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ElringKlinger AG Annual Report 2017

May 22, 2018

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Annual Report

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ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

Zusammengefasster Lagebericht

der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns (GB 2017)

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Die Automobilindustrie steht vor großen und vielfältigen Herausforderungen. Schon früh hat sich ElringKlinger für diesen Wandel aufgestellt. So umfasst das Produktportfolio neben traditionellen Produkten für verbrennungsmotorbetriebene Fahrzeuge bereits heute serienreife Produkte für die Fahrzeuggenerationen von morgen.

Profil

ElringKlinger ist ein weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Erstausrüster innerhalb der Automobilindustrie. Der Konzern blickt auf eine 138-jährige Historie zurück. Ob optimierter Verbrennungsmotor, leistungsfähiger Hybridmotor, hochtechnologische Antriebsstränge oder umweltfreundliche Batterie- und Brennstoffzellentechnologie -ElringKlinger bietet für alle Antriebsarten innovative Lösungen. Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE ergänzen das Produktportfolio für Branchen außerhalb der Automobilindustrie.

Insgesamt engagieren sich innerhalb des ElringKlinger-Konzerns knapp 10.000 Mitarbeiter an 49 Standorten.

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Das Grundbedürfnis der Menschen nach Mobilität hat zur Folge, dass der Automobilmarkt ein wachsender Markt ist. Gleichzeitig lösten Megatrends wie technologischer Fortschritt, Klimawandel und Globalisierung einen Transformationsprozess aus, der mittlerweile die gesamte Fahrzeugindustrie erfasst. Automobilhersteller wie -zulieferer arbeiten an Lösungen, um durch autonomes Fahren, Konnektivität und einen effizienten Antrieb einen hohen Fahrkomfort bei gleichzeitig möglichst geringen Emissionsausstößen zu gewährleisten.

Beschleunigt wird die Transformation durch die weltweit strikten Emissionsgrenzwerte. Die EU-Kommission hat Ende 2017 einen Vorschlag für neue Grenzwerte für den CO2 -Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge in den Jahren 2025 und 2030 vorgelegt. Nachdem für das Jahr 2021 bereits ein durchschnittlicher CO2 -Flottengrenzwert von 95 g/km gilt, soll der CO2 -Ausstoß im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Damit bleibt Europa die Region mit den weltweit strengsten CO2 -Grenzwerten. Darüber hinaus haben eine Reihe von Ländern, wie zum Beispiel Frankreich oder Großbritannien, angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren in bestimmten Gebieten ab dem Jahr 2040 gänzlich zu verbieten. Die Diskussion resultiert im Wesentlichen aus der hohen Feinstaubbelastung in Großstädten, für die maßgeblich der Verkehr verantwortlich gemacht wird. Darüber hinaus hat China als größter Fahrzeugmarkt der Welt im vergangenen Jahr die Einführung einer Quote für Elektroautos ab 2019 beschlossen und öffentlich auch über ein Verbot von Verbrennungsmotoren nachgedacht.

Die Automobilhersteller arbeiten daher mit Hochdruck an alternativen Antriebsarten und haben ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektromodellen formuliert. Prognosen zufolge wird die Anzahl an klassischen Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen bis 2021 noch leicht ansteigen, danach werden Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge die höheren Wachstumsraten ausweisen.

Genau hieran knüpft das Produktportfolio von ElringKlinger an, denn moderne Leichtbaukonzepte, mittels Right- oder Downsizing optimierte Verbrennungsmotoren, sowie alternative Antriebstechnologien tragen zur Reduzierung von Emissionen, wie zum Beispiel Kohlenstoffdioxid, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln, bei. Durch die 2017 akquirierte hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, bietet ElringKlinger darüber hinaus elektrische Antriebseinheiten für exklusive Kleinserien an.

Die Transformation hin zur emissionsfreien Mobilität bildet ElringKlinger über seine drei Säulen der Elektromobilität ab: die Batterietechnologie, die Brennstoffzellentechnologie sowie die Herstellung von elektrischen Antriebssträngen sowie deren Komponenten. Damit ist ElringKlinger in der Lage, vollständige Antriebssysteme, inklusive Elektroantrieben, Getrieben und Energiespeichersystemen, sowohl für rein elektrisch betriebene als auch für brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge herzustellen.

Über seine Innovationskraft, sein umfassendes Material- und Prozess-Know-how, sein ausgeprägtes Wissen im Werkzeugbau sowie seine finanzielle Leistungsstärke sichert sich der Konzern langfristigen wirtschaftlichen Erfolg und schafft hohe Markteintrittsbarrieren.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

In erster Linie wirken sich auf ElringKlinger die Folgen der rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Durch die verschärften regulatorischen Vorschriften in den unterschiedlichen Ländern steigt der Bedarf an Produkten, die helfen, die Emissionen zu reduzieren. Aufgrund der vergleichsweise hohen Marktanteile gerade bei traditionellen ElringKlinger-Produkten, zum Beispiel im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen, ist der Konzern daher auch erfahrungsgemäß von der Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion abhängig. Darüber hinaus können weitere Faktoren, wie zum Beispiel Änderungen der Kraftstoffpreise, des Konsumentenverhaltens oder des Zinsniveaus, negative Folgen für die Nachfrage nach Automobilen haben.

Über die globale Aufstellung und breite Kundenstruktur federt der Konzern zyklische Schwankungen größtenteils ab. Der disruptive Transformationsprozess entfacht allerdings eine bislang unbekannte Dynamik für Systeme und Komponenten der neuen Antriebswelt, die bisherige Strukturen aufbricht und die mittel- bis langfristige Planbarkeit als Zulieferer herausfordernder gestaltet.

Konzernstruktur und -organisation

Die ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, übernimmt als Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen, wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zudem ist sie für die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten zuständig.

Die 2017 durchgeführten Akquisitionen und Gesellschaftsgründungen führten zu folgender Veränderung der Konzernstruktur:

Mit Wirkung zum 1. März 2017 erwarb die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland. Am 23. März 2017 erwarb ElringKlinger zudem 53,0 % der Anteile an der neu gegründeten hofer powertrain products UK Ltd., Warwick, Großbritannien.
Die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, wurde am 10. April 2017 gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile.

Zum 31. Dezember 2017 gehörten in Summe 45 vollkonsolidierte Gesellschaften zum ElringKlinger-Konzern.

Absatzmärkte und Unternehmensstandorte

In den vergangenen Jahren hat die ElringKlinger AG vor allem in strategisch wichtigen Regionen Produktions- und Vertriebsstandorte auf- und ausgebaut. Daraus bedient der Konzern allen voran die drei größten Wirtschaftsräume Europa, NAFTA sowie Asien-Pazifik mit innovativen Produkten. Zum 31. Dezember 2017 verfügte der Konzern über 38 Fertigungsstätten, zehn Vertriebs- und Dienstleistungsstandorte sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzteilvertrieb tätig ist. ElringKlinger nimmt innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils die sogenannte Tier-1-Position ein. Das bedeutet, dass ElringKlinger zu nahezu allen namhaften Fahrzeug- und Motorenherstellern eine direkte Kundenverbindung unterhält.

Segmente und Geschäftsbereiche

Das operative Geschäft gliedert der ElringKlinger-Konzern in fünf Segmente, die gleichzeitig auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS bilden.

Konzernumsatz nach Segmenten 2017 (Vorjahr) in %

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte und Baugruppen für die Automobilindustrie. Dazu gehören Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Leichtbaukomponenten sowie thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang. Für die Mobilität der Zukunft bietet ElringKlinger marktreife Batterie- und Brennstoffzellensysteme an. Über die Mehrheitsbeteiligung an der hofer powertrain products GmbH zählen nun auch elektrische Antriebssysteme zum Produktportfolio hinzu.

Im Segment Ersatzteile bietet ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen für Pkw und Nkw an. Die Ersatzteile kommen unter anderem bei der fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben, Abgassystemen und Nebenaggregaten zum Einsatz. Als Absatzmarkt nutzt ElringKlinger ein weltweites Netz an Großhändlern sowie große Einkaufskooperationen. Zu den umsatzstärksten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika.

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt, produziert und vertreibt kundenspezifische Produkte aus unterschiedlichen Hochleistungskunststoffen. Knapp 60 % der 2017 erzielten Umsätze verteilen sich im Wesentlichen auf die Maschinenbaubranche, die Medizin-, Chemie-und Energieindustrie. Gut 40 % der Umsatzerlöse entfallen auf die Fahrzeugbranche. Um die Internationalisierung des bislang auf Europa fokussierten Geschäfts voranzutreiben, werden entsprechende Strukturen sowohl in den USA als auch in China kontinuierlich aus- und aufgebaut.

Das Segment Dienstleistungen bietet vielfältige Entwicklungs- und Motortestdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden zählen sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Zum Segment gehören zudem die Teilbereiche Logistikdienstleistungen und Catering.

Das Segment Gewerbeparks enthält die Industrieparks in Idstein, Deutschland und Kecskemet, Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grund und Gebäuden.

Die Segmente sind darüber hinaus in elf Geschäftsbereiche unterteilt. Sieben davon entfallen auf das Segment Erstausrüstung. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 2017 (Vorjahr) in %

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Abschirmtechnik: 26 % (26 %)
Leichtbau/Elastomertechnik: 23 % (22 %)
Spezialdichtungen: 18 % (18 %)
Zylinderkopfdichtungen 12 % (13 %)
Ersatzteile: 9 % (9 %)
Kunststofftechnik: 7 % (7 %)
Abgasnachbehandlung: 3 % (3 %)
E-Mobility: 1 % (1 %)
Dienstleistungen: 1 % (1 %)
Gewerbeparks: <1 % (<1 %)
Sonstige1: <1 % (<1 %)

1 Werkzeugtechnologie und Neue Geschäftsfelder

Maßgeschneiderte metallische Zylinderkopfdichtungen gehören bei ElringKlinger zum traditionellen Geschäft. Die dazu notwendigen Stanz-, Präge- und Umformprozesse von Metallen hat der Konzern zusammen mit einem umfassenden Know-how in der Beschichtungstechnologie über viele Jahre hinweg perfektioniert. Daher ist der Konzern in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld seit vielen Jahren Marktführer. Zu den globalen Wettbewerbern zählen vor allem zwei US-amerikanische Großkonzerne.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen beinhaltet vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt sehr hoch ist.

Der Bereich Abschirmtechnik beinhaltet thermische, akustische und aerodynamische Abschirmsysteme. Sie regulieren das vielschichtige Temperatur- und Akustikmanagement in modernen Kraftfahrzeugen und unterstützen im Fahrzeugunterboden ein aerodynamisches Fahrverhalten. Das Produktdesign und die dazugehörige Materialkomposition sind jeweils abhängig von den Anforderungen des jeweiligen Anwendungsbereiches im Fahrzeug und wird von ElringKlinger kundenindividuell entwickelt und produziert. Damit stellt ElringKlinger die optimale Steuerung von Energieströmen, wie zum Beispiel von Wärme- oder Windströmen sicher. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette

Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt auch in diesem Geschäftsbereich zu den drei international führenden Anbietern.

Der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik entwickelt und produziert leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen für Anwendungen im Antriebsstrang und in der Karosserie. Durch die Substitution von Metall- durch Leichtbaukomponenten können in der Fahrzeugindustrie deutliche Gewichtseinsparungen realisiert werden. Im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld im Bereich von Hochleistungskunststoffen stärker fragmentiert.

Der Geschäftsbereich E-Mobility, der bereits 2010 gegründet wurde, umfasst als Kernprodukte die hochstromfähigen Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die in Serie produziert werden und sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen. Mit dem 2017 geschlossenen Rahmenkooperationsvertrag zur Gründung eines Joint Ventures mit der Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd., Chengdu, China, hat ElringKlinger nun einen schlagkräftigen Partner mit Zugang zur Batteriezelle. Gemeinsam sollen in Zukunft die Geschäftsaktivitäten in der Batterietechnologie weiter vorangetrieben werden. Seit 2017 enthält der Geschäftsbereich zudem erste Umsätze der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung entwickelt und produziert Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung von mobilen und stationären Verbrennungsmotoren sowie für diverse Off-Road-Applikationen. Dazu gehören unter anderem die Nutzfahrzeug-, Schifffahrt- sowie die Bahnindustrie. Zum Jahresende 2017 unterzeichnete ElringKlinger einen Vertrag zum Verkauf der Hug-Gruppe, Elsau, Schweiz (vgl. "Wesentliche Ereignisse"). Das Closing der Transaktion wurde am 1. März 2018 wirksam. Die strategische Entscheidung zum Verkauf der größten Gesellschaft innerhalb des Geschäftsbereichs begründet sich in der zunehmenden Globalisierung des Geschäftsfeldes, die bedeutende Investitionen erfordert hätte. ElringKlinger wird stattdessen seine Ressourcen vor allem für die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität einsetzen.

Im Geschäftsbereich Sonstige bündelt der Konzern die Aktivitäten der Neuen Geschäftsfelder, die derzeit alle Projekte in der Brennstoffzellentechnologie enthalten. Der Werkzeugbau, der eine maßgebliche Kernkompetenz von ElringKlinger darstellt, wird ebenfalls diesem Bereich zugeordnet. Über die hochpräzise Qualität der Werkzeuge stellt der Konzern die effiziente Serienproduktion der technologisch anspruchsvollen Produkte sicher.

Steuerungsgrößen

Für die Unternehmenssteuerung und die Beurteilung der Konzernentwicklung werden im ElringKlinger-Konzern in erster Linie Finanzkennzahlen herangezogen. Weitere Entscheidungsgrundlagen liefern darüber hinaus unternehmensspezifische Frühindikatoren sowie nichtfinanzielle Leistungsindikatoren.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns betreffen die Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie die Kapitalverzinsung im Konzern. Es handelt sich dabei um die Kennzahlen Umsatz sowie Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT), die jeweils für den Konzern, für die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht werden.

Des Weiteren gehört der Return on Capital Employed (ROCE) zu den wichtigsten Steuerungskennzahlen im Konzern. Er zeigt auf, wie hoch die Rendite auf das betrieblich gebundene Kapital ist. Für die Berechnung wird das EBIT ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital gesetzt. ElringKlinger legt dabei das über die betreffende Periode durchschnittlich eingesetzte Kapital zugrunde. Berücksichtigt werden dabei die Bilanzpositionen Eigenkapital, Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen für Pensionen sowie langfristige, zinstragende Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, den ROCE auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen zu steigern. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.

Ermittlung Konzernkennzahl ROCE

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in Mio. € 2017 2016
EBIT 137,3 135,6
Eigenkapital 889,7 886,4
Finanzverbindlichkeiten 700,7 578,2
Rückstellungen für Pensionen 126,0 136,6
Zinstragende langfristige Rückstellungen 10,2 10,4
1.726,6 1.611,6
Durchschnittlich eingesetztes Kapital 1.669,1
ROCE = EBIT : Durchschnittlich eingesetztes Kapital 8,2 %

Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger zur Steuerung der Unternehmensgruppe weitere weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen wie:

Operativer Free Cashflow
Eigenkapitalquote
Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und um Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte.

Die folgende Tabelle beinhaltet die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.

Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Prognose 20171 Ist 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011
Umsatz (in Mio. €) 2 - 4 Prozentpunkte über globalem Marktwachstum2 1.664,03 1.557,4 1.507,3 1.325,8 1.150,1 1.127,2 1.032,8
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) Marge von rund 9 - 10 % 141,8 Marge: 8,5 % 140,4 140,4 162,35 149,85 140,9 130,66
ROCE Leichte Verschlechterung ggü. Vorjahr 8,2 % 8,7 % 9,5 % 12,4 % 14,4 % 13,3 % 14,2 %6
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) Wahrscheinlich leicht unter Vorjahr -66,6 -3,8 -65,2 -12,4 -4,2 8,2 -10,5
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % 44,0 % 47,2 % 48,5 % 49,7 % 50,4 % 50,6 % 50,1 %

1 Gemäß letztem Quartalsfinanzbericht vom 7. November 2017; ursprüngliche Prognosen für 2017: ROCE: "leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr"; Operativer Free Cashflow: "leicht positiv"; übrige Zielgrößen unverändert

2 Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch)

3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.683,4 Mio. Euro (plus 8,1 %)

4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,5 (4,8) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Die Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015

5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro

6 Bereinigt um Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg (22,7 Mio. Euro)

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen liefern der Unternehmensleitung ebenfalls wichtige Erkenntnisse über die Konzernsituation und können für Entscheidungen herangezogen werden. Im Vergleich zu den oben genannten bedeutsamsten finanziellen Steuerungsgrößen nehmen sie eine untergeordnete Stellung ein. Dazu gehören Personal-, Qualitäts- und Umweltkennzahlen, wie zum Beispiel:

Entwicklung der Beschäftigtenanzahl und durchschnittliche Krankentage der Mitarbeiter
Qualitätskennzahlen und -bewertungen, wie zum Beispiel Betriebsunfälle sowie Ausschussquoten
CO2 -Emissionen und Energieverbräuche

Weiterführende Informationen hierzu enthält die Nichtfinanzielle Erklärung des ElringKlinger-Konzerns, die spätestens zum 30. April für das vorangegangene Geschäftsjahr auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Die Nichtfinanzielle Erklärung des Geschäftsjahres 2017 wird unter www.elringklinger.de/2017-nfe-de zugänglich gemacht. Zudem wird das Unternehmen in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht des Geschäftsjahres 2017, der im Berichtsjahr 2018 unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit erscheinen wird, Kennzahlen und Aktivitäten ausführlich beschreiben, unter anderem in den Bereichen Mitarbeiter, Soziales, Umwelt und Qualität.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate bieten die kontinuierlich ermittelten Messgrößen Auftragseingang und -bestand eine verlässliche Indikation. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzulieferunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

Die Automobilbranche befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Die Erhöhung der Sicherheit, der Effizienz und des Komforts im Straßenverkehr sind die Treiber für die Weiterentwicklung innovativer Fahrzeugtechnologien. ElringKlinger gestaltet dabei die Mobilität der Zukunft aktiv mit und stellt bereits seit vielen Jahren die Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung in den Mittelpunkt seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Fokus deshalb erneut auf den Bereichen Leichtbau und alternativen Antrieben. Gleichzeitig baut ElringKlinger seine Fähigkeiten rund um die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors weiter aus, um seine führende Marktposition zu behaupten.

ElringKlinger gut gerüstet für E-Mobility

Mit seinen vielfältigen Kompetenzen für Lösungen zur Effizienzsteigerung oder für die neuen Antriebstechnologien ist ElringKlinger schon heute ein gefragter Partner für die Fahrzeughersteller. Das Unternehmen hat die Transformation vom Zulieferer für den klassischen Verbrennungsmotor hin zu Komponenten und Systemen für Elektrofahrzeuge frühzeitig begonnen und vor knapp zehn Jahren die Sparte E-Mobility gegründet. Die Markteinführung von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien als erstes Produkt für Hybride und reine Elektroautos war 2011 ein wichtiger Meilenstein für ElringKlinger. Aufgrund der nachhaltigen und intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ergänzen heute Produkte der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie innovative Leichtbauteile wie Cockpitquerträger oder Türmodule das traditionelle Produktportfolio rund um Dichtungen und Abschirmteile. Der Umsatzanteil in diesen strategischen Zukunftsfeldern lag 2017 bei über 3 % und spiegelt damit im Wesentlichen das Verhältnis innerhalb des weltweiten Fahrzeugmarktes von neuen Antriebsarten zu traditionellen Antrieben wider.

Hohe Forschungs- und Entwicklungsquote

Es ist Teil der Unternehmensphilosophie von ElringKlinger, nah am Kunden zu sein, Trends frühzeitig aufzugreifen und Innovationen aktiv mitzugestalten. Mit rund 5 % des Umsatzes wendete der Konzern in den letzten Jahren einen im Branchenvergleich verhältnismäßig hohen Betrag für Forschung und Entwicklung auf. Diese zielgerichtet eingesetzten Mittel sind die Grundlage für die starke Wettbewerbsposition des ElringKlinger-Konzerns.

Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E, inkl. aktivierter Entwicklungskosten) auf 75,9 (74,8) Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 4,6 (4,8 %). Sie lag damit leicht unter der für 2017 anvisierten Bandbreite von 5 bis 6 %. Neben Investitionen in das traditionelle Geschäft mit Zylinderkopf- und Spezialdichtungen flossen die Aufwendungen insbesondere in die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik, Abschirmtechnik sowie in die Neuen Geschäftsfelder und die Batterietechnologie. Der Konzern folgt damit seiner strategischen Ausrichtung, wesentliche Mittel vor allem für die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder einzusetzen. Die Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen, die in den Umsatzkosten ausgewiesen werden, betrugen im Berichtszeitraum 7,9 (8,4) Mio. Euro.

Die starke Innovationskultur bei ElringKlinger wird von kreativen Köpfen gelebt. 2017 beschäftigte das Unternehmen 597 (570) Mitarbeiter im Bereich F&E. Um den Abfluss von Know-how und Technologietransfer zu verhindern, hat ElringKlinger die F&E-Organisation weitgehend zentralisiert. Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich vor allem auf die deutschen Standorte der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik sowie die US-Standorte im Großraum Detroit, Michigan. An den anderen Standorten werden eher kleinere Entwicklungsschritte und Anpassungsentwicklungen durchgeführt.

Neue Entwicklungen sichert ElringKlinger sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Eine zentrale Patentabteilung kümmert sich um den Schutz des technologischen Wissens sowie geistiger Eigentumsrechte und nimmt die Patentanmeldungen im In- und Ausland vor. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Anzahl der neu angemeldeten Schutzrechte mit 69 (68) leicht über dem Vorjahr.

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F&E-Kennzahlen 2017 2016 2015 2014 2013
F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) (in Mio. €) 75,9 74,8 71,2 66,5 65,7
F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) 4,6 % 4,8 % 4,7 % 5,0 % 5,7 %
Aktivierungsquote1 5,9 % 9,9 % 13,8 % 13,8 % 13,7 %

1 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten

Zylinderkopfdichtungen: Standardisierung auf höchstem Niveau

Über die höchste Anzahl an erteilten Patenten verfügt ElringKlinger im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen. Hier liegen die Wurzeln des Konzerns, hier hat sich der Konzern über Jahrzehnte mit innovativen Ideen eine führende globale Marktposition erarbeitet. Davon gilt es auch dann zu profitieren, wenn die Anzahl der jährlich produzierten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zurückgehen wird. Dieser Prozess wird Markteinschätzungen zufolge ab dem Jahr 2021 eintreten - jedoch nicht abrupt, sondern schrittweise, da sich die Transformation hinsichtlich der möglichen Anwendungen und hinsichtlich der global nicht gleichmäßig entwickelten Infrastruktur in den einzelnen Regionen auch unterschiedlich schnell durchsetzen wird.

Für ElringKlinger bedeutet dies, dass der Konzern aufgrund seiner hervorragenden Marktposition auch in Zukunft zahlreiche Aufträge über Zylinderkopfdichtungen gewinnen wird. Für diese werden auch künftig Mittel zur Forschung und Entwicklung bereitgestellt werden -wenngleich in geringerem Umfang als früher. Für eine weiterhin effiziente Standardisierung ist hier eine breitere Datenbasis erforderlich, zudem werden die FEM-Methoden bezogen auf instationäre Betriebszustände weiterentwickelt, das heißt es wird detailliert analysiert, wie sich die Dichtungskörper unter mechanischer und thermischer Last im Übergang vom kalten zum durchgewärmten Motor verformen.

Spezialdichtungen: Effizienzgewinne und Transformation

Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen wird sich der Wandel auf F&E-Aktivitäten ähnlich niederschlagen, soweit es sich um traditionelle Produkte handelt. Auch hier lassen sich Effizienzgewinne durch zunehmende Standardisierung realisieren. Darüber hinaus können in einzelnen Bereichen auch technologische Fortschritte, so zum Beispiel für Getriebesteuerplatten, realisiert werden. Nach erfolgreicher Entwicklungsarbeit und bestandenen Langzeittests konnte beispielsweise eine neue Sickengeneration, die Nano-Sicke, industriell eingeführt werden. Diese verspricht eine höhere Funktionalität.

Der wesentliche Fokus dieses Geschäftsbereichs liegt jedoch darauf, den Wandel durch neue Produkte für Hybrid- und vollelektrische Antriebe aktiv mitzugestalten. So wurden für einen vollelektrischen Premiumsportwagen bereits komplexe Umformteile entwickelt, die demnächst in die Serienproduktion gehen. Darüber hinaus hilft die eigene Werkstoffentwicklung für Metaloseal-Materialien, speziell für Hybrid- und vollelektrische Antriebsstränge neue Materialien zu entwickeln, die sich entweder durch erstklassige elektrische und/oder thermische Leitfähigkeiten bei konstant bleibender Mikroabdichtung und Medienbeständigkeit auszeichnen. Diese neuen Materialien finden in Entwicklungsprojekten im E-Maschinen- und Batteriekühlsystembereich Anwendung.

Abschirmtechnik: Erweiterung der Produktpalette durch Integration von Zusatzfunktionen

Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik hat sich ElringKlinger optimal positioniert, um Material und Technik weiterzuentwickeln und auf den Markt zu bringen. Der Kunde profitiert hier von der Integration weiterer Funktionen in die traditionellen Abschirmsysteme. So kann die Hauptfunktion "thermische Abschirmung" um eine akustische Wirksamkeit ergänzt werden und den Komfort der Fahrzeuginsassen erhöhen. Die Erarbeitung einer Methode zur Vorausberechnung des akustischen Verhaltens eines Abschirmsystems stellte im Berichtsjahr einen wesentlichen Entwicklungsschritt dar. Zudem wird im Zuge der Hybridisierung und Elektrifizierung die elektromagnetische Verträglichkeit immer bedeutsamer. Hierfür kann ElringKlinger Lösungen anbieten, sodass entsprechend sensible Komponenten nicht nur vor Hitze, sondern auch vor elektromagnetischen Feldern effektiv abgeschirmt werden.

Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt hat ElringKlinger 2017 zum ersten Mal auch einen Prototyp eines ElroTherm(tm) Active-Abschirmsystems präsentiert. Hierbei wird in das Abschirmsystem ein elektrisches Heizsystem integriert, das in der Abgasnachbehandlung oder in der Konditionierung von Batteriesystemen ein schnelleres Erreichen der optimalen Betriebstemperatur ermöglicht. Ideen wie diese zeigen, dass sich ElringKlinger auch in seinen traditionellen Geschäftsbereichen für den teil- oder vollelektrischen Antrieb zukunftsweisend aufgestellt hat.

Leichtbau: mit weniger Gewicht Emissionen sparen

Hand in Hand mit Emissionen geht das Fahrzeuggewicht. Während bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weniger Gewicht immer einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch und somit geringere Emissionen bedeutet, ermöglicht es bei Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite. Für Automobilhersteller zählt deshalb bei der Entwicklung neuer Komponenten jedes Gramm.

ElringKlinger hat bereits vor mehr als 15 Jahren den Trend zum Leichtbau aufgegriffen und angefangen, herkömmliche Metallkomponenten wie Ventilhauben oder Ölwannen aus Hochleistungskunststoff zu ersetzen. Das Portfolio wurde über die Jahre stetig mit neuen Leichtbaukomponenten ausgebaut und zählt heute annähernd 20 Produktfamilien.

Ein weiterer Meilenstein war zuletzt die Industrialisierung eines innovativen Polymer-MetallHybridbauteils gemeinsam mit einem deutschen Premiumhersteller. Hierbei wird Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU) mit Kunststoffspritzguss kombiniert. Je nach integrierten Applikationen kann mit diesem Verfahren das Gewicht um bis zu 40 % gesenkt werden. Derzeit kommt diese Technologie für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz. Nachdem der erste Großauftrag für diese Technologie erfolgreich in Serie läuft, startete 2017 die Serienproduktion für einen weiteren Kunden aus dem US-amerikanischen Markt. ElringKlinger arbeitet derzeit an mehreren Entwicklungsprojekten mit verschiedenen Herstellern, darunter auch neue Automobilhersteller, die bislang noch nicht zum Kundenstamm des Unternehmens gehören. Weitere Anwendungsbereiche für die IHU-Technologie im Fahrzeug werden geprüft. Auch außerhalb der Automobilbranche eröffnen sich vielversprechende Einsatzmöglichkeiten.

2017 startete die Serienproduktion von Türmodulen aus Organoblech. Organobleche sind gegenüber herkömmlichen Kunststoffen deutlich belastbarer und steifer. Neben Türmodulen sind zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten in Prüfung, wie zum Beispiel Sitzschalen, Batterieträger oder Kofferraummulden.

ElringKlinger wird auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf das Thema Leichtbau legen. In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Entwicklungsprojekte in diesem Bereich überproportional an. Dementsprechend nahm im Jahresverlauf 2017 auch der Anteil der F&E-Mitarbeiter zu, die sich mit Leichtbauprojekten beschäftigen.

Batterietechnologie: Elektrifizierende Lösungen von ElringKlinger

Noch ist der Anteil an Elektrofahrzeugen auf den Straßen gering, doch die zunehmend strengeren Emissionsvorschriften rund um den Globus werden nur mit alternativen Antrieben erreichbar sein. Zahlreiche Autohersteller haben sich ehrgeizige Ziele gesetzt, was die Entwicklung und Einführung neuer Elektrofahrzeuge anbelangt. Dies schlägt sich auch in vermehrten Anfragen bei ElringKlinger nieder.

Schon heute produziert ElringKlinger Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien in Serie, die in Elektro- oder Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen. Dazu zählen unter anderem Zellkontaktiersysteme und Modulverbinder. Auch hier bietet sich ein großes Potenzial für ElringKlinger, den bisherigen Kundenstamm mit neuen Anbietern und Herstellern auszubauen. So konnten 2017 weitere neue Kunden für Batteriekomponenten gewonnen werden.

Zum Produktportfolio von ElringKlinger gehören auch Zellgehäuse. Hier konzentriert sich der Konzern auf die Herstellung von prismatischen Hardcase-Gehäusen. Erste Prototypen werden nun gefertigt.

Ein Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten im Batteriebereich lag im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut auf dem Ausbau des Produktspektrums. Einen wesentlichen Schritt dazu stellte die Partnerschaft mit einem chinesischen Unternehmen dar. Der chinesische Partner wird Batteriezellen einbringen, während ElringKlinger alle weiteren Modulkomponenten liefert und für das Design sowie die Fertigung der kompletten Batteriemodule zuständig sein wird. Gemeinsam sollen die Geschäftsaktivitäten in der Batterietechnologie weiter vorangetrieben werden, um nachhaltig eine bessere Marktdurchdringung zu erreichen.

Auch durch die strategische Partnerschaft mit dem Engineering-Spezialisten hofer hat ElringKlinger sein Leistungsspektrum im Bereich E-Mobility entscheidend erweitert (E-Achse). Das Nürtinger Unternehmen verfügt über breites Know-how bei elektrischen Antrieben. Zum Portfolio gehören E-Maschinen, Leistungselektronik, Regelungssoftware, Getriebe, Thermomanagement/Kühlung sowie Sicherheitskonzepte. Gebündelt mit den ElringKlinger-Kompetenzen in der Batterietechnologie sowie bei Produktionsverfahren und -prozessen, können den Kunden nun maßgeschneiderte Gesamtlösungen oder Einzelkomponenten angeboten werden.

Brennstoffzellen: Energiewandler mit Zukunft

ElringKlinger arbeitet schon seit Ende der 90er Jahre an der Brennstoffzellentechnologie. Für die automobile Zukunft sieht ElringKlinger in beiden Konzepten - Batterie und Brennstoffzelle -mit ihren jeweiligen Eigenschaften Vorteile. Zudem können sie als Duo ihre Stärken ausspielen.

Die F&E-Aktivitäten konzentrieren sich sowohl auf die Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEMFC als auch auf die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC. SOFC-Systeme werden in niedrigen Leistungsklassen (< 1 kW) betrieben und haben mit rund 33 % einen vergleichsweise hohen Wirkungsgrad. Sie sind für Einsätze ideal, wo keine konventionelle Stromversorgung vorhanden ist, wie zum Beispiel auf Booten oder in Wohnmobilen, aber auch bei der Errichtung von Windkraftanlagen oder Mobilfunksystemen. Darüber hinaus bieten sie insbesondere dann Vorteile, wenn Erdgas zur Verfügung steht. Aber auch die PEM-Brennstoffzelle findet verstärkt Anwendungsmöglichkeiten im stationären Bereich.

Der Trend zur Brennstoffzelle im automobilen Bereich hat 2017 nochmals deutlich mehr Schwung aufgenommen. Asien ist hierbei ein starker Treiber aufgrund von hohen staatlichen Förderungen. Der Brennstoffzellenantrieb punktet vor allem mit hohen Reichweiten und kurzen Auftankzeiten. Auch als Range Extender für batterieelektrische Autos können PEM-Systeme zum Einsatz kommen.

Das ElringKlinger-Portfolio im Bereich PEMFC umfasst metallische Bipolarplatten, KunststoffMedienmodule und komplette Brennstoffzellenstacks. 2017 arbeiteten die F&E-Mitarbeiter an der zweiten Generation des Brennstoffzellenstacks. Die bisherige Leistung (80 kW) wurde bei der Neuentwicklung auf 100 bis 150 kW erhöht, die Erprobung des Stacks startet nun.

Der Konzern präsentierte im vergangenen Jahr auch einen PEMFC-Stack (NM5), der speziell auf einen niedrigen Druckabfall der Reaktionsgase sowie eine lange Lebensdauer optimiert ist. Er ist daher vor allem für den Einsatz in Nutzfahrzeugen geeignet.

Ein besonderes Augenmerk legt ElringKlinger derzeit auf die Entwicklung von Systemkompetenz rund um die Brennstoffzelle. Ähnlich wie bei der Batterie ist es das Ziel des Unternehmens, dem Kunden komplette Lösungen anbieten zu können.

Kunststofftechnik: vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Im Segment Kunststofftechnik bieten PTFE und PTFE-Verbundstoffe als Basiswerkstoffe die wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass Kunden aus zahlreichen Branchen angesprochen werden. Denn PTFE erfüllt hohe Anforderungen an Materialeigenschaften und Präzision. Die Produkte des Segments halten hohen Temperaturen, Drücken, Reibung, aggressiven Medien, Chemikalien und vielen anderen Belastungen stand. Zudem weisen sie äußerst niedrige Toleranzen im Fertigungsprozess auf. 2017 hat das Segment beispielsweise innovative Applikationen für kryogene Anwendungen entwickelt, zudem konnten Module zur Steuerung von Flüssigkeitskreisläufen entscheidend vorangebracht werden.

Auch im Jahr 2018 wird das Segment Kunststofftechnik mit seinen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten die wesentlichen Trends der einzelnen Branchen abdecken. Im Bereich der Medizintechnik profitiert das Unternehmen beispielsweise von der Miniaturisierung. Im Maschinenbau treibt der Trend zur Robotik und Sensorik das Geschäft des Segments. Und nicht zuletzt schlägt sich auch hier der Trend zur Elektromobilität nieder: So wurden dynamische Dichtungen speziell für E-Mobility-Anwendungen für mittlere Drehzahlbereiche und Umfangsgeschwindigkeiten entwickelt. Erste neue Projekte mit dynamischer Dichtungsfunktion konnten bereits in Serie umgesetzt werden.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Die Weltwirtschaft gewann 2017 weiter an Schwung. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) expandierte die globale Wirtschaftsleistung um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Dazu haben sowohl die Erholung der Eurozone als auch die anhaltend robuste Konjunktur in den größten Volkswirtschaften USA und China beigetragen. Die Wachstumsdynamik des globalen Pkw-Marktes ließ 2017 etwas nach, blieb aber grundsätzlich intakt. Nach Schätzungen des deutschen Automobilverbands VDA wuchsen die Neuwagenverkäufe weltweit um 2 % auf rund 85 Mio. Fahrzeuge.

Konjunktureller Aufschwung breit aufgestellt

Der konjunkturelle Aufschwung in Europa nahm 2017 an Fahrt auf. Aufgrund der weiterhin expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank stiegen die Kreditvergaben der Banken bei einem niedrigen Zinsniveau, als Folge dessen erhöhten sich Binnennachfrage und Beschäftigungslage. Unsicherheiten, die aus dem 2016 beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union oder aus dem im dritten Quartal aufgekeimten Katalonien-Konflikt resultierten, schienen den Konjunkturverlauf nicht spürbar zu beeinträchtigen. Die kräftig wachsende deutsche Wirtschaft wurde hauptsächlich vom privaten Konsum und zunehmend von Bauinvestitionen gestützt, aber auch die Exporte legten trotz des ab Mai gestiegenen Außenwerts des Euros zu.

Die Wirtschaftsmacht USA setzte ihren seit gut acht Jahren bestehenden Wachstumskurs fort. Insgesamt profitierte die Konjunktur von hohen Konsumausgaben, der nahezu erreichten Vollbeschäftigung und ansteigenden Unternehmensinvestitionen.

Die großen asiatischen Volkswirtschaften blieben ebenfalls auf Wachstumskurs. In Japan beschleunigte sich die Expansion leicht. Die chinesische Wirtschaft bewegte sich - auch dank staatlicher Maßnahmen - auf ihrem hohen Vorjahresniveau. Das krisengeschüttelte Brasilien konnte seine Rezessionsphase beenden.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr (in %)

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20161 2017
Welt 3,2 3,7
Industriestaaten 1,7 2,3
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,4 4,7
Deutschland 1,9 2,5
Eurozone 1,8 2,4
USA 1,5 2,3
Brasilien -3,5 1,1
China 6,7 6,8
Indien 7,1 6,7
Japan 0,9 1,8

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2018)

1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 22. Januar 2018

Welt-Pkw-Markt expandiert weiter

Die Wachstumsdynamik der globalen Pkw-Märkte insgesamt ließ 2017 gegenüber dem Vorjahr leicht nach, der Aufwärtstrend blieb aber grundsätzlich intakt. Weltweit wurden nach Angaben des deutschen Branchenverbands VDA rund 85 Mio. Neufahrzeuge und damit so viele wie nie zuvor verkauft. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 2 % gegenüber 2016. Die Weltfahrzeugproduktion expandierte ebenfalls um rund 2 %.

Der europäische Pkw-Markt (EU und EFTA) stieg auf ein Marktvolumen von 15,6 Mio. neu zugelassener Fahrzeuge an und erreichte fast wieder das Vorkrisenniveau von 2007 (16,0 Mio. Fahrzeuge). Unter den fünf größten Einzelmärkten lag nur Großbritannien im Minus (-5,7 %), während Italien und Spanien mit 7,9 % bzw. 7,7 % die höchsten Zuwächse verzeichneten. In Deutschland wuchsen die Neuzulassungen um 2,7 % auf 3,4 Mio. Pkw und damit auf das höchste Niveau des Jahrzehnts. Neben der guten Beschäftigungslage beeinflussten auch die aktuelle Umstiegsprämie für ältere Dieselfahrzeuge sowie Verunsicherungen aus Fahrverbotsdebatten die Kaufentscheidungen. Während die Pkw-Exporte aus Deutschland um 1 % und die Inlandsproduktion um 2 % zurückgingen, erhöhten die deutschen Hersteller ihre Auslandsproduktion 2017 um 7 % auf 10,8 Mio. Einheiten. Dies untermauert den Trend der Automobilhersteller, zunehmend global bzw. auf den jeweiligen Märkten lokal zu produzieren.

Der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge kühlte sich erwartungsgemäß leicht ab. Mit 17,1 Mio. Neuwagen bewegte sich der Absatz aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Geländewagen für den Stadtverkehr (SUV) und Pickup-Trucks blieben bei den Käufern sehr beliebt.

Im weltgrößten Automarkt China wuchsen die Neuzulassungen auf 24,2 Mio. Pkw. Besonders gefragt war auch hier das SUV-Segment. Mit Japan und Indien legten außerdem die zweit- und drittplatzierten asiatischen Volumenmärkte zu. Erfreulich entwickelten sich die Automärkte in Brasilien und Russland. Nachdem sich diese im Vorjahr noch mit zweistelligen Prozentsätzen abschwächten, ging es dort im Jahresverlauf 2017 wieder zunehmend aufwärts.

Pkw-Neuzulassungen 2017 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (Januar 2018)

Elektromobilität - Nachfrage springt auf niedrigem Niveau an

Elektrofahrzeuge rückten 2017 deutlich stärker in den Fokus der Verbraucher. Entsprechend stieg die Nachfrage auf sehr niedrigem Niveau teilweise sprunghaft an. In Deutschland haben sich die Elektroneuzulassungen auf rund 48.300 Einheiten mehr als verdoppelt. Dennoch sind die Marktanteile von rein batterieelektrischen und Plug-in-Hybrid-Pkw noch sehr gering. Einer Marktstudie zufolge lag der Anteil der Elektro-Pkw am Weltfahrzeugmarkt 2017 bei 1,3 %.

Nutzfahrzeugmärkte heterogen unterwegs

Nach zwei starken Vorjahren verlangsamte sich der europäische Nutzfahrzeugmarkt auf ein noch leichtes Wachstum von 1 %. Insgesamt wurden rund 380.000 mittelschwere und schwere Lkw (> 3,5 t) abgesetzt. Die einzelnen Länder schnitten dabei sehr unterschiedlich ab. Während Frankreich (6,5 %), Italien (4,5 %) und Polen (3,9 %) jeweils deutlich im Plus lagen und sich Deutschland mit rund 92.000 neu zugelassenen Lkw knapp unterhalb des Vorjahresniveaus bewegte, gingen die Neuzulassungen in Großbritannien um 7,1 % zurück.

Der Truckmarkt in den USA nahm 2017 nach dem Einbruch im Vorjahr wieder Fahrt auf. Besonders im zweiten Halbjahr zeigte sich eine erhöhte Investitionsbereitschaft der Transportunternehmen, sodass im Gesamtjahr ein leichter Zuwachs bei den mittelschweren und schweren Trucks (Class 4 bis 8) bilanziert wurde. Das Segment der schweren Lkw (Class 8) für sich genommen erreichte mit 192,4 (192,8) Tausend Fahrzeugen fast wieder das Vorjahresniveau.

Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2017 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2018)

Wesentliche Ereignisse

Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2017 zählten die erstmalige Platzierung eines Schuldscheindarlehens in der Unternehmensgeschichte, die Wahl von Klaus Eberhardt an die Spitze des Aufsichtsrats sowie die vorzeitige Vertragsverlängerung der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Theo Becker. Darüber hinaus erfolgten im Jahr 2017 die Unterzeichnung eines Joint Venture-Rahmenvertrags im Bereich der Batterietechnologie sowie die Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Außerdem fielen die Gründung der Tochtergesellschaft ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, der Anteilserwerb am Nürtinger Engineering-Unternehmen hofer und die Zusammenführung von zwei US-amerikanischen Tochtergesellschaften in das Berichtsjahr 2017.

Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde die Vertriebsgesellschaft ElringKlinger North America, Inc. mit Sitz in Plymouth, USA, auf die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit Sitz in Southfield, USA, verschmolzen. Die Zusammenführung der beiden Gesellschaften an einen Standort erfolgte, um den Verwaltungsaufwand zu verringern und die Zusammenarbeit effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

Strategische Beteiligung an hofer

Mit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0 % der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Mit Wirkung zum 23. März 2017 hat die ElringKlinger AG 53,0 % der Anteile an der neu gegründeten hofer powertrain products UK Ltd. mit Sitz in Warwick, Großbritannien, erworben.

Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.

Frühzeitige Verlängerung der Vorstandsverträge

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 24. März 2017 beschlossen, die Anfang 2018 auslaufenden Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Theo Becker um fünf Jahre bis zum 31. Januar 2023 zu verlängern. Damit sicherte das Gremium dem Unternehmen frühzeitig Kontinuität in seiner Leitung. Herr Dr. Wolf gehört dem Vorstand seit Februar 2005 an und ist seit März 2006 dessen Vorsitzender. Herr Becker wurde im Januar 2006 zum Vorstand für Produktion berufen.

Gründung einer neuen Tochtergesellschaft

Mit Wirkung zum 10. April 2017 wurde die ElringKlinger Chongqing Ltd. mit Sitz in Chongqing, China, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft.

Klaus Eberhardt neuer Aufsichtsratsvorsitzender

Wie in der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2017 angekündigt, legte Prof. Walter H. Lechler sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender der ElringKlinger AG mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2017 aus Altersgründen nieder und schied aus dem Aufsichtsrat aus. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählten die Mitglieder des Aufsichtsrats Klaus Eberhardt, der bereits seit Mai 2013 dem Kontrollgremium der ElringKlinger AG angehört, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Prof. Walter H. Lechler wurde zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats ernannt. Auf den vakanten Aufsichtsratssitz bestellte die Hauptversammlung Andreas Wilhelm Kraut, Vorsitzender der Geschäftsführung des Waagenherstellers Bizerba SE & Co. KG mit Sitz in Balingen, Deutschland.

Auch auf Seiten der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat gab es einen personellen Wechsel: Als Nachfolger von Ernst Blinzinger, der nach Ablauf der Hauptversammlung im Mai 2017 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, wurde Gerald Müller von der IG Metall Reutlingen-Tübingen per Beschluss vom 3. August 2017 in den Aufsichtsrat der ElringKlinger AG berufen.

Schuldscheindarlehen erfolgreich platziert

Im Juli 2017 platzierte ElringKlinger erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein Schuldscheindarlehen. Das Gesamtvolumen in Höhe von 200 Mio. Euro verteilt sich auf Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung beläuft sich auf 1,23 %. Die aufgenommenen Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung, insbesondere zur Refinanzierung von bestehenden Konzernverbindlichkeiten.

Joint Venture-Rahmenvertrag abgeschlossen

ElringKlinger verständigte sich im November 2017 mit dem chinesischen Unternehmen Sichuan Chengfei Integration Technology Co., Ltd. (CITC) auf eine Zusammenarbeit im Bereich der Batterietechnologie. Ein Rahmenvertrag über die Joint Venture-Modalitäten wurde im November 2017 von den Partnerunternehmen unterzeichnet. Der Rahmenvertrag sieht die Gründung einer Joint Venture-Gesellschaft zur Entwicklung, Fertigung und Distribution von Lithium-Ionen-Batteriemodulen für den globalen Automobilmarkt vor. Das Joint Venture zielt auf international ausgerichtete Elektromobilitätsprojekte in Asien, Europa und den USA ab.

In das Joint Venture bringen die Vertragspartner unterschiedliche Leistungen ein: Während CITC über sein Tochterunternehmen China Aviation Lithium Battery Co., Ltd. (CALB) für die Batteriezelle verantwortlich zeichnet, steuert ElringKlinger alle weiteren Modulkomponenten bei und ist für das Design sowie die Fertigung der Batteriemodule zuständig. Neben dem gegenseitigen Ressourcenzugang profitieren die Partnerunternehmen beidseitig vom Know-how und der langjährigen Erfahrung in unterschiedlichen Teilgebieten der Batterietechnik.

Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe erzielt

Im Dezember 2017 erzielte ElringKlinger mit einem französischen Automobilzulieferer eine Einigung über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 21. Dezember 2017. Die von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem Closing der Transaktion vollständig in den Besitz des Vertragspartners übergegangen. Über die Höhe des Verkaufspreises wurde beidseitig Stillschweigen vereinbart. Das Closing der Transaktion erfolgte mit Wirksamkeit zum 1. März 2018.

Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung des Abgasnachbehandlungsgeschäftsfeldes, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger erfordert hätte, um in diesem Markt nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern steigerte den Konzernumsatz 2017 verglichen mit dem Wachstum des globalen Fahrzeugmarktes überproportional und konnte insgesamt um 6,8 % auf 1.664,0 (1.557,4) Mio. Euro zulegen. Die operativen Verbesserungen am Schweizer Produktionsstandort Sevelen erreichten im Berichtsjahr den geplanten Fortschritt. Rohstoffpreissteigerungen sowie hohe Kundenabrufe in der Region NAFTA senkten jedoch gleichzeitig das operative Ergebnis.

Umsatzziel 2017 erreicht

Der ElringKlinger-Konzern wuchs im Geschäftsjahr 2017 im Umsatz um 106,6 Mio. Euro auf 1.664,0 (1.557,4) Mio. Euro. Das entspricht einem Umsatzanstieg von 6,8 %. Organisch, das heißt ohne Währungs- und Akquisitionseffekte, stiegen die Umsatzerlöse sogar um 8,1 %. Wechselkursveränderungen reduzierten den Konzernumsatz im Berichtsjahr. So wäre zu konstanten Währungskursrelationen der Konzernumsatz um 28,7 Mio. Euro höher ausgefallen. Hauptsächlich die Entwicklung des chinesischen Yuan, der türkischen Lira, des US-Dollars sowie des Schweizer Franken führten zu einem Rückgang. Aus der erstmaligen Einbeziehung der 2017 akquirierten hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, geht ein Umsatz von 5,6 Mio. Euro hervor.

Nach einem starken Jahresauftakt und einem soliden Wachstum im dritten Quartal war im Jahresverlauf vor allem das Schlussquartal (+3,0 % Umsatzwachstum) von hohen Währungseffekten betroffen. Organisch konnte das vierte Quartal jedoch um gute 6,7 % zulegen. Somit erreichte ElringKlinger seine im Geschäftsbericht 2016 kommunizierte Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2017, die einen organischen Umsatzanstieg um zwei bis vier Prozentpunkte über der globalen Fahrzeugproduktion (rund 2 %) vorsah.

Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte der Konzern eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 bis 10 % erwartet. Ausschlaggebend für eine erwartete Ergebnisverbesserung waren neben dem prognostizierten Umsatzanstieg auch die operativen Verbesserungen in einer von Kapazitätsengpässen betroffenen Schweizer Tochtergesellschaft, die planmäßig umgesetzt wurden. Mit einer EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation in Höhe von 8,5 % (9,0 %) erreichte ElringKlinger jedoch nur das unter Ende der Ergebnisspanne. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen Rohstoffpreissteigerungen sowie anhaltend hohe Kundenabrufe in der Region NAFTA.

Konzernumsatz nach Regionen (Vorjahr) in %

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Deutschland 25,6 (26,5)
Übriges Europa 31,3 (31,4)
Asien-Pazifik 19,1 (19,2)
NAFTA 19,4 (18,7)
Südamerika und Übrige 4,6 (4,2)

Konzernumsatz legt in allen Regionen zu

Im Geschäftsjahr 2017 konnte ElringKlinger im Umsatz in allen Regionen weiter zulegen, unterstützt von den weltweit expandierenden Fahrzeugmärkten. Hervorzuheben sind die Regionen Übriges Europa und NAFTA. Beide Regionen übertrafen das starke Vorjahresniveau um jeweils gut 30 Mio. Euro. Im Schlussquartal ließ die Wachstumsdynamik des Konzerns in einzelnen Regionen nach. Insbesondere Asien-Pazifik sowie Südamerika und Übrige kamen nicht an das starke Vorjahresniveau heran.

In der Region Übriges Europa profitierte ElringKlinger von zahlreichen Produktneuanläufen. Sie garantierten ein stabiles Umsatzwachstum über alle Quartale 2017 hinweg. Gleichzeitig spiegelte sich auch das gute Wachstum der europäischen Pkw-Zulassungen in der Entwicklung der Region Übriges Europa wider. So stiegen die Umsatzerlöse um 32,4 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 521,5 (489,1) Mio. Euro. Damit erwirtschaftete ElringKlinger einen Umsatzanteil von 31,3 % (31,4 %) auf seinem wichtigsten Absatzmarkt.

Auch der deutsche Pkw-Markt wuchs 2017 trotz Unsicherheiten, die sich aus der Dieselthematik ergaben, um knapp 3 %. Stärker als der Markt entwickelte sich ElringKlinger. Auf seinem Heimatmarkt verzeichnete der Konzern eine Umsatzsteigerung von 3,4 % auf 426,2 (412,3) Mio. Euro. Erstmalig enthalten ist darin die seit 2017 vollkonsolidierte hofer powertrain products GmbH. Grundsätzlich ist im Inland zu beachten, dass ein Teil der an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz kommt, die für Auslandsmärkte bestimmt sind. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz reduzierte sich auf 25,6 % (26,5 %).

Nachdem die Umsatzerlöse in der Region NAFTA im Vorjahr etwas schwächer waren, legten sie im Berichtsjahr wieder deutlich zu, obwohl sich der US-amerikanische Fahrzeugmarkt 2017 eher abkühlte. Mit Umsatzerlösen in Höhe von 323,3 (292,0) Mio. Euro schloss die Region NAFTA das Geschäftsjahr 2017 mit einem Wachstum von 10,7 % bzw. 31,3 Mio. Euro ab. Währungsbereinigt nahm die Region um 13,6 % zu. 19,4 % (18,7 %) der Umsatzerlöse des Konzerns entfallen auf die NAFTA-Region. Damit generierte ElringKlinger sogar mehr Umsatz in der nordamerikanischen Region als auf den asiatischen Märkten.

In der Region Asien-Pazifik verzeichnete ElringKlinger ein deutliches Umsatzplus von 6,1 % bzw. 18,3 Mio. Euro und erreichte 317,3 (299,0) Mio. Euro. Im Jahresverlauf nahm die Dynamik, die sich im ersten Halbjahr zeigte, deutlich ab. Gerade das Schlussquartal kam nicht an das starke Vorjahresniveau heran. Dieses war jedoch von einem spürbaren Vorzieheffekt in China betroffen, da eine Steueranhebung bevorstand. Der Anteil am Konzernumsatz beträgt in der Region Asien-Pazifik 19,1 % (19,2 %).

In der Region Südamerika und Übrige zeigten sich die positiven Marktentwicklungen auch in den Umsätzen der lokalen ElringKlinger-Gesellschaften. In Summe nahmen die Erlöse im Geschäftsjahr 2017 um 16,4 % auf 75,8 (65,1) Mio. Euro zu. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 4,6 % (4,2 %).

Insgesamt gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten 2017 weiter an Bedeutung. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 74,4 % (73,5 %).

Konzernumsatz nach Segmenten (Vorjahr) in Mio. €

Erstausrüstung 1.382,4 (1.294,3)

Zylinderkopfdichtungen
Spezialdichtungen
Leichtbau/Elastomertechnik
Abschirmtechnik
Abgasnachbehandlung

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Ersatzteile 156,7 (147,3)
Kunststofftechnik 111,1 (101,7)
Dienstleistungen 9,5 (9,7)
Gewerbeparks 4,3 (4,5)

Segment Erstausrüstung weitet Umsatz in allen Geschäftsbereichen aus

Das Segment Erstausrüstung bildet unverändert das mit Abstand umsatzstärkste Segment im Konzern ab. Mit einem Anstieg der Umsatzerlöse um 6,8 % auf 1.382,4 (1.294,3) Mio. Euro profitierte ElringKlinger vor allem von der wachsenden Nachfrage der Kunden nach Leichtbauprodukten aus Hochleistungskunststoff. Dies zeigt sich im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, der den Vorjahreswert um 12,3 % übertraf. Über Konzerndurchschnitt konnte auch der Geschäftsbereich Spezialdichtungen wachsen, da der Trend zum Downsizing aktueller Motorengenerationen eine tendenziell höhere Anzahl an Spezialdichtungen, die in Fahrzeuge eingebaut werden, erfordert. Der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen übertraf knapp das Vorjahresniveau.

Abschirmtechnik mit ersten Verbesserungen

Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik konnte ElringKlinger das hohe Umsatzniveau 2017 weiter steigern. Die 2015 angefallenen Kapazitätsengpässe führten auch im Berichtsjahr 2017 dazu, dass der betroffene Produktionsstandort in der Schweiz auf einem sehr hohen Fixkostenniveau operierte. Entsprechend dem Fortschritt der Verlagerung von Maschinen aus der Schweiz an andere Konzernstandorte konnten unterjährig bereits erste Prozesse optimiert werden. Einen wichtigen Meilenstein erreichte der Konzern mit der Aufnahme des Schweizer Produktionsstandorts in das nahezu konzernweit eingesetzte ERP-System. Hierzu wurden im Geschäftsjahr sämtliche Geschäftsprozesse im betroffenen Werk neu strukturiert und im neuen ERP-System abgebildet. Maßgeblich betraf dies Produktionsplanungs-, Fertigungssteuerungs- und Logistikprozesse. Die Systemangleichung verursachte temporäre Prozessverzögerungen, die sich auf das Ergebnis auswirkten. Mit dem System kann ElringKlinger im Schweizer Werk Prozesse besser analysieren, planen und überwachen. Trotz dieser Aufwendungen generierte der Konzern 2017 aus den Effizienzsteigerungsmaßnahmen eine Nettoergebnisverbesserung am Schweizer Produktionsstandort in Höhe von rund 6 Mio. Euro.

E-Mobility bleibt auf Wachstumskurs

Mit seinem umfassenden Produktportfolio, das neben Batteriekomponenten, wie zum Beispiel Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichselemente, bereits komplette Batteriemodule und Gesamtspeicher umfasst, erhöhte ElringKlinger den Umsatz im Bereich E-Mobility im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Mio. Euro auf 18,0 (12,4) Mio. Euro. Der Anstieg begründet sich in den Umsätzen der hofer powertrain products GmbH, die seit Februar 2017 vollkonsolidiert wird. Im Berichtsjahr durchgeführte Effizienzsteigerungsmaßnahmen führten dazu, dass der Verlust auf minus 2,2 (-4,1) Mio. Euro nahezu halbiert wurde.

Projektgetriebenes Geschäft im Bereich Abgasnachbehandlung

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung produziert Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe. Anders als im traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft schwankt im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung die Umsatz- und Ertragssituation stärker, da der Geschäftsbereich fast ausschließlich im Projektgeschäft tätig ist. Dank einem starken vierten Quartal schloss der Geschäftsbereich das Geschäftsjahr zwar mit einem soliden Umsatzwachstum ab, das Ergebnis blieb hingegen hinter dem Vorjahresniveau zurück.

Zusammenfassend reduzierte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Segment Erstausrüstung um 2,9 % auf 86,3 (88,9) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Erstausrüstung in Mio. €

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2016: 1.294,3
2017: 1.382,4

Ersatzteilgeschäft bleibt margenstark

Das Segment Ersatzteile enthält größtenteils das Ersatzteilsortiment, das aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen besteht. ElringKlinger steigerte den Segmentumsatz im Berichtsjahr 2017 um 9,4 Mio. Euro bzw. 6,4 % auf 156,7 (147,3) Mio. Euro. Unverändert zum Vorjahr zählten zu den umsatzstärksten Regionen neben Deutschland auch Ost- und Westeuropa sowie der Nahe Osten.

In Osteuropa sowie in Afrika profitierte der Konzern erneut von einem alternden Fahrzeugbestand mit steigendem Ersatzteilbedarf. Auch Westeuropa verzeichnete hohe Wachstumsraten. Dabei resultiert die Umsatzausweitung im Wesentlichen aus einer flächendeckenden intensiven Marktpräsenz. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten führten hingegen zu einem Umsatzrückgang.

Einen Anstieg von 24,0 % erzielte der Konzern im Ersatzteilgeschäft auf dem wichtigen Zukunftsmarkt in der Region Asien-Pazifik. ElringKlinger baut sein Vertriebsnetzwerk kontinuierlich aus und investiert in lokal benötigte Lagerflächen, um auf dem größten Fahrzeugmarkt der Welt mittelfristig einer potenziellen hohen Nachfrage nach Ersatzteilen nachkommen zu können.

In Deutschland kam der Konzern fast an das starke Umsatzniveau des Vorjahres heran und stabilisierte somit seine starke Marktposition.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im Segment Ersatzteile verbesserte sich 2017 um 4,3 % auf 31,8 (30,5) Mio. Euro. In Summe blieb die Ergebnismarge auf einem anhaltend hohen Niveau von 20,3 % (20,7 %).

Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft in Mio. €

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2016: 147,3
2017: 156,7

Segment Kunststofftechnik steigert Marge auf knapp 17 %

Die Kernkompetenz im Segment Kunststofftechnik liegt in der Verarbeitung von Hochleistungskunststoffen (zum Beispiel PTFE, PFA, PVDF) und der dazugehörigen Applikation. Dabei stellt das Segment Produkte für die Automobilindustrie, die Medizintechnik, den Maschinenbau oder auch die Chemie- und Anlagentechnik her.

Für das Geschäftsjahr 2017 weist das Segment einen Umsatzzuwachs von 9,2 % auf 111,1 (101,7) Mio. Euro aus. Dabei trugen neben den Produkten für die Automobilindustrie und den Maschinenbau auch Produkte für den Industriezweig Energie und Kraftwerke maßgeblich zur Umsatzsteigerung bei. Strategisch weitet ElringKlinger seine bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Vertriebsregionen kontinuierlich aus. Erfolge zeigten sich speziell in Asien, wo die Vertriebsgesellschaft im chinesischen Qingdao dazu beitrug, ein enorm starkes Umsatzwachstum zu erzielen. Die Region NAFTA erreichte 2017 das Vorjahresniveau, auch der Inlandsumsatz legte im Berichtsjahr weiter zu.

Mit dem Abschluss größerer Umzugsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Installation einer Reinraumfertigung in einem Neubau, konnte das Segment ein ertragsstarkes Geschäftsjahr realisieren. So hat sich das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern überproportional zum Segmentumsatz um 24,2 % auf 18,5 (14,9) Mio. Euro erhöht. Die operative Marge konnte entsprechend auf 16,7 % (14,7 %) gesteigert werden.

Gewerbeparks nahezu auf Vorjahresniveau

Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und in Kecskemet-Kadafalva, Ungarn, 4,3 (4,5) Mio. Euro. Wie bereits im Vorjahr weist das Segment einen leichten Verlust von 0,5 (0,3) Mio. Euro aus, der im Wesentlichen auf Sanierungsmaßnahmen am Gewerbepark in Idstein zurückzuführen ist.

Segment Dienstleistungen steigert Umsatz

Die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, Deutschland, erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2017 9,5 (9,7) Mio. Euro. Obwohl die ElringKlinger Logistic Service GmbH im Umsatz und Ertrag deutlich zulegen konnte, wurde der Ergebnisrückgang der Elring Klinger Motortechnik GmbH im Segment nur teilweise kompensiert.

Bruttomarge leicht unter Vorjahresniveau

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Umsatzkosten um 8,1 % bzw. 94,1 Mio. Euro auf 1.255,6 (1.161,5) Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der Kostensteigerung ist auf die aktuellen Rohstoffpreisentwicklungen zurückzuführen. Davon betroffen war hauptsächlich Stahl, der sich aufgrund von Antidumpingmaßnahmen der EU auf Stahlimporte und einer damit verbundenen Angebotsverknappung verteuerte. Auch Edelstähle verzeichneten anziehende Legierungszuschläge. So erhöhten sich die Materialaufwendungen, die vollständig in den Umsatzkosten gebucht werden, um 8,1 % auf 680,9 (630,1) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) blieb im Wesentlichen konstant bei 40,9 % (40,5 %). Neben den gestiegenen Rohstoffpreisen sind auch gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungen, denen aber entsprechende Erträge gegenüberstehen, ursächlich für den starken Anstieg der Umsatzkosten im vierten Quartal 2017 von 10,9 % auf 332,8 (300,0) Mio. Euro.

In Summe stieg der Bruttogewinn im gesamten Geschäftsjahr 2017 um 12,5 Mio. Euro bzw. 3,2 % auf 408,4 (395,9) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich auf 24,5 % (25,4 %).

Die Personalaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2017 um 9,0 % an. Sie betrugen 486,3 (446,0) Mio. Euro. Zum einen resultiert der Anstieg aus den tariflich bedingten Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,0 %, die seit April 2017 für tarifgebundene inländische Gesellschaften gelten. Zum anderen stieg die Mitarbeiteranzahl um 11,9 % überproportional zum Umsatzwachstum an. Gegenläufig den beschriebenen Kostensteigerungen lag die für das Geschäftsjahr 2016 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH mit 5,3 (5,7) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Personalaufwendungen verteilen sich im Umsatzkostenverfahren auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Personalaufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stiegen auf 29,2 % (28,6 %) an.

Die Vertriebskosten erhöhten sich 2017 um 17,9 % bzw. 21,5 Mio. Euro auf 141,9 (120,4) Mio. Euro. Zurückzuführen ist diese Zunahme auf die hohen Kundenabrufe, die ElringKlinger auf den nordamerikanischen Märkten verzeichnete. Sie führten zu einem stark anziehenden Geschäftsvolumen und in der Folge zu temporär höheren Personal- und Frachtkosten.

Einen unterproportionalen Anstieg verzeichneten die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2017 um 3,6 % über dem Vorjahr lagen. Sie betrugen 76,9 (74,2) Mio. Euro.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter intensiviert

Der Ausbau des Bereichs Forschung und Entwicklung (F&E) spiegelt sich in gestiegenen F&E-Aufwendungen wider. Sie betrugen 2017 insgesamt 71,4 (67,4) Mio. Euro und stiegen damit um 5,9 % an. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 75,9 (74,8) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf und erzielte damit eine F&E-Quote von 4,6 % (4,8 %). Damit wird ElringKlinger seinem Anspruch gerecht, den Wandel in der Automobilindustrie durch technologischen Fortschritt aktiv zu begleiten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt 4,5 (7,4) Mio. Euro Entwicklungskosten aktiviert. Dem gegenüber standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 7,9 (8,4) Mio. Euro. Daraus ergab sich ein negativer Ergebniseffekt von minus 3,4 (-1,0) Mio. Euro. Im Wesentlichen setzte ElringKlinger die Fördermittel der öffentlichen Hand in Höhe von 7,6 (6,8) Mio. Euro für Forschungsprojekte in der Batterietechnik und der Brennstoffzellentechnologie ein. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen um 11,2 Mio. Euro auf 31,2 (20,0) Mio. Euro zu. Darin enthalten sind höhere Erträge aus Versicherungsleistungen und Schadenserstattungen, denen entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 6,2 Mio. Euro auf 12,2 (18,4) Mio. Euro. Saldiert ergibt sich daraus ein positiver Unterschiedsbetrag von 19,0 Mio. Euro (1,6 Mio. Euro).

EBITDA steigt um gut 3 %

Wie bereits im Vorjahr konnte das Umsatzwachstum 2017 die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen abzüglich der Abschreibungen) vollständig abdecken. Sie stiegen von 1.346,2 Mio. Euro um 110,7 Mio. Euro auf 1.456,9 Mio. Euro. So nahm das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 3,1 % auf 238,4 (231,2) Mio. Euro zu.

Aufgrund von umfangreichen Ersatzinvestitionen sowie der Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen der Vorjahre stiegen die Abschreibungen um 5,6 % auf 101,1 (95,7) Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich um 5,8 Mio. Euro auf 82,4 (76,6) Mio. Euro.

Das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) vor Kaufpreisallokation stieg um 1,0 % auf 141,8 (140,4) Mio. Euro. Der prozentuale Anteil des operativen Ergebnisses am Konzernumsatz (Ergebnismarge) vor Kaufpreisallokation betrug entsprechend 8,5 % (9,0 %). Der Rückgang im Berichtsjahr begründet sich im Wesentlichen in den hohen Umsatz- und Vertriebskosten, die auf die Rohstoffpreissteigerungen und die hohen Kundenabrufe in der Region NAFTA zurückzuführen sind.

Finanzergebnis sinkt um rund 16 Mio. Euro

Wie sich bereits unterjährig abzeichnete, erhöhten sich die Währungsverluste kontinuierlich über das Berichtsjahr hinweg. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen sie um 17,3 Mio. Euro auf 31,5 (14,2) Mio. Euro zu. Die Währungskursgewinne lagen um 5,7 Mio. Euro über dem Vorjahr. Saldiert errechnet sich daraus die um 11,5 Mio. Euro niedrigere Position Währungsergebnis, die sich auf minus 11,1 (+ 0,5) Mio. Euro beläuft. Das Zinsergebnis verbesserte sich leicht auf minus 13,1 (-13,9) Mio. Euro. Das Finanzergebnis, das im Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, belief sich auf minus 27,3 (-11,5) Mio. Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr führten diese starken Währungseinflüsse 2017 zu einem geringeren Ergebnis vor Ertragsteuern, das sich auf 110,1 (124,1) Mio. Euro reduzierte.

Steuerquote sinkt auf 33 %

Im Geschäftsjahr 2017 sanken die Ertragsteueraufwendungen um 5,2 Mio. Euro bzw. 12,5 % auf 36,3 (41,5) Mio. Euro. Der effektive Steuersatz verringerte sich entsprechend leicht auf 33,0 % (33,4 %).

Nach Abzug der Steuern lag das Periodenergebnis des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2017 mit 73,8 (82,6) Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Unter anderem führte das geringere Ergebnis im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung dazu, dass die Minderheitenanteile im Berichtsjahr mit 3,9 (4,1) Mio. Euro den Vorjahreswert nicht erreichten. Abzüglich dieser Anteile lag das Periodenergebnis bei 69,9 (78,6) Mio. Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1,10 (1,24) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2017 unverändert 63.359.990 Stück.

Dividendenvorschlag von 0,50 Euro je Aktie

Der Hauptversammlung am 16. Mai 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat des ElringKlinger-Konzerns gemeinsam vor, eine Dividende in Höhe von 0,50 (0,50) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2017 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 31,7 (31,7) Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt 45,3 % nach 40,3 % im Vorjahr. Diese Ausschüttung liegt damit oberhalb der Dividendenpolitik des Konzerns, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre auszuschütten.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum Bilanzstichtag 2017 weiterhin sehr solide dar. Das Eigenkapital entsprach einem Anteil an der Bilanzsumme von 44 %. Im Geschäftsjahr 2017 diversifizierte ElringKlinger seine Finanzierungsinstrumente durch die erstmalige Platzierung eines Schuldscheindarlehens. Im Zuge der im ersten Quartal erworbenen Anteile an der hofer-Gruppe mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erweiterte sich die ElringKlinger-Gruppe um ein assoziiertes Unternehmen sowie zwei Tochtergesellschaften. Der eingeleitete Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, führte zum Jahresende zu Umgliederungen in der Bilanz.

Bilanzsumme steigt durch organisches Wachstum und Unternehmenszukauf

Verglichen mit dem Stand zum Vorjahresstichtag, erhöhte sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 um 144,2 Mio. Euro auf 2.022,4 (1.878,2) Mio. Euro. Im langfristigen Vermögen fielen vor allem der Anstieg der Sachanlagen sowie der erstmalige Ausweis von Anteilen an assoziierten Unternehmen infolge der hofer-Akquisition und im kurzfristigen Vermögen der Anstieg der Vorräte ins Gewicht. Reduzierend auf die meisten Vermögenswerte wirkte die Entwicklung der Wechselkurse, die bei der Umrechnung der Einzelbilanzen in die Konzernwährung Euro zum Bilanzstichtag zugrunde gelegt wurden.

Teilkonzern Hug zur Veräußerung vorgesehen

Bei der Betrachtung der Veränderungen in den einzelnen Bilanzpositionen ist zu berücksichtigen, dass durch den eingeleiteten Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz, die betreffenden Vermögenswerte und Schulden umgegliedert und zum 31. Dezember 2017 gesondert als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen wurden. An der als Teilkonzern vollkonsolidierten Hug-Gruppe hielt ElringKlinger zum Bilanzstichtag 93,67 % der Anteile (vgl. Wesentliche Ereignisse). Von den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (61,8 Mio. Euro) betrafen 30,1 Mio. Euro die langfristigen Vermögenswerte und 31,6 Mio. Euro kurzfristige Vermögenswerte. Auf der Verbindlichkeitenseite wurden 23,7 Mio. Euro umgegliedert, die vorwiegend Rückstellungen für Pensionen, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten beinhalten.

Anstieg der Vermögenswerte durch mehrere Faktoren geprägt

Entgegen den meisten Vermögenspositionen der Konzernbilanz reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Ihr Buchwert verminderte sich um 21,9 Mio. Euro auf 190,5 (212,4) Mio. Euro. Den größten Posten bildeten mit 156,4 (166,8) Mio. Euro die Geschäfts- oder Firmenwerte. Aus der zum Bilanzstichtag durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Die rückläufige Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist sowohl auf die Umgliederung aus der eingeleiteten Veräußerung der Hug-Gruppe (-10,3 Mio. Euro) als auch auf Wechselkurseffekte (-6,3 Mio. Euro) zurückzuführen. Eine weitere Verminderung ergab sich aus den planmäßigen Abschreibungen, die die Neuzugänge aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 7,4 Mio. Euro. überstiegen.

Die Sachanlagen stiegen infolge der erhöhten Investitionstätigkeit des Konzerns um 12,3 Mio. Euro auf 929,6 (917,3) Mio. Euro. Bereinigt um die zur Veräußerung umgegliederten Vermögenswerte nahmen sie um 31,0 Mio. Euro zu.

Der Erwerb von Anteilen an der hofer-Gruppe mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, der im ersten Quartal 2017 vollzogen wurde, führte in der Konzernbilanz zu einem wesentlichen Zugang in der Position "Anteile an assoziierten Unternehmen". Sie beinhaltet die von ElringKlinger zum 31. Dezember 2017 gehaltenen 28,9 % der Anteile an der hofer AG, die nach der At-Equity-Methode bilanziert wird. Die Anteile entsprachen zum Jahresende einem fortgeführten - das heißt unter Berücksichtigung des anteiligen Ergebnisbeitrags - Beteiligungsbuchwert von 28,6 Mio. Euro. Die ebenfalls im Rahmen der hofer-Transaktion erworbenen Anteile an der hofer powertrain products GmbH in Höhe von 53,0 % wurden in der Konzernbilanz vollkonsolidiert. Ihre Einbeziehung verlängerte die Konzernbilanz zum Übernahmezeitpunkt um insgesamt 6,4 Mio. Euro. Detaillierte Angaben hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss im Abschnitt "Unternehmenszukäufe 2017".

Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) überstieg den Vorjahresvergleichswert um 44,3 Mio. Euro und betrug zum Bilanzstichtag 672,2 (627,9) Mio. Euro. Bereinigt um Wechselkursveränderungen und den Effekt aus der Hug-Umgliederung ergab sich eine Zunahme von 101,6 Mio. Euro. Davon entfielen rund sieben Zehntel auf die Vorräte und rund drei Zehntel auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das starke Umsatzwachstum ging einher mit einem Anstieg der Vorräte. Gleichzeitig erhöhte sich der Werkzeugbestand durch die gute Auftragslage. Bis zu ihrer Veräußerung an den Kunden sind produktspezifische Werkzeuge in den Vorräten erfasst. Auch wirkte sich das gestiegene Preisniveau bei vielen Rohstoffen tendenziell erhöhend auf die Vorräte aus. Des Weiteren nahmen im Segment Ersatzteile die Warenbestände zu. Hier wurden gezielt Maßnahmen umgesetzt, um die kurzfristige Lieferfähigkeit für das sehr breite Produktprogramm im Ersatzteilvertrieb gewährleisten zu können.

Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) erhöhte sich leicht auf 553,3 (524,6) Mio. Euro und entsprach einer Quote vom Konzernumsatz von 33,3 % (33,7 %). Bereinigt um die Hug-Umgliederung betrug der Anteil des Net Working Capitals am Konzernumsatz 34,6 %. Die oben genannten Faktoren beeinträchtigten die Entwicklung des Working Capitals, sodass eine Verbesserung der Quote gegenüber dem Vorjahr, die sich der Konzern ursprünglich zum Ziel gesetzt hatte, nicht wie geplant erreicht werden konnte.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Jahresende insgesamt auf 48,1 (39,2) Mio. Euro. Sie beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Dritten, die aus Erstattungsansprüchen gegenüber Versicherungen im Zusammenhang mit Gewährleistungsfällen entstanden sind und über dem Vorjahreswert lagen.

In den übrigen Bilanzpositionen der Aktivseite ergaben sich zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag.

Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern in %

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte: 58,7 (62,2)
Kurzfristige Vermögenswerte: 38,2 (37,8)
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte: 3,1 (0)

Passiva

Eigenkapital: 44,0 (47,2)
Langfristige Verbindlichkeiten: 31,4 (26,2)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: 23,4 (26,6)
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten: 1,2 (0) Eigenkapital von 890 Mio. Euro

Das Konzerneigenkapital wuchs zum Bilanzstichtag leicht auf 889,7 (886,4) Mio. Euro. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Eigenkapitals hatten Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, die erfolgsneutral im Gesamtergebnis erfasst sind. Sie reduzierten das Eigenkapital insgesamt gegenüber dem Vorjahresstichtag um 42,7 Mio. Euro und wurden größtenteils (41,5 Mio. Euro) in den Übrigen Rücklagen verbucht.

Das Periodenergebnis des Geschäftsjahres 2017 erhöhte das Eigenkapital um 73,8 Mio. Euro. Mindernd wirkte die Dividendenausschüttung für das vorangegangene Geschäftsjahr von insgesamt 34,2 Mio. Euro. Außerdem ergab sich aus dem erfolgsneutralen Teil der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine weitere Erhöhung um 4,1 Mio. Euro.

Zum Bilanzstichtag errechnete sich eine Eigenkapitalquote von 44,0 %, nach 47,2 % am Ende des Vorjahres. Sie lag damit innerhalb der vom Konzern für 2017 angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

Pensionsrückstellungen sinken leicht

Die Rückstellungen für Pensionen, die zum Jahresende auf Basis von aktuellen Rechnungszinssätzen und weiteren Faktoren neu bewertet werden, minderten sich geringfügig auf 126,0 (136,6) Mio. Euro. Leicht gestiegene Diskontierungszinsen führten zu einem niedrigeren versicherungsmathematischen Barwert der künftigen Konzernverpflichtungen. Auch die Umgliederung der Pensionsrückstellungen, die die zur Veräußerung stehende Hug-Gruppe betrafen, senkten den Buchwert am Jahresende.

Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen summierten sich zum Jahresende auf 35,3 (30,9) Mio. Euro. Für den Anstieg waren vor allem höhere Gewährleistungsverpflichtungen aus mehreren Geschäftsvorfällen verantwortlich. Weitere Veränderungen der Rückstellungen resultierten aus Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie übrigen Risiken.

Finanzierungsinstrumente um Schuldscheindarlehen erweitert

Den über den Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft hinausgehenden Finanzierungsbedarf deckte der Konzern über Fremdfinanzierung ab. Im Geschäftsjahr 2017 nahm ElringKlinger diese erstmals durch die Begebung eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro vor. Hierdurch konnte die Konzernfinanzierung zu guten Konditionen diversifiziert werden. Das Schuldscheindarlehen verteilt sich auf drei verschiedene Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und wird mit durchschnittlich 1,23 % verzinst. Entsprechend erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die sich zum Jahresende 2017 auf 478,8 (320,8) Mio. Euro beliefen. Durch Refinanzierungsmaßnahmen infolge des emittierten Schuldscheindarlehens konnten die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 221,9 (257,4) Mio. Euro zurückgeführt werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund der Geschäftsausweitung auf 118,8 (103,2) Mio. Euro zu.

Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns erhöhte sich zum Jahresende 2017 wachstumsbedingt auf 655,3 (538,8) Mio. Euro.

Bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2017 einen Gesamtwert von 95,5 (96,5) Mio. Euro darstellten, ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Wie schon im Vorjahr ist darin eine Verkaufsoption (34,8 Mio. Euro) für nicht beherrschende Anteile an der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, erfasst.

Das Fremdkapital des ElringKlinger-Konzerns entsprach - exklusive der Schulden aus den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (23,7 Mio. Euro) - zum Bilanzstichtag einem Anteil an der Bilanzsumme von 54,8 % (52,8 %).

Finanzlage

Die finanzielle Situation des ElringKlinger-Konzems stellte sich zum Ende des Geschäftsjahres 2017 sehr robust dar. Aus seiner operativen Tätigkeit erwirtschaftete der Konzern einen Mittelzufluss von 95,5 Mio. Euro, der zur Finanzierung der Investitionsausgaben und Akquisitionen genutzt wurde. Darüber hinaus verfügte der Konzern über ausreichende flüssige Mittel und finanzielle Spielräume aus offenen Kreditlinien. Trotz umfangreicher Erweiterungsinvestitionen aufgrund des erwarteten Geschäftswachstums verringerten sich die Auszahlungen für Investitionen. Dennoch überstieg das Investitionsvolumen die Mittelgenerierung aus der betrieblichen Tätigkeit, sodass sich ein negativer operativer Free Cashflow ergab.

Entwicklung der Zahlungsmittel 20171 in Mio. €

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Zahlungsmittel 31.12.2016: 39,4
+ Operativer Cashflow: 95,5
-Investitionen2: -166,2
-Auszahlungen für Akquisitionen3: -27,7
-Ausschüttungen4: -34,2
+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 143,6
-Sonstiges: -4,9
\= Zahlungsmittel 31.12.2017: 45,5

1 entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7

2 Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

3 inkl. Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an einem assoziierten Unternehmen

4 Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 96 Mio. Euro

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen Cashflow von 95,5 (175,7) Mio. Euro, der sich aus dem positiven Ergebnis vor Ertragsteuern von 110,1 (124,1) Mio. Euro ableitet. Die im Vergleich zum Vorjahr ungünstigere Cashflow-Entwicklung ist hauptsächlich auf die höhere Mittelbindung im Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zurückzuführen.

Die Bindung bzw. Freisetzung von Finanzmitteln aus dem Net Working Capital kommt in der Kapitalflussrechnung in den Positionen "Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" und "Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" zum Ausdruck. Insgesamt ergab sich hieraus ein Mittelabfluss von 87,8 Mio. Euro, nach 3,7 Mio. Euro im Vorjahr. Demgegenüber standen erhöhende Effekte aus der Währungsumrechnung von 11,4 (1,7) Mio. Euro, die in den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen sind.

Die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte lagen um 5,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau und hatten einen erhöhenden Effekt auf den vom Ergebnis abgeleiteten Kapitalfluss. Ebenso wirkten die Veränderungen der Rückstellungen, die um 6,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert lagen und im Abschnitt Vermögenslage sowie im Konzernanhang beschrieben sind.

Die im Geschäftsjahr 2017 gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf 50,6 (43,6) Mio. Euro und reduzierten die flüssigen Mittel ebenfalls entsprechend.

Investitionen zurückgeführt auf rund 9 % des Konzernumsatzes

Nach überdurchschnittlich hohen Investitionen in den zwei vorangegangenen Geschäftsjahren konnten die Ausgaben für Investitionen in Sachanlagen 2017 planmäßig auf ein niedrigeres Niveau zurückgeführt werden. Die Auszahlungen im Konzern für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betrugen 2017 155,5 Mio. Euro, nach 171,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Investitionsquote als Anteil am Konzernumsatz lag damit bei 9,3 % (11,0 %).

Bei den Investitionsausgaben handelt es sich in einem verhältnismäßig hohen Maße um Erweiterungsmaßnahmen, die aufgrund mehrerer Faktoren erforderlich waren. Sie gründeten sowohl auf den zum Teil sehr hohen Auslastungen in mehreren Werken infolge hoher Nachfrage als auch auf Vorbereitungen bevorstehender Neuanläufe. Des Weiteren erforderte die strategische Ausrichtung des Konzerns auf neue Produkte hinsichtlich künftiger Antriebe und Technologien, wie beispielsweise innovative Leichtbauteile und Komponenten im Bereich Batterie- und Brennstoffzellensysteme, ebenfalls Investitionen. In der Folge betrafen mehr als 90 % der Auszahlungen für Investitionen das Segment Erstausrüstung.

Unter regionalen Gesichtspunkten lagen die Schwerpunkte in Deutschland und dem Übrigen Europa, gefolgt vom NAFTA-Raum und der Wachstumsregion Asien-Pazifik.

Auszahlungen für Investitionen* nach Regionen (Vorjahr) in %

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Deutschland: 37,1 % (39,5 %)
Übriges Europa: 28,1 % (20,2 %)
NAFTA: 19,6 % (24,1 %)
Asien-Pazifik: 13,6 % (14,6 %)
Südamerika und übrige: 1,6 % (1,6 %)

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

Bedeutende Einzelprojekte wurden an verschiedenen Standorten rund um den Globus umgesetzt. Am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, nahm ElringKlinger nach rund zwölf Monaten Bauzeit im dritten Quartal 2017 eine hochautomatisierte Logistikhalle für den Bereich Leichtbau/Elastomertechnik in Betrieb. Neben der Optimierung von Logistikprozessen konnte damit auch zusätzlicher Raum für die Fertigung gewonnen werden.

In Kecskemet, Ungarn, hat ElringKlinger ebenfalls in kurzer Bauzeit ein Werk für den Neuanlauf von Türmodulträgern in Leichtbauweise errichtet. In Zukunft werden hier weitere Flächen für die Produktion von Abschirmteilen in Betrieb genommen. Auch in den Werken der NAFTA-Region wurde in die Fertigungstechnik investiert. In Fremont, USA, begann ElringKlinger Silicon Valley, Inc., zur Jahresmitte mit der Herstellung von Cockpitquerträgern. Der kanadische Standort in Leamington investierte in neue Produktionslinien zur Fertigung von Kunststoffgehäusemodulen. Die chinesischen Werke nahmen ebenfalls Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen vor: In Changchun wurden vorwiegend Fertigungsanlagen für die Fertigung von Produkten der Geschäftsbereiche Spezialdichtungen und Zylinderkopfdichtungen und in Suzhou für Neuanläufe von Leichtbaukomponenten beschafft. Der 2017 gegründete Standort in Chongqing begann mit der Vorbereitung von Produktionslinien für die Herstellung von Türmodulträgern.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte unterschritten im Geschäftsjahr 2017 mit 10,7 (11,8) Mio. Euro leicht den Vorjahreswert.

Für den im ersten Quartal vollzogenen Erwerb der Anteile an der hofer AG (assoziiertes Unternehmen) und deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH (vollkonsolidiert), die beide ihren Sitz in Nürtingen, Deutschland, haben, flossen dem Konzern saldiert Mittel in Höhe von 27,7 Mio. Euro ab.

Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit 2017 auf minus 193,2 (-189,7) Mio. Euro.

Operativer Free Cashflow negativ

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen konnte der Finanzbedarf für Investitionen in Sachanlagen nicht vollständig durch die Mittelgenerierung aus dem operativen Geschäft gedeckt werden. Daher ergab sich ein negativer operativer Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte) in Höhe von minus 66,6 (-3,8) Mio. Euro, der wie erwartet unter Vorjahresniveau lag. Das ursprüngliche Ziel des Konzerns, einen leicht positiven operativen Free Cashflow generieren zu können, war im November 2017 angepasst worden.

Finanzierungstätigkeit erhöht

Die im Abschnitt Vermögenslage beschriebene Emission eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von 200 Mio. Euro und die damit einhergehende Refinanzierung bestehender Konzernverbindlichkeiten prägten den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Neben dem Nettozufluss aus der Veränderung der lang- und kurzfristigen Kredite in Höhe von insgesamt 143,6 (42,3) Mio. Euro verbesserte sich auch die Fälligkeitenstruktur. Aufgrund der Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr flossen 2017 Mittel in Höhe von 34,2 (37,7) Mio. Euro ab.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich 2017 auf 109,3 (4,5) Mio. Euro. Zusätzlich standen dem Konzern per 31. Dezember 2017 zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 136,1 Mio. Euro zur Verfügung.

Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

ElringKlinger konnte im Geschäftsjahr 2017 den Konzernumsatz erneut deutlich und über dem globalen Marktwachstum auf einen neuen Höchstwert steigern. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) verbesserte sich leicht, auch weil Fortschritte am Schweizer Standort, der im Vorjahr aufgrund hoher Auslastung bedeutsame Sonderbelastungen verursacht hatte, erzielt werden konnten. Im Geschäftsjahr beeinträchtigten hohe Kundenabrufe an den nordamerikanischen Standorten und Rohstoffpreissteigerungen das Ergebnis. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation erreichte mit 8,5 % einen zufriedenstellenden Wert, der im Branchenvergleich auf einem hohen Niveau liegt.

Der für die Innenfinanzierung relevante operative Free Cashflow entwickelte sich aufgrund dieser zusätzlichen Kosten und der gesteigerten Mittelbindung durch höhere Vorratsbestände, die für das starke Geschäftswachstum vorgehalten werden mussten, nicht wie zu Jahresbeginn erwartet. Gleichwohl stellt sich die Finanz- und Vermögensstruktur des Konzerns mit einer Konzerneigenkapitalquote von 44,0 % und ausreichend Liquiditätsreserven sehr solide dar. Darüber hinaus vergrößerte ElringKlinger 2017 durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens über 200 Mio. Euro seinen finanziellen Handlungsspielraum, sodass weiterhin eine gute Basis für die Finanzierung weiteren Wachstums besteht.

Auf den Wandel in der Automobilindustrie ist der Konzern vorbereitet. Im Geschäftsjahr 2017 hat sich ElringKlinger weiter auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität strategisch ausgerichtet. Die vorhandene breite Kundenstruktur und das attraktive, im wettbewerblichen Umfeld hervorragend positionierte Produktportfolio sind gute Voraussetzungen für die Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung.

Damit verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen und operativen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Weiterentwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.

Die ElringKlinger AG hat 2017 in allen Regionen Wachstum generiert und konnte im Jahresergebnis an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich zum Jahresende 2017 mit einer Eigenkapitalquote von rund 44 % und einem positiven operativen Cashflow weiterhin solide dar.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG

Umsatz deutlich ausgeweitet

Die ElringKlinger AG profitierte im Berichtsjahr von ihrer breiten Kundenbasis sowie der starken Entwicklung einzelner Absatzmärkte. So konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 52,2 Mio. Euro bzw. 8,4 % auf 674,4 (622,2) Mio. Euro ausgeweitet werden. Damit übertraf das Unternehmen das im Geschäftsbericht 2016 prognostizierte Ziel einer Umsatzsteigerung von drei bis fünf Prozentpunkten über dem globalen Marktwachstum.

Besonders stark entwickelte sich der Inlandsumsatz, der um 11,3 % bzw. 25,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte. Die ElringKlinger AG erzielte insgesamt 248,7 (223,4) Mio. Euro. Darin enthalten sind für gewöhnlich auch die Umsätze, die aus der Belieferung von Komponenten für Fahrzeuge und Motoren resultieren, die nach der Produktherstellung direkt exportiert wurden.

Der Auslandsumsatz nahm 2017 um 6,7 % auf 425,7 (398,8) Mio. Euro zu. Dabei konnten alle Regionen die Vorjahreswerte übertreffen. Nach absoluten Zahlen entwickelte sich die Region Übriges Europa mit einem Umsatzzuwachs von 13,8 Mio. Euro sehr positiv, wobei auch der Absatzmarkt in der Region Asien-Pazifik mit einer Erhöhung von 13,9 % deutlich über dem Vorjahreswert lag. Aufgrund des starken Wachstums im Inland sank der Auslandsanteil auf 63,1 % (64,1 %).

Erstausrüstung bleibt auf Wachstumskurs

Nachdem das Segment bereits im Vorjahr um 4,8 % im Umsatz zulegen konnte, wuchs es 2017 erneut um 9,4 % bzw. 45,8 Mio. Euro auf 530,6 (484,8) Mio. Euro. Der Anteil dieses Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG erhöhte sich auf 78,7 % (77,9 %). In den einzelnen Geschäftsbereichen entfielen die stärksten absoluten Umsatzzuwächse auf die Bereiche Leichtbau/Elastomertechnik und Spezialdichtungen.

Ersatzteilgeschäft weiter ausgebaut

Das Ersatzteilgeschäft zeigte sich trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen Märkten wiederholt stark. Das Segment erzielte ein Wachstum von 4,7 % und stieg von 137,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 143,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Somit sank der Anteil am Gesamtumsatz auf 21,3 % (22,0 %). In den drei größten Absatzmärkten Osteuropa, Naher Osten und Deutschland zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Während Osteuropa weiter zulegen konnte, blieb der Nahe Osten hinter dem starken Vorjahreswert zurück.

Gesamtleistung über Vorjahr

Die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen nahm im Geschäftsjahr um 4,9 Mio. Euro auf 5,8 (0,9) Mio. Euro zu. Dies begründet sich im Wesentlichen im stark gestiegenen Geschäftsvolumen sowie den im Vergleich zum Vorjahr höheren Werkzeugbeständen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen nahmen mit 1,5 (1,3) Mio. Euro nur leicht zu. Die Gesamtleistung lag in Summe mit 681,7 Mio. Euro um 57,4 Mio. Euro bzw. 9,2 % über dem Vorjahresniveau (624,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 1,9 Mio. Euro auf 16,6 (18,5) Mio. Euro. Hervorzuheben sind darin die Zuschreibungen auf Finanzanlagen, die sich von 6,5 Mio. Euro auf 0,0 Mio. Euro reduzierten. Die Währungsgewinne hingegen stiegen um 5,5 Mio. Euro auf 7,8 (2,3) Mio. Euro.

Materialaufwand von Rohstoffpreissteigerungen betroffen

In der ElringKlinger AG wurde das operative Ergebnis 2017 durch Materialpreissteigerungen spürbar belastet. Vor allem betraf dies Edelstähle, Aluminium und C-Stahl, die die ElringKlinger AG in größeren Mengen zur Produktherstellung benötigt. Aufgrund dieser Entwicklung stieg der Materialaufwand mit 10,6 % überproportional zum Umsatzwachstum auf 301,6 (272,6) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) belief sich auf 44,2 % (43,7 %).

Personal weiter erhöht

Im Geschäftsjahr 2017 nahm der Personalaufwand um 9,5 % auf 197,8 (180,6) Mio. Euro zu. Für diesen Anstieg sind mehrere Faktoren ursächlich: Zum einen weitete die ElringKlinger AG aufgrund ihres starken Wachstums das Personal um 9,2 % auf 2.930 (2.682) Mitarbeiter aus. 98,0 % des Mitarbeiteraufbaus entfiel auf die Geschäftsbereiche innerhalb des Segments Erstausrüstung. Der Mitarbeiteraufbau im Segment Ersatzteile stieg im Berichtsjahr nur leicht auf 112 (107) Mitarbeiter an. Des Weiteren verursachten die tariflich bedingten Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,0 %, die seit April 2017 für tarifgebundene inländische Gesellschaften gelten, ebenfalls höhere Personalaufwendungen. Der Rechnungszinssatz, der auf der Zinsstrukturkurve der Bundesanleihen basiert, sank 2017 auf 3,7 % (4,0 %). Unter anderem dadurch stiegen die Aufwendungen für die GuV-Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" um insgesamt 5,5 Mio. Euro auf 34,0 (28,5) Mio. Euro an. Entgegen den beschriebenen Kostensteigerungen lag die für das Geschäftsjahr 2016 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG mit 4,2 (4,5) Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Im Verhältnis zur Gesamtleistung erreichte die Personalaufwandsquote 2017 mit 29,0 % (28,9 %) fast genau das Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 98,8 (83,6) Mio. Euro. Darin enthalten sind mehrere Positionen, die sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht haben. Der größte Anstieg entfiel auf die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, die um 6,5 Mio. Euro auf 9,2 (2,7) Mio. Euro zunahmen. Saldiert mit den in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten Währungsgewinnen belief sich das Währungsergebnis 2017 auf minus 1,4 (-0,4) Mio. Euro.

Abschreibungen um knapp 2 Mio. Euro erhöht

Im Berichtsjahr 2017 stiegen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen aufgrund weiterer abgeschlossener Infrastruktur- und Automatisierungsprojekte auf 33,1 (31,2) Mio. Euro.

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen durch Kostensteigerungen belastet

Wie bereits im Geschäftsbericht 2016 prognostiziert, wurde das Berichtsjahr 2017 durch Faktoren wie zum Beispiel die höheren Material- und Personalkosten geprägt. Zudem enthielt das Vorjahr höhere Zuschreibungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen. Insgesamt erreichte die ElringKlinger AG ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Beteiligungen von 67,0 (74,8) Mio. Euro und eine EBIT-Marge, die mit 9,9 % (12,0 %) nicht an das Vorjahresniveau herankam.

Erträge aus verbundenen Unternehmen gesteigert

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Erträge aus Beteiligungen um 1,4 Mio. Euro oder 7,4 % auf 20,3 (18,9) Mio. Euro. Hervorzuheben sind vor allem die Ausschüttungen der ElringKlinger Canada, Inc., Leamington, Kanada, sowie der Changchun ElringKlinger Ltd., Changchun, China, da sie höher als im Vorjahr waren. Per Saldo ergab sich aus den Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen ein negativer (im Vorjahr: positiver) Ergebniseffekt von 5,0 (+0,5) Mio. Euro. Somit verringerte sich das Beteiligungsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Mio. Euro auf 15,3 (19,4) Mio. Euro.

Zinsergebnis leicht verbessert

Das anhaltend günstige Zinsniveau führte auch 2017 dazu, dass das Zinsergebnis trotz der erhöhten Nettoverschuldung auf minus 6,8 (-7,3) Mio. Euro sank.

Jahresüberschuss durch geringeren Steueraufwand gesteigert

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erreichten im Berichtsjahr 15,0 (21,4) Mio. Euro. Die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern) sank auf 19,9 % (26,6 %). Der Rückgang begründet sich in einem aperiodisch laufenden Steuerertrag sowie aus steuerfreien Beteiligungserträgen. Nachdem bereits im Vorjahr das Ergebnis nach Steuern deutlich gesteigert wurde, konnte es auch im Berichtsjahr durch die geringeren Steueraufwendungen weiter zulegen. Es stieg um 2,5 % auf 60,5 (59,0) Mio. Euro.

Nach Abzug der sonstigen Steuern erzielte die ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von 60,2 (58,8) Mio. Euro.

Dividendenvorschlag beträgt 0,50 Euro

Nach Einstellung von 28,5 (27,1) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen belief sich der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 31,7 (31,7) Mio. Euro. Demnach schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der für das Geschäftsjahr 2017 beschließenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 (0,50) Euro je Aktie vor. Damit liegt die Ausschüttungsquote bei 52,7 % (53,9 %).

Vermögenslage der ElringKlinger AG

In der Vermögensstruktur der ElringKlinger AG kommt die Doppelrolle der Gesellschaft mit ihrer Holdingfunktion und gleichzeitig operativen Tätigkeit zum Ausdruck: Etwas mehr als die Hälfte des Anlagevermögens machen die Finanzanlagen aus, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen bestehen.

Der Anstieg der Bilanzsumme um 199,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 auf 1.316,2 (1.116,8) Mio. Euro betrifft hauptsächlich Darlehensausweitungen gegenüber Tochtergesellschaften und Zukäufe an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

Für das operative Geschäft tätigte die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2017 Investitionen in Produktionsanlagen für verschiedene Geschäftsbereiche und an mehreren deutschen Standorten. Sie waren sowohl für Neuanläufe als auch für Kapazitätsausweitungen und Rationalisierungen notwendig. Als größtes Investitionsprojekt schlug der Neubau des Logistikzentrums für den Bereich Leichtbau/Elastomertechnik in Dettingen/Erms zu Buche. Die Sachanlagen erhöhten sich zum Jahresende 2017 um 17,6 Mio. Euro auf 343,2 (325,6) Mio. Euro.

Die Finanzanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 486,7 (448,0) Mio. Euro. Darunter fallen vor allem die Anteile an verbundenen Unternehmen, die zum 31. Dezember 2017 um 12,8 Mio. Euro auf 428,6 (415,8) Mio. Euro stiegen. Hier wurden außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen sowie Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften in Ungarn und China verbucht. Darüber hinaus wurden Anteile an der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland im Rahmen einer Kapitalerhöhung erworben. Der Erwerb von 27,0 % der Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, führte im ersten Quartal 2017 zu einem Zugang in der Unterposition "Beteiligungen" von 29,0 Mio. Euro.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2017 auf 28,7 (31,7) Mio. Euro. Demgegenüber weitete die ElringKlinger AG die kurzfristigen Darlehen für die Tochtergesellschaften deutlich aus, um deren wachstumsbedingten Finanzierungsbedarf zu decken. Diese Darlehen sind im Umlaufvermögen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen, die zum Jahresende 227,3 (118,5) Mio. Euro betrugen.

Im Rahmen des Geschäftswachstums haben sich die Vorräte zum Stichtag um 14,9 % bzw. 18,7 Mio. Euro auf 144,5 (125,8) Mio. Euro und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 93,6 (82,2) Mio. Euro erhöht. Ein Teil der Bestandserhöhungen erfolgte im Ersatzteilbereich, der damit seine kurzfristige Lieferfähigkeit für das breite Produktprogramm sicherstellte. Die Forderungen betrafen unter anderem Werkzeuge, die an Kunden des Seriengeschäfts veräußert wurden.

Die jeweiligen Anteile des Anlage- und des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrugen zum Bilanzstichtag 63,8 % (70,0 %) bzw. 36,1 % (29,8 %). Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.

Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 44 %

Der 2017 erzielte Jahresüberschuss der ElringKlinger AG in Höhe von 60,2 Mio. Euro übertraf die ausbezahlte Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr (31,7 Mio. Euro) um 28,5 Mio. Euro. Entsprechend erhöhte sich das Eigenkapital auf insgesamt 584,6 (556,1) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich dennoch auf 44,4 % (49,8 %), da die Bilanzsumme deutlich stärker anstieg. Letzteres lag vor allem an der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 541,3 (383,6) Mio. Euro. Hierin enthalten ist das im Juli 2017 begebene Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 200 Mio. Euro, das zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung, insbesondere zur Refinanzierung von bestehenden Verbindlichkeiten genutzt wurde. Insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG 623,5 (447,2) Mio. Euro. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag zum 31. Dezember 2017 bei 47,4 % (40,0 %).

Die Rückstellungen reduzierten sich aufgrund der Auflösung eines Steuerpostens leicht auf 107,8 (109,9) Mio. Euro. Die Pensionsrückstellungen nahmen vorwiegend aufgrund der jährlichen Neubewertung bestehender Verpflichtungen auf 68,9 (65,9) Mio. Euro zu.

Finanzlage der ElringKlinger AG

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 76 Mio. Euro

Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete die ElringKlinger AG flüssige Mittel in Höhe von 75,7 (105,4) Mio. Euro. Der im Vergleich zum Vorjahr geringere Kapitalfluss lag im Wesentlichen an einer höheren zusätzlichen Mittelbindung in den Vorräten sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Veränderung dieser beiden Positionen reduzierte den Kapitalfluss im Geschäftsjahr um 30,6 Mio. Euro (im Vorjahr 8,7 Mio. Euro erhöhend). Des Weiteren lagen die gezahlten Ertragsteuern mit 25,5 (18,9) Mio. Euro etwas über dem Vorjahresbetrag.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich 2017 auf minus 95,9 (-65,4) Mio. Euro. Fast die Hälfte davon entfiel auf Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen von 47,8 (54,5) Mio. Euro. Nahezu dasselbe Volumen fiel für Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen an. Sie summierten sich auf 47,3 (13,7) Mio. Euro und beinhalten den Kaufpreis für den bereits beschriebenen Erwerb von Anteilen an Gesellschaften der hofer-Gruppe sowie die oben erwähnten Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften.

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelzufluss von 20,2 (-40,1) Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2017 standen der ElringKlinger AG offene Kreditlinien von insgesamt 98,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Kapitalflussrechnung wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.

Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2017-gbag-de.pdf veröffentlicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

ElringKlinger ist als Technologiekonzern auf das Know-how, den Einsatz und die Innovationskraft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Sie bilden die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Im Gegenzug trägt ElringKlinger Sorge dafür, seinen Mitarbeitern ein motivierendes und attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen, das von eigenverantwortlichem Denken und Handeln geprägt ist.

Personal weiter ausgeweitet

Mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens weitete ElringKlinger 2017 auch die Personalkapazitäten aus. So arbeiteten im Berichtsjahr durchschnittlich 9.001 (8.322) Mitarbeiter im Konzern. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 beschäftigte ElringKlinger weltweit 9.611 (8.591) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,9 % bzw. 1.020 Personen. Insgesamt stieg der Anteil der Mitarbeiterinnen auf 28,4 % (27,9 %), folgerichtig fiel der Anteil an männlichen Mitarbeitern auf 71,6 % (72,1 %). Die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2017 um 9,0 % auf 3.877 (3.556). Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises (hofer) kamen zum 31. Dezember 2017 insgesamt 24 Mitarbeiter hinzu. An den Standorten der Muttergesellschaft ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale waren zum Bilanzstichtag 2.930 (2.682) Personen beschäftigt. Der prozentuale Anteil aller Inlandsgesellschaften an den im ElringKlinger-Konzern beschäftigten Mitarbeitern verringerte sich über den Jahresverlauf und erreichte 40,3 % (41,4 %) zum Jahresende.

Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2017 (Vorjahr)

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Tochtergesellschaften Inland 947 (874)
ElringKlinger AG 2.930 (2.682)
Tochtergesellschaften Ausland 5.734 (5.035)

Deutlich stärker erweiterte der Konzern den Personalbestand außerhalb Deutschlands. Die größten absoluten Belegschaftszuwächse entfielen auf die Region Nordamerika. Vor allem an den Produktionsstandorten in Mexiko und den USA wurden 2017 aufgrund einer hohen Kapazitätsauslastung neue Stellen geschaffen. Des Weiteren passte der Konzern die Personalkapazitäten entsprechend dem Fortschritt der Produktionsverlagerungen aus der Schweiz nach Ungarn an beiden Standorten an. Zufriedenstellend entwickelte sich auch das brasilianische Werk, das nach einer langen Phase wirtschaftlicher Schwäche erstmals Nachfragesteigerungen verzeichnete und entsprechend Personalkapazitäten aufbauen konnte. Zum 31. Dezember 2017 stieg der Auslandsanteil an Konzernmitarbeitern auf 59,7 % (58,6 %). Somit erhöhte sich die Personalstärke im Ausland um 13,9 % bzw. 699 Mitarbeiter auf 5.734 (5.035) Mitarbeiter.

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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2017 2016
Absolute Mitarbeiterzahl 9.611 8.591
davon Männer 71,6% 72,1%
davon Frauen 28,4% 27,9%
Absolute Mitarbeiterzahl 9.611 8.591
davon Inland 40,3% 41,4%
davon Ausland 59,7% 58,6%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 9.001 8.322

Beschaffung und Lieferantenmanagement

Als produzierendes Unternehmen kauft ElringKlinger Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen global ein. Eine aktive Einkaufs- und Warensteuerung trägt dabei wesentlich zum Erfolg des Konzerns bei und gewährleistet gleichzeitig, dass alle Einkaufsteile kostengünstig, termin- und mengengerecht verfügbar sind.

Strategische Weiterentwicklung des Beschaffungsbereichs

Die Einkaufsstruktur, die bisher stark auf regionale Bedarfe ausgerichtet war, wandelte ElringKlinger im Geschäftsjahr 2017 in eine Matrixorganisation um. Fortan sind vertikale Linien für Prozesse, Systeme und Strukturen zuständig. Die horizontalen Linien werden von spezialisierten Commodity Managern geführt und übernehmen die fachliche Verantwortung für bestimmte Material- und Warengruppen konzernweit. Dadurch kann die Unternehmensgruppe das Einkaufsvolumen der Werke optimal bündeln, die Märkte genau analysieren und die strategischen Lieferanten für das künftige globale Einkaufsvolumen bedarfsgerecht auswählen.

Neben der organisatorischen Weiterentwicklung standen im Bereich Beschaffung weitere strategische Projekte im Fokus. Dazu gehörte der Aufbau eines Einkaufscontrollings zur optimalen Planung, Steuerung und Kontrolle des Beschaffungsbereichs. Des Weiteren wurde eine neue Software für den Angebots- und Vergabeprozess ausgewählt, die 2018 eingeführt wird. Um langfristig unabhängiger von Materialpreissteigerungen zu werden, hat ElringKlinger 2017 damit begonnen, sukzessive Preisgleitklausen in Kundenverträge zu integrieren.

Lieferantenmanagement

Auch wenn ElringKlinger versucht, Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weitgehend zu vermeiden, werden Bedarfe vermehrt gebündelt, um über Skaleneffekte Preisvorteile zu erzielen. 2017 lag der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen bei 23 % (19 %).

Mittels Lieferantenaudits überprüft ElringKlinger in unregelmäßigen Abständen die Einhaltung des VDA 6.3-Standards in den Produktionswerken der Zulieferer. Bei Prüfungsfeststellungen werden Verbesserungsmaßnahmen zur Umsetzung in einem festgelegten Zeitrahmen vereinbart, um die Lieferanten nachhaltig weiterzuentwickeln. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte der Bereich sowohl in Europa und Amerika als auch in Asien Lieferantenaudits durch. Zusätzlich werden regelmäßig Lieferantenbewertungen durchgeführt, die unter anderem Bewertungen zur Liefertreue, Lieferqualität und zum Servicegrad beinhalten. Gerade die starke Globalisierung der Einkaufsprozesse erforderte auch 2017 eine weitere Internationalisierung des Lieferantenaudit-Teams.

Hohe Produktionsauslastung erhöht Materialaufwand und Einkaufsvolumen

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Einkaufsorganisation im Konzern können Rohstoffe und Dienstleistungen wettbewerbsfähig bezogen werden. Der Materialaufwand zählt im ElringKlinger-Konzern zu den größten Aufwandspositionen. 2017 betrug der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns 54,2 % (54,2 %), die Materialaufwandsquote belief sich auf 40,9 % (40,5 %). Das Einkaufsvolumen enthält sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Aufgrund der starken Geschäftszunahme im Geschäftsjahr 2017 belief sich das Einkaufsvolumen zum Jahresende auf 1.067,8 (1.030,3) Mio. Euro.

Zu den wichtigsten von ElringKlinger verwendeten Rohstoffen zählen legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, Aluminium, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Batterie- und Brennstoffzellensystemen benötigt werden.

Grafik:

Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2017 (Vorjahr) in %

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Aluminium 20 (20)
Edelstahl 20 (19)
C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet 11 (12)
Sonstige/Komponenten 31 (32)
Polyamide 11 (12)
Elastomere 7 (5)

ElringKlinger schließt für die wichtigsten Materialgruppen Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten ab. Darüber sichert sich die Unternehmensgruppe über den Vertragszeitraum gegen volatile Preisentwicklungen ab, garantiert die Materialverfügbarkeit und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. Im Geschäftsjahr 2017 unterzeichnete ElringKlinger tendenziell Rahmenverträge mit kürzeren Laufzeiten, da die Preise bei vielen Rohstoffen im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau lagen.

Rohstoffpreise zogen 2017 weiter an

Zunehmende Rohstoffverknappungen bei gleichzeitig hoher globaler Rohstoffnachfrage führten 2017 vermehrt zu starken Preisanstiegen. So kam es beim C-Stahl aufgrund der robusten Nachfrage in Kombination mit einer Angebotsverknappung, die aus den Antidumpingmaßnahmen der EU auf Stahlimporte aus China resultieren, zu deutlichen Preiserhöhungen. Im Geschäftsjahr 2017 wirkten sich beide Faktoren in längeren Lieferzeiten aus, sodass Bedarfsspitzen über freigegebene Lieferanten zu hohen Preisen kurzfristig abgedeckt werden mussten.

Präzisionsedelstahl wird im ElringKlinger-Konzern zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen eingesetzt. Die Kosten für den dazugehörigen Legierungszuschlag, der ausschließlich an der Börse gehandelt wird und nicht in Rahmenverträgen fixiert werden kann, fielen im Jahresverlauf 2017 zunächst, erreichten zum Jahresende jedoch neue Jahreshöchstwerte. Die hohe Nachfrage am Weltmarkt nach Aluminium führte ebenfalls zu teils deutlichen Preisanstiegen. Aluminium setzt ElringKlinger zur Produktion von abschirmtechnischen Produkten ein. Die Prämie, die für die Umarbeitung des Rohstoffes anfällt, konnte im gleichen Zeitraum etwas reduziert werden. Beim technischen Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Leichtbaukomponenten benötigt, nahmen die Preise vor allem im zweiten Halbjahr 2017 deutlich zu. Der Anstieg begründet sich in einer starken globalen Nachfrage nach Leichtbauprodukten, die aus Hochleistungskunststoffen hergestellt werden.

Hohe Rohstoffpreise führen zu steigenden Schrotterlösen

Metallreste, die in unterschiedlichen Produktionsprozessen anfallen, verwertet ElringKlinger global über ein zentrales Metallschrott-Management und veräußert sie weiter. Da die Rohstoffpreise im Jahresverlauf 2017 anstiegen und die Produktionsauslastung gleichzeitig hoch war, lagen die Schrotterlöse mit 38,1 (27,7) Mio. Euro über dem Vorjahr.

Energiebedarf über Lieferverträge langfristig gesichert

Den Großteil des Strom- und Gasbedarfs sichert ElringKlinger über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2017 wurden mit den bestehenden Lieferanten längerfristige Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2021 vereinbart. Der Konzern kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen.

Einen Teil des Strombedarfs deckt der Konzern mit dem Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken (BHKW) ab. So wird die erzeugte Abwärme zum Beispiel an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen zur Generierung von Prozesskälte und für Klimaanlagen verwendet.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effektivität und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung schnell umgesetzt werden.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von der Revisionsabteilung in Zusammenarbeit mit externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz interner und externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Kontrolle der Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Prüfung der Bearbeitung erkannter Risikopositionen erfolgt durch den ressortverantwortlichen Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2017 fanden Revisionen bei neun Tochtergesellschaften sowie in zwei Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.

Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officers benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2017 wurden die Mitarbeiter aus den sensiblen Bereichen, wie zum Beispiel dem Einkauf, eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahme von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Schulungen werden auch 2018 insbesondere für die Mitarbeiter der ausländischen Beteiligungen fortgesetzt. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2017 jedoch nicht zu berichten. Zur Weiterentwicklung des etablierten Compliance-Systems arbeitet ElringKlinger an der Ergänzung des bestehenden Hinweisgebersystems um einen digitalen Meldeweg zur Aufdeckung von Missständen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird hierdurch eine weitere Möglichkeit gegeben, Fehlverhalten, Rechts- und Regelverstöße geschützt an die Compliance-Organisation zu melden. Der Vorstand ist im Übrigen bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Die Jahresabschlüsse aller Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS aufgestellt. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen und das Konzernberichterstattungssystem abgeglichen. Die Berichterstattung aller Konzerngesellschaften erfolgt über ein Konzernberichterstattungssystem und enthält neben den Finanzdaten auch Angaben, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung im Bereich Finanzen überprüft.

Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei denjenigen Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikeneinschätzung

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Einschätzung der Chancen und Risiken erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Chancen- und Risikoprofil des ElringKlinger-Konzerns

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Risiken-/Chancenarten Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
--- --- --- --- --- --- ---
RISIKEN
Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken x x
Politische Risiken x x
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand x x
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb x x
Materialrisiken/Lieferantenrisiken x x
Kundenrisiken x x
Lohnkostenrisiken x x
Personalrisiken x x
IT-Risiken x x
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken x x
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken x x
Strategische Risiken
Technologierisiken x x
Externes Wachstum/Akquisitionen x x
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall x x
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken x x
Währungsrisiken x x
Zinsrisiken x x
Einsatz derivativer Finanzinstrumente x x
CHANCEN
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung x x
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften x x
Erweiterung des Leistungsspektrums x x
Neue Absatzmärkte x x
Branchenkonsolidierung/M&A x x

Konjunkturelle Risiken

Konjunktur- und Branchenrisiken

Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw-Segment als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Nachfrage und letztlich für die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung im ungewissen Ausgang der Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Eurozone sowie in der Rezession in einigen Schwellen- und Entwicklungsländern, die jedoch für den Welthandel von geringer Bedeutung sind.

Ökonomen rechnen für 2018 mit einer Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums. Die wirtschaftliche Gesamtleistung der gesamten Eurozone wird ähnlich moderat zulegen wie in Deutschland. Neben der ebenfalls weiter expandierenden US-Konjunktur wachsen auch die großen Schwellenländer Indien und China kräftig weiter. Selbst Japan zeigt sich nach jahrelanger Stagnation wieder erholt. Eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur wird insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2018 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,9 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein verhalten optimistisches Jahr 2018 ab. Während in Europa ein ähnlich hohes Niveau im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten ist, wird der US-Markt insgesamt etwas abkühlen und auch aus China kommen vergleichsweise nur verhaltene Wachstumssignale. Als Wachstumstreiber werden dagegen die Expansion des indischen Automarkts sowie die Erholung der Märkte in Brasilien und Russland gesehen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war - ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die Pkw-Weltfahrzeugproduktion 2018 um etwa 2 bis 3 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. internationalen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete, der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken.

Die politische Lage in weiten Teilen des Nahen Ostens, in Nordafrika und in einigen Gebieten an der Grenze zu Russland erweist sich unverändert als instabil. Diese Krisenherde zählen zu den für ElringKlinger mit Risiko behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen unmittelbar keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft besteht dagegen das Risiko von Umsatzeinbußen - in den genannten Gebieten wurden im Geschäftsjahr 2017 Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen MillionenEuro-Bereich erzielt. Da in den genannten Regionen in Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

In Spanien zeichnet sich keine Einigung zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden Region Katalonien und der spanischen Zentralregierung in absehbarer Zeit ab. Auslöser der politischen Krise war ein Unabhängigkeitsreferendum am 1. Oktober 2017, bei dem sich die Mehrheit der Wahlteilnehmer für ein unabhängiges Katalonien ausgesprochen hatte. Am 27. Oktober 2017 stimmte das katalanische Parlament für die einseitige Unabhängigkeitserklärung Kataloniens. In der Folge wurde das Parlament von Katalonien von der spanischen Regierung aufgelöst. Bei den Neuwahlen am 21. Dezember 2017 erlangten die separatistischen Parteien erneut eine knappe Mehrheit im Parlament. Solange sich die innenpolitische Lage in der autonomen Region Spaniens nicht weiter verschärft, rechnet der ElringKlinger-Konzern nicht mit unmittelbaren Auswirkungen auf seine Tochtergesellschaft Elring Klinger, S.A.U. mit Sitz in Reus, Spanien.

Nach dem Votum Großbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) im Jahr 2016 wurde der Austrittsprozess am 29. März 2017 von der britischen Regierung rechtswirksam in die Wege geleitet. Nach einer vertraglich vorgesehenen zweijährigen Verhandlungsperiode ist momentan mit einem Austritt im März 2019 zu rechnen. Bei den Verhandlungen sind grundsätzliche Fragen über die zukünftigen Handelsbeziehungen, insbesondere im Hinblick auf die Zollbestimmungen, zu klären. Sollten sich London und Brüssel nicht auf einen Handelsvertrag einigen, kommen die Handelsbedingungen der Welthandelsorganisation zur Anwendung. Aufgrund des ungewissen Verhandlungsausgangs stuft ElringKlinger nach derzeitigem Stand die möglichen Auswirkungen der Brexit- Verhandlungen auf die Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar, Großbritannien, als bedeutsam ein.

Darüber hinaus hat die US-Regierung zahlreiche Maßnahmen zugunsten der nationalen Wirtschaft angekündigt. Dazu gehören neue Steuerregelungen, Zölle auf eingeführte Waren sowie die Aufkündigung und Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). Diese Maßnahmen könnten die Rahmenbedingungen für den globalen Freihandel weiter verschärfen. Je nach Ausgestaltung und konkreter Umsetzung können sich diese Änderungen auch auf ElringKlinger auswirken. Zwar ist der Konzern durch insgesamt drei Produktionsstandorte in den USA diversifiziert aufgestellt und kann inländisch produzieren und ausliefern, doch Produkte aus den Werken in Mexiko und Kanada, die für den US-Markt bestimmt sind, können unter mögliche Zoll- und Steuerneuregelungen fallen.

Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea haben sich im Berichtsjahr deutlich verschärft. Eine zeitnahe Deeskalation in diesem Konflikt ist nicht zu erwarten; die weiteren Entwicklungen sind schwer vorherzusagen. Falls die USA Sanktionen gegen Nordkorea verhängen sollten, könnte sich dies möglicherweise auch negativ auf die ElringKlinger-Tochtergesellschaft ElringKlinger Korea Co., Ltd. mit Sitz in Gumi, Südkorea, auswirken.

Die anhaltende öffentliche Diskussion über die Dieseltechnologie bewirkt darüber hinaus spürbare Änderungen beim Endkundenverhalten. Die Dieselquote bei Neuzulassungen geht erkennbar zurück. Außerdem verunsichern Diskussionen über Fahrverbote in Innenstädten, damit zusammenhängende Gerichtsurteile und generelle Elektrofahrzeugquoten die Öffentlichkeit, sodass hier mit weiteren Folgen zu rechnen sein könnte. Wenn darunter die allgemeine Nachfrage nach Fahrzeugen leidet, wirkt sich dies auch auf ElringKlinger aus.

Allgemeine interne Risiken

Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand

Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen in erster Linie Arbeitsunfälle und die Gefahr von Bränden.

Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit gültigen Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für Mitarbeiter beugt ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vor. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.

Der Brand von Betriebsstätten stellt zwar ein vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. diese vorübergehend zu verlagern.

Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der Preisdruck stellt eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar und hat infolge der Dieselaffäre tendenziell in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.

Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und seiner starken Marktstellung sieht sich ElringKlinger zwar vergleichsweise gut aufgestellt, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht gänzlich entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, ist ElringKlinger auf die Entwicklung von Produkten mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und die Besetzung von Nischenmärkten fokussiert. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.

Der Wettbewerb ist in der Automobilzulieferbranche auf hohem Niveau. Neu in den Markt eintretende Wettbewerber sehen sich allerdings wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe unter anderem spezielle Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären notwendig, um als Wettbewerber in den Markt einzutreten. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.

In einigen Fällen verlangen die Hersteller von der ElringKlinger-Gruppe als Bedingung für die Auftragsvergabe, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben sowie kurze Wege zu den Werken der Fahrzeug- und Motorenhersteller spielen hier eine wesentliche Rolle. Die 2015 gegründete Tochtergesellschaft ElringKlinger Hungary Kft. hat ihren Sitz in Kecskemét-Kadafalva und beliefert seit 2016 sowohl die in Ungarn ansässigen Werke deutscher OEMs als auch andere europäische Kunden mit Serienteilen. In Kecskemet wurde Ende 2017 eine weitere, hochautomatisierte Produktionsstätte für Türmodulträger in Betrieb genommen. In Osteuropa verfügt ElringKlinger zudem über die auf Werkzeugbau spezialisierte Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien.

Daneben ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2017 bei 54,2 % (54,2 %). Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung und Lieferantenmanagement"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) unterliegen einer hohen Volatilität. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können vertraglich nicht abgesichert werden.

Grundsätzlich handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Da die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2017 sich auf hohem Niveau bewegten, wurden Verträge teilweise mit kürzeren Laufzeiten vereinbart.

Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.

Für 2018 geht ElringKlinger von weiterhin zunehmenden Rohstoffeinkaufspreisen, insbesondere für Stahl, auf dem Weltmarkt aus. Auf dem Stahlmarkt ist aufgrund der bestehenden Angebotsverknappung, die aus Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, nach wie vor mit steigenden Preisen zu rechnen. Der Preis für Aluminium, der in den letzten beiden Jahren stark angezogen hat, soll sich auf einem hohen Niveau stabilisieren bzw. leicht ansteigen. Das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen ist in Summe allerdings als moderat einzustufen.

Teilweise vereinbart ElringKlinger mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hierbei besteht das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

Metallreste, die bei den Stanzprozessen anfallen, werden durch das hierfür eingerichtete Schrottmanagement verwaltet und wiederveräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest teilweise ab.

Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Um dem Risiko von produktionsbedingten Unterbrechungen oder Ausfällen infolge von Störungen in der Lieferantenkette entgegenzuwirken, disponiert der Konzern Material frühzeitig und verfolgt grundsätzlich eine Mehrlieferantenstrategie. Für wesentliche Materialien und Zukaufteile sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen umfassenden Prüfungen unterzogen. Im Geschäftsjahr 2017 betrug der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen 23 % (19 %). Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.

Der Wandel in der Automobilindustrie bewirkt jedoch auch, dass die Geschäftsfelder für neue Antriebsarten, wie zum Beispiel Batterie- oder Brennstoffzellentechnologie, sowohl neue Materialien einsetzen als auch die Mengen, die Kostenentwicklungen sowie die Lieferantenstruktur der neuen Materialien aus heutiger Sicht schwer einzuschätzen sind. Dieses Risiko wird durch die bislang beschriebenen Material- und Lieferantenrisiken nicht abgebildet und muss zusätzlich berücksichtigt werden.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einem bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe dieses Herstellers für die in dessen Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgehen.

Aufgrund der anhaltenden öffentlichen Diskussion über die Dieseltechnologie hat das Kundenrisiko in der Automobilbranche grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Für den Konzern sind aufgrund seines breiten Produktportfolios, das größtenteils unabhängig von der Antriebsart zu betrachten ist, und seiner diversifizierten Kundenstruktur dadurch keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten, sofern der derzeit zu beobachtende Absatzrückgang von Dieselfahrzeugen nicht einen allgemeinen Nachfragerückgang nach Fahrzeugen nach sich zieht. Da der Mobilitätsbedarf global weiterhin wachsen wird, geht ElringKlinger jedoch allenfalls von einer Nachfrageverschiebung aus.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat ElringKlinger seinen Kundenstamm in den letzten Jahren ständig verbreitert. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2017 bei rund 25 % (rund 27 %). Der größte Einzelkunde hat 10,2 % (11,0 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2017 beigetragen.

Darüber hinaus verändert sich durch den Wandel in der Automobilindustrie auch die Kundenstruktur: Zu den traditionellen Anbietern treten die neuen innovativen Hersteller, die neue Modelle und/oder Konzepte verfolgen und oft noch Start-up-Charakter haben. Hier hängt der Geschäftsverlauf maßgeblich von der Entwicklungskraft und den stetigen Finanzierungsrunden ab. Es ist nicht auszuschließen, dass einer der sogenannten "New Players" mangels Anschlussfinanzierung nicht längerfristig am Markt teilnimmt. ElringKlinger könnte dadurch gewonnene Entwicklungsprojekte oder Aufträge wieder verlieren oder müsste auch eine finanzielle Belastung im Aufwand berücksichtigen. Der Konzern begegnet diesem gestiegenen Kontrahentenrisiko mit einer risikominimierenden Kundenstrategie, indem Zahlungsmodalitäten angestrebt werden, die im Wesentlichen dem jeweiligen Projektverlauf entsprechen und damit die ausstehenden Investitions- und Entwicklungsbeträge decken.

Lohnkostenrisiken

Nach den Materialkosten stellen die Lohnkosten den zweitgrößten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten lag im Geschäftsjahr 2017 bei 26,9 % (26,1 %).

Mit 40,3 % (41,4 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein großer Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen bzw. eine Absenkung der tariflichen bezahlten Arbeitszeit im Inland könnten sich spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern.

In den letztjährigen Tarifverhandlungen hat die IG Metall vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchsetzen können, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in Deutschland tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre lagen bei 3,4 % ab April 2015, 2,8 % ab Juli 2016 sowie 2,0 % ab April 2017. Durch den im Februar 2018 erzielten Tarifabschluss in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie erhöhen sich mit Wirkung zum 1. April 2018 die Entgelte um weitere 4,3 %.

In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 15 % (knapp 16 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig ist, liegt das Lohnkostenniveau dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die Dynamik der zunehmenden Lohnentwicklung als latentes Risiko für die Ertragslage der Landesgesellschaften zu betrachten.

Im Falle einer unerwartet rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie beispielsweise Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2017 bei 14,6 % (18,2 %).

In der gesamtheitlichen Betrachtung stellt die Lohnkostenentwicklung der letzten Jahre ein moderates Risiko für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Konzern begegnet Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und die Beschäftigtenzahl im Inland zu sichern.

Personalrisiken

Als führender Technologiekonzern ist ElringKlinger in besonderer Weise auf das Engagement und die Erfahrung seiner Mitarbeiter angewiesen. Da sie wichtige Know-how-Träger für das Unternehmen darstellen, trägt ElringKlinger Sorge dafür, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Etablierung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll sich die Fluktuationsquote konstant auf einem Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen. Spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten werden nach Möglichkeit nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf - etwa 53 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 26 % sind jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten bzw. in bestimmten Fachbereichen des Konzerns wird es tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Personalmarketing durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Außerdem bildet der Konzern zur Sicherung des Nachwuchses junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten ist ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktionssteuerung bis hin zur Lieferkette. Dies hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten bzw. Zahlungsabflüsse auswirken können.

ElringKlinger trägt Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, werden doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen.

Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind und somit räumlich getrennt sind. Damit sichert sich das Unternehmen gegen Systemausfälle und Datenverluste ab. Alle Daten der internationalen Standorte werden zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen verhindern unberechtigte externe Zugriffe.

Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger unterliegt als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können derartige Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Bestimmte Einzelrisiken hinsichtlich Qualitätsproblemen und hoher Kapazitätsauslastungen im Segment Erstausrüstung sind derzeit vorhanden, deren mögliche finanzielle Auswirkungen als moderat zu bezeichnen sind. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.

Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitestgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus gesetzeswidrigen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang einnehmen.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und auf dem Prinzip der Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen, um langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten zu erzielen (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren und mittelfristig seine Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährden. Dieses Szenario würde sich mittel- bis langfristig in negativer Weise auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Der Konzern wendete daher mit rund 5 % des Umsatzes in den letzten Jahren einen im Branchenvergleich verhältnismäßig hohen Betrag für Forschung und Entwicklung auf. In den letzten Jahren sind zudem hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden.

Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf wesentliche Kernthemen der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des Fahrzeuggewichts durch den Einsatz von Leichtbau-Strukturbauteilen sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit hat sich ElringKlinger schon frühzeitig und mit hohem Aufwand für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik oder in der Brennstoffzellentechnologie. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche nach wie vor noch verhältnismäßig gering ausfällt, wäre mit einem durchgreifenden schnellen Technologiewandel oder einer verschärften Gesetzgebung für Abgasnormen die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; diese hätten verstärkten Preisdruck zur Folge.

Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart - ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor - nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält insbesondere aufgrund des bevorstehenden Wandels der Branche in Richtung Elektromobilität ungebrochen an. Für ElringKlinger ergibt sich vor diesem Hintergrund mittelfristig die Gelegenheit, durch gezielte Zukäufe schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.

Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die die Konzernmarge zumindest temporär belasten. Höhere Investitionen als ursprünglich geplant könnten zudem erforderlich werden, was einen größeren Finanzierungsbedarf nach sich zieht. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang realisiert werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen bzw. externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität geprüft, analysiert und bewertet.

ElringKlinger tätigt eine Akquisition grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamtkonzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

In vergleichbarer Weise entstehen auch Risiken aus getätigten oder weiteren möglichen Desinvestitionen von Tochtergesellschaften und/oder Geschäftsbereichen.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfall

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei denjenigen Kunden, die dem Segment Erstausrüstung zuzuordnen sind, ist angesichts der guten Branchenkonjunktur in Nordamerika, Westeuropa und weiten Teilen Asiens für ElringKlinger insgesamt als relativ gering einzuschätzen. Durch den breit diversifizierten Kundenkreis ist das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden eingeschränkt. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2017 zwischen 13,0 und 28,9 Mio. Euro (11,9 und 27,2 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Das Kreditvergabeverhalten der Banken stellt sich nach der Aufnahme des Schuldscheindarlehens unverändert dar. Gleichzeitig erfordern das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf generell steigt. Sollten die Ratingagenturen das allgemeine Risikoprofil der Automobilindustrie schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist ein Finanzierungsrisiko latent vorhanden - trotz der deutlich verbesserten Ertragssituation in der Branche und niedrigen Marktzinsen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist weiterhin nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von 44,0 % (47,2 %) und einem Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 2,7 (2,3) unkritisch dar. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 136,1 (122,2) Mio. Euro zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2017 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand nicht erkennbar.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der bedeutsamsten Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).

Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging).

Währungsrisiken ergeben sich zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von 28,7 (-33,4) Mio. Euro.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren. Im Geschäftsjahr 2017 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von minus 11,1 (0,5) Mio. Euro.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten internationalen Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang-und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.

Das im Juli 2017 begebene Schuldscheindarlehen wurde genutzt, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu tilgen, sodass angesichts fixer Zinssätze die Planbarkeit der Zinsaufwendungen verbessert werden konnte. In Summe wurde ein Volumen von 200 Mio. Euro in Tranchen zu 5, 7 und 10 Jahren mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 1,23 % emittiert. Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und infolge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente setzt ElringKlinger nur in Einzelfällen ein, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisschwankungen eingesetzt werden, liegen die benötigten physischen Bezugsmengen in jedem Fall zugrunde.

Auf Basis eines rollierenden Systems sicherte ElringKlinger im Geschäftsjahr 2017 geringe Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen ab. Die Absicherung erfolgte über Nickeltermingeschäfte.

Chancen

Klimawandel/Emissionsgesetzgebung

Eines der zentralen Themen der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Seit 2009 unterliegen Pkw in der EU einer CO2 -Regulierung. Das für Pkw-Neuwagen festgelegte Durchschnittsziel lag für das Jahr 2015 bei 130 g/km; bis 2020 soll der CO2 -Ausstoß bei maximal 95 g/km liegen. Für 95 % der Fahrzeugflotte der Hersteller ist dieser Grenzwert bereits

2020verbindlich; ab 2021 gilt er dann für die gesamte Flotte. Sollten diese Vorgaben zum genannten Zeitpunkt nicht eingehalten werden, drohen den Herstellern empfindliche Strafzahlungen.

Doch diese Schwelle wird nicht den Endpunkt markieren, in Brüssel werden derzeit noch niedrigere Grenzwerte diskutiert. Ende 2017 hat die EU-Kommission einen Regulierungsvorschlag für die Zeit nach 2020 vorgelegt. Danach soll der CO2 -Ausstoß neu zugelassener Fahrzeuge im Jahr 2025 um weitere 15 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2021 gesenkt werden. Sollten diese Regulierungsvorschläge in Kraft treten, bliebe Europa die Region mit den weltweit strengsten CO2 -Grenzwerten. Auch die USA und Asien sehen sich zusehends anspruchsvolleren Emissionsgrenzen gegenüber. In den USA sind 121 g/km bis 2020 als Flottenziel vorgeschrieben, in China 117 g/km, in Japan 105 g/km. Hinzu kommt, dass sich Schwellenländer wie Indien bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Die unveränderte Nachfrage nach Verbrennungsmotoren führt zu einer weiterhin hohen Nachfrage in den Bereichen der Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme - für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.

Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.

Die deutsche Bundesregierung hatte sich das Ziel gesetzt, mithilfe von Kaufanreizen das ausgegebene Ziel von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 doch noch zu verwirklichen. Dazu wurde im Juli 2016 eine staatliche Kaufprämie eingeführt. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden mit 4.000 Euro und Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeuge mit 3.000 Euro gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis Juni 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. Bis zum Jahr 2021 sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Die Kaufanreize bzw. die Verbesserung der strukturellen Rahmenbedingungen für Elektromobilität sind darauf ausgerichtet, zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beizutragen und steigende Absätze elektrisch betriebener Pkw herbeizuführen.

Um den Wandel in Richtung Elektromobilität zu beschleunigen, haben einige Länder in Europa angekündigt, klassische Verbrennungsmotoren in bestimmten Gebieten ab einem bestimmten Zeitpunkt gänzlich zu verbieten - Frankreich und Großbritannien streben eine Umsetzung für das Jahr 2040 an; Norwegen diskutiert ein Verbot bereits für 2025. Auch China, der größte Fahrzeugmarkt der Welt, bereitet den Abschied von Verbrennungsmotoren vor, indem den Automobilherstellern per Gesetz verpflichtende Mindestziele für die Produktion und den Verkauf von alternativen Antrieben ab dem Jahr 2019 auferlegt werden.

Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie in Bezug auf die Reichweite würden für zusätzliche Akzeptanz von Elektroautos bei den Autokäufern sorgen. ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens bereits verschiedene Pkw-Hersteller mit Serienprodukten beliefert.

Die Brennstoffzellentechnologie nimmt ebenfalls eine gewichtige Rolle im Bereich der alternativen Antriebe ein - neben dem Pkw-Bereich soll die Brennstoffzelle auch im Lkw-Bereich und bei Bussen mittelfristig an Bedeutung gewinnen. Denn im Gegensatz zur Batterietechnologie sind mit der Brennstoffzelle die Vorteile einer längeren Reichweite verbunden. Die für den Antrieb notwendige Wasserstoffversorgung kann zudem einfach über die bestehende Tankstelleninfrastruktur sichergestellt werden. ElringKlinger hat frühzeitig den Einstieg in die Brennstoffzellentechnologie geschafft und hält neben verschiedenen Komponenten auch komplette Brennstoffzellenstacks bereit. Vor dem Hintergrund, dass sich der Brennstoffzellenmarkt in der Automobilindustrie derzeit noch im Aufbau befindet, sieht der ElringKlinger-Konzern beträchtliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends/Neue Abgasvorschriften

Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber in die Realität umzusetzen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, werden die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns durchaus als wesentlich eingestuft.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, um das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how gezielt zur Ergänzung bzw. Erweiterung des Leistungsspektrums einzusetzen.

Da dies bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben ist, sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebs- und Energieversorgungstechnologien in den Bereichen Batterietechnik und Brennstoffzelle als Beispiele dienen. Außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich für den Bereich Kunststofftechnik mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Produktportfolios Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines Umsatzwachstums zu erreichen, das überproportional zum globalen Marktwachstum liegt.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für das bestehende ElringKlinger-Portfolio, vor allem für die beiden zukunftsweisenden Säulen der Elektromobilität, worunter Brennstoffzellentechnologie und Batterietechnik fallen, und der Leichtbaustrukturkomponenten. In erster Linie ist in diesem Zusammenhang der chinesische Fahrzeugmarkt zu nennen, der mithilfe von staatlichen Förderungsmaßnahmen sowohl für die Verbraucher als auch für die Hersteller den antriebsbezogenen Mobilitätswandel vom Verbrennungsmotor in Richtung Elektromobilität vorantreibt. Auch im Hinblick auf neu entwickelte Technologien, beispielsweise bei der Entwicklung und Produktion von Batteriezellen, nimmt Asien eine Vorreiterrolle ein. Innerhalb dieses gesetzgeberischen und technologischen Umfeldes ergibt sich für den Konzern das Potenzial zur Absatzerweiterung in beträchtlichem Ausmaß in den nächsten Jahren.

Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme sowie durch die Erschließung neuer Absatzregionen, allen voran in Nordamerika und Asien, weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" hat seine Aktivitäten in Asien gezielt ausgebaut. Dabei wurde insbesondere die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbietern weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde das bestehende Ersatzteilgeschäft in Nordamerika systematisch ausgebaut.

Außerhalb der Automobilindustrie bieten sich insbesondere für das Segment Kunststofftechnik mit seinem Produktportfolio rund um den Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen) weitere Absatzmärkte im Maschinenbau, in der Medizin-, Chemie-, Elektroindustrie sowie in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Branchenkonsolidierung/M&A

Das an der Pkw-Produktion gemessene Wachstum der Automobilbranche wird für die kommenden Jahre insbesondere in Asien erwartet. Dies stellt viele nationale mittelständische Automobilzulieferunternehmen mittelfristig vor große Herausforderungen, da sie sich noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert.

Es ist davon auszugehen, dass die Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche in den kommenden Jahren weiter anhalten wird. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter den genannten Rahmenbedingungen weiterhin gegeben.

Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus die Möglichkeit, durch Übernahmen das Technologieportfolio zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Teilweise scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls auch umzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass ElringKlinger in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird, sofern diese dem Bereich der neuen Antriebstechnologien zuzuordnen sind. Der Konzern richtet seinen Fokus auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder aus, wohingegen in traditionelle Geschäftsfelder rund um den Verbrennungsmotor grundsätzlich keine Akquisitionen mehr getätigt werden. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Sie können, gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern, von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns trotz der großen Dynamik im Vergleich zum Vorjahr vergleichbar darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern insbesondere in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Umbruch in der Antriebstechnologie sowie in externen Angriffen auf die IT-Infrastruktur.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, Nordamerika und China zeigen sich weiterhin auf einem stabilen Niveau. Die unveränderte politische Situation im Nahen Osten sowie vermehrte Spannungen zwischen den USA und Nordkorea sind risikobehaftet. Die Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der Europäischen Union und die innerspanische Krise mit dem Katalonien-Konflikt sind als jene politischen Risiken zu werten, die abhängig von ihrem Ausgang einen unmittelbaren Einfluss auf den ElringKlinger-Konzern haben könnten. Darüber hinaus sind gewisse strategische und operative Risiken innerhalb des Konzerns unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau.

Der Wandel der Automobilindustrie ändert das Produktportfolio von ElringKlinger. Produkte aus den strategischen Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität nehmen an Bedeutung zu, traditionelle Produkte, die sich vor allem auf den Verbrennungsmotor beziehen, verlieren an Relevanz. Diese Änderung wirkt sich auch sukzessive auf das Risikoprofil des Konzerns aus.

Der ElringKlinger-Konzern ist mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und seiner flexiblen Kostenstruktur in der Lage, bei Bedarf zeitnah und durchgreifend mit den entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 44,0 % (47,2 %) sowie die unveränderte Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie E-Mobility hat das Unternehmen frühzeitig investiert. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vergütungssystem

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O-Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche KonzernEBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts.

Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Beispielrechnung LTI I

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EBIT-Mittelwert 210.000.000

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in € Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2017 x 3
Dr. Wolf 0,80% 1.680.000 1.662.000
Becker 0,60% 1.260.000 1.287.000
Jessulat 0,40% 840.000 864.000
Summe 3.780.000 3.813.000

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus wird zu Beginn eines dreijährigen Bezugszeitraums gewährt und entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus den drei folgenden Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote (T).

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres.

90 % des auf den LTI II entfallenden Betrags werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied nach Ende des dreijährigen Bezugszeitraums im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrags erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von weiteren drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Beispielrechnung LTI II

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EVA-Mittelwert 95.000.000

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in € Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2017 x 2
Dr. Wolf 1,25% 1.187.500 1.108.000
Becker 1,00% 950.000 858.000
Jessulat 0,40% 380.000 576.000
Summe 2.517.500 2.542.000

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O-Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 % und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengelds bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengelds, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrags nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Weder im Jahr 2016 noch im Jahr 2017 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2017

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017.

Vorstandsvergütung 2017 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Die für 2016 angegebenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016. Wir verweisen auf weitere Erläuterungen unter "Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Vorjahr".

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 617 554 453 418 321 313
variable erfolgsabhängige Vergütung 1.099 1.127 825 845 550 562
Summe 1.716 1.681 1.278 1.263 871 875
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 35 253 28 202 11 81
Summe 35 253 28 202 11 81
Gesamtvergütung 1.751 1.934 1.306 1.465 882 956

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Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 0 69 1.391 1.354
variable erfolgsabhängige Vergütung 0 141 2.474 2.675
Summe 0 210 3.865 4.029
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 0 0 75 536
Summe 0 0 75 536
Gesamtvergütung 0 210 3.940 4.565

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
in TEUR 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 255 218 167 144
Barwert (DBO) 5.580 5.023 4.109 3.720

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Thomas Jessulat Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 216 150 0 20 638 532
Barwert (DBO) 409 150 - - 10.098 8.893

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2017 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017. Die in den folgenden Tabellen enthaltenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 gewährt wurden:

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Dr. Stefan Wolf
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2017 Min. 2017 Max. 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 554 554 554 507
Nebenleistungen 63 63 63 47
Summe 617 617 617 554
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.099 0 1.662 1.127
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 110
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 39 0 1.108 0
Summe 1.138 0 2.770 1.237
Versorgungsaufwand 255 255 255 218
Gesamtvergütung 2.010 872 3.642 2.009

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Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2017 Min. 2017 Max. 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 429 429 429 393
Nebenleistungen 24 24 24 25
Summe 453 453 453 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 825 0 1.287 845
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 88
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 31 0 858 0
Summe 856 0 2.145 933
Versorgungsaufwand 167 167 167 144
Gesamtvergütung 1.476 620 2.765 1.495

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Thomas Jessulat
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2017 Min. 2017 Max. 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 288 288 288 288
Nebenleistungen 33 33 33 25
Summe 321 321 321 313
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 550 0 864 562
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 81
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 41
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 35
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 12 0 576 0
Summe 562 0 1.440 719
Versorgungsaufwand 216 216 216 150
Gesamtvergütung 1.099 537 1.977 1.182

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Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2017 Min. 2017 Max. 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 0 0 0 66
Nebenleistungen 0 0 0 3
Summe 0 0 0 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 141
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 0 0 0 0
Summe 0 0 0 141
Versorgungsaufwand 0 0 0 20
Gesamtvergütung 0 0 0 230

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Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2017 Min. 2017 Max. 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.271 1.271 1.271 1.254
Nebenleistungen 120 120 120 100
Summe 1.391 1.391 1.391 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.474 0 3.813 2.675
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 81
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0 0 41
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 0 0 233
Mehrjährige variable Vergütung 2017-2019 82 0 2.542 0
Summe 2.556 0 6.355 3.030
Versorgungsaufwand 638 638 638 532
Gesamtvergütung 4.585 2.029 8.384 4.916

Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2017 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2017 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2017 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2017 aus.

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Zufluss gemäß DCGK Dr. Stefan Wolf Theo Becker
in TEUR 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 554 507 429 393
Nebenleistungen 63 47 24 25
Summe 617 554 453 418
Erfolgsabhängige Vergütung 1.099 1.127 825 845
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 253 0 202
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 35 0 28 0
Summe 1.134 1.380 853 1.047
Versorgungsaufwand 255 218 167 144
Gesamtvergütung 2.006 2.152 1.473 1.609

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Zufluss gemäß DCGK Thomas Jessulat Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 288 288 0 66 1.271 1.254
Nebenleistungen 33 25 0 3 120 100
Summe 321 313 0 69 1.391 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung 550 562 0 141 2.474 2.675
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 81 0 0 0 536
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 11 0 0 0 74 0
Summe 561 643 0 141 2.548 3.211
Versorgungsaufwand 216 150 0 20 638 532
Gesamtvergütung 1.098 1.106 0 230 4.577 5.097

Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds im Vorjahr

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Für die in den Jahren 2017 und 2018 zu leistenden Beträge wurden im Geschäftsjahr 2016 Rückstellungen von insgesamt TEUR 2.536 gebildet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden diese Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.434 durch Auszahlungen verbraucht.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2017

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 702 (2016: TEUR 741). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 1 (2016: TEUR 2) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Klaus Eberhardt 55 32 41 27 96 59
Walter Herwarth Lechler 24 68 19 54 43 122
Markus Siegers 44 44 37 41 81 85
Ernst Blinzinger 9 24 8 27 17 51
Nadine Boguslawski 24 24 25 27 49 51
Armin Diez 28 28 25 27 53 55
Pasquale Formisano 24 24 25 27 49 51
Rita Forst 24 24 25 27 49 51
Andreas Wilhelm Kraut 16 0 16 0 32 0
Gerald Müller 10 0 10 0 20 0
Paula Monteiro-Munz 28 28 25 27 53 55
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 25 27 49 51
Gabriele Sons 32 32 25 27 57 59
Manfred Strauß 29 24 25 27 54 51
Gesamtvergütung 371 376 331 365 702 741

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben gemäß § 289a Abs. 1 und § 315a HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2017 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2017 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.

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Professor Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,006 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Neuhausen auf den Fildern, Deutschland Insgesamt 20,037 % (davon werden ihr 10,035 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 315d in Verbindung mit § 289f HGB ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter

www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporategovernance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung

Mit den der Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/EU folgenden Berichtspflichten über nichtfinanzielle Informationen sind kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland ab dem Geschäftsjahr 2017 dazu verpflichtet, jährlich über die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Aspekte Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. ElringKlinger hat bereits in den letzten Jahren im Rahmen des Geschäftsberichtes sowie in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht über Nachhaltigkeit berichtet. Für das Geschäftsjahr 2017 wird ElringKlinger eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 315c in Verbindung mit 289c bis 289e HGB abgeben, die bis zum 30. April 2018 in einem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht auf der Internetseite von ElringKlinger veröffentlicht wird. Die nichtfinanzielle Erklärung für den Konzern wurde mit der nichtfinanziellen Erklärung des börsennotierten Mutterunternehmens ElringKlinger AG zusammengefasst. Sie finden die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung von ElringKlinger für das Geschäftsjahr 2017 auf www.elringklinger.de/2017-nfe-de.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Das intakte konjunkturelle Umfeld sowie volkswirtschaftliche Frühindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums. Auch der Pkw-Weltmarkt dürfte 2018 auf Wachstumskurs bleiben. Der allgemeinen Markterwartung, dass die globale Automobilproduktion im Geschäftsjahr 2018 um 2 bis 3 % zulegen wird, schließt sich ElringKlinger an.

In seinem Weltwirtschaftsausblick vom Januar 2018 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das laufende Jahr ein leicht beschleunigtes Wachstum. Zu den Abwärtsrisiken zählen protektionistische Tendenzen und politische Unsicherheiten wie beispielsweise die Spannungen am Persischen Golf, die Nordkorea-Krise oder der beschlossene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Für die Eurozone rechnet der IWF mit einer stärkeren Erholung, die sich vor allem auf die Binnennachfrage und robuste Exportwirtschaft stützen wird. Aufgrund der anhaltend lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird das Zinsniveau allen Erwartungen nach sehr niedrig bleiben. Dies sollte für Konsum und Investitionen die treibende Kraft darstellen. Die Arbeitslosigkeit in den Peripheriestaaten ist rückläufig und ein Kurswechsel der Europäischen Zentralbank trotz der schrittweisen Reduzierung von Anleihekäufen nicht zu erwarten. Auch für Deutschland wird ein moderates Wachstum prognostiziert.

Die US-Wirtschaft wird 2018 ebenfalls weiter expandieren. Die im November 2017 beschlossene US-Steuerreform hat die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen merklich angehoben. Vor allem Investitionen dürften hierdurch einen Auftrieb erhalten. Zudem unterstützt die sehr gute Beschäftigungssituation die Binnennachfrage in der weltgrößten Volkswirtschaft.

Das Expansionstempo der chinesischen Volkswirtschaft dürfte sich leicht verlangsamen. Belastend sind vor allem die hohe Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr in %

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2017 Prognose 2018 Prognose 2019
Welt 3,7 3,9 3,9
Industriestaaten 2,3 2,3 2,2
Schwellen- und Entwicklungsländer 4,7 4,9 5,0
Deutschland 2,5 2,3 2,0
Eurozone 2,4 2,2 2,0
USA 2,3 2,7 2,5
Brasilien 1,1 1,9 2,1
China 6,8 6,6 6,4
Indien 6,7 7,4 7,8
Japan 1,8 1,2 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Jan. 2018)

Weltfahrzeugmarkt wächst weiter

Für den Pkw-Weltmarkt bestehen insgesamt gute Aussichten für das Jahr 2018. Zwar werden die USA und - infolge des Rückgangs in Großbritannien - auch Westeuropa voraussichtlich nicht mehr ganz das hohe Niveau 2017 halten können, das Wachstum in anderen Märkten wie beispielsweise China und Brasilien sollte dies aber auf globaler Ebene mehr als ausgleichen können. Der deutsche Branchenverband VDA erwartet ein weltweites Absatzplus von 1 % auf 85,7 Mio. Neufahrzeuge. Die Weltfahrzeugproduktion soll nach allgemeinen Markterwartungen um 2 bis 3 % steigen. Dieser Einschätzung schließt sich ElringKlinger an.

Ausblick Pkw-Absatz 2018

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Veränderung zum Vorjahr Fahrzeuge
Westeuropa -1 % 14,2 Mio.
Deutschland -1 % 3,4 Mio.
USA -2 % 16,8 Mio.
China +2 % 24,7 Mio.
Indien + 10 % 3,6 Mio.

Quelle: Verband der Automobilindustrie (VDA)

Die europäische Automobilkonjunktur sollte in einer guten Verfassung bleiben. Haupttreiber sind die positiven Konjunkturaussichten, die steigende Beschäftigung und nach wie vor sehr günstige Finanzierungsmöglichkeiten. Nach Einschätzung des VDA werden von den Top-5-Märkten Spanien und Italien prozentual mit 5 % bzw. 4 % die größten Zuwächse erzielen. Frankreich müsste leicht um 1 % wachsen können, während der Nachfragerückgang im zweitgrößten EU-Markt Großbritannien ein 8-prozentiges Minus bedeuten könnte. Die neuen EU-Länder warten mit einer höheren Dynamik auf, sodass der gesamteuropäische Markt auf dem Vorjahresniveau von 15,6 Mio. Einheiten stabil bleiben sollte.

Für Deutschland wird nach einem starken Verkaufsjahr 2017 mit einem leichten Rückgang von 1 % auf ein Volumen von 3,4 Mio. Neuzulassungen gerechnet. Die Inlandsproduktion sowie der Export von Fahrzeugen aus Deutschland werden voraussichtlich mit jeweils 5,6 bzw. 4,3 Mio. Pkw stabil bleiben. Da die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller weiter wachsen wird, dürfte ihre Pkw-Weltproduktion um 2 % auf 16,7 Mio. Einheiten steigen.

Das Autogeschäft in den Vereinigten Staaten bewegt sich trotz der Abkühlung im Vorjahr auf einem hohen Niveau. 2018 soll sich der Markt zwar weiter abschwächen, dennoch dürfte die Kauflaune der US-Verbraucher grundsätzlich intakt bleiben.

Der chinesische Automarkt wird moderat zulegen. Immer beliebter werden die sogenannten SUV (Sport Utilities Vehicles). Die ursprünglich für 2018 geplante Einführung einer Quotenregelung für elektrisch angetriebene Pkw wurde auf das Jahr 2019 verschoben - daher dürfte der Anteil der sogenannten NEV (New Energy Vehicles) im aktuellen Jahr vergleichsweise gering bleiben. Die Expansion des indischen Automarkts setzt sich ebenfalls fort. 2018 könnten dort erstmals mehr Neufahrzeuge zugelassen werden als in Deutschland. Japans Pkw-Markt wird nach dem kräftigen Wachstum 2017 eine Verschnaufpause einlegen. Die Märkte in Russland und Brasilien sollten sich 2018 weiter erholen.

E-Mobilität rollt ab 2020 verstärkt auf den Straßen

Mit Blick auf alternative Antriebe ist festzustellen, dass das Interesse der Fahrzeugkäufer an der E-Mobilität deutlich zugenommen hat. Dennoch wird ihr Marktanteil bei neu zugelassenen Fahrzeugen mittelfristig noch von nachrangiger Bedeutung sein. Die angekündigte Produktoffensive der Hersteller wird die E-Mobilität ab 2020 mehr beleben. Branchenexperten sehen Europa bis 2025 bei einem Anteil von 25 % Elektroautos (batterieelektrische Pkw und Plug-in-Hybride), den Leitmarkt China bei etwa 30 % und die USA wird demnach mit 20 % das Schlusslicht bilden.

Nutzfahrzeugmärkte 2018 auf positivem Terrain

Nachdem der europäische Nutzfahrzeugmarkt seit 2015 gewachsen ist, rechnet ElringKlinger auf dem erreichten hohen Niveau mit einer Seitwärtsbewegung. Auch die Nachfrage in Deutschland dürfte 2018 stabil und damit in etwa auf dem Rekordniveau von 2017 bleiben.

Dem US-Truckmarkt wird ein starkes Jahr 2018 vorausgesagt. Die im vierten Quartal 2017 verzeichneten hohen Auftragseingänge bei den Lkw-Herstellern, insbesondere im schweren Class-8-Segment, untermauern die Einschätzung, dass schwere Nutzfahrzeuge im Vergleich zu 2017 prozentual zweistellig zulegen könnten.

Prognose Unternehmen

Branche in dynamischem Umfeld

Die globale Unsicherheit ist in den letzten Monaten größer geworden. Zunehmende nationale Interessen entziehen politischen Institutionen wie der UNO, der NATO oder der EU ihre Entscheidungs- und Durchsetzungskraft, wirtschaftliche Bündnisse wie die Nordamerikanische Freihandelszone (NAFTA) werden durch einen Teil ihrer Mitglieder infrage gestellt, Zölle und Handelsschranken gefährden den freien Handel. Für die Automobilbranche wird diese grundsätzliche Unsicherheit noch verstärkt: Es werden zu den bestehenden Emissionsvorschriften immer striktere Regulierungen beschlossen, wie beispielsweise durch die EU für die Jahre 2025 und 2030. Dieser umweltpolitisch sinnvolle Gedanke stellt die Branche vor große Herausforderungen. Hinzu kommt, dass die öffentliche Wahrnehmung von einer anhaltenden Diskussion über Dieselfahrverbote in Innenstädten und immer wieder neuen Nachrichten über Regel- oder Gesetzesverstöße von Herstellern und Zulieferern beherrscht wird. Letztlich werden die Endkunden dadurch immer weiter verunsichert.

Im Ergebnis resultiert daraus ein dynamisches, von vielfältigen Faktoren beeinflusstes Branchenumfeld, das die Ableitung von Prognosen, die über den kurzfristigen Bereich hinausgehen, für Unternehmen erschwert. Nichtsdestotrotz geht ElringKlinger weiterhin von einem soliden Wachstum der globalen Fahrzeugmärkte ohne größere, die weltweite Konjunktur beeinträchtigende Effekte aus.

Effektive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Nicht zuletzt durch die frühzeitigen Entwicklungstätigkeiten im Bereich des Leichtbaus und der Komponenten für Brennstoffzellen vor fast 20 Jahren sowie den ersten Auftrag für Batteriekomponenten vor knapp zehn Jahren ist ElringKlinger für den bevorstehenden Wandel in der Automobilindustrie vorbereitet. Der Konzern setzt sich stets zum Ziel, nah an den Bedürfnissen der Kunden zu entwickeln, um marktfähige Ideen von der Entwicklungsphase zur Serienreife zu führen. Diesen Anspruch will ElringKlinger auch 2018 erfüllen und beabsichtigt daher, rund 5 bis 6 % des Umsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen einzusetzen.

Unverändert starke Auftragslage untermauert Umsatzerwartungen

Der hohe Innovationsgrad und die Einzigartigkeit des Produktportfolios zeigen sich in der überaus guten Auftragslage des Konzerns. Im Berichtsjahr haben die Kunden Produkte in einem Volumen von 1.732,0 Mio. Euro abgerufen - ein Rekordniveau für den Auftragseingang. Damit übertrifft der Konzern das Vorjahresniveau um 38,3 Mio. Euro oder 2,3 %. Legt man konstante Wechselkurse zugrunde, hätte der Auftragseingang sogar 1.806,4 Mio. Euro betragen. Folgerichtig erhöhte sich auch der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2017 um 68,1 Mio. Euro oder 7,3 % auf 1.000,6 (932,5) Mio. Euro, währungsbereinigt sogar um 115,5 Mio. Euro oder 12,4 % auf 1.048,0 Mio. Euro.

Die gute Auftragslage stimmt den Konzern zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren in Abhängigkeit vom globalen Fahrzeugmarkt ein starkes Umsatzwachstum auszuweisen. Grundlage dafür ist das breite und attraktive Produktportfolio, von dem ElringKlinger profitieren wird und das der Konzern stetig erweitert. Neben den traditionellen Geschäftsfeldern erwartet ElringKlinger auch in den Zukunftsfeldern einen Umsatzanstieg. Dazu gehört zum einen als Teil des Geschäftsbereichs Leichtbau/Elastomertechnik der Leichtbau für Strukturkomponenten, der mit seinen innovativen Produkten volumenstarke Aufträge gewinnen konnte, die derzeit und in den kommenden Jahren anlaufen. Hinzu kommen erwartete neue Aufträge aus den Geschäftsfeldern Batterietechnologie und Brennstoffzellentechnologie, die im Zuge des Wandels in der Automobilbranche auf mittlere Sicht erwartungsgemäß stark zulegen werden.

Insgesamt geht ElringKlinger davon aus, dass der Konzern mit seinem organischen Umsatzwachstum 2018 das globale Marktwachstum weiterhin um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Basis ist dabei die allgemeine Markterwartung, dass die globale Automobilproduktion auch im Geschäftsjahr 2018 zulegen wird. Unter Berücksichtigung der hohen Niveaus in Nordamerika, Europa und China geht ElringKlinger von einem Marktwachstum von 2 bis 3 % aus. Auch mittelfristig rechnet ElringKlinger aufgrund seiner guten Auftragslage und seiner innovativen Produktpalette damit, das globale Marktwachstum übertreffen zu können.

Währungsumrechnungen haben den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr gemindert. Unter Berücksichtigung der vielfältigen Einflussfaktoren ist eine ähnliche Entwicklung auch für das laufende Geschäftsjahr 2018 nicht auszuschließen.

Mit der Entwicklung im Bereich der Batterie- und der Brennstoffzellentechnologie sowie der hofer-Beteiligung hat sich ElringKlinger schlagkräftig für die Mobilität der Zukunft aufgestellt. Auch künftig sind ausgewählte Akquisitionen denkbar, die entweder das bestehende Produktportfolio von ElringKlinger sinnvoll ergänzen oder in bestimmten Geschäftsfeldern einen besseren Marktzugang ermöglichen. Grundsätzlich ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet.

Weiter hohes Niveau der Rohstoffpreise erwartet

Die Rohstoffpreise nahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr teils kräftig zu und werden 2018 voraussichtlich entweder auf einem hohen Niveau bleiben oder sogar leicht zulegen. So geht ElringKlinger davon aus, dass sich der Preis für Aluminium auf einem hohen Preislevel stabilisiert. Die Stahlpreise hingegen werden aufgrund der Angebotsverknappung, die nach wie vor aus den Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China resultieren, erwartungsgemäß steigen. Auch für die Beschaffung von Kunststoffgranulaten geht der Konzern, vor allem in der ersten Jahreshälfte 2018, von weiter anziehenden Preisen aus.

Neues Personal in Zukunftsfeldern

Um das angestrebte Umsatzwachstum angemessen zu realisieren, wird auch die Beschäftigtenzahl in Zukunft ansteigen. Ziel des Konzerns ist es aber, den Zugang kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern, damit der prozentuale Mitarbeiterzuwachs die Wachstumsrate des Umsatzes nicht übersteigt. Angesichts der strategischen Ausrichtung von ElringKlinger ist insbesondere in den Zukunftsfeldern Strukturleichtbau und Elektromobilität ein Personalzuwachs zu erwarten.

Da der Konzern rund 40 % aller Mitarbeiter im Inland beschäftigt, werden sich auch die im Februar 2018 abgeschlossenen Tarifverhandlungen auf die Kostensituation auswirken. Das Unternehmen geht auf Basis der erstellten Planrechnungen von zusätzlichen Belastungen in Höhe von rund 8 Mio. Euro aus.

Nachhaltige Ergebnisentwicklung in dynamischen Zeiten angestrebt

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Kaufpreisallokation (EBIT vor Kaufpreisallokation) hat sich im Geschäftsjahr 2017 leicht verbessert, obwohl Anlaufkosten für neue Aufträge, höhere Rohstoffpreise und vor allem eine zu hohe Nachfrage in der NAFTA-Region die Ergebnislage beeinträchtigt haben. Diese Faktoren werden erwartungsgemäß auch das Ergebnis 2018 beeinflussen. Hinzu kommen die Auswirkungen der Tarifabschlüsse.

Durch die nächste Stufe im Verlagerungsprozess aus der Schweiz nach Ungarn wird der Schweizer Standort entlastet, sodass plangemäß weitere Optimierungsschritte hinsichtlich der operativen Kostenstruktur am Schweizer Standort durchgeführt werden. In Abhängigkeit von deren planmäßigem Verlauf rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebniseffekt von rund 10 Mio. Euro. Insgesamt wird für 2018 - auch unter Berücksichtigung der Ergebniseffekte aus der Veräußerung der Hug-Gruppe - eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 % erwartet.

Vor diesem Hintergrund und angesichts des erwarteten Umsatzwachstums geht der Konzern davon aus, sein EBIT-Margenniveau (vor Kaufpreisallokation) mittelfristig schrittweise zu verbessern. Neben den Optimierungen am Schweizer Standort werden dazu auch positive Produktmixeffekte durch den Hochlauf neuer Projekte beitragen.

Gezielter Investitionsansatz

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis zum Konzernumsatz) mit 9,3 % deutlich unter dem Vorjahresniveau von 11,0 %.

Auch in Zukunft werden weitere Investitionen in neue Gebäude oder zusätzliche Anlagen zur Realisierung des Umsatzwachstums notwendig sein. Dabei sind auch neue Standorte denkbar. Darüber hinaus strebt der Konzern stets an, alte Maschinen durch neue mit einem höheren Automatisierungsgrad zu ersetzen. Bei allen Maßnahmen prüft ElringKlinger die Notwendigkeit, die zeitliche Umsetzung sowie den finanziellen Mittelbedarf stets genau. Insgesamt geht der Konzern daher davon aus, im Geschäftsjahr 2018 die Investitionsquote in einer Bandbreite von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes zu halten. Ein vergleichbares Niveau dieser Quote erachtet der Konzern als notwendig an, um mittel- bis langfristig mit innovativen Produkten, modernen Produktionsanlagen und einer globalen Standortstruktur wettbewerbsfähig zu bleiben.

Gezielte Maßnahmen verbessern Working Capital

Indem ElringKlinger den Werkzeugbau in den Konzern integriert hat, kann das Unternehmen Wettbewerbsvorteile in Sachen Prozess-Know-how aufweisen. Daraus resultierende Alleinstellungsmerkmale werden zum Nutzen des Kunden eingebracht und stetig verbessert. Trends der Branche werden aufgespürt, mitgestaltet und auch selbst entwickelt. Dieser strategische Vorteil zieht nach sich, dass die zwar hergestellten und getesteten, aber noch nicht in Serie produzierenden Werkzeuge den Vorratsbestand erhöhen. ElringKlinger weist dadurch ein höheres Working Capital - gemessen an der Net Working Capital-Quote (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) - als vergleichbare Unternehmen der Branche auf. Unabhängig davon initiiert und setzt der Konzern kontinuierlich Maßnahmen um, um Beschaffungsprozesse und Vorratsmengen zu optimieren. Gleichzeitig wurden Programme eingeleitet, die tendenziell eine Kongruenz der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bewirken sollen.

Im Ergebnis geht der Konzern davon aus, dass sich das Net Working Capital 2018 als Quote in % des Konzernumsatzes leicht verbessert. Mittelfristig strebt der Konzern an, diese Quote weiter schrittweise leicht zu verbessern.

Maßvolle Verschuldung finanziert das Wachstum

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konzern erstmals in seiner Geschichte ein Schuldscheindarlehen begeben. Mit dem Zahlungsmittelzufluss wurden bestehende Verbindlichkeiten getilgt. Indem täglich fällige Verbindlichkeiten gegen Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren getauscht wurden, hat sich die Fälligkeitenstruktur des Konzerns wesentlich verbessert. Diversifizierungen in den Finanzierungsinstrumenten wie diese sind auch künftig denkbar. Hinsichtlich der Nettofinanzverbindlichkeiten ist wachstumsbedingt auch im laufenden Geschäftsjahr (vor Akquisitionen) mit einer leichten Ausdehnung zu rechnen. Infolgedessen wird sich die Eigenkapitalquote, die zum Jahresultimo 2017 44,0 % betrug, nicht wesentlich verändern. Für 2018 plant der Konzern weiterhin mit einem Zielspektrum von 40 bis 50 % der Bilanzsumme. Auch mittelfristig erwartet ElringKlinger ein vergleichbares Niveau.

Cashflow determiniert durch Ertrag, Investitionen und Working Capital

Eine verbesserte Ertragslage, ein weiterhin disziplinierter Capex-Ansatz und ein optimiertes Working Capital-Niveau werden nach Planungen des Konzerns zu einer spürbaren Verbesserung des operativen Free Cashflows führen. Da die initiierten Maßnahmen sich schrittweise auf diese genannten Determinanten auswirken werden, wird sich auch der operative Free Cashflow schrittweise verbessern. Das bedeutet zum einen, dass für das laufende Geschäftsjahr eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr angestrebt wird. Zum anderen rechnet der Konzern mittelfristig damit, den operativen Free Cashflow weiter stetig zu verbessern.

Stetige Entwicklung der Gesamtkapitalrentabilität angestrebt

Hinsichtlich der Gesamtkapitalrentabilität, die der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE) misst, geht der Konzern davon aus, dass sich die angestrebte Ergebnisverbesserung positiv niederschlagen wird, auch wenn sich das eingesetzte Kapital im Zuge des Umsatzwachstums planmäßig erhöhen wird. Insgesamt rechnet der Konzern für 2018 mit einer leicht verbesserten Gesamtkapitalrentabilität. Auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen strebt der Konzern mittelfristig eine Steigerung der Gesamtkapitalrentabilität an.

Segment Erstausrüstung: Synthese aus traditionellen und neuen Geschäftsfeldern

Das Segment Erstausrüstung, das mehr als 80 % des Konzernumsatzes repräsentiert, umfasst sowohl traditionelle als auch Zukunftsgeschäftsfelder. Plangemäß wird der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen 2018 umsatzseitig wieder das Vorjahresniveau erreichen. Die Erlöse des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen werden leicht zulegen, während die Division Abschirmtechnik ungefähr auf Konzernniveau wachsen wird. Unter anderem aufgrund des Hochlaufs der beiden volumenstarken Strukturkomponentenaufträge über Cockpitquerträger am kalifornischen Standort und über Türmodulträger im ungarischen und im neuen chinesischen Werk ist davon auszugehen, dass der Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik im konzerninternen Vergleich umsatzseitig überproportional zulegen wird.

Insgesamt bedeutet dies, dass das Umsatzwachstum im Berichtsjahr 2018 im Segment Erstausrüstung den Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Mit dem heterogenen Produktmix erwartet der Konzern für das Segment eine Marge, die leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts liegen wird.

Segment Kunststofftechnik: Überdurchschnittliche Ergebnislage

Das Segment Kunststofftechnik bietet Produkte für vielfältige Anwendungen in unterschiedlichen Branchen an. So befinden sich unter den Kunden des Segments Unternehmen der Automobilindustrie ebenso wie Maschinenbau-, Medizintechnik-, Chemieoder auch Luft- und Raumfahrtunternehmen. Unter Berücksichtigung dieser heterogenen Zielmärkte in einem grundsätzlich volatilen Marktumfeld rechnet ElringKlinger damit, umsatzseitig in diesem Segment ungefähr auf Konzernniveau zuzulegen. Hinsichtlich der Profitabilität geht der Konzern davon aus, dass das Segment 2018 ungefähr auf dem hohen Niveau des Vorjahres liegen wird.

Segment Ersatzteile: Profitable Umsatzsteigerung

Die Hauptzielmärkte des Segments Ersatzteilgeschäft befinden sich in Deutschland sowie in den Regionen Übriges Europa, Nordafrika und Naher Osten. In diesen Regionen profitiert das Segment zum einen stark von der etablierten Marke "Elring - Das Original", zum anderen aber gerade auch in Osteuropa, in Nordafrika und im Nahen Osten von einem ansteigenden Alter der Fahrzeugflotten. Die lokalen Konflikte in diesen Regionen könnten den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr belasten, auch wenn der hohe Anteil westlicher Fabrikate das Ersatzteilgeschäft generell begünstigt.

Das Segment wird auch in Zukunft die eingeleiteten Maßnahmen fortsetzen, um den Umsatzanteil in Nordamerika und in Asien weiter auszudehnen. Das starke Wachstum der Absatzzahlen in den vergangenen Jahren bietet angesichts der nun beginnenden Wartungszyklen gute Chancen, um an dem strukturellen Wachstum des Ersatzteilgeschäfts in diesen Regionen teilzuhaben.

Insgesamt geht der Konzern für 2018 davon aus, dass das Segment umsatzseitig mit einer mittleren einstelligen Wachstumsrate zulegen wird. Hinsichtlich der Profitabilität rechnet der Konzern mit einer EBIT-Marge deutlich über dem Konzerndurchschnitt.

Muttergesellschaft AG: Weiter Wachstum

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG generiert rund 40 % des Konzernumsatzes. Aufgrund der globalen Markteinschätzungen wird weiterhin der asiatische Raum der Wachstumstreiber der Branche sein - wenn auch auf einem etwas niedrigeren Niveau als in der Vergangenheit. In Europa werden nach Erwartungen des VDA die südeuropäischen Länder zulegen, für Deutschland rechnen die Experten mit einem leichten Rückgang von rund 1 %. Insgesamt lässt sich aus dieser Gesamtgemengelage ableiten, dass der Umsatz der Muttergesellschaft 2018 ungefähr um 2 bis 4 Prozentpunkte oberhalb des globalen Marktwachstums zulegen dürfte. Diese Erwartung wird gestützt durch den hohen Auftragsbestand von 396,9 Mio. Euro zum Jahresultimo 2017, der damit 54,5 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 342,4 Mio. Euro lag.

Das erwartete Umsatzwachstum wird ebenso wie Effizienzsteigerungen im laufenden Geschäftsjahr zur Ergebnisentwicklung beitragen, die von Faktoren wie Lohnkostensteigerungen oder höheren Materialkosten eingeschränkt wird. Im Ergebnis rechnet der Konzern damit, dass die EBIT-Marge der Muttergesellschaft ungefähr das Niveau des Vorjahres erreichen wird.

Tabellarische Zusammenfassung der unternehmensbezogenen Prognosen:

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Ausblick 2018 Ist 2017
Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum, Annahme: Marktwachstum von 2 bis 3 % 6 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 % 8,5 %
ROCE Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 8,2 %
Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren
F&E-Kosten Unter Berücksichtigung von Aktivierungen rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes 4,6 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes 9,3 %
Net Working Capital Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 33,3 %
Operativer Free Cashflow Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr - 66,6 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 44,0 %

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Mittelfristige Ziele Ist 2017
Umsatz Überproportional zum globalen Marktwachstum 6 Prozentpunkte über Markt
EBIT Sukzessive Verbesserung der EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) 8,5 %
ROCE Steigerung auf Basis erwarteter Ergebnis- und Working Capital-Verbesserungen 8,2 %
Investitionen (in Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) Fortführung auf vergleichbarem Niveau (in % des Konzernumsatzes) 9,3 %
Net Working Capital Leichte schrittweise Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) 33,3 %
Operativer Free Cashflow Stetige Verbesserung -66,6 Mio. Euro
Eigenkapitalquote Fortführung auf vergleichbarem Niveau 44,0 %

Dettingen/Erms, den 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern (Entgelttransparenzgesetz - Entg-TranspG) für das Geschäftsjahr 2016

der ElringKlinger AG

Nach Maßgabe des am 6. Juli 2017 in Kraft getretenen Entgelttransparenzgesetzes muss die ElringKlinger AG als Unternehmen mit in der Regel mehr als 500 Beschäftigten einen Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit erstellen und diesen als Anlage zum Lagebericht im Bundesanzeiger veröffentlichen. Der Inhalt des Berichts bestimmt sich nach § 21 EntgTranspG und bezieht sich gemäß § 25 Abs. 3 EntgTranspG auf das Geschäftsjahr 2016. Für den Konzernlagebericht der ElringKlinger AG besteht keine entsprechende Verpflichtung.

Die ElringKlinger AG ist ein tarifgebundenes Unternehmen. Auf ihre Standorte, mit Ausnahme des Betriebes Thale, finden die jeweiligen Flächentarifverträge der Metall- und Elektroindustrie Anwendung.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen (§ 21 Abs. 1Nr. 1 EntgTranspG)

ElringKlinger toleriert keine Diskriminierung, gleich aus welchem Grund. Dieses Diskriminierungsverbot ist im Verhaltenskodex der ElringKlinger AG, der für alle Mitarbeiter1 der ElringKlinger Gruppe verbindlich ist, klar festgelegt. Mitarbeiterinnen aufgrund ihres Geschlechts schlechter als deren männliche Kollegen zu behandeln, wäre ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot. Die Beachtung des Verhaltenskodexes und damit insbesondere des Diskriminierungsverbots wird von der Unternehmensleitung kontinuierlich eingefordert und ist Teil der Unternehmenskultur.

1 Aus Gründen der Lesbarkeit wird im Text nur die männliche Form verwendet.

Die ElringKlinger AG bietet zahlreiche unterschiedliche Arbeitszeitmodelle an. Darunter fällt die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren oder im Rahmen entsprechender Vereinbarungen zuhause zu arbeiten. Diese Möglichkeiten stehen grundsätzlich allen Mitarbeitern zur Verfügung. Sie werden allerdings vor allem von Mitarbeiterinnen genutzt, um Beruf und Familie besser miteinander in Einklang zu bringen. Dies gilt insbesondere auch für weibliche Führungskräfte.

Die ElringKlinger AG hat entsprechend den gesetzlichen Vorgaben Zielgrößen für die Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands mit Frauen definiert. Die Zielgrößen liegen über dem aktuellen Frauenanteil. Die Zielvorgaben sollen bis 2022 erreicht sein. In diesem Zusammenhang haben Vorstand und Aufsichtsrat betont, dass es das Ziel der ElringKlinger AG ist, Frauen bei entsprechender Qualifikation bessere Karrieremöglichkeiten zu eröffnen und sie in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Um Mitarbeiter besser zu fördern, unterhält die ElringKlinger AG verschiedene Entwicklungsprogramme für qualifizierte Mitarbeiter. Bisher hat ElringKlinger jedoch aus Gründen der Gleichstellung davon abgesehen, spezielle Fördermaßnahmen nur für Frauen einzurichten.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer (§ 21 Abs. 1 Nr. 2 EntgTranspG)

Gehaltsstrukturen werden bei der ElringKlinger AG durch die jeweils geltenden Tarifverträge vorgegeben. Stellen werden nach einer durch die Tarifverträge vorgegebenen Systematik bewertet und einer Entgeltgruppe zugeordnet. Dabei spielt das Geschlecht des Stelleninhabers keine Rolle. Das Grundprinzip dieser Systematik ist in allen anwendbaren Tarifverträgen vergleichbar. Über die Bewertung der Stelle entscheidet die sogenannte paritätische Kommission, die aus Unternehmensvertretern und Mitgliedern des Betriebsrats zusammengesetzt ist. Aus Sicht der ElringKlinger AG gewährleistet das Tarifsystem mit hoher Zuverlässigkeit, dass Entgelte vergleichbarer Stellen bzw. Funktionen nicht aufgrund der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht unterschiedlich ausfallen. Weitere Maßnahmen sind daher aus Sicht von ElringKlinger nicht erforderlich, um die Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herzustellen. Die beschriebene Systematik kommt prinzipiell auch bei sogenannten außertariflichen Angestellten zur Anwendung, die aber den deutlich geringeren Anteil im Unternehmen ausmachen. Entsprechendes gilt auch für den nicht tarifgebundenen Standort Thale der ElringKlinger AG, an dem 2016 durchschnittlich 61 Mitarbeiter beschäftigt waren.

Angaben zur Gesamtzahl der Mitarbeiter und zu Vollzeit- bzw. Teilzeitbeschäftigten (§ 21 Abs. 2 EntgTranspG)

Im Geschäftsjahr 2016 waren bei der ElringKlinger AG durchschnittlich 631 weibliche und 1.840 männliche Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren im Durchschnitt 170 weibliche Mitarbeiter und 29 männliche Mitarbeiter in Teilzeit tätig. Die restlichen Mitarbeiter, also durchschnittlich 461 Frauen und 1.811 Männer, waren in Vollzeit beschäftigt.

Bilanz zum 31. Dezember 2017 in TEUR

Aktiva

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31.12.2017 31.12.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 8.358 6.780
2. Geschäfts- oder Firmenwert 161 180
3. Geleistete Anzahlungen 815 1.151
9.334 8.111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 164.629 147.718
2. Technische Anlagen und Maschinen 118.706 107.295
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.725 30.176
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.163 40.422
343.223 325.611
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 428.554 415.827
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.698 31.698
3. Beteiligungen 29.025 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 453 440
486.730 447.973
839.287 781.695
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.290 27.320
2. Unfertige Erzeugnisse 40.873 36.538
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 69.708 55.423
4. Geleistete Anzahlungen 3.635 6.524
144.506 125.805
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 93.641 82.214
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 227.286 118.542
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.222 6.613
330.149 207.369
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 70 84
474.725 333.258
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.186 1.818
1.316.198 1.116.771
Passiva
31.12.2017 31.12.2016
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
IL Kapitalrücklage 120.827 120.827
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 3.013 3.013
2. Andere Gewinnrücklagen 365.726 337.187
368.739 340.200
IV. Bilanzgewinn 31.680 31.680
584.606 556.067
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 68.936 65.908
2. Steuerrückstellungen 421 6.594
3. Sonstige Rückstellungen 38.443 37.369
107.800 109.871
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 541.332 383.612
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.788 1.418
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.411 20.729
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.450 18.250
5. Sonstige Verbindlichkeiten 22.503 23.178
- davon aus Steuern TEUR 2.801 (TEUR 2.563)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 73 (TEUR 91)
623.484 447.187
D. Rechnungsabgrenzungsposten 308 365
E. Passive latente Steuern 0 3.281
1.316.198 1.116.771

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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in TEUR 2017 2016
1. Umsatzerlöse 674.393 622.173
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.802 862
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.519 1.268
4. Sonstige betriebliche Erträge 16.575 18.487
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -269.889 -238.869
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -31.725 -33.734
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -163.756 -152.074
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -34.011 -28.481
davon für Altersversorgung TEUR -5.692 (TEUR -2.422)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.124 -31.234
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -98.764 -83.606
9. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 20.311 (TEUR 18.878) 20.311 18.878
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 786 (TEUR 1.012) 804 1.030
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.999 (TEUR 1.161) 3.088 1.196
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -5.000 -6.011
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon an verbundene Unternehmen TEUR -349 (TEUR -317) -10.701 -9.481
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR -2.887 (TEUR -2.853)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -15.045 -21.429
15. Ergebnis nach Steuern 60.477 58.975
16. Sonstige Steuern -258 -163
17. Jahresüberschuss 60.219 58.812
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -28.539 -27.132
19. Bilanzgewinn 31.680 31.680

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Sitz der ElringKlinger AG ist Dettingen/Erms. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 361242 eingetragen.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt. Des Weiteren sind einige Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.

Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Der Firmenwert des im Jahr 2016 erworbenen Unternehmens Maier Formenbau GmbH wird gemäß § 253 Abs. 3 HGB über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein geringwertiger Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Anlagevermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.

Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB, Fremdkapitalkosten sind nicht berücksichtigt. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden neben dem rechtlichen auch das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens ('Projected-Unit-Credit-Methode') bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,29 % (i. Vj. 1,61 %), eines Einkommenstrend von 3,00 % (i.Vj. 3,00 %) sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 2,84 % (i. Vj. 3,28 %) sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Daneben wurden ein Gehaltstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,00 % (i. Vj. 0,75 %), eine Inflationsrate in Höhe von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %), eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 2,00 % (i. Vj. 1,75 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung von 2,00 % (i. Vj. 1,50 %) berücksichtigt.

In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und alle ungewissen Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen, mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Pensionsrückstellungen sind mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre abgezinst.

Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassa-mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Latente Steuern

Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 28,6 % (i. Vj. 28,6 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 28,6%) zugrunde. Dieser berücksichtigt die Verhältnisse, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden und setzt sich aus 15,8 % (i. Vj. 15,8 %) für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,8 % (i. Vj. 12,8 %) für die Gewerbesteuer zusammen. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 366 % (i. Vj. 365 %).

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.

Unter Finanzanlagen sind - neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.

Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen sind durch verschiedene Kapitalerhöhungen begründet. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei den Wertansätzen für verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 5.000 vorgenommen. Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 0.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 183.594 (i. Vj. TEUR 78.020) den Finanzverkehr, im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2017 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 556 (i. Vj. TEUR 542) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt entwickelt:

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TEUR 31.12.2016 Dividende Gewinnrücklagen Jahresüberschuss 31.12.2017
Gezeichnetes Kapital 63.360 0 0 0 63.360
Kapitalrücklagen 120.827 0 0 0 120.827
Gewinnrücklagen 340.200 0 28.539 0 368.739
Bilanzgewinn 31.680 -31.680 0 31.680 31.680
556.067 -31.680 28.539 31.680 584.606

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2017 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2022 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2017 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 365.726 (i. Vj. TEUR 337.187).

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2016 31.680
Gewinnausschüttung für 2016 - 31.680
Gewinnvortrag 0
Jahresüberschuss 2017 60.219
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -28.539
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2017 31.680

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 68.936 (i. Vj. TEUR 65.908). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis eines Zinssatzes von 3,68 % (i. Vj. 4,03 %). Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 1,00 % (i. Vj. 0,75 %), ein Rententrend von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für Anwartschaften und 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für laufende Renten und eine durchschnittliche Fluktuation von 2,00 % (i. Vj. 1,75 %) zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 10.305 (i.Vj. TEUR 8.169). Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre. Diese Ausschüttungssperre kommt aufgrund ausreichend vorhandener frei verfügbarer Rücklagen derzeit nicht zum Tragen.

Die Pensionsverpflichtungen der aktiven Vorstände in Höhe von TEUR 6.555 (i. Vj. TEUR 5.225) wurden in Höhe von TEUR 3.685 (i. Vj. TEUR 1.639) mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen dient eine Rückdeckungsversicherung, die zweckexklusiv, verpfändet und insolvenzgeschützt ist. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 2.205 (i. Vj. TEUR 1.654). Der Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert beträgt TEUR 11 (i. Vj. TEUR 24) und wurde im Zinsaufwand ausgewiesen.

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.099 (i.Vj. TEUR 606) nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 21.901 22.763
Ausstehende Lieferantenrechnungen 5.915 3.937
Nicht abgerechnete Bonusgutschriften 3.202 3.787
Drohende Verluste aus Kundengeschäften 2.469 2.245
Gewährleistungsverpflichtungen 2.005 1.668
Aufsichtsratsvergütungen 331 365
Ausgleichsansprüche Handelsvertreter 350 350
Prozesskosten 10 110
Ausstehende Leistungen für Werkzeuge 140 83
Drohende Verluste aus Gasbeschaffungsgeschäften 79 75
Derivatrisiken 11 0
Übrige Risiken 2.030 1.986
Gesamt 38.443 37.369

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.823 (i. Vj. TEUR 3.650) enthalten. Der Erfüllungsrückstand für die Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 1.858 (i. Vj. TEUR 1.490) wurde in Höhe von TEUR 2.161 (i. Vj. TEUR 1.695) mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der zweckexklusiv, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 7. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Vermögenstreuhänder e.V., Dettingen/Erms, sowie ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V., Dettingen/Erms, identifiziert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 2.199 (i. Vj. TEUR 1.722). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs. Für 2017 ergeben sich Erträge in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 12) aus dem Deckungsvermögen, die mit dem Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 8) im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen werden. Der im Zinsaufwand ausgewiesene Betrag aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 31 (i. Vj. TEUR 47).

Verbindlichkeiten

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TEUR davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag Zum 31.12.2017

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Gesamt-Betrag Zum 31.12.2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 541.332 165.067 248.810 127.455 9.356 383.612
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.788 3.788 0 0 0 1.418
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.411 34.411 0 0 0 20.729
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21.450 12.191 9.259 0 0 18.250
Sonstige Verbindlichkeiten 22.503 5.448 17.055 0 0 23.178
623.484 220.905 275.124 127.455 9.356 447.187

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TEUR davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag Zum 31.12.2016

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Gesamt-Betrag Zum 31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 383.612 156.889 222.002 4.721 13.844 342.107
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.418 1.418 0 0 0 4.409
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.729 20.729 0 0 0 20.416
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.250 9.259 8.991 0 0 24.168
Sonstige Verbindlichkeiten 23.178 6.105 17.073 0 0 19.102
447.187 194.400 248.066 4.721 13.844 410.202

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 9.356 (i. Vj. TEUR 13.844) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 22.631 (i. Vj. TEUR 19.709) den Finanzverkehr sowie mit Verbindlichkeiten verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.993 (i. Vj. TEUR 3.106). Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr bestehen in Höhe von TEUR 2.812 (i. Vj. TEUR 1.645) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Passive latente Steuern

Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Aktivüberhang. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Der aktive latente Steuerüberhang in Höhe von TEUR 79 (i. Vj. TEUR 3.281 passive Latenz) resultiert aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 28,6 %) zugrunde gelegt.

Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu latenten Steuern führen, resultieren aus folgenden Sachverhalten:

Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Immaterielle Vermögensgegenstände 88 117
Sachanlagen 11.924 12.947
Finanzanlagen 938 936
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 1
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 111 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366 0
Gesamt 13.433 14.002

Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

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TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Vorräte 226 656
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.434 275
Aktive Rechnungsabgrenzung 95 0
Rückstellungen für Pensionen 7.728 6.773
Sonstige Rückstellungen 3.027 2.842
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 172
Sonstige Verbindlichkeiten 2 3
Gesamt 13.512 10.721
Latente Steueransprüche (Vorjahr Steuerschulden) netto 79 3.281

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

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TEUR Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
Saldo

TEUR
31.12.2016 10.721 -14.002 -3.281
31.12.2017 13.512 -13.433 445
Veränderung 2.791 569 3.726

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach geographischen Märkten

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TEUR 2017 2016
Deutschland 248.749 223.385
Übriges Europa 290.646 276.751
Nafta 52.892 50.564
Asien - Pazifik 58.602 51.452
Rest der Welt 23.504 20.021
Gesamtumsatz 674.393 622.173

Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 530.623 (i. Vj. TEUR 484.750), auf Ersatzteile mit TEUR 143.486 (i. Vj. TEUR 137.046) sowie auf Gewerbeparks mit TEUR 284 (i. Vj. TEUR 377).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Zuschreibungen auf Finanzanlagen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.103 (i. Vj. TEUR 2.547). Diese enthalten Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 71 (i. Vj. TEUR 203), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 835 (i. Vj. TEUR 2.342) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen TEUR 197 (i. Vj. TEUR 2).

Des Weiteren sind Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 6.390 (i. Vj. TEUR 5.818), Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 53 (i. Vj. TEUR 842), sowie Erträge aus Währungsumrechnungen aus realisierten und nicht realisierten Währungskursdifferenzen in Höhe von TEUR 7.820 (i. Vj. TEUR 2.333) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 283 (i. Vj. TEUR 127) enthalten, davon aus Anlagenabgängen TEUR 283 (i. Vj. TEUR 87) und aus Forderungsausfällen TEUR 0 (i. Vj. TEUR 40). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen aus realisierten und nicht realisierten Währungskursdifferenzen belaufen sich auf TEUR 9.231 (i. Vj. TEUR 2.741).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 2.734 periodenfremde Erträge (nach Verrechnung periodenfremder Aufwendungen) enthalten. Im Vorjahr sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 2.955 periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Ertrag) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für latente Steuern in Höhe von TEUR 3.281 (i. Vj. TEUR 3.343) enthalten.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 24 Steuererträge) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse, aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von TEUR 111.544 (i. Vj. TEUR 96.922), davon für verbundene Unternehmen TEUR 111.544 (i. Vj. TEUR 92.259). Die ElringKlinger AG hat sich verpflichtet, drei verbundene Unternehmen finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus einem Werkvertrag in der Lage sind.

Des Weiteren hat sich die ElringKlinger AG bereit erklärt, für die von drei Tochterunternehmen (EKT, EKM und EKLS) bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

Die ElringKlinger AG hat sich gegenüber einer weiteren Tochtergesellschaft (EKAB) verpflichtet, diese mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie ihren Betrieb aufrechterhalten und ihren Verpflichtungen nachkommen kann.

Zugunsten der ElringKlinger (Great Britain) Ltd. wurde eine Garantieerklärung abgegeben, um die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung gem. des britischen Companies Act 2006 in Anspruch zu nehmen.

Aufgrund der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung der begünstigten Unternehmen wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2017

TEUR
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 26.415 9.507 16.908 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 5.992 1.770 4.222 0
32.407 11.277 21.130 0

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2016

TEUR
Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 24.892 8.175 16.717 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.986 1.489 1.497 0
27.878 9.664 18.214 0

Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 861 (i. Vj. TEUR 861).

Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 21.799 (i. Vj TEUR 21.339).

Ein Mitgesellschafter hat ein Andienungsrecht über sämtliche Restanteile der Joint Venture Gesellschaften.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2017 2016
Arbeiter 1.543 1.495
Angestellte 1.138 1.012
2.681 2.507
Auszubildende 129 121
2.810 2.628

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.

Mit nicht in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2017 folgende Geschäftsvorfälle:

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TEUR 2017 2016
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und sonstige Umsatzerlöse 15.923 22.432
Lizenzerlöse 3.076 2.478
Erbrachte Dienstleistungen 5.773 2.848
Werkzeugverkäufe 593 1.971
Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand 62.412 13.264
Zinserträge 111 72
Zinsaufwendungen 330 315
Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag 7.065 5.774
Andere Forderungen am Bilanzstichtag 6.616 5.795
Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag 20.846 19.526
Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag 1.589 1.475

Zudem bestehen

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 56 (i. Vj. TEUR 47). Offene Forderungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (i. Vj. TEUR 25).
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (i. Vj. TEUR 17.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,08 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 15. August 2019, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,90 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2020.

Derivative Finanzinstrumente

Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte der Derivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Markt-to-Market-Methode).

Zur Reduzierung des Nickelpreis-Risikos werden Finanzderivate eingesetzt. Zum Abschlussstichtag bestanden zwei Nickel-Sicherungskontrakte über insgesamt 150 mt Nickel für den Zeitraum April 2017 bis Dezember 2018. Zum Abschlussstichtag ergab sich aus der Bewertung der Kontrakte ein positiver Marktwerte in Höhe von TEUR 176 (i. Vj. TEUR 0) sowie ein negativer Marktwert in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 0). In Höhe des negativen Marktwerts wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte mit anerkannten mathematischen Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Markt-to-Market-Methode).

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

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Klaus Eberhardt Lindau, Vorsitzender Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf
(seit 16.5.2017) Mandate:
a) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Bietigheim-Bissingen
Vorsitzender bis 31.12.2017
b) n.a.
Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen
(bis 16.5.2017) Mandate:
a) n.a.
b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien
Markus Siegers* Nürtingen, Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Stellvertretender Vorsitzender
Ernst Blinzinger* Reutlingen Ehemaliger Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen
(bis 16.5.2017)
Nadine Boguslawski* Stuttgart Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleistung Baden-Württemberg
Mandate:
a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd
Robert Bosch GmbH, Gerlingen-Schillerhöhe
b) n.a.
Armin Diez* Lenningen Bereichsleiter Neue Geschäftsfelder und Leiter des Geschäftsbereichs Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG
Mandate:
a) n. a.
b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen
Rita Forst Dörsdorf Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim
Mandate:
a) n.a.
b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co.KG, München Metalsa, S.A. de C.V., Monterrey/Mexico
Westport Fuel Systems, Vancouver/Kanada
Andreas Wilhelm Kraut Rottenburg Vorstand und CEO der Bizerba SE & Co. KG, Balingen
(seit 16.5.2017)
Gerald Müller* Reutlingen Gewerkschaftssekretär der IG Metall Reutlingen-Tübingen
(seit 3.8.2017)
Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Gabriele Sons Ratingen Ehemaliges Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG, Essen
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F
Mandate:
a) n.a.
b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart
Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel

* Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 702 (i. Vj. TEUR 741). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 2) erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbe züge
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Klaus Eberhardt 55 32 41 27 96 59
Walter Herwarth Lechler 24 68 19 54 43 122
Markus Siegers 44 44 37 41 81 85
Ernst Blinzinger 9 24 8 27 17 51
Nadine Boguslawski 24 24 25 27 49 51
Armin Diez 28 28 25 27 53 55
Pasquale Formisano 24 24 25 27 49 51
Rita Forst 24 24 25 27 49 51
Andreas Wilhelm Kraut 16 0 16 0 32 0
Gerald Müller 10 0 10 0 20 0
Paula Monteiro-Munz 28 28 25 27 53 55
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 25 27 49 51
Gabriele Sons 32 32 25 27 57 59
Manfred Strauß 29 24 25 27 54 51
Gesamtbetrag 371 376 331 365 702 741

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Vorstand

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation, Vertrieb Erstausrüstung und den Geschäftsbereich Ersatzteile
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/Leichtbau, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Neue Geschäftsfelder, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft, Logistik und die Werke der ElringKlinger AG
Thomas Jessulat, Stuttgart verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, Geschäftsfeldentwicklung sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group SE, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen
Thomas Jessulat, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen (seit 28.1.2017)

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 3.940 (i. Vj. TEUR 4.565).

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte betrug vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Aus der letzten, in 2013 gewährten, Tranche bestehen noch bis zum Ablauf der Rücknahmefrist am 1. Februar 2019 90.000 Partizipationsrechte, deren durchschnittlicher Zuteilungspreis 24,54 EUR beträgt.

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes entwickelten sich wie folgt:

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2017

TEUR
31.12.2016 Veränderung 31.12.2017
Dr. Stefan Wolf 2.927 684 3.611
Theo Becker 2.224 492 2.716
Thomas Jessulat 74 155 229
Gesamt 5.225 1.331 6.556

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2016

TEUR
31.12.2015 Veränderung 31.12.2016
Dr. Stefan Wolf 2.757 170 2.927
Theo Becker 2.123 101 2.224
Thomas Jessulat 0 74 74
Karl Schmauder 2.810 -2.810 0
Gesamt 7.690 -2.465 5.225

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 13.230 (i. Vj. TEUR 13.074) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 861 (i. Vj. TEUR 3.601). Die Bezüge ehemaliger Organmitglieder des Vorjahres enthielten Abfindungen in Höhe von TEUR 2.743, von diesen Abfindungen wurden im Berichtsjahr TEUR 1.434 ausbezahlt.

Honorare des Abschlussprüfers

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2017
Abschlussprüfung 565
Sonstige Bestätigungsleistungen 33
Steuerberatungsleistungen 40
Sonstige Leistungen 0
638

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten die Honorare für die gesetzliche Jahres- und Konzernabschlussprüfung, darüber hinaus sind Honorare für Unterstützungsleistungen im En-forcementverfahren berücksichtigt.

Die Sonstigen Bestätigungsleistungen umfassen neben vereinbarten Untersuchungshandlungen Honorare für prüferische Tätigkeiten im Zusammenhang mit der nicht-finanziellen Berichterstattung.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 2017 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:

1. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Internationale Kapitalgesellschaft mit beschränkter Haftung Registrierter Sitz und Staat: Düsseldorf, Deutschland

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung:

05.12.2017

6.Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,01 % 1,38 % 4,39 % 63359990
letzte Mitteilung n/a % n/a % n/a % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 1904111 0,00 % 3,01 %
Summe 1904111 3,01 %

b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Aktienanleihe DE000TD7SN47 22.12.2017 Beides 165518 0,26 %
Aktienanleihe DE000TR0J7K3 27.04.2018 Beides 78572 0,12 %
Discount Zertifikat DE000DM06YK0 20.03.2018 Beides 40000 0,06 %
Discount Zertifikat DE000HU67U03 22.12.2017 Beides 40000 0,06 %
Discount Zertifikat DE000HU85J55 23.03.2018 Beides 76000 0,12 %
Discount Zertifikat DE000HU85J63 23.03.2018 Beides 183000 0,29 %
Aktienanleihe DE000CE5YWW8 21.12.2017 Beides 73260 0,12 %
Aktienanleihe DE000CV1ZJB4 23.03.2018 Beides 50951 0,08 %
Aktienanleihe DE000CV0WM21 27.04.2018 Beides 114986 0,18 %
Discount Zertifikat DE000TD8LCM4 22.12.2017 Beides 50000 0,08 %
Discount Zertifikat DE000PR3KE71 21.12.2017 Beides 5000 0,01 %
Summe 877287 1,38 %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

2. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. SMALLCAP World Fund, Inc.

5. Datum der Schwellenberührung:

03.11.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 4,99 % 0 % 4,99 % 63359990
letzte Mitteilung 5,38 % 0 % 5,38 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 3163657 0 % 4,99 %
Summe 3163657 4,99 %

b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 4,51 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

3. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3. SMALLCAP World Fund, Inc.

5. Datum der Schwellenberührung:

26.06.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 5,38 % 0 % 5,38 % 63359990
letzte Mitteilung 4,79 % 0 % 4,79 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 3408400 0 % 5,38 %
Summe 3408400 5,38 %

b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 4,08 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

4. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

scroll

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: SMALLCAP World Fund, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Baltimore, Maryland, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3% oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5 .Datum der Schwellenberührung

20.03.2017

6. Gesamtstimmrechtsanteile

scroll

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 3,07 % 0 % 3,07 % 63359990
letzte Mitteilung n/a % n/a % n/a % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

scroll

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1942700 0 3,07 % 0 %
Summe 1942700 3,07 %

b. 1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b. 2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

scroll

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

scroll

X Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:

scroll

Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG (nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

scroll

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

5. Stimmrechtsmitteilung

Die H.K.L. Holding Stiftung, Vaduz, Liechtenstein hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22.10.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 06.10.2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,941% (das entspricht 3132940 Stimmrechten) betragen hat.

6. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

2. Lechler Stiftung mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH und der Lechler Stiftung Folgendes mit:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00% (0 Stimmrechte).

2. Lechler Stiftung

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Stiftung an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,981% (18.996.168 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Stiftung 28,99% (18.368.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,21% (5.835.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der Lechler Stiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Lechler Stiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

7. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Ingeborg Guggolz, Deutschland

2. Klaus Lothar Lechler, Deutschland

3. Volker Lechler, Deutschland

4. Marianne Lechler-Strauß, Deutschland

5. Klaus Lechler Familienstiftung, Deutschland

Hiermit teilen wir, die INLOVO GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Ingeborg Guggolz, Herrn Klaus Lothar Lechler, Herrn Volker Lechler, Frau Marianne Lechler-Strauß und der Klaus Lechler Familienstiftung Folgendes mit:

1. Ingeborg Guggolz

Der Stimmrechtsanteil von Frau Ingeborg Guggolz an der ElringKlinger AG hat am 09. September 2014 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00% (0 Stimmrechte).

2. Klaus Lothar Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lothar Lechler an der ElringKlinger AG hat am 09. September 2014 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00% (0 Stimmrechte).

3. Volker Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Volker Lechler an der ElringKlinger AG hat am 09. September 2014 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00% (0 Stimmrechte).

4. Marianne Lechler-Strauß

Der Stimmrechtsanteil von Frau Marianne Strauß-Lechler an der ElringKlinger AG hat am 09. September 2014 die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,04% (23.800 Stimmrechte).

5. Klaus Lechler Familienstiftung

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Familienstiftung an der ElringKlinger AG hat am 09. September 2014 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Familienstiftung 9,45% (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55% (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Familienstiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Familienstiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

8. Stimmrechtsmitteilung

Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 22.12.2006 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,9998958% (das entspricht 959980 Stimmrechten) betragen hat.

9. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG Mitteilungspflichtige:

1. Eroca AG, Basel, Schweiz

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Eroca AG, der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH und der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Folgendes mit:

1. Eroca AG

Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Eroca AG 19,80% (12.546.652 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Eroca AG Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
LechIer Beteiligungs-GmbH

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20% (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,23% (12.181.215 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

3. KWL Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,78% (6.197.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 28,43% (18.010.351 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Dabei werden von den 28,43%, die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet werden, 9,20% (5.832.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwelle von 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,997% (19.006.168 Stimmrechte).

Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 29,01% (18.378.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,79% (6.200.573 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

10. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland

2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH Folgendes mit:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Beteiligungs-GmbH 19,55% (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, wurden dabei der Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

2. INLOVO GmbH

Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10%, 15%, 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der INLOVO GmbH 9,45% (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55% (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der INLOVO GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der INLOVO GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

11. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Elrena GmbH, Basel, Schweiz

2. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz

Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Stiftung Klaus Lechler Folgendes mit:

1. Elrena GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Elrena GmbH 0,02% (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24% (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH 2. Stiftung Klaus Lechler

Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20% und 25% überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01% (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,76% (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24% (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs, 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Die der Stiftung Klaus Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Elrena GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Stiftung Klaus Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

12. Stimmrechtsmitteilung

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28.12.2012 die Schwelle von 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127% (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.

13. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25% unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697% (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind mir 10,394% (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.

Konsolidierungskreis

Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 7. Februar 2017 abgegeben und am 4. Dezember 2017 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Nachtragsbericht

Am 21. Dezember 2017 wurde der Vertrag zum Verkauf der HUG-Gruppe an einen französischen Automobilzulieferer unterzeichnet. Das Closing der Transaktion erfolgte am 28. Februar 2018. Der Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug Engineering AG in Höhe von 93,67% gehen vollständig in den Besitz des Vertragspartners über.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zum Jahresabschluss 2017 am 16. Mai 2018 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 31.680 eine Dividende von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

Dettingen/Erms, 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2017

TEUR
Zugänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 34.050 4.597 1.151 14.158 25.640
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.990 0 0 0 1.990
3. Geleistete Anzahlungen 1.151 815 -1.151 0 815
37.191 5.412 0 14.158 28.445
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 213.402 10.666 12.692 1.973 234.787
2. Technische Anlagen und Maschinen 409.988 10.786 17.736 5.114 433.396
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 118.209 8.799 5.353 2.922 129.439
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.422 17.522 -35.781 0 22.163
782.021 47.773 0 10.009 819.785
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 425.404 18.065 0 338 443.131
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 31.698 0 0 3.000 28.698
3. Beteiligungen 8 29.017 0 0 29.025
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 451 206 0 204 453
457.561 47.288 0 3.542 501.307
1.276.773 100.473 0 27.709 1.349.537

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2017

TEUR
des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2017

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 27.270 4.170 0 0 14.158 17.282
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.810 19 0 0 0 1.829
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
29.080 4.189 0 0 14.158 19.111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 65.684 5.440 0 0 966 70.158
2. Technische Anlagen und Maschinen 302.693 16.913 0 0 4.916 314.690
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.033 6.582 0 0 2.901 91.714
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
456.410 28.935 0 0 8.783 476.562
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.577 5.000 0 0 0 14.577
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 11 0 8 0 3 0
9.588 5.000 8 0 3 14.577
495.078 38.124 8 0 22.944 510.250

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Buchwerte
31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 8.358 6.780
2. Geschäfts- oder Firmenwert 161 180
3. Geleistete Anzahlungen 815 1.151
9.334 8.111
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 164.629 147.718
2. Technische Anlagen und Maschinen 118.706 107.295
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.725 30.176
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22.163 40.422
343.223 325.611
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 428.554 415.827
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 28.698 31.698
3. Beteiligungen 29.025 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 453 440
486.730 447.973
839.287 781.695

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2017 und Konsolidierungskreis

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
HB I Eigen kapital in TLW HB I Ergebnis in TLW Landeswährung Stichtagskurs1)
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00 22 -3 EUR 1,0000
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86 4.424 713 EUR 1,0000
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00 4.593 436 EUR 1,0000
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 77,50 74.173 11.125 EUR 1,0000
Polytetra GmbH /DE6) Mönchengladbach 77,50 2.418 550 EUR 1,0000
Hug Engineering GmbH6) Magdeburg 93,67 3.167 259 EUR 1,0000
new enerday GmbH /DE Neubrandenburg 80,00 2.654 1.250 EUR 1,0000
hofer powertrain products GmbH Nürtingen 53,00 2.287 358 EUR 1,0000
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00 -283 -91 EUR 1,0000
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00 14.537 8.024 CHF 85,4555
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 93,67 38.152 653 CHF 85,4555
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00 16.776 2.989 GBP 112,7103
hofer powertain products UK limited Warwick (Großbritannien) 53,00 0 -442 GBP 112,7103
ElringKlinger Italia Sri Settimo Torinese (Italien) 100,00 13.998 1.491 EUR 1,0000
Hug Engineering Italia S.r.l.6) Mailand (Italien) 93,67 700 268 EUR 1,0000
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemet-Kädafalva (Ungarn) 100,00 2.809.999 147.020 HUF 0,3222
ElringKlinger Hungary Kft. Kecskemet-Kädafalva (Ungarn) 100,00 9.020 -626.500 HUF 0,3222
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00 4.553 830 GBP 112,7103
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00 19.598 4.460 EUR 1,0000
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00 93.771 28.170 TRY 21,9954
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00 8.850 784 EUR 1,0000
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. Fremont (USA) 100,00 107 -1.430 USD 83,3820
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00 8.853 3.223 RON 21,4661
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00 42.669 9.941 CAD 66,4938
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00 7.649 -8.784 USD 83,3820
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. Southfield (USA) 100,00 7.122 10.280 USD 83,3820
Hug Engineering Inc.6) Austin (USA) 93,67 2.510 63 USD 83,3820
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 656.067 -38.055 MXN 4,2263
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 81.666 16.375 MXN 4,2263
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00 103.171 7.167 BRL 25,1705
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00 25.836 9.385 ZAR 6,7543
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00 1.980.495 67.065 INR 1,3054
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00 766.083 74.634 CNY 12,8133
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00 4.461.243 -478.218 KRW 0,0781
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00 569.801 77.350 CNY 12,8133
ElringKlinger Chongging Ltd. Chongging (China) 100,00 49.987 -3.987 CNY 12,8133
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.6) Buford (USA) 77,50 647 119 USD 83,3820
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.6) Qingdao (China) 77,50 26.824 3.403 CNY 12,8133
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00 5.774.376 131.943 JPY 0,7407
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.7) Tokio (Japan) 50,00 386.189 807 JPY 0,7407
Marusan Kogyo Co., Ltd.8) Tokio (Japan) 23,45 674.697 4.158 JPY 0,7407
PT. ElringKlinger Indonesia7) Karawang (Indonesien) 50,00 112.749.631 8.372.053 IDR 0,0062
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd7) Bangkok (Thailand) 50,00 5.935 -8.695 THB 2,5562
Hug Engineering B.V9) Enschede (Niederlande) 84,30 1.053 1.202 EUR 1,0000
Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert)
Inland
hofer AG Nürtingen 28,88 34.911 896 EUR 1,0000

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Name der Gesellschaft Periodendurchschnittskurs2) HB I Eigenkapital in TEUR3) HB I Ergebnis in TEUR4) letzter Abschluss
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH 1,0000 22 -3 31.12.2017
Elring Klinger Motortechnik GmbH 1,0000 4.424 713 31.12.2017
ElringKlinger Logistic Service GmbH 1,0000 4.593 436 31.12.2017
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 1,0000 74.173 11.125 31.12.2017
Polytetra GmbH /DE6) 1,0000 2.418 550 31.12.2017
Hug Engineering GmbH6) 1,0000 3.167 259 31.12.2017
new enerday GmbH /DE 1,0000 2.654 1.250 31.12.2017
hofer powertrain products GmbH 1,0000 2.287 358 31.12.2017
KOCHWERK Catering GmbH 1,0000 -283 -91 31.12.2017
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG 89,5833 12.422 7.189 31.12.2017
Hug Engineering AG 89,5833 32.603 585 31.12.2017
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. 114,1918 18.909 3.413 31.12.2017
hofer powertain products UK limited 114,1918 0 -505 31.12.2017
ElringKlinger Italia Sri 1,0000 13.998 1.491 31.12.2017
Hug Engineering Italia S.r.l.6) 1,0000 700 268 31.12.2017
Technik-Park Heliport Kft. 0,3233 9.055 475 31.12.2017
ElringKlinger Hungary Kft. 0,3233 29 -2.025 31.12.2017
Elring Parts Ltd. 114,1918 5.132 948 31.12.2017
Elring Klinger, S.A.U. 1,0000 19.598 4.460 31.12.2017
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. 24,1377 20.625 6.800 31.12.2017
ElringKlinger Meillor SAS 1,0000 8.850 784 31.12.2017
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. 87,9484 90 -1.257 31.12.2017
HURO Supermold S.R.L. 21,8637 1.900 705 31.12.2017
ElringKlinger Canada, Inc. 67,9103 28.372 6.751 31.12.2017
ElringKlinger USA, Inc. 87,9484 6.378 -7.725 31.12.2017
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. 87,9484 5.939 9.041 31.12.2017
Hug Engineering Inc.6) 87,9484 2.093 56 31.12.2017
Elring Klinger México, S.A. de C.V. 4,6667 27.728 -1.776 31.12.2017
EKASER, S.A. de C.V. 4,6667 3.451 764 31.12.2017
Elring Klinger do Brasil Ltda. 27,4466 25.969 1.967 31.12.2017
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. 6,6386 1.745 623 31.12.2017
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. 1,3552 25.853 909 31.03.2017
Changchun ElringKlinger Ltd. 13,0622 98.160 9.749 31.12.2017
ElringKlinger Korea Co., Ltd. 0,0784 3.486 -375 31.12.2017
ElringKlinger China, Ltd. 13,0622 73.010 10.104 31.12.2017
ElringKlinger Chongging Ltd. 13,0622 6.405 -521 31.12.2017
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.6) 87,9484 540 104 31.12.2017
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.6) 13,0622 3.437 444 31.12.2017
ElringKlinger Marusan Corporation 0,7855 42.770 1.036 31.12.2017
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.7) 0,7855 2.860 6 31.12.2017
Marusan Kogyo Co., Ltd.8) 0,7855 4.997 33 31.12.2017
PT. ElringKlinger Indonesia7) 0,0066 6.943 550 31.12.2017
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd7) 2,6071 152 -227 31.12.2017
Hug Engineering B.V9) 1,0000 1.053 1.202 31.12.2017
Beteiligungen (im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert)
Inland
hofer AG 1,0000 34.911 896 31.12.2017

1) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

2) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

3) zum Stichtagskurs bewertet

4) zum Periodendurschschnittskurs bewertet

5) 100% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

6) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

7) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

8) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

9) 90% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

Vorschlag des Vorstands der ElringKlinger AG für die Gewinnverwendung 2017

Aus der Gewinn- und Verlustrechnung der ElringKlinger AG (HGB) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 60.219.523,65 Euro.

Gemäß § 58 Abs. 2 AktG können bis zu 50% des Jahresüberschusses in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden. Der Vorstand der ElringKlinger AG beschließt, vom Jahresüberschuss in Höhe von 60.219.523,65 Euro einen Betrag in Höhe von 28.539.528,65 Euro in andere Gewinnrücklagen einzustellen. Der Bilanzgewinn der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2017 beträgt damit 31.679.995,00 Euro.

Der Vorstand der ElringKlinger AG beschließt, der am 16. Mai 2018 stattfindenden Hauptversammlung, folgende Verwendung des Bilanzgewinns vorzuschlagen:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie

63.359.990 Stück x 0,50 Euro/Aktie = 31.679.995,00 Euro

Gemäß § 58 Abs. 4 Satz 2 Aktiengesetz ist der Anspruch auf Dividende am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag, das heißt am 22. Mai 2018, fällig.

Dettingen / Erms, 1. März 2018

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ElringKlinger AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

Werthaltigkeit von Finanzanlagen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen unterliegen einer jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfung. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert zukünftiger Zahlungsströme des jeweiligen zu bewertenden Unternehmens. Den Bewertungen liegen Planungsrechnungen der verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten Finanzplänen beruhen. Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Erträge der jeweiligen Unternehmen durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und ist daher ermessensbehaftet.

Prüferisches Vorgehen:

Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten beizulegenden Zeitwerte haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Ermittlung dieser Werte befasst. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben.

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse im Werkzeugbereich Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit des Unternehmens besteht in der Entwicklung und Herstellung von Werkzeugen. Dabei besteht angesichts einer Vielfalt unterschiedlicher Werkzeuge und Abnehmer sowie der Umstand, dass die Werkzeuge nach Fertigstellung bei der Gesellschaft vor Ort zur Produktion von Serienteilen für Kunden verbleiben, das erhöhte Risiko, dass Umsatzerlöse nicht periodengerecht im Jahresabschluss erfasst werden. Darüber hinaus werden die Umsatzerlöse manuell erfasst. Die Umsatzrealisierung von Werkzeugen war daher im Rahmen unserer Prüfung aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen für den Jahresabschluss sowie der Tatsache, dass Umsatzerlöse und EBIT für die Gesellschaft einen finanziellen Leistungsindikator für die Unternehmenssteuerung und Prognose darstellen, ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen:

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir auf Grundlage unseres Geschäfts- und Prozessverständnisses die mit den unterschiedlichen Abnehmern vereinbarten vertraglichen Grundlagen insbesondere die Regelungen zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs, sowie die Regelungen zum Abrechnungsverfahren nachvollzogen. Vor diesem Hintergrund haben wir uns auch mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen zur Umsatzrealisation und zur Periodenabgrenzung befasst. Unser Prüfungsvorgehen beinhaltete Einzelprüfungshandlungen sowie analytische Prüfungshandlungen. Für eine auf Basis mathematisch-statistischer Auswahlverfahren bestimmte Stichprobe haben wir nachvollzogen, ob für die Umsatzerlöse im Dezember entsprechende Kundenabnahmen vorlagen und die korrespondierenden Umsatzerlöse in der entsprechenden Periode sachlich korrekt abgebildet wurden.

Saldenbestätigungen für am Stichtag bestehende Forderungen aus Werkzeugverkäufen haben wir in Stichproben eingeholt. Unsere analytischen Prüfungshandlungen umfassen die Analyse der die Umsatzerlöse aus Werkzeugen im Jahresverlauf im Vergleich zum Vorjahr im Hinblick auf ungewöhnliche betragsmäßige Auffälligkeiten. Zudem haben wir die im Jahresverlauf in den Umsatzerlösen der Werkzeuge erfassten Buchungen, die keine Faktura darstellen, z. B. Gutschriften, auf ungewöhnliche Aktivitäten hin analysiert. Im Weiteren haben wir das Hauptbuchjournal im Dezember auf im Vergleich zum Jahresdurchschnitt betragsmäßig auffällige Buchungen sowie ungewöhnliche Häufungen von Buchungen bei der Umsatzlegung im Bereich der Werkzeuge durchgesehen um Auffälligkeiten auch hinsichtlich der Periodenabgrenzung zu erkennen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse im Werkzeugbereich ergeben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2013 als Abschlussprüfer der ElringKlinger AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frank Göhner.

Stuttgart, 22. März 2018

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Vögele, Wirtschaftsprüferin

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."

Dettingen/Erms, den 23. März 2018

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

Ziffer 3.8 Abs. 3: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Allerdings hat der Vorstand für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.
Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.

Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
Ziffer 5.4.1 Abs. 2: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben. Ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium wurde bisher nicht erarbeitet. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.

Von der Erstellung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium wurde bisher abgesehen, sie ist aber beabsichtigt. Die nächste Aufsichtsratswahl der Arbeitnehmervertreter findet turnusgemäß im Jahr 2020 statt. Bis spätestens zu diesem Zeitpunkt soll das Kompetenzprofil erstellt sein.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1: Da bisher kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium gem. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 erstellt wurde, können etwaige Vorschläge des Aufsichtsrats auch nicht die Ausfüllung dieses Kompetenzprofils anstreben.
Ziffer 5.4.3 Satz 3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

Dettingen/Erms, 04. Dezember 2017

Für den Aufsichtsrat

Klaus Eberhardt, Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bericht des Aufsichtsrats 2017

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von einer hohen Nachfrage und damit hoher Auslastung. Gleichzeitig nahm die Dynamik des technologischen Wandels in der Automobilindustrie weiter zu. Daraus ergaben sich Chancen im Bereich der neuen Antriebstechnologien und des Leichtbaus, die ElringKlinger für sich zu nutzen wusste. Andererseits konnten die mit der hohen Nachfrage nach Produkten der ElringKlinger Gruppe verbundenen Herausforderungen nicht so schnell wie beabsichtigt gemeistert werden, so dass die sich daraus ergebenden Belastungen durch die positiven Entwicklungen in anderen Bereichen nicht vollständig kompensiert werden konnten. Doch ist erkennbar, dass die eingeleiteten Maßnahmen wirken. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist ElringKlinger für die Zukunft sehr gut aufgestellt, um mit innovativen Produkten weiter erfolgreich zu sein.

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und ihn bei bedeutsamen Fragen, wie der strategischen Ausrichtung des Konzerns, beraten. Der Aufsichtsrat war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Bei zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen holte der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse in angemessener Weise.

Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf anhand geeigneter Kennzahlen und verglich diese mit den Vorjahres- und Planzahlen des Konzerns der ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliancethemen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstigen Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen bzw. deren Integration anlassbezogener Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum dargestellt und diskutiert. Zur Vorbereitung auf die Sitzungen wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats immer rechtzeitig und ausführlich schriftlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte informiert.

Über die vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen insbesondere mit folgenden weiteren Themen:

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2017 wurden die Jahresabschlüsse 2016 für die ElringKlinger AG und den Konzern sowie der Bericht des Abschlussprüfers, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, durch den Vorstand erläutert. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der ElringKlinger AG fest, billigte den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht und stimmte dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu. Er beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung.
In der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2017, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Klaus Eberhardt und Markus Siegers zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Herr Manfred Strauß wurde neu in den Prüfungsausschuss gewählt und übernahm dessen Vorsitz. Herr Lechler, der sein Aufsichtsratsmandat mit Beendigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 niederlegte, wurde durch einstimmigen Beschluss zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG ernannt. Herrn Lechler sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich für seine stets wegweisende und herausragende, Jahrzehnte währende Arbeit für die ElringKlinger Gruppe, zuletzt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der El-ringKlinger AG, gedankt.
In der Aufsichtsratssitzung am 22. September 2017 beriet und beschloss der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil des Vorstands. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass es wichtig sei, Frauen stärker zu fördern, damit Frauen zukünftig mehr Führungspositionen bei ElringKlinger übernehmen können.
Auf der Tagesordnung der Sitzung am 7. Dezember 2017 standen das Budget 2018 und die Mittelfristplanung. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über den Stand der bei der ElringKlinger Abschirmtechnik in der Schweiz eingeleiteten Maßnahmen. Weitere Schwerpunkte waren der Bericht über die Ergebnisse der 2017 durchgeführten internen Revisionen, die Vorstellung des Plans der internen Revisionen für das kommende Geschäftsjahr und schließlich die aktuelle Risikoeinschätzung mit den entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand.

An den ordentlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2017 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2016 mit ausführlicher Diskussion. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2017, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Compliancesystems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus, wie in den vergangenen Jahren, regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen unterrichtet.

Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2017 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2017 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorstandsvorsitzenden und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Auch zum Ende des Jahres 2017 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex turnusgemäß die Effektivität seiner Arbeit, unter anderem die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Wesentliches ergab sich aus der Bewertung nicht.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2017. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 23. März 2018 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den engagierten Einsatz und die erfolgreiche Arbeit.

Dettingen, 23. März 2018

Für den Aufsichtsrat

Klaus Eberhardt, Vorsitzender des Aufsichtsrats