EUR sowie von den ergebnisneutralen Wertänderungen durch den Anstieg der Verbund-Beteiligung. Demgegenüber steht die Dividendenzahlung des Vorjahres der EVN AG von 57,2 Mio EUR. In Summe stieg die Eigenkapitalquote trotz der deutlichen Bilanzverlängerung im Vergleich zum Vorjahr von 47,1% auf 48,1% an.

Verschuldungsgrad 2006/07
Mio EUR
2005/06
Mio EUR
Mio EUR Veränderung
%
2004/05
Mio EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.172,6 1.397,2 –224,6 –16,1 1.035,6
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1) 225,4 0,1 225,3 0,7
Fonds liquider Mittel –54,4 –76,8 22,4 29,2 –82,4
Kurzfristige Wertpapiere –395,7 –282,7 –113,0 –40,0 –177,2
Langfristige Wertpapiere –101,2 –94,2 –7,0 –7,5 –90,3
Ausleihungen –21,4 –13,6 –7,8 –57,0 –12,6
Nettoverschuldung 825,3 930,0 –104,7 –11,3 673,8
Eigenkapital 3.014,7 2.756,0 258,8 9,4 2.285,4
Gearing
%
27,4 33,7 6,42) 29,5

1) Exkl. der im Fonds liquider Mittel enthaltenen Kontokorrentverbindlichkeiten. 2) Prozentpunkte

Mit dem Rückgang der Nettoverschuldung vor allem durch gestiegene liquide Mittel und einem Anstieg des Eigenkapitals verbesserte sich das Gearing deutlich um 6,4 Prozentpunkte auf 27,4%, womit der Branchendurchschnitt weiterhin klar unterschritten wird.

Die mit 3,25% verzinste CHF-Obligation und die mit 5,00% verzinste DEM-Anleihe in Höhe von insgesamt 225,4 Mio EUR werden am 8.4.2008 bzw. 26.8.2008 getilgt werden und daher zum Bilanzstichtag unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Finanzlage der EVN wird trotz dieser Tilgungen weiterhin sehr stabil bleiben und auch künftig die Erfüllung der Anforderungen aus der Geschäftsentwicklung ermöglichen. Neben den liquiden Mitteln steht der EVN bis 2013 eine revolvierende Kreditlinie von über 600 Mio EUR zur Verfügung.

Entwicklung des Cash Flow

Die unbaren Ergebniskomponenten, die im Vorjahr im Finanzergebnis durch die Einmaleffekte aus der at-Equity-Bewertung der BEWAG und BEGAS sowie dem Ertrag aus dem Verkauf des Anteils an der Energie AG Oberösterreich geprägt waren, lagen trotz geringerer Abschreibungen aufgrund von Zuschreibungen im Anlagevermögen im laufenden Geschäftsjahr nur geringfügig unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Rückgang des Cash Flow aus dem Ergebnis um 22,9 Mio EUR auf 412,1 Mio EUR ist daher im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen.

Anleihentilgungen in Höhe von 225,4 Mio EUR in 2008

Cash Flow aus dem Ergebnis leicht rückläufig

Mio EUR Mio EUR Mio EUR % 2004/05
Mio EUR
287,4 304,9 –17,4 –5,7 186,2
124,7 130,1 –5,4 –4,2 121,9
412,1 435,0 –22,9 –5,3 308,1
–51,7 –14,7 –37,0 –25,6
–17,6 –20,6 3,0 14,6 –15,5
342,8 399,7 –56,9 –14,2 267,1
–114,7
–284,3
–80,2
–107,7 –100,7 –7,0 –7,0 255,2
–295,2 –719,9 424,7 59,0 –223,9
–70,1 314,6 –384,7 –25,5
–22,4 –5,6 –16,8 17,6
76,8 82,4 –5,6 –6,8 64,8
54,4 76,8 –22,4 –29,2 82,4
2006/07
–206,2

18,8
2005/06
–210,9
–227,9
–180,4
4,7
227,9
199,2
Veränderung
2,2

Operativer Cash Flow: 342,8 Mio EUR

Nach Berücksichtigung der Veränderung des Working Capital, in dem ein Anstieg der Vorräte und sonstigen Forderungen nur bedingt durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten ausgeglichen wurde, reduzierte sich der operative Cash Flow gegenüber dem Vorjahr um 56,9 Mio EUR bzw. –14,2% auf 342,8 Mio EUR.

Der Mittelabgang in Form des Cash Flow aus dem Investitionsbereich, der im Vorjahr vor allem durch den Erwerb der ESM AD sowie Veranlagungen in mittelfristigen Wertpapieren geprägt war, fiel in der laufenden Periode durch den Eingang der Forderung aus dem Verkauf der Energie AG – der größtenteils in kurzfristige Wertpapiere veranlagt wurde – mit insgesamt –295,2 Mio EUR um 424,7 Mio EUR geringer aus.

Bei einer nur geringfügigen Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten führte der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich aufgrund der Dividendenzahlungen an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2005/06 sowie an Minderheitengesellschafter vollkonsolidierter Gesellschaften im Geschäftsjahr 2006/07 zu einem Mittelabfluss von 70,1 Mio EUR.

Verbesserte Net Debt Coverage und niedrigeres Interest Cover

In Summe erzielte die EVN im Geschäftsjahr 2006/07 einen Cash Flow von –22,4 Mio EUR, wodurch die liquiden Mittel auf 54,4 Mio EUR zurückgingen. Per 30.9.2007 wurden jedoch zusätzlich kurzfristige Wertpapiere mit einem Volumen von 395,7 Mio EUR (Vorjahr: 282,7 Mio EUR) gehalten, die nach IFRS aber nicht

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Konzernlagebericht

dem Fonds der liquiden Mittel zuzurechnen sind. Die Liquiditätssituation der EVN ist damit weiterhin sehr stabil. Durch die deutliche Reduktion der Nettoverschuldung stieg die Net Debt Coverage von 49,1% auf 50,7%. Das Interest Cover reduzierte sich durch gestiegene Zinsaufwendungen und einen Rückgang der Funds from Operations entsprechend von 8,1 auf 5,5.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Investitionen der EVN in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lagen im Berichtszeitraum mit 277,7 Mio EUR um 26,2 Mio EUR über der Vergleichsperiode. Dem Rückgang im Kraftwerksbereich durch die Fertigstellung mehrerer Windparks im Vorjahr stand im Wesentlichen ein Anstieg in Bulgarien und Mazedonien – hier wurde das Investitionsprogramm zur Reduktion der Netzverluste fortgesetzt – und im Segment Umwelt gegenüber.

Einen Überblick der wichtigsten Investitionsschwerpunkte liefert die folgende Tabelle:

2006/07
13,1
12,0
104,7
81,8
16,3
21,0
20,9
83,2
63,0
20,2
53,6
20,0
13,1
9,3
2,1
277,7

Struktur der Investitionen

Mitarbeiter

Integration der Mitarbeiter in Bulgarien und Mazedonien

Anstieg der Weiterbildungsaufwendungen um 47,6%

Mit der Expansion in den südosteuropäischen Raum hat sich der durchschnittliche Personalstand der EVN während der letzten drei Jahre mehr als verdreifacht. Die Integration dieser Mitarbeiter bildete auch im Berichtsjahr einen Schwerpunkt des EVN Personalmanagements. Mit der Gründung von Schulungseinrichtungen in Bulgarien wurde wie auch in Mazedonien die organisatorische Basis der Aus- und Weiterbildungsoffensive geschaffen. Das Bildungsangebot wird schrittweise auf alle Organisationsebenen ausgedehnt und sieht neben Fach- und EDV-Kursen auch die Einführung von Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen vor.

Die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) beliefen sich im Geschäftsjahr 2006/07 auf rund 3,1 Mio EUR, um 47,6% mehr als im Vorjahr. Das durchschnittliche Bildungsbudget je Mitarbeiter betrug damit rund 321,7 EUR nach 212,8 EUR im Vorjahr.

Um den Unternehmenserfolg in Südosteuropa langfristig abzusichern, ist eine erforderliche Steigerung der betrieblichen Produktivität notwendig. Die EVN ist überaus bemüht, die dafür notwendige Reduktion der Mitarbeiteranzahl so sozial wie möglich zu gestalten. Ähnlich wie zuvor in Bulgarien wurde im Berichtsjahr in Mazedonien in enger Abstimmung mit der Betriebsgewerkschaft ein Sozialplan ausgearbeitet, der Richtlinien für den geplanten Mitarbeiterabbau festhält.

Im Interesse der Sicherheit, Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter setzt die EVN zahlreiche Aktionen, die von der Gesundheits- und Sicherheitsvorsorge über flexible Arbeitszeitmodelle, umfassende interne Information, Ideenmanagement, betriebliche Altersvorsorge bis hin zu einem geförderten Freizeitangebot reichen.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Die EVN hat den schonenden Umgang mit Ressourcen fest in ihrer nachhaltig orientierten Unternehmensführung verankert und sieht darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor. Mit der Forcierung erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft, Biomasse oder Biogas wird nicht nur ein wertvoller Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen geleistet, sondern auch die eigene Abhängigkeit von fossilen Primärenergieträgern reduziert. Um einen möglichst hohen Wirkungsgrad der Produktionsanlagen zu erreichen, kommen modernste Technologien wie Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz. Nahezu alle kalorischen Anlagen der EVN können ein Umweltzertifikat aufweisen.

Auf Basis dieses bestehenden Umweltmanagementsystems wurden die Anforderungen an Umwelt- und Arbeitsschutz, Recht und Sicherheit in einem einheitlichen System erfasst sowie sämtliche darauf bezogene Maßnahmen in eine einheitliche Struktur zusammengeführt. Den nächsten Schritt bildet die Erweiterung dieses Integrierten Managementsystems um die Dimension der Nachhaltigkeit.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit als fixer Bestandteil der Unternehmensstrategie

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Konzernlagebericht

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2007/08

Der Geschäftserfolg der EVN hängt – wie im Geschäftsjahr 2006/07 wiederholt deutlich wurde – vor allem im Energiebereich in hohem Maße von der Entwicklung der Außentemperaturen ab und wird zudem vom projektspezifischen Charakter des Segments Umwelt beeinflusst. Die für das Geschäftsjahr 2007/08 erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung resultiert demnach aus folgenden Faktoren:

  • Für das Business Unit Erzeugung wird von einer leichten Umsatzverbesserung und einer stabilen Ergebnisentwicklung ausgegangen. Sollte der Temperaturverlauf dem langjährigen Trend entsprechen, würde dadurch ein infolge von Revisionsarbeiten geplantes niedrigeres Produktionsvolumen sowie geplante steigende Projektvorkosten teilweise kompensiert werden.
  • Im Business Unit Netze sollte bei durchschnittlichen Temperaturen vor allem im Gasbereich eine deutliche Absatzsteigerung realisiert werden können. Tarifbedingt wird mit keinen negativen Einflüssen auf die Netzerlöse gerechnet.
  • Im Business Unit Vertrieb wird aufgrund der erwarteten Mengen- und Preiseffekte von einer Umsatzsteigerung ausgegangen, wobei positive Beiträge aus der energiewirtschaftlichen Optimierung erwartet werden. Aufgrund des diesjährigen positiven Einmaleffekts aus der Vermarktungsstrategie wird das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2006/07 schwierig zu halten sein.
  • Die Integration im Business Unit Südosteuropa wird planmäßig fortgesetzt, die insgesamt zu einer positiven Entwicklung führen sollte. Der Geschäftsverlauf in Bulgarien wird von der erfolgreichen Bewältigung der anstehenden Marktliberalisierung abhängen. In Mazedonien kann eine Ergebnisverbesserung aufgrund der Regulierungspolitik nur durch Effizienzsteigerungen und eine weitere Reduktion der Netzverluste erreicht werden.
  • Das Segment Umwelt sollte sowohl umsatz- als auch erfolgsmäßig weiterwachsen. Im Ver- und Entsorgungsgeschäft wird eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung erwartet, während im Projektgeschäft die Akquisition neuer Großprojekte geplant ist.
  • Im Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges wird mit einer weiteren positiven Entwicklung gerechnet.

Bei Erfüllung der genannten Prämissen kann für das Geschäftsjahr 2007/08 in Summe mit einem weiteren Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet werden. Das operative Ergebnis sollte zumindest stabil bleiben. Für das Finanzergebnis wird ein mit dem Geschäftsjahr 2006/07 vergleichbares Niveau angestrebt, womit in Summe das Konzernergebnis an das Geschäftsjahr 2006/07 anschließen würde. Eine Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik wird in Abstimmung zum wertorientierten Wachstumskurs angestrebt.

Für das Geschäftsjahr 2007/08 plant die EVN eine markante Erhöhung der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Großprojekte im Rahmen des Infrastrukturkonzepts Zentralraum Niederösterreich werden zügig fortgesetzt. Dieses Vorhaben konzentriert sich auf das Areal der EVN in Dürnrohr/Zwentendorf und umfasst die Kapazitätserweiterung der Thermischen Abfallverwertungsanlage, den Anlageausbau im Kraftwerk Dürnrohr zur Weiterverarbeitung der anfallenden Wärme aus der Biomasse- und Müllverbrennungsanlage sowie den Ausbau der Fernwärme-Transportleistung von Dürnrohr nach St. Pölten. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit bei steigender Nachfrage werden die Investitionen in das niederösterreichische Strom- und Gasnetz auf hohem Niveau weitergeführt. In Südosteuropa wird das Investitionsprogramm zur Modernisierung und zum Ausbau der Netze fortgesetzt.

Stabiles Fundament für weiteres Wachstum

Markante Erhöhung des Investitionsvolumens geplant

Risikomanagement

Der international operierende EVN Konzern ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Um dieser Ausrichtung und den neuen gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen, wurde im Berichtsjahr das Risikomanagement überarbeitet. Die entwickelten, konzernweit einheitlichen Richtlinien für das Risikomanagement ermöglichen eine detaillierte Abbildung der gegenwärtigen Risikosituation, wobei auch die mit den Risiken verbundenen Chancen berücksichtigt werden.

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements ist das frühzeitige Erkennen von potenziellen Risiken und Chancen, damit von den operativen Gesellschaften entsprechende Maßnahmen zur Schadensminimierung bzw. Realisierung zeitnah eingeleitet werden können.

Risikodefinition

Der EVN Konzern definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von geplanten Unternehmenszielen. Bei der Beurteilung und der Steuerung der Risiken werden auch die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.

Organisation des Risikomanagements

Im EVN Konzern erfolgt das Risikomanagement in einem zweistufigen System. In den operativen Einheiten wurden Risikoverantwortliche bestimmt, die die Informationsweitergabe an das zentrale Risiko-Controlling sicherstellen. Dort werden die Informationen mit Unterstützung einer Spezial-Software ausgewertet. Die daraus abgeleiteten Ergebnisse und Erkenntnisse werden im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung an den Vorstand und die Risikoverantwortlichen übermittelt. Ein bereichsübergreifendes Risiko-Komitee trifft sich in regelmäßigen Abständen, um die Risikosituation zu diskutieren und konzernweite Gegenmaßnahmen zu koordinieren. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wird regelmäßig von der internen Revision und dem Abschlussprüfer überprüft. Als Ziele des Risikomanagements sind definiert:

  • die Förderung der Risikokultur
  • die Identifikation und Bewertung von Risiken
  • die Kommunikation der Risiken an die Entscheidungsträger
  • das Management der Risiken durch geeignete Maßnahmen

Operative Risiken

Diese Risiken umfassen die Erzeugung und Verteilung von elektrischer Energie, die Beschaffung und Verteilung von Gas sowie die Produktion und den Vertrieb von Wärmeenergie. Im Segment Umwelt erstreckt sich diese Kategorie auf die Geschäftsfelder thermische Abfallentsorgung sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung. Um Betriebsstörungen jeglicher Art zu vermeiden, betreibt die EVN Gruppe modernste technische Anlagen, um eine höchstmögliche Zuverlässigkeit gewährleisten zu können. Laufende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen sowie Qualitätskontrollen werden diesen Risiken ebenso entgegen gehalten wie kontinuierliche Investitionen in die Erneuerung und den Ausbau der Netze und Anlagen. Einen besonderen Stellenwert nimmt das Know-how der Mitarbeiter ein, das durch laufende Weiterbildungsprogramme abgesichert wird. Projektrisiken, die vorwiegend im Segment Umwelt auftreten, wird mit einem integrierten Projekt-Controlling begegnet.

Verantwortliche in operativen Einheiten berichten an zentrales Risiko-Controlling

Adaptierung des

Risikomanagement-Systems

Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit nimmt oberste Priorität ein

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Konzernlagebericht

Rechtliche Risiken

Aufgrund ihres Unternehmensgegenstands und des erweiterten geografischen Aktionsradius ist das rechtliche Umfeld der EVN überaus dynamisch und wird von Richtlinien und Gesetzen der EU ebenso tangiert wie von den jeweiligen nationalen Bestimmungen. Um diesen Entwicklungen bestmöglich gewachsen zu sein, kooperiert die EVN auf nationaler und internationaler Ebene eng mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

In diese Kategorie fallen Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken ebenso wie Marktpreisrisiken in Bezug auf die Verwertung von Strom, Gas, Kohle, Öl und CO2-Zertifikaten. Die EVN Gruppe führt zur Steuerung der Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken ein zentrales Treasury. Auf Basis von Konzernrichtlinien und definierten Grenzwerten verwendet das zentrale Treasury derivative Finanzinstrumente, um finanzwirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Derartige Transaktionen finden ausschließlich in Zusammenarbeit mit Banken erstklassiger Bonität statt.

Das Kredit- bzw. Ausfallsrisiko resultiert aus der potenziellen Nicht- bzw. mangelhaften Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen der Geschäftspartner. Um das Ausfallsrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Vertragspartner durchgeführt. Bei Nichterreichen der definierten Bonitätsanforderungen ist vor Geschäftsabschluss eine ausreichende Besicherung erforderlich. Preisänderungsrisiken entstehen aufgrund von Schwankungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten. Die Entwicklung der Primärenergiepreise, der Strompreise am Absatz- und Beschaffungsmarkt sowie Kursänderungsrisiken von Wertpapieren des Umlaufvermögens bilden die wichtigsten Faktoren. Für die Absicherung der Preisrisiken für Strom, Gas, Öl und Steinkohle werden Absicherungsinstrumente in Form von Termingeschäften, Optionen und Swaps abgeschlossen. Eine frühzeitige Finanzplanung und das Festlegen von Grenzwerten gewährleisten eine ausreichende Liquidität, um allen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das ständige Beobachten der Kapitalmärkte ermöglicht eine rasche Reaktion auf Veränderungen. Zur Überwachung der Risiken kommen anerkannte Risikotools wie Value at Risk, Sensitivitätsanalysen oder Expertenschätzungen zum Einsatz.

Ereignisrisiken

Ereignisrisiken, die vorwiegend durch höhere Gewalt ausgelöst werden, wird mit dem Abschluss adäquater Versicherungen entgegengewirkt.

Mitarbeiter

Der Geschäftserfolg der EVN ist in hohem Maß vom Potenzial und der Qualifikation der Mitarbeiter abhängig. Um diesen Erfolgsfaktor abzusichern, bietet die EVN ein umfassendes Weiterbildungsprogramm an. Auch zur Gewährleistung der Sicherheit, Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter wird eine Vielzahl von Initiativen ergriffen.

Gesamtrisikoprofil

Mit der zunehmenden geografischen und sektoralen Diversifikation der EVN verändert sich auch ihre Risikosituation kontinuierlich. Mit Ende des Berichtsjahres waren allerdings keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der EVN gefährden könnten.

Risikominimierung durch zentrales Treasury und laufendes Monitoring

Absicherungsinstrumente für volatile Märkte

Keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar

Die wichtigsten Risiken der EVN und Maßnahmen zu deren Minimierung

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Preisrisiko Primärenergie

Anstieg der Beschaffungspreise für Gas und Kohle aufgrund der weltweit stetig steigenden Nachfrage nach Primärenergieträgern ➝ Preisprognosen, Absicherungsstrategien und Diversifikation am Beschaffungsmarkt

Preisrisiko Strom

Ergebnisbeeinflussung durch Volatilität der Strompreise

➝ Preisprognosen und Absicherungsstrategien

CO2-Zertifikaterisiko

Hohe bzw. volatile Beschaffungspreise ➝ Ausbau erneuerbarer Energiequellen sowie Realisierung von Energiesparmaßnahmen bei Bestandsanlagen und Preisabsicherungsstrategien

Betriebsrisiken

IT-Risiko

Abhängigkeit von einem System bzw. einem Rechenzentrum durch standardisierte IT-Umgebung ➝ Risikominimierung durch regelmäßige technologische Weiterentwicklungen der IT-Systeme

Netzausfallrisiko

Technische Störungen ➝ Strenge Wartungs- und Qualitätskontrollen, regelmäßige Beobachtung und Instandhaltung

Technologierisiko

Eingeschränkte Funktions- und Leistungsfähigkeit der genutzten Technologien ➝ Strenge technische Vorschriften sowie umfangreiche Weiterbildungsprogramme für Mitarbeiter

Betriebsrisiko

Eingeschränkte (sach-, kosten- und termingerechte) Erbringung von Sach- und Dienstleistungen durch interne Faktoren ➝ Strenge Wartungs- und Qualitätskontrollen sowie

Mitarbeiterschulungen

Umfeldrisiken Politisches Risiko

Verfassungsrechtliche Änderungen eines Landes sowie das Ausbrechen von gesellschaftlichen Konflikten ➝ Lobbying

Risiko durch Gesetzgebung

Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen

➝ Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene

Lieferantenrisiko

Begrenzte Verfügbarkeit und Qualität von Anlagenkomponenten ➝ Strenge Qualitätskontrollen und eine langjährige Zusammenarbeit mit Lieferanten

Finanzrisiken

Währungsrisiko

Finanzierung in Fremdwährungen und Transfer von und zu Auslandsbeteiligungen ➝ Überwachung, Grenzwerte und Absicherungsstrategien

Zinsänderungsrisiko

Veränderungen der Zinsniveaus ➝ Laufende Überwachung und Instrumente wie Value-at-Risk, Limits und Absicherungsstrategien

Kursänderungsrisiko

Schwankungen am Kapitalmarkt ➝ Überwachung, Limits und Absicherungsstrategien

Kreditrisiko

Zahlungsunfähigkeit eines Geschäftspartners ➝ Bonitätsprüfungen, Überwachung, Limits und Absicherungsstrategien

Sonstige Risiken

Sprache/Kultur

Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen ➝ Weiterbildungsprogramme zur Schulung der sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter Infrastrukturrisiko

Nicht effiziente Steuerung der Inputströme einer Anlage ➝ Regelmäßige Kontrollen und Überprüfungen der vorhandenen und zukünftig benötigten Infrastruktur

Projektrisiko

Verzögertes Erreichen eines Projektziels ➝ Regelmäßige Analyse und Beobachtung durch integriertes Projektcontrolling

Komplikationen Fremdanlagen

Grenzüberschreitende Beeinflussung der Netzleistung ➝ Technische Nachrüstungen bei den Schnittstellen der unterschiedlichen Netze und Ausbau der Netzkapazitäten

Maria Enzersdorf, am 19. November 2007 EVN AG

Der Vorstand

Sprecher des Vorstands

Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Inhalt

Konzernabschluss 2006/07

Nach IFRS (International Financial Reporting Standards)

Konzern-Bilanz 68
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 69
Konzern-Geldflussrechnung 70
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 71
Konzernanhang 72
Grundsätze der Rechnungslegung
77
Konsolidierung
82
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
94
Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
113 Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
119 Sonstige Angaben
Beteiligungen der EVN 129
Bestätigungsvermerk 133

Konzern-Bilanz

Erläuterung1) 30.9.2007
TEUR
30.9.2006
TEUR
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
25
327.857,2 332.955,7
Sachanlagen
26
2.149.128,1 2.026.371,6
At Equity einbezogene Unternehmen
27
460.310,7 424.319,8
Andere finanzielle Vermögenswerte
28
1.613.362,0 1.479.098,9
Aktive latente Steuern
41
1.032,4 1.296,9
Übrige langfristige Vermögenswerte
29
614.303,8 517.806,3
5.165.994,3 4.781.849,1
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
30
84.127,5 70.725,1
Kurzfristige Forderungen und
sonstige kurzfristige Vermögenswerte
31
539.900,1 618.593,9
Liquide Mittel
32
471.904,1 374.622,4
1.095.931,6 1.063.941,5
Summe Aktiva 6.261.925,9 5.845.790,6
Passiva
Eigenkapital
Anteile des EVN Konzerns
33-38
2.788.012,5 2.523.276,1
Anteile anderer Gesellschafter
39
226.720,8 232.676,8
3.014.733,3 2.755.952,9
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
40
1.172.612,3 1.397.169,2
Latente Steuerverbindlichkeiten
41
399.807,9 379.699,7
Langfristige Rückstellungen
42
457.122,7 434.208,3
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse2)
43
324.041,4 287.457,4
Übrige langfristige Verbindlichkeiten2)
44
46.968,7 38.479,4
2.400.553,0 2.537.014,0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
45
247.233,6 15.271,5
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten
46
58.870,5 58.422,2
Lieferantenverbindlichkeiten2)
47
297.980,0 258.553,8
Kurzfristige Rückstellungen2)
48
92.956,6 89.816,3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
49
149.598,9 130.760,0
846.639,6 552.823,8
Summe Passiva 6.261.925,9 5.845.790,6

1) Die Erläuterungen im Anhang sind integrierender Bestandteil dieser Bilanz.

2) Die Vorjahresvergleichswerte wurden aufgrund der neuen Darstellung angepasst.

Siehe Erläuterung 23. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

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Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Erläuterung1) 2006/07
TEUR
2005/06
TEUR
Umsatzerlöse 50 2.233.124,3 2.071.571,5
Bestandsveränderungen –5.098,3 –955,5
Aktivierte Eigenleistungen 13.353,7 14.541,3
Sonstige betriebliche Erträge 51 45.585,5 40.739,4
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen 52 –1.511.279,0 –1.358.240,8
Personalaufwand 53 –288.893,2 –263.606,3
Abschreibungen 54 –153.339,9 –213.015,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 55 –136.138,3 –106.629,0
Operatives Ergebnis (EBIT) 197.314,9 184.405,0
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen 56 89.844,7 115.109,2
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 57 37.160,6 32.673,9
Zins- und sonstiges Finanzergebnis 58 –36.880,0 –27.303,5
Finanzergebnis 90.125,3 120.479,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 287.440,2 304.884,6
Ertragsteuern 59 –28.462,2 –38.120,8
Ergebnis nach Ertragsteuern
davon
258.978,0 266.763,8
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 31.948,3 44.882,3
Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis) 227.029,7 221.881,5
Ergebnis je Aktie in EUR2) 60 5,55 5,43
Dividende je Aktie in EUR 1,503) 1,40

1) Die Erläuterungen im Anhang sind integrierender Bestandteil dieser Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

2) Verwässert ist gleich unverwässert. 3) Vorschlag an die Hauptversammlung.

Konzern-Geldflussrechnung

TEUR 2006/07 2005/061)
Ergebnis vor Ertragsteuern 287.440,2 304.884,6
+Abschreibungen/– Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 153.339,9 213.015,8
– Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen Unternehmen –10.205,4 –49.161,0
– Gewinne/+ Verluste aus Fremdwährungsbewertungen –105,0 –6.115,3
– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –5.644,4 –17.576,9
– Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen –27.835,1 –23.334,4
– Gewinne/+ Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten
des Investitionsbereichs –331,4 210,4
+Zunahme/– Abnahme von langfristigen Rückstellungen 15.482,2 13.093,6
Cash Flow aus dem Ergebnis 412.140,9 435.016,8
– Zunahme/+Abnahme der kurzfristigen Vorräte
und der kurzfristigen Forderungen –89.812,1 –15.000,2
+Zunahme/– Abnahme von kurzfristigen Rückstellungen –9.623,2 –40.441,7
+Zunahme/– Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten
sowie der übrigen Verbindlichkeiten 47.747,4 40.729,0
– Zahlungen für Ertragsteuern –17.623,6 –20.581,8
Cash Flow aus dem operativen Bereich 342.829,4 399.722,1
+Einzahlungen aus Anlagenabgängen 2.675,4 1.294,7
+Einzahlungen aus Baukosten- und Investitionszuschüssen 64.419,0 39.136,0
+Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
und übrigen langfristigen Vermögenswerten 201.943,8 32.780,4
+Einzahlungen aus Abgängen von kurzfristigen Finanzinvestitionen2) 81.513,9 114.768,7
– Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe –227.909,9
– Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen –273.341,9 –251.343,8
– Auszahlungen aus Zugängen von Finanzanlagen
und übrigen langfristigen Vermögenswerten –183.122,0 –213.187,6
– Auszahlungen aus Zugängen von kurzfristigen Finanzinvestitionen2) –189.244,1 –215.471,8
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –295.155,9 –719.933,1
– Gezahlte Dividende EVN AG –57.234,0 –47.013,7
– Gezahlte Dividende an Minderheitengesellschafter
vollkonsolidierter Tochterunternehmen –35.147,0 –26.329,7
+Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 128.268,3 418.160,5
– Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten –106.002,3 –30.223,5
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –70.115,0 314.593,6
Cash Flow gesamt –22.441.4 –5.617,5
Fondsveränderungen2)
Liquide Mittel am Anfang der Periode
Liquide Mittel am Ende der Periode
76.797,4
54.356,0
82.414,9
76.797,4
Cash Flow gesamt –22.441,4 –5.617,5

1) Die Vorjahresvergleichswerte wurden aufgrund der z.T. neuen Darstellung angepasst. 2) In dieser Position wird die Veränderung

von Wertpapieren ausgewiesen, die zur Veranlagung der kurzfristigen Liquidität dienen, jedoch nicht die Kriterien für die Einstufung als Cash-Äquivalente gemäß IFRS erfüllen. Siehe Erläuterung 61. Geldflussrechnung.

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Konzern-Geldflussrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

TEUR Grundkapital Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Neube-
wertungs-
rücklage
gem. IFRS 3
Bewer-
tungs-
rücklage
gem. IAS 39
Unter-
schieds-
betrag
Währungs-
umrechnung
Anteile der
Aktionäre
der EVN AG
Anteile
anderer
Gesell
schafter
Summe
Stand 30.9.2005 99.069,4 309.361,9 1.080.938,3 7.050,6 597.669,5 122,6 2.094.212,2 191.194,6 2.285.406,8
Erfolgsneutrale Wertänderung
von Finanzinstrumenten – 247.975,8 247.975,8 247.975,8
Währungsumrechnung –172,0 139,8 –32,2 –32,2
Unternehmenserwerbe 20.232,9 20.232,9
Anteilige Übernahme von
erfolgsneutralen Eigenkapital
veränderungen von at Equity
einbezogenen Unternehmen 6.252,4 6.252,4 2.696,8 8.949,1
Direkt im Eigenkapital
berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–)
nach Ertragsteuern –172,0 – 254.228,1 139,8 254.196,0 22.929,6 277.125,6
Ergebnis nach Ertragsteuern 2005/06 221.881,5 221.881,5 44.882,3 266.763,8
Gesamtergebnis der Periode 221.709,6 254.228,1 139,8 476.077,5 67.811,9 543.889,4
Dividende 2004/05 –47.013,7 –47.013,7 –26.329,7 –73.343,4
Stand 30.9.2006 99.069,4 309.361,9 1.255.634,2 7.050,6 851.897,6 262,4 2.523.276,1 232.676,8 2.755.952,9
Erfolgsneutrale Wertänderung
von Finanzinstrumenten 86.176,5 86.176,5 86.176,5
Währungsumrechnung 842,0 842,0 842,0
Anteilige Übernahme von
erfolgsneutralen Eigenkapital
veränderungen von at Equity
einbezogenen Unternehmen 7.886,5 7.886,5 –786,8 7.099,7
Übrige Veränderungen 35,8 35,8 –36,0 –0,1
Direkt im Eigenkapital
berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (–)
nach Ertragsteuern 35,8 94.063,0 842,0 94.940,8 –822,7 94.118,0
Ergebnis nach Ertragsteuern 2006/071) 227.029,7 227.029,7 31.948,3 258.978,0
Gesamtergebnis der Periode 227.065,5 94.063,0 842,0 321.970,5 31.125,5 353.096,0
Dividende 2005/06 –57.234,0 –57.234,0 –35.147,0 –92.381,1
Aktienerwerb von vollkonsoli
dierten Unternehmen –1.934,5 –1.934,5
Stand 30.9.2007 99.069,4 309.361,9 1.425.465,7 7.050,6 945.960,7 1.104,4 2.788.012,5 226.720,8 3.014.733,3

1) Aus dem Ergebnis wird der Hauptversammlung eine Gewinnausschüttung von 1,50 EUR je Aktie vorgeschlagen.

Konzernanhang

Grundsätze der Rechnungslegung

1. Allgemeines

Die EVN AG ist ein in 2344 Maria Enzersdorf ansässiges führendes börsenotiertes Energie- und Umweltserviceunternehmen, das seine Aktivitäten auf die Bereiche Energie und Umwelt konzentriert (siehe auch Erläuterung 62. Segmentberichterstattung). Neben der Versorgung des niederösterreichischen Heimmarktes konnte sich die EVN AG durch Mehrheitsbeteiligungen an zwei regionalen Stromversorgern in Bulgarien und die Übernahme des landesweiten Stromversorgers in Mazedonien auch in der Energiewirtschaft Südosteuropas stark positionieren. Über Tochtergesellschaften werden Kunden in 12 Ländern erfolgreich in den Bereichen Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung serviciert.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens umfasst den Zeitraum 1. Oktober bis 30. September.

Im Konzern erfolgt die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Im Fall von Abweichungen der Abschlussstichtage einbezogener bzw. at Equity einbezogener Unternehmen werden Zwischenabschlüsse auf den Konzernbilanzstichtag erstellt. Die einbezogenen Abschlüsse aller nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtigen oder freiwillig geprüften in- und ausländischen Unternehmen wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Übereinstimmung mit IFRS geprüft.

Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz sowie in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung Posten zusammengefasst und im Anhang nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert aufgeführt und erläutert.

Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

►2. Berichterstattung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Der vorliegende Konzernabschluss wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Abschlussstichtag anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Grundsätze der Rechnungslegung

Folgende Standards oder Interpretationen sind erstmals für das Geschäftsjahr 2006/07 anzuwenden:

2. Erstmals anwendbare Standards Inkrafttreten1)
Neue Standards/IFRIC
IFRS 6 Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen 1.1.2006
IFRIC 5 Recht auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung 1.1.2006
IFRIC 6 Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifischen Markt
ergeben – Elektro- und Elektronik-Altgeräte 1.1.2006
IFRIC 7 Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in
Hochinflationsländern 1.3.2006
IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 1.5.2006
IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Derivate gemäß IAS 39 1.6.2006
Geänderte Standards/IFRIC
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS 1.1.2006
IFRS 4 Versicherungsverträge 1.1.2006
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2006
IAS 21 Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse –
Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 1.1.2006
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung 1.1.2006

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" regelt die bilanzielle Behandlung von Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen wie Mineralien, Öl, Erdgas und ähnlichen, nicht regenerativen Ressourcen anfallen, bevor die technische und wirtschaftliche Förderbarkeit der Ressource nachgewiesen werden kann. IFRS 6 schreibt keine spezielle Bilanzierungsmethode für Explorations- und Evaluierungsausgaben vor, sondern regelt die Rahmenbedingungen für die Festlegung einer Bilanzierungsmethode durch das bilanzierende Unternehmen. Die erstmalige Anwendung von IFRS 6 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN.

IFRIC 5 "Recht auf Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung" regelt die Behandlung von Mittelrückflüssen aus Fonds, die zur Deckung von Kosten aus Entsorgungs-, Rekultivierungsund ähnlichen Verpflichtungen eingerichtet wurden. Die EVN nimmt nicht an Fonds teil, die eingerichtet wurden, um aufgewendete Entsorgungs-, Rekultivierungs- oder Sanierungskosten zu erstatten. Insofern ist diese Interpretation für die EVN nicht anwendbar.

IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifischen Markt ergeben – Elektround Elektronik-Altgeräte" legt fest, wann bestimmte Hersteller elektronischer Geräte eine Rückstellung für Aufwendungen aus Entsorgungsverpflichtungen im Zusammenhang mit der umweltgerechten Beseitigung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten privater Nutzer anzusetzen haben. Die EVN ist in den betroffenen Geschäftsbereichen nicht tätig, daher ist die Interpretation für die EVN nicht anwendbar.

IFRIC 7 "Anwendung des Anpassungsansatzes unter IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern" klärt, wie Vergleichszahlen in Abschlüssen anzupassen sind, wenn die funktionale Währung eines Unternehmens hyperinflationär wird. Das IFRIC verständigte sich darauf, dass ein Unternehmen, sobald es die Hyperinflation feststellt, seinen Abschluss so anpassen muss, als wäre die Volkswirtschaft schon immer hyperinflationär gewesen. Weiters regelt IFRIC 7, wie latente Steuerposten in der Eröffnungsbilanz anzupassen sind. In den Ländern, auf welche die EVN derzeit ihre Aktivitäten konzentriert, liegen die Inflationsraten im einstelligen Bereich, wodurch diese Regelung derzeit für die EVN nicht von Relevanz ist.

IFRIC 8 "Anwendungsbereich von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen" enthält Klarstellungen bezüglich der Anwendung von IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen". Gemäß der Interpretation ist IFRS 2 auch auf Geschäftsvorfälle anzuwenden, bei denen die Gesellschaft erhaltene Güter oder Dienstleistungen als Gegenleistung für eine aktienbasierte Vergütung (z.B. die Gewährung von Aktien an eine gemeinnützige Organisation) nicht klar identifizieren kann. Die Gesellschaft hat die nicht klar identifizierbaren Güter oder Dienstleistungen als Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütung und dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen identifizierbaren Güter oder Dienstleistungen zu bewerten. Da IFRS 2 derzeit bei der EVN keine Anwendung findet, gilt dies ebenso für IFRIC 8.

IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate gemäß IAS 39", das im März 2006 herausgegeben wurde, befasst sich mit der Frage, zu welchem Zeitpunkt zu überprüfen ist, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, das dem Standard zufolge vom Trägervertrag abzuspalten und getrennt wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren ist. Das IFRIC kam zu dem Schluss, dass eine Beurteilung nur zu dem Zeitpunkt vorgenommen werden muss, zu dem das Unternehmen Vertragspartei wird. Eine erneute Beurteilung ist nicht erforderlich, es sei denn, es kommt zu Änderungen in den Vertragsbedingungen, welche die Zahlungsströme auf maßgebliche Art und Weise verändern. Die erstmalige Anwendung von IFRIC 9 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EVN.

Mit einer Änderung von IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" wurde der Wortlaut einer Ausnahmebestimmung für diejenigen Unternehmen, die IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen" vor dem 1.1.2006 erstmals anwenden, klarer gefasst. IFRS 1 findet in der EVN keine Anwendung.

Eine Änderung des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" schafft ein zusätzliches Wahlrecht, das es gestattet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses außerhalb der Gewinn-und-Verlust-Rechnung in Form einer Eigenkapitalveränderungsrechnung sofort auszuweisen. Die EVN hat sich gegen die Ausübung dieses Wahlrechts entschieden. Weiters enthält die Änderung des IAS 19 Vorschriften zur Aufteilung von Pensionsverpflichtungen bei Pensionsplänen mehrerer Arbeitgeber.

Die Änderung in IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse – Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" beinhaltet, dass monetäre Vermögenswerte und Schulden eines Mutterunternehmens oder eines seiner Tochterunternehmen im Zusammenhang mit einem ausländischen Geschäftsbetrieb – unabhängig von der zugrunde liegenden Währung – als Bestandteil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb einzuordnen sind. Demzufolge sind hieraus resultierende Währungsunterschiede im Konzernabschluss (zunächst) erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Die EVN geht nicht davon aus, dass die Anwendung dieses Standards einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder den Cash Flow des Konzerns haben wird.

Darüber hinaus hat der IASB weitere Änderungen zu IAS 39 verabschiedet. Diese Änderungen betreffen zum einen das Wahlrecht, Finanzinstrumente in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten" einzuordnen, und zum anderen die Bilanzierung von Cash Flow Hedges in Bezug auf die Absicherung von Währungsrisiken bei mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen innerhalb eines Konzerns. Die Änderungen

Grundsätze der Rechnungslegung

von IAS 39 im Zusammenhang mit IFRS 4 Finanzgarantien erfordern, dass Verpflichtungen im Rahmen von finanziellen Garantieverträgen in der Bilanz des verpflichteten Unternehmens als Schuld passiviert werden. Die EVN geht nicht davon aus, dass die Anwendung dieses Standards einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder den Cash Flow des Konzerns haben wird.

Die erstmalige Anwendung von ab dem Geschäftsjahr 2006/07 anzuwendenden Standards oder Interpretationen hat daher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichtsperiode oder frühere Perioden.

Die folgenden Standards wurden bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses vom IASB ausgegeben und teilweise von der EU übernommen und im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht:

2. Noch nicht anwendbare Standards Inkrafttreten
Neue Standards/IFRIC
IFRS 7 Anhangangaben zu Finanzinstrumenten1) 1.1.2007
IFRS 8 Operative Segmente1) 1.1.2009
IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Wertminderung1) 1.11.2006
IFRIC 11 Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 21) 1.3.2007
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen2) 1.1.2008
IFRIC 13 Kundentreueprogramme2) 1.7.2008
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes,
Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung2) 1.1.2008
Geänderte Standards/IFRIC
IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Änderung zwecks zusätzlicher Angaben zum Kapital)1) 1.1.2007
IAS 23 Fremdkapitalkosten2) 1.1.2009
IAS 32 Finanzinstrumente: Angaben und Darstellung (Angabevorschriften wurden durch
IFRS 7 ersetzt; der Titel von IAS 32 wurde auf "Finanzinstrumente: Darstellung" abgeändert)2) 1.1.2007

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden,

die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

2) Die Standards, die von der EU noch nicht übernommen wurden, sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre

anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Im August 2005 hat der IASB IFRS 7 "Anhangangaben zu Finanzinstrumenten" verabschiedet. IFRS 7 fordert Angaben zur Bedeutung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden für die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens und enthält neue Anforderungen hinsichtlich der Berichterstattung über Risiken, die mit finanziellen Vermögenswerten und Schulden verbunden sind. Der neue Standard wird einen Einfluss auf die Art und Weise der Veröffentlichung der Informationen über Finanzinstrumente der EVN haben, nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten.

IFRS 8 "Operative Segmente", der im November 2006 vom IASB herausgegeben wurde und den IAS 14 vollständig ersetzt, regelt die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen sowie Kundenbeziehungen des Unternehmens. Nach IFRS 8 ist die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Demgegenüber sieht IAS 14 vor, die Segmentberichterstattung nach Ursprung und Art der Chancen und Risiken des Unternehmens zu strukturieren (Risks and Rewards Approach). Inwieweit IFRS 8 eine Auswirkung auf die Darstellung der EVN hat, wird sich anhand der Entwicklung der EVN und deren derzeitiger Segmente bis zum Inkrafttreten des Standards zeigen.

IFRIC 10 "Zwischenberichterstattung und Wertminderung", die im Juli 2006 herausgegeben wurde, stellt fest, dass Wertminderungen in Bezug auf Firmenwerte und in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte, die im Zwischenabschluss erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, in künftigen Zwischenabschlüssen oder Konzernabschlüssen nicht rückgängig gemacht werden dürfen. Die EVN geht nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Interpretation einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder den Cash Flow des Konzerns haben wird.

Die im November 2006 veröffentlichte IFRIC 11 "Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2" befasst sich mit der Fragestellung, wie IFRS 2 auf aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen anzuwenden ist, bei denen Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens oder Eigenkapitalinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden. Da IFRS 2 derzeit bei der EVN keine Anwendung findet, gilt dies ebenso für IFRIC 11.

Ebenfalls im November 2006 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" veröffentlicht, in deren Mittelpunkt die Bilanzierung von Dienstleistungsvereinbarungen bei Unternehmen, die im Auftrag von Gebietskörperschaften öffentliche Leistungen, wie etwa den Bau von Straßen, Flughäfen, Gefängnissen oder Energieversorgungsinfrastruktur anbieten, steht. Es wird die Frage behandelt, wie Unternehmen die sich aus derartigen vertraglichen Vereinbarungen ergebenden Rechte und Pflichten zu bilanzieren haben. Die EVN prüft zurzeit, wie sich die Anwendung der Interpretation auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Cash Flow des Konzerns auswirken wird.

IFRIC 13 "Kundentreueprogramme", die im Juni 2007 veröffentlicht wurde, widmet sich der Rechnungslegung von Unternehmen, die Prämiengutschriften ("Treuepunkte") an Kunden vergeben, die diese beim Kauf von Gütern oder Dienstleistungen erhalten. Insbesondere wird erklärt, wie diese Unternehmen ihre Verpflichtungen, kostenfreie oder reduzierte Güter oder Dienstleistungen für Kunden, die ihre Gutschriften einlösen, zur Verfügung zu stellen, zu bilanzieren haben. Da die EVN keine derartigen Kundentreueprogramme verwendet, findet IFRIC 13 keine Anwendung.

Die Ergänzung zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" macht zusätzliche Angaben zum Kapital erforderlich, wie beispielsweise zur Kapitalstruktur sowie deren Ermittlung und Steuerung durch das Management bzw. zu etwaigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Kapitalausstattung.

Die wesentliche Änderung des im April 2007 überarbeiteten IAS 23 "Fremdkapitalkosten" betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, wenn sie direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um den Vermögenswert in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Die EVN hat von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht, daher hat diese Änderung keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Cash Flow des Konzerns.

Mit der Änderung im August 2005 wurden die Angabevorschriften in IAS 32 durch IFRS 7 "Anhangangaben zu Finanzinstrumenten" ersetzt; dabei wurde der Titel von IAS 32 auf "Finanzinstrumente: Darstellung" abgeändert.

Neue oder geänderte Standards und Interpretationen werden derzeit nicht frühzeitig angewandt.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Konsolidierung

Konsolidierung

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem neu bewerteten Nettovermögen der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs.

Im Zuge von Unternehmenserwerben gemäß IFRS 3 werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren vollen beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte sind gesondert vom Firmenwert zu bilanzieren, wenn sie vom Unternehmen trennbar sind oder aus einem gesetzlichen, vertraglichen oder anderen Rechtsanspruch resultieren. Restrukturierungsrückstellungen dürfen im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht neu gebildet werden. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge, die dem Veräußerer nicht näher identifizierbare Marktchancen und Entwicklungspotenziale abgelten, werden in Landeswährung im zugehörigen Segment als Firmenwert aktiviert. Ergeben sich negative Unterschiedsbeträge, werden diese nach einer erneuten Beurteilung der Bewertung der identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens und der Bemessung der Anschaffungskosten erfolgswirksam erfasst. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt.

Beim Erwerb zusätzlicher Anteile an Gesellschaften, an denen bereits beherrschender Einfluss besteht, wird der Unterschiedsbetrag aus Anschaffungskosten und anteiligem Eigenkapital den stillen Reserven zugerechnet. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird dem Firmenwert zugeordnet.

Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäfte derjenigen Gesellschaften, bei denen die EVN AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt oder aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Dies ist in der Regel bei einem Besitz von mehr als 50% der Stimmrechte der Fall.

Die Erstkonsolidierung für die erstmals einbezogenen Unternehmen erfolgte zum Erwerbszeitpunkt oder zu einem zeitnahen Bilanzstichtag, sofern sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen gegenüber einem Einbezug ab dem Erwerbszeitpunkt ergaben. Die Einbeziehung endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Die Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen (gemeinschaftliche Leitung zusammen mit einem oder mehreren konzernfremden Unternehmen) erfolgt quotal (anteilsmäßig) nach den gleichen Grundsätzen.

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung der anteilig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen:

3. Wesentliche Posten von Gemeinschaftsunternehmen TEUR 2006/07 2005/06
Bilanz
Langfristige Vermögenswerte 3.143,0 3.320,8
Kurzfristige Vermögenswerte 230.629,4 182.904,7
Langfristige Schulden 5.118,9 2.389,9
Kurzfristige Schulden 128.850,4 116.813,1
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse 616.849,6 552.298,8
Operativer Aufwand –576.516,2 –529.506,9
Abschreibungen –197,9 –153,6
EBIT 40.135,5 22.638,3
Finanzergebnis 1.365,9 1.267,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 41.501,4 23.906,0

Für die at Equity einbezogenen Unternehmen gelten dieselben Konsolidierungsgrundsätze wie im Rahmen der Vollkonsolidierung. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie at Equity einbezogene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt unwesentlich ist, werden nicht konsolidiert. Diese Unternehmen werden mit dem beizulegenden Zeitwert, der in der Regel den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, berücksichtigt. Für die Beurteilung der Wesentlichkeit werden jeweils die Bilanzsumme, die Summe des Anlagevermögens, das anteilige Eigenkapital sowie der Außenumsatz des jeweiligen Tochterunternehmens im Verhältnis zur Konzernsumme herangezogen. Die nach diesen Kriterien im Konsolidierungskreis erfassten Unternehmen repräsentieren mehr als 99% der jeweiligen Gesamtsumme.

Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und die latenten Steuern in Ansatz gebracht.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse aus der Verrechnung zwischen Unternehmen des Voll- und Quotenkonsolidierungskreises werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Die im Geschäftsjahr in den Einzelabschlüssen vorgenommenen Zu- bzw. Abschreibungen auf Anteile an Konzerngesellschaften werden im Konzernabschluss wieder neutralisiert.

4. Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind 23 inländische und 23 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der EVN AG stehen.

25 (Vorjahr: 14) verbundene Unternehmen wurden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert.

Konsolidierung

Der von der ENERGIEALLIANZ Austria GmbH, Wien, ("EAA"), aufgestellte Teilkonzernabschluss wird anteilsmäßig einbezogen. Dabei beträgt der Anteil der EVN AG am Teilkonzernabschluss, bestehend aus "EAA", Wien, Switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg, sowie Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Wien, 45,0%.

Die EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, an der ein Kapitalanteil von 100% gehalten wird, wird aufgrund sondervertraglicher Regelungen anteilsmäßig einbezogen.

Die Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien, ("RAG"), an der die vollkonsolidierte RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Maria Enzersdorf, ("RBG"), mit 75,0% beteiligt ist, wird trotz der vorliegenden Stimmrechtsmehrheit der EVN AG at Equity einbezogen, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen keine Möglichkeit besteht, einen beherrschenden Einfluss auszuüben.

Aufgrund sondervertraglicher Regelungen – auf deren Basis maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann – wird die EconGas GmbH, Wien, an der die EVN AG einen Kapitalanteil von 15,7% hält, at Equity einbezogen.

Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang unter Beteiligungen der EVN angeführt. Der Konsolidierungskreis (einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft) hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

4. Veränderungen des Konsolidierungskreises Voll-
konsolidiert
Quoten-
konsolidiert
Equity-
konsolidiert
Summe
30.9.2005 40 4 15 59
Neugründungen/Erstkonsolidierung 4 4
Verschmelzung/Einbringung –1 –1
Entkonsolidierung –2 –2
30.9.2006 43 4 13 60
Neugründungen/Erstkonsolidierung 4 2 6
Entkonsolidierung –1 –3 –4
30.9.2007 46 4 12 62
Davon ausländische Unternehmen 23 3 26

Unternehmenserwerbe

Die Unternehmenserwerbe und die damit verbundenen Erstkonsolidierungen haben folgende Auswirkungen auf die Konzernbilanz:

4. Auswirkungen der Unternehmenserwerbe TEUR 2006/07 2005/06
Langfristiges Vermögen 234.730,0
Kurzfristiges Vermögen 75.958,5
310.688,5
Eigenkapital 202.328,8
Langfristige Schulden 31.443,6
Kurzfristige Schulden 76.916,2
310.688,5

Im April 2007 wurde die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden des im Vorjahr erworbenen Anteils am mazedonischen Stromversorgungsunternehmen AD Elektrostopanstvo na Makedonija, Skopje, Mazedonien, ("ESM AD"), abgeschlossen. Daraus ergaben sich keine Anpassungen der Wertansätze der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Der Firmenwert erhöhte sich durch nachträgliche Anschaffungskosten um 266,5 TEUR.

Die EVN hat im laufenden Geschäftsjahr weitere Anteile in Höhe von 2,7% an der vollkonsolidierten Burgenland Holding AG, Eisenstadt, ("BUHO"), um 5.040,0 TEUR erworben. Es handelt sich dabei um einen Aktienerwerb eines bereits vollkonsolidierten Unternehmens. Diese Transaktion hat lediglich Auswirkungen auf die Höhe der Anteile anderer Gesellschafter sowie auf die zusätzlich erworbenen stillen Reserven bereits bilanzierter Vermögenswerte.

Neugründungen/Erstkonsolidierungen

Im September 2007 wurde die EVN Trading SEE EAD, Sofia, Bulgarien, an der die EVN 100% der Anteile hält, gegründet. Zweck dieser Gesellschaft ist die Abwicklung von Energie-Handelsgeschäften, einschließlich der Beschaffung von Primärenergie, die Optimierung der Elektrizitätsproduktion sowie die Erbringung energiewirtschaftlicher Dienstleistungen in Südosteuropa.

Im Jänner 2007 wurde die OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland, gegründet, an der die EVN 100% der Anteile hält. Die Gesellschaft ist Objekt- und Betriebsgesellschaft für ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Großkläranlage Kurjanovo in Moskau und soll weiters als Entwicklungsgesellschaft für weitere wirtschaftliche Betätigungen in Russland fungieren.

Im September 2007 wurden für die Umsetzung des Projekts betreffend Errichtung, Betrieb und Finanzierung einer Natriumhypochloritanlage in Moskau die EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH, Maria Enzersdorf, und die WTE Projektgesellschaft Natriumhypochlorit mbH, Essen, Deutschland, gegründet, an welchen die EVN jeweils 100% der Anteile hält.

Die im August 2007 gegründete EESU Holding GmbH, Wien, ("EESU"), an der die EVN 49,95% hält, wird at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Diese Gesellschaft wurde gegründet, um den Kauf von 100% der Geschäftsanteile an der E&P Holding GmbH, Wien, ("EPH"), die 25% der Anteile an der "RAG" hält, mit anderen Partnern abzuwickeln. Der Kaufvertrag, der mit dem Eigentümer der "EPH", dem Shell Konzern, abgeschlossen wurde, steht unter verschiedenen üblichen Vorbehalten, etwa der fusionsrechtlichen Abklärung.

Die im Jänner 2004 gegründete Zagrebacke otpadne vode – upravljanje i pogon d.o.o. Zagreb, Kroatien, ("ZOV UIP"), an der die EVN 35,0% der Anteile hält, wird aufgrund von Wesentlichkeit erstmals at Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Geschäftstätigkeit umfasst im Wesentlichen den Betrieb der zentralen Kläranlage für Zagreb, die über das Joint Venture Zagrebacke otpadne vode d.o.o., Zagreb, Kroatien, ("ZOV"), mit RWE errichtet wird.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Konsolidierung

Entkonsolidierung

Die bisher vollkonsoliderte SHW Hölter Projektgesellschaft Slowenien mbH, Essen, Deutschland, wurde aufgrund der Aufgabe ihrer Geschäftstätigkeit entkonsolidiert. Die bisher at Equity einbezogenen ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf, Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH & Co KG, Wien, und Toplak GmbH, Breitenfurt, wurden aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert.

5. Währungsumrechnung im Konzern

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Schulden erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden in Euro umgerechnet. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung. Demnach werden bei den Gesellschaften, die nicht in Euro berichten, die Vermögenswerte und Schulden mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst. Die daraus resultierende Eigenmittelveränderung im Geschäftsjahr 2006/07 beträgt +842,0 TEUR (Vorjahr: +139,8 TEUR).

Die Zu- und Abgänge im Anlagenspiegel werden zu Durchschnittskursen berücksichtigt. Veränderungen der Devisenmittelkurse zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr sowie Differenzen, die aus der Verwendung von Durchschnittskursen für die Umrechnung der Veränderungen während des Geschäftsjahres entstehen, werden im Konzernanlagenspiegel als "Währungsdifferenzen" gesondert ausgewiesen.

Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam. Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Währungsumrechnung herangezogen:

5. Währungsumrechnung
Währung
2006/07
Kurs zum Bilanzstichtag
Durchschnitt 2005/06
Kurs zum Bilanzstichtag
Durchschnitt
Bulgarische Lew1) 1,95583 1,95583 1,95583 1,95583
Dänische Kronen 7,45440 7,45128 7,45760 7,46020
Kroatische Kuna 7,27730 7,34395 7,38950 7,33438
Mazedonische Dinar 61,40120 61,12578 61,19550 61,19890
Polnische Zloty 3,77300 3,84162 3,97130 3,91888
Russische Rubel 35,34900 34,68977 33,94200 34,08500
Slowenische Tolar2) 239,59000 239,55846

1) Der Kurs wurde durch die bulgarische Gesetzgebung fixiert.

2) Mit 1.1.2007 wurde der Euro als offizielles Zahlungsmittel in Slowenien eingeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde nach folgenden Grundsätzen aufgestellt:

6. Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen.

Entwicklungsausgaben werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Forschungsausgaben werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst.

Es wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsausgaben oder selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung – mit Ausnahme von Firmenwerten sowie immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer – erfolgt linear über einen Zeitraum von drei bis acht Jahren für Software und über drei bis 40 Jahre für Rechte.

Im Zuge von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Auftragsbestände werden nutzungsbedingt abgeschrieben.

Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen werden nicht abgeschrieben, sofern mangels Marktliberalisierung eine Nutzungsdauer derzeit nicht bestimmbar ist. Für Kundenbeziehungen, die bereits der Marktliberalisierung unterliegen, wird eine planmäßige Abschreibung zwischen fünf und 15 Jahren vorgenommen.

Die im vorigen Geschäftsjahr aktivierte Marke ESM wurde auf Grundlage einer Analyse der Produktlebenszyklen, der vertraglichen und gesetzlichen Kontrollen sowie sonstiger relevanter Faktoren als immaterieller Vermögenswert mit unbestimmbarer Nutzungsdauer klassifiziert und daher keiner Abschreibung unterzogen. Aufgrund des geplanten Markenrelaunch der ESM erfolgt nunmehr eine planmäßige Abschreibung über zwei Jahre.

Wertminderungen werden im Jahr eines auslösenden wertmindernden Ereignisses erfasst. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, die die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen.

Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, werden die Wertminderungsprüfungen häufiger durchgeführt. Weitere Einzelheiten zur Vorgehensweise bei den jährlichen Impairment Tests auf Firmenwerte siehe Erläuterung 8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

7. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen sowie Wertminderungen, bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen gegebenenfalls auch die geschätzten Ausgaben für die Stilllegung von Anlagen oder die Wiedernutzbarmachung von Flächen.

Erstreckt sich die Bauphase von langfristigen Vermögenswerten über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 "Fremdkapitalkosten" als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert.

Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahmebereitschaft abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen bzw. deren Komponenten. Bei der Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauer von Sachanlagen wird die erwartete wirtschaftliche bzw. technische Nutzungsdauer berücksichtigt.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

7. Erwartete Nutzungsdauer von Sachanlagen Jahre
Gebäude 10 – 50
Leitungen 15 – 50
Maschinen 10 – 33
Zähler 7 – 40
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 25

Bei Qualifikation einer Anlage als zur Veräußerung vorgesehen gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" wird die laufende Abschreibung ausgesetzt. Die Kriterien des IFRS 5 werden wie im Vorjahr nicht erfüllt.

Instandhaltungen und Reparaturen werden, sofern die Wesensart des betreffenden Vermögenswertes dadurch nicht verändert wird und kein zusätzlicher künftiger Nutzen entsteht, im Jahr des Anfalls als laufender Aufwand gebucht. Ersatz- sowie wertsteigernde Investitionen werden aktiviert.

Bei Anlagenabgängen werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen in den Büchern als Abgang erfasst. Dabei wird die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Werden Sachanlagen verkauft, wird bei Beschlussfassung und Vorliegen der Voraussetzungen gemäß IFRS 5 der Vermögenswert, soweit erforderlich, auf den Veräußerungswert abzüglich noch anfallender Veräußerungskosten abgewertet und in der Folge bis zum Verkaufszeitpunkt nicht weiter abgeschrieben.

8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer Nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" werden Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal pro Jahr einem Impairment Test unterzogen.

Die Firmenwerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, müssen jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) zugeordnet werden, aus denen Mittelzuflüsse erzielt werden und die einen Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen. Die nicht zuordenbaren Unterschiedsbeträge wurden auf die Cash Generating Units Energiebeschaffung und -vertrieb, Bulgarien, Mazedonien und Umwelt verteilt.

Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit bei Impairment Tests wird der höhere erzielbare Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert dem Buchwert gegenübergestellt.

Die Berechnung des Nutzungswertes erfolgt auf Basis der zukünftig erzielbaren Cash Flows, die im Wesentlichen aus der internen mittelfristigen Planungsrechnung abgeleitet werden. Diese Zahlungsströme werden mit dem Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 8,7% (Vorjahr: 8,7%) angepasst um spezifische Unternehmens- und Länderrisiken abgezinst.

Liegt der Marktwert dabei über dem Buchwert, ergibt sich kein Wertminderungsbedarf. Ist der Marktwert geringer als der Buchwert, dann ist für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit eine Abwertung auf den Marktwert vorzunehmen. Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, dürfen auch nach Entfall der Wertminderungsgründe gemäß IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben werden.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer und Sachanlagen

Sowohl immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer als auch Sachanlagen werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung oder bei Wegfall von Anhaltspunkten, die in der Vergangenheit zu einer Wertminderung geführt haben, zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 "Wertminderungen" auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Eine Wertminderung erfolgt, wenn der höhere Betrag aus Nutzungswert und erzielbarem Nettoveräußerungswert den Buchwert unterschreitet. Ist der Vermögenswert Teil einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, wird die Abschreibung auf Basis des erzielbaren Betrages der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als Cash Generating Unit wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Im Konzern sind dies Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Strom- und Gasverteilungsanlagen, Datenleitungen sowie Strombezugsrechte.

Der Nutzungswert wird durch Abzinsung künftiger Geldmittelzu- und -abflüsse errechnet, die durch die Nutzung des Vermögenswertes entstehen. Der Zinssatz für die Abzinsung betrug im Berichtszeitraum 8,7% (Vorjahr: 8,7%) und wurde aus den gewogenen Kapitalkosten der Gruppe (WACC) abgeleitet.

Die Wertermittlung erfolgt im Wesentlichen auf Basis der internen Planungen. Darin werden die künftig zu erwartenden Erlöse sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten einbezogen, wobei der jeweilige nutzungsbedingte Anlagenzustand Berücksichtigung findet. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung der nächsten mittelfristigen Unternehmensplanung berücksichtigt.

Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der ein Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der Firmenwert in Höhe des Differenzbetrages wertgemindert. Der darüber hinausgehende Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduktion der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berücksichtigt. Wenn der Grund für eine früher vorgenommene Wertminderung entfällt, werden die Vermögenswerte zugeschrieben. Der infolge der Zuschreibung erhöhte Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht übersteigen.

9. Leasing- und Pachtgegenstände

Gemäß IAS 17 "Leasingverhältnisse" erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstandes zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.

Die langfristigen Leasingforderungen im Rahmen des sogenannten BOOT-Modells ("Build, Own, Operate, Transfer"), bei dem eine Anlage jeweils für den Kunden gebaut, finanziert und über eine fixe Laufzeit betrieben wird und nach deren Ablauf in das Eigentum des Kunden übergeht, wird gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasinggeschäft klassifiziert und als solches im Konzernabschluss der EVN bilanziert.

Im Wege des Finanzierungsleasings gemietete Sachanlagen werden mit dem Betrag des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingraten beim Leasingnehmer aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden passiviert.

Im Rahmen von Operating Leasing überlassene Gegenstände werden dem Vermieter oder Verpächter zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwand erfasst.

10. Langfristige Vermögenswerte

At Equity einbezogene Unternehmen

Die at Equity einbezogenen Unternehmen werden zunächst mit den Anschaffungskosten, in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Eine Wertminderung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Ein bilanzierter Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen.

Andere finanzielle Vermögenswerte

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, an nicht nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und an übrigen Beteiligungen sind der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet.

Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung des Wertes werden Abschreibungen vorgenommen. Bei Veräußerung wird der bisher im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust ergebniswirksam ausgewiesen.

Übrige langfristige Vermögenswerte

Wertpapiere des langfristigen Vermögens werden beim erstmaligen Ansatz als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertender finanzieller Vermögenswert" klassifiziert. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten erfasst und in den Folgeperioden mit ihrem Marktwert zum Bilanzstichtag angesetzt. Marktwertänderungen werden ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Verzinsliche Ausleihungen werden zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, unverzinsliche und niedrig verzinsliche zu Barwerten bilanziert. Die langfristigen Leasingforderungen stammen aus dem Projektgeschäft, das gemäß IAS 17 in Verbindung mit IFRIC 4 als Finanzierungsleasinggeschäft eingestuft wird (siehe Erläuterung 9. Leasing- und Pachtgegenstände).

11. Vorräte

Vorräte sind Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsbetrieb gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in Herstellung befinden (unfertige Erzeugnisse und Leistungen) oder die im Rahmen der Herstellung von Produkten bzw. der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie zugekaufte Emissionszertifikate). Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei den übrigen Vorräten aus den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden auf Erfahrungswerten beruhende Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach einem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach ähnlichen geeigneten Verfahren.

Die gemäß Emissionszertifikategesetz (EZG) gratis zugeteilten Emissionszertifikate werden aufgrund der Ablehnung von IFRIC 3 durch die EU-Kommission auf Basis von IAS 20 und IAS 38 mit Anschaffungskosten von Null bilanziert. Für notwendige Beschaffungen erfolgt die Bilanzierung zu den Anschaffungskosten, für Zuführungen zu Rückstellungen aufgrund von Unterdeckung mit dem Zeitwert zum Bilanzstichtag. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind im Materialaufwand nur Aufwendungen enthalten, die durch die zu geringe Zuteilung bedingt sind.

12. Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ausnahmen bilden die derivativen Finanzinstrumente, die zu Marktwerten bilanziert werden, sowie die zu Stichtagskursen bewerteten Fremdwährungsposten. Die fortgeführten Anschaffungskosten können als angemessene Schätzwerte des Tageswertes betrachtet werden, weil überwiegend eine Restlaufzeit von unter einem Jahr besteht.

Langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein verrechenbarer Anspruch vorhanden ist.

13. Liquide Mittel

Unter den liquiden Mitteln sind flüssige Mittel sowie Wertpapiere zur kurzfristigen Veranlagung der freien Liquidität zusammengefasst.

Flüssige Mittel werden zu Tageswerten angesetzt. Bestände in Fremdwährung werden zu Stichtagskursen umgerechnet. Die Bewertung der Wertpapiere, die als zu Handelszwecken gehalten eingestuft werden, erfolgt zum Marktwert. Änderungen des Marktwertes werden sofort in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

14. Direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnisanteile nach Ertragsteuern

In dieser Position werden bestimmte erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals sowie die jeweils darauf entfallenden latenten Steuern erfasst. Dies betrifft etwa den Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung, die unrealisierten Gewinne bzw. Verluste aus der Marktbewertung von marktgängigen Wertpapieren und den effektiven Teil der Marktwertänderung von Cash-Flow-Hedge-Transaktionen. Weiters sind in dieser Position anteilige Übernahmen von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen enthalten.

15. Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Aufgrund einer Betriebsvereinbarung besteht für die EVN AG die Verpflichtung, Mitarbeitern, die bis 31.12.1989 in das Unternehmen eingetreten sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Diese Verpflichtung besteht auch für die EVN Netz GmbH, Maria Enzersdorf, für die im Zuge der Einbringung des Strom- und Gasnetzes in die EVN Netz GmbH übertragenen Mitarbeiter. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert und bemisst sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt. Darüber hinaus werden jedenfalls von der EVN und in der Regel auch von den Arbeitnehmern Beiträge an die EVN-Pensionskasse AG, Maria Enzersdorf, geleistet, wobei die daraus resultierenden Ansprüche vollständig auf die Pensionsleistungen angerechnet werden. Die Verpflichtungen der EVN sowohl gegenüber Pensionisten als auch gegenüber Anwartschaftsberechtigten werden somit zum Teil durch Pensionsrückstellungen und ergänzend durch beitragsorientierte Leistungen der EVN-Pensionskasse AG abgedeckt.

Für die ab 1.1.1990 eingetretenen Mitarbeiter wurde anstelle der betrieblichen Zuschusspension ein beitragsorientiertes Pensionsmodell geschaffen, das im Rahmen der EVN-Pensionskasse AG finanziert wird. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionkasse vorwiegend in verschiedenen Investmentfonds unter der Beachtung des Pensionskassengesetzes. Für einzelne Mitarbeiter bestehen weiters vertragliche Pensionszusagen, aufgrund derer der Konzern unter bestimmten Voraussetzungen nach ihrem Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten hat.

Die Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen betrifft Strom- und Gasdeputatsverpflichtungen aus Anwartschaften von aktiven Mitarbeitern sowie laufende Ansprüche pensionierter Mitarbeiter und Mitbegünstigter.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode"). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter bis zum Pensionsantritt verteilt. Künftig zu erwartende Gehalts- und Pensionssteigerungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Die Berechnungsparameter sind in Erläuterung 42. Langfristige Rückstellungen angeführt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit diese 10% des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der jeweiligen Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst.

Für die Pensionsrückstellung wurden wie im Vorjahr die biometrischen Rechnungsgrundlagen nach den österreichischen Pensionsversicherungstafeln "AVÖ 1999-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler, Angestelltenbestand" errechnet.

Sowohl der Dienstzeitaufwand als auch der Zinsanteil der Rückstellungszuführung werden im Personalaufwand ausgewiesen.

16. Rückstellungen für Abfertigungen

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die vor dem 1.1.2003 ihr Arbeitsverhältnis begonnen haben, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem im Abfertigungsfall maßgeblichen Bezug abhängig.

In Bulgarien und Mazedonien haben Mitarbeiter zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigung, deren Höhe in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit ermittelt wird.

Für die anderen Mitarbeiter des EVN Konzerns bestehen hinsichtlich Abfertigungsansprüchen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes ähnliche Systeme der Mitarbeitersicherung.

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei der Rückstellung für Pensionen. Die Berechnungsparameter sind in Erläuterung 42. Langfristige Rückstellungen angeführt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit diese 10% des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der jeweiligen Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst.

Bei Arbeitnehmern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 begonnen hat, wurde diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Die Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

17. Rückstellung für Jubiläumsgelder

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund von kollektivvertraglichen Regelungen bzw. Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei der Rückstellung für Pensionen vorgesorgt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden, soweit diese 10% des höheren Betrages aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der jeweiligen Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst.

18. Sonstige langfristige Rückstellungen

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund von Ereignissen der Vergangenheit, die der Höhe und/oder dem Eintrittszeitpunkt nach ungewiss sind. Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Bewertung erfolgt mit dem erwarteten Wert bzw. mit dem Betrag, der über die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit verfügt.

Die langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen für rechtliche und faktische Verpflichtungen werden mit dem Barwert der zu erwartenden zukünftigen Kosten angesetzt. Änderungen in der Schätzung der Kosten oder des Zinssatzes werden gegen den Buchwert des zugrunde liegenden Vermögenswertes erfasst. Wenn die Abnahme der Rückstellung den Buchwert des Vermögenswertes übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag erfolgswirksam erfasst.

19. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden – mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten bzw. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Hedge Accounting – zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (siehe Erläuterung 20. Derivative Finanzinstrumente). Geldbeschaffungskosten sind Teil der fortgeführten Anschaffungskosten.

Langfristige Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode verzinst.

Vereinnahmte Baukostenzuschüsse und sonstige Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte nicht. Sie werden gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Vereinnahmte Baukostenzuschüsse – das sind Beiträge der Kunden zu bereits getätigten Investitionen in das vorgelagerte Netz – stellen wirtschaftlich eine Gegenposition zu den Anschaffungskosten dieser Sachanlagen dar und werden über deren durchschnittliche Nutzungsdauer linear aufgelöst.

Sonstige Investitionszuschüsse Dritter werden entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagen ertragswirksam aufgelöst. Mit der Gewährung der Investitionszuschüsse ist in der Regel eine den gesetzlichen Bestimmungen entsprechende und bescheidmäßig festgesetzte Betriebsführung verbunden.

20. Derivative Finanzinstrumente

Zu den derivativen Finanzinstrumenten zählen im weiteren Sinne Swaps, Optionen, Forwards, Futures sowie strukturierte Produkte.

Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich werden einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Währungs- und Zinsswaps, eingesetzt. Zur Begrenzung der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich und bei Stromgeschäften enstehen, setzt EVN Swaps, Futures und Forwards ein.

Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" gelten Verträge über den Kauf oder Verkauf eines nicht finanziellen Postens (z.B. Stromlieferungen) nicht als Derivate im Sinne von IAS 39, wenn sie zum Zweck des Empfangs oder der Lieferung dieser nicht-finanziellen Posten (z. B. Energielieferungen) abgeschlossen werden und der Vertrag im Einklang mit dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens steht.

Die von der EVN abgeschlossenen Forward- und Futureverträge zum Kauf oder Verkauf von Strom und CO2-Zertifikaten führen zu einer physischen Lieferung. Die Verträge werden zur Sicherung der Einkaufspreise für erwartete Stromlieferungen bzw. CO2-Zertifikate und der Verkaufspreise für die geplante Stromproduktion abgeschlossen. Aufgrund der regelmäßig physischen Erfüllung der von der EVN abgeschlossenen Forward- und Futureverträge handelt es sich hierbei nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39, und es erfolgt daher keine Marktwertbewertung dieser Verträge nach IAS 39. Bei den zurzeit bei EVN bestehenden Forward- und Futureverträgen handelt es sich um schwebende Einkaufs- und Verkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden.

Um derivative Finanzinstrumente gemäß IAS 39 handelt es sich bei den zur Begrenzung und Steuerung von Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken im Finanzbereich eingesetzten Instrumenten sowie bei den zur Begrenzung der Risiken aus der Änderung von Rohstoff- und Produktpreisen im Beschaffungsbereich eingesetzten Swaps.

Die Bewertung von Derivaten im Sinne von IAS 39 erfolgt zum Marktwert (Tageswert). Der Tageswert der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den die EVN zahlen müsste oder erhalten würde, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Die Werte enthalten daher nicht realisierte Gewinne und Verluste. Die Behandlung dieser Wertänderungen richtet sich nach der Art des Sicherungsgeschäftes.

Die eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfüllen großteils die Voraussetzungen für das Hedge Accounting.

Die Marktbewertungen von derivativen Instrumenten, die gemäß IAS 39 als Cash-Flow-Hedging-Instrumente zu klassifizieren sind (insbesondere bei Zinsswaps beim Tausch von variablen Zinsbindungen in fixe Zinsbindungen und bei Energiederivaten), werden ergebnisneutral im Eigenkapital in der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 eingebucht (siehe Erläuterung 64. Finanzinstrumente). Ineffektivitäten im Bereich der Cash Flow Hedges sind unwesentlich. Bei Realisierung des Sicherungsgeschäftes erfolgt die ergebniswirksame Erfassung.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei Fair Value Hedges (insbesondere bei Zinsswaps beim Tausch von fixen Zinsbindungen in variable Zinsbindungen und Währungsswaps) wird die Bewertung des Grundgeschäftes um den Betrag, der der Marktbewertung des abgesicherten Risikos entspricht, ergebniswirksam angepasst. Die Ergebnisse werden in der Regel in jenem Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen, in dem auch das gesicherte Grundgeschäft abgebildet wird. Die Wertschwankungen der Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen.

21. Ertragsrealisierung

Umsatzrealisierung (allgemein)

Erlöse aus dem Endkundengeschäft werden zum Bilanzstichtag zum Teil mit Unterstützung statistischer Verfahren aus den Kundenabrechnungssystemen ermittelt und in Bezug auf die in der Periode gelieferten Energie- bzw. Wassermengen abgegrenzt. Umsatzerlöse werden dann als Erlöse erfasst, wenn die EVN gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Leistung erbracht hat.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Aktivums realisiert. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

Auftragsfertigung

Forderungen für Projektgeschäfte (insbesondere BOOT-Modelle) und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage-of-Completion-Methode") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "Cost-to-Cost-Methode" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "Cost-to-Cost-Methode" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Veränderungen der gesamten geschätzten Auftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.

22. Ertragsteuern und latente Steuern

Der auf die Muttergesellschaft EVN AG anwendbare Körperschaftsteuersatz beträgt zum Abschlussstichtag 25%.

Mit dem Steuerreformgesetz 2005 wurde vom österreichischen Gesetzgeber die Möglichkeit zur Bildung von steuerlichen Unternehmensgruppen geschaffen. Für die EVN wird davon seit dem Geschäftsjahr 2004/05 durch die Bildung von drei Gruppen Gebrauch gemacht.

Die steuerlichen Ergebnisse der diesen Gruppen zugehörigen Gesellschaften werden dabei nach der Verrechnung mit den eigenen Vorgruppenverlusten dem jeweiligen übergeordneten Gruppenmitglied bzw. dem Gruppenträger zugerechnet. Zum Ausgleich für die weitergereichten steuerlichen Ergebnisse wurde in den Gruppenverträgen eine Steuerumlage vereinbart, die sich an der "Stand-Alone-Methode" orientiert.

Für die laufenden Ertragsteuern wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:

22. Ertragsteuersätze
%
2006/07 2005/06
Unternehmenssitz
Österreich 25,0 25,0
Bulgarien 10,0 15,0
Dänemark 28,0 28,0
Deutschland1) 39,0 39,0
Estland2) 22,0 23,0
Kroatien 20,0 20,0
Litauen 15,0 15,0
Mazedonien 12,0 15,0
Polen 19,0 19,0
Russland 24,0 24,0
Slowenien 23,0 25,0
Zypern 10,0 10,0

1) Mit Beschluss des Deutschen Bundestages von Mai 2007 und Zustimmung des Deutschen Bundesrates von Juli 2007 wird die Unternehmenssteuerreform 2008 mit 1.1.2008 in Kraft treten. Demnach wird die Steuerbelastung für Körperschaften um 9% auf 30% gesenkt. 2) Die Besteuerung von Unternehmensgewinnen erfolgt erst bei Ausschüttung an die Gesellschafter. Im Unternehmen thesaurierte Gewinne werden nicht besteuert.

Zukünftige Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, wenn sie zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bereits gesetzlich beschlossen wurden.

Auf alle temporären Differenzen (Differenzen zwischen Konzernbuchwerten und steuerlichen Buchwerten, die sich in den Folgejahren wieder ausgleichen) werden aktive und passive latente Steuern berechnet und bilanziert. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach der "Liability-Methode" mit jenem Steuersatz, der bei Umkehr der befristeten Unterschiede nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten ist.

Verlustvorträge werden im Rahmen der aktiven latenten Steuern berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzern saldiert ausgewiesen, wenn ein Recht auf die Aufrechnung der Steuern besteht und die Steuern sich auf Steuersubjekte innerhalb der gleichen Steuerhoheit beziehen. Aktive latente Steuern werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuernde Ergebnisse oder zu versteuernde temporäre Differenzen vorhanden sein werden.

Für Unterschiedsbeträge, die aus at Equity einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden gemäß IAS 12.39 "Ertragsteuern" keine latenten Steuern in der Bilanz ausgewiesen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

23. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Folgende Ausweisänderungen wurden innerhalb der lang- bzw. kurzfristigen Schulden vorgenommen:

Investitionszuschüsse in Höhe von 37.465,8 TEUR (Vorjahr: 37.422,3 TEUR) werden nicht mehr unter den sonstigen Verbindlichkeiten, sondern gemeinsam mit den Baukostenzuschüssen in der Position Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse ausgewiesen.

Verpflichtungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von 49.820,4 TEUR (Vorjahr: 57.444,1 TEUR) werden nunmehr nicht mehr unter den kurzfristigen Rückstellungen, sondern unter den Lieferantenverbindlichkeiten ausgewiesen.

Es ergaben sich dadurch keine Umgliederungen zwischen dem lang- und kurzfristigen Bereich. Die Vorjahreszahlen wurden zwecks besserer Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

24. Zukunftsgerichtete Aussagen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS werden Einschätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cash Flows im Rahmen von Impairment Tests und der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Abgaben, Steuern, Umweltschutz, Bestandsbewertungen, Preisnachlässe, Produkthaftung sowie Garantien. Diese Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden.

Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

Die Nettowerte verstehen sich als nutzungsbedingte Restbuchwerte, das sind Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen.

Als Währungsdifferenzen sind jene Beträge angegeben, die sich bei den Auslandsgesellschaften aus der unterschiedlichen Umrechnung der Vermögenswerte mit den Wechselkursen zu Beginn und Ende des laufenden Geschäftsjahres ergeben.

25. Immaterielle Vermögenswerte

Die Zugänge der Firmenwerte aus Unternehmenserwerben betrugen 0,0 TEUR (Vorjahr: 28.398,1 TEUR).

Als sonstige immaterielle Vermögenswerte wurden Strombezugsrechte, Transportrechte an Erdgasleitungen und sonstige Rechte, insbesondere Software-Lizenzen, die Kundenbeziehungen der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger sowie die Marke ESM ausgewiesen.

Zum 30.9.2007 waren aktivierte Kundenbeziehungen, die noch nicht der Marktliberalisierung unterliegen, mit Anschaffungskosten von 54.513,0 TEUR (Vorjahr: 54.513,0 TEUR) mit unbestimmbarer Nutzungsdauer aktiviert. Der Buchwert entspricht den Anschaffungskosten. Die Marke ESM wird ab dem Geschäftsjahr 2006/07 aufgrund der Beschlussfassung über einen Marken-Relaunch planmäßig über die Restnutzungsdauer der bestehenden Marke abgeschrieben.

Die Abgänge betreffen im Wesentlichen aktivierte künftige Erfolgsbeiträge aus dem Auftragsbestand der WTE Gruppe, deren planmäßige Abschreibung im laufenden Geschäftsjahr endete.

Die Durchführung eines Impairment Tests bei den immateriellen Vermögenswerten ergab für die Strombezugsrechte eine Zuschreibung in Höhe von 3.206,2 TEUR (Vorjahr: 5.625,2 TEUR).

Die Vorgangsweise für Impairment Tests wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben. Die Entwicklung der im Geschäftsjahr vorgenommenen Wertminderungen wird in Erläuterung 54. Abschreibungen dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden insgesamt 576,3 TEUR (Vorjahr: 573,0 TEUR) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Die von den IFRS geforderten Aktivierungskriterien wurden nicht erfüllt.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

25. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2005/06
TEUR Aktive Firmenwerte Sonstiges
immaterielles Vermögen
Summe
Bruttowert 30.9.2005 162.774,7 331.770,3 494.544,9
Währungsdifferenzen –0,1 –0,1
Zugang durch Unternehmenserwerbe 28.398,1 29.595,0 57.993,1
Zugänge 2.065,6 2.065,6
Abgänge –2.344,0 –2.344,0
Umbuchungen 561,9 561,9
Bruttowert 30.9.2006 191.172,8 361.648,7 552.821,5
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2005 –210.099,2 –210.099,2
Währungsdifferenzen 0,1 0,1
Planmäßige Abschreibungen –17.600,2 –17.600,2
Zuschreibungen 5.625,2 5.625,2
Abgänge 2.210,5 2.210,5
Umbuchungen –2,2 –2,2
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2006 –219.865,8 –219.865,8
Nettowert 30.9.2005 162.774,7 121.671,1 284.445,8
Nettowert 30.9.2006 191.172,8 141.782,9 332.955,7
25. Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2006/07
TEUR Aktive Firmenwerte Sonstiges
immaterielles Vermögen
Summe
Bruttowert 30.9.2006 191.172,8 361.648,7 552.821,5
Währungsdifferenzen 154,1 –100,6 53,6
Zugänge 296,7 2.062,1 2.358,8
Abgänge –23.100,0 –23.100,0
Umbuchungen 1.273,5 1.273,5
Bruttowert 30.9.2007 191.623,6 341.783,7 533.407,3
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2006 –219.865,8 –219.865,8
Währungsdifferenzen 12,2 12,2
Planmäßige Abschreibungen –11.533,1 –11.533,1
Wertminderungen –171,9 –171,9
Zuschreibungen 3.206,2 3.206,2
Abgänge 23.096,9 23.096,9
Umbuchungen –294,5 –294,5
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 –205.550,1 –205.550,1
Nettowert 30.9.2006 191.172,8 141.782,9 332.955,7
Nettowert 30.9.2007 191.623,6 136.233,6 327.857,2

26. Sachanlagen

Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus dem Ausbau von Stromverteilungs- und Wärmeanlagen, der Errichtung von Gastransport- und -verteilungsleitungen, dem Austausch von Zählern sowie aus Investitionen in Einrichtungen der technischen Infrastruktur.

Die Zugänge durch Unternehmenserwerbe umfassten im Geschäftsjahr 2005/06 im Wesentlichen Anlagenwerte der mazedonischen "ESM AD".

In der Position Grundstücke und Bauten sind Grundwerte in Höhe von 52.274,7 TEUR (Vorjahr: 50.934,3 TEUR) enthalten.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Höchstbetragshypothek in Höhe von 1.827,7 TEUR (Vorjahr: 1.827,7 TEUR).

Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 13.353,7 TEUR (Vorjahr: 14.541,3 TEUR).

Durch Wegfall der Gründe für Wertminderungen ergab sich im Berichtszeitraum bei mehreren Anlagen ein Zuschreibungsbedarf. Er betrug bei den Gaskraftwerken Theiß und Korneuburg 16.736,6 TEUR (Vorjahr: 15.974,5 TEUR), beim Kohlekraftwerk Dürnrohr 1.112,1 TEUR (Vorjahr: 18.583,9 TEUR) und bei Wärmeanlagen 2.031,4 TEUR (Vorjahr: 4.376,2 TEUR). Die Wertminderungen des Vorjahres betrafen vor allem das Gasnetz, das aufgrund erwarteter Erlösminderungen durch regulatorische Maßnahmen um 75.197,0 TEUR wertgemindert wurde. Weiters ergab sich bei sonstigen Anlagen ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 790,0 TEUR (Vorjahr: 3.727,6 TEUR).

Die Vorgangsweise für Wertminderungsprüfungen wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.

In der Position Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau sind zum Abschlussstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungskosten von 133.371,1 TEUR (Vorjahr: 90.817,1 TEUR) enthalten.

Für geleaste und gepachtete Anlagen ist in der Bilanz der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus der Nutzung von Wärmenetzen und Heizwerken ausgewiesen. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag 16.716,0 TEUR (Vorjahr: 9.922,8 TEUR). Die zugehörigen Pacht- bzw. Leasingverbindlichkeiten sind – abgesehen vom kurzfristigen Anteil mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr – unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

26. Entwicklung der Sachanlagen 2005/06 Andere Anlagen

TEUR Grundstücke
und Bauten
T
Leitungen
echnische
Anlagen
Zähler Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
Geleistete
Anzahlungen u.
Anlagen in Bau
Summe
Bruttowert 30.9.2005 526.095,7 2.051.795,1 1.419.758,6 152.478,9 184.675,5 124.309,2 4.459.113,0
Währungsdifferenzen 0,1 0,7 –4,6 –0,4 –4,2
Zugang durch Unternehmenserwerbe 117.243,5 70.557,1 4.111,0 12.626,3 204.537,9
Zugänge 36.997,7 43.680,1 91.415,7 19.940,5 13.087,5 44.260,6 249.382,1
Abgänge –569,9 –3.441,4 –2.879,6 –2.975,7 –17.729,3 –1.012,8 –28.608,7
Umbuchungen 8.401,5 24.294,7 35.966,1 37,3 6.901,6 –75.899,7 –298,4
Bruttowert 30.9.2006 688.168,6 2.116.328,5 1.614.818,5 169.481,0 191.041,7 104.283,2 4.884.121,6
Kumulierte Abschreibungen 30.9.05 –302.054,6 –1.074.648,6 –1.082.383,0 –77.307,5 –145.288,8 –1.892,0 –2.683.574,5
Währungsdifferenzen –0,4 2,8 2,4
Planmäßige Abschreibungen –13.166,9 –76.197,2 –42.814,2 –10.629,7 –17.884,8 –358,3 –161.051,0
Wertminderungen –1.563,8 –71.136,1 –6.112,1 –80,3 –32,1 –78.924,3
Zuschreibungen 16.178,6 530,2 22.225,8 38.934,6
Abgänge 321,7 3.290,2 2.562,1 2.465,0 17.247,7 862,5 26.749,2
Umbuchungen 114,3 –1,1 641,2 –9,2 –631,4 113,7
Kumulierte Abschreibungen 30.9.06 –300.170,8 –1.218.162,6 –1.105.880,5 –85.561,7 –146.586,7 –1.387,8 –2.857.750,1
Nettowert 30.9.2005 224.041,1 977.146,5 337.375,6 75.171,4 39.386,7 122.417,2 1.775.538,5
Nettowert 30.9.2006 387.997,9 898.165,9 508.938,0 83.919,3 44.455,1 102.895,4 2.026.371,6
26. Entwicklung der Sachanlagen 2006/07 Andere Anlagen
TEUR Grundstücke
und Bauten
T
Leitungen
echnische
Anlagen
Zähler Betriebs- und
Geschäftsaus-
stattung
Geleistete
Anzahlungen u.
Anlagen in Bau
Summe
Bruttowert 30.9.2006 688.168,6 2.116.328,5 1.614.818,5 169.481,0 191.041,7 104.283,2 4.884.121,6
Währungsdifferenzen –692,3 –626,4 –8,9 –61,8 –131,7 –1.521,0
Zugänge 7.077,5 49.932,5 19.968,5 3.214,0 10.196,9 185.252,7 275.642,0
Abgänge –1.461,3 –7.850,9 –5.332,5 –3.202,9 –8.129,3 –1.090,6 –27.067,6
Umbuchungen 445,0 44.520,0 20.346,2 9.889,4 14.288,4 –91.376,8 –1.887,7
Bruttowert 30.9.2007 693.537,6 2.202.930,1 1.649.174,3 179.372,5 207.335,9 196.937,0 5.129.287,4
Kumulierte Abschreibungen 30.9.06 –300.170,8 –1.218.162,6 –1.105.880,5 –85.561,7 –146.586,7 –1.387,8 –2.857.750,1
Währungsdifferenzen 321,5 377,8 1,2 55,8 756,3
Planmäßige Abschreibungen –17.888,7 –68.068,3 –47.432,9 –12.076,2 –18.465,1 –163.931,3
Wertminderungen –18,0 –217,6 –430,4 –103,6 –20,3 –790,0
Zuschreibungen 6.223,9 1.001,2 12.655,0 19.880,1
Abgänge 844,8 6.967,2 3.087,5 2.619,7 7.630,5 21.149,7
Umbuchungen 2.857,2 56,9 –2.839,3 –182,6 633,6 525,8
Kumulierte Abschreibungen 30.9.07 –307.830,0 –1.278.423,2 –1.140.462,8 –95.303,3 –156.752,2 –1.387,8 –2.980.159,3
Nettowert 30.9.2006 387.997,9 898.165,9 508.938,0 83.919,3 44.455,1 102.895,4 2.026.371,6
Nettowert 30.9.2007 385.707,5 924.506,9 508.711,6 84.069,2 50.583,7 195.549,2 2.149.128,1

27. At Equity einbezogene Unternehmen

Der Kreis der at Equity in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist im Anhang unter Beteiligungen der EVN dargestellt.

Sämtliche at Equity einbezogene Unternehmen werden seit dem Geschäftsjahr 2005/06 mit ihrem anteiligen IFRS-Ergebnis aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als drei Monate vor dem Bilanzstichtag der Konzernmuttergesellschaft liegt. Der aus diesem Effekt resultierende Erfolgsbeitrag belief sich im vorigen Geschäftsjahr auf 33.004,0 TEUR.

27. Entwicklung der at Equity einbezogenen Unternehmen TEUR
Bruttowert 30.9.2006 311.448,9
Zugänge 20.364,8
Umbuchungen –4.429,0
Bruttowert 30.9.2007 327.384,7
Kumulierte Equity-Änderungen 30.9.2006 112.870,9
Währungsdifferenzen 384,5
Anteiliges Ergebnis 89.844,7
Ausschüttungen –79.639,3
Neutrale Wertänderungen 7.099,7
Umbuchungen 2.365,5
Kumulierte Equity-Änderungen 30.9.2007 132.926,0
Nettowert 30.9.2006 424.319,8
Nettowert 30.9.2007 460.310,7

Die folgende Übersicht zeigt die wesentlichen Posten von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung der at Equity einbezogenen Unternehmen:

27. Wesentliche Abschlusspositionen der

at Equity einbezogenen Unternehmen TEUR 2006/07 2005/06
Eigenkapital 680.988,5 611.272,1
Vermögenswerte 2.424.254,8 1.998.039,6
Verbindlichkeiten 1.743.266,3 1.386.767,5
Umsatzerlöse 3.841.244,1 4.274.406,8
Versteuertes Ergebnis 199.853,0 190.060,2

Der aufgrund der Überschreitung des Wertes des Beteiligungsansatzes nicht erfasste anteilige Verlust beträgt für das Geschäftsjahr 2006/07 –431,1 TEUR (Vorjahr: –22,6 TEUR).

Für die im EVN Konzern at Equity einbezogenen Unternehmen existieren keine öffentlich notierten Marktpreise.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

28. Andere finanzielle Vermögenswerte

Die Position andere finanzielle Vermögenswerte umfasst Anteile an verbundenen und at Equity einbezogenen Unternehmen, die aufgrund mangelnder Wesentlichkeit nicht konsolidiert wurden, sowie Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote von unter 20%, soweit diese nicht at Equity einbezogen sind.

In den sonstigen Beteiligungen sind Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 1.599.621,5 TEUR (Vorjahr: 1.469.728,8 TEUR) enthalten. Bei den anderen in dieser Position enthaltenen Beteiligungen in Höhe von 13.740,5 TEUR (Vorjahr: 9.370,1 TEUR) handelt es sich um nicht börsenotierte Unternehmen, weshalb eine Aussage über einen Marktwert mangels vorhandener Marktpreise nicht erfolgen kann.

Das laufende Periodenergebnis enthält keine Erträge aus der Veräußerung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar". Im Geschäftsjahr 2005/06 resultierte aus dem Verkauf der Beteiligung an der nicht börsenotierten Energie AG Oberösterreich, die einen Buchwert von 163.786,4 TEUR aufwies, ein Gewinn in Höhe von 11.849,4 TEUR (exklusive Wertsicherung bis zum Zeitpunkt der Zahlung).

Die Zuschreibungen bei den sonstigen Beteiligungen in Höhe von 92.492,8 TEUR (Vorjahr: 344.798,8 TEUR) betreffen Anpassungen an gestiegene Marktwerte und Börsekurse, die nach Berücksichtigung des Abzugs von latenten Steuern gegen die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 verrechnet wurden.

Im Berichtszeitraum wurden keine Wertminderungsaufwendungen (Vorjahr: 0,0 TEUR) im Periodenergebnis erfasst.

28. Entwicklung der anderen finanziellen Vermögenswerte

TEUR Beteiligungen an
verbundenen Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Summe
Bruttowert 30.9.2006 9.607,8 332.956,2 342.564,0
Währungsdifferenzen 2,9 2,9
Zugänge 841,7 38.889,1 39.730,8
Umbuchungen 24,6 4.433,9 4.458,5
Bruttowert 30.9.2007 10.477,1 376.279,2 386.756,3
Kumulierte Wertänderungen 30.9.2006 –5.586,4 1.142.121,3 1.136.534,9
Zuschreibungen 92.492,8 92.492,8
Umbuchungen –2.421,9 –2.421,9
Kumulierte Wertänderungen 30.9.2007 –5.586,4 1.232.192,2 1.226.605,7
Nettowert 30.9.2006 4.021,4 1.475.077,5 1.479.098,9
Nettowert 30.9.2007 4.890,7 1.608.471,4 1.613.362,0

Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Beteiligung an der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund).

29. Übrige langfristige Vermögenswerte

Die Wertpapiere des übrigen langfristigen Vermögens bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und dienen im Wesentlichen der nach österreichischem Steuerrecht zum Bilanzstichtag wieder vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (diese Bestimmung des Einkommensteuergesetzes wurde vom Verfassungsgerichtshof im Oktober 2006 aufgehoben und durch das Budgetbegleitgesetz 2007 im August 2007 wieder eingeführt). Die Buchwerte entsprechen dem Kurswert zum Bilanzstichtag. Zugänge und Abgänge resultieren aus diesbezüglichen Vermögensumschichtungen im Geschäftsjahr.

Von den Ausleihungen in Höhe von 21.427,6 TEUR (Vorjahr: 13.644,6 TEUR) haben 1.592,8 TEUR (Vorjahr: 1.101,4 TEUR) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

In den Zugängen zum langfristigen Vermögen sind aktivierte Fremdkapitalkosten in Höhe von 7.441,4 TEUR (Vorjahr: 9.932,8 TEUR) enthalten. Der Aktivierungszinssatz beträgt 3,2% – 7,0% (Vorjahr: 3,1% – 6,1%).

Die langfristigen Leasingforderungen stammen aus dem Projektgeschäft im Rahmen von BOOT-Modellen. Aus laufenden Fertigungsaufträgen bestehen Forderungen in Höhe von 16.212,2 TEUR (Vorjahr: 306.596,4 TEUR).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Garantieentgelte für langfristige Bankdarlehen und Forderungen im Zusammenhang mit dem Fair Value der Zins- und Währungsswaps.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz
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29. Entwicklung der übrigen langfristigen Vermögenswerte Primärenergie- Langfristige
Forderungen und
Abgrenzungen aus
Sonstige
langfristige
TEUR Wertpapiere Ausleihungen reserven Leasinggeschäften Vermögenswerte Summe
Bruttowert 30.9.2006 88.910,4 13.799,3 10.303,1 384.449,0 17.882,9 515.344,7
Währungsdifferenzen –3,8 –3,8
Zugänge 7.065,3 8.542,1 1.605,8 106.626,3 2.138,8 125.978,5
Abgänge –12,2 –761,8 –28.531,9 –171,6 –29.477,4
Bruttowert 30.9.2007 95.959,8 21.579,7 11.908,9 462.543,4 19.850,1 611.841,9
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2006 5.259,4 –154,7 –521,1 –2.122,0 2.461,6
Abschreibungen –2,4 –2,4
Abgänge 2,6 2,6
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2007 5.257,1 –152,1 –521,1 –2.122,0 2.461,9
Nettowert 30.9.2006 94.169,8 13.644,6 9.782,0 384.449,0 15.760,9 517.806,3
Nettowert 30.9.2007 101.216,8 21.427,6 11.387,8 462.543,4 17.728,1 614.303,8

Die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert stellt sich wie folgt dar:

29. Fristigkeiten der langfristigen Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften

TEUR bis zu 1 Jahr Restlaufzeit zum 30.9.2007
mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
Summe bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr Restlaufzeit zum 30.9.2006
mehr als 5 Jahre
Summe
Zinskomponente 42.553,1 124.536,4 74.053,8 241.143,3 20.955,7 112.772,3 71.128,7 204.856,7
Tilgungskomponente 44.530,8 189.829,6 228.183,0 462.543,4 23.049,3 187.293,5 174.106,2 384.449,0
Summe 87.083,9 314.366,0 302.236,8 703.686,7 44.005,0 300.065,8 245.234,9 589.305,7

Die Summe der Tilgungskomponenten entspricht dem unter den langfristigen Forderungen und Abgrenzungen aus Leasinggeschäften ausgewiesenen Wert.

Die Zinskomponenten entsprechen dem Anteil der Zinskomponente an der Gesamtleasingzahlung. Es handelt sich dabei um nicht abgezinste Beträge. Die Zinskomponente aus den Leasingzahlungen des laufenden Geschäftsjahres wird in den Zinserträgen aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

30. Vorräte

Die Primärenergievorräte bestehen aus Kohlevorräten.

Bei den Emissionszertifikaten handelt es sich zur Gänze um bereits zugekaufte, aber noch nicht eingelöste Zertifikate zur Erfüllung der Voraussetzungen des Emissionszertifikategesetzes (EZG). Die korrespondierende Verpflichtung zur Rückgabe ist in den kurzfristigen Rückstellungen (siehe Erläuterung 48. Kurzfristige Rückstellungen) abgebildet.

Die sonstigen Vorräte bestehen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sonstigen Vorräten sowie nicht abgerechneten Kundenaufträgen.

30. Vorräte
TEUR
2006/07 2005/06
Primärenergievorräte 37.098,7 23.290,2
Emissionszertifikate 2.207,6 7.921,4
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und sonstige Vorräte 30.831,5 24.822,9
Nicht abgerechnete Kundenaufträge 13.989,7 14.690,6
Summe 84.127,5 70.725,1

Dem Bestandsrisiko aufgrund geringer Umschlagshäufigkeiten wird durch eine Erhöhung der Wertberichtigung um 1.011,3 TEUR (Vorjahr: 1.566,5 TEUR) Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Zuschreibungen in Höhe von 1.836,2 TEUR (Vorjahr: 37,1 TEUR).

Die Vorräte erhöhten sich durch Unternehmenserwerbe um 0,0 TEUR (Vorjahr: 10.634,5 TEUR). Die Vorräte unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen; andere Belastungen liegen ebenfalls nicht vor.

31. Kurzfristige Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber Strom-, Gas- und Wärmekunden.

Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird durch eine Wertberichtigung in Höhe von 34.253,0 TEUR (Vorjahr: 20.973,6 TEUR) Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Finanzinstrumenten bestehen insbesondere aus der erfolgsneutralen Bewertung von Sicherungsgeschäften und aus laufenden Zinsabgrenzungen. Die Forderungen gegenüber Dienstnehmern enthalten Abgrenzungen aus der laufenden Lohn- und Gehaltsverrechnung.

Die Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen und die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren insbesondere aus der laufenden Konzernverrechnung von Energielieferungen, aus der Konzernfinanzierung und aus Dienstleistungen gegenüber nichtkonsolidierten Tochterunternehmen.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen Kaufpreisminderungsansprüche aus dem Erwerb der bulgarischen und mazedonischen Stromversorger, geleistete Anzahlungen, Forderungen aus Versicherungen sowie Abgabenforderungen.

31. Kurzfristige Forderungen und

sonstige kurzfristige Vermögenswerte
TEUR
2006/07 2005/06
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 284.186,2 250.895,6
Forderungen aus Finanzinstrumenten 20.286,2 3.265,2
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 10.067,3 5.834,3
Forderungen gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen 87.730,9 86.246,1
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 17.543,6 7.654,2
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 120.086,0 264.698,6
Summe 539.900,1 618.593,9

32. Liquide Mittel

Neben einem durch Abgänge von Wertpapieren realisierten Veräußerungsgewinn von 443,1 TEUR (Vorjahr: 2.530,3 TEUR) wurde in der Berichtsperiode aufgrund gestiegener Börsekurse eine erfolgswirksame Aufwertung in Höhe von 3.130,6 TEUR (Vorjahr: 3.541,6 TEUR) vorgenommen.

32. Liquide Mittel TEUR 2006/07 2005/06
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten
Wertpapiere
76.223,5
395.680,5
91.935,1
282.687,3
Summe 471.904,1 374.622,4

Die Zusammensetzung der Wertpapiere sieht zum Bilanzstichtag wie folgt aus:

32. Zusammensetzung Wertpapiere
TEUR
2006/07 2005/06
Cashfonds 293.725,5 47.108,6
Anleihenfonds 22.483,6 28.506,8
Aktienfonds 8.740,6 81.759,9
Sonstige Fondsprodukte 44.682,4 62.912,5
Summe Fondsanteile 369.632,1 220.287,8
Festverzinsliche Wertpapiere 4.356,0 4.112,4
Aktien 21.692,4 58.287,1
Summe Wertpapiere 395.680,5 282.687,3

Passiva

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der Geschäftsjahre 2005/06 und 2006/07 ist auf Seite 71 dargestellt.

33. Grundkapital

Das Grundkapital der EVN AG beträgt unverändert 99.069,4 TEUR und besteht aus 40.881.455 nennbetragslosen Stückaktien. Zum Bilanzstichtag werden wie im Vorjahr keine eigenen Aktien gehalten.

34. Kapitalrücklagen

Die gegenüber der Vergleichsperiode unveränderten Kapitalrücklagen zu Ende des Geschäftsjahres 2006/07 enthalten gebundene Kapitalrücklagen aus Kapitalerhöhungen nach österreichischem Aktienrecht in Höhe von 251.094,2 TEUR sowie nicht gebundene Kapitalrücklagen nach österreichischem Aktienrecht in Höhe von 58.267,7 TEUR.

35. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen in Höhe von 1.425.465,7 TEUR (Vorjahr: 1.255.634,2 TEUR) enthalten die anteiligen Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft EVN AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser entwickelte sich wie folgt:

35. Entwicklung Bilanzgewinn der Muttergesellschaft TEUR
Ausgewiesener Jahresgewinn 2006/07 61.301,6
Zuzüglich des Gewinnvortrags aus dem Geschäftsjahr 2005/06 148,7
Zur Verteilung kommender Bilanzgewinn 61.450,3
Vorgeschlagene Gewinnausschüttung –61.322,2
Gewinnvortrag für das Geschäftsjahr 2007/08 128,1

Die der Hauptversammlung vorgeschlagene Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2006/07 in Höhe von 1,50 EUR je Aktie ist nicht in den Verbindlichkeiten erfasst.

Die Ausschüttung für 2005/06 in Höhe von 1,20 EUR zuzüglich 0,20 EUR Bonus pro Aktie wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 78. ordentlichen Hauptversammlung am 18.1.2007 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 29.1.2007.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

36. Neubewertungsrücklage gemäß IFRS 3

Die im Eigenkapital ausgewiesene Neubewertungsrücklage gemäß IFRS 3 resultiert aus sukzessiven Unternehmenserwerben im Zuge der Übernahme von weiteren 10,05% an der "RBG" und des restlichen Anteils von 50% an der EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H, Maria Enzersdorf, im Geschäftsjahr 2004/05.

37. Bewertungsrücklage gemäß IAS 39

In der Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 werden Marktwertänderungen weiter veräußerbarer Wertpapiere und von Cash Flow Hedges sowie die anteilige Übernahme von erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von at Equity einbezogenen Unternehmen erfolgsneutral erfasst.

37. Bewertungsrücklage gemäß IAS 39
TEUR
vor Steuern 2006/07
Steuern
nach Steuern vor Steuern 2005/06
Steuern
nach Steuern
Markbewertung von Wertpapieren 1.234.437,5 –308.609,4 925.828,1 1.141.944,7 –285.486,2 856.458,5
Cash Flow Hedges
Anteilige Übernahme von erfolgsneutralen
Eigenkapitalveränderungen von
8.013,5 –2.019,9 5.993,6 –14.500,0 3.686,8 –10.813,3
at Equity einbezogenen Unternehmen 14.138,9 14.138,9 6.252,4 6.252,4
Summe 1.256.589,9 –310.629,3 945.960,7 1.133.697,1 –281.799,4 851.897,6

38. Unterschiedsbetrag Währungsumrechnung

Diese Position enthält Unterschiedsbeträge, die sich bei der Konsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften gegenüber den Stichtagskursen ergeben.

39. Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die folgenden Fremdanteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Tochtergesellschaften:

39. Anteile anderer Gesellschafter
%
2006/07 2005/06
Burgenland Holding AG, Eisenstadt, ("BUHO") 27,73 30,40
RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, ("RBG") 49,95 49,95
EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD, Plovdiv, Bulgarien, ("EVN EP") 33,00 33,00
EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD, Stara Zagora, Bulgarien, ("EVN EC") 33,00 33,00
Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH, Maria Enzersdorf 30,00 30,00
AD Elektrostopanstvo na Makedonija, Skopje, Mazedonien, ("ESM AD") 10,00 10,00

Alle übrigen vollkonsolidierten Unternehmen stehen direkt oder indirekt zu 100% im Anteilsbesitz der EVN.

Langfristige Schulden

40. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Position langfristige Finanzverbindlichkeiten setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

40. Zusammensetzung langfristige Finanzverbindlichkeiten Buchwert Buchwert Effektiver Fair Value

Nominalverzinsung (%) Laufzeit Nominale 30.9.2007
(TEUR)
30.9.2006
(TEUR)
Zinssatz zu
Buchwerten1) (%)
30.9.2007
(TEUR)
JPY-Anleihe 5,20 1994-2014 8 Mrd JPY 45.537,8 43.691,6 11,90 58.717,2
CHF-Obligation 3,25 1998-2008 184 Mio CHF 117.413,0
DEM-Anleihe 5,00 1998-2008 224 Mio DEM 115.200,6
EUR-Anleihe 5,25 2001-2011 262,85 Mio EUR 251.960,7 262.669,3 5,83 265.636,2
CHF-Obligation 2,43 2004-2009 200 Mio CHF 120.308,7 125.675,9 2,91 119.330,2
Summe Anleihen 417.807,3 664.650,4 443.683,6
Langfristige Bankdarlehen 1,00–7,29 bis 2031 754.805,0 732.518,8 4,84 754.805,0
Summe 1.172.612,3 1.397.169,2 5,33 1.198.488,6

1) Zinsaufwand im Verhältnis zum durchschnittlichen Buchwert unter Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften.

Der effektive Zinssatz stellt die durchschnittliche Zinsbelastung im Geschäftsjahr 2006/07 nach Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften in Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Buchwert dar und beträgt 5,33% (Vorjahr: 4,31%). Zum Bilanzstichtag beträgt der nach Buchwerten gewichtete Zinssatz 5,84% (Vorjahr: 3,75%).

Die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

40. Fälligkeitsstruktur langfristige Finanzverbindlichkeiten

TEUR bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Summe
Anleihen 372.269,5 45.537,8 417.807,3
davon fix 120.308,7 120.308,7
davon variabel 251.960,7 45.537,8 297.498,6
Langfristige Bankdarlehen 74.451,3 441.834,9 238.518,9 754.805,0
davon fix 47.433,3 390.960,6 165.466,1 603.860,1
davon variabel 27.017,9 50.874,3 73.052,7 150.994,9
Summe langfristige Finanzverbindlichkeiten 74.451,3 814.104,4 284.056,7 1.172.612,3

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Anleihen

Sämtliche Anleihen sind endfällig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Rückkäufe (Vorjahr: Rückkäufe bei der EUR-Anleihe im Nominale von 4.000,0 TEUR) getätigt.

Die mit 3,25% verzinste CHF-Obligation und die mit 5,00% verzinste DEM-Anleihe werden am 8.4.2008 bzw. 26.8.2008 getilgt und daher zum Bilanzstichtag unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen für das abgelaufene Geschäftsjahr sind in den Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Die Bewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Bei Vorliegen von Sicherungsgeschäften werden die Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 in jenem Ausmaß, in dem Hedge Accounting zur Anwendung kommt, um die entsprechende Wertveränderung des abgesicherten Risikos angepasst. Der entsprechenden Veränderung der Anleihenverbindlichkeit steht im Wesentlichen eine gegenläufige Bewegung der Rückstellungen für langfristige Finanzinstrumente gegenüber.

Das Ergebnis der erforderlichen Stichtagsbewertung ergab eine gewinnerhöhende Abwertung der beiden CHF-Anleihen im Ausmaß von 58,3 TEUR (Vorjahr: gewinnerhöhende Abwertung von 2.641,6 TEUR).

Der Fair Value wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktinformationen aus dem jeweiligen Anleihekurs und dem Devisenkurs ermittelt.

Langfristige Bankdarlehen

Bei den Darlehen handelt es sich um Bankdarlehen, die zum Teil durch Zins- und Annuitätenzuschüsse des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds gefördert sind.

Die von Projektgesellschaften eingegangenen Verbindlichkeiten ohne Rückgriffsrecht auf die EVN AG ("Non-Recourse") betragen zum Stichtag 399.829,6 TEUR (Vorjahr: 362.474,8 TEUR).

Im Zuge von Projektfinanzierungen wurden Anteile an Projektgesellschaften sowie deren Vermögenswerte als Sicherheit gegeben.

EVN hat über die EVN Finance Service B.V., Amsterdam, am 12.9.2006 eine syndizierte revolvierende Kreditlinie über 600 Mio EUR mit einer Laufzeit von sieben Jahren (2006–2013) unterzeichnet. Die Zinsmarge beläuft sich für die ersten fünf Jahre auf 15,0 Basispunkte p.a. über EURIBOR und steigt in den letzten beiden Jahren auf 17,5 Basispunkte über EURIBOR. Daraus wurden zum Bilanzstichtag keine Mittel in Anspruch genommen.

Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

41. Latente Steuerverbindlichkeiten

41. Latente Steuern
TEUR
2006/07 2005/06
Aktive latente Steuern
Sozialkapital –27.191,6 –28.828,4
Vortragsfähiges steuerliches Ergebnis –1.687,4 –2.646,4
Finanzinstrumente –172,1
Sonstige aktive latente Steuern –9.535,2 –10.542,0
Passive latente Steuern
Anlagevermögen 43.983,9 49.423,7
Unversteuerte Rücklagen 25.300,4 27.403,4
Finanzinstrumente 339.784,9 312.267,8
Sonstige passive latente Steuern 28.120,4 31.496,7
Summe 398.775,4 378.402,8
davon
Aktive latente Steuern –1.032,4 –1.296,9
Latente Steuerverbindlichkeiten 399.807,9 379.699,7

Die latenten Steuern erhöhten sich durch erfolgsneutrale Wertänderungen um 28.829,9 TEUR und reduzierten sich durch einen latenten Steuerertrag in Höhe von 8.457,2 TEUR per Saldo auf 398.775,4 TEUR.

Für Verlustvorträge in Höhe von 20.197,0 TEUR (Vorjahr: 20.111,1 TEUR), mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraums nicht gerechnet werden kann, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

42. Langfristige Rückstellungen

42. Langfristige Rückstellungen TEUR 2006/07 2005/06
Rückstellung für Pensionen 221.938,9 225.142,1
Rückstellung für pensionsähnliche Verpflichtungen 16.253,4 16.272,0
Rückstellung für Abfertigungen 67.415,4 65.932,8
Sonstige langfristige Rückstellungen 151.515,0 126.861,5
Summe 457.122,7 434.208,3

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen und Abfertigungsrückstellungen erfolgt im Wesentlichen mit folgenden Rechnungsgrößen:

  • Zinssatz 5,00% p.a. (Vorjahr: 4,75% p.a.)
  • Bezugserhöhungen 3,00% p.a.; Folgejahre 2,75% p.a. (Vorjahr: 2,75% p.a.)
  • Pensionserhöhungen 2,75% p.a. (Vorjahr: 2,75% p.a.)
  • Erwartete langfristige Verzinsung 4,75% p.a. (Vorjahr: 4,75% p.a.)

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

42. Entwicklung der Rückstellungen für
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen TEUR 2006/07 2005/06
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 1.10. 247.183,6 254.937,0
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen
Versorgungsansprüche (Service Costs) 1.896,3 1.918,1
+ Zinsaufwand 11.766,4 10.859,9
– Pensionszahlungen –17.003,4 –16.876,5
– Versicherungsmathematischer Gewinn –3.331,5 –3.654,9
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) 30.9. 240.511,4 247.183,6
Pensionsrückstellung und Rückstellung
für pensionsähnliche Verpflichtungen 30.9. 238.192,3 241.414,1

Zum Bilanzstichtag unterschreitet die Pensionsrückstellung den DBO-Wert um 1,0% (Vorjahr: Unterschreitung um 2,3%).

42. Entwicklung der Abfertigungsrückstellung
TEUR
2006/07 2005/06
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 1.10. 69.177,0 65.138,3
+ Zugänge durch Unternehmenserwerbe 2.760,3
+ Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen
Abfertigungsansprüche (Service Costs) 2.883,0 2.982,6
+ Zinsaufwand 3.266,1 2.871,7
– Abfertigungszahlungen –4.999,4 –3.803,6
+/– Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn 1.195,5 –772,4
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) 30.9. 71.522,1 69.177,0
Abfertigungsrückstellung am 30.9. 67.415,4 65.932,8

Zum Bilanzstichtag unterschreitet die Rückstellung für Abfertigungen den DBO-Wert um 5,7% (Vorjahr: Unterschreitung um 4,7%).

42. Entwicklung der sonstigen
langfristigen Rückstellungen Langfristige Umwelt- Übrige
TEUR Jubiläumsgelder Kooperations-
verträge
Finanz-
instrumente
Mieten für
Netzzutritte
Prozessrisiken Restruk-
turierung
und Entsor- langfristige
gungsrisiken Rückstellungen
Summe
Buchwert 1.10.2006 16.817,2 37.500,0 25.895,5 11.944,0 3.331,1 28.634,0 2.739,5 126.861,5
Währungsumrechnung 18,8 18,8
Zinsaufwand 753,9 2.190,0 177,0 3.120,9
Verwendung –1.672,0 –2.638,8 –6.948,2 –1.003,7 –391,0 –1.764,3 –14.418,0
Zuführung 596,8 22.616,6 15.305,7 2.186,7 183,6 7.805,9 48.695,3
Umbuchung –12.763,6 –12.763,6
Buchwert 30.9.2007 16.496,0 37.051,2 35.748,6 15.305,7 7.201,3 2.511,0 36.225,9 975,2 151.515,0

Die Mieten für Netzzutritte umfassen Vorsorgen für Mieten für den Netzzutritt zu Anlagen im Fremdeigentum in Bulgarien.

Im Rahmen der umfassenden Maßnahmen zur Restrukturierung wurde im Geschäftsjahr 2005/06 in Bulgarien ein Modell für die Abfindung bei freiwilligem Ausscheiden von Mitarbeitern beschlossen. Dieses sieht je nach Lebensalter und Dauer der Dienstzugehörigkeit der ausscheidenden Mitarbeiter eine Abgeltung vor.

43. Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse

Die Position der Baukosten- und Investitionszuschüsse entwickelte sich wie folgt:

43. Vereinnahmte Baukosten-

und Investitionszuschüsse TEUR
Baukostenzuschüsse
Investitionszuschüsse Summe
Buchwert 1.10.2006 250.035,2 37.422,3 287.457,4
Umgliederungen 11.505,4 –11.505,4
Zugang 51.211,0 13.208,0 64.419,0
Auflösung –26.176,0 –1.659,1 –27.835,1
Buchwert 30.9.2007 286.575,6 37.465,8 324.041,4

Vom Gesamtbetrag der Zuschüsse werden 296.206,4 TEUR (Vorjahr: 259.622,4 TEUR) nicht innerhalb eines Jahres ertragswirksam.

44. Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten vor allem Pachtverbindlichkeiten aus langfristigen Nutzungsverträgen von Wärmenetzen sowie Heizwerken.

44. Übrige langfristige Verbindlichkeiten
TEUR
2006/07 2005/06
Langfristige Pachtverbindlichkeiten 33.723,3 29.213,8
Langfristige Abgrenzungen aus Finanztransaktionen 7.178,3 5.948,5
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.067,2 3.317,1
Summe 46.968,7 38.479,4

44. Fristigkeiten der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten

TEUR mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Restlaufzeit zum 30.9.2007 Summe mehr als 1 Jahr Restlaufzeit zum 30.9.2006
mehr als 5 Jahre
Summe
Langfristige Pacht
verbindlichkeiten
10.057,0 23.666,3 33.723,3 8.456,3 20.757,5 29.213,8
Sonstige langfristige
Verbindlichkeiten
1.149,8 4.917,3 6.067,2 1.330,8 1.986,2 3.317,1
Summe 11.206,8 28.583,6 39.790,4 9.787,2 22.743,7 32.530,9

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Kurzfristige Schulden

45. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Kontokorrentkredite sind Teil der liquiden Mittel der Geldflussrechnung.

45. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten TEUR 2006/07 2005/06
3,25% CHF Obligation 1998–20081) 110.836,7
5,00% DEM-Anleihe 1998–20082) 114.529,4
EUR-Barvorlage 133,8
Kontokorrent- und sonstige kurzfristige Kredite 21.867,6 15.137,7
Summe 247.233,6 15.271,5

1) Die Tilgung erfolgt am 8.4.2008. 2) Die Tilgung erfolgt am 26.8.2008.

46. Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Steuern resultieren aus Umsatzsteuer, Energieabgaben, gehaltsabhängigen Abgaben und noch nicht veranlagter Körperschaftsteuer in Höhe von insgesamt 58.870,5 TEUR (Vorjahr: 58.422,2 TEUR).

47. Lieferantenverbindlichkeiten

In den Lieferantenverbindlichkeiten sind Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 49.820,4 TEUR (Vorjahr: 57.444,1 TEUR) enthalten.

48. Kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellung für Personalansprüche umfasst noch nicht fällige Sonderzahlungen und offene Urlaube sowie Verbindlichkeiten aus einer Vorruhestandsregelung, die von Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann. Für die zum Bilanzstichtag rechtlich verbindlichen Vereinbarungen wird die Rückstellung mit 4.148,4 TEUR (Vorjahr: 6.540,8 TEUR) ausgewiesen.

Für die Geschäftsjahre 2005/06 und 2006/07 wurden mittels Bescheid jeweils konzernweit 1.444.152 Emissionszertifikate unentgeltlich zugeteilt. Für die am Bilanzstichtag bestehende Unterdeckung wurde mittels Rückstellung vorgesorgt (siehe Erläuterung 30. Vorräte). Diese wurde mit dem Marktwert der Emissionszertifikate zum 30.9.2007 bewertet.

Die Restrukturierungsrückstellung umfasst die in Mazedonien gesetzten Maßnahmen im Rahmen eines freiwilligen Sozialprogramms.

48. Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen
TEUR Personalansprüche Drohverluste Emissionszertifikate Restrukturierung Kurzfristige
Finanzinstrumente
Sonstige Summe
Buchwert 1.10.2006 54.787,8 7.715,3 20.294,6 7.018,6 89.816,3
Verwendung –4.934,2 –7.715,3 –20.294,6 –873,5 –33.817,5
Auflösung -69,6 –69,6
Zuführung 6.566,7 11.330,6 577,1 3.231,8 2.557,9 24.264,0
Umbuchung 12.763,6 12.763,6
Buchwert 30.9.2007 56.350,6 11.330,6 577,1 3.231,8 12.763,6 8.703,1 92.956,6

49. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen.

Die erhaltenen Anzahlungen, die sich aufgrund der milden Witterung deutlich erhöhten, erfolgten für Strom-, Gas- und Wärmelieferungen und für die Errichtung von Kundenanlagen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in erster Linie abgegrenzte Zinsaufwendungen sowie abgegrenzte Verbindlichkeiten aus der Verrechnung von Zuschlägen zum Systemnutzungstarif.

49. Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
TEUR
2006/07 2005/06
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 15.140,4 12.980,5
Verbindlichkeiten gegenüber at Equity einbezogenen Unternehmen 26.735,2 29.792,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.633,8 15.509,4
Erhaltene Anzahlungen 26.339,3 3.483,6
Sonstige Verbindlichkeiten 61.750,2 68.994,3
Summe 149.598,9 130.760,0

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Seit April 2006 – und damit ab dem 3. Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 – wurde der mehrheitlich übernommene mazedonische Stromversorger "ESM AD" neu in den Konzernabschluss der EVN einbezogen. Somit sind im vorliegenden Jahresabschluss nur zwei Quartale der "ESM AD" in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der Vergleichsperiode berücksichtigt.

Diese Erweiterung des Konsolidierungskreises in Südosteuropa führte in praktisch allen Positionen zu deutlichen Veränderungen. Der Vergleich mit den Zahlen früherer Geschäftsperioden ist damit nur bedingt aussagekräftig.

50. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

50. Umsatzerlöse TEUR 2006/07 2005/06
Umsatzerlöse Energie 1.932.742,5 1.761.662,1
Umsatzerlöse Umwelt 275.068,2 290.061,5
Umsatzerlöse Strategische Beteiligungen und Sonstiges 25.313,6 19.847,8
Summe 2.233.124,3 2.071.571,5

Die Segmentberichterstattung enthält eine Gliederung der Umsätze nach Geschäftsfeldern und Regionen (siehe Erläuterung 62. Segmentberichterstattung).

In den Erlösen sind Umsätze aus Fertigungsaufträgen im Rahmen von BOOT-Modellen in Höhe von 106.626,3 TEUR (Vorjahr: 169.104,0 TEUR) enthalten.

51. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen hauptsächlich Schadensvergütungen, Mieterträge sowie Versicherungsentschädigungen.

51. Sonstige betriebliche Erträge
TEUR
2006/07 2005/06
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.049,6 492,4
Erträge aus der Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen 27.835,1 23.334,4
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 331,4 –210,4
Übrige sonstige betriebliche Erträge 16.369,5 17.123,1
Summe 45.585,5 40.739,4

52. Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug und Energieträger umfassen insbesondere Gas- und Strombezugskosten sowie den – durch die gestiegene Erzeugung bedingten – Aufwand für den Zukauf von Emissionszertifikaten.

Die aufgrund der zu geringen Zuteilung von Gratis-Emissionszertifikaten entstandenen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum 7.218,7 TEUR (Vorjahr: 15.602,3 TEUR).

Die Aufwendungen für Fremdleistungen und sonstigen Materialaufwand enthalten überwiegend das Projektgeschäft des Umweltbereichs sowie Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen. Weiters sind dieser Position die sonstigen direkt der Leistungserstellung zurechenbaren Aufwendungen zugewiesen.

52. Materialaufwand und Aufwand
für bezogene Leistungen
TEUR
2006/07 2005/06
Fremdstrombezug und Energieträger 1.176.086,7 1.042.091,3
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand 335.192,3 316.149,5
Summe 1.511.279,0 1.358.240,8

53. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Beiträge an die EVN-Pensionskasse AG in Höhe von 4.425,4 TEUR (Vorjahr: 4.400,7 TEUR) sowie Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 129,9 TEUR (Vorjahr: 104,8 TEUR) enthalten.

53. Personalaufwand TEUR 2006/07 2005/06
Gehälter 205.221,7 184.383,4
Aufwendungen für Abfertigungen 13.608,9 13.017,5
Aufwendungen für Pensionen 17.447,5 16.393,6
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 43.621,9 43.625,1
Sonstige Sozialaufwendungen 8.993,2 6.186,6
Summe 288.893,2 263.606,3

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug:

53. Mitarbeiter nach Business Units Anzahl im Jahresdurchschnitt 2006/07 2005/06
Erzeugung 71 70
Netze 1.423 1.449
Vertrieb 141 112
Südosteuropa 6.843 7.353
davon Bulgarien 3.418 3.803
davon Mazedonien 3.425 3.5501)
Umwelt 462 438
Sonstiges 595 550
Summe 9.535 9.973

1) Der durchschnittliche Mitarbeiterstand dieser Gesellschaften bezieht sich zur besseren Vergleichbarkeit auf das gesamte Geschäftsjahr, obwohl die betroffenen Gesellschaften jeweils nicht für die gesamte Geschäftsperiode im Konzernabschluss erfasst wurden.

Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen sind entsprechend der Höhe der Beteiligung eingerechnet.

54. Abschreibungen

Die Vorgangsweise bei Impairment Tests wird unter den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in Erläuterung 8. Vorgehensweise bei und Auswirkungen von Werthaltigkeitsprüfungen beschrieben.

54. Abschreibungen nach Bilanzpositionen TEUR 2006/07 2005/06
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 8.498,7 11.975,0
Abschreibungen auf Sachanlagen 144.841,1 201.040,8
Summe 153.339,9 213.015,8
54. Abschreibungen TEUR 2006/07 2005/06
Planmäßige Abschreibungen 175.464,3 178.651,1
Wertminderungen1) 961,9 78.924,5
Zuschreibungen1) –23.086,3 –44.559,8
Summe 153.339,9 213.015,8

1) Details siehe Erläuterungen 25. Immaterielle Vermögenswerte und 26. Sachanlagen

55. Sonstige betriebliche Aufwendungen

55. Sonstige betriebliche Aufwendungen
TEUR
2006/07 2005/06
Mieten 20.999,9 5.479,3
Rechts- und Beratungsaufwand, Aufwendungen für Prozessrisiken 15.337,2 20.409,1
Forderungsabschreibungen 13.452,1 15.505,9
Werbeaufwand 11.816,3 8.987,3
Betriebssteuern und Abgaben 11.699,6 6.233,9
Telekommunikation und Portospesen 10.304,4 9.122,1
Versicherungen 9.760,2 9.445,1
Fahrt- und Reisespesen 5.943,2 4.599,2
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 36.825,3 26.847,2
Summe 136.138,3 106.629,0

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen aus Aufwendungen für Umweltschutz, Weiterbildung, Spesen des Geldverkehrs, Wartungen und Lizenzen, Mitgliedsbeiträgen sowie Verwaltungsund Büroaufwendungen.

Finanzergebnis

56. Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen

Diese Position umfasst im Wesentlichen Ergebnisanteile und Abschreibungen von im Zuge des Erwerbs aktivierten immateriellen Vermögenswerten folgender Gesellschaften:

56. Ergebnisanteil der at Equity

2006/07 2005/06
49,0 49,0
49,0 49,0
15,7 15,7
75,0 75,0
49,0 49,0
48,5 48,5
35,0

1) "BEWAG", "BEGAS" und "RAG" werden indirekt über "BUHO" bzw. "RBG" gehalten, an denen die EVN nicht 100% der Anteile hält (siehe auch Erläuterung 39. Anteile anderer Gesellschafter).

Weiters werden ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., Wien, "EESU", Wien, e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien, e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, und NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, at Equity einbezogen.

57. Ergebnis aus anderen Beteiligungen

Die Dividendenzahlungen von verbundenen Unternehmen umfassen Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht konsolidiert wurden.

Die Dividendenzahlungen von sonstigen Unternehmen umfassen im Wesentlichen die Ausschüttung der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund).

Die Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen umfassen den Ertrag aus dem Verkauf Energie AG Oberösterreich.

57. Ergebnis aus anderen Beteiligungen
TEUR
2006/07 2005/06
Dividendenzahlungen 37.160,6 22.285,2
von verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 15,0 10,0
von sonstigen Unternehmen 37.145,6 22.275,2
Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen 11.849,4
Sonstiges Beteiligungsergebnis –1.460,8
Summe 37.160,6 32.673,9

58. Zins- und sonstiges Finanzergebnis

Die Zinserträge aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten enthalten Zinsen aus Investmentfonds, deren Veranlagungsschwerpunkt in festverzinslichen Wertpapieren liegt, sowie die Zinskomponente aus dem Leasinggeschäft. Die übrigen Zinserträge beinhalten Erträge aus Wertpapieren des kurzfristigen Finanzvermögens.

Die Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten betreffen die laufenden Zinsen für die begebenen Anleihen sowie für langfristige Bankdarlehen. Die übrigen Zinsaufwendungen umfassen die Aufwendungen für kurzfristige Kredite sowie Pachtzinsen für Biomasseanlagen, Verteil- und Wärmenetze.

Die Kursänderungen aus langfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anpassung der Wertansätze der mit 2,43% verzinsten CHF-Obligation (Nominale 200 Mio CHF).

Das Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren des langfristigen Vermögens enthält im Wesentlichen das Ergebnis der Bewertung der im R138-Fonds enthaltenen Investmentfonds.

Das Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von kurzfristigem Finanzvermögen resultiert primär aus Verkäufen von Investmentfonds und der Bewertung von Wertpapieren gemäß IAS 39.

58. Zins- und sonstiges Finanzergebnis
TEUR
2006/07 2005/06
Zinserträge aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten 21.570,8 2.288,6
Übrige Zinserträge 9.896,2 10.357,7
Zinsaufwendungen für langfristige Finanzverbindlichkeiten –68.479,9 –52.410,1
Übrige Zinsaufwendungen –7.355,1 –4.132,0
Kursänderungen aus langfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten 105,0 2.639,3
Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von Wertpapieren
des langfristigen Vermögens 495,2 2.396,7
Ergebnis aus Kursänderungen und Abgängen von
kurzfristigem Finanzvermögen 4.974,2 5.669,0
Sonstiges Finanzergebnis 1.913,6 5.887,3
Summe –36.880,0 –27.303,5

59. Ertragsteuern

Als Ertragsteuern sind sowohl die in den einzelnen Gesellschaften gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

59. Ertragsteuern
TEUR
2006/07 2005/06
Laufender Ertragsteueraufwand 36.919,4 46.226,1
davon
österreichische Gesellschaften 30.927,5 36.822,3
ausländische Gesellschaften 5.991,9 9.403,8
Latenter Steuerertrag –8.457,2 –8.105,3
davon
österreichische Gesellschaften 2.995,4 –5.037,9
ausländische Gesellschaften –11.452,6 –3.067,4
Summe 28.462,2 38.120,8

Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung (Ergebnis vor Ertragsteuern multipliziert mit dem nationalen Steuersatz in Österreich von 25%) und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres 2006/07 gemäß Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:

Die effektive Steuerbelastung der EVN für das Geschäftsjahr 2006/07 beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 9,9% (Vorjahr: 12,5%). Der Effektivsteuersatz ist ein gewichteter Durchschnitt der effektiven lokalen Ertragsteuersätze aller einbezogenen Tochtergesellschaften.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem 2007 gültigen österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25% (Vorjahr: 25%) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote stellen sich folgendermaßen dar:

Sonstige Angaben
-- ------------------ -- --
2006/07 2005/06
59. Ermittlung des Effektivsteuersatzes % TEUR % TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 287,440.2 304,884.6
Ertragsteuersatz/-aufwand
zum nominellen Ertragsteuersatz 25.0 71,860.0 25.0 76,221.2
+/– Abweichende ausländische Steuersätze 0.4 1,141.0 –0.7 –1,988.7
– Effekt aus Steuersatzänderung –4.5 –12,937.9
– Steuerfreie Beteiligungserträge –11.0 –31,751.4 –11.1 –33,858.7
+ Nicht abzugsfähige Aufwendungen 0.5 1,541.4 0.6 1,697.8
– Aperiodische Steuerminderungen –0.4 –1,009.0 –0.3 –867.9
– Sonstige Posten –0.1 –381.9 –1.0 –3,082.9
Effektivsteuersatz 9,9 28.462,2 12,5 38.120,8

Der Effekt aus der Steuersatzänderung im Geschäftsjahr 2006/07 ist vor allem auf eine Neubewertung der latenten Steuern in Bulgarien, Deutschland und Mazedonien aufgrund einer Steuersatzänderung zurückzuführen (siehe Erläuterung 22. Ertragsteuern und latente Steuern).

60. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (=Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien von 40.881.455 (Vorjahr: 40.881.455) ermittelt. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch so genannte potenzielle Aktien aufgrund von Aktienoptionen und Wandelanleihen auftreten. Für die EVN bestehen jedoch keine derartigen Aktien, sodass das unverwässerte Ergebnis je Aktie ident mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie ist.

Auf Basis des Konzernergebnisses von 227.029,7 TEUR (Vorjahr: 221.881,5 TEUR) errechnet sich für 2006/07 ein Ergebnis je Aktie von 5,55 EUR (Vorjahr: 5,43 EUR).

Sonstige Angaben

61. Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung der EVN zeigt, wie sich der Fonds der liquiden Mittel im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat.

Die Darstellung erfolgt nach der indirekten Methode. Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern werden ausgabenneutrale Aufwendungen hinzugezählt und einnahmenneutrale Erträge in Abzug gebracht.

Die Ertragsteuerauszahlungen in Höhe von 17.623.6 TEUR (Vorjahr: 20.581,8 TEUR) sind gesondert im operativen Bereich ausgewiesen.

Die Dividendeneinnahmen sowie Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Cash Flows aus Dividendeneinzahlungen betrugen im Geschäftsjahr 116.799,9 TEUR (Vorjahr: 99.073,3 TEUR). Die Zinseinzahlungen betrugen 31.467,0 TEUR (Vorjahr: 12.646,3 TEUR), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 74.346,1 TEUR (Vorjahr: 56.542,1 TEUR) geleistet.

Die Auswirkungen von Unternehmenserwerben werden eliminiert und in der Position Nettoauszahlung für Unternehmenserwerbe im Cash Flow aus dem Investitionsbereich dargestellt. Weiters ist der Erlös aus dem Verkauf der Beteiligung an Energie AG Oberösterreich in Höhe von 177.363,2 TEUR (inklusive Wertsicherung bis zum Zeitpunkt der Zahlung im Jänner 2007) enthalten.

Die Einzahlungen aus Anlagenabgängen betrugen 2.675,4 TEUR (Vorjahr: 1.294,7 TEUR). Aus diesen Anlagenabgängen resultieren Gewinne in Höhe von 331,4 TEUR (Vorjahr: Verluste 210,4 TEUR).

Die Dividendenauszahlungen an Aktionäre der EVN AG in Höhe von 57.234,0 TEUR (Vorjahr: 47.013,7 TEUR) sowie an andere Gesellschafter (jene der "RBG" und der "BUHO") in Höhe von 35.147,0 TEUR (Vorjahr: 26.329,7 TEUR) werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

61. Fonds der liquiden Mittel
TEUR
2006/07 2005/06
Kassenbestände 300,6 255,7
Guthaben bei Kreditinstituten 75.923,0 91.679,4
Kontokorrentverbindlichkeiten –21.867,6 –15.137,7
Summe 54.356,0 76.797,4

Die im Zuge von Unternehmenserwerben zugegangenen liquiden Mittel betragen 0,0 TEUR (Vorjahr: 5.073,3 TEUR).

Der Anteil quotenkonsolidierter Unternehmen am Fonds der liquiden Mittel beträgt 7.820,0 TEUR (Vorjahr: 8.491,6 TEUR).

62. Segmentberichterstattung

Entsprechend den Regeln des IAS 14 "Segmentberichterstattung" sind einzelne Jahresabschlussdaten nach Segmenten und Regionen getrennt darzustellen. Die Gliederung orientiert sich dabei an der internen Berichterstattung, die eine zuverlässige Einschätzung der Risiken und Erträge des Konzerns ermöglicht. Durch die Segmentierung sollen Ertragskraft und Erfolgsaussichten der einzelnen Aktivitäten des Konzerns transparent gemacht werden.

Die mit Beginn des Geschäftsjahres 2005/06 implementierte neue Konzernstruktur der EVN findet auch in der externen Berichterstattung in Aktionärsbriefen und Geschäftsberichten seither ihren Niederschlag. Dazu erfolgt die Darstellung nunmehr gegliedert in die Segmente Energie, Umwelt sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges.

Dies soll einerseits eine kompakte Darstellung der steuerungsrelevanten Komponenten der EVN (Management Approach) ermöglichen und andererseits ausreichende Informationen über den Geschäftsgang in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen vermitteln, damit eine schlüssige Interpretation der Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe ermöglicht wird.

Sonstige Angaben

Die Segmente umfassen die folgenden Aktivitäten:

Segmentaktivitäten

Segment Aktivität
Energie Erzeugung, Netze, Energiebeschaffung und -vertrieb
sowie Südosteuropa
Umwelt Wasserver- und Abwasserentsorgung,
Thermische Abfallverwertung
Strategische Beteiligungen und Sonstiges Strategische Beteiligungen und Sonstiges, Konzernfunktionen

Die geografische Segmentierung umfasst die Unterteilung in die Regionen Österreich, Südosteuropa sowie Mittel- und Osteuropa.

Grundsatz der Segmentzuordnung

Sachlich zuordenbare Positionen sind den jeweiligen Segmenten direkt zugerechnet. Von einem Segment einem anderen Segment erbrachte und direkt verrechenbare Leistungen werden über innerbetriebliche Leistungsverrechnung zugeordnet. Positionen, die weder direkt zuordenbar noch verrechenbar sind, werden mit Hilfe sachlich bedingter Umlageverfahren zugerechnet. Restgrößen werden im Verhältnis der zugeordneten Positionen verteilt.

Die Umsätze werden nach dem Bestimmungslandprinzip jenen Ländern zugerechnet, in welchen die Leistung erbracht wird. Bei Projektgeschäften entscheidet der Projektstandort.

Verrechnungspreise

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten basieren hinsichtlich des Energieeinsatzes auf vergleichbaren Preisen für Sondervertragskunden – sie stellen insoweit anlegbare Marktpreise dar – und hinsichtlich der übrigen Positionen auf den Grundlagen der Kostenrechnung zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags.

62. Segmentergebnis nach
Geschäftsbereichen I Energie I
Umwelt
I Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
I
Konsolidierung
I
Summe
I
Mio EUR 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06
Außenumsatz 1.932,7 1.761,7 275,1 290,1 25,3 19,8 2.233,1 2.071,6
Innenumsatz (zwischen Segmenten) 10,7 11,3 9,4 9,6 49,0 48,5 –69,0 –69,5
Operativer Aufwand –1.634,5 –1.439,8 –230,6 –233,7 –85,8 –69,5 68,4 68,8 –1.882,5 –1.674,2
EBITDA 309,0 333,2 53,8 66,0 –11,5 –1,1 –0,7 –0,7 350,7 397,4
Abschreibungen –136,7 –191,5 –15,8 –20,1 –1,6 –2,1 0,7 0,7 –153,3 –213,0
davon Wertminderungen –0,6 –78,6 –0,3 –0,4 –1,0 –78,9
davon Zuschreibungen 23,1 44,6 23,1 44,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 172,3 141,6 38,1 45,9 –13,0 –3,2 197,3 184,4
Ergebnisanteil der at Equity
einbezogenen Unternehmen 8,0 8,7 18,8 13,4 63,1 93,1 89,8 115,1
Buchwert der at Equity
einbezogenen Unternehmen 44,6 15,5 53,0 34,4 362,7 374,3 460,3 424,3
Firmenwert 150,1 149,7 41,5 41,5 191,6 191,2
Verbindlichkeiten 1.929,8 1.949,4 806,9 761,5 1.221,8 1.149,7 –711,2 –770,8 3.247,2 3.089,8
Gesamtvermögen 3.006,0 2.847,9 1.049,5 929,9 3.005,9 2.880,6 –799,4 –812,5 6.261,9 5.845,8
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen 222,0 239,7 53,6 9,6 2,1 2,2 277,7 251,5
62. Segmentergebnis nach Regionen I
Österreich
I
Südosteuropa
I
Mittel- und Osteuropa
I
Summe Konzern
I
Mio EUR 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06 2006/07 2005/06
Umsatz 1.400,1 1.377,4 623,9 467,6 209,2 226,6 2.233,1 2.071,6
Operatives Ergebnis (EBIT) 177,5 145,9 3,3 17,3 16,6 21,3 197,3 184,4
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen 180,1 220,2 83,2 30,5 14,4 0,8 277,7 251,5
Gesamtvermögen 4.683,8 4.423,0 842,9 812,2 735,2 610,6 6.261,9 5.845,8

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Sonstige Angaben

63. Risikomanagement

Die international operierende EVN ist auf Grund des unternehmerischen Handelns einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Bedeutende Bestandteile des Risikocontrollingsystems sind konzernweite einheitliche Richtlinien. Diese erlauben eine Darstellung der gegenwärtigen Risikosituation. Ebenso werden bei der Beurteilung der Risiken die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.

Das übergeordnete Ziel des Risikocontrollingsystems ist das frühzeitige Erkennen von potenziellen Risiken, um in den operativen Gesellschaften möglichst zeitnah entsprechende Maßnahmen zur Schadensminimierung einzuleiten.

Der Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken beinhaltet Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken sowie im weiteren Sinne Marktpreisrisiken in Bezug auf die Verwertung von Strom, Gas, Kohle, Öl und CO2.

Ebenso wirken Kursänderungsrisiken aus Wertpapieren auf die Gesamtsituation der finanzwirtschaftlichen Risiken ein.

Die EVN verfügt zur Steuerung der Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken über ein zentrales Treasury. Auf Basis von Konzernrichtlinien und gesetzter Limits verwendet das zentrale Treasury derivative Finanzinstrumente, um finanzwirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Diese Transaktionen finden ausschließlich in Zusammenarbeit mit Banken erstklassiger Bonität statt.

Zinsrisiken

Zur Minimierung der Zinsrisiken wird generell ein Mix aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Risikominimierung findet durch Überwachung, Limits und Absicherungsstrategien statt. Die Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente (siehe auch Erläuterung 64. Finanzinstrumente).

Preisrisiken

Preisänderungsrisiken ergeben sich durch Marktschwankungen. In der EVN sind dies Schwankungen der Primärenergiepreise, der Strompreise am Absatz- und Beschaffungsmarkt sowie Kursänderungsrisiken von Wertpapieren. Zur Absicherung der Preisrisiken für Strom, Gas, Öl und Steinkohle werden Termingeschäfte (siehe unten) und Swaps (siehe Erläuterung 64. Finanzinstrumente) abgeschlossen.

63. Preisabsicherungen im Energiebereich

2006/07 2005/06
TEUR I
Käufe
Nominalvolumen
Verkäufe
I
Positive
Marktwerte
Negative
I
Netto
Käufe Nominalvolumen
Verkäufe
I
Positive
Marktwerte
Negative
I
Netto
Futures 97.121,5 –1.298,5 4.590,4 –1.994,9 2.595,5 34.695,5 –12.358,2 834,0 –1.383,6 –549,5
Forwards 370.187,9 –310.069,1 41.232,3 –34.029,2 7.203,1 490.626,1 –378.669,4 93.802,5 –73.728,6 20.073,9

Währungsrisiken

Währungsrisiken erwachsen dem Unternehmen primär durch die begebenen Anleihen in JPY und CHF. Diese werden größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert (siehe Erläuterungen 40. Langfristige Finanzverbindlichkeiten und 64. Finanzinstrumente).

Kreditrisiko

Das Kredit- bzw. Ausfallsrisiko ergibt sich aus der potenziellen Nicht- bzw. mangelhaften Erfüllung von finanziellen Verpflichtungen der Geschäftspartner. Um das Ausfallsrisiko zu begrenzen, werden Bonitätsprüfungen der Kontrahenten durchgeführt. Bei Nichterreichen der Bonitätsanforderungen ist vor Geschäftsabschluss eine ausreichende Besicherung erforderlich.

64. Finanzinstrumente

Originäre Finanzinstrumente

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind bei der jeweiligen Bilanzposition angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aus den begebenen Anleihen sind in Erläuterung 40. Langfristige Finanzverbindlichkeiten detailliert dargestellt. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten bestehen aus täglich fälligen EUR-Barvorlagen.

Es sind die Buchwerte von finanziellen Vermögenswerten, die als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert sind, in Höhe von 395.680,5 TEUR (Vorjahr: 282.687,3 TEUR) in den liquiden Mitteln ausgewiesen. Weiters werden Wertpapiere, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" designiert sind, in Höhe von 101.216,8 TEUR (Vorjahr: 94.169,8 TEUR) in den übrigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente des Finanzbereichs dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs-, Preis- und Zinsänderungsrisiken. Operatives Ziel ist die langfristige Kontinuität des Konzernergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko bergen und einen höheren Ertrag versprechen.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risikocontrolling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der "Value-At-Risk-Methode" erstellt.

Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die aktuellen Marktwerte (Fair Value) angesetzt.

Sonstige Angaben

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:
------------------------------------------------------------------- --
I Nominalwert1) Marktwert2)
I
64. Derivative Finanzinstrumente 30.9.2007 30.9.2006 30.9.2007 30.9.2006
Währungsswaps
Mio CHF (unter 1 Jahr) 3) 180,0 –12,8
Mio CHF (unter 5 Jahre) 3) 200,0 180,0 –0,9 –4,6
Mio JPY (über 5 Jahre) 3) 8.000,0 8.000,0 –21,6 –16,6
Mio USD (unter 1 Jahr) 3) 15,4 1,8
Mio USD (über 5 Jahre) 3) 6,0 21,3 0,6 0,5
Zinsswaps
Mio EUR (unter 1 Jahr) 70,3 0,2
Mio EUR (unter 5 Jahre) 70,3
Mio EUR (unter 5 Jahre) 3) 445,0 100,0 –13,2 0,3
Mio EUR (über 5 Jahre) 3) 205,0 –4,2
Swaps Energiebereich
Käufe (Gas, Kohle, Öl)3) 119,0 89,6 19,0 –3,4
Caps
Mio EUR (über 5 Jahre) 105,0 105,0 0,5 0,4

1) In Mio in Nominalwährung

2) In Mio EUR 3) Wurde gemäß IAS 39 als Sicherungsgeschäft gewidmet.

Positive Zeitwerte sind je nach Laufzeit unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten oder den Forderungen aus Finanzinstrumenten, negative in den Rückstellungen für Finanzinstrumente erfasst. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden im Wesentlichen durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertänderungen jener Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

65. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

EVN legt am 19. November 2007 ein verbindliches Angebot für den Erhalt einer Konzession zur Errichtung von Wasserkraftwerken in Albanien. Auf Basis von Machbarkeitsstudien sollen drei Spitzenlast-Speicherkraftwerke am Devoll-Fluss mit einer Leistung von rund 400 Megawatt und einer Jahreserzeugung von rund 1.000 GWh errichtet werden.

In der Privatisierungsvereinbarung im Zuge des Erwerbs der beiden bulgarischen Stromversorger im Geschäftsjahr 2004/05 wurde unter anderem festgelegt, dass die Stromverteilanlagen der lokal tätigen Sunny Beach AD, an der die Republik Bulgarien einen qualifizierten Mehrheitsanteil hält, von der EVN AG bzw. bulgarischen Stromversorgern übernommen werden können. Da nach Ablauf der Fristen im Geschäftsjahr 2004/05 diese Übertragung nicht erfolgte, wurde seitens EVN AG beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer in Paris eine Klage auf Zahlung einer Vertragsstrafe wegen Nichterfüllung vertraglicher Pflichten eingereicht. Im Oktober erfolgte nunmehr eine diesbezügliche Einigung mit der Republik Bulgarien. Die Vermögenswerte für die Stromverteilung der Sunny Beach AD wurden an die bulgarische Netzgesellschaft EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD übertragen. Der im Zuge der Erstkonsolidierung von den Anschaffungskosten abgesetzte Gewährleistungsanspruch wird dadurch nicht zur Auszahlung gelangen. Dadurch erhöhen sich nachträglich die Anschaffungskosten und demzufolge der Firmenwert um 14.128,8 TEUR.

66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die EVN hat zur Sicherung der Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern langfristige Verträge mit der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, sowie der EconGas GmbH, Wien, abgeschlossen, die fixe Mengen- und Preisbindungen vorsehen. Weiters bestehen langfristige Verträge über den Import von Kohle aus Polen und Russland. Die durch die EVN eingegangenen Verpflichtungen und Risiken setzen sich wie folgt zusammen:

66. Sonstige Verpflichtungen und Risiken 2006/07 2005/06
Patronatserklärungen für die Beschaffungsoptimierung und den
Eigenhandel der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien 348.308,6 654.359,1
Bestellobligo für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen 145.270,7 154.368,3
Rückgarantie für die Österreichische Kontrollbank im Zusammenhang
mit der Errichtung einer Müllverbrennungsanlage in Moskau 152.000,0 152.000,0
Garantie im Zusammenhang mit der Errichtung eines
Kohlekraftwerks in Duisburg-Walsum, Deutschland 70.740,3
Patronatserklärungen im Zusammenhang mit
der Finanzierung von Projekten im Umweltbereich 33.928,8 33.928,8
Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung
einer zentralen Kläranlage in Zagreb 57.883,6 57.883,6
Haftung im Zusammenhang mit der Sale-and-Lease-back-Transaktion
betreffend das Kraftwerk Freudenau 16.847,5 30.240,6
Nicht durch Rückstellungen abgedeckte Umwelt- und
Altlastrisiken aus der Kontaminierung früherer Industriestandorte,
deren behördliche Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist 9.550,2 10.312,9
Weitere Verpflichtungen aus Garantien sowie
sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen 60.593,6 98.077,8
Fertigstellungsgarantie im Zusammenhang mit der Errichtung
einer Trinkwasseraufbereitungsanlage in Moskau 50.000,0
Summe 888.946,5 1.241.171,1

Den oben genannten Verpflichtungen stehen entsprechende Rückgriffsforderungen in Höhe von 631.588,0 TEUR gegenüber.

Aufgrund von verschiedenen Veränderungen (z.B. Änderung der Gesellschaftsverhältnisse) im Bereich der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, wurde das alte System der Ermittlung der Eventualverbindlichkeiten durch ein neues ersetzt, welches nicht mehr nur eine näherungsweise, sondern eine genaue Zuordnung der Einkaufsgeschäfte zu den einzelnen Partnern ermöglicht. Dementsprechend ergab sich für die EVN eine wesentliche Reduktion einer eventuellen Haftung.

Die weiteren Verpflichtungen aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen umfassen im Wesentlichen offene Einzahlungsverpflichtungen gegenüber Beteiligungsunternehmen sowie übernommene Haftungen für Kredite von Beteiligungsgesellschaften. Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder werden in der Zukunft gegen die

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Sonstige Angaben

EVN vielleicht geltend gemacht werden. Damit verbundene Risiken wurden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit analysiert. Obwohl das Ergebnis solcher Verfahren nicht immer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit festgestellt werden kann, ergibt eine diesbezügliche Risikoabschätzung, dass das Ergebnis dieser Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der Gesellschaft hat.

67. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen zählen die Hauptgesellschafter NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, und EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige sowie at Equity einbezogene Unternehmen.

Transaktionen mit einem Hauptgesellschafter

Mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH wurden im Zuge der Aufnahme der EVN AG in die Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen. Auf der Grundlage dieses Vertrags wurden von der EVN AG weitere Tochtergesellschaften in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Daraus resultiert zum Stichtag eine Verbindlichkeit gegenüber der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH in Höhe von 7.935.6 TEUR (Vorjahr: 19.468,5 TEUR).

Transaktionen mit Vorstand und Aufsichtsrat

Leistungen an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats beinhalten inbesondere Gehälter, Abfertigungen, Pensionen und Aufsichtsratsvergütungen.

Die Bezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2006/07 insgesamt 1.186,4 TEUR (Vorjahr: 1.075,0 TEUR), an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 918,8 TEUR (Vorjahr: 834,8 TEUR) bezahlt.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der EVN AG betrugen für aktive Vorstandsmitglieder 2.243,6 TEUR (Vorjahr: 767,0 TEUR) und 1.434,1 TEUR (Vorjahr: 1.981,8 TEUR) für aktive leitende Angestellte. Der Stand der Pensionsverpflichtungen für die aktiven Vorstandsmitglieder beträgt zum Bilanzstichtag 8.167,8 TEUR (Vorjahr: 6.152,0 TEUR).

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 140,8 TEUR (Vorjahr: 123,3 TEUR). An die Mitglieder des Beirats für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 79,1 TEUR (Vorjahr: 65,8 TEUR) ausbezahlt.

Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit steht EVN mit zahlreichen Unternehmen im Lieferungs- und Leistungsaustausch. Darunter befinden sich auch nahe stehende Unternehmen, die at Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.Mit der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, wurden langfristige Dispositionen über den Vertrieb bzw. die Beschaffung von Elektrizität getroffen. Ebenso wurden mit der EconGas GmbH, Wien, langfristige Bezugsverträge über Erdgas abgeschlossen. Es besteht weiters eine Kooperationsvereinbarung mit der "BEGAS" betreffend gaswirtschaftliche Leistungen. Mit der NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Wien, existieren langfristige Nutzungsverträge über die Bereitstellung von Lichtwellenleitern.

Der Wert der Leistungen, die gegenüber den angeführten at Equity einbezogenen Unternehmen erbracht wurden, beträgt:

67. Transaktionen mit at Equity einbezogenen Unternehmen
TEUR
2006/07 2005/06
Umsätze 234.076,5 242.447,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen 513.391,7 540.563,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69.340,0 68.367,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.469,7 12.543,3
Verbindlichkeiten aus der Durchführung des Cash Poolings 11.196,6 14.448,9
Zinsensaldo aus der Durchführung des Cash Poolings –441,6 –360,5

68. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Organe der EVN AG sind:

Vorstand

Dr. Burkhard Hofer – Sprecher des Vorstands, Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr, Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Aufsichtsrat

Dr. Rudolf Gruber – Präsident Mag. Michaela Steinacker
Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker – Vizepräsident Franz Hemm – Arbeitnehmervertreter
Kammerrat Gerhard Posset – Vizepräsident Rudolf Rauch – Arbeitnehmervertreter
Kammerrat Walter Aigner Kammerrat Manfred Weinrichter –
Dr. Amir Ghoreishi Arbeitnehmervertreter
Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Ing. Paul Hofer –
Kammerdirektor Univ.-Prof. Dr. Gottfried Holzer Arbeitnehmervertreter (seit 1.4.2007)
Komm.-Rat Direktor Dieter Lutz Ing. Otto Mayer – Arbeitnehmervertreter
Hofrat Dr. Reinhard Meißl Helmut Peter – Arbeitnehmervertreter
Bernhard Müller Ing. Dr. Peter Ruis –
Wolfgang Peterl Arbeitnehmervertreter (bis 1.4.2007)
Martin Schuster Franz Ziegelwagner – Arbeitnehmervertreter

69. Freigabe des Konzernabschlusses 2006/07 zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem unterfertigten Datum vom Vorstand aufgestellt. Der Einzelabschluss, der nach Überleitung auf die International Financial Reporting Standards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, und der Konzernabschluss des Mutterunternehmens werden am 12. Dezember 2007 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat kann den Konzernabschluss feststellen oder dessen Feststellung an die Hauptversammlung delegieren.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2007

EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands

Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Beteiligungen der EVN

Beteiligungen der EVN

Nachfolgend werden die Beteiligungen der EVN gegliedert nach Segmenten angeführt. Die Aufstellung enthält die Werte aus den letzten verfügbaren lokalen Jahresabschlüssen zu den Bilanzstichtagen der Einzelgesellschaften. Bei Abschlüssen in ausländischer Währung erfolgte die Umrechnung der Angaben für das Eigenkapital mit den Mittelkursen zum Bilanzstichtag, für das Ergebnis mit den Jahresdurchschnittskursen.

1. Beteiligungen der EVN AG

im Segment Energie ≥ 20% per 30.9.2007 Letztes Konsoli
Gesellschaft, Sitz Anteilseigner Beteili
gung%
Währung Eigenkapital
TEUR
Jahreser
gebnis TEUR
Jahresabschluss
zum
dierungsart
2006/07
AD Elektrostopanstvo na Makedonija, Skopje, Mazedonien EVN 90,00 MKD 149.318 –50.781 31.12.2006 V
AUSTRIA FERNGAS Gesellschaft m.b.H. in Liqu., Wien EVN 23,75 EUR 2.223 –500 31.12.2006 NE
EconGas GmbH, Wien EVN 15,70 EUR 94.974 45.561 31.3.2007 E
ENERGIEALLIANZ Austria GmbH ("EAA"), Wien EVN 45,00 EUR 4.333 387 30.9.2007 Q
Energie Raum Mur Wasserkraftwerk Errichtungs
und Betriebs GmbH, Graz WTK 50,00 EUR 57 6 31.12.2006 NE
Energy Service DOOEL, Skopje, Mazedonien1) EVN MKD 100,00 MKD NV
Energy Trading EAD, Sofia, Bulgarien EVN EC 100,00 BGN –141 –7 31.12.2006 V
EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD ("EVN EP"),
Plovdiv, Bulgarien2) EVN 67,00 BGN 183.582 3.191 31.12.2006 V
EVN Bulgaria Elektrosnabdiavane AD ("EVN EC"),
Stara Zagora, Bulgarien3) EVN 67,00 BGN 30.628 10.737 31.12.2006 V
EVN Bulgaria EAD ("EVN Bulgaria"), Sofia, Bulgarien EVN 100,00 BGN 253 –20 31.12.2006 V
EVN Development EOOD, Sofia, Bulgarien EVN Bulgaria 100,00 BGN 3 31.12.2006 NV
EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 77.797 37.270 30.9.2007 Q
EVN Kraftwerks- und Beteiligungsgesellschaft mbH
("EVN Kraftwerk"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 22.774 –11 30.9.2007 V
EVN Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H.,
Zwentendorf an der Donau EVN/Utilitas 100,00 EUR 785 –76 30.9.2007 V
EVN Macedonia DOOEL ("EVN MKD"), Skopje, Mazedonien EVN 100,00 MKD –281 –286 31.12.2006 V
evn naturkraft Erzeugungs- und Verteilungs GmbH
("evn naturkraft"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 42.628 6.951 30.9.2007 V
EVN Netz GmbH, Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 344.916 6.913 30.9.2007 V
EVN Trading SEE EAD, Sofia, Bulgarien1) EVN 100,00 BGN V
e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., Wien EVN 45,00 EUR 2.451 683 30.9.2007 E
IN-ER Erömü Kft., Nagykanizsa, Ungarn EVN 70,00 HUF 2.115 4 31.12.2006 NV
grafotech Beratungs- und Planungsgesellschaft m.b.H.,
Maria Enzersdorf Utilitas 100,00 EUR 2.072 1.829 30.9.2007 V
Kabelsignal AG, Maria Enzersdorf Utilitas 100,00 EUR 23.437 7.341 30.9.2007 V
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH, Wien evn naturkraft 33,33 EUR 45 4 31.12.2006 NE

Konsolidierungsart:

E: At Equity einbezogene Unternehmen (assoziierte Unternehmen)

NE: Nicht nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen

NV: Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

Q: Quotenkonsolidierte Unternehmen

V: Vollkonsolidierte Unternehmen (verbundene Unternehmen)

Gesellschaft, Sitz Anteilseigner Beteili
gung%
Währung Eigenkapital
TEUR
Letztes
Jahreser
gebnis TEUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2006/07
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und
Betriebs GmbH & Co KG, Wien evn naturkraft 33,33 EUR 5.828 95 31.12.2006 NE
MAKGAS DOOEL, Skopie, Mazedonien1) EVN AG 100,00 MKD NV
Naturkraft Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Wien EAA 100,00 EUR 750 92 30.9.2007 Q
NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf EVN 50,00 EUR 12.379 –2.591 31.12.2006 E
STEAG–EVN Walsum 10 Kraftwerksgesellschaft mbH,
Essen, Deutschland EVN Kraftwerk 49,00 EUR 11.608 –5.451 31.12.2006 E
Switch Energievertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg EAA 100,00 EUR 222 5 30.9.2007 Q
Toplak Gesellschaft m.b.H., Breitenfurt EVN 50,00 EUR –129 –103 31.10.2006 NE
Wasserkraftwerke Trieb und Krieglach GmbH ("WTK"),
Maria Enzersdorf evn naturkraft 70,00 EUR 193 –557 30.9.2007 V

1) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.

2) vormals Elektroraspredelenie Plovdiv AD

3) vormals Elektroraspredelenie Stara Zagora AD

2. Beteiligungen der EVN AG

im Segment Umwelt ≥ 20% per 30.9.2007

im Segment Umwelt ≥ 20% per 30.9.2007
Gesellschaft, Sitz
Anteilseigner Beteili
gung%
Währung Eigenkapital
TEUR
Letztes
Jahreser
gebnis TEUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2006/07
ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH,
Offenbach am Main, Deutschland WTE Essen 49,00 EUR 220 12 30.9.2006 NE
AVN Abfallverwertung Niederösterreich Ges.m.b.H.,
Maria Enzersdorf EVN Umwelt 100,00 EUR 11.308 10.023 30.9.2007 V
BioBalance Baltic UAB, Kaunas, Litauen WTE Denmark 100,00 LTL 64 4 30.9.2007 NV
Cista Dolina – SHW Komunalno podjetje d.o.o.,
Kranjska Gora, Slowenien WTE Betrieb 100,00 EUR 45 29 30.9.2007 V
DTV Rt., Dunavarsány, Ungarn evn wasser 51,00 HUF 1.541 85 31.12.2006 NV
EVN Projektgesellschaft Müllverbrennungsanlage
Nr. 3 mbH ("EVN MVA3"), Maria Enzersdorf EVN Umwelt/Utilitas 100,00 EUR 33.592 –3.590 30.9.2007 V
EVN Umwelt Beteiligungs und Service GmbH
("EVN UBS"), Maria Enzersdorf EVN Umwelt 100,00 EUR 4.274 241 30.9.2007 V
EVN Umwelt Finanz- und Service-GmbH ("EVN UFS"),
Maria Enzersdorf1) EVN Umwelt 100,00 EUR 34 –1 30.9.2007 V
EVN Umweltholding und Betriebs-GmbH
("EVN Umwelt"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 123.488 18.550 30.9.2007 V
evn wasser Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf EVN/Utilitas 100,00 EUR 63.325 4.520 30.9.2007 V
OAO "EVN MSZ 3" ("OAO MVA3"), Moskau, Russland EVN MVA3 100,00 RUB 148.003 384 31.12.2006 V
OAO "WTE Süd-West"("OAO SW"), Moskau, Russland Süd-West 100,00 RUB 190.804 118 31.12.2006 V
OOO EVN Umwelt Service, Moskau, Russland EVN UBS 100,00 RUB V
OOO EVN-EkotechProm MSZ3, Moskau, Russland1) OAO MVA3 70,00 RUB NV
OOO Wasserwerk Süd-West, Moskau, Russland1) OAO SW 70,00 RUB NV
OOO Wassergesellschaft für Engineering und
Beratung, Moskau, Russland WTE Essen 90,00 RUB –6 –10 31.12.2006 NV

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Beteiligungen der EVN
Gesellschaft, Sitz Anteilseigner Beteili
gung%
Währung Eigenkapital
TEUR
Letztes
Jahreser
gebnis TEUR
Jahresabschluss
zum
Konsoli
dierungsart
2006/07
Saarberg Hölter Projektgesellschaft Süd Butowo mbH
("Süd Butowo"), Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 8.362 541 30.9.2007 V
SHW Hölter Projektgesellschaft Zelenograd mbH
("Zelenograd"), Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 20.208 1.183 30.9.2007 V
SHW Hölter Projektgesellschaft Slowenien mbH,
Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 22 –1 30.9.2007 NV
SHW/RWE Umwelt Aqua Vodogradnja d.o.o.,
Zagreb, Kroatien WTE Essen 50,00 HRK 1.467 1.467 31.12.2006 NE
SHW Projektgesellschaft Pskov mbH, Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 21 30.9.2007 NV
Wasserver- und Abwasserentsorgungsgesellschaft
Märkische Schweiz mbh, Buckow, Deutschland WTE Essen 49,00 EUR 528 16 31.12.2006 NE
Wiental-Sammelkanal Gesellschaft m.b.H, Untertullnerbach evn wasser 50,00 EUR 888 –1 31.12.2006 NE
WTE Denmark A/S ("WTE Denmark"), Birkerod, Dänemark WTE Essen 100,00 DKK –295 –909 30.9.2007 V
WTE Projektna druzba Bled d.o.o., Bled, Slowenien WTE Essen 100,00 EUR 18 5 30.9.2007 V
WTE Projektna druzba Kranjska Gora d.o.o.,
Kranjska Gora, Slowenien WTE Essen 100,00 EUR 20 7 30.9.2007 V
WTE Projektna druzba Lasko d.o.o., Lasko, Slowenien WTE Essen 100,00 EUR –29 –8 30.9.2007 V
WTE Projektgesellschaft
Natriumhypochlorit mbH, Essen1) EVN UFS/WTE Essen 100,00 EUR 24 –1 30.9.2007 V
WTE Projektgesellschaft Süd-West Wasser mbH
("Süd-West"), Essen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 39.431 –8.008 30.9.2007 V
WTE Betriebsgesellschaft mbH ("WTE Betrieb"),
Hecklingen, Deutschland WTE Essen 100,00 EUR 511 30.9.2007 V
WTE Vodice d.o.o., Zagreb, Kroatien WTE Essen 100,00 EUR 8 5 30.9.2007 V
WTE Wassertechnik GmbH ("WTE Essen"), Essen,
Deutschland EVN Umwelt 100,00 EUR 63.034 4.504 30.9.2007 V
WTE Wassertechnik (Polska) Sp.z.o.o., Warschau, Polen WTE Essen 100,00 PLN 898 528 30.9.2007 V
ZAO "STAER", Moskau, Russland Süd Butowo 70,00 RUB 80 70 31.12.2006 NV
ZAO "STAER-ZWK", Moskau, Russland Zelenograd 70,00 RUB 123 57 31.12.2006 NV
Zagrebacke otpadne vode d.o.o., Zagreb, Kroatien WTE Essen 48,50 HRK 83.273 30.258 31.12.2006 E
Zagrebacke otpadne vode –
upravljanje i pogon d.o.o., Zagreb, Kroatien WTE Essen 35,00 HRK 2.473 2.470 31.12.2006 E

1) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.

3. Beteiligungen der EVN AG im Segment
Strategische Beteiligungen und Sonstiges ≥ 20% per 30.9.2007 Letztes Konsoli
Gesellschaft, Sitz Anteilseigner Beteili
gung%
Währung Eigenkapital
TEUR
Jahreser
gebnis TEUR
Jahresabschluss
zum
dierungsart
2006/07
ALLPLAN Gesellschaft m.b.H., Wien Utilitas 50,00 EUR 763 143 31.12.2006 E
ARGE Coop Telekom, Maria Enzersdorf grafotech 50,00 EUR 82 21 31.12.2006 NE
Burgenland Holding Aktiengesellschaft ("BUHO"), Eisenstadt EVN 72,27 EUR 75.795 6.044 30.9.2007 V
Burgenländische Elektrizitätswirtschafts
Aktiengesellschaft (BEWAG), Eisenstadt BUHO 49,00 EUR 189.793 20.542 30.9.2006 E
BEGAS – Burgenländische Erdgasversorgungs
Aktiengesellschaft, Eisenstadt BUHO 49,00 EUR 68.071 7.697 30.9.2006 E
EESU Holding GmbH, Wien Utilitas 49,95 EUR E
Ernst Hora Elektroinstallationen Gesellschaft m.b.H.
("Ernst Hora"), Wien first facility 100,00 EUR 67 19 31.12.2006 NV
EVN Albania SHPK, Tirana, Albanien1) EVN 100,00 ALL NV
EVN Business Service GmbH, Maria Enzersdorf Utilitas 100,00 EUR 492 308 30.9.2007 V
EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH ("EVN FM"),
Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 13.224 2.323 30.9.2007 V
EVN Finanzservice GmbH, Maria Enzersdorf EVN FM 100,00 EUR 15.792 4.837 30.9.2007 V
EVN Finance Service B.V., Amsterdam, Niederlande EVN FM 100,00 EUR –15 –33 30.9.2006 NV
EVN-Pensionskasse Aktiengesellschaft, Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 4.445 273 31.12.2006 NV
e&i EDV Dienstleistungsgesellschaft m.b.H., Wien EVN 50,00 EUR 383 45 30.9.2007 E
first facility GmbH ("first facility"), Wien Utilitas 100,00 EUR 484 45 30.9.2007 V
first facility Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien first facility 100,00 BGN –30 –18 31.12.2006 NV
first facility d.o.o., Zagreb, Kroatien first facility 100,00 HRK –14 –17 31.12.2006 NV
first facility Ingatlankezelö Kft., Budapest, Ungarn first facility/Ernst Hora 100,00 HUF –128 –84 31.12.2006 NV
first facility Imobile SRL, Bukarest, Rumänien first facility/Ernst Hora 100,00 RON 31.12.2006 NV
first facility Macedonia DOOEL, Skopje, Mazedonien1) first facility 100,00 EUR NV
first facility – healthcare GmbH, Wien1) first facility 100,00 EUR 34 –1 31.12.2006 NV
first facility – tourism GmbH, Wien1) first facility 100,00 EUR NV
NFM – Niederösterreichische Facility Management GmbH,
Wiener Neustadt1) first facility 50,00 EUR NV
Österreichische Elektrizitätswirtschafts
Aktiengesellschaft (Verbund), Wien EVN 12,84 EUR 1.196.006 261.739 31.12.2006 N
R 138-Fonds, Wien
EVN AG/EVN Netz/evn wasser
100,00 EUR 94.080 3.528 30.9.2007 V
RAG-Beteiligungs-Aktiengesellschaft ("RBG"), Maria Enzersdorf EVN 50,05 EUR 117.701 67.210 30.6.2007 V
Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft, Wien RBG 75,00 EUR 122.999 88.692 31.12.2006 E
Utilitas Dienstleistungs- und Beteiligungs
Gesellschaft m.b.H. ("Utilitas"), Maria Enzersdorf EVN 100,00 EUR 33.502 6.869 30.9.2007 V
VCK Betonschutz + Monitoring GmbH, Mainz, Deutschland1) V&C 50,00 EUR NE
V&C Kathodischer Korrosionsschutz
Gesellschaft m.b.H. (V&C), Pressbaum Utilitas 100,00 EUR 500 220 31.3.2007 V
Wiener Stadtwerke Management Beta Beteiligungs GmbH, Wien Utilitas 47,37 EUR 1.121 205 30.11.2006 NE

1) Die Gesellschaft wurde im laufenden Geschäftsjahr neu gegründet.

Kommentar des Vorstands Geschäftsmodell Corporate Governance Unternehmensstrategie Aktie und Investor Relations Nachhaltige Unternehmensführung Geschäftsverlauf 2006/07 Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

EVN AG, Maria Enzersdorf,

für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis zum 30. September 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 19. November 2007

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Rainer Hassler ppa. Mag. Maximilian Schreyvogl
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

EVN AG

Jahresabschluss 2006/2007 nach UGB

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006/07

Bericht des Vorstandes

Rechtliche Rahmenbedingungen

Entsprechend der EU-Marktliberalisierung wurde der österreichische Strom- und Gasmarkt 2001 bzw. 2002 liberalisiert. In Umsetzung der gesellschaftsrechtlichen Entflechtung (Unbundling) des Netzbereichs hat die EVN mit Wirkung vom 1. Oktober 2005 den gesamten Strom- und Gasnetzbereich in die EVN Netz GmbH eingebracht.

Die Anfang 2007 in Kraft getretene Ökostromgesetz-Novelle sieht vor, dass in Österreich die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern bis zu 2010 auf 10 % steigen soll. Die Fördermittel für die neuen Anlagen wurden 2007-2011 mit einem absoluten Betrag von 17 Mio EUR p.a. (jeweils 30 % für Biomasse-, Biogas- und Windkraft- sowie 10 % für Photovoltaikanlagen) begrenzt.

Im Rahmen des österreichischen Nationalen Allokationsplans I. (2005–2007) wurden der EVN AG CO2- Zertifikate für Jahresemissionen von 1,45 Mio Tonnen zugeteilt, um ein Drittel weniger als der CO2- Ausstoß der Jahre 2003 und 2004. EVN AG hat im letzten Geschäftsjahr zusätzliche CO2-Zertifikate auf dem Markt zukaufen müssen, was zusätzlich zu einer Kostenbelastung führte. Die Aufwendungen – infolge des Preisrückganges der CO2-Zertifikate seit April 2006 – lagen im Berichtszeitraum jedoch unter dem Vorjahreswert.

Die Europäische Kommission hat 2007 die nationalen Allokationspläne II. (2008–2012) geprüft und durchschnittlich um 6,4 % gekürzt. Der österreichische nationale Allokationsplan II. ging von einer CO2- Emissionsprognose für Österreich von 38,33 Mio Tonnen p.a. und einer jährlichen Einsparung von 5,53 Mio Tonnen aus. Die sich daraus errechnete Gratis-Zuteilungsmenge von 32,8 Mio Tonnen p.a. wurde auf 30,33 Mio Tonnen gekürzt. Das ist mehr als 20 % weniger als die geschätzte jährliche CO2-Emission. Diese Änderung bedeutet für die Industrie und Energiewirtschaft zum einen eine deutliche Herausforderung die Emissionen zu senken und zum anderen eine finanzielle Belastung durch den notwendigen Zukauf von fehlenden Zertifikaten. Die österreichische Elektrizitätswirtschaft bekam Gratis-CO2- Emissionszertifikate im Ausmaß von 7,7 Mio Tonnen p.a. EVN wurden rund 1,58 Mio Tonnen zugeteilt. Um die Versorgungssicherheit der EVN-Kunden sicherstellen zu können, wird davon ausgegangen, dass die EVN ca. 500.000 - 800.000 Tonnen Zertifikate p.a. zukaufen muss.

Um den Wettbewerb zu stärken und den Energiebinnenmarkt zu vollenden, hat die EU-Kommission im September 2007 ihr Drittes Gesetzespaket vorgestellt. Das Paket mit fünf Kernbereichen, wird von den Mitgliedstaaten teilweise kontroversiell diskutiert. Die konkrete Beschlussfassung wird für das Geschäftsjahr 2007/08 erwartet.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Konjunktur der Weltwirtschaft entwickelte sich 2006 und 2007 weiterhin dynamisch. 2006 lag das reale Wachstum der Weltwirtschaft mit 3,7 % über dem Vorjahreswert. 2007 wird – trotz der US-Immobilienkrise und den Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten – mit einer ähnlichen Wachstumsrate gerechnet. Die Wirtschaft im Euroraum stieg 2006 um 2,7 % und verzeichnete damit den höchsten Anstieg in den letzten 6 Jahren. In der ersten Jahreshälfte 2007 erfolgte sogar eine Konjunkturbeschleunigung, die vor allem auf einer stärkeren Investitionsnachfrage beruhte. Die aktuellen Prognosen gehen davon aus, dass die jüngsten Finanzturbulenzen nur geringfügige Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung der Euroraum-Wirtschaft haben werden. Insgesamt wird eine BIP-Erhöhung im Euroraum für das Jahr 2007 von 2,6 % erwartet.

Demgegenüber kühlte sich die Konjunktur in den USA in den vergangenen Monaten ab. Nach dem starken BIP-Wachstum von 3,4 % im Vorjahr wird 2007 mit einer BIP-Steigerung um 1,9 % gerechnet. Die niedrigeren realen Einkommenszuwächse und die Schwäche auf dem Immobilienmarkt dämpfen das Konsumklima spürbar.

Die österreichische Wirtschaft profitiert weiterhin von der weltweit günstigen Konjunkturlage und der EU-Erweiterung. Das BIP-Wachstum betrug 2006 3,2 %. Aufgrund der Wirtschaftsstärke im 1. Halbjahr wird 2007 sogar mit einem BIP-Anstieg um 3,5 % gerechnet. Damit wird das heurige Jahr aber die Konjunkturspitze markieren. In den kommenden zwei Jahren wird ein deutlicher Rückgang des realen Wirtschaftswachstums auf 2,7 % bzw. 2,2 % p.a. erwartet, wobei Österreich die Länder des EU-Raums noch immer übertreffen sollte. Die wichtigsten Wachstumstreiber bilden derzeit weiterhin die Exporte und Investitionen. Die Inflationsrate verläuft 2007 mit etwa 1,9 % und 2008 mit 2,1 % gedämpft.

Die Wirtschaft in Zentral- und Südosteuropa zeigt sich besonders krisenresistent. Mit der Ausnahme von Ungarn wird sie 2007 und 2008 um etwa 5,0 % bis 5,5 % wachsen.

In Bulgarien entwickelt sich die Wirtschaft weiterhin äußerst dynamisch. Nach einem eindrucksvollen BIP-Zuwachs von 6,1 % im Jahr 2006 und 6,4 % im 1. Halbjahr 2007 wird heuer mit einem Wirtschaftswachstum von 6,2 % gerechnet. Eine ähnliche Dynamik wird für die kommenden zwei Jahre erwartet. Besonders robust entwickelt sich dabei die Industrie mit einem prognostizierten Anstieg um 7 % bis 8 %. Auch für den Energiebedarf wird aufgrund der konjunkturellen Belebung für die kommenden Jahre mit einem Wachstum um etwa 4 % p.a. gerechnet.

Im Jahr der parlamentarischen Wahlen, 2006, wuchs die mazedonische Wirtschaft um 3,1 %, damit unter dem Niveau der vorletzten Jahre. Im 1. Halbjahr 2007 entwickelte sich die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr mit einer Steigerung von 7 % jedoch äußerst dynamisch. Getragen wurde dieses Wachstum vom boomenden Exportsektor und Investitionen. Für 2007 wird somit ein Wirtschaftswachstum von etwa 4 % erwartet.

2006/07 2005/06 Veränderung
GJ GJ %
Temperaturen1 72 101 -28,7%
Rohölpreis - Brent EUR/bbl 49,24 53,03 -7,1%
Gaspreis - GIMP Cent/m³ 21,80 22,94 -5,0%
Kohle - API#2 (Notierung in ARA) EUR/t 55,58 48,69 14,2%
CO2-Zertifikate (1.Periode) EUR/t 3,06 20,74 -85,3%
Strom - Spotmarkt
EEX Grundlaststrom EUR/MWh 34,69 54,62 -36,5%
EEX Spitzenstrom EUR/MWh 49,69 79,21 -37,3%
Berechnet nach Heizgradsummen. Die Basis (100%) entspricht dem Durchschnittswert
1
1971-2000.
Die obige Darstellung enthält Durchschnittswerte.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der EVN AG. Von den unterschiedlich wirkenden Faktoren haben sich folgende maßgeblich auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2006/07 ausgewirkt:

Die Temperaturen lagen in unserem Versorgungsgebiet in Österreich um 28 % über dem langjährigen Durchschnitt (gemessen an der Heizgradsumme). Die Witterung wirkt sich vor allem auf den Energieverbrauch der Haushalte, insbesondere auf die Gas- und Wärmenachfrage dieses Sektors aus. Der Gasverkauf an Endkunden in unserem Versorgungsgebiet ging um 25,5 % zurück, der Wärmeabsatz reduzierte sich um 14,7 %. Zusätzlich verstärkt wurden diese Rückgänge dadurch, dass der Winter im Vorjahr extrem kalt gewesen ist.

Der Preis für das in Europa maßgebliche Nordseeöl Brent blieb im Geschäftjahr 2006/07 – aufgrund der witterungbedingten leicht fallenden Nachfrage – auf dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig hat der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich an Wert gewonnen. Durch stabile Ölpreise und markant stärkeren Euro ging der Ölpreis auf Euro-Basis gegenüber dem Vorjahr um über 7 % zurück. Dies hat deutlich zur niedrigen Inflationsrate im Euro-Raum beigetragen. Der an den Ölpreis gekoppelte Gasbezugspreis sank im Berichtszeitraum um 5 %.

Der Preis für CO2-Emissionszertifikate lag um 85,3% unter dem Vorjahresniveau. Nach Bekanntwerden der weit unter den Erwartungen liegenden tatsächlichen CO2-Emissionen der meisten EU-Länder fiel der Preis der CO2-Emissionszertifikate Mitte 2006 stark zurück. Dieser Trend wurde im Winter 2006 infolge des geringeren Strombedarfs aufgrund der milden Witterung noch gestärkt. In Summe betrug der Preis der CO2-Emissionszertifikate 3,1 EUR je Tonne gegenüber 20,7 EUR je Tonne im Vorjahr.

Die fallenden Primärenergiepreise und der deutliche Preisverfall bei CO2-Zertifikaten führten zu einem Rückgang der Großhandelspreise für Strom in Europa im Berichtszeitraum um mehr als ein Drittel. Die fallenden Spotmarktpreise wirkten sich auf die Strombeschaffungskosten jedoch nur geringfügig aus, da der Strom bereits in Vorperioden über Terminkontrakte beschafft wurde.

Trotz dieser Preisrückgänge und geringerer Stromerzeugungsmengen konnte die EVN bei der Vermarktung der Energie an den Großhandelsmärkten durch entsprechende Handelstätigkeit profitieren.

Wirtschaftliche Entwicklung

Kennzahlen zur Ertragslage

2006/07 2005/06 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Umsatzerlöse 425,9 438,8 -12,8 -2,9

Diese setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 234,8 Mio EUR, Gaserlösen in Höhe von 15,0 Mio EUR, Wärmeerlösen in Höhe von 57,9 Mio EUR und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 118,2 Mio EUR zusammen.

Die Stromerlöse zeigen verglichen mit dem Vorjahr einen geringen Rückgang von 3,2 Mio EUR bzw. 1,4 %; die Gaserlöse und Wärmeerlöse verringerten sich ebenfalls jeweils um 3,7 Mio EUR (19,9 %) bzw. 2,4 Mio EUR (4,0 %). Die Rückgänge im Bereich des Gas- und Wärmeabsatzes sind vor allem auf witterungsbedingte Verringerungen der Nachfrage zurückzuführen.

Die anderen Umsatzerlöse verringerten sich um 4,0 Mio EUR bzw. 3,3 %. Dies ist in erster Linie auf geringfügig geringere konzerninterne Verrechnungen zurückzuführen.

Berechnung 2006/07 2005/06 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Ergebnis vor Zinsen
und Steuern
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gemäß
§ 231 (2) Z 15 UGB
249,5 185,7 63,9 34,4

Die Aufwendungen für Primärenergie, CO2-Kosten und Strombezugskosten betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 176,2 Mio EUR (Vorjahr: 234,1 Mio EUR). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Verringerung um 57,9 Mio EUR, welche vor allem auf den geringeren Einsatz der Kraftwerke aufgrund des starken Rückgangs der Spot Strom-Marktpreise zurückzuführen ist.

An Materialaufwand und sonstigen bezogenen Leistungen sind 84,0 Mio EUR (Vorjahr 61,5 Mio EUR) angefallen, was vor allem auf einen Anstieg der Aufwendungen für Konzerndienstleistungen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2006/07 53,3 Mio EUR (Vorjahr 49,7 Mio EUR). Bei der EVN AG waren zum Bilanzstichtag 496 Angestellte auf Vollzeitbasis beschäftigt. Bei der EVN AG sind derzeit keine Lehrlinge in Ausbildung. Daraus resultiert ein Personalaufwand pro Mitarbeiter von 0,1 Mio EUR. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 0,9 Mio EUR.

Die Abschreibungen lagen im Berichtszeitraum mit 12,8 Mio EUR ungefähr auf demselben Niveau wie im Vorjahr (13,1 Mio EUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um 10,6 % auf 41,9 Mio EUR gesunken. Dies ist vor allem auf geringere Beratungsaufwendungen und geringere Fernmeldeaufwendungen zurück zu führen.

Aufgrund der oben angeführten Rahmenbedingungen konnte ein Betriebserfolg in Höhe von 72,9 Mio EUR erzielt werden, was eine Steigerung von 36,9 Mio EUR bzw. 102,4 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Das Finanzergebnis konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Verbesserungen vor allem im Beteiligungsergebnis abermals deutlich gesteigert werden. Das Zinsergebnis war durch die gestiegenen Zinsen und die Ausweitung langfristiger Fremdfinanzierungen belastet. Das gesamte Finanzergebnis konnte um 20,4 Mio EUR oder 19,3 % gegenüber dem Vorjahr auf 126,5 Mio EUR verbessert werden.

Insgesamt führten die beschriebenen Entwicklungen zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 199,5 Mio EUR; dies bedeutet einen Anstieg von 57,3 Mio EUR bzw. 40,3 %.

Berechnung 2006/07 2005/06
% %
EBIT-Marge Betriebsergebnis 17,1 8,2
Umsatzerlöse

Die gestiegene EBIT-Marge erklärt sich aus den oben beschriebenen Entwicklungen, wobei vor allem das deutlich gestiegene Betriebsergebnis bei etwas geringeren Umsatzerlösen dafür maßgebend war.

Berechnung 2006/07 2005/06
% %
Eigenkapitalrentabilität Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 16,4 12,5
Ø Eigenkapital

Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich ausschließlich aufgrund des gestiegen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (siehe hierzu die oben beschriebene Entwicklung).

Berechnung 2006/07 2005/06
% %
Gesamtkapitalrentabilität Ergebnis vor Zinsen und Steuern 9,0 6,7
Ø Gesamtkapital

Während das durchschnittliche Gesamtkapital gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert ist, ist die Gesamtkapitalrentabilität aufgrund des deutlich gestiegenen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2006/07 um 33,5 % gestiegen. Erläuterungen dazu siehe Kennzahl: Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

Berechnung 30.09.2007 30.09.2006 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Nettoverschuldung Verzinsliches Fremdkapital 586,0 769,7 -183,7 -23,9
- Flüssige Mittel

Das verzinsliche Fremdkapital und die flüssigen Mittel berechnen sich dabei folgendermaßen:

Berechnung 30.09.2007 30.09.2006 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Verzinsliches
Fremdkapital
Anleihen 981,3 1.041,6 -60,3 -5,8
+ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
+ Rückstellungen für Abfertigungen
+Rückstellungen für Pensionen
+Rückstellungen für Jubiläumsgelder
30.09.2007 30.09.2006 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Flüssige Mittel Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten,
Wertpapiere des UV sowie aus sonstigem
Finanzvermögen
395,3 271,9 123,5 45,4

Die Nettoverschuldung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken. Dies ist zum einen auf eine Verringerung des verzinslichen Fremdkapitals und hierbei auf eine teilweise Rückzahlung eines Investitionskredites im September 2007 und zum anderen auf eine deutliche Erhöhung des kurzfristigen Wertpapierbestandes zurückzuführen.

Berechnung 30.09.2007 30.09.2006 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Nettoumlaufvermögen Umlaufvermögen 295,9 523,5 -227,6 -43,5
- langfristiges Umlaufvermögen
- kurzfristiges Fremdkapital
=Nettoumlaufvermögen

Für den deutlichen Rückgang des Nettoumlaufvermögens zeichnen im Wesentlichen zwei Gründe verantwortlich:

    1. Im Vorjahr war unter den Sonstigen kurzfristigen Forderungen eine Forderung betreffend einen Beteiligungsverkauf in Höhe von 175,6 Mio EUR enthalten, welche im laufenden Geschäftsjahr beglichen wurde.
    1. Die CHF-Anleihe über 200 Mio CHF und die DM-Anleihe über 224 Mio DM stehen im nächsten Geschäftsjahr zur Tilgung an, weshalb diese zum 30. September 2007 nicht mehr Teil des langfristigen, sondern im kurzfristigen Fremdkapital ausgewiesen.

Diesen oben beschriebenen Effekten entgegen gewirkt hat eine Verringerung der Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 35,6 Mio EUR oder 21,2 %.

Berechnung 30.09.2007 30.09.2006
% %
Eigenkapitalquote Eigenkapital 45,2 41,3
Gesamtkapital

Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2006/07 2.791,4 Mio EUR (VJ: 2.754,1 Mio EUR). Das erhöhte Eigenkapital, vor allem aufgrund des erhöhten Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr, führt bei einem weitgehend unveränderten Gesamtkapital zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote um 8,7 %.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich unter Berücksichtigung der unversteuerten Rücklagen auf 1.279,4 Mio EUR (VJ: 1.154,3 Mio EUR).

Berechnung 30.09.2007 30.09.2006
% %
Nettoverschuldungsgrad Nettoverschuldung 46,4 67,7
Eigenkapital

Der Nettoverschuldungsgrad verringerte sich aufgrund des deutlichen Rückgangs der Nettoverschuldung und einer ebenso deutlichen Erhöhung des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr um 31,5 %.

Geldflussrechnung

2006/07 2005/06 Veränderung
Mio € Mio € Mio € %
Geldflussrechnung Geldfluss aus dem Ergebnis 194,2 138,9 55,3 39,9
Netto-Geldfluss aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
180,1 225,1 -45,0 -20,0
Netto-Geldfluss aus der
Investitionstätigkeit
93,1 -245,0 338,1 138,0
Netto-Geldfluss aus der
Finanzierungstätigkeit
-149,7 124,5 -274,2 -220,2
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelbestandes
123,5 104,6 18,9 18,1

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von 194,2 Mio EUR erzielt, sein Anteil am Umsatz beträgt 45,6 %. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Cash Flow aus dem operativen Bereich um 55,3 Mio EUR bzw. 39,9 % erhöht, worin sich das erhöhte Jahresergebnis widerspiegelt. Der Cash Flow aus dem Investitionsbereich ist mit 93,1 Mio EUR um 338,1 Mio EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Diese Erhöhung ist einerseits auf gegenüber dem Vorjahr gesunkene Investitionen im Beteiligungsbereich und andererseits auf im Geschäftsjahr 2006/07 zugeflossene Mittel aus Beteiligungsveräußerungen zurückzuführen. Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich ist gegenüber dem Vorjahresergebnis aufgrund von größeren Darlehensrückzahlungen deutlich gesunken.

Zweigniederlassungen

EVN verfügt über keine Zweigniederlassungen im Sinne des § 243 Abs 3 Z 4 UGB; die im Geschäftsjahr 2004/05 noch vorhandenen wirtschaftlich und organisatorisch unselbständigen Außenstellen für den Kundendienst und die technische Netzbetreuung wurden im Zuge der Ausgliederung des Netzbetriebes in die EVN Netz GmbH überführt.

Forschung und Entwicklung

Die EVN AG beurteilt Investitionen in Forschung und Entwicklung als essenziellen Bestandteil ihres Unternehmenserfolgs und engagiert sich seit vielen Jahren in zahlreichen Projekten. Dabei werden die Forschungsaktivitäten speziell auf dem Gebiet der Energieerzeugung mit dem Ziel, neue Technologien der effizienten Energieumwandlung und -anwendung frühzeitig im eigenen Bereich einzusetzen, gebündelt. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden die laufende Erhöhung der Wirkungsgrade und die Emissionsreduktion bei allen Erzeugungsanlagen. Die EVN AG setzt dabei unter anderem auf Forschungskooperationen mit Höheren Technischen Lehranstalten, Fachhochschulen und Technischen Universitäten.

Im Berichtszeitraum hat die EVN AG in Summe mehr als 0,5 Mio EUR für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet.

Wichtige von der EVN mitgetragene bzw. ins Leben gerufene Programme waren hier in letzter Zeit:

Im Rahmen des strategischen Leitprojekts "Clean Energy Pathways 2020" des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie werden im Rahmen eines zweijährigen Forschungsvorhabens für den Einsatz sauberer Energieträger neue Antriebe wie Erdgas und Biogas bei realen Bedingungen untersucht. Der Betrieb mit höheren Kilometerleistungen ermöglicht erstmalig ein nachhaltiges Monitoring von sauberen, schadstoffarmen Antriebssystemen. Die Erkenntnisse aus dem Forschungsvorhaben sollen bei einem Symposium im Herbst 2008 vorgestellt werden.

EVN AG ist auch an der Austrian Fenco Initiative (AFI) beteiligt, einer Arbeitsgemeinschaft, die einen Forschungsfonds für fossile Energieprogramme im Bereich des umweltfreundlichen Einsatzes fossiler Brennstoffe erstellt, verwaltet und finanziert. FENCO (Fossil Energy Coalition) war bereits 2004 von Deutschland und Großbritannien unter Mitwirkung der EVN AG eingerichtet worden, um eine Bestandsaufnahme der nationalen und europäischen Forschungsprogramme für kohlenstofffreie Emissionen aus fossilen Brennstoffen vorzunehmen und diese zu vernetzen. Basierend auf FENCO haben im Jahr 2005 die Europäische Kommission, europäische Industrieunternehmen, NGOs, Wissenschafter und Umweltaktivisten gemeinsam die "European Technology Plattform for Zero Emission Fossil Fuel Power Plants" (Europäische Technologie-Plattform für CO2-freie fossil befeuerte Kraftwerke) gegründet.

Zum Thema "CO2-Abscheidung und Verwertung" hat EVN AG im vergangenen Geschäftsjahr einen Forschungskooperationsvertrag zur Untersuchung von Braun- und Steinkohlefeuerungen in einer Oxyfuel-Testanlage unterzeichnet. Das Projekt wird gemeinsam mit der Vattenfall Europe Generation, einem der maßgeblichen Proponenten der Oxyfuel-Technologie, und der Technischen Universität Cottbus umgesetzt. Ziel ist die Durchführung eines umfangreichen Versuchsprogramms zum Test der anlagentechnischen Komponenten und des Verbrennungs- und Emissionsverhaltens von Braun- und Steinkohle in kalorischen Kraftwerken. Neben diesem Projekt werden auch entsprechende Untersuchungen zur Prüfung und Verifizierung der Auswirkungen unterschiedlicher CO2-Reduktionstechnologien im Kraftwerk Dürnrohr (Block 2) verfolgt.

Zudem beteiligt sich die EVN AG auch mit neun anderen europäischen Energieversorgungsunternehmen an einer Pre-Engineeringstudie, um belastbare technische und wirtschaftliche Entscheidungsgrundlagen für Kraftwerke mit einem Frischdampfzustand von 700°C zu ermitteln.

EVN AG beteiligt sich auch an der CO2-Forschungsinitiative mit J-Power, Japan, im Rahmen des periodischen Technical Information Exchange.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Zur Minimierung der Umweltrisiken führte die EVN AG ab dem Jahr 1996 in ihren Standorten mit wesentlichen Umweltauswirkungen Umweltmanagementsysteme nach EMAS und ISO 14001 ein. Seither wurden nahezu alle thermischen Erzeugungsanlagen der EVN AG zertifiziert. Den Kern dieser Ausrichtung bildet ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der sicherstellt, dass im Hinblick auf Risikominimierung bei potenziell gefährdeten Arbeitsabläufen Kennzahlen und Umweltauswirkungen erhoben und analysiert, Stärken und Schwächen erkannt sowie mögliche Verbesserungspotenziale aufgezeigt und genutzt werden.

Auf Basis des bestehenden Umweltmanagementsystems wurden die Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit, Umwelt- und Arbeitsschutz, Recht und Sicherheit in einem einheitlichen System erfasst sowie sämtliche darauf bezogene Maßnahmen in eine einheitliche Struktur zusammengeführt. Den nächsten Schritt bildet die Erweiterung des Managementsystems um die Dimension der Nachhaltigkeit und seine Integration in ein einheitliches Nachhaltigkeitsmanagementsystem.

Die Verwendung von Erdgas und Biogas als Kfz-Treibstoff führt zu einer starken Reduktion von Treibhausgasen, Feinstaub und sonstigen Schadstoffen und liefert damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Weltweit sind mehr als sechs Mio Erdgas-Autos in Verwendung, in Österreich etwa 1.000. Die Verkehrspolitik der EU hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Erdgas-Autos am Gesamtkraftstoffverbrauch bis 2020 auf 10 % zu erhöhen. Allein in Österreich soll die Anzahl der gasbetriebenen Fahrzeuge bis 2010 auf 50.000 ansteigen.

Um diese ambitionierten Zielsetzungen zu erreichen, kooperieren EVN AG und andere Unternehmen der heimischen Energiewirtschaft und Industrie mit universitären Einrichtungen. Gebündelt wird das diesbezügliche Engagement im Energiepark Bruck/Leitha, wo die gesamte Wertschöpfungskette bearbeitet und optimiert wird: von der Rohstoffproduktion über die Veredelung des Biogases bis hin zur Verwendung als Kraftstoff. Damit soll nachgewiesen werden, dass die Veredelung von Biogas in größeren Mengen technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Für die Aufbereitung von rund 800.000 m³ reinem Biogas pro Jahr wird eine neu entwickelte Technologie mit Membrantechnik angewandt, mit der eine kostengünstige aber hohe Gasreinheit erzielt werden kann. Mit diesen Kapazitäten kann die Hälfte des aktuellen Verbrauchs aller Erdgas-Fahrzeuge in Österreich abgedeckt werden; der Verkauf soll über öffentliche Tankstellen als "Bio-CNG" erfolgen.

Human Resources

Gerade in einem liberalisierten Markt stellt ein hohes Kompetenzniveau der Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Die EVN AG setzt deshalb eine Fülle von Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation. Die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten zielen dabei durchwegs darauf ab, Unterstützung in der konkreten Aufgabenerfüllung zu geben.

In ihrem Bestreben, sich als attraktiver und fairer Arbeitgeber zu erweisen, sieht sich die EVN AG ihren Mitarbeitern gegenüber einer Reihe fundamentaler Grundsätze verpflichtet:

Eine Selbstverständlichkeit bildet die Gleichbehandlung und Chancengleichheit sämtlicher Mitarbeiter. In der Praxis bedeutet dies die Herausforderung, keine Mitarbeiter aus Gründen des Alters, des Gesundheitszustandes, der nationalen oder ethnischen Herkunft oder des Geschlechts zu diskriminieren. Gesetzliche Vorschriften zum Thema Sicherheit werden durch ein umfangreiches internes organisatorisches Regelwerk sowie ein speziell auf die Arbeitsbedingungen in der Energiewirtschaft zugeschnittenes "Handbuch Sicherheit" ergänzt.

Aktuelle und umfassende Information der Belegschaft über die laufende Entwicklung des Unternehmens zählt zu den wichtigsten Kommunikationsaufgaben in der EVN AG.

Die EVN AG bietet ihren Mitarbeitern ein Gleitzeitmodell ohne Kernzeit, d.h. ohne fixe Anwesenheitsverpflichtung, um durch einen höheren Grad an Eigenverantwortung das generelle Effizienzniveau im Unternehmen sowie den Servicegrad im Kundendienst weiter zu steigern.

Mit insgesamt rund 0,9 Mio EUR lagen die Aufwendungen für Weiterbildung (Seminargebühren, Trainer, e-Learning) im Geschäftsjahr 2006/07 über dem Niveau des Vergleichszeitraums 2005/06.

Der Erfolg dieser Initiativen zeigt sich nicht zuletzt an der hohen Zufriedenheit der Mitarbeiter, die dem Unternehmen im Schnitt über mehr als 25 Jahre angehören. Im Einklang damit zeigt die Fluktuationsrate der bei der EVN Beschäftigten mit < 1 % einen extrem niedrigen Wert.

Risikomanagement

Die international agierende EVN AG ist auf Grund des unternehmerischen Handelns einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Damit eine Risikosteuerung gewährleistet ist, wurde auf Grund des Wachstums und neuer gesetzlicher Vorschriften das Risikomanagement angepasst. Durch konzernweit einheitliche Richtlinien für das Risikomanagement wird eine Darstellung der gegenwärtigen Risikosituation ermöglicht. Ebenso werden bei der Beurteilung der Risiken die damit verbundenen Chancen berücksichtigt.

Das übergeordnete Ziel des Risikomanagements ist das frühzeitige Erkennen von potentiellen Risiken, damit von den operativen Gesellschaften entsprechende Maßnahmen zur Schadensminimierung zeitnah eingeleitet werden können.

Risikodefinition

EVN AG definiert Risiko als die Gefahr der negativen Abweichung von Planerwartungen in Bezug auf das Nichteintreten von Unternehmenszielen.

Risikomanagementorganisation

Das Risikomanagement ist durch ein zweistufiges System gekennzeichnet. Die operativen Einheiten besitzen Risikoverantwortliche, welche Informationen an das zentrale Risikocontrolling weiterleiten. Das zentrale Risikocontrolling wertet diese Informationen mit Hilfe einer speziell entwickelten Software aus. Die Ergebnisse werden im Zuge einer regelmäßigen Berichterstattung an den Vorstand und an die Risikoverantwortlichen weitergeleitet.

In regelmäßigen Abständen treten bereichsübergreifende Risikokomitees entsprechend den Risikokategorien zusammen und koordinieren Maßnahmen zum Management der Risiken.

Die formulierten Ziele des Risikomanagements sind:

  • Förderung der Risikokultur
  • Identifikation und Bewertung der Risiken
  • Kommunikation der Risiken an die Entscheidungsträger
  • Management der Risiken durch geeignete Maßnahmen

Operative Risiken

Operative Risiken bestehen in der Erzeugung und Verteilung von elektrischer Energie, der Beschaffung und Verteilung von Gas sowie der Produktion und dem Vertrieb von Wärmeenergie. Um eine Betriebsstörung zu vermeiden, betreibt die EVN AG modernste technische Anlagen, deren Zuverlässigkeit die Voraussetzung für die Geschäftstätigkeit bildet.

Weitere Maßnahmen, die diesen Risiken entgegenwirken, sind strenge Wartungs- und Qualitätskontrollen, regelmäßige Beobachtung und Instandhaltung sowie breit gestreute Weiterbildungsprogramme für die Mitarbeiter.

Rechtlichen Risiken begegnet die EVN AG mit einer zunehmend intensiveren Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen, Verbänden und Behörden auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Bereich der finanzwirtschaftlichen Risiken beinhaltet Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken sowie Marktpreisrisiken in Bezug auf die Verwertung von Strom, Gas, Kohle, Öl und CO2.

Die EVN AG verfügt zur Steuerung der Zins-, Preis-, Währungs- und Kreditausfallsrisiken über ein zentrales Treasury. Auf Basis detaillierter Konzernrichtlinien und gesetzter Limits verwendet das zentrale Treasury derivative Finanzinstrumente, um finanzwirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Diese Transaktionen finden ausschließlich in Zusammenarbeit mit Banken erstklassiger Bonität statt.

Ereignisrisiken

Ereignisrisiken werden vorwiegend durch höhere Gewalt verursacht. Die Schäden dieser außergewöhnlichen Risiken versucht die EVN AG, soweit dies möglich ist, an Versicherungsunternehmen abzutreten.

Mitarbeiter

Die operativen und strategischen Risiken der EVN AG sind maßgeblich vom Potenzial der Mitarbeiter abhängig. Um die Kompetenzen der Mitarbeiter ständig zu erweitern, bietet die EVN AG umfassende Schulungsmaßnahmen an. Die gestartete Ausbildungsoffensive findet auf allen Ebenen statt und zielt auf die Entwicklung von Potenzial- und Führungskräften ab. Im Interesse der Sicherheit, Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter setzt die EVN AG auf eine Vielzahl von Maßnahmen, welche von Gesundheitsund Sicherheitsvorsorge, flexiblen Arbeitszeiten, Ideenmanagement, betrieblicher Altersvorsorge bis hin zu einem breiten Freizeitangebot reichen.

Gesamtrisikoprofil

Die EVN AG ist ein internationales Multi-Utility Unternehmen. Die stetige Expansion der Geschäftsfelder bewirkt, dass sich das Gesamtrisikoprofil kontinuierlich verändert. Einerseits findet eine Streuung der Erträge und Geschäftsrisiken statt, andererseits wird die Anzahl der Einzelrisiken erweitert.

Im Moment sieht die EVN AG keine Risiken, welche die Fortführung der Geschäftstätigkeit gefährden könnten. Die Interne Revision und die Abschlussprüfer überprüfen regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements.

EVN Aktie

Die EVN Aktie notiert im Segment "prime market" der Wiener Börse AG. Der prime market ist ein Marktsegment, in dem Aktien von Gesellschaften aufgenommen werden, welche sich über die für die Zulassung von Aktien zum Amtlichen Handel oder zum Geregelten Freiverkehr an der Wiener Börse AG geltenden gesetzlichen Bestimmungen des Börsegesetzes hinausgehend vertraglich zur Einhaltung erhöhter Transparenz-, Qualitäts- und Publizitätskriterien verpflichten. Die Aufnahmekriterien- und Folgepflichten sind im "Regelwerk Prime Market" geregelt.

Das Grundkapital besteht aus 40.881.455 nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien, wobei jede Aktie einen rechnerischen Wert von EUR 2,42 des Grundkapitals verbrieft. Das Grundkapital beträgt somit TEUR 99,069,4. Form und Inhalt der Aktienurkunden und von Gewinnanteilsscheinen setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen.

Die Aktien der EVN befinden sich zu 51% im Eigentum der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH. Darüber hinaus werden von EnBW Energie Baden-Württemberg AG über 35 % gehalten. Die übrigen Aktien entfallen auf den Streubesitz.

In der 78. ordentlichen Hauptversammlung am 18. Jänner 2007 wurde die Änderung der Satzung in den §§ 4 (Entfall des Rumpfgeschäftsjahres 1998), 5 (Ergänzung zu Form und Inhalt von Aktienurkunden, Ausschluss des Einzelverbriefungsanspruchs), 14 Abs 2 (Klarstellungen zur Fristberechnung bei Aktienhinterlegung) und 14 Abs 4 (Aufzeichnung der Hauptversammlung) beschlossen.

Ebenso wurde der Vorstand in der 78. ordentlichen Hauptversammlung zum Rückerwerb eigener Aktien im Ausmaß von höchstens 10 vH des Grundkapitals während einer Geltungsdauer von 18 Monaten ab dem Tag dieser Beschlussfassung ermächtigt. Von dieser Genehmigung wurde noch nicht Gebrauch gemacht.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

In der Privatisierungsvereinbarung im Zuge des Erwerbs der beiden bulgarischen Stromversorger im Geschäftsjahr 2004/05 wurde unter anderem festgelegt, dass die Stromverteilanlagen der lokal tätigen Sunny Beach AD, an der die Republik Bulgarien einen qualifizierten Mehrheitsanteil hält, von der EVN AG bzw bulgarischen Stromversorgern übernommen werden können. Da nach Ablauf der Fristen im Geschäftsjahr 2004/05 diese Übertragung nicht erfolgte, wurde seitens EVN AG beim Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer in Paris eine Klage auf Zahlung einer Vertragsstrafe wegen Nichterfüllung vertraglicher Pflichten eingereicht.

Im Oktober erfolgte nunmehr eine diesbezüglich Einigung mit der Republik Bulgarien. Die Vermögenswerte für die Stromverteilung der Sunny Beach AD wurden an die bulgarische Netzgesellschaft EVN Bulgaria Elektrorazpredelenie AD übertragen. Der im Zuge der Erstkonsolidierung von den Anschaffungskosten abgesetzte Gewährleistungsanspruch wird dadurch nicht zur Auszahlung gelangen.

Es sind keine weiteren Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vorgefallen.

Ausblick

Für 2007/08 rechnet die EVN AG im Bereich der Energieerzeugung mit einem leicht steigenden Umsatz und stabilen Ergebnissen. Die positiven Effekte eines im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlichen Winters werden voraussichtlich durch eine niedrigere Produktion infolge größerer geplanter Wartungsarbeiten kompensiert. Deutliche Fortschritte werden in der Realisierung der gemeinsam mit Evonik Steag GmbH geplanten Errichtung des Kohlekraftwerkes Duisburg-Walsum erwartet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2010 geplant. Die Investitionen werden sich gegenüber dem Vorjahr – vor allem infolge der Errichtung einer Biomasse-Anlage in Dürnrohr – verdoppeln.

Im Wärmebereich rechnet die EVN AG aus laufenden Projekten mit einem deutlichen Absatzwachstum und dementsprechend mit einer markanten Erlössteigerung. Die Investitionen im Wärmebereich werden – getrieben von dem Projekt einer Fernwärmetransportleitung zwischen Dürnrohr und St. Pölten – weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben.

Die EVN geht davon aus, dass sich das Beteiligungsergebnis aufgrund des gut diversifizierten Beteiligungsportfolios und den darin enthaltenen ertragsstarken Beteiligungen weiterhin positiv entwickeln wird.

Insgesamt wird zwar mit einer Intensivierung des Wettbewerbes gerechnet, aufgrund der Verfolgung der Strategie einer alle Wirtschaftsstufen umfassenden Geschäftstätigkeit im In- und Ausland sollte jedoch eine weiterhin positive Entwicklung der künftigen Geschäftsperioden möglich sein.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2007

Der Vorstand

Dr. Burkhard Hofer eh. Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr eh. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher eh.

Bilanz zum 30. September 2007 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

A K T I V A Stand am 30.09.2007 Stand am 30.09.2006
EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.156.406,85 13.183
II. Sachanlagen 176.977.300,02 155.899
III. Finanzanlagen 1.695.333.748,39 1.624.797
B. Umlaufvermögen 1.884.467.455,26 1.793.879
I. Vorräte
1. Primärenergievorräte 51.665.755,08 41.263
2. Hilfs- und Betriebsstoffe 3.051.265,56 2.613
3. Waren 27.741,24 26
4. noch nicht abrechenbare Leistungen 279.439,39 55.024.201,27 1.726 45.628
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 31.119.131,49 22.869
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
302.097.813,25 309.827
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
43.042.809,57 56.685
4. sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 67.019.658,28 443.279.412,59 240.400 629.781
III. Wertpapiere und Anteile
1. sonstige Wertpapiere und Anteile 372.711.698,42 266.518
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.619.855,67 5.354
893.635.167,95 947.281
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.258.195,25 12.912
2.791.360.818,46 2.754.072

Bilanz zum 30. September 2007 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

P A S S I V A Stand am 30.09.2007 Stand am 30.09.2006
EUR EUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 99.069.392,62 99.069
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene
2. nicht gebundene
255.481.365,81
58.267.709,06
313.749.074,87 255.481
58.268
313.749
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
4.723.734,22
783.816.285,29
788.540.019,51 4.724
662.016
666.740
IV. Bilanzgewinn 61.450.311,94 57.383
davon Gewinnvortrag: EUR 148.717,63;
Vorjahr: TEUR 144
1.262.808.798,94 1.136.941
B. Unversteuerte Rücklagen
1. Bewertungsreserve auf Grund von
Sonderabschreibungen 16.617.341,55 17.353
2. sonstige unversteuerte Rücklagen 0,00
16.617.341,55
11
17.364
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 16.253.960,00 16.036
2. Rückstellungen für Pensionen und
pensionsähnliche Verpflichtungen
47.104.711,00 46.475
3. Steuerrückstellungen 237.986,89 0
4. sonstige Rückstellungen 115.566.665,44
179.163.323,33
135.818
198.329
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 717.582.384,12 717.582
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 196.457.049,34 257.774
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
0,00 2.431
Leistungen 17.519.473,84 19.698
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
247.636.085,22 279.520
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.821.838,52 18.500
7. sonstige Verbindlichkeiten 62.476.937,42 58.406
davon aus Steuern: EUR 8.396.753,84;
Vorjahr: TEUR 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:
EUR 6.531.386,79; Vorjahr: TEUR 4.115 1.264.493.768,46 1.353.911
E. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Baukostenzuschüsse 53.900.304,56 38.312
2. sonstige 14.377.281,62 9.215
68.277.586,18 47.527
2.791.360.818,46 2.754.072
Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen
vertraglichen Haftungsverhältnissen 698.722.727,00 1.041.495

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

1.10.06 - 30.9.07 1.10.05 - 30.9.06
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 425.928.631,77 438.765
2. Veränderung des Bestands an noch nicht
abrechenbaren Leistungen -1.446.304,84 -8.628
3. andere aktivierte Eigenleistungen 471.577,09 617
4. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen
1.470.631,74 171
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 487.785,69 1.737
c) übrige 14.311.726,80 8.678
16.270.144,23 10.586
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Fremdstrombezug und Energieträger 176.227.978,85 234.109
b) Materialaufwand
c) Aufwendungen für bezogene Leistungen
6.904.165,46
77.105.045,70
7.153
54.330
-260.237.190,01 -295.592
6. Personalaufwand
a) Gehälter 37.831.085,63 34.097
b)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 2.063.084,44 1.971
c) Aufwendungen für Altersversorgung 4.664.533,92 5.183
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 7.941.665,08 7.653
e) sonstige Sozialaufwendungen 813.680,33 746
-53.314.049,40 -49.650
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -12.807.681,47 -13.148
davon außerplanmäßig: EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 2.066
8. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen 915.723,67 702
b) übrige 41.017.159,59 46.213
-41.932.883,26 -46.915
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) 72.932.244,11 36.035
10. Erträge aus Beteiligungen 160.720.270,14 121.911
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 104.596.476,65
Vorjahr: TEUR 45.610
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 1.466.806,45 1.206
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.981.626,05 13.775
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 10.118.948,12;
Vorjahr: TEUR 7.311
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung
zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlauf
vermögens 3.326.004,82 13.729
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens -6.904.689,07 -992
davon Abschreibungen: EUR 4.864.641,93; Vorjahr: TEUR 942
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.072.016,37 -43.547
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR 5.294.332,59
Vorjahr: TEUR 7.861
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 126.518.002,02 106.082
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag 199.450.246,13 142.117

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in TEUR

1.10.06 - 30.9.07
EUR
1.10.05 - 30.9.06
TEUR
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Übertrag 199.450.246,13 142.117
18. Steuern vom Einkommen -17.095.519,93 -4.832
19. Jahresüberschuss 182.354.726,20 137.285
20. Auflösung unversteuerter Rücklagen 1.071.000,04 1.193
21. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen -324.131,93 -239
22. Zuweisung zu Gewinnrücklagen -121.800.000,00 -81.000
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 148.717,63 144
24. Bilanzgewinn 61.450.311,94 57.383

Anhang der EVN AG für das Wirtschaftsjahr 2006/07

Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss der EVN AG zum 30. September 2007 wurde in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches erstellt. Der Abschluss wird beim Firmenbuch des Landesgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Im Interesse einer klaren und übersichtlichen Darstellung wurden die Posten des Anlagevermögens in der Bilanz zusammengefasst, die detaillierte Darstellung erfolgt in einer Beilage zum Anhang. Den Erfordernissen eines Energieversorgungsunternehmens entsprechend wurden weitere branchenspezifische Untergliederungen vorgenommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss basiert auf den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung und folgt der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln.

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Alle Wirtschaftsgüter wurden zum Abschlussstichtag einzeln und ohne Willkür bewertet. Dem Vorsichtsprinzip wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle erkennbaren Risken und drohenden Verluste berücksichtigt wurden.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare, planmäßige Abschreibungen, soweit abnutzbar, und außerplanmäßige Abschreibungen, soweit notwendig, bewertet.

Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die der Aktivierung von Eigenleistungen zugrunde liegenden Personalstundensätze berücksichtigen auch Aufwendungen für freiwillige Sozialleistungen, Abfertigungen und betriebliche Altersversorgung. Ein Ausscheiden überhöhter Gemeinkosten infolge offenbarer Unterbeschäftigung war nicht erforderlich.

Der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden branchenübliche Richtwerte zugrunde gelegt. Die Abschreibungssätze sind nachstehender Tabelle zu entnehmen.

Abschreibungen nach Anlagenkategorien Nutzungsdauer
in Jahren
Planmäßige
Abschreibung
in %
Rechte 4-40 2,5-25
Gebäude 10-50 2-10
Bauliche Anlagen der Kraftwerke 25-50 2-4
Maschinelle und elektrische Einrichtungen 10-33 3-10
Leitungen 4-30 3,3-25
Wärme- und Wasserzähler 10 10
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-25 4-33,3

Der Ausweis der Vollabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter Wärme- und Wasserzähler erfolgt über eine Bewertungsreserve, die entsprechend der anlagenspezifischen Nutzungsdauer verbraucht wird.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tages- bzw. Wiederbeschaffungspreisen am Bilanzstichtag. Bestandsrisken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren Marktwert bilanziert. Für bestehende Ausfallsrisken wird durch Einzelwertberichtigungen bei dubiosen Forderungen vorgesorgt. Längerfristige unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen werden entsprechend diskontiert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen respektive den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten am Bilanzstichtag bewertet.

Posten des Umlaufvermögens, die auf Fremdwährung lauten, werden mit dem Geldkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Rückstellungen

Die Bildung der Rückstellungen für Abfertigungen, laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder erfolgt gemäß IFRS/IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode), wobei den Wertansätzen versicherungsmathematische Gutachten über die jeweiligen Deckungskapitalien zugrunde liegen. Die Abfertigungsrückstellungen werden für die gesetzlichen Ansprüche gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe jenes Betrages, der nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Soweit es sich dabei um wiederkehrende Verpflichtungen handelt, sind sie mit dem Barwert der künftigen Auszahlungen bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Anschaffungswert oder mit dem höheren Devisenbriefkurs des Bilanzstichtages bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanzsumme in Höhe von 2.791.360,8 TEUR liegt um 37.288,8 TEUR bzw. 1,4 % über dem entsprechenden Wert des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Aktiva

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen zu Nettowerten (Anschaffungswerte abzüglich kumulierter Abschreibungen) ist gegenüber dem Vorjahr um 90.588,9 TEUR bzw. 5,0 % auf 1.884.467,5 TEUR angestiegen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Als immaterielle Vermögensgegenstände werden Strombezugsrechte und sonstige Rechte, insbesondere solche an Software, ausgewiesen. Die Zugänge in Höhe von insgesamt 414,9 TEUR betreffen im Wesentlichen Netzzutrittsentgelte.

Sachanlagen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Wirtschaftsjahr insgesamt 32.921,7 TEUR. Die größten Zugänge entfallen auf Verteilungsanlagen.

Der Grundwert der Grundstücke betrug insgesamt 14.477,6 TEUR (30. September 2006: 14.074,8 TEUR).

Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen aufgrund von Miet- und Leasingverträgen.

Finanzanlagen

Der Bilanzwert der Finanzanlagen hat gegenüber dem 30.9.2006 um 70.537,2 TEUR bzw. 4,3 % auf 1.695.333,7 TEUR zugenommen. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus Zugängen bei Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie aus Beteiligungen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen im Wesentlichen der gesetzlich vorgeschriebenen Deckung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen.

Eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ein Betrag von 73.400,0 TEUR (30. September 2006: 73.400,0 TEUR) sowie bei den sonstigen Ausleihungen ein Betrag von 408,2 TEUR (30. September 2006: 524,9 TEUR).

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Vorräte sind um 9.396,3 TEUR bzw. 20,6 % auf 55.024,2 TEUR gestiegen. Die Erhöhung resultiert vorwiegend aus dem Anstieg der Kohlevorräte.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30. September 2007 30. September 2006
Forderungen
Restlaufzeit Bilanzwert Restlaufzeit Bilanzwert
< 1 Jahr > 1 Jahr < 1 Jahr > 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 31.112,5 6,6 31.119,1 22.810,7 58,6 22.869,3
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 302.097,8 0,0 302.097,8 309.826,7 0,0 309.826,7
Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 43.042,8 0,0 43.042,8 56.684,6 0,0 56.684,6
Sonstige Forderungen u.
Vermögensgegenstände 66.869,4 150,3 67.019,7 240.270,4 130,0 240.400,4
Summe 443.122,5 156,9 443.279,4 629.592,4 188,6 629.781,0

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren hauptsächlich aus sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen (280.218,5 TEUR). Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen zu 43.042,8 TEUR aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die verbleibenden Forderungen werden als sonstige Forderungen ausgewiesen.

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände enthalten als wesentliche Positionen Forderungen aus Gewährleistungsansprüchen in Höhe von 49.600,0 TEUR, aus zugesicherten Anschlusskostenbeiträgen in Höhe von 5.016,6 TEUR, aus Förderungszusagen für Biomasseanlagen in Höhe von 4.333,3 TEUR, aus gegebenen Kautionen in Höhe von 2.556,5 TEUR, aus abgegrenzten Zinsen in Höhe von 1.829,8 TEUR und aus Schadensverrechnungen in Höhe von 1.506,6 TEUR. Der Rückgang der sonstigen Forderungen resultiert aus der Begleichung der zum Stichtag 30. September 2006 offenen Forderungen betreffend des Verkaufs von Aktien an der Energie AG Oberösterreich gegenüber dem Land Oberösterreich.

In den sonstigen Forderungen sind Erträge von 3.845,1 TEUR (30. September 2006: 14.118,3 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens weisen eine Steigerung von 106.193,4 TEUR bzw. 39,8 % auf 372.711,7 TEUR aus.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mit 5.552,1 TEUR (30. September 2006: 2.650,0 TEUR) Abgrenzungen aus der Lohn- und Gehaltsverrechnung, mit 4.243,2 TEUR Abgrenzungen aus Finanztransaktionen (30. September 2006: 6.361,1 TEUR) und mit 3.462,9 TEUR (30. September 2006: 3.900,8 TEUR) sonstige Aufwandsabgrenzungen.

Passiva

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2007 EUR 99.069.392,62 und ist in 40.881.455 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien aufgeteilt.

Rücklagen

Kapitalrücklagen

Die gebundene Kapitalrücklage enthält ausschließlich Agio-Beträge aus Kapitalerhöhungen.

Als nicht gebundene Kapitalrücklage wird der aus der im Jahr 1986 erfolgten Fusion der NIOGAS Niederösterreichische Gaswirtschafts-Aktiengesellschaft mit der NEWAG Niederösterreichische Elektrizitätswerke Aktiengesellschaft zur NEWAG NIOGAS Aktiengesellschaft, nunmehr EVN AG, entstandene Verschmelzungsmehrwert ausgewiesen.

Gewinnrücklagen

Im Posten "gesetzliche Rücklage" wird der in Vorjahren aus dem Jahresüberschuss dotierte Teil der gebundenen Rücklage gemäß § 130 AktG ausgewiesen.

Die gebundenen Kapital- und Gewinnrücklagen betragen zusammen 260.205,1 TEUR und übersteigen damit den erforderlichen zehnten Teil des Nennkapitals.

Die anderen, freien Gewinnrücklagen betragen 783.816,3 TEUR (30. September 2006: 662.016,3 TEUR).

Unversteuerte Rücklagen

Die Zusammensetzung der unversteuerten Rücklagen sowie deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2006/07 ist aus der Anlage 3 zum Anhang ersichtlich.

Rückstellungen

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Abfertigungen sowie für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) mit einem Rechnungszinssatz von 5,00 % sowie mit einer Erhöhung der Gehälter bzw. der flüssigen Pensionen von 3,00 % im nächsten Jahr und einer jährlichen Erhöhung von 2,75 % in den Folgejahren gerechnet.

Aufgrund der Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 sind bei den Abfertigungsverpflichtungen nicht realisierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 1.806,0 TEUR, bei den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 2.454,7 TEUR sowie bei den Deputatsverpflichtungen in Höhe von 25,9 TEUR angefallen.

Bei der Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden dieselben Parameter wie bei den Berechnungen der Rückstellungen für Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen angewandt.

Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Demzufolge wird die errechnete Körperschaftsteuernachzahlung als Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen und nicht mehr als Steuerrückstellung ausgewiesen. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht gemäß § 198 Abs 10 UGB Gebrauch gemacht und aktive Steuerabgrenzungen in Höhe von 18.853,5 TEUR (30. September 2006: 20.322,0 TEUR) nicht angesetzt.

In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem für künftige Jubiläumsgelder, offene Urlaube und sonstige Personalverpflichtungen mit insgesamt 16.275,6 TEUR, für Kooperationsvereinbarungen mit 37.050 TEUR, für Umwelt- und Altlastenrisiken mit 24.091,0 TEUR sowie für andere sonstige Verpflichtungen mit 38.150,0 TEUR vorgesorgt.

Verbindlichkeiten

30. September 2007
Bilanzwert
< 1 Jahr Restlaufzeit
1-5 Jahre
> 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anleihen 240.321,0 392.997,7 84.263,7 717.582,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.657,0 177.400,0 15.400,0 196.457,0
Erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 17.496,9 0,0 22,6 17.519,5
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 247.636,1 0,0 0,0 247.636,1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 22.819,8 2,1 0,0 22.821,9
Sonstige Verbindlichkeiten 31.763,3 7.810,2 22.903,4 62.476,9
Summe 563.694,1 578.210,0 122.589,7 1.264.493,8
30. September 2006
Bilanzwert
< 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Anleihen 0,0 370.468,7 347.113,7 717.582,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.774,4 244.000,0 0,0 257.774,4
Erhaltene Anzahlungen 2.431,4 0,0 0,0 2.431,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
19.596,2 0,0 101,4 19.697,6
Unternehmen 279.519,6 0,0 0,0 279.519,6
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.497,8 2,1 0,0 18.499,9
Sonstige Verbindlichkeiten 32.086,6 6.401,3 19.918,0 58.405,9
Summe 365.906,0 620.867,9 367.133,1 1.353.911,2

Die Anleiheverbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:

Verbindlichkeit Nominale Buchwert in TEUR Buchwert in TEUR
30.9.2007 30.9.2006
5,2 % JPY-Anleihe 1994-2014 8 Mrd JPY 84.263,7 84.263,7
3,25 % CHF-Anleihe 1998-2008 184 Mio CHF 125.791,7 125.791,7
2,43 % CHF-Anleihe 2004-2009 200 Mio CHF 130.147,6 130.147,6
5 % DEM-Anleihe 1998-2008 224 Mio DEM 114.529,4 114.529,4
5,25 % EUR-Anleihe 2001-2011 263 Mio EUR 262.850,0 262.850,0
GESAMT 717.582,4 717.582,4

Die Währungsrisiken der Fremdwährungsanleihen sind bei der JPY-Anleihe vollständig und bei einer CHF-Anleihe zum Großteil abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem 30. September 2006 um 61.317,4 TEUR auf 196.457,0 TEUR gesunken. Bis auf einen Betrag in Höhe von 192.800,0 TEUR beträgt die Restlaufzeit dieses Postens unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 2.178,2 TEUR abgenommen und weisen bis auf einen Betrag in Höhe von 22,6 TEUR Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen hauptsächlich aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung (132.448,0 TEUR) und aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (107.251,2 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in Höhe von 22.819,8 TEUR aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind sonstige Verbindlichkeiten.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beträgt wie im Vorjahr nicht mehr als ein Jahr.

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beträgt für 22.819,8 TEUR (30. September 2006: 18.497,8 TEUR) nicht mehr als ein Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem 30. September 2006 um 4.071,0 TEUR auf 62.476,9 TEUR gestiegen. Sie enthalten im Wesentlichen die in der Bilanz gesondert angeführten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, Pachtverbindlichkeiten in Zusammenhang mit Wärmeprojekten in Höhe von 32.626,7 TEUR (30. September 2006: 28.882,3 TEUR) sowie Abgrenzungen aus Finanzgeschäften in Höhe von 14.346,6 TEUR (30. September 2006: 14.484,4 TEUR). Von den sonstigen Verbindlichkeiten hat ein Betrag von 31.763,3 TEUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (30. September 2006: 32.086,6 TEUR).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 18.037,8 TEUR (30. September 2006: 28.983,8 TEUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen abgegrenzte Erträge aus Finanzgeschäften und Erlösabgrenzungen für noch nicht abrechenbare Leistungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Garantien sowie sonstigen vertraglichen Haftungsverhältnissen

Die hierunter ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten entfallen auf Fertigstellungsgarantien bzw. Einzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen sowie auf übernommene Haftungen gegenüber Banken für Kundenkredite. Weiters wurden Rückgarantien im Zusammenhang mit der Errichtung einer Müllverbrennungsanlage in Moskau abgegeben.

EVN hat sich im Zuge einer anteiligen Teilnahme an einer Lease-and-Lease-back-Transaktion für das im Eigentum der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (vormals "Donaukraft") stehende Kraftwerk Freudenau verpflichtet, in bestimmten Verzugs- und Verlustfällen der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund) einen bestimmten Betrag zu ersetzen, falls diese von den US-amerikanischen Vertragspartnern zur Zahlung aufgefordert wird.

Für die im Auftrag der EVN getätigten Geschäfte der e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H., für den Eigenhandel sowie die Beschaffung von Elektrizität wurden gegenüber den Handelspartnern Patronatserklärungen erteilt. Es besteht weiters eine Kooperationsvereinbarung mit der "BEGAS" betreffend gaswirtschaftliche Leistungen. Mit der NÖKOM NÖ Telekom Service Gesellschaft m.b.H., Wien, existieren langfristige Nutzungsverträge über die Bereitstellung von Lichtwellenleitern.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft befindet sich beginnend mit dem Wirtschaftsjahr 2005/06 in einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG mit der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH als Gruppenträger, mit der auch im Oktober 2005 ein Gruppen- und Steuerausgleichsvertrag geschlossen wurde. Weiters wurden von EVN AG die evn wasser GmbH, die EVN Netz GmbH, die EVN Finanzmanagement und Vermietungs-GmbH, die EVN Finanzservice GmbH sowie die evn naturkraft Erzeugungs- und Verteilungs GmbH in diese Unternehmensgruppe einbezogen. Mit evn wasser GmbH wurde der bestehende Ergebnisabführungsvertrag fortgesetzt; es wurde somit kein neuer Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Mit den übrigen Gruppenmitgliedern wurde eine Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind beim jeweiligen Bilanzposten angeführt. Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten werden zum Settlement-Stichtag gebucht.

Langfristige Veranlagungen dienen dem Aufbau des für das Sozialkapital erforderlichen Deckungsstocks und erfolgen im Rahmen von extern verwalteten Investmentfonds.

Das Kreditrisiko von Forderungen entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen, um vorgenommene Wertberichtigungen reduzierten Wertansätzen.

Derivative Finanzinstrumente dienen in erster Linie der Absicherung des Unternehmens gegen Liquiditäts-, Wechselkurs- und Zinsänderungsrisken. Strategisches Ziel ist die Kontinuität des Finanzergebnisses. Darüber hinaus werden vereinzelt Möglichkeiten genutzt, die ein höheres Risiko enthalten und einen höheren Ertrag versprechen.

Währungsrisken erwachsen dem Unternehmen primär durch die begebenen Anleihen in JPY und CHF. Diese werden größtenteils mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Zur Minimierung der Zinsrisken wird generell ein Mix aus fest und variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten angestrebt. Die kurzfristige Steuerung der Zinsbindungsdauer erfolgt über derivative Finanzinstrumente.

Alle Finanzinstrumente werden sofort nach Abschluss in einem Risikomanagementsystem erfasst. Dies ermöglicht einen tagesaktuellen Überblick über alle wesentlichen Risikokennzahlen. Für das Risiko-Controlling wurde zudem eine eigene Stabsstelle eingerichtet, die laufend Risikoanalysen basierend auf der Value-at-Risk-Methode erstellt.

Die Nominalwerte sind die unsaldierten Summen der zu den jeweiligen Finanzderivaten gehörenden Einzelpositionen zum Bilanzstichtag. Sie entsprechen zwar den zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Beträgen, sind jedoch kein Maßstab für das Risiko des Unternehmens aus dem Einsatz dieser Finanzinstrumente. Das Risikopotenzial umfasst insbesondere Schwankungen der zugrunde liegenden Marktparameter sowie das Kreditrisiko der Vertragspartner. Für derivative Finanzinstrumente werden die Nominalwerte sowie die aktuellen Marktwerte (Fair Value) angesetzt.

Derivative Finanzinstrumente
Nominalwert Marktwert in Mio EUR
30.09.2007 30.9.2006 30.09.2007 30.9.2006
Währungsswaps
Mio CHF (unter 1 Jahr) 180,0 0,0 -12,8 0,0
Mio CHF (unter 5 Jahre) 200,0 180,0 -0,9 -4,6
Mio JPY (über 5 Jahre) 8.000,0 8.000,0 -21,6 -16,6
Mio USD (unter 5 Jahre) 15,4 0,0 1,8 0,0
Mio USD (über 5 Jahre) 6,0 21,3 0,6 0,5
Zinsswaps
Mio EUR (unter 1 Jahr) 70,3 0,0 0,2 0,0
Mio EUR (unter 5 Jahre) 0,0 70,3 0,0 0,0
Mio EUR (unter 5 Jahre) 445,0 100,0 -13,2 0,3
Mio EUR (über 5 Jahre) 0,0 205,0 0,0 -4,2
Swaps Energiebereich
Käufe (Gas, Kohle) 119,0 89,6 19,0 -3,4
Caps
Mio EUR (über 5 Jahre) 105,0 105,0 0,5 0,4

Die Währungsswaps dienen der Absicherung der JPY Anleihe und einer CHF Anleihe sowie von Wertpapieren des Umlaufvermögens in USD.

Die Zinsswaps dienen im Wesentlichen der Absicherung der Marktwerte bei der begebenen EUR-Anleihe.

Die im Geschäftsjahr 2004/05 neu abgeschlossenen cap-Vereinbarungen dienen der Absicherung der EUR Anleihe. Ziel ist die Begrenzung der durch den EUR Zinsswap anfallenden variablen Zinszahlungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse und betriebliche Erträge

Die Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 % und setzen sich aus Stromerlösen in Höhe von 234.790,8 TEUR, aus Gaserlösen in Höhe von 14.998,7 TEUR, aus Wärmeerlösen in Höhe von 57.937,9 TEUR und aus anderen betrieblichen Umsatzerlösen in Höhe von 118.201,2 TEUR zusammen. Die anderen betrieblichen Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Kundenaufträgen für Hausanschlüsse im Wärmebereich, aus Leistungsverrechnungen an verbundene Unternehmen, aus Benützungsentgelten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Datenleitungen und aus Leistungsverrechnungen an Beteiligungsunternehmen. Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind mit 3.422,3 TEUR (2005/06: 3.092,1 TEUR) die Auflösung von Baukostenzuschüssen, mit 10.000,0 TEUR die Auflösung einer nicht schlagend gewordenen Verbindlichkeit und mit 338,8 TEUR (2005/06: 459,4 TEUR) diverse Mieterträge enthalten.

Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

Die Aufwendungen für Fremdstrombezug, Energieträger und Materialaufwand sind gegenüber dem Vorjahr um 35.934,0 TEUR bzw. 12,1 % gefallen.

Personalaufwand

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 54,5 TEUR (2006/06: 28,1 TEUR) enthalten.

Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und pensionsähnlicher Verpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder wurden zum Bilanzstichtag nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS/IFRS 19 berechnet.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen weisen einen Betrag in Höhe von 12.807,7 TEUR (2005/06: 13.148,0 TEUR) aus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Rechts- und Beratungsaufwendungen, Energieberatungs- und Werbeaufwendungen, Verrechnungen an verbundene Unternehmen, Telekommunikationsaufwendungen, Mieten, Versicherungen, Forderungsabschreibungen und sonstige Schadensfälle, Kostenverrechnungen für Kraftwerksbeteiligungen sowie Geldverkehrsspesen erfasst.

Finanzergebnis

Die Beteiligungserträge in Höhe von 160.720,3 TEUR resultieren im Wesentlichen aus Ausschüttungen der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG, Maria Enzersdorf, der RAG-Beteiligungs-AG, Maria Enzersdorf, der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbundgesellschaft), Wien, der EVN Finanzmanagement- und Vermietungs-GmbH, Maria Enzersdorf, der EconGas GmbH, Wien, UTILITAS Dienstleistungs- und Beteiligungs - Gesellschaft m.b.H., Maria Enzersdorf, der EVN Netz GmbH, Maria Enzersdorf, der Vereinigte Telekom Österreich Beteiligungs GesmbH, Maria Enzersdorf, sowie der Burgenland Holding Aktiengesellschaft, Eisenstadt. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen sind in den Beteiligungserträgen Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von 4.520,2 TEUR (2005/06: 4.230,3 TEUR) enthalten.

Steuern vom Einkommen

Die Steuern vom Einkommen werden in Höhe von 17.095,5 TEUR ausgewiesen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen um 183,8 TEUR.

Bilanzgewinn

Unter Berücksichtigung der Veränderung der unversteuerten Rücklagen sowie des Gewinnvortrags aus dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr in Höhe von 148,7 TEUR schließt das Wirtschaftsjahr zum 30. September 2007 nach der Zuführung zu freien Rücklagen mit einem Bilanzgewinn von 61.450,3 TEUR.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) während des Wirtschaftsjahres betrug 485 (Vorjahr: 463). Der Stand am Bilanzstichtag betrug 496 (Vorjahr: 466) Angestellte.

Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Wirtschaftsjahr 1.186,4 TEUR, an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 918,8 TEUR bezahlt.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen für Vorstand und leitende Angestellte 3.954,3 TEUR, für die übrigen Arbeitnehmer 2.773,3 TEUR.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Berichtsjahr 140,8 TEUR.

An den Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung wurden im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 82,2 TEUR ausbezahlt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 61.450,3 TEUR einen Betrag in Höhe von 61.322,2 TEUR, das entspricht einer Dividende von 1,50 EUR je Aktie, auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat:

Präsident: Kommerzialrat Dr. Rudolf Gruber

Vizepräsidenten: Ökonomierat Dipl.-Ing. Stefan Schenker Kammerrat Gerhard Posset

Mitglieder: Kammerrat Walter Aigner Generaldirektor Dr. Norbert Griesmayr Kommerzialrat Direktor Dieter Lutz Hofrat Dr. Reinhard Meißl Bürgermeister Bernhard Müller Bürgermeister Wolfgang Peterl Bürgermeister Martin Schuster Mag. Michaela Steinacker

Arbeitnehmervertreter: Zentralbetriebsratsvorsitzender Vizepräsident Franz Hemm stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Rudolf Rauch Ing. Otto Mayer Ing. Dr. Peter Ruis (bis 2.5.2007)

Dr. Amir Ghoreishi Kammerdirektor Univ.-Prof. Dr. Gottfried Holzer

stv. Zentralbetriebsratsvorsitzender Kammerrat Manfred Weinrichter Ing. Paul Hofer (seit 3.5.2007) Helmut Peter Franz Ziegelwagner

Vorstand:

Sprecher des Vorstandes Vorstandsdirektor Dr. Burkhard Hofer Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher

Maria Enzersdorf, am 19. November 2007

Der Vorstand

Dr. Burkhard Hofer eh. Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr eh. Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher eh.

Erklärung des Vorstands

Bilanzeid gemäß § 82 (4) Z3 Börsegesetz

Der Vorstand der EVN AG bestätigt,

dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt;

dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschrieben sind.

Maria Enzersdorf, am 19. November 2007 EVN AG Der Vorstand

Sprecher des Vorstands

Dr. Burkhard Hofer Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher