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ElringKlinger AG — Annual Report 2019
May 5, 2020
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Annual Report
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ElringKlinger AG
Dettingen an der Erms
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Zusammengefasster Lagebericht (GB 2019)
der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns
ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation
ElringKlinger ist ein global tätiger, unabhängiger Automobilzulieferer und Entwicklungspartner der Automobilindustrie. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und liefert Komponenten für Pkw und Nutzfahrzeuge aller Antriebsarten. Mit seinen Innovationen gestaltet ElringKlinger den Mobilitätswandel mit, um Emissionen zu reduzieren, alternative Antriebstechnologien voranzutreiben und die klassische Mobilität effizienter zu gestalten.
Kurzportrait
Der ElringKlinger-Konzern ist ein weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Serienlieferant der Automobilindustrie mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland. Für das 1879 gegründete Unternehmen engagieren sich heute 1 rund 10.400 Mitarbeiter an 45 Standorten rund um den Globus.
Das Produktportfolio umfasst Komponenten für den Antriebsstrang, die Karosserie, den Unterboden, das Fahrwerk sowie das Abgassystem für Pkw und Nutzfahrzeuge. Dazu gehören Leichtbaukonzepte, Dichtungstechnik und Abschirmsysteme ebenso wie Batterie- und Brennstoffzellensysteme. Zu den Kunden zählen nahezu alle Automobil- und Motorenhersteller weltweit. Unter der Marke "Elring - Das Original" vertreibt ElringKlinger außerdem ein umfangreiches Ersatzteilsortiment. Darüber hinaus ergänzt ein vielfältiges Produktprogramm aus Hochleistungskunststoffen den Leistungsumfang auch für Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Dementsprechend ist die operative Konzerntätigkeit im Wesentlichen durch die Segmente Erstausrüstung, Ersatzteile und Kunststofftechnik repräsentiert.
Geschäftsmodell und Kernkompetenzen
Der Trend zu effizienten Antrieben bei hohem Fahrkomfort und geringsten, idealerweise keinen gesundheits- oder klimaschädlichen Abgasemissionen spiegelt sich im Leistungsumfang des Unternehmens wider. Neuentwicklungen sind auf moderne Antriebssysteme ausgerichtet oder betreffen Fahrzeugbereiche, die unabhängig vom Antriebsstrang sind. Damit unterstützt ElringKlinger die Automobilhersteller, die mit Hochdruck daran arbeiten, die Ziele in der Klimaschutzpolitik zu erfüllen. Strategisch konzentriert sich ElringKlinger auf die vier Felder Elektromobilität, Leichtbau, klassische Mobilität und den Bereich Non-Automotive. In den klassischen Bereichen Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmsysteme hat sich ElringKlinger über Jahrzehnte eine starke technologische Innovationskraft und gefestigte Marktposition erarbeitet. Ohne dieses Standbein zu vernachlässigen, nutzt der Konzern diese Erfahrung für die verstärkte Ausrichtung des Portfolios auf Elektromobilität mit Komponenten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie elektrischen Antriebseinheiten. Speziell im Bereich Leichtbau bietet ElringKlinger Komponenten aus modernen Werkstoffen mit hohen Anforderungen an Funktionalität, Sicherheit, Stabilität und Umweltverträglichkeit für Fahrzeuge aller Antriebsarten an.
Zu den Kernkompetenzen von ElringKlinger zählen das umfassende Material- und ProzessKnow-how in der Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie die Expertise im Bau von Werkzeugen für die wirtschaftliche Serienproduktion. Dazu gehören die präzise Metallbearbeitung durch Stanzen, Prägen und Beschichten sowie die langjährige Erfahrung im Kunststoffspritzguss. Im Segment Kunststofftechnik verfügt ElringKlinger über ein langjähriges Werkstoff-, Anwendungs- und Verarbeitungs-Know-how für thermoplastisch verarbeitbare Hochleistungskunststoffe.
1 Stand zum 31. Dezember 2019
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Die Nachfrage nach Produkten des Segments Erstausrüstung steht in einem engen Zusammenhang mit der Weltfahrzeugproduktion. Diese ist wiederum eng verknüpft mit der Entwicklung der Absatzmärkte bzw. der konjunkturellen Situation. Konkrete Einflussfaktoren sind in erster Linie die Beschäftigungssituation in den jeweiligen Regionen, das Konsumentenverhalten, Kraftstoffpreise und Finanzierungsbedingungen.
Den wesentlichen rechtlichen Einflussfaktor stellen die Vorschriften im Zusammenhang mit dem Klimaschutz dar. Durch die immer strengeren Emissionsrichtlinien steigt der Bedarf an Produkten, die helfen, Schadstoffe zu reduzieren und Grenzwerte einzuhalten. Darüber hinaus haben internationale Handelsbedingungen und Zollbeschränkungen als Einflussgröße für die globale Tätigkeit an Bedeutung gewonnen.
Konzernstruktur und -organisation
Die Muttergesellschaft des Konzerns ist die ElringKlinger AG mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland. Sie ist gleichzeitig das größte operative Konzernunternehmen und nimmt konzernübergreifende Managementaufgaben wahr. Neben der strategischen Führung sind bei ihr die zentralen Funktionen Einkauf, IT, Kommunikation, Finanzen, Recht und Personalwesen angesiedelt. Außerdem sind die Aktivitäten des Vertriebs sowie die Forschung und Entwicklung weitgehend in der Muttergesellschaft gebündelt.
Der Vorstand der ElringKlinger AG besteht aus vier Mitgliedern mit jeweils einem Ressort: das Ressort des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands, des Produktionsvorstands und ein technologisches Ressort für Elektromobilität.
Zum 31. Dezember 2019 gehörten 39 vollkonsolidierte Gesellschaften in 21 Ländern zum ElringKlinger-Konzern (vgl. Anhang, Abschnitt "Konsolidierungskreis").
Absatzmärkte und Standorte
ElringKlinger produziert in allen bedeutenden Fahrzeugmärkten der Welt. Insgesamt ist das Unternehmen an 45 Standorten international vertreten, davon sind 39 Produktionsstandorte. Gemessen am Umsatz ist Europa mit einem Anteil am Konzernumsatz von 51,5 % die bedeutendste Absatzregion, gefolgt von Nordamerika (26,1 % Umsatzanteil) und Asien-Pazifik (17,9 % Umsatzanteil).
In der Wertschöpfungskette der Automobilindustrie ist ElringKlinger größtenteils als Tier-1-Zulieferer positioniert. Das bedeutet, dass zu nahezu allen namhaften Fahrzeug- und Motorenherstellern eine direkte Kundenverbindung besteht. Im Segment Kunststofftechnik beliefert ElringKlinger aufgrund des sehr vielseitigen Portfolios zahlreiche Kunden in verschiedenen Industriezweigen.
Segmente und Geschäftsbereiche
Das operative Geschäft des ElringKlinger-Konzerns ist in fünf Segmente unterteilt. Sie stellen gleichzeitig die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS dar:
| ― | Erstausrüstung |
| ― | Ersatzteile |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Dienstleistungen |
| ― | Gewerbeparks |
Konzernumsatz nach Segmenten 2019
(Vorjahr)
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| in Mio. EUR | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erstausrüstung | Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer | 82 % | 1.423 | (1.408) |
| Ersatzteile | Freier Ersatzteilhandel | 10 % | 173 | (159) |
| Kunststofftechnik | Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik | 7 % | 118 | (118) |
| Dienstleistungen | Fahrzeughersteller und -zulieferer | <1 % | 9 | (10) |
| Gewerbeparks | Ohne Branchenbezug | <1 % | 4 | (4) |
Im Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt ElringKlinger Produkte und Baugruppen für die Automobilindustrie. Es ist aufgeteilt in die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Spezialdichtungen, Zylinderkopfdichtungen, E-Mobility, Drivetrain und Abgasnachbehandlung. Die Produkte finden Anwendung im Motor, Antriebsstrang, Abgassystem, Unterboden, Fahrwerk und in der Karosserie. Sowohl der Pkw- als auch der Nutzfahrzeugsektor werden beliefert.
Im Segment Ersatzteile bietet ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen zur Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Abgassystemen und Nebenaggregaten in Pkw und Nutzfahrzeugen an. Den Kundenstamm bildet ein weltweites Netz an Großhändlern sowie große Einkaufskooperationen. Die umsatzstärksten Märkte sind West- und Osteuropa, aber auch der Nahe Osten und Nordafrika sind bedeutende Absatzregionen. Die Märkte in Nordamerika und China gewinnen durch die verstärkte Marktbearbeitung an Bedeutung.
Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von kundenspezifischen Produkten aus unterschiedlichen Kunststoffen. Die Umsätze verteilen sich hauptsächlich auf die Maschinenbaubranche, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie sowie auf die Fahrzeugbranche. ElringKlinger treibt in diesem Segment die Internationalisierung des Geschäfts voran und ist auch in den USA und China mit Produktionsstandorten vertreten.
Die Segmente Dienstleistungen und Gewerbeparks repräsentieren mit 0,8 % des Konzernumsatzes einen untergeordneten Geschäftsanteil. Zu den Dienstleistungen gehört der Betrieb moderner Motorprüfstände und Messeinrichtungen für Tests rund um Motoren, Getriebe und Abgaseinrichtungen. Kunden sind sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Außerdem sind diesem Segment Logistikdienstleistungen für den Ersatzteilvertrieb und der Cateringservice einer Konzerntochter zugeordnet. Die Aktivitäten der Gewerbeparks betreffen Vermietung und Verwaltung von Industrieparks.
Geschäftsbereiche des Segments Erstausrüstung
Der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik beinhaltet ein umfangreiches Portfolio, darunter Komponenten aus thermoplastischen Kunststoffen für Anwendungen im Antriebsstrang, in der Karosserie und im Unterboden. Verschiedene Fertigungsverfahren und zahlreiche Werkstoffe bzw. Werkstoffentwicklungen ermöglichen individuelle Lösungen mit hohen Funktionsintegrationen und/oder Gewichtseinsparungen. Auch die Hybridtechnologie, das heißt die Kombination unterschiedlicher Werkstoffe wie Kunststoff und Metall in einem Produkt und in einer Werkzeugsequenz hergestellt, fällt unter diesen Geschäftsbereich. Die Vorteile der Fertigungstechnologien und Werkstoffkompositionen beinhalten ein hohes Wachstumspotenzial für den Geschäftsbereich.
Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik entwickelt und produziert thermische, akustische und aerodynamische Abschirmsysteme. Die individuellen Produktlösungen regulieren das vielschichtige Temperatur- und Akustikmanagement in modernen Kraftfahrzeugen und ermöglichen eine aerodynamische Gestaltung des Fahrzeugunterbodens. Für Anwendungen in der Elektromobilität können die Systeme auch elektromagnetische Abschirmfunktionen beinhalten. ElringKlinger liefert auf Wunsch maßgeschneiderte Abschirmpakete für das gesamte Fahrzeug - vom Motor über Unterboden und Abgasstrang.
Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen umfasst ein breites Angebot an Dichtungen für verschiedenste Fahrzeugbereiche einschließlich Batterie und Elektromotor sowie Getriebesteuerplatten oder komplexe Blechumformteile.
Metallische Zylinderkopfdichtungen gehören zum traditionellen Geschäft von ElringKlinger. In diesem Bereich hat sich das Unternehmen eine jahrzehntelange Erfahrung in Stanz-, Präge- und Umformprozessen von Metallen sowie ein umfassendes Know-how in der Beschichtungstechnologie erarbeitet.
Der Geschäftsbereich E-Mobility bietet sowohl Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten als auch vollständige Batterie- und Brennstoffzellensysteme an. Der Geschäftsbereich Drivetrain entwickelt und vertreibt komplette elektrische Antriebseinheiten.
Aufgrund des strategischen Produktfokus auf andere Bereiche haben sich die Konzernaktivitäten im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung stark reduziert.
Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 1 2019
(Vorjahr) in %
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| Leichtbau/Elastomertechnik: | 29 % | (27 %) |
| Abschirmtechnik: | 23 % | (24 %) |
| Spezialdichtungen: | 18 % | |
| (19 %) | ||
| Zylinderkopfdichtungen: | 11 % | |
| (11 %) | ||
| Ersatzteile: | 10 % | |
| (9 %) | ||
| Kunststofftechnik: | 7 % | |
| (7 %) | ||
| E-Mobility 2 : | 2 % | |
| (1 %) | ||
| Abgasnachbehandlung: | <1 % | |
| (1 %) | ||
| Dienstleistungen: | <1 % | |
| (1 %) | ||
| Gewerbeparks: | <1 % | |
| (<1 %) |
1 sowie Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen, Gewerbeparks
2 inkl. Bereich Drivetrain
Steuerungsgrößen
Für die Steuerung des Unternehmens nutzt der Konzern in erster Linie Finanzkennzahlen. Unternehmensspezifische Frühindikatoren und einige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ergänzen die Informationsbasis für den Planungs- und Steuerungsprozess. Auch Konjunkturprognosen und branchenspezifische Indikatoren verfolgt der Konzern ständig, um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
Finanzielle Steuerungsgrößen
Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns sind die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sowie Return on Capital Employed (ROCE). Umsatz und EBIT werden jeweils für den Konzern, die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.
Im ROCE kommt zum Ausdruck, wie hoch die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital ist. Er wird ermittelt, indem das EBIT ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt wird. Bei ElringKlinger wird dafür das über die betreffende Periode durchschnittlich eingesetzte Kapital herangezogen. Berücksichtigt werden die Bilanzpositionen Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Pensionen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands in die variable Vergütung mit ein. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte ElringKlinger einen ROCE von 3,4 % (2018: 5,5 %).
Ermittlung Konzernkennzahl ROCE
in Mio. EUR
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EBIT | 61,2 | |
| Eigenkapital | 891,2 | 890,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 730,7 | 768,8 |
| Rückstellungen für Pensionen | 148,2 | 124,4 |
| Zinstragende langfristige Rückstellungen | 1 | 13,0 |
| Summe | 1.770,1 | 1.796,3 |
| Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 1.783,2 | |
| ROCE = EBIT : Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 3,4% |
1 Position wird ab 01.01.2019 nicht mehr berücksichtigt, da vernachlässigbare Größe
Darüber hinaus sind für den Konzern die Kennzahlen operativer Free Cashflow, die Konzern Eigenkapitalquote sowie die Nettoverschuldung/EBITDA von Bedeutung.
Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und Investitionen in finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen.
Die folgende Tabelle beinhaltet die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.
Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns
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| Prognose 2019 | Ist 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. EUR) | 2 - 4 Prozentpunkte über globalem Marktwachstum 1 | 1.727,0 2 | 1.699,0 | 1.664,0 | 1.557,4 | 1.507,3 |
| EBIT vor PPA 3 (in Mio. EUR) | Marge von rund 4 bis 5 % | 63,2 Marge: 3,7 % | 100,2 | 141,8 | 140,4 | 140,4 |
| ROCE | Unter Vorjahresniveau | 3,4 % | 5,5 % | 8,2 % | 8,7 % | 9,5 % |
| Operativer Free Cashflow (in Mio. EUR) | Positiv | 175,8 | -86,2 | -66,6 | -3,8 | -65,2 |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme | 41,5 % | 42,8 % | 44,0 % | 47,2 % | 48,5 % |
| Nettoverschuldung/EBITDA | Verbesserung gegenüber Vorjahr | 3,3 | 3,7 | 2,7 | 2,3 | 2,2 |
1 Bereinigt um Währungs- und M&A-Effekte (organisch)
2 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.708,1 Mio. EUR (+0,5 %/ Marktrückgang 5,6 %)
3 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 1,9 Mio. EUR (2018: 4,0 Mio. EUR); erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Auch nichtfinanzielle Kennzahlen liefern der Unternehmensleitung Kriterien, die helfen, Situationen einzuschätzen und Maßnahmen zukunftsorientiert zu planen. Dazu gehören Personal-, Qualitäts- und Umweltkennzahlen, insbesondere CO2-Emissionen und Energieverbräuche. Weiterführende Informationen sind hierzu im nichtfinanziellen Bericht enthalten, der bis zum 30. April für das vorangegangene Geschäftsjahr auf der Internetseite des Konzerns unter www.elringklinger.de (Rubrik Nachhaltigkeit) veröffentlicht wird.
Unternehmens- und marktspezifische Frühindikatoren
Für die Kapazitätsplanung und voraussichtliche Umsatzentwicklung sind der kontinuierlich verfolgte Auftragseingang und -bestand entsprechende Indikatoren. Sie bilden eine wichtige Basis für die Forecast-Überprüfung des jeweiligen Restjahres, aber auch für den jährlich aufgestellten Geschäftsplan. Die Umsatzplanung basiert auf den Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Auch Prognosen zur Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen werden beobachtet. Änderungen dieser Frühindikatoren können damit gegebenenfalls frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Forschung und Entwicklung
Strenge Emissionsgrenzwerte und staatliche Kaufanreize für alternative Antriebssysteme beschleunigen die Transformation hin zur Elektromobilität. ElringKlinger entwickelt bereits seit vielen Jahren Produkte für eine nachhaltige Mobilität. Auch im Jahr 2019 standen Forschung und Entwicklung neuer Applikationen für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie im Fokus.
Forschungs- und Entwicklungsquote bei knapp 5 %
Im Geschäftsjahr 2019 wurden sowohl im Geschäftsbereich E-Mobility als auch in den klassischen Bereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Abschirmtechnik und Leichtbau/Elastomertechnik Anpassungs- und Neuentwicklungen durchgeführt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) konzentrierten sich im Wesentlichen darauf, vorhandenes Know-how in neue Anwendungen zu überführen - egal, ob für batterieelektrische oder wasserstoffbasierte Antriebskonzepte. Um den Abfluss von bestehendem Wissen zu verhindern, ist die F&E-Organisation weitestgehend zentralisiert. Die Entwicklungsaktivitäten sind daher an den deutschen Standorten der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik sowie am US-Standort in Southfield, Michigan, gebündelt. Im Berichtsjahr baute ElringKlinger vor allem in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie weiteres Know-how auf, sodass zum 31. Dezember 2019 611 Mitarbeiter (2018: 590 Mitarbeiter) im Bereich F&E beschäftigt waren.
Im Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die F&E-Aufwendungen (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) auf 80,8 Mio. EUR (2018: 87,2 Mio. EUR). Dies entspricht einer F&E-Quote von 4,7 % (2018: 5,1 %), die somit innerhalb der langfristig anvisierten Bandbreite von rund 5 bis 6 % (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) lag.
ElringKlinger sichert neue Entwicklungen sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Eine zentrale Patentabteilung kümmert sich um den Schutz des technologischen Wissens sowie geistiger Eigentumsrechte. Sie meldete 2019 insgesamt 81 neue Schutzrechte (2018: 80 Schutzrechte) an.
F&E Kennzahlen
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| 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|
| F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) | (in Mio. EUR) | 80,8 | 87,2 |
| F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) | (in %) | 4,7 | 5,1 |
| Aktivierungsquote 1 | (in %) | 20,7 | 12,7 |
1 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten
Klassisches Know-how trifft Zukunftsfelder
Der Wandel in der Automobilindustrie ist unaufhaltsam. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass sich der Markt für Verbrennungsmotoren nur schrittweise reduzieren wird und die Nachfrage nach alternativen Antriebssystemen gleichzeitig ansteigt. Dabei zeichnet sich eine Koexistenz der Batterie- und Brennstoffzellensysteme ab. Im Konzern verfolgt ElringKlinger daher das Ziel, sowohl in der klassischen als auch in der elektrischen Welt weiterhin ein verlässlicher Partner der Fahrzeughersteller zu sein. Dabei arbeitet der Konzern einerseits an der weiteren Optimierung moderner Verbrennungsmotoren, um weitere Effizienzsteigerungen zu realisieren. Andererseits entwickelt ElringKlinger Komponenten, Module und Systeme für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie, um die Emissionen neuer Fahrzeuggenerationen auf ein Minimum zu reduzieren. Der Umsatzanteil der strategischen Zukunftsfelder Batterie- und Brennstoffzellen sowie Strukturleichtbau lag 2019 bei rund 8 % und spiegelt im Wesentlichen das Verhältnis von neuen Antriebsarten zu klassischen Antrieben innerhalb des weltweiten Fahrzeugmarktes wider.
Zylinderkopfdichtungen: Verstärkte Standardisierung und Komplexitätsreduzierung
In der Verbrennungsmotortechnik spielen maßgeschneiderte Zylinderkopfdichtungen eine Schlüsselrolle, insbesondere bei Benzin- und Dieselfahrzeugen mit Direkteinspritzung, die die Abgasnorm Euro 6d Temp und höher erfüllen. Gemäß den Einschätzungen von IHS Markit wird die Anzahl der jährlich produzierten Verbrennungsmotoren sukzessive zurückgehen. Für den Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen bedeutet das, dass sich der Gesamtmarkt mittelfristig zwar verringern wird, ElringKlinger aber weiterhin Mittel für Forschung und Entwicklung im Rahmen neuer Aufträge bereitstellen wird. Im Fokus des Geschäftsbereichs standen 2019 die weitere Optimierung der vorhandenen Technologien sowie die Reduzierung der Komplexität. Aufgrund seiner langjährigen Expertise im Bereich Prägen, Umformen und Beschichten stellte der Geschäftsbereich sein technisches Know-how auch für die Entwicklung und Produktion von Bipolarplatten zur Verfügung und kooperierte daher verstärkt mit den Brennstoffzellenexperten im Konzern.
Spezialdichtungen: Entwicklungsschwerpunkt liegt auf E-Mobilitätsanwendungen
Moderne Dichtsysteme werden überall dort eingesetzt, wo Bauteile miteinander verbunden werden bzw. aneinandergrenzen. Die Herausforderungen in der Welt der klassischen Antriebstechnik liegen in der Abdichtung verschiedener Bauteile bei zum Teil sehr hohen Temperaturen und Drücken. Zu den Entwicklungen des Geschäftsbereichs für verbrennungsmotorbetriebene Fahrzeuge zählte 2019 unter anderem ein Dichtsystem mit einem bauraumoptimierten Rückschlagventil für die Abgasrückführung.
Darüber hinaus lag im Geschäftsbereich Spezialdichtungen ein großer Schwerpunkt auf der Entwicklung von Produkten für die alternativen Antriebstechnologien, zum Beispiel zur Verbesserung der Kühleffizienz der Batteriekühlung durch neue und adaptive Zellkühlmodule.
Abschirmtechnik: Funktionsintegration im Mittelpunkt
Der Bedarf an maßgeschneiderten Abschirmsystemen steigt seit vielen Jahren ununterbrochen. Denn eng verbaute Aggregate, die Leistungsverdichtung der Motoren, mehr aufgeladene Motoren sowie minimierte Kühlluftströme führen zu immer höheren Temperaturen im Motorraum, Unterbodenbereich und Abgasstrang. ElringKlinger ergänzt thermische Abschirmsysteme um zusätzliche akustische Funktionen und erhöht durch verbesserten Lärmschutz den Komfort für die Insassen auch von Elektrofahrzeugen. Daneben spielt auch das Thema elektromagnetische Verträglichkeit (EMV *), die im Zuge der Hybridisierung und Elektrifizierung von Fahrzeugen an Bedeutung gewinnt, eine zunehmend wichtige Rolle im Geschäftsbereich Abschirmtechnik.
Eine Lösung zur Emissionsreduzierung bei verbrennungsmotorbetriebenen Fahrzeugen bietet ein neues Abschirmsystem. Die Neuentwicklung steuert die Betriebstemperaturen im Abgasstrang aktiv und unterstützt dadurch die schnellere Einsatzbereitschaft der Emissionsnachbehandlungssysteme.
Leichtbau: Gewichtseinsparungen durch Hybridlösungen
Das Thema Leichtbau spielt eine zentrale Rolle, wenn es um die Verringerung von Fahrzeugemissionen geht. Neben einem verringerten Kraftstoff- und Energieverbrauch tragen weitere Effekte, wie zum Beispiel ein reduzierter Reifenabrieb, zu einer geringeren Umweltbelastung bei. Hersteller achten deshalb bei der Entwicklung neuer Komponenten auf jedes Gramm. Nicht nur deswegen stellt für ElringKlinger der Strukturleichtbau ein wichtiges strategisches Zukunftsfeld dar.
Die Expertise im Bereich Leichtbau basiert auf einer mehrjährigen Erfahrung, in der das Produktportfolio an Kunststoffkomponenten wie Ventilhauben oder Ölwannen, die herkömmliche Metallvarianten ersetzen, stetig ausgebaut wurde. 2015 erfolgte mit der ersten Serienherstellung der innovativen Polymer-Metall-Hybridbauteile der Einstieg in den Strukturleichtbau. Diese Technologie wird derzeit zur Herstellung von Cockpitquerträgern, Frontendträgern und -adaptern eingesetzt. Bei sehr geringem Gewicht bietet diese Technologie die Möglichkeit der Integration weiterer Funktionen. 2019 wurden diese Bauteile im Design optimiert. Darüber hinaus wurden die Funktionsintegrationsmöglichkeiten weiterentwickelt, der Produktionsprozess optimiert und die Materialauswahl verändert, um das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Kunden zu verbessern.
Für batteriebetriebene Fahrzeuge hat der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik mehrere Produkte entwickelt. Dazu gehört beispielsweise der Unterbodenschutz bei Batteriesystemen, der gegenüber dem bisher eingesetzten Aluminium hohe Kennwerte hinsichtlich Durchschlagfestigkeit und Brandschutz sowie thermischer und akustischer Isolierwirkung aufweist.
In der Dichtungstechnik bietet ElringKlinger unter anderem mit der Metall-Elastomer-Dichtung im Puzzle-Design eine Lösung auch für große Flansche, wie etwa bei Batteriespeichergehäusen, an. Dabei ist der geringe Platzbedarf der Dichtung bei Lagerung und Versand in Relation zur Größe im montierten Zustand von großem Vorteil.
Alternative Antriebstechnologien: Komponenten-, Modul- und Systemkompetenz
Zu den entscheidenden Technologien für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs gehören die Batterie und die Brennstoffzelle. So sind batteriebetriebene Elektroautos eher im Kurzstreckenbereich sinnvoll, während sich brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge eher für Langstreckenanwendungen rechnen, da die Energiedichte höher, die Betankungszeit kürzer und die Reichweite größer ist. ElringKlinger befasst sich mit dem Thema Elektromobilität bereits seit rund zwanzig Jahren. Im Entwicklungszentrum für Elektromobilität am Standort Dettingen/Erms bündelt ElringKlinger Forschung und Entwicklung von Batteriemodulen und Brennstoffzellenstacks.
Der Einstieg in die Batteriewelt gelang dem Konzern 2011 mit dem Serienproduktionsstart von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektro- oder Hybridfahrzeugen eingesetzt werden. In den vergangenen Jahren konnte sich der Konzern vom Teile- zum Systemlieferanten weiterentwickeln und bietet nun sowohl Komponenten und Module als auch vollständige Batteriesysteme für prismatische und zylindrische Zellen an. Erste Aufträge für Batteriesysteme wurden 2018 gewonnen. Sie befinden sich derzeit in der Industrialisierungsphase. Darüber hinaus arbeitete ElringKlinger 2019 an der Weiterentwicklung von Zellgehäusekomponenten für Batteriezellen, an anwendungsspezifischen Druckausgleichselementen sowie an Be- und Entlüftungselementen.
Im Bereich der Brennstoffzellentechnologie konzentrierten sich die Entwicklungstätigkeiten auf die für mobile Anwendungen relevante Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEM * (Proton Exchange Membrane). Auch in diesem Bereich hat sich ElringKlinger zum Modul- und Systemhersteller weiterentwickelt. Dabei integriert ElringKlinger in einem standardisierten System den Brennstoffzellenstack, die Wasserstoff- und Luftversorgung, die Kühlung und die Leistungselektronik sowie die Systemsteuerung. 2019 arbeitete ElringKlinger an der Industrialisierung der NM5-Brennstoffzellenstack-Baureihe, die zum Beispiel als Range-Extender in Hybridfahrzeugen eingesetzt werden kann. Auf der World Smart Energy Week 2019 in Tokio, Japan, präsentierte der Konzern erstmals die neue Stack-Baureihe NM12, die aufgrund ihrer Leistungsdichte sowohl für den Einsatz in Pkw als auch in Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungen geeignet ist. Der Stack besteht aus 450 gestapelten metallischen Bipolarplatten und bringt eine Leistung von bis zu 150 kWel auf.
Auch durch die strategische Partnerschaft im Jahr 2017 mit dem Engineering-Spezialisten hofer hat ElringKlinger sein Leistungsspektrum im Bereich E-Mobility erweitert. Das Nürtinger Unternehmen ist im Bereich elektrische Antriebe tätig und zählt E-Maschinen, Leistungselektronik, Getriebe, Thermomanagement/Kühlung sowie Sicherheitskonzepte zu seinem Produktportfolio. ElringKlinger bringt bei gemeinsamen Projekten insbesondere seine Kompetenzen im Bereich der Industrialisierung von Kundenaufträgen ein.
Kunststofftechnik: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Im Segment Kunststofftechnik beginnt die Innovation bereits beim Werkstoff. Dabei werden nahezu alle Hochleistungskunststoffe, die sich unter anderem durch hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit auszeichnen, an die kunden- und branchenspezifischen Anforderungen angepasst. Aufgrund dieser Materialeigenschaften kommen Applikationen nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in anderen Branchen wie der Medizintechnik oder dem Maschinenbau zum Einsatz.
Der Bereich Kunststofftechnik profitiert von den unterschiedlichen Trends in den einzelnen Branchen. So sind die F&E-Aktivitäten im Automobilsektor auf die Transformation hin zur Elektromobilität, in der Medizintechnik auf die Miniaturisierung und im Maschinenbau auf die Sensorik ausgerichtet.
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Die Weltkonjunktur zeigte sich 2019 in einer schwachen Verfassung. Andauernde handels- und geopolitische Spannungen erzeugten Unsicherheiten, die Investitionsentscheidungen erschwerten und den Welthandel belasteten. Besonders betroffen war das verarbeitende Gewerbe, während sich der Dienstleistungssektor und die Konsumnachfrage in weiten Teilen der Welt noch gut hielten. Die großen Notenbanken wirkten mit ihrer stark expansiv ausgerichteten Geldpolitik den Abwärtsrisiken entgegen. Auf den Automobilmärkten ging es 2019 vorwiegend abwärts. Die weltweite Fahrzeugproduktion reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 6 %. Vor allem in China, dem größten Einzelmarkt, waren Fahrzeugnachfrage und -produktion deutlich rückläufig.
Im Euroraum wirkte sich die weiter sehr lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank unterstützend auf die Binnennachfrage und den Dienstleistungssektor aus. Dagegen ging die exportorientierte Industrieproduktion vorwiegend aufgrund der schwachen globalen Nachfrage zurück. Auch die deutsche Wirtschaft, die gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur geringfügig wachsen konnte, war zweigeteilt. Positiv wirkten die Konsumfreude der Verbraucher und die boomende Bauwirtschaft, während die Automobilbranche schwächelte.
Die US-Wirtschaft wies 2019 im Vergleich zum europäischen Durchschnitt höhere Wachstumsraten auf, aber auch hier ließ das Tempo nach. Ähnlich wie in Europa schränkten die Unternehmen aufgrund gestiegener Unsicherheiten ihre Investitionen ein, und die Konjunktur ist stark getrieben durch Konsum und Binnenwirtschaft. Um die Wirtschaft zu stützen, tätigte die US-Regierung unter Inkaufnahme weiterer Defizite im Staatshaushalt hohe Staatsausgaben. Die US-Notenbank senkte zur Absicherung des Aufschwungs ihren Leitzinskorridor um 75 Basispunkte ab.
Chinas Wirtschaft kühlte 2019 merklich ab. Das Bestreben der Regierung, mit moderaten Kreditvergaben und mit Strukturausgaben den starken Anstieg der Unternehmensverschuldungen zu begrenzen, dämpfte das Wachstum. Hinzu kamen negative wirtschaftliche Folgen aus dem Handelskonflikt mit den USA. Die hierdurch ausgelösten Verunsicherungen dämpften die Binnennachfrage sowie den Handel und bremsten Investitionen.
Die Schwellenländer verzeichneten im globalen Vergleich erneut überdurchschnittliche Wachstumsraten. Stärker abgeschwächt hat sich allerdings die Wachstumsdynamik in Indien, da der Finanzsektor kriselte, Kredite nur sehr restriktiv vergeben wurden und Konsumenten wenig ausgaben. In Brasilien erholte sich die Wirtschaft im Zuge des Reformkurses der Regierung langsam.
Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt
Veränderung zum Vorjahr (in %)
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| 2018 | 2019 | |
|---|---|---|
| Welt | 3,6 | 2,9 |
| Industriestaaten | 2,2 | 1,7 |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | 4,5 | 3,7 |
| Deutschland | 1,5 | 0,5 |
| Eurozone | 1,9 | 1,2 |
| USA | 2,9 | 2,3 |
| Brasilien | 1,3 | 1,2 |
| China | 6,6 | 6,1 |
| Indien | 6,8 | 4,8 |
| Japan | 0,3 | 1,0 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2020)
Weltfahrzeugmarkt beendet 2019 mit negativer Gesamtbilanz
Für die Automobilindustrie war 2019 ein schwieriges Jahr. Die Fahrzeugmärkte zeigten sich anfällig gegenüber den handels- und geopolitischen Entwicklungen, sodass die Prognosen im Jahresverlauf stetig abgesenkt werden mussten. Nachdem ursprünglich ein leichtes Plus sowohl beim globalen Fahrzeugabsatz als auch der Fahrzeugproduktion erwartet wurde, blieben die weltweiten Fahrzeugneuzulassungen am Jahresende um rund 5 % und die Automobilproduktion um rund 6 % hinter den Vorjahreswerten zurück.
Hauptverantwortlich für die negative Entwicklung ist ein Marktabschwung in China, der sich überproportional auf die Autonachfrage auswirkte. Da China mit 21,0 Mio. neu zugelassenen Pkw im Jahr 2019 etwa ein Viertel des Weltvolumens ausmacht, beeinflusste das Minus von 9,5 % die weltweite Autokonjunktur spürbar. Gegenüber 2018 wurden dort 2,2 Mio. Pkw weniger verkauft, was im Wesentlichen den globalen Rückgang ausmacht. Neben den Handelsstreitigkeiten mit den USA, in deren Folge sich Importwaren durch höhere Zölle verteuerten und die chinesischen Konsumenten verunsicherten, belastete auch die Reduzierung staatlicher Förderungen für sogenannte NEV (New Energy Vehicles - im wesentlichen Elektrofahrzeuge) die Nachfrage. Hinzu kam der Umstieg auf die strengere Abgasnorm CN6. Premiummodelle waren weiterhin gefragt, wodurch deutsche OEMs ihre Verkaufszahlen in China teilweise ausbauen konnten.
In den USA wurden 2019 ebenfalls weniger Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) produziert und verkauft als noch im Vorjahr. Erstmals seit 2014 fielen die neu zugelassenen Light Vehicles wieder unter die 17-Mio.-Marke. Der Gesamtrückgang von 1,4 % ist jedoch ausschließlich dem Pkw-Sektor geschuldet, denn die weiter sehr beliebten Stadtgeländewagen sorgten beim Light-Truck-Segment, das 72 % des Marktes ausmachte, für ein Plus von 3 %. Im dritten Quartal 2019 kam es aufgrund eines längeren Streiks bei einem führenden US-amerikanischen Hersteller zu einem zusätzlichen Dämpfer.
Dank eines kräftigen Schlussspurts im Dezember konnte der europäische Pkw-Markt (EU28 & EFTA) 2019 ein leichtes Plus von 1,2 % auf insgesamt 15,8 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge verzeichnen. Deutschland als der mit Abstand größte EU-Automarkt beendete das Jahr mit einem Plus von 5,0 %. Frankreich und Italien waren mit 1,9 % bzw. 0,3 % ebenfalls leicht positiv, während die Zulassungen in Großbritannien um 2,4 % und in Spanien um 4,8 % unter dem Vorjahreswert lagen. Die neuen EU-Länder mit Polen als volumenstärkstem Markt legten 2019 insgesamt um 6,2 % bei den neu zugelassenen Pkw zu.
Mit Ausnahme von Brasilien, das ein stattliches Wachstum beim Light-Vehicle-Absatz um 7,7 % verbuchte, konnte kein weiterer BRICS-Staat sein Vorjahresniveau erreichen. In Indien fiel der Rückgang der Pkw-Verkäufe um minus 12,7 % unerwartet hoch aus.
Die Fahrzeugproduktion, die eng mit der konjunkturellen und marktseitigen Entwicklung verbunden ist, ging 2019 über sämtliche Regionen hinweg zurück.
Light-Vehicle-Produktion
Mio. Fahrzeuge
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| Region | 2018 | 2019 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|
| Europa 1 | 22,0 | 21,1 | -4,0% |
| China 2 | 26,9 | 24,7 | -8,1% |
| Japan/Korea | 13,2 | 13,1 | -0,7% |
| Mittlerer Osten/Afrika | 2,6 | 2,0 | -22,3% |
| Nordamerika | 17,0 | 16,3 | -3,8% |
| Südamerika | 3,4 | 3,3 | -4,5% |
| Südostasien | 9,2 | 8,4 | -8,2% |
| Welt | 94,2 | 88,9 | -5,6% |
Quelle: IHS Feb. 2020
1 Inkl. Russland, 2 Großchina
Elektromobilität durch regulatorische Bedingungen beeinflusst
Die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen nahmen 2019 eine immer noch untergeordnete Stellung ein. Im Vergleich zu Verbrennermodellen sind die Anschaffungskosten oftmals höher, die Fahrzeuge haben noch kürzere Reichweiten und Ladeinfrastrukturen sind noch unzureichend. Insgesamt zeigte sich, dass staatliche Fördermaßnahmen die regionalen Entwicklungen beeinflussten und die Verbraucherakzeptanz je nach Land sehr unterschiedlich sein kann. In Europa sind Norwegen und die Niederlande Vorreiter bei den Marktanteilen.
Bezogen auf die Anzahl der Neuzulassungen im Jahr 2019 sind China, die USA und Deutschland die führenden Märkte in der Elektromobilität. Nach Angaben des deutschen Brancheninstituts Center of Automotive Management (CAM) lag der Anteil an den Gesamtzulassungen 2019 in China bei 4,7 %, in den USA bei 1,9 % und in Deutschland bei 3,0 %. In China ging der Markt auf 1,2 Mio. sogenannte New Energy Vehicles (NEV) zurück, was auch einer Reduzierung staatlicher Förderungen geschuldet ist. Die Autokäufer in den USA präferieren weiter stark Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, sodass der Absatz von Elektrofahrzeugen 2019 sogar um 10 % auf 324.000 Neuzulassungen zurückging. In Deutschland sprangen die Neuzulassungen hingegen um 50 % auf 109.000 Einheiten an.
Absatz von Nutzfahrzeugen in Europa gestiegen
Auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt (EU28 & EFTA) wurden 2019 0,9 % mehr mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge (>3,5 t) zugelassen als im Vorjahr. Trotz der Marktverlangsamung im zweiten Halbjahr wuchsen mit Großbritannien (+9,5 %), Deutschland (+4,2 %), Frankreich (+1,5 %) und Spanien (+1,1 %) vier von fünf Kernmärkten. Lediglich Italien lag mit minus 7,6 % unter den Vorjahreszahlen. Das mittelschwere Segment war stärker gefragt als die über 16-Tonner. Da in der EU ab Juni eine neue Generation digitaler Fahrtenschreiber verpflichtend wurde, kam es im ersten Halbjahr zu vorgezogenen Käufen und einer schwächeren Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. In Nordamerika überschritt der Truckmarkt 2019 den Höhepunkt einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung. Zwar konnten sich die Lkw Hersteller 2019 noch aus vollen Auftragsbüchern bedienen und somit ein Plus bei den Neuzulassungen schwerer Lkw (Class 8) erzielen, im Jahresverlauf zeichnete sich aber eine deutliche Marktabkühlung ab.
Wesentliche Ereignisse
Konsortialkredit über 350 Mio. EUR abgeschlossen
Im Februar 2019 hat die ElringKlinger AG einen Konsortialkredit über ein Gesamtvolumen von 350 Mio. EUR mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Der Vertrag sieht eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren vor und beinhaltet bankübliche Financial Covenants. Die zufließenden Mittel nutzt der Konzern zur Refinanzierung bestehender bilateraler Kreditlinien und zur allgemeinen Konzernfinanzierung.
Aktivitäten im Segment Gewerbepark reduziert
Im vierten Quartal 2019 veräußerte ElringKlinger einen Gewerbepark am Standort Kecskemet in Ungarn. Die bislang verpachtete Immobilie stammte noch aus dem Besitz der ehemaligen Muttergesellschaft ZWL Grundbesitz und Beteiligungsgesellschaft Holding. Durch die Veräußerung reduziert der Konzern seine Aktivitäten im nicht zum Kerngeschäft zählenden Segment Gewerbeparks und konzentriert sich stattdessen auf die Ausrichtung des Produktportfolios rund um die Elektromobilität.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Der ElringKlinger-Konzern steigerte den Konzernumsatz 2019 um 1,6 % in einem Gesamtmarkt, der um 5,6 % zurückging. Nach einem schwierigen Start konnte der Konzern das operative Ergebnis im Jahresverlauf durch zahlreiche Maßnahmen zur Kostensenkung sukzessive verbessern. Insgesamt erzielte der Konzern ein EBIT vor Kaufpreisallokation von 63,2 Mio. EUR und eine Marge von 3,7 %, die innerhalb der anvisierten Bandbreite von rund 4 bis 5 % lag.
Konzernumsatz trotz schwieriger Marktbedingungen leicht gesteigert
Der ElringKlinger-Konzern setzte 2019 seinen Wachstumskurs fort und erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 1.727,0 Mio. EUR (2018: 1.699,0 Mio. EUR). Das entspricht einem Plus von 1,6 % oder 28,0 Mio. EUR. Währungsumrechnungen - in erster Linie des US-Dollars, aber auch des mexikanischen Pesos und des Schweizer Frankens - trugen dazu mit 25,1 Mio. EUR oder 1,5 % wesentlich bei. Hinzu kommen Effekte aus Veränderungen durch M&A-Aktivitäten, die aus dem Hug-Verkauf 2018 resultierten, in Höhe von minus 6,2 Mio. EUR oder minus 0,4 %. Organisch, das heißt ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, stiegen die Umsatzerlöse somit um 9,1 Mio. EUR oder 0,5 %. Insgesamt übertraf ElringKlinger 2019 damit erneut die Entwicklung der globalen Automobilproduktion, die um 5,6 % zurückgegangen ist. Das Ziel, organisch um 2 bis 4 Prozentpunkte mehr als der Markt zuzulegen, hat der Konzern damit übertroffen.
Effekte im Konzernumsatz
in Mio. EUR
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| 2019 | 2018 | Veränderung absolut | Veränderung relativ | |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.727,0 | 1.699,0 | +28,0 | +1,6 % |
| davon Währungseffekte | +25,1 | +1,5 % | ||
| davon M&A-Aktivitäten | -6,2 | -0,4 % | ||
| davon organisch | +9,1 | +0,5 % |
Ungebrochen hohes Umsatzwachstum in Nordamerika
Die starke Entwicklung in Nordamerika begründet sich in der Belieferung von Fahrzeugmodellen, die auf dem amerikanischen Fahrzeugmarkt stärker als ursprünglich geplant nachgefragt wurden. Darüber hinaus ermöglichte der Hochlauf der neuen Produktionsstätte in Fort Wayne, USA, zahlreiche Produktneuanläufe, die mit höheren Werkzeugumsätzen einhergingen. Mit dem Start der Produktion wurden die entsprechenden Werkzeugumsätze fakturiert. Daher generierte ElringKlinger, trotz eines rückläufigen nordamerikanischen Fahrzeugmarkts (-3,8 %), Erlöse in Höhe von 450,9 Mio. EUR (2018: 360,3 Mio. EUR) bzw. ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 25,1 %. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 20,1 %. Die Region Nordamerika ist mit einem Anteil von 26,1 % (2018: 21,2 %) nun die zweitstärkste Umsatzregion des Konzerns.
In der Region Asien-Pazifik blieben die für das zweite Halbjahr ursprünglich erwarteten starken Erholungstendenzen marktseitig aus. In diesem schwierigen Umfeld gelang es ElringKlinger im Geschäftsjahr 2019, Umsatzerlöse in Höhe von 310,0 Mio. EUR (2018: 314,5 Mio. EUR) zu erwirtschaften, was einem Rückgang von 1,4 % entsprach. Währungsbereinigt sanken die Erlöse sogar um 3,6 %. Der Anteil am Gesamtumsatz kam auf 18,0 % (2018: 18,5 %).
Auf dem für ElringKlinger größten Absatzmarkt Übriges Europa sowie in Deutschland machte sich die allgemeine Marktschwäche deutlich bemerkbar. Den größten Rückgang in Höhe von 7,8 % verzeichnete ElringKlinger auf dem Heimatmarkt. Dort erzielte der Konzern noch Umsatzerlöse von 395,0 Mio. EUR (2018: 428,5 Mio. EUR). Und auch im Übrigen Europa erreichte der Konzern mit 494,2 Mio. EUR (2018: 515,6 Mio. EUR) nicht das Vorjahresniveau. Der Anteil der Region Übriges Europa am Gesamtumsatz sank auf 28,6 % (2018: 30,3 %), der Anteil des Heimatmarktes sogar auf 22,9 % (2018: 25,2 %).
In Südamerika und Übrige sanken die Erlöse 2019 um 4,0 % auf 76,9 Mio. EUR (2018: 80,1 Mio. EUR). Währungsbereinigt betrug der Rückgang 2,7 %. Der Anteil am Konzernumsatz verringerte sich auf 4,5 % (2018: 4,7 %).
Insgesamt gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz nahm auf hohem Niveau auf 77,1 % (2018. 74,8 %) zu.
Konzernumsatz nach Regionen 2019
(Vorjahr)
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| in Mio. EUR | |||
|---|---|---|---|
| Übriges Europa | 29 % | 494,2 | (515,6) |
| Nordamerika | 26 % | 450,9 | (360,3) |
| Deutschland | 23 % | 395,0 | (428,5) |
| Asien-Pazifik | 18 % | 310,0 | (314,5) |
| Südamerika und Übrige | 4 % | 76,9 | (80,1) |
Segment Erstausrüstung legt in strategischen Zukunftsfeldern weiter zu
Das Segment Erstausrüstung bildet mit einem Umsatzanteil von 82,4 % (2018: 82,9 %) das größte Segment innerhalb des ElringKlinger-Konzerns. 2019 zeigte es eine heterogene Entwicklung auf. So konnten insbesondere die Bereiche Leichtbau/Elastomertechnik und E-Mobility umsatzseitig deutlich zulegen, wohingegen die übrigen klassischen Geschäftsfelder Umsatzeinbußen verzeichneten. In Summe stiegen die Segmentumsätze um 1,1 % oder 15,7 Mio. EUR auf 1.423,4 Mio. EUR (2018: 1.407,7 Mio. EUR). Die mit Abstand größte Steigerung in Höhe von 9,4 % erzielte das Segment 2019 im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik. Mit einem Plus von 31,7 % zeigte im Berichtsjahr insbesondere der darin enthaltene Strukturleichtbau eine besonders starke Entwicklung. Hier spiegelt sich die steigende Nachfrage der Kunden nach innovativen Leichtbaukomponenten aus Hochleistungskunststoffen wider.
In den klassischen Geschäftsbereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sanken die Umsatzerlöse 2019 um 5,6 % bzw. 2,7 %. Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik konnte mit 399,2 Mio. EUR (2018: 400,1 Mio. EUR) nahezu das Vorjahresniveau erreichen. Dabei wirkten sich in allen drei Geschäftsbereichen insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr schwächere Marktentwicklung sowie Währungseffekte negativ auf die Umsatzentwicklung aus.
Im strategischen Zukunftsbereich E-Mobility, in dem sich ElringKlinger mit Komponenten, Modulen und Systemen für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie elektrischen Antriebseinheiten technologisch breit aufgestellt hat, nahmen die Umsatzerlöse um 9,7 % auf 27,1 Mio. EUR (2018: 24,7 Mio. EUR) zu. 2019 standen Prozessoptimierungen bei der bestehenden Anlage zur Herstellung von Zellkontaktiersystemen im Vordergrund. Darüber hinaus fielen Aufwendungen für die Inbetriebnahme des neuen Batterie-Prototypenbaus an. Im Bereich der elektrischen Antriebssysteme baute ElringKlinger für anlaufende Aufträge Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Insgesamt verbuchte der Geschäftsbereich 2019 daher ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.
Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung gingen die Erlöse 2019 auf 10,4 Mio. EUR (2018: 19,6 Mio. EUR) zurück, da der Hug-Teilkonzern, der 2018 veräußert wurde, bislang den Großteil des Geschäftsbereichs abbildete.
Die anhaltend hohe Nachfrage in Nordamerika führte auch im Jahr 2019 zu einer hohen Kapazitätsauslastung der Werke vor Ort. Im Vorjahr wurde mit der Implementierung von Gegenmaßnahmen begonnen, die die Prozesse insbesondere in Produktion und Logistik stabilisierten. Zudem wurden zusätzliche Produktionslinien installiert, Produktpreise bei Auftragsprolongationen an das aktuelle Niveau angepasst, das Personal intensiv geschult und neue Mitarbeiter eingestellt. Insgesamt zeigten die Maßnahmen deutliche Wirkung, sodass im Verlauf des zweiten Halbjahres spürbare Ergebnisverbesserungen in den Gesellschaften vor Ort verzeichnet werden konnten.
Trotz der positiven Umsatzentwicklung in den strategischen Zukunftsfeldern belasteten im Segment Erstausrüstung die anhaltend hohe Kapazitätsauslastung in Nordamerika, die Marktschwäche in den klassischen Geschäftsbereichen sowie das hohe Rohstoffpreisniveau das Ergebnis. Darüber hinaus führten die Handelskonflikte 2019 zu zusätzlichen Zöllen, die teilweise zurückerstattet wurden. So sank das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern 2019 auf 5,1 Mio. EUR (2018: 50,7 Mio. EUR). Die Ergebnismarge lag somit bei 0,4 % (2018: 3,6 %). Im Vorjahresvergleich ist allerdings der einmalige Veräußerungsgewinn des Hug-Teilkonzerns in Höhe von 24,5 Mio. EUR zu berücksichtigen.
Umsatzentwicklung Erstausrüstung
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| in Mio. EUR | |
|---|---|
| 2019: | 1.423,4 |
| 2018: | 1.407,7 |
Ersatzteilgeschäft mit starkem Ergebnisbeitrag
Im Segment Ersatzteile steigerte ElringKlinger trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen sowie europäischer Märkte, die sich insbesondere im ersten Halbjahr zurückhaltend zeigten, die Segmenterlöse im Gesamtjahr um 8,2 % oder 13,1 Mio. EUR auf 172,6 Mio. EUR (2018: 159,5 Mio. EUR). Die größten Zuwächse verzeichnete das Segment Ersatzteile im Nahen Osten sowie in Ost- und Westeuropa, wohingegen Deutschland hinter dem Vorjahreswert zurückblieb. In Nordamerika und in Asien arbeitete ElringKlinger weiter aktiv an der Markterschließung.
Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern stieg hauptsächlich aufgrund der starken Umsatzentwicklung auf 30,4 Mio. EUR (2018: 24,9 Mio. EUR). Entsprechend erhöhte sich auch die Ergebnismarge im Gesamtjahr 2019 auf 17,6 % (2018: 15,6 %).
Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft
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| in Mio. EUR | |
|---|---|
| 2019: | 172,6 |
| 2018: | 159,5 |
Segment Kunststofftechnik von steigenden Rohstoffpreisen betroffen
Im Segment Kunststofftechnik sanken die Erlöse leicht auf 117,5 Mio. EUR (2018: 117,8 Mio. EUR). Dabei nahmen die Umsatzerlöse lediglich in Asien deutlich zu, während sie in allen anderen Regionen rückläufig waren. Als nach neun Jahren kontinuierlichem Wachstum erste Anzeichen einer verhaltenen Nachfrage zu erkennen waren, steuerte das Management sofort mit konsequenten Kosteneinsparungen gegen. Dies führte ebenso wie die eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung zu ersten positiven Ergebniseffekten, doch konnte das bestehende Kostenniveau auch aufgrund der anhaltend hohen Rohstoffpreise nicht vollständig kompensiert werden. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern sank somit auf 15,9 Mio. EUR (2018: 19,5 Mio. EUR). Entsprechend betrug die Ergebnismarge 13,5 % (2018: 16,6 %).
Umsatzentwicklung Kunststofftechnik
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| in Mio. EUR | |
|---|---|
| 2019: | 117,5 |
| 2018: | 117,8 |
Verkauf des Gewerbeparks führt zur Ergebnissteigerung
Die Segmente Dienstleistungen und Gewerbeparks zählen nicht zum Kerngeschäft des ElringKlinger-Konzerns. Das Segment Dienstleistungen steuerte Erlöse von 9,4 Mio. EUR (2018: 9,7 Mio. EUR) sowie ein Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,7 Mio. EUR bei. Das Segment Gewerbeparks erwirtschaftete Erlöse von 4,1 Mio. EUR (2018: 4,3 Mio. EUR). Da der Konzern sich strategisch auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität fokussiert, veräußerte er 2019 seinen Gewerbepark in Kecskemet, Ungarn. Das Ergebnis dieser Desinvestition in Höhe von 8,6 Mio. EUR ist im Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern enthalten, das in Summe auf 9,2 Mio. EUR (2018: 0,3 Mio. EUR) kam.
Konzernumsatz nach Segmenten 2019
(Vorjahr)
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| in Mio. EUR | |||
|---|---|---|---|
| Erstausrüstung | 82 % | 1.423,4 | (1.407,7) |
| Leichtbau/Elastomertechnik | 29 % | 494,3 | (451,7) |
| Abschirmtechnik | 23 % | 399,2 | (400,1) |
| Spezialdichtungen | 18 % | 308,5 | (317,0) |
| Zylinderkopfdichtungen | 11 % | 182,7 | (193,5) |
| E-Mobility | 2 % | 27,1 | (24,7) |
| Abgasnachbehandlung | <1 % | 10,4 | (19,6) |
| Sonstige | <1 % | 1,2 | (1,1) |
| Ersatzteile | 10 % | 172,6 | (159,5) |
| Kunststofftechnik | 7 % | 117,5 | (117,8) |
| Dienstleistungen | <1 % | 9,4 | (9,7) |
| Gewerbeparks | <1 % | 4,1 | (4,3) |
Kosteneinsparmaßnahmen zeigen Wirkung im operativen Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2019 hat das Management ein Optimierungsprogramm eingesetzt, das auch darauf abzielte, die Kosten im Konzern konsequent zu senken. Die positive Wirkung der implementierten Maßnahmen spiegelt sich in den Vertriebs- und Allgemeinen Verwaltungskosten wider, die gegenüber dem Vorjahr teils deutlich verringert werden konnten oder unterproportional zum Umsatzwachstum stiegen. Daneben optimierten die Standorte in Nordamerika und der Schweiz weiter ihre Kostenstrukturen. Im Zuge dessen konnten im Jahresverlauf 2019 Ergebnisverbesserungen erreicht werden, auch wenn die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Verbesserung der Ergebnissituation durch Markteintrübungen deutlich erschwert wurden.
Bruttomarge durch hohe Materialaufwendungen belastet
Die Umsatzkosten nahmen 2019 überproportional zum Umsatz um 5,5 % auf 1.401,7 Mio. EUR (2018: 1.328,9 Mio. EUR) zu. Infolgedessen sank das Bruttoergebnis um 12,1 % auf 325,3 Mio. EUR (2018: 370,1 Mio. EUR). Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 18,8 % (21,8 %).
Ursache für den Anstieg der Umsatzkosten sind unter anderem gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungen, denen entsprechende Erträge aus Versicherungsleistungen unterhalb des Bruttoergebnisses in den sonstigen betrieblichen Erträgen gegenüberstehen. Der größte Teil des Anstiegs der Umsatzkosten ist jedoch auf die Materialaufwendungen in Höhe von 800,7 Mio. EUR (2018: 747,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Neben deutlich höheren Werkzeugkosten trugen auch gestiegene Rohstoffpreise zur Erhöhung der Materialaufwandsquote auf 46,4 % (2018: 44,0 %) bei.
Die wesentlichen Rohstoffe, die ElringKlinger zur Fertigung seiner Produkte benötigt, umfassen Aluminium, legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnen Materialien und Komponenten, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen erforderlich sind, zunehmend an Bedeutung.
Im Berichtsjahr entwickelten sich die Rohstoffpreise sehr heterogen. Auf dem Stahlmarkt fielen die Preise aufgrund einer geringeren Weltmarktnachfrage 2019. Daneben sanken auch die Preise für Aluminium, das ElringKlinger für die Produktion von Abschirmteilen benötigt. Die Zuschläge für Edelstahllegierungen, die der Konzern zur Herstellung von Dichtungen einsetzt, blieben im ersten Halbjahr 2019 noch im Durchschnitt 6 % unter dem Niveau von 2018. Ein starker Anstieg des Nickelpreises führte in der zweiten Jahreshälfte jedoch dazu, dass die Legierungszuschläge im Durchschnitt um 7 % über dem Niveau des Vorjahres lagen. Des Weiteren erhöhte die starke Weltmarktnachfrage nach dem Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger zur Fertigung von Leichtbauteilen einsetzt, das Preisniveau 2019 spürbar.
Im Geschäftsjahr 2019 stiegen die Personalaufwendungen des Konzerns um 2,5 % auf 544,4 Mio. EUR (2018: 531,2 Mio. EUR). Sie verteilen sich im Umsatzkostenverfahren auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Zuwachs resultierte unter anderem aus der tariflichen Lohnerhöhung für inländische Gesellschaften um 4,3 %, die seit dem zweiten Quartal 2018 gilt, sowie dem einmal jährlich zu zahlenden tariflichen Zusatzgeld in Höhe von 27,5 % eines Monatsentgelts. Insgesamt erhöhte sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) leicht auf 31,5 % (2018: 31,3 %).
Die Vertriebskosten reduzierten sich 2019 deutlich um 13,1 Mio. EUR oder 8,9 % auf 133,4 Mio. EUR (2018: 146,5 Mio. EUR). Die Entwicklung zeigt deutlich, dass die zur Lösung der Kapazitätsengpässe durchgeführten Erweiterungs-, Automatisierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen in den nordamerikanischen Werken im Jahresverlauf zunehmend griffen. Insbesondere die Kosten für Sonderfahrten und -frachten konnte ElringKlinger in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Berichtsjahr unterproportional zum Umsatzwachstum um 1,0 % auf 84,8 Mio. EUR (2018: 84,0 Mio. EUR). Die leichte Zunahme resultiert größtenteils aus den gestiegenen Personalaufwendungen.
Forschungs- und Entwicklungsquote innerhalb der anvisierten Bandbreite
Bei ElringKlinger stehen im Zuge des tiefgreifenden Transformationsprozesses insbesondere Lösungen für alternative Antriebstechnologien im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E). Im Berichtsjahr 2019 beliefen sich die F&E-Aufwendungen auf 64,1 Mio. EUR (2018: 76,1 Mio. EUR). Insgesamt wurden 16,7 Mio. EUR (2018: 11,1 Mio. EUR) der Entwicklungskosten aktiviert, da sie die entsprechenden Anforderungskriterien erfüllten. Dem gegenüber wurden planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten von 5,7 Mio. EUR (2018: 6,2 Mio. EUR) vorgenommen. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten sank die F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz auf 4,7 % (2018: 5,1 %).
ElringKlinger erhielt auch 2019 Fördermittel der öffentlichen Hand, die im Wesentlichen für Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gewährt wurden. Die erfolgswirksam erfassten Fördermittel für F&E-Projekte betrugen insgesamt 5,6 Mio. EUR (2018: 5,3 Mio. EUR). Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und im Musterbau in entsprechender Höhe entgegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 33,5 Mio. EUR (2018: 45,6 Mio. EUR) erwartungsgemäß deutlich unter dem Vorjahreswert, da dieser hauptsächlich durch den Verkauf des Hug-Teilkonzerns sowie aus der Veräußerung der new enerday GmbH beeinflusst wurde. Das Berichtsjahr hingegen enthielt höhere Erträge aus Versicherungsleistungen und Schadenserstattungen, denen entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstanden. Darüber hinaus ist der Veräußerungsgewinn eines Gewerbeparks in Ungarn mit 8,6 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 15,2 Mio. EUR (2018: 12,8 Mio. EUR).
Ergebnis im Jahresverlauf sukzessive verbessert
Ein wesentlicher Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung im Jahresverlauf leistete das Kosteneinsparprogramm mit seinen zahlreichen Maßnahmen, die zur Kostensenkung beitrugen. Trotz des Einsparerfolgs erreichte der Konzern im Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 181,0 Mio. EUR (2018: 196,6 Mio. EUR) nicht das Vorjahresniveau, was im Wesentlichen an den beschriebenen hohen Materialaufwendungen im Berichtsjahr und der Veräußerung von zwei Tochtergesellschaften im Vorjahr liegt. Die Erstanwendung des IFRS-16-Standards trug dazu bei, dass die Abschreibungen auf 119,7 Mio. EUR (2018: 100,4 Mio. EUR) anstiegen. Somit erzielte der ElringKlinger-Konzern ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 61,2 Mio. EUR (2018: 96,2 Mio. EUR). Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation belief sich das EBIT vor Kaufpreisallokation auf 63,2 Mio. EUR (2018: 100,2 Mio. EUR). Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 3,7 % (5,9 %). Der Konzern erreichte damit sein Ziel, eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % zu erwirtschaften.
Finanzergebnis um 5 Mio. EUR geringer
Wie bereits im Vorjahr glichen sich 2019 die Währungsgewinne und -verluste weitestgehend gegenseitig aus. Im Saldo wurde ein Währungsergebnis in Höhe von minus 0,2 Mio. EUR (2018: +0,8 Mio. EUR) verbucht. Die Zinsaufwendungen hingegen nahmen zu, da sich insbesondere die Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sowie der im Februar 2019 geschlossene Konsortialkreditvertrag erhöhend auswirkten. Aus diesem Grund reduzierte sich das Finanzergebnis auf minus 19,6 Mio. EUR (2018: -14,7 Mio. EUR).
Entsprechend ging auch das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 41,7 Mio. EUR (2018: 81,4 Mio. EUR) zurück.
Effektive Steuerquote auf hohem Niveau
Im Geschäftsjahr 2019 stiegen die Ertragsteueraufwendungen auf 36,6 Mio. EUR (2018: 33,5 Mio. EUR). Der effektive Steuersatz für das Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich auf 88,0 % (2018: 41,2 %). Dieses höhere Niveau resultiert insbesondere aus Verlusten bei Tochtergesellschaften, auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten. Des Weiteren erzielte ElringKlinger einen Großteil seiner Gewinne in Ländern, deren Steuerquote tendenziell über der deutschen Steuerquote liegt.
Abzüglich der Ertragsteuern erreichte das Periodenergebnis 5,0 Mio. EUR (2018: 47,9 Mio. EUR). Der Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, sank auf 0,9 Mio. EUR (2018: 4,1 Mio. EUR). Abzüglich dieser Anteile ergab sich ein Ergebnisanteil, der den Aktionären der ElringKlinger AG zusteht, von 4,1 Mio. EUR (2018: 43,8 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie lag dementsprechend unter Vorjahresniveau bei 0,06 EUR (2018: 0,69 EUR). Die Anzahl der ausgegebenen gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2019 unverändert 63.359.990 Stück.
Aussetzung der Dividende
Wie im Vorjahr weist der vom Aufsichtsrat festgestellte Jahresabschluss einen Jahresfehlbetrag aus. Um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter zu stärken, wurden keine Gewinnrücklagen aufgelöst. Der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellte und für die Dividendenzahlung relevante Jahresabschluss der ElringKlinger AG wies zum 31. Dezember 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 17,1 Mio. EUR (2018: -5,3 Mio. EUR) aus. Dementsprechend wird die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 ausgesetzt. Der Verlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Vermögenslage
Mit einer Eigenkapitalquote von 42 % und hohen Liquiditätsreserven stellt sich die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns zum 31. Dezember 2019 weiter robust dar. Gezielt umgesetzte Maßnahmen haben im Geschäftsjahr 2019 positive Wirkung in der Bilanzstruktur gezeigt. Dazu zählen die deutliche Reduzierung des Net Working Capital 2 , der disziplinierte Managementansatz bei den Investitionen und die signifikante Senkung der Nettoverschuldung.
61 % der Vermögenswerte sind langfristig
Die Vermögenswerte der ElringKlinger AG addierten sich zum Jahresende 2019 zu einer Bilanzsumme von 2.146,5 Mio. EUR, nach 2.079,7 Mio. EUR am Vorjahresstichtag. Die Ausweitung gegenüber dem Vorjahreswert beruht hauptsächlich auf dem bilanzverlängernden Effekt aus dem 2019 erstmalig angewandten Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sowie auf Währungsänderungen. Ohne diese Einflüsse hätte sich das Bilanzvolumen gegenüber dem Vorjahresstichtag reduziert.
Durch den seit dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS 16 wurden Nutzungsrechte an geleasten Wirtschaftsgütern in den Sachanlagen aktiviert und künftige Leasingzahlungen als Verbindlichkeiten passiviert. Hierdurch verlängerte sich die Bilanz zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2019 um 45,4 Mio. EUR. Ausführliche Angaben dazu sind im Konzernanhang enthalten. Die Währungsumrechnung bewirkte infolge der Wechselkursänderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag insgesamt ebenfalls eine Bilanzausweitung von rund 30 Mio. EUR.
Die langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 1.314,0 Mio. EUR stellen zum 31. Dezember 2019 einen Anteil am Gesamtvermögen von 61,2 % dar. Darunter bilden die Sachanlagen mit einem Buchwert von 1.043,7 Mio. EUR (31.12.2018: 997,8 Mio. EUR) den weitaus größten Posten. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2019 sehr disziplinierten Ansatzes des Managements bei Neuinvestitionen verbuchte der Konzern 2019 in den Sachanlagen deutlich weniger Zugänge als noch im Vorjahr. Bereinigt um die IFRS-16-Positionen lagen die Zugänge aus Sachinvestitionen 2019 mit 91,9 Mio. EUR (2018: 163,0 Mio. EUR) auch leicht unterhalb der planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen von 96,5 Mio. EUR (2018: 87,8 Mio. EUR). Die gesamten Zugänge und Abschreibungen in den Sachanlagen hielten sich im Geschäftsjahr die Waage, sodass die Veränderung zum Vorjahresstichtag im Wesentlichen dem oben beschriebenen IFRS-16-Effekt entsprach. Durch diesen erhöhten sich die Sachanlagen zum 31. Dezember 2019 um 45,9 Mio. EUR.
Im vierten Quartal 2019 veräußerte der Konzern den Gewerbepark in Kecskemet, Ungarn (vgl. Wesentliche Ereignisse sowie Ausführungen im Konzernanhang). Die entsprechenden Immobilienwerte waren in der Vorjahresbilanz unter "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" erfasst gewesen. Diese Bilanzposition beinhaltet die Vermögenswerte des Konzerns, die dem nicht zum Kerngeschäft zählenden Segment Gewerbeparks zugeordnet sind. In erster Linie durch diesen Verkauf reduzierten sich die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um 13,3 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR zum Jahresende 2019 (31.12.2018: 16,6 Mio. EUR).
Die immateriellen Vermögenswerte nahmen gegenüber dem Vorjahresstichtag um 17,8 Mio. EUR auf 208,1 Mio. EUR zu. Der Anstieg beinhaltet hauptsächlich aktivierte Entwicklungsleistungen sowie Währungsänderungen. Den Hauptposten der immateriellen Werte bilden die Geschäfts- oder Firmenwerte aus früheren M&A-Aktivitäten mit einem Buchwert von 166,3 Mio. EUR am 31. Dezember 2019.
2 Vorräte, kurzfristige Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
Net Working Capital signifikant reduziert
Ein Großteil des Kurzfristvermögens stellt das Working Capital dar, das Vorräte, kurzfristige Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst. Im Geschäftsjahr 2019 konnte dieses deutlich um 113,4 Mio. EUR auf 600,6 Mio. EUR gesenkt werden. Bringt man davon die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die kurzfristigen Vertragsverbindlichkeiten in Abzug, ergibt sich das Net Working Capital, das die für den laufenden Beschaffungs-, Produktions- und Absatzprozess notwendigen Betriebsmittel darstellt. Gegenüber dem Stand Ende 2018 (568,0 Mio. EUR) konnte das Net Working Capital zum 31. Dezember 2019 signifikant um 144,5 Mio. EUR auf 423,5 Mio. EUR reduziert werden.
Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis eines umfassenden Optimierungsprogramms des Managements mit einer Reihe unterschiedlicher Maßnahmen. Zum einen konnten durch eine verstärkt zentralisierte Steuerung der konzernweiten Bestände die Vorräte in nahezu allen produzierenden Gesellschaften weltweit gesenkt werden. Eine Ausnahme bildeten die im Aufbau befindlichen Werke - im Einzelnen das Werk in Fort Wayne, USA, sowie die Standorte der auf elektrische Antriebseinheiten spezialisierten Tochtergesellschaften (hofer powertrain products). Auch höhere Abgänge von Werkzeugpositionen, die in der Regel bis zum Serienstart eines Produkts in den Vorräten verbucht sind, reduzierten die Bestände. Insgesamt konnten die Vorräte zum Jahresende 2019 um 44,9 Mio. EUR gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres auf ein Gesamtvolumen von 356,5 Mio. EUR (31.12.2018: 401,4 Mio. EUR) verringert werden. Zum anderen führten ein strenges Forderungsmanagement, der Einsatz von Factoring und nicht zuletzt die ausgebliebene Markterholung in Asien im zweiten Halbjahr bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem noch stärkeren Rückgang. Sie nahmen gegenüber dem Vorjahresstichtag um 73,1 Mio. EUR auf nunmehr 233,2 Mio. EUR am 31. Dezember 2019 ab. Des Weiteren konnten die Zahlungsziele gegenüber Lieferanten ausgedehnt werden. Damit erhöhten sich auf der Passivseite die Lieferantenverbindlichkeiten, sodass der Konzern die dafür benötigten Mittel erst zu einem späteren Zeitpunkt aufbringen musste. Zum Jahresende 2019 waren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 157,1 Mio. EUR (31.12.2018: 135,6 Mio. EUR) in der Konzernbilanz verbucht.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum 31. Dezember 2019 auf 88,7 Mio. EUR, nach 48,4 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Der Anstieg gründet unter anderem auf zurückbehaltenen Ausfallrisiken für übertragene Vermögenswerte, einer höheren Forderung aus einem Gewährleistungsfall und anderen Forderungen.
Der hohe Kassenbestand zum Jahresende 2019 von 135,5 Mio. EUR (31.12.2018: 45,3 Mio. EUR) beinhaltet die kurz vor dem Stichtag geflossene Kaufpreiszahlung aus der Veräußerung des Gewerbeparks in Ungarn (21,6 Mio. EUR) sowie beglichene Forderungen von Kunden der chinesischen Tochtergesellschaften.
Insgesamt bezifferte sich der Buchwert der kurzfristigen Vermögenswerte auf 832,5 Mio. EUR (31.12.2018: 816,3 Mio. EUR). Dies entsprach einem Anteil an den gesamten Aktiva von 38,8 % (31.12.2018: 39,3 %). Der im Vorjahr unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesene Buchwert (6,0 Mio. EUR) betraf ein 2019 verkauftes Grundstück.
Eigenkapitalanteil bei 42 %
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg gegenüber dem Bilanzstichtag 2018 zum Jahresende 2019 leicht auf 891,2 Mio. EUR (31.12.2018: 890,1 Mio. EUR). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Verbuchung des Periodenergebnisses von 5,0 Mio. EUR sowie aus den in den Übrigen Rücklagen erfassten Unterschiedsbeträgen aus der Währungsumrechnung (12,7 Mio. EUR) und Buchungen aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen (-15,6 Mio. EUR). Damit lag die Eigenkapitalquote bei 41,5 % (31.12.2018: 42,8 %) und weiterhin in der vom Management angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.
Die Rückstellungen für Pensionen kamen zum Jahresende 2019 auf einen Buchwert von 148,2 Mio. EUR (31.12.2018: 124,4 Mio. EUR). Der Anstieg um 23,8 Mio. EUR ergab sich hauptsächlich durch geänderte Parameter - darunter vor allem gefallene Marktzinsen -, die der turnusmäßigen Neubewertung der künftigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag zugrunde lagen (vgl. Angabe 25 im Konzernanhang).
Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 5,8 Mio. EUR auf 36,2 Mio. EUR (31.12.2018: 30,4 Mio. EUR). Die größten Positionen darin sind Verpflichtungen im Personalbereich, die unter anderem für Altersteilzeit gebildet werden, sowie, an zweiter Stelle, Gewährleistungsverpflichtungen. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres stiegen Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen sowie für Verpflichtungen aus übrigen Risiken an.
Nettoverschuldung deutlich verringert
Den im Geschäftsjahr 2019 erzielten hohen Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit (vgl. Finanzlage) nutzte der Konzern, um seine Finanzverbindlichkeiten zu reduzieren. Dadurch verringerte sich die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) gegenüber dem Jahresendstand 2018 um 128,2 Mio. EUR auf 595,3 Mio. EUR. Die Finanzverbindlichkeiten bezifferten sich zum Jahresende 2019 auf 730,7 Mio. EUR (31.12.2018: 768,8 Mio. EUR). Auch hier ist im Vorjahresvergleich der Effekt aus der Anwendung des IFRS 16 ab 2019 zu berücksichtigen. Durch diesen neuen bilanziellen Ansatz von Leasinggeschäften erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten um 46,7 Mio. EUR.
Konsortialkredit verbessert Fälligkeitenstruktur
Im Februar 2019 schloss ElringKlinger einen Konsortialkredit mit sechs nationalen und internationalen Banken über ein Gesamtvolumen von 350,0 Mio. EUR und eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren ab. Zum Jahresende waren davon 235,3 Mio. EUR in Anspruch genommen. Damit konnte der Konzern die Fälligkeitenstruktur bestehender Finanzverbindlichkeiten verbessern. Dies zeigt sich auch daran, dass im Geschäftsjahr 2019 eine verstärkte Umschichtung von kurz- auf langfristige Kredite erfolgte.
Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2019 in % (Vorjahr)
Aktiva
| ― | Langfristige Vermögenswerte: 61,2 (60,5) |
| ― | Kurzfristige Vermögenswerte: 38,8 (39,2) |
| ― | Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte: 0 (0,3) Passiva |
| ― | Eigenkapital: 41,5 (42,8) |
| ― | Langfristige Verbindlichkeiten: 36,0 (30,9) |
| ― | Kurzfristige Verbindlichkeiten: 22,5 (26,3) |
Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag 2019 auf 117,8 Mio. EUR (31.12.2018: 90,0 Mio. EUR) und enthalten eine Reihe unterschiedlicher Abgrenzungen wie noch weiterzuleitende Kundenzahlungen und kreditorische Debitoren. Des Weiteren sind hier öffentliche Fördermittel abgegrenzt, die in künftigen Perioden erfolgswirksam aufgelöst werden. Darunter sind Mittel für die Einhaltung eines Energieeffizienzprogramms am Standort Dettingen/Erms, Deutschland, sowie für Maßnahmen zur Strukturförderung am Standort Kecskemet, Ungarn. In der Kurzfristposition ist darüber hinaus eine langjährig bestehende Kaufpreisverbindlichkeit über 30,3 Mio. EUR auf die nicht beherrschenden Anteile der ElringKlinger Marusan Corporation, Japan, enthalten.
Verschuldungsgrad verbessert sich
Infolge der oben beschriebenen Entwicklungen verbesserte sich der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) trotz der Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 16 auf 3,3 zum Jahresende 2019 (31.12.2018: 3,7).
Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2019 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen hohen betrieblichen Cashflow von 277,6 Mio. EUR. Ein umfangreiches Maßnahmenpaket der Konzernleitung zur Verringerung des Net Working Capital 3 hat dazu wesentlich beigetragen. Da auch die Investitionsausgaben deutlich reduziert wurden, erzielte der Konzern einen operativen Free Cashflow 4 von 175,8 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der offenen Kreditlinien stellt sich damit die Liquiditätssituation des ElringKlinger-Konzerns weiterhin solide dar.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit steigt auf 278 Mio. EUR
Im Geschäftsjahr 2019 konnte der ElringKlinger-Konzern einen deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 277,6 Mio. EUR (2018: 91,6 Mio. EUR) realisieren. Für die dynamische Entwicklung waren in erster Linie die Verbesserungsmaßnahmen zur Net-Working-Capital-Optimierung ausschlaggebend (vgl. Vermögenslage). In der Kapitalflussrechnung kommt dies durch die Veränderung der Positionen zum Ausdruck, die dem Net Working Capital zugerechnet werden, also in erster Linie Vorräte sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Inklusive der sonstigen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, belief sich der hierdurch erzielte Mittelzufluss auf 150,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019, dem im Vorjahr ein Mittelabfluss von 32,0 Mio. EUR gegenüberstand.
Aufgrund der Vorschriften des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 sind seit 2019 Leasingzahlungen mit Tilgung der entsprechenden Finanzverbindlichkeiten im Wesentlichen dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zugerechnet und nicht mehr wie bisher vorrangig dem Cashflow aus operativer Tätigkeit. Bei der Berechnung des betrieblichen Cashflows zeigt sich dies vor allem in den im Vorjahresvergleich höheren Abschreibungen, die herausgerechnet werden. 2019 betrugen die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 119,7 Mio. EUR (2018: 100,5 Mio. EUR). Darin enthalten ist ein IFRS-16-bezogener Anteil in Höhe von 12,9 Mio. EUR (2018: 0 Mio. EUR).
Entwicklung der Zahlungsmittel 2019 1
in Mio. EUR
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| Zahlungsmittel 31.12.2018: | 45,3 |
| + Operativer Cashflow: | +277,6 |
| - Investitionen 2 : | -111,3 |
| - Veräußerung Gewerbepark: | +21,6 |
| + Veränderung Finanzverbindlichkeiten: | -103,0 |
| + Sonstige: | 5,3 |
| \= Zahlungsmittel 31.12.2019: | 135,5 |
1 ''entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7
3 Vorräte, kurzfristige Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten
4 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit und bereinigt um Zahlungsflüsse aus Akquisitionstätigkeit und aus Veränderungen finanzieller Vermögenswerte
2 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
Investitionen deutlich reduziert
Um global ein leistungsfähiges Netzwerk an Produktionsstandorten aufzubauen, hatte der Konzern in den vergangenen Jahren einen intensiven Investitionszyklus durchlaufen. Auf dieser Basis kann der Konzern nun sein Investitionsverhalten vor allem auf Projekte fokussieren, die den strategischen Geschäftsfeldern Elektromobilität und Strukturleichtbau zuzuordnen sind. Durch diesen disziplinierten Investitionsansatz sanken die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2019 erkennbar auf 92,2 Mio. EUR (2018: 163,5 Mio. EUR). Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) ging auf 5,3 % (2018: 9,6 %) zurück.
Das am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, in Bau befindliche Technologiezentrum für Elektromobilität stellte 2019 eine der größeren Investitionen dar. Nach der geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2020 werden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie dort angesiedelt sein. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag auf den nordamerikanischen Werken, in denen Kapazitätsanpassungen, Automatisierungen und Produktanläufe erforderlich waren. In dem im Geschäftsjahr 2018 errichteten neuen Werk in Fort Wayne, USA, lief 2019 die Serienproduktion von thermischen und akustischen Abschirmsystemen hoch.
Am deutschen Standort Thale schritt der Aufbau einer Serienfertigung für komplette Batteriesysteme voran. Neben weiteren Montagelinien für Batteriemodule und -komponenten am Standort Dettingen/Erms, Deutschland, betrafen die übrigen Investitionsausgaben für Sachanlagen hauptsächlich Anlagen, die in direktem Zusammenhang mit Serienanläufen standen oder zur Verbesserung der Effizienz und Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit notwendig waren.
Auszahlungen für Investitionen 1 nach Regionen
(Vorjahr)
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| in Mio. EUR | |||
|---|---|---|---|
| Deutschland | 45 % | 58 | (74) |
| Übriges Europa | 12 % | 16 | (19) |
| Nordamerika | 29 % | 37 | (54) |
| Asien-Pazifik | 13 % | 17 | (26) |
| Südamerika und Übrige | 1 % | 2 | (6) |
1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte
Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich 2019 auf 19,1 Mio. EUR (2018: 15,1 Mio. EUR) und beinhalten neben Softwarelizenzen und ähnlichen Rechten vor allem aktivierte Entwicklungskosten.
Aus der Veräußerung von Tochterunternehmen nahm der Konzern 21,6 Mio. EUR ein (2018: 56,8 Mio. EUR). Hintergrund ist der Verkauf des Gewerbeparks in Kecskemet, Ungarn (vgl. Wesentliche Ereignisse sowie Ausführungen im Konzernanhang). Die Vorjahreszahlung betraf die Veräußerungen der Hug-Gruppe, Schweiz, und der new enerday GmbH, Neubrandenburg.
Aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzimmobilien flossen dem Konzern 2019 Mittel in Höhe von 9,6 Mio. EUR (2018: 0,8 Mio. EUR) zu. Darin enthalten ist der Erlös eines 2019 verkauften Grundstücks.
Insgesamt ergab sich ein Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 84,5 Mio. EUR, nach minus 120,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Operativer Free Cashflow bei 176 Mio. EUR
Da sich 2019 sowohl der betriebliche Cashflow gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte als auch die Investitionsauszahlungen verringerten, erhöhte sich der operative Free Cashflow in einem besonders hohen Ausmaß auf 175,8 Mio. EUR. Der Vergleichswert des Vorjahres war mit minus 86,2 Mio. EUR negativ.
Gestärkte Innenfinanzierung hilft der Finanzierungstätigkeit
Den Kapitalzufluss aus dem betrieblichen Cashflow nutzte der Konzern zur Finanzierung der Investitionsausgaben und darüber hinaus zur Rückzahlung von Fremdmitteln. Per Saldo konnten 2019 Mittel von 103,8 Mio. EUR für die Reduzierung der Finanzierungstätigkeit verwendet werden, während 2018 noch 30,0 Mio. EUR aufgenommen werden mussten. Begünstigt wurde die Finanzkraft des Unternehmens auch dadurch, dass 2019 keine Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG für das vorangegangene Geschäftsjahr gezahlt wurde (2018: 31,7 Mio. EUR).
Zum 31. Dezember 2019 standen dem Konzern zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 150,5 Mio. EUR (31.12.2018: 190,2 Mio. EUR) zur Verfügung.
Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
Im Geschäftsjahr 2019 entwickelten sich die Konzernumsätze erneut besser als der globale Fahrzeugmarkt: Trotz der weltweit rückläufigen Fahrzeugproduktion von minus 5,6 % steigerte ElringKlinger die Erlöse 2019 um 1,6 % auf 1.727,0 Mio. EUR. Auf der Kostenseite zeigte das Anfang 2019 aufgelegte Effizienzprogramm Wirkung, sodass den Mehrbelastungen wie gestiegenen Zöllen und Personalkosten durch Kosteneinsparungen entgegengewirkt werden konnte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) lag mit 63,2 Mio. EUR und einer Marge von 3,7 % am unteren Rand der anvisierten Bandbreite von rund 4 bis 5 % - aus Sicht des Managements ein nicht zufriedenstellendes, aber angesichts des schwierigen Marktumfelds akzeptables Resultat.
Eine äußerst positive Entwicklung zeigte sich 2019 hinsichtlich der Finanzkraft des Konzerns. Gezielte Maßnahmen zur Optimierung der Bestände an Vorräten sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen halfen, Liquiditätsreserven freizusetzen und die Innenfinanzierung zu stärken. Dadurch erzielte der Konzern einen hohen Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit und die Nettoverschuldung konnte deutlich gesenkt werden. Neuinvestitionen wurden mit klarem Fokus auf zukunftsfähige Projekte vorgenommen. Diesen disziplinierten Ansatz wird das Management weiterverfolgen und Veränderungen im Net Working Capital sorgfältig überwachen und steuern.
ElringKlinger hat sich frühzeitig für den Wandel in der Automobilindustrie aufgestellt und bietet schon jetzt sowohl für die klassischen Anwendungen als auch für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben kundenspezifische Lösungen an. In den neuen Antriebstechnologien hält ElringKlinger Komponenten, Module und auch Systeme bereit. Dazu zählen beispielsweise komplette Batteriesysteme oder serienreife Brennstoffzellenstacks. Zusammen mit der breiten Kundenbasis, die sowohl etablierte als auch neue Hersteller umfasst, und dem weltweit starken Netz von Produktionsstandorten bildet dies nach Auffassung des Managements eine hervorragende Basis für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG
Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den einschlägigen Vorschriften der Satzung aufgestellt wurde.
Die ElringKlinger AG verzeichnete 2019 zwar einen leichten Umsatzrückgang, übertraf jedoch die Veränderung der globalen Fahrzeugproduktion um gut 4 Prozentpunkte. Das 2019 initiierte Kosteneinsparprogramm zeigte bereits erste positive Effekte. Dennoch blieb die Ergebnissituation im Berichtsjahr aufgrund der geringeren Umsatzerlöse sowie höheren Personalkosten beeinträchtigt.
Umsatz leicht gesunken
Die ElringKlinger AG konnte den starken Umsatzzuwachs des Vorjahres 2019 nicht wiederholen und verzeichnete mit 709,1 Mio. EUR (2018: 720,5 Mio. EUR) einen leichten Rückgang von 1,6 %. Damit erreichte das Unternehmen das obere Ende seines prognostizierten Ziels, die Erlöse um 2 bis 4 Prozentpunkte stärker als das globale Marktwachstum (-5,6 %) zu steigern.
In der für die ElringKlinger AG größten Absatzregion Übriges Europa (ohne Deutschland) realisierte das Unternehmen einen leichten Umsatzanstieg von 0,9 % auf 308,6 Mio. EUR (2018: 305,8 Mio. EUR). Auch die Region Asien-Pazifik entwickelte sich positiv. In einem Markt mit deutlich rückläufigen Fahrzeugproduktionszahlen von mehr als minus 8 % zogen die Umsatzerlöse um 3,7 % auf 59,6 Mio. EUR (2018: 57,5 Mio. EUR) an. Dagegen blieb Nordamerika mit 73,5 Mio. EUR (2018: 77,3 Mio. EUR) deutlich hinter dem Vorjahreswert zurück. Insgesamt nahm der Auslandsumsatz um 0,3 % auf 467,3 Mio. EUR (2018: 466,0 Mio. EUR) zu. Der Auslandsanteil erhöhte sich somit auf 65,9 % (2018: 64,7 %).
Entsprechend der aktuellen Marktschwäche in Deutschland erzielte auch die ElringKlinger AG im Inland einen Umsatzrückgang von 5,0 %. Mit 241,8 Mio. EUR (2018: 254,4 Mio. EUR) sind darin für gewöhnlich auch Umsätze für Produkte enthalten, die in Fahrzeugen oder Motoren verbaut werden, die für den Export vorgesehen sind.
Erstausrüstung verzeichnet Umsatzrückgang
Das Segment Erstausrüstung verzeichnete 2019 einen Umsatzrückgang von 4,2 % auf 550,7 Mio. EUR (2018: 574,8 Mio. EUR). Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG sank gegenüber dem Vorjahr somit auf 77,7 % (2018: 79,8 %). Der größte Umsatzrückgang entfiel auf die Geschäftsbereiche Abschirmtechnik und Zylinderkopfdichtungen, wohingegen der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik weiter zulegen konnte. Der Bereich E-Mobility wuchs ebenfalls und stieg auf noch niedriger Basis prozentual stark an.
Ersatzteilgeschäft mit deutlichem Umsatzplus
Das Ersatzteilgeschäft entwickelte sich trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen Regionen der Welt insgesamt dynamisch. So weitete die ElringKlinger AG die Erlöse um 8,9 % auf 158,3 Mio. EUR (2018: 145,4 Mio. EUR) aus. Der Umsatzanteil stieg auf 22,3 % (2018: 20,2 %). Bis auf Deutschland, Iran und Australien konnte der Ersatzteilbereich in allen Regionen weiter zulegen. Besonders stark weitete die ElringKlinger AG die Umsatzerlöse in Osteuropa und im Nahen Osten aus. In Asien und Nordamerika, wo die Markterschließung derzeit vorangetrieben wird, konnten die Umsätze auf noch niedrigem Niveau jeweils gesteigert werden.
Gesamtleistung unter Vorjahr
Nachdem 2018 noch Bestandserhöhungen um 4,8 Mio. EUR verbucht wurden, konnte die ElringKlinger AG im Berichtsjahr entsprechend dem geringeren Geschäftsvolumen Bestandsminderungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR erzielen. Gleichzeitig sanken die anderen aktivierten Eigenleistungen auf 0,2 Mio. EUR (2018: 0,3 Mio. EUR). In Summe lag die Gesamtleistung mit 706,9 Mio. EUR (2018: 725,6 Mio. EUR) um 18,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 12,5 Mio. EUR (2018: 46,9 Mio. EUR). Hauptgrund für diese Reduzierung sind die geringeren Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2018: 29,8 Mio. EUR), die im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen den Verkauf der Hug-Gruppe betrafen. Darüber hinaus reduzierten sich auch die Erträge aus Währungsdifferenzen um 2,9 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR (2018: 8,4 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 10,1 Mio. EUR auf 108,5 Mio. EUR (2018: 118,6 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf das Kosteneinsparprogramm zurückzuführen, das die ElringKlinger AG 2019 durchführte. Dies wirkte sich insbesondere auf Reise-, Verwaltungs- und sonstige Personalkosten aus, die gegenüber dem Vorjahr deutlich sanken.
Rohstoffpreise entwickelten sich heterogen
Die wesentlichen Rohstoffe wie Aluminium und Stahl, die ElringKlinger in großen Mengen zur Herstellung seiner Produkte benötigt, verzeichneten 2019 spürbare Preissenkungen. Dagegen verteuerte sich der Kunststoff Polyamid, den der Konzern zur Herstellung von Leichtbauteilen einsetzt. Aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens sowie geringerer Werkzeugkosten reduzierte sich der Materialaufwand der ElringKlinger AG auf 299,6 Mio. EUR (2018: 326,2 Mio. EUR). Er lag somit um 8,2 % unter dem Vorjahreswert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) fiel entsprechend auf 42,4 % (2018: 45,0 %).
Personal in Neuen Geschäftsfeldern ausgeweitet
Die zurückhaltende Personalpolitik des Konzerns wirkte sich auch auf die ElringKlinger AG aus. Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag blieb mit einem Plus von zehn auf 3.367 Beschäftigte (31.12.2018: 3.357 Beschäftigte) auf nahezu gleichem Niveau. Ein großer Teil der Neueinstellungen entfiel dabei auf die zukunftsträchtigen Bereiche Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebseinheit. Neben dem leichten Personalaufbau führten die tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 %, die seit dem zweiten Quartal 2018 gilt, sowie das einmal jährlich zu zahlende tarifliche Zusatzgeld in Höhe von 27,5 % zu einem Anstieg der Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2019. In Summe erhöhten sich diese 2019 überproportional zum Umsatz um 3,1 % auf 245,2 Mio. EUR (2018: 237,9 Mio. EUR). Im Verhältnis zur Gesamtleistung erreichte die Personalaufwandsquote 34,7 % und lag damit über dem Vorjahr (2018: 32,8 %).
Abschreibungen deutlich reduziert
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 36,8 Mio. EUR (2018: 36,7 Mio. EUR) nahezu auf Vorjahresniveau. 2018 waren zusätzlich außerordentliche Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 24,2 Mio. EUR erforderlich gewesen. Aus diesem Grund wurden im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr insgesamt 24,1 Mio. EUR geringere Abschreibungen (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen) vorgenommen.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen leicht über Vorjahresniveau
Wie beschrieben, wurde das Ergebnis der ElringKlinger AG 2019 zwar durch höhere Personalaufwendungen sowie geringere sonstige betriebliche Erträge geschmälert. Die deutlich niedrigeren Materialaufwendungen sowie die geringeren Abschreibungen führten jedoch letztendlich dazu, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen das Vorjahresniveau mit 29,4 Mio. EUR (2018: 28,9 Mio. EUR) leicht übertreffen konnte. Dies entspricht einer EBIT-Marge (im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 4,2 % (2018: 4,0 %). Das Unternehmen konnte sein Ziel, eine Marge auf Vorjahresniveau zu erzielen, damit übertreffen.
Beteiligungsergebnis rückläufig
Die Erträge aus Beteiligungen nahmen im Berichtsjahr ab und lagen bei 30,3 Mio. EUR (2018: 35,0 Mio. EUR). Darüber hinaus ergab sich aufgrund außerordentlicher Abschreibungen auf Finanzanlagen ein negativer Ergebniseffekt von 55,2 Mio. EUR (2018: -53,5 Mio. EUR). Per Saldo sank das Beteiligungsergebnis auf minus 24,9 Mio. EUR (2018: -18,5 Mio. EUR). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen stiegen auf minus 16,0 Mio. EUR (2018: -12,2 Mio. EUR) an, was unter anderem auf den Abschluss des Konsortialkreditvertrags im Februar 2019 zurückzuführen ist.
Höhere Steueraufwendungen reduzieren das Ergebnis
Das negative Beteiligungsergebnis führte dazu, dass das Vorsteuerergebnis mit minus 3,6 Mio. EUR negativ ausfiel und unter dem Vorjahreswert von 4,1 Mio. EUR lag. Da die außerordentlichen Abschreibungen auf Finanzanlagen steuerlich nicht wirksam sind, reduzierten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag nicht im Vergleich zum Vorjahr. Sie beliefen sich für das Geschäftsjahr 2019 auf 13,3 Mio. EUR (2018: 9,2 Mio. EUR). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von 1,8 Mio. EUR (2018: 0,1 Mio. EUR) enthalten. So lag das Ergebnis nach Steuern zum Bilanzstichtag bei minus 16,9 Mio. EUR (2018: -5,1 Mio. EUR). Nach Abzug der sonstigen Steuern bezifferte sich der Jahresfehlbetrag der ElringKlinger AG im Berichtsjahr auf 17,1 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags von 5,3 Mio. EUR aus dem Vorjahr beträgt der Bilanzverlust 2019 22,4 Mio. EUR (2018: -5,3 Mio. EUR).
Aussetzung der Dividende
Wie auch im Vorjahr wurden 2019 keine Auflösungen von Gewinnrücklagen vorgenommen, um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter zu stärken. Im Geschäftsjahr 2019 wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 17,1 Mio. EUR (2018: -5,3 Mio. EUR) ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat haben daher für das Geschäftsjahr 2019 gemeinsam beschlossen, die Dividende weiterhin auszusetzen. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Vermögenslage der ElringKlinger AG
Die Vermögenslage der ElringKlinger AG stellt sich mit einer Eigenkapitalquote von 40,2 % (2018: 40,0 %) weiterhin sehr solide dar. Im Konzern nimmt die ElringKlinger AG eine Doppelrolle als zugleich größtes produzierendes Unternehmen und Muttergesellschaft ein. Dies spiegelt sich in der Bilanz darin wider, dass neben dem für die operative Tätigkeit notwendigen Vermögen vor allem Finanzanlagen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen. Das Gesamtvermögen bzw. die Bilanzsumme bezifferte sich zum Jahresende 2019 auf 1.319,3 Mio. EUR (31.12.2018: 1.370,4 Mio. EUR).
Anlagevermögen 56 % des Gesamtvermögens
Das Anlagevermögen stellte zum Bilanzstichtag 55,8 % der Vermögensgegenstände dar und summierte sich auf 735,7 Mio. EUR (31.12.2018: 807,7 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresstichtag ist im Wesentlichen auf zwei Sachverhalte zurückzuführen. Erstens wurde im Geschäftsjahr 2019 die Investitionstätigkeit der Gesellschaft planmäßig stark zurückgeführt, sodass die planmäßigen Abschreibungen die Neuzugänge aus Investitionen (25,9 Mio. EUR) übertrafen. Hierbei sind auch ein Grundstücksabgang und mehrere Anlagenabgänge von untergeordneter Bedeutung berücksichtigt. Dadurch verminderten sich die Sachanlagen gegenüber dem Buchwert der Vorjahresbilanz um 15,5 Mio. EUR auf 352,2 Mio. EUR.
Zweitens ging der Buchwert der Finanzanlagen zurück, der mit 375,6 Mio. EUR (31.12.2018: 431,4 Mio. EUR) rund 50 % des Anlagevermögens ausmacht und im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen darstellt. Diese reduzierten sich im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung um 55,2 Mio. EUR, da Anteile an fünf Tochtergesellschaften wertgemindert wurden. Zuschreibungen ergaben sich keine.
Der Bestand an Vorräten umfasst in erster Linie Rohstoffe für den Fertigungsprozess sowie Halb- und Fertigerzeugnisse einschließlich der Bevorratung im Ersatzteilgeschäft. Trotz der im Jahresverlauf insgesamt gestiegenen Materialpreise konnte der Gesamtbestand an Vorräten zum 31. Dezember 2019 auf 147,8 Mio. EUR, nach 153,5 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag, leicht zurückgeführt werden.
Ein Großteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von insgesamt 417,3 Mio. EUR (31.12.2018: 406,5 Mio. EUR) sind kurzfristige Darlehen an Tochtergesellschaften. Da bei der ElringKlinger AG das zentrale Finanz- und Liquiditätsmanagement im Konzern angesiedelt ist, nimmt diese in der Regel die erforderlichen Fremdmittel auf und stellt sie den Konzerngesellschaften zur Verfügung. Diese Ausleihungen sind hauptsächlich unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen, die zum Jahresende 336,0 Mio. EUR betrugen (31.12.2018: 299,6 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der ElringKlinger AG verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresbestand (31.12.2018: 92,3 Mio. EUR) um 35,5 Mio. EUR auf 56,8 Mio. EUR. Der starke Rückgang resultierte aus dem Einsatz unterschiedlicher Instrumente, um das im Umlaufvermögen gebundene Kapital und damit den Finanzierungsbedarf gezielt zu reduzieren.
Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 40 %
Das Eigenkapital der ElringKlinger AG belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 530,5 Mio. EUR und entsprach einer Quote von 40,2 % (2018: 40,0 %) am Gesamtkapital. Da die Gesellschaft die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2018 aussetzte, veränderte sich das Eigenkapital gegenüber dem Stand zum Vorjahresende (547,6 Mio. EUR) ausschließlich in Höhe des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres 2019 (-17,1 Mio. EUR).
Die Rückstellungen der ElringKlinger AG erhöhten sich zum 31. Dezember 2019 im Vorjahresvergleich auf 124,2 Mio. EUR (31.12.2018: 116,8 Mio. EUR). Die Veränderung liegt hauptsächlich an den Pensionsrückstellungen, die rund zwei Drittel ausmachen und am Jahresende auf Basis mehrerer Parameter, wie beispielsweise Zinsen, turnusgemäß neu bewertet wurden.
Den im Geschäftsjahr 2019 erzielten hohen Kapitalfluss aus der operativen Tätigkeit nutzte die ElringKlinger AG, um ihre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückführen. Am 31. Dezember 2019 lagen diese bei 519,4 Mio. EUR und damit um 80,1 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Ein Teil des bestehenden Kreditvolumens betrifft einen im Februar 2019 mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossenen Konsortialkredit. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Stichtag des Vorjahres auf 53,7 Mio. EUR (31.12.2018: 44,8 Mio. EUR). In dieser Entwicklung kommt zum Ausdruck, dass mit Lieferanten gezielt verlängerte Zahlungsziele vereinbart wurden. Insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG zum Bilanzstichtag 664,4 Mio. EUR (31.12.2018. 705,5 Mio. EUR) und machten somit 50,4 % der Passiva aus. Damit verringerten sie sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (51,5 %).
Finanzlage der ElringKlinger AG
Hoher operativer Cashflow von 139 Mio. EUR
Obwohl das Jahresergebnis der ElringKlinger AG unter dem negativen Vorjahresergebnis lag, verbesserte sich der bereits im Vorjahr hohe Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 94,2 Mio. EUR nochmals deutlich auf 138,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2019.
Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die geringere Mittelbindung im Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zurückzuführen. Nachdem hier bereits im Vorjahr schon eine Verbesserung im Vergleich zur Vorperiode erzielt worden war, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein weiterer Fortschritt erreicht werden. So verbuchte die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2019 durch die Reduzierung des Net Working Capital inklusive der Veränderungen der übrigen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind, einen Mittelzufluss von 53,6 Mio. EUR (31.12.2018: Mittelabfluss von 7,4 Mio. EUR). Darin enthalten sind stichtagsbedingt überdurchschnittlich hohe Zahlungseingänge von Kunden, die auch den vergleichsweise hohen Kassenbestand zum 31. Dezember 2019 von 15,0 Mio. EUR (31.12.2018: 0,1 Mio. EUR) ausmachen.
Investitionen stark zurückgeführt
Für Investitionen in Sachanlagen wendete die ElringKlinger AG 2019 insgesamt 25,9 Mio. EUR und damit weniger als die Hälfte des Vorjahresvolumens auf, das bei 52,1 Mio. EUR lag. Damit setzte das Unternehmen seinen disziplinierten Ansatz bei den Investitionen erfolgreich um. Auch dies war eine der Maßnahmen zur Reduzierung des Fremdmittelbedarfs. Die Investitionsausgaben flossen unter anderem in den Neubau eines Technologiezentrums für Elektromobilität am Hauptstandort Dettingen/Erms, das 2020 seinen Betrieb aufnimmt. Im Zuge der Ausrichtung des Portfolios auf die Elektromobilität entfiel ein großer Anteil der neu angeschafften technischen Anlagen auf Produktions- und Montagelinien für die Batterieherstellung. Im Werk in Thale, Deutschland, befindet sich eine Serienfertigung für komplette Batteriesysteme im Aufbau. Darüber hinaus wurden moderne Anlagen zur weiteren Automatisierung im Kerngeschäft besorgt.
Unter Berücksichtigung der weiteren Sachverhalte aus der Investitionstätigkeit resultierte ein Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 20,4 Mio. EUR (31.12.2018: -30,6 Mio. EUR). Darin enthalten sind Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 6,9 Mio. EUR, darunter ein Grundstücksverkauf. Die Vorjahreszahl beinhaltet Mittelzu- und -abflüsse aus der Veräußerung zweier Tochtergesellschaften sowie Kapitalerhöhungen bei mehreren Tochtergesellschaften.
Da 2019 für das vorangegangene Geschäftsjahr keine Dividende gezahlt wurde (2018: 31,7 Mio. EUR), nutzte die Gesellschaft den Kapitalüberschuss aus betrieblicher und Investitionstätigkeit zur Rückzahlung von Fremdmitteln. Insgesamt flossen 103,3 Mio. EUR (31.12.2018: 63,6 Mio. EUR) für die Finanzierungstätigkeit ab.
Zum 31. Dezember 2019 standen der ElringKlinger AG offene Kreditlinien von insgesamt 100,4 Mio. EUR (31.12.2018: 136,3 Mio. EUR) zur Verfügung.
Die Kapitalflussrechnung zum Jahresabschluss wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Mit der sich verändernden Arbeitswelt geht für das Unternehmen ein tendenziell steigender bzw. sich ändernder Bedarf an Fachkräften einher. ElringKlinger ist bestrebt, Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, und setzt hierzu zielgerichtete Maßnahmen ein.
Zurückhaltende Personalpolitik
Das umfassende Kosteneinsparprogramm, das ElringKlinger im Berichtsjahr 2019 implementiert hat, wirkte sich auch auf die Personalpolitik im In- und Ausland aus. So sank die Anzahl der Beschäftigten im ElringKlinger-Konzern trotz Umsatzwachstum zum 31. Dezember 2019 auf 10.393 Mitarbeiter (2018: 10.429 Mitarbeiter). Dies entspricht einem leichten Abbau von 36 Mitarbeitern. Im Jahresdurchschnitt 2019 waren 10.461 Menschen (2018: 10.033 Menschen) für den Konzern tätig. Die Standorte der Muttergesellschaft ElringKlinger AG (Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale) zählten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.367 Mitarbeiter (2018: 3.357 Mitarbeiter). Am Hauptsitz in Dettingen/Erms wurden vorwiegend Fachkräfte in den neuen Geschäftsfeldern Batterie- und Brennstoffzellentechnologie eingestellt.
In Europa baute ElringKlinger vor allem in der Schweiz, Großbritannien und in der Türkei planmäßig Stellen ab. Dagegen erforderte ein hohes Geschäftsvolumen in Ungarn und Spanien einen Mitarbeiteraufbau. Auf den asiatischen Märkten beschäftigte ElringKlinger rund 15 % seiner Belegschaft. Entsprechend der im Vergleich zum Vorjahr schwächeren Konjunkturlage in Asien passte der Konzern in den meisten Gesellschaften dieser Region die Mitarbeiteranzahl leicht an. Den größten Personalzuwachs verzeichnete die Region Nordamerika. Insbesondere in den USA und in Kanada wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können. In Summe lag die Beschäftigtenanzahl im Ausland bei 6.069 (2018: 6.105). Somit fiel der Auslandsanteil der Konzernmitarbeiter nur leicht unter den Vorjahreswert auf 58,4 % (2018: 58,5 %). Der Inlandsanteil lag entsprechend bei 41,6 % (2018: 41,5 %).
Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit
zum 31.12.2019 (Vorjahr)

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Absolute Mitarbeiteranzahl | 10.393 | 10.429 |
| davon Männer (in %) | 70,0 | 71,0 |
| davon Frauen (in %) | 30,0 | 29,0 |
| Absolute Mitarbeiteranzahl | 10.393 | 10.429 |
| davon Inland (in %) | 41,6 | 41,5 |
| davon Ausland (in %) | 58,4 | 58,5 |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 10.461 | 10.033 |
Chancen- und Risikobericht
ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Risiken sollen frühzeitig identifiziert, bewertet und durch Instrumente und Maßnahmen eingegrenzt werden. Neben externen Faktoren, wie zum Beispiel konjunkturellen oder technologischen, beeinflussen auch interne Faktoren, wie zum Beispiel strategische, operative oder finanzielle, die Risikopositionen. Mit einem umfassenden Instrumentarium zielt der Konzern darauf ab, den Eintritt zu vermeiden oder im Falle des Eintritts die Auswirkungen für das Unternehmen zu minimieren.
Risikomanagementsystem
Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effektivität und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und weiterentwickelt.
Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Konzernplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für bedeutsame, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Bereiche der Unternehmensgruppe involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für den Konzern relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung schnell umgesetzt werden. Die Risikostruktur von Konzern und AG unterscheiden sich insgesamt nicht wesentlich.
Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Konzern als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.
Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von der Revisionsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz interner und externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet und hieraus resultierende, erforderliche Maßnahmen veranlasst. Die Kontrolle der Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Prüfung der Bearbeitung erkannter Risikopositionen erfolgt durch den ressortverantwortlichen Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Sämtliche 2019 durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.
Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officer benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der ElringKlinger-Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. Durch regelmäßige Schulungen soll Compliance-Verstößen vorgebeugt werden.
Zur Aufdeckung von Missständen stellt ElringKlinger seinen Mitarbeitern ein Hinweisgebersystem zur Verfügung. Ihnen wird hierdurch die Möglichkeit eingeräumt, Fehlverhalten, Rechts- und Regelverstöße geschützt an die Compliance-Organisation zu melden. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2019 nicht zu berichten. Der Vorstand ist bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen und fortzuentwickeln.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung
Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen. ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS sowie dem ElringKlinger-Bilanzierungshandbuch aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen und das Konzernberichterstattungssystem abgeglichen. Die Berichterstattung aller Konzerngesellschaften erfolgt über ein Konzernberichterstattungssystem. Dieses enthält neben den Finanzdaten auch Angaben, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung im Bereich Finanzen überprüft.
Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffssysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei denjenigen Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten.
Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können. Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Konzernbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert..
Chancen- und Risikoeinschätzung
In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.
Chancen- und Risikoprofil des ElringKlinger-Konzerns
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| Risiken-/ Chancenarten | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Konjunkturelle Risiken | ||
| Konjunktur- und Branchenrisiken | Hoch | Wesentlich |
| Politische Risiken | Mittel | Moderat |
| Allgemeine interne Risiken | ||
| Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand | Niedrig | Moderat |
| Operative Risiken | ||
| Preisdruck/Wettbewerb | Hoch | Moderat |
| Materialrisiken/Lieferantenrisiken | Mittel | Unwesentlich |
| Kundenrisiken | Mittel | Moderat |
| Lohnkostenrisiken | Mittel | Moderat |
| Personalrisiken | Mittel | Unwesentlich |
| IT-Risiken | Mittel | Wesentlich |
| Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken | Mittel | Unwesentlich |
| Rechtliche Risiken | ||
| Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken | Niedrig | Moderat |
| Strategische Risiken | ||
| Technologierisiken | Hoch | Wesentlich |
| Externes Wachstum/Akquisitionen | Niedrig | Moderat |
| Finanzielle Risiken | ||
| Forderungsausfall | Niedrig | Moderat |
| Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken | Niedrig | Moderat |
| Währungsrisiken | Mittel | Unwesentlich |
| Zinsrisiken | Niedrig | Moderat |
| Einsatz derivativer Finanzinstrumente | Niedrig | Unwesentlich |
| Chancen | ||
| Klimawandel/Emissionsgesetzgebung | Hoch | Wesentlich |
| Technologietrends | Hoch | Wesentlich |
| Erweiterung des Leistungsspektrums | Hoch | Wesentlich |
| Neue Absatzmärkte | Hoch | Wesentlich |
| Branchenkonsolidierung/M&A | Mittel | Moderat |
Risikomatrix des ElringKlinger-Konzerns

Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies möglicherweise auch eine geringere Nachfrage nach dem Produktportfolio des ElringKlinger-Konzerns nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach Einschätzung zum aktuellen Bilanzstichtag in einer allgemeinen Eintrübung des globalen Marktwachstums. Dazu trägt der erwartete rückläufige chinesische Automobilmarkt ebenso bei wie mögliche außergewöhnliche konjunkturelle Auswirkungen durch das Coronavirus, das sich seit Jahresbeginn 2020 ausbreitet und zu besonderen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung führt. Auswirkungen auf die Konjunktur im Allgemeinen wie auch die Automobilbranche im Speziellen sind wahrscheinlich, in ihrem Ausmaß zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts aber noch nicht abzuschätzen. Hinzu kommen ungeklärte globale Handelskonflikte, insbesondere zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China.
Die weltweite Automobilproduktion wird 2020 nach Expertenschätzungen nicht wachsen, sondern eher abnehmen. Trotz dieser Prognosen ist ein dauerhafter tiefgreifender Einbruch der weltweiten Fahrzeugproduktion aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion im Jahr 2020 um mindestens 4 % schrumpfen wird (vgl. "Prognosebericht"). Diese Einschätzung kann noch negativer ausfallen, wenn sich stärkere Verwerfungen in der globalen Wirtschaft aufgrund der Coronavirus-Pandemie materialisieren.
Mit seiner Kundenstruktur ist ElringKlinger weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Durch seine globale Präsenz mit Produktions- und Vertriebsstandorten in 21 Ländern hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in einzelnen Fahrzeugmärkten weitgehend abgesichert. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten werden kontinuierlich die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst. ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.
In der Automobilindustrie vollzieht sich eine tiefgreifende Transformation. Autonomes Fahren, Konnektivität und nicht zuletzt alternative Antriebsformen sind Teile der Diskussion über die Mobilität der Zukunft. Daraus sind branchenspezifische Risiken abzuleiten, die für ElringKlinger aufgrund des Produktportfolios vor allem in der Geschwindigkeit des Wandels vom Verbrennungsmotor zu alternativen Antriebsformen wie Batterie oder Brennstoffzelle liegen. Bei einer Verlangsamung des Wandels kann der Konzern seiner bisherigen Marktstellung für Verbrennungsmotorkomponenten entsprechend agieren. Für eine Beschleunigung des Wandels hat das Unternehmen vielfältige Produkte für die alternativen Antriebssysteme in seinem Portfolio, wie zum Beispiel Zellkontaktiersysteme, Druckausgleichselemente, Bipolarplatten, Lamellenträger oder Metallelastomerdichtungen für Batterien.
Daran wird erkennbar, dass der ElringKlinger-Konzern seine Produktpalette auf alle Antriebsarten ausgerichtet hat. Zudem reagiert der Konzern auf das risikobehaftete Geschäft im Bereich der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie, indem die neuen Geschäftsfelder innerhalb des Risikomanagements ein gesondertes Monitoring erfahren.
Nach wie vor ist die Dieseltechnologie ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion. Die daraus resultierende Verunsicherung bei den Endkunden wirkt sich erkennbar auf das Kaufverhalten aus: Die Dieselquote bei den Fahrzeugneuzulassungen ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger. Davon ist ElringKlinger nicht überdurchschnittlich betroffen, da die Produktpalette des Konzerns im Wesentlichen unabhängig von der Kraftstoffart zu betrachten ist. Folgewirkungen für die gesamte Automobilbranche - auch durch die zunehmenden Fahrverbote in deutschen Großstädten - sind allerdings nicht auszuschließen.
Politische Risiken
Politische Entscheidungen der nationalen bzw. internationalen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken. Dieselben Konsequenzen können instabile politische Situationen hervorrufen. Darüber hinaus können sich neue Gesetze oder Regularien direkt oder indirekt auf Technologietrends oder Absatzgebiete des Konzerns auswirken.
Durch die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels hat die Bedeutung des Umweltschutzes gerade in der jungen Generation zugenommen. Im Zuge dessen haben sich verschiedene gesellschaftliche Initiativen gebildet, die auch aus Unzufriedenheit mit den gegenwärtig Regierenden politischen Gestaltungswillen entwickelt haben. Insgesamt wurden dadurch der Klimawandel und Maßnahmen zum Schutz der Erde stärker ins Bewusstsein gerückt und sind Teil des gesellschaftlichen Diskurses geworden. Auch wenn die politischen Haltungen nicht nur innerhalb der europäischen Länder, sondern auch weltweit stark differieren, hat das Weltwirtschaftsforum Davos als eine multilaterale Institution festgehalten, dass "die kurzfristigen Auswirkungen des Klimawandels [..] sich zu einem planetarischen Notstand [summieren], der den Verlust von Menschenleben, soziale und geopolitische Spannungen sowie negative wirtschaftliche Auswirkungen mit sich bringt". Das Scheitern eines zielgerichteten Umgangs mit dem Klimawandel wird als größtes Risiko für das nächste Jahrzehnt eingeschätzt. Insgesamt können sich durch eine politische Radikalisierung des Themas und/oder tiefgreifende reaktive Maßnahmen zulasten der Automobilindustrie Folgen für die gesamte Branche ergeben.
Die aktuellen geopolitischen Krisenherde in der Welt sind weit gestreut. In großen Teilen des Nahen Ostens, hierbei ist insbesondere Syrien zu nennen, hat sich die Lage verschärft, Friedenspläne scheitern nach wie vor. Bisherige Schutzmächte ziehen sich aus der Region zurück, neue kommen hinzu. Die Machtverhältnisse werden durch militärische Maßnahmen neu aufgeteilt. Auch die nordafrikanischen Länder, vor allem Libyen, erweisen sich unverändert als politisch instabil.
Die erwähnten Gebiete zählen zu den für ElringKlinger mit gewissen Risiken behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft, zu dessen Kernregionen auch Nordafrika und der Nahe Osten zählen, besteht dagegen das grundsätzliche Risiko von Umsatzeinbußen. Da in den genannten Regionen in Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.
Daneben wirkt sich der bestehende Handelskonflikt zwischen den USA und Europa bzw. China weiterhin belastend auf den globalen Freihandel aus. Neue US-Importzölle auf Rohstoffe sind in diesem Zusammenhang ebenso denkbar wie die bereits seit längerem im Raum stehende Überlegung der US-Regierung, ausländische Fahrzeughersteller mit Strafzöllen für in die USA importierte Autos zu belegen. Die aus dem Zollstreit erwachsenden politischen Risiken sowie deren Auswirkungen auf die Automobilindustrie im Allgemeinen bzw. den ElringKlinger-Konzern im Speziellen bestehen somit unverändert.
Trotz des mittlerweile vollzogenen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") halten die Unsicherheiten weiter an. An die Stelle der Frage "Geregelter oder ungeregelter Austritt?" ist nun die offene Frage des Abschlusses einer Handelsvereinbarung getreten, um die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich dauerhaft zu regeln. Da ein Abschluss innerhalb der Übergangszeit bis zum Jahresende 2020 unsicher ist, besteht weiterhin ein nicht eindeutig abzuschätzendes Risiko. Die ElringKlinger-Gruppe ist zwar aufgrund von bestehenden Kundenbeziehungen sowie den vor Ort ansässigen Geschäftseinheiten vom Brexit-Thema an sich betroffen. Jedoch nimmt das Risiko der britischen Tochtergesellschaften im Verhältnis zum Gesamtkonzern ein beherrschbares Ausmaß ein.
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand
Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung stehen, zählen insbesondere Arbeitsunfälle sowie die Gefahr von Bränden in der Fertigung.
Präventive Maßnahmen wie die Implementierung von konzernweit gültigen Sicherheitsstandards und die regelmäßige Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für alle Mitarbeiter sollen Arbeitsunfällen so weit wie möglich vorbeugen. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genau untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.
Ein Brand in einer Betriebsstätte des ElringKlinger-Konzerns stellt zwar ein vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Eine brandbedingte, längerfristige Werksschließung birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Produktionsanlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. diese vorübergehend zu verlagern.
Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb
Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der Preisdruck stellt ein signifikantes Risiko für den Konzern dar und hat in Zeiten von steigenden Rohmaterialpreisen und/oder zollbedingten Preisaufschlägen in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.
Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und seiner Marktstellung sieht sich der ElringKlinger-Konzern zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht vollständig entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, fokussiert sich ElringKlinger darauf, Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln und Nischenmärkte zu besetzen. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.
Der Wettbewerb ist in der Automobilzulieferbranche auf hohem Niveau. Demzufolge sehen sich neu in den Markt eintretende Wettbewerber wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe mehrheitlich Spezialkenntnisse und -kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Um als Wettbewerber in den Markt einzutreten, wären hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie notwendig. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen in der Produktion zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.
Aufgrund seines globalen Produktionsverbundes ist der ElringKlinger-Konzern in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, flexibel zu agieren und weite Teile des Produktportfolios von unterschiedlichen Standorten und Regionen aus anzubieten.
Materialrisiken/Lieferantenrisiken
Insgesamt befinden sich die Preise der von ElringKlinger eingesetzten Rohstoffe im Vergleich zu den Vorjahren auf einem hohen Niveau. Dazu beigetragen haben auch die globalen Handelskonflikte mit kurzfristigen und drastischen Zollerhöhungen auf grenzüberschreitende Rohmaterialtransporte. In diesem Zusammenhang bestehen weiterhin auch potenzielle Risiken, die von Straf-, Ausgleichs- bzw. Kompensationszöllen (Antidumping und Countervailing duties) auf in die USA importierte Rohmaterialien ausgehen. Von den durch übermäßige Materialpreiserhöhungen entstehenden Risiken wäre der ElringKlinger-Konzern unmittelbar und, abhängig von der Entwicklung des Preisniveaus, gegebenenfalls in erheblicher Weise betroffen.
Um möglichen Materialpreissteigerungen risikominimierend entgegenzusteuern, arbeitet der Zentraleinkauf von ElringKlinger fortlaufend daran, Optimierungspotenziale aufzudecken und umzusetzen. Dazu gehören die Verbesserung und konzernweite Vereinheitlichung von internen Prozessen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung hinsichtlich der Auswahl und Qualifikation von Lieferanten. Außerdem trägt ElringKlinger mit optimierten Produktdesigns und Verbesserungen der Fertigungsprozesse aktiv dazu bei, der Preisspirale auf den Rohstoffmärkten entgegenzuwirken.
Grundsätzlich handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Verträge mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Legierungen wie Nickel werden ausschließlich an der Börse gehandelt und können nicht in Rahmenverträgen fixiert werden. Um auf das hohe Niveau der Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2019 zu reagieren und für mögliche Preisrückgänge vorbereitet zu sein, wurden auch Verträge mit kürzeren Laufzeiten vereinbart.
Zu den von ElringKlinger eingeleiteten Maßnahmen, um mittel- bis langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, gehören Vereinbarungen von Preisgleitklauseln in Kundenverträgen. Ist dies nicht möglich, werden Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, möglichst an die Kunden weitergegeben. Hierbei besteht das Risiko, dass die Mehrkosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können. Grundsätzlich werden auch Instrumente zur Risikoabsicherung von Rohstoffpreisen eingesetzt.
Während sich die hohen Rohstoffpreise ergebnisbelastend für den Konzern auswirken, profitiert ElringKlinger beim Verkauf von Metallresten, die in der Produktion bei den Stanzprozessen entstehen, wiederum davon. Diese werden vom konzernweit agierenden Schrott-Management verwertet und veräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest in Teilen ab.
Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Der Konzern disponiert Material grundsätzlich frühzeitig und verfolgt dabei eine Mehrlieferantenstrategie, um das Risiko von Produktionsunterbrechungen oder -ausfällen infolge von Störungen in der Lieferkette so gering wie möglich zu halten. Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.
Neben den im traditionellen Produktportfolio von ElringKlinger eingesetzten Rohstoffen wie legierten Edelstählen, C-Stahl, Aluminium, Polyamiden oder Elastomeren kommen in den neuen Geschäftsfeldern der Batterie- oder Brennstoffzellentechnologie zum Teil andersartige Rohstoffe und Materialien zum Einsatz, deren Menge, Preisentwicklung sowie Lieferantenstruktur aus heutiger Sicht, unter anderem auch durch die ungewisse Nachfrageentwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, für den Konzern schwer einzuschätzen sind. ElringKlinger wirkt risikominimierend entgegen, indem die eigenen Bestände minimiert und derartige Rohstoffe auch aus Konsignationslägern der Lieferanten abgerufen werden, das heißt die Ware verbleibt bis zum Zeitpunkt des Abrufes im Eigentum des Lieferanten. Auch werden Gleitklauseln zum Materialpreis eingesetzt, die zwischen Vertrieb und Einkauf synchronisiert werden.
Zur Bewertung von Materialrisiken werden die im Konzern befindlichen Bestände im Hinblick auf ihre Umschlagshäufigkeit regelmäßig überprüft. Bei Beständen mit geringer Umschlagshäufigkeit erfolgt eine Evaluation im Hinblick auf Verbrauch, Verkauf oder Verschrottung.
Kundenrisiken
Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einem oder mehreren bedeutenden Kunden birgt grundsätzlich das Risiko, dass auch der Bedarf für die in den betreffenden Motoren bzw. Fahrzeugmodellen eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgeht.
Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden, unter anderem auch mit Blick auf möglichen Preisdruck/Wettbewerb, niedrig zu halten, hat ElringKlinger seinen Kundenstamm in den letzten Jahren ständig verbreitert.
Darüber hinaus geht mit dem Wandel in der Automobilindustrie vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben auch eine zunehmende Veränderung der Kundenstruktur einher: Neben den traditionellen Anbietern treten vermehrt neue, innovative Hersteller in Erscheinung, die ausschließlich auf Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben setzen und/oder gänzlich neue Mobilitätskonzepte verfolgen. Oftmals haben diese neuen Hersteller noch Start-up-Charakter. Der zukünftige Geschäftsverlauf ist in diesen Fällen schwierig zu prognostizieren und hängt maßgeblich von der Entwicklungskraft und dem erfolgreichen Abschluss von Finanzierungsrunden ab. Es ist demzufolge nicht auszuschließen, dass sich einige dieser neuen Hersteller mangels Anschlussfinanzierung und/oder aufgrund mangelnder Akzeptanz bzw. Nachfrage seitens der Endkunden auf lange Sicht nicht am Markt durchsetzen können.
ElringKlinger könnte in der Folge bestehende Entwicklungsprojekte oder Aufträge wieder verlieren oder müsste unter Umständen eine finanzielle Belastung im Aufwand berücksichtigen. Der Konzern befindet sich aktuell in Geschäftsbeziehungen mit mehreren Kunden, die in die oben genannte Kategorie fallen, und stuft diese Projekte demzufolge als risikobehaftet ein. Dem gestiegenen Kontrahentenrisiko begegnet ElringKlinger in diesen Fällen mit einer risikominimierenden Kundenstrategie. Unter anderem werden Zahlungsmodalitäten angestrebt, die im Wesentlichen dem jeweiligen Projektverlauf entsprechen und die ausstehenden Investitions- und Entwicklungsbeträge decken.
Lohnkostenrisiken
Mit 41,6 % (2018: 41,5 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein bedeutender Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Grundsätzlich können sich anhaltende Lohnsteigerungen bzw. eine Absenkung der tariflich bezahlten Arbeitszeit im Inland spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern. Im Jahr 2020 steht die nächste Tarifrunde an, der jetzige Tarifvertrag endet am 31. März 2020. Wenn die Gewerkschaften darauf abzielen, vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchzusetzen, wird der Industriestandort Deutschland weiter spürbar belastet.
In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen durchschnittlich rund 15 % (2018: rund 14 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig sind, liegt das Lohnkostenniveau spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen werden als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die zunehmende Dynamik bei der Lohnentwicklung für die Ertragslage der Landesgesellschaften kritisch zu betrachten.
Im Falle einer unerwartet stark rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie beispielsweise Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen.
Den zunehmenden Lohnkostensteigerungen in den letzten Jahren begegnet der Konzern mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und das Beschäftigtenniveau im Inland zu sichern.
Personalrisiken
Der tiefgreifende Transformationsprozess in der Automobilindustrie erfordert qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Sie tragen das Know-how und sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für einen Automobilzulieferer wie ElringKlinger. Daher ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Fluktuation möglichst gering zu halten. Durch die Etablierung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll sich die Fluktuationsquote konstant auf einem niedrigen Niveau im niedrigen zweistelligen Prozentbereich bewegen.
Gleichzeitig ist es wichtig, qualifiziertes Personal für den Konzern zu gewinnen. An einigen Standorten und in bestimmten Fachbereichen des Konzerns ist dies vergleichsweise schwierig. Um für diese schwierige Suche nach Nachwuchstalenten gerüstet zu sein, führt ElringKlinger bereits seit längerem gezielte Personalmarketingmaßnahmen durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Studierende von Universitäten und Hochschulen durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten zur frühzeitigen Bindung an das Unternehmen an. Außerdem bildet der Konzern zur Nachwuchssicherung junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Zur langfristigen Bindung an das Unternehmen bietet ElringKlinger interne und externe Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.
IT-Risiken
Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyberkriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sind ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktionssteuerung bis hin zur Lieferkette. Ein solches Szenario hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis auswirken können. Ähnliche Auswirkungen hätten erfolgreiche Angriffe durch Trojaner, die grundsätzlich nicht auszuschließen sind und stets ein Gefährdungspotenzial darstellen.
Der ElringKlinger-Konzern steuert mit einer IT-Infrastruktur, die in eine strategische und eine operative Einheit untergliedert ist, den genannten Gefahren risikominimierend entgegen. Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, werden doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch das Einrichten von zusätzlichen Backup-Systemen oder Überbrückungslösungen wird potenziellen Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen vorgebeugt. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter stetig durch Simulationsmaßnahmen für Malware- oder Trojanerangriffe sensibilisiert und geschult.
Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht und somit räumlich getrennt sind. Damit sichert sich das Unternehmen gegen Systemausfälle und Datenverluste ab. Darüber hinaus werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.
Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten wird mithilfe von skalierbaren Zugangsrechten gesteuert. Zum Schutz vor unberechtigten externen Zugriffen kommen aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen zum Einsatz.
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken
ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Gewährleistungs- und Produkthaftungsrisiken ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden.
Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologien.
Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger dafür, die beschriebenen Risiken zu verringern und zu vermeiden. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind wesentliche Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Art und Umfang des Versicherungsschutzes werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.
Innerhalb des Konzerns sind vereinzelt Risiken im Hinblick auf mangelnde Produktqualität vorhanden. ElringKlinger steuert mit einer Vielzahl von Verbesserungsmaßnahmen auf der Projekt- und Prozessebene risikominimierend entgegen. Qualitätsmängeln wird unter anderem durch erhöhte Anforderungen beim Bezug von Rohmaterialien und eine fortlaufende Erneuerung und Erhöhung des Automatisierungsgrades bei den Produktionsanlagen begegnet. Zudem werden logistische Prozesse optimiert.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken
Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Wesentliche Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen, wie zum Beispiel die beschriebenen Gewährleistungs- und Produkthaftungsrisiken, weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken,
denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.
Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus gesetzeswidrigen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang einnehmen.
Strategische Risiken
Technologierisiken
Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und auf dem Prinzip der Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Auf dieser Basis sollen langfristig über dem Marktniveau liegende Wachstumsraten erzielt werden (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
ElringKlinger investiert mit jährlich rund 5 bis 6 % vom Konzernumsatz einen hohen Betrag in Forschung und Entwicklung, um neue Technologien und Innovationen zu entwickeln. Zudem sind in den letzten Jahren umfangreiche Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate zu vermeiden.
Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf wesentliche Kernthemen der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von Strukturleichtbauteilen sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger hat sich schon frühzeitig und mit hohem Aufwand für alternative Antriebsarten aufgestellt, sei es in der Batterie- oder der Brennstoffzellentechnologie.
Die für den ElringKlinger-Konzern bedeutsamen Technologierisiken bestehen in einem nicht vorhersehbaren Wandel der Antriebstechnologien sowie in einer übermäßig verschärften Gesetzgebung im Hinblick auf Abgasnormen, die nicht den bisher erwarteten Szenarien des Transformationsprozesses entsprechen. Auch wenn der Umsatzbeitrag des Geschäftsbereichs E-Mobility in den kommenden Jahren planmäßig stark zunehmen wird, wären mit einem abrupten Technologiewandel oder einer weiteren Verschärfung der CO2-Emissionsregularien wesentliche Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; dies hätte verstärkten Preisdruck zur Folge. ElringKlinger begegnet den Risiken durch den konsequenten Ausbau seines Produktportfolios, das neben den klassischen Verbrennungsmotorkomponenten auch Komponenten, Module und Systeme für alternative Antriebstechnologien wie Batterie oder Brennstoffzelle umfasst.
Externes Wachstum/Akquisitionen
ElringKlinger ist grundsätzlich offen für ergänzende Zukäufe und gezielte Übernahmen, um in neue Technologiefelder einzutreten oder regionale Märkte besser zu erschließen. Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten würden. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang erreicht werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.
ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen und/oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität überprüft und bewertet. Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.
In vergleichbarer Weise entstehen auch Risiken aus getätigten oder weiteren möglichen Desinvestitionen von Tochtergesellschaften und/oder Geschäftsbereichen.
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall
Das Risiko von Zahlungsausfällen bei denjenigen Kunden, die dem Segment Erstausrüstung zuzuordnen sind, ist für ElringKlinger insgesamt als moderat einzustufen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein.
Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen aufgrund der Kernabsatzgebiete in Nordafrika, Osteuropa und dem Nahen Osten in Relation zur Erstausrüstung zwar als vergleichsweise höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter. Drohenden Forderungsausfällen im Ersatzteilgeschäft begegnet der ElringKlinger-Konzern durch Vorauszahlung als Zahlungsbedingung oder mithilfe von Warenkreditversicherungen.
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken ergeben sich aus Unternehmenssicht dann, wenn es möglicherweise den finanziellen Verpflichtungen, zum Beispiel der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten oder den laufenden Kapitalerfordernissen der operativen Geschäftstätigkeit, nicht nachkommen kann und/oder die Refinanzierungsfähigkeit gefährdet ist.
Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wird im Wesentlichen durch das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien determiniert. In den zurückliegenden Jahren wurden Kredite zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Markt vergeben. Sollten die Ratingagenturen das allgemeine Risikoprofil der Automobilindustrie in Zukunft schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken. Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist ein Finanzierungsrisiko stets implizit vorhanden - trotz der nach wie vor positiven Ertragssituation der Branche und vergleichsweise niedrigen Marktzinsen.
Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit angesichts der bilanziellen Situation weiterhin solide dar. Mit einer Eigenkapitalquote von 41,5 % (42,8 %) liegt diese weiterhin im mittelfristigen Zielkorridor zwischen 40 und 50 % der Bilanzsumme. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) konnte mit 3,3 im Vergleich zum Vorjahr (3,7) verbessert werden. Die vom Konzern noch nicht gezogenen Kreditlinien beliefen sich zum Jahresultimo auf 150,5 Mio. EUR (2018: 190,2 Mio. EUR).
In den Kreditverträgen des ElringKlinger-Konzerns waren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen bankübliche Vertragsklauseln zur Einhaltung bestimmter finanzieller Anforderungen (Financial Covenants) enthalten. Zum 31. Dezember 2019 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Diese sind nach Einschätzung des Vorstands auch nicht für das Geschäftsjahr 2020 zu erwarten. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.
Währungsrisiken
Als global agierendes Unternehmen ist ElringKlinger prinzipiell Währungsrisiken ausgesetzt. Dazu zählen lokale Währungsüberschüsse in einzelnen Konzerngesellschaften sowie Ausleihungen innerhalb des Konzerns. Lokale Währungsüberschüsse werden weitgehend durch Natural Hedging begrenzt, das heißt Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an. Risiken aus der internen Finanzierung werden sukzessive abgebaut, indem der Konzern die Finanzierungen in den jeweiligen Währungsraum verlagert.
Darüber hinaus bestehen für ElringKlinger translatorische Risiken, die sich aus der Konsolidierung in der Konzernwährung ergeben. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns niederschlagen.
Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten.
Zur Eingrenzung von Währungsrisiken setzt ElringKlinger je nach Notwendigkeit und Risikoprofil Absicherungsinstrumente ein. Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten internationalen Konzernwährungen auf das Gesamtergebnis der ElringKlinger-Gruppe sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.
Zinsrisiken
Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.
Das im Geschäftsjahr 2017 begebene Schuldscheindarlehen wurde dazu genutzt, die Laufzeitenstruktur zu optimieren und die Planbarkeit der Zinsaufwendungen zu verbessern. Insgesamt wurde ein Volumen von 200 Mio. EUR in Tranchen zu fünf, sieben und zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,23 % emittiert. Darüber hinaus wurde im Februar 2019 ein Konsortialkredit über 350 Mio. EUR mit insgesamt sechs nationalen und internationalen Banken über eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und folglich auch auf das Finanzergebnis von ElringKlinger auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").
Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.
Einsatz derivativer Finanzinstrumente
ElringKlinger nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur in Einzelfällen, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (insbesondere Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisvolatilitäten eingesetzt werden, liegen in jedem Fall die benötigten physischen Bezugsmengen zugrunde.
Chancen
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung
Die Diskussion über Klimawandel und Umweltschutz hat sich in den vergangenen Monaten intensiviert und ist zu einem gesellschaftlichen Thema geworden. In vielen Lebensbereichen zeigt sich insbesondere in Europa eine Bewusstseinsschärfung in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung - sei es durch schärfere Umweltauflagen, durch einen größeren Fokus auf Umweltkennzahlen bzw. nachhaltige Projekte oder durch breite Protestbewegungen für ein umweltgerechtes Handeln.
Auch die Automobilindustrie ist davon betroffen. Im Zentrum des Transformationsprozesses, der auch durch Umweltfaktoren wie Nachhaltigkeit in der Antriebstechnologie beeinflusst wird, steht weiterhin die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten strenge Emissionsvorschriften, die schärfer sind als in manch anderen Regionen der Welt. Seit 2009 unterliegen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU einer CO2-Regulierung. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Hersteller Fahrzeugflotten bis 2021 bei maximal 95 g/km liegen. Sollten diese Vorgaben zum genannten Zeitpunkt nicht eingehalten werden, drohen den Automobilherstellern empfindliche Strafzahlungen.
Im Dezember 2018 wurden noch niedrigere Grenzwerte ab 2021 beschlossen. Danach soll auf EU-Ebene der CO2-Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 37,5 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Auch in Nordamerika und Asien werden die Emissionsgrenzen zunehmend anspruchsvoller. So streben China und Japan Grenzwerte von 117 g/km bzw. 105 g/km bis 2020 an. In den USA ist bis 2020 ein Wert von 121 g/km als Flottenziel ausgegeben. Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den Normen der Industriestaaten orientieren. So hat sich Indien beispielsweise einen CO2-Grenzwert von durchschnittlich 113 g/km bis zum Jahr 2022 zum Ziel gesetzt.
Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld ein Geschäftspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu verbrauchseffizienten und emissionsarmen Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu. Produkte, die den Herstellern helfen, die verschärften Normen zu erfüllen, sind dementsprechend gefragt.
Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um solche Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2-Grenzwerte besser erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Teile für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs wie beispielsweise Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule verkauft werden.
Staatliche Subventionen können den Absatz alternativer Antriebe ankurbeln. So werden von der deutschen Bundesregierung rein elektrisch betriebene Fahrzeuge derzeit zwischen 5.000 und 6.000 EUR sowie Hybridfahrzeuge zwischen 3.750 und 4.500 EUR gefördert. Um die Elektromobilität in den Massenmarkt zu führen, hat das Bundeskabinett einen Masterplan Ladeinfrastruktur für bis zu 10 Mio. Fahrzeuge bis 2030 beschlossen. Die Kaufanreize bzw. die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für Elektromobilität sind darauf ausgerichtet, zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beizutragen und steigende Absätze alternativ angetriebener Pkw herbeizuführen.
Um Schadstoff- und Treibhausgasemissionen zum Schutz des Klimas einzugrenzen und nachhaltige Antriebstechnologien zu fördern, kündigen mehr und mehr Länder in Europa an, klassische Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt zu verbieten. In Schweden sollen beispielsweise gemäß dem Willen der Regierung nach dem Jahr 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Dänemark plant diesen Schritt ab 2030. Und in Norwegen sollen bereits ab 2025 keine Neuwagen mehr zugelassen werden, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Frankreich strebt dagegen eine Umsetzung für das Jahr 2040 an, Großbritannien sogar schon für 2035. Auch China, der größte Fahrzeugmarkt der Welt, bereitet schrittweise den Abschied vom Verbrennungsmotor vor. Seit 2019 sind Automobilhersteller gesetzlich dazu verpflichtet, bei den Neuzulassungszahlen ihrer Fahrzeugflotte eine Mindestquote von 10 % mit alternativen Antrieben zu erfüllen.
Im Bereich der Batterietechnologie nimmt die Dynamik in der Automobilindustrie weiter zu. Nach und nach werden Modelle auf den Markt gebracht, die entweder teil- oder vollelektrisch angetrieben werden. Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie, unter anderem hinsichtlich Reichweite und Preisentwicklung, würden für eine höhere Akzeptanz von bzw. Nachfrage nach Elektroautos bei den Autokäufern sorgen. ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Konzern in seinem Produktportfolio verschiedene Komponenten für den batteriebetriebenen Antrieb bereithält. Zudem beliefert der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens bereits seit einigen Jahren verschiedene Pkw Hersteller sowie -zulieferer mit Serienprodukten für batterie- bzw. hybridbetriebene Fahrzeugmodelle.
Die Brennstoffzellentechnologie nimmt ebenfalls eine wichtige Rolle im Bereich der alternativen Antriebe ein - vor allem im Lkw-Bereich und bei Bussen soll die Brennstoffzelle mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Gegensatz zur Batterietechnologie ermöglicht die Brennstoffzelle längere Reichweiten. Die für den Antrieb notwendige Wasserstoffversorgung kann zudem einfach über die bestehende Tankstelleninfrastruktur sichergestellt werden. ElringKlinger hat frühzeitig begonnen, sich mit der Brennstoffzellentechnologie zu beschäftigen, und kann neben verschiedenen Komponenten auch komplette Brennstoffzellenstacks oder -systeme anbieten. Vor dem Hintergrund, dass sich der Brennstoffzellenmarkt in der Automobilindustrie derzeit noch entwickelt, sieht der ElringKlinger-Konzern beträchtliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre. Nach einer ersten Hochlaufphase in den kommenden Jahren wird eine tiefergehende Marktdurchdringung ab dem Jahr 2025 erwartet.
Die mit dem Klimawandel und der Treibhausgasvermeidung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.
Technologietrends
Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vom ElringKlinger-Konzern als hoch eingestuft wird. Nur mithilfe von effizienten Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechnologien wird es möglich sein, die vom Gesetzgeber hoch gesteckten CO2-Vorgaben zu erreichen.
Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, können die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als wesentlich eingestuft werden.
Tritt der Wandel schneller ein als nach derzeitigen Prognosen erwartet, kann der ElringKlinger-Konzern sein bereits bestehendes Produktportfolio rund um alternative Antriebstechnologien vermarkten und dadurch den Wandel in positiver Weise für sich nutzen. Batteriekomponenten und -systeme, Brennstoffzellenstacks und -systeme sowie komplette elektrische Antriebseinheiten haben bereits Marktreife erlangt.
Erweiterung des Leistungsspektrums
Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, den jahrzehntelangen Erfahrungsschatz und das vorhandene Material- und Prozess-Know-how einzusetzen, um das Produktportfolio zu transformieren oder gezielt zu erweitern.
Welche Möglichkeiten genau bestehen, ist bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiele sind an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebstechnologien in den Bereichen der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie zu nennen. Außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich für den Bereich Kunststofftechnik mit PTFE-Komponenten beispielsweise in der allgemeinen Industrie oder in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.
Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Leistungsspektrums Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums zu erreichen, das das Wachstum der globalen Automobilproduktion übertrifft.
Neue Absatzmärkte
Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch den Erhalt weiterer, auch volumenstarker Aufträge, vor allem für die beiden zukunftsweisenden Säulen der Elektromobilität, das heißt Brennstoffzellen- und Batterietechnologie, sowie für den Strukturleichtbau. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang der chinesische Fahrzeugmarkt zu nennen, wo auch aufgrund der staatlichen Subventionspolitik zahlreiche Initiativen zur Entwicklung von batterie- und brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugen entstanden sind. Auch aufgrund der bestehenden Projekte in dieser Region ergibt sich für den Konzern hieraus das Potenzial zur Absatzerweiterung in nennenswertem Ausmaß in den nächsten Jahren.
Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich vor allem durch die Erschließung neuer Absatzregionen in Nordamerika und Asien weitere Wachstumschancen. So baut das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" seine Aktivitäten in Asien gezielt aus. Darüber hinaus wurden die Prozesse und Strukturen des bestehenden Ersatzteilgeschäfts in Nordamerika systematisch verbessert.
Für das Segment Kunststofftechnik mit seinem Produktportfolio rund um den Hochleistungskunststoff PTFE eröffnet sich zukünftiges Wachstumspotenzial ebenfalls in den Märkten Asien und USA.
Branchenkonsolidierung/M&A
Die Globalisierung stellt viele mittelständische Unternehmen, die sich heute noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, mittelfristig vor große Herausforderungen. Sie müssen auch aufgrund des tiefgreifenden Transformationsprozesses verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich aufgrund der zahlreichen Veränderungen, wie zum Beispiel in der Kundenstruktur oder dem eigenen Wertschöpfungsanteil, zunehmend mit Finanzierungsrisiken konfrontiert. Es ist daher davon auszugehen, dass auch in den kommenden Jahren Konsolidierungen in der Zulieferbranche stattfinden. Auch ist die Gefahr von Insolvenzen aufgrund der genannten Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.
Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich daraus weiterhin Chancen, das Technologieportfolio durch Übernahmen gezielt zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Zum Teil scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und ökonomisch vertretbar ist, auch umzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ElringKlinger auch in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe nutzen wird, sofern diese dem Bereich der neuen Antriebstechnologien zuzuordnen sind. Der Konzern richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder aus, wohingegen in den klassischen Geschäftsfeldern rund um den Verbrennungsmotor grundsätzlich keine Akquisitionen mehr zu erwarten sind. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.
Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen
Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns trotz teils veränderter Rahmenbedingungen, die sich unmittelbar auf die Automobilindustrie auswirken, im Vergleich zum Vorjahr ähnlich darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können daher nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen finanziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern insbesondere in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem nicht erwarteten Transformationsszenario in der Antriebstechnologie sowie in externen Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Hinzu kommt die weltweite Ausbreitung des Coronavirus, die zu besonderen Schutzmaßnahmen und im Zuge dessen zu Produktionsstillegungen und unterbrochenen Lieferketten führt. Konjunkturelle wie auch branchenspezifische Auswirkungen sind wahrscheinlich, auch wenn deren Ausmaß derzeit nicht abzuschätzen ist.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, Nordamerika und weiten Teilen Asiens zeigen sich weiterhin robust, auch wenn sich das Wachstum in China im Vergleich zu den Vorjahren normalisiert. Dagegen bleibt die politische Situation in weiten Teilen des Nahen Ostens nach wie vor risikobehaftet. Der anhaltende globale Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie ungeklärte Handelsbeziehungen infolge des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind als jene politischen Risiken zu werten, die einen unmittelbaren Einfluss auf den ElringKlinger-Konzern haben könnten. Darüber hinaus sind bestimmte strategische und operative Risiken innerhalb des Konzerns unverändert vorhanden: Dazu gehören die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen. Auch befinden sich die für den Konzern maßgeblichen Rohstoffe auf einem hohen Niveau. Der Wandel der Automobilindustrie ändert das Produktportfolio von ElringKlinger. Produkte aus den strategischen Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität nehmen an Bedeutung zu, während klassische Produkte, die sich vor allem auf den Verbrennungsmotor beziehen, in den kommenden Jahren nach und nach an Relevanz verlieren.
Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns sowie die unveränderte Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.
Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsarmen bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit dem Klimawandel und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie hat das Unternehmen frühzeitig investiert. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren das globale Marktwachstum übertreffen zu können.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Vorstände
Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Vergütungssystem
Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus
1. Jahresfixgehalt
2. Long Term Incentive I (LTI I)
3. Long Term Incentive II (LTI II)
4. Nebenleistungen
5. D&O-Versicherung
6. Ruhegehalt
Festes Jahresgehalt
Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.
Long Term Incentive I (LTII) (jährliche Tantieme)
Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts.
Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.
Long Term Incentive II (LTI II)
Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus wird zu Beginn eines dreijährigen Bezugszeitraums gewährt und entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus den drei folgenden Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:
EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)
Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote (T).
Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres.
90 % des auf den LTI II entfallenden Betrags werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied nach Ende des dreijährigen Bezugszeitraums im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrags erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von weiteren drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das 2fache der fixen Bezüge gewährt.
Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.
Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.
Nebenleistungen
Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.
D&O-Versicherung
Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.
Ruhegehalt
Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.
Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengelds bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengelds, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.
Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrags nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.
Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge
Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.
Abfindungs-Cap
Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.
Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.
Darlehen an Vorstandsmitglieder
Im Jahr 2019 wurden keine Vorschüsse an Vorstandsmitglieder gewährt. Im Vorjahr wurde ein Vorschuss an den Vorstandsvorsitzenden in Höhe von 50 TEUR gewährt, der im Monat der Auszahlung der Tantieme verrechnet wurde. Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.
Vorstandsvergütung 2019
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Für die Berechnung des LTI I wurde das durchschnittliche EBIT der Jahre 2017 bis 2019 in Höhe von 98.244 TEUR zugrunde gelegt. Davon erhalten die einzelnen Vorstände folgende Anteile:
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| Dr. Wolf | 0,80 % |
| Becker | 0,60 % |
| Drews | 0,40 % |
| Jessulat | 0,40 % |
Aus der Ermittlung des Economic Value Added (EVA)-Bonus (LTI II) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 keine Vergütung, da die angestrebte Verzinsung unterhalb des Konzern-WACC liegt.
Vorstandsvergütung 2019 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||||
| fixe Vergütung | 593 | 613 | 485 | 449 | 299 | 226 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 786 | 981 | 589 | 736 | 393 | 369 |
| Summe | 1.379 | 1.594 | 1.074 | 1.185 | 692 | 595 |
| langfristige Vergütung | ||||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.379 | 1.594 | 1.074 | 1.185 | 692 | 595 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||
| fixe Vergütung | 365 | 367 | 1.742 | 1.655 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 393 | 490 | 2.161 | 2.576 |
| Summe | 758 | 857 | 3.903 | 4.231 |
| langfristige Vergütung | ||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 758 | 857 | 3.903 | 4.231 |
Pensionszusagen
Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 258 | 268 | 168 | 176 | 205 | 162 |
| Barwert (DBO) | 6.897 | 5.601 | 4.951 | 4.058 | 462 | 151 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 207 | 206 | 838 | 812 |
| Barwert (DBO) | 1.026 | 615 | 13.336 | 10.425 |
Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex
Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2019 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 gewährt wurden:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2019 | Min. 2019 | Max. 2019 | 2018 | 2019 | Min. 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 556 | 556 | 556 | 558 | 432 | 432 |
| Nebenleistungen | 37 | 37 | 37 | 55 | 53 | 53 |
| Summe | 593 | 593 | 593 | 613 | 485 | 485 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 786 | 0 | 1.674 | 981 | 589 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2019-2021 | 0 | 0 | 1.116 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 786 | 0 | 2.790 | 981 | 589 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 258 | 258 | 258 | 268 | 168 | 168 |
| Gesamtvergütung | 1.637 | 851 | 3.641 | 1.862 | 1.242 | 653 |
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| Theo Becker | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
Max. 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 432 | 432 |
| Nebenleistungen | 53 | 17 |
| Summe | 485 | 449 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 1.296 | 736 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2019-2021 | 864 | 0 |
| Summe | 2.160 | 736 |
| Versorgungsaufwand | 168 | 176 |
| Gesamtvergütung | 2.813 | 1.361 |
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| Reiner Drews | Thomas Jessulat | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2019 | Min. 2019 | Max. 2019 | 2018 | 2019 | Min. 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 288 | 288 | 288 | 216 | 317 | 317 |
| Nebenleistungen | 11 | 11 | 11 | 10 | 48 | 48 |
| Summe | 299 | 299 | 299 | 226 | 365 | 365 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 393 | 0 | 864 | 369 | 393 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2019-2021 | 0 | 0 | 576 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 393 | 0 | 1.440 | 369 | 393 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 205 | 205 | 205 | 162 | 207 | 207 |
| Gesamtvergütung | 897 | 504 | 1.944 | 757 | 965 | 572 |
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| Thomas Jessulat | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
Max. 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 317 | 317 |
| Nebenleistungen | 48 | 50 |
| Summe | 365 | 367 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 950 | 490 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2019-2021 | 634 | 0 |
| Summe | 1.584 | 490 |
| Versorgungsaufwand | 207 | 206 |
| Gesamtvergütung | 2.156 | 1.063 |
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| Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendurtgen gemäß DCGK in TEUR |
2019 | Min. 2019 | Max. 2019 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Efolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 1593 | 1.593 | 1.553 | 1.523 |
| Nebenleistungen | 145 | 145 | 145 | 132 |
| Summe | 1,742 | 1,742 | 1,742 | 1.655 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Einjährige variable Vergütung | 2.161 | 0 | 4.734 | 2.576 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2 Ol 3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2313 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehr jährige variable Vergütung 201B-2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2021 | 0 | 0 | 3.150 | 0 |
| Summe | 2.161 | 0 | 7.574 | 2.576 |
| Versorgungsaufwand | 333 | 333 | 333 | 312 |
| Gesamtvergütung | 4.741 | 2.530 | 10.554 | 5.043 |
Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2019 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.
In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2019 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2019 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2019 aus.
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 556 | 558 | 432 | 432 | 288 | 216 |
| Nebenleistungen | 37 | 55 | 53 | 17 | 11 | 10 |
| Summe | 593 | 613 | 485 | 449 | 299 | 226 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 786 | 981 | 589 | 736 | 393 | 369 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 786 | 981 | 589 | 736 | 393 | 369 |
| Versorgungsaufwand | 258 | 268 | 168 | 176 | 205 | 162 |
| Gesamtvergütung | 1.637 | 1.862 | 1.242 | 1.361 | 897 | 757 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 317 | 317 | 1.593 | 1.523 |
| Nebenleistungen | 48 | 50 | 149 | 132 |
| Summe | 36S | 367 | 1.742 | 1.655 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Einjährige variable Vergütung | 393 | 490 | 2.161 | 2.576 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 393 | 490 | 2.161 | 2.576 |
| Versorgungsaufwand | 207 | 206 | 838 | 812 |
| Gesamtvergütung | 965 | 1.063 | 4.741 | 5.043 |
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung ist aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von 20 TEUR (2018: 20 TEUR). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von 1 TEUR sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von 4 TEUR. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf 40 TEUR pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.
Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.
Bezüge des Aufsichtsrats 2019
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG 589 TEUR (2018: 672 TEUR). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von 2 TEUR (2018: 4 TEUR) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| Fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Klaus Eberhardt | 70 | 68 | 30 | 44 | 100 | 112 |
| Markus Siegers | 46 | 44 | 23 | 33 | 69 | 77 |
| Nadine Boguslawski | 25 | 23 | 15 | 22 | 40 | 45 |
| Armin Diez | 29 | 28 | 15 | 22 | 44 | 50 |
| Pasquale Formisano | 24 | 24 | 15 | 22 | 39 | 46 |
| Rita Forst | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Andreas Wilhelm | ||||||
| Kraut | 23 | 24 | 15 | 22 | 38 | 46 |
| Gerald Müller | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Paula Monteiro- | ||||||
| Munz | 29 | 28 | 15 | 22 | 44 | 50 |
| Prof. Hans-Ulrich | ||||||
| Sachs | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Gabriele Sons | 33 | 32 | 15 | 22 | 48 | 54 |
| Manfred Strauß | 32 | 32 | 15 | 22 | 47 | 54 |
| Gesamtvergütung | 386 | 375 | 203 | 297 | 589 | 672 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.
Angaben gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2019 bei 63.359.990 EUR und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 EUR des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Die direkt und/oder indirekt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2019 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.
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| Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland | Insgesamt 28,991 %, indirekt davon 18,960 % |
| KWL Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland | Insgesamt 28,991 %, indirekt davon 28,986 % |
| Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland | Insgesamt 28,991 %, indirekt davon 18,990 % |
| Elrena GmbH, Basel, Schweiz | Insgesamt 28,991 %, indirekt davon 20,075 % |
| Eroca AG, Basel, Schweiz | Insgesamt 28,991 %, indirekt davon 28,991 % |
| Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland | Insgesamt 10,013 % |
Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.
Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.
Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB ist auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.
Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht
ElringKlinger hat für das Geschäftsjahr 2019 einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das börsennotierte Mutterunternehmen ElringKlinger AG nach § 289b HGB erstellt, der mit dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB zusammengefasst wurde. Der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht von ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2019 wird bis zum 30. April 2020 auf der Internetseite von ElringKlinger www.elringklinger.de/2019-nfb-de veröffentlicht.
Prognosebericht
Nach der Wachstumsverlangsamung der Weltwirtschaft im Jahr 2019 ist insbesondere aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, die seit Anfang 2020 auftritt, auch für 2020 keine Beschleunigung zu erwarten. Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2020 für das laufende Jahr noch mit einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,3 % gerechnet hatte, senkte er diese Einschätzung Ende Februar um 0,1 % ab. Inzwischen ist davon auszugehen, dass mit noch erheblicheren negativen Auswirkungen zu rechnen ist. Auch die weltweite Fahrzeugproduktion, die nach ursprünglichen Prognosen für 2020 leicht rückläufig gesehen wurde, wird infolge der Coronavirus-Krise stärkere Rückgänge hinnehmen müssen. ElringKlinger rechnet mit einem Minus der Weltfahrzeugproduktion von mindestens 4 %.
Ausblick Markt und Branche
Erholung der Weltkonjunktur nur langsam
Ohne die derzeit schwer einschätzbaren wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Coronavirus hätten nach Meinung der Ökonomen Anzeichen für einen gemäßigten Aufwärtstrend in der Weltwirtschaft bestanden. Das im Januar 2020 abgeschlossene Phase-1-Handelsabkommen zwischen den USA und China und der vollzogene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) zum 31. Januar 2020 sorgte zunächst für etwas Erleichterung. Ob sich die ursprünglich erwartete Erholung des verarbeitenden Gewerbes jedoch einstellen wird, ist derzeit nicht mehr absehbar. Viele Regierungen beschließen aktuell Maßnahmenbündel, um die Wirtschaft zu stützen und den negativen Folgen durch die Coronavirus-Pandemie entgegenzuwirken. Regierungen haben angekündigt, die ohnehin sehr lockere Geldpolitik und günstigen Finanzierungskonditionen der großen Notenbanken um weitere Liquiditätshilfen auszuweiten. Inwiefern mögliche Aufholbewegungen im weiteren Jahresverlauf und staatliche Gegenmaßnahmen greifen werden, ist zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht verlässlich einzuschätzen. Zusätzliche Risiken bestehen in einer neuerlichen Eskalation im Handelsstreit und in geopolitischen Spannungen sowie Anti-Regierungsprotesten in Schwellenländern. Auch der - trotz bereits vollzogenem EU-Austritt Großbritanniens - noch offene Ausgang hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der künftigen Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU birgt weiter Unsicherheiten.
Für die einzelnen Länder gehen die Wachstumsprognosen zum Teil deutlich auseinander. Während sich die Konjunktur in den USA nach ursprünglichen Prognosen etwas abschwächen sollte, war für das Wachstum in der Eurozone und auch in Deutschland eine leichte Belebung erwartet worden. In Asien, vor allem China, ist mit einer merklichen Belastung durch die Pandemie zu rechnen. Insgesamt werden 2020 die Schwellen- und Entwicklungsländer erneut die höheren Expansionsraten ausweisen.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt
Veränderung zum Vorjahr in %
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| 2019 | Prognose 2020 | Prognose 2021 | |
|---|---|---|---|
| Welt | 2,9 | 3,2 | 3,4 |
| Industriestaaten | 1,7 | 1,6 | 1,6 |
| Schwellen- und | 3,7 | 4,4 | 4,6 |
| Entwicklungsländer | |||
| Deutschland | 0,5 | 1,1 | 1,4 |
| Eurozone | 1,2 | 1,3 | 1,4 |
| USA | 2,3 | 2,0 | 1,7 |
| Brasilien | 1,2 | 2,2 | 2,3 |
| China | 6,1 | 5,6 | 5,8 |
| Indien | 4,8 | 5,8 | 6,5 |
| Japan | 1,0 | 0,7 | 0,5 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Jan. 2020; i. V. m. Aussagen im Feb. 2020)
Autokonjunktur durchschreitet 2020 Talsohle
Die weltweite Automobilproduktion wird 2020 das zweite Jahr in Folge rückläufig sein. Nach dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie im ersten Quartal 2020 ist zumindest regional und saisonal mit Verwerfungen in der globalen Nachfrage zu rechnen. Der deutsche Branchenverband VDA prognostizierte im Februar 2020 für den Pkw-Weltmarkt 2020 ein Minus von rund 3 % auf 78,2 Mio. Neuzulassungen. ElringKlinger geht für die weltweite Fahrzeugproduktion von einem Minus von mindestens 4 % aus.
In der rückläufigen Marktentwicklung spiegeln sich auch schwierige konjunkturelle, politische und regulatorische Rahmenbedingungen wider, denen sich die Autobranche zusätzlich zum fundamentalen Wandel in der Mobilität stellen muss. So gilt in der Europäischen Union ab Ende 2020 im Rahmen der CO2-Gesetzgebung ein neuer durchschnittlicher Flottengrenzwert von 95 g/km CO2-Austoß für neu zugelassene Pkw. Verglichen mit dem bis dahin geltenden Grenzwert von 130 g/km stellt diese Regulierung eine große Veränderung dar, die das Potenzial merklicher Verwerfungen bei nachgefragten Fahrzeugmodellen und -antriebsarten, aber auch in saisonaler Hinsicht durch mögliche Lieferengpässe birgt. Mit entsprechend großen Unsicherheiten sind die Prognosen für die Branchenentwicklung in Europa behaftet. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass neben effizienteren Verbrennungsmotoren speziell in Europa ein Schub in der Elektromobilität kommen wird. Weltweit wird die Nachfrage in der Elektromobilität beeinflusst von staatlichen Regulierungen und Fördermaßnahmen sowie vom wachsenden Modellangebot der Hersteller.
Für Europa (EU + EFTA) rechnet der VDA mit einem Marktrückgang bei den PkwNeuzulassungen von rund 3 % auf 15,4 Mio. Einheiten. Darin enthalten ist ein Minus von 3 % für Großbritannien, das aufgrund der noch offenen finalen Ausgestaltung des EU-Austritts mit weiteren Abwärtsrisiken behaftet ist. Des Weiteren sollen die Märkte Deutschland (-6 %), Frankreich (-3 %), Italien (-2 %) und Spanien (-3 %) unter den Niveaus von 2019 liegen. In den USA sieht der Verband ein Minus von 3 % auf 16,5 Mio. neue Light Vehicles, was vor allem einem zyklischen Abschwung geschuldet sei. In China wird es 2020, insbesondere durch den sich abzeichnenden starken Einbruch im ersten Quartal 2020, ein drittes Jahr in Folge abwärts gehen, nach Branchenexperten möglicherweise um 7 %.
Hinsichtlich der Fahrzeugproduktion rechnen Analysten mit erneut zurückgehenden Volumina in den meisten Regionen - in Brasilien werden voraussichtlich wieder mehr Light Vehicles als im Vorjahr produziert werden. Nach den Werksschließungen in Teilen Chinas aufgrund der Viruspandemie wird dort besonders das erste Quartal 2020 deutlich rückläufig sein.
Nachlassende Dynamik in Nutzfahrzeugmärkten
In Westeuropa zeichnete sich auf dem Lkw-Markt Ende 2019 ein zyklischer Abschwung ab, in dessen weiterem Verlauf 2020 ein Marktrückgang erwartet wird. Auch der US-Markt für Nutzfahrzeuge, der mehrere Jahre dynamischen Wachstums verzeichnete, wird 2020 voraussichtlich deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. In Brasilien setzte nach mehrjähriger Schwäche 2019 eine starke Erholung ein, die sich 2020 fortsetzen dürfte.
Ausblick Unternehmen
Herausfordernde Marktbedingungen
Die Marktbedingungen werden auch im laufenden Jahr weiterhin schwierig sein. Neben die Auswirkungen des tiefgreifenden Transformationsprozesses in der Branche tritt die erwartete konjunkturelle Abkühlung, die sich auch in der Automobilproduktion erneut bemerkbar machen wird. Darüber hinaus werden die ökonomischen Effekte des Coronavirus, das die globalen Märkte im ersten Halbjahr in Atem hält, das globale Wachstum der Automobilproduktion beeinträchtigen. Die Neujahrsferien in China wurden verlängert, Produktionsstätten bei Herstellern wie Zulieferern temporär stillgelegt und Lieferketten unterbrochen. Im Verlauf des ersten Quartals 2020 breitete sich das Coronavirus nach Europa und Nordamerika aus, wo sehr weitgehende Maßnahmen zur Eindämmung und Verlangsamung der Pandemie getroffen wurden. Grenzkontrollen wurden wieder eingeführt, das öffentliche Leben stark eingeschränkt und teilweise Notzustände ausgerufen. Sowohl durch die globalen ökonomischen Verflechtungen als auch durch die globale Ausbreitung des Virus sind deutliche Auswirkungen auf die globale Konjunktur zu erwarten, die sich nur schwer im Jahresverlauf wieder aufholen lassen.
Die weiteren Einflussfaktoren, die den Grad der politischen und vor allem wirtschaftlichen Unsicherheiten erhöhen, rücken dadurch fast in den Hintergrund: Handelskonflikte sind nicht geklärt, Zölle auf Autos werden weiter angedroht, der Abschluss einer Handelsvereinbarung mit dem Vereinigten Königreich ist noch nicht vollzogen und Rohstoffe bewegen sich grundsätzlich auf einem hohen Preisniveau. Und nicht zuletzt werden zum Jahresende 2020 die strikten CO2-Emissionsrichtlinien in der EU vollumfänglich wirksam.
Insgesamt sind die Marktbedingungen angesichts dieser Einflussfaktoren sehr schwierig, was die Aussagekraft und die Präzision von Prognosen nach wie vor erschwert. Die hohe Dynamik der Coronavirus-Pandemie verstärkt diese Unwägbarkeiten noch einmal deutlich.
Intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Innovationskraft und ein hoher technologischer Anspruch ist Teil der DNA von ElringKlinger. Der Konzern strebt stets an, nah an den Bedürfnissen der Kunden zu entwickeln. Daher beabsichtigt er, auch vor dem Hintergrund des technologischen Wandels, künftig rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen einzusetzen.
Bislang robuste Auftragslage
Trotz der ausgebliebenen Erholung der globalen Automobilmärkte zeigte sich die Auftragslage bei ElringKlinger überaus robust. ElringKlinger ist mit seinen Produkten weiterhin ein gefragter Partner. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Auftragseingang, das heißt das Volumen der von Kunden abgerufenen Stückzahlen, leicht um 1,9 Mio. EUR auf 1.737,2 Mio. EUR gesteigert werden. Ohne unterstützende Währungseffekte hätte der Auftragseingang 1.696,9 Mio. EUR betragen. Der Auftragsbestand erhöhte sich leicht um 10,2 Mio. EUR oder 1,0 % auf 1.030,3 Mio. EUR. Darin sind Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 1,2 Prozentpunkten enthalten. Aufgrund der Werksschließungen zahlreicher Hersteller ist aber damit zu rechnen, dass sich die Auftragslage im Jahresverlauf verschlechtert.
Umsatzentwicklung ungefähr auf Marktniveau
Vor dem Hintergrund des überaus hohen Grades an Unwägbarkeiten, sowohl der allgemeinen konjunkturellen Effekte wie auch der branchenspezifischen Entwicklungen, gibt es eine Vielzahl von möglichen Szenarien. Unter Einbeziehung sowohl der Risiken als auch der Chancen geht der Konzern aus heutiger Sicht davon aus, dass sich der Umsatz im Berichtsjahr 2020 organisch ungefähr auf Marktniveau entwickelt. ElringKlinger schließt sich dabei Expertenschätzungen an, die für das Jahr 2020 einen Rückgang der globalen Automobilproduktion von mindestens 4 % erwarten. Mittelfristig rechnet der Konzern damit, organisch im Umsatz überproportional zum globalen Marktwachstum zuzulegen.
Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren und der zunehmenden Unsicherheit grundsätzlich schwierig vorherzusagen. Akquisitionen sind auch im laufenden Geschäftsjahr nicht auszuschließen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Im Vordergrund stehen in einem solchen Fall Gesellschaften, die entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen verbesserten Marktzugang schaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet. Auch Desinvestitionen von Segmentteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, sind aus heutiger Sicht nicht auszuschließen.
Unterschiedliche Einflussfaktoren
In den vergangenen Jahren ist das Preisniveau von den im Konzern wesentlich verwendeten Rohstoffen teils deutlich angezogen. Im Geschäftsjahr 2020 ist insgesamt mit einem anhaltend hohen Niveau zu rechnen, auch wenn einzelne Rohstoffe im Preis sinken dürften. Gleichzeitig könnte eine Verschärfung von Handelskonflikten sich belastend niederschlagen.
Während die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten planmäßig weitgehend konstant bleibt, geht das Unternehmen insgesamt auch aufgrund von Rampups - wie z.B. am Standort in Fort Wayne, USA - von einer leicht steigenden Mitarbeiteranzahl aus. Im Rahmen des Kosteneinsparprogramms ist dabei geplant, die Personalkosten trotz der leichten Erweiterung konzernweit in etwa stabil zu halten. Im Fokus steht dabei, kostenbewusst und prozessoptimierend zu handeln. Die Optimierung wird unterstützt durch die Implementierung gleicher Produktionsstandards an allen Standorten, um die Prozesse zu harmonisieren und Reibungsverluste zu vermeiden.
Stabiles Ergebnisniveau
Insbesondere an den nordamerikanischen Standorten werden Verbesserungen bei den Kostenstrukturen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage angestrebt, um positive Ergebniseffekte zu bewirken. Dem stehen Effekte der erwarteten konjunkturellen Abschwächung sowie der weltweiten Ausdehnung des Coronavirus gegenüber. Zudem ist der Wegfall des Immobilienerlöses zu berücksichtigen, der 2019 noch verbucht werden konnte.
Unter Berücksichtigung dieser Effekte ging der Konzern zunächst davon aus, im Geschäftsjahr 2020 eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen.
Die hohe Dynamik der Coronavirus-Pandemie brachte es sich jedoch mit sich, dass zahlreiche Hersteller in Europa und Nordamerika während der Finalisierung dieses Berichts Werksschließungen angekündigt oder bereits umgesetzt haben. Im Zuge dessen musste auch die ElringKlinger AG ihre Produktion bedarfsorientiert anpassen. Die Dauer der Werksschließungen bei den Herstellern lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung ebenso wenig absehen wie mögliche Verschärfungen in den Folgewochen - auch von politischer Seite. Vor dem Hintergrund dieser erheblichen Unsicherheiten und der hohen Dynamik können die ökonomischen Auswirkungen auf den Konzern derzeit nicht hinreichend verlässlich und genau ermittelt werden.
Mittelfristig geht der Konzern nach wie vor davon aus, sein EBIT-Margenniveau vor Kaufpreisallokation schrittweise zu verbessern.
Gezielte Investitionen
Nachdem der Konzern in den vergangenen Jahren sein Produktionsnetzwerk global ausgebaut hatte, konnten die Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) gegenüber den Vorjahren deutlich reduziert werden. Mit einer Investitionsquote ohne Berücksichtigung der Zugänge aus der Anwendung des IFRS 16 (in % des Konzernumsatzes) von 5,3 % hat der Konzern sein Ziel, eine Quote unter 9 % zu realisieren, voll erreicht. Mit diesem disziplinierten Ansatz wird der Konzern die Investitionen für die klassischen Geschäftsbereiche weiterhin aktiv steuern, um das große Wachstumspotenzial in den strategischen Zukunftsfeldern zu realisieren. ElringKlinger prüft bei allen Maßnahmen die Notwendigkeit, die zeitliche Umsetzung sowie den finanziellen Mittelbedarf sehr genau. Insgesamt wird ElringKlinger den disziplinierten Investitionsansatz fortführen. Deshalb rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einer Investitionsquote (in % des Konzernumsatzes) von weniger als 7 %.
Niedriges Working-Capital-Niveau
Beim Net Working Capital berücksichtigt der Konzern im Wesentlichen die Vorräte sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Werkzeuge, die der Konzern bereits hergestellt und für die Prototypen erstverwendet, nicht aber bereits im Rahmen der Serienproduktion an den Kunden fakturiert hat, den Vorratsbestand erhöhen. Die im abgelaufenen Jahr ergriffenen Maßnahmen zur Ausdehnung der Zahlungsziele auf der Passivseite, zur Optimierung des Vorratsbestands und zur Reduzierung der Forderungen werden auch im kommenden Jahr fortgeführt, sodass der Konzern mit einer Net-Working-Capital-Quote (Net Working Capital in % des Konzernumsatzes) ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (2019: 24,5 %) rechnet. Mittelfristig erwartet der Konzern ein Niveau des Net Working Capital in Prozent zum Konzernumsatz von rund 25 %.
Weiterhin positiver operativer Free Cashflow
Nachdem der Konzern im abgelaufenen Jahr seinen operativen Free Cashflow um mehr als 250 Mio. EUR verbessern konnte, wird er den Ansatz weiter fortsetzen, das Net Working Capital zu optimieren und die Investitionen diszipliniert zu steuern. Gleichzeitig rechnet der Konzern mit einem stabilen Ergebnisniveau. Insgesamt ging der Konzern daher zunächst davon aus, dass sich der operative Free Cashflow auch 2020 wieder im positiven Terrain bewegt und eine zweistellige Mio.-EUR-Größe erreicht wird. Die Unwägbarkeiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie sind allerdings sehr hoch. Aufgrund der Werksschließungen zahlreicher Hersteller ist auch mit Beeinträchtigungen des Cashflows zu rechnen, die sich aber vor dem Hintergrund der erheblichen Unsicherheiten und der hohen Dynamik derzeit nicht hinreichend verlässlich und genau ermitteln lassen.
Mittelfristig plant der Konzern mit einem positiven operativen Free Cashflow.
Rückläufige Nettofinanzverbindlichkeiten
Im vergangenen Jahr konnte ElringKlinger seine Laufzeitenstruktur durch den Konsortialkredit deutlich verbessern. Gleichzeitig nutzte der Konzern den signifikant positiven operativen Free Cashflow, um die Nettofinanzverbindlichkeiten erkennbar zu reduzieren. Daneben wurde das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr geringfügig beeinträchtigt. Insgesamt konnte dadurch das Verhältnis Nettofinanzverbindlichkeiten (Net Debt) zu EBITDA erkennbar auf 3,3 reduziert werden.
Auch für das laufende Jahr erwartet der Konzern grundsätzlich einen positiven operativen Free Cashflow, den er im Wesentlichen für die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten zu nutzen plant. In Verbindung mit einer Ergebnislage auf Vorjahresniveau ging der Konzern daher zunächst von einer leichten Verbesserung gegenüber dem Vorjahr aus. Aufgrund von Werksschließungen der Hersteller im Zuge der Coronavirus-Pandemie musste jedoch auch ElringKlinger seine Produktion bedarfsorientiert anpassen. Vor dem Hintergrund der erheblichen Unsicherheiten und der hohen Dynamik lassen sich die ökonomischen Auswirkungen auf den Konzern derzeit nicht hinreichend verlässlich und genau ermitteln lassen. Mittelfristig wird aufgrund der umfangreichen Maßnahmen unverändert mit einem Verhältnis von unter 2,0 gerechnet.
Für die Eigenkapitalquote legt der Konzern kurz- und mittelfristig weiterhin ein Zielspektrum von 40 bis 50 % zugrunde, in dem er sich bereits seit mehreren Jahren bewegt.
Leichte Verbesserung der Gesamtkapitalrentabilität
Anhand des Returns on Capital Employed (ROCE) misst der Konzern die Gesamtkapitalrentabilität. Für das Berichtsjahr 2020 rechnet der Konzern aufgrund der erwarteten Ergebnislage und herausfordernden Marktbedingungen mit einer leicht verbesserten Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) gegenüber dem Vorjahresniveau. Mittelfristig ist geplant, die Gesamtkapitalrentabilität gegenüber den jeweiligen Vorperioden zu verbessern.
Segment Erstausrüstung
Das Segment Erstausrüstung steuert mit mehr als 80 % des Konzernumsatzes den größten Teil der Unternehmenserlöse bei. Beim Produktportfolio ist das Segment stark vom Automobilmarkt abhängig. Unter Berücksichtigung der Unwägbarkeiten der konjunkturgetriebenen Marktentwicklung, des hohen Rohstoffpreisniveaus und der Auswirkungen des Coronavirus ist daher von einer organischen Umsatzentwicklung auf dem Niveau der globalen Automobilproduktion auszugehen. Für die EBIT-Marge des Segments wird ein Wert unterhalb des Konzerndurchschnitts erwartet.
Segment Kunststofftechnik
Für das Geschäft mit Hochleistungskunststoffen wird mit weiterem Umsatzwachstum gerechnet. Diese Erwartung gründet sich auch auf der weiteren Erschließung des nordamerikanischen und des asiatischen Marktes. Die EBIT-Marge wird sich weiterhin auf einem Niveau deutlich über Konzerndurchschnitt bewegen.
Segment Ersatzteile
Durch den wachsenden Umsatz des Segments Erstausrüstung in den vergangenen Jahren in Nordamerika und China eröffnet sich größeres Potenzial für das Segment Ersatzteile mit seiner Marke "Elring - Das Original". Daher ist von einem leichten Umsatzwachstum auszugehen. Die EBIT-Marge wird weiterhin deutlich über dem Niveau des Konzerndurchschnitts liegen.
Muttergesellschaft ElringKlinger AG
Mit einem Umsatzanteil von mehr als einem Drittel nimmt die Muttergesellschaft ElringKlinger AG weiterhin eine wesentliche Rolle im Konzern ein. Dies wird sich auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Die Standorte der Muttergesellschaft werden neben dem grundsätzlich robusten klassischen Geschäft ein starkes Wachstum in den strategischen Zukunftsfeldern wie Elektromobilität und Strukturleichtbau verzeichnen. Am Standort in Thale wird die Herstellung eines Batteriesystems anlaufen, am Sitz der Konzernzentrale in Dettingen/Erms wurde ein Technologiezentrum errichtet, das auch für die Serienproduktion von Brennstoffzellenmodulen und -systemen vorbereitet wird. Insgesamt ist für die Muttergesellschaft 2020 mit einer Umsatzentwicklung ungefähr auf Marktniveau zu rechnen.
Der Auftragsbestand ist nach wie vor solide, auch wenn sich erste Einflüsse einer konjunkturellen Abschwächung abzeichnen. Zum Jahresultimo 2019 hatte die Gesellschaft Aufträge in Höhe von 391,3 Mio. EUR (31.12.2018: 399,2 Mio. EUR) im Bestand.
Positiven Effekten aus geplanten Kosteneinsparungen stehen neben den erwähnten konjunkturellen Effekten auch die anhaltend hohen Rohstoffpreise sowie die Ramp-up-Kosten für die Serienproduktion in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gegenüber. Insbesondere vor dem Hintergrund des erwarteten schwächeren Konjunkturverlaufs - auch unter dem Eindruck des Coronavirus - ist 2020 nicht mit Ergebnisverbesserungen zu rechnen. Vielmehr ist unter diesen Annahmen davon auszugehen, dass die operative Ergebnismarge ein Niveau unterhalb des Vorjahres erreichen wird.
Ausblick 2020
Die nachfolgende Tabelle spiegelt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 wider, wie der Konzern es ursprünglich bis zu den umfangreichen Werksschließungen zahlreicher Hersteller im Zuge der Coronavirus-Pandemie eingeschätzt hatte. Infolgedessen musste auch ElringKlinger seine Produktion bedarfsorientiert anpassen.
Die Dauer der Werksschließungen bei den Herstellern lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung ebenso wenig absehen wie mögliche Verschärfungen in den Folgewochen -auch von politischer Seite. Vor dem Hintergrund dieser erheblichen Unsicherheiten und der hohen Dynamik können die ökonomischen Auswirkungen auf den Konzern derzeit nicht hinreichend verlässlich und genau ermittelt werden.
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| Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen | Ist 2019 | |
|---|---|---|
| Umsatz | Organisches Wachstum ungefähr auf globalem Marktniveau, Annahme: Marktrückgang von mindestens 4 % | Organisch +0,5 % Markt: -5,6 % |
| EBIT | Marge vor Kaufpreisallokation ungefähr auf Vorjahresniveau | 3,7 % |
| ROCE | Leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr | 3,4 % |
| Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren | ||
| F&E-Kosten | Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) | 4,7 % |
| Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) | Unter 7 % des Konzernumsatzes | 5,3 % |
| Net Working Capital | Ungefähr auf Vorjahresniveau (in % des Konzernumsatzes) | 24,5 % |
| Operativer Free Cashflow | Positiv im zweistelligen Mio.-EUR-Bereich | 175,8 Mio. EUR |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme | 41,5 % |
| Net Debt/EBITDA | Verbesserung gegenüber Vorjahr | 3,3 |
Mittelfristige Ziele
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| Ist 2019 | ||
|---|---|---|
| Umsatz | Organisch überproportional zum globalen Marktwachstum | Organisch +0,5 % |
| EBIT | Sukzessive Verbesserung der Marge vor Kaufpreisallokation | 3,7 % |
| ROCE | Verbesserung gegenüber Vorjahr | 3,4 % |
| F&E-Kosten | Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) | 4,7 % |
| Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) | Fortführung des disziplinierten Ansatzes | 5,3 % |
| Net Working Capital | Rund 25 % des Konzernumsatzes | 24,5 % |
| Operativer Free Cashflow | Positiv | 175,8 Mio. EUR |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme | 41,5 % |
| Net Debt/EBITDA | Unter 2,0 | 3,3 |
Dettingen/Erms, den 25. März 2020
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Vorsitzender
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Bilanz zum 31. Dezember 2019 in TEUR
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
Aktiva
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 7.481 | 7.080 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 123 | 142 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 336 | 1.386 |
| 7.940 | 8.608 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 176.738 | 174.628 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 125.073 | 132.917 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 33.532 | 35.452 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.840 | 24.686 |
| 352.183 | 367.683 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 342.654 | 397.754 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 7.564 | 8.489 |
| 3. Beteiligungen | 24.699 | 24.699 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 645 | 438 |
| 375.562 | 431.380 | |
| 735.685 | 807.671 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 29.882 | 35.195 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 44.536 | 46.100 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 71.669 | 70.113 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 1.726 | 2.062 |
| 147.813 | 153.470 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 56.835 | 92.317 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 336.008 | 299.558 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 24.418 | 14.605 |
| 417.261 | 406.480 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 14.981 | 112 |
| 580.055 | 560.062 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.153 | 2.676 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | 435 | 0 |
| 1.319.328 | 1.370.409 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 |
| II. Kapitalrücklage | 120.827 | 120.827 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 3.013 | 3.013 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 365.726 | 365.726 |
| 368.739 | 368.739 | |
| IV. Bilanzverlust | -22.403 | -5.291 |
| 530.523 | 547.635 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 81.247 | 74.555 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.317 | 384 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 40.616 | 41.812 |
| C. Verbindlichkeiten | 124.180 | 116.751 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 519.444 | 599.535 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 12.075 | 6.409 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 53.745 | 44.803 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 40.427 | 28.362 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12 | 0 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 38.670 | 26.390 |
| - davon aus Steuern TEUR 2.895 (TEUR 3.352) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 38 (TEUR 57) | ||
| 664.373 | 705.499 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 252 | 524 |
| 1.319.328 | 1.370.409 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
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| in TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 709.124 | 720.457 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -2.414 | 4.846 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 214 | 337 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 12.483 | 46.853 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -273.726 | -297.232 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -25.891 | -28.973 |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -200.011 | -196.207 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -45.169 | -41.709 |
| davon für Altersversorgung TEUR -9.677 (TEUR -8.090) | ||
| 7. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -36.789 | -36.687 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | 0 | -24.200 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -108.452 | -118.558 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 30.255 (TEUR 34.959) | 30.255 | 34.959 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 625 (TEUR 676) | 656 | 698 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 7.294 (TEUR 5.161) | 7.342 | 5.210 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -55.181 | -53.541 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon an verbundene Unternehmen TEUR -449 (TEUR -307) | -16.014 | -12.198 |
| davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR -2.628 (TEUR -2.809) | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -13.313 | -9.164 |
| 15. Ergebnis nach Steuern | -16.886 | -5.109 |
| 16. Sonstige Steuern | -226 | -182 |
| 17. Jahresfehlbetrag | -17.112 | -5.291 |
| 18. Verlustvortrag | -5.291 | 0 |
| 19. Bilanzverlust | -22.403 | -5.291 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2019
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Sitz der ElringKlinger AG ist Dettingen/Erms. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 361242 eingetragen.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt. Des Weiteren sind einige Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Anlagevermögen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.
Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.
Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.
Der Firmenwert des im Jahr 2016 erworbenen Unternehmens Maier Formenbau GmbH wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.
Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein geringwertiger Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Anlagevermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen für die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Für die Ausleihungen erfolgt die Werthaltigkeitsüberprüfung anhand eines DCF-Verfahrens, dem ebenfalls die Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft zugrunde liegt. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.
Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Umlaufvermögen
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, Fremdkapitalkosten sind nicht berücksichtigt. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.
In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden neben dem rechtlichen auch das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.
Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2019 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf Basis eines Zinssatzes von 2,71 % (2018: 3,21 %). Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 3,00 % (2018: 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,25 % (2018: 1,00 %), ein Rententrend von 1,50 % (2018: 1,50 %) für Anwartschaften und 1,50 % (2018: 1,50 %) für laufende Renten und eine durchschnittliche Fluktuation von 2,25 % (2018: 2,00 %) zugrunde.
Die ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Als Deckungsvermögen dient eine Rückdeckungsversicherung, die zweckexklusiv, verpfändet und insolvenzgeschützt ist. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs entspricht dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).
Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,57 % (2018: 0,81 %), eines Einkommenstrends von 3,00 % (2018: 3,00 %) sowie auf der Grundlage der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Als Deckungsvermögen für die Altersteilzeitverpflichtungen wurde der zweckexklusive, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 7. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Vermögenstreuhänder e.V., Dettingen/Erms, sowie dem ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V., Dettingen/Erms, identifiziert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs.
Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der "Projected Unit Credit Method" unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 1,97 % (2018: 2,32 %) sowie auf der Grundlage der HEUBECK-RICHTTAFELN 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Daneben wurden ein Gehaltstrend von 3,00 % (2018: 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,25 % (2018: 1,00 %), eine Inflationsrate von 1,50 % (2018: 1,50 %), eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 2,25 % (2018: 2,00 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung von 2,00 % (2018: 2,00 %) berücksichtigt.
In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und alle ungewissen Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Pensionsrückstellungen sind mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre abgezinst.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.
Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.
Latente Steuern
Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 28,7 % (2018: 28,6 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,7 % (2018: 28,6 %) zugrunde. Dieser berücksichtigt die Verhältnisse, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden und setzt sich aus 15,8 % (2018: 15,8 %) für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,9 % (2018: 12,8 %) für die Gewerbesteuer zusammen. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 367 % (2018: 366 %).
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind diesem Anhang als Anlage beigefügt.
Unter Finanzanlagen sind, neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.
Bei den Wertansätzen des Sachanlagevermögens wurden im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen (2018: TEUR 228).
Bei den Wertansätzen der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von TEUR 55.181 (2018: TEUR 32.100) vorgenommen. Die Veränderung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist darüber hinaus durch die Einzahlung in das Stammkapital einer in 2018 gegründeten Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 81 begründet (2018: TEUR 35.702 durch Kapitalerhöhung und Neugründung sowie TEUR 34.402 durch Veräußerungen). Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen keine (2018: TEUR 0).
Bei den Wertansätzen der Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen vorgenommen (2018: TEUR 17.100).
Bei den Wertansätzen der Beteiligungen wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen (2018: TEUR 4.326).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 301.746 (2018: TEUR 267.203) den Finanzverkehr. Auf diese Forderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 0 (2018: TEUR 24.200) vorgenommen. Diese wurden im Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" erfasst. Zuschreibungen ergaben sich bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 878 (2018: TEUR 0). Die Zuschreibungen wurden unter den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen unverändert Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2019 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 2.812 (2018: TEUR 2.868) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 HGB, die zum Ausweis des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung geführt haben, sind bei der Erläuterung der Altersteilzeitverpflichtungen aufgeführt.
Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 31.12.2018 | Dividende | Gewinnrücklagen | Jahresfehlbetrag | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 0 | 0 | 0 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 120.827 | 0 | 0 | 0 | 120.827 |
| Gewinnrücklagen | 368.739 | 0 | 0 | 0 | 368.739 |
| Bilanzverlust | - 5.291 | 0 | 0 | - 17.112 | - 22.403 |
| 547.635 | 0 | 0 | - 17.112 | 530.523 |
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2019 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2022 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
| ― | um Spitzenbeträge auszugleichen; |
| ― | wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. |
Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2019 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (2018: TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 365.726 (2018: TEUR 365.726).
Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzverlust am 31. Dezember 2018 | - 5.291 |
| Gewinnausschüttung für 2018 | 0 |
| Verlustvortrag | - 5.291 |
| Jahresfehlbetrag 2019 | - 17.112 |
| Bilanzverlust am 31. Dezember 2019 | - 22.403 |
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 81.247 (2018: TEUR 74.555).
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 10.981 (2018: TEUR 12.031). Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Diese Ausschüttungssperre kommt aufgrund ausreichend vorhandener frei verfügbarer Rücklagen derzeit nicht zum Tragen.
Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 12.372 (2018: TEUR 7.711) wurden in Höhe von TEUR 4.416 (2018: TEUR 2.982) mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigt die Anschaffungskosten, es verbleibt ein Betrag in Höhe von TEUR 66 (2018: TEUR 17), der gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt. Diese Ausschüttungssperre kommt aufgrund ausreichend vorhandener frei verfügbarer Rücklagen derzeit nicht zum Tragen. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 4.350 (2018: TEUR 2.965). Der Ertrag aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den höheren Zeitwert beträgt TEUR 49 (2018: TEUR 30) und wird im Zinsaufwand ausgewiesen.
Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB werden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.386 (2018: TEUR 1.879) nicht in der Bilanz ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 21.094 | 25.265 |
| Ausstehende Lieferantenrechnungen | 7.346 | 5.870 |
| Nicht abgerechnete Bonusgutschriften | 3.779 | 3.252 |
| Drohende Verluste aus Kundengeschäften | 2.872 | 2.539 |
| Derivatrisiken | 1.210 | 165 |
| Ausstehende Kundengutschriften | 990 | 1.202 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 971 | 1.413 |
| Forderungsverkauf | 448 | 0 |
| Prüfungskosten | 404 | 343 |
| Werbekostenzuschuss | 337 | 311 |
| Aufbewahrungspflicht | 224 | 215 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 204 | 298 |
| Prozesskosten | 30 | 10 |
| Ausgleichsansprüche Handelsvertreter | 0 | 350 |
| Übrige Risiken | 707 | 579 |
| Gesamt | 40.616 | 41.812 |
In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.092 (2018: TEUR 4.987) enthalten. Der Erfüllungsrückstand für die Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 2.236 (2018: TEUR 2.325) wurde in Höhe von TEUR 2.671 (2018: TEUR 2.555) mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 2.671 (2018: TEUR 2.555). Für 2019 ergeben sich keine Erträge aus dem Deckungsvermögen (2018: TEUR 0,1) und keine Aufwendungen aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert (2018: TEUR 6). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen und der Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert wurden im Vorjahr im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen. Der im Zinsaufwand ausgewiesene Betrag aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 26 (2018: TEUR 41).
Verbindlichkeiten
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| TEUR | davon mit einer Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag zum 31.12.2019 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahren | davon besichert | Gesamtbetrag zum 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 519.444 | 80.501 | 411.825 | 8.251 | 599.535 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 12.075 | 12.075 | 0 | 0 | 0 | 6.409 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 53.745 | 53.745 | 0 | 0 | 0 | 44.803 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 40.427 | 31.168 | 9.259 | 0 | 0 | 28.362 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 12 | 12 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 38.670 | 36.282 | 2.388 | 0 | 0 | 26.389 |
| 664.373 | 213.783 | 423.472 | 27.118 | 8.251 | 705.499 |
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| TEUR | davon mit einer Restlaufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag zum 31.12.2018 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahren | davon besichert | Gesamtbetrag zum 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 599.535 | 234.135 | 228.122 | 137.278 | 9.356 | 541.332 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.409 | 6.409 | 0 | 0 | 0 | 3.788 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 44.803 | 44.803 | 0 | 0 | 0 | 34.411 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 28.362 | 19.103 | 9.259 | 0 | 0 | 21.450 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26.389 | 18.918 | 7.471 | 0 | 0 | 22.503 |
| 705.499 | 323.369 | 244.852 | 137.278 | 9.356 | 623.484 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 8.251 (2018: TEUR 9.356) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen in Höhe von 130 Mio. EUR einen Konsortialkredit mit einem Bankenkonsortium aus sieben nationalen und internationalen Banken. Die Vereinbarung umfasst ein Volumen von insgesamt 350 Mio. EUR über eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 40.812 (2018: TEUR 27.392) den Finanzverkehr sowie in Höhe von TEUR 1.607 (2018: TEUR 4.848) mit Verbindlichkeiten verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.222 (2018: TEUR 5.818).
Latente Steuern
Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.
Der aktive latente Steuerüberhang in Höhe von TEUR 3.243 (2018: TEUR 698) resultiert aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,7 % (2018: 28,6 %) zugrunde gelegt.
Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.
Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu latenten Steuern führen, resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 29 | 59 |
| Sachanlagen | 9.554 | 10.851 |
| Finanzanlagen | 842 | 907 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 1.728 | 1.110 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 20 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 19 |
| Gesamt | 12.156 | 12.966 |
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Vorräte | 685 | 692 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 0 | 0 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 479 | 79 |
| Rückstellungen für Pensionen | 10.931 | 9.175 |
| Sonstige Rückstellungen | 3.249 | 3.716 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 27 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1 | 1 |
| Gesamt | 15.399 | 13.664 |
| Latente Steueransprüche netto | 3.243 | 698 |
Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Saldo |
|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 13.664 | -12.966 | 698 |
| 31.12.2019 | 15.399 | -12.156 | 3.243 |
| Veränderung | 1.735 | 810 | 2.545 |
Haftungsverhältnisse
Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 118.839 (2018: TEUR 116.292), davon für verbundene Unternehmen TEUR 118.839 (2018: TEUR 116.292).
Des Weiteren hat sich die ElringKlinger AG bereit erklärt, für die von vier Tochterunternehmen (EKT, EKM, EKKW und EKLS) bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.
Die ElringKlinger AG hat sich gegenüber weiteren Tochtergesellschaften verpflichtet, diese mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie ihren Betrieb aufrechterhalten und ihren Verpflichtungen nachkommen können.
Zugunsten der ElringKlinger (Great Britain) Ltd., der hofer powertrain products UK limited und der Elring Parts Ltd. wurde eine Garantieerklärung abgegeben, um die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung gemäß des britischen Companies Act 2006 in Anspruch zu nehmen. Die Garantieerklärung umfasst alle zum Ende des Geschäftsjahres 2019 bestehenden Verpflichtungen und gilt bis zur vollständigen Erfüllung der Verpflichtungen.
Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung der begünstigten Unternehmen wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.
Außerbilanzielle Geschäfte Verbriefung von Forderungen
Zur Liquditätssteuerung und Optimierung des Working Capitals verkaufte die ElringKlinger AG im Rahmen eines ABCP-Programms (Asset Backed Commercial Papers) einen Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein strukturiertes Unternehmen. Der Verkauf erfolgt revolvierend zum Nennwert der Forderungen abzüglich variabler Reserven.
Die verkauften Forderungen werden in Höhe der zurückbehaltenen Ausfallrisiken sowie der damit verbundenen Verbindlichkeiten bilanziert.
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| TEUR | 2019 |
|---|---|
| Buchwert der zum 31.12.2019 verkauften Forderungen | 46.376 |
| Buchwert der zurückbehaltenen Risiken und Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit den übertragenen Forderungen (sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände) | 12.197 |
| Erhaltene Kundenzahlungen für verkaufte Forderungen, die noch nicht an das strukturierte Unternehmen weitergeleitet wurde (sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten) | 12.194 |
Das zugesagte Finanzierungsvolumen unter dem ABCP-Programm beträgt 100 Mio. EUR.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| 2019 TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Strom- und Gaslieferverträge | 22.637 | 11.451 | 11.186 | 0 |
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 4.035 | 2.109 | 1.900 | 26 |
| 22.672 | 13.560 | 13.086 | 26 |
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| 2018 TEUR |
Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Strom- und Gaslieferverträge | 28.497 | 9.802 | 18.695 | 0 |
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 4.929 | 2.423 | 2.458 | 48 |
| 33.426 | 12.225 | 21.153 | 48 |
Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen mit Tochtergesellschaften finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.836 (2018: TEUR 1.411).
Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 27.899 (2018: 25.466).
Ein Mitgesellschafter hat ein Andienungsrecht über sämtliche Restanteile der Joint Venture Gesellschaften.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Aufteilung nach geographischen Märkten:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Deutschland | 241.840 | 254.445 |
| Übriges Europa | 308.623 | 305.844 |
| Nordamerika | 73.469 | 77.313 |
| Asien - Pazifik | 59.643 | 57.467 |
| Rest der Welt | 25.549 | 25.388 |
| Gesamtumsatz | 709.124 | 720.457 |
Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 550.743 (2018: TEUR 574.756), auf Ersatzteile mit TEUR 158.255 (2018: TEUR 145.403) sowie auf Gewerbeparks mit TEUR 126 (2018: TEUR 298).
Sonstige betriebliche Erträge
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus Anlagenabgängen | 394 | 29.816 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.439 | 654 |
| Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen | 236 | 488 |
| Summe periodenfremde Erträge | 2.069 | 30.957 |
| Erträge aus Zuschüssen der öffentlichen Hand | 3.386 | 4.560 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 208 | 2.519 |
| Erträge aus Währungsdifferenzen | 5.450 | 8.444 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.370 | 373 |
| Gesamt | 12.483 | 46.853 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 878 (2018: TEUR 0) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Dienstleistungen | 44.146 | 43.359 |
| Reparatur und Reinigung | 20.149 | 20.246 |
| Sondereinzelkosten des Vertriebs | 13.839 | 13.711 |
| Verwaltungs- und Reisekosten | 12.388 | 16.013 |
| Mieten und Mietnebenkosten | 4.829 | 4.794 |
| Sonstige Personalkosten | 3.104 | 4.262 |
| Wagnisaufwendungen | 988 | 3.136 |
| Übrige Aufwendungen | 9.009 | 13.037 |
| Gesamt | 108.452 | 118.558 |
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 952 (2018: TEUR 1.906) enthalten, davon aus Anlagenabgängen TEUR 764 (2018: TEUR 1.878) und aus Forderungsausfällen TEUR 188 (2018: TEUR 28). Die übrigen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungen aus realisierten und nicht realisierten Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 7.399 (2018: TEUR 7.714).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 1.805 (2018: TEUR 20) periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Erträge) enthalten.
Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 69 (2018: TEUR 82) enthalten.
Sonstige Angaben Beschäftigtenzahl
Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 1.340 | 1.219 |
| Angestellte | 1.893 | 1.856 |
| 3.233 | 3.075 | |
| Auszubildende | 137 | 131 |
| 3.370 | 3.206 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100 %-igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.
Mit nicht in 100 %-igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2019 folgende Geschäftsvorfälle:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und sonstige Umsatzerlöse | 3.591 | 5.522 |
| Lizenzerlöse | 2.291 | 2.520 |
| Werkzeugerlöse | 751 | 348 |
| Erbrachte Dienstleistungen und sonstige Erträge | 5.675 | 3.163 |
| Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand | 9.820 | 7.548 |
| Zinserträge | 326 | 74 |
| Zinsaufwendungen | 262 | 257 |
| Erträge aus Beteiligungen | 5.613 | 8.310 |
| Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag | 30.114 | 14.883 |
| Andere Forderungen am Bilanzstichtag | 2.956 | 2.336 |
| Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag | 27.686 | 10.892 |
| Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag | 493 | 282 |
Zudem bestehen
| ― | eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Der verstorbene Prof. Walter H. Lechler war maßgeblich an der ElringKlinger AG beteiligt und hat die Lechler GmbH beherrscht. Die testamentarischen Verfügungen von Herrn Prof. Lechler über die von ihm gehaltenen Gesellschaftsanteile sind derzeit noch nicht abschließend umgesetzt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 52 (2018: TEUR 42). Offene Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10 (2018: TEUR 10). |
| ― | ein Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 12.000 (2018: TEUR 17.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 mit unbestimmter Laufzeit wird zu einem Zinssatz von 2,10 % p. a. verzinst. Ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,90 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2020. |
Derivative Finanzinstrumente
Zur Reduzierung des Wechselkursrisikos wurden im September 2019 ein Zins-Währungsswap in CHF (Nominalwert TEUR 25.977) und ein Zins-Währungsswap in USD (Nominalwert TEUR 63.956) abgeschlossen. Zum Abschlussstichtag ergab sich aus der Bewertung der Kontrakte ein positiver Marktwert in Höhe von TEUR 832 aus dem Zins-Währungsswap in USD sowie ein negativer Marktwert in Höhe von TEUR 1.210 aus dem Zins-Währungsswap in CHF. In Höhe des negativen Marktwertes wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte erfolgte unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).
Zur Reduzierung des Nickelpreis-Risikos wurden bis September 2019 Finanzderivate eingesetzt. Zum 30. September 2019 wurde die bestehende Drohverlustrückstellung aus der Bewertung des Nickel-Sicherungskontrakts vollständig aufgelöst.
Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat
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| Klaus Eberhardt | Selbstständiger Berater, Lindau |
| Lindau, Vorsitzender | Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: |
| a) MTU Aero Engines AG, München | |
| b) n.a. | |
| Markus Siegers * | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms |
| Nürtingen, Stellvertretender Vorsitzender | |
| Nadine Boguslawski * | Erste Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart, Stuttgart |
| Stuttgart | Mandate: |
| a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd | |
| Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe Mercedes-Benz AG, Stuttgart | |
| b) n.a. | |
| Armin Diez * Lenningen | Vice President Battery Technology & E-Mobility der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms Mandate: |
| a) n.a. | |
| b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart | |
| Pasquale Formisano * | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik |
| Vaihingen an der Enz | GmbH, Bietigheim-Bissingen |
| Rita Forst | Selbstständige Beraterin, Dörsdorf |
| Dörsdorf | Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim |
| Mandate: | |
| a) NORMA Group SE, Maintal | |
| b) AerCap Holdings N.V., Dublin, Irland Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co.KG, München | |
| Andreas Wilhelm Kraut Rottenburg | Vorstand und CEO der Bizerba SE & Co. KG, Balingen |
| Gerald Müller * Reutlingen | Gewerkschaftssekretär der IG Metall Reutlingen-Tübingen, Reutlingen |
| Paula Monteiro-Munz * Grabenstetten | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden |
| Gabriele Sons | Rechtsanwältin, Berlin |
| Berlin | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der thyssenkrupp Elevator AG, Essen |
| Mandate: | |
| a) n.a. | |
| b) Verwaltungsrat TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V., Köln | |
| Manfred Strauß | Geschäftsführender Gesellschafter der |
| Stuttgart | M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: |
| a) n.a. | |
| b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart | |
| Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart | |
| Lechler GmbH, Metzingen | |
| Eroca AG, Basel, Schweiz |
* Vertreter der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG
Bezüge des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 589 (2018: TEUR 672). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2018: TEUR 4) erstattet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| TEUR | Fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Klaus Eberhardt | 70 | 68 | 30 | 44 | 100 | 112 |
| Markus Siegers | 46 | 44 | 23 | 33 | 69 | 77 |
| Nadine Boguslawski | 25 | 23 | 15 | 22 | 40 | 45 |
| Armin Diez | 29 | 28 | 15 | 22 | 44 | 50 |
| Pasquale Formisano | 24 | 24 | 15 | 22 | 39 | 46 |
| Rita Forst | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Andreas Wilhelm Kraut | 23 | 24 | 15 | 22 | 38 | 46 |
| Gerald Müller | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Paula Monteiro-Munz | 29 | 28 | 15 | 22 | 44 | 50 |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs | 25 | 24 | 15 | 22 | 40 | 46 |
| Gabriele Sons | 33 | 32 | 15 | 22 | 48 | 54 |
| Manfred Strauß | 32 | 32 | 15 | 22 | 47 | 54 |
| Gesamtvergütung | 386 | 375 | 203 | 297 | 589 | 672 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.
Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender | verantwortlich für die Konzerngesellschaften, die Zentralbereiche Recht & Compliance, Personal, Investor Relations, Business Development, Strategische Kommunikation, Marketing und Kommunikation und Vertrieb Erstausrüstung und den Geschäftsbereich Ersatzteile. |
| Theo Becker, Metzingen | verantwortlich für den Geschäftsbereich Batterietechnologie & E-Mobility, Antriebsstrang sowie die Zentralbereiche Neue Geschäftsfelder, Einkauf, Immobilien- & Gebäudemanagement sowie die Werkzeugtechnologie. |
| Reiner Drews, Dettingen/Erms | verantwortlich für die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Spezialdichtungen und Zylinderkopfdichtungen sowie die Zentralbereiche Produktion, Qualitäts- und Umweltmanagement und die Werke der ElringKlinger AG. |
| Thomas Jessulat, Stuttgart | verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, Logistik sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks. |
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
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| Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender | Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen und Mitglied im Aufsichtsrat der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) KöR, Stuttgart |
| Theo Becker, Metzingen | Mitglied im Aufsichtsrat der BLANC & FISCHER Familienholding GmbH, Oberderdingen |
| Thomas Jessulat, Stuttgart | Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen |
Bezüge des Vorstands
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 3.903 (2018: TEUR 4.231).
Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands entwickelten sich wie folgt:
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| 2019 TEUR |
31.12.2018 | Veränderung | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|
| Dr. Stefan Wolf | 4.149 | 592 | 4.741 |
| Theo Becker | 3.047 | 415 | 3.462 |
| Thomas Jessulat | 414 | 200 | 614 |
| Reiner Drews | 100 | 172 | 272 |
| Gesamt | 7.710 | 1.379 | 9.089 |
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| 2018 TEUR |
31.12.2017 | Veränderung | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Dr. Stefan Wolf | 3.611 | 538 | 4.149 |
| Theo Becker | 2.716 | 331 | 3.047 |
| Thomas Jessulat | 229 | 185 | 414 |
| Reiner Drews | 0 | 100 | 100 |
| Gesamt | 6.556 | 1.154 | 7.710 |
Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 13.710 (2018: TEUR 13.072) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 890 (2018: TEUR 869).
Honorare des Abschlussprüfers
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| 2019 | |
|---|---|
| Abschlussprüfung | 644 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 33 |
| 677 |
Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten die Honorare für die gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung. Die Sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen Honorare für prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Berichterstattung und Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit.
Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Zum Bilanzstichtag 2019 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:
1. Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
ElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 72581 Dettingen/Erms Deutschland
2. Grund der Mitteilung
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| x | Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten |
| Erwerb/Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls. |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: H.K.L. Holding Stiftung Registrierter Sitz und Staat: Vaduz, Liechtenstein
4. Namen der Aktionäre mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
5. Datum der Schwellenberührung: 20.07.2018
6. Gesamtstimmrechtsanteile
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| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 5,13 % | % | 5,13 % | 63.359.990 |
| letzte Mitteilung | 4,941 % | n.a. % | n.a. % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
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| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007856023 | 3.250.000 | 5,13 % | % | |
| Summe | 3.250.000 | 5,13 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| % | ||||
| Summe | % |
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|---|
| 0 % | |||||
| Summe | % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
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| X | Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). |
| Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher | Instrumente in %, wenn 5 % oder höher | Summe in %, wenn 5 % oder höher |
|---|---|---|---|
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
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| Datum der Hauptversammlung: | |
| Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: | % (entspricht Stimmrechten) |
10. Sonstige Erläuterungen:
2. Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
ElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 72581 Dettingen/Erms Deutschland
2. Grund der Mitteilung
scroll
| Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb/Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| x | Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls. |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: Lechler Stiftung Registrierter Sitz und Staat: Stuttgart, Deutschland
4. Namen der Aktionäre mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
KWL Beteiligungs-GmbH Lechler GmbH
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH
5. Datum der Schwellenberührung: 17.05.2018
6. Gesamtstimmrechtsanteile
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| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 52,04 % | 0 % | 52,04 % | 63.359.990 |
| letzte Mitteilung | 29,981 % | 0 % | 29,981 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
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| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007856023 | 627.380 | 32.345.254 | 0,99 % | 51,05 % |
| Summe | 32.972.634 | 52,04 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
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| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
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| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher | Instrumente in %, wenn 5 % oder höher | Summe in %, wenn 5 % oder höher |
|---|---|---|---|
| Lechler Stiftung | % | % | % |
| KWL BeteiligungsGmbH | 51,05 % | % | 51,05 % |
| Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH | 51,05 % | % | 51,05 % |
| Eroca AG | 51,05 % | % | 51,05 % |
| % | % | % | |
| Lechler Stiftung | % | % | % |
| KWL BeteiligungsGmbH | 51,05 % | % | 51,05 % |
| Lechler GmbH | 10,013 % | % | 10,013 % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). | |
| X | Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
scroll
| Datum der Hauptversammlung: | |
| Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: | % (entspricht Stimmrechten) |
10. Sonstige Erläuterungen:
Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.
3. Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten ElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 72581 Dettingen/Erms Deutschland
2. Grund der Mitteilung
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| Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb/Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| x | Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.. |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: Stiftung Klaus Lechler Registrierter Sitz und Staat: Basel, Schweiz
4. Namen der Aktionäre mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
KWL Beteiligungs-GmbH Lechler GmbH
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH
5. Datum der Schwellenberührung: 17.05.2018
6. Gesamtstimmrechtsanteile
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| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 51,05 % | 0 % | 51,05 % | 63.359.990 |
| letzte Mitteilung | 29,01 % | 0 % | 29,01 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
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| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007856023 | 0 | 32.345.254 | 0 % | 51,05 % |
| Summe | 32.345.254 | 51,05 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). | |
| X | Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
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| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher | Instrumente in %, wenn 5 % oder höher | Summe in %, wenn 5 % oder höher |
|---|---|---|---|
| Stiftung Klaus Lechler | % | % | % |
| Elrena GmbH | 51,05 % | % | 51,05 % |
| Elrega GmbH | % | % | % |
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
scroll
| Datum der Hauptversammlung: | |
| Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: | % (entspricht Stimmrechten) |
10. Sonstige Erläuterungen:
Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.
4. Stimmrechtsmitteilung
1. Angaben zum Emittenten
ElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 72581 Dettingen/Erms Deutschland
2. Grund der Mitteilung
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| Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten | |
| Erwerb/Veräußerung von Instrumenten | |
| Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte | |
| x | Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügung von Walter H. Lechler unter Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls. |
3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: Klaus Lechler Familienstiftung Registrierter Sitz und Staat: Neuhausen a.d. Fildern, Deutschland
4. Namen der Aktionäre mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.
KWL Beteiligungs-GmbH Lechler GmbH
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH
5. Datum der Schwellenberührung: 17.05.2018
6. Gesamtstimmrechtsanteile
scroll
| Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) | Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) | Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) | Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten | |
|---|---|---|---|---|
| neu | 51,05 % | 0 % | 51,05 % | 63.359.990 |
| letzte Mitteilung | 29,01 % | 0 % | 29,01 % | / |
7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen
a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)
scroll
| ISIN | absolut | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | direkt (§ 33 WpHG) | zugerechnet (§ 34 WpHG) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| DE0007856023 | 0 | 32.345.254 | 0 % | 51,05 % |
| Summe | 32.345.254 | 51,05 % |
b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG
scroll
| Art des Instruments | Fälligkeit / Verfall | Ausübungszeitraum / Laufzeit | Barausgleich oder physische Abwicklung | Stimmrechte absolut | Stimmrechte in % |
|---|---|---|---|---|---|
| n/a | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 % |
| Summe | % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| Unternehmen | Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher | Instrumente in %, wenn 5 % oder höher | Summe in %, wenn 5 % oder höher |
|---|---|---|---|
| Klaus Lechler Familienstiftung | % | % | % |
| Inlovo GmbH | % | % | % |
| Lechler Beteiligungs-GmbH | 51,05 % | % | 51,05 % |
8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen
scroll
| Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.). | |
| X | Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen: |
9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG
(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)
scroll
| Datum der Hauptversammlung: | |
| Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: | % (entspricht Stimmrechten) |
10. Sonstige Erläuterungen:
Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs GmbH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.
5. Stimmrechtsmitteilung
Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 22.12.2006 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,9998958 % (das entspricht 959980 Stimmrechten) betragen hat.
6. Stimmrechtsmitteilung
Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Mitteilungspflichtige:
1. Eroca AG, Basel, Schweiz
2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland
Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Eroca AG, der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH und der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Folgendes mit:
1. Eroca AG
Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der Eroca AG 19,80 % (12.546.652 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Eroca AG Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Elrena GmbH |
| ― | LechIer Beteiligungs GmbH |
2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,23 % (12.181.215 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG |
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Elrena GmbH |
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
3. KWL Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,78 % (6.197.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 28,43 % (18.010.351 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Dabei werden von den 28,43 %, die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet werden, 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG |
| ― | Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH |
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Elrena GmbH |
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH
Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwelle von 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,997 % (19.006.168 Stimmrechte).
Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,79 % (6.200.573 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.
Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG |
| ― | Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH |
| ― | KWL Beteiligungs-GmbH |
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Elrena GmbH |
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
7. Stimmrechtsmitteilung
Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Mitteilungspflichtige:
1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland
2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland
Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH Folgendes mit:
1. Lechler Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der Lechler Beteiligungs-GmbH 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, wurden dabei der Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Elrena GmbH |
2. INLOVO GmbH
Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der INLOVO GmbH 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der INLOVO GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der INLOVO GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Elrena GmbH |
8. Stimmrechtsmitteilung
Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Mitteilungspflichtige:
1. Elrena GmbH, Basel, Schweiz
2. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz
Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Stiftung Klaus Lechler Folgendes mit:
1. Elrena GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der Elrena GmbH 0,02 % (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
2. Stiftung Klaus Lechler
Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).
Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,76 % (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Die der Stiftung Klaus Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Elrena GmbH |
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Stiftung Klaus Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:
| ― | Eroca AG |
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH |
9. Stimmrechtsmitteilung
Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28.12.2012 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127 % (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.
10. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:
"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697 % (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind mir 10,394 % (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen."
Konsolidierungskreis
Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 7. Februar 2017 abgegeben und am 29. November 2019 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Nachtragsbericht
Das Coronavirus, das sich seit Jahresbeginn 2020 ausbreitet und weltweit zu besonderen Schutzmaßnahmen der Bevölkerung, zu Produktionsstilllegungen und unterbrochenen Lieferketten führt, stellt die globale Wirtschaft vor große Herausforderungen. Zahlreiche Automobilhersteller lassen ihre Produktion an vielen ihrer Standorte ruhen oder haben Stilllegungen angekündigt. Aufgrund dessen hat der Vorstand der ElringKlinger AG in Abstimmung mit dem Konzernbetriebsrat beschlossen, die Produktion des Konzerns bedarfsorientiert anzupassen. Betroffen sind vor allem die europäischen und nordamerikanischen Standorte sowie das indische und das brasilianische Werk. Die Produktion wird entweder eingeschränkt, beispielsweise werden in Deutschland alle notwendigen Vorbereitungen für Kurzarbeit getroffen, oder auch vorübergehend unterbrochen. Finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG sind wahrscheinlich, jedoch in ihrem Ausmaß zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht abzuschätzen.
Nach dem Bilanzstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.
Dettingen/Erms, 25. März 2020
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Vorsitzender
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 TEUR |
Zugänge TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2019 TEUR |
1.1.2019 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 28.379 | 1.740 | 1.362 | 528 | 30.953 | 21.299 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.990 | 0 | 0 | 0 | 1.990 | 1.848 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 1.386 | 312 | -1.362 | 0 | 336 | 0 |
| 31.755 | 2.052 | 0 | 528 | 33.279 | 23.147 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 250.713 | 7.225 | 6.963 | 6.536 | 258.365 | 76.085 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 460.540 | 10.585 | 3.145 | 9.975 | 464.295 | 327.623 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 133.247 | 4.786 | 1.029 | 3.159 | 135.903 | 97.795 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 24.686 | 3.291 | -11.137 | 0 | 16.840 | 0 |
| 869.186 | 25.887 | 0 | 19.670 | 875.403 | 501.503 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 444.431 | 81 | 0 | 0 | 444.512 | 46.677 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 25.589 | 0 | 0 | 925 | 24.664 | 17.100 |
| 3. Beteiligungen | 29.025 | 0 | 0 | 0 | 29.025 | 4.326 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 453 | 200 | 0 | 0 | 653 | 15 |
| 499.498 | 281 | 0 | 925 | 498.854 | 68.118 | |
| 1.400.439 | 28.220 | 0 | 21.123 | 1.407.536 | 592.768 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Zuschreibungen TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2019 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 2.698 | 0 | 0 | 525 | 23.472 | 7.481 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 19 | 0 | 0 | 0 | 1.867 | 123 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 336 |
| 2.717 | 0 | 0 | 525 | 25.339 | 7.940 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 5.997 | 0 | 0 | 455 | 81.627 | 176.738 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 20.480 | 0 | 30 | 8.911 | 339.222 | 125.073 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.595 | 0 | -30 | 2.989 | 102.371 | 33.532 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16.840 |
| 34.072 | 0 | 0 | 12.355 | 523.220 | 352.183 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 55.181 | 0 | 0 | 0 | 101.858 | 342.654 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.100 | 7.564 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.326 | 24.699 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 7 | 0 | 0 | 8 | 645 |
| 55.181 | 7 | 0 | 0 | 123.292 | 375.562 | |
| 91.970 | 7 | 0 | 12.880 | 671.851 | 735.685 |
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| Buchwerte | |
|---|---|
| 31.12.2018 TEUR |
|
| --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 7.080 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 142 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 1.386 |
| 8.608 | |
| II. Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke und Bauten | 174.628 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 132.917 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 35.452 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 24.686 |
| 367.683 | |
| III. Finanzanlagen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 397.754 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.489 |
| 3. Beteiligungen | 24.699 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 438 |
| 431.380 | |
| 807.671 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2019 und Konsolidierungskreis
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
HB I Eigenkapital in TLW |
HB I Ergebnis in TLW |
Landeswährung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EKAG | ElringKlinger AG | Dettingen/Erms | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland | ||||||
| KMBH | Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 | 21 | 1 | EUR |
| EKM | Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | 92,86 | 5.428 | 403 | EUR |
| EKLS | ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg/Neckar | 96,00 | 4.800 | 418 | EUR |
| EKT | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 77,50 | 87.396 | 8.399 | EUR |
| HPPDE | hofer powertrain products GmbH | Nürtingen | 53,00 | -174 | -2.482 | EUR |
| EKKW | KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 | -896 | 329 | EUR |
| Ausland | ||||||
| EKAB | ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | 100,00 | -9.398 | -9.739 | CHF |
| EKGB | Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 100,00 | 22.501 | 1.081 | GBP |
| HPPUK | hofer powertain products UK Ltd. | Warwick (Großbritannien) | 53,00 | -3.871 | -2.575 | GBP |
| EKIT | ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | 100,00 | 14.463 | 50 | EUR |
| TPH | Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | 100,00 | 7.008.845 | 4.170.227 | HUF |
| EKHU | ElringKlinger Hungary Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | 100,00 | 9.030 | -1.681.295 | HUF |
| EP | Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 100,00 | 5.220 | 1.113 | GBP |
| EKSA | Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 100,00 | 21.862 | 4.964 | EUR |
| EKTR | ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.§. | Bursa (Türkei) | 100,00 | 131.515 | 62.770 | TRY |
| EKFR | ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | 100,00 | 4.141 | -3.093 | EUR |
| EKAT | ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH | Wels (Österreich) | 100,00 | 100 | 103 | EUR |
| EKSV | ElringKlinger Silicon Valley, Inc. | Fremont (USA) | 100,00 | 1.209 | 6.025 | USD |
| HFS | HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | 100,00 | 12.365 | 1.187 | RON |
| EKCA | ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 100,00 | 47.342 | 4.765 | CAD |
| EKUS | ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | 100,00 | 10.614 | -38.616 | USD |
| EKAM | ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. | Southfield (USA) | 100,00 | -16.704 | 9.014 | USD |
| EKMI | ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. | Fort Wayne (USA) | 100,00 | 3.287 | 8.008 | USD |
| EKMX | Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 | 650.630 | 39.627 | MXN |
| EKAS | EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 | 113.387 | 14.263 | MXN |
| EKBR | Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 100,00 | 110.940 | 13.513 | BRL |
| EKZA | ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 100,00 | 31.038 | 9.429 | ZAR |
| EKIA | ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 100,00 | 1.980.495 | 110.255 | INR |
| CEK | Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 88,00 | 796.328 | 36.502 | CNY |
| EKKO | ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Gumi-si (Südkorea) | 100,00 | 3.854.943 | -111.358 | KRW |
| EKCI | ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 100,00 | 615.064 | 69.368 | CNY |
| EKCN | ElringKlinger Chongqing Ltd. | Chongqing (China) | 100,00 | 38.444 | -3.713 | CNY |
| EKTU | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc. 5) | Buford (USA) | 77,50 | 956 | 184 | USD |
| EKTC | ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd. 5) | Qingdao (China) | 77,50 | 35.387 | 6.303 | CNY |
| EKMA | ElringKlinger Marusan Corporation | Tokio (Japan) | 50,00 | 6.137.641 | 152.786 | JPY |
| EKMA MK | Marusan Kogyo Co., Ltd. 7) | Tokio (Japan) | 23,45 | 672.641 | 4.736 | JPY |
| EKIN | PT. ElringKlinger Indonesia 6) | Karawang (Indonesien) | 50,00 | 14.698.072 | 7.008.443 | IDR |
| EKTH | ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd. 6) | Bangkok (Thailand) | 50,00 | 27.147 | 14.259 | THB |
| Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert) Inland | ||||||
| HOFER | hofer AG 8) | Nürtingen | 24,71 | 77.608 | -1.101 | EUR |
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Stichtagskurs1 | Periodendurchschnittskurs2 | HB I Eigenkapital in TEUR3 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EKAG | ElringKlinger AG | Dettingen/Erms | EKAG | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland | ||||||
| KMBH | Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | KMBH | 1,0000 | 1,0000 | 21 |
| EKM | Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | EKM | 1,0000 | 1,0000 | 5.428 |
| EKLS | ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg/Neckar | EKLS | 1,0000 | 1,0000 | 4.800 |
| EKT | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | EKT | 1,0000 | 1,0000 | 87.396 |
| HPPDE | hofer powertrain products GmbH | Nürtingen | HPPDE | 1,0000 | 1,0000 | -174 |
| EKKW | KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | EKKW | 1,0000 | 1,0000 | -896 |
| Ausland | ||||||
| EKAB | ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | EKAB | 92,1319 | 89,9975 | -8.659 |
| EKGB | Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | EKGB | 117,5364 | 114,1728 | 26.447 |
| HPPUK | hofer powertain products UK Ltd. | Warwick (Großbritannien) | HPPUK | 117,5364 | 114,1728 | -4.549 |
| EKIT | ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | EKIT | 1,0000 | 1,0000 | 14.463 |
| TPH | Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | TPH | 0,3025 | 0,3070 | 21.205 |
| EKHU | ElringKlinger Hungary Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | EKHU | 0,3025 | 0,3070 | 27 |
| EP | Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | EP | 117,5364 | 114,1728 | 6.135 |
| EKSA | Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | EKSA | 1,0000 | 1,0000 | 21.862 |
| EKTR | ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.§. | Bursa (Türkei) | EKTR | 14,9604 | 15,7289 | 19.675 |
| EKFR | ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | EKFR | 1,0000 | 1,0000 | 4.141 |
| EKAT | ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH | Wels (Österreich) | EKAT | 1,0000 | 1,0000 | 100 |
| EKSV | ElringKlinger Silicon Valley, Inc. | Fremont (USA) | EKSV | 89,0155 | 89,3296 | 1.076 |
| HFS | HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | HFS | 20,9074 | 21,0522 | 2.585 |
| EKCA | ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | EKCA | 68,5025 | 67,4669 | 32.431 |
| EKUS | ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | EKUS | 89,0155 | 89,3296 | 9.448 |
| EKAM | ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. | Southfield (USA) | EKAM | 89,0155 | 89,3296 | -14.869 |
| EKMI | ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. | Fort Wayne (USA) | EKMI | 89,0155 | 89,3296 | 2.926 |
| EKMX | Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | EKMX | 4,7125 | 4,6279 | 30.661 |
| EKAS | EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | EKAS | 4,7125 | 4,6279 | 5.343 |
| EKBR | Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | EKBR | 22,1450 | 22,6375 | 24.568 |
| EKZA | ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | EKZA | 6,3382 | 6,1842 | 1.967 |
| EKIA | ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | EKIA | 1,2471 | 1,2694 | 24.698 |
| CEK | Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | CEK | 12,7869 | 12,9472 | 101.826 |
| EKKO | ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Gumi-si (Südkorea) | EKKO | 0,0771 | 0,0767 | 2.974 |
| EKCI | ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | EKCI | 12,7869 | 12,9472 | 78.648 |
| EKCN | ElringKlinger Chongqing Ltd. | Chongqing (China) | EKCN | 12,7869 | 12,9472 | 4.916 |
| EKTU | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc. 5) | Buford (USA) | EKTU | 89,0155 | 89,3296 | 851 |
| EKTC | ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd. 5) | Qingdao (China) | EKTC | 12,7869 | 12,9472 | 4.525 |
| EKMA | ElringKlinger Marusan Corporation | Tokio (Japan) | EKMA | 0,8201 | 0,8199 | 50.333 |
| EKMA MK | Marusan Kogyo Co., Ltd. 7) | Tokio (Japan) | EKMA MK | 0,8201 | 0,8199 | 5.516 |
| EKIN | PT. ElringKlinger Indonesia 6) | Karawang (Indonesien) | EKIN | 0,0064 | 0,0063 | 942 |
| EKTH | ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd. 6) | Bangkok (Thailand) | EKTH | 2,9927 | 2,8908 | 812 |
| Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert) Inland | ||||||
| HOFER | hofer AG 8) | Nürtingen | HOFER | 1,0000 | 1,0000 | 77.608 |
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| Name der Gesellschaft | Sitz | HB I Ergebnis in TEUR4 |
letzter Abschluss | |
|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EKAG | ElringKlinger AG | Dettingen/Erms | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland | ||||
| KMBH | Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 1 | 31.12.2019 |
| EKM | Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | 403 | 31.12.2019 |
| EKLS | ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg/Neckar | 418 | 31.12.2019 |
| EKT | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 8.399 | 31.12.2019 |
| HPPDE | hofer powertrain products GmbH | Nürtingen | -2.482 | 31.12.2019 |
| EKKW | KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | 329 | 31.12.2019 |
| Ausland | ||||
| EKAB | ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | -8.765 | 31.12.2019 |
| EKGB | Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 1.234 | 31.12.2019 |
| HPPUK | hofer powertain products UK Ltd. | Warwick (Großbritannien) | -2.940 | 31.12.2019 |
| EKIT | ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | 50 | 31.12.2019 |
| TPH | Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | 12.802 | 31.12.2019 |
| EKHU | ElringKlinger Hungary Kft. | Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) | -5.161 | 31.12.2019 |
| EP | Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 1.271 | 31.12.2019 |
| EKSA | Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 4.964 | 31.12.2019 |
| EKTR | ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.§. | Bursa (Türkei) | 9.873 | 31.12.2019 |
| EKFR | ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | -3.093 | 31.12.2019 |
| EKAT | ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH | Wels (Österreich) | 103 | 31.12.2019 |
| EKSV | ElringKlinger Silicon Valley, Inc. | Fremont (USA) | 5.382 | 31.12.2019 |
| HFS | HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | 250 | 31.12.2019 |
| EKCA | ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 3.215 | 31.12.2019 |
| EKUS | ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | -34.495 | 31.12.2019 |
| EKAM | ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. | Southfield (USA) | 8.052 | 31.12.2019 |
| EKMI | ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. | Fort Wayne (USA) | 7.153 | 31.12.2019 |
| EKMX | Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 1.834 | 31.12.2019 |
| EKAS | EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 660 | 31.12.2019 |
| EKBR | Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 3.059 | 31.12.2019 |
| EKZA | ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 583 | 31.12.2019 |
| EKIA | ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 1.400 | 31.03.2019 |
| CEK | Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 4.726 | 31.12.2019 |
| EKKO | ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Gumi-si (Südkorea) | -85 | 31.12.2019 |
| EKCI | ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 8.981 | 31.12.2019 |
| EKCN | ElringKlinger Chongqing Ltd. | Chongqing (China) | -481 | 31.12.2019 |
| EKTU | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc. 5) | Buford (USA) | 164 | 31.12.2019 |
| EKTC | ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd. 5) | Qingdao (China) | 816 | 31.12.2019 |
| EKMA | ElringKlinger Marusan Corporation | Tokio (Japan) | 1.253 | 31.12.2019 |
| EKMA MK | Marusan Kogyo Co., Ltd. 7) | Tokio (Japan) | 39 | 31.12.2019 |
| EKIN | PT. ElringKlinger Indonesia 6) | Karawang (Indonesien) | 444 | 31.12.2019 |
| EKTH | ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd. 6) | Bangkok (Thailand) | 412 | 31.12.2019 |
| Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert) Inland | ||||
| HOFER | hofer AG 8) | Nürtingen | -1.101 | 31.12.2019 |
1) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag
2) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag
3) zum Stichtagskurs bewertet
4) zum Periodendurschschnittskurs bewertet
5) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
6) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation
7) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation
8) vorläufige Finanzzahlen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ElringKlinger AG
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ElringKlinger AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die auf der Internetseite veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Lageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
Werthaltigkeit von Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie von Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Darlehensgewährungen stellt aufgrund deren Wesentlichkeit für den Jahresabschluss sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert hindeuten, einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Die Bewertungen sind in hohem Maße von der von den gesetzlichen Vertretern zu treffenden Einschätzung der künftigen Ergebnisse und Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig. Zudem war das Berichtsjahr von einer allgemeinen Abschwächung des wirtschaftlichen Umfeldes in der Automobilbranche gekennzeichnet. Die Ausprägung dieser Abschwächung war in den geographischen Regionen, in denen die Gesellschaft tätig ist, unterschiedlich ausgeprägt. Auch vor diesem Hintergrund war die Werthaltigkeit von Finanzanlagen ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Darlehensgewährungen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Erträge bzw. zukünftige Mittelzuflüsse des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Den Bewertungen liegen interne Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der unternehmensspezifischen risikoadjustierten Kapitalisierungszinssätze.
Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge der jeweiligen Unternehmen durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher ermessensbehaftet.
Prüferisches Vorgehen
Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten beizulegenden Zeitwerte sowie deren Einschätzung der Wertermittlung als voraussichtlich dauerhaft haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Ermittlung dieser Werte befasst. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen und daraufhin untersucht, ob diese unter Beachtung des relevanten Rechnungslegungsstandards IDW RS HFA 10 ermittelt wurden. Wir haben nachvollzogen, ob die Bewertungsmodelle stetig angewandt wurden. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Die in die Bewertung eingeflossenen Planwerte haben wir mit den vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanungen abgeglichen. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen, indem wir die Mittelfristplanung der Vorjahre mit den tatsächlichen Werten des Geschäftsjahres verglichen haben. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die verwendeten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Wir haben zudem eigene Sensitivitätsanalysen für wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen durchgeführt, um den Einfluss von Änderungen bestimmter Parameter auf die Bewertungsmodelle zu verstehen und ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Realisierung von Umsatzerlösen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht im Wesentlichen in der Herstellung von Serienteilen für die Automobilindustrie und in der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen. Darüber hinaus gewinnt die auftragsbezogene Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt dabei grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die zugrunde liegende Leistung erbracht bzw. die Erzeugnisse geliefert worden sind, d.h. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Aufgrund der Vielfalt an vertraglichen Bestimmungen unter Berücksichtigung kundenspezifischer allgemeiner Geschäftsbedingungen sowie der Anwendung unterschiedlicher allgemeiner Lieferbedingungen (Incoterms) wird die Umsatzrealisierung als komplex betrachtet, so dass ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. In diesem Zusammenhang ist die Umsatzrealisierung aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse und des damit verbundenen Ergebniseffektes sowie dem Umstand, dass die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung und Unternehmensplanung darstellen, ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses die mit den unterschiedlichen Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen, insbesondere die vertraglichen Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs unter Berücksichtigung der allgemeinen und kundenspezifischen Lieferbedingungen (incoterms), nachvollzogen. Wir haben in Stichproben untersucht, ob für die Umsatzerlöse im Bereich der Werkzeuge zum Bilanzstichtag entsprechende Kundenabnahmen vorlagen und die korrespondierenden Umsatzerlöse periodengerecht erfasst wurden. Für Serienteile haben wir, ebenfalls in Stichproben, untersucht, ob die Umsätze entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen (Incoterms) zu einer korrekten periodengerechten Abbildung der Umsatzerlöse geführt haben. Für auftragsbezogene Entwicklungsleistungen haben wir, ebenfalls in Stichproben, anhand der vertraglichen Vereinbarungen untersucht, ob diese als Dienstleistungserlöse entsprechend über den Zeitraum ihrer Erbringung realisiert werden können oder bis zu einem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt als unfertige Leistungen zu bilanzieren sind.
Im Weiteren haben wir für die gesamten im Geschäftsjahr 2019 ausgewiesenen Umsatzerlöse im Rahmen von Datenanalysen die buchungssystematische Erfassung nachvollzogen und vor dem Hintergrund der bestehenden Prozesse deren Buchungslogik beurteilt. Zudem haben wir die im Jahresverlauf in den gesamten Umsatzerlösen erfassten Buchungen, die keine Faktura darstellen, z. B. Gutschriften, auf ungewöhnliche Aktivitäten hin analysiert. Dies beinhaltete auch Analysen in Hinblick auf ungewöhnliche Margenschwankungen im Zeitablauf. Sofern im Rahmen unserer Datenanalysen Entwicklungen festgestellt wurden, die von unserer Erwartungshaltung abgewichen sind, haben wir diese durch zusätzliche aussagebezogene Prüfungshandlungen unter Berücksichtigung von weiteren Prüfungsnachweisen beurteilt.
Ferner haben wir die Umsatzerlöse untersucht, ob die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im geschäftsüblichen Rahmen durch Zahlungen des Rechnungsbetrages beglichen wurden. Wir haben dabei in Stichproben Zahlungseingänge zu den entsprechenden Kontenauszügen abgeglichen. Ferner wurden einzelne Umsatzvorgänge stichprobenartig mit den Lieferscheinen und Zahlungseingängen abgestimmt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Erlösrealisierung ergeben.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Lageberichts ist und den nichtfinanziellen Bericht. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der ElringKlinger AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Göhner.
Stuttgart, 25. März 2020
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Göhner, Wirtschaftsprüfer
Vögele, Wirtschaftsprüferin
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."
Dettingen/Erms, den 26. März 2020
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.
Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.
| ― | Ziffer 3.8 Abs. 3: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand. |
Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
| ― | Ziffer 5.1.2: Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. |
Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
| ― | Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht. |
Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
| ― | Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben. Ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium wurde bisher nicht erarbeitet. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht. |
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt. Von der Erstellung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium wurde bisher aus den vorgenannten Gründen abgesehen.
Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.
Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht. Da bisher kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gem. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 erstellt wurde, können etwaige Vorschläge des Aufsichtsrats auch nicht die Ausfüllung dieses Kompetenzprofils im Sinne der Empfehlung von Ziffer 5.4.1. Abs. 4 Satz 1 anstreben.
| ― | Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet. |
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln. Es ist jedoch beabsichtigt, die Struktur der Aufsichtsratsvergütung für die Zukunft zu überarbeiten.
Dettingen/Erms, 29.11.2019
Für den Aufsichtsrat
Klaus Eberhardt
Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Bericht des Aufsichtsrats 2019
Das zurückliegende Geschäftsjahr war für ElringKlinger wie die gesamte Automobilindustrie erneut ein herausforderndes Jahr. In wichtigen Märkten wie China war ein Nachfragerückgang zu verzeichnen. Handelsstreitigkeiten und geopolitische Risiken führten zu einer Verunsicherung und gestiegenen Kosten, zum Beispiel aufgrund von neu eingeführten Zöllen. Auch ElringKlinger konnte sich dem nicht entziehen. Um die Herausforderungen zu meistern, wurden Geschäftsprozesse optimiert und umfassend Kosten gesenkt. Die nachhaltige Verbesserung des Cashflows, die Fokussierung auf innovative Produkte und die kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen waren die wesentlichen Themen im Jahr 2019.
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse in angemessener Weise. Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder informiert. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung, die Rentabilität und die Lage der Gesellschaft und des Konzerns stets informiert. Der Aufsichtsrat war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung immer frühzeitig eingebunden. Solche Entscheidungen wurden mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit bei Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, wurde diese eingeholt.
Im Berichtsjahr trat der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Auf den Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf, insbesondere Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie Finanz- und Ertragslage des Konzerns, der ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliance-Themen, wesentliche Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum dargestellt und diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit war im vergangenen Geschäftsjahr die Verbesserung der Rentabilität sowie Optimierungsprogramme in einzelnen Konzerngesellschaften.
Im Berichtsjahr befasste sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen neben den bereits beschriebenen wiederkehrenden Tagesordnungspunkten unter anderem mit folgenden Themen:
| ― | Am 22. März 2019 behandelte er die Jahresabschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht für die ElringKlinger AG und den Konzern zum 31. Dezember 2018, den Geschäftsbericht 2018 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts, den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht sowie den Bericht des Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der ElringKlinger AG fest, billigte den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht und genehmigte den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht. Er beschloss die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung. |
| ― | In der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2019, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Klaus Eberhardt und Markus Siegers zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Des Weiteren war der Verlauf der Hauptversammlung Gegenstand der Beratung. |
| ― | In der für den 24. Juli 2019 einberufenen außerordentlichen Sitzung erläuterte der Vorstand das Programm zur Kostenreduzierung und die Auswirkungen der US-Zollpolitik für die Beteiligungsgesellschaften in den USA. Ausführlich berichtet wurde über die aktuell laufenden wesentlichen Projekte im Bereich der neuen Antriebstechnologien. |
| ― | Auch in der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2019 hat der Aufsichtsrat sich über den jeweiligen Stand des Kostenreduzierungsprogramms und des neuen Produktionssystems EKOS (ElringKlinger Operating Systems) berichten lassen. Weiter hat er sich mit dem Entwurf des neu gefassten Deutschen Corporate Governance Kodex auseinandergesetzt. |
| ― | Auf der Tagesordnung der Sitzung am 27. November 2019 standen turnusgemäß das Budget 2020 und die Mittelfristplanung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Revisions- und Compliance-Bericht. Der Aufsichtsrat beschloss, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu beauftragen, ihn bei der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu unterstützen. Außerdem wurde das Aufsichtsratsplenum über die Beratungen des Prüfungsausschusses im Hinblick auf die bevorstehende Jahresabschlussprüfung informiert. |
An den Sitzungen haben in der Regel alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen, sofern einzelne Mitglieder nicht aus wichtigem Grund verhindert waren. So konnten an den Sitzungen am 24. Juli 2019 und am 20. September 2019 jeweils ein Aufsichtsratsmitglied sowie am 27. November 2019 zwei Aufsichtsratsmitglieder nicht teilnehmen.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2019 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2018 mit ausführlicher Diskussion. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im November 2019 standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2019 sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Compliance-Systems. An beiden Sitzungen haben die mit der Prüfung befassten Wirtschaftsprüfer der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft teilgenommen. Der Prüfungsausschuss überwachte insbesondere auch die Unabhängigkeit und Effizienz des Abschlussprüfers. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Prüfungsausschusses vom Vorsitzenden des Vorstands, wie in den vergangenen Jahren, regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionsprüfungen unterrichtet.
Der Personalausschuss trat zweimal am 20. September 2019 und am 27. November 2019 zusammen. Themen waren die Überprüfung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der umfassenden Neuregelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und ARUG II. Ein spezialisiertes Beratungsunternehmen wurde mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2019 nicht ergeben.
Die Regelungen des Corporate Governance Kodex und insbesondere die anstehende Neufassung des Kodex im Jahr 2019 wurden wie beschrieben im Plenum erörtert. In der Aufsichtsratssitzung im November wurde die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach ausführlicher Diskussion beschlossen. Die Erklärung wurde den Aktionären am 29. November 2019 auf der Webseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2019 gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Handlungsbedarf ergab sich daraus nicht.
Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2019 hatte der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag erteilt. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat er in der Sitzung am 26. März 2020 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat den zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Tochtergesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den tatkräftigen Einsatz und die gute, konstruktive Zusammenarbeit.
Dettingen, 26. März 2020
Für den Aufsichtsrat
Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats