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ElringKlinger AG Annual Report 2016

Jun 13, 2017

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Annual Report

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ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

ElringKlinger entwickelt und produziert technologisch anspruchsvolle Produkte für die Fahrzeuggeneration von heute und morgen. Mit starken Innovationen gestaltet der Konzern die Mobilität der Zukunft und sichert sich die Position als einer der Technologieführer in der Automobilzuliefererbranche.

Profil

Die ElringKlinger AG blickt auf eine 137-jährige Firmengeschichte zurück, in der sich die Unternehmensgruppe zu einem weltweit aufgestellten, unabhängigen Entwicklungspartner und Erstausrüster entwickelt hat. Rund 90 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet der Konzern in der Automobilindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Dabei entwickelt, produziert und vertreibt ElringKlinger Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe, Abgassysteme, die Fahrzeugkarosserie, Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen. Vom klassischen Verbrennungsmotor über Hybrid-Varianten bis hin zum Elektroantrieb umfasst das Portfolio Produkte für alle Arten der Antriebstechnologien. Außerhalb der Automobilindustrie produziert ElringKlinger komplette Abgasreinigungssysteme für Anwendungen in Schiffen, Bussen, Lkw, Bau- und Landmaschinen, Lokomotiven sowie in Kraftwerken. Industrieübergreifend bietet der Konzern Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE an, wobei die Produktspezifikationen je nach Einsatzgebiet und Kundenanforderungen individuell angepasst werden.

Der ElringKlinger-Konzern ist zum 31. Dezember 2016 mit 47 Standorten global präsent und beschäftigt über 8.500 Mitarbeiter (vgl. "Nachhaltigkeit").

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Globale Megatrends wie das Bevölkerungswachstum, der Umweltschutz oder auch die Globalisierung markieren Veränderungen im gesellschaftlichen Zusammenleben und führen zu neuen Herausforderungen, die sich auch auf die Automobilindustrie auswirken. Diese Trends prägen den Markt für effiziente Antriebssysteme, denn das rasante Wachstum der Bevölkerung sowie die Globalisierung führen zu einer höheren Mobilitätsnachfrage bei gleichzeitig immer strengeren Emissionsvorschriften. Genau hier knüpft das Produktportfolio von ElringKlinger an, denn moderne Leichtbaukonzepte, mittels Downsizing optimierte Verbrennungsmotoren, Abgasreinigungssysteme oder alternative Antriebstechnologien tragen zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxiden, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln bei. Den Wandel in der Automobilindustrie hin zur emissionsfreien Mobilität gestaltet ElringKlinger mit Produkten für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie aktiv mit.

Insgesamt sichert ElringKlinger langfristigen wirtschaftlichen Erfolg durch Forschungs- und Entwicklungskraft, umfassendes Material- und Prozess-Know-how sowie finanzielle Leistungsstärke. Für die hochpräzise Metallverarbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) sowie die Kunststoffspritzgusstechnik konstruiert und fertigt ElringKlinger nahezu alle Werkzeuge in Eigenregie. Sie sichern in den hoch automatisierten Produktionsstätten die effiziente Herstellung von technologisch anspruchsvollen Produkten in Serie. Durch den technologischen Vorsprung der Werkzeuge und der eingesetzten Produktionsverfahren erhöht ElringKlinger gleichzeitig die Markteintrittsbarriere für potenzielle Marktteilnehmer.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Als globaler Zulieferer im Automobilsektor ist die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten bestimmt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Beschäftigungssituation im jeweiligen Land. Zudem können sich weitere Faktoren - wie zum Beispiel Änderungen der Kraftstoffpreise, des Konsumentenverhaltens, des Zinsniveaus oder der regulatorischen Vorschriften in unterschiedlichen Ländern - negativ auf die Nachfrage nach Automobilen auswirken. Erfahrungsgemäß ist der Absatz von ElringKlinger-Produkten von der Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion abhängig. Zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern können in der Regel durch bessere Entwicklungen in anderen Absatzmärkten kompensiert werden.

Zu den rechtlichen Einflussfaktoren zählen stetig steigende Anforderungen an die zu erfüllenden Abgasnormen (Euro-Norm, CAFE-Standard). Sie erhöhen den Druck auf die Automobilhersteller, energieeffiziente Lösungen für eine emissionsärmere oder -freie Mobilität zu entwickeln. Auch in anderen Industrien, wie zum Beispiel im Bereich der Schifffahrt, werden die Vorschriften weiter verschärft. Dort gelten seit Januar 2016 für neu gebaute Schiffe strengere Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden. Die gesetzlichen Regelungen in den unterschiedlichsten Branchen geben ElringKlinger zusätzlichen Rückenwind, da der Einsatz von ElringKlinger-Produkten zur Reduzierung von Emissionen beitragen kann.

Konzernstruktur und -organisation

Die ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns. Sie übernimmt alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen, wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zudem ist sie für die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten zuständig.

Die 2016 durchgeführten Akquisitionen und Gesellschaftsgründungen führten zu folgender Veränderung der Konzernstruktur:

Die Hug Engineering AG, eine 93,7-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, hat mit Wirkung zum 11. April 2016 weitere 80,0 % der Anteile an der COdiNOx Beheer, B.V., Enschede, Niederlande, erworben und hält seither 90,0 % der Anteile.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 übernahm die ElringKlinger AG im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland.
Am 31. Oktober 2016 gründete die ElringKlinger AG die neue Produktionsgesellschaft ElringKlinger Silicon Valley, Inc., Fremont, USA.

Zum 31. Dezember 2016 gehörten insgesamt 43 Gesellschaften zum ElringKlinger-Konzern.

Darüber hinaus schloss die ElringKlinger AG am 26. Oktober 2016 einen beurkundeten Vertrag über die strategische Beteiligung von 27,0 % am Engineering-Unternehmen hofer AG, Nürtingen, Deutschland, sowie über die 53,0-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland. Das Closing erfolgt 2017.

Absatzmärkte und Unternehmensstandorte

ElringKlinger verfügt über ein globales Netzwerk an strategisch positionierten Produktions- und Vertriebsstandorten. Daraus bedient der Konzern allen voran die drei größten Wirtschaftsräume Europa, NAFTA und das industrialisierte Asien (China und Japan) mit innovativen Produkten. Daneben ist der Konzern auch in den Schwellentorenhersteller gehören zu den Kunden von ElringKlinger. Daher nimmt der Konzern innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils die sogenannte Tier-1-Position ein. Zudem beliefert ElringKlinger auch Automobilzulieferer, insbesondere aus den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie sowie Getriebebau.

47 Standorte weltweit

Insgesamt verfügt der Konzern über 36 Produktions- und 11 Vertriebs- bzw. Dienstleistungsstandorte.

Segmente und Geschäftsbereiche

Die geschäftlichen Aktivitäten der ElringKlinger-Gruppe sind in fünf Segmente gegliedert. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

Segmente des ElringKlinger-Konzerns (gemessen am Umsatz 2016)

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Fahrzeugindustrie. Dazu gehören Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoff-Leichtbauteile und -Gehäusemodule für den Antriebsstrang und die Karosserie, thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellensysteme. Darüber hinaus entwickelt und fertigt ein Geschäftsbereich innerhalb des Segments komplette Abgasreinigungssysteme, die vor allem in Lkw und Bussen, Schiffen, Bau- und Landmaschinen oder Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen für Pkw und Nkw. Die Ersatzteile dienen einer fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen. Der Ersatzteilvertrieb erfolgt hauptsächlich über ein weltweites Netz von Großhändlern und über große Einkaufskooperationen. Zu den wichtigsten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika. Zu den wichtigsten Zukunftsmärkten gehören Nordamerika und China, die aktuell erschlossen werden.

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt, produziert und vertreibt kundenspezifische Lösungen aus Hochleistungskunststoffen. Gut ein Drittel des Segmentumsatzes entfällt auf die Fahrzeugbranche, knapp zwei Drittel verteilen sich im Wesentlichen auf den Maschinenbau, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie. Um die mehrheitlich auf Europa fokussierten Vertriebsgebiete zu erweitern, erschließt das Segment weitere Regionen, wie zum Beispiel Asien und Amerika.

Das Segment Dienstleistungen bietet mit modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen Entwicklungs- und Motortest-Dienstleistungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden gehören sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Das Segment enthält zudem noch die Teilbereiche Logistikdienstleistungen und Catering.

Zum Segment Gewerbeparks gehören die Industrieparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grund und Gebäuden.

Darüber hinaus sind die Segmente in elf Geschäftsbereiche unterteilt. Sieben davon fallen in das Segment Erstausrüstung. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.

Konzernaußenumsatz nach Geschäftsbereichen 2016 (Vorjahr) in %

Abschirmtechnik: 26 % (27 %)

Leichtbau/Elastomertechnik: 22 % (21 %)

Spezialdichtungen: 18 % (17 %)

Zylinderkopfdichtungen 13 % (14 %)

Ersatzteile: 9 % (9 %)

Kunststofftechnik: 7 % (6 %)

Abgasnachbehandlung: 3 % (3 %)

E-Mobility: 1 % (1 %)

Dienstleistungen: 1 % (1 %)

Gewerbeparks: <1 % (<1%)

Sonstige1 : <1 (<1)

1 HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien und Neue Geschäftsfelder

Metallische Zylinderkopfdichtungen gehören bei ElringKlinger zum traditionellen Geschäft. Aufgrund der technologischen Reife der Dichtungen ist der Konzern seit vielen Jahren Marktführer in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld. Zu den Hauptwettbewerbern zählen zwei US-amerikanische Konzerne. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleinere regionale Marktbegleiter.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen entwickelt und produziert maßgeschneiderte Produktlösungen, vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt sehr hoch ist.

Der Bereich Abschirmtechnik umfasst thermische und akustische Abschirmsysteme, die das vielschichtige Temperaturmanagement in modernen Kraftfahrzeugen übernehmen. Der Einsatz unterschiedlicher Materialkompositionen sichert die optimale Steuerung von Energieströmen, wie zum Beispiel die Wärme- oder Windströme. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt auch in diesem Geschäftsbereich zu den drei international führenden Anbietern.

Der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik heißt fortan Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik. Die Umbenennung liegt im Wesentlichen an den neu entwickelten Leichtbauprodukten aus Kompositwerkstoffen für die Karosserie von Fahrzeugen. Durch den Ersatz von Metall durch Leichtbaukomponenten aus zum Beispiel Hochleistungskunststoff oder Organoblech können in der Fahrzeugindustrie deutliche Gewichtseinsparungen realisiert werden. Im Vergleich zu den vorherigen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld im Bereich von Hochleistungskunststoffen stärker fragmentiert.

Den Wandel in der Automobilindustrie hin zu alternativen Antriebssystemen gestaltet ElringKlinger mit den Produkten aus dem Geschäftsbereich E-Mobility. Zum Kernprodukt gehören die Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen und in Serie produziert werden. Das Wachstum des Geschäftsbereichs ist stark an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gekoppelt. Im Bereich Zellkontaktiersysteme bestehen nur wenige Anbieter.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung entwickelt und produziert Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung von mobilen und stationären Verbrennungsmotoren sowie diverse Off-Road-Applikationen. Das Leistungsspektrum beinhaltet Produkte für unterschiedliche Branchen. Dazu gehören unter anderem die Nutzfahrzeug-, Schifffahrt- sowie die Bahnindustrie. Mit seinen Produkten ist der Geschäftsbereich in den jeweiligen Branchen gut aufgestellt.

Im Geschäftsbereich Sonstige bündelt der Konzern die Aktivitäten der Werkzeugtechnologie und der Neuen Geschäftsfelder. Letztere beinhalten derzeit die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnologie (vgl. "Forschung und Entwicklung").

Steuerungsgrößen

Der Vorstand der ElringKlinger AG nutzt in erster Linie Finanzkennzahlen zur Steuerung des Konzerns. Aber auch unternehmensspezifische Frühindikatoren sowie nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Unternehmensführung. Die Steuerungsgrößen bilden auch die Basis für die Gesamteinschätzung zu bewertender Sachverhalte und Entwicklungen im Unternehmen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns beruhen auf der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie Vermögenslage des Konzerns. Es handelt sich dabei um die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und Return on Capital Employed (ROCE). Letzterer gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Diese Steuerungsgrößen werden jeweils für den Konzern, für die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und für die Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.

Für die Berechnung des ROCE wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, mittel- bis langfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 15 % zu erzielen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.

Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger zur Steuerung der Unternehmensgruppe weitere finanzielle Steuerungsgrößen wie:

Operativer Free Cashflow
Eigenkapitalquote
Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und um Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte.

In der folgenden Tabelle sind die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns aufgeführt. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.

Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Prognose 20161 Ist 2016 2015 2014 2013 2012
Umsatz (in Mio. €) 1.583 bis 1.6132 1.557,43 1.507,3 1.325,8 1.150,1 1.127,2
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) 140 bis 150 ("eher am unteren Rand") 140,4 140,4 162,35 149,85 140,9
ROCE Bestenfalls leichte Verbesserung ggü. Vorjahr 8,7 % 9,5 % 12,4 % 14,4 % 13,3 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) Leicht negativ (niedriger bis mittlerer zweistelliger Mio.-Euro-Bereich) -3,8 -65,2 -12,4 -4,2 8,2
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % 47,2 % 48,5 % 49,7 % 50,4 % 50,6 %

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2011 2010
Umsatz (in Mio. €) 1.032,8 795,7
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) 130,66 116,0
ROCE 14,2 %6 15,2 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) -10,5 -1,9
Eigenkapitalquote 50,1 % 52,7 %

1 Gemäß letztem Quartalsfinanzbericht vom 8. November 2016; ursprüngliche Prognosen für 2016: EBIT vor PPA: 160 bis 170 Mio. Euro; ROCE: "leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr"; Operativer Free Cashflow: "nicht mehr oder nur leicht negativ"; übrige Zielgrößen unverändert;

2 Entsprechend 5 bis 7 % organischem Umsatzwachstum (bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte)

3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.578,4 Mio. Euro (plus 4,7 %)

4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,8 (5,2) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Die Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014

5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro

6 Bereinigt um Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg (22,7 Mio. Euro)

Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Auch die folgenden, für die Unternehmenssteuerung weniger bedeutsamen Personal- und Qualitätskennzahlen werden regelmäßig erhoben und dienen dem Management als Entscheidungshilfe:

Entwicklung der Beschäftigtenanzahl und durchschnittlicher Krankenstand der Mitarbeiter
Qualitätskennzahlen und -bewertungen, wie zum Beispiel Betriebsunfälle sowie Ausschussquoten

Konkrete Kennzahlen hierzu finden sich im Kapitel "Nachhaltigkeit" bzw. auf der Internetseite des Konzerns. Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 wird auf der Internetseite des Konzerns unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit im Berichtsjahr 2017 veröffentlicht.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Die kontinuierlich berichteten Kennzahlen Auftragseingang und -bestand bieten eine verlässliche Indikation für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzuliefererunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

Mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrierte sich ElringKlinger im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf die Bereiche der Leichtbaukonzepte und der neuen Antriebstechnologien. Insbesondere unter dem Eindruck der hohen Dynamik in der Automobilbranche zahlt sich aus, dass der Konzern frühzeitig in diesen Bereichen eine breite und tiefe Kompetenz aufgebaut hat. Nicht zuletzt deswegen ist ElringKlinger heute ein gefragter Partner, um Lösungen für Gewichtseinsparungen oder alternative Antriebe zu realisieren. Gleichzeitig baut ElringKlinger seine vorhandenen Fähigkeiten in den verbrennungsmotorbezogenen Bereichen weiter aus, um seine marktführenden Positionen zu behaupten.

F&E-Kennzahlen

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2016 2015 2014 2013 20121
F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) (in Mio. €) 74,8 71,2 66,5 65,7 65,7
F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) 4,8 % 4,7 % 5,0 % 5,7 % 5,8 %
Aktivierungsquote2 9,9 % 13,8 % 13,8 % 13,7 % 12,7 %

1 Inkl. Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen - ab 2013 in den Umsatzkosten erfasst

2 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten

Hohe Dynamik in der Automobilbranche

Die Automobilbranche weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Gerade in der Antriebstechnologie hat ein Wandel eingesetzt, der durch die bestehenden strikten Emissionsrichtlinien und durch die Einführung der neuen Testverfahren und Testzyklen getrieben wird. Zudem wird dieser Wandel durch die hohen Immissionsbelastungen in den Innenstädten, für die maßgeblich der Verkehr verantwortlich gemacht wird, noch beschleunigt.

Neue Testmethoden werden insbesondere deswegen eingeführt, weil die etablierten Tests keine Werte liefern, die der realen Fahrsituation im Feld entsprechen. Bisher war es möglich, die Motoren in einem speziellen zyklusrelevanten Kennfeldbereich zu optimieren und damit die Anforderungen zu erfüllen. Infolgedessen entwickelten sich Trends wie zum Beispiel das Downsizing von Motoren, die zwar in den etablierten Fahrzyklen auf dem Rollenprüfstand zu positiven Ergebnissen führten, die aber auf der Straße den positiven Effekt vermissen ließen. Nach Einführung der neuen Tests verfolgen die Hersteller nun eher eine "Rightsizing "-Strategie in der Motorentwicklung.

Es ist nicht davon auszugehen, dass an den durch die Politik bereits beschlossenen CO2 -Flottengrenzwerten (für Europa: durchschnittlich 95 g/km ab 2021) noch gerüttelt wird. Als sicher gilt aber, dass diese Grenzwerte mit konventionellem Verbrennungsmotorantrieb nicht einzuhalten sind. Daher erhöht sich für die Hersteller der Druck - sie müssen neue Antriebstechnologien einführen, um mit ihren Flotten den CO2 -Grenzwert zu erreichen und teure Strafzahlungen zu vermeiden.

95 g CO2/km

dürfen die Flotten der Fahrzeughersteller nach EU-Vorgaben im Schnitt ab 2021 noch ausstoßen. (Zum Vergleich: Die in Deutschland verkauften Pkw kamen 2016 auf 127 g CO2 /km.)

Die Hersteller wenden sich daher vermehrt alternativen Antriebsarten zu und haben ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugmodellen in den nächsten zehn Jahren formuliert.

Unter diesen Voraussetzungen geht man grundsätzlich von folgendem Szenario aus: Über die nächsten Jahre wird die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren noch leicht ansteigen, ehe ab ca. 2021 eher die Hybrid- und Elektrofahrzeuge das Wachstum bestimmen werden.

Frühzeitiger Dialog mit Herstellern

Sich frühzeitig für die technologischen Herausforderungen der Branche aufzustellen und Trends innovativ mitzugestalten, ist Teil der Unternehmensphilosophie von ElringKlinger. So zahlt es sich nun aus, dass der Konzern schon vor Jahren in Leichtbautechnologie und Batteriekomponenten investiert hat: Im Leichtbau zeugt ein hoher Marktanteil bei Zylinderkopfhauben oder Ölwannen genauso von erfolgreichen Produktentwicklungen wie die kürzlich erhaltenen Großaufträge über Cockpitquerträger oder Türmodulträger. Und auch im Bereich der Elektromobilität würde der Konzern derzeit nicht so zahlreiche Anfragen erhalten, wenn er mit der Entwicklung und Herstellung von Zellkontaktiersystemen seine Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nicht bereits bewiesen hätte.

Die hohe Innovationskultur im Unternehmen sowie nachhaltige und zielgerichtete Investitionen sind Voraussetzung für die Vertriebserfolge von ElringKlinger. Zwischen 5 und 6 % des Umsatzes hat der Konzern in den vergangenen Jahren für seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet, im gleichen Spektrum erwartet man diese Quote auch für die kommenden Jahre. Damit schafft der Konzern die Grundlage, seine Wettbewerbsposition auch für die Zukunft zu stärken.

Solide Forschungs- und Entwicklungsquote

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die F&E-Kosten auf 74,8 (71,2) Mio. Euro, das heißt die Quote lag mit 4,8 % (4,7 %) leicht unter dem langfristigen Trendspektrum. Dazu trugen neben den traditionellen Geschäftsbereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Leichtbau/Elastomertechnik sowie Abschirmtechnik auch die Neuen Geschäftsfelder sowie die Batterietechnologie bei. Die in den Umsatzkosten ausgewiesenen Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen fielen mit 8,4 (8,2) Mio. Euro hingegen höher als im Vorjahr aus.

Den wichtigsten Faktor für erfolgreiche F&E-Aktivitäten bildet das Personal. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte der Konzern 570 (562) F&E-Mitarbeiter an den Standorten der ElringKlinger AG sowie bei 18 (17) Tochtergesellschaften. Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich vor allem auf die deutschen Standorte der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik, den Schweizer Standort des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung sowie die US-Standorte im Großraum Detroit, Michigan. An den anderen Standorten werden eher kleinere Entwicklungsschritte und Anpassungsentwicklungen durchgeführt.

Neben der organisatorischen Bündelung zur Verhinderung von Technologietransfer und Know-how-Abfluss sichert ElringKlinger seine Entwicklungserfolge sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Die Patentabteilung wacht über den Schutz des technologischen Wissens sowie der geistigen Eigentumsrechte und nimmt die in- und ausländischen Anmeldungen von Patenten vor. Mit 68 (67) lagen die neu angemeldeten Schutzrechte 2016 wiederum auf einem hohen Niveau.

Leichtbau: Jedes Gramm zählt

In der Entwicklung von Motoren- und Strukturkomponenten neuer Modelle zählt für die Automobilhersteller vor allem ein Grundsatz: Das Fahrzeug muss leichter werden. Dieses Prinzip ist auf der einen Seite für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor relevant, um die strikten Emissionsvorschriften besser erfüllen zu können. Auf der anderen Seite ist die Frage des Gewichts für vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge entscheidend, um eine größere Reichweite zu ermöglichen.

Nachdem ElringKlinger bereits seit mehr als 15 Jahren herkömmliche Metallkomponenten rund um den Motor durch Hochleistungskunststoff ersetzt, hat der Konzern in den vergangenen Jahren gemeinsam mit einem deutschen Premiumhersteller innovative Polymer-Metall-Hybridbauteile für die Fahrzeugkarosserie entwickelt: Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU ) wird mit Kunststoffspritzguss kombiniert, wodurch es möglich ist, besonders leichte Strukturbauteile in nur einem Prozessschritt zu fertigen. ElringKlinger hat dazu ein Kombinationswerkzeug entwickelt, das neben der Herstellweise auch das Produkt einzigartig macht. Leichtbauteile wie diese IHU-Produkte können das Gewicht - je nach integrierten Applikationen - um bis zu 40 % gegenüber herkömmlichen Strukturkomponenten reduzieren. Derzeit kommt die IHU-Technologie für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz. Weitere Anwendungsbereiche im Fahrzeug werden geprüft, um das große Marktpotenzial dieser Technologie zu heben.

Ein ähnlich innovatives Konzept verfolgt ElringKlinger beim kombinierten Einsatz von Organoblech und Kunststoffspritzguss. Dadurch können Belastbarkeit und Steifigkeit gegenüber herkömmlichen Kunststoffen deutlich verbessert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein volumenstarker Auftrag über Türmodulträger in diesem Bereich gewonnen, die Serienproduktion läuft 2017 an. Darüber hinaus sind weitere Anwendungen dieser Kombination im Fahrzeug denkbar, zum Beispiel für Batterieträger, Sitzschalen oder Ersatzradmulden.

Abschirmtechnik: thermisch, akustisch und aerodynamisch

Auch Unterbodenverkleidungen in neuartiger textiler Presstechnik können dazu beitragen, das Gewicht des Fahrzeugs gegenüber früheren Modellen zu reduzieren. Gleichzeitig übernehmen sie schall- und schwingungsdämmende Funktionen und verbessern die Fahreigenschaften, indem sie den Luftwiderstand verringern. Entwicklungsprojekte in diesen Bereichen setzen an den Materialeigenschaften an. So können unterschiedliche kunststoffbasierte Halbzeuge thermogeformt und zum Hitzeschutz mit metallischen Oberflächen kaschiert werden. Hier liefen im abgelaufenen Geschäftsjahr bedeutende Projekte für Premiumhersteller in der NAFTA-Region an.

Neben den thermischen und aerodynamischen Funktionalitäten gewinnt im Bereich Abschirmtechnik die Akustik eine immer stärkere Bedeutung. Die Hersteller streben danach, in die thermisch wirksamen Abschirmteile auch akustische Funktionen zu integrieren. ElringKlinger hat hier Entwicklungsleistungen erbracht, um die Akustik eines Fahrzeugs aktiv zu steuern. Dazu gehört beispielsweise, die Lochgröße oder den Flächenanteil der Perforation an die Anforderungen der Kunden anzupassen, um bestimmte Schwingungen und Frequenzen zu unterbinden oder zu unterstützen. Dafür und auch aufgrund der steigenden Anzahl weltweiter Kundenanfragen wurde die Entwicklungsorganisation in diesem Geschäftsbereich neu aufgestellt und global ausgedehnt.

Batteriesysteme ermöglichen emissionsfreien Antrieb

Im Zuge des derzeitigen Wandels in der Automobilbranche haben die Hersteller sich nach und nach konkrete Zielwerte für die Entwicklung und Vermarktung neuer Elektrofahrzeugmodelle gesetzt. Diese Aussagen sowie die umfangreiche Förderung des Elektroantriebs in China schlagen sich vermehrt in Anfragen an ElringKlinger nieder.

Auch wenn der Bereich Elektromobilität mangels Kundenakzeptanz der Elektrofahrzeuge bislang unbefriedigend war, hat sich ElringKlinger in diesem Bereich einen guten Ruf als Entwicklungspartner und Lieferant von Batteriekomponenten erworben. Mit der Entwicklungserfahrung von nahezu acht Jahren wurden Entwicklungsinitiativen zu Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien und Batteriemodulen für europäische und nordamerikanische Kunden gestartet. Aus technischer Sicht konnte ein neuartiges Design für Zellspannungsabgriffe erfolgreich in Serie gebracht und damit der vollautomatische Produktionsprozess der Systeme noch effizienter gestaltet werden.

Darüber hinaus lag im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten darauf, das Produktspektrum auszuweiten: Gemeinsam mit einem chinesischen Partner für die Batteriezelle wird das Unternehmen nun in der Lage sein, ein Batteriemodul für Elektrofahrzeuge anzubieten. Hinsichtlich des zu erwartenden Nachfrageanstiegs in der Elektromobilität in den nächsten Jahren bieten sich hier für ElringKlinger sehr attraktive Marktchancen.

Effiziente Energie durch Brennstoffzellen

Bereits seit knapp zwanzig Jahren investiert ElringKlinger in die Brennstoffzellentechnologie und hat in langfristigen Projekten sowohl an der Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEMFC als auch an der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC gearbeitet. Während die SOFC große Vorteile im Einsatz mit auf Kohlenwasserstoff basierten Kraftstoffen bietet, ist die PEMFC vor allem für den Einsatz von Wasserstoff geeignet. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Entwicklungsaktivitäten fortgeführt, um die Systemfähigkeit beider Zellentypen voranzutreiben.

SOFC-Systeme bieten einen höheren elektrischen Wirkungsgrad als beispielsweise Dieselgeneratoren und können über integrierte Router komfortabel gesteuert werden. Sie sind für verschiedenartige Einsätze geeignet, unter anderem zur Kraft-Wärme-Kopplung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus können sie bei der Errichtung von Mobilfunksystemen, Windkraftanlagen oder Pipelines wartungsfrei über 365 Tage - und auch im Dauerbetrieb - eingesetzt werden. Letztlich überall dort, wo eine konventionelle Strominfrastruktur nicht vorhanden ist. Auch für mobile Lösungen auf Booten oder in Campingmobilen können sie Verwendung finden, da sie aufgrund ihres kompakten Designs leicht zu integrieren sind. Diese Systeme durch Softwareanpassungen zu verbessern und das Serienprodukt auch für Biogas zu qualifizieren war einer der F&E-Schwerpunkte im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rund 33 %

beträgt der elektrische Wirkungsgrad von SOFC-Brennstoffzellen mit einer Leistung von weniger als 1 kW. (Zum Vergleich: Dieselgeneratoren kommen in diesem Leistungsbereich auf maximal 15 %.)

PEMFC sind von der Wasserstoffversorgung abhängig, die sich erst allmählich im Aufbau befindet. Grundsätzlich hat die PEMFC jedoch das Potenzial, reine Elektrofahrzeuge in der Zukunft ideal zu ergänzen. Insbesondere für Langstreckenfahrten oder auch für Nutzfahrzeuge sind rein elektrische Batterieantriebe aufgrund der langen Ladezeiten und der hohen Batteriegewichte im Nachteil. Ein brennstoffzellenbetriebener Pkw lässt sich beispielsweise in drei Minuten mit Wasserstoff betanken. Daher wird es zukünftig je nach Betriebsprofil neben Elektrofahrzeugen auch Brennstoffzellenfahrzeuge sowie Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen-Range-Extender geben. Erste Fahrzeuge koreanischer und japanischer Hersteller sind bereits in Serie, ein deutscher Hersteller folgt zum Ende dieses Jahres. Mit der breiten Serienanwendung ist jedoch frühestens in acht bis zehn Jahren zu rechnen.

ElringKlinger ist im Bereich PEMFC mit patentierten Designs für metallische Bipolarplatten, mit Kunststoff-Medienmodulen und eigenen Brennstoffzellen-Stacks bestens für den Technologiewandel gerüstet. Erste Anwendung finden ElringKlinger-PEM-Brennstoffzellen bereits heute, zum Beispiel in Flurförderzeugen und kommunalen Arbeitsfahrzeugen.

Weiterentwicklung von Dichtungen und Dichtsystemen

Der Prozess des Wandels hin zu Hybrid- und Elektroantrieben ändert nichts daran, dass die Leistungsanforderungen an Zylinderkopf- und Spezialdichtungen hoch bleiben. Häufige Lastwechsel, eine thermisch hohe Beanspruchung und hohe Drücke stellen weiterhin die Rahmenbedingungen für Verbrennungsmotoren dar.

Um die Emissionsvorschriften besser zu erfüllen, verwenden die Hersteller verstärkt AGR-Systeme. Der Einsatz dieser Systeme erfordert wiederum anspruchsvolle Filterdichtungen, um den Turbolader vor Beschädigungen zu schützen. ElringKlinger kann für diese Anforderungen seine Dichtungskompetenz einsetzen und hat sich bei seinen Entwicklungsaktivitäten daher - neben der Isolation von Turboladern durch Abschirmkomponenten - auf Dichtsysteme mit Ventilfunktion für AGR- und CO2 -Kompressoranwendungen sowie auf eine verbesserte Simulationsmethodik des Dichtverbands konzentriert, um die Zylinderkopfdichtung bei sich ändernden Lastkollektiven optimal auszulegen. Als wesentliche Produktinnovation wurde hier 2016 der geprägte Falzbördelstopper eingeführt, der künftig in der neuen Motorengeneration eines globalen Fahrzeugherstellers eingesetzt wird.

Sowohl Hybrid- als auch vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weiterhin Automatikgetriebe beinhalten, die aus dem Geschäftsbereich Spezialdichtungen Lösungen in unterschiedlicher Komplexität erfordern. Davon zeugen die Produktentwicklungen des Jahres 2016. ElringKlinger hat beispielsweise sein Produkt-Know-how eingesetzt, um Innen- und Außenlamellenträger für das Automatikgetriebe eines neuen Elektrofahrzeugs eines deutschen Premiumherstellers zu entwickeln. Darüber hinaus werden derzeit Beschichtungslösungen entwickelt, die auch Dichtsysteme für IP-Schutzklassen zulassen, die im Elektroantrieb benötigt werden.

Abgasnachbehandlung: Emissionsvorschriften als Treiber

Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG (Hug) entwickelt und vertreibt Lösungen zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes von Verbrennungskraftmaschinen. Dabei konzentriert man sich auf attraktive Nischen. Der Fokus der Tätigkeiten liegt auf Retrofit-Lösungen für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen, mobilen Off-Road-Anwendungen für Lokomotiven und Schiffe und stationären Anwendungen für Kraftwerke und Gewächshäuser. Treiber dafür sind neue Normen für Schadstoffemissionen oder innovative Produkte, welche neue Normen vorantreiben - auch hier liegt der Fokus im Off-Road-Bereich.

Um eine solche Sparte handelt es sich beispielsweise bei schwerölbetriebenen Motoren, deren Feinstaubemissionen bislang nicht reguliert sind, weil keine entsprechende Technologie Marktreife erlangt hat. Diese Lücke kann Hug schließen, indem man ein System entwickelt, welches erlaubt, Ruß- und Aschepartikel aus Abgasen solcher Motoren zu entfernen. Die Entwicklung dazu läuft im Rahmen eines in Horizon 2020 geförderten Projekts. Bei "Horizon 2020" handelt es sich um ein EU-Förderprogramm, das wissenschaftliche Exzellenz herausbilden, innovative Ideen vorantreiben und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas erhöhen soll.

Mit mobiclean™ R Dynamic ist ein neues Abgasreinigungssystem entstanden, welches mit einem vollautomatisch aktivregenerierenden Filtersystem zur Verminderung des Rußausstoßes beiträgt. Das System besteht aus einem Dieselpartikelfilter, einem Brenner, Steuerungskomponenten und Datenlogger und ist kompakt konzipiert, um leicht in Fahrzeuge integriert werden zu können. Diese Produktinnovation kommt insbesondere für Maschinen mit hohem Rußausstoß und langen Leerlauf- oder Niederlastzeiten in Frage, aber auch für Fahrzeuge in Schwellenländern, die Brennstoffe mit hohem Schwefelgehalt verwenden.

Im Schiffs- und Eisenbahnsektor lag der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Entwicklung von hochtemperaturbeständigen SCR-Katalysatoren für schnelllaufende Hochleistungsmotoren. Für stationäre Kraftwerksmotoren wurde die Dosierstrategie der Harnstoffdosieranlagen weiterentwickelt, um höchsten Ansprüchen an NOX -Umsatz unter lastvariablen Bedingungen zu genügen.

Wie auch in anderen Geschäftsbereichen des Konzerns nutzt Hug staatliche und institutionelle Förderungen zur Durchführung von risikoreichen Entwicklungsprojekten. Beispielsweise entwickelt man gemeinsam mit zwei Partnern Abgasreinigungsanlagen, die systemintegriert Schall und Emissionen reduzieren.

Kunststoffkompetenz

Im Segment Kunststofftechnik lag der Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten zum einen auf der Entwicklung neuer Materialien auf Basis vollfluorierter Werkstoffe. Dabei konzentrierte man sich insbesondere auf thermoplastisch verarbeitbare Hochleistungskunststoffe für den Einsatz in Thermomanagementsystemen, Getriebeanwendungen oder Zahnrädern. Zum anderen wurde der neue Speedflon-Radialwellendichtring vorgestellt, der in extrem schnelldrehenden Anwendungen für eine verbesserte Dichtheit bei gleichzeitig sehr geringer Reibung sorgt. Anwendungen hierfür sind beispielsweise Abgasturbolader oder der Einsatz an Elektromotoren.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Die Weltwirtschaft präsentierte sich 2016 mit verhaltenem Wachstum. Nach vorläufiger Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahm das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 % zu, was einer leichten Verlangsamung gegenüber dem Vorjahresanstieg (3,2 %) entsprechen würde. Die schwächere Expansion ist hauptsächlich auf Entwicklungen in den USA und Westeuropa zurückzuführen, während die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe ihr Wachstumstempo beschleunigten. Für die Automobilbranche verlief das Jahr 2016 mit einem weltweiten Absatzplus von rund 4 % insgesamt erfreulich. Größte Wachstumsregionen waren Westeuropa, China und Indien. Der US-Markt legte auf hohem Niveau eine Verschnaufpause ein. Fahrzeuge mit alternativem Antrieb stellen bislang noch ein sehr kleines Marktsegment dar.

Konjunkturelle Einflussfaktoren vielseitig

Zu den wesentlichen belastenden und stützenden Einflussfaktoren für die Weltwirtschaft im Jahr 2016 gehörten die noch verhältnismäßig niedrigen, aber wieder leicht anziehenden Öl- und Energiepreise, der geldpolitisch weiterhin expansive Kurs der großen Notenbanken, Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung in China und auch die Verwerfungen durch geopolitische Krisenherde wie dem Nahen Osten. Hinzu kamen mit dem Brexit-Votum in Großbritannien im Juni 2016 und der Präsidentschaftswahl in den USA im November 2016 zwei Ereignisse politischer Natur, die zwar für Unsicherheit sorgten, sich aber vorerst noch nicht spürbar auf das Wirtschaftsgeschehen auswirkten. Für rohstoffexportierende Schwellenländer schlug positiv zu Buche, dass die meisten Rohstoffpreise nach jahrelanger Talfahrt 2016 wieder leicht anzogen.

Das BIP-Wachstum in der Eurozone fiel leicht geringer aus als noch ein Jahr zuvor, hielt sich aber unterjährig stabil auf einer Vorjahresveränderungsrate von 1,7 %. Unterstützend wirkten das niedrige Zinsniveau, die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt sowie der weiterhin relativ geringe Außenwert des Euro. Mit einem im europäischen Vergleich überdurchschnittlichen Wachstum konnte die deutsche Wirtschaft ihre Rolle als Stabilitätsanker nochmals behaupten. Die Schubkraft kam insbesondere vom anhaltend lebhaften privaten und staatlichen Verbrauch. Exporte aus Deutschland ließen in ihrer Dynamik nach, kamen am Ende aber dennoch auf einen neuen Jahresrekord.

Die US-Konjunktur gewann nach einem schwachen ersten Halbjahr im weiteren Jahresverlauf an Stärke. Die Binnenkonjunktur in den USA profitierte vor allem von der hohen Konsumentennachfrage, auch infolge der guten Beschäftigung und von günstigen Finanzierungsbedingungen. Andererseits schwächelte die verarbeitende Industrie, allen voran der von der Rohstoffpreisentwicklung abhängige Energiesektor.

Die chinesische Volkswirtschaft stabilisierte sich 2016 zielgenau in der von der chinesischen Regierung anvisierten Bandbreite von 6,5 bis 7,0 %. Ebenfalls erfreulich verlief die Entwicklung in Indien, die allerdings hauptsächlich vom privaten und staatlichen Konsum getrieben ist. In Japan hingegen verhinderte unter anderem die schleppende Inlandsnachfrage einen erkennbaren wirtschaftlichen Aufwärtstrend.

Die konjunkturelle Lage in den rohstoffexportierenden Schwellenländern verbesserte sich zwar leicht, jedoch blieben die größeren Volkswirtschaften Brasilien und Russland erneut hinter ihrem Vorjahresniveau.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr in %

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20151 2016
Welt 3,2 3,1
Deutschland 1,5 1,7
Eurozone 2,0 1,7
USA 2,6 1,6
Brasilien -3,8 -3,5
China 6,9 6,7
Indien 7,6 6,6
Japan 1,2 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2017)

1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 16. Januar 2017

Automobiljahr 2016 übertrifft Erwartungen

Nach Angaben des VDA (Verband der Automobilindustrie, Deutschland) legte der Pkw-Weltmarkt 2016 um rund 4 % auf 81,6 Mio. Einheiten zu und überschritt erstmals die 80-Millionen-Marke. Nicht nur verglichen mit der ursprünglichen Erwartung des Verbands, die bei rund 2 % Absatzplus lag, entwickelte sich das Automobiljahr damit insgesamt erfreulich. Marktstudien zufolge nahm die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ("Light Vehicles") leicht stärker zu als der Fahrzeugabsatz. Das Wachstum war im Wesentlichen getragen von den Regionen Europa, China und Indien, während der US-amerikanische Markt erwartungsgemäß ins Stocken geriet.

Pkw-Neuzulassungen 2016 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (17. Januar 2017)

Die Automobilnachfrage in West- und Osteuropa hatte besonders im ersten Halbjahr 2016 mit zum Teil zweistelligen Zuwächsen gegenüber den Vorjahresmonaten für positive Überraschung gesorgt. Bis zum Jahresende wurden 14,0 Mio. neu zugelassene Pkw in Westeuropa registriert. Angeführt von Italien und Spanien lagen alle Top-5-Märkte, die rund 80 % des westeuropäischen Fahrzeugmarkts repräsentieren, im Plus. Das Schlusslicht bildete dabei Großbritannien mit einem Anstieg von 2,3 %. Vor dem Hintergrund der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war auch in Deutschland eine hohe Kaufbereitschaft für Neuwagen zu verzeichnen: Die 2016 hier neu zugelassenen 3,4 Mio. Pkw entsprechen dem höchsten Stand seit 2010. Aufgrund des stagnierenden Exportvolumens lag auch die Inlandsproduktion kaum über der Vorjahreszahl. Insgesamt wurden 4,4 Mio. Fahrzeuge von den in Deutschland 2016 hergestellten 5,7 Mio. Pkw exportiert.

Auf einem sehr hohen Niveau bewegte sich 2016 der Light-Vehicle-Markt in den USA, der neben den Pkw auch Geländelimousinen und Pickup-Trucks umfasst. Diese letztgenannten und üblicherweise PS-stärkeren Fahrzeugkategorien waren erneut stärker gefragt als der reine Pkw-Sektor. Mit einem Volumen von 17,5 Mio. Neuwagen konnte der US-Markt seinen Rekordwert von 2015 (17,4 Mio. Neufahrzeuge) nochmals leicht übertreffen.

In China, dem weltgrößten Pkw-Einzelmarkt, zogen die Verkäufe vor allem im zweiten Halbjahr mit unerwartet hoher Dynamik an. Begünstigt wurde der Absatz auch durch Steuervergünstigungen für Kleinwagenkäufe. Auch in Indien kletterten die Verkaufszahlen deutlich nach oben, während Japan erneut ein Minus bilanzierte. Die Talfahrt der seit Jahren rückläufigen Märkte Brasilien und Russland verlangsamte sich immerhin.

Elektromobilität - Marktanteile 2016 noch gering

Das Jahr 2016 markierte einen Strategiewandel in der Automobilindustrie. Die Automobilhersteller wandten sich stark der Hybrid- und Elektromobilität zu und kündigten für die mittlere Sicht eine Vielzahl von Modelleinführungen an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Absatzzahlen noch gering. Auf den wesentlichen Automobilmärkten beträgt der Anteil von Elektrofahrzeugen (rein batterieelektrische sowie Plug-in-Hybrid-Pkw) am Neuwagenabsatz weniger als 2 %. Die meisten Elektro-Neuzulassungen verzeichnete China mit 336.000 Fahrzeugen, gefolgt von Europa mit rund 212.000 und den USA, wo 2016 gut 157.000 Autos mit Elektroantrieb verkauft wurden. In Deutschland kamen trotz der ab Juli 2016 geltenden Subvention in Höhe von bis zu 4.000 Euro nicht mehr als 25.200 neue Elektroautos auf die Straßen.

29 %

Elektrofahrzeuge

Mit einem Anteil von 29 % der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen ist Norwegen 2016 einsamer Spitzenreiter. Andere Länder zum Vergleich: China 1,8 %, USA 0,9 %, Deutschland 0,8 % (Quelle: CAM)

Nutzfahrzeugmärkte regional stark unterschiedlich

Die großen Nutzfahrzeugmärkte entwickelten sich 2016 stark unterschiedlich. Das größte Wachstum ging von Westeuropa aus, dessen Marktvolumen 2016 um 10,1 % zulegte und rund 545.000 neu zugelassene mittelschwere und schwere Lkw (> 3,5 t) erreichte. Nach der von Nachholeffekten geprägten starken Aufwärtsbewegung im Vorjahr ließ die Dynamik 2016 aber nach. In Osteuropa fiel der prozentuale Anstieg höher aus, allerdings auf Basis eines niedrigeren absoluten Volumens (2016: 129,9 Tsd. Neuzulassungen).

Der Truckmarkt USA kühlte sich nach den hohen Zulassungszahlen der Vorjahre erwartungsgemäß ab. Die geringere Investitionsbereitschaft gründet neben der erreichten Marktsättigung sowie auch auf der Schwäche des Industriesektors. Das Segment der schweren Lkw (Class 8) schnitt mit einem Minus von 22,5 % gegenüber dem Vorjahr besonders schlecht ab. In schwieriger Verfassung war außerdem weiterhin der Nutzfahrzeugmarkt in Brasilien, der nochmals deutliche Einbußen verzeichnete.

Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2016 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2017)

Wesentliche Ereignisse

Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2016 gehörten der Erwerb weiterer Anteile der ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering an der COdiNOx Beheer B. V., Enschede, Niederlande, sowie die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland. Darüber hinaus fielen der Erwerb weiterer Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, die Gründung der Tochtergesellschaft ElringKlinger Silicon Valley, Inc., Fremont, USA, die Niederlegung des Vorstandsmandats von Karl Schmauder und der Indexzugehörigkeitswechsel der ElringKlinger-Aktie in das Berichtsjahr 2016.

ElringKlinger stockt Anteile an new enerday auf

Die ElringKlinger AG hat mit Wirkung zum 18. Februar 2016 weitere 5,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben und hält seither 80,0 % der Anteile an dem Brennstoffzellen-Systemspezialisten. Die ElringKlinger AG führt damit ihre Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.

Karl Schmauder legt Vorstandsmandat nieder

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der ElringKlinger AG, sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Schmauder wurde 2005 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und verantwortete bis zu seiner Mandatsniederlegung die Bereiche "Vertrieb Erstausrüstung" und "Neue Geschäftsfelder". Der Vorstand von ElringKlinger besteht seither aus drei Mitgliedern: Neben dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Wolf zählen Theo Becker, Vorstand für Produktion und Technik, sowie der Finanzvorstand Thomas Jessulat weiterhin zur obersten Konzern-Führungsebene. Dr. Stefan Wolf hat den Bereich "Vertrieb Erstausrüstung" übernommen. Der Bereich "Neue Geschäftsfelder" wird von Theo Becker verantwortet.

ElringKlinger-Aktie wechselt Indexzugehörigkeit

Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG musste daraufhin den Index verlassen und wird seit dem 21. März 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind vor allem zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie.

Hug Engineering erhöht Anteilsbesitz an COdiNOx

Die Hug Engineering AG, eine 93,7-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, hat mit Wirkung zum 11. April 2016 weitere 80,0 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, erworben und hält seither 90,0 % der Anteile.

Der Anteilserwerb erfolgte, nachdem zuvor die Tochtergesellschaften der COdiNOx Beheer B.V. auf die Muttergesellschaft verschmolzen wurden. Das Unternehmen firmiert mittlerweile als Hug Engineering B.V. Mit dem Zukauf der Vertriebs- und Servicegesellschaft sollen Synergien gehoben, das Wachstumspotenzial für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.

ElringKlinger übernimmt Geschäftsbetrieb von Maier Formenbau

Die ElringKlinger AG hat mit Wirkung zum 1. Juni 2016 den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals übernommen.

Maier Formenbau ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert. Mit der Übernahme erweiterte ElringKlinger seine bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Werkzeugbau. Die zusätzlichen Ressourcen sollen in erster Linie zur Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für den Geschäftsbereich Abschirmtechnik eingesetzt werden.

Gründung ElringKlinger Silicon Valley

Mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 wurde die ElringKlinger Silicon Valley, Inc., mit Sitz in Fremont, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern hat 2016 in vielen Regionen starkes Wachstum generiert und konnte im Umsatz insgesamt um 3,3 % auf 1.557,4 (1.507,3) Mio. Euro zulegen. Eine gute Gesamtmarktlage sowie stetige Verbesserungen einer Schweizer Tochtergesellschaft trugen dazu bei, dass ElringKlinger im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) an das Vorjahresniveau anknüpfen konnte.

Umsatzstarkes Schlussquartal

Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Umsatzerlöse des Konzerns um 50,1 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 1.557,4 (1.507,3) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Währungs- und Akquisitionseffekte betrug das Wachstum organisch 71,1 Mio. Euro oder 4,7 %. Dabei reduzierten Wechselkursveränderungen den Konzernumsatz im Berichtsjahr um 33,4 Mio. Euro bzw. minus 2,2 %. Vor allem die Entwicklungen des mexikanischen Peso, des chinesischen Yuan sowie des britischen Pfund führten zu einem Rückgang. Aus der erstmaligen Einbeziehung der ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, zum 14. Februar 2015 ergab sich im ersten Quartal 2016 ein akquisitorischer Effekt im Umsatz in Höhe von 4,9 Mio. Euro. Mit Wirkung zum 11. April 2016 wurde die niederländische Vertriebsgesellschaft COdiNOx Beheer B.V., Enschede, Niederlande, nach Umfirmierung als Hug Engineering B.V. im Konzern vollkonsolidiert. Darüber hinaus übernahm ElringKlinger zum 1. Juni 2016 den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals. In Summe betrug der Umsatzbeitrag aus den Akquisitionen 12,4 Mio. Euro bzw. 0,8 %.

Nach einer guten organischen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2016 sowie einem ordentlichen organischen Umsatzwachstum im Schlussquartal von 5,1 % bremste vor allem das von temporären Effekten betroffene schwächere dritte Quartal (+2,5 % organisches Umsatzwachstum) das Gesamtjahreswachstum. Auf Basis der gerundeten Werte der Umsatzprognose von jährlich 5 bis 7 % konnte ElringKlinger 2016 mit knapp 5 % organischem Umsatzwachstum das untere Ende des Zielkorridors erreichen.

2016 ging der Umsatzbeitrag aus Werkzeugfakturierungen im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Mio. Euro zurück. Für gewöhnlich weisen diese Werkzeugerlöse einen im Vergleich zum Seriengeschäft geringeren Ergebnisbeitrag aus.

Ursprünglich betrug die Gesamtjahresprognose des Konzerns für das EBIT vor Kaufpreisallokation 160 bis 170 Mio. Euro. In der Folge der Kapazitätsengpässe innerhalb einer Einheit des Konzerns und der Verzögerungen in der Verlagerung von Produkten nach Ungarn wurde die Prognose im Jahresverlauf auf 140 bis 150 Mio. Euro reduziert und mit der Veröffentlichung des Neunmonatsberichts auf das untere Ende der Spanne präzisiert. Mit einem EBIT vor Kaufpreisallokation in Höhe von 140,4 (140,4) Mio. Euro hat der Konzern im Geschäftsjahr die prognostizierte Ergebnisspanne erreicht.

Konzernumsatz nach Regionen (Vorjahr) in %

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Deutschland 26,5 (27,3)
Übriges Europa 31,4 (31,2)
Asien-Pazifik 19,2 (18,0)
NAFTA 18,7 (19,6)
Südamerika und Übrige 4,2 (3,9)

Gute Gesamtmarktlage unterstützt Konzernumsatz

Der ElringKlinger-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2016 währungsbereinigt in allen Regionen weiter zulegen und die Vorjahreswerte übertreffen. Das Wachstum im Gesamtjahr wurde dabei im Wesentlichen getragen von den Regionen Asien-Pazifik und Übriges Europa.

Gerade im Schlussquartal steigerte ElringKlinger die Umsatzerlöse nochmals deutlich. Dabei nahm in der Region Asien-Pazifik die Wachstumsdynamik spürbar zu und auch der deutsche Markt verbesserte sich stark. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2016 um 4,4 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode an. Das organische Wachstum betrug 5,1 %.

31,4 % (31,2 %) des Konzernumsatzes erwirtschaftete ElringKlinger 2016 auf seinem wichtigsten Absatzmarkt: in der Region Übriges Europa. Obwohl dieser Umsatzanteil in Europa (ohne Deutschland) durch den stärkeren Ausbau anderer Wachstumsmärkte prozentual nur leicht zulegen konnte, entwickelte sich die Region im Berichtsjahr äußerst positiv, indem sie Erlöse in Höhe von 489,1 (470,3) Mio. Euro erzielte und um 4,0 % zulegte. Erstmalig enthalten ist darin die seit April 2016 vollkonsolidierte Hug Engineering B.V., Enschede, Niederlande. Der Umsatzzuwachs basiert zudem auf einer sehr starken Entwicklung der westeuropäischen Fahrzeugmärkte.

Auch der deutsche Fahrzeugmarkt wuchs 2016 weiter. Analog dazu steigerte ElringKlinger den Inlandsumsatz um 0,8 Mio. Euro auf 412,3 (411,5) Mio. Euro. Ein Teil der an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten kommt in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz, die für Auslandsmärkte bestimmt sind. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz reduzierte sich 2016 auf 26,5 % (27,3 %).

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 292,0 (296,4) Mio. Euro schloss die Region NAFTA das Geschäftsjahr 2016 nach starken Wachstumsraten in den Vorjahren erwartungsgemäß etwas schwächer ab. Währungsbereinigt konnte die Region jedoch den Umsatz um 3,0 % steigern, obwohl der US-amerikanische Fahrzeugmarkt 2016 in Summe stagnierte. Nach zwei starken Quartalen im ersten Halbjahr blieb der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte um 5,2 % hinter dem starken Vorjahresvergleichsniveau zurück. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch der hohe Werkzeugumsatz, der aus dem Verkauf von IHU-Werkzeugen im Vorjahr enthalten war. 18,7 % (19,6 %) der Konzernumsätze erwirtschaftete ElringKlinger 2016 in dieser Region.

Sehr positiv verlief die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2016 in der Region Südamerika und Übrige. Da die Rezession der brasilianischen Wirtschaft weiter anhielt, entschieden sich Fahrzeughalter weniger zum Kauf von neuen Fahrzeugen, sondern bevorzugten die Durchführung von Reparaturen. Davon profitierte das gut laufende Ersatzteilgeschäft im ElringKlinger-Konzern. Des Weiteren konnte auch die südafrikanische Tochtergesellschaft im Umsatz wachsen. In Summe nahmen die Erlöse im Geschäftsjahr 2016 um 11,7 % auf 65,1 (58,3) Mio. Euro zu. Währungsbereinigt lag der Umsatz sogar um 14,6 % über dem Vorjahresvergleichswert. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 4,2 % (3,9 %).

In der Region Asien-Pazifik verzeichnete ElringKlinger das stärkste Umsatzwachstum und erhöhte den Anteil der Region am Konzernumsatz um 1,2 Prozentpunkte auf 19,2 % (18,0 %). Mit einem deutlichen Umsatzplus von 10,5 % erreichte ElringKlinger in dieser Region im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 299,0 (270,7) Mio. Euro. Die Nachfrage im größten Automobilmarkt der Welt liegt auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn die Zuwächse des Automobilsektors in China 2016 an Dynamik verloren haben. Von dieser Beruhigung des Marktwachstums ausgenommen ist das vierte Quartal 2016, in dem ElringKlinger im Vergleich zum vierten Quartal 2015 im Umsatz um 16,4 % zulegen konnte. Der starke Anstieg begründet sich in einem spürbaren Vorzieheffekt in China, wo der seit Oktober 2015 reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Fahrzeuge mit kleinem Hubraum zum Jahreswechsel wieder angehoben wurde. Zudem enthielt das Quartal vergleichsweise hohe Werkzeugumsätze.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich 2016 erneut und betrug 73,5 % (72,7 %). ElringKlinger hat frühzeitig in den Ausbau seiner globalen Infrastruktur investiert, deshalb gewinnt das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung.

Konzernumsatz nach Segmenten (Vorjahr) in Mio. €

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Erstausrüstung 1.294,3 (1.255,8)
Zylinderkopfdichtungen
Spezialdichtungen
Leichtbau/Elastomertechnik
Abschirmtechnik
Abgasnachbehandlung

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Ersatzteile 147,3 (142,2)
Kunststofftechnik 101,7 (96,6)
Dienstleistungen 9,7 (8,3)
Gewerbeparks 4,5 (4,3)

Heterogene Entwicklung im Segment Erstausrüstung

ElringKlinger steigerte die Umsatzerlöse im Segment Erstausrüstung um 3,1 % auf 1.294,3 (1.255,8) Mio. Euro. Strukturell profitierte die Erstausrüstung von der wachsenden Nachfrage der Kunden nach Leichtbauprodukten aus Hochleistungskunststoff. Dies zeigt sich im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, der den Vorjahresvergleichswert um 7,1 % übertreffen konnte. Weiteres Wachstum erzielte der Konzern im Geschäftsbereich Spezialdichtungen, getrieben durch das Downsizing aktueller Motorengenerationen, die eine höhere Anzahl an Spezialdichtungen erfordern. Lediglich der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen konnte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen, da eine höhere Anzahl an Rahmenverträgen ausgelaufen ist. Nachfolgendes Neugeschäft befand sich größtenteils noch in der Anlaufphase.

Abschirmtechnik mit operativ hohem Fixkostenniveau

Innerhalb des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik verursachten die 2015 angefallenen Kapazitätsengpässe auch im ersten Halbjahr 2016 an einem Schweizer Produktionsstandort Sonderkosten in Höhe von rund 11 (34) Mio. Euro. Nachlaufende Effekte aus den Kapazitätserweiterungsmaßnahmen sowie Verzögerungen im Verlagerungsprozess von Produkten an einen Produktionsstandort in Ungarn führten im zweiten Halbjahr 2016 dazu, dass die betroffene Gesellschaft auf einem anhaltend hohen Fixkostenniveau operierte, da die geplanten Effizienzsteigerungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Verringerung von zusätzlich angemieteten Lagerflächen, noch nicht im geplanten Umfang durchgeführt werden konnten. Erste spürbar positive Effekte erzielte ElringKlinger im vierten Quartal 2016. Dabei konnte am ungarischen Standort ein Großteil der verlagerten Maschinen in Betrieb genommen und bereits im Zweischichtbetrieb gearbeitet werden, sodass erste Umsätze realisiert werden konnten. Parallel erhielt der Konzern weitere Zustimmungen von Kunden zur Verlagerung von Produkten. Die Maßnahmen werden in den nächsten drei Jahren zu einer signifikanten Reduzierung des hohen operativen Fixkostenniveaus führen.

E-Mobility gewinnt weiter an Bedeutung

Der Wandel hin zum rein elektrischen Fahrzeug gewann 2016 an Dynamik. Zwar blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück, die Automobilhersteller bekannten sich 2016 dennoch klar zur emissionsfreien Mobilität und trafen entsprechende strategische Zukunftsentscheidungen.

ElringKlinger erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit seinen Komponenten für Energiespeichersysteme einen Umsatz von 12,4 (11,0) Mio. Euro. Dank der durchgeführten Kostenoptimierungsmaßnahmen konnte beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern der Verlust auf 4,1 (-5,1) Mio. Euro reduziert werden.

Projektgetriebenes Geschäft im Bereich Abgasnachbehandlung

Im Vergleich zum traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft schwankt im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung, in dem Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe hergestellt werden, die Umsatz- und Ertragssituation stärker. Nachdem die Nachfrageschwäche nach Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen oder auch nach Projekten für Binnenschiffe und Baumaschinen weiter anhielt, schloss der Geschäftsbereich das Gesamtjahr 2016 dank eines sehr starken vierten Quartals sowohl mit einem Umsatz- als auch mit einem Ergebnisplus ab.

Aufgrund der unterschiedlichen ergebnismindernden Faktoren in den Bereichen Abschirmtechnik und E-Mobility sowie dem unter Vorjahr liegenden Ergebnisbeitrag aus dem Bereich Zylinderkopfdichtungen verringerte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2016 im Segment Erstausrüstung auf 88,9 (91,2) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Erstausrüstung in Mio. €

2015: 1.255,8

2016: 1.294,3

Ersatzteilgeschäft weiterhin erfolgreich in Osteuropa

Das Segment Ersatzteile, das im Wesentlichen das Ersatzteilsortiment bestehend aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen enthält, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 3,6 % auf 147,3 (142,2) Mio. Euro steigern. Zu den umsatzstärksten Regionen zählten neben Deutschland auch Ost- und Westeuropa sowie der Nahe Osten.

In Westeuropa profitierte das Segment Ersatzteilgeschäft von einer flächendeckenden Marktpräsenz. Getrennt voneinander sind nach wie vor die von den geopolitischen Spannungen betroffenen Regionen zu betrachten. Denn einerseits führten begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten oftmals zur Kaufzurückhaltung. Andererseits profitierte das Segment in allen Regionen von einem alternden Fahrzeugbestand mit steigendem Ersatzteilbedarf. Während in Osteuropa und Afrika zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden, konnte der Nahe Osten das hohe Vorjahresniveau nicht erreichen. Des Weiteren baute ElringKlinger auf dem derzeit wirtschaftsschwachen südamerikanischen Fahrzeugmarkt seine Umsätze deutlich aus.

Ein wichtiger Zukunftsmarkt ist die Region Asien-Pazifik. Das Segment konnte den Markteintritt mit einem zweistelligen Umsatzplus im Geschäftsjahr 2016 weiter vorantreiben. Als Wachstumstreiber fungiert weiterhin die steigende Anzahl an Fahrzeugen auf dem asiatischen Fahrzeugmarkt, weswegen mittelfristig mehr Ersatzteile nachgefragt werden. ElringKlinger stärkt seine regionale Präsenz, investiert in lokal benötigte Lagerflächen und setzt somit seine Strategie um, frühzeitig ein Vertriebsnetzwerk in Asien aufzubauen.

Im Inland konnte ElringKlinger seine starke Marktposition halten und nach einem geringen Wachstum im Vorjahr wieder gut zulegen. Insgesamt entfielen rund 13 % (rund 13 %) der Umsatzerlöse im Ersatzteilgeschäft auf Deutschland.

Das Segment Ersatzteile leistete einen positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung im Konzern und verbesserte sich 2016 überproportional zum Umsatzwachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um insgesamt 8,2 % auf 30,5 (28,2) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft in Mio. €

2015: 142,2

2016: 147,3

Segment Kunststofftechnik wächst deutlich

ElringKlinger ist im Segment Kunststofftechnik auf die Verarbeitung des Hochleistungskunststoffs PTFE (Polytetrafluorethylen) und die entsprechende Applikationstechnologie spezialisiert. Das Segment beliefert neben der Fahrzeugindustrie zu einem Großteil auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Chemie- und Anlagentechnik.

Im Berichtsjahr 2016 erzielte das Segment einen Umsatzzuwachs von 5,3 % auf 101,7 (96,6) Mio. Euro. Dabei weitete ElringKlinger durch die Erschließung neuer großer PTFE-Märkte seine bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Vertriebsregionen aus. Erste Erfolge zeigten sich bereits in Asien, wo die Vertriebsgesellschaft im chinesischen Qingdao dazu beitrug, ein enorm starkes Umsatzwachstum zu erzielen. Die Region NAFTA konnte 2016 nicht das gute Vorjahresniveau erreichen. Der Inlandsumsatz hingegen legte weiter zu.

Die Anforderungen für sensitive Produkte in Bezug auf Sauberkeit nehmen in den unterschiedlichsten Industriezweigen kontinuierlich zu. Mit dem Bau eines Reinraums der Klasse 8 ist ElringKlinger nun in der Lage, unter erhöhten Sauberkeitsanforderungen zu kontrollierten Bedingungen zu fertigen. Indem der Standort die zur Herstellung von Medizinprodukten erforderliche Zertifizierung erhalten hat, wurden 2016 die Voraussetzungen geschaffen, um das medizintechnische Produktportfolio weiter auszubauen. Für den Bezug des Neubaus fiel 2016 ein entsprechender Mehraufwand an. Die Fertigstellung der neuen Produktionshalle zeigte sich zudem in den gestiegenen Abschreibungen. Trotz Umsatzsteigerung konnte der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden, was im Wesentlichen auf die niedrigen Rohstoffpreise zurückzuführen ist.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Segments Kunststofftechnik erhöhte sich von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,9 Mio. Euro. Die operative Marge konnte entsprechend auf 14,7 % (13,7 %) gesteigert werden.

Gewerbeparks

Aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und in Kecskemét-Kádafalva, Ungarn, generierte ElringKlinger Einnahmen in Höhe von 4,5 (4,3) Mio. Euro. Da ein Teil des Gewerbeparks in Ungarn derzeit konzernintern genutzt wird und am Gewerbepark in Idstein Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, wies das Segment Gewerbeparks 2016 einen leichten Verlust von minus 0,3 (im Vorjahr ein Gewinn von 0,7) Mio. Euro aus.

Segment Dienstleistungen steigert Umsatz

Das Segment umfasst die Dienstleistungen der Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, der KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen, Deutschland. In Summe lagen die 2016 generierten Umsatzerlöse mit 9,7 (8,3) Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Obwohl Elring Klinger Motortechnik GmbH sowohl im Umsatz als auch im Ertrag zweistellige Wachstumsraten erzielte, konnten die Ergebnisrückgänge der beiden anderen Unternehmen im Segment nur teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis der ElringKlinger Logistic Service GmbH enthielt zudem noch Kostenbelastungen aus einem höheren Mietaufwand.

Bruttomarge steigt leicht an

Die Umsatzkosten legten im Geschäftsjahr 2016 unterproportional zum Umsatzwachstum zu und stiegen um 2,5 % auf 1.161,5 (1.133,0) Mio. Euro an. Darin enthalten ist ein wesentlicher Teil der im ersten Halbjahr 2016 angefallenen rund 11 Mio. Euro Sonderkosten des Segments Erstausrüstung. Somit wuchs der Bruttogewinn im gesamten Geschäftsjahr 2016 um 21,6 Mio. Euro bzw. 5,8 %. Daraus resultiert eine im Vergleich zum Vorjahreswert höhere Bruttogewinnmarge von 25,4 % (24,8 %).

Die Materialkosten werden vollständig in den Umsatzkosten gebucht. Die Materialaufwendungen verringerten sich größtenteils aufgrund von geringeren Werkzeugkosten im Berichtsjahr um 2,0 % auf 630,1 (643,2) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) ging entsprechend auf 40,5 % (42,7 %) zurück.

Infolge der Lohn- und Gehaltssteigerungen für tariflich beschäftigte Mitarbeiter in Höhe von einmalig 150 Euro im Juni und von 2,8 % ab Juli 2016 sowie der um 8,6 % gestiegenen Mitarbeiteranzahl lag der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016 mit 446,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (416,7 Mio. Euro). Minimal höher als im Vorjahr fiel zudem die Mitarbeiterprämie für alle Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH aus, die zwar betragsmäßig bei 1.600 (1.600) Euro unverändert blieb, sich im Personalaufwand jedoch aufgrund der höheren Mitarbeiteranzahl mit 5,7 (5,6) Mio. Euro niederschlug. Die Personalaufwendungen verteilen sich auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Vertriebsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 120,4 (116,0) Mio. Euro. Der leichte Anstieg um 3,8 % ist zu einem großen Teil dem Geschäftszuwachs und einem Mitarbeiteraufbau zuzuschreiben. Ebenfalls angestiegen sind die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2016 um 7,1 % auf 74,2 (69,3) Mio. Euro zulegten. Sie enthielten die im Vergütungsbericht ausführlich erläuterten ausstehenden Gehaltszahlungen für das ehemalige Vorstandsmitglied Karl Schmauder, die bereits im ersten Quartal aufwandswirksam erfasst wurden. Des Weiteren baute ElringKlinger gerade in zentralen Verwaltungs- und Steuerungsbereichen Personal auf, um Synergieeffekte besser heben zu können.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgebaut

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bildet im Konzern die Basis für zukünftigen Erfolg. Die hiermit verbundenen Aufwendungen im Berichtsjahr 2016 stiegen auf 67,4 (61,4) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 74,8 (71,2) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Dies entsprach einer F&E-Quote von 4,8 % (4,7 %). Das hohe Niveau der Entwicklungsaufwendungen ist nach Ansicht der Konzernleitung neben den Investitionen in Technologie- und Innovationsthemen notwendig, um den Wandel in der Fahrzeugindustrie aktiv zu begleiten. Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 7,4 (9,8) Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 8,4 (8,2) Mio. Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein negativer Ergebniseffekt von minus 1,0 (+1,6) Mio. Euro. Für Forschungsprojekte in der Batterietechnik oder zum Beispiel auch der Brennstoffzellentechnologie wurden Fördermittel der öffentlichen Hand eingesetzt. Sie betrugen 2016 insgesamt 6,8 (7,8) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten mit 20,0 (20,1) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Darin enthalten ist ein Grundstücksverkauf im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Dagegen enthielt das Vorjahr eine Einmalzahlung einer Versicherung, welcher entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 6,0 Mio. Euro auf 18,4 (12,4) Mio. Euro zu. Dabei sind neben höheren sonstigen Steuern (keine Ertragsteuern) auch die Aufwendungen für Schadensfälle gestiegen.

EBIT liegt im Rahmen der zuletzt veröffentlichten Prognose

Das Umsatzwachstum konnte 2016 die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen abzüglich der Abschreibungen) vollständig abdecken, sie stiegen von 1.304,6 Mio. Euro um 41,6 Mio. Euro auf 1.346,2 Mio. Euro. In der Folge errechnet sich daraus ein um 3,8 % auf 231,2 (222,8) Mio. Euro gestiegenes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die höheren Abschreibungen im Berichtsjahr resultierten zum einen aus den umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen der Vorjahre. Zum anderen machten sich zahlreiche Ersatzinvestitionen bemerkbar, die zu Effizienzsteigerungszwecken in der Produktion durchgeführt wurden. In Summe stiegen die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2016 um 9,4 % auf 95,7 (87,5) Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich um 6,7 Mio. Euro auf 76,6 (69,9) Mio. Euro.

Das Konzern EBIT vor Kaufpreisallokation liegt mit 140,4 (140,4) Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der prozentuale Anteil dieses Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz (EBIT-Marge) betrug 9,0 % (9,3 %). Zusammenfassend wirkten sich mehrere Faktoren auf den Margenrückgang aus: Neben der von Kapazitätsengpässen betroffenen Geschäftseinheit sind ebenfalls die höheren Personal- und F&E-Aufwendungen im Berichtsjahr ursächlich.

Währungsgewinne deutlich rückläufig

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2016 liegt um 5,0 Mio. Euro hinter dem Vorjahresvergleichswert zurück und kam auf minus 11,5 (-6,5) Mio. Euro. Deutlich geringeren Währungsgewinnen stehen zwar weniger Währungsaufwendungen gegenüber, per Saldo blieb im Konzern ein im Vorjahresvergleich niedrigeres Währungsergebnis in Höhe von 0,5 (3,2) Mio. Euro stehen. Im Zinsergebnis, das sich auf minus 13,9 (-11,6) Mio. Euro belief, führte im Wesentlichen die höhere Nettoverschuldung zu gestiegenen Zinsaufwendungen.

Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 124,1 (128,8) Mio. Euro.

Höherer Steueraufwand reduziert Jahresergebnis

Die Ertragsteueraufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 8,5 Mio. Euro auf 41,5 (33,0) Mio. Euro. Dabei erhöhte sich der effektive Steuersatz von 25,6 % im Vorjahr auf 33,4 % im Berichtsjahr. Der deutliche Anstieg basiert auf mehreren Faktoren: Es fielen periodenfremde laufende Steuern an, die auf eine rückwirkende Anpassung von unter anderem bilanziellen Wertansätzen zurückzuführen sind (3,1 Mio. Euro). Darüber hinaus ergaben sich periodenfremde latente Steueraufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro, die zum Beispiel durch Steuersatzänderungen im Vergleich zum Vorjahr verursacht wurden. Letztlich erhöhten sich die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge; demgegenüber konnten im Vorjahr Verlustvorträge aktiviert werden.

Das Jahresergebnis des ElringKlinger-Konzerns sank im Geschäftsjahr 2016 nach Abzug der Steuern auf 82,6 (95,8) Mio. Euro. Die Ergebnisverbesserungen des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung und des Segments Kunststofftechnik im vierten Quartal 2016 führten dazu, dass die Minderheitenanteile mit 4,1 (4,2) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau erreichen konnten. Abzüglich dieser Anteile lag das Periodenergebnis bei 78,6 (91,6) Mio. Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,24 (1,45) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert 63.359.990 Stück.

Dividendenvorschlag von 0,50 Euro je Aktie

Der Vorstand und Aufsichtsrat des ElringKlinger-Konzerns werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 (0,55) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 31,7 (34,8) Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt 40,3 % nach 38,0 % im Vorjahr. Diese Ausschüttung bewegt sich damit am oberen Ende der Dividendenpolitik im Konzern, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre auszuschütten.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 31. Dezember 2016 mit einer Eigenkapitalquote von 47,2 % weiterhin sehr solide dar. Das organische Unternehmenswachstum erforderte im Geschäftsjahr 2016 erhöhte Investitionen in Sachanlagen, sodass vor allem die langfristigen Vermögenswerte anstiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei 62 %. Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) blieb mit 524,6 Mio. Euro stabil.

Bilanzsumme steigt auf 1.878 Mio. Euro

Zum 31. Dezember 2016 erhöhte sich die Bilanzsumme um 6,4 % auf 1.878,2 (1.765,8) Mio. Euro. Auf der Aktivseite fällt dabei vor allem der Anstieg der Sachanlagen ins Gewicht. Diese nahmen infolge der erhöhten Investitionstätigkeit im Konzern gegenüber dem Vorjahresstichtag um 90,0 Mio. Euro auf 917,3 (827,3) Mio. Euro zu (vgl. Abschnitt "Finanzlage").

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte reduzierte sich leicht auf 212,4 (213,5) Mio. Euro. Aus der zum Bilanzstichtag durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf.

Bestände an Vorräten stabil

Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) stieg gegenüber dem Stand am Jahresende 2015 um 3,1 % auf 627,9 (609,1) Mio. Euro. Positiv ist dabei festzustellen, dass unter Ausklammerung der im Zusammenhang mit Werkzeug-Weiterveräußerungen stehenden Vorgänge sich die übrigen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Summe nur unwesentlich veränderten. Die in den Vorräten erfassten Werkzeugbestände sind in der Regel bis zur Weiterveräußerung an Kunden im Bestand. Ihr Volumen steht in Korrelation zum Unternehmenswachstum bzw. der Anzahl bevorstehender Neuanläufe. Ohne die Werkzeuge lagen die Vorräte zum 31. Dezember 2016 um 1,2 % über dem Stand am Jahresende 2015. Bei zusätzlicher Herausrechnung der akquisitionsbedingten Zunahme (2,4 Mio. Euro) war ein stabiles Gesamtvolumen bei den Vorräten zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag um 4,3 % auf 299,5 (287,2) Mio. Euro. Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) blieb mit 524,6 (523,2) Mio. Euro auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau. Das ursprüngliche Ziel einer Reduzierung um 20 bis 30 Mio. Euro konnte nicht wie geplant erreicht werden. Auch hierbei spielte der oben erwähnte, verhältnismäßig hohe Bestand an Werkzeugen zum Stichtag 31. Dezember 2016 eine Rolle.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Jahresende insgesamt auf 39,2 (30,7) Mio. Euro. Für die Ausweitung waren hauptsächlich kurzfristige Steuern, vor allem Umsatzsteuern, sowie kurzfristige Festgeldanlagen verantwortlich. Gegenläufig entwickelten sich die Zahlungsmittel und Äquivalente mit einem Endbestand von 39,4 (48,9) Mio. Euro zum Jahresende.

Akquisitionsbedingt nahm die Bilanzsumme unwesentlich um 10,7 Mio. Euro zu. Die Erwerbe betrafen die mit Wirkung zum April 2016 zugekauften Anteile an der COdiNOx Beheer B.V., einer niederländischen Tochtergesellschaft der Schweizer Konzerntochter Hug, sowie den zum 1. Juni 2016 im Rahmen eines Asset Deals übernommenen Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland.

Ebenfalls keine nennenswerten Effekte auf die Bilanz ergaben sich aus der Währungsumrechnung.

Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern in %

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte: 62,2 (60,9)
Kurzfristige Vermögenswerte: 37,8 (39,1)

Passiva

Eigenkapital: 47,2 (48,5)
Langfristige Verbindlichkeiten: 26,2 (27,5)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: 26,6 (24,0)

Eigenkapitalquote bei 47,2 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2016 auf 886,4 (855,7) Mio. Euro. Mit 47,2 % (48,5 %) repräsentierte es einen weiterhin hohen Anteil an der Bilanzsumme und lag innerhalb der vom Konzern angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

Die Einstellung von 82,6 (95,8) Mio. Euro aus dem Periodenergebnis 2016 erhöhte das Eigenkapital entsprechend. Gegenläufig wirkte die Verbuchung der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 37,7 (35,9) Mio. Euro. In die Gewinnrücklagen flossen dabei jeweils die den Aktionären der ElringKlinger AG betreffenden Anteile von 78,6 (91,6) Mio. Euro bzw. minus 34,8 (-34,8) Mio. Euro ein.

In den übrigen Rücklagen wurden versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung erfasst. Sie reduzierten im abgelaufenen Geschäftsjahr das Eigenkapital um insgesamt 14,1 Mio. Euro (im Vorjahr um 24,9 Mio. erhöhend). Auch dieser senkende Effekt trug dazu bei, dass sich die Eigenkapitalquote rückläufig entwickelte.

Pensionsrückstellungen steigen nach Neuberechnung

Die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31. Dezember 2016 hauptsächlich infolge von gesunkenen Diskontierungszinssätzen und dem sich daraus ergebenden versicherungsmathematischen Barwert der künftigen Konzernverpflichtungen höher dotiert. Sie stiegen um 17,9 Mio. Euro auf 136,6 (118,7) Mio. Euro. Die Zuführung wurde größtenteils im sonstigen Ergebnis und damit ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Die leichte Zunahme der sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen auf 13,6 (12,3) Mio. Euro bzw. 17,3 (16,4) Mio. Euro ist vorwiegend auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich (beispielsweise Altersteilzeit) zurückzuführen.

Nettoverschuldung steigt auf 539 Mio. Euro

Die Finanzierung des Unternehmenswachstums konnte 2016 zu einem großen Teil aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Für die zusätzlich benötigten Mittel nahm der Konzern vorwiegend kurzfristige Bankkredite auf. Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns erhöhte sich demzufolge um 52,0 Mio. Euro auf 538,8 (486,8) Mio. Euro. Insgesamt sanken die langfristigen Finanzverbindlichkeiten leicht auf 320,8 (326,1) Mio. Euro, wohingegen kurzfristige Finanzverbindlichkeiten auf 257,4 (209,6) Mio. Euro anstiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich zum Jahresende 2016 auf 103,2 (85,9) Mio. Euro. Die Zunahme basiert auf der Geschäftsausweitung und den im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit erhöhten Rechnungseingängen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2016 96,5 (93,3) Mio. Euro. Wie schon im Vorjahr ist darin als größte Position (32,9 Mio. Euro) eine Verkaufsoption für nicht beherrschende Anteile an der ElringKlinger Marusan Corporation erfasst.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns hatten zum 31. Dezember 2016 einen Anteil von 52,8 % (51,5 %) an der Bilanzsumme.

Finanzlage

Die Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellt sich sehr solide dar. Der Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich um 52,4 Mio. Euro auf 175,7 Mio. Euro. Der operative Free Cashflow verbesserte sich ebenfalls signifikant, war jedoch aufgrund des erhöhten Mittelabflusses im Rahmen der Investitionstätigkeit noch leicht negativ. Daneben verfügte der Konzern über ausreichende Liquiditätsreserven aus flüssigen Mitteln und offenen Kreditlinien.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich gesteigert

Im Geschäftsjahr 2016 konnte der ElringKlinger-Konzern den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich auf 175,7 Mio. Euro, nach 123,3 Mio. Euro im Vorjahr, verbessern. Dabei lag das Ergebnis vor Ertragsteuern, das die Basis für die Generierung der Zahlungsmittel bildet, mit 124,1 (128,8) Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis.

Die positive Entwicklung in der Liquidität resultiert hauptsächlich aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Mittelbindung im Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Hier macht sich zum einen bemerkbar, dass das Management die Optimierung von Vorratsbeständen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen forciert. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass zum Jahresende 2015 einige Erzeugnisbestände aufgrund von Technologiewechseln in der Fertigung temporär erhöht waren und 2016 wieder auf ein Normalniveau zurückgeführt wurden.

Die Bindung bzw. Freisetzung von Finanzmitteln aus dem Net Working Capital kommt in der Kapitalflussrechnung in den Positionen "Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" und "Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" zum Ausdruck. Insgesamt ergab sich hieraus ein Mittelabfluss von 3,7 Mio. Euro, der deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum (45,9 Mio. Euro) war.

Die Veränderung der Rückstellungen hatte sich im Vorjahr mit minus 7,8 Mio. Euro reduzierend ausgewirkt. Im Berichtsjahr ergab sich diesbezüglich mit 0,01 Mio. Euro fast kein Effekt.

Die im Jahr 2016 gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf 43,6 (39,4) Mio. Euro. Der Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen lag mit minus 11,3 (-9,2) Mio. Euro ebenfalls über dem Betrag des Vorjahres. Die Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" enthält vor allem Währungseffekte und bezifferte sich mit 1,7 (-2,2) Mio. Euro.

(entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7)

Entwicklung der Zahlungsmittel 2016 in Mio. €

Zahlungsmittel 31.12.2015: 48,9

+ Operativer Cashflow: 175,7

- Investitionen*: -183,1

- Auszahlungen für Akquisitionen: -5,3

- Dividende: -37,7

+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 42,3

- Sonstiges: -1,4

\= Zahlungsmittel 31.12.2016: 39,4

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

Investitionen auf hohem Niveau

Für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien fielen im Geschäftsjahr 2016 Auszahlungen von 171,3 (176,1) Mio. Euro an. Die Investitionsquote des Konzerns (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als Anteil am Konzernumsatz) kam auf 11,0 % (11,7 %).

Der ElringKlinger-Konzern lag somit bezüglich der Investitionsausgaben leicht besser als das ursprünglich für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte Ziel. Das Management hatte mit einem dem Vorjahr vergleichbaren hohen Niveau gerechnet, das oberhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 7 bis 9 % des Umsatzes liegt.

Grund für die planmäßige Ausweitung der Investitionen sind das organische Wachstum sowie die damit verbundene Vorbereitung von Produktneuanläufen bzw. Erweiterungsmaßnahmen. Auch die Ausrichtung des Produktportfolios auf Trends in der Automobilindustrie wie Leichtbau und alternative Antriebe spiegelt sich hier wider. Rund 90 % der Investitionsausgaben entfielen daher auf das Segment Erstausrüstung.

Der Anteil von Ausgaben für Projekte an deutschen Standorten lag bei rund 40 %, entsprechend einer Summe von 72,2 (69,0) Mio. Euro. Die Auslandsinvestitionen verteilten sich rund um den Globus:

Auszahlungen für Investitionen* nach Regionen in %

Deutschland: 39,5 %

NAFTA: 24,1 %

Übriges Europa: 20,2 %

Asien-Pazifik: 14,6 %

Südamerika und übrige: 1,6 %

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

Zu den größten Projekten im Inland zählt der im Juli 2016 begonnene Neubau eines Logistikzentrums für den Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik am Standort Dettingen/Erms, Deutschland. Weitere Anschaffungen von Produktionsanlagen tätigte die ElringKlinger AG in allen Geschäftsbereichen. Schwerpunkte bildeten Maßnahmen für die Fertigung von Kunststoffgehäusemodulen, für die mehrere Spritzgussmaschinen und Montagelinien angeschafft wurden, sowie Maßnahmen im Bereich Spezialdichtungen, der beispielsweise eine zusätzliche Anlage für die Fertigung von höchst hitzebeständigen V-Ringdichtungen benötigte. Neben dem Hauptstandort betrafen größere Anschaffungen auch die Standorte in Gelting (Geschäftsbereich Spezialdichtungen), Ergenzingen (ElringKlinger Logistic Service GmbH bzw. Segment Dienstleistungen) und Langenzenn (Geschäftsbereich Abschirmtechnik). Bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, fielen auch 2016 noch Auszahlungen für Produktionsanlagen im Zusammenhang mit dem Bezug des Neubaus an.

Für den Werksneubau im ungarischen Kecskemét, der 2017 begonnen wird, fielen im Geschäftsjahr 2016 bereits erste Auszahlungen an. Weitere wesentliche Investitionsausgaben in der Region "Übriges Europa" betrafen die im November 2016 abgeschlossenen Bauarbeiten des neuen Werks in der Türkei sowie Erweiterungsinvestitionen bei der ElringKlinger Meillor SAS in Nantiat, Frankreich. Auch die Investitionen bzw. Maßnahmen zur Behebung von Kapazitätsengpässen bei einer Schweizer Tochtergesellschaft fielen ins Gewicht.

Größere Anschaffungen im NAFTA-Raum wurden an den Standorten in Buford, USA, sowie in Toluca, Mexiko, verbucht. Unter anderem wurden dort Produktionsanlagen für neuartige Unterboden-Leichtbauteile aus glasfaserverstärkten Thermoplasten installiert. Bei der ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, fielen im Zusammenhang mit dem Bezug des neuen Standorts in Southfield ebenfalls noch Auszahlungen für die Optimierung bzw. den Aufbau der Produktion an.

Die chinesische Tochtergesellschaft ElringKlinger China, Ltd., Suzhou, China, weihte 2016 ein neues, hochmodernes Werk ein. Dort werden neben Cockpitquerträgern in Hybridbauweise (Leichtbaukomponenten aus Polymer und Metall) unter anderem thermische Abschirmteile und Kunststoffleichtbaumodule in Großserie gefertigt. Am zweiten chinesischen Produktionsstandort in Changchun wurden ebenfalls größere Neuanschaffungen für die Fertigung getätigt.

Die Investitionen der ElringKlinger-Gruppe in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 11,8 (13,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 7,4 (9,8) Mio. Euro.

Für die Akquisition weiterer Anteile an der COdiNOx Beheer B.V., Enschede, Niederlande, sowie die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals fielen Auszahlungen in Höhe von 5,3 Mio. Euro an. Demgegenüber standen im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von 24,2 Mio. Euro für den Erwerb der jetzigen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA.

Die Einzahlungen für den Abgang von langfristigen Vermögenswerten betrafen eine Reihe von Vorgängen in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Sie beliefen sich (ohne die Abgänge finanzieller Vermögenswerte in Höhe von 0,5 Mio. Euro) auf 3,1 (0,8) Mio. Euro.

Insgesamt ergab sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 189,7 (-212,7) Mio. Euro.

Der operative Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte) verbesserte sich deutlich auf minus 3,8 (-65,2) Mio. Euro. Der Konzern erreichte damit seine ursprüngliche Prognose, die über "nicht mehr oder leicht negativ" gelautet hatte und mit Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal 2016 zu "einem leicht negativen Betrag" präzisiert wurde.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Ausschüttungen an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter beliefen sich 2016 auf 37,7 (35,9) Mio. Euro und beruhen auf der für das vorangegangene Geschäftsjahr ausbezahlten Dividende pro Aktie in Höhe von 0,55 (0,55) Euro. Aufgrund der Veränderungen bei den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital (Minderheitsgesellschafter) fielen die Ausschüttungen in Summe für 2015 und 2016 unterschiedlich aus.

Aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie der Veränderung der kurzfristigen Kredite flossen dem ElringKlinger-Konzern 42,3 (105,4) Mio. Euro zu.

In Summe belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 4,5 (65,3) Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel am Ende der Periode bezifferten sich auf 39,4 (48,9) Mio. Euro.

Zusätzlich standen dem Konzern per 31. Dezember 2016 zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von rund 122,2 (98,9) Mio. Euro zur Verfügung.

Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Zusammenfassend beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Muttergesellschaft ElringKlinger AG als auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 als zufriedenstellend. Der Konzernumsatz konnte auf einen neuen Höchststand geführt werden. Der Konzern erzielte trotz der beschriebenen, durch Kapazitätsengpässe hervorgerufenen Belastungen in einer Schweizer Geschäftseinheit eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von 9,0 %. Diese lag auch im Branchenvergleich weiter auf einem hohen Niveau.

In der Vermögensstruktur und der Konzerneigenkapitalquote von 47,2 % sieht die Konzernleitung eine gute Basis für die Finanzierung weiteren Wachstums. Hinzu kommen eine gute operative Ertragskraft sowie die Verbesserung im operativen Free Cashflow.

Die breite Kundenstruktur, zahlreiche geplante Produktneuanläufe und die verstärkte Ausrichtung des Produktportfolios auf Megatrends in der Automobilindustrie sind gute Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.

Alles in allem verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Weiterentwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde. Die Änderungen, die sich aus dem im Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ergeben, wurden im Jahresabschluss 2016 erstmalig berücksichtigt. Die Vorjahreswerte blieben davon unberührt.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG

Umsatzwachstum hält an

Die ElringKlinger AG steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz um 5,0 % auf 622,2 (592.4) Mio. Euro. Dabei entfielen 2,2 Prozentpunkte des Anstiegs auf die operativ positive Entwicklung der ElringKlinger AG und die dazugehörigen Absatzmärkte. 2,8 Prozentpunkte des Wachstums begründen sich hingegen in der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), das eine Ausweitung der Umsatzdefinition vorsieht. Dabei handelt es sich unter anderem um die Umgruppierung von Erlösen, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die ElringKlinger AG übertraf somit leicht das obere Ende der im Geschäftsbericht 2015 prognostizierten Umsatzsteigerung von 0 bis 2 %.

Der Auslandsumsatz legte 2016 um 6,1 % auf 398,8 (376,0) Mio. Euro zu. Hervorzuheben ist die Entwicklung der ElringKlinger AG auf dem europäischen Absatzmarkt (ohne Deutschland), wo das Unternehmen den Vorjahreswert erneut um 7,1 % (+8,5 %) übertraf. Während Asien-Pazifik und Südamerika das gute Vorjahresniveau halten konnten, kamen die Umsätze in der Region NAFTA nicht an den starken Vorjahreswert heran. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich auf 64,1 % (63,5%).

Auch das Inland trug 2016 positiv zur Umsatzentwicklung bei. ElringKlinger erzielte 223,4 (216.4) Mio. Euro, was einem Wachstum von 3,2 % entspricht. Das Inlandsgeschäft enthält üblicherweise auch Umsätze aus der Belieferung von Komponenten für Fahrzeuge und Motoren, die im Inland hergestellt und im Anschluss exportiert werden.

Erstausrüstung mit steigenden Absatzzahlen

Das Segment Erstausrüstung schloss das Berichtsjahr mit einem Wachstum von 4,8 % ab. Dabei stieg der Umsatz auf 484,8 (462,4) Mio. Euro an und bildet damit insgesamt rund 77,9 % (78,1 %) der Gesamtumsätze der ElringKlinger AG. Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche im Segment Erstausrüstung, entfielen die stärksten absoluten Umsatzzuwächse auf die Bereiche Spezialdichtungen und Abschirmtechnik.

Ersatzteilgeschäft bleibt Wachstumstreiber

Das Ersatzteilgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr wiederholt stark. Mit einem Wachstum von 5,8 % auf 137,0 (129,5) Mio. Euro betrug der Anteil des Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG mittlerweile 22,0 % (21,9 %). Positiv entwickelten sich vor allem die Märkte in Osteuropa und Afrika, wo ElringKlinger die zunehmende Anzahl deutscher Fabrikate im Markt mit Ersatzteilen ausstatten kann. Aber auch die Umsätze in der Region Südamerika konnten gegenüber dem Vorjahr kräftig zulegen.

Gesamtleistung weiter verbessert

Das Geschäftsvolumen forderte 2016 eine leichte Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 0,9 (1,8) Mio. Euro. Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen auf 1,3 (0,6) Mio. Euro an. In Summe erhöhte sich die Gesamtleistung um 5,0 % auf 624,3 (594,7) Mio. Euro.

Auch infolge der erstmaligen BilRUG-Anwendung reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge in der Berichtsperiode um 59,5 % auf 18,5 (45,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 6,5 (2,8) Mio. Euro. Sie resultieren aus der spürbar verbesserten Umsatz- und Ergebnissituation bei drei Tochtergesellschaften der ElringKlinger AG.

Materialaufwandsquote deutlich verringert

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr 2016 auf 272,6 (281,0) Mio. Euro. Die im Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen, um Kapazitätsengpässen im Bereich der ElringKlinger Abschirmtechnik entgegenzuwirken, konnten 2016 etwas zurückgeführt werden. Die allgemein niedrigen Rohstoffpreise im Berichtsjahr 2016 sowie die ersten positiven Effekte aus Bestandsoptimierungsmaßnahmen wirkten sich ebenfalls positiv auf die Reduzierung der Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) aus: Sie fiel um 3,6 Prozentpunkte auf 43,7 % (47,3 %).

Rechnungszinssatz legt wieder zu

Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2016 um 4,4 % auf 180,6 (173,0) Mio. Euro zu. Der Anstieg beruht auf mehreren Faktoren: Zum 31. Dezember 2016 stieg die Mitarbeiterzahl um 4,3 % auf 2.682 (2.572) Mitarbeiter an. Dadurch erhöhte sich auch die Auszahlung der Mitarbeiterprämie leicht, obwohl die Prämie pro Mitarbeiter mit 1.600 Euro auf dem Vorjahresniveau blieb. Des Weiteren führten die im Juni 2016 ausbezahlte Einmalzahlung von 150 Euro für alle in Deutschland beschäftigten tariflichen Mitarbeiter sowie die zum 1. Juli 2016 in Kraft getretene Tariferhöhung von 2,8 % zu Lohn- und Gehaltssteigerungen, die sich erhöhend auf die Personalaufwendungen auswirkten.

Entgegen dieser Kostensteigerungen stieg der Rechnungszinssatz, der aufgrund einer Änderung in der Berechnungsbasis von durchschnittlich sieben Jahre auf durchschnittlich zehn Jahre auf der Zinsstrukturkurve der Bundesanleihen basiert. So konnten die im Vorjahr deutlich angestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung um insgesamt 5,1 Mio. Euro reduziert werden. In Summe sank die entsprechende GuV-Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" auf 28,5 (31,6) Mio. Euro. Zusammen mit dem umsatzerhöhenden BilRUG-Effekt führte dies dazu, dass sich der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung trotz gestiegenen Personalaufwands auf 28,9 % (29,1 %) reduzierte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 83,6 (87,0) Mio. Euro. Das Vorjahr enthielt gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungsfällen, denen entsprechende Erträge gegenüberstanden.

Investitionen erhöhen Abschreibungen

Die 2016 abgeschlossenen Infrastruktur- und Automatisierungsprojekte führten in der Folge zu einer Erhöhung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 31,2 (28,2) Mio. Euro.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbessert

ElringKlinger übertraf 2016 die im Geschäftsbericht 2015 prognostizierte stabile oder leicht unter Vorjahr liegende Profitabilität (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die ElringKlinger AG konnte das Umsatzplus sowie die Einsparungen im Materialaufwand dazu nutzen, die höheren Personalaufwendungen zu überdecken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im Geschäftsjahr 2016 um 4,9 % auf 74,8 (71,3) Mio. Euro an.

Beteiligungsergebnis deutlich gesteigert

Die laufenden Erträge aus den Tochtergesellschaften erhöhten sich um 3,4 Mio. Euro auf 18,9 (15,5) Mio. Euro. Insbesondere die Bereiche Kunststofftechnik und Abgasnachbehandlung trugen 2016 zur guten Entwicklung bei. Aus den Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen ergab sich per Saldo ein positiver (im Vorjahr negativer) Ergebniseffekt von 0,5 (-4,0) Mio. Euro.

In Summe verbesserte sich das Beteiligungsergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich und erreichte 19,4 (11,5) Mio. Euro.

Zinsergebnis leicht über Vorjahr

Das günstige Zinsniveau führte 2016 dazu, dass das Zinsergebnis trotz der erhöhten Nettoverschuldung lediglich auf minus 7,3 (-6,9) Mio. Euro anstieg.

Jahresüberschuss legt um 7 % zu

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 2016 insgesamt 21,4 (18,1) Mio. Euro. Dementsprechend erhöhte sich auch die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern) auf 26,6 % (24,8 %).

Aufgrund des gestiegenen Beteiligungsergebnisses fiel der Zuwachs beim Ergebnis nach Steuern mit 7,7 % auf 59,0 (54,8) Mio. Euro höher aus als beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Nach Abzug der sonstigen Steuern erzielte die ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von 58,8 (54,8) Mio. Euro.

Dividendenvorschlag beträgt 0,50 Euro

Nach Einstellung von 27,1 (19,9) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen sank der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 31,7 (34,8) Mio. Euro.

Demnach schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der für das Geschäftsjahr 2016 beschließenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 (0,55) Euro je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den Jahresüberschuss der ElringKlinger AG liegt bei 53,9 % (63,5 %).

Vermögenslage der ElringKlinger AG

Bei der Beurteilung der Vermögenssituation der ElringKlinger AG ist zu berücksichtigen, dass diese sowohl durch ihre operative Tätigkeit als auch durch ihre Holdingfunktion im Konzern geprägt ist. Letzteres spiegelt sich vor allem in den Finanzanlagen wider, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen bestehen. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG mit einer Eigenkapitalquote von rund 50 % und einem positiven operativen Cashflow zum Jahresende 2016 weiterhin sehr solide darstellte.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 um 63,2 Mio. Euro auf 1.116,8 (1.053,6) Mio. Euro. Diese Ausweitung betraf auf der Aktivseite hauptsächlich die Sachanlagen, des Weiteren Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der 2016 im Rahmen eines Asset Deals übernommene Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, wirkte sich mit einer Erhöhung der Aktiva von 2,4 Mio. Euro nicht nennenswert auf die Vermögenslage aus.

Die deutliche Zunahme der Sachanlagen um 26,7 Mio. Euro ist Ausdruck der wachstumsbedingten Investitionstätigkeit der ElringKlinger AG. Darunter fällt als größtes Projekt der 2016 begonnene Neubau des Logistikzentrums für den Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik am Standort Dettingen/Erms. Die Anlagenzugänge betrafen außerdem Produktionsanlagen, die bei verschiedenen Geschäftsbereichen und an diversen Standorten der AG für Neuanläufe oder zur Schaffung von Kapazitäten und für die weitere Automatisierung getätigt wurden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen zum Bilanzstichtag um 13,8 Mio. Euro auf 415,8 (402,0) Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert einerseits aus Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften. Sie betrafen die Gesellschaften ElringKlinger USA, Inc., Buford, USA, und ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd., Ranjangaon, Indien. Zum anderen wurden in dieser Position außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen erfasst.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2016 auf 31,7 (36,9) Mio. Euro. Demgegenüber erhöhten sich allerdings die kurzfristigen Darlehen an Konzerntöchter, die im Umlaufvermögen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfasst werden. Letztere stiegen zum Jahresende 2016 auf 118,5 (90,3) Mio. Euro.

Die Vorräte kamen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 auf ein dem Vorjahresstichtag vergleichbares Volumen von 125,8 (125,6) Mio. Euro. Unter Ausklammerung von geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen, die größtenteils zur Weiterveräußerung an Konzerntöchter bestimmt sind und sich auf 6,5 (2,2) Mio. Euro beliefen, konnten die übrigen Vorräte der ElringKlinger AG gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert werden.

Die Anteile des Anlage- und des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrugen zum Bilanzstichtag 70,0 % (71,0 %) bzw. 29,8 % (28,9 %). Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.

Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 50 %

Das Eigenkapital der ElringKlinger AG erhöhte sich zum Jahresende 2016 auf 556,1 (532,1) Mio. Euro. Hinter dieser Entwicklung stehen der Abgang von 34,8 Mio. Euro im Rahmen der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Verbuchung des Jahresüberschusses 2016 in Höhe von 58,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit 49,8 % (50,5 %) weiter auf einem hohen Niveau.

Die Rückstellungen nahmen zum Bilanzstichtag auf 109,9 (104,2) Mio. Euro zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Steuerrückstellungen. Größter Posten bei den Rückstellungen sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem Buchwert per Jahresende 2016 von 65,9 (65,8) Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden hauptsächlich für den Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen ausgeweitet. Sie lagen zum 31. Dezember 2016 bei 383,6 (342,1) Mio. Euro. Insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG 447,2 (410,2) Mio. Euro. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag bei 40,0 % (38,9 %).

Finanzlage der ElringKlinger AG

Cashflow weiter verbessert

Den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2016 um 20,6 Mio. Euro auf 105,4 (84,8) Mio. Euro. Zu dieser positiven Entwicklung trug neben dem um 7,4 Mio. Euro höheren Vorsteuerergebnis vor allem die geringere Mittelbindung in den Vorräten bei. Die Verminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen hatte ebenfalls einen erhöhenden Effekt auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die Kapitalflussrechnung wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich 2016 auf minus 65,4 (-82,1) Mio. Euro. Davon machten die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 54,5 (43,8) Mio. Euro den Großteil aus. In den Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 13,7 (51,7) Mio. Euro schlugen die bereits erwähnten Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften zu Buche. Der Vorjahreswert enthielt unter anderem den Kapitalabfluss für die Akquisition der jetzigen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich zum Ende des Geschäftsjahres auf minus 40,1 (-2,8) Mio. Euro und war geprägt durch die Vergabe von kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen. Aus der Aufnahme/Rückzahlung von Darlehen und Termingeldern verbundener Unternehmen ergab sich ein Mittelabfluss von 46,2 (22,4) Mio. Euro.

Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2016-gbag-de.pdf veröffentlicht.

Nachhaltigkeit

ElringKlinger nimmt seine Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit ernst, denn sie ist integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Daher entschied sich der Konzern 2016 dazu, einen Großteil der Berichtsinhalte zum Thema Corporate Social Responsibility aus dem Geschäftsbericht herauszunehmen, um sie im Rahmen des jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts ausführlich auszuarbeiten. Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 wird auf der Internetseite des Konzerns unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit im Berichtsjahr 2017 veröffentlicht.

Personal weiter ausgeweitet

ElringKlinger beschäftigte zum 31. Dezember 2016 weltweit 8.591 (7.912) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,6 % bzw. 679 Mitarbeitern. Durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs des Werkzeugbauspezialisten Maier Formenbau GmbH in Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals kamen im Juni 2016 41 neue Mitarbeiter zum Konzern hinzu. Insgesamt erhöhte sich der Inlandsanteil um 3,2 % bzw. 111 Mitarbeiter auf 3.556 (3.445) Kräfte.

Deutlich stärker erweiterte der Konzern den Personalbestand außerhalb Deutschlands. Die größten absoluten Belegschaftszuwächse entfielen auf die Regionen Übriges Europa und Nordamerika. Vor allem in den Produktionsstandorten in Mexiko, in den USA, in der Schweiz und in der Türkei wurden 2016 neue Stellen geschaffen. Die Erweiterungsmaßnahmen begründen sich sowohl in gestiegenen Ausbringungsmengen bei bestehenden Produkten als auch in Produktneuanläufen. Mit der Übernahme der niederländischen Vertriebs- und Servicegesellschaft COdiNOx Beheer B.V. durch die ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, kamen 19 Mitarbeiter zum ElringKlinger-Konzern hinzu. In der 2015 neu gegründeten ElringKlinger Hungary Kft., Kecskemét, Ungarn, arbeiteten zum Jahresende 28 Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2016 stieg der Auslandsanteil auf 58,6 % (56,5 %). Somit erhöhte sich die Personalstärke im Ausland um 12,7 % bzw. 568 Mitarbeiter auf 5.035 (4.467) Mitarbeiter.

Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2016 (Vorjahr)

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Tochtergesellschaften Inland 874 (873)
ElringKlinger AG 2.682 (2.572)
Tochtergesellschaften Ausland 5.035 (4.467)

Gesundes und sicheres Arbeiten

ElringKlinger legt größten Wert auf eine sichere, gesundheits- und leistungsfördernde Arbeitsumgebung. Die Durchführung von regelmäßigen präventiven Schulungen schafft innerhalb des Konzerns ein schärferes Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit. ElringKlinger klärt jeden Arbeitsunfall vollständig auf und leitet umgehend Verbesserungsmaßnahmen konzernweit ein. Grundsätzlich ist die Unternehmensgruppe davon überzeugt, dass alle Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen vermeidbar sind, und strebt das klare Ziel von "Null-Arbeitsunfällen" an. 2016 kam der Konzern seinem Ziel einen Schritt näher und reduzierte die Anzahl an Betriebsunfällen mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen um 16,8 % auf 223 (268) Unfälle.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement legte den Schwerpunkt 2016 auf die Durchführung von vorbeugenden Maßnahmen, um die Arbeit so gesundheitsförderlich wie möglich zu gestalten. ElringKlinger bot Schulungen und Seminare an, in denen zum Beispiel Führungskräfte Impulse zum Thema "Gesund führen" erhielten. Sie wurden darin sensibilisiert, Arbeitsbelastungen bei Beschäftigten zu optimieren und persönliche Stärken zu fördern. Gute Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz wirken sich positiv auf die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter aus. So blieben die durchschnittlichen Ausfalltage der Mitarbeiter im Konzern konstant bei 10 (10) Krankheitstagen.

Personalzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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2016 2015
Absolute Mitarbeiterzahl 8.591 7.912
davon Männer 72,1% 71,6%
davon Frauen 27,9% 28,4%
Absolute Mitarbeiterzahl 8.591 7.912
davon Inland 41,4% 43,5%
davon Ausland 58,6% 56,5%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 8.322 7.653
Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen 223 268
Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter 10 10

Beschaffung und Lieferantenmanagement

Für die Produktherstellung kauft ElringKlinger jährlich Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen in großem Umfang ein. Das konzernweite Beschaffungsmanagement gewährleistet, dass alle relevanten Faktoren kostengünstig, termin- und mengengerecht verfügbar sind. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten ist dem Unternehmen dabei ebenso wichtig wie Qualität und konzernweite Versorgungssicherheit.

Der globale Einkauf ist bei ElringKlinger zentral am Stammsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, organisiert. Er stellt die Versorgung der Standorte und Betriebe sicher.

Produkt- und markterfahrene Spezialisten sorgen durch gezielte Bedarfssteuerung für optimale Beschaffungsprozesse. Dazu nutzen sie das eigens aufgebaute und engmaschige internationale Netzwerk. Drei regional etablierte Einkaufsmanager sind ausschließlich für die Regionen Amerika, Europa/Afrika und Asien verantwortlich. Sie arbeiten eng mit den weltweit verantwortlichen strategischen Einkäufern und Qualitätsmanagern zusammen und unterstützen die Tochtergesellschaften in der Beschaffung von Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die aktive Steuerung des globalen Einkaufsvolumens dient der Nutzung von Skaleneffekten.

Durch den hohen Vernetzungsgrad der Einkaufsorganisation können Rohstoffe und Dienstleistungen wettbewerbsfähig bezogen werden. Neben dem Personalaufwand bildet der Materialaufwand bei ElringKlinger die größte Kostenposition. Der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns betrug 2016 54,2 % (56,8 %), die Materialaufwandsquote belief sich auf 40,5 % (42,7 %).

Zu den wichtigsten im ElringKlinger-Konzern verwendeten Rohstoffen gehörten 2016 legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, Aluminium, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Komplettsystemen zum Beispiel in den Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik und Abschirmtechnik verwendet werden.

Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2016 (Vorjahr) in %

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Aluminium 20 (23)
Edelstahl 19 (20)
C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet 12 (10)
Polyamide 12 (8)
Elastomere 5 (5)
Sonstige/Komponenten 32 (34)

Konzernweite Standardisierung und Vernetzung

2016 arbeitete der Bereich Materialwirtschaft an einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte, um die Beschaffung stärker mit der globalen Vorratshaltung zu vernetzen. Hierzu wurde ein SAP-gestütztes Einkaufsprojektlenkungssystem in nahezu allen ElringKlinger-Werken implementiert.

Die zentrale Lieferantenentwicklung führte 2016 einen Wissensspeicher ein, den die lokalen Qualitätsmanager bei Lieferantenfragen zu ElringKlinger-Anforderungen weltweit nutzen können. Ergänzend hierzu setzte ElringKlinger zwei Lieferantenmanager in Asien und Amerika ein, die für die Anwendung und Einhaltung der ElringKlinger-Beschaffungsstandards in den Tochtergesellschaften vor Ort zuständig sind und beim Aufbau neuer Lieferanten unterstützen.

Grundsätzlich werden neue Lieferanten vom globalen Einkaufsteam ausgewählt, zusammen mit dem weltweiten Lieferantenmanagement validiert und nach den internationalen ISO-Standards auditiert. Gleichzeitig müssen alle Lieferanten die unternehmenseigenen Qualitäts- und Umweltrichtlinien sowie den ElringKlinger-Unternehmenskodex einhalten. Das zentrale Einkaufs- und Lieferantenmanagementteam führt regelmäßig Qualitäts- und Kostenanalysen bei bestehenden Zulieferern durch.

ElringKlinger versucht Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weitgehend zu vermeiden, obwohl Bedarfe vermehrt gebündelt werden. 2016 lag der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen bei 19 % (20 %).

Der unternehmensübergreifende Standardisierungsprozess wurde auch im Bereich der Wareneingangsprüfung und Reklamationsbearbeitung durchgeführt. Klare Prozessbeschreibungen sichern konzernweit die Bereitstellung von ausschließlich mangelfreien Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die in der Produktion eingesetzt werden.

Dispositionsstrategie zeigt erste Erfolge

Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die Bestände in allen Materialgruppen und an allen Konzernstandorten so gering wie möglich zu halten. Hierzu nutzt ElringKlinger vermehrt Just-in-time-Anlieferungen und Kanban-Systeme. Die neue Dispositionsstrategie mit optimierten Parametern, wie zum Beispiel einer konzernweit einheitlichen intelligenten Klassifizierung von Beschaffungs- und Fertigungsmaterial und einer wirtschaftlichen Bestimmung der Losgrößen, führte 2016 bereits an den ersten Standorten zu verbesserten Lagerbeständen.

20 % weniger Lagerbestand

Trotz Umsatzsteigerung erzielte ElringKlinger 2016 im Bereich Aftermarket deutliche Fortschritte in der Bestandsoptimierung.

Produktionsmengen erhöhten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffbedarf

Das Einkaufsvolumen belief sich zum Jahresende auf 1.030,3 (1.029,3) Mio. Euro. Darin enthalten sind sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Ausbau der Fertigungskapazitäten infolge des Umsatzanstiegs.

Rahmenverträge sichern Preisrahmen und Materialversorgung

Bedarfe bündelt ElringKlinger international, um Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten für die wichtigsten Materialgruppen zu verhandeln. Damit schützt sich der Konzern weitestgehend vor volatilen Rohstoffpreisen, stellt die Materialverfügbarkeit sicher und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. In den meisten Fällen haben die Verträge Laufzeiten von einem Jahr oder länger. Abweichend hiervon sind häufig kürzere Laufzeiten bei C-Stahl und Kunststoffgranulaten.

Einkaufspreise zogen 2016 an

2016 sind viele Rohstoffe tendenziell teurer geworden. So erhöhten sich die Preise für Präzisionsedelstahl, der zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen eingesetzt wird, weltweit. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den von der EU festgelegten Antidumpingmaßnahmen auf Stahlimporte aus China und Russland und einer damit verbundenen Angebotsverknappung. Im Geschäftsjahr 2016 führte dies zu temporär längeren Beschaffungszeiten. Bedarfsspitzen deckte der Konzerneinkauf über weitere Lieferanten ab, die den Rohstoff kurzfristig meist zu höheren Preisen bereitstellen konnten. Zusätzlich erhöhte sich der dazugehörige Legierungszuschlag für Edelstähle, der ausschließlich an der Börse gehandelt wird und nicht in Rahmenverträgen fixiert werden kann. Für Aluminium, das für abschirmtechnische Produkte eingesetzt wird, zog das Preisniveau zwischen Januar und Dezember 2016 um knapp 12 % an, wohingegen sich die Prämie, die für die Umarbeitung des Rohstoffes anfällt, im gleichen Zeitraum deutlich reduzierte. Beim technischen Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Leichtbaukomponenten benötigt, schlugen sich die höheren Ölpreise nicht vollumfänglich nieder, da Öl im verwendeten Polyamid nur einer von mehreren Bestandteilen ist.

Rohstoffpreise wirkten positiv auf Schrotterlöse

Über ein zentrales Metallschrott-Management verwertet ElringKlinger konzernweit Metallreste, die in den unterschiedlichen Fertigungsprozessen anfallen, und veräußert sie.

Die im Konzern 2016 erzielten Schrotterlösen lagen bei 27,7 (28,8) Mio. Euro.

Energiebedarf bis 2019 kontraktiert

Den Großteil des Strom- und Gasbedarfs sichert ElringKlinger über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2016 wurden mit den bestehenden Lieferanten längerfristige Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2019 für Strom und Gas vereinbart. Der Konzern kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen.

Einen Teil des Strombedarfs deckt der Konzern mit dem Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken (BHKW) ab. So wird die erzeugte Abwärme zum Beispiel an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen zur Generierung von Prozesskälte und für Klimaanlagen verwendet. 2016 produzierten die Kraftwerke an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen eine Strommenge von 9.323,9 (8.838,8) MWh.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch noch frühzeitiger erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung noch schneller umgesetzt werden.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2016 fanden Revisionen bei acht Tochtergesellschaften sowie in vier Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt. Zudem wurde der Bereich interne Revision personell verstärkt, um diesen Bereich als Bestandteil des Risikomanagement- bzw. des Governance-Systems kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officers benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten.

Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2016 wurden die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Einkauf eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahme von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Schulungen werden auch 2017 insbesondere für die Mitarbeiter der ausländischen Beteiligungen fortgesetzt. Des Weiteren wurde das Management der ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2016 anlässlich des Inkrafttretens der Marktmissbrauchsverordnung insbesondere über die gesetzlichen Regelungen zum Insiderhandel geschult. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2016 jedoch nicht zu berichten. Der Vorstand ist im Übrigen bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen. So wurde das Compliance-System im Berichtsjahr einer Bestandsanalyse mit einhergehender Beurteilung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen. Abgeleitete Handlungsempfehlungen sind bzw. werden umgesetzt.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Entsprechendes gilt für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG. Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.

Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikeneinschätzung

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Chancen- und Risikenprofil des ElringKlinger-Konzerns

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Risiken-/Chancenarten Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
--- --- --- --- --- --- ---
RISIKEN
Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken x x
Politische Risiken x x
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand x x
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb x x
Materialrisiken/Lieferantenrisiken x x
Kundenrisiken x x
Lohnkostenrisiken x x
Personalrisiken x x
IT-Risiken x x
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken x x
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken x x
Strategische Risiken
Technologierisiken x x
Externes Wachstum/Akquisitionen x x
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall x x
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken x x
Währungsrisiken x x
Zinsrisiken x x
Einsatz derivativer Finanzinstrumente x x
CHANCEN
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung x x
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften x x
Erweiterung des Leistungsspektrums x x
Neue Absatzmärkte x x
Branchenkonsolidierung/M&A x x

Konjunkturelle Risiken

Konjunktur- und Branchenrisiken

Die Entwicklung der globalen Fahrzeugmärkte geht üblicherweise mit der konjunkturellen Lage einher. Dies gilt für das Lkw-Segment noch stärker als für das Pkw-Geschäft. Vor diesem Hintergrund ist eine Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung immer auch mit dem Risiko verbunden, dass die Nachfrage nach Fahrzeugen und damit kurz- bis mittelfristig auch die Fahrzeugproduktion zurückgeht. In der Folge ergäbe sich daraus eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung insbesondere in der anhaltenden Wachstumsschwäche von Brasilien und Japan. In Russland, dessen Fahrzeugmarkt für ElringKlinger unwesentlich ist, könnte sich die wirtschaftliche Lage 2017 stabilisieren. Auch unter Berücksichtigung der Wachstumskonsolidierung in China, des geplanten Brexits sowie der anhaltenden Rezession in einigen Teilen Lateinamerikas wird eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2017 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein insgesamt positives Jahr 2017 ab. Während die Märkte in Nordamerika und Europa auf hohem Niveau stabil bleiben dürften, werden voraussichtlich vor allem China, aber auch andere Schwellenländer für Zuwächse sorgen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war - ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. Im Hinblick auf den weltweiten Fahrzeugabsatz 2017 geht ElringKlinger von einem Wachstum von ca. 2 % aus (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch die globale und kundendiversifizierte Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle ebenso zur Verfügung wie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird prinzipiell eine vorsichtige Betrachtungsweise des zugrunde gelegten makroökonomischen Szenarios angewendet.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete, der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken.

Die politische Lage in weiten Teilen des Nahen Ostens, in Nordafrika und in einigen Gebieten an der Grenze zu Russland erweist sich weiterhin als äußerst unsicher. Diese Krisenherde zählen zu den für ElringKlinger mit Risiko behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen unmittelbar keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft besteht dagegen das Risiko von Umsatzeinbußen - in den genannten Gebieten wurden im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Da in den genannten Regionen zumeist in US-Dollar bzw. Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

Durch das Votum der britischen Bevölkerung für einen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) im Juni 2016 und den Beschluss des britischen Parlaments im Februar 2017, die EU-Austrittsverhandlungen aufzunehmen, haben die politischen Risiken bezüglich des innereuropäischen Zusammenhalts tendenziell zugenommen. Aufgrund der Bedeutung des britischen Pkw-Markts, dem zweitgrößten europäischen Absatzmarkt im Jahr 2016, wirkt sich das Brexit-Referendum auch auf weite Teile der Automobilindustrie aus. ElringKlinger erwartet jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf das eigene Unternehmen. Die in Redcar, England, angesiedelte Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd. produziert fast ausschließlich für den lokalen Markt. Der Umsatzanteil, gemessen am Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2016, lag bei etwa 2 %. Darüber hinaus existiert in England mit Elring Parts Ltd. in Gateshead noch ein Vertriebsstandort für das Ersatzteilgeschäft.

Der Regierungswechsel in den USA bewirkt durch zahlreiche Ankündigungen in verschiedene Stoßrichtungen eine allgemeine Unsicherheit und hat aufgrund der Bedeutung der USA globale Auswirkungen. Die neue, auf die Stärkung der heimischen Industrie und des Binnenmarkts ausgerichtete US-Politik könnte sich unmittelbar auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft und dabei insbesondere auf die Automobilhersteller bzw. -zulieferer auswirken. In den ersten Wochen der Amtszeit kündigte der neue Präsident einen Einfuhrzoll für außerhalb der USA produzierte Autos an. Seine Politik zielt auf einen starken Protektionismus gegenüber Mexiko ab. Gegenüber führenden Wirtschaftsvertretern appellierte er bereits mehrfach, neue Produktionsstätten in den USA anstatt in Mexiko anzusiedeln. Der ElringKlinger-Konzern ist neben drei in den USA ansässigen Produktionsstandorten auch mit einem Werk in Mexiko vertreten. Die Tochtergesellschaft ElringKlinger México, S.A. de C.V. hat ihren Sitz in Toluca und produziert vorwiegend für den lokalen Markt. Der Anteil des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Konzernumsatzes, der aus Mexiko in die USA importiert wird, ist mit rund 2,4 % vergleichsweise gering. Der Gesellschaft kommt zudem zugute, dass in den meisten Verträgen als Lieferbedingung "ab Werk" vereinbart wird.

Dank seiner globalen Aufstellung ist es dem Konzern nicht nur möglich, jeweils die lokalen Märkte zu bedienen, sondern auch auf mögliche Gesetzesänderungen und sonstige politische Entscheidungen zumindest in Teilen flexibel reagieren zu können. ElringKlinger geht daher in der politischen Gesamtbetrachtung unverändert von einem moderaten Risiko in Bezug auf die möglichen finanziellen Auswirkungen für den Konzern aus.

Allgemeine interne Risiken

Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand

Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen im Wesentlichen Arbeitsunfälle und die Gefahr von Bränden.

Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit geltenden Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für Mitarbeiter versucht ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vorzubeugen. Im Falle eines Unfalls werden Ursache und Hergang genau untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau herzustellen.

Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes, aber prinzipiell nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingter Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können dagegen weitgehend ausgeschlossen werden, da ElringKlinger über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Konzernstandorten auszugleichen.

Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden entsprechend analysiert und umgesetzt.

Gemäß diesen Ausführungen schätzt ElringKlinger die Eintrittswahrscheinlichkeit von allgemeinen internen Risiken, ausgelöst durch Arbeitsunfälle oder Brände, insgesamt als niedrig ein.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der intensive Preisdruck zählt folglich zu einem der größten Einzelrisiken für das Unternehmen und hat durch die Dieselaffäre tendenziell in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.

ElringKlinger ist aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und der starken Marktstellung zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen aber nicht vollständig entziehen. Um den Preisdruck weitgehend zu begrenzen, entwickelt ElringKlinger Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und fokussiert sich auf Nischenmärkte. Der verbleibende Preisdruck muss durch Effizienzsteigerungen in der Produktion kompensiert werden.

Der Wettbewerb im Bereich der Automobilzulieferbranche ist sehr ausgeprägt. Die Markteintrittshürden für neue Wettbewerber sind vergleichsweise hoch, da dem Geschäftsmodell der ElringKlinger-Gruppe spezielle Kernkompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung zugrunde liegen (vgl. "ElringKlinger im Überblick"). Erhebliche Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären zudem notwendig, um als Wettbewerber in den Markt einzutreten. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht standardmäßig am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind hohe Stückzahlen zwingend erforderlich. Erfahrungsgemäß erhalten neue Zulieferer im Falle einer Erstbeauftragung jedoch nur kleinere Lieferumfänge, die nicht kostendeckend sind.

In einigen Fällen verlangen die Hersteller von ElringKlinger als Bedingung für die Auftragsvergabe, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben sowie kurze Wege zu den Werken der Fahrzeug- und Motorenhersteller spielen hier eine wesentliche Rolle. Derzeit befindet sich im ungarischen Kecskemét ein neuer, hochautomatisierter Produktionsstandort des Konzerns im Aufbau. Dort werden ab Ende 2017 Türmodulträger aus dem Faserverbundwerkstoff Organoblech in Serie gefertigt. Die 2015 gegründete Tochtergesellschaft ElringKlinger Hungary Kft. hat ihren Sitz in Kecskemét-Kádafalva und beliefert seit 2016 sowohl die in Ungarn ansässigen Werke deutscher OEMs als auch andere europäische Kunden mit Serienteilen. In Osteuropa verfügt ElringKlinger zudem über die im Werkzeugbau spezialisierte Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien.

Daneben ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten. So hat ElringKlinger Ende 2016 ein neues Werk im türkischen Bursa eingeweiht. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen in der Türkei vertreten. Stetig steigende Produktionskapazitäten haben einen Neubau erforderlich gemacht. Gleichzeitig reagiert ElringKlinger damit auf die wachsende Bedeutung der Türkei als Produktionsstandort für die Automobilindustrie.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Der Materialaufwand nimmt mit 54,2 % den größten Anteil an den Umsatzkosten bei der ElringKlinger-Gruppe ein. Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) unterliegen einer hohen Volatilität. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können nicht vertraglich abgesichert werden.

Generell handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft.

Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.

Für 2017 geht ElringKlinger insgesamt von einem Anstieg der Rohstoffeinkaufspreise aus. Auf dem Stahlmarkt ist aufgrund einer Angebotsverknappung, die aus Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, mit steigenden Preisen zu rechnen. Die Erhöhung zeigt sich zudem an zunehmenden Legierungszuschlägen für Edelstähle. Die Preise für Aluminium und Kunststoffgranulate sollen sich dagegen unterjährig auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln. Angesichts von ausgeweiteten Abnahmemengen bei vielen Rohstofflieferanten ist das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen in Summe allerdings als überschaubar einzustufen.

Teilweise vereinbart ElringKlinger mit seinen Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Dabei besteht grundsätzlich das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

ElringKlinger verwertet und veräußert über den eigenen Schrotthandel konzernweit die bei den Stanzprozessen anfallenden Metallreste. Durch die erzielten Schrotterlöse können mögliche Kostenerhöhungen zumindest teilweise abgefedert werden.

Im Rahmen der regelmäßigen Risikobewertungsprozesse verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Der Konzern disponiert Material grundsätzlich frühzeitig und verfolgt eine Mehrlieferantenstrategie. Bei wesentlichen Materialien und Zukaufteilen sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen umfassenden Audits unterzogen. Im Geschäftsjahr 2016 hatten die 30 größten Lieferanten des Konzerns einen Anteil von mehr als 19 % (rund 20 %) am Einkaufsvolumen. Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.

Zusammenfassend kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Material- bzw. Lieferantenrisiken als niedrig beziffert werden. Die damit in Verbindung stehenden möglichen finanziellen Auswirkungen wären dagegen wesentlich.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einzelnen bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe für die in deren Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgehen.

Aufgrund der Dieselaffäre hat das Kundenrisiko in der Automobilbranche grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Für den Konzern sind aufgrund seines breiten Produktportfolios, das größtenteils unabhängig von der Antriebsart zu betrachten ist, und seiner diversifizierten Kundenstruktur dadurch keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat die ElringKlinger-Gruppe die Kundenbasis in den letzten Jahren kontinuierlich verbreitert. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz bei rund 27 % (rund 27 %). Der größte Einzelkunde trug 11,0 % (11,7 %) zu den Umsatzerlösen bei.

Lohnkostenrisiken

Die Lohnkosten bilden neben den Materialkosten den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2016 betrug ihr Anteil an den Umsatzkosten 26,1 % (25,2 %).

Mit 41,4 % (43,5 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein erheblicher Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen im Inland könnten sich allerdings spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiter verschlechtern.

Die zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft geführten Tarifverhandlungen brachten in den letzten Jahren vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in Deutschland tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre lagen bei 2,2 % ab Mai 2014, 3,4 % ab April 2015 sowie 2,8 % ab Juli 2016. Mit Wirkung zum 1. April 2017 erhöhen sich die Entgelte um weitere 2,0 %.

Das Lohnkostenniveau in Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 16 % (knapp 15 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig sind, liegt dagegen weiterhin unter dem Konzerndurchschnitt. Entlastend wirkt, dass die Umsatzerlöse und Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen gegenüber dem Inland überproportional zunehmen. Dennoch bleibt auch auf diesen Märkten die Lohnentwicklungsdynamik ein latentes Risiko für die Ertragslage der Gesellschaft.

Sollte sich die Kundennachfrage unerwartet stark abschwächen, hätte dies womöglich einen sprunghaften Anstieg der Personalaufwandsquote zur Folge. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2016 bei 18,2 % (19,9 %).

In der gesamtheitlichen Betrachtung stellt die Lohnkostenentwicklung der letzten Jahre ein moderates Risiko für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Konzern begegnet Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und die Beschäftigtenzahl im Inland zu sichern.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter von ElringKlinger sind wichtige Know-how-Träger und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Daher ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfelds soll die Fluktuationsquote, die sich bei ElringKlinger in den letzten Jahren im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegte, auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Um Personalabgänge besser auffangen zu können, werden spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten nach Möglichkeit nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf: Etwa 54 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 26 % sind jünger als 30 Jahre.

Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Altersstruktur

Mit etwa 54 % ist die Mehrheit der ElringKlinger-Konzernbelegschaft zwischen 30 und 50 Jahre alt. Der Anteil von Mitarbeitern unter 30 Jahre beträgt rund 26 %. Die Altersgruppe der über 50-Jährigen beläuft sich auf 20 %.

Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten des Konzerns wird es tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Hochschulmarketing zur Personalrekrutierung durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Zur frühzeitigen Nachwuchssicherung bildet der Konzern außerdem junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.

ElringKlinger sieht für die beschriebenen Personalrisiken eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und stuft die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen als unwesentlich ein.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Datenverlust, Hacking oder Virenangriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten ist ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen bei der Auftragsabwicklung, Produktionssteuerung und in der Lieferkette führen. Dies würde sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten negativ auswirken.

ElringKlinger grenzt diese Risiken weitgehend ein. So werden insbesondere Daten, welche für die produktiven Abläufe wesentlich sind, stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Bestehen bei konkreten Projekten oder Prozessen potenzielle Risiken, werden zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen zur Risikominimierung geschaffen.

Zudem sind am Unternehmenshauptsitz in Dettingen/Erms zwei Rechenzentren installiert, die unabhängig voneinander arbeiten und räumlich getrennt sind. Auf dieser Basis ist der Schutz vor Systemausfällen und Datenverlusten bestmöglich gegeben. Darüber hinaus werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten wird mithilfe von skalierbaren Zugangsrechten gesteuert. Zum Schutz vor unberechtigten externen Zugriffen kommen aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen zum Einsatz.

Die Gesamtheit der IT-Risiken stuft der Konzern als niedrig ein. Daraus resultierende mögliche finanzielle Auswirkungen wären in moderatem Umfang.

Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Bestimmte Einzelrisiken hinsichtlich Qualitätsproblemen im Segment Erstausrüstung sind derzeit vorhanden, deren mögliche finanzielle Auswirkungen als moderat zu bezeichnen sind. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.

Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus ungesetzlichen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. So ist bei einer ausländischen Tochtergesellschaft aufgrund wettbewerbsrechtlicher Ermittlungen wegen eines bereits mehrere Jahre zurückliegenden begrenzten Sachverhalts mit der Verhängung eines Bußgelds im niedrigen einstelligen Millionenbereich zu rechnen. Entsprechende bilanzielle Vorsorge wurde getroffen.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Auf dieser Basis werden langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten erzielt (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger wesentliche technologische Entwicklungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet. Dies hätte mittel-bis langfristig negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns. ElringKlinger investiert jährlich rund 5 % (rund 5 %) vom Konzernumsatz in Forschung und Entwicklung - dieser Wert liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zudem sind in den letzten Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate zu vermeiden.

Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf ein Kernthema der Automobilindustrie, das heißt auf die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger hat sich als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit bereits frühzeitig mit neuen Produkten für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik oder in der Brennstoffzellentechnologie. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche aber aktuell noch verhältnismäßig gering ausfällt, birgt ein durchgreifender schneller Technologiewandel die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen und hätte verstärkten Preisdruck zur Folge.

Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart - ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor -nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist. Dennoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit in Summe als hoch einzustufen. Die möglichen finanziellen Auswirkungen wären wesentlich.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält weiter an. Für ElringKlinger ergibt sich daraus grundsätzlich die Gelegenheit für ergänzende Technologiezukäufe und gezielte Übernahmen, um schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.

Bei Akquisitionen besteht prinzipiell stets das Risiko, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten notwendig werden, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten würden. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen Umfang erreicht werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen grundsätzlich eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen und/oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf Plausibilität überprüft und bewertet.

ElringKlinger tätigt Akquisitionen grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

ElringKlinger stuft die Eintrittswahrscheinlichkeit der mit Akquisitionen verbundenen Risiken mehrheitlich als niedrig ein. Die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen werden als moderat beziffert.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfall

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei den Erstausrüstungs-Kunden ist angesichts der soliden Branchenkonjunktur in Nordamerika, Westeuropa und weiten Teilen Asiens für ElringKlinger insgesamt als relativ gering einzuschätzen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2016 zwischen 11,9 und 27,2 Mio. Euro (14,8 und 28,1 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die Kreditvergabe der Banken erfolgt seit der Finanzkrise und angesichts verschärfter Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf generell steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie schlechter einstufen, könnte sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.

Das Finanzierungsrisiko bleibt trotz der verbesserten Ertragssituation in der Branche und extrem niedriger Marktzinsen latent vorhanden. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Zulieferbetrieben, ist weiterhin nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von 47,2 % (48,5 %) unkritisch dar. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) beträgt 2,3 (2,2). Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit 175,7 (123,3) Mio. Euro einen Cashflow aus betrieblicher Leistung, der den Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie für die Investitionen in Sachanlagen weitgehend abdeckte. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 122,2 (98,8) Mio. Euro zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2016 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).

Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging).

Währungsrisiken bestehen zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns niederschlagen. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von 33,4 Mio. Euro. Für 2017 dürften die Chancen auf umsatz- und ergebniserhöhende Effekte aus der Währungstranslation insgesamt überwiegen.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von 0,5 (3,2) Mio. Euro.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Die währungsbedingte Veränderung der Wettbewerbsfaktoren der Schweizer Standorte der Hug Engineering AG, Elsau, sowie der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, könnte dazu führen, dass Projekte alternativ an Standorten der ElringKlinger-Gruppe im Euroraum vergeben werden. Da wesentliche Wettbewerber der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in der Schweiz produzieren, ist das Risiko derzeit noch überschaubar. Aufgrund der Tatsache, dass die Einkaufsvolumina der Hug Engineering AG größtenteils auf Euro umgestellt wurden, konnte das Währungsrisiko weiter eingegrenzt werden.

In der Gesamtbetrachtung stuft ElringKlinger die Eintrittswahrscheinlichkeit von Währungsrisiken grundsätzlich als hoch ein; die möglichen finanziellen Auswirkungen für den Konzern wären moderat.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.

Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und in Folge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

ElringKlinger nutzt derivative Finanzinstrumente nur in Einzelfällen, wie zum Beispiel zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (insbesondere Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisvolatilitäten eingesetzt werden, liegen in jedem Fall die benötigten physischen Bezugsmengen zugrunde.

Auf Basis eines rollierenden Systems sicherte ElringKlinger auch im Geschäftsjahr 2016 Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen ab. Die Absicherung erfolgte über Nickeltermingeschäfte.

Chancen

Klimawandel/Emissionsgesetzgebung

Das Hauptziel der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung, seien es CO2 oder andere schädliche Abgasbestandteile wie Rußpartikel, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen bis zum Jahr 2021 von derzeit noch 130 g/km auf 95 g/km verringert werden. Für 90 % der Fahrzeugflotte der Hersteller ist dieser Grenzwert bereits 2020 verbindlich; ab 2021 gilt er dann für die gesamte Flotte. Doch diese Schwelle markiert nicht den Endpunkt, in Brüssel werden noch niedrigere Grenzwerte zwischen 75 bis 65 g/km für das Jahr 2025 diskutiert. Auch die USA und die Volksrepublik China sehen sich zusehends anspruchsvolleren Emissionsgrenzen gegenüber. Die USA will den CO2 -Ausstoß bis zum Jahr 2021 auf 132 g/km reduzieren; die Regierung von China schreibt bis 2020 eine Verminderung auf 117 g/km vor. Hinzu kommt, dass sich Schwellenländer wie Indien bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu - für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.

Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.

Um das von der deutschen Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 doch noch zu verwirklichen, wurde im Mai 2016 eine staatliche Kaufprämie eingeführt. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden mit 4.000 Euro (ab 2018: 3.000 Euro) und Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeuge mit 3.000 Euro (ab 2018: 2.000 Euro) gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis zum Jahr 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. In den nächsten vier Jahren sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Diese Anreize könnten zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beitragen und zu steigenden Absätzen elektrisch betriebener Pkw führen. Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie in Bezug auf die Reichweite würden für zusätzliche Akzeptanz von Elektroautos bei den Autokäufern sorgen.

ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens verschiedene Pkw-Hersteller beliefert.

4.000 Euro Prämie

erhalten Verbraucher seit Juli 2016 beim Kauf eines Elektroautos in Deutschland. Bei einem Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeug beträgt der staatliche Zuschuss 3.000 Euro.

Darüber hinaus ist das Thema Emissionsreduzierung auch außerhalb der Automobilindustrie von zunehmender Bedeutung. Strengere Emissionsvorschriften gelten verstärkt für stationäre Motoren, Schiffsmotoren und Baumaschinen. In diesen Nischenmärkten gibt es beträchtliches Potenzial für die Systeme des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends/Neue Abgasvorschriften

Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vom ElringKlinger-Konzern als hoch eingestuft wird. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, können die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als wesentlich eingestuft werden.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Möglichkeiten, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.

Welche Möglichkeiten genau bestehen, ist bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiele sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebs- und Energieversorgungstechnologien in den Bereichen Batterietechnik und Brennstoffzelle dienen. Durch verschärfte Emissionsvorschriften auch außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich zunehmend interessante Nischenmärkte im Bereich Abgastechnologie. Auch für den Bereich Kunststofftechnik ergeben sich mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Leistungsspektrums Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums zu erreichen, das das globale Wachstum der Automobilproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertrifft.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für die bereits vorhandenen ElringKlinger-Produkte. Als beispielhaft kann in diesem Zusammenhang die ASEAN-Region genannt werden. In den BRIC-Staaten besteht für den Konzern zumeist noch die Gelegenheit, den Absatz auszuweiten, indem alle Produktgruppen vor Ort gefertigt und auf den regionalen Märkten angeboten werden.

Für das Ersatzteilgeschäft bestehen sowohl durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme als auch durch die Erschließung neuer Absatzregionen weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" intensiviert seine Aktivitäten in Asien. Dabei wurde insbesondere die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbieter weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wird das bestehende Ersatzteilgeschäft in Nordamerika systematisch ausgebaut.

Branchenkonsolidierung/M&A

Das Wachstum der Automobilbranche, gemessen an der Pkw-Produktion, wird in den kommenden Jahren vor allem in Asien und in Nordamerika erwartet. Diese Entwicklung stellt viele mittelständische Unternehmen, die sich heute noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, zukünftig vor große Herausforderungen. Zudem haben die Zulieferer einen immer höheren Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. Es ist daher davon auszugehen, dass die derzeitige Konsolidierungswelle in der Zuliefererbranche auch in den kommenden Jahren weiter anhalten wird.

Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation weitere Chancen, das Technologieportfolio durch Übernahmen gezielt zu ergänzen. Zum Teil scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ElringKlinger in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr ähnlich darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Umbruch in der Antriebstechnologie sowie einem sprunghaften Anstieg der Materialpreise.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen sich in Westeuropa, Nordamerika und China stabil. Dagegen bleiben die politische und konjunkturelle Situation in Russland und im Nahen Osten sowie die ökonomische Lage in Brasilien nach wie vor risikobehaftet. Strategische Risiken sind unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau.

Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 47,2 % (48,5 %) sowie die Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren 2 bis 4 Prozentpunkte stärker als die weltweite Automobilproduktion zu wachsen.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Vergütungssystem bis 31. Dezember 2013

Das bis zum 31. Dezember 2013 geltende Vergütungssystem wurde zum 1. Januar 2014 abgelöst, lediglich die den Mitgliedern des Vorstands im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung zugeteilten Partizipationsrechte (sogenannte Stock Appreciation Rights) bleiben bis zum Ablauf der Halte- bzw. Ausübungsfristen bestehen. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

Vergütungssystem ab 1. Januar 2014

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O-Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts. Der Long Term Incentive I entspricht den bisherigen Regelungen der jährlichen Tantieme und vergütet die Tätigkeit für ein Geschäftsjahr. Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Beispielrechnung LTI I

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EBIT Durchschnitt 193.000.000

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Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2016*3
Dr. Wolf 0,80% 1.544.000 1.521.000
Becker 0,60% 1.158.000 1.179.000
Jessulat 0,40% 772.000 864.000
3.474.000 3.564.000

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus drei Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote.

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres. 90 % des auf den LTI II entfallenden Betrages werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrages erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Beispielrechnung LTI II

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Mittelwert EVA 79.500.000

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Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2016*2
Dr. Wolf 1,25% 993.750 1.014.000
Becker 1,00% 795.000 786.000
Jessulat 0,40% 318.000 576.000
2.106.750 2.376.000

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O- Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengeldes bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengeldes, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrages nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Weder im Jahr 2015 noch im Jahr 2016 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2016

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Vorstandsvergütung 2016 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Die angegebenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016. Wir verweisen auf weitere Erläuterungen unter "Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds".

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 556 554 418 418 0 313
variable erfolgsabhängige Vergütung 1.182 1.127 888 845 0 562
Summe 1.738 1.681 1.306 1.263 0 875
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 452 253 362 202 0 81
Summe 452 253 362 202 0 81
Gesamtvergütung 2.190 1.934 1.668 1.465 0 956

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Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 413 69 1.387 1.354
variable erfolgsabhängige Vergütung 888 141 2.958 2.675
Summe 1.301 210 4.345 4.029
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 362 0 1.176 536
Summe 362 0 1.176 536
Gesamtvergütung 1.663 210 5.521 4.565

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 238 218 153 144 0 150
Barwert (DBO) 3.995 5.023 3.025 3.720 0 150

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Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 132 20 523 532
Barwert (DBO) 4.007 - 11.027 8.893

Der Barwert der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2016 für Herrn Schmauder wurde in die Angaben zu Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstands einbezogen.

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2016 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Zur Darstellung wird auf die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zurückgegriffen. Die in den folgenden Tabellen enthaltenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 gewährt wurden:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 507 507 507 507 393 393
Nebenleistungen 49 47 47 47 25 25
Summe 556 554 554 554 418 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.182 1.127 0 1.521 888 845
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 447 0 0 0 357 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 110 0 1.014 0 88
Summe 1.629 1.237 0 2.535 1.245 933
Versorgungsaufwand 238 218 218 218 153 144
Gesamtvergütung 2.423 2.009 772 3.307 1.816 1.495

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Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Min. 2016 Max. 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 393 393
Nebenleistungen 25 25
Summe 418 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 1.179
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 786
Summe 0 1.965
Versorgungsaufwand 144 144
Gesamtvergütung 562 2.527

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Thomas Jessulat Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 0 288 288 288 393 66
Nebenleistungen 0 25 25 25 20 3
Summe 0 313 313 313 413 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 562 0 864 888 141
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 81 0 576 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 41 0 576 357 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 35 0 576 0 0
Summe 0 719 0 2.592 1.245 141
Versorgungsaufwand 0 150 150 150 132 20
Gesamtvergütung 0 1.182 463 3.055 1.790 230

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Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Min. 2016 Max. 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 66 66
Nebenleistungen 3 3
Summe 69 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 198
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 132
Summe 0 330
Versorgungsaufwand 20 20
Gesamtvergütung 89 419

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Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.293 1.254 1.254 1.254
Nebenleistungen 94 100 100 100
Summe 1.387 1.354 1.354 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.958 2.675 0 3.762
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 81 0 576
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 1.161 41 0 576
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 233 0 2.508
Summe 4.119 3.030 0 7.422
Versorgungsaufwand 523 532 532 532
Gesamtvergütung 6.029 4.916 1.886 9.308

Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2016 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2016 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2016 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2016 aus.

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 507 507 393 393 0 288
Nebenleistungen 49 47 25 25 0 25
Summe 556 554 418 418 0 313
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.182 1.127 888 845 0 562
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 452 0 362 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 253 0 202 0 81
Summe 1.634 1.380 1.250 1.047 0 643
Versorgungsaufwand 238 218 153 144 0 150
Gesamtvergütung 2.428 2.152 1.821 1.609 0 1.106

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Karl Schmauder Gesamt
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 393 66 1.293 1.254
Nebenleistungen 20 3 94 100
Summe 413 69 1.387 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 888 141 2.958 2.675
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 362 0 1.176 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 536
Summe 1.250 141 4.134 3.211
Versorgungsaufwand 132 20 523 532
Gesamtvergütung 1.795 230 6.044 5.097

Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Die nach dem 23. Februar 2016 zu leistenden Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 6 dd HGB in Höhe von TEUR 2.743 setzen sich aus der erfolgsunabhängigen Vergütung (TEUR 788, davon TEUR 343 im Geschäftsjahr 2016 ausbezahlt) und der erfolgsabhängigen Vergütung (TEUR 1.955, davon für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 917) zusammen.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte wurde im Berichtsjahr angepasst. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2016

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 741 (2015: TEUR 774). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2015: TEUR 0) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth Lechler 68 68 54 57 122 125
Markus Siegers 44 41 41 43 85 84
Gert Bauer 0 10 0 10 0 20
Ernst Blinzinger 24 16 27 18 51 34
Nadine Boguslawski 24 16 27 18 51 34
Armin Diez 28 28 27 29 55 57
Klaus Eberhardt 32 32 27 29 59 61
Pasquale Formisano 24 24 27 29 51 53
Rita Forst 24 16 27 18 51 34
Dr. Margarete Haase 0 8 0 10 0 18
Paula Monteiro-Munz 28 28 27 29 55 57
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 27 29 51 53
Gabriele Sons 32 32 27 41 59 73
Manfred Strauß 24 24 27 29 51 53
Gerhard Wick 0 8 0 10 0 18
Gesamtbetrag 376 375 365 399 741 774

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2016 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2016 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.

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Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland 10,031 %
Eroca AG, Basel, Schweiz Insgesamt 19,930 % (davon werden ihr 9,928 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Auf das Wirtschaftsjahr 2017 blicken Volkswirte trotz vieler Unsicherheiten insgesamt zuversichtlich. Die globale Konjunktur dürfte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,4 % und damit moderat, aber leicht beschleunigt wachsen. Auch für den Pkw-Weltmarkt wird weiteres Wachstum prognostiziert. Der globale Absatz wird 2017 nach Angaben des deutschen Branchenverbands VDA voraussichtlich um 2 % auf rund 84 Mio. Fahrzeuge expandieren. Der Wandel in der Automobilbranche hat an Dynamik gewonnen. Mittelfristig wird die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zunächst noch weiter zunehmen, ab 2020 wird deutlich mehr Schwung in den Elektroautomarkt kommen.

Die treibende Kraft hinter dem globalen Wirtschaftsgeschehen soll nach Angaben des IWF im Wesentlichen von den Schwellenländern und den USA ausgehen. Mit einem Plus von 4,5 % beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird die Wachstumsrate der Schwellenländer erneut deutlich über der Entwicklung in den Industrieländern (1,9 %) liegen. Zu den Risiken zählen neben geopolitischen Unsicherheiten die mögliche Zunahme globaler Ungleichgewichte, starke Wechselkursschwankungen sowie schleppende Reformen in hoch verschuldeten Industrie- und einigen Schwellenländern, wobei letztere zudem mit Kapitalabflüssen und hohen Unternehmensverschuldungen zu kämpfen haben. Wenig vorhersehbar sind derzeit die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung und die damit verbundenen globalen Folgen.

Die Wirtschaft im Euroraum wird weiter gestützt durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, aber auch von der weltweiten Nachfragebelebung. Damit wirkt sie Problematiken wie dem bevorstehenden Brexit, hohen Verschuldungen oder Unsicherheiten aus bevorstehenden Wahlen einiger Mitgliedstaaten entgegen. Die Binnennachfrage in Deutschland wird etwas an Schwung verlieren, dennoch bleibt die Konjunktur in Deutschland auf Kurs.

Nach dem Regierungswechsel in den USA dürfte sich die US-Konjunktur durch die angekündigten Investitionsprogramme stärker beleben. Zudem ist davon auszugehen, dass die Ölpreise ansteigen werden und die US-Geldpolitik den eingeschlagenen Weg der Normalisierung fortführen wird. In Brasilien zeigt sich nach mehrjährigen Wachstumsrückgängen für 2017 eine erste, aber noch schwache Aufwärtstendenz.

Der größte Wachstumsbeitrag für die Weltwirtschaft ist von den großen Schwellenländern Asiens zu erwarten. Gestützt durch konjunkturstimulierende Maßnahmen der Regierung wird China seine Wirtschaftsleistung erneut ausweiten können. Auch in Indien dürfte die Aufwärtsbewegung intakt bleiben. Weiterhin keine erkennbare Verbesserung wird der seit Jahren schwächelnden japanischen Wirtschaft vorausgesagt.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in %

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2016 Prognose 2017 Prognose 2018
Welt 3,1 3,4 3,6
Deutschland 1,7 1,5 1,5
Eurozone 1,7 1,6 1,6
USA 1,6 2,3 2,5
Brasilien -3,5 0,2 1,5
China 6,7 6,5 6,0
Indien 6,6 7,2 7,7
Japan 0,9 0,8 0,5

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2017)

Automarkt 2017: verlangsamtes, aber fortgesetztes Wachstum

Nach einem guten Jahr 2016 bestehen auch für 2017 insgesamt positive Aussichten für den Pkw-Weltmarkt. Laut Marktexperten wird die globale Absatzzahl neu zugelassener Fahrzeuge das Vorjahr nochmals um ca. 1 bis 2 % übertreffen. Der deutsche Branchenverband erwartet ein Wachstum von rund 2 % auf ein Gesamtvolumen von rund 84 Mio. Neufahrzeugen. ElringKlinger geht ebenfalls von einem leichten Zuwachs von 1 bis 2 % aus.

Die Entwicklung in Westeuropa insgesamt soll mit 14 Mio. Pkw auf dem Niveau von 2016 stabil bleiben. Das größte Wachstumspotenzial wird bei den südeuropäischen Ländern gesehen. Erste Auswirkungen des Brexit-Votums könnten dem Automarkt Großbritannien dagegen ein deutliches Minus bescheren, das der VDA auf rund minus 8 % schätzt. In Deutschland dürfte nochmals ein ähnlich hohes Marktvolumen wie im Vorjahr erreicht werden. Auch die Inlandsproduktion sollte das erreichte hohe Niveau beibehalten können. Exporte aus Deutschland könnten nach VDA-Angaben leicht um 2 % zurückgehen, während die Auslandsproduktion der deutschen Konzernmarken, die 2016 erstmals eine Stückzahl von 10 Mio. Fahrzeugen überschritt, voraussichtlich um 3 % wachsen wird.

Dem US-Markt, der im zurückliegenden Jahr mit rund 17,5 Mio. verkauften Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) das zweite Jahr in Folge einen Absatzrekord verzeichnete, wird 2017 ein vergleichbar hohes Niveau zugetraut. Möglicherweise stimulierende Effekte durch die neue US-Regierung könnten die Nachfrage zwar stärker treiben, demgegenüber stehen aber bremsende Effekte durch ein anziehendes Zinsniveau und steigende Ölpreise. Optimistische Schätzungen schließen dennoch ein weiteres Marktwachstum nicht aus.

Der größte Einzelmarkt der Welt, China, der inzwischen fast 30 % des Weltmarkts ausmacht, wird 2017 weiter zulegen, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit. Der VDA erwartet ein Plus von 5 % auf insgesamt 24,2 Mio. Pkw. Die Steueranreize, die seit Oktober 2015 für Pkw mit kleineren Motoren galten, bestehen 2017 in reduzierter Form weiter. Dem stark wachsenden indischen Automarkt wird im ersten Halbjahr 2017 eine gedämpfte Entwicklung vorausgesagt, gefolgt von einer im zweiten Halbjahr wieder verstärkten Belebung. Für Japan wird allenfalls ein sehr leichter Anstieg der Absatzzahlen gesehen.

Die lange Talfahrt der Märkte Brasilien und Russland findet langsam ein Ende. Für Russland wird ein leichtes Wachstum gesehen, Brasilien sollte - nach einem Minus von rund 20 % 2016 - zumindest das Vorjahresniveau erreichen.

Mit Blick auf alternative Antriebe geht ElringKlinger davon aus, dass die Automobilindustrie zunächst noch einen starken Fokus auf die zunehmende Effizienzsteigerung bei Verbrennungsmotoren sowie Hybridisierung legt und gleichzeitig die Entwicklung von rein batterieelektrischen oder brennstoffzellengetriebenen Fahrzeugen vorantreibt. Auch die Forschung im Bereich CO2 -neutraler Kraftstoffe, die für die Herstellung nur so viel CO2 benötigen, wie sie im Betrieb später freisetzen, könnte für den Verbrennungsmotor langfristig eine mögliche Lösung darstellen. Marktstudien zufolge soll die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor kurzfristig weiter steigen - ihr Höhepunkt wird für das Jahr 2020/21 mit einer geschätzten Anzahl von 90 Mio. produzierten Motoren gesehen. Nach Ansicht des deutschen Brancheninstituts Center of Automotive Management (CAM) werden bis dahin die weltweiten Neuzulassungen von E-Autos (reine Elektro- sowie Plug-in-Hybrid-Pkw) zwischen 2,5 und 6,0 % wachsen. Ab dem Jahr 2020 erwartet das Institut - getrieben von den Produktoffensiven globaler Hersteller bzw. der bis dahin erreichten technischen Innovationen und Rahmenbedingungen - eine deutliche Belebung des Marktes für E-Fahrzeuge. Bis 2025 soll demnach ihr Anteil an den weltweiten Verkäufen auf 12 bis 25 % steigen. Die einzelnen Märkte werden dabei ein sehr unterschiedliches Tempo vorlegen. Der bereits jetzt größte Einzelmarkt für Elektrofahrzeuge - China - dürfte auch angesichts der von der Regierung geplanten Maßnahmen seine führende Rolle beibehalten.

Rund 100 Elektromodelle

möchten deutsche Hersteller bis 2020 auf den Markt bringen - derzeit sind es 30 Modelle. Ab 2019 wird der Elektroantrieb in praktisch allen Baureihen vertreten sein (Quelle: VDA).

Große Nutzfahrzeugmärkte 2017 ohne Auftriebskräfte

Den großen Nutzfahrzeugmärkten in Westeuropa und den USA steht voraussichtlich ein schwieriges Jahr bevor. Für den westeuropäischen Nutzfahrzeugmarkt, der 2016 zunehmend an Schwung verlor, ist von einer weiteren Verlangsamung auszugehen. Untermauert wird diese Prognose unter anderem dadurch, dass nach Jahren guten Wachstums Ersatzbedarfe gedeckt sind und mit ersten negativen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gerechnet wird. In Deutschland erwartet der Branchenverband VDA ausgehend von dem bereits hohen Rekordniveau 2016 einen weiteren leichten Zuwachs bei Nutzfahrzeugverkäufen.

Der nordamerikanische Truck-Markt wird trotz der Stabilisierung der Auftragseingänge zum Jahresende 2016 auch 2017 Rückgänge hinnehmen müssen. Dabei wird für das Segment schwerer Lkw (Class 8) ein Rückgang von 10 bis 15 % prognostiziert, während die Nachfrage bei den mittelschweren Lkw (Class 5-7) möglicherweise stabil bleiben wird.

Ausblick Konzern

Hohe Dynamik in der Branche

Die Entwicklungen des abgelaufenen Geschäftsjahres - wie beispielsweise die Brexit-Entscheidung oder die wirtschaftspolitischen Ankündigungen der neu gewählten US-Regierung - haben die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit erhöht. Hinzu kommt durch externe Effekte wie immer strengere Emissionsvorschriften, neue Messtechniken oder den technologischen Fortschritt eine strukturelle Dynamik, die die gesamte Automobilbranche erfasst hat. Studien zufolge wird nicht nur die Anzahl global produzierter Fahrzeuge weiter zunehmen, sondern sich gleichzeitig auch der Fokus auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben - das heißt Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge - verschieben. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Wandels sind derzeit unsicher, was die Ableitung von Prognosen für das Unternehmen erschwert. Grundsätzlich geht ElringKlinger aber von einem weiterhin soliden Wachstum der globalen Fahrzeugmärkte ohne größere, die weltweite Konjunktur beeinträchtigende Effekte aus.

Nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsleistungen

Für den abzusehenden Wandel der Antriebstechnologien ist ElringKlinger mit seinem breiten und innovativen Produktportfolio sehr gut aufgestellt. Um diese hervorgehobene Position in profitablen Nischenmärkten auch in Zukunft behaupten zu können, beabsichtigt der Konzern, weiterhin rund 5 bis 6 % des Umsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen aufzuwenden.

Starke Auftragslage bedeutet wachsenden Umsatz

Dass ElringKlinger mit seinen Produkten ein gefragter Partner ist, zeigt sich an den gut gefüllten Auftragsbüchern: Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Auftragseingang, das heißt das Volumen der von Kunden abgerufenen Stückzahlen, um 78,4 Mio. Euro oder 4,9 % auf 1.693,7 Mio. Euro gesteigert werden. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 126,0 Mio. Euro oder 7,8 %. Dadurch erhöhte sich per Jahresultimo auch der Auftragsbestand um 136,3 Mio. Euro oder 17,1 % auf 932,5 Mio. Euro (währungsbereinigt um 143,8 Mio. Euro bzw. 18,1 % auf 940,0 Mio. Euro).

Dieser hohe Auftragsbestand stützt die Erwartung des Vorstands von ElringKlinger, den Umsatz in Abhängigkeit von den weltweiten Automobilmärkten erneut steigern zu können. Dazu tragen vor allem die geplanten Neuanläufe der volumenstarken Aufträge im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, die unverändert gute Auftragslage im Geschäftsbereich Abschirmtechnik sowie eine robuste Entwicklung der übrigen Geschäftsbereiche bei. Insgesamt rechnet der Konzern daher damit, kurz- und mittelfristig mit seinem jährlichen organischen Umsatzanstieg das erwartete Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen. Für das Berichtsjahr 2017 geht ElringKlinger von einem im Vorjahresvergleich um 1 bis 2 % größeren globalen Automobilmarkt aus. Legt man mittelfristig Markterwartungen von durchschnittlich 2 % p.a. zugrunde, wird diese Entwicklung nach Einschätzung des Vorstands dazu führen, dass ElringKlinger im Jahr 2020 erstmals in den Bereich eines Jahresumsatzes von 2 Mrd. Euro kommen könnte.

Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren nur schwer vorherzusagen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich Wechselkursentwicklungen durch Umrechnungseffekte negativ auf die erzielten Umsatzerlöse ausgewirkt. Die gleichen Folgen sind aufgrund der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen - zum Beispiel Brexit-Verhandlungen, weltweite protektionistische Tendenzen oder verstärkte Terrorgefahren - auch 2017 denkbar.

Akquisitionen sind auch im Berichtsjahr 2017 nicht ausgeschlossen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Der Fokus liegt dabei auf Unternehmen, die die Ausrichtung von ElringKlinger vor allem im Bereich neuer Antriebstechnologien unterstützen. Grundsätzlich sollten Zielgesellschaften entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen besseren Marktzugang verschaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet.

Höheres Preisniveau an Rohstoffmärkten

Wesentlicher Faktor der Umsatzkosten sind die Material- und Personalaufwendungen. Grundsätzlich ist ElringKlinger durch langfristige Lieferverträge gegen kurzfristige Marktschwankungen abgesichert, kann sich aber allgemeinen und vor allem nachhaltigen Preistrends nicht vollständig entziehen. Aufgrund der Angebotsverknappung, die aus den Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, zeichnen sich auf dem Stahlmarkt auch für 2017 steigende Preise ab. Die Erhöhung zeigt sich zudem an den anziehenden Legierungszuschlägen für Edelstähle. Bei Aluminium erwartet ElringKlinger 2017 ein stabiles Preisniveau. Für die Beschaffung von Kunststoffgranulaten, die im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik eingesetzt werden, rechnet der Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2017 durch einen voraussichtlich anziehenden Ölpreis ebenfalls mit Preissteigerungen, so dass für das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zu 2016 insgesamt höhere Materialkosten zu erwarten sind.

Weltweiter Personalzuwachs durch weiteres Wachstum

Das angestrebte Umsatzwachstum von ElringKlinger wird eine höhere Beschäftigtenzahl zur Folge haben. Dabei achtet der Konzern darauf, die Zunahme kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern, um den prozentualen Mitarbeiterzuwachs unterhalb des prozentualen Umsatzwachstums zu halten. Durch den geplanten Produktionsanlauf an den neuen Standorten in den USA, in Ungarn und in China ist 2017 gerade in diesen Ländern ein personeller Anstieg zu erwarten.

Ergebnisverbesserung angestrebt

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ElringKlinger mit einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausschlaggebend dafür sind vor allem zwei Faktoren: Zum einen dürfte sich der höhere erwartete Umsatz positiv im Ergebnis niederschlagen. Zum anderen ist davon auszugehen, dass sich die Ergebnissituation der von Kapazitätsengpässen betroffenen Schweizer Tochtergesellschaft durch die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen stabilisiert hat. Insbesondere die Entscheidung, Teile der Produktion von der Schweiz nach Ungarn zu verlagern, dürfte dem Schweizer Standort den entsprechenden Spielraum verschaffen, um das operative Fixkostenniveau über die nächsten drei Jahre schrittweise zu optimieren. In Abhängigkeit von noch ausstehenden Kundenzustimmungen und der daraus resultierenden Verlagerungsgeschwindigkeit rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebniseffekt von rund 10 Mio. Euro. Insgesamt wird für 2017 eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 bis 10 % erwartet.

Die Ergebnisverbesserungen der Schweizer Tochtergesellschaft, der zu erwartende stetige Umsatzzuwachs und der sich ändernde Produkt-Mix werden die Ergebnissituation auch in den nächsten Jahren weiter verbessern. Infolgedessen strebt der Konzern an, mittelfristig ein EBIT-Margenniveau (vor Kaufpreisallokation) von rund 13 % zu erreichen.

Gezielte Investitionen

In den vergangenen Jahren hat ElringKlinger sein weltweites Produktionsnetzwerk ausgebaut, um frühzeitig die Chancen, die sich für Automobilzulieferer aus der Globalisierung ergeben, wahrzunehmen. Daher lag die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) auch 2016 mit 11,0 % (11,7 %) wieder auf einem relativ hohen Niveau. Für das Berichtsjahr 2017 geht ElringKlinger davon aus, diese Quote leicht zu senken. Dabei folgt das Unternehmen dem Grundsatz, alle Maßnahmen hinsichtlich ihrer Notwendigkeit, ihrer zeitlichen Umsetzung und des finanziellen Mittelbedarfs genau zu prüfen. Mittelfristig plant der Konzern, die Investitionsquote auf rund 9 % zurückzuführen.

Am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, wurde 2016 mit der Errichtung einer neuen Logistikhalle begonnen, um in den bereits bestehenden Gebäuden Raum für weitere Produktionsanlagen zu schaffen. Die neue Halle soll planmäßig Mitte 2017 in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig dehnt der Konzern seine Produktionskapazitäten in Kecskemét, Ungarn, aus. Neben Abschirmteilen sollen hier in einer neuen Fabrik ab Ende 2017 die Türmodulträger für das Kompaktklassemodell eines globalen Herstellers vom Band laufen. Für den gleichen Großauftrag wird auch eine Produktionsstätte in Zentralchina eingerichtet sowie der Standort in Mexiko erweitert.

In der NAFTA-Region wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Standort in Fremont, USA, aufgebaut. Dort wird Mitte 2017 die Produktion des zweiten volumenstarken Auftrags über Cockpitquerträger beginnen. Durch sein differenziertes Netzwerk von insgesamt fünf NAFTA-Produktionsstätten kann der Konzern darüber hinaus vergleichsweise flexibel auf protektionistische Entwicklungen in Nordamerika und deren Folgen reagieren.

Optimiertes Working Capital

Die strategische Entscheidung, den Werkzeugbau in den Konzern zu integrieren, stellt einen der Erfolgsbausteine von ElringKlinger dar. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, innovative Verfahrenstechniken kosteneffizient und prozessoptimiert zu realisieren. Dieser Wettbewerbsvorteil wirkt sich insofern auf das Working Capital des Konzerns aus, als Werkzeuge, die zwar hergestellt und erstverwendet, aber noch nicht fakturiert sind, den Vorratsbestand erhöhen. Im Branchenvergleich ergibt sich damit eine vergleichsweise hohe Kennziffer. Unabhängig davon hat das Unternehmen Maßnahmen initiiert, um die Beschaffungsprozesse und Vorratsmengen zu optimieren. Diese Programme sowie ein konsequentes Forderungsmanagement werden sich 2017 positiv auf das Net Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) auswirken und dessen Quote (in % des Konzernumsatzes) leicht verbessern. Mittelfristig plant der Konzern, sich in dieser Quote um 1 bis 2 Prozentpunkte gegenüber dem Berichtsjahr 2016 zu verbessern.

Positiver Free Cashflow absehbar

Vor allem aufgrund der vergleichsweise hohen Investitionen und der Ergebnisbelastungen der Schweizer Tochtergesellschaft konnte sich der operative Free Cashflow in den letzten Jahren nicht wesentlich entwickeln, auch wenn das abgelaufene Geschäftsjahr eine spürbare Verbesserung erkennen lässt. Der Konzern ist überzeugt davon, dass die getroffenen Maßnahmen, um die Fixkostenstruktur am Schweizer Standort zu optimieren, und das erwartete profitable Umsatzwachstum die Ergebnissituation nachhaltig verbessern werden. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass die aufgelegten finanziellen Effizienzprogramme die Net Working Capital-Quote reduzieren werden. Infolgedessen wird erwartungsgemäß der operative Free Cashflow weiter zulegen. Insgesamt rechnet ElringKlinger unter Berücksichtigung dieser Faktoren damit, 2017 einen leicht positiven operativen Free Cashflow auszuweisen.

Mit leicht verbesserter Gesamtkapitalrentabilität zu rechnen

Aufgrund des Umsatzwachstums wird sich das eingesetzte Kapital im laufenden Geschäftsjahr erhöhen. Da der Konzern zudem mit einer Ergebnisverbesserung rechnet, ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkapitalrentabilität, die der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE) misst, gegenüber 2016 leicht verbessern wird. Mittel- bis langfristig strebt ElringKlinger weiterhin ein Niveau von 15 % an.

Wachstumsabhängige Verschuldung

Der Konzern folgt in seiner Finanzierungspolitik dem Grundsatz, hinsichtlich der Laufzeiten seiner Verbindlichkeiten differenziert aufgestellt zu sein, um auf Änderungen des Zinsniveaus oder auf Finanzierungserfordernisse flexibel reagieren zu können. Wachstumsbedingt werden sich die Nettofinanzverbindlichkeiten, die sich zum 31. Dezember 2016 auf 538,8 Mio. Euro beliefen, im laufenden Geschäftsjahr (vor Akquisitionen) weiter leicht ausdehnen.

In der Konsequenz geht der Konzern davon aus, dass sich die Eigenkapitalquote, die per Jahresultimo 2016 47,2 % betrug, 2017 nicht signifikant verändern wird. Der Konzern rechnet damit, dass er weiterhin im kurz- und mittelfristigen Zielkorridor von 40 bis 50 % liegen wird.

Segment Erstausrüstung: Weiter Umsatzzuwachs

Mehr als 80 % des Konzernumsatzes werden im Segment Erstausrüstung generiert. Während der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen 2017 umsatzseitig eher stagnieren wird, rechnet der Konzern im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik allein schon aufgrund der anlaufenden volumenstarken Neuaufträge mit einem strukturellen Umsatzwachstum, das erkennbar über Konzernniveau liegen dürfte. Auch mittelfristig wird dieser Geschäftsbereich überdurchschnittlich wachsen. Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen dürfte im Umsatz moderat, die Division Abschirmtechnik ungefähr auf Konzernniveau zulegen.

Insgesamt ist daher für das Segment im Berichtsjahr wie auch mittelfristig von einem Umsatzwachstum auszugehen, das den Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Da die einzelnen Geschäftsbereiche unterschiedlich zum Segmentergebnis beitragen, erwartet das Unternehmen für das Segment insgesamt eine Marge leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts.

Segment Kunststofftechnik: Wachstum auf heterogenen Märkten

Mit seinem breiten Produktportfolio spricht das Segment Kunststofftechnik eine Vielzahl von Branchen an. Neben der Automobilindustrie beliefert man auch Kunden aus der Medizintechnik, aus dem Maschinenbau, aus dem Chemiesektor und auch aus der Luft- und Raumfahrtindustrie. Insofern leitet sich die Umsatzprognose aus den Erwartungen heterogener Zielmärkte ab. In einem grundsätzlich volatilen Marktumfeld peilt das Segment ein Wachstum auf Konzernniveau an. Dabei rechnet der Konzern mit dem nach absoluten Zahlen stärksten Zuwachs in den europäischen Märkten, während der chinesische und der US-Markt prozentual stark zulegen werden. Vor allem durch den daraus resultierenden Ergebnisbeitrag ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr mit einer leichten Verbesserung des EBIT zu rechnen.

Segment Ersatzteilgeschäft: Expansion in neue Märkte

Im Segment Ersatzteilgeschäft sind vor allem die Umsatzanteile der Regionen Deutschland, Übriges Europa und Naher Osten hoch. Im Heimatmarkt Deutschland hat man sich mit der Marke "Elring - Das Original" über Jahre hinweg eine starke Marktstellung erarbeitet, die man hier wie auch in den anderen europäischen Staaten weiter auszubauen plant. Ein stetig steigender Wettbewerbsdruck erschwert die Umsetzung dieser Strategie jedoch.

In den osteuropäischen Ländern profitiert das Segment von einem höheren Durchschnittsalter der Fahrzeugflotten sowie zurückhaltenden Neufahrzeugkäufen, was insbesondere durch die konfliktbelasteten Wirtschaftslagen in den an Russland angrenzenden Ländern verursacht wird. Weitere Abwertungen der lokalen Währungen in Russland und der Ukraine könnten den Umsatz weiter belasten, während der hohe Anteil westlicher Fabrikate das Ersatzteilgeschäft in den übrigen osteuropäischen Staaten unterstützen könnte.

Hohe Beanspruchungsgrade und ein vergleichsweise hohes Durchschnittsalter der Fahrzeuge treiben das Ersatzteilgeschäft im Nahen Osten. Dieses grundsätzlich günstige Marktumfeld wird jedoch einerseits durch die geopolitischen Herausforderungen und andererseits durch einen relativ niedrigen Ölpreis eingetrübt. Beide Faktoren dämpfen die wirtschaftliche Lage in der Region.

Ein signifikantes kurz- und mittelfristiges Wachstumspotenzial besteht für das Segment in der Expansion in den asiatischen Märkten - speziell in China - sowie in Nordamerika. Hier war ElringKlinger mit seinem Ersatzteilgeschäft nicht oder nur in geringem Umfang vertreten. Gleichzeitig haben die Automobilmärkte gerade in diesen Regionen über die letzten Jahre stark zugelegt, sodass man durch einen Markteintritt bzw. -ausbau an den beginnenden Wartungszyklen dieses strukturellen Wachstums teilhaben kann.

Insgesamt peilt das Ersatzteilgeschäft 2017 ein Umsatzwachstum von rund 4 % an. Die EBIT-Marge wird erwartungsgemäß wie in den vergangenen Jahren über dem Konzerndurchschnitt liegen.

Muttergesellschaft ElringKlinger AG: Leichter Umsatzanstieg

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG macht umsatzseitig ungefähr ein Drittel der Konzernerlöse aus. Da das globale Wachstum vor allem von den asiatischen Automobilmärkten getragen wird und der nordamerikanische Markt sein hohes Niveau festigt, wird der Konzern vor allem mit seinen ausländischen Tochtergesellschaften wachsen. Der Umsatz der Muttergesellschaft hingegen dürfte 2017 um 3 bis 5 Prozentpunkte über dem globalen Marktwachstum ansteigen. Dieses Wachstum wird gestützt durch die gute Auftragslage. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 lag mit 342,4 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres von 318,8 Mio. Euro.

Der zusätzliche Umsatz wird sich ebenso wie Produktivitätssteigerungen erwartungsgemäß positiv auf das Ergebnis auswirken, auch wenn Faktoren, wie zum Beispiel die beschlossenen Lohnerhöhungen oder die erwarteten höheren Materialkosten, das Ergebnis wiederum belasten werden. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die EBIT-Marge der Muttergesellschaft ungefähr auf Vorjahresniveau liegen wird.

Tabellarische Zusammenfassung der unternehmensbezogenen Prognosen des Konzerns:

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Ausblick 2017 Ist 2016
Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum 2 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 bis 10 % 9,0 %
ROCE Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 8,7 %
Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren
F&E-Kosten Unter Berücksichtigung von Aktivierungen rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes 4,8 %
Investitionen* Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 11,0 %
Net Working Capital Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 33,7 %
Operativer Free Cashflow Leicht positiv -3,8 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 47,2 %

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Mittelfristige Ziele Ist 2016
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum 2 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 13 % 9,0 %
ROCE 15 % 8,7 %
Investitionen* rund 9 % des Konzernumsatzes 11,0 %
Net Working Capital Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) um 1 bis 2 Prozentpunkte gegenüber 2016 33,7 %
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 47,2 %

* Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Dettingen/Erms, den 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2016

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

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in TEUR Anhang 2016 2015
Umsatzerlöse (1) 1.557.443 1.507.253
Umsatzkosten (2) -1.161.524 -1.132.973
Bruttoergebnis vom Umsatz 395.919 374.280
Vertriebskosten (3) -120.370 -115.992
Allgemeine Verwaltungskosten (4) -74.207 -69.343
Forschungs- und Entwicklungskosten (5) -67.383 -61.438
Sonstige betriebliche Erträge (6) 20.001 20.132
Sonstige betriebliche Aufwendungen (7) -18.366 -12.391
Operatives Ergebnis 135.594 135.248
Finanzerträge 17.461 25.394
Finanzaufwendungen -28.961 -31.886
Finanzergebnis (8) -11.500 -6.492
Ergebnis vor Ertragsteuern 124.094 128.756
Ertragsteueraufwendungen (9) -41.479 -32.969
Periodenergebnis 82.615 95.787
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt (19) 4.065 4.211
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG (19) 78.550 91.576
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR (10) 1,24 1,45

Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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in TEUR 2016 2015
Periodenergebnis 82.615 95.787
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -3.309 20.336
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können -3.309 20.336
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern -10.812 4.517
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können -10.812 4.517
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -14.121 24.853
Gesamtergebnis 68.494 120.640
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 3.676 5.633
davon: Gesamtergebnisanteil, der Aktionäre der ElringKlinger AG 64.818 115.007

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (11) 212.440 213.542
Sachanlagen (12) 917.318 827.259
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (13) 15.822 14.242
Finanzielle Vermögenswerte (14) 1.029 1.255
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (15) 211 875
Sonstige langfristige Vermögenswerte (15) 4.291 3.218
Latente Steueransprüche (9) 16.808 14.108
1.167.919 1.074.499
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (16) 328.334 321.902
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 299.522 287.229
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche (17) 3.803 2.507
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (17) 39.184 30.731
Zahlungsmittel und Äquivalente (18) 39.407 48.925
710.250 691.294
1.878.169 1.765.793
Passiva
Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 672.635 628.933
Übrige Rücklagen -2.829 11.098
Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital (19) 851.404 821.629
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital (20) 34.963 34.102
886.367 855.731
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen (21) 136.562 118.744
Langfristige Rückstellungen (22) 13.604 12.340
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (23) 320.813 326.092
Latente Steuerschulden (9) 16.456 25.114
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (24) 3.834 3.829
491.269 486.119
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Rückstellungen (22) 17.279 16.423
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 103.228 85.939
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (23) 257.392 209.597
Steuerschulden (9) 26.151 18.702
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (24) 96.483 93.282
500.533 423.943
1.878.169 1.765.793

Konzernkapitalflussrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2016

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

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Anhang 2016

TEUR
2015

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 124.094 128.756
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte (11)-(14) 95.652 87.514
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge (8) 13.947 11.585
Veränderung der Rückstellungen 12 -7.775
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -1.084 -1
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -26.496 -51.832
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 22.839 5.887
Gezahlte Ertragsteuern (9) -43.574 -39.353
Gezahlte Zinsen -11.574 -9.752
Erhaltene Zinsen 258 521
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.668 -2.220
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 175.742 123.330
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 3.084 753
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 456 477
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (11) -11.806 -13.663
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (12), (13) -171.281 -176.073
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte (14), (17) -4.834 0
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzgl. Zahlungsmittel -5.323 -24.151
Cashflow aus Investitionstätigkeit -189.704 -212.657
Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen -163 -4.200
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss -37.696 -35.903
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten* (23) 82.337 131.947
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten (23) -63.135 -57.111
Veränderung der kurzfristigen Kredite* 23.132 30.556
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4.475 65.289
Zahlungswirksame Veränderung -9.487 -24.038
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -31 4.230
Zahlungsmittel am Anfang der Periode (18) 48.925 68.733
Zahlungsmittel am Ende der Periode (18) 39.407 48.925

* Darstellung angepasst, siehe Anhang Angabe 29

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2016

der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

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Übrige Rücklagen
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinnrücklagen

TEUR
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne

TEUR
Eigenkapital- Effekte aus beherrschenden Anteilen

TEUR
Unterschieds-

beträge aus der Währungs-

umrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2015 63.360 118.238 572.205 -37.349 2.033 25.033
Dividendenausschüttung -34.848
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -2.050
Gesamtergebnis 91.576 4.364 19.067
Periodenergebnis 91.576
Sonstiges Ergebnis 4.364 19.067
Stand am 31.12.2015 / 01.01.2016 63.360 118.238 628.933 -32.985 -17 44.100
Dividendenausschüttung -34.848
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -195
Gesamtergebnis 78.550 -10.631 -3.101
Periodenergebnis 78.550
Sonstiges Ergebnis -10.631 -3.101
Stand am 31.12.2016 63.360 118.238 672.635 -43.616 -212 40.999

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Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital

TEUR
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

TEUR
Konzerneigenkapital

TEUR
Stand am 01.01.2015 743.520 31.674 775.194
Dividendenausschüttung -34.848 -1.055 -35.903
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -2.050 -2.150 -4.200
Gesamtergebnis 115.007 5.633 120.640
Periodenergebnis 91.576 4.211 95.787
Sonstiges Ergebnis 23.431 1.422 24.853
Stand am 31.12.2015 / 01.01.2016 821.629 34.102 855.731
Dividendenausschüttung -34.848 -2.848 -37.696
Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften -195 33 -162
Gesamtergebnis 64.818 3.676 68.494
Periodenergebnis 78.550 4.065 82.615
Sonstiges Ergebnis -13.732 -389 -14.121
Stand am 31.12.2016 851.404 34.963 886.367

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016

ElringKlinger AG

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ("ElringKlinger-Konzern") ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen sowie aktienrechtlichen Vorschriften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverwendung bei der ElringKlinger AG. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2016 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS und IFRICs berücksichtigt.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2017 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 24. März 2017 tagen wird, freigegeben.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals angewendet:

Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge

Durch die Änderung des IAS 19 werden die Vorschriften für mit der Dienstzeit verknüpfte Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen modifiziert. Demnach können nun von der Anzahl der Dienstjahre unabhängige Beiträge zur Reduzierung des laufenden Dienstzeitaufwandes der Periode, in welcher die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, erfasst werden.

Ist ein Arbeitnehmerbeitrag dagegen abhängig von der Anzahl der Dienstjahre, muss zwingend das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet werden. Die Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnt. Sie ist rückwirkend anzuwenden. Aus der Anwendung ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des ElringKlinger-Konzerns.

Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2010-2012)

Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Diese hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss des ElringKlinger-Konzerns.

Änderungen IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit

Durch die Änderung des IFRS 11 wird klargestellt, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht im Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen. Die Änderungen gelten nicht, sofern das Berichtsunternehmen und die daran beteiligten Parteien unter gemeinsamer Beherrschung (common control) des gleichen obersten beherrschenden Unternehmens stehen. ElringKlinger hält derzeit keine Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, weswegen die Änderung des Standards ohne Folgen für den ElringKlinger-Konzern blieb.

IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden

Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung.

Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen sachgerecht. Da im ElringKlinger-Konzern keine umsatzabhängigen Abschreibungen vorgenommen werden, hat es keine Auswirkungen gegeben.

Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2012-2014)

Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34, die keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns hatten.

Folgende bereits veröffentlichte Standards, die bereits in das EU-Recht übernommen wurden, sind für das Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:

IFRS 9 Finanzinstrumente

Der IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung - im Juli 2014 durch die Veröffentlichung der endgültigen Version von IFRS 9 Finanzinstrumente abgeschlossen. In der finalen Fassung des IFRS 9 wurden insbesondere die Rechnungslegungsbereiche Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Bilanzierung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen grundlegend überarbeitet. Der IFRS 9 ist erstmals in Berichtsperioden anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine frühere freiwillige Anwendung des Standards ist zulässig. Auswirkungen auf den ElringKlinger-Konzern können sich insbesondere aus der früheren Erfassung erwarteter Wertminderungen aufgrund des "expected loss" Modells ergeben sowie in solchen Fällen, in denen bestimmte Finanzinstrumente nicht mehr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden können. Der Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. In welchem Maße die Bilanzierung des ElringKlinger-Konzerns von diesem Standard betroffen ist, wird derzeit noch analysiert.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen

Der neue Standard wurde vom IASB im Mai 2014 veröffentlicht und hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11 Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Unternehmen können für den Übergang auf den neuen Standard zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letzterer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben. Der Konzern wird von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des IFRS 15 keinen Gebrauch machen, sondern den Standard ab 1. Januar 2018 anwenden. Es ist geplant, den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen.

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern mit einer vorläufigen Beurteilung von IFRS 15 begonnen, die sich im Zuge der weiteren detaillierten Analyse in 2017 möglicherweise ändern kann.

Des Weiteren berücksichtigt der Konzern die vom IASB im April 2016 veröffentlichten Klarstellungen und wird die weiteren Entwicklungen zur Auslegung von IFRS 15 beobachten.

Die vorläufige Beurteilung umfasste zunächst eine Betroffenheitsanalyse der bestehenden Verträge. Hierbei wurden im Wesentlichen Serien- und Werkzeugverträge mit OEM-Kunden des ElringKlinger-Konzerns analysiert. Eine weltweite Analyse ist in einem nächsten Schritt im ersten Halbjahr 2017 geplant. Die vorläufigen Ergebnisse der bisher durchgeführten Betroffenheitsanalyse wurden anschließend im Hinblick auf potenzielle Auswirkungen auf Gruppenebene mit verschiedenen Fachabteilungen diskutiert. Auf Grundlage der bisher durchgeführten Vertragsanalyse wird im ersten Halbjahr 2017 ein Konzept für die Überleitung der Umsatzerfassung auf die neuen Regelungen des IFRS 15 entwickelt, das auch den Anpassungsbedarf hinsichtlich der bestehenden internen Systeme mit umfassen soll. Anschließend sollen Anpassungserfordernisse umgesetzt werden.

Auf Grundlage der vorläufigen Ergebnisse der bisher durchgeführten Betroffenheitsanalyse des IFRS 15 sind vor allem folgende wesentlichen Auswirkungen möglich:

Die gemäß IFRS 15 unter bestimmten Voraussetzungen geforderte Separierung von Leistungsverpflichtungen und die hieraus resultierende Allokation des Transaktionspreises wird möglicherweise die zeitliche Verteilung der Umsatzerfassung und Ergebnisrealisierung beeinflussen.

Die Darstellungs- und Angabevorschriften des IFRS 15 gehen weit über die Bestimmungen der aktuellen Standards hinaus. Die neuen Darstellungsvorschriften sind eine wesentliche Änderung gegenüber der aktuellen Praxis und erfordern in Zukunft deutlich mehr Angaben im Konzernabschluss. IFRS 15 erfordert quantitative und qualitative Angaben zur Untergliederung der Erlöse zu Leistungsverpflichtungen und Vertragssalden sowie zu signifikanten Ermessensentscheidungen und aktivierten Vertragskosten, wobei viele dieser Angabevorschriften vollständig neu sind. Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern begonnen geeignete Verfahren zu untersuchen, die zukünftig dazu geeignet sein können die erforderlichen Informationen zu erfassen und auszuweisen.

Folgende bereits veröffentlichte Standards, für die ein Endorsement der EU noch nicht erfolgt ist, sind für das Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Nach dem im Januar 2016 veröffentlichten Standard zur Leasingbilanzierung sind alle Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers abzubilden. Die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt. Stattdessen wird ein einheitliches Leasingnehmerbilanzierungsmodell eingeführt, das Leasingnehmer verpflichtet, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten Vermögenswerte (für das Nutzungsrecht) und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Der neue Standard ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nur in Verbindung mit IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden zulässig.

Der ElringKlinger-Konzern beabsichtigt, den neuen Standard zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anzuwenden. Basierend auf einer ersten Analyse wurden die nachfolgend aufgeführten Effekte ermittelt. Die Analyse ist jedoch noch nicht abgeschlossen und wird von Seiten des Konzerns stetig im Lichte der Entwicklung der Auslegung von IFRS 16 aktualisiert.

Der Konzern hat bislang überwiegend Operating-Leasingverhältnisse über bewegliche Vermögenswerte sowie über Geschäftsräume abgeschlossen.

Bisher sind die Zahlungsverpflichtungen für Operating-Leasingverhältnisse lediglich im Anhang anzugeben. Künftig sind jedoch die aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden Rechte und Verpflichtungen als Vermögenswert (Nutzungsrecht am Leasinggegenstand) und Schuld (Leasingverbindlichkeit) verpflichtend in der Bilanz anzusetzen. Der Konzern erwartet daraus eine Erhöhung der Bilanzsumme zum Erstanwendungszeitpunkt. Hinsichtlich des in den künftigen Perioden anfallenden Umfangs der bilanziell zu erfassenden Leasingverhältnisse auf Leasingnehmerseite verweisen wir darüber hinaus auf die Sonstigen Angaben zu Operating-Leasingverhältnissen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren werden bisher Mietaufwendungen erfasst, die funktionsbezogen ausgewiesen werden. Zukünftig werden stattdessen Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeit erfasst.

In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse bislang im Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Zukünftig werden die Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse in Zinszahlungen sowie Tilgungszahlungen aufgeteilt werden. Während die Zinszahlungen weiterhin im Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden, werden die Tilgungszahlungen dem Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit zugeordnet werden.

Änderung an IAS 12: Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste

Die Änderung dieses Standards hat die Vereinheitlichung der Bilanzierung latenter Steueransprüche aus nicht realisierten Verlusten zum Ziel, welche im Zusammenhang mit zum Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten stehen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der ElringKlinger-Konzern wird die Änderung zum vorgeschriebenen Datum des Inkrafttretens anwenden. Auf Grundlage bisheriger Analysen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern erwartet.

Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung

Die Änderungen an IAS 7 wurden vom IASB im Rahmen seiner Angabeninitiative veröffentlicht und enthalten Vorgaben für zusätzliche Anhangangaben zu Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten. Die neuen Vorschriften sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnt.

Klarstellungen zu IFRS 15: Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Das IASB hat Mitte April 2016 Klarstellungen zum IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. Die Klarstellungen enthalten Hinweise und Ergänzungen zur Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Anwendungsleitlinien für Principal-Agent-Verhältnisse und Lizenzen für geistiges Eigentum sowie die Übergangsbestimmungen. Die Klarstellung ist auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

Änderungen an IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen

Das IASB hat eine Änderung von IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung veröffentlicht, die folgende Aspekte neu regelt: die Auswirkungen von Ausübungsbedingungen auf die Bewertung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich; die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die unter Steuereinbehalt zum Nettobetrag erfüllt werden; und die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Falle einer Modifizierung ihrer Bedingungen, die zu einer Klassifizierung als anteilsbasierte Vergütungstransaktion mit Eigenkapitalausgleich führt. Die Änderung ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.

Änderungen an IFRS4: Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge

Das IASB hat im September 2016 eine Änderungen an IFRS 4: Anwendungen von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge veröffentlicht. Die Änderungen regeln die Bedenken bezüglich der unterschiedlichen Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 Finanzinstrumente und dem neuen Standard zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen. Diese Neuregelung ist auf den ElringKlinger-Konzern nicht anwendbar und wird daher keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2016 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von acht (2015: 8) inländischen und 34 (2015: 32) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungs-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, macht für den Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2016 von Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

Darüber hinaus macht die Elring Klinger (Great Britain) Ltd. für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 von der Befreiungsvorschrift gemäß s479A des britischen Companies Act 2006 hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung Gebrauch.

Eine Übersicht über die 42 einbezogenen Unternehmen ist nachfolgend dargestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 und Konsolidierungskreis

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG1) Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 77,50
Polytetra GmbH /DE3) Mönchengladbach 77,50
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 93,67
new enerday GmbH /DE Neubrandenburg 80,00
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 93,67
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00
Hug Engineering Italia S.r.l.2) Mailand (Italien) 93,67
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
ElringKlinger Hungary Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. Fremont (USA) 100,00
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) 100,00
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. Southfield (USA) 100,00
Hug Engineering Inc.2) Austin (USA) 93,67
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Raniangaon (Indien) 100,00
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.3) Buford (USA) 77,50
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) Qingdao (China) 77,50
ElringKlinger Marusan Corporation4) Tokio (Japan) 50,00
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 50,00
Marusan Kogyo Co., Ltd.6) Tokio (Japan) 23,45
PT. ElringKlinger Indonesia5) Karawang (Indonesien) 50,00
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd5) Bangkok (Thailand) 50,00
Hug Engineering B.V.7) Enschede (Niederlande) 84,30

1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen.

2) 100% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

3) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

4) Einbeziehung aufgrund vertraglicher Beherrschungsmöglichkeit

5) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

6) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, Einbeziehung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.

7) 90% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

Angaben zu den von Tochterunternehmen gehaltenen nicht beherrschenden Anteilen an Unternehmen

Die ElringKlinger AG hält an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen (Deutschland), mit ihren 3 Tochtergesellschaften

Polytetra GmbH, Mönchengladbach, Deutschland
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd., China
ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc., Buford, USA

(Teilkonzern EKT) beherrschende Anteile in Höhe von unverändert 77,5 %. Die nicht beherrschenden Anteile betragen 22,5 %.

Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Ergebnis dieses Teilkonzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 2.394 (2015: TEUR 2.585).

An die nicht beherrschenden Anteilseigner wurde im Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von TEUR 2.475 ausgeschüttet. Der Rest in Höhe von TEUR 8.525 wurde an die Muttergesellschaft ElringKlinger AG ausgeschüttet.

Cashflow des Teilkonzerns:

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TEUR 2016 2015
Betriebliche Tätigkeit 16.114 18.063
Investitionstätigkeit -7.215 -15.254
Finanzierungstätigkeit -9.630 -2.316
Zahlungswirksame Veränderungen -731 493
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -54 192

Wesentliche Finanzinformationen des Teilkonzerns in zusammengefasster Form

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TEUR 2016 2015
Langfristige Vermögenswerte 65.892 63.490
Kurzfristige Vermögenswerte 36.078 37.705
Langfristige Verbindlichkeiten 15.162 14.841
Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.703 7.588
Umsatzerlöse 98.775 96.621
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 14.776 14.262
Periodenergebnis 10.476 10.227
Gesamtergebnis 9.487 11.290

Weitere Detailinformationen

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TEUR 2016 2015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.488 3.998
Kassenbestand 7 9
Guthaben bei Kreditinstituten 2.481 3.989
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.225 2.520
gegen Kreditinstitute 1.000 2.020
gegen verbundene Unternehmen 225 500
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.000 1.163
gegen Kreditinstitute aus Darlehen 1.000 1.006
gegen Kreditinstitute aus Kontokorrent 0 0
aus Kontokorrent-Darlehen (nur IC) 0 157
Zinserträge 157 238
Zinsaufwendungen 421 195
Planmäßige Abschreibungen 5.450 4.613

Unternehmenszukäufe 2016

Mit Wirkung zum 11. April 2016 hat die Hug Engineering AG, mit Sitz in Elsau, Schweiz, eine 93,67-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, 80 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande erworben, nachdem zuvor deren Tochtergesellschaften auf die COdiNOx Beheer B.V. verschmolzen wurden. Im Anschluss wurde die COdiNOx Beheer B.V. in Hug Engineering B.V. umfirmiert. Die Hug Engineering AG hält seither 90 % der Anteile.

Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde eine Verkaufsoption mit dem nicht beherrschenden Anteilseigner auf dessen Anteile vereinbart. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird als finanzielle Verbindlichkeit erfasst und mit den Anschaffungskosten in Höhe des Barwerts des erwarteten Rückkaufbetrags von TEUR 870 passiviert. Änderungen des Barwerts werden in den Folgeperioden erfolgswirksam erfasst.

Mit dem Zukauf sollen Synergien gebündelt und das Wachstumspotential für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.

Für den Anteilserwerb wurde ein Barkaufpreis in Höhe von TEUR 4.500 vereinbart. Unter Einbeziehung der oben genannten Verkaufsoption in Höhe von TEUR 870 sowie des beizulegenden Zeitwerts des zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils in Höhe von TEUR 563 ergab sich insgesamt eine Gegenleistung in Höhe von TEUR 5.933. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 124 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.

In diesem Zusammenhang wurde mit dem Minderheitsgesellschafter der Hug Engineering B.V. eine Vereinbarung über künftig von diesem zu erbringende Management-Leistungen getroffen, die separat vom Unternehmenszusammenschluss zu bilanzieren ist. Neben monatlich festgelegten Zahlungen ermittelt die ElringKlinger AG einen jährlich zu zahlenden Betrag, der auf einer angepassten Umsatzgröße basiert. Ein zum jeweiligen Abschlussstichtag ggf. bestehender Erfüllungsrückstand wird entsprechend zurückgestellt.

Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit den Anschaffungskosten bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 960) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 3.917) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 723 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die zu erwartenden Synergien bezahlt.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens zum 11. April 2016 hat den Umsatz des Konzerns in 2016 um TEUR 6.969 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 645 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2016 vollzogen worden, hätte die Hug Engineering B.V. (ehemals: COdiNOx Beheer B.V.) TEUR 8.781 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 794 erhöht. Die zum Erwerbszeitpunkt zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Anteile wurden mit Übernahme der weiteren Anteile zu ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 563 neubewertet. Aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Ertrag von TEUR 561, der als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde.

Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 11 3.917 3.928
Sachanlagen 297 - 297
Vorräte 1.108 - 1.108
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.179 - 1.179
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 112 - 112
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 973 - 973
Summe Vermögenswerte 3.680 3.917 7.597
Latente Steuerschulden 25 960 985
Kurzfristige Rückstellungen 120 - 120
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 598 - 598
Steuerschulden 228 - 228
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 456 - 456
Summe Schulden 1.427 960 2.387
Netto Vermögenswert 2.253 2.957 5.210
Firmenwert 723
Zeitwert der Altanteile 10% -563
Zeitwert der Verbindlichkeit gegen Dritte 10% -870
Kaufpreis 4.500

Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um den Kundenstamm (TEUR 3.614), Marke (TEUR 149) Technologien (TEUR 78) sowie den Auftragsbestand (TEUR 76).

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.

Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 hat die ElringKlinger AG den Geschäftsbetrieb des insolventen Formen- und Werkzeugbauunternehmens Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland, übernommen. Zur Fortführung des Geschäftsbetriebs wurden alle notwendigen Vermögenswerte der Maier Formenbau GmbH erworben und in die ElringKlinger AG übernommen (Asset Deal).

Mit der Übernahme erweitert die ElringKlinger AG die bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Werkzeugbau. Die Maier Formenbau GmbH ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert.

Für den Unternehmenserwerb wurde ein Barkaufpreis in Höhe von TEUR 1.796 vereinbart. Transaktionsbezogene Kosten in Höhe von TEUR 13 wurden in den Verwaltungskosten erfasst

Die Vermögenswerte und Schulden wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Es wurden keine stillen Reserven identifiziert. Der verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 192 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die Synergien bezahlt. Der Firmenwert wurde dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.

Der Firmenwert ist steuerlich abzugsfähig.

Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Sachanlagen 916 - 916
Vorräte 1.244 - 1.244
Summe Vermögenswerte 2.160 - 2.160
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 556 - 556
Summe Schulden 556 - 556
Netto Vermögenswert 1.604 - 1.604
Firmenwert 192
Kaufpreis 1.796

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Mit Wirkung zum 18. Februar 2016 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland in Höhe von 5 % erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 162.

Der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 80 % der Anteile.

Neugründung Gesellschaft

Mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 wurde die ElringKlinger Silicon Valley, Inc., mit Sitz in Fremont, USA gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100% der Anteile.

Unternehmenszukäufe 2015

Mit Wirkung zum 14. Februar 2015 hat die ElringKlinger AG 100 % der Anteile an der US-Gesellschaft M&W Manufacturing Company, Inc. mit Sitz in Warren, Michigan, USA (M&W) erworben.

Im Anschluss wurde die M&W Manufacturing Company, Inc. in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. (EKAM) umfirmiert.

Mit dem Zukauf stärkt der Geschäftsbereich Spezialdichtungen die geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktpräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W avanciert ElringKlinger zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert EKAM von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.

Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 24.276 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 246 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.

Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 2.757) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 8.016) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 17.122 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Die EKAM hatte im Geschäftsjahr 2015 seit dem Erwerb TEUR 32.151 zum Umsatz und TEUR 969 zum Ergebnis vor Steuern des Konzerns beigetragen. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. im Geschäftsjahr 2015 mit TEUR 36.294 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 1.859 erhöht.

Die Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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TEUR IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt Kaufpreisallokation Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte - 8.016 8.016
Sachanlagen 3.294 - 3.294
Vorräte 4.795 - 4.795
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.500 - 4.500
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 259 - 259
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 125 - 125
Summe Vermögenswerte 12.973 8.016 20.989
Langfristige Rückstellungen 104 - 104
Latente Steuerschulden 772 2.757 3.529
Kurzfristige Rückstellungen 229 - 229
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.530 - 4.530
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4.715 - 4.715
Steuerschulden 56 - 56
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 672 - 672
Summe Schulden 11.078 2.757 13.835
Netto Vermögenswert 1.895 5.259 7.154
Firmenwert 17.122
Kaufpreis 24.276

Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um den Kundenstamm (TEUR 6.960), Technologien (TEUR 890) sowie den Auftragsbestand (TEUR 166).

Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

Am 17. Juli 2015 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, in Höhe von 3 % erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 4.200, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 77,5 % der Anteile.

Neugründung Gesellschaft

Mit Wirkung zum 29.Dezember 2015 wurde die ElringKlinger Hungary Kft., mit Sitz in Kecskemét-Kádafalva, Ungarn gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100% der Anteile. Die Gesellschaft wird zunächst abschirmtechnische Produkte produzieren, und beliefert ab 2016 europäische Kunden mit Serienteilen.

Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungsmethoden

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.

Bei einem Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten.

Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.

Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.

Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschender Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.

Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft (31. März), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.

Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Jahresabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden bis zum Abgang der Nettoinvestition über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.

Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.

Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:

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Währung Kürzel Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,05410 1,08870 1,10317 1,10455
Pfund (Großbritannien) GBP 0,85618 0,73395 0,82269 0,72420
Franken (Schweiz) CHF 1,07390 1,08350 1,09085 1,06458
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,41880 1,51160 1,45892 1,42505
Real (Brasilien) BRL 3,43050 4,31170 3,81926 3,74256
Peso (Mexiko) MXN 21,77190 18,91450 20,68174 17,67058
RMB (China) CNY 7,32020 7,06080 7,34151 6,94708
WON (Südkorea) KRW 1.269,36000 1.280,78000 1.279,91750 1.254,24583
Rand (Südafrika) ZAR 14,45700 16,95300 16,12887 14,28050
Yen (Japan) JPY 123,40000 131,07000 120,440830 133,63083
Forint (Ungarn) HUF 309,83000 315,98000 311,90917 309,58667
Türkische Lira (Türkei) TRY 3,70720 3,17650 3,34263 3,03973
Leu (Rumänien) RON 4,53900 4,52400 4,49330 4,44073
Indische Rupie (Indien) INR 71,59350 72,02150 74,20010 71,00952
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 14.173,43000 15.039,99000 14.678,48083 14.890,80750
Bath (Thailand) THB 37,72600 39,24800 38,86225 38,00325

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):

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TEUR 2016 2015
Erstausrüstung 158.864 157.072
Kunststofftechnik 6.313 6.313
Ersatzteile 1.658 1.658
Gesamt 166.835 165.043

Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.

ElringKlinger führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.

Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:

Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des letzten Detailplanjahres bestimmt wird, berücksichtigt.

Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.

Die Umsatzplanung erfolgt im ElringKlinger-Konzern auf Einzelteilebene.

Im Hinblick auf die kurzfristige Planung werden der aktuelle Auftragsbestand, Angaben des jeweiligen Herstellers und Angaben aus unabhängigen Quellen, wie beispielsweise Beratungsunternehmen oder Automobilverbänden herangezogen. Mittelfristig geht ElringKlinger bei der Umsatzplanung davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion ein leichtes Wachstum von rund 1-2 % erzielen wird.

Kosten werden im ElringKlinger-Konzern ebenfalls auf Einzelteilebene geplant. Dabei werden Effizienzen und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeiteten Rohstoffe wurden konzernweit einheitliche Planungsprämissen angesetzt. Auf dem Stahlmarkt zeichnen sich für 2017 steigende Preise ab. Bei Aluminium erwartet ElringKlinger 2017 ein stabiles Preisniveau. Für die Beschaffung von Kunststoff-Granulaten rechnet der Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2017 durch den anziehenden Ölpreis ebenfalls mit Preissteigerungen. In Bezug auf sonstige Kosten wird angenommen, dass sich diese entsprechend der regionalen konjunkturellen Entwicklung umsatzabhängig weiterentwickeln werden.

Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2016 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 9,98 % (2015: 9,32 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Betafaktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.

Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz eines Wachstumsabschlags verwendet.

Aus der zum 31. Dezember 2016 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Auch vom Management für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Parameter würden zu keinem Abwertungsbedarf führen.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist.

Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte - bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Klasse der Sachanlagen Jahre
Bauten 15 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen 12 bis 15
Erzeugnisbezogene Werkzeuge 3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens im Einklang stehen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.

Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert

An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.

Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Vermögenswerte

Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag bilanziell erfasst.

Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" werden spätere Wertaufholungen jedoch erfolgsneutral erfasst.

Änderungen des Zeitwerts von als "zur Veräußerung verfügbar" kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.

Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.

Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.

Die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" zugeordneten Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.

Den als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden Vermögenswerte zugeordnet, sofern es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht und diese nicht zu Handelszwecken erworben wurden oder die keiner der vorstehend genannten Kategorien zugeordnet werden können. Diese Kategorie enthält beispielsweise nicht zu Handelszwecken erworbene Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte für die Commodities Strom und Gas.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Verwaltungskosten werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.

Nach Überprüfung der bestehenden Wertabschläge wegen mangelnder Gängigkeit wurden diese in 2016 angepasst. Bei Verwendung der Gängigkeitsabschläge aus 2015 hätten sich in 2016 um TEUR 3.611 höhere Wertminderungen ergeben.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Zahlungsmittel

Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei angemessener Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.

Rückstellungen

Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.

Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind.

Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben.

Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung so gut wie sicher ist.

Leasingverhältnisse

Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zu Beginn der Laufzeit mit seinem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Leasingverhältnisse, bei denen der ElringKlinger-Konzern Leasinggeber ist und bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate Leasingverhältnisse klassifiziert. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen der Gewerbeparks werden als Umsatzerlöse erfasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.

Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden.

Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.

Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.

Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden.
Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar.
Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich.
Es bestehen die Absicht und ausreichend Ressourcen die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden über fünf Jahre abgeschrieben.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.

Fremdkapitalkosten

In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 betrug 1,87 % (2015: 2,00 %). Im Geschäftsjahr 2016 wurden TEUR 360 (2015: TEUR 559) Fremdkapitalzinsen aktiviert.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den jeweiligen Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen (außer Unternehmenszusammenschlüssen) resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.

Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die Veränderungen der latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Gebrauch von Schätzungen

Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten aus geschriebenen Verkaufsoptionen, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.

Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.

Risiken und Unsicherheiten

Die Entwicklung der globalen Fahrzeugmärkte geht üblicherweise mit der konjunkturellen Lage einher. Dies gilt für das Lkw-Segment noch stärker als für das Pkw-Geschäft. Vor diesem Hintergrund ist eine Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung immer auch mit dem Risiko verbunden, dass die Nachfrage nach Fahrzeugen und damit kurz- bis mittelfristig auch die Fahrzeugproduktion zurückgeht. In der Folge ergäbe sich daraus eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung insbesondere in der anhaltenden Wachstumsschwäche von Brasilien und Japan. In Russland, dessen Fahrzeugmarkt für ElringKlinger unwesentlich ist, könnte sich die wirtschaftliche Lage 2017 stabilisieren. Auch unter Berücksichtigung der Wachstumskonsolidierung in China, des bevorstehenden Brexits sowie der anhaltenden Rezession in einigen Teilen Lateinamerikas wird eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2017 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein insgesamt positives Jahr 2017 ab. Während die Märkte in Nordamerika und Europa auf hohem Niveau stabil bleiben dürften, werden voraussichtlich vor allem China, aber auch andere Schwellenländer für Zuwächse sorgen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer mögliche Stagnation oder nachlassende Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war - ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. Im Hinblick auf den weltweiten Fahrzeugabsatz 2017 geht ElringKlinger von einem Wachstum von ca. 2 % aus.

ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch die globale und kundendiversifizierte Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle ebenso zur Verfügung wie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst werden.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.

Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagte ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2015 um TEUR 50.190 auf TEUR 1.557.443 erhöht.

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Verkauf von Gütern 1.543.250 1.494.658
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 9.674 8.322
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4.519 4.273
Gesamt 1.557.443 1.507.253

Aufteilung nach geographischen Märkten:

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TEUR 2016 2015
Inland 412.254 411.491
Ausland 1.145.189 1.095.762
Gesamt 1.557.443 1.507.253

Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden. Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten und Regionen kann der Anmerkung (30) - Segmentberichterstattung - entnommen werden.

(2) Umsatzkosten

In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.

Sie enthalten:

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TEUR 2016 2015
Materialaufwendungen 630.088 643.207
Personalaufwendungen 302.775 286.026
Abschreibungen 84.287 76.344
Sonstige Aufwendungen 144.374 127.396
Gesamt 1.161.524 1.132.973

(3) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2015 um TEUR 4.378 auf TEUR 120.370 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.

(4) Allgemeine Verwaltungskosten

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2015 um TEUR 4.864 auf TEUR 74.207 erhöht.

(5) Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber 2015 um TEUR 5.945 auf TEUR 67.383 erhöht. Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 7.368 (2015: TEUR 9.841) aktiviert.

(6) Sonstige betriebliche Erträge

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TEUR 2016 2015
Zuschüsse der öffentlichen Hand 6.823 7.787
Kostenerstattung Dritter 2.399 2.196
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1.591 322
Versicherungsentschädigungen / Schadenserstattungen 967 4.488
Wertaufholung wertgeminderter Forderungen 929 1.361
Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) 708 157
Auflösung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten 1.606 387
Sonstige 4.978 3.434
Gesamt 20.001 20.132

(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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TEUR 2016 2015
Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) 4.045 2.653
Aufwendungen für Schadensfälle 1.833 928
Bildung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten 7.655 2.925
Forderungsausfälle 1.104 1.175
Wertberichtigungen auf Forderungen 835 1.732
Sonstige Gebühren 825 1.225
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 502 322
Aufwendungen für Maschinenverkäufe 354 111
Sonstige 1.213 1.320
Gesamt 18.366 12.391

(8) Finanzergebnis

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TEUR 2016 2015
Finanzerträge
Erträge aus Kursdifferenzen 14.688 22.696
Zinserträge 551 782
Sonstige 2.222 1.916
Finanzerträge gesamt 17.461 25.394
Finanzaufwendungen
Aufwendungen aus Kursdifferenzen -14.240 -19.474
Zinsaufwendungen -14.498 -12.367
- davon aus derivativen Finanzinstrumenten 0 0
Sonstige -223 -45
Finanzaufwendungen gesamt -28.961 -31.886
Finanzergebnis -11.500 6.492

Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 2.495 (2015: TEUR 2.763) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sog. Qualifying Assets in Höhe von TEUR 360 (2015: TEUR 559) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend. Der Zinsaufwand für Finanzierungsleasing ist von nachrangiger Bedeutung.

(9) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern setzten sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2016 2015
Tatsächlicher Steueraufwand 48.259 42.919
Latente Steuern -6.780 -9.950
Ausgewiesener Steueraufwand 41.479 32.969

Als Ertragsteuern werden die Körperschafts- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragssteuersatz von 29,4 % (2015: 27,9 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 9,0 % und 40,8 % (2015: zwischen 10,0 % und 38,9 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 27,6 % (2015: 28,0 %).

Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragssteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des durchschnittlichen nominellen Ertragssteuersatzes von 27,9 % (2015: 28,0 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragssteueraufwand.

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TEUR 2016 2015
Ergebnis vor Ertragssteuern 124.094 128.756
Erwarteter Steuersatz 27,9 % 28,0 %
Erwarteter Steueraufwand 34.585 36.016
Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von:
Permanenten Differenzen 51 83
Differenz Bemessungsgrundlage lokaler Steuern -299 -57
Nutzung nicht aktivierter bzw. Verfall aktivierter steuerlicher Verlustvorträge -447 -374
Zuschreibung/Wertberichtigung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge (aperiodisch) 0 -3.495
Zugang nicht akt. steuerliche Verlustvorträge (periodisch) 2.810 932
Periodenfremden Steuern 4.805 -767
Steuersatzbedingten Abweichungen -287 226
Abweichung aufgrund von Quellensteuern 373 518
Sonstigen Effekten -112 -113
Tatsächlicher Steueraufwand 41.479 32.969
Tatsächlicher Steuersatz 33,4 % 25,6 %

Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 19.881 (2015: TEUR 17.946) sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 284 (2015: TEUR 495) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne von TEUR 176.024 (2015: TEUR 356.158) sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.

Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 14.602 (2015: TEUR 11.023; der Vorjahreswert ist angepasst) gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 40.680 (2015: TEUR 34.056; der Vorjahreswert ist angepasst) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.

Die noch nicht genutzten ertragsteuerlichen Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf ausländische Tochtergesellschaften. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:

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Verfall der Verlustvorträge innerhalb von 31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
1 Jahr 49 0
2 Jahren 1.208 530
3 Jahren 181 2.189
4 Jahren 1.074 172
5 Jahren 1.426 982
größer 5 Jahren 34.248 26.505*
Unverfallbar 2.494 3.678
Gesamt 40.680 34.056

* Die Vorjahreszahl wurde angepasst

Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR Latente Steueransprüche 31.12.2016 Latente Steueransprüche 31.12.2015 Latente Steuerschulden 31.12.2016 Latente Steuerschulden 31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte 575 397 9.892 10.516
Sachanlagen 3.905 3.676 42.429 38.046
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 55 26 1.918 1.845
Finanzielle Vermögenswerte 2 2 0 9
Sonstige langfristige Vermögenswerte 6 64 324 218
Vorräte 5.918 4.362* 1.491 1.915
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.491 483 249 1.165
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 559 556 696 765
Zahlungsmittel und -äquivalente 0 0 0 0
Rückstellungen für Pensionen 23.683 18.378 4 0
Langfristige Rückstellungen 2.289 1.624 0 8
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 30 207 14 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 647 112 0 0
Kurzfristige Rückstellungen 2.109 1.843 0 31
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 43 195 19
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 43 47 161 84
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.854 1.809 774 542
Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen 0 0 284 495
Steuerliche Verlustvorträge 14.602 11.023* 0 0
Summe 58.783 44.652 58.431 55.658
Saldierung von aktiven und passiven Latenzen -41.975 -30.544 -41.975 -30.544
Bilanzansatz 16.808 14.108 16.456 25.114

* Die Vorjahreszahlen wurden angepasst

Im sonstigen Ergebnis wurden insgesamt TEUR 6.067 (2015: TEUR -1.754) latente Steuern erfasst. Davon beziehen sich TEUR 5.942 (2015: TEUR -1.962) auf Pensionsrückstellungen und TEUR 125 (2015: TEUR 208) auf eine Nettoinvestition.

(10) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie

Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:

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2016 2015
Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR 78.550 91.576
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 63.359.990 63.359.990
Ergebnis je Aktie in EUR 1,24 1,45

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Immaterielle Vermögenswerte

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TEUR Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 49.492 178.719 74.133 219 302.563
Währungsänderungen -138 994 187 0 1.043
Änderung Konsolidierungskreis 0 915 3.928 0 4.843
Zugänge 7.368 0 3.452 986 11.806
Umbuchungen 0 0 75 -49 26
Abgänge 6.155 0 371 0 6.526
Stand am 31.12.2016 50.567 180.628 81.404 1.156 313.755
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 28.658 13.676 46.687 0 89.021
Währungsänderungen 25 117 192 0 334
Zugänge 8.449 0 10.033 0 18.482
Abgänge 6.155 0 367 0 6.522
Stand am 31.12.2016 30.977 13.793 56.545 0 101.315
Nettobuchwert am 31.12.2016 19.590 166.835 24.859 1.156 212.440

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TEUR Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2015 44.111 155.386 61.984 46 261.527
Währungsänderungen 1.046 6.211 920 0 8.177
Änderung Konsolidierungskreis 0 17.122 8.015 0 25.137
Zugänge 9.841 0 3.645 177 13.663
Umbuchungen 2 0 4 -4 2
Abgänge 5.508 0 435 0 5.943
Stand am 31.12.2015 49.492 178.719 74.133 219 302.563
Abschreibungen Stand am 01.01.2015 25.227 13.400 37.557 0 76.184
Währungsänderungen 712 276 651 0 1.639
Zugänge 8.215 0 8.897 0 17.112
Umbuchungen 0 0 17 0 17
Abgänge 5.496 0 435 0 5.931
Stand am 31.12.2015 28.658 13.676 46.687 0 89.021
Nettobuchwert am 31.12.2015 20.834 165.043 27.446 219 213.542

Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31.12.2016 TEUR 967 (31.12.2015 TEUR 524).

Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:

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TEUR 2016 2015
Umsatzkosten 12.900 11.194
Vertriebskosten 3.937 3.857
Allgemeine Verwaltungskosten 917 1.361
Forschungs- und Entwicklungskosten 728 700
Gesamt 18.482 17.112

(12) Sachanlagen

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, BGA In Herstellung befindliche Sachanlagen Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 390.268 953.265 164.122 119.794 1.627.449
Währungsänderungen 451 1.837 -696 -2.524 -932
Änderung Konsolidierungskreis 0 843 370 0 1.213
Zugänge 19.057 45.794 18.220 86.329 169.400
Umbuchungen 57.708 33.534 4.265 -95.533 -26
Abgänge 2.062 29.077 3.878 0 35.017
Stand am 31.12.2016 465.422 1.006.196 182.403 108.066 1.762.087
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 83.860 606.528 109.802 0 800.190
Währungsänderungen 109 321 -199 0 231
Zugänge 10.760 53.607 12.277 0 76.644
Umbuchungen 0 -26 26 0 0
Abgänge 214 28.440 3.642 0 32.296
Stand am 31.12.2016 94.515 631.990 118.264 0 844.769
Nettobuchwert am 31.12.2016 370.907 374.206 64.139 108.066 917.318

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TEUR Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, BGA In Herstellung befindliche Sachanlagen Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2015 356.387 865.017 150.734 71.014 1.443.152
Währungsänderungen 8.468 8.979 839 1.683 19.969
Änderung Konsolidierungskreis 86 3.206 2 0 3.294
Zugänge 19.597 48.396 13.561 91.525 173.079
Umbuchungen 6.266 35.324 2.725 -44.317 -2
Abgänge 536 7.657 3.739 111 12.043
Stand am 31.12.2015 390.268 953.265 164.122 119.794 1.627.449
Abschreibungen Stand am 01.01.2015 73.612 558.312 103.248 0 735.172
Währungsänderungen 1.757 4.457 183 0 6.397
Zugänge 9.004 50.888 10.048 0 69.940
Umbuchungen 0 -39 21 0 -18
Abgänge 513 7.090 3.698 0 11.301
Stand am 31.12.2015 83.860 606.528 109.802 0 800.190
Nettobuchwert am 31.12.2015 306.408 346.737 54.320 119.794 827.259

Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 728 (2015: TEUR 880), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 192 (2015: TEUR 189).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Sachanlagen erfasst.

Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen gegen Dritte beträgt zum 31.12.2016 TEUR 41.249 (31.12.2015 TEUR 45.786).

(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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TEUR Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien im Bau Gesamt
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2016 21.384 3.031 24.415
Währungsänderungen 252 60 312
Zugänge 1.608 273 1.881
Umbuchungen 3.091 -3.091 0
Stand am 31.12.2016 26.335 273 26.608
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 10.173 0 10.173
Währungsänderungen 101 0 101
Zugänge 512 0 512
Stand am 31.12.2016 10.786 0 10.786
Nettobuchwert am 31.12.2016 15.549 273 15.822
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand am 01.01.2015 21.347 91 21.438
Währungsänderungen -17 0 -17
Zugänge 54 2.940 2.994
Stand am 31.12.2015 21.384 3.031 24.415
Abschreibungen Stand am 01.01.2015 9.726 0 9.726
Währungsänderungen -13 0 -13
Zugänge 460 0 460
Stand am 31.12.2015 10.173 0 10.173
Nettobuchwert am 31.12.2015 11.211 3.031 14.242

Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) ausgewiesen.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben zum Bilanzstichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 19.457 (2015: TEUR 17.017). Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Input Daten entsprechen der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und von Bodenrichtwerten ermittelt. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz von 8,75 % (2015: 7,88 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.

Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.519 (2015: TEUR 4.273). Die direkt mit diesen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 5.163 (2015: TEUR 3.811). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.

(14) Finanzielle Vermögenswerte

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TEUR Langfristige Wertpapiere Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
Anschaffungskosten Stand am 01.01.2016 1.292 22 1.314
Währungsänderungen 4 -2 2
Zugänge 247 0 247
Abgänge 458 4 462
Stand am 31.12.2016 1.085 16 1.101
Abschreibungen Stand am 01.01.2016 59 0 59
Währungsänderungen 1 0 1
Zugänge 14 0 14
Abgänge 2 0 2
Stand am 31.12.2016 72 0 72
Nettobuchwert am 31.12.2016 1.013 16 1.029
Zeitwert 31.12.2016 1.013 16
Anschaffungskosten Stand am 01.01.2015 1.693 90 1.783
Währungsänderungen 13 7 20
Wertveränderungen -14 0 -14
Abgänge 400 75 475
Stand am 31.12.2015 1.292 22 1.314
Abschreibungen Stand am 01.01.2015 55 0 55
Währungsänderungen 2 0 2
Zugänge 2 0 2
Stand am 31.12.2015 59 0 59
Nettobuchwert am 31.12.2015 1.233 22 1.255
Zeitwert 31.12.2015 1.233 22

Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 819 (2015: TEUR 1.042) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.

(15) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte

In den langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüchen ist ein Kapitalertragsteuerguthaben der ElringKlinger Automotive Components (India) in Höhe TEUR 99 sowie ein Körperschaftsteuerguthaben der Elring Klinger do Brasil Ltda. in Höhe von TEUR 112 enthalten.

Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Vorauszahlung auf zukünftigen Lizenzaufwand in Höhe von TEUR 683 (2015: TEUR 565) ausgewiesen.

(16) Vorräte

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 100.949 94.266
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 62.478 60.591
Fertige Erzeugnisse und Waren 156.125 159.217
Geleistete Anzahlungen 8.782 7.828
Gesamt 328.334 321.902

Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 14.390 (Vj. TEUR 17.936) vorgenommen. Zuschreibungen wurden keine vorgenommen. Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten erfasst.

(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.767 (2015: TEUR 6.262) für erkennbare Einzelrisiken sowie die voraussichtliche Skontoinanspruchnahme gebildet.

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.

Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR 2016 2015
Stand 01.01. 6.262 5.690
Zuführung 740 1.732
Auflösung / Inanspruchnahme -1.235 -1.026
Wechselkurseffekte 0 -134
Stand 31.12. 5.767 6.262

Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
weder überfällig noch wertgemindert: 244.473 239.834
überfällig nicht wertgemindert:
- bis zu 30 Tage 35.505 26.738
- von 31 bis zu 60 Tage 7.629 7.054
- von 61 bis zu 90 Tage 4.054 2.900
- von 91 bis zu 180 Tage 581 523
- mehr als 180 Tage 127 382
Gesamt: 47.896 37.597
Skontoinanspruchnahme -263 -256
Wertgemindert 7.416 10.054
Buchwert 299.522 287.229

Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag für die wesentlichen Kunden auf Einzelbasis analysiert. Zusätzlich wird eine große Zahl von Forderungen homogen gruppiert und gemeinsam auf Wertminderung beurteilt.

Für den Bestand der überfälligen nicht wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 19.400 (2015: TEUR 14.628), Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.617 (2015: TEUR 31) und sonstige Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 15.167 (2015: TEUR 16.073), davon sind TEUR 1.135 (2015: 1.372 TEUR) finanzielle Vermögenswerte und TEUR 0 (2015: TEUR 11) Finanzderivate.

Die kurzfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen das zum Barwert aktivierte Körperschaftsteuerguthaben der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 684 (2015: TEUR 684) und der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Höhe von TEUR 669 (2015: TEUR 698), sowie Ertragsteuererstattungsansprüche der ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. in Höhe von TEUR 1.187 (2015: TEUR 0).

(18) Zahlungsmittel und Äquivalente

Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht.

Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

(19) Eigenkapital

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2016 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklage wurde im Wesentlichen durch das aus der Kapitalerhöhung 2010 zugeflossene Aufgeld gebildet.

Die Gewinnrücklagen enthalten die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus ist ein Betrag in Höhe von TEUR 26.181 aus der IFRS-Erstanwendung im Jahr 2005 enthalten.

Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, Eigenkapitaleffekte aus beherrschenden Anteilen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.

Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2016 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 34.848 (EUR 0,55 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2015 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Ausschüttung TEUR 34.848 (EUR 0,55 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2014.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zum Jahresabschluss 2016 am 16. Mai 2017 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 31.680 eine Dividende von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.

(20) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis

In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IFRS 10 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.

(21) Rückstellungen für Pensionen

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den meisten Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften sowie den Schweizer Konzerngesellschaften auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.

Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 22.217 (2015: TEUR 20.529) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.

Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt werden. Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35 % bzw. 45 % des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.

In 2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V., Stuttgart übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.8 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.

Die Pensionspläne der schweizer Konzerngesellschaften sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Das Vermögen ist im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages vollständig gedeckt. Durch den Anschluss bei einer vollständig rückgedeckten Sammelstiftung kann keine Unterdeckung entstehen.

Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.

Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zu Grunde:

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Bewertung zum 31.12.2016 31.12.2015
Diskontierungszins Anwartschaftsphase 1,36 % 1,94 %
Diskontierungszins Rentenphase 1,16 % 1,67 %
Erwartete prozentuale Gehaltstrends 2,69 % 2,67 %
Zukünftige Rentenanpassung 1,50 % 1,75 %

Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2016 2015
Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. 157.802 156.008
Laufender Dienstzeitaufwand 6.201 6.364
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -454 -846
Eigenbeträge der Begünstigten des Plans 3.977 3.664
Zinsaufwand 2.927 2.763
Auszahlungen/Inanspruchnahme -6.354 -8.513
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 16.898 -6.280
Währungsdifferenzen 598 4.549
Sonstige Veränderungen 16 93
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. 181.611 157.802
Davon (teilweise) durch Planvermögen gedeckt 75.797 48.709
Davon nicht gedeckt 105.814 109.093

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 19 Jahre (2015: 17 Jahre).

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen aus den folgenden Effekten:

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TEUR 2016 2015
Effekte aus Zinssatzänderungen 11.229 -5.316
Effekte aus Änderungen demographischer Annahmen 2.999 -43
Effekte aus anderen erfahrungsbedingten Anpassungen 2.670 -921
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 16.898 -6.280

Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2016 2015
Marktwert zum 01.01. 39.058 31.918
Zinsertrag 432 464
Arbeitgeberbeiträge 3.871 4.603
Eigenbeiträge der Begünstigten des Plans 3.977 3.664
Leistungszahlungen -2.807 -4.951
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 144 199
Währungseffekte 374 3.161
Marktwert zum 31.12. 45.049 39.058

Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf wesentliche Länder aufgeteilt:

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TEUR 2016 2015
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12.
Deutschland 123.770 104.879
Schweiz 53.180 48.709
Sonstige 4.661 4.214
Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. 181.611 157.802
Marktwert des Planvermögens zum 31.12.
Deutschland 6.179 4.874
Schweiz 38.637 34.063
Sonstige 233 121
Marktwert des Planvermögens zum 31.12. 45.049 39.058

Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 567 (2015: TEUR 673).

In 2017 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 4.270 (2015: TEUR 3.775) betragen. Die zukünftigen Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2016 2015
Für die nächsten 12 Monate 4.270 3.775
Zwischen 1 und 5 Jahren 15.050 14.693
Über 5 Jahre 316.757 290.389

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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TEUR 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand 6.201 6.364
Nettozinsaufwand 2.495 2.299
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -454 -846
Gesamtaufwand 8.242 7.817

Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.927 (2015: TEUR 2.763) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 432 (2015: TEUR 464) zusammen.

Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

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TEUR 2016 2015
Im sonstigen Ergebnis erfasste Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) 16.754 -6.479
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) -5.942 1.962

Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:

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TEUR 2016 2015
Barwert der Pensionsverpflichtung 181.611 157.802
Zeitwert des Planvermögens 45.049 39.058
Ausgewiesene Pensionsrückstellung 136.562 118.744

Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen und die zukünftigen Rentenentwicklungen als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.

Eine 1%ige Zunahme/Abnahme des Diskontierungssatzes würde zu einer Abnahme/Zunahme der DBO um TEUR 27.023 / TEUR 33.077 führen.

Eine 0,5%ige Zunahme/Abnahme der künftigen Gehaltssteigerungen würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 2.505 / TEUR 3.622 führen.

Eine Veränderung der künftigen Rentenentwicklungen um +0,25% / -0,25% würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 4.615 / TEUR 5.595 führen.

(22) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Kurzfristige Rückstellungen 17.279 16.423
Langfristige Rückstellungen 13.604 12.340
Gesamt 30.883 28.763

Kurzfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Drohende Verluste aus Kundenaufträgen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 31.12.2015 2.243 5.724 4.085 1.844 2.527 16.423
Währungsänderungen 6 -13 15 68 9 85
Änderung Konsolidierungskreis 0 120 0 0 0 120
Inanspruchnahme 2.814 2.189 4.099 613 723 10.438
Auflösung 0 548 0 941 1.627 3.116
Zuführung 4.305 1.374 4.572 614 2.881 13.746
Umbuchungen 489 -63 0 0 33 459
Stand zum 31.12.2016 4.229 4.405 4.573 972 3.100 17.279

Langfristige Rückstellungen:

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TEUR Verpflichtungen Personalbereich Gewährleistungsverpflichtungen Prozesskosten Übrige Risiken Gesamt
Stand zum 31.12.2015 9.949 1.296 288 807 12.340
Währungsänderungen -1 10 1 13 23
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Inanspruchnahme 398 279 94 28 799
Auflösung 189 40 102 218 549
Aufzinsung/Abzinsung 129 0 0 0 129
Zuführung 2.464 274 118 63 2.919
Umbuchungen -489 63 0 -33 -459
Stand zum 31.12.2016 11.465 1.324 211 604 13.604

Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.

Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung des Managements und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt.

Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

(23) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

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TEUR Inland Ausland Gesamt 31.12.2016
Kontokorrentkredite 145.960 21.602 167.562
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.938 77.892 89.830
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 157.898 99.494 257.392
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre 240.009 66.596 306.605
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 4.721 9.487 14.208
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 244.730 76.083 320.813
Gesamt 402.628 175.577 578.205

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TEUR Inland Ausland Gesamt 31.12.2015
Kontokorrentkredite 111.697 35.081 146.778
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 29.376 33.443 62.819
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 141.073 68.524 209.597
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre 207.057 100.822 307.879
Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 9.028 9.185 18.213
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 216.085 110.007 326.092
Gesamt 357.158 178.531 535.689

Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 480 (2015: TEUR 462) mit einem Nominalvolumen von TEUR 511 (2015: TEUR 497).

Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:

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% 31.12.2016 31.12.2015
Kontokorrentkredite:
Inland 0,67 0,87
Ausland 3,92 3,31
Finanzverbindlichkeiten :
Inland: bis zu einem Jahr 2,52 3,58
Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 1,79 1,95
Inland: mehr als fünf Jahre 1,96 1,87
Ausland: bis zu einem Jahr 2,47 2,70
Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren 2,40 2,43
Ausland: mehr als fünf Jahre 3,26 3,26

Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 389.065 (2015: TEUR 380.287) wurden feste Zinssätze vereinbart.

Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 149.254 (2015: TEUR 119.463), Sicherheiten an Vorräten mit Buchwerten von TEUR 863 (2015: TEUR 4.866), Sicherheiten an Forderungen mit Buchwerten von TEUR 6.338 (2015: TEUR 11.939) und Sicherheiten an Werkzeugen mit Buchwerten von TEUR 705 (2015: TEUR 0) eingeräumt. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2016 mit TEUR 44.152 (2015: TEUR 48.266).

Zum 31. Dezember 2016 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 122.185 (2015: TEUR 98.935) zur Verfügung.

(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten enthalten finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 48.685.

(25) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente

Risiken und Sicherungspolitik

Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 kam nicht zur Anwendung.

Währungsrisiko

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.

Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.

Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.

Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der Stichtagskurse sowie Veränderungen der Stichtagskurse gegenüber den Durchschnittskursen und historischen Kursen können Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.

Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns wider.

Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:

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31.12.2016 Lokale Währung

TEUR
HUF EUR IDR CNY JPY Sonstige
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 917 748 531 512 -117 59
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -917 -748 -531 -512 117 -59

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31.12.2016 Lokale Währung

TEUR
Gesamt
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis 2.650
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis -2.650

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31.12.2015 Lokale Währung

TEUR
EUR CHF CAD USD CNY Sonstige
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis -2.257 -1.206 -856 649 564 205
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis 2.257 1.206 856 -649 -564 -205

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31.12.2015 Lokale Währung

TEUR
Gesamt
Lokale Währung +10 %
Konzernergebnis -2.901
Lokale Währung -10 %
Konzernergebnis 2.901

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.

Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 30 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 526 (2015: TEUR 105) gesenkt. Bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 30 Basispunkte hätte sich das Ergebnis um TEUR 41 gesenkt (2015: TEUR 11).

Rohstoffpreisrisiko

ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:

Liquide Mittel

Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, das durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist.

Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.

Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert. Durch Kreditversicherungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.530 TEUR (2015: 12.521 TEUR) abgesichert.

Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Abschlussstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung (17) entnommen werden.

Mit den zwei größten Kunden wurde in 2016 ein Umsatzanteil von 11,0 % und 8,3 % erzielt (2015: 11,7 % und 8,1 %).

Liquiditätsrisiko

Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der ElringKlinger Gruppe wird durch eine Liquiditätsplanung laufend überwacht. Darüber hinaus stellt eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und bestätigten Kreditlinien die Zahlungsfähigkeit und die Liquiditätsversorgung sicher. Auf die Erläuterungen der Finanzierungsrisiken innerhalb der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der ElringKlinger Gruppe wird verwiesen (Chancen- und Risikobericht - Finanzielle Risiken - Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken).

Erwartete Zahlungsabflüsse

Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.

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per 31.12.2016

TEUR
Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt
Buchwert 103.228 577.725 480 0 48.685 730.118
Erwartete Zahlungsabflüsse: 103.228 594.517 511 0 48.685 746.941
bis zu einem Monat 68.516 52.471 14 0 0 121.001
von einem bis zu drei Monaten 29.211 30.832 30 0 8.992 69.065
von drei Monaten bis zu einem Jahr 2.570 168.306 123 0 39.693 210.692
von einem bis zu fünf Jahren 2.797 328.586 344 0 0 331.727
mehr als fünf Jahre 134 14.322 0 0 0 14.456

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per 31.12.2015

TEUR
Verb. aus Lieferungen und Leistungen Finanzverbindlichkeiten Finanzierungsleasing Derivate Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt
Buchwert 85.939 535.277 462 182 49.374 671.234
Erwartete Zahlungsabflüsse: 85.939 557.802 497 182 49.374 693.794
bis zu einem Monat 51.010 57.397 14 15 0 108.436
von einem bis zu drei Monaten 29.810 19.420 30 30 4.196 53.486
von drei Monaten bis zu einem Jahr 3.952 137.588 114 137 45.178 186.969
von einem bis zu fünf Jahren 1.157 324.931 339 0 0 326.427
mehr als fünf Jahre 10 18.466 0 0 0 18.476

Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Anmerkung (23).

(26) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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TEUR Zahlungsmittel BW Forderungen aus Lieferungen und Leistungen BW Sonstige kurzfristige Vermögenswerte BW Derivate BW
per 31.12.2016
Kredite und Forderungen 39.407 299.522 5.752 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 39.407 299.522 5.752 0
per 31.12.2015
Kredite und Forderungen 48.925 287.229 1.403 0
bis zur Endfälligkeit gehalten 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 11
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
Gesamt 48.925 287.229 1.403 11

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Langfristige Wertpapiere Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
TEUR BW ZW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 31.12.2016
Kredite und Forderungen 0 0 8 8 344.689
bis zur Endfälligkeit gehalten 819 819 0 0 819
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 194 194 8 8 202
Gesamt 1.013 1.013 16 16 345.710
per 31.12.2015
Kredite und Forderungen 0 0 10 10 337.567
bis zur Endfälligkeit gehalten 1.042 1.043 0 0 1.042
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0 11
zur Veräußerung verfügbar 191 191 12 12 203
Gesamt 1.233 1.234 22 22 338.823

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Kurzfristiges Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
TEUR BW BW BW ZW BW
--- --- --- --- --- ---
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 48.685 257.231 0 0 103.228
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 161 167 0
per 31.12.2015
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 49.374 209.445 0 0 85.939
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 152 158 0

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten zwei Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 33.801 (2015: eine Kaufpreisverbindlichkeit TEUR 35.153) aus geschriebenen Verkaufsoptionen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten:

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Derivate Langfristige Finanzverbindlichkeiten Langfristiges Finanzierungsleasing
TEUR BW ZW BW ZW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 320.495 318.100 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 318 344
per 31.12.2015
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 325.782 326.768 0 0
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 182 182 0 0 0 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 0 0 0 0 310 339

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TEUR Gesamt BW
per 31.12.2016
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 729.639
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 479
per 31.12.2015
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 670.540
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 182
Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 462

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 3.293.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2016:

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31.12.2016

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 194 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 0
Derivate*) 0 0 0
Gesamt 202 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate*) 0 0 0
Gesamt 0 0 0

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31.12.2015

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 191 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 12 0 0
Derivate*) 0 11 0
Gesamt 203 11 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate*) 0 182 0
Gesamt 0 182 0

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2016:

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31.12.2016

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 819 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 8
Gesamt 819 0 8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 344
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 318.100 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 33.801
Gesamt 0 318.100 34.145

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31.12.2015

TEUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.043 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 10
Gesamt 1.043 0 10
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0 0 339
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 326.768 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 35.153
Gesamt 0 326.768 35.492

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:

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TEUR 2016 2015
zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente*) 0 -157
zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 498 0
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen -18 0
Kredite und Forderungen 3.599 2.913
zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -814 614

*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.

Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge aus der Anpassung der fortgeführten Anschaffungskosten von verbundenen Unternehmen. Es kam zu keinen Nettogewinnen, die aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgebucht wurden.

Nettogewinne bzw. -verluste der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente enthalten Wertminderungen sowie Zuschreibungen.

Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Währungseffekte.

Nettogewinne aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungseffekte.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2016 2015
Gesamtzinserträge 258 521
Gesamtzinsaufwendungen -11.328 -9.663

Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.

(27) Finanzierungsleasing

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2016 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 511 (2015: TEUR 497). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar:

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TEUR Mindestleasingzahlungen 31.12.2016 In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2016 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2016
Fälligkeit innerhalb eines Jahres 167 6 161
Zwischen einem und fünf Jahren 344 26 318
Nach mehr als fünf Jahren 0 0 0
Gesamt 511 32 479

(28) Kapitalmanagement

ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.

Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 40 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstandes zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015.

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Mio. EUR 2016 2015
Eigenkapital 886,4 855,7
als % vom Gesamtkapital 47,2 % 48,5 %
langfristige Verbindlichkeiten 491,3 486,1
kurzfristige Verbindlichkeiten 500,5 424,0
Fremdkapital 991,8 910,1
als % vom Gesamtkapital 52,8 % 51,5 %
Gesamtkapital 1.878,2 1.765,8

Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2015 zum 31. Dezember 2016 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie der Senkung der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9 %.

Mit einer Eigenkapitalquote von 47,2 % im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.

Zu einem Darlehen bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants). Diese betreffen die Eigenkapitalquote und den Verschuldungsfaktor. Bei deren Verletzung ändern sich die Darlehensbedingungen bzw. wird das Darlehen fällig.

Zum 31. Dezember 2016 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.

(29) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden. Um einen besseren Einblick in die Finanzlage des Konzern zu vermitteln, wurde die Zeile "Veränderung der kurzfristigen Kredite" eingefügt. Die Vorjahreszahlen, wurden entsprechend angepasst, so dass für 2015 ein Betrag in Höhe von TEUR 30.556 aus den "Einzahlungen aus Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten" umgegliedert wurde.

(30) Segmentberichterstattung

Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche "Erstausrüstung", "Ersatzteile", "Kunststofftechnik", "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks".

Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten "Erstausrüstung" und "Ersatzteile" erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich, Kunststoff-Leichtbauteile von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.

Im Segment "Kunststofftechnik" werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.

Das Berichtssegment "Dienstleistungen" betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.

Das Segment "Gewerbeparks" umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.

In der folgenden Übersicht "Segmentberichterstattung" wird in der Spalte "Konsolidierung" die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Ab 2016 misst der Konzern den Erfolg seiner Segmente anhand des Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT). Deshalb werden das Ergebnis vor Ertragsteuern, die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Segmentschulden nicht mehr berichtet. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.

In den Segmentergebnissen ist kein Wertminderungsaufwand enthalten.

Mit einem Kunden wurden im Segment Erstausrüstung 11 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 171.814).

Segmentberichterstattung

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
Angaben

in T€
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.294.305 1.255.793 147.267 142.218 101.678 96.647
Intersegmenterlöse 17.636 27.606 0 0 160 111
Segmenterlöse 1.311.941 1.283.399 147.267 142.218 101.838 96.758
EBIT2 88.916 91.167 30.487 28.195 14.881 13.207
Abschreibungen1 85.507 78.823 1.989 1.972 5.829 5.020
Investitionen3 166.388 154.660 1.753 2.036 7.896 17.872
Segmentvermögen 1.652.681 1.543.379 88.422 89.018 109.332 110.548

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Segment Gewerbeparks
Angaben

in T€
2016 2015
--- --- ---
Umsatz Extern 4.519 4.273
Intersegmenterlöse 352 234
Segmenterlöse 4.871 4.507
EBIT2 -292 696
Abschreibungen1 959 457
Investitionen3 2.384 4.138
Segmentvermögen 19.643 18.449

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Segment Dienstleistungen Sonstiges Konsolidierung
Angaben

in T€
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 9.674 8.322 0 0 0 0
Intersegmenterlöse 5.875 6.089 0 0 -24.023 -34.040
Segmenterlöse 15.549 14.411 0 0 -24.023 -34.040
EBIT2 1.602 1.983 0 0 0 0
Abschreibungen1 1.354 1.242 0 0 0 0
Investitionen3 4.666 11.030 0 0 0 0
Segmentvermögen 14.293 14.019 0 0 -6.202 -9.620

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Segment Konzern
Angaben

in T€
2016 2015
--- --- ---
Umsatz Extern 1.557.443 1.507.253
Intersegmenterlöse 0 0
Segmenterlöse 1.557.443 1.507.253
EBIT2 135.594 135.248
Abschreibungen1 95.638 87.514
Investitionen3 183.087 189.736
Segmentvermögen 1.878.169 1.765.793

1 Planmäßige Abschreibungen

2 Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte,Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Segmentberichterstattung nach Regionen

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Region Angaben

in T€
Umsatzerlöse1 Langfristige Vermögenswerte Investitionen
Deutschland 2016 412.254 472.202 72.234
2015 411.491 446.458 68.963
Übriges Europa 2016 489.099 293.399 36.908
2015 470.330 273.600 41.371
NAFTA 2016 291.990 155.242 44.152
2015 296.390 123.323 30.746
Asien-Pazifik 2016 298.973 201.057 26.776
2015 270.736 193.811 47.722
Südamerika und übrige 2016 65.127 24.710 3.017
2015 58.306 19.105 935
Konzern 2016 1.557.443 1.146.6102 183.087
2015 1.507.253 1.056.2972 189.737

1 Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen ist der Standort des Kunden

2 Darin enthalten sind finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.029 (VJ TEUR 1.255)

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechseln bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.

Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualforderungen und -verbindlichkeiten vor.

Operate-Lease

Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 10.764 (2015: TEUR 8.650) enthalten.

Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
von bis zu einem Jahr 4.300 4.701
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 9.015 10.829
von mehr als fünf Jahren 1.973 2.168
Gesamt 15.288 17.698

Davon entfallen TEUR 8.460 (2015: TEUR 9.422) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen für Geschäftsräume, TEUR 3.899 (2015: TEUR 4.251) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 2.929 (2015: TEUR 4.025) auf sonstige Leasingverhältnisse.

Finance-Lease

Angaben zum Finance-Lease können der Anmerkung (27) entnommen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Energieabnahmeverpflichtungen

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
von bis zu einem Jahr 9.496 2.882
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 19.356 17.379
Gesamt 28.852 20.261

Einzahlungen aus Leasingverträgen

Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operate Lease-Verträgen aus der Vermietung der Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2016 31.12.2015
von bis zu einem Jahr 1.715 1.292
von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 3.109 1.732
von mehr als fünf Jahren 2.200 702
Gesamt 7.024 3.726

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2016 2015
Mitarbeiter 7.931 7.322
Auszubildende 391 331
Gesamt 8.322 7.653

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 445.968 (2015: TEUR 416.652). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter, soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung sowie Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten.

Veränderungen in der Zusammensetzung des Aktienindizes

Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG verlässt daraufhin den Index und wird mit Wirkung zum 21. März 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie. Die ElringKlinger AG rangierte bei beiden Bewertungskriterien auf einem der hinteren Ranglistenplätze und musste aufgrund dessen mit ihrer Aktie aus dem MDAX weichen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 26. Oktober 2016 hat die ElringKlinger AG einen beurkundeten Vertrag geschlossen, der eine strategische Beteiligung von 27 % an dem Nürtinger Engineering-Unternehmen hofer AG sowie eine 53-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls Nürtingen, zum Gegenstand hat.

Der Anteilserwerb erfolgte in 2017 jeweils durch eine Teilnahme an einer Kapitalerhöhung. Bei der hofer AG hat die ElringKlinger AG TEUR 3.570 in das Grundkapital eingezahlt sowie eine Zahlung in Höhe von TEUR 25.370 in die Kapitalrücklage geleistet. Bei der hofer powertrain products GmbH hat die ElringKlinger AG einen Betrag in Höhe von TEUR 1.060 in das Stammkapital eingezahlt. Sämtliche Zahlungen wurden im Januar 2017 geleistet. Darüber hinaus beinhaltet das Vertragswerk einen Rahmenkreditvertrag in Höhe von TEUR 30.000, um die künftigen Investitionen der hofer powertrain products GmbH zu finanzieren. Die Eintragung im Handelsregister für die hofer powertrain products GmbH erfolgte am 6. Februar 2017. Die Eintragung im Handelsregister für die Beteiligung an der hofer AG erfolgte am 1. März 2017.

Die hofer-Gruppe ist u. a. ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft v.a. bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.

Für die Erstellung der weiteren Angaben nach IFRS 3 Paragraph B64 lagen noch keine Bewertungen vor.

Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2017 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 24. März 2017 tagen wird, freigegeben. Weitere wesentliche Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der ElringKlinger AG, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 47 (2015: TEUR 48). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 25 (2015: TEUR 15).

Mietvertrag zwischen der Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (2015: TEUR 200). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Forderungen offen.

Vertrag zwischen der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und der Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 496 (2015: TEUR 492). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 41 (2015: TEUR 29).

Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd., China (CEK) und der von Frau Liu, nahe Familienangehörige von Herrn Huang, Mitgesellschafter der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. Im Rahmen dieser hat CEK in 2016 Dienstleistungen im Wert von TEUR 184 (2015: TEUR 183) bezogen. Zum 31.12.2016 bestehen TEUR 15 Verbindlichkeiten (2015: TEUR 17). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 169 (2015: TEUR 95) veräußert. Zum Abschlussstichtag 2016 besteht noch eine offene Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (2015: TEUR 0).

Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (2015: TEUR 12.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,08 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 1,52 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2017, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69% p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis 15. August 2019.

Belieferungsvertrag zwischen der Lechler GmbH und der KOCHWERK Catering GmbH, eine 100 % Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG. Die KOCHWERK Catering GmbH beliefert die Lechler GmbH mit Kantinenessen. Die Erlöse der KOCHWERK Catering GmbH betrugen im Berichtsjahr TEUR 169 (2015: TEUR 150). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 13 (2015: TEUR 11).

Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

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Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: a) n.a. b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien
Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Ernst Blinzinger* Reutlingen Ehemaliger Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen
Nadine Boguslawski* Stuttgart Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg Mandate: a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd b) n.a.
Armin Diez* Lenningen Bereichsleiter Neue Geschäftsfelder und Leiter des Geschäftsbereichs Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG Mandate: a) n.a. b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart
Klaus Eberhardt Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Bietigheim-Bissingen b) n.a.
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
Rita Forst Dörsdorf Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim Mandate: a) n.a. b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG, München Metalsa, S.A. de C. V., Monterrey/Mexiko
Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Gabriele Sons Ratingen Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG, Essen
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel

* Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 741 (2015: TEUR 774). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2015: TEUR 0) erstattet. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer betrug 2016 TEUR 652 (2015: TEUR 643).

Vorstand

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation und den Geschäftsbereich Ersatzteile sowie ab 23.2.2016 zusätzlich Vertrieb Erstausrüstung
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/ Leichtbau, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft, Logistik und die Werke der ElringKlinger AG, ab 23.2.2016 zusätzlich für den Bereich Neue Geschäftsfelder
Karl Schmauder, Hülben bis 23.2.2016 verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder
Thomas Jessulat, Stuttgart ab 1.1.2016 verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group SE, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen
Karl Schmauder, Hülben Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen
Thomas Jessulat, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen (seit 28.1.2017)

Bezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands betrugen:

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TEUR 2016 2015
kurzfristige fixe Vergütung 1.354 1.387
kurzfristige variable erfolgsabhängige Vergütung 2.675 2.958
langfristige variable erfolgsabhängige Vergütung -249 697
langfristige variable aktienbasierte Vergütung -165 -100
Abfindungen 2.743 0
Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge 532 523
Gesamt 6.890 5.465

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 4.565 (2015: 5.521). Der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen belief sich auf TEUR 8.893 (2015: 11.027). Vergütungen aus Anlass der Beendigung der Tätigkeit eines Mitglieds des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 6dd HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.743 (2015: 0). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Black-Scholes-Modell unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden ein Zinssatz von -0,12% angesetzt.

Die Volatilität der Aktie in Höhe von 36,10% wurde über einen Vierjahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,50 pro Aktie.

Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen.

Für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich die folgenden Angaben:

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Ausgabezeitpunkt der Tranche 2013
Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte
Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR)
Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) 90.000
Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) 24,54
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 0,08
Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte
31. Dezember 2016 (TEUR) 19
31. Dezember 2015 (TEUR) 184
31. Dezember 2014 (TEUR) 236
31. Dezember 2013 (TEUR) 129

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 17.619 (2015: TEUR 11.962) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 3.601 (2015: TEUR 837). Die Bezüge ehemaliger Organmitglieder enthalten Abfindungen in Höhe von TEUR 2.743.

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:

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TEUR 2016 2015
Abschlussprüfung 513 540
Sonstige Bestätigungsleistungen 4 17
Steuerberatungsleistungen 0 2
Sonstige Leistungen 22 289
Gesamt 539 848

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 5. Mai 2015 abgegeben und am 4. Dezember 2016 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Dettingen/Erms, den 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 23. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marbler, Wirtschaftsprüfer

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzern vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Dettingen/Erms, den 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

■ Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.

■ Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Allerdings hat der Vorstand für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.

■ Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.

Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.

■ Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

■ Ziffer 6.2: Angaben nach Ziffer 6.2 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.

Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.

Dettingen/Erms, 4. Dezember 2016

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler, Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bericht des Aufsichtsrats 2016

Das vergangene Geschäftsjahr war erneut ein ereignisreiches Jahr für die ElringKlinger-Gruppe. Wichtige Weichen im Hinblick auf die weitere Entwicklung konnten gestellt werden. Das gilt insbesondere für neue, bedeutsame Projekte im Leichtbau und die Beteiligung an der auf den elektrischen Antriebsstrang spezialisierten Hofer-Gruppe, die zu Beginn des Jahres 2017 vollzogen wurde. ElringKlinger ist aus Sicht des Aufsichtsrats mit seiner Innovationsfähigkeit und Ertragskraft für die Herausforderungen des technologischen Wandels in der Automobilindustrie sehr gut aufgestellt. Leider konnten die Probleme im abschirmtechnischen Bereich am Schweizer Standort nicht so schnell gelöst werden wie erhofft. Jedoch wurden die notwendigen Maßnahmen aus Sicht des Aufsichtsrats ergriffen, sodass wir auch hier zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und ihn insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Konzerns beraten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Bei zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen holte der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse unterrichtet.

Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf anhand geeigneter Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliance-Themen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen bzw. deren Integration regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und diskutiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden zudem rechtzeitig vor den Sitzungen ausführlich schriftlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte informiert.

Über die vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und die genannten Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen insbesondere mit folgenden weiteren Themen:

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2016 wurden die Jahresabschlüsse 2015 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläutert. Der Abschluss der ElringKlinger AG und der Konzernabschluss sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden genehmigt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung.
In der Aufsichtsratssitzung am 31. Mai 2016, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Walter H. Lechler und Markus Siegers erneut zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Darüber hinaus wurden verschiedene strategische Projekte, insbesondere mögliche Akquisitionen, erörtert.
Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2016 war die strategische Aufstellung und Weiterentwicklung der ElringKlinger-Gruppe. Die vom Vorstand dargestellte Analyse und sich daraus ergebende Maßnahmen wurden im Aufsichtsratsplenum intensiv diskutiert.
Auf der Tagesordnung der Sitzung am 9. Dezember 2016 stand, neben dem Budget 2017 und der Mittelfristplanung, die Situation bei der ElringKlinger Abschirmtechnik in der Schweiz. Ein weiteres wichtiges Thema waren der Bericht über die Ergebnisse der 2016 durchgeführten internen Revisionen, die Planung der für 2017 vorgesehenen internen Revisionen und die aktuelle Risikoeinschätzung sowie die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Ergebnisse einer Prüfung des Compliance-Managementsystems der ElringKlinger AG informiert.

An den ordentlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Am 23. Februar 2016 fand eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, in der nach der Niederlegung des Vorstandsmandats durch Herrn Karl Schmauder unter anderem über die Geschäftsverteilung in den verbleibenden drei Vorstandsressorts beraten und beschlossen wurde.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2016 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2015 mit ausführlicher Diskussion. In der September-Sitzung wurden die Ergebnisse des ersten Halbjahres und gesetzliche Neuerungen im Hinblick auf Beratungsleistungen des Abschlussprüfers vorgestellt. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2016, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und des Compliance-Systems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen unterrichtet.

Der Personalausschuss tagte einmal im Februar 2016. Anlass war die Niederlegung des Vorstandsmandats durch Herrn Schmauder.

Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2016 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2016 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Auch zum Ende des Jahres 2016 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effektivität seiner Arbeit, unter anderem die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Hierzu gab es für die Arbeit im Berichtsjahr keine wesentlichen Anmerkungen.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 31. Mai 2016. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2017 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den großen Einsatz und die geleistete erfolgreiche Arbeit.

Stuttgart, 24. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Aufsichtsrats