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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2018

Nov 6, 2018

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Interim / Quarterly Report

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ElringKlinger AG

Dettingen/Erms

Bericht über das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2018

Kennzahlen

ElringKlinger-Konzern

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3. Quartal

2018
2. Quartal

2018
1. Quartal

2018
4. Quartal

2017
3. Quartal

2017
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 411,8 458,6 474,2 443,4 381,0
Auftragsbestand in Mio. € 1.027,2 1.038,2 1.027,2 1.000,6 976,5
Umsatz/Ergebnis
Umsatz in Mio. € 405,8 430,8 430,7 419,3 403,6
Umsatzkosten in Mio. € 312,8 331,1 335,3 332,8 299,9
Bruttomarge 22,9 % 23,1 % 22,1 % 20,6 % 25,7 %
EBITDA in Mio. € 48,4 49,3 61,1 55,9 59,4
EBIT/Operatives Ergebnis in Mio. € 22,9 25,3 37,42 29,7 33,9
EBIT-Marge 5,6 % 5,9 % 8,7 %2 7,1 % 8,4 %
EBIT vor Kaufpreisallokation in Mio. € 23,8 26,3 38,42 30,7 34,8
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation 5,9 % 6,1 % 8,9 %2 7,3 % 8,6 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 21,8 20,3 32,12 21,6 25,9
Periodenergebnis in Mio. € 12,3 9,4 26,42 11,3 17,2
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. € 10,8 8,5 25,72 10,3 16,1
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 12,8 20,7 7,0 31,9 13,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 57,8 - 40,0 22,1 - 45,5 - 44,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € 38,3 22,3 - 26,2 18,7 22,3
Operativer Free Cashflow1 in Mio. € - 46,5 - 19,0 - 23,3 - 13,3 - 31,5
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.087,1 2.046,7 2.008,0 2.022,4 2.006,0
Eigenkapital in Mio. € 879,0 876,8 901,9 889,7 884,1
Eigenkapitalquote 42,1 % 42,8 % 44,9 % 44,0 % 44,1 %
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 10.231 9.954 9.618 9.611 9.376
Aktie
Ergebnis je Aktie in € 0,17 0,13 0,41 0,16 0,25

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M & A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Inkl. Ertrag aus der Veräußerung des Teilkonzerns Hug (21,2 Mio. Euro vor Steuern)

»Für die zukünftige Entwicklung des Konzerns wird neben unserer Kompetenz im Leichtbau auch unser Know-how in der Elektromobilität eine wichtige Säule bilden.«

Dr. Stefan Wolf,

Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG

ElringKlinger und hofer machen gemeinsame Sache beim elektrischen Antriebsstrang. Mehr zu dieser serienreifen Partnerschaft lesen Sie im Magazin »pulse« der ElringKlinger AG oder auf unserer Internetseite https://www.elringklinger.de/de/unternehmen/einblicke/serienreif.

Erste neun Monate 2018 in aller Kürze

Starkes organisches Umsatzwachstum sowohl in den ersten neun Monaten 2018 (7,4 %) als auch im dritten Quartal (5,3 %); Konzernerlöse steigen auf 1.267,2 Mio. Euro bzw. 405,8 Mio. Euro; hohe Zuwächse seit Jahresbeginn in den Regionen NAFTA, Übriges Europa und Südamerika
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation in den ersten neun Monaten 2018 bei 7,0 % (Vj: 8,9 %) und im dritten Quartal bei 5,9 % (Vj: 8,6 %)
Segment Erstausrüstung mit hoher Auslastung; Folgekosten durch anhaltend starke Kundenabrufe in der NAFTA-Region sowie Rohstoffpreissteigerungen beeinträchtigen operatives Ergebnis
Investitionsquote nach neun Monaten plangemäß bei 9,6 %; zunehmender Anteil von Investitionsprojekten für Bereiche E-Mobility und Neue Geschäftsfelder; Investitionen in Sachanlagen bei 121,2 Mio. Euro
Veräußerung von Tochterunternehmen (Hug und new enerday) im ersten bzw. dritten Quartal vollzogen; Desinvestitionen schärfen Fokus auf zukunftsträchtige Bereiche
Trotz zunehmender externer Belastungsfaktoren gute Auftragslage: Auftragsbestand zum 30. September 2018 bei 1.027,2 (Vj: 976,5) Mio. Euro; Auftragseingang währungsbereinigt im dritten Quartal um 11,5 % gestiegen

Konzern-Zwischenlagebericht

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Weltkonjunktur verliert an Dynamik

Die Weltkonjunktur verlor im bisherigen Jahresverlauf an Dynamik und verlief in den einzelnen Märkten und Regionen zunehmend unausgewogen. Zu den größten Einflussfaktoren zählten der Preisschub am Ölmarkt, die allmähliche Straffung der Geldpolitik in den USA und die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikte.

Die Wirtschaft im Euroraum profitierte von der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik, gleichzeitig sind aber erste Abschwungsignale zu erkennen. Für Bremseffekte sorgten in der stark exportorientierten europäischen Industrie die Aufwertung des Euro und die weniger lebhafte globale Nachfrage - beides Effekte, die auch der Konjunktur in Deutschland leicht den Schwung nahmen. Letztere wird aber weiter gestützt vom privaten Konsum und anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen.

Die US-Wirtschaft wuchs in den ersten neun Monaten 2018 weiterhin stark, die Arbeitslosenquote fiel unter die 4%-Marke. Die robuste Binnennachfrage in den USA und der Schub aus einer zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuerreform unterstützten die Konjunktur. In China schwächte sich das immer noch hohe Wachstum in den ersten drei Quartalen 2018 leicht ab. Neben den privaten und Unternehmensverschuldungen zählten Zollbeschränkungen infolge der Handelsstreitigkeiten mit den USA zu den Belastungsfaktoren.

Wachstum Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 1. Quartal 2018 2. Quartal 2018 3. Quartal 2018
Deutschland 2,0 1,9 1,8
Eurozone 2,4 2,1 1,9
USA 2,6 2,9 3,2
Brasilien 1,2 1,0 2,4
China 6,8 6,7 6,6
Indien 7,7 8,2 7,6
Japan 1,0 1,3 0,7

Quelle: HSBC (Oktober 2018)

Rahmenbedingungen für internationale Automobilmärkte werden unruhiger

Die internationalen Automobilmärkte bewegten sich im dritten Quartal auf zunehmend holprigem Terrain, insgesamt entwickelten sie sich in den ersten neun Monaten 2018 aber positiv. Die Neuzulassungen auf den größten Absatzmärkten China, USA und Europa legten gemäß Angaben des deutschen Branchenverbands VDA im bisherigen Jahresverlauf jeweils um 1,1 %, 0,3 % und 2,3 % zu. In Deutschland wurden in diesem Zeitraum 2,4 % mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahresvergleichszeitraum. In Brasilien und Russland setzte sich die starke Erholung der Märkte mit zweistelligen Zuwächsen von 13,1 % und 14,9 % fort. Der weltweit drittgrößte Einzelmarkt Japan verzeichnete ein leichtes Minus von 1,3 %.

Der Wechsel auf den seit 1. September 2018 gültigen neuen Testzyklus WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) verursachte auf dem europäischen Automarkt im zweiten und dritten Quartal 2018 Verwerfungen. Während bei den Produktionszahlen bereits im zweiten Quartal Vorzieheffekte zu vermuten waren, fielen die Neuzulassungen in der Europäischen Union im Juli und vor allem August außergewöhnlich hoch aus. Als Folge daraus resultierten im September sowohl schwache Produktions-als auch geringe Verkaufszahlen.

Der Fahrzeughandel in China ließ im dritten Quartal nach, was aber in den Produktionszahlen noch nicht zu erkennen war. Die hohe Nachfrage nach deutschen Premiummodellen blieb weiterhin intakt.

Insgesamt legte die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit einem Plus von 2,8 % in den ersten neun Monaten 2018 weiter zu. Recht unterschiedlich entwickelten sich dabei die einzelnen Märkte und Regionen:

Produktion Light Vehicles

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Veränderung zum Vorjahr in % 3. Quartal 2018 Jan. - Sep. 2018
Europäische Union - 0,9 2,2
Deutschland - 13,3 - 1,3
Osteuropa1 - 5,2 3,8
Russland - 0,6 10,3
Nordamerika 1,6 - 0,7
USA 0,4 - 2,5
Südamerika 10,2 12,4
Brasilien 10,0 11,4
Asien-Pazifik 6,1 2,9
China 10,7 5,2
Japan - 5,2 - 8,7
Indien 9,0 13,4
Mittlerer Osten & Afrika 6,9 15,7
Welt 3,8 2,8

1 Inkl. Russland

Quelle: PwC Autofacts (Oktober 2018)

Die hohe Bedeutung der globalen Aufstellung für deutsche Hersteller spiegelt sich in der zunehmenden Auslandsproduktion und sinkenden Produktions- und Exportzahlen in Deutschland wider. In den ersten drei Quartalen 2018 steigerten deutsche OEMs ihre Weltproduktion um 3 %, während die Inlandsproduktion um 8 % und Exporte um 7 % zurückgingen.

Nutzfahrzeugmärkte in guter Verfassung

In einem insgesamt guten konjunkturellen Umfeld präsentierten sich die Nutzfahrzeugmärkte im bisherigen Jahresverlauf in guter Verfassung. In den ersten neun Monaten 2018 stieg die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen (>3,5t) in der Europäischen Union um 4,3 % auf rund 285.000 Fahrzeuge. Trotz teilweise rückläufiger Zulassungszahlen im September legten die großen Märkte im Neunmonatszeitraum zum Teil kräftig zu: Italien (10,2 %), Frankreich (8,7 %) und Spanien (3,4 %). Deutschland verzeichnete ein leichtes Plus (1,5 %), während die Neuzulassungen in Großbritannien um 5,7 % zurückgingen.

Besonders stark wuchs der nordamerikanische Lkw-Sektor, dessen Dynamik auch im dritten Quartal intakt blieb. In den ersten neun Monaten 2018 führte die starke Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw (Class 4-8) zu einem Plus von 19,1 % bei den Neuzulassungen. Im Segment der schweren Class 8-Trucks stiegen die Verkäufe sogar um 34,3 %.

Wesentliche Ereignisse

Tochtergesellschaft verschmolzen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Neue Gesellschaft in den USA gegründet

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Closing der Hug-Transaktion erfolgt

Das Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in das Eigentum des Vertragspartners übergegangen.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufen

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker zu schaffen. Herr Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe, wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern. Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereiches Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen.

Reiner Drews, der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen.

Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängert

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit seines Vertrages war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

Professor Walter H. Lechler verstorben

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter H. Lechler, ist am 17. Mai 2018 im Alter von 75 Jahren verstorben. Professor Lechler prägte über vier Jahrzehnte hinweg in führenden Rollen die Geschicke der ElringKlinger AG und ihrer Vorgängerunternehmen. Zwischen 2012 und 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kontrollgremium im Mai 2017 wurde Professor Lechler zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen.

Die Familie Lechler hält direkt oder indirekt insgesamt rund 52 % der Anteile der ElringKlinger AG.

ElringKlinger veräußert Beteiligung an new enerday

ElringKlinger hat seine Geschäftsaktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) veräußert. Infolgedessen wurde die von der ElringKlinger AG gehaltene Beteiligung an der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, an die sunfire GmbH, Dresden, Deutschland, übertragen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion wurde zum 30. September 2018 vollzogen. Mit dieser strategischen Entscheidung schärft ElringKlinger seinen Fokus im Bereich der Brennstoffzellentechnologie und konzentriert sich zukünftig ausschließlich auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell).

ElringKlinger-Aktie von Indexanpassungen der deutschen Börse betroffen

Die Deutsche Börse hat mit Wirkung zum 24. September 2018 eine grundlegende Reform der deutschen Börsenindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX vorgenommen. Die daraus resultierenden Veränderungen in der Zusammensetzung der Indizes haben unter anderem ergeben, dass die Aktie der ElringKlinger AG aus dem Small-Cap-Index (SDAX) entnommen wurde. Für die Aufnahme in die Indizes und den Verbleib sind vor allem zwei Kriterien maßgeblich: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie das durchschnittliche Handelsvolumen der Aktie. Die Zugehörigkeit von ElringKlinger zum Prime Standard, der erhöhte Transparenzanforderungen an börsennotierte Unternehmen stellt, bleibt von den Veränderungen unberührt.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Starkes organisches Wachstum im 3. Quartal mit + 5 % fortgesetzt

ElringKlinger befindet sich in einer spürbaren Wachstumsphase, die sich auch im dritten Quartal 2018 fortsetzte. Der Konzern berichtete für den Zeitraum von Januar bis September 2018 ein Umsatzplus von 1,8 % auf 1.267,2 (1.244,7) Mio. Euro bzw. von 0,5 % auf 405,8 (403,6) Mio. Euro im dritten Quartal. Die M&A-Aktivitäten in diesem Zeitraum (Verkauf des Hug-Teilkonzerns im ersten Quartal 2018 sowie die hofer-Übernahme im Vorjahr) führten dabei zu einem negativen Umsatzbeitrag von 27,2 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum bzw. 12,1 Mio. Euro im dritten Quartal. Darüber hinaus wurden die Erlöse durch negative Währungseffekte aufgrund des anhaltend starken Euros - im dritten Quartal insbesondere gegenüber der türkischen Lira, dem brasilianischen Real sowie dem mexikanischen Peso - geschmälert. Von Januar bis September 2018 betrugen die negativen Währungseffekte 42,3 Mio. Euro und im dritten Quartal 7,1 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der M&A-Aktivitäten sowie der Währungseffekte konnte ElringKlinger die Erlöse von Juli bis September organisch um 5,3 % ausbauen. Im Neunmonatszeitraum betrug das organische Umsatzwachstum sogar 7,4 % und übertraf damit erneut das Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion (2,8 %) deutlich um knapp 5 Prozentpunkte.

Anhaltend starkes Wachstum in Nordamerika - Europa durch WLTP belastet

ElringKlinger-Produkte sind weiterhin stark nachgefragt und der Konzern profitierte auch im dritten Quartal 2018 von mehreren Produktneuanläufen. Insbesondere in Nordamerika verzeichnete ElringKlinger eine ungebrochen hohe Nachfrage. In der Region NAFTA erhöhten sich die Umsätze um 14,5 % auf 92,3 (80,6) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2018 kletterten die Erlöse in der NAFTA-Region somit auf 261,8 (247,1) Mio. Euro. Währungsbereinigt entspricht dies einem Plus von 11,6 %, während die Fahrzeugproduktion im gleichen Zeitraum um 0,7 % rückläufig war.

Effekte im Konzernumsatz

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in Mio. € 3. Quartal 2018 3. Quartal 2017 Veränderung absolut in %
Konzernumsatz 405,8 403,6 +2,2 + 0,5
davon Währungseffekte - 7,1 - 1,8
davon M&A-Aktivitäten - 12,1 - 3,0
davon organisch +21,4 +5,3

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in Mio. € 9 Monate 2018 9 Monate 2017 Veränderung absolut in %
Konzernumsatz 1.267,2 1.244,7 +22,5 +1,8
davon Währungseffekte - 42,3 - 3,4
davon M&A-Aktivitäten - 27,2 - 2,2
davon organisch + 92,0 + 7,4

Konzernumsatz nach Regionen Jan. - Sep. 2018

(Vorjahr) in %

In Deutschland sowie im übrigen Europa beliefen sich die Erlöse im dritten Quartal 2018 auf 103,0 (105,4) Mio. Euro bzw. auf 114,8 (118,2) Mio. Euro. Neben dem Verkauf des Hug-Teilkonzerns, der zu geringeren Umsätzen führte, machte sich in Europa der neue Testzyklus WLTP bemerkbar. Die Einführung zum 1. September 2018 hatte im zweiten Quartal zu Vorzieheffekten geführt, infolgedessen zeigten sich die Produktionszahlen im dritten Quartal schwächer. Im Zeitraum Januar bis September 2018 legten die ElringKlinger-Umsätze in Deutschland um insgesamt 1,2 % auf 320,2 (316,3) Mio. Euro zu, im übrigen Europa um 1,3 % auf 392,7 (387,6) Mio. Euro.

In der Region Asien-Pazifik lagen die Umsätze von Juli bis September 2018 mit 76,7 (79,5) Mio. Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Im Neunmonatszeitraum gingen die Erlöse um 1,4 % auf 232,9 (236,3) Mio. Euro zurück. In Asien befinden sich mehrere Projekte in der Anlaufphase, in der üblicherweise geringere Umsatzerlöse erzielt werden. Zudem wirkten sich Währungseffekte umsatzmindernd aus. Währungsbereinigt betrug das Umsatzwachstum in Asien in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 1,5 %.

Getrieben von einer positiven Marktentwicklung sowie einem starken Ersatzteilgeschäft weitete ElringKlinger das Geschäft in der Region Südamerika und Übrige aus. Die Erlöse kamen im dritten Quartal auf 18,9 (20,0) Mio. Euro und im Neunmonatszeitraum auf 59,6 (57,3) Mio. Euro. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Anstieg von Januar bis September 2018 insgesamt 17,3 % betragen.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz blieb nach neun Monaten 2018 mit 74,7 % (74,6 %) nahezu auf Vorjahresniveau. Der Inlandsanteil lag entsprechend stabil bei 25,3 % (25,4 %).

Erstausrüstung weiterhin von hoher Auslastung gekennzeichnet - Verbesserungsmaßnahmen beginnen zu greifen

Der ElringKlinger-Konzern verzeichnet nach wie vor eine starke Nachfrage für sein klassisches Produktportfolio. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des Segments Erstausrüstung wider, das in den ersten neun Monaten 2018 einen Umsatzanstieg von 1,4% auf 1.043,3 (1.028,9) Mio. Euro erwirtschaftete, davon 334,6 (331,1) Mio. Euro im Zeitraum Juli bis September.

Im dritten Quartal 2018 erzielten die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Spezialdichtungen die höchsten Wachstumsraten im traditionellen Produktbereich. Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik blieben dagegen auch aufgrund von Währungseffekten hinter den Vorjahresumsätzen zurück.

In der NAFTA-Region ist ElringKlinger unverändert mit einer hohen Kapazitätsauslastung konfrontiert, die zu überproportionalen Kostensteigerungen sowie Sonderkosten führt, wie z.B. höheren Personal- und Frachtkosten. Diese wirkten sich auch im dritten Quartal 2018 hauptsächlich auf die Ergebnisse der klassischen Geschäftsbereiche (Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Leichtbau/Elastomertechnik sowie Abschirmtechnik) aus. Das Management hat zur Bewältigung der Situation in der NAFTA-Region frühzeitig umfangreiche Maßnahmen zur Prozessstabilisierung und Kapazitätserweiterung eingeleitet. Deren effektive Umsetzung wird weiter intensiv vorangetrieben.

Konzernumsatz nach Segmenten Jan. - Sep. 2018

(Vorjahr) in %

Am Schweizer Produktionsstandort des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik schreiten die Maßnahmen weiter voran. Die Verlagerung von Produktionsvolumina ist erwartungsgemäß nahezu abgeschlossen. ElringKlinger geht davon aus, dass die konsequente Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen bis Ende 2019 an diesem Standort zu einer Normalisierung der operativen Fixkosten führen wird.

Im Geschäftsbereich E-Mobility hat sich ElringKlinger in den letzten Jahren mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie der Beteiligung an hofer für elektrische Antriebe erfolgreich für die Märkte der Zukunft positioniert und die Erlöse weiter ausgebaut. Allein im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz in diesem Geschäftsbereich um 40 %. Im gesamten Neunmonatszeitraum 2018 erreichten die Umsätze 13,5 (12,3) Mio. Euro. Zur Herstellung von elektrischen Antriebssystemen baut der Geschäftsbereich derzeit Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Daher - und auch, weil alternative Antriebstechnologien nach wie vor einen geringen Marktanteil verzeichnen - lag das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des Geschäftsbereichs E-Mobility unter dem Vorjahresniveau.

Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung gingen die Erlöse von Januar bis September 2018 auf 16,1 (35,4) Mio. Euro zurück. Grund war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns, der im Vorjahr mit 28,1 Mio. Euro den Großteil der Erlöse des Geschäftsbereichs darstellte. Ohne diesen Anteil hätte der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung im bisherigen Jahresverlauf 2018 auch einen Umsatzanstieg realisiert. Aus dem Verkauf entstand ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 21,2 Mio. Euro, der auf das erste Quartal 2018 entfiel.

In Summe belasteten die beschriebenen operativen Sonderkosten sowie hohe Rohstoffpreise (v.a. Stahl, Aluminium, Kunststoffgranulate) das Ergebnis des Segments Erstausrüstung. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern konnte trotz des Veräußerungsgewinns des Hug-Teilkonzerns nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und lag im Neunmonatszeitraum 2018 bei 48,5 (68,3) Mio. Euro. Dem dritten Quartal sind davon 10,3 (19,9) Mio. Euro zuzurechnen. Die Ergebnismarge verringerte sich entsprechend auf 4,6 % (6,6 %) im Zeitraum Januar bis September 2018.

Ersatzteilgeschäft in den USA ausgebaut

ElringKlinger hatte - trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen relevanten Regionen - den Umsatz im Ersatzteilgeschäft in der ersten Jahreshälfte 2018 deutlich ausweiten können. Diese Entwicklung wurde im dritten Quartal leicht eingebremst, unter anderem aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Lage des türkischen Marktes. Weiterhin positiv präsentierte sich die Entwicklung in Osteuropa. Auch die Markterschließung in den USA schlug sich in steigenden Umsätzen nieder. Insgesamt beliefen sich die Erlöse im dritten Quartal auf 37,6 (40,2) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten stiegen die Umsätze kumuliert noch um 1,9 % auf 122,8 (120,5) Mio. Euro.

ElringKlinger führte im bisherigen Jahresverlauf 2018 wichtige strategische Maßnahmen im Segment Ersatzteile durch: Bereits im ersten Halbjahr wurde die Materialverfügbarkeit weiter optimiert. Daneben arbeitet der Konzern aktiv an der weiteren Marktpenetration in China. Zum Ende des dritten Quartals wurde im Rahmen der Markterschließung in den USA zudem ein neues Ersatzteillager in Fremont, USA, in Betrieb genommen. In Summe führte dies zu einer temporär höheren Kostenbelastung, die das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern beeinträchtigte. Es belief sich im dritten Quartal 2018 auf 5,9 (8,1) Mio. Euro und in den ersten neun Monaten 2018 auf 20,7 (24,6) Mio. Euro. Die Ergebnismarge ging im dritten Quartal auf 15,7 % (20,1 %) zurück bzw. auf 16,9 % (20,4 %) im Neunmonatszeitraum.

Kunststofftechnik kann Ergebnis weiter steigern

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt und produziert Applikationen aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) für unterschiedliche Branchen. Neben der Fahrzeugindustrie beliefert das Segment unter anderem auch Kunden in der Medizintechnik, dem Maschinenbau oder der Chemie- und Anlagentechnik.

Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage aus Kernmärkten wie der Fahrzeugindustrie sowie dem Maschinenbau übertraf der Umsatz des Segments Kunststofftechnik auch im dritten Quartal 2018 das Vorjahr. Die Erlöse legten um 4,5 % auf 30,2 (28,9) Mio. Euro zu. Im Neunmonatszeitraum summierte sich das Plus bei einem Umsatz von 90,8 (84,7) Mio. Euro auf 7,2 %. Unterstützt von Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung sowie einem weiterhin restriktiven Kostenmanagement legte das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern überproportional zum Umsatzwachstum zu und erreichte 15,9 (13,8) Mio. Euro, davon 6,6 (5,7) Mio. Euro im dritten Quartal. Die Ergebnismarge verbesserte sich damit nochmals auf hohem Niveau und betrug 17,5 % (16,3 %) im Zeitraum Januar bis September 2018.

Segmente Gewerbeparks und Dienstleistungen mit stabilem Umsatzbeitrag

Die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, blieben im Zeitraum Januar bis September 2018 konstant bei 3,2 (3,2) Mio. Euro. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern lag bei 0,1 (- 0,2) Mio. Euro.

Im Segment Dienstleistungen sind die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland zusammengefasst. Diese steuerten in den ersten neun Monaten 2018 Erlöse in Höhe von 7,1 (7,5) Mio. Euro bei. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern lag bei 0,4 (1,1) Mio. Euro.

Mitarbeiteranzahl in Nordamerika nochmals ausgeweitet

In den ersten neun Monaten 2018 erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl im ElringKlinger-Konzern weltweit um 620 Personen bzw. 6,5 % auf 10.231 Beschäftigte (31.12.2017: 9.611). Im dritten Quartal 2018 wurde das Personal in der Region NAFTA um weitere 71 Stellen aufgestockt, um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können, so dass sich der Zuwachs im bisherigen Jahresverlauf auf 213 Mitarbeiter beläuft. An den deutschen Standorten wurden vorwiegend Fachkräfte für die neuen Geschäftsfelder Batterie und Brennstoffzelle eingestellt und 344 mehr Menschen beschäftigt als zum Jahresende. Die Mitarbeiteranzahl im Inland stieg somit zum 30. September 2018 auf 4.221 Personen (31.12.2017: 3.877). Der Inlandsanteil der Beschäftigtenanzahl belief sich auf 41,3 % (31.12.2017: 40,3 %). Der Auslandsanteil sank hauptsächlich aufgrund der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns leicht auf 58,7 % (31.12.2017: 59,7 %).

Höhere Rohstoffpreise belasten Bruttomarge

In den ersten neun Monaten erhöhten sich die Umsatzkosten deutlich um 6,1 % auf 979,2 (922,8) Mio. Euro. Auf das dritte Quartal entfielen davon 312,8 (299,9) Mio. Euro. Insbesondere die in der ersten Jahreshälfte 2018 überaus stark gestiegenen Rohstoffpreise führten zu der höheren Kostenbasis. Hierbei sind vor allem die Preise für Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate betroffen, die zur Herstellung von Dichtungen, Abschirmsystemen und Kunststoffleichtbauteilen benötigt werden. Im dritten Quartal bewegten sich die Preise für Stahl und Aluminium auf hohem Niveau, während die Preise für Kunststoffgranulate tendenziell noch weiter zulegten. In Summe nahmen die Materialaufwendungen im dritten Quartal 2018 nochmals zu, allerdings schwächer als noch im zweiten Quartal. Im Zeitraum Januar bis September 2018 lag die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) spürbar über dem Vorjahreswert bei 43,4 % (41,2 %). Der Konzern steuert bereits mit einer konsequenten Lieferantenauswahl sowie einer ausgewogenen Laufzeitstruktur der Lieferverträge den Rohstoffpreisentwicklungen risikominimierend entgegen. Allerdings können diese Maßnahmen erst mit Zeitverzug ihre volle Wirkung entfalten. Belastet durch die hohen Rohstoffpreise sank die Bruttomarge im dritten Quartal auf 22,9 % (25,7 %). Von Januar bis September 2018 kam sie auf 22,7 % (25,9 %).

EBIT* Jan. - Sep.

in Mio. €

* vor Kaufpreisallokation

Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG Jan. - Sep.

in Mio. €

Darüber hinaus stiegen die Personalkosten in den ersten neun Monaten 2018 um 8,5 % auf 395,9 (364,9) Mio. Euro, davon fielen 128,7 (115,1) Mio. Euro im dritten Quartal an. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem wachstumsbedingten Personalaufbau, der tariflichen Lohnerhöhung für inländische Gesellschaften zum 1. April 2018 sowie der im zweiten Quartal ausbezahlten Mitarbeiterbeteiligung für Beschäftigte der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Höhe von 5,7 (5,2) Mio. Euro. Die Personalaufwandsquote stieg ebenfalls deutlich auf 31,2 % (29,3 %).

Im dritten Quartal 2018 fielen Vertriebskosten in Höhe von 34,8 (34,4) Mio. Euro an. Der Anstieg im Neunmonatszeitraum betrug damit insgesamt 2,8 % auf 106,3 (103,5) Mio. Euro. Nach wie vor wirkten sich hier die hohen Kundenabrufe in der Region NAFTA aus, die höhere Folgekosten nach sich zogen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im dritten Quartal 2018 mit 4,9 (3,4) Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Darin enthalten ist ein Veräußerungsgewinn für den Verkauf der new enerday GmbH (vgl. Wesentliche Ereignisse, Seite 8) in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Von Januar bis September 2018 kamen die sonstigen betrieblichen Erträge auf 35,6 (12,4) Mio. Euro. Hierin ebenfalls enthalten ist der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf des Hug-Teilkonzerns.

Zielgröße für Forschungs- und Entwicklungsquote erreicht

Mit Fokus auf innovative Lösungen und Produkte für alternative Antriebstechnologien investierte ElringKlinger weiterhin nachhaltig und gezielt in Forschung und Entwicklung (F&E), zudem wurde in den neuen Geschäftsfeldern kontinuierlich Personal aufgebaut. Die F&E-Aufwendungen stiegen in den ersten neun Monaten 2018 um 10,3 % auf 58,9 (53,4) Mio. Euro, auf das dritte Quartal entfielen davon 17,9 (15,9) Mio. Euro. Darüber hinaus wurden im Neunmonatszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten im Umfang von 5,7 (2,8) Mio. Euro aktiviert. Unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kosten lag die F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz im Zeitraum Januar bis September 2018 bei 5,1 % (4,5 %) und damit innerhalb der langfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %.

Für laufende Entwicklungsprojekte erhält ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand. Diesen stehen stets projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber. Im Neunmonatszeitraum verbuchte der Konzern öffentliche Fördermittel in Höhe von 3,6 (5,2) Mio. Euro.

EBIT-Marge bei 7 %

Die Abschreibungen sanken in den ersten neun Monaten 2018 leicht auf 73,2 (74,9) Mio. Euro (vgl. Vermögens- und Finanzlage, Seite 16). Gegenläufig wirkten sich vor allem die hohen Folgekosten aufgrund der beschriebenen hohen Kapazitätsauslastung in der NAFTA-Region sowie die gestiegenen Rohstoffpreise auf die Ergebnisgrößen aus.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich im dritten Quartal 2018 auf 48,4 (59,4) Mio. Euro. Im gesamten Berichtszeitraum war somit ein Minus von 13,0 % auf 158,8 (182,5) Mio. Euro zu verbuchen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging im selben Zeitraum auf 85,6 (107,7) Mio. Euro zurück, im dritten Quartal fiel es auf 22,9 (33,9) Mio. Euro. Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation lag das EBIT vor Kaufpreisallokation bei 88,5 (111,1) Mio. Euro. Entsprechend kam die EBIT-Marge in den ersten neun Monaten 2018 auf 7,0 % (8,9 %). Im dritten Quartal betrug das EBIT vor Kaufpreisallokation 23,8 (34,8) Mio. Euro mit einer EBIT-Marge von 5,9 % (8,6 %).

Währungsgewinne verbessern Finanzergebnis

Die Währungsgewinne fielen im dritten Quartal sowie im gesamten Neunmonatszeitraum 2018 höher aus als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigten sich die Währungsverluste jeweils niedriger als im Vorjahrsvergleich. Insgesamt verbesserte sich das Währungsergebnis im Zeitraum Januar bis September 2018 auf 2,0 (- 8,6) Mio. Euro bzw. auf 3,4 (- 4,2) Mio. Euro im dritten Quartal. Da sich die Zinserträge und -aufwendungen im Vorjahresvergleich nicht wesentlich geändert haben, stand dem ein negatives Zinsergebnis in Höhe von - 10,4 (- 9,7) Mio. Euro im Neunmonatszeitraum gegenüber. Auf das dritte Quartal entfallen davon - 4,0 (- 3,5) Mio. Euro. In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, auf - 11,4 (- 19,2) Mio. Euro in den ersten neun Monaten bzw. auf - 1,0 (- 8,0) Mio. Euro in den Berichtsmonaten Juli bis September.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag somit bei 74,2 (88,4) Mio. Euro, davon 21,8 (25,9) Mio. Euro im dritten Quartal.

Höhere Steuerquote drückt Periodenergebnis

Die Ertragsteueraufwendungen nahmen im dritten Quartal auf 9,5 (8,7) Mio. Euro zu und lagen damit auch im Zeitraum Januar bis September mit 26,2 (25,9) Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Steuerquote stieg zum 30. September 2018 auf 35,3 % (29,3 %). Dies resultierte einerseits aus höheren Steuersätzen für ergebnisstarke Tochtergesellschaften sowie andererseits aus Verlusten von Produktionsgesellschaften, auf die keine latenten Steuern gebildet werden konnten.

Das Periodenergebnis erreichte damit 48,0 (62,5) Mio. Euro. Der davon den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil beziffert sich auf 45,0 (59,6) Mio. Euro, davon entfallen 10,8 (16,1) Mio. Euro auf das dritte Quartal. Das Ergebnis je Aktie erreichte ebenfalls nicht das Vorjahresniveau und lag im dritten Quartal bei 0,17 (0,25) Euro bzw. bei 0,71 (0,94) Euro kumuliert für die ersten drei Quartale.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 30. September 2018 mit einer Eigenkapitalquote von 42,1 % und einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 40,6 Mio. Euro weiterhin solide dar. Die wachstumsbedingten, planmäßigen Investitionen in Sachanlagen (121,6 Mio. Euro) führten im Neunmonatszeitraum zu einem negativen operativen Free Cashflow1 von 88,8 (- 53,3) Mio. Euro und wurden teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger Kredite finanziert.

Bilanzsumme steigt um 3 %

Verglichen mit dem Stand zum Jahresende 2017 (2.022,4 Mio. Euro) nahm die Bilanzsumme zum 30. September 2018 um 3,2 % bzw. 64,7 Mio. Euro auf 2.087,1 Mio. Euro zu. Als Hauptgründe sind die Ausweitung der Sachanlagen um 50,9 Mio. Euro auf 980,5 Mio. Euro sowie die um 67,3 Mio. Euro höheren Bestände im Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) zu nennen.

Der Anstieg des Working Capitals, das zum 30. September 2018 bei 739,5 Mio. Euro lag, gründet im Wesentlichen auf der guten Auftragslage und den damit verbundenen höheren Ausbringungsmengen bzw. Vorleistungen des Konzerns. Trotz des starken Umsatzwachstums konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein striktes Forderungsmanagement im zweiten und vor allem dritten Quartal zurückgeführt werden. Zum 30. September 2018 lagen sie bei 328,3 Mio. Euro, das heißt noch um 25,7 Mio. Euro über dem Wert zum Jahresende 2017.

1 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit vor M&A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte

Lang- und kurzfristige Vermögenswerte

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in Mio. Euro 30.09.2018 30.06.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte 187,2 183,9 190,5
Sachanlagen 980,5 952,1 929,6
Sonstige 69,7 69,6 67,7
Langfristige Vermögenswerte 1.237,4 1.205,6 1.187,8
Vorräte 411,1 390,2 369,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 328,3 339,2 302,6
Sonstige 110,4 111,7 100,7
Kurzfristige Vermögenswerte 849,8 841,1 772,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 0 61,8
Bilanzsumme 2.087,1 2.046,7 2.022,4

In den Vorräten, die zum 30. September 2018 den Wert zum Jahresultimo 31. Dezember 2017 um 41,6 Mio. Euro übertrafen, spiegelt sich das organische Wachstum der kommenden Quartale wider. Denn die am Berichtsstichtag erfassten Werkzeugbestände, die zur Vorbereitung von Serienanläufen temporär, das heißt bis zur Weiterveräußerung an Kunden, im Bestand geführt werden, liegen über dem Niveau der vorangegangenen Quartale. Auch die Bestände an Halb- und Fertigerzeugnissen waren zum Ende des dritten Quartals 2018 aufgrund kurzfristig bevorstehender Lieferungen überdurchschnittlich hoch. Mit den im Vorjahresvergleich gestiegenen Rohstoffpreisen sowie der Bevorratung der im Aufbau befindlichen Standorte wie Fort Wayne, USA, oder Warwick, Großbritannien, kamen weitere bestandserhöhende Faktoren hinzu.

Verkäufe von Hug und new enerday bilanziell vollzogen

Die Veräußerung des Hug-Teilkonzerns verminderte zum Entkonsolidierungszeitpunkt am 1. März 2018 die Vermögenswerte und Schulden um den vorläufigen Buchwert von 40,4 Mio. Euro. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 waren die betroffenen Positionen bereits gemäß IFRS 5 umklassifiziert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (61,8 Mio. Euro) bzw. Schulden (23,7 Mio. Euro) dargestellt. Im Konzerneigenkapital reduzierten sich zum Entkonsolidierungszeitpunkt die in den übrigen Rücklagen enthaltenen Umgliederungsbeträge für die Währungsumrechnung sowie die nicht beherrschenden Anteile, während der Veräußerungsgewinn von 21,2 Mio. Euro das Periodensergebnis bzw. die Gewinnrücklagen erhöhte.

Die Entkonsolidierung der zum 30. September 2018 veräußerten new enerday GmbH, Deutschland, verkürzte die Konzernbilanz um insgesamt 2,5 Mio. Euro.

Weitere Informationen zu den Veräußerungen der Hug-Gruppe und new enerday GmbH sind im Anhang, Seite 35 ff., enthalten.

Erstanwendung IFRS 15 zum 1. Januar erfolgt

Der seit 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandard IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" wirkte sich zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2018 wie folgt auf die Konzernbilanz aus: Die Gewinnrücklagen verringerten sich um 4,0 Mio. Euro. Auf der Vermögensseite reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte um 4,1 Mio. Euro, die Sachanlagen um 2,2 Mio. Euro und die Vorräte um 7,4 Mio. Euro. Demgegenüber wurden lang- und kurzfristige "Vertragsvermögenswerte" in Höhe von 7,3 Mio. Euro sowie "Vertragserfüllungskosten" von 0,8 Mio. Euro und latente Steuern von 1,6 Mio. Euro gebildet. Weitere Informationen zur Erstanwendung des Standards und zur Auswirkung in den ersten neun Monaten 2018 sind im Anhang auf Seite 34 enthalten.

Eigenkapitalquote bei 42 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns betrug zum 30. September 2018 879,0 (31.12.2017: 889,7) Mio. Euro. Der positive Effekt aus dem Periodenergebnis von 48,0 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2018 wurde im Wesentlichen durch die im zweiten Quartal gezahlte Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG in Höhe von 31,7 (31,7) Mio. Euro sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 11,9 (- 33,8) Mio. Euro gemindert. Des Weiteren reduzierten die Änderung des Konsolidierungskreises und die Umstellung aus der beschriebenen Erstanwendung des IFRS 15 die Eigenmittel.

Lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

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in Mio. Euro 30.09.2018 30.06.2018 31.12.2017
Eigenkapital 879,0 876,8 889,7
Rückstellungen für Pensionen 127,3 127,5 126,0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 535,4 478,9 478,8
Sonstige 28,7 29,0 30,0
Langfristige Verbindlichkeiten 691,4 635,4 634,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121,5 123,5 118,8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 235,8 254,4 221,9
Sonstige 159,4 156,6 133,5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 516,7 534,5 474,2
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 0 23,7

Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2018 bei 42,1 % (31.12.2017: 44,0 %) und damit weiter innerhalb der definierten Zielbandbreite von 40 bis 50 %.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen sowie die Pensionsrückstellungen veränderten sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 in Summe nicht nennenswert.

