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ElringKlinger AG — Interim / Quarterly Report 2021
Aug 5, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 28740916

ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Bericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2021
BERICHT ÜBER DAS 2. QUARTAL UND 1. HALBJAHR 2021
Kennzahlen
ElringKlinger-Konzern
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| 2. Quartal 2021 |
1. Quartal 2021 |
4. Quartal 2020 |
3. Quartal 2020 |
2. Quartal 2020 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragslage | ||||||
| Auftragseingang | in Mio. € | 429,5 | 576,6 | 512,0 | 423,6 | 192,6 |
| Auftragsbestand | in Mio. € | 1.221,6 | 1.185,6 | 1.033,1 | 971,8 | 929,4 |
| Umsatz/Ergebnis | ||||||
| Umsatz | in Mio. € | 393,6 | 424,1 | 450,9 | 381,2 | 252,2 |
| Umsatzkosten | in Mio. € | 302,8 | 314,8 | 361,1 | 296,3 | 229,7 |
| Bruttomarge | 23,1 % | 25,8 % | 19,9 % | 22,3 % | 8,9 % | |
| EBITDA | in Mio. € | 50,4 | 77,2 | 87,6 | 49,0 | - 0,9 |
| EBIT / Operatives Ergebnis | in Mio. € | 23,0 | 48,4 | 25,2 | 18,9 | - 32,4 |
| EBIT-Marge | 5,9 % | 11,4 % | 5,6 % | 5,0 % | - 12,8 % | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in Mio. € | 18,5 | 49,4 | 9,8 | 9,2 | - 38,7 |
| Periodenergebnis | in Mio. € | 6,5 | 38,5 | - 8,9 | 2,9 | - 35,5 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | in Mio. € | 7,9 | 37,9 | - 10,7 | 3,4 | - 35,5 |
| Cashflow | ||||||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | in Mio. € | 50,5 | 42,0 | 87,0 | 78,4 | 39,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | in Mio. € | - 15,4 | - 0,8 | - 30,3 | 0,4 | - 14,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | in Mio. € | - 37,1 | - 7,5 | - 71,1 | - 81,1 | 22,9 |
| Operativer Free Cashflow 1 | in Mio. € | 37,0 | 28,6 | 62,5 | 78,6 | 25,8 |
| Bilanz | ||||||
| Bilanzsumme | in Mio. € | 2.092,3 | 2.109,9 | 1.963,1 | 2.014,6 | 2.050,4 |
| Eigenkapital | in Mio. € | 963,4 | 949,9 | 812,9 | 825,7 | 830,8 |
| Eigenkapitalquote | 46,0 % | 45,0 % | 41,4 % | 41,0 % | 40,5 % | |
| Nettoverschuldung 2 | in Mio. € | 363,3 | 400,2 | 458,8 | 512,4 | 579,9 |
| Personal | ||||||
| Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) | 9.608 | 9.597 | 9.724 | 9.770 | 9.991 | |
| Aktie | ||||||
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,13 | 0,6 | - 0,17 | 0,05 | - 0,56 |
1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit (exkl. M&A-Aktivitäten und exkl. Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)
2 Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Äquivalente sowie kurzfristige Wertpapiere
Erstes Halbjahr 2021 im Überblick
ElringKlinger-Konzern mit guten Halbjahreszahlen in der gesamten Breite; dynamische Umsatzerholung gegenüber Vorjahresvergleichsperioden, die von Verwerfungen durch die Auswirkung aus der Coronavirus-Pandemie geprägt waren.
Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal 2021 um starke 56,1 % auf 393,6 Mio. EUR und im ersten Halbjahr um 26,1 % auf 817,6 Mio. EUR. Organisches Wachstum (bereinigt um Wechselkurseffekte) von 58,0 % im zweiten Quartal übertrifft Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion (48,6 %).
Konzern-EBIT deutlich gesteigert auf 23,0 Mio. EUR bei einer Marge von 5,9 % im zweiten Quartal 2021 und auf 71,4 Mio. EUR mit 8,7 %-Marge im Halbjahreszeitraum; positiv wirkten die Fortführung des Effizienzsteigerungsprogramms, die gute Auslastung bestehender Kapazitäten durch die hohe Nachfrage sowie Ergebnisbeiträge der Segmente Ersatzteile und Kunststofftechnik. Hinzu kam im ersten Quartal ein Veräußerungsgewinn von 10,9 Mio. EUR aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft.
Finanzkraft weiter verbessert: Operativer Free Cashflow erreicht dank fortgeführter Optimierungen im Nettoumlaufvermögen und des disziplinierten Investitionsansatzes 37,0 Mio. EUR im zweiten Quartal und 65,6 Mio. EUR im ersten Halbjahr.
Nettoverschuldungsquote (Nettoverschuldung zu EBITDA) sinkt zum 30. Juni 2021 auf 1,4 nach 3,8 ein Jahr zuvor; Im Zwölf-Monats-Zeitraum führte ElringKlinger die Nettofinanzverbindlichkeiten um mehr als 200 Mio. EUR auf nun 363,3 Mio. EUR zurück.
Wesentliche Ereignisse im ersten Halbjahr 2021 waren die Aufnahme der Geschäftstätigkeit von EKPO Fuel Cell Systems GmbH (kurz: EKPO) mit Sitz in Dettingen/Erms zum 1. März 2021 sowie die Gründung des deutschen Standorts Neuffen für Geschäftsaktivitäten des Bereichs E-Mobility. Die neue Konzerntochter EKPO wird von ElringKlinger (60 %) und dem Automobilzulieferer Plastic Omnium (40 %) gehalten und wird künftig die Brennstoffzellentechnologie stark vorantreiben.
» Die Halbjahreszahlen bestätigen den guten Kurs von ElringKlinger. Unser globales Effizienzsteigerungsprogramm wirkt weiter, so dass sich die Konzernkennzahlen erneut verbessert haben. Finanziell sind wir für den weiteren Transformationsprozess und die Zukunft noch robuster als zuvor aufgestellt. «
Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG
FAKTOR 5
ElringKlinger hat 2020 eine strategische Partnerschaft mit Plastic Omnium geschlossen, um gemeinsam den zukunftsträchtigen Brennstoffzellenmarkt zu erschließen. Das neue Unternehmen EKPO Fuel Cell Technologies GmbH startete am 1. März 2021 am ElringKlinger-Konzernsitz Dettingen /Erms und erhielt bereits erste Serienaufträge.
Die Vorstandsvorsitzenden von ElringKlinger und Plastic Omnium, Dr. Stefan Wolf und Laurent Favre, sprachen über ihre Überzeugung von der Wasserstofftechnologie und ihre Vision von der Mobilität der Zukunft.
Lesen Sie mehr dazu im Interview »Faktor 5« unseres Magazins »pulse«, Ausgabe 2021.
Konzern-Zwischenlagebericht
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Trotz fortbestehender Beeinträchtigungen durch die Coronavirus-Pandemie setzte sich im ersten Halbjahr 2021 die Erholung der Weltwirtschaft fort. Die Finanzhilfen vieler Staaten, die im Rahmen der Pandemiebewältigung auf den Weg gebracht wurden, stützten Industrien und Dienstleistungsbetriebe. Positive Impulse bewirkte außerdem die weiterhin großzügig gestaltete Geldpolitik der Notenbanken. Die weltweit kräftige Erholung spiegelte sich jedoch auch in Preisanstiegen für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Transportleistungen sowie in Lieferengpässen wie beispielsweise in der Halbleiterindustrie wider. In der Folge tendierten auch die Verbraucherpreise nach oben.
In Europa hatten im Winterhalbjahr eine dritte Infektionswelle und damit einhergehende Schutzmaßnahmen zu einer Rezession geführt. Nach raschen Impferfolgen und mit dem Rückenwind der globalen Nachfrage schwenkte die europäische Konjunktur inzwischen in einen kräftigen Erholungskurs ein. In den USA, wo im ersten Quartal ein Regierungswechsel stattfand und sich der Arbeitsmarkt kräftig erholte, beschleunigte sich der Aufschwung. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich dagegen verlangsamt, auch weil sich dort die Dynamik der Erholung nach dem pandemiebedingten Einbruch weitgehend normalisiert hat.
Wachstum Bruttoinlandsprodukt
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 2020 | 1. Quartal 2021 | 2. Quartal 2021 1 | 3. Quartal 2021 1 | 4. Quartal 2021 1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | - 5,1 | - 3,1 | 9,4 | 3,7 | 4,1 |
| Eurozone | - 6,7 | - 1,3 | 12,9 | 2,7 | 4,3 |
| USA | - 3,5 | 0,4 | 12,7 | 6,6 | 6,9 |
| Brasilien | - 4,1 | 1,0 | 12,0 | 3,5 | 2,4 |
| China | 2,3 | 18,3 | 7,2 | 5,9 | 5,4 |
| Indien | - 7,0 | 1,6 | 18,6 | 6,0 | 5,0 |
| Japan | - 4,7 | - 1,6 | 7,6 | 3,3 | 1,4 |
1 Schätzung / Prognose
Quelle: HSBC (Juni 2021)
Globale Fahrzeugproduktion legt deutlich zu
Nachdem die globalen Automobilmärkte in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres von dramatischen Einbrüchen in Folge der Coronavirus-Pandemie gekennzeichnet waren, legten Fahrzeugproduktion und -absatz im ersten Halbjahr 2021 deutlich zu. Die weltweite Produktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) wuchs um 29,2 % auf 39,4 Mio. Neufahrzeuge. Allerdings wurde das Vorkrisenniveau aus 2019, als im selben Zeitraum weltweit 45,1 Mio. Fahrzeuge produziert wurden, in den meisten Regionen noch nicht wieder erreicht. Da die Fahrzeugmärkte im Vorjahr regional und zeitlich unterschiedlich stark einbrachen, zeigen sich 2021 im Vergleich zu den Vorjahresquartalen entsprechend hohe Verwerfungen.
Der europäische Fahrzeugmarkt hatte im ersten Quartal 2021 unter den pandemiebedingten Restriktionen der dritten Corona-Infektionswelle gelitten. Nach den Lockerungen im zweiten Quartal 2021 expandierte er stark. Trotz des hohen Zuwachses von insgesamt 28,4 % liegt die Fahrzeugproduktion im ersten Halbjahr 2021 noch rund 20 % unter dem Niveau von 2019. Eine raschere Markterholung wurde zuletzt auch durch Engpässe bei Halbleitern verhindert. Der Autoabsatz in den europäischen Ländern entwickelte sich durchweg positiv. Die fünf größten Einzelmärkte Deutschland (+ 14,9 %), Frankreich (+ 28,9 %), Großbritannien (+ 39,2 %), Italien (+ 51,4 %) und Spanien (+ 34,4 %) erholten sich spürbar.
Produktion Light Vehicles
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| Mio. Fahrzeuge | Veränderung zum Vorjahr in % | |||
|---|---|---|---|---|
| Region | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2021 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2021 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa 1 | 4,2 | 8,9 | 86 % | 28 % |
| China | 5,9 | 11,7 | - 4 % | 25 % |
| Japan / Korea | 2,7 | 5,8 | 36 % | 14 % |
| Mittlerer Osten / Afrika | 0,5 | 1,0 | 63 % | 29 % |
| Nordamerika | 3,2 | 6,8 | 132 % | 32 % |
| Südamerika | 0,6 | 1,3 | 301 % | 61 % |
| Südostasien | 1,7 | 3,8 | 265 % | 62 % |
| Welt | 18,8 | 39,4 | 49 % | 29 % |
Quelle: IHS Juli 2021
1 inkl. Russland
Auch Nordamerika verzeichnete deutliche Zuwächse gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr wuchs die Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen um rund ein Drittel. Der chinesische Fahrzeugmarkt hat sich im zweiten Quartal 2021 auch aufgrund von Materialengpässen verlangsamt.
