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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2018

May 14, 2018

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Interim / Quarterly Report

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Bericht über das 1. Quartal 2018

Kennzahlen

ElringKlinger-Konzern

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1. Quartal 2018 4. Quartal 2017 3. Quartal 2017 2. Quartal 2017 1. Quartal 2017
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 474,2 443,4 381,0 413,3 494,3
Auftragsbestand in Mio. € 1.027,2 1.000,6 976,5 999,1 993,5
Umsatz/Ergebnis
Umsatz in Mio. € 430,7 419,3 403,6 407,8 433,3
Umsatzkosten in Mio. € 335,3 332,8 299,9 299,1 323,9
Bruttomarge 22,1 % 20,6 % 25,7 % 26,7 % 25,3 %
EBITDA in Mio. € 61,1 55,9 59,4 60,5 62,6
EBIT/Operatives Ergebnis in Mio. € 37,42 29,7 33,9 35,8 37,9
EBIT-Marge 8,7 %2 7,1 % 8,4 % 8,8 % 8,7 %
EBIT vor Kaufpreisallokation in Mio. € 38,42 30,7 34,8 37,2 39,1
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation 8,9 %2 7,3 % 8,6 % 9,1 % 9,0 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 32,12 21,6 25,9 28,0 34,5
Periodenergebnis in Mio. € 26,42 11,3 17,2 19,4 26,0
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € 25,72 10,3 16,1 18,4 25,1
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 7,0 31,9 13,0 30,9 19,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € 22,1 - 45,5 - 44,5 - 41,0 - 62,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € - 26,2 18,7 22,3 22,1 46,2
Operativer Free Cashflow1 in Mio. € - 23,3 - 13,3 - 31,5 - 10,2 - 11,6
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.008,0 2.022,4 2.006,0 1.988,3 1.985,7
Eigenkapital in Mio. € 901,9 889,7 884,1 883,6 919,1
Eigenkapitalquote 44,9 % 44,0 % 44,1 % 44,4 % 46,3 %
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 9.618 9.611 9.376 9.012 8.738
Aktie
Ergebnis je Aktie in € 0,41 0,16 0,25 0,29 0,40

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M & A-Aktivität und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Inkl. Ertrag aus der Veräußerung des Teilkonzerns Hug (21,1 Mio. Euro vor Steuern)

»Für die zukünftige Entwicklung des Konzerns wird neben unserer Kompetenz im Leichtbau auch unser Know-how in der Elektromobilität eine wichtige Säule bilden.«

Dr. Stefan Wolf,

Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG

ElringKlinger ist frühzeitig in die Batterietechnologie eingestiegen. Wie der Konzern mit Weitblick die Weichen für die Mobilität von heute und morgen gestellt hat, erfahren Sie auf der Seite 14 im Magazin "pulse" der ElringKlinger AG oder auf unserer Internetseite www. elringklinger.de/de/unternehmen/ einblicke/weitblick

Erstes Quartal 2018 in aller Kürze

Konzernumsatz mit 430,7 Mio. Euro bzw. - 0,6 % leicht unter starkem Vorjahresvergleichsquartal; Organisch, d.h. bereinigt um Währungseffekte und Änderung des Konsolidierungskreises (Hug Desinvesition) steigerte ElringKlinger den Konzernumsatz um 5,4 %
EBIT vor Kaufpreisallokation mit 38,4 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (39,1 Mio. Euro); EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation bei 8,9 %
Rohstoffpreissteigerungen und ungeplant hohe Kundenabrufe in der NAFTA-Region beeinträchtigten Ergebnissituation; Verlauf der Verlagerungen in der Schweiz größtenteils nach Plan; Erstanwendung IFRS 15 mit geringem Ergebniseffekt
Desinvestition der Hug-Gruppe mit Wirkung zum 1. März 2018 vollzogen
Investitionen in Sachanlagen mit 29,4 Mio. Euro und einer Investitionsquote von 6,8 % auf Vorjahresniveau
Rekord-Auftragsbestand von 1.027,2 Mio. Euro und hoher Auftragseingang bescheinigen gute Auftragslage

Konzern-Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Weltwirtschaft in guter Verfassung

Die Weltkonjunktur befand sich im ersten Quartal 2018 in anhaltend guter Verfassung. Für die Wirtschaft im Euroraum erwies sich weiterhin die sehr expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank als treibende Kraft für Konsum und Investitionen. Die jüngste Aufwertung des Euro, die die preisliche Wettbewerbsfähigkeit exportierender Unternehmen beeinträchtigt, dämpfte die Exportkonjunktur leicht. Das Wachstumsgefälle zwischen den einzelnen Euro-Ländern nahm weiter ab. Die ordentlich wachsende deutsche Wirtschaft wird unter anderem gestützt durch die robuste Weltwirtschaft.

Auch die US-Konjunktur setzte ihre Expansion im ersten Quartal 2018 fort. Sie profitierte von der guten Lage am Arbeitsmarkt und auch von positiven Impulsen aus der Ende 2017 beschlossenen Steuerreform. Etwas über den Erwartungen schnitt das BIP (Bruttoinlandsprodukt)-Wachstum in China in den ersten drei Monaten 2018 ab. In der großen asiatischen Volkswirtschaft gewinnen der private Konsum und Dienstleistungen zunehmend an Bedeutung, während der Einfluss des Außenhandels und der Exportwirtschaft abnimmt.

Gutes Quartal für weltweite Automobilmärkte

Die Wachstumsbilanz der internationalen Automobilmärkte fiel im ersten Quartal 2018 recht positiv aus. In Europa wurde mit insgesamt 4,3 Mio. neu zugelassenen Pkw ein neuer Absatzrekord erzielt.

In Deutschland, das am europäischen Markt einen Anteil von 20,5 % (entspricht 0,9 Mio. Neuwagen) hatte, lag das Plus bei 4,0 %. Die Nachfrage von privaten Käufern und der Anteil von Benzinern stiegen deutlich, was vor allem auf die von den Herstellern angebotenen Umstiegsprämien zurückgeführt werden dürfte. Auch aufgrund des Trends, dass deutsche OEM zunehmend im Ausland produzieren, ging die Inlandsproduktion um 8 % zurück. In der Folge verringerte sich auch die Anzahl der aus Deutschland exportierten Pkw-Neuwagen um 6 %.

Von den übrigen europäischen Topmärkten legten außerdem Spanien mit 10,5 % sowie Frankreich mit 2,9 % zu, während sich der Verkaufsrückgang in Großbritannien mit einem Minus von 12,4 % vergleichbar zum vierten Quartal 2017 fortsetzte.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 3. Quartal 2017 4. Quartal 2017 1. Quartal 2018
Deutschland 2,7 2,9 2,6
Eurozone 2,7 2,7 2,5
USA 2,3 2,5 2,8
Brasilien 1,4 2,1 1,2
China 6,8 6,8 6,7
Indien 6,5 7,2 6,8
Japan 1,9 2,0 1,7

Quelle: HSBC (März 2018)

Entgegen den Erwartungen bewegte sich der US-Markt leicht nach oben. Begünstigt durch Preisnachlässe und den Wirtschaftsaufschwung wurden dort im März 6,4 % mehr Light-Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) zugelassen als im Vorjahresmonat. Dabei wuchs das Light-Truck-Segment, dem die beliebten Stadtgeländewagen zugerechnet werden, mit 16 % sehr kräftig. Der Absatz von klassischen Pkw war erneut rückläufig.

Die Pkw-Nachfrage in China erhöhte sich trotz Wegfalls von Steuererleichterungen für Kleinwagen ebenfalls im Vorjahresvergleich. Der Pkw-Absatz des weltgrößten Einzelmarkts erreichte im ersten Quartal 2018 ein Marktvolumen von 6,0 Mio. Neuwagen. Ein kräftiges Wachstum auf 0,9 Mio. abgesetzte Fahrzeuge verzeichnete auch Indien. Russland und Brasilien starteten in den ersten drei Monaten 2018 mit zweistelligen Wachstumsraten ins Automobiljahr. Weniger erfreulich entwickelte sich der Volumenmarkt Japan.

Nutzfahrzeugmärkte: USA im Aufwind, Verlangsamung in Deutschland

Die weltweiten Nutzfahrzeugmärkte profitierten im ersten Quartal 2018 von dem insgesamt guten konjunkturellen Umfeld. In Europa stieg die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen (> 3,5t) und führte zu einem Zuwachs der Neuzulassungen von 2,2 %. Bedingt durch die Osterfeiertage und folglich weniger Arbeitstage schnitt der März allerdings mit einem Minus gegenüber dem Vorjahr ab. Für die einzelnen Märkte ergab sich im ersten Quartal ein unterschiedliches Bild. Während der größte Einzelmarkt Deutschland mit fast 22.000 neuen Lastkraftwagen um 4,5 % unter den Neuzulassungen des Vorjahres blieb, konnten Frankreich, Italien, Spanien und Polen kräftig zulegen. In Großbritannien ging die Investitionsbereitschaft der Transportunternehmen stark zurück, was sich in einem Minus von 10,0 % ausdrückte.

Pkw-Neuzulassungen 1. Quartal 2018

Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (April 2018)

In den USA haben die hohen Auftragseingänge des Vorjahres zu gesteigerten Verkaufszahlen im ersten Quartal 2018 geführt. Die Verkäufe im Segment der schweren Class 8 Lkw legten besonders stark, um 36,7 % auf rund 50.000 Fahrzeuge zu. Zusammen mit den mittelschweren Nutzfahrzeugen ergab sich ein ebenfalls ordentliches Plus von 19,0 %.

Wesentliche Ereignisse

Tochtergesellschaft verschmolzen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Neue Gesellschaft in den USA gegründet

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Closing der Hug-Transaktion erfolgt

Das Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in den Besitz des Vertragspartners übergegangen.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufen

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker zu schaffen. Herr Becker, bisher Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe, wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern. Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereiches Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen.

Reiner Drews (48), der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen.

Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängert

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit seines Vertrages war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Kräftiges organisches Umsatzwachstum im ersten Quartal 2018

Der ElringKlinger-Konzern ist umsatzseitig solide in das Geschäftsjahr 2018 gestartet. Unterstützt von der positiven Entwicklung der internationalen Automobilmärkte steigerte ElringKlinger den organischen Umsatz um 5,4 % bzw. 23,2 Mio. Euro. Der Umsatzbeitrag aus den M&A-Aktivitäten betrug im Berichtsquartal minus 4,2 Mio. Euro bzw. minus 1,0 %. Darin enthalten ist neben dem positiven Effekt aus der hofer-Akquisition seit dem 1. März 2018 auch der Verkauf des Hug-Teilkonzerns, der sich negativ auf das Umsatzwachstum auswirkte. Aufgrund der Euro-Aufwertung schmälerten im Berichtsquartal Währungseffekte - insbesondere der US-Dollar, der Schweizer Franken, der Brasilianische Real sowie der Chinesische Yuan - die Erlöse um 21,6 Mio. Euro bzw. 5,0 %. Trotz dieser starken Effekte erreichte der Konzernumsatz mit 430,7 (433,3) Mio. Euro nahezu das gute Vorjahresniveau.

Beim Vergleich des Berichtsquartals mit dem Vorjahresquartal ist die Anzahl der Arbeitstage zu berücksichtigen. Sie reduzierte sich im ersten Quartal 2018 an den deutschen Standorten auf 63 (64) Arbeitstage.

Starke Währungseffekte belasten die Umsätze einzelner Regionen

Im größten Absatzmarkt Übriges Europa weitete ElringKlinger den Umsatz um 2,7 % auf 142,5 (138,8) Mio. Euro bzw. währungsbereinigt um 5,3 %o auf 146,2 (138,8) Mio. Euro aus. Dabei wirkten sich die zahlreichen Kaufanreize der Automobilhersteller, die im Berichtsquartal zu starken Absatzzahlen führten, positiv auf die Abrufe von ElringKlinger-Produkten aus. Der Anteil der Region am Konzernumsatz stieg im Berichtsquartal auf 33,1 % (32,0 %o).

Die Region Asien-Pazifik kam mit 78,0 (79,2) Mio. Euro nah an das Vorjahresvergleichsquartal heran. Für den Rückgang sind ausschließlich Währungseffekte ursächlich. Unter der Annahme konstanter Währungen konnte die Region im ersten Quartal sogar um 4,7 % zulegen. Dabei weitete ElringKlinger die Umsätze mit Elastomerprodukten und Strukturleichtbauteilen vor allem im größten chinesischen Produktionswerk weiter aus. Der Anteil der Region Asien-Pazifik am Konzernumsatz betrug im ersten Quartal 18,1 % (18,3 %).

Konzernumsatz 1. Quartal

in Mio. €

Nach starken Umsatzzuwächsen im Geschäftsjahr 2017 blieb der Umsatz in der Region NAFTA im ersten Quartal 2018 mit 80,3 (85,1) Mio. Euro um 5,6 % hinter dem sehr guten ersten Quartal des Vorjahres zurück. Wie in anderen Regionen ist die Stärke des Euros der wesentliche Grund für diesen Rückgang. Bereinigt um Währungseffekte hat ElringKlinger auch in der NAFTA-Region die Umsätze um 4,2 % gesteigert. Damit bleibt die ungeplant hohe Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten in derjenigen Region, die bereits seit mehreren Monaten eine außergewöhnlich hohe Auslastung verzeichnet, weiterhin bestehen.

Dass die Automobilproduktion in Brasilien weiter Fahrt aufnimmt, zeigte sich im ersten Quartal erneut in den Umsatzzuwächsen von ElringKlinger. Der Konzern steigerte den Quartalsumsatz währungsbereinigt um 4,2 Mio. Euro auf 23,5 (19,3) Mio. Euro. Die positive Entwicklung resultiert einerseits aus einem sehr starken Ersatzteilgeschäft in Brasilien, andererseits stieg die Produktionsauslastung im brasilianischen Werk weiter an, sodass ElringKlinger im Berichtsquartal höhere Umsätze erzielen konnte.

Im Inlandsmarkt sanken die Umsätze um 1,8 Mio. Euro auf 109,0 (110,8) Mio. Euro. Damit beläuft sich der Inlandsanteil am Konzernumsatz nunmehr auf 25,3 % (25,6 %o). Der Auslandsanteil am Umsatz des ElringKlinger-Konzerns stieg leicht auf 74,7 % (74,4 %).

Konzernumsatz nach Regionen 1. Quartal 2018

(Vorjahr) in %

Heterogene Entwicklung im Erstausrüstungsgeschäft

In den ersten drei Monaten 2018 profitierte ElringKlinger im Segment Erstausrüstung von der starken Nachfrage nach Leichtbau- und Elastomerprodukten sowie nach Spezialdichtungen. Beide Geschäftsbereiche konnten den Umsatz weiter ausweiten. Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik hingegen kamen auch aufgrund von Währungseffekten nicht an die Vorjahresquartalsumsätze heran. Insgesamt erzielte das Segment mit 353,7 (359,9) Mio. Euro im ersten Quartal 2018 1,7 % weniger Umsatz als im Vorjahresvergleichsquartal.

Operativ verlief das erste Quartal 2018 vergleichsweise schwach. Wie bereits in der zweiten Jahreshälfte 2017 verzeichnete ElringKlinger in den nordamerikanischen Werken anhaltend hohe Kapazitätsauslastungen, die mit überproportionalen Kostensteigerungen einhergingen. Dabei handelte es sich insbesondere um höhere Personal- und Frachtkosten, die bei der Bearbeitung der hohen Anzahl an Aufträgen anfielen. Aufgrund des breiten Produktportfolios der betroffenen Werke erstreckten sich die Kostensteigerungen auf die Ergebnisse mehrerer Geschäftsbereiche. In allen betroffenen Gesellschaften werden die zwischenzeitlich eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen intensiv umgesetzt.

Darüber hinaus liefen im Berichtsquartal auch zahlreiche Produkte neu an. Während der dynamischen Hochlaufphase von neuen Serienaufträgen werden in der Regel geringere Deckungsbeiträge generiert, da laufende Produktionsoptimierungsmaßnahmen vermehrt Kosten verursachen.

Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik konnte ElringKlinger weitere Fortschritte in der Verlagerung von Produktionskapazitäten aus der Schweizer Tochtergesellschaft nach Ungarn größtenteils planmäßig erzielen. Nur sehr langsam und entsprechend dem aktuellen Stand des Verlagerungsprozesses kann der Konzern das hohe operative Fixkostenniveau in der Schweizer Tochtergesellschaft reduzieren. Deshalb rechnet ElringKlinger damit, dass die Kostenoptimierungsmaßnahmen in den nächsten zwei Jahren zur Normalisierung des operativen Fixkostenniveaus führen wird, sodass die Profitabilität des Geschäftsbereichs schrittweise wieder auf Konzernniveau angehoben werden kann.

Der Geschäftsbereich E-Mobility, der neben einzelnen Batteriekomponenten mittlerweile Batteriemodule, Gesamtspeicher und elektrische Antriebssysteme umfasst, erzielte einen Umsatz von 4,0 (4,0) Mio. Euro. Die seit 2017 zum ElringKlinger-Konzern gehörenden hofer-Produktionsgesellschaften investierten im Berichtsquartal in den Aufbau des Produktionswerks in Großbritannien und den weiteren Ausbau der Produktionsstätte in Nürtingen. Zusammen mit der anhaltend geringen Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechnologien führte das im Berichtsquartal hauptsächlich dazu, dass das Ergebnis (EBIT) des Geschäftsbereichs leicht unter dem Niveau des ersten Quartals 2017 lag.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung, der Abgasreinigungssysteme für Industrieanwendungen und Schiffe anbietet, ist grundsätzlich stärkeren konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt. Einen großen Teil zum Umsatz trug der Hug-Teilkonzern bei, der mit Wirkung zum 1. März 2018 veräußert wurde. Daher beinhaltet das erste Quartal 2018 lediglich zwei Monate der Umsätze des Hug-Teilkonzerns. Dies begründet im Wesentlichen den Umsatzrückgang im Geschäftsbereich um 3,7 Mio. Euro auf 7,8 (11,5) Mio. Euro.

Konzernumsatz nach Segmenten 1. Quartal 2018

(Vorjahr) in %

Das Ergebnis des Geschäftsbereichs, das im Vorjahrsvergleichsquartal noch leicht negativ war, fiel durch den Veräußerungsgewinn positiv aus.

Aufgrund der geringeren Umsatzerlöse und der operativen Mehrkosten im Konzern erzielte das Segment Erstausrüstung trotz des Veräußerungsgewinns des Hug-Teilkonzerns nur eine leichte Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern auf 25,5 (25,1) Mio. Euro. Die Ergebnismarge erhöhte sich leicht auf 7,2 % (7,0 %).

Ersatzteilgeschäft übertrifft starkes Vorjahresniveau

ElringKlinger konnte im Berichtsquartal den Umsatz im Ersatzteilgeschäft auf 42,9 (40,2) Mio. Euro steigern. Der Konzern profitiert gerade in Europa von einer flächendeckenden Präsenz. Hervorzuheben sind dabei sowohl die west- als auch die osteuropäischen Märkte. Äußerst positiv entwickelte sich zudem die Region Südamerika, die nach der mehrjährigen wirtschaftlichen Schwäche wieder an Fahrt aufnahm. Nach wie vor bewirken die anhaltenden geopolitischen Spannungen in Afrika und im Nahen Osten eine Kaufzurückhaltung.

Im Berichtsquartal investierte das Segment vor allem in den Ausbau des Produktportfolios und die Optimierung der Materialverfügbarkeit. Des Weiteren arbeitete das Segment intensiv an der Marktpenetration in China und in den USA. Daraus resultierte insgesamt ein Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von Januar bis März 2018 von 7,5 (7,7) Mio. Euro, die EBIT-Marge belief sich auf 17,5 % (19,2 %).

Kunststofftechnik mit leichtem Umsatzwachstum

Das Segment Kunststofftechnik verarbeitet den Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) und produziert die entsprechende Applikationstechnologie. Neben der Fahrzeugindustrie beliefert das Segment zu einem Großteil auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Chemie- und Anlagentechnik.

Für das erste Quartal 2018 weist das Segment trotz Währungseffekte und geringerer Arbeitstage eine leichte Umsatzsteigerung von 1,1 Mio. Euro bzw. 3,7 % auf 30,6 (29,5) Mio. Euro aus. Diese Zunahme basiert sowohl auf der guten Entwicklung der globalen Automobilindustrie als auch auf einem guten Jahresauftakt des Maschinenbau- sowie des Medizinsektors. Auch die Großprojekte in der Chemieindustrie trugen gemäß ihrem Projektfortschritt zum Umsatzwachstum bei.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 wirkten unter anderem die Rohstoffpreissteigerungen sowie höhere Entwicklungskosten negativ auf das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT), das mit 4,1 (4,3) Mio. Euro nicht an das Niveau des Vorjahres herankam. Die operative Ergebnismarge sank entsprechend auf 13,4 % (14,6 %).

Gewerbeparks nahezu auf Vorjahresniveau

Die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemet, Ungarn, betrugen in den ersten drei Monaten 2018 insgesamt 1,1 (1,0) Mio. Euro. Aufgrund der anhaltenden Sanierungsmaßnahmen im Gewerbepark in Idstein lag das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) bei minus 0,0 (- 0,1) Mio. Euro.

Engineering-Dienstleistungen leicht unter Vorjahresniveau

Gemeinsam erwirtschafteten die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg/Neckar, Deutschland, 2,4 (2,7) Mio. Euro Segmentumsatz im ersten Quartal 2018. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) lag bei 0,4 (0,7) Mio. Euro.

Mitarbeiteranzahl leicht ausgeweitet

Im Vergleich zum 31. Dezember 2017 erhöhte der Konzern das Personal global um sieben Mitarbeiter auf 9.618 (31.12.2017: 9.611). Zu berücksichtigen ist dabei, dass zum Jahresende 2017 die Mitarbeiter des zwischenzeitlich veräußerten Hug-Teilkonzerns (31.12.2017: 232 Mitarbeiter) zum ElringKlinger-Personal zählten. Den größten absoluten Zuwachs von 84 Mitarbeitern erzielte der Konzern an den deutschen Standorten. Hier erhöhte sich die Beschäftigtenanzahl auf 3.961 (31.12.2017: 3.877) Mitarbeiter. Der prozentuale Anteil aller Inlandsgesellschaften an den im ElringKlinger-Konzern beschäftigten Mitarbeitern stieg auf 41,2 % (31.12.2017: 40,3 %). Im Ausland stellte ElringKlinger vor allem in den Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik aufgrund hoher Kapazitätsauslastungen weiteres Personal ein. Durch die Veräußerung des Hug-Teilkonzerns sank der Auslandsanteil zum 31. März 2018 auf 58,8 % (59,7 %).

Bruttomarge durch geringeren Umsatz gesunken

In den ersten drei Monaten 2018 nahmen die Umsatzkosten um 11,4 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 335,3 (323,9) Mio. Euro zu. Wie auch im Vorjahresvergleichsquartal ist in den Umsatzkosten des ersten Quartals 2018 die für das Geschäftsjahr 2017 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 5,7 (5,2) Mio. Euro, die hauptsächlich auf die Umsatzkosten entfällt, enthalten. Trotz gleichbleibender Beteiligung von 1.450 (1.450) Euro je Mitarbeiter erhöhte sich aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl der Betrag, der im Berichtsquartal in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aufwandswirksam erfasst wurde. Die Mitarbeiterbeteiligung wird im zweiten Quartal 2018 zur Auszahlung kommen. Darüber hinaus bewirkten im Vorjahresquartalsvergleich vor allem die deutlich gestiegenen Materialkosten einen Anstieg der Umsatzkosten. Maßgeblich dafür waren die Rohstoffpreise, die durch die hohe Weltmarktnachfrage nach allen wichtigen Materialgruppen, die ElringKlinger in der Produktion einsetzte, weiter angezogen haben. Sehr deutlich zeigte sich die Entwicklung in den Stahl-, Aluminium- und Kunststoffgranulatpreisen. Auch die Legierungszuschläge für Edelstähle, die ausschließlich an der Börse gehandelt werden, nahmen im Berichtsquartal weiter zu. So stiegen die Materialaufwendungen in den Umsatzkosten, die bereits im Geschäftsjahr 2017 mit gut 8 % das Vorjahresniveau übertrafen, um weitere 4,4 % auf 188,2 (180,3) Mio. Euro.

Die genannten Gründe führten im Wesentlichen dazu, dass die Bruttomarge im ersten Quartal auf 22,1 % (25,3 %) sank.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Berichtsquartal auf 137,3 (126,3) Mio. Euro. Zum einen resultiert der Anstieg aus einer tariflich vereinbarten Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro je Mitarbeiter für tarifgebundene inländische Gesellschaften. Zum anderen sind im Vergleich zum Vorjahresquartal 880 Mitarbeiter mehr im ElringKlinger-Konzern beschäftigt. Im Verhältnis zum Umsatz stieg die Personalaufwandsquote auf 31,9 % (29,1 %).

Zwischen Januar und März 2018 nahmen die Vertriebskosten um 3,5 Mio. Euro auf 36,5 (33,0) Mio. Euro zu. Wie bereits im zweiten Halbjahr 2017 erhöhten auch im Berichtsquartal ungeplant hohe Kundenabrufe in den nordamerikanischen Produktionsgesellschaften die Kostenbasis, die sich in den Vertriebskosten niederschlug.

Die im ersten Quartal entstandenen Kosten für die Veräußerung des Hug-Teilkonzerns in Höhe von 0,7 Mio. Euro sind in den allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von 22,0 (20,6) Mio. Euro enthalten.

Forschungs- und Entwicklungsarbeit weiter ausgebaut

Die zahlreichen Aktivitäten in den neuen Geschäftsfeldern, zu denen auch die Batterie- und Brennstoffzellentechnologien gehören, spiegeln sich in gestiegenen F&E-Aufwendungen wider. So wendete ElringKlinger im ersten Quartal 2018 für Forschung und Entwicklung 21,5 (19,5) Mio. Euro auf, im gleichen Zeitraum wurden 0,5 (0,5) Mio. Euro aktiviert. Unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kos-ten lag die F&E-Quote mit 5,1 % (4,6 %) deutlich über dem Vorjahresvergleichsquartal.

Für laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte nutzt ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand. Im ersten Quartal 2018 betrugen sie 1,3 (1,5) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen stets projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

EBIT * 1. Quartal

in Mio. €

* Vor Kaufpreisallokation

Hug-Veräußerungsgewinn erhöht die sonstigen betrieblichen Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtsquartal um 23,2 Mio. Euro auf 27,5 (4,3) Mio. Euro zu. Der wesentliche Anteil ist dabei auf den Verkauf des Hug-Teilkonzerns an einen französischen Automobilzulieferer zurückzuführen (vgl. Anhang, Seite 33).

EBITDA leicht unter Vorjahresniveau

Aus der Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 ergaben sich für ElringKlinger unter anderem Auswirkungen auf die Abschreibungen. Des Weiteren fielen im Hug-Teilkonzern bereits seit der Umgliederung in "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" zum 1. Dezember 2017 keine planmäßigen Abschreibungen im ElringKlinger-Konzern mehr an. Aus beiden Gründen reduzierten sich die Abschreibungen im ersten Quartal 2018 um 1,1 Mio. Euro auf 23,6 (24,7) Mio. Euro. In Summe lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 61,1 (62,6) Mio. Euro um 2,4 % bzw. 1,5 Mio. Euro unter dem Vorjahresvergleichsquartal.

In den ersten drei Monaten 2018 sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) leicht auf 37,4 (37,9) Mio. Euro. Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 1,0 (1,2) Mio. Euro, belief sich das Konzern-EBIT vor Kaufpreisallokation im gleichen Zeitraum auf 38,4 (39,1) Mio. Euro. Im Verhältnis zum Umsatz errechnet sich daraus eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 8,9 % (9,0 %).

Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 1. Quartal

in Mio. €

Währungseffekte verringern das Finanzergebnis

Den gestiegenen Währungsgewinnen in Höhe von 6,8 (5,4) Mio. Euro stehen höhere Währungsverluste von 7,7 (5,6) Mio. Euro gegenüber. Dies führte in Summe dazu, dass sich das Währungsergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal minimal auf minus 0,9 (- 0,2) Mio. Euro verringerte. Das Zinsergebnis lag mit minus 3,4 (- 3,0) Mio. Euro leicht über dem Vorjahresvergleichswert. Das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, belief sich im ersten Quartal 2018 auf minus 5,3 (- 3,4) Mio. Euro.

Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2017 verringerte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um 2,4 Mio. Euro auf 32,1 (34,5) Mio. Euro.

Periodenergebnis auf starkem Vorjahresniveau

Deutlich geringer als im Vorjahr fielen mit 5,7 (8,5) Mio. Euro die Aufwendungen für Ertragsteuern aus. Die aus Konzernsicht eher niedrige Steuerquote in Höhe von 17,9 % (24,7 %) begründet sich unter anderem in der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns, da nur ein Teil des Veräußerungsgewinns dem zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet wurde. Abzüglich dieser Steueraufwendungen erzielte der ElringKlinger-Konzern ein Periodenergebnis, das mit 26,4 (26,0) Mio. Euro den Vorjahrsvergleichswert übertraf. Abzüglich der Minderheitenanteile in Höhe von 0,6 (0,9) Mio. Euro belief sich der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil auf 25,7 (25,1) Mio. Euro.

Zum 31. März 2018 betrug die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien unverändert 63.359.990 Stück, woraus sich im ersten Quartal 2018 ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,41 (0,40) Euro errechnet.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG stellte sich zum 31. März 2018 solide dar. Mit 44,9 % (46,3 %) lag die Konzerneigenkapitalquote weiterhin auf einem robusten Niveau. Aus betrieblicher Tätigkeit generierte der Konzern einen Cashflow in Höhe von 7,0 (19,8) Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit war im ersten Quartal geprägt durch den Kapitalzufluss aus der Veräußerung des Teilkonzerns Hug.

Bilanzsumme verringert sich nach Hug-Veräußerung

Der Rückgang der Konzernbilanzsumme im Vergleich zum Jahresende 2017 ist hauptsächlich auf den mit Wirkung zum 1. März 2018 erfolgten Verkauf des Teilkonzerns Hug zurückzuführen. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017waren die betroffenen Vermögenswerte von 61,8 Mio. Euro bzw. Schulden von 23,7 Mio. Euro als zur Veräußerung gehaltene Positionen dargestellt.

Der vorläufige Buchwert der veräußerten Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung im ersten Quartal 2018 belief sich auf 40,4 Mio. Euro. Das Abgangsergebnis erhöhte im ersten Quartal das Periodenergebnis und folglich die Gewinnrücklagen. Weitere Informationen zur Desinvestition der Hug-Gruppe sind im Anhang, Seite 33, enthalten.

Geringer Effekt aus Erstanwendung IFRS 15

Des Weiteren sind im Vergleich mit dem Vorjahr Effekte aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zu berücksichtigen. Der Standard, der ab dem 1. Januar 2018 für die Rechnungslegung nach IFRS verpflichtend ist, enthält Regelungen zur Umsatzrealisierung, die sich auf die Höhe, den Zeitpunkt und den Ausweis von Erlösen auswirken. ElringKlinger wählte den modifiziert retrospektiven Ansatz, das heißt, die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte wurden zum 1. Januar 2018 kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst. Dadurch ergab sich auf Basis der zugrundeliegenden Werkzeug-, Serienfertigungs- und Entwicklungsverträge insgesamt eine Verringerung der Gewinnrücklagen um 4,0 Mio. Euro.

Auf der Aktivseite wirkte sich die Umstellung zum 1. Januar 2018 reduzierend auf immaterielle Vermögenswerte (- 4,1 Mio. Euro), auf die Sachanlagen (- 2,2 Mio. Euro) sowie auf Vorräte (- 7,4 Mio. Euro) aus. Demgegenüber wurden Vertragsvermögenswerte von 7,3 Mio. Euro unter "Lang- und kurzfristigen Vertragsvermögenswerten" sowie "Vertragserfüllungskosten" in Höhe von 0,8 Mio. Euro erfasst. Außerdem resultierten latente Steuern von 1,6 Mio. Euro aus dem Vorgang.

Die Anwendung des IFRS 15 wirkte sich im ersten Quartal 2018 mit einem positiven Ergebniseffekt von 0,8 Mio. Euro nicht erheblich auf die Quartalsberichterstattung aus (vgl. Anhang, Seite 32 ff.).

Übrige Vermögensentwicklung im Rahmen des organischen Wachstums

Abgesehen von den oben genannten Effekten entwickelten sich die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte unauffällig bzw. im Rahmen der operativen Tätigkeit. Die Umrechnung von Einzelbilanzen zu Stichtagskursen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzpositionen.

Die Sachanlagen, die den größten Posten im Langfristvermögen bilden, stiegen leicht von 929,6 Mio. Euro zum Jahresende 2017 auf 931,3 Mio. Euro zum Berichtsstichtag. Bereinigt um den Umstellungseffekt aus der Erstanwendung des IFRS 15 und um Währungsdifferenzen lag der Anstieg aufgrund der getätigten Investitionen höher, nämlich bei 8,0 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 47,6 Mio. Euro auf 820,4 (31.12.2017: 772,8) Mio. Euro. Von diesem Anstieg entfällt eine Zunahme von 38,5 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verglichen mit dem Stand zum Ende des Vorjahresquartals (341,5 Mio. Euro) und bereinigt um den Effekt aus der Änderung des Konsolidierungskreises, errechnet sich ein Anstieg von 3,1 %, der im Rahmen des organischen Geschäftswachstums (5,4 %) liegt. Die Vorräte verringerten sich gegenüber dem Stand am Jahresende. Unter Ausklammerung der Buchung aus der IFRS 15-Umstellung lagen die Vorräte um 5,1 Mio. Euro bzw. 1,4 % höher als am 31. Dezember 2017.

Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) belief sich zum Stichtag 31. März 2018 auf 708,3 (31.12.2017: 672,1) Mio. Euro. Das Net Working Capital, bei dem zusätzlich die Lieferantenverbindlichkeiten berücksichtigt werden, lag bei 583,4 Mio. Euro und somit um 30,1 Mio. Euro bzw. 5,4 % über dem Stand am Jahresende 2017 (553,3 Mio. Euro).

Eigenkapitalquote steigt leicht auf 44,9 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. März 2018 auf 901,9 Mio. Euro. Im Vergleich zum Jahresende (889,7 Mio. Euro) erhöhte es sich leicht überproportional zu den Konzernverbindlichkeiten um 12,2 Mio. Euro, sodass sich die Eigenkapitalquote auf 44,9 % (31.12.2017: 44,0 %) erhöhte.

Die Zunahme ist auf die Einstellung des Periodenergebnisses des ersten Quartals in Höhe von 26,4 Mio. Euro zurückzuführen. Mit der Entkonsolidierung der veräußerten Hug-Gruppe zum 1. März 2018 wurden Beträge aus der Währungsumrechnung (6,4 Mio. Euro) sowie nicht beherrschende Anteile von 2,8 Mio. Euro ausgebucht. Eine weitere Abnahme um 4,0 Mio. Euro ist auf die oben beschriebene Umstellung aus der Erstanwendung des IFRS 15 zurückzuführen.

Bei den Rückstellungen einschließlich der Pensionsrückstellungen ergaben sich im Vergleich zum Jahresende 2017 keine nennenswerten Veränderungen.

Nettoverschuldung zurückgeführt

Die im ersten Quartal erhaltenen Mittel aus der Veräußerung der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro) nutzte der Konzern unter anderem zur Reduzierung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Diese verringerten sich um 26,6 Mio. Euro gegenüber dem Bilanzstichtag 2017. Zum 31. März 2018 konnte die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) von 655,3 Mio. Euro am Jahresende 2017 auf 625,1 Mio. Euro zurückgeführt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weiteten sich durch das Geschäftswachstum auf 124,9 (31.12.2017: 118,8) Mio. Euro aus.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen mit 111,8 Mio. Euro zum 31. März 2018 um 16,3 Mio. Euro höher als noch zum Jahresultimo 2017. Sie enthalten den Betrag der im ersten Quartal 2018 vom Aufsichtsrat beschlossenen Mitarbeiterbeteiligung für den Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres in Höhe von 5,7 (5,2) Mio. Euro. Die Auszahlung ist für das zweite Quartal vorgesehen.

Cashflow reflektiert Verbesserung der Net Working

Capital-Entwicklung

Aus betrieblicher Tätigkeit generierte der ElringKlinger-Konzern einen Kapitalfluss von 7,0 (19,8) Mio. Euro in den ersten drei Monaten 2018.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Quartal

in Mio. €

Im Vergleich zum Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass das Vorsteuerergebnis mit 32,1 (34,5) Mio. Euro zwar auf einem ähnlichen Niveau liegt, der Ergebnisbeitrag aus der Veräußerung der Hug-Gruppe aber nicht dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen ist. In der Darstellung der Kapitalflussrechnung im Anhang wird dieser Einmalertrag in der Zeile "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" eliminiert.

Bei den übrigen Einflussfaktoren, die bei der indirekten Ermittlung des betrieblichen Cashflow herangezogen werden, ist insbesondere eine im Vorjahresvergleich günstigere Entwicklung aus der Veränderung des Net Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) festzustellen. Inklusive der anderen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ergab sich dadurch im ersten Quartal 2018 saldiert ein Mittelabfluss von 26,0 Mio. Euro, nach 33,1 Mio. Euro im selben Zeitraum des Vorjahres.

Bei der Gegenüberstellung der Vorjahreswerte ist zu beachten, dass der Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2017 noch die Hug-Gruppe enthielt. Dies, sowie die Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 15, erklärt im Wesentlichen den Rückgang der Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, die sich im ersten Quartal 2018 auf 23,6 Mio. Euro beliefen, nach 24,7 Mio. Euro im selben Zeitraum des Vorjahres.

In den "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen" von minus 18,8 (- 0,3) Mio. Euro sind neben der erwähnten Bereinigung des Veräußerungsgewinns auch Währungseffekte verbucht.

Entwicklung der Zahlungsmittel 2018

in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

Investitionen in Sachanlagen auf Vorjahresniveau

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien lagen im ersten Quartal 2018 bei 29,4 (29,6) Mio. Euro und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) betrug 6,8 % (6,8 %).

Ein Großteil der weltweit betroffenen Projekte waren Erweiterungsmaßnahmen für den Aufbau von Kapazitäten und die Installation von Produktionsanlagen für Neuanläufe.

In Europa lag ein Schwerpunkt in Maßnahmen für ein neues Werk am Standort Kecskemet in Ungarn, in dem künftig Abschirmteile hergestellt werden. Dort startete außerdem die Serienproduktion für Türmodulträger aus Organoblechen, die für das Kompaktklassemodell eines globalen Herstellers geliefert werden. Am Standort Redcar, Großbritannien, wurde eine hochautomatisierte Servopresse zur Kapazitätsabsicherung für die Produktion von Spezialdichtungen angeschafft. Am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, wurden ebenfalls bedeutende Investitionsausgaben getätigt - sowohl für Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen bei Gebäuden als auch für die Installation von Produktionslinien für bevorstehende Serien-Großprojekte.

In Nordamerika fielen hauptsächlich Ausgaben für die Werke in Buford sowie den neuen Standort in Fort Wayne an, an dem künftig Abschirmsysteme sowohl für den Pkw- als auch Nkw-Sektor gefertigt werden. Des Weiteren wurde am brasilianischen Standort Piracicaba mit einer Werkserweiterung begonnen. In den chinesischen Töchtern wurden in den ersten drei Monaten 2018 Zugänge geringeren Ausmaßes verbucht. Die Anschaffungen dienten vor allem der Modernisierung bzw. weiteren Automatisierung in der Fertigung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen im Werk Changchun.

Für immaterielle Vermögenswerte fielen im ersten Quartal mit 1,2 (2,0) Mio. Euro keine bedeutsamen Ausgaben an.

Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe flossen dem Konzern im ersten Quartal Mittel in Höhe von 52,5 Mio. Euro zu. Die im Vorjahresvergleichsquartal ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (28,9 Mio. Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG.

Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit im ersten Quartal 2018 ein positiver Cashflow in Höhe von 22,1 (- 62,2) Mio. Euro.

Kapitalzufluss unterstützt Finanzierungstätigkeit

Der Kapitalzufluss aus der Veräußerung der Hug-Gruppe prägte die Finanzierungstätigkeit des Konzerns im ersten Quartal. In der Folge veränderten sich die kurzfristigen Kredite um minus 25,9 Mio. Euro mit dem Ergebnis eines negativen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bzw. Mittelabflusses in Höhe von minus 26,2 (im Vorjahr positiv bei 46,2) Mio. Euro.

Da der operative Cashflow nicht zur vollständigen Finanzierung der Investitionsauszahlungen ausreichte, ergab sich im ersten Quartal 2018 ein operativer Free Cashflow von minus 23,3 (- 11,6) Mio. Euro. Der operative Free Cashflow errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit und wird um Auszahlungen für Akquisitionen (bzw. um Einzahlungen aus Desinvestitionen) und für finanzielle Vermögenswerte bereinigt.

Chancen und Risiken

Der globale Handelskonflikt und mögliche Auswirkungen auf den Konzern werden von ElringKlinger eng verfolgt. Zu Beginn des ersten Quartals 2018 haben die USA einen Importzoll auf Stahl und Aluminium eingeführt. Von diesen Maßnahmen sind Kanada, Mexiko und die Europäische Union zunächst noch bis Ende Mai ausgenommen. Wenn sich die Rahmenbedingungen für den Welthandel weiter verschärfen, wird sich dies aufgrund der weltweiten Vernetzung der Wertschöpfungsketten aller Voraussicht nach auch auf ElringKlinger auswirken.

Bei der weiteren Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im ersten Quartal 2018 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2017 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 53 ff.) ergeben.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2017 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter -und-risikobericht">www.elringklinger.de/gb2017/chancen-und-risikobericht zugänglich.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Weltkonjunktur im Aufschwung

Nach dem Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2018 wird die globale Konjunktur dieses und kommendes Jahr weiter an Fahrt gewinnen. Die positive Entwicklung wird laut IWF gestützt von den Industrieländern, aber auch einigen rohstoffexportierenden Staaten sowie zunehmenden Erholungen in den europäischen Schwellenländern sowie in Brasilien und Mexiko. Zu den Abwärtsrisiken zählen die Gefahr eskalierender Handelskonflikte sowie steigende Staatsschulden und Produktivitätseinbußen. Diese werden sich nach Einschätzung der Volkswirte in den kommenden Quartalen aber voraussichtlich die Waage halten mit den Chancen auf eine weitere Beschleunigung.

In der Eurozone zeichnet sich für 2018 ein solides Wachstum von 2,4 % ab - gleichwohl haben sich die Stimmungsindikatoren auch in Folge des festeren Euros und protektionistischer Tendenzen eingetrübt. Für Deutschland wird ebenfalls ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die US-Konjunktur, die bereits seit längerem ordentlich expandiert, erhält 2018 voraussichtlich nochmals einen Schub aus der 2017 beschlossenen Steuerreform, die eine deutliche Absenkung der Unternehmenssteuern vorsieht. In der Folge dürften vor allem Investitionen und Konsum ansteigen. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft soll auf immer noch hohem Niveau leicht nachlassen. Zu den größten Herausforderungen für die chinesische Volkswirtschaft zählen die hohe Verschuldung privater Haushalte und Unternehmen, aber auch die Folgen von Übertreibungen am Immobilienmarkt und zurückgehende Investments ausländischer Unternehmen.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2017 Prognose 2018 Prognose 2019
Welt 3,8 3,9 3,9
Industriestaaten 2,3 2,5 2,2
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,8 4,9 5,1
Deutschland 2,5 2,5 2,0
Eurozone 2,3 2,4 2,0
USA 2,3 2,9 2,7
Brasilien 1,0 2,3 2,5
China 6,9 6,6 6,4
Indien 6,7 7,4 7,8
Japan 1,7 1,2 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (April 2018)

Positiver Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2018

Das intakte konjunkturelle Umfeld spricht für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung auf den Weltfahrzeugmärkten. Im Einklang mit der allgemeinen Markterwartung, geht ElringKlinger davon aus, dass die globale Automobilproduktion im Gesamtjahr um 2 bis 3 % zulegen wird.

Das Prognosebild des deutschen Automobilverbands VDA beinhaltet für den europäischen Markt Wachstum in Italien, Spanien und Frankreich, während in Deutschland mit einer leichten Abkühlung und einem stärkeren Rückgang in Großbritannien gerechnet wird. Haupttreiber in Europa sind die positiven Konjunkturaussichten, die steigende Beschäftigung und nach wie vor günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Die Auslandsproduktion deutscher Hersteller soll weiter wachsen (+3 % in 2018). Die Inlandsproduktion wird nach VDA-Angaben voraussichtlich leicht zurückgehen (- 2 %). In Großbritannien belastet der bevorstehende Austritt aus der Europäischen Union.

Ausblick Pkw-Absatz 2018

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Veränderung zum Vorjahr Fahrzeuge
Europa +/ - 0 % 15,7 Mio.
Deutschland - 1 % 3,4 Mio.
USA - 2 % 16,9 Mio.
China + 2 % 24,7 Mio.
Indien + 10 % 3,6 Mio.

Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)

Für die USA rechnen Experten trotz des guten Jahresauftakts mit einer leichten Abschwächung auf hohem Niveau. Die Zuwächse in China werden im niedrigen einstelligen Bereich gesehen.

Ausblick Nutzfahrzeugmärkte

Nach der Aufwärtsbewegung der vergangenen Jahre und der Verlangsamung im ersten Quartal 2018 ist davon auszugehen, dass der europäische Nutzfahrzeugmarkt 2018 eine Verschnaufpause einlegen wird. Das erreichte Niveau auf dem Gesamtmarkt sollte aber weitgehend stabil bleiben. Ein stärkerer Rückgang wird für Großbritannien erwartet, der durch Zuwächse in anderen Regionen wie Frankreich, Spanien und Polen auszugleichen sein müsste. Die Nachfrage in Deutschland wird voraussichtlich nicht über das Vorjahresniveau hinausgehen.

Der starke Jahresauftakt auf dem US-Truckmarkt bestätigt die bisherige Einschätzung, dass 2018 für die Nutzfahrzeugindustrie ein Wachstumsjahr werden wird.

Ausblick Unternehmen

Solide Auftragslage

Die Auftragslage ist bei ElringKlinger unverändert gut, auch wenn Währungseffekte die Kennzahlen beeinträchtigen. Obwohl sich die globale Automobilproduktion nach Expertenschätzungen gegenüber dem ersten Quartal 2017 leicht abgeschwächt hat, konnte ElringKlinger unter der Annahme konstanter Wechselkurse den Auftragseingang um 0,8 % auf 498,3 (494,3) Mio. Euro erhöhen. Der starke Euro wendete diesen positiven Trend allerdings ins Negative, sodass sich der Auftragseingang nach berichteten Zahlen mit 474,2 Mio. Euro um 4,1 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal verringerte, d. h. Währungseffekte minderten diese Kennzahl um 4,9 Prozentpunkte. Ähnlich wirkten sich die Wechselkursentwicklungen auf den Auftragsbestand aus: Dieser vergrößerte sich nach berichteten Zahlen gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um 3,4 % auf 1.027,2 (993,5) Mio. Euro. Bereinigt man den Auftragsbestand aber um Währungseffekte, nahm er sogar um 8,9 % auf 1.082,2 Mio. Euro zu.

Ausblick bestätigt

Auf dieser Basis geht der Konzern weiterhin davon aus, dass er das Wachstum der globalen Automobilproduktion im Umsatz organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen kann. Insgesamt hat sich das Umfeld der externen Einflussfaktoren in den letzten Monaten nicht verbessert: Die Rohstoffpreise ziehen weiterhin an und werden das Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr belasten. Die US-Regierung hat zwar die Aussetzung der Anfang 2018 eingeführten Importzölle für Stahl und Aluminium für Europa und andere Staaten (z. B. Kanada und Australien) kurzfristig bis Ende Mai 2018 verlängert. Aber zum einen besteht die Unsicherheit, ob die Aussetzung ein weiteres Mal prolongiert wird, zum anderen wirken sich Zölle und Handelsschranken aufgrund der globalen Wertschöpfungsketten immer aus - ob direkt oder indirekt. Auch unter Berücksichtigung der internen Einflussfaktoren, wie z. B. Optimierung am Schweizer Standort und hohe Nachfrage in der NAFTA-Region, geht der Konzern derzeit weiterhin davon aus, dass er im laufenden Geschäftsjahr eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 % erzielt, auch wenn die Rahmenbedingungen insgesamt herausfordernd bleiben.

Dettingen/Erms, den 14. Mai 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Sorgen vor Inflation und Handelskrieg belasten Aktienmärkte

Nach einem zunächst positiven Auftakt in das Börsenjahr 2018 mit starken Zuwächsen im Januar sorgten Einflussfaktoren wie zunehmende Inflationssorgen in den USA und ein drohender globaler Handelskrieg für Verunsicherung unter den Anlegern und setzten die globalen Indizes im weiteren Verlauf des ersten Quartals unter Druck. Auch der deutsche Aktienmarkt verzeichnete eine hohe Volatilität in den ersten drei Monaten von 2018. Während der Leitindex DAX im Januar noch ein neues Allzeithoch von knapp 13.600 Punkten markierte, erfolgte im Februar unter den genannten Rahmenbedingungen eine deutliche Kurskorrektur. Zum Ende des ersten Quartals verblieb ein Minus von 6,4 %.

ElringKlinger-Aktie schließt erstes Quartal 2018 bei 15,14 Euro

Nachdem die Aktie von ElringKlinger das Börsenjahr 2017 mit einem Kurs von 18,68 Euro beendet hatte, entwickelte sich der Kurs zu Jahresbeginn 2018 zunächst auf einem vergleichbarem Niveau. Die im Februar einsetzende allgemeine Markteintrübung schlug sich in der Folge auch auf die ElringKlinger-Aktie durch. Die Anfang März vorgelegten Eckdaten für das Geschäftsjahr 2017 bedeuteten eine weitere Kurskorrektur. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für 2017 und des Ausblicks für 2018 sorgten Ende März für eine Bodenbildung der Notierung bei 14,80 Euro. Das erste Quartal 2018 beendete die ElringKlinger-Aktie schließlich bei 15,14 Euro.

Handelsvolumen zeigt solide Marktliquidität

Die Marktliquidität der ElringKlinger-Aktie stellte sich im ersten Quartal 2018 sehr solide dar. Die börsentäglich gehandelte Anzahl lag bei 158.900 (192.600) Stück. Der durchschnittliche Tagesumsatz betrug 2.727.900 (3.167.600) Euro.

Im Austausch mit dem Kapitalmarkt

ElringKlinger setzte im ersten Quartal 2018 den Dialog mit den Akteuren des Kapitalmarkts weiter fort. Die Gesellschaft präsentierte sich auf drei Kapitalmarktkonferenzen in Frankfurt und New York vor internationalem Publikum. Zudem führte eine Roadshow in das europäische Finanzzentrum London. Anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2017 begrüßte ElringKlinger Ende März 2018 die Financial Community zur Bilanzpresse- und Analystenkonferenz.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie (Xetra) seit 1. Januar 2018 (indexiert, 29.12.2017 = 100 %)

im Vergleich zu den Indizes DAX und SDAX

Aktionärsstruktur1

in %

1 Stand zum 31. März 2018

Hauptversammlung 2018: Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorgeschlagen

Der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG gemeinsam vor, eine zum Vorjahr konstante Dividende in Höhe von 0,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 zu zahlen. Die beabsichtigte Ausschüttungssumme beläuft sich unverändert auf insgesamt 31,7 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote verbessert sich auf 45,3 % (40,3 %) und liegt damit oberhalb der langfristigen Dividendenpolitik von ElringKlinger, zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre auszuschütten.

Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)

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1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1
Höchstkurs 19,37 18,40
Tiefstkurs 14,80 15,60
Stichtagskurs2 15,14 18,22
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 158.900 192.600
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 2.727.900 3.167.600
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 959,3 1.154,4

1 Xetra-Handel

2 Zum 31. März

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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in TEUR 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
Umsatzerlöse 430.683 433.345
Umsatzkosten - 335.337 - 323.885
Bruttoergebnis vom Umsatz 95.346 109.460
Vertriebskosten - 36.506 - 32.961
Allgemeine Verwaltungskosten - 21.984 - 20.620
Forschungs- und Entwicklungskosten - 21.543 - 19.488
Sonstige betriebliche Erträge 27.509 4.332
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5.385 - 2.833
Operatives Ergebnis/EBIT 37.437 37.890
Finanzerträge 6.970 5.409
Finanzaufwendungen - 11.227 - 8.627
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 1.081 - 154
Finanzergebnis - 5.338 - 3.372
Ergebnis vor Ertragsteuern 32.099 34.518
Ertragsteueraufwendungen - 5.745 - 8.513
Periodenergebnis 26.354 26.005
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 624 869
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 25.730 25.136
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,41 0,40

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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in TEUR 1. Quartel 2018 1. Quartal 2017
Periodenergebnis 26.354 26.005
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 916 4.557
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können - 916 4.557
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern 0 0
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 916 4.557
Gesamtergebnis 25.438 30.562
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 789 895
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 24.649 29.667

Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 31. März 2018

AKTIVA

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in TEUR 31.03.2018 31.12.2017 31.03.2017
Immaterielle Vermögenswerte 184.232 190.540 212.500
Sachanlagen 931.276 929.570 927.805
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 17.305 17.030 15.847
Finanzielle Vermögenswerte 1.036 1.036 1.246
Anteile an assoziierten Unternehmen 27.471 28.563 28.786
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 95 99 214
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.699 3.984 4.180
Latente Steueransprüche 20.619 16.986 18.200
Vertragserfüllungskosten 843 0 0
Langfristige Vertragsvermögenswerte 1.058 0 0
Langfristige Vermögenswerte 1.187.634 1.187.808 1.208.778
Vorräte 367.248 369.547 343.197
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 5.861 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 341.056 302.621 341.537
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 7.077 7.041 4.193
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 51.039 48.093 44.881
Zahlungsmittel und Äquivalente 48.110 45.498 43.129
Kurzfristige Vermögenswerte 820.391 772.800 776.937
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 61.772 0
2.008.025 2.022.380 1.985.715

PASSIVA

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in TEUR 31.03.2018 31.12.2017 31.03.2017
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 732.634 710.885 697.771
Übrige Rücklagen - 47.711 - 40.184 1.702
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 866.521 852.299 881.071
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 35.401 37.368 38.018
Eigenkapital 901.922 889.667 919.089
Rückstellungen für Pensionen 126.437 125.999 137.164
Langfristige Rückstellungen 12.351 12.319 13.688
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 477.870 478.811 327.714
Latente Steuerschulden 13.242 14.075 16.429
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.245 3.551 3.645
Langfristige Verbindlichkeiten 633.145 634.755 498.640
Kurzfristige Rückstellungen 23.975 23.005 21.016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 124.921 118.846 111.880
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 195.324 221.944 296.548
Steuerschulden 16.945 14.881 27.813
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 111.793 95.535 110.729
Kurzfristige Verbindlichkeiten 472.958 474.211 567.986
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 23.747 0
2.008.025 2.022.380 1.985.715

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapitalrücklage Gewinn-

rücklagen
Neubewertung

leistungs-

orientierter

Versorgungs-

pläne

netto
Eigenkapital-

Effekte aus

beherrschenden

Anteilen
Unterschieds-

beträge

aus der

Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2016/Stand

am 01.01.2017
63.360 118.238 672.635 - 43.616 - 212 40.999
Änderung des

Konsolidierungskreises
Gesamtergebnis 25.136 4.531
Periodenergebnis 25.136
Sonstiges Ergebnis 4.531
Stand am 31.03.2017 63.360 118.238 697.771 - 43.616 - 212 45.530
Stand am 31.12.2017 63.360 118.238 710.885 - 39.512 - 212 - 460
Anwendung neuer

Standards1
- 4.062
Stand am 01.01.2018 63.360 118.238 706.823 - 39.512 - 212 - 460
Dividendenausschüttung
Änderung des

Konsolidierungskreises
81 - 81 - 6.365
Gesamtergebnis 25.730 - 1.081
Periodenergebnis 25.730
Sonstiges Ergebnis - 1.081
Stand am 31.03.2018 63.360 118.238 732.634 - 39.593 - 212 - 7.906

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in TEUR Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2016/Stand am 01.01.2017 851.404 34.963 886.367
Änderung des Konsolidierungskreises 0 2.160 2.160
Gesamtergebnis 29.667 895 30.562
Periodenergebnis 25.136 869 26.005
Sonstiges Ergebnis 4.531 26 4.557
Stand am 31.03.2017 881.071 38.018 919.089
Stand am 31.12.2017 852.299 37.368 889.667
Anwendung neuer Standards1 - 4.062 19 - 4.043
Stand am 01.01.2018 848.237 37.387 885.624
Dividendenausschüttung 0 - 20 - 20
Änderung des Konsolidierungskreises - 6.365 - 2.755 - 9.120
Gesamtergebnis 24.649 789 25.438
Periodenergebnis 25.730 624 26.354
Sonstiges Ergebnis - 1.081 165 - 916
Stand am 31.03.2018 866.521 35.401 901.922

1 Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 im Konzernanhang

Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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in TEUR 1. Quartal

2018
1. Quartal

2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 32.099 34.518
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen)

auf langfristige Vermögenswerte
23.629 24.702
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 3.399 3.012
Veränderung der Rückstellungen 1.078 3.557
Gewinne/Verluste aus dem Abgang

von langfristigen Vermögenswerten
- 36 196
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1.081 154
Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0 0
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht

der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
- 49.332 - 56.575
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions-

oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
23.284 23.515
Gezahlte Ertragsteuern - 7.768 - 10.532
Gezahlte Zinsen - 1.799 - 2.519
Erhaltene Zinsen 210 47
Sonstige zahlungsunwirksame

Aufwendungen und Erträge
- 18.808 - 318
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 7.037 19.757
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen,

immateriellen Vermögenswerten und von als

Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
290 203
Einzahlungen für die Veräußerung

von Tochterunternehmen
52.455 0
Auszahlungen für Investitionen in

immaterielle Vermögenswerte
- 1.212 - 2.012
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen

und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
- 29.370 - 29.586
Auszahlungen für Investitionen in

finanzielle Vermögenswerte
- 87 - 3.198
Auszahlungen für den Erwerb von

assoziierten Unternehmen
0 - 28.940
Aus-/Einzahlungen für den Erwerb von

Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

abzügl. Zahlungsmittel
0 1.322
Cashflow aus Investitionstätigkeit 22.076 - 62.211
Einzahlungen aus der Aufnahme

von langfristigen Krediten
1.278 13.967
Auszahlungen für die Tilgung von

langfristigen Krediten
- 1.581 - 6.615
Veränderung der kurzfristigen Kredite - 25.926 38.820
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 26.229 46.172
Zahlungswirksame Veränderung 2.884 3.718
Einfluss von Wechselkursänderungen

auf die Zahlungsmittel
- 272 4
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 45.498 39.407
Zahlungsmittel am Ende der Periode 48.110 43.129
Abzügl. Zahlungsmittel in den zur

Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
0 0
Zahlungsmittel am Ende der Periode lt. Bilanz 48.110 43.129

Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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in TEUR 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
Deutschland 108.964 110.838
Übriges Europa 142.494 138.841
NAFTA 80.309 85.095
Asien-Pazifik 78.020 79.246
Südamerika und Übrige 20.896 19.325
Konzern 430.683 433.345

Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2018

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 353.718 359.934 42.896 40.150 30.555 29.506
Intersegmenterlöse 5.116 5.542 0 0 5 4
Segmenterlöse 358.834 365.476 42.896 40.150 30.560 29.510
EBIT1 /Operatives Ergebnis 25.495 25.147 7.494 7.742 4.112 4.342
Abschreibungen2 - 20.644 - 21.965 - 708 - 543 - 1.536 - 1.454
Investitionen3 28.521 30.497 637 272 693 658

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Segment Gewerbeparks Dienstleistungen Konsolidierung
in TEUR 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.105 1.041 2.409 2.714 0 0
Intersegmenterlöse 27 27 1.805 1.593 - 6.953 - 7.166
Segmenterlöse 1.132 1.068 4.214 4.307 - 6.953 - 7.166
EBIT1 /Operatives Ergebnis - 44 - 73 380 732 0 0
Abschreibungen2 - 265 - 256 - 476 - 484 0 0
Investitionen3 485 77 246 94 0 0

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Segment Konzern Konzern
in TEUR 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017
--- --- ---
Umsatz Extern 430.683 433.345
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 430.683 433.345
EBIT1 /Operatives Ergebnis 37.437 37.890
Abschreibungen2 - 23.629 - 24.702
Investitionen3 30.582 31.598

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für die ersten drei Monate 2018

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. März 2018 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 31. März 2018 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2018 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 14. Mai 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Rechnungslegung

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der Konzern wendet den neuen Standard ab dem 01. Januar 2018 an.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Der Konzern wendet den neuen Standard IFRS 15 ab dem 01. Januar 2018 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, in dem die Vergleichsperiode nicht angepasst und der Umstellungseffekt kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Die aus der Anwendung des IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse resultierenden Änderungen der Bilanz- und GuV Positionen zum 31. März 2018 stellen sich wie folgt dar. Im ersten Quartal 2018 ergibt sich durch die Anwendung des IFRS 15 ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 774. Die Auswirkungen auf die Bilanz zeigen sich zum einen in einem Anstieg der Vertragserfüllungskosten und der Vertragsvermögenswerte, als auch einer Abnahme der Vorräte, der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen.

Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind - unabhängig davon, ob eine Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt - die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts. Durch die Bilanzierung nach IFRS 15 stellen sich die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 5.235 niedriger, das Vorratsvermögen um TEUR 4.139 niedriger und die Vertragsvermögenswerte um TEUR 2.622 höher dar.

In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung , dass die Umsätze aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergeben sich nach IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 4.297 höhere Vertragsvermögenswerte und um TEUR 3.253 niedrigere Vorräte.

Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte eine geringfügige Erhöhung des langfristigen Vermögens um TEUR 843.

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 31. März 2018 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von acht inländischen und 31 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, in Höhe von 28,89 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, der Neugründung der ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc., USA, und der Verschmelzung der Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.

Zur Hug-Gruppe gehören die Gesellschaften Hug Engineering AG, Schweiz, die Hug Engineering GmbH, Deutschland, die Hug Engineering Inc., USA, die Hug Engineering Italia S.r.l., Italien sowie die Hug Engineering B.V., Niederlande.

Neugründung Gesellschaft

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.

Verschmelzung

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Desinvestitionen

Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gehen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Der vorläufige Verkaufspreis liegt bei TEUR 52.455. Nach Vorlage der endgültigen Hug-Konzern-Bilanz zum 1. März 2018 erfolgt die Ermittlung des finalen Verkaufspreises.

Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 21.129 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Für den Verkauf der Hug-Gruppe sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 744 angefallen. Diese werden in den Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 31.03.2018 31.12.2017 Jan. - Mär. 2018 Jan. - Dez. 2017
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,23210 1,19930 1,23307 1,13703
Pfund (Großbritannien) GBP 0,87490 0,88723 0,87938 0,87572
Franken (Schweiz) CHF 1,17790 1,17020 1,16433 1,11628
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,58950 1,50390 1,55977 1,47253
Real (Brasilien) BRL 4,09380 3,97290 3,99737 3,64344
Peso (Mexiko) MXN 22,52490 23,66120 22,89827 21,42845
RMB (China) CNY 7,74680 7,80440 7,76977 7,65567
WON (Südkorea) KRW 1.310,89000 1.279,61000 1.319,39000 1.275,34917
Rand (Südafrika) ZAR 14,62100 14,80540 14,59023 15,06342
Yen (Japan) JPY 131,15000 135,01000 132,49000 127,30417
Forint (Ungarn) HUF 312,13000 310,33000 312,23667 309,31000
Türkische Lira (Türkei) TRY 4,89760 4,54640 4,73863 4,14289
Leu (Rumänien) RON 4,65650 4,65850 4,65800 4,57379
Indische Rupie (Indien) INR 80,29600 76,60550 79,69967 73,78786
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 16.933,98000 16.239,12000 16.796,49667 15.233,45750
Bath (Thailand) THB 38,47800 39,12100 38,62333 38,35650

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Der Konzern hat im aktuellen Geschäftsjahr IFRS 9 erstmalig angewendet. IFRS 9 sieht neue Klassifizierungs- und Bewertungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte sowie ein neues Modell zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten vor.

Grundsätzlich sind nach IFRS 9 finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns im Hinblick auf die Steuerung sowie der Zahlungsstromcharakteristika der finanziellen Vermögenswerte. Von der Möglichkeit, einen Vermögenswert beim erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zweitwert zu designieren, wurde im Konzern kein Gebraucht gemacht.

Für die finanziellen Verbindlichkeiten ergab die Erstanwendung von IFRS 9 keine Änderung der Klassifizierung.

Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungskategorien sowie die Buchwerte nach IAS 39 sowie die neuen Bewertungskategorien und Buchwerte nach IFRS 9:

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in TEUR Bewertungskategorie nach IAS 39 Neue Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert nach IAS 39 Neuer Buchwert nach IFRS 9
per 31.12.2017
Zahlungsmittel Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 45.498 45.498
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 302.621 302.621
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 7.465 7.465
Derivate Zu Handelszwecken gehalten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 176 176
Langfristige Wertpapiere Bis zur Endfälligkeit gehalten Zu fortgeführten Anschaffungskosten 829 829
Langfristige Wertpapiere Zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 192 192
Übrige Finanzinvestitionen Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten 8 8
Übrige Finanzinvestitionen Zur Veräußerung verfügbar Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 7 7

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Derivate Langfristige Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.03.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 48.110 341.056 12.097 0 829 832
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 126 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 191 191
Gesamt 48.110 341.056 12.097 126 1.020 1.023
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 45.498 302.621 7.465 0 0 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0 829 840
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 176 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 192 192
Gesamt 45.498 302.621 7.465 176 1.021 1.032

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 31.03.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 402.100
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 126
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 199
Gesamt 16 16 402.425
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 8 8 355.592
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 829
zu Handelszwecken gehalten 0 0 176
zur Veräußerung verfügbar 7 7 199
Gesamt 15 15 356.796

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
in TEUR BW BW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 31.03.2018
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.901 194.999 0 0 124.921
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 325 337 0
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.467 221.666 0 0 118.846
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 278 295 0

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing
in TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.03.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 477.710 521.016 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 3 3 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 0 0 160 164
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 478.593 468.251 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11 11 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 218 226

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Gesamt
in TEUR BW
--- ---
per 31.03.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 845.531
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 3
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 485
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 866.572
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 496

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 34.782 (2017: TEUR 34.782) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.

Das Konzernmanagement hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Wertpapiere basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, auf deren Anteile basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.478.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2018:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
31.03.2018
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 191 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate* 0 126 0
Gesamt 199 126 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 3 0
Gesamt 0 3 0
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 192 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 7 0 0
Derivate* 0 176 0
Gesamt 199 176 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 11 0
Gesamt 0 11 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. März 2018:

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in TEUR 31.03.2018 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 832 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 832 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 164
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 521.016 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 521.016 34.946
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 829 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 829 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 266
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 468.251 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 468.251 35.008

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2017 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Quartal 2018 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Aus Zuwendungen der öffentlichen Hand erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Quartal 2018 um TEUR 1.268 Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein viertes Vorstandsressort zu schaffen. Die Verantwortung übernimmt Theo Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe. Mit der Schaffung des neuen Vorstandsressorts für Elektromobilität wird die Wichtigkeit dieses Bereichs für ElringKlinger in der Zukunft betont.

Reiner Drews wurde neu in den Vorstand berufen und hat ab dem 1. April 2018 die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen. Herr Drews verantwortete bisher die Geschäftsbereiche "Spezialdichtungen" und "Zylinderkopfdichtungen".

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/Erms, den 14. Mai 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen/Erms

Fon +49 (0) 71 23 / 724-0

Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06

www.elringklinger.de

IR-Kontakt

Dr. Jens Winter

Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335

Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335

[email protected]

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf Menschen beiden Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 14. Mai 2018 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender 2018

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MAI NOVEMBER
16 113. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr 06 Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2018
AUGUST MAI 2019
07 Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2018 16 114. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen/Erms