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ElringKlinger AG — Interim / Quarterly Report 2016
Aug 4, 2016
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Interim / Quarterly Report
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ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Bericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2016
Kennzahlen ElringKlinger-Konzern
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| 2. Quartal 2016 | 1. Quartal 2016 | 4. Quartal 2015 | 3. Quartal 2015 | 2. Quartal 2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Auftragslage | ||||||
| Auftragseingang | in Mio. € | 441,2 | 424,0 | 429,6 | 336,6 | 435,1 |
| Auftragsbestand | in Mio. € | 885,2 | 835,0 | 796,2 | 756,7 | 786,2 |
| Umsatz/Ergebnis | ||||||
| Umsatz | in Mio. € | 390,9 | 385,2 | 390,0 | 366,1 | 379,7 |
| Umsatzkosten | in Mio. € | 293,2 | 287,7 | 299,8 | 274,7 | 282,6 |
| Bruttomarge | 25,0 % | 25,3 % | 23,1 % | 25,0 % | 25,6 % | |
| EBITDA | in Mio. € | 58,5 | 53,2 | 50,2 | 56,7 | 59,8 |
| EBIT/ Operatives Ergebnis |
in Mio. € | 35,2 | 30,8 | 26,2 | 35,4 | 38,3 |
| EBIT-Marge | 9,0 % | 8,0 % | 6,7 % | 9,7 % | 10,1 % | |
| EBIT vor Kaufpreisallokation |
in Mio. € | 36,2 | 32,0 | 27,5 | 36,7 | 39,6 |
| EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation |
9,3 % | 8,3 % | 7,1 % | 10,0 % | 10,4 % | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern |
in Mio. € | 32,6 | 24,4 | 28,3 | 29,8 | 31,8 |
| Periodenergebnis | in Mio. € | 23,5 | 17,9 | 23,8 | 20,7 | 22,0 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG |
in Mio. € | 22,6 | 17,2 | 22,4 | 20,0 | 21,0 |
| Cashflow | ||||||
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit |
in Mio. € | 32,3 | 39,5 | 31,7 | 32,7 | 32,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit |
in Mio. € | - 44,2 | - 38,9 | - 56,5 | - 50,7 | - 43,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit |
in Mio. € | 15,4 | 20,2 | 11,8 | 5,2 | 17,0 |
| Operativer Free Cashflow1 |
in Mio. € | - 6,6 | 0,6 | - 24,8 | - 18,0 | - 11,0 |
| Bilanz | ||||||
| Bilanzsumme | in Mio. € | 1.853,3 | 1.809,5 | 1.765,8 | 1.757,4 | 1.765,6 |
| Eigenkapital | in Mio. € | 857,7 | 864,1 | 855,7 | 821,5 | 830,4 |
| Eigenkapitalquote | 46,3 % | 47,8 % | 48,5 % | 46,7 % | 47,0 % | |
| Personal | ||||||
| Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) |
8.283 | 8.126 | 7.912 | 7.742 | 7.597 | |
| Aktie | ||||||
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,36 | 0,27 | 0,35 | 0,32 | 0,33 |
1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor Akquisitionen)
pure partners
ElringKlinger versteht sich als verlässlicher Partner an der Seite seiner Kunden, Investoren und Lieferanten. Dafür stehen aktuell über 8.200 Mitarbeiter an insgesamt 45 Standorten rund um den Globus ein. Unter dem Leitthema "pure partners" rückt ElringKlinger sein weltweites Netzwerk in den Mittelpunkt - in allen unterschiedlichen Dimensionen der Zusammenarbeit, innerhalb wie außerhalb des Unternehmens. Aus gelebten Partnerschaften resultieren unsere Innovationen, mit denen wir die Mobilität der Zukunft gestalten und unsere Position als Technologieführer in der Automobilzuliefererbranche sichern.
Konzern-Zwischenlagebericht
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Im ersten Halbjahr 2016 wuchs die Weltwirtschaft verhalten. Das globale Geschehen war geprägt von der konjunkturellen Schwäche einzelner Regionen, unter anderem in Asien mit ihren belastenden Folgen für rohstoffexportierende Länder, der Ukraine-Krise sowie geopolitischen Ereignissen wie den Verwerfungen im Nahen Osten.
In der Eurozone verlief die konjunkturelle Erholung weiter schleppend. Gestützt durch ihre solide Binnenkonjunktur konnte die Wirtschaft im Euroraum die schwache Nachfrage vom Welthandel außerhalb der Eurozone aber auffangen. Die deutsche Konjunktur wuchs im ersten Halbjahr vor allem dank hohem privatem Konsum stabil.
Die USA verzeichneten im ersten Halbjahr 2016 im Zuge steigender Realeinkommen bzw. dynamischer privater Nachfrage ein positives Wirtschaftswachstum. In Südamerika, Russland und anderen rohstoffexportierenden Schwellenländern bremste das niedrige Preisniveau der Rohstoffe die Wirtschaft. Brasilien und Russland steckten zudem aufgrund struktureller und politischer Probleme tief in der Rezession.
Die Wirtschaft in China expandierte weiter bei einer leichten Verlangsamung der Zuwachsraten. Der Aufwärtstrend in Indien dauerte an. In Japan blieb die Konjunktur im ersten Halbjahr 2016 weiter schwach.
Größte Automobilmärkte auf Wachstumskurs
Die drei großen Automobilmärkte China, Nordamerika und Europa legten auch im ersten Halbjahr 2016 zu.
Die höchsten prozentualen Zuwächse zeigte der europäische Fahrzeugmarkt, der sich unerwartet positiv entwickelte: Niedrige Spritpreise, die steigende Beschäftigung und insbesondere das niedrige Zinsniveau trieben das Marktwachstum. In den von der Finanzkrise 2008/ 09 stark betroffenen Ländern sorgte zudem der angestaute Ersatzbedarf für Nachholeffekte. Alle großen westeuropäischen Märkte verzeichneten ein deutliches Plus - Italien und Spanien wiesen zweistellige Zuwächse aus. In den neuen EU-Ländern war die Nachfrage ebenfalls sehr lebhaft.
Die Neuzulassungen in Deutschland legten mit 7,1 % im ersten Halbjahr 2016 kräftig zu. Die deutsche Automobilproduktion hingegen wuchs etwas weniger stark, um 3,8 % auf 3,0 Mio. Fahrzeuge. Davon wurden 2,3 Mio. Pkw, d.h. 2,3 % mehr als im Vorjahresvergleichszeitraum exportiert.
Der Light-Vehicle-Absatz in den USA hat erwartungsgemäß an Tempo verloren. Im Fokus der Autokäufer standen unverändert PS-starke SUVs (Geländelimousinen) und Pickup-Trucks.
WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 4. Quartal 2015 | 1. Quartal 2016 | 2. Quartal 2016 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1,3 | 1,6 | 1,3 |
| Eurozone | 1,7 | 1,7 | 1,5 |
| USA | 2,0 | 2,1 | 1,8 |
| Brasilien | - 5,9 | - 5,4 | - 4,1 |
| China | 6,8 | 6,7 | 6,6 |
| Indien | 7,2 | 7,9 | 7,3 |
| Japan | 0,7 | 0,1 | 0,9 |
Quelle: HSBC (Juni 2016)
Eine hohe Nachfrage nach Geländelimousinen war auch auf dem weltweit größten Einzelmarkt, nämlich China, zu verzeichnen. Auch dadurch entwickelte sich China im bisherigen Jahresverlauf besser als erwartet. Gestützt wird dort die Pkw-Nachfrage außerdem von der im Oktober 2015 eingeführten Steuererleichterung für Kleinwagenkäufe. Nach einem schwachen Jahresstart nahm der indische Pkw-Markt ab März wieder Schwung auf. In Japan - dem drittgrößten Einzelmarkt der Welt -bescherte das schwache konjunkturelle Umfeld im ersten Halbjahr rückläufige Absatzzahlen. In den krisengeschüttelten Ländern Brasilien und Russland gingen die Verkaufszahlen wiederum zweistellig zurück.
Europäischer Nutzfahrzeugmarkt im Aufschwung
Der europäische Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich in den ersten sechs Monaten 2016 erfreulich. Die Absatzzahlen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge (über 3,5 t) legten in Westeuropa um 14,3 % auf 274.623 Fahrzeuge zu. Der Nachholbedarf, der sich in den Krisenjahren aufgestaut hatte, wird nun im Umfeld der konjunkturellen Erholung realisiert. Auf den deutschen Markt entfiel ein Plus von 9,1 % auf 81.714 Lkw über 3,5 t. Die neuen EU-Länder steigerten das Absatzvolumen ebenfalls kräftig um 28,7 % auf 64.586 Lkw.
Nach starken Zuwächsen in den vergangenen Jahren legte der US-amerikanische Lkw-Markt seit Jahresbeginn eine Verschnaufpause ein. Die Verkaufszahlen schwerer Lkw (Class 8) gingen im ersten Halbjahr 2016 um 15,4 % auf 104.221 Lkw spürbar zurück.
PKW-NEUZULASSUNGEN 1. HALBJAHR 2016 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA, ACEA (Juli 2016)
Wesentliche Ereignisse
Im zweiten Quartal 2016 hat die Hug Engineering AG, eine 93,67-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, mit Wirkung zum 11. April 2016 weitere 80,0 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, erworben und hält seither 90,0 % der Anteile. Der Kaufpreis liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich.
Der Anteilserwerb erfolgte, nachdem zuvor die Tochtergesellschaften der COdiNOx Beheer B.V. auf die Muttergesellschaft verschmolzen wurden. Das Unternehmen firmiert mittlerweile als Hug Engineering B.V. Mit dem Zukauf der Vertriebs- und Servicegesellschaft sollen Synergien gebündelt, das Wachstumspotenzial für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.
Darüber hinaus hat die ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Juni 2016 den Geschäftsbetrieb des insolventen Formen- und Werkzeugbauunternehmens Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen / Teck, Deutschland, übernommen. Zur Fortführung des Geschäftsbetriebs wurden alle notwendigen Vermögenswerte der Maier Formenbau GmbH erworben und in die ElringKlinger AG übernommen (Asset Deal).
Maier Formenbau ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert. Mit der Übernahme erweitert ElringKlinger seine bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Werkzeugbau. Die zusätzlichen Ressourcen sollen in erster Linie zur Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für den Geschäftsbereich Abschirmtechnik eingesetzt werden.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Solide Umsatzausweitung
Die Dynamik auf Europas Fahrzeugmärkten, die ungetrübte Kauflaune in den USA sowie das strukturelle Wachstum vieler Produktgruppen von ElringKlinger trugen zur Steigerung des Umsatzes sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2016 bei.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2016 um 3,3 % von 751,1 auf 776,1 Mio. Euro. Davon entfielen 390,9 (379,7) Mio. Euro auf das zweite Quartal 2016. Währungsbereinigt betrug der Zuwachs sogar 6,4 % im ersten Halbjahr bzw. 6,0 % im zweiten Quartal. Zu dem im ersten Quartal 2016 angefallenen 4,9 Mio. Euro Umsatzbeitrag aus der Einbeziehung der 2015 akquirierten, früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA, kamen im zweiten Quartal 2016 aus der erstmaligen Konsolidierung der am 11. April 2016 übernommenen Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, 1,6 Mio. Euro hinzu. Unter Berücksichtigung dieser Zukäufe und der beschriebenen Währungseffekte belief sich das organische Wachstum im zweiten Quartal 2016 auf 21,3 Mio. Euro bzw. 5,6 %. Somit lag ElringKlinger im gesamten Berichtszeitraum mit einer organischen Umsatzsteigerung von 5,6 % innerhalb seines Zielkorridors für das Gesamtjahr 2016 von 5 bis 7 %.
Wichtige Märkte legen weiter zu
Im ersten Halbjahr 2016 profitierte der Konzern weiter von seiner globalen Präsenz und konnte den Umsatz in den Regionen NAFTA, Asien-Pazifik und Übriges Europa - ohne Berücksichtigung von Währungseffekten -zwischen 7 und 9 % steigern. Das globale Wachstum stützt sich primär auf die Innovationskraft des Konzerns, die eine kontinuierliche Einführung neuer Produkte in den Markt zur Folge hat.
Die Region Asien-Pazifik steigerte im ersten Halbjahr 2016 die Umsatzerlöse um 6,4 % gegenüber dem Vorjahresvergleichshalbjahr und erreichte 137,0 (128,7) Mio. Euro. Einen positiven Beitrag leistete die Herstellung der neuartigen Polymer-Hybridbauteile, die seit dem zweiten Halbjahr 2015 am chinesischen Standort Suzhou in Serie produziert werden. Zudem eröffnete ElringKlinger im zweiten Quartal 2016 ein neues Werk mit hochmodernen Fertigungsanlagen am Standort Suzhou, das sich unter anderem auf die Fertigung von innovativen Kunststoff-Leichtbauteilen spezialisiert hat. Mittlerweile beträgt der Anteil der Region Asien-Pazifik am Konzernumsatz 17,7 % (17,1 %).
EFFEKTE IM KONZERNUMSATZ
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| in Mio. € | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | Veränderung absolut | in % | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 390,9 | 379,7 | + 11,2 | + 2,9 | 776,1 | 751,1 |
| davon Währungseffekte | - 11,7 | - 3,1 | ||||
| davon Akquisitionen | + 1,6 | + 0,4 | ||||
| davon organisch | + 21,3 | + 5,6 |
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| in Mio. € | Veränderung absolut | in % |
|---|---|---|
| Konzernumsatz | + 25,0 | + 3,3 |
| davon Währungseffekte | - 23,4 | - 3,1 |
| davon Akquisitionen | + 6,5 | + 0,9 |
| davon organisch | + 41,9 | + 5,6 |
Die Region NAFTA übertraf im ersten Halbjahr 2016 den starken Vorjahreswert um 2,4 % und erzielte einen Konzernumsatz von 149,4 (145,9) Mio. Euro, obwohl sich negative Währungseffekte in Höhe von 8,0 Mio. Euro niederschlugen. Insgesamt reduzierte sich der Umsatzbeitrag aus der NAFTA-Region minimal auf 19,3 % (19,5 %).
Die Entwicklung in der Region Südamerika und Übrige blieb auch im ersten Halbjahr 2016 hinter den Erwartungen zurück. Die brasilianische Wirtschaft befand sich nach wie vor in der Krise und der brasilianische Real verlor weiter an Wert. ElringKlinger erzielte in diesem Marktumfeld einen währungsbedingten Umsatzrückgang von minus 6,6 % auf 28,1 (30,1) Mio. Euro. Operativ konnte der Konzern auf niedrigem Niveau um solide 5,6 % zulegen.
Getrieben von der Niedrigzinspolitik und gesunkenen Kraftstoffpreisen generierte ElringKlinger das stärkste Wachstum in der Region Übriges Europa (ohne Deutschland). Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2016 um insgesamt 6,9 % auf 257,9 (241,3) Mio. Euro. Dadurch bleibt die Region mit einem Anteil von 33,2 % (32,1 %) der größte Absatzmarkt für ElringKlinger.
Im Inland erreichte ElringKlinger in den ersten sechs Monaten mit 203,7 (205,1) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz beträgt nunmehr 26,2 % (27,3 %).
Insgesamt stieg der Auslandsanteil am Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten auf 73,8 % (72,7 %) an.
Erstausrüstung verbessert Umsatz weiter
Im ersten Halbjahr 2016 trug das Segment Erstausrüstung 82,4 % (83,0 %) zum Konzernumsatz bei. Dabei legte der Segmentumsatz um 2,5 % bzw. um 15,8 Mio. Euro zu und erreichte im Halbjahr 639,3 (623,5) Mio. Euro. Im zweiten Quartal generierte der Konzern 2,6 % mehr Umsatz und erzielte 323,0 (314,7) Mio. Euro. Einen großen Beitrag leisteten hierzu die wachstumsstarken Geschäftsbereiche Spezialdichtungen und Kunststoffgehäusemodule / Elastomertechnik.
Die 2015 entstandenen Kapazitätsengpässe einer Einheit des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik wirkten sich im zweiten Quartal 2016 mit 4 Mio. Euro zusätzlichen Kosten belastend auf das Ergebnis aus. In den ersten sechs Monaten sind somit zusätzliche Kosten von rund 11 Mio. Euro entstanden, die nur leicht über den erwarteten rund 10 Mio. Euro lagen. Im Verlauf des zweiten Quartals 2016 setzten sich die im ersten Quartal gezeigten Verbesserungen zur Senkung der hohen operativen Fixkostenbasis nicht im geplanten Umfang fort. So musste der Personalbestand der betroffenen Schweizer Gesellschaft im zweiten Quartal 2016 erneut leicht ausgedehnt werden, um die höheren Ausbringungsmengen zu gewährleisten. Zudem konnten die extern angemieteten Lagerflächen nicht planmäßig reduziert werden. Auch die Verlagerung von Teilen der Produktion nach Ungarn erfolgte bisher langsamer als ursprünglich angenommen, da die in der Automobilindustrie notwendige Zustimmung der Kunden in einigen Fällen deutlich langsamer erteilt wurde bzw. teilweise noch aussteht. Auch die Qualitätskontrolle konnte zwar wieder eingegliedert werden, erzielte aber nicht den wie erwartet zügigen Erfolg im Ergebnis.
KONZERNUMSATZ NACH REGIONEN 1. HALBJAHR 2016 (Vorjahr) in %

Der Geschäftsbereich E-Mobility blieb im ersten Halbjahr 2016 mit einem Umsatz von 4,8 (6,2) Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert zurück. Trotz dieses Rückgangs konnte der Konzern durch weitere Prozessoptimierungen den Verlust (EBIT) auf 2,9 (3,1) Mio. Euro begrenzen. Trotz staatlicher Förderung in einzelnen Ländern bleibt die globale Nachfrage nach batteriebetriebenen Fahrzeugen sowie Plug-in-Hybriden weit hinter den Erwartungen zurück.
Ergebnisseitig konnten im Segment Erstausrüstung die beschriebenen Belastungsfaktoren nicht durch den Umsatzanstieg aufgefangen werden, so dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Halbjahr bei 42,3 (52,6) Mio. Euro lag.
Starke Entwicklung des Ersatzteilgeschäfts
ElringKlinger vertreibt im Segment Ersatzteile im Wesentlichen Zylinderkopfdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze. Nach einem erfolgreichen zweiten Quartal erzielte der Konzern in der ersten Jahreshälfte 2016 einen Umsatz von 78,3 (71,4) Mio. Euro und konnte um 9,7 % zulegen. Sehr gute Wachstumsraten generierte ElringKlinger in den ersten sechs Monaten auf dem osteuropäischen Markt. Dort zahlten sich die langjährige und intensive Marktbearbeitung sowie enge Kundenbeziehungen aus. Dasselbe trifft auch für das Inland zu, wo der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 13,4 % gesteigert werden konnte.
Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) legte von Januar bis Juni 2016 um 22,1 % auf 16,6 (13,6) Mio. Euro zu.
Kunststofftechnik steigert Umsatz und EBIT um 3 %
Anders als die vorherigen Segmente spezialisiert sich das Segment Kunststofftechnik auf die Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen (z. B. PTFE / PFA / PVDF) und die entsprechende Applikationstechnologie. Rund zwei Drittel des Segmentumsatzes werden außerhalb der Automobilindustrie, z. B. mit Kunden aus dem Maschinen- und Anlagebau, erzielt.
In den ersten sechs Monaten 2016 generierte das Segment Kunststofftechnik einen Umsatz von 51,6 (50,1) Mio. Euro und legte um 3,0 % zu. Das Geschäft mit Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau entwickelte sich erneut durchwachsen, während das Automobilgeschäft im Rahmen der Erwartungen verlief. In Summe erreichte das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten 2016 eine Höhe von 6,2 (6,0) Mio. Euro.
Gewerbeparks mit geringerem Ergebnisbeitrag
In der ersten Jahreshälfte 2016 erzielte der Konzern Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, von 2,0 (2,2) Mio. Euro. Der leichte Rückgang resultierte aus einem zum Jahresende 2015 ausgelaufenen Mietvertrag, weshalb das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter rückläufig war. Im ersten Halbjahr belief es sich auf minus 0,1 (0,5) Mio. Euro.
Engineering-Dienstleistungen mit leichtem Umsatzzuwachs
Das Segment Dienstleistungen bietet klassische Serviceleistungen, wie z.B. Engineering- und Prüfstandleistungen für Fahrzeughersteller und andere Automobilzulieferer, an. Zum Leistungsspektrum zählen die SCR(Selective Catalytic Reduction)-Technologie zur Stickoxidreduzierung sowie die Partikelzählung im Dieselpartikelfilter. Darüber hinaus erbringt die ebenfalls in diesem Segment erfasste ElringKlinger Logistic Service GmbH interne und externe Logistikdienstleistungen wie Sortieren und Verpacken.
Mit 4,9 (3,8) Mio. Euro wurde der Umsatzbeitrag in den ersten sechs Monaten erneut gesteigert. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte dabei 1,0 (0,9) Mio. Euro.
KONZERNUMSATZ NACH SEGMENTEN 1. HALBJAHR 2016 (Vorjahr) in %

Mitarbeiteranzahl weiter ausgeweitet
Zum 30. Juni 2016 waren weltweit 8.283 (31.12.2015: 7.912) Personen im ElringKlinger-Konzern beschäftigt, und damit 371 bzw. 4,7 % mehr als zum Geschäftsjahresende 2015. Wie bereits im ersten Quartal 2016 stärkte ElringKlinger seine internationale Präsenz und erhöhte die Anzahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter. Dabei ließ primär das global zunehmende Produktionsvolumen die Mitarbeiteranzahl steigen. So arbeiteten im ersten Halbjahr 2016 4.794 (31.12.2015: 4.467) Mitarbeiter außerhalb Deutschlands. Die größten Personalausweitungen entfielen im zweiten Quartal 2016 auf die Standorte in Indien, Mexiko und den USA, wo insbesondere in den produzierenden Bereichen weiteres Personal aufgebaut wurde. Der Auslandsanteil kletterte im ersten Halbjahr auf 57,9 % (31.12.2015: 56,5 %). Entsprechend reduzierte sich der Anteil der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter zum 30. Juni 2016 auf 42,1 % (31.12.2015: 43,5 %).
Bruttomarge geht auf 25 % zurück
Die zuvor beschriebenen Belastungsfaktoren im Segment Erstausrüstung spiegelten sich zu einem großen Teil in den Umsatzkosten wider. Insgesamt stiegen die Umsatzkosten im ersten Halbjahr 2016 um 4,0 % auf 580,9 (558,5) Mio. Euro. Entsprechend belief sich die Bruttomarge auf 25,2 % (25,6 %). Im zweiten Quartal fielen Umsatzkosten in Höhe von 293,2 (282,6) Mio. Euro an. Die Bruttomarge reduzierte sich von 25,6 % auf 25,0 %.
Zusätzlich ist in den Umsatzkosten des ersten Halbjahres 2016 die für das Geschäftsjahr 2015 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 5,7 (5,6) Mio. Euro enthalten. Die im Juni 2016 ausbezahlte Einmalzahlung von 150 Euro für alle in Deutschland beschäftigten tariflichen Konzernmitarbeiter wirkte sich mit 0,5 Mio. Euro zudem erhöhend auf die Personalaufwendungen aus.
Bei den von ElringKlinger eingesetzten Materialien war speziell im zweiten Quartal bei Edelstahl und feueraluminiertem Feinblech (FAL) ein leicht anziehendes Preisniveau zu verzeichnen. Dieses resultiert vor allem aus einer Marktkonsolidierung und damit verbundenen Angebotsverringerung auf dem Weltmarkt. Die Legierungszuschläge für Edelstähle lagen im ersten Halbjahr auf Vorjahresniveau.
Forschungs- und Entwicklungsaufwand bleibt über Branchendurchschnitt
Die direkten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) erhöhten sich im ersten Halbjahr 2016 um 3,7 % auf 33,4 (32,2) Mio. Euro, davon entfielen 16,1 (15,8) Mio. Euro auf das zweite Quartal. Unter Berücksichtigung der als immaterielle Vermögenswerte aktivierten F&E-Kosten (2,7 Mio. Euro) wendete ElringKlinger in der ersten Jahreshälfte 2016 36,1 (36,0) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Daraus errechnet sich eine F&E-Quote von 4,7 % (4,8 %).
Im ersten Halbjahr 2016 setzte ElringKlinger 3,3 (2,9) Mio. Euro Fördermittel der öffentlichen Hand hauptsächlich für Forschungsprojekte in der Brennstoffzellentechnologie, in der Batterietechnologie sowie im Leichtbau ein. Den Zuschüssen standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.
Alle Entwicklungsprojekte konzentrierten sich in der ersten Jahreshälfte auf einen der Megatrends in der Automobilindustrie: effiziente Antriebssysteme. Der Schwerpunkt lag in den ersten sechs Monaten 2016 auf der Weiterentwicklung von Bauteilen für die Fahrzeugkarosserie in Leichtbauweise unter der Anwendung neuer Materialkonzepte, wie z.B. dem Einsatz leichter Faserverbundwerkstoffe (Organobleche). Zudem ist die Entwicklung eines neuen kombinierten Systems für Offroadfahrzeuge, welches aus Dieselpartikelfilter und Vollstrom-Brenner besteht, nahezu abgeschlossen. Der Vollstrom-Brenner ermöglicht eine vollautomatische, aktive Regeneration der Rußpartikel auf dem Dieselpartikelfilter, welche völlig unabhängig vom Motorbetrieb abläuft. Daneben kann das System auch mit Kraftstoffen betrieben werden, die einen außergewöhnlich hohen Schwefelanteil enthalten. Der Geschäftsbereich E-Mobility konzentrierte sich weiter auf die Konzeption eigener Lithium-Ionen-Batteriemodule, die in Nischenbereichen, wie z.B. Baumaschinen oder Gabelstapler, eingesetzt werden können.
Die Vertriebsaufwendungen erhöhten sich in den ersten sechs Monaten 2016 um 8,0 % auf 56,9 (52,7) Mio. Euro bzw. um 7,4 % auf 28,9 (26,9) Mio. Euro im zweiten Quartal 2016. Der Anstieg begründet sich in verstärkten Vertriebsaktivitäten im asiatischen Markt sowie in höheren Frachtkosten.
Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich in der ersten Jahreshälfte 2016 um 12,9 % auf 41,0 (36,3) Mio. Euro. Darin enthalten sind die noch ausstehenden Gehaltszahlungen für das ehemalige Vorstandsmitglied Karl Schmauder in Höhe von 2,3 Mio. Euro, die bereits im ersten Quartal 2016 aufwandswirksam in den Verwaltungskosten erfasst wurden. Im zweiten Quartal betrugen die Verwaltungskosten 19,5 (17,4) Mio. Euro.
EBITDA sinkt auf 112 Mio. Euro
Aufgrund der gestiegenen Kostenbasis, die bereits zuvor erläutert wurde, spiegelte sich das Umsatzwachstum nicht in den Ergebniskennzahlen des zweiten Quartals bzw. des ersten Halbjahres 2016 wider. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich entsprechend auf 111,6 (115,9) Mio. Euro. Im zweiten Quartal betrug das EBITDA 58,5 (59,8) Mio. Euro. Aufgrund der nachhaltigen Investitionsaktivitäten stiegen die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in der ersten Jahreshälfte um 3,4 Mio. Euro auf 45,6 (42,2) Mio. Euro bzw. um 1,8 Mio. Euro auf 23,3 (21,5) Mio. Euro im zweiten Quartal 2016. Darin enthalten sind negative Effekte aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 2,3 (2,6) Mio. Euro bzw. von 1,0 (1,3) Mio. Euro.
Abzüglich der Abschreibungen reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in der ersten Jahreshälfte auf 66,0 (73,7) Mio. Euro. Im zweiten Quartal lag das Konzern-EBIT bei 35,2 (38,3) Mio. Euro und verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2016 (30,8 Mio. Euro) um 4,4 Mio. Euro. Vor Kaufpreisallokation kam das operative Konzern-EBIT im Sechsmonatszeitraum 2016 auf 68,2 (76,3) Mio. Euro bzw. 36,2 (39,6) Mio. Euro im zweiten Quartal.
Daraus errechnet sich eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation im ersten Halbjahr 2016 von 8,8 % (10,2 %) bzw. 9,3 % (10,4 %) im zweiten Quartal.
EBIT VOR KAUFPREISALLOKATION 1. HALBJAHR in Mio. €

Finanzergebnis profitiert im zweiten Quartal von Währungsgewinnen
Das Finanzergebnis schwächte sich im ersten Halbjahr 2016 auf minus 8,9 (- 3,0) Mio. Euro ab. Wurden im ersten Halbjahr 2015 aufgrund des schwachen Euros mit 3,1 Mio. Euro noch deutlich positive Währungseffekte aus der Finanzierungstätigkeit realisiert, so lagen diese im gleichen Zeitraum 2016 aufgrund von geringeren Währungsgewinnen bei minus 2,6 Mio. Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal 2016 verbesserte sich im zweiten Quartal 2016 das Währungsergebnis um 4,2 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro (31.03.2016: - 3,4 Mio. Euro).
Das Zinsergebnis lag sowohl im ersten Halbjahr mit minus 6,3 (- 6,1) Mio. Euro als auch im zweiten Quartal mit minus 3,4 (- 3,1) Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.
Im ersten Halbjahr 2016 konnte dementsprechend im Ergebnis vor Ertragsteuern mit 57,0 (70,7) Mio. Euro das Vorjahresniveau nicht erreicht werden, wohingegen das zweite Quartal den Vorjahresvergleichswert mit 32,6 (31,8) Mio. Euro übertraf.
Die Ertragsteueraufwendungen verringerten sich im zweiten Quartal auf 9,1 (9,8) Mio. Euro bzw. auf 15,6 (19,5) Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016. Die Konzern-Steuerquote lag mit 27,9 % (30,8 %) im zweiten Quartal 2016 bzw. 27,4 % (27,5 %) in den ersten sechs Monaten 2016 im üblichen Rahmen.
Periodenergebnis bei 41 Mio. Euro
Nachdem im ersten Quartal das Periodenergebnis deutlich hinter dem Vorjahresvergleichsquartal zurückblieb, lag es im zweiten Quartal mit 23,5 (22,0) Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. In Summe belief sich das Periodenergebnis im ersten Halbjahr 2016 auf 41,4 (51,2) Mio. Euro.
Die Minderheitenanteile entwickelten sich im zweiten Quartal 2016 mit 0,9 (1,0) Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Aufgrund der geringeren Ergebnisse der Geschäftsbereiche Abgasnachbehandlung und Kunststofftechnik im ersten Quartal 2016 reduzierten sich die Minderheitenanteile in den ersten sechs Monaten 2016 auf 1,6 (2,0) Mio. Euro. Abzüglich dieser Anteile belief sich der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil im ersten Halbjahr 2016 auf 39,8 (49,2) Mio. Euro bzw. 22,6 (21,0) Mio. Euro im zweiten Quartal 2016.
Zum 30. Juni 2016 betrug die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien unverändert 63.359.990 Stück, woraus sich im ersten Halbjahr 2016 entsprechend ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,63 (0,78) Euro ergab. Im zweiten Quartal 2016 kam das Ergebnis je Aktie auf 0,36 (0,33) Euro.
ERGEBNISANTEIL DER AKTIONÄRE DER ELRINGKLINGER AG 1. HALBJAHR in Mio. €

Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger-Gruppe zeigte sich zum 30. Juni 2016 mit einer Eigenkapitalquote von 46,3 % und einem positiven operativen Cashflow von 71,8 Mio. Euro weiterhin solide.
Bilanzsumme wächst auf 1.853 Mio. Euro
Gegenüber dem Jahresende 2015 stieg die Bilanzsumme um 5,0 % auf 1.853,3 Mio. Euro.
Unter den langfristigen Vermögenswerten, die rund 60 % des Aktiva ausmachen, erhöhten sich nur die Sachanlagen in größerem Umfang. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit des Konzerns nahmen diese zum Halbjahresstichtag auf 858,0 Mio. Euro zu und lagen um 30,7 Mio. Euro über dem Buchwert am 31. Dezember 2015.
Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) stieg gegenüber dem Stand am Jahresende 2015 (609,1 Mio. Euro) geringfügig um 2,6 % auf 624,7 Mio. Euro. Trotz der üblicherweise intensiveren Bevorratung im Zusammenhang mit Neuprojekten hielt der Konzern die Vorräte insgesamt auf einem stabilen Niveau. Sie kamen zum 30. Juni 2016 auf 323,3 Mio. Euro, nach 321,9 Mio. Euro zum Jahreswechsel. Unter Ausklammerung der in den Vorräten enthaltenen Werkzeuge (79,0 Mio. Euro) reduzierten sich die übrigen Vorräte im Konzern zum 30. Juni 2016 leicht auf 244,3 Mio. Euro (Stand am 31. Dezember 2015: 249,0 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht auf 301,4 Mio. Euro, nach 287,2 Mio. Euro am 31. Dezember 2015.
Die Zahlungsmittel und Äquivalente erhöhten sich um 24,5 Mio. Euro auf 73,4 Mio. Euro.
Akquisitionsbedingt nahm die Bilanzsumme in den ersten sechs Monaten 2016 unwesentlich um 10,3 Mio. Euro zu. Die Erwerbe betrafen die im April 2016 zugekauften Anteile an der COdiNOx Beheer B.V., eine niederländische Tochtergesellschaft der Schweizer Konzerntochter Hug, sowie den im Juni 2016 übernommenen Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen / Teck, Deutschland.
Hinsichtlich der Währungsumrechnung in die Berichtswährung Euro wurde der auf die Konzernbilanz in Summe leicht reduzierende Effekt des ersten Quartals 2016 im zweiten Quartal nahezu kompensiert, sodass die Auswirkung im ersten Halbjahr insgesamt für unbedeutend betrachtet werden kann.
Eigenkapitalquote bei 46 %
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg zum 30. Juni 2016 leicht auf 857,7 Mio. Euro, nach 855,7 Mio. Euro zum Jahresende 2015. Die Eigenkapitalquote verringerte sich etwas auf 46,3 % (Stand am 31. Dezember 2015: 48,5 %), lag damit aber noch deutlich über dem Zielwert von mindestens 40 %.
In den Gewinnrücklagen wurden im ersten Halbjahr 2016 die Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG in Höhe von 34,8 (34,8) Mio. Euro sowie die Einstellung des Halbjahresergebnisses (Ergebnis der Aktionäre der ElringKlinger AG) verbucht. Da letzteres den Ausschüttungsbetrag überstieg, erhöhten sich die Gewinnrücklagen gegenüber dem Jahresende 2015 (628,9 Mio. Euro) um 5,0 Mio. Euro auf 633,9 Mio. Euro.
LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| in Mio. € | 30.06.2016 | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 213,6 | 210,2 | 213,5 |
| Sachanlagen | 858,0 | 835,0 | 827,3 |
| Sonstige | 36,1 | 35,3 | 33,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.107,7 | 1.080,5 | 1.074,5 |
| Vorräte | 323,3 | 323,1 | 321,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301,4 | 295,9 | 287,2 |
| Sonstige | 120,9 | 110,0 | 82,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 745,6 | 729,0 | 691,3 |
| Bilanzsumme | 1.853,3 | 1.809,5 | 1.765,8 |
| Eigenkapital | 857,7 | 864,1 | 855,7 |
| Rückstellungen für Pensionen | 119,9 | 119,0 | 118,7 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 349,2 | 318,8 | 326,1 |
| Sonstige | 42,2 | 40,7 | 41,3 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 511,3 | 478,5 | 486,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 83,0 | 89,9 | 85,9 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 256,3 | 231,7 | 209,6 |
| Sonstige | 145,0 | 145,3 | 128,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 484,3 | 466,9 | 423,9 |
Die übrigen Rücklagen beinhalten die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und verringerten sich um 2,2 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro.
Unternehmenswachstum führt zu Anstieg der Finanzverbindlichkeiten
Mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 53,7 % lagen die Konzernverbindlichkeiten zum 30. Juni 2016 bei 995,6 Mio. Euro und damit spürbar höher als am 31. Dezember 2015 (910,0 Mio. Euro). Hauptursächlich für diesen Anstieg war die Ausweitung der Finanzverbindlichkeiten, die - neben dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - zur Finanzierung des Unternehmenswachstums herangezogen werden.
Zum Halbjahresstichtag erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten in Summe auf 605,5 Mio. Euro, nach 535,7 Mio. Euro am 31. Dezember 2015. Die Nettofinanzverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) nahm von 486,8 Mio. Euro auf 532,1 Mio. Euro zu.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen gegenüber dem Jahreswechsel (85,9 Mio. Euro) leicht auf 83,0 Mio. Euro zurück.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit spürbar verbessert
Den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte der ElringKlinger-Konzern im ersten Halbjahr 2016 trotz des niedrigeren Ergebnisses im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum spürbar auf 71,8 (58,9) Mio. Euro. Hiervon wurden im ersten Quartal 39,5 (26,7) Mio. Euro und im zweiten Quartal 32,3 (32,2) Mio. Euro erwirtschaftet. Diese positive Entwicklung ist in erster Linie auf eine geringere zusätzliche Mittelbindung im Working Capital zurückzuführen. Zwar ergab sich aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, in Summe ein Mittelabfluss in Höhe von 15,4 Mio. Euro. Dieser lag aber deutlich unter dem Mittelabfluss des ersten Halbjahres 2015 (26,6 Mio. Euro).
Die Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" beinhaltet im Wesentlichen Währungseffekte, die im Berichtszeitraum mit 4,5 (- 7,0) Mio. Euro erhöhend auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wirkten.
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 1. HALBJAHR in Mio. €

Ausbau von Kapazitäten prägen Investitionstätigkeit
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien verringerten sich im ersten Halbjahr 2016 leicht auf 73,6 (75,9) Mio. Euro, davon entfielen 36,1 (40,7) Mio. Euro auf das zweite Quartal. Die Investitionsquote (Anteil der Investitionen am Konzernumsatz) lag in den ersten sechs Monaten 2016 bei 9,5 % (10,1 %) und damit erwartungsgemäß noch geringfügig oberhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 7 bis 9 %.
Sowohl umfangreiche Kapazitätserweiterungsmaßnahmen als auch der Aufbau von Fertigungsanlagen für bedeutende Neuanläufe erforderten die erhöhte Invesitionstätigkeit, die sich regional vor allem auf die Wachstumsregionen NAFTA, Europa und Asien erstreckte. Der Großteil der Investitionen entfiel auf das Segment Erstausrüstung.
Die Auszahlungen für Investitionen am Hauptstandort Dettingen / Erms betrafen in erster Linie Fertigungsanlagen für die Geschäftsbereiche Spezialdichtungen und Kunststoffgehäusemodule. Für letzteren erfolgte der Baubeginn eines modernen Logistikzentrums. Bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, fielen noch Auszahlungen für Produktionsanlagen im Zusammenhang mit dem abgeschlossenen Werksneubau an.
Der Standort ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, investiert seit 2015 vermehrt in neue Fertigungsanlagen zur Erhöhung der Ausbringungsmengen. Weitere Auszahlungen betrafen die Werke in Nordamerika. Bei der 2015 akquirierten ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, wurde die Produktion aus zwei veralteten Fertigungsstätten am neuen Standort in Southfield zusammengeführt. Dies erforderte Investitonen in moderne Fertigungsanlagen zur Herstellung von Getriebesteuerplatten für Automatikgetriebe. An den bestehenden Standorten in Buford, USA, sowie Toluca, Mexiko, tätigte ElringKlinger Erweiterungsinvestitionen, unter anderem zur Fertigung neuartiger Unterboden-Leichtbauteile aus glasfaserverstärkten Thermoplasten.
ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSMITTEL 1. HALBJAHR 2016 in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
2 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss
Ein wesentlicher Anteil der Investitionen fiel bei den asiatischen Tochtergesellschaften und dabei schwerpunktmäßig in China an. Am Standort in Suzhou kamen Baumaßnahmen für ein neues, hochmodernes Werk mit deutlich größerer Fertigungsfläche weitgehend zum Abschluss. Das Werk wurde Anfang Juni eingeweiht. Neben Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie, wie beispielsweise Cockpit-Querträgern, werden dort weitere Teile für die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule / Elastomertechnik sowie Abschirmtechnik gefertigt. Am zweiten chinesischen Produktionsstandort in Changchun ist ein Erweiterungsbau für die Produktion von Zylinderkopfdichtungen und motornahen Kunststoffgehäusemodulen in Arbeit.
Die Kaufpreiszahlungen für die beschriebenen Akquisitionen erfolgten im zweiten Quartal 2016 und bewirkten einen Mittelabfluss von 5,3 Mio. Euro. Im Vorjahr wurden 24,2 Mio. Euro für den Erwerb der jetzigen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, ausbezahlt.
In Summe betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit in den ersten sechs Monaten 2016 minus 83,1 (- 105,4) Mio. Euro. Der operative Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) verbesserte sich auf minus 5,9 (- 22,3) Mio. Euro im ersten Halbjahr und auf minus 6,6 (- 11,0) Mio. Euro im zweiten Quartal 2016.
Erhöhter Finanzierungsbedarf im zweiten Quartal
Üblicherweise ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im zweiten Quartal stark durch die Zwischenfinanzierung der Dividendenzahlung an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter geprägt. Diese betrug im Berichtsquartal 37,7 (35,9) Mio. Euro. In diesem Zeitraum flossen dem Konzern per Saldo 53,1 (52,9) Mio. Euro aus Finanzverbindlichkeiten zu. Im ersten Halbjahr betrug der Mittelzufluss aus Finanzverbindlichkeiten (saldiert um Auszahlungen für Tilgungen) 73,5 (84,1) Mio. Euro.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit summierte sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf 35,7 (48,2) Mio. Euro bzw. im zweiten Quartal 2016 auf 15,4 (17,0) Mio. Euro.
Die Zahlungsmittel des Konzerns beliefen sich zum 30. Juni 2016 auf 73,4 (74,6) Mio. Euro.
Chancen und Risiken
Bei der Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im zweiten Quartal 2016 keine grundlegenden Veränderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2015 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 96ff.) ergeben.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht absehbar.
Durch die Entscheidung der britischen Bevölkerung für einen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit-Referendum) haben die konjunkturellen Risiken tendenziell in ihrer Gewichtung zugenommen. Auch die branchenbezogenen Risiken für die gesamte Automobilindustrie können durch die Bedeutung des britischen Pkw-Markts, dem zweitgrößten europäischen Absatzmarkt im Jahr 2015, in der Tendenz als zunehmend eingestuft werden. Die Folgen des Austritts von Großbritannien aus der Eurozone sind zum derzeitigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich abschätzbar.
ElringKlinger erwartet jedoch keine signifikanten Auswirkungen des Brexits auf das eigene Unternehmen. ElringKlinger besitzt mit der Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd. einen Produktionsstandort im englischen Redcar, an dem vor allem Zylinderkopf- und Spezialdichtungen für den lokalen Markt hergestellt werden. Der Umsatzanteil, gemessen am Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2015, lag bei etwa 2 %. Darüber hinaus existiert in England mit Elring Parts Ltd. in Gateshead noch ein Vertriebsstandort für das Ersatzteilgeschäft.
Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2015 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/gb2015/chancen-und-risikobericht zugänglich.
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche
In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Juli 2016 bewertete der Internationale Währungsfonds (IWF) die globalen Wachstumsaussichten leicht ungünstiger als noch in seiner Schätzung vom April. Nach zuvor 3,2 % veranschlagt er nun eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,1 % für das Jahr 2016. Demnach werden die etablierten Volkswirtschaften mit 1,8 % (zuvor 1,9 %) expandieren. Für die Schwellenländer insgesamt beließ der IWF die Prognose bei 4,1 %.
Das Stimmungsbild für die globale Konjunktur hat sich nach dem Ende Juni erfolgten Volksentscheid in Großbritannien, der im Ergebnis zu einem EU-Austritt des Landes führen wird, eingetrübt. Die Auswirkungen des "Brexit" auf die stark international verflochtene Wirtschaft Großbritanniens und damit auch die globale Konjunktur sind derzeit schwer absehbar. Neben dieser Unsicherheit begrenzen die immer noch niedrigen Rohstoffpreise die wirtschaftliche Entwicklung rohstoffexportierender Schwellenländer. Für die USA und Westeuropa wird nach Einschätzung der Wirtschaftsexperten mit einem moderaten Wachstum gerechnet. In China wird sich die Konjunkturabkühlung leicht fortsetzen, während Indiens Wirtschaft auf Jahressicht ihren soliden Aufschwung beibehalten dürfte. Hingegen wird für die Konjunktur in Japan selbst vor dem Hintergrund staatlicher Maßnahmen weiterhin ein nur schleppender Verlauf gesehen. Eine Erholung der Wirtschaft in den Krisenländern Brasilien und Russland, die tief in der Rezession stecken, ist derzeit nicht in Sicht.
WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| Veränderung zum Vorjahr in % | 2015 | Prognose 2016 | Prognose 2017 |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,1 | 3,1 | 3,4 |
| Deutschland | 1,5 | 1,6 | 1,2 |
| Eurozone | 1,7 | 1,6 | 1,4 |
| USA | 2,4 | 2,2 | 2,5 |
| Brasilien | - 3,8 | - 3,3 | 0,5 |
| China | 6,9 | 6,6 | 6,2 |
| Indien | 7,6 | 7,4 | 7,4 |
| Japan | 0,5 | 0,3 | 0,1 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Juli 2016)
Weltgrößte Automobilmärkte 2016 intakt
Trotz konjunktureller Schwächen in mehreren Ländern wird 2016 nach derzeitigen Prognosen für die Automobilindustrie ein weiteres Wachstumsjahr werden. Der deutsche Branchenverband VDA (Verband der Automobilindustrie) erwartet für den Pkw-Weltmarkt ein gegenüber 2015 um 3 % höheres Absatzvolumen von erstmals über 80 Mio. Fahrzeugen. Er erhöhte damit seine ursprüngliche Prognose leicht, nachdem sich insbesondere für Europa, aber auch für China eine positivere Entwicklung als ursprünglich erwartet abzeichnet. Der Automarkt profitiert erkennbar von niedrigen Kraftstoffpreisen und günstigen Kreditzinsen. Die Erholung wirkt sich vor allem positiv auf die exportstarke deutsche Automobilindustrie aus, deren Marktanteil in Westeuropa und den neuen EU-Ländern bei jeweils etwa 50 % liegt. Gleichzeitig dämpfen die befürchteten Auswirkungen des bevorstehenden Brexit den Ausblick.
Nach den jüngsten Schätzungen des VDA sollte der Pkw-Absatz in Westeuropa im Gesamtjahr um 5 % auf 13,8 Mio. Pkw zulegen. Aufgrund der höheren Vergleichsbasis aus dem zweiten Halbjahr des Vorjahres und der in Folge des Brexit möglicherweise verstärkten Abkühlung des britischen Fahrzeugmarkts werden für das zweite Halbjahr 2016 nicht mehr die hohen Zuwachsraten der ersten beiden Quartale gesehen. Das Vorkrisenniveau von 14,7 Mio. Fahrzeugen aus dem Jahr 2007 wird demnach 2016 noch nicht wieder erreicht, so dass für Europa insgesamt die positiven Aussichten bestehen bleiben.
Für den deutschen Pkw-Markt wird ein Absatzplus von 3 % auf 3,3 Mio. Neuzulassungen erwartet. Die Pkw-Inlandsproduktion sollte um 1 % auf ein Produktionsvolumen von 5,8 Mio. Fahrzeugen steigen können. Die deutschen Exporte werden laut VDA mit 4,4 Mio. Einheiten voraussichtlich stabil bleiben.
Im US-Markt findet derzeit eine Verlangsamung statt. Für das Gesamtjahr sehen Marktbeobachter noch ein Verkaufsplus von 1 % auf 17,5 Mio. Light Vehicles.
Der weltgrößte Absatzmarkt China dürfte nach VDA-Angaben um 8 % zulegen. In Summe werden damit in der Volksrepublik knapp 21,7 Mio. Pkw verkauft werden.
Die Talfahrt der Märkte Brasilien und Russland geht weiter, verlangsamt sich aber etwas. Dem Branchenverband Anfavea zufolge könnte in Brasilien zum Jahresende die Talsohle erreicht sein. Japan wird 2016 voraussichtlich ebenfalls mit einem leichten Minus beim Pkw-Absatz abschließen.
Mittelfristig sehen Branchenkenner ein durchschnittliches Wachstum des globalen Fahrzeugmarkts bis zum Jahr 2020 zwischen 2 und 3 %. Tragende Säulen für die absoluten Volumina werden dabei zwar weiterhin die Märkte Asien, NAFTA und Westeuropa sein. Eine weitere Expansion der Triademärkte (NAFTA, Westeuropa, Japan) ist nicht zu erwarten. Stattdessen werden die restlichen asiatischen Länder und andere Schwellenländer wachsen. Ab 2017 könnten auch Russland und Südamerika wieder zulegen. Das größte Potenzial nach absoluten Zuwächsen dürfte weiterhin in China liegen.
Nutzfahrzeugmarkt 2016: Europa solide, USA schwach
2016 wird für den europäischen Nutzfahrzeugmarkt ein Jahr mit hoher Dynamik, in dem die in den Vorjahren aufgestauten Nachholbedarfe realisiert werden. Für schwere Nutzfahrzeuge (über 6 t) erwartet der VDA im Gesamtjahr ein Plus von 8 % auf 280.000 Fahrzeuge - entsprechend dem höchsten Absatzvolumen seit 2008. In Deutschland soll der Markt demnach um 4 % zulegen.
Nach starken Zuwächsen in den letzten drei Jahren präsentiert sich der nordamerikanische Lkw-Markt deutlich schwächer. Die Verkaufszahlen der schweren Trucks sollen sich Prognosen zufolge 2016 wieder auf einem Niveau normalisieren, das um bis zu knapp 20 % unter dem Vorjahreswert liegen könnte.
Die Nutzfahrzeugindustrie in Brasilien wird angesichts der wirtschaftlichen Flaute auch 2016 ein schwaches Jahr mit weiteren Rückgängen durchlaufen.
Ausblick Konzern
Weiterhin erfreuliche Auftragssituation
Nach wie vor hat ElringKlinger eine gute Auftragssituation zu verzeichnen. Der Auftragseingang belief sich im zweiten Quartal auf 441,2 Mio. Euro - eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal von 6,1 Mio. Euro oder 1,4 %. Berücksichtigt man Währungseffekte, betrug der Anstieg 16,4 Mio. Euro oder 3,8 %. Nach dem hohen Zuwachs beim Auftragseingang im ersten Quartal im Vergleich zu Q1 2015 von währungsbereinigt 9,2 % baut der Konzern im Berichtszeitraum seine Basis für künftiges organisches Wachstum weiter aus.
Dementsprechend hat sich auch der Auftragsbestand verbessert. Gegenüber dem Vorjahreswert erhöhte er sich um 99,0 Mio. Euro oder 12,6 % auf 885,2 Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug die Steigerung sogar 124,0 Mio. Euro oder 15,8 % auf 910,2 Mio. Euro.
Ergebnisausblick 2016 angepasst
Mit den beiden ersten Quartalen blieb der Konzern ergebnisseitig hinter seinen Erwartungen zurück. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen die durch Kapazitätsengpässe betroffene Geschäftseinheit des Erstausrüstungssegments mit ihrem hohen operativen Fixkostenniveau. Die Verbesserungen, die noch im ersten Quartal zu beobachten waren, setzten sich im zweiten Quartal nicht wie geplant fort. Darüber hinaus ist nicht davon auszugehen, dass im zweiten Halbjahr der Rückstand der ersten Jahreshälfte aufgeholt werden kann.
Vor diesem Hintergrund erwartet ElringKlinger für das Übergangsjahr 2016 allenfalls eine leichte Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr und geht nunmehr von einem EBIT vor Kaufpreisallokation von 140 bis 150 Mio. Euro (zuvor: 160 bis 170 Mio. Euro) aus.
Hinsichtlich des Umsatzes rechnet der Konzern unverändert mit einem organischen Wachstum von 5 bis 7 %.
Weitere Indikationen für das Gesamtjahr überprüft und teilweise adjustiert
Die Anpassungen im Ergebnisausblick wirken sich auch auf weitere Kenngrößen aus. Ging man zu Jahresbeginn für 2016 noch von einem nicht mehr oder leicht negativen operativen Free Cashflow aus, dürfte sich bei niedrigeren Ergebniserwartungen gegen Jahresende auch ein entsprechend schwächerer operativer Free Cashflow einstellen. Gemäß den Planungen unverändert wird sich das Working Capital um rund 20 bis 30 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert verbessern und werden sich die Investitionen 2016 ungefähr auf Vorjahresniveau bewegen. Aufgrund des erwarteten geringeren Ergebnisniveaus wird sich auch die Kapitalrentabilität (ROCE) im laufenden Jahr allenfalls leicht verbessern.
Mittelfristige Ziele unverändert
Der Konzern rechnet mittelfristig weiterhin mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 % jährlich und einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 13 bis 15 %.
Nachtragsbericht
Nach dem Abschluss der Berichtsperiode haben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.
Dettingen / Erms, den 4. August 2016
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Thomas Jessulat |
| Vorsitzender |
ElringKlinger am Kapitalmarkt
Brexit-Referendum sorgt für Kursrutsch an den Aktienmärkten
Das überraschende Votum der britischen Bevölkerung für einen Austritt aus der Europäischen Union sorgte Ende Juni für zum Teil deutliche Kursrückgänge an den Aktienmärkten rund um den Globus. Bereits in den Wochen vor dem Brexit-Referendum war unter den Kapitalmarktteilnehmern eine allgemeine Verunsicherung zu beobachten, die erhebliche Kursschwankungen zur Folge hatte.
Zunehmende Sorgen um den europäischen Bankensektor, anhaltend enttäuschende Wirtschaftsdaten in China und die starke Aufwertung des japanischen Yen infolge der Entscheidung der Notenbank von Japan, trotz niedriger Inflation auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik zu verzichten, setzten die globalen Aktienmärkte im zweiten Quartal 2016 zudem unter Druck. Verbesserte Konjunkturdaten im Euroraum, die Einigung der Eurogruppe und des IWF auf einen neuen Schuldendeal für Griechenland sowie der stabile Ölpreis stützten die Märkte dagegen nur zeitweise.
Der deutsche Leitindex DAX schloss das erste Halbjahr 2016 mit einem deutlichen Minus von 9,9 % bei 9.680 Punkten. Die Abwärtsentwicklung der Mid- und Small-Cap-Indizes verlief dagegen moderater: Der MDAX beendete die ersten sechs Monate mit einem Verlust von 4,5 % bei 19.843 Punkten. Der SDAX verzeichnete in demselben Zeitraum einen Rückgang um 3,5 % auf 8.782 Punkte.
ElringKlinger-Aktie eingebettet in allgemeinen Abwärtstrend der Automobilwerte
Nachdem das ElringKlinger-Papier das vierte Quartal 2015 bei 23,50 Euro abschloss, trübte sich der Kurs zu Beginn des Jahres 2016 im Einklang mit den Gesamtmärkten zunächst wieder etwas ein. Die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 gegen Ende Februar stieß beim Kapitalmarkt auf positive Resonanz und sorgte in der Folge wieder für positive Kursimpulse. Dieser Trend sollte bis Ende März anhalten und gipfelte zum Ende des ersten Quartals 2016 im bisherigen Jahreshöchstwert der ElringKlinger-Aktie von 24,09 Euro.
Im weiteren Verlauf wirkten neben den aktuellen geopolitischen und makroökonomischen Einflussfaktoren insbesondere auch branchenspezifische Faktoren auf die Kursbildung, denen sich ElringKlinger und viele weitere Werte der Automobilbranche und der Zulieferindustrie ausgesetzt sahen. Eingebettet in diesen allgemeinen Abwärtstrend verzeichnete die ElringKlinger-Aktie im ersten Halbjahr 2016 einen Rückgang um 24,9 %. Positive Unternehmensnachrichten wie die Vorlage von soliden Zahlen für das erste Quartal 2016 im Mai und die Verkündung eines Leichtbau-Großserienauftrags im Juni konnten keine nachhaltigen Akzente setzen. Das ElringKlinger-Papier notierte zum 30. Juni 2016 bei 17,64 Euro.
KURSVERLAUF DER ELRINGKLINGER-AKTIE (XETRA) SEIT 1. JAN. 2016 im Vergleich zu den Indizes DAX, MDAX und SDAX

Handelsvolumen im ersten Halbjahr 2016 leicht über Vorjahr
Das Handelsvolumen in der ElringKlinger-Aktie stellte sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf einem ähnlich hohen Niveau im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Das durchschnittliche, börsentäglich gehandelte Volumen nahm leicht um 4,9 % auf 189.300 (180.400) Stück zu. Die Tagesumsätze an den deutschen Börsenplätzen lagen im Berichtszeitraum durchschnittlich bei 4.027.600 (5.031.100) Euro. Das ElringKlinger-Papier bot damit auch institutionellen Anlegern eine ausreichend hohe Liquidität, um größere Pakete der Aktie handeln zu können.
Kommunikation mit dem Kapitalmarkt vor Ort und unterwegs
Im zweiten Quartal 2016 nahm ElringKlinger an insgesamt vier Roadshows und fünf Kapitalmarktkonferenzen teil. Dabei standen die europäischen Finanzplätze in Frankfurt / Main, Zürich, London und Paris im Mittelpunkt der Investor-Relations-Aktivitäten. Weiterhin präsentierte sich die Gesellschaft in Brüssel, Kopenhagen, Edinburgh, Berlin und Baden-Baden vor einem internationalen und überwiegend institutionellen Investorenkreis. Für interessierte Privatanleger bietet sich dagegen am 11. Oktober 2016 die Gelegenheit, ElringKlinger und dessen Geschäftsmodell bei einer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) organisierten Veranstaltung in Rothenburg ob der Tauber aus erster Hand kennenzulernen.
Die Kommunikation mit den Teilnehmern des Kapitalmarkts erfolgt auch bei ElringKlinger vor Ort - die Nachfrage nach Unternehmensbesuchen von Investorenseite hält unverändert an. An der Konzernzentrale Dettingen / Erms finden regelmäßig Gespräche mit institutionellen Anlegern statt. Daneben konnte sich Mitte Juni eine Investorengruppe aus erster Hand von der ElringKlinger-Expertise an den hessischen Standorten Runkel und Idstein überzeugen.
Hauptversammlung 2016 beschließt Dividendenzahlung von 0,55 Euro
Auf der 111. ordentlichen Hauptversammlung der ElringKlinger AG am 31. Mai 2016 im Stuttgarter Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle blickte der Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Wolf vor den knapp 800 anwesenden Aktionären, Aktionärsvertretern und Gästen auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 zurück. In seiner Rede stellte er den Anstieg des Konzern-Umsatzes auf erstmals über 1,5 Milliarden Euro heraus und ging detailliert auf die Ergebnisentwicklung ein.
Die zur Abstimmung gestellten Beschlussvorschläge wurden von der Aktionärsversammlung mit jeweils großer Zustimmung verabschiedet. Die Aktionäre stimmten dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, eine stabile Dividende von 0,55 (0,55) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 zu zahlen. Trotz der Sonderbelastungen im Segment Erstausrüstung blieb die Ausschüttungssumme in Höhe von 34,8 (34,8) Mio. Euro damit konstant auf Vorjahresniveau. Bezogen auf den Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG erhöhte sich die Ausschüttungsquote auf 38,0 % (32,9 %).
DIE ELRINGKLINGER-AKTIE (WKN 785 602)
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| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1 | ||
| Höchstkurs | 24,09 | 32,18 |
| Tiefstkurs | 16,79 | 24,08 |
| Stichtagskurs 30.06. | 17,64 | 24,12 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) | 189.300 | 180.400 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) | 4.027.600 | 5.031.100 |
| Marktkapitalisierung zum 30.06. (in Mio. EUR) | 1.117,7 | 1.528,2 |
1 Xetra-Handel
Konzern-Zwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2016
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| in Tausend € | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 390.870 | 379.715 | 776.077 | 751.125 |
| Umsatzkosten | - 293.170 | - 282.649 | - 580.879 | - 558.500 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 97.700 | 97.066 | 195.198 | 192.625 |
| Vertriebskosten | - 28.904 | - 26.909 | - 56.869 | - 52.661 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 19.520 | - 17.389 | - 41.033 | - 36.291 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 16.053 | - 15.832 | - 33.358 | - 32.169 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.514 | 3.485 | 7.506 | 6.621 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.532 | - 2.131 | - 5.473 | - 4.474 |
| Operatives Ergebnis | 35.205 | 38.290 | 65.971 | 73.651 |
| Finanzerträge | 3.208 | - 1.387 | 6.094 | 12.733 |
| Finanzaufwendungen | - 5.802 | - 5.114 | - 15.017 | - 15.719 |
| Finanzergebnis | - 2.594 | -6.501 | - 8.923 | - 2.986 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 32.611 | 31.789 | 57.048 | 70.665 |
| Ertragsteueraufwendungen | - 9.098 | - 9.783 | - 15.607 | - 19.458 |
| Periodenergebnis | 23.513 | 22.006 | 41.441 | 51.207 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 922 | 1.041 | 1.632 | 2.038 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 22.591 | 20.965 | 39.809 | 49.169 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,36 | 0,33 | 0,63 | 0,78 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2016
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| in Tausend € | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 23.513 | 22.006 | 41.441 | 51.207 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 7.249 | - 11.262 | - 2.142 | 39.932 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 7.249 | - 11.262 | - 2.142 | 39.932 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 7.249 | - 11.262 | - 2.142 | 39.932 |
| Gesamtergebnis | 30.762 | 10.744 | 39.299 | 91.139 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 1.235 | 677 | 1.525 | 3.501 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 29.527 | 10.067 | 37.774 | 87.638 |
Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. Juni 2016
AKTIVA
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| in Tausend € | 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2015 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 213.649 | 213.542 | 218.136 |
| Sachanlagen | 858.017 | 827.259 | 779.013 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 15.880 | 14.242 | 11.571 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.261 | 1.255 | 1.742 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 895 | 875 | 1.527 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.685 | 3.218 | 5.800 |
| Latente Steueransprüche | 15.263 | 14.108 | 9.826 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.107.650 | 1.074.499 | 1.027.615 |
| Vorräte | 323.266 | 321.902 | 333.228 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 301.359 | 287.229 | 287.627 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 5.846 | 2.507 | 6.739 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 41.714 | 30.731 | 35.730 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 73.439 | 48.925 | 74.621 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 745.624 | 691.294 | 737.945 |
| 1.853.274 | 1.765.793 | 1.765.560 |
PASSIVA
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| in Tausend € | 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2015 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 633.894 | 628.933 | 586.526 |
| Übrige Rücklagen | 8.868 | 11.098 | 28.186 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 824.360 | 821.629 | 796.310 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 33.333 | 34.102 | 34.120 |
| Eigenkapital | 857.693 | 855.731 | 830.430 |
| Rückstellungen für Pensionen | 119.858 | 118.744 | 126.925 |
| Langfristige Rückstellungen | 14.430 | 12.340 | 17.185 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 349.179 | 326.092 | 300.316 |
| Latente Steuerschulden | 23.507 | 25.114 | 27.439 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 4.325 | 3.829 | 5.297 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 511.299 | 486.119 | 477.162 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 18.592 | 16.423 | 19.381 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 83.041 | 85.939 | 97.209 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 256.299 | 209.597 | 216.928 |
| Steuerschulden | 21.767 | 18.702 | 23.254 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 104.583 | 93.282 | 101.196 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 484.282 | 423.943 | 457.968 |
| 1.853.274 | 1.765.793 | 1.765.560 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2016
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Neubewertung leistungs- orientierter Versorgungspläne |
Eigenkapital -Effekte aus beherrschenden Anteilen |
Unterschieds- beträge aus der Währungs- umrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2014/ Stand am 01.01.2015 |
63.360 | 118.238 | 572.205 | - 37.349 | 2.033 | 25.033 |
| Dividendenausschüttung | - 34.848 | |||||
| Gesamtergebnis | 49.169 | 38.469 | ||||
| Periodenergebnis | 49.169 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 38.469 | |||||
| Stand am 30.06.2015 | 63.360 | 118.238 | 586.526 | - 37.349 | 2.033 | 63.502 |
| Stand am 31.12.2015 / Stand am 01.01.2016 |
63.360 | 118.238 | 628.933 | -32.985 | - 17 | 44.100 |
| Dividendenausschüttung | - 34.848 | |||||
| Änderung des Konsolidierungskreises | ||||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften |
- 195 | |||||
| Gesamtergebnis | 39.809 | - 2.035 | ||||
| Periodenergebnis | 39.809 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | - 2.035 | |||||
| Stand am 30.06.2016 | 63.360 | 118.238 | 633.894 | -32.985 | - 212 | 42.065 |
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| in Tausend € | Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2014/ Stand am 01.01.2015 | 743.520 | 31.674 | 775.194 |
| Dividendenausschüttung | - 34.848 | - 1.055 | - 35.903 |
| Gesamtergebnis | 87.638 | 3.501 | 91.139 |
| Periodenergebnis | 49.169 | 2.038 | 51.207 |
| Sonstiges Ergebnis | 38.469 | 1.463 | 39.932 |
| Stand am 30.06.2015 | 796.310 | 34.120 | 830.430 |
| Stand am 31.12.2015 / Stand am 01.01.2016 | 821.629 | 34.102 | 855.731 |
| Dividendenausschüttung | - 34.848 | - 2.848 | - 37.696 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 521 | 521 | |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | - 195 | 33 | - 162 |
| Gesamtergebnis | 37.774 | 1.525 | 39.299 |
| Periodenergebnis | 39.809 | 1.632 | 41.441 |
| Sonstiges Ergebnis | - 2.035 | - 107 | - 2.142 |
| Stand am 30.06.2016 | 824.360 | 33.333 | 857.693 |
Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2016
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| in Tausend € | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 32.611 | 31.789 | 57.048 | 70.665 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | 23.259 | 21.484 | 45.649 | 42.202 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 3.394 | 3.103 | 6.328 | 6.062 |
| Veränderung der Rückstellungen | 508 | - 137 | 3.920 | 2.032 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | - 12 | 0 | 164 | - 4 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 889 | - 9.864 | - 29.677 | - 61.419 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 7.965 | - 6.674 | 14.257 | 34.845 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 14.181 | - 12.469 | - 25.238 | - 24.122 |
| Gezahlte Zinsen | - 2.736 | - 2.246 | - 5.286 | - 4.432 |
| Erhaltene Zinsen | 61 | 89 | 123 | 128 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | - 1.763 | 7.130 | 4.533 | - 7.037 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 32.287 | 32.205 | 71.821 | 58.920 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 191 | 361 | 295 | 449 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 243 | 3 | 247 | 12 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 2.906 | - 2.944 | - 4.413 | - 5.808 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - 36.119 | - 40.663 | - 73.639 | - 75.889 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | - 248 | - 2 | - 248 | - 5 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzgl. Zahlungsmitteln | - 5.323 | 0 | - 5.323 | - 24.151 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 44.162 | - 43.245 | - 83.081 | - 105.392 |
| Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | 0 | - 163 | 0 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - 37.696 | - 35.903 | - 37.696 | - 35.903 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 58.837 | 57.589 | 89.040 | 112.585 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | - 5.695 | - 4.702 | - 15.518 | - 28.463 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 15.446 | 16.984 | 35.663 | 48.219 |
| Zahlungswirksame Veränderung | 3.571 | 5.944 | 24.403 | 1.747 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 1.308 | - 2.295 | 111 | 4.141 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 68.560 | 70.972 | 48.925 | 68.733 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 73.439 | 74.621 | 73.439 | 74.621 |
Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen
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| in Tausend € | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 102.194 | 102.836 | 203.697 | 205.083 |
| Übriges Europa | 130.517 | 121.676 | 257.851 | 241.279 |
| NAFTA | 75.057 | 75.754 | 149.398 | 145.927 |
| Asien-Pazifik | 68.871 | 64.773 | 137.024 | 128.687 |
| Südamerika und Übrige | 14.231 | 14.676 | 28.107 | 30.149 |
| Konzern | 390.870 | 379.715 | 776.077 | 751.125 |
Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG,
1. April bis 30. Juni 2016
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 323.017 | 314.672 | 38.964 | 37.195 | 25.414 | 24.578 |
| Intersegmenterlöse | 4.950 | 7.201 | 0 | 2 | 24 | 118 |
| Segmenterlöse | 327.967 | 321.873 | 38.964 | 37.197 | 25.438 | 24.696 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 21.996 | 26.965 | 8.786 | 7.125 | 4.099 | 3.459 |
| Abschreibungen2 | - 20.897 | - 19.405 | - 521 | - 496 | - 1.228 | - 1.170 |
| Investitionen3 | 35.837 | 34.186 | 399 | 637 | 2.352 | 5.903 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 1.016 | 1.129 | 2.459 | 2.141 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 60 | 59 | 1.599 | 1.664 | - 6.633 | - 9.044 |
| Segmenterlöse | 1.076 | 1.188 | 4.058 | 3.805 | - 6.633 | - 9.044 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | - 19 | 250 | 343 | 491 | ||
| Abschreibungen2 | - 224 | - 101 | - 389 | - 312 | ||
| Investitionen3 | 460 | 102 | 1.085 | 2.779 |
scroll
| Segment | Konzern | |
|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 390.870 | 379.715 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 390.870 | 379.715 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 35.205 | 38.290 |
| Abschreibungen2 | - 23.259 | - 21.484 |
| Investitionen3 | 40.133 | 43.607 |
1. Januar bis 30. Juni 2016
scroll
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 639.309 | 623.542 | 78.295 | 71.375 | 51.603 | 50.136 |
| Intersegmenterlöse | 11.699 | 13.400 | 0 | 75 | 45 | 371 |
| Segmenterlöse | 651.008 | 636.942 | 78.295 | 71.450 | 51.648 | 50.507 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 42.264 | 52.596 | 16.617 | 13.635 | 6.233 | 5.960 |
| Abschreibungen2 | - 41.063 | - 38.068 | - 991 | - 943 | - 2.456 | - 2.369 |
| Investitionen3 | 70.221 | 64.819 | 780 | 1.379 | 3.963 | 9.810 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 1.958 | 2.237 | 4.912 | 3.835 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 118 | 117 | 3.087 | 2.878 | - 14.949 - | - 16.841 |
| Segmenterlöse | 2.076 | 2.354 | 7.999 | 6.713 | - 14.949 | - 16.841 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | - 104 | 515 | 961 | 945 | ||
| Abschreibungen2 | - 430 | - 199 | - 709 | - 623 | ||
| Investitionen3 | 2.254 | 145 | 1.942 | 5.544 |
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| Segment | Konzern | |
|---|---|---|
| in Tausend € | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 776.077 | 751.125 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 776.077 | 751.125 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 65.971 | 73.651 |
| Abschreibungen2 | - 45.649 | - 42.202 |
| Investitionen3 | 79.160 | 81.697 |
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern
2 Planmäßige Abschreibungen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Erläuternde Angaben für das erste Halbjahr 2016
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen / Erms, Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2016 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Commitee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. Juni 2016 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 4. August 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Konsolidierungskreis
In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von acht inländischen und 33 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ergaben sich mit Ausnahme des Erwerbs der COdiNOx Beheer B.V., Enschede, Niederlande, keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Unternehmenszukauf
Mit Wirkung zum 11. April 2016 hat die Hug Engineering AG, mit Sitz in Elsau, Schweiz, eine 93,67-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, 80 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, erworben, nachdem zuvor deren Tochtergesellschaften auf die COdiNOx Beheer B.V. verschmolzen wurden. Im Anschluss wurde die COdiNOx Beheer B.V. in Hug Engineering B.V. umfirmiert. Die Hug Engineering AG hält seither 90 % der Anteile.
Mit dem Zukauf sollen Synergien gebündelt und das Wachstumspotential für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.
Für den Anteilserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 4.500 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 124 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 959) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 3.916) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 374 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die zu erwartenden Synergien bezahlt.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat den Umsatz des Konzerns im ersten Halbjahr 2016 um TEUR 1.628 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 92 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2016 vollzogen worden, hätte die COdiNOx Beheer B.V. TEUR 3.440 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 241 erhöht. Die zum Erwerbszeitpunkt zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Anteile wurden mit Übernahme der weiteren Anteile zu ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 563 neubewertet. Aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Ertrag von TEUR 561, der als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde.
Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| in Tausend € | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 11 | 3.916 | 3.927 |
| Sachanlagen | 297 | - | 297 |
| Vorräte | 1.108 | - | 1.108 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.179 | - | 1.179 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 112 | - | 112 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 973 | - | 973 |
| Summe Vermögenswerte | 3.680 | 3.916 | 7.596 |
| Latente Steuerschulden | 25 | 959 | 984 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 120 | - | 120 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 598 | - | 598 |
| Steuerschulden | 228 | - | 228 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 456 | - | 456 |
| Summe Schulden | 1.427 | 959 | 2.386 |
| Netto Vermögenswert | 2.253 | 2.957 | 5.210 |
| Firmenwert | 374 | ||
| Zeitwert der Altanteile 10% | - 563 | ||
| Nicht beherrschende Anteile an den Nettovermögenswerten | - 521 | ||
| Kaufpreis | 4.500 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden sind vorläufig.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat die ElringKlinger AG den Geschäftsbetrieb des insolventen Formen- und Werkzeugbauunternehmens Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen / Teck, Deutschland, übernommen. Zur Fortführung des Geschäftsbetriebs wurden alle notwendigen Vermögenswerte der Maier Formenbau GmbH erworben und in die ElringKlinger AG übernommen (Asset Deal).
Mit der Übernahme erweitert die ElringKlinger AG die bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im
Bereich Werkzeugbau. Die Maier Formenbau GmbH ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert.
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.796 vereinbart. Bislang sind noch keine transaktionsbezogenen Kosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Es wurden keine stillen Reserven identifiziert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 164 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die Synergien bezahlt.
Der Firmenwert ist steuerlich abzugsfähig.
Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| in Tausend € | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 944 | - | 944 |
| Vorräte | 1.244 | - | 1.244 |
| Summe Vermögenswerte | 2.188 | - | 2.188 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 556 | - | 556 |
| Summe Schulden | 556 | - | 556 |
| Netto Vermögenswert | 1.632 | - | 1.632 |
| Firmenwert | 164 | ||
| Kaufpreis | 1.796 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden sind vorläufig.
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
Mit Wirkung zum 18. Februar 2016 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland in Höhe von 5 % erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 162,5. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die ElringKlinger AG hält seither 80 % der Anteile.
Wechselkurse
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
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| Währung | Kürzel | Stichtagskurs 30.06.2016 | Stichtagskurs 31.12.2015 | Durchschnittskurs Jan. -Jun. 2016 | Durchschnittskurs Jan. -Dez. 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USA) | USD | 1,11020 | 1,08870 | 1,11420 | 1,10455 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,82650 | 0,73395 | 0,78501 | 0,72420 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,08670 | 1,08350 | 1,09807 | 1,06458 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,43840 | 1,51160 | 1,46780 | 1,42505 |
| Real (Brasilien) | BRL | 3,58980 | 4,31170 | 4,07247 | 3,74256 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 20,63470 | 18,91450 | 20,01773 | 17,67058 |
| RMB (China) | CNY | 7,37550 | 7,06080 | 7,29560 | 6,94708 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.278,48000 | 1.280,78000 | 1.311,19000 | 1.254,24583 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 16,44610 | 16,95300 | 16,98745 | 14,28050 |
| Yen (Japan) | JPY | 114,05000 | 131,07000 | 123,91833 | 133,63083 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 317,06000 | 315,98000 | 313,46833 | 309,58667 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 3,20600 | 3,17650 | 3,22795 | 3,03973 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,52340 | 4,52400 | 4,49898 | 4,44073 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 74,96030 | 72,02150 | 74,92100 | 71,00952 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 14.601,70000 | 15.039,99000 | 14.894,81333 | 14.890,80750 |
| Bath (Thailand) | THB | 39,00700 | 39,24800 | 39,40317 | 38,00325 |
Angaben zu Finanzinstrumenten
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögens-werte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2016 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 73.439 | 301.359 | 4.536 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.050 | 1.039 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 199 | 199 |
| Gesamt | 73.439 | 301.359 | 4.536 | 1 | 1.249 | 1.238 |
| per 31.12.2015 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 48.925 | 287.229 | 1.403 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.042 | 1.043 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 11 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 191 | 191 |
| Gesamt | 48.925 | 287.229 | 1.403 | 11 | 1.233 | 1.234 |
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| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2016 | |||
| Kredite und Forderungen | 8 | 8 | 379.342 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 1.050 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 1 |
| zur Veräußerung verfügbar | 4 | 4 | 203 |
| Gesamt | 12 | 12 | 380.596 |
| per 31.12.2015 | |||
| Kredite und Forderungen | 10 | 10 | 337.567 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 1.042 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 11 |
| zur Veräußerung verfügbar | 12 | 12 | 203 |
| Gesamt | 22 | 22 | 338.823 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | BW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2016 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 53.440 | 256.299 | 0 | 0 | 83.041 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 147 | 153 | 0 |
| per 31.12.2015 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 49.374 | 209.445 | 0 | 0 | 85.939 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 152 | 158 | 0 |
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| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.06.2016 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 348.916 | 341.885 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | ||||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 263 | 287 |
| per 31.12.2015 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 325.782 | 326.768 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 182 | 182 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 310 | 339 |
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| Gesamt | |
|---|---|
| in Tausend € | BW |
| --- | --- |
| per 30.06.2016 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 741.696 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 6 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 410 |
| per 31.12.2015 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 670.540 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 182 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 462 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 35.153 (2015: TEUR 35.153) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokyo , Japan, auf deren Anteile, basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.515.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2016:
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| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.06.2016 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 199 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 4 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 1 | 0 |
| Gesamt | 203 | 1 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 6 | 0 |
| Gesamt | 0 | 6 | 0 |
| 31.12.2015 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 191 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 12 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 11 | 0 |
| Gesamt | 203 | 11 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 182 | 0 |
| Gesamt | 0 | 182 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2016:
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| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.06.2016 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.039 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 1.039 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 287 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 341.885 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 35.153 |
| Gesamt | 0 | 341.885 | 35.440 |
| 31.12.2015 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.043 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 10 |
| Gesamt | 1.043 | 0 | 10 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 339 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 326.768 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 35.153 |
| Gesamt | 0 | 326.768 | 35.492 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die im Konzernabschluss 2015 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Halbjahr 2016 nicht wesentlich verändert.
Segmentberichterstattung
Ab 2016 wird die interne Berichterstattung nur noch auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) erfolgen. Da sich die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 nach der internen Berichterstattung richtet, wird das Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie die Zinsaufwendungen und -erträge nicht mehr berichtet.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Aus Zuwendungen der öffentlichen Hand erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge im ersten Halbjahr 2016 um TEUR 3.257, davon entfielen TEUR 1.457 auf das erste Quartal 2016. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.
Gezahlte Dividende
Im zweiten Quartal 2016 hat die ElringKlinger AG eine Gesamtdividende in Höhe von TEUR 34.848 (EUR 0,55 je dividendenberechtigter Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2015 an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 1. Juni 2016.
Sonstige Angaben
Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat Herr Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der ElringKlinger AG, sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Schmauder hatte die Bereiche "Vertrieb Erstausrüstung" und "Neue Geschäftsfelder" verantwortet. Die für die Restlaufzeit des Dienstvertrages bis zum 31. Januar 2018 noch ausstehenden Vergütungen in Höhe von TEUR 2.314 wurde bilanziell berücksichtigt.
Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG verließ daraufhin den Index und wird seit dem 21. März 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie. Die ElringKlinger AG rangierte bei beiden Bewertungskriterien auf einem der hinteren Ranglistenplätze und musste aufgrund dessen mit seiner Aktie aus dem MDAX weichen.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 4. August 2016
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Thomas Jessulat |
| Vorsitzender |
Impressum
ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen / Erms
Fon +49 (0) 71 23 / 724-0
Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06
www.elringklinger.de
IR-Kontakt
Dr. Jens Winter
Fon +49(0) 71 23 / 724-88 335
Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335
Weitere Informationen unter
www.elringklinger.de
Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger AG keine Gewähr.
Dieser Bericht wurde am 4. August 2016 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
Finanzkalender
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| 08 NOVEMBER | 29 MÄRZ 2017 | 16 MAI 2017 |
|---|---|---|
| Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2016 | Bilanzpressekonferenz, Stuttgart, Analystenkonferenz, Frankfurt / Main | 112. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr |
Messen und Ausstellungen 2016
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| AUG. / SEP. | 29.-01. | ONS 2016, Stavanger, Norwegen |
| SEPTEMBER | 06.-09. | SMM, Hamburg |
| 13.-17. | Automechanika, Frankfurt / Main | |
| 20.-23. | InnoTrans, Berlin | |
| OKTOBER | 10.-12. | Aachener Kolloquium Fahrzeug- und Motorentechnik, Aachen |
| 19.-26. | K-The World's No.1 Trade Fair for Plastics and Rubber, Düsseldorf | |
| NOVEMBER | 09.-11. | Aachener Kolloquium China Fahrzeug- und Motorentechnik, Peking, China |
| 14.-17. | COMPAMED, Düsseldorf | |
| NOV. / DEZ. | 29.-01. | Valve World Expo, Düsseldorf |
| 30.-02. | Automechanika, Shanghai, China | |
| DEZEMBER | 06.-07. | Internationales CTI Symposium, Berlin |
| 13.-15. | POWER-GEN USA, Las Vegas, USA |
Für weitere Messetermine besuchen Sie unsere Webseiten:
www.elringklinger.de/de/presse/termine-events
www.elringklinger-kunststoff.d/deutsch/service/messetermine
www.hug-engineering.co/de/new/messeauftritt