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ElringKlinger AG — Interim / Quarterly Report 2019
Nov 6, 2019
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Interim / Quarterly Report
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ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Bericht über das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2019
GLOBAL DIMENSIONS
Kennzahlen
ElringKlinger-Konzern
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| 3. Quartal | 2. Quartal | 1. Quartal | 4. Quartal | 3. Quartal | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2019 | 2019 | 2018 | 2018 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragslage | ||||||
| Auftragseingang | in Mio. € | 437,6 | 419,8 | 498,3 | 390,7 | 411,8 |
| Auftragsbestand | in Mio. € | 1.068,7 | 1.063,0 | 1.077,3 | 1.020,1 | 1.027,2 |
| Umsatz / Ergebnis | ||||||
| Umsatz | in Mio. € | 431,9 | 434,1 | 441,1 | 431,8 | 405,8 |
| Umsatzkosten | in Mio. € | 340,1 | 348,0 | 355,5 | 349,7 | 312,8 |
| Bruttomarge | 21,3 % | 19,8 % | 19,4 % | 19,0 % | 22,9 % | |
| EBITDA | in Mio. € | 49,8 | 39,0 | 34,8 | 37,8 | 48,4 |
| EBIT/ Operatives Ergebnis | in Mio. € | 20,3 | 10,2 | 6,4 | 10,6 | 22,9 |
| EBIT-Marge | 4,7 % | 2,3 % | 1,5 % | 2,5 % | 5,6 % | |
| EBIT vor Kaufpreisallokation | in Mio. € | 20,8 | 10,7 | 6,9 | 11,8 | 23,8 |
| EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation | 4,8 % | 2,5 % | 1,6 % | 2,7 % | 5,9 % | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in Mio. € | 15,3 | 1,5 | 5,4 | 7,2 | 21,8 |
| Periodenergebnis | in Mio. € | 7,2 | - 8,7 | - 1,1 | - 0,1 | 12,3 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | in Mio. € | 6,7 | - 8,6 | - 1,5 | - 1,2 | 10,8 |
| Cashflow | ||||||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | in Mio. € | 58,8 | 119,4 | 11,7 | 50,9 | 12,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | in Mio. € | - 28,5 | - 22,0 | - 32,2 | - 45,1 | - 57,8 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | in Mio. € | - 12,5 | - 72,1 | 37,6 | - 4,3 | 38,3 |
| Operativer Free Cashflow1 | in Mio. € | 30,8 | 98,6 | - 19,3 | 2,6 | - 46,5 |
| Bilanz | ||||||
| Bilanzsumme | in Mio. € | 2.199,3 | 2.174,1 | 2.207,1 | 2.079,7 | 2.087,1 |
| Eigenkapital | in Mio. € | 895,5 | 885,2 | 902,0 | 890,1 | 879,0 |
| Eigenkapitalquote | 40,7 % | 40,7 % | 40,9 % | 42,8 % | 42,1 % | |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 681,5 | 699,9 | 795,5 | 723,5 | 728,5 |
| Personal | ||||||
| Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) | 10.492 | 10.411 | 10.485 | 10.429 | 10.231 | |
| Aktie | ||||||
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,11 | - 0,14 | - 0,02 | - 0,02 | 0,17 |
1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M & A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)
Drittes Quartal und erste neun Monate 2019 in Kürze
| ― | Konzernumsatz steigt trotz Rückgang der weltweiten Fahrzeugproduktion - im dritten Quartal (Q3) um 6,4 % auf 431,9 Mio. EUR (organisch 4,0 %) - in den ersten neun Monaten um 3,1 % auf 1.307,1 Mio. EUR (organisch 2,0 %) |
| ― | Hoher Umsatzzuwachs in Nordamerika von 25 % in Q3 und 28 % in den ersten neun Monaten; Übrige Regionen mit Zuwächsen (außer Deutschland) in Q3, im Neunmonatszeitraum leicht unter Vorjahr; starkes Ersatzteilgeschäft in Q3; Segment Erstausrüstung mit größten Steigerungen in Geschäftsbereichen Leichtbau / Elastomertechnik und E-Mobility in den ersten neun Monaten |
| ― | Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokation bei 20,8 Mio. EUR in Q3 bzw. 38,4 Mio. EUR in den ersten neun Monaten; EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation schrittweise verbessert von 1,6 % in Q1 und 2,5 % in Q2 auf 4,8 % in Q3; internes Kosteneinsparungsprogramm mit positiver Wirkung; weiter hohes Rohstoffpreisniveau |
| ― | Cashflow-Optimierungsprogramm zeigt Erfolge: operativer Free Cashflow signifikant verbessert auf 30,8 Mio. EUR in Q3 bzw. 110,1 Mio. EUR in den ersten neun Monaten; weiter disziplinierter Investitionsansatz; Net Working Capital deutlich reduziert |
| ― | Nettoverschuldung seit Q1 um 114,0 Mio. EUR reduziert auf 681,5 Mio. EUR am 30.09.2019 |
| ― | Auftragslage robust: Auftragsbestand liegt am 30.09.2019 um 4,0 % über Vorjahresvergleichswert |
Fremont, USA
Wer wissen will, wie die Mobilität von morgen aussieht, der muss sich dort umschauen, wo die Kreativen und Visionäre zu Hause sind. ElringKlinger ist mittendrin statt nur dabei. Begeben Sie sich auf eine virtuelle Rundfahrt durch das Silicon Valley ab Seite 26 im Magazin »pulse«.
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Weltwirtschaft verliert deutlich an Schwung
Die Weltwirtschaft hat sich im bisherigen Jahresverlauf merklich abgekühlt. Vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, in deren Folge gegenseitig Importzölle angekündigt oder erhoben wurden, schwächten den Welthandel, so dass die negativen Auswirkungen auf die globale Konjunktur übergriffen. Die Befürchtungen eines ungeregelten Ausscheidens Großbritanniens aus der Europäischen Union sorgten für weitere Verunsicherungen. Mit Zinssenkungen und anderen monetären Stabilisierungsmaßnahmen versuchten die internationalen Notenbanken, einer Verlangsamung der globalen wirtschaftlichen Entwicklung entgegenzuwirken.
Die schwindende Auslandsnachfrage belastete im Euroraum vor allem den Industriesektor, während sich der Dienstleistungssektor stabiler präsentierte. Dabei sorgte die leichte Abwertung des Euro, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbesserte, nur geringfügig für Erleichterung. Besonders die deutsche Wirtschaft war von der Schwäche im Export betroffen. Sie entwickelte sich im Euroraum unterdurchschnittlich.
Die US-Konjunktur ließ im Zuge des Handelskonflikts nach, zeigte sich aber insgesamt noch robust. Der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt wirkt sich positiv auf Konsum und Binnenkonjunktur aus. Die chinesische Wirtschaft leidet neben den erwähnten Einflüssen aus dem Handelskonflikt auch unter strukturellen Problemen. Die chinesische Regierung versucht, mit stimulierenden Maßnahmen wie beispielsweise Steuererleichterungen entgegenzuwirken. Diese griffen bislang aber nur begrenzt.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 1. Quartal 2019 | 2. Quartal 2019 | 3. Quartal 2019 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 0,9 | 0,4 | 0,4 |
| Eurozone | 1,3 | 1,2 | 0,9 |
| USA | 2,7 | 2,3 | 2,1 |
| Brasilien | 0,5 | 1,0 | 1,1 |
| China | 6,4 | 6,2 | 6,1 |
| Indien | 5,8 | 5,0 | 5,5 |
| Japan | 1,0 | 1,0 | 1,7 |
Quelle: HSBC (Sep. 2019)
Globaler Fahrzeugmarkt im Abwärtstrend
Den negativen konjunkturellen Entwicklungen konnte sich die weltweite Fahrzeugproduktion in den ersten neun Monaten 2019 nicht entziehen. Insbesondere die Schwäche auf dem asiatischen Automarkt - und dabei vor allem in China, das einen Anteil von mehr als ein Viertel der Weltproduktion darstellt - fiel negativ ins Gewicht. Aber auch alle anderen Regionen verzeichneten ein Minus. Handelsbeschränkungen und steigende Zölle belasteten den Sektor ebenso wie die Verunsicherung der Konsumenten bei Fragen um die "richtige", das heißt umweltfreundliche und werthaltige Antriebsart.
Produktion Light Vehicles
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 3. Quartal | Jan.-Sept. |
|---|---|---|
| 2019 | 2019 | |
| --- | --- | --- |
| Europäische Union | 2,2 | -4,1 |
| Deutschland | -0,8 | -10,0 |
| Osteuropa 1 | -1,4 | -3,7 |
| Russland | -6,0 | -1,2 |
| Nordamerika | -3,8 | -2,8 |
| USA | -3,6 | -2,6 |
| Südamerika | -2,9 | -5,1 |
| Brasilien | 1,4 | -0,6 |
| Asien-Pazifik | -6,0 | -8,3 |
| China | -9,9 | -14,0 |
| Japan | 2,8 | -0,5 |
| Indien | -16,2 | -9,8 |
| Mittlerer Osten & Afrika | -0,3 | -10,4 |
| Welt | -3,6 | -6,2 |
1 Inkl. Russland
Quelle: PwC Autofacts (Sep. 2019)
Auch die internationalen Absatzmärkte - gemessen an der Zahl neu zugelassener Pkw bzw. Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) - waren in den ersten neun Monaten 2019 rückläufig. Gegen diesen Trend konnten sich lediglich Brasilien mit einem Plus von 8,8 % gegenüber den Vorjahresvergleichswerten sowie mit leichtem Plus Japan und die neuen EU-Länder stemmen.
In Europa (ohne Russland) ging der Absatz um 1,6 % auf 12,1 Mio. Neufahrzeuge zurück. Trotz starker Zuwächse im September lag nach neun Monaten von den fünf großen europäischen Einzelmärkten nur Deutschland im Plus, während Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien Rückgänge zwischen - 1,3 bis - 7,4 % hinnehmen mussten. Der kräftige Zuwachs im September in Europa ist hauptsächlich auf einen Sondereffekt aus dem Vorjahr zurückzuführen, da zum 1.September 2018 die Einführung des Emissionsstandard WLTP zu Engpässen und damit einer niedrigen Vergleichsbasis geführt hatte.
Der Neuwagenabsatz in China ging von Januar bis September 2019 um 11,6 % auf 15,0 Mio. Pkw zurück. Auf dem indischen Pkw-Markt, der um 16,4 % auf 2,2 Mio. Einheiten schrumpfte, spiegelt sich vor allem die Krise auf dem Schattenbankensektor wider, über den ein großer Teil der Neufahrzeuge finanziert wird.
In den USA wurden im bisherigen Jahresverlauf 1,1 % weniger Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) abgesetzt.
Nutzfahrzeugmärkte überwiegend auf positivem Terrain
Die Zulassungszahlen der Nutzfahrzeugmärkte fielen in den ersten neun Monaten 2019 insgesamt noch recht positiv aus. Allerdings zeigten sich bei den Auftragseingängen, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt, aber auch in Europa, Abschwächungen. Im Neunmonatszeitraum wurden in der Europäischen Union 5,7 % mehr mittelschwere und schwere Lkw (>3,5 t) zugelassen als im Vorjahresvergleichszeitraum. Hierbei war besonders das erste Halbjahr stark, da es durch vorgezogene Käufe wegen der seit Juni verpflichtenden, neuen Generation digitaler Fahrtenschreiber in Neufahrzeugen beeinflusst war. Der Truckmarkt in Nordamerika konnte auf Basis voller Auftragsbücher weiter expandieren und übertraf erneut die Vorjahresvergleichszahlen bei den schweren Class-8-Lkw.
Wesentliche Ereignisse
Konsortialkredit über 350 Mio. EUR abgeschlossen
Am 15. Februar 2019 hat die ElringKlinger AG einen Konsortialkredit mit einem Bankenkonsortium aus sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Das Konsortium besteht aus der Commerzbank, der Landesbank Baden-Württemberg und der Deutschen Bank, die die Finanzierung gemeinsam arrangiert haben. Zudem sind die DZ Bank, die HSBC und die Banque Européenne du Crédit Mutuel beteiligt. Die Vereinbarung umfasst ein Volumen von insgesamt 350 Mio. EUR über eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren. Es wurden bankübliche Financial Covenants vereinbart. Die zufließenden Mittel dienen der allgemeinen Konzernfinanzierung sowie der Refinanzierung bestehender bilateraler Kreditlinien.
Umsatz- und Ertragslage
Starkes Umsatzwachstum bei anhaltender Marktschwäche
ElringKlinger erhöhte den Konzernumsatz im dritten Quartal 2019 um 6,4 % auf 431,9 (Q3 2018: 405,8) Mio. EUR. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem anhaltend hohen Wachstum in Nordamerika sowie zahlreichen Projektneuanläufen, die mit dem Start der Produktion auch zu Werkzeugumsätzen führten. In Summe entwickelte sich der Konzern deutlich stärker als die Produktionszahlen der Fahrzeugindustrie, die im selben Zeitraum über alle Regionen hinweg rückläufig war und insgesamt im Berichtsquartal um 3,6 % zurückging.
In den ersten neun Monaten stieg der Konzernumsatz um 3,1 % auf 1.307,1 (9M 2018: 1.267,2) Mio. EUR. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten und M&A-Aktivitäten steigerte ElringKlinger die Konzernumsätze zwischen Januar und September 2019 um 2,0 %, zwischen Juli und September sogar um 4,0 %. Ein Teil des Umsatzanstiegs fällt auf die Umrechnung des US-Dollars in die Konzernwährung Euro zurück. Gegenläufig wirkte sich in den ersten neun Monaten der Verkauf des Hug-Teilkonzerns sowie der new enerday GmbH im Vorjahr aus, was die Umsatzerlöse um 0,5 Prozentpunkte schmälerte.
Effekte im Konzernumsatz
in Mio. EUR

Nordamerika bleibt Umsatztreiber
Nachdem ElringKlinger in Nordamerika im ersten Halbjahr die Konzernumsätze bereits um knapp 30 % ausweitete, legte der Konzern hier im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahresquartal mit 25,0 % auf 115,4 (Q3 2018: 92,3) Mio. EUR erneut stark zu. Zwischen Januar und September erhöhten sich die Umsatzerlöse um 27,6 % auf 334,0 (9M 2018: 261,8) Mio. EUR. Die Entwicklung begründet sich in der Belieferung von Fahrzeugmodellen, die auf dem amerikanischen Fahrzeugmarkt stärker als ursprünglich geplant nachgefragt wurden. Des Weiteren ermöglichte der Hochlauf der neuen Produktionsstätte in Fort Wayne, USA, zahlreiche Produktneuanläufe, die automatisch mit höheren Werkzeugumsätzen einhergingen. Mit dem Start der Produktion wurden die entsprechenden Werkzeuge fakturiert. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 20,3 % im dritten Quartal bzw. 22,0 % im Neunmonatszeitraum. Im bisherigen Jahresverlauf generierte ElringKlinger 25,6 % der erzielten Konzernumsätze in dieser Region und damit mehr als auf dem Heimatmarkt Deutschland (23,0 %).
Erholungstendenzen, die für die Region Asien-Pazifik in der zweiten Jahreshälfte ursprünglich erwartet wurden, blieben bislang aus. Auf dem nach wie vor angespannten Markt gelang es ElringKlinger dennoch, die Umsätze im dritten Quartal um 4,7 % bzw. währungsbereinigt um 1,0 % auszuweiten. Insgesamt erzielte der Konzern in den ersten neun Monaten Umsatzerlöse in Höhe von 227,9 (9M 2018: 232,9) Mio. EUR, was einem Rückgang von 2,1 % entspricht.
Auch auf dem für ElringKlinger größten Absatzmarkt Übriges Europa erhöhten sich die Umsatzerlöse im dritten Quartal um 4,3 % auf 119,7 (Q3 2018: 114,8) Mio. EUR. Ein großer Teil des Anstiegs entfällt auf das erfolgreiche Ersatzteilgeschäft in Osteuropa. In den ersten neun Monaten 2019 sanken die Erlöse in der Region Übriges Europa um 2,0 % auf 384,8 (9M 2018: 392,7) Mio. EUR. Wie bereits im Vorquartal hatte ElringKlinger den größten absoluten Umsatzrückgang auf dem Heimatmarkt in Deutschland zu verzeichnen. Dort lagen die Umsatzerlöse mit 96,5 Mio. EUR um 6,3 % unter dem Vorjahresniveau (Q3 2018: 103,0 Mio. EUR). Die wesentliche Ursache dafür ist die rückläufige konjunkturelle Entwicklung der Automobilbranche in Deutschland.
Konzernumsatz nach Regionen Jan. - Sep. 2019

In der Region Südamerika und Übrige stiegen die Erlöse im Berichtsquartal um 1,1 Mio. EUR auf 20,0 (Q3 2018: 18,9) Mio. EUR an. Somit kam die Region in den ersten neun Monaten mit 59,5 (9M 2018: 59,6) Mio. EUR nah an das Vorjahresniveau heran. Bereinigt um Währungseffekte lag der Umsatz sogar um 0,5 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau.
Aufgrund der schwächeren Entwicklung auf dem Heimatmarkt, kletterten die Anteile der Auslandsumsätze im Berichtszeitraum auf nunmehr 77,7 % (Q3 2018: 74,6 %) im dritten Quartal bzw. auf 77,0 % (9M 2018: 74,7 %) in den ersten neun Monaten 2019.
Erstausrüstung zeigt heterogene Entwicklung
Im Segment Erstausrüstung weitete ElringKlinger den Umsatz um 5,5 % auf 353,0 (Q3 2018: 334,6) Mio. EUR im dritten Quartal bzw. um 3,0 % auf 1.075,0 (9M 2018: 1.043,3) Mio. EUR zwischen Januar und September 2019 aus. Dabei entwickelten sich die Geschäftsbereiche sehr unterschiedlich. Während ElringKlinger in den klassischen Geschäftsbereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen im bisherigen Jahresverlauf teils deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, nahm insbesondere die Nachfrage nach Produkten aus dem Geschäftsbereich Leichtbau / Elastomertechnik signifikant zu. Dort steigerte der Konzern den Umsatz um 13,9 % auf 125,3 (Q3 2018: 110,0) Mio. EUR im Berichtsquartal bzw. um 16,1 % auf 375,9 (9M 2018: 323,9) Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2019.
Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik steht 2019 die weitere Kostenoptimierung des Schweizer Produktionsstandorts im Mittelpunkt, die erwartungsgemäß bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll.
Im Geschäftsbereich E-Mobility hat sich ElringKlinger mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie der Beteiligung an hofer powertrain technologisch breit aufgestellt. Zwischen Januar und September dehnte der Geschäftsbereich die Umsatzerlöse um über 40 % auf 19,4 (9M 2018: 13,5) Mio. EUR aus, 4,6 (Q3 2018: 5,5) Mio. EUR entfielen auf das dritte Quartal 2019. Darüber hinaus baute der Konzern weitere Produktionskapazitäten in Großbritannien und in Deutschland auf. In Österreich verfügt der Konzern zwischenzeitlich über einen eigenen Standort, der die Forschungsaktivitäten der Unternehmenszentrale im Bereich Brennstoffzelle unterstützt. Die geringen Produktionsstückzahlen und die Investition in den Ausbau der zukünftigen Produktionskapazitäten führten im Geschäftsbereich E-Mobility sowohl im dritten Quartal als auch im Neunmonatszeitraum 2019 noch zu einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Trotz der positiven Umsatzentwicklung belasteten im Segment Erstausrüstung die anhaltend hohen Kapazitätsauslastungen in Nordamerika sowie das hohe Rohstoffpreisniveau das Segmentergebnis, das vor Zinsen und Steuern im dritten Quartal auf 6,4 (Q3 2018: 10,3) Mio. EUR und in den ersten neun Monaten 2019 auf 3,2 (9M 2018: 48,5) Mio. EUR kam. Zu berücksichtigen ist der einmalige Veräußerungsgewinn des Hug-Teilkonzerns in Höhe von 21,1 Mio. EUR, der im ersten Quartal 2018 enthalten ist.
Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen Jan.-Sep. 2019

1 inkl. Bereich Drivetrain
Starkes Ersatzteilgeschäft im Nahen Osten und in Osteuropa
Nachdem das Ersatzteilgeschäft im ersten Halbjahr aufgrund von zurückhaltenden europäischen Märkten und anhaltenden geopolitischen Spannungen temporär eingebremst wurde, zeigte es sich im dritten Quartal wesentlich robuster. In nahezu allen Regionen konnte ElringKlinger die Umsatzerlöse ausweiten. Die größten absoluten Zuwächse verzeichnete der Konzern in Osteuropa und im Nahen Osten. Mit einem deutlichen Umsatzplus von 20,2 % auf 45,2 (Q3 2018: 37,6) Mio. EUR beendete das Segment Ersatzteile das dritte Quartal 2019. In den ersten neun Monaten trug es 130,9 (9M 2018: 122,8) Mio. EUR zum Konzernumsatz bei.
ElringKlinger arbeitete im Berichtsquartal weiter aktiv an der Markterschließung in China und den USA, und dabei insbesondere an der Optimierung der Materialverfügbarkeit. Nachdem im Vorjahresvergleichsquartal die Inbetriebnahme des Ersatzteillagers in Fremont, USA, das Segmentergebnis vorübergehend belastete, lag dieses im Berichtsquartal auf 8,5 (Q3 2018: 5,9) Mio. EUR und in den ersten neun Monaten 2019 bei 22,5 (9M 2018: 20,7) Mio. EUR. Die Ergebnismarge erhöhte sich im dritten Quartal auf 18,8 % (Q3 2018: 15,7 %) bzw. auf 17,2 % im Neunmonatszeitraum (9M 2018: 16,9 %).
Segment Kunststofftechnik spürt Markteintrübung branchenübergreifend
Der Nachfragerückgang im Segment Kunststofftechnik, der sich bereits im zweiten Quartal 2019 deutlich zeigte, setzte sich im Berichtsquartal fort. Er betrifft nahezu alle Branchen, die das Segment beliefert. Dabei fielen erneut die stärksten Rückgänge im Bereich Maschinenbau und in der Automobilsparte an. Dennoch kam der Segmentumsatz im dritten Quartal mit 30,1 (Q3 2018: 30,2) Mio. EUR fast an das Vorjahresniveau heran. Im Neunmonatszeitraum zeigte sich ein kleines Plus von 0,2 % auf 91,0 (9M 2018: 90,8) Mio. EUR.
Die aktuelle Nachfrageschwäche, das anhaltend hohe Rohstoffpreisniveau für Fluorpolymere sowie gestiegene Personalkosten belasteten weiterhin das Segmentergebnis. Dank restriktivem Kostenmanagement und zahlreichen Optimierungsmaßnahmen sank das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern mit 4,9 (Q3 2018: 6,6) Mio. EUR im Berichtsquartal jedoch nicht so stark wie im zweiten Quartal 2019. Die Ergebnismarge erholte sich wieder auf 16,3 % (Q3 2018: 21,9 %), nach 5,9 % zwischen April und Juni 2019. In den ersten neun Monaten 2019 blieb das Segmentergebnis mit 10,7 (9M 2018: 15,9) Mio. EUR nach wie vor deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Ergebnismarge reduzierte sich entsprechend auf 11,8 % (9M 2018: 17,5 %).
Segmente Dienstleistungen und Gewerbeparks steigern Umsatz und Ergebnis im Quartal
Das Segment Dienstleistungen, das unter anderem die Elring Klinger Motortechnik GmbH in Idstein, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH in Rottenburg / Neckar, Deutschland, umfasst, steigerte im Berichtsquartal den Umsatz auf 2,4 (Q3 2018: 2,3) Mio. EUR und das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern auf 0,3 (Q3 2018: 0) Mio. EUR. Bezogen auf den Zeitraum Januar bis September 2019 summierten sich die Erlöse auf 6,9 (9M 2018: 7,1) Mio. EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf 0,2 (9M 2018: 0,4) Mio. EUR.
Konzernumsatz nach Segmenten Jan.-Sep. 2019

Die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung im Segment Gewerbeparks stiegen im dritten Quartal auf 1,2 (Q3 2018: 1,0) Mio. EUR und in den ersten neun Monaten auf 3,4 (9M 2018: 3,2) Mio. EUR. Da Teile des Segments Gewerbepark in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umgegliedert wurden sowie im Gewerbepark in Idstein, Deutschland, die Abschreibungen ausliefen, erhöhte sich das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern leicht auf 0,2 (Q3 2018: 0,1) Mio. EUR im dritten Quartal bzw. auf 0,4 (9M 2018: 0,1) Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2019.
Zurückhaltende Personalpolitik, neue Auszubildende
Das strikte Kosteneinsparprogramm wirkte sich im ElringKlinger-Konzern auch auf die Personalpolitik aus. So blieb an vielen Standorten die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 nahezu unverändert; in Großbritannien und der Schweiz baute der Konzern planmäßig Mitarbeiter ab. Lediglich in Nordamerika fand ein stärkerer Mitarbeiteraufbau statt, da dort die anhaltend hohe Nachfrage sowie zahlreiche Produktneuanläufe eine Ausweitung des Personals erforderten. Des Weiteren begannen im September 2019 47 neue Mitarbeiter eine Ausbildung bei ElringKlinger, die zum großen Teil in Deutschland durchgeführt wird. Aus diesen Gründen veränderte sich die Beschäftigtenanzahl im ElringKlinger-Konzern zum 30. September 2019 sowohl im Vergleich zum 30. Juni 2019 (10.411 Mitarbeiter) als auch zum 31. Dezember 2018 (10.429 Beschäftigte) um 0,8 % bzw. 0,6 % allerdings nur marginal auf 10.492 Beschäftigte.
Der Mitarbeiteranteil im Ausland lag zum 30. September 2019 unverändert auf 58,5 % (31.12.2018: 58,5 %). Entsprechend bleibt der Inlandsanteil bei 41,5 % (31.12.2018: 41,5 %).
Kosteneinsparmaßnahmen zeigen Wirkung im operativen Ergebnis
Bereits seit dem ersten Quartal 2019 arbeitet ElringKlinger konsequent daran, die Kosten im Konzern zu senken. Die positive Wirkung der Maßnahmen spiegelt sich im dritten Quartal in den Umsatz-, Vertriebs-, Allgemeinen Verwaltungs- sowie den Forschungs- und Entwicklungs-Kosten (F&E) wider, die gegenüber dem ersten Quartal 2019 teils deutlich verringert werden konnten. Daneben optimierten die Werke in Nordamerika und der Schweiz weiter ihre Kostenstrukturen. Die von Quartal zu Quartal erreichte Ergebnisverbesserung im Jahr 2019 ist jedoch nach wie vor überdeckt von den aktuellen Markteintrübungen, die die Rahmenbedingungen zur nachhaltigen Verbesserung der Ergebnissituation im Konzern weiterhin erschweren.
Rohstoffpreise belasten Bruttomarge
Im dritten Quartal sowie in den ersten neun Monaten 2019 erhöhten sich die Umsatzkosten auf 340,1 (Q3 2018: 312,8) Mio. EUR bzw. 1.043,6 (9M 2018: 979,2) Mio. EUR. Die Bruttomarge sank entsprechend auf 21,3 % (Q3 2018: 22,9 %) im dritten Quartal, sowie auf 20,2 % (9M 2018: 22,7 %) im Neunmonatszeitraum. Dabei belastete die Bruttomarge unter anderem das anhaltend hohe Rohstoffpreisniveau für legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), Aluminium und polyamidbasierte Kunststoffgranulate. Im dritten Quartal 2019 stieg besonders der Rohstoff Nickel, der ausschließlich an der Börse gehandelt wird und dadurch nicht durch Rahmenverträge fixiert werden kann, deutlich an. Der Preis für Aluminium, der im dritten Quartal 2018 noch auf einem absoluten Rekordniveau lag, reduzierte sich im Berichtsquartal etwas. Darüber hinaus wurde dem Konzern im Berichtsquartal ein Teil der im ersten Halbjahr 2019 entrichteten Antidumping- und Ausgleichszölle umsatzwirksam erstattet. Diese wurden für die Beschaffung von Aluminium, das aus China in die USA importiert wurde, erhoben. Des Weiteren hält die starke Weltmarktnachfrage nach Kunststoffgranulaten, die ElringKlinger zur Herstellung von Leichtbauprodukten einsetzt, auch im dritten Quartal das Preisniveau hoch. Zusammen mit einem hohen Werkzeuganteil stiegen die Materialaufwendungen im dritten Quartal 2019 um 14,6 % gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr und um 9,6 % im Neunmonatsvergleich an. ElringKlinger wirkt höheren Rohstoffpreisen mit einer stetig erweiterten Lieferantenstruktur sowie der sukzessiven Durchsetzung von Preisgleitklauseln entgegen. Beide Maßnahmen können ihre Wirkung jedoch nur schrittweise entfalten. Daher geht der Konzern davon aus, dass die Maßnahmen sich mittelfristig positiv auf die Ergebnissituation auswirken werden.
Unterproportional zum Umsatzwachstum stiegen die Personalkosten im dritten Quartal 2019 um 4,7 % auf 134,7 (Q3 2018: 128,7) Mio. EUR an. Hierbei zeigt sich die aktuelle Personalpolitik, die eine Ausweitung des Personals aufgrund des Kostensparprogramms lediglich in begründeten Ausnahmefällen, wie zum Beispiel der notwendigen Erweiterung der Personalkapazitäten in Nordamerika, vorsieht. Somit sank die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) im Berichtsquartal auf 31,2 % (Q3 2018: 31,7 %). In den ersten neun Monaten 2019 nahmen die Personalkosten um 6,0 % auf 419,8 (9M 2018: 395,9) Mio. EUR zu und die Personalaufwandsquote erhöhte sich auf 32,1 % (9M 2018: 31,2 %).
Das anhaltend starke Umsatzwachstum in Nordamerika und die damit verbundenen operativen Herausforderungen in den jeweiligen Produktionsgesellschaften vor Ort wirken sich schon seit mehreren Quartalen erhöhend auf die Vertriebskosten aus. Zur Lösung von Kapazitätsengpässen führte ElringKlinger zwischenzeitlich zahlreiche Erweiterungs-, Automatisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen durch. Erste positive Effekte dieser Maßnahmen zeigten sich im dritten Quartal 2019, indem unter anderem die Vertriebskosten um 2,2 Mio. EUR auf 32,6 (Q3 2018: 34,8) Mio. EUR reduziert werden konnten. Zwischen Januar und September 2019 lagen sie um 3,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert auf 102,9 (9M 2018: 106,3) Mio. EUR.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Wesentlichen aufgrund der beschriebenen Personalkostenentwicklung auf 21,3 (Q3 2018: 20,5) Mio. EUR im dritten Quartal bzw. auf 66,2 (9M 2018: 63,1) Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2019. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Berichtsquartal um 2,8 Mio. EUR auf 2,1 (Q3 2018: 4,9) Mio. EUR. Zwischen Januar und September 2019 reduzierten sie sich auf 7,6 (9M 2018: 35,6) Mio. EUR, wobei 2018 der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Hug-Teilkonzerns in Höhe von 21,1 Mio. EUR zu berücksichtigen ist.
Forschungs- und Entwicklungsquote bei knapp 5 %
ElringKlinger richtete bereits frühzeitig nahezu alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die neuen Technologien der Elektromobilität aus. Daher lag auch im Berichtsquartal ein klarer Fokus auf den Geschäftsbereichen E-Mobility, Neue Geschäftsfelder und Leichtbau / Elastomertechnik. In den ersten neun Monaten summierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen auf 55,9 (9M 2018: 58,9) Mio. EUR, davon wurden 7,8 (9M 2018: 5,7) Mio. EUR aktiviert. Die Aktivierungsquote betrug 12,2 % (9M 2018: 8,8 %). Auf das dritte Quartal, in dem 2,6 (Q3 2018: 4,6) Mio. EUR der Entwicklungskosten aktiviert wurden, entfallen 16,1 (Q3 2018: 17,9) Mio. EUR. Die Aktivierungsquote lag somit mit 13,9 % deutlich unter der des Vorjahresquartals (Q3 2018: 20,4 %).
Zwischen Januar und September 2019 wendete der Konzern damit 4,9 % (9M 2018: 5,1 %) des Umsatzes für den Bereich Forschung und Entwicklung (inkl. aktivierter F&E-Aufwendungen) auf. 4,3 % (Q3 2018: 5,5 %) des Umsatzes entfallen auf das abgelaufene Quartal.
EBIT-Marge im Jahresverlauf schrittweise verbessert
Im dritten Quartal kam das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 49,8 (Q3 2018: 48,4) Mio. EUR nah an den Vorjahreswert heran - ein Beleg dafür, dass sich Effekte aus den eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen positiv in den Finanzzahlen niederschlagen. In der Betrachtung der ersten neun Monate 2019 blieb ElringKlinger jedoch mit einem EBITDA von 123,6 (9M 2018: 158,8) Mio. EUR weiterhin ein gutes Stück vom Vorjahreswert entfernt.
Das operative Ergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) verringerte sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf 36,9 (9M 2018: 85,6) Mio. EUR, davon wurden 20,3 (Q3 2018: 22,9) Mio. EUR im dritten Quartal 2019 erzielt. Abzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation kam das operative Ergebnis des Konzerns vor Kaufpreisallokation zwischen Januar und September 2019 auf 38,4 Mio. EUR nach 88,5 Mio. EUR (inkl. Veräußerungsgewinn des Hug-Teilkonzerns) in den ersten drei Berichtsquartalen 2019. Auf das dritte Quartal 2019 entfielen 20,8 (Q3 2018: 23,8) Mio. EUR. Nach einer EBIT-Marge von 1,5 % im ersten Quartal bzw. 2,3 % im zweiten Quartal steigerte ElringKlinger das Ergebnis in Prozent zum Umsatz im aktuellen Berichtsquartal auf 4,7 % (Q3 2018: 5,9 %).
Währungsergebnis leicht erhöht
In den ersten drei Berichtsquartalen stieg das Währungsergebnis um 0,3 Mio. EUR auf 2,3 (9M 2018: 2,0) Mio. EUR, da vor allem Währungsverluste geringer als im gleichen Vorjahreszeitraum ausfielen. Dagegen verringerte sich das Zinsergebnis aufgrund der Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sowie des Konsortialkreditvertrags um 3,9 Mio. EUR auf minus 14,2 (9M 2018: - 10,4) Mio. EUR. Im abgelaufenen Quartal führten vor allem gestiegene Währungsverluste und Zinsaufwendungen sowie der negative Ergebnisbeitrag von assoziierten Unternehmen zu einem Finanzergebnis in Höhe von minus 5,0 (Q3 2018: - 1,0) Mio. EUR.
Effektive Steuerquote auf hohem Niveau
In den ersten neun Monaten lagen die Ertragsteueraufwendungen mit 24,8 (9M 2018: 26,2) Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau. Die hohe Steuerquote im Neunmonatszeitraum resultierte insbesondere aus Verlusten bei Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten.
Abzüglich der Ertragsteuern belief sich das Periodenergebnis im dritten Quartal auf 7,2 (Q3 2018: 12,3) Mio. EUR. In den ersten drei Quartalen kam es auf - 2,6 Mio. EUR, nach 48,0 Mio. EUR im gleichen Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil betrug minus 3,4 (9M 2018: 45,0) Mio. EUR. Davon entfielen 6,7 (Q3 2018: 10,8) Mio. EUR auf das Berichtsquartal. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien lag unverändert bei 63.359.990 Stück. Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von minus 0,05 (9M 2018: 0,71) EUR in den ersten neun Monaten 2019 bzw. 0,11 (Q3 2018: 0,17) EUR im dritten Quartal 2019.
Vermögens- und Finanzlage
Mit einer Eigenkapitalquote von 40,7 % und einem Kapitalzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 189,9 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2019 stellt sich die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns weiterhin sehr solide dar. Nach den umfangreichen Investitionen in den vergangenen Jahren, die zum Teil dem Unternehmenswachstum, zum Teil aber auch der rechtzeitigen technologischen Vorbereitung auf den derzeitigen Transformationsprozess dienten, verfolgt das Unternehmen seit dem laufenden Geschäftsjahr einen disziplinierten Ansatz. Zusammen mit gezielten Maßnahmen zur Reduzierung des betrieblich gebundenen Kapitals im Net Working Capital1 führte dies im Konzern zu einem operativen Free Cashflow2 von 110,1 Mio. EUR im Zeitraum Januar bis September 2019. In der Folge konnte auch die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) sukzessive verringert werden.
Finanzkennzahlen
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| in Mio. EUR | 30.09.2019 | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Net Working Capital | 478,3 | 498,9 | 568,0 |
| Als Quote vom Umsatz | 27,5 % | 29,1 % | 33,4 % |
| Nettoverschuldung 1 | 681,5 | 699,9 | 723,5 |
| Net Debt/ EBITDA 1 | 4,2 | 4,4 | 3,7 |
| Eigenkapitalquote | 40,7 % | 40,7 % | 42,8 % |
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| 3. Quartal 2019 | 2. Quartal 2019 | 4. Quartal 2018 | |
|---|---|---|---|
| Investitionen in Sachanlagen | 25,4 | 20,7 | 41,9 |
| Operativer Free Cashflow | 30,8 | 98,6 | 2,6 |
1 Vorjahresvergleich durch Erstanwendung IFRS 16 verwässert
Bilanzsumme durch IFRS-16-Effekt angestiegen
Die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns lag zum 30. September 2019 bei 2.199,3 Mio. EUR (30.09.2018: 2.087,1 Mio. EUR) und damit um 119,6 Mio. EUR über dem Stand zum Jahresende 2018 (2.079,7 Mio. EUR). Ein Großteil dieser Ausweitung ist dem Effekt aus der Erstanwendung des seit 1. Januar 2019 verpflichtenden Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" geschuldet. Da ElringKlinger den modifiziert retrospektiven Ansatz wählte, wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst. Durch den Standard sind die Nutzungsrechte am Leasinggegenstand zu aktivieren und die Leasingverbindlichkeit ist mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen zu passivieren. Die Nutzungsrechte bezifferten sich zum 30. September 2019 auf 49,5 Mio. EUR und wurden in den Sachanlagen verbucht. Die Leasingverbindlichkeiten kamen auf 50,3 Mio. EUR und sind in den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst. Weitere Informationen zur Erstanwendung des IFRS 16 sind in den erläuternden Angaben des Anhangs enthalten.
Ein weiterer, insgesamt leicht bilanzverlängernder Einfluss ist zum 30. September aus der Umrechnung der Einzelbilanzen in die Konzernwährung Euro hinzugekommen.
Anteil des langfristigen Vermögens bei 60 % stabil
Die langfristigen Vermögenswerte summierten sich zum 30. September 2019 auf 1.314,4 (30.09.2018: 1.237,4) Mio. EUR und stellten einen stabilen Anteil von rund 60 % des Gesamtvermögens dar. Größter Posten sind die Sachanlagen mit einem Wert von 1.059,9 Mio. EUR. Den oben beschriebenen IFRS-16-Effekt ausgeklammert, nahmen diese seit Jahresende 2018 (997,8 Mio. EUR) nur geringfügig, nämlich um 12,6 Mio. EUR bzw. 1,3 %, zu. Währungsbereinigt entsprachen die im Berichtszeitraum getätigten Neuzugänge in etwa dem Niveau der Abschreibungen.
1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Vertragsvermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abzüglich kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
2 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Zahlungsflüsse aus M&A-Aktivitäten und finanziellen Vermögenswerten
Lang- und kurzfristige Vermögenswerte
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| in Mio. EUR | 30.09.2019 | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 196,1 | 194,0 | 190,3 |
| Sachanlagen | 1.059,9 | 1.045,6 | 997,8 |
| Sonstige Bilanzpositionen des langfr. Vermögens | 58,4 | 58,8 | 69,3 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.314,4 | 1.298,4 | 1.257,4 |
| Vorräte und kurzfr. Vertragsvermögenswerte | 395,1 | 402,7 | 407,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 266,0 | 277,4 | 306,4 |
| Sonstige Bilanzpositionen des kurzfr. Vermögens | 204,7 | 176,7 | 102,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 865,8 | 856,8 | 816,3 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 19,0 | 18,9 | 6,0 |
| Bilanzsumme | 2.199,3 | 2.174,1 | 2.079,7 |
Aus der Position "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" wurden im zweiten Quartal 2019 Immobilien und Grundstücke des Segments Gewerbeparks in die Bilanzzeile "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" umklassifiziert. Über den Verkauf des betroffenen Gewerbeparks wurde nach dem Berichtsstichtag ein Vertrag mit dem Käufer unterzeichnet (vgl. auch Anhang, Seite 40).
Optimierung des Net Working Capitals zeigt Wirkung
Die vom Vorstand initiierten umfangreichen Maßnahmen zur Optimierung des Net Working Capitals1 zeigten in den ersten drei Quartalen sukzessive positive Wirkung. Das im Beschaffungs-, Produktions- und Absatzprozess gebundene Kapital konnte reduziert und ein höherer Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit generiert werden.
Insbesondere das in den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebundene Kapital konnte durch eine Reihe unterschiedlicher Instrumente deutlich verringert werden. Zusammen mit den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten bildet es das Working Capital. Dieses nahm gegenüber dem Jahresende 2018 (714,0 Mio. EUR) um 52,9 Mio. EUR ab (währungsbereinigt um 65,6 Mio. EUR) und kam per 30. September 2019 auf 661,2 (30.09.2018: 744,9) Mio. EUR. Maßgeblich war dabei die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den Vorräten Abgänge von Werkzeugpositionen, die in der Regel bis zum Serienstart eines Produkts hier verbucht sind.
Auf Lieferantenseite wurden gleichzeitig Zahlungsziele ausgeschöpft oder verlängert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich zum 30. September 2019 gegenüber dem Jahresende 2018 um 29,9 Mio. EUR auf 165,5 (30.09.2018: 121,5) Mio. EUR.
In Folge dieser gezielten Maßnahmen reduzierte sich das Net Working Capital deutlich auf 478,3 (30.09.2018: 613,8) Mio. EUR, nach 568,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2018.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 30.September 2019 auf 89,6 (30.09.2018: 54,1) Mio. EUR. Der Anstieg gründet in erster Linie auf hier erfasste Sicherheiten, Anzahlungen an Lieferanten und Steuerforderungen. Zahlungseingänge aus Kundenforderungen erhöhten kurzfristig die Barmittel in Höhe von 106,8 (30.09.2018: 42,6) Mio. EUR zum Berichtsstichtag.
Hoher Eigenkapitalanteil von 40 % der Bilanzsumme
Das Eigenkapital erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2019 um 5,4 Mio. EUR auf 895,5 Mio. EUR, nach 890,1 Mio. EUR zum Jahresende 2018. Die Veränderung beinhaltet die Verbuchung des Periodenergebnisses von - 2,6 Mio. EUR sowie die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die bei der Konsolidierung von Konzerntöchterntöchtern außerhalb des Euro-Raums in den übrigen Rücklagen erfasst werden.
Insgesamt liegt die Quote des Eigenkapitals von 40,7 % (30.09.2018: 42,1 %) weiterhin in der vom Management angestrebten soliden Bandbreite von 40 bis 50 %.
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen lagen zum Ende des dritten Quartals 2019 bei 33,0 (30.09.2018: 36,0) Mio. EUR, nach 30,4 Mio. EUR zum Jahresende 2018. Im dritten Quartal 2019 erhöhte sich die Langfristposition der Jubiläumsrückstellungen, deren Buchwert hauptsächlich aufgrund von veränderten Marktzinsen rechnerisch angepasst wurde, leicht.
Lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
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| in Mio. EUR | 30.09.2019 | 30.06.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 895,5 | 885,2 | 890,1 |
| Rückstellungen für Pensionen | 126,2 | 125,4 | 124,4 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 560,2 | 591,4 | 472,0 |
| Sonstige Bilanzpositionen der langfr. Vblk. | 60,8 | 53,0 | 46,1 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 747,2 | 769,8 | 642,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inkl. kurzfr. Vertragsvblk. | 182,9 | 181,2 | 146,0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 228,2 | 196,6 | 296,8 |
| Sonstige Bilanzpositionen der kurzfr. Vblk. | 145,4 | 141,2 | 104,3 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 556,5 | 519,0 | 547,1 |
Konsortialkredit verbessert Fälligkeitenstruktur
Der im Februar 2019 abgeschlossene Konsortialkredit über ein Gesamtvolumen von 350 Mio. EUR (vgl. "Wesentliche Ereignisse") verbesserte die Fälligkeitenstruktur bestehender Finanzverbindlichkeiten. Für die Unternehmensfinanzierung beanspruchte der Konzern im bisherigen Jahresverlauf einen Teil des Volumens.
Nettoverschuldung deutlich zurückgeführt
Im zweiten und dritten Quartal 2019 konnte ElringKlinger die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) um 114,0 Mio. EUR reduzieren. Die positive Entwicklung ist vorrangig auf die oben beschriebene Verbesserung im Net Working Capital und den disziplinierten Investitionsansatz zurückzuführen. Beim Vergleich mit dem Stand am Jahresende 2018 (723,5 Mio. EUR) ist zu berücksichtigen, dass allein die Erstanwendung des IFRS 16 eine Ausweitung um 50,3 Mio. EUR bewirkte.
Die Verschuldungskennzahl (Nettoverschuldung / EBITDA) verbesserte sich 2019 sukzessive von 4,7 im ersten Quartal auf 4,2 zum Ende des dritten Quartals (30.09.2018: 3,4). Auch hier verwässert der IFRS-16-Effekt den Vorjahresvergleich leicht. Um diesen bereinigt, liegt die Verschuldungskennzahl zum 30. September 2019 bei 4,1.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten kamen auf einen Gesamtbuchwert von 113,9 (30.09.2018: 109,9) Mio. EUR und enthalten vorwiegend Abgrenzungen aus dem Personalbereich sowie Abgrenzungen für ausstehende Leistungen und sonstige künftige Aufwendungen.
Hoher betrieblicher Cashflow von 190 Mio. EUR
In den ersten neun Monaten 2019 realisierte der ElringKlinger-Konzern einen Kapitalzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 189,9 Mio. EUR. Davon entfielen 11,7 Mio. EUR auf das erste, 119,4 Mio. EUR auf das zweite und 58,8 Mio. EUR auf das dritte Quartal. Im Vergleich zum Mittelzufluss in den ersten neun Monaten des Vorjahres, in dem insgesamt 40,6 Mio. EUR aus betrieblicher Tätigkeit generiert wurden, stellt dies eine signifikante Verbesserung dar.
Auch für diese Entwicklung sind in erster Linie die oben beschriebenen Maßnahmen zur Net-Working-Capital-Optimierung ausschlaggebend gewesen. Die Veränderung des Net Working Capitals und der sonstigen Aktiva und Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bewirkte im dritten Quartal 2019 einen Kapitalzufluss von 23,4 Mio. EUR bzw. in den ersten neun Monaten von 104,2 Mio. EUR, während dem in den Vorjahresvergleichsperioden noch Abflüsse von 10,6 Mio. EUR bzw. 56,3 Mio. EUR gegenüberstanden.
Aufgrund der Vorschriften des Rechnungslegungsstandard IFRS 16 wird seit 2019 der Mittelabfluss für operative Leasingzahlungen nicht mehr dem Cashflow aus operativer Tätigkeit zugerechnet. Stattdessen sind die Auszahlungen aus Leasinggeschäften durch die Tilgung der Finanzverbindlichkeiten erfasst und damit im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten. Bei der Ermittlung des betrieblichen Cashflows kommt dieser Sachverhalt in den im Vorjahresvergleich höheren Abschreibungen zum Ausdruck, die in der Darstellung des betrieblichen Cashflows herausgerechnet werden. Im Neunmonatszeitraum 2019 betrugen die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 86,7 (9M 2018: 73,2) Mio. EUR. Darin enthalten ist ein Afa-Anteil aus der Erstanwendung des IFRS 16 in Höhe von 9,2 Mio. EUR.
In der Position "Sonstige zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge" werden in der Regel hauptsächlich Währungseffekte bereinigt. Der Vorjahresbetrag enthält zudem den Veräußerungsgewinn aus der 2018 entkonsolidierten Hug-Gruppe.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Jan. - Sep.
in Mio. EUR

Investitionen in Sachanlagen stark gesenkt
Nachdem der Konzern in den vergangenen Jahren an den Produktionsstandorten weltweit in Kapazitätserweiterungen und Modernisierungsmaßnahmen investierte und damit eine sehr gute Basis für die weitere Unternehmensentwicklung geschaffen hat, können die Investitionen seit dem laufenden Geschäftsjahr plangemäß auf ein deutlich reduziertes Niveau gesenkt werden. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen sanken in den ersten neun Monaten 2019 gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres um fast 40 % auf 74,9 (9M 2018: 121,6) Mio. EUR. Im dritten Quartal verringerten sie sich um mehr als die Hälfte auf 25,4 (Q3 2018: 53,9) Mio. EUR.
Dem entsprechend ging auch die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis zum Konzernumsatz) stark auf 5,9 % (Q3 2018: 13,3 %) im dritten Quartal und auf 5,7 % (9M 2018: 9,6 %) von Januar bis September 2019 zurück.
Das am Hauptstandort in Dettingen / Erms, Deutschland, in Bau befindliche Technologiezentrum für Elektromobilität stellt derzeit die größte Investition im Konzern dar. Es wird künftig die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie bündeln. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag auf den nordamerikanischen Werken, in denen Maßnahmen für Kapazitätsanpassungen, Automatisierungen und Produktanläufe erforderlich waren. Im 2018 errichteten, neuen Werk in Fort Wayne, USA, lief in den vergangenen Monaten die Serienproduktion von thermischen und akustischen Abschirmteilen hoch.
An einem deutschen Standort wurde der Aufbau einer Serienfertigung für komplette Batteriesysteme fortgesetzt. Im Übrigen betrafen die Investitionsausgaben für Sachanlagen hauptsächlich Produktionsanlagen, die in direktem Zusammenhang mit Serienanläufen standen oder zur Verbesserung der Effizienz und Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit erforderlich waren.
Entwicklung der Zahlungsmittel Jan. - Sep.
in Mio. EUR

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte, die auch aktivierte Entwicklungskosten beinhalten, beliefen sich in den ersten neun Monaten 2019 auf 8,4 (9M 2018: 8,6) Mio. EUR.
Für die gesamte Investitionstätigkeit ergab sich im dritten Quartal 2019 ein Mittelabfluss in Höhe von minus 28,5 (Q3 2018: - 57,8) Mio. EUR und von minus 82,8 (9M 2018: - 75,7) Mio. EUR in den ersten neun Monaten. Die Vorjahreszahl beinhaltet den Kapitalzufluss aus der Veräußerung der Hug-Gruppe in Höhe von 53,5 Mio. EUR.
Operativer Free Cashflow bei 110 Mio. EUR
Aufgrund des hohen Mittelzuflusses aus operativer Tätigkeit, der die Auszahlungen für Investitionen deutlich übertraf, konnte der ElringKlinger-Konzern sowohl im dritten Quartal 2019 als auch im Neunmonatszeitraum einen erkennbar positiven operativen Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit1) erzielen. Gegenüber den Vergleichsbeträgen des Vorjahres, in dem noch negative Werte bzw. Mittelabflüsse zu Buche standen, stellt dies eine sehr positive Entwicklung dar. Der operative Free Cashflow betrug im dritten Quartal 30,8 (Q3 2018: - 46,5) Mio. EUR und in den ersten neun Monaten 110,1 (9M 2018: - 88,8) Mio. EUR.
Kredittilgungen prägen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Den im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellten Kapitalabfluss von 47,0 (9M 2018: Zufluss von 34,3) Mio. EUR der ersten neun Monate 2019 verwendete der Konzern im Wesentlichen für die Tilgung von lang- und kurzfristigen Krediten (saldiert mit Einzahlungen aus Kreditaufnahmen). Im dritten Quartal 2019 flossen saldiert 12,5 Mio. EUR für die Finanzierungstätigkeit ab, während im selben Quartal des Vorjahres per Saldo 38,3 Mio. EUR aufgenommen werden mussten.
Neben den finanzwirtschaftlichen Erfolgen aus der operativen Leistung stärkte auch der im März 2019 getroffene Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat, im Jahr 2019 die Dividendenzahlung für das vorangegangene Geschäftsjahr auszusetzen, die Innenfinanzierung des Unternehmens. Für die Dividendenausschüttung im Vorjahr zahlte der Konzern in den ersten neun Monaten 2018 33,6 Mio. EUR an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss aus.
Mit einem Bestand an Barmitteln von 106,8 Mio. EUR und offenen Kreditlinien von rund 130 Mio. EUR verfügte der Konzern zum 30. September 2019 über ausreichend finanziellen Spielraum.
Chancen und Risiken
Der konjunkturelle Abschwung in der Automobilbranche hält weiter an. Vor allem die drei globalen Hauptmärkte -China, Nordamerika und Europa - zeigen teils starke Eintrübungen seit Jahresbeginn (vgl. "Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld"). Die Prognosen von Banken, Branchenverbänden und Informationsdiensten wurden für 2019 schrittweise abgesenkt. ElringKlinger geht auf Basis dieser Werte für die Weltfahrzeugproduktion nunmehr von einem Rückgang von -6 bis -4 % aus, auch wenn eine genaue Einordnung angesichts der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren und der volatilen Gesamtgemengelage nach wie vor schwierig ist.
Gleichzeitig hält der ElringKlinger-Konzern weiterhin an seinem Umsatzziel fest, organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte oberhalb der globalen Marktentwicklung zu wachsen.
Bei der weiteren Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2019 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2018 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 52 ff.) ergeben. Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2018 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/gb2018/chancen-und-risikobericht zur Verfügung.
1 Bereinigt um Zahlungsflüsse für Akquisitionen bzw. Desinvestitionen und um Aus- / Einzahlungen für finanzielle Vermögenswerte
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche
Wachstum der Weltkonjunktur verlangsamt sich deutlich
Nach der Wachstumsverlangsamung im bisherigen Jahresverlauf wird die Weltkonjunktur auch im Gesamtjahr 2019 merklich geringer expandieren als 2018. Dem Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Oktober 2019 zufolge wird das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,0 % zulegen, nach 3,6 % im Jahr zuvor. Vor allem schwelende Handelskonflikte, gestiegene Zölle sowie die - auch infolgedessen ausgelöste - nachlassende Investitionsbereitschaft der Unternehmen dämpfen die Expansion. Besonders im Industriesektor sind die Auswirkungen zu spüren. Für weitere Unsicherheiten sorgen geopolitische Spannungen und der weiterhin offene Ausgang der Brexit-Verhandlungen. Volkswirtschaften wie Deutschland, in denen die Autoindustrie ein starkes Branchengewicht darstellen, leiden außerdem unter der Abschwächung der Fahrzeugmärkte. In dieser Gemengelage versuchen die internationalen Notenbanken mit ihrer weltweit lockeren Geldpolitik der konjunkturellen Verlangsamung entgegen zu treten.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 2018 | Prognose 2019 | Prognose 2020 |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,6 | 3,0 | 3,4 |
| Industriestaaten | 2,3 | 1,7 | 1,7 |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | 4,5 | 3,9 | 4,6 |
| Deutschland | 1,5 | 0,5 | 1,2 |
| Eurozone | 1,9 | 1,2 | 1,4 |
| USA | 2,9 | 2,4 | 2,1 |
| Brasilien | 1,1 | 0,9 | 2,0 |
| China | 6,6 | 6,1 | 5,8 |
| Indien | 6,8 | 6,1 | 7,0 |
| Japan | 0,8 | 0,9 | 0,5 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Okt. 2019)
Weltfahrzeugmärkte 2019 im Abwärtstrend
Der Blick auf die Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion im Gesamtjahr 2019 sah zu Jahresbeginn noch ganz anders aus, als es bislang eingetreten ist: Man ging - vor allem getrieben vom weltweit wichtigsten Markt China -von einem schwachen ersten Halbjahr und einer deutlichen Erholung im zweiten Halbjahr aus. Monat um Monat wurden die Prognosen von Branchenexperten zurückgenommen: Inzwischen geht man von einem Abwärtstrend in sämtlichen Regionen für das Jahr 2019 aus.
Besonders stark fallen die Rückgänge in Asien aus und hier besonders in China, das laut Prognosen 2019 mit einem zweistelligen prozentualen Minus den mit Abstand größten Schwund darstellt. Neben der erwähnten Zollthematik zählen das geringere Wirtschaftswachstum, strengere Umweltschutzregelungen und ausgelaufene Subventionen zu den Belastungsfaktoren. Auch der indische Markt wird schwach eingeschätzt.
In der Region Nordamerika schwächelt die Light-Vehicle-Produktion in Mexiko und Kanada stärker als in den USA. Gerade jüngst sind Prognosen für das vierte Quartal in dieser Region noch einmal zurückgenommen worden. Den gleichen Abwärtstrend sieht man für den südamerikanischen Markt, auch wenn sich voraussichtlich Brasilien dagegen stemmen können wird.
Der Rückgang der europäischen Fahrzeugproduktion wird im noch verbleibenden Quartal 2019 nach Meinung von Branchenexperten ebenfalls nicht zu stoppen sein. Voraussichtlich weiter unterdurchschnittlich werden die Produktionszahlen in Deutschland ausfallen.
Insgesamt sind die Einschätzungen der Autoanalysten führender Banken, Researchhäuser und Branchenverbände recht heterogen. Während Verbände von einem Rückgang von 4 % ausgehen, sind Daten- und Informationsdienste pessimistischer und erwarten ein Schrumpfen von über 5 % gegenüber dem Vorjahr. Schrittweise wurden die Prognosen für 2019 von anfangs sogar leichtem Wachstum bis hin zu einem spürbaren Rückgang abgesenkt. Auf Basis dieser Werte ist für die Weltfahrzeugproduktion 2019 von einem Rückgang von - 6 bis - 4 % auszugehen, auch wenn eine genaue Einordnung angesichts der zahlreichen politischen wie wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktoren und der volatilen Gesamtgemengelage nach wie vor schwierig ist.
Absatzmärkte im Rückwärtsgang
Auch der globale Autoabsatz wird 2019 nach Einschätzung der Autoverbände das Niveau des Vorjahres nicht mehr erreichen. Die Gesamtjahresbilanz für Fahrzeugneuzulassungen des deutschen Automobilverbands VDA sieht für Europa (EU28 & EFTA) eine Stagnation auf dem Marktniveau von 15,6 Mio. Pkw, für die USA ein Minus von 2 % auf 16,9 Mio. Light Vehicles und für China ein Minus von 10 % auf 20,9 Mio. Pkw vor.
Ausblick Nutzfahrzeugmärkte
Die Nutzfahrzeugmärkte in Europa und den USA bewegen sich 2019 noch auf hohem Niveau. Allerdings zeichnet sich in Europa analog zur konjunkturellen Verlangsamung eine Abkühlung ab. Insgesamt profitiert die Branche aber vom zunehmenden Trend zum Onlinehandel, der die Transportvolumina tendenziell erhöht. In den USA sind die Auftragseingänge im bisherigen Jahresverlauf zwar deutlich eingebrochen, die Produktion im laufenden Jahr dürfte davon aber noch nicht betroffen sein.
Produktion Light Vehicles
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| Mio. Fahrzeuge | 2018 | Prognose 2019 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Europäische Union | 18,8 | 18,3 | -2,5 |
| Deutschland | 5,4 | 5,0 | -6,1 |
| Osteuropa 1 | 3,5 | 3,4 | -2,8 |
| Russland | 1,7 | 1,6 | -1,3 |
| Nordamerika | 16,9 | 16,3 | -3,5 |
| USA | 11,0 | 10,7 | -2,8 |
| Südamerika | 3,4 | 3,3 | -2,7 |
| Brasilien | 2,8 | 2,9 | 2,4 |
| Asien-Pazifik | 48,0 | 44,2 | -7,9 |
| China | 25,9 | 22,2 | -14,3 |
| Japan | 9,0 | 8,9 | -1,1 |
| Indien | 4,7 | 4,5 | -5,3 |
| Mittlerer Osten & Afrika | 2,6 | 2,5 | -6,2 |
| Welt | 93,3 | 88,1 | -5,6 |
1 Inkl. Russland
Quelle: PwC Autofacts (Sep. 2019)
Prognose Unternehmen
Auftragseingang um 6 % verbessert
Trotz der allgemeinen Marktschwäche zeigt sich die Auftragslage von ElringKlinger weiter sehr robust. Im dritten Quartal 2019 wurde ein Auftragseingang von 437,6 Mio. EUR verbucht, was im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg um 25,8 Mio. EUR oder 6,3 % bedeutet. Bereinigt man diesen Wert um Währungseffekte, verbleibt ein Anstieg um 3,2 Mio. EUR oder 0,8 %. Angesichts eines weltweit schwach erwarteten Quartals ist auch aufgrund dessen weiter davon auszugehen, dass ElringKlinger die Marktveränderung sowohl im vierten Quartal als auch im laufenden Geschäftsjahr übertreffen wird.
Gleiches zeigt sich im Auftragsbestand, der zum 30. September 2019 1.068,7 Mio. EUR betrug. Damit lag er um 41,5 Mio. EUR oder 4,0 % über dem Vorjahreswert nach neun Monaten. Unterstellt man konstante Wechselkurse, beträgt der Anstieg noch 19,8 Mio. EUR bzw. 1,9 %.
Herausfordernde Rahmenbedingungen
Das Marktumfeld ist gekennzeichnet von zahlreichen politischen wie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Einflussfaktoren wie die Handelsstreitigkeiten, die Brexit-Szenarien oder geopolitische Konflikte im Nahen Osten können die wirtschaftliche Situation prägen, hinzu kommt der konjunkturelle Abschwung, der derzeit in der Automobilbranche global zu erkennen ist. Gerade die Hauptmärkte weltweit -China, Nordamerika und Europa - zeigen für das Gesamtjahr teils starke Eintrübungen. Dennoch geht ElringKlinger auch aufgrund seiner robusten Auftragslage weiter davon aus, dass sich der Umsatz 2019 gegenüber der Marktveränderung überproportional entwickeln wird. Aufgrund dessen erwartet der Konzern weiterhin, die Wachstumsrate der globalen Automobilproduktion im Umsatz organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen. In Abhängigkeit von der allgemeinen Nachfrageentwicklung und den Produktneuanläufen kann das Umsatzwachstum auch leicht höher ausfallen.
Ergebniseffekte durch Anlaufkosten, Kosteneinsparungsprogramm und Immobilienverkauf
Auch im dritten Quartal 2019 konnten die Umsatzzuwächse in Nordamerika nicht erkennbar zum Ergebnis beitragen, was im Wesentlichen an der anhaltend hohen Nachfrage sowie den Anlaufkosten aus dem neuen Werk in Fort Wayne, USA, lag. Zudem verharrten die Rohstoffpreise auf einem grundsätzlich hohen Niveau. Diese Effekte werden neben den Handelszöllen auch die Ergebnisentwicklung im Gesamtjahr 2019 bestimmen.
Der Konzern wirkte frühzeitig im laufenden Geschäftsjahr entgegen und initiierte ein Kosteneinsparungsprogramm, das weiter Wirkung erzielen wird. Zudem erwartet der Konzern im vierten Quartal einen Erlös im höheren einstelligen Mio.-EUR-Bereich aus einem Immobilienverkauf. Unter Abwägung dieser verschiedenen Einflussfaktoren und unter Berücksichtigung der herausfordernden Rahmenbedingungen geht der Konzern weiterhin davon aus, sein Jahresziel einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % zu erreichen. Dabei wird vorausgesetzt, dass sich keine weiteren externen Effekte als wesentliche Belastungsfaktoren einstellen und sich die Märkte nicht schwächer als derzeit erwartet entwickeln.
Fortsetzung der Cashflow-Optimierung
Die Verbesserung wesentlicher Finanzkennzahlen setzte sich auch im dritten Quartal 2019 fort. Aufgrund dessen rechnet der Konzern damit, im laufenden Geschäftsjahr wie angestrebt einen positiven operativen Free Cashflow zu erzielen. Grundlage dessen ist ein weiterhin disziplinierter Investitionsansatz von weniger als 9 % des Umsatzes sowie eine Verbesserung der Net-Working-Capital-Quote gegenüber dem Jahresultimo 2018 in Höhe von 33,4 % des Gesamtumsatzes. Mit 27,5 % lag der Konzern zum 30. September 2019 voll auf Kurs. Durch die positive Cashflow-Entwicklung hat der Konzern seine Nettoverschuldung reduziert. Insgesamt rechnet der Konzern weiterhin damit, die Nettoverschuldungsquote (Net Debt / EBITDA) unter Berücksichtigung des IFRS-16-Effekts zum Ende des Geschäftsjahres gegenüber dem Jahresultimo 2018 zu verbessern.
Erwartungsgemäß wird die Kapitalrentabilität (ROCE) aufgrund der Ergebnisentwicklung des laufenden Geschäftsjahres unter dem Vorjahreswert liegen. Der Konzern rechnet ebenfalls weiterhin damit, dass die F&E-Kosten sich innerhalb des Spektrums von 5 bis 6 % des Konzernumsatzes bewegen und die Eigenkapitalquote innerhalb des Langfristkorridors von 40 bis 50 % der Bilanzsumme liegen wird.
Mittelfristiger Ausblick
Die operativen Herausforderungen des laufenden Jahres ändern nicht die mittelfristige Einschätzung des Konzerns: Mit der frühzeitigen Ausrichtung auf alternative Antriebstechnologien hat sich ElringKlinger eine sehr gute Ausgangsposition für den Transformationsprozess der Automobilbranche erarbeitet. Gleichzeitig bietet die starke Marktposition bei traditionellen Produkten ein überaus solides Fundament. Daher geht der Konzern unverändert davon aus, dass umsatzseitig organisch auch künftig die Wachstumsrate der globalen Automobilproduktion übertroffen werden kann. Hinsichtlich seiner Ergebnislage rechnet das Unternehmen weiterhin damit, seine Profitabilität - gemessen an der EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation - sukzessive zu verbessern. Auf Basis der erwarteten Ergebnis- und Working-Capital-Verbesserungen geht der Konzern davon aus, die Kapitalrentabilität (ROCE) zu steigern.
Dettingen / Erms, den 6. November 2019
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf Vorsitzender | Theo Becker | Thomas Jessulat | Reiner Drews |
ElringKlinger am Kapitalmarkt
Rückschläge im Handelsstreit belasten Aktienmärkte
Der offene Handelskonflikt zwischen den USA und China hielt die Aktienmärkte im dritten Quartal 2019 weiter in Atem. Nachdem sich die beiden Staaten auf dem G20-Gipfel Ende Juni noch auf die Wiederaufnahme der Handelsgespräche verständigten, spitzte sich die Lage im August mit der gegenseitigen Einführung von neuen Strafzöllen wieder zu. Neben dieser neuerlichen Eskalation verstärkten auch schwächer ausfallende Konjunkturprognosen für die Weltwirtschaft die Sorgen auf Anlegerseite. Demgegenüber zählten vor allem geldpolitische Maßnahmen zu den wesentlichen Einflussfaktoren für den anhaltenden Aufschwung an den Aktienmärkten. Die europäische Zentralbank nahm ihr Anleihekaufprogramm wieder auf, die US-Notenbank senkte zweimal hintereinander die Leitzinsen und China lockerte mit einer Zinsreform ebenfalls seine Geldpolitik. Zudem wurden die Märkte im dritten Quartal 2019 durch robuste Konjunkturdaten in den USA sowie von der abnehmenden Wahrscheinlichkeit eines "harten" Brexits gestützt.
ElringKlinger-Aktie mit Erholung zum Quartalsende
Nachdem die Aktie von ElringKlinger das erste Halbjahr 2019 mit einem Kurs von 5,32 EUR beendet hatte, bewegte sie sich saisonbedingt im Juli zunächst weiter auf einem vergleichbarem Niveau. Im Vorfeld der für Anfang August terminierten Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts unterschritt die Aktie dann jedoch die Unterstützungslinie bei fünf Euro, was einen verstärkten Abgabedruck zur Folge hatte. Auch mit der Bekanntgabe eines deutlich positiven Cashflows, den der ElringKlinger-Konzern in den ersten sechs Monaten 2019 erwirtschaftete, konnte keine kurzfristige Trendwende herbeigeführt werden. Somit fiel die ElringKlinger-Aktie Mitte August auf ihren Jahrestiefstwert von 4,42 EUR. Nach dieser Bodenbildung setzte die Notierung zu einer stetigen Erholungsbewegung an, die wieder in einem Kursniveau zwischen sechs und sieben Euro mündete. Zum 30. September 2019 schloss die ElringKlinger-Aktie schließlich bei einem Kurs von 6,36 EUR.
Handelsvolumen der ersten neun Monate 2019
Das Handelsvolumen der ElringKlinger-Aktie blieb in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 hinter dem Vorjahresniveau zurück. Mit durchschnittlich gehandelten 96.800 (9M 2018: 141.300) Stück pro Börsentag lag das Volumen allerdings weiterhin auf solidem Niveau. Die durchschnittlich erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen erreichten einen Wert von rund 0,6 (9M 2018: rund 2,0) Mio. EUR. Eine ausreichend hohe Liquidität der ElringKlinger-Aktie, damit institutionelle Anleger auch größere Aktienpakete handeln können, war somit konstant gegeben.
Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. September 2019 (indexiert)
in %

Aktionärsstruktur zum 30. September 2019

Kapitalmarktkommunikation im Zeichen der IAA
ElringKlinger setzte den Dialog mit den Zielgruppen des Kapitalmarkts im dritten Quartal 2019 weiter fort. Zwischen Juli bis September präsentierte sich die Gesellschaft bei drei Kapitalmarktkonferenzen innerhalb Deutschlands vor einem überwiegend internationalen Investorenkreis. Die Investor-Relations-Aktivitäten führten zudem auf eine Roadshow an den Finanzplatz London.
Anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) im September 2019 organisierte das Investor-Relations-Team von ElringKlinger eine Vielzahl an Gesprächen und Standführungen mit Investoren, Finanzanalysten und Vertretern der Wirtschaftspresse. Auf dem Messestand von ElringKlinger konnten sie sich aus erster Hand von der Technologiekompetenz des Konzerns überzeugen.
Unter dem Motto "your e-xpress lane" präsentierte ElringKlinger auf der IAA innovative Komponenten und Systemlösungen für alternative Antriebsformen. Bei seinem Anspruch, den Wandel in der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität entscheidend mitzugestalten, verfolgt der Konzern einen technologieoffenen Ansatz. Dementsprechend stellte ElringKlinger sowohl seine PEM-Brennstoffzellenstacks mit außergewöhnlichen Leistungsdaten als auch Produktlösungen für den elektrischen Antriebsstrang sowie Systeme und Komponenten aus dem Bereich der Batterietechnologie aus.
Auszeichnung für den ElringKlinger-Geschäftsbericht
Der Finanzbericht der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2018 wurde bei renommierten Kommunikations- und Designwettbewerben mit diversen Auszeichnungen bedacht. Die Jury der League of American Communications Professionals (LACP) prämierte die Publikation von ElringKlinger bei den LACP Vision Awards in der Kategorie "Automobiles & Components" mit Gold. Damit belegte ElringKlinger zum wiederholten Mal einen Platz auf dem Siegertreppchen dieses Wettbewerbs. Auch beim Automotive Brand Contest, einem internationalen Designwettbewerb für Automobilmarken, konnte sich ElringKlinger analog zum Vorjahr in die Gewinnerliste der Kategorie "Corporate Publishing" einreihen.
Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)
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| Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Sep. 2018 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1 | ||
| Höchstkurs | 8,11 | 19,37 |
| Tiefstkurs | 4,42 | 9,56 |
| Stichtagskurs 2 | 6,36 | 9,56 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) | 96.800 | 141.300 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) | 578.200 | 1.964.600 |
| Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 | 403,0 | 605,7 |
1 Xetra-Handel
2 Zum 30. September
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2019
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep.2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 431.909 | 405.791 | 1.307.117 | 1.267.246 |
| Umsatzkosten | -340.129 | -312.776 | -1.043.602 | -979.201 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 91.780 | 93.015 | 263.515 | 288.045 |
| Vertriebskosten | -32.610 | -34.796 | -102.923 | -106.337 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -21.272 | -20.511 | -66.233 | -63.121 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -16.148 | -17.881 | -55.880 | -58.941 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.067 | 4.855 | 7.623 | 35.579 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.483 | -1.824 | -9.197 | -9.630 |
| Operatives Ergebnis / EBIT | 20.334 | 22.858 | 36.905 | 85.595 |
| Finanzerträge | 12.235 | 6.648 | 22.214 | 22.345 |
| Finanzaufwendungen | -15.270 | -7.283 | -34.142 | -30.712 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | -1.964 | -408 | -2.769 | -3.018 |
| Finanzergebnis | -4.999 | -1.043 | -14.697 | -11.385 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15.335 | 21.815 | 22.208 | 74.210 |
| Ertragsteueraufwendungen | -8.155 | -9.506 | -24.841 | -26.168 |
| Periodenergebnis | 7.180 | 12.309 | -2.633 | 48.042 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 463 | 1.510 | 752 | 3.046 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 6.717 | 10.799 | -3.385 | 44.996 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,11 | 0,17 | -0,05 | 0,71 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2019
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 7.180 | 12.309 | -2.633 | 48.042 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 3.131 | -8.237 | 8.093 | -11.926 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen | -27 | -4 | -37 | -3 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 3.104 | -8.241 | 8.056 | -11.929 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 0 | -7 | 0 | -7 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 0 | -7 | 0 | -7 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 3.104 | -8.248 | 8.056 | -11.936 |
| Gesamtergebnis | 10.284 | 4.061 | 5.423 | 36.106 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 638 | 1.316 | 1.117 | 2.871 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 9.646 | 2.745 | 4.306 | 33.235 |
Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. September 2019
AKTIVA
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| in TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 | 30.09.2018 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 196.131 | 190.307 | 187.171 |
| Sachanlagen | 1.059.882 | 997.843 | 980.458 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3.486 | 16.567 | 16.538 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 3.557 | 2.663 | 2.714 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 20.468 | 23.274 | 25.542 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 147 | 98 | 87 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 8.197 | 8.116 | 3.539 |
| Latente Steueransprüche | 12.718 | 11.805 | 18.041 |
| Vertragserfüllungskosten | 9.301 | 5.427 | 2.704 |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 526 | 1.319 | 558 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.314.413 | 1.257.419 | 1.237.352 |
| Vorräte | 386.508 | 401.391 | 411.116 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 8.622 | 6.297 | 5.432 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 266.043 | 306.351 | 328.346 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 8.224 | 8.531 | 8.109 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 89.590 | 48.432 | 54.136 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 106.827 | 45.314 | 42.615 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 865.814 | 816.316 | 849.754 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 19.024 | 5.966 | 0 |
| 2.199.251 | 2.079.701 | 2.087.106 |
PASSIVA
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| in TEUR | 30.09.2019 | 31.12.2018 | 30.09.2018 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 717.675 | 721.060 | 720.222 |
| Übrige Rücklagen | -41.871 | -49.562 | -58.603 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 857.402 | 853.096 | 843.217 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 38.111 | 37.014 | 35.815 |
| Eigenkapital | 895.513 | 890.110 | 879.032 |
| Rückstellungen für Pensionen | 126.248 | 124.401 | 127.333 |
| Langfristige Rückstellungen | 21.087 | 19.603 | 12.452 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 560.193 | 472.005 | 535.377 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 13.502 | 2.614 | 0 |
| Latente Steuerschulden | 17.796 | 14.949 | 12.895 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 8.371 | 8.915 | 3.358 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 747.197 | 642.487 | 691.415 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 11.873 | 10.769 | 23.578 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 165.509 | 135.560 | 121.513 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 228.178 | 296.786 | 235.761 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 17.342 | 10.469 | 9.537 |
| Steuerschulden | 19.745 | 12.470 | 16.420 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 113.894 | 81.050 | 109.850 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 556.541 | 547.104 | 516.659 |
| 2.199.251 | 2.079.701 | 2.087.106 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2019
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto | EigenkapitalEffekte aus beherrschenden Anteilen | Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2017 | 63.360 | 118.238 | 710.885 | -39.512 | -212 | -460 |
| Anwendung neuer Standards1 | - 4.062 | |||||
| Stand am 01.01.2018 | 63.360 | 118.238 | 706.823 | -39.512 | -212 | -460 |
| Dividendenausschüttung | - 31.680 | |||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -210 | |||||
| Änderung des Konsolidierungskreises | 83 | -83 | -6.365 | |||
| Gesamtergebnis | 44.996 | -7 | -11.754 | |||
| Periodenergebnis | 44.996 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -7 | -11.754 | ||||
| Stand am 30.09.2018 | 63.360 | 118.238 | 720.222 | -39.602 | -422 | -18.579 |
| Stand am 31.12.2018 / Stand am 01.01.2019 | 63.360 | 118.238 | 721.060 | -37.316 | -422 | -11.824 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Gesamtergebnis | - 3.385 | 7.691 | ||||
| Periodenergebnis | - 3.385 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 7.691 | |||||
| Stand am 30.09.2019 | 63.360 | 118.238 | 717.675 | -37.316 | -422 | -4.133 |
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| in TEUR | Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2017 | 852.299 | 37.368 | 889.667 |
| Anwendung neuer Standards1 | -4.062 | 19 | -4.043 |
| Stand am 01.01.2018 | 848.237 | 37.387 | 885.624 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | -1.898 | -33.578 |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -210 | 210 | 0 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | -6.365 | -2.755 | -9.120 |
| Gesamtergebnis | 33.235 | 2.871 | 36.106 |
| Periodenergebnis | 44.996 | 3.046 | 48.042 |
| Sonstiges Ergebnis | -11.761 | -175 | -11.936 |
| Stand am 30.09.2018 | 843.217 | 35.815 | 879.032 |
| Stand am 31.12.2018 / Stand am 01.01.2019 | 853.096 | 37.014 | 890.110 |
| Dividendenausschüttung | 0 | -20 | -20 |
| Gesamtergebnis | 4.306 | 1.117 | 5.423 |
| Periodenergebnis | -3.385 | 752 | -2.633 |
| Sonstiges Ergebnis | 7.691 | 365 | 8.056 |
| Stand am 30.09.2019 | 857.402 | 38.111 | 895.513 |
1 Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 im Konzernanhang
Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2019
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep.2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15.335 | 21.815 | 22.208 | 74.210 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | 29.506 | 25.566 | 86.693 | 73.240 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 5.063 | 3.998 | 14.222 | 10.362 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.436 | -4.609 | 2.717 | 609 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 131 | -149 | 651 | -130 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | 1.964 | 408 | 2.769 | 3.018 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 19.502 | -17.950 | 24.485 | -88.105 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 3.924 | 7.394 | 79.712 | 31.839 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -5.798 | -8.938 | -19.394 | -25.632 |
| Gezahlte Zinsen | -6.129 | -5.654 | -13.116 | -10.246 |
| Erhaltene Zinsen | 310 | 95 | 536 | 413 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -7.413 | - 9.155 | -11.564 | -28.971 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 58.831 | 12.821 | 189.919 | 40.607 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 135 | 368 | 3.416 | 831 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 1.011 | 2.827 | 3.614 | 2.827 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen | 0 | 1.000 | 0 | 53.455 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -2.781 | -5.844 | -8.356 | -8.607 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -25.370 | -53.873 | -74.868 | -121.603 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | -1.524 | -2.272 | -6.591 | -2.580 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -28.529 | -57.794 | -82.785 | -75.677 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | 0 | -1.879 | -20 | -33.578 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten | 2.935 | 69.027 | 170.148 | 73.735 |
| Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten | -18.118 | -56.236 | -86.094 | -65.494 |
| Veränderung der kurzfristigen Kredite | 2.733 | 27.372 | -131.072 | 59.652 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -12.450 | 38.284 | -47.038 | 34.315 |
| Zahlungswirksame Veränderung | 17.852 | -6.689 | 60.096 | -755 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 880 | -1.395 | 1.417 | -2.128 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 88.095 | 50.699 | 45.314 | 45.498 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode laut Bilanz | 106.827 | 42.615 | 106.827 | 42.615 |
Konzern-Umsatzerlöse der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2019
Umsatzerlöse nach Regionen
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 96.531 | 103.046 | 300.960 | 320.190 |
| Übriges Europa | 119.672 | 114.787 | 384.827 | 392.723 |
| Nordamerika | 115.422 | 92.291 | 333.959 | 261.818 |
| Asien-Pazifik | 80.270 | 76.725 | 227.875 | 232.940 |
| Südamerika und Übrige | 20.014 | 18.942 | 59.496 | 59.575 |
| Konzern | 431.909 | 405.791 | 1.307.117 | 1.267.246 |
Umsatzerlöse nach Segmenten
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Leichtbau/ Elastomertechnik | 125.321 | 110.013 | 375.899 | 323.872 |
| Abschirmtechnik | 101.190 | 91.197 | 299.729 | 302.487 |
| Spezialdichtungen | 75.288 | 76.170 | 232.896 | 238.483 |
| Zylinderkopfdichtungen | 43.502 | 47.104 | 138.350 | 147.581 |
| E-Mobility | 4.580 | 5.555 | 19.390 | 13.545 |
| Abgasnachbehandlung | 2.594 | 4.179 | 7.760 | 16.111 |
| Sonstiges | 502 | 421 | 948 | 1.181 |
| Segment Erstausrüstung | 352.977 | 334.639 | 1.074.972 | 1.043.260 |
| Segment Ersatzteile | 45.247 | 37.623 | 130.865 | 122.848 |
| Segment Kunststofftechnik | 30.144 | 30.239 | 91.025 | 90.836 |
| Verkauf von Gütern | 428.368 | 402.501 | 1.296.862 | 1.256.944 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 2.378 | 2.250 | 6.850 | 7.124 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 430.746 | 404.751 | 1.303.712 | 1.264.068 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 1.163 | 1.040 | 3.405 | 3.178 |
| Gesamt | 431.909 | 405.791 | 1.307.117 | 1.267.246 |
Aufteilung nach geografischen Märkten:
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| in TEUR | 3. Quartal 2019 | 3. Quartal 2018 | Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Sep. 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 96.527 | 102.997 | 300.946 | 320.049 |
| Erlöse aus Vermietung und Verpachtung | 4 | 49 | 14 | 141 |
| Summe Inland | 96.531 | 103.046 | 300.960 | 320.190 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 334.219 | 301.754 | 1.002.766 | 944.019 |
| Erlöse aus Vermietung und Verpachtung | 1.159 | 991 | 3.391 | 3.037 |
| Summe Ausland | 335.378 | 302.745 | 1.006.157 | 947.056 |
| Gesamt | 431.909 | 405.791 | 1.307.117 | 1.267.246 |
Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. Juli bis 30. September 2019
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 352.977 | 334.639 | 45.247 | 37.623 | 30.144 | 30.239 |
| Intersegmenterlöse | 6.623 | 6.589 | 0 | 0 | 26 | 2 |
| Segmenterlöse | 359.600 | 341.228 | 45.247 | 37.623 | 30.170 | 30.241 |
| EBIT1 | 6.411 | 10.337 | 8.491 | 5.856 | 4.934 | 6.615 |
| Abschreibungen2 | -26.195 | -22.475 | -1.102 | -793 | -1.676 | -1.553 |
| Investitionen3 | 32.981 | 54.686 | 1.348 | 2.688 | 1.045 | 1.656 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal | 3. Quartal |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.163 | 1.040 | 2.378 | 2.250 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 27 | 27 | 1.976 | 1.823 | -8.652 | -8.441 |
| Segmenterlöse | 1.190 | 1.067 | 4.354 | 4.073 | -8.652 | -8.441 |
| EBIT1 | 247 | 90 | 251 | -40 | 0 | 0 |
| Abschreibungen2 | -16 | -263 | -517 | -482 | 0 | 0 |
| Investitionen3 | 64 | 27 | 697 | 660 | 0 | 0 |
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| Segment | Konzern | Konzern |
|---|---|---|
| in TEUR | 3. Quartal | 3. Quartal |
| --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 431.909 | 405.791 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 431.909 | 405.791 |
| EBIT1 | 20.334 | 22.858 |
| Abschreibungen2 | -29.506 | -25.566 |
| Investitionen3 | 36.135 | 59.717 |
1. Januar bis 30. September 2019
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.074.972 | 1.043.260 | 130.865 | 122.848 | 91.025 | 90.836 |
| Intersegmenterlöse | 16.574 | 16.421 | 0 | 0 | 56 | 27 |
| Segmenterlöse | 1.091.546 | 1.059.681 | 130.865 | 122.848 | 91.081 | 90.863 |
| EBIT1 | 3.163 | 48.507 | 22.495 | 20.726 | 10.693 | 15.873 |
| Abschreibungen2 | -77.331 | -64.137 | -2.604 | -2.247 | -4.917 | -4.626 |
| Investitionen3 | 86.737 | 120.325 | 2.949 | 4.266 | 4.937 | 3.108 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 3.405 | 3.178 | 6.850 | 7.124 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 81 | 81 | 5.522 | 5.403 | -22.233 | -21.932 |
| Segmenterlöse | 3.486 | 3.259 | 12.372 | 12.527 | -22.233 | -21.932 |
| EBIT1 | 379 | 68 | 175 | 421 | 0 | 0 |
| Abschreibungen2 | -296 | -793 | -1.545 | -1.437 | 0 | 0 |
| Investitionen3 | 297 | 516 | 1.244 | 1.995 | 0 | 0 |
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| Segment | Konzern | Konzern |
|---|---|---|
| in TEUR | Jan.-Sep. | Jan.-Sep. |
| --- | --- | --- |
| 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.307.117 | 1.267.246 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 1.307.117 | 1.267.246 |
| EBIT1 | 36.905 | 85.595 |
| Abschreibungen2 | -86.693 | -73.240 |
| Investitionen3 | 96.164 | 130.210 |
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern
2 Planmäßige Abschreibungen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Erläuternde Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2019
Allgemeine Angaben
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen / Erms, Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. September 2019 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. September 2019 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2019 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. November 2019 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Rechnungslegung
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
Der Konzern wendet den neuen Standard seit dem 1. Januar 2018 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, in dem die Vergleichsperiode nicht angepasst und der Umstellungseffekt kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.
Die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 waren zum 30. September 2018 in Höhe von TEUR 9.537 als erhaltene Anzahlungen unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Quartalsabschluss per 30. September 2019 wurden die Vorjahreszahlen in die Bilanzposition kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten umgegliedert dargestellt.
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Der Konzern wendet den neuen Standard seit dem 1. Januar 2019 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst.
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Regelungen und Interpretationen zu Leasingverhältnissen, insbesondere IAS 17 Leasingverhältnisse. Nach IFRS 16 sind Leasingnehmer verpflichtet, für alle Leasingverträge einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die ausstehenden Leasingzahlungen anzusetzen. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit, aufgeteilt in lang- und kurzfristig, angesetzt. Entgegen der vormaligen Bilanzierung wird bei Leasingverhältnissen, die bisher gemäß IAS 17 als "Operating-Leasingverhältnisse" eingestuft wurden, die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen in der Bilanz angesetzt und mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz zum Erstanwendungszeitpunkt abgezinst. Zum 1. Januar 2019 wurden TEUR 45.407 als Nutzungsrecht für Leasingverhältnisse in den Sachanlagen und respektive in gleicher Höhe als Leasingverbindlichkeit in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in die Bilanz aufgenommen. Nach Abschreibung des Nutzungsrechts sowie der Zu- und Abgänge von Leasingsachverhalten ergibt sich zum 30. September 2019 ein Nutzungsrecht in Höhe von TEUR 49.511. Dem stehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 50.284 gegenüber.
Im Gegensatz zum bisherigen Ausweis der Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden künftig Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst. Die Abschreibungen belaufen sich in den ersten neun Monaten 2019 auf TEUR 9.154, die Zinskomponente auf TEUR 1.301. Durch die beschriebene Veränderung steigt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit um die bisherigen operativen Leasingzahlungen.
Die Erstanwendung des IFRS 16 führt zu einer Aufteilung der Leasingaufwendungen in eine Zins- und eine Tilgungskomponente. Das Konzern-EBIT erhöht sich infolgedessen in den ersten neun Monaten 2019 um TEUR 1.301.
Konsolidierungskreis
In den Zwischenabschluss zum 30. September 2019 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sechs inländischen und 33 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Anteilsquote an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 aufgrund einer Kapitalerhöhung bei der hofer AG von 28,89 % auf 24,71 % verringert. Die Anteile an der hofer AG sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsund Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % -50 % angenommen.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ergaben sich mit Ausnahme der Verschmelzung der Polytetra GmbH auf die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Neugründung der TPH Asset Management Kft. keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.
Neugründung
Mit Wirkung zum 10. August 2019 wurde die TPH Asset Management Kft., mit Sitz in Kecskemét, Ungarn, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Technik-Park Heliport Kft., mit Sitz in Kecskemét, Ungarn, gegründet.
Verschmelzung
Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wurde die Polytetra GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Deutschland, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, auf die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH verschmolzen.
Wechselkurse
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Kürzel | 30.09.2019 | 31.12.2018 | Jan.-Sep. 2019 | Jan.-Dez. 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,08890 | 1,14500 | 1,12182 | 1,17932 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,88573 | 0,89453 | 0,88289 | 0,88595 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,08470 | 1,12690 | 1,11642 | 1,15158 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,44260 | 1,56050 | 1,48867 | 1,53288 |
| Real (Brasilien) | BRL | 4,52880 | 4,44400 | 4,37738 | 4,32938 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 21,45220 | 22,49210 | 21,70031 | 22,65259 |
| RMB (China) | CNY | 7,77840 | 7,87510 | 7,69913 | 7,81563 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.304,83000 | 1.277,93000 | 1.304,78556 | 1.295,97500 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 16,55760 | 16,45940 | 16,13696 | 15,61657 |
| Yen (Japan) | JPY | 117,59000 | 125,85000 | 122,26778 | 130,00583 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 334,83000 | 320,98000 | 323,99667 | 319,97250 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 6,14910 | 6,05880 | 6,32412 | 5,68349 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,74960 | 4,66350 | 4,74222 | 4,65583 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 77,16150 | 79,72980 | 78,59083 | 80,62578 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 15.456,94000 | 16.500,00000 | 15.868,75111 | 16.788,76417 |
| Bath (Thailand) | THB | 33,31500 | 37,05200 | 34,98011 | 38,05167 |
| Schwedische Krone (Schweden) | SEK | 10,69580 | 10,25480 | 10,58806 | 10,29367 |
Angaben zu Finanzinstrumenten
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2019 | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 106.827 | 266.043 | 15.690 | 0 | 1.441 | 1.459 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 101 | 101 |
| Gesamt | 106.827 | 266.043 | 15.690 | 0 | 1.542 | 1.560 |
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| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2019 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 392.009 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 109 |
| Gesamt | 2.016 | 2.016 | 392.118 |
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| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2018 | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 45.314 | 306.351 | 11.490 | 0 | 549 | 438 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 12 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 98 | 98 |
| Gesamt | 45.314 | 306.351 | 11.490 | 12 | 647 | 536 |
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| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2018 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 365.712 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 12 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 106 |
| Gesamt | 2.016 | 2.016 | 365.830 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Kurzfristiges Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | BW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2019 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 46.149 | 228.071 | 0 | 0 | 165.509 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 107 | 110 | 0 |
| per 31.12.2018 | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 43.275 | 296.584 | 0 | 0 | 135.560 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 202 | 209 | 0 |
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| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Langfristiges Finanzierungsleasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2019 | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 560.165 | 516.655 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.546 | 1.546 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 28 | 28 |
| per 31.12.2018 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 471.898 | 430.639 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 165 | 165 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 107 | 109 |
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| Gesamt | |
|---|---|
| in TEUR | BW |
| --- | --- |
| per 30.09.2019 | |
| --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 999.894 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 1.546 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 135 |
| per 31.12.2018 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 947.317 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 165 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 309 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 29.921 (31.12.2018: TEUR 29.921) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, mit Sitz in Tokio, Japan, auf deren Anteile, basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 2.992 (31.12.2018: TEUR 2.992).
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2019:
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.09.2019 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 101 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 2.008 | 0 |
| Derivate* | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 109 | 2.008 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 1.546 | 0 |
| Gesamt | 0 | 1.546 | 0 |
| 31.12.2018 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 98 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 2.008 | 0 |
| Derivate* | 0 | 12 | 0 |
| Gesamt | 106 | 2.020 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 165 | 0 |
| Gesamt | 0 | 165 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierar-chie zum Bewertungsstichtag 30. September 2019:
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| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.09.2019 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.459 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 1.459 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 28 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 516.655 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 29.921 |
| Gesamt | 0 | 516.655 | 29.949 |
| 31.12.2018 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 438 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 438 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 109 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 430.639 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 29.921 |
| Gesamt | 0 | 430.639 | 30.030 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle
Am 15. Februar 2019 wurde ein Konsortialkredit über TEUR 350.000 und mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Es wurden bankübliche Financial Covenants vereinbart.
Zur Absicherung und Optimierung von Bilanzpositionen verwendet der Konzern in begrenztem Umfang gängige Kapitalmarkt- und Finanzierungsinstrumente.
In den "Zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" werden zum 30. September 2019 als Finanzinvestition gehaltene Immobilien aus dem Segment Gewerbepark ausgewiesen.
Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die im Konzernabschluss 2018 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten neun Monaten 2019 nicht wesentlich verändert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten neun Monaten 2019 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.546 (30.09.2018: TEUR 3.593) enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.
Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag
Im Oktober 2019 erzielte der Konzern eine Einigung mit zwei ungarischen Gesellschaften über den Verkauf der TPH Asset Management Kft., mit Sitz in Kecskemét, Ungarn, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Technik-Park Heliport Kft., mit Sitz in Kecskemét, Ungarn. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 14. Oktober 2019, das Closing der Transaktion wird in den nächsten drei Monaten erwartet. Eine Schätzung der finanziellen Auswirkungen konnte noch nicht vorgenommen werden.
Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 6. November 2019
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf Vorsitzender | Theo Becker | Thomas Jessulat | Reiner Drews |
Impressum
ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen / Erms
Fon +49 (0) 71 23 / 724-0
Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06
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IR-Kontakt
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Fon +49(0) 71 23 / 724-88 335
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Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Sonstige Hinweise
Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Werte der Vergleichsperiode (Vorjahr) sind in Klammern dargestellt.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.
Dieser Bericht wurde am 6. November 2019 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
Finanzkalender
30 MÄRZ 2020 Bilanzpressekonferenz, Stuttgart Analystenkonferenz, Frankfurt/Main
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