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ElringKlinger AG — Interim / Quarterly Report 2015
Nov 9, 2015
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Interim / Quarterly Report
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ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Bericht über das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2015
pure process
"Pure Process" steht für die einzigartigen Kernkompetenzen von ElringKlinger: Reines Prozess-Know-how. Feinste Metallbearbeitung durch hoch anspruchsvolle Feinstanz- und Prägeprozesse, funktionelle Beschichtungstechnologien und tiefgehendes Kunststoff-Know-how wirken erfolgreich zusammen. Kombiniert mit spezieller Materialkompetenz und dem eigenen Werkzeugbau bildet diese Prozesssymbiose das Fundament für die stetige Produktinnovation und Vergrößerung des Produkt- und Leistungsportfolios des Konzerns. Damit gehen wir Zukunftsthemen gezielt an.
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Im dritten Quartal 2015 machten vor allem die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft und die Unsicherheit über eine bevorstehende Zinswende der amerikanischen Notenbank Schlagzeilen. Während in den USA und dem Euroraum robuste Konjunkturdaten verzeichnet wurden, bereitete die weitere Abschwächung der Wirtschaft in einigen Schwellenländern zunehmend Sorgen.
Konjunktur in USA und Eurozone auf Wachstumskurs
Die Wirtschaft in der Eurozone blieb im dritten Quartal 2015 trotz leichter Abkühlungstendenzen der größeren Volkswirtschaften insgesamt auf Expansionskurs. Sie profitierte in den ersten neun Monaten 2015 auch von der Euro-Schwäche sowie niedrigen Rohstoff- und Energiepreisen. Die deutsche Wirtschaft behielt, gestützt durch den privaten Konsum und die gute Entwicklung der Exporte, ihren Aufwärtstrend bei.
Die US-Konjunktur setzte ihren Wachstumskurs von Juli bis September 2015 vor allem aufgrund der kräftigen Binnennachfrage fort. Der intakte Arbeitsmarkt und günstige Finanzierungsbedingungen sorgten für eine ungebrochen gute Verbraucherstimmung. Belastende Faktoren waren allerdings der starke US-Dollar und die Abschwächung in den Schwellenländern.
Schwellenländer bremsen Weltwirtschaft - Abkühlung in China
Für die Rezession in Brasilien und Russland zeichnete sich auch im dritten Quartal 2015 kein Ende ab. Neben den strukturellen Problemen lastet weiterhin der Preisverfall an den Rohstoffmärkten auf diesen Volkswirtschaften. Brasilien rutschte aufgrund ungelöster struktureller Probleme noch weiter in die Krise.
Die Euphorie in Asien trübte sich im dritten Quartal 2015 ein. Die chinesische Wirtschaft verlor im Jahresverlauf trotz staatlicher Gegenmaßnahmen zunehmend an Dynamik. Dabei wurde von der Regierung durch den angestrebten Wandel der chinesischen Volkswirtschaft - weg von der starken Exportnation hin zu mehr Binnenkonsum - eine Normalisierung der Wachstumsraten durchaus ins Kalkül gezogen. Der Aufschwung in Indien hatte im Frühjahr etwas an Schwung verloren, nahm aber im dritten Quartal wieder leicht Fahrt auf. Die Wachstumsraten dort liegen deutlich im Expansionsbereich. Japans Konjunktur knickte im zweiten Quartal 2015 erneut ein und erhielt trotz des schwachen Yens und der lockeren Geldpolitik auch im dritten Quartal keinen nachhaltigen Auftrieb.
WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| Veränderung zum Vorjahr in % |
1. Quartal 2015 | 2. Quartal 2015 | 3. Quartal 2015 |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 1,1 | 1,6 | 1,8 |
| Eurozone | 1,2 | 1,5 | 1,7 |
| USA | 2,9 | 2,7 | 2,0 |
| Brasilien | - 1,6 | - 2,6 | - 3,0 |
| China | 7,0 | 7,0 | 6,9 |
| Indien | 7,5 | 7,0 | 7,6 |
| Japan | - 0,8 | 0,8 | 1,3 |
Quelle: HSBC (Sept. 2015)
Weltfahrzeugmarkt verzeichnet solides Wachstum
Der Aufwärtstrend der globalen Fahrzeugkonjunktur blieb trotz der schwächeren Absatzzahlen in China auch im dritten Quartal 2015 intakt. Ausgesprochen erfreulich verlief die Entwicklung der europäischen Märkte. In den USA drehten insbesondere im September die Verkaufszahlen nach oben, während sich die Absatzrückgänge in Brasilien und Russland verstärkten. Der Mitte September öffentlich gewordene VW-Abgasskandal hat im Berichtszeitraum zu keinen merklichen Folgen beim Fahrzeugabsatz bzw. Dieselanteil bei Neufahrzeugen geführt (vgl. "Chancen und Risiken", Seite 16).
Westeuropa: Wachstum auf breiter Front - US-Fahrzeugmarkt brummt weiter
Nachdem der westeuropäische Pkw-Markt bereits im ersten Halbjahr einen Zuwachs von rund 8 % verzeichnet hatte, zeigte er auch im dritten Quartal 2015 ein dynamisches Wachstum. Er erreichte nach den ersten neun Monaten 2015 ein Marktvolumen von über 10 Mio. Neufahrzeugen. Alle Top-5-Märkte lagen deutlich im Plus, angeführt von Spanien und Italien. Aus Osteuropa wurden ebenfalls hohe Wachstumsraten vermeldet. Die Zulassungszahlen in Deutschland nahmen im europäischen Vergleich unterdurchschnittlich zu. Die deutschen Autohersteller profitierten allerdings von der hohen Auslandsnachfrage und vermeldeten einen erneuten Anstieg der Produktions- und Exportvolumen.
Der Autoabsatz in den USA brummte im dritten Quartal 2015 weiter. Niedrige Benzinpreise und günstige Kreditzinsen kurbelten im bisherigen Jahresverlauf 2015 die Nachfrage nach Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) an. Besonders Premiumfahrzeuge und die sogenannten SUV waren stark nachgefragt, was einigen deutschen Autobauern in den USA ein solides Geschäft bescherte.
Für die Fahrzeugmärkte Brasilien und Russland ging es weiter abwärts. Im September lag das Minus dort jeweils bei etwa 30 %, nachdem die Absatzzahlen in diesen Regionen bereits 2014 rückläufig gewesen waren.
Chinesischer Automarkt legt nach Vollbremsung wieder Vorwärtsgang ein
Der weltgrößte Fahrzeugmarkt China hat sich im September nach drei rückläufigen Monaten wieder leicht erholt. Die Stabilisierung des lokalen Aktienmarkts sorgte zuletzt wieder für steigende Verkaufszahlen. In den ersten neun Monaten 2015 lagen die Neuwagenkäufe in China gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum mit über 5 % deutlich im Plus.
Der solide Wachstumstrend in Indien setzte sich im dritten Quartal 2015 fort. Damit zog dieser Markt 2015 am bisher viertgrößten Einzelmarkt der Welt, Brasilien, vorbei. Die Absatzkrise in Japan fand dagegen kein Ende. Dort gingen die Neuzulassungen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres erneut spürbar zurück.
PKW-NEUZULASSUNGEN JAN. - SEPT. 2015
Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (Okt. 2015)
Nutzfahrzeugmarkt in Europa meldet sich zurück
Parallel zur konjunkturellen Lage entwickelten sich die Nutzfahrzeugmärkte im bisherigen Jahresverlauf 2015 vor allem in Nordamerika, zunehmend aber auch in Europa positiv. Nach den Rückgängen bei neu registrierten Lkw in Westeuropa im Jahr 2014 setzte dort Anfang 2015 ein stabiler Aufwärtstrend ein, der sich im dritten Quartal noch verstärkte. Von Januar bis September 2015 lagen in dieser Region die Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen mit über 3,5 t im zweistelligen Plus gegenüber dem Vorjahresvolumen. Der deutsche Lkw-Markt entwickelte sich dabei sehr verhalten, wartete aber von Juli bis September 2015 mit einem sich leicht verstärkenden Wachstum beim Absatz mittelschwerer und schwerer Nutzfahrzeuge auf.
Über volle Auftragsbücher freute sich die Nutzfahrzeugindustrie vor allem in der Region Nordamerika. Die Erholung des US-Markts, die bereits 2014 für hohe Zuwachsraten sorgte, setzte sich auch in den ersten neun Monaten 2015 fort. Die Verkaufszahlen schwerer Lastwagen (Class 8) legten dort zweistellig zu. Im Krisenland Brasilien waren dagegen weiterhin starke Rückgänge hinzunehmen.
NEUZULASSUNGEN MITTELSCHWERER UND SCHWERER LKW JAN. - SEPT. 2015
Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: ACEA, Automotive News Data Center (Okt. 2015)
Wesentliche Ereignisse
Mit Wirkung zum 14. Februar 2015 hat ElringKlinger 10 0 % der Anteile am US-Automobilzulieferer M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) von der bisherigen Eigentümerfamilie erworben. Im Anschluss wurde das Tochterunternehmen in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. umfirmiert.
Mit dem Zukauf stärkte ElringKlinger seinen Geschäftsbereich Spezialdichtungen hinsichtlich der geografischen Aufstellung in Nordamerika sowie der Produktionspräsenz im US-Markt. Gemeinsam mit dem US-Marktführer M&W stieg ElringKlinger damit zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten auf. Neben Nordamerika beliefert M&W von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.
Im Gesamtjahr 2015 sollen Umsatzerlöse in Höhe von umgerechnet rund 30 Mio. Euro bei einer geplanten operativen Marge (bereinigtes EBIT vor Kaufpreisallokation) im oberen einstelligen Bereich realisiert werden.
Außerdem hat ElringKlinger mit Wirkung zum 17. Juli 2015 weitere 3,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen/Deutschland von den Mitgesellschaftern erworben und hält seither 77,5 % der Anteile an dem PTFE-Spezialisten. Die ElringKlinger AG führt damit ihre Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Starkes organisches Umsatzplus durch Produktneuanläufe und strukturelles Wachstum
In den ersten neun Monaten 2015 übertraf das Umsatzwachstum der ElringKlinger-Gruppe erneut den Anstieg der weltweiten Fahrzeugmärkte. Die unverändert gute Nachfrage in den USA sowie die Belebung in Europa trieben die Umsatzerlöse nach oben. Darüber hinaus profitierte der Konzern von zahlreichen Produktneuanläufen sowie einem starken strukturellen Wachstum vieler Produktgruppen, die zur CO2 -Reduzierung beitragen.
Im Zeitraum Januar bis September 2015 erwirtschaftete die ElringKlinger-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von 1.117,2 (985,0) Mio. Euro - ein Anstieg von 13,4 %. Auf organischer Basis, d.h. ohne Konsolidierungseffekte und bei konstanten Währungen, betrug das Plus 5,3 %.
KONZERNUMSATZ JAN. - SEPT.
in Mio. €

Im dritten Quartal 2015 erhöhten sich die Umsätze um 11,8 % auf 366,1 (327,4) Mio. Euro. Organisch betrug das Umsatzwachstum in diesem Zeitraum 5,8 %.
Aus der erstmaligen Einbeziehung der früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns ab dem 14. Februar 2015 resultierte im Neunmonatszeitraum 2015 ein Umsatzbeitrag von 23,1 Mio. Euro, davon 9,4 Mio. Euro im dritten Quartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) kam auf 0,8 Mio. Euro, davon entfielen 0,4 Mio. Euro auf das dritte Quartal. Die Abschreibungen aus der vorläufigen Kaufpreisallokation lagen bei 1,1 Mio. Euro.
Der schwache Euro - insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken, dem US-Dollar sowie einigen asiatischen Währungen - sorgte für positive Währungseffekte und erhöhte den Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2015 um insgesamt 56,9 Mio. Euro. Diese Währungseffekte nahmen im bisherigen Jahresverlauf jedoch kontinuierlich ab, im dritten Quartal schlugen nur noch 10,4 Mio. Euro zu Buche. ElringKlinger erzielt über 40 % der Konzernerlöse außerhalb des Euroraums.
Nordamerika und Asien bleiben Wachstumstreiber
Im Neunmonatszeitraum 2015 verzeichnete ElringKlinger in der NAFTA-Region das stärkste Umsatzwachstum. Hier stiegen die Erlöse um 32,0 % auf 217,5 (164,8) Mio. Euro. Getrieben war die Erhöhung von dem nach wie vor soliden Marktwachstum. Daneben trug die Übernahme der M&W zu dem Anstieg bei. Ohne diesen Konsolidierungseffekt hätte die Zunahme 18,0 % betragen. Auch positive Währungseffekte spiegelten sich in der Umsatzausweitung wider. Die NAFTA-Region repräsentiert damit 19,5 % (16,7 %) der Konzernerlöse. Im dritten Quartal 2015 belief sich der Umsatz auf 71,6 (54,5) Mio. Euro, dies entspricht einem Zuwachs von 31,4 % bzw. währungsbereinigt von 23,9 %.
In der Region Asien-Pazifik baute ElringKlinger die Umsätze ebenfalls deutlich aus und erzielte in den ersten neun Monaten 2015 ein Plus von 19,8 % auf 195,9 (163,5) Mio. Euro. Ein Teil dieses Anstiegs geht auf positive Währungseffekte zurück. Trotz der Marktnormalisierung in China, die derzeit auf dem wesentlichsten Einzelmarkt der asiatischen Region zu beobachten ist, weitete ElringKlinger auch im dritten Quartal die Umsätze um 19,6 % auf 67,2 (56,2) Mio. Euro aus. Ohne Wechselkurseffekte lag das Umsatzwachstum im dritten Quartal bei soliden 10,3 %. Das Unternehmen profitiert unter anderem vom erfolgreichen Produktionsstart der neuartigen Polymer-Hybridbauteile für einen deutschen Premiumhersteller, die seit dem zweiten Quartal 2015 am chinesischen Standort Suzhou in Serie produziert werden.
KONZERNUMSATZ NACH REGIONEN JAN. - SEPT. 2015
(Vorjahr) in %

Der Anteil der direkten Konzernumsätze in der Region Asien-Pazifik kletterte im Neunmonatszeitraum 2015 auf 17,5 % (16,6 %). Berücksichtigt man darüber hinaus die Umsatzbeiträge aus den indirekten Exporten, d.h. von Komponenten, die ElringKlinger an europäische und insbesondere an deutsche Fahrzeughersteller liefert und die nach Asien ausgeführt werden, liegt der auf Asien entfallende Anteil der Erstausrüstungsumsätze bei rund einem Viertel. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende Bedeutung der asiatischen Wachstumsmärkte für ElringKlinger.
Mit dem Ausbau der internationalen Wachstumsmärkte geht der Umsatzanteil in Europa (ohne Deutschland) zwar kontinuierlich zurück, aber dennoch stellt diese Region mit einem Anteil von 31,6 % (32,9 %) nach wie vor den größten Absatzmarkt für ElringKlinger dar. Von Januar bis September 2015 erzielte das Unternehmen hier Erlöse in Höhe von 353,3 (323,9) Mio. Euro. Die Erhöhung um 9,1 % resultierte vor allem aus der zunehmenden Dynamik der europäischen Fahrzeugmärkte. Im dritten Quartal verbuchte ElringKlinger eine Zunahme um 6,7 % auf 112,0 (105,0) Mio. Euro.
In Deutschland zeigte sich die Entwicklung etwas verhaltener. Hier stiegen die Erlöse in den ersten neun Monaten 2015 um 5,2 % auf 306,2 (291,2) Mio. Euro, davon entfielen 101,2 (97,2) Mio. Euro auf das dritte Quartal. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz reduzierte sich somit auf 27,4 % (29,6 %). Diese Entwicklung wird durch den Trend verstärkt, dass deutsche Automobilhersteller neue Produktionskapazitäten zunehmend in den Endmärkten Nordamerika und Asien vor Ort aufbauen.
Die Entwicklung in der Region "Südamerika und Übrige" war zum einen von der Schwäche des brasilianischen Fahrzeugmarkts gekennzeichnet, zum anderen von der starken Abwertung des brasilianischen Reals. Nachdem die Erlöse im ersten Halbjahr 2015 noch um 11,5 % ausgeweitet wurden, waren im dritten Quartal 2015 währungsbedingt leicht rückläufige Umsätze zu verzeichnen. In Summe belief sich der Umsatz im Neunmonatszeitraum auf 44,3 (41,6) Mio. Euro, ein Anstieg um 6,5 %. Währungsbereinigt wäre die Zunahme deutlich höher ausgefallen.
Der Auslandsanteil am Konzernumsatz insgesamt erhöhte sich im Neunmonatszeitraum auf 72,6 % (70,4 %).
Starkes Wachstum in der Erstausrüstung - Sondereffekte belasten Ergebnis
Das Segment Erstausrüstung, das rund 83 % der Konzernerlöse umfasst, trug den größten Anteil zur Umsatzausweitung bei. Das starke Marktwachstum in Nordamerika sowie die wieder anziehende Konjunktur in Europa kurbelten die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten an. Außerdem nimmt die Anzahl der pro Fahrzeug verbauten ElringKlinger-Teile tendenziell zu, sodass der Konzern von einer strukturell wachsenden Nachfrage nach Komponenten für Automatikgetriebe, Turboladerdichtungen, thermisch-akustischen Abschirmteilen und Leichtbaumodulen aus Kunststoff profitiert. Darüber hinaus trugen zahlreiche Produktneuanläufe zum Umsatzanstieg bei. Die Einbeziehung der M&W sowie positive Währungseffekte beeinflussten die Zunahme ebenfalls.
Im Neunmonatszeitraum stieg der Umsatz im Segment Erstausrüstung um 14,6 % auf 925,1 (807,5) Mio. Euro. Ohne den Konsolidierungseffekt der M&W hätte der Zuwachs 11,7 % betragen. Im dritten Quartal 2015 wurden Erlöse in Höhe von 301,5 (269,3) Mio. Euro erwirtschaftet.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Erstausrüstung war im Neunmonatszeitraum 2015 von einer extrem hohen Auslastung gekennzeichnet. Einzelne Geschäftsbereiche verzeichneten einen deutlich überproportionalen Nachfrageanstieg. Die daraus resultierenden Zusatzkosten, z. B. für Sonderschichten und -frachten, belasteten daher die Kostenbasis und erhöhten diese um rund 21 Mio. Euro, davon rund 12 Mio. allein im dritten Quartal. ElringKlinger hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Ergebnissituation zu optimieren, diese griffen im dritten Quartal allerdings noch nicht im geplanten Umfang. ElringKlinger geht derzeit von einer Verbesserung ab 2016 aus, wobei auch im Folgejahr noch Sonderkosten anfallen dürften, wenngleich in deutlich geringerem Umfang als 2015 (vgl. "Ausblick", Seite 20).
Wie erwartet, erzielte der Bereich E-Mobility im Neunmonatszeitraum 2015 noch keinen positiven Ergebnisbeitrag. Die Nachfrage der Autokäufer nach batteriebetriebenen Fahrzeugen sowie nach Plug-in-Hybriden verläuft weiterhin schleppend, sodass die Fixkosten in diesem Bereich noch nicht gedeckt werden können. Die Umsatzerlöse kamen in den ersten neun Monaten 2015 auf 9,6 (7,0) Mio. Euro, im dritten Quartal auf 3,4 (2,0) Mio. Euro. Prozessoptimierungen konnten die Verluste (EBIT) jedoch im Vorjahresvergleich auf 4,0 (- 6,0) Mio. Euro reduzieren, davon entfallen 0,9 (- 1,9) Mio. Euro auf das dritte Quartal 2015.
Im Bereich Abgasnachbehandlung (Hug), der Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe herstellt, schwankt die Umsatz- und Ertragssituation stärker als im traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft. Die Erlöse im Neunmonatszeitraum betrugen 36,6 (57,2) Mio. Euro, wobei 11,1 (17,1) Mio. Euro davon im dritten Quartal verbucht wurden. Das EBIT, das insbesondere im ersten Quartal 2015 von der starken Aufwertung des Schweizer Franken gegenüber dem Euro belastet war, belief sich in den ersten neun Monaten 2015 auf insgesamt 0,1 (13,7) Mio. Euro. Aufgrund des schwächeren Umsatzes im dritten Quartal lag der Ergebnisbeitrag von Juli bis September 2015 im negativen Bereich. Beim Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ist zu berücksichtigen, dass das Ergebnis 2014 aufgrund der Abrechnung zweier Großaufträge maßgeblich beeinflusst war.
Hug arbeitet an einer Reihe neuer Projekte, unter anderem an der Zertifizierung von Retrofit-Lösungen für Off-Road-Fahrzeuge und SCR (Selective Catalytic Reduction)-Dosiersysteme zur Stickoxidreduzierung, die mit Blick auf die ab 2016 geltenden IMO-Abgasvorschriften entwickelt wurden. Dazu kommen Entwicklungsprojekte für Baumaschinen, stationäre Motoren und Abgasreduzierungssysteme für schwerölbetriebene Großschiffe.
In Summe ging das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in der Erstausrüstung aufgrund der beschriebenen Entwicklungen im Neunmonatszeitraum 2015 auf 74,3 (91,0) Mio. Euro zurück. Im dritten Quartal steuerte das Segment ein EBIT von 21,7 (29,0) Mio. Euro bei.
KONZERNUMSATZ NACH SEGMENTEN JAN. - SEPT. 2015
(Vorjahr) in %

Ersatzteilgeschäft mit starkem dritten Quartal
Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger sein Ersatzteilsortiment, das im Wesentlichen Zylinderkopfdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze umfasst. In diesem Segment baute ElringKlinger die Erlöse trotz geopolitischer Spannungen in einigen wichtigen Märkten im Neunmonatszeitraum 2015 weiter aus und erreichte ein Umsatzplus von 12,3 % auf 109,3 (97,3) Mio. Euro. Insbesondere das dritte Quartal verbuchte mit Erlösen in Höhe von 38,0 (31,3) Mio. Euro einen überdurchschnittlichen Anstieg um 21,4 %. Neben einem soliden Marktwachstum konnte die ElringKlinger-Gruppe in einigen Regionen ihre Marktanteile auf hohem Niveau leicht ausweiten.
Der deutsche Heimatmarkt entwickelte sich im Neunmonatszeitraum 2015 weiterhin zufriedenstellend. Die verbesserte konjunkturelle Lage in Europa spiegelte sich in starken Wachstumsraten in Süd- und Westeuropa wider, wo oftmals in der Krise aufgeschobene Reparaturen nachgeholt wurden. Auch Osteuropa und der Mittlere Osten warteten - trotz der weiterhin angespannten Situation in Russland und der Ukraine - mit einem überdurchschnittlichen Umsatzanstieg auf, der hauptsächlich auf das dritte Quartal entfiel. Hier profitiert ElringKlinger von der zunehmenden Anzahl deutscher Fabrikate im Fahrzeugbestand.
In Nordamerika verzeichnete das Segment Ersatzteile ebenfalls sehr starke Wachstumsraten, allerdings noch auf niedriger Basis. Das Unternehmen arbeitet derzeit verstärkt am weiteren Ausbau des Ersatzteilgeschäfts sowohl in Nordamerika als auch in Asien.
Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern legte von Januar bis September 2015 um 12,8 % auf 22,9 (20,3) Mio. Euro zu. Nachdem es im ersten Halbjahr 2015 noch auf Vorjahresniveau verharrt hatte, steuerte das dritte Quartal vor allem aufgrund des verbesserten Ländermix 9,3 (6,7) Mio. Euro überdurchschnittlich zu dem Ergebnis bei. Beim Vorjahresvergleich ist zu beachten, dass hier die Kosten für die zweijährlich stattfindende Leitmesse im Ersatzteilgeschäft, die Automechanika, enthalten waren.
Kunststofftechnik mit leichtem Umsatzanstieg aufgrund Polytetra-Übernahme
Im Segment Kunststofftechnik entwickelt und produziert ElringKlinger Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) und beliefert auch Branchen außerhalb der Fahrzeugindustrie.
Während das Geschäft mit den Automobilkunden im Neunmonatszeitraum 2015 solide verlief, präsentierten sich Branchen wie der Maschinenbau oder die Medizintechnik anhaltend schwach.
In den ersten neun Monaten 2015 erlöste das Segment Kunststofftechnik 73,3 (70,8) Mio. Euro, davon 23,2 (23,5) Mio. Euro im dritten Quartal. Der leichte Umsatzanstieg im Neunmonatszeitraum von 3,5 % war getrieben von der zum 1. Oktober 2014 übernommenen Polytetra GmbH. Ohne diesen Konsolidierungseffekt wären die Umsätze leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen.
Das Segment Kunststofftechnik arbeitet derzeit an der Internationalisierung des bisher stark auf den deutschsprachigen Raum fokussierten Geschäfts. Nachdem der Markteintritt in China bereits erfolgreich gelang, wird aktuell die Markterschließung in den USA vorangetrieben.
Im Zuge dieser Internationalisierung fielen Aufwendungen an, die das Segmentergebnis belasteten. Auch der margenschwächere Branchenmix drückte auf das Ergebnis. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch die Übernahme der Polytetra GmbH noch verwässert. In Summe erreichte das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 9,4 (11,5) Mio. Euro im Neunmonatszeitraum 2015. Im dritten Quartal wurden davon 3,4 (4,7) Mio. Euro verbucht.
Gewerbeparks mit stabilem Umsatzbeitrag
Von Januar bis September 2015 beliefen sich die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein/Deutschland und Kecskemét/ Ungarn auf 3,3 (3,3) Mio. Euro. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern kam auf 0,8 (0,4) Mio. Euro.
Engineering-Dienstleistungen auf Vorjahresniveau
Die Elring Klinger Motortechnik GmbH bietet im Segment Dienstleistungen wie Engineering- und Prüfstandsdienstleistungen für Fahrzeughersteller und andere Automobilzulieferer an. Zum Leistungsspektrum zählt unter anderem die SCR (Selective Catalytic Reduction) Technologie zur Stickoxidreduzierung sowie die Partikelzählung im Dieselpartikelfilter. Darüber hinaus erbringt die ebenfalls in diesem Segment erfasste ElringKlinger Logistic Service GmbH interne und externe Logistikdienstleistungen im Bereich Sortieren und Verpacken.
Der Umsatz im Segment Dienstleistungen stieg im Neunmonatszeitraum 2015 leicht auf 6,2 (6,1) Mio. Euro. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte dabei 1,7 (1,7) Mio. Euro.
Mitarbeiteranzahl steigt auf über 7.700
Aufgrund der stark gestiegenen Produktionsmengen sowie der Übernahme der M&W, nahm die Mitarbeiteranzahl innerhalb des ElringKlinger-Konzerns deutlich zu. Insbesondere in den produzierenden Bereichen wurde das Personal aufgestockt. So waren zum 30. September 2015 weltweit 7.733 (7.110) Menschen bei ElringKlinger beschäftigt. Das sind 8,8 % bzw. 623 Personen mehr.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (7.255) entspricht dies einem Zuwachs von 478 Mitarbeitern oder 6,6 %. Bei M&W waren Ende September 103 Personen tätig. Ohne diese Übernahme hätte der Aufbau des Personalbestands gegenüber dem Jahresende nur 5,2 % betragen. Der Anstieg lag damit in Linie mit dem organischen Umsatzwachstum der ElringKlinger-Gruppe im Neunmonatszeitraum (5,3 %).
Der größte Mitarbeiteraufbau erfolgte erneut bei den ausländischen Tochtergesellschaften, hier vor allem an den Standorten Redcar in Großbritannien, in Toluca in Mexiko, am chinesischen Standort Changchun sowie in Buford in den USA. Auch am Schweizer Standort der ElringKlinger Abschirmtechnik in Sevelen war eine deutliche Aufstockung des Personals notwendig.
Im Gegensatz dazu wurde der Personalstand am brasilianischen Standort in Piracicaba im Zuge der dortigen Marktschwäche reduziert, ebenso bei der Schweizer Tochtergesellschaft Hug.
In Summe erhöhte sich die Anzahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter zum 30. September 2015 auf 4.312 (3.808) Personen. Der Auslandsanteil kletterte somit auf 55,8 % (53,6 %). Entsprechend ging der Anteil der in Deutschland beschäftigen Menschen auf 44,2 % (46,4 %) zurück. An den inländischen Konzernstandorten waren insgesamt 3.421 (3.302) Personen tätig.
Bruttomarge reduziert sich durch außerordentlich erhöhte Kostenbasis
In den ersten neun Monaten 2015 konnte die gute Ertragslage des Vorjahres aufgrund der beschriebenen Belastungsfaktoren nicht erreicht werden. Insbesondere der überproportionale Nachfrageanstieg in einzelnen Geschäftsbereichen im Segment Erstausrüstung führte im dritten Quartal zu einer um rund 12 Mio. Euro höheren Kostenbasis, die sich überwiegend in den Umsatzkosten niederschlug.
Die Umsatzkosten stiegen daher in den ersten neun Monaten 2015 überproportional zum Umsatz um 17,3 % auf 833,2 (710,6) Mio. Euro. Entsprechend reduzierte sich die Bruttomarge auf 25,4 % (27,9 %). Im dritten Quartal lag die Marge mit 25,0 % ebenfalls unter dem Vorjahresniveau (27,9 %).
Bei den von ElringKlinger eingesetzten Materialien war vor allem bei Aluminium ein anziehendes Preisniveau zu verzeichnen. Die Preise für Polyamid-Granulate blieben weitgehend stabil, während die Legierungszuschläge für Edelstähle in den ersten neun Monaten 2015 etwas über dem Vorjahresniveau lagen.
Die für das Geschäftsjahr 2014 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Höhe von 1.600 (1.450) Euro je Mitarbeiter führte zu zusätzlichen Aufwendungen von 5,6 (4,7) Mio. Euro, die im Wesentlichen auf die Umsatzkosten entfielen. Zusätzlich führten die zum 1. Mai 2014 wirksame Lohnerhöhung von 2,2 % sowie die Einmalzahlung im März 2015 in Höhe von 150 Euro je Mitarbeiter und die weitere Tariferhöhung um 3,4 % zum 1. April 2015 jeweils für die in Deutschland beschäftigten tariflichen Konzernmitarbeiter zu einem Anstieg der Personalaufwendungen. In Summe resultierten hieraus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zusätzliche Personalaufwendungen von rund 6 Mio. EUR. Diese konnten weitgehend durch Effizienzsteigerungen in der Produktion kompensiert werden.
Forschungs- und Entwicklungsaufwand bleibt über Branchendurchschnitt
In den ersten neun Monaten 2015 erhöhte ElringKlinger die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 46,7 (43,2) Mio. Euro. Zudem wurden im gleichen Zeitraum insgesamt 5,3 (5,9) Mio. Euro aktiviert, denen Regelabschreibungen in Höhe von 5,7 (4,7) Mio. Euro gegenüberstanden. Aus der Aktivierung ergab sich demnach kein wesentlicher Ergebniseffekt. Die F&E-Quote unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kosten ging aufgrund des deutlichen Umsatzanstiegs auf 4,7 % (5,0 %) zurück, sie liegt jedoch nach wie vor über dem Branchendurchschnitt.
Der ElringKlinger-Konzern hat für die laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Januar bis September 2015 insgesamt 4,5 (4,7) Mio. Euro aus Fördermitteln der öffentlichen Hand erhalten, unter anderem für Projekte im Bereich Leichtbau und Elektromobilität. Den Zuschüssen standen Aufwendungen in entsprechender Höhe für Entwicklung und Musterbau gegenüber.
Neben neuen Lösungen und Applikationen in den Bereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen lag der Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten im bisherigen Jahresverlauf auf der Weiterentwicklung von Leichtbauteilen aus Kunststoffen bzw. Organo-Kunststoffen sowie auf Konzepten, die Metallleichtbauweise mit Kunststoffspritzgusskomponenten verbinden. Im Bereich Abschirmtechnik standen neuartige Materialkonzepte für thermisch-akustische Abschirmteile im Mittelpunkt der Entwicklungsprojekte. Der Geschäftsbereich E-Mobility fokussierte sich auf weitere Batteriekomponenten wie Zellgehäuseabdeckungen für Lithium-Ionen-Batterien sowie Forschungen im Bereich der Brennstoffzellentechnologie.
In den ersten neun Monaten 2015 erhöhten sich die Vertriebsaufwendungen um 19,2 % auf 81,4 (68,3) Mio. Euro. Davon entfielen 28,7 (23,5) Mio. Euro auf das dritte Quartal. Der Anstieg resultiert auch aus den beschriebenen Zusatzkosten, die unter anderem für Sonderfahrten und -frachten angefallen sind.
Die Verwaltungskosten stiegen im Neunmonatszeitraum 2015 um 9,6 Mio. Euro auf 53,1 (43,5) Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil des Anstiegs ist auf die zusätzlichen Aufwendungen, die bereits im ersten Quartal durch die M&W-Übernahme entstanden sind, zurückzuführen. Daher entfielen im dritten Quartal 16,8 (14,9) Mio. Euro auf die Verwaltungskosten, das entspricht wie im Vorjahr 4,6 % des Umsatzes.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 13,1 (9,9) Mio. Euro, wobei der größte Teil dieses Anstiegs auf das dritte Quartal (6,5 Mio. Euro) entfiel. Unter anderem ist darin eine Einmalzahlung einer Versicherung enthalten, welcher entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstanden.
EBITDA sinkt auf 173 Mio. Euro
Der ElringKlinger-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten 2015 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 172,6 (182,2) Mio. Euro. Davon entfielen 56,7 (60,7) Mio. Euro auf das dritte Quartal. In Folge der höheren Investitionstätigkeit des Konzerns stiegen die Abschreibungen in den ersten neun Monaten auf 63,6 (57,3) Mio. Euro bzw. auf 21,4 (19,5) Mio. Euro im dritten Quartal. Enthalten sind darin negative Effekte aus den Kaufpreisallokationen in Höhe von insgesamt 3,9 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen. Im dritten Quartal beliefen sich die Kaufpreisallokationen auf insgesamt 1,3 Mio. Euro.
Bereinigte EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation erreicht 10 %
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist im Zeitraum von Januar bis September auf 109,0 (124,8) Mio. Euro gesunken. Im dritten Quartal 2015 lag das Konzern-EBIT bei 35,4 (41,2) Mio. Euro. Vor Kaufpreisallokation betrug das bereinigte EBIT im Neunmonatszeitraum 2015 insgesamt 112,9 (127,4) Mio. Euro bzw. 36,7 (42,1) Mio. Euro im dritten Quartal.
Wie sich bereits in der ersten Jahreshälfte abgezeichnet hatte, war die Geschäftsentwicklung im Segment Erstausrüstung unverändert von einer hohen Auslastung gekennzeichnet. Die daraus resultierenden Zusatzkosten in Höhe von rund 21 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2015 trugen einen großen Teil zum Rückgang der bereinigten EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation im Konzern auf 10,1 % (12,9 %) bei. Auf das dritte Quartal entfielen von den Sonderkosten insgesamt rund 12 Mio. Euro. In diesem Zeitraum erzielte der ElringKlinger-Konzern eine bereinigte EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation in Höhe von 10,0 % (12,9 %).
EBIT* JAN. - SEPT.
in Mio. €

* Bereinigt um Einmaleffekte, vor Kaufpreisallokation
Margenverwässernd wirkte sich in den ersten neun Monaten 2015 zudem die anhaltende Nachfrageschwäche im Bereich E-Mobility (rund 0,4 Prozentpunkte) aus. Zudem erzielten die zuletzt getätigten Akquisitionen noch nicht das Konzernniveau und verwässerten die EBIT-Marge im Konzern um weitere rund 0,4 Prozentpunkte.
Im Vorjahresvergleichszeitraum war ein überdurchschnittlich hoher Ergebnisbeitrag des Bereichs Abgasnachbehandlung (Hug) enthalten, der durch die Abrechnung zweier Großprojekte im Vorjahr erzielt wurde.
Finanzergebnis durch höhere Währungsverluste belastet
Nachdem der ElringKlinger-Konzern im ersten Quartal 2015 aufgrund des schwachen Euros ein deutlich positives Währungsergebnis in Höhe von 6,5 (0,1) Mio. Euro erzielen konnte, reduzierten sich die Währungsgewinne in den Folgequartalen spürbar. Zudem erhöhten sich die Währungsverluste im dritten Quartal merklich. Daher hat sich das Währungsergebnis allein im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresvergleichsquartal um insgesamt 9,2 Mio. Euro reduziert und lag bei minus 2,4 (6,8) Mio. Euro. Bezogen auf die ersten neun Monate 2015 bedeutet das ein Rückgang von 7,3 Mio. Euro auf 0,7 (8,0) Mio. Euro. Das Zinsergebnis erreichte mit minus 9,3 (- 9,0) Mio. Euro in den ersten neun Monaten nicht ganz den Vorjahreswert.
Insgesamt ist das Finanzergebnis in den ersten neun Monaten 2015 auf minus 8,6 (- 1,0) Mio. Euro gesunken. Davon entfielen minus 5,6 (3,7) Mio. Euro auf das dritte Quartal.
Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 100,5 (123,8) Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2015 und von 29,8 (44,9) Mio. Euro im dritten Quartal 2015.
Die Ertragsteueraufwendungen reduzierten sich in Folge des geringeren Vorsteuerergebnisses um 8,1 % auf 28,5 (31,0) Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2015 bzw. um 18,0 % auf 9,1 (11,1) Mio. Euro im dritten Quartal. Aufgrund der gesunkenen Ergebnisbeiträge von Tochtergesellschaften aus Ländern mit einer niedrigeren Steuerquote, insbesondere im zweiten und dritten Quartal, erhöhte sich die Konzern-Steuerquote in den ersten neun Monaten 2015 auf 28,4 % (25,0 %) und im dritten Quartal sogar auf 30,5 % (24,7 %).
Periodenergebnis in Höhe von 72 Mio. Euro
Das Periodenergebnis der ElringKlinger-Gruppe blieb auch im dritten Quartal 2015 aufgrund der beschriebenen Belastungsfaktoren mit 20,7 (33,8) Mio. Euro unter dem guten Vorjahresniveau. Somit ergibt sich aus den ersten drei Quartalen 2015 ein Periodenergebnis in Höhe von 71,9 (92,8) Mio. Euro.
Die Minderheitenanteile am Periodenergebnis haben sich in den ersten neun Monaten 2015 aufgrund der geringeren Ergebnisbeiträge der Hug-Gruppe sowie der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH auf 2,8 (4,0) Mio. Euro reduziert. Der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil erreichte demzufolge 69,2 (88,8) Mio. Euro. Im dritten Quartal 2015 lag der Ergebnisanteil der ElringKlinger-Aktionäre bei 20,0 (32,4) Mio. Euro.
Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,09 (1,40) Euro im Zeitraum Januar bis September 2015 sowie von 0,32 (0,51) Euro bezogen auf das dritte Quartal. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 30. September 2015 unverändert 63.359.990 Stück.
ERGEBNISANTEIL DER AKTIONÄRE DER ELRINGKLINGER AG JAN. - SEPT.
in Mio. €

Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger-Gruppe zeigte sich zum 30. September 2015 mit einer Konzern-Eigenkapitalquote von 46,7 % und einem positiven operativen Cashflow von 91,6 Mio. Euro weiterhin solide.
Bilanzsumme spiegelt Investitionstätigkeit und M&A-Aktivität wider
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Bilanzstichtag am 30. September 2015 auf 1.757,4 Mio. Euro. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2014 (1.558,8 Mio. Euro) um 12,7 %o beruht sowohl auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Sachanlagen und des Working Capital als auch auf der im ersten Quartal 2015 erfolgten erstmaligen Konsolidierung der zugekauften US-Gesellschaft M&W (jetzt: ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc.).
Aus der Abwertung des Euros gegenüber wesentlichen Währungen innerhalb des Konzerns hatte sich im ersten Quartal 2015 ein insgesamt erhöhender Effekt in der Konzernbilanz ergeben. Im zweiten und dritten Quartal war diese Entwicklung gegenläufig, kompensierte jedoch die Auswirkung im ersten Quartals nicht vollständig. Verglichen mit dem Stand am Stichtag des ersten Halbjahres blieb die Bilanzsumme zum 30. September 2015 auf vergleichbarem Niveau.
Die Einbeziehung von M&W in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns bewirkte im ersten Quartal 2015 eine Ausweitung der Bilanzsumme um insgesamt 38,1 Mio. Euro. Hiervon entfiel ein Großteil auf die immateriellen Vermögenswerte. In dieser Position wurden der derivative Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17,1 Mio. Euro sowie die Kaufpreisallokation von 8,0 Mio. Euro erfasst. Die detaillierten Auswirkungen des Erwerbs von M&W auf die Konzernbilanz sind im Anhang dargestellt (vgl. "Erläuternde Angaben", Seite 34 ff).
Demzufolge stiegen die immateriellen Vermögenswerte zum 30. September 2015 gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2014 deutlich, um 27,2 Mio. Euro, auf 212,5 Mio. Euro an.
Die hohe Investitionstätigkeit der ElringKlinger-Gruppe in den ersten neun Monaten 2015 führte zum Stichtag 30. September zu einem Anstieg der Sachanlagen um 84,3 Mio. Euro auf 792,3 Mio. Euro. Von dem Unterschiedsbetrag betrafen 13,3 Mio. Euro das dritte Quartal 2015.
Working Capital zwei Quartale in Folge stabil
In Summe blieben die in den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebundenen Mittel seit dem Stichtag des ersten Quartals (622,3 Mio. Euro) stabil. Zum 30. September 2015 beliefen sich diese auf 624,1 Mio. Euro, nach 620,8 Mio. Euro zum Halbjahresstichtag.
Verglichen mit dem Stand am Jahresende 2014 (535,2 Mio. Euro) stiegen diese beiden Bilanzpositionen merklich an. Die Vorräte erhöhten sich um 48,3 Mio. Euro auf 338,4 Mio. Euro und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 40,6 Mio. Euro auf 285,7 Mio. Euro. Dies erklärt sich maßgeblich durch den saisonal üblichen Zuwachs zum Jahresanfang sowie den akquisitionsbedingten Zugang aus der Erstkonsolidierung von M&W, auf den jeweils eine Zunahme um 4,8 Mio. Euro (Vorräte) bzw. 4,5 Mio. Euro (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) entfiel.
Der aus der Währungsumrechnung insgesamt erhöhende Effekt zum 31. März 2015 hat sich im zweiten und dritten Quartal umgekehrt. Gegenüber dem Stand zum Jahresultimo 2014 betrug der währungsbedingte Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. September 2015 nur noch 4,4 Mio. Euro bzw. 3,5 Mio. Euro.
LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| in Mio. € | 30.09.2015 | 30.06.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 212,5 | 218,1 | 185,3 |
| Sachanlagen | 792,3 | 779,0 | 708,0 |
| Sonstige | 27,6 | 30,5 | 30,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.032,4 | 1.027,6 | 923,7 |
| Vorräte | 338,4 | 333,2 | 290,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 285,7 | 287,6 | 245,1 |
| Sonstige | 100,9 | 117,1 | 100,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 725,0 | 737,9 | 635,2 |
| Bilanzsumme | 1.757,4 | 1.765,6 | 1.558,8 |
Eigenkapital trotz Dividendenausschüttung und Akquisition weiter erhöht
Das Konzerneigenkapital per 30. September 2015 erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 (775,2 Mio. Euro) um 6,0 % auf 821,5 Mio. Euro.
Der Anstieg lag in erster Linie am Periodenergebnis des Konzerns der ersten neun Monate 2015 in Höhe von 71,9 Mio. Euro, das in den Gewinnrücklagen verbucht wurde. Diese kamen zum 30. September auf 606,5 Mio. Euro und lagen damit um 34,3 Mio. Euro über dem Stand am Jahresende 2014. Gegenläufig hatte die Dividendenzahlung an die Aktionäre der ElringKlinger AG in Höhe von 34,8 (31,7) Mio. Euro im zweiten Quartal 2015 das Eigenkapital reduziert.
Die übrigen Rücklagen beinhalten die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung. Letztere bewirkte zum 30. September 2015 gegenüber dem Halbjahresstichtag (28,2 Mio. Euro) einen Rückgang dieser Position auf 1,2 Mio. Euro.
Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 46,7 %, nach 49,7 % zum 31. Dezember 2014. Sie lag damit weiterhin deutlich über dem Zielwert des Konzerns von mindestens 40 %.
Wachstumsbedingter Anstieg der Finanzverbindlichkeiten
Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wurde hauptsächlich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und darüber hinaus über Bankkredite und sonstige Darlehen gedeckt.
Verglichen mit dem Stand zum Jahresende 2014 (417,0 Mio. Euro) erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 30. September 2015 auf insgesamt 521,9 Mio. Euro. Neben der Kaufpreiszahlung für den beschriebenen Erwerb der M&W im ersten Quartal 2015 und der Zwischenfinanzierung der Dividendenzahlung im zweiten Quartal sind die neu aufgenommenen Finanzmittel dem strukturellen Wachstum des Konzerns geschuldet. Gegenüber dem Halbjahresstichtag 2015 (517,2 Mio. Euro) konnten die Finanzverbindlichkeiten in Summe auf vergleichbarem Niveau gehalten werden. Aufgrund der derzeit günstigen Zinskonditionen für langfristige Kredite erfolgte im dritten Quartal 2015 eine teilweise Umschichtung der kurzfristigen Darlehen auf längerfristige Verträge.
Zum 30. September belief sich die Nettoverschuldung des Konzerns (lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) auf 461,0 Mio. Euro, gegenüber 348,3 Mio. Euro am 31. Dezember 2014.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kamen zum Berichtsstichtag auf 92,8 Mio. Euro, nach 68,8 Mio. Euro am Jahresende 2014. Im Vergleich zum 30. Juni 2015 blieb die Position im Wesentlichen stabil.
Bei den übrigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 keine nennenswerten Veränderungen ergeben.
In Summe stieg der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme auf 53,3 % - gegenüber 50,3 % zum Jahresende 2014.
LANG- UND KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| in Mio. € | 30.09.2015 | 30.06.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 127,0 | 126,9 | 124,1 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 338,7 | 300,3 | 268,5 |
| Sonstige | 44,0 | 50,0 | 46,8 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 509,7 | 477,2 | 439,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 92,8 | 97,2 | 68,8 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 183,2 | 216,9 | 148,5 |
| Sonstige | 150,2 | 143,9 | 126,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 426,2 | 458,0 | 344,2 |
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erreicht 92 Mio. Euro
In den ersten neun Monaten 2015 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 91,6 (97,2) Mio. Euro. Der Rückgang gegenüber dem Wert des Vorjahres lag an dem um 23,4 Mio. Euro niedrigeren Ergebnisbeitrag. Dennoch blieb der operative Cashflow nur um 5,6 Mio. Euro hinter dem Vorjahresvergleichswert zurück.
Maßgeblich für diese Entwicklung war die geringere zusätzliche Mittelbindung im Working Capital. Aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ergab sich im Neunmonatszeitraum in Summe ein Mittelabfluss in Höhe von 40,7 (46,7) Mio. Euro.
Zur Ermittlung des operativen Cashflow werden unter anderem die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte herangezogen. In Folge der gestiegenen Vermögenswerte, insbesondere der Sachanlagen, nahmen die Abschreibungen von Januar bis September 2015 auf 63,6 (57,3) Mio. Euro zu.
Auch im dritten Quartal 2015 präsentierte sich der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit analog zum Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Dennoch verbesserte er sich 2015 von Quartal zu Quartal und belief sich im dritten Quartal 2015 auf 32,7 (42,1) Mio. Euro.
In der Bereinigungsposition "sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" werden im Wesentlichen Währungseffekte eliminiert. Nachdem hier im ersten Quartal per Saldo hohe zahlungsunwirksame Erträge (14,2 Mio. Euro) in Abzug gebracht wurden, war die Entwicklung in den beiden Folgequartalen gegenläufig. Im Neunmonatszeitraum verblieb per Saldo noch ein Ertrag von 2,9 Mio. Euro.
Bei den übrigen Positionen, die zur indirekten Ermittlung des operativen Cashflows herangezogen werden, ergaben sich keine nennenswerten Besonderheiten.
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT JAN. - SEPT.
in Mio. €

Auszahlungen für Investitionen von Kapazitätsausweitung geprägt
In den ersten neun Monaten 2015 investierte der ElringKlinger-Konzern 124,6 (93,4) Mio. Euro in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Davon entfielen 48,7 (42,1) Mio. Euro auf das dritte Quartal. Die Investitionsquote (Anteil der Investitionen am Konzernumsatz) kam in den ersten neun Monaten 2015 auf 11,2 % (9,5 %). Sie lag damit etwas oberhalb der geplanten Bandbreite von 7 bis 9 %.
Die Abweichung ist hauptsächlich begründet durch zusätzliche Investitionen, die verstärkt ab dem zweiten Quartal 2015 für die Ausweitung von Fertigungskapazitäten getätigt wurden. Dies wurde erforderlich, da einzelne Geschäftsbereiche im bisherigen Jahresverlauf einen deutlich überproportionalen Nachfrageanstieg verzeichneten.
Der regionale Schwerpunkt der Investitionen lag in Europa und Asien. Dabei entfiel ein Großteil (106,5 Mio. Euro) auf das Segment Erstausrüstung.
Die deutschen Standorte der Muttergesellschaft ElringKlinger AG verbuchten im bisherigen Jahresverlauf 2015 eine Reihe neuer Anlagenzugänge. Im dritten Quartal 2015 wurden beispielsweise zur Erweiterung der Kapazitäten im Bereich Spezialdichtungen die Produktionsfläche vergrößert und eine Metaloseal-Beschichtungsanlage errichtet. Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik installierte in diesem Zeitraum am Standort Langenzenn eine Umformpresse.
Weitere Investitionen in Deutschland betrafen von Januar bis September 2015 die Segmente Kunststofftechnik und Dienstleistungen. Beim Dienstleister ElringKlinger Logistic Service GmbH in Ergenzingen flossen im dritten Quartal 2015 weitere Mittel in den Bau eines Lagers, eines neuen Verwaltungsgebäudes und einer Produktionshalle.
Der Standort ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen/Schweiz, investierte seit dem zweiten Quartal 2015 vermehrt in den Kapazitätsausbau und installierte neue Fertigungslinien.
ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSMITTEL JAN. - SEPT. 2015
in Mio. €

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
2 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss
Ein wesentlicher Anteil der Investitionen im dritten Quartal 2015 verbuchten die chinesischen Tochtergesellschaften. In Suzhou/China schritten von Juli bis September 2015 der Neubau eines Werks und die Installation zusätzlicher Produktionsanlagen voran. Am Standort in Changchun wurden Pressen und Montagelinien zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen angeschafft.
In Nordamerika erfolgten bei der im Februar erworbenen M&W, Warren/USA, Auszahlungen für eine hochautomatische Servopresse zur Herstellung von Steuerplatten für Automatikgetriebe. Für den Produktneuanlauf von Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie am Standort der ElringKlinger Canada Ltd., Leamington, waren in der ersten Jahreshälfte Fertigungslinien installiert worden.
Die Kaufpreiszahlung für die beschriebene Akquisition der M&W hatte bereits im ersten Quartal 2015 zu Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen - abzüglich Zahlungsmitteln - in Höhe von 24,2 (2,0) Mio. Euro geführt.
In Summe betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit in den ersten neun Monaten 2015 minus 156,1 (- 106,5) Mio. Euro. Der operative freie Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) belief sich auf minus 40,3 (- 7,3) Mio. Euro. Hiervon entfiel ein operativer freier Cashflow von minus 18,0 (- 2,8) Mio. Euro auf das dritte Quartal 2015.
Nur geringfügige Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Q3
In den ersten neun Monaten 2015 nahm der Elring-Klinger-Konzern per Saldo 93,6 (39,3) Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten auf. Die Kreditaufnahme war in erster Linie im ersten Halbjahr 2015 erforderlich und wurde - neben der Investitionstätigkeit - zur Kaufpreiszahlung der US-Gesellschaft M&W sowie zur Dividendenzahlung herangezogen. Im dritten Quartal flossen dem Konzern 9,4 (5,7) Mio. Euro an Mitteln aus der Veränderung der Finanzverbindlichkeiten zu. In diesem Zeitraum erfolgte die Zahlung für den Anteilserwerb von weiteren 3 % der Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Höhe von 4,2 (0) Mio. Euro.
Die Zahlungsmittel nahmen von Juli bis September 2015 um 13,7 Mio. Euro ab.
Die Zahlungsmittel des Konzerns beliefen sich nach den ersten neun Monaten 2015 auf 60,9 (63,5) Mio. Euro, nach 68,7 Mio. Euro zum Jahresende 2014.
Chancen und Risiken
Bei der Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich im dritten Quartal 2015 keine grundlegenden Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2014 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 90ff.) ergeben.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Aufgrund der im September 2015 zu Tage getretenen Abgasmanipulation an den dieselbetriebenen Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns haben die operativen Risiken, und dabei im Speziellen der Preisdruck und das Kundenrisiko, tendenziell in ihrer Bedeutung zugenommen. Die Auswirkungen auf die Automobilbranche - Hersteller wie auch Zuliefererunternehmen - lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht vollumfänglich abschätzen. Was die Absatzzahlen des globalen Automobilmarkts betrifft, geht ElringKlinger gegenwärtig allenfalls von einer Nachfrageverschiebung, jedoch keinem gravierenden Nachfragerückgang aus. Ausgehend von diesem Szenario sind für den Konzern keine signifikanten Auswirkungen zu erwarten. ElringKlinger hat die Kundenbasis in den letzten Jahren ständig verbreitert, um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen. So hat der umsatzstärkste Einzelkunde mit 10,4 % zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2014 beigetragen.
Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2014 ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/gb2014/chancen-und-risikobericht zugänglich.
Ausblick
Ausblick Markt und Branche
Nach den jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll die Weltwirtschaft 2015 mit 3,1 % (zuvor: 3,3 %) etwas langsamer wachsen als ursprünglich prognostiziert, insgesamt wird sie aber aufgrund der günstigen Aussichten für die Industrienationen auf Expansionskurs bleiben. Gedämpft werden die Erwartungen durch Sorgen um die Schwellenländer, die unter den Folgen niedriger Rohstoffpreise sowie des verlangsamten Wachstums in China leiden.
Ausblick für USA und Europa bleibt positiv
Die Wirtschaft in der Eurozone wird demnach ihren Wachstumskurs beibehalten, allerdings könnten sich die Zuwachsraten aufgrund der schwächeren Nachfrage aus den Schwellenländern verlangsamen. Für die Konjunktur in Deutschland bleibt die Prognose positiv. Der Rückenwind aus Schwellenländern soll zwar nachlassen, die Binnenkonjunktur und die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte sowie der niedrige Eurokurs dürften aber weiterhin treibend sein.
Der Aufschwung in den USA wird sich nach aktuellen Schätzungen ungeachtet der Abwärtsrisiken aufgrund der Dollarstärke und der möglicherweise nachlassenden internationalen Nachfrage fortsetzen. Die weltgrößte Wirtschaftsmacht sollte damit auch nach der erwarteten Zinswende vorläufig die Konjunkturlok der globalen Entwicklung bleiben.
Schwellenländer trüben Konjunkturbarometer - China im Übergang zu normal wachsenden Wirtschaftsmacht
Für die ölexportierenden Länder und vor allem die lateinamerikanischen Staaten wird hingegen eine weitere Abschwächung gesehen. Die Wachstumsprognosen für die Wirtschaftsmacht China wurden zuletzt leicht nach unten korrigiert. Mit der von Peking angestrebten Transformation zu einem weniger auf Export, dafür mehr auf Binnennachfrage und Konsum gestützten Wirtschaftsmodell ist eine Normalisierung der Wachstumsraten zu erwarten. Die Konjunktur in Japan erholt sich nur langsam vom ihrem Dämpfer infolge der Mehrwertsteuererhöhung 2014.
Globaler Fahrzeugmarkt wächst langsam
Der weltweite Automobilmarkt wird das Jahr 2015 voraussichtlich mit einem leichten Plus beenden. Während die im bisherigen Jahresverlauf stark wachsenden europäischen Märkte ihr Tempo im vierten Quartal beibehalten sollten und der positive Trend in den USA weitergehen dürfte, wird für den chinesischen Fahrzeugmarkt allenfalls noch ein moderater Anstieg bei den Neuzulassungen gesehen. Nach aktuellen Schätzungen von Branchenbeobachtern wird für den Pkw-Weltmarkt 2015 ein Wachstum von 1 bis 2 % gesehen. Mögliche Konsequenzen aus dem im September 2015 publik gewordenen Abgasskandal um VW sind derzeit noch nicht vollumfänglich abzusehen, sollten für den globalen Automarkt jedoch insgesamt beherrschbar bleiben (vgl. "Chancen und Risiken", Seite 16).
WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKT
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| Veränderung zum Vorjahr in % |
2014 | Prognose 2015 | Prognose 2016 |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,4 | 3,1 | 3,6 |
| Deutschland | 1,6 | 1,5 | 1,6 |
| Eurozone | 0,9 | 1,5 | 1,6 |
| USA | 2,4 | 2,6 | 2,8 |
| Brasilien | 0,1 | - 3,0 | - 1,0 |
| China | 7,3 | 6,8 | 6,3 |
| Indien | 7,3 | 7,3 | 7,5 |
| Japan | - 0,1 | 0,6 | 1,0 |
Quelle: IWF (Okt. 2015)
Der ElringKlinger-Konzern rechnet für 2015 ebenfalls mit einem Anstieg der weltweiten Automobilproduktion im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Autoabsatz in Europa gewinnt an Fahrt - USA steuert auf Top-Werte zu
Der europäische Fahrzeugmarkt nahm in den ersten neun Monaten 2015 zunehmend Fahrt auf und übertraf die ursprünglichen Erwartungen. Dementsprechend hoben Marktbeobachter die Prognosen für das Gesamtjahr 2015 auf bis zu 8 % an. Mit einer anvisierten Schwelle von rund 13 Mio. Neuzulassungen wird der Pkw-Absatz dennoch hinter dem Spitzenwert von 2007 von rund 16 Mio. Fahrzeugen zurückbleiben. Innerhalb der Top-5-Märkte entwickelten sich die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland unterdurchschnittlich. Die Produktion der inländischen Fahrzeughersteller hingegen erhält Rückenwind durch die steigende Nachfrage aus Westeuropa. ElringKlinger erwartet für den westeuropäischen Automarkt 2015 ein Absatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich.
In den USA bewegt sich die Autobranche auf den höchsten Absatz seit vielen Jahren zu. Die Konsumentenstimmung ist positiv, gekauft werden vorwiegend PS-starke SUV. Nach 16,4 Mio. verkauften Light Vehicles im Jahr 2014, steuert der Fahrzeugabsatz 2015 auf deutlich über 17 Mio. Einheiten zu. ElringKlinger erwartet dementsprechend einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich.
In Südamerika, und hier vor allem in Brasilien, sowie in Russland zeichnet sich derzeit noch kein Ende der Absatzrückgänge ab. Diese Märkte werden 2015 erneut mit zweistelligen Minusraten hinter dem bereits rückläufigen Vorjahr zurückbleiben.
Verlangsamung in China
Für den Fahrzeugmarkt China wird das Jahr 2015 den Wendepunkt vom stark wachsenden zu einem sich moderat entwickelnden Markt markieren. Nach dem drastischen Tempoverlust zur Jahresmitte gehen Branchenkenner auf Jahressicht noch von einem leichten Plus aus. Die im September angekündigte und ab 1. Oktober 2015 in Kraft tretende, umfassende Steuererleichterung für Kleinwagen sorgte zuletzt für positive Impulse. Auf Basis des mittlerweile erreichten hohen absoluten Niveaus werden auf dem weltgrößten Automobilmarkt auch bei geringeren Wachstumsraten hohe Stückzahlen abgesetzt. ElringKlinger geht für den chinesischen Autoabsatz für 2015 mit einem Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.
Der Pkw-Absatz in Indien dürfte seinen moderaten Wachstumskurs für das Gesamtjahr beibehalten. Japan wird das Jahr 2015 mit einem Minus bei den neu-zugelassenen Pkw beenden.
Nutzfahrzeugmärkte: Belebung in Europa, US-Absatz weiterhin auf hohen Touren
Die verbesserte wirtschaftliche Lage in Europa sorgte seit Jahresanfang 2015 für eine Belebung der Nutzfahrzeug-Märkte. Zum Jahresende 2015 zeichnen sich in vielen Ländern über den ursprünglichen Erwartungen liegende Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich ab.
Das zweite regionale Schwergewicht für die Zuwächse in der Nfz-Industrie bleibt die USA. Nach einem bereits starken Plus von 15 % im Jahr 2014 wird sich das Wachstum 2015 hier nur leicht verlangsamen.
Wesentlich zurückhaltender fällt der Ausblick auf die Entwicklung der Lkw-Nachfrage in Brasilien aus. Aufgrund der anhaltend schwachen Wirtschaftsentwicklung ist davon auszugehen, dass die Absatzzahlen 2015 weiter deutlich abrutschen werden.
Von einem Anstieg der Lkw-Produktionszahlen in den etablierten Märkten profitiert ElringKlinger unmittelbar. Da der Umsatz je Fahrzeug mit der 2014 erfolgten Einführung der Euro-VI-Modelle durch zusätzliche Leichtbau-Kunststoffgehäusemodule zumeist höher ausfällt, erwartet ElringKlinger im Geschäft mit Lkw-Komponenten in den kommenden Jahren überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten.
Ausblick Unternehmen
Auftragseingang schwächt sich währungsbedingt ab
ElringKlinger rechnet für 2015 sowie 2016 mit weiterem organischem Wachstum. Die nach wie vor solide Auftragslage untermauert diese Zielsetzung.
Im dritten Quartal 2015 belief sich der Auftragseingang auf 336,6 (330,3) Mio. Euro und erhöhte sich damit um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Gegenüber den ersten beiden sehr starken Quartalen im laufenden Jahr schwächte sich der Auftragseingang jedoch spürbar ab (Q1: 414,0 Mio. Euro, Q2: 435,1 Mio. Euro). Unter Herausrechnung der Zugänge durch den Erwerb der M&W wäre der Auftragseingang im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht rückläufig gewesen. Zu berücksichtigen sind jedoch negative Währungseffekte, die sich aufgrund des zum 30. September 2015 leicht stärkeren Euro senkend auf den Auftragseingang ausgewirkt hatten. Im ersten Halbjahr 2015 hatten sich die Wechselkurse noch erhöhend im Auftragseingang niedergeschlagen. Organisch, d. h. ohne diese Wechselkurs- und Akquisitionseffekte, wäre der Auftragseingang im dritten Quartal 2015 mit 5,8 % deutlich stärker gestiegen.
Der Auftragsbestand lag am 30. September 2015 bei 756,7 (651,9) Mio. Euro und verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 16,1 %.
Integration der früheren M&W auf Kurs - Entwicklung der Akquisitionen
Die im Februar 2015 übernommene US-Gesellschaft M&W, die mittlerweile unter ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. firmiert, wird bis zum Jahresende 2015 planmäßig vollständig in den ElringKlinger-Konzern integriert. Im dritten Quartal wurden die IT-Strukturen erfolgreich in die ElringKlinger-Systeme eingebunden. Strukturen und Prozesse werden in den kommenden Monaten weiter optimiert, unter anderem durch die Zusammenlegung der zwei Produktionsstandorte der Gesellschaft in Michigan/USA in einem neuen Werk. M&W wird im Gesamtjahr 2015 rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beitragen. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation wird sich dabei im oberen einstelligen Prozentbereich bewegen und die Konzern-EBIT-Marge daher noch leicht verwässern.
Die Vollkonsolidierung der japanischen Tochtergesellschaft ElringKlinger Marusan Corporation wird sich 2015 ebenfalls noch leicht senkend auf die Konzern-EBIT-Marge auswirken.
Die im zweiten Halbjahr 2014 übernommenen Gesellschaften Polytetra GmbH sowie new enerday GmbH haben keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzern-EBIT.
E-Mobility weiter von Nachfrageschwäche geprägt
Die unverändert schwache Nachfrage nach reinen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden ist der Grund für die weiterhin ungenügende Auslastung der Fertigungslinien im Bereich E-Mobility. Die stark rückläufigen Kraftstoffpreise stellen aktuell keine Anreize zum Kauf dieser Fahrzeuge dar. ElringKlinger erwartet daher kurzfristig keine grundlegende Verbesserung in diesem Geschäftsbereich. Das Unternehmen steuert mit Kostensenkungsmaßnahmen gegen. Der Bereich E-Mobility wird, abhängig von der Nachfrageentwicklung, die Konzern-EBIT-Marge daher auch 2015 noch belasten.
Materialpreise weitgehend stabil
Bei den meisten der von ElringKlinger eingesetzten Materialen waren im bisherigen Jahresverlauf stabile oder teilweise rückläufige Preisniveaus zu verzeichnen. Die gesunkenen Ölpreise schlugen sich nicht vollumfänglich in den Einkaufspreisen für die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik eingesetzten Polyamid-Kunststoffe nieder, diese bleiben im restlichen Jahresverlauf 2015 voraussichtlich auf stabilem Niveau. Auch für Legierungszuschläge für Edelstähle erwartet ElringKlinger für das Schlussquartal 2015 keine wesentlichen Preisänderungen. Für Aluminium konnte ElringKlinger die Umarbeitungspreise für einen Teil der Bedarfe für 2016 bereits zu günstigen Konditionen kontraktieren.
2015: Investitionen in Sachanlagen zwischen 145 bis 155 Mio. Euro geplant
Der starke Nachfrageanstieg in einzelnen Geschäftsbereichen hatte im bisherigen Jahresverlauf zu einer extremen Überauslastung einzelner Standorte geführt. ElringKlinger baut hier die Kapazitäten aus, um die Sonderschichten und -frachten zu reduzieren. Daher geht das Unternehmen von einem relativ hohen Investitionsvolumen von 145 bis 155 Mio. Euro im Gesamtjahr 2015 aus.
Vor diesem Hintergrund wird ElringKlinger 2015 voraussichtlich keinen operativen freien Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) erzielen.
Ausblick 2015: Bereinigtes EBIT vor Kaufpreisallokation zwischen 135 bis 145 Mio. Euro erwartet
ElringKlinger geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion 2015 im niedrigen einstelligen Prozentbereich wächst. Dabei dürften sich die europäischen Märkte in Summe besser entwickeln als ursprünglich gedacht, während sich dagegen der chinesische Markt etwas abschwächt.
Auf dieser Basis plant ElringKlinger für das Gesamtjahr 2015 ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 %. Zusätzlich wird die Konsolidierung der M&W rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beitragen.
Wie sich bereits in der ersten Jahreshälfte 2015 abgezeichnet hatte, war die Geschäftsentwicklung im Segment Erstausrüstung auch im dritten Quartal von einer unverändert hohen Auslastung gekennzeichnet. Einzelne Geschäftsbereiche verzeichneten einen anhaltend überproportionalen Nachfrageanstieg. Die daraus resultierenden Zusatzkosten, z. B. für Sonderschichten und -frachten, belasteten die Kostenbasis im Neunmonatszeitraum 2015 um 21 Mio. Euro. Die bisher eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen griffen noch nicht im geplanten Umfang. ElringKlinger geht daher nicht mehr davon aus, die bisherige Prognose für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen und hat diese daher bereits im September 2015 entsprechend reduziert.
Das Unternehmen erwartet im vierten Quartal 2015 aufgrund der hohen Auslastung einzelner Geschäftsbereiche zusätzliche Sonderkosten in Höhe von weiteren 8 bis 18 Mio. Euro. Vor diesem Hintergrund wird das um Einmaleffekte bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokation im Geschäftsjahr 2015 nunmehr in einer Bandbreite von 135 bis 145 Mio. Euro (vorher: rund 165 Mio. Euro) gesehen. 2016 geht ElringKlinger von einer Verbesserung aus, wobei auch im Folgejahr noch Sonderkosten anfallen dürften, wenngleich in deutlich geringerem Umfang als 2015.
Neben den beschriebenen Sonderkosten wird die Konzern-EBIT-Marge auch durch die noch unter Gruppendurchschnitt liegenden Ergebnisbeiträge der Akquisitionen sowie der schleppenden Nachfrage im Bereich E-Mobility belastet.
Nachtragsbericht
Nach dem Abschluss der Berichtsperiode haben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.
Dettingen / Erms, den 9. November 2015
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder |
| Vorsitzender |
ELRINGKLINGER AM KAPITALMARKT
ElringKlinger am Kapitalmarkt
Aktienmärkte tendieren nach unten - vielerlei Belastungsfaktoren im 3. Quartal 2015
Das dritte Quartal 2015 war von einem Auf und Ab an den Börsenplätzen geprägt. Der VW-Emissionsskandal, die unerwartete Abwertung des Yuan und schwache Konjunkturdaten in China haben zu deutlichen Verlusten an den globalen Aktienmärkten geführt. Das auf den Weg gebrachte Griechenland-Hilfspaket, die Senkung der Leitzinsen durch die chinesische Notenbank und robuste Konjunkturdaten im Euroraum und den USA konnten die Aktienmärkte nur kurzzeitig stützen.
Der DAX erlebte ein turbulentes, in Summe negatives drittes Quartal 2015. Nachdem das in letzter Minute beschlossene dritte Hilfsprogramm für Griechenland im Juli noch für positive Impulse sorgte, fiel der deutsche Leitindex aufgrund von Sorgen zur Entwicklung der chinesischen Wirtschaft im August erstmals seit Januar wieder unter die Marke von 10.000 Punkten. Im September setzte die Volkswagen-Affäre den DAX weiter unter Druck. Die letztgenannten Faktoren führten vor allem im Automobil- und Zulieferer-Sektor zu besonders starkem Abgabedruck.
Vor diesem Hintergrund büßte der DAX die Kursgewinne des ersten Halbjahres wieder vollständig ein und schloss zum 30. September 2015 bei 9.660 Punkten - im dritten Quartal 2015 bedeutete das einen Kursrückgang um 11,7 Prozentpunkte. Die MidCap-Indizes entwickelten sich dagegen etwas robuster: Der MDAX verlor im selben Zeitraum beispielsweise nur um 1,7 %.
KURSVERLAUF DER ELRINGKLINGER-AKTIE (XETRA) SEIT 1. JAN. 2015
im Vergleich zu den Indizes MDAX und DAX

ElringKlinger notiert zum 30. September 2015 bei 17,20 Euro
Nach Kurssteigerungen von 22,8 % gegen Ende des Jahres 2014 bzw. 11,8 % zu Beginn des Jahres 2015 erreichte die ElringKlinger-Aktie im Februar das bisherige Jahreshoch von 32,18 Euro. Gewinnmitnahmen im Zuge der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 ließen den Aktienkurs in der Folge zurückgehen. Die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal 2015 und die angepasste Prognose für das Jahresergebnis 2015 sorgten Ende April für eine weitere Kurskorrektur nach unten. In den Folgemonaten konnte die ElringKlinger-Aktie aufgrund des insgesamt konsolidierenden Marktumfelds keine entscheidenden Akzente setzen.
Im Juli zeichnete sich zunächst eine leichte Aufwärtsbewegung der Aktie im Einklang mit den Gesamtmärkten ab, bevor sie im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Eintrübung in China im August wieder Verluste hinnehmen musste. Eine erneute Anpassung der Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 im September schlug sich in einem Kursrückgang der ElringKlinger-Aktie im zweistelligen Prozentbereich nieder. Zeitgleich wurden die Abgasmanipulationen bei Volkswagen bekannt, die in der Folge auch den ElringKlinger-Kurs - wie die Werte des ganzen deutschen Autosektors - weiter unter Druck setzte.
Im dritten Quartal 2015 stand in Summe beim ElringKlinger-Papier ein Kursrückgang von 28,7 % zu Buche. Anfang Oktober konnte sich der Wert jedoch wieder leicht erholen und erreichte zur Monatsmitte wieder ein Niveau von knapp 19 Euro.
Nahezu verdoppeltes Handelsvolumen gegenüber Vorjahresniveau
Das durchschnittliche, börsentäglich gehandelte Volumen in der ElringKlinger-Aktie stieg im Neunmonatszeitraum 2015 mehr als deutlich an. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres erhöhte es sich um 91,4 % auf 198.700 (103.800) Stück.
Gemessen in Euro legten die Tagesumsätze in der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen merklich um 75,9 % auf 5,1 (2,9) Mio. Euro zu. Trotz des im Vergleich zum MDAX-Durchschnitt (67,9 %) niedrigen Streubesitzanteils von 49,0 % bietet das ElringKlinger-Papier damit auch für institutionelle Anleger eine ausreichend hohe Liquidität, um größere Pakete der Aktie handeln zu können.
Kapitalmarktkommunikation im Zeichen der IAA
Auf der diesjährigen Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt/Main führte das Investor-Relations-Team von ElringKlinger zahlreiche Messestandbesichtigungen mit Kapitalmarktteilnehmern und Vertretern der Finanzpresse durch. Darüber hinaus präsentierte sich das Unternehmen Analysten und Investoren auf der begleitenden Kapitalmarktkonferenz.
Unter dem Motto "Intelligent Lightweight Solutions" stellte das Unternehmen auf einem neu gestalteten Messestand eine Vielzahl an Exponaten zu aktuellen Produktentwicklungen und technologischen Markttrends vor. Unter anderem konnte sich das interessierte Fach- und Besucherpublikum aus nächster Nähe von der Werkzeugkompetenz von ElringKlinger überzeugen. Höhepunkt der Ausstellung bildete ein 16 Tonnen schweres Werkzeug, das zur Herstellung von Bauteilen aus Kunststoff und Metall im Hydroform-Hybrid-Verfahren eingesetzt wird.
Darüber hinaus führte ElringKlinger im dritten Quartal 2015 eine Vielzahl an Gesprächen mit Anteilseignern und interessierten Investoren auf Kapitalmarktkonferenzen und mehrtägigen Roadshows durch. Diese führten die Gesellschaft unter anderem nach München, London, Edinburgh, Toronto und in die USA.
Zweimal Bronze und einmal Silber für den ElringKlinger-Geschäftsbericht 2014
Der ElringKlinger-Geschäftsbericht des Jahres 2014 kann im internationalen Vergleich überzeugen und wurde folgerichtig bei mehreren prestigeträchtigen Wettbewerben mit Preisen von anerkannten Fachjurys ausgezeichnet.
Bei den renommierten LACP Vision Awards sicherte sich der Geschäftsbericht von ElringKlinger eine Bronze-Prämierung. Die Jury der US-amerikanischen Vereinigung "League of American Communications Professionals" (LACP) vergab unter anderem Bestnoten für das Titelbild, den Aktionärsbrief und die sprachliche Qualität der Publikation. Beim international angesehenen Designpreis ARC des amerikanischen Veranstalters MerComm gewann der ElringKlinger-Bericht Bronze und reihte sich damit weltweit unter den Top 15 Prozent in der internationalen Konkurrenz ein. Auch beim FOX Award punktete der Finanzbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr und bekam aufgrund seiner überlegenen Kommunikationseffizienz die Silbermedaille verliehen.
Das für den Geschäftsbericht 2014 gewählte Motto "pure process" steht für die einzigartigen Kernkompetenzen von ElringKlinger: Reines Prozess-Know-how in Form von feinster Metallbearbeitung, funktionellen Beschichtungstechnologien und tiefgehender Kunststoff-Kompetenz. Der den Finanzzahlen vorangestellte Magazinteil erzählt Geschichten im Reportage-Stil über die Mitarbeiter sowie die neuesten Produkte und Technologien des Konzerns, welche mit Hilfe von hochwertigen Bildaufnahmen und informativen Grafiken in Szene gesetzt wurden.
DIE ELRINGKLINGER-AKTIE (WKN 785 602)
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| Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR)1 | ||
| Höchstkurs | 32,18 | 32,60 |
| Tiefstkurs | 16,87 | 23,30 |
| Stichtagskurs 30.09. | 17,20 | 23,44 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) | 198.700 | 103.800 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) | 5.119.933 | 2.909.700 |
| Marktkapitalisierung zum 30.09. (in Mio. EUR) | 1.089,8 | 1.485,2 |
1 Xetra-Handel
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2015
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| in Tausend € | 3. Quartal 2015 | 3. Quartal 2014 | Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 366.115 | 327.439 | 1.117.240 | 984.962 |
| Umsatzkosten | - 274.651 | - 236.069 | - 833.151 | - 710.554 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 91.464 | 91.370 | 284.089 | 274.408 |
| Vertriebskosten | - 28.724 | - 23.511 | - 81.385 | - 68.335 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 16.786 | - 14.897 | - 53.077 | - 43.486 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 14.507 | - 14.101 | - 46.676 | - 43.248 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.457 | 3.378 | 13.078 | 9.853 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.525 | - 1.043 | - 6.999 | - 4.372 |
| Operatives Ergebnis | 35.379 | 41.196 | 109.030 | 124.820 |
| Finanzerträge | 3.127 | 7.530 | 15.860 | 12.215 |
| Finanzaufwendungen | - 8.713 | - 3.808 | - 24.432 | - 13.195 |
| Finanzergebnis | - 5.586 | 3.722 | - 8.572 | - 980 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 29.793 | 44.918 | 100.458 | 123.840 |
| Ertragsteueraufwendungen | - 9.056 | - 11.075 | - 28.514 | - 31.005 |
| Periodenergebnis | 20.737 | 33.843 | 71.944 | 92.835 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 755 | 1.484 | 2.793 | 3.991 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 19.982 | 32.359 | 69.151 | 88.844 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,32 | 0,51 | 1,09 | 1,40 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2015
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| in Tausend € | 3. Quartal 2015 | 3. Quartal 2014 | Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 20.737 | 33.843 | 71.944 | 92.835 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - 25.445 | 13.075 | 14.487 | 19.198 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 0 | - 50 | 0 | - 50 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | - 25.445 | 13.025 | 14.487 | 19.148 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - 25.445 | 13.025 | 14.487 | 19.148 |
| Gesamtergebnis | - 4.708 | 46.868 | 86.431 | 111.983 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 197 | 2.287 | 3.698 | 4.689 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | - 4.905 | 44.581 | 82.733 | 107.294 |
Konzernbilanz
der ElringKlinger AG zum 30. September 2015
AKTIVA
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| in Tausend € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 212.518 | 185.343 | 182.235 |
| Sachanlagen | 792.329 | 707.980 | 670.584 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 12.099 | 11.712 | 12.056 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.734 | 1.728 | 2.080 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 1.507 | 1.553 | 2.201 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.234 | 6.568 | 3.363 |
| Latente Steueransprüche | 9.996 | 8.782 | 10.472 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.032.417 | 923.666 | 882.991 |
| Vorräte | 338.361 | 290.098 | 292.433 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 285.690 | 245.084 | 259.854 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.028 | 4.294 | 3.884 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 36.077 | 26.944 | 43.319 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 60.860 | 68.733 | 63.513 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 725.016 | 635.153 | 663.003 |
| 1.757.433 | 1.558.819 | 1.545.994 |
PASSIVA
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| in Tausend € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2014 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 606.508 | 572.205 | 555.295 |
| Übrige Rücklagen | 1.249 | - 10.283 | 12.553 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 789.355 | 743.520 | 749.446 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 32.167 | 31.674 | 31.062 |
| Eigenkapital | 821.522 | 775.194 | 780.508 |
| Rückstellungen für Pensionen | 126.972 | 124.090 | 94.223 |
| Langfristige Rückstellungen | 13.234 | 16.638 | 11.380 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 338.736 | 268.508 | 241.739 |
| Latente Steuerschulden | 26.293 | 23.930 | 31.497 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 4.501 | 6.219 | 2.679 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 509.736 | 439.385 | 381.518 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 21.712 | 16.469 | 21.018 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 92.765 | 68.753 | 76.070 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 183.183 | 148.532 | 160.877 |
| Steuerschulden | 21.167 | 16.773 | 18.954 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 107.348 | 93.713 | 107.049 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 426.175 | 344.240 | 383.968 |
| 1.757.433 | 1.558.819 | 1.545.994 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2015
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne |
Eigenkapital-Effekte aus beherrschenden Anteilen |
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2013 |
63.360 | 118.238 | 498.131 | - 15.989 | 2.033 | 8.059 |
| Dividenden- ausschüttung |
- 31.680 | |||||
| Änderung des Konsolidierungskreises |
||||||
| Gesamtergebnis | 88.844 | - 50 | 18.500 | |||
| Periodenergebnis | 88.844 | |||||
| Sonstiges Ergebnis |
- 50 | 18.500 | ||||
| Stand am 30.09.2014 |
63.360 | 118.238 | 555.295 | - 16.039 | 2.033 | 26.559 |
| Stand am 31.12.2014 |
63.360 | 118.238 | 572.205 | - 37.349 | 2.033 | 25.033 |
| Dividenden- ausschüttung |
- 34.848 | |||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften |
- 2.050 | |||||
| Gesamtergebnis | 69.151 | 13.582 | ||||
| Periodenergebnis | 69.151 | |||||
| Sonstiges Ergebnis |
13.582 | |||||
| Stand am 30.09.2015 | 63.360 | 118.238 | 606.508 | - 37.349 | - 17 | 38.615 |
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| in Tausend € | Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital |
|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2013 | 673.832 | 27.507 | 701.339 |
| Dividendenausschüttung | - 31.680 | - 1.088 | - 32.768 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | - 46 | - 46 | |
| Gesamtergebnis | 107.294 | 4.689 | 111.983 |
| Periodenergebnis | 88.844 | 3.991 | 92.835 |
| Sonstiges Ergebnis | 18.450 | 698 | 19.148 |
| Stand am 30.09.2014 | 749.446 | 31.062 | 780.508 |
| Stand am 31.12.2014 | 743.520 | 31.674 | 775.194 |
| Dividendenausschüttung | - 34.848 | - 1.055 | - 35.903 |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | - 2.050 | - 2.150 | - 4.200 |
| Gesamtergebnis | 82.733 | 3.698 | 86.431 |
| Periodenergebnis | 69.151 | 2.793 | 71.944 |
| Sonstiges Ergebnis | 13.582 | 905 | 14.487 |
| Stand am 30.09.2015 | 789.355 | 32.167 | 821.522 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2015
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| in Tausend € | 3. Quartal 2015 | 3. Quartal 2014 | Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 29.793 | 44.918 | 100.458 | 123.840 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte |
21.350 | 19.545 | 63.552 | 57.332 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 3.225 | 3.066 | 9.287 | 9.022 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 1.632 | 768 | 400 | 1.122 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten |
- 60 | 135 | - 64 | 261 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
- 14.778 | - 19.485 | - 76.197 | - 73.126 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
612 | 12.691 | 35.457 | 26.389 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 7.592 | - 8.013 | - 31.714 | - 30.788 |
| Gezahlte Zinsen | - 2.473 | - 2.248 | - 6.905 | - 6.284 |
| Erhaltene Zinsen | 101 | 77 | 229 | 215 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge |
4.138 | - 9.344 | - 2.899 | - 10.824 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 32.684 | 42.110 | 91.604 | 97.159 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
213 | 125 | 662 | 496 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 266 | 12 | 440 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 2.202 | - 2.940 | - 8.010 | - 11.567 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
- 48.749 | - 42.096 | - 124.638 | - 93.406 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | - 2 | - 270 | - 7 | - 496 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich Zahlungsmitteln |
0 | - 1.958 | - 24.151 | - 1.958 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 50.740 | - 46.873 | - 156.132 | - 106.491 |
| Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen |
- 4.200 | 0 | - 4.200 | 0 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss |
0 | 40 | - 35.903 | - 32.768 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 16.725 | 12.506 | 129.310 | 79.026 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | - 7.281 | - 6.771 | - 35.744 | - 39.739 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 5.244 | 5.775 | 53.463 | 6.519 |
| Zahlungswirksame Veränderung | - 12.812 | 1.012 | - 11.065 | - 2.813 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel |
- 949 | 2.444 | 3.192 | 3.377 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 74.621 | 60.057 | 68.733 | 62.949 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 60.860 | 63.513 | 60.860 | 63.513 |
Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen
der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2015
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| in Tausend € | 3. Quartal 2015 | 3. Quartal 2014 | Jan. - Sept. 2015 | Jan. - Sept. 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 101.151 | 97.184 | 306.234 | 291.171 |
| Übriges Europa | 111.990 | 105.037 | 353.269 | 323.949 |
| NAFTA | 71.621 | 54.457 | 217.548 | 164.750 |
| Asien-Pazifik | 67.217 | 56.197 | 195.904 | 163.484 |
| Südamerika und Übrige | 14.136 | 14.564 | 44.285 | 41.608 |
| Konzern | 366.115 | 327.439 | 1.117.240 | 984.962 |
Segmentberichterstattung
der ElringKlinger AG, 1. Juli bis 30. September 2015
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 301.532 | 269.315 | 37.965 | 31.333 | 23.213 | 23.546 |
| Intersegmenterlöse | 7.394 | 6.451 | 0 | 1 | 164 | 83 |
| Segmenterlöse | 308.926 | 275.766 | 37.965 | 31.334 | 23.377 | 23.629 |
| EBIT1 | 21.689 | 29.010 | 9.285 | 6.722 | 3.398 | 4.687 |
| + Zinserträge | 133 | 83 | 9 | 0 | 44 | 111 |
| - Zinsaufwendungen | - 2.969 | - 2.776 | - 362 | - 337 | - 80 | - 137 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 16.745 | 32.862 | 8.659 | 6.500 | 3.406 | 4.780 |
| Abschreibungen | - 19.176 | - 17.578 | - 494 | - 476 | - 1.270 | - 1.078 |
| Investitionen2 | 41.644 | 37.555 | 353 | 613 | 5.649 | 4.493 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 1.065 | 1.117 | 2.340 | 2.128 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 58 | 58 | 1.690 | 1.370 | - 9.306 | - 7.963 |
| Segmenterlöse | 1.123 | 1.175 | 4.030 | 3.498 | - 9.306 | - 7.963 |
| EBIT1 | 238 | 96 | 769 | 681 | ||
| + Zinserträge | 9 | 4 | 11 | 8 | - 206 | - 128 |
| - Zinsaufwendungen | - 14 | - 14 | - 6 | - 8 | 206 | 128 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 209 | 95 | 774 | 681 | ||
| Abschreibungen | - 98 | - 114 | - 312 | - 299 | ||
| Investitionen2 | 984 | 38 | 2.321 | 2.337 |
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| Segment | Konzern | |
|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 366.115 | 327.439 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 366.115 | 327.439 |
| EBIT1 | 35.379 | 41.196 |
| + Zinserträge | 0 | 78 |
| - Zinsaufwendungen | - 3.225 | - 3.144 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 29.793 | 44.918 |
| Abschreibungen | - 21.350 | - 19.545 |
| Investitionen2 | 50.951 | 45.036 |
1. Januar bis 30. September 2015
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 925.074 | 807.478 | 109.340 | 97.327 | 73.349 | 70.781 |
| Intersegmenterlöse | 20.794 | 18.272 | 75 | 67 | 535 | 233 |
| Segmenterlöse | 945.868 | 825.750 | 109.415 | 97.394 | 73.884 | 71.014 |
| EBIT1 | 74.285 | 90.954 | 22.920 | 20.272 | 9.358 | 11.504 |
| + Zinserträge | 316 | 248 | 25 | 19 | 168 | 339 |
| - Zinsaufwendungen | -8.536 | - 8.157 | - 1.003 | - 1.014 | - 260 | - 427 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 66.624 | 90.625 | 22.057 | 19.560 | 9.312 | 11.516 |
| Abschreibungen | - 57.244 | - 51.865 | - 1.437 | - 1.254 | - 3.639 | -3.000 |
| Investitionen2 | 106.463 | 93.053 | 1.732 | 1.594 | 15.459 | 7.489 |
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| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 3.302 | 3.323 | 6.175 | 6.053 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 175 | 175 | 4.568 | 3.869 | - 26.147 | - 22.616 |
| Segmenterlöse | 3.477 | 3.498 | 10.743 | 9.922 | - 26.147 | - 22.616 |
| EBIT1 | 753 | 388 | 1.714 | 1.702 | ||
| + Zinserträge | 30 | 12 | 30 | 22 | - 327 | - 424 |
| - Zinsaufwendungen | - 40 | - 42 | - 17 | - 22 | 327 | 424 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 738 | 437 | 1.727 | 1.702 | ||
| Abschreibungen | - 297 | - 312 | - 935 | - 901 | ||
| Investitionen2 | 1.129 | 61 | 7.865 | 2.776 |
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| Segment | Konzern | |
|---|---|---|
| in Tausend € | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz extern | 1.117.240 | 984.962 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 1.117.240 | 984.962 |
| EBIT1 | 109.030 | 124.820 |
| + Zinserträge | 242 | 216 |
| - Zinsaufwendungen | - 9.529 | - 9.238 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 100.458 | 123.840 |
| Abschreibungen | - 63.552 | - 57.332 |
| Investitionen2 | 132.648 | 104.973 |
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis)
2 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Erläuternde Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2015
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. September 2015 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Commitee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. September 2015 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 9. November 2015 zur Veröffentlichung freigegeben.
Grundlagen der Berichterstattung
Konsolidierungskreis
In den Zwischenabschluss zum 30. September 2015 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von acht inländischen und 31 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Unternehmenszukäufe
Mit Wirkung zum 14. Februar 2015 hat die ElringKlinger AG 100 % der Anteile an der US-Gesellschaft M&W Manufacturing Company, Inc. mit Sitz in Warren, Michigan, USA erworben.
Im Anschluss wurde die M&W Manufacturing Company, Inc. in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. umfirmiert.
Mit dem Zukauf stärkt der Geschäftsbereich Spezialdichtungen die geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktpräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W avanciert ElringKlinger zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert M&W von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 24.276 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von bislang TEUR 263 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 2.757) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 8.016) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 17.122 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 30. September 2015 den Umsatz des Konzerns um TEUR 23.052 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 731 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit TEUR 27.168 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 1.628 erhöht.
Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| in Tausend € | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 8.016 | 8.016 |
| Sachanlagen | 3.294 | - | 3.294 |
| Vorräte | 4.795 | - | 4.795 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.500 | - | 4.500 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 259 | - | 259 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 125 | - | 125 |
| Summe Vermögenswerte | 12.973 | 8.016 | 20.989 |
| Langfristige Rückstellungen | 104 | - | 104 |
| Latente Steuerschulden | 772 | 2.757 | 3.529 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 229 | - | 229 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.530 | - | 4.530 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.715 | - | 4.715 |
| Steuerschulden | 56 | - | 56 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 672 | - | 672 |
| Summe Schulden | 11.078 | 2.757 | 13.835 |
| Netto Vermögenswert | 1.895 | 5.259 | 7.154 |
| Firmenwert | 17.122 | ||
| Kaufpreis | 24.276 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden sind vorläufig. Eine endgültige Bewertung der Vermögenswerte und Schulden wird im vierten Quartal 2015 erwartet.
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
Am 17. Juli 2015 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, in Höhe von 3,0 % erworben.
Der Erwerbspreis betrug TEUR 4.200, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 77,5 % der Anteile.
Wechselkurse
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
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| Währung | Kürzel | Stichtagskurs 30.09.2015 |
Stichtagskurs 31.12.2014 |
Durchschnittskurs Jan. - Sept. 2015 |
Durchschnittskurs Jan. - Dez. 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USA) | USD | 1,12030 | 1,21410 | 1,11181 | 1,32108 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,73850 | 0,77890 | 0,72594 | 0,80310 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,09150 | 1,20240 | 1,05680 | 1,21274 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,50340 | 1,40630 | 1,41369 | 1,46358 |
| Real (Brasilien) | BRL | 4,48080 | 3,22070 | 3,58397 | 3,10933 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 18,97680 | 17,86790 | 17,48066 | 17,64530 |
| RMB (China) | CNY | 7,12060 | 7,53580 | 6,95166 | 8,15428 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.328,27000 | 1.324,80000 | 1.254,66444 | 1.392,14250 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 15,49840 | 14,03530 | 13,76682 | 14,34063 |
| Yen (Japan) | JPY | 134,69000 | 145,23000 | 134,37778 | 140,50250 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 313,45000 | 315,54000 | 308,62000 | 309,98250 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 3,39030 | 2,83200 | 3,00094 | 2,89420 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,41760 | 4,48280 | 4,43106 | 4,43848 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 73,48050 | 76,71900 | 70,83886 | 80,70096 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | ID R | 16.347,81000 | 15.076,10000 | 14.881,51222 | 15.681,55750 |
| Bath (Thailand) | THB | 40,71200 | 39,91000 | 37,74122 | 42,98783 |
Angaben zu Finanzinstrumenten
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2015 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 60.860 | 285.690 | 2.474 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.577 | 1.445 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 69 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 199 | 199 |
| Gesamt | 60.860 | 285.690 | 2.474 | 69 | 1.776 | 1.644 |
| per 31.12.2014 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 68.733 | 245.084 | 945 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.444 | 1.448 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 29 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 194 | 194 |
| Gesamt | 68.733 | 245.084 | 945 | 29 | 1.638 | 1.642 |
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| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2015 | |||
| Kredite und Forderungen | 80 | 80 | 349.104 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 1.577 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 69 |
| zur Veräußerung verfügbar | 11 | 11 | 210 |
| Gesamt | 91 | 91 | 350.960 |
| per 31.12.2014 | |||
| Kredite und Forderungen | 76 | 76 | 314.838 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 1.444 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 29 |
| zur Veräußerung verfügbar | 14 | 14 | 208 |
| Gesamt | 90 | 90 | 316.519 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | BW | BW | BW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2015 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 52.102 | 183.183 | 92.765 | 0 | 0 | 338.426 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 236 | 236 | 0 |
| per 31.12.2014 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 47.989 | 148.532 | 68.753 | 0 | 0 | 268.263 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 140 | 140 | 0 |
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| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend € | ZW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| per 30.09.2015 | ||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 365.872 | 310 | 345 | 666.786 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 236 |
| per 31.12.2014 | ||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 266.098 | 245 | 257 | 533.782 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 140 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.987 (2014: TEUR 36.987) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 3.699.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2015:
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| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.09.2015 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 199 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 11 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 69 | 0 |
| Gesamt | 210 | 69 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 236 | 0 |
| Gesamt | 0 | 236 | 0 |
| 31.12.2014 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 194 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 14 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 29 | 0 |
| Gesamt | 208 | 29 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 140 | 0 |
| Gesamt | 0 | 140 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2015:
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| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| 30.09.2015 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.445 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 80 |
| Gesamt | 1.445 | 0 | 80 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 345 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 365.872 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.987 |
| Gesamt | 0 | 365.872 | 37.332 |
| 31.12.2014 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.448 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 76 |
| Gesamt | 1.448 | 0 | 76 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 257 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 266.098 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.987 |
| Gesamt | 0 | 266.098 | 37.244 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die im Konzernabschluss 2014 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten neun Monaten 2015 nicht wesentlich verändert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Aus Zuwendungen der öffentlichen Hand erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge in den ersten neun Monaten 2015 um TEUR 4.479, davon entfielen TEUR 2.937 auf das erste Halbjahr 2015. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 9. November 2015
Der Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder |
| Vorsitzender |
Impressum
ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen/Erms
Fon + 49 7123 724-0
Fax + 49 7123 724-9006
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IR-Kontakt
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Fon + 49 7123 724-137
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Weitere Informationen unter www.elringklinger.de
Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Dieser Bericht wurde am 9. November 2015 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
Termine 2015/2016
Finanzkalender
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| 30.03.2016 | Bilanzpressekonferenz, Stuttgart Analystenkonferenz, Frankfurt/Main |
| 04.05.2016 | Zwischenbericht zum ersten Quartal 2016 |
| 31.05.2016 | 111. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10.00 Uhr |
| 04.08.2016 | Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2016 |
| 08.11.2016 | Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2016 |
Messen und Ausstellungen 2015
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| 08. - 09.12. | Internationales CTI Symposium - Fahrzeuggetriebe, HEV- und EV-Antriebe, Berlin |
| 08. - 10.12. | POWER-GEN USA, Las Vegas, USA |
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