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ElringKlinger AG — Annual Report 2018
May 6, 2019
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Annual Report
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ElringKlinger AG
Dettingen an der Erms
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
Zusammengefasster Lagebericht (GB 2018)
der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns
ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation
Die Automobilindustrie befindet sich inmitten eines tiefgreifenden technologischen Umbruchs. ElringKlinger ist als Entwicklungspartner und Zulieferer bereit für diesen Wandel. das Produktportfolio umfasst Systeme und Komponenten für alle zukünftig relevanten Antriebsarten - ob Verbrennungsmotor oder Elektromobilität.
Kurzportrait
Der ElringKlinger-Konzern ist ein weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Serienlieferant innerhalb der Automobilindustrie mit einer langjährigen Firmentradition. Ob Komponenten für den optimierten Verbrennungsmotor, für die Elektromobilität oder beispielsweise Leichtbaukonzepte aus neuartigen Faserverbundwerkstoffen im Karosseriebereich - ElringKlinger bietet heute für Fahrzeuge mit allen Antriebsarten ein breites Spektrum innovativer Produkte in hoher Qualität an. Einen klaren Fokus setzt das Unternehmen auf Lösungen für die umweltschonende Mobilität.
Darüber hinaus bedient ElringKlinger mit seiner Marke "Elring - Das Original" bzw. einem umfangreichen Ersatzteilprogramm auch den Ersatzteilmarkt in über 140 Ländern. Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE ergänzen das Portfolio für Branchen außerhalb der Automobilindustrie.
Der Hauptsitz von ElringKlinger liegt in Dettingen/Erms bei Stuttgart, Deutschland. Rund um den Globus arbeiten rund 10.400 Mitarbeiter in 21 Ländern bzw. an 45 Standorten für die Unternehmensgruppe.
Geschäftsmodell und Kernkompetenzen
Mit seinem Geschäftsmodell gestaltet ElringKlinger den technologischen Wandel der Branche aktiv mit. Insbesondere der Trend zu effizienten Antrieben bei hohem Fahrkomfort und geringsten, idealerweise keinen gesundheits- oder klimaschädlichen Abgasemissionen spielt für die Ausrichtung des Produktportfolios eine große Rolle. Neuentwicklungen sind auf zukunftsträchtige Antriebssysteme ausgerichtet oder unabhängig vom Antriebssystem und kommen tendenziell in immer mehr Bereichen im Fahrzeug zum Einsatz. Die modernen Leichtbaukonzepte von ElringKlinger, seine Produkte für mittels Right- oder Downsizings optimierte Verbrennungsmotoren und Batterie- und Brennstoffzellensysteme für Hybrid- und rein elektrische Antriebe tragen zur Reduzierung von Emissionen, wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln, bei.
Damit unterstützt ElringKlinger die Automobilhersteller, die mit Hochdruck an Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten arbeiten und ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektromodellen verfolgen. Einen beschleunigenden Effekt haben die immer strengeren, gesetzlichen Emissionsgrenzwerte (vgl. Abschnitt "Chancen"). Prognosen zufolge wird die Anzahl an klassischen Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen bis 2021/22 noch leicht ansteigen, danach werden Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge die deutlich höheren Wachstumsraten ausweisen.
Zu den Kernkompetenzen von ElringKlinger zählen das umfassende Material- und Prozess-Know-how in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, ergänzt durch die Expertise im Bau von Hochleistungswerkzeugen für die wirtschaftliche Serienproduktion. Dazu gehören die präzise Metallbearbeitung durch Stanzen, Prägen und Beschichten sowie die langjährige Erfahrung im Kunststoffspritzguss. Die klassischen Produktfelder sind Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmsysteme. Hier hat sich ElringKlinger über Jahrzehnte eine starke technologische Innovationskraft und auch führende Marktpositionen erarbeitet.
Die Transformation hin zur emissionsfreien Mobilität bildet ElringKlinger über seine drei Säulen der Elektromobilität ab: die Batterietechnologie, die Brennstoffzellentechnologie und komplette elektrische Antriebseinheiten sowie deren Komponenten.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Automobilsektors bzw. der Fahrzeugproduktion, die wiederum im Zusammenhang mit dem konjunkturellen Umfeld steht. Zu den Einflussfaktoren zählen beispielsweise die Beschäftigungssituation in den jeweiligen Regionen, das Konsumentenverhalten, Kraftstoffpreise und Finanzierungsbedingungen. Durch die weltweite Marktpräsenz kann ElringKlinger zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern zumeist durch bessere Entwicklungen in anderen Absatzmärkten ausgleichen.
Der größte rechtliche Einflussfaktor sind Vorschriften im Zusammenhang mit dem Klimaschutz. Durch die immer strengeren Emissionsrichtlinien steigt der Bedarf an Produkten, die helfen, Schadstoffe zu reduzieren. Eine weitere Rolle spielt die globale Verflechtung mit internationalen Handelsbedingungen und Zollbeschränkungen.
Konzernstruktur und -organisation
Die ElringKlinger AG mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns und gleichzeitig das größte operative Konzernunternehmen. Sie erfüllt übergreifende Managementaufgaben im Konzern, insbesondere die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten. Auch die zentralen Funktionen Einkauf, IT, Kommunikation, Finanzen, Recht und Personalwesen sind bei ihr angesiedelt.
Zum 31. Dezember 2018 gehörten neben dem Mutterunternehmen 39 vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in 21 Ländern zum ElringKlinger-Konzern (vgl. Anhang, Abschnitt "Konsolidierungskreis"). Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Konzernzusammensetzung wie folgt geändert: Aufgrund ihrer Veräußerung wurden der Teilkonzern Hug mit Sitz in Elsau, Schweiz, zum 1. März 2018 und die Tochtergesellschaft new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, zum 30. September 2018, entkonsolidiert. In Fort Wayne, USA, wurde die Produktionsgesellschaft ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. und in Wels, Österreich, die Gesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH gegründet.
Seit 2018 besteht der Vorstand der ElringKlinger AG aus vier (zuvor drei) Mitgliedern. Damit gibt es vier Vorstandsressorts, die nach funktionalen Kriterien ausgerichtet sind. Neben den Ressorts des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des Produktionsvorstands wurde das Vorstandsressort für Elektromobilität neu geschaffen.
Absatzmärkte und Unternehmensstandorte
ElringKlinger ist durch Standorte in allen bedeutenden Produktions- und Absatzmärkten der Fahrzeugindustrie vertreten. Das Unternehmen operiert weltweit durch 39 Fertigungsstätten, fünf Vertriebs- und Dienstleistungsstandorte sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzteilvertrieb tätig ist.
Gemessen am Umsatz ist Europa der größte direkte Absatzmarkt (55,6 %). Die Regionen NAFTA (21,2 %) und Asien-Pazifik (18,5 %) nehmen eine Stellung von zunehmender Bedeutung ein.
ElringKlinger ist innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils als Tier-1-Zulieferer positioniert. Das bedeutet, dass ElringKlinger zu nahezu allen namhaften Fahrzeug- und Motorenherstellern eine direkte Kundenverbindung unterhält. Mit den Segmenten Kunststofftechnik und Gewerbeparks bedient der Konzern vorwiegend Branchen außerhalb des Automobilsektors.
Segmente und Geschäftsbereiche
Das operative Geschäft gliedert der ElringKlinger-Konzern in fünf Segmente. Sie stellen gleichzeitig die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS dar:
| ― | Erstausrüstung |
| ― | Ersatzteile |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Dienstleistungen |
| ― | Gewerbeparks |
Konzernumsatz nach Segmenten 2018
(Vorjahr)
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| in Mio. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erstausrüstung | Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer | 83 % | 1.408 | (1.382) |
| Ersatzteile | Freier Ersatzteilhandel | 9 % | 159 | (157) |
| Kunststofftechnik | Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik | 7 % | 118 | (111) |
| Dienstleistungen | Fahrzeughersteller und -zulieferer | 1 % | 10 | (10) |
| Gewerbeparks | Ohne Branchenbezug | <1 % | 4 | (4) |
Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Baugruppen für die Automobilindustrie. Dazu gehören Leichtbaukomponenten, thermische und akustische Abschirmsysteme, Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie komplette elektrische Antriebseinheiten. Diese Produkte für den Pkw- und Nkw-Sektor kommen im Fahrzeug im Motor, Antriebsstrang, Abgassystem, Unterboden, Fahrwerk und in der Karosserie zum Einsatz.
Im Segment Ersatzteile bietet ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an qualitativ hochwertigen Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen zur fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Abgassystemen und Nebenaggregaten in Pkw und Nkw an. Als Absatzmarkt nutzt ElringKlinger ein weltweites Netz an Großhändlern sowie große Einkaufskooperationen. Zu den umsatzstärksten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika. Im Geschäftsjahr 2018 wurde auch in den USA die Marktpräsenz durch die Eröffnung eines Lagers und verstärkte Vertriebsaktivitäten ausgebaut.
Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von kundenspezifischen Produkten aus unterschiedlichen Hochleistungskunststoffen. Die Umsätze verteilen sich im Wesentlichen auf die Maschinenbaubranche, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie sowie auf die Fahrzeugbranche. ElringKlinger treibt in diesem Segment die Internationalisierung des bislang auf Europa fokussierten Geschäfts voran und intensiviert derzeit den Ausbau der Vertriebs- und Produktionsaktivitäten in den USA und China.
Im Segment Dienstleistungen bietet ElringKlinger Entwicklungs- und Motortestdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Kunden sind sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Zu diesem Segment gehören zudem die Logistikdienstleistungen für den Ersatzteilvertrieb und der Cateringservice einer Konzerntochter.
Im Segment Gewerbeparks sind die Geschäftsaktivitäten - das heißt Vermietung und Verwaltung - der Industrieparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, erfasst.
Geschäftsbereiche
Das Segment Erstausrüstung ist in die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Spezialdichtungen, Zylinderkopfdichtungen, E-Mobility, Drivetrain und Abgasnachbehandlung unterteilt. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks sind mit Geschäftsbereichen gleichzusetzen.
Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 2018
(Vorjahr) in %
Leichtbau/Elastomertechnik: 27 % (23 %)
Abschirmtechnik: 24 % (26 %)
Spezialdichtungen: 19 % (18 %)
Zylinderkopfdichtungen: 11 % (12 %)
Ersatzteile: 9 % (9 %)
Kunststofftechnik: 7 % (7 %)
E-Mobility1: 1 % (1 %)
Abgasnachbehandlung: 1 % (3 %)
Dienstleistungen: 1 % (1 %)
Gewerbeparks/Sonstige2: <1 % (<1 %)
1 Inkl. Bereich Drivetrain
2 Aktivitäten Werkzeugbau
Der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik beinhaltet ein umfangreiches Portfolio, darunter leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen für Anwendungen im Antriebsstrang und in der Karosserie. Die Anzahl der Applikationen nimmt zu. Dies liegt einerseits am Trend in der Automobilindustrie, und dabei ausdrücklich auch im Nutzfahrzeugsektor, Metall- durch Leichtbaukomponenten zu substituieren und damit deutliche Gewichtseinsparungen zu erzielen. Andererseits bietet die Weiterentwicklung der Kunststofftechnologie und der Hybridtechnologie, das heißt die Materialverbindung Kunststoff und Metall, immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Hierdurch liegt in diesem Geschäftsbereich ein erhebliches Wachstumspotenzial. Im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld stärker fragmentiert.
Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik entwickelt und produziert thermische, akustische und aerodynamische Abschirmsysteme. Sie regulieren das vielschichtige Temperatur- und Akustikmanagement in modernen Kraftfahrzeugen und unterstützen im Fahrzeugunterboden ein aerodynamisches Fahrverhalten. Durch Akustikfunktionen und die Abschirmung von elektromagnetischen Bereichen ist der Produktbereich auch für die Elektromobilität relevant. Das Produktdesign und die dazugehörige Materialkomposition sind abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsbereichs, sodass ElringKlinger kundenindividuelle Lösungen anbietet. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt in diesem Geschäftsbereich gemessen am Umsatz zu den drei international führenden Anbietern.
Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen umfasst ein sehr breites Angebot an Dichtungen für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang sowie Getriebesteuerplatten und komplexe Blechumformteile. Durch den Wandel hin zur Elektromobilität erweitert sich auch in diesem Geschäftsbereich das Produktspektrum um Teile für Batterie und Elektromotor. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt vergleichsweise hoch ist.
Metallische Zylinderkopfdichtungen gehören zum traditionellen Geschäft von ElringKlinger. Die jahrzehntelange Erfahrung in den dazu notwendigen Stanz-, Präge- und Umformprozessen von Metallen und das umfassende Know-how in der Beschichtungstechnologie sichern dem Unternehmen seit vielen Jahren die Marktführerschaft in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld. Zu den globalen Wettbewerbern zählen vor allem zwei US-amerikanische Großkonzerne.
Der Geschäftsbereich E-Mobility bietet sowohl Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten als auch vollständige Batterie- und Brennstoffzellensysteme an. Die Brennstoffzellentechnologie von ElringKlinger beinhaltet heute auf Basis langjähriger Entwicklungserfahrung marktreife Brennstoffzellenstacks für mobile Anwendungen. Seit dem Beteiligungserwerb am Engineering-Dienstleister hofer im Geschäftsjahr 2017 gehören zudem komplette elektrische Antriebseinheiten zum Portfolio (Geschäftsbereich Drivetrain).
Die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung haben sich mit dem Verkauf des Teilkonzerns Hug zum 1. März 2018 stark reduziert (vgl. "Wesentliche Ereignisse").
Steuerungsgrößen
Für die Steuerung des Konzerns werden in erster Linie Finanzkennzahlen herangezogen. Darüber hinaus liefern die unternehmensspezifischen Frühindikatoren und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren weitere wichtige Informationen für die Unternehmensleitung.
Finanzielle Steuerungsgrößen
Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns beruhen auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie der Kapitalverzinsung im Konzern. Dabei handelt es sich um die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sowie Return on Capital Employed (ROCE).
Umsatz und EBIT werden jeweils für den Konzern, die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.
Der ROCE zeigt auf, wie hoch die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital ist. Für die Berechnung wird das EBIT ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. ElringKlinger legt dabei das über die betreffende Periode durchschnittlich eingesetzte Kapital zugrunde. Berücksichtigt werden die Bilanzpositionen Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen für Pensionen sowie langfristige, zinstragende Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, den ROCE nach dem Transformationsjahr 2019 ab 2020 auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen zu steigern. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein ROCE von 5,5 % (8,2 %), der wie folgt ermittelt wurde:
Ermittlung Konzernkennzahl ROCE
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| in Mio. € | 2018 |
|---|---|
| EBIT | 96,2 |
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 890,1 | 889,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 768,8 | 700,7 |
| Rückstellungen für Pensionen | 124,4 | 126,0 |
| Zinstragende langfristige Rückstellungen | 13,0 | 10,2 |
| 1.796,3 | 1.726,6 | |
| Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 1.761,5 | |
| ROCE = EBIT : Durchschnittlich eingesetztes Kapital | 5,5 % |
Weitere weniger bedeutsame steuerungsrelevante Kennzahlen sind der operative Free Cashflow, die Konzern-Eigenkapitalquote sowie die Kennzahl Nettoverschuldung/EBITDA.
Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und Investitionen in finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen.
Die folgende Tabelle beinhaltet die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.
Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns
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| Prognose 20181 | Ist 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. €) | 2 - 4 Prozentpunkte über globalem Marktwachstum2 | 1.699,03 | 1.664,0 | 1.557,4 | 1.507,3 | 1.325,8 |
| EBIT vor PPA4(in Mio. €) | Marge von rund 7 % | 100,2 Marge: 5,9 % | 141,8 | 140,4 | 140,4 | 162,35 |
| ROCE | Leichte Verschlechterung ggü. Vorjahr | 5,5 % | 8,2 % | 8,7 % | 9,5 % | 12,4 % |
| Operativer Free Cashflow (in Mio. €) | Leicht unter Vorjahr | -86,2 | -66,6 | -3,8 | -65,2 | -12,4 |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % | 42,8 % | 44,0 % | 47,2 % | 48,5 % | 49,7 % |
| Nettoverschuldung/EBITDA | 3,7 | 2,7 | 2,3 | 2,2 | 1,5 |
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| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Umsatz (in Mio. €) | 1.150,1 | 1.127,2 |
| EBIT vor PPA4(in Mio. €) | 149,85 | 140,9 |
| ROCE | 14,4 % | 13,3 % |
| Operativer Free Cashflow (in Mio. €) | -4,2 | 8,2 |
| Eigenkapitalquote | 50,4 % | 50,6 % |
| Nettoverschuldung/EBITDA | 1,2 | 1,2 |
1 Gemäß Mitteilung vom 25. Juni 2018; ursprüngliche Prognosen für 2018: EBIT-Marge vor PPA: rund 9 %; ROCE: leichte Verbesserung ggü. Vorjahr; operativer Free Cashflow: leichte Verbesserung ggü. Vorjahr; übrige Zielgrößen unverändert
2 Bereinigt um Währungs- und M&A-Effekte (organisch)
3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.787,8 Mio. Euro (+7,4 % / Marktrückgang 0,4 %)
4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,0 (4,5) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016
5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen liefern der Unternehmensleitung Erkenntnisse über die Konzernsituation und können für Entscheidungen herangezogen werden. Im Vergleich zu den oben genannten bedeutsamsten finanziellen Steuerungsgrößen nehmen sie eine untergeordnete Stellung ein. Dazu gehören Personal-, Qualitäts- und Umweltkennzahlen, insbesondere CO2-Emissionen und Energieverbräuche.
Weiterführende Informationen hierzu enthält der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht des ElringKlinger-Konzerns, der spätestens zum 30. April für das vorangegangene Geschäftsjahr auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Der nichtfinanzielle Bericht des Geschäftsjahres 2018 wird unter www.elringklinger.de/2018-nfb-de zugänglich gemacht. Zudem wird das Unternehmen in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018, der 2019 unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit erscheinen wird, Kennzahlen und Aktivitäten ausführlich beschreiben, unter anderem in den Bereichen Mitarbeiter, Soziales, Umwelt und Qualität.
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Zur Einschätzung der Auslastung und voraussichtlichen Umsatzentwicklung der kommenden Monate sind der kontinuierlich ermittelte Auftragseingang und -bestand verlässliche Indikatoren. Sie stellen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße im Unternehmen dar.
Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Auch potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen werden beobachtet. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Position im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzulieferunternehmen verglichen und bewertet.
Forschung und Entwicklung
Weltweit haben strenge Emissionsrichtlinien ein Umdenken in der Automobilindustrie eingeleitet und den Weg für die Megatrends rund um Effizienz, Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr geebnet. ElringKlinger konzentriert sich seit vielen Jahren auf innovative Lösungen rund um Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung und gestaltet damit die Mobilitätskonzepte der Zukunft aktiv mit. Im Geschäftsjahr 2018 standen erneut die Bereiche Leichtbau und alternative Antriebe im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Parallel arbeitet ElringKlinger weiter an der Optimierung des traditionellen Verbrennungsmotors, um seine Marktführerschaft zu behaupten.
Forschungs- und Entwicklungsquote bei 5 %
Als Teil der Unternehmensphilosophie ist es Anspruch von ElringKlinger, nah am Kunden zu sein, Trends frühzeitig aufzugreifen und neue Lösungen aktiv mitzugestalten. Dafür investiert der Konzern mit jährlich rund 5 % des Umsatzes einen hohen Betrag in Forschung und Entwicklung (F&E). Diese zielgerichteten Aufwendungen schaffen die Grundlage für die starke Wettbewerbsposition von ElringKlinger.
Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die F&E-Aufwendungen (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) auf 87,2 (75,9) Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 5,1 % (4,6 %). Sie lag damit innerhalb der kurz- und mittelfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich, neben den klassischen Bereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Abschirmtechnik, vor allem auf die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, E-Mobility sowie die Neuen Geschäftsfelder.
In der ElringKlinger-Gruppe ist eine starke Innovationskultur verankert. Der Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 590 (597) Mitarbeiter im Bereich F&E. Der leichte Rückgang begründet sich im Verkauf des Hug-Teilkonzerns sowie der new enerday GmbH. Ohne diese Veräußerungen wäre die Anzahl der F&E-Mitarbeiter gestiegen. Die F&E-Organisation ist weitgehend zentralisiert, um den Abfluss von Know-how zu verhindern. Die wesentlichen Entwicklungsaktivitäten sind an den deutschen Standorten der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik sowie am US-Standort in Southfield, Michigan, gebündelt. An den anderen Standorten werden eher kleinere Anpassungsentwicklungen durchgeführt.
Neue Entwicklungen sichert ElringKlinger sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Die zentrale Patentabteilung, die sich um den Schutz des technologischen Wissens sowie geistiger Eigentumsrechte kümmert, meldete 2018 insgesamt 80 (69) neue Schutzrechte an. Der deutliche Anstieg um rund 16 % auf bereits hohem Niveau unterstreicht das technologische Know-how und den Erfindergeist bei ElringKlinger.
F&E Kennzahlen
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| 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) | (in Mio. €) | 87,2 | 75,9 | 74,8 | 71,2 | 66,5 |
| F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) | 5,1 % | 4,6 % | 4,8 % | 4,7 % | 5,0 % | |
| Aktivierungsquote1 | 12,7 % | 5,9 % | 9,9 % | 13,8 % | 13,8 % |
1 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten
Klassisches Know-how trifft Zukunftsfelder
Um den Wandel der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität erfolgreich zu gestalten, verfolgt der Konzern das Ziel, sowohl in der klassischen als auch in der elektrischen Welt weiterhin ein gefragter Partner der Fahrzeughersteller zu sein. Mit seinen vielfältigen Kompetenzen wirkt ElringKlinger deshalb einerseits an der Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors mit und trägt dazu bei, Effizienzsteigerungen zu realisieren. Andererseits bietet der Zulieferer Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Wie gut dieser Spagat dem Unternehmen gelingt, zeigt sich nicht zuletzt an der erfolgreichen Entwicklung und Markteinführung von Komponenten und Systemen für neue Fahrzeugtechnologien. Aufgrund der langjährig intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ergänzen heute Produkte der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie neuartige Strukturleichtbauteile wie Cockpitquerträger das traditionelle Portfolio rund um Dichtungen und Abschirmteile. Der Umsatzanteil dieser strategischen Zukunftsfelder lag 2018 bei rund 7 % und spiegelt damit im Wesentlichen das Verhältnis von neuen Antriebsarten zu klassischen Antrieben innerhalb des weltweiten Fahrzeugmarkts wider.
Zylinderkopfdichtungen: Effizienzsteigerung auf höchstem Niveau
Bei Zylinderkopfdichtungen nimmt ElringKlinger eine weltweit führende Marktposition ein. Wenngleich hier die Wurzeln des Unternehmens liegen, so repräsentiert dieser Geschäftsbereich heute aufgrund der kontinuierlichen Verbreiterung des Produktportfolios lediglich rund 11 % des Umsatzes. Expertenschätzungen von PwC Autofacts zufolge wird die Anzahl der jährlich produzierten Verbrennungsmotoren ab den Jahren 2021/22 zurückgehen, allerdings nicht abrupt, sondern schrittweise und mit starken regionalen Unterschieden. Für ElringKlinger bedeutet dies, dass der Konzern auch künftig neue Aufträge für Zylinderkopfdichtungen erhalten wird und auch weiterhin an die Situation angepasste Mittel für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich bereitstellt. Wesentliches Augenmerk liegt dabei auf der weiteren Standardisierung der Dichtungsdesigns und der Reduzierung der Komplexität. Darüber hinaus sollen weitere Effizienzen in der Erprobung sowie in der Produktion durch einheitliche Standards gehoben werden.
Spezialdichtungen: E-Mobility eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten
Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen lassen sich durch Standardisierung ebenfalls weitere Effizienzgewinne realisieren. Für viele Anwendungen in und um den klassischen Verbrennungsmotor, in denen das Unternehmen eine führende Marktposition einnimmt, wie beispielsweise für sogenannte V-Ringe für Turbolader oder Getriebesteuerplatten, arbeitet ElringKlinger daher kontinuierlich an weiteren technischen Optimierungen. Zu den wesentlichen Entwicklungen 2018 zählte unter anderem ein verbessertes Rückschlagventil für die Abgasrückführung im Pkw.
Gleichzeitig ergibt sich mit der Transformation hin zur Elektromobilität eine Vielzahl an neuen Einsatzmöglichkeiten für die Produkte des Geschäftsbereichs. Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten lagen 2018 daher auf Dichtungsapplikationen für E-Maschinen und Batterien sowie auf Stanzpaketen für Rotor und Stator in E-Motoren. Auch der Trend, Gussteile durch Blech-Umformteile zu ersetzen, die aufgrund einer verbesserten Produktionstechnik mit höherer Präzision hergestellt werden können, kommt ElringKlinger zugute. Komplexe Umformteile für einen vollelektrischen Premiumsportwagen gingen bereits 2018 erfolgreich in Serie. Darüber hinaus arbeitet ElringKlinger für einen Anbieter neuer Mobilitätskonzepte an einem neuartigen Mittelstegkonzept, bei dem ein Umformteil im Getriebe eingesetzt wird, das im Vergleich zu herkömmlichen Varianten sowohl Kosten als auch Gewicht deutlich einsparen kann. Für E-Maschinen wurden darüber hinaus Abschlussdeckel mit integrierter Dichtung entwickelt.
Abschirmtechnik: Schutz vor Hitze, Lärm und elektromagnetischer Strahlung
Mit dem Wandel in der Automobilbranche ändern sich auch die Anforderungen an die Abschirmtechnik. ElringKlinger begegnet dieser Transformation zum einen mit der Ergänzung bestehender thermischer Abschirmsysteme um zusätzliche akustische Funktionen. Durch den passenden Lärmschutz kann der Komfort für die Fahrzeugpassagiere vor allem in Elektrofahrzeugen deutlich gesteigert werden. Zum anderen arbeitet der Zulieferer an neuen Funktionen, wie zum Beispiel an Abschirmlösungen rund um das Thema elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), die im Zuge der Hybridisierung und Elektrifizierung immer wichtiger wird.
Nachdem ElringKlinger bereits auf der IAA 2017 den Prototypen eines ElroTherm(tm) Active-Abschirmsystems vorgestellt hatte, lag 2018 ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung dieser Technologie. Es handelt sich hierbei um ein in das Abschirmsystem integriertes Heizsystem, das unter anderem in der Abgasnachbehandlung zum Einsatz kommen kann. Es sorgt dafür, dass die gewünschte Betriebstemperatur schneller erreicht wird. Dadurch können letztlich Emissionen signifikant reduziert werden. Für die Konditionierung von Batteriesystemen kann die Technologie ebenfalls eingesetzt werden. ElringKlinger sieht bereits starkes Kundeninteresse an der Entwicklung. Erste Prototypen werden 2019 ausgeliefert.
Leichtbau: Weniger ist mehr
Dem Fahrzeuggewicht fällt eine zentrale Rolle zu, wenn es um Emissionsreduzierung bzw. -vermeidung geht. Je leichter ein Auto ist, desto weniger Kraftstoff verbraucht es bzw. desto höher ist seine Reichweite. Hersteller achten deshalb bei der Entwicklung neuer Komponenten auf jedes Gramm. Nicht nur deswegen stellt für ElringKlinger der Strukturleichtbau ein wichtiges strategisches Zukunftsfeld dar.
ElringKlinger setzt schon seit mehr als 15 Jahren auf den Leichtbautrend und verfügt über ein großes, stetig ausgebautes Portfolio an Kunststoffkomponenten wie Ventilhauben oder Ölwannen, die herkömmliche Metallvarianten ersetzen. 2015 erfolgte mit der Industrialisierung von innovativen Polymer-Metall-Hybridbauteilen der erfolgreiche Einstieg in den Strukturleichtbau. Diese Technologie kommt derzeit für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz und stößt bei zahlreichen Kunden auf großes Interesse. Auch außerhalb der Automobilbranche eröffnen sich vielversprechende Einsatzmöglichkeiten. Weitere Entwicklungsaktivitäten beschäftigten sich 2018 beispielsweise mit der Integration von Solarmodulen in die Außenhaut von Fahrzeugen.
Alternative Antriebstechnologien: Batterie und Brennstoffzelle im Fokus
ElringKlinger hat sich frühzeitig positioniert, um für den Wandel hin zu emissionslosen Fahrzeugen gewappnet zu sein. Neben der Transformation der klassischen Geschäftsbereiche steht die Entwicklung gänzlich neuer Produkte, basierend auf bestehendem Prozess- und Entwicklungs-Know-how, im Zentrum der F&E-Aktivitäten. Technologieoffen arbeitet das Unternehmen sowohl an Batterie- als auch an Brennstoffzellenkomponenten und -systemen.
Bereits seit 2012 produziert das Unternehmen Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektro- oder Hybridfahrzeugen eingesetzt werden, in Serie. Dazu zählen unter anderem Zellkontaktiersysteme oder Modulverbinder. Mittlerweile konnte sich ElringKlinger vom Teile- zum Systemlieferant weiterentwickeln und bietet nun auch vollständige Batteriesysteme an. Erste Aufträge wurden 2018 gewonnen. Der Fokus im Batteriebereich lag 2018 daher auf der Validierung und Industrialisierung dieser Projekte. Der Start der Serienproduktion ist für Ende 2019 geplant.
Darüber hinaus arbeitete ElringKlinger an der Weiterentwicklung von Zellgehäusekomponenten für prismatische Batteriezellen. Hier bieten sich dem Konzern Möglichkeiten, den bisherigen Kundenstamm mit neuen Anbietern und Herstellern auszubauen.
Neben der Batterie als alternativem Antriebskonzept schlummert in der Brennstoffzellentechnologie ebenfalls großes Potenzial. Vor allem für Nutzfahrzeuge, Busse und Langstreckenanwendungen oder in der Kombination von Batterie und Brennstoffzelle - so genannten Brennstoffzellen-Range-Extendern - sieht ElringKlinger Vorteile.
Der ElringKlinger-Konzern arbeitet schon seit Ende der 1990er Jahre an der wasserstoffbasierten Brennstoffzellentechnologie. Seit dem vergangenen Geschäftsjahr konzentrieren sich die Entwicklungstätigkeiten verstärkt auf die für mobile Anwendungen relevanten Niedrigtemperatur-Brennstoffzellensysteme PEM (Proton Exchange Membrane). In diesem Bereich bietet ElringKlinger metallische Bipolarplatten, Kunststoff-Medienmodule und komplette Brennstoffzellenstacks an, die bereits bis zur Marktreife entwickelt sind. 2018 gelang es den ElringKlinger-Entwicklern, den Wertschöpfungsanteil am Brennstoffzellensystem weiter zu erhöhen und eine zusätzliche wichtige Schlüsselkomponente zu fertigen. Da China ein wichtiger Schlüsselmarkt für Brennstoffzellenanwendungen ist und ein Großteil der laufenden Entwicklungsprojekte von chinesischen Kunden beauftragt sind, hat ElringKlinger im vergangenen Geschäftsjahr ein Applikations- und Engineering-Zentrum in Suzhou, China, eingerichtet. Ab 2019 sollen hier erste Prüfstände für Brennstoffzellenanwendungen in Betrieb gehen.
Durch die seit 2017 bestehende Beteiligung an dem Engineering-Spezialisten hofer hat ElringKlinger sein Leistungsspektrum im Bereich E-Mobility entscheidend erweitert. Das Nürtinger Unternehmen verfügt über breites Know-how im Bereich elektrische Antriebe und zählt E-Maschinen, Leistungselektronik, Getriebe, Thermomanagement/Kühlung sowie Sicherheitskonzepte zu seinem Produktportfolio. ElringKlinger bringt seine Kompetenzen im Bereich Produktionsverfahren, Industrialisierung und Prozessentwicklung aus langjähriger Erfahrung als Tier 1 ein, um den Kunden nun maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Entwicklungen für bestehende Aufträge vorangebracht, der Start der Serienproduktion vorbereitet und weitere interessante Projekte in der Akquisephase sowohl mit namhaften Fahrzeugherstellern als auch mit Start-up-Unternehmen begonnen.
In Summe ist ElringKlinger mit seinen vielfältigen Aktivitäten im Bereich E-Mobility gut für die Mobilität der Zukunft gerüstet und kann vorhandenes Know-how in neue Anwendungen überführen - egal, ob für batterieelektrische oder wasserstoffbetriebene Antriebskonzepte.
Kunststofftechnik: vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Das Segment Kunststofftechnik entwickelt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen), die sich unter anderem durch hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit auszeichnen. Aufgrund dieser Materialeigenschaften kommen die PTFE-Anwendungen nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in anderen Branchen wie der Medizintechnik oder dem Maschinenbau zum Einsatz.
Die F&E-Aktivitäten des Segments konzentrieren sich daher auf die wesentlichen Trends der einzelnen Branchen. So profitiert der Bereich Kunststofftechnik nicht nur von der Transformation hin zur Elektromobilität in der Fahrzeugbranche, sondern auch von der Miniaturisierung in der Medizin oder der Robotik & Sensorik im Maschinenbau. Ein Schwerpunkt der Entwickler lag 2018 auf der Optimierung der Haftungseigenschaften der Fluorpolymere. Auf dieser Basis konnten flexible Schläuche aus Fluorpolymermaterialien entwickelt werden. Ebenfalls vorangebracht wurden dynamische Abdichtungen für Hochdruckapplikationen sowie Applikationen für kryogene Anwendungen.
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2018 angesichts zunehmender Herausforderungen etwas verlangsamt. Die um sich greifenden Handelsschranken bewirkten große Spannungen im Welthandel, und insgesamt differenzierte sich die internationale Konjunktur weiter. Nach Angabe des Internationalen Währungsfonds (IWF) expandierte die globale Wirtschaftsleistung 2018 um 3,7 %. Auch für die Automobilkonjunktur war 2018 ein sehr bewegtes Jahr. Auf Gesamtjahressicht schwächten sich die Fahrzeugmärkte in den USA und Europa auf hohem Niveau leicht ab. Der chinesische Fahrzeugmarkt war - auch in Folge der Zollstreitigkeiten - ab der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Insgesamt erreichte die weltweite Fahrzeugproduktion mit einem Volumen von 94 Mio. Light Vehicles fast wieder das Vorjahresniveau.
Weltkonjunktur verliert 2018 an Schwung
Zu den wesentlichen Einflussfaktoren der globalen Wirtschaft im Jahr 2018 zählten handelspolitische Konflikte, in deren Folge es ab Jahresmitte zu Sonderzöllen insbesondere im Handel zwischen China und den USA kam. Maßnahmen und Gegenmaßnahmen bewirkten Zollerhöhungen in den USA auf Importe aus China und in China auf Autos aus amerikanischer Produktion. Zudem straffte die US-Notenbank ihre Geldpolitik durch moderate Zinserhöhungen. Dies führte zu einem Umschwung bei den internationalen Kapitalströmen, der wiederum die Konjunktur in den Schwellenländern bremste. Die Unterschiede in der konjunkturellen Entwicklung zwischen den Ländern sind 2018 größer geworden.
Unter den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wies die US-Wirtschaft eine überdurchschnittliche Wachstumsrate auf. Sie befand sich in einem mittlerweile knapp zehn Jahre andauernden Aufschwung und profitierte 2018 von Impulsen aus einer Steuerreform, hohem privatem Konsum und höheren Staatsausgaben. Die Konjunktur im Euroraum hingegen schwächte sich nach einer Verlangsamung im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte weiter ab. Belastend wirkten die nachlassende globale Nachfrage, insbesondere aus China, sowie auch der Rückgang der Automobilproduktion. Dieser war hauptsächlich auf die Einführung des neuen Standards für die Abgasmessung WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) zurückzuführen. Stützend wirkte hingegen die hohe Binnennachfrage, die durch die weiter sehr expansive Finanzpolitik der europäischen Zentralbank (EZB) begünstigt war.
Die Wirtschaft in den Schwellenländern kam im Jahresverlauf auch aufgrund von Wechselkursturbulenzen zunehmend unter Druck, zeigte sich aber insgesamt robust. Während die Expansion im asiatischen Raum und in Russland kräftig zulegte, rutschten die Türkei und Argentinien in eine Rezession. In China schwächte sich das Wachstum auch dank unterstützender Maßnahmen der Regierung nur leicht ab.
Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt
Veränderung zum Vorjahr (in %)
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| 20171 | 2018 | |
|---|---|---|
| Welt | 3,8 | 3,7 |
| Industriestaaten | 2,4 | 2,3 |
| Schwellen- und | 4,7 | 4,6 |
| Entwicklungsländer | ||
| Deutschland | 2,5 | 1,5 |
| Eurozone | 2,4 | 1,8 |
| USA | 2,2 | 2,9 |
| Brasilien | 1,1 | 1,3 |
| China | 6,9 | 6,6 |
| Indien | 6,7 | 7,3 |
| Japan | 1,9 | 0,9 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2019)
1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 21. Januar 2019
Automobilmärkte beenden ereignisreiches Jahr auf hohem Niveau
Die internationale Automobilbranche bekam 2018 spürbaren Gegenwind aufgrund des beschriebenen Handelskonflikts zwischen den USA und China. Des Weiteren führte die Umstellung auf den neuen Testzyklus WLTP in der Europäischen Union - und dabei insbesondere in Deutschland - zu temporären Verwerfungen: Während zur Jahresmitte vorgezogene Neuzulassungen festzustellen waren, gingen die Verkaufszahlen vor allem ab September 2018 deutlich zurück.
Nach Angaben des deutschen Branchenverbands der Automobilwirtschaft VDA umfasste der Pkw-Weltmarkt im Gesamtjahr 2018 etwa 85 Mio. Neuzulassungen und erreichte damit das Vorjahresniveau. Die einzelnen Absatzmärkte entwickelten sich unterschiedlich: In Europa wurden 2018 wie auch im Vorjahr 15,6 Mio. Pkw neu zugelassen. Von den fünf größten Binnenmärkten lagen Frankreich (3,0 %) und Spanien (7,0 %) im Plus, während Großbritannien (-6,8 %) und Italien (-3,1 %) rückläufig waren. Der deutsche Pkw-Markt erzielte mit 3,4 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen das hohe Niveau des Vorjahres.
In den USA wurden 2018 mit 17,2 Mio. Fahrzeugen bzw. einem Plus von 0,5 % leicht mehr Light Vehicles als im Vorjahr abgesetzt. Ungebrochen hoch wurde dabei das Light-Truck-Segment nachgefragt, das auch die beliebten SUV-Modelle beinhaltet. Der Pkw-Sektor war erneut rückläufig.
Der weltweit größte Fahrzeugmarkt China verzeichnete aufgrund der starken Rückgänge im vierten Quartal 2018 ein Gesamtjahresminus bei den Pkw-Neuzulassungen von 3,8 % auf 23,3 Mio. Pkw. Dennoch konnten deutsche Premiumhersteller ihren Marktanteil in China steigern. Russland und Brasilien setzten ihr Marktwachstum erneut prozentual zweistellig fort.
Weltfahrzeugproduktion 2018 fast auf Vorjahresniveau
Die globale Automobilproduktion 2018 erreichte ein Volumen von 94,0 Mio. Fahrzeugen, das leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres lag:
Light-Vehicle-Produktion
Mio. Fahrzeuge
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| 2017 | 2018 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Europäische Union | 19,0 | 18,9 | -0,4% |
| Deutschland | 5,9 | 5,6 | -4,8% |
| Osteuropa | 3,4 | 3,4 | 2,3% |
| Russland | 1,5 | 1,6 | 11,7% |
| Nordamerika | 17,0 | 16,8 | -1,0% |
| USA | 11,2 | 10,8 | -2,9% |
| Südamerika | 3,2 | 3,4 | 7,0% |
| Brasilien | 2,6 | 2,8 | 8,6% |
| Asien-Pazifik | 49,3 | 48,7 | -1,3% |
| China | 27,3 | 26,3 | -3,7% |
| Japan | 9,2 | 9,0 | -1,6% |
| Indien | 4,4 | 4,9 | 10,7% |
| Mittlerer Osten & Afrika | 2,5 | 2,7 | 6,5% |
| Welt | 94,4 | 94,0 | -0,4% |
Quelle: PwC Autofacts Januar 2019
Elektromobilität mit niedrigen, regional stark heterogenen Marktanteilen
Die Nachfrage nach Elektroautos (rein batteriebetriebene Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride) entwickelte sich 2018 regional weiter sehr unterschiedlich. Im Leitmarkt China trieb die Regierung den Verkauf von sogenannten "New Energy Vehicles" mit Subventionen und Regulierungen voran. Dort wurde 2018 erstmals deutlich mehr als eine Million E-Fahrzeuge in einem Jahr abgesetzt, was einem Marktanteil von rund 4,5 % entspricht. In Europa blieb Norwegen mit großem Abstand das Vorzeigeland mit einem Anteil von fast 50 % an den Neuzulassungen, während in den übrigen europäischen Ländern der Elektrowagenanteil weiterhin noch eine untergeordnete Rolle spielte. In Deutschland betrug der Anteil der Elektroautos etwa 2 %, der damit noch über dem gesamteuropäischen Niveau von 0,9 % lag. In den USA bewirkte 2018 vor allem die Modelleinführung eines US-amerikanischen Herstellers reiner Elektrofahrzeuge einen stärkeren Zuwachs. Insgesamt betrug der Elektroanteil bei den US-Neuzulassungen rund 2 %. Noch geringer ist der Anteil im Hochtechnologieland Japan. In anderen Regionen der Welt - dazu gehören Südamerika, der Nahe und Mittlere Osten sowie auch Russland - spielte die E-Mobilität 2018 noch keine wesentliche Rolle.
Nutzfahrzeugmärkte mit positiver Jahresbilanz
In einem insgesamt positiven konjunkturellen Umfeld präsentierten sich die Nutzfahrzeugmärkte 2018 in einer guten Verfassung. In Europa legten die Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw (> 3,5 t) gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % auf rund 396.000 Fahrzeuge zu. Die Entwicklung unter den fünf größten europäischen Märkten fiel unterschiedlich aus. Frankreich (8,1 %), Polen (8,0 %), Italien (5,1 %) und Deutschland (2,9 %) lagen im Plus, während Großbritannien einen Rückgang um 4,0 % verzeichnete. Besonders stark wuchs der nordamerikanische Lkw-Sektor. Auch hier wirkt sich die gute wirtschaftliche Lage positiv aus, da das gesteigerte Transportvolumen zur Verknappung der Frachtkapazitäten führt und die Nachfrage nach neuen Nutzfahrzeugen antreibt. Das Segment der schweren und besonders gefragten Class-8-Trucks legte um knapp ein Viertel auf rund 300.000 Lkw zu.
Wesentliche Ereignisse
Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2018 zählten die Einrichtung eines neuen Vorstandsressorts für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker, die Berufung von Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand sowie die Vertragsverlängerung von Finanzvorstand Thomas Jessulat. Darüber hinaus fielen die Veräußerung der new enerday GmbH, der Verkaufsabschluss der Hug-Gruppe und der Tod von Professor Walter H. Lechler, dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, in das Berichtsjahr.
Tochtergesellschaft verschmolzen
Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.
Neue Gesellschaft in den USA gegründet
Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.
Verkauf der Hug-Gruppe abgeschlossen
Das Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, in Höhe von 93,7 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in das Eigentum des Vertragspartners übergegangen.
Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.
Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufen
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker zu schaffen. Herr Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe, wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern. Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereichs Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen.
Reiner Drews, der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen. Außerdem wurde der Bereich Logistik in den Zuständigkeitsbereich von Finanzvorstand Thomas Jessulat übertragen.
Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängert
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit seines Vertrags war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt.
Professor Walter H. Lechler verstorben
Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter H. Lechler, ist am 17. Mai 2018 im Alter von 75 Jahren verstorben. Professor Lechler prägte über vier Jahrzehnte hinweg in führenden Rollen die Geschicke der ElringKlinger AG und ihrer Vorgängerunternehmen. Zwischen 2012 und 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kontrollgremium im Mai 2017 wurde Professor Lechler zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen.
ElringKlinger veräußert Beteiligung an new enerday
ElringKlinger hat seine Geschäftsaktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) veräußert. Infolgedessen wurde die von der ElringKlinger AG gehaltene Beteiligung an der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, an die sunfire GmbH, Dresden, Deutschland, übertragen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion wurde zum 30. September 2018 vollzogen. Mit dieser strategischen Entscheidung schärft ElringKlinger seinen Fokus im Bereich der Brennstoffzellentechnologie und konzentriert sich zukünftig ausschließlich auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell).
ElringKlinger-Aktie von Indexanpassungen der deutschen Börse betroffen
Die Deutsche Börse hat mit Wirkung zum 24. September 2018 eine grundlegende Reform der deutschen Börsenindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX vorgenommen. Die daraus resultierenden Veränderungen in der Zusammensetzung der Indizes haben unter anderem ergeben, dass die Aktie der ElringKlinger AG aus dem Small-Cap-Index (SDAX) entnommen wurde. Für die Aufnahme in die Indizes und den Verbleib sind vor allem zwei Kriterien maßgeblich: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie das durchschnittliche Handelsvolumen der Aktie. Die Zugehörigkeit von ElringKlinger zum Prime Standard, der erhöhte Transparenzanforderungen an börsennotierte Unternehmen stellt, bleibt von den Veränderungen unberührt.
Neue Tochtergesellschaft in Österreich gegründet
Mit Wirkung zum 18. Dezember 2018 wurde die ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft. Die Neugründung erfolgte, um die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen weiter voranzutreiben.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Die ElringKlinger-Gruppe legte 2018 in einem schwierigen Marktumfeld um 2 % auf 1.699 Mio. Euro zu und übertraf damit ihr Umsatzziel. Das operative Ergebnis hingegen wurde durch hohe Rohstoffpreise sowie die anhaltend starke Nachfrage in der NAFTA-Region belastet. Das EBIT vor Kaufpreisallokation lag bei 100,2 Mio. Euro und erreichte das Vorjahresniveau nicht.
Umsatzprognose 2018 übertroffen
Der ElringKlinger-Konzern setzte seinen Wachstumskurs 2018 fort und erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 1.699,0 (1.664,0) Mio. Euro - ein klares Plus von 2,1 % oder 35,0 Mio. Euro. Auch in der zweiten Jahreshälfte verzeichnete der Konzern dabei trotz schwächerer Märkte in Europa und Asien einen soliden Umsatzzuwachs. Organisch, das heißt ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, stieg der Umsatz 2018 sogar um 7,4 %. Durch Wechselkurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung der türkischen Lira, des brasilianischen Real und des US-Dollar in Euro - wurden die Erlöse im Gesamtjahr um 2,6 % geschmälert. Auch die M&A-Aktivitäten führten zu einem negativen Umsatzbeitrag von minus 2,7 %. Hierbei ist vor allem der Verkauf des Hug-Teilkonzerns im ersten Quartal 2018 maßgeblich, zu einem geringen Anteil auch die Veräußerung der new enerday GmbH im dritten Quartal 2018.
Insgesamt übertraf ElringKlinger 2018 organisch erneut das Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion (-0,4 %) sehr deutlich um 7,8 Prozentpunkte und erfüllte seine Umsatzprognose, organisch um zwei bis vier Prozentpunkte stärker als der Markt zu wachsen.
Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2018 hatte ElringKlinger ursprünglich eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 % erwartet. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes sowohl in politischer als auch makroökonomischer Hinsicht, teilweise massiv steigender Rohstoffpreise sowie anhaltend hoher Folgekosten aus der starken Nachfrage in der Region NAFTA hatte der Konzern seine Ergebnisprognose im Juni 2018 auf rund 7 % korrigiert. Mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 5,9 % im Berichtsjahr lag die ElringKlinger-Gruppe unter diesem Zielwert. Für das niedrigere Margenniveau waren auch im vierten Quartal mehrere Faktoren verantwortlich: In der NAFTA-Region schlugen sich die Zölle auf Stahl und Aluminium nach wie vor auf die Rohstoffpreise nieder, zudem blieb das globale Preisniveau bei Kunststoffgranulaten sehr hoch. Hinsichtlich der operativen Optimierung in der NAFTA-Region wurden zwar erste Verbesserungsmaßnahmen erfolgreich eingeleitet, diese erzielten 2018 jedoch noch nicht die Ergebniseffekte in der erwarteten Höhe.
Effekte im Konzernumsatz
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| in Mio. € | 2018 | 2017 | Veränderung absolut | Veränderung relativ |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.699,0 | 1.664,0 | +35,0 | +2,1 % |
| davon Währungseffekte | -44,0 | -2,6 % | ||
| davon M&A-Aktivitäten | -44,8 | -2,7 % | ||
| davon organisch | +123,8 | +7,4 % |
Ungebrochen hohes Wachstum in Nordamerika
Die ElringKlinger-Produkte waren 2018 weltweit stark nachfragt und der Konzern profitierte von zahlreichen Produktneuanläufen. Die hohe Nachfragesituation spiegelt sich auch in den Umsätzen wider: Das größte Wachstum - sowohl absolut als auch prozentual - verzeichnete der Konzern in der Region NAFTA, wo die Erlöse um 11,4 % auf 360,3 (323,3) Mio. Euro stiegen. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 15,5 %, gleichzeitig fiel der nordamerikanische Markt, das heißt die Fahrzeugproduktion, im selben Zeitraum um 1,0 %. Der Anteil der Region NAFTA am Gesamtumsatz erhöhte sich 2018 deutlich auf 21,2 % (19,4 %).
Dagegen machte sich in Deutschland sowie im übrigen Europa ab dem dritten Quartal 2018 die Einführung des neuen Testzyklus WLTP bemerkbar und resultierte in der zweiten Jahreshälfte in einer spürbar schwächeren Wachstumsdynamik, die ElringKlinger nur bedingt betraf. Darüber hinaus führte der Verkauf des Hug-Teilkonzerns 2018 zu niedrigeren Umsätzen in Europa. Insgesamt erzielte die ElringKlinger-Gruppe in Deutschland ein leichtes Plus von 0,5 % auf 428,5 (426,2) Mio. Euro. Auf dem Heimatmarkt generierte ElringKlinger somit noch 25,2 % (25,6 %) des Konzernumsatzes. Im übrigen Europa bezifferten sich die Erlöse auf 515,6 (521,5) Mio. Euro. Der Anteil der Region übriges Europa am Gesamtumsatz sank auf 30,4 % (31,3 %).
In der Region Asien-Pazifik lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2018 bei 314,5 (317,3) Mio. Euro. Vor allem in China hatte sich zum Jahresende eine schwächere Marktnachfrage gezeigt. Für den leichten Rückgang bei ElringKlinger um 0,9 % sind allerdings im Wesentlichen negative Wechselkurseffekte ursächlich. Währungsbereinigt stemmte sich die Region gegen den rückläufigen Markt (-1,3 %) und erzielte ein Wachstum von 1,4 %. Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 18,5 % (19,1 %).
In Südamerika und dem Rest der Welt weitete ElringKlinger die Geschäfte aus, auch getrieben von einem starken Ersatzteilgeschäft. Die Erlöse 2018 lagen um 5,7 % über dem Vorjahr bei 80,1 (75,8) Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 17,3 %. Der Anteil am Konzernumsatz stieg leicht auf 4,7 % (4,6 %).
In Summe gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz nahm auf hohem Niveau auf 74,8 % (74,4 %) zu.
Konzernumsatz nach Regionen 2018
(Vorjahr)
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| in Mio. € | |||
|---|---|---|---|
| Übriges Europa | 30 % | 516 | (522) |
| Deutschland | 25 % | 428 | (426) |
| NAFTA | 21 % | 360 | (323) |
| Asien-Pazifik | 19 % | 315 | (317) |
| Südamerika und Übrige | 5 % | 80 | (76) |
Segment Erstausrüstung von internen und externen Faktoren belastet
Das Segment Erstausrüstung bildete mit einem Umsatzanteil von 82,9 % (83,1 %) im Berichtsjahr unverändert das größte Segment innerhalb des ElringKlinger-Konzerns. Die hohe Nachfrage nach Produkten aus dem klassischen Portfolio sowie die steigenden Abrufe für Produkte aus dem Bereich E-Mobility führten zu einem Anstieg der Erlöse um 1,8 % auf 1.407,7 (1.382,4) Mio. Euro. Auch im vierten Quartal verzeichnete das Segment - trotz der schwächeren Märkte in Europa und Asien - ein robustes Umsatzwachstum. Den mit Abstand größten Zuwachs erzielte 2018 der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik. Hier schlägt sich der Leichtbautrend innerhalb der Automobilbranche und die steigende Nachfrage der Kunden nach innovativen Leichtbaukomponenten von ElringKlinger aus Hochleistungskunststoff nieder. Der Bereich Spezialdichtungen konnte ebenfalls über dem Konzerndurchschnitt wachsen. Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik blieben hingegen hauptsächlich aufgrund von Währungseffekten hinter den Vorjahresumsätzen zurück.
Im Geschäftsbereich E-Mobility hat sich ElringKlinger in den letzten Jahren mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie der Beteiligung an hofer für elektrische Antriebe erfolgreich für die Märkte der Zukunft positioniert. Der Marktanteil alternativer Antriebskonzepte bewegte sich weltweit insgesamt noch auf niedrigem Niveau. Entsprechend erzielte ElringKlinger noch verhältnismäßig geringe Umsätze in diesem Bereich, aber mit stark steigender Tendenz. 2018 erhöhten sich die Erlöse um 37,2 % auf 24,7 (18,0) Mio. Euro. Zur Herstellung von elektrischen Antriebssystemen baut ElringKlinger derzeit Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Daher - und aufgrund des bislang geringen Marktanteils alternativer Antriebe - verbuchte der Geschäftsbereich 2018 noch ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.
Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung gingen die Erlöse 2018 zurück. Grund war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns, der den Großteil des Geschäftsbereichs darstellte. Aus dem Verkauf ergab sich ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 24,5 Mio. Euro. Dem standen Nebenkosten von 1,3 Mio. Euro entgegen.
Hohe Kapazitätsauslastung im NAFTA-Raum
Im NAFTA-Raum ist ElringKlinger unverändert mit einer extrem starken Nachfrage konfrontiert, während der Markt 2018 sogar leicht rückläufig war. Daraus resultiert eine sehr hohe Kapazitätsauslastung, die zu überproportionalen Kostensteigerungen sowie Sonderkosten führt, wie zum Beispiel für Zusatzschichten, Übernachtfrachten oder externe Kontrollen. Diese wirkten sich hauptsächlich auf die Ergebnisse der klassischen Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen sowie Abschirmtechnik aus. Das Management hat zur Bewältigung der Situation in der NAFTA-Region bereits umfangreiche Maßnahmen zur Prozessstabilisierung und Kapazitätserweiterung eingeleitet. Dazu gehören unter anderem die Installation zusätzlicher Produktionslinien, die Anpassung und Optimierung der Logistikprozesse, die Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter sowie die schrittweise Anpassung der Produktpreise. Die effektive Umsetzung dieser Maßnahmen wird weiter intensiv vorangetrieben. Zum Jahresende waren in der Region NAFTA darüber hinaus Wertminderungen auf Vorräte erforderlich, die das Ergebnis im vierten Quartal 2018 belasteten.
Verbesserungsmaßnahmen in der Schweiz erfolgreich umgesetzt
Am Schweizer Produktionsstandort des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik schritten die Verbesserungsmaßnahmen im vergangenen Geschäftsjahr weiter voran und die Verlagerung von Produktionsvolumina wurde zum Jahresende planmäßig abgeschlossen. Der Vorstand wird die Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen in den kommenden Quartalen konsequent fortsetzen und die Optimierung an diesem Standort erwartungsgemäß zum Jahresende 2019 abschließen.
In Summe belasteten die hohen Rohstoffpreise für Aluminium, Stahl und Kunststoffgranulate sowie die beschriebenen operativen Sonderkosten das Ergebnis des Segments Erstausrüstung. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern konnte trotz des Veräußerungsgewinns des Hug-Teilkonzerns nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und lag bei 50,7 (86,3) Mio. Euro.
Umsatzentwicklung Erstausrüstung
in Mio. €
2018: 1.407,7
2017: 1.382,4
Globalisierung des Ersatzteilgeschäfts vorangetrieben
Das Segment Ersatzteile umfasst das Ersatzteilsortiment, das größtenteils aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen besteht. Trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in wichtigen Absatzmärkten steigerte ElringKlinger die Segmenterlöse um 1,8 % auf 159,5 (156,7) Mio. Euro.
Der größte Absatzmarkt Osteuropa legte 2018 weiter zu, auch in Südamerika war die Geschäftsentwicklung sehr zufriedenstellend. Westeuropa und der Nahe Osten verzeichneten dagegen leicht rückläufige Erlöse, unter anderem aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Lage in der Türkei. In Nordamerika wird die Markterschließung derzeit intensiv vorangetrieben. So wurde in Fremont, Kalifornien, im Berichtsjahr ein neues Ersatzteillager in Betrieb genommen, um den dortigen Fahrzeugmarkt lokal bedienen zu können. Die Umsätze in Nordamerika stiegen auf noch niedrigem Niveau um erfreuliche 46,1 %. Auch in Asien arbeitete ElringKlinger intensiv an der weiteren Marktpenetration und konnte die Erlöse leicht ausbauen.
Das Ergebnis im Ersatzteilgeschäft wurde neben der beschriebenen Markterschließung der wichtigen Ersatzteilmärkte Asien und Nordamerika durch weitere temporäre Kostenfaktoren beeinträchtigt. So führte ElringKlinger zum Beispiel Projekte zur Optimierung der Materialverfügbarkeit durch. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern ging somit auf 24,9 (31,8) Mio. Euro zurück. Die Ergebnismarge ging im Gesamtjahr 2018 auf 15,6 % (20,3 %) zurück.
Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft
in Mio. €
2018: 159,5
2017: 156,7
Segment Kunststofftechnik mit stabiler Ergebnismarge
Das Segment Kunststofftechnik produziert und vertreibt Applikationen aus dem Hochleistungskunststoff PTFE und bedient neben der Automobilindustrie auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau oder die Chemie- und Anlagentechnik.
Die starke Nachfrage vor allem aus der Automobilindustrie sowie dem Maschinenbau, aber auch der wachsende Anteil der Medizintechnik ließen die Erlöse 2018 um 6,0 % auf 117,8 (111,1) Mio. Euro klettern. Die globale Ausweitung der Vertriebsaktivitäten schlägt sich zunehmend positiv nieder. So konnten die Umsätze insbesondere in Asien deutlich ausgebaut werden. Hier wurde am bisherigen Vertriebsstandort in Qingdao, China, im Berichtsjahr eine Produktionslinie für PTFE-Produkte installiert. Ein konsequentes Kostenmanagement, kombiniert mit Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung, konnte die erheblichen Rohstoffpreissteigerungen kompensieren, sodass das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern auf 19,5 (18,5) Mio. Euro stieg. Entsprechend betrug die Ergebnismarge 16,6 % (16,7 %).
Umsatzentwicklung Kunststofftechnik
in Mio. €
2018: 117,8
2017: 111,1
Konstante Umsatzbeiträge aus Dienstleistungen und Gewerbeparks
Die Segmente Dienstleistungen und Gewerbeparks, die beide nicht zum Kerngeschäft des ElringKlinger-Konzerns zählen, lieferten 2018 stabile Umsatzbeiträge. Das Segment Dienstleistungen steuerte Erlöse von 9,7 (9,5) Mio. Euro sowie ein Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern von 0,7 (1,2) Mio. bei. Das Segment Gewerbeparks erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 4,3 (4,3) Mio. Euro sowie ein Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern von 0,3 (-0,5) Mio. Euro.
Konzernumsatz nach Segmenten 2018
(Vorjahr)
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| in Mio. € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Erstausrüstung | Leichtbau/Elastomertechnik | 83% | 1.408 | (1.382) |
| Abschirmtechnik | ||||
| Spezialdichtungen | ||||
| Zylinderkopfdichtungen | ||||
| E-Mobility | ||||
| Abgasnachbehandlung | ||||
| Ersatzteile | 9% | 159 | (157) | |
| Kunststofftechnik | 7% | 118 | (111) | |
| Dienstleistungen | 1% | 10 | (10) | |
| Gewerbeparks | <1% | 4 | (4) |
Bruttomarge durch hohe Rohstoffpreise belastet
Die Umsatzkosten nahmen 2018 überproportional um 5,8 % auf 1.328,9 (1.255,6) Mio. Euro zu. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte haben die Rohstoffpreise angezogen, teilweise sogar massiv. Dieser Anstieg betrifft vor allem Materialien wie Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate, die ElringKlinger zur Herstellung von Dichtungen, Abschirmsystemen und Kunststoffleichtbauteilen benötigt (vgl. "Beschaffung"). Der Materialaufwand nahm deshalb stärker als der Umsatz um 9,7 % auf 747,0 (680,9) Mio. Euro zu. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) lag mit 44,0 % (40,9 %) spürbar über dem Vorjahreswert.
Infolgedessen sank das Bruttoergebnis um 9,4 % auf 370,1 (408,4) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 21,8 % (24,5 %).
Die gesamten Personalaufwendungen des Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2018 um 9,2 % auf 531,2 (486,3) Mio. Euro. Sie verteilen sich im Umsatzkostenverfahren auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Zuwachs resultierte in erster Linie aus dem Ausbau der Personalkapazitäten, auch für die neuen Geschäftsfelder (vgl. "Mitarbeiter"). Darüber hinaus schlug sich die tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 % zum 1. April 2018 für inländische Gesellschaften nieder, ebenso wie die Mitarbeiterbeteiligung für Beschäftigte der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Höhe von 5,7 (5,3) Mio. Euro. Insgesamt belief sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) auf 31,3 % (29,2 %).
2018 fielen Vertriebskosten in Höhe von 146,5 (141,9) Mio. Euro an. Nach wie vor wirkten sich hier die hohen Kundenabrufe im NAFTA-Raum aus, die Folgekosten für Sonderfahrten und -frachten nach sich zogen.
Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtsjahr auf 84,0 (76,9) Mio. Euro. Die Zunahme resultiert unter anderem aus Rückstellungen aufgrund der 2018 verlängerten Tarifverträge zur Altersteilzeit sowie Nebenkosten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns.
Forschungs- und Entwicklungsquote im Zielkorridor
Im Zuge des tiefgreifenden Transformationsprozesses stehen Lösungen für alternative Antriebstechnologien bei ElringKlinger im Fokus, der Konzern weitete hierzu gezielt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Die F&E-Aufwendungen stiegen um 6,6 % auf 76,1 (71,4) Mio. Euro. Darüber hinaus wurden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 11,1 (4,5) Mio. Euro aktiviert. Dem gegenüber wurden planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten von 6,2 (7,9) Mio. Euro vorgenommen. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten stieg die F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz auf 5,1 % (4,6 %). Sie lag damit innerhalb der kurz- und mittelfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %.
ElringKlinger erhielt auch 2018 Fördermittel der öffentlichen Hand, die im Wesentlichen für Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gewährt wurden. Die erfolgswirksam erfassten Fördermittel für F&E-Projekte betrugen insgesamt 5,3 (7,6) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und im Musterbau in entsprechender Höhe entgegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 45,6 (31,2) Mio. Euro signifikant über dem Vorjahreswert. Der Großteil des Zuwachses resultiert aus dem Veräußerungsgewinn des Verkaufs des Hug-Teilkonzerns, ein kleinerer Anteil aus der Veräußerung der new enerday GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich nahezu unverändert auf 12,8 (12,2) Mio. Euro.
EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation bei 5,9 %
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte aufgrund der beschriebenen Entwicklungen nicht das Vorjahresniveau und kam auf 196,6 (238,4) Mio. Euro. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht auf 100,4 (101,1) Mio. Euro. Somit erzielte der ElringKlinger-Konzern ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 96,2 (137,3) Mio. Euro. Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation belief sich das EBIT vor Kaufpreisallokation auf 100,2 (141,8) Mio. Euro. Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 5,9 % (8,5 %). Der Konzern erreichte damit sein angepasstes Ziel, eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % zu erwirtschaften, nicht. Dies lag insbesondere an der schwachen Ergebnisentwicklung im vierten Quartal. Im Schlussquartal bewegten sich die Rohstoffpreise nach wie vor auf hohem Niveau bzw. stiegen teilweise noch weiter. Darüber hinaus konnten die begonnenen Verbesserungsmaßnahmen im NAFTA-Raum bislang noch nicht die erwartete Ergebniswirkung entfalten.
Finanzergebnis verbessert
Wie sich bereits im Jahresverlauf abzeichnete, hielten sich 2018 die Währungsgewinne und -verluste in etwa die Waage. Im Saldo wurde ein Währungsergebnis in Höhe von 0,8 (-11,1) Mio. Euro verbucht. Die Zinsaufwendungen nahmen - auch aufgrund der höheren Verschuldung -leicht zu und führten mit fast unveränderten Zinserträgen zu einem im Vorjahresvergleich niedrigeren Zinsergebnis von minus 15,1 (-13,1) Mio. Euro. In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, deutlich auf minus 14,7 (-27,3) Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging somit um 26,1 % auf 81,4 (110,1) Mio. Euro zurück.
Hohe Steuerquote drückt Periodenergebnis
Die Ertragsteueraufwendungen sanken im Gesamtjahr auf 33,5 (36,3) Mio. Euro. Der effektive Steuersatz für das Geschäftsjahr 2018 lag bei 41,2 % (33,0 %). Dieses höhere Niveau resultiert insbesondere aus Verlusten bei Produktionsgesellschaften, auf die, mangels Werthaltigkeit, keine latenten Steuern aktiviert werden konnten.
Nach Abzug der Ertragsteuern erreichte das Periodenergebnis 47,9 (73,8) Mio. Euro. Der Ergebnisanteil davon, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, stieg marginal auf 4,1 (3,9) Mio. Euro. Abzüglich dieser Anteile ergab sich ein Ergebnisanteil, der den Aktionären der ElringKlinger AG zusteht, von 43,8 (69,9) Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag dementsprechend unter Vorjahresniveau bei 0,69 (1,10) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2018 unverändert 63.359.990 Stück.
Aussetzung der Dividende
Auf Basis der Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, von der bisherigen Dividendenpolitik des Konzerns abzuweichen und die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszusetzen. Damit soll die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter gestärkt werden, um in Verbindung mit einem im Februar 2019 abgeschlossenen Konsortialkredit über 350 Mio. Euro die Finanzierungsstruktur des Konzerns zu verbessern.
Vermögenslage
Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 31. Dezember 2018 mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % weiterhin solide dar. Wachstumsbedingte, planmäßige Investitionen des Konzerns, die verstärkt auch in Technologien für alternative Antriebe getätigt wurden, spiegelten sich im Anstieg der Sachanlagen bzw. des Langfristvermögens wider und bedingten eine Ausweitung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Der Ende 2017 eingeleitete Verkauf der auf Abgasnachbehandlung spezialisierten Hug-Gruppe wurde im ersten Quartal 2018 bilanziell vollzogen.
Anstieg der Vermögenswerte reflektiert organisches Konzernwachstum
Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns um 2,8 % auf 2.079,7 (2.022,4) Mio. Euro an. Diese Entwicklung reflektiert das organische Unternehmenswachstum. Im Langfristvermögen zeigte es sich vor allem durch den investitionsbedingten Anstieg der Sachanlagen, der auch der Ausrichtung des Unternehmens auf künftige Technologien dient. Insgesamt nahmen die Sachanlagen um 68,2 Mio. Euro auf 997,8 (929,6) Mio. Euro zu.
Im kurzfristigen Vermögen ist in erster Linie das Working Capital (Vorräte und kurzfristige Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) eng an die Geschäftsentwicklung gekoppelt. Zum 31. Dezember 2018 umfasste es ein Volumen von 714,0 (672,2) Mio. Euro und lag damit um 6,2 % bzw. 41,8 Mio. Euro über dem Stand zum Vorjahresstichtag. Die Zunahme ist nahezu vollständig den Vorräten und kurzfristigen Vertragsvermögenswerten zuzurechnen, während die Forderungsbestände nur sehr leicht angestiegen sind.
Die Vorräte summierten sich zum 31. Dezember 2018 auf 401,4 (369,5) Mio. Euro und lagen um 8,6 % bzw. 31,9 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Bereinigt um Währungseffekte und die Anpassung aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 betrug der Anstieg 10,0 %. Neben den wachstumsbedingten Bestandsausweitungen wirkten vor allem die gestiegenen Materialpreise in den Rohstoffvorräten erhöhend. Hinzu kam die Bevorratung der im Aufbau befindlichen Standorte in Fort Wayne, USA, und Warwick, Großbritannien. Bei den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten handelt es sich um Leistungsansprüche aus Kundenverträgen, die gemäß dem 2018 erstmals angewandten Rechnungslegungsstandard IFRS 15 bilanziert wurden.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt sich ein Erfolg der Optimierungsmaßnahmen wie der Harmonisierung und Standardisierung der Zahlungsbedingungen und einer Softwareeinführung. Sie erhöhten sich trotz des gestiegenen Umsatzvolumens nur leicht auf 306,4 (302,6) Mio. Euro. Diese günstige Entwicklung mit dem Ziel, die Mittelbindung möglichst gering zu halten, war bereits im Jahresverlauf erkennbar.
Entkonsolidierung Hug-Gruppe und new enerday vollzogen
Aus der Veräußerung der Schweizer Hug-Gruppe, die im Dezember 2017 eingeleitet und zum 1. März 2018 vollzogen wurde, ergab sich eine Bilanzverkürzung in Höhe von 40,4 Mio. Euro. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 waren die betroffenen Vermögens- und Schuldenpositionen bereits umklassifiziert und in den Bilanzposten "Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" zusammengefasst worden. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung (1. März 2018) reduzierten sich die in den übrigen Rücklagen enthaltenen Umgliederungsbeträge für die Währungsumrechnung sowie die nicht beherrschenden Anteile, während der Veräußerungsgewinn von 24,5 Mio. Euro das Periodenergebnis und damit die Gewinnrücklagen erhöhte.
Die Entkonsolidierung der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, verkürzte die Konzernbilanz zum 30. September 2018 um insgesamt 0,5 Mio. Euro. Im Übrigen ergaben sich 2018 keine nennenswerten bilanziellen Auswirkungen aus der Änderung des Konsolidierungskreises. Weitere Informationen zu den Veräußerungen der Hug-Gruppe und new enerday GmbH sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.
Erstanwendung der neuen IFRS-Standards 9 und 15
Die für das Geschäftsjahr 2018 erstmalige, verpflichtende Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" bewirkte Anpassungen in der Bewertung und Klassifizierung von Finanzinstrumenten, die im Konzernanhang detailliert beschrieben sind. Die Anpassungen in der Konzernbilanz der ElringKlinger AG stellten sich im Speziellen beim Ansatz von Wertberichtigungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. Aus der Umstellung resultierte eine Minderung der Wertberichtigungen vor latenten Steuern um 3,5 Mio. Euro, die gegen die Gewinnrücklagen verbucht wurde und einen entsprechend höheren Ausweis der Forderungsbestände bewirkte.
Aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ergaben sich weitere Anpassungen mit geringem Ausmaß. Der Standard, der ab dem 1. Januar 2018 für die Rechnungslegung nach IFRS verpflichtend ist, enthält Regelungen zur Umsatzrealisierung, die sich auf die Höhe, den Zeitpunkt und den Ausweis von Erlösen auswirken. Betroffen sind bei ElringKlinger hauptsächlich Werkzeugverträge, in Konsignationslägern befindliche Waren und Erzeugnisse und Entwicklungsverträge. ElringKlinger wählte den modifiziert retrospektiven Ansatz, das heißt, die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte kumuliert zum 1. Januar 2018 erfasst und gegen die Gewinnrücklagen verbucht. Auf der Aktivseite reduzierten sich zum 1. Januar 2018 die immateriellen Vermögenswerte um 4,1 Mio. Euro, die Sachanlagen um 2,2 Mio. Euro und die Vorräte um 7,3 Mio. Euro. Gleichzeitig wurden lang- und kurzfristige "Vertragsvermögenswerte" in Höhe von 7,1 Mio. Euro sowie "Vertragserfüllungskosten" von 0,7 Mio. Euro aktiviert. Auf der Passivseite verringerten sich die Gewinnrücklagen vor latenten Steuern um 5,9 Mio. Euro. Weitere Informationen zur Erstanwendung des Standards und dessen Auswirkungen in der Berichtsperiode sind im Anhang zum Konzernabschluss beschrieben.
Sonstige aktivische Bilanzpositionen
Im Übrigen weisen die Positionen der Aktivseite keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahresende auf. Die Anteile an assoziierten Unternehmen von 23,3 (28,6) Mio. Euro stellen die 2017 erworbenen Minderheitsanteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, dar und sind nach der Equity-Methode bilanziert. Sie verringerten sich 2018 aufgrund des übernommenen anteiligen Ergebnisses sowie durch die Anpassung aufgrund der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten von 8,1 (4,0) Mio. Euro, die sich aufgrund einer Umbuchung aus den kurzfristigen Vermögenswerten erhöhten, sind Forderungen gegenüber Versicherungen aus Gewährleistungsfällen enthalten. In den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wurde zum 31. Dezember 2018 ein grundstücksgleiches Recht ausgewiesen, dessen Verkauf für 2019 geplant ist. Der Vorjahresvergleichsbetrag betraf die Vermögenswerte der 2018 veräußerten Hug-Gruppe.
Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern
in % (Vorjahr)
Aktiva
| ― | Langfristige Vermögenswerte: 60,5 (58,7) |
| ― | Kurzfristige Vermögenswerte: 39,2 (38,2) |
| ― | Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte: 0,3 (3,1) |
Passiva
| ― | Eigenkapital: 42,8 (44,0) |
| ― | Langfristige Verbindlichkeiten: 30,9 (31,4) |
| ― | Kurzfristige Verbindlichkeiten: 26,3 (23,4) |
| ― | Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten: 0 (1,2) |
Eigenkapitalquote bei rund 43 %
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 890,1 (889,7) Mio. Euro. Der positive Effekt aus dem Periodenergebnis 2018 von 47,9 (73,8) Mio. Euro wurde durch die Dividendenausschüttung an Aktionäre und nicht beherrschende Anteile der ElringKlinger AG für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 33,6 (34,2) Mio. Euro sowie Abgängen aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 2,8 (im Vorjahr Zugänge von 2,3) Mio. Euro nahezu kompensiert. Des Weiteren minderten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die sich auf minus 11,4 (-41,5) Mio. Euro bezifferten, und die oben beschriebenen Effekte aus der Erstanwendung zweier Rechnungslegungsstandards (IFRS) die Eigenmittel.
Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 weiterhin auf einem soliden Niveau von 42,8 % (44,0 %) und damit innerhalb der vom Konzern definierten Zielbandbreite von 40 bis 50 %.
Die Pensionsverpflichtungen, die hauptsächlich aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen angepasst werden, reduzierten sich leicht auf 124,4 (126,0) Mio. Euro.
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen lagen zum Jahresende 2018 bei 30,4 (35,3) Mio. Euro und beinhalten größtenteils Verpflichtungen aus dem Personalbereich wie unter anderem Altersteilzeit- und Jubiläumszuwendungen. Des Weiteren sind Gewährleistungsverpflichtungen und eine Vielzahl geringfügiger Sachverhalte berücksichtigt. Der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen zum Vorjahresstichtag gründet hauptsächlich auf Inanspruchnahmen aus unterschiedlichen Geschäftsvorgängen und einer Umbuchung in die langfristigen Rückstellungen.
Aus der Anwendung des Standards IFRS 15 ergaben sich im Geschäftsjahr lang- und kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten von 2,6 (0) Mio. Euro bzw. 10,5 (0) Mio. Euro. Sie stellen vorab geleistete Zahlungen von Kunden dar, die in späteren Perioden umsatzwirksam aufgelöst werden.
In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten von 8,9 (3,6) Mio. Euro wurden unter anderem öffentliche Fördermittel für zwei Gebäude erfasst, die in künftigen Perioden erfolgswirksam aufgelöst werden. Die Fördergelder wurden für die Einhaltung eines Energieeffizienzprogrammes am Standort Dettingen/Erms, Deutschland, sowie für Maßnahmen zur Strukturförderung am Standort Kecskemét, Ungarn, gewährt.
Nettoverschuldung im Zuge der Investitionstätigkeit ausgeweitet
Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel, kurz: Net Debt) lag zum Jahresende 2018 bei 723,5 (655,3) Mio. Euro bzw. um 68,2 Mio. Euro über dem Stand am Vorjahresstichtag. Während sie im ersten Quartal - auch aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Verkauf der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro im ersten Quartal 2018) -reduziert werden konnte, führte neben der planmäßigen Investitionstätigkeit und der Dividendenauszahlung vor allem das starke Wachstum des Konzerns zu einer Ausdehnung der Verschuldungskennzahl Nettoverschuldung/EBITDA auf 3,7 (2,7).
Finanzlage
Mit einem Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit von 92 Mio. Euro sowie ausreichenden flüssigen Mitteln und genügend Spielraum aus offenen Kreditlinien stellt sich die finanzielle Situation des ElringKlinger-Konzerns weiterhin solide dar.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 92 Mio. Euro
Die Mittelgenerierung aus der operativen Tätigkeit stellt für ElringKlinger die wichtigste Finanzierungsquelle dar. Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Konzern einen betrieblichen Cashflow von 91,6 (95,5) Mio. Euro erwirtschaften - unter Berücksichtigung des niedrigeren Konzernergebnisses eine positive Entwicklung. Ausschlaggebend war die vergleichsweise geringere Mittelbindung aus dem für den operativen Cashflow relevanten Net Working Capital (Vorräte, kurzfristige Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten). Inklusive der sonstigen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, betrug der Mittelabfluss aus der Veränderung des Net Working Capitals 32,0 (87,8) Mio. Euro.
Entwicklung der Zahlungsmittel 20181
in Mio. €
Zahlungsmittel 31.12.2017: 45,5
+ Operativer Cashflow: +91,6
- Investitionen2: -178,6
- Veräußerung von Tochtergesellschaften: +56,8
- Ausschüttungen3: -33,6
+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 63,6
\= Zahlungsmittel 31.12.2018: 45,3
1 entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7
2 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
3 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss
Investitionen für E-Mobilität gestiegen
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich 2018 auf 163,5 (155,5) Mio. Euro. Damit liegt die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) bei 9,6 % (9,3 %) und somit innerhalb des angestrebten Spektrums von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes.
Ab der zweiten Jahreshälfte fielen zunehmend Investitionsmaßnahmen ins Gewicht, die im Zusammenhang mit den strategischen Zukunftsfeldern des Konzerns stehen. So begann ElringKlinger 2018 am Hauptstandort Dettingen/Erms mit der Errichtung eines Technologiezentrums für Elektromobilität. Hier werden künftig vor allem die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie angesiedelt sein. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.
Ein weiteres Großprojekt im Geschäftsbereich E-Mobilität betraf den Aufbau einer Batteriemodul-Montagelinie an einem weiteren inländischen Standort der ElringKlinger AG. Mit dieser Fertigungslinie bereitet sich das Unternehmen auf die Serienproduktion von kompletten Batteriesystemen vor, die ab dem zweiten Halbjahr 2019 zur Auslieferung vorgesehen sind. Des Weiteren befinden sich für die Herstellung von elektrischen Antriebssystemen Produktionslinien in Großbritannien und Deutschland im Aufbau.
Investitionsausgaben fielen an nahezu allen Produktionsstandorten weltweit an und betrafen zu einem großen Teil Erweiterungsmaßnahmen für den Ausbau von Kapazitäten sowie die Installation von Fertigungsanlagen für Neuanläufe. Die regionalen Schwerpunkte lagen auf den Standorten in Deutschland sowie dem NAFTA-Raum und der Wachstumsregion Asien-Pazifik.
Auszahlungen für Investitionen1nach Regionen
(Vorjahr)
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| in Mio. € | |||
|---|---|---|---|
| Deutschland | 41 % | 74 | (61) |
| Übriges Europa | 11 % | 19 | (47) |
| NAFTA | 30 % | 54 | (32) |
| Asien-Pazifik | 15 % | 26 | (23) |
| Südamerika und Übrige | 3 % | 6 | (3) |
1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte
Neben den deutschen Standorten betrafen die Ausgaben in Europa zu einem großen Teil das neue Werk am ungarischen Standort Kecskemét sowie die Produktionsstätte in Redcar, Großbritannien, und Maßnahmen am Schweizer Standort Sevelen. In den drei großen nordamerikanischen Werken in Leamington, Kanada, sowie Buford, USA, und Toluca, Mexiko, investierte der Konzern in Erweiterungen und Rationalisierungsmaßnahmen. In Fort Wayne, USA, werden Anlagen für die Herstellung von thermischen und akustischen Abschirmsystemen aufgebaut. Der brasilianische Standort Piracicaba wird seit 2018 um einen größeren Neubau für die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Ersatzteile erweitert. Auch in den chinesischen Werken waren 2018 weitere Investitionsmaßnahmen für die lokale Produktion erforderlich. Am 2017 gegründeten vierten chinesischen Standort in Chongqing fielen Ausgaben für die im vierten Quartal hochgelaufene Serienproduktion von Türmodulträgern an.
Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich 2018 auf 15,1 (10,7) Mio. Euro.
Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe im ersten Quartal und der new enerday GmbH im dritten Quartal flossen dem Konzern Mittel in Höhe von 56,8 Mio. Euro zu. Die im Vorjahr ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (29,0 Mio. Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG.
Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von minus 120,7 (-193,2) Mio. Euro.
Kurzfristige Kredite für Finanzierungstätigkeit ausgeweitet
Auch aufgrund des Mittelzuflusses aus den beschriebenen Desinvestitionen war im Geschäftsjahr 2018 eine gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Aufnahme von Fremdmitteln erforderlich. 2017 hatte die erstmalige Emission eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit geprägt. Insgesamt vereinnahmte der Konzern aus der Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 30,0 (109,3) Mio. Euro. Neben dem Nettozufluss aus der Veränderung von lang- und kurzfristigen Krediten, der sich auf 63,6 (143,6) Mio. Euro bezifferte, sind darin die Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss von 33,6 (34,2) Mio. Euro beinhaltet.
Zum 31. Dezember 2018 standen dem Konzern zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 190,2 (136,1) Mio. Euro zur Verfügung.
Da die Investitionsausgaben über den Konzerneinnahmen aus betrieblicher Tätigkeit lagen, ergab sich 2018 mit minus 86,2 (-66,6) Mio. Euro ein negativer operativer Free Cashflow. Der Wert errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit und wird um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigt.
Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
Im Geschäftsjahr 2018 ist ElringKlinger mit seinem Konzernumsatz in einem schwierigen Marktumfeld erneut deutlich stärker als die globale Fahrzeugproduktion gewachsen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) konnte dabei nicht an den Vorjahreswert anknüpfen. Dies war zum einen in externen Faktoren wie dem schwierigen Marktumfeld sowohl in politischer als auch makroökonomischer Hinsicht sowie teilweise massiv ansteigenden Materialpreisen begründet. Zum anderen führte die anhaltend starke Nachfrage in der Region NAFTA zu hohen Folgekosten. Vor diesem Hintergrund erreichte die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation 5,9 %.
Die Finanz- und Vermögensstruktur des Konzerns stellt sich mit einer Konzerneigenkapitalquote von 43 % und ausreichend Liquiditätsreserven nach wie vor solide dar. Um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens zu stärken intensiviert der Konzern den disziplinierten Ansatz bei den Investitionen und optimiert die Mittelbindung im Working Capital.
ElringKlinger ist für den Wandel der Automobilindustrie gut vorbereitet. 2018 hat sich der Konzern weiter auf die strategischen Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität ausgerichtet. Der Umsatzanteil in diesen Bereichen konnte auf rund 7 % (4 %) ausgebaut werden. Die vorhandene breite Kundenbasis, die sowohl traditionelle als auch neue Hersteller umfasst, und das diversifizierte Produktportfolio sind gute Voraussetzungen für eine weitere positive Geschäftsentwicklung.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG
Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.
Die ElringKlinger AG generierte 2018 in fast allen Regionen Wachstum und legte beim Umsatz um rund 7 % zu. Die Ergebnissituation war dagegen durch Kostensteigerungen und außerordentliche Abschreibungen im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen spürbar beeinträchtigt.
Umsatz um 7 % gesteigert
Die ElringKlinger AG profitierte 2018 von einer weltweit unverändert hohen Nachfrage nach ihren Produkten und weitete den Umsatz um 6,8 % auf 720,5 (674,4) Mio. Euro aus. Damit übertraf das Unternehmen sein prognostiziertes Ziel, die Erlöse um zwei bis vier Prozentpunkte stärker als das globale Marktwachstum, gemessen an der Fahrzeugproduktion (-0,4 %), zu steigern.
Besonders stark zogen die Umsätze in der Region NAFTA an. Hier erwirtschaftete die ElringKlinger AG Erlöse in Höhe von 77,3 (52,9) Mio. Euro, ein Plus von 46,1 %. Auch die Region Übriges Europa (ohne Deutschland) realisierte einen Umsatzanstieg auf 305,8 (290,6) Mio. Euro. Dagegen zeigte sich die Region Asien-Pazifik leicht rückläufig mit 57,5 (58,6) Mio. Euro. Insbesondere in China hatte die Dynamik gegen Jahresende nachgelassen. Insgesamt stieg der Auslandsumsatz um 9,5 % auf 466,0 (425,7) Mio. Euro. Der Auslandsanteil erhöhte sich somit auf 64,7 % (63,1 %).
Der Inlandsumsatz legte ebenfalls auf solidem Niveau um 2,3 % zu und erreichte 254,4 (248,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind für gewöhnlich auch Umsätze für Produkte, die in Fahrzeugen oder Motoren verbaut werden, die für den Export vorgesehen sind.
Erstausrüstung bleibt Wachstumstreiber
Das Segment Erstausrüstung war auch 2018 der Wachstumstreiber innerhalb der ElringKlinger AG und baute seine Erlöse um 8,3 % auf 574,8 (530,6) Mio. Euro aus. Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG legte gegenüber dem Vorjahr somit nochmals zu und erreichte 79,8 % (78,7 %). Den größten Umsatzzuwachs steuerte der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik bei. Der Bereich E-Mobility wuchs ebenfalls und stieg auf noch niedriger Basis prozentual auch stark.
Ersatzteilgeschäft mit leichtem Umsatzplus
Das Ersatzteilgeschäft präsentierte sich trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen Regionen der Welt insgesamt stabil. Die Erlöse erhöhten sich leicht um 1,3 % auf 145,4 (143,5) Mio. Euro. Der Umsatzanteil sank auf 20,2 % (21,3 %). Der größte Absatzmarkt Osteuropa konnte auch 2018 weiter zulegen, Westeuropa und der Nahe Osten verzeichneten dagegen leicht rückläufige Erlöse. In Asien und Nordamerika, wo die Markterschließung derzeit vorangetrieben wird, konnten die Umsätze auf noch niedrigem Niveau jeweils gesteigert werden.
Gesamtleistung über Vorjahr
Trotz des steigenden Geschäftsvolumens nahm die Veränderung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2018 auf 4,8 (5,8) Mio. Euro ab. Gleichzeitig reduzierten sich die anderen aktivierten Eigenleistungen auf 0,3 (1,5) Mio. Euro. In Summe lag die Gesamtleistung um 43,9 Mio. Euro über dem Vorjahr und kam auf 725,6 (681,7) Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich deutlich um 30,3 Mio. Euro auf 46,9 (16,6) Mio. Euro. Hauptgrund für den Anstieg sind die darin enthaltenen Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von 29,8 (0,1) Mio. Euro, die im Wesentlichen den Verkauf der Hug-Gruppe betreffen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 118,6 (98,8) Mio. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr begründet sich in einem Zuwachs mehrerer Positionen, die hierin enthalten sind. Beispielsweise fielen höhere Kosten für Messen und Mieten an, ebenso Prüf- und Beratungskosten unter anderem für den Hug-Verkauf. Außerdem stiegen die Reparatur- und Reisekosten.
Steigende Rohstoffpreise belasten Materialaufwand
Wesentliche Rohstoffe wie Aluminium und Stahl, die ElringKlinger in großen Mengen zur Herstellung seiner Produkte benötigt, verzeichneten 2018 spürbare Preissteigerungen. Der Kunststoff Polyamid verteuerte sich ebenfalls spürbar, auch aufgrund der sehr begrenzt verfügbaren Mengen. Entsprechend nahm der Materialaufwand der ElringKlinger AG um 8,2 % - und damit stärker als das Umsatzwachstum - auf 326,2 (301,6) Mio. Euro zu. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg auf 45,0 % (44,2 %).
Personalausbau fortgesetzt
Das starke Wachstum der ElringKlinger AG generell sowie der Ausbau der neuen Geschäftsfelder erforderten auch 2018 eine Ausweitung der Personalkapazitäten. Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag wurde um 427 bzw. 14,6 % auf 3.357 (2.930) Beschäftigte aufgestockt. Nahezu alle Neueinstellungen entfielen dabei auf das Segment Erstausrüstung, ein wesentlicher Teil davon auf die neuen Geschäftsfelder. Neben dem Personalausbau verursachte die tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 % zum 1. April 2018 sowie die im Vorjahresvergleich höhere Mitarbeiterbeteiligung einen Anstieg der Personalaufwendungen. In Summe erhöhten sich diese 2018 überproportional zum Umsatz um 20,3 % auf 237,9 (197,8) Mio. Euro. Im Verhältnis zur Gesamtleistung erreichte die Personalaufwandsquote 32,8 % und lag damit deutlich über dem Vorjahr (29,0 %).
Außerordentliche Abschreibungen vorgenommen
Während die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 36,7 (33,1) Mio. Euro kamen, waren außerordentliche Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 24,2 (0) Mio. Euro erforderlich. Insgesamt wurden damit gegenüber dem Vorjahr um 27,8 Mio. Euro höhere Abschreibungen (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen) vorgenommen.
Kostensteigerungen schmälern Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen
Wie beschrieben, wurde das Ergebnis der ElringKlinger AG 2018 durch höhere Material- und Personalaufwendungen sowie außerordentliche Abschreibungen wesentlich belastet. Insgesamt konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und erreichte 28,9 (67,0) Mio. Euro. Dies entspricht einer Marge (im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 4,0 % (9,8 %). Das Unternehmen konnte sein Ziel, eine Marge ungefähr auf Vorjahresniveau zu erzielen, damit nicht realisieren.
Beteiligungsergebnis rückläufig
Die Erträge aus Beteiligungen nahmen im Berichtsjahr erneut zu. In erster Linie führte die Ausschüttung der Tochtergesellschaft ElringKlinger China, Ltd., Suzhou, China, zu einem Anstieg um 14,7 Mio. Euro. Insgesamt betrugen die Erträge aus Beteiligungen 35,0 (20,3) Mio. Euro. Gegenläufig dazu ergab sich aufgrund außerordentlicher Abschreibungen auf Finanzanlagen ein negativer Ergebniseffekt von 53,5 (-5,0) Mio. Euro. Per Saldo zeigte sich das Beteiligungsergebnis somit signifikant rückläufig und sank auf minus 18,5 (+15,3) Mio. Euro.
Vorsteuerergebnis bei 4 Mio. Euro
Das niedrigere Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen sowie das negative Beteiligungsergebnis führten dazu, dass das Vorsteuerergebnis mit 4,1 Mio. Euro signifikant unter dem Vorjahreswert von 75,5 Mio. Euro lag. Da die außerordentlichen Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie auf Finanzanlagen steuerlich nicht wirksam sind, reduzierten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag nicht in gleichem Maße. Sie beliefen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf 9,2 (15,0) Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern fiel deshalb negativ aus und betrug minus 5,1 (+60,5) Mio. Euro. Nach Abzug der sonstigen Steuern bezifferte sich der Jahresfehlbetrag der ElringKlinger AG im Berichtsjahr auf minus 5,3 (+60,2) Mio. Euro.
Aussetzung der Dividende
Aufgrund des negativen Ergebnisses der ElringKlinger AG wurden 2018 keine (Vorjahr: 28,5 Mio. Euro) Einstellungen in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Der ausgewiesene Bilanzverlust lag damit identisch zum Jahresfehlbetrag bei minus 5,3 (+31,7) Mio. Euro. Auf dieser Basis haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, von der bisherigen Dividendenpolitik abzuweichen und die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszusetzen, um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter zu stärken.
Vermögenslage der ElringKlinger AG
Die Doppelrolle der ElringKlinger AG als operative Konzerngesellschaft mit gleichzeitiger Holdingfunktion spiegelt sich in ihrer Vermögensstruktur wider. Etwas mehr als die Hälfte des Anlagevermögens machen die Finanzanlagen aus, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bestehen.
Die Bilanzsumme der Muttergesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4,1 % auf 1.370,4 (1.316,2) Mio. Euro. Abgesehen von der Erhöhung der Sachanlagen beruhen die Entwicklungen der Aktivseite überwiegend auf Vorgängen im Zusammenhang mit der Holdingfunktion bzw. zentralen Konzernfinanzierung.
Als Folge der Investitionstätigkeit (vgl. "Finanzlage der ElringKlinger AG") erhöhten sich die Sachanlagen zum 31. Dezember 2018 auf 367,7 (343,2) Mio. Euro.
Die Finanzanlagen beliefen sich zum Jahresende 2018 auf 431,4 (486,7) Mio. Euro. Den Hauptposten bilden Anteile an verbundenen Unternehmen. Sie reduzierten sich um 30,8 Mio. Euro auf 397,8 (428,6) Mio. Euro. Die Veränderung ergab sich zum einen aus den Veräußerungen der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, sowie, in geringerem Maße, der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland. Zum anderen minderte sich der Anteilsbestand aufgrund von Abschreibungen auf Anteile verschiedener Tochterunternehmen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen. Gegenläufig bzw. bestandserhöhend wirkten Kapitalerhöhungen bei drei Tochtergesellschaften mit Sitz in Kecskemét, Ungarn, in Buford, USA, und in Suzhou, China. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zuschreibungen auf Finanzanlagen erfasst.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen lagen mit 8,5 (28,7) Mio. Euro unter dem Betrag am Vorjahresstichtag. Bestandsreduzierend wirkten sich hierbei ergebniswirksame Abschreibungen zum Jahresende sowie unterjährige Tilgungen aus.
Als Beteiligung sind die 2017 erworbenen Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, zum 31. Dezember 2018 mit 24,7 (29,0) Mio. Euro bilanziert. Sie minderten sich aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen, die im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit erforderlich waren.
Die Vorräte der ElringKlinger AG summierten sich zum Bilanzstichtag auf 153,5 (144,5) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der im Laufe des Geschäftsjahres gestiegenen Materialpreise sowie der Geschäftsausweitung entspricht die Ausweitung des Vorratsbestands um 9,0 Mio. Euro bzw. 6,2 % ungefähr der Umsatzsteigerung von rund 7 %. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Jahresende mit 92,3 (93,6) Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen an Tochtergesellschaften. Mit insgesamt 299,6 (227,3) Mio. Euro bilden sie den größten Posten im Umlaufvermögen.
Das Anlagevermögen der ElringKlinger AG repräsentierte zum 31. Dezember 2018 rund 58,9 % (63,8 %) ihres Gesamtvermögens. Entsprechend entfallen rund 40,9 % (36,2 %) auf das Umlaufvermögen. Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.
Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 40 %
Das Eigenkapital der ElringKlinger AG belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 547,6 (584,6) Mio. Euro. Die Dividendenzahlung für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 31,7 Mio. Euro sowie der Jahresfehlbetrag von 5,3 Mio. Euro des abgelaufenen Geschäftsjahres minderten die Eigenmittel. Die Eigenkapitalquote von 40,0 % (44,4 %) liegt dennoch weiterhin auf einem soliden Niveau.
Die Rückstellungen der ElringKlinger AG betrugen 116,8 (107,8) Mio. Euro. Darunter fallen die Pensionsrückstellungen, die vorwiegend aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen auf 74,6 (68,9) Mio. Euro zunahmen. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 41,8 (38,4) Mio. Euro hauptsächlich wegen höherer Altersteilzeitverpflichtungen leicht über dem Betrag am Vorjahresstichtag.
Die Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2018 insgesamt 705,5 (623,5) Mio. Euro und entsprachen einem Anteil an der Bilanzsumme von 51,5 % (47,4 %). Hauptposten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 599,5 (541,3) Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen aufgrund des Geschäftswachstums mit 44,8 (34,4) Mio. Euro über dem Vorjahresvergleichsbetrag.
Finanzlage der ElringKlinger AG
Operativer Cashflow deutlich verbessert auf 94 Mio. Euro
Trotz der Verschlechterung im Jahresergebnis konnte die ElringKlinger AG ihren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahresvergleich auf 94,2 (75,7) Mio. Euro verbessern. Im Wesentlichen ist dies damit zu begründen, dass die oben beschriebenen Ergebniseffekte aus der Holdingfunktion der ElringKlinger AG (Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen) zahlungsunwirksame Aufwendungen darstellen. Aber auch in den für die Entwicklung des Kapitalflusses wichtigen operativen Zielgrößen konnte die ElringKlinger AG eine Verbesserung erzielen. So fiel der Mittelabfluss, der für das Net Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und) erforderlich ist, im Geschäftsjahr 2018 spürbar geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Inklusive der anderen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind, sank der Mittelabfluss aus der Veränderung des Net Working Capitals im Vorjahresvergleich auf 7,4 (17,2) Mio. Euro. Zudem fielen die gezahlten Ertragsteuern um 16,1 Mio. Euro niedriger aus.
Cashflow aus Investitionstätigkeit durch mehrere Faktoren geprägt
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen der ElringKlinger AG summierten sich 2018 auf 52,1 (47,8) Mio. Euro. Das Geschäftswachstum und anstehende Neuprojekte erforderten einerseits Neuanschaffungen von Produktions- und Montagelinien in den traditionellen Geschäftsbereichen. Andererseits setzte das Unternehmen einen Fokus auf künftige Technologien und begann 2018 mit der Errichtung eines Technologiezentrums für Elektromobilität und neue Geschäftsfelder am Hauptstandort Dettingen/Erms. An einem weiteren Standort befindet sich eine Montagelinie für komplette Batteriesysteme im Aufbau (vgl. "Finanzlage"). Für Investitionen in Finanzanlagen tätigte die ElringKlinger AG Auszahlungen von 35,7 (47,3) Mio. Euro. Sie betrafen die oben erwähnten Kapitalerhöhungen bei verschiedenen Tochtergesellschaften. Im Vorjahr war in dieser Position auch der Kaufpreis für den Erwerb von Anteilen an Gesellschafen der hofer-Gruppe enthalten. Aus der Veräußerung von Tochterunternehmen, die den Verkauf der Schweizer Hug-Gruppe und der in Deutschland ansässigen new enerday GmbH betraf, flossen dem Unternehmen Mittel in Höhe von 56,8 (0) Mio. Euro zu.
Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit der ElringKlinger AG im Jahr 2018 auf minus 30,6 (-95,9) Mio. Euro.
Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 63,6 Mio. Euro, nach einem Mittelzufluss im Vorjahr von 20,2 Mio. Euro. Er beinhaltet auch die für das Ergebnis des Vorjahres gezahlte Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG von 31,7 (31,7) Mio. Euro.
Zum 31. Dezember 2018 standen der ElringKlinger AG offene Kreditlinien von insgesamt 136,3 (98,3) Mio. Euro zur Verfügung.
Die Kapitalflussrechnung zum Jahresabschluss wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.
Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2018-gbag-de.pdf veröffentlicht.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ElringKlinger-Gruppe, die tagtäglich ihr Know-how und kreative Ideen einbringen und damit den Grundstein für den langfristigen Unternehmenserfolg legen. 2018 arbeiteten erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als 10.000 Beschäftigte daran, die starke Wettbewerbsposition des ElringKlinger-Konzerns auszubauen.
Weltweites Wachstum bedingt Personalaufbau
Um das organische Wachstum des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 zu stemmen, erhöhte das Unternehmen die Personalkapazität im In- und Ausland. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren 10.033 (9.001) Menschen für ElringKlinger tätig. Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte der Konzern 10.429 (9.611) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 818 Personen bzw. 8,5 %. Der Großteil davon entfällt auf die Standorte der Muttergesellschaft ElringKlinger AG (Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale). Sie zählten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.357 (2.930) Mitarbeiter, ein Plus von 427 Personen. Vor allem am Hauptsitz in Dettingen/Erms wurden vorwiegend Fachkräfte für die neuen Geschäftsfelder Batterie und Brennstoffzelle eingestellt. Dagegen lag die Beschäftigtenanzahl der inländischen Tochtergesellschaften mit 967 (947) nur leicht über dem Vorjahresniveau. Hauptgrund war die Veräußerung des Hug-Teilkonzerns mit Sitz in Elsau, Schweiz, für den auch in Deutschland einige Mitarbeiter vorwiegend im Vertrieb tätig waren, sowie der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland. Die Entkonsolidierung dieser Gesellschaften im Jahr 2018 kompensierte den Personalaufbau anderer deutscher Tochterunternehmen zu weiten Teilen.
Den prozentual größten Zuwachs verzeichnete die Region Nordamerika. Insbesondere in den USA, aber auch in Mexiko und Kanada wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können. Auch in Asien und Brasilien erforderten die höheren Geschäftsvolumina zusätzliches Personal. In Europa hingegen (ohne Deutschland) ging die Mitarbeiteranzahl zurück. Wesentlich hierfür war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns. Im Zuge der Produktionsverlagerung aus der Schweiz nach Ungarn wurde 2018 schrittweise begonnen, die dortigen Personalkapazitäten jeweils entsprechend anzupassen. In Summe lag die Beschäftigtenanzahl im Ausland bei 6.105 (5.734). Somit fiel der Auslandsanteil der Konzernmitarbeiter leicht unter den Vorjahreswert auf 58,5 % (59,7 %). Der Inlandsanteil lag entsprechend bei 41,5 % (40,3 %).
Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit
zum 31.12.2018 (Vorjahr)

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Absolute Mitarbeiteranzahl | 10.429 | 9.611 |
| davon Männer (in %) | 71,0 | 71,6 |
| davon Frauen (in %) | 29,0 | 28,4 |
| Absolute Mitarbeiteranzahl | 10.429 | 9.611 |
| davon Inland (in %) | 41,5 | 40,3 |
| davon Ausland (in %) | 58,5 | 59,7 |
| Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl | 10.033 | 9.001 |
Beschaffung und Lieferantenmanagement
Der Zentraleinkauf des ElringKlinger-Konzerns ist dafür zuständig, Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen global zu beschaffen und sicherzustellen, dass diese kostengünstig sowie termin- und mengengerecht verfügbar sind. Das Einkaufsjahr 2018 war geprägt von weltweiten Handelskonflikten, Zöllen und zum Teil massiven Materialpreiserhöhungen. Der Zentraleinkauf konnte die Versorgung der internationalen ElringKlinger-Werke dennoch immer gewährleisten.
Der Materialaufwand zählt mit 44,0 % vom Umsatz zu den größten Kostenblöcken in der ElringKlinger-Gruppe. Eine aktive Einkaufs- und Warensteuerung trägt deshalb maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Die wesentlichen Rohstoffe, die ElringKlinger zur Fertigung seiner Produkte benötigt, umfassen Aluminium, legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnen Materialien und Komponenten, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen eingesetzt werden, immer mehr an Bedeutung für den ElringKlinger-Einkauf.
Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2018
(Vorjahr) in %

Rohstoffpreise auf hohem Niveau: Materialaufwandsquote steigt auf 44 %
Aufgrund der insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2018 stark gestiegenen Rohstoffpreise nahm der Materialaufwand der ElringKlinger-Gruppe deutlich zu. Davon waren nahezu alle Materialgruppen betroffen. So ist zum Beispiel der Stahlmarkt in Nordamerika maßgeblich durch Importzölle in Höhe von 25 % negativ beeinflusst. Daneben gab es für Stahl eine branchenübergreifend starke Nachfrage, die ebenfalls zu Preisanstiegen sowie zu langen Lieferzeiten führte. Auch die Legierungszuschläge für Edelstahl, den ElringKlinger zur Herstellung von Dichtungen einsetzt, erhöhten sich um durchschnittlich mehr als 10 %. Legierungen wie Nickel werden ausschließlich an der Börse gehandelt und können nicht in Rahmenverträgen fixiert werden. Auch für Aluminium, das zur Produktion von Abschirmteilen benötigt wird, zeigten sich die Materialpreise sehr volatil auf hohem Niveau. Beim Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger zur Fertigung von Leichtbaukomponenten benötigt, gab es 2018 mehrere Preiserhöhungen, auch aufgrund der sehr begrenzt verfügbaren Menge.
In Summe betrug der Materialanteil an den Umsatzkosten 2018 insgesamt 56,2 % (54,2 %). Die Materialaufwandsquote (Materialanteil im Verhältnis zum Umsatz) lag bei 44,0 % (40,9 %) und damit spürbar über dem Vorjahr. Das gesamte Einkaufsvolumen, das sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien umfasst, stieg auf 1.160,2 (1.067,8) Mio. Euro.
Preisgleitklauseln erfolgreich implementiert
Um mittel- bis langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, hat ElringKlinger begonnen, Preisgleitklauseln noch stärker in Kundenverträge zu integrieren. Für einige Rohmaterialien wie Aluminium und Edelstahl sind diese bereits aktiv, weitere Gleitklauseln befinden sich in Abstimmung. Dies sollte sich mittelfristig positiv auf die Ergebnissituation der ElringKlinger-Gruppe niederschlagen.
Darüber hinaus sichert sich ElringKlinger gegen volatile Preisentwicklungen ab, indem es Rahmenverträge für die wichtigsten Materialgruppen abschließt. Damit stellt der Konzern zudem die Materialverfügbarkeit sicher und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. Für Polyamide wurden 2018 tendenziell Rahmenverträge mit kürzeren Laufzeiten abgeschlossen, dagegen wurden für Aluminium und Stahl weitgehend Jahresverträge für 2019 vereinbart.
2018 wurden für mehrere Warengruppen Strategie-Workshops durchgeführt. Die Ergebnisse daraus werden schrittweise umgesetzt und sollten sich ab 2019 und in den Folgejahren positiv hinsichtlich Kosten, Qualität und Liefersicherheit auswirken.
Schrotterlöse bei 37 Mio. Euro
Während sich die hohen Rohstoffpreise auf der Materialpreisseite ergebnisbelastend auswirken, profitiert ElringKlinger beim Verkauf von Metallresten davon. Der Konzern betreibt ein weltweites Metallschrott-Management, wobei der bei den Fertigungsprozessen anfallende Ausschuss sowohl lokal als auch global verwertet und veräußert wird. Die weltweit erzielten Schrotterlöse lagen 2018 mit 37,1 (38,1) Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.
Energiebedarf langfristig gesichert
ElringKlinger sichert den Großteil des Strom- und Gasbedarfs über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2017 wurden mit den bestehenden Lieferanten Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2021 vereinbart. Das Unternehmen kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen. Darüber hinaus deckt ElringKlinger einen Teil seines Strombedarfs eigenständig mit dem Betrieb von Blockheizkraftwerken.
Globale Einkaufsstruktur weiter optimiert
Nachdem ElringKlinger 2017 die Einkaufsstruktur in eine Matrixorganisation überführt hatte, wurde diese im Geschäftsjahr 2018 punktuell weiter optimiert. Für komplexe Projekte, insbesondere in den neuen Geschäftsfeldern rund um Batterie und Brennstoffzelle, bilden spezielle Projektkoordinatoren die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Einkauf und stellen somit eine optimale Abstimmung sicher. Des Weiteren wurde die Beschaffung in den einzelnen Regionen noch stärker zentralisiert, standardisiert und der strategische Einkauf organisatorisch von der Logistik getrennt. Für die USA wurde der Einkauf am ElringKlinger-Standort in Buford, Georgia, zentralisiert. Dadurch kann der Konzern das Einkaufsvolumen noch besser bündeln.
Zahlungsziele erhöht, Kapitalbindung verbessert
Ein wichtiges Projekt des Beschaffungsbereichs im Geschäftsjahr 2018 stellte die Optimierung der Kapitalbindung dar. Dazu wurden die Zahlungsziele bei den Lieferanten gemäß einer konzernweit neu definierten Vorgabe entsprechend erhöht. Mit wesentlichen Hauptlieferanten sind die neuen Zahlungsziele bereits verhandelt und umgesetzt. Dies sollte sich ab 2019 positiv auf den Kapitalabfluss auswirken. Die Initiative wird auch im kommenden Jahr mit hoher Priorität fortgesetzt. Darüber hinaus wurden mit Lieferanten Konsignationslager vereinbart, um sowohl die Kapitalbindung zu verbessern als auch die Lieferzeiten zu reduzieren. Ein weiteres Projekt befasste sich 2018 mit der Implementierung einer Software für den Angebots- und Vergabeprozess.
Lieferantenmanagement: Neue Einkaufsquellen für neue Geschäftsfelder
Die ElringKlinger-Gruppe ist prinzipiell bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gering zu halten. Dennoch werden Bedarfe vermehrt gebündelt, um über Skaleneffekte Kostenvorteile zu erzielen. 2018 lag der Anteil der 30 größten Lieferanten am gesamten Einkaufsvolumen mit 24 % (23 %) erneut über dem Vorjahreswert.
Für die neuen Geschäftsfelder, die zunehmend in den Fokus rücken, wurden 2018 erfolgreich neue Lieferanten ausgewählt. Generell wurden neue Lieferanten in Europa, Amerika sowie in Asien aufgebaut. Audits wurden ebenfalls rund um den Globus durchgeführt. Um die gestiegene Anzahl an Beschaffungsprojekten insbesondere in Asien abwickeln zu können, wurden dort weitere regionale Lieferantenentwickler eingesetzt. Das Team, das die Qualität der Lieferanten sicherstellt, wurde ebenfalls mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet, um die Risiken neuer Lieferanten zu bewerten und zu reduzieren.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementsystem
ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effektivität und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und weiterentwickelt.
Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Konzernplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Bereiche der Unternehmensgruppe involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für den Konzern relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung schnell umgesetzt werden. Die Risikostruktur von Konzern und AG unterscheiden sich insgesamt nicht wesentlich.
Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Konzern als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.
Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von der Revisionsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz interner und externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet und hieraus resultierende, erforderliche Maßnahmen werden veranlasst. Die Kontrolle der Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Prüfung der Bearbeitung erkannter Risikopositionen erfolgt durch den ressortverantwortlichen Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2018 fanden sowohl Revisionen bei in- als auch bei ausländischen Tochtergesellschaften sowie in ausgewählten Geschäftsbereichen der ElringKlinger AG statt. Im Ausland lag der Prüfungsschwerpunkt hierbei auf den Tochtergesellschaften in der Region Asien-Pazifik. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.
Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officer benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der ElringKlinger-Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. Durch regelmäßige Schulungen soll Compliance-Verstößen vorgebeugt werden. So wurden an unterschiedlichen Standorten für Mitarbeiter in relevanten Funktionsbereichen auch im Jahr 2018 Schulungsveranstaltungen zu Compliance-Themen durchgeführt. Für 2019 sind bereits weitere Schulungen terminiert.
Zur Aufdeckung von Missständen stellt ElringKlinger seinen Mitarbeitern ein Hinweisgebersystem mit unterschiedlichen Meldewegen zur Verfügung. Ihnen wird hierdurch die Möglichkeit eingeräumt, Fehlverhalten, Rechts- und Regelverstöße geschützt an die Compliance-Organisation zu melden. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Im Zuge der Untersuchungshandlungen zu einem gemeldeten Verdachtsfall bei einer inländischen Tochtergesellschaft wurden wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung die erforderlichen rechtlichen Maßnahmen gegen den Verdächtigen eingeleitet. Weitere wesentliche Verstöße sind für 2018 jedoch nicht zu berichten.
Der Vorstand ist bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen und fortzuentwickeln.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung
Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen. ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS sowie dem ElringKlinger-Bilanzierungshandbuch aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen und das Konzernberichterstattungssystem abgeglichen. Die Berichterstattung aller Konzerngesellschaften erfolgt über ein Konzernberichterstattungssystem. Dieses enthält neben den Finanzdaten auch Angaben, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung im Bereich Finanzen überprüft.
Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffssysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei denjenigen Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten.
Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können. Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Konzernbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.
Chancen- und Risikoeinschätzung
In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.
Chancen- und Risikoprofil des ElringKlinger-Konzerns
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| Risiken-/ Chancenarten | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Konjunkturelle Risiken | ||
| Konjunktur- und Branchenrisiken | Mittel | Wesentlich |
| Politische Risiken | Mittel | Moderat |
| Allgemeine interne Risiken | ||
| Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand | Niedrig | Moderat |
| Operative Risiken | ||
| Preisdruck/Wettbewerb | Hoch | Moderat |
| Materialrisiken/Lieferantenrisiken | Mittel | Wesentlich |
| Kundenrisiken | Niedrig | Moderat |
| Lohnkostenrisiken | Mittel | Moderat |
| Personalrisiken | Mittel | Unwesentlich |
| IT-Risiken | Niedrig | Wesentlich |
| Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken | Mittel | Moderat |
| Rechtliche Risiken | ||
| Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken | Niedrig | Moderat |
| Strategische Risiken | ||
| Technologierisiken | Hoch | Wesentlich |
| Externes Wachstum/Akquisitionen | Niedrig | Moderat |
| Finanzielle Risiken | ||
| Forderungsausfall | Niedrig | Moderat |
| Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken | Niedrig | Moderat |
| Währungsrisiken | Mittel | Moderat |
| Zinsrisiken | Niedrig | Moderat |
| Einsatz derivativer Finanzinstrumente | Niedrig | Unwesentlich |
| Chancen | ||
| Klimawandel/Emissionsgesetzgebung | Hoch | Wesentlich |
| Technologietrends | Hoch | Wesentlich |
| Erweiterung des Leistungsspektrums | Hoch | Wesentlich |
| Neue Absatzmärkte | Hoch | Wesentlich |
| Branchenkonsolidierung/M&A | Mittel | Moderat |
Risikomatrix des ElringKlinger-Konzerns

Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies möglicherweise auch eine geringere Nachfrage nach dem Produktportfolio des ElringKlinger-Konzerns nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach Einschätzung zum Bilanzstichtag in einer allgemeinen Eintrübung des globalen Marktwachstums. Risikobehaftet sind in diesem Zusammenhang mögliche Auswirkungen des globalen Handelskonflikts, insbesondere zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, die Folgen eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union sowie eine nachhaltige Abschwächung des Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik China.
Ökonomen rechnen aufgrund von gestiegenen Konjunkturrisiken für 2019 mit einer generellen Wachstumsverlangsamung in den großen Volkswirtschaften. Gemäß den Prognosen des Internationalen Währungsfonds wird für die Eurozone ein schwächeres Wachstum der wirtschaftlichen Gesamtleistung von weniger als 2 % erwartet. Auch in Deutschland trüben sich die Aussichten ein: Die deutsche Wirtschaft dürfte 2019 nur noch um 1,3 % wachsen, nach 1,5 % im Jahr 2018. In den USA wird das erwartete Bruttoinlandsprodukt mit 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls schwächer zulegen. In China ist eine zunehmende Normalisierung des Wirtschaftswachstums zu beobachten - gleichwohl dürfte die Wachstumsrate konstant über 6 % liegen. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert zu Jahresbeginn 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % für das Gesamtjahr.
Für den weltweiten Automobilmarkt zeichnet sich nach den Prognosen des Branchenverbandes VDA für 2019 insgesamt ein Jahr mit geringem Absatzwachstum, das auf 1 % beziffert wird, ab. Während in Europa eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau des Vorjahres zu erwarten ist, wird sich der US-Fahrzeugmarkt insgesamt etwas abkühlen. Das erwartete Wachstum wird mehrheitlich von Asien, und dabei trotz verhaltenem erstem Halbjahr insbesondere vom chinesischen Pkw-Markt, getragen.
Die weltweite Automobilproduktion wird nach Expertenschätzungen ebenfalls nur leicht, das heißt im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen. Trotz der vorsichtigen Wachstumsprognosen für 2019 ist ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion im Jahr 2019 zwischen 0 bis 1 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").
ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.
Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden.
In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten werden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst. ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.
Die Automobilindustrie sieht sich weiterhin gewissen branchenspezifischen Risiken gegenüber. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang das für die Branche schwer einzuschätzende Tempo des Wandels vom Verbrennungsmotor in Richtung alternative Antriebsformen zu nennen. Auch wenn die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in einigen Regionen weiter ansteigen dürfte, werden die weltweiten Marktanteile der E-Mobilität im Jahr 2019 mit etwa 3 % von untergeordneter Bedeutung bleiben. Expertenmeinungen, wann der Markt für alternative Antriebe wie Batterie- und Brennstoffzellentechnologie signifikant durchdrungen wird, gehen auseinander.
Der ElringKlinger-Konzern hat sein Portfolio frühzeitig auf alle Antriebsarten ausgerichtet. Zudem reagiert der Konzern auf das risikobehaftete Geschäft im Bereich der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie, indem die neuen Geschäftsfelder innerhalb des Risikomanagements ein gesondertes Monitoring erfahren.
Ein Thema, das die gesamte Automobilbranche weiterhin beschäftigt, ist die anhaltende öffentliche Diskussion über die Dieseltechnologie. Diese sorgt für Verunsicherung bei den Endkunden und bewirkt spürbare Änderungen beim Kaufverhalten: Die Dieselquote bei den Fahrzeugneuzulassungen geht erkennbar zurück. Von einer rückläufigen Dieselquote ist ElringKlinger nicht überdurchschnittlich betroffen, da die Produktpalette des Konzerns im Wesentlichen unabhängig von der Kraftstoffart zu betrachten ist. Die zunehmende Zahl von Fahrverboten in deutschen Großstädten lässt allerdings die breite Öffentlichkeit zudem verunsichert zurück, sodass mit weiteren Folgewirkungen für die gesamte Automobilbranche zu rechnen sein könnte.
Die Umstellung auf das Abgasprüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) gehört ebenfalls zu den branchenspezifischen Risiken. Ab September 2018 wurde mit dem WLTP-Standard ein neues einheitliches Messverfahren zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen vorgeschrieben. Die Umstellung darauf führte zu Verzögerungen bei der Neuzulassung von Fahrzeugen. Es ist nach heutiger Einschätzung nicht auszuschließen, dass die Zulassungsverzögerungen auch noch im ersten Halbjahr 2019 weiter andauern.
Politische Risiken
Politische Entscheidungen der nationalen bzw. internationalen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken. Neue Gesetze oder Regularien können sich direkt oder indirekt auf Technologietrends oder Absatzgebiete des Konzerns auswirken.
Die aktuellen geopolitischen Krisenherde in der Welt sind weit gestreut. Unter ihnen hat sich der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zuletzt weiter zugespitzt. Auch in weiten Teilen des Nahen Ostens, hierbei ist insbesondere Syrien zu nennen, hat sich die Lage verschärft. Bisherige Schutzmächte ziehen sich aus der Region zurück, die Machtverhältnisse werden teils neu aufgeteilt. Zudem erweisen sich die nordafrikanischen Länder unverändert als politisch instabil.
Die erwähnten Gebiete zählen zu den für ElringKlinger mit gewissen Risiken behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft, zu dessen Kernregionen auch Nordafrika und der Nahe Osten zählen, besteht dagegen das grundsätzliche Risiko von Umsatzeinbußen. Da in den genannten Regionen in Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.
Daneben wirkt sich der bestehende Handelskonflikt zwischen den USA und Europa bzw. China weiterhin belastend auf den globalen Freihandel aus. Neue US-Importzölle auf Rohstoffe sind in diesem Zusammenhang ebenso denkbar wie die bereits seit längerem im Raum stehende Überlegung der US-Regierung, ausländische Fahrzeughersteller mit Strafzöllen für in die USA importierte Autos zu belegen. Die aus dem Zollstreit erwachsenden politischen Risiken sowie deren Auswirkungen auf die Automobilindustrie im Allgemeinen bzw. den ElringKlinger-Konzern im Speziellen bestehen somit unverändert.
Die Unsicherheiten im Hinblick auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") halten weiter an. Da bislang keine Einigung zwischen der EU und dem britischen Parlament über ein Brexit-Abkommen erzielt werden konnte, besteht weiterhin die Möglichkeit eines ungeordneten Brexits. Insbesondere die aus diesem "No Deal"-Szenario resultierenden Risiken sind gegenwärtig nicht hinreichend abzuschätzen. Die ElringKlinger-Gruppe ist zwar aufgrund von bestehenden Kundenbeziehungen sowie den vor Ort ansässigen Geschäftseinheiten vom Brexit-Thema an sich betroffen. Jedoch nimmt das Risiko der britischen Tochtergesellschaften im Verhältnis zum Gesamtkonzern ein beherrschbares Ausmaß ein.
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand
Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung stehen, zählen insbesondere Arbeitsunfälle sowie die Gefahr von Bränden in der Fertigung.
Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit gültigen Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für alle Mitarbeiter beugt ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vor. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genau untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.
Das Entstehen von Bränden in einer Betriebsstätte des ElringKlinger-Konzerns stellt zwar ein vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Eine brandbedingte, längerfristige Werksschließung birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Produktionsanlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. diese vorübergehend zu verlagern.
Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb
Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der Preisdruck stellt ein signifikantes Risiko für den Konzern dar und hat in Zeiten von steigenden Rohmaterialpreisen und/oder zollbedingten Preisaufschlägen in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.
Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und seiner starken Marktstellung sieht sich der ElringKlinger-Konzern zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht vollständig entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, fokussiert sich ElringKlinger darauf, Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln und Nischenmärkte zu besetzen. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.
Der Wettbewerb ist in der Automobilzulieferbranche auf hohem Niveau. Demzufolge sehen sich neu in den Markt eintretende Wettbewerber wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe mehrheitlich Spezialkenntnisse und -kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Um als Wettbewerber in den Markt einzutreten, wären hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie notwendig. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.
Aufgrund seines globalen Produktionsverbundes, der in den letzten Jahren nochmals deutlich ausgebaut wurde, ist der ElringKlinger-Konzern in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, flexibel zu agieren und weite Teile des Produktportfolios von unterschiedlichen Standorten und Regionen aus anzubieten.
Materialrisiken/Lieferantenrisiken
Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2018 bei 56,2 % (54,2 %). Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.
Die im ElringKlinger-Konzern überwiegend verwendeten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium, Polyamide und Elastomere. Daneben kommt für den ElringKlinger-Einkauf verschiedenen Materialien und Komponenten, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen eingesetzt werden, eine wachsende Bedeutung zu. (vgl. "Beschaffung und Lieferantenmanagement").
Im Jahr 2018 sind die Rohstoffpreise in nahezu allen Materialgruppen stark angestiegen. Das gilt insbesondere für den Stahlmarkt, dessen Preisniveau durch Importzölle und eine generell hohe Nachfrage spürbar anzog. Die Rohstoffpreise für Kunststoff erhöhten sich unterjährig ebenfalls und für Aluminium bewegten sie sich sehr volatil auf hohem Niveau. Selbst die Legierungszuschläge für Edelstahl erhöhten sich deutlich. Infolgedessen war für den ElringKlinger-Konzern mit den gestiegenen Rohstoffpreisen im Geschäftsjahr 2018 ein erheblicher finanzieller Mehraufwand verbunden. Dieser könnte sich für das Geschäftsjahr 2018 rückwirkend nochmals erhöhen, sofern die USA die im Jahresverlauf eingeführten Importstrafzölle nachträglich noch auf das Gesamtjahr ausweiten. Dies käme einer retrograden Materialpreiserhöhung gleich.
Bedingt durch die globalen Handelskonflikte und die im Raum stehende Erhebung von zusätzlichen Importzöllen auf Rohmaterialien erwartet ElringKlinger für 2019 ein unverändert hohes Niveau der Einkaufspreise für die wesentlichen Rohstoffgruppen. In diesem Zusammenhang bestehen weiterhin auch potenzielle Risiken, die von Ausgleichs- bzw. Kompensationszöllen (Countervailing duties) auf in die USA importierte Rohmaterialien ausgehen. Von den durch übermäßige Materialpreiserhöhungen entstehenden Risiken wäre der ElringKlinger-Konzern unmittelbar und, abhängig von der Entwicklung des Preisniveaus, gegebenenfalls in erheblicher Weise betroffen.
Um möglichen Materialpreissteigerungen risikominimierend entgegenzusteuern, arbeitet der Zentraleinkauf von ElringKlinger fortlaufend daran, Optimierungspotenziale aufzudecken und umzusetzen. Dazu gehören die Verbesserung und konzernweite Vereinheitlichung von internen Prozessen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung hinsichtlich der Auswahl und Qualifikation von Lieferanten. Außerdem trägt ElringKlinger mit optimierten Produktdesigns und Verbesserungen der Fertigungsprozesse aktiv dazu bei, der Preisspirale auf den Rohstoffmärkten entgegenzuwirken.
Grundsätzlich handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Verträge mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Legierungen wie Nickel werden ausschließlich an der Börse gehandelt und können nicht in Rahmenverträgen fixiert werden. Um auf die mehrheitlich stark gestiegenen Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2018 zu reagieren, wurden situationsbedingt bei einzelnen Rohstoffgruppen Verträge mit kürzeren Laufzeiten vereinbart.
Zu den von ElringKlinger eingeleiteten Maßnahmen, um mittel- bis langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, gehören zunehmende Vereinbarungen von Preisgleitklauseln in Kundenverträgen. Ist dies nicht möglich, werden Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, möglichst an die Kunden weitergegeben. Hierbei besteht das Risiko, dass die Mehrkosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.
Während sich die hohen Rohstoffpreise ergebnisbelastend für den Konzern auswirken, profitiert ElringKlinger beim Verkauf von Metallresten, die in der Produktion bei den Stanzprozessen entstehen, wiederum davon. Diese werden vom konzernweit agierenden Schrott-Management verwertet und veräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest in Teilen ab.
Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Der Konzern disponiert Material grundsätzlich frühzeitig und verfolgt dabei eine Mehrlieferantenstrategie, um das Risiko von Produktionsunterbrechungen oder -ausfällen infolge von Störungen in der Lieferkette so gering wie möglich zu halten. Im Geschäftsjahr 2018 lag der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen bei 24 % (23 %). Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.
Neben den im traditionellen Produktportfolio von ElringKlinger eingesetzten Rohstoffen wie Stahl, Aluminium oder Kunststoff kommen in den neuen Geschäftsfeldern der Batterie- oder Brennstoffzellentechnologie zum Teil andersartige Rohstoffe und Materialien zum Einsatz, deren Menge, Preisentwicklung sowie Lieferantenstruktur aus heutiger Sicht, unter anderem auch durch die ungewisse Nachfrageentwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, für den Konzern schwer einzuschätzen sind. ElringKlinger wirkt risikominimierend entgegen, indem derartige Rohstoffe aus Konsignationsläger der Lieferanten abgerufen werden, das heißt die Ware verbleibt bis zum Zeitpunkt des Abrufes im Eigentum des Lieferanten.
Als weiterer Aspekt zur Bewertung von Materialrisiken zählt die regelmäßige Analyse der im Konzern befindlichen Bestände. Diese werden im Hinblick auf ihre Umschlagshäufigkeit überprüft. Bei Beständen mit geringer Umschlagshäufigkeit erfolgt eine Evaluation im Hinblick auf Verbrauch, Verkauf oder Verschrottung.
Kundenrisiken
Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einem oder mehreren bedeutenden Kunden birgt grundsätzlich das Risiko, dass auch der Bedarf für die in den betreffenden Motoren bzw. Fahrzeugmodellen eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgeht.
Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden, unter anderem auch mit Blick auf möglichen Preisdruck/Wettbewerb, niedrig zu halten, hat ElringKlinger seinen Kundenstamm in den letzten Jahren ständig verbreitert. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2018 bei rund 26 % (rund 25 %). Der größte Einzelkunde hat 9,5 % (10,2 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2018 beigetragen.
Darüber hinaus geht mit dem Wandel in der Automobilindustrie vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben auch eine zunehmende Veränderung der Kundenstruktur einher: Neben den traditionellen Anbietern treten vermehrt neue, innovative Hersteller in Erscheinung, die ausschließlich auf Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben setzen und/oder gänzlich neue Mobilitätskonzepte verfolgen. Oftmals haben diese neuen Hersteller noch Start-up-Charakter. Der zukünftige Geschäftsverlauf ist in diesen Fällen schwierig zu prognostizieren und hängt maßgeblich von der Entwicklungskraft und dem erfolgreichen Abschluss von Finanzierungsrunden ab. Es ist demzufolge nicht auszuschließen, dass sich einige dieser neuen Hersteller mangels Anschlussfinanzierung und/oder aufgrund mangelnder Akzeptanz bzw. Nachfrage seitens der Endkunden auf lange Sicht nicht am Markt durchsetzen können.
ElringKlinger könnte in der Folge bestehende Entwicklungsprojekte oder Aufträge wieder verlieren oder müsste unter Umständen eine finanzielle Belastung im Aufwand berücksichtigen. Der Konzern befindet sich aktuell in Geschäftsbeziehungen mit mehreren Kunden, die in die oben genannte Kategorie fallen, und stuft diese Projekte demzufolge als risikobehaftet ein. Dem gestiegenen Kontrahentenrisiko begegnet ElringKlinger in diesen Fällen mit einer risikominimierenden Kundenstrategie, indem ein besonders enger Austausch erfolgt und der Finanzierungsstatus regelmäßig thematisiert wird. Zudem werden Zahlungsmodalitäten angestrebt, die im Wesentlichen dem jeweiligen Projektverlauf entsprechen und die ausstehenden Investitions- und Entwicklungsbeträge decken.
Lohnkostenrisiken
Nach den Materialkosten stellen die Lohnkosten den zweitgrößten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2018 bei 27,3 % (26,9 %).
Mit 41,5 % (40,3 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein bedeutender Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen bzw. eine Absenkung der tariflich bezahlten Arbeitszeit im Inland könnten sich spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern.
In den letztjährigen Tarifverhandlungen ist die IG Metall nicht von vergleichsweise hohen Lohnsteigerungsforderungen abgerückt, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre betrugen 2,8 % ab Juli 2016, 2,0 % ab April 2017 sowie 4,3 % ab April 2018. Der letztgenannte Abschluss mit einer Laufzeit von insgesamt 27 Monaten verschafft den dem Tarifverbund angehörigen Unternehmen eine längere Planungssicherheit.
In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen rund 14 % (rund 15 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig ist, liegt das Lohnkostenniveau dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen wird als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die zunehmende Dynamik bei der Lohnentwicklung für die Ertragslage der Landesgesellschaften kritisch zu betrachten.
Im Falle einer unerwartet rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie beispielsweise Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen. Zum 31. Dezember 2018 lag der Anteil der befristet Beschäftigten im ElringKlinger-Konzern bei 13,5 % (14,6 %).
Den zunehmenden Lohnkostensteigerungen in den letzten Jahren begegnet der Konzern mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und das Beschäftigtenniveau im Inland zu sichern.
Personalrisiken
In Zeiten des automobilen Wandels ist der ElringKlinger-Konzern in besonderem Maße auf das Fachwissen, den Einsatz und die Innovationskraft seiner Mitarbeiter angewiesen. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind wichtige Know-how-Träger und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Daher ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Fluktuation möglichst gering zu halten. Durch die Etablierung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll sich die Fluktuationsquote konstant auf einem niedrigen Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Im Geschäftsjahr 2018 lag die Fluktuationsquote auf Konzernebene bei 7,3 % (9,6 %). Damit hat sich das vergleichsweise hohe Niveau aus dem Vorjahr, das insbesondere von ausländischen Produktionsstandorten mit starken Kapazitätsauslastungen hervorgerufen wurde, wieder normalisiert. Um Personalabgänge besser auffangen zu können, werden spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.
Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf: Etwa 55 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 25 % sind jünger als 30 Jahre. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter im Konzern liegt bei 38 Jahren. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.
Der Fachkräftemangel macht sich zunehmend bemerkbar: An einigen Standorten bzw. in bestimmten Fachbereichen des Konzerns wird es vergleichsweise schwierig, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um im Kampf um Nachwuchstalente ("War for Talents") gerüstet zu sein, führt ElringKlinger bereits seit längerem gezielte Personalmarketingmaßnahmen durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Studierende von Universitäten und Hochschulen durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten zur frühzeitigen Bindung an das Unternehmen an. Außerdem bildet der Konzern zur Nachwuchssicherung junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger interne und externe Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.
IT-Risiken
Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyberkriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sind ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktionssteuerung bis hin zur Lieferkette. Ein solches Szenario hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis auswirken können.
Der ElringKlinger-Konzern steuert mit einer ausgereiften IT-Infrastruktur, die in eine strategische und eine operative Einheit untergliedert ist, den genannten Gefahren risikominimierend entgegen. So werden sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch das Einrichten von zusätzlichen Backup-Systemen oder Überbrückungslösungen wird potenziellen Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen vorgebeugt.
Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht und somit räumlich getrennt sind. Damit sichert sich das Unternehmen gegen Systemausfälle und Datenverluste ab. Darüber hinaus werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.
Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten wird mithilfe von skalierbaren Zugangsrechten gesteuert. Zum Schutz vor unberechtigten externen Zugriffen kommen aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen zum Einsatz.
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken
ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden.
Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologien.
Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger dafür, die beschriebenen Risiken zu verringern und vermeiden. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.
Innerhalb des Konzerns sind derzeit vereinzelte Risiken im Hinblick auf mangelnde Produktqualität und hohe Kapazitätsauslastungen vorhanden. ElringKlinger steuert mit einer Vielzahl von Verbesserungsmaßnahmen auf der Projekt- und Prozessebene risikominimierend entgegen. So sollen durch die Verlagerung von Teilen der Produktion an andere Standorte und die Installation von zusätzlichen Kapazitäten die Kapazitätsengpässe sukzessive beseitigt werden. Den Qualitätsmängeln wird unter anderem durch erhöhte Anforderungen beim Bezug von Rohmaterialien und eine fortlaufende Erneuerung und Erhöhung des Automatisierungsgrades bei den Produktionsanlagen begegnet. Zudem werden die logistischen Prozesse optimiert.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken
Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.
Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus gesetzeswidrigen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang einnehmen.
Strategische Risiken
Technologierisiken
Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und auf dem Prinzip der Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Auf dieser Basis sollen langfristig über dem Marktniveau liegende Wachstumsraten erzielt werden (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet. Dieses Szenario würde sich mittel- bis langfristig in negativer Weise auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. ElringKlinger investiert daher mit jährlich rund 5 % vom Konzernumsatz einen hohen Betrag in Forschung und Entwicklung. Zudem sind in den letzten Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate zu vermeiden.
Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf wesentliche Kernthemen der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von Strukturleichtbauteilen sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit hat sich ElringKlinger schon frühzeitig und mit hohem Aufwand für alternative Antriebsarten aufgestellt, sei es in der Batterie- oder der Brennstoffzellentechnologie.
Die für den ElringKlinger-Konzern bedeutsamen Technologierisiken bestehen in einem schlagartigen Wandel der Antriebstechnologie in Richtung Elektromobilität sowie in der verschärften Gesetzgebung im Hinblick auf Abgasnormen. Auch wenn der Umsatzbeitrag des Geschäftsbereichs E-Mobility in den kommenden Jahren planmäßig stark zunehmen wird, wären mit einem abrupten Technologiewandel oder einer weiteren Verschärfung der CO2-Emissionsregularien wesentliche Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; dies hätte verstärkten Preisdruck zur Folge. ElringKlinger begegnet den Risiken durch den konsequenten Ausbau eines vom Verbrennungsmotor unabhängigen Produktportfolios.
Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart - ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor - nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist.
Externes Wachstum/Akquisitionen
Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält insbesondere aufgrund des bevorstehenden Wandels der Branche vom Verbrennungsmotor in Richtung alternative Antriebsformen ungebrochen an. Für ElringKlinger ergibt sich vor diesem Hintergrund grundsätzlich die Gelegenheit für ergänzende Zukäufe und gezielte Übernahmen, um schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.
Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten würden. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang erreicht werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.
ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen und/oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität überprüft und bewertet.
ElringKlinger tätigt Akquisitionen grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.
Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.
In vergleichbarer Weise entstehen auch Risiken aus getätigten oder weiteren möglichen Desinvestitionen von Tochtergesellschaften und/oder Geschäftsbereichen.
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall
Das Risiko von Zahlungsausfällen bei denjenigen Kunden, die dem Segment Erstausrüstung zuzuordnen sind, ist angesichts der insgesamt soliden Branchenkonjunktur für ElringKlinger als moderat einzustufen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2018 zwischen 12,6 und 25,8 Mio. Euro (13,0 und 28,9 Mio. Euro) gelegen.
Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen aufgrund der Kernabsatzgebiete in Nordafrika, Osteuropa und dem Nahen Osten in Relation zur Erstausrüstung zwar als vergleichsweise höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter. Drohenden Forderungsausfällen im Ersatzteilgeschäft begegnet der ElringKlinger-Konzern durch Vorauszahlung als Zahlungsbedingung oder mit Hilfe von Warenkreditversicherungen.
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken ergeben sich aus Unternehmenssicht dann, wenn es möglicherweise den finanziellen Verpflichtungen, zum Beispiel der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten oder den laufenden Kapitalerfordernissen der operativen Geschäftstätigkeit, nicht nachkommen kann und/oder die Refinanzierungsfähigkeit gefährdet ist.
Das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien erfordern für den ElringKlinger-Konzern hohe Investitionen, sodass sich der Finanzierungsbedarf generell auf hohem Niveau befindet. Das Kreditvergabeverhalten der Banken für Unternehmen der Automobilbranche gestaltet sich seit jeher restriktiv, wenngleich in den zurückliegenden Jahren Kredite zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Markt vergeben wurden. Sollten die Ratingagenturen das allgemeine Risikoprofil der Automobilindustrie in der Zukunft jedoch schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist ein Finanzierungsrisiko stets implizit vorhanden -trotz der nach wie vor positiven Ertragssituation der Branche und vergleichsweise niedrigen Marktzinsen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist weiterhin nicht auszuschließen.
Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit angesichts der bilanziellen Situation weiterhin solide dar. Mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % (44,0 %) liegt diese weiterhin im mittelfristigen Zielkorridor zwischen 40 und 50 % der Bilanzsumme. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) beträgt 3,7 (2,7). Die vom Konzern noch nicht gezogenen Kreditlinien beliefen sich zum Jahresultimo auf 190,2 (136,1) Mio. Euro.
In den Kreditverträgen des ElringKlinger-Konzerns waren zum Bilanzstichtag, mit einer Ausnahme bei einer ausländischen Tochtergesellschaft, keine Vertragsklauseln zur Einhaltung bestimmter finanzieller Anforderungen (Financial Covenants) enthalten. Zum 31. Dezember 2018 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.
Währungsrisiken
Die Geldpolitiken der bedeutenden Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte, wie beispielsweise der türkischen Lira (TRY), dem brasilianischen Real (BRL) oder dem mexikanischen Peso (MXN).
Als global agierendes Unternehmen ist ElringKlinger prinzipiell Währungsrisiken ausgesetzt. Dazu zählen lokale Währungsüberschüsse in einzelnen Konzerngesellschaften sowie Ausleihungen innerhalb des Konzerns. Lokale Währungsüberschüsse werden weitgehend durch Natural Hedging begrenzt, das heißt Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an. Risiken aus der internen Finanzierung werden sukzessive abgebaut, indem der Konzern die Finanzierungen in den jeweiligen Währungsraum verlagert.
Darüber hinaus bestehen für ElringKlinger translatorische Risiken, die sich aus der Konsolidierung in der Konzernwährung ergeben. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns niederschlagen. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von minus 44,0 (28,7) Mio. Euro.
Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von 0,8 (-11,1) Mio. Euro.
Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten internationalen Konzernwährungen auf das Gesamtergebnis der ElringKlinger-Gruppe sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.
Zinsrisiken
Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.
Das im Geschäftsjahr 2017 begebene Schuldscheindarlehen wurde dazu genutzt, die Laufzeitenstruktur zu optimieren und die Planbarkeit der Zinsaufwendungen zu verbessern. Insgesamt wurde ein Volumen von 200 Mio. Euro in Tranchen zu fünf, sieben und zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,23 % emittiert. Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und folglich auch auf das Finanzergebnis von ElringKlinger auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").
Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.
Einsatz derivativer Finanzinstrumente
ElringKlinger nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur in Einzelfällen, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (insbesondere Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisvolatilitäten eingesetzt werden, liegen in jedem Fall die benötigten physischen Bezugsmengen zugrunde.
Chancen
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung
Eines der zentralen Themen der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Seit 2009 unterliegen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU einer CO2-Regulierung. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Hersteller-Fahrzeugflotten bis 2021 bei maximal 95 g/km liegen. Sollten diese Vorgaben zum genannten Zeitpunkt nicht eingehalten werden, drohen den Herstellern empfindliche Strafzahlungen.
Doch diese Schwelle markiert nicht den Endpunkt, denn im Dezember 2018 wurden in Brüssel noch niedrigere Grenzwerte für die Zeit nach 2021 beschlossen. Danach soll auf EU-Ebene der CO2-Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 37,5 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Wenngleich die Hersteller mit dieser Entscheidung nun Planungssicherheit bis 2030 haben, sehen sie sich in Europa weiterhin mit den weltweit strengsten CO2-Grenzwerten konfrontiert. Doch auch in Nordamerika und Asien werden die Emissionsgrenzen zunehmend anspruchsvoller. So streben China und Japan Grenzwerte von 117 g/km bzw. 122 g/km bis 2020 an. In den USA und Kanada ist bis 2025 ein Wert von nur noch 99 g/km als Flottenziel ausgegeben. Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den Normen der Industriestaaten orientieren. So hat sich Indien beispielsweise einen CO2-Grenzwert von durchschnittlich 113 g/km bis zum Jahr 2022 zum Ziel gesetzt.
Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu - für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.
Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2-Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Teile für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs wie beispielsweise Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule verkauft werden.
Im Juli 2016 hatte die deutsche Bundesregierung eine staatlich subventionierte Prämie für den Kauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben eingeführt, um deren Nachfrage bei den Endkunden anzukurbeln. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden derzeit mit 4.000 Euro und Hybridfahrzeuge mit 3.000 Euro gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis Juni 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. Bis zum Jahr 2021 sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Die Kaufanreize bzw. die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für Elektromobilität sind darauf ausgerichtet, zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beizutragen und steigende Absätze alternativ angetriebener Pkw herbeizuführen.
Um den Wandel in Richtung Elektromobilität zu beschleunigen, hat eine steigende Zahl von Ländern in Europa angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt gänzlich zu verbieten. Eine Vorreiterrolle nehmen dabei die skandinavischen Länder ein. In Schweden sollen gemäß den Plänen der Regierung nach dem Jahr 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Dänemark plant, den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen ab 2030 zu verbieten. In Norwegen soll bereits ab 2025 kein Neuwagen mehr mit fossilen Brennstoffen zugelassen werden. Frankreich und Großbritannien streben dagegen eine Umsetzung für das Jahr 2040 an. Auch China, der größte Fahrzeugmarkt der Welt, bereitet schrittweise den Abschied vom Verbrennungsmotor vor. Ab 2019 sind Automobilhersteller gesetzlich dazu verpflichtet, bei den Neuzulassungszahlen ihrer Fahrzeugflotte eine Mindestquote von 10 % mit alternativen Antrieben zu erfüllen.
Im Bereich der Batterietechnologie nimmt die Dynamik in der Automobilindustrie weiter zu. Sowohl die Fahrzeughersteller als auch die politischen Entscheidungsträger treiben die Entwicklung der Elektromobilität mit großem Engagement voran. So ist bei den Herstellern bereits ein zunehmendes Angebot von Elektroauto-Modellen zu beobachten. Dabei steht die große E-Mobilitätsoffensive der deutschen Premiumhersteller noch aus - sie wird den Ankündigungen zufolge für das kommende Jahrzehnt erwartet. Um die Abhängigkeit von Asien im Bereich der Elektromobilität zu begrenzen, bemüht sich die EU verstärkt um den Aufbau einer eigenen Batteriezellenfertigung in Europa. Bislang stammt ein Großteil der in Europa verbauten Lithium-Ionen-Zellen aus Asien. Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie, unter anderem in Bezug auf die Reichweite und die Preisentwicklung, würden für eine höhere Akzeptanz von bzw. Nachfrage nach Elektroautos bei den Autokäufern sorgen. ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Konzern in seinem Produktportfolio verschiedene Komponenten für den batteriebetriebenen Antrieb bereithält. Zudem beliefert der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens bereits seit einigen Jahren verschiedene Pkw-Hersteller sowie -zulieferer mit Serienprodukten für batterie- bzw. hybridbetriebene Fahrzeugmodelle.
Die Brennstoffzellentechnologie nimmt ebenfalls eine gewichtige Rolle im Bereich der alternativen Antriebe ein - neben dem Pkw-Bereich soll die Brennstoffzelle vor allem im Lkw-Bereich und bei Bussen mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Gegensatz zur Batterietechnologie sind mit der Brennstoffzelle die Vorteile einer längeren Reichweite verbunden. Die für den Antrieb notwendige Wasserstoffversorgung kann zudem einfach über die bestehende Tankstelleninfrastruktur sichergestellt werden. ElringKlinger hat frühzeitig den Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie geschafft und hält neben verschiedenen Komponenten auch komplette Brennstoffzellenstacks bereit. Vor dem Hintergrund, dass sich der Brennstoffzellenmarkt in der Automobilindustrie derzeit noch im Aufbau befindet, sieht der ElringKlinger-Konzern beträchtliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre. Nach einer ersten Hochlaufphase in den kommenden Jahren wird eine tiefgehende Marktdurchdringung ab dem Jahr 2025 erwartet.
Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.
Technologietrends
Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vom ElringKlinger-Konzern als hoch eingestuft wird. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2-Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.
Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, können die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als wesentlich eingestuft werden.
Tritt der Wandel schneller ein als nach derzeitigen Prognosen erwartet, kann der ElringKlinger-Konzern sein Produktportfolio rund um alternative Antriebstechnologien vermarkten und dadurch den Wandel in positiver Weise für sich nutzen. Batteriekomponenten und -systeme, Brennstoffzellenstacks und komplette elektrische Antriebseinheiten haben bereits Marktreife erlangt.
Erweiterung des Leistungsspektrums
Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.
Welche Möglichkeiten genau bestehen, ist bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiele sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebstechnologien in den Bereichen der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie dienen. Außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich für den Bereich Kunststofftechnik mit PTFE-Komponenten beispielsweise in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.
Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Leistungsspektrums Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums zu erreichen, das das Wachstum der globalen Automobilproduktion übertrifft.
Neue Absatzmärkte
Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für das bestehende ElringKlinger-Portfolio, vor allem für die beiden zukunftsweisenden Säulen der Elektromobilität, das heißt Brennstoffzellentechnologie und Batterietechnik, und den Leichtbau. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang der chinesische Fahrzeugmarkt als Leitmarkt der Elektromobilität zu nennen. Auch im Hinblick auf neu entwickelte Technologien, beispielsweise bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen, nimmt Asien eine Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieses gesetzgeberischen und technologischen Umfeldes ergibt sich für den Konzern das Potenzial zur Absatzerweiterung in beträchtlichem Ausmaß in den nächsten Jahren.
Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme sowie durch die Erschließung neuer Absatzregionen, insbesondere in Nordamerika und Asien, weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" baut seine Aktivitäten in Asien gezielt aus. Dabei wurden die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbietern weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurden die Prozesse und Strukturen des bestehenden Ersatzteilgeschäfts in Nordamerika systematisch verbessert.
Außerhalb der Automobilindustrie bieten sich insbesondere für das Segment Kunststofftechnik mit seinem Produktportfolio rund um den Hochleistungskunststoff PTFE weitere Absatzmärkte im Maschinenbau, in der Medizin-, Chemie-, Elektroindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie. In geografischer Hinsicht eröffnet sich das zukünftiges Wachstumspotenzial vor allem in den Märkten Asien und USA.
Branchenkonsolidierung/M&A
Das Wachstum der Automobilbranche, gemessen an der Pkw-Produktion, wird in den kommenden Jahren weiter überwiegend in Asien erwartet. Diese Entwicklung stellt viele mittelständische Unternehmen, die sich heute noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, mittelfristig vor große Herausforderungen. Zudem haben die Zulieferer einen immer höheren Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert.
Es ist daher davon auszugehen, dass die derzeitige Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche in den kommenden Jahren weiter anhalten wird. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter den genannten Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.
Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation weitere Chancen, das Technologieportfolio durch Übernahmen gezielt zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Zum Teil scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ElringKlinger auch in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe nutzen wird, sofern diese dem Bereich der neuen Antriebstechnologien zuzuordnen sind. Der Konzern richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder aus, wohingegen in traditionelle Geschäftsfelder rund um den Verbrennungsmotor grundsätzlich keine Akquisitionen mehr getätigt werden. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.
Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen
Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns trotz einer Reihe von veränderten Rahmenbedingungen, die sich unmittelbar auf die Automobilindustrie auswirken, im Vergleich zum Vorjahr ähnlich darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können daher nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen finanziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern insbesondere in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Wandel in der Antriebstechnologie sowie in externen Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Zudem ist aufgrund der Entwicklung der Rohstoffpreise ein maßgebliches Risiko für den ElringKlinger-Konzern hinzugekommen.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, Nordamerika und weiten Teilen Asiens zeigen sich weiterhin stabil, auch wenn sich das Wachstum in China im Vergleich zu den Vorjahren normalisiert. Dagegen bleibt die politische Situation zwischen Russland und der Ukraine sowie in weiten Teilen des Nahen Ostens nach wie vor risikobehaftet. Der anhaltende globale Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die weiterhin bestehende Möglichkeit eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union sind als jene politischen Risiken zu werten, die einen unmittelbaren Einfluss auf den ElringKlinger-Konzern haben könnten. Darüber hinaus sind bestimmte strategische und operative Risiken innerhalb des Konzerns unverändert vorhanden: Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Wandel der Automobilindustrie ändert das Produktportfolio von ElringKlinger. Produkte aus den strategischen Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität nehmen an Bedeutung zu, klassische Produkte, die sich vor allem auf den Verbrennungsmotor beziehen, verlieren in den kommenden Jahren nach und nach an Relevanz.
Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % (44,0 %) sowie die unveränderte Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.
Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie hat das Unternehmen frühzeitig investiert. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren das globale Marktwachstum übertreffen zu können.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Vorstände
Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Vergütungssystem
Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus
1. Jahresfixgehalt
2. Long Term Incentive I (LTI I)
3. Long Term Incentive II (LTI II)
4. Nebenleistungen
5. D&O-Versicherung
6. Ruhegehalt
Festes Jahresgehalt
Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.
Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)
Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts. Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.
Long Term Incentive II (LTI II)
Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus wird zu Beginn eines dreijährigen Bezugszeitraums gewährt und entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus den drei folgenden Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:
EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)
Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote (T).
Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres.
90 % des auf den LTI II entfallenden Betrags werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied nach Ende des dreijährigen Bezugszeitraums im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrags erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von weiteren drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.
Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.
Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.
Nebenleistungen
Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.
D&O-Versicherung
Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.
Ruhegehalt
Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 % und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.
Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengelds bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengelds, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.
Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrags nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.
Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge
Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.
Abfindungs-Cap
Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.
Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.
Darlehen an Vorstandsmitglieder
2018 wurde ein Vorschuss an den Vorstandsvorsitzenden in Höhe von TEUR 50 gewährt, der im Monat der Auszahlung der Tantieme verrechnet wurde. Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.
Vorstandsvergütung 2018
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Für die Berechnung des LTI I wurde das durchschnittliche EBIT der Jahre 2016 - 2018 in Höhe von TEUR 123.030 zugrunde gelegt. Davon erhalten die einzelnen Vorstände folgende Anteile:
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| Dr. Wolf | 0,80 % |
| Becker | 0,60 % |
| Drews | 0,40 % |
| Jessulat | 0,40 % |
Aus der Ermittlung des Economic Value Added (EVA)-Bonus (LTI II) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 keine Vergütung, da die angestrebte Verzinsung unterhalb des Konzern-WACC liegt.
Vorstandsvergütung 2018 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt.
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||||
| fixe Vergütung | 613 | 617 | 449 | 453 | 226 | 0 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 981 | 1.099 | 736 | 825 | 369 | 0 |
| Summe | 1.594 | 1.716 | 1.185 | 1.278 | 595 | 0 |
| langfristige Vergütung | ||||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 35 | 0 | 28 | 0 | 0 |
| Summe | 0 | 35 | 0 | 28 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.594 | 1.751 | 1.185 | 1.306 | 595 | 0 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||
| fixe Vergütung | 367 | 321 | 1.655 | 1.391 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 490 | 550 | 2.576 | 2.474 |
| Summe | 857 | 871 | 4.231 | 3.865 |
| langfristige Vergütung | ||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 11 | 0 | 75 |
| Summe | 0 | 11 | 0 | 75 |
| Gesamtvergütung | 857 | 882 | 4.231 | 3.940 |
Pensionszusagen
Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:
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| Dr.Stefan Wolf | Theo Becker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 268 | 255 | 176 | 167 | 162 | 0 |
| Barwert (DBO) | 5.601 | 5.580 | 4.058 | 4.109 | 151 | 0 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 206 | 216 | 812 | 638 |
| Barwert (DBO) | 615 | 409 | 10.425 | 10.098 |
Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex
Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 gewährt wurden:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2018 | Min. 2018 | Max. 2018 | 2017 | 2013 | Min. 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 558 | 558 | 558 | 554 | 432 | 432 |
| Nebenleistungen | 55 | 55 | 55 | 63 | 17 | 17 |
| Summe | 613 | 613 | 613 | 617 | 449 | 449 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 981 | 0 | 1.674 | 1.099 | 736 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 0 | 39 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 | 1.116 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 981 | 0 | 2.790 | 1.138 | 736 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 268 | 268 | 268 | 255 | 176 | 176 |
| Gesamtvergütung | 1.862 | 881 | 3.671 | 2.010 | 1.361 | 625 |
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| Theo Becker | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
Max. 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 432 | 429 |
| Nebenleistungen | 17 | 24 |
| Summe | 449 | 453 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 1.296 | 825 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 31 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 864 | 0 |
| Summe | 2.160 | 856 |
| Versorgungsaufwand | 176 | 167 |
| Gesamtvergütung | 2.785 | 1.476 |
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| Reiner Drews | Thomas Jessulat | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2018 | Min. 2018 | Max. 2018 | 2017 | 2018 | Min. 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 216 | 216 | 216 | 0 | 317 | 317 |
| Nebenleistungen | 10 | 10 | 10 | 0 | 50 | 50 |
| Summe | 226 | 226 | 226 | 0 | 367 | 367 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 369 | 0 | 648 | 0 | 490 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 432 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 576 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 | 576 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 369 | 0 | 2.232 | 0 | 490 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 162 | 162 | 162 | 0 | 206 | 206 |
| Gesamtvergütung | 757 | 388 | 2.620 | 0 | 1.063 | 573 |
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| Thomas Jessulat | ||
|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
Max. 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 317 | 288 |
| Nebenleistungen | 50 | 33 |
| Summe | 367 | 321 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 950 | 550 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 12 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 634 | 0 |
| Summe | 1.584 | 562 |
| Versorgungsaufwand | 206 | 216 |
| Gesamtvergütung | 2.157 | 1.099 |
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| Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2018 | Min. 2018 | Max. 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 1.523 | 1.523 | 1.523 | 1.271 |
| Nebenleistungen | 132 | 132 | 132 | 120 |
| Summe | 1.655 | 1.655 | 1.655 | 1.391 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Einjährige variable Vergütung | 2.576 | 0 | 4.568 | 2.474 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2018 | 0 | 0 | 432 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 | 0 | 0 | 576 | 32 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 | 0 | 0 | 3.190 | 0 |
| Summe | 2.576 | 0 | 8.766 | 2.556 |
| Versorgungsaufwand | 812 | 812 | 812 | 638 |
| Gesamtvergütung | 5.043 | 2.467 | 11.233 | 4.585 |
Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2018 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.
In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2018 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2018 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2018 aus.
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| Dr. Stefan Wolf | Tbeo Betker | Reiner Drews | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 558 | 554 | 432 | 429 | 216 | 0 |
| Nebenleistungen | 55 | 63 | 17 | 24 | 10 | 0 |
| Summe | 613 | 617 | 449 | 453 | 226 | 0 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 981 | 1.099 | 736 | 825 | 369 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 35 | 0 | 28 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 981 | 1.134 | 736 | 853 | 369 | 0 |
| Versorgungsaufwand | 268 | 255 | 176 | 167 | 162 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.862 | 2.006 | 1.361 | 1.473 | 757 | 0 |
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| Thomas Jessulat | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2018 | 2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 317 | 288 | 1.523 | 1.271 |
| Nebenleistungen | 50 | 33 | 132 | 120 |
| Summe | 367 | 321 | 1.655 | 1.391 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Einjährige variable Vergütung | 490 | 550 | 2.576 | 2.474 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 11 | 0 | 74 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 490 | 561 | 2.576 | 2.548 |
| Versorgungsaufwand | 206 | 216 | 812 | 638 |
| Gesamtvergütung | 1.063 | 1.098 | 5.043 | 4.577 |
Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Jahr 2016
Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Für die in den Jahren 2017 und 2018 zu leistenden Beträge wurden im Geschäftsjahr 2016 Rückstellungen von insgesamt TEUR 2.536 gebildet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden diese Rückstellungen in Höhe von TEUR 864 (2017: TEUR 1.434) durch Auszahlungen verbraucht.
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.
Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-Fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.
Bezüge des Aufsichtsrats 2018
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 672 (2017: TEUR 702). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (2017: TEUR 1) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| Fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Klaus Eberhardt | 68 | 55 | 44 | 41 | 112 | 96 |
| Walter Herwarth Lechler | 0 | 24 | 0 | 19 | 0 | 43 |
| Markus Siegers | 44 | 44 | 33 | 37 | 77 | 81 |
| Ernst Blinzinger | 0 | 9 | 0 | 8 | 0 | 17 |
| Nadine Boguslawski | 23 | 24 | 22 | 25 | 45 | 49 |
| Armin Diez | 28 | 28 | 22 | 25 | 50 | 53 |
| Pasquale Formisano | 24 | 24 | 22 | 25 | 46 | 49 |
| Rita Forst | 24 | 24 | 22 | 25 | 46 | 49 |
| Andreas Wilhelm Kraut | 24 | 16 | 22 | 16 | 46 | 32 |
| Gerald Müller | 24 | 10 | 22 | 10 | 46 | 20 |
| Paula Monteiro-Munz | 28 | 28 | 22 | 25 | 50 | 53 |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs | 24 | 24 | 22 | 25 | 46 | 49 |
| Gabriele Sons | 32 | 32 | 22 | 25 | 54 | 57 |
| Manfred Strauß | 32 | 29 | 22 | 25 | 54 | 54 |
| Gesamtvergütung | 375 | 371 | 297 | 331 | 672 | 702 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.
Angaben gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2018 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2018 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.
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| Nachlass Professor Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland | Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
| Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland | Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,006 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
| Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland | Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,036 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.
Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.
Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB ist auf der ElringKlinger-Internetseite
www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.
Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht
ElringKlinger hat für das Geschäftsjahr 2018 einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das börsennotierte Mutterunternehmen ElringKlinger AG nach § 289b HGB erstellt, der mit dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB zusammengefasst wurde. Der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht von ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2018 wird bis zum 30. April 2019 auf der Internetseite von ElringKlinger www.elringklinger.de/2018-nfb-de veröffentlicht.
Prognosebericht
Die Weltkonjunktur wird sich 2019 voraussichtlich abschwächen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) fallen angespannte Handelsbeziehungen und generell striktere Finanzierungskonditionen negativ ins Gewicht. Demnach ist ein gedämpftes Wirtschaftswachstum in Europa, China und den USA zu erwarten. Die weltweite Automobilproduktion soll nach jüngsten Schätzungen 2019 ganz leicht zulegen. Getragen wird dieses Wachstum hauptsächlich von den großen asiatischen Märkten, während die Produktionsprognosen für Nordamerika und Europa seitwärts tendieren. Der Konzern erwartet weiteres Umsatzwachstum in einem schwierigen Marktumfeld.
Ausblick Markt und Branche
Aufschwung der Weltkonjunktur schwächt sich ab
In seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2019 geht der IWF aufgrund gestiegener Konjunkturrisiken von einer Wachstumsverlangsamung in den großen Volkswirtschaften aus, die Weltkonjunktur bleibt aber grundsätzlich aufwärtsgerichtet. Zu den Abwärtsrisiken zählen die Auswirkungen aus dem bilateralen Handelskonflikt zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, die abnehmende Verlässlichkeit internationaler politischer und wirtschaftlicher Vereinbarungen, das Risiko eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, hohe private und staatliche Verschuldungen und generell striktere Finanzierungskonditionen.
Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich nach einer Schwäche im ersten Quartal 2019 im weiteren Jahresverlauf wieder bessern. Für Bremsspuren sorgen die schwächere Exportnachfrage von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion sowie Nachwirkungen in der Autoindustrie aus der Umstellung auf den neuen Emissionsprüfstandard WLTP. Gestützt wird die Binnennachfrage im Euroraum weiterhin von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. In den USA können innenpolitische Konflikte auch zu wirtschaftlichen Auswirkungen führen. Da von der US-Finanzpolitik keine zusätzlichen Impulse zu erwarten sind, wird sich die Expansionsdynamik der US-Wirtschaft verringern, auch wenn sie sich immer noch in einem sehr langlebigen Aufschwung befindet. In China wird sich das Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Ökonomen weiter normalisieren. Dank stimulierender Maßnahmen der Regierung wird die größte asiatische Volkswirtschaft 2019 um voraussichtlich mehr als 6 % wachsen.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt
Veränderung zum Vorjahr in %
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| 2018 | Prognose 2019 | Prognose 2020 | |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,7 | 3,5 | 3,6 |
| Industriestaaten | 2,3 | 2,0 | 1,7 |
| Schwellen- und Entwicklungsländer | 4,6 | 4,5 | 4,9 |
| Deutschland | 1,5 | 1,3 | 1,6 |
| Eurozone | 1,8 | 1,6 | 1,7 |
| USA | 2,9 | 2,5 | 1,8 |
| Brasilien | 1,3 | 2,5 | 2,2 |
| China | 6,6 | 6,2 | 6,2 |
| Indien | 7,3 | 7,5 | 7,7 |
| Japan | 0,9 | 1,1 | 0,5 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Jan. 2019)
Automobilmarkt 2019 mit leichtem Wachstum
Der Weltfahrzeugmarkt wird 2019 vermutlich kaum expandieren. Der deutsche Automobilbranchenverband VDA rechnet mit einem leichten Wachstum des globalen Autoabsatzes von 1 %, das vor allem von Asien, und hier auch von China, getragen werde. Für den europäischen Markt wird eine Seitwärtsbewegung gesehen, während für die USA mit einer leichten Abkühlung gerechnet wird. Die weltweite Automobilproduktion sollte Analysten zufolge ebenfalls leicht - im unteren einstelligen Prozentbereich - zulegen. ElringKlinger geht in seinen Annahmen für 2019 von einem Marktwachstum, das heißt einem globalen Anstieg der Automobilproduktion, von 0 bis 1 % aus.
Von den großen Absatzmärkten in Europa wird vor allem für Spanien eine weiter positive Entwicklung erwartet. Italien sollte auf den Wachstumspfad zurückkehren, während Frankreich und Deutschland stabil bleiben. Großbritanniens Autoabsatz ist erwartungsgemäß auch 2019 rückläufig. Die Umsetzung des seit September 2018 geltenden neuen Prüfzyklus WLTP dürfte im ersten Halbjahr 2019 nach den Einbußen im letzten Quartal 2018 für leichte Aufholeffekte sorgen. Gleichzeitig stellen die Unsicherheiten rund um die Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union und das Risiko möglicher Zollerhöhungen Belastungsfaktoren dar. Weitere Eintrübungen sind daher nicht ausgeschlossen. Die Automobilproduktion in Deutschland dürfte 2019 nach Angaben des VDA um 2 % auf 5,2 Mio. Fahrzeuge steigen. Weltweit könnte das Produktionsvolumen deutscher Hersteller damit auf 17,0 Mio. Pkw anwachsen.
Für die USA wird 2019 angesichts steigender Zinsen und höherer Spritpreise mit einer leichten Abkühlung auf dem Light-Vehicle-Markt gerechnet. Erstmals seit 2014 dürfte das Absatzvolumen wieder unter die Marke von 17,0 Mio. Fahrzeuge und damit um rund 2 % sinken. Die Entwicklung der Produktionszahlen in Nordamerika könnte etwas robuster, das heißt stabil bis leicht positiv, ausfallen.
Der chinesische Pkw-Markt soll 2019 nach einem weiteren Rückgang im ersten Quartal ab der Jahresmitte wieder zulegen können. Insgesamt rechnen Prognoseexperten für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs in einer verhältnismäßig großen Bandbreite zwischen rund einem und bis zu 9 %.
Light-Vehicle-Produktion
Mio. Fahrzeuge
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| 2018 | Prognose 2019 | Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| Europäische Union | 18,9 | 19,3 | 1,9% |
| Deutschland | 5,6 | 5,8 | 3,8% |
| Osteuropa | 3,4 | 3,5 | 2,5% |
| Russland | 1,6 | 1,7 | 2,6% |
| Nordamerika | 16,8 | 16,9 | 0,2% |
| USA | 10,8 | 11,2 | 3,2% |
| Südamerika | 3,4 | 3,5 | 3,7% |
| Brasilien | 2,8 | 2,8 | 2,1% |
| Asien-Pazifik | 48,7 | 51,9 | 6,6% |
| China | 26,3 | 28,7 | 9,3% |
| Japan | 9,0 | 8,8 | -2,3% |
| Indien | 4,9 | 5,3 | 8,5% |
| Mittlerer Osten & Afrika | 2,7 | 2,8 | 2,1% |
Quelle: PwC Autofacts Januar 2019
E-Mobilität: Leitmarkt China fährt vor
Ausgehend von einem noch sehr niedrigen Marktniveau (vgl. "Konjunktur und Branchenentwicklung") wird die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in einigen Regionen der Welt weiter ansteigen. 2019 dürften die Marktanteile aber noch von untergeordneter Bedeutung bleiben. In Europa wird erst ab 2021 - getrieben durch die dann geltenden, strengeren Abgasnormen, nach denen die Neuwagenflotte eines Herstellers im Schnitt 95 Gramm CO2/km nicht überschreiten darf - ein bedeutender Anstieg der Elektrofahrzeuge erwartet. Etwas schneller wird die Elektromobilität voraussichtlich im Leitmarkt China voranschreiten. Ab 2019 sind größere Hersteller dort verpflichtet, eine sogenannte E-Quote (Anteil der "New Energy Vehicles" an Neuzulassungen) von 10 % zu erfüllen.
Lkw-Märkte tendieren langsamer
Die hohe Nachfrage nach Logistikdienstleistungen dürfte angesichts der soliden Konjunkturaussichten auch 2019 bestehen bleiben, was für die Entwicklung der Lkw-Märkte ein positiver Indikator ist. Für die Nutzfahrzeugverkäufe in Europa bleiben die Aussichten günstig -sie dürften weiter ein hohes Niveau erreichen, werden aber eher seitwärts tendieren. Für den Lkw-Markt in Nordamerika wird ein fortgesetztes, moderates Wachstum auf Basis des bereits erreichten hohen Levels erwartet.
Prognose Unternehmen
Schwieriges Wettbewerbsumfeld
Die Rahmenbedingungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert, der Grad der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ist nach wie vor hoch. Nationale Interessen werden stärker als zuvor verfolgt, multilaterale Abkommen stehen unter Druck. Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Handelskonflikten, die sich mit der Erhöhung von Autozöllen weiter zu verschärfen drohen. Eine solche weitere Spirale geht einher mit einem grundsätzlich hohen Rohstoffpreisniveau.
Hinzu kommen weitere externe Effekte, die direkt und indirekt Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben. Die anhaltende Diesel-Debatte und die zahlreichen Gerichtsurteile zu Dieselfahrverboten in Innenstädten verunsichern den Endverbraucher in seinem Kaufverhalten. Gleichzeitig nähert sich das Jahr 2021 immer mehr, in dem erstmals die strikten CO2-Emissionsrichtlinien in der EU vollumfänglich gelten. Wer die Richtwerte als Hersteller für seine Fahrzeugflotte nicht erfüllt, hat hohe Strafzahlungen zu befürchten. Auch vor diesem Hintergrund bringen die Hersteller immer mehr neue Modelle mit alternativen Antrieben auf den Markt, die den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie belegen. Einige Staaten, wie zum Beispiel Norwegen, Großbritannien oder Frankreich, haben bereits Zieljahre festgelegt, ab denen sie keine Neuzulassungen von Verbrennungsmotorfahrzeugen mehr erlauben wollen.
Insgesamt lässt sich ein herausforderndes Umfeld mit vielfältigen Einflussfaktoren feststellen, was die Aussagekraft und Präzision von Prognosen zunehmend erschwert.
Erfolgreiche Fortsetzung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten
Innovationskraft und ein hoher technologischer Anspruch ist Teil der DNA von ElringKlinger. Der Konzern strebt stets an, nah an den Bedürfnissen der Kunden zu entwickeln. Daher beabsichtigt er auch vor dem Hintergrund des technologischen Wandels, künftig rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen einzusetzen.
Überzeugende Auftragslage
An den Auftragsbüchern zeigt sich, dass ElringKlinger mit seinen Produkten ein gefragter Partner ist. Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete der Konzern einen Auftragseingang von 1.735,3 (1.732,0) Mio. Euro. Dies entspricht einem leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 3,3 Mio. Euro, währungsbereinigt von 43,5 Mio. Euro oder 2,5 %. Infolgedessen erhöhte sich auch der Auftragsbestand um 19,5 Mio. Euro oder 1,9 % auf 1.020,1 (1.000,6) Mio. Euro -währungsbereinigt um 16,7 Mio. Euro bzw. 1,7 %.
Umsatzwachstum über Marktniveau
Auf Basis dieses hohen Auftragsbestands geht der Vorstand weiterhin davon aus, organisch stärker als die globale Automobilproduktion zu wachsen. Diese Erwartung stützt sich vor allem auf die anhaltend starke Nachfrage nach klassischen Produkten und das geplante Wachstum der strategischen Zukunftsfelder. Insgesamt rechnet der Konzern daher damit, im Berichtsjahr 2019 mit seinem organischen Umsatzanstieg das erwartete Wachstum der globalen Automobilproduktion um zwei bis vier Prozentpunkte zu übertreffen. Auf Basis von Expertenschätzungen erwartet ElringKlinger ein leichtes Plus der Referenzgröße von 0 bis 1 %.
Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren und der zunehmenden Unsicherheit grundsätzlich schwierig vorherzusagen. Akquisitionen sind auch im laufenden Geschäftsjahr nicht auszuschließen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Analog zu den Aktivitäten der Vergangenheit dürften dabei auch künftig Gesellschaften im Fokus stehen, die entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen verbesserten Marktzugang schaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet. Auch Desinvestitionen von Segmentteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, sind aus heutiger Sicht nicht auszuschließen.
Zahlreiche Einflussfaktoren
Der starke Anstieg der Rohstoffpreise war bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr ein entscheidender Faktor für die Ergebnisentwicklung. Auch 2019 ist mit einem anhaltend hohen Niveau zu rechnen, sodass keine ergebnisunterstützenden Effekte zu erwarten sind, auch wenn sich für einzelne Rohstoffe zum Jahresende 2018 leichte Entspannungen abzeichneten. Die Auswirkungen der sich verschärfenden Handelskonflikte stützen diese Erwartungen.
Um das angestrebte Wachstum zu realisieren, geht ElringKlinger auch für 2019 von einer zunehmenden Beschäftigtenzahl aus. Im Fokus steht dabei, das Wachstum kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern.
Beeinträchtigtes Ergebnis
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben neben dem hohen Rohstoffpreisniveau insbesondere die Folgekosten der unverändert hohen Nachfrage in der NAFTA-Region das Ergebnis beeinträchtigt, denen mit gezielten Optimierungsmaßnahmen entgegengewirkt wurde. Gleichzeitig wurden die Verlagerungen am Schweizer Standort abgeschlossen. Beide Aktivitäten werden im Geschäftsjahr 2019 erwartungsgemäß zu Ergebnisverbesserungen führen. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes ist jedoch auch davon auszugehen, dass diese Optimierungen durch belastende Faktoren aus sich verschärfenden Handelskonflikten (zum Beispiel US-Autozölle) oder aus sich abschwächenden Märkten (zum Beispiel China) aufgezehrt werden können. Zudem ist der Wegfall des Hug-Verkaufserlöses zu berücksichtigen, der 2018 noch verbucht werden konnte. Insgesamt wird für 2019 eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % erwartet. Mittelfristig geht der Konzern nach wie vor davon aus, sein EBIT-Margenniveau vor Kaufpreisallokation schrittweise zu verbessern.
Disziplinierter Investitionsansatz
Mit 9,6 % des Konzernumsatzes lag die Investitionsquote (in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) innerhalb des angestrebten Spektrums von 9 bis 10 %. Für 2019 wird der Konzern die Investitionen für die klassischen Geschäftsbereiche aktiv steuern, um das große Wachstumspotenzial in den strategischen Zukunftsfeldern zu realisieren. ElringKlinger prüft bei allen Maßnahmen die Notwendigkeit, die zeitliche Umsetzung sowie den finanziellen Mittelbedarf sehr genau. Auch für das Berichtsjahr 2019 plant der Konzern mit einem disziplinierten Ansatz und geht von einer Investitionsquote von unter 9 % aus.
Optimiertes Working Capital
Durch die strategische Entscheidung, den Werkzeugbau in den Konzern zu integrieren, kann das Unternehmen Verfahrenstechniken realisieren, die einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Solange die Werkzeuge hergestellt und erstverwendet, aber noch nicht im Rahmen der Serienproduktion an den Kunden fakturiert wurden, erhöhen sie den Vorratsbestand und damit das Net Working Capital. Unabhängig davon wird der Konzern den Vorratsbestand und die Einkaufsprozesse weiter optimieren. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, um das Forderungsmanagement deutlich zu verbessern und die Zahlungsziele für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen denen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzugleichen. Infolgedessen wird sich die Net-Working-Capital-Quote (Net Working Capital in % des Konzernumsatzes) im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Mittelfristig strebt der Konzern eine weitere stetige Verbesserung an.
Verbesserter Cashflow
Durch die Stabilisierung der Ergebnislage, die Optimierungen des Net Working Capitals und den weiterhin disziplinierten Investitionsansatz wird sich auch die Cashflow-Situation spürbar verbessern. Kurzfristig werden sich vor allem die Maßnahmen am Net Working Capital und an den Investitionen bemerkbar machen, sodass insgesamt für 2019 mit einem positiven operativen Free Cashflow zu rechnen ist. Mittelfristig plant der Konzern, die Kennzahl stetig zu verbessern.
Sinkende Verschuldung
Hinsichtlich seiner Finanzverbindlichkeiten ist ElringKlinger differenziert aufgestellt. Nicht zuletzt durch das Schuldscheindarlehen 2017 und den Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2019 wurde die Fälligkeitenstruktur verbessert, sodass mittel- bis langfristig Planungssicherheit gewährleistet ist. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre bewirkte einen Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten, gleichzeitig wurde durch die Sondereffekte (vor allem hohes Rohstoffpreisniveau, hohe Folgekosten der starken NAFTA-Nachfrage) die Ergebnissituation beeinträchtigt. Für das Verhältnis Nettoverschuldung (Net Debt) zu EBITDA bedeutet das, dass sowohl der Zähler angestiegen als auch der Nenner gesunken ist. Infolgedessen hat auch das Verhältnis auf 3,7 zugenommen.
Im Zuge der Optimierung der Cashflow-Situation ist geplant, die Verschuldung schrittweise wieder zurückzuführen. In Verbindung mit der mittelfristig verbesserten Ergebnislage wird sich dadurch auch das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA reduzieren. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern daher eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Mittelfristig wird aufgrund der umfangreichen Maßnahmen mit einem Verhältnis von unter 2,0 gerechnet.
Für die Eigenkapitalquote legt der Konzern kurz- und mittelfristig weiterhin ein Zielspektrum von 40 bis 50 % zugrunde, in dem er sich bereits langfristig bewegt.
Mittelfristig steigende Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität misst der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE). Wachstumsbedingt wird sich das eingesetzte Kapital erhöhen, gleichzeitig schlagen sich aber Verbesserungen des Working Capitals nieder. In Verbindung mit einer verbesserten Ergebnislage ist geplant, die Gesamtkapitalrentabilität mittelfristig schrittweise zu verbessern. Für das Berichtsjahr 2019 rechnet der Konzern aufgrund der erwarteten Ergebnislage und des schwierigen Marktumfelds mit einer Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) unterhalb des Vorjahresniveaus.
Segment Erstausrüstung
Mit mehr als 80 % des Konzernumsatzes repräsentiert das Segment Erstausrüstung den größten Teil des Konzerns. Betrachtet man die Auftragslage, wird sich das Wachstum in den klassischen Geschäftsbereichen auch 2019 fortsetzen. Gleichzeitig läuft mit der Serienproduktion eines Batteriesystems Ende des Jahres ein großer Auftrag der strategischen Zukunftsfelder an. Insgesamt ist für das Segment mit weiterem Umsatzwachstum zu rechnen. Aufgrund der heterogenen Margenbeiträge der einzelnen Geschäftsbereiche erwartet der Vorstand eine Profitabilität leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts.
Segment Kunststofftechnik
Das Segment Kunststofftechnik wird in den kommenden Jahren nicht nur vom Transformationsprozess in der Automobiltechnologie, sondern auch vom Megatrend der Miniaturisierung und den zunehmenden Anforderungen durch Robotik und Sensorik profitieren. Basis dafür sind die vielfältigen vorteilhaften Materialeigenschaften der Hochleistungskunststoffe, die von dem Segment eingesetzt werden. Insgesamt wird das Segment aufgrund der anhaltend guten Nachfrage im Berichtsjahr 2019 weiterwachsen. Das Ergebnis wird sich auf einem Niveau deutlich über dem Konzerndurchschnitt bewegen.
Segment Ersatzteile
Der Ausblick für das Segment Ersatzteile mit seiner Marke "Elring - Das Original" steht im Zeichen des schwierigen Marktumfeldes mit zahlreichen geopolitischen Konflikten und zunehmenden Handelsbarrieren. Diese Unsicherheit wird auch das Geschäft im Berichtsjahr 2019 prägen. Insgesamt rechnet der Konzern für das Segment mit einem Umsatzwachstum. Auch unter dem Eindruck möglicher makroökonomischen Marktschwächen ist von einer anspruchsvollen Ergebnissituation auszugehen. Insgesamt erwartet man ein Ergebnis auf einem Margenniveau, das erkennbar über Konzerndurchschnitt liegt.
Muttergesellschaft ElringKlinger AG
Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG macht umsatzseitig rund 40 % des Konzerns aus. In den kommenden Jahren werden die Standorte der Muttergesellschaft neben dem grundsätzlich robusten klassischen Geschäft ein starkes Wachstum in den strategischen Zukunftsfeldern verzeichnen. Dazu gehört beispielsweise die Serienproduktion für ein Batteriesystem, die an einem deutschen Standort realisiert wird. Insgesamt ist für die Muttergesellschaft 2019 mit einem Wachstum von zwei bis vier Prozentpunkten über dem Marktzuwachs zu rechnen.
Grundlage dessen ist vor allem die stabile Auftragslage: Zum Jahresultimo 2018 hatte die Gesellschaft einen Auftragsbestand in Höhe von 399,2 (396,9) Mio. Euro zu verzeichnen.
Aufgrund der unverändert hohen Rohstoffpreise und Ramp-up-Kosten für die Serienproduktion in der Batterietechnologie ist nicht von wesentlichen Verbesserungen des operativen Ergebnisses der Muttergesellschaft auszugehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Ergebnismarge auf oder leicht unter Vorjahresniveau liegen wird.
Konzernausblick 2019
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| Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen | Ist 2018 | |
|---|---|---|
| Umsatz | Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum, Annahme: Marktwachstum von 0 bis 1 % | 7,8 Prozentpunkte über Markt |
| EBIT | Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % | 5,9 % |
| ROCE | Unter Vorjahresniveau | 5,5 % |
| Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren | ||
| F&E-Kosten | Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) | 5,1 % |
| Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) | Unter 9 % des Konzernumsatzes | 9,6 % |
| Net Working Capital | Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (in % des Konzernumsatzes) | 33,4 % |
| Operativer Free Cashflow | Positiv | -86,2 Mio. Euro |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme | 42,8 % |
| Nettoverschuldung/EBITDA | Verbesserung gegenüber dem Vorjahr | 3,7 |
| Mittelfristige Ziele | Ist 2018 | |
| Umsatz | Organisch überproportional zum globalen Marktwachstum | 7,8 Prozentpunkte über Markt |
| EBIT | Sukzessive Verbesserung der Marge vor Kaufpreisallokation | 5,9 % |
| ROCE | Steigerung auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working-Capital-Verbesserungen | 5,5 % |
| F&E-Kosten | Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) | 5,1 % |
| Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) | Fortführung des disziplinierten Ansatzes | 9,6 % |
| Net Working Capital | Sukzessive Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) | 33,4 % |
| Operativer Free Cashflow | Positiv | -86,2 Mio. Euro |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme | 42,8 % |
| Nettoverschuldung/EBITDA | Unter 2,0 | 3,7 |
Dettingen/Erms, den 21. März 2019
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2018
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
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| in TEUR | Anhang | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.699.000 | 1.664.041 |
| Umsatzkosten | (2) | -1.328.917 | -1.255.631 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 370.083 | 408.410 | |
| Vertriebskosten | (3) | -146.516 | -141.859 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (4) | -84.046 | -76.917 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (5) | -76.116 | -71.387 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 45.599 | 31.242 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -12.824 | -12.171 |
| Operatives Ergebnis / EBIT | 96.180 | 137.318 | |
| Finanzerträge | 33.157 | 20.900 | |
| Finanzaufwendungen | -42.608 | -47.710 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | (8) | -5.283 | -454 |
| Finanzergebnis | (9) | -14.734 | -27.264 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 81.446 | 110.054 | |
| Ertragsteueraufwendungen | (10) | -33.543 | -36.274 |
| Periodenergebnis | 47.903 | 73.780 | |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | (23) | 4.068 | 3.850 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | (23) | 43.835 | 69.930 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | (11) | 0,69 | 1,10 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2018
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| in TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 47.903 | 73.780 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -5.083 | -42.689 |
| Umgliederung von in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Währungsergebnissen | -6.365 | |
| Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen | -6 | 0 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | -11.454 | -42.689 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 2.332 | 4.200 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 2.332 | 4.200 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -9.122 | -38.489 |
| Gesamtergebnis | 38.781 | 35.291 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 4.032 | 2.716 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der Aktionäre der ElringKlinger AG | 34.749 | 32.575 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
Aktiva
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 190.307 | 190.540 |
| Sachanlagen | (13) | 997.843 | 929.570 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (14) | 16.567 | 17.030 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (15) | 2.663 | 1.036 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | (8) | 23.274 | 28.563 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (16) | 98 | 99 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (16) | 8.116 | 3.984 |
| Latente Steueransprüche | (10) | 11.805 | 16.986 |
| Vertragserfüllungskosten | (17) | 5.427 | 0 |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | (18) | 1.319 | 0 |
| 1.257.419 | 1.187.808 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (19) | 401.391 | 369.547 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | (18) | 6.297 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (20) | 306.351 | 302.621 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (20) | 8.531 | 7.041 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (20) | 48.432 | 48.093 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | (21) | 45.314 | 45.498 |
| 816.316 | 772.800 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | (22) | 5.966 | 61.772 |
| 2.079.701 | 2.022.380 | ||
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | |
| Gewinnrücklagen | 721.060 | 710.885 | |
| Übrige Rücklagen | -49.562 | -40.184 | |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | (23) | 853.096 | 852.299 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | (24) | 37.014 | 37.368 |
| 890.110 | 889.667 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen für Pensionen | (25) | 124.401 | 125.999 |
| Langfristige Rückstellungen | (26) | 19.603 | 12.319 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (27) | 472.005 | 478.811 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | (28) | 2.614 | 0 |
| Latente Steuerschulden | (10) | 14.949 | 14.075 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (29) | 8.915 | 3.551 |
| 642.487 | 634.755 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | (26) | 10.769 | 23.005 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (29) | 135.560 | 118.846 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (27) | 296.786 | 221.944 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | (28) | 10.469 | 0 |
| Steuerschulden | (10) | 12.470 | 14.881 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (29) | 81.050 | 95.535 |
| 547.104 | 474.211 | ||
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | (22) | 0 | 23.747 |
| 2.079.701 | 2.022.380 |
Konzernkapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2018
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
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| Anhang | 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 81.446 | 110.054 | |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | (12) - (15) | 100.466 | 101.074 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | (9) | 15.070 | 13.099 |
| Veränderung der Rückstellungen | -5.946 | 6.765 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -48 | 1.348 | |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | 5.283 | 454 | |
| Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -51.698 | -114.528 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 19.743 | 26.732 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | (10) | -30.843 | -50.581 |
| Gezahlte Zinsen | -12.461 | -10.697 | |
| Erhaltene Zinsen | 540 | 314 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -30.000 | 11.441 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 91.552 | 95.475 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 846 | 1.365 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 2.960 | 2.792 | |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen | 56.802 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | (12) | -15.061 | -10.674 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13), (14) | -163.506 | -155.534 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | (15) | -2.770 | -3.450 |
| Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen | 0 | -29.017 | |
| Aus- /Einzahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sontigen Geschäftseinheiten abzgl. Zahlungsmittel | 0 | 1.321 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -120.729 | -193.197 | |
| Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | 0 | |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | -33.578 | -34.241 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | (27) | 76.718 | 234.706 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | (27) | -72.834 | -44.036 |
| Veränderung der kurzfristigen Kredite | 59.703 | -47.082 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 30.009 | 109.347 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | 832 | 11.625 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -1.016 | -2.957 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | (21) | 45.498 | 39.407 |
| Zahlungsmittel an Ende der Periode | 45.314 | 48.075 | |
| abzüglich Zahlungsmittel in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | -2.577 | |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode lt. Bilanz | (21) | 45.314 | 45.498 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2018
Der ElringKlinger AG
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| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Gewinnrücklagen TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2016 | 63.360 | 118.238 | 672.635 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | ||
| Änderung des Konsolidierungskreises | |||
| Gesamtergebnis | 69.930 | ||
| Periodenergebnis | 69.930 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Stand am 31.12.2017 | 63.360 | 118.238 | 710.885 |
| Stand am 31.12.2017 | 63.360 | 118.238 | 710.885 |
| Anwendung neuer Standards1) | -2.062 | ||
| Stand 01.01.2018 | 63.360 | 118.238 | 708.823 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | ||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | |||
| Änderung des Konsolidierungskreises | 82 | ||
| Gesamtergebnis | 43.835 | ||
| Periodenergebnis | 43.835 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Stand am 31.12.2018 | 63.360 | 118.238 | 721.060 |
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| Übrige Rücklagen | |||
|---|---|---|---|
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto TEUR |
Eigenkapital-Effekte aus beherrschenden Anteilen TEUR |
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2016 | -43.616 | -212 | 40.999 |
| Dividendenausschüttung | |||
| Änderung des Konsolidierungskreises | |||
| Gesamtergebnis | 4.104 | -41.459 | |
| Periodenergebnis | |||
| Sonstiges Ergebnis | 4.104 | -41.459 | |
| Stand am 31.12.2017 | -39.512 | -212 | -460 |
| Stand am 31.12.2017 | -39.512 | -212 | -460 |
| Anwendung neuer Standards1) | |||
| Stand 01.01.2018 | -39.512 | -212 | -460 |
| Dividendenausschüttung | |||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -210 | ||
| Änderung des Konsolidierungskreises | -82 | ||
| Gesamtergebnis | 2.278 | -11.364 | |
| Periodenergebnis | |||
| Sonstiges Ergebnis | 2.278 | -11.364 | |
| Stand am 31.12.2018 | -37.316 | -422 | -11.824 |
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| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital TEUR |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital TEUR |
Konzerneigenkapital TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 31.12.2016 | 851.404 | 34.963 | 886.367 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | -2.561 | -34.241 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 2.250 | 2.250 | |
| Gesamtergebnis | 32.575 | 2.716 | 35.291 |
| Periodenergebnis | 69.930 | 3.850 | 73.780 |
| Sonstiges Ergebnis | -37.355 | -1.134 | -38.489 |
| Stand am 31.12.2017 | 852.299 | 37.368 | 889.667 |
| Stand am 31.12.2017 | 852.299 | 37.368 | 889.667 |
| Anwendung neuer Standards1) | -2.062 | 57 | -2.005 |
| Stand 01.01.2018 | 850.237 | 37.425 | 887.662 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | -1.898 | -33.578 |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -210 | 210 | 0 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0 | -2.755 | -2.755 |
| Gesamtergebnis | 34.749 | 4.032 | 38.781 |
| Periodenergebnis | 43.835 | 4.068 | 47.903 |
| Sonstiges Ergebnis | -9.086 | -36 | -9.122 |
| Stand am 31.12.2018 | 853.096 | 37.014 | 890.110 |
1) Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 & IFRS 9 im Konzernanhang
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018
ElringKlinger AG
Allgemeine Angaben
Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 26. Mai 2017. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ("ElringKlinger-Konzern") ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.
Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen sowie aktienrechtlichen Vorschriften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverwendung bei der ElringKlinger AG. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS und IFRICs berücksichtigt.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 21. März 2019 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 22. März 2019 tagen wird, freigegeben.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.
Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften wurden im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewendet:
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| IFRS-Verlautbarung (veröffentlicht am) | Titel | Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem |
|---|---|---|
| IFRS 15 (28. Mai 2014) | Revenue from Contracts with Customers | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 15 (11. September 2015) | Effective Date of IFRS 15 | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 15 (12. April 2016) | Clarifications to IFRS 15 - Revenue from Contracts with Customers | 1. Januar 2018 |
| IFRS 9 | Financial Instruments | 1. Januar 2018 |
| (24. Juli 2014) | ||
| Änderungen an IFRS 2 | Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IFRS 4 (12. September 2016) | Applying IFRS 9 - Financials Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts | 1. Januar 2018 |
| Änderungen an IAS 40 (8. Dezember 2016) | Transfers of Investment Property | 1. Januar 2018 |
| IFRIC Interpretation 22 (8. Dezember 2016) | Foreign Currency Transactions and Advance Considertation | 1. Januar 2018 |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS | 2014 - 2016 Cycle (IFRS 1, IAS 28) | 1. Januar 2018 |
| (8. Dezember 2016) |
Die erstmalige Anwendung der in der Tabelle aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften hatte außer für IFRS 9 und IFRS 15 keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
IFRS 9 Finanzinstrumente
Der IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung - im Juli 2014 durch die Veröffentlichung der endgültigen Version von IFRS 9 Finanzinstrumente abgeschlossen. In der finalen Fassung des IFRS 9 wurden insbesondere die Rechnungslegungsbereiche Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Bilanzierung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen grundlegend überarbeitet. Der IFRS 9 ist erstmals in Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Der Konzern hat IFRS 9 rückwirkend angewandt, das heißt mit dem 1. Januar 2018 als Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung. Die Vergleichsinformationen des Vorjahres wurden nicht angepasst und werden weiterhin nach IAS 39 ausgewiesen.
Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 stellen sich bei der Bewertung und Klassifizierung von Finanzinstrumenten, im Speziellen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein zukunftsgerichteter Ansatz der Wertberichtigungen zu verwenden, nicht wie bisher ein Bewertungsmodell auf Basis von vergangenheitsbezogenen Informationen. Die aus der Umstellung resultierenden Anpassungen ergaben einen Ertrag von TEUR 3.118 vor latenten Steuern und TEUR 2.435 nach latenten Steuern wurden zum 1. Januar 2018 gegen die Gewinnrücklagen gebucht.
Weitere Erläuterungen zu Wertminderungen und Finanzinstrumenten finden sich im Anhang unter den Anmerkungen (20) und (31).
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
Der neue Standard wurde vom IASB im Mai 2014 veröffentlicht und hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Unternehmen können für den Übergang auf den neuen Standard zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letzterer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben. Der Konzern hat von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des IFRS 15 keinen Gebrauch gemacht, sondern den Standard ab 1. Januar 2018 angewendet. Es wurde der modifizierte retrospektive Ansatz gewählt, das heißt die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte wurden kumuliert direkt in den Gewinnrücklagen erfasst. Zusätzlich werden Angaben zu den Änderungen gemacht.
In einer weltweiten Analyse wurden die betroffenen Kundenverträge, im Wesentlichen Serien- und Werkzeugverträge, auf potenzielle bilanzielle Auswirkungen analysiert. Darauf aufbauend wurde ein Konzept für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 entwickelt und systemseitige Anpassungserfordernisse umgesetzt.
Auswirkungen aus der Erstanwendung zum 1. Januar 2018:
Die aktuellen Ergebnisse bestätigen, dass sich durch die Anwendung des IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von ElringKlinger ergeben. Die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 haben sich vor latenten Steuern um TEUR 5.882 und nach latenten Steuern um TEUR 4.440 verringert. Die Auswirkungen auf andere Posten der Bilanz zeigen sich in einem Aufbau von Vertragsvermögenswerten von TEUR 7.112 und von Vertragsverbindlichkeiten von TEUR 7.230 sowie einem Abbau der langfristigen Vermögenswerte um TEUR 5.710 und der Vorräte um TEUR 7.284. Außerdem nehmen die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um TEUR 7.230 ab.
Auswirkungen im Geschäftsjahr 2018:
Im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich durch die Anwendung des IFRS 15 ein Anstieg der Umsatzerlöse von TEUR 12.832 und insgesamt ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 3.189.
Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches wie wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind - unabhängig davon, ob eine Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt -die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts. Durch die Bilanzierung nach IFRS 15 stellen sich die langfristigen Vermögenswerte um TEUR 2.120 niedriger, das Vorratsvermögen um TEUR 3.058 niedriger und die Vertragsvermögenswerte um TEUR 2.304 höher dar.
In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung, dass die Umsätze aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergeben sich nach IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 4.690 höhere Vertragsvermögenswerte und um TEUR 3.149 niedrigere Vorräte.
Ein Teil der Geschäftstätigkeit des Konzerns wird über langfristige Entwicklungsverträge abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Verträge im Dienstleistungsbereich erfolgt gemäß IFRS 15 basierend auf dem Fertigstellungsgrad. Daraus ergeben sich im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 622 höhere Vertragsvermögenswerte und um TEUR 5.838 niedrigere Vorräte.
Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte eine Erhöhung des langfristigen Vermögens um TEUR 5.427.
Die Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 sind im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 13.083 höher, die erhaltenen Anzahlungen, die bislang unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden, entsprechend um TEUR 13.083 niedriger.
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen
Das IASB Interpretations Committee (IFRIC) hat im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Mit der Interpretation wird klargestellt, dass für Zwecke der Bestimmung des Wechselkurses, der bei der erstmaligen Erfassung des betreffenden Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags (oder eines Teils davon), bei der Ausbuchung eines nichtmonetären Vermögenswerts oder einer nichtmonetären Schuld aus im Voraus gezahlten Gegenleistungen angewendet wird, der Zeitpunkt der Transaktion dem Datum der erstmaligen Erfassung des nicht monetären Vermögenswerts oder der nichtmonetären Schuld aus der Vorauszahlung entspricht. Wenn es im Voraus mehrere Ein- oder Auszahlungen gibt, muss das Unternehmen den Transaktionszeitpunkt für jede Ein- oder Auszahlung einer im Voraus gezahlten Gegenleistung bestimmen. Unternehmen können die Änderungen vollständig rückwirkend anwenden. Alternativ kann ein Unternehmen die Interpretationen prospektiv auf alle Vermögenswerte, Aufwendungen und Erträge in fremder Währung anwenden, die in den Anwendungsbereich dieser Interpretation fallen, bei deren erster Erfassung zu oder nach Beginn der ersten Berichtsperiode, in der ein Unternehmen die Interpretation erstmalig anwendet, oder zu Beginn der früheren Berichtsperiode, die als Vergleichsinformation dargestellt wird. IFRIC 22 tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. ElringKlinger hat den Änderungsstandard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens angewendet. Die Änderung ergab keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden vom ElringKlinger-Konzern bisher auch noch nicht angewendet:
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| IFRS-Verlautbarung (veröffentlicht am) | Titel | Anzuwenden für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem |
|---|---|---|
| Übernahme in europäisches Recht erfolgt | ||
| IFRS 16 | Leases | 1. Januar 2019 |
| (13. Januar 2016) | ||
| IFRIC Interpretation 23 (7. Juni 2017) | Uncertainty over Income Tax Treatments | 1. Januar 2019 |
| Änderungen an IFRS 9 (12. Oktober 2017) | Prepayments Features with Negative Compensation | 1. Januar 2019 |
| Änderungen an IAS 28 (12. Oktober 2017) | Long-term Interests in Associates and Joint Ventures | 1. Januar 2019 |
| Änderungen an IAS 19 (7. Februar 2018) | Plan Amendment, Curtailment of Settlement | 1. Januar 2019 |
| Übernahme in europäisches Recht noch ausstehend | ||
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS | 2015 - 2017 Cycle | 1. Januar 2019 |
| (12. Dezember 2017) | ||
| Änderungen an IFRS Standards (29. März 2018) | References to the Conceptual Framework in IFRS Standards | 1. Januar 2020 |
| Änderungen an IFRS 3 (22. Oktober 2018) | Definition of a Business | 1. Januar 2020 |
| Änderungen an IAS 1 und IAS 8 (31. Oktober 2018) | Definition of Material | 1. Januar 2020 |
| IFRS 17 (18. Mai 2017) | Insurance Contracts | 1. Januar 2021 |
Als voraussichtlicher Erstanwendungszeitpunkt für die Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden, wird zunächst das vom IASB verabschiedete Erstanwendungsdatum unterstellt.
Im Folgenden werden jene Vorschriften näher erläutert, deren Anwendung Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird oder haben könnte. Soweit nachfolgende Erläuterungen keine Aussagen zu möglichen Auswirkungen enthalten, ist ElringKlinger, nach erfolgter Prüfung, zu der Einschätzung gelangt, dass deren Anwendung keinen oder keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird.
IFRS 16 Leasingverhältnisse
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Regelungen und Interpretationen zu Leasingverhältnissen, insbesondere IAS 17 Leasingverhältnisse, und führt für Leasingnehmer ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach alle Leasingverhältnisse ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit den Regelungen des IAS 17, wonach der Leasinggeber Leasingverhältnisse abhängig von der Einstufung als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis zu erfassen hat, und bleiben damit weitgehend unverändert.
Der Konzern wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Verwendung der vereinfachten modifiziert retrospektiven Methode anwenden. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden werden im Zuge der Erstanwendung nicht angepasst. Die Analyse im Rahmen des konzernweiten Projekts zur Erstanwendung hat ergeben, dass IFRS 16 nur moderate Auswirkungen auf die Bestandteile des Konzernabschlusses und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns haben wird.
Auswirkungen auf die Bilanz:
Für Leasingnehmer führt IFRS 16 einen einheitlichen Ansatz für die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen ein, wonach für alle Leasingverhältnisse in der Bilanz Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Verpflichtungen anzusetzen sind. Bei Leasinggegenständen von geringem Wert (unter TEUR 5 Buchwert) und kurzfristigen Leasingverhältnissen (bis zu zwölf Monaten Laufzeit) wird von den Anwendungserleichterungen des IFRS 16 Gebrauch gemacht. Bei Leasingverhältnissen, die bisher gemäß IAS 17 als "Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden, wird die Leasingverbindlichkeit mit dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen angesetzt und mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz zum Erstanwendungszeitpunkt abgezinst. Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird beim Übergang auf IFRS 16 mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit bewertet. Darüber hinaus werden Vorauszahlungen sowie Verbindlichkeiten, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, berücksichtigt.
Die Analyse im Rahmen des konzernweiten Projekts zur Erstanwendung hat ergeben, dass zum 1. Januar 2019 aus der Umstellung voraussichtlich Leasingverbindlichkeiten und korrespondierende Leasingnutzungsrechte in einer Bandbreite von Mio. EUR 35 - 45 in der Bilanz erfasst werden. Durch Anwendung der vereinfacht retrospektiven Methode wird keine wesentliche Veränderung der Gewinnrücklagen erwartet. Die Abweichung zu den unter den sonstigen Angaben ausgewiesenen Verpflichtungen aus Operating-Leasing resultiert im Wesentlichen aus den im obigen Wert enthaltenen Leasingverlängerungsoptionen (deren Ziehung als hinreichend sicher eingestuft wird). Aufgrund der Bilanzverlängerung wird sich die Eigenkapitalquote voraussichtlich um etwa (aufgerundet) ein Prozent verringern. In Folge des Anstiegs der Leasingverbindlichkeiten wird sich die Nettofinanzverschuldung entsprechend erhöhen.
Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung:
Im Gegensatz zum bisherigen Ausweis der Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden künftig Abschreibungen auf Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen aus Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit erfasst werden. Diese Änderungen werden zu einer Verbesserung des betrieblichen Ergebnisses führen. Auf Basis der zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverhältnissen wird sich das Konzern-EBIT 2019 voraussichtlich um TEUR 300 - 600 erhöhen.
Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung:
Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wird sich entsprechend der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit verbessern und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verschlechtern. Auf Basis der zum 1. Januar 2019 bestehenden Leasingverhältnissen wird die Verschiebung zwischen Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit und Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf ca. Mio. EUR 11 geschätzt.
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung
Das IASB Interpretations Committee (IFRIC) hat im Juni 2017 IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung veröffentlicht. Mit der Interpretation werden die Anforderungen an den Ansatz und die Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Ein Unternehmen hat die Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob die entsprechende Behörde die jeweilige steuerliche Behandlung akzeptiert. Die Änderung wird keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.
Änderungen an IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen
Das IASB hat im Oktober 2017 Änderungen an IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Änderungen enthalten die Vorschrift, dass ein Unternehmen zuerst IFRS 9 auf Finanzinstrumente anwendet, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Der ElringKlinger-Konzern beabsichtigt, den Änderungsstandard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzern werden nicht erwartet.
Jährliche Verbesserungen an den IFRS (2015-2017)
Die Verlautbarung betrifft Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23, die voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns haben. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Der ElringKlinger-Konzern erwartet keine Änderungen aus der Anpassung.
Änderungen an IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Das IASB hat im Februar 2018 Änderungen an IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer veröffentlicht. Die Änderungen regeln die Behandlung von Planänderungen, Kürzungen und Abgeltungen eines leistungsorientierten Pensionsplans neu. Die Änderungen an IAS 19 sind auf Plananpassungen, -kürzungen oder -abgeltungen anzuwenden, die zu oder nach Beginn des ersten Geschäftsjahres stattfinden, das am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnt. Eine frühere Anwendung ist gestattet. Sie finden nur auf solche Plananpassungen, -kürzungen oder -abgeltungen Anwendung, die künftig vom Konzern vorgenommen werden.
Änderungen an IFRS 3
Das IASB hat im Oktober 2018 Änderungen an IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs veröffentlicht. Mit der Änderung stellt das IASB klar, ob ein Unternehmen im Falle eines Unternehmenszusammenschlusses einen Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben hat. Die Änderung ist auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2020 liegt.
Änderungen an IAS 1 und IAS 8
Das IASB hat im Oktober 2018 Änderungen an IAS 1 und IAS 8 Definition von wesentlich herausgegeben und somit einen schärferen Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen. In diesem Zusammenhang findet eine Vereinheitlichung der Definitionen aus dem Rahmenkonzept, IAS 1, IAS 8 und dem IFRS Practice Statement 2 Making Materiality Judgements statt. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2020 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen sich auf den Konzernabschluss ergeben.
IFRS 17 Bilanzierung von Versicherungsverträgen
Das IASB hat im Mai 2017 IFRS 17 Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und somit einheitliche Vorschriften für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen geschaffen. Der neue Standard ersetzt IFRS 4 und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich, sofern IFRS 15 und IFRS 9 gleichzeitig angewendet werden. Diese Neuregelung ist auf den ElringKlinger-Konzern nicht anwendbar und wird daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2018 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von 7 (2017: 9) inländischen und 32 (2017: 35) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Anteile in Höhe von 28,89 % an der hofer AG, Nürtingen, sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.
Für folgende Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2018 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
| ― | ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, |
| ― | ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg/Neckar, |
| ― | Kochwerk Catering GmbH, Dettingen/Erms |
Darüber hinaus macht die Elring Klinger (Great Britain) Ltd. für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 von der Befreiungsvorschrift gemäß s479A des britischen Companies Act 2006 hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung Gebrauch.
Eine Übersicht über die 39 in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogenen Unternehmen ist nachfolgend dargestellt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 und Konsolidierungskreis
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| ElringKlinger AG1) | Dettingen/Erms | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) | ||
| Inland | ||
| Gedächtnisstiftung KARL MULLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | 92,86 |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg/Neckar | 96,00 |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 77,50 |
| Polytetra GmbH2) | Mönchengladbach | 77,50 |
| hofer powertrain products GmbH | Nürtingen | 53,00 |
| KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| Ausland | ||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | 100,00 |
| Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 100,00 |
| hofer powertain products UK Ltd. | Warwick (Großbritannien) | 53,00 |
| ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | 100,00 |
| Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) | 100,00 |
| ElringKlinger Hungary Kft. | Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) | 100,00 |
| Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 100,00 |
| Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 100,00 |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. | Bursa (Türkei) | 100,00 |
| ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | 100,00 |
| ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH | Wels (Osterreich) | 100,00 |
| ElringKlinger Silicon Valley, Inc. | Fremont (USA) | 100,00 |
| HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | 100,00 |
| ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 100,00 |
| ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | 100,00 |
| ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. | Southfield (USA) | 100,00 |
| ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. | Fort Wayne (USA) | 100,00 |
| Elring Klinger México, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 100,00 |
| ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 100,00 |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 100,00 |
| Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 88,00 |
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Changwon (Südkorea) | 100,00 |
| ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 100,00 |
| ElringKlinger Chongqing Ltd. | Chongqing (China) | 100,00 |
| ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.2) | Buford (USA) | 77,50 |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd.2) | Qingdao (China) | 77,50 |
| ElringKlinger Marusan Corporation3) | Tokio (Japan) | 50,00 |
| Marusan Kogyo Co., Ltd.5) | Tokio (Japan) | 23,45 |
| PT. ElringKlinger Indonesia4) | Karawang (Indonesien) | 50,00 |
| ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd.4) | Bangkok (Thailand) | 50,00 |
| Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert) | ||
| Inland | ||
| hofer AG | Nürtingen | 28,89 |
1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen.
2) 100%-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Einbeziehung aufgrund
3) Einbeziehung aufgrund vertraglicher Beherrschungsmöglichkeit
4) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation
5) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, Einbeziehung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit
Angaben zu den von Tochterunternehmen gehaltenen nicht beherrschenden Anteilen an Unternehmen
Die ElringKlinger AG hält an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen (Deutschland), mit ihren 3 Tochtergesellschaften
| ― | Polytetra GmbH, Mönchengladbach, Deutschland |
| ― | ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd., China |
| ― | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc., Buford, USA |
(Teilkonzern EKT) beherrschende Anteile in Höhe von unverändert 77,5 %. Die nicht beherrschenden Anteile betragen 22,5 %.
Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis dieses Teilkonzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2018 TEUR 3.109 (2017: TEUR 2.881).
An die nicht beherrschenden Anteilseigner wurde im Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von TEUR 1.575 (2017: TEUR 2.025) ausgeschüttet. Der Rest in Höhe von TEUR 5.425 (2017: TEUR 6.975) wurde an die Muttergesellschaft ElringKlinger AG ausgeschüttet.
Cashflow des Teilkonzerns:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Betriebliche Tätigkeit | 16.661 | 17.351 |
| Investitionstätigkeit | -4.905 | -3.906 |
| Finanzierungstätigkeit | -11.487 | -13.360 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 269 | 85 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -1 | -159 |
Wesentliche Finanzinformationen des Teilkonzerns in zusammengefasster Form:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 62.627 | 63.809 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 48.233 | 40.227 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 13.827 | 13.903 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 11.065 | 10.197 |
| Umsatzerlöse | 111.775 | 105.067 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 17.424 | 16.730 |
| Periodenergebnis | 12.623 | 11.922 |
| Gesamtergebnis | 12.885 | 11.833 |
Weitere Detailinformationen:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.683 | 2.415 |
| Kassenbestand | 6 | 6 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 2.677 | 2.409 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 225 | 225 |
| gegen verbundene Unternehmen | 225 | 225 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 138 | 1.000 |
| gegen Kreditinstitute aus Darlehen | 0 | 1.000 |
| aus Kontokorrent-Darlehen (nur IC) | 138 | 0 |
| Zinserträge | 183 | 266 |
| Zinsaufwendungen | 255 | 290 |
| Planmäßige Abschreibungen | 5.709 | 5.582 |
Neugründung Gesellschaft 2018
Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.
Mit Wirkung zum 18. Dezember 2018 wurde die ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.
Verschmelzung 2018
Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100%ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.
Desinvestitionen 2018
Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Der Verkaufspreis liegt bei TEUR 55.802. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gingen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über.
Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 24.534 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Für den Verkauf der Hug-Gruppe sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 1.272 angefallen. Diese werden in den Verwaltungskosten ausgewiesen.
Die ElringKlinger AG hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung im Bereich Elektromobilität beschlossen, sich in der Brennstoffzellentechnologie künftig auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell) zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund veräußert ElringKlinger seine bisherigen Aktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) - und infolgedessen seine Beteiligung an der new enerday GmbH in Neubrandenburg, Deutschland.
In einem ersten Schritt erwarb die ElringKlinger AG zum 30. September 2018 20 % der Anteile der new enerday GmbH. Anschließend gingen die damit von ElringKlinger gehaltenen Anteile von 100 % vollständig in den Besitz des Vertragspartners zum gleichen Zeitpunkt über.
Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion erfolgte am 30. September 2018. Der Verkaufspreis beträgt TEUR 1.288.
Zum Erwerbszeitpunkt wurden TEUR 1.000 des Kaufpreises bezahlt, die weiteren Verkaufspreiskomponenten sind langfristig und abhängig von den definierten Umsatzerlösen der Jahre 2019 bis 2021.
Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 975 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Unternehmenszukäufe 2017
Mit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Der Anteilserwerb erfolgte jeweils durch eine Teilnahme an einer Kapitalerhöhung. Durch den Rückkauf eigener Aktien durch die hofer AG im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich der rechnerische Anteil von ElringKlinger an der hofer AG auf insgesamt 28,89 %.
Bei der hofer AG hat die ElringKlinger AG TEUR 3.570 in das Grundkapital eingezahlt sowie eine Zahlung in Höhe von TEUR 25.370 in die Kapitalrücklage geleistet. Die Anteile an der hofer AG werden nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen. Dem Kaufpreis sind TEUR 77 Anschaffungsnebenkosten zuzurechnen.
Bei der hofer powertrain products GmbH hat die ElringKlinger AG einen Betrag in Höhe von TEUR 1.060 in das Stammkapital eingezahlt. Sämtliche Zahlungen wurden im Januar 2017 geleistet. Darüber hinaus beinhaltet das Vertragswerk einen Rahmenkreditvertrag in Höhe von TEUR 30.000, um die künftigen Investitionen der hofer powertrain products GmbH zu finanzieren. Der vereinbarte Darlehenszins liegt unterhalb des Marktzinses, woraus sich ein Zinsvorteil in Höhe von TEUR 2.858 ergibt, der dem Kaufpreis zuzurechnen ist. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 3 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile der hofer powertrain products GmbH wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 178) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 606) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.381 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die zu erwartenden Synergien bezahlt. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig, latente Steuern ergeben sich daraus nicht.
Die erstmalige Vollkonsolidierung der hofer powertrain products GmbH zum 6. Februar 2017 hat den Umsatz des Konzerns um TEUR 5.606 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 422 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2017 vollzogen worden, hätte die hofer powertrain products GmbH TEUR 6.161 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 509 erhöht.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| TEUR | IFRS-Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 8 | 606 | 614 |
| Sachanlagen | 52 | - | 52 |
| Vorräte | 930 | - | 930 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.860 | - | 3.860 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 38 | - | 38 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.382 | - | 2.382 |
| Summe Vermögenswerte | 7.270 | 606 | 7.876 |
| Latente Steuerschulden | 843 | 178 | 1.021 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeit | 1.048 | - | 1.048 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 22 | - | 22 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 347 | - | 347 |
| Steuerschulden | 45 | - | 45 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 606 | - | 606 |
| Summe Schulden | 2.911 | 178 | 3.089 |
| Netto Vermögenswert | 4.359 | 428 | 4.787 |
| Firmenwert | 1.381 | ||
| Nicht beherrschende Anteile an den Nettovermögenswerten | -2.250 | ||
| Kaufpreis | 3.918 |
Der zum Erwerbszeitpunkt angesetzte Betrag des nicht beherrschenden Anteils am erworbenen Unternehmen bemisst sich nach dem Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen, ihr beizulegender Zeitwert entsprach 2017 dem Bruttowert in Höhe von TEUR 3.860.
Mit Wirkung zum 23. März 2017 hat die ElringKlinger AG 53 % der Anteile an der hofer powertrain products UK Ltd. mit Sitz in Warwick , Großbritannien erworben. Der Barkaufpreis der Anteile betrug 62 Euro. Das Stammkapital der 2016 gegründeten Gesellschaft beträgt 117 Euro.
Neugründung Gesellschaft 2017
Mit Wirkung zum 10. April 2017 wurde die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing , China, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile.
Am 24. November 2017 wurde mit dem chinesischen Unternehmen Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd. ein Rahmenvertrag über ein Joint-Venture in der Batterietechnologie abgeschlossen. Der Rahmenvertrag sieht die Gründung einer Joint Venture-Gesellschaft zur Entwicklung, Fertigung und Distribution von Lithium-Ionen-Batteriemodulen für den globalen Automarkt vor.
Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.
Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:
Konsolidierungsmethoden
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.
Bei einem Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten.
Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.
Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.
Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschender Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.
Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.
Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft (31. März), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.
Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens wird als Teil des Finanzergebnisses separat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird im Konzern-Eigenkapital erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise mindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens.
Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen.
Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen Wertminderungsaufwand für seine Anteile an einem assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert ermittelt und der Verlust als "Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen" erfolgswirksam erfasst.
Währungsumrechnung
Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Jahresabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden bis zum Abgang der Nettoinvestition über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung in der Regel identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.
Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Kürzel | 31.12.2018 | 31.12.2017 | 2018 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,14500 | 1,19930 | 1,17932 | 1,13703 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,89453 | 0,88723 | 0,88595 | 0,87572 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,12690 | 1,17020 | 1,15158 | 1,11628 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,56050 | 1,50390 | 1,53288 | 1,47253 |
| Real (Brasilien) | BRL | 4,44400 | 3,97290 | 4,32938 | 3,64344 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 22,49210 | 23,66120 | 22,65259 | 21,42845 |
| RMB (China) | CNY | 7,87510 | 7,80440 | 7,81563 | 7,65567 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.277,93000 | 1.279,61000 | 1.295,97500 | 1.275,34917 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 16,45940 | 14,80540 | 15,61657 | 15,06342 |
| Yen (Japan) | JPY | 125,85000 | 135,01000 | 130,00583 | 127,30417 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 320,98000 | 310,33000 | 319,97250 | 309,31000 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 6,05880 | 4,54640 | 5,68349 | 4,14289 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,66350 | 4,65850 | 4,65583 | 4,57379 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 79,72980 | 76,60550 | 80,62578 | 73,78786 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 16.500,00000 | 16.239,12000 | 16.788,76417 | 15.233,45750 |
| Bath (Thailand) | THB | 37,05200 | 39,12100 | 38,05167 | 38,35650 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erstausrüstung | 149.834 | 148.385 |
| Kunststofftechnik | 6.313 | 6.313 |
| Ersatzteile | 1.658 | 1.658 |
| Gesamt | 157.805 | 156.356 |
Werthaltigkeitstest
Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, soweit der erzielbare Betrag, d.h. der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unterschreitet.
Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt. Als Ausgangspunkt der Ermittlung des erzielbaren Betrags der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit für die Werthaltigkeitsüberprüfungen zum 31. Dezember 2018 wird der jeweilige Nutzungswert als Barwert der prognostizierenden künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zugrunde gelegt. Dabei werden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme bestimmt. Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des letzten Detailplanjahres bestimmt wird, berücksichtigt.
Die Planung basiert auf Erwartungen und Einschätzungen des Vorstands bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die künftige Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern. Die Umsatz- und Kostenplanung erfolgt im ElringKlinger-Konzern auf Einzelteilebene.
Zur Ermittlung der Nutzungswerte für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance herangezogen. Im Hinblick auf die kurzfristige Umsatzplanung werden der aktuelle Auftragsbestand, Angaben des jeweiligen Herstellers und Angaben aus unabhängigen Quellen, wie beispielsweise von Beratungsunternehmen oder Automobilverbänden, herangezogen. Mittelfristig geht ElringKlinger bei der Umsatzplanung davon aus das globale Wachstum der Automobilproduktion übertreffen zu können. Die den wesentlichen Annahmen zugewiesenen Werte stimmen dabei grundsätzlich mit externen Informationsquellen, wie z.B. Produktions- und Absatzerwartungen für die jeweiligen regionalen Absatzmärkte bzw. den kundenspezifischen Planungen, überein.
Bei der Kostenplanung werden Effizienzen und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeiteten Rohstoffe wurden konzernweit einheitliche Planungsprämissen angesetzt. Bedingt durch die globalen Handelskonflikte und die im Raum stehende Erhebung von zusätzlichen Importzöllen auf Rohmaterialien erwartet ElringKlinger für 2019 einen weiteren Anstieg der Einkaufspreise für die wesentlichen Rohstoffgruppen. In diesem Zusammenhang bestehen weiterhin auch potenzielle Risiken, die von Ausgleichs- bzw. Kompensationszöllen (Countervailing duties) auf in die USA importierte Rohmaterialien ausgehen. Von den durch übermäßige Materialpreiserhöhungen entstehenden Risiken wäre der ElringKlinger-Konzern unmittelbar und, abhängig von der Entwicklung des Preisniveaus, gegebenenfalls in erheblicher Weise betroffen. Mittelfristig gehen wir von einer normalisierten Planung der Kostenarten aus.
Die Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet. Kapitalstruktur, Eigen- und Fremdkapitalkosten orientieren sich an Vergleichsunternehmen derselben Branche und werden aus den verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Der jeweils angewendete Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Betafaktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.
Für die Ermittlung des Endwerts (Terminal Value) wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz des sonst üblichen Wachstumsabschlags verwendet, d.h., es wird aus Vorsichtsgründen im Modell eine Wachstumsrate von 0 % unterstellt.
Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2018 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 11,12 % (2017: 10,22 %) verwendet.
Den Planungen der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen folgende wesentlichen Annahmen zugrunde:
Erstausrüstung
Die Einheit "Erstausrüstung" hat im Geschäftsjahr 2018 einige operative Rückschläge verkraften müssen, die wegen schwieriger Umstände zwar zu einer Steigerung der Umsatzerlöse führten, sich jedoch spürbar negativ im Ergebnis nach Steuern ausgewirkt haben. Aufgrund von Sondereffekten in verschiedenen Werken, wie z. B. Kapazitätsengpässen und damit zusammenhängenden Sonderfahrten, konnte die Vorjahresplanung im Hinblick auf das Ergebnis nicht erreicht werden. Beim Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2018 wurden neben der historischen Entwicklung der Einheit, die Entwicklung der Vergleichsunternehmen sowie der allgemeine Marktausblick berücksichtigt. Dabei wurde im Vergleich zur Vorjahresplanung im Planungszeitraum sowie in der ewigen Rente eine deutlich geringere Marge angenommen, um den sich verändernden Rahmenbedingungen des Automobilsektors Rechnung zu tragen. Die Strategie des Vorstands besteht weiterhin darin, weitere Marktanteile zu gewinnen, den Umsatz zu steigern und Margenverbesserungen umzusetzen. Im Planungszeitraum wurde daher angenommen, dass auch mit einem steigenden Absatz Margenverbesserungen realisiert werden können und die Margen wieder über den Margen der Peer Group liegen werden. Bei der Ableitung der künftigen Margenerwartungen wird auch eine kontinuierliche Verbesserung hinsichtlich der aktuell noch bestehenden Kapazitätsengpässe erwartet.
Kunststofftechnik
Unter anderem aufgrund der sehr positiven Marktresonanz und der erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen Geschäftsjahren geht die Einheit "Kunststofftechnik" in der Planung weiterhin von einer Umsatzsteigerung und einer kontinuierlich positiven Margenentwicklung aus.
Ersatzteile
Die Planung der Einheit "Ersatzteile" geht ebenfalls von einer Steigerung der Umsatzerlöse und einer damit verbundenen kontinuierlich positiven Margenentwicklung aus. Das geplante Wachstum soll durch den weiteren Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden und neuen Kunden realisiert werden.
Aus der zum 31. Dezember 2018 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf.
Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Erstausrüstung" übersteigt der auf Grundlage der oben beschriebenen Annahmen bestimmte Nutzungswert den Buchwert um rd. 73 Mio. EUR. Geringfügige Änderungen der Kapitalkosten bzw. der Gewinnmarge könnten indes dazu führen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. So würde bei einer isolierten Erhöhung der Kapitalkosten um etwa 0,3 Prozentpunkte der erzielbare Betrag dem zugehörigen Buchwert entsprechen. Gleiches gilt bei einer isolierten Reduzierung der Gewinnmarge im Terminal Value um etwa 0,3 Prozentpunkte.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt sind.
Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteilig zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Sämtliche immateriellen Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte - bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.
Sachanlagen
Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteilig zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Klasse der Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Bauten | 15 bis 40 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12 bis 15 |
| Erzeugnisbezogene Werkzeuge | 3 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens im Einklang stehen.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.
Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert
An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.
Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder eine Gruppe von Vermögenswerten und Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten werden als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Hierzu muss die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich sein. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bzw. Schulden werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.
Finanzinstrumente
Der Konzern hat im aktuellen Geschäftsjahr IFRS 9 erstmalig angewendet. IFRS 9 sieht neue Klassifizierungs- und Bewertungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte vor sowie ein neues Modell zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten. Die Vorjahreszahlen wurden im Zuge der Umstellung auf IFRS 9 nicht angepasst und werden weiterhin nach IAS 39 ausgewiesen.
Finanzinstrumente gemäß IAS 39
Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― | Kredite und Forderungen |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
| ― | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. |
Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte, des weiteren Finanzinvestitionen und langfristige Wertpapiere.
Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzinstrumentegemäß IFRS 9
Nach IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns im Hinblick auf die Steuerung sowie von den Zahlungsstromcharakteristika der finanziellen Vermögenswerte.
Schuldinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind. Erstens, für einen finanziellen Vermögenswert sieht das Geschäftsmodell ausschließlich vor, die Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert zu vereinnahmen. Zweitens, die Vertragsbedingungen bestimmen zu festgelegten Zeitpunkten ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen für den ausstehenden Kapitalbetrag. Sieht das Geschäftsmodell dagegen nicht ausschließlich die Vereinnahmung der Zahlungsströme vor, sondern auch den Verkauf finanzieller Vermögenswerte, wird erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Werden diese Bedingungen jeweils nicht erfüllt, wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Es besteht jedoch auch ein Wahlrecht, beim erstmaligen Ansatz finanzielle Vermögenswerte als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu designieren, wenn durch die Designation Inkongruenzen der Bilanzierung entweder beseitigt oder signifikant verringert werden. Von dieser Möglichkeit wurde im Konzern kein Gebrauch gemacht.
Eigenkapitalinstrumente werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, eine Ausnahme bilden Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und vom Konzern als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten designiert werden. In diesem Fall findet kein Recycling statt.
Für die finanziellen Verbindlichkeiten ergab die Erstanwendung von IFRS 9 keine Auswirkungen auf die Klassifizierung.
Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
| ― | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten. |
Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzinvestitionen, langfristige Wertpapiere sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.
Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.
Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag bilanziell erfasst.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswerts niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung gehalten" werden spätere Wertaufholungen jedoch erfolgsneutral erfasst.
Änderungen des Zeitwerts von als "zur Veräußerung gehalten" kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden erfolgswirksam behandelt.
Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.
Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.
Die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" zugeordneten Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.
Den als zur Veräußerung gehalten kategorisierten Vermögenswerten werden Vermögenswerte zugeordnet, sofern es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht und diese nicht zu Handelszwecken erworben wurden oder die keiner der vorstehend genannten Kategorien zugeordnet werden können. Diese Kategorie enthält beispielsweise nicht zu Handelszwecken erworbene Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ab. Mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zu seinem beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten.
Damit ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert und bewertet werden kann, dürfen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag bestehen. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt.
Das Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie ein Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides.
Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag bilanziell erfasst.
Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.
Als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.
Als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden Schuldinstrumente bewertet, wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht und die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Ebenfalls werden Eigenkapitalinstrumente als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bewertet, wenn sie die Definition von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllen und nicht zu Handelszwecken gehalten werden.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Während nach IAS 39 Wertberichtigungen lediglich für bereits eingetretene, aber noch nicht bekannte Wertminderungen zu berücksichtigen waren - Incurred Credit Loss Model (ICL) -, werden mit IFRS 9 die zukünftig erwarteten Kreditverluste maßgeblich für die Wertberichtigung. Wertberichtigungen werden für sämtliche zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte sowie für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstumente erfasst. Dabei werden für die Bewertung stets externe Bewertungsquellen für die Kontrahenten konsultiert. Grundsätzlich sieht IFRS 9 ein dreistufiges Verfahren vor. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe I) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat (Stufe II) oder falls eine Beeinträchtigung der Bonität festgestellt wird (Stufe III). Die Bewertungsänderungen zwischen den einzelnen Stufen werden nach externem Rating bestimmt und nach dem Modell etablierter Ratingagenturen vorgenommen: investment grade (Stufe I), speculative grade (Stufe II) und risk/default grade (Stufe III).
Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das vereinfachte Verfahren angewendet. Hierbei werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit der Forderungen ermittelt.
Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Sollte dies aufgrund der Umstände nicht möglich oder sachgerecht sein, so wird ein durchschnittliches Rating (welches sich auf dem Durchschnitt aller im Berichtsjahr eingeholten Ratings begründet) verwendet. ElringKlinger bewertet diese Schätzung bezüglich der Ratingeinstufung als sachgerecht.
Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (zum Beispiel erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die unter IFRS 9 angewandte Expected Credit Loss Methodik (ECL) setzt hier nicht wie vormals IAS 39 auf vergangenheitsbezogenen Werten auf, sondern verwendet stattdessen zukunftsgerichtete Indikatoren. Diese berücksichtigen nicht nur mikro- und makroökonomische Gesichtspunkte, sondern auch die erwartete Entwicklung des Einzelschuldners. Zur Bestimmung der Risikovorsorge verwendet ElringKlinger die Bewertungen anerkannter Ratingagenturen (S&P, Moody's Fitch etc.). Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht. Eine Uneinbringlichkeit liegt dann vor, wenn entweder ein Rating von "D" (nach S&P) vorliegt, eine Insolvenz des Schuldners bekannt geworden ist oder bereits konkrete Zahlungsausfälle vorliegen.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, gegebenenfalls einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Im Rahmen der Vertragsvereinbarungen mit den Minderheitsgesellschaftern der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, hat ElringKlinger eine Kauf- und Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern auf deren Anteil vereinbart. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Anteile unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst und erfolgswirksam fortentwickelt. Somit sind bereits 100 % an ElringKlinger Marusan in den ElringKlinger-Konzern einbezogen, ein Ausweis von Anteilen nicht beherrschender Anteilseigner erfolgt nicht.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Nach IFRS 9 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte für die Commodities Strom und Gas.
Vertragserfüllungskosten
Nach IFRS 15 können Aufwendungen, die nicht in den Anwendungsbereich anderer Standards fallen, als Vermögenswert ausgewiesen werden, wenn sich die Aufwendungen direkt auf einen Vertrag beziehen und ein Mittel schaffen oder erweitern, das zur Erfüllung zukünftiger Leistungsverpflichtungen eines Vertrags genutzt wird und sie voraussichtlich im Rahmen eines Vertrags wiedererlangt werden können.
Vertragserfüllungskosten werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteilig zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt.
Die aktivierten Vertragskosten werden planmäßig nach dem Maßstab abgeschrieben nach dem die Verfügungsgewalt über die entsprechenden Güter und Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Abschreibungen werden hierbei in den Umsatzkosten ausgewiesen.
Darüber hinaus werden die Vertragserfüllungskosten erfolgswirksam abgeschrieben, wenn der Buchwert der erfassten Vermögenswerte die erwartete Gegenleistung übersteigt, die das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung der betreffenden Güter und Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird, abzüglich der verbleibenden Kosten, die sich direkt auf die Bereitstellung dieser Güter und Dienstleistungen beziehen.
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten
Vertragsvermögenswerte werden für bedingte Ansprüche auf Gegenleistung im Austausch für bereits gelieferte Güter oder Dienstleistungen gebildet. Mit Rechnungsstellung werden die Vertragsvermögenswerte als Forderung erfasst.
Vertragsverbindlichkeiten werden für erhaltene Anzahlungen von Kunden vor vertraglich vereinbarter Leistungserfüllung gebildet. Bei Erfüllung der Leistungsverpflichtungen werden diese Vertragsverbindlichkeiten als Umsatzerlöse erfasst.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile werden auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Verwaltungskosten werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.
In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.
Zahlungsmittel
Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei angemessener Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrischer Annahmen berücksichtigt. Es werden hierfür unterschiedliche Diskontierungssätze verwendet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.
Rückstellungen
Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind.
Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben.
Erstattungsansprüche werden gegebenenfalls gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung so gut wie sicher ist.
Leasingverhältnisse
Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstands erfolgt grundsätzlich zu Beginn der Laufzeit mit seinem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswerts aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstands entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen der ElringKlinger-Konzern Leasinggeber ist und bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen der Gewerbeparks werden als Umsatzerlöse erfasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu erhaltenden Transaktionspreises bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die Kontrolle auf den Käufer übergegangen ist sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.
Ein Teil der Erträge aus Entwicklungsdienstleistungen wird über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung des ElringKlinger-Konzerns zufließt und er diesen gleichzeitig verbraucht. Der Fortschritt der Entwicklungsdienstleistungen wird anhand der inputbasierten Methode ermittelt, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Arbeitsaufwand des ElringKlinger-Konzerns und der Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden besteht. Der Konzern erfasst Erlöse auf der Basis der angefallenen Kosten im Verhältnis zu den gesamten erwarteten Kosten für die Fertigstellung der Entwicklungsdienstleistung.
Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.
Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrags erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.
| ― | Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden. |
| ― | Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar. |
| ― | Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich. |
| ― | Es bestehen die Absicht und ausreichend Ressourcen die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. |
Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden über fünf Jahre abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 dann zum Fair Value erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung gewährt wird und der Konzern die damit verbundenen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt.
Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen, und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.
Zuwendungen, die für die Anschaffung und Herstellung von Vermögenswerten erfolgen, werden passivisch abgegrenzt und planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer des zugehörigen Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Der Ausweis des Passivpostens erfolgt dabei in den sonstigen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.
Fremdkapitalkosten
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 betrug 1,77 % (2017: 1,95 %). Im Geschäftsjahr 2018 wurden TEUR 232 (2017: TEUR 403) Fremdkapitalzinsen aktiviert.
Ertragsteuern und latente Steuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.
Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den jeweiligen Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen (außer Unternehmenszusammenschlüssen) resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.
Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die Veränderungen der latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.
Eventualschulden und Eventualforderungen
Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Gebrauch von Schätzungen
Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten aus geschriebenen Verkaufsoptionen, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwerts und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.
Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.
Risiken und Unsicherheiten
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies möglicherweise auch eine geringere Nachfrage nach dem Produktportfolio des Elring-Klinger-Konzerns nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach Einschätzung zum Bilanzstichtag in einer allgemeinen Eintrübung des globalen Marktwachstums. Risikobehaftet sind in diesem Zusammenhang mögliche Auswirkungen des globalen Handelskonflikts, insbesondere zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, die Folgen eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union sowie eine nachhaltige Abschwächung des Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik China.
Ökonomen rechnen aufgrund von gestiegenen Konjunkturrisiken für 2019 mit einer generellen Wachstumsverlangsamung in den großen Volkswirtschaften. Gemäß den Prognosen des Internationalen Währungsfonds wird für die Eurozone ein Rückgang der wirtschaftlichen Gesamtleistung auf weniger als 2 % erwartet. Auch in Deutschland trüben sich die Aussichten ein: Die deutsche Wirtschaft dürfte 2019 nur noch um 1,5 % wachsen, nach 2,5 % im Jahr zuvor. In den USA wird sich das erwartete Bruttoinlandsprodukt mit 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht abschwächen. In China ist eine zunehmende Normalisierung des Wirtschaftswachstums zu beobachten - gleichwohl dürfte die Wachstumsrate konstant über 6 % liegen. Der Internationale Währungsfonds prognostizierte zu Jahresbeginn 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % für das Gesamtjahr.
Für den weltweiten Automobilmarkt zeichnet sich nach den Prognosen des Branchenverbands VDA für 2019 insgesamt ein Jahr mit geringem Absatzwachstum, das auf 1 % beziffert wird, ab. Während in Europa eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau des Vorjahres zu erwarten ist, wird sich der US-Fahrzeugmarkt insgesamt etwas abkühlen. Das erwartete Wachstum wird mehrheitlich von Asien und dabei trotz verhaltenem ersten Halbjahr insbesondere vom chinesischen Pkw-Markt getragen.
ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.
Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.
ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.
Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagter ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen, insbesondere Schadensersatz und Abfindungen, sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Kläger ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Zylinderkopfdichtungen | 193.482 | 204.877 |
| Spezialdichtungen | 317.007 | 299.241 |
| Leichtbau/Elastomertechnik | 451.651 | 383.399 |
| Abschirmtechnik | 400.069 | 423.047 |
| E-Mobility | 24.708 | 17.967 |
| Abgasnachbehandlung | 19.611 | 52.981 |
| Sonstiges | 1.190 | 864 |
| Segment Erstausrüstung | 1.407.718 | 1.382.376 |
| Segment Erstausrüstung | 1.407.718 | 1.382.376 |
| Segment Kunststofftechnik | 117.824 | 111.141 |
| Segment Ersatzteile | 159.497 | 156.664 |
| Verkauf von Gütern | 1.685.039 | 1.650.181 |
| Verkauf von Gütern | 1.685.039 | 1.650.181 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 9.659 | 9.513 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.694.698 | 1.659.694 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.694.698 | 1.659.694 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 4.302 | 4.347 |
| Gesamt | 1.699.000 | 1.664.041 |
Aufteilung nach geographischen Märkten:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 428.356 | 426.025 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 189 | 176 |
| Summe Inland | 428.545 | 426.201 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.266.342 | 1.233.669 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 4.113 | 4.171 |
| Summe Ausland | 1.270.455 | 1.237.840 |
| Gesamt | 1.699.000 | 1.664.041 |
Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden. Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten und Regionen kann der Anmerkung (35) - Segmentberichterstattung - entnommen werden.
Vertragssalden
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| TEUR | 31.12.2018 | 01.01.2018 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 306.351 | 302.621 |
| Vertragsvermögenswerte | 7.616 | 7.112 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 13.083 | 7.230 |
Im Berichtsjahr wurden TEUR 7.230 Erlöse erfasst, die zu Beginn des Geschäftsjahres in den Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren.
Vertragsvermögenswerte werden für bedingte Ansprüche auf Gegenleistung im Austausch bereits gelieferter Güter oder Dienstleistungen gebildet. Dies geschieht im Wesentlichen durch Umsätze, die zeitraumbezogen zu erfassen sind. Die Vertragsvermögenswerte werden mit Rechnungsstellung als Forderung erfasst. Dies geschieht in der Regel kurzfristig innerhalb eines Monats.
Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten langfristige Vorauszahlungen für kundenspezifische Bereitstellung zusätzlicher Produktionskapazitäten sowie kurzfristige Vorauszahlungen für kundenspezifische Werkzeuge. Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2018 resultierte aus den im Jahresverlauf von einem Kunden erhaltenen langfristigen Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 2.614.
Überleitung der Vertragssalden
Die Veränderung der Vertragsvermögenswerte sowie Vertragsverbindlichkeiten in der Berichtsperiode ergeben sich aus folgenden Sachverhalten:
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| TEUR | Vertragsvermögenswerte 2018 | Vertragsverbindlichkeiten 2018 |
|---|---|---|
| Erlöse, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren | 7.230 | |
| Umgliederung der zu Beginn der Berichtsperiode erfassten Vertragsvermögenswerte zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.737 | |
| Zugänge aus erhaltenen Zahlungen abzüglich der Beträge, die in der Berichtsperiode als Umsatz erfasst wurden | 13.083 | |
| Zugänge aus erbrachten Leistungen, die in der Berichtsperiode noch nicht in Rechnung gestellt wurden | 6.241 | |
| Gesamt | 7.616 | 13.083 |
Der den (nicht oder teilweise unerfüllten) verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordnete Transaktionspreis gliedert sich zum 31. Dezember wie folgt:
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| TEUR | 31.12.2018 |
|---|---|
| Innerhalb eines Jahres | 3.426 |
| In mehr als einem Jahr | 3.740 |
In den ausgewiesenen Beträgen werden begrenzte variable Gegenleistungen nicht berücksichtigt. Des Weiteren sind keine Angaben zu Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von höchstens einem Jahr enthalten. Ebenso sind keine Angaben zu Leistungsverpflichtungen enthalten, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden und bei denen Anspruch auf eine Gegenleistung in der Höhe besteht, die direkt dem Wert der bereits erbrachten Leistung entspricht und für die Umsatzerlöse in Höhe des Betrags realisiert werden, der in Rechnung gestellt werden darf.
(2) Umsatzkosten
In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.
Sie enthalten:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | 746.994 | 680.856 |
| Personalaufwendungen | 362.368 | 338.214 |
| Abschreibungen | 88.572 | 89.807 |
| Auflösung von Vertragserfüllungskosten | 123 | 0 |
| Sonstige Aufwendungen | 130.860 | 146.754 |
| Gesamt | 1.328.917 | 1.255.631 |
(3) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2017 um TEUR 4.657 auf TEUR 146.516 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.
(4) Allgemeine Verwaltungskosten
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2017 um TEUR 7.129 auf TEUR 84.046 erhöht.
(5) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber 2017 um TEUR 4.729 auf TEUR 76.115 erhöht. Im Geschäftsjahr 2018 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 11.073 (2017: TEUR 4.529) aktiviert.
(6) Sonstige betriebliche Erträge
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erträge aus Entkonsolidierung | 25.508 | 0 |
| Zuschüsse der öffentlichen Hand | 5.348 | 7.578 |
| Kostenerstattung Dritter | 4.217 | 4.333 |
| Versicherungsentschädigungen/Schadenserstattungen | 2.187 | 10.961 |
| Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) | 1.873 | 1.060 |
| Auflösung von Rückstellungen/abgegrenzten Verbindlichkeiten | 1.620 | 2.509 |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 291 | 195 |
| Wertaufholung wertgeminderter Forderungen | 259 | 794 |
| Sonstige | 4.296 | 3.812 |
| Gesamt | 45.599 | 31.242 |
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) | 4.141 | 4.672 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 2.136 | 1.499 |
| Bildung von Rückstellungen/abgegrenzten Verbindlichkeiten | 968 | 426 |
| Aufwendungen für Schadensfälle | 928 | 1.068 |
| Sonstige Gebühren | 885 | 714 |
| Aufwendungen für Maschinenverkäufe | 556 | 115 |
| Forderungsausfälle | 359 | 346 |
| Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 244 | 1.541 |
| Sonstige | 2.607 | 1.790 |
| Gesamt | 12.824 | 12.172 |
(8) Assoziierte Unternehmen
ElringKlinger hält einen Anteil von 28,89 % an der hofer AG, Nürtingen. Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. ElringKlinger bilanziert seinen Anteil an der hofer AG im Konzernabschluss nach der Equity-Methode. Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Beteiligung des Konzerns an der hofer AG.
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 52.297 | 45.078 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 35.789 | 32.707 |
| Langfristige Schulden | 15.403 | 17.412 |
| Kurzfristige Schulden | 29.131 | 15.862 |
| Nettovermögen | 43.552 | 44.511 |
| Anteil des Konzerns (28,89 %) | 12.582 | 12.859 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15.704 | 15.704 |
| Abschreibung | -5.012 | 0 |
| Buchwert des Anteils des Konzerns | 23.274 | 28.563 |
| Umsatzerlöse | 65.465 | 46.794 |
| Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr | -938 | -1.571 |
| davon sonstiges Ergebnis | 22 | 0 |
| Anteil des Konzerns am Ergebnis (28,89 %) | -271 | -454 |
| Erhaltene Dividende | 0 | 0 |
Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2018 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen.
Nach IAS 28.42 wird der gesamte Buchwert der Investition in ein assoziiertes Unternehmen gemäß IAS 36 als ein einziger Vermögenswert auf Wertminderung geprüft. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der Nettoinvestition dem Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen. Der Nutzungswert der Nettoinvestition wird durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme, die vom assoziierten Unternehmen voraussichtlich erwirtschaftet werden, bestimmt.
Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:
Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des letzten Detailplanjahres bestimmt wird, berücksichtigt.
Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2018 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 10,61 % (2017: 10,54 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Betafaktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.
Die zum 31. Dezember 2018 durchgeführte Überprüfung der Werthaltigkeit ergab, dass der erzielbare Betrag der Nettoinvestition (2018: TEUR 20.530) den Buchwert unterschreitet, sodass sich ein Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 5.012 (2017: TEUR 0) ergibt. Der Rückgang des erzielbaren Betrags ist im Wesentlichen auf die gegenwärtige Einschätzung des Managements in Form der aktualisierten Planung zurückzuführen. Notwendige Investitionen im Rahmen der Geschäftsplanung wurden berücksichtigt. Die hofer AG ist dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.
(9) Finanzergebnis
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Erträge aus Kursdifferenzen | 27.796 | 20.380 |
| Zinserträge | 500 | 512 |
| Erträge aus einer geschriebenen Verkaufsoption | 4.861 | 0 |
| Sonstige | 0 | 8 |
| Finanzerträge gesamt | 33.157 | 20.900 |
| Finanzaufwendungen | ||
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | -26.977 | -31.471 |
| Zinsaufwendungen | -15.569 | -13.611 |
| Sonstige | -62 | -2.628 |
| Finanzaufwendungen gesamt | -42.608 | -47.710 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | -5.283 | -454 |
| Finanzergebnis | -14.734 | -27.264 |
Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 2.285 (2017: TEUR 2.281) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sogenannte Qualifying Assets in Höhe von TEUR 232 (2017: TEUR 403) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend. Der Zinsaufwand für Finanzierungsleasing ist von nachrangiger Bedeutung.
(10) Ertragsteuern
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 27.301 | 39.996 |
| Latente Steuern | 6.242 | -3.722 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 33.543 | 36.274 |
Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (2017: 29,6 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 9,0 % und 34,7 % (2017: zwischen 9,0 % und 34,7 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 23,7 % (2017: 24,8 %).
Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des durchschnittlichen nominellen Ertragsteuersatzes von 24,9 % (2017: 25,7 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand.
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 81.446 | 110.054 |
| Erwarteter Steuersatz | 24,9 % | 25,7 % |
| Erwarteter Steueraufwand | 20.272 | 28.240 |
| Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von: | ||
| Permanenten Differenzen | -6.610 | 251 |
| Differenz Bemessungsgrundlage lokaler Steuern | 1.084 | 400 |
| Nutzung nicht aktivierter bzw. Verfall aktivierter steuerlicher Verlustvorträge | -932 | -599 |
| Zuschreibung/Wertberichtigung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge (aperiodisch) | 0 | 0 |
| Zugang nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge (periodisch) | 13.286 | 6.143 |
| Periodenfremden Steuern | 446 | -3.679 |
| Steuersatzbedingten Abweichungen | 5.219 | 4.515 |
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abweichung aufgrund von Quellensteuern | 783 | 989 |
| Sonstigen Effekten | -5 | 14 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 33.543 | 36.274 |
| Tatsächlicher Steuersatz | 41,2 % | 33,0 % |
Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 26.147 (2017: TEUR 23.004) sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 1.083 (2017: TEUR 986) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne von TEUR 229.943 (2017: TEUR 184.087) sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 12.176 (2017: TEUR 12.621) gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 128.442 (2017: TEUR 67.541) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.
Die noch nicht genutzten ertragsteuerlichen Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf ausländische Tochtergesellschaften. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Verfall der Verlustvorträge innerhalb von | ||
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 Jahren | 0 | 0 |
| 3 Jahren | 0 | 356 |
| 4 Jahren | 1.071 | 880 |
| 5 Jahren | 11.814 | 1.288 |
| größer 5 Jahren | 76.250 | 50.535 |
| Unverfallbar | 39.307 | 14.482 |
| Gesamt | 128.442 | 67.541 |
Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
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| TEUR | Latente Steueransprüche | Latente Steuerschulden | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 871 | 708 | 8.339 | 8.357 |
| Sachanlagen | 4.465 | 4.033 | 36.593 | 37.032 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 82 | 82 | 1.959 | 1.949 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 7 | 4 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 73 | 105 | 1.362 | 2 |
| Vorräte | 4.758 | 5.079 | 103 | 858 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 0 | 0 | 1.259 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.464 | 1.005 | 213 | 162 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 328 | 8 | 2.171 | 2.599 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Rückstellungen für Pensionen | 20.587 | 22.399 | 0 | 483 |
| Langfristige Rückstellungen | 2.833 | 2.230 | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 28 | 35 | 170 | 905 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 458 | 547 | 70 | 44 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.373 | 4.944 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 195 | 17 | 96 | 255 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.320 | 28 | 2.061 | 441 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.912 | 2.691 | 594 | 1.008 |
| Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 1.083 | 986 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 12.176 | 12.621 | 0 | 0 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | -1.002 | 0 | -2.464 |
| Summe | 52.930 | 55.534 | 56.073 | 52.623 |
| Saldierung von aktiven und passiven Latenzen | -41.125 | -38.548 | -41.125 | -38.548 |
| Bilanzansatz | 11.805 | 16.986 | 14.948 | 14.075 |
Im sonstigen Ergebnis wurden insgesamt TEUR -266 (2017: TEUR -1.706) latente Steuern erfasst. Davon beziehen sich TEUR -1.115 (2017: TEUR -1.505) auf Pensionsrückstellungen und TEUR 849 (2017: TEUR -201) auf Nettoinvestitionen.
(11) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie
Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR | 43.835 | 69.930 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,69 | 1,10 |
Erläuterungen zur Bilanz
(12) Immaterielle Vermögenswerte
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| TEUR | Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) | Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) | Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) | In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte (erworben) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2018 | 44.205 | 169.765 | 57.767 | 815 | 272.552 |
| Anpassung Vortrag neue Standards | 0 | 0 | -9.699 | 0 | -9.699 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2018 | 44.205 | 169.765 | 48.068 | 815 | 262.853 |
| Währungsänderungen | 623 | 1.925 | -36 | 0 | 2.512 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -451 | -363 | -305 | 0 | -1.119 |
| Zugänge | 11.073 | 0 | 2.949 | 1.039 | 15.061 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 622 | -468 | 154 |
| Abgänge | 6.455 | 0 | 368 | 0 | 6.823 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2018 | 48.995 | 171.327 | 50.930 | 1.386 | 272.638 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 29.907 | 13.409 | 38.696 | 0 | 82.012 |
| Anpassung Vortrag neue Standards | 0 | 0 | -5.555 | 0 | -5.555 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 29.907 | 13.409 | 33.141 | 0 | 76.457 |
| Währungsänderungen | 522 | 114 | -45 | 0 | 591 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -255 | 0 | -255 |
| Zugänge | 6.232 | 0 | 5.902 | 0 | 12.134 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 6.230 | 0 | 366 | 0 | 6.596 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2018 | 30.431 | 13.523 | 38.377 | 0 | 82.331 |
| Nettobuchwert am 31.12.2018 | 18.564 | 157.804 | 12.553 | 1.386 | 190.307 |
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| TEUR | Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) | Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) | Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) | In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte (erworben) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 | 50.567 | 180.628 | 81.404 | 1.156 | 313.755 |
| Währungsänderungen | -1.774 | -5.973 | -1.489 | 0 | -9.236 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 1.381 | 615 | 0 | 1.996 |
| Zugänge | 4.529 | 0 | 5.330 | 815 | 10.674 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 1.190 | -1.156 | 34 |
| Abgänge | 6.523 | 0 | 17.036 | 0 | 23.559 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2.594 | 6.271 | 12.247 | 0 | 21.112 |
| Stand am 31.12.2017 | 44.205 | 169.765 | 57.767 | 815 | 272.552 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2017 | 30.977 | 13.793 | 56.545 | 0 | 101.315 |
| Währungsänderungen | -1.231 | -384 | -1.305 | 0 | -2.920 |
| Zugänge | 7.865 | 0 | 10.192 | 0 | 18.057 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | -30 | 0 | -30 |
| Abgänge | 6.591 | 0 | 17.028 | 0 | 23.619 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.113 | 0 | 9.678 | 0 | 10.791 |
| Stand am 31.12.2017 | 29.907 | 13.409 | 38.696 | 0 | 82.012 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 14.298 | 156.356 | 19.071 | 815 | 190.540 |
Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 339 (31. Dezember 2017: TEUR 1.132).
Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 6.752 | 11.938 |
| Vertriebskosten | 3.170 | 3.935 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 978 | 805 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 1.234 | 1.379 |
| Gesamt | 12.134 | 18.057 |
(13) Sachanlagen
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, BGA | In Herstellung befindliche Sachanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2018 | 473.383 | 1.049.277 | 193.340 | 89.854 | 1.805.854 |
| Anpassung Vortrag neue Standards | 0 | -3.925 | 0 | 0 | -3.925 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2018 | 473.383 | 1.045.352 | 193.340 | 89.854 | 1.801.929 |
| Währungsänderungen | 2.146 | 4.722 | 84 | -689 | 6.263 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -67 | -873 | -797 | 0 | -1.737 |
| Zugänge | 8.568 | 51.705 | 8.384 | 94.296 | 162.953 |
| Umbuchungen | 18.811 | 44.332 | 9.434 | -72.731 | -154 |
| Abgänge | 110 | 7.788 | 3.629 | 3 | 11.530 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6.194 | 0 | 0 | 0 | 6.194 |
| Stand am 31.12.2018 | 496.537 | 1.137.450 | 206.816 | 110.727 | 1.951.530 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 100.543 | 652.256 | 123.485 | 0 | 876.284 |
| Anpassung Vortrag neue Standards | 0 | -1.694 | 0 | 0 | -1.694 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 100.543 | 650.562 | 123.485 | 0 | 874.590 |
| Währungsänderungen | 672 | 2.542 | 17 | 0 | 3.231 |
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, BGA | In Herstellung befindliche Sachanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Änderung Konsolidierungskreis | -4 | -303 | -395 | 0 | -702 |
| Zugänge | 12.493 | 60.576 | 14.684 | 0 | 87.753 |
| Umbuchungen | 0 | 1 | -1 | 0 | 0 |
| Abgänge | 107 | 7.476 | 3.374 | 0 | 10.957 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 228 | 0 | 0 | 0 | 228 |
| Stand am 31.12.2018 | 113.369 | 705.902 | 134.416 | 0 | 953.687 |
| Nettobuchwert am 31.12.2018 | 383.168 | 431.548 | 72.400 | 110.727 | 997.843 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 | 465.422 | 1.006.196 | 182.403 | 108.066 | 1.762.087 |
| Währungsänderungen | -16.550 | -35.566 | -3.396 | -6.321 | -61.833 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 2 | 50 | 0 | 52 |
| Zugänge | 18.272 | 51.312 | 15.022 | 69.116 | 153.722 |
| Umbuchungen | 24.463 | 49.130 | 7.376 | -81.003 | -34 |
| Abgänge | 2.019 | 7.666 | 5.024 | 0 | 14.709 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 16.205 | 14.131 | 3.091 | 4 | 33.431 |
| Stand am 31.12.2017 | 473.383 | 1.049.277 | 193.340 | 89.854 | 1.805.854 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2017 | 94.515 | 631.990 | 118.264 | 0 | 844.769 |
| Währungsänderungen | -2.967 | -19.728 | -1.611 | 0 | -24.306 |
| Zugänge | 11.488 | 57.540 | 13.408 | 0 | 82.436 |
| Umbuchungen | 0 | 14 | 16 | 0 | 30 |
| Abgänge | 528 | 6.780 | 4.631 | 0 | 11.939 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 1.965 | 10.780 | 1.961 | 0 | 14.706 |
| Stand am 31.12.2017 | 100.543 | 652.256 | 123.485 | 0 | 876.284 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 372.840 | 397.021 | 69.855 | 89.854 | 929.570 |
Die Sachanlagen enthalten auch gemietete technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 416 (2017: TEUR 550), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 145 (2017: TEUR 191).
Im Geschäftsjahr 2018 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Sachanlagen erfasst.
Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen gegen Dritte beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 35.283 (31. Dezember 2017: TEUR 44.277).
(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
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| TEUR | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2018 | 28.293 | 99 | 28.392 |
| Währungsänderungen | -652 | -3 | -655 |
| Zugänge | 544 | 10 | 554 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2018 | 28.185 | 106 | 28.291 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 11.362 | 0 | 11.362 |
| Währungsänderungen | -197 | 0 | -197 |
| Zugänge | 559 | 0 | 559 |
| Stand am 31.12.2018 | 11.724 | 0 | 11.724 |
| Nettobuchwert am 31.12.2018 | 16.461 | 106 | 16.567 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 | 26.335 | 273 | 26.608 |
| Währungsänderungen | -28 | 0 | -28 |
| Zugänge | 0 | 1.812 | 1.812 |
| Umbuchungen | 1.986 | -1.986 | 0 |
| Stand am 31.12.2017 | 28.293 | 99 | 28.392 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2017 | 10.786 | 0 | 10.786 |
| Währungsänderungen | -10 | 0 | -10 |
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| TEUR | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Zugänge | 586 | 0 | 586 |
| Stand am 31.12.2017 | 11.362 | 0 | 11.362 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 16.931 | 99 | 17.030 |
Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) ausgewiesen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben zum Bilanzstichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 25.615 (2017: TEUR 25.753). Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Input-Daten entsprechen der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und von Bodenrichtwerten ermittelt. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz für den Gewerbepark Idstein von 3,22 % (2017: 3,18 %) und für den Gewerbepark Kecskemét-Kádafalva von 6,52 % (2017: 6,09 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.
Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.302 (2017: TEUR 4.347). Die direkt mit diesen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 4.508 (2017: TEUR 5.377). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
(15) Finanzielle Vermögenswerte und Anteile an assoziierten Unternehmen
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| TEUR | Anteile an assoziierten Unternehmen | Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2018 | 28.563 | 1.083 | 16 | 29.662 |
| Währungsänderungen | -5 | 7 | 0 | 2 |
| Zugänge | 0 | 0 | 2.000 | 2.000 |
| Wertveränderungen | -272 | -37 | 0 | -309 |
| Abgänge | 0 | 324 | 0 | 324 |
| Stand am 31.12.2018 | 28.286 | 729 | 2.016 | 31.031 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2018 | 0 | 63 | 0 | 63 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 5.012 | 19 | 0 | 5.031 |
| Wertveränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2018 | 5.012 | 82 | 0 | 5.094 |
| Nettobuchwert am 31.12.2018 | 23.274 | 647 | 2.016 | 25.937 |
| Zeitwert 31.12.2018 | 647 | 2.016 | ||
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2017 | 0 | 1.085 | 16 | 1.101 |
| Währungsänderungen | 0 | -6 | 0 | -6 |
| Zugänge | 29.017 | 206 | 0 | 29.223 |
| Wertveränderungen | -454 | 2 | 0 | -452 |
| Abgänge | 0 | 204 | 0 | 204 |
| Stand am 31.12.2017 | 28.563 | 1.083 | 16 | 29.662 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2017 | 0 | 72 | 0 | 72 |
| Währungsänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Wertveränderungen | 0 | -9 | 0 | -9 |
| Abgänge | 0 | 3 | 0 | 3 |
| Stand am 31.12.2017 | 0 | 63 | 0 | 63 |
| Nettobuchwert am 31.12.2017 | 28.563 | 1.020 | 16 | 29.599 |
| Zeitwert 31.12.2017 | 1.020 | 16 |
Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 549 (2017: TEUR 829) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.
(16) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte
In den langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüchen ist ein Kapitalertragsteuerguthaben der ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. in Höhe von TEUR 98 enthalten.
Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Forderung aufgrund eines Gewährleistungsfalls in Höhe von TEUR 4.500 ausgewiesen. Diese wurde im Vorjahr unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
(17) Vertragserfüllungskosten
Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte zum 1. Januar 2018 einen erfolgsneutral erfassten Neubewertungseffekt aus dem erstmaligen Ansatz in Höhe von TEUR 665. Zum 31. Dezember 2018 hat sich der Buchwert auf TEUR 5.427 fortentwickelt.
(18) Langfristige und kurzfristige Vertragsvermögenswerte
Aus der Umstellung auf IFRS 15 resultierte zum 1. Januar 2018 ein erfolgsneutral erfasster Neubewertungseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten in Höhe von TEUR 7.112. Zum 31. Dezember 2018 hat sich der Buchwert auf TEUR 7.616 fortentwickelt. Es wurden keine wesentlichen Wertminderungssachverhalte nach IFRS 9 identifiziert.
(19) Vorräte
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 132.344 | 116.421 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 78.537 | 72.686 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 172.305 | 171.215 |
| Geleistete Anzahlungen | 18.205 | 9.225 |
| Gesamt | 401.391 | 369.547 |
Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 16.910 (2017: TEUR 12.145) vorgenommen. Wertminderungen bzw. Zuschreibungen auf Vorräte sind in den Umsatzkosten erfasst.
(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 3.492 (2017: TEUR 5.760) für zukünftige Kreditrisiken gebildet.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Die Anpassung der Wertberichtigung im Zuge der Erstanwendung von IFRS 9 in Höhe von TEUR 3.118 wurde erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.
Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| IFRS 9-Anpassung | -3.118 | 0 |
| Stand 01.01. | 2.642 | 5.767 |
| Umbuchung in Rückstellung | -358 | 0 |
| Zuführung | 2.136 | 1.163 |
| Auflösung/Inanspruchnahme | -259 | -672 |
| Änderung der Risikoparameter (IFRS 9) | -453 | 0 |
| Wechselkurseffekte | -216 | -180 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | -318 |
| Stand 31.12. | 3.492 | 5.760 |
Im Berichtszeitraum wurden Forderungen im Buchwert von TEUR 359 (2017: TEUR 346) abgeschrieben, welche sich in Vollstreckung befinden.
Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 9 wurde in 2018 ein neues Wertminderungsmodell für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eingeführt. Im Rahmen des neuen Wertminderungsmodells werden erwartete Verluste berücksichtigt (Expected Credit Loss Model) und in hohem Maße zukunftsorientierte Informationen verwendet. Dies stellt eine deutliche Veränderung zum bisher verwendeten Modell (Incurred Credit Loss Model) dar. Zur Umsetzung der neuen Vorschriften zu den Wertminderungen wurde ein geeignetes Modell entwickelt.
ElringKlinger verwendet das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 und berücksichtigt die über die gesamte Laufzeit erwarteten Verluste aus allen Forderungen und aktiven Vertragspositionen.
Als Basis für das neue Wertminderungsmodell werden die Ratings von Standard & Poors (S&P), oder anderer renommierter Ratingagenturen verwendet. Anhand dieses Ratings werden unter Zuhilfenahme der ebenfalls von S&P veröffentlichten Ausfallwahrscheinlichkeiten die zukünftigen Wertminderungen bestimmt.
Die für das Modell verwendeten externen Risikokategorien werden auch als interne Risikokategorieeinstufung verwendet:
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| Unternehmens internes Bonitätsrating | Externes Rating nach S&P | Erwarteter Forderungsausfall | Grundlage der Erfassung der Risikovorsorge | Bruttobuchwert |
|---|---|---|---|---|
| Hohe Bonität | AAA - A | 0,0 % | Erwarteter Verlust über die Laufzeit | 53.334 |
| Mittlere Bonität | BBB - B | 0,0 % - 9,4 % | Erwarteter Verlust über die Laufzeit | 256.509 |
| Niedrige Bonität | CCC - C | 9,4 % - 26,3 % | Erwarteter Verlust über die Laufzeit | - |
| Zahlungsausfall | D | 100,0 % | Abschreibung des Vermögenswerts | 2.748 |
| Risikovorsorge gemäß IFRS 9 | 744 | |||
| Gesamt: | 306.351 |
Die bei der Erstanwendung des Modells ermittelten Differenzbeträge zur vormaligen Berechnung der Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 3.118 wurden zum 1. Januar 2018 in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 16.985 (2017: TEUR 14.692), Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 5.259 (2017: TEUR 4.892) und sonstige Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 26.188 (2017: TEUR 28.509), davon sind TEUR 6.110 (2017: 2.573 TEUR) finanzielle Vermögenswerte und TEUR 12 (2017: TEUR 176) Finanzderivate.
Die kurzfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Ertragsteuererstattungsansprüche der ElringKlinger México, S.A. de C.V. in Höhe von TEUR 4.076 (2017: TEUR 3.163) und der ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. in Höhe von TEUR 1.494 (2017: TEUR 838) sowie der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 1.989 (2017: TEUR 1.715).
(21) Zahlungsmittel und Äquivalente
Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht. Es wurden keine wesentlichen Wertminderungssachverhalte nach IFRS 9 identifiziert.
Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
(22) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
In den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wurde zum 31. Dezember 2018 ein grundstücksgleiches Recht ausgewiesen. Eine Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert wurde vorgenommen. Ein Verkauf ist im Laufe des Jahres 2019 geplant.
Im Vorjahr wurden die Vermögenswerte und Schulden der Hug Engineering AG sowie ihrer vier Tochtergesellschaften gemäß IFRS 5 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden umgegliedert. Im Dezember 2017 erzielte der Konzern eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gingen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018.
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 10.316 |
| Sachanlagen | 5.966 | 18.813 |
| Latente Steueransprüche | 0 | 1.002 |
| Langfristige Vermögenswerte | 5.966 | 30.131 |
| Vorräte | 0 | 13.515 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 11.653 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 0 | 133 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 3.763 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 2.577 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 31.641 |
| AKTIVA | 5.966 | 61.772 |
| Rückstellungen für Pensionen | 0 | 5.018 |
| Langfristige Rückstellungen | 0 | 587 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 2.464 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0 | 8.069 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 0 | 1.177 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 1.088 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 5.302 |
| Steuerschulden | 0 | 2.703 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 0 | 5.408 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0 | 15.678 |
| PASSIVA | 0 | 23.747 |
(23) Eigenkapital
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2018 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2022 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
| ― | um Spitzenbeträge auszugleichen; |
| ― | wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung; |
| ― | wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. |
Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklage wurde im Wesentlichen durch das aus der Kapitalerhöhung 2010 zugeflossene Aufgeld gebildet.
Die Gewinnrücklagen enthalten die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus ist ein Betrag in Höhe von TEUR 26.181 aus der IFRS-Erstanwendung im Jahr 2005 enthalten.
Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, Eigenkapitaleffekte aus beherrschenden Anteilen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2018 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 31.680 (EUR 0,50 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2017 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2018 wird ein Bilanzverlust in Höhe von TEUR 5.291 (2017: Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 31.680) ausgewiesen. Auf Basis der Ergebnissituation des aktuellen Geschäftsjahres haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, von der bisherigen Dividendenpolitik des Konzerns abzuweichen und die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszusetzen.
(24) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis
In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IFRS 10 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.
(25) Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den meisten Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften sowie der Schweizer Konzerngesellschaft auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.
Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 25.554 (2017: TEUR 24.168) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.
Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 ermittelt werden. Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35 % bzw. 45 % des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.
2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart, und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V., Stuttgart, übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.8 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.
Die Pensionspläne der Schweizer Konzerngesellschaft sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Die nicht durch das Planvermögen gedeckten Versorgungsansprüche sind im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages gedeckt. Durch den Anschluss bei einer rückgedeckten Sammelstiftung kann keine Unterdeckung entstehen.
Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können, und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.
Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zugrunde:
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| Bewertung zum | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Diskontierungszins Anwartschaftsphase | 1,78 % | 1,48 % |
| Diskontierungszins Rentenphase | 1,46 % | 1,28 % |
| Erwartete prozentuale Gehaltstrends | 2,67 % | 2,44 % |
| Zukünftige Rentenanpassung | 1,52 % | 1,51 % |
Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. | 152.879 | 181.611 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 5.508 | 6.902 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 161 | 154 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten des Plans | 2.580 | 5.463 |
| Zinsaufwand | 2.285 | 2.281 |
| Auszahlungen/Inanspruchnahme | -8.216 | -10.915 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -3.557 | -5.627 |
| Währungsdifferenzen | 1.170 | -4.566 |
| Sonstige Veränderungen | 156 | 68 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | -22.492 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 152.966 | 152.879 |
| Davon (teilweise) durch Planvermögen gedeckt | 49.731 | 48.865 |
| Davon nicht gedeckt | 103.235 | 104.014 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 18 Jahre (2017: 18 Jahre).
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen aus den folgenden Effekten:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Effekte aus Zinssatzänderungen | -3.200 | -2.895 |
| Effekte aus Änderungen demografischer Annahmen | 191 | -2.284 |
| Effekte aus anderen erfahrungsbedingten Anpassungen | -548 | -448 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -3.557 | -5.627 |
Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Marktwert zum 01.01. | 26.880 | 45.049 |
| Zinsertrag | 281 | 348 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.397 | 3.824 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten des Plans | 2.580 | 5.463 |
| Leistungszahlungen | -4.311 | -7.167 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -9 | 78 |
| Währungseffekte | 747 | -3.241 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | -17.474 |
| Marktwert zum 31.12. | 28.565 | 26.880 |
Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf wesentliche Länder aufgeteilt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | ||
| Deutschland | 120.371 | 122.321 |
| Schweiz | 27.127 | 25.997 |
| Sonstige | 5.468 | 4.561 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 152.966 | 152.879 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | ||
| Deutschland | 7.762 | 7.438 |
| Schweiz | 20.414 | 19.136 |
| Sonstige | 389 | 306 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | 28.565 | 26.880 |
Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 272 (2017: TEUR 409).
2019 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 5.149 (2017: TEUR 5.595) betragen. Die zukünftigen Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Für die nächsten zwölf Monate | 5.149 | 5.595 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 69.291 | 70.643 |
| Über fünf Jahre | 271.684 | 264.761 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 5.508 | 6.902 |
| Nettozinsaufwand | 2.004 | 1.933 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 161 | 154 |
| Gesamtaufwand | 7.673 | 8.989 |
Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.285 (2017: TEUR 2.281) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 281 (2017: TEUR 348) zusammen.
Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | -3.493 | -5.705 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 1.161 | 1.505 |
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 152.966 | 152.879 |
| Zeitwert des Planvermögens | 28.565 | 26.880 |
| Ausgewiesene Pensionsrückstellung | 124.401 | 125.999 |
Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen und die zukünftigen Rentenentwicklungen als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.
Eine 1%ige Zunahme/Abnahme des Diskontierungssatzes würde zu einer Abnahme/Zunahme der DBO um TEUR 25.698/TEUR 29.361 führen.
Eine 0,5%ige Zunahme/Abnahme der künftigen Gehaltssteigerungen würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 3.923/TEUR 3.655 führen.
Eine Veränderung der künftigen Rentenentwicklungen um +0,25 %/-0,25 % würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 4.407/TEUR 4.197 führen.
(26) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Rückstellungen | 10.769 | 23.005 |
| Langfristige Rückstellungen | 19.603 | 12.319 |
| Gesamt | 30.372 | 35.324 |
Kurzfristige Rückstellungen:
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| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewährleistungsverpflichtungen | Drohende Verluste aus Kundenaufträgen | Prozesskosten | Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2017 | 2.994 | 14.153 | 4.352 | 265 | 1.241 | 23.005 |
| Anpassung Vortrag neuer Standards | 0 | 0 | 0 | 0 | 384 | 384 |
| Währungsänderungen | 24 | -15 | 21 | -21 | 38 | 47 |
| Inanspruchnahme | 3.777 | 7.180 | 3.590 | 87 | 1.056 | 15.690 |
| Auflösung | 130 | 1.204 | 0 | 25 | 24 | 1.383 |
| Zuführung | 3.753 | 1.295 | 3.350 | 66 | 661 | 9.125 |
| Umbuchungen | 0 | -4.750 | 0 | 0 | 31 | -4.719 |
| Stand zum 31.12.2018 | 2.864 | 2.299 | 4.133 | 198 | 1.275 | 10.769 |
Langfristige Rückstellungen:
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| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewährleistungsverpflichtungen | Prozesskosten | Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2017 | 11.025 | 606 | 26 | 662 | 12.319 |
| Währungsänderungen | 29 | 5 | 0 | 7 | 41 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -2 | -2 |
| Inanspruchnahme | 255 | 23 | 0 | 0 | 278 |
| Auflösung | 467 | 68 | 0 | 50 | 585 |
| Aufzinsung/Abzinsung | 127 | 0 | 0 | 0 | 127 |
| Zuführung | 2.914 | 290 | 0 | 58 | 3.262 |
| Umbuchungen | 0 | 4.750 | 0 | -31 | 4.719 |
| Stand zum 31.12.2018 | 13.373 | 5.560 | 26 | 644 | 19.603 |
Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.
Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung des Managements und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt.
Der Rückstellung für eine Gewährleistungsverpflichtung steht ein Anspruch auf Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 4.500 gegenüber, diese sind in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Rückstellung wurde in Höhe von TEUR 4.750 von einer kurzfristigen zu einer langfristigen Rückstellung umgegliedert.
Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
(27) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
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| TEUR | Inland | Ausland | Gesamt 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 169.740 | 9.256 | 178.996 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 70.074 | 47.716 | 117.790 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 239.814 | 56.972 | 296.786 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 253.309 | 95.692 | 349.001 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 123.004 | 0 | 123.004 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 376.313 | 95.692 | 472.005 |
| Gesamt | 616.127 | 152.664 | 768.791 |
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| TEUR | Inland | Ausland | Gesamt 31.12.2017 |
|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 105.451 | 13.931 | 119.382 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 59.485 | 43.077 | 102.562 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 164.936 | 57.008 | 221.944 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 265.275 | 85.476 | 350.751 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 128.060 | 0 | 128.060 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 393.335 | 85.476 | 478.811 |
| Gesamt | 558.271 | 142.484 | 700.755 |
Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 309 (2017: TEUR 496) mit einem Nominalvolumen von TEUR 318 (2017: TEUR 521).
Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:
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| % | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Kontokorrentkredite: | ||
| Inland | 2,13 | 1,34 |
| Ausland | 3,15 | 4,02 |
| Finanzverbindlichkeiten: | ||
| Inland: bis zu einem Jahr | 1,75 | 2,35 |
| Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahre | 1,32 | 1,34 |
| Inland: mehr als fünf Jahre | 1,44 | 1,43 |
| Ausland: bis zu einem Jahr | 2,74 | 2,42 |
| Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahre | 2,57 | 2,67 |
| Ausland: mehr als fünf Jahre |
Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 573.870 (2017: TEUR 565.696) wurden feste Zinssätze vereinbart.
Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 159.533 (2017: TEUR 158.844) eingeräumt. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2018 mit TEUR 23.711 (2017: TEUR 36.334).
Zum 31. Dezember 2018 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 190.200 (2017: TEUR 136.056) zur Verfügung.
(28) Vertragsverbindlichkeiten
IFRS 15 führte zum 1. Januar 2018 zum erfolgneutral erfassten erstmaligen Ansatz von Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.230. Zum 31. Dezember 2018 lag der Buchwert der Vertragsverbindlichkeiten bei TEUR 13.083.
Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten langfristige Vorauszahlungen für die kundenspezifische Bereitstellung zusätzlicher Produktionskapazitäten sowie kurzfristige Vorauszahlungen für kundenspezifische Werkzeuge. Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2018 resultierte aus dem im Jahresverlauf von einem Kunden erhaltenen langfristigen Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 2.614.
(29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten enthalten finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 43.275.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 6.478 (2017: TEUR 0) passivisch abgegrenzt. Es handelt sich hierbei um einen Investitionszuschuss und einen Tilgungszuschuss zu einem Darlehen. Diese Zuwendungen wurden für Sachanlagen, insbesondere Gebäude und Maschinen, an den Standorten in Dettingen/Erms, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, gewährt. Im Berichtsjahr wurden insgesamt TEUR 247 des Abgrenzungspostens erfolgswirksam aufgelöst. Die Auflösung erfolgt in den Umsatzkosten.
(30) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente
Risiken und Sicherungspolitik
Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 bzw. IFRS 9 kam nicht zur Anwendung.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.
Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.
Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.
Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der Stichtagskurse sowie Veränderungen der Stichtagskurse gegenüber den Durchschnittskursen und historischen Kursen können Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.
Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns wider.
Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:
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| Lokale Währung TEUR |
EUR | MXN | USD | CHF | HUF | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung +10 % | ||||||
| Konzernergebnis | -3.606 | 4.772 | 2.676 | 2.673 | 2.302 | 934 |
| Lokale Währung -10 % | ||||||
| Konzernergebnis | 3.606 | -4.772 | -2.676 | -2.673 | -2.302 | -934 |
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| Lokale Währung TEUR |
Gesamt $1.12.2018 |
|---|---|
| Lokale Währung +10 % | |
| Konzernergebnis | 9.751 |
| Lokale Währung -10 % | |
| Konzernergebnis | -9.751 |
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| Lokale Währung TEUR |
CHF | HUF | MXN | USD | KRW | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung +10 % | ||||||
| Konzernergebnis | 3.597 | 2.692 | 2.493 | 1.574 | 850 | -322 |
| Lokale Währung -10 % | ||||||
| Konzernergebnis | -3.597 | -2.692 | -2.493 | -1.574 | -850 | 322 |
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| Lokale Währung TEUR |
31.12.2017 Gesamt |
|---|---|
| Lokale Währung +10 % | |
| Konzernergebnis | 10.884 |
| Lokale Währung -10 % | |
| Konzernergebnis | -10.884 |
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.
Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2018 um 30 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 551 (2017: TEUR 361) gesenkt. Bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 30 Basispunkte hätte sich das Ergebnis um TEUR 34 (2017: TEUR 47) gesenkt.
Rohstoffpreisrisiko
ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Um Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe abzumildern, hat ElringKlinger zwei Sicherungsgeschäfte für Nickel abgeschlossen. Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch zusätzliche derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.
ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, der als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegt. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz von Nickel über das obere Ende des Korridors, erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis für Nickel unter das untere Ende des Korridors hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Zum Abschlussstichtag bestanden zwei Nickel-Sicherungskontrakte über insgesamt 240 mt Nickel. Eines der Nickelsicherungsgeschäfte endete am 31. Dezember 2018, das andere am 30. September 2019.
Der Konzern steuert das Kreditrisiko der Derivate, indem derivative Finanzgeschäfte ausschließlich mit großen Banken von bestmöglicher Bonität nach einheitlichen Richtlinien getätigt werden.
Wenn das Marktwertniveau der Nickelnotierung zum 31. Dezember 2018 um 10 % gestiegen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 77 (2017: TEUR 306) erhöht. Eine Absenkung des Marktwerts um 10 % hätte zu einer Ergebniserhöhung von TEUR 80 (2017: TEUR 74) geführt.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:
Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und ist durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt.
Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.
Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert. Durch Kreditversicherungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 12.178 (2017: TEUR 11.249) abgesichert.
Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Abschlussstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung (20) entnommen werden.
Mit den zwei größten Kunden wurde 2018 ein Umsatzanteil von 9,5 % und 9,2 % erzielt (2017: 10,2 % und 8,0 %).
Liquiditätsrisiko
Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der ElringKlinger-Gruppe wird durch eine Liquiditätsplanung laufend überwacht. Darüber hinaus stellt eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und bestätigten Kreditlinien die Zahlungsfähigkeit und die Liquiditätsversorgung sicher. Auf die Erläuterungen der Finanzierungsrisiken innerhalb der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der ElringKlinger-Gruppe wird verwiesen (Chancen- und Risikobericht - Finanzielle Risiken - Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken).
Erwartete Zahlungsabflüsse
Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.
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| TEUR | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Derivate | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2018 | ||||||
| Buchwert | 135.560 | 768.482 | 309 | 122 | 43.275 | 947.748 |
| Erwartete Zahlungsabflüsse: | 135.560 | 787.219 | 318 | 122 | 43.275 | 966.494 |
| Bis zu einem Monat | 100.328 | 73.883 | 17 | 14 | 0 | 174.242 |
| Von einem bis zu drei Monaten | 31.707 | 25.837 | 38 | 27 | 9.659 | 67.268 |
| Von drei Monaten bis zu einem Jahr | 2.617 | 205.016 | 153 | 81 | 33.616 | 241.483 |
| Von einem bis zu fünf Jahren | 659 | 358.184 | 110 | 0 | 0 | 358.953 |
| Mehr als fünf Jahre | 249 | 124.299 | 0 | 0 | 0 | 124.548 |
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| TEUR | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Derivate | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2017 | ||||||
| Buchwert | 118.846 | 700.259 | 496 | 11 | 47.467 | 867.079 |
| Erwartete Zahlungsabflüsse: | 118.846 | 731.842 | 522 | 11 | 47.467 | 898.688 |
| Bis zu einem Monat | 88.627 | 31.786 | 25 | 1 | 0 | 120.439 |
| Von einem bis zu drei Monaten | 23.644 | 29.249 | 52 | 2 | 8.663 | 61.610 |
| Von drei Monaten bis zu einem Jahr | 4.577 | 170.083 | 218 | 8 | 38.804 | 213.690 |
| Von einem bis zu fünf Jahren | 1.755 | 367.715 | 227 | 0 | 0 | 369.697 |
| Mehr als fünf Jahre | 243 | 133.009 | 0 | 0 | 0 | 133.252 |
Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Anmerkung (27).
(31) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Bewertungskategorien und Buchwerte nach IAS 39 sowie die neuen Bewertungskategorien und Buchwerte nach IFRS 9:
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| TEUR | Bewertungskategorie nach IAS 39 per 31.12.2017 | Neue Bewertungskategorie nach IFRS 9 per 01.01.2018 | Buchwert nach IAS 39 31.12.2017 | Neuer Buchwert nach IFRS 9 01.01.2018 | Buchwert nach IFRS 9 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 45.498 | 45.498 | 45.314 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 302.621 | 305.739 | 306.351 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 7.465 | 7.465 | 11.490 |
| Derivate | Zu Handelszwecken gehalten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 176 | 176 | 12 |
| Langfristige Wertpapiere | Bis zur Endfälligkeit gehalten | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 829 | 829 | 549 |
| Langfristige Wertpapiere | Zur Veräußerung verfügbar | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 192 | 192 | 98 |
| Übrige Finanzinvestitionen | Kredite und Forderungen | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 8 | 8 | 2.008 |
| Übrige Finanzinvestitionen | Zur Veräußerung verfügbar | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | 7 | 7 | 8 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| TEUR | Zahlungsmittel BW | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen BW | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte BW | Derivate BW |
|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2018 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 45.314 | 306.351 | 11.490 | 0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 12 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 45.314 | 306.351 | 11.490 | 12 |
| per 31.12.2017 | ||||
| Kredite und Forderungen | 45.498 | 302.621 | 7.465 | 0 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 176 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 45.498 | 302.621 | 7.465 | 176 |
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| Langfristige Wertpapiere | Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2018 | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 549 | 438 | 2.008 | 2.008 | 365.712 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 12 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 98 | 98 | 8 | 8 | 106 |
| Gesamt | 647 | 536 | 2.016 | 2.016 | 365.830 |
| per 31.12.2017 | |||||
| Kredite und Forderungen | 0 | 0 | 8 | 8 | 355.592 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten | 829 | 840 | 0 | 0 | 829 |
| Zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 176 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 192 | 192 | 7 | 7 | 199 |
| Gesamt | 1.021 | 1.032 | 15 | 15 | 356.796 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten.
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Kurzfristiges Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | BW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2018 | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 43.275 | 296.584 | 0 | 0 | 135.560 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 202 | 209 | 0 |
| per 31.12.2017 | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 47.467 | 221.666 | 0 | 0 | 118.846 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 278 | 295 | 0 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 29.921 (2017: TEUR 34.782) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
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| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Langfristiges Finanzierungsleasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2018 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 471.898 | 430.639 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 165 | 165 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 107 | 109 |
| per 31.12.2017 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 478.593 | 468.251 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 11 | 11 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 218 | 226 |
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| TEUR | Gesamt BW |
|---|---|
| per 31.12.2018 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 947.317 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 165 |
| Keine Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 309 |
| per 31.12.2017 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 866.572 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 11 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 496 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 2.992 (2017: TEUR 3.478).
Eigenkapitalinstrumente der Bewertungskategorie Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert
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| TEUR | Zeitwert 31.12.2018 |
|---|---|
| Langfristige Wertpapiere | 98 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 |
| Gesamt | 106 |
Diese Eigenkapitalinstrumente wurden der Bewertungskategorie Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet. ElringKlinger hält grundsätzlich seine Eigenkapitalanteile aus strategischen Gründen, um die operative Geschäftstätigkeit zu ergänzen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2018:
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| 31.12.2018 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 98 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 2.000 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 12 | 0 |
| Gesamt | 106 | 2.012 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 165 | 0 |
| Gesamt | 0 | 165 | 0 |
| 31.12.2017 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 192 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 7 | 0 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 176 | 0 |
| Gesamt | 199 | 176 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 11 | 0 |
| Gesamt | 0 | 11 | 0 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31. Dezember 2018:
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| 31.12.2018 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 549 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 549 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 109 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 456.640 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 29.921 |
| Gesamt | 0 | 456.640 | 30.030 |
| 31.12.2017 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 829 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 829 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 226 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 468.251 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 34.782 |
| Gesamt | 0 | 468.251 | 35.008 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Die Verbindlichkeiten der Fair-Value-Stufe 3 haben sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 35.008 | 34.145 |
| Zeitwertänderung | -4.978 | 863 |
| Stand zum 31.12. | 30.030 | 35.008 |
Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert*) | -153 | 165 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 1.877 | -2.818 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 3.219 | -7.134 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.
Nettogewinne bzw. -verluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten enthalten im Wesentlichen Währungseffekte.
Nettogewinne aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungseffekte.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 562 | 314 |
| Gesamtzinsaufwendungen | -13.388 | -11.230 |
Aus den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.
(32) Finanzierungsleasing
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 318 (2017: TEUR 521). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | Mindestleasingzahlungen 31.12.2018 | In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2018 | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Fälligkeit innerhalb eines Jahres | 209 | 7 | 202 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 109 | 2 | 107 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 318 | 9 | 309 |
(33) Kapitalmanagement
ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.
Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Eigenkapitalquote im Konzern von 40 % bis 50 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital, Fremdkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018 im Vergleich zum 31. Dezember 2017.
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| Mio. EUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 890,1 | 889,7 |
| als % vom Gesamtkapital | 42,8 % | 44,0 % |
| langfristige Verbindlichkeiten | 642,5 | 634,8 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 547,1 | 474,2 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0,0 | 23,7 |
| Fremdkapital | 1.189,6 | 1.132,7 |
| als % vom Gesamtkapital | 57,2 % | 56,0 % |
| Gesamtkapital | 2.079,7 | 2.022,4 |
Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2017 zum 31. Dezember 2018 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie dem Rückgang der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 %.
Mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.
Zu einem Darlehen bei einer Tochtergesellschaft bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants). Diese betreffen die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsfaktor. Bei deren Verletzung ändern sich die Darlehensbedingungen bzw. wird das Darlehen fällig.
Zum 31. Dezember 2018 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.
(34) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, das heißt Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.
Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten:
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| TEUR | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
|---|---|---|
| 31.12.2017 | 478.811 | 221.944 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | -7.812 | 71.400 |
| Wechselkursbedingte Änderungen | 3.547 | 2.226 |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | -2.541 | 1.216 |
| 31.12.2018 | 472.005 | 296.786 |
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| TEUR | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten |
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 320.813 | 257.392 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 165.639 | -22.051 |
| Unternehmenserwerbe | 1.048 | 0 |
| Umgliederung in Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | -5.338 |
| Wechselkursbedingte Änderungen | -8.888 | -9.232 |
| Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 199 | 1.173 |
| 31.12.2017 | 478.811 | 221.944 |
(35) Segmentberichterstattung
Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche "Erstausrüstung", "Ersatzteile", "Kunststofftechnik", "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks".
Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten "Erstausrüstung" und "Ersatzteile" erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich, Kunststoff-Leichtbauteile von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.
Im Segment "Kunststofftechnik" werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.
Das Berichtssegment "Dienstleistungen" betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.
Das Segment "Gewerbeparks" umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.
In der folgenden Übersicht "Segmentberichterstattung" wird in der Spalte "Konsolidierung" die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
In den Segmentergebnissen ist kein Wertminderungsaufwand enthalten.
Mit einem Kunden wurden im Segment Erstausrüstung 9,5 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 161.747).
Segmentberichterstattung
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2018 | 2017 | 2018 | 2017 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| SEGUMS | -1 | Umsatz Extern | 1.407.718 | 1.382.376 | 159.497 | 156.664 |
| INTER | -1 | Intersegmenterlöse | 20.321 | 19.933 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 1.428.039 | 1.402.309 | 159.497 | 156.664 | ||
| SEGE | -1 | EBIT2 | 50.716 | 86.320 | 24.919 | 31.755 |
| ZE | -1 | + Zinserträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| ZA | -1 | - Zinsaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EVST | -1 | Ergebnis vor Ertragsteuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| AFA | 1 | Abschreibungen1 | 88.376 | 90.101 | 2.975 | 2.300 |
| INVEST | 1 | Investitionen3 | 163.422 | 156.777 | 6.546 | 2.695 |
| VERM | 1 | Segmentvermögen | 1.824.420 | 1.791.231 | 116.016 | 96.908 |
| VERB | -1 | Segmentschulden | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| Kunststofftechnik | Gewerbeparks | |||
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| SEGUMS | 117.824 | 111.141 | 4.302 | 4.347 |
| INTER | 25 | 194 | 530 | 567 |
| 117.849 | 111.335 | 4.832 | 4.914 | |
| SEGE | 19.543 | 18.476 | 324 | -463 |
| ZE | 0 | 0 | 0 | 0 |
| ZA | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EVST | 0 | 0 | 0 | 0 |
| AFA | 6.104 | 6.181 | 1.069 | 1.034 |
| INVEST | 5.285 | 4.150 | 561 | 1.826 |
| VERM | 118.597 | 110.044 | 19.401 | 20.665 |
| VERB | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| Segment | Dienstleistungen | Sonstiges | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2018 | 2017 | 2018 | 2017 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| SEGUMS | -1 | Umsatz Extern | 9.659 | 9.513 | 0 | 0 |
| INTER | -1 | Intersegmenterlöse | 7.260 | 6.875 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 16.919 | 16.388 | 0 | 0 | ||
| SEGE | -1 | EBIT2 | 678 | 1.230 | 0 | 0 |
| AFA | 1 | Abschreibungen1 | 1.923 | 1.463 | 0 | 0 |
| INVEST | 1 | Investitionen3 | 2.753 | 760 | 0 | 0 |
| VERM | 1 | Segmentvermögen | 16.052 | 14.238 | 0 | 0 |
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| Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 2017 | 2018 | 2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| SEGUMS | 0 | 0 | 1.699.000 | 1.664.041 |
| INTER | -28.136 | -27.569 | 0 | 0 |
| -28.136 | -27.569 | 1.699.000 | 1.664.041 | |
| SEGE | 0 | 0 | 96.180 | 137.318 |
| AFA | 0 | 0 | 100.447 | 101.079 |
| INVEST | 0 | 0 | 178.567 | 166.208 |
| VERM | -14.785 | -10.706 | 2.079.701 | 2.022.380 |
1 Planmäßige Abschreibungen
2 Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Segmentberichterstattung nach Regionen
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| Region Angaben in T€ |
Umsatzerlöse1 | Langfristige Vermögenswerte | Investitionen | |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 2018 | 428.545 | 535.477 | 74.092 |
| 2017 | 426.201 | 514.447 | 61.604 | |
| Übriges Europa | 2018 | 515.574 | 271.528 | 19.013 |
| 2017 | 521.507 | 272.922 | 46.704 | |
| NAFTA | 2018 | 360.287 | 203.974 | 53.486 |
| 2017 | 323.277 | 161.558 | 32.531 | |
| Asien-Pazifik | 2018 | 314.509 | 201.829 | 26.299 |
| 2017 | 317.269 | 195.898 | 22.686 | |
| Südamerika und übrige | 2018 | 80.085 | 23.273 | 5.677 |
| 2017 | 75.787 | 21.914 | 2.683 | |
| Konzern | 2018 | 1.699.000 | 1.236.0812 | 178.567 |
| 2017 | 1.664.041 | 1.166.7392 | 166.208 |
1 Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen ist der Standort des Kunden
2 Darin enthalten sind finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.662 (VJ TEUR 1.036)
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechseln bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.
Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualforderungen und -verbindlichkeiten vor.
Operating Leasing
Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 14.968 (2017: TEUR 10.756) enthalten.
Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Von bis zu einem Jahr | 10.511 | 4.781 |
| Von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 19.336 | 9.212 |
| Von mehr als fünf Jahren | 5.212 | 867 |
| Gesamt | 35.059 | 14.860 |
Davon entfallen TEUR 27.058 (2017: TEUR 8.135) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen für Geschäftsräume, TEUR 6.436 (2017: TEUR 5.236) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 1.565 (2017: TEUR 1.490) auf sonstige Leasingverhältnisse.
Financial Leasing
Angaben zum Financial Leasing können der Anmerkung (32) entnommen werden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Energieabnahmeverpflichtungen
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Von bis zu einem Jahr | 11.954 | 10.946 |
| Von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 21.489 | 19.287 |
| Gesamt | 33.443 | 30.233 |
Einzahlungen aus Leasingverträgen
Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operating-Leasingverträgen aus der Vermietung der Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) sind wie folgt fällig:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Von bis zu einem Jahr | 1.658 | 1.753 |
| Von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 1.675 | 2.888 |
| Von mehr als fünf Jahren | 0 | 1.792 |
| Gesamt | 3.333 | 6.433 |
Anzahl der Beschäftigten
Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 9.670 | 8.628 |
| Auszubildende | 363 | 373 |
| Gesamt | 10.033 | 9.001 |
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 531.175 (2017: TEUR 486.278) und setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2018 | 31.12.2017 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 454.366 | 416.475 |
| Sozialabgaben | 66.354 | 60.969 |
| Altersversorgungsaufwand | 10.455 | 8.834 |
| Gesamt | 531.175 | 486.278 |
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 15. Februar 2019 wurde ein Konsortialkredit über TEUR 350.000 und mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Es wurden bankübliche Financial Covenants vereinbart.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der ElringKlinger AG, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Der verstorbene Prof. Walter H. Lechler war maßgeblich an der ElringKlinger AG beteiligt und hat die Lechler GmbH beherrscht. Die testamentarischen Verfügungen von Herrn Prof. Lechler über die von ihm gehaltenen Gesellschaftsanteile sind derzeit noch nicht abschließend umgesetzt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 42 (2017: TEUR 56). Offene Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10 (2017: TEUR 0).
Mietvertrag zwischen der Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 300 (2017: TEUR 298). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Forderungen offen.
Vertrag zwischen der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und der Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 533 (2017: TEUR 542). Zum 31. Dezember 2018 bestanden offene Forderungen in Höhe von TEUR 33 (2017: TEUR 0).
Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd., China (CEK) und der von Frau Liu, nahe Familienangehörige von Herrn Huang, Mitgesellschafter der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. In diesem Rahmen hat CEK 2018 Dienstleistungen im Wert von TEUR 76 (2017: TEUR 99) bezogen. Zum 31. Dezember 2018 bestehen TEUR 4 Verbindlichkeiten (2017: TEUR 17). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 89 (2017: TEUR 62) veräußert. Zum Abschlussstichtag 2018 bestehen wie im Vorjahr keine offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (2017: TEUR 17.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wurde im Berichtsjahr auf unbestimmte Zeit prolongiert und wird zu einem Zinssatz von 2,10 % p. a. verzinst, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis 15. August 2019, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,90 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2020.
Belieferungsvertrag zwischen der Lechler GmbH und der KOCHWERK Catering GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG. Die KOCHWERK Catering GmbH beliefert die Lechler GmbH mit Kantinenessen. Die Erlöse der KOCHWERK Catering GmbH betrugen im Berichtsjahr TEUR 127 (2017: TEUR 160). Zum Bilanzstichtag bestehen offene Forderungen in Höhe von TEUR 10 (2017: TEUR 1).
Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen verschiedenen Tochterunternehmen der hofer AG, Nürtingen, und den ElringKlinger-Tochterunternehmen hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, sowie hofer powertrain products UK Ltd., Warwick. Die Geschäftsbeziehungen betreffen empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.204. Die offenen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 betragen TEUR 2.372. Die empfangenen Leistungen betreffen mit TEUR 5.871 im Wesentlichen Dienstleistungen für Vertrieb, Projektmanagement und Produktentwicklung sowie mit TEUR 309 einen Mietvertrag zwischen der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, und dem Tochterunternehmen der hofer AG, hofer immobilien UG & Co. KG, Nürtingen, über die Anmietung von Büro- und Produktionsflächen am Standort Nürtingen. Den empfangenen Lieferungen und Leistungen und sonstigen Aufwendungen stehen Erträge aus erbrachten Entwicklungsdienstleistungen bzw. aus der Lieferung von Maschinen und Werkzeugen in Höhe von TEUR 2.971 gegenüber. Die offenen Forderungen zum 31. Dezember 2018 betragen TEUR 3.179.
Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
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| Klaus Eberhardt Lindau, Vorsitzender | Selbständiger Berater, Lindau Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) MTU Aero Engines AG, München b) n.a |
| Markus Siegers*Nürtingen, Stellvertretender Vorsitzender | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms |
| Nadine Boguslawski*Stuttgart | Erste Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart, Stuttgart (ab 1. Januar 2019), Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, Stuttgart (bis 31. Dezember 2018) Mandate: a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe b) n.a. |
| Armin Diez* Lenningen | Vice President Battery Technology & E-Mobility der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms Mandate: a) n.a. b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart |
| Pasquale Formisano*Vaihingen an der Enz | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen |
| Rita Forst Dörsdorf | Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim Mandate: a) NORMA Group SE, Maintal b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG, München Metalsa, S.A. de C. V., Monterrey/Mexiko Westport Fuel Systems, Vancouver/Kanada |
| Andreas Wilhelm Kraut Rottenburg | Vorstand und CEO der Bizerba SE & Co. KG, Balingen |
| Gerald Müller* Reutlingen | Gewerkschaftssekretär der IG Metall Reutlingen-Tübingen, Reutlingen |
| Paula Monteiro-Munz*Grabenstetten | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden |
| Gabriele Sons Ratingen | Ehemaliges Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG, Essen Mandate: a) n.a. b) Verwaltungsrat TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V., Köln |
| Manfred Strauß Stuttgart | Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel |
* Vertreter der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG
Bezüge des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 672 (2017: TEUR 702). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (2017: TEUR 1) erstattet. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer betrug 2018 TEUR 719 (2017: TEUR 667).
Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender | verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation, Vertrieb Erstausrüstung und den Geschäftsbereich Ersatzteile |
| Theo Becker, Metzingen | verantwortlich für den Geschäftsbereich E-Mobility, den Bereich Neue Geschäftsfelder, die Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Einkauf und Gebäudemanagement und das Werk Thale |
| Reiner Drews, Dettingen/Erms | ab 1. April 2018 verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/Leichtbau, Abschirmtechnik sowie die Zentralbereiche Produktionsmanagement, Qualität und Umwelt |
| Thomas Jessulat, Stuttgart | verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, Logistik, Geschäftsfeldentwicklung sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks |
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
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| Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender | Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen |
| Theo Becker, Metzingen | Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen |
| Thomas Jessulat, Stuttgart | Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen |
Bezüge des Vorstands
Die Bezüge des Vorstands betrugen:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Kurzfristige fixe Vergütung | 1.655 | 1.391 |
| Kurzfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | 2.576 | 2.474 |
| Langfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | -66 | -230 |
| Langfristige variable aktienbasierte Vergütung | 0 | -19 |
| Abfindungen | 0 | 0 |
| Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge | 812 | 638 |
| Gesamt | 4.977 | 4.254 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 4.231 (2017: 3.940). Der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen belief sich auf TEUR 10.425 (2017: 10.098).
Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 15.449 (2017: TEUR 16.916) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 869 (2017: TEUR 861).
Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:
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| TEUR | 2018 | 2017 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 732 | 642 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 29 | 33 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 40 |
| Gesamt | 761 | 715 |
Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten Honorare für gesetzliche und freiwillige Jahresabschlussprüfungen sowie Honorare für die gesetzliche Konzernabschlussprüfung. Darüber hinaus sind Honorare für die Prüfung eines Abschlusses zu einem bestimmten Zweck berücksichtigt.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 7. Februar 2017 abgegeben und am 4. Dezember 2018 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Dettingen/Erms, den 21. März 2019
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die ElringKlinger AG
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ElringKlinger AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:
Nach den IFRS Standards unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte keiner planmäßigen Abschreibung, der Vorstand testet die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte jährlich entsprechend IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der jeweiligen zu bewertenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Den Bewertungen liegen interne Planungsrechnungen zugrunde, die auf den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der zukünftigen Zahlungsströme der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und ist daher ermessensbehaftet. Zudem war das Berichtsjahr von einer allgemeinen Abschwächung des wirtschaftlichen Umfeldes in der Automobilbranche gekennzeichnet. Die Ausprägung dieser Abschwächung war in den geographischen Regionen, in denen die Konzerngesellschaften tätig sind, unterschiedlich stark. Auch vor diesem Hintergrund war die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen:
Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Nutzungswerte haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Ermittlung der Nutzungswerte befasst. Zur Beurteilung des Bewertungsmodells und der angewendeten Berechnungsparameter haben wir unsere Bewertungsspezialisten in die Prüfung eingebunden. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des Nutzungswerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen und daraufhin untersucht, ob diese unter Beachtung der relevanten Rechnungslegungsstandards des IAS 36 ermittelt wurden. Wir haben nachvollzogen, ob die Bewertungsmodelle stetig angewandt wurden. Ferner haben wir untersucht, ob die zugrunde liegende Mittelfristplanung allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegelt. Die in die Bewertung eingeflossenen Planwerte haben wir mit den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigte Mittelfristplanung abgeglichen. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen indem wir die Mittelfristplanung der Vorjahre mit den tatsächlichen Werten des Geschäftsjahres verglichen haben. Die im Rahmen der Berechnung der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die verwendeten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Wir haben zudem eigene Sensitivitätsanalysen für wesentliche Zahlungsmittel generierende Einheiten durchgeführt, um den Einfluss von Änderungen bestimmter Parameter auf die Bewertungsmodelle zu verstehen und ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Geschäfts- oder Firmenwert".
Realisierung von Umsatzerlösen unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Erstanwendung des neuen Standards IFRS 15
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Wesentlichen in der Herstellung von Serienteilen für die Automobilindustrie, in der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen sowie von auftragsbezogenen Entwicklungsleistungen. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich aus der Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards zur Umsatzrealisierung "International Financial Reporting Standard 15 -Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)" Auswirkungen auf die Darstellung der einzelnen Umsatzströme im Konzernabschluss. Die erstmalige Anwendung des neuen Standards IFRS 15 erforderte eine neue Beurteilung bestehender Kundenverträge im gesamten Konzern. Insbesondere waren auf Basis der von der Muttergesellschaft identifizierten Umsatzströme das Vorliegen der Voraussetzungen für eine zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung, die Behandlung von Vertragskosten sowie die damit verbundenen Änderungen im Bilanzausweis durch die Muttergesellschaft zu beurteilen. Angesichts der Vielfalt unterschiedlicher vertraglicher Kundenbeziehungen unter Berücksichtigung kundenspezifischer Allgemeiner Geschäftsbedingungen sowie der Anwendung unterschiedlicher Lieferbedingungen (Incoterms) und der damit verbundenen Komplexität unterlag dies einem höheren Risiko. Darüber hinaus führte die Erstanwendung von IFRS 15 zu einer Ausweitung der Darstellungen im Konzernanhang.
In diesem Zusammenhang ist die Umsatzrealisierung aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse und des damit verbundenen Ergebniseffektes sowie dem Umstand, dass die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die Konzernsteuerung und Konzernplanung darstellen, ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses die mit den unterschiedlichen Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen, insbesondere die vertraglichen Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs, sowie die Regelungen zum Abrechnungsverfahren nachvollzogen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns auch mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen zur Implementierung des neuen Standards hinsichtlich der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 befasst. Im Rahmen der Beurteilung der Erstanwendung von IFRS 15 haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommene Vertragsanalyse gewürdigt. Bei der Beurteilung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen konzernweiten Vertragsanalyse haben wir auf Regelungen geachtet, für die wir in Anbetracht des Geschäftsmodells des Konzerns bilanzielle Auswirkungen erwartet haben.
Wir haben die von der Muttergesellschaft durchgeführte Beurteilung zu den Auswirkungen des neuen Standards IFRS 15 auf die einzelnen Umsatzströme und die daraus folgenden Implikationen für den Konzernabschluss gewürdigt. Wir haben im Rahmen einer Stichprobe die Verträge der Konzerngesellschaften untersucht, ob Anforderungen zur zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung vorliegen. Wir haben die Voraussetzungen zur zeitraumbezogen Umsatzrealisierung zur Erbringung von Serienbelieferungen nachvollzogen, indem wir insbesondere beurteilt haben, inwieweit für Serienteile keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten bestehen und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung besteht.
Anhand der vertraglichen Grundlagen haben wir nachvollzogen, inwieweit die angefallenen Kosten die Aktivierungskriterien als Kosten der Vertragserfüllung erfüllen und nach welcher Methode diese Vertragskosten abgeschrieben werden. Für den Umsatzstrom der Entwicklungsleistungen haben wir auf Basis der vertraglichen Grundlagen sowie internen Kalkulationen den Zeitpunkt der Erlösrealisierung sowie die Höhe der realisierten Erträge und damit zusammenhängenden Vertragsvermögenswerte anhand der internen Projekt-Planungsrechnungen beurteilt. Ergänzend haben wir die Angaben zu den Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 im Konzernanhang nachvollzogen.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Erlösrealisierung, insbesondere unter Berücksichtigung der erstmaligen Anwendung des neuen Standards IFRS 15 ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben:
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Zusammenhang mit der Umsatzrealisierung unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Erstanwendung des neuen Standards IFRS 15 verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss unter "Rechnungslegung" sowie "(1) Umsatzerlöse".
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere die "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB, den Abschnitt "Vorwort des Vorstandsvorsitzenden" des Geschäftsberichts und den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; |
| ― | holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der ElringKlinger AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Göhner.
Stuttgart, 21. März 2019
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Göhner, Wirtschaftsprüfer
Vögele, Wirtschaftsprüferin
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."
Dettingen/Erms, den 21. März 2019
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.
Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.
• Ziffer 3.8 Abs. 3: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.
Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
• Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Der Vorstand hat für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.
• Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.
Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.
Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.
Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
• Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben. Ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium wurde bisher nicht erarbeitet. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.
Von der Erstellung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium wurde bisher abgesehen, sie ist aber beabsichtigt. Die nächste Aufsichtsratswahl findet turnusgemäß im Jahr 2020 statt. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt soll das Kompetenzprofil erstellt sein.
Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.
Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: Da bisher kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gem. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 erstellt wurde, können etwaige Vorschläge des Aufsichtsrats auch nicht die Ausfüllung dieses Kompetenzprofils anstreben.
• Ziffer 5.4.3 Satz 3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.
Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.
Dettingen/Erms, 4. Dezember 2018
Für den Aufsichtsrat
Klaus Eberhardt
Vorsitzender
Vorstand
Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender
Theo Becker
Thomas Jessulat
Reiner Drews
Bericht des Aufsichtsrats 2018
Das zurückliegende Geschäftsjahr war für ElringKlinger kein einfaches Jahr. Kapazitätsengpässe und negative Materialpreisentwicklungen hemmten die positive Entwicklung des Unternehmens, so dass die Ertragsziele nicht erreicht werden konnten. Gleichwohl hat die ElringKlinger AG, insbesondere im Bereich der alternativen Antriebskonzepte, wichtige Schritte unternommen, um für die Zukunft gut gerüstet und nachhaltig aufgestellt zu sein.
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands laufend überwacht und ihn insbesondere bei bedeutsamen Fragen, wie der strategischen Ausrichtung des Konzerns, beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung immer eingebunden. Solche Entscheidungen wurden mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit bei Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, holte der Vorstand diese Zustimmung ein. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse in angemessener Weise.
Im Berichtsjahr trat der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Auf den ordentlichen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf, insbesondere zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie zur Finanz- und Ertragslage des Konzerns, der ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliance-Themen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum dargestellt und diskutiert. Zur Vorbereitung auf die Sitzungen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats immer rechtzeitig und ausführlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte schriftlich informiert. Ein besonderer Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit war im Berichtszeitraum die strategische Ausrichtung des Unternehmens.
Im Berichtsjahr befasste sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen neben den bereits beschriebenen regelmäßig wiederkehrenden Tagesordnungspunkten unter anderem mit folgenden Themen:
| ― | Am 23. März 2018 behandelte der Aufsichtsrat die Jahresabschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht für die ElringKlinger AG und den Konzern zum 31. Dezember 2017, den Geschäftsbericht 2017 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie den Bericht des Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der ElringKlinger AG fest und billigte den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht. Er stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu und genehmigte die nichtfinanzielle Erklärung. Er beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung. Betreffend Vorstandsangelegenheiten wurde Herr Reiner Drews mit Wirkung zum 1. April 2018 zum Mitglied des Vorstands bestellt und mit einem bis zum 31. März 2021 befristeten Anstellungsvertrag ausgestattet. Weiter beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung des Anstellungsvertrages von Herrn Thomas Jessulat bis zum 31. Dezember 2023 sowie die Anhebung des fixen Vergütungsanteils mit Wirkung zum 1. Januar 2018. |
| ― | In der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2018, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Klaus Eberhardt und Markus Siegers zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. |
| ― | In der für den 2. Juli 2018 einberufenen außerordentlichen Sitzung erläuterte der Vorstand die Situation einzelner Tochtergesellschaften in der Schweiz und der NAFTA-Region vor dem Hintergrund der bestehenden Kapazitätsprobleme und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Darüber hinaus wurden die bereits ergriffenen Aktionsprogramme dargestellt und die geplanten Verbesserungsmaßnahmen besprochen. |
| ― | In der Aufsichtsratssitzung am 28. September 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit den Auswirkungen der Materialpreisentwicklungen für den ElringKlinger-Konzern auseinandergesetzt. Des Weiteren berichtete der Vorstand eingehend über die Entwicklungen der Tochtergesellschaften, die bereits Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 2. Juli 2018 waren. Außerdem wurde die aufgrund der geänderten Ressortzuständigkeiten angepasste Geschäftsordnung des Vorstands beschlossen. |
| ― | Auf der Tagesordnung der Sitzung, die am 6. und 7. Dezember 2018 stattfand, standen das Budget 2019 und die Mittelfristplanung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Revisions- und Compliance-Bericht. Der Aufsichtsrat beschloss, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu beauftragen, ihn bei der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu unterstützen. Der Vorstand erläuterte den Plan, ein neues ElringKlinger-Produktionskonzept einzuführen, mit dem die Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe im ElringKlinger-Konzern noch stärker vereinheitlicht und optimiert werden sollen. Schließlich nahm die Darstellung der Unternehmensstrategie vor dem Hintergrund der sich in der Automobilindustrie stellenden Herausforderungen und der im Bereich der neuen Antriebskonzepte von ElringKlinger vorangetriebenen Aktivitäten großen Raum ein. Die zukünftige strategische Ausrichtung, damit verbundene Chancen und Risiken sowie die umzusetzenden grundlegenden Maßnahmen wurden intensiv diskutiert und beraten. |
An den Sitzungen haben überwiegend alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Lediglich an den Sitzungen am 23. März 2018, am 2. Juli 2018 und am 6. Dezember 2018 konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied aus wichtigem Grund nicht bzw. ein weiteres Aufsichtsratsmitglied nur teilweise teilnehmen.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2018 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2017 mit ausführlicher Diskussion. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember 2018 standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2018 sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Compliance-Systems. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Prüfungsausschusses vom Vorsitzenden des Vorstands, wie in den vergangenen Jahren, regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionsprüfungen unterrichtet.
Der Personalausschuss trat am 15. Februar 2018 zusammen. Themen waren die Bestellung von Herrn Drews zum Mitglied des Vorstands, die Ausgestaltung seines Anstellungsvertrages sowie die Verlängerung und die Anpassung der Vergütung des Anstellungsvertrages von Herrn Thomas Jessulat.
Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.
Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ergeben.
Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2018 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Regelungen des Corporate Governance Kodex und insbesondere die anstehende Neufassung des Kodex im Jahr 2019 wurden sowohl in der Prüfungsausschusssitzung als auch der Aufsichtsratssitzung im Dezember diskutiert.
Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder informiert.
Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2018 gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Handlungsbedarf ergab sich daraus nicht.
Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2018. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März 2019 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Tochtergesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den tatkräftigen Einsatz und die gute Zusammenarbeit.
Am 17. Mai 2018 verstarb überraschend der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats Professor Walter Herwarth Lechler, nachdem er am Vortag noch die Hauptversammlung der ElringKlinger AG besucht hatte. Herr Lechler war über Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen der ElringKlinger-Gruppe zuletzt bis Mai 2017, als deren Aufsichtsratsvorsitzender, tätig. Er hat die Entwicklung des Unternehmens in besonderer Weise geprägt und gestaltet. Der Aufsichtsrat ist Herrn Professor Lechler zu großem Dank verpflichtet und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Dettingen, 22. März 2019
Für den Aufsichtsrat
Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats