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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2021

May 6, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28315057

ElringKlinger AG

Dettingen/​Erms

Bericht über das 1. Quartal 2021

Kennzahlen

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1. Quartal 2021 4. Quartal 2020 3. Quartal 2020 2. Quartal 2020 1. Quartal 2020
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 576,6 512,0 423,6 192,6 354,9
Auftragsbestand in Mio. € 1.185,6 1.033,1 971,8 929,4 989,0
Umsatz/​Ergebnis
Umsatz in Mio. € 424,1 450,9 381,2 252,2 396,2
Umsatzkosten in Mio. € 314,8 361,1 296,3 229,7 308,4
Bruttomarge 25,8 % 19,9 % 22,3 % 8,9 % 22,2 %
EBITDA in Mio. € 77,2 87,6 49,0 - 0,9 45,8
EBIT/​Operatives Ergebnis in Mio. € 48,4 25,2 18,9 - 32,4 16,0
EBIT-Marge 11,4 % 5,6 % 5,0 % - 12,8 % 4,0 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 49,4 9,8 9,2 - 38,7 6,2
Periodenergebnis in Mio. € 38,5 - 8,9 2,9 - 35,5 1,6
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € 37,9 - 10,7 3,4 - 35,5 2,0
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 42,0 87,0 78,4 39,6 12,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 0,8 - 30,3 0,4 - 14,3 - 16,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € - 7,5 - 71,1 - 81,1 22,9 - 26,5
Operativer Free Cashflow 1 in Mio. € 28,6 62,4 78,6 25,8 - 2,2
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.109,9 1.963,1 2.014,6 2.050,4 2.091,4
Eigenkapital in Mio. € 949,9 812,9 825,7 830,8 872,4
Eigenkapitalquote 45,0 % 41,4 % 41,0 % 40,5 % 41,7 %
Nettoverschuldung 2 in Mio. € 400,2 458,8 512,4 579,9 603,1
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 9.597 9.724 9.770 9.991 10.373
Aktie
Ergebnis je Aktie in € 0,6 - 0,17 0,05 - 0,56 0,03

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M&A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Ab 2020 kurzfr. Festgeldanlagen/​Wertpapiere berücksichtigt

Erstes Quartal 2021 in Kürze

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Konzernumsatz steigt gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode im ersten Quartal 2021 um 7,0 % auf 424,1 Mio. EUR, organisch um 10,7 %; In der Region Asien-Pazifik nahmen die Umsatzerlöse auch aufgrund der niedrigen Vergleichsbasis um starke 38,8 % und in Europa um 4,8 % zu. Nordamerika war währungsbereinigt leicht im Plus.
Konzern-EBIT verbessert sich überproportional um 32,4 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR, nach 16,0 Mio. EUR in den ersten drei Monaten 2020. Die EBIT-Marge stieg auf 11,4 % (Q1 2020: 4,0 %). Auch ohne den Veräußerungsgewinn von 10,9 Mio. EUR aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft (vgl. Wesentliche Ereignisse) steigerte sich die EBIT-Marge gegenüber den Vorquartalen deutlich auf 8,8 %. Positiv wirkten neben einem günstigen Produkt- und Regionen-Mix die verbesserte Auslastung bestehender Kapazitäten durch die hohe Nachfrage sowie gute Ergebnisbeiträge der Segmente Ersatzteile und Kunststofftechnik.
Operativer Free Cashflow der ersten drei Monate 2021 erreicht 28,6 Mio. EUR (Q1 2020: - 2,2 Mio. EUR); Dazu trugen neben dem starken Ergebnis vor allem der fortgeführte disziplinierte Investitionsansatz und weitere Optimierungen des Nettoumlaufvermögens (Net Working Capital) bei.
Nettoverschuldungsquote zum 31. März 2021 auf 1,9 abgesenkt, nach 3,1 ein Jahr zuvor; Im Zwölf-Monats-Zeitraum führte ElringKlinger die Nettofinanzverbindlichkeiten um mehr als 200 Mio. EUR auf nun 400,2 Mio. EUR zurück.
Wesentliche Ereignisse des Berichtsquartals waren die Aufnahme der Geschäftstätigkeit von EKPO Fuel Cell Systems GmbH (kurz: EKPO) mit Sitz in Dettingen/​Erms zum 1. März 2021 sowie die Gründung des Standorts Neuffen in Nähe der Konzernzentrale für Geschäftsaktivitäten des Bereichs E-Mobility. EKPO ist eine gemeinsame Gesellschaft von ElringKlinger (60 %) und dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium (40 %) und wird künftig die Brennstoffzellentechnologie stark vorantreiben.

KRAFTSTOFF DER ZUKUNFT

ElringKlinger ist von der Zukunft der Wasserstoffmobilität überzeugt. Im Berichtsjahr 2020 wurden wichtige Weichen gestellt, um die Brennstoffzellentechnologie weiter voranzutreiben. Durch strategische Partnerschaften mit Airbus und Plastic Omnium wird ElringKlinger verstärkt Lösungen für die klimafreundliche Mobilität auf der Straße, der Schiene, dem Wasser und in der Luft entwickeln. Lesen Sie mehr dazu im Beitrag »Kraftstoff der Zukunft« unseres Magazins »pulse«.

Konzern-Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Das konjunkturelle Umfeld war im ersten Quartal 2021 weiter von Folgewirkungen der Coronavirus-Pandemie geprägt. Eine dritte Infektionswelle und verstärkt auftretende Virus-mutanten veranlassten Staatsregierungen weltweit, Lock-down-Maßnahmen zu verlängern oder neu anzuordnen. Trotz der hierdurch verursachten Einschränkungen von Mobilität und wirtschaftlichen Aktivitäten setzte sich in vielen Volkswirtschaften die Erholung von den starken Rückschlägen des vergangenen Jahres fort. Begünstigt wurde diese durch unterschiedliche Einflüsse. Dazu zählen eine inzwischen erfolgte Anpassung an das Leben in der Pandemie ebenso wie weiterhin signifikante fiskal- und geldpolitische Stützungsmaßnahmen der Regierungen und Notenbanken.

Im Euroraum führten die verschärften Corona-Beschränkungen hingegen erneut zu einer Rezession, wenngleich diese dank des Rückenwindes von der globalen Nachfrage milder ausfiel als noch im Frühjahr 2020. In den USA, wo im ersten Quartal ein Regierungswechsel stattfand und die Impfungen sehr gut vorankamen, erholte sich die Konjunktur weiter. Chinas Wirtschaft zeigte verglichen mit dem sehr schwachen Vorjahresvergleichsquartal ein starkes Wachstum. Frühindikatoren deuten dort allerdings auf eine Wachstumsverlangsamung hin.

Globale Fahrzeugproduktion steigt um 14 %

Die globale Produktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) stieg im ersten Quartal 2021 um 14,0 % auf 20,3 Mio. Neufahrzeuge. Auf dem europäischen Fahrzeugmarkt ging es dabei nur langsam voran. Anhaltende Lockdowns und geschlossene Autohäuser zum Jahreswechsel sowie ausgelaufene Anreizprogramme dämpften die Entwicklung. Auf den fünf größten Einzelmärkten waren große Unterschiede in der Nachfrage festzustellen: Während in Deutschland 6,4 % weniger Pkw neu zugelassen wurden und die Rückgänge in Großbritannien mit - 12,0 % sowie in Spanien mit - 14,9 % noch höher ausfielen, legten die Verkäufe in Italien um 28,7 % und in Frankreich um 21,1 % zu. Die Fahrzeugproduktion in Gesamteuropa blieb mit - 0,9 % bzw. 4,7 Mio. Neufahrzeugen hinter dem bereits niedrigen Vorjahresniveau zurück.

Auch in Nordamerika wurden im Berichtsquartal 4,5 % weniger Light Vehicles produziert als im Vorjahr. Der chinesische Markt hingegen wuchs auch aufgrund des niedrigen Vergleichsniveaus deutlich.

Da die Fahrzeugmärkte im Vorjahr infolge der Coronavirus-Pandemie regional und zeitlich unterschiedlich stark einbrachen, zeigen sich im laufenden Jahr entsprechend deutliche Verwerfungen in den prozentualen Veränderungen nach Quartalen.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 4. Quartal 2020 1. Quartal 2021 1 2. Quartal 2021 2 3. Quartal 2021 2 4. Quartal 2021 2
Eurozone - 4,9 - 1,8 11,8 1,7 3,7
Deutschland - 3,6 - 3,2 9,5 3,5 4,0
USA - 2,4 0,3 12,2 6,0 6,2
Brasilien - 1,1 - 0,6 9,4 2,3 1,8
China 6,5 18,1 7,2 5,9 5,4
Indien 0,4 5,0 24,2 14,0 4,5
Japan - 1,4 - 0,9 9,3 5,3 2,3

Quelle: HSBC (April 2021)

1 Vorläufige Schätzung

2 Prognose

Produktion Light Vehicles

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Mio. Fahrzeuge Veränderung zum Vorjahr in %
Region Q1 2021 Q1 2021 Q2 2021 2 Q3 2021 2 Q4 2021 2
--- --- --- --- --- ---
Europa 1 4,7 - 1 % 108 % - 2 % - 5 %
China 5,8 77 % - 2 % - 7 % - 8 %
Japan /​ Korea 3,1 0 % 34 % - 4 % - 2 %
Mittlerer Osten /​ Afrika 0,5 - 1 % 56 % 8 % 5 %
Nordamerika 3,6 - 4 % 174 % 5 % 6 %
Südamerika 0,7 4 % 287 % 21 % - 2 %
Südostasien 2,1 9 % 283 % 11 % - 5 %
Welt 20,3 14 % 58 % - 1 % - 3 %

Quelle: IHS April 2021

1 inkl. Russland

2 Prognose

Wesentliche Ereignisse

EKPO Fuel Cell Technologies nimmt Geschäftstätigkeit auf

Zum 1. März 2021 nahm die EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO), das neue Gemeinschaftsunternehmen von ElringKlinger und Plastic Omnium, seine Geschäftstätigkeit auf. EKPO bietet technologisch führende und auch kostenseitig wettbewerbsfähige Brennstoffzellenstacks und -komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen an - zunächst vor allem für Nutzfahrzeuge und Busse, im weiteren auch für Pkw. Sonderfahrzeuge, Züge und Schiffe sind ebenfalls geeignete Einsatzgebiete mit Wachstumspotenzial.

Die im Oktober 2020 mit dem französischen Automobilzulieferer mit Sitz in Levallois, Frankreich, getroffenen vertraglichen Vereinbarungen waren bis zum Vollzugszeitpunkt 1. März 2021 umgesetzt und die erforderlichen kartellrechtlichen Zustimmungen erteilt worden. ElringKlinger brachte dazu seinen Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein während von Plastic Omnium eine Einlage von 100 Mio. EUR verbucht wurde. EKPO Fuel Cell Technologies GmbH wird zu 60 % von ElringKlinger und zu 40 % von Plastic Omnium gehalten und bilanziell im ElringKlinger-Konzern voll konsolidiert.

Vereinbarungsgemäß veräußerte ElringKlinger zum 1. März 2021 zudem die auf die Integration von Wasserstoffsystemen spezialisierte Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, an Plastic Omnium. Diesbezüglich verbuchte ElringKlinger einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 10,9 Mio. EUR.

Bereich E-Mobility an neuem Standort Neuffen

Im Zuge der Transformation stellte sich ElringKlinger rund um den Hauptsitz in Dettingen/​Erms neu auf und gründete zu Jahresbeginn 2021 im rund 10 km entfernten Neuffen einen neuen Standort. Dort werden künftig die batteriebezogenen Aktivitäten des Geschäftsbereichs E-Mobility gebündelt.

Großauftrag für Zellkontaktiersysteme von globalem Batteriehersteller erhalten

Im März 2021 erhielt die ElringKlinger AG von einem globalen Batteriehersteller einen volumenstarken Auftrag über Zellkontaktiersysteme. Die Batteriesysteme sind für die Serienplattform eines deutschen Premiumherstellers bestimmt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen im mittleren dreistelligen Mio.-EUR-Bereich und eine Vertragslaufzeit von rund neun Jahren. Der Produktionsstart im Werk Neuffen ist für das erste Halbjahr 2022 vorgesehen.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Deutlicher Umsatzanstieg

In den ersten drei Monaten 2021 konnte ElringKlinger seine Umsatzerlöse mit 424,1 Mio. EUR gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um 27,8 Mio. EUR oder 7,0 % erkennbar erhöhen. Der Konzern knüpft damit an die Erholungsphase der letzten Quartale nach dem Pandemieeinbruch an, Auswirkungen der Halbleiter-Engpässe waren nicht zu spüren. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren die ökonomischen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in China ebenso wie eine konjunkturelle Abkühlung zu verzeichnen und Erlöse in Höhe von 396,2 Mio. EUR erzielt worden.

Währungseffekte wirkten reduzierend auf den Umsatz, bei konstanten Wechselkursen hätte der Konzern um 14,4 Mio. EUR höhere Erlöse erzielt. In erster Linie war dafür die Entwicklung des US-Dollars verantwortlich, darüber hinaus aber auch des brasilianischen Real, des mexikanischen Peso sowie der türkischen Lira. Umsätze aus akquirierten oder veräußerten Gesellschaften sind im Vorjahresvergleich nicht zu berücksichtigen, sodass sich das organische Wachstum im abgelaufenen Quartal auf 42,3 Mio. EUR oder 10,7 % belief. Diese Wachstumsrate liegt damit noch unter dem Zuwachs der globalen Automobilproduktion, die in den ersten drei Monaten nach IHS-Angaben um 14,0 % zulegen konnte. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern eine organische Umsatzentwicklung, die in etwa der prozentualen Veränderung der globalen Automobilproduktion entspricht.

Effekte im Konzernumsatz in Mio. €

Starkes Wachstum vor allem in der Region Asien-Pazifik

Nachdem sich im ersten Quartal des Vorjahres in China erste Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie niederschlugen, konnte ElringKlinger in den ersten drei Monaten 2021 in der Region Asien-Pazifik wieder deutlich zulegen: Nach 58,9 Mio. EUR im Vorjahr erzielte der Konzern dieses Jahr von Januar bis März einen Umsatz von 81,8 Mio. EUR, was einem Wachstum von 38,8 % entspricht. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Zuwachs sogar 42,7 % betragen. In der Region Asien-Pazifik erwirtschaftete der Konzern somit einen Umsatzanteil von 19,3 % (Q1 2020: 14,9 %).

Auch in Europa legte der Konzern umsatzseitig zu: Während der Zuwachs in Deutschland mit 1,6 Mio. EUR oder 1,8 % vergleichsweise solide ausfiel, nahmen die Erlöse in der Region Übriges Europa um spürbare 8,7 Mio. EUR oder 7,1 % zu. Währungsbereinigt hätte die Steigerung in Deutschland 2,4 % und im übrigen Europa 9,1 % betragen. Insgesamt erlöste der Konzern in Deutschland 93,5 Mio. EUR und im übrigen Europa 131,2 Mio. EUR. Mit einem Umsatzanteil von 30,9 % (Q1 2020: 30,8 %) ist Europa (ohne Deutschland) nach wie vor die umsatzstärkste Region des Konzerns.

In Nordamerika hatte ElringKlinger im ersten Quartal 2021 mit einem Umsatz von 100,2 Mio. EUR einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 5,7 Mio. EUR oder 5,4 % zu verzeichnen. Wesentliche Ursache dafür war die Entwicklung des US-Dollars, denn bei konstanten Wechselkursen hätte der Konzern mit 106,5 Mio. EUR sogar leicht um 0,6 Mio. EUR oder 0,6 % im Umsatz zugelegt. Die Region repräsentiert nunmehr einen Anteil am Konzernumsatz von 23,6 % (Q1 2020: 26,7 %).

In der Region Südamerika und Übrige nahm der Umsatz leicht um 0,3 Mio. EUR oder 1,9 % auf 17,4 Mio. EUR zu. Dabei spielt die Entwicklung von Wechselkursen, in erster Linie des brasilianischen Real, eine große Rolle, denn bereinigt um Währungseffekte hätte sich der Anstieg auf 3,2 Mio. EUR oder 18,4 % belaufen. Somit generiert der Konzern in dieser Region einen Umsatzanteil von 4,2 % (Q1 2020: 4,3 %).

Aufgrund der erkennbaren Erholung insbesondere in den Regionen Asien-Pazifik und Übriges Europa nahm der Anteil der internationalen Märkte wieder deutlich zu. Der Konzern weitete seine Auslandsumsätze um 1,2 Prozentpunkte auf 78,0 % (Q1 2020: 76,8 %) aus.

Konzernumsatz nach Regionen 1. Quartal 2021

Erstausrüstung auf Kurs

Im Berichtsquartal hat ElringKlinger im Segment Erstausrüstung Umsatzerlöse in Höhe von 334,4 Mio. EUR (Q1 2020: 313,2 Mio. EUR) erzielt. Zu dem Zuwachs von 21,2 Mio. EUR oder 6,8 % hat insbesondere der Geschäftsbereich Lightweighting/​Elastomer Technology beigetragen, der überproportional um rund 18 % zulegte. Der Anstieg des Geschäftsbereichs Metal Sealing Systems & Drivetrain Components lag mit rund 7 % in etwa auf dem Konzerndurchschnitt, während die Erlöse im Bereich Shielding Technology rückläufig waren. Der Geschäftsbereich E-Mobility, der rund 2 % des Konzernumsatzes repräsentierte, wuchs auf noch niedrigem Niveau von 7,3 Mio. EUR (Q1 2020: 6,4 Mio. EUR) um kräftige 14,6 %.

Auf Basis des Umsatzzuwachses konnte das Segmentergebnis im ersten Quartal 2021 deutlich gesteigert werden. Nach minus 0,3 Mio. EUR in den ersten drei Monaten des Vorjahres erreichte das Segment nun ein EBIT von 29,3 Mio. EUR, was einer Marge von 8,8 % (Q1 2020: - 0,1 %) entspricht. Dabei spielte auch der Regionen- und Produkt-Mix eine Rolle. Darüber hinaus war im Berichtsquartal das Effizienzsteigerungsprogramm fortgesetzt worden, was sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Insgesamt verbesserten sich nahezu alle Geschäftsbereiche gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode.

Die strategischen Zukunftsfelder Brennstoffzellentechnologie, Batterietechnologie und elektrische Antriebseinheiten bereiten Serienanläufe vor und bauen insbesondere in Deutschland Produktionskapazitäten auf. Dazu gehören Anlagen für Brennstoffzellenstacks am Konzernsitz in Dettingen/​Erms, eine Batteriesystemlinie in Thale oder Anlagen für elektrische Antriebseinheiten in Nürtingen, nachdem bereits in Kapazitäten am britischen Standort in Solihull investiert worden war. Darüber hinaus war aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH an den französischen Partner Plastic Omnium ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 10,9 Mio. EUR zu verzeichnen. Insgesamt verbuchte der Zukunftsbereich E-Mobility im Berichtsquartal ein positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Ersatzteilgeschäft erneut sehr stark

Auch im abgelaufenen Quartal hat sich das Ersatzteilgeschäft erneut stark entwickelt und einen Segmentumsatz erzielt, der bislang noch nicht in einem Quartal erreicht werden konnte. Insbesondere in der umsatzstärksten Region Osteuropa sowie in Nordamerika konnten die Erlöse deutlich gesteigert werden. Aber auch in Nordafrika und Asien legte das Segment erkennbar zu. Insgesamt wurde der Umsatz des Segments Ersatzteile im ersten Quartal 2021 um 3,1 Mio. EUR oder 5,9 % auf 55,4 Mio. EUR (Q1 2020: 52,4 Mio. EUR) ausgeweitet.

Mit einem Ergebnis von 11,9 Mio. EUR (Q1 2020: 12,8 Mio. EUR) erzielte das Segment erneut ein sehr hohes Niveau. Die EBIT-Marge von 21,5 % (Q1 2020: 24,5 %) lag leicht über dem Gesamtjahr 2020 (21,4 %) und zeigt, dass einschränkende Faktoren, wie z. B. Optimierungen der Logistik oder die Markterschließung in Nordamerika, gut abgefedert werden konnten.

Konzernumsatz nach Segmenten und Geschäftsbereichen 1. Quartal 2021

Auch Kunststofftechnik mit starken Quartalszahlen

Das Segment Kunststofftechnik hat seinen Umsatz im Berichtsquartal um 4,2 Mio. EUR oder 14,5 % auf 33,1 Mio. EUR (Q1 2020: 28,9 Mio. EUR) überproportional zum Konzernumsatz gesteigert. Damit konnte das Segment den Rückenwind durch eine robuste Konjunktur und auch die erfreuliche Entwicklung im Automobilsektor gut nutzen.

Auf der Ergebnisseite schlug sich der Umsatzzuwachs ebenso positiv nieder wie das weiterhin strikte Kostenmanagement. Das EBIT legte um 3,7 Mio. EUR auf 7,2 Mio. EUR (Q1 2020: 3,5 Mio. EUR) deutlich zu, so dass die EBIT-Marge von 12,1 % im ersten Quartal 2020 auf nunmehr 21,8 % deutlich verbessert werden konnte.

Segment "Sonstige" mit weniger Umsatz und nur leicht geringerem Ergebnis

Das Segment "Sonstige" umfasst in erster Linie die Aktivitäten der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Idstein, Deutschland, die ElringKlinger Logistic Service GmbH in Rottenburg/​ Neckar, Deutschland, sowie den Gewerbepark in Idstein, Deutschland. In den ersten drei Monaten 2021 sank der Umsatz von 1,8 Mio. EUR im ersten Quartal 2020 auf nunmehr 1,2 Mio. EUR. Das Segmentergebnis reduzierte sich leicht um 0,1 Mio. EUR auf minus 0,1 (Q1 2020: 0,0) Mio. EUR.

Personal im Vergleich zum Vorjahresstichtag weiter reduziert

In den vergangenen zwölf Monaten hat der Konzern im Zuge der Coronavirus-Pandemie und des globalen Effizienzsteigerungsprogramms die Mitarbeiteranzahl weiter reduziert. Zum 31. März 2021 beschäftigte der Konzern 9.597 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Jahr zuvor zählte der Konzern 10.373 Beschäftigte. In erster Linie wurden frei werdende Stellen nur umsichtig nachbesetzt und befristete Verträge zur Verlängerung genau geprüft. Gegenüber dem Vorjahresstichtag baute ElringKlinger in Europa vor allem in Deutschland und in der Schweiz Stellen ab. Auch in Nordamerika hat der Konzern in den letzten zwölf Monaten das Personal angepasst. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs lag die Mitarbeiterzahl in Asien zum 31. März 2021 leicht über der des Vorjahresstichtags. Der Mitarbeiteranteil im Ausland sank zum 31. März 2021 leicht auf 58,1 % (31.03.2020: 58,3 %). Entsprechend lag der Inlandsanteil bei 41,9 % (31.03.2020: 41,7 %).

Bruttomarge bei 26 %

Im ersten Quartal 2021 nahmen die Umsatzkosten angesichts des Umsatzzuwachses von 28 Mio. EUR unterproportional um 6,4 Mio. EUR auf 314,8 Mio. EUR (Q1 2020: 308,4 Mio. EUR) zu. Dabei erhöhten sich die Materialaufwendungen um 15,4 Mio. EUR auf 174,9 Mio. EUR (Q1 2020: 159,4 Mio. EUR), was neben den gestiegenen Umsätzen auch an dem grundsätzlich hohen Preisniveau der für ElringKlinger relevanten Rohstoffe liegt. Der Markt für diese hat sich auch im Berichtsquartal aufgrund der hohen Knappheit - insbesondere auf dem Markt für Stahl und für Kunststoffgranulate - und der Lieferrückstande nicht entspannt. Ursächlich dafür sind die Folgen des Lockdowns, der die Lieferketten nachhaltig beeinträchtigt hat. Vor diesem Hintergrund können auch einzelne Vorkommnisse, die bei einer intakten Lieferkette ohne Lock-down-Folgen üblicherweise vom Markt abgefedert werden, größere Auswirkungen haben. So hat z. B. ein Wintersturm in Texas im Februar den Markt für Kunststoffgranulate extrem verengt. Die Situation der Antidumping- und Ausgleichszölle hat sich nach dem US-Regierungswechsel bislang nicht wesentlich verändert. Insgesamt stieg die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) leicht auf 41,2 % (Q1 2020: 40,2 %). Dies konnte aber durch geringere Personalaufwendungen, die auf die Umsatzkosten entfallen, sowie niedrigere produktionsbezogene Kosten, wie z. B. Abschreibungsanteile, aufgefangen werden. Auf dieser Basis und aufgrund der insgesamt verbesserten Auslastung der bestehenden Kapazitäten verbesserte sich die Bruttomarge von 22,2 % im ersten Quartal 2020 auf nun 25,8 %.

Die Personalkosten im ElringKlinger-Konzern, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in verschiedenen Funktionsbereichen enthalten sind, sanken im Berichtsquartal bei steigendem Umsatz um 4,1 Mio. EUR auf 135,6 Mio. EUR (Q1 2020: 139,8 Mio. EUR). Dieser Rückgang lag in erster Linie daran, dass in den vergangenen zwölf Monaten die Beschäftigtenanzahl an die Gesamtnachfragesituation angepasst wurde. Positive Effekte bewirkten auch die auslaufende oder noch vereinzelt in Anspruch genommenen unterstützenden Instrumente, wie z. B. der Kurzarbeit in Deutschland. Durch diese Maßnahmen reduzierte sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) insgesamt auf 32,0 % (Q1 2020: 35,3 %).

Dass die Vertriebskosten im ersten Quartal 2021 trotz steigenden Umsatzes nicht zunahmen, sondern sich mit 30,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (31,4 Mio. EUR) noch leicht reduzierten, lag auch daran, dass die Reiserestriktionen im Zuge der Pandemie noch nicht aufgehoben wurden. Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit 22,3 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreszeitraum, als sie sich auf 21,6 Mio. EUR beliefen.

Forschungs- und Entwicklungskosten auf Vorjahresniveau

Der ElringKlinger-Konzern konzentriert sich bei seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) vor allem auf die alternativen Antriebstechnologien. Die Aufwendungen für F&E lagen im Berichtsquartal mit 20,8 Mio. EUR (Q1 2020: 20,6 Mio. EUR) nahezu auf Vorjahresniveau. Davon wurden 2,3 Mio. EUR (Q1 2020: 2,2 Mio. EUR) aktiviert, was einer Aktivierungsquote von 10,9 % (Q1 2020: 10,7 %) entspricht. Aufgrund des höheren Konzernumsatzes reduzierte sich die F&E-Quote (inkl. aktivierter F&E-Aufwendungen) somit auf 4,9 % (Q1 2020: 5,2 %) und lag damit noch innerhalb der kurz- und mittelfristig angestrebten Bandbreite von rund 5 bis 6 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten den Veräußerungsgewinn der österreichischen Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, die im Rahmen der im Oktober 2020 geschlossenen Vereinbarung an den französischen Partner Plastic Omnium verkauft wurde, in Höhe von 10,9 Mio. EUR. Darüber hinaus erhielt der Konzern erfolgswirksam erfasste Fördermittel für F&E-Projekte in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Q1 2020: 0,9 Mio. EUR). Diesen standen entsprechende Aufwendungen in mindestens gleicher Höhe gegenüber. In Summe erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge von 2,0 Mio. EUR in Q1 2020 auf 14,0 Mio. EUR im Berichtsquartal. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich im gleichen Zeitraum mit 3,1 Mio. EUR (Q1 2020: 2,4 Mio. EUR) nur leicht.

Deutlich verbesserte EBIT-Marge

Auch im Berichtsquartal zeigte sich weiterhin der Erfolg der Optimierungsmaßnahmen im Rahmen des Effizienzsteigerungsprogramms. Vertriebskosten konnten weiter reduziert werden, Umsatz- und allgemeine Verwaltungskosten stiegen verglichen mit dem Umsatzwachstum nur unterproportional an. In Verbindung mit einem vorteilhaften Produkt- und Regionen-Mix erzielte der Konzern daher von Januar bis März 2021 ein um 31,4 Mio. EUR höheres Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als im gleichen Vorjahreszeitraum. Das EBITDA belief sich auf 77,2 Mio. EUR (Q1 2020: 45,8 Mio. EUR). Die Abschreibungen verringerten sich im Berichtsquartal leicht um 1,0 Mio. EUR auf 28,8 Mio. EUR (Q1 2020: 29,8 Mio. EUR). Somit erzielte der Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 48,4 Mio. EUR (Q1 2020: 16,0 Mio. EUR). Die Ergebnismarge verbesserte sich von 4,0 % im ersten Quartal 2020 auf 11,4 % im gleichen Zeitraum des laufenden Jahres.

Positives Finanzergebnis

Das Finanzergebnis belief sich im Berichtsquartal auf 1,0 Mio. EUR und verbesserte sich damit gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (- 9,8 Mio. EUR) um 10,9 Mio. EUR. Ein Großteil davon ist auf das Währungsergebnis zurückzuführen, da im Vorjahresvergleichsquartal per Saldo noch hohe Währungsverluste, v. a. des mexikanischen Peso, zu Buche schlugen. In Summe resultierte ein positives Währungsergebnis von 4,7 Mio. EUR (Q1 2020: - 3,7 Mio. EUR). Darüber hinaus verringerten sich - auch dank der deutlich geringeren Nettoverschuldung - die Zinsaufwendungen, weswegen das Zinsergebnis im Berichtsquartal mit minus 2,1 Mio. EUR (Q1 2020: - 4,0 Mio. EUR) um 1,9 Mio. EUR besser als im Vorjahreszeitraum ausfiel. Das Ergebnis von assoziierten Unternehmen, das die Beteiligung an der hofer AG umfasst, verbesserte sich um 0,6 Mio. EUR auf minus 1,6 Mio. EUR (Q1 2020: - 2,2 Mio. EUR).

Infolgedessen lag auch das Ergebnis vor Ertragsteuern im ersten Quartal 2021 mit 49,4 Mio. EUR (Q1 2020: 6,2 Mio. EUR) deutlich über dem Vergleichsquartal im Vorjahr.

Effektive Steuerquote deutlich verbessert

Die Ertragsteueraufwendungen nahmen im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Anstieg des Ergebnisses vor Steuern unterproportional auf 10,9 Mio. EUR (Q1 2020: 4,5 Mio. EUR) zu. Somit fiel der effektive Steuersatz von 73,6 % auf nunmehr 22,1 % im Berichtsquartal. Diese Entwicklung ist vor allem auf die regionale Struktur der generierten Umsätze und erzielten Gewinne zurückzuführen. Darüber hinaus unterlag ein Großteil des Gewinns durch den Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft nicht der Besteuerung.

Nach Abzug der Ertragsteuern belief sich das Periodenergebnis im Berichtsquartal auf 38,5 Mio. EUR (Q1 2020: 1,6 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, lag bei 0,6 Mio. EUR (Q1 2020: - 0,3 Mio. EUR). Daraus resultiert ein Ergebnisanteil, der den Aktionären der ElringKlinger AG zusteht, in Höhe von 37,9 Mio. EUR (Q1 2020: 2,0 Mio. EUR). Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien lag unverändert bei 63.359.990 Stück. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich deutlich auf 0,60 EUR (Q1 2020: 0,03 EUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns präsentierte sich im ersten Quartal 2021 in einer guten Verfassung. Mit der konsequenten Umsetzung des 2019 eingeleiteten Effizienzsteigerungsprogramms konnte der Konzern im Berichtsquartal wie bereits in den Vorperioden finanzwirtschaftliche Erfolge erzielen. So senkte sich die Nettoverschuldung erneut ab, und die Nettoverschuldungsquote verbesserte sich zum 31. März 2021 weiter auf 1,9. Aus operativer Tätigkeit erwirtschaftete ElringKlinger im ersten Quartal einen Cashflow von 42,0 Mio. EUR. Der operative Free Cashflow erreichte 28,6 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsende bei 45,0 %.

Vermögensanstieg durch EKPO Fuel Cell Technologies

Die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. März 2021 auf 2.109,9 Mio. EUR und lag damit um 146,7 Mio. EUR über dem Buchwert zum Jahresende 2020 (1.963,1 Mio. EUR). Rund zwei Drittel des Anstiegs sind auf Vermögenszugänge im Zusammenhang mit dem neuen Konzernunternehmen EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO) zurückzuführen. Die im ElringKlinger-Konzern vollkonsolidierte Gesellschaft mit Sitz in Dettingen/​Erms nahm zum 1. März 2021 ihre Geschäftstätigkeit auf und wird zu 60 % von der ElringKlinger AG und zu 40 % vom französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium, Levallois, gehalten. Gemäß der im Oktober 2020 getroffenen Vereinbarung (vgl. Wesentliche Ereignisse) brachte ElringKlinger seine gesamten Vermögensgegenstände aus dem Brennstoffzellenbereich ein, während von Plastic Omnium zum Vollzugszeitpunkt 1. März 2021 eine Einlage von rund 100 Mio. EUR verbucht wurde. Aus dieser Verpflichtung erhielt ElringKlinger zeitgleich eine erste Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR. Die weiteren rund 70 Mio. EUR wurden in Höhe ihres Barwertes in den sonstigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten erfasst. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital entsprechend.

Ebenfalls zum Vollzug dieser Vereinbarung veräußerte ElringKlinger die österreichische Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, an Plastic Omnium. Die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden waren bereits zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 mit ihren Buchwerten von 5,2 Mio. EUR bzw. 1,9 Mio. EUR in der Konzernbilanz als zur Veräußerung gehalten verbucht worden.

Langfristige Vermögenswerte bei 1.256 Mio. EUR

Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. März 2021 auf 1.256,3 Mio. EUR (31.12.2020: 1.212,2 Mio. EUR). Den Hauptanteil daran stellten die Sachanlagen mit einem Buchwert von 945,2 Mio. EUR dar, die damit auf einem ähnlichen Niveau wie am Jahresende 2020 (940,0 Mio. EUR) lagen. Auch die immateriellen Vermögenswerte, die vorwiegend erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten, veränderten sich mit 200,6 Mio. EUR kaum gegenüber dem Bilanzstichtag 2020 (201,1 Mio. EUR). In der Berichtsperiode hielten sich die Zugänge aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inkl. Zugänge aus Leasingverträgen) in Höhe von 26,1 Mio. EUR (Q1 2020: 22,4 Mio. EUR) im Großen und Ganzen die Waage mit den Abschreibungen der Periode von 28,8 Mio. EUR (Q1 2020: 29,8 Mio. EUR).

Der im Vergleich mit dem Vorjahresquartal festzustellende Rückgang der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten um 86,6 Mio. EUR gründet auf mehreren Einflüssen des Geschäftsjahres 2020. Dazu zählen die geringere Investitionstätigkeit ebenso wie Währungseffekte und Wertminderungen, die zum Jahresende aufgrund von Werthaltigkeitsprüfungen bei einigen Konzerngesellschaften vorgenommen wurden.

Kennzahlen Vermögens- und Finanzlage

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in Mio. EUR 31.03.2021 31.12.2020 31.03.2020
Bilanzsumme 2.109,9 1.963,1 2.091,4
Eigenkapitalquote 45,0 % 41,4 % 41,7 %
Net Working Capital 1 430,4 402,8 452,8
Als Quote vom Konzernumsatz 28,5 % 27,2 % 26,9 %
Nettoverschuldung 400,2 458,8 603,1
Nettoverschuldung /​ EBITDA 1,9 2,5 3,1
ROCE 11,3 % 1,7 % 3,5 %

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Q1 2021 Q1 2020
Investitionen in Sachanlagen 2 11,6 12,3
Operativer Free Cashflow 28,6 - 2,2

1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und Finanzinvestitionen

Geschäftsanstieg im Q1 spiegelt sich im Working Capital wider

Das Working Capital, das den wesentlichen Teil der kurzfristigen Vermögenswerte ausmacht und aus den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht, lag zum 31. März 2021 mit einem Bestand von 574,5 Mio. EUR um 42,7 Mio. EUR über dem Buchwert zum Jahresende 2020. Die Zunahme entfiel jeweils fast zur Hälfte auf die Vorräte, die sich zum Quartalsende auf 323,1 Mio. EUR (31.12.2020: 300,5 Mio. EUR) summierten, und auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Endbestand von 251,4 Mio. EUR (31.12.2020: 231,2 Mio. EUR). Diese Ausweitung ist ausschließlich auf den Geschäftszuwachs im ersten Quartal 2021 zurückzuführen, der sich einerseits in den organisch um 10,7 % gestiegenen Konzernumsätzen sowie andererseits im hohen Auftragsbestand zum 31. März 2021 äußerte.

Dennoch konnte das Working Capital im Rahmen des seit 2019 verfolgten Effizienzsteigerungsprogramms gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (31.03.2020: 596,7 Mio. EUR) um 22,2 Mio. EUR gesenkt werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Optimierungsmaßnahmen sind Verbesserungen in der Bevorratung sowie im Forderungsmanagement.

Die Zahlungsmittel und Äquivalente des ElringKlinger-Konzerns lagen zum 31. März 2021 mit 164,8 Mio. EUR (31.12.2020: 127,9 Mio. EUR) stichtagsbedingt auf einem überdurchschnittlichen Niveau, was unter anderem auf den Zahlungseingang von Plastic Omnium für die Beteiligung an der EKPO zurückzuführen war.

Insgesamt beliefen sich die kurzfristigen Vermögenswerte zum Quartalsstichtag 31. März 2021 auf 853,6 Mio. EUR (31.12.2020: 745,7 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme entsprach 40,5 %, entsprechend lag der Anteil der langfristigen Vermögenswerte bei 59,5 %.

Eigenkapitalquote steigt auf 45 Prozent

Zum 31. März 2021 verfügte der ElringKlinger-Konzern über ein Eigenkapital von 949,9 Mio. EUR, nach 812,9 Mio. EUR zum Jahresende 2020. Die Zunahme um 137,0 Mio. EUR ergab sich aus der Verbuchung des Periodenergebnisses des ersten Quartals in Höhe von 38,5 Mio. EUR (Q1 2020: 1,6 Mio. EUR), Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung sowie aus der beschriebenen Beteiligung von Plastic Omnium an der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH. Diese führte zu einem Anstieg der übrigen Rücklagen um 47,2 Mio. EUR sowie der nicht beherrschenden Anteile um 49,4 Mio. EUR.

In der Folge erhöhte sich die Eigenkapitalquote des ElringKlinger-Konzerns zum Ende des ersten Quartals 2021 auf 45,0 % (31.03.2020: 41,7 %). Sie liegt damit weiter innerhalb der vom Management angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

In den Rückstellungen einschließlich den Pensionsrückstellungen sind im bisherigen Geschäftsjahr in Summe keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal nahmen die Pensionsrückstellungen um 8,3 Mio. EUR zu, was sich durch die turnusgemäße Neubewertung zum Jahresende 2020 und die ihr zugrundeliegenden Parameter wie beispielsweise Zinssätze erklärt. Der im Zwölfmonatszeitraum verzeichnete Anstieg der lang- und kurzfristigen Rückstellungen ist vorwiegend auf Buchungen im vierten Quartal 2020 zurückzuführen. Sie betrafen gestiegene Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungsverpflichtungen, drohende Verluste aus Kundenaufträgen und übrige Risiken.

Nettoverschuldung deutlich reduziert

Die solide finanzwirtschaftliche Situation im ersten Quartal 2021 ermöglichte es, die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) erneut zurückzuführen. Gegenüber dem Stand am Jahresende 2020 (458,8 Mio. EUR) sank sie um 58,6 Mio. EUR auf 400,2 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (603,1 Mio. EUR) konnte sie sogar um 202,9 Mio. EUR reduziert werden. Damit setzte ElringKlinger seinen seit dem ersten Quartal 2019 beständigen Schuldenabbau fort.

Die Verschuldungskennzahl Nettoverschuldung/​EBITDA verbesserte sich zum 31. März 2021 auf 1,9, nach 2,5 am Jahresende 2020 und noch 3,1 ein Jahr zuvor.

Net Working Capital unter Vorjahr

Analog zum Working Capital stiegen auch die Lieferantenverbindlichkeiten aufgrund des Geschäftswachstums im ersten Quartal 2021 an, sodass diese am Stichtag 31. März 2021 mit 144,1 Mio. EUR zwar um 15,1 Mio. EUR über dem Niveau zum Jahresende 2020 lagen. Gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (31.03.2020: 143,9 Mio. EUR) bewegten sie sich aber auf einem ähnlichen Niveau.

Das Net Working Capital, das sich aus den Vorräten und Forderungen abzüglich der Lieferantenverbindlichkeiten ergibt, lag mit 430,4 Mio. EUR zwar um 27,6 Mio. EUR über dem Stand am Jahresende 2020, jedoch unter dem Niveau des Vorjahresvergleichstichtags (452,8 Mio. EUR).

Betrieblicher Cashflow bei 42 Mio. EUR

Nach dem erfreulichen Geschäftsverlauf der ersten drei Monate 2021 konnte der ElringKlinger-Konzern einen Cashflow aus operativer Tätigkeit von 42,0 Mio. EUR (31.03.2020: 12,8 Mio. EUR) verbuchen. Diese Entwicklung ist umso positiver zu werten, da sie trotz des Anstiegs des Working Capitals (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) erzielt wurde. Inklusive anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bewirkten die Veränderungen im Net Working Capital im ersten Quartal 2021 einen Mittelabfluss von 18,0 Mio. EUR (Q1 2020: - 31,4 Mio. EUR).

Des Weiteren ist der erzielte Sonderertrag aus der beschriebenen Veräußerung der österreichischen Tochtergesellschaft in Höhe von 10,9 Mio. EUR nicht dem betrieblichen Cashflow zugerechnet. In der Darstellung der Kapitalflussrechnung wurden dieser sowie auch Währungseffekte in der Zeile "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" bereinigt.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Quartal in Mio. €

Investitionen in Sachanlagen weiter niedrig

Plangemäß hat der ElringKlinger-Konzern seit rund zwei Jahren seine Investitionstätigkeit deutlich reduziert, ohne dabei strategisch wichtige Projekte zu vernachlässigen. Dadurch bewegten sich die Auszahlungen für Sachanlagen in Höhe von 11,6 Mio. EUR (12,3 Mio. EUR) im ersten Quartal 2021 auf einem sehr niedrigen Niveau. Sie summierten sich aus einer Vielzahl an Investitionsvorhaben aus allen Werken weltweit und beinhalteten auch Erweiterungsinvestitionen für Neuanläufe.

Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Relation zum Konzernumsatz) verringerte sich im ersten Quartal 2021 auf 2,7 % (Q1 2020: 3,1 %).

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtszeitraum auf 2,4 Mio. EUR (Q1 2020: 2,7 Mio. EUR). Sie ergaben sich hauptsächlich aus aktivierten Entwicklungsleistungen.

Aus dem beschriebenen Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft verbuchte ElringKlinger im ersten Quartal Einnahmen von 14,5 Mio. EUR.

Insgesamt flossen dem ElringKlinger-Konzern im ersten Quartal 2021 für die Investitionstätigkeit Mittel in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Q1 2020: 16,4 Mio. EUR) ab.

Operativer Free Cashflow von 29 Mio. EUR

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit des ersten Quartals lag deutlich über den Auszahlungen für Investitionen, sodass ElringKlinger einen operativen Free Cashflow (betrieblicher Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um M&A-Aktivitäten und Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte) von 28,6 Mio. EUR (Q1 2020: - 2,2 Mio. EUR) erwirtschaften konnte.

Tilgung langfristiger Kredite

Den Mittelüberschuss aus operativer und Investitionstätigkeit nutzte der Konzern zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten. Damit floss im ersten Quartal 2021 eine Summe in Höhe von 57,7 Mio. EUR (Q1 2020: 42,7 Mio. EUR) in die Tilgung langfristiger Kredite (saldiert mit Aufnahmen). Aus der Veränderung kurzfristiger Kredite wurden im selben Zeitraum Mittel von 20,1 Mio. EUR (Q1 2020: 16,2 Mio. EUR) eingenommen. Unter Berücksichtigung der ersten Teilzahlung von Plastic Omnium für die Beteiligung an der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH in Höhe von 30,0 Mio. EUR ergab sich im ersten Quartal 2021 ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von - 7,5 Mio. EUR (Q1 2020: - 26,5 Mio. EUR).

Zum Stichtag 31. März 2021 verfügte der ElringKlinger-Konzern über einen Bestand an Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 164,8 Mio. EUR sowie über offene, nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 257,8 Mio. EUR. Dadurch stellt die Liquiditätslage des ElringKlinger weiter eine gute Basis für das erwartete Geschäftswachstum dar.

Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Quartal 2021 in Mio. €

1 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

2 Veräußerung ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, Österreich

3 Inkl. Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR von Plastic Omnium für Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen EKPO

Chancen und Risiken

Das Geschäftsjahr 2021 ist weiter von wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beeinflusst. In europäischen Staaten dauern zum Berichtszeitpunkt Lockdown-Maß-nahmen aufgrund einer dritten Infektionswelle an und in einigen Regionen weltweit treten neue Virusmutationen auf. Gleichzeitig schreiten weltweit die Impfungen voran, um die Bevölkerungen zu schützen und die Pandemie zum Abklingen zu bringen. Die Entwicklungen in den Ländern werden sowohl durch das Infektionsgeschehen als auch durch die Impferfolge determiniert und sind insgesamt schwer absehbar. Dadurch sind Einschätzungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen unverändert mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Veränderungen werden laufend beobachtet und bewertet und finden nach bestmöglicher Beurteilung erforderlichenfalls Berücksichtigung in der unterjährigen Prognose (vgl. Ausblick Unternehmen).

Da sich die Rohstoffpreise auf einem anhaltend hohen Niveau befinden und die Lieferketten nicht durchgehend robust sind, nehmen die Material- und Lieferantenrisiken zumindest kurzfristig zu. Darüber hinaus können sich negative Nachfrageeffekte aus den Halbleiterengpässen ergeben.

Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für den ElringKlinger-Konzern haben sich in den ersten drei Monaten 2021 keine wesentlichen Änderungen zum Geschäftsbericht 2020 des ElringKlinger-Konzerns ergeben.

Der Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts 2020 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/​gb2020/​chancen-und-risikenbericht zur Verfügung.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Weltkonjunktur 2021 in einem Aufholprozess

Derzeit ist davon auszugehen, dass die Volkswirtschaften sich im laufenden Jahr mit fortschreitenden Impfungen gegen das Coronavirus und der erwarteten sukzessiven Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität kräftig erholen werden. Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem Frühjahrsgutachten mit einem Aufholprozess, in dessen Folge das globale Bruttoinlandsprodukt 2021 um 6,0 % steigen wird, nachdem die Weltwirtschaft im Vorjahr um 3,3 % schrumpfte.

Demnach dürften vor allem die USA, deren Notenbank durch Anleihekäufe weiter sehr expansiv agiert, das weltweite Wachstum anschieben. Weiteren Auftrieb verspricht das von der neuen US-Regierung beschlossene umfangreiche Konjunkturpaket. Für China wird erneut ein starkes Wachstum erwartet. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hatte bereits 2020 an das Vorkrisenniveau anschließen können. In der Eurozone dürfte sich die wirtschaftliche Aktivität mit Abklingen staatlicher Beschränkungen im Verlauf des zweiten Quartals 2021 wieder kräftig erholen.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2020 2021 1 2022 1
Welt - 3,3 6,0 4,4
Industriestaaten - 4,7 5,1 3,6
Schwellen- und Entwicklungsländer - 2,2 6,7 5,0
Deutschland - 4,9 3,6 3,4
Eurozone - 6,6 4,4 3,8
USA - 3,5 6,4 3,5
Brasilien - 4,1 3,7 2,6
China 2,3 8,4 5,6
Indien - 8,0 12,5 6,9
Japan - 4,8 3,3 2,5

Quelle: IWF (April 2021)

1 Prognose

Laut IWF werden sich die Volkswirtschaften regional unterschiedlich schnell und stark erholen. Besonders Entwicklungs- und Schwellenländern wird die Überwindung der Krise schwer fallen, da ihr finanzieller Spielraum geringer und die Verteilung der Impfstoffe schwieriger sei. Insgesamt sei die Prognose stark vom weiteren Pandemieverlauf abhängig und mit einer noch sehr hohen Unsicherheit behaftet.

Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2021

Die weltweite Autokonjunktur wird Experten zufolge seinen im ersten Quartal 2021 verzeichneten Wachstumskurs im weiteren Jahresverlauf fortsetzen. Nach den ersten drei Monaten liegen die Prognosen für die Fahrzeugproduktion (Light Vehicles) des Gesamtjahres bei einem Plus von rund 12 Prozent. Damit sollen rund 9 Mio. Fahrzeuge mehr als im Krisenjahr 2020 und insgesamt 83,5 Mio. Einheiten hergestellt werden.

Der Blick auf die Automärkte in den einzelnen Regionen, ergibt ein unterschiedliches, aber insgesamt positives Bild. Die stärksten absoluten Zuwächse werden demnach in Nordamerika mit einem Produktionsanstieg um 2,7 Mio. Fahrzeuge, gefolgt von Europa mit 2,1 Mio. mehr erwartet. Wie auch die Gesamtkonjunktur ist der Branchenausblick weiter mit einer erhöhten Unsicherheit infolge der Coronavirus-Pandemie behaftet.

Prognose Light-Vehicle-Produktion

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Mio. Fahrzeuge 2021 2021 2022
Veränderung in %
--- --- --- ---
Region
Europa 1 18,6 12,4 % 20,1
China 24,9 5,4 % 26,3
Japan /​ Korea 11,7 4,7 % 12,4
Mittlerer Osten /​ Afrika 2,0 12,8 % 2,2
Nordamerika 15,7 20,4 % 16,9
Südamerika 2,9 27,1 % 3,2
Südostasien 7,7 25,0 % 8,8
Welt 83,5 11,9 % 89,7

Quelle: IHS April 2021

1 Inkl. Russland

Ausblick Unternehmen

Auch wenn die Impfkampagnen in vielen Ländern angelaufen sind, bestimmt die Coronavirus-Pandemie noch das weltweite Geschehen. In vielen Staaten gelten weiterhin Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und beeinträchtigen das wirtschaftliche Geschehen. Die Pläne in Richtung erster Öffnungsschritte sind sowohl von Staat zu Staat als auch innerhalb von Staaten teilweise sehr unterschiedlich. Insgesamt ist daher davon auszugehen, dass die Pandemie und ihre Folgen auch im weiteren Verlauf dieses Jahres einen wesentlichen Faktor darstellen werden.

Kräftiges Plus bei Auftragseingang und Auftragsbestand

Nachdem ElringKlinger bereits in der zweiten Jahreshälfte des abgelaufenen Jahres bei den Auftragszahlen einen positiven Trend verzeichnen konnte, setzte sich dieser zum Jahresauftakt 2021 fort. Mit 576,6 Mio. EUR lag der Auftragseingang im Berichtsquartal um 221,7 Mio. EUR oder 62,4 % über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums (354,9 Mio. EUR). Wechselkursentwicklungen spielten dabei kaum eine Rolle, währungsbereinigt nahm der Auftragseingang um 219,7 Mio. EUR oder 61,9 % zu.

Dementsprechend konnte ElringKlinger auch einen überaus starken Anstieg des Auftragsbestands verbuchen. Mit 1.185,6 Mio. EUR erzielte dieser zum Quartalsstichtag ein noch nie zuvor erreichtes Niveau. Gegenüber dem 31. März 2020 (989,0 Mio. EUR) bedeutet dies eine Steigerung um 196,6 Mio. EUR oder 19,9 %. Bei konstanten Wechselkursen hätte sich der Anstieg auf 203,6 Mio. EUR oder 20,6 % belaufen.

Weiterhin hohe Unsicherheit für das laufende Geschäftsjahr

Ungeachtet der guten Auftragslage sind die Unsicherheiten für das restliche Jahr 2021 nach wie vor sehr groß, die Rahmenbedingungen weiterhin sehr herausfordernd und schwierig. Die Pandemie ist noch nicht überwunden, über Lockerungsmaßnahmen wird derzeit in Verbindung mit den Impfquoten diskutiert. Darüber hinaus wirken sich die Halbleiter-Engpässe auf den Automobilsektor aus und können zu Produktionseinschränkungen bei Herstellern und infolgedessen auch bei Zulieferern führen. Zudem sind die Lieferketten weiterhin nicht durchgehend robust und die Rohstoffpreise bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau.

Ergebniserwartung angehoben

Vor diesem Hintergrund und unter erneutem Hinweis auf die zahlreichen Unwägbarkeiten geht ElringKlinger von einer organischen Umsatzveränderung aus, die sich in etwa auf dem Niveau der globalen Automobilproduktion bewegen wird.

Auf Basis des erfolgreichen ersten Quartals 2021 hat der Konzern seinen Ausblick auf das Ergebnis für das Gesamtjahr angepasst. ElringKlinger rechnet nunmehr mit einer EBIT-Marge von rund 5 bis 6 % (zuvor: rund 4 bis 5 %) im Verhältnis zum Konzernumsatz. Grundlage dafür ist neben dem erwarteten Umsatzzuwachs die Fortsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms im jetzt dritten Jahr.

Zudem ist davon auszugehen, dass sich auch die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - erkennbar verbessern wird.

Positiver operativer Free Cashflow angestrebt

Vor dem Hintergrund des verbesserten Ergebnisniveaus, des weiterhin disziplinierten Investitionsansatzes und der weiteren Optimierung des Working Capitals strebt ElringKlinger auch im laufenden Geschäftsjahr an, einen positiven operativen Free Cashflow zu erzielen. Der Konzern rechnet dabei mit einem operativen Free Cashflow im zweistelligen Mio.-EUR-Bereich. Dieser wird auch dazu beitragen, das Verschuldungsniveau gegenüber dem Jahresultimo 2020 (Net Debt zu EBITDA von 2,5) im Gesamtjahr 2021 zu verbessern.

Mittelfristiger Ausblick

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger hat sich mit Produkten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie für elektrische Antriebseinheiten frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Lightweighting/​Elastomer Technology, Shielding Technology sowie Metal Sealing Systems & Drivetrain Components. Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten Verlauf einnehmen, geht ElringKlinger grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft im Umsatz organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation hat sich der Konzern weiterhin zum Ziel gesetzt, mittelfristig die EBIT-Marge schrittweise zu verbessern. Auch die weiteren mittelfristigen Ziele werden bestätigt.

Dettingen/​Erms, den 6. Mai 2021

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Aufbruchsstimmung an den Aktienmärkten

Im ersten Quartal 2021 sorgten positive Nachrichten bezüglich der Coronavirus-Pandemie für steigende Aktienmärkte. Insbesondere die Impfungen, in die man zur Bewältigung der Pandemie große Hoffnungen setzt und die nach aktuellem Forschungsstand eine hohe Wirksamkeit aufweisen, sorgten für positive Impulse am Kapitalmarkt. Trotz der laufenden Impfungen befanden sich zahlreiche Länder weiterhin in einer Lockdown-Situation, was für unstabile Märkte insbesondere im Januar sorgte. Die globale konjunkturelle Lage wurde weiterhin durch eine expansive Geldpolitik und Fiskalmaßnahmen gestützt. In Deutschland zeichnete sich eine kräftige Erholung des Einkaufsmanagerindex sowie ein starker Ifo-Index ab. Im Zuge der Geschäftsberichtssaison, die häufig bessere Ergebnisse lieferte, als der Markt erwartete, erreichten sowohl der DAX wie auch die US-Indizes im ersten Quartal 2021 neue Allzeithochs. In Deutschland übertraf der DAX in den ersten drei Monaten erstmals die Marke von 15.000 Punkten und schloss das Quartal mit einem Plus von 9,4 % ab. Ähnlich entwickelte sich der US-amerikanische Dow-Jones-Index, welcher erstmals auf über 33.000 Punkte stieg und im ersten Quartal 2021 um 7,8 % zunahm. Der S&P 500-Index, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen umfasst, stieg im gleichen Zeitraum um 5,8 % an. Weiterhin hielten diverse Hilfsmaßnahmen - wie beispielsweise das 1.900 Milliarden USD schwere Corona-Hilfspaket der US-Regierung - sowie die Ankündigung der EZB und der US-Notenbank, an der expansiven Geldpolitik festzuhalten, den Aktienmarkt in Fahrt.

ElringKlinger-Aktie nach starken Kursgewinnen im Vorjahr leicht konsolidierend

In einem volatilen Börsenumfeld entwickelte sich die ElringKlinger-Aktie im Januar in etwa im Einklang mit dem Markt. Anfang Februar erreichte die Aktie ihren bisherigen Jahreshöchstkurs 2021 von 16,66 EUR. Nach dem Erreichen des Jahreshöchstkurses folgte nach dem deutlichen Kursanstieg der Vormonate eine Phase der Konsolidierung, in der der Kurs um über 20 % zurückging. Dadurch nahm die ElringKlinger-Notierung auch nicht am Aufwärtstrend der Automobilbranche in den Monaten Februar und März teil. Das Quartal wurde mit dem Jahrestiefstkurs von 12,52 EUR beendet.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 31. März 2021 (indexiert) in %

Aktionärsstruktur zum 31. März 2021

Handelsvolumen gegenüber Vorjahr weiter ausgeweitet

Das durchschnittlich gehandelte Volumen in der ElringKlinger-Aktie war im ersten Quartal 2021 mit 286.800 Stück pro Börsentag erkennbar höher als im Vergleichsquartal des Vorjahres (Q1 2020: 238.200 Stück). Neben dem allgemeinen Aufwärtstrend und dem stärkeren Interesse an der Automobilbranche im ersten Quartal 2021 wirkte sich auch der vergleichsweise niedrige Kurs der Aktie gegen Ende des ersten Quartals auf das höhere gehandelte Volumen aus. Auch die durchschnittlich erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen stiegen im ersten Quartal auf 4,2 Mio. EUR und liegen aufgrund des höheren Aktienkurses deutlich über dem ersten Quartal 2020 (1,5 Mio. EUR). Während des Berichtsquartals wiesen die ElringKlinger-Aktien somit jederzeit eine ausreichend hohe Liquidität auf, sodass auch größere Aktienpakete gehandelt werden konnten.

Im kontinuierlichen Dialog mit dem Kapitalmarkt

ElringKlinger nahm im ersten Quartal 2021 an einer Kapitalmarktkonferenz teil und präsentierte sich einem überwiegend internationalen Publikum. Darüber hinaus führte der Konzern anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2020 am 30. März eine telefonische Bilanzpresse- und Analystenkonferenz durch. Dabei präsentierte der Vorstand der ElringKlinger AG den zahlreich teilnehmenden Journalisten und Analysten die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Hauptversammlung am 18. Mai - erneut in virtueller Form

Die anhaltenden Folgen der Coronavirus-Pandemie veranlassen ElringKlinger dazu, die 116. ordentliche Hauptversammlung erneut ausschließlich virtuell, d. h. über das Internet, durchzuführen. Aufgrund der Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2020 sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie im abgelaufenen Geschäftsjahr wird die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 ausgesetzt.

Die ElringKlinger-Aktie (ISIN DE0007856023/​WKN 785 602)

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1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR) 1
Höchstkurs 16,66 8,22
Tiefstkurs 12,52 3,61
Stichtagskurs 2 12,52 3,91
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 286.800 238.200
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 4.221.900 1.467.300
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 1,2 793,3 247,7

1 Xetra-Handel

2 Zum 31. März

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

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in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Umsatzerlöse 424.065 396.239
Umsatzkosten - 314.834 - 308.408
Bruttoergebnis vom Umsatz 109.231 87.831
Vertriebskosten - 30.870 - 31.361
Allgemeine Verwaltungskosten - 22.306 - 21.585
Forschungs- und Entwicklungskosten - 18.511 - 18.418
Sonstige betriebliche Erträge 13.957 1.976
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.097 - 2.443
Operatives Ergebnis/​EBIT 48.404 16.000
Finanzerträge 6.136 20.524
Finanzaufwendungen - 3.526 - 28.139
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 1.572 - 2.206
Finanzergebnis 1.038 - 9.821
Ergebnis vor Ertragsteuern 49.442 6.179
Ertragsteueraufwendungen - 10.905 - 4.547
Periodenergebnis 38.537 1.632
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 642 - 339
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 37.895 1.971
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,60 0,03

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

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in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Periodenergebnis 38.537 1.632
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 2.177 - 20.517
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen - 278 135
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 1.899 - 20.382
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.899 - 20.382
Gesamtergebnis 40.436 - 18.750
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 913 - 83
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 39.523 - 18.667

Konzernbilanz

der ElringKlinger AG zum 31. März 2021

AKTIVA

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in TEUR 31.03.2021 31.12.2020 31.03.2020
Immaterielle Vermögenswerte 200.612 201.071 211.117
Sachanlagen 945.203 939.953 1.021.287
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 3.258
Finanzielle Vermögenswerte 15.207 15.088 3.552
Anteile an assoziierten Unternehmen 15.329 17.179 21.635
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 541 335 293
Sonstige langfristige Vermögenswerte 41.330 4.320 4.448
Latente Steueransprüche 28.238 23.763 16.342
Vertragserfüllungskosten 9.229 9.784 10.011
Langfristige Vertragsvermögenswerte 593 717 1.305
Langfristige Vermögenswerte 1.256.282 1.212.210 1.293.248
Vorräte 323.050 300.503 365.254
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 10.012 9.725 10.561
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 251.443 231.249 231.439
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 3.525 4.889 5.655
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 100.723 71.436 84.238
Zahlungsmittel und Äquivalente 164.826 127.852 101.016
Kurzfristige Vermögenswerte 853.579 745.654 798.163
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 5.249 0
2.109.861 1.963.113 2.091.411

PASSIVA

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in TEUR 31.03.2021 31.12.2020 31.03.2020
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 722.220 684.325 727.099
Übrige Rücklagen - 39.850 - 88.653 - 73.124
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 863.968 777.270 835.573
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 85.932 35.617 36.876
Eigenkapital 949.900 812.887 872.449
Rückstellungen für Pensionen 157.032 156.935 148.692
Langfristige Rückstellungen 19.812 19.793 18.013
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 357.775 391.920 571.298
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 7.055 7.609 12.411
Latente Steuerschulden 13.941 13.692 14.927
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.370 7.346 8.120
Langfristige Verbindlichkeiten 562.985 597.295 773.461
Kurzfristige Rückstellungen 28.962 26.905 16.312
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 144.051 128.920 143.931
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 219.486 205.257 143.024
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 35.016 31.159 22.590
Steuerschulden 36.688 33.278 16.099
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 132.773 125.493 103.545
Kurzfristige Verbindlichkeiten 596.976 551.012 445.501
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 1.919 0
2.109.861 1.963.113 2.091.411

Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Neubewertung

leistungs-

orientierter

Versorgungs-

pläne netto
Eigenkapital-

Effekte aus

beherrschenden

Anteilen
Unterschieds-

beträge aus

der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2019 63.360 118.238 725.128 - 52.909 - 422 845
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis 1.971 - 20.638
Periodenergebnis 1.971
Sonstiges Ergebnis - 20.638
Stand am 31.03.2020 63.360 118.238 727.099 - 52.909 - 422 - 19.793
Stand am 31.12.2020 63.360 118.238 684.325 - 60.132 - 422 - 28.099
Dividendenausschüttung
Beteiligung nicht

beherrschende Anteile*
47.175
Gesamtergebnis 37.895 1.628
Periodenergebnis 37.895
Sonstiges Ergebnis 1.628
Stand am 31.03.2021 63.360 118.238 722.220 - 60.132 46.753 - 26.471

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in TEUR Den Aktionären der ElringKlinger AG

zustehendes Eigenkapital
Nicht beherrschende

Anteile am Eigenkapital
Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2019 854.240 36.980 891.220
Dividendenausschüttung 0 - 21 - 21
Gesamtergebnis - 18.667 - 83 - 18.750
Periodenergebnis 1.971 - 339 1.632
Sonstiges Ergebnis - 20.638 256 - 20.382
Stand am 31.03.2020 835.573 36.876 872.449
Stand am 31.12.2020 777.270 35.617 812.887
Dividendenausschüttung 0 - 20 - 20
Beteiligung nicht

beherrschende Anteile *
47.175 49.422 96.597
Gesamtergebnis 39.523 913 40.436
Periodenergebnis 37.895 642 38.537
Sonstiges Ergebnis 1.628 271 1.899
Stand am 31.03.2021 863.968 85.932 949.900

* Beteiligung Plastic Omnium an EKPO Fuel Cell Technologies GmbH

Konzern-Kapitalflussrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

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in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Ergebnis vor Ertragsteuern 49.442 6.179
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 28.791 29.813
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 2.090 3.954
Veränderung der Rückstellungen 1.804 - 1.227
Gewinne/​Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 99 232
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1.572 2.206
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 35.070 - 12.924
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 17.083 - 18.478
Gezahlte Ertragsteuern - 7.683 - 6.692
Gezahlte Zinsen - 2.130 - 3.113
Erhaltene Zinsen 282 311
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 14.235 12.514
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 42.045 12.775
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 616 25
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 937 881
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 14.450 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 2.379 - 2.659
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 11.644 - 12.338
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 2.821 - 2.301
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 841 - 16.392
Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen 30.040 0
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 20 - 21
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 98 13.378
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 57.757 - 56.035
Veränderung der kurzfristigen Kredite 20.146 16.189
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 7.493 - 26.489
Zahlungswirksame Veränderung 33.711 - 30.106
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 3.263 - 4.328
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 127.852 135.450
Zahlungsmittel am Ende der Periode 164.826 101.016

Konzern-Umsatzerlöse

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

Umsatzerlöse nach Regionen

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in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Deutschland 93.492 91.855
Übriges Europa 131.163 122.505
Nordamerika 100.173 105.845
Asien-Pazifik 81.798 58.928
Südamerika und Übrige 17.439 17.106
Konzern 424.065 396.239

Umsatzerlöse nach Segmenten

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in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
Lightweighting/​Elastomer Technology 127.098 108.146
Metal Sealing Systems & Drivetrain Components 120.457 112.525
Shielding Technology 78.523 83.780
E-Mobility 7.284 6.355
Exhaust Gas Purification 1.016 2.372
Others 23 35
Segment Erstausrüstung 334.401 313.213
Segment Erstausrüstung 334.401 313.213
Segment Ersatzteile 55.363 52.293
Segment Kunststofftechnik 33.118 28.932
Verkauf von Gütern und Lizenzvergaben 422.882 394.438
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 1.179 1.801
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 424.061 396.239
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4 0
Gesamt 424.065 396.239

Segmentberichterstattung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2021

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 334.401 313.213 55.363 52.293 33.118 28.932
Intersegmenterlöse 7.959 6.156 0 0 38 3
Segmenterlöse 342.360 319.369 55.363 52.293 33.156 28.935
Operatives Ergebnis/​EBIT 1 29.341 - 290 11.904 12.798 7.215 3.495
Abschreibungen 2 - 25.522 - 26.686 - 890 - 957 - 1.661 - 1.655
Investitionen 3 22.697 21.161 1.211 609 2.001 428

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Segment Sonstige Konsolidierung Konzern
in TEUR 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.183 1.801 0 0 424.065 396.239
Intersegmenterlöse 2.512 2.132 - 10.509 - 8.291 0 0
Segmenterlöse 3.695 3.933 - 10.509 - 8.291 424.065 396.239
Operatives Ergebnis/​EBIT 1 - 56 - 3 - - 48.404 16.000
Abschreibungen 2 - 718 - 515 - 28.791 - 29.813
Investitionen 3 195 186 26.104 22.384

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für die ersten drei Monate 2021

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. März 2021 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 31. März 2021 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2021 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. Mai 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 31. März 2021 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von 7 inländischen und 30 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.

Die EK Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland, wurde in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland, umfirmiert. Die Anteile an der Gesellschaft wurden von 100 % auf 60 % reduziert, gleichzeitig beteiligte sich der französische Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, mit 40 % am Stammkapital.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der ElringKlinger Fuelcell Systems Austria mit Sitz in Wels, Österreich, keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.

Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft

Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Vereinbarungsgemäß wurde zunächst, am 15. Dezember 2020, EK Fuel Cell Technologies GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, gegründet.

Mit Vollzug der Vereinbarung, der am 1. März 2021 erfolgte, wurde EK Fuel Cell Technologies GmbH umfirmiert in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH und sie nahm ihre Geschäftsaktivitäten auf. Gleichzeitig wurde das Stammkapital um TEUR 75 auf TEUR 100 erhöht. Die Anteilsstruktur an der Gesellschaft wurde zum Closing insoweit geändert, dass ElringKlinger 60 % und Plastic Omnium 40 % halten. Zusätzlich brachte ElringKlinger im Rahmen einer Sacheinlage den Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein. Die Einbringung erfolgte zu Buchwerten. Plastic Omnium verpflichtete sich im Gegenzug einen Betrag von TEUR 100.000 in die Gesellschaft einzubringen, hiervon wurden TEUR 30.000 zum Closing einbezahlt, die ausstehende Einlage wurde zum Barwert als sonstiger Vermögenswert bilanziert.

Außerdem erwarb Plastic Omnium zum 1. März 2021 vereinbarungsgemäß die auf Brennstoffzellensystemlösungen spezialisierte Konzerntochter ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, zu einem Kaufpreis von TEUR 13.449. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 10.907 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 31.03.2021 31.12.2020 Jan. - Mär. 2021 Jan. - Dez. 2020
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,17250 1,22710 1,19940 1,14700
Pfund (Großbritannien) GBP 0,85209 0,89903 0,86882 0,88935
Franken (Schweiz) CHF 1,10700 1,08020 1,09513 1,07090
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,47820 1,56330 1,52110 1,53802
Real (Brasilien) BRL 6,74090 6,37350 6,68737 5,99878
Peso (Mexiko) MXN 24,05060 24,41600 24,62673 24,73002
RMB (China) CNY 7,68120 8,02250 7,77480 7,89749
WON (Südkorea) KRW 1.324,19000 1.336,00000 1.348,75667 1.350,23750
Rand (Südafrika) ZAR 17,34840 18,02190 17,91890 18,91385
Yen (Japan) JPY 129,91000 126,49000 128,59667 121,88417
Forint (Ungarn) HUF 363,27000 363,89000 361,03000 354,05167
Türkische Lira (Türkei) TRY 9,72500 9,11310 9,20633 8,15792
Leu (Rumänien) RON 4,92230 4,86830 4,89077 4,84251
Indische Rupie (Indien) INR 85,81300 89,66050 87,94053 84,94442
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 17.030,56000 17.240,76000 17.126,07667 16.743,66083
Bath (Thailand) THB 36,65800 36,72700 36,58133 35,90242
Schwedische Krone (Schweden) SEK 10,23830 10,03430 10,16270 10,48153

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren weltweiten Folgen der Coronavirus-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische Maßnahmen berücksichtigt. Diese wurden bei den angestellten Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der Quartalsberichterstattung verwendet und führten zu keinen außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. ElringKlinger geht derzeit von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des volatilen Marktumfeldes werden regelmäßige Szenariobetrachtungen durchgeführt.

Zu weiteren Einflüssen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung und unseren Einschätzungen im Rahmen der Prognose verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.

Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Das Closing der Transaktion erfolgte am 1. März 2021. Weitere Details werden im Abschnitt Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft ausgeführt.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Derivate Langfristige Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.03.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 164.826 251.443 18.860 0 1.438 1.456
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 29.438 5.628 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 76 76
Gesamt 164.826 251.443 48.298 5.628 1.514 1.532
per 31.12.2020 -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 127.852 231.249 14.639 0 1.438 1.451
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 8.607 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 73 73
Gesamt 127.852 231.249 14.639 8.607 1.511 1.524

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 31.03.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 438.575
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 11.677 11.677 46.743
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 84
Gesamt 13.693 13.693 485.402
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 377.186
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 11.561 11.561 20.168
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 81
Gesamt 13.577 13.577 397.435

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanz-verbindlichkeiten Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in TEUR BW BW BW BW
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per 31.03.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 51.720 204.148 15.338 144.051
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 55.508 192.633 12.624 128.920
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS16 Gesamt
in TEUR BW ZW BW ZW BW BW
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per 31.03.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 301.170 291.885 56.605 773.032
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 106 106 0 0 0 106
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 340.434 329.093 51.486 781.605
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 26 26 0 0 0 26

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 10.229 (31.12.2020: TEUR 10.522) sowie der zum Barwert bewertete kurzfristige Anteil der ausstehenden Einlage von Plastic Omnium in Höhe von TEUR 29.438.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.913 (31.12.2020: TEUR 36.913), die sich aus einer geschriebenen Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern der ElringKlinger Marusan Corporation, mit Sitz in Tokio, Japan ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.691 (31.12.2020: TEUR 3.691).

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2021:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31.03.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 76 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 11.677
Derivate* 0 5.628 0
Gesamt 84 5.628 11.677
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 106 0
Gesamt 0 106 0
31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 73 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 11.561
Derivate* 0 8.607 0
Gesamt 81 8.607 11.561
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 26 0
Gesamt 0 26 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2021:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31.03.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.456 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.456 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 291.885 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 36.913
Gesamt 0 291.885 36.913
31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.451 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.451 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 329.093 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 36.913
Gesamt 0 329.093 36.913

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2020 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten drei Monaten 2021 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten drei Monaten 2021 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 662 (31.03.2020: TEUR 855) enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/​Erms, den 6. Mai 2021

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

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Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen/​Erms
Fon +49 (0) 71 23 /​ 724-0
Fax +49 (0) 71 23 /​ 724-90 06
www.elringklinger.de

IR-Kontakt

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Dr. Jens Winter
Fon +49 (0) 71 23 /​ 724-88 335
Fax +49 (0) 71 23 /​ 724-85 8335
[email protected]

Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger AG keine Gewähr.

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die Anwendung genderspezifischer Sprachregelungen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 6. Mai 2021 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender 2021

MAI 18

116. ordentliche Hauptversammlung, Durchführung virtuell

AUGUST 05

Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2021

NOVEMBER 04

Zwischenbericht zum dritten Quartal und zu den ersten neun Monaten 2021

MAI 2022 19

117. ordentliche Hauptversammlung

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/​de/​investor-relations/​finanzterminkalender abzufragen.

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