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ElringKlinger AG Annual Report 2018

May 17, 2019

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Annual Report

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ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018

Zusammengefasster Lagebericht (GB 2018)

der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Die Automobilindustrie befindet sich inmitten eines tiefgreifenden technologischen Umbruchs. ElringKlinger ist als Entwicklungspartner und Zulieferer bereit für diesen Wandel. Das Produktportfolio umfasst Systeme und Komponenten für alle zukünftig relevanten Antriebsarten - ob Verbrennungsmotor oder Elektromobilität.

Kurzportrait

Der ElringKlinger-Konzern ist ein weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Serienlieferant innerhalb der Automobilindustrie mit einer langjährigen Firmentradition. Ob Komponenten für den optimierten Verbrennungsmotor, für die Elektromobilität oder beispielsweise Leichtbaukonzepte aus neuartigen Faserverbundwerkstoffen im Karosseriebereich - ElringKlinger bietet heute für Fahrzeuge mit allen Antriebsarten ein breites Spektrum innovativer Produkte in hoher Qualität an. Einen klaren Fokus setzt das Unternehmen auf Lösungen für die umweltschonende Mobilität.

Darüber hinaus bedient ElringKlinger mit seiner Marke "Elring - Das Original" bzw. einem umfangreichen Ersatzteilprogramm auch den Ersatzteilmarkt in über 140 Ländern. Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE ergänzen das Portfolio für Branchen außerhalb der Automobilindustrie.

Der Hauptsitz von ElringKlinger liegt in Dettingen/Erms bei Stuttgart, Deutschland. Rund um den Globus arbeiten rund 10.400 Mitarbeiter in 21 Ländern bzw. an 45 Standorten für die Unternehmensgruppe.

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Mit seinem Geschäftsmodell gestaltet ElringKlinger den technologischen Wandel der Branche aktiv mit. Insbesondere der Trend zu effizienten Antrieben bei hohem Fahrkomfort und geringsten, idealerweise keinen gesundheits- oder klimaschädlichen Abgasemissionen spielt für die Ausrichtung des Produktportfolios eine große Rolle. Neuentwicklungen sind auf zukunftsträchtige Antriebssysteme ausgerichtet oder unabhängig vom Antriebssystem und kommen tendenziell in immer mehr Bereichen im Fahrzeug zum Einsatz. Die modernen Leichtbaukonzepte von ElringKlinger, seine Produkte für mittels Right- oder Downsizings optimierte Verbrennungsmotoren und Batterie- und Brennstoffzellensysteme für Hybrid- und rein elektrische Antriebe tragen zur Reduzierung von Emissionen, wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln, bei.

Damit unterstützt ElringKlinger die Automobilhersteller, die mit Hochdruck an Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten arbeiten und ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektromodellen verfolgen. Einen beschleunigenden Effekt haben die immer strengeren, gesetzlichen Emissionsgrenzwerte (vgl. Abschnitt "Chancen"). Prognosen zufolge wird die Anzahl an klassischen Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen bis 2021/22 noch leicht ansteigen, danach werden Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge die deutlich höheren Wachstumsraten ausweisen.

Zu den Kernkompetenzen von ElringKlinger zählen das umfassende Material- und Prozess-Know-how in der Metall- und Kunststoffverarbeitung, ergänzt durch die Expertise im Bau von Hochleistungswerkzeugen für die wirtschaftliche Serienproduktion. Dazu gehören die präzise Metallbearbeitung durch Stanzen, Prägen und Beschichten sowie die langjährige Erfahrung im Kunststoffspritzguss. Die klassischen Produktfelder sind Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmsysteme. Hier hat sich ElringKlinger über Jahrzehnte eine starke technologische Innovationskraft und auch führende Marktpositionen erarbeitet.

Die Transformation hin zur emissionsfreien Mobilität bildet ElringKlinger über seine drei Säulen der Elektromobilität ab: die Batterietechnologie, die Brennstoffzellentechnologie und komplette elektrische Antriebseinheiten sowie deren Komponenten.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten ist eng verknüpft mit der Entwicklung des Automobilsektors bzw. der Fahrzeugproduktion, die wiederum im Zusammenhang mit dem konjunkturellen Umfeld steht. Zu den Einflussfaktoren zählen beispielsweise die Beschäftigungssituation in den jeweiligen Regionen, das Konsumentenverhalten, Kraftstoffpreise und Finanzierungsbedingungen. Durch die weltweite Marktpräsenz kann ElringKlinger zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern zumeist durch bessere Entwicklungen in anderen Absatzmärkten ausgleichen.

Der größte rechtliche Einflussfaktor sind Vorschriften im Zusammenhang mit dem Klimaschutz. Durch die immer strengeren Emissionsrichtlinien steigt der Bedarf an Produkten, die helfen, Schadstoffe zu reduzieren. Eine weitere Rolle spielt die globale Verflechtung mit internationalen Handelsbedingungen und Zollbeschränkungen.

Konzernstruktur und -organisation

Die ElringKlinger AG mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns und gleichzeitig das größte operative Konzernunternehmen. Sie erfüllt übergreifende Managementaufgaben im Konzern, insbesondere die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten. Auch die zentralen Funktionen Einkauf, IT, Kommunikation, Finanzen, Recht und Personalwesen sind bei ihr angesiedelt.

Zum 31. Dezember 2018 gehörten neben dem Mutterunternehmen 39 vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in 21 Ländern zum ElringKlinger-Konzern (vgl. Anhang, Abschnitt "Konsolidierungskreis"). Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Konzernzusammensetzung wie folgt geändert: Aufgrund ihrer Veräußerung wurden der Teilkonzern Hug mit Sitz in Elsau, Schweiz, zum 1. März 2018 und die Tochtergesellschaft new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, zum 30. September 2018, entkonsolidiert. In Fort Wayne, USA, wurde die Produktionsgesellschaft ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. und in Wels, Österreich, die Gesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH gegründet.

Seit 2018 besteht der Vorstand der ElringKlinger AG aus vier (zuvor drei) Mitgliedern. Damit gibt es vier Vorstandsressorts, die nach funktionalen Kriterien ausgerichtet sind. Neben den Ressorts des Vorstandsvorsitzenden, des Finanzvorstands und des Produktionsvorstands wurde das Vorstandsressort für Elektromobilität neu geschaffen.

Absatzmärkte und Unternehmensstandorte

ElringKlinger ist durch Standorte in allen bedeutenden Produktions- und Absatzmärkten der Fahrzeugindustrie vertreten. Das Unternehmen operiert weltweit durch 39 Fertigungsstätten, fünf Vertriebs- und Dienstleistungsstandorte sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzteilvertrieb tätig ist.

Gemessen am Umsatz ist Europa der größte direkte Absatzmarkt (55,6 %). Die Regionen NAFTA (21,2 %) und Asien-Pazifik (18,5 %) nehmen eine Stellung von zunehmender Bedeutung ein.

ElringKlinger ist innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils als Tier-1-Zulieferer positioniert. Das bedeutet, dass ElringKlinger zu nahezu allen namhaften Fahrzeug- und Motorenherstellern eine direkte Kundenverbindung unterhält. Mit den Segmenten Kunststofftechnik und Gewerbeparks bedient der Konzern vorwiegend Branchen außerhalb des Automobilsektors.

Segmente und Geschäftsbereiche

Das operative Geschäft gliedert der ElringKlinger-Konzern in fünf Segmente. Sie stellen gleichzeitig die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS dar:

Erstausrüstung
Ersatzteile
Kunststofftechnik
Dienstleistungen
Gewerbeparks

Konzernumsatz nach Segmenten 2018

(Vorjahr)

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in Mio. €
Erstausrüstung Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer 83 % 1.408 (1.382)
Ersatzteile Freier Ersatzteilhandel 9 % 159 (157)
Kunststofftechnik Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik 7 % 118 (111)
Dienstleistungen Fahrzeughersteller und -zulieferer 1 % 10 (10)
Gewerbeparks Ohne Branchenbezug <1 % 4 (4)

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Baugruppen für die Automobilindustrie. Dazu gehören Leichtbaukomponenten, thermische und akustische Abschirmsysteme, Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie komplette elektrische Antriebseinheiten. Diese Produkte für den Pkw- und Nkw-Sektor kommen im Fahrzeug im Motor, Antriebsstrang, Abgassystem, Unterboden, Fahrwerk und in der Karosserie zum Einsatz.

Im Segment Ersatzteile bietet ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an qualitativ hochwertigen Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen zur fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Abgassystemen und Nebenaggregaten in Pkw und Nkw an. Als Absatzmarkt nutzt ElringKlinger ein weltweites Netz an Großhändlern sowie große Einkaufskooperationen. Zu den umsatzstärksten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika. Im Geschäftsjahr 2018 wurde auch in den USA die Marktpräsenz durch die Eröffnung eines Lagers und verstärkte Vertriebsaktivitäten ausgebaut.

Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von kundenspezifischen Produkten aus unterschiedlichen Hochleistungskunststoffen. Die Umsätze verteilen sich im Wesentlichen auf die Maschinenbaubranche, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie sowie auf die Fahrzeugbranche. ElringKlinger treibt in diesem Segment die Internationalisierung des bislang auf Europa fokussierten Geschäfts voran und intensiviert derzeit den Ausbau der Vertriebs- und Produktionsaktivitäten in den USA und China.

Im Segment Dienstleistungen bietet ElringKlinger Entwicklungs- und Motortestdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Kunden sind sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Zu diesem Segment gehören zudem die Logistikdienstleistungen für den Ersatzteilvertrieb und der Cateringservice einer Konzerntochter.

Im Segment Gewerbeparks sind die Geschäftsaktivitäten - das heißt Vermietung und Verwaltung - der Industrieparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn, erfasst.

Geschäftsbereiche

Das Segment Erstausrüstung ist in die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Spezialdichtungen, Zylinderkopfdichtungen, E-Mobility, Drivetrain und Abgasnachbehandlung unterteilt. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks sind mit Geschäftsbereichen gleichzusetzen.

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 2018

(Vorjahr) in %

Leichtbau/Elastomertechnik: 27 % (23 %)

Abschirmtechnik: 24 % (26 %)

Spezialdichtungen: 19 % (18 %)

Zylinderkopfdichtungen: 11 % (12 %)

Ersatzteile: 9 % (9 %)

Kunststofftechnik: 7 % (7 %)

E-Mobility1: 1 % (1 %)

Abgasnachbehandlung: 1 % (3 %)

Dienstleistungen: 1 % (1 %)

Gewerbeparks/Sonstige2: <1 % (<1 %)

1 Inkl. Bereich Drivetrain

2 Aktivitäten Werkzeugbau

Der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik beinhaltet ein umfangreiches Portfolio, darunter leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen für Anwendungen im Antriebsstrang und in der Karosserie. Die Anzahl der Applikationen nimmt zu. Dies liegt einerseits am Trend in der Automobilindustrie, und dabei ausdrücklich auch im Nutzfahrzeugsektor, Metall- durch Leichtbaukomponenten zu substituieren und damit deutliche Gewichtseinsparungen zu erzielen. Andererseits bietet die Weiterentwicklung der Kunststofftechnologie und der Hybridtechnologie, das heißt die Materialverbindung Kunststoff und Metall, immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Hierdurch liegt in diesem Geschäftsbereich ein erhebliches Wachstumspotenzial. Im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld stärker fragmentiert.

Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik entwickelt und produziert thermische, akustische und aerodynamische Abschirmsysteme. Sie regulieren das vielschichtige Temperatur- und Akustikmanagement in modernen Kraftfahrzeugen und unterstützen im Fahrzeugunterboden ein aerodynamisches Fahrverhalten. Durch Akustikfunktionen und die Abschirmung von elektromagnetischen Bereichen ist der Produktbereich auch für die Elektromobilität relevant. Das Produktdesign und die dazugehörige Materialkomposition sind abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsbereichs, sodass ElringKlinger kundenindividuelle Lösungen anbietet. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt in diesem Geschäftsbereich gemessen am Umsatz zu den drei international führenden Anbietern.

Das Produktportfolio des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen umfasst ein sehr breites Angebot an Dichtungen für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang sowie Getriebesteuerplatten und komplexe Blechumformteile. Durch den Wandel hin zur Elektromobilität erweitert sich auch in diesem Geschäftsbereich das Produktspektrum um Teile für Batterie und Elektromotor. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt vergleichsweise hoch ist.

Metallische Zylinderkopfdichtungen gehören zum traditionellen Geschäft von ElringKlinger. Die jahrzehntelange Erfahrung in den dazu notwendigen Stanz-, Präge- und Umformprozessen von Metallen und das umfassende Know-how in der Beschichtungstechnologie sichern dem Unternehmen seit vielen Jahren die Marktführerschaft in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld. Zu den globalen Wettbewerbern zählen vor allem zwei US-amerikanische Großkonzerne.

Der Geschäftsbereich E-Mobility bietet sowohl Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten als auch vollständige Batterie- und Brennstoffzellensysteme an. Die Brennstoffzellentechnologie von ElringKlinger beinhaltet heute auf Basis langjähriger Entwicklungserfahrung marktreife Brennstoffzellenstacks für mobile Anwendungen. Seit dem Beteiligungserwerb am Engineering-Dienstleister hofer im Geschäftsjahr 2017 gehören zudem komplette elektrische Antriebseinheiten zum Portfolio (Geschäftsbereich Drivetrain).

Die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung haben sich mit dem Verkauf des Teilkonzerns Hug zum 1. März 2018 stark reduziert (vgl. "Wesentliche Ereignisse").

Steuerungsgrößen

Für die Steuerung des Konzerns werden in erster Linie Finanzkennzahlen herangezogen. Darüber hinaus liefern die unternehmensspezifischen Frühindikatoren und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren weitere wichtige Informationen für die Unternehmensleitung.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns beruhen auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie der Kapitalverzinsung im Konzern. Dabei handelt es sich um die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sowie Return on Capital Employed (ROCE).

Umsatz und EBIT werden jeweils für den Konzern, die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.

Der ROCE zeigt auf, wie hoch die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital ist. Für die Berechnung wird das EBIT ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. ElringKlinger legt dabei das über die betreffende Periode durchschnittlich eingesetzte Kapital zugrunde. Berücksichtigt werden die Bilanzpositionen Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen für Pensionen sowie langfristige, zinstragende Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, den ROCE nach dem Transformationsjahr 2019 ab 2020 auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen zu steigern. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein ROCE von 5,5 % (8,2 %), der wie folgt ermittelt wurde:

Ermittlung Konzernkennzahl ROCE

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in Mio. € 2018
EBIT 96,2
31.12.2018 31.12.2017
Eigenkapital 890,1 889,7
Finanzverbindlichkeiten 768,8 700,7
Rückstellungen für Pensionen 124,4 126,0
Zinstragende langfristige Rückstellungen 13,0 10,2
1.796,3 1.726,6
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 1.761,5
ROCE = EBIT : Durchschnittlich eingesetztes Kapital 5,5 %

Weitere weniger bedeutsame steuerungsrelevante Kennzahlen sind der operative Free Cashflow, die Konzern-Eigenkapitalquote sowie die Kennzahl Nettoverschuldung/EBITDA.

Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und Investitionen in finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen.

Die folgende Tabelle beinhaltet die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.

Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Prognose 20181 Ist 2018 2017 2016 2015 2014
Umsatz (in Mio. €) 2 - 4 Prozentpunkte über globalem Marktwachstum2 1.699,03 1.664,0 1.557,4 1.507,3 1.325,8
EBIT vor PPA4(in Mio. €) Marge von rund 7 % 100,2 Marge: 5,9 % 141,8 140,4 140,4 162,35
ROCE Leichte Verschlechterung ggü. Vorjahr 5,5 % 8,2 % 8,7 % 9,5 % 12,4 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) Leicht unter Vorjahr -86,2 -66,6 -3,8 -65,2 -12,4
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % 42,8 % 44,0 % 47,2 % 48,5 % 49,7 %
Nettoverschuldung/EBITDA 3,7 2,7 2,3 2,2 1,5

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2013 2012
Umsatz (in Mio. €) 1.150,1 1.127,2
EBIT vor PPA4(in Mio. €) 149,85 140,9
ROCE 14,4 % 13,3 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) -4,2 8,2
Eigenkapitalquote 50,4 % 50,6 %
Nettoverschuldung/EBITDA 1,2 1,2

1 Gemäß Mitteilung vom 25. Juni 2018; ursprüngliche Prognosen für 2018: EBIT-Marge vor PPA: rund 9 %; ROCE: leichte Verbesserung ggü. Vorjahr; operativer Free Cashflow: leichte Verbesserung ggü. Vorjahr; übrige Zielgrößen unverändert

2 Bereinigt um Währungs- und M&A-Effekte (organisch)

3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.787,8 Mio. Euro (+7,4 % / Marktrückgang 0,4 %)

4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,0 (4,5) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2012 bis 2016

5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Auch nichtfinanzielle Steuerungsgrößen liefern der Unternehmensleitung Erkenntnisse über die Konzernsituation und können für Entscheidungen herangezogen werden. Im Vergleich zu den oben genannten bedeutsamsten finanziellen Steuerungsgrößen nehmen sie eine untergeordnete Stellung ein. Dazu gehören Personal-, Qualitäts- und Umweltkennzahlen, insbesondere CO2-Emissionen und Energieverbräuche.

Weiterführende Informationen hierzu enthält der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht des ElringKlinger-Konzerns, der spätestens zum 30. April für das vorangegangene Geschäftsjahr auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Der nichtfinanzielle Bericht des Geschäftsjahres 2018 wird unter www.elringklinger.de/2018-nfb-de zugänglich gemacht. Zudem wird das Unternehmen in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2018, der 2019 unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit erscheinen wird, Kennzahlen und Aktivitäten ausführlich beschreiben, unter anderem in den Bereichen Mitarbeiter, Soziales, Umwelt und Qualität.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Zur Einschätzung der Auslastung und voraussichtlichen Umsatzentwicklung der kommenden Monate sind der kontinuierlich ermittelte Auftragseingang und -bestand verlässliche Indikatoren. Sie stellen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße im Unternehmen dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Auch potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen werden beobachtet. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Position im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzulieferunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

Weltweit haben strenge Emissionsrichtlinien ein Umdenken in der Automobilindustrie eingeleitet und den Weg für die Megatrends rund um Effizienz, Sicherheit und Komfort im Straßenverkehr geebnet. ElringKlinger konzentriert sich seit vielen Jahren auf innovative Lösungen rund um Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung und gestaltet damit die Mobilitätskonzepte der Zukunft aktiv mit. Im Geschäftsjahr 2018 standen erneut die Bereiche Leichtbau und alternative Antriebe im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Parallel arbeitet ElringKlinger weiter an der Optimierung des traditionellen Verbrennungsmotors, um seine Marktführerschaft zu behaupten.

Forschungs- und Entwicklungsquote bei 5 %

Als Teil der Unternehmensphilosophie ist es Anspruch von ElringKlinger, nah am Kunden zu sein, Trends frühzeitig aufzugreifen und neue Lösungen aktiv mitzugestalten. Dafür investiert der Konzern mit jährlich rund 5 % des Umsatzes einen hohen Betrag in Forschung und Entwicklung (F&E). Diese zielgerichteten Aufwendungen schaffen die Grundlage für die starke Wettbewerbsposition von ElringKlinger.

Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die F&E-Aufwendungen (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) auf 87,2 (75,9) Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 5,1 % (4,6 %). Sie lag damit innerhalb der kurz- und mittelfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich, neben den klassischen Bereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen sowie Abschirmtechnik, vor allem auf die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, E-Mobility sowie die Neuen Geschäftsfelder.

In der ElringKlinger-Gruppe ist eine starke Innovationskultur verankert. Der Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 590 (597) Mitarbeiter im Bereich F&E. Der leichte Rückgang begründet sich im Verkauf des Hug-Teilkonzerns sowie der new enerday GmbH. Ohne diese Veräußerungen wäre die Anzahl der F&E-Mitarbeiter gestiegen. Die F&E-Organisation ist weitgehend zentralisiert, um den Abfluss von Know-how zu verhindern. Die wesentlichen Entwicklungsaktivitäten sind an den deutschen Standorten der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik sowie am US-Standort in Southfield, Michigan, gebündelt. An den anderen Standorten werden eher kleinere Anpassungsentwicklungen durchgeführt.

Neue Entwicklungen sichert ElringKlinger sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Die zentrale Patentabteilung, die sich um den Schutz des technologischen Wissens sowie geistiger Eigentumsrechte kümmert, meldete 2018 insgesamt 80 (69) neue Schutzrechte an. Der deutliche Anstieg um rund 16 % auf bereits hohem Niveau unterstreicht das technologische Know-how und den Erfindergeist bei ElringKlinger.

F&E Kennzahlen

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2018 2017 2016 2015 2014
F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) (in Mio. €) 87,2 75,9 74,8 71,2 66,5
F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) 5,1 % 4,6 % 4,8 % 4,7 % 5,0 %
Aktivierungsquote1 12,7 % 5,9 % 9,9 % 13,8 % 13,8 %

1 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten

Klassisches Know-how trifft Zukunftsfelder

Um den Wandel der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität erfolgreich zu gestalten, verfolgt der Konzern das Ziel, sowohl in der klassischen als auch in der elektrischen Welt weiterhin ein gefragter Partner der Fahrzeughersteller zu sein. Mit seinen vielfältigen Kompetenzen wirkt ElringKlinger deshalb einerseits an der Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors mit und trägt dazu bei, Effizienzsteigerungen zu realisieren. Andererseits bietet der Zulieferer Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Wie gut dieser Spagat dem Unternehmen gelingt, zeigt sich nicht zuletzt an der erfolgreichen Entwicklung und Markteinführung von Komponenten und Systemen für neue Fahrzeugtechnologien. Aufgrund der langjährig intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ergänzen heute Produkte der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie neuartige Strukturleichtbauteile wie Cockpitquerträger das traditionelle Portfolio rund um Dichtungen und Abschirmteile. Der Umsatzanteil dieser strategischen Zukunftsfelder lag 2018 bei rund 7 % und spiegelt damit im Wesentlichen das Verhältnis von neuen Antriebsarten zu klassischen Antrieben innerhalb des weltweiten Fahrzeugmarkts wider.

Zylinderkopfdichtungen: Effizienzsteigerung auf höchstem Niveau

Bei Zylinderkopfdichtungen nimmt ElringKlinger eine weltweit führende Marktposition ein. Wenngleich hier die Wurzeln des Unternehmens liegen, so repräsentiert dieser Geschäftsbereich heute aufgrund der kontinuierlichen Verbreiterung des Produktportfolios lediglich rund 11 % des Umsatzes. Expertenschätzungen von PwC Autofacts zufolge wird die Anzahl der jährlich produzierten Verbrennungsmotoren ab den Jahren 2021/22 zurückgehen, allerdings nicht abrupt, sondern schrittweise und mit starken regionalen Unterschieden. Für ElringKlinger bedeutet dies, dass der Konzern auch künftig neue Aufträge für Zylinderkopfdichtungen erhalten wird und auch weiterhin an die Situation angepasste Mittel für Forschung und Entwicklung in diesem Bereich bereitstellt. Wesentliches Augenmerk liegt dabei auf der weiteren Standardisierung der Dichtungsdesigns und der Reduzierung der Komplexität. Darüber hinaus sollen weitere Effizienzen in der Erprobung sowie in der Produktion durch einheitliche Standards gehoben werden.

Spezialdichtungen: E-Mobility eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten

Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen lassen sich durch Standardisierung ebenfalls weitere Effizienzgewinne realisieren. Für viele Anwendungen in und um den klassischen Verbrennungsmotor, in denen das Unternehmen eine führende Marktposition einnimmt, wie beispielsweise für sogenannte V-Ringe für Turbolader oder Getriebesteuerplatten, arbeitet ElringKlinger daher kontinuierlich an weiteren technischen Optimierungen. Zu den wesentlichen Entwicklungen 2018 zählte unter anderem ein verbessertes Rückschlagventil für die Abgasrückführung im Pkw.

Gleichzeitig ergibt sich mit der Transformation hin zur Elektromobilität eine Vielzahl an neuen Einsatzmöglichkeiten für die Produkte des Geschäftsbereichs. Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten lagen 2018 daher auf Dichtungsapplikationen für E-Maschinen und Batterien sowie auf Stanzpaketen für Rotor und Stator in E-Motoren. Auch der Trend, Gussteile durch Blech-Umformteile zu ersetzen, die aufgrund einer verbesserten Produktionstechnik mit höherer Präzision hergestellt werden können, kommt ElringKlinger zugute. Komplexe Umformteile für einen vollelektrischen Premiumsportwagen gingen bereits 2018 erfolgreich in Serie. Darüber hinaus arbeitet ElringKlinger für einen Anbieter neuer Mobilitätskonzepte an einem neuartigen Mittelstegkonzept, bei dem ein Umformteil im Getriebe eingesetzt wird, das im Vergleich zu herkömmlichen Varianten sowohl Kosten als auch Gewicht deutlich einsparen kann. Für E-Maschinen wurden darüber hinaus Abschlussdeckel mit integrierter Dichtung entwickelt.

Abschirmtechnik: Schutz vor Hitze, Lärm und elektromagnetischer Strahlung

Mit dem Wandel in der Automobilbranche ändern sich auch die Anforderungen an die Abschirmtechnik. ElringKlinger begegnet dieser Transformation zum einen mit der Ergänzung bestehender thermischer Abschirmsysteme um zusätzliche akustische Funktionen. Durch den passenden Lärmschutz kann der Komfort für die Fahrzeugpassagiere vor allem in Elektrofahrzeugen deutlich gesteigert werden. Zum anderen arbeitet der Zulieferer an neuen Funktionen, wie zum Beispiel an Abschirmlösungen rund um das Thema elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), die im Zuge der Hybridisierung und Elektrifizierung immer wichtiger wird.

Nachdem ElringKlinger bereits auf der IAA 2017 den Prototypen eines ElroTherm(tm) Active-Abschirmsystems vorgestellt hatte, lag 2018 ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung dieser Technologie. Es handelt sich hierbei um ein in das Abschirmsystem integriertes Heizsystem, das unter anderem in der Abgasnachbehandlung zum Einsatz kommen kann. Es sorgt dafür, dass die gewünschte Betriebstemperatur schneller erreicht wird. Dadurch können letztlich Emissionen signifikant reduziert werden. Für die Konditionierung von Batteriesystemen kann die Technologie ebenfalls eingesetzt werden. ElringKlinger sieht bereits starkes Kundeninteresse an der Entwicklung. Erste Prototypen werden 2019 ausgeliefert.

Leichtbau: Weniger ist mehr

Dem Fahrzeuggewicht fällt eine zentrale Rolle zu, wenn es um Emissionsreduzierung bzw. -vermeidung geht. Je leichter ein Auto ist, desto weniger Kraftstoff verbraucht es bzw. desto höher ist seine Reichweite. Hersteller achten deshalb bei der Entwicklung neuer Komponenten auf jedes Gramm. Nicht nur deswegen stellt für ElringKlinger der Strukturleichtbau ein wichtiges strategisches Zukunftsfeld dar.

ElringKlinger setzt schon seit mehr als 15 Jahren auf den Leichtbautrend und verfügt über ein großes, stetig ausgebautes Portfolio an Kunststoffkomponenten wie Ventilhauben oder Ölwannen, die herkömmliche Metallvarianten ersetzen. 2015 erfolgte mit der Industrialisierung von innovativen Polymer-Metall-Hybridbauteilen der erfolgreiche Einstieg in den Strukturleichtbau. Diese Technologie kommt derzeit für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz und stößt bei zahlreichen Kunden auf großes Interesse. Auch außerhalb der Automobilbranche eröffnen sich vielversprechende Einsatzmöglichkeiten. Weitere Entwicklungsaktivitäten beschäftigten sich 2018 beispielsweise mit der Integration von Solarmodulen in die Außenhaut von Fahrzeugen.

Alternative Antriebstechnologien: Batterie und Brennstoffzelle im Fokus

ElringKlinger hat sich frühzeitig positioniert, um für den Wandel hin zu emissionslosen Fahrzeugen gewappnet zu sein. Neben der Transformation der klassischen Geschäftsbereiche steht die Entwicklung gänzlich neuer Produkte, basierend auf bestehendem Prozess- und Entwicklungs-Know-how, im Zentrum der F&E-Aktivitäten. Technologieoffen arbeitet das Unternehmen sowohl an Batterie- als auch an Brennstoffzellenkomponenten und -systemen.

Bereits seit 2012 produziert das Unternehmen Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien, die in Elektro- oder Hybridfahrzeugen eingesetzt werden, in Serie. Dazu zählen unter anderem Zellkontaktiersysteme oder Modulverbinder. Mittlerweile konnte sich ElringKlinger vom Teile- zum Systemlieferant weiterentwickeln und bietet nun auch vollständige Batteriesysteme an. Erste Aufträge wurden 2018 gewonnen. Der Fokus im Batteriebereich lag 2018 daher auf der Validierung und Industrialisierung dieser Projekte. Der Start der Serienproduktion ist für Ende 2019 geplant.

Darüber hinaus arbeitete ElringKlinger an der Weiterentwicklung von Zellgehäusekomponenten für prismatische Batteriezellen. Hier bieten sich dem Konzern Möglichkeiten, den bisherigen Kundenstamm mit neuen Anbietern und Herstellern auszubauen.

Neben der Batterie als alternativem Antriebskonzept schlummert in der Brennstoffzellentechnologie ebenfalls großes Potenzial. Vor allem für Nutzfahrzeuge, Busse und Langstreckenanwendungen oder in der Kombination von Batterie und Brennstoffzelle - so genannten Brennstoffzellen-Range-Extendern - sieht ElringKlinger Vorteile.

Der ElringKlinger-Konzern arbeitet schon seit Ende der 1990er Jahre an der wasserstoffbasierten Brennstoffzellentechnologie. Seit dem vergangenen Geschäftsjahr konzentrieren sich die Entwicklungstätigkeiten verstärkt auf die für mobile Anwendungen relevanten Niedrigtemperatur-Brennstoffzellensysteme PEM (Proton Exchange Membrane). In diesem Bereich bietet ElringKlinger metallische Bipolarplatten, Kunststoff-Medienmodule und komplette Brennstoffzellenstacks an, die bereits bis zur Marktreife entwickelt sind. 2018 gelang es den ElringKlinger-Entwicklern, den Wertschöpfungsanteil am Brennstoffzellensystem weiter zu erhöhen und eine zusätzliche wichtige Schlüsselkomponente zu fertigen. Da China ein wichtiger Schlüsselmarkt für Brennstoffzellenanwendungen ist und ein Großteil der laufenden Entwicklungsprojekte von chinesischen Kunden beauftragt sind, hat ElringKlinger im vergangenen Geschäftsjahr ein Applikations- und Engineering-Zentrum in Suzhou, China, eingerichtet. Ab 2019 sollen hier erste Prüfstände für Brennstoffzellenanwendungen in Betrieb gehen.

Durch die seit 2017 bestehende Beteiligung an dem Engineering-Spezialisten hofer hat ElringKlinger sein Leistungsspektrum im Bereich E-Mobility entscheidend erweitert. Das Nürtinger Unternehmen verfügt über breites Know-how im Bereich elektrische Antriebe und zählt E-Maschinen, Leistungselektronik, Getriebe, Thermomanagement/Kühlung sowie Sicherheitskonzepte zu seinem Produktportfolio. ElringKlinger bringt seine Kompetenzen im Bereich Produktionsverfahren, Industrialisierung und Prozessentwicklung aus langjähriger Erfahrung als Tier 1 ein, um den Kunden nun maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Entwicklungen für bestehende Aufträge vorangebracht, der Start der Serienproduktion vorbereitet und weitere interessante Projekte in der Akquisephase sowohl mit namhaften Fahrzeugherstellern als auch mit Start-up-Unternehmen begonnen.

In Summe ist ElringKlinger mit seinen vielfältigen Aktivitäten im Bereich E-Mobility gut für die Mobilität der Zukunft gerüstet und kann vorhandenes Know-how in neue Anwendungen überführen - egal, ob für batterieelektrische oder wasserstoffbetriebene Antriebskonzepte.

Kunststofftechnik: vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen), die sich unter anderem durch hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit auszeichnen. Aufgrund dieser Materialeigenschaften kommen die PTFE-Anwendungen nicht nur in der Automobilindustrie, sondern auch in anderen Branchen wie der Medizintechnik oder dem Maschinenbau zum Einsatz.

Die F&E-Aktivitäten des Segments konzentrieren sich daher auf die wesentlichen Trends der einzelnen Branchen. So profitiert der Bereich Kunststofftechnik nicht nur von der Transformation hin zur Elektromobilität in der Fahrzeugbranche, sondern auch von der Miniaturisierung in der Medizin oder der Robotik & Sensorik im Maschinenbau. Ein Schwerpunkt der Entwickler lag 2018 auf der Optimierung der Haftungseigenschaften der Fluorpolymere. Auf dieser Basis konnten flexible Schläuche aus Fluorpolymermaterialien entwickelt werden. Ebenfalls vorangebracht wurden dynamische Abdichtungen für Hochdruckapplikationen sowie Applikationen für kryogene Anwendungen.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2018 angesichts zunehmender Herausforderungen etwas verlangsamt. Die um sich greifenden Handelsschranken bewirkten große Spannungen im Welthandel, und insgesamt differenzierte sich die internationale Konjunktur weiter. Nach Angabe des Internationalen Währungsfonds (IWF) expandierte die globale Wirtschaftsleistung 2018 um 3,7 %. Auch für die Automobilkonjunktur war 2018 ein sehr bewegtes Jahr. Auf Gesamtjahressicht schwächten sich die Fahrzeugmärkte in den USA und Europa auf hohem Niveau leicht ab. Der chinesische Fahrzeugmarkt war - auch in Folge der Zollstreitigkeiten - ab der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Insgesamt erreichte die weltweite Fahrzeugproduktion mit einem Volumen von 94 Mio. Light Vehicles fast wieder das Vorjahresniveau.

Weltkonjunktur verliert 2018 an Schwung

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren der globalen Wirtschaft im Jahr 2018 zählten handelspolitische Konflikte, in deren Folge es ab Jahresmitte zu Sonderzöllen insbesondere im Handel zwischen China und den USA kam. Maßnahmen und Gegenmaßnahmen bewirkten Zollerhöhungen in den USA auf Importe aus China und in China auf Autos aus amerikanischer Produktion. Zudem straffte die US-Notenbank ihre Geldpolitik durch moderate Zinserhöhungen. Dies führte zu einem Umschwung bei den internationalen Kapitalströmen, der wiederum die Konjunktur in den Schwellenländern bremste. Die Unterschiede in der konjunkturellen Entwicklung zwischen den Ländern sind 2018 größer geworden.

Unter den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wies die US-Wirtschaft eine überdurchschnittliche Wachstumsrate auf. Sie befand sich in einem mittlerweile knapp zehn Jahre andauernden Aufschwung und profitierte 2018 von Impulsen aus einer Steuerreform, hohem privatem Konsum und höheren Staatsausgaben. Die Konjunktur im Euroraum hingegen schwächte sich nach einer Verlangsamung im ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte weiter ab. Belastend wirkten die nachlassende globale Nachfrage, insbesondere aus China, sowie auch der Rückgang der Automobilproduktion. Dieser war hauptsächlich auf die Einführung des neuen Standards für die Abgasmessung WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) zurückzuführen. Stützend wirkte hingegen die hohe Binnennachfrage, die durch die weiter sehr expansive Finanzpolitik der europäischen Zentralbank (EZB) begünstigt war.

Die Wirtschaft in den Schwellenländern kam im Jahresverlauf auch aufgrund von Wechselkursturbulenzen zunehmend unter Druck, zeigte sich aber insgesamt robust. Während die Expansion im asiatischen Raum und in Russland kräftig zulegte, rutschten die Türkei und Argentinien in eine Rezession. In China schwächte sich das Wachstum auch dank unterstützender Maßnahmen der Regierung nur leicht ab.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr (in %)

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20171 2018
Welt 3,8 3,7
Industriestaaten 2,4 2,3
Schwellen- und 4,7 4,6
Entwicklungsländer
Deutschland 2,5 1,5
Eurozone 2,4 1,8
USA 2,2 2,9
Brasilien 1,1 1,3
China 6,9 6,6
Indien 6,7 7,3
Japan 1,9 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2019)

1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 21. Januar 2019

Automobilmärkte beenden ereignisreiches Jahr auf hohem Niveau

Die internationale Automobilbranche bekam 2018 spürbaren Gegenwind aufgrund des beschriebenen Handelskonflikts zwischen den USA und China. Des Weiteren führte die Umstellung auf den neuen Testzyklus WLTP in der Europäischen Union - und dabei insbesondere in Deutschland - zu temporären Verwerfungen: Während zur Jahresmitte vorgezogene Neuzulassungen festzustellen waren, gingen die Verkaufszahlen vor allem ab September 2018 deutlich zurück.

Nach Angaben des deutschen Branchenverbands der Automobilwirtschaft VDA umfasste der Pkw-Weltmarkt im Gesamtjahr 2018 etwa 85 Mio. Neuzulassungen und erreichte damit das Vorjahresniveau. Die einzelnen Absatzmärkte entwickelten sich unterschiedlich: In Europa wurden 2018 wie auch im Vorjahr 15,6 Mio. Pkw neu zugelassen. Von den fünf größten Binnenmärkten lagen Frankreich (3,0 %) und Spanien (7,0 %) im Plus, während Großbritannien (-6,8 %) und Italien (-3,1 %) rückläufig waren. Der deutsche Pkw-Markt erzielte mit 3,4 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen das hohe Niveau des Vorjahres.

In den USA wurden 2018 mit 17,2 Mio. Fahrzeugen bzw. einem Plus von 0,5 % leicht mehr Light Vehicles als im Vorjahr abgesetzt. Ungebrochen hoch wurde dabei das Light-Truck-Segment nachgefragt, das auch die beliebten SUV-Modelle beinhaltet. Der Pkw-Sektor war erneut rückläufig.

Der weltweit größte Fahrzeugmarkt China verzeichnete aufgrund der starken Rückgänge im vierten Quartal 2018 ein Gesamtjahresminus bei den Pkw-Neuzulassungen von 3,8 % auf 23,3 Mio. Pkw. Dennoch konnten deutsche Premiumhersteller ihren Marktanteil in China steigern. Russland und Brasilien setzten ihr Marktwachstum erneut prozentual zweistellig fort.

Weltfahrzeugproduktion 2018 fast auf Vorjahresniveau

Die globale Automobilproduktion 2018 erreichte ein Volumen von 94,0 Mio. Fahrzeugen, das leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahres lag:

Light-Vehicle-Produktion

Mio. Fahrzeuge

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2017 2018 Veränderung

in %
Europäische Union 19,0 18,9 -0,4%
Deutschland 5,9 5,6 -4,8%
Osteuropa 3,4 3,4 2,3%
Russland 1,5 1,6 11,7%
Nordamerika 17,0 16,8 -1,0%
USA 11,2 10,8 -2,9%
Südamerika 3,2 3,4 7,0%
Brasilien 2,6 2,8 8,6%
Asien-Pazifik 49,3 48,7 -1,3%
China 27,3 26,3 -3,7%
Japan 9,2 9,0 -1,6%
Indien 4,4 4,9 10,7%
Mittlerer Osten & Afrika 2,5 2,7 6,5%
Welt 94,4 94,0 -0,4%

Quelle: PwC Autofacts Januar 2019

Elektromobilität mit niedrigen, regional stark heterogenen Marktanteilen

Die Nachfrage nach Elektroautos (rein batteriebetriebene Fahrzeuge sowie Plug-in-Hybride) entwickelte sich 2018 regional weiter sehr unterschiedlich. Im Leitmarkt China trieb die Regierung den Verkauf von sogenannten "New Energy Vehicles" mit Subventionen und Regulierungen voran. Dort wurde 2018 erstmals deutlich mehr als eine Million E-Fahrzeuge in einem Jahr abgesetzt, was einem Marktanteil von rund 4,5 % entspricht. In Europa blieb Norwegen mit großem Abstand das Vorzeigeland mit einem Anteil von fast 50 % an den Neuzulassungen, während in den übrigen europäischen Ländern der Elektrowagenanteil weiterhin noch eine untergeordnete Rolle spielte. In Deutschland betrug der Anteil der Elektroautos etwa 2 %, der damit noch über dem gesamteuropäischen Niveau von 0,9 % lag. In den USA bewirkte 2018 vor allem die Modelleinführung eines US-amerikanischen Herstellers reiner Elektrofahrzeuge einen stärkeren Zuwachs. Insgesamt betrug der Elektroanteil bei den US-Neuzulassungen rund 2 %. Noch geringer ist der Anteil im Hochtechnologieland Japan. In anderen Regionen der Welt - dazu gehören Südamerika, der Nahe und Mittlere Osten sowie auch Russland - spielte die E-Mobilität 2018 noch keine wesentliche Rolle.

Nutzfahrzeugmärkte mit positiver Jahresbilanz

In einem insgesamt positiven konjunkturellen Umfeld präsentierten sich die Nutzfahrzeugmärkte 2018 in einer guten Verfassung. In Europa legten die Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw (> 3,5 t) gegenüber dem Vorjahr um 3,5 % auf rund 396.000 Fahrzeuge zu. Die Entwicklung unter den fünf größten europäischen Märkten fiel unterschiedlich aus. Frankreich (8,1 %), Polen (8,0 %), Italien (5,1 %) und Deutschland (2,9 %) lagen im Plus, während Großbritannien einen Rückgang um 4,0 % verzeichnete. Besonders stark wuchs der nordamerikanische Lkw-Sektor. Auch hier wirkt sich die gute wirtschaftliche Lage positiv aus, da das gesteigerte Transportvolumen zur Verknappung der Frachtkapazitäten führt und die Nachfrage nach neuen Nutzfahrzeugen antreibt. Das Segment der schweren und besonders gefragten Class-8-Trucks legte um knapp ein Viertel auf rund 300.000 Lkw zu.

Wesentliche Ereignisse

Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2018 zählten die Einrichtung eines neuen Vorstandsressorts für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker, die Berufung von Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand sowie die Vertragsverlängerung von Finanzvorstand Thomas Jessulat. Darüber hinaus fielen die Veräußerung der new enerday GmbH, der Verkaufsabschluss der Hug-Gruppe und der Tod von Professor Walter H. Lechler, dem Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, in das Berichtsjahr.

Tochtergesellschaft verschmolzen

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio, Japan, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen.

Neue Gesellschaft in den USA gegründet

Mit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Verkauf der Hug-Gruppe abgeschlossen

Das Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, in Höhe von 93,7 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in das Eigentum des Vertragspartners übergegangen.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufen

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen, ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker zu schaffen. Herr Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe, wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern. Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereichs Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen.

Reiner Drews, der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen. Außerdem wurde der Bereich Logistik in den Zuständigkeitsbereich von Finanzvorstand Thomas Jessulat übertragen.

Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängert

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit seines Vertrags war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt.

Professor Walter H. Lechler verstorben

Der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter H. Lechler, ist am 17. Mai 2018 im Alter von 75 Jahren verstorben. Professor Lechler prägte über vier Jahrzehnte hinweg in führenden Rollen die Geschicke der ElringKlinger AG und ihrer Vorgängerunternehmen. Zwischen 2012 und 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kontrollgremium im Mai 2017 wurde Professor Lechler zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Zudem war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen.

ElringKlinger veräußert Beteiligung an new enerday

ElringKlinger hat seine Geschäftsaktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) veräußert. Infolgedessen wurde die von der ElringKlinger AG gehaltene Beteiligung an der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, an die sunfire GmbH, Dresden, Deutschland, übertragen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrags erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion wurde zum 30. September 2018 vollzogen. Mit dieser strategischen Entscheidung schärft ElringKlinger seinen Fokus im Bereich der Brennstoffzellentechnologie und konzentriert sich zukünftig ausschließlich auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell).

ElringKlinger-Aktie von Indexanpassungen der deutschen Börse betroffen

Die Deutsche Börse hat mit Wirkung zum 24. September 2018 eine grundlegende Reform der deutschen Börsenindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX vorgenommen. Die daraus resultierenden Veränderungen in der Zusammensetzung der Indizes haben unter anderem ergeben, dass die Aktie der ElringKlinger AG aus dem Small-Cap-Index (SDAX) entnommen wurde. Für die Aufnahme in die Indizes und den Verbleib sind vor allem zwei Kriterien maßgeblich: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie das durchschnittliche Handelsvolumen der Aktie. Die Zugehörigkeit von ElringKlinger zum Prime Standard, der erhöhte Transparenzanforderungen an börsennotierte Unternehmen stellt, bleibt von den Veränderungen unberührt.

Neue Tochtergesellschaft in Österreich gegründet

Mit Wirkung zum 18. Dezember 2018 wurde die ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft. Die Neugründung erfolgte, um die Entwicklung von Brennstoffzellensystemen weiter voranzutreiben.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Die ElringKlinger-Gruppe legte 2018 in einem schwierigen Marktumfeld um 2 % auf 1.699 Mio. Euro zu und übertraf damit ihr Umsatzziel. Das operative Ergebnis hingegen wurde durch hohe Rohstoffpreise sowie die anhaltend starke Nachfrage in der NAFTA-Region belastet. Das EBIT vor Kaufpreisallokation lag bei 100,2 Mio. Euro und erreichte das Vorjahresniveau nicht.

Umsatzprognose 2018 übertroffen

Der ElringKlinger-Konzern setzte seinen Wachstumskurs 2018 fort und erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 1.699,0 (1.664,0) Mio. Euro - ein klares Plus von 2,1 % oder 35,0 Mio. Euro. Auch in der zweiten Jahreshälfte verzeichnete der Konzern dabei trotz schwächerer Märkte in Europa und Asien einen soliden Umsatzzuwachs. Organisch, das heißt ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, stieg der Umsatz 2018 sogar um 7,4 %. Durch Wechselkurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung der türkischen Lira, des brasilianischen Real und des US-Dollar in Euro - wurden die Erlöse im Gesamtjahr um 2,6 % geschmälert. Auch die M&A-Aktivitäten führten zu einem negativen Umsatzbeitrag von minus 2,7 %. Hierbei ist vor allem der Verkauf des Hug-Teilkonzerns im ersten Quartal 2018 maßgeblich, zu einem geringen Anteil auch die Veräußerung der new enerday GmbH im dritten Quartal 2018.

Insgesamt übertraf ElringKlinger 2018 organisch erneut das Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion (-0,4 %) sehr deutlich um 7,8 Prozentpunkte und erfüllte seine Umsatzprognose, organisch um zwei bis vier Prozentpunkte stärker als der Markt zu wachsen.

Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftsjahr 2018 hatte ElringKlinger ursprünglich eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 % erwartet. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes sowohl in politischer als auch makroökonomischer Hinsicht, teilweise massiv steigender Rohstoffpreise sowie anhaltend hoher Folgekosten aus der starken Nachfrage in der Region NAFTA hatte der Konzern seine Ergebnisprognose im Juni 2018 auf rund 7 % korrigiert. Mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 5,9 % im Berichtsjahr lag die ElringKlinger-Gruppe unter diesem Zielwert. Für das niedrigere Margenniveau waren auch im vierten Quartal mehrere Faktoren verantwortlich: In der NAFTA-Region schlugen sich die Zölle auf Stahl und Aluminium nach wie vor auf die Rohstoffpreise nieder, zudem blieb das globale Preisniveau bei Kunststoffgranulaten sehr hoch. Hinsichtlich der operativen Optimierung in der NAFTA-Region wurden zwar erste Verbesserungsmaßnahmen erfolgreich eingeleitet, diese erzielten 2018 jedoch noch nicht die Ergebniseffekte in der erwarteten Höhe.

Effekte im Konzernumsatz

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in Mio. € 2018 2017 Veränderung absolut Veränderung relativ
Konzernumsatz 1.699,0 1.664,0 +35,0 +2,1 %
davon Währungseffekte -44,0 -2,6 %
davon M&A-Aktivitäten -44,8 -2,7 %
davon organisch +123,8 +7,4 %

Ungebrochen hohes Wachstum in Nordamerika

Die ElringKlinger-Produkte waren 2018 weltweit stark nachfragt und der Konzern profitierte von zahlreichen Produktneuanläufen. Die hohe Nachfragesituation spiegelt sich auch in den Umsätzen wider: Das größte Wachstum - sowohl absolut als auch prozentual - verzeichnete der Konzern in der Region NAFTA, wo die Erlöse um 11,4 % auf 360,3 (323,3) Mio. Euro stiegen. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 15,5 %, gleichzeitig fiel der nordamerikanische Markt, das heißt die Fahrzeugproduktion, im selben Zeitraum um 1,0 %. Der Anteil der Region NAFTA am Gesamtumsatz erhöhte sich 2018 deutlich auf 21,2 % (19,4 %).

Dagegen machte sich in Deutschland sowie im übrigen Europa ab dem dritten Quartal 2018 die Einführung des neuen Testzyklus WLTP bemerkbar und resultierte in der zweiten Jahreshälfte in einer spürbar schwächeren Wachstumsdynamik, die ElringKlinger nur bedingt betraf. Darüber hinaus führte der Verkauf des Hug-Teilkonzerns 2018 zu niedrigeren Umsätzen in Europa. Insgesamt erzielte die ElringKlinger-Gruppe in Deutschland ein leichtes Plus von 0,5 % auf 428,5 (426,2) Mio. Euro. Auf dem Heimatmarkt generierte ElringKlinger somit noch 25,2 % (25,6 %) des Konzernumsatzes. Im übrigen Europa bezifferten sich die Erlöse auf 515,6 (521,5) Mio. Euro. Der Anteil der Region übriges Europa am Gesamtumsatz sank auf 30,4 % (31,3 %).

In der Region Asien-Pazifik lagen die Umsätze im Geschäftsjahr 2018 bei 314,5 (317,3) Mio. Euro. Vor allem in China hatte sich zum Jahresende eine schwächere Marktnachfrage gezeigt. Für den leichten Rückgang bei ElringKlinger um 0,9 % sind allerdings im Wesentlichen negative Wechselkurseffekte ursächlich. Währungsbereinigt stemmte sich die Region gegen den rückläufigen Markt (-1,3 %) und erzielte ein Wachstum von 1,4 %. Der Anteil am Gesamtumsatz betrug 18,5 % (19,1 %).

In Südamerika und dem Rest der Welt weitete ElringKlinger die Geschäfte aus, auch getrieben von einem starken Ersatzteilgeschäft. Die Erlöse 2018 lagen um 5,7 % über dem Vorjahr bei 80,1 (75,8) Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 17,3 %. Der Anteil am Konzernumsatz stieg leicht auf 4,7 % (4,6 %).

In Summe gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz nahm auf hohem Niveau auf 74,8 % (74,4 %) zu.

Konzernumsatz nach Regionen 2018

(Vorjahr)

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in Mio. €
Übriges Europa 30 % 516 (522)
Deutschland 25 % 428 (426)
NAFTA 21 % 360 (323)
Asien-Pazifik 19 % 315 (317)
Südamerika und Übrige 5 % 80 (76)

Segment Erstausrüstung von internen und externen Faktoren belastet

Das Segment Erstausrüstung bildete mit einem Umsatzanteil von 82,9 % (83,1 %) im Berichtsjahr unverändert das größte Segment innerhalb des ElringKlinger-Konzerns. Die hohe Nachfrage nach Produkten aus dem klassischen Portfolio sowie die steigenden Abrufe für Produkte aus dem Bereich E-Mobility führten zu einem Anstieg der Erlöse um 1,8 % auf 1.407,7 (1.382,4) Mio. Euro. Auch im vierten Quartal verzeichnete das Segment - trotz der schwächeren Märkte in Europa und Asien - ein robustes Umsatzwachstum. Den mit Abstand größten Zuwachs erzielte 2018 der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik. Hier schlägt sich der Leichtbautrend innerhalb der Automobilbranche und die steigende Nachfrage der Kunden nach innovativen Leichtbaukomponenten von ElringKlinger aus Hochleistungskunststoff nieder. Der Bereich Spezialdichtungen konnte ebenfalls über dem Konzerndurchschnitt wachsen. Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik blieben hingegen hauptsächlich aufgrund von Währungseffekten hinter den Vorjahresumsätzen zurück.

Im Geschäftsbereich E-Mobility hat sich ElringKlinger in den letzten Jahren mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie der Beteiligung an hofer für elektrische Antriebe erfolgreich für die Märkte der Zukunft positioniert. Der Marktanteil alternativer Antriebskonzepte bewegte sich weltweit insgesamt noch auf niedrigem Niveau. Entsprechend erzielte ElringKlinger noch verhältnismäßig geringe Umsätze in diesem Bereich, aber mit stark steigender Tendenz. 2018 erhöhten sich die Erlöse um 37,2 % auf 24,7 (18,0) Mio. Euro. Zur Herstellung von elektrischen Antriebssystemen baut ElringKlinger derzeit Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Daher - und aufgrund des bislang geringen Marktanteils alternativer Antriebe - verbuchte der Geschäftsbereich 2018 noch ein negatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.

Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung gingen die Erlöse 2018 zurück. Grund war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns, der den Großteil des Geschäftsbereichs darstellte. Aus dem Verkauf ergab sich ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 24,5 Mio. Euro. Dem standen Nebenkosten von 1,3 Mio. Euro entgegen.

Hohe Kapazitätsauslastung im NAFTA-Raum

Im NAFTA-Raum ist ElringKlinger unverändert mit einer extrem starken Nachfrage konfrontiert, während der Markt 2018 sogar leicht rückläufig war. Daraus resultiert eine sehr hohe Kapazitätsauslastung, die zu überproportionalen Kostensteigerungen sowie Sonderkosten führt, wie zum Beispiel für Zusatzschichten, Übernachtfrachten oder externe Kontrollen. Diese wirkten sich hauptsächlich auf die Ergebnisse der klassischen Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen sowie Abschirmtechnik aus. Das Management hat zur Bewältigung der Situation in der NAFTA-Region bereits umfangreiche Maßnahmen zur Prozessstabilisierung und Kapazitätserweiterung eingeleitet. Dazu gehören unter anderem die Installation zusätzlicher Produktionslinien, die Anpassung und Optimierung der Logistikprozesse, die Einstellung und Schulung neuer Mitarbeiter sowie die schrittweise Anpassung der Produktpreise. Die effektive Umsetzung dieser Maßnahmen wird weiter intensiv vorangetrieben. Zum Jahresende waren in der Region NAFTA darüber hinaus Wertminderungen auf Vorräte erforderlich, die das Ergebnis im vierten Quartal 2018 belasteten.

Verbesserungsmaßnahmen in der Schweiz erfolgreich umgesetzt

Am Schweizer Produktionsstandort des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik schritten die Verbesserungsmaßnahmen im vergangenen Geschäftsjahr weiter voran und die Verlagerung von Produktionsvolumina wurde zum Jahresende planmäßig abgeschlossen. Der Vorstand wird die Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen in den kommenden Quartalen konsequent fortsetzen und die Optimierung an diesem Standort erwartungsgemäß zum Jahresende 2019 abschließen.

In Summe belasteten die hohen Rohstoffpreise für Aluminium, Stahl und Kunststoffgranulate sowie die beschriebenen operativen Sonderkosten das Ergebnis des Segments Erstausrüstung. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern konnte trotz des Veräußerungsgewinns des Hug-Teilkonzerns nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und lag bei 50,7 (86,3) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Erstausrüstung

in Mio. €

2018: 1.407,7

2017: 1.382,4

Globalisierung des Ersatzteilgeschäfts vorangetrieben

Das Segment Ersatzteile umfasst das Ersatzteilsortiment, das größtenteils aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen besteht. Trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in wichtigen Absatzmärkten steigerte ElringKlinger die Segmenterlöse um 1,8 % auf 159,5 (156,7) Mio. Euro.

Der größte Absatzmarkt Osteuropa legte 2018 weiter zu, auch in Südamerika war die Geschäftsentwicklung sehr zufriedenstellend. Westeuropa und der Nahe Osten verzeichneten dagegen leicht rückläufige Erlöse, unter anderem aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Lage in der Türkei. In Nordamerika wird die Markterschließung derzeit intensiv vorangetrieben. So wurde in Fremont, Kalifornien, im Berichtsjahr ein neues Ersatzteillager in Betrieb genommen, um den dortigen Fahrzeugmarkt lokal bedienen zu können. Die Umsätze in Nordamerika stiegen auf noch niedrigem Niveau um erfreuliche 46,1 %. Auch in Asien arbeitete ElringKlinger intensiv an der weiteren Marktpenetration und konnte die Erlöse leicht ausbauen.

Das Ergebnis im Ersatzteilgeschäft wurde neben der beschriebenen Markterschließung der wichtigen Ersatzteilmärkte Asien und Nordamerika durch weitere temporäre Kostenfaktoren beeinträchtigt. So führte ElringKlinger zum Beispiel Projekte zur Optimierung der Materialverfügbarkeit durch. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern ging somit auf 24,9 (31,8) Mio. Euro zurück. Die Ergebnismarge ging im Gesamtjahr 2018 auf 15,6 % (20,3 %) zurück.

Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft

in Mio. €

2018: 159,5

2017: 156,7

Segment Kunststofftechnik mit stabiler Ergebnismarge

Das Segment Kunststofftechnik produziert und vertreibt Applikationen aus dem Hochleistungskunststoff PTFE und bedient neben der Automobilindustrie auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau oder die Chemie- und Anlagentechnik.

Die starke Nachfrage vor allem aus der Automobilindustrie sowie dem Maschinenbau, aber auch der wachsende Anteil der Medizintechnik ließen die Erlöse 2018 um 6,0 % auf 117,8 (111,1) Mio. Euro klettern. Die globale Ausweitung der Vertriebsaktivitäten schlägt sich zunehmend positiv nieder. So konnten die Umsätze insbesondere in Asien deutlich ausgebaut werden. Hier wurde am bisherigen Vertriebsstandort in Qingdao, China, im Berichtsjahr eine Produktionslinie für PTFE-Produkte installiert. Ein konsequentes Kostenmanagement, kombiniert mit Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung, konnte die erheblichen Rohstoffpreissteigerungen kompensieren, sodass das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern auf 19,5 (18,5) Mio. Euro stieg. Entsprechend betrug die Ergebnismarge 16,6 % (16,7 %).

Umsatzentwicklung Kunststofftechnik

in Mio. €

2018: 117,8

2017: 111,1

Konstante Umsatzbeiträge aus Dienstleistungen und Gewerbeparks

Die Segmente Dienstleistungen und Gewerbeparks, die beide nicht zum Kerngeschäft des ElringKlinger-Konzerns zählen, lieferten 2018 stabile Umsatzbeiträge. Das Segment Dienstleistungen steuerte Erlöse von 9,7 (9,5) Mio. Euro sowie ein Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern von 0,7 (1,2) Mio. bei. Das Segment Gewerbeparks erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 4,3 (4,3) Mio. Euro sowie ein Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern von 0,3 (-0,5) Mio. Euro.

Konzernumsatz nach Segmenten 2018

(Vorjahr)

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in Mio. €
Erstausrüstung Leichtbau/Elastomertechnik 83% 1.408 (1.382)
Abschirmtechnik
Spezialdichtungen
Zylinderkopfdichtungen
E-Mobility
Abgasnachbehandlung
Ersatzteile 9% 159 (157)
Kunststofftechnik 7% 118 (111)
Dienstleistungen 1% 10 (10)
Gewerbeparks <1% 4 (4)

Bruttomarge durch hohe Rohstoffpreise belastet

Die Umsatzkosten nahmen 2018 überproportional um 5,8 % auf 1.328,9 (1.255,6) Mio. Euro zu. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte haben die Rohstoffpreise angezogen, teilweise sogar massiv. Dieser Anstieg betrifft vor allem Materialien wie Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate, die ElringKlinger zur Herstellung von Dichtungen, Abschirmsystemen und Kunststoffleichtbauteilen benötigt (vgl. "Beschaffung"). Der Materialaufwand nahm deshalb stärker als der Umsatz um 9,7 % auf 747,0 (680,9) Mio. Euro zu. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) lag mit 44,0 % (40,9 %) spürbar über dem Vorjahreswert.

Infolgedessen sank das Bruttoergebnis um 9,4 % auf 370,1 (408,4) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 21,8 % (24,5 %).

Die gesamten Personalaufwendungen des Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2018 um 9,2 % auf 531,2 (486,3) Mio. Euro. Sie verteilen sich im Umsatzkostenverfahren auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Zuwachs resultierte in erster Linie aus dem Ausbau der Personalkapazitäten, auch für die neuen Geschäftsfelder (vgl. "Mitarbeiter"). Darüber hinaus schlug sich die tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 % zum 1. April 2018 für inländische Gesellschaften nieder, ebenso wie die Mitarbeiterbeteiligung für Beschäftigte der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Höhe von 5,7 (5,3) Mio. Euro. Insgesamt belief sich die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) auf 31,3 % (29,2 %).

2018 fielen Vertriebskosten in Höhe von 146,5 (141,9) Mio. Euro an. Nach wie vor wirkten sich hier die hohen Kundenabrufe im NAFTA-Raum aus, die Folgekosten für Sonderfahrten und -frachten nach sich zogen.

Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtsjahr auf 84,0 (76,9) Mio. Euro. Die Zunahme resultiert unter anderem aus Rückstellungen aufgrund der 2018 verlängerten Tarifverträge zur Altersteilzeit sowie Nebenkosten im Zusammenhang mit der Veräußerung des Hug-Teilkonzerns.

Forschungs- und Entwicklungsquote im Zielkorridor

Im Zuge des tiefgreifenden Transformationsprozesses stehen Lösungen für alternative Antriebstechnologien bei ElringKlinger im Fokus, der Konzern weitete hierzu gezielt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aus. Die F&E-Aufwendungen stiegen um 6,6 % auf 76,1 (71,4) Mio. Euro. Darüber hinaus wurden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 11,1 (4,5) Mio. Euro aktiviert. Dem gegenüber wurden planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten von 6,2 (7,9) Mio. Euro vorgenommen. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten stieg die F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz auf 5,1 % (4,6 %). Sie lag damit innerhalb der kurz- und mittelfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %.

ElringKlinger erhielt auch 2018 Fördermittel der öffentlichen Hand, die im Wesentlichen für Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gewährt wurden. Die erfolgswirksam erfassten Fördermittel für F&E-Projekte betrugen insgesamt 5,3 (7,6) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und im Musterbau in entsprechender Höhe entgegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 45,6 (31,2) Mio. Euro signifikant über dem Vorjahreswert. Der Großteil des Zuwachses resultiert aus dem Veräußerungsgewinn des Verkaufs des Hug-Teilkonzerns, ein kleinerer Anteil aus der Veräußerung der new enerday GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich nahezu unverändert auf 12,8 (12,2) Mio. Euro.

EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation bei 5,9 %

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte aufgrund der beschriebenen Entwicklungen nicht das Vorjahresniveau und kam auf 196,6 (238,4) Mio. Euro. Die Abschreibungen reduzierten sich leicht auf 100,4 (101,1) Mio. Euro. Somit erzielte der ElringKlinger-Konzern ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 96,2 (137,3) Mio. Euro. Zuzüglich der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation belief sich das EBIT vor Kaufpreisallokation auf 100,2 (141,8) Mio. Euro. Dies entspricht einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 5,9 % (8,5 %). Der Konzern erreichte damit sein angepasstes Ziel, eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % zu erwirtschaften, nicht. Dies lag insbesondere an der schwachen Ergebnisentwicklung im vierten Quartal. Im Schlussquartal bewegten sich die Rohstoffpreise nach wie vor auf hohem Niveau bzw. stiegen teilweise noch weiter. Darüber hinaus konnten die begonnenen Verbesserungsmaßnahmen im NAFTA-Raum bislang noch nicht die erwartete Ergebniswirkung entfalten.

Finanzergebnis verbessert

Wie sich bereits im Jahresverlauf abzeichnete, hielten sich 2018 die Währungsgewinne und -verluste in etwa die Waage. Im Saldo wurde ein Währungsergebnis in Höhe von 0,8 (-11,1) Mio. Euro verbucht. Die Zinsaufwendungen nahmen - auch aufgrund der höheren Verschuldung -leicht zu und führten mit fast unveränderten Zinserträgen zu einem im Vorjahresvergleich niedrigeren Zinsergebnis von minus 15,1 (-13,1) Mio. Euro. In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, deutlich auf minus 14,7 (-27,3) Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging somit um 26,1 % auf 81,4 (110,1) Mio. Euro zurück.

Hohe Steuerquote drückt Periodenergebnis

Die Ertragsteueraufwendungen sanken im Gesamtjahr auf 33,5 (36,3) Mio. Euro. Der effektive Steuersatz für das Geschäftsjahr 2018 lag bei 41,2 % (33,0 %). Dieses höhere Niveau resultiert insbesondere aus Verlusten bei Produktionsgesellschaften, auf die, mangels Werthaltigkeit, keine latenten Steuern aktiviert werden konnten.

Nach Abzug der Ertragsteuern erreichte das Periodenergebnis 47,9 (73,8) Mio. Euro. Der Ergebnisanteil davon, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt, stieg marginal auf 4,1 (3,9) Mio. Euro. Abzüglich dieser Anteile ergab sich ein Ergebnisanteil, der den Aktionären der ElringKlinger AG zusteht, von 43,8 (69,9) Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie lag dementsprechend unter Vorjahresniveau bei 0,69 (1,10) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2018 unverändert 63.359.990 Stück.

Aussetzung der Dividende

Auf Basis der Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, von der bisherigen Dividendenpolitik des Konzerns abzuweichen und die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszusetzen. Damit soll die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter gestärkt werden, um in Verbindung mit einem im Februar 2019 abgeschlossenen Konsortialkredit über 350 Mio. Euro die Finanzierungsstruktur des Konzerns zu verbessern.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 31. Dezember 2018 mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % weiterhin solide dar. Wachstumsbedingte, planmäßige Investitionen des Konzerns, die verstärkt auch in Technologien für alternative Antriebe getätigt wurden, spiegelten sich im Anstieg der Sachanlagen bzw. des Langfristvermögens wider und bedingten eine Ausweitung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Der Ende 2017 eingeleitete Verkauf der auf Abgasnachbehandlung spezialisierten Hug-Gruppe wurde im ersten Quartal 2018 bilanziell vollzogen.

Anstieg der Vermögenswerte reflektiert organisches Konzernwachstum

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns um 2,8 % auf 2.079,7 (2.022,4) Mio. Euro an. Diese Entwicklung reflektiert das organische Unternehmenswachstum. Im Langfristvermögen zeigte es sich vor allem durch den investitionsbedingten Anstieg der Sachanlagen, der auch der Ausrichtung des Unternehmens auf künftige Technologien dient. Insgesamt nahmen die Sachanlagen um 68,2 Mio. Euro auf 997,8 (929,6) Mio. Euro zu.

Im kurzfristigen Vermögen ist in erster Linie das Working Capital (Vorräte und kurzfristige Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) eng an die Geschäftsentwicklung gekoppelt. Zum 31. Dezember 2018 umfasste es ein Volumen von 714,0 (672,2) Mio. Euro und lag damit um 6,2 % bzw. 41,8 Mio. Euro über dem Stand zum Vorjahresstichtag. Die Zunahme ist nahezu vollständig den Vorräten und kurzfristigen Vertragsvermögenswerten zuzurechnen, während die Forderungsbestände nur sehr leicht angestiegen sind.

Die Vorräte summierten sich zum 31. Dezember 2018 auf 401,4 (369,5) Mio. Euro und lagen um 8,6 % bzw. 31,9 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres. Bereinigt um Währungseffekte und die Anpassung aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 betrug der Anstieg 10,0 %. Neben den wachstumsbedingten Bestandsausweitungen wirkten vor allem die gestiegenen Materialpreise in den Rohstoffvorräten erhöhend. Hinzu kam die Bevorratung der im Aufbau befindlichen Standorte in Fort Wayne, USA, und Warwick, Großbritannien. Bei den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten handelt es sich um Leistungsansprüche aus Kundenverträgen, die gemäß dem 2018 erstmals angewandten Rechnungslegungsstandard IFRS 15 bilanziert wurden.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt sich ein Erfolg der Optimierungsmaßnahmen wie der Harmonisierung und Standardisierung der Zahlungsbedingungen und einer Softwareeinführung. Sie erhöhten sich trotz des gestiegenen Umsatzvolumens nur leicht auf 306,4 (302,6) Mio. Euro. Diese günstige Entwicklung mit dem Ziel, die Mittelbindung möglichst gering zu halten, war bereits im Jahresverlauf erkennbar.

Entkonsolidierung Hug-Gruppe und new enerday vollzogen

Aus der Veräußerung der Schweizer Hug-Gruppe, die im Dezember 2017 eingeleitet und zum 1. März 2018 vollzogen wurde, ergab sich eine Bilanzverkürzung in Höhe von 40,4 Mio. Euro. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 waren die betroffenen Vermögens- und Schuldenpositionen bereits umklassifiziert und in den Bilanzposten "Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" zusammengefasst worden. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung (1. März 2018) reduzierten sich die in den übrigen Rücklagen enthaltenen Umgliederungsbeträge für die Währungsumrechnung sowie die nicht beherrschenden Anteile, während der Veräußerungsgewinn von 24,5 Mio. Euro das Periodenergebnis und damit die Gewinnrücklagen erhöhte.

Die Entkonsolidierung der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, verkürzte die Konzernbilanz zum 30. September 2018 um insgesamt 0,5 Mio. Euro. Im Übrigen ergaben sich 2018 keine nennenswerten bilanziellen Auswirkungen aus der Änderung des Konsolidierungskreises. Weitere Informationen zu den Veräußerungen der Hug-Gruppe und new enerday GmbH sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.

Erstanwendung der neuen IFRS-Standards 9 und 15

Die für das Geschäftsjahr 2018 erstmalige, verpflichtende Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" bewirkte Anpassungen in der Bewertung und Klassifizierung von Finanzinstrumenten, die im Konzernanhang detailliert beschrieben sind. Die Anpassungen in der Konzernbilanz der ElringKlinger AG stellten sich im Speziellen beim Ansatz von Wertberichtigungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. Aus der Umstellung resultierte eine Minderung der Wertberichtigungen vor latenten Steuern um 3,5 Mio. Euro, die gegen die Gewinnrücklagen verbucht wurde und einen entsprechend höheren Ausweis der Forderungsbestände bewirkte.

Aus der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ergaben sich weitere Anpassungen mit geringem Ausmaß. Der Standard, der ab dem 1. Januar 2018 für die Rechnungslegung nach IFRS verpflichtend ist, enthält Regelungen zur Umsatzrealisierung, die sich auf die Höhe, den Zeitpunkt und den Ausweis von Erlösen auswirken. Betroffen sind bei ElringKlinger hauptsächlich Werkzeugverträge, in Konsignationslägern befindliche Waren und Erzeugnisse und Entwicklungsverträge. ElringKlinger wählte den modifiziert retrospektiven Ansatz, das heißt, die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte kumuliert zum 1. Januar 2018 erfasst und gegen die Gewinnrücklagen verbucht. Auf der Aktivseite reduzierten sich zum 1. Januar 2018 die immateriellen Vermögenswerte um 4,1 Mio. Euro, die Sachanlagen um 2,2 Mio. Euro und die Vorräte um 7,3 Mio. Euro. Gleichzeitig wurden lang- und kurzfristige "Vertragsvermögenswerte" in Höhe von 7,1 Mio. Euro sowie "Vertragserfüllungskosten" von 0,7 Mio. Euro aktiviert. Auf der Passivseite verringerten sich die Gewinnrücklagen vor latenten Steuern um 5,9 Mio. Euro. Weitere Informationen zur Erstanwendung des Standards und dessen Auswirkungen in der Berichtsperiode sind im Anhang zum Konzernabschluss beschrieben.

Sonstige aktivische Bilanzpositionen

Im Übrigen weisen die Positionen der Aktivseite keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahresende auf. Die Anteile an assoziierten Unternehmen von 23,3 (28,6) Mio. Euro stellen die 2017 erworbenen Minderheitsanteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, dar und sind nach der Equity-Methode bilanziert. Sie verringerten sich 2018 aufgrund des übernommenen anteiligen Ergebnisses sowie durch die Anpassung aufgrund der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung. In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten von 8,1 (4,0) Mio. Euro, die sich aufgrund einer Umbuchung aus den kurzfristigen Vermögenswerten erhöhten, sind Forderungen gegenüber Versicherungen aus Gewährleistungsfällen enthalten. In den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten wurde zum 31. Dezember 2018 ein grundstücksgleiches Recht ausgewiesen, dessen Verkauf für 2019 geplant ist. Der Vorjahresvergleichsbetrag betraf die Vermögenswerte der 2018 veräußerten Hug-Gruppe.

Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern

in % (Vorjahr)

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte: 60,5 (58,7)
Kurzfristige Vermögenswerte: 39,2 (38,2)
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte: 0,3 (3,1)

Passiva

Eigenkapital: 42,8 (44,0)
Langfristige Verbindlichkeiten: 30,9 (31,4)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: 26,3 (23,4)
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten: 0 (1,2)

Eigenkapitalquote bei rund 43 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 890,1 (889,7) Mio. Euro. Der positive Effekt aus dem Periodenergebnis 2018 von 47,9 (73,8) Mio. Euro wurde durch die Dividendenausschüttung an Aktionäre und nicht beherrschende Anteile der ElringKlinger AG für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 33,6 (34,2) Mio. Euro sowie Abgängen aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 2,8 (im Vorjahr Zugänge von 2,3) Mio. Euro nahezu kompensiert. Des Weiteren minderten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die sich auf minus 11,4 (-41,5) Mio. Euro bezifferten, und die oben beschriebenen Effekte aus der Erstanwendung zweier Rechnungslegungsstandards (IFRS) die Eigenmittel.

Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 weiterhin auf einem soliden Niveau von 42,8 % (44,0 %) und damit innerhalb der vom Konzern definierten Zielbandbreite von 40 bis 50 %.

Die Pensionsverpflichtungen, die hauptsächlich aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen angepasst werden, reduzierten sich leicht auf 124,4 (126,0) Mio. Euro.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen lagen zum Jahresende 2018 bei 30,4 (35,3) Mio. Euro und beinhalten größtenteils Verpflichtungen aus dem Personalbereich wie unter anderem Altersteilzeit- und Jubiläumszuwendungen. Des Weiteren sind Gewährleistungsverpflichtungen und eine Vielzahl geringfügiger Sachverhalte berücksichtigt. Der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen zum Vorjahresstichtag gründet hauptsächlich auf Inanspruchnahmen aus unterschiedlichen Geschäftsvorgängen und einer Umbuchung in die langfristigen Rückstellungen.

Aus der Anwendung des Standards IFRS 15 ergaben sich im Geschäftsjahr lang- und kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten von 2,6 (0) Mio. Euro bzw. 10,5 (0) Mio. Euro. Sie stellen vorab geleistete Zahlungen von Kunden dar, die in späteren Perioden umsatzwirksam aufgelöst werden.

In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten von 8,9 (3,6) Mio. Euro wurden unter anderem öffentliche Fördermittel für zwei Gebäude erfasst, die in künftigen Perioden erfolgswirksam aufgelöst werden. Die Fördergelder wurden für die Einhaltung eines Energieeffizienzprogrammes am Standort Dettingen/Erms, Deutschland, sowie für Maßnahmen zur Strukturförderung am Standort Kecskemét, Ungarn, gewährt.

Nettoverschuldung im Zuge der Investitionstätigkeit ausgeweitet

Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel, kurz: Net Debt) lag zum Jahresende 2018 bei 723,5 (655,3) Mio. Euro bzw. um 68,2 Mio. Euro über dem Stand am Vorjahresstichtag. Während sie im ersten Quartal - auch aufgrund des Mittelzuflusses aus dem Verkauf der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro im ersten Quartal 2018) -reduziert werden konnte, führte neben der planmäßigen Investitionstätigkeit und der Dividendenauszahlung vor allem das starke Wachstum des Konzerns zu einer Ausdehnung der Verschuldungskennzahl Nettoverschuldung/EBITDA auf 3,7 (2,7).

Finanzlage

Mit einem Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit von 92 Mio. Euro sowie ausreichenden flüssigen Mitteln und genügend Spielraum aus offenen Kreditlinien stellt sich die finanzielle Situation des ElringKlinger-Konzerns weiterhin solide dar.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 92 Mio. Euro

Die Mittelgenerierung aus der operativen Tätigkeit stellt für ElringKlinger die wichtigste Finanzierungsquelle dar. Im Geschäftsjahr 2018 konnte der Konzern einen betrieblichen Cashflow von 91,6 (95,5) Mio. Euro erwirtschaften - unter Berücksichtigung des niedrigeren Konzernergebnisses eine positive Entwicklung. Ausschlaggebend war die vergleichsweise geringere Mittelbindung aus dem für den operativen Cashflow relevanten Net Working Capital (Vorräte, kurzfristige Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten). Inklusive der sonstigen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, betrug der Mittelabfluss aus der Veränderung des Net Working Capitals 32,0 (87,8) Mio. Euro.

Entwicklung der Zahlungsmittel 20181

in Mio. €

Zahlungsmittel 31.12.2017: 45,5

+ Operativer Cashflow: +91,6

- Investitionen2: -178,6

- Veräußerung von Tochtergesellschaften: +56,8

- Ausschüttungen3: -33,6

+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 63,6

\= Zahlungsmittel 31.12.2018: 45,3

1 entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7

2 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

3 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss

Investitionen für E-Mobilität gestiegen

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich 2018 auf 163,5 (155,5) Mio. Euro. Damit liegt die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) bei 9,6 % (9,3 %) und somit innerhalb des angestrebten Spektrums von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes.

Ab der zweiten Jahreshälfte fielen zunehmend Investitionsmaßnahmen ins Gewicht, die im Zusammenhang mit den strategischen Zukunftsfeldern des Konzerns stehen. So begann ElringKlinger 2018 am Hauptstandort Dettingen/Erms mit der Errichtung eines Technologiezentrums für Elektromobilität. Hier werden künftig vor allem die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie angesiedelt sein. Die Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen.

Ein weiteres Großprojekt im Geschäftsbereich E-Mobilität betraf den Aufbau einer Batteriemodul-Montagelinie an einem weiteren inländischen Standort der ElringKlinger AG. Mit dieser Fertigungslinie bereitet sich das Unternehmen auf die Serienproduktion von kompletten Batteriesystemen vor, die ab dem zweiten Halbjahr 2019 zur Auslieferung vorgesehen sind. Des Weiteren befinden sich für die Herstellung von elektrischen Antriebssystemen Produktionslinien in Großbritannien und Deutschland im Aufbau.

Investitionsausgaben fielen an nahezu allen Produktionsstandorten weltweit an und betrafen zu einem großen Teil Erweiterungsmaßnahmen für den Ausbau von Kapazitäten sowie die Installation von Fertigungsanlagen für Neuanläufe. Die regionalen Schwerpunkte lagen auf den Standorten in Deutschland sowie dem NAFTA-Raum und der Wachstumsregion Asien-Pazifik.

Auszahlungen für Investitionen1nach Regionen

(Vorjahr)

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in Mio. €
Deutschland 41 % 74 (61)
Übriges Europa 11 % 19 (47)
NAFTA 30 % 54 (32)
Asien-Pazifik 15 % 26 (23)
Südamerika und Übrige 3 % 6 (3)

1 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

Neben den deutschen Standorten betrafen die Ausgaben in Europa zu einem großen Teil das neue Werk am ungarischen Standort Kecskemét sowie die Produktionsstätte in Redcar, Großbritannien, und Maßnahmen am Schweizer Standort Sevelen. In den drei großen nordamerikanischen Werken in Leamington, Kanada, sowie Buford, USA, und Toluca, Mexiko, investierte der Konzern in Erweiterungen und Rationalisierungsmaßnahmen. In Fort Wayne, USA, werden Anlagen für die Herstellung von thermischen und akustischen Abschirmsystemen aufgebaut. Der brasilianische Standort Piracicaba wird seit 2018 um einen größeren Neubau für die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Ersatzteile erweitert. Auch in den chinesischen Werken waren 2018 weitere Investitionsmaßnahmen für die lokale Produktion erforderlich. Am 2017 gegründeten vierten chinesischen Standort in Chongqing fielen Ausgaben für die im vierten Quartal hochgelaufene Serienproduktion von Türmodulträgern an.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich 2018 auf 15,1 (10,7) Mio. Euro.

Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe im ersten Quartal und der new enerday GmbH im dritten Quartal flossen dem Konzern Mittel in Höhe von 56,8 Mio. Euro zu. Die im Vorjahr ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (29,0 Mio. Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG.

Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von minus 120,7 (-193,2) Mio. Euro.

Kurzfristige Kredite für Finanzierungstätigkeit ausgeweitet

Auch aufgrund des Mittelzuflusses aus den beschriebenen Desinvestitionen war im Geschäftsjahr 2018 eine gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Aufnahme von Fremdmitteln erforderlich. 2017 hatte die erstmalige Emission eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit geprägt. Insgesamt vereinnahmte der Konzern aus der Finanzierungstätigkeit Mittel in Höhe von 30,0 (109,3) Mio. Euro. Neben dem Nettozufluss aus der Veränderung von lang- und kurzfristigen Krediten, der sich auf 63,6 (143,6) Mio. Euro bezifferte, sind darin die Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss von 33,6 (34,2) Mio. Euro beinhaltet.

Zum 31. Dezember 2018 standen dem Konzern zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 190,2 (136,1) Mio. Euro zur Verfügung.

Da die Investitionsausgaben über den Konzerneinnahmen aus betrieblicher Tätigkeit lagen, ergab sich 2018 mit minus 86,2 (-66,6) Mio. Euro ein negativer operativer Free Cashflow. Der Wert errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit und wird um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte sowie um Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigt.

Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2018 ist ElringKlinger mit seinem Konzernumsatz in einem schwierigen Marktumfeld erneut deutlich stärker als die globale Fahrzeugproduktion gewachsen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) konnte dabei nicht an den Vorjahreswert anknüpfen. Dies war zum einen in externen Faktoren wie dem schwierigen Marktumfeld sowohl in politischer als auch makroökonomischer Hinsicht sowie teilweise massiv ansteigenden Materialpreisen begründet. Zum anderen führte die anhaltend starke Nachfrage in der Region NAFTA zu hohen Folgekosten. Vor diesem Hintergrund erreichte die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation 5,9 %.

Die Finanz- und Vermögensstruktur des Konzerns stellt sich mit einer Konzerneigenkapitalquote von 43 % und ausreichend Liquiditätsreserven nach wie vor solide dar. Um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens zu stärken intensiviert der Konzern den disziplinierten Ansatz bei den Investitionen und optimiert die Mittelbindung im Working Capital.

ElringKlinger ist für den Wandel der Automobilindustrie gut vorbereitet. 2018 hat sich der Konzern weiter auf die strategischen Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität ausgerichtet. Der Umsatzanteil in diesen Bereichen konnte auf rund 7 % (4 %) ausgebaut werden. Die vorhandene breite Kundenbasis, die sowohl traditionelle als auch neue Hersteller umfasst, und das diversifizierte Produktportfolio sind gute Voraussetzungen für eine weitere positive Geschäftsentwicklung.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.

Die ElringKlinger AG generierte 2018 in fast allen Regionen Wachstum und legte beim Umsatz um rund 7 % zu. Die Ergebnissituation war dagegen durch Kostensteigerungen und außerordentliche Abschreibungen im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen spürbar beeinträchtigt.

Umsatz um 7 % gesteigert

Die ElringKlinger AG profitierte 2018 von einer weltweit unverändert hohen Nachfrage nach ihren Produkten und weitete den Umsatz um 6,8 % auf 720,5 (674,4) Mio. Euro aus. Damit übertraf das Unternehmen sein prognostiziertes Ziel, die Erlöse um zwei bis vier Prozentpunkte stärker als das globale Marktwachstum, gemessen an der Fahrzeugproduktion (-0,4 %), zu steigern.

Besonders stark zogen die Umsätze in der Region NAFTA an. Hier erwirtschaftete die ElringKlinger AG Erlöse in Höhe von 77,3 (52,9) Mio. Euro, ein Plus von 46,1 %. Auch die Region Übriges Europa (ohne Deutschland) realisierte einen Umsatzanstieg auf 305,8 (290,6) Mio. Euro. Dagegen zeigte sich die Region Asien-Pazifik leicht rückläufig mit 57,5 (58,6) Mio. Euro. Insbesondere in China hatte die Dynamik gegen Jahresende nachgelassen. Insgesamt stieg der Auslandsumsatz um 9,5 % auf 466,0 (425,7) Mio. Euro. Der Auslandsanteil erhöhte sich somit auf 64,7 % (63,1 %).

Der Inlandsumsatz legte ebenfalls auf solidem Niveau um 2,3 % zu und erreichte 254,4 (248,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind für gewöhnlich auch Umsätze für Produkte, die in Fahrzeugen oder Motoren verbaut werden, die für den Export vorgesehen sind.

Erstausrüstung bleibt Wachstumstreiber

Das Segment Erstausrüstung war auch 2018 der Wachstumstreiber innerhalb der ElringKlinger AG und baute seine Erlöse um 8,3 % auf 574,8 (530,6) Mio. Euro aus. Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG legte gegenüber dem Vorjahr somit nochmals zu und erreichte 79,8 % (78,7 %). Den größten Umsatzzuwachs steuerte der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik bei. Der Bereich E-Mobility wuchs ebenfalls und stieg auf noch niedriger Basis prozentual auch stark.

Ersatzteilgeschäft mit leichtem Umsatzplus

Das Ersatzteilgeschäft präsentierte sich trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen Regionen der Welt insgesamt stabil. Die Erlöse erhöhten sich leicht um 1,3 % auf 145,4 (143,5) Mio. Euro. Der Umsatzanteil sank auf 20,2 % (21,3 %). Der größte Absatzmarkt Osteuropa konnte auch 2018 weiter zulegen, Westeuropa und der Nahe Osten verzeichneten dagegen leicht rückläufige Erlöse. In Asien und Nordamerika, wo die Markterschließung derzeit vorangetrieben wird, konnten die Umsätze auf noch niedrigem Niveau jeweils gesteigert werden.

Gesamtleistung über Vorjahr

Trotz des steigenden Geschäftsvolumens nahm die Veränderung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2018 auf 4,8 (5,8) Mio. Euro ab. Gleichzeitig reduzierten sich die anderen aktivierten Eigenleistungen auf 0,3 (1,5) Mio. Euro. In Summe lag die Gesamtleistung um 43,9 Mio. Euro über dem Vorjahr und kam auf 725,6 (681,7) Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich deutlich um 30,3 Mio. Euro auf 46,9 (16,6) Mio. Euro. Hauptgrund für den Anstieg sind die darin enthaltenen Erträge aus Anlageabgängen in Höhe von 29,8 (0,1) Mio. Euro, die im Wesentlichen den Verkauf der Hug-Gruppe betreffen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 118,6 (98,8) Mio. Euro. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr begründet sich in einem Zuwachs mehrerer Positionen, die hierin enthalten sind. Beispielsweise fielen höhere Kosten für Messen und Mieten an, ebenso Prüf- und Beratungskosten unter anderem für den Hug-Verkauf. Außerdem stiegen die Reparatur- und Reisekosten.

Steigende Rohstoffpreise belasten Materialaufwand

Wesentliche Rohstoffe wie Aluminium und Stahl, die ElringKlinger in großen Mengen zur Herstellung seiner Produkte benötigt, verzeichneten 2018 spürbare Preissteigerungen. Der Kunststoff Polyamid verteuerte sich ebenfalls spürbar, auch aufgrund der sehr begrenzt verfügbaren Mengen. Entsprechend nahm der Materialaufwand der ElringKlinger AG um 8,2 % - und damit stärker als das Umsatzwachstum - auf 326,2 (301,6) Mio. Euro zu. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) stieg auf 45,0 % (44,2 %).

Personalausbau fortgesetzt

Das starke Wachstum der ElringKlinger AG generell sowie der Ausbau der neuen Geschäftsfelder erforderten auch 2018 eine Ausweitung der Personalkapazitäten. Die Mitarbeiteranzahl zum Bilanzstichtag wurde um 427 bzw. 14,6 % auf 3.357 (2.930) Beschäftigte aufgestockt. Nahezu alle Neueinstellungen entfielen dabei auf das Segment Erstausrüstung, ein wesentlicher Teil davon auf die neuen Geschäftsfelder. Neben dem Personalausbau verursachte die tarifliche Lohnerhöhung um 4,3 % zum 1. April 2018 sowie die im Vorjahresvergleich höhere Mitarbeiterbeteiligung einen Anstieg der Personalaufwendungen. In Summe erhöhten sich diese 2018 überproportional zum Umsatz um 20,3 % auf 237,9 (197,8) Mio. Euro. Im Verhältnis zur Gesamtleistung erreichte die Personalaufwandsquote 32,8 % und lag damit deutlich über dem Vorjahr (29,0 %).

Außerordentliche Abschreibungen vorgenommen

Während die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 36,7 (33,1) Mio. Euro kamen, waren außerordentliche Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 24,2 (0) Mio. Euro erforderlich. Insgesamt wurden damit gegenüber dem Vorjahr um 27,8 Mio. Euro höhere Abschreibungen (ohne Abschreibungen auf Finanzanlagen) vorgenommen.

Kostensteigerungen schmälern Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen

Wie beschrieben, wurde das Ergebnis der ElringKlinger AG 2018 durch höhere Material- und Personalaufwendungen sowie außerordentliche Abschreibungen wesentlich belastet. Insgesamt konnte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und erreichte 28,9 (67,0) Mio. Euro. Dies entspricht einer Marge (im Verhältnis zur Gesamtleistung) von 4,0 % (9,8 %). Das Unternehmen konnte sein Ziel, eine Marge ungefähr auf Vorjahresniveau zu erzielen, damit nicht realisieren.

Beteiligungsergebnis rückläufig

Die Erträge aus Beteiligungen nahmen im Berichtsjahr erneut zu. In erster Linie führte die Ausschüttung der Tochtergesellschaft ElringKlinger China, Ltd., Suzhou, China, zu einem Anstieg um 14,7 Mio. Euro. Insgesamt betrugen die Erträge aus Beteiligungen 35,0 (20,3) Mio. Euro. Gegenläufig dazu ergab sich aufgrund außerordentlicher Abschreibungen auf Finanzanlagen ein negativer Ergebniseffekt von 53,5 (-5,0) Mio. Euro. Per Saldo zeigte sich das Beteiligungsergebnis somit signifikant rückläufig und sank auf minus 18,5 (+15,3) Mio. Euro.

Vorsteuerergebnis bei 4 Mio. Euro

Das niedrigere Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen sowie das negative Beteiligungsergebnis führten dazu, dass das Vorsteuerergebnis mit 4,1 Mio. Euro signifikant unter dem Vorjahreswert von 75,5 Mio. Euro lag. Da die außerordentlichen Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie auf Finanzanlagen steuerlich nicht wirksam sind, reduzierten sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag nicht in gleichem Maße. Sie beliefen sich für das Geschäftsjahr 2018 auf 9,2 (15,0) Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern fiel deshalb negativ aus und betrug minus 5,1 (+60,5) Mio. Euro. Nach Abzug der sonstigen Steuern bezifferte sich der Jahresfehlbetrag der ElringKlinger AG im Berichtsjahr auf minus 5,3 (+60,2) Mio. Euro.

Aussetzung der Dividende

Aufgrund des negativen Ergebnisses der ElringKlinger AG wurden 2018 keine (Vorjahr: 28,5 Mio. Euro) Einstellungen in die Gewinnrücklagen vorgenommen. Der ausgewiesene Bilanzverlust lag damit identisch zum Jahresfehlbetrag bei minus 5,3 (+31,7) Mio. Euro. Auf dieser Basis haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, von der bisherigen Dividendenpolitik abzuweichen und die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 auszusetzen, um die Innenfinanzierung für den Transformationsprozess des Unternehmens weiter zu stärken.

Vermögenslage der ElringKlinger AG

Die Doppelrolle der ElringKlinger AG als operative Konzerngesellschaft mit gleichzeitiger Holdingfunktion spiegelt sich in ihrer Vermögensstruktur wider. Etwas mehr als die Hälfte des Anlagevermögens machen die Finanzanlagen aus, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bestehen.

Die Bilanzsumme der Muttergesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 4,1 % auf 1.370,4 (1.316,2) Mio. Euro. Abgesehen von der Erhöhung der Sachanlagen beruhen die Entwicklungen der Aktivseite überwiegend auf Vorgängen im Zusammenhang mit der Holdingfunktion bzw. zentralen Konzernfinanzierung.

Als Folge der Investitionstätigkeit (vgl. "Finanzlage der ElringKlinger AG") erhöhten sich die Sachanlagen zum 31. Dezember 2018 auf 367,7 (343,2) Mio. Euro.

Die Finanzanlagen beliefen sich zum Jahresende 2018 auf 431,4 (486,7) Mio. Euro. Den Hauptposten bilden Anteile an verbundenen Unternehmen. Sie reduzierten sich um 30,8 Mio. Euro auf 397,8 (428,6) Mio. Euro. Die Veränderung ergab sich zum einen aus den Veräußerungen der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, sowie, in geringerem Maße, der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland. Zum anderen minderte sich der Anteilsbestand aufgrund von Abschreibungen auf Anteile verschiedener Tochterunternehmen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen. Gegenläufig bzw. bestandserhöhend wirkten Kapitalerhöhungen bei drei Tochtergesellschaften mit Sitz in Kecskemét, Ungarn, in Buford, USA, und in Suzhou, China. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zuschreibungen auf Finanzanlagen erfasst.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen lagen mit 8,5 (28,7) Mio. Euro unter dem Betrag am Vorjahresstichtag. Bestandsreduzierend wirkten sich hierbei ergebniswirksame Abschreibungen zum Jahresende sowie unterjährige Tilgungen aus.

Als Beteiligung sind die 2017 erworbenen Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, zum 31. Dezember 2018 mit 24,7 (29,0) Mio. Euro bilanziert. Sie minderten sich aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen, die im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit erforderlich waren.

Die Vorräte der ElringKlinger AG summierten sich zum Bilanzstichtag auf 153,5 (144,5) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der im Laufe des Geschäftsjahres gestiegenen Materialpreise sowie der Geschäftsausweitung entspricht die Ausweitung des Vorratsbestands um 9,0 Mio. Euro bzw. 6,2 % ungefähr der Umsatzsteigerung von rund 7 %. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Jahresende mit 92,3 (93,6) Mio. Euro etwa auf Vorjahresniveau.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen an Tochtergesellschaften. Mit insgesamt 299,6 (227,3) Mio. Euro bilden sie den größten Posten im Umlaufvermögen.

Das Anlagevermögen der ElringKlinger AG repräsentierte zum 31. Dezember 2018 rund 58,9 % (63,8 %) ihres Gesamtvermögens. Entsprechend entfallen rund 40,9 % (36,2 %) auf das Umlaufvermögen. Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.

Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 40 %

Das Eigenkapital der ElringKlinger AG belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 547,6 (584,6) Mio. Euro. Die Dividendenzahlung für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 31,7 Mio. Euro sowie der Jahresfehlbetrag von 5,3 Mio. Euro des abgelaufenen Geschäftsjahres minderten die Eigenmittel. Die Eigenkapitalquote von 40,0 % (44,4 %) liegt dennoch weiterhin auf einem soliden Niveau.

Die Rückstellungen der ElringKlinger AG betrugen 116,8 (107,8) Mio. Euro. Darunter fallen die Pensionsrückstellungen, die vorwiegend aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen auf 74,6 (68,9) Mio. Euro zunahmen. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 41,8 (38,4) Mio. Euro hauptsächlich wegen höherer Altersteilzeitverpflichtungen leicht über dem Betrag am Vorjahresstichtag.

Die Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2018 insgesamt 705,5 (623,5) Mio. Euro und entsprachen einem Anteil an der Bilanzsumme von 51,5 % (47,4 %). Hauptposten sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 599,5 (541,3) Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen aufgrund des Geschäftswachstums mit 44,8 (34,4) Mio. Euro über dem Vorjahresvergleichsbetrag.

Finanzlage der ElringKlinger AG

Operativer Cashflow deutlich verbessert auf 94 Mio. Euro

Trotz der Verschlechterung im Jahresergebnis konnte die ElringKlinger AG ihren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahresvergleich auf 94,2 (75,7) Mio. Euro verbessern. Im Wesentlichen ist dies damit zu begründen, dass die oben beschriebenen Ergebniseffekte aus der Holdingfunktion der ElringKlinger AG (Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen) zahlungsunwirksame Aufwendungen darstellen. Aber auch in den für die Entwicklung des Kapitalflusses wichtigen operativen Zielgrößen konnte die ElringKlinger AG eine Verbesserung erzielen. So fiel der Mittelabfluss, der für das Net Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und) erforderlich ist, im Geschäftsjahr 2018 spürbar geringer aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Inklusive der anderen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind, sank der Mittelabfluss aus der Veränderung des Net Working Capitals im Vorjahresvergleich auf 7,4 (17,2) Mio. Euro. Zudem fielen die gezahlten Ertragsteuern um 16,1 Mio. Euro niedriger aus.

Cashflow aus Investitionstätigkeit durch mehrere Faktoren geprägt

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen der ElringKlinger AG summierten sich 2018 auf 52,1 (47,8) Mio. Euro. Das Geschäftswachstum und anstehende Neuprojekte erforderten einerseits Neuanschaffungen von Produktions- und Montagelinien in den traditionellen Geschäftsbereichen. Andererseits setzte das Unternehmen einen Fokus auf künftige Technologien und begann 2018 mit der Errichtung eines Technologiezentrums für Elektromobilität und neue Geschäftsfelder am Hauptstandort Dettingen/Erms. An einem weiteren Standort befindet sich eine Montagelinie für komplette Batteriesysteme im Aufbau (vgl. "Finanzlage"). Für Investitionen in Finanzanlagen tätigte die ElringKlinger AG Auszahlungen von 35,7 (47,3) Mio. Euro. Sie betrafen die oben erwähnten Kapitalerhöhungen bei verschiedenen Tochtergesellschaften. Im Vorjahr war in dieser Position auch der Kaufpreis für den Erwerb von Anteilen an Gesellschafen der hofer-Gruppe enthalten. Aus der Veräußerung von Tochterunternehmen, die den Verkauf der Schweizer Hug-Gruppe und der in Deutschland ansässigen new enerday GmbH betraf, flossen dem Unternehmen Mittel in Höhe von 56,8 (0) Mio. Euro zu.

Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit der ElringKlinger AG im Jahr 2018 auf minus 30,6 (-95,9) Mio. Euro.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss von 63,6 Mio. Euro, nach einem Mittelzufluss im Vorjahr von 20,2 Mio. Euro. Er beinhaltet auch die für das Ergebnis des Vorjahres gezahlte Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG von 31,7 (31,7) Mio. Euro.

Zum 31. Dezember 2018 standen der ElringKlinger AG offene Kreditlinien von insgesamt 136,3 (98,3) Mio. Euro zur Verfügung.

Die Kapitalflussrechnung zum Jahresabschluss wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.

Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2018-gbag-de.pdf veröffentlicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ElringKlinger-Gruppe, die tagtäglich ihr Know-how und kreative Ideen einbringen und damit den Grundstein für den langfristigen Unternehmenserfolg legen. 2018 arbeiteten erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als 10.000 Beschäftigte daran, die starke Wettbewerbsposition des ElringKlinger-Konzerns auszubauen.

Weltweites Wachstum bedingt Personalaufbau

Um das organische Wachstum des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 zu stemmen, erhöhte das Unternehmen die Personalkapazität im In- und Ausland. Im Jahresdurchschnitt 2018 waren 10.033 (9.001) Menschen für ElringKlinger tätig. Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte der Konzern 10.429 (9.611) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 818 Personen bzw. 8,5 %. Der Großteil davon entfällt auf die Standorte der Muttergesellschaft ElringKlinger AG (Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale). Sie zählten zum Bilanzstichtag insgesamt 3.357 (2.930) Mitarbeiter, ein Plus von 427 Personen. Vor allem am Hauptsitz in Dettingen/Erms wurden vorwiegend Fachkräfte für die neuen Geschäftsfelder Batterie und Brennstoffzelle eingestellt. Dagegen lag die Beschäftigtenanzahl der inländischen Tochtergesellschaften mit 967 (947) nur leicht über dem Vorjahresniveau. Hauptgrund war die Veräußerung des Hug-Teilkonzerns mit Sitz in Elsau, Schweiz, für den auch in Deutschland einige Mitarbeiter vorwiegend im Vertrieb tätig waren, sowie der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland. Die Entkonsolidierung dieser Gesellschaften im Jahr 2018 kompensierte den Personalaufbau anderer deutscher Tochterunternehmen zu weiten Teilen.

Den prozentual größten Zuwachs verzeichnete die Region Nordamerika. Insbesondere in den USA, aber auch in Mexiko und Kanada wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können. Auch in Asien und Brasilien erforderten die höheren Geschäftsvolumina zusätzliches Personal. In Europa hingegen (ohne Deutschland) ging die Mitarbeiteranzahl zurück. Wesentlich hierfür war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns. Im Zuge der Produktionsverlagerung aus der Schweiz nach Ungarn wurde 2018 schrittweise begonnen, die dortigen Personalkapazitäten jeweils entsprechend anzupassen. In Summe lag die Beschäftigtenanzahl im Ausland bei 6.105 (5.734). Somit fiel der Auslandsanteil der Konzernmitarbeiter leicht unter den Vorjahreswert auf 58,5 % (59,7 %). Der Inlandsanteil lag entsprechend bei 41,5 % (40,3 %).

Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit

zum 31.12.2018 (Vorjahr)

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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2018 2017
Absolute Mitarbeiteranzahl 10.429 9.611
davon Männer (in %) 71,0 71,6
davon Frauen (in %) 29,0 28,4
Absolute Mitarbeiteranzahl 10.429 9.611
davon Inland (in %) 41,5 40,3
davon Ausland (in %) 58,5 59,7
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 10.033 9.001

Beschaffung und Lieferantenmanagement

Der Zentraleinkauf des ElringKlinger-Konzerns ist dafür zuständig, Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen global zu beschaffen und sicherzustellen, dass diese kostengünstig sowie termin- und mengengerecht verfügbar sind. Das Einkaufsjahr 2018 war geprägt von weltweiten Handelskonflikten, Zöllen und zum Teil massiven Materialpreiserhöhungen. Der Zentraleinkauf konnte die Versorgung der internationalen ElringKlinger-Werke dennoch immer gewährleisten.

Der Materialaufwand zählt mit 44,0 % vom Umsatz zu den größten Kostenblöcken in der ElringKlinger-Gruppe. Eine aktive Einkaufs- und Warensteuerung trägt deshalb maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Die wesentlichen Rohstoffe, die ElringKlinger zur Fertigung seiner Produkte benötigt, umfassen Aluminium, legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnen Materialien und Komponenten, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen eingesetzt werden, immer mehr an Bedeutung für den ElringKlinger-Einkauf.

Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2018

(Vorjahr) in %

Rohstoffpreise auf hohem Niveau: Materialaufwandsquote steigt auf 44 %

Aufgrund der insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2018 stark gestiegenen Rohstoffpreise nahm der Materialaufwand der ElringKlinger-Gruppe deutlich zu. Davon waren nahezu alle Materialgruppen betroffen. So ist zum Beispiel der Stahlmarkt in Nordamerika maßgeblich durch Importzölle in Höhe von 25 % negativ beeinflusst. Daneben gab es für Stahl eine branchenübergreifend starke Nachfrage, die ebenfalls zu Preisanstiegen sowie zu langen Lieferzeiten führte. Auch die Legierungszuschläge für Edelstahl, den ElringKlinger zur Herstellung von Dichtungen einsetzt, erhöhten sich um durchschnittlich mehr als 10 %. Legierungen wie Nickel werden ausschließlich an der Börse gehandelt und können nicht in Rahmenverträgen fixiert werden. Auch für Aluminium, das zur Produktion von Abschirmteilen benötigt wird, zeigten sich die Materialpreise sehr volatil auf hohem Niveau. Beim Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger zur Fertigung von Leichtbaukomponenten benötigt, gab es 2018 mehrere Preiserhöhungen, auch aufgrund der sehr begrenzt verfügbaren Menge.

In Summe betrug der Materialanteil an den Umsatzkosten 2018 insgesamt 56,2 % (54,2 %). Die Materialaufwandsquote (Materialanteil im Verhältnis zum Umsatz) lag bei 44,0 % (40,9 %) und damit spürbar über dem Vorjahr. Das gesamte Einkaufsvolumen, das sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien umfasst, stieg auf 1.160,2 (1.067,8) Mio. Euro.

Preisgleitklauseln erfolgreich implementiert

Um mittel- bis langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, hat ElringKlinger begonnen, Preisgleitklauseln noch stärker in Kundenverträge zu integrieren. Für einige Rohmaterialien wie Aluminium und Edelstahl sind diese bereits aktiv, weitere Gleitklauseln befinden sich in Abstimmung. Dies sollte sich mittelfristig positiv auf die Ergebnissituation der ElringKlinger-Gruppe niederschlagen.

Darüber hinaus sichert sich ElringKlinger gegen volatile Preisentwicklungen ab, indem es Rahmenverträge für die wichtigsten Materialgruppen abschließt. Damit stellt der Konzern zudem die Materialverfügbarkeit sicher und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. Für Polyamide wurden 2018 tendenziell Rahmenverträge mit kürzeren Laufzeiten abgeschlossen, dagegen wurden für Aluminium und Stahl weitgehend Jahresverträge für 2019 vereinbart.

2018 wurden für mehrere Warengruppen Strategie-Workshops durchgeführt. Die Ergebnisse daraus werden schrittweise umgesetzt und sollten sich ab 2019 und in den Folgejahren positiv hinsichtlich Kosten, Qualität und Liefersicherheit auswirken.

Schrotterlöse bei 37 Mio. Euro

Während sich die hohen Rohstoffpreise auf der Materialpreisseite ergebnisbelastend auswirken, profitiert ElringKlinger beim Verkauf von Metallresten davon. Der Konzern betreibt ein weltweites Metallschrott-Management, wobei der bei den Fertigungsprozessen anfallende Ausschuss sowohl lokal als auch global verwertet und veräußert wird. Die weltweit erzielten Schrotterlöse lagen 2018 mit 37,1 (38,1) Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.

Energiebedarf langfristig gesichert

ElringKlinger sichert den Großteil des Strom- und Gasbedarfs über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2017 wurden mit den bestehenden Lieferanten Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2021 vereinbart. Das Unternehmen kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen. Darüber hinaus deckt ElringKlinger einen Teil seines Strombedarfs eigenständig mit dem Betrieb von Blockheizkraftwerken.

Globale Einkaufsstruktur weiter optimiert

Nachdem ElringKlinger 2017 die Einkaufsstruktur in eine Matrixorganisation überführt hatte, wurde diese im Geschäftsjahr 2018 punktuell weiter optimiert. Für komplexe Projekte, insbesondere in den neuen Geschäftsfeldern rund um Batterie und Brennstoffzelle, bilden spezielle Projektkoordinatoren die Schnittstelle zwischen Entwicklung und Einkauf und stellen somit eine optimale Abstimmung sicher. Des Weiteren wurde die Beschaffung in den einzelnen Regionen noch stärker zentralisiert, standardisiert und der strategische Einkauf organisatorisch von der Logistik getrennt. Für die USA wurde der Einkauf am ElringKlinger-Standort in Buford, Georgia, zentralisiert. Dadurch kann der Konzern das Einkaufsvolumen noch besser bündeln.

Zahlungsziele erhöht, Kapitalbindung verbessert

Ein wichtiges Projekt des Beschaffungsbereichs im Geschäftsjahr 2018 stellte die Optimierung der Kapitalbindung dar. Dazu wurden die Zahlungsziele bei den Lieferanten gemäß einer konzernweit neu definierten Vorgabe entsprechend erhöht. Mit wesentlichen Hauptlieferanten sind die neuen Zahlungsziele bereits verhandelt und umgesetzt. Dies sollte sich ab 2019 positiv auf den Kapitalabfluss auswirken. Die Initiative wird auch im kommenden Jahr mit hoher Priorität fortgesetzt. Darüber hinaus wurden mit Lieferanten Konsignationslager vereinbart, um sowohl die Kapitalbindung zu verbessern als auch die Lieferzeiten zu reduzieren. Ein weiteres Projekt befasste sich 2018 mit der Implementierung einer Software für den Angebots- und Vergabeprozess.

Lieferantenmanagement: Neue Einkaufsquellen für neue Geschäftsfelder

Die ElringKlinger-Gruppe ist prinzipiell bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gering zu halten. Dennoch werden Bedarfe vermehrt gebündelt, um über Skaleneffekte Kostenvorteile zu erzielen. 2018 lag der Anteil der 30 größten Lieferanten am gesamten Einkaufsvolumen mit 24 % (23 %) erneut über dem Vorjahreswert.

Für die neuen Geschäftsfelder, die zunehmend in den Fokus rücken, wurden 2018 erfolgreich neue Lieferanten ausgewählt. Generell wurden neue Lieferanten in Europa, Amerika sowie in Asien aufgebaut. Audits wurden ebenfalls rund um den Globus durchgeführt. Um die gestiegene Anzahl an Beschaffungsprojekten insbesondere in Asien abwickeln zu können, wurden dort weitere regionale Lieferantenentwickler eingesetzt. Das Team, das die Qualität der Lieferanten sicherstellt, wurde ebenfalls mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet, um die Risiken neuer Lieferanten zu bewerten und zu reduzieren.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effektivität und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und weiterentwickelt.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Konzernplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Bereiche der Unternehmensgruppe involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für den Konzern relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung schnell umgesetzt werden. Die Risikostruktur von Konzern und AG unterscheiden sich insgesamt nicht wesentlich.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Konzern als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von der Revisionsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz interner und externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet und hieraus resultierende, erforderliche Maßnahmen werden veranlasst. Die Kontrolle der Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Prüfung der Bearbeitung erkannter Risikopositionen erfolgt durch den ressortverantwortlichen Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2018 fanden sowohl Revisionen bei in- als auch bei ausländischen Tochtergesellschaften sowie in ausgewählten Geschäftsbereichen der ElringKlinger AG statt. Im Ausland lag der Prüfungsschwerpunkt hierbei auf den Tochtergesellschaften in der Region Asien-Pazifik. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.

Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officer benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der ElringKlinger-Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. Durch regelmäßige Schulungen soll Compliance-Verstößen vorgebeugt werden. So wurden an unterschiedlichen Standorten für Mitarbeiter in relevanten Funktionsbereichen auch im Jahr 2018 Schulungsveranstaltungen zu Compliance-Themen durchgeführt. Für 2019 sind bereits weitere Schulungen terminiert.

Zur Aufdeckung von Missständen stellt ElringKlinger seinen Mitarbeitern ein Hinweisgebersystem mit unterschiedlichen Meldewegen zur Verfügung. Ihnen wird hierdurch die Möglichkeit eingeräumt, Fehlverhalten, Rechts- und Regelverstöße geschützt an die Compliance-Organisation zu melden. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Im Zuge der Untersuchungshandlungen zu einem gemeldeten Verdachtsfall bei einer inländischen Tochtergesellschaft wurden wegen des Verdachts der Untreue und Unterschlagung die erforderlichen rechtlichen Maßnahmen gegen den Verdächtigen eingeleitet. Weitere wesentliche Verstöße sind für 2018 jedoch nicht zu berichten.

Der Vorstand ist bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen und fortzuentwickeln.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat der Konzern entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen. ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS sowie dem ElringKlinger-Bilanzierungshandbuch aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen und das Konzernberichterstattungssystem abgeglichen. Die Berichterstattung aller Konzerngesellschaften erfolgt über ein Konzernberichterstattungssystem. Dieses enthält neben den Finanzdaten auch Angaben, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung im Bereich Finanzen überprüft.

Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffssysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei denjenigen Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten.

Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können. Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Konzernbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikoeinschätzung

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Chancen- und Risikoprofil des ElringKlinger-Konzerns

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Risiken-/ Chancenarten Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken Mittel Wesentlich
Politische Risiken Mittel Moderat
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand Niedrig Moderat
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb Hoch Moderat
Materialrisiken/Lieferantenrisiken Mittel Wesentlich
Kundenrisiken Niedrig Moderat
Lohnkostenrisiken Mittel Moderat
Personalrisiken Mittel Unwesentlich
IT-Risiken Niedrig Wesentlich
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken Mittel Moderat
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken Niedrig Moderat
Strategische Risiken
Technologierisiken Hoch Wesentlich
Externes Wachstum/Akquisitionen Niedrig Moderat
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall Niedrig Moderat
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Niedrig Moderat
Währungsrisiken Mittel Moderat
Zinsrisiken Niedrig Moderat
Einsatz derivativer Finanzinstrumente Niedrig Unwesentlich
Chancen
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung Hoch Wesentlich
Technologietrends Hoch Wesentlich
Erweiterung des Leistungsspektrums Hoch Wesentlich
Neue Absatzmärkte Hoch Wesentlich
Branchenkonsolidierung/M&A Mittel Moderat

Risikomatrix des ElringKlinger-Konzerns

Konjunkturelle Risiken

Konjunktur- und Branchenrisiken

Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies möglicherweise auch eine geringere Nachfrage nach dem Produktportfolio des ElringKlinger-Konzerns nach sich ziehen.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach Einschätzung zum Bilanzstichtag in einer allgemeinen Eintrübung des globalen Marktwachstums. Risikobehaftet sind in diesem Zusammenhang mögliche Auswirkungen des globalen Handelskonflikts, insbesondere zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, die Folgen eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union sowie eine nachhaltige Abschwächung des Wirtschaftswachstums in der Volksrepublik China.

Ökonomen rechnen aufgrund von gestiegenen Konjunkturrisiken für 2019 mit einer generellen Wachstumsverlangsamung in den großen Volkswirtschaften. Gemäß den Prognosen des Internationalen Währungsfonds wird für die Eurozone ein schwächeres Wachstum der wirtschaftlichen Gesamtleistung von weniger als 2 % erwartet. Auch in Deutschland trüben sich die Aussichten ein: Die deutsche Wirtschaft dürfte 2019 nur noch um 1,3 % wachsen, nach 1,5 % im Jahr 2018. In den USA wird das erwartete Bruttoinlandsprodukt mit 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls schwächer zulegen. In China ist eine zunehmende Normalisierung des Wirtschaftswachstums zu beobachten - gleichwohl dürfte die Wachstumsrate konstant über 6 % liegen. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert zu Jahresbeginn 2019 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % für das Gesamtjahr.

Für den weltweiten Automobilmarkt zeichnet sich nach den Prognosen des Branchenverbandes VDA für 2019 insgesamt ein Jahr mit geringem Absatzwachstum, das auf 1 % beziffert wird, ab. Während in Europa eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau des Vorjahres zu erwarten ist, wird sich der US-Fahrzeugmarkt insgesamt etwas abkühlen. Das erwartete Wachstum wird mehrheitlich von Asien, und dabei trotz verhaltenem erstem Halbjahr insbesondere vom chinesischen Pkw-Markt, getragen.

Die weltweite Automobilproduktion wird nach Expertenschätzungen ebenfalls nur leicht, das heißt im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen. Trotz der vorsichtigen Wachstumsprognosen für 2019 ist ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion im Jahr 2019 zwischen 0 bis 1 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden.

In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten werden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst. ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.

Die Automobilindustrie sieht sich weiterhin gewissen branchenspezifischen Risiken gegenüber. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang das für die Branche schwer einzuschätzende Tempo des Wandels vom Verbrennungsmotor in Richtung alternative Antriebsformen zu nennen. Auch wenn die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in einigen Regionen weiter ansteigen dürfte, werden die weltweiten Marktanteile der E-Mobilität im Jahr 2019 mit etwa 3 % von untergeordneter Bedeutung bleiben. Expertenmeinungen, wann der Markt für alternative Antriebe wie Batterie- und Brennstoffzellentechnologie signifikant durchdrungen wird, gehen auseinander.

Der ElringKlinger-Konzern hat sein Portfolio frühzeitig auf alle Antriebsarten ausgerichtet. Zudem reagiert der Konzern auf das risikobehaftete Geschäft im Bereich der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie, indem die neuen Geschäftsfelder innerhalb des Risikomanagements ein gesondertes Monitoring erfahren.

Ein Thema, das die gesamte Automobilbranche weiterhin beschäftigt, ist die anhaltende öffentliche Diskussion über die Dieseltechnologie. Diese sorgt für Verunsicherung bei den Endkunden und bewirkt spürbare Änderungen beim Kaufverhalten: Die Dieselquote bei den Fahrzeugneuzulassungen geht erkennbar zurück. Von einer rückläufigen Dieselquote ist ElringKlinger nicht überdurchschnittlich betroffen, da die Produktpalette des Konzerns im Wesentlichen unabhängig von der Kraftstoffart zu betrachten ist. Die zunehmende Zahl von Fahrverboten in deutschen Großstädten lässt allerdings die breite Öffentlichkeit zudem verunsichert zurück, sodass mit weiteren Folgewirkungen für die gesamte Automobilbranche zu rechnen sein könnte.

Die Umstellung auf das Abgasprüfverfahren WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) gehört ebenfalls zu den branchenspezifischen Risiken. Ab September 2018 wurde mit dem WLTP-Standard ein neues einheitliches Messverfahren zur Bestimmung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen vorgeschrieben. Die Umstellung darauf führte zu Verzögerungen bei der Neuzulassung von Fahrzeugen. Es ist nach heutiger Einschätzung nicht auszuschließen, dass die Zulassungsverzögerungen auch noch im ersten Halbjahr 2019 weiter andauern.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. internationalen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken. Neue Gesetze oder Regularien können sich direkt oder indirekt auf Technologietrends oder Absatzgebiete des Konzerns auswirken.

Die aktuellen geopolitischen Krisenherde in der Welt sind weit gestreut. Unter ihnen hat sich der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland zuletzt weiter zugespitzt. Auch in weiten Teilen des Nahen Ostens, hierbei ist insbesondere Syrien zu nennen, hat sich die Lage verschärft. Bisherige Schutzmächte ziehen sich aus der Region zurück, die Machtverhältnisse werden teils neu aufgeteilt. Zudem erweisen sich die nordafrikanischen Länder unverändert als politisch instabil.

Die erwähnten Gebiete zählen zu den für ElringKlinger mit gewissen Risiken behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft, zu dessen Kernregionen auch Nordafrika und der Nahe Osten zählen, besteht dagegen das grundsätzliche Risiko von Umsatzeinbußen. Da in den genannten Regionen in Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

Daneben wirkt sich der bestehende Handelskonflikt zwischen den USA und Europa bzw. China weiterhin belastend auf den globalen Freihandel aus. Neue US-Importzölle auf Rohstoffe sind in diesem Zusammenhang ebenso denkbar wie die bereits seit längerem im Raum stehende Überlegung der US-Regierung, ausländische Fahrzeughersteller mit Strafzöllen für in die USA importierte Autos zu belegen. Die aus dem Zollstreit erwachsenden politischen Risiken sowie deren Auswirkungen auf die Automobilindustrie im Allgemeinen bzw. den ElringKlinger-Konzern im Speziellen bestehen somit unverändert.

Die Unsicherheiten im Hinblick auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") halten weiter an. Da bislang keine Einigung zwischen der EU und dem britischen Parlament über ein Brexit-Abkommen erzielt werden konnte, besteht weiterhin die Möglichkeit eines ungeordneten Brexits. Insbesondere die aus diesem "No Deal"-Szenario resultierenden Risiken sind gegenwärtig nicht hinreichend abzuschätzen. Die ElringKlinger-Gruppe ist zwar aufgrund von bestehenden Kundenbeziehungen sowie den vor Ort ansässigen Geschäftseinheiten vom Brexit-Thema an sich betroffen. Jedoch nimmt das Risiko der britischen Tochtergesellschaften im Verhältnis zum Gesamtkonzern ein beherrschbares Ausmaß ein.

Allgemeine interne Risiken

Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand

Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung stehen, zählen insbesondere Arbeitsunfälle sowie die Gefahr von Bränden in der Fertigung.

Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit gültigen Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für alle Mitarbeiter beugt ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vor. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genau untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.

Das Entstehen von Bränden in einer Betriebsstätte des ElringKlinger-Konzerns stellt zwar ein vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Eine brandbedingte, längerfristige Werksschließung birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Produktionsanlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. diese vorübergehend zu verlagern.

Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der Preisdruck stellt ein signifikantes Risiko für den Konzern dar und hat in Zeiten von steigenden Rohmaterialpreisen und/oder zollbedingten Preisaufschlägen in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.

Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und seiner starken Marktstellung sieht sich der ElringKlinger-Konzern zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht vollständig entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, fokussiert sich ElringKlinger darauf, Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln und Nischenmärkte zu besetzen. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.

Der Wettbewerb ist in der Automobilzulieferbranche auf hohem Niveau. Demzufolge sehen sich neu in den Markt eintretende Wettbewerber wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe mehrheitlich Spezialkenntnisse und -kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Um als Wettbewerber in den Markt einzutreten, wären hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie notwendig. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.

Aufgrund seines globalen Produktionsverbundes, der in den letzten Jahren nochmals deutlich ausgebaut wurde, ist der ElringKlinger-Konzern in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, flexibel zu agieren und weite Teile des Produktportfolios von unterschiedlichen Standorten und Regionen aus anzubieten.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2018 bei 56,2 % (54,2 %). Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern überwiegend verwendeten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium, Polyamide und Elastomere. Daneben kommt für den ElringKlinger-Einkauf verschiedenen Materialien und Komponenten, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen eingesetzt werden, eine wachsende Bedeutung zu. (vgl. "Beschaffung und Lieferantenmanagement").

Im Jahr 2018 sind die Rohstoffpreise in nahezu allen Materialgruppen stark angestiegen. Das gilt insbesondere für den Stahlmarkt, dessen Preisniveau durch Importzölle und eine generell hohe Nachfrage spürbar anzog. Die Rohstoffpreise für Kunststoff erhöhten sich unterjährig ebenfalls und für Aluminium bewegten sie sich sehr volatil auf hohem Niveau. Selbst die Legierungszuschläge für Edelstahl erhöhten sich deutlich. Infolgedessen war für den ElringKlinger-Konzern mit den gestiegenen Rohstoffpreisen im Geschäftsjahr 2018 ein erheblicher finanzieller Mehraufwand verbunden. Dieser könnte sich für das Geschäftsjahr 2018 rückwirkend nochmals erhöhen, sofern die USA die im Jahresverlauf eingeführten Importstrafzölle nachträglich noch auf das Gesamtjahr ausweiten. Dies käme einer retrograden Materialpreiserhöhung gleich.

Bedingt durch die globalen Handelskonflikte und die im Raum stehende Erhebung von zusätzlichen Importzöllen auf Rohmaterialien erwartet ElringKlinger für 2019 ein unverändert hohes Niveau der Einkaufspreise für die wesentlichen Rohstoffgruppen. In diesem Zusammenhang bestehen weiterhin auch potenzielle Risiken, die von Ausgleichs- bzw. Kompensationszöllen (Countervailing duties) auf in die USA importierte Rohmaterialien ausgehen. Von den durch übermäßige Materialpreiserhöhungen entstehenden Risiken wäre der ElringKlinger-Konzern unmittelbar und, abhängig von der Entwicklung des Preisniveaus, gegebenenfalls in erheblicher Weise betroffen.

Um möglichen Materialpreissteigerungen risikominimierend entgegenzusteuern, arbeitet der Zentraleinkauf von ElringKlinger fortlaufend daran, Optimierungspotenziale aufzudecken und umzusetzen. Dazu gehören die Verbesserung und konzernweite Vereinheitlichung von internen Prozessen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung hinsichtlich der Auswahl und Qualifikation von Lieferanten. Außerdem trägt ElringKlinger mit optimierten Produktdesigns und Verbesserungen der Fertigungsprozesse aktiv dazu bei, der Preisspirale auf den Rohstoffmärkten entgegenzuwirken.

Grundsätzlich handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Verträge mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Legierungen wie Nickel werden ausschließlich an der Börse gehandelt und können nicht in Rahmenverträgen fixiert werden. Um auf die mehrheitlich stark gestiegenen Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2018 zu reagieren, wurden situationsbedingt bei einzelnen Rohstoffgruppen Verträge mit kürzeren Laufzeiten vereinbart.

Zu den von ElringKlinger eingeleiteten Maßnahmen, um mittel- bis langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, gehören zunehmende Vereinbarungen von Preisgleitklauseln in Kundenverträgen. Ist dies nicht möglich, werden Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, möglichst an die Kunden weitergegeben. Hierbei besteht das Risiko, dass die Mehrkosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

Während sich die hohen Rohstoffpreise ergebnisbelastend für den Konzern auswirken, profitiert ElringKlinger beim Verkauf von Metallresten, die in der Produktion bei den Stanzprozessen entstehen, wiederum davon. Diese werden vom konzernweit agierenden Schrott-Management verwertet und veräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest in Teilen ab.

Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Der Konzern disponiert Material grundsätzlich frühzeitig und verfolgt dabei eine Mehrlieferantenstrategie, um das Risiko von Produktionsunterbrechungen oder -ausfällen infolge von Störungen in der Lieferkette so gering wie möglich zu halten. Im Geschäftsjahr 2018 lag der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen bei 24 % (23 %). Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.

Neben den im traditionellen Produktportfolio von ElringKlinger eingesetzten Rohstoffen wie Stahl, Aluminium oder Kunststoff kommen in den neuen Geschäftsfeldern der Batterie- oder Brennstoffzellentechnologie zum Teil andersartige Rohstoffe und Materialien zum Einsatz, deren Menge, Preisentwicklung sowie Lieferantenstruktur aus heutiger Sicht, unter anderem auch durch die ungewisse Nachfrageentwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, für den Konzern schwer einzuschätzen sind. ElringKlinger wirkt risikominimierend entgegen, indem derartige Rohstoffe aus Konsignationsläger der Lieferanten abgerufen werden, das heißt die Ware verbleibt bis zum Zeitpunkt des Abrufes im Eigentum des Lieferanten.

Als weiterer Aspekt zur Bewertung von Materialrisiken zählt die regelmäßige Analyse der im Konzern befindlichen Bestände. Diese werden im Hinblick auf ihre Umschlagshäufigkeit überprüft. Bei Beständen mit geringer Umschlagshäufigkeit erfolgt eine Evaluation im Hinblick auf Verbrauch, Verkauf oder Verschrottung.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einem oder mehreren bedeutenden Kunden birgt grundsätzlich das Risiko, dass auch der Bedarf für die in den betreffenden Motoren bzw. Fahrzeugmodellen eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgeht.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden, unter anderem auch mit Blick auf möglichen Preisdruck/Wettbewerb, niedrig zu halten, hat ElringKlinger seinen Kundenstamm in den letzten Jahren ständig verbreitert. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2018 bei rund 26 % (rund 25 %). Der größte Einzelkunde hat 9,5 % (10,2 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2018 beigetragen.

Darüber hinaus geht mit dem Wandel in der Automobilindustrie vom Verbrennungsmotor hin zu alternativen Antrieben auch eine zunehmende Veränderung der Kundenstruktur einher: Neben den traditionellen Anbietern treten vermehrt neue, innovative Hersteller in Erscheinung, die ausschließlich auf Fahrzeugmodelle mit alternativen Antrieben setzen und/oder gänzlich neue Mobilitätskonzepte verfolgen. Oftmals haben diese neuen Hersteller noch Start-up-Charakter. Der zukünftige Geschäftsverlauf ist in diesen Fällen schwierig zu prognostizieren und hängt maßgeblich von der Entwicklungskraft und dem erfolgreichen Abschluss von Finanzierungsrunden ab. Es ist demzufolge nicht auszuschließen, dass sich einige dieser neuen Hersteller mangels Anschlussfinanzierung und/oder aufgrund mangelnder Akzeptanz bzw. Nachfrage seitens der Endkunden auf lange Sicht nicht am Markt durchsetzen können.

ElringKlinger könnte in der Folge bestehende Entwicklungsprojekte oder Aufträge wieder verlieren oder müsste unter Umständen eine finanzielle Belastung im Aufwand berücksichtigen. Der Konzern befindet sich aktuell in Geschäftsbeziehungen mit mehreren Kunden, die in die oben genannte Kategorie fallen, und stuft diese Projekte demzufolge als risikobehaftet ein. Dem gestiegenen Kontrahentenrisiko begegnet ElringKlinger in diesen Fällen mit einer risikominimierenden Kundenstrategie, indem ein besonders enger Austausch erfolgt und der Finanzierungsstatus regelmäßig thematisiert wird. Zudem werden Zahlungsmodalitäten angestrebt, die im Wesentlichen dem jeweiligen Projektverlauf entsprechen und die ausstehenden Investitions- und Entwicklungsbeträge decken.

Lohnkostenrisiken

Nach den Materialkosten stellen die Lohnkosten den zweitgrößten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2018 bei 27,3 % (26,9 %).

Mit 41,5 % (40,3 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein bedeutender Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen bzw. eine Absenkung der tariflich bezahlten Arbeitszeit im Inland könnten sich spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern.

In den letztjährigen Tarifverhandlungen ist die IG Metall nicht von vergleichsweise hohen Lohnsteigerungsforderungen abgerückt, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre betrugen 2,8 % ab Juli 2016, 2,0 % ab April 2017 sowie 4,3 % ab April 2018. Der letztgenannte Abschluss mit einer Laufzeit von insgesamt 27 Monaten verschafft den dem Tarifverbund angehörigen Unternehmen eine längere Planungssicherheit.

In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen rund 14 % (rund 15 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig ist, liegt das Lohnkostenniveau dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen wird als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die zunehmende Dynamik bei der Lohnentwicklung für die Ertragslage der Landesgesellschaften kritisch zu betrachten.

Im Falle einer unerwartet rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie beispielsweise Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen. Zum 31. Dezember 2018 lag der Anteil der befristet Beschäftigten im ElringKlinger-Konzern bei 13,5 % (14,6 %).

Den zunehmenden Lohnkostensteigerungen in den letzten Jahren begegnet der Konzern mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und das Beschäftigtenniveau im Inland zu sichern.

Personalrisiken

In Zeiten des automobilen Wandels ist der ElringKlinger-Konzern in besonderem Maße auf das Fachwissen, den Einsatz und die Innovationskraft seiner Mitarbeiter angewiesen. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind wichtige Know-how-Träger und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Daher ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Fluktuation möglichst gering zu halten. Durch die Etablierung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll sich die Fluktuationsquote konstant auf einem niedrigen Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Im Geschäftsjahr 2018 lag die Fluktuationsquote auf Konzernebene bei 7,3 % (9,6 %). Damit hat sich das vergleichsweise hohe Niveau aus dem Vorjahr, das insbesondere von ausländischen Produktionsstandorten mit starken Kapazitätsauslastungen hervorgerufen wurde, wieder normalisiert. Um Personalabgänge besser auffangen zu können, werden spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf: Etwa 55 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 25 % sind jünger als 30 Jahre. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter im Konzern liegt bei 38 Jahren. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Der Fachkräftemangel macht sich zunehmend bemerkbar: An einigen Standorten bzw. in bestimmten Fachbereichen des Konzerns wird es vergleichsweise schwierig, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um im Kampf um Nachwuchstalente ("War for Talents") gerüstet zu sein, führt ElringKlinger bereits seit längerem gezielte Personalmarketingmaßnahmen durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Studierende von Universitäten und Hochschulen durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten zur frühzeitigen Bindung an das Unternehmen an. Außerdem bildet der Konzern zur Nachwuchssicherung junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger interne und externe Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyberkriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sind ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktionssteuerung bis hin zur Lieferkette. Ein solches Szenario hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf das Ergebnis auswirken können.

Der ElringKlinger-Konzern steuert mit einer ausgereiften IT-Infrastruktur, die in eine strategische und eine operative Einheit untergliedert ist, den genannten Gefahren risikominimierend entgegen. So werden sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch das Einrichten von zusätzlichen Backup-Systemen oder Überbrückungslösungen wird potenziellen Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen vorgebeugt.

Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht und somit räumlich getrennt sind. Damit sichert sich das Unternehmen gegen Systemausfälle und Datenverluste ab. Darüber hinaus werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten wird mithilfe von skalierbaren Zugangsrechten gesteuert. Zum Schutz vor unberechtigten externen Zugriffen kommen aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen zum Einsatz.

Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden.

Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologien.

Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger dafür, die beschriebenen Risiken zu verringern und vermeiden. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.

Innerhalb des Konzerns sind derzeit vereinzelte Risiken im Hinblick auf mangelnde Produktqualität und hohe Kapazitätsauslastungen vorhanden. ElringKlinger steuert mit einer Vielzahl von Verbesserungsmaßnahmen auf der Projekt- und Prozessebene risikominimierend entgegen. So sollen durch die Verlagerung von Teilen der Produktion an andere Standorte und die Installation von zusätzlichen Kapazitäten die Kapazitätsengpässe sukzessive beseitigt werden. Den Qualitätsmängeln wird unter anderem durch erhöhte Anforderungen beim Bezug von Rohmaterialien und eine fortlaufende Erneuerung und Erhöhung des Automatisierungsgrades bei den Produktionsanlagen begegnet. Zudem werden die logistischen Prozesse optimiert.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus gesetzeswidrigen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang einnehmen.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und auf dem Prinzip der Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Auf dieser Basis sollen langfristig über dem Marktniveau liegende Wachstumsraten erzielt werden (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet. Dieses Szenario würde sich mittel- bis langfristig in negativer Weise auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. ElringKlinger investiert daher mit jährlich rund 5 % vom Konzernumsatz einen hohen Betrag in Forschung und Entwicklung. Zudem sind in den letzten Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate zu vermeiden.

Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf wesentliche Kernthemen der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von Strukturleichtbauteilen sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit hat sich ElringKlinger schon frühzeitig und mit hohem Aufwand für alternative Antriebsarten aufgestellt, sei es in der Batterie- oder der Brennstoffzellentechnologie.

Die für den ElringKlinger-Konzern bedeutsamen Technologierisiken bestehen in einem schlagartigen Wandel der Antriebstechnologie in Richtung Elektromobilität sowie in der verschärften Gesetzgebung im Hinblick auf Abgasnormen. Auch wenn der Umsatzbeitrag des Geschäftsbereichs E-Mobility in den kommenden Jahren planmäßig stark zunehmen wird, wären mit einem abrupten Technologiewandel oder einer weiteren Verschärfung der CO2-Emissionsregularien wesentliche Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; dies hätte verstärkten Preisdruck zur Folge. ElringKlinger begegnet den Risiken durch den konsequenten Ausbau eines vom Verbrennungsmotor unabhängigen Produktportfolios.

Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart - ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor - nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält insbesondere aufgrund des bevorstehenden Wandels der Branche vom Verbrennungsmotor in Richtung alternative Antriebsformen ungebrochen an. Für ElringKlinger ergibt sich vor diesem Hintergrund grundsätzlich die Gelegenheit für ergänzende Zukäufe und gezielte Übernahmen, um schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.

Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten würden. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang erreicht werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen und/oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität überprüft und bewertet.

ElringKlinger tätigt Akquisitionen grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

In vergleichbarer Weise entstehen auch Risiken aus getätigten oder weiteren möglichen Desinvestitionen von Tochtergesellschaften und/oder Geschäftsbereichen.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfall

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei denjenigen Kunden, die dem Segment Erstausrüstung zuzuordnen sind, ist angesichts der insgesamt soliden Branchenkonjunktur für ElringKlinger als moderat einzustufen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2018 zwischen 12,6 und 25,8 Mio. Euro (13,0 und 28,9 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen aufgrund der Kernabsatzgebiete in Nordafrika, Osteuropa und dem Nahen Osten in Relation zur Erstausrüstung zwar als vergleichsweise höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter. Drohenden Forderungsausfällen im Ersatzteilgeschäft begegnet der ElringKlinger-Konzern durch Vorauszahlung als Zahlungsbedingung oder mit Hilfe von Warenkreditversicherungen.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken ergeben sich aus Unternehmenssicht dann, wenn es möglicherweise den finanziellen Verpflichtungen, zum Beispiel der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten oder den laufenden Kapitalerfordernissen der operativen Geschäftstätigkeit, nicht nachkommen kann und/oder die Refinanzierungsfähigkeit gefährdet ist.

Das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien erfordern für den ElringKlinger-Konzern hohe Investitionen, sodass sich der Finanzierungsbedarf generell auf hohem Niveau befindet. Das Kreditvergabeverhalten der Banken für Unternehmen der Automobilbranche gestaltet sich seit jeher restriktiv, wenngleich in den zurückliegenden Jahren Kredite zu vergleichsweise günstigen Konditionen am Markt vergeben wurden. Sollten die Ratingagenturen das allgemeine Risikoprofil der Automobilindustrie in der Zukunft jedoch schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist ein Finanzierungsrisiko stets implizit vorhanden -trotz der nach wie vor positiven Ertragssituation der Branche und vergleichsweise niedrigen Marktzinsen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist weiterhin nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit angesichts der bilanziellen Situation weiterhin solide dar. Mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % (44,0 %) liegt diese weiterhin im mittelfristigen Zielkorridor zwischen 40 und 50 % der Bilanzsumme. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) beträgt 3,7 (2,7). Die vom Konzern noch nicht gezogenen Kreditlinien beliefen sich zum Jahresultimo auf 190,2 (136,1) Mio. Euro.

In den Kreditverträgen des ElringKlinger-Konzerns waren zum Bilanzstichtag, mit einer Ausnahme bei einer ausländischen Tochtergesellschaft, keine Vertragsklauseln zur Einhaltung bestimmter finanzieller Anforderungen (Financial Covenants) enthalten. Zum 31. Dezember 2018 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der bedeutenden Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte, wie beispielsweise der türkischen Lira (TRY), dem brasilianischen Real (BRL) oder dem mexikanischen Peso (MXN).

Als global agierendes Unternehmen ist ElringKlinger prinzipiell Währungsrisiken ausgesetzt. Dazu zählen lokale Währungsüberschüsse in einzelnen Konzerngesellschaften sowie Ausleihungen innerhalb des Konzerns. Lokale Währungsüberschüsse werden weitgehend durch Natural Hedging begrenzt, das heißt Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an. Risiken aus der internen Finanzierung werden sukzessive abgebaut, indem der Konzern die Finanzierungen in den jeweiligen Währungsraum verlagert.

Darüber hinaus bestehen für ElringKlinger translatorische Risiken, die sich aus der Konsolidierung in der Konzernwährung ergeben. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns niederschlagen. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2018 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von minus 44,0 (28,7) Mio. Euro.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2018 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von 0,8 (-11,1) Mio. Euro.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten internationalen Konzernwährungen auf das Gesamtergebnis der ElringKlinger-Gruppe sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.

Das im Geschäftsjahr 2017 begebene Schuldscheindarlehen wurde dazu genutzt, die Laufzeitenstruktur zu optimieren und die Planbarkeit der Zinsaufwendungen zu verbessern. Insgesamt wurde ein Volumen von 200 Mio. Euro in Tranchen zu fünf, sieben und zehn Jahren mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,23 % emittiert. Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und folglich auch auf das Finanzergebnis von ElringKlinger auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

ElringKlinger nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur in Einzelfällen, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (insbesondere Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisvolatilitäten eingesetzt werden, liegen in jedem Fall die benötigten physischen Bezugsmengen zugrunde.

Chancen

Klimawandel/Emissionsgesetzgebung

Eines der zentralen Themen der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Seit 2009 unterliegen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge in der EU einer CO2-Regulierung. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Hersteller-Fahrzeugflotten bis 2021 bei maximal 95 g/km liegen. Sollten diese Vorgaben zum genannten Zeitpunkt nicht eingehalten werden, drohen den Herstellern empfindliche Strafzahlungen.

Doch diese Schwelle markiert nicht den Endpunkt, denn im Dezember 2018 wurden in Brüssel noch niedrigere Grenzwerte für die Zeit nach 2021 beschlossen. Danach soll auf EU-Ebene der CO2-Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 37,5 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Wenngleich die Hersteller mit dieser Entscheidung nun Planungssicherheit bis 2030 haben, sehen sie sich in Europa weiterhin mit den weltweit strengsten CO2-Grenzwerten konfrontiert. Doch auch in Nordamerika und Asien werden die Emissionsgrenzen zunehmend anspruchsvoller. So streben China und Japan Grenzwerte von 117 g/km bzw. 122 g/km bis 2020 an. In den USA und Kanada ist bis 2025 ein Wert von nur noch 99 g/km als Flottenziel ausgegeben. Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den Normen der Industriestaaten orientieren. So hat sich Indien beispielsweise einen CO2-Grenzwert von durchschnittlich 113 g/km bis zum Jahr 2022 zum Ziel gesetzt.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu - für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.

Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2-Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Teile für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs wie beispielsweise Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule verkauft werden.

Im Juli 2016 hatte die deutsche Bundesregierung eine staatlich subventionierte Prämie für den Kauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben eingeführt, um deren Nachfrage bei den Endkunden anzukurbeln. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden derzeit mit 4.000 Euro und Hybridfahrzeuge mit 3.000 Euro gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis Juni 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. Bis zum Jahr 2021 sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Die Kaufanreize bzw. die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für Elektromobilität sind darauf ausgerichtet, zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beizutragen und steigende Absätze alternativ angetriebener Pkw herbeizuführen.

Um den Wandel in Richtung Elektromobilität zu beschleunigen, hat eine steigende Zahl von Ländern in Europa angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren ab einem bestimmten Zeitpunkt gänzlich zu verbieten. Eine Vorreiterrolle nehmen dabei die skandinavischen Länder ein. In Schweden sollen gemäß den Plänen der Regierung nach dem Jahr 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Dänemark plant, den Verkauf von Diesel- und Benzinfahrzeugen ab 2030 zu verbieten. In Norwegen soll bereits ab 2025 kein Neuwagen mehr mit fossilen Brennstoffen zugelassen werden. Frankreich und Großbritannien streben dagegen eine Umsetzung für das Jahr 2040 an. Auch China, der größte Fahrzeugmarkt der Welt, bereitet schrittweise den Abschied vom Verbrennungsmotor vor. Ab 2019 sind Automobilhersteller gesetzlich dazu verpflichtet, bei den Neuzulassungszahlen ihrer Fahrzeugflotte eine Mindestquote von 10 % mit alternativen Antrieben zu erfüllen.

Im Bereich der Batterietechnologie nimmt die Dynamik in der Automobilindustrie weiter zu. Sowohl die Fahrzeughersteller als auch die politischen Entscheidungsträger treiben die Entwicklung der Elektromobilität mit großem Engagement voran. So ist bei den Herstellern bereits ein zunehmendes Angebot von Elektroauto-Modellen zu beobachten. Dabei steht die große E-Mobilitätsoffensive der deutschen Premiumhersteller noch aus - sie wird den Ankündigungen zufolge für das kommende Jahrzehnt erwartet. Um die Abhängigkeit von Asien im Bereich der Elektromobilität zu begrenzen, bemüht sich die EU verstärkt um den Aufbau einer eigenen Batteriezellenfertigung in Europa. Bislang stammt ein Großteil der in Europa verbauten Lithium-Ionen-Zellen aus Asien. Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie, unter anderem in Bezug auf die Reichweite und die Preisentwicklung, würden für eine höhere Akzeptanz von bzw. Nachfrage nach Elektroautos bei den Autokäufern sorgen. ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Konzern in seinem Produktportfolio verschiedene Komponenten für den batteriebetriebenen Antrieb bereithält. Zudem beliefert der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens bereits seit einigen Jahren verschiedene Pkw-Hersteller sowie -zulieferer mit Serienprodukten für batterie- bzw. hybridbetriebene Fahrzeugmodelle.

Die Brennstoffzellentechnologie nimmt ebenfalls eine gewichtige Rolle im Bereich der alternativen Antriebe ein - neben dem Pkw-Bereich soll die Brennstoffzelle vor allem im Lkw-Bereich und bei Bussen mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Gegensatz zur Batterietechnologie sind mit der Brennstoffzelle die Vorteile einer längeren Reichweite verbunden. Die für den Antrieb notwendige Wasserstoffversorgung kann zudem einfach über die bestehende Tankstelleninfrastruktur sichergestellt werden. ElringKlinger hat frühzeitig den Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie geschafft und hält neben verschiedenen Komponenten auch komplette Brennstoffzellenstacks bereit. Vor dem Hintergrund, dass sich der Brennstoffzellenmarkt in der Automobilindustrie derzeit noch im Aufbau befindet, sieht der ElringKlinger-Konzern beträchtliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre. Nach einer ersten Hochlaufphase in den kommenden Jahren wird eine tiefgehende Marktdurchdringung ab dem Jahr 2025 erwartet.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends

Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vom ElringKlinger-Konzern als hoch eingestuft wird. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2-Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, können die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als wesentlich eingestuft werden.

Tritt der Wandel schneller ein als nach derzeitigen Prognosen erwartet, kann der ElringKlinger-Konzern sein Produktportfolio rund um alternative Antriebstechnologien vermarkten und dadurch den Wandel in positiver Weise für sich nutzen. Batteriekomponenten und -systeme, Brennstoffzellenstacks und komplette elektrische Antriebseinheiten haben bereits Marktreife erlangt.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.

Welche Möglichkeiten genau bestehen, ist bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiele sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebstechnologien in den Bereichen der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie dienen. Außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich für den Bereich Kunststofftechnik mit PTFE-Komponenten beispielsweise in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Leistungsspektrums Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums zu erreichen, das das Wachstum der globalen Automobilproduktion übertrifft.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für das bestehende ElringKlinger-Portfolio, vor allem für die beiden zukunftsweisenden Säulen der Elektromobilität, das heißt Brennstoffzellentechnologie und Batterietechnik, und den Leichtbau. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang der chinesische Fahrzeugmarkt als Leitmarkt der Elektromobilität zu nennen. Auch im Hinblick auf neu entwickelte Technologien, beispielsweise bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen, nimmt Asien eine Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieses gesetzgeberischen und technologischen Umfeldes ergibt sich für den Konzern das Potenzial zur Absatzerweiterung in beträchtlichem Ausmaß in den nächsten Jahren.

Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme sowie durch die Erschließung neuer Absatzregionen, insbesondere in Nordamerika und Asien, weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" baut seine Aktivitäten in Asien gezielt aus. Dabei wurden die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbietern weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurden die Prozesse und Strukturen des bestehenden Ersatzteilgeschäfts in Nordamerika systematisch verbessert.

Außerhalb der Automobilindustrie bieten sich insbesondere für das Segment Kunststofftechnik mit seinem Produktportfolio rund um den Hochleistungskunststoff PTFE weitere Absatzmärkte im Maschinenbau, in der Medizin-, Chemie-, Elektroindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie. In geografischer Hinsicht eröffnet sich das zukünftiges Wachstumspotenzial vor allem in den Märkten Asien und USA.

Branchenkonsolidierung/M&A

Das Wachstum der Automobilbranche, gemessen an der Pkw-Produktion, wird in den kommenden Jahren weiter überwiegend in Asien erwartet. Diese Entwicklung stellt viele mittelständische Unternehmen, die sich heute noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, mittelfristig vor große Herausforderungen. Zudem haben die Zulieferer einen immer höheren Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert.

Es ist daher davon auszugehen, dass die derzeitige Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche in den kommenden Jahren weiter anhalten wird. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter den genannten Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation weitere Chancen, das Technologieportfolio durch Übernahmen gezielt zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Zum Teil scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ElringKlinger auch in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe nutzen wird, sofern diese dem Bereich der neuen Antriebstechnologien zuzuordnen sind. Der Konzern richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder aus, wohingegen in traditionelle Geschäftsfelder rund um den Verbrennungsmotor grundsätzlich keine Akquisitionen mehr getätigt werden. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns trotz einer Reihe von veränderten Rahmenbedingungen, die sich unmittelbar auf die Automobilindustrie auswirken, im Vergleich zum Vorjahr ähnlich darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können daher nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen finanziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern insbesondere in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Wandel in der Antriebstechnologie sowie in externen Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Zudem ist aufgrund der Entwicklung der Rohstoffpreise ein maßgebliches Risiko für den ElringKlinger-Konzern hinzugekommen.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, Nordamerika und weiten Teilen Asiens zeigen sich weiterhin stabil, auch wenn sich das Wachstum in China im Vergleich zu den Vorjahren normalisiert. Dagegen bleibt die politische Situation zwischen Russland und der Ukraine sowie in weiten Teilen des Nahen Ostens nach wie vor risikobehaftet. Der anhaltende globale Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die weiterhin bestehende Möglichkeit eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union sind als jene politischen Risiken zu werten, die einen unmittelbaren Einfluss auf den ElringKlinger-Konzern haben könnten. Darüber hinaus sind bestimmte strategische und operative Risiken innerhalb des Konzerns unverändert vorhanden: Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Wandel der Automobilindustrie ändert das Produktportfolio von ElringKlinger. Produkte aus den strategischen Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität nehmen an Bedeutung zu, klassische Produkte, die sich vor allem auf den Verbrennungsmotor beziehen, verlieren in den kommenden Jahren nach und nach an Relevanz.

Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 42,8 % (44,0 %) sowie die unveränderte Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie hat das Unternehmen frühzeitig investiert. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vergütungssystem

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O-Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts. Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus wird zu Beginn eines dreijährigen Bezugszeitraums gewährt und entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus den drei folgenden Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote (T).

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres.

90 % des auf den LTI II entfallenden Betrags werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied nach Ende des dreijährigen Bezugszeitraums im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrags erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von weiteren drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O-Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 % und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengelds bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengelds, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrags nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

2018 wurde ein Vorschuss an den Vorstandsvorsitzenden in Höhe von TEUR 50 gewährt, der im Monat der Auszahlung der Tantieme verrechnet wurde. Haftungsverhältnisse wurden nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2018

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Für die Berechnung des LTI I wurde das durchschnittliche EBIT der Jahre 2016 - 2018 in Höhe von TEUR 123.030 zugrunde gelegt. Davon erhalten die einzelnen Vorstände folgende Anteile:

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Dr. Wolf 0,80 %
Becker 0,60 %
Drews 0,40 %
Jessulat 0,40 %

Aus der Ermittlung des Economic Value Added (EVA)-Bonus (LTI II) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 keine Vergütung, da die angestrebte Verzinsung unterhalb des Konzern-WACC liegt.

Vorstandsvergütung 2018 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt.

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Reiner Drews
in TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 613 617 449 453 226 0
variable erfolgsabhängige Vergütung 981 1.099 736 825 369 0
Summe 1.594 1.716 1.185 1.278 595 0
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 0 35 0 28 0 0
Summe 0 35 0 28 0 0
Gesamtvergütung 1.594 1.751 1.185 1.306 595 0

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Thomas Jessulat Gesamt
in TEUR 2018 2017 2018 2017
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 367 321 1.655 1.391
variable erfolgsabhängige Vergütung 490 550 2.576 2.474
Summe 857 871 4.231 3.865
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 0 11 0 75
Summe 0 11 0 75
Gesamtvergütung 857 882 4.231 3.940

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

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Dr.Stefan Wolf Theo Becker Reiner Drews
in TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
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Laufender Dienstzeitaufwand 268 255 176 167 162 0
Barwert (DBO) 5.601 5.580 4.058 4.109 151 0

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Thomas Jessulat Gesamt
in TEUR 2018 2017 2018 2017
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Laufender Dienstzeitaufwand 206 216 812 638
Barwert (DBO) 615 409 10.425 10.098

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 gewährt wurden:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2018 Min. 2018 Max. 2018 2017 2013 Min. 2018
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 558 558 558 554 432 432
Nebenleistungen 55 55 55 63 17 17
Summe 613 613 613 617 449 449
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 981 0 1.674 1.099 736 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 0 0 39 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 0 0 1.116 0 0 0
Summe 981 0 2.790 1.138 736 0
Versorgungsaufwand 268 268 268 255 176 176
Gesamtvergütung 1.862 881 3.671 2.010 1.361 625

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Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Max. 2018 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 432 429
Nebenleistungen 17 24
Summe 449 453
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.296 825
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 31
Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 864 0
Summe 2.160 856
Versorgungsaufwand 176 167
Gesamtvergütung 2.785 1.476

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Reiner Drews Thomas Jessulat
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2018 Min. 2018 Max. 2018 2017 2018 Min. 2018
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 216 216 216 0 317 317
Nebenleistungen 10 10 10 0 50 50
Summe 226 226 226 0 367 367
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 369 0 648 0 490 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 432 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 0 576 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 0 0 576 0 0 0
Summe 369 0 2.232 0 490 0
Versorgungsaufwand 162 162 162 0 206 206
Gesamtvergütung 757 388 2.620 0 1.063 573

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Thomas Jessulat
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Max. 2018 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 317 288
Nebenleistungen 50 33
Summe 367 321
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 950 550
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 12
Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 634 0
Summe 1.584 562
Versorgungsaufwand 206 216
Gesamtvergütung 2.157 1.099

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Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2018 Min. 2018 Max. 2018 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.523 1.523 1.523 1.271
Nebenleistungen 132 132 132 120
Summe 1.655 1.655 1.655 1.391
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.576 0 4.568 2.474
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2018 0 0 432 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 0 576 32
Mehrjährige variable Vergütung 2018-2020 0 0 3.190 0
Summe 2.576 0 8.766 2.556
Versorgungsaufwand 812 812 812 638
Gesamtvergütung 5.043 2.467 11.233 4.585

Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2018 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2018 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2018 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2018 aus.

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Dr. Stefan Wolf Tbeo Betker Reiner Drews
Zufluss gemäß DCGK
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in TEUR 2018 2017 2018 2017 2018 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 558 554 432 429 216 0
Nebenleistungen 55 63 17 24 10 0
Summe 613 617 449 453 226 0
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 981 1.099 736 825 369 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 35 0 28 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 0 0 0
Summe 981 1.134 736 853 369 0
Versorgungsaufwand 268 255 176 167 162 0
Gesamtvergütung 1.862 2.006 1.361 1.473 757 0

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Thomas Jessulat Gesamt
Zufluss gemäß DCGK
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in TEUR 2018 2017 2018 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 317 288 1.523 1.271
Nebenleistungen 50 33 132 120
Summe 367 321 1.655 1.391
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 490 550 2.576 2.474
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 11 0 74
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 0
Summe 490 561 2.576 2.548
Versorgungsaufwand 206 216 812 638
Gesamtvergütung 1.063 1.098 5.043 4.577

Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Jahr 2016

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Für die in den Jahren 2017 und 2018 zu leistenden Beträge wurden im Geschäftsjahr 2016 Rückstellungen von insgesamt TEUR 2.536 gebildet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden diese Rückstellungen in Höhe von TEUR 864 (2017: TEUR 1.434) durch Auszahlungen verbraucht.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-Fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2018

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 672 (2017: TEUR 702). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (2017: TEUR 1) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2018 2017 2018 2017 2018 2017
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Klaus Eberhardt 68 55 44 41 112 96
Walter Herwarth Lechler 0 24 0 19 0 43
Markus Siegers 44 44 33 37 77 81
Ernst Blinzinger 0 9 0 8 0 17
Nadine Boguslawski 23 24 22 25 45 49
Armin Diez 28 28 22 25 50 53
Pasquale Formisano 24 24 22 25 46 49
Rita Forst 24 24 22 25 46 49
Andreas Wilhelm Kraut 24 16 22 16 46 32
Gerald Müller 24 10 22 10 46 20
Paula Monteiro-Munz 28 28 22 25 50 53
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 22 25 46 49
Gabriele Sons 32 32 22 25 54 57
Manfred Strauß 32 29 22 25 54 54
Gesamtvergütung 375 371 297 331 672 702

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2018 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2018 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.

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Nachlass Professor Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,006 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,036 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB ist auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Zusammengefasster nichtfinanzieller Bericht

ElringKlinger hat für das Geschäftsjahr 2018 einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das börsennotierte Mutterunternehmen ElringKlinger AG nach § 289b HGB erstellt, der mit dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB zusammengefasst wurde. Der zusammengefasste nichtfinanzielle Bericht von ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2018 wird bis zum 30. April 2019 auf der Internetseite von ElringKlinger www.elringklinger.de/2018-nfb-de veröffentlicht.

Prognosebericht

Die Weltkonjunktur wird sich 2019 voraussichtlich abschwächen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) fallen angespannte Handelsbeziehungen und generell striktere Finanzierungskonditionen negativ ins Gewicht. Demnach ist ein gedämpftes Wirtschaftswachstum in Europa, China und den USA zu erwarten. Die weltweite Automobilproduktion soll nach jüngsten Schätzungen 2019 ganz leicht zulegen. Getragen wird dieses Wachstum hauptsächlich von den großen asiatischen Märkten, während die Produktionsprognosen für Nordamerika und Europa seitwärts tendieren. Der Konzern erwartet weiteres Umsatzwachstum in einem schwierigen Marktumfeld.

Ausblick Markt und Branche

Aufschwung der Weltkonjunktur schwächt sich ab

In seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2019 geht der IWF aufgrund gestiegener Konjunkturrisiken von einer Wachstumsverlangsamung in den großen Volkswirtschaften aus, die Weltkonjunktur bleibt aber grundsätzlich aufwärtsgerichtet. Zu den Abwärtsrisiken zählen die Auswirkungen aus dem bilateralen Handelskonflikt zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China, die abnehmende Verlässlichkeit internationaler politischer und wirtschaftlicher Vereinbarungen, das Risiko eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union, hohe private und staatliche Verschuldungen und generell striktere Finanzierungskonditionen.

Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich nach einer Schwäche im ersten Quartal 2019 im weiteren Jahresverlauf wieder bessern. Für Bremsspuren sorgen die schwächere Exportnachfrage von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion sowie Nachwirkungen in der Autoindustrie aus der Umstellung auf den neuen Emissionsprüfstandard WLTP. Gestützt wird die Binnennachfrage im Euroraum weiterhin von der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. In den USA können innenpolitische Konflikte auch zu wirtschaftlichen Auswirkungen führen. Da von der US-Finanzpolitik keine zusätzlichen Impulse zu erwarten sind, wird sich die Expansionsdynamik der US-Wirtschaft verringern, auch wenn sie sich immer noch in einem sehr langlebigen Aufschwung befindet. In China wird sich das Wirtschaftswachstum nach Einschätzung der Ökonomen weiter normalisieren. Dank stimulierender Maßnahmen der Regierung wird die größte asiatische Volkswirtschaft 2019 um voraussichtlich mehr als 6 % wachsen.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in %

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2018 Prognose 2019 Prognose 2020
Welt 3,7 3,5 3,6
Industriestaaten 2,3 2,0 1,7
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,6 4,5 4,9
Deutschland 1,5 1,3 1,6
Eurozone 1,8 1,6 1,7
USA 2,9 2,5 1,8
Brasilien 1,3 2,5 2,2
China 6,6 6,2 6,2
Indien 7,3 7,5 7,7
Japan 0,9 1,1 0,5

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Jan. 2019)

Automobilmarkt 2019 mit leichtem Wachstum

Der Weltfahrzeugmarkt wird 2019 vermutlich kaum expandieren. Der deutsche Automobilbranchenverband VDA rechnet mit einem leichten Wachstum des globalen Autoabsatzes von 1 %, das vor allem von Asien, und hier auch von China, getragen werde. Für den europäischen Markt wird eine Seitwärtsbewegung gesehen, während für die USA mit einer leichten Abkühlung gerechnet wird. Die weltweite Automobilproduktion sollte Analysten zufolge ebenfalls leicht - im unteren einstelligen Prozentbereich - zulegen. ElringKlinger geht in seinen Annahmen für 2019 von einem Marktwachstum, das heißt einem globalen Anstieg der Automobilproduktion, von 0 bis 1 % aus.

Von den großen Absatzmärkten in Europa wird vor allem für Spanien eine weiter positive Entwicklung erwartet. Italien sollte auf den Wachstumspfad zurückkehren, während Frankreich und Deutschland stabil bleiben. Großbritanniens Autoabsatz ist erwartungsgemäß auch 2019 rückläufig. Die Umsetzung des seit September 2018 geltenden neuen Prüfzyklus WLTP dürfte im ersten Halbjahr 2019 nach den Einbußen im letzten Quartal 2018 für leichte Aufholeffekte sorgen. Gleichzeitig stellen die Unsicherheiten rund um die Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union und das Risiko möglicher Zollerhöhungen Belastungsfaktoren dar. Weitere Eintrübungen sind daher nicht ausgeschlossen. Die Automobilproduktion in Deutschland dürfte 2019 nach Angaben des VDA um 2 % auf 5,2 Mio. Fahrzeuge steigen. Weltweit könnte das Produktionsvolumen deutscher Hersteller damit auf 17,0 Mio. Pkw anwachsen.

Für die USA wird 2019 angesichts steigender Zinsen und höherer Spritpreise mit einer leichten Abkühlung auf dem Light-Vehicle-Markt gerechnet. Erstmals seit 2014 dürfte das Absatzvolumen wieder unter die Marke von 17,0 Mio. Fahrzeuge und damit um rund 2 % sinken. Die Entwicklung der Produktionszahlen in Nordamerika könnte etwas robuster, das heißt stabil bis leicht positiv, ausfallen.

Der chinesische Pkw-Markt soll 2019 nach einem weiteren Rückgang im ersten Quartal ab der Jahresmitte wieder zulegen können. Insgesamt rechnen Prognoseexperten für das Gesamtjahr mit einem Zuwachs in einer verhältnismäßig großen Bandbreite zwischen rund einem und bis zu 9 %.

Light-Vehicle-Produktion

Mio. Fahrzeuge

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2018 Prognose 2019 Veränderung

in %
Europäische Union 18,9 19,3 1,9%
Deutschland 5,6 5,8 3,8%
Osteuropa 3,4 3,5 2,5%
Russland 1,6 1,7 2,6%
Nordamerika 16,8 16,9 0,2%
USA 10,8 11,2 3,2%
Südamerika 3,4 3,5 3,7%
Brasilien 2,8 2,8 2,1%
Asien-Pazifik 48,7 51,9 6,6%
China 26,3 28,7 9,3%
Japan 9,0 8,8 -2,3%
Indien 4,9 5,3 8,5%
Mittlerer Osten & Afrika 2,7 2,8 2,1%

Quelle: PwC Autofacts Januar 2019

E-Mobilität: Leitmarkt China fährt vor

Ausgehend von einem noch sehr niedrigen Marktniveau (vgl. "Konjunktur und Branchenentwicklung") wird die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in einigen Regionen der Welt weiter ansteigen. 2019 dürften die Marktanteile aber noch von untergeordneter Bedeutung bleiben. In Europa wird erst ab 2021 - getrieben durch die dann geltenden, strengeren Abgasnormen, nach denen die Neuwagenflotte eines Herstellers im Schnitt 95 Gramm CO2/km nicht überschreiten darf - ein bedeutender Anstieg der Elektrofahrzeuge erwartet. Etwas schneller wird die Elektromobilität voraussichtlich im Leitmarkt China voranschreiten. Ab 2019 sind größere Hersteller dort verpflichtet, eine sogenannte E-Quote (Anteil der "New Energy Vehicles" an Neuzulassungen) von 10 % zu erfüllen.

Lkw-Märkte tendieren langsamer

Die hohe Nachfrage nach Logistikdienstleistungen dürfte angesichts der soliden Konjunkturaussichten auch 2019 bestehen bleiben, was für die Entwicklung der Lkw-Märkte ein positiver Indikator ist. Für die Nutzfahrzeugverkäufe in Europa bleiben die Aussichten günstig -sie dürften weiter ein hohes Niveau erreichen, werden aber eher seitwärts tendieren. Für den Lkw-Markt in Nordamerika wird ein fortgesetztes, moderates Wachstum auf Basis des bereits erreichten hohen Levels erwartet.

Prognose Unternehmen

Schwieriges Wettbewerbsumfeld

Die Rahmenbedingungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verbessert, der Grad der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten ist nach wie vor hoch. Nationale Interessen werden stärker als zuvor verfolgt, multilaterale Abkommen stehen unter Druck. Diese Entwicklung zeigt sich auch in den Handelskonflikten, die sich mit der Erhöhung von Autozöllen weiter zu verschärfen drohen. Eine solche weitere Spirale geht einher mit einem grundsätzlich hohen Rohstoffpreisniveau.

Hinzu kommen weitere externe Effekte, die direkt und indirekt Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben. Die anhaltende Diesel-Debatte und die zahlreichen Gerichtsurteile zu Dieselfahrverboten in Innenstädten verunsichern den Endverbraucher in seinem Kaufverhalten. Gleichzeitig nähert sich das Jahr 2021 immer mehr, in dem erstmals die strikten CO2-Emissionsrichtlinien in der EU vollumfänglich gelten. Wer die Richtwerte als Hersteller für seine Fahrzeugflotte nicht erfüllt, hat hohe Strafzahlungen zu befürchten. Auch vor diesem Hintergrund bringen die Hersteller immer mehr neue Modelle mit alternativen Antrieben auf den Markt, die den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie belegen. Einige Staaten, wie zum Beispiel Norwegen, Großbritannien oder Frankreich, haben bereits Zieljahre festgelegt, ab denen sie keine Neuzulassungen von Verbrennungsmotorfahrzeugen mehr erlauben wollen.

Insgesamt lässt sich ein herausforderndes Umfeld mit vielfältigen Einflussfaktoren feststellen, was die Aussagekraft und Präzision von Prognosen zunehmend erschwert.

Erfolgreiche Fortsetzung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Innovationskraft und ein hoher technologischer Anspruch ist Teil der DNA von ElringKlinger. Der Konzern strebt stets an, nah an den Bedürfnissen der Kunden zu entwickeln. Daher beabsichtigt er auch vor dem Hintergrund des technologischen Wandels, künftig rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen einzusetzen.

Überzeugende Auftragslage

An den Auftragsbüchern zeigt sich, dass ElringKlinger mit seinen Produkten ein gefragter Partner ist. Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete der Konzern einen Auftragseingang von 1.735,3 (1.732,0) Mio. Euro. Dies entspricht einem leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 3,3 Mio. Euro, währungsbereinigt von 43,5 Mio. Euro oder 2,5 %. Infolgedessen erhöhte sich auch der Auftragsbestand um 19,5 Mio. Euro oder 1,9 % auf 1.020,1 (1.000,6) Mio. Euro -währungsbereinigt um 16,7 Mio. Euro bzw. 1,7 %.

Umsatzwachstum über Marktniveau

Auf Basis dieses hohen Auftragsbestands geht der Vorstand weiterhin davon aus, organisch stärker als die globale Automobilproduktion zu wachsen. Diese Erwartung stützt sich vor allem auf die anhaltend starke Nachfrage nach klassischen Produkten und das geplante Wachstum der strategischen Zukunftsfelder. Insgesamt rechnet der Konzern daher damit, im Berichtsjahr 2019 mit seinem organischen Umsatzanstieg das erwartete Wachstum der globalen Automobilproduktion um zwei bis vier Prozentpunkte zu übertreffen. Auf Basis von Expertenschätzungen erwartet ElringKlinger ein leichtes Plus der Referenzgröße von 0 bis 1 %.

Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren und der zunehmenden Unsicherheit grundsätzlich schwierig vorherzusagen. Akquisitionen sind auch im laufenden Geschäftsjahr nicht auszuschließen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Analog zu den Aktivitäten der Vergangenheit dürften dabei auch künftig Gesellschaften im Fokus stehen, die entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen verbesserten Marktzugang schaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet. Auch Desinvestitionen von Segmentteilen, die nicht zum Kerngeschäft gehören, sind aus heutiger Sicht nicht auszuschließen.

Zahlreiche Einflussfaktoren

Der starke Anstieg der Rohstoffpreise war bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr ein entscheidender Faktor für die Ergebnisentwicklung. Auch 2019 ist mit einem anhaltend hohen Niveau zu rechnen, sodass keine ergebnisunterstützenden Effekte zu erwarten sind, auch wenn sich für einzelne Rohstoffe zum Jahresende 2018 leichte Entspannungen abzeichneten. Die Auswirkungen der sich verschärfenden Handelskonflikte stützen diese Erwartungen.

Um das angestrebte Wachstum zu realisieren, geht ElringKlinger auch für 2019 von einer zunehmenden Beschäftigtenzahl aus. Im Fokus steht dabei, das Wachstum kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern.

Beeinträchtigtes Ergebnis

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben neben dem hohen Rohstoffpreisniveau insbesondere die Folgekosten der unverändert hohen Nachfrage in der NAFTA-Region das Ergebnis beeinträchtigt, denen mit gezielten Optimierungsmaßnahmen entgegengewirkt wurde. Gleichzeitig wurden die Verlagerungen am Schweizer Standort abgeschlossen. Beide Aktivitäten werden im Geschäftsjahr 2019 erwartungsgemäß zu Ergebnisverbesserungen führen. Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes ist jedoch auch davon auszugehen, dass diese Optimierungen durch belastende Faktoren aus sich verschärfenden Handelskonflikten (zum Beispiel US-Autozölle) oder aus sich abschwächenden Märkten (zum Beispiel China) aufgezehrt werden können. Zudem ist der Wegfall des Hug-Verkaufserlöses zu berücksichtigen, der 2018 noch verbucht werden konnte. Insgesamt wird für 2019 eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % erwartet. Mittelfristig geht der Konzern nach wie vor davon aus, sein EBIT-Margenniveau vor Kaufpreisallokation schrittweise zu verbessern.

Disziplinierter Investitionsansatz

Mit 9,6 % des Konzernumsatzes lag die Investitionsquote (in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) innerhalb des angestrebten Spektrums von 9 bis 10 %. Für 2019 wird der Konzern die Investitionen für die klassischen Geschäftsbereiche aktiv steuern, um das große Wachstumspotenzial in den strategischen Zukunftsfeldern zu realisieren. ElringKlinger prüft bei allen Maßnahmen die Notwendigkeit, die zeitliche Umsetzung sowie den finanziellen Mittelbedarf sehr genau. Auch für das Berichtsjahr 2019 plant der Konzern mit einem disziplinierten Ansatz und geht von einer Investitionsquote von unter 9 % aus.

Optimiertes Working Capital

Durch die strategische Entscheidung, den Werkzeugbau in den Konzern zu integrieren, kann das Unternehmen Verfahrenstechniken realisieren, die einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Solange die Werkzeuge hergestellt und erstverwendet, aber noch nicht im Rahmen der Serienproduktion an den Kunden fakturiert wurden, erhöhen sie den Vorratsbestand und damit das Net Working Capital. Unabhängig davon wird der Konzern den Vorratsbestand und die Einkaufsprozesse weiter optimieren. Gleichzeitig wurden Maßnahmen ergriffen, um das Forderungsmanagement deutlich zu verbessern und die Zahlungsziele für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen denen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anzugleichen. Infolgedessen wird sich die Net-Working-Capital-Quote (Net Working Capital in % des Konzernumsatzes) im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Mittelfristig strebt der Konzern eine weitere stetige Verbesserung an.

Verbesserter Cashflow

Durch die Stabilisierung der Ergebnislage, die Optimierungen des Net Working Capitals und den weiterhin disziplinierten Investitionsansatz wird sich auch die Cashflow-Situation spürbar verbessern. Kurzfristig werden sich vor allem die Maßnahmen am Net Working Capital und an den Investitionen bemerkbar machen, sodass insgesamt für 2019 mit einem positiven operativen Free Cashflow zu rechnen ist. Mittelfristig plant der Konzern, die Kennzahl stetig zu verbessern.

Sinkende Verschuldung

Hinsichtlich seiner Finanzverbindlichkeiten ist ElringKlinger differenziert aufgestellt. Nicht zuletzt durch das Schuldscheindarlehen 2017 und den Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags im Februar 2019 wurde die Fälligkeitenstruktur verbessert, sodass mittel- bis langfristig Planungssicherheit gewährleistet ist. Das starke Wachstum der vergangenen Jahre bewirkte einen Anstieg der Nettofinanzverbindlichkeiten, gleichzeitig wurde durch die Sondereffekte (vor allem hohes Rohstoffpreisniveau, hohe Folgekosten der starken NAFTA-Nachfrage) die Ergebnissituation beeinträchtigt. Für das Verhältnis Nettoverschuldung (Net Debt) zu EBITDA bedeutet das, dass sowohl der Zähler angestiegen als auch der Nenner gesunken ist. Infolgedessen hat auch das Verhältnis auf 3,7 zugenommen.

Im Zuge der Optimierung der Cashflow-Situation ist geplant, die Verschuldung schrittweise wieder zurückzuführen. In Verbindung mit der mittelfristig verbesserten Ergebnislage wird sich dadurch auch das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA reduzieren. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern daher eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Mittelfristig wird aufgrund der umfangreichen Maßnahmen mit einem Verhältnis von unter 2,0 gerechnet.

Für die Eigenkapitalquote legt der Konzern kurz- und mittelfristig weiterhin ein Zielspektrum von 40 bis 50 % zugrunde, in dem er sich bereits langfristig bewegt.

Mittelfristig steigende Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität misst der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE). Wachstumsbedingt wird sich das eingesetzte Kapital erhöhen, gleichzeitig schlagen sich aber Verbesserungen des Working Capitals nieder. In Verbindung mit einer verbesserten Ergebnislage ist geplant, die Gesamtkapitalrentabilität mittelfristig schrittweise zu verbessern. Für das Berichtsjahr 2019 rechnet der Konzern aufgrund der erwarteten Ergebnislage und des schwierigen Marktumfelds mit einer Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) unterhalb des Vorjahresniveaus.

Segment Erstausrüstung

Mit mehr als 80 % des Konzernumsatzes repräsentiert das Segment Erstausrüstung den größten Teil des Konzerns. Betrachtet man die Auftragslage, wird sich das Wachstum in den klassischen Geschäftsbereichen auch 2019 fortsetzen. Gleichzeitig läuft mit der Serienproduktion eines Batteriesystems Ende des Jahres ein großer Auftrag der strategischen Zukunftsfelder an. Insgesamt ist für das Segment mit weiterem Umsatzwachstum zu rechnen. Aufgrund der heterogenen Margenbeiträge der einzelnen Geschäftsbereiche erwartet der Vorstand eine Profitabilität leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts.

Segment Kunststofftechnik

Das Segment Kunststofftechnik wird in den kommenden Jahren nicht nur vom Transformationsprozess in der Automobiltechnologie, sondern auch vom Megatrend der Miniaturisierung und den zunehmenden Anforderungen durch Robotik und Sensorik profitieren. Basis dafür sind die vielfältigen vorteilhaften Materialeigenschaften der Hochleistungskunststoffe, die von dem Segment eingesetzt werden. Insgesamt wird das Segment aufgrund der anhaltend guten Nachfrage im Berichtsjahr 2019 weiterwachsen. Das Ergebnis wird sich auf einem Niveau deutlich über dem Konzerndurchschnitt bewegen.

Segment Ersatzteile

Der Ausblick für das Segment Ersatzteile mit seiner Marke "Elring - Das Original" steht im Zeichen des schwierigen Marktumfeldes mit zahlreichen geopolitischen Konflikten und zunehmenden Handelsbarrieren. Diese Unsicherheit wird auch das Geschäft im Berichtsjahr 2019 prägen. Insgesamt rechnet der Konzern für das Segment mit einem Umsatzwachstum. Auch unter dem Eindruck möglicher makroökonomischen Marktschwächen ist von einer anspruchsvollen Ergebnissituation auszugehen. Insgesamt erwartet man ein Ergebnis auf einem Margenniveau, das erkennbar über Konzerndurchschnitt liegt.

Muttergesellschaft ElringKlinger AG

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG macht umsatzseitig rund 40 % des Konzerns aus. In den kommenden Jahren werden die Standorte der Muttergesellschaft neben dem grundsätzlich robusten klassischen Geschäft ein starkes Wachstum in den strategischen Zukunftsfeldern verzeichnen. Dazu gehört beispielsweise die Serienproduktion für ein Batteriesystem, die an einem deutschen Standort realisiert wird. Insgesamt ist für die Muttergesellschaft 2019 mit einem Wachstum von zwei bis vier Prozentpunkten über dem Marktzuwachs zu rechnen.

Grundlage dessen ist vor allem die stabile Auftragslage: Zum Jahresultimo 2018 hatte die Gesellschaft einen Auftragsbestand in Höhe von 399,2 (396,9) Mio. Euro zu verzeichnen.

Aufgrund der unverändert hohen Rohstoffpreise und Ramp-up-Kosten für die Serienproduktion in der Batterietechnologie ist nicht von wesentlichen Verbesserungen des operativen Ergebnisses der Muttergesellschaft auszugehen. Es ist damit zu rechnen, dass die Ergebnismarge auf oder leicht unter Vorjahresniveau liegen wird.

Konzernausblick 2019

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Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen Ist 2018
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum, Annahme: Marktwachstum von 0 bis 1 % 7,8 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 4 bis 5 % 5,9 %
ROCE Unter Vorjahresniveau 5,5 %
Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren
F&E-Kosten Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) 5,1 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Unter 9 % des Konzernumsatzes 9,6 %
Net Working Capital Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (in % des Konzernumsatzes) 33,4 %
Operativer Free Cashflow Positiv -86,2 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 42,8 %
Nettoverschuldung/EBITDA Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 3,7
Mittelfristige Ziele Ist 2018
Umsatz Organisch überproportional zum globalen Marktwachstum 7,8 Prozentpunkte über Markt
EBIT Sukzessive Verbesserung der Marge vor Kaufpreisallokation 5,9 %
ROCE Steigerung auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working-Capital-Verbesserungen 5,5 %
F&E-Kosten Rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes (inkl. Aktivierung) 5,1 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Fortführung des disziplinierten Ansatzes 9,6 %
Net Working Capital Sukzessive Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) 33,4 %
Operativer Free Cashflow Positiv -86,2 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 42,8 %
Nettoverschuldung/EBITDA Unter 2,0 3,7

Dettingen/Erms, den 21. März 2019

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Reiner Drews

Bilanz zum 31. Dezember 2018

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

in TEUR

Aktiva

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31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 7.080 8.358
2. Geschäfts- oder Firmenwert 142 161
3. Geleistete Anzahlungen 1.386 815
8.608 9.334
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 174.628 164.629
2. Technische Anlagen und Maschinen 132.917 118.706
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.452 37.725
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.686 22.163
367.683 343.223
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 397.754 428.554
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.489 28.698
3. Beteiligungen 24.699 29.025
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 438 453
431.380 486.730
807.671 839.287
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.195 30.290
2. Unfertige Erzeugnisse 46.100 40.873
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 70.113 69.708
4. Geleistete Anzahlungen 2.062 3.635
153.470 144.506
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 92.317 93.641
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 299.558 227.286
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.605 9.222
406.480 330.149
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 112 70
560.062 474.725
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.676 2.186
1.370.409 1.316.198
Passiva
31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
II. Kapitalrücklage 120.827 120.827
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 3.013 3.013
2. Andere Gewinnrücklagen 365.726 365.726
368.739 368.739
IV. Bilanzverlust / -gewinn -5.291 31.680
547.635 584.606
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 74.555 68.936
2. Steuerrückstellungen 384 421
3. Sonstige Rückstellungen 41.812 38.443
116.751 107.800
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 599.535 541.332
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.409 3.788
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.803 34.411
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.362 21.450
5. Sonstige Verbindlichkeiten 26.390 22.503
- davon aus Steuern TEUR 3.352 (TEUR 2.801)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 57 (TEUR 73)
705.499 623.484
D. Rechnungsabgrenzungsposten 524 308
1.370.409 1.316.198

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

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in TEUR 2018 2017
1. Umsatzerlöse 720.457 674.393
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4.846 5.802
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 337 1.519
4. Sonstige betriebliche Erträge 46.853 16.575
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -297.232 -269.889
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -28.973 -31.725
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -196.207 -163.756
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -41.709 -34.011
davon für Altersversorgung TEUR -8.090 (TEUR -5.692)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -36.687 -33.124
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -24.200 0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -118.558 -98.764
9. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 34.959 (TEUR 20.311) 34.959 20.311
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 676 (TEUR 786) 698 804
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 5.161 (TEUR 2.999) 5.210 3.088
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -53.541 -5.000
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen TEUR -307 (TEUR -349) -12.198 -10.701
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR -2.809 (TEUR -2.887)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -9.164 -15.045
15. Ergebnis nach Steuern -5.109 60.477
16. Sonstige Steuern -182 -258
17. Jahresfehlbetrag / -überschuss -5.291 60.219
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0 -28.539
19. Bilanzverlust / -gewinn -5.291 31.680

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Sitz der ElringKlinger AG ist Dettingen/Erms. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 361242 eingetragen.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt. Des Weiteren sind einige Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.

Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Der Firmenwert des im Jahr 2016 erworbenen Unternehmens Maier Formenbau GmbH wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 01. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein geringwertiger Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Anlagevermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.

Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, Fremdkapitalkosten sind nicht berücksichtigt. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden neben dem rechtlichen auch das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert. Im Jahr 2018 wurden erstmals zur Verbesserung der Transparenz Einzelwertberichtigungen für identifizierte Risiken gebucht. Wären die Risiken wie bisher als Belieferungsrechte bilanziert worden, hätten sich in 2018 um TEUR 1.718 niedrigere Wertminderungen ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2018 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2018 G verwendet. Diese ersetzten im Juli 2018 die bisherigen Heubeck Richttafeln 2005 G. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,81 % (i. Vj. 1,29 %), eines Einkommenstrends von 3,00 % (i.Vj. 3,00 %) sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der "Projected Unit Credit Method" unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 2,32 % (i. Vj. 2,84 %) sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Daneben wurden ein Gehaltstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,00 % (i. Vj. 1,00 %), eine Inflationsrate in Höhe von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %), eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) berücksichtigt.

In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und alle ungewissen Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Pensionsrückstellungen sind mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre abgezinst.

Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Latente Steuern

Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 28,6 % (i. Vj. 28,6 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 28,6 %) zugrunde. Dieser berücksichtigt die Verhältnisse, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden und setzt sich aus 15,8 % (i. Vj. 15,8 %) für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,8 % (i. Vj. 12,8 %) für die Gewerbesteuer zusammen. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 366 % (i. Vj. 366 %).

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.

Unter Finanzanlagen sind - neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.

Bei den Wertansätzen des Sachanlagevermögens wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von TEUR 228 (i. Vj. TEUR 0) vorgenommen.

Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen sind durch Kapitalerhöhungen sowie eine Neugründung in Höhe von insgesamt TEUR 35.702 (i. Vj. TEUR 18.065) sowie Veräußerungen in Höhe von insgesamt TEUR 34.402 (i. Vj. TEUR 0) begründet. Des Weiteren wurden bei den Wertansätzen für verbundene Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von TEUR 32.100 (i. Vj. TEUR 5.000) vorgenommen. Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0).

Die Veränderungen der Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind durch außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von TEUR 17.100 (i. Vj. TEUR 0) begründet.

Bei den Beteiligungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 4.326 (i. Vj. TEUR 0) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 267.203 (i. Vj. TEUR 183.594) den Finanzverkehr. Auf diese Forderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 24.200 (i. Vj. TEUR 0) vorgenommen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens" erfasst wurden, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen unverändert Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2018 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 2.868 (i. Vj. TEUR 556) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt entwickelt:

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TEUR 31.12.2017 Dividende Gewinnrücklagen Jahresfehlbetrag 31.12.2018
Gezeichnetes Kapital 63.360 0 0 0 63.360
Kapitalrücklagen 120.827 0 0 0 120.827
Gewinnrücklagen 368.739 0 0 0 368.739
Bilanzgewinn/Bilanzverlust 31.680 -31.680 0 - 5.291 - 5.291
584.606 - 31.680 0 - 5.291 547.635

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2018 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2022 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2018 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 365.726 (i. Vj. TEUR 365.726).

Der Bilanzgewinn/Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2017 31.680
Gewinnausschüttung für 2017 - 31.680
Gewinnvortrag 0
Jahresfehlbetrag 2018 - 5.291
Bilanzverlust am 31. Dezember 2018 - 5.291

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 74.555 (i. Vj. TEUR 68.936). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis eines Zinssatzes von 3,21 % (i. Vj. 3,68 %). Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,00 % (i. Vj. 1,00 %), ein Rententrend von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für Anwartschaften und 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für laufende Renten und eine durchschnittliche Fluktuation von 2,00 % (i. Vj. 2,00 %) zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 12.031 (i.Vj. TEUR 10.305). Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Diese Ausschüttungssperre kommt aufgrund ausreichend vorhandener frei verfügbarer Rücklagen derzeit nicht zum Tragen.

Die Pensionsverpflichtungen der aktiven Vorstände in Höhe von TEUR 7.711 (i. Vj. TEUR 6.555) wurden in Höhe von TEUR 2.982 (i. Vj. TEUR 2.199) mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Der Zeitwert des Deckungsvermögens übersteigt die Anschaffungskosten, es verbleibt ein Betrag in Höhe von TEUR 17, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt. Diese Ausschüttungssperre kommt aufgrund ausreichend vorhandener frei verfügbarer Rücklagen derzeit nicht zum Tragen. Als Deckungsvermögen dient eine Rückdeckungsversicherung, die zweckexklusiv, verpfändet und insolvenzgeschützt ist. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 2.965 (i. Vj. TEUR 2.205). Der Ertrag aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den höheren Zeitwert beträgt TEUR 30 (i. Vj. Aufwand TEUR 11) und wurde im Zinsaufwand ausgewiesen.

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.879 (i.Vj. TEUR 1.099) nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 25.265 21.901
Nicht abgerechnete Bonusgutschriften 3.252 3.202
Ausstehende Lieferantenrechnungen 5.870 5.915
Drohende Verluste aus Kundengeschäften 2.539 2.469
Gewährleistungsverpflichtungen 1.413 2.005
Ausstehende Kundengutschriften 1.202 0
Ausgleichsansprüche Handelsvertreter 350 350
Prüfungskosten 343 328
Werbekostenzuschuss 311 422
Aufsichtsratsvergütungen 298 331
Aufbewahrungspflicht 215 215
Derivatrisiken 165 12
Prozesskosten 10 10
Übrige Risiken 579 1.283
Gesamt 41.812 38.443

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.987 (i. Vj. TEUR 2.823) enthalten. Der Erfüllungsrückstand für die Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 2.325 (i. Vj. TEUR 1.858) wurde in Höhe von TEUR 2.555 (i. Vj. TEUR 2.161) mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der zweckexklusiv, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 7. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Vermögenstreuhänder e.V., Dettingen/Erms, sowie dem ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V., Dettingen/Erms, identifiziert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 2.555 (i. Vj. TEUR 2.199). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs. Für 2018 ergeben sich Erträge in Höhe von TEUR 0,1 (i. Vj. TEUR 7) aus dem Deckungsvermögen, die mit dem Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert in Höhe von TEUR 6 (i. Vj. TEUR 11) im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen werden. Der im Zinsaufwand ausgewiesene Betrag aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 41 (i. Vj. TEUR 31).

Verbindlichkeiten

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TEUR Gesamt davon mit einer Restlaufzeit Gesamt-
betrag Zum 31.12.2018

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Betrag Zum 31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 599.535 234.135 228.122 137.278 9.356 541.332
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.409 6.409 0 0 0 3.788
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.803 44.803 0 0 0 34.411
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.362 19.103 9.259 0 0 21.450
Sonstige Verbindlichkeiten 26.390 18.919 7.471 0 0 22.503
705.499 323.369 244.852 137.278 9.356 623.484

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TEUR Gesamt davon mit einer Restlaufzeit Gesamt-
betrag Zum 31.12.2017

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Betrag Zum 31.12.2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 541.332 165.067 248.810 127.455 9.356 383.612
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.788 3.788 0 0 0 1.418
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.411 34.411 0 0 0 20.729
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.450 12.191 9.259 0 0 18.250
Sonstige Verbindlichkeiten 22.503 5.448 17.055 0 0 23.178
623.484 220.905 275.124 127.455 9.356 447.187

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 9.356 (i. Vj. TEUR 9.356) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 27.392 (i. Vj. TEUR 22.631) den Finanzverkehr sowie mit Verbindlichkeiten verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.848 (i. Vj. TEUR 3.993). Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr bestehen in Höhe von TEUR 5.818 (i. Vj. TEUR 2.812) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Latente Steuern

Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Der aktive latente Steuerüberhang in Höhe von TEUR 698 (i. Vj. TEUR 79) resultiert aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 28,6 %) zugrunde gelegt.

Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu latenten Steuern führen, resultieren aus folgenden Sachverhalten:

Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Immaterielle Vermögensgegenstände 59 88
Sachanlagen 10.851 11.924
Finanzanlagen 907 938
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.110 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 6
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 20 111
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19 366
Gesamt 12.966 13.433

Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

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TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Vorräte 692 226
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0 2.434
Aktive Rechnungsabgrenzung 79 95
Rückstellungen für Pensionen 9.175 7.728
Sonstige Rückstellungen 3.716 3.027
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1 2
Gesamt 13.664 13.512
Latente Steueransprüche netto 698 79

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
Saldo

TEUR
31.12.2017 13.512 -13.433 79
31.12.2018 13.664 -12.966 698
Veränderung 152 467 619

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach geographischen Märkten

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TEUR 2018 2017
Deutschland 254.445 248.749
Übriges Europa 305.844 290.646
NAFTA 77.313 52.892
Asien - Pazifik 57.467 58.602
Rest der Welt 25.388 23.504
Gesamtumsatz 720.457 674.393

Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 574.756 (i. Vj. TEUR 530.623), auf Ersatzteile mit TEUR 145.403 (i. Vj. TEUR 143.486) sowie auf Gewerbeparks mit TEUR 298 (i. Vj. TEUR 284).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Zuschreibungen auf Finanzanlagen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30.957 (i. Vj. TEUR 1.103). Diese enthalten Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 29.816 (i. Vj. TEUR 71), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 654 (i. Vj. TEUR 835) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen von TEUR 488 (i. Vj. TEUR 197).

Des Weiteren sind Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 4.560 (i. Vj. TEUR 6.390), Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 2.519 (i. Vj. TEUR 53), sowie Erträge aus Währungsumrechnungen aus realisierten und nicht realisierten Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 8.444 (i. Vj. TEUR 7.820) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 1.906 (i. Vj. TEUR 283) enthalten, davon aus Anlagenabgängen TEUR 1.878 (i. Vj. TEUR 283) und aus Forderungsausfällen TEUR 28 (i. Vj. TEUR 0). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen aus realisierten und nicht realisierten Währungskursdifferenzen belaufen sich auf TEUR 7.714 (i. Vj. TEUR 9.231).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 20 periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Erträge) enthalten. Im Vorjahr sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 2.734 periodenfremde Erträge (nach Verrechnung periodenfremder Aufwendungen) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3.281) enthalten.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 82 (i. Vj. TEUR 12 Steueraufwendungen) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse. Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 116.292 (i. Vj. TEUR 111.544), davon für verbundene Unternehmen TEUR 116.292 (i. Vj. TEUR 111.544).

Des Weiteren hat sich die ElringKlinger AG bereit erklärt, für die von drei Tochterunternehmen (EKT, EKKW und EKLS) bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

Die ElringKlinger AG hat sich gegenüber weiteren Tochtergesellschaften verpflichtet, diese mit ausreichend finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie ihren Betrieb aufrechterhalten und ihren Verpflichtungen nachkommen können.

Zugunsten der ElringKlinger (Great Britain) Ltd. wurde am 19. September 2018 eine Garantieerklärung abgegeben, um die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung gem. des britischen Companies Act 2006 in Anspruch zu nehmen. Die Garantieerklärung umfasst alle zum Ende des Geschäftsjahres 2017 bestehenden Verpflichtungen und gilt bis zur vollständigen Erfüllung der Verpflichtungen.

Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung der begünstigten Unternehmen wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2018

TEUR
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 28.497 9.802 18.695 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 4.929 2.423 2.458 48
33.426 12.225 21.153 48

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2017

TEUR
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 26.415 9.507 16.908 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 5.992 1.770 4.222 0
32.407 11.277 21.130 0

Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen mit Tochtergesellschaften finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.411 (i. Vj. TEUR 861).

Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 25.466 (i. Vj TEUR 21.799).

Ein Mitgesellschafter hat ein Andienungsrecht über sämtliche Restanteile der Joint Venture Gesellschaften.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2018 2017
Arbeiter 1.219 1.543
Angestellte 1.856 1.138
3.075 2.681
Auszubildende 131 129
3.206 2.810

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.

Mit nicht in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2018 folgende Geschäftsvorfälle:

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TEUR 2018 2017
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und sonstige Umsatzerlöse 5.522 15.923
Lizenzerlöse 2.520 3.076
Erbrachte Dienstleistungen 3.163 5.773
Werkzeugverkäufe 348 593
Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand 7.548 62.412
Erträge aus Beteiligungen 8.310 9.378
Zinserträge 74 111
Zinsaufwendungen 257 330
Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag 14.883 7.065
Andere Forderungen am Bilanzstichtag 2.336 6.616
Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag 10.892 20.846
Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag 282 1.589

Zudem bestehen

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Der verstorbene Prof. Walter H. Lechler war maßgeblich an der ElringKlinger AG beteiligt und hat die Lechler GmbH beherrscht. Die testamentarischen Verfügungen von Herrn Prof. Lechler über die von ihm gehaltenen Gesellschaftsanteile sind derzeit noch nicht abschließend umgesetzt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 42 (i. Vj. TEUR 56). Offene Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 0).
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (i. Vj. TEUR 17.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wurde im Berichtsjahr auf unbestimmte Zeit prolongiert und wird zu einem Zinssatz von 2,10 % p. a. verzinst, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis 15. August 2019, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,90 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2020.

Derivative Finanzinstrumente

Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte der Derivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).

Zur Reduzierung des Nickelpreis-Risikos werden Finanzderivate eingesetzt. Zum Abschlussstichtag bestand ein Nickel-Sicherungskontrakt über verbleibende 90 mt Nickel für den Zeitraum von Oktober 2018 bis September 2019. Zum Abschlussstichtag ergab sich aus der Bewertung des Kontrakts ein positiver Marktwert in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 176) sowie ein negativer Marktwert in Höhe von TEUR 165 (i. Vj. TEUR 11). In Höhe des negativen Marktwerts wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte mit anerkannten mathematischen Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

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Klaus Eberhardt Lindau, Vorsitzender Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) MTU Aero Engines AG, München b) n.a.
Markus Siegers* Nürtingen, Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
Nadine Boguslawski* Stuttgart Erste Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart, Stuttgart (ab 01. Januar 2019), Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleistung Baden-Württemberg, Stuttgart (bis 31. Dezember 2018) Mandate: a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe b) n.a.
Armin Diez* Lenningen Vice President Battery Technology & E-Mobility der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms Mandate: a) n.a. b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen
Rita Forst Dörsdorf Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim Mandate: a) NORMA Group SE, Maintal b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co.KG, München Metalsa, S.A. de C.V., Monterrey/Mexico Westport Fuel Systems, Vancouver/Kanada
Andreas Wilhelm Kraut Rottenburg Vorstand und CEO der Bizerba SE & Co. KG, Balingen
Gerald Müller* Reutlingen Gewerkschaftssekretär der IG Metall Reutlingen-Tübingen, Reutlingen
Paula Monteiro-Munz*Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Gabriele Sons Ratingen Ehemaliges Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG, Essen Mandate: a) n.a. b) Verwaltungsrat TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V., Köln
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel

* Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 672 (i. Vj. TEUR 702). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 1) erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2018 2017 2018 2017 2018 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Klaus Eberhardt 68 55 44 41 112 96
Walter Herwarth Lechler 0 24 0 19 0 43
Markus Siegers 44 44 33 37 77 81
Ernst Blinzinger 0 9 0 8 0 17
Nadine Boguslawski 23 24 22 25 45 49
Armin Diez 28 28 22 25 50 53
Pasquale Formisano 24 24 22 25 46 49
Rita Forst 24 24 22 25 46 49
Andreas Wilhelm Kraut 24 16 22 16 46 32
Gerald Müller 24 10 22 10 46 20
Paula Monteiro-Munz 28 28 22 25 50 53
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 22 25 46 49
Gabriele Sons 32 32 22 25 54 57
Manfred Strauß 32 29 22 25 54 54
Gesamtvergütung 375 371 297 331 672 702

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Vorstand

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Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation, Vertrieb, Erstausrüstung und den Geschäftsbereich Ersatzteile
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für den Geschäftsbereich E-Mobility, den Bereich Neue Geschäftsfelder, die Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Einkauf und Gebäudemanagement und das Werk Thale
Reiner Drews, Dettingen/Erms ab 01. April 2018 verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/Leichtbau, Abschirmtechnik sowie die Zentralbereiche Produktionsmanagement, Qualität und Umwelt
Thomas Jessulat, Stuttgart verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, Logistik, Geschäftsfeldentwicklung sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Stefan Wolf, Bad Urach, Vorsitzender Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen
Thomas Jessulat, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 4.231 (i. Vj. TEUR 3.940).

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes entwickelten sich wie folgt:

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2018

TEUR
31.12.2017 Veränderung 31.12.2018
Dr. Stefan Wolf 3.611 538 4.149
Theo Becker 2.716 331 3.047
Thomas Jessulat 229 185 414
Reiner Drews 0 100 100
Gesamt 6.556 1.154 7.710

scroll

2017

TEUR
31.12.2016 Veränderung 31.12.2017
Dr. Stefan Wolf 2.927 684 3.611
Theo Becker 2.224 492 2.716
Thomas Jessulat 74 155 229
Gesamt 5.225 1.331 6.556

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 13.072 (i. Vj. TEUR 13.230) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 869 (i. Vj. TEUR 861).

Honorare des Abschlussprüfers

scroll

2018
Abschlussprüfung 668
Sonstige Bestätigungsleistungen 29
697

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten die Honorare für die gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung; darüber hinaus sind Honorare für die Prüfung eines Abschlusses zu einem bestimmten Zweck berücksichtigt. Die Sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen Honorare für prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Berichterstattung.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 2018 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:

1. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
x Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

24.10.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,92 % 0,42 % 3,37 % 63.359.990
letzte Mitteilung 4,99 % 0 % 4,99 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 1.869.867 0 % 2,95 %
Summe 1.869.867 2,95 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Wertpapierleihe jederzeit fällig unbegrenzt 268.072 0,42 %
Summe 268.072 0,42 %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Datum

29.10.2018

2. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: SMALLCAP World Fund, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Baltimore, Maryland, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

19.10.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,92 % 0 % 2,92 % 63.359.990
letzte Mitteilung 3,07 % 0 % 3,07 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1.850.342 0 2,92 % 0 %
Summe 1.850.342 2,92 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

3. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: H.K.L. Holding Stiftung

Registrierter Sitz und Staat: Vaduz, Liechtenstein

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

20.07.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 5,13 % % 5,13 % 63.359.990
letzte Mitteilung 4,941 % n.a. % n.a. % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 3.250.000 5,13 % %
Summe 3.250.000 5,13 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
0 %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

4. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

scroll

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
x Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Lechler Stiftung

Registrierter Sitz und Staat: Stuttgart, Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

KWL Beteiligungs-GmbH

Lechler GmbH

Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Elrena GmbH

Lechler Beteiligungs-GmbH

5. Datum der Schwellenberührung:

17.05.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 52,04 % 0 % 52,04 % 63.359.990
letzte Mitteilung 29,981 % 0 % 29,981 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 627.380 32.345.254 0,99 % 51,05 %
Summe 32.972.634 52,04 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
Lechler Stiftung % % %
KWL Beteiligungs-GmbH 51,05 % % 51,05 %
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 51,05 % % 51,05 %
Eroca AG 51,05 % % 51,05 %
% % %
Lechler Stiftung % % %
KWL Beteiligungs-GmbH 51,05 % % 51,05 %
Lechler GmbH 10,013 % % 10,013 %

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechelseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.

5. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
x Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügungen von Walter H. Lechler und Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls..

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Stiftung Klaus Lechler

Registrierter Sitz und Staat: Basel, Schweiz

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

KWL Beteiligungs-GmbH

Lechler GmbH

Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Elrena GmbH

Lechler Beteiligungs-GmbH

5. Datum der Schwellenberührung:

17.05.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 51,05 % 0 % 51,05 % 63.359.990
letzte Mitteilung 29,01 % 0 % 29,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 32.345.254 0 % 51,05 %
Summe 32.345.254 51,05 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
Stiftung Klaus Lechler % % %
Elrena GmbH 51,05 % % 51,05 %
Elrega GmbH % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.

6. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
x Sonstiger Grund: Letztwillige Verfügung von Walter H. Lechler unter Vollzug eines Schenkungsvertrags mit Eintritt des Erbfalls.

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Klaus Lechler Familienstiftung

Registrierter Sitz und Staat: Neuhausen a.d. Fildern, Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

KWL Beteiligungs-GmbH

Lechler GmbH

Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Elrena GmbH

Lechler Beteiligungs-GmbH

5. Datum der Schwellenberührung:

17.05.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 51,05 % 0 % 51,05 % 63.359.990
letzte Mitteilung 29,01 % 0 % 29,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 32.345.254 0 % 51,05 %
Summe 32.345.254 51,05 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
n/a n/a n/a n/a 0 0 %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
Klaus Lechler Familienstiftung % % %
Inlovo GmbH % % %
Lechler Beteiligungs-GmbH 51,05 % % 51,05 %

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

Die Elrena GmbH, die KWL Beteiligungs-GmbH, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmBH, die Eroca AG und die Lechler Beteiligungs-GmbH sind Parteien eines Poolvertrags, der zur einheitlichen Ausübung von Stimmrechten in der ElringKlinger AG verpflichtet und eine wechselseitige Zurechnung von Stimmrechten begründet.

7. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

x Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Internationale Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung

Registrierter Sitz und Staat: Düsseldorf, Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

28.03.2018

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,91 % 0,00 % 2,91 % 63.359.990
letzte Mitteilung 3,01 % 1,38 % 4,39 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 33, 34 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG) direkt (§ 33 WpHG) zugerechnet (§ 34 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 1.841.259 0,00 % 2,91 %
Summe 1.841.259 2,91 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 34 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Sonstige Erläuterungen:

8. Stimmrechtsmitteilung

Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 22.12.2006 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,9998958 % (das entspricht 959980 Stimmrechten) betragen hat.

9. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Eroca AG, Basel, Schweiz

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Eroca AG, der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH und der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Folgendes mit:

1. Eroca AG

Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Eroca AG 19,80 % (12.546.652 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Eroca AG Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
LechIer Beteiligungs-GmbH

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,23 % (12.181.215 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

3. KWL Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,78 % (6.197.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 28,43 % (18.010.351 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Dabei werden von den 28,43 %, die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet werden, 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwelle von 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,997 % (19.006.168 Stimmrechte).

Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,79 % (6.200.573 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

10. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland

2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH Folgendes mit:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Beteiligungs-GmbH 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, wurden dabei der Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

2. INLOVO GmbH

Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der INLOVO GmbH 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der INLOVO GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der INLOVO GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

11. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Elrena GmbH, Basel, Schweiz

2. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz

Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Stiftung Klaus Lechler Folgendes mit:

1. Elrena GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Elrena GmbH 0,02 % (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

2. Stiftung Klaus Lechler

Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,76 % (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Die der Stiftung Klaus Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Elrena GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Stiftung Klaus Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

12. Stimmrechtsmitteilung

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28.12.2012 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127 % (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.

13. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697 % (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind mir 10,394 % (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.

Konsolidierungskreis

Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 07. Februar 2017 abgegeben und am 04. Dezember 2018 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Nachtragsbericht

Am 15. Februar 2019 wurde ein Konsortialkredit über TEUR 350.000 und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen.

Dettingen/Erms, 21. März 2019

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Reiner Drews

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018

TEUR
Zugänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2018

TEUR
1.1.2018

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 25.640 2.273 468 2 28.379 17.282
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.990 0 0 0 1.990 1.829
3. Geleistete Anzahlungen 815 1.039 -468 0 1.386 0
28.445 3.312 0 2 31.755 19.111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 234.787 11.804 4.232 110 250.713 70.158
2. Technische Anlagen und Maschinen 433.396 20.428 13.567 6.851 460.540 314.690
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.439 5.202 416 1.810 133.247 91.714
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.163 20.738 -18.215 0 24.686 0
819.785 58.172 0 8.771 869.186 476.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 443.131 35.702 0 34.402 444.431 14.577
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.698 0 0 3.109 25.589 0
3. Beteiligungen 29.025 0 0 0 29.025 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 453 0 0 0 453 0
501.307 35.702 0 37.511 499.498 14.577
1.349.537 97.186 0 46.284 1.400.439 510.250

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2018

TEUR
31.12.2018

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 4.019 0 0 2 21.299 7.080
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19 0 0 0 1.848 142
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 1.386
4.038 0 0 2 23.147 8.608
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.035 0 0 108 76.085 174.628
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.749 0 0 5.816 327.623 132.917
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.864 0 0 1.783 97.795 35.452
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 24.686
32.648 0 0 7.707 501.503 367.683
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.100 0 0 0 46.677 397.754
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.100 0 0 0 17.100 8.489
3. Beteiligungen 4.326 0 0 0 4.326 24.699
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 15 0 0 0 15 438
53.541 0 0 0 68.118 431.380
90.227 0 0 7.709 592.768 807.671

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Buchwerte
31.12.2017

TEUR
--- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 8.358
2. Geschäfts- oder Firmenwert 161
3. Geleistete Anzahlungen 815
9.334
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 164.629
2. Technische Anlagen und Maschinen 118.706
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.725
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.163
343.223
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 428.554
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.698
3. Beteiligungen 29.025
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 453
486.730
839.287

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 und Konsolidierungskreis

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
HB I Eigenkapital

in TLW
HB I Ergebnis

in TLW
Landeswährung Stichtagskurs1)
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00 25 1 EUR 1,0000
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86 4.436 591 EUR 1,0000
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg/Neckar 96,00 4.093 289 EUR 1,0000
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 77,50 78.997 11.824 EUR 1,0000
Polytetra GmbH5) Mönchengladbach 77,50 2.320 534 EUR 1,0000
hofer powertrain products GmbH Nürtingen 53,00 2.000 -303 EUR 1,0000
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00 -283 -284 EUR 1,0000
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00 341 -6.171 CHF 88,7390
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00 20.537 1.746 GBP 111,7905
hofer powertain products UK Ltd. Warwick (Großbritannien) 53,00 0 -611 GBP 111,7905
ElringKlinger Italia Sri Settimo Torinese (Italien) 100,00 14.341 289 EUR 1,0000
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00 2.999.715 189.719 HUF 0,3115
ElringKlinger Hungary Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00 9.030 -975.930 HUF 0,3115
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00 4.807 1.056 GBP 111,7905
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00 20.898 4.300 EUR 1,0000
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. Bursa (Türkei) 100,00 109.679 40.643 TRY 16,5049
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00 7.710 -602 EUR 1,0000
ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH Wels (Österreich) 100,00 100 0 EUR 1,0000
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. Fremont (USA) 100,00 2.163 954 USD 87,3362
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00 11.178 2.324 RON 21,4431
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00 43.480 3.906 CAD 64,0820
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00 18.779 -29.400 USD 87,3362
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. Southfield (USA) 100,00 -3.952 12.906 USD 87,3362
ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. Fort Wayne (USA) 100,00 0 -3.387 USD 87,3362
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 650.630 -3.953 MXN 4,4460
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 99.125 17.458 MXN 4,4460
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00 111.352 9.383 BRL 22,5023
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00 25.132 5.905 ZAR 6,0756
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00 1.980.495 94.825 INR 1,2542
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00 813.761 61.628 CNY 12,6983
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00 3.979.206 -466.970 KRW 0,0783
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00 650.929 80.444 CNY 12,6983
ElringKlinger Chongqing Ltd. Chongqing (China) 100,00 38.843 -11.259 CNY 12,6983
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.5) Buford (USA) 77,50 770 166 USD 87,3362
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd.5) Qingdao (China) 77,50 29.830 3.006 CNY 12,6983
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00 5.977.267 -32.847 JPY 0,7946
Marusan Kogyo Co., Ltd.7) Tokio (Japan) 23,45 672.377 2.480 JPY 0,7946
PT. ElringKlinger Indonesia6) Karawang (Indonesien) 50,00 6.602.222 -132.881 IDR 0,0061
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd.6) Bangkok (Thailand) 50,00 12.888 6.954 THB 2,6989
Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert)
Inland
hofer AG Nürtingen 28,89 36.051 394 EUR 1,0000

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Name der Gesellschaft Periodendurchschnittskurs2) HB I Eigenkapital

in TEUR3)
HB I Ergebnis

in TEUR4)
letzter Abschluss
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH 1,0000 25 1 31.12.2018
Elring Klinger Motortechnik GmbH 1,0000 4.436 591 31.12.2018
ElringKlinger Logistic Service GmbH 1,0000 4.093 289 31.12.2018
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 1,0000 78.997 11.824 31.12.2018
Polytetra GmbH5) 1,0000 2.320 534 31.12.2018
hofer powertrain products GmbH 1,0000 2.000 -303 31.12.2018
KOCHWERK Catering GmbH 1,0000 -283 -284 31.12.2018
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG 86,8372 303 -5.359 31.12.2018
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. 112,8732 22.959 1.971 31.12.2018
hofer powertain products UK Ltd. 112,8732 0 -690 31.12.2018
ElringKlinger Italia Sri 1,0000 14.341 289 31.12.2018
Technik-Park Heliport Kft. 0,3125 9.345 593 31.12.2018
ElringKlinger Hungary Kft. 0,3125 28 -3.050 31.12.2018
Elring Parts Ltd. 112,8732 5.374 1.192 31.12.2018
Elring Klinger, S.A.U. 1,0000 20.898 4.300 31.12.2018
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. 17,5948 18.102 7.151 31.12.2018
ElringKlinger Meillor SAS 1,0000 7.710 -602 31.12.2018
ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH 1,0000 100 0 31.12.2018
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. 84,7946 1.889 809 31.12.2018
HURO Supermold S.R.L. 21,4784 2.397 499 31.12.2018
ElringKlinger Canada, Inc. 65,2367 27.863 2.548 31.12.2018
ElringKlinger USA, Inc. 84,7946 16.401 -24.930 31.12.2018
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. 84,7946 -3.452 10.944 31.12.2018
ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc. 84,7946 0 -2.872 31.12.2018
Elring Klinger México, S.A. de C.V. 4,4145 28.927 -174 31.12.2018
EKASER, S.A. de C.V. 4,4145 4.407 771 31.12.2018
Elring Klinger do Brasil Ltda. 23,0980 25.057 2.167 31.12.2018
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. 6,4035 1.527 378 31.12.2018
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. 1,2403 24.840 1.176 31.03.2018
Changchun ElringKlinger Ltd. 12,7949 103.333 7.885 31.12.2018
ElringKlinger Korea Co., Ltd. 0,0772 3.114 -360 31.12.2018
ElringKlinger China, Ltd. 12,7949 82.657 10.293 31.12.2018
ElringKlinger Chongqing Ltd. 12,7949 4.932 -1.441 31.12.2018
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.5) 84,7946 673 140 31.12.2018
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Co., Ltd.5) 12,7949 3.788 385 31.12.2018
ElringKlinger Marusan Corporation 0,7692 47.495 -253 31.12.2018
Marusan Kogyo Co., Ltd.7) 0,7692 5.343 19 31.12.2018
PT. ElringKlinger Indonesia6) 0,0060 400 -8 31.12.2018
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd.6) 2,6280 348 183 31.12.2018
Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert)
Inland
hofer AG 1,0000 36.051 394 31.12.2018

1 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

2 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

3 zum Stichtagskurs bewertet

4 zum Periodendurschschnittskurs bewertet

5 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

6 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

7 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ElringKlinger AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ElringKlinger AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

Werthaltigkeit von Finanzanlagen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen stellt aufgrund deren Wesentlichkeit für den Jahresabschluss sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert hindeuten, einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Die Bewertungen sind in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig. Zudem war das Berichtsjahr von einer allgemeinen Abschwächung des wirtschaftlichen Umfeldes in der Automobilbranche gekennzeichnet. Die Ausprägung dieser Abschwächung war in den geographischen Regionen, in denen die Gesellschaft tätig ist, unterschiedlich stark. Auch vor diesem Hintergrund war die Werthaltigkeit von Finanzanlagen ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie die Ausleihungen an verbundene Unternehmen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Den Bewertungen liegen interne Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge der jeweiligen Unternehmen durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und ist daher ermessensbehaftet.

Prüferisches Vorgehen

Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten beizulegenden Zeitwerte sowie deren Einschätzung der Wertermittlung als voraussichtlich dauerhaft haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Ermittlung dieser Werte befasst. Zur Beurteilung des Bewertungsmodells und der angewendeten Berechnungsparameter haben wir unsere Bewertungsspezialisten in die Prüfung eingebunden. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen und daraufhin untersucht, ob die diese unter Beachtung des relevanten Rechnungslegungsstandards IDW RS HFA 10 ermittelt wurden. Wir haben nachvollzogen, ob die Bewertungsmodelle stetig angewandt wurden. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Die in die Bewertung eingeflossenen Planwerte haben wir mit den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanungen abgeglichen. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen, indem wir die Mittelfristplanung der Vorjahre mit den tatsächlichen Werten des Geschäftsjahres verglichen haben. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die verwendeten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Wir haben zudem eigene Sensitivitätsanalysen für wesentliche Anteile an verbundenen Unternehmen durchgeführt, um den Einfluss von Änderungen bestimmter Parameter auf die Bewertungsmodelle zu verstehen und ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben.

Realisierung von Umsatzerlösen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns besteht im Wesentlichen in der Herstellung von Serienteilen für die Automobilindustrie und in der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen. Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt dabei grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die zugrunde liegende Leistung erbracht bzw. die Erzeugnisse geliefert worden sind, d. h. der Gefahrenübergang auf den Kunden erfolgt ist. Aufgrund der Vielfalt an vertraglichen Bestimmungen unter Berücksichtigung kundenspezifischer Allgemeiner Geschäftsbedingungen sowie der Anwendung unterschiedlicher Lieferbedingungen (Incoterms) wird die Umsatzrealisierung als komplex betrachtet, sodass ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. In diesem Zusammenhang ist die Umsatzrealisierung aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse und des damit verbundenen Ergebniseffektes sowie dem Umstand, dass die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung und Unternehmensplanung darstellen, ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses die mit den unterschiedlichen Kunden vereinbarten vertraglichen Grundlagen, insbesondere die vertraglichen Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs unter Berücksichtigung der Kundenspezifischen Allgemeinen Lieferbedingungen sowie der Anwendung unterschiedlicher Lieferbedingungen (Incoterms), nachvollzogen. Wir haben in Stichproben untersucht, ob für die Umsatzerlöse im Bereich der Werkzeuge im Dezember entsprechende Kundenabnahmen vorlagen und die korrespondierenden Umsatzerlöse periodengerecht abgebildet wurden. Für Serienteile haben wir, ebenfalls in Stichproben, untersucht, ob die Umsätze entsprechend den vereinbarten unterschiedlichen Lieferbedingungen (Incoterms) zu einer korrekten periodengerechten Abbildung der Umsatzerlöse geführt haben. Saldenbestätigungen haben wir für am Stichtag bestehende Forderungen in Stichproben erbeten.

Im Weiteren haben wir für die gesamten im Geschäftsjahr 2018 ausgewiesenen Umsatzerlöse im Rahmen von Datenanalysen die buchungssystematische Erfassung nachvollzogen und vor dem Hintergrund der bestehenden Prozesse deren Buchungslogik beurteilt. Zudem haben wir die im Jahresverlauf in den gesamten Umsatzerlösen erfassten Buchungen, die keine Faktura darstellen, z. B. Gutschriften, auf ungewöhnliche Aktivitäten hin analysiert. Dies beinhaltete auch Analysen im Hinblick auf ungewöhnliche Margenschwankungen im Zeitablauf. Abweichungen von unserer Erwartungshaltung haben wir auf Grundlage von zusätzlichen aussagebezogenen Prüfungshandlungen unter Berücksichtigung von weiteren Prüfungsnachweisen beurteilt.

Ferner haben wir die Umsatzerlöse untersucht, ob die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im geschäftsüblichen Rahmen durch Zahlungen des Rechnungsbetrages beglichen wurden. Wir haben dabei in Stichproben Zahlungseingänge zu den entsprechenden Kontenauszügen abgeglichen. Ferner wurden einzelne Umsatzvorgänge stichprobenartig mit den Lieferscheinen und Zahlungseingängen abgestimmt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Erlösrealisierung ergeben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. August 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der ElringKlinger AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Göhner.

Stuttgart, 21. März 2019

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Vögele, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."

Dettingen/Erms, den 21. März 2019

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Reiner Drews

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

• Ziffer 3.8 Abs. 3: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.

• Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Der Vorstand hat für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.

• Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.

Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.

• Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben. Ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium wurde bisher nicht erarbeitet. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.

Von der Erstellung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium wurde bisher abgesehen, sie ist aber beabsichtigt. Die nächste Aufsichtsratswahl findet turnusgemäß im Jahr 2020 statt. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt soll das Kompetenzprofil erstellt sein.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: Da bisher kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gem. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 erstellt wurde, können etwaige Vorschläge des Aufsichtsrats auch nicht die Ausfüllung dieses Kompetenzprofils anstreben.

• Ziffer 5.4.3 Satz 3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

Dettingen/Erms, 4. Dezember 2018

Für den Aufsichtsrat:

Klaus Eberhardt, Vorsitzender

Vorstand:

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Reiner Drews

Bericht des Aufsichtsrats 2018

Das zurückliegende Geschäftsjahr war für ElringKlinger kein einfaches Jahr. Kapazitätsengpässe und negative Materialpreisentwicklungen hemmten die positive Entwicklung des Unternehmens, so dass die Ertragsziele nicht erreicht werden konnten. Gleichwohl hat die ElringKlinger AG, insbesondere im Bereich der alternativen Antriebskonzepte, wichtige Schritte unternommen, um für die Zukunft gut gerüstet und nachhaltig aufgestellt zu sein.

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands laufend überwacht und ihn insbesondere bei bedeutsamen Fragen, wie der strategischen Ausrichtung des Konzerns, beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung immer eingebunden. Solche Entscheidungen wurden mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit bei Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, holte der Vorstand diese Zustimmung ein. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse in angemessener Weise.

Im Berichtsjahr trat der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammen. Auf den ordentlichen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf, insbesondere zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie zur Finanz- und Ertragslage des Konzerns, der ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliance-Themen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum dargestellt und diskutiert. Zur Vorbereitung auf die Sitzungen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats immer rechtzeitig und ausführlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte schriftlich informiert. Ein besonderer Schwerpunkt der Aufsichtsratstätigkeit war im Berichtszeitraum die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Im Berichtsjahr befasste sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen neben den bereits beschriebenen regelmäßig wiederkehrenden Tagesordnungspunkten unter anderem mit folgenden Themen:

Am 23. März 2018 behandelte der Aufsichtsrat die Jahresabschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht für die ElringKlinger AG und den Konzern zum 31. Dezember 2017, den Geschäftsbericht 2017 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie den Bericht des Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der ElringKlinger AG fest und billigte den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht. Er stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu und genehmigte die nichtfinanzielle Erklärung. Er beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung. Betreffend Vorstandsangelegenheiten wurde Herr Reiner Drews mit Wirkung zum 1. April 2018 zum Mitglied des Vorstands bestellt und mit einem bis zum 31. März 2021 befristeten Anstellungsvertrag ausgestattet. Weiter beschloss der Aufsichtsrat die Verlängerung des Anstellungsvertrages von Herrn Thomas Jessulat bis zum 31. Dezember 2023 sowie die Anhebung des fixen Vergütungsanteils mit Wirkung zum 1. Januar 2018.
In der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2018, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Klaus Eberhardt und Markus Siegers zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
In der für den 2. Juli 2018 einberufenen außerordentlichen Sitzung erläuterte der Vorstand die Situation einzelner Tochtergesellschaften in der Schweiz und der NAFTA-Region vor dem Hintergrund der bestehenden Kapazitätsprobleme und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Ertragslage. Darüber hinaus wurden die bereits ergriffenen Aktionsprogramme dargestellt und die geplanten Verbesserungsmaßnahmen besprochen.
In der Aufsichtsratssitzung am 28. September 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit den Auswirkungen der Materialpreisentwicklungen für den ElringKlinger-Konzern auseinandergesetzt. Des Weiteren berichtete der Vorstand eingehend über die Entwicklungen der Tochtergesellschaften, die bereits Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 2. Juli 2018 waren. Außerdem wurde die aufgrund der geänderten Ressortzuständigkeiten angepasste Geschäftsordnung des Vorstands beschlossen.
Auf der Tagesordnung der Sitzung, die am 6. und 7. Dezember 2018 stattfand, standen das Budget 2019 und die Mittelfristplanung. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Revisions- und Compliance-Bericht. Der Aufsichtsrat beschloss, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu beauftragen, ihn bei der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu unterstützen. Der Vorstand erläuterte den Plan, ein neues ElringKlinger-Produktionskonzept einzuführen, mit dem die Produktionsprozesse und Arbeitsabläufe im ElringKlinger-Konzern noch stärker vereinheitlicht und optimiert werden sollen. Schließlich nahm die Darstellung der Unternehmensstrategie vor dem Hintergrund der sich in der Automobilindustrie stellenden Herausforderungen und der im Bereich der neuen Antriebskonzepte von ElringKlinger vorangetriebenen Aktivitäten großen Raum ein. Die zukünftige strategische Ausrichtung, damit verbundene Chancen und Risiken sowie die umzusetzenden grundlegenden Maßnahmen wurden intensiv diskutiert und beraten.

An den Sitzungen haben überwiegend alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Lediglich an den Sitzungen am 23. März 2018, am 2. Juli 2018 und am 6. Dezember 2018 konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied aus wichtigem Grund nicht bzw. ein weiteres Aufsichtsratsmitglied nur teilweise teilnehmen.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2018 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2017 mit ausführlicher Diskussion. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember 2018 standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2018 sowie die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Compliance-Systems. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Prüfungsausschusses vom Vorsitzenden des Vorstands, wie in den vergangenen Jahren, regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionsprüfungen unterrichtet.

Der Personalausschuss trat am 15. Februar 2018 zusammen. Themen waren die Bestellung von Herrn Drews zum Mitglied des Vorstands, die Ausgestaltung seines Anstellungsvertrages sowie die Verlängerung und die Anpassung der Vergütung des Anstellungsvertrages von Herrn Thomas Jessulat.

Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2018 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die Regelungen des Corporate Governance Kodex und insbesondere die anstehende Neufassung des Kodex im Jahr 2019 wurden sowohl in der Prüfungsausschusssitzung als auch der Aufsichtsratssitzung im Dezember diskutiert.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder informiert.

Der Aufsichtsrat hat im Dezember 2018 gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Arbeit anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Handlungsbedarf ergab sich daraus nicht.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2018. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 22. März 2019 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Tochtergesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den tatkräftigen Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Am 17. Mai 2018 verstarb überraschend der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats Professor Walter Herwarth Lechler, nachdem er am Vortag noch die Hauptversammlung der ElringKlinger AG besucht hatte. Herr Lechler war über Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen der ElringKlinger-Gruppe zuletzt bis Mai 2017, als deren Aufsichtsratsvorsitzender, tätig. Er hat die Entwicklung des Unternehmens in besonderer Weise geprägt und gestaltet. Der Aufsichtsrat ist Herrn Professor Lechler zu großem Dank verpflichtet und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Dettingen, 22. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats