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ElringKlinger AG Annual Report 2017

May 3, 2018

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Annual Report

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ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017

Zusammengefasster Lagebericht (GB 2017)

der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Die Automobilindustrie steht vor großen und vielfältigen Herausforderungen. Schon früh hat sich ElringKlinger für diesen Wandel aufgestellt. So umfasst das Produktportfolio neben traditionellen Produkten für verbrennungsmotorbetriebene Fahrzeuge bereits heute serienreife Produkte für die Fahrzeuggenerationen von morgen.

Profil

ElringKlinger ist ein weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Erstausrüster innerhalb der Automobilindustrie. Der Konzern blickt auf eine 138-jährige Historie zurück. Ob optimierter Verbrennungsmotor, leistungsfähiger Hybridmotor, hochtechnologische Antriebsstränge oder umweltfreundliche Batterie- und Brennstoffzellentechnologie -ElringKlinger bietet für alle Antriebsarten innovative Lösungen. Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE ergänzen das Produktportfolio für Branchen außerhalb der Automobilindustrie.

Insgesamt engagieren sich innerhalb des ElringKlinger-Konzerns knapp 10.000 Mitarbeiter an 49 Standorten.

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Das Grundbedürfnis der Menschen nach Mobilität hat zur Folge, dass der Automobilmarkt ein wachsender Markt ist. Gleichzeitig lösten Megatrends wie technologischer Fortschritt, Klimawandel und Globalisierung einen Transformationsprozess aus, der mittlerweile die gesamte Fahrzeugindustrie erfasst. Automobilhersteller wie -zulieferer arbeiten an Lösungen, um durch autonomes Fahren, Konnektivität und einen effizienten Antrieb einen hohen Fahrkomfort bei gleichzeitig möglichst geringen Emissionsausstößen zu gewährleisten.

Beschleunigt wird die Transformation durch die weltweit strikten Emissionsgrenzwerte. Die EU-Kommission hat Ende 2017 einen Vorschlag für neue Grenzwerte für den CO2 -Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge in den Jahren 2025 und 2030 vorgelegt. Nachdem für das Jahr 2021 bereits ein durchschnittlicher CO2 -Flottengrenzwert von 95 g/km gilt, soll der CO2 -Ausstoß im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Damit bleibt Europa die Region mit den weltweit strengsten CO2 -Grenzwerten. Darüber hinaus haben eine Reihe von Ländern, wie zum Beispiel Frankreich oder Großbritannien, angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren in bestimmten Gebieten ab dem Jahr 2040 gänzlich zu verbieten. Die Diskussion resultiert im Wesentlichen aus der hohen Feinstaubbelastung in Großstädten, für die maßgeblich der Verkehr verantwortlich gemacht wird. Darüber hinaus hat China als größter Fahrzeugmarkt der Welt im vergangenen Jahr die Einführung einer Quote für Elektroautos ab 2019 beschlossen und öffentlich auch über ein Verbot von Verbrennungsmotoren nachgedacht.

Die Automobilhersteller arbeiten daher mit Hochdruck an alternativen Antriebsarten und haben ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektromodellen formuliert. Prognosen zufolge wird die Anzahl an klassischen Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen bis 2021 noch leicht ansteigen, danach werden Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge die höheren Wachstumsraten ausweisen.

Genau hieran knüpft das Produktportfolio von ElringKlinger an, denn moderne Leichtbaukonzepte, mittels Right- oder Downsizing optimierte Verbrennungsmotoren, sowie alternative Antriebstechnologien tragen zur Reduzierung von Emissionen, wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln, bei. Durch die 2017 akquirierte hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, bietet ElringKlinger darüber hinaus elektrische Antriebseinheiten für exklusive Kleinserien an.

Die Transformation hin zur emissionsfreien Mobilität bildet ElringKlinger über seine drei Säulen der Elektromobilität ab: die Batterietechnologie, die Brennstoffzellentechnologie sowie die Herstellung von elektrischen Antriebssträngen sowie deren Komponenten. Damit ist ElringKlinger in der Lage, vollständige Antriebssysteme, inklusive Elektroantrieben, Getrieben und Energiespeichersystemen, sowohl für rein elektrisch betriebene als auch für brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge herzustellen.

Über seine Innovationskraft, sein umfassendes Material- und Prozess-Know-how, sein ausgeprägtes Wissen im Werkzeugbau sowie seine finanzielle Leistungsstärke sichert sich der Konzern langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und schafft hohe Markteintrittsbarrieren.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

In erster Linie wirken sich auf ElringKlinger die Folgen der rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Durch die verschärften regulatorischen Vorschriften in den unterschiedlichen Ländern steigt der Bedarf an Produkten, die helfen, die Emissionen zu reduzieren. Aufgrund der vergleichsweise hohen Marktanteile gerade bei traditionellen ElringKlinger-Produkten, zum Beispiel im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen, ist der Konzern daher auch erfahrungsgemäß von der Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion abhängig. Darüber hinaus können weitere Faktoren, wie zum Beispiel Änderungen der Kraftstoffpreise, des Konsumentenverhaltens oder des Zinsniveaus, negative Folgen für die Nachfrage nach Automobilen haben.

Über die globale Aufstellung und breite Kundenstruktur federt der Konzern zyklische Schwankungen größtenteils ab. Der disruptive Transformationsprozess entfacht allerdings eine bislang unbekannte Dynamik für Systeme und Komponenten der neuen Antriebswelt, die bisherige Strukturen aufbricht und die mittel- bis langfristige Planbarkeit als Zulieferer herausfordernder gestaltet.

Konzernstruktur und -organisation

Die ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, übernimmt als Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen, wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zudem ist sie für die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten zuständig.

Die 2017 durchgeführten Akquisitionen und Gesellschaftsgründungen führten zu folgender Veränderung der Konzernstruktur:

Mit Wirkung zum 1. März 2017 erwarb die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland. Am 23. März 2017 erwarb ElringKlinger zudem 53,0 % der Anteile an der neu gegründeten hofer powertrain products UK Ltd., Warwick, Großbritannien.
Die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, wurde am 10. April 2017 gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile.

Zum 31. Dezember 2017 gehörten in Summe 45 vollkonsolidierte Gesellschaften zum ElringKlinger-Konzern.

Absatzmärkte und Unternehmensstandorte

In den vergangenen Jahren hat die ElringKlinger AG vor allem in strategisch wichtigen Regionen Produktions- und Vertriebsstandorte auf- und ausgebaut. Daraus bedient der Konzern allen voran die drei größten Wirtschaftsräume Europa, NAFTA sowie Asien-Pazifik mit innovativen Produkten. Zum 31. Dezember 2017 verfügte der Konzern über 38 Fertigungsstätten, zehn Vertriebs- und Dienstleistungsstandorte sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzteilvertrieb tätig ist. ElringKlinger nimmt innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils die sogenannte Tier-1-Position ein. Das bedeutet, dass ElringKlinger zu nahezu allen namhaften Fahrzeug- und Motorenherstellern eine direkte Kundenverbindung unterhält.

Segmente und Geschäftsbereiche

Das operative Geschäft gliedert der ElringKlinger-Konzern in fünf Segmente, die gleichzeitig auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS bilden.

Konzernumsatz nach Segmenten 2017 (Vorjahr) in %

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Baugruppen für die Automobilindustrie. Dazu gehören Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Leichtbaukomponenten sowie thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang. Für die Mobilität der Zukunft bietet ElringKlinger marktreife Batterie- und Brennstoffzellensysteme an. Über die Mehrheitsbeteiligung an der hofer powertrain products GmbH zählen nun auch elektrische Antriebssysteme zum Produktportfolio hinzu.

Im Segment Ersatzteile bietet ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen für Pkw und Nkw an. Die Ersatzteile kommen unter anderem bei der fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Abgassystemen und Nebenaggregaten zum Einsatz. Als Absatzmarkt nutzt ElringKlinger ein weltweites Netz an Großhändlern sowie große Einkaufskooperationen. Zu den umsatzstärksten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika.

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt, produziert und vertreibt kundenspezifische Produkte aus unterschiedlichen Hochleistungskunststoffen. Knapp 60 % der 2017 erzielten Umsätze verteilen sich im Wesentlichen auf die Maschinenbaubranche, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie. Gut 40 % der Umsatzerlöse entfallen auf die Fahrzeugbranche. Um die Internationalisierung des bislang auf Europa fokussierten Geschäfts voranzutreiben, werden entsprechende Strukturen sowohl in den USA als auch in China kontinuierlich aus- und aufgebaut.

Das Segment Dienstleistungen bietet vielfältige Entwicklungs- und Motortestdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden zählen sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Zum Segment gehören zudem die Teilbereiche Logistikdienstleistungen und Catering.

Das Segment Gewerbeparks enthält die Industrieparks in Idstein, Deutschland und Kecskemét, Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grund und Gebäuden.

Die Segmente sind darüber hinaus in elf Geschäftsbereiche unterteilt. Sieben davon entfallen auf das Segment Erstausrüstung. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 2017 (Vorjahr) in %

Abschirmtechnik: 26 % (26 %)

Leichtbau/Elastomertechnik: 23 % (22 %)

Spezialdichtungen: 18 % (18 %)

Zylinderkopfdichtungen 12 % (13 %)

Ersatzteile: 9 % (9 %)

Kunststofftechnik: 7 % (7 %)

Abgasnachbehandlung: 3 % (3 %)

E-Mobility: 1 % (1 %)

Dienstleistungen: 1 % (1 %)

Gewerbeparks: <1 % (<1 %)

Sonstige1 : <1 % (<1 %)

1 Werkzeugtechnologie und Neue Geschäftsfelder

Maßgeschneiderte metallische Zylinderkopfdichtungen gehören bei ElringKlinger zum traditionellen Geschäft. Die dazu notwendigen Stanz-, Präge- und Umformprozesse von Metallen hat der Konzern zusammen mit einem umfassenden Know-how in der Beschichtungstechnologie über viele Jahre hinweg perfektioniert. Daher ist der Konzern in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld seit vielen Jahren Marktführer. Zu den globalen Wettbewerbern zählen vor allem zwei US-amerikanische Großkonzerne.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen beinhaltet vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt sehr hoch ist.

Der Bereich Abschirmtechnik beinhaltet thermische, akustische und aerodynamische Abschirmsysteme. Sie regulieren das vielschichtige Temperatur- und Akustikmanagement in modernen Kraftfahrzeugen und unterstützen im Fahrzeugunterboden ein aerodynamisches Fahrverhalten. Das Produktdesign und die dazugehörige Materialkomposition sind jeweils abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsbereiches im Fahrzeug und wird von ElringKlinger kundenindividuell entwickelt und produziert. Damit stellt ElringKlinger die optimale Steuerung von Energieströmen, wie zum Beispiel von Wärme- oder Windströmen sicher. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt auch in diesem Geschäftsbereich zu den drei international führenden Anbietern.

Der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik entwickelt und produziert leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen für Anwendungen im Antriebsstrang und in der Karosserie. Durch die Substitution von Metall-durch Leichtbaukomponenten können in der Fahrzeugindustrie deutliche Gewichtseinsparungen realisiert werden. Im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld im Bereich von Hochleistungskunststoffen stärker fragmentiert.

Der Geschäftsbereich E-Mobility, der bereits 2010 gegründet wurde, umfasst als Kernprodukte die hochstromfähigen Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die in Serie produziert werden und sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen. Mit dem 2017 geschlossenen Rahmenkooperationsvertrag zur Gründung eines Joint Ventures mit der Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd., Chengdu, China, hat ElringKlinger nun einen schlagkräftigen Partner mit Zugang zur Batteriezelle. Gemeinsam sollen in Zukunft die Geschäftsaktivitäten in der Batterietechnologie weiter vorangetrieben werden. Seit 2017 enthält der Geschäftsbereich zudem erste Umsätze der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung entwickelt und produziert Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung von mobilen und stationären Verbrennungsmotoren sowie für diverse Off-Road-Applikationen. Dazu gehören unter anderem die Nutzfahrzeug-, Schifffahrt- sowie die Bahnindustrie. Zum Jahresende 2017 unterzeichnete ElringKlinger einen Vertrag zum Verkauf der Hug-Gruppe, Elsau, Schweiz (vgl. "Wesentliche Ereignisse"). Das Closing der Transaktion wurde am 1. März 2018 wirksam. Die strategische Entscheidung zum Verkauf der größten Gesellschaft innerhalb des Geschäftsbereichs begründet sich in der zunehmenden Globalisierung des Geschäftsfeldes, die bedeutende Investitionen erfordert hätte. ElringKlinger wird stattdessen seine Ressourcen vor allem für die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität einsetzen.

Im Geschäftsbereich Sonstige bündelt der Konzern die Aktivitäten der Neuen Geschäftsfelder, die derzeit alle Projekte in der Brennstoffzellentechnologie enthalten. Der Werkzeugbau, der eine maßgebliche Kernkompetenz von ElringKlinger darstellt, wird ebenfalls diesem Bereich zugeordnet. Über die hochpräzise Qualität der Werkzeuge stellt der Konzern die effiziente Serienproduktion der technologisch anspruchsvollen Produkte sicher.

Steuerungsgrößen

Für die Unternehmenssteuerung und die Beurteilung der Konzernentwicklung werden im ElringKlinger-Konzern in erster Linie Finanzkennzahlen herangezogen. Weitere Entscheidungsgrundlagen liefern darüber hinaus unternehmensspezifische Frühindikatoren sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns betreffen die Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Kapitalverzinsung im Konzern. Es handelt sich dabei um die Kennzahlen Umsatz sowie Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT), die jeweils für den Konzern, für die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht werden.

Des Weiteren gehört der Return on Capital Employed (ROCE) zu den wichtigsten Steuerungskennzahlen im Konzern. Er zeigt auf, wie hoch die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital ist. Für die Berechnung wird das EBIT ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. ElringKlinger legt dabei das über die betreffende Periode durchschnittlich eingesetzte Kapital zugrunde. Berücksichtigt werden dabei die Bilanzpositionen Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen für Pensionen sowie langfristige, zinstragende Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, den ROCE auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen zu steigern. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.

Ermittlung Konzernkennzahl ROCE

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in Mio. € 2017 2016
EBIT 137,3 135,6
Eigenkapital 889,7 886,4
Finanzverbindlichkeiten 700,7 578,2
Rückstellungen für Pensionen 126,0 136,6
Zinstragende langfristige Rückstellungen 10,2 10,4
1.726,6 1.611,6
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 1.669,1
ROCE = EBIT : Durchschnittlich eingesetztes Kapital 8,2 %

Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger zur Steuerung der Unternehmensgruppe weitere weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen wie:

Operativer Free Cashflow
Eigenkapitalquote
Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und um Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte.

Die folgende Tabelle beinhaltet die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.

Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Prognose 20171 Ist 2017 2016 2015 2014 2013
Umsatz (in Mio. €) 2 - 4 Prozentpunkte über globalem Marktwachstum2 1.664,03 1.557,4 1.507,3 1.325,8 1.150,1
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) Marge von rund 9 - 10 % 141,8 Marge: 8,5 % 140,4 140,4 162,35 149,85
ROCE Leichte Verschlechterung ggü. Vorjahr 8,2 % 8,7 % 9,5 % 12,4 % 14,4 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) Wahrscheinlich leicht unter Vorjahr -66,6 -3,8 -65,2 -12,4 -4,2
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % 44,0 % 47,2 % 48,5 % 49,7 % 50,4 %

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2012 2011
Umsatz (in Mio. €) 1.127,2 1.032,8
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) 140,9 130,66
ROCE 13,3 % 14,2 %6
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) 8,2 -10,5
Eigenkapitalquote 50,6 % 50,1 %

1 Gemäß letztem Quartalsfinanzbericht vom 7. November 2017; ursprüngliche Prognosen für 2017: ROCE: "leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr"; Operativer Free Cashflow: "leicht positiv"; übrige Zielgrößen unverändert

2 Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch)

3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.683,4 Mio. Euro (plus 8,1 %)

4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,5 (4,8) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Die Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015

5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro

6 Bereinigt um Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg (22,7 Mio. Euro)

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen liefern der Unternehmensleitung ebenfalls wichtige Erkenntnisse über die Konzernsituation und können für Entscheidungen herangezogen werden. Im Vergleich zu den oben genannten bedeutsamsten finanziellen Steuerungsgrößen nehmen sie eine untergeordnete Stellung ein. Dazu gehören Personal-, Qualitäts- und Umweltkennzahlen, wie zum Beispiel:

Entwicklung der Beschäftigtenanzahl und durchschnittliche Krankentage der Mitarbeiter
Qualitätskennzahlen und -bewertungen, wie zum Beispiel Betriebsunfälle sowie Ausschussquoten
CO2 -Emissionen und Energieverbräuche

Weiterführende Informationen hierzu enthält die Nichtfinanzielle Erklärung des ElringKlinger-Konzerns, die spätestens zum 30. April für das vorangegangene Geschäftsjahr auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Die Nichtfinanzielle Erklärung des Geschäftsjahres 2017 wird unter www.elringklinger.de/2017-nfe-de zugänglich gemacht. Zudem wird das Unternehmen in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht des Geschäftsjahres 2017, der im Berichtsjahr 2018 unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit erscheinen wird, Kennzahlen und Aktivitäten ausführlich beschreiben, unter anderem in den Bereichen Mitarbeiter, Soziales, Umwelt und Qualität.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate bieten die kontinuierlich ermittelten Messgrößen Auftragseingang und -bestand eine verlässliche Indikation. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzulieferunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Die Erhöhung der Sicherheit, der Effizienz und des Komforts im Straßenverkehr sind die Treiber für die Weiterentwicklung innovativer Fahrzeugtechnologien. ElringKlinger gestaltet dabei die Mobilität der Zukunft aktiv mit und stellt bereits seit vielen Jahren die Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung in den Mittelpunkt seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Fokus deshalb erneut auf den Bereichen Leichtbau und alternativen Antrieben. Gleichzeitig baut ElringKlinger seine Fähigkeiten rund um die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors weiter aus, um seine führende Marktposition zu behaupten.

ElringKlinger gut gerüstet für E-Mobility

Mit seinen vielfältigen Kompetenzen für Lösungen zur Effizienzsteigerung oder für die neuen Antriebstechnologien ist ElringKlinger schon heute ein gefragter Partner für die Fahrzeughersteller. Das Unternehmen hat die Transformation vom Zulieferer für den klassischen Verbrennungsmotor hin zu Komponenten und Systemen für Elektrofahrzeuge frühzeitig begonnen und vor knapp zehn Jahren die Sparte E-Mobility gegründet. Die Markteinführung von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien als erstes Produkt für Hybride und reine Elektroautos war 2011 ein wichtiger Meilenstein für ElringKlinger. Aufgrund der nachhaltigen und intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ergänzen heute Produkte der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie innovative Leichtbauteile wie Cockpitquerträger oder Türmodule das traditionelle Produktportfolio rund um Dichtungen und Abschirmteile. Der Umsatzanteil in diesen strategischen Zukunftsfeldern lag 2017 bei über 3 % und spiegelt damit im Wesentlichen das Verhältnis innerhalb des weltweiten Fahrzeugmarktes von neuen Antriebsarten zu traditionellen Antrieben wider.

Hohe Forschungs- und Entwicklungsquote

Es ist Teil der Unternehmensphilosophie von ElringKlinger, nah am Kunden zu sein, Trends frühzeitig aufzugreifen und Innovationen aktiv mitzugestalten. Mit rund 5 % des Umsatzes wendete der Konzern in den letzten Jahren einen im Branchenvergleich verhältnismäßig hohen Betrag für Forschung und Entwicklung auf. Diese zielgerichtet eingesetzten Mittel sind die Grundlage für die starke Wettbewerbsposition des ElringKlinger-Konzerns.

Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E, inkl. aktivierter Entwicklungskosten) auf 75,9 (74,8) Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 4,6 (4,8 %). Sie lag damit leicht unter der für 2017 anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %. Neben Investitionen in das traditionelle Geschäft mit Zylinderkopf- und Spezialdichtungen flossen die Aufwendungen insbesondere in die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik sowie in die Neuen Geschäftsfelder und die Batterietechnologie. Der Konzern folgt damit seiner strategischen Ausrichtung, wesentliche Mittel vor allem für die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder einzusetzen. Die Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, betrugen im Berichtszeitraum 7,9 (8,4) Mio. Euro.

Die starke Innovationskultur bei ElringKlinger wird von kreativen Köpfen gelebt. 2017 beschäftigte das Unternehmen 597 (570) Mitarbeiter im Bereich F&E. Um den Abfluss von Know-how und Technologietransfer zu verhindern, hat ElringKlinger die F&E-Organisation weitgehend zentralisiert. Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich vor allem auf die deutschen Standorte der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik sowie die US-Standorte im Großraum Detroit, Michigan. An den anderen Standorten werden eher kleinere Entwicklungsschritte und Anpassungsentwicklungen durchgeführt.

Neue Entwicklungen sichert ElringKlinger sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Eine zentrale Patentabteilung kümmert sich um den Schutz des technologischen Wissens sowie geistiger Eigentumsrechte und nimmt die Patentanmeldungen im In- und Ausland vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Anzahl der neu angemeldeten Schutzrechte mit 69 (68) leicht über dem Vorjahr.

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F&E-Kennzahlen 2017 2016 2015 2014 2013
F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) (in Mio. €) 75,9 74,8 71,2 66,5 65,7
F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) 4,6 % 4,8 % 4,7 % 5,0 % 5,7 %
Aktivierungsquote 5,9 % 9,9 % 13,8 % 13,8 % 13,7 %

1 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten

Zylinderkopfdichtungen: Standardisierung auf höchstem Niveau

Über die höchste Anzahl an erteilten Patenten verfügt ElringKlinger im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen. Hier liegen die Wurzeln des Konzerns, hier hat sich der Konzern über Jahrzehnte mit innovativen Ideen eine führende globale Marktposition erarbeitet. Davon gilt es auch dann zu profitieren, wenn die Anzahl der jährlich produzierten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zurückgehen wird. Dieser Prozess wird Markteinschätzungen zufolge ab dem Jahr 2021 eintreten -jedoch nicht abrupt, sondern schrittweise, da sich die Transformation hinsichtlich der möglichen Anwendungen und hinsichtlich der global nicht gleichmäßig entwickelten Infrastruktur in den einzelnen Regionen auch unterschiedlich schnell durchsetzen wird.

Für ElringKlinger bedeutet dies, dass der Konzern aufgrund seiner hervorragenden Marktposition auch in Zukunft zahlreiche Aufträge über Zylinderkopfdichtungen gewinnen wird. Für diese werden auch künftig Mittel zur Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden -wenngleich in geringerem Umfang als früher. Für eine weiterhin effiziente Standardisierung ist hier eine breitere Datenbasis erforderlich, zudem werden die FEM-Methoden bezogen auf instationäre Betriebszustände weiterentwickelt, das heißt es wird detailliert analysiert, wie sich die Dichtungskörper unter mechanischer und thermischer Last im Übergang vom kalten zum durchgewärmten Motor verformen.

Spezialdichtungen: Effizienzgewinne und Transformation

Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen wird sich der Wandel auf F&E-Aktivitäten ähnlich niederschlagen, soweit es sich um traditionelle Produkte handelt. Auch hier lassen sich Effizienzgewinne durch zunehmende Standardisierung realisieren. Darüber hinaus können in einzelnen Bereichen auch technologische Fortschritte, so zum Beispiel für Getriebesteuerplatten, realisiert werden. Nach erfolgreicher Entwicklungsarbeit und bestandenen Langzeittests konnte beispielsweise eine neue Sickengeneration, die Nano-Sicke, industriell eingeführt werden. Diese verspricht eine höhere Funktionalität.

Der wesentliche Fokus dieses Geschäftsbereichs liegt jedoch darauf, den Wandel durch neue Produkte für Hybrid- und vollelektrische Antriebe aktiv mitzugestalten. So wurden für einen vollelektrischen Premiumsportwagen bereits komplexe Umformteile entwickelt, die demnächst in die Serienproduktion gehen. Darüber hinaus hilft die eigene Werkstoffentwicklung für Metaloseal-Materialien, speziell für Hybrid- und vollelektrische Antriebsstränge neue Materialien zu entwickeln, die sich entweder durch erstklassige elektrische und/oder thermische Leitfähigkeiten bei konstant bleibender Mikroabdichtung und Medienbeständigkeit auszeichnen. Diese neuen Materialien finden in Entwicklungsprojekten im E-Maschinen- und Batteriekühlsystembereich Anwendung.

Abschirmtechnik: Erweiterung der Produktpalette durch Integration von Zusatzfunktionen

Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik hat sich ElringKlinger optimal positioniert, um Material und Technik weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Kunde profitiert hier von der Integration weiterer Funktionen in die traditionellen Abschirmsysteme. So kann die Hauptfunktion "thermische Abschirmung" um eine akustische Wirksamkeit ergänzt werden und den Komfort der Fahrzeuginsassen erhöhen. Die Erarbeitung einer Methode zur Vorausberechnung des akustischen Verhaltens eines Abschirmsystems stellte im Berichtsjahr einen wesentlichen Entwicklungsschritt dar. Zudem wird im Zuge der Hybridisierung und Elektrifizierung die elektromagnetische Verträglichkeit immer bedeutsamer. Hierfür kann ElringKlinger Lösungen anbieten, sodass entsprechend sensible Komponenten nicht nur vor Hitze, sondern auch vor elektromagnetischen Feldern effektiv abgeschirmt werden.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt hat ElringKlinger 2017 zum ersten Mal auch einen Prototyp eines ElroTherm™ Active-Abschirmsystems präsentiert. Hierbei wird in das Abschirmsystem ein elektrisches Heizsystem integriert, das in der Abgasnachbehandlung oder in der Konditionierung von Batteriesystemen ein schnelleres Erreichen der optimalen Betriebstemperatur ermöglicht. Ideen wie diese zeigen, dass sich ElringKlinger auch in seinen traditionellen Geschäftsbereichen für den teil- oder vollelektrischen Antrieb zukunftsweisend aufgestellt hat.

Leichtbau: mit weniger Gewicht Emissionen sparen

Hand in Hand mit Emissionen geht das Fahrzeuggewicht. Während bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weniger Gewicht immer einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch und somit geringere Emissionen bedeutet, ermöglicht es bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite. Für Automobilhersteller zählt deshalb bei der Entwicklung neuer Komponenten jedes Gramm.

ElringKlinger hat bereits vor mehr als 15 Jahren den Trend zum Leichtbau aufgegriffen und angefangen, herkömmliche Metallkomponenten wie Ventilhauben oder Ölwannen aus Hochleistungskunststoff zu ersetzen. Das Portfolio wurde über die Jahre stetig mit neuen Leichtbaukomponenten ausgebaut und zählt heute annähernd 20 Produktfamilien.

Ein weiterer Meilenstein war zuletzt die Industrialisierung eines innovativen Polymer-Metall-Hybridbauteils gemeinsam mit einem deutschen Premiumhersteller. Hierbei wird Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU) mit Kunststoffspritzguss kombiniert. Je nach integrierten Applikationen kann mit diesem Verfahren das Gewicht um bis zu 40 % gesenkt werden. Derzeit kommt diese Technologie für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz. Nachdem der erste Großauftrag für diese Technologie erfolgreich in Serie läuft, startete 2017 die Serienproduktion für einen weiteren Kunden aus dem US-amerikanischen Markt. ElringKlinger arbeitet derzeit an mehreren Entwicklungsprojekten mit verschiedenen Herstellern, darunter auch neue Automobilhersteller, die bislang noch nicht zum Kundenstamm des Unternehmens gehören. Weitere Anwendungsbereiche für die IHU-Technologie im Fahrzeug werden geprüft. Auch außerhalb der Automobilbranche eröffnen sich vielversprechende Einsatzmöglichkeiten.

2017 startete die Serienproduktion von Türmodulen aus Organoblech. Organobleche sind gegenüber herkömmlichen Kunststoffen deutlich belastbarer und steifer. Neben Türmodulen sind zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten in Prüfung, wie zum Beispiel Sitzschalen, Batterieträger oder Kofferraummulden.

ElringKlinger wird auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf das Thema Leichtbau legen. In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Entwicklungsprojekte in diesem Bereich überproportional an. Dementsprechend nahm im Jahresverlauf 2017 auch der Anteil der F&E-Mitarbeiter zu, die sich mit Leichtbauprojekten beschäftigen.

Batterietechnologie: Elektrifizierende Lösungen von ElringKlinger

Noch ist der Anteil an Elektrofahrzeugen auf den Straßen gering, doch die zunehmend strengeren Emissionsvorschriften rund um den Globus werden nur mit alternativen Antrieben erreichbar sein. Zahlreiche Autohersteller haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt, was die Entwicklung und Einführung neuer Elektrofahrzeuge anbelangt. Dies schlägt sich auch in vermehrten Anfragen bei ElringKlinger nieder.

Schon heute produziert ElringKlinger Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien in Serie, die in Elektro- oder Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen. Dazu zählen unter anderem Zellkontaktiersysteme und Modulverbinder. Auch hier bietet sich ein großes Potenzial für ElringKlinger, den bisherigen Kundenstamm mit neuen Anbietern und Herstellern auszubauen. So konnten 2017 weitere neue Kunden für Batteriekomponenten gewonnen werden.

Zum Produktportfolio von ElringKlinger gehören auch Zellgehäuse. Hier konzentriert sich der Konzern auf die Herstellung von prismatischen Hardcase-Gehäusen. Erste Prototypen werden nun gefertigt.

Ein Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten im Batteriebereich lag im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut auf dem Ausbau des Produktspektrums. Einen wesentlichen Schritt dazu stellte die Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen dar. Der chinesische Partner wird Batteriezellen einbringen, während ElringKlinger alle weiteren Modulkomponenten liefert und für das Design sowie die Fertigung der kompletten Batteriemodule zuständig sein wird. Gemeinsam sollen die Geschäftsaktivitäten in der Batterietechnologie weiter vorangetrieben werden, um nachhaltig eine bessere Marktdurchdringung zu erreichen.

Auch durch die strategische Partnerschaft mit dem Engineering-Spezialisten hofer hat ElringKlinger sein Leistungsspektrum im Bereich E-Mobility entscheidend erweitert (E-Achse). Das Nürtinger Unternehmen verfügt über breites Know-how bei elektrischen Antrieben. Zum Portfolio gehören E-Maschinen, Leistungselektronik, Regelungssoftware, Getriebe, Thermomanagement/Kühlung sowie Sicherheitskonzepte. Gebündelt mit den ElringKlinger-Kompetenzen in der Batterietechnologie sowie bei Produktionsverfahren und -prozessen, können den Kunden nun maßgeschneiderte Gesamtlösungen oder Einzelkomponenten angeboten werden.

Brennstoffzellen: Energiewandler mit Zukunft

ElringKlinger arbeitet schon seit Ende der 90er Jahre an der Brennstoffzellentechnologie. Für die automobile Zukunft sieht ElringKlinger in beiden Konzepten - Batterie und Brennstoffzelle -mit ihren jeweiligen Eigenschaften Vorteile. Zudem können sie als Duo ihre Stärken ausspielen.

Die F&E-Aktivitäten konzentrieren sich sowohl auf die Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEMFC als auch auf die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC. SOFC-Systeme werden in niedrigen Leistungsklassen (< 1 kW) betrieben und haben mit rund 33 % einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad. Sie sind für Einsätze ideal, wo keine konventionelle Stromversorgung vorhanden ist, wie zum Beispiel auf Booten oder in Wohnmobilen, aber auch bei der Errichtung von Windkraftanlagen oder Mobilfunksystemen. Darüber hinaus bieten sie insbesondere dann Vorteile, wenn Erdgas zur Verfügung steht. Aber auch die PEM-Brennstoffzelle findet verstärkt Anwendungsmöglichkeiten im stationären Bereich.

Der Trend zur Brennstoffzelle im automobilen Bereich hat 2017 nochmals deutlich mehr Schwung aufgenommen. Asien ist hierbei ein starker Treiber aufgrund von hohen staatlichen Förderungen. Der Brennstoffzellenantrieb punktet vor allem mit hohen Reichweiten und kurzen Auftankzeiten. Auch als Range Extender für batterieelektrische Autos können PEM-Systeme zum Einsatz kommen.

Das ElringKlinger-Portfolio im Bereich PEMFC umfasst metallische Bipolarplatten, Kunststoff-Medienmodule und komplette Brennstoffzellenstacks. 2017 arbeiteten die F&E-Mitarbeiter an der zweiten Generation des Brennstoffzellenstacks. Die bisherige Leistung (80 kW) wurde bei der Neuentwicklung auf 100 bis 150 kW erhöht, die Erprobung des Stacks startet nun.

Der Konzern präsentierte im vergangenen Jahr auch einen PEMFC-Stack (NM5), der speziell auf einen niedrigen Druckabfall der Reaktionsgase sowie eine lange Lebensdauer optimiert ist. Er ist daher vor allem für den Einsatz in Nutzfahrzeugen geeignet.

Ein besonderes Augenmerk legt ElringKlinger derzeit auf die Entwicklung von Systemkompetenz rund um die Brennstoffzelle. Ähnlich wie bei der Batterie ist es das Ziel des Unternehmens, dem Kunden komplette Lösungen anbieten zu können.

Kunststofftechnik: vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Im Segment Kunststofftechnik bieten PTFE und PTFE-Verbundstoffe als Basiswerkstoffe die wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass Kunden aus zahlreichen Branchen angesprochen werden. Denn PTFE erfüllt hohe Anforderungen an Materialeigenschaften und Präzision. Die Produkte des Segments halten hohen Temperaturen, Drücken, Reibung, aggressiven Medien, Chemikalien und vielen anderen Belastungen stand. Zudem weisen sie äußerst niedrige Toleranzen im Fertigungsprozess auf. 2017 hat das Segment beispielsweise innovative Applikationen für kryogene Anwendungen entwickelt, zudem konnten Module zur Steuerung von Flüssigkeitskreisläufen entscheidend vorangebracht werden.

Auch im Jahr 2018 wird das Segment Kunststofftechnik mit seinen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten die wesentlichen Trends der einzelnen Branchen abdecken. Im Bereich der Medizintechnik profitiert das Unternehmen beispielsweise von der Miniaturisierung. Im Maschinenbau treibt der Trend zur Robotik und Sensorik das Geschäft des Segments. Und nicht zuletzt schlägt sich auch hier der Trend zur Elektromobilität nieder: So wurden dynamische Dichtungen speziell für E-Mobility-Anwendungen für mittlere Drehzahlbereiche und Umfangsgeschwindigkeiten entwickelt. Erste neue Projekte mit dynamischer Dichtungsfunktion konnten bereits in Serie umgesetzt werden.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Die Weltwirtschaft gewann 2017 weiter an Schwung. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) expandierte die globale Wirtschaftsleistung um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dazu haben sowohl die Erholung der Eurozone als auch die anhaltend robuste Konjunktur in den größten Volkswirtschaften USA und China beigetragen. Die Wachstumsdynamik des globalen Pkw-Marktes ließ 2017 etwas nach, blieb aber grundsätzlich intakt. Nach Schätzungen des deutschen Automobilverbands VDA wuchsen die Neuwagenverkäufe weltweit um 2 % auf rund 85 Mio. Fahrzeuge.

Konjunktureller Aufschwung breit aufgestellt

Der konjunkturelle Aufschwung in Europa nahm 2017 an Fahrt auf. Aufgrund der weiterhin expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank stiegen die Kreditvergaben der Banken bei einem niedrigen Zinsniveau, als Folge dessen erhöhten sich Binnennachfrage und Beschäftigungslage. Unsicherheiten, die aus dem 2016 beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union oder aus dem im dritten Quartal aufgekeimten Katalonien-Konflikt resultierten, schienen den Konjunkturverlauf nicht spürbar zu beeinträchtigen. Die kräftig wachsende deutsche Wirtschaft wurde hauptsächlich vom privaten Konsum und zunehmend von Bauinvestitionen gestützt, aber auch die Exporte legten trotz des ab Mai gestiegenen Außenwerts des Euros zu.

Die Wirtschaftsmacht USA setzte ihren seit gut acht Jahren bestehenden Wachstumskurs fort. Insgesamt profitierte die Konjunktur von hohen Konsumausgaben, der nahezu erreichten Vollbeschäftigung und ansteigenden Unternehmensinvestitionen.

Die großen asiatischen Volkswirtschaften blieben ebenfalls auf Wachstumskurs. In Japan beschleunigte sich die Expansion leicht. Die chinesische Wirtschaft bewegte sich -auch dank staatlicher Maßnahmen -auf ihrem hohen Vorjahresniveau. Das krisengeschüttelte Brasilien konnte seine Rezessionsphase beenden.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr (in %)

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20161 2017
Welt 3,2 3,7
Industriestaaten 1,7 2,3
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,4 4,7
Deutschland 1,9 2,5
Eurozone 1,8 2,4
USA 1,5 2,3
Brasilien -3,5 1,1
China 6,7 6,8
Indien 7,1 6,7
Japan 0,9 1,8

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2018)

1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 22. Januar 2018

Welt-Pkw-Markt expandiert weiter

Die Wachstumsdynamik der globalen Pkw-Märkte insgesamt ließ 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht nach, der Aufwärtstrend blieb aber grundsätzlich intakt. Weltweit wurden nach Angaben des deutschen Branchenverbands VDA rund 85 Mio. Neufahrzeuge und damit so viele wie nie zuvor verkauft. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 2 % gegenüber 2016. Die Weltfahrzeugproduktion expandierte ebenfalls um rund 2 %.

Der europäische Pkw-Markt (EU und EFTA) stieg auf ein Marktvolumen von 15,6 Mio. neu zugelassener Fahrzeuge an und erreichte fast wieder das Vorkrisenniveau von 2007 (16,0 Mio. Fahrzeuge). Unter den fünf größten Einzelmärkten lag nur Großbritannien im Minus (-5,7 %), während Italien und Spanien mit 7,9 % bzw. 7,7 % die höchsten Zuwächse verzeichneten. In Deutschland wuchsen die Neuzulassungen um 2,7 % auf 3,4 Mio. Pkw und damit auf das höchste Niveau des Jahrzehnts. Neben der guten Beschäftigungslage beeinflussten auch die aktuelle Umstiegsprämie für ältere Dieselfahrzeuge sowie Verunsicherungen aus Fahrverbotsdebatten die Kaufentscheidungen. Während die Pkw-Exporte aus Deutschland um 1 % und die Inlandsproduktion um 2 % zurückgingen, erhöhten die deutschen Hersteller ihre Auslandsproduktion 2017 um 7 % auf 10,8 Mio. Einheiten. Dies untermauert den Trend der Automobilhersteller, zunehmend global bzw. auf den jeweiligen Märkten lokal zu produzieren.

Der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge kühlte sich erwartungsgemäß leicht ab. Mit 17,1 Mio. Neuwagen bewegte sich der Absatz aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Geländewagen für den Stadtverkehr (SUV) und Pickup-Trucks blieben bei den Käufern sehr beliebt.

Im weltgrößten Automarkt China wuchsen die Neuzulassungen auf 24,2 Mio. Pkw. Besonders gefragt war auch hier das SUV-Segment. Mit Japan und Indien legten außerdem die zweit- und drittplatzierten asiatischen Volumenmärkte zu. Erfreulich entwickelten sich die Automärkte in Brasilien und Russland. Nachdem sich diese im Vorjahr noch mit zweistelligen Prozentsätzen abschwächten, ging es dort im Jahresverlauf 2017 wieder zunehmend aufwärts.

Pkw-Neuzulassungen 2017 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (Januar 2018)

Elektromobilität - Nachfrage springt auf niedrigem Niveau an

Elektrofahrzeuge rückten 2017 deutlich stärker in den Fokus der Verbraucher. Entsprechend stieg die Nachfrage auf sehr niedrigem Niveau teilweise sprunghaft an. In Deutschland haben sich die Elektroneuzulassungen auf rund 48.300 Einheiten mehr als verdoppelt. Dennoch sind die Marktanteile von rein batterieelektrischen und Plug-in-Hybrid-Pkw noch sehr gering. Einer Marktstudie zufolge lag der Anteil der Elektro-Pkw am Weltfahrzeugmarkt 2017 bei 1,3 %.

Nutzfahrzeugmärkte heterogen unterwegs

Nach zwei starken Vorjahren verlangsamte sich der europäische Nutzfahrzeugmarkt auf ein noch leichtes Wachstum von 1 %. Insgesamt wurden rund 380.000 mittelschwere und schwere Lkw (> 3,5 t) abgesetzt. Die einzelnen Länder schnitten dabei sehr unterschiedlich ab. Während Frankreich (6,5 %), Italien (4,5 %) und Polen (3,9 %) jeweils deutlich im Plus lagen und sich Deutschland mit rund 92.000 neu zugelassenen Lkw knapp unterhalb des Vorjahresniveaus bewegte, gingen die Neuzulassungen in Großbritannien um 7,1 % zurück.

Der Truckmarkt in den USA nahm 2017 nach dem Einbruch im Vorjahr wieder Fahrt auf. Besonders im zweiten Halbjahr zeigte sich eine erhöhte Investitionsbereitschaft der Transportunternehmen, sodass im Gesamtjahr ein leichter Zuwachs bei den mittelschweren und schweren Trucks (Class 4 bis 8) bilanziert wurde. Das Segment der schweren Lkw (Class 8) für sich genommen erreichte mit 192,4 (192,8) Tausend Fahrzeugen fast wieder das Vorjahresniveau.

Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2017 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2018)

Wesentliche Ereignisse

Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2017 zählten die erstmalige Platzierung eines Schuldscheindarlehens in der Unternehmensgeschichte, die Wahl von Klaus Eberhardt an die Spitze des Aufsichtsrats sowie die vorzeitige Vertragsverlängerung der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Theo Becker. Darüber hinaus erfolgten im Jahr 2017 die Unterzeichnung eines Joint Venture-Rahmenvertrags im Bereich der Batterietechnologie sowie die Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Außerdem fielen die Gründung der Tochtergesellschaft ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, der Anteilserwerb am Nürtinger Engineering-Unternehmen hofer und die Zusammenführung von zwei US-amerikanischen Tochtergesellschaften in das Berichtsjahr 2017.

Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde die Vertriebsgesellschaft ElringKlinger North America, Inc. mit Sitz in Plymouth, USA, auf die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit Sitz in Southfield, USA, verschmolzen. Die Zusammenführung der beiden Gesellschaften an einen Standort erfolgte, um den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Zusammenarbeit effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Strategische Beteiligung an hofer

Mit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Mit Wirkung zum 23. März 2017 hat die ElringKlinger AG 53,0 % der Anteile an der neu gegründeten hofer powertrain products UK Ltd. mit Sitz in Warwick, Großbritannien, erworben.

Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.

Frühzeitige Verlängerung der Vorstandsverträge

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 24. März 2017 beschlossen, die Anfang 2018 auslaufenden Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Theo Becker um fünf Jahre bis zum 31. Januar 2023 zu verlängern. Damit sicherte das Gremium dem Unternehmen frühzeitig Kontinuität in seiner Leitung. Herr Dr. Wolf gehört dem Vorstand seit Februar 2005 an und ist seit März 2006 dessen Vorsitzender. Herr Becker wurde im Januar 2006 zum Vorstand für Produktion berufen.

Gründung einer neuen Tochtergesellschaft

Mit Wirkung zum 10. April 2017 wurde die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Klaus Eberhardt neuer Aufsichtsratsvorsitzender

Wie in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2017 angekündigt, legte Prof. Walter H. Lechler sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2017 aus Altersgründen nieder und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählten die Mitglieder des Aufsichtsrats Klaus Eberhardt, der bereits seit Mai 2013 dem Kontrollgremium der ElringKlinger AG angehört, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Prof. Walter H. Lechler wurde zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt. Auf den vakanten Aufsichtsratssitz bestellte die Hauptversammlung Andreas Wilhelm Kraut, Vorsitzender der Geschäftsführung des Waagenherstellers Bizerba SE & Co. KG mit Sitz in Balingen, Deutschland.

Auch auf Seiten der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gab es einen personellen Wechsel: Als Nachfolger von Ernst Blinzinger, der nach Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, wurde Gerald Müller von der IG Metall Reutlingen-Tübingen per Beschluss vom 3. August 2017 in den Aufsichtsrat der ElringKlinger AG berufen.

Schuldscheindarlehen erfolgreich platziert

Im Juli 2017 platzierte ElringKlinger erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein Schuldscheindarlehen. Das Gesamtvolumen in Höhe von 200 Mio. Euro verteilt sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich auf 1,23 %. Die aufgenommenen Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung, insbesondere zur Refinanzierung von bestehenden Konzernverbindlichkeiten.

Joint Venture-Rahmenvertrag abgeschlossen

ElringKlinger verständigte sich im November 2017 mit dem chinesischen Unternehmen Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd. (CITC) auf eine Zusammenarbeit im Bereich der Batterietechnologie. Ein Rahmenvertrag über die Joint Venture-Modalitäten wurde im November 2017 von den Partnerunternehmen unterzeichnet. Der Rahmenvertrag sieht die Gründung einer Joint Venture-Gesellschaft zur Entwicklung, Fertigung und Distribution von Lithium-Ionen-Batteriemodulen für den globalen Automobilmarkt vor. Das Joint Venture zielt auf international ausgerichtete Elektromobilitätsprojekte in Asien, Europa und den USA ab.

In das Joint Venture bringen die Vertragspartner unterschiedliche Leistungen ein: Während CITC über sein Tochterunternehmen China Aviation Lithium Battery Co., Ltd. (CALB) für die Batteriezelle verantwortlich zeichnet, steuert ElringKlinger alle weiteren Modulkomponenten bei und ist für das Design sowie die Fertigung der Batteriemodule zuständig. Neben dem gegenseitigen Ressourcenzugang profitieren die Partnerunternehmen beidseitig vom Know-how und der langjährigen Erfahrung in unterschiedlichen Teilgebieten der Batterietechnik.

Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe erzielt

Im Dezember 2017 erzielte ElringKlinger mit einem französischen Automobilzulieferer eine Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 21. Dezember 2017. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in den Besitz des Vertragspartners übergegangen. Über die Höhe des Verkaufspreises wurde beidseitig Stillschweigen vereinbart. Das Closing der Transaktion erfolgte mit Wirksamkeit zum 1. März 2018.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung des Abgasnachbehandlungsgeschäftsfeldes, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätte, um in diesem Markt nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern steigerte den Konzernumsatz 2017 verglichen mit dem Wachstum des globalen Fahrzeugmarktes überproportional und konnte insgesamt um 6,8 % auf 1.664,0 (1.557,4) Mio. Euro zulegen. Die operativen Verbesserungen am Schweizer Produktionsstandort Sevelen erreichten im Berichtsjahr den geplanten Fortschritt. Rohstoffpreissteigerungen sowie hohe Kundenabrufe in der Region NAFTA senkten jedoch gleichzeitig das operative Ergebnis.

Umsatzziel 2017 erreicht

Der ElringKlinger-Konzern wuchs im Geschäftsjahr 2017 im Umsatz um 106,6 Mio. Euro auf 1.664,0 (1.557,4) Mio. Euro. Das entspricht einem Umsatzanstieg von 6,8 %. Organisch, das heißt ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, stiegen die Umsatzerlöse sogar um 8,1 %. Wechselkursveränderungen reduzierten den Konzernumsatz im Berichtsjahr. So wäre zu konstanten Währungskursrelationen der Konzernumsatz um 28,7 Mio. Euro höher ausgefallen. Hauptsächlich die Entwicklung des chinesischen Yuan, der türkischen Lira, des US-Dollars sowie des Schweizer Franken führten zu einem Rückgang. Aus der erstmaligen Einbeziehung der 2017 akquirierten hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, geht ein Umsatz von 5,6 Mio. Euro hervor.

Nach einem starken Jahresauftakt und einem soliden Wachstum im dritten Quartal war im Jahresverlauf vor allem das Schlussquartal (+3,0 % Umsatzwachstum) von hohen Währungseffekten betroffen. Organisch konnte das vierte Quartal jedoch um gute 6,7 % zulegen. Somit erreichte ElringKlinger seine im Geschäftsbericht 2016 kommunizierte Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2017, die einen organischen Umsatzanstieg um zwei bis vier Prozentpunkte über der globalen Fahrzeugproduktion (rund 2 %) vorsah.

Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte der Konzern eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 bis 10 % erwartet. Ausschlaggebend für eine erwartete Ergebnisverbesserung waren neben dem prognostizierten Umsatzanstieg auch die operativen Verbesserungen in einer von Kapazitätsengpässen betroffenen Schweizer Tochtergesellschaft, die planmäßig umgesetzt wurden. Mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation in Höhe von 8,5 % (9,0 %) erreichte ElringKlinger jedoch nur das unter Ende der Ergebnisspanne. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Rohstoffpreissteigerungen sowie anhaltend hohe Kundenabrufe in der Region NAFTA.

Konzernumsatz nach Regionen (Vorjahr) in %

Deutschland 25,6 (26,5)

Übriges Europa 31,3 (31,4)

Asien-Pazifik 19,1 (19,2)

NAFTA 19,4 (18,7)

Südamerika und Übrige 4,6 (4,2)

Konzernumsatz legt in allen Regionen zu

Im Geschäftsjahr 2017 konnte ElringKlinger im Umsatz in allen Regionen weiter zulegen, unterstützt von den weltweit expandierenden Fahrzeugmärkten. Hervorzuheben sind die Regionen Übriges Europa und NAFTA. Beide Regionen übertrafen das starke Vorjahresniveau um jeweils gut 30 Mio. Euro. Im Schlussquartal ließ die Wachstumsdynamik des Konzerns in einzelnen Regionen nach. Insbesondere Asien-Pazifik sowie Südamerika und Übrige kamen nicht an das starke Vorjahresniveau heran.

In der Region Übriges Europa profitierte ElringKlinger von zahlreichen Produktneuanläufen. Sie garantierten ein stabiles Umsatzwachstum über alle Quartale 2017 hinweg. Gleichzeitig spiegelte sich auch das gute Wachstum der europäischen Pkw-Zulassungen in der Entwicklung der Region Übriges Europa wider. So stiegen die Umsatzerlöse um 32,4 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 521,5 (489,1) Mio. Euro. Damit erwirtschaftete ElringKlinger einen Umsatzanteil von 31,3 % (31,4 %) auf seinem wichtigsten Absatzmarkt.

Auch der deutsche Pkw-Markt wuchs 2017 trotz Unsicherheiten, die sich aus der Dieselthematik ergaben, um knapp 3 %. Stärker als der Markt entwickelte sich ElringKlinger. Auf seinem Heimatmarkt verzeichnete der Konzern eine Umsatzsteigerung von 3,4 % auf 426,2 (412,3) Mio. Euro. Erstmalig enthalten ist darin die seit 2017 vollkonsolidierte hofer powertrain products GmbH. Grundsätzlich ist im Inland zu beachten, dass ein Teil der an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz kommt, die für Auslandsmärkte bestimmt sind. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz reduzierte sich auf 25,6 % (26,5 %).

Nachdem die Umsatzerlöse in der Region NAFTA im Vorjahr etwas schwächer waren, legten sie im Berichtsjahr wieder deutlich zu, obwohl sich der US-amerikanische Fahrzeugmarkt 2017 eher abkühlte. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 323,3 (292,0) Mio. Euro schloss die Region NAFTA das Geschäftsjahr 2017 mit einem Wachstum von 10,7 % bzw. 31,3 Mio. Euro ab. Währungsbereinigt nahm die Region um 13,6 % zu. 19,4 % (18,7 %) der Umsatzerlöse des Konzerns entfallen auf die NAFTA-Region. Damit generierte ElringKlinger sogar mehr Umsatz in der nordamerikanischen Region als auf den asiatischen Märkten.

In der Region Asien-Pazifik verzeichnete ElringKlinger ein deutliches Umsatzplus von 6,1 % bzw. 18,3 Mio. Euro und erreichte 317,3 (299,0) Mio. Euro. Im Jahresverlauf nahm die Dynamik, die sich im ersten Halbjahr zeigte, deutlich ab. Gerade das Schlussquartal kam nicht an das starke Vorjahresniveau heran. Dieses war jedoch von einem spürbaren Vorzieheffekt in China betroffen, da eine Steueranhebung bevorstand. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt in der Region Asien-Pazifik 19,1 % (19,2 %).

In der Region Südamerika und Übrige zeigten sich die positiven Marktentwicklungen auch in den Umsätzen der lokalen ElringKlinger-Gesellschaften. In Summe nahmen die Erlöse im Geschäftsjahr 2017 um 16,4 % auf 75,8 (65,1) Mio. Euro zu. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 4,6 % (4,2 %).

Insgesamt gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten 2017 weiter an Bedeutung. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 74,4 % (73,5 %).

Konzernumsatz nach Segmenten (Vorjahr) in Mio. €

Erstausrüstung 1.382,4 (1.294,3)

Zylinderkopfdichtungen
Spezialdichtungen
Leichtbau/Elastomertechnik
Abschirmtechnik
Abgasnachbehandlung

Ersatzteile 156,7 (147,3)

Kunststofftechnik 111,1 (101,7)

Dienstleistungen 9,5 (9,7)

Gewerbeparks 4,3 (4,5)

Segment Erstausrüstung weitet Umsatz in allen Geschäftsbereichen aus

Das Segment Erstausrüstung bildet unverändert das mit Abstand umsatzstärkste Segment im Konzern ab. Mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um 6,8 % auf 1.382,4 (1.294,3) Mio. Euro profitierte ElringKlinger vor allem von der wachsenden Nachfrage der Kunden nach Leichtbauprodukten aus Hochleistungskunststoff. Dies zeigt sich im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, der den Vorjahreswert um 12,3 % übertraf. Über Konzerndurchschnitt konnte auch der Geschäftsbereich Spezialdichtungen wachsen, da der Trend zum Downsizing aktueller Motorengenerationen eine tendenziell höhere Anzahl an Spezialdichtungen, die in Fahrzeuge eingebaut werden, erfordert. Der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen übertraf knapp das Vorjahresniveau.

Abschirmtechnik mit ersten Verbesserungen

Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik konnte ElringKlinger das hohe Umsatzniveau 2017 weiter steigern. Die 2015 angefallenen Kapazitätsengpässe führten auch im Berichtsjahr 2017 dazu, dass der betroffene Produktionsstandort in der Schweiz auf einem sehr hohen Fixkostenniveau operierte. Entsprechend dem Fortschritt der Verlagerung von Maschinen aus der Schweiz an andere Konzernstandorte konnten unterjährig bereits erste Prozesse optimiert werden. Einen wichtigen Meilenstein erreichte der Konzern mit der Aufnahme des Schweizer Produktionsstandorts in das nahezu konzernweit eingesetzte ERP-System. Hierzu wurden im Geschäftsjahr sämtliche Geschäftsprozesse im betroffenen Werk neu strukturiert und im neuen ERP-System abgebildet. Maßgeblich betraf dies Produktionsplanungs-, Fertigungssteuerungs- und Logistikprozesse. Die Systemangleichung verursachte temporäre Prozessverzögerungen, die sich auf das Ergebnis auswirkten. Mit dem System kann ElringKlinger im Schweizer Werk Prozesse besser analysieren, planen und überwachen. Trotz dieser Aufwendungen generierte der Konzern 2017 aus den Effizienzsteigerungsmaßnahmen eine Nettoergebnisverbesserung am Schweizer Produktionsstandort in Höhe von rund 6 Mio. Euro.

E-Mobility bleibt auf Wachstumskurs

Mit seinem umfassenden Produktportfolio, das neben Batteriekomponenten, wie zum Beispiel Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichselemente, bereits komplette Batteriemodule und Gesamtspeicher umfasst, erhöhte ElringKlinger den Umsatz im Bereich E-Mobility im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Mio. Euro auf 18,0 (12,4) Mio. Euro. Der Anstieg begründet sich in den Umsätzen der hofer powertrain products GmbH, die seit Februar 2017 vollkonsolidiert wird. Im Berichtsjahr durchgeführte Effizienzsteigerungsmaßnahmen führten dazu, dass der Verlust auf minus 2,2 (-4,1) Mio. Euro nahezu halbiert wurde.

Projektgetriebenes Geschäft im Bereich Abgasnachbehandlung

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung produziert Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe. Anders als im traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft schwankt im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung die Umsatz- und Ertragssituation stärker, da der Geschäftsbereich fast ausschließlich im Projektgeschäft tätig ist. Dank einem starken vierten Quartal schloss der Geschäftsbereich das Geschäftsjahr zwar mit einem soliden Umsatzwachstum ab, das Ergebnis blieb hingegen hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Zusammenfassend reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Erstausrüstung um 2,9 % auf 86,3 (88,9) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Erstausrüstung in Mio. €

2016: 1.294,3

2017: 1.382,4

Ersatzteilgeschäft bleibt margenstark

Das Segment Ersatzteile enthält größtenteils das Ersatzteilsortiment, das aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen besteht. ElringKlinger steigerte den Segmentumsatz im Berichtsjahr 2017 um 9,4 Mio. Euro bzw. 6,4 % auf 156,7 (147,3) Mio. Euro. Unverändert zum Vorjahr zählten zu den umsatzstärksten Regionen neben Deutschland auch Ost- und Westeuropa sowie der Nahe Osten.

In Osteuropa sowie in Afrika profitierte der Konzern erneut von einem alternden Fahrzeugbestand mit steigendem Ersatzteilbedarf. Auch Westeuropa verzeichnete hohe Wachstumsraten. Dabei resultiert die Umsatzausweitung im Wesentlichen aus einer flächendeckenden intensiven Marktpräsenz. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten führten hingegen zu einem Umsatzrückgang.

Einen Anstieg von 24,0 % erzielte der Konzern im Ersatzteilgeschäft auf dem wichtigen Zukunftsmarkt in der Region Asien-Pazifik. ElringKlinger baut sein Vertriebsnetzwerk kontinuierlich aus und investiert in lokal benötigte Lagerflächen, um auf dem größten Fahrzeugmarkt der Welt mittelfristig einer potenziellen hohen Nachfrage nach Ersatzteilen nachkommen zu können.

In Deutschland kam der Konzern fast an das starke Umsatzniveau des Vorjahres heran und stabilisierte somit seine starke Marktposition.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im Segment Ersatzteile verbesserte sich 2017 um 4,3 % auf 31,8 (30,5) Mio. Euro. In Summe blieb die Ergebnismarge auf einem anhaltend hohen Niveau von 20,3 % (20,7 %).

Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft in Mio. €

2016: 147,3

2017: 156,7

Segment Kunststofftechnik steigert Marge auf knapp 17 %Die Kernkompetenz im Segment Kunststofftechnik liegt in der Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen (zum Beispiel PTFE, PFA, PVDF) und der dazugehörigen Applikation. Dabei stellt das Segment Produkte für die Automobilindustrie, die Medizintechnik, den Maschinenbau oder auch die Chemie- und Anlagentechnik her.

Für das Geschäftsjahr 2017 weist das Segment einen Umsatzzuwachs von 9,2 % auf 111,1 (101,7) Mio. Euro aus. Dabei trugen neben den Produkten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau auch Produkte für den Industriezweig Energie und Kraftwerke maßgeblich zur Umsatzsteigerung bei. Strategisch weitet ElringKlinger seine bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Vertriebsregionen kontinuierlich aus. Erfolge zeigten sich speziell in Asien, wo die Vertriebsgesellschaft im chinesischen Qingdao dazu beitrug, ein enorm starkes Umsatzwachstum zu erzielen. Die Region NAFTA erreichte 2017 das Vorjahresniveau, auch der Inlandsumsatz legte im Berichtsjahr weiter zu.

Mit dem Abschluss größerer Umzugsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Installation einer Reinraumfertigung in einem Neubau, konnte das Segment ein ertragsstarkes Geschäftsjahr realisieren. So hat sich das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern überproportional zum Segmentumsatz um 24,2 % auf 18,5 (14,9) Mio. Euro erhöht. Die operative Marge konnte entsprechend auf 16,7 % (14,7 %) gesteigert werden.

Gewerbeparks nahezu auf Vorjahresniveau

Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und in Kecskemét-Kadafalva, Ungarn, 4,3 (4,5) Mio. Euro. Wie bereits im Vorjahr weist das Segment einen leichten Verlust von 0,5 (0,3) Mio. Euro aus, der im Wesentlichen auf Sanierungsmaßnahmen am Gewerbepark in Idstein zurückzuführen ist.

Segment Dienstleistungen steigert Umsatz

Die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, Deutschland, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 9,5 (9,7) Mio. Euro. Obwohl die ElringKlinger Logistic Service GmbH im Umsatz und Ertrag deutlich zulegen konnte, wurde der Ergebnisrückgang der Elring Klinger Motortechnik GmbH im Segment nur teilweise kompensiert.

Bruttomarge leicht unter Vorjahresniveau

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Umsatzkosten um 8,1 % bzw. 94,1 Mio. Euro auf 1.255,6 (1.161,5) Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der Kostensteigerung ist auf die aktuellen Rohstoffpreisentwicklungen zurückzuführen. Davon betroffen war hauptsächlich Stahl, der sich aufgrund von Antidumpingmaßnahmen der EU auf Stahlimporte und einer damit verbundenen Angebotsverknappung verteuerte. Auch Edelstähle verzeichneten anziehende Legierungszuschläge. So erhöhten sich die Materialaufwendungen, die vollständig in den Umsatzkosten gebucht werden, um 8,1 % auf 680,9 (630,1) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) blieb im Wesentlichen konstant bei 40,9 % (40,5 %). Neben den gestiegenen Rohstoffpreisen sind auch gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungen, denen aber entsprechende Erträge gegenüberstehen, ursächlich für den starken Anstieg der Umsatzkosten im vierten Quartal 2017 von 10,9 % auf 332,8 (300,0) Mio. Euro.

In Summe stieg der Bruttogewinn im gesamten Geschäftsjahr 2017 um 12,5 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 408,4 (395,9) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich auf 24,5 % (25,4 %).

Die Personalaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2017 um 9,0 % an. Sie betrugen 486,3 (446,0) Mio. Euro. Zum einen resultiert der Anstieg aus den tariflich bedingten Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,0 %, die seit April 2017 für tarifgebundene inländische Gesellschaften gelten. Zum anderen stieg die Mitarbeiteranzahl um 11,9 % überproportional zum Umsatzwachstum an. Gegenläufig den beschriebenen Kostensteigerungen lag die für das Geschäftsjahr 2016 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH mit 5,3 (5,7) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Personalaufwendungen verteilen sich im Umsatzkostenverfahren auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stiegen auf 29,2 % (28,6 %) an.

Die Vertriebskosten erhöhten sich 2017 um 17,9 % bzw. 21,5 Mio. Euro auf 141,9 (120,4) Mio. Euro. Zurückzuführen ist diese Zunahme auf die hohen Kundenabrufe, die ElringKlinger auf den nordamerikanischen Märkten verzeichnete. Sie führten zu einem stark anziehenden Geschäftsvolumen und in der Folge zu temporär höheren Personal- und Frachtkosten.

Einen unterproportionalen Anstieg verzeichneten die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2017 um 3,6 % über dem Vorjahr lagen. Sie betrugen 76,9 (74,2) Mio. Euro.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter intensiviert

Der Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung (F&E) spiegelt sich in gestiegenen F&E-Aufwendungen wider. Sie betrugen 2017 insgesamt 71,4 (67,4) Mio. Euro und stiegen damit um 5,9 % an. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 75,9 (74,8) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf und erzielte damit eine F&E-Quote von 4,6 % (4,8 %). Damit wird ElringKlinger seinem Anspruch gerecht, den Wandel in der Automobilindustrie durch technologischen Fortschritt aktiv zu begleiten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 4,5 (7,4) Mio. Euro Entwicklungskosten aktiviert. Dem gegenüber standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 7,9 (8,4) Mio. Euro. Daraus ergab sich ein negativer Ergebniseffekt von minus 3,4 (-1,0) Mio. Euro. Im Wesentlichen setzte ElringKlinger die Fördermittel der öffentlichen Hand in Höhe von 7,6 (6,8) Mio. Euro für Forschungsprojekte in der Batterietechnik und der Brennstoffzellentechnologie ein. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen um 11,2 Mio. Euro auf 31,2 (20,0) Mio. Euro zu. Darin enthalten sind höhere Erträge aus Versicherungsleistungen und Schadenserstattungen, denen entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 6,2 Mio. Euro auf 12,2 (18,4) Mio. Euro. Saldiert ergibt sich daraus ein positiver Unterschiedsbetrag von 19,0 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro).

EBITDA steigt um gut 3 %

Wie bereits im Vorjahr konnte das Umsatzwachstum 2017 die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen abzüglich der Abschreibungen) vollständig abdecken. Sie stiegen von 1.346,2 Mio. Euro um 110,7 Mio. Euro auf 1.456,9 Mio. Euro. So nahm das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 3,1 % auf 238,4 (231,2) Mio. Euro zu.

Aufgrund von umfangreichen Ersatzinvestitionen sowie der Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen der Vorjahre stiegen die Abschreibungen um 5,6 % auf 101,1 (95,7) Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich um 5,8 Mio. Euro auf 82,4 (76,6) Mio. Euro.

Das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) vor Kaufpreisallokation stieg um 1,0 % auf 141,8 (140,4) Mio. Euro. Der prozentuale Anteil des operativen Ergebnisses am Konzernumsatz (Ergebnismarge) vor Kaufpreisallokation betrug entsprechend 8,5 % (9,0 %). Der Rückgang im Berichtsjahr begründet sich im Wesentlichen in den hohen Umsatz- und Vertriebskosten, die auf die Rohstoffpreissteigerungen und die hohen Kundenabrufe in der Region NAFTA zurückzuführen sind.

Finanzergebnis sinkt um rund 16 Mio. Euro

Wie sich bereits unterjährig abzeichnete, erhöhten sich die Währungsverluste kontinuierlich über das Berichtsjahr hinweg. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen sie um 17,3 Mio. Euro auf 31,5 (14,2) Mio. Euro zu. Die Währungskursgewinne lagen um 5,7 Mio. Euro über dem Vorjahr. Saldiert errechnet sich daraus die um 11,5 Mio. Euro niedrigere Position Währungsergebnis, die sich auf minus 11,1 (+ 0,5) Mio. Euro beläuft. Das Zinsergebnis verbesserte sich leicht auf minus 13,1 (-13,9) Mio. Euro. Das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, belief sich auf minus 27,3 (-11,5) Mio. Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr führten diese starken Währungseinflüsse 2017 zu einem geringeren Ergebnis vor Ertragsteuern, das sich auf 110,1 (124,1) Mio. Euro reduzierte.

Steuerquote sinkt auf 33 %

Im Geschäftsjahr 2017 sanken die Ertragsteueraufwendungen um 5,2 Mio. Euro bzw. 12,5 % auf 36,3 (41,5) Mio. Euro. Der effektive Steuersatz verringerte sich entsprechend leicht auf 33,0 % (33,4 %).

Nach Abzug der Steuern lag das Periodenergebnis des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2017 mit 73,8 (82,6) Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Unter anderem führte das geringere Ergebnis im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung dazu, dass die Minderheitenanteile im Berichtsjahr mit 3,9 (4,1) Mio. Euro den Vorjahreswert nicht erreichten. Abzüglich dieser Anteile lag das Periodenergebnis bei 69,9 (78,6) Mio. Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1,10 (1,24) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2017 unverändert 63.359.990 Stück.

Dividendenvorschlag von 0,50 Euro je Aktie

Der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat des ElringKlinger-Konzerns gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von 0,50 (0,50) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 31,7 (31,7) Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt 45,3 % nach 40,3 % im Vorjahr. Diese Ausschüttung liegt damit oberhalb der Dividendenpolitik des Konzerns, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre auszuschütten.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum Bilanzstichtag 2017 weiterhin sehr solide dar. Das Eigenkapital entsprach einem Anteil an der Bilanzsumme von 44 %. Im Geschäftsjahr 2017 diversifizierte ElringKlinger seine Finanzierungsinstrumente durch die erstmalige Platzierung eines Schuldscheindarlehens. Im Zuge der im ersten Quartal erworbenen Anteile an der hofer-Gruppe mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erweiterte sich die ElringKlinger-Gruppe um ein assoziiertes Unternehmen sowie zwei Tochtergesellschaften. Der eingeleitete Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, führte zum Jahresende zu Umgliederungen in der Bilanz.

Bilanzsumme steigt durch organisches Wachstum und Unternehmenszukauf

Verglichen mit dem Stand zum Vorjahresstichtag, erhöhte sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 um 144,2 Mio. Euro auf 2.022,4 (1.878,2) Mio. Euro. Im langfristigen Vermögen fielen vor allem der Anstieg der Sachanlagen sowie der erstmalige Ausweis von Anteilen an assoziierten Unternehmen infolge der hofer-Akquisition und im kurzfristigen Vermögen der Anstieg der Vorräte ins Gewicht. Reduzierend auf die meisten Vermögenswerte wirkte die Entwicklung der Wechselkurse, die bei der Umrechnung der Einzelbilanzen in die Konzernwährung Euro zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt wurden.

Teilkonzern Hug zur Veräußerung vorgesehen

Bei der Betrachtung der Veränderungen in den einzelnen Bilanzpositionen ist zu berücksichtigen, dass durch den eingeleiteten Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, die betreffenden Vermögenswerte und Schulden umgegliedert und zum 31. Dezember 2017 gesondert als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen wurden. An der als Teilkonzern vollkonsolidierten Hug-Gruppe hielt ElringKlinger zum Bilanzstichtag 93,67 % der Anteile (vgl. Wesentliche Ereignisse). Von den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (61,8 Mio. Euro) betrafen 30,1 Mio. Euro die langfristigen Vermögenswerte und 31,6 Mio. Euro kurzfristige Vermögenswerte. Auf der Verbindlichkeitenseite wurden 23,7 Mio. Euro umgegliedert, die vorwiegend Rückstellungen für Pensionen, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten beinhalten.

Anstieg der Vermögenswerte durch mehrere Faktoren geprägt

Entgegen den meisten Vermögenspositionen der Konzernbilanz reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Ihr Buchwert verminderte sich um 21,9 Mio. Euro auf 190,5 (212,4) Mio. Euro. Den größten Posten bildeten mit 156,4 (166,8) Mio. Euro die Geschäfts- oder Firmenwerte. Aus der zum Bilanzstichtag durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Die rückläufige Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist sowohl auf die Umgliederung aus der eingeleiteten Veräußerung der Hug-Gruppe (-10,3 Mio. Euro) als auch auf Wechselkurseffekte (-6,3 Mio. Euro) zurückzuführen. Eine weitere Verminderung ergab sich aus den planmäßigen Abschreibungen, die die Neuzugänge aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 7,4 Mio. Euro. überstiegen.

Die Sachanlagen stiegen infolge der erhöhten Investitionstätigkeit des Konzerns um 12,3 Mio. Euro auf 929,6 (917,3) Mio. Euro. Bereinigt um die zur Veräußerung umgegliederten Vermögenswerte nahmen sie um 31,0 Mio. Euro zu.

Der Erwerb von Anteilen an der hofer-Gruppe mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, der im ersten Quartal 2017 vollzogen wurde, führte in der Konzernbilanz zu einem wesentlichen Zugang in der Position "Anteile an assoziierten Unternehmen". Sie beinhaltet die von ElringKlinger zum 31. Dezember 2017 gehaltenen 28,9 % der Anteile an der hofer AG, die nach der At-Equity-Methode bilanziert wird. Die Anteile entsprachen zum Jahresende einem fortgeführten -das heißt unter Berücksichtigung des anteiligen Ergebnisbeitrags - Beteiligungsbuchwert von 28,6 Mio. Euro. Die ebenfalls im Rahmen der hofer-Transaktion erworbenen Anteile an der hofer powertrain products GmbH in Höhe von 53,0 % wurden in der Konzernbilanz vollkonsolidiert. Ihre Einbeziehung verlängerte die Konzernbilanz zum Übernahmezeitpunkt um insgesamt 6,4 Mio. Euro. Detaillierte Angaben hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt "Unternehmenszukäufe 2017".

Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) überstieg den Vorjahresvergleichswert um 44,3 Mio. Euro und betrug zum Bilanzstichtag 672,2 (627,9) Mio. Euro. Bereinigt um Wechselkursveränderungen und den Effekt aus der Hug-Umgliederung ergab sich eine Zunahme von 101,6 Mio. Euro. Davon entfielen rund sieben Zehntel auf die Vorräte und rund drei Zehntel auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das starke Umsatzwachstum ging einher mit einem Anstieg der Vorräte. Gleichzeitig erhöhte sich der Werkzeugbestand durch die gute Auftragslage. Bis zu ihrer Veräußerung an den Kunden sind produktspezifische Werkzeuge in den Vorräten erfasst. Auch wirkte sich das gestiegene Preisniveau bei vielen Rohstoffen tendenziell erhöhend auf die Vorräte aus. Des Weiteren nahmen im Segment Ersatzteile die Warenbestände zu. Hier wurden gezielt Maßnahmen umgesetzt, um die kurzfristige Lieferfähigkeit für das sehr breite Produktprogramm im Ersatzteilvertrieb gewährleisten zu können.

Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) erhöhte sich leicht auf 553,3 (524,6) Mio. Euro und entsprach einer Quote vom Konzernumsatz von 33,3 % (33,7 %). Bereinigt um die Hug-Umgliederung betrug der Anteil des Net Working Capitals am Konzernumsatz 34,6 %. Die oben genannten Faktoren beeinträchtigten die Entwicklung des Working Capitals, sodass eine Verbesserung der Quote gegenüber dem Vorjahr, die sich der Konzern ursprünglich zum Ziel gesetzt hatte, nicht wie geplant erreicht werden konnte.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Jahresende insgesamt auf 48,1 (39,2) Mio. Euro. Sie beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Dritten, die aus Erstattungsansprüchen gegenüber Versicherungen im Zusammenhang mit Gewährleistungsfällen entstanden sind und über dem Vorjahreswert lagen.

In den übrigen Bilanzpositionen der Aktivseite ergaben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern in %

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte: 58,7 (62,2)
Kurzfristige Vermögenswerte: 38,2 (37,8)
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte: 3,1 (0)

Passiva

Eigenkapital: 44,0 (47,2)
Langfristige Verbindlichkeiten: 31,4 (26,2)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: 23,4 (26,6)
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten: 1,2 (0)

Eigenkapital von 890 Mio. Euro

Das Konzerneigenkapital wuchs zum Bilanzstichtag leicht auf 889,7 (886,4) Mio. Euro. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Eigenkapitals hatten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die erfolgsneutral im Gesamtergebnis erfasst sind. Sie reduzierten das Eigenkapital insgesamt gegenüber dem Vorjahresstichtag um 42,7 Mio. Euro und wurden größtenteils (41,5 Mio. Euro) in den Übrigen Rücklagen verbucht.

Das Periodenergebnis des Geschäftsjahres 2017 erhöhte das Eigenkapital um 73,8 Mio. Euro. Mindernd wirkte die Dividendenausschüttung für das vorangegangene Geschäftsjahr von insgesamt 34,2 Mio. Euro. Außerdem ergab sich aus dem erfolgsneutralen Teil der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine weitere Erhöhung um 4,1 Mio. Euro.

Zum Bilanzstichtag errechnete sich eine Eigenkapitalquote von 44,0 %, nach 47,2 % am Ende des Vorjahres. Sie lag damit innerhalb der vom Konzern für 2017 angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

Pensionsrückstellungen sinken leicht

Die Rückstellungen für Pensionen, die zum Jahresende auf Basis von aktuellen Rechnungszinssätzen und weiteren Faktoren neu bewertet werden, minderten sich geringfügig auf 126,0 (136,6) Mio. Euro. Leicht gestiegene Diskontierungszinsen führten zu einem niedrigeren versicherungsmathematischen Barwert der künftigen Konzernverpflichtungen. Auch die Umgliederung der Pensionsrückstellungen, die die zur Veräußerung stehende Hug-Gruppe betrafen, senkten den Buchwert am Jahresende.

Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen summierten sich zum Jahresende auf 35,3 (30,9) Mio. Euro. Für den Anstieg waren vor allem höhere Gewährleistungsverpflichtungen aus mehreren Geschäftsvorfällen verantwortlich. Weitere Veränderungen der Rückstellungen resultierten aus Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie übrigen Risiken.

Finanzierungsinstrumente um Schuldscheindarlehen erweitert

Den über den Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft hinausgehenden Finanzierungsbedarf deckte der Konzern über Fremdfinanzierung ab. Im Geschäftsjahr 2017 nahm ElringKlinger diese erstmals durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro vor. Hierdurch konnte die Konzernfinanzierung zu guten Konditionen diversifiziert werden. Das Schuldscheindarlehen verteilt sich auf drei verschiedene Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und wird mit durchschnittlich 1,23 % verzinst. Entsprechend erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die sich zum Jahresende 2017 auf 478,8 (320,8) Mio. Euro beliefen. Durch Refinanzierungsmaßnahmen infolge des emittierten Schuldscheindarlehens konnten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 221,9 (257,4) Mio. Euro zurückgeführt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund der Geschäftsausweitung auf 118,8 (103,2) Mio. Euro zu.

Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns erhöhte sich zum Jahresende 2017 wachstumsbedingt auf 655,3 (538,8) Mio. Euro.

Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2017 einen Gesamtwert von 95,5 (96,5) Mio. Euro darstellten, ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Wie schon im Vorjahr ist darin eine Verkaufsoption (34,8 Mio. Euro) für nicht beherrschende Anteile an der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, erfasst.

Das Fremdkapital des ElringKlinger-Konzerns entsprach -exklusive der Schulden aus den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (23,7 Mio. Euro) -zum Bilanzstichtag einem Anteil an der Bilanzsumme von 54,8 % (52,8 %).

Finanzlage

Die finanzielle Situation des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 sehr robust dar. Aus seiner operativen Tätigkeit erwirtschaftete der Konzern einen Mittelzufluss von 95,5 Mio. Euro, der zur Finanzierung der Investitionsausgaben und Akquisitionen genutzt wurde. Darüber hinaus verfügte der Konzern über ausreichende flüssige Mittel und finanzielle Spielräume aus offenen Kreditlinien. Trotz umfangreicher Erweiterungsinvestitionen aufgrund des erwarteten Geschäftswachstums verringerten sich die Auszahlungen für Investitionen. Dennoch überstieg das Investitionsvolumen die Mittelgenerierung aus der betrieblichen Tätigkeit, sodass sich ein negativer operativer Free Cashflow ergab.

Entwicklung der Zahlungsmittel 20171 in Mio. €

Zahlungsmittel 31.12.2016: 39,4

+ Operativer Cashflow: 95,5

- Investitionen2 : -166,2

- Auszahlungen für Akquisitionen3 : -27,7

- Ausschüttungen4 : -34,2

+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 143,6

- Sonstiges: -4,9

\= Zahlungsmittel 31.12.2017: 45,5

1 entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7

2 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

3 inkl. Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen

4 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 96 Mio. Euro

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen Cashflow von 95,5 (175,7) Mio. Euro, der sich aus dem positiven Ergebnis vor Ertragsteuern von 110,1 (124,1) Mio. Euro ableitet. Die im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Cashflow-Entwicklung ist hauptsächlich auf die höhere Mittelbindung im Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zurückzuführen.

Die Bindung bzw. Freisetzung von Finanzmitteln aus dem Net Working Capital kommt in der Kapitalflussrechnung in den Positionen "Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" und "Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" zum Ausdruck. Insgesamt ergab sich hieraus ein Mittelabfluss von 87,8 Mio. Euro, nach 3,7 Mio. Euro im Vorjahr. Demgegenüber standen erhöhende Effekte aus der Währungsumrechnung von 11,4 (1,7) Mio. Euro, die in den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen sind.

Die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte lagen um 5,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau und hatten einen erhöhenden Effekt auf den vom Ergebnis abgeleiteten Kapitalfluss. Ebenso wirkten die Veränderungen der Rückstellungen, die um 6,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert lagen und im Abschnitt Vermögenslage sowie im Konzernanhang beschrieben sind.

Die im Geschäftsjahr 2017 gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf 50,6 (43,6) Mio. Euro und reduzierten die flüssigen Mittel ebenfalls entsprechend.

Investitionen zurückgeführt auf rund 9 % des Konzernumsatzes

Nach überdurchschnittlich hohen Investitionen in den zwei vorangegangenen Geschäftsjahren konnten die Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen 2017 planmäßig auf ein niedrigeres Niveau zurückgeführt werden. Die Auszahlungen im Konzern für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrugen 2017 155,5 Mio. Euro, nach 171,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Investitionsquote als Anteil am Konzernumsatz lag damit bei 9,3 % (11,0 %).

Bei den Investitionsausgaben handelt es sich in einem verhältnismäßig hohen Maße um Erweiterungsmaßnahmen, die aufgrund mehrerer Faktoren erforderlich waren. Sie gründeten sowohl auf den zum Teil sehr hohen Auslastungen in mehreren Werken infolge hoher Nachfrage als auch auf Vorbereitungen bevorstehender Neuanläufe. Des Weiteren erforderte die strategische Ausrichtung des Konzerns auf neue Produkte hinsichtlich künftiger Antriebe und Technologien, wie beispielsweise innovative Leichtbauteile und Komponenten im Bereich Batterie- und Brennstoffzellensysteme, ebenfalls Investitionen. In der Folge betrafen mehr als 90 % der Auszahlungen für Investitionen das Segment Erstausrüstung.

Unter regionalen Gesichtspunkten lagen die Schwerpunkte in Deutschland und dem Übrigen Europa, gefolgt vom NAFTA-Raum und der Wachstumsregion Asien-Pazifik.

Auszahlungen für Investitionen* nach Regionen (Vorjahr) in %

Deutschland: 37,1 % (39,5 %)

Übriges Europa: 28,1 % (20,2 %)

NAFTA: 19,6 % (24,1 %)

Asien-Pazifik: 13,6 % (14,6 %)

Südamerika und übrige: 1,6 % (1,6 %)

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

Bedeutende Einzelprojekte wurden an verschiedenen Standorten rund um den Globus umgesetzt. Am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, nahm ElringKlinger nach rund zwölf Monaten Bauzeit im dritten Quartal 2017 eine hochautomatisierte Logistikhalle für den Bereich Leichtbau/Elastomertechnik in Betrieb. Neben der Optimierung von Logistikprozessen konnte damit auch zusätzlicher Raum für die Fertigung gewonnen werden.

In Kecskemét, Ungarn, hat ElringKlinger ebenfalls in kurzer Bauzeit ein Werk für den Neuanlauf von Türmodulträgern in Leichtbauweise errichtet. In Zukunft werden hier weitere Flächen für die Produktion von Abschirmteilen in Betrieb genommen. Auch in den Werken der NAFTA-Region wurde in die Fertigungstechnik investiert. In Fremont, USA, begann ElringKlinger Silicon Valley, Inc., zur Jahresmitte mit der Herstellung von Cockpitquerträgern. Der kanadische Standort in Leamington investierte in neue Produktionslinien zur Fertigung von Kunststoffgehäusemodulen. Die chinesischen Werke nahmen ebenfalls Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen vor: In Changchun wurden vorwiegend Fertigungsanlagen für die Fertigung von Produkten der Geschäftsbereiche Spezialdichtungen und Zylinderkopfdichtungen und in Suzhou für Neuanläufe von Leichtbaukomponenten beschafft. Der 2017 gegründete Standort in Chongqing begann mit der Vorbereitung von Produktionslinien für die Herstellung von Türmodulträgern.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte unterschritten im Geschäftsjahr 2017 mit 10,7 (11,8) Mio. Euro leicht den Vorjahreswert.

Für den im ersten Quartal vollzogenen Erwerb der Anteile an der hofer AG (assoziiertes Unternehmen) und deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH (vollkonsolidiert), die beide ihren Sitz in Nürtingen, Deutschland, haben, flossen dem Konzern saldiert Mittel in Höhe von 27,7 Mio. Euro ab.

Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2017 auf minus 193,2 (-189,7) Mio. Euro.

Operativer Free Cashflow negativ

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen konnte der Finanzbedarf für Investitionen in Sachanlagen nicht vollständig durch die Mittelgenerierung aus dem operativen Geschäft gedeckt werden. Daher ergab sich ein negativer operativer Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte) in Höhe von minus 66,6 (-3,8) Mio. Euro, der wie erwartet unter Vorjahresniveau lag. Das ursprüngliche Ziel des Konzerns, einen leicht positiven operativen Free Cashflow generieren zu können, war im November 2017 angepasst worden.

Finanzierungstätigkeit erhöht

Die im Abschnitt Vermögenslage beschriebene Emission eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro und die damit einhergehende Refinanzierung bestehender Konzernverbindlichkeiten prägten den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Neben dem Nettozufluss aus der Veränderung der lang- und kurzfristigen Kredite in Höhe von insgesamt 143,6 (42,3) Mio. Euro verbesserte sich auch die Fälligkeitenstruktur. Aufgrund der Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr flossen 2017 Mittel in Höhe von 34,2 (37,7) Mio. Euro ab.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2017 auf 109,3 (4,5) Mio. Euro. Zusätzlich standen dem Konzern per 31. Dezember 2017 zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 136,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

ElringKlinger konnte im Geschäftsjahr 2017 den Konzernumsatz erneut deutlich und über dem globalen Marktwachstum auf einen neuen Höchstwert steigern. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) verbesserte sich leicht, auch weil Fortschritte am Schweizer Standort, der im Vorjahr aufgrund hoher Auslastung bedeutsame Sonderbelastungen verursacht hatte, erzielt werden konnten. Im Geschäftsjahr beeinträchtigten hohe Kundenabrufe an den nordamerikanischen Standorten und Rohstoffpreissteigerungen das Ergebnis. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation erreichte mit 8,5 % einen zufriedenstellenden Wert, der im Branchenvergleich auf einem hohen Niveau liegt.

Der für die Innenfinanzierung relevante operative Free Cashflow entwickelte sich aufgrund dieser zusätzlichen Kosten und der gesteigerten Mittelbindung durch höhere Vorratsbestände, die für das starke Geschäftswachstum vorgehalten werden mussten, nicht wie zu Jahresbeginn erwartet. Gleichwohl stellt sich die Finanz- und Vermögensstruktur des Konzerns mit einer Konzerneigenkapitalquote von 44,0 % und ausreichend Liquiditätsreserven sehr solide dar. Darüber hinaus vergrößerte ElringKlinger 2017 durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 200 Mio. Euro seinen finanziellen Handlungsspielraum, sodass weiterhin eine gute Basis für die Finanzierung weiteren Wachstums besteht.

Auf den Wandel in der Automobilindustrie ist der Konzern vorbereitet. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich ElringKlinger weiter auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität strategisch ausgerichtet. Die vorhandene breite Kundenstruktur und das attraktive, im wettbewerblichen Umfeld hervorragend positionierte Produktportfolio sind gute Voraussetzungen für die Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung.

Damit verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen und operativen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Weiterentwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.

Die ElringKlinger AG hat 2017 in allen Regionen Wachstum generiert und konnte im Jahresergebnis an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich zum Jahresende 2017 mit einer Eigenkapitalquote von rund 44 % und einem positiven operativen Cashflow weiterhin solide dar.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG

Umsatz deutlich ausgeweitet

Die ElringKlinger AG profitierte im Berichtsjahr von ihrer breiten Kundenbasis sowie der starken Entwicklung einzelner Absatzmärkte. So konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 52,2 Mio. Euro bzw. 8,4 % auf 674,4 (622,2) Mio. Euro ausgeweitet werden. Damit übertraf das Unternehmen das im Geschäftsbericht 2016 prognostizierte Ziel einer Umsatzsteigerung von drei bis fünf Prozentpunkten über dem globalen Marktwachstum.

Besonders stark entwickelte sich der Inlandsumsatz, der um 11,3 % bzw. 25,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte. Die ElringKlinger AG erzielte insgesamt 248,7 (223,4) Mio. Euro. Darin enthalten sind für gewöhnlich auch die Umsätze, die aus der Belieferung von Komponenten für Fahrzeuge und Motoren resultieren, die nach der Produktherstellung direkt exportiert wurden.

Der Auslandsumsatz nahm 2017 um 6,7 % auf 425,7 (398,8) Mio. Euro zu. Dabei konnten alle Regionen die Vorjahreswerte übertreffen. Nach absoluten Zahlen entwickelte sich die Region Übriges Europa mit einem Umsatzzuwachs von 13,8 Mio. Euro sehr positiv, wobei auch der Absatzmarkt in der Region Asien-Pazifik mit einer Erhöhung von 13,9 % deutlich über dem Vorjahreswert lag. Aufgrund des starken Wachstums im Inland sank der Auslandsanteil auf 63,1 % (64,1 %).

Erstausrüstung bleibt auf Wachstumskurs

Nachdem das Segment bereits im Vorjahr um 4,8 % im Umsatz zulegen konnte, wuchs es 2017 erneut um 9,4 % bzw. 45,8 Mio. Euro auf 530,6 (484,8) Mio. Euro. Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG erhöhte sich auf 78,7 % (77,9 %). In den einzelnen Geschäftsbereichen entfielen die stärksten absoluten Umsatzzuwächse auf die Bereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Spezialdichtungen.

Ersatzteilgeschäft weiter ausgebaut

Das Ersatzteilgeschäft zeigte sich trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen Märkten wiederholt stark. Das Segment erzielte ein Wachstum von 4,7 % und stieg von 137,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 143,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Somit sank der Anteil am Gesamtumsatz auf 21,3 % (22,0 %). In den drei größten Absatzmärkten Osteuropa, Naher Osten und Deutschland zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Während Osteuropa weiter zulegen konnte, blieb der Nahe Osten hinter dem starken Vorjahreswert zurück.

Gesamtleistung über Vorjahr

Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen nahm im Geschäftsjahr um 4,9 Mio. Euro auf 5,8 (0,9) Mio. Euro zu. Dies begründet sich im Wesentlichen im stark gestiegenen Geschäftsvolumen sowie den im Vergleich zum Vorjahr höheren Werkzeugbeständen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen nahmen mit 1,5 (1,3) Mio. Euro nur leicht zu. Die Gesamtleistung lag in Summe mit 681,7 Mio. Euro um 57,4 Mio. Euro bzw. 9,2 % über dem Vorjahresniveau (624,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 1,9 Mio. Euro auf 16,6 (18,5) Mio. Euro. Hervorzuheben sind darin die Zuschreibungen auf Finanzanlagen, die sich von 6,5 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro reduzierten. Die Währungsgewinne hingegen stiegen um 5,5 Mio. Euro auf 7,8 (2,3) Mio. Euro.

Materialaufwand von Rohstoffpreissteigerungen betroffen

In der ElringKlinger AG wurde das operative Ergebnis 2017 durch Materialpreissteigerungen spürbar belastet. Vor allem betraf dies Edelstähle, Aluminium und C-Stahl, die die ElringKlinger AG in größeren Mengen zur Produktherstellung benötigt. Aufgrund dieser Entwicklung stieg der Materialaufwand mit 10,6 % überproportional zum Umsatzwachstum auf 301,6 (272,6) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) belief sich auf 44,2 % (43,7 %).

Personal weiter erhöht

Im Geschäftsjahr 2017 nahm der Personalaufwand um 9,5 % auf 197,8 (180,6) Mio. Euro zu. Für diesen Anstieg sind mehrere Faktoren ursächlich: Zum einen weitete die ElringKlinger AG aufgrund ihres starken Wachstums das Personal um 9,2 % auf 2.930 (2.682) Mitarbeiter aus. 98,0 % des Mitarbeiteraufbaus entfiel auf die Geschäftsbereiche innerhalb des Segments Erstausrüstung. Der Mitarbeiteraufbau im Segment Ersatzteile stieg im Berichtsjahr nur leicht auf 112 (107) Mitarbeiter an. Des Weiteren verursachten die tariflich bedingten Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,0 %, die seit April 2017 für tarifgebundene inländische Gesellschaften gelten, ebenfalls höhere Personalaufwendungen. Der Rechnungszinssatz, der auf der Zinsstrukturkurve der Bundesanleihen basiert, sank 2017 auf 3,7 % (4,0 %). Unter anderem dadurch stiegen die Aufwendungen für die GuV-Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" um insgesamt 5,5 Mio. Euro auf 34,0 (28,5) Mio. Euro an. Entgegen den beschriebenen Kostensteigerungen lag die für das Geschäftsjahr 2016 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG mit 4,2 (4,5) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Im Verhältnis zur Gesamtleistung erreichte die Personalaufwandsquote 2017 mit 29,0 % (28,9 %) fast genau das Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 98,8 (83,6) Mio. Euro. Darin enthalten sind mehrere Positionen, die sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht haben. Der größte Anstieg entfiel auf die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, die um 6,5 Mio. Euro auf 9,2 (2,7) Mio. Euro zunahmen. Saldiert mit den in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten Währungsgewinnen belief sich das Währungsergebnis 2017 auf minus 1,4 (-0,4) Mio. Euro.

Abschreibungen um knapp 2 Mio. Euro erhöht

Im Berichtsjahr 2017 stiegen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen aufgrund weiterer abgeschlossener Infrastruktur- und Automatisierungsprojekte auf 33,1 (31,2) Mio. Euro.

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen durch Kostensteigerungen belastet

Wie bereits im Geschäftsbericht 2016 prognostiziert, wurde das Berichtsjahr 2017 durch Faktoren wie zum Beispiel die höheren Material- und Personalkosten geprägt. Zudem enthielt das Vorjahr höhere Zuschreibungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Insgesamt erreichte die ElringKlinger AG ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen von 67,0 (74,8) Mio. Euro und eine EBIT-Marge, die mit 9,9 % (12,0 %) nicht an das Vorjahresniveau herankam.

Erträge aus verbundenen Unternehmen gesteigert

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Erträge aus Beteiligungen um 1,4 Mio. Euro oder 7,4 % auf 20,3 (18,9) Mio. Euro. Hervorzuheben sind vor allem die Ausschüttungen der ElringKlinger Canada, Inc., Leamington, Kanada, sowie der Changchun ElringKlinger Ltd., Changchun, China, da sie höher als im Vorjahr waren. Per Saldo ergab sich aus den Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen ein negativer (im Vorjahr: positiver) Ergebniseffekt von 5,0 (+0,5) Mio. Euro. Somit verringerte sich das Beteiligungsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Mio. Euro auf 15,3 (19,4) Mio. Euro.

Zinsergebnis leicht verbessert

Das anhaltend günstige Zinsniveau führte auch 2017 dazu, dass das Zinsergebnis trotz der erhöhten Nettoverschuldung auf minus 6,8 (-7,3) Mio. Euro sank.

Jahresüberschuss durch geringeren Steueraufwand gesteigert

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erreichten im Berichtsjahr 15,0 (21,4) Mio. Euro. Die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern) sank auf 19,9 % (26,6 %). Der Rückgang begründet sich in einem aperiodisch laufenden Steuerertrag sowie aus steuerfreien Beteiligungserträgen. Nachdem bereits im Vorjahr das Ergebnis nach Steuern deutlich gesteigert wurde, konnte es auch im Berichtsjahr durch die geringeren Steueraufwendungen weiter zulegen. Es stieg um 2,5 % auf 60,5 (59,0) Mio. Euro.

Nach Abzug der sonstigen Steuern erzielte die ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 60,2 (58,8) Mio. Euro.

Dividendenvorschlag beträgt 0,50 Euro

Nach Einstellung von 28,5 (27,1) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen belief sich der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 31,7 (31,7) Mio. Euro. Demnach schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der für das Geschäftsjahr 2017 beschließenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 (0,50) Euro je Aktie vor. Damit liegt die Ausschüttungsquote bei 52,7 % (53,9 %).

Vermögenslage der ElringKlinger AG

In der Vermögensstruktur der ElringKlinger AG kommt die Doppelrolle der Gesellschaft mit ihrer Holdingfunktion und gleichzeitig operativen Tätigkeit zum Ausdruck: Etwas mehr als die Hälfte des Anlagevermögens machen die Finanzanlagen aus, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bestehen.

Der Anstieg der Bilanzsumme um 199,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 auf 1.316,2 (1.116,8) Mio. Euro betrifft hauptsächlich Darlehensausweitungen gegenüber Tochtergesellschaften und Zukäufe an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

Für das operative Geschäft tätigte die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2017 Investitionen in Produktionsanlagen für verschiedene Geschäftsbereiche und an mehreren deutschen Standorten. Sie waren sowohl für Neuanläufe als auch für Kapazitätsausweitungen und Rationalisierungen notwendig. Als größtes Investitionsprojekt schlug der Neubau des Logistikzentrums für den Bereich Leichtbau/Elastomertechnik in Dettingen/Erms zu Buche. Die Sachanlagen erhöhten sich zum Jahresende 2017 um 17,6 Mio. Euro auf 343,2 (325,6) Mio. Euro.

Die Finanzanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 486,7 (448,0) Mio. Euro. Darunter fallen vor allem die Anteile an verbundenen Unternehmen, die zum 31. Dezember 2017 um 12,8 Mio. Euro auf 428,6 (415,8) Mio. Euro stiegen. Hier wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen sowie Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften in Ungarn und China verbucht. Darüber hinaus wurden Anteile an der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland im Rahmen einer Kapitalerhöhung erworben. Der Erwerb von 27,0 % der Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, führte im ersten Quartal 2017 zu einem Zugang in der Unterposition "Beteiligungen" von 29,0 Mio. Euro.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2017 auf 28,7 (31,7) Mio. Euro. Demgegenüber weitete die ElringKlinger AG die kurzfristigen Darlehen für die Tochtergesellschaften deutlich aus, um deren wachstumsbedingten Finanzierungsbedarf zu decken. Diese Darlehen sind im Umlaufvermögen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen, die zum Jahresende 227,3 (118,5) Mio. Euro betrugen.

Im Rahmen des Geschäftswachstums haben sich die Vorräte zum Stichtag um 14,9 % bzw. 18,7 Mio. Euro auf 144,5 (125,8) Mio. Euro und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 93,6 (82,2) Mio. Euro erhöht. Ein Teil der Bestandserhöhungen erfolgte im Ersatzteilbereich, der damit seine kurzfristige Lieferfähigkeit für das breite Produktprogramm sicherstellte. Die Forderungen betrafen unter anderem Werkzeuge, die an Kunden des Seriengeschäfts veräußert wurden.

Die jeweiligen Anteile des Anlage- und des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrugen zum Bilanzstichtag 63,8 % (70,0 %) bzw. 36,1 % (29,8 %). Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.

Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 44 %

Der 2017 erzielte Jahresüberschuss der ElringKlinger AG in Höhe von 60,2 Mio. Euro übertraf die ausbezahlte Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr (31,7 Mio. Euro) um 28,5 Mio. Euro. Entsprechend erhöhte sich das Eigenkapital auf insgesamt 584,6 (556,1) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich dennoch auf 44,4 % (49,8 %), da die Bilanzsumme deutlich stärker anstieg. Letzteres lag vor allem an der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 541,3 (383,6) Mio. Euro. Hierin enthalten ist das im Juli 2017 begebene Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 200 Mio. Euro, das zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, insbesondere zur Refinanzierung von bestehenden Verbindlichkeiten genutzt wurde. Insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG 623,5 (447,2) Mio. Euro. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2017 bei 47,4 % (40,0 %).

Die Rückstellungen reduzierten sich aufgrund der Auflösung eines Steuerpostens leicht auf 107,8 (109,9) Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen nahmen vorwiegend aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen auf 68,9 (65,9) Mio. Euro zu.

Finanzlage der ElringKlinger AG

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 76 Mio. Euro

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete die ElringKlinger AG flüssige Mittel in Höhe von 75,7 (105,4) Mio. Euro. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Kapitalfluss lag im Wesentlichen an einer höheren zusätzlichen Mittelbindung in den Vorräten sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Veränderung dieser beiden Positionen reduzierte den Kapitalfluss im Geschäftsjahr um 30,6 Mio. Euro (im Vorjahr 8,7 Mio. Euro erhöhend). Des Weiteren lagen die gezahlten Ertragsteuern mit 25,5 (18,9) Mio. Euro etwas über dem Vorjahresbetrag.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich 2017 auf minus 95,9 (-65,4) Mio. Euro. Fast die Hälfte davon entfiel auf Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen von 47,8 (54,5) Mio. Euro. Nahezu dasselbe Volumen fiel für Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen an. Sie summierten sich auf 47,3 (13,7) Mio. Euro und beinhalten den Kaufpreis für den bereits beschriebenen Erwerb von Anteilen an Gesellschaften der hofer-Gruppe sowie die oben erwähnten Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 20,2 (-40,1) Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2017 standen der ElringKlinger AG offene Kreditlinien von insgesamt 98,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Kapitalflussrechnung wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.

Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2017-gbag-de.pdf veröffentlicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ElringKlinger ist als Technologiekonzern auf das Know-how, den Einsatz und die Innovationskraft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Sie bilden die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Im Gegenzug trägt ElringKlinger Sorge dafür, seinen Mitarbeitern ein motivierendes und attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen, das von eigenverantwortlichem Denken und Handeln geprägt ist.

Personal weiter ausgeweitet

Mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens weitete ElringKlinger 2017 auch die Personalkapazitäten aus. So arbeiteten im Berichtsjahr durchschnittlich 9.001 (8.322) Mitarbeiter im Konzern. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 beschäftigte ElringKlinger weltweit 9.611 (8.591) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,9 % bzw. 1.020 Personen. Insgesamt stieg der Anteil der Mitarbeiterinnen auf 28,4 % (27,9 %), folgerichtig fiel der Anteil an männlichen Mitarbeitern auf 71,6 % (72,1 %). Die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2017 um 9,0 % auf 3.877 (3.556). Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises (hofer) kamen zum 31. Dezember 2017 insgesamt 24 Mitarbeiter hinzu. An den Standorten der Muttergesellschaft ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale waren zum Bilanzstichtag 2.930 (2.682) Personen beschäftigt. Der prozentuale Anteil aller Inlandsgesellschaften an den im ElringKlinger-Konzern beschäftigten Mitarbeitern verringerte sich über den Jahresverlauf und erreichte 40,3 % (41,4 %) zum Jahresende.

Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2017 (Vorjahr)

Tochtergesellschaften Inland 947 (874)

ElringKlinger AG 2.930 (2.682)

Tochtergesellschaften Ausland 5.734 (5.035)

Deutlich stärker erweiterte der Konzern den Personalbestand außerhalb Deutschlands. Die größten absoluten Belegschaftszuwächse entfielen auf die Region Nordamerika. Vor allem an den Produktionsstandorten in Mexiko und den USA wurden 2017 aufgrund einer hohen Kapazitätsauslastung neue Stellen geschaffen. Des Weiteren passte der Konzern die Personalkapazitäten entsprechend dem Fortschritt der Produktionsverlagerungen aus der Schweiz nach Ungarn an beiden Standorten an. Zufriedenstellend entwickelte sich auch das brasilianische Werk, das nach einer langen Phase wirtschaftlicher Schwäche erstmals Nachfragesteigerungen verzeichnete und entsprechend Personalkapazitäten aufbauen konnte. Zum 31. Dezember 2017 stieg der Auslandsanteil an Konzernmitarbeitern auf 59,7 % (58,6 %). Somit erhöhte sich die Personalstärke im Ausland um 13,9 % bzw. 699 Mitarbeiter auf 5.734 (5.035) Mitarbeiter.

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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2017 2016
Absolute Mitarbeiterzahl 9.611 8.591
davon Männer 71,6% 72,1%
davon Frauen 28,4% 27,9%
Absolute Mitarbeiterzahl 9.611 8.591
davon Inland 40,3% 41,4%
davon Ausland 59,7% 58,6%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.001 8.322

Beschaffung und Lieferantenmanagement

Als produzierendes Unternehmen kauft ElringKlinger Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen global ein. Eine aktive Einkaufs- und Warensteuerung trägt dabei wesentlich zum Erfolg des Konzerns bei und gewährleistet gleichzeitig, dass alle Einkaufsteile kostengünstig, termin- und mengengerecht verfügbar sind.

Strategische Weiterentwicklung des Beschaffungsbereichs

Die Einkaufsstruktur, die bisher stark auf regionale Bedarfe ausgerichtet war, wandelte ElringKlinger im Geschäftsjahr 2017 in eine Matrixorganisation um. Fortan sind vertikale Linien für Prozesse, Systeme und Strukturen zuständig. Die horizontalen Linien werden von spezialisierten Commodity Managern geführt und übernehmen die fachliche Verantwortung für bestimmte Material- und Warengruppen konzernweit. Dadurch kann die Unternehmensgruppe das Einkaufsvolumen der Werke optimal bündeln, die Märkte genau analysieren und die strategischen Lieferanten für das künftige globale Einkaufsvolumen bedarfsgerecht auswählen.

Neben der organisatorischen Weiterentwicklung standen im Bereich Beschaffung weitere strategische Projekte im Fokus. Dazu gehörte der Aufbau eines Einkaufscontrollings zur optimalen Planung, Steuerung und Kontrolle des Beschaffungsbereichs. Des Weiteren wurde eine neue Software für den Angebots- und Vergabeprozess ausgewählt, die 2018 eingeführt wird. Um langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, hat ElringKlinger 2017 damit begonnen, sukzessive Preisgleitklausen in Kundenverträge zu integrieren.

Lieferantenmanagement

Auch wenn ElringKlinger versucht, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weitgehend zu vermeiden, werden Bedarfe vermehrt gebündelt, um über Skaleneffekte Preisvorteile zu erzielen. 2017 lag der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen bei 23 % (19 %).

Mittels Lieferantenaudits überprüft ElringKlinger in unregelmäßigen Abständen die Einhaltung des VDA 6.3-Standards in den Produktionswerken der Zulieferer. Bei Prüfungsfeststellungen werden Verbesserungsmaßnahmen zur Umsetzung in einem festgelegten Zeitrahmen vereinbart, um die Lieferanten nachhaltig weiterzuentwickeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte der Bereich sowohl in Europa und Amerika als auch in Asien Lieferantenaudits durch. Zusätzlich werden regelmäßig Lieferantenbewertungen durchgeführt, die unter anderem Bewertungen zur Liefertreue, Lieferqualität und zum Servicegrad beinhalten. Gerade die starke Globalisierung der Einkaufsprozesse erforderte auch 2017 eine weitere Internationalisierung des Lieferantenaudit-Teams.

Hohe Produktionsauslastung erhöht Materialaufwand und Einkaufsvolumen

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Einkaufsorganisation im Konzern können Rohstoffe und Dienstleistungen wettbewerbsfähig bezogen werden. Der Materialaufwand zählt im ElringKlinger-Konzern zu den größten Aufwandspositionen. 2017 betrug der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns 54,2 % (54,2 %), die Materialaufwandsquote belief sich auf 40,9 % (40,5 %). Das Einkaufsvolumen enthält sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Aufgrund der starken Geschäftszunahme im Geschäftsjahr 2017 belief sich das Einkaufsvolumen zum Jahresende auf 1.067,8 (1.030,3) Mio. Euro.

Zu den wichtigsten von ElringKlinger verwendeten Rohstoffen zählen legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, Aluminium, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen benötigt werden.

Grafik:

Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2017 (Vorjahr) in %

Aluminium 20 (20)

Edelstahl 20 (19)

C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet 11 (12)

Sonstige/Komponenten 31 (32)

Polyamide 11 (12)

Elastomere 7 (5)

ElringKlinger schließt für die wichtigsten Materialgruppen Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten ab. Darüber sichert sich die Unternehmensgruppe über den Vertragszeitraum gegen volatile Preisentwicklungen ab, garantiert die Materialverfügbarkeit und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. Im Geschäftsjahr 2017 unterzeichnete ElringKlinger tendenziell Rahmenverträge mit kürzeren Laufzeiten, da die Preise bei vielen Rohstoffen im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau lagen.

Rohstoffpreise zogen 2017 weiter an

Zunehmende Rohstoffverknappungen bei gleichzeitig hoher globaler Rohstoffnachfrage führten 2017 vermehrt zu starken Preisanstiegen. So kam es beim C-Stahl aufgrund der robusten Nachfrage in Kombination mit einer Angebotsverknappung, die aus den Antidumpingmaßnahmen der EU auf Stahlimporte aus China resultieren, zu deutlichen Preiserhöhungen. Im Geschäftsjahr 2017 wirkten sich beide Faktoren in längeren Lieferzeiten aus, sodass Bedarfsspitzen über freigegebene Lieferanten zu hohen Preisen kurzfristig abgedeckt werden mussten.

Präzisionsedelstahl wird im ElringKlinger-Konzern zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen eingesetzt. Die Kosten für den dazugehörigen Legierungszuschlag, der ausschließlich an der Börse gehandelt wird und nicht in Rahmenverträgen fixiert werden kann, fielen im Jahresverlauf 2017 zunächst, erreichten zum Jahresende jedoch neue Jahreshöchstwerte. Die hohe Nachfrage am Weltmarkt nach Aluminium führte ebenfalls zu teils deutlichen Preisanstiegen. Aluminium setzt ElringKlinger zur Produktion von abschirmtechnischen Produkten ein. Die Prämie, die für die Umarbeitung des Rohstoffes anfällt, konnte im gleichen Zeitraum etwas reduziert werden. Beim technischen Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Leichtbaukomponenten benötigt, nahmen die Preise vor allem im zweiten Halbjahr 2017 deutlich zu. Der Anstieg begründet sich in einer starken globalen Nachfrage nach Leichtbauprodukten, die aus Hochleistungskunststoffen hergestellt werden.

Hohe Rohstoffpreise führen zu steigenden Schrotterlösen

Metallreste, die in unterschiedlichen Produktionsprozessen anfallen, verwertet ElringKlinger global über ein zentrales Metallschrott-Management und veräußert sie weiter. Da die Rohstoffpreise im Jahresverlauf 2017 anstiegen und die Produktionsauslastung gleichzeitig hoch war, lagen die Schrotterlöse mit 38,1 (27,7) Mio. Euro über dem Vorjahr.

Energiebedarf über Lieferverträge langfristig gesichert

Den Großteil des Strom- und Gasbedarfs sichert ElringKlinger über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2017 wurden mit den bestehenden Lieferanten längerfristige Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2021 vereinbart. Der Konzern kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen.

Einen Teil des Strombedarfs deckt der Konzern mit dem Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken (BHKW) ab. So wird die erzeugte Abwärme zum Beispiel an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen zur Generierung von Prozesskälte und für Klimaanlagen verwendet.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effektivität und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung schnell umgesetzt werden.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von der Revisionsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz interner und externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Kontrolle der Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Prüfung der Bearbeitung erkannter Risikopositionen erfolgt durch den ressortverantwortlichen Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2017 fanden Revisionen bei neun Tochtergesellschaften sowie in zwei Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.

Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officers benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2017 wurden die Mitarbeiter aus den sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel dem Einkauf, eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahme von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Schulungen werden auch 2018 insbesondere für die Mitarbeiter der ausländischen Beteiligungen fortgesetzt. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2017 jedoch nicht zu berichten. Zur Weiterentwicklung des etablierten Compliance-Systems arbeitet ElringKlinger an der Ergänzung des bestehenden Hinweisgebersystems um einen digitalen Meldeweg zur Aufdeckung von Missständen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird hierdurch eine weitere Möglichkeit gegeben, Fehlverhalten, Rechts- und Regelverstöße geschützt an die Compliance-Organisation zu melden. Der Vorstand ist im Übrigen bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen und das Konzernberichterstattungssystem abgeglichen. Die Berichterstattung aller Konzerngesellschaften erfolgt über ein Konzernberichterstattungssystem und enthält neben den Finanzdaten auch Angaben, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung im Bereich Finanzen überprüft.

Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei denjenigen Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikeneinschätzung

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Chancen- und Risikoprofil des ElringKlinger-Konzerns

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Risiken-/Chancenarten Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
--- --- --- --- --- --- ---
RISIKEN
Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken x x
Politische Risiken x x
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand x x
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb x x
Materialrisiken/Lieferantenrisiken x x
Kundenrisiken x x
Lohnkostenrisiken x x
Personalrisiken x x
IT-Risiken x x
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken x x
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken x x
Strategische Risiken
Technologierisiken x x
Externes Wachstum/Akquisitionen x x
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall x x
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken x x
Währungsrisiken x x
Zinsrisiken x x
Einsatz derivativer Finanzinstrumente x x
CHANCEN
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung x x
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften x x
Erweiterung des Leistungsspektrums x x
Neue Absatzmärkte x x
Branchenkonsolidierung/M&A x x

Konjunkturelle Risiken

Konjunktur- und Branchenrisiken

Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung im ungewissen Ausgang der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Eurozone sowie in der Rezession in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern, die jedoch für den Welthandel von geringer Bedeutung sind.

Ökonomen rechnen für 2018 mit einer Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums. Die wirtschaftliche Gesamtleistung der gesamten Eurozone wird ähnlich moderat zulegen wie in Deutschland. Neben der ebenfalls weiter expandierenden US-Konjunktur wachsen auch die großen Schwellenländer Indien und China kräftig weiter. Selbst Japan zeigt sich nach jahrelanger Stagnation wieder erholt. Eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur wird insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2018 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein verhalten optimistisches Jahr 2018 ab. Während in Europa ein ähnlich hohes Niveau im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten ist, wird der US-Markt insgesamt etwas abkühlen und auch aus China kommen vergleichsweise nur verhaltene Wachstumssignale. Als Wachstumstreiber werden dagegen die Expansion des indischen Automarkts sowie die Erholung der Märkte in Brasilien und Russland gesehen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion -wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war -ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die Pkw-Weltfahrzeugproduktion 2018 um etwa 2 bis 3 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. internationalen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete, der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken.

Die politische Lage in weiten Teilen des Nahen Ostens, in Nordafrika und in einigen Gebieten an der Grenze zu Russland erweist sich unverändert als instabil. Diese Krisenherde zählen zu den für ElringKlinger mit Risiko behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen unmittelbar keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft besteht dagegen das Risiko von Umsatzeinbußen -in den genannten Gebieten wurden im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Da in den genannten Regionen in Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

In Spanien zeichnet sich keine Einigung zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien und der spanischen Zentralregierung in absehbarer Zeit ab. Auslöser der politischen Krise war ein Unabhängigkeitsreferendum am 1. Oktober 2017, bei dem sich die Mehrheit der Wahlteilnehmer für ein unabhängiges Katalonien ausgesprochen hatte. Am 27. Oktober 2017 stimmte das katalanische Parlament für die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kataloniens. In der Folge wurde das Parlament von Katalonien von der spanischen Regierung aufgelöst. Bei den Neuwahlen am 21. Dezember 2017 erlangten die separatistischen Parteien erneut eine knappe Mehrheit im Parlament. Solange sich die innenpolitische Lage in der autonomen Region Spaniens nicht weiter verschärft, rechnet der ElringKlinger-Konzern nicht mit unmittelbaren Auswirkungen auf seine Tochtergesellschaft Elring Klinger, S.A.U. mit Sitz in Reus, Spanien.

Nach dem Votum Großbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) im Jahr 2016 wurde der Austrittsprozess am 29. März 2017 von der britischen Regierung rechtswirksam in die Wege geleitet. Nach einer vertraglich vorgesehenen zweijährigen Verhandlungsperiode ist momentan mit einem Austritt im März 2019 zu rechnen. Bei den Verhandlungen sind grundsätzliche Fragen über die zukünftigen Handelsbeziehungen, insbesondere im Hinblick auf die Zollbestimmungen, zu klären. Sollten sich London und Brüssel nicht auf einen Handelsvertrag einigen, kommen die Handelsbedingungen der Welthandelsorganisation zur Anwendung. Aufgrund des ungewissen Verhandlungsausgangs stuft ElringKlinger nach derzeitigem Stand die möglichen Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen auf die Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar, Großbritannien, als bedeutsam ein.

Darüber hinaus hat die US-Regierung zahlreiche Maßnahmen zugunsten der nationalen Wirtschaft angekündigt. Dazu gehören neue Steuerregelungen, Zölle auf eingeführte Waren sowie die Aufkündigung und Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). Diese Maßnahmen könnten die Rahmenbedingungen für den globalen Freihandel weiter verschärfen. Je nach Ausgestaltung und konkreter Umsetzung können sich diese Änderungen auch auf ElringKlinger auswirken. Zwar ist der Konzern durch insgesamt drei Produktionsstandorte in den USA diversifiziert aufgestellt und kann inländisch produzieren und ausliefern, doch Produkte aus den Werken in Mexiko und Kanada, die für den US-Markt bestimmt sind, können unter mögliche Zoll- und Steuerneuregelungen fallen.

Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben sich im Berichtsjahr deutlich verschärft. Eine zeitnahe Deeskalation in diesem Konflikt ist nicht zu erwarten; die weiteren Entwicklungen sind schwer vorherzusagen. Falls die USA Sanktionen gegen Nordkorea verhängen sollten, könnte sich dies möglicherweise auch negativ auf die ElringKlinger-Tochtergesellschaft ElringKlinger Korea Co., Ltd. mit Sitz in Gumi, Südkorea, auswirken.

Die anhaltende öffentliche Diskussion über die Dieseltechnologie bewirkt darüber hinaus spürbare Änderungen beim Endkundenverhalten. Die Dieselquote bei Neuzulassungen geht erkennbar zurück. Außerdem verunsichern Diskussionen über Fahrverbote in Innenstädten, damit zusammenhängende Gerichtsurteile und generelle Elektrofahrzeugquoten die Öffentlichkeit, sodass hier mit weiteren Folgen zu rechnen sein könnte. Wenn darunter die allgemeine Nachfrage nach Fahrzeugen leidet, wirkt sich dies auch auf ElringKlinger aus.

Allgemeine interne Risiken

Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand

Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen in erster Linie Arbeitsunfälle und die Gefahr von Bränden.

Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit gültigen Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für Mitarbeiter beugt ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vor. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.

Der Brand von Betriebsstätten stellt zwar ein vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. diese vorübergehend zu verlagern.

Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der Preisdruck stellt eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar und hat infolge der Dieselaffäre tendenziell in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.

Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und seiner starken Marktstellung sieht sich ElringKlinger zwar vergleichsweise gut aufgestellt, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht gänzlich entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, ist ElringKlinger auf die Entwicklung von Produkten mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und die Besetzung von Nischenmärkten fokussiert. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.

Der Wettbewerb ist in der Automobilzulieferbranche auf hohem Niveau. Neu in den Markt eintretende Wettbewerber sehen sich allerdings wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe unter anderem spezielle Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären notwendig, um als Wettbewerber in den Markt einzutreten. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.

In einigen Fällen verlangen die Hersteller von der ElringKlinger-Gruppe als Bedingung für die Auftragsvergabe, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben sowie kurze Wege zu den Werken der Fahrzeug- und Motorenhersteller spielen hier eine wesentliche Rolle. Die 2015 gegründete Tochtergesellschaft ElringKlinger Hungary Kft. hat ihren Sitz in Kecskemét-

Kadafalva und beliefert seit 2016 sowohl die in Ungarn ansässigen Werke deutscher OEMs als auch andere europäische Kunden mit Serienteilen. In Kecskemét wurde Ende 2017 eine weitere, hochautomatisierte Produktionsstätte für Türmodulträger in Betrieb genommen. In Osteuropa verfügt ElringKlinger zudem über die auf Werkzeugbau spezialisierte Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien.

Daneben ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2017 bei 54,2 % (54,2 %). Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung und Lieferantenmanagement"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) unterliegen einer hohen Volatilität. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können vertraglich nicht abgesichert werden.

Grundsätzlich handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Da die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2017 sich auf hohem Niveau bewegten, wurden Verträge teilweise mit kürzeren Laufzeiten vereinbart.

Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.

Für 2018 geht ElringKlinger von weiterhin zunehmenden Rohstoffeinkaufspreisen, insbesondere für Stahl, auf dem Weltmarkt aus. Auf dem Stahlmarkt ist aufgrund der bestehenden Angebotsverknappung, die aus Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, nach wie vor mit steigenden Preisen zu rechnen. Der Preis für Aluminium, der in den letzten beiden Jahren stark angezogen hat, soll sich auf einem hohen Niveau stabilisieren bzw. leicht ansteigen. Das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen ist in Summe allerdings als moderat einzustufen.

Teilweise vereinbart ElringKlinger mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hierbei besteht das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

Metallreste, die bei den Stanzprozessen anfallen, werden durch das hierfür eingerichtete Schrottmanagement verwaltet und wiederveräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest teilweise ab.

Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Um dem Risiko von produktionsbedingten Unterbrechungen oder Ausfällen infolge von Störungen in der Lieferantenkette entgegenzuwirken, disponiert der Konzern Material frühzeitig und verfolgt grundsätzlich eine Mehrlieferantenstrategie. Für wesentliche Materialien und Zukaufteile sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen umfassenden Prüfungen unterzogen. Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen 23 % (19 %). Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.

Der Wandel in der Automobilindustrie bewirkt jedoch auch, dass die Geschäftsfelder für neue Antriebsarten, wie zum Beispiel Batterie- oder Brennstoffzellentechnologie, sowohl neue Materialien einsetzen als auch die Mengen, die Kostenentwicklungen sowie die Lieferantenstruktur der neuen Materialien aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen sind. Dieses Risiko wird durch die bislang beschriebenen Material- und Lieferantenrisiken nicht abgebildet und muss zusätzlich berücksichtigt werden.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einem bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe dieses Herstellers für die in dessen Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgehen.

Aufgrund der anhaltenden öffentlichen Diskussion über die Dieseltechnologie hat das Kundenrisiko in der Automobilbranche grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Für den Konzern sind aufgrund seines breiten Produktportfolios, das größtenteils unabhängig von der Antriebsart zu betrachten ist, und seiner diversifizierten Kundenstruktur dadurch keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten, sofern der derzeit zu beobachtende Absatzrückgang von Dieselfahrzeugen nicht einen allgemeinen Nachfragerückgang nach Fahrzeugen nach sich zieht. Da der Mobilitätsbedarf global weiterhin wachsen wird, geht ElringKlinger jedoch allenfalls von einer Nachfrageverschiebung aus.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat ElringKlinger seinen Kundenstamm in den letzten Jahren ständig verbreitert. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2017 bei rund 25 % (rund 27 %). Der größte Einzelkunde hat 10,2 % (11,0 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2017 beigetragen.

Darüber hinaus verändert sich durch den Wandel in der Automobilindustrie auch die Kundenstruktur: Zu den traditionellen Anbietern treten die neuen innovativen Hersteller, die neue Modelle und/oder Konzepte verfolgen und oft noch Start-up-Charakter haben. Hier hängt der Geschäftsverlauf maßgeblich von der Entwicklungskraft und den stetigen Finanzierungsrunden ab. Es ist nicht auszuschließen, dass einer der sogenannten "New Players" mangels Anschlussfinanzierung nicht längerfristig am Markt teilnimmt. ElringKlinger könnte dadurch gewonnene Entwicklungsprojekte oder Aufträge wieder verlieren oder müsste auch eine finanzielle Belastung im Aufwand berücksichtigen. Der Konzern begegnet diesem gestiegenen Kontrahentenrisiko mit einer risikominimierenden Kundenstrategie, indem Zahlungsmodalitäten angestrebt werden, die im Wesentlichen dem jeweiligen Projektverlauf entsprechen und damit die ausstehenden Investitions- und Entwicklungsbeträge decken.

Lohnkostenrisiken

Nach den Materialkosten stellen die Lohnkosten den zweitgrößten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2017 bei 26,9 % (26,1 %).

Mit 40,3 % (41,4 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein großer Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen bzw. eine Absenkung der tariflichen bezahlten Arbeitszeit im Inland könnten sich spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern.

In den letztjährigen Tarifverhandlungen hat die IG Metall vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchsetzen können, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in Deutschland tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre lagen bei 3,4 % ab April 2015, 2,8 % ab Juli 2016 sowie 2,0 % ab April 2017. Durch den im Februar 2018 erzielten Tarifabschluss in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie erhöhen sich mit Wirkung zum 1. April 2018 die Entgelte um weitere 4,3 %.

In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 15 % (knapp 16 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig ist, liegt das Lohnkostenniveau dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die Dynamik der zunehmenden Lohnentwicklung als latentes Risiko für die Ertragslage der Landesgesellschaften zu betrachten.

Im Falle einer unerwartet rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie beispielsweise Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2017 bei 14,6 % (18,2 %).

In der gesamtheitlichen Betrachtung stellt die Lohnkostenentwicklung der letzten Jahre ein moderates Risiko für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Konzern begegnet Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und die Beschäftigtenzahl im Inland zu sichern.

Personalrisiken

Als führender Technologiekonzern ist ElringKlinger in besonderer Weise auf das Engagement und die Erfahrung seiner Mitarbeiter angewiesen. Da sie wichtige Know-how-Träger für das Unternehmen darstellen, trägt ElringKlinger Sorge dafür, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Etablierung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll sich die Fluktuationsquote konstant auf einem Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten werden nach Möglichkeit nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf -etwa 53 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 26 % sind jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten bzw. in bestimmten Fachbereichen des Konzerns wird es tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Personalmarketing durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Außerdem bildet der Konzern zur Sicherung des Nachwuchses junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten ist ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen -angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktionssteuerung bis hin zur Lieferkette. Dies hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten bzw. Zahlungsabflüsse auswirken können.

ElringKlinger trägt Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, werden doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen.

Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind und somit räumlich getrennt sind. Damit sichert sich das Unternehmen gegen Systemausfälle und Datenverluste ab. Alle Daten der internationalen Standorte werden zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen verhindern unberechtigte externe Zugriffe.

Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger unterliegt als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können derartige Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Bestimmte Einzelrisiken hinsichtlich Qualitätsproblemen und hoher Kapazitätsauslastungen im Segment Erstausrüstung sind derzeit vorhanden, deren mögliche finanzielle Auswirkungen als moderat zu bezeichnen sind. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte -beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.

Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitestgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus gesetzeswidrigen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang einnehmen.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und auf dem Prinzip der Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen, um langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten zu erzielen (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren und mittelfristig seine Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährden. Dieses Szenario würde sich mittel- bis langfristig in negativer Weise auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Der Konzern wendete daher mit rund 5 % des Umsatzes in den letzten Jahren einen im Branchenvergleich verhältnismäßig hohen Betrag für Forschung und Entwicklung auf. In den letzten Jahren sind zudem hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden.

Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf wesentliche Kernthemen der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von Leichtbau-Strukturbauteilen sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit hat sich ElringKlinger schon frühzeitig und mit hohem Aufwand für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik oder in der Brennstoffzellentechnologie. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche nach wie vor noch verhältnismäßig gering ausfällt, wäre mit einem durchgreifenden schnellen Technologiewandel oder einer verschärften Gesetzgebung für Abgasnormen die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; diese hätten verstärkten Preisdruck zur Folge.

Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart -ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor -nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält insbesondere aufgrund des bevorstehenden Wandels der Branche in Richtung Elektromobilität ungebrochen an. Für ElringKlinger ergibt sich vor diesem Hintergrund mittelfristig die Gelegenheit, durch gezielte Zukäufe schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.

Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die die Konzernmarge zumindest temporär belasten. Höhere Investitionen als ursprünglich geplant könnten zudem erforderlich werden, was einen größeren Finanzierungsbedarf nach sich zieht. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang realisiert werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen bzw. externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität geprüft, analysiert und bewertet.

ElringKlinger tätigt eine Akquisition grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamtkonzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

In vergleichbarer Weise entstehen auch Risiken aus getätigten oder weiteren möglichen Desinvestitionen von Tochtergesellschaften und/oder Geschäftsbereichen.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfall

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei denjenigen Kunden, die dem Segment Erstausrüstung zuzuordnen sind, ist angesichts der guten Branchenkonjunktur in Nordamerika, Westeuropa und weiten Teilen Asiens für ElringKlinger insgesamt als relativ gering einzuschätzen. Durch den breit diversifizierten Kundenkreis ist das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden eingeschränkt. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2017 zwischen 13,0 und 28,9 Mio. Euro (11,9 und 27,2 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Das Kreditvergabeverhalten der Banken stellt sich nach der Aufnahme des Schuldscheindarlehens unverändert dar. Gleichzeitig erfordern das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf generell steigt. Sollten die Ratingagenturen das allgemeine Risikoprofil der Automobilindustrie schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist ein Finanzierungsrisiko latent vorhanden -trotz der deutlich verbesserten Ertragssituation in der Branche und niedrigen Marktzinsen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist weiterhin nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von 44,0 % (47,2 %) und einem Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 2,7 (2,3) unkritisch dar. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 136,1 (122,2) Mio. Euro zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2017 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand nicht erkennbar.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der bedeutsamsten Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).

Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging).

Währungsrisiken ergeben sich zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von 28,7 (-33,4) Mio. Euro.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren. Im Geschäftsjahr 2017 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von minus 11,1 (0,5) Mio. Euro.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten internationalen Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.

Das im Juli 2017 begebene Schuldscheindarlehen wurde genutzt, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu tilgen, sodass angesichts fixer Zinssätze die Planbarkeit der Zinsaufwendungen verbessert werden konnte. In Summe wurde ein Volumen von 200 Mio. Euro in Tranchen zu 5, 7 und 10 Jahren mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,23 % emittiert. Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und infolge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente setzt ElringKlinger nur in Einzelfällen ein, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisschwankungen eingesetzt werden, liegen die benötigten physischen Bezugsmengen in jedem Fall zugrunde.

Auf Basis eines rollierenden Systems sicherte ElringKlinger im Geschäftsjahr 2017 geringe Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen ab. Die Absicherung erfolgte über Nickeltermingeschäfte.

Chancen

Klimawandel/Emissionsgesetzgebung

Eines der zentralen Themen der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Seit 2009 unterliegen Pkw in der EU einer CO2 -Regulierung. Das für Pkw-Neuwagen festgelegte Durchschnittsziel lag für das Jahr 2015 bei 130 g/km; bis 2020 soll der CO2 -Ausstoß bei maximal 95 g/km liegen. Für 95 % der Fahrzeugflotte der Hersteller ist dieser Grenzwert bereits 2020 verbindlich; ab 2021 gilt er dann für die gesamte Flotte. Sollten diese Vorgaben zum genannten Zeitpunkt nicht eingehalten werden, drohen den Herstellern empfindliche Strafzahlungen.

Doch diese Schwelle wird nicht den Endpunkt markieren, in Brüssel werden derzeit noch niedrigere Grenzwerte diskutiert. Ende 2017 hat die EU-Kommission einen Regulierungsvorschlag für die Zeit nach 2020 vorgelegt. Danach soll der CO2 -Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Sollten diese Regulierungsvorschläge in Kraft treten, bliebe Europa die Region mit den weltweit strengsten CO2 -Grenzwerten. Auch die USA und Asien sehen sich zusehends anspruchsvolleren Emissionsgrenzen gegenüber. In den USA sind 121 g/km bis 2020 als Flottenziel vorgeschrieben, in China 117 g/km, in Japan 105 g/km. Hinzu kommt, dass sich Schwellenländer wie Indien bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Die unveränderte Nachfrage nach Verbrennungsmotoren führt zu einer weiterhin hohen Nachfrage in den Bereichen der Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme -für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.

Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.

Die deutsche Bundesregierung hatte sich das Ziel gesetzt, mithilfe von Kaufanreizen das ausgegebene Ziel von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 doch noch zu verwirklichen. Dazu wurde im Juli 2016 eine staatliche Kaufprämie eingeführt. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden mit 4.000 Euro und Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeuge mit 3.000 Euro gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis Juni 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. Bis zum Jahr 2021 sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Die Kaufanreize bzw. die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für Elektromobilität sind darauf ausgerichtet, zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beizutragen und steigende Absätze elektrisch betriebener Pkw herbeizuführen.

Um den Wandel in Richtung Elektromobilität zu beschleunigen, haben einige Länder in Europa angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren in bestimmten Gebieten ab einem bestimmten Zeitpunkt gänzlich zu verbieten - Frankreich und Großbritannien streben eine Umsetzung für das Jahr 2040 an; Norwegen diskutiert ein Verbot bereits für 2025. Auch China, der größte Fahrzeugmarkt der Welt, bereitet den Abschied von Verbrennungsmotoren vor, indem den Automobilherstellern per Gesetz verpflichtende Mindestziele für die Produktion und den Verkauf von alternativen Antrieben ab dem Jahr 2019 auferlegt werden.

Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie in Bezug auf die Reichweite würden für zusätzliche Akzeptanz von Elektroautos bei den Autokäufern sorgen. ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens bereits verschiedene Pkw-Hersteller mit Serienprodukten beliefert.

Die Brennstoffzellentechnologie nimmt ebenfalls eine gewichtige Rolle im Bereich der alternativen Antriebe ein -neben dem Pkw-Bereich soll die Brennstoffzelle auch im Lkw-Bereich und bei Bussen mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Gegensatz zur Batterietechnologie sind mit der Brennstoffzelle die Vorteile einer längeren Reichweite verbunden. Die für den Antrieb notwendige Wasserstoffversorgung kann zudem einfach über die bestehende Tankstelleninfrastruktur sichergestellt werden. ElringKlinger hat frühzeitig den Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie geschafft und hält neben verschiedenen Komponenten auch komplette Brennstoffzellenstacks bereit. Vor dem Hintergrund, dass sich der Brennstoffzellenmarkt in der Automobilindustrie derzeit noch im Aufbau befindet, sieht der ElringKlinger-Konzern beträchtliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends/Neue Abgasvorschriften

Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber in die Realität umzusetzen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, werden die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns durchaus als wesentlich eingestuft.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, um das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how gezielt zur Ergänzung bzw. Erweiterung des Leistungsspektrums einzusetzen.

Da dies bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben ist, sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebs- und Energieversorgungstechnologien in den Bereichen Batterietechnik und Brennstoffzelle als Beispiele dienen. Außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich für den Bereich Kunststofftechnik mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Produktportfolios Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines Umsatzwachstums zu erreichen, das überproportional zum globalen Marktwachstum liegt.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für das bestehende ElringKlinger-Portfolio, vor allem für die beiden zukunftsweisenden Säulen der Elektromobilität, worunter Brennstoffzellentechnologie und Batterietechnik fallen, und der Leichtbaustrukturkomponenten. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang der chinesische Fahrzeugmarkt zu nennen, der mithilfe von staatlichen Förderungsmaßnahmen sowohl für die Verbraucher als auch für die Hersteller den antriebsbezogenen Mobilitätswandel vom Verbrennungsmotor in Richtung Elektromobilität vorantreibt. Auch im Hinblick auf neu entwickelte Technologien, beispielsweise bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen, nimmt Asien eine Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieses gesetzgeberischen und technologischen Umfeldes ergibt sich für den Konzern das Potenzial zur Absatzerweiterung in beträchtlichem Ausmaß in den nächsten Jahren.

Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme sowie durch die Erschließung neuer Absatzregionen, allen voran in Nordamerika und Asien, weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" hat seine Aktivitäten in Asien gezielt ausgebaut. Dabei wurde insbesondere die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbietern weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde das bestehende Ersatzteilgeschäft in Nordamerika systematisch ausgebaut.

Außerhalb der Automobilindustrie bieten sich insbesondere für das Segment Kunststofftechnik mit seinem Produktportfolio rund um den Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) weitere Absatzmärkte im Maschinenbau, in der Medizin-, Chemie-, Elektroindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Branchenkonsolidierung/M&A

Das an der Pkw-Produktion gemessene Wachstum der Automobilbranche wird für die kommenden Jahre insbesondere in Asien erwartet. Dies stellt viele nationale mittelständische Automobilzulieferunternehmen mittelfristig vor große Herausforderungen, da sie sich noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert.

Es ist davon auszugehen, dass die Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche in den kommenden Jahren weiter anhalten wird. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter den genannten Rahmenbedingungen weiterhin gegeben.

Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus die Möglichkeit, durch Übernahmen das Technologieportfolio zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Teilweise scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls auch umzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass ElringKlinger in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird, sofern diese dem Bereich der neuen Antriebstechnologien zuzuordnen sind. Der Konzern richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder aus, wohingegen in traditionelle Geschäftsfelder rund um den Verbrennungsmotor grundsätzlich keine Akquisitionen mehr getätigt werden. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Sie können, gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern, von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns trotz der großen Dynamik im Vergleich zum Vorjahr vergleichbar darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern insbesondere in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Umbruch in der Antriebstechnologie sowie in externen Angriffen auf die IT-Infrastruktur.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, Nordamerika und China zeigen sich weiterhin auf einem stabilen Niveau. Die unveränderte politische Situation im Nahen Osten sowie vermehrte Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sind risikobehaftet. Die Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union und die innerspanische Krise mit dem Katalonien-Konflikt sind als jene politischen Risiken zu werten, die abhängig von ihrem Ausgang einen unmittelbaren Einfluss auf den ElringKlinger-Konzern haben könnten. Darüber hinaus sind gewisse strategische und operative Risiken innerhalb des Konzerns unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der Wandel der Automobilindustrie ändert das Produktportfolio von ElringKlinger. Produkte aus den strategischen Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität nehmen an Bedeutung zu, traditionelle Produkte, die sich vor allem auf den Verbrennungsmotor beziehen, verlieren an Relevanz. Diese Änderung wirkt sich auch sukzessive auf das Risikoprofil des Konzerns aus.

Der ElringKlinger-Konzern ist mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und seiner flexiblen Kostenstruktur in der Lage, bei Bedarf zeitnah und durchgreifend mit den entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 44,0 % (47,2 %) sowie die unveränderte Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie E-Mobility hat das Unternehmen frühzeitig investiert. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vergütungssystem

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O-Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts.

Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Beispielrechnung LTI I

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EBIT-Mittelwert 210.000.000

Deckelung

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in € Variable Vergütung Fixgehalt 2017 x 3
Dr. Wolf 0,80% 1.680.000 1.662.000
Becker 0,60% 1.260.000 1.287.000
Jessulat 0,40% 840.000 864.000
Summe 3.780.000 3.813.000

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus wird zu Beginn eines dreijährigen Bezugszeitraums gewährt und entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus den drei folgenden Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote (T).

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres.

90 % des auf den LTI II entfallenden Betrags werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied nach Ende des dreijährigen Bezugszeitraums im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrags erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von weiteren drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Beispielrechnung LTI II

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EVA-Mittelwert 95.000.000

Deckelung

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in € Variable Vergütung Fixgehalt 2017 x 2
Dr. Wolf 1,25% 1.187.500 1.108.000
Becker 1,00% 950.000 858.000
Jessulat 0,40% 380.000 576.000
Summe 2.517.500 2.542.000

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O-Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 % und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengelds bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengelds, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrags nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Weder im Jahr 2016 noch im Jahr 2017 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2017

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vorstandsvergütung 2017 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Die für 2016 angegebenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016. Wir verweisen auf weitere Erläuterungen unter "Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Vorjahr".

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 617 554 453 418 321 313
variable erfolgsabhängige Vergütung 1.099 1.127 825 845 550 562
Summe 1.716 1.681 1.278 1.263 871 875
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 35 253 28 202 11 81
Summe 35 253 28 202 11 81
Gesamtvergütung 1.751 1.934 1.306 1.465 882 956

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Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 0 69 1.391 1.354
variable erfolgsabhängige Vergütung 0 141 2.474 2.675
Summe 0 210 3.865 4.029
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 0 0 75 536
Summe 0 0 75 536
Gesamtvergütung 0 210 3.940 4.565

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
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Laufender Dienstzeitaufwand 255 218 167 144 216 150
Barwert (DBO) 5.580 5.023 4.109 3.720 409 150

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Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 0 20 638 532
Barwert (DBO) - - 10.098 8.893

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2017 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017. Die in den folgenden Tabellen enthaltenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 gewährt wurden:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK Min. Max. Min.
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in TEUR 2017 2017 2017 2016 2017 2017
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 554 554 554 507 429 429
Nebenleistungen 63 63 63 47 24 24
Summe 617 617 617 554 453 453
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.099 0 1.662 1.127 825 0
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 110 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 39 0 1.108 0 31 0
Summe 1.138 0 2.770 1.237 856 0
Versorgungsaufwand 255 255 255 218 167 167
Gesamtvergütung 2.010 872 3.642 2.009 1.476 620

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Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK Max.
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in TEUR 2017 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 429 393
Nebenleistungen 24 25
Summe 453 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.287 845
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 88
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 858 0
Summe 2.145 933
Versorgungsaufwand 167 144
Gesamtvergütung 2.765 1.495

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Thomas Jessulat Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK Min. Max. Min.
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in TEUR 2017 2017 2017 2016 2017 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 288 288 288 288 0 0
Nebenleistungen 33 33 33 25 0 0
Summe 321 321 321 313 0 0
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 550 0 864 562 0 0
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 81 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 41 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 35 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 12 0 576 0 0 0
Summe 562 0 1.440 719 0 0
Versorgungsaufwand 216 216 216 150 0 0
Gesamtvergütung 1.099 537 1.977 1.182 0 0

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Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK Max.
--- --- ---
in TEUR 2017 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 0 66
Nebenleistungen 0 3
Summe 0 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 141
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 0
Summe 0 141
Versorgungsaufwand 0 20
Gesamtvergütung 0 230

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Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK Min. Max.
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in TEUR 2017 2017 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.271 1.271 1.271 1.254
Nebenleistungen 120 120 120 100
Summe 1.391 1.391 1.391 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.474 0 3.813 2.675
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 81
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 41
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 233
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 82 0 2.542 0
Summe 2.556 0 6.355 3.030
Versorgungsaufwand 638 638 638 532
Gesamtvergütung 4.585 2.029 8.384 4.916

Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2017 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2017 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2017 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2017 aus.

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Zufluss gemäß DCGK Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
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Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 554 507 429 393 288 288
Nebenleistungen 63 47 24 25 33 25
Summe 617 554 453 418 321 313
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.099 1.127 825 845 550 562
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 253 0 202 0 81
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 35 0 28 0 11 0
Summe 1.134 1.380 853 1.047 561 643
Versorgungsaufwand 255 218 167 144 216 150
Gesamtvergütung 2.006 2.152 1.473 1.609 1.098 1.106

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Zufluss gemäß DCGK Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 0 66 1.271 1.254
Nebenleistungen 0 3 120 100
Summe 0 69 1.391 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 141 2.474 2.675
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 536
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 74 0
Summe 0 141 2.548 3.211
Versorgungsaufwand 0 20 638 532
Gesamtvergütung 0 230 4.577 5.097

Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Vorjahr

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Für die in den Jahren 2017 und 2018 zu leistenden Beträge wurden im Geschäftsjahr 2016 Rückstellungen von insgesamt TEUR 2.536 gebildet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden diese Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.434 durch Auszahlungen verbraucht.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2017

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 702 (2016: TEUR 741). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 1 (2016: TEUR 2) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Klaus Eberhardt 55 32 41 27 96 59
Walter Herwarth Lechler 24 68 19 54 43 122
Markus Siegers 44 44 37 41 81 85
Ernst Blinzinger 9 24 8 27 17 51
Nadine Boguslawski 24 24 25 27 49 51
Armin Diez 28 28 25 27 53 55
Pasquale Formisano 24 24 25 27 49 51
Rita Forst 24 24 25 27 49 51
Andreas Wilhelm Kraut 16 0 16 0 32 0
Gerald Müller 10 0 10 0 20 0
Paula Monteiro-Munz 28 28 25 27 53 55
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 25 27 49 51
Gabriele Sons 32 32 25 27 57 59
Manfred Strauß 29 24 25 27 54 51
Gesamtvergütung 371 376 331 365 702 741

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2017 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2017 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.

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Professor Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,006 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,035 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Mit den der Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU folgenden Berichtspflichten über nichtfinanzielle Informationen sind kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland ab dem Geschäftsjahr 2017 dazu verpflichtet, jährlich über die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Aspekte Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. ElringKlinger hat bereits in den letzten Jahren im Rahmen des Geschäftsberichtes sowie in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht über Nachhaltigkeit berichtet. Für das Geschäftsjahr 2017 wird ElringKlinger eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 315c in Verbindung mit 289c bis 289e HGB abgeben, die bis zum 30. April 2018 in einem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Die nichtfinanzielle Erklärung für den Konzern wurde mit der nichtfinanziellen Erklärung des börsennotierten Mutterunternehmens ElringKlinger AG zusammengefasst. Sie finden die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung von ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2017 auf www.elringklinger.de/2017-nfe-de.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Das intakte konjunkturelle Umfeld sowie volkswirtschaftliche Frühindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums. Auch der Pkw-Weltmarkt dürfte 2018 auf Wachstumskurs bleiben. Der allgemeinen Markterwartung, dass die globale Automobilproduktion im Geschäftsjahr 2018 um 2 bis 3 % zulegen wird, schließt sich ElringKlinger an.

In seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2018 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das laufende Jahr ein leicht beschleunigtes Wachstum. Zu den Abwärtsrisiken zählen protektionistische Tendenzen und politische Unsicherheiten wie beispielsweise die Spannungen am Persischen Golf, die Nordkorea-Krise oder der beschlossene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer stärkeren Erholung, die sich vor allem auf die Binnennachfrage und robuste Exportwirtschaft stützen wird. Aufgrund der anhaltend lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird das Zinsniveau allen Erwartungen nach sehr niedrig bleiben. Dies sollte für Konsum und Investitionen die treibende Kraft darstellen. Die Arbeitslosigkeit in den Peripheriestaaten ist rückläufig und ein Kurswechsel der Europäischen Zentralbank trotz der schrittweisen Reduzierung von Anleihekäufen nicht zu erwarten. Auch für Deutschland wird ein moderates Wachstum prognostiziert.

Die US-Wirtschaft wird 2018 ebenfalls weiter expandieren. Die im November 2017 beschlossene US-Steuerreform hat die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen merklich angehoben. Vor allem Investitionen dürften hierdurch einen Auftrieb erhalten. Zudem unterstützt die sehr gute Beschäftigungssituation die Binnennachfrage in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Das Expansionstempo der chinesischen Volkswirtschaft dürfte sich leicht verlangsamen. Belastend sind vor allem die hohe Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr in %

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2017 Prognose 2018 Prognose 2019
Welt 3,7 3,9 3,9
Industriestaaten 2,3 2,3 2,2
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,7 4,9 5,0
Deutschland 2,5 2,3 2,0
Eurozone 2,4 2,2 2,0
USA 2,3 2,7 2,5
Brasilien 1,1 1,9 2,1
China 6,8 6,6 6,4
Indien 6,7 7,4 7,8
Japan 1,8 1,2 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Jan. 2018)

Weltfahrzeugmarkt wächst weiter

Für den Pkw-Weltmarkt bestehen insgesamt gute Aussichten für das Jahr 2018. Zwar werden die USA und -infolge des Rückgangs in Großbritannien -auch Westeuropa voraussichtlich nicht mehr ganz das hohe Niveau 2017 halten können, das Wachstum in anderen Märkten wie beispielsweise China und Brasilien sollte dies aber auf globaler Ebene mehr als ausgleichen können. Der deutsche Branchenverband VDA erwartet ein weltweites Absatzplus von 1 % auf 85,7 Mio. Neufahrzeuge. Die Weltfahrzeugproduktion soll nach allgemeinen Markterwartungen um 2 bis 3 % steigen. Dieser Einschätzung schließt sich ElringKlinger an.

Ausblick Pkw-Absatz 2018

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Veränderung zum Vorjahr Fahrzeuge
Westeuropa -1 % 14,2 Mio.
Deutschland -1 % 3,4 Mio.
USA -2 % 16,8 Mio.
China +2 % 24,7 Mio.
Indien + 10 % 3,6 Mio.

Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)

Die europäische Automobilkonjunktur sollte in einer guten Verfassung bleiben. Haupttreiber sind die positiven Konjunkturaussichten, die steigende Beschäftigung und nach wie vor sehr günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Nach Einschätzung des VDA werden von den Top-5-Märkten Spanien und Italien prozentual mit 5 % bzw. 4 % die größten Zuwächse erzielen. Frankreich müsste leicht um 1 % wachsen können, während der Nachfragerückgang im zweitgrößten EU-Markt Großbritannien ein 8-prozentiges Minus bedeuten könnte. Die neuen EU-Länder warten mit einer höheren Dynamik auf, sodass der gesamteuropäische Markt auf dem Vorjahresniveau von 15,6 Mio. Einheiten stabil bleiben sollte.

Für Deutschland wird nach einem starken Verkaufsjahr 2017 mit einem leichten Rückgang von 1 % auf ein Volumen von 3,4 Mio. Neuzulassungen gerechnet. Die Inlandsproduktion sowie der Export von Fahrzeugen aus Deutschland werden voraussichtlich mit jeweils 5,6 bzw. 4,3 Mio. Pkw stabil bleiben. Da die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller weiter wachsen wird, dürfte ihre Pkw-Weltproduktion um 2 % auf 16,7 Mio. Einheiten steigen.

Das Autogeschäft in den Vereinigten Staaten bewegt sich trotz der Abkühlung im Vorjahr auf einem hohen Niveau. 2018 soll sich der Markt zwar weiter abschwächen, dennoch dürfte die Kauflaune der US-Verbraucher grundsätzlich intakt bleiben.

Der chinesische Automarkt wird moderat zulegen. Immer beliebter werden die sogenannten SUV (Sport Utilities Vehicles). Die ursprünglich für 2018 geplante Einführung einer Quotenregelung für elektrisch angetriebene Pkw wurde auf das Jahr 2019 verschoben -daher dürfte der Anteil der sogenannten NEV (New Energy Vehicles) im aktuellen Jahr vergleichsweise gering bleiben. Die Expansion des indischen Automarkts setzt sich ebenfalls fort. 2018 könnten dort erstmals mehr Neufahrzeuge zugelassen werden als in Deutschland. Japans Pkw-Markt wird nach dem kräftigen Wachstum 2017 eine Verschnaufpause einlegen. Die Märkte in Russland und Brasilien sollten sich 2018 weiter erholen.

E-Mobilität rollt ab 2020 verstärkt auf den Straßen

Mit Blick auf alternative Antriebe ist festzustellen, dass das Interesse der Fahrzeugkäufer an der E-Mobilität deutlich zugenommen hat. Dennoch wird ihr Marktanteil bei neu zugelassenen Fahrzeugen mittelfristig noch von nachrangiger Bedeutung sein. Die angekündigte Produktoffensive der Hersteller wird die E-Mobilität ab 2020 mehr beleben. Branchenexperten sehen Europa bis 2025 bei einem Anteil von 25 % Elektroautos (batterieelektrische Pkw und Plug-in-Hybride), den Leitmarkt China bei etwa 30 % und die USA wird demnach mit 20 % das Schlusslicht bilden.

Nutzfahrzeugmärkte 2018 auf positivem Terrain

Nachdem der europäische Nutzfahrzeugmarkt seit 2015 gewachsen ist, rechnet ElringKlinger auf dem erreichten hohen Niveau mit einer Seitwärtsbewegung. Auch die Nachfrage in Deutschland dürfte 2018 stabil und damit in etwa auf dem Rekordniveau von 2017 bleiben.

Dem US-Truckmarkt wird ein starkes Jahr 2018 vorausgesagt. Die im vierten Quartal 2017 verzeichneten hohen Auftragseingänge bei den Lkw-Herstellern, insbesondere im schweren Class-8-Segment, untermauern die Einschätzung, dass schwere Nutzfahrzeuge im Vergleich zu 2017 prozentual zweistellig zulegen könnten.

Prognose Unternehmen

Branche in dynamischem Umfeld

Die globale Unsicherheit ist in den letzten Monaten größer geworden. Zunehmende nationale Interessen entziehen politischen Institutionen wie der UNO, der NATO oder der EU ihre Entscheidungs- und Durchsetzungskraft, wirtschaftliche Bündnisse wie die Nordamerikanische Freihandelszone (NAFTA) werden durch einen Teil ihrer Mitglieder infrage gestellt, Zölle und Handelsschranken gefährden den freien Handel. Für die Automobilbranche wird diese grundsätzliche Unsicherheit noch verstärkt: Es werden zu den bestehenden Emissionsvorschriften immer striktere Regulierungen beschlossen, wie beispielsweise durch die EU für die Jahre 2025 und 2030. Dieser umweltpolitisch sinnvolle Gedanke stellt die Branche vor große Herausforderungen. Hinzu kommt, dass die öffentliche Wahrnehmung von einer anhaltenden Diskussion über Dieselfahrverbote in Innenstädten und immer wieder neuen Nachrichten über Regel- oder Gesetzesverstöße von Herstellern und Zulieferern beherrscht wird. Letztlich werden die Endkunden dadurch immer weiter verunsichert.

Im Ergebnis resultiert daraus ein dynamisches, von vielfältigen Faktoren beeinflusstes Branchenumfeld, das die Ableitung von Prognosen, die über den kurzfristigen Bereich hinausgehen, für Unternehmen erschwert. Nichtsdestotrotz geht ElringKlinger weiterhin von einem soliden Wachstum der globalen Fahrzeugmärkte ohne größere, die weltweite Konjunktur beeinträchtigende Effekte aus.

Effektive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Nicht zuletzt durch die frühzeitigen Entwicklungstätigkeiten im Bereich des Leichtbaus und der Komponenten für Brennstoffzellen vor fast 20 Jahren sowie den ersten Auftrag für Batteriekomponenten vor knapp zehn Jahren ist ElringKlinger für den bevorstehenden Wandel in der Automobilindustrie vorbereitet. Der Konzern setzt sich stets zum Ziel, nah an den Bedürfnissen der Kunden zu entwickeln, um marktfähige Ideen von der Entwicklungsphase zur Serienreife zu führen. Diesen Anspruch will ElringKlinger auch 2018 erfüllen und beabsichtigt daher, rund 5 bis 6 % des Umsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen einzusetzen.

Unverändert starke Auftragslage untermauert Umsatzerwartungen

Der hohe Innovationsgrad und die Einzigartigkeit des Produktportfolios zeigen sich in der überaus guten Auftragslage des Konzerns. Im Berichtsjahr haben die Kunden Produkte in einem Volumen von 1.732,0 Mio. Euro abgerufen -ein Rekordniveau für den Auftragseingang. Damit übertrifft der Konzern das Vorjahresniveau um 38,3 Mio. Euro oder 2,3 %. Legt man konstante Wechselkurse zugrunde, hätte der Auftragseingang sogar 1.806,4 Mio. Euro betragen. Folgerichtig erhöhte sich auch der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 um 68,1 Mio. Euro oder 7,3 % auf 1.000,6 (932,5) Mio. Euro, währungsbereinigt sogar um 115,5 Mio. Euro oder 12,4 % auf 1.048,0 Mio. Euro.

Die gute Auftragslage stimmt den Konzern zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren in Abhängigkeit vom globalen Fahrzeugmarkt ein starkes Umsatzwachstum auszuweisen. Grundlage dafür ist das breite und attraktive Produktportfolio, von dem ElringKlinger profitieren wird und das der Konzern stetig erweitert. Neben den traditionellen Geschäftsfeldern erwartet ElringKlinger auch in den Zukunftsfeldern einen Umsatzanstieg. Dazu gehört zum einen als Teil des Geschäftsbereichs Leichtbau/Elastomertechnik der Leichtbau für Strukturkomponenten, der mit seinen innovativen Produkten volumenstarke Aufträge gewinnen konnte, die derzeit und in den kommenden Jahren anlaufen. Hinzu kommen erwartete neue Aufträge aus den Geschäftsfeldern Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie, die im Zuge des Wandels in der Automobilbranche auf mittlere Sicht erwartungsgemäß stark zulegen werden.

Insgesamt geht ElringKlinger davon aus, dass der Konzern mit seinem organischen Umsatzwachstum 2018 das globale Marktwachstum weiterhin um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Basis ist dabei die allgemeine Markterwartung, dass die globale Automobilproduktion auch im Geschäftsjahr 2018 zulegen wird. Unter Berücksichtigung der hohen Niveaus in Nordamerika, Europa und China geht ElringKlinger von einem Marktwachstum von 2 bis 3 % aus. Auch mittelfristig rechnet ElringKlinger aufgrund seiner guten Auftragslage und seiner innovativen Produktpalette damit, das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Währungsumrechnungen haben den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr gemindert. Unter Berücksichtigung der vielfältigen Einflussfaktoren ist eine ähnliche Entwicklung auch für das laufende Geschäftsjahr 2018 nicht auszuschließen.

Mit der Entwicklung im Bereich der Batterie- und der Brennstoffzellentechnologie sowie der hofer-Beteiligung hat sich ElringKlinger schlagkräftig für die Mobilität der Zukunft aufgestellt. Auch künftig sind ausgewählte Akquisitionen denkbar, die entweder das bestehende Produktportfolio von ElringKlinger sinnvoll ergänzen oder in bestimmten Geschäftsfeldern einen besseren Marktzugang ermöglichen. Grundsätzlich ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet.

Weiter hohes Niveau der Rohstoffpreise erwartet

Die Rohstoffpreise nahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr teils kräftig zu und werden 2018 voraussichtlich entweder auf einem hohen Niveau bleiben oder sogar leicht zulegen. So geht ElringKlinger davon aus, dass sich der Preis für Aluminium auf einem hohen Preislevel stabilisiert. Die Stahlpreise hingegen werden aufgrund der Angebotsverknappung, die nach wie vor aus den Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China resultieren, erwartungsgemäß steigen. Auch für die Beschaffung von Kunststoffgranulaten geht der Konzern, vor allem in der ersten Jahreshälfte 2018, von weiter anziehenden Preisen aus.

Neues Personal in Zukunftsfeldern

Um das angestrebte Umsatzwachstum angemessen zu realisieren, wird auch die Beschäftigtenzahl in Zukunft ansteigen. Ziel des Konzerns ist es aber, den Zugang kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern, damit der prozentuale Mitarbeiterzuwachs die Wachstumsrate des Umsatzes nicht übersteigt. Angesichts der strategischen Ausrichtung von ElringKlinger ist insbesondere in den Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität ein Personalzuwachs zu erwarten.

Da der Konzern rund 40 % aller Mitarbeiter im Inland beschäftigt, werden sich auch die im Februar 2018 abgeschlossenen Tarifverhandlungen auf die Kostensituation auswirken. Das Unternehmen geht auf Basis der erstellten Planrechnungen von zusätzlichen Belastungen in Höhe von rund 8 Mio. Euro aus.

Nachhaltige Ergebnisentwicklung in dynamischen Zeiten angestrebt

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) hat sich im Geschäftsjahr 2017 leicht verbessert, obwohl Anlaufkosten für neue Aufträge, höhere Rohstoffpreise und vor allem eine zu hohe Nachfrage in der NAFTA-Region die Ergebnislage beeinträchtigt haben. Diese Faktoren werden erwartungsgemäß auch das Ergebnis 2018 beeinflussen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Tarifabschlüsse.

Durch die nächste Stufe im Verlagerungsprozess aus der Schweiz nach Ungarn wird der Schweizer Standort entlastet, sodass plangemäß weitere Optimierungsschritte hinsichtlich der operativen Kostenstruktur am Schweizer Standort durchgeführt werden. In Abhängigkeit von deren planmäßigem Verlauf rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebniseffekt von rund 10 Mio. Euro. Insgesamt wird für 2018 -auch unter Berücksichtigung der Ergebniseffekte aus der Veräußerung der Hug-Gruppe -eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 % erwartet.

Vor diesem Hintergrund und angesichts des erwarteten Umsatzwachstums geht der Konzern davon aus, sein EBIT-Margenniveau (vor Kaufpreisallokation) mittelfristig schrittweise zu verbessern. Neben den Optimierungen am Schweizer Standort werden dazu auch positive Produktmixeffekte durch den Hochlauf neuer Projekte beitragen.

Gezielter Investitionsansatz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis zum Konzernumsatz) mit 9,3 % deutlich unter dem Vorjahresniveau von 11,0 %.

Auch in Zukunft werden weitere Investitionen in neue Gebäude oder zusätzliche Anlagen zur Realisierung des Umsatzwachstums notwendig sein. Dabei sind auch neue Standorte denkbar. Darüber hinaus strebt der Konzern stets an, alte Maschinen durch neue mit einem höheren Automatisierungsgrad zu ersetzen. Bei allen Maßnahmen prüft ElringKlinger die Notwendigkeit, die zeitliche Umsetzung sowie den finanziellen Mittelbedarf stets genau. Insgesamt geht der Konzern daher davon aus, im Geschäftsjahr 2018 die Investitionsquote in einer Bandbreite von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes zu halten. Ein vergleichbares Niveau dieser Quote erachtet der Konzern als notwendig an, um mittel- bis langfristig mit innovativen Produkten, modernen Produktionsanlagen und einer globalen Standortstruktur wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gezielte Maßnahmen verbessern Working Capital

Indem ElringKlinger den Werkzeugbau in den Konzern integriert hat, kann das Unternehmen Wettbewerbsvorteile in Sachen Prozess-Know-how aufweisen. Daraus resultierende Alleinstellungsmerkmale werden zum Nutzen des Kunden eingebracht und stetig verbessert. Trends der Branche werden aufgespürt, mitgestaltet und auch selbst entwickelt. Dieser strategische Vorteil zieht nach sich, dass die zwar hergestellten und getesteten, aber noch nicht in Serie produzierenden Werkzeuge den Vorratsbestand erhöhen. ElringKlinger weist dadurch ein höheres Working Capital -gemessen an der Net Working Capital-Quote (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) - als vergleichbare Unternehmen der Branche auf. Unabhängig davon initiiert und setzt der Konzern kontinuierlich Maßnahmen um, um Beschaffungsprozesse und Vorratsmengen zu optimieren. Gleichzeitig wurden Programme eingeleitet, die tendenziell eine Kongruenz der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bewirken sollen.

Im Ergebnis geht der Konzern davon aus, dass sich das Net Working Capital 2018 als Quote in % des Konzernumsatzes leicht verbessert. Mittelfristig strebt der Konzern an, diese Quote weiter schrittweise leicht zu verbessern.

Maßvolle Verschuldung finanziert das Wachstum

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern erstmals in seiner Geschichte ein Schuldscheindarlehen begeben. Mit dem Zahlungsmittelzufluss wurden bestehende Verbindlichkeiten getilgt. Indem täglich fällige Verbindlichkeiten gegen Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren getauscht wurden, hat sich die Fälligkeitenstruktur des Konzerns wesentlich verbessert. Diversifizierungen in den Finanzierungsinstrumenten wie diese sind auch künftig denkbar. Hinsichtlich der Nettofinanzverbindlichkeiten ist wachstumsbedingt auch im laufenden Geschäftsjahr (vor Akquisitionen) mit einer leichten Ausdehnung zu rechnen. Infolgedessen wird sich die Eigenkapitalquote, die zum Jahresultimo 2017 44,0 % betrug, nicht wesentlich verändern. Für 2018 plant der Konzern weiterhin mit einem Zielspektrum von 40 bis 50 % der Bilanzsumme. Auch mittelfristig erwartet ElringKlinger ein vergleichbares Niveau.

Cashflow determiniert durch Ertrag, Investitionen und Working Capital

Eine verbesserte Ertragslage, ein weiterhin disziplinierter Capex-Ansatz und ein optimiertes Working Capital-Niveau werden nach Planungen des Konzerns zu einer spürbaren Verbesserung des operativen Free Cashflows führen. Da die initiierten Maßnahmen sich schrittweise auf diese genannten Determinanten auswirken werden, wird sich auch der operative Free Cashflow schrittweise verbessern. Das bedeutet zum einen, dass für das laufende Geschäftsjahr eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr angestrebt wird. Zum anderen rechnet der Konzern mittelfristig damit, den operativen Free Cashflow weiter stetig zu verbessern.

Stetige Entwicklung der Gesamtkapitalrentabilität angestrebt

Hinsichtlich der Gesamtkapitalrentabilität, die der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE) misst, geht der Konzern davon aus, dass sich die angestrebte Ergebnisverbesserung positiv niederschlagen wird, auch wenn sich das eingesetzte Kapital im Zuge des Umsatzwachstums planmäßig erhöhen wird. Insgesamt rechnet der Konzern für 2018 mit einer leicht verbesserten Gesamtkapitalrentabilität. Auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen strebt der Konzern mittelfristig eine Steigerung der Gesamtkapitalrentabilität an.

Segment Erstausrüstung: Synthese aus traditionellen und neuen Geschäftsfeldern

Das Segment Erstausrüstung, das mehr als 80 % des Konzernumsatzes repräsentiert, umfasst sowohl traditionelle als auch Zukunftsgeschäftsfelder. Plangemäß wird der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen 2018 umsatzseitig wieder das Vorjahresniveau erreichen. Die Erlöse des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen werden leicht zulegen, während die Division Abschirmtechnik ungefähr auf Konzernniveau wachsen wird. Unter anderem aufgrund des Hochlaufs der beiden volumenstarken Strukturkomponentenaufträge über Cockpitquerträger am kalifornischen Standort und über Türmodulträger im ungarischen und im neuen chinesischen Werk ist davon auszugehen, dass der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik im konzerninternen Vergleich umsatzseitig überproportional zulegen wird.

Insgesamt bedeutet dies, dass das Umsatzwachstum im Berichtsjahr 2018 im Segment Erstausrüstung den Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Mit dem heterogenen Produktmix erwartet der Konzern für das Segment eine Marge, die leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts liegen wird.

Segment Kunststofftechnik: Überdurchschnittliche Ergebnislage

Das Segment Kunststofftechnik bietet Produkte für vielfältige Anwendungen in unterschiedlichen Branchen an. So befinden sich unter den Kunden des Segments Unternehmen der Automobilindustrie ebenso wie Maschinenbau-, Medizintechnik-, Chemie- oder auch Luft- und Raumfahrtunternehmen. Unter Berücksichtigung dieser heterogenen Zielmärkte in einem grundsätzlich volatilen Marktumfeld rechnet ElringKlinger damit, umsatzseitig in diesem Segment ungefähr auf Konzernniveau zuzulegen. Hinsichtlich der Profitabilität geht der Konzern davon aus, dass das Segment 2018 ungefähr auf dem hohen Niveau des Vorjahres liegen wird.

Segment Ersatzteile: Profitable Umsatzsteigerung

Die Hauptzielmärkte des Segments Ersatzteilgeschäft befinden sich in Deutschland sowie in den Regionen Übriges Europa, Nordafrika und Naher Osten. In diesen Regionen profitiert das Segment zum einen stark von der etablierten Marke "Elring - Das Original", zum anderen aber gerade auch in Osteuropa, in Nordafrika und im Nahen Osten von einem ansteigenden Alter der Fahrzeugflotten. Die lokalen Konflikte in diesen Regionen könnten den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr belasten, auch wenn der hohe Anteil westlicher Fabrikate das Ersatzteilgeschäft generell begünstigt.

Das Segment wird auch in Zukunft die eingeleiteten Maßnahmen fortsetzen, um den Umsatzanteil in Nordamerika und in Asien weiter auszudehnen. Das starke Wachstum der Absatzzahlen in den vergangenen Jahren bietet angesichts der nun beginnenden Wartungszyklen gute Chancen, um an dem strukturellen Wachstum des Ersatzteilgeschäfts in diesen Regionen teilzuhaben.

Insgesamt geht der Konzern für 2018 davon aus, dass das Segment umsatzseitig mit einer mittleren einstelligen Wachstumsrate zulegen wird. Hinsichtlich der Profitabilität rechnet der Konzern mit einer EBIT-Marge deutlich über dem Konzerndurchschnitt.

Muttergesellschaft AG: Weiter Wachstum

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG generiert rund 40 % des Konzernumsatzes. Aufgrund der globalen Markteinschätzungen wird weiterhin der asiatische Raum der Wachstumstreiber der Branche sein -wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau als in der Vergangenheit. In Europa werden nach Erwartungen des VDA die südeuropäischen Länder zulegen, für Deutschland rechnen die Experten mit einem leichten Rückgang von rund 1 %. Insgesamt lässt sich aus dieser Gesamtgemengelage ableiten, dass der Umsatz der Muttergesellschaft 2018 ungefähr um 2 bis 4 Prozentpunkte oberhalb des globalen Marktwachstums zulegen dürfte. Diese Erwartung wird gestützt durch den hohen Auftragsbestand von 396,9 Mio. Euro zum Jahresultimo 2017, der damit 54,5 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 342,4 Mio. Euro lag.

Das erwartete Umsatzwachstum wird ebenso wie Effizienzsteigerungen im laufenden Geschäftsjahr zur Ergebnisentwicklung beitragen, die von Faktoren wie Lohnkostensteigerungen oder höheren Materialkosten eingeschränkt wird. Im Ergebnis rechnet der Konzern damit, dass die EBIT-Marge der Muttergesellschaft ungefähr das Niveau des Vorjahres erreichen wird.

Tabellarische Zusammenfassung der unternehmensbezogenen Prognosen:

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Ausblick 2018 Ist 2017
Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum, Annahme: Marktwachstum von 2 bis 3 % 6 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 % 8,5 %
ROCE Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 8,2 %
Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren
F&E-Kosten Unter Berücksichtigung von Aktivierungen rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes 4,6 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes 9,3 %
Net Working Capital Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 33,3 %
Operativer Free Cashflow Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr - 66,6 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 44,0 %

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Mittelfristige Ziele Ist 2017
Umsatz Über proportional zum globalen Marktwachstum 6 Prozentpunkte über Markt
EBIT Sukzessive Verbesserung der EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) 8,5 %
ROCE Steigerung auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen 8,2 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Fortführung auf vergleichbarem Niveau (in % des Konzernumsatzes) 9,3 %
Net Working Capital Leichte schrittweise Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) 33,3 %
Operativer Free Cashflow Stetige Verbesserung -66,6 Mio. Euro
Eigenkapitalquote Fortführung auf vergleichbarem Niveau 44,0 %

Dettingen/Erms, den 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in TEUR Anhang 2017 2016
Umsatzerlöse (1) 1.664.041 1.557.443
Umsatzkosten (2) -1.255.631 -1.161.524
Bruttoergebnis vom Umsatz 408.410 395.919
Vertriebskosten (3) -141.859 -120.370
Allgemeine Verwaltungskosten (4) -76.917 -74.207
Forschungs- und Entwicklungskosten (5) -71.387 -67.383
Sonstige betriebliche Erträge (6) 31.242 20.001
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -12.171 -18.366
Operatives Ergebnis / EBIT 137.318 135.594
Finanzerträge 20.900 17.461
Finanzaufwendungen -47.710 -28.961
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen (8) -454 0
Finanzergebnis (9) -27.264 -11.500
Ergebnis vor Ertragsteuern 110.054 124.094
Ertragsteueraufwendungen (10) -36.274 -41.479
Periodenergebnis 73.780 82.615
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt (21) 3.850 4.065
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG (21) 69.930 78.550
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR (11) 1,10 1,24

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in TEUR 2017 2016
Periodenergebnis 73.780 82.615
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -42.689 -3.309
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können -42.689 -3.309
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern 4.200 -10.812
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 4.200 -10.812
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -38.489 -14.121
Gesamtergebnis 35.291 68.494
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 2.716 3.676
davon: Gesamtergebnisanteil, der Aktionäre der ElringKlinger AG 32.575 64.818

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 190.540 212.440
Sachanlagen (13) 929.570 917.318
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 17.030 15.822
Finanzielle Vermögenswerte (15) 1.036 1.029
Anteile an assoziierten Unternehmen (8) 28.563 0
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (16) 99 211
Sonstige langfristige Vermögenswerte (16) 3.984 4.291
Latente Steueransprüche (10) 16.986 16.808
1.187.808 1.167.919
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (17) 369.547 328.334
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (18) 302.621 299.522
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (18) 7.041 3.803
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (18) 48.093 39.184
Zahlungsmittel und Äquivalente (19) 45.498 39.407
772.800 710.250
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (20) 61.772 0
2.022.380 1.878.169
Passiva
Anhang 31.12.2017 31.12.2016
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 710.885 672.635
Übrige Rücklagen -40.184 -2.829
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital (21) 852.299 851.404
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital (22) 37.368 34.963
889.667 886.367
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen (23) 125.999 136.562
Langfristige Rückstellungen (24) 12.319 13.604
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (25) 478.811 320.813
Latente Steuerschulden (10) 14.075 16.456
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (26) 3.551 3.834
634.755 491.269
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen (24) 23.005 17.279
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26) 118.846 103.228
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (25) 221.944 257.392
Steuerschulden (10) 14.881 26.151
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (26) 95.535 96.483
474.211 500.533
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (20) 23.747 0
2.022.380 1.878.169

Konzernkapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Anhang 2017

TEUR
2016

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 110.054 124.094
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte (12) - (15) 101.074 95.652
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge (9) 13.099 13.947
Veränderung der Rückstellungen 6.765 12
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1.348 -1.084
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 454 0
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -114.528 -26.496
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 26.732 22.839
Gezahlte Ertragsteuern (10) -50.581 -43.574
Gezahlte Zinsen -10.697 -11.574
Erhaltene Zinsen 314 258
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 11.441 1.668
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 95.475 175.742
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswertenund als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1.365 3.084
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 2.792 456
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (12) -10.674 -11.806
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13), (14) -155.534 -171.281
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte (15) -3.450 -4.834
Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen -29.017 0
Aus- /Einzahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sontigen Geschäftseinheiten abzgl. Zahlungsmittel 1.321 -5.323
Cashflow aus Investitionstätigkeit -193.197 -189.704
Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen 0 -163
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss -34.241 -37.696
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten (25) 234.706 82.337
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (25) -44.036 -63.135
Veränderung der kurzfristigen Kredite -47.082 23.132
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 109.347 4.475
Zahlungswirksame Veränderung 11.625 -9.487
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -2.957 -31
Zahlungsmittel am Anfang der Periode (19) 39.407 48.925
Zahlungsmittel an Ende der Periode 48.075 39.407
abzüglich Zahlungsmittel in den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -2.577 0
Zahlungsmittel am Ende der Periode lt. Bilanz (19) 45.498 39.407

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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Übrige Rücklager
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapital-

rücklage

TEUR
Gewinn-

rücklagen

TEUR
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto

TEUR
Eigenkapital-Effekte aus beherrschenden Anteilen

TEUR
Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2015/Stand am 01.01.2016 63.360 118.238 628.933 -32.985 -17 44.100
Dividendenausschüttung -34.848
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -195
Gesamtergebnis 78.550 -10.631 -3.101
Periodenergebnis 78.550
Sonstiges Ergebnis -10.631 -3.101
Stand am 31.12.2016 63.360 118.238 672.635 -43.616 -212 40.999
Stand am 31.12.2016/Stand am 01.01.2017 63.360 118.238 672.635 -43.616 -212 40.999
Dividendenausschüttung -31.680
Änderung des Konsolidierungskreis
Gesamtergebnis 69.930 4.104 -41.459
Periodenergebnis 69.930
Sonstiges Ergebnis 4.104 -41.459
Stand am 31.12.2017 63.360 118.238 710.885 -39.512 -212 -460

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Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital

TEUR
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

TEUR
Konzerneigenkapital

TEUR
Stand am 31.12.2015/Stand am 01.01.2016 821.629 34.102 855.731
Dividendenausschüttung -34.848 -2.848 -37.696
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -195 33 -162
Gesamtergebnis 64.818 3.676 68.494
Periodenergebnis 78.550 4.065 82.615
Sonstiges Ergebnis -13.732 -389 -14.121
Stand am 31.12.2016 851.404 34.963 886.367
Stand am 31.12.2016/Stand am 01.01.2017 851.404 34.963 886.367
Dividendenausschüttung -31.680 -2.561 -34.241
Änderung des Konsolidierungskreis 2.250 2.250
Gesamtergebnis 32.575 2.716 35.291
Periodenergebnis 69.930 3.850 73.780
Sonstiges Ergebnis -37.355 -1.134 -38.489
Stand am 31.12.2017 852.299 37.368 889.667

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 26. Mai 2017. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ("ElringKlinger-Konzern") ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen sowie aktienrechtlichen Vorschriften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverwendung bei der ElringKlinger AG. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS und IFRICs berücksichtigt.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 22. März 2018 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 23. März 2018 tagen wird, freigegeben.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmals angewendet:

Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung

Die Änderungen an IAS 7 wurden vom IASB im Rahmen seiner Angabeninitiative veröffentlicht und enthalten Vorgaben für zusätzliche Anhangangaben zu Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten. Die neuen Vorschriften sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnt. Der ElringKlinger-Konzern hat die Änderungen entsprechend berücksichtigt, siehe dazu die Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss.

Änderung an IAS 12: Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste

Die Änderung dieses Standards hat die Vereinheitlichung der Bilanzierung latenter Steueransprüche aus nicht realisierten Verlusten zum Ziel, welche im Zusammenhang mit zum Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten stehen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Diese Änderung hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Folgende bereits veröffentlichte Standards, die bereits in das EU-Recht übernommen wurden, sind für das Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet.

Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen

Das IASB hat eine Änderung von IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen veröffentlicht, die folgende Aspekte neu regelt: die Auswirkungen von Ausübungsbedingungen auf die Bewertung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich; die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die unter Steuereinbehalt zum Nettobetrag erfüllt werden und die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Falle einer Modifizierung ihrer Bedingungen, die zu einer Klassifizierung als anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Eigenkapitalausgleich führt. Die Änderung ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Auf Grund des engen Anwendungsbereichs hat dieser Änderungsstand basierend auf einer Erstanalyse keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Das IASB hat im Dezember 2016 Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Änderungen an IAS 40) herausgegeben, um Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien klarzustellen. Sie enthalten eine Klarstellung, dass eine Übertragung in oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nur dann erfolgt, wenn es zu einer Nutzungsänderung kommt. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Änderungen sind prospektiv anzuwenden, eine rückwirkende Anwendung ist nur erlaubt, wenn dies ohne die Nutzung späterer Erkenntnisse möglich ist. Die derzeitigen Bilanzierungsmethoden sind im Einklang mit den Klarstellungen. Der ElringKlinger-Konzern erwartet daher keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung -im Juli 2014 durch die Veröffentlichung der endgültigen Version von IFRS 9 Finanzinstrumente abgeschlossen. In der finalen Fassung des IFRS 9 wurden insbesondere die Rechnungslegungsbereiche Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Bilanzierung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen grundlegend überarbeitet. Der IFRS 9 ist erstmals in Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine frühere freiwillige Anwendung des Standards ist zulässig. Der Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Im Geschäftsjahr 2017 hat der Konzern eine Bewertung der Auswirkungen aller drei Aspekte von IFRS 9 durchgeführt. Diese Beurteilung basiert auf derzeit verfügbaren Informationen und kann sich auf Grund zusätzlicher Informationen, die sich im Rahmen der Erstanwendung im Jahr 2018 von IFRS 9 ergeben, ändern. Insgesamt erwartet ElringKlinger keine wesentlichen Änderungen aus der Erstanwendung auf den Abschluss.

Bei der Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte rechnet der Konzern nicht mit wesentlichen Auswirkungen auf seine Bilanz oder das Eigenkapital. Er geht davon aus, dass er alle zum beizulegenden Zeitwert gehaltenen finanziellen Vermögenswerte weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Kredite und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gehalten, um die vertraglichen Cash-flows zu vereinnahmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Nominal darstellen. ElringKlinger hat die vertraglichen Cashflows analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass die Zahlungsstrombedingungen erfüllt sind und keine Reklassifizierung notwendig ist.

Bei den neuen Vorschriften zu Wertminderungen beabsichtigt ElringKlinger den vereinfachten Ansatz anzuwenden und die Gesamtlaufzeit-ECL aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erfassen. Auf Basis der bisherigen Analysen erwartet der Konzern keine wesentlichen Änderungen bei der Höhe der Wertberichtigungen.

IFRS 9 sieht neue Regelungen für die Bilanzierung finanzieller Sicherungsbeziehungen, insbesondere das Hedge Accounting, vor. Der neue Standard ist darauf ausgerichtet, die Auswirkungen des Risikomanagements stärker abzubilden. Derzeit wird im Konzern kein Hedge Accounting angewendet, auf Grund dessen geht ElringKlinger davon aus, dass sich im Hinblick auf die Sicherungsgeschäfte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Der neue Standard wurde vom IASB im Mai 2014 veröffentlicht und hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11 Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Unternehmen können für den Übergang auf den neuen Standard zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letzterer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben. Der Konzern hat von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des IFRS 15 keinen Gebrauch gemacht, sondern wird den Standard ab 1. Januar 2018 anwenden. Es wird der modifizierte retrospektive Ansatz gewählt, d.h. die Vergleichsperiode wird nicht angepasst, sondern Umstellungseffekte kumuliert direkt in den Gewinnrücklagen erfasst. Zusätzlich werden Angaben zu den Änderungen gemacht.

In einer weltweiten Analyse wurden die betroffenen Kundenverträge, im Wesentlichen Serien- und Werkzeugverträge, auf potentielle bilanzielle Auswirkungen analysiert. Darauf aufbauend wurde ein Konzept für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 entwickelt und systemseitige Anpassungserfordernisse umgesetzt.

Die aus dieser weltweiten Analyse resultierenden Erkenntnisse bestätigten, dass sich durch die Anwendung des IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von ElringKlinger ergeben werden. Die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 werden sich voraussichtlich um rund 6 Mio. Euro verringern. Die Auswirkungen auf andere Posten der Bilanz zeigen sich zum einen in einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte, als auch einer Abnahme der Vorräte, der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen.

Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches wie wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind -unabhängig davon, ob eine Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt -die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw. Verlusts. Zum 1. Januar 2018 kommt es hierdurch voraussichtlich zu einer Abnahme des Anlagevermögens um 6 Mio. Euro, des Vorratsvermögens um rund 4 Mio. Euro und zu einer Einbuchung eines Vertragsvermögenswerts von rund 3 Mio. Euro.

In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung, dass die Umsätze aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergibt sich eine Zunahme der Vertragsvermögenswerte um rund 4 Mio. Euro und eine Abnahme der Vorräte um rund 3 Mio. Euro.

Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkt voraussichtlich eine geringfügige Erhöhung des langfristigen Vermögens um rund 1 Mio. Euro zum 1. Januar 2018.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 ersetzt die bestehenden Regelungen und Interpretationen zu Leasingverhältnissen, insbesondere IAS 17 Leasingverhältnisse, und führt für Leasingnehmer ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach alle Leasingverhältnisse ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17 in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit den Regelungen des IAS 17, wonach der Leasinggeber Leasingverhältnisse abhängig von der Einstufung als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis zu erfassen hat.

IFRS 16 ist erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist erlaubt, wenn das Unternehmen IFRS 15 vor oder am Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 anwendet.

Der Konzern beabsichtigt, IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode anzuwenden. Hierbei wird der kumulative Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 in der Gewinnrücklage zum 1. Januar 2019 erfasst, ohne dass eine Anpassung der Vergleichsinformationen erfolgt. Basierend auf einer ersten Analyse wurden die nachfolgend aufgeführten Effekte ermittelt. Die Analyse ist jedoch noch nicht abgeschlossen und wird vonseiten des Konzerns stetig im Lichte der Entwicklung der Auslegung von IFRS 16 aktualisiert.

Der Konzern hat als Leasingnehmer bislang überwiegend Operating-Leasingverhältnisse über bewegliche Vermögenswerte (Maschinen und Kraftfahrzeuge) sowie über Immobilien abgeschlossen. Bisher sind die Zahlungsverpflichtungen für Operating-Leasingverhältnisse lediglich im Anhang anzugeben. Künftig erfasst ein Leasingnehmer ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt.

Der Konzern erwartet daraus eine Erhöhung der Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt. Hinsichtlich des in den künftigen Perioden anfallenden Umfangs der bilanziell zu erfassenden Leasingverhältnisse auf Leasingnehmerseite verweist der Konzern darüber hinaus auf die sonstigen Angaben zu Operating-Leasingverhältnissen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern. Die bislang in den aufwandsverursachenden Funktionsbereichen ausgewiesenen, über die Vertragslaufzeit regelmäßig gleichbleibenden Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden künftig als Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) innerhalb der jeweiligen Funktionsbereiche und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse bislang im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Zukünftig werden die Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse in Zinszahlungen sowie Tilgungszahlungen aufgeteilt werden. Während die Zinszahlungen weiterhin im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, werden die Tilgungszahlungen dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet werden.

Darüber hinaus werden keine weiteren wesentlichen Auswirkungen erwartet.

Folgende bereits veröffentlichte Standards, für die ein Endorsement der EU noch nicht erfolgt ist, sind für das Geschäftsjahr 2017 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet.

IFRS 17 Bilanzierung von Versicherungsverträgen

Das IASB hat im Mai 2017 IFRS 17 Bilanzierung von Versicherungsverträgen veröffentlicht und somit einheitliche Vorschriften für die Bilanzierung von Versicherungsverträgen geschaffen. Der neue Standard ersetzt IFRS 4 und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich, sofern IFRS 15 und IFRS 9 gleichzeitig angewendet werden. Diese Neuregelung ist auf den ElringKlinger-Konzern nicht anwendbar und wird daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen

Das IASB Interpretations Committee (IFRIC) hat im Dezember 2016 IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen veröffentlicht. Mit der Interpretation wird klargestellt, dass für Zwecke der Bestimmung des Wechselkurses, der bei der erstmaligen Erfassung des betreffenden Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags (oder eines Teils davon) bei der Ausbuchung eines nichtmonetären Vermögenswerts oder einer nichtmonetären Schuld aus im Voraus gezahlten Gegenleistungen angewendet wird, der Zeitpunkt der Transaktion dem Datum der erstmaligen Erfassung des nicht monetären Vermögenswerts oder der nichtmonetären Schuld aus der Vorauszahlung entspricht. Wenn es im Voraus mehrere Ein- oder Auszahlungen gibt, muss das Unternehmen den Transaktionszeitpunkt für jede Ein- oder Auszahlung einer im Voraus gezahlten Gegenleistung bestimmen. Unternehmen können die Änderungen vollständig rückwirkend anwenden. Alternativ kann ein Unternehmen die Interpretationen prospektiv auf alle Vermögenswerte, Aufwendungen und Erträge in fremder Währung anwenden, die in den Anwendungsbereich dieser Interpretation fallen, bei deren erster Erfassung zu oder nach Beginn der ersten Berichtsperiode, in der ein Unternehmen die Interpretation erstmalig anwendet, oder zu Beginn der früheren Berichtsperiode, die als Vergleichsinformation dargestellt wird. IFRIC 22 tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. ElringKlinger wird den Änderungsstandard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anwenden. Der Konzern erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Das IASB Interpretations Committee (IFRIC) hat im Juni 2017 IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung veröffentlicht. Mit der Interpretation werden die Anforderungen an den Ansatz und die Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Ein Unternehmen hat die Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob die entsprechende Behörde die jeweilige steuerliche Behandlung akzeptiert. IFRIC 23 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. ElringKlinger prüft derzeit, welche Auswirkungen sich durch die Anwendung auf den Konzernabschluss ergeben; auf Basis der aktuellen Analysen erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.

Änderungen an IAS 28 Langfristige Beteiligung an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Das IASB hat im Oktober 2017 Änderungen an IAS 28 Langfristige Beteiligung an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures veröffentlicht. Die vorgeschlagenen Änderungen enthalten die Vorschrift, dass ein Unternehmen zuerst IFRS 9 auf Finanzinstrumente anwendet, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung der Änderung ist zulässig. Der ElringKlinger-Konzern beabsichtigt, den Änderungsstandard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Der Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen sich auf den Konzernabschluss ergeben.

Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2015-2017)

Die Verlautbarung betrifft Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23, die voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns haben. Die Änderungen sind ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2017 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von neun (2016: 8) inländischen und 35 (2016: 34) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die im ersten Quartal 2017 erworbenen Anteile von 27,0 % an der hofer AG, Nürtingen, sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen. Durch den Rückkauf eigener Aktien durch die hofer AG im ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich der rechnerische Anteil von ElringKlinger auf insgesamt 28,89 %.

Für folgende Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2017 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein,
ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg/Neckar,
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen.

Darüber hinaus macht die Elring Klinger (Great Britain) Ltd. für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 von der Befreiungsvorschrift gemäß s479A des britischen Companies Act 2006 hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung Gebrauch.

Eine Übersicht über die 44 in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogenen Unternehmen ist nachfolgend dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2017 und Konsolidierungskreis

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG1) Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 77,50
Polytetra GmbH /DE3) Mönchengladbach 77,50
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 93,67
new enerday GmbH /DE Neubrandenburg 80,00
hofer powertrain products GmbH Nürtingen 53,00
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 93,67
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00
hofer powertain products UK limited Warwick (Großbritannien) 53,00
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00
Hug Engineering Italia S.r.l.2) Mailand (Italien) 93,67
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
ElringKlinger Hungary Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. Fremont (USA) 100,00
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. Southfield (USA) 100,00
Hug Engineering Inc.2) Austin (USA) 93,67
Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00
ElringKlinger Chongqing Ltd. Chongqing (China) 100,00
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.3) Buford (USA) 77,50
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) Qingdao (China) 77,50
ElringKlinger Marusan Corporation4) Tokio (Japan) 50,00
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 50,00
Marusan Kogyo Co., Ltd.6) Tokio (Japan) 23,45
PT. ElringKlinger Indonesia5) Karawang (Indonesien) 50,00
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd5) Bangkok (Thailand) 50,00
Hug Engineering B.V.7) Enschede (Niederlande) 84,30
Anteile an assoziierten Unternehmen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert) Inland
hofer AG Nürtingen 28,89

1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen.

2) 100%-ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

3) 100%-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

4) Einbeziehung aufgrund vertraglicher Beherrschungsmöglichkeit

5) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

6) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, Einbeziehung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.

7) 90% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

Angaben zu den von Tochterunternehmen gehaltenen nicht beherrschenden Anteilen an Unternehmen

Die ElringKlinger AG hält an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, BietigheimBissingen (Deutschland), mit ihren 3 Tochtergesellschaften

Polytetra GmbH, Mönchengladbach, Deutschland
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd., China
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc., Buford, USA

(Teilkonzern EKT) beherrschende Anteile in Höhe von unverändert 77,5 %. Die nicht beherrschenden Anteile betragen 22,5 %.

Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis dieses Teilkonzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2017 TEUR 2.881 (2016: TEUR 2.394).

An die nicht beherrschenden Anteilseigner wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von TEUR 2.025 ausgeschüttet. Der Rest in Höhe von TEUR 6.975 wurde an die Muttergesellschaft ElringKlinger AG ausgeschüttet.

Cashflow des Teilkonzerns:

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TEUR 2017 2016
Betriebliche Tätigkeit 17.351 16.114
Investitionstätigkeit -3.906 -7.215
Finanzierungstätigkeit -13.360 -9.630
Zahlungswirksame Veränderungen 85 -731
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -159 -54

Wesentliche Finanzinformationen des Teilkonzerns in zusammengefasster Form

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TEUR 2017 2016
Langfristige Vermögenswerte 63.809 65.892
Kurzfristige Vermögenswerte 40.227 36.078
Langfristige Verbindlichkeiten 13.903 15.162
Kurzfristige Verbindlichkeiten 10.197 9.703
Umsatzerlöse 105.067 98.775
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 16.730 14.776
Periodenergebnis 11.922 10.476
Gesamtergebnis 11.833 9.487

Weitere Detailinformationen

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TEUR 2017 2016
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.415 2.488
Kassenbestand 6 7
Guthaben bei Kreditinstituten 2.409 2.481
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 225 1.225
gegen Kreditinstitute 0 1.000
gegen verbundene Unternehmen 225 225
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.000 1.000
gegen Kreditinstitute aus Darlehen 1.000 1.000
gegen Kreditinstitute aus Kontokorrent 0 0
aus Kontokorrent-Darlehen (nur IC) 0 0
Zinserträge 266 157
Zinsaufwendungen 290 421
Planmäßige Abschreibungen 5.582 5.450

Unternehmenszukäufe 2017

Mit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Der Anteilserwerb erfolgte jeweils durch eine Teilnahme an einer Kapitalerhöhung.

Bei der hofer AG hat die ElringKlinger AG TEUR 3.570 in das Grundkapital eingezahlt sowie eine Zahlung in Höhe von TEUR 25.370 in die Kapitalrücklage geleistet. Die Anteile an der hofer AG werden nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen. Dem Kaufpreis sind TEUR 77 Anschaffungsnebenkosten zuzurechnen.

Bei der hofer powertrain products GmbH hat die ElringKlinger AG einen Betrag in Höhe von TEUR 1.060 in das Stammkapital eingezahlt. Sämtliche Zahlungen wurden im Januar 2017 geleistet. Darüber hinaus beinhaltet das Vertragswerk einen Rahmenkreditvertrag in Höhe von TEUR 30.000, um die künftigen Investitionen der hofer powertrain products GmbH zu finanzieren. Der vereinbarte Darlehenszins liegt unterhalb des Marktzinses woraus sich ein Zinsvorteil in Höhe von TEUR 2.858 ergibt, der dem Kaufpreis zuzurechnen ist. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 3 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.

Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.

Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile der hofer powertrain products GmbH wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 178) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 606) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.381 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die zu erwartenden Synergien bezahlt. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig, latente Steuern ergeben sich daraus nicht.

Die erstmalige Vollkonsolidierung der hofer powertrain products GmbH zum 6. Februar 2017 hat den Umsatz des Konzerns um TEUR 5.606 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 422 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2017 vollzogen worden, hätte die hofer powertrain products GmbH TEUR 6.161 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 509 erhöht.

Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 8 606 614
Sachanlagen 52 - 52
Vorräte 930 - 930
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.860 - 3.860
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 38 - 38
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.382 - 2.382
Summe Vermögenswerte 7.270 606 7.876
Latente Steuerschulden 843 178 1.021
Langfristige Finanzverbindlichkeit 1.048 - 1.048
Kurzfristige Rückstellungen 22 - 22
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 347 - 347
Steuerschulden 45 - 45
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 606 - 606
Summe Schulden 2.911 178 3.089
Netto Vermögenswert 4.359 428 4.787
Firmenwert 1.381
Nicht beherrschende Anteile an den Nettovermögenswerten -2.250
Kaufpreis 3.918

Der zum Erwerbszeitpunkt angesetzte Betrag des nicht beherrschenden Anteils am erworbenen Unternehmen bemisst sich nach dem Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens.

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen, ihr beizulegender Zeitwert entsprach in 2017 dem Bruttowert in Höhe von TEUR 3.860.

Mit Wirkung zum 23. März 2017 hat die ElringKlinger AG 53 % der Anteile an der hofer powertrain products UK Ltd. mit Sitz in Warwick , Großbritannien erworben. Der Barkaufpreis der Anteile betrug 62 Euro. Das Stammkapital der 2016 gegründeten Gesellschaft beträgt 117 Euro.

Neugründung Gesellschaft 2017

Mit Wirkung zum 10. April 2017 wurde die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing , China, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100% der Anteile.

Am 24. November 2017 wurde mit dem chinesischen Unternehmen Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd. ein Rahmenvertrag über ein Joint Venture in der Batterietechnologie abgeschlossen. Der Rahmenvertrag sieht die Gründung einer Joint Venture-Gesellschaft zur Entwicklung, Fertigung und Distribution von Lithium-Ionen-Batteriemodulen für den globalen Automarkt vor.

Unternehmenszukäufe 2016

Mit Wirkung zum 11. April 2016 hat die Hug Engineering AG, mit Sitz in Elsau, Schweiz, eine 93,67-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, 80 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, erworben, nachdem zuvor deren Tochtergesellschaften auf die COdiNOx Beheer B.V. verschmolzen wurden. Im Anschluss wurde die COdiNOx Beheer B.V. in Hug Engineering B.V. umfirmiert. Die Hug Engineering AG hält seither 90 % der Anteile.

Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde eine Verkaufsoption mit dem nicht beherrschenden Anteilseigner auf dessen Anteile vereinbart. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird als finanzielle Verbindlichkeit erfasst und mit den Anschaffungskosten in Höhe des Barwerts des erwarteten Rückkaufbetrags von TEUR 870 passiviert. Änderungen des Barwerts werden in den Folgeperioden erfolgswirksam erfasst.

Mit dem Zukauf sollen Synergien gebündelt und das Wachstumspotential für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.

Für den Anteilserwerb wurde ein Barkaufpreis in Höhe von TEUR 4.500 vereinbart. Unter Einbeziehung der oben genannten Verkaufsoption in Höhe von TEUR 870 sowie des beizulegenden Zeitwerts des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils in Höhe von TEUR 563 ergab sich insgesamt eine Gegenleistung in Höhe von TEUR 5.933. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 124 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.

In diesem Zusammenhang wurde mit dem Minderheitsgesellschafter der Hug Engineering B.V. eine Vereinbarung über künftig von diesem zu erbringende Management-Leistungen getroffen, die separat vom Unternehmenszusammenschluss zu bilanzieren ist. Neben monatlich festgelegten Zahlungen ermittelt die ElringKlinger AG einen jährlich zu zahlenden Betrag, der auf einer angepassten Umsatzgröße basiert. Ein zum jeweiligen Abschlussstichtag ggf. bestehender Erfüllungsrückstand wird entsprechend zurückgestellt.

Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit den Anschaffungskosten bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 960) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 3.917) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 723 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die zu erwartenden Synergien bezahlt.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens zum 11. April 2016 hat den Umsatz des Konzerns in 2016 um TEUR 6.969 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 645 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2016 vollzogen worden, hätte die Hug Engineering B.V. (ehemals: COdiNOx Beheer B.V.) TEUR 8.781 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 794 erhöht. Die zum Erwerbszeitpunkt zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Anteile wurden mit Übernahme der weiteren Anteile zu ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 563 neubewertet. Aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Ertrag von TEUR 561, der als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde.

Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 11 3.917 3.928
Sachanlagen 297 - 297
Vorräte 1.108 - 1.108
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.179 - 1.179
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 112 - 112
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 973 - 973
Summe Vermögenswerte 3.680 3.917 7.597
Latente Steuerschulden 25 960 985
Kurzfristige Rückstellungen 120 - 120
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 598 - 598
Steuerschulden 228 - 228
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 456 - 456
Summe Schulden 1.427 960 2.387
Netto Vermögenswert 2.253 2.957 5.210
Firmenwert 723
Zeitwert der Altanteile 10 % -563
Zeitwert der Verbindlichkeit gegen Dritte 10 % -870
Kaufpreis 4.500

Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um den Kundenstamm (TEUR 3.614), Marke (TEUR 149) Technologien (TEUR 78) sowie den Auftragsbestand (TEUR 76).

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen, ihr beizulegender Zeitwert entsprach in 2016 dem Bruttowert in Höhe von TEUR 1.179.

Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat die ElringKlinger AG den Geschäftsbetrieb des insolventen Formen- und Werkzeugbauunternehmens Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland, übernommen. Zur Fortführung des Geschäftsbetriebs wurden alle notwendigen Vermögenswerte der Maier Formenbau GmbH erworben und in die ElringKlinger AG übernommen (Asset Deal).

Mit der Übernahme erweitert die ElringKlinger AG die bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Werkzeugbau. Die Maier Formenbau GmbH ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert.

Für den Unternehmenserwerb wurde ein Barkaufpreis in Höhe von TEUR 1.796 vereinbart. Transaktionsbezogene Kosten in Höhe von TEUR 13 wurden in den Verwaltungskosten erfasst

Die Vermögenswerte und Schulden wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Es wurden keine stillen Reserven identifiziert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 192 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die Synergien bezahlt. Der Firmenwert wurde dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.

Der Firmenwert ist steuerlich abzugsfähig.

Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 916 - 916
Vorräte 1.244 - 1.244
Summe Vermögenswerte 2.160 - 2.160
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 556 - 556
Summe Schulden 556 - 556
Netto Vermögenswert 1.604 - 1.604
Firmenwert 192
Kaufpreis 1.796

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2016

Mit Wirkung zum 18. Februar 2016 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, in Höhe von 5 % erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 162. Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 80 % der Anteile.

Neugründung Gesellschaft 2016

Mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 wurde die ElringKlinger Silicon Valley, Inc., mit Sitz in Fremont, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100% der Anteile.

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Bei einem Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten.

Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.

Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.

Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschender Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.

Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft (31. März), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.

Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit dem anteiligen Eigenkapital bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens wird als Teil des Finanzergebnisses separat in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird im Konzern-Eigenkapital erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise mindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend des Beteiligungsanteils eliminiert.

Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens werden zum gleichen Abschlussstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Konzerns. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Rechnungslegungsmethoden vorgenommen.

Nach Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern, ob es erforderlich ist, einen Wertminderungsaufwand für seine Anteile an einem assoziierten Unternehmen zu erfassen. Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Anteil an einem assoziierten Unternehmen wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, so wird die Höhe der Wertminderung als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag des Anteils am assoziierten Unternehmen und dem Buchwert ermittelt und der Verlust als "Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen" erfolgswirksam erfasst.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Jahresabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden bis zum Abgang der Nettoinvestition über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,19930 1,05410 1,13703 1,10317
Pfund (Großbritannien) GBP 0,88723 0,85618 0,87572 0,82269
Franken (Schweiz) CHF 1,17020 1,07390 1,11628 1,09085
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,50390 1,41880 1,47253 1,45892
Real (Brasilien) BRL 3,97290 3,43050 3,64344 3,81926
Peso (Mexiko) MXN 23,66120 21,77190 21,42845 20,68174
RMB (China) CNY 7,80440 7,32020 7,65567 7,34151
WON (Südkorea) KRW 1.279,61000 1.269,36000 1.275,34917 1.279,91750
Rand (Südafrika) ZAR 14,80540 14,45700 15,06342 16,12887
Yen (Japan) JPY 135,01000 123,40000 127,30417 120,440830
Forint (Ungarn) HUF 310,33000 309,83000 309,31000 311,90917
Türkische Lira (Türkei) TRY 4,54640 3,70720 4,14289 3,34263
Leu (Rumänien) RON 4,65850 4,53900 4,57379 4,49330
Indische Rupie (Indien) INR 76,60550 71,59350 73,78786 74,20010
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 16.239,12000 14.173,43000 15.233,45750 14.678,48083
Bath (Thailand) THB 39,12100 37,72600 38,35650 38,86225

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):

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TEUR 2017 2016
Erstausrüstung 148.385 158.864
Kunststofftechnik 6.313 6.313
Ersatzteile 1.658 1.658
Gesamt 156.356 166.835

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

ElringKlinger führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cash-flows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des letzten Detailplanjahres bestimmt wird, berücksichtigt.

Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.

Die Umsatzplanung erfolgt im ElringKlinger-Konzern auf Einzelteilebene.

Im Hinblick auf die kurzfristige Planung werden der aktuelle Auftragsbestand, Angaben des jeweiligen Herstellers und Angaben aus unabhängigen Quellen, wie beispielsweise von Beratungsunternehmen oder Automobilverbänden herangezogen. Mittelfristig geht ElringKlinger bei der Umsatzplanung davon aus, das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Kosten werden im ElringKlinger-Konzern ebenfalls auf Einzelteilebene geplant. Dabei werden Effizienzen und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeiteten Rohstoffe wurden konzernweit einheitliche Planungsprämissen angesetzt. Für 2018 geht ElringKlinger von weiterhin zunehmenden Rohstoffeinkaufspreisen, insbesondere für Aluminium und Stahl, auf dem Weltmarkt aus. Auf dem Stahlmarkt ist aufgrund der bestehenden Angebotsverknappung, die aus Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, nach wie vor mit steigenden Preisen zu rechnen. Der Preis für Aluminium, der in den letzten beiden Jahren stark angezogen hat, soll sich auf einem hohen Niveau stabilisieren bzw. leicht ansteigen. Das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen ist in Summe allerdings als moderat einzustufen. In Bezug auf sonstige Kosten wird angenommen, dass sich diese entsprechend der regionalen konjunkturellen Entwicklung umsatzabhängig weiterentwickeln werden.

Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2017 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 10,22 % (2016: 9,98 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Betafaktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.

Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz eines Wachstumsabschlags verwendet.

Aus der zum 31. Dezember 2017 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Auch vom Management für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Parameter würden zu keinem Abwertungsbedarf führen.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist.

Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben -mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte -bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Klasse der Sachanlagen Jahre
Bauten 15 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen 12 bis 15
Erzeugnisbezogene Werkzeuge 3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens im Einklang stehen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.

Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert

An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder eine Gruppe von Vermögenswerten und Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten werden als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert und gesondert in der Bilanz ausgewiesen, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Hierzu muss die Veräußerung beschlossen und deren Durchführung wahrscheinlich sein. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte bzw. Schulden werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte

Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag bilanziell erfasst.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung gehalten" werden spätere Wertaufholungen jedoch erfolgsneutral erfasst.

Änderungen des Zeitwerts von als "zur Veräußerung gehalten" kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.

Die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" zugeordneten Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.

Den als zur Veräußerung gehalten kategorisierten Vermögenswerten werden Vermögenswerte zugeordnet, sofern es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht und diese nicht zu Handelszwecken erworben wurden oder die keiner der vorstehend genannten Kategorien zugeordnet werden können. Diese Kategorie enthält beispielsweise nicht zu Handelszwecken erworbene Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Im Rahmen der Vertragsvereinbarungen mit den Minderheitsgesellschaftern der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, hat ElringKlinger eine Kauf- und Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern auf deren Anteil vereinbart. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Anteile unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst und erfolgswirksam fortentwickelt. Somit sind bereits 100 % an der ElringKlinger Marusan in den ElringKlinger-Konzern einbezogen, ein Ausweis von Anteilen nicht beherrschender Anteilseigner erfolgt nicht.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte für die Commodities Strom und Gas.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Verwaltungskosten werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.

Nach Überprüfung der bestehenden Wertabschläge wegen mangelnder Gängigkeit wurden diese in 2017 angepasst. Bei Verwendung der Gängigkeitsabschläge aus 2016 hätten sich in 2017 um TEUR 4.903 höhere Wertminderungen ergeben.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Zahlungsmittel

Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei angemessener Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt. Es werden hierfür unterschiedliche Diskontierungssätze verwendet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.

Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind.

Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben.

Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung so gut wie sicher ist.

Leasingverhältnisse

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zu Beginn der Laufzeit mit seinem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Leasingverhältnisse, bei denen der ElringKlinger-Konzern Leasinggeber ist und bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate-Leasingverhältnisse klassifiziert. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen der Gewerbeparks werden als Umsatzerlöse erfasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.

Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.

Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.

Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden.
Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar.
Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich.
Es bestehen die Absicht und ausreichend Ressourcen die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden über 5 Jahre abgeschrieben.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.

Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 betrug 1,95 % (2016: 1,87 %). Im Geschäftsjahr 2017 wurden TEUR 403 (2016: TEUR 360) Fremdkapitalzinsen aktiviert.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den jeweiligen Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen (außer Unternehmenszusammenschlüssen) resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.

Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die Veränderungen der latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Gebrauch von Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten aus geschriebenen Verkaufsoptionen, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.

Risiken und Unsicherheiten

Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung im ungewissen Ausgang der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Eurozone sowie in der Rezession in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern, die jedoch für den Welthandel von geringer Bedeutung sind.

Ökonomen rechnen für 2018 mit einer Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums. Die wirtschaftliche Gesamtleistung der gesamten Euro-Zone wird ähnlich moderat zulegen wie in Deutschland. Neben der ebenfalls weiter expandierenden US-Konjunktur wachsen auch die großen Schwellenländer Indien und China kräftig weiter. Selbst Japan zeigt sich nach jahrelanger Stagnation wieder erholt. Eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur wird insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2018 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein verhalten optimistisches Jahr 2018 ab. Während in Europa ein ähnlich hohes Niveau im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten ist, wird der US-Markt insgesamt etwas abkühlen und auch aus China kommen vergleichsweise nur verhaltene Wachstumssignale. Als Wachstumstreiber werden dagegen die Expansion des indischen Automarkts sowie die Erholung der Märkte in Brasilien und Russland gesehen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion -wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war -ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass der Pkw-Weltfahrzeugmarkt 2018 um etwa 1 bis 2 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.

Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagte ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2016 um TEUR 106.598 auf TEUR 1.664.041 erhöht.

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2017 2016
Verkauf von Gütern 1.650.181 1.543.250
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.513 9.674
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4.347 4.519
Gesamt 1.664.041 1.557.443

Aufteilung nach geographischen Märkten:

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TEUR 2017 2016
Inland 426.201 412.254
Ausland 1.237.840 1.145.189
Gesamt 1.664.041 1.557.443

Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden. Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten und Regionen kann der Anmerkung (32) - Segmentberichterstattung -entnommen werden.

(2) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.

Sie enthalten:

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TEUR 2017 2016
Materialaufwendungen 680.856 630.088
Personalaufwendungen 338.214 302.775
Abschreibungen 89.807 84.287
Sonstige Aufwendungen 146.754 144.374
Gesamt 1.255.631 1.161.524

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2016 um TEUR 21.489 auf TEUR 141.859 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.

(4) Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2016 um TEUR 2.710 auf TEUR 76.917 erhöht.

(5) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber 2016 um TEUR 4.004 auf TEUR 71.387 erhöht. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 4.529 (2016: TEUR 7.368) aktiviert.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2017 2016
Versicherungsentschädigungen/Schadenserstattungen 10.961 967
Zuschüsse der öffentlichen Hand 7.578 6.823
Kostenerstattung Dritter 4.333 2.399
Auflösung von Rückstellungen/abgegrenzten Verbindlichkeiten 2.509 1.606
Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) 1.060 708
Wertaufholung wertgeminderter Forderungen 794 929
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 195 1.591
Sonstige 3.812 4.978
Gesamt 31.242 20.001

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2017 2016
Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) 4.672 4.045
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1.541 502
Wertberichtigungen auf Forderungen 1.499 835
Aufwendungen für Schadensfälle 1.068 1.833
Sonstige Gebühren 714 825
Bildung von Rückstellungen/abgegrenzten Verbindlichkeiten 426 7.655
Forderungsausfälle 346 1.104
Aufwendungen für Maschinenverkäufe 115 354
Sonstige 1.790 1.213
Gesamt 12.171 18.366

(8) Assoziierten Unternehmen

ElringKlinger hält einen Anteil von 28,89 % an der hofer AG, Nürtingen. Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien. ElringKlinger bilanziert seinen Anteil an der hofer AG im Konzernabschluss nach der Equity-Methode. Nachfolgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen über die Beteiligung des Konzerns an der hofer AG.

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TEUR 2017
Langfristige Vermögenswerte 45.078
Kurzfristige Vermögenswerte 32.707
Langfristige Schulden 17.412
Kurzfristige Schulden 15.862
Nettovermögen 44.511
Anteil des Konzerns (28,89 %) 12.859
Geschäfts oder Firmenwert 15.704
Buchwert des Anteils des Konzerns 28.563

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TEUR 2017
Umsatzerlöse 46.794
Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr -1.571
Sonstiges Ergebnis 0
Anteil des Konzerns am Ergebnis (28,89 %) -454
Erhaltene Dividende 0

Das assoziierte Unternehmen hatte zum 31. Dezember 2017 keine Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen.

(9) Finanzergebnis

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TEUR 2017 2016
Finanzerträge
Erträge aus Kursdifferenzen 20.380 14.688
Zinserträge 512 551
Sonstige 8 2.222
Finanzerträge gesamt 20.900 17.461
Finanzaufwendungen
Aufwendungen aus Kursdifferenzen -31.471 -14.240
Zinsaufwendungen -13.611 -14.498
Sonstige -2.628 -223
Finanzaufwendungen gesamt -47.710 -28.961
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen -454 0
Finanzergebnis -27.264 -11.500

Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 2.281 (2016: TEUR 2.495) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sog. Qualifying Assets in Höhe von TEUR 403 (2016: TEUR 360) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend. Der Zinsaufwand für Finanzierungsleasing ist von nachrangiger Bedeutung.

(10) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzten sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2017 2016
Tatsächlicher Steueraufwand 39.996 48.259
Latente Steuern -3.722 -6.780
Ausgewiesener Steueraufwand 36.274 41.479

Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 29,6 % (2016: 29,4 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 9,0 % und 34,7 % (2016: zwischen 9,0 % und 40,8 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 24,8 % (2016: 27,6 %).

Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des durchschnittlichen nominellen Ertragsteuersatzes von 25,7 % (2016: 27,9 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand.

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TEUR 2017 2016
Ergebnis vor Ertragsteuern 110.054 124.094
Erwarteter Steuersatz 25,7 % 27,9 %
Erwarteter Steueraufwand 28.240 34.585
Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von:
Permanenten Differenzen 251 51
Differenz Bemessungsgrundlage lokaler Steuern 400 -299
Nutzung nicht aktivierter bzw. Verfall aktivierter steuerlicher Verlustvorträge -599 -447
Zuschreibung/Wertberichtigung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge (aperiodisch) 0 0
Zugang nicht akt. steuerliche Verlustvorträge (periodisch) 6.143 2.810
Periodenfremden Steuern -3.679 4.805
Steuersatzbedingten Abweichungen 4.515 -287
Abweichung aufgrund von Quellensteuern 989 373
Sonstigen Effekten 14 -112
Tatsächlicher Steueraufwand 36.274 41.479
Tatsächlicher Steuersatz 33,0 % 33,4 %

Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 23.004 (2016: TEUR 19.881) sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 986 (2016: TEUR 284) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne von TEUR 184.087 (2016: TEUR 176.024) sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.

Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 12.621 (2016: TEUR 14.602) gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 67.541 (2016: TEUR 40.680) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Die noch nicht genutzten ertragsteuerlichen Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf ausländische Tochtergesellschaften. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:

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TEUR TEUR
Verfall der Verlustvorträge innerhalb von 31.12.2017 31.12.2016
1 Jahr 0 49
2 Jahren 0 1.208
3 Jahren 356 181
4 Jahren 880 1.074
5 Jahren 1.288 1.426
größer 5 Jahren 50.535 34.248
Unverfallbar 14.482 2.494
Gesamt 67.541 40.680

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR Latente Steueransprüche 31.12.2017 Latente Steueransprüche 31.12.2016 Latente Steuerschulden 31.12.2017 Latente Steuerschulden 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte 708 575 8.357 9.892
Sachanlagen 4.033 3.905 37.032 42.429
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 82 55 1.949 1.918
Finanzielle Vermögenswerte 4 2 0 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 105 6 2 324
Vorräte 5.079 5.918 858 1.491
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.005 1.491 162 249
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 8 559 2.599 696
Zahlungsmittel und -äquivalente 0 0 6 0
Rückstellungen für Pensionen 22.399 23.683 483 4
Langfristige Rückstellungen 2.230 2.289 0 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 35 30 905 14
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 547 647 44 0
Kurzfristige Rückstellungen 4.944 2.109 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17 15 255 195
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 28 43 441 161
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.691 2.854 1.008 774
Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 986 284
Steuerliche Verlustvorträge 12.621 14.602 0 0
Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -1.002 0 -2.464 0
Summe 55.534 58.783 52.623 58.431
Saldierung von aktiven und passiven Latenzen -38.548 -41.975 -38.548 -41.975
Bilanzansatz 16.986 16.808 14.075 16.456

Im sonstigen Ergebnis wurden insgesamt TEUR -1.706 (2016: TEUR 6.067) latente Steuern erfasst. Davon beziehen sich TEUR -1.505 (2016: TEUR 5.942) auf Pensionsrückstellungen und TEUR -201 (2016: TEUR 125) auf eine Nettoinvestition.

(11) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:

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2017 2016
Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR 69.930 78.550
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 63.359.990 63.359.990
Ergebnis je Aktie in EUR 1,10 1,24

Erläuterungen zur Bilanz

(12) Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 50.567 180.628 81.404 1.156 313.755
Währungsänderungen -1.774 -5.973 -1.489 0 -9.236
Änderung Konsolidierungskreis 0 1.381 615 0 1.996
Zugänge 4.529 0 5.330 815 10.674
Umbuchungen 0 0 1.190 -1.156 34
Abgänge 6.523 0 17.036 0 23.559
Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2.594 6.271 12.247 0 21.112
Stand am 31.12.2017 44.205 169.765 57.767 815 272.552
Abschreibungen Stand am 01.01.2017 30.977 13.793 56.545 0 101.315
Währungsänderungen -1.231 -384 -1.305 0 -2.920
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 7.865 0 10.192 0 18.057
Umbuchungen 0 0 -30 0 -30
Abgänge 6.591 0 17.028 0 23.619
Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.113 0 9.678 0 10.791
Stand am 31.12.2017 29.907 13.409 38.696 0 82.012
Nettobuchwert am 31.12.2017 14.298 156.356 19.071 815 190.540
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 49.492 178.719 74.133 219 302.563
Währungsänderungen -138 994 187 0 1.043
Änderung Konsolidierungskreis 0 915 3.928 0 4.843
Zugänge 7.368 0 3.452 986 11.806
Umbuchungen 0 0 75 -49 26
Abgänge 6.155 0 371 0 6.526
Stand am 31.12.2016 50.567 180.628 81.404 1.156 313.755
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 28.658 13.676 46.687 0 89.021
Währungsänderungen 25 117 192 0 334
Zugänge 8.449 0 10.033 0 18.482
Abgänge 6.155 0 367 0 6.522
Stand am 31.12.2016 30.977 13.793 56.545 0 101.315
Nettobuchwert am 31.12.2016 19.590 166.835 24.859 1.156 212.440

Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31.12.2017 TEUR 1.132 (31.12.2016 TEUR 967).

Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:

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TEUR 2017 2016
Umsatzkosten 11.938 12.900
Vertriebskosten 3.935 3.937
Allgemeine Verwaltungskosten 805 917
Forschungs- und Entwicklungskosten 1.379 728
Gesamt 18.057 18.482

(13) Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, BGA In Herstellung befindliche Sachanlagen Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 465.422 1.006.196 182.403 108.066 1.762.087
Währungsänderungen -16.550 -35.566 -3.396 -6.321 -61.833
Änderung Konsolidierungskreis 0 2 50 0 52
Zugänge 18.272 51.312 15.022 69.116 153.722
Umbuchungen 24.463 49.130 7.376 -81.003 -34
Abgänge 2.019 7.666 5.024 0 14.709
Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 16.205 14.131 3.091 4 33.431
Stand am 31.12.2017 473.383 1.049.277 193.340 89.854 1.805.854
Abschreibungen Stand am 01.01.2017 94.515 631.990 118.264 0 844.769
Währungsänderungen -2.967 -19.728 -1.611 0 -24.306
Zugänge 11.488 57.540 13.408 0 82.436
Umbuchungen 0 14 16 0 30
Abgänge 528 6.780 4.631 0 11.939
Umgliederung zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.965 10.780 1.961 0 14.706
Stand am 31.12.2017 100.543 652.256 123.485 0 876.284
Nettobuchwert am 31.12.2017 372.840 397.021 69.855 89.854 929.570
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 390.268 953.265 164.122 119.794 1.627.449
Währungsänderungen 451 1.837 -696 -2.524 -932
Änderung Konsolidierungskreis 0 843 370 0 1.213
Zugänge 19.057 45.794 18.220 86.329 169.400
Umbuchungen 57.708 33.534 4.265 -95.533 -26
Abgänge 2.062 29.077 3.878 0 35.017
Stand am 31.12.2016 465.422 1.006.196 182.403 108.066 1.762.087
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 83.860 606.528 109.802 0 800.190
Währungsänderungen 109 321 -199 0 231
Zugänge 10.760 53.607 12.277 0 76.644
Umbuchungen 0 -26 26 0 0
Abgänge 214 28.440 3.642 0 32.296
Stand am 31.12.2016 94.515 631.990 118.264 0 844.769
Nettobuchwert am 31.12.2016 370.907 374.206 64.139 108.066 917.318

Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 550 (2016: TEUR 728), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 191 (2016: TEUR 192).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Sachanlagen erfasst.

Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen gegen Dritte beträgt zum 31.12.2017 TEUR 44.277 (31.12.2016 TEUR 41.249).

(14) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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TEUR Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien im Bau Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2017 26.335 273 26.608
Währungsänderungen -28 0 -28
Zugänge 0 1.812 1.812
Umbuchungen 1.986 -1.986 0
Stand am 31.12.2017 28.293 99 28.392
Abschreibungen Stand am 01.01.2017 10.786 0 10.786
Währungsänderungen -10 0 -10
Zugänge 586 0 586
Stand am 31.12.2017 11.362 0 11.362
Nettobuchwert am 31.12.2017 16.931 99 17.030
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 21.384 3.031 24.415
Währungsänderungen 252 60 312
Zugänge 1.608 273 1.881
Umbuchungen 3.091 -3.091 0
Stand am 31.12.2016 26.335 273 26.608
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 10.173 0 10.173
Währungsänderungen 101 0 101
Zugänge 512 0 512
Stand am 31.12.2016 10.786 0 10.786
Nettobuchwert am 31.12.2016 15.549 273 15.822

Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemet-Kadafalva (Ungarn) ausgewiesen.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben zum Bilanzstichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 25.753 (2016: TEUR 19.457). Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Input Daten entsprechen der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und von Bodenrichtwerten ermittelt. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz für den Gewerbepark Idstein von 3,18 % (2016: 8,75 %) und für den Gewerbepark Kecskemét-Kádafalva von 6,09 % (2016: 8,75 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.

Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.347 (2016: TEUR 4.519). Die direkt mit diesen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 5.377 (2016: TEUR 5.163). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.

(15) Finanzielle Vermögenswerte und Anteile an assoziierten Unternehmen

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TEUR Anteile an assoziierten Unternehmen Langfristige Wertpapiere Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
Anschaffungskosten Stand am 01.01.2017 0 1.085 16 1.101
Währungsänderungen 0 -6 0 -6
Zugänge 29.017 206 0 29.223
Wertveränderungen -454 2 0 -452
Abgänge 0 204 0 204
Stand am 31.12.2017 28.563 1.083 16 29.662
Abschreibungen Stand am 01.01.2017 0 72 0 72
Währungsänderungen 0 0 0 0
Zugänge 0 3 0 3
Wertveränderungen 0 -9 0 -9
Abgänge 0 3 0 3
Stand am 31.12.2017 0 63 0 63
Nettobuchwert am 31.12.2017 28.563 1.020 16 29.599
Zeitwert 31.12.2017 1.020 16
Anschaffungskosten Stand am 01.01.2016 0 1.292 22 1.314
Währungsänderungen 0 4 -2 2
Wertveränderungen 0 247 0 247
Abgänge 0 458 4 462
Stand am 31.12.2016 0 1.085 16 1.101
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 0 59 0 59
Währungsänderungen 0 1 0 1
Zugänge 0 14 0 14
Abgänge 0 2 0 2
Stand am 31.12.2016 0 72 0 72
Nettobuchwert am 31.12.2016 0 1.013 16 1.029
Zeitwert 31.12.2016 1.013 16

Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 829 (2016: TEUR 819) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.

(16) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte

In den langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüchen ist ein Kapitalertragsteuerguthaben der ElringKlinger Automotive Components (India) in Höhe TEUR 99 enthalten.

Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Vorauszahlung auf zukünftigen Lizenzaufwand in Höhe von TEUR 734 (2016: TEUR 682) ausgewiesen.

(17) Vorräte

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 116.421 100.949
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 72.686 62.478
Fertige Erzeugnisse und Waren 171.215 156.125
Geleistete Anzahlungen 9.225 8.782
Gesamt 369.547 328.334

Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 12.145 (Vj. TEUR 14.390) vorgenommen. Wertminderungen bzw. Zuschreibungen auf Vorräte sind in den Umsatzkosten erfasst.

(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.760 (2016: TEUR 5.767) für erkennbare Einzelrisiken sowie die voraussichtliche Skontoinanspruchnahme gebildet.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

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TEUR 2017 2016
Stand 01.01. 5.767 6.262
Zuführung 1.163 740
Auflösung/Inanspruchnahme -672 -1.235
Wechselkurseffekte -180 0
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -318 0
Stand 31.12. 5.760 5.767

Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
weder überfällig noch wertgemindert: 247.448 244.473
überfällig nicht wertgemindert:
- bis zu 30 Tage 31.443 35.505
-von 31 bis zu 60 Tage 8.911 7.629
-von 61 bis zu 90 Tage 4.663 4.054
-von 91 bis zu 180 Tage 388 581
-mehr als 180 Tage 1.131 127
Gesamt: 46.536 47.896
Skontoinanspruchnahme -320 -263
Wertgemindert 8.957 7.416
Buchwert 302.621 299.522

Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag für die wesentlichen Kunden auf Einzelbasis analysiert. Zusätzlich wird eine große Zahl von Forderungen homogen gruppiert und gemeinsam auf Wertminderung beurteilt.

Für den Bestand der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 14.692 (2016: TEUR 19.400), Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.892 (2016: TEUR 4.617) und sonstige Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 28.509 (2016: TEUR 15.167), davon sind TEUR 2.573 (2016: 1.135 TEUR) finanzielle Vermögenswerte und TEUR 176 (2016: TEUR 0) Finanzderivate.

Die kurzfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Ertragsteuererstattungsansprüche der Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. in Höhe von TEUR 3.163 (2016: TEUR 77) und der ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. in Höhe von TEUR 838 (2016: TEUR: 0) sowie der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 1.715 (2016: TEUR 0). Das im Vorjahr zum Barwert aktivierte Körperschaftsteuerguthaben der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 684 wurde im Berichtsjahr vollständig abgewickelt.

(19) Zahlungsmittel und Äquivalente

Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht.

Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

(20) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % gehen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Die Vermögenswerte und Schulden der HUG Engineering AG sowie ihrer vier Tochtergesellschaften wurden gemäß IFRS 5 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden umgegliedert. Diese Vermögenswerte und Schulden waren zum 31. Dezember 2017 unverändert dem Segment Erstausrüstung zugeordnet. Eine Abschreibung dieser Vermögenswerte auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten war nicht vorzunehmen.

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TEUR 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte 10.316
Sachanlagen 18.813
Latente Steueransprüche 1.002
Langfristige Vermögenswerte 30.131
Vorräte 13.515
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.653
Kurzfristige Ertragssteuererstattungsansprüche 133
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.763
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.577
Kurzfristige Vermögenswerte 31.641
AKTIVA 61.772
Rückstellungen für Pensionen 5.018
Langfristige Rückstellungen 587
Latente Steuerschulden 2.464
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 8.069
Kurzfristige Rückstellungen 1.177
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.088
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 5.302
Steuerschulden 2.703
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5.408
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 15.678
PASSIVA 23.747

(21) Eigenkapital

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2017 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2022 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklage wurde im Wesentlichen durch das aus der Kapitalerhöhung 2010 zugeflossene Aufgeld gebildet.

Die Gewinnrücklagen enthalten die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus ist ein Betrag in Höhe von TEUR 26.181 aus der IFRS-Erstanwendung im Jahr 2005 enthalten.

Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, Eigenkapitaleffekte aus beherrschenden Anteilen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2017 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 31.680 (EUR 0,50 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2016 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2016 betrug die Ausschüttung TEUR 34.848 (EUR 0,55 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2015.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zum Jahresabschluss 2017 am 16. Mai 2018 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 31.680 eine Dividende von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

(22) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis

In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IFRS 10 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.

(23) Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den meisten Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften sowie den Schweizer Konzerngesellschaften auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 24.168 (2016: TEUR 22.217) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt werden. Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35 % bzw. 45 % des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.

In 2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart, und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V., Stuttgart, übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.8 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.

Die Pensionspläne der Schweizer Konzerngesellschaften sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Die nicht durch das Planvermögen gedeckten Versorgungsansprüche sind im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages gedeckt. Durch den Anschluss bei einer rückgedeckten Sammelstiftung kann keine Unterdeckung entstehen.

Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.

Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zu Grunde:

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Bewertung zum 31.12.2017 31.12.2016
Diskontierungszins Anwartschaftsphase 1,48 % 1,36 %
Diskontierungszins Rentenphase 1,28 % 1,16 %
Erwartete prozentuale Gehaltstrends 2,44 % 2,69 %
Zukünftige Rentenanpassung 1,51 % 1,50 %

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2017 2016
Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. 181.611 157.802
Laufender Dienstzeitaufwand 6.902 6.201
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 154 -454
Eigenbeträge der Begünstigten des Plans 5.463 3.977
Zinsaufwand 2.281 2.927
Auszahlungen/Inanspruchnahme -10.915 -6.354
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -5.627 16.898
Währungsdifferenzen -4.566 598
Sonstige Veränderungen 68 16
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -22.492 0
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. 152.879 181.611
Davon (teilweise) durch Planvermögen gedeckt 48.865 75.797
Davon nicht gedeckt 104.014 105.814

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 18 Jahre (2016: 19 Jahre).

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen aus den folgenden Effekten:

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TEUR 2017 2016
Effekte aus Zinssatzänderungen -2.895 11.229
Effekte aus Änderungen demographischer Annahmen -2.284 2.999
Effekte aus anderen erfahrungsbedingten Anpassungen -448 2.670
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -5.627 16.898

Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2017 2016
Marktwert zum 01.01. 45.049 39.058
Zinsertrag 348 432
Arbeitgeberbeiträge 3.824 3.871
Eigenbeiträge der Begünstigten des Plans 5.463 3.977
Leistungszahlungen -7.167 -2.807
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 78 144
Währungseffekte -3.241 374
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte -17.474 0
Marktwert zum 31.12. 26.880 45.049

Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf wesentliche Länder aufgeteilt:

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TEUR 2017 2016
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12.
Deutschland 122.321 123.770
Schweiz 25.997 53.180
Sonstige 4.561 4.661
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. 152.879 181.611
Marktwert des Planvermögens zum 31.12.
Deutschland 7.438 6.179
Schweiz 19.136 38.637
Sonstige 306 233
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 26.880 45.049

Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 409 (2016: TEUR 567).

In 2018 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 5.595 (2016: TEUR 4.270) betragen. Die zukünftigen Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2017 2016
Für die nächsten 12 Monate 5.595 4.270
Zwischen 1 und 5 Jahren 70.643 15.050
Über 5 Jahre 264.761 316.757

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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TEUR 2017 2016
Laufender Dienstzeitaufwand 6.902 6.201
Nettozinsaufwand 1.933 2.495
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 154 -454
Gesamtaufwand 8.989 8.242

Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.281 (2016: TEUR 2.927) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 348 (2016: TEUR 432) zusammen.

Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2017 2016
Im sonstigen Ergebnis erfasste Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) -5.705 16.754
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 1.505 -5.942

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:

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TEUR 2017 2016
Barwert der Pensionsverpflichtung 152.879 181.611
Zeitwert des Planvermögens 26.880 45.049
Ausgewiesene Pensionsrückstellung 125.999 136.562

Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen und die zukünftigen Rentenentwicklungen als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.

Eine 1%ige Zunahme/Abnahme des Diskontierungssatzes würde zu einer Abnahme/Zunahme der DBO um TEUR 24.663 / TEUR 30.039 führen.

Eine 0,5%ige Zunahme/Abnahme der künftigen Gehaltssteigerungen würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 2.109 / TEUR 3.407 führen.

Eine Veränderung der künftigen Rentenentwicklungen um +0,25% / -0,25% würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 3.786 / TEUR 4.980 führen.

(24) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Rückstellungen 23.005 17.279
Langfristige Rückstellungen 12.319 13.604
Gesamt 35.324 30.883

Kurzfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Drohende Verluste aus Kundenaufträgen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 31.12.2016 4.229 4.405 4.573 972 3.100 17.279
Währungsänderungen -79 -174 -154 -47 -21 -475
Änderung Konsolidierungskreis 0 22 0 0 0 22
Inanspruchnahme 3.197 553 4.417 394 311 8.872
Auflösung 499 1.082 0 370 2.489 4.440
Zuführung 2.540 12.763 4.350 104 930 20.687
Umbuchungen 0 33 0 0 32 65
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 -1.261 0 0 0 -1.261
Stand zum 31.12.2017 2.994 14.153 4.352 265 1.241 23.005

Den Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen stehen Ansprüche auf Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 10.823 gegenüber, diese sind in den sonstigen Forderungen gegenüber Dritten ausgewiesen.

Langfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 31.12.2016 11.465 1.324 211 604 13.604
Währungsänderungen -79 -61 -11 -23 -174
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Inanspruchnahme 1.155 79 16 2 1.252
Auflösung 281 60 68 8 417
Aufzinsung/Abzinsung 110 0 0 0 110
Zuführung 965 25 0 123 1.113
Umbuchungen 0 -33 0 -32 -65
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 -510 -90 0 -600
Stand zum 31.12.2017 11.025 606 26 662 12.319

Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.

Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung des Managements und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt.

Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

(25) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

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Inland Ausland Gesamt
TEUR 31.12.2017
--- --- --- ---
Kontokorrentkredite 105.451 13.931 119.382
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 59.485 43.077 102.562
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 164.936 57.008 221.944
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre 265.275 85.476 350.751
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 128.060 0 128.060
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 393.335 85.476 478.811
Gesamt 558.271 142.484 700.755

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Inland Ausland Gesamt
TEUR 31.12.2016
--- --- --- ---
Kontokorrentkredite 145.960 21.602 167.562
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.938 77.892 89.830
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 157.898 99.494 257.392
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre 240.009 66.596 306.605
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 4.721 9.487 14.208
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 244.730 76.083 320.813
Gesamt 402.628 175.577 578.205

Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 496 (2016: TEUR 480) mit einem Nominalvolumen von TEUR 521 (2016: TEUR 511).

Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:

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% 31.12.2017 31.12.2016
Kontokorrentkredite:
Inland 1,34 0,67
Ausland 4,02 3,92
Finanzverbindlichkeiten:
Inland: bis zu einem Jahr 2,35 2,52
Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 1,34 1,79
Inland: mehr als fünf Jahre 1,43 1,96
Ausland: bis zu einem Jahr 2,42 2,47
Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 2,67 2,40
Ausland: mehr als fünf Jahre 3,26

Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 565.696 (2016: TEUR 389.065) wurden feste Zinssätze vereinbart.

Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 158.844 (2016: TEUR 149.254), Sicherheiten an Vorräten mit Buchwerten von TEUR 0 (2016: TEUR 863), Sicherheiten an Forderungen mit Buchwerten von TEUR 0 (2016: TEUR 6.338) und Sicherheiten an Werkzeugen mit Buchwerten von TEUR 0 (2016: TEUR 705) eingeräumt. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2017 mit TEUR 36.334 (2016: TEUR 44.152).

Zum 31. Dezember 2017 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 136.056 (2016: TEUR 122.185) zur Verfügung.

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind -mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -nicht gesichert.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten enthalten finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 47.467.

(27) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 kam nicht zur Anwendung.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.

Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.

Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.

Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der Stichtagskurse sowie Veränderungen der Stichtagskurse gegenüber den Durchschnittskursen und historischen Kursen können Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.

Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns wider.

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:

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TEUR
31.12.2017
Lokale Währung CHF HUF MXN USD KRW Sonstige
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 3.597 2.692 2.493 1.574 850 -322
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -3.597 -2.692 -2.493 -1.574 -850 322

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TEUR
31.12.2017
Lokale Währung Gesamt
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 10.884
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -10.884

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TEUR
31.12.2016
Lokale Währung HUF EUR IDR CNY JPY Sonstige
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 917 748 531 512 -117 59
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -917 -748 -531 -512 117 -59

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TEUR
31.12.2016
Lokale Währung Gesamt
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 2.650
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -2.650

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.

Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2017 um 30 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 361 (2016: TEUR 526) gesenkt. Bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 30 Basispunkte hätte sich das Ergebnis um TEUR 47 gesenkt (2016: TEUR 41).

Rohstoffpreisrisiko

ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Um Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe abzumildern, hat ElringKlinger zwei Sicherungsgeschäfte für Nickel abgeschlossen. Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch zusätzliche derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.

ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, der als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegt. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz von Nickel über das obere Ende des Korridors, erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis für Nickel unter das untere Ende des Korridors hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Zum Abschlussstichtag bestanden zwei Nickel-Sicherungskontrakte über insgesamt 150 mt Nickel. Die bestehenden Nickelsicherungsgeschäfte enden im Geschäftsjahr 2018, das späteste Enddatum liegt am 31. Dezember 2018.

Der Konzern steuert das Kreditrisiko der Derivate, indem derivative Finanzgeschäfte ausschließlich mit großen Banken von bestmöglicher Bonität nach einheitlichen Richtlinien getätigt werden.

Wenn das Marktwertniveau der Nickelnotierung zum 31. Dezember 2017 um 10 % gestiegen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 306 (2016: TEUR 0) erhöht. Eine Absenkung des Marktwertes um 10 % hätte zu einer Ergebniserhöhung von TEUR 74 (2016: TEUR 0) geführt.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, das durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist.

Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.

Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert. Durch Kreditversicherungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11.249 (2016: TEUR 9.530) abgesichert.

Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Abschlussstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung (18) entnommen werden.

Mit den zwei größten Kunden wurde in 2017 ein Umsatzanteil von 10,2 % und 8,0 % erzielt (2016: 11,0 % und 8,3 %).

Liquiditätsrisiko

Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der ElringKlinger Gruppe wird durch eine Liquiditätsplanung laufend überwacht. Darüber hinaus stellt eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und bestätigten Kreditlinien die Zahlungsfähigkeit und die Liquiditätsversorgung sicher. Auf die Erläuterungen der Finanzierungsrisiken innerhalb der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der ElringKlinger Gruppe wird verwiesen (Chancen- und Risikobericht - Finanzielle Risiken - Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken).

Erwartete Zahlungsabflüsse

Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.

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TEUR Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt
per 31.12.2017
Buchwert 118.846 700.259 496 11 47.467 867.079
Erwartete Zahlungsabflüsse: 118.846 731.842 522 11 47.467 898.688
bis zu einem Monat 88.627 31.786 25 1 0 120.439
von einem bis zu drei Monaten 23.644 29.249 52 2 8.663 61.610
von drei Monaten bis zu einem Jahr 4.577 170.083 218 8 38.804 213.690
von einem bis zu fünf Jahren 1.755 367.715 227 0 0 369.697
mehr als fünf Jahre 243 133.009 0 0 0 133.252

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TEUR Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt
per 31.12.2016
Buchwert 103.228 577.725 480 0 48.685 730.118
Erwartete Zahlungsabflüsse: 103.228 594.517 511 0 48.685 746.941
bis zu einem Monat 68.516 52.471 14 0 0 121.001
von einem bis zu drei Monaten 29.211 30.832 30 0 8.992 69.065
von drei Monaten bis zu einem Jahr 2.570 168.306 123 0 39.693 210.692
von einem bis zu fünf Jahren 2.797 328.586 344 0 0 331.727
mehr als fünf Jahre 134 14.322 0 0 0 14.456

Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Anmerkung (25).

(28) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte.

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TEUR Zahlungsmittel BW Forderungen aus Lieferungen und Leistungen BW Sonstige kurzfristige Vermögenswerte BW Derivate BW
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 45.498 302.621 7.465 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 176
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 45.498 302.621 7.465 176
per 31.12.2016
Kredite und Forderungen 39.407 299.522 5.752 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 39.407 299.522 5.752 0

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Langfristige Wertpapiere Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
TEUR BW ZW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 31.12.2017
Kredite und Forderungen 0 0 8 8 355.592
bis zur Endfälligkeit gehalten 829 840 0 0 829
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0 176
zur Veräußerung verfügbar 192 192 7 7 199
Gesamt 1.021 1.032 15 15 356.796
per 31.12.2016
Kredite und Forderungen 0 0 8 8 344.689
bis zur Endfälligkeit gehalten 819 819 0 0 819
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 194 194 8 8 202
Gesamt 1.013 1.013 16 16 345.710

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristiges Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
TEUR BW BW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 47.467 221.666 0 0 118.846
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 278 295 0
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 48.685 257.231 0 0 103.228
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 161 167 0

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 34.782 (2016: zwei Kaufpreisverbindlichkeiten TEUR 33.801) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Die zweite Kaufpreisverbindlichkeit, die im Vorjahr ebenfalls in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten war, ist Bestandteil der zur Veräußerung gehaltenen Schulden. Die Verbindlichkeit wurde mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.500 bewertet und entsprechend umgegliedert.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristiges Finanzierungsleasing
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 478.593 468.251 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11 11 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 218 226
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 320.495 318.100 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 318 344

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Gesamt
TEUR BW
--- ---
per 31.12.2017
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 866.572
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 11
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 496
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 729.639
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 479

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 3.478.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2017:

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31.12.2017

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 192 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 7 0 0
Derivate*) 0 176 0
Gesamt 199 176 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate*) 0 11 0
Gesamt 0 11 0

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31.12.2016

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 194 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate*) 0 0 0
Gesamt 202 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate*) 0 0 0
Gesamt 0 0 0

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2017:

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31.12.2017

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 829 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 829 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 226
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 468.251 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 34.782
Gesamt 0 468.251 35.008

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31.12.2016

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 819 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 819 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 344
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 318.100 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 33.801
Gesamt 0 318.100 34.145

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:

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TEUR 2017 2016
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente*) 165 0
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 0 498
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen -5 -18
Kredite und Forderungen -2.813 3.599
zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -7.134 -814

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.

Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge aus der Anpassung der fortgeführten Anschaffungskosten von verbundenen Unternehmen. Es kam zu keinen Nettogewinnen, die aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgebucht wurden.

Nettogewinne bzw. -verluste der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente enthalten Wertminderungen sowie Zuschreibungen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Währungseffekte.

Nettogewinne aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungseffekte.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2017 2016
Gesamtzinserträge 314 258
Gesamtzinsaufwendungen -11.230 -11.328

Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.

(29) Finanzierungsleasing

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 521 (2016: TEUR 511). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 stellt sich wie folgt dar:

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TEUR Mindestleasingzahlungen 31.12.2017 In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2017 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2017
Fälligkeit innerhalb eines Jahres 295 17 278
Zwischen einem und fünf Jahren 226 8 218
Nach mehr als fünf Jahren 0 0 0
Gesamt 521 25 496

(30) Kapitalmanagement

ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.

Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Eigenkapitalquote im Konzern von 40 % bis 50 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstandes zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum 31. Dezember 2016.

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Mio. EUR 2017 2016
Eigenkapital 889,7 886,4
als % vom Gesamtkapital 44,0 % 47,2 %
langfristige Verbindlichkeiten 634,8 491,3
kurzfristige Verbindlichkeiten 474,2 500,5
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 23,7 0
Fremdkapital 1.132,7 991,8
als % vom Gesamtkapital 56,0 % 52,8 %
Gesamtkapital 2.022,4 1.878,2

Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2016 zum 31. Dezember 2017 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie dem Rückgang der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 %.

Mit einer Eigenkapitalquote von 44,0 % im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.

Zu einem Darlehen bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants). Diese betreffen die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsfaktor. Bei deren Verletzung ändern sich die Darlehensbedingungen bzw. wird das Darlehen fällig.

Zum 31. Dezember 2017 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.

(31) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten:

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Langfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
31.12.2016 320.813 257.392
Zahlungswirksame Veränderungen 165.639 -22.051
Unternehmenserwerbe 1.048 0
Umgliederung in Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 -5.338
Wechselkursbedingte Änderungen -8.888 -9.232
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 0 0
Sonstige Veränderungen 199 1.173
31.12.2017 478.811 221.944

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Langfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
31.12.2015 326.092 209.597
Zahlungswirksame Veränderungen -6.855 49.189
Unternehmenserwerbe 0 0
Wechselkursbedingte Änderungen 1.576 -1.810
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts 0 0
Sonstiges 0 416
31.12.2016 320.813 257.392

(32) Segmentberichterstattung

Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche "Erstausrüstung", "Ersatzteile", "Kunststofftechnik", "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks".

Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten "Erstausrüstung" und "Ersatzteile" erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich, Kunststoff-Leichtbauteile von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.

Im Segment "Kunststofftechnik" werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.

Das Berichtssegment "Dienstleistungen" betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.

Das Segment "Gewerbeparks" umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.

In der folgenden Übersicht "Segmentberichterstattung" wird in der Spalte "Konsolidierung" die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Lieferund Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.

In den Segmentergebnissen ist kein Wertminderungsaufwand enthalten.

Mit einem Kunden wurden im Segment Erstausrüstung 10,2 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 168.999).

Segmentberichterstattung

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
Angaben

in T€
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.382.376 1.294.305 156.664 147.267 111.141 101.678
Intersegmenterlöse 19.933 17.636 0 0 194 160
Segmenterlöse 1.402.309 1.311.941 156.664 147.267 111.335 101.838
EBIT2 86.320 88.916 31.755 30.487 18.476 14.881
Abschreibungen1 90.101 85.507 2.300 1.989 6.181 5.829
Investitionen3 156.777 166.388 2.695 1.753 4.150 7.896
Segmentvermögen 1.791.231 1.652.681 96.908 88.422 110.044 109.332

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Segment Gewerbeparks
Angaben

in T€
2017 2016
--- --- ---
Umsatz Extern 4.347 4.519
Intersegmenterlöse 567 352
Segmenterlöse 4.914 4.871
EBIT2 -463 -292
Abschreibungen1 1.034 959
Investitionen3 1.826 2.384
Segmentvermögen 20.665 19.643

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Segment Dienstleistungen Sonstiges Konsolidierung1
Angaben

in T€
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 9.513 9.674 0 0 0 0
Intersegmenterlöse 6.875 5.875 0 0 -27.569 -24.023
Segmenterlöse 16.388 15.549 0 0 -27.569 -24.023
EBIT2 1.230 1.602 0 0 0 0
Abschreibungen1 1.463 1.354 0 0 0 0
Investitionen3 760 4.666 0 0 0 0
Segmentvermögen 14.238 14.293 0 0 -10.706 -6.202

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Segment Konzern
Angaben

in T€
2017 2016
--- --- ---
Umsatz Extern 1.664.041 1.557.443
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 1.664.041 1.557.443
EBIT2 137.318 135.594
Abschreibungen1 101.079 95.638
Investitionen3 166.208 183.087
Segmentvermögen 2.022.380 1.878.169

1 Planmäßige Abschreibungen

2 Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen

3 Investitionen in immatrielle Vermögenswerte,Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Segmentberichterstattung nach Regionen

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Region Umsatzerlöse1 Langfristige Vermögenswerte Investitionen
Angaben

in T€
--- --- --- --- ---
Deutschland 2017 426.201 514.447 61.604
2016 412.254 472.202 72.234
Übriges Europa 2017 521.507 272.922 46.704
2016 489.099 293.399 36.908
NAFTA 2017 323.277 161.558 32.531
2016 291.990 155.242 44.152
Asien-Pazifik 2017 317.269 195.898 22.686
2016 298.973 201.057 26.776
Südamerika und übrige 2017 75.787 21.914 2.683
2016 65.127 24.710 3.017
Konzern 2017 1.664.041 1.166.7392 166.208
2016 1.557.443 1.146.6102 183.087

1 Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen ist der Standort des Kunden

2 Darin enthalten sind finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.036 (VJ TEUR 1.029)

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechseln bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.

Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualforderungen und -verbindlichkeiten vor.

Operate-Lease

Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 10.756 (2016: TEUR 10.764) enthalten.

Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
von bis zu einem Jahr 4.781 4.300
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 9.212 9.015
von mehr als fünf Jahren 867 1.973
Gesamt 14.860 15.288

Davon entfallen TEUR 8.135 (2016: TEUR 8.460) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen für Geschäftsräume, TEUR 5.236 (2016: TEUR 3.899) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 1.490 (2016: TEUR 2.929) auf sonstige Leasingverhältnisse.

Finance-Lease

Angaben zum Finance-Lease können der Anmerkung (29) entnommen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Energieabnahmeverpflichtungen

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
von bis zu einem Jahr 10.946 9.496
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 19.287 19.356
Gesamt 30.233 28.852

Einzahlungen aus Leasingverträgen

Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operate Lease-Verträgen aus der Vermietung der Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
von bis zu einem Jahr 1.753 1.715
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 2.888 3.109
von mehr als fünf Jahren 1.792 2.200
Gesamt 6.433 7.024

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2017 2016
Mitarbeiter 8.628 7.931
Auszubildende 373 391
Gesamt 9.001 8.322

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 486.278 (2016: TEUR 445.968). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter, so-

ziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung sowie Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 21. Dezember 2017 wurde der Vertrag zum Verkauf der Hug-Gruppe an einen französischen Automobilzulieferer unterzeichnet. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018. Der vorläufige Kaufpreis beträgt TEUR 58.870. Weitere Erläuterungen können der Bemerkung 20 - Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden -entnommen werden.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 22. März 2018 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 23. März 2018 tagen wird, freigegeben. Weitere wesentliche Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der ElringKlinger AG, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der ElringKlinger AG sowie der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 56 (2016: TEUR 47). Offene Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (2016: TEUR 25).

Mietvertrag zwischen der Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemet-Kadafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH einschließlich Nebenkosten aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 298 (2016: TEUR 200). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Forderungen offen.

Vertrag zwischen der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und der Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 542 (2016: TEUR 496). Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine offenen Forderungen (2016: TEUR 41).

Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd., China (CEK) und der von Frau Liu, nahe Familienangehörige von Herrn Huang, Mitgesellschafter der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. Im Rahmen dieser hat CEK in 2017 Dienstleistungen im Wert von TEUR 99 (2016: TEUR 184) bezogen. Zum 31. Dezember 2017 bestehen TEUR 17 Verbindlichkeiten (2016: TEUR 15). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 62 (2016: TEUR 169) veräußert. Zum Abschlussstichtag 2017 bestehen keine (2016: TEUR 1) offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (2016: TEUR 17.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,08 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69 % p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis 15. August 2019, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,9 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2020.

Belieferungsvertrag zwischen der Lechler GmbH und der KOCHWERK Catering GmbH, eine 100 % Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG. Die KOCHWERK Catering GmbH beliefert die Lechler GmbH mit Kantinenessen. Die Erlöse der KOCHWERK Catering GmbH betrugen im Berichtsjahr TEUR 160 (2016: TEUR 169). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 1 (2016: TEUR 13).

Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen der ElringKlinger-Tochter hofer powertrain products GmbH, Nürtingen und verschiedenen Tochterunternehmen der hofer AG, Nürtingen. Die Geschäftsbeziehungen betreffen empfangene Lieferungen und Leistungen und sonstige Aufwendungen in Höhe von TEUR 580. Die offenen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 betragen TEUR 493.

Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

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Klaus Eberhardt Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf
Lindau, Vorsitzender Mandate:
(seit 16.5.2017) a) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Bietigheim-Bissingen Vorsitzender bis 31.12.2017
b) n.a
Walter Herwarth Lechler Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen
Stuttgart, Vorsitzender Mandate:
(bis 16.5.2017) a) n.a.
b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien
Markus Siegers* Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Nürtingen, Stellvertretender Vorsitzender
Ernst Blinzinger* Ehemaliger Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen
Reutlingen
(bis 16.5.2017
Nadine Boguslawski* Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleitung BadenWürttemberg
Stuttgart Mandate:
a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd
Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe
b) n.a.
Armin Diez* Bereichsleiter Neue Geschäftsfelder und Leiter des Geschäftsbereichs Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG
Lenningen Mandate:
a) n.a.
b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart
Pasquale Formisano* Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen
Vaihingen an der Enz
Rita Forst Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim
Dörsdorf Mandate:
a) n.a.
b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG, München
Metalsa, S.A. de C. V., Monterrey/Mexiko
Westport Fuel Systems, Vancouver/Kanada
Andreas Wilhelm Kraut Vorstand und CEO der Bizerba SE & Co. KG, Balingen
Rottenburg
(seit 16.5.2017)
Gerald Müller* Gewerkschaftssekretär der IG Metall ReutlingenTübingen
Reutlingen
(seit 3.8.2017)
Paula Monteiro-Munz* Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Grabenstetten
Prof. Hans-Ulrich Sachs Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Bremen
Gabriele Sons Ratingen Ehemaliges Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG, Essen
Manfred Strauß Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F.
Stuttgart Mandate:
a) n.a.
b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel

* Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 702 (2016: TEUR 741). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 1 (2016: TEUR 2) erstattet. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer betrug 2017 TEUR 667 (2016: TEUR 652).

Vorstand

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation, Vertrieb Erstausrüstung und den Geschäftsbereich Ersatzteile
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/ Leichtbau, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Neue Geschäftsfelder, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft, Logistik und die Werke der ElringKlinger AG
Thomas Jessulat, Stuttgart verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, Geschäftsfeldentwicklung sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der NORMA Group SE, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen
Thomas Jessulat, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen (seit 28.1.2017)

Bezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands betrugen:

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TEUR 2017 2016
kurzfristige fixe Vergütung 1.391 1.354
kurzfristige variable erfolgsabhängige Vergütung 2.474 2.675
langfristige variable erfolgsabhängige Vergütung -230 -249
langfristige variable aktienbasierte Vergütung -19 -165
Abfindungen 0 2.743
Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge 638 532
Gesamt 4.254 6.890

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 3.940 (2016: 4.565). Der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen belief sich auf TEUR 10.098 (2016: 8.893). Vergütungen aus Anlass der Beendigung der Tätigkeit eines Mitglieds des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 6dd HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (2016: 2.743). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres -beginnend 2013 -jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte betrug vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Aus der letzten, in 2013 gewährten, Tranche bestehen noch bis zum Ablauf der Rücknahmefrist am 1. Februar 2019 90.000 Partizipationsrechte, deren durchschnittlicher Zuteilungspreis 24,54 EUR beträgt.

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 16.916 (2016: TEUR 17.619) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder -einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen -betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 861 (2016: TEUR 3.601). Die Bezüge ehemaliger Organmitglieder des Vorjahres enthielten Abfindungen in Höhe von TEUR 2.743, von diesen Abfindungen wurden im Berichtsjahr TEUR 1.434 ausbezahlt.

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:

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TEUR 2017 2016
Abschlussprüfung 642 513
Sonstige Bestätigungsleistungen 33 4
Steuerberatungsleistungen 40 0
Sonstige Leistungen 0 22
Gesamt 715 539

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten Honorare für gesetzliche und freiwillige Jahresabschlussprüfungen sowie Honorare für die gesetzliche Konzernabschlussprüfung, darüber hinaus sind Honorare für Unterstützungsleistungen im Enforcementverfahren berücksichtigt.

Die Sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen neben vereinbarten Untersuchungshandlungen Honorare für prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nichtfinanziellen Berichterstattung.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 7. Februar 2017 abgegeben und am 4. Dezember 2017 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Dettingen/Erms, den 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ElringKlinger AG

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzerngewinn- und Verlustrechung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ElringKlinger AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den
deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Nach den IFRS Standards unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte keiner planmäßigen Abschreibung, allerdings besteht die Verpflichtung, die Werthaltigkeit jährlich zu überprüfen. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme der jeweiligen zu bewertenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen zugrunde, die auf den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der zukünftigen Zahlungsströme der jeweiligen Unternehmen durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und ist daher ermessensbehaftet.

Prüferisches Vorgehen:

Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten Nutzungswerte haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Ermittlung der Nutzungswerte befasst. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des Nutzungswerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Ferner haben wir untersucht, ob die zugrunde liegende Planung allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegelt. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen. Die im Rahmen der Berechnung der Nutzungswerte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die verwendeten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben:

Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Bilanzielle Abbildung der hofer-Transaktion

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Die Überprüfung des Erstkonsolidierungszeitpunktes und der damit verbundenen Kaufpreisallokation der hofer AG, Nürtingen, sowie der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, war wesentlich für unsere Konzernabschlussprüfung, da die Beurteilung des Sachverhalts hinsichtlich des Kontrollübergangs und des damit verbundenen Erstkonsolidierungszeitpunkts aufgrund diverser vertraglicher Nebenbedingungen sehr komplex ist und ein gewisses Ermessen beinhaltet.

In der von der Gesellschaft durchgeführten Kaufpreisallokation wurde der Kaufpreis auf die Vermögenswerte und Schulden verteilt. Aufgrund der im Rahmen der Kaufpreisallokation zugrunde liegenden Komplexität der Identifikation der aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten und der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume im Hinblick auf die verwendeten Parameter, wie z. B. die verwendeten gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze oder die zugrunde liegenden Nutzungsdauern, war die hofer-Transaktion im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamen Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen:

Basierend auf den Erläuterungen des Vorstands haben wir dessen Beurteilung im Hinblick auf den Tag des Kontrollübergangs der erworbenen Geschäftsanteile anhand der vertraglichen Grundlagen und Nebenbedingungen sowie der durchgeführten Kapitalmaßnahmen gewürdigt.

Insbesondere haben wir dabei die zeitliche Abfolge der zum Anteilserwerb erforderlichen Schritte, die rechtliche Wirksamkeit der Kapitalerhöhungen und die damit zusammenhängende Entstehung der neuen Anteile, sowie die Frage, ob bereits vor der rechtlichen Entstehung der Anteile potenzielle Stimmrechte entstanden sind, die zu einem zeitlich vorgelagerten Erstkonsolidierungszeitpunkt führen könnten, beurteilt.

Unter Einbeziehung von internen Bewertungsspezialisten haben wir die auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt aufgestellte Neubewertungsbilanz insbesondere im Hinblick auf die aktivierten Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden kritisch gewürdigt. Insbesondere haben wir die Identifikation und Bewertung der im Zusammenhang mit der Transaktion aktivierten immateriellen Vermögenswerte überprüft. Darüber hinaus haben wir die zugrunde liegenden Bewertungen sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Die verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die zugrunde gelegten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die Angaben im Konzernanhang auf Vollständigkeit sowie auf eine sachgerechte Darstellung hin überprüft.

Verweis auf zugehörige Angaben:

Zum inhaltlichen und zeitlichen Ablauf des Anteilserwerbs der hofer AG, Nürtingen, sowie der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, hat der Konzern unter anderem Angaben im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse" und "Vermögenslage" des zusammengefassten Lageberichts sowie im Abschnitt "Konsolidierungskreis" im Konzernanhang gemacht.

Veräußerung der Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Im Rahmen der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft bzw. im Rahmen der strategischen Zukunftsausrichtung befand sich der ElringKlinger Konzern im Veräußerungsprozess der Hug Gruppe. In diesem Zusammenhang wurden die dem Bereich Abgasnachbehandlung zugeordneten Vermögenswerte und Schulden des Hug Teilkonzerns mit Wirkung zum 1. Dezember 2017 als Veräußerungsgruppe (IFRS 5) eingestuft. Aus unserer Sicht war dieser Sachverhalt aufgrund der zugrundeliegenden komplexen vertraglichen Vereinbarungen und der damit verbundenen inhaltlichen Abgrenzung der Veräußerungsgruppe, der Abgrenzung der verschiedenen IFRS Anwendungsregelungen sowie der wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Sachverhaltes im Konzernabschluss von besonderer Bedeutung.

Prüferisches Vorgehen:

Zur Prüfung der sachgerechten bilanziellen Behandlung der als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe haben wir uns im Rahmen unserer Prüfung unter anderem mit den zugrundeliegenden vertraglichen Grundlagen sowie dem kartellrechtlichen Genehmigungsprozess auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang haben wir die Erfüllung der Voraussetzungen für die Einstufung als Veräußerungsgruppe (IFRS 5), die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden und die Ausweis- und Angabevorschriften im Konzernanhang anhand der einschlägigen IFRS Kriterien nachvollzogen. Insbesondere haben wir die aus der Konzern-Buchhaltung abgeleitete Festlegung der Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe seitens der Gesellschaft sowie die damit verbundenen anzuwendenden IFRS Bewertungsregelungen gewürdigt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der bilanziellen Abbildung der Veräußerung der Hug Gruppe ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben:

Zu den Angaben der Gesellschaft zu der Veräußerungsgruppe verweisen wir auf den Konzernanhang der Gesellschaft unter dem Abschnitt "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden".

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere die "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" gemäß § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB, den Abschnitt "Vorwort des Vorstandsvorsitzenden" des Geschäftsberichts und den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der ElringKlinger AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Göhner.

Stuttgart, 22. März 2018

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Vögele, Wirtschaftsprüferin

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Dettingen/Erms, den 23. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

• Ziffer 3.8 Abs. 3: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.

• Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Allerdings hat der Vorstand für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.

• Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröß• e für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.

Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.

• Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben. Ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium wurde bisher nicht erarbeitet. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.

Von der Erstellung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium wurde bisher abgesehen, sie ist aber beabsichtigt. Die nächste Aufsichtsratswahl der Arbeitnehmervertreter findet turnusgemäß im Jahr 2020 statt. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt soll das Kompetenzprofil erstellt sein.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: Da bisher kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gem. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 erstellt wurde, können etwaige Vorschläge des Aufsichtsrats auch nicht die Ausfüllung dieses Kompetenzprofils anstreben.

• Ziffer 5.4.3 Satz 3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

• Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

Dettingen/Erms, 04. Dezember 2017

Für den Aufsichtsrat:

Klaus Eberhardt

Vorstand:

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bericht des Aufsichtsrats 2017

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von einer hohen Nachfrage und damit hoher Auslastung. Gleichzeitig nahm die Dynamik des technologischen Wandels in der Automobilindustrie weiter zu. Daraus ergaben sich Chancen im Bereich der neuen Antriebstechnologien und des Leichtbaus, die ElringKlinger für sich zu nutzen wusste. Andererseits konnten die mit der hohen Nachfrage nach Produkten der ElringKlinger Gruppe verbundenen Herausforderungen nicht so schnell wie beabsichtigt gemeistert werden, so dass die sich daraus ergebenden Belastungen durch die positiven Entwicklungen in anderen Bereichen nicht vollständig kompensiert werden konnten. Doch ist erkennbar, dass die eingeleiteten Maßnahmen wirken. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist ElringKlinger für die Zukunft sehr gut aufgestellt, um mit innovativen Produkten weiter erfolgreich zu sein.

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und ihn bei bedeutsamen Fragen, wie der strategischen Ausrichtung des Konzerns, beraten. Der Aufsichtsrat war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Bei zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen holte der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse in angemessener Weise.

Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf anhand geeigneter Kennzahlen und verglich diese mit den Vorjahres- und Planzahlen des Konzerns der ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliancethemen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstigen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen bzw. deren Integration anlassbezogener Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum dargestellt und diskutiert. Zur Vorbereitung auf die Sitzungen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats immer rechtzeitig und ausführlich schriftlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte informiert.

Über die vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen insbesondere mit folgenden weiteren Themen:

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2017 wurden die Jahresabschlüsse 2016 für die ElringKlinger AG und den Konzern sowie der Bericht des Abschlussprüfers, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, durch den Vorstand erläutert. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der ElringKlinger AG fest, billigte den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht und stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Er beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung.
In der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2017, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Klaus Eberhardt und Markus Siegers zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Manfred Strauß wurde neu in den Prüfungsausschuss gewählt und übernahm dessen Vorsitz. Herr Lechler, der sein Aufsichtsratsmandat mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 niederlegte, wurde durch einstimmigen Beschluss zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG ernannt. Herrn Lechler sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich für seine stets wegweisende und herausragende, Jahrzehnte währende Arbeit für die ElringKlinger Gruppe, zuletzt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, gedankt.
In der Aufsichtsratssitzung am 22. September 2017 beriet und beschloss der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil des Vorstands. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass es wichtig sei, Frauen stärker zu fördern, damit Frauen zukünftig mehr Führungspositionen bei ElringKlinger übernehmen können.
Auf der Tagesordnung der Sitzung am 7. Dezember 2017 standen das Budget 2018 und die Mittelfristplanung. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über den Stand der bei der ElringKlinger Abschirmtechnik in der Schweiz eingeleiteten Maßnahmen. Weitere Schwerpunkte waren der Bericht über die Ergebnisse der 2017 durchgeführten internen Revisionen, die Vorstellung des Plans der internen Revisionen für das kommende Geschäftsjahr und schließlich die aktuelle Risikoeinschätzung mit den entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand.

An den ordentlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2017 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2016 mit ausführlicher Diskussion. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2017, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Compliancesystems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus, wie in den vergangenen Jahren, regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen unterrichtet.

Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2017 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Auch zum Ende des Jahres 2017 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex turnusgemäß die Effektivität seiner Arbeit, unter anderem die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Wesentliches ergab sich aus der Bewertung nicht.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2017. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. März 2018 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit.

Dettingen, 23. März 2018

Für den Aufsichtsrat

Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats