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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2020

May 7, 2020

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Interim / Quarterly Report

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Bericht über das 1. Quartal 2020

BERICHT ÜBER DAS 1. QUARTAL 2020

Kennzahlen

ElringKlinger-Konzern

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1. Quartal

2020
4. Quartal

2019
3. Quartal

2019
2. Quartal

2019
1. Quartal

2019
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 354,9 381,5 437,6 419,8 498,3
Auftragsbestand in Mio. € 989,0 1.030,3 1.068,7 1.063,0 1.077,3
Umsatz/Ergebnis
Umsatz in Mio. € 396,2 419,9 431,9 434,1 441,1
Umsatzkosten in Mio. € 308,4 358,1 340,1 348,0 355,5
Bruttomarge 22,2 % 14,7 % 21,3 % 19,8 % 19,4 %
EBITDA in Mio. € 45,8 57,4 49,8 39,0 34,8
EBIT/Operatives Ergebnis in Mio. € 16,0 24,3 20,3 10,2 6,4
EBIT-Marge 4,0 % 5,8 % 4,7 % 2,3 % 1,5 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 6,2 19,5 15,3 1,5 5,4
Periodenergebnis in Mio. € 1,6 7,6 7,2 - 8,7 - 1,1
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € 2,0 7,5 6,7 - 8,6 - 1,5
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 12,8 87,7 58,8 119,4 11,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 16,4 - 1,7 - 28,5 - 22,0 - 32,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € - 26,5 - 56,8 - 12,5 - 72,1 37,6
Operativer Free Cashflow1 in Mio. € - 2,2 65,7 30,8 98,6 - 19,3
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.091,4 2.146,5 2.199,3 2.174,1 2.207,1
Eigenkapital in Mio. € 872,4 891,2 895,5 885,2 902,0
Eigenkapitalquote 41,7% 41,5% 40,7 % 40,7 % 40,9 %
Nettoverschuldung2 in Mio. € 603,1 595,3 681,5 699,9 795,5
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 10.373 10.393 10.492 10.411 10.485
Ergebnis je Aktie in € 0,03 0,12 0,11 - 0,14 - 0,02

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M&A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Ab 2020 kurzfr. Festgeldanlagen/Wertpapiere berücksichtigt

Erstes Quartal 2020 in Kürze

Konzernumsatz sinkt um 10,2 % auf 396,2 Mio. EUR (Q1 2019: 441,1 Mio. EUR), während globale Automobilproduktion um 23,0 % schrumpft; Umsatzrückgang in Asien und Europa, anhaltendes Wachstum in Nordamerika; Geschäftsbereich E-Mobility stabil; Ersatzteilgeschäft mit deutlichen Zuwächsen
Konzern-EBIT verbessert sich trotz Umsatzrückgang auf 16,0 Mio. EUR (Q1 2019: 6,4 Mio. EUR); EBIT-Marge steigt auf 4,0 %; konzernweites Effizienzsteigerungsprogramm und Optimierungsmaßnahmen an nordamerikanischen Standorten zeigen Wirkung
Nettoverschuldung von 603,1 Mio. EUR auf Niveau des 31. Dezember 2019 und deutlich unterhalb des ersten Quartals 2019 (31.03.2019: 795,5 Mio. EUR); Nettoverschuldungskennzahl verbessert sich weiter auf 3,1
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit steigt leicht auf 12,8 Mio. EUR (Q1 2019: 11,7 Mio. EUR); operativer Free Cashflow bei - 2,2 Mio. EUR (Q1 2019: - 19,3 Mio. EUR); disziplinierter Ansatz bei den Investitionen fortgeführt; weiterhin hohe Liquidität
In Folge der Coronavirus-Pandemie brechen Automobilmärkte weltweit ein; Auftragseingang sinkt um 28,8 % auf 354,9 Mio. EUR (Q1 2019: 498,3 Mio. EUR); Auftragsbestand geht um 8,2 % auf 989,0 Mio. EUR (31.03.2019: 1.077,3 Mio. EUR) zurück

BIPOLARPLATTE

Die Abbildung zeigt eine metallische Bipolarplatte, die ein Kernelement im Brennstoffzellensystem ist. Zu Stapeln geschichtet, sorgen Bipolarplatten für die Wasserstoff- und Sauerstoffversorgung der Zellen und die Verteilung des Kühlmittels. Mehr dazu im Beitrag »Zellwachstum« unseres Magazins »pulse«.

Konzern-Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Coronavirus lähmt Weltwirtschaft

Die Weltwirtschaft ist zum Ende des ersten Quartals 2020 in Folge der Coronavirus-Pandemie stark unter Druck geraten. Zum Jahresstart war zunächst ein anhaltend gedämpftes Wachstum verzeichnet worden. Im Januar unterzeichneten die USA und China ein Phase-Eins-Handelsabkommen, das Hoffnung auf eine Deeskalation der Handelsstreitigkeiten aufkeimen ließ. Die Beeinträchtigung des Welthandels durch weitere Importbeschränkungen wie Zöllen sollte damit gemildert werden. Am Rohölmarkt kam es zu einem starken Preisrückgang. Geopolitische Spannungen, insbesondere die Lage im Iran und Nahen Osten, stellten weitere Risikofaktoren dar. Die ohnehin lockere Geldpolitik der Notenbanken nahm im Zuge der Hilfsmaßnahmen durch die Coronavirus-Krise ein historisches Ausmaß an.

Ab Mitte Februar überschatteten die weltweite Ausbreitung des Coronavirus und damit zusammenhängende Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen zunehmend das Wirtschaftsgeschehen. Das Virus breitete sich ab Januar 2020 von der chinesischen Provinz Hubei ausgehend rasant aus - zunächst in China, anschließend auch global.

Regierungen ergriffen zum Schutz der Bevölkerung einschneidende Maßnahmen mit dem Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. In vielen Ländern wurden Quarantänemaßnahmen, Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren, Reiseverbote sowie Grenz- und Einzelhandelsschließungen angeordnet, die unmittelbar einen globalen Nachfrageeinbruch über viele Industrien hinweg auslösten. In China normalisierte sich die Lage ab Februar wieder, als die Neuinfektionen nach offiziellen Angaben abnahmen, sodass dort ab März eine wirtschaftliche Erholung einsetzte. Europa und die USA traf die Infektionswelle später. Infolge der staatlichen Maßnahmen legten auch Industrieunternehmen ihre Werke temporär still und die Binnennachfrage brach ein.

Um die unmittelbaren Schäden für die Wirtschaft zu begrenzen, verabschiedeten Staaten Hilfspakete, und Notenbanken griffen mit zusätzlichen Anleihekäufen und Leitzinssenkungen ein. Die US-Regierung beschloss ein 2.000 Mrd. USD umfassendes Rettungspaket, die deutsche Regierung will Hilfen in Höhe von 750 Mrd. EUR gewähren. Die europäische Zentralbank (EZB) kündigte ein 750 Mrd. EUR schweres Anleihekaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen an.

Automobilnachfrage und -produktion bricht weltweit ein

Nachdem die Automärkte in den ersten zwei Monaten bereits durch die abflauende Konjunktur in Europa sowie in Indien und Japan Rückgänge hinnehmen mussten, trafen die Folgen der Pandemie die Branche hart. Autokäufer verschoben ihren Kauf auch aufgrund hoher Verunsicherung, Autohändler mussten in vielen Regionen schließen. Produktionsseitig kam es zu Beeinträchtigungen im Warenverkehr. Verlängerte Betriebsruhen zum Neujahrsfest sowie verordnete Werksschließungen in China und Produktionsunterbrechungen bei zahlreichen Herstellern in Europa, Nord-und Südamerika führten zu massiven Rückgängen in der Fahrzeugproduktion.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 3. Quartal 2019 4. Quartal 2019 1. Quartal 20201
Deutschland 0,6 0,5 - 1,2
Eurozone 1,3 1,0 - 2,0
USA 2,1 2,3 - 0,3
Brasilien 1,2 1,7 - 3,4
China 6,0 6,0 - 5,5
Indien 5,1 4,7 2,0
Japan 1,7 - 0,7 - 1,8

Quelle: HSBC (April 2020)

1 Forecast

Produktion Light Vehicles 1. Quartal 2020

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Region Veränderung zum Vorjahr
Europa1 - 19 %
China 2 - 46 %
Japan/Korea - 10 %
Mittlerer Osten/Afrika - 22 %
Nordamerika - 10 %
Südamerika - 17 %
Südasien - 18 %
Welt - 23 %

Quelle: IHS (April 2020)

1 Ohne Russland

2 Großchina

Besonders stark war der chinesische Markt im Februar betroffen, während die Pandemie-Auswirkungen auf den europäischen und nordamerikanischen Märkten erst in der zweiten März-Hälfte durchschlugen.

Wesentliche Ereignisse

Produktionsunterbrechungen nach Pandemieausbruch

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie führten im ersten Quartal 2020 zu verlängerten Neujahrsferien und Schließungen von chinesischen Werken des ElringKlinger-Konzerns. In der zweiten März-Hälfte kam es im Konzern darüber hinaus auch zu Produktionsunterbrechungen in erster Linie in europäischen und nordamerikanischen Werken, aber auch an den Standorten in Brasilien, Indien und Südafrika.

Umsatz- und Ertragslage

Umsatzentwicklung von Marktschwäche und Coronavirus-Pandemie betroffen

Im ersten Quartal 2020 reduzierten sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 10,2 % auf 396,2 Mio. EUR (Q1 2019: 441,1 Mio. EUR). Dabei knüpfte der Rückgang an die erwartete konjunkturelle Abkühlung an, die sich bereits im vierten Quartal 2019 abgezeichnet hatte. Darüber hinaus zeigten sich Mitte Februar die ersten ökonomischen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in China, die ebenfalls dazu führten, dass die globale Fahrzeugproduktion im Berichtsquartal mit 23,0 % merklich schrumpfte. Wechselkurseffekte schlugen sich im Berichtsquartal heterogen nieder: Während der US-Dollar und der Schweizer Franken deutlich zulegten, wirkten sich in erster Linie die Umrechnungen des mexikanischen Pesos sowie des brasilianischen Reals in die Konzernwährung Euro negativ aus, sodass die Erlöse des Konzerns um 0,5 Mio. EUR oder 0,1 % geschmälert wurden. Zudem sanken die Umsatzerlöse im Berichtsquartal um 1,1 Mio. EUR oder 0,3 %, da der Gewerbepark in Ungarn im vierten Quartal 2019 entkonsolidiert wurde. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte sowie der M&A-Aktivitäten ging der organische Konzernumsatz um 9,8 % zurück. Damit übertraf ElringKlinger die globale Fahrzeugproduktion (- 23,0 %) um 13,2 Prozentpunkte.

Nordamerika bleibt einzige Region mit Umsatzplus

Die deutliche Abschwächung der weltweiten Fahrzeugproduktion im ersten Quartal 2020 spiegelte sich bei ElringKlinger in Form von rückläufigen Umsatzerlösen in fast allen Regionen wider. Die Region Nordamerika hingegen konnte nach einer bereits sehr starken Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 erneut um 4,1 % auf 105,8 Mio. EUR (Q1 2019: 101,6 Mio. EUR) zulegen. Diese Zunahme wurde zwar auch durch den starken US-Dollar unterstützt, währungsbereinigt betrug das Wachstum aber noch 3,3 %. Dieser Anstieg ist umso bedeutsamer, wenn man berücksichtigt, dass die Fahrzeugproduktion im nordamerikanischen Raum um 10,3 % fiel. Infolge des deutlichen Wachstums des vergangenen Jahres steigerte die Region Nordamerika als mittlerweile zweitstärkste Umsatzregion ihren Anteil am Konzernumsatz im Zwölfmonatszeitraum von 23,0 % auf 26,7 %.

Effekte im Konzernumsatz

in Mio. €

In Europa wie auch in Deutschland zeigte sich die abschwächende Konjunktur auch in der Umsatzentwicklung. Insgesamt generierte der Konzern 30,0 Mio. EUR weniger Umsatzerlöse als im Vorjahresvergleichsquartal. Ungefähr die Hälfte dessen entfiel auf das Übrige Europa (ohne Deutschland), wo die Erlöse von 137,8 Mio. EUR im ersten Quartal 2019 auf 122,5 Mio. EUR im Berichtsquartal zurückgingen. In Deutschland sanken die Umsätze im Berichtszeitraum um 14,7 Mio. EUR oder 13,8 % auf 91,9 Mio. EUR (Q1 2019: 106,6 Mio. EUR).

In der Region Asien-Pazifik schlugen sich im ersten Quartal 2020 die ökonomischen Effekte nieder, die aus der Coronavirus-Pandemie resultierten. Sie gehen mit verlängerten Neujahrsferien, Werksschließungen und den damit verbundenen temporären Produktionseinschränkungen bei Automobilherstellern und Zulieferern einher, die Mitte Februar 2020 zuallererst in China und nachgelagert in weiteren Teilen Asiens umgesetzt wurden. Im Wesentlichen erklärt sich dadurch auch der Umsatzrückgang im ElringKlinger-Konzern, wo die Erlöse in der Region Asien-Pazifik um insgesamt 16,3 Mio. EUR auf 58,9 Mio. EUR (Q1 2019: 75,2 Mio. EUR) zurückgingen. Währungsbereinigt lag der Rückgang mit 16,6 Mio. EUR leicht höher.

In Südamerika und Übrige sanken die Umsätze im ersten Quartal 2020 um 2,7 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR (Q1 2019: 19,8 Mio. EUR). Währungsbereinigt nahmen sie lediglich um 0,7 Mio. EUR ab.

Insgesamt gesehen gewinnt für ElringKlinger das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung. So weitete der Konzern den Anteil der Auslandsumsätze im Berichtszeitraum um 1,0 Prozentpunkte auf 76,8 % (Q1 2019: 75,8 %) aus.

Konzernumsatz nach Regionen 1. Quartal 2020

Erstausrüstung mit Umsatzeinbußen in vielen Geschäftsbereichen

Der Umsatz des Segments Erstausrüstung sank im Berichtsquartal um 47,5 Mio. EUR auf 313,2 Mio. EUR (Q1 2019: 360,7 Mio. EUR). Bezogen auf die einzelnen Geschäftsbereiche sank der Umsatz im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik deutlich. Dabei zeigten sich die Rückgänge vor allem im Bereich der motorbezogenen Komponenten, wohingegen die Nachfrage nach innovativen Strukturleichtbaumodulen gegenüber dem Vorjahr nur leicht abnahm. Auch in den weiteren klassischen Geschäftsbereichen Abschirmtechnik, Zylinderkopf- und Spezialdichtungen gingen die Erlöse aufgrund der aktuellen Schwäche des globalen Fahrzeugmarktes zurück. Lediglich der Bereich E-Mobility konnte umsatzseitig mit 6,4 Mio. EUR (Q1 2019: 6,4 Mio. EUR) das Vorjahresniveau erreichen.

Das Segmentergebnis, das im ersten Quartal 2019 noch von US-Antidumping- und -Ausgleichszöllen sowie einer hohen Kapazitätsauslastung der nordamerikanischen Werke belastet war, konnte im Berichtsquartal trotz deutlichem Umsatzrückgang um 5 Mio. EUR auf minus 0,3 Mio. EUR (Q1 2019: - 5,3 Mio. EUR) verbessert werden. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Optimierung der Kostenstrukturen an den nordamerikanischen Standorten zurückzuführen, sodass in den Gesellschaften vor Ort im ersten Quartal 2020 deutliche Ergebnisverbesserungen verzeichnet werden konnten. Darüber hinaus wirkte sich auch das 2019 konzernweit eingeführte Effizienzsteigerungsprogramm positiv auf das operative Ergebnis der ElringKlinger-Gruppe aus. In Summe verbesserten fast alle Geschäftsbereiche ihre Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr teils deutlich. Im strategischen Zukunftsbereich E-Mobility, der die Komponenten, Module und Systeme der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie der elektrischen Antriebseinheiten umfasst, fielen im Berichtsquartal unter anderem Aufwendungen für den Aufbau einer neuen Batterielinie am Standort in Thale an. Darüber hinaus wurden weitere Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland im Bereich der elektrischen Antriebseinheiten aufgebaut, sodass der Bereich E-Mobility im ersten Quartal 2020 ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern verbuchte.

Ersatzteilgeschäft mit sehr guter Ergebnisentwicklung im ersten Quartal

Das Ersatzteilgeschäft verzeichnete 2020 einen überzeugenden Jahresauftakt mit deutlichen Umsatzzuwächsen bereits im Januar. Insbesondere in Osteuropa und im Nahen Osten legten die Quartalsumsätze spürbar zu, wohingegen Westeuropa nicht an das starke Vorjahresniveau herankam. Mit den Produktionseinschränkungen der Automobilhersteller und -zulieferer in China, die aufgrund der Coronavirus-Pandemie im Februar 2020 notwendig waren, zeigten sich im Ersatzteilgeschäft erste Abrufsteigerungen, da Kunden teilweise ihre Lagerbestände optimierten. Mit der globalen Ausbreitung des Virus und den damit verbundenen Maßnahmen in den verschiedenen Ländern verstärkte sich diese Entwicklung, sodass auch die Umsatzerlöse im März 2020 deutlich angestiegen sind. In Summe konnte der Konzern den Segmentumsatz im Ersatzteilgeschäft um 17,0 % auf 52,3 Mio. EUR (Q1 2019: 44,7 Mio. EUR) ausweiten.

Dieses deutliche Wachstum wirkte sich auch auf das Segmentergebnis aus, das im ersten Quartal 2020 um 75,3 % auf 12,8 Mio. EUR (Q1 2019: 7,3 Mio. EUR) anstieg. Der überproportionale Anstieg im Vergleich zur Umsatzentwicklung ist neben dem Umsatzzuwachs auch auf die Kostendisziplin im Konzern sowie einen vorteilhaften Produkt-Länder-Mix im Berichtsquartal zurückzuführen. Die Ergebnismarge betrug 24,5 % (Q1 2019: 16,3 %).

Konzernumsatz nach Segmenten 1. Quartal 2020

Segment Kunststofftechnik verzeichnet Umsatzrückgang

Das Segment Kunststofftechnik spürte ebenfalls die anhaltende allgemeine Marktschwäche in Europa sowie die ersten Effekte aus der Coronavirus-Pandemie in Asien. Daher sank der Segmentumsatz im Berichtsquartal um 10,2 % auf 28,9 Mio. EUR (Q1 2019: 32,2 Mio. EUR).

Das weiterhin strikte Kostenmanagement konnte die Ergebniseffekte des Umsatzrückgangs jedoch nicht kompensieren, sodass sich die Segmentergebnisse im ersten Quartal 2020 um 14,6 % auf 3,5 Mio. EUR (Q1 2019: 4,1 Mio. EUR) verringerten. Die Ergebnismarge kam auf 12,1 % (Q1 2019: 12,7 %).

Segment Sonstige umfasst fortan Dienstleistungen und Gewerbeparks

Seit dem 1. Januar 2020 werden die bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks" unter dem Segment "Sonstige" zusammengefasst. Das neue Segment umfasst fortan im Wesentlichen die Elring Klinger Motortechnik GmbH, die ElringKlinger Logistic Service GmbH sowie den Gewerbepark in Idstein. Im Berichtsquartal sank der Umsatz von 3,5 Mio. EUR in Q1 2019 auf nunmehr 1,8 Mio. EUR, das Segmentergebnis kam auf 0,0 Mio. EUR (Q1 2019: 0,3 Mio. EUR). Das Vorjahresvergleichsquartal enthielt noch die Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus dem Gewerbepark in Ungarn, der im vierten Quartal 2019 veräußert wurde.

Personal im 1. Quartal 2020 weiter reduziert

Das umfassende Effizienzsteigerungsprogramm wirkte sich auch auf die Personalpolitik im In- und Ausland aus. Zum 31. März 2020 blieb die Mitarbeiteranzahl mit 10.373 Mitarbeitern nahezu konstant zur Personenanzahl am 31. Dezember 2019 (10.393 Mitarbeiter). Im Vergleich zum Vorjahresstichtag (10.485 Mitarbeiter) ist diese jedoch erkennbar geringer. In Europa baute ElringKlinger in den ersten drei Monaten vor allem in Großbritannien und der Schweiz Stellen ab. Dagegen erforderte ein hohes Geschäftsvolumen im Ersatzteilbereich einen Stellenaufbau in der Berichtsperiode. Auf den asiatischen Märkten passte ElringKlinger die Kapazitäten gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 50 Personen an, in Nordamerika war aufgrund des Umsatzzuwachses hingegen ein Aufbau von 87 Stellen erforderlich um Leasingkräfte zu reduzieren. Der Mitarbeiteranteil im Ausland sank zum 31. März 2020 auf 58,3 % (31.03.2019: 58,7 %). Entsprechend lag der Inlandsanteil bei 41,7 % (31.03.2019: 41,3 %).

Bruttomarge steigt auf 22 Prozent

Im Zeitraum Januar bis März 2020 sanken die Umsatzkosten um minus 13,2 % auf 308,4 Mio. EUR (Q1 2019: 355,5 Mio. EUR). Die Ursache für diesen deutlichen Rückgang ist im Wesentlichen der geringere Materialaufwand. Er sank von 204,2 Mio. EUR im ersten Quartal 2019 um 44,8 Mio. EUR auf nunmehr 159,4 Mio. EUR im Berichtsquartal. Neben einem niedrigeren Umsatzvolumen und deutlich geringeren Werkzeugkosten trugen auch niedrigere Rohstoffpreise zum Rückgang bei, da sich im Berichtsquartal die Situation an den Rohstoffmärkten leicht entspannte. So sanken sowohl die Materialpreise für Polyamide (Kunststoffgranulate), die zur Herstellung von Kunststoffgehäusemodulen benötigt werden, als auch die Preise für Stahl und Aluminium, die ElringKlinger zur Herstellung von Dichtungen bzw. Abschirmprodukten einsetzt. Lediglich die Preise für Edelstahl sind im Berichtsquartal leicht gestiegen. Darüber hinaus enthielt der Vorjahreswert einerseits die sogenannten Antidumping- und Ausgleichszölle, die die US-Regierung für aus China importiertes Aluminium eingeführt hatte. Andererseits konnten Sonderfahrten für Rohstoffe, die im Vorjahr die Lieferfähigkeit an den nordamerikanischen Standorten sicherstellten, vermieden werden. Aus diesen Gründen sank die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) auf 40,2 % und lag damit spürbar unter dem Vorjahresvergleichsquartal mit 46,3 %. Da die Umsatzkosten überproportional zum Umsatz sanken, erhöhte sich die Bruttomarge auf 22,2 % (Q1 2019: 19,4 %).

Im ersten Quartal 2020 sanken die Personalkosten der ElringKlinger-Gruppe auf 139,8 Mio. EUR (Q1 2019: 146,5 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert zu einem großen Teil aus dem notwendigen Abbau der Gleitzeitkonten. Damit schaffte sich der Konzern im Rahmen der Coronavirus-Pandemie die notwendige Flexibilisierung, um im Folgequartal zügig auf Nachfragerückgänge reagieren zu können. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) kommt auf 35,3 % (Q1 2019: 33,2 %).

Die Vertriebskosten sanken im Zeitraum Januar bis März 2020 deutlich um 4,5 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR, nach 35,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie führte ElringKlinger zum Schutz seiner Mitarbeiter frühzeitig umfassende Reiserestriktionen ein, die sich positiv auf die Reisekosten auswirkten. Zudem spiegelt sich auch die geringere Anzahl an Sonderfrachten in der Region Nordamerika wider. Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten um 8,1 % auf 21,6 Mio. EUR (Q1 2019: 23,5 Mio. EUR) reduziert werden, da im Wesentlichen die Personalkosten zurückgingen.

Forschungs- und Entwicklungsquote leicht über Vorjahresniveau

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stand im Berichtsquartal unverändert die Entwicklung von Produkten und Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sanken in diesem Zeitraum leicht auf 20,6 Mio. EUR (Q1 2019: 22,1 Mio. EUR), davon wurden 2,2 Mio. EUR (Q1 2019: 2,4 Mio. EUR) aktiviert, was einer Aktivierungsquote von 10,7 % (Q1 2019: 10,9 %) entspricht. Aufgrund des geringeren Konzernumsatzes stieg die F&E-Quote (inkl. aktivierter F&E-Aufwendungen) somit auf 5,2 % (Q1 2019: 5,0 %) und lag damit innerhalb der kurz- und mittelfristig angestrebten Bandbreite von rund 5 bis 6 %.

Im ersten Quartal 2020 erhielt ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand, die im Wesentlichen für Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gewährt wurden. Die erfolgswirksam erfassten Fördermittel für F&E-Projekte betrugen insgesamt 0,9 Mio. EUR (Q1 2019: 1,2 Mio. EUR). Ein Teil der Förderprojekte konnte abgeschlossen werden, neue Projekte befinden sich bereits in Planung.

Starker Jahresauftakt im Ergebnis

Ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Ergebniskennzahlen resultierte im Berichtsquartal einerseits aus den erfolgreich durchgeführten Optimierungsmaßnahmen an den Standorten in Nordamerika, die im Vorjahr durch Kapazitätsengpässe belastet waren. Andererseits wirkten sich die zahlreichen Maßnahmen aus dem konzernweiten Effizienzsteigerungsprogramm positiv auf die Umsatz-, Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten und in der Folge auch auf die Ergebnisentwicklung aus. Deshalb erreichte der Konzern im Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 45,8 Mio. EUR (Q1 2019: 34,8 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Verbesserung um 11,0 Mio. EUR oder 31,6 %. Die Abschreibungen lagen im Berichtsquartal mit 29,8 Mio. EUR (Q1 2019: 28,3 Mio. EUR) um 1,5 Mio. EUR über dem Volumen des entsprechenden Vorjahresquartals. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich somit auf 16,0 Mio. EUR (Q1 2019: 6,4 Mio. EUR). Die Ergebnismarge verbesserte sich von 1,5 % im ersten Quartal 2019 auf 4,0 %. Da der Wert der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation früherer Akquisitionen mit einer erwarteten Jahressumme von nicht mehr als 0,3 Mio. EUR mittlerweile sehr gering ist, verzichtet ElringKlinger seit dem 1. Januar 2020 auf den gesonderten Ausweis.

Mexikanischer Peso belastet Finanzergebnis

Im Berichtsquartal verlor der mexikanische Peso sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch gegenüber dem Euro deutlich an Wert, aber auch andere Währungen wiesen hohe Schwankungen auf. In Summe stiegen die Währungsgewinne um 11,2 Mio. EUR auf 20,2 Mio. EUR (Q1 2019: 9,0 Mio. EUR) an und die Währungsverluste stiegen um 18,9 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR (Q1 2019: 5,0 Mio. EUR). Das Zinsergebnis verbesserte sich im Saldo leicht um 0,4 Mio. EUR. Das Ergebnis von assoziierten Unternehmen, das die Beteiligung an der hofer AG umfasst, sank um 1,5 Mio. EUR auf minus 2,2 Mio. EUR (Q1 2019: -0,7 Mio. EUR). Insgesamt fiel das Finanzergebnis um 8,8 Mio. EUR geringer aus als im Vorjahresvergleichsquartal. Es sank auf minus 9,8 Mio. EUR (Q1 2019: - 1,0 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtszeitraum somit mit 6,2 Mio. EUR (Q1 2019: 5,4 Mio. EUR) noch leicht über dem Vergleichsquartal im Vorjahr.

Effektive Steuerquote verbessert

Die Ertragsteueraufwendungen sanken im ersten Quartal 2020 auf 4,5 Mio. EUR (Q1 2019: 6,5 Mio. EUR). Der effektive Steuersatz fiel somit von über 100 % auf nunmehr 73,6 %. Diese Reduzierung ist unter anderem auf die Ergebnisverbesserungen in Nordamerika zurückzuführen. Das nach wie vor hohe Niveau im Berichtsquartal resultiert weiterhin aus Verlusten bei Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten. Des Weiteren erzielte ElringKlinger in den ersten drei Monaten 2020 einen Großteil seiner Gewinne in Ländern, deren Steuerquote tendenziell über der deutschen Steuerquote liegt.

Abzüglich der Ertragsteuern erreichte das Periodenergebnis von Januar bis März 2020 1,6 Mio. EUR (Q1 2019: - 1,1 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, lag bei minus 0,3 Mio. EUR (Q1 2019: 0,4 Mio. EUR). Daraus errechnet sich ein Ergebnisanteil, der den Aktionären der ElringKlinger AG zusteht, in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Q1 2019: - 1,5 Mio. EUR). Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien lag unverändert bei 63.359.990 Stück. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich auf 0,03 EUR (Q1 2019: -0,02 EUR).

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum Ende des ersten Quartals 2020 mit einer Eigenkapitalquote von 41,7 % und einem hohen Liquiditätspolster an flüssigen Mitteln und offenen Kreditlinien weiter solide dar. Aus operativer Tätigkeit generierte der Konzern im ersten Quartal 2020 einen Cashflow von 12,8 Mio. EUR.

Bilanzsumme bei 2,1 Mrd. EUR

Die Bilanzsumme bezifferte sich zum 31. März 2020 auf 2.091,4 Mio. EUR, nach 2.146,5 Mio. EUR zum Jahresende 2019. Die rückläufige Entwicklung wurde zum Teil durch die Wechselkursentwicklung beeinflusst: Durch die stichtagsbedingte Währungsumrechnung der Konzerneinzelbilanzen außerhalb des Euroraums in die Konzernwährung Euro ergab sich ein insgesamt senkender Effekt. Der Rückgang der Bilanzsumme im Vergleich zum 31. März 2019 (2.207,1 Mio. EUR) um 115,7 Mio. EUR liegt hauptsächlich an der Absenkung des Working Capitals (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) im Laufe des Geschäftsjahres 2019.

Die Sachanlagen reduzierten sich auf 1.021,3 Mio. EUR (31.03.2019: 1.059,3 Mio. EUR). Gegenüber dem Jahresende 2019 war der Buchwert um 22,4 Mio. EUR geringer. Dies spiegelt den disziplinierten Ansatz des Konzerns bei Investitionen wider, da die investitionsbedingten Zugänge in den ersten drei Monaten 2020 mit 12,3 Mio. EUR deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf Sachanlagen (27,8 Mio. EUR) lagen.

Das gesamte langfristige Vermögen belief sich zum 31. März 2020 auf 1.293,2 Mio. EUR (31.03.2019: 1.322,5 Mio. EUR) und stellte einen Anteil am Gesamtvermögen von 61,8 % (31.03.2019: 59,9 %) dar.

Kurzfristige Vermögenswerte bei 38 % der Bilanzsumme

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten, die zum 31. März 2020 einen Bilanzanteil von 38,2 % bzw. einen Buchwert von 798,2 Mio. EUR (31.03.2019: 878,6 Mio. EUR) darstellten, bildet das Working Capital in Höhe von 596,7 Mio. EUR den größten Posten. Die darin enthaltenen Vorräte lagen mit 365,3 Mio. EUR leicht über dem Stand zum Jahresende 2019 (356,5 Mio. EUR), während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 231,4 Mio. EUR ein vergleichbares Volumen aufwiesen (31.12.2019: 233,2 Mio. EUR). Bei den Zugängen in den Vorräten fallen vor allem teilespezifische Werkzeuge ins Gewicht, die bei bevorstehenden Neuanläufen bis zum Serienstart bzw. bis zur Fakturierung an den Kunden hier erfasst werden. Gegenüber dem Stand am 31. März 2019 (746,8 Mio. EUR) konnte das Working Capital durch gezielte Optimierungsmaßnahmen des Managements um 150,1 Mio. EUR signifikant reduziert werden.

Das Net Working Capital, in dem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Abzug gebracht werden, belief sich zum 31. März 2020 auf 452,8 Mio. EUR. Im Vergleich zum Jahresende 2019 (432,6 Mio. EUR) erhöhte es sich leicht um 20,2 Mio. EUR, was vorwiegend auf den Rückgang der Lieferantenverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Zum 31. März 2019 stand es noch mit 607,1 Mio. EUR in den Büchern.

Mit einem Bestand an Zahlungsmitteln und Äquivalenten in Höhe von 101,0 Mio. EUR (31.03.2019: 63,1 Mio. EUR) verfügte der Konzern zum Ende des ersten Quartals 2020 weiterhin über ein solides Liquiditätspolster. Gegenüber dem Bilanzstichtag 2019 reduzierten sich die Barmittel um 34,5 Mio. EUR - ein Teil davon diente der Darlehenstilgung.

Eigenkapitalquote bei 42 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. März 2020 auf 872,4 Mio. EUR (31.03.2019: 902,0 Mio. EUR). Der Rückgang um 18,8 Mio. EUR im Vergleich zum Bilanzstichtag 2019 (891,2 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf ergebnisneutrale Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung zurückzuführen. Diese schmälerten das Eigenkapital im ersten Quartal um 20,6 Mio. EUR, während das Periodenergebnis der ersten drei Monate 2020 von 2,0 Mio. EUR erhöhend wirkte.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich sowohl gegenüber dem Jahresende 2019 als auch dem Vergleichsquartal des Vorjahres leicht auf 41,7 % (31.03.2019: 40,9 %) und lag damit weiter innerhalb der angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 % vom Gesamtkapital.

Bei den Rückstellungen einschließlich der Pensionsrückstellungen ergaben sich in den ersten drei Monaten 2020 keine nennenswerten Veränderungen. Verglichen mit dem Stand Ende März 2019 (124,9 Mio. EUR) stiegen die Pensionsrückstellungen um 23,8 Mio. EUR auf 148,7 Mio. EUR an, was sich hauptsächlich durch die turnusgemäße Neubewertung zum Bilanzstichtag 2019 und die ihr zugrundeliegenden Parameter wie beispielsweise Zinssätze erklärt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten übrige Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Gewährleistungsverpflichtungen und andere, lediglich geringfügige Sachverhalte.

Nettoverschuldungsquote weiter gesunken

Die positive Cashflow-Entwicklung der letzten Quartale ermöglichte es dem Konzern, Bankverbindlichkeiten zu reduzieren.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Quartal

in Mio. €

Dadurch verringerte sich die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Festgeldanlagen/Wertpapiere*) zum 31. März 2020 auf 603,1 Mio. EUR deutlich gegenüber 795,5 Mio. EUR zum Ende des ersten Quartals 2019. In den vergangenen drei Monaten blieb sie stabil, am Jahresende 2019 lag sie mit 595,3 Mio. EUR auf vergleichbarem Niveau. Zum 31. März 2020 errechnet sich eine Verschuldungskennzahl (Nettoverschuldung/EBITDA) von 3,1, die sich gegenüber dem Stand des Vorjahresvergleichsquartals (4,7) deutlich, aber auch seit dem Jahresende 2019 (3,3) weiter verbesserte.

Betrieblicher Cashflow bei 13 Mio. EUR

Im ersten Quartal erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen betrieblichen Cashflow von 12,8 Mio. EUR (Q1 2019: 11,7 Mio. EUR). Die Veränderung des Net Working Capitals (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) inklusive sonstiger Aktiva und Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, führte im ersten Quartal 2020 zu einem Mittelabfluss von 31,4 Mio. EUR (Q1 2019: - 8,7 Mio. EUR). Die "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge", die im Wesentlichen Währungseffekte beinhalten, bewirkten im ersten Quartal eine Erhöhung des betrieblichen Cashflows um 12,5 Mio. EUR (Q1 2019: - 7,8 Mio. EUR).

Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Quartal 2020

in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

2 Hauptsächlich Wechselkurseinflüsse

* Kurzfristige Festgeldanlagen und Wertpapiere (31.03.2020: 10,2 Mio. EUR) sind ab 2020 in Kennzahl Nettoverschuldung enthalten.

Investitionstätigkeit deutlich gesenkt

Die Sachinvestitionen gingen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 16,5 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR (Q1 2020: 28,8 Mio. EUR) zurück. Hierbei zeigte sich der seit 2019 verfolgte disziplinierte Ansatz des Konzerns: Investitionsprojekte sind auf Maßnahmen im Zusammenhang mit bevorstehenden Neuanläufen und die strategische Ausrichtung des Konzerns auf Zukunftsfelder fokussiert. Das am Hauptstandort Dettingen/Erms errichtete Technologiezentrum für Elektromobilität konnte im ersten Quartal 2020 plangemäß einen Teil seines Betriebs aufnehmen. Das Zentrum dient vor allem Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie.

Die Investitionsquote* sank im ersten Quartal 2020 auf 3,1 %, nach 6,5 % im Vorjahresvergleichsquartal.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich in den ersten drei Monaten 2020 auf 2,7 Mio. EUR (Q1 2019: 2,6 Mio. EUR).

Unter Berücksichtigung der Ein- und Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte sowie Anlagenabgänge ergab sich aus der Investitionstätigkeit insgesamt ein Cashflow in Höhe von minus 16,4 Mio. EUR (Q1 2019: - 32,2 Mio. EUR).

Kredite zurückgeführt

Die hohe Liquidität, die der Konzern durch den Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit vor allem im vorangegangenen Geschäftsjahr generierte, konnte im ersten Quartal 2020 genutzt werden, um Kredite weiter zurückzuführen. Per Saldo reduzierten sich die langfristigen Kredite um 42,6 Mio. EUR. Bei den kurzfristigen Krediten fand eine Ausweitung um 16,2 Mio. EUR statt. Insgesamt flossen dem ElringKlinger-Konzern im ersten Quartal Mittel in Höhe von 26,5 Mio. EUR für die Finanzierungstätigkeit ab, während im selben Zeitraum des Vorjahres noch 37,6 Mio. EUR an Mitteln aufgenommen werden mussten.

Mit dem betrieblichen Cashflow des ersten Quartals 2020 konnten die im selben Zeitraum getätigten Investitionsauszahlungen weitgehend finanziert werden. Für den operativen Free Cashflow (betrieblicher Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte) ergab sich ein leicht negativer Wert von 2,2 Mio. EUR (Q1 2019: - 19,3 Mio. EUR).

Zum Quartalsende 31. März 2020 verfügte der Konzern mit einem Bestand an Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 101,0 Mio. EUR sowie offenen, nicht genutzten Kreditlinien in Höhe von 182,8 Mio. EUR über ein hohes Maß an Liquidität.

Chancen und Risiken

Im Zuge der Coronavirus-Pandemie haben ab Mitte März zahlreiche Hersteller in Europa und Nordamerika ihre Produktion unterbrochen und fahren sie zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wieder hoch. Es ist davon auszugehen, dass diese Wiederanlaufphase sich mindestens über den Mai 2020 erstreckt. Infolgedessen besteht für das Gesamtjahr 2020 ein erhöhtes Risiko des konjunkturellen Abschwungs, insbesondere für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer.

Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im ersten Quartal 2020 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2019 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 46 ff.) ergeben.

Der Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts 2019 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/gb2019/chancen-und-risikobericht zur Verfügung.

* Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis zum Konzernumsatz

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Weltwirtschaft bricht infolge Coronavirus-Pandemie ein

Die globale Konjunktur 2020 steht in Folge der Coronavirus-Pandemie vor einer Rezession. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte im April seine ursprüngliche Prognose, die im Januar noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 % für 2020 vorsah, nunmehr auf einen Rückgang von 3,0 % ab. Dabei unterstellt er ein Nachlassen der Pandemie in der zweiten Jahreshälfte und betont die hohe Unsicherheit, mit der diese Prognose behaftet ist. Sollte die Pandemie länger andauern oder ein weiterer Ausbruch bevorstehen, könnte der globale Einbruch laut IWF noch drastischer ausfallen.

Für die Bewältigung der Krise ist ein zweistufiger Prozess vorgesehen, im Rahmen dessen Regierungen und Notenbanken versuchen, mit Verordnungen und Hilfspaketen stabilisierend einzuwirken. Im ersten Schritt soll zunächst die Pandemie eingedämmt werden. Im zweiten Schritt wird der Fokus auf die konjunkturelle Erholung gerichtet. Mit den bisherigen Eindämmungsmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren, Grenzschließungen, Reiseverbote und Gastronomie- sowie Ladenschließungen haben die Staaten tief in das wirtschaftliche Geschehen eingegriffen, Handelsketten wurden unterbrochen, der Konsum auf ein Minimum reduziert, Betriebsruhen schwächten die Industrie und führten zu einem Beschäftigungsrückgang und einer hohen Investitionszurückhaltung. Besonders hart wird die Krise im Gesamtjahr voraussichtlich die Industrieländer treffen, aber auch Schwellen- und Entwicklungsländer leiden unter dem Rückgang des Welthandelsvolumens, dem Einbruch der Ölpreise und insbesondere unter Kapitalabflüssen.

Mit kurzfristig beschlossenen staatlichen Finanzhilfen und geldpolitischen Stabilisierungsmaßnahmen versuchen Regierungen und Notenbanken derzeit, die negativen ökonomischen Auswirkungen abzufedern. Weitere Konjunkturprogramme und Liquiditätsstützen sind in der Diskussion.

Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2020

Die Automobilindustrie ist von der Coronavirus-Krise besonders hart betroffen. Seit März 2020 sind auf den Weltfahrzeugmärkten zum Teil dramatische Rückgänge sowohl im Absatz als auch in den Produktionszahlen erkennbar. In vielen Regionen kam der Fahrzeugabsatz infolge geschlossener Autohäuser zum Erliegen. Automobilhersteller haben die Produktion zeitweise geschlossen oder stark eingeschränkt oder waren dazu verpflichtet. Entsprechend stark haben Branchenexperten ihre Prognosezahlen 2020 angepasst. Zu berücksichtigen ist dabei, dass derzeitige Schätzungen mit einer hohen Unsicherheit und Abhängigkeit vom Verlauf der Krisenbewältigung behaftet sind. In ihrem Basisszenario rechnen Analysten des Researchinstituts IHS mit einem Rückgang der Produktion von Light Vehicles von 22 % auf rund 70 Mio. Fahrzeuge im Jahr 2020 - gegenüber der Einschätzung im Januar (-0,5 %) eine signifikante Abwärtsrevision. Für das zweite Quartal 2020 erwartet IHS ein Minus von 47 % in der Weltfahrzeugproduktion, nachdem das erste Quartal bereits um 23 % rückläufig war. Von einer leichten Besserung geht man für das zweite Halbjahr aus (- 9 %).

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2019 Prognose 2020 Prognose 2021
Welt 2,9 - 3,0 5,8
Industriestaaten 1,7 - 6,1 4,5
Schwellen- und Entwicklungsländer 3,7 - 1,0 6,6
Deutschland 0,6 - 7,0 5,2
Eurozone 1,2 - 7,5 4,7
USA 2,3 - 5,9 4,7
Brasilien 1,1 - 5,3 2,9
China 6,1 1,2 9,2
Indien 4,2 1,9 7,4
Japan 0,7 - 5,2 3,0

Quelle: Internationaler Währungsfonds (April 2020, Basisszenario)

Regional und jeweils zeitlich wird die Entwicklung im Jahresverlauf 2020 heterogen weitergehen. Während der größte Einzelmarkt China vor allem im ersten Quartal stark, um 46 %, einbrach, wird für diesen ab dem zweiten Quartal und vor allem zweiten Halbjahr ein deutlich geringerer Rückgang gesehen. Europa und Nordamerika hingegen werden nach derzeitiger Einschätzung die größten Einschnitte im zweiten Quartal verzeichnen, in denen Produktionsrückgänge von minus 60 % bzw. minus 70 % erwartet werden.

Nicht nur für die Produktions-, sondern auch für die Absatzmärkte wurden die ursprünglichen Prognosen auf breiter Front gesenkt. Nach Informationen des deutschen Branchenverbands VDA wird die weltweite Automobilnachfrage 2020 um 16 % auf 67 Mio. Neufahrzeuge sinken - ein Monat zuvor lag die Erwartung für das Jahr 2020 noch bei einem Gesamtabsatzvolumen von 78 Mio. Fahrzeugen. Den größten prozentualen Rückgang sieht der Verband in Europa mit - 21 % auf 12,5 Mio. Neufahrzeuge, gefolgt von den USA mit - 18 % auf 13,9 Mio. Light Vehicles und - 10 % in China auf 19,0 Mio. Pkw.

Produktion Light Vehicles - Prognose 2020

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Region Mio. Fahrzeuge Veränderung

zum Vorjahr
Europa1 15,9 - 25%
China2 20,9 - 15%
Japan/Korea 10,6 - 19%
Mittlerer Osten/Afrika 1,5 - 25%
Nordamerika 12,2 - 25%
Südamerika 2,3 - 30%
Südasien 6,0 - 29%
Welt 69,3 - 22 %

Quelle: IHS (April 2020)

1 Ohne Russland

2 Großchina

Ausblick Unternehmen

Die Coronavirus-Pandemie hat das weltweite Geschehen weiterhin voll im Griff. Um die Ausbreitung einzudämmen und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens möglichst zu gewährleisten, haben Staaten rund um die Welt teils tiefe Eingriffe in die Freiheit der Bevölkerung vorgenommen. In den meisten Ländern ruhte das Wirtschaftsleben - während es sich im Februar 2020 um asiatische Staaten handelte, ergriffen ab Mitte März auch europäische sowie nord- und südamerikanische Staaten solch weitgehende Maßnahmen. In der Konsequenz ist davon auszugehen, dass insbesondere im zweiten und dritten Quartal 2020 weltweit erhebliche ökonomische Auswirkungen zu verzeichnen sein werden.

Auftragslage stark rückläufig

Die verlängerten Neujahrsferien und verordneten Betriebsruhen in China sowie die Produktionsunterbrechungen in Europa, Nord- und Südamerika wirkten sich im ersten Quartal 2020 ebenso wie die abflauende Konjunktur in Europa erheblich auf den Auftragseingang aus. Dieser lag im ersten Quartal 2020 mit 354,9 Mio. EUR um 28,8 % oder 143,4 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau (Q1 2019: 498,3 Mio. EUR). Währungsbereinigt lag der Rückgang noch bei 24,7 % oder 123,1 Mio. EUR.

Ähnlich, aber nicht ganz so signifikant verhielt es sich beim Auftragsbestand: Nach 1.077,3 Mio. EUR zum Ende des ersten Quartals 2019 ging dieser um 8,2 % oder 88,3 Mio. EUR auf 989,0 Mio. EUR zurück. Nimmt man konstante Wechselkurse an, beläuft sich der Rückgang auf 68,3 Mio. EUR oder 6,3 %.

Weiterhin wenig Visibilität für das laufende Jahr

Die ökonomischen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind in ihrem Ausmaß nach wie vor kaum konkret abzusehen. Vieles hängt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts davon ab, wie das wirtschaftliche Leben vor allem in Europa und Nordamerika wieder anläuft - ob Lieferketten beeinträchtigt sind, ob die Prozesse wieder effizient aufgenommen werden können und ob die einzelnen Länder vor einer zweiten Pandemiewelle inklusive erneuter Schließungsmaßnahmen verschont bleiben. Gleichzeitig ist offen, wie nachhaltig sich die Nachfrage in den kommenden Quartalen entwickeln wird.

Im Zuge dessen lässt sich eine Prognose nur äußerst schwierig vornehmen. ElringKlinger hat Ende April begonnen, die Produktion in Deutschland und an den übrigen europäischen Standorten schrittweise wieder hochzufahren. Dieser Prozess wird sich mindestens über den Mai 2020 erstrecken. Mit einem zeitlichen Abstand folgen die Werke in Nordamerika und Brasilien. In jedem Land kann es in Abhängigkeit vom jeweiligen Pandemieverlauf und den staatlichen Maßnahmen auch zu Verzögerungen kommen. In den asiatischen Werken sind bis auf Indien weiterhin deutlich stabilisierende Tendenzen festzustellen.

Umsatzveränderung leicht über Marktniveau erwartet

Vor diesem Hintergrund und unter erneutem Hinweis auf die zahlreichen Unwägbarkeiten geht ElringKlinger von einer organischen Umsatzveränderung aus, die sich leicht über dem Niveau der globalen Automobilproduktion bewegen wird. Für diese erwarten Experten einen Rückgang von 22 % im Geschäftsjahr 2020. Auch wenn der Konzern auf den Nachfragerückgang zügig z. B. mit Kurzarbeit oder verstärkter Kostendisziplin reagiert hat, werden diese Maßnahmen die Ergebniseffekte der erwarteten Umsatzeinbußen nicht vollständig kompensieren können. Daher sind auf der Ergebnisseite nach dem starken Auftaktquartal im zweiten Quartal deutliche Belastungen zu erwarten. Insgesamt rechnet der Konzern für 2020 mit einer Ergebnismarge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern bzw. EBIT im Verhältnis zum Konzernumsatz), die erkennbar unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Da sich die Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen (PPA) im Gesamtjahr erwartungsgemäß auf nicht mehr als 0,3 Mio. EUR belaufen werden, wird der Konzern in seinem Ausblick künftig die Marge des berichteten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) angeben.

Zudem ist davon auszugehen, dass sich aufgrund des erwartet schwächeren Ergebnisses auch die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - verringern wird.

Positiver operativer Free Cashflow angestrebt

ElringKlinger wird auch im laufenden Geschäftsjahr seinen disziplinierten Ansatz bei den Investitionen in Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beibehalten. Im Verhältnis zum Konzernumsatz wird das Volumen unterhalb von 7 % liegen. Ebenso wird der Konzern seine Optimierungen beim Net Working Capital fortsetzen. Für das Geschäftsjahr 2020 ist hier unter Berücksichtigung des erwartet rückläufigen Umsatzes mit einer Quote (in % des Konzernumsatzes) zu rechnen, die ungefähr dem Vorjahr entsprechen wird. Insgesamt erwartet der Konzern für 2020 einen positiven operativen Free Cashflow.

Trotz des erwartet positiven operativen Free Cashflows ist angesichts der prognostizierten Ergebnislage nicht davon auszugehen, dass sich die Nettoverschuldungskennzahl Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA weiter verbessern wird. Stattdessen erwartet der Konzern eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresniveau von 3,3.

Hinsichtlich der Eigenkapitalquote rechnet der Konzern damit, sich auch künftig innerhalb des langfristigen Zielspektrums von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals zu bewegen.

Für die Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung geht der Konzern von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes aus.

Mittelfristiger Ausblick

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger hat sich mit Produkten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmsystemen sowie Zylinderkopf- und Spezialdichtungen. Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten Verlauf einnehmen, geht ElringKlinger grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion.

Hinsichtlich der Ergebnissituation hat sich der Konzern auch künftig zum Ziel gesetzt, mittelfristig die EBIT-Marge schrittweise zu verbessern. Besondere Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind allerdings vor allem in den näherliegenden Berichtsperioden noch zu berücksichtigen.

Auf dieser Basis geht der Konzern weiterhin davon aus, mittelfristig

die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - gegenüber dem jeweiligen Vorjahr zu verbessern;
bei den Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien den disziplinierten Ansatz fortzuführen;
ein Niveau des Net Working Capitals (in % des Konzernumsatzes) von rund 25 % zu halten;
einen positiven operativen Free Cashflow zu erzielen;
die Nettoverschuldungskennzahl (Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA) so zu optimieren, dass sie unter 2,0 liegt;
Kosten von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes inklusive Aktivierung je Berichtsperiode für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufzuwenden;
die Eigenkapitalquote in der Bandbreite von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals halten zu können.

Dettingen/Erms, den 7. Mai 2020

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Turbulente Zeiten an den Aktienmärkten

Im ersten Quartal 2020 belastete die globale Coronavirus-Pandemie die Aktienmärkte massiv. Bereits Mitte Januar setzte China drastische Schutzmaßnahmen ein, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken. Die Wirtschaft wurde dadurch in großen Teilen des Landes zum Stillstand gebracht. Ungehindert davon breitete sich das Virus auf Europa und auch auf Nordamerika aus. Die Folge waren ein Stillstand der Konjunktur in vielen Ländern der Welt, ein Absacken des Ölpreises, stark gesunkene Einkaufsmanagerindizes weltweit, ein schwacher Ifo-Index und global einbrechende Autoverkäufe, die eine Vielzahl an Gewinnwarnungen börsennotierter Unternehmen sowie regelrechte Kurseinbrüche an den Aktienmärkten auslösten. Infolgedessen verlor auch der DAX nach einem Höchststand im Quartal in gerade einmal 28 Tagen fast 40 Prozent an Wert. Ähnlich stürzte der S&P 500 Index in nur 16 Handelstagen um 25 Prozent unter sein Rekordhoch und markierte damit den schnellsten Rutsch in einem Bärenmarkt in der US-Börsengeschichte. Die zügig eingeleiteten Hilfsmaßnahmen - wie z. B. das 750 Mrd. EUR schwere Rettungspaket der deutschen Regierung, das 750 Mrd. EUR große Anleihekaufprogramm der EZB, das 2.000 Mrd. USD umfassende Rettungspaket der amerikanischen Regierung, die zwei außerplanmäßigen Leitzinssenkungen der US-Notenbank und fallende Leitzinsen in China - stabilisierten die Aktienmärkte kurzfristig.

ElringKlinger-Aktie von Coronavirus-Krise betroffen

In einem positiv gestimmten Börsenumfeld erreichte ElringKlinger bereits Anfang Januar den bisherigen Jahreshöchstkurs 2020 von 8,22 EUR. Daran schloss eine Phase der Konsolidierung an, die einen leichten Kursrückgang bedeutete und zunächst bis Anfang Februar anhielt. Der Aktienkurs entwickelte sich anschließend wieder positiv und erzielte bis zur Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 am 19. Februar 2020 einen Kurs von 7,55 EUR. Danach kam der gesamte deutsche Aktienmarkt aufgrund der Coronavirus-Pandemie erheblich unter Druck, sodass auch die ElringKlinger-Aktie im weiteren Quartalsverlauf deutlich an Wert verlor und Mitte März einen Tiefstkurs von 3,61 EUR erreichte. Aufgrund der dramatischen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die globale Automobilindustrie sowie der zahlreichen Unsicherheiten im Markt konnte sich die Aktie bis zum Quartalsende am 31. März 2020 mit einem Schlusskurs von 3,91 EUR nur leicht erholen.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 31. März 2020 (indexiert)

in %

Aktionärsstruktur zum 31. März 2020

Handelsvolumen deutlich ausgeweitet

Das durchschnittlich gehandelte Volumen in der ElringKlinger-Aktie war im ersten Quartal 2020 mit 238.200 Stück pro Börsentag nahezu doppelt so hoch wie im Vergleichsquartal des Vorjahres (Q1 2019: 123.100 Stück). Gleich mehrere Faktoren können sich auf diese Entwicklung ausgewirkt haben: Dazu gehören unter anderem die vermehrten Berichterstattungen zur Automobilindustrie, die die Branche im ersten Quartal verstärkt in den Fokus rückten - und mit ihr die Aktienwerte. Auch ist möglich, dass das niedrigere Kursniveau im Berichtsquartal bei Anlegern vermehrt Kaufanreize auslöste. Die durchschnittlich erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen erreichten in der Folge mit rund 1,5 Mio. EUR (Q1 2019: rund 0,8 Mio. EUR) einen deutlich höheren Wert. Damit wies die ElringKlinger-Aktie auch im aktuellen Berichtsquartal eine ausreichend hohe Liquidität auf, sodass auch größere Aktienpakete gehandelt werden konnten.

Im kontinuierlichen Dialog mit dem Kapitalmarkt

ElringKlinger nahm im ersten Quartal 2019 an zwei Kapitalmarktkonferenzen teil und präsentierte sich einem überwiegend internationalen Publikum. Darüber hinaus führte der Konzern anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2019 eine telefonische Bilanzpresse- und Analystenkonferenz durch. Dabei präsentierte der Vorstand der ElringKlinger AG den zahlreich teilnehmenden Journalisten und Analysten die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Hauptversammlung verschoben, Dividendenzahlung wird ausgesetzt

Die Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus haben ElringKlinger dazu veranlasst, die ursprünglich für den 19. Mai 2020 angesetzte 115. ordentliche Hauptversammlung auf den 7. Juli 2020 zu verschieben und ausschließlich virtuell, d. h. über das Internet, durchzuführen. Darüber hinaus wird aufgrund der Ergebnissituation 2019 sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 ausgesetzt. Damit stärkt der Konzern auch die Innenfinanzierung für den weiteren Transformationsprozess.

Die ElringKlinger-Aktie (ISIN DE0007856023/WKN 785 602)

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1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1
Höchstkurs 8,22 8,11
Tiefstkurs 3,61 5,71
Stichtagskurs 2 3,91 6,06
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 238.200 123.100
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 1.467.300 842.100
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 247,7 384,0

1 Xetra-Handel

2 Zum 31. März

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

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in TEUR 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
Umsatzerlöse 396.239 441.086
Umsatzkosten - 308.408 - 355.487
Bruttoergebnis vom Umsatz 87.831 85.599
Vertriebskosten - 31.361 - 35.942
Allgemeine Verwaltungskosten - 21.585 - 23.544
Forschungs- und Entwicklungskosten - 18.418 - 19.696
Sonstige betriebliche Erträge 1.976 2.740
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.443 - 2.754
Operatives Ergebnis/EBIT 16.000 6.403
Finanzerträge 20.524 9.116
Finanzaufwendungen - 28.139 - 9.433
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 2.206 - 703
Finanzergebnis - 9.821 - 1.020
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.179 5.383
Ertragsteueraufwendungen - 4.547 - 6.510
Periodenergebnis 1.632 - 1.127
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt - 339 399
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 1.971 - 1.526
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,03 - 0,02

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

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in TEUR 1. Quartal

2020
1. Quartal

2019
Periodenergebnis 1.632 - 1.127
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 20.517 13.062
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen 135 - 42
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und

Verlustrechnung umgegliedert werden können
- 20.382 13.020
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und

Verlustrechnung umgegliedert werden können
0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 20.382 13.020
Gesamtergebnis - 18.750 11.893
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt - 83 992
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG - 18.667 10.901

Konzernbilanz

der ElringKlinger AG zum 31. März 2020

AKTIVA

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in TEUR 31.03.2020 31.12.2019 31.03.2019
Immaterielle Vermögenswerte 211.117 208.149 192.747
Sachanlagen 1.021.287 1.043.736 1.059.294
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.258 3.263 16.436
Finanzielle Vermögenswerte 3.552 3.551 3.555
Anteile an assoziierten Unternehmen 21.635 23.706 22.529
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 293 295 65
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4.448 5.420 8.081
Latente Steueransprüche 16.342 14.964 12.111
Vertragserfüllungskosten 10.011 9.428 6.795
Langfristige Vertragsvermögenswerte 1.305 1.512 921
Langfristige Vermögenswerte 1.293.248 1.314.024 1.322.534
Vorräte 365.254 356.477 414.786
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 10.561 10.891 8.709
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 231.439 233.231 331.995
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 5.655 7.739 7.879
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 84.238 88.683 52.151
Zahlungsmittel und Äquivalente 101.016 135.450 63.108
Kurzfristige Vermögenswerte 798.163 832.471 878.628
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 0 5.966
2.091.411 2.146.495 2.207.128

PASSIVA

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in TEUR 31.03.2020 31.12.2019 31.03.2019
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 727.099 725.128 719.534
Übrige Rücklagen - 73.124 - 52.486 - 37.135
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 835.573 854.240 863.997
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 36.876 36.980 37.986
Eigenkapital 872.449 891.220 901.983
Rückstellungen für Pensionen 148.692 148.215 124.855
Langfristige Rückstellungen 18.013 18.503 19.625
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 571.298 570.416 653.184
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 12.411 11.997 5.253
Latente Steuerschulden 14.927 16.168 15.260
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 8.120 8.204 9.250
Langfristige Verbindlichkeiten 773.461 773.503 827.427
Kurzfristige Rückstellungen 16.312 17.713 10.225
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 143.931 157.119 139.687
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 143.024 160.307 205.455
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 22.590 19.995 9.450
Steuerschulden 16.099 17.060 13.155
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 103.545 109.578 99.746
Kurzfristige Verbindlichkeiten 445.501 481.772 477.718
2.091.411 2.146.495 2.207.128

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung

leistungs-

orientierter

Versorgungspläne

netto
Eigenkapital-

Effekte aus

beherrschenden

Anteilen
Unterschieds-

beträge aus

der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2018 63.360 118.238 721.060 - 37.316 - 422 - 11.824
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis - 1.526 12.427
Periodenergebnis - 1.526
Sonstiges Ergebnis 12.427
Stand am 31.03.2019 63.360 118.238 719.534 - 37.316 - 422 603
Stand am 31.12.2019 63.360 118.238 725.128 - 52.909 - 422 845
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis 1.971 - 20.638
Periodenergebnis 1.971
Sonstiges Ergebnis - 20.638
Stand am 31.03.2020 63.360 118.238 727.099 - 52.909 - 422 - 19.793

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in TEUR Den Aktionären der

ElringKlinger AG

zustehendes Eigenkapital
Nicht beherrschende

Anteile am Eigenkapital
Konzern-

eigenkapital
Stand am 31.12.2018 853.096 37.014 890.110
Dividendenausschüttung 0 - 20 - 20
Gesamtergebnis 10.901 992 11.893
Periodenergebnis - 1.526 399 - 1.127
Sonstiges Ergebnis 12.427 593 13.020
Stand am 31.03.2019 863.997 37.986 901.983
Stand am 31.12.2019 854.240 36.980 891.220
Dividendenausschüttung 0 - 21 - 21
Gesamtergebnis - 18.667 - 83 - 18.750
Periodenergebnis 1.971 - 339 1.632
Sonstiges Ergebnis - 20.638 256 - 20.382
Stand am 31.03.2020 835.573 36.876 872.449

Konzern-Kapitalflussrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

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in TEUR 1. Quartal

2020
1. Quartal

2019
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.179 5.383
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 29.813 28.348
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 3.954 4.383
Veränderung der Rückstellungen - 1.227 - 648
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 232 194
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 2.206 703
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,

die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 12.924 - 32.758
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,

die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 18.478 24.066
Gezahlte Ertragsteuern - 6.692 - 7.081
Gezahlte Zinsen - 3.113 - 3.139
Erhaltene Zinsen 311 84
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 12.514 - 7.842
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.775 11.693
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als

Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
25 399
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 881 1.603
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 2.659 - 2.568
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 12.338 - 28.848
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 2.301 - 2.807
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 16.392 - 32.221
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 21 - 20
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 13.378 162.045
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 56.035 - 6.654
Veränderung der kurzfristigen Kredite 16.189 - 117.819
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 26.489 37.552
Zahlungswirksame Veränderung - 30.106 17.024
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel - 4.328 770
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 135.450 45.314
Zahlungsmittel am Ende der Periode 101.016 63.108

Konzern-Umsatzerlöse

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

Umsatzerlöse nach Regionen

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in TEUR 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
Deutschland 91.855 106.640
Übriges Europa 122.505 137.756
Nordamerika 105.845 101.618
Asien-Pazifik 58.928 75.238
Südamerika und Übrige 17.106 19.834
Konzern 396.239 441.086

Umsatzerlöse nach Segmenten

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in TEUR 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
Leichtbau/Elastomertechnik 108.146 124.926
Abschirmtechnik 83.780 99.147
Spezialdichtungen 72.627 80.474
Zylinderkopfdichtungen 39.898 46.952
E-Mobility 6.355 6.407
Abgasnachbehandlung 2.372 2.461
Sonstige 35 302
Segment Erstausrüstung 313.213 360.669
Segment Ersatzteile 52.293 44.724
Segment Kunststofftechnik 28.932 32.166
Verkauf von Gütern 394.438 437.559
Segment Sonstige 1.801 3.527
Gesamt 396.239 441.086

Segmentberichterstattung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2020

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 313.213 360.669 52.293 44.724 28.932 32.166
Intersegmenterlöse 6.156 5.487 0 0 3 8
Segmenterlöse 319.369 366.156 52.293 44.724 28.935 32.174
EBIT1 - 290 - 5.290 12.798 7.292 3.495 4.053
Abschreibungen2 - 26.686 - 25.392 - 957 - 737 - 1.655 - 1.578
Investitionen3 21.161 30.295 609 564 428 2.152

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Segment Sonstige Konsolidierung Konzern
in TEUR 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019 1. Quartal 2020 1. Quartal 2019
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.801 3.527 0 0 396.239 441.086
Intersegmenterlöse 2.132 1.829 - 8.291 - 7.324 0 0
Segmenterlöse 3.933 5.356 - 8.291 - 7.324 396.239 441.086
EBIT1 - 3 348 16.000 6.403
Abschreibungen2 - 515 - 641 - 29.813 - 28.348
Investitionen3 186 385 22.384 33.396

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis)

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für die ersten drei Monate 2020

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. März 2020 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 31. März 2020 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2020 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. Mai 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 31. März 2020 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von 6 inländischen und 32 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Segmentberichterstattung

Der Konzern hat sich dazu entschlossen die Segmentstruktur zu ändern. Ab 1. Januar 2020 werden die zwei bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks" unter dem neuen Segment "Sonstige" zusammengefasst.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 31.03.2020 31.12.2019 Jan. - Mär. 2020 Jan. - Dez. 2019
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,09560 1,12340 1,09950 1,11945
Pfund (Großbritannien) GBP 0,88643 0,85080 0,86044 0,87587
Franken (Schweiz) CHF 1,05850 1,08540 1,06310 1,11114
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,56170 1,45980 1,50003 1,48221
Real (Brasilien) BRL 5,70010 4,51570 5,11300 4,41745
Peso (Mexiko) MXN 26,17720 21,22020 22,87287 21,60815
RMB (China) CNY 7,77840 7,82050 7,70367 7,72366
WON (Südkorea) KRW 1.341,03000 1.296,28000 1.329,20333 1.303,16917
Rand (Südafrika) ZAR 19,60950 15,77730 17,73187 16,17013
Yen (Japan) JPY 118,90000 121,94000 119,53667 121,95917
Forint (Ungarn) HUF 360,02000 330,53000 344,88000 325,75167
Türkische Lira (Türkei) TRY 7,20630 6,68430 6,88427 6,35774
Leu (Rumänien) RON 4,82830 4,78300 4,80673 4,75011
Indische Rupie (Indien) INR 82,89850 80,18700 80,36300 78,77538
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 17.869,24000 15.595,60000 16.236,66667 15.800,49750
Bath (Thailand) THB 35,92500 33,41500 35,00567 34,59233
Schwedische Krone (Schweden) SEK 11,06130 10,44680 10,80397 10,58238

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Die abflauende Konjunktur in Europa und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in Asien wirkten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Elring-Klinger Konzerns im ersten Quartal aus. Es waren insbesondere die chinesischen Werke durch verlängerte Neujahrsferien und staatlich angeordnete Schließungen betroffen. Zu den erwarteten weiteren Entwicklungen der Covid-19-Pandemie verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel Forderungen aus

Lieferungen und

Leistungen
Sonstige

kurzfristige

Vermögenswerte
Derivate Langfristige

Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.03.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 101.016 231.439 22.998 0 1.438 1.385
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 98 98
Gesamt 101.016 231.439 22.998 0 1.536 1.483
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 135.450 233.231 22.294 0 1.438 1.443
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 832 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 97 97
Gesamt 135.450 233.231 22.294 832 1.535 1.540

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 31.03.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 358.899
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 106
Gesamt 2.016 2.016 359.005
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 394.421
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 832
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 105
Gesamt 2.016 2.016 395.358

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige

kurzfristige

Verbindlichkeiten
Kurzfristige

Finanz-

verbindlichkeiten
Kurzfristige

Leasing-

verbindlichkeiten

IFRS16
Verbindlichkeiten

aus Lieferungen

und Leistungen
in TEUR BW BW BW BW
--- --- --- --- ---
per 31.03.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 45.829 133.267 9.757 143.931
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 51.882 149.181 11.049 157.119
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0

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Derivate Langfristige

Finanz-

verbindlichkeiten
Langfristige

Leasing-

verbindlichkeiten

IFRS16
Gesamt
in TEUR BW ZW BW ZW BW BW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.03.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 531.379 500.102 39.919 904.082
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.921 2.921 0 0 0 2.921
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 534.724 489.862 35.658 939.613
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.210 1.210 0 0 0 1.210

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 30.252 (31.12.2019: TEUR 30.252) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 10.231 (31.12.2019 TEUR 8.724).

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, mit Sitz in Tokio, Japan, auf deren Anteile, basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.025 (31.12.2019: TEUR 3.025).

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2020:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31.03.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 98 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 2.008 0
Derivate* 0 0 0
Gesamt 106 2.008 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 2.921 0
Gesamt 0 2.921 0
31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 97 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate* 0 832 0
Gesamt 105 832 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 1.210 0
Gesamt 0 1.210 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2020:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31.03.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.385 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.385 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 500.102 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 30.252
Gesamt 0 500.102 30.252
31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.443 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.443 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 502.152 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 30.252
Gesamt 0 502.152 30.252

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2019 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten drei Monaten 2020 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten drei Monaten 2020 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 855 enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/Erms, den 7. Mai 2020

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

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Fon +49 (0) 71 23 / 724-0

Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06

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IR-Kontakt

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Fon +49(0) 71 23 / 724-88 335

Fax +49(0) 71 23 / 724-85 8335

[email protected]

Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger AG keine Gewähr.

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die Anwendung genderspezifischer Sprachregelungen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 7. Mai 2020 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender 2020

JULI 07

115. ordentliche Hauptversammlung, Durchführung virtuell

AUGUST 11

Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2020

NOVEMBER 10

Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2020

MAI 2021 18

116. ordentliche Hauptversammlung

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.

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