Nettoverschuldung im Zuge der Investitionstätigkeit ausgeweitet

Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) lag zum 30. September 2018 bei 728,5 Mio. Euro und damit um 73,2 Mio. Euro über dem Stand am Jahresende 2017 (655,3 Mio. Euro). Während sie im ersten Quartal, auch aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Verkauf der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro), reduziert werden konnte, führte neben der planmäßigen Investitionstätigkeit und der Dividendenauszahlung vor allem das starke Wachstum des Konzerns zu einer Ausdehnung der Verschuldungskennzahl. Zahlreiche Produktanläufe und planmäßige Investitionen erforderten einen erhöhten Mittelbedarf.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 41 Mio. Euro

In den ersten neun Monaten 2018 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern aus betrieblicher Tätigkeit einen Kapitalzufluss von 40,6 (63,6) Mio. Euro. Im dritten Quartal lag der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit mit 12,8 (13,0) Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Beim Mittelabfluss für den Aufbau des Net Working Capitals (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ist im Vorjahresvergleich eine Verbesserung festzustellen - sowohl kumuliert in den ersten neun Monaten als auch im dritten Quartal. Die für die Veränderung des Net Working Capitals1 erforderlichen Zahlungsmittel reduzierten den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in jeweils geringerem Umfang als im Vorjahr - im Neunmonatszeitraum um 56,3 (78,5) Mio. Euro und im dritten Quartal um 10,6 (28,6) Mio. Euro.

Der verkleinerte Konsolidierungskreis sowie Effekte aus der IFRS 15-Umstellung erklären den Rückgang der Abschreibungen (abzgl. Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte, die sich in den ersten neun Monaten 2018 auf 73,2 (74,9) Mio. Euro und im dritten Quartal auf 25,6 (25,5) Mio. Euro beliefen.

In den "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen" von minus 29,0 (+ 12,9) Mio. Euro sind Währungseffekte erfasst. Zudem wurden in dieser Position die Gewinne aus den beschriebenen Unternehmensverkäufen berücksichtigt.

Investitionen für E-Mobilität steigen im dritten Quartal

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich im Neunmonatszeitraum auf 121,6 (114,1) Mio. Euro bzw. im dritten Quartal auf 53,9 (42,1) Mio. Euro. Damit liegt die Investitionsquote der ersten drei Quartale 2018 (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) bei 9,6 % (9,2 %) und somit innerhalb des angestrebten Spektrums von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes. Für das dritte Quartal 2018 errechnet sich eine temporär erhöhte Quote von 13,3 % (10,4 %).

1 Inkl. der anderen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Jan. - Sep.

in Mio. €

Investitionsausgaben fielen an nahezu allen Produktionsstandorten weltweit an und betrafen zu einem großen Teil Erweiterungsmaßnahmen für den Ausbau von Kapazitäten sowie die Installation von Produktionsanlagen für Neuanläufe. Besonders im dritten Quartal fielen am Stammsitz Dettingen/Erms Ausgaben für den begonnenen Neubau eines Technologiezentrums für Elektromobilität ins Gewicht. Zudem befindet sich ebenfalls an einem deutschen Standort eine hochautomatisierte Montagelinie für Batteriemodule im Aufbau, für die im dritten Quartal Investitionsausgaben anfielen.

Der Konzern investiert aber auch an den übrigen europäischen Werken, so z.B. für das neue Werk am ungarischen Standort Kecskemét sowie für Fertigungsanlagen in Redcar, Großbritannien. An den drei großen nordamerikanischen Produktionsstandorten in Leamington, Kanada, sowie Buford, USA, und Toluca, Mexiko, investierte der Konzern in Erweiterungen und Rationalisierungsmaßnahmen. In Fort Wayne, USA, werden Anlagen für die Herstellung von thermischen und akustischen Abschirmsystemen aufgebaut. Der brasilianische Standort Piracicaba wird seit 2018 um einen größeren Neubau für die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Ersatzteile erweitert. Auch in den chinesischen Werken waren in den ersten drei Quartalen 2018 weitere Investitionsmaßnahmen für die lokale Produktion erforderlich. Am 2017 gegründeten vierten chinesischen Standort in Chongqing bereitete der Konzern die Aufnahme der Produktion von Türmodulträgern vor.

Für immaterielle Vermögenswerte fielen im Zeitraum Januar bis September 2018 Auszahlungen in Höhe von 8,6 (6,1) Mio. Euro an, wobei auf das dritte Quartal 5,8 (2,4) Mio. Euro entfielen.

Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe im ersten Quartal und der new enerday GmbH im dritten Quartal flossen dem Konzern 52,5 Mio. Euro bzw. 1,0 Mio. Euro zu. Die im Vorjahresvergleichsquartal ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (28,9 Mio. Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG.

Entwicklung der Zahlungsmittel Jan. - Sep.

in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

2 Ausschüttung an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss

Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von minus 75,7 (- 147,7) Mio. Euro in den ersten neun Monaten und von minus 57,8 (- 44,5) Mio. Euro im dritten Quartal 2018.

Kurzfristige Kredite für Finanzierungstätigkeit ausgeweitet

Aus der Finanzierungstätigkeit vereinnahmte der Konzern im Neunmonatszeitraum 2018 Mittel in Höhe von 34,3 (90,6) Mio. Euro. Im dritten Quartal betrug der Mittelzufluss, der hauptsächlich aus der Ausweitung kurzfristiger Kredite erfolgte, 38,3 (22,3) Mio. Euro.

Da die Investitionsausgaben über den Konzerneinnahmen aus betrieblicher Tätigkeit lagen, ergab sich in den ersten neun Monaten 2018 ein negativer operativer Free Cashflow von 88,8 (- 53,3) Mio. Euro. Im dritten Quartal war der operative Free Cashflow aufgrund des anhaltenden Wachstums mit - 46,5 (- 31,5) Mio. Euro ebenfalls negativ. Der Wert errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit und wird um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigt.

Chancen und Risiken

Das Wirtschaftswachstum von China hat sich im Verlauf des Jahres 2018 stetig verlangsamt - nach 6,8 % bzw. 6,7 % in den ersten beiden Quartalen lag das Bruttoinlandsprodukt für die vergangenen drei Monate nur noch bei 6,6 %. Als Gründe werden der Handelskonflikt mit den USA sowie die hohe Staatsverschuldung angeführt. Gleichwohl liegt das bisherige Wachstum weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Sofern sich die Wachstumsaussichten im weltweit wichtigsten Automobilmarkt China jedoch weiter eintrüben, die eine geringere Pkw-Nachfrage zur Folge haben dürften, könnte dies auch den Absatz von ElringKlinger-Produkten beeinflussen.

Des Weiteren sieht sich die Automobilindustrie unverändert branchenspezifischen Unsicherheiten gegenüber. Dazu zählt unter anderem die Umstellung auf das Abgasprüfverfahren WLTP zum 1. September 2018, welches bis dato zu Verzögerungen bei der Neuzulassung von Fahrzeugen führt. Unter dem Eindruck dieses Sondereffekts verzeichnete der europäische Pkw-Absatzmarkt im September ein Minus im zweistelligen Prozentbereich. Nachdem die USA und China, die beiden größten Pkw-Einzelmärkte der Welt, im September ebenfalls deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten, mehren sich die Anzeichen eines sich generell eintrübenden Branchenumfeldes. Das Ausmaß und die Auswirkungen dieser Unsicherheitsfaktoren auf den ElringKlinger-Konzern lassen sich zum heutigen Tag noch nicht vollumfänglich abschätzen.

Bei der weiteren Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2018 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2017 (Seite 53 ff.) bzw. im Zwischenbericht über das zweite Quartal und erste Halbjahr 2018 (Seite 18) des ElringKlinger-Konzerns ergeben.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2017 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elring-klinger.de/gb2017/chancen-und-risikobericht zugänglich.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Fortsetzung des globalen Aufschwungs mit Risiken behaftet

Der globale Aufschwung wird sich auch im vierten Quartal 2018 voraussichtlich weiter fortsetzen. Allerdings sind die Herausforderungen für die Weltwirtschaft nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) größer geworden. Zu den Abwärtsrisiken zählen demzufolge die von den USA ausgelösten Handelskonflikte und die damit verbundenen höheren Preise sowie Unterbrechungen weltweiter Lieferketten.

In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Oktober 2018 rechnet der IWF mit einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,7 %. Für die Eurozone wird aufgrund der Schwäche im Exportsektor mit einer weiteren Abschwächung gerechnet. Die US-Wirtschaft hingegen sollte trotz der allmählichen Zinsanhebungen zunächst noch durch niedrigere Steuersätze und höhere Staatsausgaben getrieben sein. Weniger günstig sehen die Ökonomen die Lage in den Schwellenländern. Zwar verbesserte der gestiegene Rohölpreis die wirtschaftliche Situation ölexportierender Länder, gleichzeitig dämpfen steigende Zinsen, striktere Finanzierungskonditionen und geopolitische Konflikte die Expansion.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

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Veränderung zum Vorjahr in % 2017 Prognose 2018 Prognose 2019
Welt 3,7 3,7 3,7
Industriestaaten 2,3 2,4 2,1
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,7 4,7 4,7
Deutschland 2,5 1,9 1,9
Eurozone 2,4 2,0 1,9
USA 2,2 2,9 2,5
Brasilien 1,0 1,4 2,4
China 6,9 6,6 6,2
Indien 6,7 7,3 7,4
Japan 1,7 1,1 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Oktober 2018)

Wachstumstempo der Weltfahrzeugmärkte verlangsamt sich

Nach den Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal 2018 gehen Branchenexperten von einem schwächeren Ausblick für das Gesamtjahr 2018 aus als noch zu Jahresbeginn prognostiziert. ElringKlinger passt daher seine Einschätzung entsprechend an und erwartet einen Anstieg der weltweiten Automobilproduktion 2018 um 1 bis 2 % (zuvor: 2 bis 3 %).

Damit befindet sich der globale Fahrzeugmarkt auf einem noch leichten Expansionskurs, der im Wesentlichen durch Zuwächse in Europa, Indien und China sowie Brasilien getragen wird. Der US-Markt für Light Vehicles wird voraussichtlich auf hohem Niveau stagnieren.

Für die gedämpften Wachstumserwartungen sind in den einzelnen Regionen unterschiedliche Faktoren verantwortlich. In der Europäischen Union wird die bereits erwähnte Umstellung auf den neuen, seit 1. September 2018 geltenden Prüfzyklus WLTP die Absatzmärkte stärker beeinträchtigen, als zunächst absehbar war. Innerhalb Europas zeichnet sich eine sehr unterschiedliche Entwicklung ab: Während Deutschland vom WLTP-Sondereffekt stärker betroffen ist und zum Jahresende voraussichtlich nur leicht im Plus liegen wird, werden Spanien und Frankreich die Riege der Top-5-Märkte mit soliden Zuwächsen anführen. Unabhängig davon zeichnen sich für Italien und Großbritannien Produktionsrückgänge im mittleren einstelligen Bereich ab.

Prognose Produktion Light Vehicles 2018

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Mio. Fahrzeuge Veränderung zum Vorjahr
Europäische Union 19,4 3,0 %
Deutschland 5,9 0,8 %
Osteuropa1 3,4 1,2 %
Russland 1,6 7,8 %
Nordamerika 17,0 - 0,1 %
USA 11,0 - 1,4 %
Südamerika 3,5 10,0 %
Brasilien 2,8 8,8 %
Asien-Pazifik 49,8 1,4 %
China 27,7 1,3 %
Japan 8,3 - 6,1 %
Indien 5,0 14,4 %
Mittlerer Osten & Afrika 2,9 12,7 %
Welt 96,0 2,0 %

1 Inkl. Russland

Quelle: PwC Autofacts (Oktober 2018)

Auch in den größten Einzelmärkten China und USA trübte sich der Branchenausblick etwas ein. Ein Negativimpuls geht hierbei unter anderem von der Verschärfung der internationalen Handelsstreitigkeiten bzw. Zollkonflikte aus. Der US-Markt wird sich im Gesamtjahr 2018 voraussichtlich auf einem Produktionsvolumen von 17,0 Mio. Light Vehicles seitwärts bewegen. In China wird nach dem schwachen Fahrzeughandel des Vorquartals für das vierte Quartal ein Rückgang der Fahrzeugproduktion erwartet.

Ausblick Nutzfahrzeugmärkte

Nachdem sich die Nutzfahrzeugmärkte in den ersten neun Monaten 2018 in einer guten Verfassung präsentierten, bleibt der Ausblick für das Gesamtjahr durchaus positiv. Das gilt sowohl für Westeuropa als auch die USA, allerdings zeichnet sich in den einzelnen Märkten ein unterschiedliches Bild ab. Ein stärkerer Rückgang wird für Großbritannien erwartet, während Frankreich, Spanien und Polen mit weiteren Zuwächsen aufwarten dürften. Auf dem US-Truckmarkt zeigt sich 2018 bei mittelschweren und schweren Lkw eine starke Dynamik mit zweistelligen Wachstumsraten.

Ausblick Unternehmen

Herausfordernde Rahmenbedingungen

Das globale Wettbewerbsumfeld sowie die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben für die Automobilbranche weiterhin intensiv und herausfordernd. Die Unsicherheit durch die anhaltende Diesel-Debatte um Betrugsvorwürfe und Fahrverbote, durch Zölle und Handelsstreitigkeiten, durch anhaltend hohe Rohstoffpreise und nicht zuletzt durch Schwächen bedeutender Märkte wie Europa oder China werden den Automobilsektor auch in den kommenden Monaten und Quartalen beeinflussen.

Gute Auftragslage sichert künftiges Umsatzwachstum

Trotz dieses Umfelds ist die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten unverändert hoch, wie die gute Auftragslage zeigt. Der Auftragseingang nahm im dritten Quartal 2018 um 30,8 Mio. Euro oder 8,1 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal zu und belief sich auf 411,8 (381,0) Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug der Anstieg sogar 43,8 Mio. Euro oder 11,5 %. Infolgedessen lag der Auftragsbestand mit 1.027,2 (976,5) Mio. Euro zum 30. September 2018 weiterhin auf einem hohen Niveau. Bereinigt um Währungseffekte kam der Bestand sogar auf 1.041,4 Mio. Euro, was einem Plus von 64,9 Mio. Euro oder 6,6 % entspricht. Damit ist die Grundlage für weiteres organisches Umsatzwachstum in den kommenden Monaten und Quartalen geschaffen.

Umsatz- und Ergebnisziele für 2018 bestätigt

Für das Gesamtjahr erwartet ElringKlinger unter dem Eindruck der WLTP-Auswirkungen und des nachlassenden chinesischen Marktes ein Wachstum der globalen Automobilproduktion von nunmehr 1 bis 2 % (zuvor: 2 bis 3 %). Bei einem organischen Umsatzwachstum von 7,4 % nach neun Monaten und einer nach wie vor starken Auftragslage geht der Konzern nichtsdestotrotz weiterhin davon aus, das Marktwachstum mit seinem organischen Umsatzzuwachs um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen zu können.

Nach den ersten neun Monaten liegt der Konzern mit seinem im Juni 2018 angepassten Ergebnisziel, im Gesamtjahr eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % zu erzielen, auf Kurs. Es ist jedoch auch im vierten Quartal davon auszugehen, dass neben den Marktunsicherheiten und dem hohen Rohstoffpreisniveau auch Kosten infolge der anhaltend hohen Nachfrage in der NAFTA-Region das Ergebnis beeinträchtigen werden. Wenngleich sich das Ergebnisziel daher nach wie vor anspruchsvoll darstellt, bleibt der Konzern insgesamt unter Abwägung der beschriebenen Einflussfaktoren - auch angesichts zu erwartender operativer Verbesserungen - zuversichtlich, die angestrebte Ziel-Marge trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen zu erreichen.

Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren

Die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung weiterer Kennzahlen im Geschäftsjahr 2018 bleiben ebenfalls unverändert. Unter dem Eindruck des schwächeren Ergebnisses wird der Return on Capital Employed (ROCE, Kapitalrentabilität) leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Gleiches gilt für den erwarteten operativen Free Cashflow. Angesichts des starken Wachstums wird sich das Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz erwartungsgemäß leicht erhöhen. Aufgrund des Aufbaus neuer Standorte rechnet der Konzern für die Investitionsquote für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien weiterhin mit einer Bandbreite von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes. Auch die weiteren Indikatoren bleiben unverändert.

Mittelfristiger Ausblick

Trotz der vielschichtigen Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit bestimmen, sieht sich der Konzern mittel- bis langfristig gut positioniert. Das Unternehmen verfügt über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Dichtungen, Abschirmsystemen sowie Leichtbauteilen. Darüber hinaus hat sich ElringKlinger mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensystemen frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt. Vor diesem Hintergrund geht ElringKlinger unverändert davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation erwartet der Konzern weiterhin, die Profitabilität - gemessen an der EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation - schrittweise zu verbessern.

Dettingen/Erms, den 6. November 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

ElringKlinger am Kapitalmarkt

Globale Aktienmärkte mit heterogener Entwicklung

Die Entwicklung an den globalen Aktienmärkten fiel im dritten Quartal 2018 mitunter sehr unterschiedlich aus. In den USA erreichten die Märkte aufgrund von positiven Arbeitsmarktdaten, einer starken Berichtssaison sowie der Einigung auf neue Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada neue Höchststände. Japans Leitindex Nikkei profitierte vom schwächelnden Yen und verbuchte ebenfalls einen deutlichen Zuwachs.

Im Vergleich dazu hatte der chinesische Aktienmarkt unter dem weiterhin schwelenden Handelskrieg mit den USA zu leiden. Auch die Märkte in Deutschland und Europa entwickelten sich eher unterdurchschnittlich. Belastend wirkten sich der unsichere Brexit-Ausgang, ein unerwartet hohes Haushaltsdefizitziel von Italien sowie zunehmende Inflationssorgen um die Türkei aus. Eingebettet in diese Gemengelage verlor der deutsche Leitindex DAX 0,5 % zwischen Juli und September bzw. 5,2 % seit Jahresbeginn.

ElringKlinger-Aktie schließt 3. Quartal bei 9,56 Euro

Nachdem die Aktie von ElringKlinger das erste Halbjahr 2018 mit einem Kurs von 10,99 Euro beendet hatte, bewegte sich der Kurs im Juli saisonüblich eher seitwärts. Die Anfang August vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2018 sorgten für ein positives Umfeld der Aktie und ließen den Kurs am Veröffentlichungstag um rund 5 % steigen.

In der Folgezeit sorgten Analystenstudien zu ElringKlinger mit aktualisierten Einschätzungen und Kurszielen allerdings für erhöhten Druck in der Aktie. Diese fielen mit einer sich eintrübenden Börsenstimmung zusammen, die sich abermals überproportional in den Werten der Automobilindustrie niederschlug. Als Belastungsfaktoren erwiesen sich insbesondere die anhaltenden Schlagzeilen zur Dieselthematik, die Diskussion um Pkw-Nachrüstungen sowie die Debatte um Fahrverbote in deutschen Großstädten. Das dritte Quartal 2018 schloss die ElringKlinger-Aktie bei einem Kurs von 9,56 Euro.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie (Xetra) seit 1. Januar 2018 (indexiert, 29.12.2017 = 100 %)

im Vergleich zu den Indizes DAX und SDAX

Aktionärsstruktur1

in %

1 Stand zum 30. September 2018

Handelsvolumen unter Vorjahresniveau

In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 blieb das Handelsvolumen der ElringKlinger-Aktie hinter dem Vorjahresniveau zurück. Mit durchschnittlich gehandelten 141.300 (180.000) Stück pro Börsentag lag das Volumen aber in einem indexrelevanten Bereich. Die durchschnittlich erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen erreichten einen Wert von 1.964.600 (3.021.900) Euro.

Kapitalmarktkommunikation im In- und Ausland

Die aktive Kommunikation mit den Akteuren des Kapitalmarkts setzte ElringKlinger auch im dritten Quartal 2018 fort. In den Monaten Juli bis September präsentierte sich die Gesellschaft bei drei innerdeutschen Kapitalmarktkonferenzen vor einem überwiegend institutionellen Investorenkreis. Nach neun Monaten des Jahres 2018 standen insgesamt vier durchgeführte Roadshows sowie die Teilnahme an elf Kapitalmarktkonferenzen zu Buche. Im Zentrum der Investor-Relations-Aktivitäten standen unter anderem die europäischen Finanzplätze in London und Frankfurt/Main. Daneben führten Termine mit bestehenden und potenziellen Investoren in die USA, nach Australien und Singapur.

Geschäftsbericht mehrfach ausgezeichnet

Der Finanzbericht der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde mit mehreren Preisen von namhaften Kommunikations- und Designwettbewerben ausgezeichnet. Bei den LACP (League of American Communications Professionals) Vision Awards setzte sich die Publikation von ElringKlinger gegen internationale Konkurrenz durch und wurde von der Jury in der Kategorie "Automobiles & Components" mit Gold prämiert. Bei den ARC (Annual Report Competition) Awards überzeugte der Geschäftsbericht von ElringKlinger ebenfalls und gewann Silber in der Kategorie "Automotive Parts". Auch beim Automotive Brand Contest konnte sich ElringKlinger zum wiederholten Mal in die Siegerliste der Kategorie "Corporate Publishing" eintragen.

Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)

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Jan. - Sep. 2018 Jan. - Sep. 2017
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1
Höchstkurs 19,37 20,14
Tiefstkurs 9,56 14,10
Stichtagskurs2 9,56 15,77
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 141.300 180.000
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 1.964.600 3.021.900
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR)1, 2 605,7 999,2

1 Xetra-Handel

2 Zum 30. September

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018

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in TEUR 3. Quartal 2018 3. Quartal 2017 Jan. - Sep. 2018 Jan. - Sep. 2017
Umsatzerlöse 405.791 403.594 1.267.246 1.244.728
Umsatzkosten - 312.776 - 299.871 - 979.201 - 922.819
Bruttoergebnis vom Umsatz 93.015 103.723 288.045 321.909
Vertriebskosten - 34.796 - 34.374 - 106.337 - 103.477
Allgemeine Verwaltungskosten - 20.511 - 19.997 - 63.121 - 61.348
Forschungs- und Entwicklungskosten - 17.881 - 15.889 - 58.941 - 53.387
Sonstige betriebliche Erträge 4.855 3.357 35.579 12.429
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.824 - 2.899 - 9.630 - 8.475
Operatives Ergebnis/EBIT 22.858 33.921 85.595 107.651
Finanzerträge 6.648 5.890 22.345 15.833
Finanzaufwendungen - 7.283 - 13.521 - 30.712 - 34.176
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 408 - 387 - 3.018 - 879
Finanzergebnis - 1.043 - 8.018 - 11.385 - 19.222
Ergebnis vor Ertragsteuern 21.815 25.903 74.210 88.429
Ertragsteueraufwendungen - 9.506 - 8.733 - 26.168 - 25.904
Periodenergebnis 12.309 17.170 48.042 62.525
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 1.510 1.108 3.046 2.937
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 10.799 16.062 44.996 59.588
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,17 0,25 0,71 0,94

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018

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in TEUR 3. Quartal 2018 3. Quartal 2017 Jan. - Sep. 2018 Jan. - Sep. 2017
Periodenergebnis 12.309 17.170 48.042 62.525
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung - 8.237 - 14.342 - 11.926 - 33.847
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen - 4 0 - 3 0
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn-

und Verlustrechnung umgegliedert werden können
- 8.241 - 14.342 - 11.929 - 33.847
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne,

netto nach Steuern
- 7 0 - 7 1.058
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die

Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können
- 7 0 - 7 1.058
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 8.248 - 14.342 - 11.936 -32.789
Gesamtergebnis 4.061 2.828 36.106 29.736
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 1.316 927 2.871 1.926
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 2.745 1.901 33.235 27.810

Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. September 2018

AKTIVA

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in TEUR 30.09.2018 31.12.2017 30.09.2017
Immaterielle Vermögenswerte 187.171 190.540 202.437
Sachanlagen 980.458 929.570 935.472
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 16.538 17.030 16.738
Finanzielle Vermögenswerte 2.714 1.036 1.022
Anteile an assoziierten Unternehmen 25.542 28.563 28.061
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 87 99 95
Sonstige langfristige Vermögenswerte 3.539 3.984 3.924
Latente Steueransprüche 18.041 16.986 18.954
Vertragserfüllungskosten 2.704 0 0
Langfristige Vertragsvermögenswerte 558 0 0
Langfristige Vermögenswerte 1.237.352 1.187.808 1.206.703
Vorräte 411.116 369.547 374.804
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 5.432 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 328.346 302.621 332.975
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 8.109 7.041 7.668
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 54.136 48.093 40.710
Zahlungsmittel und Äquivalente 42.615 45.498 43.093
Kurzfristige Vermögenswerte 849.754 772.800 799.250
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 61.772 0
2.087.106 2.022.380 2.005.953

PASSIVA

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in TEUR 30.09.2018 31.12.2017 30.09.2017
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 720.222 710.885 700.543
Übrige Rücklagen - 58.603 - 40.184 - 34.607
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital 843.217 852.299 847.534
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 35.815 37.368 36.564
Eigenkapital 879.032 889.667 884.098
Rückstellungen für Pensionen 127.333 125.999 135.343
Langfristige Rückstellungen 12.452 12.319 13.561
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 535.377 478.811 488.365
Latente Steuerschulden 12.895 14.075 14.624
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.358 3.551 3.743
Langfristige Verbindlichkeiten 691.415 634.755 655.636
Kurzfristige Rückstellungen 23.578 23.005 16.427
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.513 118.846 112.073
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 235.761 221.944 199.149
Steuerschulden 16.420 14.881 20.948
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 119.387 95.535 117.622
Kurzfristige Verbindlichkeiten 516.659 474.211 466.219
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 23.747 0
2.087.106 2.022.380 2.005.953

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes

Kapital
Kapital-

rücklage
Gewinn-

rücklagen
Neubewertung

leistungsorientierter

Versorgungspläne

netto
Eigenkapital-

Effekte aus

beherrschenden

Anteilen
Unterschiedsbeträge

aus der Währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2016 /

Stand am 01.01.2017
63.360 118.238 672.635 - 43.616 - 212 40.999
Dividendenausschüttung - 31.680
Änderung des

Konsolidierungskreises
Gesamtergebnis 59.588 1.058 - 32.836
Periodenergebnis 59.588
Sonstiges Ergebnis 1.058 - 32.836
Stand am 30.09.2017 63.360 118.238 700.543 - 42.558 - 212 8.163
Stand am 31.12.2017 63.360 118.238 710.885 - 39.512 - 212 - 460
Anwendung neuer

Standards1
- 4.062
Stand am 01.01.2018 63.360 118.238 706.823 - 39.512 - 212 - 460
Dividendenausschüttung - 31.680
Kauf von Anteilen

beherrschter

Gesellschaften
- 210
Änderung des

Konsolidierungskreises
83 - 83 - 6.365
Gesamtergebnis 44.996 - 7 - 11.754
Periodenergebnis 44.996
Sonstiges Ergebnis - 7 - 11.754
Stand am 30.09.2018 63.360 118.238 720.222 - 39.602 - 422 - 18.579

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in TEUR Den Aktionären der

ElringKlinger AG

zustehendes

Eigenkapital
Nicht

beherrschende

Anteile am

Eigenkapital
Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2016 / Stand am 01.01.2017 851.404 34.963 886.367
Dividendenausschüttung - 31.680 - 2.561 - 34.241
Änderung des Konsolidierungskreises 2.236 2.236
Gesamtergebnis 27.810 1.926 29.736
Periodenergebnis 59.588 2.937 62.525
Sonstiges Ergebnis - 31.778 - 1.011 - 32.789
Stand am 30.09.2017 847.534 36.564 884.098
Stand am 31.12.2017 852.299 37.368 889.667
Anwendung neuer Standards1 - 4.062 19 - 4.043
Stand am 01.01.2018 848.237 37.387 885.624
Dividendenausschüttung - 31.680 - 1.898 - 33.578
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften - 210 210 0
Änderung des Konsolidierungskreises - 6.365 - 2.755 - 9.120
Gesamtergebnis 33.235 2.871 36.106
Periodenergebnis 44.996 3.046 48.042
Sonstiges Ergebnis - 11.761 - 175 - 11.936
Stand am 30.09.2018 843.217 35.815 879.032

1 Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 im Konzernanhang

Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018

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in TEUR 3. Quartal 2018 3. Quartal 2017 Jan. - Sep. 2018 Jan. - Sep. 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 21.815 25.903 74.210 88.429
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 25.566 25.497 73.240 74.883
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 3.998 3.465 10.362 9.696
Veränderung der Rückstellungen - 4.609 - 959 609 - 712
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten - 149 892 - 130 1.225
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 408 387 3.018 879
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 17.950 - 34.804 - 88.105 - 112.154
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7.394 6.163 31.839 33.665
Gezahlte Ertragsteuern - 8.938 - 16.630 - 25.632 - 38.064
Gezahlte Zinsen - 5.654 - 2.025 - 10.246 - 7.343
Erhaltene Zinsen 95 63 413 159
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 9.155 5.034 - 28.971 12.940
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.821 12.986 40.607 63.603
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 368 0 831 324
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 2.827 0 2.827 2.940
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 1.000 0 53.455 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 5.844 - 2.373 - 8.607 - 6.103
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 53.873 - 42.085 - 121.603 - 114.066
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 2.272 0 - 2.580 - 3.134
Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen 0 0 0 - 28.940
Aus- / Einzahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 0 0 1.321
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 57.794 - 44.458 - 75.677 - 147.658
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 1.879 - 2.303 - 33.578 - 34.241
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 69.027 200.644 73.735 233.081
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 56.236 - 3.757 - 65.494 - 25.965
Veränderung der kurzfristigen Kredite 27.372 - 172.243 59.652 - 82.243
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 38.284 22.341 34.315 90.632
Zahlungswirksame Veränderung - 6.689 - 9.131 - 755 6.577
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel - 1.395 - 961 - 2.128 - 2.891
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 50.699 53.185 45.498 39.407
Zahlungsmittel am Ende der Periode 42.615 43.093 42.615 43.093
Zahlungsmittel am Ende der Periode lt. Bilanz 42.615 43.093 42.615 43.093

Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018

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in TEUR 3. Quartal 2018 3. Quartal 2017 Jan. - Sep. 2018 Jan. - Sep. 2017
Deutschland 103.046 105.356 320.190 316.330
Übriges Europa 114.787 118.180 392.723 387.614
NAFTA 92.291 80.567 261.818 247.120
Asien-Pazifik 76.725 79.452 232.940 236.343
Südamerika und Übrige 18.942 20.039 59.575 57.321
Konzern 405.791 403.594 1.267.246 1.244.728

Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. Juli bis 30. September 2018

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 334.639 331.120 37.623 40.153 30.239 28.889
Intersegmenterlöse 6.589 5.495 0 0 2 5
Segmenterlöse 341.228 336.615 37.623 40.153 30.241 28.894
EBIT1 /Operatives Ergebnis 10.337 19.948 5.856 8.058 6.615 5.696
Abschreibungen2 - 22.475 - 22.651 - 793 - 614 - 1.553 - 1.512
Investitionen3 54.686 41.983 2.688 112 1.656 1.092

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Segment Gewerbeparks Dienstleistungen Konsolidierung
in TEUR 3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.040 1.048 2.250 2.384 0 0
Intersegmenterlöse 27 72 1.823 1.796 - 8.441 - 7.368
Segmenterlöse 1.067 1.120 4.073 4.180 - 8.441 - 7.368
EBIT1 /Operatives Ergebnis 90 - 44 - 40 263 0 0
Abschreibungen2 - 263 - 247 - 482 - 473 0 0
Investitionen3 27 1.155 660 116 0 0

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Segment Konzern
in TEUR 3. Quartal

2018
3. Quartal

2017
--- --- ---
Umsatz Extern 405.791 403.594
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 405.791 403.594
EBIT1 /Operatives Ergebnis 22.858 33.921
Abschreibungen2 - 25.566 - 25.497
Investitionen3 59.717 44.458

1. Januar bis 30. September 2018

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.043.260 1.028.905 122.848 120.480 90.836 84.714
Intersegmenterlöse 16.421 16.626 0 0 27 12
Segmenterlöse 1.059.681 1.045.531 122.848 120.480 90.863 84.726
EBIT1 /Operatives Ergebnis 48.507 68.261 20.726 24.624 15.873 13.793
Abschreibungen2 - 64.137 - 66.451 - 2.247 - 1.747 - 4.626 - 4.502
Investitionen3 120.325 115.119 4.266 815 3.108 2.408

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Segment Gewerbeparks Dienstleistungen Konsolidierung
in TEUR Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 3.178 3.162 7.124 7.467 0 0
Intersegmenterlöse 81 126 5.403 4.980 - 21.932 - 21.744
Segmenterlöse 3.259 3.288 12.527 12.447 - 21.932 - 21.744
EBIT1 /Operatives Ergebnis 68 - 169 421 1.142 0 0
Abschreibungen2 - 793 - 759 - 1.437 - 1.424 0 0
Investitionen3 516 1.391 1.995 436 0 0

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Segment Konzern
in TEUR Jan. - Sep.

2018
Jan. - Sep.

2017
--- --- ---
Umsatz Extern 1.267.246 1.244.728
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 1.267.246 1.244.728
EBIT1 /Operatives Ergebnis 85.595 107.651
Abschreibungen2 - 73.240 - 74.883
Investitionen3 130.210 120.169

1 Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2018

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. September 2018 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. September 2018 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2018 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. November 2018 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Rechnungslegung

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der Konzern wendet den neuen Standard ab dem 1. Januar 2018 an.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Der Konzern wendet den neuen Standard IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, in dem die Vergleichsperiode nicht angepasst und der Umstellungseffekt kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Die aus der Anwendung des IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse resultierenden Änderungen der Bilanz- und GuV Positionen zum 30. September 2018 stellen sich wie folgt dar.

In den ersten drei Quartalen 2018 ergibt sich durch die Anwendung des IFRS 15 ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 4.273.

Die Auswirkungen auf die Bilanz zeigen sich zum einen in einem Anstieg der Vertragserfüllungskosten und der Vertragsvermögenswerte, als auch einer Abnahme der Vorräte, der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen.

Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches sowie wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind - unabhängig davon, ob eine Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt - die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts. Durch die Bilanzierung nach IFRS 15 stellen sich die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 3.033 niedriger, das Vorratsvermögen um TEUR 4.090 niedriger und die Vertragsvermögenswerte um TEUR 1.713 höher dar.

In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung, dass die Umsätze aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergeben sich nach IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 4.278 höhere Vertragsvermögenswerte und um TEUR 3.462 niedrigere Vorräte.

Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte eine Erhöhung des langfristigen Vermögens um TEUR 2.704.

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 30. September 2018 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sieben inländischen und 31 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, in Höhe von 28,89 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 % angenommen.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz und des Verkaufs der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, der Neugründung der ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc., USA, und der Verschmelzung der Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis. Zur Hug-Gruppe gehörten die Gesellschaften Hug Engineering AG, Schweiz, die Hug Engineering GmbH, Deutschland, die Hug Engineering Inc., USA, die Hug Engineering Italia S.r.l., Italien, sowie die Hug Engineering B.V., Niederlande.

Neugründung Gesellschaft

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.

Verschmelzung

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Desinvestitionen

Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Der vorläufige Verkaufspreis liegt bei TEUR 52.455. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gingen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über.

Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 21.186 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Für den Verkauf der Hug-Gruppe sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 937 angefallen. Diese werden in den Verwaltungskosten ausgewiesen.

Die ElringKlinger AG hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung im Bereich Elektromobilität beschlossen, sich in der Brennstoffzellentechnologie künftig auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell) zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund veräußert ElringKlinger seine bisherigen Aktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) - und infolgedessen seine Beteiligung an der new enerday GmbH in Neubrandenburg, Deutschland.

Zum 30.09.2018 erwarb die ElringKlinger AG 20 % der Anteile der new enerday GmbH. Die damit von ElringKlinger gehaltenen Anteile von 100 % gingen vollständig in den Besitz des Vertragspartners zum gleichen Zeitpunkt über.

Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion erfolgte am 30. September 2018. Der vertragliche Verkaufspreis beträgt TEUR 1.288. Zum Erwerbszeitpunkt wurden TEUR 1.000 des Kaufpreises bezahlt, die weiteren Verkaufspreiskomponenten sind langfristig.

Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 975 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 30.09.2018 31.12.2017 Jan. - Sep. 2018 Jan. - Dez. 2017
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,15760 1,19930 1,19323 1,13703
Pfund (Großbritannien) GBP 0,88730 0,88723 0,88417 0,87572
Franken (Schweiz) CHF 1,13160 1,17020 1,15758 1,11628
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,50640 1,50390 1,53743 1,47253
Real (Brasilien) BRL 4,65350 3,97290 4,32554 3,64344
Peso (Mexiko) MXN 21,78000 23,66120 22,59390 21,42845
RMB (China) CNY 7,96620 7,80440 7,79213 7,65567
WON (Südkorea) KRW 1.285,75000 1.279,61000 1.300,95889 1.275,34917
Rand (Südafrika) ZAR 16,44470 14,80540 15,39104 15,06342
Yen (Japan) JPY 131,23000 135,01000 130,78667 127,30417
Forint (Ungarn) HUF 324,37000 310,33000 318,88556 309,31000
Türkische Lira (Türkei) TRY 6,96500 4,54640 5,56026 4,14289
Leu (Rumänien) RON 4,66380 4,65850 4,65359 4,57379
Indische Rupie (Indien) INR 83,9160 76,60550 80,55194 73,78786
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 17.249,98000 16.239,12000 16.834,75222 15.233,45750
Bath (Thailand) THB 37,44800 39,12100 38,29833 38,35650

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungs-

mittel
Forderungen

aus Lieferungen

und Leistungen
Sonstige

kurzfristige

Vermögenswerte
Derivate Langfristige

Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.09.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 42.615 328.346 12.209 0 568 566
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 105 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 131 131
Gesamt 42.615 328.346 12.209 105 699 697
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 45.498 302.621 7.465 0 0 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0 829 840
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 176 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 192 192
Gesamt 45.498 302.621 7.465 176 1.021 1.032

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Übrige

Finanzinvestitionen
Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 30.09.2018
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 385.746
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 105
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 139
Gesamt 2.016 2.016 385.990
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 8 8 355.592
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 829
zu Handelszwecken gehalten 0 0 176
zur Veräußerung verfügbar 7 7 199
Gesamt 15 15 356.796

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige

kurzfristige

Verbindlichkeiten
Kurzfristige

Finanz-

verbindlichkeiten
Finanzierungs-

leasing
Verbindlichkeiten

aus Lieferungen

und Leistungen
in TEUR BW BW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 30.09.2018
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 50.841 235.521 0 0 121.513
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 240 247 0
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.467 221.666 0 0 118.846
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 278 295 0

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Derivate Langfristige

Finanzverbindlichkeiten
Finanzierungsleasing
in TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.09.2018
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 535.253 529.436 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 106 106 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 0 0 0 0 124 125
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 478.593 468.251 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11 11 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 218 226

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Gesamt
in TEUR BW
--- ---
per 30.09.2018
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 943.128
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 106
Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 364
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 866.572
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 496

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 34.782 (2017: TEUR 34.782) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.

Das Konzernmanagement hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen Wertpapiere basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag. Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, auf deren Anteile basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.478.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2018:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.09.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 131 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate* 0 105 0
Gesamt 139 105 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 106 0
Gesamt 0 106 0
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 192 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 7 0 0
Derivate* 0 176 0
Gesamt 199 176 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate* 0 11 0
Gesamt 0 11 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2018:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.09.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 566 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 566 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 125
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 529.436 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 529.436 34.907
31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 829 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 829 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 266
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 468.251 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 468.251 35.008

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2017 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten neun Monaten 2018 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten neun Monaten Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 3.593 enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/Erms, den 6. November 2018

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D- 72581 Dettingen/Erms

Fon +49 (0) 71 23 / 724-0

Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06

www.elringklinger.de

IR-Kontakt

Dr. Jens Winter

Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335

Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335

[email protected]

Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de

Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf Menschen beiden Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 6. November 2018 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

Finanzkalender

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27 MÄRZ 2019 Bilanzpressekonferenz, Stuttgart Analystenkonferenz, Frankfurt/Main
16 MAI 2019 114. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr

Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.

Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender abzufragen.