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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 7, 2020

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Interim / Quarterly Report

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Bericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2020

Kennzahlen

ElringKlinger-Konzern

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2. Quartal 2020 1. Quartal 2020 4. Quartal 2019 3. Quartal 2019 2. Quartal 2019
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 192,6 354,9 381,5 437,6 419,8
Auftragsbestand in Mio. € 929,4 989,0 1.030,3 1.068,7 1.063,0
Umsatz/Ergebnis
Umsatz in Mio. € 252,2 396,2 419,9 431,9 434,1
Umsatzkosten in Mio. € - 229,7 308,4 358,1 340,1 348,0
Bruttomarge 8,9% 22,2 % 14,7 % 21,3 % 19,8 %
EBITDA in Mio. € - 0,9 45,8 57,4 49,8 39,0
EBIT / Operatives Ergebnis in Mio. € - 32,4 16,0 24,3 20,3 10,2
EBIT-Marge - 12,8 % 4,0 % 5,8 % 4,7 % 2,3 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € - 38,7 6,2 19,5 15,3 1,5
Periodenergebnis in Mio. € - 35,5 1,6 7,6 7,2 - 8,7
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € - 35,5 2,0 7,5 6,7 - 8,6
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 39,6 12,8 87,7 58,8 119,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 14,3 - 16,4 - 1,7 - 28,5 - 22,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € 22,9 - 26,5 - 56,8 - 12,5 - 72,1
Operativer Free Cashflow1 in Mio. € 25,8 - 2,2 65,7 30,8 98,6
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.050,4 2.091,4 2.146,5 2.199,3 2.174,1
Eigenkapital in Mio. € 830,8 872,4 891,2 895,5 885,2
Eigenkapitalquote 40,5 % 41,7 % 41,5 % 40,7 % 40,7 %
Nettoverschuldung2 in Mio. € 579,9 603,1 595,3 681,5 699,9
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 9.991 10.373 10.393 10.492 10.411
Aktie
Ergebnis je Aktie in € - 0,56 0,03 0,12 0,11 - 0,14

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M&A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Ab 2020 kurzfr. Festgeldanlagen / Wertpapiere berücksichtigt

Erstes Halbjahr 2020 in Kürze

Coronavirus-Pandemie beeinträchtigt Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2020 massiv; weltweite Automobilproduktion schrumpft um 45 % im zweiten Quartal 2020 und um 33 % im ersten Halbjahr 2020; sämtliche Regionen betroffen
Konzernumsatz entwickelt sich besser als Fahrzeugmarkt; Umsatzerlöse des ElringKlinger-Konzerns gehen im zweiten Quartal 2020 um 41,9 % auf 252,2 Mio. EUR und im ersten Halbjahr 2020 um 25,9 % auf 648,4 Mio. EUR zurück; Umsätze in Europa und Nordamerika deutlich rückläufig
Segment Erstausrüstung von Marktentwicklung am stärksten getroffen; Segment Ersatzteile mit starkem ersten Halbjahr
Konzern-EBIT bei - 32,4 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 und bei - 16,4 Mio. EUR im ersten Halbjahr; Effizienzsteigerungsprogramm und strikte Kostendisziplin mildern negativen Effekt aus Corona-Krise ab
Operativer Free Cashflow trotz Markteinbruch mit 25,8 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 positiv; im ersten Halbjahr bei 23,6 Mio. EUR; zum 30. Juni 2020 weiter hohe Liquidität; disziplinierter Ansatz bei Investitionen fortgeführt
Nettoverschuldung weiter abgebaut auf 579,9 Mio. EUR zum 30. Juni 2020, nach 595,3 Mio. EUR am Jahresende 2019; Eigenkapitalquote bei 40,5 %
Auftragslage spiegelt Marktlage wider; Auftragseingang sinkt im zweiten Quartal 2020 wähgungsbereinigt um 51,5 % auf 192,6 Mio. EUR; Auftragsbestand reduziert sich gegenüber Vorquartal um 12,6 %
Ausblick 2020 unverändert gegenüber Q1-Bericht: Umsatz leicht besser als Markt und EBIT-Marge erkennbar unter Vorjahresniveau erwartet

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Konzern- Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Weltwirtschaft bricht im zweiten Quartal durch Coronavirus-Pandemie ein

Die weltwirtschaftliche Aktivität ist im ersten Halbjahr 2020 durch die Coronavirus-Pandemie drastisch gesunken. Das Jahr war zunächst mit einem gedämpften globalen Wirtschaftswachstum gestartet. Die rasche weltweite Ausbreitung des Coronavirus führte jedoch ab März 2020 zu Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen auf internationaler Ebene und mit weitreichenden negativen Auswirkungen auf die globale Konjunktur. Im Januar und Februar war es zunächst in einzelnen Regionen Chinas zu Produktions- und Handelsstillständen gekommen. Ab Mitte Februar griff die Viruswelle zunächst auf Europa und leicht verzögert auf den amerikanischen Kontinent über.

Die staatlich angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen wie Kontakt- und Ausgangssperren oder Grenz- und Ladenschließungen lösten unmittelbar globale wirtschaftliche Verwerfungen über viele Branchen hinweg aus. Es kam zu nationalen Shutdowns und Produktionsunterbrechungen in der Industrie. Um die unmittelbaren Schäden für die Wirtschaft zu begrenzen, reagierten Staaten rasch mit beträchtlichen finanziellen Hilfs- und Konjunkturpaketen. Notenbanken unterstützten diese Maßnahmen mit zusätzlichen Anleihekäufen und Leitzinssenkungen.

In China normalisierte sich die Lage bereits ab Mitte Februar wieder. In den meisten europäischen Ländern spitzte sie sich hauptsächlich ab Ende März zu. Ab Mai zeichneten sich sukzessive und regional unterschiedlich Lockerungen ab, sodass im Euroraum die wirtschaftliche Aktivität wieder langsam zunahm. In den USA hingegen verschärfte sich die Pandemielage in einigen Bundesstaaten auch im Verlauf des zweiten Quartals. Das Land verzeichnete insgesamt einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und Rückgang des privaten Konsums. Auch Südamerika, Indien und Afrika waren im zweiten Quartal stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen.

Corona-Krise trifft Automärkte weltweit hart

Nachdem die Automärkte bereits in den ersten Monaten 2020 aufgrund der abflauenden Konjunktur vor allem in Europa sowie den ersten Corona-Auswirkungen in Asien, dort hauptsächlich in China, spürbar nachließen, brachen sie ab April weltweit durch die Ausbreitung des Coronavirus massiv ein.

Der Autohandel kam in zahlreichen Regionen während der angeordneten Lockdowns komplett zum Erliegen. Die hohe Unsicherheit um das weitere Ausmaß der Krise sowie um mögliche Fördermaßnahmen hielten Konsumenten vor allem in Deutschland vom Autokauf ab. Starke Absatzrückgänge und die Produktionsunterbrechungen bei zahlreichen Herstellern im ersten Quartal 2020 in China und im zweiten Quartal hauptsächlich in Europa, Nord- und Südamerika bewirkten schließlich beispiellose Rückgänge in der Fahrzeugproduktion.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 4. Quartal 2019 1. Quartal 2020 2. Quartal 2020 1
Deutschland 0,4 - 2,3 - 13,2
Eurozone 1,0 - 3,1 - 14,5
USA 2,3 0,3 - 11,1
Brasilien 1,7 - 0,3 - 14,2
China 6,0 - 6,8 1,2
Indien 4,1 3,1 - 25,1
Japan - 0,7 - 1,7 - 8,4

1 Forecast

Quelle: HSBC (Juni 2020)

Im zweiten Quartal brach die Weltproduktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) um 44,5 % auf 12,3 Mio. Neufahrzeuge - und damit rund 10 Millionen weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres - ein. Im gesamten ersten Halbjahr betrug der Rückgang 33,2 %.

Produktion Light Vehicles

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Veränd. zum Vorjahr in % 1. Quartal 2020 2. Quartal 2020 1. Halbjahr 2020
Region
Europa - 18 - 63 - 40
China 1 - 46 9 - 20
Japan / Korea - 9 - 40 - 25
Mittlerer Osten / Afrika - 11 - 47 - 28
Nordamerika - 11 - 69 - 40
Südamerika - 17 - 82 - 51
Südasien - 18 - 80 - 47
Welt - 22 - 45 - 33

1 Großchina

Quelle: IHS (Juli 2020)

Wesentliche Ereignisse

Aufsichtsrat auf virtueller Hauptversammlung neu gewählt

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie fand die ursprünglich für Mai 2020 geplante Hauptversammlung der ElringKlinger AG am 7. Juli 2020 erstmals in der Unternehmensgeschichte virtuell statt. Die Aktionäre der ElringKlinger AG nahmen sämtliche Beschlussvorschläge mit deutlicher Mehrheit an und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils 97 % der Stimmen.

Turnusgemäß stand bei dieser Hauptversammlung die Neuwahl der von den Anteilseignern gewählten Aufsichtsratsmitglieder an. Dabei folgte Helmut P. Merch dem ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied Prof. Hans-Ulrich Sachs nach. Alle anderen Aktionärsvertreter wurden mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat waren bereits im Mai gewählt worden und nahmen ebenfalls nach Ende der Hauptversammlung am 7. Juli 2020 ihr Amt auf. Neu gewählt wurden Olcay Zeybek, Leiter Rechnungswesen der ElringKlinger AG, sowie Barbara Resch, Tarifsekretärin der IG Metall Baden-Württemberg. Sie folgten den ausgeschiedenen Mitgliedern Pasquale Formisano und Nadine Boguslawski.

Zum Abschlussprüfer wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, bestellt. Dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 angesichts der Ergebnissituation und der Corona-Krise ausgesetzt wird, hatte der Konzern bereits im März mitgeteilt.

Coronavirus-Pandemie bewirkt drastischen Geschäftsrückgang im zweiten Quartal

Zu Beginn des Jahres breitete sich das Coronavirus zuerst in China und danach weltweit aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die dadurch ausgelöste Krankheit zur Pandemie. In der Folge kam es weltweit zu staatlichen Eindämmungsmaßnahmen, deren erste Auswirkungen bereits im ersten Quartal 2020 in der Geschäftstätigkeit von ElringKlinger zu erkennen waren. In den chinesischen Werken des ElringKlinger-Konzerns kam es zu verlängerten Neujahrsferien und Schließungen im Februar. Ab Mitte März wurde die Produktion darüber hinaus auch in europäischen und nordamerikanischen Werken unterbrochen, während sich die Lage in China wieder normalisierte.

Die massiven konjunkturellen Auswirkungen führten vor allem zu Beginn des zweiten Quartals zu einem spürbaren Geschäftsrückgang bei ElringKlinger. In Europa fuhren Hersteller erst ab Ende April wieder sukzessive mit der Produktion hoch, in Nordamerika setzte die Anlaufphase später ein. Im Zuge dessen führte ElringKlinger zum 1. April 2020 an den deutschen Standorten Kurzarbeit ein, die zum Halbjahresstichtag fortbestand. Zum Schutz der MitarbeiterInnen ordnete der Konzern Ende Februar konzernweit Reisebeschränkungen an. Weitere Maßnahmen sehen physische Kontaktbeschränkungen und die Einhaltung strikter Hygienevorschriften vor. Im Konzern wird darüber hinaus in den hierfür geeigneten Bereichen das Arbeiten im Home Office praktiziert, das zum Berichtsstichtag ebenfalls fortgeführt wird.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Umsätze brechen im zweiten Quartal aufgrund Corona ein

Der Einbruch der internationalen Automärkte als Folgewirkung der Coronavirus-Pandemie zeigte sich im zweiten Quartal 2020 in einem deutlichen Rückgang des Konzernumsatzes der ElringKlinger AG. Nachdem sich die Konzernerlöse im ersten Quartal aufgrund der konjunkturellen Abkühlung vor allem in Europa und ersten Auswirkungen aus der Corona-Krise in Asien um 10,2 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal abschwächten, reduzierten sie sich im zweiten Quartal um 41,9 % auf 252,2 Mio. EUR (Q2 2019: 434,1 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr gingen die Konzernerlöse um 226,8 Mio. EUR bzw. 25,9 % auf 648,4 Mio. EUR (H1 2019: 875,2 Mio. EUR) zurück.

Organisch (bereinigt um Währungseffekte und Einflüsse aus M&A-Aktivitäten) ging der Konzernumsatz im zweiten Quartal um 40,5 % und im ersten Halbjahr um 25,0 % zurück. Aus M&A-Aktivitäten waren Erlöse in Höhe von 2,2 Mio. EUR aus dem 2019 veräußerten ungarischen Gewerbepark zu berücksichtigen. Währungseffekte minderten den Umsatz im zweiten Quartal um 4,9 Mio. EUR und im ersten Halbjahr um 5,4 Mio. EUR.

Verglichen mit der globalen Fahrzeugproduktion, die im zweiten Quartal drastisch um 44,5 % und im ersten Halbjahr um 33,2 % schrumpfte, konnte ElringKlinger damit erneut eine bessere Entwicklung erzielen: um vier Prozentpunkte im zweiten Quartal 2020 und um gut acht Prozentpunkte im ersten Halbjahr.

Effekte im Konzernumsatz

in Mio. EUR

Asien-Pazifik im zweiten Quartal von Krise am wenigsten betroffen

Die Umsatzeinbußen des zweiten Quartals 2020 betrafen sämtliche Regionen. In Europa, wo üblicherweise mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes generiert wird, kam es in Folge nationaler Shutdowns bereits ab Ende März zu Werksschließungen vieler Fahrzeughersteller. Aufgrund erster Lockerungen konnte die Produktion ab Ende April schrittweise wieder aufgenommen werden. Insgesamt reduzierten sich im zweiten Quartal die Konzernerlöse in Europa (inkl. Deutschland) um 96,7 Mio. EUR bzw. 42,9 % auf 128,5 Mio. EUR. Deutschland hatte mit 34,8 % einen geringeren Rückgang zu verzeichnen. Die Konzernumsätze in Europa waren damit deutlich robuster als der europäische Fahrzeugmarkt, der einen Produktionsrückgang von 62,3 % im zweiten Quartal 2020 hinnehmen musste. Auch im ersten Halbjahr lagen die Konzernerlöse in Europa mit 342,9 Mio. EUR und einem Rückgang von - 27,0 % erkennbar über der Marktentwicklung von - 39,7 %. In Deutschland erlöste ElringKlinger im ersten Halbjahr 2020 155,6 Mio. EUR (H1 2019: 204,4 Mio. EUR) und generierte 23,9 % weniger Umsatzerlöse als in der Vorjahresvergleichsperiode.

Die Konzernumsätze in der Region Nordamerika konnten nach der starken Expansion im Geschäftsjahr 2019 zunächst auch im ersten Quartal 2020 um 4,1 % weiter zulegen. Im zweiten Quartal brachen sie jedoch drastisch um 54,3 % auf 53,4 Mio. EUR (Q2 2019: 116,9 Mio. EUR) ein. Allerdings betraf es ElringKlinger auch hier weniger stark als den Gesamtmarkt: Mit einem Produktionsrückgang von 69,1 % litt der Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in Nordamerika im zweiten Quartal 2020 erheblich. Im ersten Halbjahr sanken die Konzernerlöse in Nordamerika um 27,1 % auf 159,2 Mio. EUR (H1 2019: 218,5 Mio. EUR).

In Asien-Pazifik verbuchte ElringKlinger mit einem Minus von 13,3 % im zweiten Quartal 2020 bzw. mit - 17,6 % Umsatzerlöse von 121,6 Mio. EUR (H1 2019: 147,6 Mio. EUR) im Halbjahr und damit den regional geringsten Rückgang. China war zwar im Februar von verlängerten Neujahrsferien und anschließenden Werksschließungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie betroffen, konnte aber im zweiten Quartal wieder zu einer Normalisierung zurückkehren. Hingegen konnte sich im Berichtsquartal die Lage in anderen asiatischen Ländern, darunter Indien, nicht erholen.

In Südamerika und Übrige sanken die Umsätze im zweiten Quartal 2020 drastisch um 12,1 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR (Q2 2019: 19,6 Mio. EUR) bzw. um 14,8 Mio. EUR auf 24,7 Mio. EUR (H1 2019: 39,5 Mio. EUR). Währungsbereinigt fiel der Rückgang um 3,7 Mio. EUR milder aus.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz betrug im zweiten Quartal 74,7 % (Q2 2019: 77,5 %) bzw. im ersten Halbjahr 76,0 % (H1 2019: 76,6 %).

Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2020

Segment Erstausrüstung

Die negativen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf die Automobilbranche wirkten sich auf das Segment Erstausrüstung am härtesten aus, da es unmittelbar von Veränderungen in den Abrufmengen der Hersteller betroffen ist. Mit einem Anteil von 77 % am Konzernumsatz (30. Juni 2020) stellt es nach wie vor das mit Abstand größte Segment dar. Hinzu kommt, dass die von der Krise im zweiten Quartal besonders hart getroffene Region Nordamerika nach dem starken Wachstum in den Vorperioden mittlerweile die größte Absatzregion im Segment Erstausrüstung ist. Entsprechend büßte das Segment den Großteil des Umsatzrückgangs des Konzerns ein: von insgesamt - 181,9 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 entfiel ein Umsatzminus von 172,9 Mio. EUR auf das Segment Erstausrüstung. Die Segmenterlöse gingen um 47,9 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal auf 188,4 Mio. EUR (Q2 2019: 361,3 Mio. EUR) zurück bzw. im ersten Halbjahr 2020 um 30,5 % auf 501,6 Mio. EUR (H1 2019: 722,0 Mio. EUR).

In den klassischen Geschäftsbereichen Abschirmtechnik sowie Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sanken die Umsätze im zweiten Quartal 2020 um jeweils mehr als die Hälfte im Vergleich zur selben Periode des Vorjahres. Prozentual weniger betroffen war der Geschäftsbereich Leichtbau / Elastomertechnik, der neben motorbezogenen Komponenten auch innovative Strukturleichtbauteile entwickelt und herstellt. Diese waren vergleichsweise nachfragerobust. Auch das E-Mobility-Geschäft, das die Bereiche Brennstoffzellen- und Batterietechnologie sowie elektrische Antriebssysteme umfasst, verzeichnete einen unterdurchschnittlichen Umsatzrückgang und erlöste im zweiten Quartal 2020 5,8 Mio. EUR (Q2 2019: 8,4 Mio. EUR) bzw. 12,1 Mio. EUR (H1 2019: 14,8 Mio. EUR) im ersten Halbjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des Segments Erstausrüstung sank im zweiten Quartal auf - 40,5 Mio. EUR (Q2 2019: 2,0 Mio. EUR) bzw. auf - 40,8 Mio. EUR (H1 2019: - 3,2 Mio. EUR) im ersten Halbjahr 2020. Die klassischen Geschäftsbereiche hatten im ersten Quartal auch aufgrund des 2019 konzernweit eingeführten Effizienzsteigerungsprogramms trotz nachlassender Umsätze ihre Ertragsstärke verbessert, lagen aber aufgrund des massiven Absatzrückgangs im zweiten Quartal 2020 deutlich unter ihren Gewinnschwellen. Die an den nordamerikanischen Werken durchgeführten Optimierungen der Kostenstrukturen und Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung konnten die Ergebniseffekte durch die Umsatzausfälle leicht abmildern. Der Geschäftsbereich E-Mobility verbuchte im Berichtsquartal wie auch im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls ein negatives EBIT. In der Berichtsperiode fielen Aufwendungen für den Aufbau einer neuen Batterielinie am Standort in Thale sowie für den Aufbau von Produktionskapazitäten elektrischer Antriebseinheiten in Großbritannien und Deutschland an.

Ersatzteilgeschäft mit starkem ersten Halbjahr

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte das Ersatzteilgeschäft des ElringKlinger-Konzerns im ersten Halbjahr 2020 einen erfreulichen Umsatzzuwachs von 6,7 % auf 91,3 Mio. EUR (H1 2019: 85,6 Mio. EUR) verzeichnen. Die Unsicherheiten um die Auswirkungen aus der Corona-Krise auf die Handelsketten haben in vielen Regionen dazu geführt, dass teilweise Kunden über Abrufsteigerungen ihre Lagerbestände optimierten. Vor allem in Osteuropa und im Nahen und Mittleren Osten legten die Umsätze spürbar zu. Im zweiten Quartal gelang es dem Segment, die Ersatzteilversorgung des Marktes trotz der weitreichenden logistischen und handelsbezogenen Einschränkungen in allen wesentlichen Regionen aufrechtzuerhalten. Auch dadurch konnte das Umsatzvolumen im zweiten Quartal 2020 mit 39,0 Mio. EUR (Q2 2019: 40,9 Mio. EUR) weiter auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Die hohe Effizienz in der Disposition, der Lagerlogistik und den Handelswegen sowie vorausschauende Bestandsoptimierungen spiegeln sich in der guten Ergebnissituation des Segments wieder - hinzu kommt die konzernweite Kostendisziplin. Im ersten Halbjahr 2020 steuerte das Segment Ersatzteile ein EBIT von 20,5 Mio. EUR (H1 2019: 14,0 Mio. EUR) bei. Davon entfallen 7,7 Mio. EUR (Q1 2019: 6,7 Mio. EUR) auf das zweite Quartal.

Segment Kunststofftechnik

Nachdem die Geschäftstätigkeit des Segments Kunststofftechnik bereits im ersten Quartal 2020 aufgrund der allgemeinen Marktschwäche in Europa und ersten Effekten aus der Coronavirus-Pandemie nicht ganz an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen konnte, wirkten sich die Pandemiefolgen im zweiten Quartal deutlicher aus. Auftragsrückgänge und Umsatzeinbußen waren über viele Branchen und Regionen hinweg, vor allem im Maschinenbausektor und der Automobilbranche und regional in Deutschland, Europa sowie den USA zu verzeichnen. Der Segmentumsatz sank im zweiten Quartal um 17,1 % auf 23,8 Mio. EUR (Q2 2019: 28,7 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr erlöste das Segment mit 52,7 Mio. EUR (H1 2019: 60,9 Mio. EUR) 13,5 % weniger Umsätze als noch im selben Zeitraum des Vorjahres.

Mit dem konzernweiten Effizienzsteigerungsprogramm und der fortgeführten strengen Kostendisziplin konnte der negative Ergebniseffekt aus dem Umsatzrückgang im zweiten Quartal abgefedert, aber nicht vollständig kompensiert werden. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich im zweiten Quartal auf 1,3 Mio. EUR (Q2 2019: 1,7 Mio. EUR) und entsprach einer Ergebnismarge von 5,5 %. Im ersten Halbjahr 2020 erzielte das Segment Kunststofftechnik ein EBIT von 4,7 Mio. EUR (H1 2019: 5,8 Mio. EUR) und eine EBIT-Marge von 9,0 % (H1 2019: 9,5 %).

Segment "Sonstige"

Seit dem 1. Januar 2020 werden die bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks" unter dem Segment "Sonstige" zusammengefasst. Es beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Elring Klinger Motortechnik GmbH, der ElringKlinger Logistic Service GmbH sowie des Gewerbeparks in Idstein. Die Umsatz- und Ergebnisbeiträge des Segments sind mit einem Anteil von weniger als einem Prozent des Konzernumsatzes von nachrangiger Bedeutung. Finanzzahlen sind in der Segmentrechnung im Konzernanhang dargestellt.

Konzernumsatz nach Segmenten 1. Halbjahr 2020

Mitarbeiterzahl nimmt ab

Zum Halbjahresstichtag 2020 waren im ElringKlinger-Konzern 9.991 Mitarbeiter - und damit 402 Personen weniger als noch zum 31. Dezember 2019 (10.393 Mitarbeiter) -beschäftigt. Zum 30. Juni 2019 hatten noch 10.409 Personen zum Konzernpersonal gezählt. Zur Verbesserung der Kostenbasis hatte der Konzern bereits vor der Corona-Krise ein Effizienzsteigerungsprogramm eingeleitet, das sich auch auf das Personalmanagement im In- und Ausland auswirkte. Der Personalbestand ging in einigen Bereichen und Regionen bereits im ersten Quartal 2020 zurück. Aufgrund des Umsatzeinbruches im zweiten Quartal passte der Konzern die Personalkapazitäten weiter an, sodass sich die Mitarbeiterzahl in sämtlichen Regionen im Halbjahreszeitraum reduzierte: In Deutschland um 97 auf 4.227, in Europa (ohne Deutschland) um 114 auf 1.914, in Nordamerika um 98 auf 1.971, in Südamerika und Übrige um 84 auf 343 und in Asien-Pazifik um 9 auf 1.536.

Ein Anteil von 42,3 % der Beschäftigten war zum 30. Juni 2020 im Inland und 57,7 % entsprechend im Ausland tätig.

Bruttomarge durch Volumenrückgang belastet

Die Umsatzkosten sanken im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 118,3 Mio. EUR auf 229,7 Mio. EUR (Q2 2019: 348,0 Mio. EUR). Das Bruttoergebnis belief sich auf 22,5 Mio. EUR (Q2 2019: 86,1 Mio. EUR) und entsprach einer Bruttomarge von 8,9 % (Q2 2019: 19,8 %), die deutlich unter dem üblichen Niveau lag. Im ersten Halbjahr ergab sich eine Bruttomarge von 17,0 % (H1 2019: 19,6 %), entsprechend einem Bruttoergebnis von 110,3 Mio. EUR (H1 2019: 171,7 Mio. EUR).

Durch den hohen Volumenrückgang im zweiten Quartal nahm in den Umsatzkosten vor allem das Verhältnis von fixen zu variablen Kostenbestandteilen wie planmäßige Abschreibungen zu, wohingegen der Materialkostenanteil am Umsatz auf einem dem Vorjahresvergleichsquartal ähnlichen Niveau von rund 45 % konstant blieb. Hier war im ersten Halbjahr 2020 auch aufgrund aktiver Steuerung des Einkaufs eine leichte Entspannung zu verzeichnen. Diese betraf Polyamide (Kunststoffgranulate), aber auch Stahl und Aluminium. Die Preise für Edelstahl stiegen leicht.

Die Personalkosten des Konzerns konnten im zweiten Quartal 2020 um 37,3 Mio. EUR auf 101,3 Mio. EUR (Q2 2019: 138,6 Mio. EUR) gesenkt werden. Ein wesentlicher Aspekt im Berichtsquartal waren dabei konzernweite Maßnahmen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Aufgrund des geringeren Kapazitätsbedarfs wurden an allen Standorten Möglichkeiten genutzt, die Flexibilität bei Personalkapazitäten den jeweiligen Bedarfen entsprechend für den Konzern zu nutzen. Im Zuge des Nachfragerückgangs führte ElringKlinger an den deutschen Standorten am 1. April 2020 Kurzarbeit ein, die im zweiten Quartal durchgehend fortgeführt wurde. In den ausländischen Gesellschaften setzte der Konzern ähnliche Maßnahmen um. Insgesamt waren dadurch spürbare Kostenentlastungen erzielt worden, die aber die Ergebniseffekte aus den massiven Umsatzeinbußen nicht adäquat kompensieren konnten. Dadurch lag die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) im zweiten Quartal auf einem erhöhten Niveau von 40,2 % (Q2 2019: 31,9 %).

Im ersten Halbjahr beliefen sich die Personalkosten auf 241,1 Mio. EUR (H1 2019: 285,1 Mio. EUR), was einer Personalaufwandsquote von 37,2 % (H1 2019: 32,6 %) entspricht.

Die Vertriebskosten reduzierten sich im zweiten Quartal 2020 auf 23,8 Mio. EUR, nach 34,4 Mio. EUR in der gleichen Vorjahresperiode. Über die erwähnten Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten hinaus wirkte sich bei den Vertriebskosten vor allem der Rückgang von Reisekosten positiv aus. Denn zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter sind im Konzern aufgrund der Coronavirus-Pandemie umfassende Reiserestriktionen angeordnet worden. Hinsichtlich der Sonderfrachten konnten insbesondere in den nordamerikanischen Werken operative Erfolge erzielt werden, weswegen im bisherigen Jahresverlauf 2020 eine Kostenentlastung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresperioden zu verzeichnen ist. Im ersten Halbjahr betrugen die Vertriebskosten des Konzerns 55,2 Mio. EUR (H1 2019: 70,3 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten im zweiten Quartal 2020 auf 16,2 Mio. EUR (Q2 2019: 21,4 Mio. EUR) abgesenkt werden. Im ersten Halbjahr nahmen sie auf 37,8 Mio. EUR (H1 2019: 45,0 Mio. EUR) ab. In dieser Entwicklung spiegeln sich die bereits erwähnten Entlastungen in den Personalkosten wider. Aufgrund der verstärkten Einsparmaßnahmen fielen außerdem geringere Sachkosten an.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stand im Berichtszeitraum unverändert die Entwicklung von Produkten und Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sanken im zweiten Quartal 2020 auf 16,9 Mio. EUR, nach 22,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Im ersten Halbjahr kamen sie auf 37,5 Mio. EUR (H1 2019: 44,8 Mio. EUR). Ein Teil der Entwicklungsaufwendungen wurde aktiviert: Im zweiten Quartal waren dies 3,0 Mio. EUR (Q2 2019: 2,7 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 5,2 Mio. EUR (H1 2019: 5,1 Mio. EUR), was einer Aktivierungsquote von 13,9 % im ersten Halbjahr (H1 2019: 11,4 %) und 17,8 % im zweiten Quartal (Q2 2019: 11,9 %) entspricht. Aufgrund des niedrigen Umsatzvolumens stieg die F&E-Quote (inkl. Aktivierungen) auf 6,7 % (Q2 2019: 5,2 %) im zweiten Quartal 2020. Im Halbjahreszeitraum lag sie mit 5,8 % (H1 2019: 5,1 %) innerhalb der kurz- und mittelfristig angestrebten Bandbreite von rund 5 bis 6 %.

Auch im zweiten Quartal erhielt ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand, die vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie unterstützten. Sie beliefen sich auf 1,1 Mio. EUR (Q2 2019: 0,7 Mio. EUR). Von Januar bis Juni 2020 wurden 2,0 Mio. EUR (1,9 Mio. EUR) verbucht.

EBIT durch Umsatzeinbußen negativ

Die massiven Umsatzeinbußen im zweiten Quartal 2020 in Folge der Coronavirus-Pandemie konnten durch das bereits bestehende Effizienzsteigerungsprogramm sowie die vom Konzern frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Kapazitäten und Intensivierung der Kosteneinsparungen ergebnisseitig zwar abgemildert, aber nicht kompensiert werden. Auch die Verbesserungen in der Kostenstruktur der nordamerikanischen Werke, die im Vorjahr aufgrund hohen Wachstums unter Kapazitätsengpässen gelitten haben, konnten dem negativen Ausmaß der Krise leicht entgegenwirken.

Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) des Konzerns fiel im zweiten Quartal 2020 auf den leicht negativen Wert von - 0,9 Mio. EUR (Q2 2019: 39,0 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr erreichte es 44,9 Mio. EUR (H1 2019: 73,8 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsquartal auf 31,5 Mio. EUR (Q2 2019: 28,8 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr auf 61,3 Mio. EUR (H1 2019: 57,2 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des ElringKlinger-Konzerns sank im zweiten Quartal 2020 auf - 32,4 Mio. EUR (Q2 2019: 10,2 Mio. EUR). Damit musste der Konzern auch im ersten Halbjahr ein negatives EBIT von - 16,4 Mio. EUR ausweisen, nach einem positiven EBIT im ersten Halbjahr 2019 von 16,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge im zweiten Quartal 2020 belief sich auf - 12,8 % (Q2 2019: 2,3 %) und im ersten Halbjahr 2020 auf - 2,5 % (H1 2019: 1,9 %).

Da Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen im Konzern ein Niveau von unter einer Million Euro einnehmen, verzichtet ElringKlinger seit dem 1. Januar 2020 auf den gesonderten Ausweis und einen Bericht des EBIT vor Kaufpreisallokation.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal auf - 6,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,7 Mio. EUR), lag aber im Halbjahreszeitraum mit - 16,1 Mio. EUR (H1 2019: - 9,7 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund höherer Währungsverluste im ersten Quartal hinter dem Vorjahresperiodenergebnis. Im zweiten Quartal 2020 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis von - 1,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 3,8 Mio. EUR) bzw. im ersten Halbjahr von - 5,0 Mio. EUR (H1 2019: 0,3 Mio. EUR). Das Zinsergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich auf - 3,7 Mio. EUR (Q2 2019: - 4,8 Mio. EUR) im zweiten Quartal und auf - 7,6 Mio. EUR (H1 2019: - 9,2 Mio. EUR) im ersten Halbjahr. Der Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, das die Beteiligung an der hofer AG beinhaltet, blieb mit - 1,4 Mio. EUR (Q2 2019: - 0,1 Mio. EUR) im zweiten Quartal 2020 und mit - 3,6 Mio. EUR (H1 2019: - 0,8 Mio. EUR) jeweils hinter dem Vorjahreswert zurück.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns fiel im zweiten Quartal 2020 auf - 38,7 Mio. EUR (Q2 2019: 1,5 Mio. EUR). Das Vorsteuerergebnis des ersten Halbjahres 2020 betrug - 32,5 Mio. EUR (H1 2019: 6,9 Mio. EUR).

Periodenergebnis bei - 35,5 Mio. EUR

Die Ertragsteuern des Konzerns saldierten sich im Berichtsquartal zu einem positiven Wert von 3,1 Mio. EUR (Q2 2019: - 10,2 Mio. EUR). Der Konzern nahm im Rahmen der Covid-19-Hilfsmaßnahmen steuerliche Erleichterungen im Inland in Anspruch, darunter Steuerstundungen. Im ersten Halbjahr beliefen sich die Ertragsteueraufwendungen trotz des negativen Ergebnisses auf 1,4 Mio. EUR (H1 2019: 16,7 Mio. EUR). Wie auch in den Vorjahresperioden konnten auf Verluste einiger ausländischen Gesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet werden. Es errechnete sich eine Steuerquote von 8,1 % im zweiten Quartal 2020 (Q2 2019: > 100 %) bzw. von - 4,3 % im ersten Halbjahr (H1 2019: > 100 %).

Damit belief sich das Periodenergebnis des ElringKlinger-Konzerns im zweiten Quartal 2020 auf - 35,5 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,7 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr wurde ein Verlust von 33,9 Mio. EUR (H1 2019: - 10,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Nach Minderheitsanteilen lag das Ergebnis der Aktionäre der ElringKlinger AG im zweiten Quartal 2020 bei - 35,5 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,6 Mio. EUR) und bei - 33,5 Mio. EUR (H1 2019: - 10,1 Mio. EUR) im ersten Halbjahr.

Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 30. Juni 2020 unverändert 63.359.990 Stück. Es errechnet sich ein den Aktionären der ElringKlinger AG zustehender Ergebnisanteil von - 0,56 EUR (Q2 2019: - 0,14 EUR) je Aktie im zweiten Quartal und von - 0,53 EUR (H1 2019: - 0,16 EUR) je Aktie im ersten Halbjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns zeigte sich zum 30. Juni 2020 mit einer Eigenkapitalquote von 40,5 %, einer hohen Liquidität und einer soliden Vermögensstruktur nach wie vor in einer robusten Verfassung. Seinen mit dem Effizienzprogramm eingeschlagenen Kurs zur Verbesserung wesentlicher Finanzkennzahlen, wie z. B. des operativen Free Cashflows, setzte der Konzern auch im zweiten Quartal 2020 konsequent fort. So konnte ElringKlinger im ersten Halbjahr einen operativen Free Cashflow von 23,6 Mio. EUR erzielen und dadurch die Nettoverschuldung weiter reduzieren.

Kennzahlen Vermögens- und Finanzlage

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In Mio. EUR 30.06.2020 31.03.2020 31.12.2019
Bilanzsumme 2.050,4 2.091,4 2.146,5
Eigenkapitalquote 40,5 % 41,7 % 41,5 %
Net Working Capital 1 417,4 452,8 432,6
Als Quote vom Konzernumsatz 27,8 % 26,9 % 25,0 %
Nettoverschuldung 579,9 603,1 595,3
Nettoverschuldung / EBITDA 3,8 3,1 3,3
Q2 2020 Q1 2020 H1 2020
Investitionen in Sachanlagen 2 10,4 12,3 22,7
Operativer Free Cashflow 25,8 - 2,2 23,6

1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie

Die Auswirkungen in Folge der Coronavirus-Pandemie schlagen sich in unterschiedlichem Ausmaß auf einzelne Bilanzpositionen und den Kapitalfluss zum Halbjahresstichtag nieder. Insbesondere das Kurzfristvermögen, darunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte, sowie auf der Passivseite die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens reduziert. Gegenläufig erhöhte sich der Zahlungsmittelbestand. Der drastische Geschäftseinbruch im zweiten Quartal 2020 führte zu einem negativen Ergebnis, weswegen auch die Gewinnrücklagen im Eigenkapital zurückgingen. Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen dieser Quartalsberichterstattung ergaben keine außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten.

Robuste Vermögensstruktur

Die Bilanzsumme belief sich zum 30. Juni 2020 auf 2.050,4 Mio. EUR. Gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2019 reduzierte sie sich um 96,1 Mio. EUR. Neben den im folgenden beschriebenen Geschäftsvorfällen war diese rückläufige Entwicklung vorwiegend im ersten Quartal auch durch den Einfluss von Wechselkurseffekten aus der Währungsumrechnung der Einzelbilanzen in die Konzernwährung Euro beeinflusst.

Die langfristigen Vermögenswerte umfassten zum 30. Juni 2020 einen Gesamtwert von 1.270,2 Mio. Euro (31.12.2019: 1.314,0 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Sachanlagen, die den wesentlichen Posten darstellen, reduzierten sich seit Jahresende um 44,8 Mio. EUR auf 998,9 Mio. EUR (31.12.2019: 1.043,7 Mio. EUR). In diesem Rückgang kommt der bereits 2019 eingeleitete und 2020 verstärkte disziplinierte Ansatz in der Investitionstätigkeit zum Ausdruck: Die Abschreibungen auf Sachanlagen des ersten Halbjahrs 2020 lagen mit 56,8 Mio. EUR deutlich über den Zugängen in Höhe von 34,1 Mio. EUR (inkl. Zugänge aus Leasing gemäß IFRS 16).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten, die zum 30. Juni 2020 mit 780,1 Mio. EUR bilanziert waren, hat sich im zweiten Quartal 2020 das Working Capital, das die Posten Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst, deutlich reduziert. Zum 30. Juni 2020 kam es auf ein Volumen von 535,3 Mio. EUR. Damit lag es um 54,4 Mio. EUR unter dem Stand zum Jahresende 2019. Während der Fokus des Managements bereits in den Vorperioden auf der Verringerung und Optimierung dieser Bilanzpositionen lag, wurde die Entwicklung im zweiten Quartal 2020 zusätzlich durch den Auftrags- und Umsatzrückgang im Zuge der Corona-Krise beeinflusst: Einkaufsvolumina und die Vorratsbestände wurden proaktiv nach unten angepasst. Der Umsatzrückgang, der im Februar zunächst in China, ab Ende März auch in Europa und vor allem im April und Mai 2020 drastische Ausmaße hatte, führte zur Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber dem Ende des ersten Quartals 2020 reduzierten sich die Vorräte zum Halbjahresstichtag um 26,4 Mio. EUR auf 338,8 Mio. EUR und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 35,0 Mio. EUR auf 196,5 Mio. EUR.

Verglichen mit dem Stand zum Ende des Vorjahreshalbjahres (670,3 Mio. EUR) senkte sich das Niveau des Working Capitals um 135,0 Mio. EUR und damit deutlich über diesen coronabedingten Effekt hinaus.

Die Zahlungsmittel und Äquivalente des ElringKlinger-Konzerns beliefen sich zum 30. Juni 2020 auf 147,8 Mio. EUR und lagen somit im Vergleich zum Stand am Jahresende 2019 (135,5 Mio. EUR) stichtagsbedingt höher. Im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements werden Salden konzernweit zielorientiert gesteuert, sodass Spitzen im Barmittelbestand kurzfristig in die Finanzdisposition einfließen.

Bei den in der Vorjahresvergleichsperiode ausgewiesenen, zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelte es sich hauptsächlich um Grundstücke und Gebäude des ehemaligen Segments "Gewerbeparks", die im Dezember 2019 veräußert wurden.

Eigenkapitalquote über 40 Prozent

Das negative Periodenergebnis in Höhe von - 35,5 Mio. EUR des ersten Halbjahres 2020 sowie Einflüsse aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 25,7 Mio. EUR hatten zur Folge, dass sich das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns verringerte. Zum 30. Juni 2020 belief es sich auf 830,8 Mio. EUR, nach 891,2 Mio. EUR am Jahresende 2019. Die Eigenkapitalquote von 40,5 % zum 30. Juni 2020 liegt damit weiter in der vom Management angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

In den Rückstellungen einschließlich den Pensionsrückstellungen sind im laufenden Geschäftsjahr in Summe keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Im Vergleich zum Stand des Vorjahreshalbjahres erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 23,6 Mio. EUR, was sich durch die turnusgemäße Neubewertung zum Jahresende 2019 und die ihr zugrundeliegenden Parameter wie beispielsweise Zinssätze erklärt.

Nettoverschuldung weiter reduziert

Aufgrund der soliden finanzwirtschaftlichen Situation konnte der Konzern die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere 1) im ersten Halbjahr 2020 weiter reduzieren. Zum Stichtag 30. Juni 2020 lag diese bei 579,9 Mio. EUR, nach 595,3 Mio. EUR am Jahresende 2019. Im Berichtszeitraum waren keine bedeutsamen Änderungen von Kreditkonditionen, auch nicht in Folge von Einflüssen aus der Coronavirus-Pandemie, zu verzeichnen. ElringKlinger erfüllt zum 30. Juni 2020 alle mit den Kreditinstitutionen vereinbarten Covenants.

Zum 30. Juni 2020 errechnete sich eine Verschuldungskennzahl (Nettoverschuldung / EBITDA) von 3,8, nach 3,3 zum Jahresende 2019 und 4,4 zum Halbjahresstichtag 2019.

Die Lieferantenverbindlichkeiten des Konzerns bezifferten sich zum Halbjahresstichtag auf 117,9 Mio. EUR. Sie reduzierten sich um 39,2 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2019 bzw. um 26,0 Mio. EUR seit Ende des ersten Quartals. Hierbei wirkten sich die geringeren Bestellvolumina im Materialbezug als unmittelbare Reaktion auf geringere Abrufmengen von Kunden sowie die Maßnahmen zur Kostensenkung aus.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich am 30. Juni 2020 auf 105,3 Mio. EUR. Der Rückgang gegenüber dem Jahresende 2019 um 4,2 Mio. EUR erklärt sich hauptsächlich durch geringere Abgrenzungen aus dem Personalbereich (zum Beispiel Zeitguthaben).

Betrieblicher Cashflow bei 52 Mio. EUR

Trotz des negativen Halbjahresergebnisses generierte der ElringKlinger-Konzern von Januar bis Juni 2020 einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 52,4 Mio. EUR (H1 2019: 131,1 Mio. EUR). Im zweiten Quartal wurde davon ein Kapitalzufluss von 39,6 Mio. EUR (Q2 2019: 119,4 Mio. EUR) erwirtschaftet. Dies ist in erster Linie auf Bestandsänderungen in den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Diese bewirkten (inklusive der anderen Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) im zweiten Quartal einen Mittelzufluss von 63,1 Mio. EUR. bzw. im ersten Halbjahr 2020 von 50,1 Mio. EUR.

Aus der Veränderung der Lieferantenverbindlichkeiten (inklusive anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind), ergab sich im zweiten Quartal ein Mittelabfluss von 15,4 Mio. EUR bzw. im ersten Halbjahr von 33,9 Mio. EUR. Dies erklärt sich durch die Absenkung der Einkaufsvolumina nach Ausbreitung des Coronavirus und den ihr folgenden, einschneidenden Produktionsrückgängen. Hingegen war der hohe Cashflow der Vorjahresvergleichsperioden vornehmlich durch die Ausdehnung der Passivapositionen - vor allem Lieferantenverbindlichkeiten - erzielt worden.

In der Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge", die in der Konzernkapitalflussrechnung mit einem Mittelzufluss von 16,7 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2020 (H1 2019: - 4,2 Mio. EUR) dargestellt sind, wurden Währungseffekte bereinigt.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahr

in Mio. EUR

Investitionen in Sachanlagen deutlich gesunken Aufgrund des seit 2019 erfolgreich eingesetzten Effizienzprogrammes und verstärkt durch die Covid-19-Krise hat der ElringKlinger-Konzern seine Investitionstätigkeiten gezielt deutlich zurückgefahren. Wichtige Investitionsvorhaben wurden aber nicht gestoppt - Projekte insbesondere in den neuen Geschäftsfeldern, die für die strategische Ausrichtung des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind, werden weiter umgesetzt.

Die Auszahlungen für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unterstreichen mit einem Volumen von 22,7 Mio. EUR (H1 2019: 49,5 Mio. EUR) diesen zielgerichteten Kurs. Davon entfielen 10,4 Mio. EUR auf das zweite Quartal 2020 (Q2 2019: 20,7 Mio. EUR).

Im ersten Halbjahr fielen Ausgaben für abschließende Arbeiten am Technologiezentrum für Elektromobilität an, das 2019 am Hauptstandort in Dettingen / Erms, Deutschland, errichtet wurde und 2020 seinen Betrieb aufnahm. In diesem Zentrum sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie angesiedelt. Weitere Auszahlungen betrafen eine Fertigungslinie für Brennstoffzellenmodule und die Industrialisierung elektrischer Antriebseinheiten. Die übrigen Investitionen wurden hauptsächlich für Produktionsanlagen, die in direktem Zusammenhang mit Serienanläufen standen oder zur Verbesserung der Effizienz und Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit erforderlich waren, getätigt.

Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Relation zum Konzernumsatzes) verringerte sich deutlich auf 3,5 % (H1 2019: 5,7 %) im ersten Halbjahr 2020 und auf 4,1 % (Q2 2019: 4,8 %) im zweiten Quartal.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im ersten Halbjahr 2020 auf 6,1 Mio. EUR (H1 2019: 5,6 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind 2020 hauptsächlich die darin enthaltenen aktivierten Entwicklungskosten angestiegen.

Insgesamt flossen dem ElringKlinger-Konzern für die Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2020 30,7 Mio. EUR (H1 2019: 54,3 Mio. EUR) ab. Im zweiten Quartal betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit - 14,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 22,1 Mio. EUR).

Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2020

in Mio. EUR

1 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

2 Im Wesentlichen Einflüsse aus Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Den beschriebenen Mittelüberschuss aus operativer und Investitionstätigkeit verwendete der Konzern für die Finanzierungstätigkeit. In erster Linie wurden im Zuge der weiteren Entschuldung langfristige Kredite getilgt: Nach Ein- und Auszahlungen langfristiger Kredite flossen im ersten Halbjahr 35,5 Mio. EUR ab. Unter Berücksichtigung von 1,0 Mio. EUR (H1 2019: 0 Mio. EUR) an Ausschüttungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss sowie von Mittelzuflüssen aus der Veränderung kurzfristiger Kredite von 32,9 Mio. EUR (H1 2019: - 133,9 Mio. EUR) ergab sich ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von - 3,6 Mio. EUR (H1 2019: - 34,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal belief sich dieser auf 22,9 Mio. EUR (Q2 2019: - 72,1 Mio. EUR).

Operativer Free Cashflow von 26 Mio. EUR im Q2

Mit dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnten die Auszahlungen für Investitionen vollständig finanziert und darüber hinaus weitere Liquiditätsreserven aufgebaut werden. Damit generierte der ElringKlinger-Konzern einen operativen Free Cashflow (betrieblicher Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte) von 23,6 Mio. EUR (H1 2019: 79,3 Mio. EUR) im ersten Halbjahr 2020 und von 25,8 Mio. EUR (Q2 2019: 98,6 Mio. EUR) im zweiten Quartal.

Zum Halbjahresstichtag 30. Juni 2020 verfügte der Konzern einen Bestand an Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 147,8 Mio. EUR sowie über offene, nicht genutzten Kreditlinien in Höhe von 147,1 Mio. EUR. Damit ist ElringKlinger weiterhin mit einem hohen Liquiditätspolster ausgestattet, sodass auch angesichts der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Berichtserstellung auf absehbare Zeit nicht von einem Engpass auszugehen ist.

Chancen und Risiken

Die Coronavirus-Pandemie wirkte sich im Jahresverlauf weltweit bereits massiv auf die wirtschaftliche Situation aus. Nachdem sich die Folgen im ersten Quartal 2020 vor allem auf Asien beschränkten, kam das wirtschaftliche Leben im zweiten Quartal 2020 durch umfangreiche Schutzmaßnahmen in vielen Staaten Europas sowie Nord- und Südamerikas zum Erliegen. Produktionsprozesse wurden unterbrochen, Lieferketten mussten aufwendig aufrechterhalten werden, die Nachfrage in zahlreichen Branchen brach ein. Die Wiederanlaufphase verlief hinsichtlich ihrer Dynamik in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Insgesamt besteht für das Gesamtjahr 2020 ein erhöhtes Risiko, dass sich die Wirtschaft nicht so schnell oder nicht so gut erholt wie allgemein erwartet. Dazu gehört auch, dass im Rahmen einer zweiten Infektionswelle erneut Schutzmaßnahmen eingesetzt werden könnten, die dann die ökonomischen Folgen des ersten Halbjahres verstärken und eine konjunkturelle Erholung verlangsamen und / oder aufschieben würden.

Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für den ElringKlinger-Konzern haben sich im ersten Halbjahr 2020 keine wesentlichen Änderungen zum Geschäftsbericht 2019 des ElringKlinger-Konzerns ergeben.

Der Chancen- und Risikenbericht des Geschäftsberichts 2019 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/gb2019/chancen-und-risikobericht zur Verfügung.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Weltwirtschaft in schwerer Krise

Die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben die Weltwirtschaft seit dem zweiten Quartal 2020 in eine schwere Krise geführt. Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) bereits im April seine ursprüngliche Prognose, die im Januar noch ein Wachstum von 3,3 % für 2020 vorsah, auf einen Rückgang von 3,0 % absenkte, korrigierte er seine Erwartung für das Gesamtjahr im Juli erneut nach unten auf nunmehr minus 4,9 %. Für 2021 wird wieder mit einem Wachstum von über 5 % gerechnet.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2019 Prognose 2020 Prognose 2021
Welt 2,9 - 4,9 5,4
Industriestaaten 1,7 - 8,0 4,8
Schwellen- und Entwicklungsländer 3,7 - 3,0 5,9
Deutschland 0,6 - 7,8 5,4
Eurozone 1,3 - 10,2 6,0
USA 2,3 - 8,0 4,5
Brasilien 1,1 - 9,1 3,6
China 6,1 1,0 8,2
Indien 4,2 - 4,5 6,0
Japan 0,7 - 5,8 2,4

Quelle: IWF (Juni 2020)

Die Krise trifft laut IWF dabei anders als frühere Schwächephasen fast alle Länder der Welt gleichzeitig. Sowohl Schwellen- als auch Industrieländer sind 2020 von der Rezession betroffen. Chinas Wirtschaftslage hatte sich bereits ab März wieder gebessert, ab Mai zeigte die Konjunktur in Europa bereits leichte Erholungstendenzen. Zum Berichtszeitpunkt sind die USA, Brasilien und Indien immer noch stark betroffen, aber auch in Europa steigen die Fallzahlen wieder. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte ist sehr unsicher und abhängig vom Verlauf der Pandemie. Sollte diese länger andauern oder neue Ausbrüche bevorstehen, würde das wiederum längere oder erneute Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivitäten zur Folge haben.

Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2020

Die Automobilindustrie ist von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie besonders hart betroffen. Der Einbruch des internationalen Fahrzeugmarkts im zweiten Quartal 2020 wird im zweiten Halbjahr trotz möglicher Erholungsphasen nicht vollständig kompensiert werden können. Bedeutende Fahrzeugmärkte wie Europa und Nordamerika, aber auch Südamerika und Indien werden voraussichtlich weiter signifikant hinter den Vorjahreszahlen zurückbleiben. Gleichwohl gehen Branchenexperten davon aus, dass für viele Märkte der Tiefpunkt im zweiten Quartal durchschritten wurde und in den kommenden Monaten mit einer Verbesserung zu rechnen ist.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das unabhängige Brancheninstitut IHS mit einem Rückgang der Weltproduktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) um fast zwanzig Millionen Fahrzeuge bzw. von 21,9 % gegenüber 2019. Die europäischen und nordamerikanischen Märkte werden voraussichtlich deutlich schrumpfen - in China wird das Minus geringer ausfallen.

Eine ähnliche Situation liegt bei den Absatzmärkten, gemessen an den Neuzulassungen von Pkw, vor. Auch hier sind auf breiter Front Rückgänge zu erwarten. Nach Informationen des deutschen Branchenverbands VDA wird die weltweite Automobilnachfrage 2020 um 17 % auf 65,9 Mio. Neufahrzeuge (2019: 79,5 Mio. Neufahrzeuge) sinken. In Westeuropa (EU27 & EFTA & UK) rechnet der Verband mit einem Rückgang in allen großen Einzelmärkten - insgesamt von 24 % auf 12,0 Mio. neu zugelassene Pkw. Deutschland wird demnach mit einem Minus von 23 % betroffen sein. Auch in den USA werden nach Einschätzung des VDA die Verkäufe signifikant um 18 % auf 13,9 Mio. Light Vehicles zurückgehen. Der chinesische Markt dürfte um 10 % auf 19,0 Mio. Neufahrzeuge schrumpfen.

Prognose Light-Vehicle-Produktion

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Mio. Fahrzeuge 2019 Prognose 2020 Veränderung Prognose 2021
Region
Europa 21,1 15,9 - 25 % 18,2
China 1 24,7 21,5 - 13 % 23,3
Japan / Korea 13,1 10,5 - 20 % 11,5
Mittlerer Osten / Afrika 2,0 1,5 - 24 % 1,8
Nordamerika 16,3 12,6 - 23 % 14,6
Südamerika 3,3 2,2 - 33 % 2,9
Südasien 8,4 5,2 - 38 % 6,8
Welt 89,0 69,5 - 22 % 79,1

1 Großchina

Quelle: IHS (Juli 2020)

Ausblick Unternehmen

Die globale Ausbreitung des Coronavirus hatte ab Februar 2020 umfangreiche Maßnahmen zur Folge, die die Staaten weltweit zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger ergriffen haben. Infolgedessen ruhte ab Ende März in den meisten Ländern des europäischen und des amerikanischen Kontinents das Wirtschaftsleben. Ab Ende April lockerten zahlreiche Staaten wieder sukzessive die Maßnahmen - zunächst in Europa, später auch in Nord- und Südamerika. Dementsprechend lief nach und nach die Automobilproduktion wieder an. Die Nachfrage auf dem Automobilmarkt verlief allerdings vor allem in Europa sehr schleppend. In Nordamerika entwickelte sie sich etwas dynamischer, während der weltgrößte Automobilmarkt China bereits seit April weitgehend wieder sein normales Niveau erreichte.

Auftragslage von Corona-Krise beeinträchtigt

Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zeigen sich an der Auftragslage: Der Auftragseingang brach im zweiten Quartal 2020 auf 192,6 Mio. EUR ein, nachdem er sich in der gleichen Vorjahresperiode noch auf 419,8 Mio. EUR belief. Das bedeutet einen Rückgang um 227,2 Mio. EUR oder 54,1 %. Währungsbereinigt betrug der Rückgang noch 216,4 Mio. EUR oder 51,5 %.

Der rückläufige Auftragseingang schlägt sich auch im Auftragsbestand nieder. Nach 1.063,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2019 verzeichnete der Konzern zum diesjährigen Halbjahresstichtag Aufträge im Wert von 929,4 Mio. EUR. Damit liegt der Bestand um 133,6 Mio. EUR oder 12,6 % unter dem Vorjahresniveau. Nimmt man konstante Wechselkurse an, beläuft sich der Rückgang auf 114,6 Mio. EUR oder 10,8 %.

Weiterhin große Unsicherheiten

Nach wie vor lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht genau einschätzen, zu groß sind derzeit die Unsicherheiten. Es ist nicht abzusehen, wie schnell sich die Nachfragesituation in Europa erholt. Ebenfalls lässt sich nicht beurteilen, wie nachhaltig sich die wirtschaftliche Lage in Nordamerika entwickelt. Vor allem ist angesichts steigender Infektionszahlen in zahlreichen Ländern, wie z. B. den USA, Brasilien, Indien oder auch Europa, nicht vorherzusagen, ob es eine weitere Infektionswelle in einzelnen Ländern, über ganze Kontinente oder gar weltweit geben wird. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind erneute Schließungsmaßnahmen im Zuge der Pandemie zumindest nicht auszuschließen.

Ausblick 2020: Umsatz leicht besser als Markt, EBIT-Marge erkennbar unter Vorjahr

Infolge dieser großen Unsicherheiten ist es weiterhin schwierig, hinreichend verlässlich und genau einen Jahresausblick zu geben. Auf Basis der zum Berichtszeitpunkt vorliegenden Informationen und Einschätzungen bestätigt ElringKlinger die zum Q1-Bericht 2020 veröffentlichte Jahresprognose und geht für das Gesamtjahr davon aus, in der Umsatzveränderung leicht besser als die globale Automobilproduktion zu sein. Diese sehen Experten vom Brancheninstitut IHS für das Gesamtjahr derzeit bei - 22 % im Vergleich zum Vorjahr.

Auf der Ergebnisseite rechnet der Konzern weiterhin mit einer EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Konzernumsatz), die erkennbar unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Da sich die Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen (PPA) im Gesamtjahr erwartungsgemäß auf nicht mehr als 0,3 Mio. EUR belaufen werden, passt der Konzern seinen Ausblick auf die Marge des berichteten EBIT an. Ebenfalls unverändert geht der Konzern davon aus, dass sich 2020 die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) -gegenüber dem Vorjahr verringern wird.

Positiver operativer Free Cashflow angestrebt

Wie auch die ersten beiden Quartale gezeigt haben, wird ElringKlinger im laufenden Geschäftsjahr seinen disziplinierten Ansatz bei den Investitionen in Sachanlagen sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien fortsetzen. Aufgrund der Verschiebung von Maßnahmen, einer aktiven zielgerichteten Projektsteuerung und der allgemeinen Marktlage passt der Konzern seinen Ausblick für das laufende Jahr an. Im Verhältnis zum Konzernumsatz wird nunmehr erwartet, dass das Volumen unterhalb von 5 % (bislang: unterhalb von 7%) liegen wird.

Ebenso wird der Konzern seine Optimierungen beim Net Working Capital fortsetzen. Für das Geschäftsjahr 2020 ist hier unter Berücksichtigung des erwartet rückläufigen Umsatzes mit einer Quote (in % des Konzernumsatzes) zu rechnen, die ungefähr dem Vorjahr entsprechen wird. Insgesamt erwartet der Konzern für 2020 einen positiven operativen Free Cashflow.

Trotz des erwartet positiven operativen Free Cashflows ist angesichts der erwarteten Ergebnislage nicht davon auszugehen, dass sich die Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA) weiter verbessern wird.

Stattdessen rechnet der Konzern mit einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresniveau (31.12.2019: 3,3).

Hinsichtlich der Eigenkapitalquote rechnet der Konzern damit, auch künftig sich innerhalb des langfristigen Zielspektrums von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals zu bewegen.

Für die Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung geht der Konzern von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes aus.

Mittelfristiger Ausblick

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger hat sich mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt und verfügt durch die Zusammenarbeit mit hofer powertrain auch über Kompetenz im Bereich der elektrischen Antriebseinheiten. Darüber hinaus besitzt der Konzern eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Leichtbau / Elastomertechnik, Abschirmsystemen sowie Dichtungen. Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten Verlauf einnehmen werden, geht ElringKlinger vor diesem Hintergrund grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion und sein operatives Ergebnis sukzessive zu verbessern.

Insgesamt bestätigt der Konzern daher seinen mittelfristigen Ausblick. Besondere Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind allerdings gerade vor dem Hintergrund der großen Unsicherheit in den näherliegenden Berichtsperioden zu berücksichtigen.

Dettingen / Erms, den 7. August 2020

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Vorsitzender Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Großteil der Kursverluste an den Aktienmärkten kompensiert

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 hatten die Kurse an den Aktienmärkten insgesamt stark nachgegeben. Auch im zweiten Quartal 2020 belastete die globale Ausbreitung des Coronavirus die Aktienmärkte weiterhin stark. Allerdings konnten sich die Aktienmärkte angesichts der weltweiten Eindämmung der Pandemie im Quartalsverlauf und der damit verbundenen Lockerungsmaßnahmen wieder deutlich von den Jahrestiefstständen Mitte März erholen. Ein Großteil der Kursverluste konnte bis zum Quartalsende kompensiert werden. Die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex DAX liegt seit Jahresanfang bei minus 7,0 Prozent, der europäische Auswahlindex Euro-Stoxx-50 büßte 13,6 Prozent und der Dow-Jones-Index in den USA 9,5 Prozent ein.

Ökonomischer Tiefpunkt erreicht

Hinsichtlich der konjunkturellen Lage bleibt die Wirtschaft in den USA wie auch in Europa weiterhin vom schwersten ökonomischen Absturz seit der Weltwirtschaftskrise 1929 geprägt. Zahlreiche Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass der April den konjunkturellen Tiefpunkt markiert, auch wenn die Coronavirus-Fallzahlen zu Quartalsende Juni global erneut stark angestiegen sind. Wie sich diese Entwicklung auf die Aktienkurse auswirken wird, ist noch nicht absehbar.

Coronavirus-Rettungspakete werden geschnürt

Zur Stabilisierung ihrer jeweiligen Wirtschaftslage haben ab Ende März viele Länder entsprechende Coronavirus-Rettungspakete zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen geschnürt. Der US-Senat hatte hierfür im April ein Rettungspaket im Volumen von zwei Billion USD beschlossen. Auch in Deutschland hat man sich auf ein Konjunktur- und Zukunftspaket verständigt: Insgesamt 130 Mrd. EUR stellt die Bundesregierung dafür bereit. Bereits einige Wochen zuvor hatte sie Finanzhilfen von insgesamt mehr als einer Billion EUR bestehend aus Sofortmaßnahmen (450 Mrd. EUR), Stundungen (250 Mrd. EUR) und weiteren Liquiditäts- und Garantiemaßnahmen (930 Mrd. EUR) bewilligt.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. Juni 2020 (indexiert)

in %

Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2020

Im Juni verhandelte auch die EU-Kommission ein schuldenfinanziertes Konjunkturpaket in Höhe von 750 Mrd. EUR. Dieses Rettungspaket wurde Anfang Juli von den Staatsund Regierungschefs beschlossen und umfasst 390 Mrd. EUR Zuschüsse und 360 Mrd. EUR Kredite.

ElringKlinger-Aktie von Coronavirus-Krise betroffen

Nach den schweren Kursverlusten des ersten Quartals startete die ElringKlinger-Aktie zu Beginn des zweiten Quartals eine Aufholjagd, bevor es noch im April in eine Seitwärtsbewegung überging. Auch die Ad-hoc-Meldung am 17. April 2020 zu den über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen und deren vollständige Veröffentlichung Anfang Mai 2020 konnte diesen Trend nicht unterbrechen. Schwache Konjunktursignale aus China und drastisch steigende Coronavirus-Fallzahlen in den USA sorgten Mitte Mai für weitere Kursturbulenzen am deutschen Aktienmarkt, die sich vor allem Ende Mai auch im Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie widerspiegelten.

Anfang Juni drehte sich das Bild leicht. Mit Bekanntgabe der Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft in Deutschland stieg der Wert der ElringKlinger-Aktie auf einen Quartalshöchststand von 6,25 EUR am 5. Juni 2020. Im weiteren Verlauf des Monats entwickelte sich die ElringKlinger-Aktie analog zu den DAX-Werten. Insgesamt legte die ElringKlinger-Aktie im Quartalsverlauf um über ein Drittel zu und konnte das Quartal mit einem Wert von 5,29 EUR abschließen.

Handelsvolumen deutlich ausgeweitet

Nach einem handelsstarken Quartalsstart am 2. April 2020 bedeutete der 6. April den Tag mit dem höchsten Handelsvolumen des Quartals von über 377.000 Aktien. Trotz der deutlichen Kursgewinne Anfang Juni wurden die Spitzenwerte des Quartalsbeginns nicht mehr übertroffen.

Das durchschnittliche Handelsvolumen der ElringKlinger-Aktie betrug im ersten Halbjahr rund 174.800 Stück, wodurch im betrachteten Zeitraum immer eine ausreichende Liquidität an den Märkten gewährleistet war.

Im kontinuierlichen Dialog mit dem Kapitalmarkt

ElringKlinger nahm im zweiten Quartal 2020 an mehreren virtuellen Konferenzen und Roadshows teil und präsentierte sich dem internationalen Publikum. Die Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus haben ElringKlinger Mitte April dazu veranlasst, die ursprünglich für den 19. Mai 2020 angesetzte 115. ordentliche Hauptversammlung auf den 7. Juli 2020 zu verschieben und virtuell, d.h. ohne Präsenz der Aktionäre / -innen und ihrer Vertreter / -innen, durchzuführen.

Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)

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1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR) 1
Höchstkurs 8,29 8,11
Tiefstkurs 3,57 5,07
Stichtagskurs 2 5,29 5,32
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 174.800 106.000
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 980.300 675.300
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 335,2 337,1

1 Xetra-Handel

2 Zum 30. Juni

Konzern- Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020

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in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Umsatzerlöse 252.180 434.122 648.419 875.208
Umsatzkosten - 229.684 - 347.986 - 538.092 - 703.473
Bruttoergebnis vom Umsatz 22.496 86.136 110.327 171.735
Vertriebskosten - 23.836 - 34.371 - 55.197 - 70.313
Allgemeine Verwaltungskosten - 16.238 - 21.417 - 37.823 - 44.961
Forschungs- und Entwicklungskosten - 13.914 - 20.036 - 32.332 - 39.732
Sonstige betriebliche Erträge 2.286 2.816 4.262 5.556
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.192 - 2.960 - 5.635 - 5.714
Operatives Ergebnis / EBIT - 32.398 10.168 - 16.398 16.571
Finanzerträge - 886 863 19.638 9.979
Finanzaufwendungen - 4.056 - 9.439 - 32.195 - 18.872
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 1.350 - 102 - 3.556 - 805
Finanzergebnis - 6.292 - 8.678 - 16.113 - 9.698
Ergebnis vor Ertragsteuern - 38.690 1.490 - 32.511 6.873
Ertragsteueraufwendungen 3.149 - 10.176 - 1.398 - 16.686
Periodenergebnis - 35.541 - 8.686 - 33.909 - 9.813
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt - 66 - 110 - 405 289
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG - 35.475 - 8.576 - 33.504 - 10.102
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR - 0,56 - 0,14 - 0,53 - 0,16

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020

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in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Periodenergebnis - 35.541 - 8.686 - 33.909 - 9.813
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 5.327 - 8.100 - 25.844 4.962
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen 120 32 255 - 10
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können - 5.207 - 8.068 - 25.589 4.952
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 5.207 - 8.068 - 25.589 4.952
Gesamtergebnis - 40.748 - 16.754 - 59.498 - 4.861
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt - 241 - 513 - 324 479
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG - 40.507 - 16.241 - 59.174 - 5.340

Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. Juni 2020

AKTIVA

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in TEUR 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Immaterielle Vermögenswerte 210.806 208.149 193.958
Sachanlagen 998.948 1.043.736 1.045.561
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.425 3.263 3.498
Finanzielle Vermögenswerte 3.551 3.551 3.555
Anteile an assoziierten Unternehmen 20.406 23.706 22.459
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 301 295 72
Sonstige langfristige Vermögenswerte 4.420 5.420 8.102
Latente Steueransprüche 17.899 14.964 12.359
Vertragserfüllungskosten 9.635 9.428 8.148
Langfristige Vertragsvermögenswerte 854 1.512 659
Langfristige Vermögenswerte 1.270.245 1.314.024 1.298.371
Vorräte 338.829 356.477 392.893
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 9.305 10.891 9.789
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 196.450 233.231 277.430
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 9.873 7.739 7.926
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 77.841 88.683 80.659
Zahlungsmittel und Äquivalente 147.831 135.450 88.095
Kurzfristige Vermögenswerte 780.129 832.471 856.792
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 0 18.913
2.050.374 2.146.495 2.174.076

PASSIVA

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in TEUR 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 691.624 725.128 710.958
Übrige Rücklagen - 78.156 - 52.486 - 44.800
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 795.066 854.240 847.756
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 35.693 36.980 37.473
Eigenkapital 830.759 891.220 885.229
Rückstellungen für Pensionen 149.010 148.215 125.380
Langfristige Rückstellungen 17.921 18.503 19.658
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 578.870 570.416 591.392
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 10.241 11.997 8.899
Latente Steuerschulden 13.322 16.168 15.544
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 8.044 8.204 8.951
Langfristige Verbindlichkeiten 777.408 773.503 769.824
Kurzfristige Rückstellungen 15.917 17.713 10.980
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 117.903 157.119 168.436
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 159.551 160.307 196.602
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 26.383 19.995 12.731
Steuerschulden 17.110 17.060 20.050
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 105.343 109.578 110.224
Kurzfristige Verbindlichkeiten 442.207 481.772 519.023
2.050.374 2.146.495 2.174.076

Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto Eigenkapital Effekte aus beherrschenden Anteilen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung
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Stand am 31.12.2018 63.360 118.238 721.060 - 37.316 - 422 - 11.824
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis - 10.102 4.762
Periodenergebnis - 10.102
Sonstiges Ergebnis 4.762
Stand am 30.06.2019 63.360 118.238 710.958 - 37.316 - 422 - 7.062
Stand am 31.12.2019 63.360 118.238 725.128 - 52.909 - 422 845
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis - 33.504 - 25.670
Periodenergebnis - 33.504
Sonstiges Ergebnis - 25.670
Stand am 30.06.2020 63.360 118.238 691.624 - 52.909 - 422 - 24.825

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in TEUR Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
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Stand am 31.12.2018 853.096 37.014 890.110
Dividendenausschüttung 0 - 20 - 20
Gesamtergebnis - 5.340 479 - 4.861
Periodenergebnis - 10.102 289 - 9.813
Sonstiges Ergebnis 4.762 190 4.952
Stand am 30.06.2019 847.756 37.473 885.229
Stand am 31.12.2019 854.240 36.980 891.220
Dividendenausschüttung 0 - 963 - 963
Gesamtergebnis - 59.174 - 324 - 59.498
Periodenergebnis - 33.504 - 405 - 33.909
Sonstiges Ergebnis - 25.670 81 - 25.589
Stand am 30.06.2020 795.066 35.693 830.759

Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020

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in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Ergebnis vor Ertragsteuern - 38.690 1.490 - 32.511 6.873
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 31.463 28.839 61.276 57.187
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 3.652 4.776 7.606 9.159
Veränderung der Rückstellungen - 423 929 - 1.650 281
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 204 326 436 520
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1.350 102 3.556 805
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 63.055 37.741 50.131 4.983
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 15.373 51.722 - 33.851 75.788
Gezahlte Ertragsteuern - 6.339 - 6.515 - 13.031 - 13.596
Gezahlte Zinsen - 3.683 - 3.848 - 6.796 - 6.987
Erhaltene Zinsen 191 142 502 226
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4.177 3.691 16.691 - 4.151
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 39.584 119.395 52.359 131.088
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 82 2.882 107 3.281
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 164 1.000 1.045 2.603
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 3.430 - 3.007 - 6.089 - 5.575
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 10.391 - 20.650 - 22.729 - 49.498
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 761 - 2.260 - 3.062 - 5.067
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 14.336 - 22.035 - 30.728 - 54.256
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 942 0 - 963 - 20
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 15.368 5.168 28.746 167.213
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 8.240 - 61.322 - 64.275 - 67.976
Veränderung der kurzfristigen Kredite 16.738 - 15.986 32.927 - 133.805
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 22.924 - 72.140 - 3.565 - 34.588
Zahlungswirksame Veränderung 48.172 25.220 18.066 42.244
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel - 1.357 - 233 - 5.685 537
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 101.016 63.108 135.450 45.314
Zahlungsmittel am Ende der Periode 147.831 88.095 147.831 88.095

Konzern-Umsatzerlöse der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020

Umsatzerlöse nach Regionen

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in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Deutschland 63.745 97.789 155.600 204.429
Übriges Europa 64.780 127.399 187.285 265.155
Nordamerika 53.389 116.919 159.234 218.537
Asien-Pazifik 62.707 72.367 121.635 147.605
Südamerika und Übrige 7.559 19.648 24.665 39.482
Konzern 252.180 434.122 648.419 875.208

Umsatzerlöse nach Segmenten

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in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
Leichtbau / Elastomertechnik 75.793 125.652 183.939 250.578
Abschirmtechnik 45.056 99.392 128.836 198.539
Spezialdichtungen 38.407 77.134 111.034 157.608
Zylinderkopfdichtungen 22.048 47.896 61.946 94.848
E-Mobility 5.777 8.403 12.132 14.810
Abgasnachbehandlung 1.328 2.705 3.700 5.166
Sonstige 5 144 40 446
Segment Erstausrüstung 188.415 361.326 501.628 721.995
Segment Ersatzteile 38.998 40.894 91.291 85.618
Segment Kunststofftechnik 23.759 28.715 52.691 60.881
Verkauf von Gütern 251.172 430.935 645.610 868.494
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 1.008 2.042 2.809 4.472
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 252.180 432.977 648.419 872.966
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 0 1.145 2.242
Konzern 252.180 434.122 648.419 875.208

Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. April bis 30. Juni 2020

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019
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Umsatz Extern 188.415 361.326 38.998 40.894 23.759 28.715
Intersegmenterlöse 5.948 4.464 0 0 3 22
Segmenterlöse 194.363 365.790 38.998 40.894 23.762 28.737
EBIT1 - 40.515 2.042 7.663 6.712 1.253 1.706
Abschreibungen2 - 28.323 - 25.744 - 937 - 765 - 1.702 - 1.663
Investitionen3 16.072 23.461 466 1.037 1.275 1.740

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Segment Sonstige Konsolidierung Gesamt
in TEUR 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019 2. Quartal 2020 2. Quartal 2019
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Umsatz Extern 1.008 3.187 0 0 252.180 434.122
Intersegmenterlöse 1.629 1.771 - 7.580 - 6.257 0 0
Segmenterlöse 2.637 4.958 - 7.580 - 6.257 252.180 434.122
EBIT1 - 799 - 292 0 0 - 32.398 10.168
Abschreibungen2 - 501 - 667 0 0 - 31.463 - 28.839
Investitionen3 165 395 0 0 17.978 26.633

1. Januar bis 30. Juni 2020

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
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Umsatz Extern 501.628 721.995 91.291 85.618 52.691 60.881
Intersegmenterlöse 12.104 9.951 0 0 6 30
Segmenterlöse 513.732 731.946 91.291 85.618 52.697 60.911
EBIT1 - 40.805 - 3.248 20.461 14.004 4.748 5.759
Abschreibungen2 - 55.009 - 51.136 - 1.894 - 1.502 - 3.357 - 3.241
Investitionen3 37.233 53.756 1.075 1.601 1.703 3.892

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Segment Sonstige Konsolidierung Gesamt
in TEUR 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2020 1. Halbjahr 2019
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Umsatz Extern 2.809 6.714 0 0 648.419 875.208
Intersegmenterlöse 3.761 3.600 - 15.871 - 13.581 0 0
Segmenterlöse 6.570 10.314 - 15.871 - 13.581 648.419 875.208
EBIT1 - 802 56 0 0 - 16.398 16.571
Abschreibungen2 - 1.016 - 1.308 0 0 - 61.276 - 57.187
Investitionen3 351 780 0 0 40.362 60.029

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis)

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für das erste Halbjahr 2020

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen / Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2020 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. Juni 2020 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. August 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von 6 inländischen und 32 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ergaben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

Segmentberichterstattung

Der Konzern hat sich dazu entschlossen, die Segmentstruktur zu ändern. Ab 1. Januar 2020 werden die zwei bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks" unter dem neuen Segment "Sonstige" zusammengefasst.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 30.06.2020 31.12.2019 Jan.-Jun. 2020 Jan. - Dez. 2019
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US-Dollar (USA) USD 1,11980 1,12340 1,10325 1,11945
Pfund (Großbritannien) GBP 0,91243 0,85080 0,87728 0,87587
Franken (Schweiz) CHF 1,06510 1,08540 1,06370 1,11114
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,53240 1,45980 1,51137 1,48221
Real (Brasilien) BRL 6,11180 4,51570 5,54545 4,41745
Peso (Mexiko) MXN 25,94700 21,22020 24,15515 21,60815
RMB (China) CNY 7,92190 7,82050 7,77417 7,72366
WON (Südkorea) KRW 1.345,83000 1.296,28000 1.337,12333 1.303,16917
Rand (Südafrika) ZAR 19,44250 15,77730 18,61987 16,17013
Yen (Japan) JPY 120,66000 121,94000 119,07167 121,95917
Forint (Ungarn) HUF 356,58000 330,53000 348,77833 325,75167
Türkische Lira (Türkei) TRY 7,67610 6,68430 7,25615 6,35774
Leu (Rumänien) RON 4,83970 4,78300 4,82538 4,75011
Indische Rupie (Indien) INR 84,62350 80,18700 81,90430 78,77538
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 16.184,41000 15.595,60000 16.223,69333 15.800,49750
Bath (Thailand) THB 34,62400 33,41500 35,04683 34,59233
Schwedische Krone (Schweden) SEK 10,49480 10,44680 10,67627 10,58238

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Zu Beginn des Jahres hat sich die Covid-19-Pandemie zuerst in China und danach weltweit ausgebreitet.

Im Gegensatz zum ersten Quartal, in dem insbesondere die chinesischen Werke durch verlängerte Neujahrsferien und staatlich angeordnete Schließungen betroffen waren, läuft die Produktion in China schon wieder fast auf Vor-Krisen-Niveau. Dagegen verläuft die Nachfrage in Europa und Nordamerika derzeit noch schleppend. Die weltweiten Markteinbrüche wirkten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des ElringKlinger Konzerns im ersten Halbjahr aus.

Zu den erwarteten weiteren Entwicklungen der Covid-19-Pandemie verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.

Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren weltweiten Folgen der Covid-19-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der Covid-19-Pandemie verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische Maßnahmen berücksichtigt. Diese wurden bei den angestellten Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der Quartalsberichterstattung verwendet und führten zu keinen außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. ElringKlinger geht derzeit von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des volatilen Marktumfeldes werden regelmäßige Szenariobetrachtungen durchgeführt.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Derivate Langfristige Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
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per 30.06.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 147.831 196.450 20.166 0 1.438 1.415
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 259 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 97 97
Gesamt 147.831 196.450 20.166 259 1.535 1.512
per 31.12.2019 -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 135.450 233.231 22.294 0 1.438 1.443
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 832 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 97 97
Gesamt 135.450 233.231 22.294 832 1.535 1.540

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 30.06.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 367.893
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 259
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 105
Gesamt 2.016 2.016 368.257
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 394.421
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 832
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 105
Gesamt 2.016 2.016 395.358

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanz-verbindlichkeiten Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in TEUR BW BW BW BW
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per 30.06.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.196 148.999 10.552 117.903
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 51.882 149.181 11.049 157.119
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS16 Gesamt
in TEUR BW ZW BW ZW BW BW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.06.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 539.280 547.263 39.590 903.520
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
per 31.12.2019
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 534.724 489.862 35.658 939.613
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.210 1.210 0 0 0 1.210

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 10.686 (31.12.2019: TEUR 8.724).

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 30.252 (31.12.2019: TEUR 30.252), die sich aus einer geschriebenen Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern der ElringKlinger Marusan Corporation, mit Sitz in Tokio, Japan ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.025 (31.12.2019: TEUR 3.025).

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2020:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
per 30.06.2020
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Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 97 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 2.008 0
Derivate* 0 239 0
Gesamt 105 2.247 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 0 0
Gesamt 0 0 0
31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 97 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate* 0 832 0
Gesamt 105 832 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 1.210 0
Gesamt 0 1.210 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2020:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.06.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.415 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.415 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 547.263 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 30.252
Gesamt 0 547.263 30.252
31.12.2019
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.443 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.443 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 502.152 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 30.252
Gesamt 0 502.152 30.252

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2019 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Halbjahr 2020 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im ersten Halbjahr 2020 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.048 (30.06.2019: TEUR 1.908) enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen / Erms, den 7. August 2020

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D-72581 Dettingen / Erms

Fon +49 (0) 71 23 / 724-0

Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06

www.elringklinger.de

IR-Kontakt

Dr. Jens Winter

Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335

Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335

[email protected]

Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger AG keine Gewähr.

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Werte der Vergleichsperiode (Vorjahr) sind in Klammern dargestellt.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 7. August 2020 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender 2020

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NOVEMBER MAI 2021
10 Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2020 18 116. ordentliche Hauptversammlung

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen / Erms