Wesentliche Ereignisse
EKPO Fuel Cell Technologies nimmt Geschäftstätigkeit auf Zum 1. März 2021 nahm EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO) seine Geschäftstätigkeit auf. EKPO wird zu 60 % von ElringKlinger und zu 40 % vom französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium gehalten und im ElringKlinger-Konzern voll konsolidiert. Die Gesellschaft bietet technologisch führende und auch kostenseitig wettbewerbsfähige Brennstoffzellenstacks und -komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen an - zunächst vor allem für Nutzfahrzeuge und Busse, im weiteren auch für Pkw. Sonderfahrzeuge, Züge und Schiffe sind ebenfalls geeignete Einsatzgebiete mit Wachstumspotenzial.
Die im Oktober 2020 mit dem französischen Automobilzulieferer mit Sitz in Levallois, Frankreich, getroffenen vertraglichen Vereinbarungen waren bis zum Vollzugszeitpunkt 1. März 2021 umgesetzt worden, die erforderlichen kartellrechtlichen Zustimmungen wurden erteilt. ElringKlinger brachte dazu seinen Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein, während sich Plastic Omnium zu einer Einlage von 100 Mio. EUR verpflichtete.
Vereinbarungsgemäß veräußerte ElringKlinger zum 1. März 2021 zudem die auf die Integration von Wasserstoffsystemen spezialisierte Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, an Plastic Omnium.
Bereich E-Mobility an neuem Standort Neuffen
Zum Jahresbeginn 2021 gründete ElringKlinger einen neuen Standort in Neuffen, rund 10km von seinem Konzernsitz in Dettingen/Erms entfernt. Dort werden neben Teilen der elektrischen Antriebseinheiten künftig die batteriebezogenen Aktivitäten des Geschäftsbereichs E-Mobility gebündelt.
Großauftrag für Zellkontaktiersysteme von globalem Batteriehersteller erhalten
Im März 2021 erhielt die ElringKlinger AG von einem globalen Batteriehersteller einen volumenstarken Auftrag über Zellkontaktiersysteme. Diese sind für die Serienplattform eines deutschen Premiumherstellers bestimmt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen im mittleren dreistelligen Mio.-EUR-Bereich über eine Vertragslaufzeit von rund neun Jahren. Der Produktionsstart im Werk Neuffen ist für das erste Halbjahr 2022 vorgesehen.
EKPO erhält volumenstarken Serienauftrag über Brennstoffzellenstacks
Die neue Konzerntochter EKPO (siehe oben) verbuchte im Mai 2021 einen volumenstarken Serienauftrag für die Lieferung von Brennstoffzellenstacks. Der Auftrag des Aachener Mobilitätsunternehmens AE Driven Solutions GmbH umfasst ein Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich über einen mehrjährigen Zeitraum. Die bestellten Brennstoffzellenstacks des Typs NM5-evo werden in Lieferfahrzeugen eingesetzt werden, um umweltfreundliche Antriebe in urbanen Räumen zu realisieren. Der Start der Serienproduktion ist für das erste Halbjahr 2022 geplant.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Deutliche Erholung gegenüber dem Vorjahreszeitraum
Im zweiten Quartal 2021 hat der ElringKlinger-Konzern einen Umsatz von 393,6 Mio. EUR erzielt und damit gegenüber dem entsprechenden Quartal des letzten Jahres kräftig zugelegt: Der Umsatz lag um 141,4 Mio. EUR oder 56,1 % über dem des zweiten Quartals 2020 (Q2 2020: 252,2 Mio. EUR), das insbesondere in Europa und Nordamerika von den Folgen der Coronavirus-Pandemie geprägt war. Kumuliert verbesserte sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 169,2 Mio. EUR oder 26,1 % von 648,4 Mio. EUR auf 817,6 Mio. EUR.
Währungseffekte minderten den Umsatz im ersten Halbjahr um 19,4 Mio. EUR oder 3,0 %. In erster Linie war dafür die Entwicklung des US-Dollars verantwortlich, aber auch die Veränderung des brasilianischen Real, der türkischen Lira und des japanischen Yen. Ohne diese Wechselkursveränderungen betrug das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2021 188,6 Mio. EUR oder 29,1 %, im zweiten Quartal 2021 146,3 Mio. EUR oder 58,0 %. Effekte aus M&A-Aktivitäten waren weder im zweiten Quartal 2021 noch im ersten Halbjahr 2021 zu berücksichtigen.
Die globale Fahrzeugproduktion wuchs im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 29,2 % 1, im zweiten Quartal um 48,6 %. Die Konzernumsätze von ElringKlinger übertrafen somit in ihrem Wachstum die Marktentwicklung im zweiten Quartal 2021 organisch um fast zehn Prozentpunkte, im ersten Halbjahr lag die Veränderung ohne M&A- und Währungseffekte nahezu auf Marktniveau.
1 Quelle: IHS (Juli 2021)
Effekte im Konzernumsatz
in Mio. EUR

Wachstum in allen Regionen gegenüber von Lockdowns betroffenen Vorjahresperioden
Nach den starken Umsatzeinbußen im Vorjahr zeigen sich in allen Regionen teils deutliche Erholungstendenzen. In Deutschland und dem übrigen Europa war 2020 vor allem das zweite Quartal von den Folgen der pandemiebedingten Restriktionen betroffen. Dementsprechend zog der Umsatz im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Deutschland um 23,8 Mio. EUR oder 37,4 % auf 87,6 Mio. EUR (Q2 2020: 63,7 Mio. EUR) an. In der Region Übriges Europa erzielte der Konzern mit 124,2 Mio. EUR um 59,4 Mio. EUR oder 91,7 % höhere Umsatzerlöse als ein Jahr zuvor (Q2 2020: 64,8 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr nahm der Umsatz in Deutschland um 25,5 Mio. EUR oder 16,4 % zu, in der Region Übriges Europa um 68,1 Mio. EUR oder 36,3 %. Der Konzern erzielte in Deutschland Erlöse von 181,1 Mio. EUR (H1 2020: 155,6 Mio. EUR) bzw. in der Region Übriges Europa 255,4 Mio. EUR (H1 2020: 187,3 Mio. EUR).
Ein ähnliches Muster - starkes Wachstum im zweiten Quartal, moderateres Wachstum im gesamten ersten Halbjahr - zeigt sich in Nordamerika: Im Berichtsquartal konnte der Umsatz mit einer Verbesserung um 35,6 Mio. EUR oder 66,8 % auf 89,0 Mio. EUR (Q2 2020: 53,4 Mio. EUR) deutlich gesteigert werden. Auch im ersten Halbjahr 2021 legte der Konzern in dieser Region um 30,0 Mio. EUR oder 18,8 % auf 189,2 Mio. EUR (H1 2020: 159,2 Mio. EUR) kräftig zu. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 38,2 Mio. EUR oder 24,0 %.
In der Region Asien-Pazifik fiel das Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2021 von 12,8 Mio. EUR oder 20,3 % auf 75,5 Mio. EUR (Q2 2020: 62,7 Mio. EUR) stark aus, insbesondere da China anders als andere Regionen im zweiten Quartal 2020 bereits wieder auf Erholungskurs lag. Dementsprechend verbuchte der Konzern im ersten Halbjahr 2021 ein Wachstum von 35,6 Mio. EUR oder 29,3 % auf 157,3 Mio. EUR (H1 2020: 121,6 Mio. EUR). Wechselkurseffekte minderten den Umsatz. Währungsbereinigt legte dieser um 39,6 Mio. EUR oder 32,5 % zu.
Die Region Südamerika und Übrige nahm umsatzseitig im Berichtsquartal um 9,7 Mio. EUR oder 128,5 % auf 17,3 Mio. EUR zu. Im ersten Halbjahr steigerte der Konzern die Erlöse um 10,1 Mio. EUR oder 40,7 % auf 34,7 Mio. EUR (H1 2020: 24,7 Mio. EUR). Währungsbereinigt fiel dieser Anstieg mit 13,1 Mio. EUR oder 53,3 % noch deutlicher aus.
Der Auslandsanteil am Konzernumsatz entsprach im zweiten Quartal 2021 wie auch im ersten Halbjahr 77,8 % (Q2 2020: 74,7 %, H1 2020: 76,0 %), währungsbereinigt im ersten Halbjahr 78,3 % (H1 2020: 76,0 %).
Segment Erstausrüstung nach Pandemie wieder auf Kurs
Mit 78,5 % repräsentiert das Segment Erstausrüstung im ersten Halbjahr 2021 unverändert den größten Anteil am Konzernumsatz. Nach dem pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres erholten sich die Umsatzerlöse der ersten
Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2021

Jahreshälfte 2021 in allen Regionen, insbesondere jedoch mit einem Plus von 27,5 % bzw. von 27,6 % in den Regionen Übriges Europa und Nordamerika. Verglichen damit fielen die Zuwächse in Asien-Pazifik (+ 19,3 %) und Deutschland (+ 22,5 %) moderat aus. Insgesamt legte das Segment um 140,3 Mio. EUR oder 28,0 % zu. Betrachtet man das zweite Quartal 2021, konnte das Segment im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum um 119,1 Mio. EUR oder 63,2 % auf 307,5 Mio. EUR (Q2 2020: 188,4 Mio. EUR) verbuchen.
Auch die einzelnen Geschäftsbereiche haben im Berichtsquartal umsatzseitig stark zugelegt. Im Bereich E-Mobility schlagen sich neben der Erholung und der allgemein höheren Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch Serienanläufe nieder, letztlich konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht werden. Die Erlöse beliefen sich im zweiten Quartal 2021 auf 16,5 Mio. EUR (Q2 2020: 5,8 Mio. EUR). Mit 23,8 Mio. EUR hat sich der Halbjahresumsatz 2021 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt (H1 2020: 12,1 Mio. EUR). Bei den klassischen Geschäftsbereichen hat im zweiten Quartal 2021 insbesondere der Bereich Metal Sealing Systems & Drivetrain Components zugelegt (+ 84,5 %). Nachdem sich der Bereich Leichtbau/Elastomertechnologie im zweiten Quartal 2020 auch aufgrund seiner Strukturleichtbauteile robust zeigte, nahm die Nachfrage mit 55,2 % im Berichtsquartal wieder stark zu. Auch der Bereich Abschirmtechnik wuchs mit 34,5 % stark.
Nach den pandemiebedingten Verlusten im zweiten Quartal 2020 kehrte das Segment im Berichtsquartal mit einem EBIT von 7,3 Mio. EUR (Q2 2020: - 40,5 Mio. EUR) wieder in die Gewinnzone zurück. Auch das erste Halbjahr zeigte sich im laufenden Geschäftsjahr mit einem EBIT von 36,6 Mio. EUR deutlich verbessert gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum (H1 2020: - 40,8 Mio. EUR). Durch die spürbare Umsatzerholung konnte auch die Ergebnissituation in allen drei großen klassischen Geschäftsbereichen deutlich verbessert werden. Der Zukunftsbereich E-Mobility, der neben dem Brennstoffzellengeschäft auch die Batterietechnologie und die elektrischen Antriebseinheiten umfasst, verbuchte im Berichtsquartal wie auch im ersten Halbjahr 2021 ein negatives EBIT. Hierfür spielten in erster Linie Serienanläufe und Vorserienproduktionen eine Rolle.
In Summe erwirtschaftete das Segment im zweiten Quartal eine EBIT-Marge von 2,4 % (Q2 2020: - 21,5 %) und im ersten Halbjahr von 5,7 % (H1 2020: - 8,1 %).
Erneut kräftiges Ersatzteilgeschäft
Im Berichtsquartal trug das Segment Ersatzteile 53,3 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei und hatte mit 14,3 Mio. EUR oder 36,6 % ein deutliches Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (Q2 2020: 39,0 Mio. EUR) zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2021 hat das Segment den Umsatz um 17,4 Mio. EUR oder 19,0 % auf 108,6 Mio. EUR (H1 2020: 91,3 Mio. EUR) gesteigert. In erster Linie legten die Erlöse in Osteuropa zu, aber auch in Westeuropa, Afrika und Südamerika waren Zuwächse zu verzeichnen. Erfreulich war in diesem Zusammenhang auch die erkennbare Erhöhung der Umsätze im nordamerikanischen Markt, dessen Erschließung der Konzern seit einiger Zeit vorantreibt.
Konzernumsatz nach Segmenten und Geschäftsbereichen 1. Halbjahr 2021

Im Zuge der stärkeren Belebung des Geschäfts nach den Pandemieeinschränkungen war auch das Segment Ersatzteilgeschäft von den anziehenden Kosten im Fracht- und Logistikbereich betroffen. Trotzdem konnte das Ergebnis auch aufgrund anhaltender Kostendisziplin auf einem hohen Niveau gehalten werden. So verzeichnete das Segment im zweiten Quartal 2021 ein Ergebnisplus von 2,3 Mio. EUR auf ein EBIT von 10,0 Mio. EUR (Q2 2020: 7,7 Mio. EUR), was einer EBIT-Marge von 18,8 % (Q2 2020: 19,6 %) entspricht. Im ersten Halbjahr belief sich das Segment-EBIT auf 21,9 Mio. EUR (H1 2020: 20,5 Mio. EUR) und die EBIT-Marge auf 20,2 % (H1 2020: 22,4 %).
Segment Kunststofftechnik außerordentlich stark
Mit einem Umsatz von 31,8 Mio. EUR hat das Segment Kunststofftechnik im zweiten Quartal 2021 - nach 33,1 Mio. EUR im ersten Quartal - erneut an das Niveau vor Ausbruch der Pandemie anknüpfen können. Die Erlöse insbesondere im Automobil- und im Chemiesektor erwiesen sich als stark. Regional ist vor allem in Asien ein starkes Wachstum festzustellen. Insgesamt lag der Segmentumsatz im Berichtsquartal um 8,0 Mio. EUR oder 33,8 % über den Erlösen im gleichen Vorjahreszeitraum (Q2 2020: 23,8 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr betrug das Umsatzplus 12,2 Mio. EUR oder 23,1 % gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 (H1 2020: 52,7 Mio. EUR).
Während der Umsatz deutlich anstieg, zogen die Kosten auch dank der fortgeführten strengen Kostendisziplin nicht in gleichem Umfang nach. Insgesamt erzielte das Segment Kunststofftechnik im zweiten Quartal 2021 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,0 Mio. EUR (Q2 2020: 1,3 Mio. EUR), was einer Ergebnismarge von 19,0 % entspricht. Im ersten Halbjahr 2021 belief sich das EBIT des Segments Kunststofftechnik auf 13,3 Mio. EUR (H1 2020: 4,7 Mio. EUR), daraus errechnet sich eine bemerkenswert gute EBIT-Marge von 20,4 % (H1 2020: 9,0 %).
Segment "Sonstige"
Die Umsätze im Segment "Sonstige" umfassen die Geschäftstätigkeit der Elring Klinger Motortechnik GmbH, der ElringKlinger Logistic Service GmbH, der Kochwerk Catering GmbH sowie eines deutschen Gewerbeparks. Mit 1,0 Mio. EUR waren sie im Berichtsquartal im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 (Q2 2020: 1,0 Mio. EUR) stabil. Betrachtet man das erste Halbjahr 2021, lagen sie mit 2,1 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (H1 2020: 2,8 Mio. EUR).
Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf nahezu konstant
Zum 30. Juni 2021 zählte der ElringKlinger-Konzern 9.608 Mitarbeiter. Somit waren 383 Personen im Konzern weniger beschäftigt als noch zum gleichen Stichtag des Vorjahres (30.06.2020: 9.991). Im Vergleich zum Vorquartal (31.03.2021: 9.592) blieb die Zahl aber nahezu konstant. Bereits vor der Coronavirus-Pandemie hatte der Konzern ein Effizienzsteigerungsprogramm eingesetzt, das sich auch auf das Personalmanagement im gesamten Konzern auswirkte. Insgesamt optimierte der Konzern weltweit seine Mitarbeiterstrukturen. Während in Europa (- 4,3 %) und Nordamerika (- 7,2 %) die Mitarbeiterzahl rückläufig war, baute der Konzern seine Belegschaft in den Regionen Asia-Pacific (+ 1,7 %) sowie Südamerika und Übrige (+ 18,2 %) aus.
Der Mitarbeiteranteil im Ausland erhöhte sich zum 30. Juni 2021 leicht auf 58,2 % (30.06.2020: 57,7 %). Entsprechend lag der Inlandsanteil bei 41,8 % (30.06.2020: 42,3 %).
Bruttomarge auf wieder erholtem Niveau
Den im Berichtsquartal deutlich gestiegenen Umsatzerlösen standen im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum auch höhere Umsatzkosten gegenüber. Diese beliefen sich im zweiten Quartal 2021 auf 302,8 Mio. EUR nach 229,7 Mio. EUR in derselben Vorjahresperiode. Somit ergibt sich für das Berichtsquartal ein Bruttoergebnis von 90,7 Mio. EUR (Q2 2020: 22,5 Mio. EUR) und für das erste Halbjahr 2021 von 200,0 Mio. EUR (H1 2020: 110,3 Mio. EUR). Dies entspricht einer Bruttomarge von 23,1 % (Q2 2020: 8,9 %) bzw. 24,5 % (H1 2020: 17,0 %).
Nachdem die Materialaufwendungen im ersten Quartal 2021 im Zuge der Geschäftsbelebung auf 174,9 Mio. EUR (Q1 2020: 159,4 Mio. EUR) gestiegen waren, verringerten sie sich im zweiten Quartal 2021 wieder auf 165,6 Mio. EUR (Q2 2020: 115,5 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) betrug im Berichtsquartal 42,1 % (Q2 2020: 45,8 %) und konnte durch das aktive Management des Einkaufs ebenso optimiert werden wie in den ersten sechs Monaten 2021 mit 41,6 % (H1 2020: 42,4 %). Allerdings ist die Situation auf den Rohstoffmärkten weiter angespannt. Die Preise für Polyamide (Kunststoffgranulate) und Stahl, aber auch für Aluminium befinden sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Verfügbarkeit ist nicht immer durchgehend gesichert, auch weil Engpässe allgemein durch Überbuchungen in der Versorgungskette verstärkt werden.
Im Zuge des Umsatzanstiegs erhöhten sich auch die Personalkosten von 101,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 auf 129,2 Mio. EUR im Zeitraum von April bis Juni 2021. In den ersten sechs Monaten summierten sie sich auf 264,9 Mio. EUR (H1 2020: 241,1 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) sank auf 32,8 % im zweiten Quartal (Q2 2020: 40,2 %) bzw. auf 32,4 % von Januar bis Juni 2021 (H1 2020: 37,2 %).
Die Vertriebskosten erhöhten sich infolge des Umsatzanstiegs im zweiten Quartal 2021 auf 29,1 Mio. EUR nach 23,8 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ausschlaggebend waren neben höheren Personalkosten auch Ausgaben für Frachten oder sukzessive wieder stattfindende Ausstellungen. Insgesamt kommt dem Konzern auch der Erfolg des Effizienzsteigerungsprogramms zugute. Vertriebskosten für Sonderfrachten oder Sortierung fielen nur noch in geringem Umfang an. In der ersten Jahreshälfte nahmen die Vertriebskosten moderat um 4,7 Mio. EUR oder 8,6 % auf 59,9 Mio. EUR (H1 2020: 55,2 Mio. EUR) zu.
Im Rahmen der Geschäftsbelebung erhöhten sich auch die allgemeinen Verwaltungskosten. Im zweiten Quartal 2021 lagen sie mit 21,1 Mio. EUR um 4,9 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals (Q2 2020: 16,2 Mio. EUR), im ersten Halbjahr 2021 um 5,6 Mio. EUR oder 14,8 % über dem Wert der ersten sechs Monate des Vorjahres (H1 2020: 37,8 Mio. EUR). Neben höheren Sachkosten waren auch hier höhere Personalkosten für die Zunahme verantwortlich.
Forschungs- und Entwicklungskosten im anvisierten Spektrum von 5 bis 6 %
Bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentriert sich der Konzern in erster Linie auf die Entwicklung von Produkten und Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Nach vergleichsweise geringen Aufwendungen von 13,9 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) im Berichtsquartal mit 18,5 Mio. EUR wieder auf einem üblichen Niveau. Darüber hinaus wurden F&E-Leistungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Q2 2020: 3,0 Mio. EUR) aktiviert. Zwischen Januar und Juni summierten sich die F&E-Aufwendungen auf 37,0 Mio. EUR (H1 2020: 32,3 Mio. EUR), zudem wurden 5,7 Mio. EUR (H1 2020: 5,2 Mio. EUR) aktiviert. Daraus ergibt sich eine Aktivierungsquote von 15,5 % (Q2 2020: 17,6 %) bzw. 13,3 % (H1 2020: 13,7 %).
Die F&E-Quote (F&E-Aufwendungen inkl. Aktivierungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) stieg infolgedessen trotz des starken Umsatzanstiegs auf 5,6 % im zweiten Quartal (Q2 2020: 6,7 %) und 5,2 % im ersten Halbjahr (H1 2020: 5,8 %). Damit lag sie innerhalb der kurz- und mittelfristig angestrebten Bandbreite von rund 5 bis 6 %.
Auch im zweiten Quartal erhielt ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand, die vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie betrafen. Sie betrugen 0,6 Mio. EUR (Q2 2020: 1,1 Mio. EUR). In den ersten sechs Monaten 2021 wurden 1,3 Mio. EUR (H1 2020: 2,0 Mio. EUR) verbucht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verbesserten sich im zweiten Quartal 2021 mit 3,9 Mio. EUR leicht gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2020: 2,3 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 2021 mit 17,9 Mio. EUR spürbar gegenüber demselben Vorjahreszeitraum (H1 2020: 4,3 Mio. EUR). Ursache für diesen deutlichen Anstieg ist in erster Linie der Erlös in Höhe von 10,9 Mio. EUR aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft an Plastic Omnium, der Teil der im Oktober 2020 geschlossenen Vereinbarung über eine Zusammenarbeit im Bereich der Brennstoffzellentechnologie war. Diese Übereinkunft war mit Wirkung zum 1. März 2021 im ersten Quartal 2021 umgesetzt worden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigten sich sowohl im zweiten Quartal 2021 als auch im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem jeweiligen Vorjahresvergleichszeitraum mit + 0,3 Mio. EUR bzw. - 0,3 Mio. Abweichung kaum verändert.
Positive Entwicklung der EBIT-Marge
Nach den Umsatzeinbrüchen im vergangenen Jahr und der erfolgreichen Fortführung des Effizienzsteigerungsprogramms hat der Konzern seine Ergebnissituation erkennbar verbessern können. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) zog mit 50,4 Mio. EUR spürbar gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (Q2 2020: - 0,9 Mio. EUR) an. Die Aussage gilt ebenfalls für die ersten sechs Monate 2021, in denen der Konzern das EBITDA von 44,9 Mio. EUR auf 127,6 Mio. EUR steigerte. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen summierten sich von April bis Juni 2021 auf 27,4 Mio. EUR (Q2 2020: 31,5 Mio. EUR) und in der ersten Jahreshälfte auf 56,2 Mio. EUR (H1 2020: 61,3 Mio. EUR).
Damit ergab sich im zweiten Quartal 2021 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 23,0 Mio. EUR (Q2 2020: - 32,4 Mio. EUR). Mit 5,9 % lag die EBIT-Marge im zweiten Quartal 2021 (Q2 2020: - 12,8 %) innerhalb der für das Gesamtjahr 2021 angestrebten Spanne von rund 5 bis 6 %. Einschließlich des starken ersten Quartals 2021 belief sich die EBIT-Marge im ersten Halbjahr 2021 auf 8,7 % (H1 2020: - 2,5 %).
Finanzergebnis verbessert
Im Vorjahresvergleich verbesserte sich das Finanzergebnis im Berichtsquartal um 1,7 Mio. EUR auf minus 4,6 Mio. EUR (Q2 2020: - 6,3 Mio. EUR). In erster Linie waren dafür geringere Zinsaufwendungen die Ursache, so dass sich das Zinsergebnis von minus 3,7 Mio. EUR in den Monaten April bis Juni 2020 auf minus 2,0 Mio. EUR im Berichtsquartal erhöhte. Leichte Veränderungen im Währungsergebnis von 0,5 Mio. EUR wurden durch entsprechende Veränderungen beim Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen ausgeglichen.
Betrachtet man das erste Halbjahr 2021, so hat sich das Finanzergebnis gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum sogar um 12,6 Mio. EUR auf minus 3,5 Mio. EUR (H1 2020: - 16,1 Mio. EUR) verbessert. Neben um 3,5 Mio. EUR geringeren Zinsaufwendungen spielten hier Währungsveränderungen eine größere Rolle. Hatte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2020 noch ein Währungsergebnis von minus 5,0 Mio. EUR zu verbuchen, verbesserte sich dieses im Berichtshalbjahr um 7,9 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Zudem verringerte sich der Verlust aus dem Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen, der die Beteiligung an der hofer AG betrifft, um 1,2 Mio. EUR.
Infolgedessen erzielte der Konzern im zweiten Quartal 2021 mit 18,5 Mio. EUR (Q2 2020: - 38,7 Mio. EUR) wieder ein Ergebnis vor Ertragsteuern im positiven Bereich. Das Vorsteuerergebnis der ersten Jahreshälfte 2021 belief sich auf 67,9 Mio. EUR (H1 2020: - 32,5 Mio. EUR).
Periodenergebnis nach sechs Monaten bei 45,0 Mio. EUR
Die Ertragsteueraufwendungen beliefen sich im zweiten Quartal auf 12,0 Mio. EUR (Q2 2020: - 3,1 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr auf 22,9 Mio. EUR (H1 2020: 1,4 Mio. EUR). Daraus errechnet sich nach sechs Monaten eine effektive Steuerquote von 33,7 % (H1 2020: - 4,3 %). Wie in den Vorperioden konnten auf Verluste einiger ausländischen Gesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet werden.
Der ElringKlinger-Konzern erzielte somit im zweiten Quartal 2021 ein Periodenergebnis von 6,5 Mio. EUR (Q2 2020: - 35,5 Mio. EUR) sowie von 45,0 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2021 (H1 2020: - 33,9 Mio. EUR). Nach Minderheitsanteilen belief sich das Ergebnis der Aktionäre der ElringKlinger AG im zweiten Quartal 2021 auf 7,9 Mio. EUR (Q2 2020: - 35,5 Mio. EUR) und auf 45,8 Mio. EUR (H1 2020: - 33,5 Mio. EUR) nach sechs Monaten.
Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien lag zum 30. Juni 2021 unverändert bei 63.359.990 Stück. Daraus ergibt sich ein den Aktionären der ElringKlinger AG zustehender Ergebnisanteil von 0,13 EUR (Q2 2020: - 0,56 EUR) je Aktie im Berichtsquartal und von 0,72 EUR (H1 2020: - 0,53 EUR) je Aktie nach den ersten sechs Monaten.
Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns zeigte sich zum Halbjahresstichtag 2021 in einer weiterhin soliden Verfassung. Der seit gut zwei Jahren eingeschlagene Kurs zur Verbesserung wichtiger Finanzkennzahlen wurde im ersten Halbjahr 2021 erfolgreich fortgeführt. Die finanzwirtschaftliche Situation ermöglichte es dem Konzern, die Nettoverschuldung erneut zu senken - von 458,8 Mio. EUR am Bilanzstichtag 2020 auf nunmehr 363,3 Mio. EUR zum 30. Juni 2021, binnen Jahresfrist sogar um 216,6 Mio. EUR von 579,9 Mio. EUR. Die Verschuldungskennzahl verbesserte sich infolgedessen in den ersten sechs Monaten 2021 von 2,5 auf 1,4. Aus operativer Tätigkeit erwirtschaftete ElringKlinger im ersten Halbjahr 2021 einen Cashflow von 92,5 Mio. EUR, nach 52,4 Mio. EUR in der Vorjahresvergleichsperiode.
Kennzahlen Vermögens- und Finanzlage
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| In Mio. EUR | 30.06.2021 | 31.03.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 2.092,3 | 2.109,9 | 1.963,1 | 2.050,4 |
| Eigenkapitalquote | 46,0 % | 45,0 % | 41,4 % | 40,5 % |
| Net Working Capital 1 | 413,0 | 430,4 | 402,8 | 417,4 |
| Als Quote vom Konzernumsatz | 25,0 % | 28,5 % | 27,2 % | 27,8 % |
| Nettoverschuldung 2 | 363,3 | 400,2 | 458,8 | 579,9 |
| Nettoverschuldung / EBITDA | 1,4 | 1,9 | 2,5 | 3,8 |
| ROCE | 8,5 % | 11,3 % | 1,7 % | - 1,9 % |
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| Q2 2021 | Q1 2021 | H1 2021 | H1 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen 3 | 10,9 | 11,6 | 22,5 | 22,7 |
| Operativer Free Cashflow 4 | 37,0 | 28,6 | 65,6 | 23,6 |
1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2 Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Wertpapiere
3 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen
4 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um M&A-Aktivitäten und Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte
Vermögensanstieg durch EKPO Fuel Cell Technologies
Zum Halbjahresstichtag 2021 belief sich die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns auf 2.092,3 Mio. EUR (31.12.2020: 1.963,1 Mio. EUR). Der Anstieg gegenüber dem Jahresultimo 2020 spiegelt einerseits Veränderungen durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit und Währungseffekte wider, andererseits steht er im Zusammenhang mit dem neuen Konzernunternehmen EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO). Dieses nahm zum 1. März 2021 seine Geschäftstätigkeit auf und wird zu 60 % von der ElringKlinger AG und zu 40 % vom französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium, Levallois, gehalten. Die Gesellschaft wird im ElringKlinger- Konzern vollkonsolidiert. Plangemäß wurde im ersten Quartal 2021 eine Einlage des französischen Partners von rund 100 Mio. EUR verbucht. Es teilte sich auf in eine erste Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR sowie in eine lang- und kurzfristige Forderung über den Restbetrag, die jeweils in den sonstigen Vermögenswerten erfasst wurden. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital entsprechend. Außerdem veräußerte ElringKlinger in diesem Zusammenhang die österreichische Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, an Plastic Omnium. Die zum 1. März 2021 abgegangenen Vermögenswerte und Schulden waren bereits zum Bilanzstichtag 2020 mit ihren Buchwerten von 5,2 Mio. EUR bzw. 1,9 Mio. EUR in der Konzernbilanz als zur Veräußerung gehalten verbucht worden (vgl. auch Wesentliche Ereignisse).
Vermögensstruktur robust
Die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte zeigten sich weiterhin robust im Verhältnis von jeweils rund 60 zu 40 Prozent. Das Langfristvermögen belief sich zum 30. Juni 2021 auf 1.244,2 Mio. EUR und lag um 32,0 Mio. EUR über dem Wert zum Jahresende 2020 (1.212,2 Mio. EUR). Die Zunahme reflektiert im Wesentlichen den oben beschriebenen Zugang im Zusammenhang mit EKPO.
Die immateriellen Vermögenswerte, die vorwiegend erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten, lagen zum 30. Juni 2021 mit einem Buchwert von 202,1 Mio. EUR auf ähnlichem Niveau wie am Bilanzstichtag 2020 (201,1 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Stand 31. Dezember 2020 um 9,4 Mio. EUR auf 930,6 Mio. EUR. Dieser Rückgang spiegelt die fokussierte Investitionspolitik des Konzerns wider. Im ersten Halbjahr 2021 wurden Neuzugänge in den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. Zugänge aus Leasingverträgen) von 41,4 Mio. EUR (H1 2020: 40,4 Mio. EUR) in der Konzernbilanz verbucht. Die Abschreibungen der Periode beliefen sich auf 56,2 Mio. EUR (H1 2020: 61,3 Mio. EUR). Im Vergleich zum Halbjahresstichtag des Vorjahres (30.06.2020: 998,9 Mio. EUR) verringerten sich die Sachanlagen in Summe auch aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen, die zum Jahresende 2020 bei einigen Konzerngesellschaften nach Werthaltigkeitsprüfungen vorgenommen wurden.
Geschäftsanstieg bewirkt Zunahme der Vorräte
Die positive Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2021 erforderte zwar eine Ausweitung der Vorräte, die aber im Vergleich zu Auftragslage und Umsatz deutlich unterproportional ausfiel. Gegenüber dem Stand vom Jahresende 2020 (300,5 Mio. EUR) nahmen sie um 14,2 % auf 343,3 Mio. EUR zu. Ohne Wechselkurseinflüsse wäre der Anstieg um 1,5 % geringer ausgefallen. Demgegenüber konnte der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Halbjahresstichtag auf 225,8 Mio. EUR, nach 251,4 Mio. EUR zum Ende des ersten Quartals, wieder auf ein ähnliches Volumen wie zum Jahresende 2020 (231,2 Mio. EUR) zurückgeführt werden. Beide Bilanzpositionen zusammen ergeben das Working Capital, das sich zum Halbjahresstichtag 2021 auf 569,1 Mio. EUR belief, nach 531,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2020.
Gemessen am Umsatzwachstum von 26,1 % fiel die Ausweitung des Working Capital im Vorjahresvergleich (30.06.2020: 535,3 Mio. EUR) mit 6,3 % moderat aus. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen gezielte Maßnahmen des Managements bei, die im Rahmen des seit 2019 verfolgten Effizienzsteigerungsprogramms unternommen werden. Wesentliche Bestandteile sind Optimierungen bei der Bevorratung, im Forderungsmanagement sowie bei den Lieferantenverbindlichkeiten.
Die Zahlungsmittel und Äquivalente des ElringKlinger-Konzerns beliefen sich zum Halbjahresstichtag 2021 auf 162,5 Mio. EUR (31.12.2020: 127,9 Mio. EUR).
Insgesamt betrug der Buchwert der kurzfristigen Vermögenswerte am 30. Juni 2021 848,1 Mio. EUR (31.12.2020: 745,7 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme entsprach 40,5 %, entsprechend lag der Anteil der langfristigen Vermögenswerte bei 59,5 %.
Eigenkapitalquote steigt auf 46 Prozent
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns erhöhte sich zum 30. Juni 2021 auf 963,4 Mio. EUR, nach 812,9 Mio. EUR zum Jahresende 2020. Sein Anteil an der Bilanzsumme stieg von 41,4 % zum 31. Dezember 2020 auf 46,0 % (30.06.2020: 40,5 %). Die Eigenkapitalquote liegt damit weiterhin in der vom Management angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.
Die Zunahme des Eigenkapitals im bisherigen Jahresverlauf resultierte aus mehreren Faktoren. Die wesentlichen davon waren das positive Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2021 in Höhe von 45,0 Mio. EUR sowie die beschriebene Beteiligung Plastic Omniums an der neuen Konzerngesellschaft EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, die sich im Konzerneigenkapital mit 99,2 Mio. EUR niederschlug. Weitere Einflüsse kamen aus Unterschiedsbeträgen in der Währungsumrechnung (7,9 Mio. EUR) sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter (- 1,6 Mio. EUR).
Die Pensionsrückstellungen haben sich mit 156,4 Mio. EUR gegenüber dem Stand zum Bilanzstichtag 2020 (156,9 Mio. EUR) nur unwesentlich geändert. Im Vergleich zum 30. Juni 2020 stiegen die Pensionsrückstellungen um 7,4 Mio. EUR.
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen beliefen sich zum 30. Juni 2021 auf 48,9 Mio. EUR (31.12.2020: 46,7 Mio. EUR). Der im Zwölfmonatszeitraum verzeichnete Anstieg von 15,0 Mio. EUR (30.06.2020: 33,8 Mio. EUR) ist vorwiegend auf Buchungen im vierten Quartal 2020 zurückzuführen. Sie betrafen gestiegene Verpflichtungen im Personalbereich sowie Gewährleistungsverpflichtungen, drohende Verluste aus Kundenaufträgen und übrige Risiken.
Nettoverschuldung im ersten Halbjahr um rund 100 Mio. EUR reduziert
Aufgrund des hohen freien Cashflows aus operativer Tätigkeit konnte ElringKlinger seine Finanzverbindlichkeiten weiter reduzieren. Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) sank gegenüber dem Stand zum Jahresende 2020 (458,8 Mio. EUR) zum 30. Juni 2021 um 95,5 Mio. EUR auf 363,3 Mio. EUR. Im Zwölfmonatszeitraum reduzierte ElringKlinger die Nettoverschuldung um 216,6 Mio. EUR (30.06.2020: 579,9 Mio. EUR).
Verschuldungskennzahl auf 1,4 verbessert
Die gute Ergebnissituation sowie der Schuldenabbau führten zum Halbjahresstichtag zu einer deutlichen Verbesserung der Verschuldungskennzahl. Das Verhältnis zwischen Nettoverschuldung zu EBITDA betrug am Ende des Berichtszeitraums 1,4, nach 2,5 am Jahresende 2020 und noch 3,8 ein Jahr zuvor.
Net Working Capital unter Vorjahr
Aufgrund des Geschäftswachstums stiegen auch Lieferantenverbindlichkeiten an. Sie lagen zum Halbjahresstichtag 2021 mit 156,1 Mio. EUR um 27,2 Mio. EUR über dem Stand am Jahresende 2020 (128,9 Mio. EUR). Vor einem Jahr umfassten sie 117,9 Mio. EUR.
Starker betrieblicher Cashflow von 93 Mio. EUR erzielt
Unterstützt durch die gute Ergebnisentwicklung entwickelte sich der Kapitalfluss im bisherigen Jahresverlauf sehr positiv. Aus operativer Tätigkeit erwirtschaftete ElringKlinger einen Cashflow von 92,5 Mio. EUR (H1 2020: 52,4 Mio. EUR). Auf das zweite Quartal entfiel davon ein Anteil von 50,5 Mio. EUR (Q2 2020: 39,6 Mio. EUR).
Neben der Ergebnisentwicklung wurde der Kapitalfluss durch die Veränderung des Net Working Capitals günstig beeinflusst. Es umfasst die Bilanzpositionen Vorräte sowie
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahr
in Mio. EUR

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diesbezügliche Bestandsänderungen wirken sich unmittelbar auf die Kapitalströme des operativen Geschäfts aus. Inklusive anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bewirkten die Veränderungen im Net Working Capital im ersten Halbjahr 2021 einen Mittelzufluss von 6,7 Mio. EUR (H1 2020: 16,3 Mio. EUR), wobei das zweite Quartal mit einem Zufluss von 24,6 Mio. EUR (Q2 2020: 47,7 Mio. EUR) die gegenläufige Entwicklung des ersten Quartals überkompensierte.
Die Ertragssteuerzahlungen in den ersten sechs Monaten reduzierten die flüssigen Mittel um 28,9 Mio. EUR (H1 2020: 13,0 Mio. EUR). Davon entfielen 21,2 Mio. EUR (Q2 2020: 6,3 Mio. EUR) auf das zweite Quartal. Da die Steuerzahlungen einen direkten Bezug zu den Ergebnissen der Einzelgesellschaften und deren nationalen Regelungen haben, kann die rechnerische Gesamtsteuerquote im Konzern periodisch stärker schwanken.
Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass der im ersten Quartal 2021 erzielte Sonderertrag aus der Veräußerung der österreichischen Tochtergesellschaft in Höhe von 10,9 Mio. EUR nicht dem betrieblichen Cashflow zugerechnet wurde. In der Darstellung der Kapitalflussrechnung wurde dieser ebenso wie Währungseffekte in der Zeile "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" bereinigt.
Investitionen in Sachanlagen weiter niedrig
Plangemäß verfolgt der ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2021 eine disziplinierte Investitionspolitik. Neuanschaffungen werden insbesondere in den strategischen Zukunftsfeldern getätigt. Die Auszahlungen für Sachanlagen betrugen im ersten Halbjahr 22,5 Mio. EUR (H1 2020: 22,7 Mio. EUR). Auf das zweite Quartal 2021 entfielen davon Auszahlungen in Höhe von 10,9 Mio. EUR (Q2 2020: 10,4 Mio. EUR). Sie betrafen die Produktion weltweit und beinhalteten auch Erweiterungsinvestitionen für Neuanläufe.
Die Investitionsquote (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Relation zum Konzernumsatz) verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 auf 2,8 %, nach 3,5 % in der Vorjahresvergleichsperiode. Zugänge aus Leasingverträgen sind in der Berechnung dieser Quote nicht enthalten. Sie betrugen im ersten Halbjahr 2021 12,9 Mio. EUR und enthalten unter anderem Vermögenswerte im Zusammenhang mit der zu Jahresbeginn erfolgten Standortgründung in Neuffen, Deutschland.
Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2021
in Mio. €

1 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
2 Veräußerung ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, Österreich
3 Inkl. Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR von Plastic Omnium für Beteiligung an EKPO
Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte, die auch aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, beliefen sich im Berichtszeitraum auf 6,0 Mio. EUR (H1 2020: 6,1 Mio. EUR).
Aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft hatte ElringKlinger im ersten Quartal 2021 Einnahmen von 14,5 Mio. EUR verbucht.
Insgesamt flossen im ersten Halbjahr 2021 für die Investitionstätigkeit Mittel in Höhe von 16,2 Mio. EUR (H1 2020: 30,7 Mio. EUR) ab. Im zweiten Quartal 2021 gab der Konzern per Saldo 15,4 Mio. EUR (Q2 2020: 14,3 Mio. EUR) für die Investitionstätigkeit aus.
Operativer Free Cashflow bei 66 Mio. EUR
Im ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen operativen Free Cashflow von 65,6 Mio. EUR (H1 2020: 23,6 Mio. EUR). Rechnerisch entspricht er dem betrieblichen Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um M&A-Aktivitäten und um Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte. Hierbei ist die Einnahme aus der Veräußerung der österreichischen Tochtergesellschaft ebenso wenig enthalten wie die erste Teilzahlung von Plastic Omnium für die Beteiligung an der EKPO, die dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzurechnen war. Dieses operativ erzielte Resultat zeigt, dass der eingeschlagene Weg auch im laufenden Jahr erfolgreich und der Konzern auf Kurs ist.
Der operative Free Cashflow im zweiten Quartal erreichte 37,0 Mio. EUR (Q2 2020: 25,8 Mio. EUR).
Tilgung langfristiger Kredite um 92 Mio. EUR
Der hohe Mittelzufluss des ersten Halbjahres erlaubte es dem Konzern, Bankverbindlichkeiten weiter zu reduzieren. In den ersten sechs Monaten 2021 zahlte ElringKlinger eine Summe von 91,6 Mio. EUR (H1 2020: 35,5 Mio. EUR) für langfristige Kredite zurück (saldiert um Einzahlungen). Aus der Veränderung der kurzfristigen Kredite nahm der Konzern 18,5 Mio. EUR (H1 2020: 32,9 Mio. EUR) ein. Im zweiten Quartal wurden lang- und kurzfristige Kredite um insgesamt 35,6 Mio. EUR reduziert (Q2 2020: Ausweitung um 23,9 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der ersten Teilzahlung von Plastic Omnium für die Beteiligung an der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH in Höhe von 30,0 Mio. EUR ergab sich in den ersten sechs Monaten 2021 ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von - 44,6 Mio. EUR (H1 2020: - 3,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal 2021 betrug dieser - 37,1 Mio. EUR (Q2 2020: Zufluss von 22,9 Mio. EUR).
Zum Stichtag 30. Juni 2021 verfügte der ElringKlinger-Konzern über einen Bestand an Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 162,5 Mio. EUR (30.06.2020: 147,8 Mio. EUR) sowie über offene, nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 228,5 Mio. EUR. Damit ist der Konzern für die weitere Geschäftsentwicklung - gerade im Hinblick auf die tiefgreifende Transformation der Mobilität - durchaus komfortabel ausgestattet, Die Erhöhung und Verlängerung des bestehenden Konsortialkredits am 12. Juli 2021 (vgl. Anhang, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) wird die solide Finanzlage des Konzerns weiter stärken.
Chancen und Risiken
Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie prägen 2021 weiter die Entwicklung auf den Automärkten, wenngleich in deutlich geringerem Ausmaß als noch im Vorjahr. Die weltweit zunehmende Verfügbarkeit der Impfstoffe kann dazu beitragen, die Pandemie zum Abklingen zu bringen. Nichtsdestotrotz sind die Entwicklungen in den einzelnen Regionen insgesamt schwer absehbar. Derzeit bestehen hohe Neuinfektionszahlen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 unter anderem in den USA, Brasilien, Indonesien, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Russland. Die Maßnahmen zur Eindämmung sind durchaus unterschiedlich, Einschätzungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen sind auch deswegen weiter mit einer hohen Unsicherheit behaftet.
Auch zum Halbjahresstichtag 30. Juni 2021 befinden sich die Rohstoffpreise auf einem anhaltend hohen Niveau. Zudem sind die Lieferketten nicht durchgehend robust, was sich insgesamt auf die Rohstoffverfügbarkeit sowie die Preisentwicklung auswirken kann. Ähnliche Auswirkungen sind durch die Folgen der Unwetter zu befürchten, die im Juli 2021 in Teilen Deutschlands zu schweren Überschwemmungen und im Zuge dessen zu Produktionsunterbrechungen insbesondere bei Rohstoffproduzenten führten.
Lieferengpässe bei Halbleitern haben in den ersten sechs Monaten 2021 die Fahrzeugproduktion beeinträchtigt. Für das zweite Halbjahr 2021 ist nach derzeitiger Informationslage mit einer anhaltenden Knappheit zu rechnen. Umsatz- und Ergebniseffekte sind daher grundsätzlich nicht auszuschließen.
Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für den ElringKlinger-Konzern haben sich im ersten Halbjahr 2021 keine wesentlichen Änderungen zum Geschäftsbericht 2020 des ElringKlinger-Konzerns ergeben.
Der Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts 2020 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/gb2020/chancen-und-risikenbericht zur Verfügung.
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche
Weltkonjunktur 2021 in einem Aufholprozess
Seit dem Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr in Folge der Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft wieder merklich an Schwung gewonnen. Angesichts der expansiv ausgerichteten Geld- und Finanzpolitik der Zentralbanken in den Industriestaaten dürfte dieser Aufwärtstrend weiter fortbestehen. Es zeichnet sich ein durch Aufholprozesse geprägter "Post-Covid19-Boom" ab, der von Stützungsmaßnahmen vieler Regierungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie profitiert. Auf der anderen Seite bergen Varianten des Coronavirus immer noch eine hohe Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie. Zudem könnten die Nachschubprobleme für Rohstoffe und Vormaterialien in der Industrie sowie das Nachlassen der chinesischen Wirtschaft die Weltkonjunktur einbremsen. Außerdem ist mit einer höheren Inflation und steigenden Verbraucherpreisen zu rechnen.
Der internationale Währungsfonds (IWF) geht in seinem jüngsten Konjunkturausblick vom Juli 2021 von einem globalen Wachstum von 6,0 % im Gesamtjahr 2021 aus. In den Industrieländen werde das Wachstum noch weiter an Fahrt gewinnen, während die Aussichten für Schwellen- und Entwicklungsländer aufgrund ihres eingeschränkten finanziellen Spielraums und der geringeren Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen weniger günstig sind. Die größte Schubkraft wird 2021 nach Meinung des IWF aus den USA kommen. Für die Wirtschaft im Euroraum bestehen ebenfalls gute Aussichten. Demgegenüber wird die chinesische Volkswirtschaft auch wegen abnehmender staatlicher Unterstützung eine langsamere Gangart einschlagen. Insgesamt ist laut IWF die Prognose stark vom weiteren Pandemieverlauf abhängig und nicht zuletzt deshalb mit einer hohen Unsicherheit behaftet.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 2020 | Prognose 2021 | Prognose 2022 |
|---|---|---|---|
| Welt | - 3,2 | 6 | 4,9 |
| Industriestaaten | - 4,6 | 5,6 | 4,4 |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | - 2,1 | 6,3 | 5,2 |
| Deutschland | - 4,8 | 3,6 | 4,1 |
| Eurozone | - 6,5 | 4,6 | 4,3 |
| USA | - 3,5 | 7 | 4,9 |
| Brasilien | - 4,1 | 5,3 | 1,9 |
| China | 2,3 | 8,1 | 5,7 |
| Indien | - 7,3 | 9,5 | 8,5 |
| Japan | - 4,7 | 2,8 | 3,0 |
Quelle: IWF (Juli 2021)
Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2021
Für das Automobiljahr 2021 ist insgesamt mit einem deutlichen Zuwachs in allen Regionen auszugehen. Das Brancheninstitut IHS rechnet nach jüngster Schätzung mit einem Plus von 10,0 % auf rund 82 Mio. neu produzierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Allerdings wird damit das Vorkrisenniveau von rund 89 Mio. produzierten Autos im Jahr 2019 noch nicht wieder erreicht sein.
Das Volumen im zweiten Halbjahr 2021 wird voraussichtlich höher ausfallen als in der ersten Hälfte des laufenden Jahres. Aufgrund der Verwerfungen im Corona-Jahr 2020 und den Aufholeffekten im zweiten Halbjahr 2020 ist dennoch zu erwarten, dass sich das dritte und vierte Quartal 2021 im Vorjahresvergleich mit minus 3 % bzw. minus 4 % als leicht rückläufig erweisen werden. In dieser Einschätzung wurde berücksichtigt, dass sich die derzeit zu beobachtende Knappheit von Halbleitern noch verstärken und es zu weiteren Produktionsunterbrechungen in Herstellerwerken kommen wird.
Der Blick auf die einzelnen Regionen ergibt ein heterogenes, aber insgesamt positives Bild. Von den drei größten Automärkten wird Nordamerika den stärksten absoluten und relativen Zuwachs verbuchen, gefolgt vom europäischen Markt und von China.
Wie auch für die Gesamtkonjunktur gilt beim Branchenausblick weiter eine hohe Prognoseunsicherheit.
Prognose Light-Vehicle-Produktion
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| Mio. Fahrzeuge | 2021 | 2021 Veränderung in % |
|---|---|---|
| Region | ||
| Europa 1 | 18,0 | 9 % |
| China | 25,0 | 6 % |
| Japan / Korea | 11,8 | 5 % |
| Mittlerer Osten / Afrika | 2,1 | 18 % |
| Nordamerika | 14,6 | 12 % |
| Südamerika | 2,8 | 23 % |
| Südostasien | 7,7 | 24 % |
| Welt | 82,0 | 10 % |
Quelle: IHS Juli 2021
1 Inkl. Russland
Ausblick Unternehmen
Trotz anhaltend hoher Infektionsgefahren im Zuge der Coronavirus-Pandemie erholt sich das wirtschaftliche Geschehen global zusehends. Davon wird auch grundsätzlich die Automobilbranche erfasst, allerdings sind die weltweiten Märkte mit hohen Unsicherheitsfaktoren behaftet. Dabei spielen Halbleiterengpässe ebenso eine Rolle wie eine angespannte Lage auf den Rohstoffmärkten. Hinzu kommen Befürchtungen von neuen Covid-Infektionswellen im weiteren Jahresverlauf, die das wirtschaftliche Geschehen wieder beeinträchtigen könnten.
Starke Auftragslage
Die weltweite Erholung zeigt sich auch in der Auftragssituation von ElringKlinger: Bereits im ersten Quartal 2021 hatte der Konzern mit 576,6 Mio. EUR einen überaus starken Auftragseingang zu verzeichnen. Dieser Trend setzte sich im zweiten Quartal mit 429,5 Mio. EUR fort. Währungsbereinigt hätte das Volumen mit 436,8 Mio. EUR sogar noch leicht darüber gelegen. Das bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, als der Konzern unter dem Eindruck der Lockdownmaßnahmen neue Aufträge im Wert von 192,6 Mio. EUR verbuchte.
Im Zuge des guten Auftragseingangs erhöhte sich auch der Auftragsbestand. Nach 1.185,6 Mio. EUR zum 31. März 2021 konnte das Orderbuch mit einem Bestand von 1.221,6 Mio. EUR zum Halbjahresstichtag noch einmal ausgebaut werden. Wechselkurseffekte spielten dabei eine nur untergeordnete Rolle; währungsbereinigt belief sich der Auftragsbestand auf 1.222,9 Mio. EUR. Ein Jahr zuvor lag der Wert unter dem Eindruck der Pandemiefolgen bei 929,4 Mio. EUR, was insgesamt eine Steigerung von 31,4 % (währungsbereinigt 31,6 %) bedeutet.
Ausblick 2021: Umsatzveränderung auf Marktniveau, EBIT-Marge von rund 5 bis 6 %
Ungeachtet der Erholungstendenzen sind die Unwägbarkeiten für den weiteren Jahresverlauf unverändert groß. Die Lage auf den Rohstoffmärkten ist angespannt, die Halbleiterengpässe können sich regional oder global auf die Automobilproduktionszahlen auswirken. Vor diesem Hintergrund geht ElringKlinger weiterhin von einem organischen Umsatzwachstum aus, das in etwa der Zuwachsrate der globalen Automobilproduktion entsprechen wird.
Hinsichtlich des Konzernergebnisses rechnet ElringKlinger mit einer EBIT-Marge von rund 5 bis 6 % im Verhältnis zum Konzernumsatz.
Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, dass sich die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - gegenüber dem Vorjahr erkennbar verbessern wird.
Weiterhin positive Cashflow-Situation
Auf Basis der bisherigen Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres und des Effizienzsteigerungsprogramms geht der Konzern auch weiterhin davon aus, wesentliche Kennzahlen weiter zu verbessern. Der disziplinierte Investitionsansatz wird fortgeführt, so dass mit einer Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis zum Konzernumsatz) von rund 6 % zu rechnen ist. Das Net Working Capital wird sich (im Verhältnis zum Konzernumsatz) gegenüber dem Vorjahreswert von 27,2 % leicht verbessern. Infolgedessen geht der Konzern auch von einem operativen Free Cashflow aus, der sich im positiven mittleren zweistelligen Mio.-EUR-Bereich bewegen wird. Auf dieser Basis erwartet der Konzern auch, dass sich die Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA) im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahreswert von 2,5 verbessern wird. Hinsichtlich der Eigenkapitalquote rechnet der Konzern damit, auch künftig sich innerhalb des langfristigen Zielspektrums von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals zu bewegen. Für die Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung geht der Konzern von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes aus.
Mittelfristiger Ausblick
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger hat sich mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensystem frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmsystemen sowie Metal Sealing Systems & Drivetrain Components. Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten Verlauf einnehmen werden, geht ElringKlinger vor diesem Hintergrund grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation hat sich der Konzern weiterhin zum Ziel gesetzt, mittelfristig die EBIT-Marge schrittweise zu verbessern. Auch die weiteren mittelfristigen Ziele werden bestätigt.
Dettingen / Erms, den 5. August 2021
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf Vorsitzender |
Theo Becker | Thomas Jessulat | Reiner Drews |
ElringKlinger am Kapitalmarkt
Aktienmärkte schenken Unsicherheitsfaktoren wenig Aufmerksamkeit
Das zweite Quartal 2021 führte trotz zahlreicher Unsicherheitsfaktoren zu erneut steigenden Aktienmärkten. Ein sich weiter erholender Ifo-Index, starke US-Arbeitsmarkt- sowie robuste Konjunkturdaten, eine zügige Zunahme der Impfungen sowie ein guter Auftakt in die Q1-Gewinnsaison brachte die Aktienmärkte auf neue Allzeithochs. Auch das von US-Präsident Biden aufgelegte 2.250 Mrd. USD schwere Infrastrukturprogramm "American Jobs Plan" sorgte für Impulse am Kapitalmarkt. Die angespannte Lage auf den Rohstoffmärkten, welche sich nicht nur in höheren Preisen, sondern auch in teilweise enormen Lieferschwierigkeiten und -verzögerungen widerspiegelte, konnte den Bullenmarkt im zweiten Quartal nicht brechen. Die anhaltend entspannten Kommentare der EZB und der US-Notenbanken zur Inflation stützten die Aktienmärkte im Mai. Trotz steigender Inflationsprognosen durch diverse Wirtschaftsinstitute und Anzeichen einer anziehenden Inflation führten die Notenbanken in hohem Tempo Anleihekäufe durch. Der Anstieg der US-Konsumentenpreise erreichte das höchste Niveau seit 2008 und liegt mit 5,0 % noch immer unter dem Anstieg der US-Produzentenpreise von 6,6 %. Auch eine sich abschwächende Konjunktur in China, welche sich Ende Juni durch verschiedene Indizes und Wachstumsraten andeutete, brachte den Aktienmarkt nicht in eine Phase der Konsolidierung. Der DAX erreichte im zweiten Quartal ein Allzeithoch von 15.730 Punkten am 15. Juni und beendete das Quartal mit einem Punktestand von 15.531, was einem Plus von 3,5 % gegenüber dem ersten Quartal bedeutet. Der S&P 500 Index erreichte im zweiten Quartal am 30. Juni ebenfalls einen neues Allzeithoch in Höhe von 4.298 Punkten und stieg um weitere 8,2 %.
ElringKlinger-Aktie nimmt nach vorheriger Konsolidierung wieder Fahrt auf
Nach einem schwachen Start in das Jahr 2021 entwickelte sich die ElringKlinger-Aktie im April zunächst im Einklang mit dem Markt. Mitte April sorgten vorläufige Zahlen zum ersten Quartal für einen Kurssprung entgegen dem seitwärts laufenden Aktienmarkt. Der Kurs erreichte Ende April mit einem Kurs von 15,15 EUR ein Plateau und ging in eine Phase der Konsolidierung über. In einem weiterhin unsicheren Umfeld nahm die ElringKlinger-Notierung Mitte Mai wieder an Fahrt auf und schaffte es in einem durchwachsenen Markt zu einem neuen Jahreshöchstkurs 2021 von 17,72 EUR. Eine erneute Phase der Konsolidierung ließ den Kurs der Aktie um 15 % zurückgehen. Das Quartal wurde mit einem Kurs von 15,01 EUR beendet.
Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. Juni 2021 (indexiert) in %

Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2021

Handelsvolumen erneut deutlich höher als im Vorjahr
Nach einem starken Start in das zweite Quartal markierte der 16. April mit einem Volumen von 644.461 Aktien den handelsstärksten Tag des zweiten Quartals. Im ersten Halbjahr 2021 war das gehandelte Volumen mit durchschnittlich 250.115 Aktien pro Börsentag deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (H1 2020: 174.800 Stück).
Trotz anhaltender Lieferprobleme bei Halbleitern sorgte ein genereller Aufwärtstrend am Aktienmarkt und steigendes Interesse an der Automobilbranche für ein höheres Volumen. Die ElringKlinger-Notierung erzielte deutlich höhere Tagesumsätze an deutschen Börsenplätzen und erreichte mit durchschnittlich 3,7 Mio. EUR pro Tag im ersten Halbjahr einen weitaus höheren Wert als im Vorjahr (H1 2020: 980 TEUR). Die Liquidität war im Berichtsquartal jederzeit ausreichend hoch, sodass auch große Aktienpakete gehandelt werden konnten.
Im Dialog mit dem Kapitalmarkt
Im zweiten Quartal 2021 nahm ElringKlinger an zwei Kapitalmarktkonferenzen teil. Durch die Teilnahme an Konferenzen präsentiert sich die ElringKlinger AG bei internationalen Investoren und anderen Kapitalmarktteilnehmern. Neben der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse zum ersten Quartal 2021, bei welcher der Vorstand den zahlreich teilnehmenden Journalisten und Analysten die Zahlen des abgelaufenen Quartals sowie den Ausblick auf das restliche Jahr präsentierte, wurde in diesem Quartal auch die Hauptversammlung am 18. Mai in virtueller Form durchgeführt. Bei dieser wurden alle Beschlussvorschläge mit jeweils deutlicher Mehrheit angenommen. Insgesamt waren 63,2 % des stimmberechtigen Grundkapitals bei der Hauptversammlung vertreten, was einer sehr hohen Beteiligung entspricht. 2.364 Aktionärinnen und Aktionäre hatten sich fristgerecht zur Hauptversammlung angemeldet.
Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)
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| 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR) 1 | ||
| Höchstkurs | 17,72 | 8,29 |
| Tiefstkurs | 12,24 | 3,57 |
| Stichtagskurs 2 | 15,01 | 5,29 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) | 250.115 | 174.800 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) | 3.669.187 | 980.300 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 1, 2 | 951,0 | 335,2 |
1 Xetra-Handel
2 Zum 30. Juni
Konzern-Zwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
| Umsatzkosten | - 302.822 | - 229.684 | - 617.656 | - 538.092 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 90.736 | 22.496 | 199.967 | 110.327 |
| Vertriebskosten | - 29.055 | - 23.836 | - 59.925 | - 55.197 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 21.119 | - 16.238 | - 43.425 | - 37.823 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 18.534 | - 13.914 | - 37.045 | - 32.332 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.897 | 2.286 | 17.854 | 4.262 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.882 | - 3.192 | - 5.979 | - 5.635 |
| Operatives Ergebnis / EBIT | 23.043 | - 32.398 | 71.447 | - 16.398 |
| Finanzerträge | 2.414 | - 886 | 8.550 | 19.638 |
| Finanzaufwendungen | - 6.187 | - 4.056 | - 9.713 | - 32.195 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | - 786 | - 1.350 | - 2.358 | - 3.556 |
| Finanzergebnis | - 4.559 | - 6.292 | - 3.521 | - 16.113 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.484 | - 38.690 | 67.926 | - 32.511 |
| Ertragsteueraufwendungen | - 11.978 | 3.149 | - 22.883 | - 1.398 |
| Periodenergebnis | 6.506 | - 35.541 | 45.043 | - 33.909 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | - 1.441 | - 66 | - 799 | - 405 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 7.947 | - 35.475 | 45.842 | - 33.504 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,13 | - 0,56 | 0,72 | - 0,53 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 6.506 | - 35.541 | 45.043 | - 33.909 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 5.964 | - 5.327 | 8.141 | - 25.844 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen | 34 | 120 | - 244 | 255 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | 5.998 | - 5.207 | 7.897 | - 25.589 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 5.998 | - 5.207 | 7.897 | - 25.589 |
| Gesamtergebnis | 12.504 | - 40.748 | 52.940 | - 59.498 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | - 1.441 | - 241 | - 528 | - 324 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 13.945 | - 40.507 | 53.468 | - 59.174 |
Konzernbilanz
der ElringKlinger AG zum 30. Juni 2021
AKTIVA
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| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 202.083 | 201.071 | 210.806 |
| Sachanlagen | 930.579 | 939.953 | 998.948 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 3.425 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.049 | 15.088 | 3.551 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 14.577 | 17.179 | 20.406 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 688 | 335 | 301 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 42.703 | 4.320 | 4.420 |
| Latente Steueransprüche | 29.382 | 23.763 | 17.899 |
| Vertragserfüllungskosten | 8.696 | 9.784 | 9.635 |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 437 | 717 | 854 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.244.194 | 1.212.210 | 1.270.245 |
| Vorräte | 343.277 | 300.503 | 338.829 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 10.486 | 9.725 | 9.305 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 225.798 | 231.249 | 196.450 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.218 | 4.889 | 9.873 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 101.819 | 71.436 | 77.841 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 162.535 | 127.852 | 147.831 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 848.133 | 745.654 | 780.129 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 5.249 | 0 |
| 2.092.327 | 1.963.113 | 2.050.374 |
PASSIVA
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| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 730.167 | 684.325 | 691.624 |
| Übrige Rücklagen | - 32.313 | - 88.653 | - 78.156 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 879.452 | 777.270 | 795.066 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 83.986 | 35.617 | 35.693 |
| Eigenkapital | 963.438 | 812.887 | 830.759 |
| Rückstellungen für Pensionen | 156.428 | 156.935 | 149.010 |
| Langfristige Rückstellungen | 20.709 | 19.793 | 17.921 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 380.878 | 391.920 | 578.870 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 6.687 | 7.609 | 10.241 |
| Latente Steuerschulden | 14.447 | 13.692 | 13.322 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 7.401 | 7.346 | 8.044 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 586.550 | 597.295 | 777.408 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 28.159 | 26.905 | 15.917 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156.115 | 128.920 | 117.903 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 159.067 | 205.257 | 159.551 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 30.857 | 31.159 | 26.383 |
| Steuerschulden | 31.918 | 33.278 | 17.110 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 136.223 | 125.493 | 105.343 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 542.339 | 551.012 | 442.207 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | 1.919 | 0 |
| 2.092.327 | 1.963.113 | 2.050.374 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2021
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto |
Eigenkapital Effekte aus beherrschenden Anteilen |
Unterschieds- beträge aus der Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2019 | 63.360 | 118.238 | 725.128 | - 52.909 | - 422 | 845 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Gesamtergebnis | - 33.504 | - 25.670 | ||||
| Periodenergebnis | - 33.504 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | - 25.670 | |||||
| Stand am 30.06.2020 | 63.360 | 118.238 | 691.624 | - 52.909 | - 422 | - 24.825 |
| Stand am 31.12.2020 | 63.360 | 118.238 | 684.325 | - 60.132 | - 422 | - 28.099 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile * | 48.714 | |||||
| Gesamtergebnis | 45.842 | 7.626 | ||||
| Periodenergebnis | 45.842 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | |||||
| Stand am 30.06.2021 | 63.360 | 118.238 | 730.167 | - 60.132 | 48.292 | - 20.473 |
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| in TEUR | Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital |
Konzern- eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2019 | 854.240 | 36.980 | 891.220 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 963 | - 963 |
| Gesamtergebnis | - 59.174 | - 324 | - 59.498 |
| Periodenergebnis | - 33.504 | - 405 | - 33.909 |
| Sonstiges Ergebnis | - 25.670 | 81 | - 25.589 |
| Stand am 30.06.2020 | 795.066 | 35.693 | 830.759 |
| Stand am 31.12.2020 | 777.270 | 35.617 | 812.887 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 1.552 | - 1.552 |
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile * | 48.714 | 50.449 | 99.163 |
| Gesamtergebnis | 53.468 | - 528 | 52.940 |
| Periodenergebnis | 45.842 | - 799 | 45.043 |
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | 271 | 7.897 |
| Stand am 30.06.2021 | 879.452 | 83.986 | 963.438 |
* Beteiligung Plastic Omnium an EKPO Fuel Cell Technologies
Konzern-Kapitalflussrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2021
scrollen
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.484 | - 38.690 | 67.926 | - 32.511 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | 27.374 | 31.463 | 56.165 | 61.276 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 1.983 | 3.652 | 4.073 | 7.606 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 567 | - 423 | 1.237 | - 1.650 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 81 | 204 | 180 | 436 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | 786 | 1.350 | 2.358 | 3.556 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 9.380 | 63.055 | - 25.690 | 50.131 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 15.264 | - 15.373 | 32.347 | - 33.851 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 21.211 | - 6.339 | - 28.894 | - 13.031 |
| Gezahlte Zinsen | - 1.790 | - 3.683 | - 3.920 | - 6.796 |
| Erhaltene Zinsen | 283 | 191 | 565 | 502 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 403 | 4.177 | - 13.832 | 16.691 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 50.470 | 39.584 | 92.515 | 52.359 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1.006 | 82 | 1.622 | 107 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 1.789 | 164 | 2.726 | 1.045 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen | 0 | 0 | 14.450 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 3.660 | - 3.430 | - 6.039 | - 6.089 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - 10.852 | - 10.391 | - 22.496 | - 22.729 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | - 3.643 | - 761 | - 6.464 | - 3.062 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 15.360 | - 14.336 | - 16.201 | - 30.728 |
| Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | 0 | 30.040 | 0 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - 1.532 | - 942 | - 1.552 | - 963 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten | 29.415 | 15.368 | 29.513 | 28.746 |
| Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten | - 63.337 | - 8.240 | - 121.094 | - 64.275 |
| Veränderung der kurzfristigen Kredite | - 1.665 | 16.738 | 18.481 | 32.927 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 37.119 | 22.924 | - 44.612 | - 3.565 |
| Zahlungswirksame Veränderung | - 2.009 | 48.172 | 31.702 | 18.066 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | - 282 | - 1.357 | 2.981 | - 5.685 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 164.826 | 101.016 | 127.852 | 135.450 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 162.535 | 147.831 | 162.535 | 147.831 |
Konzern-Umsatzerlöse
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2021
Umsatzerlöse nach Regionen
scrollen
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 87.593 | 63.745 | 181.085 | 155.600 |
| Übriges Europa | 124.191 | 64.780 | 255.355 | 187.285 |
| Nordamerika | 89.034 | 53.389 | 189.207 | 159.234 |
| Asien-Pazifik | 75.463 | 62.707 | 157.261 | 121.635 |
| Südamerika und Übrige | 17.276 | 7.559 | 34.715 | 24.665 |
| Konzern | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
Umsatzerlöse nach Segmenten
scrollen
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Lightweighting / Elastomer Technology | 117.642 | 75.793 | 244.740 | 183.939 |
| Metal Sealing Systems & Drivetrain Components | 111.539 | 60.455 | 231.996 | 172.980 |
| Shielding Technology | 60.604 | 45.056 | 139.127 | 128.836 |
| E-Mobility | 16.547 | 5.777 | 23.831 | 12.132 |
| Exhaust Gas Purification | 1.195 | 1.328 | 2.211 | 3.700 |
| Others | - 1 | 5 | 22 | 40 |
| Segment Erstausrüstung | 307.526 | 188.415 | 641.927 | 501.628 |
| Segment Erstausrüstung | 307.526 | 188.415 | 641.927 | 501.628 |
| Segment Ersatzteile | 53.286 | 38.998 | 108.649 | 91.291 |
| Segment Kunststofftechnik | 31.794 | 23.759 | 64.912 | 52.691 |
| Verkauf von Gütern und Lizenzvergaben | 392.606 | 251.172 | 815.488 | 645.610 |
| Verkauf von Gütern | 392.606 | 251.172 | 815.488 | 645.610 |
| Erlöse aus Lizenzvergabe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 947 | 1.008 | 2.126 | 2.809 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 393.553 | 252.180 | 817.614 | 648.419 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 5 | 0 | 9 | 0 |
| Konzern | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
Segmentberichterstattung
der ElringKlinger AG, 1. April bis 30. Juni 2021
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 307.526 | 188.415 | 53.286 | 38.998 | 31.794 | 23.759 |
| Intersegmenterlöse | 6.121 | 5.948 | 0 | 0 | 26 | 3 |
| Segmenterlöse | 313.647 | 194.363 | 53.286 | 38.998 | 31.820 | 23.762 |
| EBIT 1 | 7.266 | - 40.515 | 9.997 | 7.663 | 6.047 | 1.253 |
| Abschreibungen 2 | 24.461 | 28.323 | 779 | 937 | 1.659 | 1.702 |
| Investitionen 3 | 12.948 | 16.072 | 803 | 466 | 1.430 | 1.275 |
scrollen
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
2. Quartal 2021 |
2. Quartal 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 952 | 1.008 | 0 | 0 | 393.558 | 252.180 |
| Intersegmenterlöse | 2.386 | 1.629 | - 8.533 | - 7.580 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 3.338 | 2.637 | - 8.533 | - 7.580 | 393.558 | 252.180 |
| EBIT 1 | - 267 | - 799 | 23.043 | - 32.398 | ||
| Abschreibungen 2 | 475 | 501 | 27.374 | 31.463 | ||
| Investitionen 3 | 141 | 165 | 15.322 | 17.978 |
1. Januar bis 30. Juni 2021
scrollen
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 641.927 | 501.628 | 108.649 | 91.291 | 64.912 | 52.691 |
| Intersegmenterlöse | 14.080 | 12.104 | 0 | 0 | 64 | 6 |
| Segmenterlöse | 656.007 | 513.732 | 108.649 | 91.291 | 64.976 | 52.697 |
| EBIT 1 | 36.607 | - 40.805 | 21.901 | 20.461 | 13.262 | 4.748 |
| Abschreibungen 2 | 49.983 | 55.009 | 1.669 | 1.894 | 3.320 | 3.357 |
| Investitionen 3 | 35.645 | 37.233 | 2.014 | 1.075 | 3.431 | 1.703 |
scrollen
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
1. Halbjahr 2021 |
1. Halbjahr 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 2.135 | 2.809 | 0 | 0 | 817.623 | 648.419 |
| Intersegmenterlöse | 4.898 | 3.761 | - 19.042 | - 15.871 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 7.033 | 6.570 | - 19.042 | - 15.871 | 817.623 | 648.419 |
| EBIT 1 | - 323 | - 802 | 71.447 | - 16.398 | ||
| Abschreibungen 2 | 1.193 | 1.016 | 56.165 | 61.276 | ||
| Investitionen 3 | 336 | 351 | 41.426 | 40.362 |
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis)
2 Planmäßige Abschreibungen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Erläuternde Angaben für das erste Halbjahr 2021
Allgemeine Angaben
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2021 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. Juni 2021 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 5. August 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Konsolidierungskreis
In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sieben inländischen und 30 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.
Die EK Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. März 2021 in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, umfirmiert. Ferner wurden die Anteile der ElringKlinger AG an der Gesellschaft von 100 % auf 60 % reduziert, gleichzeitig beteiligte sich der französische Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, mit 40 % am Stammkapital.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der ElringKlinger Fuelcell Systems Austria mit Sitz in Wels, Österreich, keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.
Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft
Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Vereinbarungsgemäß wurde zunächst, am 15. Dezember 2020, EK Fuel Cell Technologies GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, gegründet.
Mit Vollzug der Vereinbarung, der am 1. März 2021 erfolgte, wurde EK Fuel Cell Technologies GmbH umfirmiert in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH und sie nahm ihre Geschäftsaktivitäten auf. Gleichzeitig wurde das Stammkapital um TEUR 75 auf TEUR 100 erhöht. Die Anteilsstruktur an der Gesellschaft wurde zum Closing insoweit geändert, dass ElringKlinger 60 % und Plastic Omnium 40 % halten. Zusätzlich brachte ElringKlinger im Rahmen einer Sacheinlage den Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein. Die Einbringung erfolgte zu Buchwerten. Plastic Omnium verpflichtete sich im Gegenzug einen Betrag von TEUR 100.000 in die Gesellschaft einzubringen, hiervon wurden TEUR 30.000 zum Closing einbezahlt, die ausstehende Einlage wurde zum Barwert als sonstiger Vermögenswert bilanziert.
Außerdem erwarb Plastic Omnium zum 1. März 2021 vereinbarungsgemäß die auf Brennstoffzellensystemlösungen spezialisierte Konzerntochter ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, zu einem Kaufpreis von TEUR 13.449. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 10.907 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Wechselkurse
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Kürzel | 30.06.2021 | 31.12.2020 | Jan. - Jun. 2021 | Jan. - Dez. 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,18840 | 1,22710 | 1,20248 | 1,14700 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,85805 | 0,89903 | 0,86554 | 0,88935 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,09800 | 1,08020 | 1,09690 | 1,07090 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,47220 | 1,56330 | 1,49860 | 1,53802 |
| Real (Brasilien) | BRL | 5,90500 | 6,37350 | 6,46893 | 5,99878 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 23,57840 | 24,41600 | 24,33437 | 24,73002 |
| RMB (China) | CNY | 7,67420 | 8,02250 | 7,76403 | 7,89749 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.341,41000 | 1.336,00000 | 1.347,66000 | 1.350,23750 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 17,01140 | 18,02190 | 17,49217 | 18,91385 |
| Yen (Japan) | JPY | 131,43000 | 126,49000 | 130,43833 | 121,88417 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 351,68000 | 363,89000 | 357,04000 | 354,05167 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 10,32100 | 9,11310 | 9,71508 | 8,15792 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,92800 | 4,86830 | 4,90805 | 4,84251 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 88,32400 | 89,66050 | 88,36108 | 84,94442 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 17.280,30000 | 17.240,76000 | 17.247,62167 | 16.743,66083 |
| Bath (Thailand) | THB | 38,11800 | 36,72700 | 37,26283 | 35,90242 |
| Schwedische Krone (Schweden) | SEK | 10,11100 | 10,03430 | 10,14735 | 10,48153 |
Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle
Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren weltweiten Folgen der Coronavirus-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische Maßnahmen berücksichtigt. Diese wurden bei den angestellten Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der Quartalsberichterstattung verwendet und führten zu keinen außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. ElringKlinger geht derzeit von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des volatilen Marktumfeldes werden regelmäßige Szenariobetrachtungen durchgeführt.
Zu weiteren Einflüssen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung und unseren Einschätzungen im Rahmen der Prognose verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.
Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Das Closing der Transaktion erfolgte am 1. März 2021. Weitere Details werden im Abschnitt Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft ausgeführt.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| Zahlungs- mittel |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
Derivate | Langfristige Wertpapiere |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2021 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 162.535 | 225.798 | 17.547 | 0 | 1.191 | 1.206 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 29.955 | 8.667 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 76 | 76 |
| Gesamt | 162.535 | 225.798 | 47.502 | 8.667 | 1.267 | 1.282 |
| per 31.12.2020 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 127.852 | 231.249 | 14.639 | 0 | 1.438 | 1.451 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 8.607 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 73 | 73 |
| Gesamt | 127.852 | 231.249 | 14.639 | 8.607 | 1.511 | 1.524 |
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| Übrige Finanzinvestitionen |
Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2021 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 409.079 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.767 | 11.767 | 50.389 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 84 |
| Gesamt | 13.783 | 13.783 | 459.552 |
| per 31.12.2020 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 377.186 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.561 | 11.561 | 20.168 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 81 |
| Gesamt | 13.577 | 13.577 | 397.435 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
Kurzfristige Finanzverbindlich- keiten |
Kurzfristige Leasingverbindlich- keiten IFRS 16 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | BW | BW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2021 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 53.773 | 143.269 | 15.798 | 156.115 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| per 31.12.2020 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 55.508 | 192.633 | 12.624 | 128.920 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten |
Langfristige Leasingverbindlich- keiten IFRS16 |
Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR per 30.06.2021 |
BW | ZW | BW | ZW | BW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 328.170 | 291.885 | 52.708 | 749.833 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 116 | 116 | 0 | 0 | 0 | 116 |
| per 31.12.2020 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 340.434 | 329.093 | 51.486 | 781.605 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 26 | 26 | 0 | 0 | 0 | 26 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 14.081 (31.12.2020: TEUR 10.522) sowie der zum Barwert bewertete kurzfristige Anteil der ausstehenden Einlage von Plastic Omnium in Höhe von TEUR 29.955.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.913 (31.12.2020: TEUR 36.913), die sich aus einer geschriebenen Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern der ElringKlinger Marusan Corporation mit Sitz in Tokio, Japan, ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.691 (31.12.2020: TEUR 3.691).
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2021:
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| in TEUR 30.06.2021 |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 76 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.767 |
| Derivate * | 0 | 8.667 | 0 |
| Gesamt | 84 | 8.667 | 11.767 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate * | 0 | 116 | 0 |
| Gesamt | 0 | 116 | 0 |
| 31.12.2020 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 73 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.561 |
| Derivate * | 0 | 8.607 | 0 |
| Gesamt | 81 | 8.607 | 11.561 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 26 | 0 |
| Gesamt | 0 | 26 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2021:
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.06.2021 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.206 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.206 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 291.885 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.913 |
| Gesamt | 0 | 291.885 | 36.913 |
| 31.12.2020 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.451 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.451 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 329.093 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.913 |
| Gesamt | 0 | 329.093 | 36.913 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die im Konzernabschluss 2020 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Halbjahr 2021 nicht wesentlich verändert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im ersten Halbjahr 2021 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 1.250 (30.06.2020: TEUR 2.048) enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.
Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag
Am 12. Juli 2021 wurde der bestehende Konsortialkredit über TEUR 350.000 auf TEUR 450.000 erhöht und die Laufzeit bis zum 15. Februar 2026 verlängert.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 5. August 2021
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf Vorsitzender |
Theo Becker | Thomas Jessulat | Reiner Drews |
Impressum
ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen / Erms
Fon +49 (0) 71 23 / 724-0
Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06
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IR-Kontakt
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Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335
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Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger AG keine Gewähr.
Weitere Informationen finden Sie unter
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Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Sonstige Hinweise
Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Werte der Vergleichsperiode (Vorjahr) sind in Klammern dargestellt.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.
Dieser Bericht wurde am 5. August 2021 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
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Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.