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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2018

Aug 7, 2018

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Interim / Quarterly Report

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Bericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2018

Kennzahlen

ElringKlinger-Konzern

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2. Quartal 2018 1. Quartal 2018 4. Quartal 2017 3. Quartal 2017 2. Quartal 2017
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 458,6 474,2 443,4 381,0 413,3
Auftragsbestand in Mio. € 1.038,2 1.027,2 1.000,6 976,5 999,1
Umsatz/Ergebnis
Umsatz in Mio. € 430,8 430,7 419,3 403,6 407,8
Umsatzkosten in Mio. € 331,1 335,3 332,8 299,9 299,1
Bruttomarge 23,1% 22,1 % 20,6 % 25,7 % 26,7 %
EBITDA in Mio. € 49,3 61,1 55,9 59,4 60,5
EBIT/Operatives Ergebnis in Mio. € 25,3 37,42 29,7 33,9 35,8
EBIT-Marge 5,9% 8,7 %2 7,1 % 8,4 % 8,8 %
EBIT vor Kaufpreisallokation in Mio. € 26,3 38,42 30,7 34,8 37,2
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation 6,1% 8,9 %2 7,3 % 8,6 % 9,1 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 20,3 32,12 21,6 25,9 28,0
Periodenergebnis in Mio. € 9,4 26,42 11,3 17,2 19,4
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € 8,5 25,72 10,3 16,1 18,4
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 20,7 7,0 31,9 13,0 30,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 40,0 22,1 - 45,5 - 44,5 - 41,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € 22,3 - 26,2 18,7 22,3 22,1
Operativer Free Cashflow1 in Mio. € - 19,0 - 23,3 - 13,3 - 31,5 - 10,2
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.046,7 2.008,0 2.022,4 2.006,0 1.988,3
Eigenkapital in Mio. € 876,8 901,9 889,7 884,1 883,6
Eigenkapitalquote 42,8 % 44,9 % 44,0 % 44,1 % 44,4 %
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 9.954 9.618 9.611 9.376 9.012
Aktie
Ergebnis je Aktie in € 0,13 0,41 0,16 0,25 0,29

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M & A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Inkl. Ertrag aus der Veräußerung des Teilkonzerns Hug (21,2 Mio. Euro vor Steuern)

»Für die zukünftige Entwicklung des Konzerns wird neben unserer Kompetenz im Leichtbau auch unser Know-how in der Elektromobilität eine wichtige Säule bilden.«

Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG

Die Brennstoffzelle ist ein echtes Multitalent: einen Einblick, wie viel Potenzial in dieser Technologie steckt, bekommen Sie auf Seite 38 im Magazin "pulse" der ElringKlinger AG oder auf unserer Internetseite www.elringklinger.de/de/ unternehmen/einblicke/multitalent

Erstes Halbjahr 2018 in aller Kürze

Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 2,4 % auf 861,5 Mio. Euro ausgeweitet. Organisch (bereinigt um Währungseffekte und Änderungen des Konsolidierungskreises) stiegen Konzernerlöse um 8,4 %. Im zweiten Quartal betrug Umsatzplus 5,6 % auf 430,8 Mio. Euro bzw. organisch 11,6 %. Zuwächse in allen Regionen; NAFTA im zweiten Quartal besonders stark
EBIT vor Kaufpreisallokation im ersten Halbjahr bei 64,6 Mio. Euro (H1 2017: 76,3 Mio. Euro); EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation bei 7,5 % (9,1 %)
Vor dem Hintergrund von deutlichen Rohstoffpreissteigerungen und anhaltend hohen Folgekosten durch die starken Kundenabrufe in der NAFTA-Region passte der Konzern im Juni die Ergebniserwartung für das Gesamtjahr 2018 an und geht nun von einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % aus.
Verkauf der Hug-Gruppe mit Wirkung zum 1. März 2018 vollzogen
Investitionen in Sachanlagen mit 67,7 Mio. Euro und einer Investitionsquote von 7,9 % unterhalb der Niveaus der Vorjahre
Rekord-Auftragsbestand von 1.038,2 Mio. Euro und hoher Auftragseingang zeigen gute Auftragslage

Konzern-Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Globaler Aufschwung setzt sich fort

Die Weltkonjunktur behielt im bisherigen Jahresverlauf ihren Aufwärtstrend bei. Das Wirtschaftswachstum der einzelnen Märkte und Regionen verlief allerdings zunehmend unausgewogen. Zu den Einflussfaktoren der wirtschaftlichen und regional unterschiedlichen Entwicklungen zählten der gestiegene Ölpreis, die Leitzinsanhebungen der US-Notenbank und auch die Zusage der Europäischen Zentralbank, ihre Leitzinsen bis Mitte 2019 unverändert zu lassen. Besonders im zweiten Quartal 2018 spitzte sich darüber hinaus der durch Zollbeschränkungen ausgelöste internationale Handelskonflikt zu.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel das Wachstum in den Märkten sehr unterschiedlich aus. Der Aufschwung im Euroraum verlor im zweiten Quartal 2018 an Kraft. Von Ökonomen wird dies unter anderem auf die vorübergehende Euro-Aufwertung bzw. die Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit der im Euroraum produzierenden Unternehmen zurückgeführt. Auch das konjunkturelle Tempo der deutschen Wirtschaft schwächte sich in den zurückliegenden Monaten ab. Grundsätzlich profitiert sie aber weiterhin von einem hohen privaten Konsum und der noch expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank. Die US-Konjunktur konnte ihr solides Wachstum im zweiten Quartal 2018 noch beschleunigen. Stimulierend wirken hierbei insbesondere die jüngste Steuerreform, strukturbelebende Ausgabenprogramme der Regierung sowie die gute Lage am Arbeitsmarkt. Das hohe Wachstumstempo in China ging etwas zurück. Neben den schwelenden Handelsstreitigkeiten belasten nach wie vor die hohen privaten und Unternehmensverschuldungen.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 4. Quartal 2017 1. Quartal 2018 2. Quartal 2018
Deutschland 2,9 2,3 2,2
Eurozone 2,8 2,5 2,2
USA 2,6 2,8 3,0
Brasilien 2,1 1,2 1,2
China 6,8 6,8 6,7
Indien 7,0 7,7 7,9
Japan 1,9 1,1 1,0

Quelle: HSBC (Juni 2018)

Produktion Light Vehicles

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Veränderung zum Vorjahr in % 2. Quartal 2018 1. Halbjahr 2018
Europäische Union 8,1 4,0
Deutschland 10,1 4,2
Osteuropa1 2,5 6,3
Russland 3,7 9,9
Nordamerika - 0,8 - 1,7
USA - 2,9 - 3,7
Südamerika 15,1 13,1
Brasilien 16,3 11,6
Asien-Pazifik 7,7 2,5
China 11,8 4,4
Japan - 5,0 - 9,1
Indien 24,8 13,3
Mittlerer Osten & Afrika 19,5 20,8
Welt 6,6 3,0

1 Inkl. Russland

Quelle: PwC Autofacts (Juli 2018)

Automärkte weitgehend in guter Verfassung

Die internationalen Automobilmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2018 insgesamt positiv entwickelt. Nach Zahlen des deutschen Branchenverbands VDA legten die Neuzulassungen in den größten Absatzmärkten China, USA und Europa jeweils um 5,5 %, 2,0 % und 2,8 % zu. Der bedeutende indische Pkw-Markt wuchs mit 13,3 % zweistellig weiter. In Russland und Brasilien stieg die Fahrzeugnachfrage mit einem ebenfalls zweistelligen Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut deutlich an. Von den größeren Märkten verzeichneten lediglich Japan und Großbritannien ein Minus von 2,3 % bzw. 6,3 % im Vorjahresvergleich.

Auch die Produktionszahlen der Fahrzeughersteller fielen im Berichtszeitraum überwiegend positiv aus. Weltweit wurden in der ersten Jahreshälfte 3,0 % mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hergestellt als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Besonders das zweite Quartal 2018 entwickelte sich in einigen Regionen stark, was zum Teil in Vorzieheffekten durch Steuererhöhungen, die beispielsweise in Großbritannien und Indien in der zweiten Jahreshälfte in Kraft treten, sowie durch den EU-weit bevorstehenden Wechsel auf den neuen Testzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) begründet ist. Dieser ist ab dem 1. September 2018 für alle neu zugelassenen Fahrzeuge zwingend vorgeschrieben.

Während die Neuzulassungen von Pkw in Deutschland im Berichtszeitraum um 3 % stiegen, waren die Produktionszahlen der hiesigen Automobilhersteller mit - 3 % erneut rückläufig. Da deutsche Hersteller zunehmend in den lokalen Märkten produzieren, reduzierten sich auch die Exporte aus Deutschland um 2 %.

Nutzfahrzeugmärkte: USA im Aufwind, Verlangsamung in Europa

Das insgesamt gute konjunkturelle Umfeld bildete im Berichtszeitraum eine gute Basis für die Entwicklung der weltweiten Nutzfahrzeugmärkte. In Europa stieg die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen (> 3,5t) und führte in den ersten sechs Monaten zu einem Zuwachs der Neuzulassungen in der Europäischen Union von 3,4 %. Die einzelnen Märkte boten ein gemischtes Bild. Während der größte Einzelmarkt Deutschland mit 47,2 Tsd. neuen Lastkraftwagen bzw. 0,8 % die Vorjahreszahlen nur leicht übertraf, konnten Frankreich, Polen, Italien und Spanien kräftig zulegen. Die Nachfrage in Großbritannien entwickelte sich erwartungsgemäß rückläufig, was sich in einem Minus von 9,8 % ausdrückte.

Nachdem in den USA schon zum Jahresende 2017 ein hohes Bestellvolumen seitens der Transportunternehmen vorlag, legten dort im ersten Quartal 2018 die Zulassungszahlen stark zu. Besonders im Segment der schweren Class 8 Lkw stiegen die Verkäufe. Trotz der im zweiten Quartal etwas nachlassenden Dynamik ergab sich im ersten Halbjahr ein ordentliches Absatzplus von 15,7 % bei den mittelschweren und schweren Class 4 bis 8 Lkw.

Wesentliche Ereignisse

Tochtergesellschaft verschmolzen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Neue Gesellschaft in den USA gegründet

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Closing der Hug-Transaktion erfolgt

Das Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in das Eigentum des Vertragspartners übergegangen.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufen

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker zu schaffen. Herr Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe, wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern. Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereiches Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen.

Reiner Drews (48), der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen.

Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängert

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit seines Vertrages war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

Professor Walter H. Lechler verstorben

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter H. Lechler, ist am 17. Mai 2018 im Alter von 75 Jahren verstorben. Professor Lechler prägte über vier Jahrzehnte hinweg in führenden Rollen die Geschicke der ElringKlinger AG und ihrer Vorgängerunternehmen. Zwischen 2012 und 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kontrollgremium im Mai 2017 wurde Professor Lechler zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen.

Die von Professor Lechler gehaltenen Unternehmensanteile in Höhe von rund 22 % an der ElringKlinger AG sind mit seinem Tod an die Lechler Stiftung übergegangen, die nach dem Ableben von Professor Walter H. Lechlers Onkel Klaus Lechler gegründet wurde. Die Lechler Stiftung hält damit direkt oder indirekt rund 52 % der Anteile der ElringKlinger AG.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Starkes organisches Umsatzwachstum von 8 %

Mit dem Rückenwind der internationalen Automobilmärkte weitete der ElringKlinger-Konzern sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2018 die Umsatzerlöse aus. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten sie sich im zweiten Quartal 2018 um 5,6 % auf 430,8 (407,8) Mio. Euro bzw. um 2,4 % auf 861,5 (841,1) Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. Der Umsatzbeitrag aus den durchgeführten M&A-Aktivitäten betrug im Berichtsquartal minus 10,9 Mio. Euro bzw. minus 15,1 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. Neben einem positiven Effekt aus der hofer-Akquisition ist seit dem 1. März 2018 auch der Verkauf des Hug-Teilkonzerns darin enthalten, der sich negativ auf das Umsatzwachstum auswirkte. Aufgrund des anhaltend starken Euros schmälerten Währungseffekte - insbesondere der US-Dollar, der Schweizer Franken und der mexikanische Peso - die Erlöse im Berichtsquartal um 13,6 Mio. Euro bzw. um 35,2 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2018. Ohne Berücksichtigung der M&A-Aktivitäten sowie der Währungseffekte konnte der Konzernumsatz im zweiten Quartal 2018 um 11,6 % bzw. im ersten Halbjahr 2018 um 8,4 % zulegen.

Konzernumsätze in nahezu allen Regionen deutlich gesteigert

Dank der Innovationskraft des Konzerns profitierte ElringKlinger im zweiten Quartal 2018 von einer hohen Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten sowie mehreren Produktneuanläufen. Besonders stark entwickelten sich sowohl die europäischen Länder inkl. Deutschland als auch die Region NAFTA. So stiegen die Umsatzerlöse in der Region NAFTA im zweiten Quartal entgegen der schwachen Produktionszahlen im Light Vehicle-Segment (- 0,8 %) erneut um 9,4 % auf 89,2 (81,5) Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug der Anstieg hier sogar 15,5 %. Im gesamten ersten Halbjahr 2018 beliefen sich die Umsätze in der Region NAFTA somit auf 169,5 (166,6) Mio. Euro.

Die Region Übriges Europa konnte den starken Jahresauftakt im Berichtsquartal fortführen. Der Konzern weitete im größten Absatzmarkt die Umsatzerlöse um 3,7 % auf 135,4 (130,6) Mio. Euro aus. Kumuliert mit dem ersten Quartal 2018 stiegen die Erlöse um 3,2 % auf 277,9 (269,4) Mio. Euro an. Unterstellt man konstante Wechselkurse, hätte der Anstieg sogar 5,9 % betragen. Dabei erhöhten im Vergleich zum Vorjahr viele Tochtergesellschaften in den europäischen Märkten die Umsatzerlöse. Bezieht man die Produktionsverlagerungen ein, würde auch die Schweizer Tochtergesellschaft einen höheren Umsatz ausweisen.

In der Region Asien-Pazifik stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsquartal nur leicht um 0,6 Mio. Euro auf 78,2 (77,6) Mio. Euro, währungsbereinigt betrug der Anstieg 2,3 %. Dabei befanden sich mehrere Projekte in der Anlaufphase, in der tendenziell geringere Umsatzerlöse erzielt werden. Unter der Annahme konstanter Währungen konnte die Region auch im ersten Halbjahr 2018 den Umsatz um 3,4 % ausweiten.

Anhaltend starke Umsatzzuwächse verzeichnete ElringKlinger in der Region Südamerika und Übrige, was einerseits aus der zugrunde liegenden Marktentwicklung resultiert. Andererseits entwickelt sich auch das Ersatzteilgeschäft in Brasilien äußerst positiv. Entsprechend steigerte ElringKlinger im zweiten Quartal 2018 den Umsatz in diesen Regionen um 9,4 % auf 19,7 (18,0) Mio. Euro bzw. um 8,8 % auf 40,6 (37,3) Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018. Währungsbereinigt kletterte der Umsatz sowohl im Berichtsquartal als auch in der ersten Jahreshälfte um jeweils 21,7 %.

Konzernumsatz 1. Halbjahr

in Mio. €

Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2018

(Vorjahr) in %

Nachdem die Konzernumsätze im Inland im ersten Quartal 2018 aufgrund einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen schwächer als im Vorjahresvergleichsquartal ausfielen, verzeichnete die Region im zweiten Quartal einen kräftigen Zuwachs von 8,1 %. In Summe übertraf das erste Halbjahr 2018 den Vorjahresvergleichszeitraum um 2,9 % und stieg auf 217,1 (211,0) Mio. Euro.

Damit beläuft sich der Inlandsanteil am Konzernumsatz nunmehr auf 25,2 % (25,1 %). Der Auslandsanteil des ElringKlinger-Konzerns sank somit leicht auf 74,8 % (74,9 %).

Erstausrüstungsgeschäft mit anhaltend hoher Kapazitätsauslastung

Im zweiten Quartal erhöhte ElringKlinger mit Ausnahme der Bereiche E-Mobility und Abgasnachbehandlung die Umsatzerlöse über alle Geschäftsbereiche hinweg. Der Konzern profitierte weiterhin von der starken Nachfrage nach Leichtbau- und Elastomerprodukten sowie nach Spezialdichtungen. Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik hingegen blieben auch aufgrund von Währungseffekten hinter den entsprechenden Vorjahresumsätzen zurück. Damit erzielte das Segment mit 354,9 (337,9) Mio. Euro im zweiten Quartal 2018 bzw. mit 708,6 (697,8) Mio. Euro im ersten Halbjahr 2018 mehr Umsatz als in den Vorjahresvergleichszeiträumen.

Sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig hat sich die Lage in der NAFTA-Region im zweiten Quartal 2018 nicht entspannt. Anhaltend hohe Kapazitätsauslastungen, die mit überproportionalen Kostensteigerungen, wie z.B. höheren Personal- und Frachtkosten, einhergehen, wirken sich hauptsächlich auf die Ergebnisse der Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Leichtbau/Elastomertechnik und Abschirmtechnik aus, da die betroffenen Werke ein breites Produktportfolio abdecken. Zur Bewältigung der Situation in der NAFTA-Region hat das Unternehmen frühzeitig umfangreiche Maßnahmen zur Prozessstabilisierung und Kapazitätserweiterung eingeleitet.

Die Optimierungsmaßnahmen im Geschäftsbereich Abschirmtechnik, die derzeit an einem Schweizer Produktionswerk durchgeführt werden, schreiten planmäßig voran. Zwischenzeitlich konnte die Verlagerung von Produktionskapazitäten an andere Tochtergesellschaften weiter voranschreiten. ElringKlinger rechnet deshalb damit, dass die konsequente Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen in den kommenden zwei Jahren zu einer Normalisierung der operativen Fixkosten führen wird.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsbereich E-Mobility erreichten im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 8,0 (8,3) Mio. Euro. Zur Herstellung von elektrischen Antriebssystemen baut der Geschäftsbereich derzeit Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Daher - und auch aufgrund der anhaltend geringen Nachfrage nach Produkten für alternative Antriebstechnologien - lag das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Geschäftsbereichs E-Mobility unterhalb des Vorjahresniveaus.

Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung fielen in den ersten sechs Monaten 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 11,9 (22,8) Mio. Euro an. Ein großer Teil des Geschäftsbereichs, der Abgasreinigungssysteme für Industrieanwendungen und Schiffe anbietet, wurde zum 1. März 2018 veräußert. Daraus entstand ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 21,2 Mio. Euro, der auf das erste Quartal 2018 entfiel.

Konzernumsatz nach Segmenten 1. Halbjahr 2018

(Vorjahr) in %

Neben den beschriebenen operativen Mehrkosten im Konzern belasten derzeit die stark gestiegenen Rohstoffpreise die einzelnen Geschäftsbereiche. Beide Effekte spiegeln sich deutlich im Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern wider, das im ersten Halbjahr 2018 trotz der Veräußerungserlöse des Hug-Teilkonzerns mit 38,2 (48,3) Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau lag. Die Ergebnismarge im Segment Erstausrüstung verringerte sich entsprechend auf 5,4 % (6,9 %).

Ersatzteilgeschäft mit umsatzstarkem zweiten Quartal

Im Ersatzteilgeschäft erwirtschaftete ElringKlinger im zweiten Quartal 2018 trotz der zahlreichen geopolitischen Spannungen ein Umsatzplus von 5,2 % auf 42,3 (40,2) Mio. Euro. In der ersten Jahreshälfte stieg der Umsatz sogar um 6,1 % auf 85,2 (80,3) Mio. Euro. Besonders hervorzuheben ist neben der anhaltend guten Entwicklung des Ersatzteilgeschäfts in Osteuropa auch der südamerikanische Markt. Nach der mehrjährigen wirtschaftlichen Schwäche nahm dort die Nachfrage nach ElringKlinger-Ersatzteilen weiter deutlich zu.

In der ersten Jahreshälfte 2018 führte ElringKlinger im Segment Ersatzteile wichtige strategische Maßnahmen durch. So wurde zum einen die Materialverfügbarkeit weiter optimiert. Zum anderen arbeitet der Konzern aktiv an der Marktpenetration in China. Beide Maßnahmen verursachten eine temporär höhere Kostenbelastung, die sich im Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern niederschlug. Es belief sich von Januar bis Juni 2018 auf 14,9 (16,6) Mio. Euro. Die EBIT-Marge sank entsprechend auf 17,5 % (20,7 %).

Kunststofftechnik mit gesteigerter Ergebnismarge

Im Segment Kunststofftechnik entwickelt und produziert ElringKlinger aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) Applikationen für unterschiedliche Industrien. Neben der Fahrzeugindustrie beliefert das Segment zu einem Großteil auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Chemie- und Anlagentechnik.

Unterstützt von einer guten Produktnachfrage der Fahrzeugindustrie und der Maschinenbaubranche sowie einer im Vorjahresvergleich höheren Anzahl an Arbeitstagen konnte das Segment den Umsatz im zweiten Quartal 2018 gegenüber dem Vorjahr um 14,1 % auf 30,0 (26,3) Mio. Euro ausweiten. Im ersten Halbjahr 2018 stieg der Umsatz um 8,6 % auf 60,6 (55,8) Mio. Euro.

Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern erhöhte sich mit einem Plus von 14,8 % auf 9,3 (8,1) Mio. Euro überproportional zum Umsatzwachstum. Entsprechend kletterte die Ergebnismarge auf 15,3 % (14,5 %). Dieser Anstieg begründet sich im Wesentlichen in der erfolgreichen Durchführung von Optimierungsmaßnahmen in Fertigungsbereichen und einem restriktiven Kostenmanagement.

Gewerbeparks bleiben im Umsatz stabil

Die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemet, Ungarn, blieben im ersten Halbjahr 2018 konstant bei 2,1 (2,1) Mio. Euro. Auch das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern in Höhe von 0,0 (- 0,1) Mio. Euro blieb im ersten Halbjahr 2018 nahezu unverändert.

Dienstleistungen leicht unter Vorjahresniveau

In den ersten sechs Monaten 2018 erwirtschafteten die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, insgesamt 4,9 (5,1) Mio. Euro Umsatz. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern lag bei 0,5 (0,9) Mio. Euro.

Mitarbeiteranzahl in der Region NAFTA deutlich ausgeweitet

Im ersten Halbjahr 2018 stieg die Mitarbeiteranzahl im Konzern um 3,6 % auf 9.954 (31.12.2017: 9.611) Mitarbeiter. Zur Erweiterung der Kapazitäten in der Region NAFTA stellte der Konzern im zweiten Quartal 2018 insgesamt 104 Mitarbeiter ein. Auch an den deutschen Standorten erweiterte ElringKlinger das Personal gegenüber dem Jahresende 2017 um 5,9 %. Die Beschäftigtenanzahl erhöhte sich hier auf 4.107 (31.12.2017: 3.877) Mitarbeiter. Der prozentuale Anteil aller im Inland beschäftigten Mitarbeitern stieg auf 41,3 % (31.12.2017: 40,3 %). Der Auslandanteil sank hauptsächlich aufgrund der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns im gleichen Zeitraum auf 58,7 % (31.12.2017: 59,7 %).

Bruttomarge sinkt auf 23 %

In den ersten sechs Monaten 2018 beliefen sich die Umsatzkosten auf 666,4 (622,9) Mio. Euro, davon entfielen 331,1 (299,1) Mio. Euro auf das zweite Quartal 2018. Im Wesentlichen wirkten sich die unerwartet stark gestiegenen Rohstoffpreise erhöhend auf die Kostenentwicklung aus. Dabei sind vor allem die Stahl-, Aluminium- und Kunststoffgranulatpreise betroffen. So erhöhten sich die Materialaufwendungen, die bereits im ersten Quartal um 4,4 % angestiegen sind, auch im zweiten Quartal um weitere 18,1 % auf 185,8 (157,3) Mio. Euro. Der Konzern steuert bereits mit einer konsequenten Lieferantenauswahl sowie einer ausgewogenen Laufzeitstruktur den Rohstoffpreisentwicklungen risikominimierend entgegen. Allerdings können die Maßnahmen erst zeitversetzt ihre Wirkung voll entfalten. ElringKlinger setzt die Rohstoffe zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Abschirmsystemen sowie Kunststoffleichtbauteilen ein. Aufgrund der starken Rohstoffpreisentwicklung sank die Bruttomarge im zweiten Quartal auf 23,1 % (26,7 %) bzw. auf 22,6 % (25,9 %) im ersten Halbjahr 2018.

Neben dem globalen Personalaufbau bedingte auch die zum 1. April 2018 wirksame tarifliche Lohnerhöhung für die tarifgebundenen inländischen Gesellschaften einen Anstieg der Personalkosten im zweiten Quartal 2018 um 5,2 % auf 129,9 (123,5) Mio. Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018 sanken die Personalkosten jedoch um 5,4 %, da das erste Quartal noch die Personalkosten des zum 1. März 2018 veräußerten Hug-Teilkonzerns enthielt. Wie auch im ersten Halbjahr 2017 ist in den Umsatzkosten der Berichtsperiode die für das Geschäftsjahr 2017 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 5,7 (5,2) Mio. Euro, die hauptsächlich auf die Umsatzkosten entfällt, enthalten. In Summe kamen die Personalkosten im ersten Halbjahr 2018 auf insgesamt 267,2 (249,8) Mio. Euro. Im Verhältnis zum Umsatz blieb die Personalaufwandsquote im zweiten Quartal 2018 nahezu konstant bei 30,2 % (30,3 %), wohingegen sie im ersten Halbjahr 2018 auf 31,0 % (29,7 %) stieg.

Zwischen April und Juni 2018 reduzierten sich die Vertriebskosten um 3,0 %. Der Rückgang ist auf das hohe Vorjahresniveau zurückzuführen, in dem Effekte aus der ERP-Systemumstellung am Schweizer Produktionsstandort enthalten waren. In der ersten Jahreshälfte 2018 nahmen die Vertriebskosten um 3,5 % auf 71,5 (69,1) Mio. Euro zu. Nach wie vor wirkten sich darauf die hohen Kundenabrufe in den Produktionsgesellschaften der NAFTA-Region aus, die zu einer höheren Kostenbasis führten.

In den ersten sechs Monaten 2018 stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 1,2 Mio. Euro auf 42,6 (41,4) Mio. Euro. Der leichte Kostenrückgang im zweiten Quartal 2018 in Höhe von 0,1 Mio. Euro lag im Wesentlichen an der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns.

Forschungs- und Entwicklungskosten um 10 % erhöht

Auftragsbezogene Entwicklungsarbeiten sowie der kontinuierliche Personalaufbau in den neuen Geschäftsfeldern, zu denen auch die Batterie- und Brennstoffzellentechnologien gehören, führten zu einem Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten von 8,3 % auf 19,5 (18,0) Mio. Euro im zweiten Quartal 2018 bzw. von 9,6 % auf 41,1 (37,5) Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2018. Zudem wurden Forschungs- und Entwicklungskosten im Umfang von 0,6 (0,8) Mio. Euro im zweiten Quartal bzw. von 1,1 (1,3) Mio. Euro in der ersten Jahreshälfte 2018 aktiviert. Unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kosten lag die F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2018 mit 4,9 % (4,6 %) nur leicht unter der langfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %.

Fördermittel der öffentlichen Hand unterstützen ElringKlinger bei laufenden Entwicklungsprojekten. Im ersten Halbjahr 2018 betrugen sie 2,5 (3,4) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen stets projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

EBIT * 1. Halbjahr

in Mio. €

* vor Kaufpreisallokation

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen in den ersten sechs Monaten 2018 um 21,6 Mio. Euro auf 30,7 (9,1) Mio. Euro zu. 21,2 Mio. Euro sind dabei auf den Verkauf des Hug-Teilkonzerns zurückzuführen.

EBITDA sinkt auf 110 Mio. Euro

Die Abschreibungen sanken im ersten Halbjahr 2018 um 3,4 % auf 47,7 (49,4) Mio. Euro. Davon entfielen 24,0 (24,7) Mio. Euro auf das Berichtsquartal. Zum einen resultiert der Rückgang aus den Änderungen des Rechnungslegungsstandards IFRS 15. Zum anderen werden die Abschreibungen des Hug-Teilkonzerns bereits seit November 2017 nicht mehr in den Abschreibungen des ElringKlinger-Konzerns berücksichtigt.

Auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wirkten sich sowohl im ersten Halbjahr 2018 als auch im zweiten Quartal 2018 hauptsächlich die hohe Kapazitätsauslastung in der Region NAFTA sowie die stark gestiegenen Rohstoffpreise ergebnismindernd aus. Das EBITDA kam in Summe auf 110,4 (123,1) Mio. Euro. Im zweiten Quartal betrug es 49,3 (60,5) Mio. Euro.

Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 1. Halbjahr

in Mio. €

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank im ersten Halbjahr 2018 auf 62,7 (73,7) Mio. Euro, davon wurden 25,3 (35,8) Mio. Euro im zweiten Quartal erzielt. Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation belief sich das operative Ergebnis des Konzerns vor Kaufpreisallokation auf 64,6 (76,3) Mio. Euro im ersten Halbjahr bzw. 26,3 (37,2) Mio. Euro im zweiten Quartal. Im Verhältnis zum Umsatz kam die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation auf 7,5 % (9,1 %) im ersten Halbjahr 2018 bzw. auf 6,1 % (9,1%) von April bis Juni 2018.

Währungsgewinne verbessern das Finanzergebnis

Den deutlich gestiegenen Währungsgewinnen stehen sowohl im ersten Halbjahr als auch im zweiten Quartal 2018 Währungsverluste gegenüber, die sich im Vorjahresvergleich nur marginal erhöhten. Entsprechend verbesserte sich das Währungsergebnis und sonstiges in der ersten Jahreshälfte auf minus 1,4 (- 4,5) Mio. Euro bzw. auf minus 0,5 (- 4,3) Mio. Euro im Berichtsquartal. Auch das Zinsergebnis fiel im zweiten Quartal auf minus 3,0 (- 3,2) Mio. Euro. Resultierend daraus lag das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, zwischen April und Juni 2018 bei minus 5,0 (- 7,8) Mio. Euro. Kumuliert mit dem ersten Quartal 2018 kam das Finanzergebnis auf minus 10,3 (- 11,2) Mio. Euro.

Somit reduzierte sich das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in den ersten sechs Monaten 2018 auf 52,4 (62,5) Mio. Euro bzw. auf 20,3 (28,0) Mio. Euro im zweiten Quartal 2018.

Hohe Steuerquote senkt Periodenergebnis

Infolge von einerseits höheren Steuersätzen für ergebnisstarke Produktionsgesellschaften sowie andererseits Verlusten aus Tochtergesellschaften, auf die keine latenten Steuern gebildet werden konnten, sanken die Ertragsteueraufwendungen im ersten Halbjahr 2018 zwar absolut auf 16,7 (17,2) Mio. Euro, die Steuerquote stieg hingegen zum 30. Juni 2018 auf 31,9 % (27,5 %). Abzüglich dieser Steueraufwendungen erzielte der ElringKlinger-Konzern im ersten Halbjahr 2018 ein Periodenergebnis, das mit 35,7 (45,4) Mio. Euro nicht an den Vorjahrsvergleichswert herankam. Der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil betrug 34,2 (43,5) Mio. Euro. Davon entfielen 8,5 (18,4) Mio. Euro auf das zweite Quartal 2018. Somit lag auch das Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr 2018 mit 0,54 (0,69) Euro bzw. im zweiten Quartal 2018 mit 0,13 (0,29) Euro unter dem Vorjahreswert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns ist zum 30. Juni 2018 weiter als solide zu beurteilen. Die Eigenkapitalquote von 42,8 % liegt innerhalb des vom Management definierten Zielkorridors von 40 bis 50 % der Bilanzsumme. Im ersten Halbjahr 2018 generierte der Konzern einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 27,8 Mio. Euro.

Bilanzsumme steigt um 1,2 %

Nachdem sich die Bilanzsumme im ersten Quartal aufgrund der Veräußerung des Teilkonzerns Hug reduzierte, stieg diese zum 30. Juni 2018 auf 2.046,7 Mio. Euro bzw. um 1,2 % über das Niveau zum Jahresende 2017 (2.022,4 Mio. Euro) an. Hauptgründe waren die investitionsbedingt gestiegenen Sachanlagen sowie die Ausweitung des Working Capitals (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).

Die Sachanlagen lagen zum Halbjahresende bei 952,1 Mio. Euro bzw. 22,5 Mio. Euro über dem Stand am 31. Dezember 2017 (929,6 Mio. Euro). Sie bilden den weitaus größten Posten innerhalb des Langfristvermögens von 1.205,6 Mio. Euro, das einen Anteil von 58,9 % des Gesamtvermögens repräsentiert.

Lang- und kurzfristige Vermögenswerte

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in Mio. Euro 30.06.2018 31.03.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte 183,9 184,2 190,5
Sachanlagen 952,1 931,3 929,6
Sonstige 69,6 72,1 67,7
Langfristige Vermögenswerte 1.205,6 1.187,6 1.187,8
Vorräte 390,2 367,2 369,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 339,2 341,1 302,6
Sonstige 111,7 112,1 100,7
Kurzfristige Vermögenswerte 841,1 820,4 772,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 0 61,8
Bilanzsumme 2.046,7 2.008,0 2.022,4

Das Working Capital wuchs zum Berichtsstichtag auf 729,4 (31.12.2017: 672,1) Mio. Euro. Von der Zunahme gegenüber dem Jahresende 2017 entfielen 20,7 Mio. Euro auf die Vorräte und 36,6 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Bereinigt um Währungseffekte und den Umstellungseffekt aus dem neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 15, errechnet sich ein Anstieg der Vorräte um 7,4 % - eine positive Entwicklung im Vergleich zu einem organischen Umsatzwachstum von 8,4 %. Ohne die Werkzeuge, die zur Vorbereitung von Serienaufträgen temporär im Bestand sind, wäre der Anstieg noch geringer ausgefallen. Bereinigt um Währungseffekte stieg der Forderungsbestand seit Jahresbeginn um 12,3 %. Im Vergleich zum Ende des ersten Quartals konnten die Forderungen trotz des starken Umsatzwachstums im zweiten Quartal (11,6 % organisch) leicht um 1,9 Mio. Euro auf 339,2 Mio. Euro reduziert werden.

Entkonsolidierung Teilkonzern Hug zum 1. März vollzogen

Der zum 1. März 2018 wirksame Verkauf des Hug-Teilkonzerns verminderte die Vermögenswerte und Schulden um den vorläufigen Buchwert von 40,4 Mio. Euro. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 waren die betroffenen Positionen bereits umklassifiziert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (61,8 Mio. Euro) bzw. Schulden (23,7 Mio. Euro) dargestellt worden. Im Eigenkapital reduzierten sich zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung die in den übrigen Rücklagen enthaltenen Umgliederungsbeträge für die Währungsumrechnung sowie die nicht beherrschenden Anteile, während das Abgangsergebnis aus dieser Veräußerung das Periodenergebnis und damit die Gewinnrücklagen erhöhte. Weitere Informationen zur Desinvestition der Hug-Gruppe sind im Anhang, Seite 35, enthalten.

Geringer Effekt aus Erstanwendung IFRS 15 im Halbjahr

Im Vergleich mit dem Vorjahr sind des Weiteren Effekte aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zu berücksichtigen. Der Standard, der ab dem 1. Januar 2018 für die Rechnungslegung nach IFRS verpflichtend ist, enthält Regelungen zur Umsatzrealisierung, die sich auf die Höhe, den Zeitpunkt und den Ausweis von Erlösen auswirken. ElringKlinger wählte den modifiziert retrospektiven Ansatz, das heißt, die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte sind zum 1. Januar 2018 kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst worden. Aus den zugrundeliegenden Werkzeug-, Serienfertigungs- und Entwicklungsverträgen resultierte insgesamt eine Verringerung der Gewinnrücklagen um 4,0 Mio. Euro. Auf der Aktivseite bewirkte die Umstellung zum 1. Januar 2018 eine Reduzierung der immateriellen Vermögenswerte (- 4,1 Mio. Euro), der Sachanlagen (- 2,2 Mio. Euro) sowie der Vorräte (- 7,4 Mio. Euro). Demgegenüber wurden lang- und kurzfristige "Vertragsvermögenswerte" in Höhe von 7,3 Mio. Euro sowie "Vertragserfüllungskosten" von 0,8 Mio. Euro gebildet. Hinzu kamen latente Steuern von 1,6 Mio. Euro.

Eigenkapitalquote bei 43 %

Zur Jahresmitte 2018 betrug das Eigenkapital der ElringKlinger AG 876,8 (31.12.2017: 889,7) Mio. Euro. Für den Rückgang gegenüber dem Jahresende 2017 war die im zweiten Quartal gezahlte Dividende in Höhe von 31,7 (31,9) Mio. Euro wesentlich. Des Weiteren wirkten die Änderung des Konsolidierungskreises, die Umstellung aus der beschriebenen Erstanwendung des IFRS 15 und translatorische Wechselkurseffekte mindernd. Die gegenläufige Verbuchung des Periodenergebnisses des ersten Halbjahrs 2018 in Höhe von 35,7 (45,4) Mio. Euro konnte diese negativen Effekte nicht vollständig ausgleichen.

Lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

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in Mio. Euro 30.06.2018 31.03.2018 31.12.2017
Eigenkapital 876,8 901,9 889,7
Rückstellungen für Pensionen 127,5 126,4 126,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 478,9 477,9 478,8
Sonstige 29,0 28,8 30,0
Langfristige Verbindlichkeiten 635,4 633,1 634,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123,5 124,9 118,8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 254,4 195,3 221,9
Sonstige 156,6 152,8 133,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 534,5 473,0 474,2
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 0 23,7

Die Eigenkapitalquote ging demzufolge auf 42,8 % zurück, nach 44,0 % am Jahresende 2017. Sie liegt damit weiter innerhalb der definierten Zielbandbreite von 40 bis 50 %.

Bei den langfristigen Rückstellungen einschließlich der Pensionsrückstellungen ergaben sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2017 keine nennenswerten Veränderungen. In den kurzfristigen Rückstellungen, die mit 27,7 Mio. Euro um 4,7 Mio. Euro über dem Stand am 31. Dezember 2017 lagen, wurden unter anderem Drohverluste verbucht, die hauptsächlich im zweiten Quartal und auch aufgrund von Neubewertungen infolge von Materialpreissteigerungen erforderlich waren.

Höheres Nettoverschuldungsniveau

Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) lag zum 30. Juni 2018 bei 682,6 (31.12.2017: 655,3) Mio. Euro. Während sie im ersten Quartal, auch aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Verkauf der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro), zurückgeführt werden konnte, führten die Auszahlung der Dividende im zweiten Quartal sowie die Investitionstätigkeit und der Mittelbedarf für das Geschäftswachstum wieder zu einem Anstieg. Gegenüber dem Jahresende 2017 nahm die Nettoverschuldung um 27,3 Mio. Euro zu.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Halbjahresende 123,5 Mio. Euro. Sie veränderten sich jeweils unwesentlich sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum 31. Dezember 2017 (118,8 Mio. Euro).

Cashflow reflektiert Net Working Capital-Entwicklung

Im ersten Halbjahr 2018 generierte der Konzern einen Kapitalzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von 27,8 (50,6) Mio. Euro. Davon wurden 20,7 (30,9) Mio. Euro im zweiten Quartal 2018 erwirtschaftet. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf das geringere Ergebnis zurückzuführen, zumal der Beitrag aus der Veräußerung der Hug-Gruppe nicht dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, sondern der Investitionstätigkeit zugerechnet wird.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahr

in Mio. €

Dennoch ist festzustellen, dass sich der Mittelabfluss, der im ersten Halbjahr 2018 durch den Aufbau des Net Working Capitals (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) bedingt war, im Vergleich zum Vorjahr günstiger entwickelte: Die Veränderung des Net Working Capitals inklusive der anderen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bewirkte im Sechsmonatszeitraum einen Mittelabfluss von 45,7 Mio. Euro, nach 49,8 Mio. Euro im selben Zeitraum des Vorjahres. Auf das zweite Quartal entfielen davon 19,7 (16,8) Mio. Euro.

Beim Vergleich mit den Vorjahreswerten ist zu beachten, dass der Konsolidierungskreis 2017 noch die Hug-Gruppe umfasste. Dies erklärt in Verbindung mit den Effekten aus der IFRS 15-Umstellung im Wesentlichen den Rückgang der Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, die sich im ersten Halbjahr 2018 auf 47,7 (49,4) Mio. Euro und im zweiten Quartal auf 24,0 (24,7) Mio. Euro beliefen.

In den "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen" von minus 19,8 (+7,9) Mio. Euro sind Währungseffekte erfasst. Zudem wurde hier der Einmalertrag aus dem Verkauf der Hug-Gruppe bereinigt.

Investitionen in Sachanlagen auf Vorjahresniveau

Bei den Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zeigt sich der disziplinierte Ansatz des Konzerns. Hier lagen die Auszahlungen im ersten Halbjahr 2018 mit 67,7 (72,0) Mio. Euro etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Vor allem im zweiten Quartal gingen die Auszahlungen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs zurück und betrugen noch 38,4 (42,4) Mio. Euro. Nach den überdurchschnittlichen Investitionsausgaben der Vorjahre stellt sich die angestrebte Normalisierung erkennbar ein.

Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) kam damit auf 7,9 %o (8,6 %o) im Halbjahr und 8,9 % (10,4 %) im zweiten Quartal 2018.

Die Investitionsausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrafen weitestgehend das Segment Erstausrüstung. Ein Großteil davon fiel in den ausländischen Produktionsstandorten an und wurde für Erweiterungsmaßnahmen, den Aufbau von Kapazitäten sowie die Installation von Produktionsanlagen für Neuanläufe getätigt.

In Europa lag ein Schwerpunkt der Maßnahmen im neuen Werk am ungarischen Standort Kecskemet. Am Standort Red-car, Großbritannien, wurde eine hochautomatisierte Servopresse für die Produktion von Spezialdichtungen angeschafft. Am Hauptstandort in Dettingen/Erms zählten Produktions- und Montagelinien für bevorstehende Serien-Großprojekte sowie Ausgaben für die Brennstoffzellenfertigung zu den Investitionsmaßnahmen. Des Weiteren begannen hier die Baumaßnahmen für ein Technologiezentrum für den Geschäftsbereich E-Mobility und die Neuen Geschäftsfelder.

Auch an den drei großen nordamerikanischen Produktionsstandorten in Leamington, Kanada, sowie Buford, USA und Toluca, Mexiko, investierte der Konzern in Erweiterungen und Rationalisierungsmaßnahmen. Am neu gegründeten US-Standort in Fort Wayne, USA, werden Fertigungsanlagen für die Produktion von thermischen und akustischen Abschirmsystemen errichtet. Außerdem wurde am brasilianischen Standort Piracicaba mit einer Werkserweiterung begonnen. Im chinesischen Werk in Changchun dienten die getätigten Anschaffungen vor allem der weiteren Automatisierung in der Fertigung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen. Am 2017 gegründeten vierten chinesischen Standort in Chongqing bereitet der Konzern die Aufnahme der Produktion von Türmodulträgern vor.

Für immaterielle Vermögenswerte fielen im ersten Halbjahr 2018 Auszahlungen in Höhe von 2,8 (3,7) Mio. Euro an.

Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe flossen dem Konzern im ersten Quartal Mittel in Höhe von 52,5 Mio. Euro zu. Die im Vorjahresvergleichsquartal ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (28,9 Mio. Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG.

Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2018 ein Cashflow in Höhe von - 17,9 (- 103,2) Mio. Euro, wovon - 40,0 (- 41,0) Mio. Euro im zweiten Quartal flossen.

Kapitalzufluss und Dividende prägen Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte nach den ersten sechs Monaten 2018 ein negativer Cashflow von - 4,0 (68,3) Mio. Euro. Während der Kapitalzufluss aus der Hug-Veräußerung im ersten Quartal prägend war, entwickelte sich das zweite Quartal, in dem auch die Dividendenzahlung erfolgte, mit 22,3 (22,1) Mio. Euro vergleichbar zum Vorjahr.

Der operative Free Cashflow betrug in den ersten sechs Monaten 2018 - 42,2 (- 21,8) Mio. Euro bzw. im zweiten Quartal - 19,0 (- 10,2) Mio. Euro. Er errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit und wird um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigt.

Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2018

in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

Chancen und Risiken

Der globale Handelskonflikt hat sich im zweiten Quartal 2018 weiter zugespitzt. Die USA setzten ihre Ankündigungen um und belegten Mexiko, Kanada und die EU-Staaten mit Zöllen auf Aluminium und Stahl. Seit Juni werden Zölle in Höhe von 25 % bei Stahl sowie 10 % bei Aluminium erhoben. Die Europäische Union hat Ende Juni mit Gegenzöllen auf eine Reihe von aus den USA importierten Waren reagiert. Für eine zwischenzeitliche Deeskalation der angespannten Handelsbeziehungen sorgte China, indem die Einfuhrzölle für Autos von ausländischen Fahrzeugherstellern ab Juli von 25 % auf 15 % gesenkt wurden. Unabhängig davon besteht weiterhin die Überlegung seitens der US-Regierung, ausländische Fahrzeughersteller mit Strafzöllen für in die USA importierte Autos zu belegen. Die aus dem Zollstreit erwachsenden politischen Risiken sowie deren Auswirkungen auf den ElringKlinger-Konzern bzw. die Automobilindustrie bestehen somit unverändert.

Sollte Großbritannien im Zuge des Brexit-Votums nicht nur aus der Europäischen Union, sondern auch aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion austreten oder mangels Verhandlungslösung austreten müssen ("harter Brexit"), wird sich dies auch auf die britischen Tochtergesellschaften Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar, Großbritannien, sowie Elring Parts Ltd., Gateshead, Großbritannien, auswirken. Das Ausmaß ist aufgrund der Komplexität der Szenarien aus heutiger Sicht nicht hinreichend genau abzuschätzen.

In operativer Hinsicht haben die anhaltenden Preisanstiege für verschiedene Rohstoffe eine Neubeurteilung der Materialrisiken innerhalb der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2018 erforderlich gemacht. Da die Rohmaterialpreise -insbesondere für Polyamid, Stahl und Aluminium - seit Jahresbeginn stark angestiegen sind, ist nunmehr mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen, d.h. von über 10 % auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, auf den ElringKlinger-Konzern für das Berichtsjahr zu rechnen. ElringKlinger steuert mit einer konsequenten Lieferantenauswahl sowie einer ausgewogenen Laufzeitstruktur den Rohstoffpreisentwicklungen risikominimierend entgegen.

Ab September 2018 ist mit dem WLTP-Standard (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) ein neues einheitliches Messverfahren zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen vorgeschrieben. In diesem Zusammenhang haben sich im Verlauf des zweiten Quartals 2018 die Anzeichen gemehrt, wonach einige Automobilhersteller aufgrund noch nicht erfolgter Zertifizierungen ihre Produktionsplanungen für das laufende Jahr anpassen könnten. Bis zum Ende des Berichtsquartals konnte ElringKlinger in den Auftragsbüchern noch keine Anzeichen für einen Nachfragerückgang erkennen. Wenn sich allerdings die Fahrzeugproduktion einiger Hersteller im zweiten Halbjahr reduzieren sollte, könnte sich dies in der Folge auch auf ElringKlinger auswirken.

Bei der weiteren Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2018 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2017 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 53 ff.) ergeben.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2017 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter -und-risikobericht">www.elringklinger.de/gb2017/chancen-und-risikobericht zugänglich.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Fortsetzung des globalen Aufschwungs mit gemischten Aussichten

In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Juli 2018 bestätigte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine ursprüngliche Einschätzung, nach der die Weltkonjunktur 2018 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,9 % wachsen wird und damit gegenüber dem Vorjahr leicht an Fahrt gewinnt. Allerdings sehen die Ökonomen in den Folgen verstärkter Handelsstreitigkeiten erhöhte Abwärtsrisiken und eine zunehmend unausgewogene Expansion.

Demnach haben sich die Aussichten für die Eurozone, auch aufgrund des nachlassenden Wachstums in Deutschland und Frankreich sowie angespannter Finanzierungsbedingungen in Italien, etwas eingetrübt. Die US-Wirtschaft dürfte hingegen weiter an Schwung gewinnen. Die Konjunktur in China und der übrigen asiatischen Länder sollte nach Angaben des IWF weiter stark wachsen. Weniger positiv werden die Entwicklungen in den Schwellenländern gesehen. Zwar verbesserte der gestiegene Rohölpreis die wirtschaftliche Situation ölexportierender Länder, gleichzeitig haben sich jedoch - neben den Zolldiskussionen - andere Risikofaktoren wie steigende Zinsen in den USA und geopolitische Unruhen erhöht. In Lateinamerika wird sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen, wobei auch hier Belastungen, wie zum Beispiel ein restriktiveres finanzielles Umfeld, den Aufschwung verlangsamen.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2017 Prognose 2018 Prognose 2019
Welt 3,7 3,9 3,9
Industriestaaten 2,4 2,4 2,2
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,7 4,9 5,1
Deutschland 2,5 2,2 2,1
Eurozone 2,4 2,2 1,9
USA 2,3 2,9 2,7
Brasilien 1,0 1,8 2,5
China 6,9 6,6 6,4
Indien 6,7 7,3 7,5
Japan 1,7 1,0 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Juli 2018)

Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2018 bleibt positiv

Trotz der sich verstärkenden negativen wirtschaftlichen und politischen Einflüsse geht ElringKlinger unverändert davon aus, dass aufgrund der derzeit insgesamt guten Verfassung der Fahrzeugmärkte die weltweite Automobilproduktion 2018 um 2 bis 3 % wachsen wird. Der weltweite Pkw-Absatz wird nach Einschätzung des deutschen Branchenverbands VDA um 2 % auf 86 Mio. Pkw ansteigen.

Für die Entwicklung der einzelnen Absatzmärkte blieb der VDA in seiner Halbjahreskonferenz ebenfalls zuversichtlich. Für Europa wird ein kleines Plus von 1 % auf 15,8 Mio. Pkw erwartet. Auch der deutsche Pkw-Markt dürfte um 1 % auf rund 3,5 Mio. Pkw wachsen. In den USA wird mit 16,9 Mio. Light Vehicles ein Rückgang um 2 % gesehen, während China mit 24,7 Mio. Pkw und einem Plus von 2 % weiter auf Wachstumskurs bleiben sollte. In Brasilien setzt sich die kräftige Erholung voraussichtlich fort.

Prognose Produktion Light Vehicles

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Mio. Fahrzeuge Veränderung zum Vorjahr
Europäische Union 19,5 3,6 %
Deutschland 6,0 1,2 %
Osteuropa1 3,5 2,4 %
Russland 1,6 6,0 %
Nordamerika 17,1 0,5 %
USA 11,1 - 0,5 %
Südamerika 3,5 9,7 %
Brasilien 2,7 8,4 %
Asien-Pazifik 50,4 2,9 %
China 28,4 3,6 %
Japan 8,5 - 4,3 %
Indien 4,8 12,8 %
Mittlerer Osten & Afrika 2,9 13,5 %
Welt 96,8 3,1 %

1 Inkl. Russland

Quelle: PwC Autofacts (Juli 2018)

Die Automobilproduktion dürfte trotz der zunehmenden Unwägbarkeiten wie der Einführung des neuen Testzyklus WLTP in der Europäischen Union und möglichen weiteren Einfuhrzöllen in den meisten Märkten im Gesamtjahr solide wachsen.

Die Fahrzeugproduktion der deutschen Hersteller wird sich 2018 voraussichtlich um 1 % auf einen neuen Höchststand von 16,7 Mio. Einheiten erhöhen. Die Inlandsproduktion ist weiter leicht rückläufig (- 3%). Zudem werden rund 76 % der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge exportiert.

Ausblick Nutzfahrzeugmärkte

Als weitgehend positiv beurteilen Branchenexperten den Ausblick auf das Gesamtjahr bei den Nutzfahrzeugmärkten. Der europäische Markt hat sich nach der Aufwärtsbewegung der vergangenen Jahre im bisherigen Jahresverlauf zwar verlangsamt - insgesamt wird hier im Gesamtjahr aber ein leichtes Plus gesehen. In den einzelnen Märkten zeichnet sich ein unterschiedliches Bild ab. Ein stärkerer Rückgang wird für Großbritannien erwartet, während Frankreich, Spanien und Polen mit weitere Zuwächse aufwarten dürften.

Aufgrund der bisherigen starken Dynamik des US-Truckmarkts dürfte die Nutzfahrzeugindustrie der NAFTA-Region im Gesamtjahr 2018 ordentlich wachsen.

Ausblick Unternehmen

Starke Auftragslage

Nach einem soliden Auftragseingang im ersten Quartal 2018 zeigte ein überaus hoher Auftragseingang im zweiten Quartal, dass Produkte von ElringKlinger unverändert stark an den Weltmärkten nachgefragt werden. Der Konzern verzeichnete neue Aufträge in einem Volumen von 458,6 (413,3) Mio. Euro, was einem Plus von 11,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Unter der Annahme konstanter Wechselkurse hätte der Zuwachs sogar 54,9 Mio. Euro oder 13,3 % betragen. Auch der Auftragsbestand nahm zu. Im zweiten Quartal 2018 erhöhte er sich um 39,1 Mio. Euro oder 3,9 % auf 1.038,2 Mio. Euro. Bereinigt man den Bestand um Währungseffekte, wäre er um 63,2 Mio. Euro oder 6,3 % angestiegen. Mit dieser starken Auftragslage baut der Konzern seine Basis für zukünftiges organisches Wachstum weiter aus.

Überproportionaler Umsatzanstieg erwartet

Nach einem für die Automobilbranche starken Quartal nehmen allerdings die ökonomischen und politischen Unsicherheiten für die zweite Hälfte des Jahres zu. Wirtschaftliche Folgen aus dem WLTP-Zertifizierungsprozess für Neufahrzeuge könnten sich auch auf ElringKlinger auswirken. Gleichzeitig ist noch nicht abzusehen, wie sich die internationalen Handelszölle weiterentwickeln und inwieweit sich diese in Unternehmenszahlen generell niederschlagen werden. In diesem zunehmend unsicheren Umfeld geht ElringKlinger für 2018 zunächst weiter von einem Wachstum der globalen Automobilproduktion von 2 bis 3 % aus und rechnet damit, dieses umsatzseitig um rund 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen.

EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % angestrebt

Im Hinblick auf die Ergebnissituation blieb der Konzern im ersten Quartal 2018 mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 8,9 % im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen für das Gesamtjahr. Es zeigte sich jedoch, dass das Ergebnis weiter von operativen Mehrkosten durch die anhaltend hohen Kundenabrufe beeinträchtigt wird. Da sich die Ergebnislage auch aufgrund der deutlich anziehenden Rohstoffpreise in den Folgemonaten April und Mai nicht so dynamisch wie erwartet verbesserte, passte der Konzern im Juni 2018 seine Ergebniserwartungen für das laufende Geschäftsjahr an. Vor diesem Hintergrund geht der Konzern nun von einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % (zuvor: rund 9 %) für das Geschäftsjahr 2018 aus.

Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren

Während für die Investitionsquote in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien weiter mit einem Spektrum von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes gerechnet wird, aktualisiert das Unternehmen im Zuge der Anpassungen des Ergebnisausblicks die Erwartungen 2018 für weitere Kennzahlen. Das Net Working Capital (in Prozent des Konzernumsatzes) wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 leicht höher erwartet. Aufgrund des geringeren erwarteten Ergebnisses wird der operative Free Cashflow im laufenden Geschäftsjahr ein Niveau leicht unterhalb des Vorjahres erreichen, gleiches gilt für die Kapitalrentabilität (ROCE). Die weiteren Indikatoren bleiben unverändert.

Mittelfristiger Ausblick

Die operativen Herausforderungen des laufenden Jahres ändern nicht die mittelfristige Einschätzung des Konzerns: Mit der frühzeitigen Ausrichtung auf alternative Antriebstechnologien hat sich ElringKlinger eine sehr gute Ausgangssituation für den Transformationsprozess der Automobilbranche erarbeitet. Gleichzeitig bietet die starke Marktposition bei traditionellen Produkten ein überaus solides Fundament. Daher geht der Konzern unverändert davon aus, dass umsatzseitig organisch auch künftig die Wachstumsrate der globalen Automobilproduktion übertroffen werden kann. Hinsichtlich seiner Ergebnislage rechnet das Unternehmen weiterhin damit, seine Profitabilität - gemessen an der EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation - sukzessive zu verbessern.

Dettingen/Erms, den 7. August 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Aktienmärkte mit leichter Erholung - Handelskonflikt bleibt Unsicherheitsfaktor

Nach einem holprigen Start in das Börsenjahr konnte im zweiten Quartal 2018 wieder eine leichte Aufwärtstendenz an den Märkten beobachtet werden. Dafür verantwortlich zeichnete unter anderem die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, Chinas reduzierte Importzölle auf Autos sowie die Ankündigung der EZB, das Leitzinsniveau bis auf Weiteres unverändert zu lassen. Dagegen erwies sich der weiterhin schwelende Handelskonflikt als Belastungsfaktor für die Börsen. Der deutsche Aktienmarkt erfuhr Rückenwind durch den schwächeren Euro und verzeichnete im zweiten Quartal 2018 wieder eine leichte Erholung. Der Leitindex DAX legte um 1,7 % zu. Dadurch wurden die Verluste von über sechs Prozent aus den ersten drei Monaten teilweise wieder kompensiert.

Kurs der ElringKlinger-Aktie durch Ergebnisanpassung belastet

Nachdem die Aktie von ElringKlinger das erste Quartal 2018 mit einem Kurs von 15,14 Euro beendet hatte, war der Kursverlauf im April von einer weitgehenden Seitwärtsbewegung geprägt. Die Anfang Mai vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Quartal lagen unter den Erwartungen des Kapitalmarkts und hatten eine Kurskorrektur von fünf Prozent zur Folge. Durch die Anpassung der Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 geriet die ElringKlinger-Notierung Ende Juni unter Druck, der in den Folgetagen der Bekanntgabe weiter anhielt. Das erste Halbjahr 2018 schloss die ElringKlinger-Aktie folglich beim bisherigen Jahrestiefstwert von 10,99 Euro.

Handelsvolumen nach sechs Monaten unter Vorjahresniveau

Das Handelsvolumen in der ElringKlinger-Aktie blieb in den ersten sechs Monaten 2018 hinter den Vorjahreswerten zurück. Das durchschnittliche, börsentäglich gehandelte Volumen war mit 155.600 (179.200) Stück zwar etwas rückläufig, liegt aber auf einem hohen Niveau. Die Tagesumsätze an den deutschen Börsenplätzen beliefen sich im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 2.423.600 (3.073.500) Euro. Trotz des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Handelsvolumens bot das ElringKlinger-Papier institutionellen Anlegern weiterhin eine ausreichend hohe Liquidität, um auch größere Pakete der Aktie handeln zu können.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie (Xetra) seit 1. Januar 2018 (indexiert, 29.12.2017 = 100 %)

im Vergleich zu den Indizes DAX und SDAX

Aktionärsstruktur1

in %

1 Stand zum 30. Juni 2018

Im Dialog mit dem Kapitalmarkt

ElringKlinger pflegte im ersten Halbjahr 2018 intensiv den Dialog mit den Vertretern des Kapitalmarkts. Nach den ersten sechs Monaten standen insgesamt vier durchgeführte Roadshows sowie die Teilnahme an acht Kapitalmarktkonferenzen zu Buche. Allein im zweiten Quartal präsentierte sich die Gesellschaft bei Konferenzen in New York, London, Berlin, Hamburg und Baden-Baden; die Roadshow-Aktivitäten führten unter anderem nach Paris und Chicago. Zudem erschloss man mit Australien und Singapur neue Investorenkreise.

Hauptversammlung beschließt Dividende von 0,50 Euro je Aktie

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der ElringKlinger AG am 16. Mai 2018 in der Stuttgarter Liederhalle blickte der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Wolf in seiner Rede auf das Geschäftsjahr 2017 zurück, das von wichtigen strategischen Meilensteinen für die weitere Unternehmensentwicklung geprägt war. Dazu zählten die vollzogene Beteiligung an der hofer-Gruppe, ein erstmalig in der Unternehmensgeschichte platziertes Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro, der unterzeichnete Kooperationsvertrag mit dem chinesischen Batteriehersteller CITC sowie die erzielte Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe.

Die Aktionäre der ElringKlinger AG folgten mit großer Mehrheit dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine stabile Dividende von 0,50 (0,50) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 zu zahlen. Die Ausschüttungssumme an die Aktionäre der ElringKlinger AG blieb somit unverändert zum Vorjahr bei 31,7 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote erhöhte sich auf 45,3 % (40,3 %) und liegt damit leicht oberhalb der langfristigen Dividendenpolitik des Unternehmens, zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen auszuschütten.

Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)

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1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1
Höchstkurs 19,37 20,14
Tiefstkurs 10,99 15,60
Stichtagskurs2 10,99 16,78
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 155.600 179.200
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 2.423.600 3.073.500
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 696,3 1.063,2

1 Xetra-Handel

2 Zum 30. Juni

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Umsatzerlöse 430.772 407.789 861.455 841.134
Umsatzkosten - 331.088 - 299.063 - 666.425 - 622.948
Bruttoergebnis vom Umsatz 99.684 108.726 195.030 218.186
Vertriebskosten - 35.035 - 36.142 - 71.541 - 69.103
Allgemeine Verwaltungskosten - 20.626 - 20.731 - 42.610 - 41.351
Forschungs- und Entwicklungskosten - 19.517 - 18.010 - 41.060 - 37.498
Sonstige betriebliche Erträge 3.215 4.740 30.724 9.072
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.421 - 2.743 - 7.806 - 5.576
Operatives Ergebnis/EBIT 25.300 35.840 62.737 73.730
Finanzerträge 8.727 4.534 15.697 9.943
Finanzaufwendungen - 12.202 - 12.028 - 23.429 - 20.655
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 1.529 - 338 - 2.610 - 492
Finanzergebnis - 5.004 - 7.832 - 10.342 - 11.204
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.296 28.008 52.395 62.526
Ertragsteueraufwendungen - 10.917 - 8.658 - 16.662 - 17.171
Periodenergebnis 9.379 19.350 35.733 45.355
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 912 960 1.536 1.829
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 8.467 18.390 34.197 43.526
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,13 0,29 0,54 0,69

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Periodenergebnis 9.379 19.350 35.733 45.355
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 2.773 - 24.062 - 3.689 - 19.505
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen 1 0 1 0
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können - 2.772 - 24.062 - 3.688 - 19.505
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern 0 1.058 0 1.058
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 1.058 0 1.058
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 2.772 - 23.004 - 3.688 - 18.447
Gesamtergebnis 6.607 - 3.654 32.045 26.908
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 766 104 1.555 999
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 5.841 - 3.758 30.490 25.909

Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. Juni 2018

AKTIVA

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in TEUR 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017
Immaterielle Vermögenswerte 183.937 190.540 207.778
Sachanlagen 952.079 929.570 928.784
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16.427 17.030 15.815
Finanzielle Vermögenswerte 1.038 1.036 1.029
Anteile an assoziierten Unternehmen 25.954 28.563 28.448
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 73 99 101
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.635 3.984 4.204
Latente Steueransprüche 20.186 16.986 18.189
Vertragserfüllungskosten 1.475 0 0
Langfristige Vertragsvermögenswerte 789 0 0
Langfristige Vermögenswerte 1.205.593 1.187.808 1.204.348
Vorräte 390.220 369.547 354.938
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 6.350 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 339.204 302.621 329.598
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 6.383 7.041 5.052
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 48.283 48.093 41.148
Zahlungsmittel und Äquivalente 50.699 45.498 53.185
Kurzfristige Vermögenswerte 841.139 772.800 783.921
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 61.772 0
2.046.732 2.022.380 1.988.269

PASSIVA

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in TEUR 30.06.2018 31.12.2017 30.06.2017
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 709.423 710.885 684.481
Übrige Rücklagen - 50.339 - 40.184 - 20.446
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 840.682 852.299 845.633
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 36.167 37.368 37.940
Eigenkapital 876.849 889.667 883.573
Rückstellungen für Pensionen 127.450 125.999 135.669
Langfristige Rückstellungen 12.388 12.319 13.612
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 478.927 478.811 342.933
Latente Steuerschulden 13.131 14.075 15.388
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.461 3.551 3.416
Langfristige Verbindlichkeiten 635.357 634.755 511.018
Kurzfristige Rückstellungen 27.660 23.005 17.694
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.533 118.846 113.907
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 254.375 221.944 324.889
Steuerschulden 21.266 14.881 27.059
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 107.692 95.535 110.129
Kurzfristige Verbindlichkeiten 534.526 474.211 593.678
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 23.747 0
2.046.732 2.022.380 1.988.269

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2018

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto Eigenkapital-Effekte aus beherrschenden Anteilen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2016 / Stand am 01.01.2017 63.360 118.238 672.635 - 43.616 - 212 40.999
Dividendenausschüttung - 31.680
Änderung des Konsolidierungskreises
Gesamtergebnis 43.526 1.058 - 18.675
Periodenergebnis 43.526
Sonstiges Ergebnis 1.058 - 18.675
Stand am 30.06.2017 63.360 118.238 684.481 - 42.558 - 212 22.324
Stand am 31.12.2017 63.360 118.238 710.885 - 39.512 - 212 - 460
Anwendung neuer Standards1 - 4.062
Stand am 01.01.2018 63.360 118.238 706.823 - 39.512 - 212 - 460
Dividendenausschüttung - 31.680
Änderung des Konsolidierungskreises 83 - 83 - 6.365
Gesamtergebnis 34.197 - 3.707
Periodenergebnis 34.197
Sonstiges Ergebnis - 3.707
Stand am 30.06.2018 63.360 118.238 709.423 - 39.595 - 212 - 10.532

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in TEUR Den

Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
--- --- --- ---
Stand am 31.12.2016 / Stand am 01.01.2017 851.404 34.963 886.367
Dividendenausschüttung - 31.680 - 258 - 31.938
Änderung des Konsolidierungskreises 2.236 2.236
Gesamtergebnis 25.909 999 26.908
Periodenergebnis 43.526 1.829 45.355
Sonstiges Ergebnis - 17.617 - 830 - 18.447
Stand am 30.06.2017 845.633 37.940 883.573
Stand am 31.12.2017 852.299 37.368 889.667
Anwendung neuer Standards1 - 4.062 19 - 4.043
Stand am 01.01.2018 848.237 37.387 885.624
Dividendenausschüttung - 31.680 - 20 - 31.700
Änderung des Konsolidierungskreises - 6.365 - 2.755 - 9.120
Gesamtergebnis 30.490 1.555 32.045
Periodenergebnis 34.197 1.536 35.733
Sonstiges Ergebnis - 3.707 19 - 3.688
Stand am 30.06.2018 840.682 36.167 876.849

1 Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 im Konzernanhang

Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.296 28.008 52.395 62.526
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 24.045 24.684 47.674 49.386
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 2.965 3.219 6.364 6.231
Veränderung der Rückstellungen 4.140 - 3.310 5.218 247
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 55 137 19 333
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 1.529 338 2.610 492
Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 20.823 - 20.775 - 70.155 - 77.350
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.161 3.987 24.445 27.502
Gezahlte Ertragsteuern - 8.926 - 10.902 - 16.694 - 21.434
Gezahlte Zinsen - 2.793 - 2.799 - 4.592 - 5.318
Erhaltene Zinsen 108 49 318 96
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 1.008 8.224 - 19.816 7.906
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 20.749 30.860 27.786 50.617
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 173 121 463 324
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 0 2.940 0 2.940
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 0 0 52.455 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 1.551 - 1.718 - 2.763 - 3.730
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 38.360 - 42.395 - 67.730 - 71.981
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 221 64 - 308 - 3.134
Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen 0 0 0 - 28.940
Aus- / Einzahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 - 1 0 1.321
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 39.959 - 40.989 - 17.883 - 103.200
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 31.699 - 31.938 - 31.699 - 31.938
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 3.430 18.470 4.708 32.437
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 7.677 - 15.593 - 9.258 - 22.208
Veränderung der kurzfristigen Kredite 58.206 51.180 32.280 90.000
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 22.260 22.119 - 3.969 68.291
Zahlungswirksame Veränderung 3.050 11.990 5.934 15.708
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel - 461 - 1.934 - 733 - 1.930
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 48.110 43.129 45.498 39.407
Zahlungsmittel am Ende der Periode 50.699 53.185 50.699 53.185
Abzügl. Zahlungsmittel in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 0 0 0
Zahlungsmittel am Ende der Periode lt. Bilanz 50.699 53.185 50.699 53.185

Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2018

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in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
Deutschland 108.180 100.136 217.144 210.974
Übriges Europa 135.442 130.593 277.936 269.434
NAFTA 89.218 81.458 169.527 166.553
Asien-Pazifik 78.195 77.645 156.215 156.891
Südamerika und Übrige 19.737 17.957 40.633 37.282
Konzern 430.772 407.789 861.455 841.134

Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. April bis 30. Juni 2018

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017
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Umsatz Extern 354.903 337.851 42.329 40.177 30.042 26.319
Intersegmenterlöse 4.716 5.589 0 0 20 3
Segmenterlöse 359.619 343.440 42.329 40.177 30.062 26.322
EBIT1 /Operatives Ergebnis 12.675 23.166 7.376 8.824 5.146 3.755
Abschreibungen2 - 21.018 - 21.835 - 746 - 590 - 1.537 - 1.536
Investitionen3 37.118 42.639 941 431 759 658

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Segment Gewerbeparks Dienstleistungen Konsolidierung
in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017
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Umsatz Extern 1.033 1.073 2.465 2.369 0 0
Intersegmenterlöse 27 27 1.775 1.591 - 6.538 - 7.210
Segmenterlöse 1.060 1.100 4.240 3.960 - 6.538 - 7.210
EBIT1 /Operatives Ergebnis 22 - 52 81 147 0 0
Abschreibungen2 - 265 - 256 - 479 - 467 0 0
Investitionen3 4 159 1.089 226 0 0

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Segment Konzern
in TEUR 2. Quartal 2018 2. Quartal 2017
--- --- ---
Umsatz Extern 430.772 407.789
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 430.772 407.789
EBIT1 /Operatives Ergebnis 25.300 35.840
Abschreibungen2 - 24.045 - 24.684
Investitionen3 39.911 44.113

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

1. Januar bis 30. Juni 2018

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 708.621 697.785 85.225 80.327 60.597 55.825
Intersegmenterlöse 9.832 11.131 0 0 25 7
Segmenterlöse 718.453 708.916 85.225 80.327 60.622 55.832
EBIT1 /Operatives Ergebnis 38.170 48.313 14.870 16.566 9.258 8.097
Abschreibungen2 - 41.662 - 43.800 - 1.454 - 1.133 - 3.073 - 2.990
Investitionen3 65.639 73.136 1.578 703 1.452 1.316

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Segment Gewerbeparks Dienstleistungen Konsolidierung
in TEUR 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 2.138 2.114 4.874 5.083 0 0
Intersegmenterlöse 54 54 3.580 3.184 - 13.491 - 14.376
Segmenterlöse 2.192 2.168 8.454 8.267 - 13.491 - 14.376
EBIT1 /Operatives Ergebnis - 22 - 125 461 879 0 0
Abschreibungen2 - 530 - 512 - 955 - 951 0 0
Investitionen3 489 236 1.335 320 0 0

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Segment Konzern
in TEUR 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr 2017
--- --- ---
Umsatz Extern 861.455 841.134
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 861.455 841.134
EBIT1 /Operatives Ergebnis 62.737 73.730
Abschreibungen2 - 47.674 - 49.386
Investitionen3 70.493 75.711

Erläuternde Angaben für das erste Halbjahr 2018

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2018 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. Juni 2018 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Rechnungslegung

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der Konzern wendet den neuen Standard ab dem 1. Januar 2018 an.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Der Konzern wendet den neuen Standard IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, in dem die Vergleichsperiode nicht angepasst und der Umstellungseffekt kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Die aus der Anwendung des IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse resultierenden Änderungen der Bilanz- und GuV Positionen zum 30. Juni 2018 stellen sich wie folgt dar.

Im ersten Halbjahr 2018 ergibt sich durch die Anwendung des IFRS 15 ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 2.308. Die Auswirkungen auf die Bilanz zeigen sich zum einen in einem Anstieg der Vertragserfüllungskosten und der Vertragsvermögenswerte, als auch einer Abnahme der Vorräte, der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen.

Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind - unabhängig davon, ob eine Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt - die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts. Durch die Bilanzierung nach IFRS 15 stellen sich die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 4.114 niedriger, das Vorratsvermögen um TEUR 4.111 niedriger und die Vertragsvermögenswerte um TEUR 2.207 höher dar.

In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung , dass die Umsätze aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergeben sich nach IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 4.956 höhere Vertragsvermögenswerte und um TEUR 3.606 niedrigere Vorräte.

Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte eine Erhöhung des langfristigen Vermögens um TEUR 1.474.

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von acht inländischen und 31 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, in Höhe von 28,89 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 % angenommen.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, der Neugründung der ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc., USA, und der Verschmelzung der Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.

Zur Hug-Gruppe gehören die Gesellschaften Hug Engineering AG, Schweiz, die Hug Engineering GmbH, Deutschland, die Hug Engineering Inc., USA, die Hug Engineering Italia S.r.l., Italien, sowie die Hug Engineering B.V., Niederlande.

Neugründung Gesellschaft

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.

Verschmelzung

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Desinvestitionen

Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gehen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Der vorläufige Verkaufspreis liegt bei TEUR 52.455.

Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 21.186 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Für den Verkauf der Hug-Gruppe sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 825 angefallen. Diese werden in den Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 30.06.2018 31.12.2017 Jan.-Jun. 2018 Jan. - Dez. 2017
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,16580 1,19930 1,20713 1,13703
Pfund (Großbritannien) GBP 0,88605 0,88723 0,88010 0,87572
Franken (Schweiz) CHF 1,15690 1,17020 1,16655 1,11628
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,54420 1,50390 1,54692 1,47253
Real (Brasilien) BRL 4,48760 3,97290 4,17258 3,64344
Peso (Mexiko) MXN 22,88170 23,66120 22,90338 21,42845
RMB (China) CNY 7,71700 7,80440 7,69647 7,65567
WON (Südkorea) KRW 1.296,72000 1.279,61000 1.301,36333 1.275,34917
Rand (Südafrika) ZAR 16,04840 14,80540 14,92238 15,06342
Yen (Japan) JPY 129,04000 135,01000 130,99333 127,30417
Forint (Ungarn) HUF 329,77000 310,33000 316,48667 309,31000
Türkische Lira (Türkei) TRY 5,33850 4,54640 4,95113 4,14289
Leu (Rumänien) RON 4,66310 4,65850 4,65822 4,57379
Indische Rupie (Indien) INR 79,81300 76,60550 79,64708 73,78786
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 16.654,04000 16.239,12000 16.684,91333 15.233,45750
Bath (Thailand) THB 38,56500 39,12100 38,34200 38,35650

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Derivate Langfristige Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.06.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 50.699 339.204 12.588 0 829 827
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 153 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 194 194
Gesamt 50.699 339.204 12.588 153 1.023 1.021
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 45.498 302.621 7.465 0 0 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0 829 840
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 176 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 192 192
Gesamt 45.498 302.621 7.465 176 1.021 1.032

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 30.06.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 403.328
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 153
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 202
Gesamt 16 16 403.683
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 8 8 355.592
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 829
zu Handelszwecken gehalten 0 0 176
zur Veräußerung verfügbar 7 7 199
Gesamt 15 15 356.796

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen
in TEUR BW BW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 30.06.2018
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 49.489 254.109 0 0 123.533
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 266 275 0
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.467 221.666 0 0 118.846
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 278 295 0

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing
in TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.06.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 478.763 521.357 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 0 0 164 166
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 478.593 468.251 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11 11 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 218 226

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Gesamt
in TEUR BW
--- ---
per 30.06.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 905.894
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 430
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 866.572
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 496

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 34.782 (2017: TEUR 34.782) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.

Das Konzernmanagement hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Wertpapiere basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, auf deren Anteile basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.478.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2018:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.06.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 194 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate* 0 153 0
Gesamt 202 153 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 0 0
Gesamt 0 0 0
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 192 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 7 0 0
Derivate* 0 176 0
Gesamt 199 176 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 11 0
Gesamt 0 11 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2018:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.06.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 827 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 827 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 166
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 521.357 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 521.357 39.948
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 829 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 829 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 266
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 468.251 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 468.251 35.008

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2017 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Halbjahr 2018 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Aus Zuwendungen der öffentlichen Hand erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Halbjahr 2018 um TEUR 2.511. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Gezahlte Dividende

Im zweiten Quartal 2018 hat die ElringKlinger AG eine Gesamtdividende in Höhe von TEUR 31.680 (EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2017 an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 22. Mai 2018.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/Erms, den 7. August 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen/Erms

Fon +49 (0) 71 23 / 724-0

Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06

www.elringklinger.de

IR-Kontakt

Dr. Jens Winter

Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335

Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335

[email protected]

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf Menschen beiden Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 7. August 2018 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender 2018

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NOVEMBER MAI 2019
06 Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2018 16 114. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen/Erms