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ElringKlinger AG Management Reports 2012

Jun 3, 2013

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Management Reports

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und Konzernlagebericht

Lagebericht

ElringKlinger im Überblick – Tätigkeitsbereiche und Organisation

Profil

ElringKlinger ist ein global agierender, unabhängiger Automobilzulieferer mit einer über 130-jährigen erfolgreichen Firmenhistorie. Das Unternehmen erzielt rund 90 % des Umsatzes mit der Fahrzeugindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Als Entwicklungspartner und Erstausrüster beliefert ElringKlinger nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit mit Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodulen, Abschirmteilen für Motor, Getriebe und Abgasstrang, Abgasreinigungssystemen sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterienund Brennstoffzellen.Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ergänzt das Portfolio um Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE* auch für Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Mittlerweile gehören zudem zahlreiche Automobilzulieferer zum Kundenkreis der ElringKlinger-Gruppe, insbesondere in den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie und Getriebebau. Darüber hinaus wird der freie Ersatzteilmarkt vor allem mit metallischen Flachdichtungen und kompletten Dichtungssätzen beliefert. Rund um den Globus arbeiten mehr als 6.200 Menschen an 41 Standorten für ElringKlinger (Mitarbeiter, Seite 35).

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Das ElringKlinger-Produktportfolio ist auf die Kernthemen der Automobilbranche fokussiert: Kraftstoffreduzierung, Emissionsverringerung sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit ist das Unternehmen bereits heute dafür aufgestellt, technologisch anspruchsvolle Komponenten für alle möglichen Antriebsarten zu liefern – egal, ob für den klassischen Verbrennungsmotor oder den elektrischen Antrieb.

Zu den Kernkompetenzen von ElringKlinger gehören die Kombination von feinster Metallbearbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) mit Beschichtungstechnologien sowie die Kunststofftechnik. Durch in jahrzehntelanger Erfahrung erworbenes spezifisches Material-Know-how sowie hocheffiziente Produktionsprozesse verfügt der Konzern über erhebliche technologische Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus gehört die Werkzeugtechnologie für Metallumformung, Stanz- und Prägeprozesse sowie für komplexe Kunststoffspritzgießverfahren ebenso zu den wichtigen Kernkompetenzen des Unternehmens. ElringKlinger konstruiert und fertigt im Geschäftsbereich Werkzeugtechnologie nahezu sämtliche in der Produktion eingesetzten Werkzeuge selbst.

ElringKlinger verbindet die Technologieführerschaft im Markt mit Kostenführerschaft in der Produktion. Ziel ist es, hohe Stückzahlen im Seriengeschäft mit gleichbleibend hoher Qualität aus vollautomatisierter Produktion zu liefern.

Bei Zylinderkopfdichtungen ist ElringKlinger Weltmarktführer. In den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik zählt der Konzern ebenfalls zu den jeweils drei international führenden Anbietern.

Um diesen Wettbewerbsvorsprung zu sichern, investiert ElringKlinger über dem Branchendurchschnitt in Forschung und Entwicklung (FuE). Das Unternehmen ist seit jeher von einer starken Innovationskultur geprägt und entwickelt sowohl neue Anwendungsmöglichkeiten für bestehende Technologien als auch völlig neue Produkte. Dabei wird gezielt darauf geachtet, Produkte für technologisch anspruchsvolle Marktnischen zu entwickeln, zum Beispiel im Turboladerbereich.

Konzernstruktur und Organisation

Die ElringKlinger AG als Muttergesellschaft mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, übernimmt alle wesentlichen Managementaufgaben sowie übergreifende Funktionen u.a. in den Bereichen Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zum 31. Dezember 2012 umfasste die ElringKlinger-Gruppe neben dem Mutterunternehmen 30 vollkonsolidierte Tochterunternehmen, zwei Joint Ventures mit insgesamt fünf Gesellschaften sowie eine Beteiligung (Anteilsbesitzliste, Anhang S. 19).

Globaler Fußabdruck: Standorte und Märkte

Die ElringKlinger-Gruppe ist international aktiv und war zum 31. Dezember 2012 mit 41 Standorten in 20 Ländern vertreten. Davon sind 29 Fertigungsstätten, acht Vertriebsbüros sowie zwei Gesellschaften, die schwerpunktmäßig im Ersatzteilgeschäft tätig sind. Die übrigen Standorte gehören zu den Segmenten Dienstleistungen und Gewerbeparks.

In der folgenden Tabelle sind alle operativen Konzerngesellschaften mit ihren jeweiligen Standorten weltweit aufgeführt. Die Standorte der zehn größten Werke (gemessen am Umsatz) sind hervorgehoben.

ElringKlinger-Standorte weltweit

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Gesellschaft * Standort
Deutschland ElringKlinger AG - P - P - P - P - P - S - Dettingen/Erms - Geretsried-Gelting - Langenzenn - Runkel - Thale - Idstein
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH - P - P - Bietigheim-Bissingen - Heidenheim
Elring Klinger Motortechnik GmbH S S Idstein Heidenheim
ElringKlinger Logistic Service GmbH - P - Rottenburg/Neckar
Hummel-Formen GmbH - P - Lenningen
Hug Engineering GmbH V Magdeburg
Übriges Europa Elring Klinger (Great Britain) Ltd. - P - Redcar (Großbritannien)
Elring Parts Ltd.* V Gateshead (Großbritannien)
ElringKlinger Meillor SAS - P - P - V - Nantiat (Frankreich) - Chamborêt (Frankreich) - Poissy (Frankreich)
Elring Klinger, S.A.U. - P - Reus (Spanien)
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG - P - Sevelen (Schweiz)
Hug Engineering AG - P - Elsau (Schweiz) -
ElringKlinger Italia Srl - P - Settimo Torinese (Italien)
Hug Engineering S.p.A. V Mailand (Italien)
Technik-Park Heliport Kft. S Kecskemét-Kádafalva (Ungarn)
HURO Supermold S.R.L. - P - Timisoara (Rumänien)
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. - P - Bursa (Türkei)
Codinox Beheer B.V. V Enschede (Niederlande)
Nordamerika ElringKlinger Canada, Inc. - P - Leamington (Kanada)
ElringKlinger North America, Inc. V Plymouth/Michigan (USA)
ElringKlinger USA, Inc. - P - Buford/Georgia (USA)
Hug Engineering Inc. V Austin/Texas (USA)
Elring Klinger México, S.A. de C.V. - P - Toluca (Mexiko)
Südamerika Elring Klinger do Brasil Ltda. - P - Piracicaba (Brasilien)
Asien ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. - P - Ranjangaon (Indien)
Changchun ElringKlinger Ltd. - P - Changchun (China)
ElringKlinger China, Ltd. - P - Suzhou (China)
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd. V Qingdao (China)
ElringKlinger Korea Co., Ltd. (Joint Venture)** - P - Changwon (Südkorea)
ElringKlinger Marusan Corporation (Joint Venture) - P - P - Tokio (Japan) Saitama (Japan)
PT. ElringKlinger Indonesia - P - Karawang (Indonesien)
Afrika ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd.* - V - Johannesburg (Südafrika)

* Vertrieb Ersatzteile

** Ab 1. Februar 2013 100 %-Tochtergesellschaft

Die Standorte der zehn umsatzstärksten Werke sind hervorgehoben.

Legende: P = Produktionsunternehmen V=Vertrieb S=Dienstleistung/Gewerbepark

Neben den traditionellen Automobilmärkten Europa, Nordamerika und Japan bedient ElringKlinger auch die stark wachsenden Schwellenmärkte in Asien und Südamerika. Hier verfügt die Gruppe über eigene Produktionsstätten. 2012 gründete das japanische Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation eine Tochtergesellschaft in Indonesien, die im Großraum Jakarta eine eigene Produktion für die ASEAN-Region aufbaut. Ab 2013 laufen dort Zylinderkopf- und Spezialdichtungen von den Bändern (Konzerngesellschaften, Seite 32).

Der globale Fertigungsverbund der ElringKlinger-Gruppe schafft die Grundlage für eine kundennahe Produktion. Die Konzerngesellschaften stehen dabei untereinander im Wettbewerb um die einzelnen Projekte. Wesentlich für die Entscheidung, wo produziert wird, sind die Kriterien Kundennähe, Kostenstruktur, interne Wertschöpfungskette sowie die Reduzierung von Währungs- und sonstigen Risiken.

ElringKlinger erzielte 2012 rund 70 % der Konzernerlöse auf den internationalen Märkten. Eine detaillierte Aufstellung der Umsätze nach Regionen ist im Kapitel „Umsatz- und Ertragsentwicklung“ dargestellt.

Segmente und Geschäftsbereiche

Das operative Geschäft des ElringKlinger-Konzerns ist in die folgenden fünf Segmente unterteilt: Erstausrüstung, Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS*:

Segmente des ElringKlinger-Konzerns

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Segment Umsatzanteil* Wesentliche Kundengruppen
Erstausrüstung 80,4 % Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer
Ersatzteile 10,5 % Freier Ersatzteilhandel
Kunststofftechnik 8,1 % Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik, Luftfahrtindustrie
Dienstleistungen 0,6 % Fahrzeughersteller und -zulieferer
Gewerbeparks 0,4 % Ohne Branchenbezug

*Bereinigt um Konsolidierungseffekte

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, fertigt und vertreibt Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe und Abgassysteme von Kraftfahrzeugen sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten. Zum Kundenstamm zählen nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit. Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG ergänzt das Produktportfolio um komplette Abgasreinigungssysteme. Der Formen- und Werkzeugbauer Hummel-Formen-Gruppe ist ebenfalls in das Segment Erstausrüstung einbezogen.

Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke „Elring – das Original“ sein Ersatzteilsortiment, das hauptsächlich Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze und Serviceteile umfasst. Die Ersatzteile in Erstausrüstungsqualität kommen u.a. zur Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen zum Einsatz. Die wesentlichen Märkte im Ersatzteilgeschäft sind West- und Osteuropa, der Mittlere Osten sowie Nordafrika. Derzeit baut ElringKlinger seine Aktivitäten auf dem amerikanischen Markt aus. Neben den unabhängigen Großhändlern zählen alle großen Einkaufskooperationen zum Kundenkreis.

Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH. Diese Gesellschaft entwickelt, fertigt und vertreibt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE. Rund zwei Drittel des Umsatzes werden außerhalb der Automobilbranche erzielt. In Europa zählt die ElringKlinger Kunststofftechnik bereits zu den drei größten Anbietern für PTFE-Applikationen. Nach dem erfolgreichen Aufbau einer eigenen Fertigungslinie im ElringKlinger-Werk in Suzhou, China, bereitet die Kunststofftechnik derzeit den Einstieg in den US-Markt vor.

Zum Segment Dienstleistungen zählen die Elring Klinger Motortechnik GmbH und die ElringKlinger Logistic Service GmbH. Die Elring Klinger Motortechnik GmbH bietet Entwicklungsdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Kunden sind sowohl Fahrzeughersteller als auch Zulieferer. ElringKlinger ist dadurch eng mit den Entwicklungsabteilungen der Fahrzeugindustrie vernetzt. Die ElringKlinger Logistic Service GmbH erbringt externe und interne Logistikdienstleistungen.

Die Industrieparks in Idstein bei Frankfurt, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, bilden das Segment Gewerbeparks. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grundeigentum und Gebäuden.

Darüber hinaus ist der Konzern in zehn Geschäftsbereiche gegliedert:

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Zylinderkopfdichtungen: 15,3% (14,9%)
Spezialdichtungen: 15,5% (15,6%)
Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik: 19,8% (19,4%)
Abschirmtechnik: 25,2% (26,4%)
E-Mobility: 0,6% (0,4%)
Kunststofftechnik: 8,1% (8,2%)
Ersatzteile: 10,5% (10,9%)
Dienstleistungen: 0,6% (0,5%)
Gewerbeparks: 0,4% (0,7%)
Sonstige*: 4,0% (3,0%)

*Umsätze des Standorts Thale sowie der Hummel-Formen- und der Hug-Gruppe

Im Bereich Zylinderkopfdichtungen ist ElringKlinger Weltmarktführer. Hauptwettbewerber in dem weitgehend oligopolistischen Marktumfeld sind die Dichtungsbereiche zweier US-amerikanischer Mischkonzerne. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleine regionale Konkurrenten.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen umfasst insbesondere metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. Die Wettbewerbssituation ist größtenteils identisch zum Bereich Zylinderkopfdichtungen. ElringKlinger gehört bei metallischen Spezialdichtungen zu den drei größten Anbietern weltweit. Der Geschäftsbereich profitiert von den steigenden Anforderungen in der Dichtungstechnologie sowie den zunehmenden Anwendungsmöglichkeiten.

In dem umsatzstärksten Geschäftsbereich Abschirmtechnik ist ElringKlinger einer der wenigen Zulieferer weltweit, der kombinierte thermische und akustische Abschirmlösungen für Motor und Unterboden anbietet. Das Marktumfeld gestaltet sich in Summe differenzierter als im Dichtungsbereich. Auch hier zählt ElringKlinger zu den drei international führenden Anbietern. Die Anzahl benötigter Abschirmteile im Fahrzeug wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Dies ermöglicht dem Geschäftsbereich strukturelles Wachstum.

Im Bereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik entwickelt und produziert ElringKlinger gewichtsreduzierte Module aus Polyamid-Kunststoffen, z.B. Ventilhauben, Ölwannen oder Ladeluftrohre. Wachstumsimpulse für diesen Geschäftsbereich kommen zum einen durch die steigende Anzahl möglicher Kunststoffanwendungen im Fahrzeug, zum anderen setzt sich der Trend zum Ersatz schwerer Metallteile auch im Lkw-Bereich immer mehr durch. Das Wettbewerbsumfeld ist aktuell noch etwas stärker fragmentiert als in den anderen Geschäftsbereichen. Weitere wichtige Produkte für diesen Geschäftsbereich sind hochleistungsfähige Metallelastomerdichtungen für den Nutzfahrzeugbereich.

Kernprodukt des 2010 gegründeten und seither stark ausgebauten Geschäftsbereichs E-Mobility sind Zellkontaktiersystemefür Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen (Forschung und Entwicklung, Seite 45). Seit 2011 produziert ElringKlinger Zellkontaktiersysteme in Serie. Da es sich hierbei um ein völlig neuartiges Produkt handelt, ist das Marktumfeld in diesem Bereich noch äußerst fragmentiert.

Die Werkzeugtechnologie wurde 2011 als eigenständiger Geschäftsbereich definiert, um die Bedeutung der Werkzeugtechnik als Kernkompetenz des Unternehmens zu unterstreichen. Der Bereich umfasst den internen Werkzeugbau am Standort Dettingen/Erms sowie den 2011 übernommenen Formenbauer Hummel-Formen GmbH.

Die Geschäftsbereiche Kunststofftechnik, Ersatzteile, Dienstleistungen und Gewerbeparks entsprechen den jeweiligen Segmenten.

Neue Aktivitäten werden grundsätzlich in eigene Geschäftsbereiche überführt, sobald sie erste Umsatzbeiträge im Seriengeschäft erwirtschaften. Solange dies nicht gegeben ist, werden sie im Bereich „Neue Geschäftsfelder“ gebündelt. Derzeit umfassen die „Neuen Geschäftsfelder“ insbesondere die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnik (Forschung und Entwicklung, Seite 45).

Rechtliche Struktur

Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 361242 eingetragen. Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Deutschland. Die Gesellschaft firmiert als ElringKlinger AG. Der im Handelsregister eingetragene Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung sowie der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Zum Unternehmensgegenstand gehören darüber hinaus die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Sie ist auf der Internetseite www.ElringKlinger.de zugänglich.

Steuerungsgrößen

Zur Steuerung des ElringKlinger-Konzerns zieht der Vorstand in erster Linie Finanzkennzahlen als Entscheidungsgrundlage heran. Diese Steuerungsgrößen bilden eine wesentliche Grundlage für die Gesamteinschätzung aller zu bewertenden Sachverhalte und Entwicklungen in der Unternehmensgruppe. Zusätzlich nutzt der Vorstand auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sowie unternehmensspezifische Frühindikatoren.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die finanziellen Steuerungsgrößen sind vor allem auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ausgerichtet. Als Kennzahlen werden neben dem Umsatz vor allem das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) herangezogen. Sämtliche Steuerungsgrößen werden sowohl für die fünf Segmente als auch für die einzelnen Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und kontinuierlich überwacht.

Eine wesentliche Bedeutung kommt darüber hinaus dem „Return on Capital Employed“ (ROCE) zu, der die Verzinsung des eingesetzten Kapitals angibt. An dieser Kennzahl wird der Erfolg der gesamten ElringKlinger-Gruppe, der einzelnen Geschäftsbereiche sowie der Konzerngesellschaften gemessen und bewertet. Das eingesetzte Kapital beinhaltet bei ElringKlinger das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen und die langfristigen Rückstellungen, wie z.B. Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen.

Alle operativen Bereiche innerhalb des Konzerns haben als Vorgabe, eine mittel- und langfristige Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 20 % zu erzielen. Der Grad der Zielerreichung fließt bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand üblicherweise in die variable Vergütung mit ein.

Da der Kapitalbindung bei Investitionsentscheidungen eine tragende Rolle zukommt, muss auf Ebene der Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften ein langfristig ausgewogenes und sinnvolles Investitionsverhalten sichergestellt werden. Dies wird erreicht, indem bei der internen Kennzahlenberechnung und Bewertung des Zielerreichungsgrades – unabhängig vom Alter der Maschinen und Anlagen – nur 50 % des Anschaffungswerts angesetzt werden.

Das Managementinformations- und -steuerungssystem bei ElringKlinger beinhaltet auch alle bedeutenden Kennzahlen des Finanzmanagements. Dazu zählen insbesondere:

- Liquidität

- Kapitalstruktur (Zielgröße für die Eigenkapitalquote sind mindestens 40 %)

- Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

- Kreditrisiken

Der „Chancen- und Risikobericht“ (S. 61) enthält detaillierte Ausführungen zu den unterschiedlichen Komponenten und Risiken des Finanzmanagements.

Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Plan 2012 Ist 2012 2011 2010
EBIT (in Mio. €) 145 bis 150 136,0 126,0* 106,7
Ergebnis vor Ertragsteuern (in Mio. €) - 123,8 113,9* 94,0
Return on Capital Employed (ROCE) 20 % 13,3 % 14,2 %* 15,2 %
Cashflow aus betriebl. Tätigkeit (in Mio. €) positiv 112,3 74,5 126,2
Eigenkapitalquote >40 % 50,5 % 50,1 % 52,7 %

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2009 2008 2007 2006
EBIT (in Mio. €) 63,3 71,5 121,0 93,3
Ergebnis vor Ertragsteuern (in Mio. €) 49,4 60,0 114,9 87,6
Return on Capital Employed (ROCE) 8,8 % 13,6 % 30,3 % 26,7 %
Cashflow aus betriebl. Tätigkeit (in Mio. €) 148,8 98,2 99,3 89,9
Eigenkapitalquote 41,2 % 37,7 % 49,1 % 48,5 %

*Bereinigt um Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg in Höhe von 22,7 Mio. Euro

Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Ein besonderes Augenmerk legt ElringKlinger auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Folgende Personal-, Umwelt- und Qualitätskennzahlen werden regelmäßig erhoben und dienen dem Vorstand als Entscheidungshilfe:

Beschäftigtenanzahl und Mitarbeiterentwicklung
Durchschnittlicher Krankenstand
Fluktuationsquote
Betriebsunfälle
Energieverbrauchswerte und Emissionen, v.a. CO2-Ausstoß
Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten

Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren finden sich in den Kapiteln „Nachhaltigkeit“, „Forschung und Entwicklung“, „Mitarbeiter“ sowie im „Chancen- und Risikobericht“.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Als unternehmensspezifische Frühindikatoren sind die Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand fundamental. Diese werden regelmäßig erhoben und sind gute Indikatoren für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate.

Darüber hinaus verfolgt das Management kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie die generellen Erwartungen zur allgemeinen Konjunkturlage. Das Budget des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden und den vereinbarten jeweiligen Produktpreisen abzüglich eines Sicherheitsabschlags. Dennoch geben die oben genannten Frühindikatoren wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung. Die Notwendigkeit etwaiger Anpassungen kann so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen können rechtzeitig eingeleitet werden.

Langfristig profitables Wachstum als Kernziel

ElringKlinger führt regelmäßig sogenannte Benchmark-Analysen durch. Dabei werden alle wesentlichen Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Unternehmen aus der Automobil- bzw. Automobilzuliefererbranche verglichen und ausgewertet.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente bestehen im ElringKlinger-Konzern nur in vernachlässigbarem Umfang in Form von Leasing (z.B. bei Firmenwagen oder Büroausstattung).

Finanzinstrumente werden ebenfalls nur in geschäftsüblichem Umfang genutzt. Diese werden sowohl zentral als auch in den jeweiligen Fachbereichen überwacht. Die Grundsätze zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente sind im Chancen- und Risikobericht im Abschnitt „Einsatz derivativer Instrumente“ erläutert. Art und Umfang der am 31. Dezember 2012 bestehenden Derivativpositionen sind im Abschnitt „Sicherungspolitik und Finanzinstrumente“ des Konzernanhangs dargestellt.

Die wesentlichen Ziele der ElringKlinger-Gruppe sind zum einen ein langfristig profitables organisches Wachstum des Unternehmens. Zum anderen wird für den Konzern eine – gemessen an der EBIT-Marge - im Vergleich zum Durchschnitt der Automobilzuliefererindustrie überdurchschnittliche Profitabilität angestrebt.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Schuldenkrise lastet auf Konjunktur

Das beherrschende Thema im Jahr 2012 blieb die Staatsschuldenkrise – sowohl in den europäischen Krisenländern als auch in den USA. Anfang 2012 hatten die Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank die Märkte zunächst beruhigt. Im weiteren Jahresverlauf trübte sich die Stimmung in Europa jedoch wieder ein. Die Arbeitslosenquote stieg vor allem in den südeuropäischen Staaten stetig an. Die Eurozone rutschte in die Rezession.

Getragen vom starken Wachstum der Schwellenländer und der wirtschaftlichen Erholung in den USA legte die globale Wirtschaftsleistung 2012 in Summe dennoch um 3,2 % zu. Im Vorjahr war die Weltwirtschaft allerdings noch um 3,9 % gewachsen.

Die hohe Arbeitslosigkeit, sinkende Durchschnittseinkommen und eine restriktive Kreditvergabe ließen die privaten Konsumausgaben im europäischen Raum spürbar zurückgehen. Vor allem in Staaten wie Griechenland, Spanien, aber auch Italien schrumpfte die Wirtschaftsleistung. In der Folge sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Europa im Jahr 2012 um 0,4 %. Auch die Exportnation Deutschland konnte sich der schwachen Konjunktur in Europa nicht vollständig entziehen. Die Binnenkonjunktur schwächte sich im Jahresverlauf 2012 ab. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Wirtschaft um 0,9 %.

Trotz der auch in den USA unübersehbaren Schuldenproblematik blieb die US-Wirtschaft 2012 auf Expansionskurs. Das BIP wuchs um 2,3 %. Gestützt wurde dies u.a. durch die extrem lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank. In Brasilien setzte sich der wirtschaftliche Aufschwung 2012 mit gedrosseltem Tempo fort. Die wichtigste Volkswirtschaft auf dem südamerikanischen Kontinent erreichte ein BIP-Wachstum von 1,0 %.

Die Dynamik der chinesischen Wirtschaft verlangsamte sich zuletzt. Trotzdem wuchs China wesentlich stärker als die westlichen Industrieländer. 2012 nahm das Bruttoinlandsprodukt der größten asiatischen Volkswirtschaft um 7,8 % zu.

In Indien erhöhte sich die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 4,5 %.

Die Staaten des ASEAN-Raums, in dem sich ElringKlinger bereits mit einem ersten Werk in Indonesien positioniert hat, warteten ebenfalls mit einem soliden wirtschaftlichen Wachstum von 5,7 % auf.

Nach der Naturkatastrophe 2011 arbeitete sich Japan 2012 aus der Krise heraus und profitierte dabei in hohem Maße von Aufholeffekten. Die Wirtschaftsleistung der japanischen Volkswirtschaft erhöhte sich vor diesem Hintergrund um 2,0 %.

Weltweite Automobilnachfrage steigt auch 2012

Die Fahrzeugnachfrage entwickelte sich im Jahr 2012 weltweit extrem unterschiedlich. Während vor allem die südeuropäischen Märkte konjunkturbedingt starke Einbrüche bei den Pkw-Verkäufen hinnehmen mussten, zog die Nachfrage in Asien und den USA stark an. Auch Südamerika verzeichnete 2012 steigende Neuzulassungszahlen. Die Zuwächse in diesen Regionen konnten die Rückgänge in Europa insgesamt überkompensieren. Der weltweite Fahrzeugabsatz stieg insgesamt um 4,9 % auf 77,4 (73,8) Mio. Einheiten. Die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen fiel gleichfalls höher aus und legte um 5,3 % auf 78,8 (74,8) Mio. Fahrzeuge zu. Dabei verzeichnete die zweite Jahreshälfte eine schwächere Dynamik als das erste Halbjahr 2012.

Autoverkäufe in Westeuropa auf 20-Jahrestief

In einem von vielen Unsicherheiten bestimmten, rezessiven Umfeld brachen die Verkäufe von Automobilen in Westeuropa weiter ein. Dies erfolgte vor dem Hintergrund eines bereits schwachen Vorjahresniveaus. Von den fünf größten europäischen Automärkten lag einzig Großbritannien im Plus. Frankreich, Italien und Spanien hatten jeweils Einbußen im zweistelligen Prozentbereich zu verkraften.

Die Anzahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in Westeuropa fiel um 8,1 % auf 11,8 (12,8) Mio. Einheiten. Das war der niedrigste Stand seit 1995. Der Dezember 2012 markierte mit einem Rückgang der Neuzulassungen um 15,8 % den schwächsten Monat im Jahr.

Der Einbruch beim Absatz schlug sich auch bei den Produktionszahlen nieder. So fertigten die europäischen Fabriken 8,5 % weniger Pkw und leichte Nutzfahrzeuge als im Vorjahr. Die Fahrzeugproduktion in Westeuropa belief sich damit auf nur noch 12,4 (13,6) Mio. Einheiten.

Auch deutscher Automobilmarkt mit Bremsspuren

In Deutschland blieben die Fahrzeugkäufer im Vergleich zu den meisten europäischen Märkten in Kauflaune. Hier gingen die Pkw-Neuzulassungen um moderate 2,9 % auf 3,1 (3,2) Mio. Einheiten zurück. Die inländische Fahrzeugproduktion profitierte weiterhin von der starken Auslandsnachfrage aus den asiatischen Märkten und den USA. Dennoch erreichten die Produktionszahlen mit 5,4 (5,6) Mio. Einheiten den Rekordwert aus dem Vorjahr nicht mehr. 2012 stellten die inländischen Pkw-Hersteller 3,6 % weniger Wagen her als im Vorjahr. Davon gingen mehr als 75 % in den Export.

Boom in Russland

In Osteuropa (ohne Russland) waren die Auswirkungen der Eurokrise ebenfalls zu spüren, allerdings deutlich abgeschwächter. 2012 wurden hier 0,8 (0,8) Mio. Pkw neu zugelassen, was einem Minus von 2,8 % entspricht. Gegen den europäischen Trend stemmte sich Russland: Mit einem Anstieg von 10,6 % kletterten die Pkw-Verkäufe auf 2,9 (2,7) Mio. Einheiten. Der russische Automarkt könnte damit bald die Größe des deutschen Marktes erreichen.

US-Automarkt zieht dynamisch an

Der US-amerikanische Fahrzeugmarkt entwickelte sich 2012 überraschend gut. Die Erholung des Pkw-Marktes setzte sich mit hoher Dynamik fort. Zu Jahresbeginn waren lediglich Wachstumsraten im einstelligen Prozentbereich erwartet worden. Am Ende verkauften die Händler 13,4 % mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Der Absatz in den USA erreichte 14,5 (12,8) Mio. Einheiten. Dennoch bewegen sich die Vereinigten Staaten noch weit entfernt von früheren Spitzenwerten, die bei fast 17 Mio. Einheiten lagen. Das durchschnittliche Fahrzeugalter liegt mit zehn Jahren deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Fahrzeugproduktion machte ebenfalls einen deutlichen Sprung nach oben. Sie erreichte 9,9 (8,5) Mio. Einheiten.

In Brasilien kurbelten staatliche Kaufanreize in der zweiten Jahreshälfte 2012 die Autonachfrage an. Mit deren Hilfe stiegen die Verkäufe um 6,1 % auf 3,6 (3,4) Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Gleichzeitig wurden auf dem größten südamerikanischen Automobilmarkt mit 3,2 (3,1) Mio. Fahrzeugen 2,5 % mehr Einheiten produziert.

Ungebrochenes Wachstum in Asien

China konnte seine Stellung als wichtigstes Absatzland der Welt 2012 ausbauen. Auf dem mittlerweile erreichten hohen Niveau wuchs der chinesische Fahrzeugmarkt bei den Neuzulassungen um weitere 6,8 % auf 17,3 (16,2) Mio. Pkw. Trotzdem besitzen in China noch immer deutlich weniger als 5 % der Bevölkerung ein eigenes Auto. Die Fahrzeugproduktion in China legte 2012 in vergleichbarer Größenordnung wie die Verkaufszahlen zu und wuchs um 6,6 %.

In Indien stiegen die Pkw-Verkäufe 2012 auf 2,8 (2,5) Mio. Fahrzeuge – ein Zuwachs von 10,3 %. Die Produktion von Pkw entwickelte sich mit einem Plus von 5,1 % verhaltener.

In den immer wichtiger werdenden ASEAN-Staaten wurden 2012 mit 3,1 (2,6) Mio. Fahrzeugen bereits mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verkauft als in Indien. Die Neuzulassungszahlen in der ASEAN-Region stiegen um 15,7 %.

Die Aufholeffekte nach der schweren Naturkatastrophe 2011 in Japan sorgten im Jahr 2012 für einen Sprung bei den Pkw-Verkäufen. Sie erreichten 4,6 (3,5) Mio. Fahrzeuge. Dies entsprach einem Zuwachs von 29,7 %. Auch die japanische Fahrzeugproduktion nahm spürbar Fahrt auf. 2012 rollten 20,1 % mehr Pkw von den Bändern als im Vorjahr.

Nutzfahrzeugmärkte stark unter Druck

Die Unsicherheiten mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung führten 2012 dazu, dass sich Speditionen und Flottenbetreiber in Kaufzurückhaltung übten. Das Jahr zählte zu einem der schwächsten in den letzten Jahrzehnten. Die weltweiten Lkw-Absatzzahlen gingen massiv um 17,0 % auf nur noch 1,5 (1,8) Mio. schwere Lkw zurück. Mit einem Umsatzanteil des Lkw-Geschäfts in der Erstausrüstung von rund 13 % wurde auch die ElringKlinger-Gruppe von der Marktschwäche getroffen. Dank mehrerer Produktneuanläufe mit Kunststoffgehäusemodulen konnte die starke Marktkontraktion in diesem Segment zumindest teilweise aufgefangen werden.

In Westeuropa wurden 2012 nur noch 441.496 (486.209) mittelschwere und schwere Lkw neu zugelassen, 9,2 % weniger als im Jahr davor. Damit fiel diese Region in Richtung des Krisenniveaus des Jahres 2009 (370.389 Fahrzeuge) zurück. Bis auf Großbritannien, wo ein leichtes Plus von 1,9 % erzielt wurde, zeigten sich alle großen Nutzfahrzeugmärkte in Westeuropa rückläufig. Auch Deutschland spürte den Gegenwind der Eurokrise. Die inländischen Lkw-Neuzulassungen fielen um 9,7 % auf 141.381 (156.571) Einheiten.

Der US-Lkw-Markt zeigte ein positives Bild. Die konjunkturelle Erholung ließ auch den Bedarf an Nutzfahrzeugen anspringen. Die Verkaufszahlen schwerer Trucks (Class 8) legten um 13,8 % auf 195.023 (171.425) Lkw zu.

Der brasilianische Nutzfahrzeugmarkt präsentierte sich 2012 in schwacher Verfassung. Die Verkäufe schwerer Lkw fielen um 20,0 % auf 87.355 (109.194) Einheiten. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Euro-V-Einführung im Vorjahr zu Vorzieheffekten geführt hatte.

In China, dem größten Lkw-Markt weltweit, brachen die Lkw-Verkäufe 2012 regelrecht ein. Nur noch 622.195 (882.253) Fahrzeuge wurden an die Kunden ausgeliefert. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Minus 29,5 %. Dagegen verzeichnete der japanische Nutzfahrzeugmarkt, der 2011 von den Auswirkungen der Tsunami-Katastrophe gezeichnet war, 2012 hohe Zuwächse von 25 %.

Gesamtaussage zu den wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Der ElringKlinger-Konzern profitierte 2012 dank seiner globalen Aufstellung von dem weiteren Wachstum der Weltkonjunktur sowie der daraus resultierenden gestiegenen Fahrzeugnachfrage und -produktion.

Strukturelles Wachstum in vielen Geschäftsbereichen und eine hohe Anzahl neuer Produkte und Produktvarianten ermöglichten es ElringKlinger erneut, das Marktwachstum um nahezu 5 Prozentpunkte zu übertreffen.

ElringKlinger ist in den dynamisch wachsenden Schwellenländern gut vertreten und profitiert daher von der steigenden Nachfrage in diesen Märkten. Dies gilt für die Umsätze der Tochtergesellschaften vor Ort ebenso wie für die gestiegenen Exporte der ElringKlinger AG in diese Märkte.

Eine Gliederung der Konzernumsatzerlöse nach Regionen für das Geschäftsjahr 2012 findet sich im Kapitel „Umsatz- und Ertragsentwicklung“ (S. 15).

Dank der weltweiten breiten Kundenbasis und der Markteinführung vieler Produktneu- und -weiterentwicklungen konnte ElringKlinger den sehr schwachen westeuropäischen Markt überkompensieren. Auch die noch relativ hohe Nachfrage nach deutschen Premiumfahrzeugen schlug sich positiv nieder: ElringKlinger erwirtschaftete 2012 knapp ein Viertel des Umsatzes in der Erstausrüstung mit inländischen Premiumherstellern. Der Umsatzanteil mit französischen und italienischen Herstellern dagegen machte weniger als 10 % aus.

ElringKlinger hat 2012 ein neues vollautomatisiertes Werk für Kunststoffgehäusemodule in Dettingen/Erms in Betrieb genommen. Die Fertigungskapazitäten wurden somit beträchtlich ausgebaut und das Produktportfolio für Lkw erweitert. Der Umsatzanteil von Komponenten für Nutzfahrzeuge im Segment Erstausrüstung belief sich 2012 auf rund 13 % (9 %). Die Entwicklung der weltweiten Lkw-Märkte nimmt daher eine immer wichtigere Rolle für ElringKlinger ein. Von einem Anziehen der Lkw-Nachfrage könnte der Konzern folglich spürbar profitieren.

Wesentliche Ereignisse

Anfang 2012 erwarb ElringKlinger den Metallgehäusehersteller ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten mit Sitz in Thale, Sachsen-Anhalt, Deutschland, sowie die dazugehörige AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Gütersloh, Deutschland. Beide Gesellschaften wurden 2012 auf die ElringKlinger AG verschmolzen. Der Standort Thale wird seitdem als Werk der ElringKlinger AG geführt.

Mit dieser Akquisition verstärkt ElringKlinger seine Aktivitäten in der Abgasreinigungstechnologie. Die frühere ThaWa GmbH war überwiegend als Zulieferer und Fertigungspartner für die ElringKlinger-Tochter Hug Engineering AG tätig. Der Standort Thale wurde 2012 für die automatisierte Fertigung größerer Stückzahlen ausgebaut. Dort werden künftig insbesondere die Gehäusefertigung und Einhausung von Dieselpartikelfiltern sowie Katalysatoren – das sogenannte Canning – erfolgen. Die bisher auf diesem Gebiet von Schweizer Zuliefererunternehmen bezogenen Leistungen werden dann konzernintern am kostengünstigeren Standort Thale erbracht.

Durch die Verlagerung von Produktionsumfängen aus der Schweiz in den Euroraum wird kostengünstiger produziert und daher die operative Marge bei der Hug Engineering AG deutlich verbessert. Des Weiteren wird die Abhängigkeit von der EUR/CHF-Wechselkursentwicklung verringert.

Die Hug Engineering AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, wird als Kompetenzzentrum für die Systementwicklung und als Produktionsstandort für Filtersubstrate, Beschichtungstechnologie und Systeme innerhalb der ElringKlinger-Gruppe weiterentwickelt.

Die frühere ThaWa GmbH sowie die AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH beschäftigten zum Übernahmezeitpunkt 53 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 steuerten sie 3,4 Mio. Euro zum Umsatz des ElringKlinger-Konzerns bei. Der Kaufpreis betrug 1,4 Mio. Euro (nach Finanzverbindlichkeiten).

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern veröffentlicht unterjährig Quartalsberichte, die keiner prüferischen Durchsicht unterliegen. Alle Angaben zu Quartalszahlen sind daher nicht geprüft.

Umsatzziel für 2012 erreicht, Ergebnis vor Zinsen und Steuern unter Plan

Das Jahresziel für 2012, den Konzernumsatz organisch um 5 bis 7 % zu erhöhen, zuzüglich eines Umsatzbeitrags aus der Konsolidierung akquirierter Unternehmen, konnte übertroffen werden. Die Umsatzerlöse stiegen stärker als geplant um 9,1 % auf 1.127,2 (1.032,8) Mio. Euro.

Bei dem um Einmaleffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte der Konzern ursprünglich einen im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportionalen Anstieg avisiert. Das bereinigte EBIT legte 2012 etwas weniger stark um 7,9 % zu.

Das Ziel, nach 126,0 Mio. Euro im Jahr 2011 das bereinigte EBIT 2012 in die Bandbreite von 145 bis 150 Mio. Euro zu steigern, wurde nicht erreicht. Dies war maßgeblich auf die Entwicklung im vierten Quartal 2012 zurückzuführen.

Das EBIT wurde im vierten Quartal 2012 durch einen deutlich schwächeren Umsatz- und somit Ergebnisbeitrag der Segmente Ersatzteile und Kunststofftechnik geschmälert. Zudem belasteten Sonder- und Einmaleffekte gegen Jahresende das EBIT.

Das vierte Quartal lag umsatzseitig zwar leicht über Plan bei 277,6 (269,6) Mio. Euro und damit nahezu auf dem Niveau des Vorquartals (279,8 Mio. Euro). Besonders schwach zeigte sich allerdings die Umsatzentwicklung im Ersatzteilgeschäft und bei der ElringKlinger Kunststofftechnik. Der anteilige Beitrag dieser ertragsstärkeren Segmente zum Konzernergebnis stellte sich dementsprechend im vierten Quartal außergewöhnlich ungünstig dar. Gleichzeitig waren die Umsatzerlöse im Vergleich zum dritten Quartal 2012 von einem hohen Anteil an margenschwächeren Werkzeugumsätzen für 2013 anlaufende Serienprojekte geprägt.

Neue Produkte und strukturelles Wachstum bringen Umsatzrekord

Die ElringKlinger-Gruppe verzeichnete im Jahr 2012 trotz der Einbrüche der Pkw-Nachfrage in Europa ein solides Umsatzplus von 9,1 %. Die Erlöse stiegen auf 1.127,2 (1.032,8) Mio. Euro. Damit wurde das Wachstum der Weltfahrzeugmärkte – gemessen an den Automobilproduktionszahlen – erneut übertroffen. Dies ist umso bemerkenswerter, da der weltweite Lkw-Markt, in dem ElringKlinger rund 13 % des Erstausrüstungsumsatzes erzielt, 2012 um fast 20 % geschrumpft ist.

Zu dem organischen Umsatzanstieg hat das strukturelle Wachstum bei Produkten wie Turbolader- und Abgasdichtungen, thermischen Abschirmteilen und gewichtsreduzierten Kunststoffgehäusemodulen wesentlich beigetragen. Hinzu kamen zahlreiche Produktneuanläufe im Stammgeschäft und steigende Umsatzbeiträge des Bereichs E-Mobility mit den in Serie angelaufenen Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien.

Obwohl sich die Dynamik des Umsatzwachstums im Jahresverlauf abschwächte, wies der Konzern im vierten Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal noch einen Umsatzzuwachs von 3,0 % auf 277,6 (269,6) Mio. Euro aus.

Erstkonsolidierung von Zukäufen trägt 2012 insgesamt 19,3 Mio. Euro zum Umsatz bei

Die Konsolidierung von zugekauften Gesellschaften, die 2011 nicht oder erst zeitanteilig in den Konzernabschluss einbezogen waren, hat 2012 inkrementell 19,3 Mio. Euro zum Konzernumsatz beigetragen.

Der Schweizer Abgasreinigungsspezialist Hug Engineering AG wurde zum 1. Mai 2011 und die Hummel-Formen-Gruppe zum 1. Oktober 2011 in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns einbezogen. Die ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten und die zugehörige AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erworben und anschließend auf die ElringKlinger AG verschmolzen.

Bereinigt um die zusätzlichen Umsatzbeiträge aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften wuchs der Konzernumsatz 2012 organisch noch um 7,3 % auf 1.107,9 Mio. Euro.

Der inkrementelle Beitrag dieser erstmals konsolidierten Gesellschaften zum Ergebnis vor Ertragsteuern des ElringKlinger-Konzerns fiel 2012 – vor allem aufgrund der negativen Ertragslage bei der Hug-Gruppe – insgesamt negativ aus und belastete das Vorsteuerergebnis des Konzerns mit minus 3,8 Mio. Euro (vor Konsolidierung).

Verluste bei der Hug-Gruppe im Jahresverlauf reduziert

Der Umsatz der Schweizer Hug-Gruppe lag 2012 bei 36,6 Mio. Euro. Im vierten Quartal erzielte Hug Erlöse in Höhe von 14,1 Mio. Euro. Die Absatzentwicklung blieb, bedingt durch die Schwäche der europäischen Märkte, aber auch des Schweizer Inlandsmarkts, hinter den ursprünglichen Planungen zurück.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei minus 3,5 Mio. Euro (vor Konsolidierung). Aus der Kaufpreisallokation resultierten dabei minus 1,9 Mio. Euro.

Die bei Hug eingeleiteten Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen zur Verbesserung der unbefriedigenden Ertragssituation begannen im Jahresverlauf sukzessive zu greifen. So verbesserte sich das Vorsteuerergebnis bei Hug von minus 2,0 Mio. Euro im ersten Quartal über minus 0,9 Mio. Euro im zweiten auf minus 0,7 Mio. Euro im dritten Quartal. Im vierten Quartal 2012 konnte mit 0,1 Mio. Euro ein leicht positives Ergebnis erreicht werden (jeweils vor Konsolidierung).

Das operative Geschäft der Hug Engineering AG blieb weiterhin von der Stärke des Schweizer Franken und den daraus resultierenden Wechselkursverlusten belastet. Hug erzielt einen großen Teil der Umsätze in Euro, wohingegen der wesentliche Teil der Kosten auf den Schweizer Franken entfällt.

Um die Währungsrisiken einzugrenzen und die Herstellkosten zu verringern, errichtete die ElringKlinger AG am Standort des zum Jahresanfang übernommenen Hug-Zulieferers ThaWa GmbH in Thale, Deutschland, ein neues Werk im Euroraum. Das neue Fertigungsgebäude bietet Raum für das Canning von Dieselpartikelfiltern für größere Serien sowie für die Herstellung von Gehäusen für komplette Abgasreinigungssysteme. Die Produktion im neuen Werk wird nach teilweiser Verlagerung von Aktivitäten aus der Schweiz im zweiten Quartal 2013 anlaufen.

Auf dem US-Markt erzielte Hug einen wichtigen Durchbruch. Das Hug-Dieselpartikelfiltersystem „mobiclean RTM“ erhielt 2012 die Zulassung für On-Road-Fahrzeuge über 6,34 t durch die kalifornische Umweltbehörde California Air Resources Board (CARB). In der Folge konnten bereits mehrere große Aufträge zur Nachrüstung von Trucks und anderen schweren Nutzfahrzeugen gewonnen werden.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Thematisierung der Emissionen in der Schifffahrtsbranche sieht die Schweizer ElringKlinger-Tochter Hug auch in der Abgasreinigung bei Schiffsdieselmotoren hohes Potenzial. Das Unternehmen hat 2012 bereits mehrere Aufträge zur Ausstattung von Schiffsmotoren mit kompletten Abgasreinigungsanlagen erhalten. Hug entwickelt und fertigt die Abgasnachbehandlungstechnologie für eine Flotte von sechs Flusskreuzfahrtschiffen. Die Hug-Abgasreinigungssysteme umfassen einen katalytisch regenerierenden Dieselpartikelfilter sowie Oxidationskatalysatoren zur Verringerung des Kohlenwasserstoff- und Kohlenmonoxid-Ausstoßes. Hug führt derzeit auch Gespräche über die Ausrüstung mehrerer Großschiffe.

Außerdem liefert das Unternehmen in Nordamerika die komplette Abgasreinigungstechnologie für eine gas- und leichtölbetriebene Kraftwerksanlage zur Stromerzeugung mit einer Leistung von 170 MW.

Die ehemalige ThaWa GmbH trug 2012 insgesamt 3,4 Mio. Euro zum Konzernumsatz bei. Das Ergebnis vor Ertragsteuern war im leicht negativen Bereich.

Hummel-Formen-Gruppe stärkt Leichtbau-Kompetenz

Der Formen- und Werkzeugbauer Hummel-Formen-Gruppe gehört seit dem 1. Oktober 2011 zum ElringKlinger-Konzern. Mit dieser Akquisition verstärkte ElringKlinger die Kompetenz im Leichtbau mit Kunststoffen. Ein wesentlicher Teil der betrieblichen Leistung der Hummel-Formen-Gruppe wurde konzernintern für den Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik der ElringKlinger AG erbracht.

Die Hummel-Formen-Gruppe hat zudem erste Umformwerkzeuge zur Herstellung von Abschirmteilen für die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG entwickelt, die bislang an externe Lieferanten vergeben waren. Diese Wertschöpfung soll zukünftig verstärkt bei Hummel-Formen erfolgen. Werkzeugentwicklung und -konstruktion inklusive der zugehörigen Serviceleistungen für externe Kunden ergänzen das Leistungsspektrum.

2012 hat Hummel-Formen 8,2 Mio. Euro zum Konzernumsatz beigetragen.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag bei minus 0,4 Mio. Euro (vor Konsolidierung). Darin war ein negativer Effekt von 0,4 Mio. Euro aus der Kaufpreisallokation enthalten. Im vierten Quartal lag der Außenumsatz bei 2,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern war im selben Zeitraum positiv und kam auf 0,4 Mio. Euro.

Ertragslage bei den ehemaligen Freudenberg-Gesellschaften trotz Marktschwäche verbessert

Die Ertragslage des zum 1. Januar 2011 zugekauften Bereichs Metallische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe hat sich 2012 schrittweise verbessert.

Mit der Automatisierung der Produktion und dem Einsatz moderner Fertigungstechnologie hat ElringKlinger dafür wichtige Grundlagen geschaffen. Zudem wurden die Kostenstrukturen verschlankt.

Der deutsche Standort Gelting wurde schon 2011 als Betriebsstätte in die ElringKlinger AG integriert. Die Produktion wurde optimiert und schwerpunktmäßig auf spezielle Glimmer- und Graphitdichtungen für Anwendungen im Turbolader- und Abgassystem ausgerichtet. Die EBIT-Marge lag 2012 bereits im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

Auch der Standort Settimo Torinese in Italien erzielte, trotz der ausgeprägten Schwäche des italienischen Fahrzeugmarkts, eine EBIT-Marge im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Dagegen erreichte der französische Standort Nantiat 2012 kein ausgeglichenes Ergebnis. Die Umsatzentwicklung litt unter der extrem schwachen Verfassung des westeuropäischen Automobilmarktes und demzufolge den deutlich geringeren Abrufzahlen der Kunden in dieser Region. Mit Hilfe von Neuanläufen und dank guter Nachfrage bei einzelnen Produkten konnten diese Rückgänge teilweise aufgefangen werden. Mit weiteren kostensenkenden Maßnahmen und verschlankten Produktionsprozessen wird die Ertragssituation weiter optimiert. Der Aufbau einer Kleinserienproduktion für das Ersatzteilgeschäft wird zusätzliches Umsatz- und Ertragspotenzial erschließen.

Insgesamt erzielten die ehemaligen Freudenberg-Standorte 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 49,8 Mio. Euro. Zum Vorsteuerergebnis des Konzerns steuerten sie 0,1 Mio. Euro (vor Konsolidierung) bei.

Zunehmende Schwäche des europäischen Marktes – Inlandsumsatz steigt exportgetrieben

Mit Ausnahme des extrem schwachen westeuropäischen Marktes konnte die ElringKlinger-Gruppe die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2012 in allen Regionen weltweit steigern. Die starke Aufstellung des Konzerns in den asiatischen Schwellenländern und im

-Raum sowie die breite Kundenstruktur halfen, die stark rückläufige Entwicklung der westeuropäischen Fahrzeugmärkte aufzufangen.

Zum Jahresende hin hat sich auch die Pkw-Nachfrage in Deutschland merklich abgekühlt. Im Gesamtjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse im Inland trotzdem noch um 6,1 % auf 338,9 (319,3) Mio. Euro.

Der relativ starke Anstieg der Umsatzerlöse auf dem Heimatmarkt ging auf die Markteinführung zahlreicher neuer Produkte und auf Zuwächse im Geschäft mit den deutschen Premiumherstellern zurück.

Die inländische Automobilproduktion profitierte vor allem im Premium-Segment von der unverändert starken Exportnachfrage aus Asien und Nordamerika. Rund drei Viertel der Pkw, die in Deutschland 2012 von den Bändern rollten, gingen in den Export. Von der soliden Auslandsnachfrage profitierte mittelbar auch ElringKlinger.

Hinzu kamen die Konsolidierungsbeiträge der erstmals einbezogenen ehemaligen ThaWa GmbH sowie der Hummel-Formen-Gruppe. Deren Umsatzbeiträge entfielen größtenteils auf die Region Deutschland.

Alles in allem ging der Inlandsanteil am Konzernumsatz auf 30,1 % (30,9 %) zurück. Deutschland blieb damit der wichtigste Einzelmarkt für den ElringKlinger-Konzern.

Die Pkw-Verkäufe brachen 2012 auf den westeuropäischen Märkten regelrecht ein. Demgegenüber fiel der Umsatzrückgang des ElringKlinger-Konzerns in der Region Übriges Europa (ohne Deutschland) moderat aus. Im Gesamtjahr 2012 blieben die Umsatzerlöse in dieser Region um 0,8 % hinter dem Vorjahreswert zurück und erreichten 342,7 (345,4) Mio. Euro. Im vierten Quartal waren die Umsatzerlöse in dieser Region mit einem Minus von 10 % allerdings klar rückläufig.

Die überraschend dynamische Entwicklung der Pkw-Verkäufe in den USA spiegelte sich auch in der Geschäftsentwicklung der ElringKlinger-Gruppe wider. Die Umsatzerlöse in der NAFTA-Region erhöhten sich um 19,9 % auf 197,8 (165,0) Mio. Euro. Mehrere Produktneuanläufe am Standort Buford ermöglichten es, dass ElringKlinger den Umsatz auch in dieser Region überproportional zur Pkw-Produktion steigern konnte.

Ein ähnlich positives Bild bot sich für die Region „Südamerika und Übrige“. Hier verzeichnete der Konzern ein Umsatzplus von 15,0 % und setzte 68,9 (59,9) Mio. Euro um.

Auf den asiatischen Märkten summierten sich die Umsätze des ElringKlinger-Konzerns auf 178,9 (143,2) Mio. Euro. Damit wurde das Vorjahresniveau um 24,9 % übertroffen. Asien war somit die wachstumsstärkste Region im Konzern. Maßgeblich dazu beigetragen haben die hohen Zuwächse bei den chinesischen Tochtergesellschaften der ElringKlinger-Gruppe, aber auch die positive Entwicklung bei der ElringKlinger Marusan Corporation, Japan. Der Anteil der Region Asien am Konzernumsatz stieg auf 15,9 % (13,9 %).

Die Bedeutung der asiatischen Märkte für die Umsatzentwicklung des ElringKlinger-Konzerns ist allerdings ungleich höher. Es ist zu berücksichtigen, dass ein wesentlicher Teil der in Deutschland produzierten Pkw, Getriebe, Motoren und Pkw, für die ElringKlinger Teile zuliefert, nach Asien exportiert wird. Auch an den osteuropäischen Standorten vieler Fahrzeughersteller wird in nicht unerheblichem Umfang für die Endmärkte Asien und USA gefertigt. Berücksichtigt man diesen Exportanteil, läge der auf Asien entfallende Anteil des Konzernumsatzes im ElringKlinger-Konzern mittlerweile bei rund 26 %.

Infolge der beschriebenen Entwicklungen erhöhte sich der Auslandsanteil am Konzernumsatz 2012 auf 69,9 % (69,1 %).

Erstausrüstung wächst um 9,6 %

Den Großteil des Umsatzanstiegs im Konzern steuerte das Segment Erstausrüstung bei. Die Erstausrüstung konnte die Umsatzerlöse auf der Rekordbasis des Vorjahres um 9,6 % auf 906,9 (827,2) Mio. Euro steigern.

Die erstmals konsolidierten Zukäufe haben 19,3 Mio. Euro zum Konzernumsatz beigetragen, die vollständig auf das Segment Erstausrüstung entfielen. Ohne die Beiträge der Akquisitionen erhöhte sich der Segmentumsatz um 7,3 % auf 887,6 Mio. Euro.

Damit konnte das Erstausrüstungsgeschäft der ElringKlinger-Gruppe auch 2012 stärker zulegen als die internationalen Fahrzeugmärkte.

Der relativ starke Zuwachs war umso beachtlicher, da die europäische Pkw-Nachfrage 2012 regelrecht einbrach und zudem die weltweiten Lkw-Verkäufe um 17,0 % nachgaben. Mit Teilen für die Lkw-Hersteller erwirtschaftete ElringKlinger rund 13 % der Segmenterlöse.

Unterstützend wirkte sich das Wachstum der Pkw-Märkte in Asien sowie Nord- und Südamerika aus, in denen ElringKlinger gut positioniert ist. Auch die starke Aufstellung des ElringKlinger-Kerngeschäfts in strukturellen Wachstumsnischen sowie eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von mehr als 100 Produktneuanläufen ließen die Erlöse steigen.

Der Trend zum Einsatz von kraftstoffsparenden Downsizing-Konzepten bei der Entwicklung neuer Motoren kommt ElringKlinger entgegen. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt metallische Flachdichtungen sowie thermische Abschirmteile, die speziell auf die hohen Druck- und Temperaturanforderungen ausgelegt sind.

Alle Geschäftsbereiche des Konzerns konnten 2012 Umsatzzuwächse verbuchen.

Im Bereich Zylinderkopfdichtungen, in dem ElringKlinger bereits eine marktführende Position einnimmt, erzielte das Unternehmen 2012 den höchsten Umsatzanstieg. Hierbei konnten vor allem die Erlöse in Schwellenländern wie China gesteigert werden. Vor allem mit neuen Entwicklungen für hubraumreduzierte, direkt einspritzende Benzinmotoren konnte der Geschäftsbereich wachsen.

Der Bereich Spezialdichtungen erzielte auf hohem Niveau ebenfalls weitere Zuwächse. Wachstumstreiber blieb der steigende Bedarf der Kunden an hochtemperaturfesten Dichtungen im Turboladerbereich und im Abgassystem. Da die Ausstattungsraten sowie die Anzahl der eingesetzten Turbolader im Fahrzeug weiter zunehmen, profitiert der Geschäftsbereich Spezialdichtungen vom wachsenden Markt für Turboladerdichtungen – vor allem bei hochtemperaturfesten V-Ringen für Turbolader. Auch die Nachfrage nach Steuerplatten für Automatikgetriebe und hochlegierten Dichtungen für das Abgassystem zog weiter an.

Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik sah sich angesichts der steigenden Bedeutung des Thermomanagements rund um den Motor und das Abgassystem auch 2012 gut positioniert. Trotz der signifikanten Nachfrageschwäche aus dem westeuropäischen Raum, die sich vor allem am Standort Langenzenn der ElringKlinger AG bemerkbar machte, stiegen die Umsatzerlöse in der Abschirmtechnik. ElringKlinger liefert als einer von nur wenigen Anbietern vollständige thermisch-akustische Abschirmpakete für Motor, Unterboden und Abgassystem.

Einen überdurchschnittlich hohen Umsatzanstieg verbuchte auch 2012 der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik, der verschiedene Leichtbauteile aus Kunststoff rund um den Motor und das Getriebe anbietet. Durch den Einsatz dieser Polyamidmodule werden eine beträchtliche Gewichtseinsparung und damit CO2-Reduzierung erreicht. Auf hohe Kundennachfrage stießen Ventilhauben aus dem besonders leichten MuCell-Material. Der Start der Produktion im neuen Werk für Kunststoffgehäusemodule in Dettingen/Erms, in dem vor allem Ventilhauben- und Ölwannenmodule für Lkw neu angelaufen sind, führte trotz der allgemeinen Schwäche der Lkw-Märkte zu zusätzlichen Umsatzbeiträgen. Zudem brachte die ElringKlinger AG 2012 mehrere neue Anwendungen zur Serienreife, wie z.B. Ladeluftrohe oder Ölsaugrohrmodule.

Der neue Bereich E-Mobility befand sich 2012 noch in der Anlaufphase. Nachdem in der zweiten Jahreshälfte 2011 die Serienproduktion am Standort Dettingen/Erms aufgenommen worden war, erwirtschaftete der Geschäftsbereich 2012 mit Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien Umsatzerlöse von insgesamt 6,6 (4,5) Mio. Euro.

Die in Summe noch negativen Ergebnisbeiträge der bereits beschriebenen Zukäufe wirkten sich senkend auf die Segmentmarge aus. Auch die Vorleistungen für den Aufbau des Bereichs E-Mobility fielen vollständig im Segment Erstausrüstung an. Insgesamt stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern überproportional zur Umsatzentwicklung um 12,3 % auf 82,8 (73,7) Mio. Euro.

Ersatzteilgeschäft ausgebaut

Das Segment Ersatzteile weitete die Umsatzerlöse 2012 um 4,3 % aus. Der Segmentumsatz erreichte 117,8 (112,9) Mio. Euro.

Auf dem wichtigen inländischen Ersatzteilmarkt führten Marktanteilsgewinne zu weiteren Umsatzzuwächsen. Auf sehr gute Kundenresonanz stieß der Messeauftritt der ElringKlinger AG auf der weltweit größten Ersatzteilmesse, der Automechanika in Frankfurt, im September 2012, auf der das Unternehmen das neue, erweiterte Servicekonzept „Elring plus“ präsentierte.

Die westeuropäischen Ersatzteilmärkte zeigten sich im Jahr 2012 tendenziell schwach. Mit der Übernahme des Bereichs Metallische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe kann ElringKlinger allerdings das Angebot an Zylinderkopf- sowie Spezialdichtungen für den französischen und italienischen Ersatzteilmarkt ausweiten. In diesen bisher von ElringKlinger noch vergleichsweise wenig bedienten Märkten baut das Segment Ersatzteile derzeit das Produktprogramm und die Vertriebskanäle aus. Hier wird für die kommenden Jahre hohes Wachstumspotenzial gesehen.

Auf den osteuropäischen Märkten profitierte ElringKlinger von der ungebrochen hohen Nachfrage und der starken Marke „Elring – das Original“. In dieser Region verzeichnete das Ersatzteilgeschäft zweistellige Zuwächse.

Obwohl sich die politische Lage in einigen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens instabil darstellte und Teilegroßhändler mit Aufträgen häufig abwartend reagierten, konnte der Umsatz auch in dieser wichtigen Region weiter gesteigert werden. Daran hatte ein starkes Lkw-Geschäft maßgeblichen Anteil.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments Ersatzteile übertraf das Vorjahr um 8,9 % und stieg auf 23,2 (21,3) Mio. Euro.

Segment Kunststofftechnik zieht weiter an

Das Segment Kunststofftechnik erzielte 2012 weitere Umsatzzuwächse. Obwohl die Nachfragedynamik zum Jahresende hin spürbar nachließ, ließ die insgesamt starke Nachfrage aus den Branchen Automobil, Maschinenbau und Medizintechnik die Umsatzerlöse um 7,7 % auf 91,3 (84,8) Mio. Euro steigen. Eine Vielzahl neuer Produkte, zum Beispiel Dichtringe für Bremssysteme aus dem spritzfähigen Hochleistungskunststoff Moldflon, hat 2012 zum Umsatzanstieg beigetragen. Zum Jahresende hin war allerdings aus einigen Branchen auf hohem Niveau ein Nachlassen der Nachfrage spürbar.

Positiv wirkte sich auch die Internationalisierung der bisher auf den deutschsprachigen Raum begrenzten Aktivitäten aus. Nach dem erfolgreichen Aufbau der Vertriebsgesellschaft in Qingdao, China, ist 2012 die erste Produktionslinie am Standort Suzhou angelaufen. 2012 hat der ElringKlinger-Konzern zudem damit begonnen, den Einstieg in den bedeutenden US-Markt vorzubereiten.

Aufgrund relativ hoher Anlaufkosten für neue Produkte ging das Ergebnis vor Ertragsteuern auf der hohen Basis des Vorjahres um 4,3 % auf 15,4 (16,1) Mio. Euro zurück.

Desinvestition im Jahr 2011 lässt Umsatzbeitrag der Gewerbeparks schrumpfen

Im Segment Gewerbeparks des ElringKlinger-Konzerns wirkte sich der 2011 getätigte Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg maßgeblich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung aus. ElringKlinger hatte dadurch 2011 einen einmaligen Buchgewinn von 22,7 Mio. Euro realisiert. Die Mieteinnahmen waren bis einschließlich Juli 2011 in den Segmentumsätzen enthalten.

Folglich fielen die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung im Segment Gewerbeparks 2012 wesentlich geringer aus als im Vorjahr. Sie gingen auf 4,5 (6,9) Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Ertragsteuern fiel auf 0,2 (23,8) Mio. Euro.

Emissionsgesetzgebung treibt Nachfrage nach Engineering-Dienstleistungen

Im Segment Dienstleistungen, in dem ElringKlinger vor allem Engineering- und Prüfstandsdienstleistungen für Pkw- und Lkw-Hersteller, aber auch für andere Zulieferer anbietet, stiegen die Erlöse 2012 um 17,2 % auf 11,6 (9,9) Mio. Euro.

Dienstleistungen im Bereich Abgastechnologie, insbesondere in der SCR-Technologie zur Reduzierung von Stickoxiden, waren bei den Kunden angesichts verschärfter Emissionsgesetzgebung besonders stark gefragt. Auf diesem Gebiet hat das Segment die Kapazitäten und das Angebot 2012 erweitert.

Vor allem auf die hohe Auslastung war es zurückzuführen, dass das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments überproportional auf 2,2 (1,7) Mio. Euro ausgebaut werden konnte.

Bruttomarge nahezu unverändert

Die Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich trotz teilweise gestiegener Materialkosten und hoher Vorleistungen für den Bereich E-Mobility insgesamt solide dar. Dem Umsatzanstieg und den laufenden Effizienzverbesserungen standen allerdings hohe Kostensteigerungen im Personalbereich sowie die bei einigen Materialgruppen vor allem in der zweiten Jahreshälfte anziehenden Marktpreise gegenüber.

2012 lag die Bruttomarge bei 27,7 % (27,9 %) und damit annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Die noch deutlich niedrigeren Bruttomargen der Akquisitionen wirkten sich senkend auf die Konzernmarge aus.

Die Preise für die von ElringKlinger überwiegend eingesetzten Rohstoffe Edelstahl, C-Stahl und Aluminium sind 2012 stabil geblieben oder gegenüber den 2011 erreichten Preisspitzen zurückgegangen. Die Preise für die zunehmend eingesetzten Kunststoffgranulate legten dagegen tendenziell zu. Ab der Jahresmitte begannen die Materialpreise, insbesondere die Legierungszuschläge für Nickel, Chrom und Molybdän, wieder anzuziehen.

Grundsätzlich begegnet ElringKlinger steigenden Rohstoffkosten mit dem Abschluss möglichst lang laufender Lieferantenverträge, ständiger Optimierung der Produktdesigns sowie der Entwicklung neuer kostengünstigerer Materialien.

Belastend wirkte auf die Bruttomarge die zum 1. Mai 2012 in Kraft getretene tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 % an den deutschen Standorten – insbesondere, da der ElringKlinger-Konzern fast die Hälfte der Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Der Anstieg der Arbeitsentgelte konnte durch Automatisierung und Optimierung der Fertigungsprozesse nur teilweise ausgeglichen werden.

Dagegen erhöhten sich die Mitarbeiterzahlen trotz der Übernahme der ehemaligen ThaWa GmbH nur unterproportional zum Anstieg der betrieblichen Leistung und der Umsatzerlöse um 3,1 %.

Die für das Geschäftsjahr 2011 im Frühjahr 2012 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH sowie der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 1.150 (1.000) Euro je Mitarbeiter führte zu zusätzlichen Personalaufwendungen von insgesamt 3,3 (2,5) Mio. Euro.

Die noch deutlich schwächeren Bruttomargen der 2011 und 2012 getätigten Akquisitionen beeinflussten die Bruttomarge des Konzerns spürbar. In Summe führten die Ergebnisbeiträge der Hug-Gruppe, der Hummel-Formen-Gruppe, der ehemaligen ThaWa GmbH und des zugekauften Bereichs Metallische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe zu einer nicht unwesentlichen Verwässerung der Bruttomarge um 0,5 Prozentpunkte.

Insgesamt erhöhten sich die Umsatzkosten stärker als der Umsatz um 9,5 % auf 814,8 (744,2) Mio. Euro.

Forschungs- und Entwicklungsaufwand erhöht

Auch 2012 erhöhte der ElringKlinger-Konzern das Forschungs- und Entwicklungsbudget und wendete 7,4 Mio. Euro mehr auf als im Vorjahr. Die Entwicklungsaktivitäten wurden sowohl im Stammgeschäft als auch in den Bereichen Neue Geschäftsfelder und E-Mobility verstärkt (Forschung und Entwicklung, S. 45). Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen in der Folge auf 57,3 (49,9) Mio. Euro.

Der Anteil der FuE-Aufwendungen am Konzernumsatz stieg auf 5,1 % (4,8 %). Aus Fördermitteln der öffentlichen Hand erhielt der Konzern 2012 insgesamt 4,0 (4,1) Mio. Euro. Diesen Zuschüssen standen Aufwendungen in vergleichbarer Höhe in der Entwicklung sowie im Musterbau gegenüber.

Den hohen Vorleistungen im Bereich E-Mobility standen erwartungsgemäß noch keine entsprechenden Umsatzerlöse gegenüber. Mit steigenden Abrufzahlen bei den bereits laufenden Projekten sowie neu anlaufenden Serienaufträgen geht ElringKlinger davon aus, die Gewinnschwelle in diesem zukunftsträchtigen Geschäftsbereich in den nächsten zwei Jahren erreichen zu können. 2012 hat ElringKlinger zwei weitere Serienaufträge für Zellkontaktiersysteme erhalten, die in einem Hybridfahrzeug bei einem deutschen Pkw-Hersteller und in einem reinen Elektrofahrzeug eines weiteren europäischen Herstellers zum Einsatz kommen.

Ein Betrag in Höhe von 8,4 (6,7) Mio. Euro an Entwicklungskosten wurde aktiviert. Die auf aktivierte FuE-Leistungen getätigten Regelabschreibungen lagen demgegenüber 2012 bei 5,6 (4,9) Mio. Euro. Daraus ergab sich ein positiver Ergebniseffekt von 2,8 Mio. Euro.

Die Vertriebskosten stiegen stärker als der Umsatz um 15,7 % auf 78,0 (67,4) Mio. Euro. Der überproportionale Zuwachs im Vergleich zum Umsatz war teilweise auf die Konsolidierung der erstmalig einbezogenen Akquisitionen zurückzuführen. Zudem wurden aufgrund des hohen Wachstums die Kapazitäten im Vertrieb ausgebaut.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich weniger stark als der Umsatz um 5,5 % auf 45,8 (43,4) Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge hatten im Vorjahr 22,7 Mio. Euro einmaligen Ertrag aus der Veräußerung des Gewerbeparks Ludwigsburg enthalten. Der starke Rückgang im Jahr 2012 von 34,7 Mio. Euro auf 15,4 Mio. Euro war in erster Linie auf diesen Effekt zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich auf 7,8 (11,6) Mio. Euro.

EBITDA vor Sondereffekten geht leicht zurück

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging gegenüber dem durch den Gewerbeparkverkauf erhöhten Vorjahresvergleichswert um 12,3 % zurück und lag 2012 bei 215,4 (245,5) Mio. Euro. Auf vergleichbarer Basis – bereinigt um den bereits beschriebenen Sondergewinn im Vorjahr – fiel das EBITDA um 3,3 % niedriger aus.

Die Abschreibungen gingen 2012 in Summe auf 79,4 (96,8) Mio. Euro zurück. Hier muss berücksichtigt werden, dass die Abschreibungen unter anderem aufgrund der verringerten Beiträge aus Werkzeugen niedriger ausfielen. Zudem entfiel ein wesentlicher Teil der Auszahlungen auf Investitionen in Gebäude und Grundstücke, die über einen längeren Zeitraum abgeschrieben werden.

Aus den Kaufpreisallokationen für die getätigten Akquisitionen ergab sich ein negativer Effekt von insgesamt 2,3 Mio. Euro.

Bereinigtes operatives Ergebnis um 8,2 % gestiegen

Das operative Ergebnis ging 2012 zwar um 8,1 % auf 138,9 (151,1) Mio. Euro zurück. Dies lag allerdings ausschließlich an dem im Vorjahr enthaltenen Sonderertrag aus dem Gewerbeparkverkauf. Bereinigt um diesen Einmaleffekt konnte der ElringKlinger-Konzern das operative Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit um 8,2 % steigern. Der Beitrag der bereits erwähnten Akquisitionen – inklusive der ehemaligen Freudenberg-Gesellschaften – wirkte sich 2012 in Summe mit minus 2,5 Mio. Euro bzw. im vierten Quartal noch mit minus 0,3 Mio. Euro senkend auf das operative Ergebnis des Konzerns aus. Vor Kaufpreisallokation erreichte das operative Ergebnis 141,2 Mio. Euro. Die um Einmaleffekte bereinigte operative Marge lag 2012 auf nahezu dem gleichen Niveau wie im Vorjahr und betrug 12,3 % (12,4 %).

Um Einmaleffekte bereinigtes EBIT steigt um 7,9 %

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) enthält im Gegensatz zum operativen Ergebnis Währungseffekte. In Summe wirkten sich 2012 die saldierten Effekte aus der Währungskursumrechnung in Höhe von 3,4 Mio. Euro belastend aus, so dass das EBIT schwächer ausfiel als das operative Ergebnis und 136,0 (148,7) Mio. Euro erreichte. Gegenüber dem um den Einmalgewinn aus dem Gewerbeparkverkauf bereinigten Vorjahres-EBIT (126,0 Mio. Euro) entspricht dies einer Steigerung von 7,9 %.

Das bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokation lag bei 138,3 Mio. Euro. Die um Einmaleffekte bereinigte EBIT-Marge lag damit 2012 leicht unter dem Vorjahresniveau bei 12,1 % (12,2 %) bzw. vor Kaufpreisallokation bei 12,3 %.

Ohne die Ergebnisverwässerung aus den Akquisitionen der Hug-Gruppe, der Hummel-Formen-Gruppe, der bereits in die AG integrierten früheren ThaWa GmbH sowie der im Konzernvergleich noch margenschwächeren Freudenberg-Gesellschaften erzielte der ElringKlinger-Konzern im Stammgeschäft 2012 vor Kaufpreisallokation eine EBIT-Marge von 13,5 %.

Finanzergebnis wechselkursbedingt schwächer

Das Finanzergebnis fiel 2012 mit minus 15,1 Mio. Euro gegenüber minus 14,5 Mio. Euro im Vorjahr schwächer aus. Maßgeblich hierfür war die Entwicklung der Wechselkurseffekte.

Die Finanzaufwendungen verringerten sich 2012 um 8,4 Mio. Euro. Die Zinsaufwendungen fielen vor allem infolge der gestiegen Kreditaufnahme um 0,4 Mio. Euro höher aus. Im Gegensatz dazu fielen die Aufwendungen aus Währungsdifferenzen um 8,8 Mio. Euro niedriger aus. Der Kursanstieg des Schweizer Franken zum Euro machte auch 2012 eine Höherbewertung der Verbindlichkeiten aus dem laufenden Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Schweizer SEVEX-Gruppe im Jahr 2008 erforderlich. Diesen hatte die ElringKlinger AG in Schweizer Franken finanziert. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 ergaben sich daraus Aufwendungen in Höhe von 0,4 (1,4) Mio. Euro.

Die Finanzerträge gingen 2012 gegenüber dem Vorjahr um 8,9 Mio. Euro auf 6,9 (15,8) Mio. Euro zurück. Dies lag vor allem daran, dass sich die Erträge aus Kursdifferenzen um 9,7 Mio. Euro verringerten. Die Zinserträge gingen dagegen um 0,3 Mio. Euro nach oben.

Bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern steigt stärker als operatives Ergebnis

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern erreichte damit 123,8 (136,6) Mio. Euro. Bereinigt um den beschriebenen Sonderertrag im Vorjahr steigerte die ElringKlinger-Gruppe das Ergebnis vor Ertragsteuern um 8,7 %.

Bereinigtes Periodenergebnis nach Anteilen Dritter um 9,6 % über Vorjahr

Die Steueraufwendungen verringerten sich auf 34,4 (39,0) Mio. Euro. Die Steuerquote ging gegenüber dem Vorjahr auf 27,8 % (28,6 %) zurück.

Daraus ergab sich für die ElringKlinger-Gruppe 2012 ein Periodenergebnis von 89,4 (97,6) Mio. Euro. Bereinigt um den Sondergewinn des Vorjahres in Höhe von 16,5 Mio. Euro (nach Steuern) verzeichnete der Konzern beim Periodenergebnis einen Anstieg um 10,2 %.

Inklusive des Sondergewinns im Vorjahr lag das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter bei 85,9 (94,9) Mio. Euro. Ohne den Sondergewinn hatte das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter im Vorjahr 78,4 Mio. Euro betragen. Der Anstieg des bereinigten Periodenergebnisses nach Anteilen Dritter lag somit bei 9,6 %.

Das Ergebnis je Aktie erreichte damit im Jahr 2012 1,36 (1,50) Euro. Die Anzahl der von der ElringKlinger AG ausgegebenen gewinnberechtigten Aktien lag zum 31. Dezember 2012 unverändert zum Vorjahreswert bei 63.359.990 Stück.

Regeldividende soll um 12,5 % steigen

Die ElringKlinger AG verfolgt eine nachhaltige, an der Ergebnisentwicklung orientierte Dividendenpolitik, die die Anteilseigner angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt. Demnach schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der für das Geschäftsjahr 2012 beschließenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,45 (0,58) Euro je Aktie vor.

Im Vergleich zur Regeldividende des Vorjahres (0,40 Euro je Aktie) entspricht die vorgeschlagene Ausschüttung einer Steigerung von 12,5 %. Für das Geschäftsjahr 2011 hatten die Aktionäre einen zusätzlichen Sonderbonus von 0,18 Euro je Aktie aus dem Einmalertrag aus der Veräußerung des Gewerbeparks Ludwigsburg erhalten.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger-Gruppe stellte sich zum 31. Dezember 2012 mit einer Eigenkapitalquote von 50,5 % und einem positiven operativen Cashflow unverändert solide dar.

Wachstum lässt Bilanzsumme auf 1.269 Mio. Euro steigen

Das Wachstum des ElringKlinger-Konzerns spiegelt sich in der höheren Bilanzsumme wider: Zum 31. Dezember 2012 lag sie bei 1.268,6 (1.217,6) Mio. Euro und damit um 51,0 Mio. Euro höher als zum 31. Dezember 2011. Hauptgrund waren die investitionsbedingt gestiegenen Sachanlagen sowie das höhere Working Capital.

Die Einbeziehung der früheren ThaWa GmbH sowie der zugehörigen AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH in den ElringKlinger-Konzern hatte keinen signifikanten Effekt auf die Bilanz. Die Auswirkungen dieser Akquisition auf die Vermögenswerte und Schulden der ElringKlinger-Gruppe zum Erwerbszeitpunkt sind im Anhang detailliert dargestellt (Anhang, S. 20).

Die hohen Investitionen in neue Werke sowie Fertigungsmaschinen und -anlagen, die die Abschreibungen deutlich übertrafen, waren ursächlich für das gestiegene Sachanlagevermögen. Es belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 565,0 (537,5) Mio. Euro.

Höheres Working Capital

Die Vorräte legten im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 13,1 Mio. Euro bzw. 6,1 % zu und kamen zum 31. Dezember 2012 auf 229,6 (216,5) Mio. Euro. Sie erhöhten sich damit unterproportional zum Umsatzwachstum von 9,1 %. Hauptgrund für den Anstieg waren um 15,0 Mio. Euro höhere Werkzeugbestände in den Vorräten. Ohne diesen Effekt wären die Vorräte rückläufig gewesen.

Im Vergleich zum 30. September 2012 (241,0 Mio. Euro) konnten die Vorräte im Rahmen eines optimierten Working-Capital-Managements zum Jahresende 2012 um 11,4 Mio. Euro reduziert werden.

Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 18,1 % (17,8 %).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Jahresende 2012 trotz des Umsatzwachstums leicht verringert. Mit 185,9 (187,3) Mio. Euro lagen sie 1,4 Mio. Euro unter dem Vorjahresbilanzstichtag. Gegenüber dem 30. September 2012 (204,1 Mio. Euro) betrug der Rückgang 18,2 Mio. Euro.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum 31. Dezember 2012 um 11,7 Mio. Euro auf 45,4 (33,7) Mio. Euro, in erster Linie aufgrund von Forderungen gegen eine Versicherung im Rahmen von Gewährleistungsfällen.

In Summe lagen die kurzfristigen Vermögenswerte bei 517,3 (504,1) Mio. Euro.

Im Zuge der Übernahme der restlichen 50 % der Anteile am südkoreanischen Joint Venture ElringKlinger Korea Co., Ltd. plant ElringKlinger, am künftigen Standort Gumi in Südkorea ein neues modernes Werk zu errichten. Vor diesem Hintergrund wird ElringKlinger 2013 das bisherige Gebäude veräußern. Entsprechend wurden diese Vermögenswerte in der Bilanz in die Position „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“ umgegliedert.

Eigenkapitalquote mit über 50 % auf solidem Niveau

Die Gewinnrücklagen wurden aus dem Jahresergebnis höher dotiert. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sie sich auf 424,6 (376,8) Mio. Euro.

Die übrigen Rücklagen sanken dagegen zum Jahresende 2012 um 19,2 Mio. Euro auf 3,0 (22,2) Mio. Euro. Dies war in erster Linie darauf zurückzuführen, dass Erhöhungen der Pensionsrückstellungen direkt im Eigenkapital verrechnet werden.

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg in Summe auf 640,3 (610,1) Mio. Euro; die Eigenkapitalquote blieb demzufolge mit 50,5 % (50,1 %) auf einem hohen Niveau.

Niedriges Zinsniveau bedingt höhere Pensionsrückstellungen

Nach 79,1 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag mussten die Pensionsrückstellungen aufgrund des deutlich niedrigeren Zinsniveaus zum 31. Dezember 2012 um 22,5 Mio. Euro erhöht werden. Sie beliefen sich auf 101,6 Mio. Euro. Die sogenannten versicherungsmathematischen Verluste, die eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen verursachten, werden direkt im Eigenkapital verrechnet und sind daher nicht ergebniswirksam.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen nahmen um 6,6 Mio. Euro auf 29,5 (22,9) Mio. Euro zu. Hierbei waren höhere Rückstellungen im Personalbereich u.a. für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen wesentlich.

Nettoverschuldung gestiegen

Insbesondere zur Finanzierung der 2012 getätigten Investitionen sowie der Dividendenzahlung wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Banken ausgeweitet. Zudem nahm die ElringKlinger AG jeweils ein Darlehen von der ElringKlinger Marusan Corporation sowie von der Lechler GmbH auf. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahmen somit zum 31. Dezember 2012 um 27,2 Mio. Euro auf 314,7 (287,5) Mio. Euro zu. Dabei beliefen sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 131,0 (161,4) Mio. Euro, während die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 183,7 (126,1) Mio. Euro kamen.

Demzufolge stieg die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel). Zum 31. Dezember 2012 lag sie bei 260,4 (222,3) Mio. Euro. Gegenüber dem 30. September 2012 (274,1 Mio. Euro) konnte die Nettoverschuldung allerdings etwas zurückgeführt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum 31. Dezember 2012 trotz der gestiegenen Ausbringungsmengen um 6,9 Mio. Euro auf 58,1 (65,0) Mio. Euro.

Auch die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen zum Jahresende 2012 auf niedrigerem Niveau. Sie beliefen sich auf 66,2 (89,5) Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren rückläufige Werkzeugumsatz-Abgrenzungen, die in einem Rückgang von 12,0 Mio. Euro resultierten. Daneben trug die Tilgung einer Kundenforderung gegen die ElringKlinger AG aus einem Gewährleistungsfall in Höhe von 6,0 Mio. Euro zu dieser Entwicklung bei.

Im Ganzen betrugen die Verbindlichkeiten 628,3 (607,5) Mio. Euro und damit 49,5 % (49,9 %) der Bilanzsumme.

Finanzlage

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 51 % über Vorjahr

ElringKlinger konnte den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Jahresverlauf 2012 von Quartal zu Quartal stetig verbessern. Wesentlich hierfür war ein – vor allem im vierten Quartal – verbessertes Working-Capital-Management. In Summe erzielte der ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2012 einen positiven operativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 112,3 (74,5) Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern fiel 2012 mit 123,8 Mio. Euro um 12,8 Mio. Euro niedriger aus als 2011 (136,6 Mio. Euro) und steuerte dementsprechend weniger zum operativen Cashflow bei. Im Vorjahr hatte der bereits beschriebene Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöht. Einen negativen Effekt im Vergleich zum Vorjahr hatten die um 17,4 Mio. Euro geringeren Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte.

2011 wurden zur Ermittlung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit insgesamt 17,5 Mio. Euro an saldierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten zum Abzug gebracht. Dies ging überwiegend auf den Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg zurück. 2012 wurden demgegenüber nur 2,8 Mio. Euro an saldierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten bereinigt.

Im Geschäftsjahr 2012 erhöhte der ElringKlinger-Konzern die Rückstellungen um 4,5 Mio. Euro, nachdem 2011 eine Rückstellungsreduzierung von 8,1 Mio. Euro erfolgt war.

Durch optimiertes Bestandsmanagement konnten die Vorräte (ohne Werkzeuge) 2012 reduziert werden. Allerdings hatten höhere Werkzeugbestände in den Vorräten einen gegenläufigen Einfluss. Sie stiegen um 15,0 Mio. Euro. Auch die Kapitalbindung in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden 2012 trotz des starken Anstiegs der Umsatzerlöse verringert. Gegenläufig war der Aufbau von Forderungen gegen eine Versicherung im Rahmen von Gewährleistungsfällen.

In Summe wurden die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, im Geschäftsjahr 2012 um 22,4 Mio. Euro ausgeweitet. Im Vorjahr waren sie noch um deutlich höhere 95,9 Mio. Euro gestiegen. 2011 hatte neben einem Vorratsaufbau und höheren Werkzeugbeständen eine Forderung gegen eine Versicherung (Anhang, S. 51) in Höhe von 14,4 Mio. Euro eine wesentliche Rolle gespielt.

Zu dem deutlich geringeren Anstieg 2012 hat vor allem auch die gezielte Working-Capital-Reduzierung im vierten Quartal beigetragen. Allein im vierten Quartal führte der ElringKlinger-Konzern die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um 20,8 Mio. Euro zurück. Umso stärker entwickelte sich der operative Cashflow.

Die rückläufige Werkzeugumsatz-Abgrenzung führte 2012 zu einer Verringerung der sonstigen Verbindlichkeiten um 12,0 Mio. Euro. Die Tilgung einer Kundenforderung in Höhe von 6,0 Mio. Euro gegen die ElringKlinger AG, die auf einen Gewährleistungsfall zurückging, hat ebenfalls zum Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten beigetragen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden 2012 trotz gestiegener Produktionsvolumen um 7,4 Mio. Euro verringert. Insgesamt wurden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, um 35,0 Mio. Euro reduziert. 2011 hatte der Konzern diese lediglich um 17,3 Mio. Euro abgebaut. Darin war eine 2011 noch ausstehende Verbindlichkeit aus dem beschriebenen Gewährleistungsfall in Höhe von 7,0 Mio. Euro enthalten.

Insgesamt erzielte ElringKlinger 2012 einen um 37,8 Mio. Euro höheren Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als im Vorjahr.

Auszahlungen für Investitionen 2012 niedriger

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im Vorjahr vom Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg geprägt, der alleine zu einer Einzahlung in Höhe von 34,0 Mio. Euro geführt hatte. Diesem Zufluss standen 2012 in Summe lediglich 9,0 (36,5) Mio. Euro an Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gegenüber.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sowie immaterielle Vermögenswerte gingen 2012 auf insgesamt 114,3 (121,6) Mio. Euro zurück. Die Investitionsquote (Investitionen im Verhältnis zum Umsatz) der ElringKlinger-Gruppe ging somit auf 10,1 % (11,8 %) zurück.

Zu den wesentlichen Investitionen im Jahr 2012 zählte der Ausbau des neuen Werks für Kunststoffgehäusemodule am Standort Dettingen/Erms. Das Werk wurde mit modernsten Fertigungsanlagen ausgestattet. Seit 2012 laufen dort u.a. gewichtsreduzierte Ventilhauben, Ölwannen und Ladeluftrohre vom Band.

Daneben wurde in den Ausbau des neuen Produktionsstandorts Thale investiert. Dort wird ab dem Frühjahr 2013 das Präzisionsschweißen und Canning von Partikelfiltern sowie kompletten Abgasreinigungsanlagen erfolgen.

Für die Vorbereitung weiterer Serienaufträge und um den Automatisierungsgrad zu erhöhen investierte ElringKlinger im Bereich E-Mobility in weitere Anlagen zur Produktion von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien.

Den hohen Auszahlungen für die drei Akquisitionen des Vorjahres in Höhe von 62,4 Mio. Euro folgten 2012 deutlich geringere Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt 4,1 Mio. Euro. Darin war die Übernahme der ehemaligen ThaWa GmbH und der zugehörigen AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH enthalten.

In Summe lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2012 bei minus 108,2 (-147,4) Mio. Euro. Der ElringKlinger-Konzern erzielte einen positiven operativen freien Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) von 8,2 (-10,5) Mio. Euro.

Geringerer Finanzierungsbedarf: Cashflow aus Finanzierungstätigkeit geht zurück

Die Ausschüttungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter der ElringKlinger AG wurden 2012 um 14,9 Mio. Euro auf 37,9 (23,0) Mio. Euro erhöht.

Auch um das am kurzen Ende der Zinsstrukturkurve rückläufige Zinsniveau zu nutzen weitete der ElringKlinger-Konzern die Finanzverbindlichkeiten um 68,7 (84,5) Mio. Euro aus. Parallel wurden Kredite in Höhe von 43,7 (31,1) Mio. Euro getilgt. Saldiert wurden somit die Finanzverbindlichkeiten um 25,0 (53,4) Mio. Euro erhöht.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich somit in Summe auf minus 13,3 (35,4) Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns sanken 2012 auf 54,3 (65,2) Mio. Euro.

Konzerngesellschaften

Integration der Akquisitionen

2012 kam der Integration der drei Zukäufe des Vorjahres sowie der Anfang 2012 übernommenen ehemaligen ThaWa GmbH sowie AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH eine wesentliche Rolle zu. Zur weiteren Verbesserung der Ertragskraft dieser Gesellschaften wurden zahlreiche Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt. Detaillierte Informationen hierzu sowie zur Entwicklung der Akquisitionen finden sich im Kapitel „Umsatz- und Ertragslage“ (Seite 15).

Ein umfassender Überblick zur ElringKlinger-Konzernstruktur und -Organisation ist im Kapitel „Tätigkeitsbereiche und Organisation“ (Seite 1) enthalten.

ThaWa GmbH auf ElringKlinger AG verschmolzen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erwarb die ElringKlinger AG den Metallgehäusehersteller ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten mit Sitz in Thale, Sachsen-Anhalt, Deutschland, sowie die dazugehörige AGD Group Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Gütersloh, Deutschland. Beide Gesellschaften wurden 2012 auf die ElringKlinger AG verschmolzen. Der Standort Thale wird seitdem als Werk der ElringKlinger AG geführt. Weitere Informationen dazu sind im Kapitel „Wesentliche Ereignisse“ (S. 14) dargestellt.

Eingliederung des Werkzeugbauers Hummel-Formen-Gruppe

Im November 2012 übernahm die ElringKlinger AG die noch von der Gründerfamilie gehaltenen 10 % der Anteile an der Hummel-Formen-Gruppe. Damit wurde die ElringKlinger AG zum alleinigen Eigentümer an dem im Oktober 2011 mehrheitlich erworbenen Hersteller von Werkzeugen für Kunststoffspritzgussprozesse. Aufgrund der rechtlichen Ausgestaltung wurden der ElringKlinger AG bereits zum Übernahmezeitpunkt 100 % der Anteile zugerechnet.

Um die Strukturen gemäß der ElringKlinger-Konzernorganisation zu vereinfachen und zu vereinheitlichen, wurde die Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH auf die Hummel-Formen GmbH verschmolzen. Zur weiteren Optimierung der Unternehmensstruktur befindet sich die Zusammenlegung der beiden rumänischen Gesellschaften (HURO Supermold S.R.L. und HURO Invest S.R.L. in Timisoara, Rumänien) in Vorbereitung. Darüber hinaus ist die Verschmelzung der Hummel-Formen GmbH auf die ElringKlinger AG geplant. Hummel-Formen ergänzt dann als Kompetenzzentrum für Kunststoffspritzgießwerkzeuge den bestehenden Werkzeugbau der ElringKlinger-Gruppe.

Minderheitsanteile im Konzern weiter zurückgeführt

Im Rahmen der Beteiligungsstrategie des Konzerns ist die ElringKlinger AG grundsätzlich daran interessiert, die Anteile Dritter am Konzern weiter zurückzuführen.

Vor diesem Hintergrund wurden 2012 die Minderheitsanteile an der HURO Supermold S.R.L., Rumänien, sowie an der Hug Engineering S.p.A., Italien, vollständig erworben. Daneben wurden weitere zwei Prozent der Anteile an der Hug Engineering AG, Schweiz, übernommen. Der Anteil der ElringKlinger AG an dem Schweizer Abgasspezialisten belief sich damit zum Geschäftsjahresende auf 68,67 %.

Die noch ausstehenden Anteile an der Hummel-Formen-Gruppe wurden, wie bereits beschrieben, ebenfalls komplett übernommen.

Die US-amerikanische Gesellschaft Elring of North America Inc., Branchburg, USA, wurde 2012 geschlossen. Die Aktivitäten dieser im Ersatzteilgeschäft tätigen Gesellschaftn werden nun zentral von der ElringKlinger AG übernommen.

Internationale Konzerngesellschaften tragen immer mehr zum Wachstum bei

Die meisten der internationalen ElringKlinger-Tochtergesellschaften profitierten 2012 von der weltweit insgesamt soliden Fahrzeugnachfrage und -produktion. Der extrem schwache europäische Fahrzeugmarkt belastete in erster Linie die Muttergesellschaft, vor allem aber die im westeuropäischen Raum angesiedelten Tochtergesellschaften.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen legten die Konzerngesellschaften beim Umsatz zu. Überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten verzeichneten die Gesellschaften in den Wachstumsmärkten China, Indien, den USA und der Türkei.

Die zunehmende Globalisierung der ElringKlinger-Gruppe und die deutlich bessere Entwicklung der Pkw-Märkte in Übersee führten dazu, dass der Anteil der Tochtergesellschaften am Konzernumsatz – wie bereits in den Vorjahren – auch 2012 weiter stieg. Mit Erlösen in Höhe von 700,8 (636,7) Mio. Euro erwirtschafteten die Tochterunternehmen in Summe deutlich höhere Umsätze als die Muttergesellschaft, auf die 426,4 (396,1) Mio. Euro entfielen.

Gegenüber dem Vorjahr betrug der Umsatzzuwachs der Tochtergesellschaften und Joint Ventures 10,1 %, während die ElringKlinger AG um 7,6 % zulegte. Die Bedeutung der Tochtergesellschaften hat damit innerhalb der ElringKlinger-Gruppe weiter zugenommen. Der Anteil der Beteiligungsgesellschaften am Gesamtumsatz des Konzerns stieg auf 62,2 % (61,6 %).

Vor allem die ausländischen Konzerngesellschaften legten in Summe kräftig zu: Ihr Anteil am Konzernumsatz blieb mit 52,6 % (53,0 %) auf hohem Niveau.

Auch die Ergebnisentwicklung der Konzerngesellschaften fiel positiv aus. Sie erzielten 2012 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 74,7 (69,5) Mio. Euro. Trotz der insgesamt negativen Ergebnisbeiträge der 2011 und 2012 zugekauften Gesellschaften verblieb gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 7,5 %.

Investitionsschwerpunkte Asien und Nordamerika

Das japanische Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation gründete 2012 in Indonesien die Tochtergesellschaft P.T. ElringKlinger Indonesia. Mit einer eigenen Fertigung im Großraum Jakarta baut die ElringKlinger-Gruppe somit ein erstes Standbein in der stark wachsenden ASEAN-10-Region auf. Der ASEAN-Raum zählt neben China zu den perspektivenreichsten Automobilmärkten weltweit. Ab 2013 laufen dort Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Hitzeschilde vom Band – vor allem für japanische Pkw- und Lkw-Hersteller.

Darüber hinaus übernahm die ElringKlinger AG das koreanische Joint Venture ElringKlinger Korea Co., Ltd. mit Wirkung zum 1. Februar 2013 vollständig. Damit wurde die Position in Asien weiter ausgebaut (Nachtragsbericht Seite 85).

2012 entfielen 49,9 % (42,5 %) der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sowie immaterielle Vermögenswerte auf die Tochtergesellschaften. Die Investitionsquote bei den Tochtergesellschaften blieb mit 8,1 % (8,1 %) demnach auf Vorjahresniveau.

Ein wesentlicher Teil der Investitionen des Konzerns entfiel auf die Ausweitung der Fertigungskapazitäten für Produktneuanläufe in den Regionen Asien und Nordamerika. Die Schwerpunkte lagen auf der Anschaffung neuer Produktionsanlagen für die Standorte in Buford, USA, und Toluca, Mexiko, sowie für die chinesischen Werke der ElringKlinger-Gruppe in Changchun und Suzhou.

Auch am Standort Sevelen der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG und bei der stark wachsenden türkischen Tochtergesellschaft in Bursa baute der Konzern weitere Produktionskapazitäten auf.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl im Konzern steigt um 3 %

Die Produktionsvolumen sind 2012 weiter gestiegen. Die hohe Anzahl neu angelaufener Projekte erforderte Kapazitätsausweitungen. Trotz verbesserter Produktivität erhöhten sich daher die Mitarbeiterzahlen in den produktionsnahen Bereichen. Auch der Geschäftsbereich E-Mobility wurde personell weiter ausgebaut. Aufgrund des starken Unternehmenswachstums wurden die Kapazitäten im Vertrieb und in den Zentralfunktionen Finanzen und Marketing verstärkt. Im Gegensatz dazu wurde die Personalstärke bei einigen der 2011 zugekauften Gesellschaften im Zuge der laufenden Integrationsmaßnahmen und verstärkten Automatisierung der Produktionsprozesse zurückgeführt.

Zum 31. Dezember 2012 beschäftigte die ElringKlinger-Gruppe weltweit 6.263 (6.075) Mitarbeiter. Der Anstieg um 188 Personen bzw. 3,1 % fiel insgesamt geringer aus als das Umsatzwachstum des Konzerns (9,1 %).

Bei dem Zuwachs ist zu berücksichtigen, dass darin die Mitarbeiter der Anfang 2012 übernommenen ehemaligen ThaWa GmbH, Thale, enthalten sind. Zum Jahresende 2012 zählte der Standort Thale 54 Beschäftigte. Ohne diese Akquisition wäre die Mitarbeiteranzahl nur um 2,2 % gestiegen.

Im Jahresdurchschnitt waren 2012 weltweit 6.314 (5.729*) Personen für den Konzern tätig.

Anzahl der Arbeitsplätze im Inland bleibt auf hohem Niveau

Der ElringKlinger-Konzern beschäftigte 2012 nach wie vor fast die Hälfte seiner Mitarbeiter im Inland. Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen in Deutschland war auch auf die Akquisition der früheren ThaWa GmbH in Sachsen-Anhalt zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2012 waren in Summe 2.918 (2.813*) Personen an den deutschen Standorten tätig. Damit lag der Inlandsanteil bei 46,6 % (46,3 %). Demgegenüber betrug der Anteil der Umsatzerlöse, die ElringKlinger im Inland erwirtschaftete, lediglich 30,1 %.

Die Standorte der Muttergesellschaft ElringKlinger AG (Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Thale) boten zum Jahresende 2012 insgesamt 2.059 (1.972) Menschen Beschäftigung. Bei der größten inländischen Tochtergesellschaft, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, waren zum 31. Dezember 2012 insgesamt 592 (577) Personen tätig.

Mitarbeiterzahlen in den Auslandsmärkten leicht erhöht

Das globale Wachstum des ElringKlinger-Konzerns spiegelt sich auch in den gestiegenen Mitarbeiterzahlen an den internationalen Standorten wider. Zum 31. Dezember 2012 nahm die Anzahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter auf 3.345 (3.262*) zu. Dies entsprach einem Anteil von 53,4 % (53,7 %).

*Vorjahreszahlen wurden korrigiert

Im Zuge der Kapazitätserweiterungen bei den chinesischen Werken baute ElringKlinger die Mitarbeiteranzahl dort weiter auf. Die Werke in Changchun und Suzhou zählten Ende 2012 insgesamt 518 (489*) Mitarbeiter. Auch in den USA schlugen die starke Nachfrage und der Anlauf neuer Produkte zu Buche. Am US-amerikanischen Standort in Buford wurden 37 Beschäftigte zusätzlich eingestellt. Im brasilianischen Produktionswerk in Piracicaba nahm die Personalstärke umsatzbedingt um 13,2 % auf 437 (386) zu.

Im Gegensatz zu dem beschriebenen Personalaufbau bei manchen Tochtergesellschaften bedingten die Integrationsmaßnahmen und die schwache Nachfrageentwicklung in Westeuropa einen Wegfall von Arbeitsplätzen bei einigen der 2011 übernommenen Gesellschaften. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, hat ElringKlinger an den französischen Standorten der ehemaligen Freudenberg-Gesellschaften sowie bei der Schweizer Hug-Gruppe den Automatisierungsgrad spürbar erhöht. Die Kostenstrukturen wurden an die unter den Erwartungen liegende Nachfragesituation angepasst. Vor diesem Hintergrund mussten an den genannten Standorten im Jahresverlauf 2012 Stellen abgebaut werden.

Weitere Informationen zur Mitarbeiterentwicklung und zur Personalpolitik der ElringKlinger-Gruppe sowie die entsprechenden Kennzahlen finden sich im Kapitel „Nachhaltigkeit“ (S. 39).

Beschaffung

Die Materialkosten stellen für den ElringKlinger-Konzern eine der drei großen Kostenpositionen dar. Damit kommt der Einkaufsfunktion eine elementare Rolle mit Blick auf die Ertragslage der Gesellschaft zu.

Die Hauptaufgabe des Einkaufs ist die frist- und kostengerechte Beschaffung der für die Fertigung benötigten Rohstoffe und Materialien. Diese umfassen im Wesentlichen legierte Edelstähle (v.a. Nickellegierungen), Aluminium, C-Stahl* (Glossarverweis), Kunststoffgranulate, Gummi und Polytetrafluorethylen (PTFE*).Der zentrale Einkauf der ElringKlinger AG am Hauptsitz in Dettingen/Erms übernahm auch 2012 den Großteil der Beschaffung für die in- und ausländischen Konzerngesellschaften.

Im Vorjahr hatten die kurzfristigen Nachfrageschübe und Ausfälle von Lieferanten aufgrund der Naturkatastrophe in Japan phasenweise zu Lieferengpässen geführt. Demgegenüber war die Materialverfügbarkeit der für ElringKlinger wichtigen Rohstoffe 2012 durchgehend gewährleistet.

Die meisten der benötigten Rohstoffe lagen 2012 insgesamt auf einem relativ stabilen Preisniveau. Bei einzelnen Rohstoffgruppen wie Polyamid-Granulaten und Elastomeren waren allerdings steigende Preise zu verzeichnen. Die tatsächlichen Bedarfe der ElringKlinger-Gruppe entsprachen weitgehend den für 2012 ursprünglich geplanten Bezugsmengen. Darüber hinausgehende Mengen wurden kurzfristig beschafft.

Einkaufsvolumen steigt um 8 %

Das erneut starke Umsatzwachstum der ElringKlinger-Gruppe bedingte 2012 ein höheres Einkaufsvolumen. Gegenüber dem Vorjahr stieg es um 8,0 % auf 707,0 (654,6) Mio. Euro. Das Einkaufsvolumen umfasst sowohl die bezogenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie die Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Der reine Materialaufwand lag 2012 bei 506,1 (423,7) Mio. Euro. Die Zunahme des Materialaufwands gegenüber dem Vorjahr ist größtenteils auf höhere Bezugsmengen zurückzuführen.

Rohstoffpreise 2012 stabil bis steigend

Zu Jahresbeginn 2012 war zunächst ein spürbarer Preisanstieg bei den meisten der für ElringKlinger relevanten Materialien zu beobachten. Beispielsweise kletterte das in den Edelstahllegierungen enthaltene Nickel in den ersten Wochen des Jahres 2012 um über 15 % auf knapp 22.000 US-Dollar je Tonne.

Im weiteren Jahresverlauf lasteten die rezessiven Tendenzen der südeuropäischen Euro-Krisenländer und die Staatsschuldenkrise auf der weltweiten Konjunktur. Die Preise für zahlreiche Rohstoffe fielen in diesem Umfeld und bewegten sich im Vergleich zu den 2011 erreichten Spitzenwerten auf einem niedrigeren Level. In Summe nahm auch die Volatilität der Materialpreise und Legierungszuschläge im Vergleich zum Vorjahr spürbar ab.

Rückgänge bei den Legierungszuschlägen wirken sich allerdings erst mit einem zeitlichen Verzug von etwa drei bis vier Monaten auf die Einkaufspreise bei ElringKlinger aus. Dagegen haben sich die tieferen Preise unmittelbar auf die vom Unternehmen erzielten Schrotterlöse niedergeschlagen. Auf Basis des niedrigen Preisniveaus sicherte ElringKlinger in einem rollierenden System Teile der benötigten Mengen an legierten Edelstählen über derivative Instrumente ab.

Eine gegenläufige Preisentwicklung verzeichneten die bei ElringKlinger für Leichtbauzwecke zunehmend eingesetzten Kunststoffgranulate. Die Preise verharrten 2012 auf vergleichsweise hohem Niveau oder stiegen tendenziell sogar weiter an.

Um das Risiko steigender Materialpreise einzugrenzen und die Verfügbarkeit der benötigten Rohstoffmengen sicherzustellen, schließt ElringKlinger üblicherweise mit seinen Lieferanten Verträge über ein Jahr oder länger ab. Bei Kunststoffen haben sich aufgrund der größeren Preisschwankungen kürzere Vertragslaufzeiten durchgesetzt. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, die Materialkosten durch die Qualifizierung neuer Bezugsquellen und Lieferanten zu senken. Dazu gehört auch die kontinuierliche Prüfung alternativer kostengünstigerer Materialien.

Langfristige Verträge und eigene Blockheizkraftwerke sichern Energieversorgung

Infolge der 2012 konzernweit gestiegenen Produktionsmengen ging auch der Energieverbrauch des ElringKlinger-Konzerns nach oben. Er belief sich auf 226.700 (199.800*) MWh (absoluter Energieverbrauch: Strom, Gas und weitere Energieträger). Bei Herausrechnung der erst seit 2012 einbezogenen ehemaligen ThaWa GmbH sowie der Hummel-Formen-Gruppe lag der Anstieg bei 10,8 % und damit in Linie mit dem Umsatzwachstum des Konzerns.

*Vorjahreszahlen wurden korrigiert

Der höhere Verbrauch sowie steigende Strom- und Gaspreise sorgten für höhere Energiekosten. Sie stiegen um 15,0 % auf 18,4 (16,0) Mio. Euro. Der Anteil der Energiekosten an den Umsatzkosten des Konzerns nahm 2012 weiter zu und erreichte 2,6 % (2,1 %).

Um die Versorgungssicherheit und Energiepreise langfristig zu gewährleisten, hat ElringKlinger für einen Großteil des Bedarfs an Strom und Gas entsprechende Liefervolumen abgeschlossen. 2012 wurde mit den Stromlieferanten bereits ein neuer Kontrakt mit einer Laufzeit bis einschließlich 2015 vereinbart.

Zwei firmeneigene Blockheizkraftwerke am Stammsitz in Dettingen/Erms tragen ebenfalls zu planbaren und insgesamt niedrigeren Energiekosten bei. Für 2013 ist vorgesehen, sowohl in Dettingen/Erms als auch am Standort der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen jeweils ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) zu installieren. Mittels einer Absorptionskältemaschine soll die Abwärme der BHKW im Sommer zur Kälteerzeugung für die Klimaanlagen genutzt werden. Die bisherigen, energieintensiven Kälteanlagen werden damit abgelöst (Nachhaltigkeit, Seite 39).

Globalisierung der Lieferantenstruktur

Zum Lieferantenmanagement bei ElringKlinger gehören die fortlaufende Weiterentwicklung bestehender Zulieferer sowie der Aufbau neuer Lieferanten. Im Zuge des Kapazitätsausbaus des Unternehmens in den stark wachsenden Schwellenländern, insbesondere in China, wurden auch 2012 verstärkt internationale Lieferanten geprüft und qualifiziert. Beispielsweise bezog der Konzern 2012 Bedarfe an Aluminium teilweise aus China. Generell nimmt der Anteil des Einkaufsvolumens, das in Asien bezogen wird, zu. Durch das steigende Volumen in den lokalen Märkten werden erstens die Logistikkosten reduziert und zweitens die Währungsrisiken eingegrenzt.

Um für alle Gesellschaften des Konzerns die optimalen Bezugsquellen zu erschließen und die Einkaufskosten zu optimieren, führt der Zentraleinkauf regelmäßig konzernweite Qualitäts- und Kostenanalysen durch.

Neue Lieferanten werden prinzipiell gemäß den internationalen ISO-Standards geprüft und zertifiziert. Darüber hinaus müssen sie den anspruchsvollen Qualitäts- und Umweltrichtlinien des Konzerns entsprechen. ElringKlinger ist bestrebt, eine möglichst ausgewogene Lieferantenstruktur zu erreichen und die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gering zu halten. Der Anteil der 30 größten Lieferanten am gesamten Einkaufsvolumen der Gruppe lag 2012 bei rund 20 %.

Bereits 2011 hatte ElringKlinger ein Projekt gestartet, das das Lieferantenmanagement bereichsübergreifend optimiert. Der Fokus liegt auf der noch engeren Verzahnung der Teams in den Bereichen Einkauf und Qualitätswesen. Dabei wird das Qualitätswesen bei der Auswahl neuer Lieferanten deutlich früher als bisher in die Bewertungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden. Dieses Konzept wurde 2012 in der gesamten Unternehmensgruppe erfolgreich umgesetzt. Im Ergebnis konnte das gemessene Qualitätsniveau der Lieferantenbasis weiter gehoben werden. Die Reklamationen seitens ElringKlinger gingen spürbar zurück.

ElringKlinger zeichnet jährlich einen Lieferanten aus. Ziel ist es, die nachhaltige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den eigenen Zulieferern zu fördern und gute Leistungen entsprechend anzuerkennen. Kriterien für den ElringKlinger-Lieferantenpreis sind Produktqualität, Liefertreue, Qualitätsmanagementsystem sowie Kundenorientierung beim Service und in der Kommunikation. Im Jahr 2012 ging die Auszeichnung an die Hydro Aluminium Rolled Products GmbH.

Die Kernaufgabe des ElringKlinger-Einkaufs für 2013 besteht im weiteren Ausbau des globalen Einkaufsnetzwerks der Gruppe. Neben den bereits etablierten Einkaufsstrukturen bei den Tochtergesellschaften vor Ort soll in China durch den Aufbau eines Teams für den strategischen Einkauf die lokale Lieferantenbasis verstärkt erschlossen werden. Ziel ist es, durch diesen Prozess die Einkaufskosten weiter zu senken.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit bildet seit jeher die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs der ElringKlinger AG. Bei allen Konzernaktivitäten steht die ökologische Effizienz im Mittelpunkt: angefangen bei der Produktentwicklung bis hin zu den Produktionsprozessen. Verantwortungsvolles Handeln heißt für ElringKlinger aber auch, seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und der Gesellschaft wahrzunehmen.

2012 veröffentlichte ElringKlinger einen ersten eigenständigen Nachhaltigkeitsbericht unter dem Motto „Nachhaltig mobil“. Der Konzern legt darin sein nachhaltiges Engagement dar und unterstreicht dessen Bedeutung für das Unternehmen. Der Bericht ist zugänglich auf der Internetseite www.ElringKlinger.de/de/nachhaltigkeit/csr-report.

Auch am Kapitalmarkt nehmen nachhaltige Geschäftsmodelle und nicht-finanzielle Kennzahlen eine immer wichtigere Rolle ein. Als einer von nur wenigen Automobilzulieferern ist ElringKlinger bereits seit 2010 im „DAXglobal® Sarasin Sustainability Germany Index“ geführt. Die Unternehmensgruppe nahm als erster Automobilzulieferer schon 2007 am „Carbon Disclosure Project“ teil, das von 772 Investoren mit einem Anlagevermögen von rund 87 Milliarden US-Dollar getragen wird. ElringKlinger wird regelmäßig von den Nachhaltigkeits-Ratingagenturen Oekom, EIRIS und Sustainalytics bewertet. Von der DZ Bank erhielt ElringKlinger das Gütesiegel für Nachhaltigkeit.

Produktportfolio für grüne Mobilität

Der ElringKlinger-Konzern sieht seine Kernaufgabe darin, mit Produktlösungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang sowie im Bereich Elektromobilität zur Emissionsreduzierung beizutragen. Nahezu das gesamte ElringKlinger-Produktspektrum ist auf dieses Ziel ausgelegt. Das Unternehmen fördert damit direkt und indirekt den Schutz der Umwelt. Damit werden außerdem die Hauptthemen der Automobilindustrie adressiert, sei es über Motoren-Downsizing, Leichtbau, Abgasreinigung oder alternative Antriebstechniken.

Wie umweltfreundlich die ElringKlinger-Produkte sind, zeigt unter anderem die Auszeichnung der CleanCoat™-Beschichtung mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis 2012 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Prämiert wurden eine Forschungseinrichtung sowie vier Unternehmen, darunter ElringKlinger als Konsortialpartner der NANO-X GmbH für den gemeinsam entwickelten schwer- und edelmetallfreien CleanCoat™-Rußkatalysator. Die Technologie ist nicht nur umweltfreundlich, sie reduziert auch den Kraftstoffverbrauch und leistet damit einen messbaren Beitrag zur Verringerung der CO2-Emissionen. Derzeit kommt der Katalysator bereits in Nutzfahrzeugen, Bussen, Baumaschinen und Lokomotiven zum Einsatz. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sind Schiffe und stationäre Motoren bzw. Kraftwerke.

Ausführliche Informationen zu den ElringKlinger-Produkten und wie diese zu einer nachhaltigen Mobilität beitragen, finden Sie im Kapitel „Forschung und Entwicklung“ sowie auf der Internetseite www.ElringKlinger.de unter der Rubrik „Produkte".

Für möglichst ressourcenschonende Produktionsprozesse erhebt ein zentrales Umweltmanagement regelmäßig weltweit Kennzahlen zu Materialeinsatz, Energieverbrauch, Emissionen und Abfallaufkommen. Diese werden analysiert und wenn nötig Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet. Häufig wirken sich die Maßnahmen langfristig auch kostensenkend aus.

Hohe Qualitätsstandards sichern ebenfalls ein möglichst nachhaltiges Wirtschaften. Mit Ausnahme des neuen indonesischen Werks sind alle Produktionsstandorte der ElringKlinger-Gruppe nach dem Automobilindustrie-Standard TS 16949 bzw. ISO 9001 zertifiziert. Für den Standort in Indonesien ist die Zertifizierung im Jahr 2014 geplant. Außerdem verfügen alle Produktionsstätten – bis auf das Werk Thale – über ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001. Der Standort Thale wird 2013 gemäß ISO 14001 zertifiziert.

Indirekter CO 2 -Ausstoß steigt aufgrund geänderter Berechnungsgrundlage

Seit 2012 weist die ElringKlinger AG die CO2-Emissionen getrennt nach direkten und indirekten CO2-Emissionen aus. Die direkten CO2-Emissionen enthalten die Emissionen, die im Wesentlichen durch den Bezug bzw. Verbrauch von Gas und Heizöl sowie seit 2012 auch durch den firmeneigenen Fuhrpark der ElringKlinger AG verursacht werden. Die indirekten CO2-Emissionen umfassen die Emissionen, die durch den Stromverbrauch sowie durch Flugreisen entstehen.

Der direkte CO2-Ausstoß des ElringKlinger-Konzerns belief sich 2012 auf insgesamt 22.780 (20.000) Tonnen. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 13,9 % dar.

Die indirekten CO2-Emissionen stiegen 2012 dagegen deutlich stärker auf 59.400 (48.000) Tonnen. Ein wesentlicher Faktor für die Berechnung der CO2-Emissionen ist der zugrundeliegende Emissionsfaktor des Strommixes. Mit dem Ziel, eine stabilere Berechnungsgrundlage zu schaffen, stellte ElringKlinger 2012 die Berechnung der weltweiten CO2-Emissionen auf die jeweiligen Ländermixe um. Dies resultierte in Summe in einem höheren Emissionsfaktor.

Somit beliefen sich die gesamten direkten und indirekten CO2-Emissionen auf 82.180 (68.000) Tonnen. Dementsprechend konnte der Konzern 2012 erstmals seine eigene Vorgabe, den relativen CO2-Ausstoß jährlich um 3 % zu senken, nicht erreichen. Ab 2013 sollte dieses Ziel allerdings wieder realisierbar sein.

Beim Erwerb von neuen Firmenwagen achtet ElringKlinger auf möglichst niedrige CO2-Werte. So wurde 2012 die Flotte in Dettingen/Erms mit einem ersten Hybridfahrzeug ausgestattet. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß des Fuhrparks der ElringKlinger AG sank auf 157 (159) g/km im Jahr 2012.

Einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leistet ElringKlinger bei dem vorliegenden Geschäftsbericht: Dieser ist erstmalig vollständig klimaneutral gedruckt. Das bedeutet, dass die CO2-Emissionen, die durch die Produktion entstanden sind, über zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen werden.

Bei der Anschaffung von neuen Maschinen oder Werksneubauten legt ElringKlinger ebenfalls hohen Wert auf energiesparende Lösungen. So wurde zum Beispiel bei dem 2012 fertiggestellten neuen Werk für Kunststoffgehäusemodule in Dettingen/Erms auf ca. 3.000 m² Dachfläche eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 450 KW installiert. Sie produzierte von September bis Dezember 2012 rund 83.000 kWh grünen Strom.

Im Zuge der Modernisierung einer Produktionshalle am Standort Runkel wurde dort die Bedachung wärmeoptimiert, u.a. über doppelt gedämmte Lichtkuppeln. Zur Verbesserung des Wärmehaushalts in der Halle kam eine neue Temperatursteuerung zum Einsatz, so dass die neue Halle nun deutlich günstigere Energieverbrauchswerte ausweist. Auch bei der Werkserweiterung am chinesischen Standort Suzhou, wo 2012 die Produktion startete, wurde ein besonderes Augenmerk auf niedrigere Energieverbräuche gelegt. Eine neue Heizungsanlage, kombiniert mit einer verbesserten Isolierung, sorgt für deutlich geringere Energieverluste.

Um noch weitere Energiesparpotenziale zu heben, plant ElringKlinger, sowohl in Dettingen/Erms als auch in Bietigheim-Bissingen jeweils ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) zu bauen. Zwei firmeneigene BHKW in Dettingen/Erms haben bereits im Vorjahr spürbar zur Verringerung des Energiebedarfs beigetragen. Mit den BHKW wird Strom erzeugt und die dabei entstehende Abwärme wird für Produktionsprozesse und im Winter zur Heizung der Büroräume genutzt. Um die Abwärme auch im Sommer verstärkt einsetzen zu können, soll in Dettingen/Erms 2013 nun ergänzend eine Absorptionskälteanlage installiert werden. Damit kann die Abwärme der BHKW zur Kälteerzeugung für Kühlprozesse in der Fertigung und zur Klimatisierung genutzt werden. Bisherige Kälteanlagen können damit abgelöst und somit massiv Energie eingespart werden.

Die Wasser- und Lösungsmittelverbräuche stiegen 2012 unterproportional zum Umsatz. Auch die Abfallmengen erhöhten sich weniger stark als die ausgeweiteten Produktionsmengen. Rund 84 % der Gesamtabfallmengen sind Metallreste, die vor allem bei den Stanzprozessen in der Fertigung anfallen. ElringKlinger sammelt und veräußert diese Stanzabfälle, die dann anderweitig wiederverwendet werden können. Für die gesamten Abfälle beträgt die Recyclingquote der deutschen Werke 96 %. Sämtliche Abfälle werden durch zertifizierte Entsorgungsunternehmen der Wiederverwertung zugeführt bzw. entsorgt.

Um eine noch höhere Transparenz zu bieten, weist ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2012 erstmals Angaben zum Stickoxidausstoß (NOX) aus. NOX fällt bei ElringKlinger schwerpunktmäßig bei den Gas- und Ölheizungen sowie den Motorenprüfständen an. Derzeit werden diese Werte nur für den Standort Dettingen/Erms erhoben. Mittelfristig sollen diese Daten ebenfalls für den gesamten Konzern ausgewiesen werden.

Umweltkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

(Werte in Klammern ohne Akquisitionen*)

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2012 20111
Gesamte direkte und indirekte CO2-Emissionen in t 82.180 (80.100) 68.000
CO2-Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz in t 72,9 (71,1) 65,8
Gesamte direkte CO2-Emissionen in t 22.780 (22.400) 20.000
davon direkte CO2-Emissionen u.a. aus Gas, Öl, Motorenprüfständen in t 22.200 (21.800) 19.400
davon direkte CO2-Emissionen des Fuhrparks2 in t 580 (570) 600
Gesamte indirekte CO2-Emissionen in t 59.400 (57.700) 48.000
davon indirekte CO2-Emissionen aus Strom in t 56.900 (55.200) 46.000
davon indirekte CO2-Emissionen aus Flugreisen3 in t 2.500 2.000
NOx-Emissionen4 in t 26 22
Absoluter Energieverbrauch (Strom, Gas und weitere Energieträger) in MWh 226.700 (221.400) 199.800
Absoluter Energieverbrauch in MWh je 1 Mio. EUR Umsatz 201,1 (196,4) 193,5
davon Stromverbrauch in MWh 136.100 (132.700) 119.500
Stromverbrauch in MWh je 1 Mio. EUR Umsatz 120,7 (117,7) 115,7
Wasserverbrauch in m³ 168.100 (165.200) 162.200
Lösungsmittel in t 950 (940) 930
Gesamtabfallmengen in t 43.100 (42.800) 42.600
davon Metallabfallmenge in t 36.100 (35.800) 35.700

*Ohne die 2012 übernommene frühere ThaWa GmbH sowie die Hummel-Formen-Gruppe, die 2011 noch nicht erfasst waren

1Aufgrund der rückwirkenden Berücksichtigung der CO2-Emissionen des Fuhrparks der ElringKlinger AG und aus Flugreisen haben sich die Angaben für die gesamten sowie relativen CO2-Emissionen geändert; Vorjahreszahl zum absoluten Energieverbrauch korrigiert

2 Fuhrpark der AG-Standorte Dettingen/Erms, Gelting, Langenzenn, Runkel, Thale, Ausweis der CO2-Emissionen seit 2012

3 Flugreisen der Standorte in Deutschland, Schweiz und Frankreich sowie der zentral erfassten Flüge der Standorte in England und USA

4 Umfasst nur den Standort Dettingen/Erms

Zufriedene Mitarbeiter für langfristigen Unternehmenserfolg

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für ElringKlinger auch, seinen Mitarbeitern ein sozial ausgewogenes und motivierendes Umfeld zu bieten, um somit Höchstleistungen zu ermöglichen. Ein konzernweit gültiger Unternehmenskodex legt hierfür verbindliche Grundsätze fest hinsichtlich diskriminierungsfreier Arbeitsplätze, der Mitarbeiterentwicklung, Entlohnung, Arbeitszeit sowie Gesundheit und Sicherheit. Der Unternehmenskodex ist auf der Internetseite www.ElringKlinger.de öffentlich verfügbar.

Loyale Mitarbeiter sind wichtige Know-how-Träger. ElringKlinger ist daher bestrebt, eine langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen zu erreichen. 2012 konnte die Krankheitsquote stabil auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die Fluktuationsquote erhöhte sich aufgrund der steigenden Mitarbeiterzahlen in Ländern wie China oder Brasilien, wo generell eine stärkere Fluktuation üblich ist, auf 6,7 % (5,8 %).

ElringKlinger will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und den Mitarbeitern eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Privatleben ermöglichen. Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, dem Standort mit den meisten Mitarbeitern innerhalb des Konzerns, startete das Unternehmen 2012 eine Zusammenarbeit mit einem örtlichen Kindergarten. ElringKlinger verfügt hier über ein Kontingent an Betreuungsplätzen, auch für Kinder unter drei Jahren. Diese Plätze werden von ElringKlinger bezuschusst und können für Mitarbeiterkinder in Anspruch genommen werden. Für 2013 ist zudem geplant, eine Ferienbetreuung für Mitarbeiterkinder in der Sommerzeit anzubieten.

Auch das viel diskutierte Thema „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ wurde 2012 adressiert. Hierzu übernahm ElringKlinger für interessierte Mitarbeiter die Teilnahmegebühren an einem Seminar.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Personalarbeit bei ElringKlinger ist die Nachwuchssicherung und Mitarbeiterqualifizierung. Seit Jahrzehnten bildet der Konzern sowohl technische als auch kaufmännische Berufe aus und bietet Studiengänge an Dualen Hochschulen an. Daneben haben Schüler und Studenten die Möglichkeiten für Praktika sowie Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeiten bei ElringKlinger. 2012 wurden knapp 70 (117) Studenten betreut.

ElringKlinger-Mitarbeiter erfahren eine individuelle Förderung zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Es werden, zusätzlich zu fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen, Fortbildungen rund um Themen wie Projektmanagement, Teamseminare, diverse Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Die externen Ausgaben für Fort- und Weiterbildung lagen 2012 bei 1,0 (0,8) Mio. Euro.

Speziell zur Förderung von Fach- und Nachwuchskräften führt ElringKlinger seit 2008 ein Potenzialträgerprogramm durch, mit dem junge Potenzialträger auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet werden. 2012 schlossen 17 Nachwuchskräfte das bisher zweijährige Programm erfolgreich ab. Das 2013 startende Programm wurde inhaltlich weiterentwickelt und auf ein Jahr komprimiert.

ElringKlinger beteiligt seine Mitarbeiter angemessen am Unternehmenserfolg. Im Jahr 2012 erhielten die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH sowie der Elring Klinger Motortechnik GmbH einen Bonus für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 1.150 Euro.

Die folgenden Kennzahlen spiegeln die nachhaltige Personalpolitik bei ElringKlinger wider:

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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31.12.2012 31.12.2011*
Absolute Mitarbeiteranzahl 6.263 6.075
davon Männer 69,7 % 69,4 %
davon Frauen 30,3 % 30,6 %
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 6.229 5.729
Zusammensetzung nach Altersgruppen
jünger als 30 Jahre 24,3 % 25,6 %
30 bis 50 Jahre 56,8 % 55,7 %
älter als 50 Jahre 18,9 % 18,7 %
Ausbildungsquote 2,5 % 2,4 %
Praktikanten und Diplomanden 67 117
Fluktuationsquote 6,7 % 5,8 %
Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter 9,4 8,6
Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen 4.554 3.927
Anzahl der geführten Qualifizierungsgespräche 4.844 4.616
Anteil der Teilzeitarbeitnehmer 4,6 % 4,6 %
Beschäftigte mit unbefristetem Vertrag 5.433 5.413
Anzahl der Mitarbeiter mit schweren Behinderungen 189 178
Beschäftigte in Managementpositionen** 449 260
davon Frauen 55 32
davon Einheimische 420 178
Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen 236 178
Arbeitsbedingte Todesfälle 0 0
Absolute Beschäftigtenanzahl in
Altersteilzeit 86 78
Mutterschutz 46 25
Elternzeit 46 45
Eingereichte Verbesserungsvorschläge 916 1.150
Erfolgreich umgesetzte Verbesserungsvorschläge 344 490
Abgelehnte Verbesserungsvorschläge 389 166

*Vorjahreszahlen teilweise korrigiert

**Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich, da seit 2012 eine zusätzliche Hierarchiestufe einbezogen wird (Teamleiter)

Soziales Engagement wird ausgebaut

Bereits seit über zehn Jahren arbeitet ElringKlinger mit der Stiftung Bruderhaus-Diakonie bzw. den angeschlossenen Behinderten-Werkstätten in Dettingen/Erms zusammen. Die Einrichtungen übernehmen für das ElringKlinger-Ersatzteilgeschäft komplette Arbeitsabläufe wie Konfektionieren oder Verpacken von Dichtungssätzen. 2012 wurden die Umfänge, die von den Werkstätten gestemmt werden, nochmals deutlich ausgebaut. Sie erledigen jetzt z.B. auch Sortierarbeiten aus Rücksendungen. Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der Bruderhaus-Diakonie ein Projekt zur elektronischen Archivierung gestartet.

In den USA arbeitet ElringKlinger seit kurzem mit der „Rehabilitation Industries of Northeast Georgia“ (RING) zusammen. Die Organisation unterstützt Menschen mit Behinderungen zum Beispiel bei der Wiedereingliederung im Beruf. Seit Mitte 2012 sind neun Menschen mit physischen Behinderungen über RING bei ElringKlinger in Buford tätig. Sie übernehmen u.a. einfache Montagearbeiten, Sortier- und Verpackungsarbeiten oder visuelle Kontrollen. Nach den ersten positiven Erfahrungen ist geplant, die Zusammenarbeit künftig auszuweiten.

Neben diesem sozialen Engagement spendete ElringKlinger 2012 rund 70.000 (45.000) Euro für gemeinnützige Zwecke. Zum Beispiel unterstützte ElringKlinger die Bürgerstiftung Dettingen/Erms. Diese ehrenamtliche Einrichtung fördert soziale, kulturelle und gemeinnützige Anliegen. Sie hat das Ziel, den Bürgern eine Plattform zu bieten, um Mitverantwortung für eine zukunftsweisende Entwicklung der Gemeinde zu übernehmen.

2013 wieder Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes angestrebt

Die ElringKlinger-Gruppe wird auch in Zukunft eine nachhaltige Unternehmensentwicklung verfolgen. Dazu soll 2013 wieder – wie in den Vorjahren – das selbst gesteckte Ziel erreicht werden, den relativen CO2-Ausstoß um 3 % zu senken. Darüber hinaus arbeitet der Konzern weiter daran, mit seinen grünen Produktlösungen den Umweltschutz zu unterstützen.

Forschung und Entwicklung

Innovation bei traditionellen Produkten geht Hand in Hand mit dem Aufbau neuer Geschäftsfelder

Die ElringKlinger-Gruppe hat 2012 die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen bei den traditionellen Produktgruppen – Metalldichtungen, Abschirmteile und Kunststoffgehäusemodule – weiter vorangetrieben. In den neuen Bereichen Abgasreinigungstechnologie und E-Mobility wurden gänzlich neue Produktkonzepte zur Marktreife gebracht.

Grundlage für sämtliche Neuentwicklungen sind die vorhandenen Kompetenzen in der Metallstanz- und Prägetechnik, bei Beschichtungsverfahren sowie in der Kunststofftechnik. Das spezielle Material-Know-how im Hochtemperaturbereich und für den Leichtbau stellt dabei nahezu ein Alleinstellungsmerkmal dar.

Mit dieser Kombination verfügt der ElringKlinger-Konzern über ein Repertoire, das weltweit in diesem Zusammenspiel nur bei wenigen Automobilzuliefererunternehmen vorhanden ist. Bei den daraus entwickelten Verfahren und in der Prozesstechnik hat sich die ElringKlinger-Gruppe entscheidende Wettbewerbsvorteile erarbeitet.

Eine der wichtigsten Kernkompetenzen liegt in der Entwicklung von Stanz- und Prägewerkzeugen sowie von Werkzeugen für die stark steigende Anzahl von Teilen, die im Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt werden. An dieser Stelle hat sich der Konzern durch den Zukauf der Hummel-Formen-Gruppe wichtiges Know-how gesichert. 2012 wurden fast alle benötigten Werkzeuge im Hause selbst entwickelt und gebaut.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hat der Konzern vollständig auf die Optimierung des Verbrennungsmotors, die Abgasreduzierungstechnologie und neue Produkte im Bereich E-Mobility konzentriert.

Grundsätzlich verfolgt das Unternehmen die Philosophie, neue Entwicklungen schon im Moment der Markteinführung beim Kunden als etablierte Produkte einzustufen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird damit begonnen, an den Konzepten der nächsten Generation zu arbeiten. So gelang es der ElringKlinger-Gruppe auch 2012, die Wettbewerbsposition im Innovationswettlauf mit der Konkurrenz auszubauen.

In den letzten Jahren wurden hohe Vorleistungen in den Bereichen Neue Geschäftsfelder und E-Mobility erbracht. Dadurch ist ElringKlinger schon heute in der Lage, sowohl Produkte für die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors als auch Komponenten für die Elektromobilität in Serie herzustellen und zu liefern.

Anforderungen an die Entwicklungskompetenz steigen

Gerade in der Antriebstechnologie steht die Automobilindustrie mitten im Umbruch. Es herrscht hoher Innovationsdruck, um die Fahrzeuge verbrauchsärmer zu machen und damit die anspruchsvollen Vorgaben der CO2-Gesetzgebung in Europa, den USA und zahlreichen Märkten Asiens zu erreichen. Im Vordergrund stehen nachhaltige Lösungen, die für den Fahrzeugkäufer bezahlbar bleiben.

Bei den Kunden aus der Automobilindustrie steht neben der Optimierung des Verbrennungsmotors durch Downsizing das Thema Hybridisierung und damit die Kombination eines Verbrennungsmotors mit einem elektrischen Antrieb ganz oben auf der Agenda. Gleichzeitig erfolgt die Weiterentwicklung des rein batterieelektrischen Antriebs und auch an der Brennstoffzellentechnologie wird weiter gearbeitet.

Für die Technologiezulieferer der Erstausrüster in der Fahrzeugindustrie heißt dies, dass sie in steigendem Maße Forschungs- und Entwicklungsaufgaben übernehmen. Dies kann nur von Unternehmen geleistet werden, die über die notwendigen Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen sowie eine hohe Finanzierungskraft verfügen. So ist die Wertschöpfung der Zulieferer am Fahrzeug auf mittlerweile mehr als 75 % gestiegen. Von Seiten der Erstausrüster besteht großer Bedarf an Zuliefererunternehmen, die über Know-how in allen Antriebstechnologien verfügen und die Autohersteller mit entsprechend spezialisierten Lösungen und Komponenten unterstützen können.

ElringKlinger hat sich dafür rechtzeitig aufgestellt. 2012 hat das Unternehmen die Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten in der Batterietechnologie stark ausgebaut.

Parallel dazu wurden die zumeist langfristig ausgelegten Projekte in der Brennstoffzellentechnik weiter in Richtung Marktreife vorangebracht.

Bei vielen Kunden ist derzeit eine starke Ausrichtung hin zum Hybrid feststellbar. Die Anzahl der im Markt verfügbaren Hybridmodelle, die zumeist optional angeboten werden, wird 2013 spürbar zunehmen. ElringKlinger profitiert von diesem Trend. Hatte das Unternehmen bisher Komponenten rund um den Verbrennungsmotor angeboten, so können jetzt zusätzlich die neuen Produkte aus dem Bereich Batterietechnologie geliefert werden. Damit steigt der Umsatz, den ElringKlinger bei Hybridmodellen je Fahrzeug erlösen kann, deutlich.

Hohe FuE-Quote sichert Wettbewerbsvorteile langfristig

2012 hat ElringKlinger die Aufwendungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich weiter nach oben gefahren. Sie erhöhten sich in der Unternehmensgruppe um 7,4 Mio. Euro auf 57,3 (49,9) Mio. Euro. Ein Großteil entfiel auch 2012 auf die FuE-Aktivitäten in den traditionellen Geschäftsbereichen des Stammgeschäfts. In steigendem Maße investierte der Konzern in den neuen Bereich E-Mobility sowie in die Abgastechnologie. Insgesamt beschäftigte der ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2012 in den forschungs- und entwicklungsrelevanten Abteilungen 410 (416) Mitarbeiter.

Der Anteil der FuE-Aufwendungen am Konzernumsatz gemäß IFRS fiel 2012 mit 5,1 % (4,8 %) spürbar höher aus als im Vorjahr. Der prozentuale Anstieg der FuE-Aufwendungen am Konzernumsatz reflektiert den Trend, dass Zulieferer immer umfangreichere Entwicklungsaufgaben für die Fahrzeughersteller übernehmen.

Unberücksichtigt geblieben sind dabei die Aufwendungen für die Applikationstechnik und die Entwicklung von Varianten bereits bestehender Produkte. Ansonsten wäre der Forschungs- und Entwicklungsaufwand in Relation zum Konzernumsatz merklich höher ausgefallen.

Der Großteil der Investitionen und der neu geschaffenen Stellen in den FuE-bezogenen Aufgabengebieten entfiel auf den Standort Dettingen/Erms, Deutschland.

Starker Patent-Pool schützt das Technologie-Know-how

Den Schutz des technologischen Know-hows und der geistigen Eigentumsrechte stellt ElringKlinger durch seine auf diese Anforderungen spezialisierte Patentabteilung sicher. Im Jahresverlauf 2012 wurden 78 (45) Patente und gewerbliche Schutzrechte angemeldet.

Um den Entwicklungsvorsprung und die wichtigen Verfahrensvorteile abzusichern, hat ElringKlinger den Großteil der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten des Konzerns an den deutschen Standorten der ElringKlinger AG sowie bei der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG und bei der Hug Engineering AG in Technologiekompetenzzentren konzentriert.

Diese technikspezifischen Kompetenzzentren erbrachten 2012 den größten Teil der Entwicklungsleistungen für die gesamte Unternehmensgruppe. Vor dem Hintergrund der in Nordamerika, China und Japan deutlich gestiegenen Umsatzerlöse und zahlreicher Neuaufträge aus diesen Regionen baut der Konzern neben der bereits vorhandenen Applikationstechnik verstärkt Entwicklungskapazitäten bei den Tochtergesellschaften vor Ort auf.

Optimierung des Verbrennungsmotors im Fokus

Die Bedeutung alternativer Antriebstechnologien wird zukünftig zwar zunehmen. Dennoch wird der klassische Verbrennungsmotor auch in den nächsten 20 Jahren das dominierende Antriebsaggregat bleiben. Dabei werden steigende Kraftstoffpreise und weltweit verschärfte Abgasrichtlinien die Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Motortechnik darstellen.

Nahezu alle Automobilhersteller zielen bei ihren Entwicklungsaktivitäten darauf ab, durch Downsizing-Konzepte die Verbrauchswerte und damit auch die Treibhausgasemissionen zu senken. Mit der neuen Generation kompakter hubraumreduzierter Motoren mit Turboaufladung lassen sich beim Kraftstoffverbrauch noch Einsparungen von 20 bis 25 % realisieren. Die hohe Effizienz dieser Motorentechnologie ist mit deutlich steigenden Einspritzdrücken verbunden. Zudem gehen die Spitzentemperaturen im Brennraum und letztlich im gesamten Motorraum nach oben. Die Leistungsanforderungen an die Entwicklung neuer Zylinderkopf- und Spezialdichtungen nehmen somit spürbar zu.

Gleichzeitig wird mit einer immer aufwendigeren Abgasreinigungstechnologie daran gearbeitet, dass die Fahrzeugmotoren weniger schädliche Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und Rußpartikel ausstoßen. Die 2014 in Kraft tretende Euro-6-Norm wird hier die Messlatte noch weiter nach oben legen. Dabei könnte der Partikelfilter zukünftig auch für Benziner zum Thema werden.

ElringKlinger hat sich bei der Entwicklung seines Produktprogramms im Stammgeschäft exakt auf diese Thematik ausgerichtet. Das Unternehmen profitiert heute in hohem Maße von den anspruchsvollen technologischen Vorgaben an die Motor- und Abgaskomponenten sowie von zunehmenden Ausstattungsraten mit Turboladern und thermischen Abschirmteilen. Ein großer Teil der von den Kunden erhaltenen Entwicklungsaufträge entfiel 2012 auf Aufgabenstellungen im Zusammenhang mit der Optimierung des Verbrennungsmotors.

Neue und zunehmend anspruchsvollere Anwendungen für Metalldichtungen

Der klare Trend zum Motoren-Downsizing erfordert anspruchsvollere Zylinderkopfdichtungsdesigns, um Aggregate mit höherer Leistungsdichte abzudichten.

Bei den Neuentwicklungen standen 2012 verstärkt Projekte für kompakte hoch aufgeladene Benzinmotoren mit Direkteinspritzung auf der Agenda. Steigende Verbrennungsdrücke und Temperaturen spielen auch bei Benzinmotoren eine immer größere Rolle. Bei Zylinderkopfdichtungen für Dieselmotoren nimmt ElringKlinger seit Jahren eine führende Position ein.

Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit standen neue Werkzeug- und Werkstoffkonzepte zur Erhöhung der Dauerhaltbarkeit, insbesondere bei Motoren mit hohen Verbrennungsdrücken und niedrigen Schraubenkräften. ElringKlinger arbeitet derzeit an neuen geprägten topografischen Strukturen zur Bauteilvorspannung, um weitere Verbesserungen hinsichtlich Belastungsfähigkeit und Lebensdauer zu erreichen.

2012 erhöhte sich die Anzahl der Serienentwicklungsprojekte im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen auf 274 (221). Während die hohe Anzahl der von Seiten europäischer Automobilhersteller beauftragten Entwicklungsprojekte gehalten wurde, nahm die Anzahl der Produktneuentwicklungen vor allem für asiatische Hersteller deutlich zu. Auch bei den japanischen Herstellern gelang es 2012 verstärkt Fuß zu fassen.

In Nordamerika sind die technischen Anforderungen an die Motoren ebenfalls spürbar größer geworden. Dies führte dazu, dass ElringKlinger auch bei den US-Herstellern weiteres Wachstum bei den Entwicklungsprojekten verzeichnen konnte. Hier befinden sich auch mehrere Diesel-Zylinderkopfdichtungen in der Entwicklung.

Für den Geschäftsbereich Spezialdichtungen standen 2012 Themenstellungen im Zusammenhang mit zunehmender Turboaufladung, immer komplexerer Abgastechnologie sowie der steigenden Popularität von mehrstufigen Automatikgetrieben im Fokus der Entwicklungsaktivitäten.

Die Ausstattungsraten sowie die Anzahl der eingesetzten Turbolader je Fahrzeug sind 2012 vor allem in den europäischen Märkten und in Nordamerika weiter gestiegen. Im Turboladerbereich sind die Temperaturen extrem hoch. ElringKlinger hat sich mit seiner Materialkompetenz bei besonders temperaturfesten Legierungsmaterialien – sogenannten Super Alloys – aussichtsreich am Markt positioniert und liefert komplette Dichtungssysteme für Turbolader. Mittlerweile zählen alle wichtigen Turboladerhersteller weltweit zum Kundenkreis. 2012 entwickelte der Bereich Spezialdichtungen zahlreiche Applikationen anspruchsvoller V-Ringdichtungen, die im Turbolader an zentraler Stelle zum Einsatz kommen. Ein wichtiger Treiber für die Nachfrage nach diesen Produkten ist die Einführung der Euro-6-Gesetzgebung. Auch die Fertigungsverfahren wurden 2012 optimiert und weiter automatisiert. Auf diesem Gebiet konnten mehrere Patente angemeldet werden.

Die zunehmende Komplexität der Abgasanlage und die immer breitere Anwendung von Turboaufladung bzw. Abgasrückführung bei den neuen Motorenkonzepten stellen immer höhere Ansprüche an die Dichtungstechnik im gesamten Abgasstrang. Zusätzliche Dichtstellen müssen unter Hochtemperaturbedingungen abgedichtet werden. 2012 entwickelte der Geschäftsbereich Spezialdichtungen eine Vielzahl neuer Dichtungen für diesen Anwendungsbereich. Dabei spielten auch neue, besonders belastbare Elastomerbeschichtungen eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen lag auf neuen, leistungsfähigen Getriebesteuerplatten für Automatik- und Doppelkupplungsgetriebe. Das patentierte ElringKlinger-Dichtungsdesign trägt zur Effizienzsteigerung bei, indem es die Leckströme im Getriebe spürbar verringert. 2012 konnten vor allem von US-amerikanischen und asiatischen Kunden viele neue Entwicklungsaufträge akquiriert werden.

Insgesamt hat der Geschäftsbereich Spezialdichtungen 2012 die Entwicklungskapazitäten weiter ausgebaut. Dem steigenden Anteil asiatischer Kunden trug der Geschäftsbereich mit der Einrichtung eines Entwicklungs- und Applikationszentrums am chinesischen Standort Changchun Rechnung.

Thermomanagement und akustische Abschirmung im Trend

Auch im Geschäftsbereich Abschirmtechnik führten 2012 Downsizing und immer aufwendigere Abgasnachbehandlung zu neuen Entwicklungsaufgaben. Beengte Einbauverhältnisse in den neuen kompakten Motoren, Turboaufladung und Katalysatoren verursachen hohe Umgebungstemperaturen. Sensoren, Elektronik und Schlauchleitungen müssen vor diesen Einflüssen mit Hilfe thermischer Abschirmtechnik geschützt werden. Damit steigt die Anzahl der notwendigen Hitzeschilde im Fahrzeug.

Als einer von wenigen Herstellern weltweit verfügt ElringKlinger über die notwendige Gesamtkompetenz zur Entwicklung von kompletten Abschirmpaketen für das Fahrzeug – vom Motor über den Unterboden bis hin zur Abgasanlage.

Grundsätzlich wird das Abschirmteil zunehmend zum Isolationsteil für das Thermomanagement weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt lag auf der Direktabschirmung, um Abstrahlverluste zu vermeiden oder schnellere Aufheizzeiten und höhere Betriebstemperaturen von Katalysatoren zu realisieren.

Ein großer Teil der Entwicklung von neuen Anwendungen entfiel 2012 auf Hitzeschilde für Turbolader und Abgassysteme. In diesem Bereich wurde auch die Zusammenarbeit mit Tier-1-Zulieferern, zum Beispiel mit Herstellern von kompletten Abgasanlagen, ausgeweitet.

Bei Unterbodenhitzeschilden konnten 2012 mehrere große Entwicklungsprojekte von deutschen Premiumherstellern akquiriert werden.

Bei der Entwicklung neuer Lösungskonzepte wird die Kombination von Hitzeschutz mit Schallschutz immer wichtiger. ElringKlinger entwickelte dafür spezielle thermisch/akustische Mehrlagenverbundwerkstoffe.

Eine wichtige Zielsetzung bei der Herstellung thermischer und akustischer Abschirmkomponenten – insbesondere für den Unterboden – war das Thema Leichtbau. Um Gewicht zu sparen, sollen die eingesetzten Teile möglichst leicht sein. Dies spart Kraftstoff.

Dafür entwickelte ElringKlinger neuartige Organobleche, in denen spezielle hitzeresistente Fasern eingebracht werden. Dabei kommen Glas- und Silikatfasern, aber auch Naturfasern zum Einsatz. Die Leichtbauteile übernehmen zugleich akustische Abschirmfunktionen und dämpfen die Geräuschentwicklung im Fahrzeuginneren. Die entsprechenden Produktionsprozesse und -technologien konnten bereits aufgesetzt werden. Eine neue Anlage zur Herstellung dieser Teile wurde beschafft.

2012 nahm die Anzahl der Projekte für den Lkw-Bereich spürbar zu. Die Entwickler des Bereichs Abschirmtechnik arbeiteten hier in erster Linie an Rohreinhausungen und kombinierten thermisch/akustischen Abschirmkomponenten.

In Zusammenarbeit mit der Hug Engineering AG hat die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG 2012 mehrere Abschirmteile entwickelt, die zur thermischen Abschirmung in den Einhausungen der Hug-Abgasreinigungssysteme eingesetzt werden.

Für Anwendungen im Bereich E-Mobility entwickelte der Bereich Abschirmtechnik Thermomanagement-Konzepte und leitete Produktentwürfe ab. Hier wurden speziell auf Hybridfahrzeuge zugeschnittene Lösungen auf den Markt gebracht. Ein Komplettpaket schirmt dabei die kombinierten Antriebsstränge sowohl thermisch als auch akustisch ab.

Hitzeabschirmung ist auch über das Fahrzeug hinaus gefragt. Für erste Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie entwickelte ElringKlinger beispielsweise Gehäuseteile für Kaffeemaschinen aus wiederverwertetem Aluminium oder Mikrowellenabschirmungen.

Mit Leichtbaukompetenz Gewicht sparen – auch im Lkw

Im Mittelpunkt der Entwicklungsaktivitäten des Geschäftsbereichs Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik stand der Leichtbau. Mit Hilfe modernster Kunststoffspritzgusstechnologie werden teure und schwere Metallteile durch leichte Teile aus Polyamid und neuen faserverstärkten Organomaterialien ersetzt. Die Folge ist eine beträchtliche Gewichtseinsparung, wodurch der Kraftstoffverbrauch spürbar gesenkt wird.

Mit der Übernahme der Hummel-Formen-Gruppe im Oktober 2011 verfügt ElringKlinger im Konzernverbund nunmehr über einen der führenden Hersteller von Kunststoffspritzgießwerkzeugen, der zudem langjährige Produktentwicklungskompetenz einbringt.

Hauptthema der Entwicklungstätigkeit im Bereich Kunststoffgehäusemodule waren neue Anwendungen im Lkw-Bereich. Neben der Konzeption weiterer Applikationen von hoch belastbaren Ölwannenmodulen und Ventilhauben entwarfen die Entwickler des Bereichs neue gewichtsreduzierte Anwendungen im Ölkreislauf sowie in der Ladeluftstrecke.

So wurden Ladeluftrohre im Hochtemperaturbereich des Lkw-Ansaugtrakts zur Serienreife gebracht, die bis zu 3 bar Ladeluftdruck führen. Hinzu kamen Ansaugmodule aus Polyamidkunststoff sowohl für Benzin- als auch für Dieselmotoren.

Hochfeste Polyamidbauteile im Ölkreislauf verbreiterten das Produktportfolio zusätzlich. Zu den neu entwickelten Teilen zählten 2012 Ölsaugrohrmodule sowie komplette Öltankmodule.

Für komplexe Produktgeometrien wurde bei Hummel-Formen ein besonders präzises Fertigungsverfahren entwickelt. Dabei werden die Kunststoffteile durch Heißgasschweißen in der Spritzgießform zu einem besonders festen und verzugsfreien Bauteil zusammengefügt.

Neue Ventilhaubenapplikationen im Pkw-Bereich wurden bereits mit vollständig integrierten Funktionen wie Ölabscheidesystem, Druckregelventil, Unterdruckspeicher, thermischer Abschirmung, Dichtung und Entkopplungselementen konzipiert und auf den Markt gebracht.

Aufgrund der hohen Anzahl von Entwicklungsprojekten, die der Geschäftsbereich 2012 von asiatischen Fahrzeugherstellern erhielt, wird derzeit in Suzhou, China, ein Entwicklungszentrum eingerichtet. Dieses wird künftig lokale Projekte betreuen.

2012 starteten die ElringKlinger-Kunststoffspezialisten ein hoch interessantes Entwicklungsvorhaben mit hohem Marktpotenzial: Mit Hilfe eines evolventen Designs soll ein deutlich wirksamerer Ölabscheider für Lkw-Motoren auf den Markt gebracht werden. In dem neuartigen, scheibenförmigen Design werden die Ölpartikel durch die einwirkenden Fliehkräfte nach außen zentrifugiert, das Öl scheidet sich an kanalartig strukturierten Wänden ab. Das Projekt qualifizierte sich für die Förderung aus dem Energieeffizienzprogramm des Bundesministeriums für Umweltschutz.

Abgasreinigungstechnologie mit hohem Potenzial

Mit dem Kauf der Hug-Gruppe im Mai 2011 hat ElringKlinger sein Produktportfolio um Komponenten und komplette Systeme für die Abgasreinigung erweitert. Das Schweizer Unternehmen zählt technologisch zu den führenden Anbietern von Abgasnachbehandlungssystemen für stationäre und Off-Road-Applikationen.

Hug Engineering entwickelt und produziert alle wesentlichen Komponenten wie Keramiksubstrate für Katalysatoren und Dieselpartikelfilter, katalytische Beschichtungen, SCR-Systeme und Gehäuse selbst.

Im Verbund der ElringKlinger-Gruppe wird Hug nun verstärkt auf größere Serienanwendungen für Nutzfahrzeuge ausgerichtet.

Die Dieselpartikelfilter arbeiten mit einer keramischen Wabenstruktur. Die porösen Wabenwände werden vom Abgas durchströmt. Mit der besonderen Beschaffenheit der Hug-Keramik werden alle Partikelgrößen, auch die sogenannten Feinstpartikel (PM10), zu über 99 % herausgefiltert. Dies ist umso wichtiger, als Feinstpartikel zunehmend in den Fokus der Emissionsgesetzgebung rücken. Um den Rußabbrand im Filter zu unterstützen, werden die Filter katalytisch beschichtet. Darüber hinaus entwickelt und fertigt Hug keramische Katalysatoren für die katalytische Oxidation von Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid sowie SCR-Katalysatoren.

Das Partikelfiltersubstrat von Hug wird bereits bei vielen Applikationen mit dem edel- und schwermetallfreien und damit deutlich umweltfreundlicheren CleanCoatTM-Material von ElringKlinger beschichtet. Die auf Silikattechnologie basierende Beschichtung unterstützt den Abbrand von Rußpartikeln katalytisch. Bei den in Lastkraftwagen und Bussen durchgeführten Feldtests und der anschließenden Langzeiterprobung lieferte CleanCoatTM überzeugende Ergebnisse. Die katalytische Regeneration des Filters erfolgt bereits bei niedrigen Temperaturen. Durch die verkürzten Regenerationszyklen werden die Kraftstoffnacheinspritzung und damit die CO2-Emissionen signifikant reduziert. ElringKlinger hat das Beschichtungsmaterial zusammen mit einem Partnerunternehmen für Anwendungen in Dieselpartikelfiltern entwickelt und lizensiert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zeichnete den umweltfreundlichen Rußkatalysator 2012 mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis aus. Einen ersten großen Serienauftrag eines internationalen Baumaschinenherstellers für ein mit CleanCoatTM beschichtetes System hat ElringKlinger bereits erhalten.

Ein Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag 2012 auf Anwendungen für Schiffsmotoren, Baumaschinen, Diesellokomotiven und Nutzfahrzeugen.

Zudem konstruierte Hug Systeme für stationäre Motoren und Großmotoren, die in Kraftwerken zur Stromversorgung genutzt werden. Die Nachfrage nach Abgasreinigungssystemen für diese Nischenmärkte wird in den kommenden Jahren international getrieben von dem Inkrafttreten entsprechender Emissionsrichtlinien.

Reku-Kat für Erdgasmotoren

Für große Erdgasmotoren, die als Magermotoren vor allem in der Stromerzeugung zum Einsatz kommen, entwickelten die Hug-Techniker einen Rekuperationskatalysator. Dieser zerlegt das entstehende Methan und verbessert damit die CO2-Bilanz signifikant. Nach den im Labor mit vielversprechenden Ergebnissen abgeschlossenen Testläufen geht der neue Katalysator 2013 in die Erprobungsphase.

Anwendungen für Nutzfahrzeuge

ElringKlinger hat die Hug-Abgastechnologie 2012 auch bei Erstausrüstungskunden im Nutzfahrzeugbereich präsentiert und erste Musterteile geliefert. Das Inkrafttreten der Euro-VI-Abgasgesetzgebung für Lkw im Jahr 2014 wird insbesondere in diesem Bereich weitere Nachfrage schaffen. Neben den kompletten Abgasreinigungssystemen bietet ElringKlinger auch Einzelkomponenten wie den Partikelfilter bzw. das Beschichtungsmaterial an.

Im Mittelpunkt der Entwicklungstätigkeit stand 2012 auch, neue leistungsfähigere und dabei kostengünstige Substratmaterialien für Oxidations- und SCR-Katalysatoren sowie für Dieselpartikelfilter zu qualifizieren. Die Hug-Techniker führten dazu zahlreiche Tests und Prüfläufe durch und sind mit einem Mullit-basierten Substrat in der Erprobungsphase.

CARB-Zulassung für Hug-Filtersysteme in den USA

Die weltweit zunehmend schärferen Grenzwerte für Rußpartikelemissionen werden häufig auch auf Bestandsfahrzeuge angewandt. Dementsprechend besteht hohes Potenzial für Nachrüstlösungen.

Das neu entwickelte Hug-Filtersystem „mobiclean RTM“ hat 2012 die begehrte Zertifizierung durch die kalifornische Umweltbehörde California Air Resources Board (CARB) erhalten. Diese gilt mittlerweile sowohl für Motoren mit als auch für Aggregate ohne Abgasrückführung. Das Hug-Nachrüstsystem besteht aus Oxidationskatalysator und Dieselpartikelfilter mit edelmetallfreier CleanCoatTM-Beschichtung. Für die kombinierte Hug-CleanCoatTM-Technologie ergaben die CARB-Messungen im Vergleich zum Stand der Technik besonders niedrige Regenerationstemperaturen.

Die CARB-Zulassung öffnet der ElringKlinger-Abgastechnologie die Tür zum bedeutenden US-Nachrüstmarkt. Denn Busse und Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 6,34 Tonnen, die auf kalifornischem Staatsgebiet fahren, müssen gemäß den kalifornischen Emissionsrichtlinien nachgerüstet werden. Im Jahr 2012 wurden bereits 1.500 dieser Nachrüstsysteme von US-Kunden geordert. Die Hug-Systeme werden flächendeckend über das Händlernetz eines US-Lkw-Herstellers vertrieben.

Sauber auch auf hoher See

Als Spezialist für die Nachrüstung von Hochseeyachten konzipierte Hug 2012 spezielle Abgasreinigungsanlagen, die modular in die räumlich sehr begrenzten Motorräume von Hochseeschiffen eingebaut werden können. Bei Systemen für Hochseeschiffe wird in den kommenden Jahren – vor dem Hintergrund sich abzeichnender gesetzgeberischer Maßnahmen und einer verstärkten Wahrnehmung der Thematik bei Umweltverbänden – eine hohe Nachfrage erwartet. Die schwerölbetriebenen Schiffsdieselmotoren tragen derzeit wesentlich zum weltweiten Emissionsaufkommen bei – insbesondere von Rußpartikeln und Stickoxiden. Die EU-Kommission kündigte im Oktober 2012 ein System zur Beobachtung und Überprüfung der Emissionen an, mit dem Ziel, den Schadstoffausstoß der Schifffahrt zu reduzieren. 2012 hat Hug bereits mehrere Aufträge zur Ausrüstung von Flusskreuzfahrtschiffen mit Abgasreinigungsanlagen erhalten, die ab 2013 an die Kunden ausgeliefert und eingebaut werden.

E-Mobility: Batterietechnik für Hybride und reine Elektromobile

Den 2010 gegründeten Geschäftsbereich E-Mobility hat ElringKlinger im Jahresverlauf 2012 ausgebaut. In der Batterietechnik arbeiten mittlerweile 65 Mitarbeiter, der Großteil davon im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im Musterbau. Mit der Batterietechnik hat sich das Unternehmen zusätzlich Wachstumspotenziale bei Hybriden und rein elektrischen Fahrzeugen erschlossen.

ElringKlinger hat binnen kürzester Zeit eine besonders leistungsfähige und stabile Lösung zur Verbindung von Lithium-Ionen-Zellen und -Modulen für Hochenergiespeicher entwickelt und erfolgreich auf den Markt gebracht. Die neuen Zellkontaktiersysteme finden vor allem in Full- und Plug-in-Hybriden, aber auch in reinen Elektromobilen Verwendung. Die geprägten Zellverbindungselemente zeichnen sich durch hohe thermische und mechanische Belastbarkeit aus. Sie gleichen mit Hilfe eines patentierten Designs die durch Temperaturschwankungen verursachten Relativbewegungen zwischen den Lithium-Ionen-Zellen in der Batterie aus. Die ElringKlinger-Batterietechnik konnte bei der Entwicklung dieser gänzlich neuen Produktlinie auf das bereits vorhandene Material-Know-how und die Verfahrenstechnik zur Herstellung hochwertiger Metall- und Kunststoffkomponenten aufbauen.

Bis Mitte 2011 wurden die Systeme zur Serienreife entwickelt und in den Markt eingeführt. 2012 hat ElringKlinger den Kundenkreis verbreitert und weitere Serienaufträge erhalten. Die Kapazitäten in der Entwicklung und im Musterbau waren mit einer Vielzahl von Entwicklungs- und Prototypenaufträgen vollständig ausgelastet.

Wesentlich für die erfolgreichen Serienanläufe war auch die Konzeption der Anlagentechnik und der Fertigungsprozesse. ElringKlinger hat bereits Mitte 2011 den Betrieb der ersten Serienfertigungsanlage für Zellkontaktiersysteme aufgenommen. Im Jahresverlauf 2012 wurden die Produktionsprozesse weiter automatisiert und die Fertigungslinie auch auf die Herstellung prismatischer Systeme ausgelegt.

Weitere Entwicklungsprojekte für Batterie-Zellverbinder

In mehr als einem Dutzend Projekten arbeiteten die ElringKlinger-Entwicklungsteams 2012 an besonders leistungsfähigen und dauerbelastbaren Konzepten zur Zellkontaktierung. Dabei wurden nicht nur Lösungen für zylindrische, sondern auch für besonders platzsparende prismatische Zellstrukturen in Hochvoltenergiespeichern auf den Markt gebracht. Die Sensorik zur Erfassung und Überwachung von Spannung und Temperatur wurde bereits vollständig in einem Kontrollinterface integriert.

Derzeit wird bereits an Systemen der zweiten Generation gearbeitet. Hauptziele sind, die Leistung der Verbindungstechnologien weiter zu verbessern und die Kosten zu senken. Hier kommt dem Einsatz neuer Materialien und Zellverbindergeometrien eine wichtige Rolle zu. Bei der Signalführung im Kontaktierungssystem und der Integration von Sensorik wurden 2012 zukunftsweisende neue Konzepte erprobt.

Mit an Bord im SafeBatt-Forschungskonsortium

Die ElringKlinger AG ist zudem Entwicklungspartner in dem 2012 ins Leben gerufenen Forschungskonsortium SafeBatt. SafeBatt steht für aktive und passive Maßnahmen an Batteriekomponenten zur Steigerung der Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien. Hauptanliegen der gemeinsamen Initiative von 15 Partnern aus Automobil- und Zuliefererindustrie sowie Wissenschaft ist es, die Zuverlässigkeit und Eigensicherheit von in Hybridfahrzeugen und reinen Elektromobilen eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien maßgeblich zu verbessern.

Die Bundesregierung hat das bis Mitte 2015 laufende Forschungsprogramm SafeBatt als eines von neun „Leuchtturmprojekten“ der Nationalen Plattform für Elektromobilität benannt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses Forschungsprojekt. ElringKlinger wird dabei in erster Linie seine Erfahrungen bei der Zellkontaktierung und hier insbesondere bei der Evaluierung und Integration der Sensorik einbringen. Die Projektpartner sind BASF SE, BMW AG, Daimler AG, Deutsche ACCUmotive GmbH & Co.KG, ElringKlinger AG, Evonik Litarion GmbH, Infineon Technologies AG, Li-Tec Battery GmbH, SGS Germany GmbH, Volkswagen AG, Wacker Chemie AG, das Institut für Chemische Technologie ICT der Fraunhofer-Gesellschaft, die Technische Universität Braunschweig mit dem Institut für Partikeltechnik iPAT, die Technische Universität München mit dem Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik sowie die Universität Münster mit ihrem Batterieforschungszentrum MEET.

Neben der Arbeit an neuen, besonders leistungsfähigen Zell- und Modulverbindern lagen die Entwicklungsschwerpunkte bei Zellgehäusen und -abdeckungen, Batteriegehäusedichtungen sowie Druckausgleichselementen. Die Technologie dafür basiert auf dem Membran-Know-how der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH.

Die erfolgreich abgeschlossenen Entwicklungsprojekte und der Anlauf der Serienfertigung haben der ElringKlinger-Batterietechnik 2012 eine führende Position im Markt der Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und andere Hochenergiespeicherkonzepte verschafft. In den kommenden Jahren wird das Unternehmen von einem Fortschreiten der Hybridisierung und Elektrifizierung profitieren und gleichzeitig mit weiteren Produktinnovationen in diesem Bereich auf den Markt kommen.

Brennstoffzellen-Technologie: Kommerzialisierung steht an

In der Brennstoffzellen-Technologie hat ElringKlinger die überwiegend längerfristig laufenden Projekte weiter vorangebracht. Auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnik meldete das Unternehmen in den letzten Jahren zahlreiche wichtige Patente an. Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit 2012 stand, das in mehr als zehn Jahren erarbeitete technologische Know-how und die verfahrenstechnischen Kenntnisse einzusetzen, um die vorhandenen Laborlösungen und Prototypen in kommerzialisierbare Produktlösungen zu überführen.

ElringKlinger ging in diesem zukunftsträchtigen Geschäftsfeld auch 2012 mit hohen Beträgen in Vorleistung. Die ElringKlinger-Brennstoffzellentechnik qualifizierte sich für mehrere bedeutende Förderprojekte der öffentlichen Hand für alternative Antriebstechnologien und Energieeffizienz. Die Aufwendungen für diesen entwicklungsintensiven Bereich konnte das Unternehmen teilweise aus diesen Mitteln decken.

Bipolarplatten für Brennstoffzellenstacks

Zu den wichtigsten Produktentwicklungen zählen gestanzte metallische Bipolarplatten für PEM-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membran). Sie werden als Schlüsselkomponenten im Brennstoffzellenstapel in großen Stückzahlen benötigt. Kombiniert mit einem Elektromotor sollen diese Brennstoffzellenstacks den klassischen Verbrennungsmotor als Antriebsaggregat im Fahrzeug ersetzen.

ElringKlinger arbeitet an dieser Stelle besonders eng mit den Kunden zusammen. Mittlerweile fertigt das Unternehmen auf seriennahen Produktionsanlagen Bipolarplatten für die Demonstrationsflotte eines internationalen Pkw-Herstellers. 2012 haben die Entwickler die Plattendesigns optimiert und es gelang, die Kosten mit dem Einsatz neuer Materialien zu senken. Dabei setzte das Unternehmen hoch präzise Stanzprägeverfahren und Laserschweißprozesse in Folgeverbund-Werkzeugtechnologie ein.

SOFC-Stacks für die mobile Anwendung im Lkw

Zusammen mit zwei Kooperationspartnern arbeitete ElringKlinger 2012 mit Hochdruck an Brennstoffzelleneinheiten für mobile Anwendungen in Nutzfahrzeugen.

Der amerikanische Gesetzgeber hat mit dem so genannten Non-Idling Law einen interessanten Markt geschaffen. Dieses untersagt jetzt in den meisten US-Bundesstaaten, den Lkw-Motor im Standbetrieb laufen zu lassen, um die Bordstromversorgung und Standklimatisierung zu betreiben. Alternative Zusatzsysteme, die diese Aufgaben nun ohne Motorbetrieb übernehmen, sind gefragt.

Bei der ElringKlinger-Lösung wandelt eine mit Reformer und Wärmetauscher kombinierte SOFC-Hochtemperatur-Brennstoffzelle Energieträger wie Diesel oder Erdgas mit sehr hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie um. Die effizienten und umweltfreundlichen Brennstoffzellen sollen die derzeit häufig eingebauten Dieselnachrüstaggregate ersetzen, bei denen sich die Geräuschentwicklung und die vergleichsweise hohen Emissionswerte zum Nachteil auswirken.

Durch ein neues Stack-Design konnten 2012 nachhaltige Leistungswerte im erforderlichen Bereich zwischen 3 und 4 kW realisiert werden. Das Gesamtsystem wird mit Hilfe einer vom Geschäftsbereich Abschirmtechnik entworfenen Thermo-Kompletteinhausung gegen Hitzeabstrahlung abgeschirmt. Die gefertigten Prototypen wurden umfangreichen Test- und Prüfverfahren unterzogen, um die geforderte hohe Lebensdauer zu simulieren. Für 2013 steht die Herstellung von Demonstrationssystemen für die Kundenpräsentationen auf der Agenda.

Nicht nur in der Produktentwicklung, auch beim Aufbau serientauglicher Prozesstechnologie gab es 2012 wichtige Fortschritte. ElringKlinger hat die bereits 2011 in Betrieb genommene Pilotfertigungsanlage für SOFC-Stacks (Solid Oxid Fuel Cell, Festoxid-Brennstoffzelle) weiter optimiert. Auf dieser Anlage können nun Einheiten mit einer Leistung von 3 bis 4 kW prozesssicher hergestellt werden.

Brennstoffzellen für die dezentrale Energieversorgung

In einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium befindet sich das Konzept eines SOFC-Leichtbau-Stacks für den stationären Einsatz in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das Stack ist für dezentrale Anwendungen in der Energieversorgung konzipiert. Dabei können unterschiedliche Energieträger, vorzugsweise Gas, genutzt werden. Die Einheit übernimmt dann, dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung folgend, sowohl die Strom- als auch die Wärmeversorgung der Haushalte. Die stark gestiegenen Strompreise machen diese Technologie zukünftig immer konkurrenzfähiger.

Fortschritte im Flotteneinsatz

Technisch deutlich weiter gekommen ist ElringKlinger 2012 bei der Entwicklung eines

kompletten PEM-Niedrigtemperatur-Brennstoffzellenstacks. Das Stack leistet mittlerweile rund 5 kW und wird in Kombination mit einer Lithium-Ionen-Batterie zu einer leistungsstarken Energiezelle zusammengeschlossen. Das System wurde auf den Einsatz in Flurförderfahrzeugen zugeschnitten. Es kommt insbesondere für Logistikzentren mit entsprechender Wasserstoffinfrastruktur in Frage. Bei diesem Flottenprojekt kooperiert ElringKlinger mit einem Unternehmen aus dem Bereich der Leistungselektronik und Systemintegration, einem führenden Hersteller von Flurförderfahrzeugen sowie einem global tätigen Logistikkonzern.

Die umfangreichen Test- und Prüfprozesse sind abgeschlossen. Mehrere Prototypen wurden erfolgreich erprobt und an die Kooperationspartner übergeben. Technologisch stehen die Systeme kurz vor der Markteinführung. Weitere Verbesserungen zielen vor allem auf die Herstellung kostengünstigerer Lösungen ab.

Starke Produkt-Pipeline sichert überdurchschnittliches Umsatzwachstum

Die ElringKlinger-Gruppe sieht sich aufgrund ihrer hohen Vorleistungen für die neuen Produkte im Bereich E-Mobility sowie der kontinuierlichen Entwicklung weiterer Anwendungen für bestehende Produktkonzepte und Verfahren gut dafür positioniert, auch in den kommenden Jahren stärker als der Markt zu wachsen. Die Neuentwicklungen im Bereich Abgasreinigungstechnologie bieten – auch außerhalb der Automobilindustrie – zusätzliche interessante Wachstumsmöglichkeiten.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet.

Die Vergütung enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile sind untergliedert in eine kurzfristige Komponente, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, und in eine langfristige Komponente, die sich an der Aktienkursentwicklung orientiert.

Die kurzfristige variable Vergütung errechnet sich als Prozentsatz des durchschnittlichen Ergebnisses vor Ertragsteuern der letzten drei Jahre im Konzern. Sie wird jährlich bezahlt. Die kurzfristige variable Vergütung ist auf zwei Jahresfixgehälter begrenzt.

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung werden den Mitgliedern des Vorstands Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewähren einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Die Zuteilung erfolgt für zwei Vorstände in fünf Tranchen, beginnend zum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012. Für ein Vorstandsmitglied erfolgt die Zuteilung ebenfalls in fünf Tranchen, aber beginnend zum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2013. Der Zuteilungspreis ist der durchschnittliche Aktienkurs der letzten 60 Börsentage vor dem Tag der Zuteilung. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtet sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist, mindestens aber um 25 %. Den erwarteten zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist für die am 1. Februar 2008 und 1. Februar 2009 bzw. am 1. Januar 2009 zugeteilten Tranchen betrug drei Jahre, für alle übrigen Tranchen beträgt diese vier Jahre.

Den Vorstandsmitgliedern steht ein Dienstfahrzeug, auch zur privaten Nutzung, zur Verfügung.

Die Vorstände haben einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern entweder der Dienstvertrag beendet ist, das 65. Lebensjahr erreicht wurde und die gesetzliche Rente bezogen wird oder Erwerbsunfähigkeit eintritt. Dieser Anspruch beläuft sich auf 2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr, insgesamt maximal 45 %.

Für die Tätigkeit als Mitglied der Aufsichtsgremien bei Tochter- und Beteiligungsgesellschaften erhalten die Vorstände keine Vergütung.

Die Vorstandsverträge wurden zwischenzeitlich um eine weitere Amtsperiode verlängert und angepasst. Daraus ergeben sich mit Wirkung ab dem 1. Februar 2013 folgende Änderungen der Vergütungsstruktur. Die kurzfristige variable Vergütung wird auf maximal drei Jahresfixgehälter begrenzt sein. Die aktienkursbasierte Zusatzvergütung als langfristige variable Vergütung sieht zukünftig die Zuteilung von jeweils 30.000 Partizipationsrechten zum 1. Februar eines Jahres vor. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten 60 Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte ist ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger-Aktien der letzten 60 Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf zwei Jahresfixgehälter beschränkt. Der Ruhegeldanspruch wird auf 3,0 % bzw. 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr angehoben. Die Deckelung bleibt insoweit unverändert bei 45 %.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 31. Mai 2011 erfolgt.

Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen Bestandteil und in einen variablen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das 2-fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2012 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2012 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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Walter H. Lechler, Stuttgart Insgesamt 22,0273 % (davon werden ihm 9,93 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang auf Seite 52 enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die quartalsweise erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Koordinationsfunktion ist beim Leiter der Konzernrechtsabteilung angesiedelt.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden in den Geschäfts- und Servicebereichen der AG sowie bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bzw. entsprechend qualifizierten Unternehmen im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2012 fanden Revisionen unter anderem bei der Elring Klinger do Brasil Ltda., der Hug Engineering AG in der Schweiz, der ElringKlinger Canada, Inc. sowie bei Tochtergesellschaften der 2011 erworbenen Hummel-Formen GmbH statt. Sämtliche durchgeführte Prüfungen ergaben, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die internen Vorgaben regelmäßig beachtet wurden. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.

Darüber hinaus wurde ein entsprechend spezialisiertes Prüfungs- und Beratungsunter-nehmen beauftragt, ein Compliance-Risikoprofil für ElringKlinger zu erstellen, um daraus geeignete Maßnahmen für das Compliancesystem abzuleiten. Die Analyse hat insbesondere ergeben, dass ElringKlinger kein besonderes Risikopotenzial aufweist. Erkenntnisse und Empfehlungen aus der Analyse sollen im Geschäftsjahr 2013 durch entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Leiter Finanzen und dieser an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenabstimmungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und Konzernlagebericht bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.

Die deutschen und einige ausländische Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Leiter Finanzen. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen. Zum Jahresabschluss 2012 kam erstmalig eine neue Software zum Einsatz, auf Basis derer IFRS-Daten im Konzern erhoben und konsolidiert werden. Zukünftig werden Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse mit dem System erstellt. Der Zugriff zum System ist über eine Freigaberegelung eingeschränkt.

Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses werden grundsätzlich keine externen Dienstleister eingesetzt, sondern dieser wird – wie beschrieben – durch die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche durchgeführt.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und der Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Risiken

Allgemeine konjunkturelle Risiken

Die Prognosen der Banken und Wirtschaftsforschungsinstitute sehen für 2013 eine regional stark unterschiedliche Entwicklung der Wirtschaftsräume. Im Vergleich zum Vorjahr ist die hohe Bandbreite bei den Prognosen deutlich geringer geworden.

Die anhaltend hohe Staatsverschuldung im Zusammenwirken mit hoher Arbeitslosigkeit und der Verunsicherung der Verbraucher stellt ein nicht zu unterschätzendes Risikopotenzial für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Euroraums dar. Die notwendige Konsolidierung der Staatshaushalte könnte dazu führen, dass sich die Rezession in der Eurozone auch 2013 fortsetzt.

Dies birgt vor allem in den stärker betroffenen südeuropäischen Staaten das Risiko eines weiteren Rückgangs der Pkw-Verkäufe von den bereits erreichten 20-Jahrestiefs. Die konjunkturelle Abhängigkeit gilt ganz besonders für die Nachfragesituation im Lkw-Geschäft.

Die Folge wäre eine geringere Nachfrage der betroffenen Fahrzeughersteller nach ElringKlinger-Komponenten.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Erholung in den USA und das Wachstum der Schwellenmärkte die Schwäche der europäischen sowie der japanischen Wirtschaft 2013 überkompensieren können. Die Weltwirtschaft insgesamt soll 2013 um 3,5 % wachsen.

Sollte sich die konjunkturelle Dynamik auf diesen wachsenden Märkten unerwartet abkühlen, wären unmittelbare Auswirkungen auf die weltweite Fahrzeugnachfrage nicht auszuschließen. Eine solche Entwicklung würde sich auch auf die Umsatz- und Ergebnissituation des ElringKlinger-Konzerns spürbar negativ auswirken.

Andererseits würde ElringKlinger von einer stärker als erwartet wachsenden Weltwirtschaft indirekt profitieren. Eine dynamischere Entwicklung bedingt erfahrungsgemäß eine anziehende Pkw-Nachfrage und eine Belebung der derzeit extrem schwachen Lkw-Märkte. Dies hieße im Gegenzug, dass die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten anzieht.

ElringKlinger versucht, konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung angemessen zu berücksichtigen. Zu diesem Zweck wird den Planungsprozessen grundsätzlich ein vorsichtiges makroökonomisches Szenario zugrunde gelegt.

Im Falle eines konjunkturellen Einbruchs in einer einzelnen Region kann die ElringKlinger-Gruppe diesen mit Hilfe ihrer breiten, internationalen Aufstellung auf Konzernebene zumindest teilweise ausgleichen.

Sollte es zu größeren volkswirtschaftlichen Verwerfungen kommen, die auch auf die Automobilbranche rückkoppeln, ist der Konzern dank seiner flexiblen Organisation in der Lage, zeitnah zu reagieren und die Kostenstrukturen entsprechend den Marktgegebenheiten anzupassen.

Branchenrisiken

Ein plötzlicher und tiefgreifender Einbruch der Fahrzeug- und Motorenproduktion in einer oder mehrerer der für den Konzern wichtigen Absatzregionen könnte einen signifikanten Rückgang der von den Kunden abgerufenen Teilemengen oder Stornierungen nach sich ziehen. Dies würde zu einer kurzfristig wesentlich niedrigeren Auslastung der Produktion führen, was wiederum geringere Deckungsbeiträge und eine entsprechende Belastung der operativen Marge zur Folge hätte. Das Anpassen der Kostenstrukturen und Kapazitäten an einen überraschend starken Brancheneinbruch benötigt auf der Unternehmensseite eine gewisse Reaktionszeit und könnte damit vor allem temporär einen spürbaren Rückgang der Profitabilität auslösen.

Risiken für 2013 gehen nach derzeitiger Einschätzung der Marktlage vor allem von der anhaltend schwachen Entwicklung der Pkw-Verkäufe in den süd- und westeuropäischen Staaten aus.

Sollte sich die Staatsschuldenkrise nochmals verschärfen, würde dies negativ auf das Konsumentenverhalten rückkoppeln. Es bestünde die Gefahr, dass vor allem in den von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen europäischen Peripheriestaaten die Pkw-Verkäufe nochmals signifikant zurückgehen.

Ein derzeit für Westeuropa nicht auszuschließender weiterer Rückgang der Fahrzeugnachfrage im mittleren einstelligen Prozentbereich sollte jedoch auf globaler Ebene durch Zuwächse in Asien und Nordamerika kompensiert werden können.

Alles in allem ist ein umfassender Einbruch der Weltfahrzeugproduktion – trotz der extrem schwachen Verfassung des europäischen Fahrzeugmarkts – 2013 eher unwahrscheinlich. Ein den Jahren 2008/09 vergleichbares Krisenszenario zeichnet sich derzeit nicht ab.

Kundenrisiken

Der starke Aufschwung der Weltfahrzeugproduktion in den Jahren 2010 und 2011 hatte bei den meisten Kunden der ElringKlinger-Gruppe zu einer deutlichen Verbesserung der Absatz- und Ertragslage geführt. Dies gilt vor allem für die Premiumhersteller.

Die bereits beschriebenen Auswirkungen der Verschuldungskrise haben 2012 bei Kunden, die stark auf die süd- und westeuropäischen Fahrzeugmärkte fokussiert sind, zu massiven Absatzrückgängen und einer entsprechend verschlechterten Ertragssituation geführt. Dennoch ist das Risiko von Zahlungsausfällen auf Seiten der Kunden überschaubar geblieben und als vergleichsweise gering einzuschätzen.

Im unwahrscheinlichen Falle der Insolvenz eines der fünf größten Kunden hätte das Ausfallrisiko bei den offenen Forderungen für ElringKlinger zum Stichtag 31. Dezember 2012 zwischen 8,2 und 19,5 Mio. Euro gelegen.

Die Risiken, die sich aus der Abhängigkeit von einem Einzelkunden ergeben könnten, hat ElringKlinger in den letzten Jahren gezielt minimiert. Der Kundenstamm wurde sukzessive verbreitert. Vor allem asiatische Hersteller und andere Zuliefererunternehmen kamen als Kunden hinzu. ElringKlinger verfügt auch im Vergleich zu anderen internationalen Automobilzulieferern über eine besonders breite und regional diversifizierte Kundenstruktur. 2012 lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz in Summe bei rund 33 %.

Preisrisiken

Risiken ergeben sich für den ElringKlinger-Konzern auch aus der Materialpreisentwicklung. Der Materialaufwand stellt für den Konzern noch vor dem Personalaufwand den größten Aufwandsblock dar.

Die eingesetzten Materialien umfassen vor allem legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und in zunehmendem Maße Kunststoffgranulate. Insbesondere bei den Legierungszuschlägen (Nickel, Chrom, Molybdän), die als Zuschlagsätze in den Edelstahlpreis einfließen, besteht eine hohe Volatilität.

Die für die Materialpreisentwicklung bedeutsamen Legierungszuschläge hatten ab 2009 bis zur Jahresmitte 2011 kontinuierlich angezogen. Seit Mitte 2011 gingen sie um mehr als ein Drittel zurück. Allerdings sind die Legierungszuschläge bereits seit der Jahresmitte 2012 wieder spürbar angesprungen. Aufgrund der guten Verfügbarkeit und hohen weltweiten Lagerbestände ist mit extremen Preisanstiegen wie im Jahr 2007 derzeit allerdings nicht zu rechnen.

Die Abschlüsse mit den Lieferanten für den Bezug von Aluminium und C-Stahl fanden für 2013 überwiegend auf den Preisniveaus des Jahres 2012 statt.

Insgesamt bleibt das Risiko übermäßiger Preissteigerungen bei den Rohstoffkosten 2013 überschaubar. Zudem steuert der ElringKlinger-Konzern mit kontinuierlichen Verbesserungen der Fertigungsprozesse, optimierten Produktdesigns und der Qualifikation weiterer Lieferanten gegen.

Zum Teil werden mit den Kunden Preisgleitklauseln vereinbart. In den anderen Fällen müssen Preissteigerungen bei Überschreiten des Kalkulationspreisniveaus an die Kunden weitergegeben werden. Hier besteht das Risiko, dass die Kostensteigerungen im Einkauf nicht vollumfänglich oder erst mit zeitlicher Verzögerung weitergereicht werden können.

Mit Hilfe des eigenen Schrotthandels mit Metallresten aus den Stanzprozessen ist ElringKlinger in der Lage, Kostenerhöhungen zumindest teilweise abzufedern.

In Summe kann für den Jahresverlauf 2013 das Risiko wieder stärker anziehender Rohstoffpreise nicht ausgeschlossen werden. Dies könnte sich belastend auf die Bruttomargen auswirken. Die starke Dynamik der Materialpreisentwicklung, wie sie in den Jahren 2010 und 2011 zu verkraften war, ist momentan allerdings nicht zu beobachten.

Nicht nur die Entwicklung der Preise, sondern auch die Verfügbarkeit der benötigten Materialgruppen wird von ElringKlinger im Zusammenhang mit der Risikobewertung erfasst und bewertet.

ElringKlinger disponiert grundsätzlich frühzeitig. Die diesbezüglichen Risiken werden auch durch zumeist langjährige Beziehungen zu den Lieferanten eingegrenzt. Dabei wird eine Mehrlieferantenstrategie verfolgt. Für Rohstoffe und Materialien, deren Verfügbarkeit begrenzt ist oder die starken Preisrisiken unterliegen, werden so weit wie möglich Alternativen entwickelt.

Einsatz derivativer Instrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im ElringKlinger-Konzern nur in Einzelfällen genutzt. Sie dienen zur Absicherung von Preisschwankungen bei Edelstahllegierungen, zum Beispiel bei Nickel. Zudem werden sie zur Eingrenzung von Zinsrisiken eingesetzt. Beim Einsatz von Hedging-Kontrakten als Risikomanagement-Instrument für Materialpreisvolatilitäten liegen in jedem Falle die benötigten physischen Materialbezugsmengen zugrunde.

Im Jahresverlauf 2012 wurden die niedrigeren Nickelpreise genutzt, um Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen abzusichern. Zum 31. Dezember 2012 lag das Absicherungsvolumen bei knapp 10 % der kalkulierten Abnahmemengen. Die Absicherung erfolgte über Nickelsicherungsgeschäfte. Die Laufzeit der Absicherungskontrakte liegt zwischen drei und sechs Monaten.

Um das Risiko aus Veränderungen der Zinssätze zu beschränken, hat die ElringKlinger AG Termingeschäfte zur Sicherung der Konditionen abgeschlossen. Damit werden variable Zinssätze in kalkulierbare feste Zinssätze überführt (Anhang Kapitel „Derivative/ Finanzinstrumente“, Seite 69).

Währungsrisiken

Die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise und die geldpolitischen Lockerungsübungen einiger Staaten haben zu steigenden Volatilitäten bei den Wechselkursen geführt. Dies gilt vor allem für die Euro-denominierten Wechselkursrelationen.

Die Transaktionsrisiken aus Wechselkursentwicklungen für den ElringKlinger-Konzern sind begrenzt. Die Kosten und demgegenüber die Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen größtenteils in der gleichen Währung an.

Den 2012 noch signifikanten Währungskursverlusten bei der Schweizer Hug Engineering AG aus der Wechselkursentwicklung EUR/CHF wird durch den Ausbau des im Euroraum gelegenen Standorts Thale entsprechend Rechnung getragen. Damit entfällt ein großer Teil der Kosten zukünftig auf die Eurozone und damit auf die gleiche Währung, in der der Großteil der Umsatzerlöse gebucht wird.

Auch für das Finanzergebnis des Konzerns ist die Entwicklung des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro von besonderer Bedeutung. Die ElringKlinger AG hat die Akquisition der Schweizer SEVEX-Gruppe 2008 mit Darlehen in Schweizer Franken finanziert.

Zum 31. Dezember 2012 waren noch 79,6 (47,7) Mio. Euro an Finanzverbindlichkeiten in Schweizer Franken in der Bilanz enthalten. Ein Kursanstieg des Schweizer Franken zum Euro führt zu einer höheren Verbindlichkeit in Euro und wirkt sich damit negativ auf das Finanzergebnis des Konzerns aus. Mit der Festlegung einer Wechselkursuntergrenze von 1,20 EUR/CHF durch die Schweizer Nationalbank wurde dieses Risikopotenzial eingegrenzt.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis

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in Mio. EUR Renminbi Schweizer Franken Mexikanischer Peso Brasilianischer Real
Lokale Währung + 10 % -1,5 -1,3 0,6 -0,3
Lokale Währung - 10% 1,5 1,3 -0,6 0,3

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in Mio. EUR US- Dollar Sonstige Gesamt
Lokale Währung + 10 % -0,2 0,1 -2,7
Lokale Währung - 10% 0,2 -0,1 2,7

Finanzierungsrisiken

Finanzierungsrisiken ergeben sich für die Branche aus der zum Teil restriktiveren Kreditvergabepraxis der Banken.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass die Ratingagenturen Veränderungen bei der Bewertung des Risikoprofils der Branche vornehmen. Dies könnte die Risikozuschläge für die Kreditvergabe erhöhen und würde verschlechterte Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für das Unternehmen ElringKlinger bedeuten.

In Summe ist das Finanzierungsrisiko für die Automobilzuliefererindustrie angesichts des Kreditmarktumfelds weiterhin nicht unerheblich. Da gleichzeitig die Finanzierungsanforderungen, zum Beispiel für die Entwicklung neuer Antriebstechnologien, zunehmen, ist das Risiko von Insolvenzen in der Branche nicht kleiner geworden.

Der Kapitalbedarf hat sich im Zuge der in den letzten Jahren stark ausgeweiteten Produktionsvolumen erhöht. Der Konzern ist aber in der Lage, den Finanzierungsbedarf für Investitionen und für das gestiegene Working Capital weitgehend durch Innenfinanzierung abzudecken.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Finanzierungslage angesichts eines im Branchenvergleich deutlich niedrigeren Verschuldungsgrades solide dar. Das Unternehmen erwirtschaftet einen hohen Cashflow aus betrieblicher Leistung. So lag der Verschuldungsgrad – gemessen am Verhältnis Nettoverschuldung des Konzerns zum erwirtschafteten Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) – am 31. Dezember 2012 bei einem moderaten Wert von 1,2. An freien, noch nicht gezogenen Kreditlinien stehen dem Konzern rund 115 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Finanzierung des Konzerns ist zum 31. Dezember 2012 im Wesentlichen kurz- und mittelfristig strukturiert (Anhang, Seite 58). Ein schnelles Anziehen der derzeit niedrigen Marktzinsen würde sich entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen auswirken. Infolgedessen würde die Zinsbelastung steigen und das Finanzergebnis der ElringKlinger-Gruppe negativ beeinflusst werden. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise erscheint es wenig wahrscheinlich, dass die Zinsen kurzfristig signifikant anspringen.

Risiken, die die Finanzierung von Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nicht ersichtlich.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass der Finanzierungsspielraum für das geplante Wachstum der ElringKlinger-Gruppe gegeben ist. Auch die finanziellen Mittel, um frühzeitig in neue Technologien zu investieren, stehen in ausreichendem Maße zur Verfügung.

Lohnkostenrisiken

Zusammen mit dem Materialaufwand bilden die Lohnkosten den größten Kostenblock bei der ElringKlinger-Gruppe. Fast die Hälfte der Mitarbeiter des Konzerns ist an den deutschen Standorten beschäftigt. Nach den vergleichsweise hohen Lohnabschlüssen 2012 würde sich eine im Inland weiter steigende Lohndynamik belastend auf die Ertragssituation auswirken. Dadurch könnte sich die relative Position der ElringKlinger AG zu den internationalen Wettbewerbern nachhaltig verschlechtern.

Die Gewerkschaft IG Metall in Deutschland fordert 5,5 % mehr Lohn für die tariflich Beschäftigten der Metallindustrie. In Anbetracht dieser Forderungen besteht das Risiko, dass sich die Lohnkostensteigerungen in Deutschland wie bereits 2012 signifikant über dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre bewegen. Dies würde sich belastend auf die Standortbedingungen in Deutschland und die Ertragslage der ElringKlinger-Gruppe auswirken.

Demgegenüber stehen die Märkte China, Brasilien und Indien, in denen die Umsätze und Mitarbeiterzahlen klar überproportional wachsen. Dort liegt das Lohnkostenniveau unter dem Gruppendurchschnitt.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass hohe Lohnabschlüsse oder plötzlich einsetzende Einbrüche der Kundennachfrage und Produktionsmengen die Personalaufwandsquote sprunghaft steigen lassen. Dies würde sich entsprechend negativ auf die Ertragslage und auch die Finanzsituation des Konzerns auswirken. Sollte sich die Nachfrage unerwartet stark abkühlen, kann durch die vorhandenen Arbeitsflexibilisierungsinstrumente schnell reagiert werden. Dazu gehören Zeitkonten, Schichtmodelle und Anpassungen bei den befristeten Kapazitäten. Der Anteil der befristet Beschäftigten liegt im Konzern bei rund 13 %, um die notwendige Flexibilität bei den Kapazitäten zu gewährleisten.

Alles in allem stellt die Lohnkostenentwicklung eines der wesentlichen Risiken für die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns dar. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit und damit die entsprechende Beschäftigung im Inland zu erhalten, müssen Lohnkostensteigerungen durch höhere Effizienz und Rationalisierung in der Produktion kompensiert werden.

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell der ElringKlinger-Gruppe fußt vor allem auf der Fähigkeit, technologisch führende Produkte zu entwickeln und mit hoher Innovationskraft und Produktivität langfristig überdurchschnittlich hohes Wachstum zu erzielen. Technologische Alleinstellungsmerkmale sichern die Marge.

Die Ausrichtung auf Innovationsführerschaft birgt das Risiko, dass wesentliche technologische Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und aufgegriffen werden.

Verlöre ElringKlinger diese Vorreiterposition, würde dies spätestens mittelfristig die Rolle des Unternehmens als gefragter Entwicklungspartner gefährden. Das Umsatz- und Ertragspotenzial ginge mittel- bis langfristig zurück. Der Preisdruck auf ein technologisch nicht mehr führendes Produktportfolio nähme spürbar zu.

Das Entwicklungsumfeld in der Automobilindustrie ist neben der kontinuierlichen Verbesserung des Verbrennungsmotors derzeit von einem starken Ausbau der alternativen Antriebstechnologien geprägt.

ElringKlinger hat sich bereits frühzeitig über seine Lösungen für den optimierten Verbrennungsmotor hinaus auch mit neuen Produkten für die Elektromobilität und Abgasreinigungstechnologie zukunftsfest aufgestellt. Diese Position wird derzeit mit Nachdruck weiter ausgebaut. Beispielhaft dafür ist die über dem Branchendurchschnitt liegende Forschungs- und Entwicklungsquote. Zudem hat der Konzern in den Jahren 2005 bis 2012 jährlich zwischen 9 und 21 % vom Umsatz für Investitionen ausgegeben, die ganz wesentlich zum Ausbau des Technologieportfolios beigetragen haben.

ElringKlinger konzentriert sich dabei auf die Anwendung des bereits vorhandenen Material- und Prozess-Know-hows. So wird das Risiko vermieden, die Kernkompetenzen zu verlassen und sich auf technologisch nicht zielführenden Gebieten zu betätigen. Die jeweiligen Geschäftsbereiche beobachten die Markttrends kontinuierlich. Sie analysieren die technologischen Entwicklungen auf Produktgruppenebene und arbeiten frühzeitig an interessanten Lösungsvorschlägen für die Kunden.

In der Gesamtschau kann allerdings festgestellt werden, dass sich für ElringKlinger aus den neuen Technologietrends in der Antriebstechnik mehr Chancen als Risiken ergeben.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die beschriebenen Rahmenbedingungen in der Automobilindustrie treiben die weitere Konsolidierung der Zuliefererindustrie voran. Im Falle von Akquisitionen besteht trotz gründlicher Vorbereitung und Analyse grundsätzlich das Risiko, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht oder nicht im geplanten Zeitraum erreichen.

Äußere Umstände können Verzögerungen bei den Integrationsmaßnahmen verursachen. Es ist nicht auszuschließen, dass Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich werden, die sich zunächst ergebnismindernd auf den Gesamtkonzern auswirken. Dadurch würde die Konzernmarge zumindest temporär belastet. Zudem können höhere Investitionen notwendig werden und damit zu einem höheren Finanzierungsbedarf führen als ursprünglich vorgesehen.

Im Rahmen der nach IFRS jeweils zum Jahresende durchzuführenden Werthaltigkeitsüberprüfungen (Impairment Test) besteht regelmäßig das Risiko, dass Abschreibungen auf den Firmenwert vorgenommen werden müssen.

Bei Technologiekäufen ist es nicht gänzlich auszuschließen, dass die erwartete Leistung nicht im gewünschten Umfang erreicht wird. Risiken liegen auch in der unter Umständen mangelnden Akzeptanz bei den Kunden.

Um die genannten Risiken einzugrenzen, prüft ElringKlinger die Projekte grundsätzlich durch interne Expertenteams und führt vor jedem Erwerb eines Unternehmens oder einer Technologie eine umfassende Due Diligence durch. Die Plausibilität sämtlicher finanzieller Planungen und technologischer Angaben wird hinterfragt und im Detail analysiert.

Zukäufe finden nur dann statt, wenn die Perspektive besteht, bei den akquirierten Gesellschaften mittelfristig die ElringKlinger-Konzernmarge zu erreichen. Gleichzeitig wird streng darauf geachtet, dass das potenzielle finanzielle Gesamtrisiko – auch im negativsten Fall – die nachhaltige Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG nicht beeinträchtigt.

Rechtliche Risiken/Gewährleistungsrisiken

Als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie ist ElringKlinger unter Umständen den im Verhältnis zu Umsatz und Ertrag entsprechenden Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Fehlerhaft gelieferte Teile können zu Austausch- und Rückrufaktionen mit hohen Kosten und Schadensersatzforderungen führen. Zur Vermeidung und Verringerung dieser Risiken bestehen entsprechende Qualitätssicherungssysteme. Darüber hinaus sind die Risiken als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Schließlich wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine zusätzlichen größeren Risiken.

IT-Risiken

Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu Verzögerungen bei der Auftragsabwicklung und in der Lieferkette führen. Dies könnte sich sowohl auf der Kosten- als auch auf der Umsatzseite negativ auf das Unternehmen auswirken.

Durch die Verlagerung eines der beiden Rechenzentren des Konzerns an den neuen Standort Vogelsang, Dettingen/Erms, wurde der Schutz vor Hardwareausfällen und Softwareproblemen weiter verbessert. Das Risiko von Systemausfällen und Datenverlusten ist damit so weit wie möglich eingegrenzt.

Bei den IT-Systemen, die in den produktiven Bereichen zum Einsatz kommen, erfolgt grundsätzlich eine redundante Datenhaltung bzw. der Einsatz doppelter Systeme. Potenziellen Risiken wird durch frühzeitige Planung sowie die Schaffung von Überbrückungslösungen und zusätzlichen Backup-Systemen Rechnung getragen, zum Beispiel bei der Einführung neuer Systeme in den Tochtergesellschaften.

Mit der zentralen Sicherung aller Datenbestände der internationalen Standorte wurde 2012 ein weiteres Sicherungsinstrument geschaffen.

Der Zugang von Mitarbeitern zu sensiblen Daten wird mit Hilfe von skalierten Zugriffsmöglichkeiten eingegrenzt. Durch den Einsatz aktueller Sicherheitssoftware-Lösungen wird der Schutz vor unberechtigten Zugriffen von außen auf höchstmöglichem Standard gehalten.

Chancen

Marktchancen: Potenzial in den Schwellenländern

Die weltweite Fahrzeugproduktion dürfte 2013 stagnieren oder bestenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen. Die Nachfrage nach Automobilen und Nutzfahrzeugen verlagert sich in den kommenden Jahren immer stärker von den klassischen Triade-Märkten in Richtung der BRIC- (Brasilien, Russland, Indien, China) und SMIT-Staaten (Südkorea, Mexiko, Indonesien, Türkei).

Angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa steht für viele Unternehmen die Erschließung neuer Wachstumsmöglichkeiten außerhalb der angestammten Kernmärkte ganz oben auf der Agenda. Vor dem Hintergrund der weiterhin schrumpfenden westeuropäischen Märkte stehen neben Osteuropa und Südamerika vor allem die Schwellenmärkte Asiens im Fokus. Neben China spielen die ASEAN-Staaten für die Fahrzeugindustrie eine immer wichtigere Rolle. Der Bedarf an Mobilität und die hohe Bedeutung des Automobils als Statussymbol lassen die Pkw-Nachfrage in diesen Regionen spürbar anziehen.

In Asien hat sich ElringKlinger mit zwei großen Produktionsstätten in China, dem Joint Venture ElringKlinger Marusan Corporation in Japan sowie einem Werk in Indien frühzeitig positioniert. Im ASEAN-Raum befindet sich – in Zusammenarbeit mit dem japanischen Partner – ein erster Produktionsstandort bei Jakarta, Indonesien, in der Anlaufphase. Inklusive der Exporte entfiel 2012 schon fast ein Viertel der Umsatzerlöse des Konzerns auf die asiatischen Märkte.

ElringKlinger profitiert stark davon, dass in den meisten BRIC-Staaten bzw. in der ASEAN-10-Region anspruchsvolle Abgasrichtlinien – vergleichbar den europäischen Euro-4- bzw. Euro-5-Normen – übernommen werden. Dies führt auf diesen Märkten zu einem wachsenden Bedarf an Motor- und Abgaskomponenten, die diesen Leistungsansprüchen gerecht werden.

Mit seinem darauf ausgerichteten Produktportfolio und den Produktionskapazitäten vor Ort ist ElringKlinger gut positioniert, um von den hohen Zuwachsraten bei den Pkw-Verkäufen auf den Schwellenmärkten zu profitieren. Der Konzern hat sich damit eine solide Grundlage geschaffen, um die sich dort bietenden Umsatz- und Ertragschancen wahrzunehmen.

Klimawandel und Emissionsvorschriften als Wachstumstreiber

Die in der Öffentlichkeit weltweit immer hitziger geführte Diskussion über die Auswirkungen des Klimawandels sowie die strengen Vorgaben der Emissionsgesetzgebung haben die CO2-Einsparung zum Hauptanliegen der Pkw-Industrie werden lassen.

ElringKlinger hat sich mit seinem Produktprogramm und der Ausrichtung der Entwicklungsarbeit strategisch auf die Themen Verbrauchsreduzierung, Emissionsverringerung und alternative Antriebstechnologien fokussiert.

Die zulässigen Grenzwerte für den Ausstoß des Treibhausgases werden in den nächsten Jahren weltweit drastisch sinken. In der EU muss der CO2-Ausstoß bei Neufahrzeugen bis 2020 um weitere 20 % auf 95 g/km gesenkt werden. Auch in den USA gilt die Vorgabe für die Hersteller, den Ausstoß bis 2016 auf 162 g/km zu reduzieren. Bis 2025 ist dort eine weitere signifikante Verringerung um fast 50 % vorgeschrieben.

Gleichzeitig werden die Normen zur Reduzierung der Emissionen von Kohlenmonoxiden, Kohlenwasserstoffen, Stickoxiden und Rußpartikeln deutlich verschärft. Stellvertretend hierfür stehen die anspruchsvollen Euro-Normen. Diese Richtlinien werden in ähnlicher Form von vielen Schwellenländern übernommen.

Infolge des bei fast allen Herstellern weltweit feststellbaren Trends zum Downsizing des Verbrennungsmotors (Forschung und Entwicklung, Seite 45) ergeben sich für ElringKlinger zusätzliche Anwendungsgebiete für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader. Im gleichen Zuge steigt die Komplexität des Abgassystems. So nimmt auch im Abgasstrang der Bedarf an hochwertigen Spezialdichtungen und thermischen Abschirmteilen für Katalysatoren und Partikelfilter zu.

Viele Automobilhersteller setzen beim Thema CO2-Reduzierung auf die Hybridisierung des Antriebsstrangs. Fahrzeugplattformen werden häufig wahlweise mit einem optimierten Verbrennungsmotor oder aber in der Hybridvariante kombiniert mit einem Elektromotor angeboten. Branchenanalysten erwarten, dass bis 2025 rund 20 % der Neufahrzeuge als aufladbare Plug-in-Hybride ausgeliefert werden.

Für ElringKlinger ergibt sich insbesondere bei Plug-in-Hybriden die Möglichkeit, zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten, Zellkontaktiersysteme und Druckausgleichsmodule für Lithium-Ionen-Batterien zu liefern. Damit besteht die Chance, den durchschnittlich erzielbaren Umsatz je Fahrzeug deutlich zu steigern.

Mit der Produktpalette der Hug Engineering AG – vom Dieselpartikelfilter bis zum kompletten Abgasreinigungssystem – bieten sich mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels eine große Bandbreite interessanter Absatzmöglichkeiten. In den meisten Industriestaaten und Schwellenländern führt die Emissionsgesetzgebung in den nächsten Jahren dazu, dass zahlreiche Motoranwendungen mit Abgasreinigungssystemen ausgerüstet werden müssen. Dies gilt für den mobilen Bereich ebenso wie für stationäre Aggregate oder Anwendungen in Baumaschinen, landwirtschaftlichen Fahrzeugen sowie in Diesellokomotiven und Schiffen.

Chancen aus der Branchenkonsolidierung

Die Spätfolgen der Branchenkrise 2008/09 sowie die hohen Finanzierungsanforderungen belasten viele Unternehmen der Zuliefererbranche noch immer. Die Anzahl der Insolvenzen ist 2012 auf hohem Niveau geblieben. Die in vielen Fällen geringen Eigenkapitalquoten sowie der fehlende Zugang zum Kapitalmarkt bergen hohe Risiken im Falle stärkerer Markteinbrüche. Infolge steigender Eigenkapitalanforderungen an die Banken besteht zudem das Risiko, dass die Finanzierungsmöglichkeiten durch Fremdkapital restriktiver werden und die Kapitalkosten steigen.

Zulieferer, die mit ihrem Geschäft vor allem von den extrem schwachen westeuropäischen Fahrzeugmärkten abhängig sind, stehen aufgrund der niedrigen Auslastung besonders unter hohem Druck.

Bedingt durch den notwendigen Aufbau neuer Produktionsstandorte in den wachstumsträchtigen Schwellenmärkten ist zusätzlicher Finanzierungsbedarf gefordert. Auch in die Entwicklung neuer Produkte muss erheblich investiert werden. Dabei bleiben das Wettbewerbsumfeld und die Preissituation absehbar angespannt.

Branchenexperten wie das Center of Automotive der Fachhochschule Bergisch-Gladbach erwarten daher für die kommenden Jahre eine verstärkte Konsolidierung der Branche. Davon werden in erster Linie mittelständische Zulieferer betroffen sein, die nicht global aufgestellt sind. Die Pkw- und Lkw-Hersteller gleichermaßen entwickeln heute überwiegend sogenannte Weltmotoren, die dann weltweit in unterschiedlichen Fahrzeugmodellen eingesetzt werden. Für die Zulieferer bedeutet dies, dass sie über einen international aufgestellten Produktionsverbund verfügen und global lieferfähig sein müssen.

Als finanzstarkes Unternehmen ergeben sich für ElringKlinger aus dieser Situation heraus Chancen, durch gezielte Zukäufe das eigene Technologieportfolio zu ergänzen oder davon zu profitieren, dass Wettbewerber wegfallen. Bei ElringKlinger findet eine kontinuierliche Marktbeobachtung statt, um Möglichkeiten für Übernahmen rechtzeitig zu identifizieren und zu prüfen.

Bewertung der Gesamtrisikolage und Chancen

Das Chancenidentifikations- und das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns haben sich in den vergangenen Jahren in der Praxis bewährt.

Dies zeigte sich an der erfolgreichen Bewältigung der schweren Krise im Automobilmarkt in den Jahren 2008/09 ebenso wie an der schnellen Umsetzung des Einstiegs in neue zukunftsträchtige Geschäftsfelder wie die Elektromobilität/Hybridtechnologie und die Abgasreinigungstechnologie.

Die solide Vermögenslage mit einer Eigenkapitalquote von 50,5 % im Zusammenwirken mit der Finanzstärke des Konzerns versetzt ElringKlinger in die Lage, auch länger andauernde Krisen zu meistern.

Diese Stabilität kommt der Unternehmensgruppe auch bei der Auftragsvergabe der Kunden zugute. Nach den Erfahrungen der Krisenjahre 2008/09 ziehen die Kunden bei langfristigen Lieferverträgen und bei der Auswahl von Entwicklungspartnern häufig auch die Finanzstärke des Zulieferers als Auswahlkriterium heran.

Nach Abwägung aller Chancen und Risiken bleibt festzuhalten, dass die gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten gegenüber dem Vorjahr kaum abgenommen haben. Die das Unternehmen betreffenden Risikofaktoren sind überwiegend exogener Art. Mit den beschriebenen Frühwarnsystemen und einer flexiblen Unternehmensstruktur ist die ElringKlinger-Gruppe darauf vorbereitet, im Bedarfsfall zeitnah und durchgreifend zu reagieren.

Risikokonstellationen, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht feststellbar.

Die ElringKlinger-Gruppe hat in den letzten Jahren hohe Vorleistungen in die Produktentwicklung und in den Ausbau der Technologiepipeline getätigt. Das Unternehmen hat sich strategisch so aufgestellt, dass es die Wachstumschancen in den neuen Feldern der alternativen Antriebe und Abgasreinigung ebenso nutzen kann wie in den klassischen Produktbereichen. Ergänzend können Gelegenheiten für Zukäufe, die sich aus der zunehmenden Branchenkonsolidierung ergeben, aktiv ergriffen werden. In der Gesamtschau sieht sich der Konzern gut aufgestellt, bei einem überschaubaren Risikoprofil auch in den kommenden Jahren prozentual stärker zu wachsen als die Automobilproduktion.

Ausblick Markt und Branche

Weltwirtschaft bleibt 2013 im Schatten der Staatsschuldenkrise

Das dominierende Thema der Weltwirtschaft bleibt 2013 die internationale Staatsschuldenkrise. Die globale Konjunktur bewegt sich weiterhin zwischen Hoffen und Bangen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2013 dennoch von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 % aus, wobei Abwärtsrisiken nicht auszuschließen sind. Für 2014 wird dann ein wieder stärkeres Anziehen des globalen Wachstums um 4,1 % gesehen.

Nach wie vor bestehen die Probleme im Euroraum. Jedoch konnte ein Auseinanderbrechen der Währungsunion unter anderem durch die entschiedenen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank verhindert werden. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum wird 2013 zwar erneut leicht schrumpfen. Die konjunkturelle Talfahrt dürfte aber im Jahresverlauf zum Stillstand kommen. 2014 sollte dann wieder ein spürbares Wachstum möglich sein.

Die deutsche Wirtschaft wird sich im europäischen Vergleich wiederum besser entwickeln.

Nachdem zum Jahresende 2012 der Ifo-Geschäftsklimaindex überraschend anstieg, kletterte auch das ZEW-Barometer (Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung) im Januar 2013 unerwartet stark um 24,6 auf 31,5 Punkte. Es wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft 2013 um 0,6 % wächst. 2014 dürfte sie mit einem Zuwachs von 1,4 % wieder stärker Fahrt aufnehmen.

In den USA konnte die Regierung die „fiskalische Klippe“ zunächst umschiffen und somit automatisch eintretende massive Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen vermeiden. Die US-Konjunktur profitiert u.a. von dem niedrigen Zinsniveau, einer rückläufigen Arbeitslosenquote und wieder anziehenden Immobilienpreisen. Der IWF geht für die USA von einem BIP-Wachstum um 2,0 % im Jahr 2013 und 3,0 % im Folgejahr aus. In Brasilien, der größten Volkswirtschaft Südamerikas, dürfte der Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt 2013 immerhin 3,5 % erreichen und 2014 dann bei 4,0 % liegen.

Im Gegensatz zum schrumpfenden Euroraum stabilisiert sich das Wachstum in Asien auf hohem Niveau. Die neue chinesische Regierung hat bereits signalisiert, in den kommenden Jahren ein jährliches Wachstum von 7 % anzustreben. Dies sei ausreichend, um bis 2020 eine „wohlhabende Gesellschaft“ zu werden. In China wird die Wirtschaft 2013 voraussichtlich um 8,2 % wachsen, für 2014 werden 8,5 % erwartet. In Indien dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2013 um 5,9 % bzw. 6,4 % im Folgejahr zulegen. Auch die ASEAN-Region wird 2013 und 2014 mit einem starken Zuwachs der Wirtschaftsleistung und der Nachfrage aufwarten können.

In Japan kurbelt die neue Regierung die Wirtschaft mit umfangreichen Konjunkturprogrammen und einer expansiven Geldpolitik an. Volkswirte erwarten dennoch lediglich ein moderates BIP-Wachstum von 1,2 % für 2013. Im Jahr 2014 sollte ein Plus von 0,7 % zu Buche schlagen.

Globale Automobilmärkte mit ausgeprägten Unterschieden

Angesichts vieler Unsicherheitsfaktoren wird die weltweite Fahrzeugnachfrage 2013 eher verhalten wachsen. Die regional stark unterschiedliche Entwicklung der großen Automärkte, die bereits 2012 zu beobachten war, wird sich im Wesentlichen fortsetzen.

Wachstumsimpulse kommen auch 2013 und 2014 vor allem aus den asiatischen Staaten. Neben China spielen insbesondere die rasant wachsenden ASEAN-Staaten wie Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam eine immer größere Rolle. In Westeuropa haben die Verkaufszahlen den niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren erreicht. Dennoch ist die Talsohle noch nicht durchschritten. Aufgrund der weiterhin schwelenden gesamtwirtschaftlichen Risiken sind Prognosen für die Automobilmärkte 2013 insgesamt mit nicht unerheblichen Unsicherheiten behaftet.

Die ElringKlinger-Gruppe hat in ihrer Planung für 2013 eine weltweit stagnierende bis bestenfalls moderat wachsende Automobilproduktion zugrunde gelegt. Dies basiert auf der Annahme, dass weitere Rückgänge auf dem westeuropäischen Pkw-Markt von steigenden Produktionszahlen in Nordamerika, Asien und Russland kompensiert werden.

In Westeuropa schlagen die nach wie vor ungelöste Schuldenkrise und die hohe Arbeitslosigkeit auf die Kauflaune der Verbraucher durch. Nahezu alle Prognosen sagen für 2013 ein erneutes Minus beim Pkw-Absatz voraus. Dieses dürfte mit einer Bandbreite zwischen minus 2 und minus 4 % zwar geringer ausfallen als 2012. Dennoch wird 2013 voraussichtlich ein neuer Tiefstand bei den Pkw-Verkäufen markiert.

Das erste Halbjahr wird dabei voraussichtlich schwächer ausfallen als die zweite Jahreshälfte. Im zweiten Halbjahr 2013 sollten die Fahrzeugmärkte angesichts des erreichten extrem niedrigen Niveaus und eines durchschnittlichen Fahrzeugalters von mittlerweile mehr als acht Jahren wieder Fahrt aufnehmen.

Die Fahrzeugproduktion in Westeuropa wird 2013 in ähnlicher Größenordnung oder leicht unter dem Niveau von 2012 liegen. Der bei vielen Herstellern erfolgte Bestandsabbau dürfte auch bei der Produktion zu tendenziell anziehenden Stückzahlen in der zweiten Jahreshälfte führen.

Auch für den bisher sehr stabilen deutschen Automarkt nimmt der Gegenwind zu. Der deutsche Verband der Automobilindustrie VDA rechnet für 2013 auf dem Inlandsmarkt mit rund 3 Mio. neu zugelassenen Pkw. Dies entspricht weitgehend dem Vorjahresniveau. Die inländische Pkw-Produktion, die stark von der Nachfrage aus Asien und Nordamerika profitiert, wird dagegen leicht zurückgehen und ca. 5,4 Mio. Einheiten erreichen. Davon sind mehr als drei Viertel für den Export bestimmt.

Der US-amerikanische Automobilmarkt wird 2013 wachsen, aber der Anstieg läuft mit verringerter Drehzahl weiter. Unterstützend wirkt das hohe durchschnittliche Fahrzeugalter, das bei über zehn Jahren liegt. Der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen soll im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Die Neuzulassungen könnten damit 2013 wieder die 15-Mio.-Marke durchbrechen. Dennoch sind die Vereinigten Staaten noch weit entfernt von früheren Spitzenwerten, als deutlich über 17 Mio. Fahrzeuge im Jahr verkauft wurden. Für die Autoproduktion in den USA werden 2013 ebenfalls Zuwächse im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Der größte südamerikanische Fahrzeugmarkt, Brasilien, profitierte 2012 von staatlichen Kaufanreizen wie Steuerermäßigungen für Autokäufer. Vor dem Hintergrund vorgezogener Pkw-Käufe erscheinen große Sprünge 2013 unwahrscheinlich. Die Prognosen für den Fahrzeugabsatz sind uneinheitlich und variieren zwischen einem leichten Rückgang und moderatem Wachstum.

In China bietet die nach wie vor geringe Fahrzeugdichte von lediglich 37 Pkw bezogen auf 1.000 Einwohner langfristig noch erhebliche Wachstumspotenziale. Dies wird sich auch 2013 in einem soliden Anstieg der Autoverkäufe niederschlagen. Der Absatz in dem mittlerweile größten Fahrzeugmarkt soll laut dem chinesischen Branchenverband CAAM um weitere 7 % auf 20,7 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge steigen. Auch bei der Autoproduktion wird China Europa 2013 erstmals überflügeln. Sie soll 2013 gegenüber dem Vorjahr um 8,9 % höher ausfallen. In Indien wird der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 2013 ebenfalls um rund 7 % zulegen und die 3,5-Mio-Marke erreichen.

Für Japan wird im Jahr 2013 dagegen ein Rückgang der Fahrzeugverkäufe im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erwartet. 2012 hatte der japanische Markt noch in hohem Maße von den Aufholeffekten nach der Naturkatastrophe 2011 profitiert.

Nutzfahrzeugmärkte setzen zu leichter Erholung an

ElringKlinger erzielt derzeit rund 13 % der Konzernumsatzerlöse in der Erstausrüstung mit der Nutzfahrzeugindustrie. Durch viele Produktneuheiten auf diesem Gebiet wird die Bedeutung des Nutzfahrzeugsegments bei ElringKlinger tendenziell steigen.

Das Nutzfahrzeuggeschäft entwickelt sich als unmittelbarer Gradmesser der konjunkturellen Lage üblicherweise zyklischer als das Pkw-Segment. Die Konjunkturflaute in Europa wirkt sich dementsprechend negativ auf die Lkw-Nachfrage aus. Nach den starken Rückgängen 2012 wird für 2013 bestenfalls mit einer moderaten Erholung bei den Verkaufszahlen gerechnet.

Ein positiver Effekt auf die Lkw-Verkäufe in Europa könnte in der zweiten Jahreshälfte von der Euro-VI-Norm ausgehen. Diese wird zum Jahresanfang 2014 in Kraft treten. Da die emissionsärmeren Motoren teurer sind, könnte es 2013 zu vorgezogenen Käufen kommen. Dennoch fallen die Prognosen für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt unterschiedlich aus: Sie liegen zwischen minus 5 % und plus 5 %.

Nach einem starken Lkw-Jahr 2012 in Nordamerika werden die Verkäufe schwerer Lkw (Class 8) im Zuge der laufenden wirtschaftlichen Erholung 2013 weiter leicht zulegen. So sollen 2013 in den USA 2 % mehr schwere Lkw beschafft werden als 2012.

In Brasilien dürften die Lkw-Verkäufe ebenfalls anziehen. Ausgehend von den schwachen Verkaufszahlen 2012 sind 2013 Zuwächse von bis zu 10 % erreichbar. Die Regierung hatte im Dezember 2012 die Verlängerung staatlicher Kaufanreize bis Ende 2013 bekannt gegeben.

In China, dem stückzahlenmäßig größten Lkw-Markt der Welt, wird – nach dem Einbruch um fast ein Drittel im Jahr 2012 – mit einer Nachfrageerholung um rund 10 % gerechnet.

Insgesamt wird sich die weltweite Lkw-Nachfrage nach den deutlichen Rückgängen 2012 im Jahresverlauf 2013 wieder etwas beleben. Den meisten Prognosen zufolge wird der globale Lkw-Markt gemessen an den Neuzulassungen um 5 % anziehen.

Ausblick Unternehmen

Wettbewerbsumfeld bleibt anspruchsvoll

Das Marktumfeld bei vielen von ElringKlinger produzierten Produktgruppen bleibt wettbewerbsintensiv. Die Forderungen der Kunden aus der Fahrzeugindustrie nach Preisreduzierungen stellen hohe Anforderungen an die Verbesserung der Effizienz in der Fertigung – vor allem angesichts steigender Kosten.

ElringKlinger wird weiterhin intensiv daran arbeiten, sich Alleinstellungsmerkmale bei den Prozessen und Produktentwicklungen zu sichern.

Mit Markteintritten neuer Wettbewerber ist aufgrund der hohen technologischen Hürden und des notwendigen spezifischen Prozess-Know-hows kaum zu rechnen. Viele der eingesetzten Prozesse, Anlagen und Materialien basieren auf Eigenentwicklungen und geschützten Verfahren. Die notwendige Werkzeugtechnologie hat ElringKlinger nahezu vollständig im Hause.

Zulieferer übernehmen einen immer größeren Anteil der Wertschöpfung am Fahrzeug. Der Umbruch in der Antriebstechnologie erfordert hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

Dies und die fortschreitende Internationalisierung des Geschäfts, zum Beispiel im ASEAN-Raum, bedürfen einer starken Finanzierungskraft. In diesem Spannungsfeld wird sich die Konsolidierung der Zuliefererbranche mit steigender Dynamik fortsetzen.

Die noch immer vorhandenen Risiken der internationalen Schuldenkrise schaffen vor allem in Europa Unwägbarkeiten hinsichtlich der Entwicklung der Fahrzeugkonjunktur und folglich für die von den Kunden abgerufenen Liefermengen.

Diese herausfordernden Rahmenbedingungen verlangen daher 2013 eine äußerst flexible Aufstellung des Unternehmens in allen Kostenpositionen und Strukturen.

Auftragseingang für das Gesamtjahr im Plus

Die Auftragseingänge im ElringKlinger-Konzern zeigten zum 31. Dezember 2012 auf hohem Niveau weiterhin nach oben. Sie wuchsen 2012 um 4,2 % auf 1.134,8 (1.089,0) Mio. Euro.

Im vierten Quartal 2012 lag der Auftragseingang mit 260,8 (272,6) Mio. Euro um 4,3 % unter dem Wert des Vorjahresvergleichsquartals.

Für den 2013 geplanten Umsatzanstieg kann sich die ElringKlinger-Gruppe auf einen soliden Auftragsbestand stützen. Er lag zum 31. Dezember 2012 um 1,7 % über dem Vorjahresniveau und erreichte 456,0 (448,4) Mio. Euro.

Verbesserte Ertragslage bei den Akquisitionen

Die Verwässerung der Konzernmarge durch die Konsolidierung der 2011 und 2012 zugekauften Gesellschaften, die 2012 in Summe negativ zum Ergebnis vor Ertragsteuern beigetragen hatten, wird sich 2013 weiter verringern.

Vor allem bei dem Abgasspezialisten Hug Engineering AG, der das Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2012 mit einem negativen Beitrag von 3,5 Mio. Euro stark belastete, wird 2013 von einer Ertragswende ausgegangen. ElringKlinger plant, die Ertragssituation sukzessive weiter zu verbessern. Die EBIT-Marge soll für das Gesamtjahr 2013 den mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen. Bereinigt um die noch laufende Kaufpreisallokation von voraussichtlich rund 2 Mio. Euro, wird die EBIT-Marge bereits im knapp zweistelligen Prozentbereich erwartet.

Hohes Potenzial für Hug durch CARB-Zulassung in Nordamerika

Umsatzseitig werden vor allem aus dem immer besser laufenden Nachrüstgeschäft mit mobiclean®-Dieselpartikelfiltern in Nordamerika steigende Beiträge erwartet („Umsatz-und Ertragslage", S. 15). Hinzu kommt interessantes Potenzial mit kompletten nauticlean®-Abgasreinigungsanlagen in der Schifffahrtindustrie. Die Nachrüstung der zumeist mit Schweröl betriebenen Motoren mit Abgasreinigungsanlagen wird zunehmend zum Thema. Gesetzliche Vorgaben, zum Beispiel der EU-Kommission, um den CO2-Ausstoß und andere Schadstoffemissionen zu mindern, treiben die Entwicklung voran. Zudem stellt Hug Prototypen für Anwendungen im Lkw-Bereich und für Baumaschinen bei den Kunden vor.

Durch den Anlauf des neuen Werks am kostengünstigen Standort Thale, Sachsen-Anhalt, Deutschland, als verlängerte Werkbank der Hug Engineering AG werden die negativen Auswirkungen des starken Schweizer Franken auf die operative Marge bei Hug im Jahresverlauf 2013 verringert. Mit Hilfe modernster Fertigungstechnologie für den Gehäuse- und Systembau werden die Kosten gesenkt.

Bei den ehemaligen Gesellschaften der Freudenberg Gruppe wird ebenfalls an der weiteren Verbesserung der Ertragslage gearbeitet. Am Standort Nantiat/Chamborêt, Frankreich, der ElringKlinger Meillor SAS, setzt ElringKlinger 2013 weitere Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen um. Mit umfassender Automatisierung, Angleichung der Produktionsprozesse und Produktdesigns sowie der Übernahme von Zentralfunktionen durch die Muttergesellschaft werden die Kosten reduziert. Aufgrund der extremen Schwäche des französischen Fahrzeugmarktes ist am Standort Nantiat 2013 allerdings nur mit einer schrittweisen und moderaten Verbesserung der Ertragssituation zu rechnen. Dazu wird auch der Aufbau einer Kleinserienfertigung für das Ersatzteilgeschäft beitragen.

Kostenoptimierung bleibt konzernweit Schwerpunkt

ElringKlinger wird auch 2013 die Fertigungsprozesse konzernweit wie gewohnt optimieren. Durch weitere Automatisierung und den Einsatz intelligenter Verfahrenstechnologie realisiert der Konzern Kosteneinsparungen. Ziel ist es, die Effizienz um mindestens 3 % zu verbessern. Das Hauptgewicht der Rationalisierungsprogramme wird dabei auf den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften liegen.

Bei einigen der für ElringKlinger wichtigen Materialien, insbesondere den Legierungszuschlägen für Edelstahl, waren 2012 im Vergleich zu den Spitzen 2011 Preisrückgänge zu verzeichnen. Demgegenüber gingen die vom Unternehmen erzielten Schrotterlöse spürbar zurück. Die ElringKlinger AG hat die zeitweise niedrigeren Preisniveaus dazu genutzt, die enthaltenen Legierungszuschläge (Nickel) für Teilumfänge der benötigten Edelstahlmengen abzusichern. In der zweiten Jahreshälfte 2012 begannen die Materialpreise tendenziell wieder anzuziehen.

Insgesamt erwartet ElringKlinger auf der Basis der abgeschlossenen Lieferverträge – abhängig von den jeweiligen Materialsorten – für 2013 eine weitgehend stabile Preissituation. Bei einigen Rohstoffen ist jedoch von steigenden Marktpreisen auszugehen. So muss für die wachsenden Bedarfe an Kunststoffgranulaten mit einem tendenziell höheren Preisniveau gerechnet werden. Ein ähnlich starker Anstieg der Rohstoffpreise wie in den Jahren 2010 und 2011 ist derzeit allerdings nicht erkennbar.

Abhängig von der weiteren Entwicklung der Weltkonjunktur und damit der Rohstoffnachfrage ist auch ein stärkeres Anziehen der Materialpreise für 2013 nicht gänzlich von der Hand zu weisen.

Da die ElringKlinger-Gruppe noch nahezu die Hälfte der Mitarbeiter im Inland beschäftigt, ist die Entwicklung der Personalkosten des Konzerns maßgeblich vom Tarifabschluss in der Metallindustrie abhängig. Dieser wird bei den tariflich Beschäftigten an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns voraussichtlich auch 2013 zu einem Anstieg der Löhne und Gehälter führen. Die Tariferhöhung wird derzeit zwischen der IG Metall und den Arbeitgeberverbänden verhandelt.

Lohnsteigerungen müssen angesichts des anhaltenden Preisdrucks von Seiten der Kunden durch entsprechende Rationalisierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen kompensiert werden. Aufgrund der für 2013 geplanten Umsatzzuwächse ist zwar von einem Anstieg der Beschäftigtenzahlen auszugehen. Dieser wird aber unterproportional zur Umsatzerhöhung ausfallen. Klares Ziel ist es, dass die Steigerungsrate bei den Personalkosten in Summe niedriger ausfällt als der Zuwachs bei den Erlösen.

Die 2012 überdurchschnittlich gestiegenen Verwaltungskosten sollen 2013 weniger stark steigen als das geplante Umsatzwachstum. Dazu wird die weitere Zentralisierung der administrativen Funktionen bei der Muttergesellschaft beitragen.

Umsatz- und Ergebnisanstieg für 2013 geplant

Auf der Grundlage der beschriebenen konjunkturellen Erwartungen plant der ElringKlinger-Konzern, den Umsatz 2013 organisch um 5 bis 7 % zu steigern. Sollte die globale Pkw-Produktion 2013 nur stagnieren, wird das Umsatzwachstum eher am unteren Ende der Bandbreite liegen.

Die operative Marge des ElringKlinger-Kerngeschäfts wird 2013 durch die im Ganzen noch unterdurchschnittlichen Margen der Akquisitionen und deren Kaufpreisallokationen beeinträchtigt. Infolge der bereits beschriebenen Maßnahmen wird die Verwässerung 2013 aber geringer ausfallen. Zu berücksichtigen sind auch die hohen Vorleistungen für den Bereich E-Mobility, der sich 2013 mit mehreren Projekten in der Anlaufphase befindet.

Trotz dieser belastenden Effekte geht ElringKlinger davon aus, dass das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stärker steigen wird als der Umsatz. Das bereinigte EBIT wird damit 2013 in einer Bandbreite von 150 bis 155 Mio. Euro (136,0 Mio. Euro im Jahr 2012) erwartet.

Ausblick für die Segmente

Das strukturelle Wachstum bei Produktgruppen wie Turboladerdichtungen, Abschirmteilen oder Getriebesteuerplatten für Automatikgetriebe sowie die geplanten Neuanläufe lassen für das Segment Erstausrüstung 2013 weitere Umsatz- und Ergebniszuwächse erwarten.

Vor dem Hintergrund, dass 2012 rund 80 % der Konzernerlöse und 67 % des Vorsteuerergebnisses auf die Erstausrüstung entfielen, wird voraussichtlich auch 2013 der Großteil der geplanten Umsatz- und Ertragssteigerungen der Gruppe von diesem Segment beigesteuert.

Das Segment Kunststofftechnik rechnet angesichts der steigenden Nachfrage aus zahlreichen Branchen nach PTFE-Komponenten und der laufenden Markterschließung in China, Indien und Nordamerika 2013 ebenfalls mit Umsatz- und Ertragszuwächsen.

Neuanläufe mit einer neuen Generation von Dichtringen für Einspritzsysteme, Kompressorkolben aus dem spritzfähigen Material MoldflonTM sowie MoldflonTM-Dichtringe für regelbare Kühlkreisläufe werden dazu wesentlich beitragen.

Das Segment Ersatzteile wird das Produktsortiment im Jahr 2013 weiter ausbauen und vor allem im westeuropäischen Raum die Vertriebsaktivitäten verstärken. Zudem wird am ehemaligen Freudenberg-Standort bei der ElringKlinger Meillor SAS in Nantiat, Frankreich, die Kleinserienproduktion für Bedarfe im Ersatzteilgeschäft aufgebaut.

Aufgrund der in zahlreichen europäischen Staaten 2009 aufgelegten Abwrackprämien ist das durchschnittliche Fahrzeugalter besonders im Kleinwagensegment spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig führt die wirtschaftlich schwierige Situation in Europa zum Aufschub von Wartungs- und Reparaturarbeiten am Fahrzeug. Dies wirkt sich vorübergehend tendenziell belastend auf die Absatzchancen im Segment Ersatzteile aus.

Marktanteilsgewinne und Zuwächse auf den internationalen Märkten können diese Effekte aus heutiger Sicht überkompensieren. Während in einigen nordafrikanischen Märkten die politischen Risiken nicht zu übersehen sind, wird das ElringKlinger-Ersatzteilgeschäft vor allem in Osteuropa und im Mittleren Osten weiter wachsen.

In Summe wird auch im Ersatzteilgeschäft für das Jahr 2013 mit weiteren Umsatzsteigerungen gerechnet. Das Ergebnis vor Ertragsteuern soll sich prozentual in vergleichbarem Maße erhöhen.

Auch für 2014 und darüber hinaus ist die ElringKlinger-Gruppe mit ihrer Positionierung in strukturell wachsenden Technologienischen, zahlreichen Produktneuanläufen und der Aufstellung in den Schwellenmärkten aussichtsreich aufgestellt. Der Konzern geht vor diesem Hintergrund davon aus, bei einer moderat wachsenden globalen Automobilproduktion den Umsatz um jährlich 5 bis 7 % steigern zu können. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll sich dabei überproportional entwickeln. Dies ist vor allem abhängig von der Entwicklung der Akquisitionen und dem Hochlaufen der neuen Produkte im Bereich E-Mobility.

Investitionsquote normalisiert sich

Die letzten Jahre waren geprägt von hohen Investitionen in den Bau neuer Werke sowie der Finanzierung von Großprojekten wie des neuen Logistikzentrums in Dettingen/Erms, Deutschland. Die Investitionsquote des Konzerns – das heißt der Anteil der Investitionen am Konzernumsatz – stieg in den letzten drei Jahren auf deutlich überdurchschnittliche Werte von bis zu knapp 17 %.

Demgegenüber werden sich die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in den Jahren 2013 und 2014 wieder normalisieren. Die Investitionsquote wird in den kommenden Jahren niedriger ausfallen und aller Voraussicht nach zwischen 8 und 10 % vom Umsatz vereinnahmen.

Nach moderaten 103,1 Mio. Euro im Jahr 2012 sind im ElringKlinger-Konzern 2013 Auszahlungen für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Umfang von rund 100,0 Mio. Euro vorgesehen. Diese Investitionen fließen größtenteils in neue Fertigungsgebäude, Maschinen und Anlagen für geplante Produktneuanläufe sowie in Rationalisierungsprojekte.

Das Wachstum der Automobilindustrie wird sich in den kommenden Jahren vor allem in Asien abspielen. Der weitere Ausbau des Asiengeschäfts ist daher 2013 einer der klaren Investitionsschwerpunkte. 2013 wird ElringKlinger am künftigen Standort Gumi in Südkorea mit dem Bau eines neuen modernen Werks beginnen, in dem alle Produktgruppen hergestellt werden können. Die Gesamtinvestitionen für Gebäude und Produktionsanlagen belaufen sich auf rund 10 Mio. Euro. ElringKlinger vertieft damit die Beziehungen zu den koreanischen Fahrzeugherstellern und bereitet sich auf das Wachstum der nächsten Jahre vor. Für das neue Werk in Indonesien werden weitere Produktionsautomaten beschafft. Am Standort Suzhou, China, wird neben dem Aufbau eines Entwicklungszentrums eine weitere Produktionshalle errichtet.

Im Ganzen fließen rund 6 Mio. Euro in das neu gebaute Fertigungsgebäude am Standort Thale, Deutschland. Modernste Anlagen zum Präzisionsschweißen und Canning von Partikelfiltern sowie kompletten Abgasreinigungssystemen werden zu einer spürbaren Kostenreduzierung im Bereich Abgastechnologie beitragen. Die verlängerte Werkbank für die Hug Engineering AG ist damit für die Fertigung größerer Serien bestens aufgestellt.

Wesentliche Teile der Auszahlungen für diese Investition entfallen auf das Jahr 2013.

Am Standort der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, wird vor allem zur Vorbereitung des hohen Wachstums mit neuen Projekten aus dem PTFE-Material MoldflonTM ein Erweiterungsbau errichtet. Inklusive der neu beschafften Anlagen sind dafür Investitionen in einer Größenordnung von 10 Mio. Euro veranschlagt.

Berücksichtigt sind 2013 auch Investitionen in den Bau eines neuen Zentrums für die Konfektion von Ersatzteilsätzen am Standort Rottenburg/Neckar, Deutschland in Höhe von rund 8 Mio. Euro.

Finanzierungsspielraum für organisches Wachstum und Akquisitionen vorhanden

Der für 2013 und 2014 jeweils zu erwartende Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird die derzeit geplanten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen aller Voraussicht nach übersteigen. Damit sind die weitere Finanzierung des organischen Wachstums des Konzerns mit Schwerpunkt in Asien sowie der weitere Ausbau der zukunftsträchtigen Bereiche Elektromobilität und Abgasreinigungstechnologie sichergestellt. Der derzeit absehbare Gesamtfinanzierungsbedarf des Konzerns für die Jahre 2013 und 2014 wird weitgehend mit den vorhandenen Mittelzuflüssen aus der Innenfinanzierung abgedeckt werden können.

Dem ElringKlinger-Konzern stehen außerdem von mehreren Banken zugesagte Kreditlinien in Höhe von rund 115 Mio. Euro zur Fremdkapitalfinanzierung offen.

Sollten sich durch die fortschreitende Branchenkonsolidierung kurzfristig günstige Gelegenheiten für externes Wachstum durch überschaubare Zukäufe ergeben, steht der entsprechende Finanzierungsspielraum zur Verfügung.

Nettoverschuldung zurückführen

Die durch die Akquisitionen in den Jahren 2011 und 2012, den Bau neuer Werke und die Finanzierung des hohen Wachstums auf 416,3 Mio. (366,6) Euro angewachsene Verschuldung (Finanzverbindlichkeiten inklusive Pensionsverbindlichkeiten) soll ab der zweiten Jahreshälfte 2013 aus dem Cashflow der betrieblichen Tätigkeit schrittweise zurückgeführt werden. Die erste Jahreshälfte ist aufgrund der Dividendenausschüttung üblicherweise von überproportional hohen Auszahlungen geprägt.

Die Nettofinanzverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns wird damit zum Jahresende 2013 geringer ausfallen als zum 31. Dezember 2012. Auch für das Folgejahr 2014 plant der ElringKlinger-Konzern, die Nettofinanzverbindlichkeiten weiter abzubauen.

Auf der Grundlage der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sieht sich der ElringKlinger-Konzern gut aufgestellt, um die geplanten Unternehmensziele erreichen zu können.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Berichtszeitraums übernahm die ElringKlinger AG das südkoreanische Joint Venture ElringKlinger Korea Co., Ltd. in Changwon vollständig.

Die koreanische Gesellschaft erzielte 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 12,2 Mio. Euro. Die ElringKlinger AG erwarb die restlichen 50 % der Anteile an der ElringKlinger Korea Co., Ltd. von der Miteigentümerfamilie und wird damit zum alleinigen Eigentümer. Der Kaufpreis für den 50 %-Anteil belief sich auf 4,3 Mio. Euro. Die bisher quotal in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Februar 2013 voll konsolidiert.

Das Joint Venture stellt Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Hitzeschilde sowie Kunststoffgehäusemodule her. Durch den Zukauf verstärkt ElringKlinger seine Position auf dem asiatischen Markt und baut die Beziehungen zu den koreanischen Fahrzeugherstellern weiter aus.

Zudem erwarb die ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen 49 % der Anteile an der südafrikanischen Gesellschaft Elring Gaskets (Pty) Ltd. In diesem Zusammenhang wurde die Gesellschaft in ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. umfirmiert.

Die ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. erwirtschaftete 2012 Erlöse von 0,8 Mio. Euro. Der Kaufpreis für die restlichen Anteile lag bei 0,6 Mio. Euro.

Die bisher im Ersatzteilgeschäft aktive Gesellschaft wird 2013 für die Produktion von Abschirmteilen für bereits akquirierte Projekte ausgebaut. Dazu zählt u.a. ein großer Serienauftrag von einem deutschen Premiumhersteller zur Ausstattung einer Modellreihe mit Motor- und Unterbodenabschirmpaketen.

Darüber hinaus haben sich nach Abschluss der Berichtsperiode keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

Dettingen/Erms, den 13. März 2013

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Konzernbilanz

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (11) 135.989 134.133
Sachanlagen (12) 565.000 537.545
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) 13.329 13.071
Finanzielle Vermögenswerte (14) 1.637 2.621
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (15) 2.830 3.355
Sonstige langfristige Vermögenswerte (15) 2.737 1.730
Latente Steueransprüche (9) 29.552 20.991
751.074 713.446
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (16) 229.586 216.467
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen (17) 185.850 187.279
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (17) 2.208 1.539
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (17) 45.351 33.706
Zahlungsmittel (18) 54.273 65.153
517.268 504.144
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte (19) 249 0
1.268.591 1.217.590
Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 424.631 376.847
Übrige Rücklagen 3.048 22.208
Den Aktionären der ElringKlinger AG
zustehendes Eigenkapital (20) 609.277 580.653
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital (21) 30.978 29.458
640.255 610.111
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen (22) 101.559 79.132
Langfristige Rückstellungen (23) 11.121 7.402
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (24) 130.993 161.348
Latente Steuerschulden (9) 46.781 44.900
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (25) 10.149 21.069
300.603 313.851
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen (23) 18.409 15.499
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 58.065 65.019
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (24) 183.716 126.145
Steuerschulden (9) 11.513 18.546
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (25) 56.030 68.419
327.733 293.628
1.268.591 1.217.590

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

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in TEUR Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse (1) 1.127.182 1.032.820
Umsatzkosten (2) -814.778 -744.166
Bruttoergebnis vom Umsatz 312.404 288.654
Vertriebskosten (3) -78.046 -67.440
Allgemeine Verwaltungskosten (4) -45.775 -43.365
Forschungs- und Entwicklungskosten (5) -57.304 -49.916
Sonstige betriebliche Erträge (6) 15.400 34.737
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -7.816 -11.550
Operatives Ergebnis 138.863 151.120
Finanzerträge 6.858 15.834
Finanzaufwendungen -21.910 -30.322
Finanzergebnis (8) -15.052 -14.488
Ergebnis vor Ertragsteuern 123.811 136.632
Ertragsteueraufwendungen (9) -34.409 -39.040
Periodenergebnis 89.402 97.592
davon: Gewinne, die auf nicht beherrschende Anteile entfallen (21) 3.492 2.717
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG (21) 85.910 94.875
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR (10) 1,36 1,5

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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2012 2011
Periodenergebnis 89.402 97.592
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -4.658 6.538
Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionszusagen,
netto nach Steuern -15.904 -4.208
Währungsumrechnung einer Nettoinvestition in einen
ausländischen Geschäftsbetrieb 166 0
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen -20.396 2.330
Gesamtergebnis 69.006 99.922
davon: Nicht beherrschende Anteile am Gesamtergebnis 2.907 3.505
davon: Anteil der Aktionäre der ElringKlinger AG am Gesamtergebnis 66.099 96.417

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 16. Mai 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften („ElringKlinger-Konzern“) ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrien. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2012 wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2012 zwingend anzuwendenden IFRS und IFRICs berücksichtigt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften waren erstmals verpflichtend für das Geschäftsjahr 2012 anzuwenden, haben jedoch keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in 2012:

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Transfer von finanziellen Vermögenswerten

Die Änderung von IFRS 7 bringt Erweiterungen der Angabepflichten beim Transfer finanzieller Vermögenswerte. Betroffen sind zum Beispiel der Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) oder so genannte Asset-Backed-Securities-Transaktionen. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden.

Folgende bereits veröffentlichte Standards, die aber für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, werden von der ElringKlinger noch nicht angewendet:

IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fester Anwendungszeitpunkte für erstmalige Anwender

Durch die Änderung des IFRS 1 wird zum einen der Verweis auf den festen Umstellungszeitpunkt „1. Januar 2004“ durch „Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS“ ersetzt. Zum anderen werden nun Anwendungsleitlinien vorgegeben, wie bei der Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzugehen ist, sollte ein Unternehmen für einige Zeit die IFRS-Vorschriften nicht einhalten können, weil seine funktionale Währung starker Hochinflation unterlag. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, anzuwenden. Ein Endorsement durch die EU ist noch nicht erfolgt.

IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Darlehen der öffentlichen Hand

Die Änderung führt eine neue Ausnahme zur grundsätzlich retrospektiven Anwendung der IFRS durch Erstanwender ein. Hiernach ist die Vorschrift des IAS 20.10A, die besagt, dass öffentliche Darlehen, die zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz gewährt werden, zwingend nach den Vorschriften des IAS 39 (bzw. zukünftig des IFRS 9) anzusetzen sind und somit mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, prospektiv auf unterverzinsliche öffentliche Darlehen anzuwenden, die am oder nach dem Übergangszeitpunkt gewährt wurden. Diese Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Ein Endorsement durch die EU ist noch nicht erfolgt.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 Finanzinstrumente befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Der Standard ersetzt die Abschnitte des IAS 39, „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, die sich mit der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten befassen. Nach IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in zwei Bewertungskategorien klassifiziert: diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie solche, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Festlegung erfolgt bei erstmaligem Ansatz. Die Einstufung hängt davon ab, wie der Konzern seine Finanzinstrumente verwaltet hat, sowie welche vertraglich vereinbarten Zahlungsströme mit den Finanzinstrumenten zusammenhängen. Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die meisten Vorschriften des IAS 39 beibehalten. Die Hauptveränderung liegt darin, dass in den Fällen der Ausübung der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert die Wertveränderungen, die aufgrund des eigenen Unternehmenskreditrisikos entstehen, im sonstigen Ergebnis statt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, es sei denn, dass dies zu einer unzutreffenden Darstellung führt. Der Konzern wird die weiteren Phasen des IFRS 9 analysieren, sobald diese vom IASB verabschiedet werden und die vollen Auswirkungen auf den Konzern feststellen. Der IFRS 9 ist erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ein Endorsement durch die EU ist noch nicht erfolgt.

IFRS 10 Konzernabschlüsse

Mit den IFRS 10, 11 und 12 werden neue Standards für Konzernabschlüsse bereitgestellt. Die neuen Standards sind nach IASB auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, für frühere Berichtsjahre ist der IAS 27 Konzern- und separate Abschlüsse anzuwenden. Ziel des IFRS 10 ist es, für alle Unternehmen einen einheitlichen Begriff für Beherrschung zu definieren. Der Standard stellt hierfür Anwendungsleitlinien zur Verfügung.

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen

Der Standard ersetzt den IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Quotenkonsolidierung bei Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben.

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

IFRS 12 ist eine Zusammenfassung aller Anhangsangaben für konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und Joint Ventures und nicht-konsolidierte Zweckgesellschaften. Vor allem für nicht-konsolidierte Zweckgesellschaften sieht der neue Standard umfangreiche Angabepflichten vor.

Für den Konzern führen diese neuen Standards zu Änderungen bei den bisher nach dem Quotenverfahren bilanzierten Unternehmen der ElringKlinger, wodurch es zu einer Veränderung der Bilanz kommt.

IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Übergangsbestimmungen

Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der „Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung“ des IFRS 10 der Beginn der Berichtsperiode ist, in welcher der Standard erstmals angewendet wird. Dies hat zur Folge, dass die Entscheidungen, ob Investments nach IFRS 10 zu konsolidieren sind oder nicht, zu Beginn dieser Periode zu treffen sind. Darüber hinaus wird festgelegt, dass bei einer erstmaligen Anwendung der neuen Konsolidierungsregeln, Vergleichsangaben für die zwingenden Angabepflichten des IFRS 12 im Zusammenhang mit Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen nur für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode zwingend anzugeben sind. Die Angaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen werden sogar vollständig von der Verpflichtung zur Angabe von Vergleichszahlungen ausgenommen. Laut IASB sind die Änderungen der Übergangsbestimmungen auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

IFRS 13 regelt einheitlich die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert für alle IFRS-Standards. IFRS 13 findet dann Anwendung, wenn ein anderer Standard eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet oder Angaben über die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verlangt werden. Die Vorschriften erweitern nicht den Anwendungsbereich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, sondern erläutern in den Fällen, in denen dies bereits von Standards verlangt oder erlaubt wird, wie der beizulegende Zeitwert anzuwenden ist. Die vollen Auswirkungen dieser Änderung müssen vom Konzern noch festgestellt werden. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

IAS 12 Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte

Mit der Änderung des IAS 12 wird eine Vereinfachungsregelung bei der Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 eingeführt. Demnach wird widerlegbar vermutet, dass für die Bemessung der latenten Steuern bei Immobilien, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, grundsätzlich eine Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung ausschlaggebend ist. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Am 16. Juni 2011 hat das IAS-Board eine Neufassung von IAS 19 bereitgestellt, die am 6. Juni 2012 auch im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurde. Die Änderungen des IAS 19 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.Januar 2013 beginnen.

Nachfolgenden werden die Änderungen des IAS 19 und die Auswirkungen auf den Abschluss des ElringKlinger-Konzerns kurz zusammengefasst:

Zukünftig sind die neu entstandenen, versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Da die ElringKlinger AG bereits in der Vergangenheit diese Methodik angewendet hat, ergeben sich hierdurch keine Auswirkungen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ist im Entstehungsjahr vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Hierdurch hätten sich auf diesen Konzernabschluss keine Auswirkungen ergeben. Inwiefern diese Änderungen in 2013 Einfluss haben, hängt von künftigen Planänderungen ab. Des Weiteren wurde der Nettozinsaufwand/-ertrag eingeführt und die Annahme des erwarteten Ertrags abgeschafft. Für den Konzern ergeben sich durch die Einführung des „net interest approach“ Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Zudem werden neue Anforderungen an die Anhangangaben gestellt. In diesen soll das Risiko der Pensionspläne und die Auswirkungen auf die Cashflows für das Unternehmen für den Abschlussadressaten verständlich dargestellt werden.

Außerdem wurde die Definition der "termination benefits" überarbeitet. Durch die vorgenommenen Änderungen sind die Aufstockungsbeträge betreffend Altersteilzeitverpflichtungen künftig nicht mehr als "termination benefits", sondern als andere, langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer zu klassifizieren. Künftig ist somit der Aufwand nicht mehr sofort in voller Höhe, sondern zeitratierlich zu erfassen. Die geänderte Bilanzierung der Aufstockungsbeträge wird im ElringKlinger-Konzern zu sinkenden Rückstellungen führen. Aufgrund der kurzen Zeit seit der Veröffentlichung des finalen Anwendungshinweises des DRSC konnten bis zur Veröffentlichung diese Abschlusses die quantitativen Auswirkungen noch nicht abschließen ermittelt werden.

IAS 27 Separate Abschlüsse

IAS 27 wurde in Separate Abschlüsse geändert und betrifft nun lediglich Einzelabschlüsse. Die zuvor in IAS 27 enthaltenen Vorschriften bezüglich der Definition von control sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. Laut IASB ist der überarbeitete IAS 27 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehme und Joint Ventures

Der IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures ersetzt die Vorgängerversion Anteile an assoziierten Unternehmen. Mit der Verabschiedung von IFRS 11 und IFRS 12 wurde der Regelungsbereich des IAS 28 – neben den assoziierten Unternehmen – auch auf die Anwender der Equity-Methode auf Gemeinschaftsunternehmen ausgeweitet. Laut IASB ist der IAS 28 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

Durch den IAS 1 kommt es zu einer Änderung der Gruppierung der Posten im sonstigen Ergebnis. So sind nun die Positionen, die später in das Periodenergebnis umgegliedert werden könnten, getrennt darzustellen von den Positionen, die nicht umgegliedert werden. Dadurch wird den Abschlussadressaten ein besseres Verständnis über die Auswirkungen der Einzelpositionen des sonstigen Ergebnisses auf das künftige Periodenergebnis ermöglicht. Diese Änderung führt bei allen Unternehmen zu einer veränderten Darstellung. Der Standard ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden.

IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau

IFRIC 20 regelt die Behandlung der Kosten, die bei der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau anfallen. Dieser Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen.

IAS 32 Finanzinstrumente: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten und IFRS 7 Angaben

Die Änderungen von IAS 32 und IFRS 7 wurden im Dezember 2011 veröffentlicht und sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 bzw. 1. Januar 2014 beginnt. Mit den Änderungen sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsrichtlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit deren Änderungen werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf die vom Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden haben, jedoch weitere Angaben nach sich ziehen. Ein Endorsement durch die EU ist noch nicht erfolgt.

IFRS 7 und IFRS 9 Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Angaben zum Übergang

Der IASB hat die Änderung „Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung und Angaben zum Übergang“ herausgegeben, mit denen der Zeitpunkt des Inkrafttretens von IFRS 9 auf Geschäftsjahre geändert wird, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner wurden die Erleichterungsvorschriften hinsichtlich Vergleichszahlen und damit zusammenhängende Angaben in IFRS 7 geändert. Die Änderung Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung und Angaben zum Übergang an IFRS 9 und IFRS 7 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen – ein Endorsement durch die EU ist noch nicht erfolgt.

Verbesserung der International Financial Reporting Standards

Der IASB hat im Rahmen seines Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen einen weiteren Änderungsstandard veröffentlicht. Hiervon betroffen sind die folgenden Standards: IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS, IAS 1 Darstellung des Abschlusses, IAS 16 Sachanlagen, IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 34 Zwischenberichterstattung. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden – das Endorsement durch die EU steht noch aus.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2012 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von sechs (2011: 7) inländischen und 26 (2011: 26) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50% der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 wurde die Hummel-Formen Kunststofftechnik GmbH auf die Hummel-Formen GmbH verschmolzen. Die Elring Gaskets (Pty) Ltd. wurde in 2012 in ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. umfirmiert. Aufgrund des Gesellschafterbeschluss vom 11. Oktober 2012 wurde die Elring of North America, Inc. liquidiert und somit endkonsolidiert.

Die zwei Joint-Ventures ElringKlinger Korea Co., Ltd., Changwon, Südkorea, und die ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, mit ihren Tochtergesellschaften, sind in den Konzernabschluss gemäß IAS 31 durch Quotenkonsolidierung einbezogen. Im zweiten Quartal 2012 wurde die PT. ElringKlinger Indonesien gegründet, die ihre Geschäftstätigkeit jedoch erst zum Ende des Jahres 2012 aufgenommen hat.

Bei der Quotenkonsolidierung werden sämtliche Aktiva und Passiva, Aufwendungen und Erträge der Joint Ventures in Höhe des Beteiligungsanteils (50 %) in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftstätigkeit der ElringKlinger Korea Co. Ltd. betrifft die Herstellung und den Vertrieb von Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen sowie Kunststoffhauben. Der Geschäftszweck der ElringKlinger Marusan Corporation ist die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffhauben und Zylinderkopfdichtungen.

Aufgrund der Anteilsquote an Gemeinschaftsunternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen:

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TEUR 2012 2011
Langfristige Vermögenswerte 10.357 12.299
Kurzfristige Vermögenswerte 20.982 27.466
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 249 0
Langfristige Verbindlichkeiten 1.372 1.457
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.112 8.954
Erträge 35.176 33.157
Aufwendungen 32.941 31.670

Eine Übersicht über die 32 einbezogenen Unternehmen und die fünf Joint Ventures ist auf der Folgeseite dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG1) Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER
BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 74,50
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 68,67
Hummel-Formen GmbH Lenningen 100,00
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 68,67
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00
Hug Engineering S.p.A.2) Mailand (Italien) 68,67
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 90,00
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00
Codinox Beheer B.V.2) Enschede (Niederlande) 6,87
HURO Supermold S.R.L.3) Timisoara (Rumänien) 100,00
HURO Invest S.R.L.3) Timisoara (Rumänien) 100,00
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) 100,00
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00
Hug Engineering Inc.2) Austin (USA) 68,67
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 51,00
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao)
Commercial Co., Ltd.4) Qingdao (China) 74,50
Anteile an Joint Ventures (in den Konzernabschluss mittels Quotenkonsolidierung einbezogen)
Ausland
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 50,00
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 50,00
Marusan Kogyo Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 23,45
PT. ElringKlinger Indonesia5) Karawang (Indonesien) 50,00

1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten 3) Tochtergesellschaft der Hummel-Formen GmbH und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen 4) Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

2) Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG 5) Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

Unternehmenszukäufe

ThaWa und AGD

Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die ElringKlinger AG den Metallgehäusehersteller ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten, Thale, sowie die AGD Group Entwicklungs- und Vetriebs GmbH, Gütersloh, erworben. Mit der Akquisition verstärkt das Unternehmen seine Aktivitäten in der Abgasreinigungstechnologie. ThaWa ist überwiegend als Zulieferer und Fertigungspartner für den von der ElringKlinger AG im Mai 2011 zugekauften Schweizer Abgasspezialisten Hug Engineering AG tätig. Beide Gesellschaften wurden rückwirkend zum 1. Januar 2012 auf die ElringKlinger AG verschmolzen. Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.449 vereinbart, auf die ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten entfielen TEUR 993 und auf die AGD Group Entwicklungs- und Vetriebs GmbH TEUR 456. Die Nebenkosten des Unternehmenserwerbs beliefen sich auf TEUR 10 und wurden in den Verwaltungskosten erfasst (ThaWa GmbH Thaler Warenautomaten TEUR 7, die AGD Group Entwicklungs- und Vetriebs GmbH TEUR 3).

Die Akquisition der zwei Gesellschaften hat in 2012 zum Umsatz des ElringKlinger-Konzerns mit TEUR 3.389 beigetragen und das Ergebnis vor Steuern mit TEUR -392 belastet.

Der Erwerb hatte zum Erwerbszeitpunkt die folgenden Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden des Konzerns:

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TEUR beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 18
Sachanlagen 2.953
Vorräte 526
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 236
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 10
Sonstige Vermögenswerte 47
Zahlungsmittel 134
Rückstellungen -17
Finanzverbindlichkeiten -782
Latente Steuerschulden -417
Verbindlichkeiten -1.169
Netto-Vermögenswert 1.539
Erfolgswirksam vereinnahmter passivischer Unterschiedsbetrag 90
Kaufpreis 1.449

Der aus dem Erwerb resultierende passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 90 wurde erfolgswirksam vereinnahmt. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen. Der Kaufpreis konnte niedrig gehalten werden, da ElringKlinger in einer vorteilhaften Verhandlungsposition war.

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen.

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Die bisher nicht beherrschenden Anteile der Tochtergesellschaft Hug Engineering AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, in Höhe von 2% wurden von der ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 329 und wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 68,67% der Anteile.

Die bisher nicht beherrschenden Anteile der Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L mit Sitz in Timisoara, Rumänien, in Höhe von 15% wurden von der Hummel-Formen GmbH mit Wirkung zum 1. August 2012 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 75 und wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Hummel-Formen GmbH hält seither 100% der Anteile.

Die bisher nicht beherrschenden Anteile der Tochtergesellschaft Hug Engineering S.p.A mit Sitz in Mailand, Italien, in Höhe von 49,87% wurden von der Hug Engineering AG im mit Wirkung zum 11. Juli 2012 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 300 und wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Hug Engineering AG hält seither 100% der Anteile.

Mit notariellem Vertrag vom 27. November 2012 hat die ElringKlinger AG die restlichen nicht beherrschenden Anteile (10 %) an der Hummel-Formen GmbH, Lenningen, erworben und ist damit Alleingesellschafterin. ElringKlinger erwarb in 2011 rechtlich 90% der Anteile, wirtschaftlich waren der ElringKlinger AG im Erwerbszeitpunkt aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung (Option) 100 % der Anteile zuzuordnen. Für den Erwerb der restlichen nicht beherrschenden Anteile wurde in 2011 eine Verbindlichkeit passiviert, die in 2012 im Rahmen des Erwerbs der restlichen 10 % der Anteile getilgt wurde. Da von den ursprünglich vier erworbenen potentiellen Patenten bei der Hummel-Formen GmbH die Aktivitäten zur Eintragung von zwei Patenten aufgegeben wurden, konnten die von der ElringKlinger AG für diese Patente bereits geleisteten Zahlungen von TEUR 500 mit der Kaufpreiszahlung für diese restlichen nicht beherrschenden Anteile verrechnet werden. Des Weiteren wurde die im Vorjahr gebildete Verbindlichkeit von TEUR 600 ausgebucht. Der daraus resultierende Ertrag von TEUR 1.100 wurde unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Beim Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Wert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.

Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.

Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschenden Anteilen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft, entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.

Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da sowohl die Tochterunternehmen als auch die Joint Ventures ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, vereinfachend zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral behandelt und als gesonderte Posten im Eigenkapital ausgewiesen. Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Währung Kürzel Stichtagskurs 31.12.2012 Stichtagskurs 31.12.2011 Durchschnitts-Kurs 2012 Durchschnitts-Kurs 2011
US-Dollar (USA) USD 1,31940 1,29320 1,29284 1,39887
Pfund (Großbritannien) GBP 0,81610 0,83670 0,81163 0,87124
Franken (Schweiz) CHF 1,20720 1,21650 1,20428 1,23198
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,31370 1,31920 1,29058 1,38082
Real (Brasilien) BRL 2,70360 2,41370 2,53343 2,33703
Peso (Mexiko) MXN 17,18450 18,07250 16,94385 17,43407
RMB (China) CNY 8,22070 8,14350 8,14721 9,02397
WON (Südkorea) KRW 1.406,23000 1.499,59000 1.447,12500 1.542,59167
Rand (Südafrika) ZAR 11,17270 10,47630 10,57579 10,15627
Yen (Japan) JPY 113,61000 100,07000 103,49667 111,32833
Forint (Ungarn) HUF 292,30000 312,82000 288,18167 280,84250
Türkische Lira TRY 2,35510 2,44600 2,31404 2,35696
Leu (Rumänien) RON 4,44450 4,33090 4,45736 4,23938
Indische Rupie INR 72,56000 68,58550 69,00309 65,47647
Indonesische Rupiah I DR 12.713,97 11.730,60 12.123,7633 12.244,5750

Anpassung der Vorjahreswerte

Die im Vorjahr in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Positionen 'Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten', 'Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten' und 'Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten' wurden im vorliegenden Konzernabschluss zu den Positionen 'Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten' und 'Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten' korrespondierend angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):

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TEUR 2012 2011
Erstausrüstung 99.291 98.841
Kunststofftechnik 4.816 4.816
Ersatzteile 1.658 1.658
Gesamt 105.765 105.315

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

ElringKlinger führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des Durchschnitts der Planjahre 2013 bis 2017 bestimmt wird, berücksichtigt.
Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.
Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2012 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 9,54% (2011: 10,58%) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem Basiszins für risikolose Anleihen (15-jährige Industrieanleihen), der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichs-Gruppe ("Peer Group") abgeleitet.
Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz eines Wachstumsabschlags verwendet.
Aus der zum 31. Dezember 2012 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenskäufen vor dem 1. April 2004 sind im Wesentlichen aktiviert und im Übrigen mit Rücklagen verrechnet worden. Beim Abgang eines einbezogenen Unternehmens wird ein diesbezüglich aktivierter Geschäfts- oder Firmenwert in die Ermittlung des Entkonsolidierungserfolgs einbezogen. Dagegen bleibt der mit Rücklagen verrechnete Geschäfts- oder Firmenwert bei der Bestimmung des Veräußerungsgewinns oder -verlusts außer Betracht.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger direkt zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt.

Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben – mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte – bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Klasse der Sachanlagen Jahre
Bauten 15 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen 12 bis 15
Erzeugnisbezogene Werkzeuge 3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 15

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Einklang stehen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.

Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert

An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Originäre Finanzinstrumente

Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte

Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern.

Änderungen des Zeitwerts von als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne- oder verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden („zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente“). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Im ElringKlinger-Konzern werden Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken auf Forderungen gebildet. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.

In der Bilanz unter der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ angesetzte Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden erfasst.

Bei den als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten handelt es sich um Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Devisentermin-, Zins- sowie Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Währungs-, Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden zwei Finanzderivate (Zinsswaps) sowie vier Nickel-Sicherungskontrakte.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Zahlungsmittel

Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten

eingestuft werden

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.

Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert.

Leasingverhältnisse

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist im Darlehensvertrag festgelegt und zinst die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert ab.

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.

Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden auf der Grundlage eines direkten Zusammenhangs zwischen den angefallenen Kosten und den entsprechenden Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien erfüllt werden, aktiviert.

Die Entwicklungskosten müssen verlässlich ermittelt werden können.
Die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sind sichergestellt.
Die Entwicklungstätigkeit muss mit hinreichender Wahrscheinlichkeit dem Unternehmen einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erbringen.

Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.

Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 betrug 3,6% (2011: 4,25%).

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem und latentem Steueraufwand dar.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus einem Geschäfts- oder Firmenwert aus einem Anteilserwerb („Share deal“) oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Bilanzstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.

Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Gebrauch von Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, Wertminderungen auf Forderungen sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.

Risiken und Unsicherheiten

Ein plötzlicher und tiefgreifender Einbruch der Fahrzeug- und Motorenproduktion in einer oder mehreren der für den Konzern wichtigen Absatzregionen könnte einen signifikanten Rückgang der von den Kunden abgerufenen Teilemengen oder Stornierungen nach sich ziehen. Dies würde zu einer kurzfristig wesentlich niedrigeren Auslastung der Produktion führen, was wiederum geringere Deckungsbeiträge und eine entsprechende Belastung der operativen Marge zur Folge hätte. Das Anpassen der Kostenstrukturen und Kapazitäten an einen überraschend starken Brancheneinbruch benötigt auf der Unternehmensseite eine gewisse Reaktionszeit und könnten damit vor allem temporär einen spürbaren Rückgang der Profitabilität auslösen.

Risiken für 2013 gehen nach derzeitiger Einschätzung der Marktlage vor allem von der anhaltend schwachen Entwicklung der Pkw-Verkäufe in den süd- und westeuropäischen Staaten aus.

Sollte sich die Staatsschuldenkrise nochmals verschärfen, würde dies negativ auf das Konsumentenverhalten rückkoppeln. Es bestünde die Gefahr, dass vor allem in den von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen europäischen Peripheriestaaten die Pkw-Verkäufe nochmals signifikant zurückgehen.

Ein derzeit für Westeuropa nicht auszuschließender weiterer Rückgang der Fahrzeugnachfrage im mittleren einstelligen Prozentbereich sollte jedoch auf globaler Ebene durch Zuwächse in Asien und Nordamerika kompensiert werden können.

Alles in allem ist ein umfassender Einbruch der Weltfahrzeugproduktion – trotz der extrem schwachen Verfassung des europäischen Fahrzeugmarkts – 2013 eher unwahrscheinlich. Ein den Jahren 2008/09 vergleichbares Krisenszenario zeichnet sich derzeit nicht ab.

Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagte ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2011 um TEUR 94.362 auf TEUR 1.127.182 erhöht.

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Verkauf von Gütern 1.115.693 1.020.613
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 7.254 5.586
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4.235 6.621
Gesamt 1.127.182 1.032.820

Aufteilung nach geographischen Märkten:

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TEUR 201 2 2011
Inland 338.882 319.298
Ausland 788.300 713.522
Gesamt 1.127.182 1.032.820

(2) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.

Sie enthalten:

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TEUR 2012 2011
Materialaufwendungen 506.118 423.655
Personalaufwendungen 191.787 173.011
Abschreibungen 58.463 74.422
Sonstige Aufwendungen 58.410 73.078
Gesamt 814.778 744.166

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2011 um TEUR 10.606 auf TEUR 78.046 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.

(4) Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2011 um TEUR 2.410 auf TEUR 45.775 erhöht.

(5) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten, Abschreibungen sowie die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Im Geschäftsjahr 2012 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 8.394 aktiviert. Die in dieser GuV-Position erfassten planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten haben im Geschäftsjahr 2012 TEUR 5.624 betragen.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2012 2011
Zuschüsse der öffentlichen Hand 4.019 4.069
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 3.663 23.811
Kostenerstattung Dritter 1.614 2.018
Auflösung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten 901 2.149
Wertminderung auf Forderungen 871 95
Versicherungsentschädigungen 720 238
Lizenzerlöse 125 233
Erträge aus Maschinenverkäufen 68 5
Erträge aus Schadenserstattungen 30 25
Sonstige 3.389 2.094
Gesamt 15 . 400 34.737

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Verbindlichkeiten (TEUR 901, 2011: TEUR 2.149) enthalten. Aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden des Gewerbeparks Ludwigsburg ergab sich im Vorjahr ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von TEUR 22.673.

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2012 2011
Sonstige Steuern (keine Ertragssteuern) 1.287 972
Forderungsausfälle 1.089 297
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 894 3.384
Bildung von Rückstellungen / abgegrenzte Verbindlichkeiten 763 1.381
Sonstige Gebühren 612 560
Wertberichtigungen auf Forderungen 495 779
Aufwendungen für Schadensfälle 409 103
Aufwendungen für Maschinenverkäufe 108 327
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen 0 1.755
Sonstige 2.159 1.992
Gesamt 7.816 11.550

(8) Finanzergebnis

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TEUR 2012 2011
Finanzerträge
Erträge aus Kursdifferenzen 5.105 14.824
Zinserträge 1.240 984
Sonstiges 513 26
Finanzerträge gesamt 6.858 15.834
Finanzaufwendungen
Aufwendungen aus Kursdifferenzen -8.467 -17.234
Zinsaufwendungen -13.441 -13.053
- davon aus derivativen Finanzinstrumenten -132 -193
Sonstiges -2 -35
Finanzaufwendungen gesamt -21.910 -30.322
Finanzergebnis -15.052 -14.488

Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 3.905 (2011: TEUR 3.778) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellung zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sog. Qualifying Assets in Höhe von TEUR 452 (2011 TEUR 813) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend.

(9) Ertragsteueraufwendungen

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2012 2011
Laufender Steueraufwand 35.739 32.046
Latente Steuern -1.330 6.994
Ausgewiesener Steueraufwand 34.409 39.040

Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Für die Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 27,6 % (2011: 27,5 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 10,0% und 40,0% (2011: zwischen 16,0 % und 42,0 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 26,0% (2011: 26,7 %).

Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des aktuellen inländischen Ertragsteuersatzes von 27,6% (2011: 27,5 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand.

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TEUR 2012 2011
Ergebnis vor Ertragsteuern 123.811 136.632
Erwarteter Steuersatz 27,6% 27,5%
Erwarteter Steueraufwand 34.160 37.606
Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von:
- Pauschalbesteuerung Ausschüttung 302 317
- permanenten Differenzen 1.224 1.881
- Differenz Bemessungsgrundlage lokale Steuern 312 420
- Nutzung bzw. Verfall nicht akt.steuerlicher Verlustvorträge 2.629 1.148
- Zugang aktivierte steuerliche Verlustvorträge -433 -4.027
- periodenfremden Steuern 441 -118
- Steuersatzbedingte Abweichungen -4.255 1.111
- sonstigen Effekten 29 701
Tatsächlicher Steueraufwand 34.409 39.040
Tatsächlicher Steuersatz 27,8% 28,6%

Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 21.951 sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 286 (2011: TEUR 342) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.

Im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich die latenten Steueransprüche aus versicherungsmathematischen Verlusten auf TEUR 5.486 (2011: TEUR 1.473).

Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 3.893 gebildet worden. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.629 wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen TEUR 31.571, davon sind innerhalb der nächsten fünf Jahre TEUR 20.952 nutzbar. Ergänzende Wertberichtigungen auf latente Steuern sind nicht erforderlich.

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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Bilanzpositionen

TEUR
Latente Steueransprüche 31.12.2012 Latente Steueransprüche 31.12.2011 Latente Steuerschulden 31.12.2012 Latente Steuerschulden 31.12.2011
Immaterielle Vermögenswerte 69 63 6.688 6.353
Sachanlagen 1.427 932 35.379 27.228
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 553 438
Finanzielle Vermögenswerte 16 8 7 28
Sonstige langfristige Vermögenswerte 320 182 66 0
Vorräte 2.304 2.163 994 1.466
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 428 272 709 346
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 64 1.998 829
Zahlungsmittel und -äquivalente 0 0 0 0
Rückstellungen für Pensionen 13.671 8.522 -856 0
Langfristige Rückstellungen 1.156 1.165 0 37
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 15 62 0 15
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 202 728 0 0
Kurzfristige Rückstellungen 3.169 1.606 -71 35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 198 33 4 11
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 46 94 0 7
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.638 1.484 1.024 7.765
Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 286 342
Steuerliche Verlustvorträge 3.893 3.613 0 0
Bilanzansatz 29.552 20.991 46.781 44.900

(10) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:

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2012 2011
Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR 85.910 94.875
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 63.359.990 63.359.990
Ergebnis je Aktie in EUR 1 , 36 1,50

Einzelangaben zur Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Patente, Lizenzen, Software (erworben) In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte (erworben) Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2012 28.112 118.530 38.562 137 185.341
Währungsänderungen 44 452 -95 0 401
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 34 0 34
Zugänge 8.394 0 2.901 0 11.295
Umbuchungen 0 0 135 -137 -2
Abgänge 3.063 0 53 0 3.116
Stand am 31.12.2012 33.487 118.982 41.484 0 193.953
Abschreibungen
Stand am 01.01.2012 15.584 13.215 22.409 0 51.208
Währungsänderungen 30 2 -78 0 -46
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 18 0 18
Zugänge 5.624 0 4.257 0 9.881
Abgänge 3.051 0 46 0 3.097
Stand am 31.12.2012 18.187 13.217 26.560 0 57.964
Nettobuchwert
am 31.12.2012 15.300 105.765 14.924 0 135.989
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011 23.083 98.141 24.638 205 146.067
Währungsänderungen 150 1.797 621 0 2.568
Änderung Konsolidierungskreis 17 18.818 11.599 0 30.434
Zugänge 6.725 0 2.038 134 8.897
Umbuchungen 0 0 261 -202 59
Abgänge 1.863 226 595 0 2.684
Stand am 31.12.2011 28.112 118.530 38.562 137 185.341
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 12.429 13.210 19.011 0 44.650
Währungsänderungen 109 5 160 0 274
Änderung Konsolidierungskreis 3 0 297 0 300
Zugänge 4.906 0 3.482 0 8.388
Abgänge 1.863 0 541 0 2.404
Stand am 31.12.2011 15.584 13.215 22.409 0 51.208
Nettobuchwert
am 31.12.2011 12.528 105.315 16.153 137 134.133

Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31.12.2012 TEUR 69 (31.12.2011 TEUR 0).

Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:

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TEUR 2012 2011
Umsatzkosten 779 878
Vertriebskosten 1.291 950
Allgemeine Verwaltungskosten 1.310 986
Forschungs- und Entwicklungskosten 6.144 5.540
Gesamt 9.524 8.354

(12) Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, BGA In Herstellung befindliche Sachanlagen Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2012 249.302 673.094 124.194 74.628 1.121.218
Währungsänderungen -1.276 -2.921 -267 -1.209 -5.673
Änderung Konsolidierungskreis 2.100 1.506 200 0 3.806
Zugänge 23.305 34.732 7.557 36.898 102.492
Umbuchungen 22.504 37.013 3.058 -62.571 4
Abgänge 3.970 6.672 2.531 474 13.647
Stand am 31.12.2012 291.965 736.752 132.211 47.272 1.208.200
Abschreibungen
Stand am 01.01.2012 55.922 435.991 91.760 0 583.673
Währungsänderungen -360 -2.312 -207 0 -2.879
Änderung Konsolidierungskreis 137 549 167 0 853
Zugänge 7.039 55.369 6.608 0 69.016
Abgänge 1.560 3.664 2.239 0 7.463
Stand am 31.12.2012 61.178 485.933 96.089 0 643.200
Nettobuchwert
am 31.12.2012 230.787 250.819 36.122 47.272 565.000
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011 196.381 576.118 113.492 62.511 948.502
Währungsänderungen 3.077 2.123 -13 -112 5.075
Änderung Konsolidierungskreis 34.877 44.846 5.371 1.100 86.194
Zugänge 9.824 24.530 12.682 65.268 112.304
Umbuchungen 11.226 39.160 1.238 -51.683 -59
Abgänge 6.083 13.683 8.576 2.456 30.798
Stand am 31.12.2011 249.302 673.094 124.194 74.628 1.121.218
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 52.300 354.518 92.190 0 499.008
Währungsänderungen 655 1.501 46 0 2.202
Änderung Konsolidierungskreis 174 15.599 2.403 0 18.176
Zugänge 5.590 74.859 5.241 0 85.690
Wertminderungen 1.610 335 0 0 1.945
Umbuchungen 61 -61 0 0 0
Abgänge 4.468 10.760 8.120 0 23.348
Stand am 31.12.2011 55.922 435.991 91.760 0 583.673
Nettobuchwert
am 31.12.2011 193.380 237.103 32.434 74.628 537.545

Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 1.064 (2011: TEUR 813), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge („Finanzierungsleasing“) dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 154 (2011: TEUR 276).

In 2011 fielen Aufwendungen für Wertminderungen auf Grundstücke und Bauten und auf technische Anlagen in Höhe von TEUR 1.945 an. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungen erfasst.

Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen beträgt zum 31.12.2012 TEUR 36.996 (31.12.2011 TEUR 38.077).

(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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TEUR Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Bau Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2012 22.663 96 22.759
Währungsänderungen 883 7 890
Zugänge 0 110 110
Umbuchungen 107 -109 -2
Abgänge 1 0 1
Stand am 31.12.2012 23.652 104 23.756
Abschreibungen
Stand am 01.01.2012 9.688 0 9.688
Währungsänderungen 250 0 250
Zugänge 489 0 489
Stand am 31.12.2012 10.427 0 10.427
Nettobuchwert
am 31.12.2012 13.225 104 13.329
Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Stand am 01.01.2011 51.958 93 52.051
Währungsänderungen -1.560 -11 -1.571
Zugänge 188 220 408
Abgänge 27.923 206 28.129
Stand am 31.12.2011 22.663 96 22.759
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 25.957 0 25.957
Währungsänderungen -415 0 -415
Zugänge 742 0 742
Abgänge 16.596 0 16.596
Stand am 31.12.2011 9.688 0 9.688
Nettobuchwert
am 31.12.2011 12.975 96 13.071

Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) ausgewiesen. Die auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und Bodenrichtwerten ermittelten beizulegenden Zeitwerte belaufen sich auf TEUR 16.899 (2011: TEUR 15.427). Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen (Mietverträge) über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz von 9,92 % (2011: 10,13 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.

Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.235 (2011: TEUR 6.621). Die direkt mit dieser Finanzinvestition im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 4.251 (2011: TEUR 5.718). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

(14) Finanzielle Vermögenswerte

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TEUR Langfristige Wertpapiere Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.201 2 1.524 1.122 2.646
Währungsänderungen 6 0 6
Zugänge 404 8 412
Abgänge 402 1.005 1.407
Stand am 31.12.201 2 1.532 125 1.657
Abschreibungen
Stand am 01.01.201 2 25 0 25
Währungsänderungen 2 0 2
Zuschreibungen 6 0 6
Abgänge 1 0 1
Stand am 31.12.201 2 20 0 20
Nettobuchwert
am 31.12.201 2 1.512 125 1.637
Zeitwert 31.12.2012 1.549 125
Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2011 1.511 38 1.549
Währungsänderungen 2 13 15
Änderung Konsolidierungskreis 0 1.141 1.141
Zugänge 642 86 728
Abgänge 631 156 787
Stand am 31.12.2011 1.524 1.122 2.646
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 2 0 2
Wertminderungen 25 0 25
Abgänge 2 0 2
Stand am 31.12.2011 25 0 25
Nettobuchwert
am 31.12.2011 1.499 1.122 2.621
Zeitwert 31.12.2011 1.540 1.122

Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 1.512 (2011: TEUR 1.384) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.

( 15) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten das zum Barwert aktivierte Körperschaftsteuerguthaben der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 2.688 (2011: TEUR 3.355). Das Körperschaftsteuerguthaben wird in zehn gleichen Jahresraten von 2008 bis 2017 an die ElringKlinger AG ausgezahlt werden.

Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Vorauszahlung auf zukünftigen Lizenzaufwand in Höhe von TEUR 861 (2011: TEUR 581) ausgewiesen. Des Weiteren ist ein Anspruch auf Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung für Pensionen in Höhe von TEUR 237 (2011: TEUR 118) aktiviert.

(16) Vorräte

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 66.705 64.438
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 29.983 32.988
Fertige Erzeugnisse und Waren 127.330 113.642
Geleistete Anzahlungen 5.568 5.399
Gesamt 229.586 216.467

Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 14.788 (2011: TEUR 13.890) vorgenommen.

(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 3.706 (2011: TEUR 4.485) für erkennbare Einzelrisiken sowie die voraussichtliche Skontoinanspruchnahme gebildet.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.

Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2012 2011
Stand 01.01. 4.485 2.858
Zuführung 1.427 2.636(*)
Auflösung / Inanspruchnahme -2.049 -739
Wechselkurseffekte -157 -270
Stand 31.12. 3.706 4.485(*)

(*) Vorjahreswert angepasst

Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
weder überfällig noch wertgemindert: 150.835 147.196
überfällig nicht wertgemindert:
- bis zu 30 Tage 19.728 23.619
- von 31 bis zu 60 Tage 5.874 5.349
- von 61 bis zu 90 Tage 2.529 3.105
- von 91 bis zu 180 Tage 470 251
- mehr als 180 Tage 516 346
Gesamt: 29.117 32.670
Wertgemindert 5.898 7.414
Buchwert 185.850 187.279

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Forderungen mit einer Überfälligkeit von 91 bis zu 180 Tage auf TEUR 2.514 und Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tage auf TEUR 3.061 wertgemindert.

Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 9.615 (2011: TEUR 8.828) sowie Forderungen gegen Versicherungen im Rahmen von Gewährleistungsfällen.

Im Zusammenhang mit einem Gewährleistungsfall haben sich die ElringKlinger AG und die betroffenen Kunden im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung im Jahr 2011 auf Zahlung eines Betrages in Höhe von insgesamt 24,4 Mio. Euro abschließend verständigt. Der Gewährleistungsfall geht auf zu Beginn des Jahres 2008 gelieferte Dichtungen zurück. Ein Teilbetrag von 17,4 Mio. Euro wurde bereits 2011 bezahlt. Eine weitere Teilzahlung von 5,0 Mio. Euro wurde im ersten und 1,0 Mio. Euro im zweiten Quartal 2012 geleistet. Der Restbetrag von 1,0 Mio. Euro wird 2013 zur Zahlung fällig. Dem gegenüber stehen Forderungen an unseren Erst- bzw. Excedentenversicherer in gleicher Höhe, von denen bereits 10,0 Mio. Euro im Juli 2011 beglichen wurden. Der Ausgleich der Restschuld ist noch nicht erfolgt. ElringKlinger hat deshalb Klage erhoben. Das Verfahren dauert noch an. ElringKlinger geht weiter davon aus, dass die Forderung in voller Höhe beglichen wird.

(18) Zahlungsmittel

Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht.

Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

(19) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Bei dem zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Verkaufsobjekt handelt es sich um ein Gebäude der ElringKlinger Korea Co., Ltd., dessen Veräußerung für das Geschäftsjahr 2013 vorgesehen ist.

Der voraussichtliche Veräußerungswert beträgt TEUR 498 und entspricht dem Buchwert des Gebäudes. Aufgrund der Quotenkonsolidierung wurde das Gebäude Mit TEUR 249 bilanziert. Der Aufwand aus der Abwertung auf den niedrigeren Veräußerungswert beträgt TEUR 275 (im Konzern TEUR 136) und wurde als Wertminderung erfasst und ist dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.

(20) Eigenkapital

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der „Eigenkapitalveränderungsrechnung“ dargestellt.

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2012 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmens-zusammenschlüssen erfolgt;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2012 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 36.749 (EUR 0,58 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2011 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2011 betrug die Ausschüttung TEUR 22.176 (EUR 0,35 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2010.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2013 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 28.512 eine Dividende von EUR 0,45 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

(21) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis

In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IAS 27 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung und der Überleitung zum Gesamtergebnis nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.

(22) Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 15.987 (2011: TEUR 14.602) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit Method“) gemäß IAS 19 ermittelt werden. Neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften werden auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt.

Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35% bzw. 45% des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.

In 2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V. übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.7 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert. Das Vermögen der Unterstützungskasse erfüllt nicht die Planvermögenseigenschaften und wird als Erstattungsanspruch (Reimbursement Right) behandelt.

Die Bewertung zum 31. Dezember 2012 erfolgte für die Verpflichtungen der deutschen Gesellschaften unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, für die ausländischen Gesellschaften auf Basis landesüblicher Sterbetafeln und den folgenden Rechnungsannahmen:

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Bewertung zum 31.12.2012 31.12.2011
Diskontierungszins 2,71 % 3,78 %
Erwarteter Ertrag des Planvermögens 2,47 % 3,50 %
Erwarteter Ertrag der Reimbursement Rights 2,91 % 4,10 %
Erwartete prozentuale Gehaltssteigerungen 2,5 % 2,00 %
Zukünftige Rentensteigerungen 2,3 % 2,00 %

Der erwartete Ertrag aus Planvermögen und Reimbursement Rights wurde auf Basis der langfristigen Renditeerwartung des Pensionsfond in Deutschland und des Versicherers, der für die Rückdeckung der Ansprüche aus der Unterstützungskasse verantwortlich ist, abgeleitet. Für das Ausland wurde auf die Erwartung des Pensionsfonds abgestellt.

Die Veränderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. 105.338 77.935
Änderung Konsolidierungskreis 0 17.068
Laufender Dienstzeitaufwand 3.912 2.887
Zinsaufwand 3.905 3.778
Auszahlungen/Inanspruchnahme -6.893 -5.216
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 21.762 5.681
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 24 1.227
Währungsdifferenzen 90 542
Sonstige Veränderungen 0 1.436
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. 128.138 105.338
Davon (teilweise durch Planvermögen gedeckt) 36.752 33.626
Davon nicht gedeckt 91.386 71.712

Die Änderung des Konsolidierungskreises enthält im Vorjahr Zugänge der Pensionsverpflichtung für die Hug Engineering AG in Höhe von TEUR 16.400 und Oigra Meillor s.r.l. Höhe von TEUR 668.

Die sonstigen Veränderungen im Vorjahr bestehen im Wesentlichen aus der Übernahme von Versorgungsansprüchen der Burgmann Automotive GmbH.

Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2012 2011
Marktwert zum 01.01. 26.206 11.290
Änderung Konsolidierungskreis 0 12.795
Erwarteter Vermögensertrag 866 708
Arbeitgeberbeiträge 2.729 1.749
Eigenbeträge der Begünstigten des Plans 2.699 1.960
Leistungszahlungen -5.739 -3.562
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -372 -277
Sonstiges 0 1.211
Währungseffekte 190 332
Marktwert zum 31.12. 26.579 26.206

Die Änderung des Konsolidierungskreises enthielt im Vorjahr Zugänge des Pensionsvermögens der Hug Engineering AG in Höhe von TEUR 12.795.

Das Planvermögen in Höhe von TEUR 26.579 (2011: 26.206) enthält keine Aktien, Fremdkapitaltitel oder Immobilien und ist komplett der Kategorie Sonstige zuzuordnen.

Das Vermögen der rückgedeckten Unterstützungskasse entfällt auf das Leben der Begünstigten abgeschlossener Rückdeckungsversicherungen. Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 525 (2011: TEUR 401) und für die Erstattungsansprüche TEUR 0 (2011: TEUR 4).

In 2013 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 6.697 (2011: TEUR 6.508) betragen. Der Vorjahreswert wurde angepasst.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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TEUR 2012 2011
Dienstzeitaufwand 3.912 2.887
Zinsaufwand 3.905 3.778
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 1.227
Erwartete Erträge aus Planvermögen -867 -699
Erwartete Erträge aus Reimbursement Rights -21 0
Gesamtaufwand 6.929 7.193

Der Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2012 2011
Neu erfasste versicherungsmahematische Gewinne und Verluste 21.390 5.681
Kumulierter Wert der insgesamt erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste 31.446 11.563

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:

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TEUR 2012 2011
Barwert der Pensionsverpflichtung (incl. Zeitwert der Reimbursement Rights) 128.138 105.338
Zeitwert des Planvermögens 26.579 26.206
Ausgewiesene Pensionsrückstellung 101.559 79.132
Zeitwert der Reimbursement Rights 237 118

Eine Übersicht über den Verpflichtungsumfang, den Zeitwert des Planvermögens sowie die erfahrungsbedingten Anpassungen, die sich durch Abweichungen der tatsächlichen von den unterstellten Entwicklungen ergeben, ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Barwert der Pensionsverpflichtungen 128.138 105.338 77.935 72.534 65.764
Beizulegender Zeitwert des Plan- vermögens -26.579 -26.206 -11.290 -10.697 -10.750
Über-/Unterdeckung 101.559 79.132 66.645 61.837 55.014

(23) Lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Kurzfristige Rückstellungen 18.409 15.499
Langfristige Rückstellungen 11.121 7.402
Gesamt 29.530 22.901

Kurzfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Drohende Verluste aus Kun.aufträgen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 01.01.2012 1.986 5.301 4.666 773 2.773 15.499
Wechselkursdifferenz -48 0 3 -4 -25 -74
Inanspruchnahme 2.770 1.881 2.676 106 1.735 9.168
Auflösung 118 1.788 1.226 131 210 3.473
Auf-/Abzinsung 36 0 0 0 -14 22
Zuführung 3.398 6.509 2.761 69 3.306 16.043
Umbuchungen 539 206 0 -349 -836 -440
Stand zum 31.12.2012 3.023 8.347 3.528 252 3.259 18.409

Langfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personal-Bereich Gewährleistungsverpflichtungen Drohende Verluste aus Kun.- aufträgen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 01.01.2012 6.584 309 0 0 509 7.402
Wechselkursdifferenz -5 0 0 0 1 -4
Inanspruchnahme 582 0 0 0 125 707
Auflösung 163 0 0 0 0 163
Auf-/Abzinsung 141 -9 0 -36 -11 85
Zuführung 2.825 25 0 216 1.002 4.068
Umbuchungen -54 90 0 349 55 440
Stand zum 31.12.2012 8.746 415 0 529 1.431 11.121

Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.

Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung der Geschäftsleitung und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt.

Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

(24) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

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TEUR Inland Ausland Gesamt 31.12.2012 Inland Ausland Gesamt 31.12.2011
Kontokorrentkredite 87.255 4.785 92.040 60.649 7.750 68.399
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 58.710 32.966 91.676 24.515 33.231 57.746
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 145.965 37.751 183.716 85.164 40.981 126.145
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 98.724 32.269 130.993 119.003 42.345 161.348
Gesamt 244.689 70.020 314.709 204.167 83.326 287.493

Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 567 (2011: TEUR 530) mit einem Nominalvolumen von TEUR 651 (2011: TEUR 593).

Die Finanzverbindlichkeiten (ohne Kontokorrentkredite) haben folgende Laufzeiten:

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TEUR Inland Ausland Gesamt 31.12.2012 Inland Ausland Gesamt 31.12.2011
Jederzeit fällig oder bis zu einem Jahr 58.710 32.966 91.676 24.515 33.231 57.746
Mehr als ein und bis zu fünf Jahren 80.620 32.269 112.889 107.299 42.345 149.644
Mehr als fünf Jahre 18.104 0 18.104 11.704 0 11.704
Gesamt 157.434 65.235 222.669 143.518 75.576 219.094

Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:

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% 31.12.2012 31.12.2011
Kontokorrentkredite:
Inland 1,00 2,07
Ausland 5,02 6,57
Finanzverbindlichkeiten:
Inland: bis zu einem Jahr 3,75 4,11
Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 3,35 4,13
Inland: mehr als fünf Jahre 1,81 3,68
Ausland: bis zu einem Jahr 3,23 2,98
Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 3,43 3,59
Ausland: mehr als fünf Jahre - -

Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 284.048 (2011: TEUR 252.922) wurden feste Zinssätze vereinbart.

Außerdem bestehen Zinsswaps über Darlehen mit Nennbeträgen von TEUR 6.400, bei denen Zinsverpflichtungen, die auf variabler Basis bestehen, gegen Festbeträge getauscht werden.

Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 90.763 (2011: TEUR 78.618), Sicherheiten an Vorräten mit Buchwerten von TEUR 2.351 (2011: TEUR 2.425), Sicherheiten an Forderungen mit Buchwerten von TEUR 7.873 (2011: TEUR 6.684) und Sicherheiten an verpfändeten Gebäuden von TEUR 0 (2011: TEUR 400) eingeräumt. Die besicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2012 mit TEUR 37.479 (2011: TEUR 39.070).

Zum 31. Dezember 2012 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 113.616 (2011: TEUR 88.321) zur Verfügung.

(25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.

In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind unter anderem abgegrenzte Verbindlichkeiten aus Werkzeugerlösen enthalten.

(26) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, die als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegen. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz des Nickels über das obere Ende des Korridors, erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis des Nickels unter das untere Ende des Korridors, hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Die bestehenden Nickelsicherungsgeschäfte enden im Geschäftsjahr 2013, das späteste Enddatum liegt am 30. November 2013.

Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 kam nicht zur Anwendung.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.

Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.

Zur weiteren Begrenzung des Währungsrisikos werden laufende Forderungen, Verbindlichkeiten und Schulden in Fremdwährung mit Devisentermingeschäften gesichert.

Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.

Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse im Vergleich zur Vorperiode können daher Umrechnungseffekte verursachen, die sich im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.

Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich im Eigenkapital des Konzerns wider.

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses und des Konzerneigenkapitals für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:

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31.12.2012 Lokale Währung +10%

TEUR
CNY CHF MXN BRL
Konzernergebnis -1.519 -1.252 564 -341
Konzerneigenkapital -1.519 -1.252 564 -341
31.12.2012 Lokale Währung -10%

TEUR
CNY CHF MXN BRL
Konzernergebnis 1.519 1.252 -564 341
Konzerneigenkapital 1.519 1.252 -564 341

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31.12.2012 Lokale Währung +10%

TEUR
USD Sonstige Gesamt
Konzernergebnis -221 108 -2.661
Konzerneigenkapital -221 108 -2.661
31.12.2012 Lokale Währung -10% TEUR USD Sonstige Gesamt
Konzernergebnis 221 -108 2.661
Konzerneigenkapital 221 -108 2.661

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus finanziellen Verbindlichkeiten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.

Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. In Einzelfällen sind ergänzend Swap-Geschäfte zur Transformation variabler Zinsen in Festzinsen abgeschlossen worden. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 1% höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 212 erhöht. Eine Absenkung des Marktzinsniveaus um 1% hätte eine Ergebnisverringerung von TEUR 273 zur Folge gehabt.

Rohstoffpreisrisiko

ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Um Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe abzumildern, hat ElringKlinger vier Sicherungsgeschäfte für Nickel abgeschlossen.

Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch zusätzliche derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.

ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, der als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegt. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz von Nickel über das obere Ende des Korridors erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis für Nickel unter das untere Ende des Korridors hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Die bestehenden Nickelsicherungsgeschäfte enden im Geschäftsjahr 2013, das späteste Enddatum liegt am 30. November 2013.

Der Konzern steuert das Kreditrisiko der Derivate, indem derivative Finanzgeschäfte ausschließlich mit großen Banken von bestmöglicher Bonität nach einheitlichen Richtlinien getätigt werden.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, das durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist.

Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.

Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert.

Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken sowie voraussichtliche Skontoinanspruchnahme Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Bilanzstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung 17 entnommen werden.

Mit den zwei größten Kunden wurde in 2012 ein Umsatzanteil von 12,1% und 11,6% erzielt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivaten Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.

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TEUR Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Gesamt
per 31.12.2012
Buchwert 58.065 314.142 567 227 373.001
Zahlungsabflüsse
erwartete Zahlungsabflüsse: 58.065 330.684 651 229 389. 629
- bis zu einem Monat 36.914 4.912 33 30 41.889
- von einem bis zu drei Monaten 17.068 84.082 66 20 101.236
- von drei Monaten bis zu einem Jahr 3.161 114.325 220 117 117.823
- von einem bis zu fünf Jahren 627 108.173 268 62 109.130
- mehr als fünf Jahre 295 19.192 64 0 19.551

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TEUR Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Gesamt
per 31.12.2011
Buchwert 65.019 286.963 530 393 352.905
Zahlungsabflüsse
erwartete Zahlungsabflüsse: 65.019 310.777 593 414 376.803
- bis zu einem Monat 42.345 22.916 23 30 65.314
- von einem bis zu drei Monaten 22.089 30.233 45 40 52.407
- von drei Monaten bis zu einem Jahr 578 80.038 270 176 81.062
- von einem bis zu fünf Jahren 7 168.928 252 168 169.355
- mehr als fünf Jahre 0 8.662 3 0 8.665

Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Ziffer 24.

(27) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Zahlungsmittel Derivate
TEUR BW ZW BW ZW
--- --- --- --- ---
per 31.12.2012
Zahlungsmittel 54.273 54.273 0 0
Kredite und Forderungen 185.850 185.850 0 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 25 25
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 240.123 240.123 25 25
per 31.12.2011
Zahlungsmittel 65.137 65.137 0 0
Kredite und Forderungen 187.279 187.279 0 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 64 64
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 252.416 252.416 64 64

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Andere Finanzinstrumente Gesamt
TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 31.12.2012
Zahlungsmittel 0 0 54.273
Kredite und Forderungen 4.621 4.621 190.471
bis zur Endfälligkeit gehalten 1.386 1.423 1.386
zu Handelszwecken gehalten 0 0 25
zur Veräußerung verfügbar 508 508 508
Gesamt 6.515 6.552 246.663
per 31.12.2011
Zahlungsmittel 0 0 65.137
Kredite und Forderungen 182 182 187.461
bis zur Endfälligkeit gehalten 1.384 1.424 1.384
zu Handelszwecken gehalten 0 0 64
zur Veräußerung verfügbar 1.170 1.170 1.170
Gesamt 2.736 2.776 255.216

Der Zeitwert von Zahlungsmitteln sowie von Krediten und Forderungen entspricht dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente. Bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten setzt ElringKlinger als Zeitwert den Kurswert in einem aktiven Markt an. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden mit dem Marktpreis bewertet.

In den finanziellen Vermögenswerten sind Festgeldanlagen in Höhe von TEUR 321 enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
TEUR BW ZW BW ZW
--- --- --- --- ---
per 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 58.065 58.065 0 0
Finanzverbindlichkeiten 0 0 567 567
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 58.065 58.065 567 567
zu Handelszwecken gehalten*) 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum Zeit - wert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 0 0 0 0
per 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 65.019 65.019 0 0
Finanzverbindlichkeiten 530 530
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 65.019 65.019 530 530
zu Handelszwecken gehalten*) 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum Zeit - wert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 0 0 0 0

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Sonstige Finanzverbindlichkeiten Gesamt
TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 31.12.2012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 58.065
Finanzverbindlichkeiten 314.142 320.287 314.709
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 314.142 320.287 372.774
zu Handelszwecken gehalten*) 227 227 227
Erfolgswirksam zum Zeit - wert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 227 227 227
per 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 65.019
Finanzverbindlichkeiten 286.963 299.077 287.493
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 286.963 299.077 352.512
zu Handelszwecken gehalten*) 393 393 393
Erfolgswirksam zum Zeit - wert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten 393 393 393

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Der Zeitwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht dem Buchwert. Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischem Risikozins.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value- Hierarchie:

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TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
zur Veräußerung verfügbar 508 0 0
zu Handelszwecken gehalten*) 0 25 0
Gesamt 508 25 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten*) 0 227 0
Gesamt 0 227 0

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2012 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 651 (2011: TEUR 593). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 stellt sich wie folgt dar:

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TEUR Mindestleasingzahlungen 31.12.2012 In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2012 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs leasing 31.12.2012
Fälligkeit
Innerhalb eines Jahres 319 44 275
Zwischen einem und fünf Jahren 268 32 236
Nach mehr als fünf Jahren 64 8 56
Gesamt 651 84 567

Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:

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TEUR 2012 2011
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente *) -202 44
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 158 44
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen -2 0
Kredite und Forderungen 539 66
zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -2.399 -3.825

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.

Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten Erträge aus Beteiligungen.

Nettogewinne bzw. -verluste der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente enthalten Wertminderungen sowie Zuschreibungen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Wertminderungen sowie Zuschreibungen.

Nettoverluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungsverluste.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2012 2011
Gesamtzinserträge 558 764
Gesamtzinsaufwendungen -9.718 -9.398

Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 bestanden folgende Finanzderivate:

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TEUR Beizulegender Zeitwert Buchwert Bilanzposition
Rohwarenbezogene Derivate
Nickelsicherungsgeschäft 25 25 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Nickelsicherungsgeschäft -3 -3 Kurzfristige Rückstellungen
Zinsbezogene Derivate
Zinsswap -224 -224 Kurzfristige Rückstellungen
Gesamt -202 -202

Die Ermittlung der Marktwerte der Finanzderivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).

(28) Kapitalmanagement

ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.

Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 40 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstandes zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.

Zu drei Darlehen bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants) bei deren Verletzung sich die Darlehensbedingungen ändern bzw. die Darlehen fällig werden. Diese stellen sich wie folgt dar:

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Covenant Höchst-/ Untergrenze Wert per 31.12.2012
Eigenmittelquote im Konzern 25% 41,5 %
Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA 3,0 1,37
Verhältnis Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA 2,8:1 1,44
Verhältnis EBIT zu Zinsaufwand 3,5:1 13,77

Die Angaben erfolgten gemäß der Berechnung der Darlehensgeber.

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum 31. Dezember 2011.

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Mio. EUR 2012 2011
Eigenkapital 640,3 610,1
als % vom Gesamtkapital 50,5% 50,1%
langfristige Verbindlichkeiten 300,6 313,9
kurzfristige Verbindlichkeiten 327,7 293,6
Fremdkapital 628,3 607,5
als % vom Gesamtkapital 49,50% 49,90%
Gesamtkapital 1.268,6 1.217,6

Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2011 zum 31. Dezember 2012 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie eine Verringerung der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4%.

Mit einer Eigenkapitalquote von 54,2% in der AG und von 50,5% im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.

Sämtliche externen Mindestkapitalanforderungen sind in der Berichtsperiode erfüllt worden.

(29) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde eine andere Darstellung gewählt. Die Vorjahreszahlen wurden zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

(30) Segmentberichterstattung

Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche „Erstausrüstung“, „Ersatzteile“, „Kunststofftechnik“, „Dienstleistungen“ und „Gewerbeparks“.

Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten „Erstausrüstung“ und „Ersatzteile“ erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.

Im Segment „Kunststofftechnik“ werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.

Das Berichtssegment „Dienstleistungen“ betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.

Das Segment „Gewerbeparks“ umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.

In der folgenden Übersicht „Segmentberichterstattung“ wird in der Spalte „Konsolidierung“ die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. In der Spalte „Sonstiges“ werden lediglich die den Segmenten nicht direkt zuordenbaren Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des Ergebnisses vor Steuern nach IFRS. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.

Mit zwei Kunden wurden im Segment Erstausrüstung mehr als 10 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 136.464 und TEUR 130.606).

Segmentberichterstattung

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile
Angaben

in T€
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Segmenterlöse 929.309 849.260 117.815 112.929
- Intersegmenterlöse -22.361 -22.038 0 0
Umsatzerlöse 906.948 827.222 117.815 112.929
EBIT² 93.296 84.082 24.422 22.150
+ Zinserträge 1.190 660 44 193
- Zinsaufwendungen -11.708 -11.026 -1.305 -1.042
Ergebnis vor Ertragsteuern 82.777 73.716 23.161 21.301
Abschreibungen4 73.294 90.748 1.256 1.310
Investitionen³ 103.887 105.896 1.657 10.906
Segmentvermögen 1.085.957 1.043.758 71.500 68.385
Segmentschulden 338.253 350.923 23.255 24.365
Segment Dienstleistungen Sonstiges
Angaben in T€ 2012 2011 2012 2011
Segmenterlöse 11.573 9.872 0 0
- Intersegmenterlöse 0 0 0 0
Umsatzerlöse 11.573 9.872 0 0
EBIT² 2.247 1.710 0 0
+ Zinserträge 14 12 0 0
- Zinsaufwendungen -31 -50 0 0
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.230 1.672 0 0
Abschreibungen4 1.067 1.086 0 0
Investitionen³ 2.342 732 0 0
Segmentvermögen 11.441 9.060 0 0
Segmentschulden 3.814 2.764 242.282 209.288

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Segment Kunststofftechnik Gewerbeparks
Angaben

in T€
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Segmenterlöse 91.349 84.821 4.475 6.875
- Intersegmenterlöse 0 0 0 0
Umsatzerlöse 91.349 84.821 4.475 6.875
EBIT² 15.662 16.498 384 24.261
+ Zinserträge 415 364 6 109
- Zinsaufwendungen -658 -749 -166 -540
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.419 16.113 224 23.830
Abschreibungen4 3.368 2.991 402 655
Investitionen³ 5.736 3.649 274 426
Segmentvermögen 86.495 83.038 15.681 15.459
Segmentschulden 18.986 17.463 4.229 4.786
Segment Konsolidierung 1 Konzern
Angaben in T€ 2012 2011 2012 2011
Segmenterlöse -4.978 -8.899 1.149.543 1.054.858
- Intersegmenterlöse 0 0 -22.361 -22.038
Umsatzerlöse -4.978 -8.899 1.127.182 1.032.820
EBIT² 0 0 136.011 148.701
+ Zinserträge -427 -354 1.240 984
- Zinsaufwendungen 427 354 -13.441 -13.053
Ergebnis vor Ertragsteuern 0 0 123.811 136.632
Abschreibungen4 0 0 79.387 96.790
Investitionen³ 0 0 113.896 121.609
Segmentvermögen -2.483 -2.110 1.268.591 1.217.590
Segmentschulden -2.483 -2.110 628.336 607.479

1 Vergleiche Erläuterungen Seite 71

² Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen

³ Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

4 Planmäßige Abschreibungen incl. Wertminderungen

Segmentberichterstattung nach Regionen

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Region Angaben

in T€
Umsatzerlöse Langfristige Vermögenswerte Investitionen
Deutschland 2012 338.882 377.690 66.142
2011 319.298 356.966 74.230
Übriges Europa 2012 342.702 205.192 19.404
2011 345.397 202.365 17.517
NAFTA 2012 197.798 43.868 8.497
2011 165.028 41.487 4.483
Asien und Australien 2012 178.915 66.223 17.405
2011 143.179 60.537 16.679
Südamerika und übrige 2012 68.885 22.982 2.448
2011 59.918 26.015 8.700
Konzern 2012 1.127.182 715.955 113.896
2011 1.032.820 687.370 121.609

(31) Entwicklung des Konzerneigenkapitals

In der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sind neben den in den Anmerkungen (20) und (21) erläuterten Bestandteilen die Kapitalrücklage, die Gewinnrücklage aus Erstanwendung IFRS und das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthalten. Die Kapitalrücklage entspricht den beim Mutterunternehmen ElringKlinger AG als Kapitalrücklage ausgewiesenen Beträgen.

Die Gewinnrücklage aus der Erstanwendung IFRS stammt aus der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 bzw. aus späteren Anteilserwerben.

Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital enthält erzielte Ergebnisbestandteile, soweit sie noch nicht ausgeschüttet worden sind.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechsel bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.

Operating-Leases

Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 6.197 (2011: TEUR 5.058) enthalten.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
von bis zu einem Jahr 3.566 3.114
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 6.197 5.592
von mehr als fünf Jahren 4.274 412
Gesamt 14.037 9.118

Davon entfielen TEUR 9.314 (2011: TEUR 4.626) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnisse für Geschäftsräume, TEUR 2.562 (2011: TEUR 2.341) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 2.161 (2011: TEUR 2.151) auf sonstige Leasingverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Energieabnahmeverpflichtungen

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
von bis zu einem Jahr 7.371 5.388
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 14.739 9.825
von mehr als fünf Jahren 0
Gesamt 22.110 15.213

Aus dem Kauf eines Grundstückes besteht die Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises in Höhe von TEUR 1.500. Die Übertragung des Grundstücks erfolgt in 2013.

Einzahlungen aus Leasingverträgen

Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operating Lease-Verträgen sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2012 31.12.2011
von bis zu einem Jahr 1.722 1.540
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 1.804 1.313
von mehr als fünf Jahren 387 0
Gesamt 3.913 2.853

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2012 2011
Mitarbeiter 6.158 5.593
Auszubildende 156 136
Gesamt 6.314 5.729

Die von zwei ausländischen Tochtergesellschaften im Vorjahr berichteten Leihkräfte wurden herausgerechnet und die Vorjahreszahlen angepasst.

In 2012 waren in anteilsmäßig einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen durchschnittlich 238 Mitarbeiter (2011: 234 Mitarbeiter) beschäftigt.

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 282.448 (2011: TEUR 256.857). Die Vorjahreszahl wurde angepasst. In den Personalaufwendungen sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung mit einem Anteil von 7,2 % (2011: 7,2 %) enthalten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die ElringKlinger AG erwarb zum 31. Januar 2013 die restlichen 50% an dem südkoreanischen Joint Venture ElringKlinger Korea Co., Ltd. in Changwon. Der Kaufpreis für den 50%-Anteil belief sich auf TEUR 4.266. Die bisher quotal in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft wird mit Wirkung zum 1. Februar 2013 voll konsolidiert. Die südkoreanische Gesellschaft hat zum Konzernumsatz 2012 mit TEUR 6.075 Euro beigetragen. Das Ergebnis vor Steuern lag bei TEUR 34. Das Joint Venture stellt Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Hitzeschilde sowie Kunststoffgehäusemodule her. Die Kaufpreisallokation ist noch nicht abgeschlossen, da noch nicht alle Unterlagen verfügbar sind.

Zudem erwarb die ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen

49% der Anteile an der südafrikanischen Gesellschaft der ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd.. Die Gesellschaft erwirtschaftete 2012 Erlöse von TEUR 799 und ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 159. Der Kaufpreis für die restlichen Anteile lag bei TEUR 589.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 13. März 2012 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 22. März 2013 tagen wird, freigegeben.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen und seinen Tochter- und Beteiligungsunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:

1. Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter H. Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 94 (2011: TEUR 117). Zum Bilanzstichtag betrug der offene Saldo TEUR 0 (2011: TEUR 0).
2. Mietvertrag zwischen Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (2011: TEUR 197). Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr keine Forderungen.
3. Vertrag zwischen ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 515 (2011: TEUR 477). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 29 (2011: TEUR 31).
4. Rahmenliefervertrag betreffend den Bezug von Material zwischen Gesellschaften des ElringKlinger Konzerns und Rich. Klinger Dichtungstechnik GmbH & Co. KG, Gumpoldskirchen, Österreich. Herr Klinger-Lohr ist Aktionär der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Rich. Klinger Dichtungstechnik GmbH & Co. KG beteiligt. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2012 Material für TEUR 1.803 (2011: TEUR 2.025) bezogen. Der offene Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 107 (2011: TEUR 218).
5. Rahmenliefervertrag betreffend den Bezug von Material zwischen ElringKlinger AG und Klinger AG Egliswil, Schweiz. Herr Klinger-Lohr ist Aktionär der ElringKlinger AG und Mitglied des Verwaltungsrats der Klinger AG Egliswil. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2012 Material zum Preis von TEUR 63 (2011: TEUR 77) erworben. Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten.
6. Das durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen ElringKlinger Korea Co., Ltd. (EKKO) hat im Berichtsjahr von ElringKlingers Joint-Venture-Partner Jeil E&S Co., Ltd. Rohmaterialien und Waren zum Preis von TEUR 437 (2011: TEUR 374) bezogen. Aus diesen Lieferungen bestanden zum Bilanzstichtag noch Verbindlichkeiten bei EKKO in Höhe von TEUR 24 (2011: TEUR 13). Außerdem besteht ein Mietvertrag zwischen EKKO und Jeil E&S Co., Ltd. Die Mietausgaben der EKKO betrugen im Berichtsjahr TEUR 166 (2011: TEUR 101). Zum Bilanzstichtag waren TEUR 28 Verbindlichkeiten offen (2011: TEUR 0).
7. Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd. (CEK) und der von Frau Liu, Mitgesellschafterin der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. Im Rahmen dieser Geschäftsbeziehung hat die CEK in 2012 Dienstleistungen im Wert von TEUR 101 (2011: TEUR 128) bezogen. Zum 31.12.2012 bestehen TEUR 2 Verbindlichkeiten (2011: TEUR 0). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 35 (2011: TEUR 49) veräußert. Der offene Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 2 (2011: TEUR 16).
8. Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG vom 13. August 2012. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.000. Das Darlehen wird zu einem Zinssatz von 1,56% p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 15. August 2013.
9. Darlehensvertrag zwischen dem quotal in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen ElringKlinger Marusan Co., Ltd. (EKMA) und der ElringKlinger AG. EKMA gewährt der ElringKlinger AG ein Darlehen in Höhe von TEUR 8.802. Zum Bilanzstichtag bestehen hieraus TEUR 4 Verbindlichkeiten (Zinsen). Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von TIBOR zuzüglich 0,75% verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2013. Dieses Darlehen wurde als langfristige Finanzverbindlichkeit ausgewiesen, da eine Rückzahlung vorerst nicht vorgesehen ist. Die Laufzeit des Darlehens verlängert sich automatisch.
10. Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.

Organe der Gesellschaft

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Aufsichtsrat
Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender (seit 16. Mai 2012) Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: b) Lechler Inc., St. Charles/USA Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien Lechler India Pvt. Ltd., Thane/Indien ELEX India Pvt. Ltd., Thane/Indien
Dr. Helmut Lerchner Aichtal, Vorsitzender (bis 16. Mai 2012) Unternehmensberater Mandate: a) DEUTZ AG, Köln
Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Gert Bauer* Reutlingen Erster Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Reutlingen/Tübingen Mandate: a) Hugo Boss AG, Metzingen b) BIKOM GmbH, Reutlingen
Armin Diez* Lenningen Leiter der Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtun- gen und Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Einsteller Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
Dr. Margarete Haase Köln Mitglied des Vorstandes der DEUTZ AG, Köln Mandate: a) Fraport AG, Frankfurt am Main ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen b) DEUTZ (Dalian) Engine Co. Ltd., Dalian/China Deutz Engines (Shandong) Co. Ltd., Changlin/China (seit 16. Februar 2012)
Karl Uwe van Husen Waiblingen Geschäftsführer der Lechler Gesellschaften
Dr. Thomas Klinger-Lohr Egliswil/Schweiz Vorstandsvorsitzender der Betal Netherland Holding B. V., Rotterdam/Niederlande Mandate: b) Klinger Ltd., Perth/Australien (bis 17. Januar 2012), Klinger S.p.A., Mazzo di Rho (MI)/Italien (bis 17. Januar 2012) Saidi S.A., Madrid/Spanien (bis 17. Januar 2012) Klinger AG Egliswil, Egliswil/Schweiz Uni Klinger Ltd., Mumbai/Indien (bis 7. November 2012)
Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen, (seit 16. Mai 2012) Geschäftsführender Gesellschafter der BeTec GmbH Umform- und Schweißtechnik, Adelmanns- felden
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart, Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart
Gerhard Wick* Geislingen a. d. Steige Gewerkschaftssekretär IG Metall, Bezirksleitung, Bezirk Baden-Württemberg a) Stihl AG, Waiblingen (seit 31. Juli 2012)

*Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 579 (2011: TEUR 619). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 1 (2011: TEUR 1) erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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EUR fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth Lechler 37.250 28.000 40.624 27.000 77.874 55.000
Dr. Helmut Lerchner 17.000 48.000 19.242 54.000 36.242 102.000
Markus Siegers 25.000 25.000 37.633 42.105 62.633 67.105
Gert Bauer 17.000 18.000 25.088 27.000 42.088 45.000
Armin Diez 18.000 18.000 25.088 27.000 43.088 45.000
Pasquale Formisano 14.000 14.000 25.088 27.000 39.088 41.000
Dr. Margarete Haase 14.000 8.833 25.034 15.750 39.034 24.583
Dr. Rainer Hahn 0 4.167 55 11.250 55 15.417
Karl Uwe van Husen 26.000 26.000 25.088 27.000 51.088 53.000
Dr. Thomas Klinger-Lohr 17.000 18.000 25.088 27.000 42.088 45.000
Paula Monteiro-Munz 18.000 18.000 25.088 27.000 43.088 45.000
Prof. Hans-Ulrich Sachs 9.250 0 15.536 0 24.786 0
Manfred Strauß 14.000 14.000 25.088 27.000 39.088 41.000
Gerhard Wick 14.000 13.000 25.088 27.000 39.088 40.000
Gesamtbetrag 240.500 253.000 338.828 366.105 579.328 619.105

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den vorläufigen Zahlen des Konzernergebnisses vor Steuern nach IFRS für 2012, wider. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat betrug 2012 TEUR 440 (2011: TEUR 417).

Zwischen der Rückstellung für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 und den tatsächlich ausbezahlten Beträgen ergab sich eine Differenz in Höhe von EUR 22.596. Dieser Betrag wurde anteilig an die Aufsichtsratmitglieder ausbezahlt und ist in den variablen Bezügen enthalten.

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Vorstand
Dr. Stefan Wolf, Leinfelden- Echterdingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, Recht, Personal, IT, Investor Relations und Unternehmenskommunikation sowie die Geschäftsbereiche Ersatzteile und Gewerbeparks
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft und die Werke der ElringKlinger AG
Karl Schmauder, Hülben verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien Dr. Stefan Wolf ist Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG, Zürich, Mitglied im Aufsichtsrat der Fielmann AG, Hamburg, und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group AG, Maintal Karl Schmauder ist Vorsitzender des Beirats der e-mobil BW GmbH, Stuttgart, und Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt TEUR 2.638 (2011: TEUR 2.263). Sie beinhalten fixe TEUR 889 (2011: TEUR 865) und variable TEUR 1.749 (2011: TEUR 1.398) Bestandteile. Die variablen Bestandteile setzen sich aus kurzfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen von TEUR 1.600 (2011: TEUR 1.289) und erfolgsabhängigen Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 149 (2011: TEUR 109) zusammen. Die langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen betreffen aktienkursbasierte Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights).

Die Gesamtbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

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Euro kurzfristige fixe Vergütung kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung langfristige erfolgsabhängige Vergütung Gesamtbetrag
Dr. Stefan Wolf 2012 354.009 651.266 62.066 1.067.341
2011 355.744 552.070 39.658 947.472
Theo Becker 2012 273.096 474.728 39.388 787.212
2011 251.535 368.046 39.483 659.064
Karl Schmauder 2012 261.963 474.728 47.125 783.816
2011 257.816 368.047 30.110 655.973
Gesamt 2012 889.068 1.600.722 148.579 2.638.369
Gesamt 2011 865.095 1.288.163 109.251 2.262.509

Die variable Vergütung spiegelt für die kurzfristigen Bestandteile den zurückgestellten Aufwand, errechnet als Prozentsatz des durchschnittlichen Konzernergebnisses vor Ertragsteuern der letzten drei Jahre, wider. Des Weiteren sind die Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember 2011 zu den tatsächlich gezahlten Beträgen 2012 enthalten. Für die Partizipationsrechte wird der Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung angesetzt.

Die Partizipationsrechte gewähren einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Die derzeit begebenen Partizipationsrechte werden fünfmal in jährlichen Tranchen beginnend am 1. Februar 2008 bzw. 1. Januar 2009 zugeteilt. Die Laufzeit der Tranchen verlängert sich von 3 auf 4 Jahre ab dem Jahr 2010. Der Zuteilungspreis ist der durchschnittliche Aktienkurs der letzten 60 Börsentage vor dem Tag der Zuteilung. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtet sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis. Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls als Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker steigt als der geglättete Börsenindex, in dem die Aktie gelistet ist, mindestens aber um 25%. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt.

Ab dem Jahr 2013 werden fünfmal zum 1. Februar eines Jahres jeweils 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung ist eine Eigeninvestition der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25% über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf zwei Jahresfixgehälter beschränkt.

Den erwarteten zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Cox-Ross-Rubinstein-Modells unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden 1,45% angesetzt. Die Volatilität der Aktie in Höhe von 37,7%, die Volatilität des Börsenindex MDAX von 22,0% sowie die Korrelation von 62,77% wurden über einen 3 Jahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,45 pro Aktie.

Die Rückstellung wird ratierlich über den Erdienungszeitraum gebildet und zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird erfolgswirksam erfasst.

Für das Geschäftsjahr 2012 ergeben sich folgende Werte:

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Ausgabezeitpunkt der Tranche 2009 2010 2011 2012
Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte 108.754
Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR) 824
Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) 49.090 32.501 42.406
Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) 6,95 15,68 24,83 19,43
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 1,04 2,04 3,04
Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte
31. Dezember 2012 (TEUR) 0 194 42 44
31. Dezember 2011 (TEUR) 771 103 21 0
31. Dezember 2010 (TEUR) 412 75 0 0
31. Dezember 2009 (TEUR) 74 0 0 0

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der Vorstandsmitglieder betragen TEUR 2.983 (2011: TEUR 2.577) und betreffen Dr. Stefan Wolf mit TEUR 1.040 (2011: TEUR 768), Theo Becker mit TEUR 817 (2011: TEUR 719) und Karl Schmauder mit TEUR 1.126 (2011: TEUR 1.090).

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 13.260 (2011: TEUR 11.952) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 894 (2011: TEUR 868).

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:

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TEUR 2012 2011
Abschlussprüfung 558 686
Sonstige Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 558 686

Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 2012 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:

1. Stimmrechtsmitteilung

Veröffentlichung gem. § 26 Abs. 1 WpHG

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28.12.2012 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127% (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.

2. Stimmrechtsmitteilung

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

1. FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

On 9 October 2012 FIL Holdings Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Holdings Limited held 2.83% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,791,706 voting rights.

All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Holdings Limited pursuant to sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 WpHG in connection with sent. 2 WpHG.

2. FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

On 9 October 2012 FIL Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Limited held 2.83% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,791,706 voting rights.

All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Limited pursuant to sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 WpHG.

3. FIL Investments International Hildenborough, Kent, England, UK, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

On 9 October 2012 FIL Investments International fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Investments International held 2.83% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,791,706 voting rights.

All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Investments International pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG.

3. Stimmrechtsmitteilung

Veröffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHG

FMR LLC, Boston, Massachusetts 02109, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG folgendes mitgeteilt:

On 08 June 2012 the voting rights held by FMR LLC crossed above the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FMR LLC held 3.17% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 2,008,733 voting rights.

All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FMR LLC pursuant to sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 WpHG in connection with sent. 2 WpHG.

4. Stimmrechtsmitteilung

BlackRock, Inc., New York, U.S.A., hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07. September 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind ihr 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

BlackRock Financial Management, Inc., New York, U.S.A., hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07. September 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind ihr 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, Delaware, U.S.A., hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07. September 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind ihr 2,97% (1.881.443 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG i.V.m. § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

5. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG erhielt am 02.11.2010 die folgende Mitteilung:

In the name of and on behalf of FIL Investment Management Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:

On 25 October 2010 FIL Investment Management Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Investment Management Limited held 2.98% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,887,166 voting rights.

All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Investment Management Limited pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.

6. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 13. Oktober 2010 von Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH die folgende Mitteilung:

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Eroca AG, Basel, Schweiz
2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland
5. Elrena GmbH, Basel, Schweiz
6. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz

Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der nachfolgend Genannten folgendes mit:

1. Eroca AG

Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,20% (5.832.136 Stimmrechte).

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,22% (5.838.736 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20% (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG.
3. KWL Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).

Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der KWL Beteiligungs-GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG,
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte zugerechnet:
Elrena GmbH.
4. PAUL LECHLER STIFTUNG GmbH
a) Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und betrug zu diesem Tag 19,58% (12.406.060 Stimmrechte).

Davon waren der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 9,22 % (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG,
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH,
KWL Beteilungs-GmbH.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, wurden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte zugerechnet:
Elrena GmbH.
b) Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 11. Oktober 2010 die Schwelle von 20% überschritten und beträgt zu diesem Tag 20,72% (13.126.990 Stimmrechte).

Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 9,77% (6.187.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,77% (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG,
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH,
KWL Beteiligungs-GmbH.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte zugerechnet:
Elrena GmbH.
5. Elrena GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).

Davon sind der Elrena GmbH 0,02% (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte zugerechnet:

Eroca AG.
6. Stiftung Klaus Lechler

Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).

Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Stiftung Klaus Lechler zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Elrena GmbH.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte zugerechnet:
Eroca AG.
7. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 13. Oktober 2010 von Lechler Beteiligungs-GmbH folgende Mitteilung:

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland
2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH folgendes mit:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,23% (5.848.644 Stimmrechte).

2. INLOVO GmbH

Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,23% (5.848.644 Stimmrechte).

Davon sind der INLOVO GmbH 9,23% (5.848.644 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der INLOVO GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH.
8. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 12. Oktober 2010 von Deutsche Bank AG die folgende Mitteilung:

Stimmrechtsmitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms, Deutschland am 07. Oktober 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und an diesem Tag 11,11 % betrug. Dies entsprach 7.037.037 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

Die Mitteilungspflicht nach § 21 Abs. 1 WpHG ist auf unsere Mit-Konsortialführung im Rahmen einer am 07. Oktober 2010 ins Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung der ElringKlinger AG zurückzuführen.

Gleichzeitig teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass wir am 11. Oktober 2010 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte an der ElringKlinger AG unterschritten haben und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 0,12 % halten. Dies entspricht 74.118 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

9. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilung nach § 21, Abs. 1 WpHG

ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:

„Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25% unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697% (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind mir 10,394% (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.

10. Stimmrechtsmitteilung

In the name of and on behalf of Fidelity Funds SICAV, Luxembourg, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:

On 06 November 2009, Fidelity Funds SICAV fell below the threshold of 3% of voting rights in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, Fidelity Funds SICAV held 2.96% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,704,729 voting rights.

11. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG erhielt am 16.12.2008 die folgende Mitteilung:

"Notification of voting rights pursuant to sec. 21 para 1 WpHG

Pursuant to section 21 (1), 24 WpHG ("German Securities Trading Act) in conjunction with section 32 (2) InvG ("German Invetsment Act"), we hereby notify that the percentage of voting rights of our subsidiary DWS Investment GmbH, Frankfurt, Germany, in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, fell below the threshold of 3% on 12 December 2008 and amounts to 2.63% (1,516,262 voting rights) as per this date."

12. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG has received the following notification:

"Notification of Voting Rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG

1 October 2008

On behalf of Columbia Wanger Asset Management, L.P., 227 W. Monroe Street, Suite 3000, Chicago, IL, USA, we hereby give notice, pursuant to sec. 21 para. 1 WpHG, that on 29 September 2008 the voting interest of Columbia Wanger Asset Management, L.P., in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/ Erms, Germany, fell below the threshold of 3% and amounted to 2,99% of the voting rights [i.e., 1,727,000 shares with voting rights, out of 57,600,000 shares with voting rights outstanding (based on Bloomberg)] on this day.

2,99% (all) of the voting rights (1,727,000 voting rights) are attributed to us in accordance with sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6."

13. Stimmrechtsmitteilung

Am 27. März 2008 erhielten wir die folgende Mitteilung:

Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Lieselotte Lechler folgendes mit:

Der Stimmrechtsanteil von Frau Lieselotte Lechler an der ElringKlinger AG hat am 20. März 2008 die Schwelle von 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0% (0 Stimmrechte).

14. Stimmrechtsmitteilung

Wir erhielten am 19. Februar 2008 von New Star Asset Management, Großbritannien, folgende Mitteilung:

Notification pursuant to se. 21 para. 1 WpHG

We hereby give notice, pursuant to sec. 21 para 1 of the WpHG, that on 18th February 2008 our voting interest in ElringKlinger AG fell below the threshold of 3% and amounts to 2.97% (569,624 voting rights) on this day.

2.97% of the voting rights (569,624 voting rights) are attributable to us in accordance with sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 of the WpHG.

15. Stimmrechtsmitteilung

Herr Gottfried Wunsch teilte als Testamentsvollstrecker über den Nachlass von Herrn Klaus Lechler namens und im Auftrag von Frau Lieselotte Lechler gemäß § 21 Abs.1 WpHG folgendes mit:

Herr Klaus Lechler ist am 1. April 2007 verstorben. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat daher am 1. April 2007 die Schwellen von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0% (0 Stimmrechte).

16. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger has received the following notification:

“Notification pursuant to § 21 para. 1 WpHG

The following notification is made in the names of Threadneedle Asset Management Limited and Threadneedle Asset Management Holdings Limited, both with registered seat in London, United Kingdom and in the name of Amiprise Financial, Inc., USA.

Ameriprise Financial Inc. is the parent company of Threadneedle Asset Management Holdings Limited, which is the parent company of Threadneedle Asset Management Limited.

Please be advised that on 08 October 2007 the share of voting stocks of the above mentioned companies in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.

The percentage of voting rights of Threadneedle Asset Management Limited in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,603% (499,795 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Asset Management Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG.

The percentage of voting rights of Threadneedle Asset Management Holdings Limited in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,603% (499,795 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Asset Management Holdings Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6, sent. 2 and sent. 3 WpHG.

The percentage of voting rights of Ameriprise Financial, Inc. in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,718% (521,799 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Ameripirse Financial, Inc. pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6, sent. 2 and sent. 3 WpHG.

17. Stimmrechtsmitteilung

“Notification pursuant to § 21 para. 1 WpHG

The following notification is made in the name of Threadneedle Investment Services Limited, registered in London, United Kingdom.

Please be advised that on 02 October 2007 the share of voting stocks of the Threadneedle Investment Services Limited in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.

The percentage of voting rights of Threadneedle Investment Services Limited in ElringKlinger AG at 02 October 2007 amounted to 2,992% (574,392 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Investment Services Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG.

The following notification is made in the name of Threadneedle Investment Funds ICVC, registered in London, United Kingdom.

Please be advised that on 02 October 2007 the share of the voting stocks of the Threadneedle Investment Funds ICVC in ElringKlinger AG went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.

The percentage of voting rights of Threadneedle Investment Funds ICVC in ElringKlinger AG at 02 October 2007 amounted to 2,992% (574,392 shares). These voting rights are held by subfunds of Threadneedle Investment Funds ICVC.

18. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt die folgende Stimmrechtsmitteilung:

Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilungen) pursuant to §§ 21, 22 WpHG

We, Prudential plc., London, United Kingdom, would like to make the following notification regarding the holding of voting rights held in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Germany according to § 21, 22 WpHG.

Notification of voting rights in our own name

Prudential plc. has fallen below the 3% threshold of § 21 para. 1 WpHG on 04 September 2007 and now holds 2,94 % (564,824 shares held with voting rights) of the voting rights in ElringKlinger AG. It was attributed these 2,94% (564,824 shares held with voting rights) of the voting rights in ElringKlinger AG pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 no. 6 in connection with § 22 para. 1 sent. 2 WpHG.

19. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Deutschland, erhielt von Elrena GmbH, Basel, Schweiz, die folgende Mitteilung nach § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG:

Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Basel, Schweiz, Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG (in der jeweils geltenden Fassung) im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag von Herrn Karl Uwe van Husen zur Korrektur bzw. Ergänzung der in der Vergangenheit von den Mitteilungspflichtigen gemachten Mitteilungen folgendes mit:

Karl Uwe van Husen, Deutschland:

a) Der Stimmrechtsanteil von Herrn Karl Uwe van Husen an der ElringKlinger AG (damals noch firmierend unter ZWL Grundbesitz- und Beteiligungs-AG) hat am 4. September 1997 die Schwelle von 10% und 5% unterschritten und betrug zu diesem Tag 0,025% (900 Stimmrechte).
b) Am heutigen Tag, dem 3. Mai 2007, beträgt der Stimmrechtsanteil von Herrn van Husen an der ElringKlinger AG 0,016% (3.000 Stimmrechte).
20. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, WKN 785602

Verkauf von Aktien

Erreichen des Schwellenwertes von 5%

Sehr geehrte Damen und Herren

Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass in der Zeit vom 11.02.2004 bis 14.01.2005 insgesamt 224.410 Stück ElringKlinger Aktien verkauft und damit den Schwellenwert von 5% unterschritten haben. Die Betal Netherland Holding B.V. hält nunmehr noch 479.990 ElringKlinger Aktien.

Diese Meldung erfolgt entsprechend § 21 WpHG.

21. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Deutschland, erhielt die folgende Mitteilung gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG von Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland:

„Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland, Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG (in der jeweils geltenden Fassung) im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der nachfolgende aufgeführten Gesellschaften und von Frau Lieselotte Lechler zur Korrektur bzw. zur Ergänzung der in der Vergangenheit von den Mitteilungspflichtigen gemacht Mitteilungen folgendes mit:

Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Ludwigsburg, Deutschland:

a) Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG hat am 30. November 2001 die Schwelle von 5% und 10% überschritten und betrug zu diesem Tag 12,13% (582.012 Stimmrechte). Davon waren der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts 12,13% (582.012 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG (entspricht im Wesentlichen § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHG in der am 30. November 2001 geltenden Fassung) zuzurechnen.

Die der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr betrug, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH.
b) Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG betrug am 1. April 2002 12,13% (582.012 Stimmrechte). Davon waren der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts 12,13% (582.012 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr betrug gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH.
c) Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG hat am 4. Dezember 2003 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt seither 0,00% (0 Stimmrechte).

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 4. Dezember 2012 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und am 4. Dezember 2012 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Dettingen/Erms, den 13. März 2013

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG1) Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER
BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 74,50
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 68,67
Hummel-Formen GmbH Lenningen 100,00
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 68,67
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00
Hug Engineering S.p.A.2) Mailand (Italien) 68,67
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 90,00
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00
Codinox Beheer B.V.2) Enschede (Niederlande) 6,87
HURO Supermold S.R.L.3) Timisoara (Rumänien) 100,00
HURO Invest S.R.L.3) Timisoara (Rumänien) 100,00
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) 100,00
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00
Hug Engineering Inc.2) Austin (USA) 68,67
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 51,00
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao)
Commercial Co., Ltd.4) Qingdao (China) 74,50
Anteile an Joint Ventures (in den Konzernabschluss mittels Quotenkonsolidierung einbezogen)
Ausland
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 50,00
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 50,00
Marusan Kogyo Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 23,45
PT. ElringKlinger Indonesia5) Karawang (Indonesien) 50,00
1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten 3) Tochtergesellschaft der Hummel-Formen GmbH
und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen 4) Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
2) Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG 5) Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinnrücklage

TEUR
Anhang (20) (31) (31)
--- --- --- ---
Stand am 01.01.2011 63.360 118.238 304.148
Kapitalerhöhung
Dividendenausschüttung -22.176
Änderung des Konsolidierungskreises
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch.
Gesamtergebnis 94.875
Periodenergebnis 94.875
Direkt im EK erfasste Veränderungen
Stand am 31.12.2011 / Stand am 01.01.2012 63.360 118.238 376.847
Kapitalerhöhung
Dividendenausschüttung -36.749
Änderung des Konsolidierungskreises -1.377
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch.
Gesamtergebnis 85.910
Periodenergebnis 85.910
Direkt im EK erfasste Veränderungen
Stand am 31.12.2012 63.360 118.238 424.631

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Übrige Rücklagen
Gewinnrücklage aus SoRIE/OCI

TEUR
EK-Effekte aus beherrschenden Anteilen

TEUR
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung

TEUR
IAS 8 Anpassung

TEUR
--- --- --- --- ---
Anhang (31)
--- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2011 -4.255 -946 16.448 9.957
Kapitalerhöhung
Dividendenausschüttung
Änderung des Konsolidierungskreises
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch. -538
Gesamtergebnis -4.032 15.531 -9.957
Periodenergebnis
Direkt im EK erfasste Veränderungen -4.032 15.531 -9.957
Stand am 31.12.2011 / Stand am 01.01.2012 -8.287 -1.484 31.979 0
Kapitalerhöhung
Dividendenausschüttung
Änderung des Konsolidierungskreises 791
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch. -140
Gesamtergebnis -15.414 -4.397
Periodenergebnis
Direkt im EK erfasste Veränderungen -15.414 -4.397
Stand am 31.12.2012 -23.701 -833 27.582 0

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Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital

TEUR
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

TEUR
Konzerneigenkapital

TEUR
Anhang (21)
--- --- --- ---
Stand am 01.01.2011 506.950 15.340 522.290
Kapitalerhöhung 0 5.548 5.548
Dividendenausschüttung -22.176 -834 -23.010
Änderung des Konsolidierungskreises 0 5.915 5.915
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch. -538 -16 -554
Gesamtergebnis 96.417 3.505 99.922
Periodenergebnis 94.875 2.717 97.592
Direkt im EK erfasste Veränderungen 1.542 788 2.330
Stand am 31.12.2011 / Stand am 01.01.2012 580.653 29.458 610.111
Kapitalerhöhung 0 365 365
Dividendenausschüttung -36.749 -1.184 -37.933
Änderung des Konsolidierungskreises -586 0 -586
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellsch. -140 -568 -708
Gesamtergebnis 66.099 2.907 69.006
Periodenergebnis 85.910 3.492 89.402
Direkt im EK erfasste Veränderungen -19.811 -585 -20.396
Stand am 31.12.2012 609.277 30.978 640.255

Konzernkapitalflussrechnung

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Anhang 2012

TEUR
2011

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 123.811 136.632
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte (11) - (14) 79.380 96.790
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge (8) 12.201 12.069
Veränderung der Rückstellungen 4.508 -8.145
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -2.768 -17.519
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -22.448 -95.888
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -34.972 -17.281
Gezahlte Ertragsteuern (9) -40.879 -28.041
Gezahlte Zinsen -8.737 -8.306
Erhaltene Zinsen 426 67
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 1.733 4.090
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 112.255 74.468
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 8.974 36.501
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 1.687 788
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (11) -11.293 -8.956
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (12), (13) -103.056 -112.653
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte (14) -412 -728
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich Zahlungsmitteln -4.081 -62.385
Cashflow aus Investitionstätigkeit -108.181 -147.433
Einzahlungen aufgrund Kapitalerhöhung durch Minderheitsgesellschafter 365 5.548
Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter zum Erwerb von Anteilen -658 -554
Ausschüttungen an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter -37.933 -23.010
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (24) 68.692 84.525 (*)
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (24) -43.736 -31.099 (*)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit* -13.270 35.410
Zahlungswirksame Veränderung -9.196 -37.555
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -1.684 1.518
Zahlungsmittel am Anfang der Periode (18) 65.153 101.190
Zahlungsmittel am Ende der Periode (18) 54.273 65.153

* Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde eine andere Darstellung gewählt. Die Vorjahreszahlen wurden zur Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 13. März 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Renate Berghoff, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Dettingen/Erms, den 13. März 2013

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

Ziffer 2.3.2: Die Einladung zur Hauptversammlung erfolgte bislang per Post und wird auch in 2013 auf dem Postweg erfolgen.
Der Empfehlung des Kodex, die Einladung zur Hauptversammlung auch elektronisch zur Verfügung zu stellen, wird derzeit aus organisatorischen Gründen nicht entsprochen. Da der Gesellschaft in der Regel die E-Mail Adressen Ihrer Aktionäre nicht bekannt sind, wäre ein zusätzlicher Versand aus Sicht der Gesellschaft mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden ohne wirklichen Nutzen für die Aktionäre. Im Übrigen wurde und wird die Einladung zur Hauptversammlung auch auf der Internetseite der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt.
Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.
Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. Aus Sicht der Gesellschaft wäre eine solche Festlegung insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Anzahl der zu besetzenden Führungsfunktionen kontraproduktiv.
Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.
Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht.
Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Z iffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.
Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte.
Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.
Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat in eigener Verantwortung, da er die Eignung der Kandidaten am Besten einschätzen kann. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln
Ziffer 6.6: Angaben nach Ziffer 6.6 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.
Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.

Dettingen/Erms, 4. Dezember 2012

Für den Aufsichtsrat

Lechler

Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Bericht des Aufsichtsrats 2012

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands, wie im Folgenden berichtet, überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über den Konjunkturverlauf, die Geschäftsentwicklung, den Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz und Ertrag (jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan), über bedeutsame Neuaufträge, die Beschäftigungslage im Konzern, bei der ElringKlinger AG, bei deren Geschäftsbereichen und bei den Tochtergesellschaften sowie über die Liquidität unterrichtet.

Der Aufsichtsrat trat 2012 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen informierte der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG, deren Geschäftsbereiche und die Tochtergesellschaften im In- und Ausland, über die aktuelle Vorschau der Gesamtjahreswerte und eine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte er fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, über den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und ausführlich diskutiert.

Über vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren

Themen:

Gegenstand der Sitzung am 23. März 2012 waren insbesondere die Erläuterung der Jahresabschlüsse 2011 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers AG, die Genehmigung bzw. Billigung des Abschlusses der ElringKlinger AG und des Konzernabschlusses sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat über den Stand der Integration der neu erworbenen Unternehmen, namentlich die Flachdichtungssparte von Freudenberg, die Hug-Gruppe sowie die Hummel-Formen-Gruppe, die Planungen für die 2012 stattfindende Hauptversammlung sowie den Erwerb eines Grundstücks für den Neubau des Betriebsgebäudes der ElringKlinger Logistic Service GmbH berichten.
In der Aufsichtsratssitzung, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung am 16. Mai 2012 stattfand, wurden Herr Walter H. Lechler zum Vorsitzenden und Herr Markus Siegers zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Tagesordnungspunkte der Aufsichtsratssitzung waren die unmittelbar zuvor durchgeführte Hauptversammlung und wiederholt die Integration der akquirierten Unternehmen.
Am 21. September 2012 behandelte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung die Fortschritte bei der Integration der zugekauften Unternehmen und den Erwerb von Grundstücken zur Erweiterung der Produktionsbetriebe der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in Sevelen, Schweiz, sowie der ElringKlinger USA, Inc. in Buford, USA. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der Übernahme von weiteren Geschäftsanteilen der Konzerngesellschaften Elring Gaskets (Pty) Ltd. in Südafrika und ElringKlinger Korea Co., Ltd. in Südkorea zu.
In der Sitzung des Aufsichtsrats am 7. Dezember 2012 waren das Budget 2013 und die Mittelfristplanung für den Zeitraum 2013 bis 2017 Gegenstand der Beratungen. In der letzten ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr ließ sich der Aufsichtsrat – wie üblich – über die Ergebnisse der internen Revisionen 2012 und die Planung der für 2013 vorgesehenen internen Revisionen und in besonderer Ausführlichkeit über die aktuelle Risikoeinschätzung und die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand berichten. In diesem Zusammenhang nahm auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Karl-Uwe van Husen, zu diesen Themen Stellung. Bestandteil dieser Berichterstattungen war auch die Compliance im Unternehmen. Wesentliches war in diesem Zusammenhang nicht zu berichten. In der Sitzung wurden die Herren Dr. Stefan Wolf, Theo Becker und Karl Schmauder für fünf weitere Jahre einstimmig zum Vorsitzenden des Vorstands bzw. zu Mitgliedern des Vorstands bestellt.

An den ordentlichen Sitzungen haben, bis auf zwei Sitzungen, bei denen jeweils ein Mitglied des Aufsichtsrats aus wichtigem Grund verhindert war, alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Getrennte, vorbereitende Sitzungen der Arbeitnehmervertreter und Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat für die ordentlichen Sitzungen fanden nicht statt. Sie waren nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen, vorbereitenden Unterlagen und Informationen für die jeweiligen Sitzungen entbehrlich.

Außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats haben nicht stattgefunden. Dazu bestand kein Anlass. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal unter dem Vorsitz von Herrn Karl-Uwe van Husen getagt. Gegenstand der März-Sitzung war der Bericht desAbschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse mit ausführlicher Diskussion. In der Dezember-Sitzung wurde die Prüfung der Jahresabschlüsse 2012, insbesondere die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen unterrichtet. Sitzungen des Personalausschusses und des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenskonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2012 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 wurde im schriftlichen Umlaufverfahren einstimmig beschlossen. Die Erklärung ist seit dem 4. Dezember 2012 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende laufend in kurzen zeitlichen Abständen persönlichen, telefonischen und E-Mail- Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die Lagebeurteilung, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Der Vorstand schaltete den Aufsichtsrat bei zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfällen rechtzeitig mit gut begründeten Unterlagen ein und erhielt in jedem Fall die Zustimmung des Aufsichtsrats.

In der Hauptversammlung am 16. Mai 2012 wurde Herr Prof. Hans-Ulrich Sachs für die Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt. Die Zuwahl wurde erforderlich, weil Herr Dr. Helmut Lerchner sein Aufsichtsratsmandat zum Ablauf der Hauptversammlung altershalber niedergelegt hatte. Herr Dr. Lerchner war insgesamt 21 Jahre für die ElringKlinger-Gruppe tätig, zunächst als Geschäftsführer der Elring GmbH und nach der Verschmelzung der Elring Klinger GmbH, dann als Vorsitzender des Vorstands der ElringKlinger AG und schließlich seit 2005 als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Herr Dr. Lerchner hat die Geschäftsführung in schwieriger Lage übernommen und das Unternehmen zu neuer Stärke geführt. Der Aufsichtsrat ist Herrn Dr. Lerchner für seine prägende und immer wegweisende Arbeit zu großem Dank verpflichtet.

Zum Ende des Jahres 2012 hat der Aufsichtsrat, wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehen, die Effektivität seiner Arbeit, u. a. die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkataloges bewertet. Das Ergebnis der Befragung war durchweg positiv. Anregungen wurden aufgenommen und sollen in der zukünftigen Arbeit des Aufsichtsrats umgesetzt werden.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG mit Lagebericht sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2012. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG mit Lagebericht und den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunter lagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März 2013 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit den dazugehörigen Lageberichten gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für ihren erfolgreichen Einsatz im Jahr 2012.

Stuttgart, 22. März 2013

*Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Aufsichtsrats*