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ElringKlinger AG Annual Report 2016

Apr 28, 2017

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Annual Report

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Publication

ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

der ElringKlinger AG und des ElringKlinger-Konzerns

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

ElringKlinger entwickelt und produziert technologisch anspruchsvolle Produkte für die Fahrzeuggeneration von heute und morgen. Mit starken Innovationen gestaltet der Konzern die Mobilität der Zukunft und sichert sich die Position als einer der Technologieführer in der Automobilzuliefererbranche.

Profil

Die ElringKlinger AG blickt auf eine 137-jährige Firmengeschichte zurück, in der sich die Unternehmensgruppe zu einem weltweit aufgestellten, unabhängigen Entwicklungspartner und Erstausrüster entwickelt hat. Rund 90 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet der Konzern in der Automobilindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Dabei entwickelt, produziert und vertreibt ElringKlinger Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe, Abgassysteme, die Fahrzeugkarosserie, Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen. Vom klassischen Verbrennungsmotor über Hybrid-Varianten bis hin zum Elektroantrieb umfasst das Portfolio Produkte für alle Arten der Antriebstechnologien. Außerhalb der Automobilindustrie produziert ElringKlinger komplette Abgasreinigungssysteme für Anwendungen in Schiffen, Bussen, Lkw, Bau- und Landmaschinen, Lokomotiven sowie in Kraftwerken. Industrieübergreifend bietet der Konzern Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE an, wobei die Produktspezifikationen je nach Einsatzgebiet und Kundenanforderungen individuell angepasst werden.

Der ElringKlinger-Konzern ist zum 31. Dezember 2016 mit 47 Standorten global präsent und beschäftigt über 8.500 Mitarbeiter (vgl. "Nachhaltigkeit").

Geschäftsmodell und Kernkompetenzen

Globale Megatrends wie das Bevölkerungswachstum, der Umweltschutz oder auch die Globalisierung markieren Veränderungen im gesellschaftlichen Zusammenleben und führen zu neuen Herausforderungen, die sich auch auf die Automobilindustrie auswirken. Diese Trends prägen den Markt für effiziente Antriebssysteme, denn das rasante Wachstum der Bevölkerung sowie die Globalisierung führen zu einer höheren Mobilitätsnachfrage bei gleichzeitig immer strengeren Emissionsvorschriften. Genau hier knüpft das Produktportfolio von ElringKlinger an, denn moderne Leichtbaukonzepte, mittels Downsizing optimierte Verbrennungsmotoren, Abgasreinigungssysteme oder alternative Antriebstechnologien tragen zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxiden, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikeln bei. Den Wandel in der Automobilindustrie hin zur emissionsfreien Mobilität gestaltet ElringKlinger mit Produkten für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie aktiv mit.

Insgesamt sichert ElringKlinger langfristigen wirtschaftlichen Erfolg durch Forschungs- und Entwicklungskraft, umfassendes Material- und Prozess-Know-how sowie finanzielle Leistungsstärke. Für die hochpräzise Metallverarbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) sowie die Kunststoffspritzgusstechnik konstruiert und fertigt ElringKlinger nahezu alle Werkzeuge in Eigenregie. Sie sichern in den hoch automatisierten Produktionsstätten die effiziente Herstellung von technologisch anspruchsvollen Produkten in Serie. Durch den technologischen Vorsprung der Werkzeuge und der eingesetzten Produktionsverfahren erhöht ElringKlinger gleichzeitig die Markteintrittsbarriere für potenzielle Marktteilnehmer.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Als globaler Zulieferer im Automobilsektor ist die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten bestimmt von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Beschäftigungssituation im jeweiligen Land. Zudem können sich weitere Faktoren - wie zum Beispiel Änderungen der Kraftstoffpreise, des Konsumentenverhaltens, des Zinsniveaus oder der regulatorischen Vorschriften in unterschiedlichen Ländern - negativ auf die Nachfrage nach Automobilen auswirken. Erfahrungsgemäß ist der Absatz von ElringKlinger-Produkten von der Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion abhängig. Zyklische Schwankungen in einzelnen Ländern können in der Regel durch bessere Entwicklungen in anderen Absatzmärkten kompensiert werden.

Zu den rechtlichen Einflussfaktoren zählen stetig steigende Anforderungen an die zu erfüllenden Abgasnormen (Euro-Norm, CAFE-Standard). Sie erhöhen den Druck auf die Automobilhersteller, energieeffiziente Lösungen für eine emissionsärmere oder -freie Mobilität zu entwickeln. Auch in anderen Industrien, wie zum Beispiel im Bereich der Schifffahrt, werden die Vorschriften weiter verschärft. Dort gelten seit Januar 2016 für neu gebaute Schiffe strengere Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden. Die gesetzlichen Regelungen in den unterschiedlichsten Branchen geben ElringKlinger zusätzlichen Rückenwind, da der Einsatz von ElringKlinger-Produkten zur Reduzierung von Emissionen beitragen kann.

Konzernstruktur und -organisation

Die ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, ist die Muttergesellschaft des ElringKlinger-Konzerns. Sie übernimmt alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen, wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zudem ist sie für die strategische Führung der Geschäftsaktivitäten zuständig.

Die 2016 durchgeführten Akquisitionen und Gesellschaftsgründungen führten zu folgender Veränderung der Konzernstruktur:

Die Hug Engineering AG, eine 93,7-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, hat mit Wirkung zum 11. April 2016 weitere 80,0 % der Anteile an der COdiNOx Beheer, B.V., Enschede, Niederlande, erworben und hält seither 90,0 % der Anteile.
Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 übernahm die ElringKlinger AG im Rahmen eines Asset Deals den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland.
Am 31. Oktober 2016 gründete die ElringKlinger AG die neue Produktionsgesellschaft ElringKlinger Silicon Valley, Inc., Fremont, USA.

Zum 31. Dezember 2016 gehörten insgesamt 43 Gesellschaften zum ElringKlinger-Konzern.

Darüber hinaus schloss die ElringKlinger AG am 26. Oktober 2016 einen beurkundeten Vertrag über die strategische Beteiligung von 27,0 % am Engineering-Unternehmen hofer AG, Nürtingen, Deutschland, sowie über die 53,0-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland. Das Closing erfolgt 2017.

Absatzmärkte und Unternehmensstandorte

ElringKlinger verfügt über ein globales Netzwerk an strategisch positionierten Produktions- und Vertriebsstandorten. Daraus bedient der Konzern allen voran die drei größten Wirtschaftsräume Europa, NAFTA und das industrialisierte Asien (China und Japan) mit innovativen Produkten. Daneben ist der Konzern auch in den Schwellentorenhersteller gehören zu den Kunden von ElringKlinger. Daher nimmt der Konzern innerhalb der Wertschöpfungskette größtenteils die sogenannte Tier-1-Position ein. Zudem beliefert ElringKlinger auch Automobilzulieferer, insbesondere aus den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie sowie Getriebebau.

47 Standorte weltweit

Insgesamt verfügt der Konzern über 36 Produktions- und 11 Vertriebs- bzw. Dienstleistungsstandorte.

Segmente und Geschäftsbereiche

Die geschäftlichen Aktivitäten der ElringKlinger-Gruppe sind in fünf Segmente gegliedert. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

Segmente des ElringKlinger-Konzerns (gemessen am Umsatz 2016)

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Produkte für die Fahrzeugindustrie. Dazu gehören Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoff-Leichtbauteile und -Gehäusemodule für den Antriebsstrang und die Karosserie, thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellensysteme. Darüber hinaus entwickelt und fertigt ein Geschäftsbereich innerhalb des Segments komplette Abgasreinigungssysteme, die vor allem in Lkw und Bussen, Schiffen, Bau- und Landmaschinen oder Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" ein umfassendes Sortiment an Dichtungen, Dichtungssätzen und Serviceteilen für Pkw und Nkw. Die Ersatzteile dienen einer fachgerechten Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen. Der Ersatzteilvertrieb erfolgt hauptsächlich über ein weltweites Netz von Großhändlern und über große Einkaufskooperationen. Zu den wichtigsten Märkten zählen neben West- und Osteuropa auch der Nahe Osten und Nordafrika. Zu den wichtigsten Zukunftsmärkten gehören Nordamerika und China, die aktuell erschlossen werden.

Das Segment Kunststofftechnik entwickelt, produziert und vertreibt kundenspezifische Lösungen aus Hochleistungskunststoffen. Gut ein Drittel des Segmentumsatzes entfällt auf die Fahrzeugbranche, knapp zwei Drittel verteilen sich im Wesentlichen auf den Maschinenbau, die Medizin-, Chemie- und Energieindustrie. Um die mehrheitlich auf Europa fokussierten Vertriebsgebiete zu erweitern, erschließt das Segment weitere Regionen, wie zum Beispiel Asien und Amerika.

Das Segment Dienstleistungen bietet mit modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen Entwicklungs- und Motortest-Dienstleistungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden gehören sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Das Segment enthält zudem noch die Teilbereiche Logistikdienstleistungen und Catering.

Zum Segment Gewerbeparks gehören die Industrieparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemét, Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grund und Gebäuden.

Darüber hinaus sind die Segmente in elf Geschäftsbereiche unterteilt. Sieben davon fallen in das Segment Erstausrüstung. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.

Konzernaußenumsatz nach Geschäftsbereichen 2016 (Vorjahr) in %

Abschirmtechnik: 26 % (27 %)

Leichtbau/Elastomertechnik: 22 % (21 %)

Spezialdichtungen: 18 % (17 %)

Zylinderkopfdichtungen 13 % (14 %)

Ersatzteile: 9 % (9 %)

Kunststofftechnik: 7 % (6 %)

Abgasnachbehandlung: 3 % (3 %)

E-Mobility: 1 % (1 %)

Dienstleistungen: 1 % (1 %)

Gewerbeparks: <1 % (<1%)

Sonstige1 : <1 (<1)

1 HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien und Neue Geschäftsfelder

Metallische Zylinderkopfdichtungen gehören bei ElringKlinger zum traditionellen Geschäft. Aufgrund der technologischen Reife der Dichtungen ist der Konzern seit vielen Jahren Marktführer in einem oligopolistisch geprägten Marktumfeld. Zu den Hauptwettbewerbern zählen zwei US-amerikanische Konzerne. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleinere regionale Marktbegleiter.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen entwickelt und produziert maßgeschneiderte Produktlösungen, vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für verschiedene Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. ElringKlinger gehört zu den größten drei Anbietern weltweit, wobei die Anzahl an Wettbewerbern aufgrund der Produktvielfalt sehr hoch ist.

Der Bereich Abschirmtechnik umfasst thermische und akustische Abschirmsysteme, die das vielschichtige Temperaturmanagement in modernen Kraftfahrzeugen übernehmen. Der Einsatz unterschiedlicher Materialkompositionen sichert die optimale Steuerung von Energieströmen, wie zum Beispiel die Wärme- oder Windströme. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Der Konzern zählt auch in diesem Geschäftsbereich zu den drei international führenden Anbietern.

Der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik heißt fortan Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik. Die Umbenennung liegt im Wesentlichen an den neu entwickelten Leichtbauprodukten aus Kompositwerkstoffen für die Karosserie von Fahrzeugen. Durch den Ersatz von Metall durch Leichtbaukomponenten aus zum Beispiel Hochleistungskunststoff oder Organoblech können in der Fahrzeugindustrie deutliche Gewichtseinsparungen realisiert werden. Im Vergleich zu den vorherigen Geschäftsbereichen ist das Marktumfeld im Bereich von Hochleistungskunststoffen stärker fragmentiert.

Den Wandel in der Automobilindustrie hin zu alternativen Antriebssystemen gestaltet ElringKlinger mit den Produkten aus dem Geschäftsbereich E-Mobility. Zum Kernprodukt gehören die Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen und in Serie produziert werden. Das Wachstum des Geschäftsbereichs ist stark an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gekoppelt. Im Bereich Zellkontaktiersysteme bestehen nur wenige Anbieter.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung entwickelt und produziert Abgasreinigungsanlagen zur katalytischen Abgasnachbehandlung von mobilen und stationären Verbrennungsmotoren sowie diverse Off-Road-Applikationen. Das Leistungsspektrum beinhaltet Produkte für unterschiedliche Branchen. Dazu gehören unter anderem die Nutzfahrzeug-, Schifffahrt- sowie die Bahnindustrie. Mit seinen Produkten ist der Geschäftsbereich in den jeweiligen Branchen gut aufgestellt.

Im Geschäftsbereich Sonstige bündelt der Konzern die Aktivitäten der Werkzeugtechnologie und der Neuen Geschäftsfelder. Letztere beinhalten derzeit die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnologie (vgl. "Forschung und Entwicklung").

Steuerungsgrößen

Der Vorstand der ElringKlinger AG nutzt in erster Linie Finanzkennzahlen zur Steuerung des Konzerns. Aber auch unternehmensspezifische Frühindikatoren sowie nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Entscheidungsgrundlagen für die Unternehmensführung. Die Steuerungsgrößen bilden auch die Basis für die Gesamteinschätzung zu bewertender Sachverhalte und Entwicklungen im Unternehmen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die bedeutendsten finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns beruhen auf der Umsatz- und Ertragsentwicklung sowie Vermögenslage des Konzerns. Es handelt sich dabei um die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und Return on Capital Employed (ROCE). Letzterer gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Diese Steuerungsgrößen werden jeweils für den Konzern, für die einzelnen Konzerngesellschaften einschließlich der Muttergesellschaft sowie für die fünf berichtspflichtigen Segmente und für die Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.

Für die Berechnung des ROCE wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe des Konzerns ist es, mittel- bis langfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 15 % zu erzielen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.

Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger zur Steuerung der Unternehmensgruppe weitere finanzielle Steuerungsgrößen wie:

Operativer Free Cashflow
Eigenkapitalquote
Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

Der operative Free Cashflow beinhaltet den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit, bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und um Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte.

In der folgenden Tabelle sind die bedeutendsten sowie einige weitere Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns aufgeführt. In Übereinstimmung mit der Kommunikation an den Kapitalmarkt wird hierbei das EBIT vor Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation) dargestellt.

Ausgewählte finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

Prognose 20161 Ist 2016 2015 2014 2013 2012
Umsatz (in Mio. €) 1.583 bis 1.6132 1.557,43 1.507,3 1.325,8 1.150,1 1.127,2
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) 140 bis 150 ("eher am unteren Rand") 140,4 140,4 162,35 149,85 140,9
ROCE Bestenfalls leichte Verbesserung ggü. Vorjahr 8,7 % 9,5 % 12,4 % 14,4 % 13,3 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) Leicht negativ (niedriger bis mittlerer zweistelliger Mio.-Euro-Bereich) -3,8 -65,2 -12,4 -4,2 8,2
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % 47,2 % 48,5 % 49,7 % 50,4 % 50,6 %
2011 2010
Umsatz (in Mio. €) 1.032,8 795,7
EBIT vor PPA4 (in Mio. €) 130,66 116,0
ROCE 14,2 %6 15,2 %
Operativer Free Cashflow (in Mio. €) -10,5 -1,9
Eigenkapitalquote 50,1 % 52,7 %

1 Gemäß letztem Quartalsfinanzbericht vom 8. November 2016; ursprüngliche Prognosen für 2016: EBIT vor PPA: 160 bis 170 Mio. Euro; ROCE: "leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr"; Operativer Free Cashflow: "nicht mehr oder nur leicht negativ"; übrige Zielgrößen unverändert;

2 Entsprechend 5 bis 7 % organischem Umsatzwachstum (bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte)

3 Umsatz berichtet; Umsatz bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte (organisch): 1.578,4 Mio. Euro (plus 4,7 %)

4 PPA (Abschreibungen aus Kaufpreisallokation) 4,8 (5,2) Mio. Euro (erfasst in verschiedenen Funktionsbereichen der GuV); Die Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014

5 Geschäftsjahre bereinigt um einmalige Sondereffekte: 2013 um minus 15,7 Mio. Euro, 2014 um 4,9 Mio. Euro

6 Bereinigt um Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg (22,7 Mio. Euro)

Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Auch die folgenden, für die Unternehmenssteuerung weniger bedeutsamen Personal- und Qualitätskennzahlen werden regelmäßig erhoben und dienen dem Management als Entscheidungshilfe:

Entwicklung der Beschäftigtenanzahl und durchschnittlicher Krankenstand der Mitarbeiter
Qualitätskennzahlen und -bewertungen, wie zum Beispiel Betriebsunfälle sowie Ausschussquoten

Konkrete Kennzahlen hierzu finden sich im Kapitel "Nachhaltigkeit" bzw. auf der Internetseite des Konzerns. Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 wird auf der Internetseite des Konzerns unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit im Berichtsjahr 2017 veröffentlicht.

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Die kontinuierlich berichteten Kennzahlen Auftragseingang und -bestand bieten eine verlässliche Indikation für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzuliefererunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

Mit seinen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrierte sich ElringKlinger im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem auf die Bereiche der Leichtbaukonzepte und der neuen Antriebstechnologien. Insbesondere unter dem Eindruck der hohen Dynamik in der Automobilbranche zahlt sich aus, dass der Konzern frühzeitig in diesen Bereichen eine breite und tiefe Kompetenz aufgebaut hat. Nicht zuletzt deswegen ist ElringKlinger heute ein gefragter Partner, um Lösungen für Gewichtseinsparungen oder alternative Antriebe zu realisieren. Gleichzeitig baut ElringKlinger seine vorhandenen Fähigkeiten in den verbrennungsmotorbezogenen Bereichen weiter aus, um seine marktführenden Positionen zu behaupten.

F&E-Kennzahlen

2016 2015 2014 2013 20121
F&E-Kosten (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) (in Mio. €) 74,8 71,2 66,5 65,7 65,7
F&E-Quote (inkl. aktivierter Entwicklungskosten) 4,8 % 4,7 % 5,0 % 5,7 % 5,8 %
Aktivierungsquote2 9,9 % 13,8 % 13,8 % 13,7 % 12,7 %

1 Inkl. Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen - ab 2013 in den Umsatzkosten erfasst

2 Aktivierte Entwicklungskosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten Entwicklungskosten

Hohe Dynamik in der Automobilbranche

Die Automobilbranche weist derzeit eine hohe Dynamik auf. Gerade in der Antriebstechnologie hat ein Wandel eingesetzt, der durch die bestehenden strikten Emissionsrichtlinien und durch die Einführung der neuen Testverfahren und Testzyklen getrieben wird. Zudem wird dieser Wandel durch die hohen Immissionsbelastungen in den Innenstädten, für die maßgeblich der Verkehr verantwortlich gemacht wird, noch beschleunigt.

Neue Testmethoden werden insbesondere deswegen eingeführt, weil die etablierten Tests keine Werte liefern, die der realen Fahrsituation im Feld entsprechen. Bisher war es möglich, die Motoren in einem speziellen zyklusrelevanten Kennfeldbereich zu optimieren und damit die Anforderungen zu erfüllen. Infolgedessen entwickelten sich Trends wie zum Beispiel das Downsizing von Motoren, die zwar in den etablierten Fahrzyklen auf dem Rollenprüfstand zu positiven Ergebnissen führten, die aber auf der Straße den positiven Effekt vermissen ließen. Nach Einführung der neuen Tests verfolgen die Hersteller nun eher eine "Rightsizing "-Strategie in der Motorentwicklung.

Es ist nicht davon auszugehen, dass an den durch die Politik bereits beschlossenen CO2 -Flottengrenzwerten (für Europa: durchschnittlich 95 g/km ab 2021) noch gerüttelt wird. Als sicher gilt aber, dass diese Grenzwerte mit konventionellem Verbrennungsmotorantrieb nicht einzuhalten sind. Daher erhöht sich für die Hersteller der Druck - sie müssen neue Antriebstechnologien einführen, um mit ihren Flotten den CO2 -Grenzwert zu erreichen und teure Strafzahlungen zu vermeiden.

95 g CO2/km

dürfen die Flotten der Fahrzeughersteller nach EU-Vorgaben im Schnitt ab 2021 noch ausstoßen. (Zum Vergleich: Die in Deutschland verkauften Pkw kamen 2016 auf 127 g CO2 /km.)

Die Hersteller wenden sich daher vermehrt alternativen Antriebsarten zu und haben ehrgeizige Ziele für die Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugmodellen in den nächsten zehn Jahren formuliert.

Unter diesen Voraussetzungen geht man grundsätzlich von folgendem Szenario aus: Über die nächsten Jahre wird die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren noch leicht ansteigen, ehe ab ca. 2021 eher die Hybrid- und Elektrofahrzeuge das Wachstum bestimmen werden.

Frühzeitiger Dialog mit Herstellern

Sich frühzeitig für die technologischen Herausforderungen der Branche aufzustellen und Trends innovativ mitzugestalten, ist Teil der Unternehmensphilosophie von ElringKlinger. So zahlt es sich nun aus, dass der Konzern schon vor Jahren in Leichtbautechnologie und Batteriekomponenten investiert hat: Im Leichtbau zeugt ein hoher Marktanteil bei Zylinderkopfhauben oder Ölwannen genauso von erfolgreichen Produktentwicklungen wie die kürzlich erhaltenen Großaufträge über Cockpitquerträger oder Türmodulträger. Und auch im Bereich der Elektromobilität würde der Konzern derzeit nicht so zahlreiche Anfragen erhalten, wenn er mit der Entwicklung und Herstellung von Zellkontaktiersystemen seine Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit nicht bereits bewiesen hätte.

Die hohe Innovationskultur im Unternehmen sowie nachhaltige und zielgerichtete Investitionen sind Voraussetzung für die Vertriebserfolge von ElringKlinger. Zwischen 5 und 6 % des Umsatzes hat der Konzern in den vergangenen Jahren für seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aufgewendet, im gleichen Spektrum erwartet man diese Quote auch für die kommenden Jahre. Damit schafft der Konzern die Grundlage, seine Wettbewerbsposition auch für die Zukunft zu stärken.

Solide Forschungs- und Entwicklungsquote

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die F&E-Kosten auf 74,8 (71,2) Mio. Euro, das heißt die Quote lag mit 4,8 % (4,7 %) leicht unter dem langfristigen Trendspektrum. Dazu trugen neben den traditionellen Geschäftsbereichen Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Leichtbau/Elastomertechnik sowie Abschirmtechnik auch die Neuen Geschäftsfelder sowie die Batterietechnologie bei. Die in den Umsatzkosten ausgewiesenen Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen fielen mit 8,4 (8,2) Mio. Euro hingegen höher als im Vorjahr aus.

Den wichtigsten Faktor für erfolgreiche F&E-Aktivitäten bildet das Personal. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte der Konzern 570 (562) F&E-Mitarbeiter an den Standorten der ElringKlinger AG sowie bei 18 (17) Tochtergesellschaften. Die Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich vor allem auf die deutschen Standorte der Segmente Erstausrüstung und Kunststofftechnik, den Schweizer Standort des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung sowie die US-Standorte im Großraum Detroit, Michigan. An den anderen Standorten werden eher kleinere Entwicklungsschritte und Anpassungsentwicklungen durchgeführt.

Neben der organisatorischen Bündelung zur Verhinderung von Technologietransfer und Know-how-Abfluss sichert ElringKlinger seine Entwicklungserfolge sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene immer rechtlich ab. Die Patentabteilung wacht über den Schutz des technologischen Wissens sowie der geistigen Eigentumsrechte und nimmt die in- und ausländischen Anmeldungen von Patenten vor. Mit 68 (67) lagen die neu angemeldeten Schutzrechte 2016 wiederum auf einem hohen Niveau.

Leichtbau: Jedes Gramm zählt

In der Entwicklung von Motoren- und Strukturkomponenten neuer Modelle zählt für die Automobilhersteller vor allem ein Grundsatz: Das Fahrzeug muss leichter werden. Dieses Prinzip ist auf der einen Seite für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor relevant, um die strikten Emissionsvorschriften besser erfüllen zu können. Auf der anderen Seite ist die Frage des Gewichts für vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge entscheidend, um eine größere Reichweite zu ermöglichen.

Nachdem ElringKlinger bereits seit mehr als 15 Jahren herkömmliche Metallkomponenten rund um den Motor durch Hochleistungskunststoff ersetzt, hat der Konzern in den vergangenen Jahren gemeinsam mit einem deutschen Premiumhersteller innovative Polymer-Metall-Hybridbauteile für die Fahrzeugkarosserie entwickelt: Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU ) wird mit Kunststoffspritzguss kombiniert, wodurch es möglich ist, besonders leichte Strukturbauteile in nur einem Prozessschritt zu fertigen. ElringKlinger hat dazu ein Kombinationswerkzeug entwickelt, das neben der Herstellweise auch das Produkt einzigartig macht. Leichtbauteile wie diese IHU-Produkte können das Gewicht - je nach integrierten Applikationen - um bis zu 40 % gegenüber herkömmlichen Strukturkomponenten reduzieren. Derzeit kommt die IHU-Technologie für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter zum Einsatz. Weitere Anwendungsbereiche im Fahrzeug werden geprüft, um das große Marktpotenzial dieser Technologie zu heben.

Ein ähnlich innovatives Konzept verfolgt ElringKlinger beim kombinierten Einsatz von Organoblech und Kunststoffspritzguss. Dadurch können Belastbarkeit und Steifigkeit gegenüber herkömmlichen Kunststoffen deutlich verbessert werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein volumenstarker Auftrag über Türmodulträger in diesem Bereich gewonnen, die Serienproduktion läuft 2017 an. Darüber hinaus sind weitere Anwendungen dieser Kombination im Fahrzeug denkbar, zum Beispiel für Batterieträger, Sitzschalen oder Ersatzradmulden.

Abschirmtechnik: thermisch, akustisch und aerodynamisch

Auch Unterbodenverkleidungen in neuartiger textiler Presstechnik können dazu beitragen, das Gewicht des Fahrzeugs gegenüber früheren Modellen zu reduzieren. Gleichzeitig übernehmen sie schall- und schwingungsdämmende Funktionen und verbessern die Fahreigenschaften, indem sie den Luftwiderstand verringern. Entwicklungsprojekte in diesen Bereichen setzen an den Materialeigenschaften an. So können unterschiedliche kunststoffbasierte Halbzeuge thermogeformt und zum Hitzeschutz mit metallischen Oberflächen kaschiert werden. Hier liefen im abgelaufenen Geschäftsjahr bedeutende Projekte für Premiumhersteller in der NAFTA-Region an.

Neben den thermischen und aerodynamischen Funktionalitäten gewinnt im Bereich Abschirmtechnik die Akustik eine immer stärkere Bedeutung. Die Hersteller streben danach, in die thermisch wirksamen Abschirmteile auch akustische Funktionen zu integrieren. ElringKlinger hat hier Entwicklungsleistungen erbracht, um die Akustik eines Fahrzeugs aktiv zu steuern. Dazu gehört beispielsweise, die Lochgröße oder den Flächenanteil der Perforation an die Anforderungen der Kunden anzupassen, um bestimmte Schwingungen und Frequenzen zu unterbinden oder zu unterstützen. Dafür und auch aufgrund der steigenden Anzahl weltweiter Kundenanfragen wurde die Entwicklungsorganisation in diesem Geschäftsbereich neu aufgestellt und global ausgedehnt.

Batteriesysteme ermöglichen emissionsfreien Antrieb

Im Zuge des derzeitigen Wandels in der Automobilbranche haben die Hersteller sich nach und nach konkrete Zielwerte für die Entwicklung und Vermarktung neuer Elektrofahrzeugmodelle gesetzt. Diese Aussagen sowie die umfangreiche Förderung des Elektroantriebs in China schlagen sich vermehrt in Anfragen an ElringKlinger nieder.

Auch wenn der Bereich Elektromobilität mangels Kundenakzeptanz der Elektrofahrzeuge bislang unbefriedigend war, hat sich ElringKlinger in diesem Bereich einen guten Ruf als Entwicklungspartner und Lieferant von Batteriekomponenten erworben. Mit der Entwicklungserfahrung von nahezu acht Jahren wurden Entwicklungsinitiativen zu Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien und Batteriemodulen für europäische und nordamerikanische Kunden gestartet. Aus technischer Sicht konnte ein neuartiges Design für Zellspannungsabgriffe erfolgreich in Serie gebracht und damit der vollautomatische Produktionsprozess der Systeme noch effizienter gestaltet werden.

Darüber hinaus lag im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten darauf, das Produktspektrum auszuweiten: Gemeinsam mit einem chinesischen Partner für die Batteriezelle wird das Unternehmen nun in der Lage sein, ein Batteriemodul für Elektrofahrzeuge anzubieten. Hinsichtlich des zu erwartenden Nachfrageanstiegs in der Elektromobilität in den nächsten Jahren bieten sich hier für ElringKlinger sehr attraktive Marktchancen.

Effiziente Energie durch Brennstoffzellen

Bereits seit knapp zwanzig Jahren investiert ElringKlinger in die Brennstoffzellentechnologie und hat in langfristigen Projekten sowohl an der Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEMFC als auch an der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC gearbeitet. Während die SOFC große Vorteile im Einsatz mit auf Kohlenwasserstoff basierten Kraftstoffen bietet, ist die PEMFC vor allem für den Einsatz von Wasserstoff geeignet. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Entwicklungsaktivitäten fortgeführt, um die Systemfähigkeit beider Zellentypen voranzutreiben.

SOFC-Systeme bieten einen höheren elektrischen Wirkungsgrad als beispielsweise Dieselgeneratoren und können über integrierte Router komfortabel gesteuert werden. Sie sind für verschiedenartige Einsätze geeignet, unter anderem zur Kraft-Wärme-Kopplung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus können sie bei der Errichtung von Mobilfunksystemen, Windkraftanlagen oder Pipelines wartungsfrei über 365 Tage - und auch im Dauerbetrieb - eingesetzt werden. Letztlich überall dort, wo eine konventionelle Strominfrastruktur nicht vorhanden ist. Auch für mobile Lösungen auf Booten oder in Campingmobilen können sie Verwendung finden, da sie aufgrund ihres kompakten Designs leicht zu integrieren sind. Diese Systeme durch Softwareanpassungen zu verbessern und das Serienprodukt auch für Biogas zu qualifizieren war einer der F&E-Schwerpunkte im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Rund 33 %

beträgt der elektrische Wirkungsgrad von SOFC-Brennstoffzellen mit einer Leistung von weniger als 1 kW. (Zum Vergleich: Dieselgeneratoren kommen in diesem Leistungsbereich auf maximal 15 %.)

PEMFC sind von der Wasserstoffversorgung abhängig, die sich erst allmählich im Aufbau befindet. Grundsätzlich hat die PEMFC jedoch das Potenzial, reine Elektrofahrzeuge in der Zukunft ideal zu ergänzen. Insbesondere für Langstreckenfahrten oder auch für Nutzfahrzeuge sind rein elektrische Batterieantriebe aufgrund der langen Ladezeiten und der hohen Batteriegewichte im Nachteil. Ein brennstoffzellenbetriebener Pkw lässt sich beispielsweise in drei Minuten mit Wasserstoff betanken. Daher wird es zukünftig je nach Betriebsprofil neben Elektrofahrzeugen auch Brennstoffzellenfahrzeuge sowie Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen-Range-Extender geben. Erste Fahrzeuge koreanischer und japanischer Hersteller sind bereits in Serie, ein deutscher Hersteller folgt zum Ende dieses Jahres. Mit der breiten Serienanwendung ist jedoch frühestens in acht bis zehn Jahren zu rechnen.

ElringKlinger ist im Bereich PEMFC mit patentierten Designs für metallische Bipolarplatten, mit Kunststoff-Medienmodulen und eigenen Brennstoffzellen-Stacks bestens für den Technologiewandel gerüstet. Erste Anwendung finden ElringKlinger-PEM-Brennstoffzellen bereits heute, zum Beispiel in Flurförderzeugen und kommunalen Arbeitsfahrzeugen.

Weiterentwicklung von Dichtungen und Dichtsystemen

Der Prozess des Wandels hin zu Hybrid- und Elektroantrieben ändert nichts daran, dass die Leistungsanforderungen an Zylinderkopf- und Spezialdichtungen hoch bleiben. Häufige Lastwechsel, eine thermisch hohe Beanspruchung und hohe Drücke stellen weiterhin die Rahmenbedingungen für Verbrennungsmotoren dar.

Um die Emissionsvorschriften besser zu erfüllen, verwenden die Hersteller verstärkt AGR-Systeme. Der Einsatz dieser Systeme erfordert wiederum anspruchsvolle Filterdichtungen, um den Turbolader vor Beschädigungen zu schützen. ElringKlinger kann für diese Anforderungen seine Dichtungskompetenz einsetzen und hat sich bei seinen Entwicklungsaktivitäten daher - neben der Isolation von Turboladern durch Abschirmkomponenten - auf Dichtsysteme mit Ventilfunktion für AGR- und CO2 -Kompressoranwendungen sowie auf eine verbesserte Simulationsmethodik des Dichtverbands konzentriert, um die Zylinderkopfdichtung bei sich ändernden Lastkollektiven optimal auszulegen. Als wesentliche Produktinnovation wurde hier 2016 der geprägte Falzbördelstopper eingeführt, der künftig in der neuen Motorengeneration eines globalen Fahrzeugherstellers eingesetzt wird.

Sowohl Hybrid- als auch vollelektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weiterhin Automatikgetriebe beinhalten, die aus dem Geschäftsbereich Spezialdichtungen Lösungen in unterschiedlicher Komplexität erfordern. Davon zeugen die Produktentwicklungen des Jahres 2016. ElringKlinger hat beispielsweise sein Produkt-Know-how eingesetzt, um Innen- und Außenlamellenträger für das Automatikgetriebe eines neuen Elektrofahrzeugs eines deutschen Premiumherstellers zu entwickeln. Darüber hinaus werden derzeit Beschichtungslösungen entwickelt, die auch Dichtsysteme für IP-Schutzklassen zulassen, die im Elektroantrieb benötigt werden.

Abgasnachbehandlung: Emissionsvorschriften als Treiber

Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG (Hug) entwickelt und vertreibt Lösungen zur Reduzierung des Schadstoffausstoßes von Verbrennungskraftmaschinen. Dabei konzentriert man sich auf attraktive Nischen. Der Fokus der Tätigkeiten liegt auf Retrofit-Lösungen für Nutzfahrzeuge und Baumaschinen, mobilen Off-Road-Anwendungen für Lokomotiven und Schiffe und stationären Anwendungen für Kraftwerke und Gewächshäuser. Treiber dafür sind neue Normen für Schadstoffemissionen oder innovative Produkte, welche neue Normen vorantreiben - auch hier liegt der Fokus im Off-Road-Bereich.

Um eine solche Sparte handelt es sich beispielsweise bei schwerölbetriebenen Motoren, deren Feinstaubemissionen bislang nicht reguliert sind, weil keine entsprechende Technologie Marktreife erlangt hat. Diese Lücke kann Hug schließen, indem man ein System entwickelt, welches erlaubt, Ruß- und Aschepartikel aus Abgasen solcher Motoren zu entfernen. Die Entwicklung dazu läuft im Rahmen eines in Horizon 2020 geförderten Projekts. Bei "Horizon 2020" handelt es sich um ein EU-Förderprogramm, das wissenschaftliche Exzellenz herausbilden, innovative Ideen vorantreiben und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas erhöhen soll.

Mit mobiclean™ R Dynamic ist ein neues Abgasreinigungssystem entstanden, welches mit einem vollautomatisch aktivregenerierenden Filtersystem zur Verminderung des Rußausstoßes beiträgt. Das System besteht aus einem Dieselpartikelfilter, einem Brenner, Steuerungskomponenten und Datenlogger und ist kompakt konzipiert, um leicht in Fahrzeuge integriert werden zu können. Diese Produktinnovation kommt insbesondere für Maschinen mit hohem Rußausstoß und langen Leerlauf- oder Niederlastzeiten in Frage, aber auch für Fahrzeuge in Schwellenländern, die Brennstoffe mit hohem Schwefelgehalt verwenden.

Im Schiffs- und Eisenbahnsektor lag der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Entwicklung von hochtemperaturbeständigen SCR-Katalysatoren für schnelllaufende Hochleistungsmotoren. Für stationäre Kraftwerksmotoren wurde die Dosierstrategie der Harnstoffdosieranlagen weiterentwickelt, um höchsten Ansprüchen an NOX -Umsatz unter lastvariablen Bedingungen zu genügen.

Wie auch in anderen Geschäftsbereichen des Konzerns nutzt Hug staatliche und institutionelle Förderungen zur Durchführung von risikoreichen Entwicklungsprojekten. Beispielsweise entwickelt man gemeinsam mit zwei Partnern Abgasreinigungsanlagen, die systemintegriert Schall und Emissionen reduzieren.

Kunststoffkompetenz

Im Segment Kunststofftechnik lag der Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten zum einen auf der Entwicklung neuer Materialien auf Basis vollfluorierter Werkstoffe. Dabei konzentrierte man sich insbesondere auf thermoplastisch verarbeitbare Hochleistungskunststoffe für den Einsatz in Thermomanagementsystemen, Getriebeanwendungen oder Zahnrädern. Zum anderen wurde der neue Speedflon-Radialwellendichtring vorgestellt, der in extrem schnelldrehenden Anwendungen für eine verbesserte Dichtheit bei gleichzeitig sehr geringer Reibung sorgt. Anwendungen hierfür sind beispielsweise Abgasturbolader oder der Einsatz an Elektromotoren.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Die Weltwirtschaft präsentierte sich 2016 mit verhaltenem Wachstum. Nach vorläufiger Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) nahm das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 % zu, was einer leichten Verlangsamung gegenüber dem Vorjahresanstieg (3,2 %) entsprechen würde. Die schwächere Expansion ist hauptsächlich auf Entwicklungen in den USA und Westeuropa zurückzuführen, während die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe ihr Wachstumstempo beschleunigten. Für die Automobilbranche verlief das Jahr 2016 mit einem weltweiten Absatzplus von rund 4 % insgesamt erfreulich. Größte Wachstumsregionen waren Westeuropa, China und Indien. Der US-Markt legte auf hohem Niveau eine Verschnaufpause ein. Fahrzeuge mit alternativem Antrieb stellen bislang noch ein sehr kleines Marktsegment dar.

Konjunkturelle Einflussfaktoren vielseitig

Zu den wesentlichen belastenden und stützenden Einflussfaktoren für die Weltwirtschaft im Jahr 2016 gehörten die noch verhältnismäßig niedrigen, aber wieder leicht anziehenden Öl- und Energiepreise, der geldpolitisch weiterhin expansive Kurs der großen Notenbanken, Auswirkungen der Wachstumsverlangsamung in China und auch die Verwerfungen durch geopolitische Krisenherde wie dem Nahen Osten. Hinzu kamen mit dem Brexit-Votum in Großbritannien im Juni 2016 und der Präsidentschaftswahl in den USA im November 2016 zwei Ereignisse politischer Natur, die zwar für Unsicherheit sorgten, sich aber vorerst noch nicht spürbar auf das Wirtschaftsgeschehen auswirkten. Für rohstoffexportierende Schwellenländer schlug positiv zu Buche, dass die meisten Rohstoffpreise nach jahrelanger Talfahrt 2016 wieder leicht anzogen.

Das BIP-Wachstum in der Eurozone fiel leicht geringer aus als noch ein Jahr zuvor, hielt sich aber unterjährig stabil auf einer Vorjahresveränderungsrate von 1,7 %. Unterstützend wirkten das niedrige Zinsniveau, die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt sowie der weiterhin relativ geringe Außenwert des Euro. Mit einem im europäischen Vergleich überdurchschnittlichen Wachstum konnte die deutsche Wirtschaft ihre Rolle als Stabilitätsanker nochmals behaupten. Die Schubkraft kam insbesondere vom anhaltend lebhaften privaten und staatlichen Verbrauch. Exporte aus Deutschland ließen in ihrer Dynamik nach, kamen am Ende aber dennoch auf einen neuen Jahresrekord.

Die US-Konjunktur gewann nach einem schwachen ersten Halbjahr im weiteren Jahresverlauf an Stärke. Die Binnenkonjunktur in den USA profitierte vor allem von der hohen Konsumentennachfrage, auch infolge der guten Beschäftigung und von günstigen Finanzierungsbedingungen. Andererseits schwächelte die verarbeitende Industrie, allen voran der von der Rohstoffpreisentwicklung abhängige Energiesektor.

Die chinesische Volkswirtschaft stabilisierte sich 2016 zielgenau in der von der chinesischen Regierung anvisierten Bandbreite von 6,5 bis 7,0 %. Ebenfalls erfreulich verlief die Entwicklung in Indien, die allerdings hauptsächlich vom privaten und staatlichen Konsum getrieben ist. In Japan hingegen verhinderte unter anderem die schleppende Inlandsnachfrage einen erkennbaren wirtschaftlichen Aufwärtstrend.

Die konjunkturelle Lage in den rohstoffexportierenden Schwellenländern verbesserte sich zwar leicht, jedoch blieben die größeren Volkswirtschaften Brasilien und Russland erneut hinter ihrem Vorjahresniveau.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr in %

20151 2016
Welt 3,2 3,1
Deutschland 1,5 1,7
Eurozone 2,0 1,7
USA 2,6 1,6
Brasilien -3,8 -3,5
China 6,9 6,7
Indien 7,6 6,6
Japan 1,2 0,9

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2017)

1 Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 16. Januar 2017

Automobiljahr 2016 übertrifft Erwartungen

Nach Angaben des VDA (Verband der Automobilindustrie, Deutschland) legte der Pkw-Weltmarkt 2016 um rund 4 % auf 81,6 Mio. Einheiten zu und überschritt erstmals die 80-Millionen-Marke. Nicht nur verglichen mit der ursprünglichen Erwartung des Verbands, die bei rund 2 % Absatzplus lag, entwickelte sich das Automobiljahr damit insgesamt erfreulich. Marktstudien zufolge nahm die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ("Light Vehicles") leicht stärker zu als der Fahrzeugabsatz. Das Wachstum war im Wesentlichen getragen von den Regionen Europa, China und Indien, während der US-amerikanische Markt erwartungsgemäß ins Stocken geriet.

Pkw-Neuzulassungen 2016 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (17. Januar 2017)

Die Automobilnachfrage in West- und Osteuropa hatte besonders im ersten Halbjahr 2016 mit zum Teil zweistelligen Zuwächsen gegenüber den Vorjahresmonaten für positive Überraschung gesorgt. Bis zum Jahresende wurden 14,0 Mio. neu zugelassene Pkw in Westeuropa registriert. Angeführt von Italien und Spanien lagen alle Top-5-Märkte, die rund 80 % des westeuropäischen Fahrzeugmarkts repräsentieren, im Plus. Das Schlusslicht bildete dabei Großbritannien mit einem Anstieg von 2,3 %. Vor dem Hintergrund der positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war auch in Deutschland eine hohe Kaufbereitschaft für Neuwagen zu verzeichnen: Die 2016 hier neu zugelassenen 3,4 Mio. Pkw entsprechen dem höchsten Stand seit 2010. Aufgrund des stagnierenden Exportvolumens lag auch die Inlandsproduktion kaum über der Vorjahreszahl. Insgesamt wurden 4,4 Mio. Fahrzeuge von den in Deutschland 2016 hergestellten 5,7 Mio. Pkw exportiert.

Auf einem sehr hohen Niveau bewegte sich 2016 der Light-Vehicle-Markt in den USA, der neben den Pkw auch Geländelimousinen und Pickup-Trucks umfasst. Diese letztgenannten und üblicherweise PS-stärkeren Fahrzeugkategorien waren erneut stärker gefragt als der reine Pkw-Sektor. Mit einem Volumen von 17,5 Mio. Neuwagen konnte der US-Markt seinen Rekordwert von 2015 (17,4 Mio. Neufahrzeuge) nochmals leicht übertreffen.

In China, dem weltgrößten Pkw-Einzelmarkt, zogen die Verkäufe vor allem im zweiten Halbjahr mit unerwartet hoher Dynamik an. Begünstigt wurde der Absatz auch durch Steuervergünstigungen für Kleinwagenkäufe. Auch in Indien kletterten die Verkaufszahlen deutlich nach oben, während Japan erneut ein Minus bilanzierte. Die Talfahrt der seit Jahren rückläufigen Märkte Brasilien und Russland verlangsamte sich immerhin.

Elektromobilität - Marktanteile 2016 noch gering

Das Jahr 2016 markierte einen Strategiewandel in der Automobilindustrie. Die Automobilhersteller wandten sich stark der Hybrid- und Elektromobilität zu und kündigten für die mittlere Sicht eine Vielzahl von Modelleinführungen an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Absatzzahlen noch gering. Auf den wesentlichen Automobilmärkten beträgt der Anteil von Elektrofahrzeugen (rein batterieelektrische sowie Plug-in-Hybrid-Pkw) am Neuwagenabsatz weniger als 2 %. Die meisten Elektro-Neuzulassungen verzeichnete China mit 336.000 Fahrzeugen, gefolgt von Europa mit rund 212.000 und den USA, wo 2016 gut 157.000 Autos mit Elektroantrieb verkauft wurden. In Deutschland kamen trotz der ab Juli 2016 geltenden Subvention in Höhe von bis zu 4.000 Euro nicht mehr als 25.200 neue Elektroautos auf die Straßen.

29 %

Elektrofahrzeuge

Mit einem Anteil von 29 % der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen ist Norwegen 2016 einsamer Spitzenreiter. Andere Länder zum Vergleich: China 1,8 %, USA 0,9 %, Deutschland 0,8 % (Quelle: CAM)

Nutzfahrzeugmärkte regional stark unterschiedlich

Die großen Nutzfahrzeugmärkte entwickelten sich 2016 stark unterschiedlich. Das größte Wachstum ging von Westeuropa aus, dessen Marktvolumen 2016 um 10,1 % zulegte und rund 545.000 neu zugelassene mittelschwere und schwere Lkw (> 3,5 t) erreichte. Nach der von Nachholeffekten geprägten starken Aufwärtsbewegung im Vorjahr ließ die Dynamik 2016 aber nach. In Osteuropa fiel der prozentuale Anstieg höher aus, allerdings auf Basis eines niedrigeren absoluten Volumens (2016: 129,9 Tsd. Neuzulassungen).

Der Truckmarkt USA kühlte sich nach den hohen Zulassungszahlen der Vorjahre erwartungsgemäß ab. Die geringere Investitionsbereitschaft gründet neben der erreichten Marktsättigung sowie auch auf der Schwäche des Industriesektors. Das Segment der schweren Lkw (Class 8) schnitt mit einem Minus von 22,5 % gegenüber dem Vorjahr besonders schlecht ab. In schwieriger Verfassung war außerdem weiterhin der Nutzfahrzeugmarkt in Brasilien, der nochmals deutliche Einbußen verzeichnete.

Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2016 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2017)

Wesentliche Ereignisse

Zu den wesentlichen Ereignissen für den ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2016 gehörten der Erwerb weiterer Anteile der ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering an der COdiNOx Beheer B. V., Enschede, Niederlande, sowie die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland. Darüber hinaus fielen der Erwerb weiterer Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, die Gründung der Tochtergesellschaft ElringKlinger Silicon Valley, Inc., Fremont, USA, die Niederlegung des Vorstandsmandats von Karl Schmauder und der Indexzugehörigkeitswechsel der ElringKlinger-Aktie in das Berichtsjahr 2016.

ElringKlinger stockt Anteile an new enerday auf

Die ElringKlinger AG hat mit Wirkung zum 18. Februar 2016 weitere 5,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben und hält seither 80,0 % der Anteile an dem Brennstoffzellen-Systemspezialisten. Die ElringKlinger AG führt damit ihre Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.

Karl Schmauder legt Vorstandsmandat nieder

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der ElringKlinger AG, sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Schmauder wurde 2005 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und verantwortete bis zu seiner Mandatsniederlegung die Bereiche "Vertrieb Erstausrüstung" und "Neue Geschäftsfelder". Der Vorstand von ElringKlinger besteht seither aus drei Mitgliedern: Neben dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Wolf zählen Theo Becker, Vorstand für Produktion und Technik, sowie der Finanzvorstand Thomas Jessulat weiterhin zur obersten Konzern-Führungsebene. Dr. Stefan Wolf hat den Bereich "Vertrieb Erstausrüstung" übernommen. Der Bereich "Neue Geschäftsfelder" wird von Theo Becker verantwortet.

ElringKlinger-Aktie wechselt Indexzugehörigkeit

Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG musste daraufhin den Index verlassen und wird seit dem 21. März 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind vor allem zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie.

Hug Engineering erhöht Anteilsbesitz an COdiNOx

Die Hug Engineering AG, eine 93,7-prozentige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, hat mit Wirkung zum 11. April 2016 weitere 80,0 % der Anteile an der COdiNOx Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, erworben und hält seither 90,0 % der Anteile.

Der Anteilserwerb erfolgte, nachdem zuvor die Tochtergesellschaften der COdiNOx Beheer B.V. auf die Muttergesellschaft verschmolzen wurden. Das Unternehmen firmiert mittlerweile als Hug Engineering B.V. Mit dem Zukauf der Vertriebs- und Servicegesellschaft sollen Synergien gehoben, das Wachstumspotenzial für die Hug-Abgasreinigungssysteme erhöht sowie neue Märkte erschlossen werden.

ElringKlinger übernimmt Geschäftsbetrieb von Maier Formenbau

Die ElringKlinger AG hat mit Wirkung zum 1. Juni 2016 den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH mit Sitz in Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals übernommen.

Maier Formenbau ist auf die Herstellung und Instandsetzung von technisch komplexen Spritzgießwerkzeugen spezialisiert. Mit der Übernahme erweiterte ElringKlinger seine bestehenden Kompetenzen und Kapazitäten im Bereich Werkzeugbau. Die zusätzlichen Ressourcen sollen in erster Linie zur Entwicklung und Produktion von Werkzeugen für den Geschäftsbereich Abschirmtechnik eingesetzt werden.

Gründung ElringKlinger Silicon Valley

Mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 wurde die ElringKlinger Silicon Valley, Inc., mit Sitz in Fremont, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100,0 % der Anteile.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern hat 2016 in vielen Regionen starkes Wachstum generiert und konnte im Umsatz insgesamt um 3,3 % auf 1.557,4 (1.507,3) Mio. Euro zulegen. Eine gute Gesamtmarktlage sowie stetige Verbesserungen einer Schweizer Tochtergesellschaft trugen dazu bei, dass ElringKlinger im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) an das Vorjahresniveau anknüpfen konnte.

Umsatzstarkes Schlussquartal

Im Geschäftsjahr 2016 stiegen die Umsatzerlöse des Konzerns um 50,1 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 1.557,4 (1.507,3) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Währungs- und Akquisitionseffekte betrug das Wachstum organisch 71,1 Mio. Euro oder 4,7 %. Dabei reduzierten Wechselkursveränderungen den Konzernumsatz im Berichtsjahr um 33,4 Mio. Euro bzw. minus 2,2 %. Vor allem die Entwicklungen des mexikanischen Peso, des chinesischen Yuan sowie des britischen Pfund führten zu einem Rückgang. Aus der erstmaligen Einbeziehung der ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, zum 14. Februar 2015 ergab sich im ersten Quartal 2016 ein akquisitorischer Effekt im Umsatz in Höhe von 4,9 Mio. Euro. Mit Wirkung zum 11. April 2016 wurde die niederländische Vertriebsgesellschaft COdiNOx Beheer B.V., Enschede, Niederlande, nach Umfirmierung als Hug Engineering B.V. im Konzern vollkonsolidiert. Darüber hinaus übernahm ElringKlinger zum 1. Juni 2016 den Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals. In Summe betrug der Umsatzbeitrag aus den Akquisitionen 12,4 Mio. Euro bzw. 0,8 %.

Nach einer guten organischen Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr 2016 sowie einem ordentlichen organischen Umsatzwachstum im Schlussquartal von 5,1 % bremste vor allem das von temporären Effekten betroffene schwächere dritte Quartal (+2,5 % organisches Umsatzwachstum) das Gesamtjahreswachstum. Auf Basis der gerundeten Werte der Umsatzprognose von jährlich 5 bis 7 % konnte ElringKlinger 2016 mit knapp 5 % organischem Umsatzwachstum das untere Ende des Zielkorridors erreichen.

2016 ging der Umsatzbeitrag aus Werkzeugfakturierungen im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Mio. Euro zurück. Für gewöhnlich weisen diese Werkzeugerlöse einen im Vergleich zum Seriengeschäft geringeren Ergebnisbeitrag aus.

Ursprünglich betrug die Gesamtjahresprognose des Konzerns für das EBIT vor Kaufpreisallokation 160 bis 170 Mio. Euro. In der Folge der Kapazitätsengpässe innerhalb einer Einheit des Konzerns und der Verzögerungen in der Verlagerung von Produkten nach Ungarn wurde die Prognose im Jahresverlauf auf 140 bis 150 Mio. Euro reduziert und mit der Veröffentlichung des Neunmonatsberichts auf das untere Ende der Spanne präzisiert. Mit einem EBIT vor Kaufpreisallokation in Höhe von 140,4 (140,4) Mio. Euro hat der Konzern im Geschäftsjahr die prognostizierte Ergebnisspanne erreicht.

Konzernumsatz nach Regionen (Vorjahr) in %

Deutschland 26,5 (27,3)
Übriges Europa 31,4 (31,2)
Asien-Pazifik 19,2 (18,0)
NAFTA 18,7 (19,6)
Südamerika und Übrige 4,2 (3,9)

Gute Gesamtmarktlage unterstützt Konzernumsatz

Der ElringKlinger-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2016 währungsbereinigt in allen Regionen weiter zulegen und die Vorjahreswerte übertreffen. Das Wachstum im Gesamtjahr wurde dabei im Wesentlichen getragen von den Regionen Asien-Pazifik und Übriges Europa.

Gerade im Schlussquartal steigerte ElringKlinger die Umsatzerlöse nochmals deutlich. Dabei nahm in der Region Asien-Pazifik die Wachstumsdynamik spürbar zu und auch der deutsche Markt verbesserte sich stark. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im vierten Quartal 2016 um 4,4 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode an. Das organische Wachstum betrug 5,1 %.

31,4 % (31,2 %) des Konzernumsatzes erwirtschaftete ElringKlinger 2016 auf seinem wichtigsten Absatzmarkt: in der Region Übriges Europa. Obwohl dieser Umsatzanteil in Europa (ohne Deutschland) durch den stärkeren Ausbau anderer Wachstumsmärkte prozentual nur leicht zulegen konnte, entwickelte sich die Region im Berichtsjahr äußerst positiv, indem sie Erlöse in Höhe von 489,1 (470,3) Mio. Euro erzielte und um 4,0 % zulegte. Erstmalig enthalten ist darin die seit April 2016 vollkonsolidierte Hug Engineering B.V., Enschede, Niederlande. Der Umsatzzuwachs basiert zudem auf einer sehr starken Entwicklung der westeuropäischen Fahrzeugmärkte.

Auch der deutsche Fahrzeugmarkt wuchs 2016 weiter. Analog dazu steigerte ElringKlinger den Inlandsumsatz um 0,8 Mio. Euro auf 412,3 (411,5) Mio. Euro. Ein Teil der an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten kommt in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz, die für Auslandsmärkte bestimmt sind. Der Inlandsanteil am Konzernumsatz reduzierte sich 2016 auf 26,5 % (27,3 %).

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 292,0 (296,4) Mio. Euro schloss die Region NAFTA das Geschäftsjahr 2016 nach starken Wachstumsraten in den Vorjahren erwartungsgemäß etwas schwächer ab. Währungsbereinigt konnte die Region jedoch den Umsatz um 3,0 % steigern, obwohl der US-amerikanische Fahrzeugmarkt 2016 in Summe stagnierte. Nach zwei starken Quartalen im ersten Halbjahr blieb der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte um 5,2 % hinter dem starken Vorjahresvergleichsniveau zurück. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch der hohe Werkzeugumsatz, der aus dem Verkauf von IHU-Werkzeugen im Vorjahr enthalten war. 18,7 % (19,6 %) der Konzernumsätze erwirtschaftete ElringKlinger 2016 in dieser Region.

Sehr positiv verlief die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2016 in der Region Südamerika und Übrige. Da die Rezession der brasilianischen Wirtschaft weiter anhielt, entschieden sich Fahrzeughalter weniger zum Kauf von neuen Fahrzeugen, sondern bevorzugten die Durchführung von Reparaturen. Davon profitierte das gut laufende Ersatzteilgeschäft im ElringKlinger-Konzern. Des Weiteren konnte auch die südafrikanische Tochtergesellschaft im Umsatz wachsen. In Summe nahmen die Erlöse im Geschäftsjahr 2016 um 11,7 % auf 65,1 (58,3) Mio. Euro zu. Währungsbereinigt lag der Umsatz sogar um 14,6 % über dem Vorjahresvergleichswert. Der Anteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 4,2 % (3,9 %).

In der Region Asien-Pazifik verzeichnete ElringKlinger das stärkste Umsatzwachstum und erhöhte den Anteil der Region am Konzernumsatz um 1,2 Prozentpunkte auf 19,2 % (18,0 %). Mit einem deutlichen Umsatzplus von 10,5 % erreichte ElringKlinger in dieser Region im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 299,0 (270,7) Mio. Euro. Die Nachfrage im größten Automobilmarkt der Welt liegt auf einem sehr hohen Niveau, auch wenn die Zuwächse des Automobilsektors in China 2016 an Dynamik verloren haben. Von dieser Beruhigung des Marktwachstums ausgenommen ist das vierte Quartal 2016, in dem ElringKlinger im Vergleich zum vierten Quartal 2015 im Umsatz um 16,4 % zulegen konnte. Der starke Anstieg begründet sich in einem spürbaren Vorzieheffekt in China, wo der seit Oktober 2015 reduzierte Mehrwertsteuersatz auf Fahrzeuge mit kleinem Hubraum zum Jahreswechsel wieder angehoben wurde. Zudem enthielt das Quartal vergleichsweise hohe Werkzeugumsätze.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich 2016 erneut und betrug 73,5 % (72,7 %). ElringKlinger hat frühzeitig in den Ausbau seiner globalen Infrastruktur investiert, deshalb gewinnt das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung.

Konzernumsatz nach Segmenten (Vorjahr) in Mio. €

Erstausrüstung 1.294,3 (1.255,8)
Zylinderkopfdichtungen
Spezialdichtungen
Leichtbau/Elastomertechnik
Abschirmtechnik
Abgasnachbehandlung
Ersatzteile 147,3 (142,2)
Kunststofftechnik 101,7 (96,6)
Dienstleistungen 9,7 (8,3)
Gewerbeparks 4,5 (4,3)

Heterogene Entwicklung im Segment Erstausrüstung

ElringKlinger steigerte die Umsatzerlöse im Segment Erstausrüstung um 3,1 % auf 1.294,3 (1.255,8) Mio. Euro. Strukturell profitierte die Erstausrüstung von der wachsenden Nachfrage der Kunden nach Leichtbauprodukten aus Hochleistungskunststoff. Dies zeigt sich im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, der den Vorjahresvergleichswert um 7,1 % übertreffen konnte. Weiteres Wachstum erzielte der Konzern im Geschäftsbereich Spezialdichtungen, getrieben durch das Downsizing aktueller Motorengenerationen, die eine höhere Anzahl an Spezialdichtungen erfordern. Lediglich der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen konnte das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreichen, da eine höhere Anzahl an Rahmenverträgen ausgelaufen ist. Nachfolgendes Neugeschäft befand sich größtenteils noch in der Anlaufphase.

Abschirmtechnik mit operativ hohem Fixkostenniveau

Innerhalb des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik verursachten die 2015 angefallenen Kapazitätsengpässe auch im ersten Halbjahr 2016 an einem Schweizer Produktionsstandort Sonderkosten in Höhe von rund 11 (34) Mio. Euro. Nachlaufende Effekte aus den Kapazitätserweiterungsmaßnahmen sowie Verzögerungen im Verlagerungsprozess von Produkten an einen Produktionsstandort in Ungarn führten im zweiten Halbjahr 2016 dazu, dass die betroffene Gesellschaft auf einem anhaltend hohen Fixkostenniveau operierte, da die geplanten Effizienzsteigerungsmaßnahmen, wie zum Beispiel die Verringerung von zusätzlich angemieteten Lagerflächen, noch nicht im geplanten Umfang durchgeführt werden konnten. Erste spürbar positive Effekte erzielte ElringKlinger im vierten Quartal 2016. Dabei konnte am ungarischen Standort ein Großteil der verlagerten Maschinen in Betrieb genommen und bereits im Zweischichtbetrieb gearbeitet werden, sodass erste Umsätze realisiert werden konnten. Parallel erhielt der Konzern weitere Zustimmungen von Kunden zur Verlagerung von Produkten. Die Maßnahmen werden in den nächsten drei Jahren zu einer signifikanten Reduzierung des hohen operativen Fixkostenniveaus führen.

E-Mobility gewinnt weiter an Bedeutung

Der Wandel hin zum rein elektrischen Fahrzeug gewann 2016 an Dynamik. Zwar blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück, die Automobilhersteller bekannten sich 2016 dennoch klar zur emissionsfreien Mobilität und trafen entsprechende strategische Zukunftsentscheidungen.

ElringKlinger erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit seinen Komponenten für Energiespeichersysteme einen Umsatz von 12,4 (11,0) Mio. Euro. Dank der durchgeführten Kostenoptimierungsmaßnahmen konnte beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern der Verlust auf 4,1 (-5,1) Mio. Euro reduziert werden.

Projektgetriebenes Geschäft im Bereich Abgasnachbehandlung

Im Vergleich zum traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft schwankt im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung, in dem Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe hergestellt werden, die Umsatz- und Ertragssituation stärker. Nachdem die Nachfrageschwäche nach Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen oder auch nach Projekten für Binnenschiffe und Baumaschinen weiter anhielt, schloss der Geschäftsbereich das Gesamtjahr 2016 dank eines sehr starken vierten Quartals sowohl mit einem Umsatz- als auch mit einem Ergebnisplus ab.

Aufgrund der unterschiedlichen ergebnismindernden Faktoren in den Bereichen Abschirmtechnik und E-Mobility sowie dem unter Vorjahr liegenden Ergebnisbeitrag aus dem Bereich Zylinderkopfdichtungen verringerte sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Geschäftsjahr 2016 im Segment Erstausrüstung auf 88,9 (91,2) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Erstausrüstung in Mio. €

2015: 1.255,8

2016: 1.294,3

Ersatzteilgeschäft weiterhin erfolgreich in Osteuropa

Das Segment Ersatzteile, das im Wesentlichen das Ersatzteilsortiment bestehend aus Zylinderkopfdichtungen sowie Dichtungssätzen enthält, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 3,6 % auf 147,3 (142,2) Mio. Euro steigern. Zu den umsatzstärksten Regionen zählten neben Deutschland auch Ost- und Westeuropa sowie der Nahe Osten.

In Westeuropa profitierte das Segment Ersatzteilgeschäft von einer flächendeckenden Marktpräsenz. Getrennt voneinander sind nach wie vor die von den geopolitischen Spannungen betroffenen Regionen zu betrachten. Denn einerseits führten begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten oftmals zur Kaufzurückhaltung. Andererseits profitierte das Segment in allen Regionen von einem alternden Fahrzeugbestand mit steigendem Ersatzteilbedarf. Während in Osteuropa und Afrika zweistellige Wachstumsraten erzielt wurden, konnte der Nahe Osten das hohe Vorjahresniveau nicht erreichen. Des Weiteren baute ElringKlinger auf dem derzeit wirtschaftsschwachen südamerikanischen Fahrzeugmarkt seine Umsätze deutlich aus.

Ein wichtiger Zukunftsmarkt ist die Region Asien-Pazifik. Das Segment konnte den Markteintritt mit einem zweistelligen Umsatzplus im Geschäftsjahr 2016 weiter vorantreiben. Als Wachstumstreiber fungiert weiterhin die steigende Anzahl an Fahrzeugen auf dem asiatischen Fahrzeugmarkt, weswegen mittelfristig mehr Ersatzteile nachgefragt werden. ElringKlinger stärkt seine regionale Präsenz, investiert in lokal benötigte Lagerflächen und setzt somit seine Strategie um, frühzeitig ein Vertriebsnetzwerk in Asien aufzubauen.

Im Inland konnte ElringKlinger seine starke Marktposition halten und nach einem geringen Wachstum im Vorjahr wieder gut zulegen. Insgesamt entfielen rund 13 % (rund 13 %) der Umsatzerlöse im Ersatzteilgeschäft auf Deutschland.

Das Segment Ersatzteile leistete einen positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung im Konzern und verbesserte sich 2016 überproportional zum Umsatzwachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um insgesamt 8,2 % auf 30,5 (28,2) Mio. Euro.

Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft in Mio. €

2015: 142,2

2016: 147,3

Segment Kunststofftechnik wächst deutlich

ElringKlinger ist im Segment Kunststofftechnik auf die Verarbeitung des Hochleistungskunststoffs PTFE (Polytetrafluorethylen) und die entsprechende Applikationstechnologie spezialisiert. Das Segment beliefert neben der Fahrzeugindustrie zu einem Großteil auch Branchen wie die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Chemie- und Anlagentechnik.

Im Berichtsjahr 2016 erzielte das Segment einen Umsatzzuwachs von 5,3 % auf 101,7 (96,6) Mio. Euro. Dabei weitete ElringKlinger durch die Erschließung neuer großer PTFE-Märkte seine bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Vertriebsregionen aus. Erste Erfolge zeigten sich bereits in Asien, wo die Vertriebsgesellschaft im chinesischen Qingdao dazu beitrug, ein enorm starkes Umsatzwachstum zu erzielen. Die Region NAFTA konnte 2016 nicht das gute Vorjahresniveau erreichen. Der Inlandsumsatz hingegen legte weiter zu.

Die Anforderungen für sensitive Produkte in Bezug auf Sauberkeit nehmen in den unterschiedlichsten Industriezweigen kontinuierlich zu. Mit dem Bau eines Reinraums der Klasse 8 ist ElringKlinger nun in der Lage, unter erhöhten Sauberkeitsanforderungen zu kontrollierten Bedingungen zu fertigen. Indem der Standort die zur Herstellung von Medizinprodukten erforderliche Zertifizierung erhalten hat, wurden 2016 die Voraussetzungen geschaffen, um das medizintechnische Produktportfolio weiter auszubauen. Für den Bezug des Neubaus fiel 2016 ein entsprechender Mehraufwand an. Die Fertigstellung der neuen Produktionshalle zeigte sich zudem in den gestiegenen Abschreibungen. Trotz Umsatzsteigerung konnte der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden, was im Wesentlichen auf die niedrigen Rohstoffpreise zurückzuführen ist.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Segments Kunststofftechnik erhöhte sich von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,9 Mio. Euro. Die operative Marge konnte entsprechend auf 14,7 % (13,7 %) gesteigert werden.

Gewerbeparks

Aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und in Kecskemét-Kádafalva, Ungarn, generierte ElringKlinger Einnahmen in Höhe von 4,5 (4,3) Mio. Euro. Da ein Teil des Gewerbeparks in Ungarn derzeit konzernintern genutzt wird und am Gewerbepark in Idstein Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, wies das Segment Gewerbeparks 2016 einen leichten Verlust von minus 0,3 (im Vorjahr ein Gewinn von 0,7) Mio. Euro aus.

Segment Dienstleistungen steigert Umsatz

Das Segment umfasst die Dienstleistungen der Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, der KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen, Deutschland. In Summe lagen die 2016 generierten Umsatzerlöse mit 9,7 (8,3) Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Obwohl Elring Klinger Motortechnik GmbH sowohl im Umsatz als auch im Ertrag zweistellige Wachstumsraten erzielte, konnten die Ergebnisrückgänge der beiden anderen Unternehmen im Segment nur teilweise kompensiert werden. Das Ergebnis der ElringKlinger Logistic Service GmbH enthielt zudem noch Kostenbelastungen aus einem höheren Mietaufwand.

Bruttomarge steigt leicht an

Die Umsatzkosten legten im Geschäftsjahr 2016 unterproportional zum Umsatzwachstum zu und stiegen um 2,5 % auf 1.161,5 (1.133,0) Mio. Euro an. Darin enthalten ist ein wesentlicher Teil der im ersten Halbjahr 2016 angefallenen rund 11 Mio. Euro Sonderkosten des Segments Erstausrüstung. Somit wuchs der Bruttogewinn im gesamten Geschäftsjahr 2016 um 21,6 Mio. Euro bzw. 5,8 %. Daraus resultiert eine im Vergleich zum Vorjahreswert höhere Bruttogewinnmarge von 25,4 % (24,8 %).

Die Materialkosten werden vollständig in den Umsatzkosten gebucht. Die Materialaufwendungen verringerten sich größtenteils aufgrund von geringeren Werkzeugkosten im Berichtsjahr um 2,0 % auf 630,1 (643,2) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) ging entsprechend auf 40,5 % (42,7 %) zurück.

Infolge der Lohn- und Gehaltssteigerungen für tariflich beschäftigte Mitarbeiter in Höhe von einmalig 150 Euro im Juni und von 2,8 % ab Juli 2016 sowie der um 8,6 % gestiegenen Mitarbeiteranzahl lag der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016 mit 446,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (416,7 Mio. Euro). Minimal höher als im Vorjahr fiel zudem die Mitarbeiterprämie für alle Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH aus, die zwar betragsmäßig bei 1.600 (1.600) Euro unverändert blieb, sich im Personalaufwand jedoch aufgrund der höheren Mitarbeiteranzahl mit 5,7 (5,6) Mio. Euro niederschlug. Die Personalaufwendungen verteilen sich auf alle operativen Aufwandsarten der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Vertriebsaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 120,4 (116,0) Mio. Euro. Der leichte Anstieg um 3,8 % ist zu einem großen Teil dem Geschäftszuwachs und einem Mitarbeiteraufbau zuzuschreiben. Ebenfalls angestiegen sind die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2016 um 7,1 % auf 74,2 (69,3) Mio. Euro zulegten. Sie enthielten die im Vergütungsbericht ausführlich erläuterten ausstehenden Gehaltszahlungen für das ehemalige Vorstandsmitglied Karl Schmauder, die bereits im ersten Quartal aufwandswirksam erfasst wurden. Des Weiteren baute ElringKlinger gerade in zentralen Verwaltungs- und Steuerungsbereichen Personal auf, um Synergieeffekte besser heben zu können.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgebaut

Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bildet im Konzern die Basis für zukünftigen Erfolg. Die hiermit verbundenen Aufwendungen im Berichtsjahr 2016 stiegen auf 67,4 (61,4) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 74,8 (71,2) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Dies entsprach einer F&E-Quote von 4,8 % (4,7 %). Das hohe Niveau der Entwicklungsaufwendungen ist nach Ansicht der Konzernleitung neben den Investitionen in Technologie- und Innovationsthemen notwendig, um den Wandel in der Fahrzeugindustrie aktiv zu begleiten. Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 7,4 (9,8) Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 8,4 (8,2) Mio. Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein negativer Ergebniseffekt von minus 1,0 (+1,6) Mio. Euro. Für Forschungsprojekte in der Batterietechnik oder zum Beispiel auch der Brennstoffzellentechnologie wurden Fördermittel der öffentlichen Hand eingesetzt. Sie betrugen 2016 insgesamt 6,8 (7,8) Mio. Euro. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten mit 20,0 (20,1) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Darin enthalten ist ein Grundstücksverkauf im niedrigen einstelligen Millionenbereich. Dagegen enthielt das Vorjahr eine Einmalzahlung einer Versicherung, welcher entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um 6,0 Mio. Euro auf 18,4 (12,4) Mio. Euro zu. Dabei sind neben höheren sonstigen Steuern (keine Ertragsteuern) auch die Aufwendungen für Schadensfälle gestiegen.

EBIT liegt im Rahmen der zuletzt veröffentlichten Prognose

Das Umsatzwachstum konnte 2016 die Gesamtkosten (Umsatz-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen abzüglich der Abschreibungen) vollständig abdecken, sie stiegen von 1.304,6 Mio. Euro um 41,6 Mio. Euro auf 1.346,2 Mio. Euro. In der Folge errechnet sich daraus ein um 3,8 % auf 231,2 (222,8) Mio. Euro gestiegenes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Die höheren Abschreibungen im Berichtsjahr resultierten zum einen aus den umfangreichen Erweiterungsmaßnahmen der Vorjahre. Zum anderen machten sich zahlreiche Ersatzinvestitionen bemerkbar, die zu Effizienzsteigerungszwecken in der Produktion durchgeführt wurden. In Summe stiegen die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2016 um 9,4 % auf 95,7 (87,5) Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich um 6,7 Mio. Euro auf 76,6 (69,9) Mio. Euro.

Das Konzern EBIT vor Kaufpreisallokation liegt mit 140,4 (140,4) Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der prozentuale Anteil dieses Ergebnisses vor Zinsen und Steuern am Umsatz (EBIT-Marge) betrug 9,0 % (9,3 %). Zusammenfassend wirkten sich mehrere Faktoren auf den Margenrückgang aus: Neben der von Kapazitätsengpässen betroffenen Geschäftseinheit sind ebenfalls die höheren Personal- und F&E-Aufwendungen im Berichtsjahr ursächlich.

Währungsgewinne deutlich rückläufig

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres 2016 liegt um 5,0 Mio. Euro hinter dem Vorjahresvergleichswert zurück und kam auf minus 11,5 (-6,5) Mio. Euro. Deutlich geringeren Währungsgewinnen stehen zwar weniger Währungsaufwendungen gegenüber, per Saldo blieb im Konzern ein im Vorjahresvergleich niedrigeres Währungsergebnis in Höhe von 0,5 (3,2) Mio. Euro stehen. Im Zinsergebnis, das sich auf minus 13,9 (-11,6) Mio. Euro belief, führte im Wesentlichen die höhere Nettoverschuldung zu gestiegenen Zinsaufwendungen.

Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 124,1 (128,8) Mio. Euro.

Höherer Steueraufwand reduziert Jahresergebnis

Die Ertragsteueraufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 8,5 Mio. Euro auf 41,5 (33,0) Mio. Euro. Dabei erhöhte sich der effektive Steuersatz von 25,6 % im Vorjahr auf 33,4 % im Berichtsjahr. Der deutliche Anstieg basiert auf mehreren Faktoren: Es fielen periodenfremde laufende Steuern an, die auf eine rückwirkende Anpassung von unter anderem bilanziellen Wertansätzen zurückzuführen sind (3,1 Mio. Euro). Darüber hinaus ergaben sich periodenfremde latente Steueraufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro, die zum Beispiel durch Steuersatzänderungen im Vergleich zum Vorjahr verursacht wurden. Letztlich erhöhten sich die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge; demgegenüber konnten im Vorjahr Verlustvorträge aktiviert werden.

Das Jahresergebnis des ElringKlinger-Konzerns sank im Geschäftsjahr 2016 nach Abzug der Steuern auf 82,6 (95,8) Mio. Euro. Die Ergebnisverbesserungen des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung und des Segments Kunststofftechnik im vierten Quartal 2016 führten dazu, dass die Minderheitenanteile mit 4,1 (4,2) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau erreichen konnten. Abzüglich dieser Anteile lag das Periodenergebnis bei 78,6 (91,6) Mio. Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 1,24 (1,45) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert 63.359.990 Stück.

Dividendenvorschlag von 0,50 Euro je Aktie

Der Vorstand und Aufsichtsrat des ElringKlinger-Konzerns werden der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,50 (0,55) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 auszuschütten. Dies entspricht einem Dividendenbetrag von 31,7 (34,8) Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote beträgt 40,3 % nach 38,0 % im Vorjahr. Diese Ausschüttung bewegt sich damit am oberen Ende der Dividendenpolitik im Konzern, in Abhängigkeit vom operativen Unternehmenserfolg zwischen 30 und 40 % des Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen an die Aktionäre auszuschütten.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 31. Dezember 2016 mit einer Eigenkapitalquote von 47,2 % weiterhin sehr solide dar. Das organische Unternehmenswachstum erforderte im Geschäftsjahr 2016 erhöhte Investitionen in Sachanlagen, sodass vor allem die langfristigen Vermögenswerte anstiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag zum Bilanzstichtag bei 62 %. Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) blieb mit 524,6 Mio. Euro stabil.

Bilanzsumme steigt auf 1.878 Mio. Euro

Zum 31. Dezember 2016 erhöhte sich die Bilanzsumme um 6,4 % auf 1.878,2 (1.765,8) Mio. Euro. Auf der Aktivseite fällt dabei vor allem der Anstieg der Sachanlagen ins Gewicht. Diese nahmen infolge der erhöhten Investitionstätigkeit im Konzern gegenüber dem Vorjahresstichtag um 90,0 Mio. Euro auf 917,3 (827,3) Mio. Euro zu (vgl. Abschnitt "Finanzlage").

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte reduzierte sich leicht auf 212,4 (213,5) Mio. Euro. Aus der zum Bilanzstichtag durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf.

Bestände an Vorräten stabil

Das Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) stieg gegenüber dem Stand am Jahresende 2015 um 3,1 % auf 627,9 (609,1) Mio. Euro. Positiv ist dabei festzustellen, dass unter Ausklammerung der im Zusammenhang mit Werkzeug-Weiterveräußerungen stehenden Vorgänge sich die übrigen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Summe nur unwesentlich veränderten. Die in den Vorräten erfassten Werkzeugbestände sind in der Regel bis zur Weiterveräußerung an Kunden im Bestand. Ihr Volumen steht in Korrelation zum Unternehmenswachstum bzw. der Anzahl bevorstehender Neuanläufe. Ohne die Werkzeuge lagen die Vorräte zum 31. Dezember 2016 um 1,2 % über dem Stand am Jahresende 2015. Bei zusätzlicher Herausrechnung der akquisitionsbedingten Zunahme (2,4 Mio. Euro) war ein stabiles Gesamtvolumen bei den Vorräten zu verzeichnen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag um 4,3 % auf 299,5 (287,2) Mio. Euro. Das Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) blieb mit 524,6 (523,2) Mio. Euro auf einem dem Vorjahr vergleichbaren Niveau. Das ursprüngliche Ziel einer Reduzierung um 20 bis 30 Mio. Euro konnte nicht wie geplant erreicht werden. Auch hierbei spielte der oben erwähnte, verhältnismäßig hohe Bestand an Werkzeugen zum Stichtag 31. Dezember 2016 eine Rolle.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Jahresende insgesamt auf 39,2 (30,7) Mio. Euro. Für die Ausweitung waren hauptsächlich kurzfristige Steuern, vor allem Umsatzsteuern, sowie kurzfristige Festgeldanlagen verantwortlich. Gegenläufig entwickelten sich die Zahlungsmittel und Äquivalente mit einem Endbestand von 39,4 (48,9) Mio. Euro zum Jahresende.

Akquisitionsbedingt nahm die Bilanzsumme unwesentlich um 10,7 Mio. Euro zu. Die Erwerbe betrafen die mit Wirkung zum April 2016 zugekauften Anteile an der COdiNOx Beheer B.V., einer niederländischen Tochtergesellschaft der Schweizer Konzerntochter Hug, sowie den zum 1. Juni 2016 im Rahmen eines Asset Deals übernommenen Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland.

Ebenfalls keine nennenswerten Effekte auf die Bilanz ergaben sich aus der Währungsumrechnung.

Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern in %

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte: 62,2 (60,9)
Kurzfristige Vermögenswerte: 37,8 (39,1)

Passiva

Eigenkapital: 47,2 (48,5)
Langfristige Verbindlichkeiten: 26,2 (27,5)
Kurzfristige Verbindlichkeiten: 26,6 (24,0)

Eigenkapitalquote bei 47,2 %

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2016 auf 886,4 (855,7) Mio. Euro. Mit 47,2 % (48,5 %) repräsentierte es einen weiterhin hohen Anteil an der Bilanzsumme und lag innerhalb der vom Konzern angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %.

Die Einstellung von 82,6 (95,8) Mio. Euro aus dem Periodenergebnis 2016 erhöhte das Eigenkapital entsprechend. Gegenläufig wirkte die Verbuchung der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 37,7 (35,9) Mio. Euro. In die Gewinnrücklagen flossen dabei jeweils die den Aktionären der ElringKlinger AG betreffenden Anteile von 78,6 (91,6) Mio. Euro bzw. minus 34,8 (-34,8) Mio. Euro ein.

In den übrigen Rücklagen wurden versicherungsmathematische Verluste aus der Neubewertung von Pensionsrückstellungen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung erfasst. Sie reduzierten im abgelaufenen Geschäftsjahr das Eigenkapital um insgesamt 14,1 Mio. Euro (im Vorjahr um 24,9 Mio. erhöhend). Auch dieser senkende Effekt trug dazu bei, dass sich die Eigenkapitalquote rückläufig entwickelte.

Pensionsrückstellungen steigen nach Neuberechnung

Die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31. Dezember 2016 hauptsächlich infolge von gesunkenen Diskontierungszinssätzen und dem sich daraus ergebenden versicherungsmathematischen Barwert der künftigen Konzernverpflichtungen höher dotiert. Sie stiegen um 17,9 Mio. Euro auf 136,6 (118,7) Mio. Euro. Die Zuführung wurde größtenteils im sonstigen Ergebnis und damit ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Die leichte Zunahme der sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen auf 13,6 (12,3) Mio. Euro bzw. 17,3 (16,4) Mio. Euro ist vorwiegend auf Verpflichtungen aus dem Personalbereich (beispielsweise Altersteilzeit) zurückzuführen.

Nettoverschuldung steigt auf 539 Mio. Euro

Die Finanzierung des Unternehmenswachstums konnte 2016 zu einem großen Teil aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Für die zusätzlich benötigten Mittel nahm der Konzern vorwiegend kurzfristige Bankkredite auf. Die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns erhöhte sich demzufolge um 52,0 Mio. Euro auf 538,8 (486,8) Mio. Euro. Insgesamt sanken die langfristigen Finanzverbindlichkeiten leicht auf 320,8 (326,1) Mio. Euro, wohingegen kurzfristige Finanzverbindlichkeiten auf 257,4 (209,6) Mio. Euro anstiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen summierten sich zum Jahresende 2016 auf 103,2 (85,9) Mio. Euro. Die Zunahme basiert auf der Geschäftsausweitung und den im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit erhöhten Rechnungseingängen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2016 96,5 (93,3) Mio. Euro. Wie schon im Vorjahr ist darin als größte Position (32,9 Mio. Euro) eine Verkaufsoption für nicht beherrschende Anteile an der ElringKlinger Marusan Corporation erfasst.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten des Konzerns hatten zum 31. Dezember 2016 einen Anteil von 52,8 % (51,5 %) an der Bilanzsumme.

Finanzlage

Die Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellt sich sehr solide dar. Der Konzern steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich um 52,4 Mio. Euro auf 175,7 Mio. Euro. Der operative Free Cashflow verbesserte sich ebenfalls signifikant, war jedoch aufgrund des erhöhten Mittelabflusses im Rahmen der Investitionstätigkeit noch leicht negativ. Daneben verfügte der Konzern über ausreichende Liquiditätsreserven aus flüssigen Mitteln und offenen Kreditlinien.

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich gesteigert

Im Geschäftsjahr 2016 konnte der ElringKlinger-Konzern den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich auf 175,7 Mio. Euro, nach 123,3 Mio. Euro im Vorjahr, verbessern. Dabei lag das Ergebnis vor Ertragsteuern, das die Basis für die Generierung der Zahlungsmittel bildet, mit 124,1 (128,8) Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis.

Die positive Entwicklung in der Liquidität resultiert hauptsächlich aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Mittelbindung im Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Hier macht sich zum einen bemerkbar, dass das Management die Optimierung von Vorratsbeständen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen forciert. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass zum Jahresende 2015 einige Erzeugnisbestände aufgrund von Technologiewechseln in der Fertigung temporär erhöht waren und 2016 wieder auf ein Normalniveau zurückgeführt wurden.

Die Bindung bzw. Freisetzung von Finanzmitteln aus dem Net Working Capital kommt in der Kapitalflussrechnung in den Positionen "Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" und "Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind" zum Ausdruck. Insgesamt ergab sich hieraus ein Mittelabfluss von 3,7 Mio. Euro, der deutlich geringer als im Vorjahreszeitraum (45,9 Mio. Euro) war.

Die Veränderung der Rückstellungen hatte sich im Vorjahr mit minus 7,8 Mio. Euro reduzierend ausgewirkt. Im Berichtsjahr ergab sich diesbezüglich mit 0,01 Mio. Euro fast kein Effekt.

Die im Jahr 2016 gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf 43,6 (39,4) Mio. Euro. Der Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen lag mit minus 11,3 (-9,2) Mio. Euro ebenfalls über dem Betrag des Vorjahres. Die Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" enthält vor allem Währungseffekte und bezifferte sich mit 1,7 (-2,2) Mio. Euro.

(entspricht nicht der Darstellung nach IAS 7)

Entwicklung der Zahlungsmittel 2016 in Mio. €

Zahlungsmittel 31.12.2015: 48,9

+ Operativer Cashflow: 175,7

- Investitionen*: -183,1

- Auszahlungen für Akquisitionen: -5,3

- Dividende: -37,7

+ Veränderung Finanzverbindlichkeiten: 42,3

- Sonstiges: -1,4

\= Zahlungsmittel 31.12.2016: 39,4

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

Investitionen auf hohem Niveau

Für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien fielen im Geschäftsjahr 2016 Auszahlungen von 171,3 (176,1) Mio. Euro an. Die Investitionsquote des Konzerns (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als Anteil am Konzernumsatz) kam auf 11,0 % (11,7 %).

Der ElringKlinger-Konzern lag somit bezüglich der Investitionsausgaben leicht besser als das ursprünglich für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte Ziel. Das Management hatte mit einem dem Vorjahr vergleichbaren hohen Niveau gerechnet, das oberhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 7 bis 9 % des Umsatzes liegt.

Grund für die planmäßige Ausweitung der Investitionen sind das organische Wachstum sowie die damit verbundene Vorbereitung von Produktneuanläufen bzw. Erweiterungsmaßnahmen. Auch die Ausrichtung des Produktportfolios auf Trends in der Automobilindustrie wie Leichtbau und alternative Antriebe spiegelt sich hier wider. Rund 90 % der Investitionsausgaben entfielen daher auf das Segment Erstausrüstung.

Der Anteil von Ausgaben für Projekte an deutschen Standorten lag bei rund 40 %, entsprechend einer Summe von 72,2 (69,0) Mio. Euro. Die Auslandsinvestitionen verteilten sich rund um den Globus:

Auszahlungen für Investitionen* nach Regionen in %

Deutschland: 39,5 %

NAFTA: 24,1 %

Übriges Europa: 20,2 %

Asien-Pazifik: 14,6 %

Südamerika und übrige: 1,6 %

* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte

Zu den größten Projekten im Inland zählt der im Juli 2016 begonnene Neubau eines Logistikzentrums für den Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik am Standort Dettingen/Erms, Deutschland. Weitere Anschaffungen von Produktionsanlagen tätigte die ElringKlinger AG in allen Geschäftsbereichen. Schwerpunkte bildeten Maßnahmen für die Fertigung von Kunststoffgehäusemodulen, für die mehrere Spritzgussmaschinen und Montagelinien angeschafft wurden, sowie Maßnahmen im Bereich Spezialdichtungen, der beispielsweise eine zusätzliche Anlage für die Fertigung von höchst hitzebeständigen V-Ringdichtungen benötigte. Neben dem Hauptstandort betrafen größere Anschaffungen auch die Standorte in Gelting (Geschäftsbereich Spezialdichtungen), Ergenzingen (ElringKlinger Logistic Service GmbH bzw. Segment Dienstleistungen) und Langenzenn (Geschäftsbereich Abschirmtechnik). Bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, fielen auch 2016 noch Auszahlungen für Produktionsanlagen im Zusammenhang mit dem Bezug des Neubaus an.

Für den Werksneubau im ungarischen Kecskemét, der 2017 begonnen wird, fielen im Geschäftsjahr 2016 bereits erste Auszahlungen an. Weitere wesentliche Investitionsausgaben in der Region "Übriges Europa" betrafen die im November 2016 abgeschlossenen Bauarbeiten des neuen Werks in der Türkei sowie Erweiterungsinvestitionen bei der ElringKlinger Meillor SAS in Nantiat, Frankreich. Auch die Investitionen bzw. Maßnahmen zur Behebung von Kapazitätsengpässen bei einer Schweizer Tochtergesellschaft fielen ins Gewicht.

Größere Anschaffungen im NAFTA-Raum wurden an den Standorten in Buford, USA, sowie in Toluca, Mexiko, verbucht. Unter anderem wurden dort Produktionsanlagen für neuartige Unterboden-Leichtbauteile aus glasfaserverstärkten Thermoplasten installiert. Bei der ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA, fielen im Zusammenhang mit dem Bezug des neuen Standorts in Southfield ebenfalls noch Auszahlungen für die Optimierung bzw. den Aufbau der Produktion an.

Die chinesische Tochtergesellschaft ElringKlinger China, Ltd., Suzhou, China, weihte 2016 ein neues, hochmodernes Werk ein. Dort werden neben Cockpitquerträgern in Hybridbauweise (Leichtbaukomponenten aus Polymer und Metall) unter anderem thermische Abschirmteile und Kunststoffleichtbaumodule in Großserie gefertigt. Am zweiten chinesischen Produktionsstandort in Changchun wurden ebenfalls größere Neuanschaffungen für die Fertigung getätigt.

Die Investitionen der ElringKlinger-Gruppe in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Berichtsjahr auf 11,8 (13,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 7,4 (9,8) Mio. Euro.

Für die Akquisition weiterer Anteile an der COdiNOx Beheer B.V., Enschede, Niederlande, sowie die Übernahme des Geschäftsbetriebs der Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals fielen Auszahlungen in Höhe von 5,3 Mio. Euro an. Demgegenüber standen im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von 24,2 Mio. Euro für den Erwerb der jetzigen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA.

Die Einzahlungen für den Abgang von langfristigen Vermögenswerten betrafen eine Reihe von Vorgängen in unterschiedlichen Konzerngesellschaften. Sie beliefen sich (ohne die Abgänge finanzieller Vermögenswerte in Höhe von 0,5 Mio. Euro) auf 3,1 (0,8) Mio. Euro.

Insgesamt ergab sich ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 189,7 (-212,7) Mio. Euro.

Der operative Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte) verbesserte sich deutlich auf minus 3,8 (-65,2) Mio. Euro. Der Konzern erreichte damit seine ursprüngliche Prognose, die über "nicht mehr oder leicht negativ" gelautet hatte und mit Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal 2016 zu "einem leicht negativen Betrag" präzisiert wurde.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Ausschüttungen an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter beliefen sich 2016 auf 37,7 (35,9) Mio. Euro und beruhen auf der für das vorangegangene Geschäftsjahr ausbezahlten Dividende pro Aktie in Höhe von 0,55 (0,55) Euro. Aufgrund der Veränderungen bei den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital (Minderheitsgesellschafter) fielen die Ausschüttungen in Summe für 2015 und 2016 unterschiedlich aus.

Aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten sowie der Veränderung der kurzfristigen Kredite flossen dem ElringKlinger-Konzern 42,3 (105,4) Mio. Euro zu.

In Summe belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 4,5 (65,3) Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel am Ende der Periode bezifferten sich auf 39,4 (48,9) Mio. Euro.

Zusätzlich standen dem Konzern per 31. Dezember 2016 zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von rund 122,2 (98,9) Mio. Euro zur Verfügung.

Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Zusammenfassend beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Muttergesellschaft ElringKlinger AG als auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 als zufriedenstellend. Der Konzernumsatz konnte auf einen neuen Höchststand geführt werden. Der Konzern erzielte trotz der beschriebenen, durch Kapazitätsengpässe hervorgerufenen Belastungen in einer Schweizer Geschäftseinheit eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von 9,0 %. Diese lag auch im Branchenvergleich weiter auf einem hohen Niveau.

In der Vermögensstruktur und der Konzerneigenkapitalquote von 47,2 % sieht die Konzernleitung eine gute Basis für die Finanzierung weiteren Wachstums. Hinzu kommen eine gute operative Ertragskraft sowie die Verbesserung im operativen Free Cashflow.

Die breite Kundenstruktur, zahlreiche geplante Produktneuanläufe und die verstärkte Ausrichtung des Produktportfolios auf Megatrends in der Automobilindustrie sind gute Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.

Alles in allem verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Weiterentwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Der Lagebericht der ElringKlinger AG und der Konzernlagebericht wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde. Die Änderungen, die sich aus dem im Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ergeben, wurden im Jahresabschluss 2016 erstmalig berücksichtigt. Die Vorjahreswerte blieben davon unberührt.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG

Umsatzwachstum hält an

Die ElringKlinger AG steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz um 5,0 % auf 622,2 (592.4) Mio. Euro. Dabei entfielen 2,2 Prozentpunkte des Anstiegs auf die operativ positive Entwicklung der ElringKlinger AG und die dazugehörigen Absatzmärkte. 2,8 Prozentpunkte des Wachstums begründen sich hingegen in der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG), das eine Ausweitung der Umsatzdefinition vorsieht. Dabei handelt es sich unter anderem um die Umgruppierung von Erlösen, die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die ElringKlinger AG übertraf somit leicht das obere Ende der im Geschäftsbericht 2015 prognostizierten Umsatzsteigerung von 0 bis 2 %.

Der Auslandsumsatz legte 2016 um 6,1 % auf 398,8 (376,0) Mio. Euro zu. Hervorzuheben ist die Entwicklung der ElringKlinger AG auf dem europäischen Absatzmarkt (ohne Deutschland), wo das Unternehmen den Vorjahreswert erneut um 7,1 % (+8,5 %) übertraf. Während Asien-Pazifik und Südamerika das gute Vorjahresniveau halten konnten, kamen die Umsätze in der Region NAFTA nicht an den starken Vorjahreswert heran. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich auf 64,1 % (63,5%).

Auch das Inland trug 2016 positiv zur Umsatzentwicklung bei. ElringKlinger erzielte 223,4 (216.4) Mio. Euro, was einem Wachstum von 3,2 % entspricht. Das Inlandsgeschäft enthält üblicherweise auch Umsätze aus der Belieferung von Komponenten für Fahrzeuge und Motoren, die im Inland hergestellt und im Anschluss exportiert werden.

Erstausrüstung mit steigenden Absatzzahlen

Das Segment Erstausrüstung schloss das Berichtsjahr mit einem Wachstum von 4,8 % ab. Dabei stieg der Umsatz auf 484,8 (462,4) Mio. Euro an und bildet damit insgesamt rund 77,9 % (78,1 %) der Gesamtumsätze der ElringKlinger AG. Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche im Segment Erstausrüstung, entfielen die stärksten absoluten Umsatzzuwächse auf die Bereiche Spezialdichtungen und Abschirmtechnik.

Ersatzteilgeschäft bleibt Wachstumstreiber

Das Ersatzteilgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr wiederholt stark. Mit einem Wachstum von 5,8 % auf 137,0 (129,5) Mio. Euro betrug der Anteil des Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG mittlerweile 22,0 % (21,9 %). Positiv entwickelten sich vor allem die Märkte in Osteuropa und Afrika, wo ElringKlinger die zunehmende Anzahl deutscher Fabrikate im Markt mit Ersatzteilen ausstatten kann. Aber auch die Umsätze in der Region Südamerika konnten gegenüber dem Vorjahr kräftig zulegen.

Gesamtleistung weiter verbessert

Das Geschäftsvolumen forderte 2016 eine leichte Erhöhung der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 0,9 (1,8) Mio. Euro. Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen auf 1,3 (0,6) Mio. Euro an. In Summe erhöhte sich die Gesamtleistung um 5,0 % auf 624,3 (594,7) Mio. Euro.

Auch infolge der erstmaligen BilRUG-Anwendung reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge in der Berichtsperiode um 59,5 % auf 18,5 (45,7) Mio. Euro. Darin enthalten sind Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 6,5 (2,8) Mio. Euro. Sie resultieren aus der spürbar verbesserten Umsatz- und Ergebnissituation bei drei Tochtergesellschaften der ElringKlinger AG.

Materialaufwandsquote deutlich verringert

Der Materialaufwand belief sich im Berichtsjahr 2016 auf 272,6 (281,0) Mio. Euro. Die im Vorjahr gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen, um Kapazitätsengpässen im Bereich der ElringKlinger Abschirmtechnik entgegenzuwirken, konnten 2016 etwas zurückgeführt werden. Die allgemein niedrigen Rohstoffpreise im Berichtsjahr 2016 sowie die ersten positiven Effekte aus Bestandsoptimierungsmaßnahmen wirkten sich ebenfalls positiv auf die Reduzierung der Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) aus: Sie fiel um 3,6 Prozentpunkte auf 43,7 % (47,3 %).

Rechnungszinssatz legt wieder zu

Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr 2016 um 4,4 % auf 180,6 (173,0) Mio. Euro zu. Der Anstieg beruht auf mehreren Faktoren: Zum 31. Dezember 2016 stieg die Mitarbeiterzahl um 4,3 % auf 2.682 (2.572) Mitarbeiter an. Dadurch erhöhte sich auch die Auszahlung der Mitarbeiterprämie leicht, obwohl die Prämie pro Mitarbeiter mit 1.600 Euro auf dem Vorjahresniveau blieb. Des Weiteren führten die im Juni 2016 ausbezahlte Einmalzahlung von 150 Euro für alle in Deutschland beschäftigten tariflichen Mitarbeiter sowie die zum 1. Juli 2016 in Kraft getretene Tariferhöhung von 2,8 % zu Lohn- und Gehaltssteigerungen, die sich erhöhend auf die Personalaufwendungen auswirkten.

Entgegen dieser Kostensteigerungen stieg der Rechnungszinssatz, der aufgrund einer Änderung in der Berechnungsbasis von durchschnittlich sieben Jahre auf durchschnittlich zehn Jahre auf der Zinsstrukturkurve der Bundesanleihen basiert. So konnten die im Vorjahr deutlich angestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung um insgesamt 5,1 Mio. Euro reduziert werden. In Summe sank die entsprechende GuV-Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" auf 28,5 (31,6) Mio. Euro. Zusammen mit dem umsatzerhöhenden BilRUG-Effekt führte dies dazu, dass sich der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung trotz gestiegenen Personalaufwands auf 28,9 % (29,1 %) reduzierte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 83,6 (87,0) Mio. Euro. Das Vorjahr enthielt gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungsfällen, denen entsprechende Erträge gegenüberstanden.

Investitionen erhöhen Abschreibungen

Die 2016 abgeschlossenen Infrastruktur- und Automatisierungsprojekte führten in der Folge zu einer Erhöhung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf 31,2 (28,2) Mio. Euro.

Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbessert

ElringKlinger übertraf 2016 die im Geschäftsbericht 2015 prognostizierte stabile oder leicht unter Vorjahr liegende Profitabilität (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die ElringKlinger AG konnte das Umsatzplus sowie die Einsparungen im Materialaufwand dazu nutzen, die höheren Personalaufwendungen zu überdecken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg im Geschäftsjahr 2016 um 4,9 % auf 74,8 (71,3) Mio. Euro an.

Beteiligungsergebnis deutlich gesteigert

Die laufenden Erträge aus den Tochtergesellschaften erhöhten sich um 3,4 Mio. Euro auf 18,9 (15,5) Mio. Euro. Insbesondere die Bereiche Kunststofftechnik und Abgasnachbehandlung trugen 2016 zur guten Entwicklung bei. Aus den Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen ergab sich per Saldo ein positiver (im Vorjahr negativer) Ergebniseffekt von 0,5 (-4,0) Mio. Euro.

In Summe verbesserte sich das Beteiligungsergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich und erreichte 19,4 (11,5) Mio. Euro.

Zinsergebnis leicht über Vorjahr

Das günstige Zinsniveau führte 2016 dazu, dass das Zinsergebnis trotz der erhöhten Nettoverschuldung lediglich auf minus 7,3 (-6,9) Mio. Euro anstieg.

Jahresüberschuss legt um 7 % zu

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen 2016 insgesamt 21,4 (18,1) Mio. Euro. Dementsprechend erhöhte sich auch die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern) auf 26,6 % (24,8 %).

Aufgrund des gestiegenen Beteiligungsergebnisses fiel der Zuwachs beim Ergebnis nach Steuern mit 7,7 % auf 59,0 (54,8) Mio. Euro höher aus als beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Nach Abzug der sonstigen Steuern erzielte die ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von 58,8 (54,8) Mio. Euro.

Dividendenvorschlag beträgt 0,50 Euro

Nach Einstellung von 27,1 (19,9) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen sank der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 31,7 (34,8) Mio. Euro.

Demnach schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der für das Geschäftsjahr 2016 beschließenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 (0,55) Euro je Aktie vor. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den Jahresüberschuss der ElringKlinger AG liegt bei 53,9 % (63,5 %).

Vermögenslage der ElringKlinger AG

Bei der Beurteilung der Vermögenssituation der ElringKlinger AG ist zu berücksichtigen, dass diese sowohl durch ihre operative Tätigkeit als auch durch ihre Holdingfunktion im Konzern geprägt ist. Letzteres spiegelt sich vor allem in den Finanzanlagen wider, die im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen bestehen. Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG mit einer Eigenkapitalquote von rund 50 % und einem positiven operativen Cashflow zum Jahresende 2016 weiterhin sehr solide darstellte.

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2016 um 63,2 Mio. Euro auf 1.116,8 (1.053,6) Mio. Euro. Diese Ausweitung betraf auf der Aktivseite hauptsächlich die Sachanlagen, des Weiteren Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der 2016 im Rahmen eines Asset Deals übernommene Geschäftsbetrieb des Werkzeugspezialisten Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck, Deutschland, wirkte sich mit einer Erhöhung der Aktiva von 2,4 Mio. Euro nicht nennenswert auf die Vermögenslage aus.

Die deutliche Zunahme der Sachanlagen um 26,7 Mio. Euro ist Ausdruck der wachstumsbedingten Investitionstätigkeit der ElringKlinger AG. Darunter fällt als größtes Projekt der 2016 begonnene Neubau des Logistikzentrums für den Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik am Standort Dettingen/Erms. Die Anlagenzugänge betrafen außerdem Produktionsanlagen, die bei verschiedenen Geschäftsbereichen und an diversen Standorten der AG für Neuanläufe oder zur Schaffung von Kapazitäten und für die weitere Automatisierung getätigt wurden.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stiegen zum Bilanzstichtag um 13,8 Mio. Euro auf 415,8 (402,0) Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert einerseits aus Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften. Sie betrafen die Gesellschaften ElringKlinger USA, Inc., Buford, USA, und ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd., Ranjangaon, Indien. Zum anderen wurden in dieser Position außerplanmäßige Zu- und Abschreibungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen erfasst.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2016 auf 31,7 (36,9) Mio. Euro. Demgegenüber erhöhten sich allerdings die kurzfristigen Darlehen an Konzerntöchter, die im Umlaufvermögen in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfasst werden. Letztere stiegen zum Jahresende 2016 auf 118,5 (90,3) Mio. Euro.

Die Vorräte kamen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 auf ein dem Vorjahresstichtag vergleichbares Volumen von 125,8 (125,6) Mio. Euro. Unter Ausklammerung von geleisteten Anzahlungen für Maschinen und Anlagen, die größtenteils zur Weiterveräußerung an Konzerntöchter bestimmt sind und sich auf 6,5 (2,2) Mio. Euro beliefen, konnten die übrigen Vorräte der ElringKlinger AG gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert werden.

Die Anteile des Anlage- und des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrugen zum Bilanzstichtag 70,0 % (71,0 %) bzw. 29,8 % (28,9 %). Daneben bestanden noch geringfügige Rechnungsabgrenzungsposten.

Eigenkapitalquote der ElringKlinger AG bei 50 %

Das Eigenkapital der ElringKlinger AG erhöhte sich zum Jahresende 2016 auf 556,1 (532,1) Mio. Euro. Hinter dieser Entwicklung stehen der Abgang von 34,8 Mio. Euro im Rahmen der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Verbuchung des Jahresüberschusses 2016 in Höhe von 58,8 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb mit 49,8 % (50,5 %) weiter auf einem hohen Niveau.

Die Rückstellungen nahmen zum Bilanzstichtag auf 109,9 (104,2) Mio. Euro zu. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Steuerrückstellungen. Größter Posten bei den Rückstellungen sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit einem Buchwert per Jahresende 2016 von 65,9 (65,8) Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden hauptsächlich für den Finanzverkehr mit verbundenen Unternehmen ausgeweitet. Sie lagen zum 31. Dezember 2016 bei 383,6 (342,1) Mio. Euro. Insgesamt betrugen die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG 447,2 (410,2) Mio. Euro. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag bei 40,0 % (38,9 %).

Finanzlage der ElringKlinger AG

Cashflow weiter verbessert

Den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2016 um 20,6 Mio. Euro auf 105,4 (84,8) Mio. Euro. Zu dieser positiven Entwicklung trug neben dem um 7,4 Mio. Euro höheren Vorsteuerergebnis vor allem die geringere Mittelbindung in den Vorräten bei. Die Verminderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen hatte ebenfalls einen erhöhenden Effekt auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die Kapitalflussrechnung wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich 2016 auf minus 65,4 (-82,1) Mio. Euro. Davon machten die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 54,5 (43,8) Mio. Euro den Großteil aus. In den Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen in Höhe von 13,7 (51,7) Mio. Euro schlugen die bereits erwähnten Kapitalerhöhungen bei zwei Tochtergesellschaften zu Buche. Der Vorjahreswert enthielt unter anderem den Kapitalabfluss für die Akquisition der jetzigen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Southfield, USA.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit summierte sich zum Ende des Geschäftsjahres auf minus 40,1 (-2,8) Mio. Euro und war geprägt durch die Vergabe von kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen. Aus der Aufnahme/Rückzahlung von Darlehen und Termingeldern verbundener Unternehmen ergab sich ein Mittelabfluss von 46,2 (22,4) Mio. Euro.

Der vollständige Jahresabschluss der ElringKlinger AG (nach HGB) ist unter www. elringklinger.de/investor/2016-gbag-de.pdf veröffentlicht.

Nachhaltigkeit

ElringKlinger nimmt seine Verantwortung im Bereich Nachhaltigkeit ernst, denn sie ist integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Daher entschied sich der Konzern 2016 dazu, einen Großteil der Berichtsinhalte zum Thema Corporate Social Responsibility aus dem Geschäftsbericht herauszunehmen, um sie im Rahmen des jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsberichts ausführlich auszuarbeiten. Der Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 wird auf der Internetseite des Konzerns unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeit im Berichtsjahr 2017 veröffentlicht.

Personal weiter ausgeweitet

ElringKlinger beschäftigte zum 31. Dezember 2016 weltweit 8.591 (7.912) Mitarbeiter. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,6 % bzw. 679 Mitarbeitern. Durch die Übernahme des Geschäftsbetriebs des Werkzeugbauspezialisten Maier Formenbau GmbH in Bissingen/Teck, Deutschland, im Rahmen eines Asset Deals kamen im Juni 2016 41 neue Mitarbeiter zum Konzern hinzu. Insgesamt erhöhte sich der Inlandsanteil um 3,2 % bzw. 111 Mitarbeiter auf 3.556 (3.445) Kräfte.

Deutlich stärker erweiterte der Konzern den Personalbestand außerhalb Deutschlands. Die größten absoluten Belegschaftszuwächse entfielen auf die Regionen Übriges Europa und Nordamerika. Vor allem in den Produktionsstandorten in Mexiko, in den USA, in der Schweiz und in der Türkei wurden 2016 neue Stellen geschaffen. Die Erweiterungsmaßnahmen begründen sich sowohl in gestiegenen Ausbringungsmengen bei bestehenden Produkten als auch in Produktneuanläufen. Mit der Übernahme der niederländischen Vertriebs- und Servicegesellschaft COdiNOx Beheer B.V. durch die ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, kamen 19 Mitarbeiter zum ElringKlinger-Konzern hinzu. In der 2015 neu gegründeten ElringKlinger Hungary Kft., Kecskemét, Ungarn, arbeiteten zum Jahresende 28 Mitarbeiter. Zum 31. Dezember 2016 stieg der Auslandsanteil auf 58,6 % (56,5 %). Somit erhöhte sich die Personalstärke im Ausland um 12,7 % bzw. 568 Mitarbeiter auf 5.035 (4.467) Mitarbeiter.

Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2016 (Vorjahr)

Tochtergesellschaften Inland 874 (873)
ElringKlinger AG 2.682 (2.572)
Tochtergesellschaften Ausland 5.035 (4.467)

Gesundes und sicheres Arbeiten

ElringKlinger legt größten Wert auf eine sichere, gesundheits- und leistungsfördernde Arbeitsumgebung. Die Durchführung von regelmäßigen präventiven Schulungen schafft innerhalb des Konzerns ein schärferes Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit. ElringKlinger klärt jeden Arbeitsunfall vollständig auf und leitet umgehend Verbesserungsmaßnahmen konzernweit ein. Grundsätzlich ist die Unternehmensgruppe davon überzeugt, dass alle Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen vermeidbar sind, und strebt das klare Ziel von "Null-Arbeitsunfällen" an. 2016 kam der Konzern seinem Ziel einen Schritt näher und reduzierte die Anzahl an Betriebsunfällen mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen um 16,8 % auf 223 (268) Unfälle.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement legte den Schwerpunkt 2016 auf die Durchführung von vorbeugenden Maßnahmen, um die Arbeit so gesundheitsförderlich wie möglich zu gestalten. ElringKlinger bot Schulungen und Seminare an, in denen zum Beispiel Führungskräfte Impulse zum Thema "Gesund führen" erhielten. Sie wurden darin sensibilisiert, Arbeitsbelastungen bei Beschäftigten zu optimieren und persönliche Stärken zu fördern. Gute Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz wirken sich positiv auf die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter aus. So blieben die durchschnittlichen Ausfalltage der Mitarbeiter im Konzern konstant bei 10 (10) Krankheitstagen.

Personalzahlen des ElringKlinger-Konzerns

2016 2015
Absolute Mitarbeiterzahl 8.591 7.912
davon Männer 72,1% 71,6%
davon Frauen 27,9% 28,4%
Absolute Mitarbeiterzahl 8.591 7.912
davon Inland 41,4% 43,5%
davon Ausland 58,6% 56,5%
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 8.322 7.653
Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen 223 268
Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter 10 10

Beschaffung und Lieferantenmanagement

Für die Produktherstellung kauft ElringKlinger jährlich Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen in großem Umfang ein. Das konzernweite Beschaffungsmanagement gewährleistet, dass alle relevanten Faktoren kostengünstig, termin- und mengengerecht verfügbar sind. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Lieferanten ist dem Unternehmen dabei ebenso wichtig wie Qualität und konzernweite Versorgungssicherheit.

Der globale Einkauf ist bei ElringKlinger zentral am Stammsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, organisiert. Er stellt die Versorgung der Standorte und Betriebe sicher.

Produkt- und markterfahrene Spezialisten sorgen durch gezielte Bedarfssteuerung für optimale Beschaffungsprozesse. Dazu nutzen sie das eigens aufgebaute und engmaschige internationale Netzwerk. Drei regional etablierte Einkaufsmanager sind ausschließlich für die Regionen Amerika, Europa/Afrika und Asien verantwortlich. Sie arbeiten eng mit den weltweit verantwortlichen strategischen Einkäufern und Qualitätsmanagern zusammen und unterstützen die Tochtergesellschaften in der Beschaffung von Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Die aktive Steuerung des globalen Einkaufsvolumens dient der Nutzung von Skaleneffekten.

Durch den hohen Vernetzungsgrad der Einkaufsorganisation können Rohstoffe und Dienstleistungen wettbewerbsfähig bezogen werden. Neben dem Personalaufwand bildet der Materialaufwand bei ElringKlinger die größte Kostenposition. Der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns betrug 2016 54,2 % (56,8 %), die Materialaufwandsquote belief sich auf 40,5 % (42,7 %).

Zu den wichtigsten im ElringKlinger-Konzern verwendeten Rohstoffen gehörten 2016 legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), C-Stahl, Aluminium, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Komplettsystemen zum Beispiel in den Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik und Abschirmtechnik verwendet werden.

Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2016 (Vorjahr) in %

Aluminium 20 (23)
Edelstahl 19 (20)
C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet 12 (10)
Polyamide 12 (8)
Elastomere 5 (5)
Sonstige/Komponenten 32 (34)

Konzernweite Standardisierung und Vernetzung

2016 arbeitete der Bereich Materialwirtschaft an einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte, um die Beschaffung stärker mit der globalen Vorratshaltung zu vernetzen. Hierzu wurde ein SAP-gestütztes Einkaufsprojektlenkungssystem in nahezu allen ElringKlinger-Werken implementiert.

Die zentrale Lieferantenentwicklung führte 2016 einen Wissensspeicher ein, den die lokalen Qualitätsmanager bei Lieferantenfragen zu ElringKlinger-Anforderungen weltweit nutzen können. Ergänzend hierzu setzte ElringKlinger zwei Lieferantenmanager in Asien und Amerika ein, die für die Anwendung und Einhaltung der ElringKlinger-Beschaffungsstandards in den Tochtergesellschaften vor Ort zuständig sind und beim Aufbau neuer Lieferanten unterstützen.

Grundsätzlich werden neue Lieferanten vom globalen Einkaufsteam ausgewählt, zusammen mit dem weltweiten Lieferantenmanagement validiert und nach den internationalen ISO-Standards auditiert. Gleichzeitig müssen alle Lieferanten die unternehmenseigenen Qualitäts- und Umweltrichtlinien sowie den ElringKlinger-Unternehmenskodex einhalten. Das zentrale Einkaufs- und Lieferantenmanagementteam führt regelmäßig Qualitäts- und Kostenanalysen bei bestehenden Zulieferern durch.

ElringKlinger versucht Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten weitgehend zu vermeiden, obwohl Bedarfe vermehrt gebündelt werden. 2016 lag der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen bei 19 % (20 %).

Der unternehmensübergreifende Standardisierungsprozess wurde auch im Bereich der Wareneingangsprüfung und Reklamationsbearbeitung durchgeführt. Klare Prozessbeschreibungen sichern konzernweit die Bereitstellung von ausschließlich mangelfreien Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die in der Produktion eingesetzt werden.

Dispositionsstrategie zeigt erste Erfolge

Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die Bestände in allen Materialgruppen und an allen Konzernstandorten so gering wie möglich zu halten. Hierzu nutzt ElringKlinger vermehrt Just-in-time-Anlieferungen und Kanban-Systeme. Die neue Dispositionsstrategie mit optimierten Parametern, wie zum Beispiel einer konzernweit einheitlichen intelligenten Klassifizierung von Beschaffungs- und Fertigungsmaterial und einer wirtschaftlichen Bestimmung der Losgrößen, führte 2016 bereits an den ersten Standorten zu verbesserten Lagerbeständen.

20 % weniger Lagerbestand

Trotz Umsatzsteigerung erzielte ElringKlinger 2016 im Bereich Aftermarket deutliche Fortschritte in der Bestandsoptimierung.

Produktionsmengen erhöhten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffbedarf

Das Einkaufsvolumen belief sich zum Jahresende auf 1.030,3 (1.029,3) Mio. Euro. Darin enthalten sind sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem Ausbau der Fertigungskapazitäten infolge des Umsatzanstiegs.

Rahmenverträge sichern Preisrahmen und Materialversorgung

Bedarfe bündelt ElringKlinger international, um Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten für die wichtigsten Materialgruppen zu verhandeln. Damit schützt sich der Konzern weitestgehend vor volatilen Rohstoffpreisen, stellt die Materialverfügbarkeit sicher und grenzt translatorische Währungsrisiken ein. In den meisten Fällen haben die Verträge Laufzeiten von einem Jahr oder länger. Abweichend hiervon sind häufig kürzere Laufzeiten bei C-Stahl und Kunststoffgranulaten.

Einkaufspreise zogen 2016 an

2016 sind viele Rohstoffe tendenziell teurer geworden. So erhöhten sich die Preise für Präzisionsedelstahl, der zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen eingesetzt wird, weltweit. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den von der EU festgelegten Antidumpingmaßnahmen auf Stahlimporte aus China und Russland und einer damit verbundenen Angebotsverknappung. Im Geschäftsjahr 2016 führte dies zu temporär längeren Beschaffungszeiten. Bedarfsspitzen deckte der Konzerneinkauf über weitere Lieferanten ab, die den Rohstoff kurzfristig meist zu höheren Preisen bereitstellen konnten. Zusätzlich erhöhte sich der dazugehörige Legierungszuschlag für Edelstähle, der ausschließlich an der Börse gehandelt wird und nicht in Rahmenverträgen fixiert werden kann. Für Aluminium, das für abschirmtechnische Produkte eingesetzt wird, zog das Preisniveau zwischen Januar und Dezember 2016 um knapp 12 % an, wohingegen sich die Prämie, die für die Umarbeitung des Rohstoffes anfällt, im gleichen Zeitraum deutlich reduzierte. Beim technischen Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Leichtbaukomponenten benötigt, schlugen sich die höheren Ölpreise nicht vollumfänglich nieder, da Öl im verwendeten Polyamid nur einer von mehreren Bestandteilen ist.

Rohstoffpreise wirkten positiv auf Schrotterlöse

Über ein zentrales Metallschrott-Management verwertet ElringKlinger konzernweit Metallreste, die in den unterschiedlichen Fertigungsprozessen anfallen, und veräußert sie.

Die im Konzern 2016 erzielten Schrotterlösen lagen bei 27,7 (28,8) Mio. Euro.

Energiebedarf bis 2019 kontraktiert

Den Großteil des Strom- und Gasbedarfs sichert ElringKlinger über Lieferverträge mit langen Laufzeiten ab. Bereits 2016 wurden mit den bestehenden Lieferanten längerfristige Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2019 für Strom und Gas vereinbart. Der Konzern kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen.

Einen Teil des Strombedarfs deckt der Konzern mit dem Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken (BHKW) ab. So wird die erzeugte Abwärme zum Beispiel an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen zur Generierung von Prozesskälte und für Klimaanlagen verwendet. 2016 produzierten die Kraftwerke an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen eine Strommenge von 9.323,9 (8.838,8) MWh.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Verantwortung für die Koordination obliegt dem Finanzvorstand. Risiken sollen hierdurch noch frühzeitiger erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung noch schneller umgesetzt werden.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden sowohl in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG als auch bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2016 fanden Revisionen bei acht Tochtergesellschaften sowie in vier Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführten Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt. Zudem wurde der Bereich interne Revision personell verstärkt, um diesen Bereich als Bestandteil des Risikomanagement- bzw. des Governance-Systems kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Gemäß dem bestehenden Compliance-System berichtet der Chief Compliance Officer direkt an den Vorstandsvorsitzenden. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officers benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten.

Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2016 wurden die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Einkauf eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahme von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Schulungen werden auch 2017 insbesondere für die Mitarbeiter der ausländischen Beteiligungen fortgesetzt. Des Weiteren wurde das Management der ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2016 anlässlich des Inkrafttretens der Marktmissbrauchsverordnung insbesondere über die gesetzlichen Regelungen zum Insiderhandel geschult. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2016 jedoch nicht zu berichten. Der Vorstand ist im Übrigen bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen. So wurde das Compliance-System im Berichtsjahr einer Bestandsanalyse mit einhergehender Beurteilung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen. Abgeleitete Handlungsempfehlungen sind bzw. werden umgesetzt.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Finanzvorstands. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Entsprechendes gilt für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG. Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.

Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Finanzvorstand. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikeneinschätzung

In der nachfolgenden Tabelle sind die für den ElringKlinger-Konzern wesentlichen Risiken und bedeutsamen Chancen im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % wird als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus dem Zusammenwirken von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das gesamte Risiko- bzw. Chancenpotenzial bezogen auf die jeweilige Kategorie. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen bezieht sich grundsätzlich auf einen Zeitraum von einem Jahr.

Chancen- und Risikenprofil des ElringKlinger-Konzerns

Risiken-/Chancenarten Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
--- --- --- --- --- --- ---
RISIKEN
Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken x x
Politische Risiken x x
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand x x
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb x x
Materialrisiken/Lieferantenrisiken x x
Kundenrisiken x x
Lohnkostenrisiken x x
Personalrisiken x x
IT-Risiken x x
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken x x
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken x x
Strategische Risiken
Technologierisiken x x
Externes Wachstum/Akquisitionen x x
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall x x
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken x x
Währungsrisiken x x
Zinsrisiken x x
Einsatz derivativer Finanzinstrumente x x
CHANCEN
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung x x
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften x x
Erweiterung des Leistungsspektrums x x
Neue Absatzmärkte x x
Branchenkonsolidierung/M&A x x

Konjunkturelle Risiken

Konjunktur- und Branchenrisiken

Die Entwicklung der globalen Fahrzeugmärkte geht üblicherweise mit der konjunkturellen Lage einher. Dies gilt für das Lkw-Segment noch stärker als für das Pkw-Geschäft. Vor diesem Hintergrund ist eine Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung immer auch mit dem Risiko verbunden, dass die Nachfrage nach Fahrzeugen und damit kurz- bis mittelfristig auch die Fahrzeugproduktion zurückgeht. In der Folge ergäbe sich daraus eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten.

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung insbesondere in der anhaltenden Wachstumsschwäche von Brasilien und Japan. In Russland, dessen Fahrzeugmarkt für ElringKlinger unwesentlich ist, könnte sich die wirtschaftliche Lage 2017 stabilisieren. Auch unter Berücksichtigung der Wachstumskonsolidierung in China, des geplanten Brexits sowie der anhaltenden Rezession in einigen Teilen Lateinamerikas wird eine deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur insgesamt als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2017 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % aus.

Für die Automobilbranche zeichnet sich nach allgemeinen Prognosen ein insgesamt positives Jahr 2017 ab. Während die Märkte in Nordamerika und Europa auf hohem Niveau stabil bleiben dürften, werden voraussichtlich vor allem China, aber auch andere Schwellenländer für Zuwächse sorgen. Generell wird sich das Wachstum von den etablierten Märkten auf Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern gegenüber einer möglichen Stagnation oder nachlassenden Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten abgesichert.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - wie er in den Krisenjahren 2008/09 zu beobachten war - ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. Im Hinblick auf den weltweiten Fahrzeugabsatz 2017 geht ElringKlinger von einem Wachstum von ca. 2 % aus (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch die globale und kundendiversifizierte Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle ebenso zur Verfügung wie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird prinzipiell eine vorsichtige Betrachtungsweise des zugrunde gelegten makroökonomischen Szenarios angewendet.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete, der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken.

Die politische Lage in weiten Teilen des Nahen Ostens, in Nordafrika und in einigen Gebieten an der Grenze zu Russland erweist sich weiterhin als äußerst unsicher. Diese Krisenherde zählen zu den für ElringKlinger mit Risiko behafteten Absatzgebieten. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen unmittelbar keine besondere Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft besteht dagegen das Risiko von Umsatzeinbußen - in den genannten Gebieten wurden im Geschäftsjahr 2016 Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Da in den genannten Regionen zumeist in US-Dollar bzw. Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

Durch das Votum der britischen Bevölkerung für einen Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) im Juni 2016 und den Beschluss des britischen Parlaments im Februar 2017, die EU-Austrittsverhandlungen aufzunehmen, haben die politischen Risiken bezüglich des innereuropäischen Zusammenhalts tendenziell zugenommen. Aufgrund der Bedeutung des britischen Pkw-Markts, dem zweitgrößten europäischen Absatzmarkt im Jahr 2016, wirkt sich das Brexit-Referendum auch auf weite Teile der Automobilindustrie aus. ElringKlinger erwartet jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf das eigene Unternehmen. Die in Redcar, England, angesiedelte Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd. produziert fast ausschließlich für den lokalen Markt. Der Umsatzanteil, gemessen am Konzernumsatz des Geschäftsjahres 2016, lag bei etwa 2 %. Darüber hinaus existiert in England mit Elring Parts Ltd. in Gateshead noch ein Vertriebsstandort für das Ersatzteilgeschäft.

Der Regierungswechsel in den USA bewirkt durch zahlreiche Ankündigungen in verschiedene Stoßrichtungen eine allgemeine Unsicherheit und hat aufgrund der Bedeutung der USA globale Auswirkungen. Die neue, auf die Stärkung der heimischen Industrie und des Binnenmarkts ausgerichtete US-Politik könnte sich unmittelbar auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft und dabei insbesondere auf die Automobilhersteller bzw. -zulieferer auswirken. In den ersten Wochen der Amtszeit kündigte der neue Präsident einen Einfuhrzoll für außerhalb der USA produzierte Autos an. Seine Politik zielt auf einen starken Protektionismus gegenüber Mexiko ab. Gegenüber führenden Wirtschaftsvertretern appellierte er bereits mehrfach, neue Produktionsstätten in den USA anstatt in Mexiko anzusiedeln. Der ElringKlinger-Konzern ist neben drei in den USA ansässigen Produktionsstandorten auch mit einem Werk in Mexiko vertreten. Die Tochtergesellschaft ElringKlinger México, S.A. de C.V. hat ihren Sitz in Toluca und produziert vorwiegend für den lokalen Markt. Der Anteil des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Konzernumsatzes, der aus Mexiko in die USA importiert wird, ist mit rund 2,4 % vergleichsweise gering. Der Gesellschaft kommt zudem zugute, dass in den meisten Verträgen als Lieferbedingung "ab Werk" vereinbart wird.

Dank seiner globalen Aufstellung ist es dem Konzern nicht nur möglich, jeweils die lokalen Märkte zu bedienen, sondern auch auf mögliche Gesetzesänderungen und sonstige politische Entscheidungen zumindest in Teilen flexibel reagieren zu können. ElringKlinger geht daher in der politischen Gesamtbetrachtung unverändert von einem moderaten Risiko in Bezug auf die möglichen finanziellen Auswirkungen für den Konzern aus.

Allgemeine interne Risiken

Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand

Zu den allgemeinen unternehmensinternen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen im Wesentlichen Arbeitsunfälle und die Gefahr von Bränden.

Mithilfe von präventiven Maßnahmen wie der Implementierung von konzernweit geltenden Sicherheitsstandards und der regelmäßigen Durchführung von Sicherheitsunterweisungen für Mitarbeiter versucht ElringKlinger Arbeitsunfällen so weit wie möglich vorzubeugen. Im Falle eines Unfalls werden Ursache und Hergang genau untersucht und die bestehenden Sicherheitsstandards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau herzustellen.

Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes, aber prinzipiell nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingter Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden auch die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Produktionsausfälle und Lieferunterbrechungen an die Kunden können dagegen weitgehend ausgeschlossen werden, da ElringKlinger über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Konzernstandorten auszugleichen.

Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden entsprechend analysiert und umgesetzt.

Gemäß diesen Ausführungen schätzt ElringKlinger die Eintrittswahrscheinlichkeit von allgemeinen internen Risiken, ausgelöst durch Arbeitsunfälle oder Brände, insgesamt als niedrig ein.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer bewegt sich ElringKlinger generell in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. In den Verhandlungen mit den Kunden werden regelmäßig Preisnachlässe gefordert. Der intensive Preisdruck zählt folglich zu einem der größten Einzelrisiken für das Unternehmen und hat durch die Dieselaffäre tendenziell in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.

ElringKlinger ist aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und der starken Marktstellung zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen aber nicht vollständig entziehen. Um den Preisdruck weitgehend zu begrenzen, entwickelt ElringKlinger Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und fokussiert sich auf Nischenmärkte. Der verbleibende Preisdruck muss durch Effizienzsteigerungen in der Produktion kompensiert werden.

Der Wettbewerb im Bereich der Automobilzulieferbranche ist sehr ausgeprägt. Die Markteintrittshürden für neue Wettbewerber sind vergleichsweise hoch, da dem Geschäftsmodell der ElringKlinger-Gruppe spezielle Kernkompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung zugrunde liegen (vgl. "ElringKlinger im Überblick"). Erhebliche Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären zudem notwendig, um als Wettbewerber in den Markt einzutreten. Die Anlagen von ElringKlinger sind in der Regel gemäß spezifischen Vorgaben konzipiert und nicht standardmäßig am Markt erhältlich. Für eine wirtschaftliche Fertigung sind hohe Stückzahlen zwingend erforderlich. Erfahrungsgemäß erhalten neue Zulieferer im Falle einer Erstbeauftragung jedoch nur kleinere Lieferumfänge, die nicht kostendeckend sind.

In einigen Fällen verlangen die Hersteller von ElringKlinger als Bedingung für die Auftragsvergabe, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben sowie kurze Wege zu den Werken der Fahrzeug- und Motorenhersteller spielen hier eine wesentliche Rolle. Derzeit befindet sich im ungarischen Kecskemét ein neuer, hochautomatisierter Produktionsstandort des Konzerns im Aufbau. Dort werden ab Ende 2017 Türmodulträger aus dem Faserverbundwerkstoff Organoblech in Serie gefertigt. Die 2015 gegründete Tochtergesellschaft ElringKlinger Hungary Kft. hat ihren Sitz in Kecskemét-Kádafalva und beliefert seit 2016 sowohl die in Ungarn ansässigen Werke deutscher OEMs als auch andere europäische Kunden mit Serienteilen. In Osteuropa verfügt ElringKlinger zudem über die im Werkzeugbau spezialisierte Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien.

Daneben ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten. So hat ElringKlinger Ende 2016 ein neues Werk im türkischen Bursa eingeweiht. Bereits seit 2009 ist das Unternehmen in der Türkei vertreten. Stetig steigende Produktionskapazitäten haben einen Neubau erforderlich gemacht. Gleichzeitig reagiert ElringKlinger damit auf die wachsende Bedeutung der Türkei als Produktionsstandort für die Automobilindustrie.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Der Materialaufwand nimmt mit 54,2 % den größten Anteil an den Umsatzkosten bei der ElringKlinger-Gruppe ein. Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) unterliegen einer hohen Volatilität. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können nicht vertraglich abgesichert werden.

Generell handelt ElringKlinger mit seinen Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft.

Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.

Für 2017 geht ElringKlinger insgesamt von einem Anstieg der Rohstoffeinkaufspreise aus. Auf dem Stahlmarkt ist aufgrund einer Angebotsverknappung, die aus Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, mit steigenden Preisen zu rechnen. Die Erhöhung zeigt sich zudem an zunehmenden Legierungszuschlägen für Edelstähle. Die Preise für Aluminium und Kunststoffgranulate sollen sich dagegen unterjährig auf dem Niveau des Vorjahres einpendeln. Angesichts von ausgeweiteten Abnahmemengen bei vielen Rohstofflieferanten ist das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen in Summe allerdings als überschaubar einzustufen.

Teilweise vereinbart ElringKlinger mit seinen Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Dabei besteht grundsätzlich das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

ElringKlinger verwertet und veräußert über den eigenen Schrotthandel konzernweit die bei den Stanzprozessen anfallenden Metallreste. Durch die erzielten Schrotterlöse können mögliche Kostenerhöhungen zumindest teilweise abgefedert werden.

Im Rahmen der regelmäßigen Risikobewertungsprozesse verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Der Konzern disponiert Material grundsätzlich frühzeitig und verfolgt eine Mehrlieferantenstrategie. Bei wesentlichen Materialien und Zukaufteilen sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen umfassenden Audits unterzogen. Im Geschäftsjahr 2016 hatten die 30 größten Lieferanten des Konzerns einen Anteil von mehr als 19 % (rund 20 %) am Einkaufsvolumen. Für Rohstoffe und Materialien, die nur begrenzt verfügbar sind oder starken Preisschwankungen unterliegen, entwickelt ElringKlinger soweit wie möglich Alternativen.

Zusammenfassend kann die Eintrittswahrscheinlichkeit von Material- bzw. Lieferantenrisiken als niedrig beziffert werden. Die damit in Verbindung stehenden möglichen finanziellen Auswirkungen wären dagegen wesentlich.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Nachfragerückgang bei einzelnen bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe für die in deren Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Komponenten in der Folge signifikant zurückgehen.

Aufgrund der Dieselaffäre hat das Kundenrisiko in der Automobilbranche grundsätzlich an Bedeutung gewonnen. Für den Konzern sind aufgrund seines breiten Produktportfolios, das größtenteils unabhängig von der Antriebsart zu betrachten ist, und seiner diversifizierten Kundenstruktur dadurch keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.

Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat die ElringKlinger-Gruppe die Kundenbasis in den letzten Jahren kontinuierlich verbreitert. Im Geschäftsjahr 2016 lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz bei rund 27 % (rund 27 %). Der größte Einzelkunde trug 11,0 % (11,7 %) zu den Umsatzerlösen bei.

Lohnkostenrisiken

Die Lohnkosten bilden neben den Materialkosten den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2016 betrug ihr Anteil an den Umsatzkosten 26,1 % (25,2 %).

Mit 41,4 % (43,5 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein erheblicher Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen im Inland könnten sich allerdings spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiter verschlechtern.

Die zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft geführten Tarifverhandlungen brachten in den letzten Jahren vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten. Die in Deutschland tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre lagen bei 2,2 % ab Mai 2014, 3,4 % ab April 2015 sowie 2,8 % ab Juli 2016. Mit Wirkung zum 1. April 2017 erhöhen sich die Entgelte um weitere 2,0 %.

Das Lohnkostenniveau in Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 16 % (knapp 15 %) der ElringKlinger-Belegschaft tätig sind, liegt dagegen weiterhin unter dem Konzerndurchschnitt. Entlastend wirkt, dass die Umsatzerlöse und Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen gegenüber dem Inland überproportional zunehmen. Dennoch bleibt auch auf diesen Märkten die Lohnentwicklungsdynamik ein latentes Risiko für die Ertragslage der Gesellschaft.

Sollte sich die Kundennachfrage unerwartet stark abschwächen, hätte dies womöglich einen sprunghaften Anstieg der Personalaufwandsquote zur Folge. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Instrumenten zur strategischen Personalplanung, wie Zeitkonten, Schichtsysteme und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe und flexible Reaktion ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2016 bei 18,2 % (19,9 %).

In der gesamtheitlichen Betrachtung stellt die Lohnkostenentwicklung der letzten Jahre ein moderates Risiko für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Konzern begegnet Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und die Beschäftigtenzahl im Inland zu sichern.

Personalrisiken

Die Mitarbeiter von ElringKlinger sind wichtige Know-how-Träger und ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Konzern. Daher ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfelds soll die Fluktuationsquote, die sich bei ElringKlinger in den letzten Jahren im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegte, auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Um Personalabgänge besser auffangen zu können, werden spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten nach Möglichkeit nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Die Altersstruktur der Konzernbelegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf: Etwa 54 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 26 % sind jünger als 30 Jahre.

Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Altersstruktur

Mit etwa 54 % ist die Mehrheit der ElringKlinger-Konzernbelegschaft zwischen 30 und 50 Jahre alt. Der Anteil von Mitarbeitern unter 30 Jahre beträgt rund 26 %. Die Altersgruppe der über 50-Jährigen beläuft sich auf 20 %.

Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten des Konzerns wird es tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Hochschulmarketing zur Personalrekrutierung durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Zur frühzeitigen Nachwuchssicherung bildet der Konzern außerdem junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.

ElringKlinger sieht für die beschriebenen Personalrisiken eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und stuft die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen als unwesentlich ein.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Datenverlust, Hacking oder Virenangriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten ist ein kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen bei der Auftragsabwicklung, Produktionssteuerung und in der Lieferkette führen. Dies würde sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten negativ auswirken.

ElringKlinger grenzt diese Risiken weitgehend ein. So werden insbesondere Daten, welche für die produktiven Abläufe wesentlich sind, stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Bestehen bei konkreten Projekten oder Prozessen potenzielle Risiken, werden zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen zur Risikominimierung geschaffen.

Zudem sind am Unternehmenshauptsitz in Dettingen/Erms zwei Rechenzentren installiert, die unabhängig voneinander arbeiten und räumlich getrennt sind. Auf dieser Basis ist der Schutz vor Systemausfällen und Datenverlusten bestmöglich gegeben. Darüber hinaus werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten wird mithilfe von skalierbaren Zugangsrechten gesteuert. Zum Schutz vor unberechtigten externen Zugriffen kommen aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen zum Einsatz.

Die Gesamtheit der IT-Risiken stuft der Konzern als niedrig ein. Daraus resultierende mögliche finanzielle Auswirkungen wären in moderatem Umfang.

Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Bestimmte Einzelrisiken hinsichtlich Qualitätsproblemen im Segment Erstausrüstung sind derzeit vorhanden, deren mögliche finanzielle Auswirkungen als moderat zu bezeichnen sind. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.

Mithilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus ungesetzlichen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. So ist bei einer ausländischen Tochtergesellschaft aufgrund wettbewerbsrechtlicher Ermittlungen wegen eines bereits mehrere Jahre zurückliegenden begrenzten Sachverhalts mit der Verhängung eines Bußgelds im niedrigen einstelligen Millionenbereich zu rechnen. Entsprechende bilanzielle Vorsorge wurde getroffen.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Auf dieser Basis werden langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten erzielt (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger wesentliche technologische Entwicklungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet. Dies hätte mittel-bis langfristig negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns. ElringKlinger investiert jährlich rund 5 % (rund 5 %) vom Konzernumsatz in Forschung und Entwicklung - dieser Wert liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zudem sind in den letzten Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate zu vermeiden.

Das Unternehmen fokussiert seine Entwicklungsaktivitäten konsequent auf ein Kernthema der Automobilindustrie, das heißt auf die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger hat sich als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit bereits frühzeitig mit neuen Produkten für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik oder in der Brennstoffzellentechnologie. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche aber aktuell noch verhältnismäßig gering ausfällt, birgt ein durchgreifender schneller Technologiewandel die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen und hätte verstärkten Preisdruck zur Folge.

Nach heutigem Stand geht der Konzern davon aus, dass der Wandel in der Branche hinsichtlich der Antriebsart - ausgehend vom klassischen Verbrennungsmotor über die Hybridantriebe als Brückentechnologie bis hin zu einem rein elektrisch betriebenen Motor -nicht abrupt, sondern sukzessive über einen längeren Zeitraum von mehreren Jahren vollzogen wird, auch wenn derzeit eine hohe Dynamik erkennbar ist. Dennoch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit in Summe als hoch einzustufen. Die möglichen finanziellen Auswirkungen wären wesentlich.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält weiter an. Für ElringKlinger ergibt sich daraus grundsätzlich die Gelegenheit für ergänzende Technologiezukäufe und gezielte Übernahmen, um schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.

Bei Akquisitionen besteht prinzipiell stets das Risiko, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten notwendig werden, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten würden. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen Umfang erreicht werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen grundsätzlich eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mithilfe von internen und/oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf Plausibilität überprüft und bewertet.

ElringKlinger tätigt Akquisitionen grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

ElringKlinger stuft die Eintrittswahrscheinlichkeit der mit Akquisitionen verbundenen Risiken mehrheitlich als niedrig ein. Die damit verbundenen finanziellen Auswirkungen werden als moderat beziffert.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfall

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei den Erstausrüstungs-Kunden ist angesichts der soliden Branchenkonjunktur in Nordamerika, Westeuropa und weiten Teilen Asiens für ElringKlinger insgesamt als relativ gering einzuschätzen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2016 zwischen 11,9 und 27,2 Mio. Euro (14,8 und 28,1 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die Kreditvergabe der Banken erfolgt seit der Finanzkrise und angesichts verschärfter Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf generell steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie schlechter einstufen, könnte sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.

Das Finanzierungsrisiko bleibt trotz der verbesserten Ertragssituation in der Branche und extrem niedriger Marktzinsen latent vorhanden. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Zulieferbetrieben, ist weiterhin nicht auszuschließen.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von 47,2 % (48,5 %) unkritisch dar. Der Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) beträgt 2,3 (2,2). Das Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit 175,7 (123,3) Mio. Euro einen Cashflow aus betrieblicher Leistung, der den Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie für die Investitionen in Sachanlagen weitgehend abdeckte. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 122,2 (98,8) Mio. Euro zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2016 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).

Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging).

Währungsrisiken bestehen zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns niederschlagen. In Summe ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein negativer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von 33,4 Mio. Euro. Für 2017 dürften die Chancen auf umsatz- und ergebniserhöhende Effekte aus der Währungstranslation insgesamt überwiegen.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2016 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von 0,5 (3,2) Mio. Euro.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Die währungsbedingte Veränderung der Wettbewerbsfaktoren der Schweizer Standorte der Hug Engineering AG, Elsau, sowie der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, könnte dazu führen, dass Projekte alternativ an Standorten der ElringKlinger-Gruppe im Euroraum vergeben werden. Da wesentliche Wettbewerber der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in der Schweiz produzieren, ist das Risiko derzeit noch überschaubar. Aufgrund der Tatsache, dass die Einkaufsvolumina der Hug Engineering AG größtenteils auf Euro umgestellt wurden, konnte das Währungsrisiko weiter eingegrenzt werden.

In der Gesamtbetrachtung stuft ElringKlinger die Eintrittswahrscheinlichkeit von Währungsrisiken grundsätzlich als hoch ein; die möglichen finanziellen Auswirkungen für den Konzern wären moderat.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.

Sollten die im Langfristvergleich derzeit niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und in Folge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: "Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten").

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

ElringKlinger nutzt derivative Finanzinstrumente nur in Einzelfällen, wie zum Beispiel zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (insbesondere Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisvolatilitäten eingesetzt werden, liegen in jedem Fall die benötigten physischen Bezugsmengen zugrunde.

Auf Basis eines rollierenden Systems sicherte ElringKlinger auch im Geschäftsjahr 2016 Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen ab. Die Absicherung erfolgte über Nickeltermingeschäfte.

Chancen

Klimawandel/Emissionsgesetzgebung

Das Hauptziel der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung, seien es CO2 oder andere schädliche Abgasbestandteile wie Rußpartikel, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen bis zum Jahr 2021 von derzeit noch 130 g/km auf 95 g/km verringert werden. Für 90 % der Fahrzeugflotte der Hersteller ist dieser Grenzwert bereits 2020 verbindlich; ab 2021 gilt er dann für die gesamte Flotte. Doch diese Schwelle markiert nicht den Endpunkt, in Brüssel werden noch niedrigere Grenzwerte zwischen 75 bis 65 g/km für das Jahr 2025 diskutiert. Auch die USA und die Volksrepublik China sehen sich zusehends anspruchsvolleren Emissionsgrenzen gegenüber. Die USA will den CO2 -Ausstoß bis zum Jahr 2021 auf 132 g/km reduzieren; die Regierung von China schreibt bis 2020 eine Verminderung auf 117 g/km vor. Hinzu kommt, dass sich Schwellenländer wie Indien bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu - für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.

Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Viele Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.

Um das von der deutschen Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 doch noch zu verwirklichen, wurde im Mai 2016 eine staatliche Kaufprämie eingeführt. Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge werden mit 4.000 Euro (ab 2018: 3.000 Euro) und Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeuge mit 3.000 Euro (ab 2018: 2.000 Euro) gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung erstreckt sich bis zum Jahr 2019 bzw. bis der Prämientopf in Höhe von 1,2 Mrd. Euro aufgebraucht ist. Das ebenfalls vom Bund angestoßene Förderprogramm zum Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur in Deutschland wurde Anfang 2017 von der Europäischen Union genehmigt. In den nächsten vier Jahren sollen 300 Mio. Euro zum Aufbau von 15.000 Ladesäulen in ganz Deutschland investiert werden. Diese Anreize könnten zu einem breiten Umdenken beim Verbraucher beitragen und zu steigenden Absätzen elektrisch betriebener Pkw führen. Weitere Fortschritte in der Batterietechnologie in Bezug auf die Reichweite würden für zusätzliche Akzeptanz von Elektroautos bei den Autokäufern sorgen.

ElringKlinger würde von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Geschäftsbereich E-Mobility des Unternehmens verschiedene Pkw-Hersteller beliefert.

4.000 Euro Prämie

erhalten Verbraucher seit Juli 2016 beim Kauf eines Elektroautos in Deutschland. Bei einem Hybrid- oder Brennstoffzellenfahrzeug beträgt der staatliche Zuschuss 3.000 Euro.

Darüber hinaus ist das Thema Emissionsreduzierung auch außerhalb der Automobilindustrie von zunehmender Bedeutung. Strengere Emissionsvorschriften gelten verstärkt für stationäre Motoren, Schiffsmotoren und Baumaschinen. In diesen Nischenmärkten gibt es beträchtliches Potenzial für die Systeme des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportolio und seiner Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends/Neue Abgasvorschriften

Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends, deren Eintrittswahrscheinlichkeit vom ElringKlinger-Konzern als hoch eingestuft wird. Nur mithilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, können die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als wesentlich eingestuft werden.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Möglichkeiten, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.

Welche Möglichkeiten genau bestehen, ist bereits umfänglich im F&E-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiele sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebs- und Energieversorgungstechnologien in den Bereichen Batterietechnik und Brennstoffzelle dienen. Durch verschärfte Emissionsvorschriften auch außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich zunehmend interessante Nischenmärkte im Bereich Abgastechnologie. Auch für den Bereich Kunststofftechnik ergeben sich mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.

Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Leistungsspektrums Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums zu erreichen, das das globale Wachstum der Automobilproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertrifft.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich in den kommenden Jahren durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für die bereits vorhandenen ElringKlinger-Produkte. Als beispielhaft kann in diesem Zusammenhang die ASEAN-Region genannt werden. In den BRIC-Staaten besteht für den Konzern zumeist noch die Gelegenheit, den Absatz auszuweiten, indem alle Produktgruppen vor Ort gefertigt und auf den regionalen Märkten angeboten werden.

Für das Ersatzteilgeschäft bestehen sowohl durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme als auch durch die Erschließung neuer Absatzregionen weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" intensiviert seine Aktivitäten in Asien. Dabei wurde insbesondere die Erschließung und Durchdringung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbieter weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wird das bestehende Ersatzteilgeschäft in Nordamerika systematisch ausgebaut.

Branchenkonsolidierung/M&A

Das Wachstum der Automobilbranche, gemessen an der Pkw-Produktion, wird in den kommenden Jahren vor allem in Asien und in Nordamerika erwartet. Diese Entwicklung stellt viele mittelständische Unternehmen, die sich heute noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, zukünftig vor große Herausforderungen. Zudem haben die Zulieferer einen immer höheren Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich mit steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. Es ist daher davon auszugehen, dass die derzeitige Konsolidierungswelle in der Zuliefererbranche auch in den kommenden Jahren weiter anhalten wird.

Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation weitere Chancen, das Technologieportfolio durch Übernahmen gezielt zu ergänzen. Zum Teil scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ElringKlinger in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Bei der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken stellt der Vorstand fest, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr ähnlich darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern in einem schlagartigen weltweiten Markteinbruch, einem rapiden Umbruch in der Antriebstechnologie sowie einem sprunghaften Anstieg der Materialpreise.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen sich in Westeuropa, Nordamerika und China stabil. Dagegen bleiben die politische und konjunkturelle Situation in Russland und im Nahen Osten sowie die ökonomische Lage in Brasilien nach wie vor risikobehaftet. Strategische Risiken sind unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau.

Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder dessen Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 47,2 % (48,5 %) sowie die Fähigkeit, neue Finanzierungsmittel aufzunehmen, sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren bzw. emissionsfreien Antrieben, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den langfristigen Technologietrends und der anhaltenden Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren 2 bis 4 Prozentpunkte stärker als die weltweite Automobilproduktion zu wachsen.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Vergütungssystem bis 31. Dezember 2013

Das bis zum 31. Dezember 2013 geltende Vergütungssystem wurde zum 1. Januar 2014 abgelöst, lediglich die den Mitgliedern des Vorstands im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung zugeteilten Partizipationsrechte (sogenannte Stock Appreciation Rights) bleiben bis zum Ablauf der Halte- bzw. Ausübungsfristen bestehen. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

Vergütungssystem ab 1. Januar 2014

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O-Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts. Der Long Term Incentive I entspricht den bisherigen Regelungen der jährlichen Tantieme und vergütet die Tätigkeit für ein Geschäftsjahr. Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Beispielrechnung LTI I

EBIT Durchschnitt 193.000.000
Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2016*3
Dr. Wolf 0,80% 1.544.000 1.521.000
Becker 0,60% 1.158.000 1.179.000
Jessulat 0,40% 772.000 864.000
3.474.000 3.564.000

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus drei Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote.

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten (Credit Spread) als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe (Peer Group) abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres. 90 % des auf den LTI II entfallenden Betrages werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrages erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrags kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Beispielrechnung LTI II

Mittelwert EVA 79.500.000
Variable Vergütung Deckelung Fixgehalt 2016*2
Dr. Wolf 1,25% 993.750 1.014.000
Becker 1,00% 795.000 786.000
Jessulat 0,40% 318.000 576.000
2.106.750 2.376.000

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O- Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen, sowie, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz liegt zwischen 2,5 und 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld. Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % des Witwengeldes bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 % des Witwengeldes, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrages nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrags nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Weder im Jahr 2015 noch im Jahr 2016 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2016

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.

Vorstandsvergütung 2016 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB sind in der folgenden Übersicht dargestellt. Die angegebenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016. Wir verweisen auf weitere Erläuterungen unter "Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds".

Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
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kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 556 554 418 418 0 313
variable erfolgsabhängige Vergütung 1.182 1.127 888 845 0 562
Summe 1.738 1.681 1.306 1.263 0 875
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 452 253 362 202 0 81
Summe 452 253 362 202 0 81
Gesamtvergütung 2.190 1.934 1.668 1.465 0 956
Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 413 69 1.387 1.354
variable erfolgsabhängige Vergütung 888 141 2.958 2.675
Summe 1.301 210 4.345 4.029
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 362 0 1.176 536
Summe 362 0 1.176 536
Gesamtvergütung 1.663 210 5.521 4.565

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
in TEUR 2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 238 218 153 144 0 150
Barwert (DBO) 3.995 5.023 3.025 3.720 0 150
Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 132 20 523 532
Barwert (DBO) 4.007 - 11.027 8.893

Der Barwert der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2016 für Herrn Schmauder wurde in die Angaben zu Pensionsrückstellungen ehemaliger Mitglieder des Vorstands einbezogen.

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2016 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Zur Darstellung wird auf die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zurückgegriffen. Die in den folgenden Tabellen enthaltenen Werte für Herrn Karl Schmauder beziehen sich auf den Zeitraum bis zur Beendigung seiner Tätigkeit als Vorstand am 23. Februar 2016.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 gewährt wurden:

Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 507 507 507 507 393 393
Nebenleistungen 49 47 47 47 25 25
Summe 556 554 554 554 418 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.182 1.127 0 1.521 888 845
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 447 0 0 0 357 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 110 0 1.014 0 88
Summe 1.629 1.237 0 2.535 1.245 933
Versorgungsaufwand 238 218 218 218 153 144
Gesamtvergütung 2.423 2.009 772 3.307 1.816 1.495
Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Min. 2016 Max. 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 393 393
Nebenleistungen 25 25
Summe 418 418
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 1.179
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 786
Summe 0 1.965
Versorgungsaufwand 144 144
Gesamtvergütung 562 2.527
Thomas Jessulat Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 0 288 288 288 393 66
Nebenleistungen 0 25 25 25 20 3
Summe 0 313 313 313 413 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 562 0 864 888 141
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 81 0 576 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 41 0 576 357 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 35 0 576 0 0
Summe 0 719 0 2.592 1.245 141
Versorgungsaufwand 0 150 150 150 132 20
Gesamtvergütung 0 1.182 463 3.055 1.790 230
Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Min. 2016 Max. 2016
--- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 66 66
Nebenleistungen 3 3
Summe 69 69
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 198
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 132
Summe 0 330
Versorgungsaufwand 20 20
Gesamtvergütung 89 419
Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 Min. 2016 Max. 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.293 1.254 1.254 1.254
Nebenleistungen 94 100 100 100
Summe 1.387 1.354 1.354 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.958 2.675 0 3.762
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 81 0 576
Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 1.161 41 0 576
Mehrjährige variable Vergütung 2016-2018 0 233 0 2.508
Summe 4.119 3.030 0 7.422
Versorgungsaufwand 523 532 532 532
Gesamtvergütung 6.029 4.916 1.886 9.308

Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die 2016 gewährte langfristige Vergütung. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2016 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2016 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2016 aus.

Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 507 507 393 393 0 288
Nebenleistungen 49 47 25 25 0 25
Summe 556 554 418 418 0 313
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.182 1.127 888 845 0 562
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 452 0 362 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 253 0 202 0 81
Summe 1.634 1.380 1.250 1.047 0 643
Versorgungsaufwand 238 218 153 144 0 150
Gesamtvergütung 2.428 2.152 1.821 1.609 0 1.106
Karl Schmauder Gesamt
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2015 2016 2015 2016
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 393 66 1.293 1.254
Nebenleistungen 20 3 94 100
Summe 413 69 1.387 1.354
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 888 141 2.958 2.675
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 362 0 1.176 0
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 0 0 536
Summe 1.250 141 4.134 3.211
Versorgungsaufwand 132 20 523 532
Gesamtvergütung 1.795 230 6.044 5.097

Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds

Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat das Vorstandsmitglied Karl Schmauder sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die in diesem Zusammenhang geschlossene Aufhebungsvereinbarung sieht die sofortige Freistellung von Herrn Schmauder unter Fortzahlung der laufenden Vergütungen bis zum regulären Ablauf des Dienstvertrags am 31. Januar 2018 vor. Die Ansprüche auf den LTI I der Geschäftsjahre 2016 bis 2017 wurden vollständig, die Ansprüche auf den LTI I des Jahres 2018 zeitanteilig gewährt. Die Ansprüche auf den LTI II für die Tranchen 2014-2016 und 2015-2017 wurden vollständig gewährt. Der LTI II für die Tranche 2016-2018 wird zeitanteilig gewährt. Gewährte Altersversorgungsansprüche bleiben unverändert bestehen. Die nach dem 23. Februar 2016 zu leistenden Bezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 6 dd HGB in Höhe von TEUR 2.743 setzen sich aus der erfolgsunabhängigen Vergütung (TEUR 788, davon TEUR 343 im Geschäftsjahr 2016 ausbezahlt) und der erfolgsabhängigen Vergütung (TEUR 1.955, davon für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 917) zusammen.

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte wurde im Berichtsjahr angepasst. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 20). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt.

Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2016

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 741 (2015: TEUR 774). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2015: TEUR 0) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth Lechler 68 68 54 57 122 125
Markus Siegers 44 41 41 43 85 84
Gert Bauer 0 10 0 10 0 20
Ernst Blinzinger 24 16 27 18 51 34
Nadine Boguslawski 24 16 27 18 51 34
Armin Diez 28 28 27 29 55 57
Klaus Eberhardt 32 32 27 29 59 61
Pasquale Formisano 24 24 27 29 51 53
Rita Forst 24 16 27 18 51 34
Dr. Margarete Haase 0 8 0 10 0 18
Paula Monteiro-Munz 28 28 27 29 55 57
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 27 29 51 53
Gabriele Sons 32 32 27 41 59 73
Manfred Strauß 24 24 27 29 51 53
Gerhard Wick 0 8 0 10 0 18
Gesamtbetrag 376 375 365 399 741 774

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2016 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2016 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt. Sie betreffen ausschließlich Anteile, die dem Familienbesitz zugerechnet werden.

Walter H. Lechler, Stuttgart, Deutschland Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,013 % über § 22 WpHG zugerechnet)
Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland 10,031 %
Eroca AG, Basel, Schweiz Insgesamt 19,930 % (davon werden ihr 9,928 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Auf das Wirtschaftsjahr 2017 blicken Volkswirte trotz vieler Unsicherheiten insgesamt zuversichtlich. Die globale Konjunktur dürfte nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,4 % und damit moderat, aber leicht beschleunigt wachsen. Auch für den Pkw-Weltmarkt wird weiteres Wachstum prognostiziert. Der globale Absatz wird 2017 nach Angaben des deutschen Branchenverbands VDA voraussichtlich um 2 % auf rund 84 Mio. Fahrzeuge expandieren. Der Wandel in der Automobilbranche hat an Dynamik gewonnen. Mittelfristig wird die Anzahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zunächst noch weiter zunehmen, ab 2020 wird deutlich mehr Schwung in den Elektroautomarkt kommen.

Die treibende Kraft hinter dem globalen Wirtschaftsgeschehen soll nach Angaben des IWF im Wesentlichen von den Schwellenländern und den USA ausgehen. Mit einem Plus von 4,5 % beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird die Wachstumsrate der Schwellenländer erneut deutlich über der Entwicklung in den Industrieländern (1,9 %) liegen. Zu den Risiken zählen neben geopolitischen Unsicherheiten die mögliche Zunahme globaler Ungleichgewichte, starke Wechselkursschwankungen sowie schleppende Reformen in hoch verschuldeten Industrie- und einigen Schwellenländern, wobei letztere zudem mit Kapitalabflüssen und hohen Unternehmensverschuldungen zu kämpfen haben. Wenig vorhersehbar sind derzeit die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung und die damit verbundenen globalen Folgen.

Die Wirtschaft im Euroraum wird weiter gestützt durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, aber auch von der weltweiten Nachfragebelebung. Damit wirkt sie Problematiken wie dem bevorstehenden Brexit, hohen Verschuldungen oder Unsicherheiten aus bevorstehenden Wahlen einiger Mitgliedstaaten entgegen. Die Binnennachfrage in Deutschland wird etwas an Schwung verlieren, dennoch bleibt die Konjunktur in Deutschland auf Kurs.

Nach dem Regierungswechsel in den USA dürfte sich die US-Konjunktur durch die angekündigten Investitionsprogramme stärker beleben. Zudem ist davon auszugehen, dass die Ölpreise ansteigen werden und die US-Geldpolitik den eingeschlagenen Weg der Normalisierung fortführen wird. In Brasilien zeigt sich nach mehrjährigen Wachstumsrückgängen für 2017 eine erste, aber noch schwache Aufwärtstendenz.

Der größte Wachstumsbeitrag für die Weltwirtschaft ist von den großen Schwellenländern Asiens zu erwarten. Gestützt durch konjunkturstimulierende Maßnahmen der Regierung wird China seine Wirtschaftsleistung erneut ausweiten können. Auch in Indien dürfte die Aufwärtsbewegung intakt bleiben. Weiterhin keine erkennbare Verbesserung wird der seit Jahren schwächelnden japanischen Wirtschaft vorausgesagt.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in %

2016 Prognose 2017 Prognose 2018
Welt 3,1 3,4 3,6
Deutschland 1,7 1,5 1,5
Eurozone 1,7 1,6 1,6
USA 1,6 2,3 2,5
Brasilien -3,5 0,2 1,5
China 6,7 6,5 6,0
Indien 6,6 7,2 7,7
Japan 0,9 0,8 0,5

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2017)

Automarkt 2017: verlangsamtes, aber fortgesetztes Wachstum

Nach einem guten Jahr 2016 bestehen auch für 2017 insgesamt positive Aussichten für den Pkw-Weltmarkt. Laut Marktexperten wird die globale Absatzzahl neu zugelassener Fahrzeuge das Vorjahr nochmals um ca. 1 bis 2 % übertreffen. Der deutsche Branchenverband erwartet ein Wachstum von rund 2 % auf ein Gesamtvolumen von rund 84 Mio. Neufahrzeugen. ElringKlinger geht ebenfalls von einem leichten Zuwachs von 1 bis 2 % aus.

Die Entwicklung in Westeuropa insgesamt soll mit 14 Mio. Pkw auf dem Niveau von 2016 stabil bleiben. Das größte Wachstumspotenzial wird bei den südeuropäischen Ländern gesehen. Erste Auswirkungen des Brexit-Votums könnten dem Automarkt Großbritannien dagegen ein deutliches Minus bescheren, das der VDA auf rund minus 8 % schätzt. In Deutschland dürfte nochmals ein ähnlich hohes Marktvolumen wie im Vorjahr erreicht werden. Auch die Inlandsproduktion sollte das erreichte hohe Niveau beibehalten können. Exporte aus Deutschland könnten nach VDA-Angaben leicht um 2 % zurückgehen, während die Auslandsproduktion der deutschen Konzernmarken, die 2016 erstmals eine Stückzahl von 10 Mio. Fahrzeugen überschritt, voraussichtlich um 3 % wachsen wird.

Dem US-Markt, der im zurückliegenden Jahr mit rund 17,5 Mio. verkauften Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) das zweite Jahr in Folge einen Absatzrekord verzeichnete, wird 2017 ein vergleichbar hohes Niveau zugetraut. Möglicherweise stimulierende Effekte durch die neue US-Regierung könnten die Nachfrage zwar stärker treiben, demgegenüber stehen aber bremsende Effekte durch ein anziehendes Zinsniveau und steigende Ölpreise. Optimistische Schätzungen schließen dennoch ein weiteres Marktwachstum nicht aus.

Der größte Einzelmarkt der Welt, China, der inzwischen fast 30 % des Weltmarkts ausmacht, wird 2017 weiter zulegen, allerdings mit geringerer Geschwindigkeit. Der VDA erwartet ein Plus von 5 % auf insgesamt 24,2 Mio. Pkw. Die Steueranreize, die seit Oktober 2015 für Pkw mit kleineren Motoren galten, bestehen 2017 in reduzierter Form weiter. Dem stark wachsenden indischen Automarkt wird im ersten Halbjahr 2017 eine gedämpfte Entwicklung vorausgesagt, gefolgt von einer im zweiten Halbjahr wieder verstärkten Belebung. Für Japan wird allenfalls ein sehr leichter Anstieg der Absatzzahlen gesehen.

Die lange Talfahrt der Märkte Brasilien und Russland findet langsam ein Ende. Für Russland wird ein leichtes Wachstum gesehen, Brasilien sollte - nach einem Minus von rund 20 % 2016 - zumindest das Vorjahresniveau erreichen.

Mit Blick auf alternative Antriebe geht ElringKlinger davon aus, dass die Automobilindustrie zunächst noch einen starken Fokus auf die zunehmende Effizienzsteigerung bei Verbrennungsmotoren sowie Hybridisierung legt und gleichzeitig die Entwicklung von rein batterieelektrischen oder brennstoffzellengetriebenen Fahrzeugen vorantreibt. Auch die Forschung im Bereich CO2 -neutraler Kraftstoffe, die für die Herstellung nur so viel CO2 benötigen, wie sie im Betrieb später freisetzen, könnte für den Verbrennungsmotor langfristig eine mögliche Lösung darstellen. Marktstudien zufolge soll die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor kurzfristig weiter steigen - ihr Höhepunkt wird für das Jahr 2020/21 mit einer geschätzten Anzahl von 90 Mio. produzierten Motoren gesehen. Nach Ansicht des deutschen Brancheninstituts Center of Automotive Management (CAM) werden bis dahin die weltweiten Neuzulassungen von E-Autos (reine Elektro- sowie Plug-in-Hybrid-Pkw) zwischen 2,5 und 6,0 % wachsen. Ab dem Jahr 2020 erwartet das Institut - getrieben von den Produktoffensiven globaler Hersteller bzw. der bis dahin erreichten technischen Innovationen und Rahmenbedingungen - eine deutliche Belebung des Marktes für E-Fahrzeuge. Bis 2025 soll demnach ihr Anteil an den weltweiten Verkäufen auf 12 bis 25 % steigen. Die einzelnen Märkte werden dabei ein sehr unterschiedliches Tempo vorlegen. Der bereits jetzt größte Einzelmarkt für Elektrofahrzeuge - China - dürfte auch angesichts der von der Regierung geplanten Maßnahmen seine führende Rolle beibehalten.

Rund 100 Elektromodelle

möchten deutsche Hersteller bis 2020 auf den Markt bringen - derzeit sind es 30 Modelle. Ab 2019 wird der Elektroantrieb in praktisch allen Baureihen vertreten sein (Quelle: VDA).

Große Nutzfahrzeugmärkte 2017 ohne Auftriebskräfte

Den großen Nutzfahrzeugmärkten in Westeuropa und den USA steht voraussichtlich ein schwieriges Jahr bevor. Für den westeuropäischen Nutzfahrzeugmarkt, der 2016 zunehmend an Schwung verlor, ist von einer weiteren Verlangsamung auszugehen. Untermauert wird diese Prognose unter anderem dadurch, dass nach Jahren guten Wachstums Ersatzbedarfe gedeckt sind und mit ersten negativen Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union gerechnet wird. In Deutschland erwartet der Branchenverband VDA ausgehend von dem bereits hohen Rekordniveau 2016 einen weiteren leichten Zuwachs bei Nutzfahrzeugverkäufen.

Der nordamerikanische Truck-Markt wird trotz der Stabilisierung der Auftragseingänge zum Jahresende 2016 auch 2017 Rückgänge hinnehmen müssen. Dabei wird für das Segment schwerer Lkw (Class 8) ein Rückgang von 10 bis 15 % prognostiziert, während die Nachfrage bei den mittelschweren Lkw (Class 5-7) möglicherweise stabil bleiben wird.

Ausblick Konzern

Hohe Dynamik in der Branche

Die Entwicklungen des abgelaufenen Geschäftsjahres - wie beispielsweise die Brexit-Entscheidung oder die wirtschaftspolitischen Ankündigungen der neu gewählten US-Regierung - haben die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit erhöht. Hinzu kommt durch externe Effekte wie immer strengere Emissionsvorschriften, neue Messtechniken oder den technologischen Fortschritt eine strukturelle Dynamik, die die gesamte Automobilbranche erfasst hat. Studien zufolge wird nicht nur die Anzahl global produzierter Fahrzeuge weiter zunehmen, sondern sich gleichzeitig auch der Fokus auf Fahrzeuge mit alternativen Antrieben - das heißt Hybrid- und vollelektrische Fahrzeuge - verschieben. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Wandels sind derzeit unsicher, was die Ableitung von Prognosen für das Unternehmen erschwert. Grundsätzlich geht ElringKlinger aber von einem weiterhin soliden Wachstum der globalen Fahrzeugmärkte ohne größere, die weltweite Konjunktur beeinträchtigende Effekte aus.

Nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsleistungen

Für den abzusehenden Wandel der Antriebstechnologien ist ElringKlinger mit seinem breiten und innovativen Produktportfolio sehr gut aufgestellt. Um diese hervorgehobene Position in profitablen Nischenmärkten auch in Zukunft behaupten zu können, beabsichtigt der Konzern, weiterhin rund 5 bis 6 % des Umsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) für Forschungs- und Entwicklungsleistungen aufzuwenden.

Starke Auftragslage bedeutet wachsenden Umsatz

Dass ElringKlinger mit seinen Produkten ein gefragter Partner ist, zeigt sich an den gut gefüllten Auftragsbüchern: Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Auftragseingang, das heißt das Volumen der von Kunden abgerufenen Stückzahlen, um 78,4 Mio. Euro oder 4,9 % auf 1.693,7 Mio. Euro gesteigert werden. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 126,0 Mio. Euro oder 7,8 %. Dadurch erhöhte sich per Jahresultimo auch der Auftragsbestand um 136,3 Mio. Euro oder 17,1 % auf 932,5 Mio. Euro (währungsbereinigt um 143,8 Mio. Euro bzw. 18,1 % auf 940,0 Mio. Euro).

Dieser hohe Auftragsbestand stützt die Erwartung des Vorstands von ElringKlinger, den Umsatz in Abhängigkeit von den weltweiten Automobilmärkten erneut steigern zu können. Dazu tragen vor allem die geplanten Neuanläufe der volumenstarken Aufträge im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik, die unverändert gute Auftragslage im Geschäftsbereich Abschirmtechnik sowie eine robuste Entwicklung der übrigen Geschäftsbereiche bei. Insgesamt rechnet der Konzern daher damit, kurz- und mittelfristig mit seinem jährlichen organischen Umsatzanstieg das erwartete Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen. Für das Berichtsjahr 2017 geht ElringKlinger von einem im Vorjahresvergleich um 1 bis 2 % größeren globalen Automobilmarkt aus. Legt man mittelfristig Markterwartungen von durchschnittlich 2 % p.a. zugrunde, wird diese Entwicklung nach Einschätzung des Vorstands dazu führen, dass ElringKlinger im Jahr 2020 erstmals in den Bereich eines Jahresumsatzes von 2 Mrd. Euro kommen könnte.

Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren nur schwer vorherzusagen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich Wechselkursentwicklungen durch Umrechnungseffekte negativ auf die erzielten Umsatzerlöse ausgewirkt. Die gleichen Folgen sind aufgrund der geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen - zum Beispiel Brexit-Verhandlungen, weltweite protektionistische Tendenzen oder verstärkte Terrorgefahren - auch 2017 denkbar.

Akquisitionen sind auch im Berichtsjahr 2017 nicht ausgeschlossen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Der Fokus liegt dabei auf Unternehmen, die die Ausrichtung von ElringKlinger vor allem im Bereich neuer Antriebstechnologien unterstützen. Grundsätzlich sollten Zielgesellschaften entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen besseren Marktzugang verschaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet.

Höheres Preisniveau an Rohstoffmärkten

Wesentlicher Faktor der Umsatzkosten sind die Material- und Personalaufwendungen. Grundsätzlich ist ElringKlinger durch langfristige Lieferverträge gegen kurzfristige Marktschwankungen abgesichert, kann sich aber allgemeinen und vor allem nachhaltigen Preistrends nicht vollständig entziehen. Aufgrund der Angebotsverknappung, die aus den Einfuhrzöllen für Stahlimporte aus China und Russland resultiert, zeichnen sich auf dem Stahlmarkt auch für 2017 steigende Preise ab. Die Erhöhung zeigt sich zudem an den anziehenden Legierungszuschlägen für Edelstähle. Bei Aluminium erwartet ElringKlinger 2017 ein stabiles Preisniveau. Für die Beschaffung von Kunststoffgranulaten, die im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik eingesetzt werden, rechnet der Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2017 durch einen voraussichtlich anziehenden Ölpreis ebenfalls mit Preissteigerungen, so dass für das laufende Geschäftsjahr im Vergleich zu 2016 insgesamt höhere Materialkosten zu erwarten sind.

Weltweiter Personalzuwachs durch weiteres Wachstum

Das angestrebte Umsatzwachstum von ElringKlinger wird eine höhere Beschäftigtenzahl zur Folge haben. Dabei achtet der Konzern darauf, die Zunahme kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern, um den prozentualen Mitarbeiterzuwachs unterhalb des prozentualen Umsatzwachstums zu halten. Durch den geplanten Produktionsanlauf an den neuen Standorten in den USA, in Ungarn und in China ist 2017 gerade in diesen Ländern ein personeller Anstieg zu erwarten.

Ergebnisverbesserung angestrebt

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet ElringKlinger mit einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausschlaggebend dafür sind vor allem zwei Faktoren: Zum einen dürfte sich der höhere erwartete Umsatz positiv im Ergebnis niederschlagen. Zum anderen ist davon auszugehen, dass sich die Ergebnissituation der von Kapazitätsengpässen betroffenen Schweizer Tochtergesellschaft durch die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen stabilisiert hat. Insbesondere die Entscheidung, Teile der Produktion von der Schweiz nach Ungarn zu verlagern, dürfte dem Schweizer Standort den entsprechenden Spielraum verschaffen, um das operative Fixkostenniveau über die nächsten drei Jahre schrittweise zu optimieren. In Abhängigkeit von noch ausstehenden Kundenzustimmungen und der daraus resultierenden Verlagerungsgeschwindigkeit rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebniseffekt von rund 10 Mio. Euro. Insgesamt wird für 2017 eine EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokation) von rund 9 bis 10 % erwartet.

Die Ergebnisverbesserungen der Schweizer Tochtergesellschaft, der zu erwartende stetige Umsatzzuwachs und der sich ändernde Produkt-Mix werden die Ergebnissituation auch in den nächsten Jahren weiter verbessern. Infolgedessen strebt der Konzern an, mittelfristig ein EBIT-Margenniveau (vor Kaufpreisallokation) von rund 13 % zu erreichen.

Gezielte Investitionen

In den vergangenen Jahren hat ElringKlinger sein weltweites Produktionsnetzwerk ausgebaut, um frühzeitig die Chancen, die sich für Automobilzulieferer aus der Globalisierung ergeben, wahrzunehmen. Daher lag die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in % des Konzernumsatzes) auch 2016 mit 11,0 % (11,7 %) wieder auf einem relativ hohen Niveau. Für das Berichtsjahr 2017 geht ElringKlinger davon aus, diese Quote leicht zu senken. Dabei folgt das Unternehmen dem Grundsatz, alle Maßnahmen hinsichtlich ihrer Notwendigkeit, ihrer zeitlichen Umsetzung und des finanziellen Mittelbedarfs genau zu prüfen. Mittelfristig plant der Konzern, die Investitionsquote auf rund 9 % zurückzuführen.

Am Hauptstandort in Dettingen/Erms, Deutschland, wurde 2016 mit der Errichtung einer neuen Logistikhalle begonnen, um in den bereits bestehenden Gebäuden Raum für weitere Produktionsanlagen zu schaffen. Die neue Halle soll planmäßig Mitte 2017 in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig dehnt der Konzern seine Produktionskapazitäten in Kecskemét, Ungarn, aus. Neben Abschirmteilen sollen hier in einer neuen Fabrik ab Ende 2017 die Türmodulträger für das Kompaktklassemodell eines globalen Herstellers vom Band laufen. Für den gleichen Großauftrag wird auch eine Produktionsstätte in Zentralchina eingerichtet sowie der Standort in Mexiko erweitert.

In der NAFTA-Region wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Standort in Fremont, USA, aufgebaut. Dort wird Mitte 2017 die Produktion des zweiten volumenstarken Auftrags über Cockpitquerträger beginnen. Durch sein differenziertes Netzwerk von insgesamt fünf NAFTA-Produktionsstätten kann der Konzern darüber hinaus vergleichsweise flexibel auf protektionistische Entwicklungen in Nordamerika und deren Folgen reagieren.

Optimiertes Working Capital

Die strategische Entscheidung, den Werkzeugbau in den Konzern zu integrieren, stellt einen der Erfolgsbausteine von ElringKlinger dar. Dadurch ist das Unternehmen in der Lage, innovative Verfahrenstechniken kosteneffizient und prozessoptimiert zu realisieren. Dieser Wettbewerbsvorteil wirkt sich insofern auf das Working Capital des Konzerns aus, als Werkzeuge, die zwar hergestellt und erstverwendet, aber noch nicht fakturiert sind, den Vorratsbestand erhöhen. Im Branchenvergleich ergibt sich damit eine vergleichsweise hohe Kennziffer. Unabhängig davon hat das Unternehmen Maßnahmen initiiert, um die Beschaffungsprozesse und Vorratsmengen zu optimieren. Diese Programme sowie ein konsequentes Forderungsmanagement werden sich 2017 positiv auf das Net Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) auswirken und dessen Quote (in % des Konzernumsatzes) leicht verbessern. Mittelfristig plant der Konzern, sich in dieser Quote um 1 bis 2 Prozentpunkte gegenüber dem Berichtsjahr 2016 zu verbessern.

Positiver Free Cashflow absehbar

Vor allem aufgrund der vergleichsweise hohen Investitionen und der Ergebnisbelastungen der Schweizer Tochtergesellschaft konnte sich der operative Free Cashflow in den letzten Jahren nicht wesentlich entwickeln, auch wenn das abgelaufene Geschäftsjahr eine spürbare Verbesserung erkennen lässt. Der Konzern ist überzeugt davon, dass die getroffenen Maßnahmen, um die Fixkostenstruktur am Schweizer Standort zu optimieren, und das erwartete profitable Umsatzwachstum die Ergebnissituation nachhaltig verbessern werden. Gleichzeitig geht das Unternehmen davon aus, dass die aufgelegten finanziellen Effizienzprogramme die Net Working Capital-Quote reduzieren werden. Infolgedessen wird erwartungsgemäß der operative Free Cashflow weiter zulegen. Insgesamt rechnet ElringKlinger unter Berücksichtigung dieser Faktoren damit, 2017 einen leicht positiven operativen Free Cashflow auszuweisen.

Mit leicht verbesserter Gesamtkapitalrentabilität zu rechnen

Aufgrund des Umsatzwachstums wird sich das eingesetzte Kapital im laufenden Geschäftsjahr erhöhen. Da der Konzern zudem mit einer Ergebnisverbesserung rechnet, ist davon auszugehen, dass sich die Gesamtkapitalrentabilität, die der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE) misst, gegenüber 2016 leicht verbessern wird. Mittel- bis langfristig strebt ElringKlinger weiterhin ein Niveau von 15 % an.

Wachstumsabhängige Verschuldung

Der Konzern folgt in seiner Finanzierungspolitik dem Grundsatz, hinsichtlich der Laufzeiten seiner Verbindlichkeiten differenziert aufgestellt zu sein, um auf Änderungen des Zinsniveaus oder auf Finanzierungserfordernisse flexibel reagieren zu können. Wachstumsbedingt werden sich die Nettofinanzverbindlichkeiten, die sich zum 31. Dezember 2016 auf 538,8 Mio. Euro beliefen, im laufenden Geschäftsjahr (vor Akquisitionen) weiter leicht ausdehnen.

In der Konsequenz geht der Konzern davon aus, dass sich die Eigenkapitalquote, die per Jahresultimo 2016 47,2 % betrug, 2017 nicht signifikant verändern wird. Der Konzern rechnet damit, dass er weiterhin im kurz- und mittelfristigen Zielkorridor von 40 bis 50 % liegen wird.

Segment Erstausrüstung: Weiter Umsatzzuwachs

Mehr als 80 % des Konzernumsatzes werden im Segment Erstausrüstung generiert. Während der Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen 2017 umsatzseitig eher stagnieren wird, rechnet der Konzern im Geschäftsbereich Leichtbau/Elastomertechnik allein schon aufgrund der anlaufenden volumenstarken Neuaufträge mit einem strukturellen Umsatzwachstum, das erkennbar über Konzernniveau liegen dürfte. Auch mittelfristig wird dieser Geschäftsbereich überdurchschnittlich wachsen. Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen dürfte im Umsatz moderat, die Division Abschirmtechnik ungefähr auf Konzernniveau zulegen.

Insgesamt ist daher für das Segment im Berichtsjahr wie auch mittelfristig von einem Umsatzwachstum auszugehen, das den Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen wird. Da die einzelnen Geschäftsbereiche unterschiedlich zum Segmentergebnis beitragen, erwartet das Unternehmen für das Segment insgesamt eine Marge leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts.

Segment Kunststofftechnik: Wachstum auf heterogenen Märkten

Mit seinem breiten Produktportfolio spricht das Segment Kunststofftechnik eine Vielzahl von Branchen an. Neben der Automobilindustrie beliefert man auch Kunden aus der Medizintechnik, aus dem Maschinenbau, aus dem Chemiesektor und auch aus der Luft- und Raumfahrtindustrie. Insofern leitet sich die Umsatzprognose aus den Erwartungen heterogener Zielmärkte ab. In einem grundsätzlich volatilen Marktumfeld peilt das Segment ein Wachstum auf Konzernniveau an. Dabei rechnet der Konzern mit dem nach absoluten Zahlen stärksten Zuwachs in den europäischen Märkten, während der chinesische und der US-Markt prozentual stark zulegen werden. Vor allem durch den daraus resultierenden Ergebnisbeitrag ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr mit einer leichten Verbesserung des EBIT zu rechnen.

Segment Ersatzteilgeschäft: Expansion in neue Märkte

Im Segment Ersatzteilgeschäft sind vor allem die Umsatzanteile der Regionen Deutschland, Übriges Europa und Naher Osten hoch. Im Heimatmarkt Deutschland hat man sich mit der Marke "Elring - Das Original" über Jahre hinweg eine starke Marktstellung erarbeitet, die man hier wie auch in den anderen europäischen Staaten weiter auszubauen plant. Ein stetig steigender Wettbewerbsdruck erschwert die Umsetzung dieser Strategie jedoch.

In den osteuropäischen Ländern profitiert das Segment von einem höheren Durchschnittsalter der Fahrzeugflotten sowie zurückhaltenden Neufahrzeugkäufen, was insbesondere durch die konfliktbelasteten Wirtschaftslagen in den an Russland angrenzenden Ländern verursacht wird. Weitere Abwertungen der lokalen Währungen in Russland und der Ukraine könnten den Umsatz weiter belasten, während der hohe Anteil westlicher Fabrikate das Ersatzteilgeschäft in den übrigen osteuropäischen Staaten unterstützen könnte.

Hohe Beanspruchungsgrade und ein vergleichsweise hohes Durchschnittsalter der Fahrzeuge treiben das Ersatzteilgeschäft im Nahen Osten. Dieses grundsätzlich günstige Marktumfeld wird jedoch einerseits durch die geopolitischen Herausforderungen und andererseits durch einen relativ niedrigen Ölpreis eingetrübt. Beide Faktoren dämpfen die wirtschaftliche Lage in der Region.

Ein signifikantes kurz- und mittelfristiges Wachstumspotenzial besteht für das Segment in der Expansion in den asiatischen Märkten - speziell in China - sowie in Nordamerika. Hier war ElringKlinger mit seinem Ersatzteilgeschäft nicht oder nur in geringem Umfang vertreten. Gleichzeitig haben die Automobilmärkte gerade in diesen Regionen über die letzten Jahre stark zugelegt, sodass man durch einen Markteintritt bzw. -ausbau an den beginnenden Wartungszyklen dieses strukturellen Wachstums teilhaben kann.

Insgesamt peilt das Ersatzteilgeschäft 2017 ein Umsatzwachstum von rund 4 % an. Die EBIT-Marge wird erwartungsgemäß wie in den vergangenen Jahren über dem Konzerndurchschnitt liegen.

Muttergesellschaft ElringKlinger AG: Leichter Umsatzanstieg

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG macht umsatzseitig ungefähr ein Drittel der Konzernerlöse aus. Da das globale Wachstum vor allem von den asiatischen Automobilmärkten getragen wird und der nordamerikanische Markt sein hohes Niveau festigt, wird der Konzern vor allem mit seinen ausländischen Tochtergesellschaften wachsen. Der Umsatz der Muttergesellschaft hingegen dürfte 2017 um 3 bis 5 Prozentpunkte über dem globalen Marktwachstum ansteigen. Dieses Wachstum wird gestützt durch die gute Auftragslage. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2016 lag mit 342,4 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres von 318,8 Mio. Euro.

Der zusätzliche Umsatz wird sich ebenso wie Produktivitätssteigerungen erwartungsgemäß positiv auf das Ergebnis auswirken, auch wenn Faktoren, wie zum Beispiel die beschlossenen Lohnerhöhungen oder die erwarteten höheren Materialkosten, das Ergebnis wiederum belasten werden. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die EBIT-Marge der Muttergesellschaft ungefähr auf Vorjahresniveau liegen wird.

Tabellarische Zusammenfassung der unternehmensbezogenen Prognosen des Konzerns:

Ausblick 2017 Ist 2016
Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum 2 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 9 bis 10 % 9,0 %
ROCE Leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 8,7 %
Weitere Steuerungsgrößen und Indikatoren
F&E-Kosten Unter Berücksichtigung von Aktivierungen rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes 4,8 %
Investitionen* Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 11,0 %
Net Working Capital Unter Vorjahresniveau (als Quote in % des Konzernumsatzes) 33,7 %
Operativer Free Cashflow Leicht positiv -3,8 Mio. Euro
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 47,2 %
Mittelfristige Ziele Ist 2016
Umsatz Organisches Wachstum von 2 bis 4 Prozentpunkten über globalem Marktwachstum 2 Prozentpunkte über Markt
EBIT Marge vor Kaufpreisallokation von rund 13 % 9,0 %
ROCE 15 % 8,7 %
Investitionen* rund 9 % des Konzernumsatzes 11,0 %
Net Working Capital Verbesserung der Quote (in % des Konzernumsatzes) um 1 bis 2 Prozentpunkte gegenüber 2016 33,7 %
Eigenkapitalquote 40 bis 50 % der Bilanzsumme 47,2 %

* Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Dettingen/Erms, den 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bilanz zum 31. Dezember 2016 in TEUR

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 6.780 8.702
2. Geschäfts- oder Firmenwert 180 287
3. Geleistete Anzahlungen 1.151 203
8.111 9.192
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 147.718 135.494
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.295 114.324
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.176 28.593
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.422 20.477
325.611 298.888
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 415.827 402.013
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 31.698 36.873
3. Beteiligungen 8 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 440 661
5. Sonstige Ausleihungen 0 0
447.973 439.555
781.695 747.635
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 27.320 27.599
2. Unfertige Erzeugnisse 36.538 36.077
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 55.423 59.743
4. Geleistete Anzahlungen 6.524 2.176
125.805 125.595
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.214 80.529
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 118.542 90.321
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.613 8.207
207.369 179.057
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 84 152
333.258 304.804
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.818 1.202
1.116.771 1.053.641
Passiva
31.12.2016 31.12.2015
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
II. Kapitalrücklage 120.827 120.827
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 3.013 3.013
2. andere Gewinnrücklagen 337.187 310.054
340.200 313.067
IV. Bilanzgewinn 31.680 34.848
556.067 532.102
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 65.908 65.787
2. Steuerrückstellungen 6.594 1.604
3. sonstige Rückstellungen 37.369 36.847
109.871 104.238
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 383.612 342.107
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.418 4.409
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.729 20.416
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.250 24.168
5. sonstige Verbindlichkeiten 23.178 19.102
- davon aus Steuern TEUR 2.563 (TEUR 2.246)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 91 (TEUR 109)
447.187 410.202
D. Rechnungsabgrenzungsposten 365 475
E. Passive latente Steuern 3.281 6.624
1.116.771 1.053.641

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

in TEUR 2016 2015
1. Umsatzerlöse 622.173 592.364
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 862 1.779
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.268 604
4. Sonstige betriebliche Erträge 18.487 45.660
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -238.869 -248.404
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -33.734 -32.550
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -152.074 -141.412
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -28.481 -31.556
davon für Altersversorgung TEUR -2.422 (TEUR -7.530)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31.234 -28.182
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -83.606 -86.983
9. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 18.878 (TEUR 15.462) 18.878 15.462
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.012 (TEUR 1.536) 1.030 1.552
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.161 (TEUR 704) 1.196 777
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -6.011 -6.802
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.481 -9.344
davon an verbundene Unternehmen TEUR -317 (TEUR -409)
davon Aufwendungen aus der Abzinsung TEUR -2.853 (TEUR -3.025)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -21.429 -18.135
15. Ergebnis nach Steuern 58.975 54.830
16. Sonstige Steuern -163 -43
17. Jahresüberschuss 58.812 54.787
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -27.132 -19.939
19. Bilanzgewinn 31.680 34.848

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

ElringKlinger AG, Dettingen/Erms

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverteilung. Sitz der ElringKlinger AG ist Dettingen/Erms. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 361242 eingetragen.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt. Des Weiteren sind einige Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetzes

Die Neuregelungen des am 18. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetz (nachfolgend "BilRUG") sind erstmals für das Geschäftsjahr 2016 anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen partiellen Erstanwendung wurde kein Gebrauch gemacht.

Auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wurde verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.

Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Der Firmenwert des im Jahr 2016 erworbenen Unternehmens Maier Formenbau GmbH wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich bzw. zulässig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.

Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2016 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens ('Projected-Unit-Credit-Methode') bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,61 % (i. Vj. 2,08 %), eines Einkommenstrend von 3,00 % (i.Vj. 3,00 %) sowie auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 3,28 % (i. Vj. 3,94 %) sowie auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck. Daneben wurden ein Gehaltstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 0,75 % (i. Vj. 0,75 %), eine Inflationsrate in Höhe von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %), eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 1,75 % (i. Vj. 1,50 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung von 1,50 % (i. Vj. 1,75 %) berücksichtigt.

In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und alle ungewissen Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Pensionsrückstellungen sind mit dem durchschnittlichen Marktzins der letzten zehn Jahre abgezinst.

Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Latente Steuern

Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 28,6 % (i. Vj. 27,9 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 27,9 %) zugrunde (15,8 % (i. Vj. 15,8 %) für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,8 % (i. Vj. 12,1 %) für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 365 % (i. Vj. 347 %).

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.

Unter Finanzanlagen sind - neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.

Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen sind durch verschiedene Kapitalerhöhungen begründet. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei den Wertansätzen für verbundene Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 6.000 vorgenommen. Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 6.498.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 78.020 (i. Vj. TEUR 36.981) den Finanzverkehr, im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2016 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 542 (i. Vj. TEUR 658) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2015 Dividende Gewinnrücklagen Jahresüberschuss 31.12.2016
Gezeichnetes Kapital 63.360 0 0 0 63.360
Kapitalrücklagen 120.827 0 0 0 120.827
Gewinnrücklagen 313.067 0 0 27.133 340.200
Bilanzgewinn 34.848 -34.848 0 31.680 31.680
532.102 -34.848 0 58.813 556.067

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2016 bei EUR 63.359.990 und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von EUR 1,00 des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 31.679.995 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2016 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 337.187 (i. Vj. TEUR 310.054).

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2015 34.848
Gewinnausschüttung für 2015 - 34.848
Gewinnvortrag 0
Jahresüberschuss 2016 58.812
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -27.132
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2016 31.680

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 65.908 (i. Vj. TEUR 65.787). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis eines Zinssatzes von 4,03 % (i. Vj. 3,94 %). Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 3,00 % (i. Vj. 3,00 %), ein Karrieretrend von 0,75 % (i. Vj. 0,75 %), ein Rententrend von 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für Anwartschaften und 1,50 % (i. Vj. 1,50 %) für laufende Renten eine durchschnittliche Fluktuation von 1,75 % (i. Vj. 1,50 %) zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 8.169. Dieser Betrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer gesetzlichen Ausschüttungssperre.

Die Pensionsverpflichtungen der aktiven Vorstände in Höhe von TEUR 5.225 (i. Vj. TEUR 7.690) wurden in Höhe von TEUR 1.639 (i. Vj. TEUR 1.813) mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen dient eine Rückdeckungsversicherung, die zweckexklusiv, verpfändet und insolvenzgeschützt ist. Der beizulegende Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 1.654 (i. Vj. TEUR 1.832). Der Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert beträgt TEUR 24 (i. Vj. TEUR 19) und wurde im Zinsaufwand ausgewiesen.

Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 606 (i.Vj. TEUR 407) nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 22.763 21.010
Ausstehende Lieferantenrechnungen 3.937 3.680
Nicht abgerechnete Bonusgutschriften 3.787 3.395
Drohende Verluste aus Kundengeschäften 2.245 2.160
Gewährleistungsverpflichtungen 1.668 2.178
Aufsichtsratsvergütungen 365 386
Ausgleichsansprüche Handelsvertreter 350 600
Prozesskosten 110 1160
Ausstehende Leistungen für Werkzeuge 83 701
Drohende Verluste aus Gasbeschaffungsgeschäften 75 571
Derivatrisiken 0 182
Übrige Risiken 1.986 824
Gesamt 37.369 36.847

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.650 (i. Vj. TEUR 2.850) enthalten. Der Erfüllungsrückstand für die Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 1.490 (i. Vj. TEUR 1.348) wurde in Höhe von TEUR 1.695 (i. Vj. TEUR 1.387) mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der zweckexklusiv, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 7. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Vermögenstreuhänder e.V., Dettingen/Erms, sowie ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V., Dettingen/Erms, identifiziert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 1.722 (i. Vj. TEUR 1.405). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs. Für 2016 ergeben sich Erträge in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 12) aus dem Deckungsvermögen, die mit dem Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert in Höhe von TEUR 8 (i. Vj. TEUR 15) im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen werden. Der im Zinsaufwand ausgewiesene Betrag aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 47 (i. Vj. TEUR 48).

Verbindlichkeiten

TEUR Gesamtbetrag Zum 31.12.2016 davon mit einer Restlaufzeit Gesamt-Betrag Zum 31.12.2015
TEUR bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 383.612 156.889 222.002 4.721 13.844 342.107
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.418 1.418 0 0 0 4.409
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.729 20.729 0 0 0 20.416
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 18.250 9.259 8.991 0 0 24.168
Sonstige Verbindlichkeiten 23.178 6.105 17.073 0 0 19.102
447.187 194.400 248.066 4.721 13.844 410.202
TEUR Gesamtbetrag Zum 31.12.2015 davon mit einer Restlaufzeit Gesamt- Betrag Zum 31.12.2014
TEUR bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 342.107 140.059 193.021 9.027 14.893 286.831
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.409 4.409 0 0 0 1.971
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.416 20.416 0 0 0 15.977
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.168 14.884 9.284 0 0 23.483
Sonstige Verbindlichkeiten 19.102 7.011 12.091 0 0 21.697
410.202 186.779 214.396 9.027 14.893 349.959

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 13.844 (i. Vj. TEUR 14.893) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 19.709 (i. Vj. TEUR 24.950) den Finanzverkehr sowie mit Verbindlichkeiten verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.106 (i. Vj. TEUR 3.787). Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr bestehen in Höhe von TEUR 1.645 (i. Vj. TEUR 3.005) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Passive latente Steuern

Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Passivüberhang. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3.281 (i. Vj. TEUR 6.624) resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 28,6 % (i. Vj. 27,9 %) zugrunde gelegt.

Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Gesellschaft nicht vorhanden.

Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren aus folgenden Sachverhalten:

Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände 117 205
Sachanlagen 12.947 13.606
Finanzanlagen 936 919
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0 1.094
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 1
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 1 0
Gesamt 14.002 15.825

Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für:

TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Vorräte 656 29
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 275 0
Rückstellungen für Pensionen 6.773 6.620
Sonstige Rückstellungen 2.842 2.323
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 172 225
Sonstige Verbindlichkeiten 3 4
Gesamt 10.721 9.201
Latente Steuerschulden netto 3.281 6.624

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR Aktive latente Steuern

TEUR
Passive latente Steuern

TEUR
Saldo

TEUR
31.12.2015 9.201 15.825 6.624
31.12.2016 10.721 14.002 3.281
Veränderung 1.520 -1.823 -3.343

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach geographischen Märkten

TEUR 2016 2015
Deutschland 223.385 216.420
Europa 276.751 258.454
Nafta 50.564 53.593
Asien 51.452 46.200
Rest der Welt 20.021 17.697
Gesamtumsatz 622.173 592.364

Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 484.750 (i. Vj. TEUR 462.377), auf Ersatzteile mit TEUR 137.046 (i. Vj. TEUR 129.500) sowie auf Gewerbeparks mit TEUR 377 (i. Vj. TEUR 487).

Die Vorjahreswerte sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRuG nur eingeschränkt vergleichbar. Bei Anwendung des BilRuG in 2015 hätten sich die Umsatzerlöse auf TEUR 608.852 belaufen. Die Ausweisänderungen betreffen im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungen, Lizenzen und Weiterbelastungen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Diese betreffen in Höhe von TEUR 6.498 (i. Vj. TEUR 2.800) verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.547 (i. Vj. TEUR 6.378). Diese enthalten Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 203 (i. Vj. TEUR 357), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 2.342 (i. Vj. TEUR 6.021) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0).

Des Weiteren sind Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 5.818 (i. Vj. TEUR 7.165), Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 842 (i. Vj. TEUR 7.111), sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2.333 (i. Vj. TEUR 5.090) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 127 (i. Vj. TEUR 296) enthalten. Davon aus Anlagenabgängen TEUR 87 (i. Vj. TEUR 95) und aus Forderungsausfällen TEUR 40 (i. Vj. TEUR 201). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen belaufen sich auf TEUR 2.741 (i. Vj. TEUR 4.098).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 2.955 periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Ertrag) enthalten. Im Vorjahr sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 55 periodenfremde Erträge (nach Verrechnung periodenfremder Aufwendungen) enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für latente Steuern in Höhe von TEUR 3.343 (i. Vj. TEUR 2.550) enthalten.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 24 (i. Vj. TEUR 94 Steueraufwendungen) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse, aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von TEUR 96.922 (i. Vj. TEUR 98.139), davon für verbundene Unternehmen TEUR 92.259 (i. Vj. TEUR 98.139). Die ElringKlinger AG hat sich verpflichtet, zwei verbundene Unternehmen finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit zur Erfüllung ihrer Zahlungsverpflichtungen aus einem Werkvertrag in der Lage sind.

Des Weiteren hat sich die ElringKlinger AG bereit erklärt, für die von einem Tochterunternehmen (EKT) bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

Die ElringKlinger AG hat sich gegenüber einer weiteren Tochtergesellschaft (EKAB) verpflichtet diese mit ausreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, damit sie ihren Betrieb aufrechterhalten und ihren Verpflichtungen nachkommen kann.

Zugunsten der Elring Klinger (Great Britain) Ltd. wurde eine Garantieerklärung abgegeben, um die Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Jahresabschlussprüfung gem. des britischen Companies Act 2006 in Anspruch zu nehmen.

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung der begünstigten Unternehmen wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2016

TEUR
Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 24.892 8.175 16.717 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.986 1.489 1.497 0
27.878 9.664 18.214 0
2015

TEUR
Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit >5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 17.413 2.478 14.935 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.998 1.329 1.660 9
20.411 3.807 16.595 9

Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 861 (i. Vj. TEUR 3.761). Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 21.339 (i. Vj. TEUR 19.421).

Ein Mitgesellschafter hat ein Andienungsrecht über sämtliche Restanteile der Joint Venture Gesellschaften.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

2016 2015
Arbeiter 1.495 1.476
Angestellte 1.012 938
2.507 2.414
Auszubildende 121 114
2.628 2.528

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.

Mit nicht in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2016 folgende Geschäftsvorfälle:

TEUR 2016 2015
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und sonstige Umsatzerlöse 22.432 27.570
Lizenzerlöse 2.478 259
Erbrachte Dienstleistungen 2.848 2.390
Werkzeugverkäufe 1.971 3.798
Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand 13.264 14.047
Zinserträge 72 39
Zinsaufwendungen 315 373
Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag 5.774 3.742
Andere Forderungen am Bilanzstichtag 5.795 5.380
Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag 19.526 24.727
Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag 1.475 2.123

Zudem bestehen

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 47 (i. Vj. TEUR 40). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 25 (i. Vj. TEUR 15).
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 17.000 (2015: TEUR 12.000). Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,08 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 1,52 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2017, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 0,69 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 15. August 2019.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: a) n. a. b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien
Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Ernst Blinzinger* Reutlingen Ehemaliger Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen
Nadine Boguslawski* Stuttgart Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleistung Baden-Württemberg Mandate: a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH, Schwäbisch Gmünd b) n. a.
Armin Diez* Lenningen Bereichsleiter Neue Geschäftsfelder und Leiter des Geschäftsbereichs Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG Mandate: a) n. a. b) Beirat e-mobil BW GmbH, Stuttgart
Klaus Eberhardt Lindau Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Bietigheim-Bissingen b) n. a.
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
Rita Forst Dörsdorf Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim Mandate: a) n. a. b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co.KG, München Metalsa, S.A. de C.V., Monterrey/Mexico
Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Gabriele Sons Ratingen Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S Messebau und Service GmbH, Neuhausen a. d. F. Mandate: a) n. a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel

* Vertreter der Arbeitnehmer

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 741 (i. Vj. TEUR 774). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0) erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

TEUR fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2016 2015 2016 2015 2016 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth Lechler 68 68 54 57 122 125
Markus Siegers 44 41 41 43 85 84
Gert Bauer 0 10 0 10 0 20
Ernst Blinzinger 24 16 27 18 51 34
Nadine Boguslawski 24 16 27 18 51 34
Armin Diez 28 28 27 29 55 57
Klaus Eberhardt 32 32 27 29 59 61
Pasquale Formisano 24 24 27 29 51 53
Rita Forst 24 16 27 18 51 34
Dr. Margarete Haase 0 8 0 10 0 18
Paula Monteiro-Munz 28 28 27 29 55 57
Prof. Hans-Ulrich Sachs 24 24 27 29 51 53
Gabriele Sons 32 32 27 41 59 73
Manfred Strauß 24 24 27 29 51 53
Gerhard Wick 0 8 0 10 0 18
Gesamtbetrag 376 375 365 399 741 774

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation und den Geschäftsbereich Ersatzteile sowie ab 23. Februar 2016 zusätzlich Vertrieb Erstausrüstung
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik/Leichtbau, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft, Logistik und die Werke der ElringKlinger AG, ab 23. Februar 2016 zusätzlich für den Bereich Neue Geschäftsfelder
Karl Schmauder, Hülben bis 23. Februar 2016 verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder
Thomas Jessulat, Stuttgart ab 1. Januar 2016 verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group SE, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen
Karl Schmauder, Hülben Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen
Thomas Jessulat, Stuttgart Vorsitzender des Aufsichtsrats der hofer AG, Nürtingen seit 28. Januar 2017

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 4.565 (i. Vj. TEUR 5.521). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Black-Scholes-Modell unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden -0,12 % angesetzt. Die Volatilität der Aktie in Höhe von 36,10 % wurde über einen Vierjahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,50 pro Aktie.

Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen.

Für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich die folgenden Angaben:

Ausgabezeitpunkt der Tranche 2013
Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte
Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR)
Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) 90.000
Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) 24,54
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 0,08
Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte
31. Dezember 2016 (TEUR) 19
31. Dezember 2015 (TEUR) 184
31. Dezember 2014 (TEUR) 236
31. Dezember 2013 (TEUR) 129

Entwicklung Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes

2016

TEUR
31.12.2015 Veränderung 31.12.2016
Dr. Stefan Wolf 2.757 170 2.927
Theo Becker 2.123 101 2.224
Thomas Jessulat 0 74 74
Karl Schmauder 2.810 -2.810 0
Gesamt 7.690 -2.465 5.225
2015

TEUR
31.12.2014 Veränderung 31.12.2015
Dr. Stefan Wolf 2.203 554 2.757
Theo Becker 1.720 403 2.123
Karl Schmauder 2.322 488 2.810
Gesamt 6.245 1.445 7.690

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 13.074 (i. Vj. TEUR 10.185) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 3.601 (i. Vj. TEUR 837). Die Bezüge ehemaliger Organmitglieder enthalten Abfindungen in Höhe von TEUR 2.743.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers wird verzichtet, da diese Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 2016 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:

1. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

30. November 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 4,79 % % 4,79 % 63.359.990
Letzte Mitteilung 5,01 % % 5,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 3.031.622 % 4,79 %
Summe 3.031.622 4,79 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 3,19 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 3,19 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital International Ltd. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

2. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc..

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

15. November 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 5,01 % % 5,01 % 63.359.990
letzte Mitteilung 4,73 % % 4,73 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 3.171.315 % 5,01 %
Summe 3.171.315 5,01 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 3,07 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company 3,07 % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital International Ltd. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

3. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Baillie Gifford & Co

Registrierter Sitz und Staat: Edinburgh, Scotland, Großbritannien

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

15. November 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte
neu 2,99 % % 2,99 % 63.359.990
letzte Mitteilung 3,07 % % 3,07 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1896729 % 2,99 %
Summe 1896729 2,99 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
Baillie Gifford & Co % % %
Baillie Gifford Overseas Limited % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

4. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Black Creek Investment Management Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Toronto, Ontario, Kanada

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

9. November 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte
neu 2,89 % % 2,89 % 63359990
letzte Mitteilung 3,05 % % 3,05 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 1833112 0 % 2,89 %
Summe 1833112 2,89 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3% oder höher Instrumente in %, wenn 5% oder höher Summe in %, wenn 5% oder höher
t

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

5. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

2. September 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 4,73 % 0 % 4,73 % 63359990
letzte Mitteilung 2,87 % 0 % 2,87 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE 0007856023 0 2994785 0 % 4,73 %
Summe 2994785 4,73 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital International Ltd. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

6. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: The Capital Group Companies, Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

23. August 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,87 % 0 % 2,87 % 63359990
letzte Mitteilung 3,01 % 0 % 3,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE 0007856023 0 1819382 0 % 2,87 %
Summe 1819382 2,87 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital International Ltd. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

7. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Atlantic Value General Partner Limited

Registrierter Sitz und Staat: London, United Kingdom, Großbritannien

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

19. August 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,94 % 0 % 2,94 % 63.360.000
letzte Mitteilung 4,99 % 0 % 4,99 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1863813 % 2,94 %
Summe 1863813 2,94 %

b.1. Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
Atlantic Value General Partner Limited % % %
Atlantic Value Investment Partnership LP % % %
MIPL Holdings Limited % % %
MIPL Group Limited % % %
Mondrian Investment Partners Limited % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

8. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Capital Guardian Trust Company

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, USA, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

18. August 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2,96 % 0 % 2,96 % 63359990
letzte Mitteilung 3,01 % 0 % 3,01 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 0 1873931 0 % 2,96 %
Summe 1873931 2,96 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

9. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: CI Investments Inc.

Registrierter Sitz und Staat: Toronto, Ontario, Kanada

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

10. Februar 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2.97 % % 2.97 % 63.359.990
Letzte Mitteilung 3.13 % % 3.13 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1.884.666 % 2.97 %
Summe 1.884.666 2.97 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
CI Financial Corp. % % %
CI Investments Inc. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

10. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: CI Financial Corp.

Registrierter Sitz und Staat: Toronto, Ontario, Kanada

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

10. Februar 2016

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7 b.) Gesamtzahl Stimmrechte des Emittenten
neu 2.97 % % 2.97 % 63.359.990
letzte Mitteilung 3.13 % % 3.13 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1.884.666 % 2.97 %
Summe 1.884.666 2.97 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
CI Financial Corp. % % %
CI Investments Inc. % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

11. Stimmrechtsmitteilung

1. Angaben zum Emittenten

ElringKlinger AG

Max-Eyth-Straße 2

72581 Dettingen/Erms

Deutschland

2. Grund der Mitteilung

X Erwerb/Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten
Erwerb/Veräußerung von Instrumenten
Änderung der Gesamtzahl der Stimmrechte
Sonstiger Grund:

3. Angaben zum Mitteilungspflichtigen

Name: Capital Guardian Trust Company

Registrierter Sitz und Staat: Los Angeles, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika

4. Namen der Aktionäre

mit 3 % oder mehr Stimmrechten, wenn abweichend von 3.

5. Datum der Schwellenberührung

22. Dezember 2015

6. Gesamtstimmrechtsanteile

Anteil Stimmrechte (Summe 7.a.) Anteil Instrumente (Summe 7.b.1.+ 7.b.2.) Summe Anteile (Summe 7.a. + 7.b.) Gesamtzahl Stimmrechte
neu 3,01 % % 3,01 % 63359990
letzte Mitteilung 2,94 % % 2,94 % /

7. Einzelheiten zu den Stimmrechtsbeständen

a. Stimmrechte (§§ 21, 22 WpHG)

ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007856023 1904857 % 3,01 %
Summe 1904857 3,01 %

b.1. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

b.2. Instrumente i. S. d. § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG

Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Barausgleich oder physische Abwicklung Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
%
Summe %

8. Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen

Mitteilungspflichtiger (3.) wird weder beherrscht noch beherrscht Mitteilungspflichtiger andere Unternehmen mit melderelevanten Stimmrechten des Emittenten (1.).
X Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen:
Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Instrumente in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
The Capital Group Companies, Inc. % % %
Capital Research and Management Company % % %
Capital Group International, Inc. % % %
Capital Guardian Trust Company 3,01 % % %

9. Bei Vollmacht gemäß § 22 Abs. 3 WpHG

(nur möglich bei einer Zurechnung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG)

Datum der Hauptversammlung:
Gesamtstimmrechtsanteil nach der Hauptversammlung: % (entspricht Stimmrechten)

12. Stimmrechtsmitteilung

Die Mondrian Investment Partners Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 24. November 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 3161847 Stimmrechten) betragen hat. 4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 3161847 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

13. Stimmrechtsmitteilung

Die MIPL Holdings Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 24. November 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 3161847 Stimmrechten) betragen hat.

4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 3161847 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

14. Stimmrechtsmitteilung

Die MIPL Group Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25. November 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 24. November 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99 % (das entspricht 3161847 Stimmrechten) betragen hat.

4,99 % der Stimmrechte (das entspricht 3161847 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

15. Stimmrechtsmitteilung

Die Atlantic Value Investment Partnership LP, Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 25.11.2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 24.11.2015 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,99% (das entspricht 3161847 Stimmrechten) betragen hat. 4,99% der Stimmrechte (das entspricht 3161847 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

16. Stimmrechtsmitteilung

Die Black Creek Global Leaders Fund, Toronto, Ontario, Kanada hat uns am 30. Oktober 2015 mitgeteilt, dass folgende Stimmrechtsmitteilung nicht erforderlich war und somit zurückgezogen wird:

Die Black Creek Global Leaders Fund, Toronto, Ontario, Kanada hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 20. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,13 % (das entspricht 1985409 Stimmrechten) betragen hat.

3,13 % der Stimmrechte (das entspricht 1985409 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

17. Stimmrechtsmitteilung

Die H.K.L. Holding Stiftung, Vaduz, Liechtenstein hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 22. Oktober 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 6. Oktober 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,941 % (das entspricht 3132940 Stimmrechten) betragen hat.

18. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

2. Lechler Stiftung mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH und der Lechler Stiftung Folgendes mit:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

2. Lechler Stiftung

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Stiftung an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,981% (18.996.168 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Stiftung 28,99% (18.368.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,21% (5.835.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der Lechler Stiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Lechler Stiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Ingeborg Guggolz, Deutschland

2. Klaus Lothar Lechler, Deutschland

3. Volker Lechler, Deutschland

4. Marianne Lechler-Strauß, Deutschland

5. Klaus Lechler Familienstiftung, Deutschland

Hiermit teilen wir, die INLOVO GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Ingeborg Guggolz, Herrn Klaus Lothar Lechler, Herrn Volker Lechler, Frau Marianne Lechler-Strauß und der Klaus Lechler Familienstiftung Folgendes mit:

1. Ingeborg Guggolz

Der Stimmrechtsanteil von Frau Ingeborg Guggolz an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

2. Klaus Lothar Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lothar Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

3. Volker Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Volker Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

4. Marianne Lechler-Strauß

Der Stimmrechtsanteil von Frau Marianne Strauß-Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,04 % (23.800 Stimmrechte).

5. Klaus Lechler Familienstiftung

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Familienstiftung an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Familienstiftung 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Familienstiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

19. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Ingeborg Guggolz, Deutschland

2. Klaus Lothar Lechler, Deutschland

3. Volker Lechler, Deutschland

4. Marianne Lechler-Strauß, Deutschland

5. Klaus Lechler Familienstiftung, Deutschland

Hiermit teilen wir, die INLOVO GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Ingeborg Guggolz, Herrn Klaus Lothar Lechler, Herrn Volker Lechler, Frau Marianne Lechler-Strauß und der Klaus Lechler Familienstiftung Folgendes mit:

1. Ingeborg Guggolz

Der Stimmrechtsanteil von Frau Ingeborg Guggolz an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

2. Klaus Lothar Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lothar Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

3. Volker Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Volker Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

4. Marianne Lechler-Strauß

Der Stimmrechtsanteil von Frau Marianne Strauß-Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,04 % (23.800 Stimmrechte).

5. Klaus Lechler Familienstiftung

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Familienstiftung an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Familienstiftung 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Familienstiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Familienstiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

20. Stimmrechtsmitteilung

Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 22. Dezember 2006 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,9998958 % (das entspricht 959980 Stimmrechten) betragen hat.

21. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Eroca AG, Basel, Schweiz

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Eroca AG, der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH und der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Folgendes mit:

1. Eroca AG

Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Eroca AG 19,80 % (12.546.652 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Eroca AG Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20% (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,23 % (12.181.215 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

3. KWL Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,78 % (6.197.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 28,43% (18.010.351 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Dabei werden von den 28,43 %, die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet werden, 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwelle von 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,997 % (19.006.168 Stimmrechte).

Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,79 % (6.200.573 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

22. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland

2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH Folgendes mit:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Beteiligungs-GmbH 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs.

2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, wurden dabei der Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

2. INLOVO GmbH

Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der INLOVO GmbH 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der INLOVO GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der INLOVO GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

23. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Elrena GmbH, Basel, Schweiz

2. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz

Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Stiftung Klaus Lechler Folgendes mit:

1. Elrena GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Elrena GmbH 0,02 % (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

2. Stiftung Klaus Lechler

Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,76 % (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs, 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Die der Stiftung Klaus Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Elrena GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Stiftung Klaus Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

24. Stimmrechtsmitteilung

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28. Dezember 2012 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127 % (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.

25. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697 % (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind mir 10,394 % (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.

Konsolidierungskreis

Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 5. Mai 2015 abgegeben und am 4. Dezember 2016 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 31.680 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,50 je Aktie zu verwenden.

Nachtragsbericht

Am 26. Oktober 2016 hat die ElringKlinger AG einen beurkundeten Vertrag geschlossen, der eine strategische Beteiligung von 27 % an dem Nürtinger Engineering-Unternehmen hofer AG sowie eine 53-prozentige Mehrheitsbeteiligung an der Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls Nürtingen, zum Gegenstand hat.

Der Anteilserwerb erfolgte in 2017 jeweils durch eine Teilnahme an einer Kapitalerhöhung. Bei der hofer AG hat die ElringKlinger AG TEUR 3.570 in das Grundkapital eingezahlt sowie eine Zahlung in Höhe von TEUR 25.370 in die Kapitalrücklage geleistet. Bei der hofer powertrain products GmbH hat die ElringKlinger AG einen Betrag in Höhe von TEUR 1.060 in das Stammkapital eingezahlt. Sämtliche Zahlungen wurden im Januar 2017 geleistet. Darüber hinaus beinhaltet das Vertragswerk einen Rahmenkreditvertrag in Höhe von TEUR 30.000, um die künftigen Investitionen der hofer powertrain products GmbH zu finanzieren. Die Eintragung im Handelsregister für die hofer powertrain products GmbH erfolgte am 6. Februar 2017. Die Eintragung im Handelsregister für die Beteiligung an der hofer AG erfolgte am 1. März 2017.

Die hofer-Gruppe ist u. a. ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft v. a. bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.

Dettingen/Erms, 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2016

TEUR
Zugang Maier- Formenbau

TEUR
Zugänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 32.483 0 1.684 33 150 34.050
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.798 192 0 0 0 1.990
3. Geleistete Anzahlungen 203 0 981 -33 0 1.151
34.484 192 2.665 0 150 37.191
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 196.239 0 4.779 13.117 733 213.402
2. Technische Anlagen und Maschinen 412.598 843 6.146 3.020 12.619 409.988
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.225 73 6.240 1.203 1.532 118.209
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.477 0 37.285 -17.340 0 40.422
741.539 916 54.450 0 14.884 782.021
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 412.088 0 13.316 0 0 425.404
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 36.873 0 100 0 5.275 31.698
3. Beteiligungen 8 0 0 0 0 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 663 0 247 0 459 451
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
449.632 0 13.663 0 5.734 457.561
1.225.655 1.108 70.778 0 20.768 1.276.773
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2016

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 23.781 3.639 0 0 150 27.270
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.511 299 0 0 0 1.810
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
25.292 3.938 0 0 150 29.080
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 60.745 4.939 0 0 0 65.684
2. Technische Anlagen und Maschinen 298.274 16.432 0 0 12.013 302.693
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.632 5.924 0 0 1.523 88.033
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
442.651 27.295 0 0 13.536 456.410
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.075 6.000 6.498 0 0 9.577
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 2 11 0 0 2 11
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
10.077 6.011 6.498 0 2 9.588
478.020 37.244 6.498 0 13.688 495.078
Buchwerte
31.12.2016

TEUR
31.12.2015

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 6.780 8.702
2. Geschäfts- oder Firmenwert 180 287
3. Geleistete Anzahlungen 1.151 203
8.111 9.192
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 147.718 135.494
2. Technische Anlagen und Maschinen 107.295 114.324
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.176 28.593
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.422 20.477
325.611 298.888
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 415.827 402.013
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 31.698 36.873
3. Beteiligungen 8 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 440 661
5. Sonstige Ausleihungen 0 0
447.973 439.555
781.695 747.635

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2016 und Konsolidierungskreis

Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
HB I Eigenkapital in TLW HB I Ergebnis in TLW Landeswährung Stichtagskurs1)
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00 26 -3 EUR 1,0000
Eiring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86 5.424 1.096 EUR 1,0000
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00 4.157 420 EUR 1,0000
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 77,50 72.048 10.445 EUR 1,0000
Polytetra GmbH /DE3) Mönchengladbach 77,50 2.367 567 EUR 1,0000
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 93,67 2.334 518 EUR 1,0000
new enerday GmbH /DE Neubrandenburg 80,00 -1.404 -753 EUR 1,0000
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00 -192 -236 EUR 1,0000
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00 14.537 -22.001 CHF 93,1185
Hug Engineering AG Eisau (Schweiz) 93,67 36.218 5.999 CHF 93,1185
Eiring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00 13.387 2.892 GBP 116,7979
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00 12.507 1.468 EUR 1,0000
Hug Engineering Italia S.r.l.2) Mailand (Italien) 93,67 431 210 EUR 1,0000
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00 2.662.979 123.293 HUF 0,3228
ElringKlinger Hungary Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00 9.010 -355.086 HUF 0,3228
Eiring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00 4.523 1.077 GBP 116,7979
Eiring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00 18.138 4.648 EUR 1,0000
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00 62.959 23.919 TRY 26,9745
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00 8.407 1.372 EUR 1,0000
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. Fremont (USA) 100,00 1 108 EUR 1,0000
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00 5.630 1.845 RON 22,0313
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00 36.057 11.708 CAD 70,4821
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) 100,00 3.474 212 USD 94,8677
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00 -1.276 -6.765 USD 94,8677
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. Southfield (USA) 100,00 4.273 1.308 USD 94,8677
Hug Engineering lnc.2) Austin (USA) 93,67 2.510 -556 USD 94,8677
Eiring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 694.122 131.905 MXN 4,5931
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 65.291 8.780 MXN 4,5931
Eiring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00 98.140 6.829 BRL 29,1503
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00 15.968 11.585 ZAR 6,9171
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00 2.000.000 78.440 INR 1,3968
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00 702.018 77.266 CNY 13,6608
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00 4.974.832 -1.037.242 KRW 0,0788
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00 493.991 63.301 CNY 13,6608
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.3) Buford (USA) 77,50 608 57 USD 94,8677
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) Qingdao (China) 77,50 22.156 1.353 CNY 13,6608
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00 5.731.239 265.285 JPY 0,8104
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.4) Tokio (Japan) 50,00 386.382 8.475 JPY 0,8104
Marusan Kogyo Co., Ltd.5) Tokio (Japan) 23,45 675.339 3.679 JPY 0,8104
PT. ElringKlinger Indonesia4) Karawang (Indonesien) 50,00 -1.228.112 -3.931.775 IDR 0,0071
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd4) Bangkok (Thailand) 50,00 2.760 1.752 THB 2,6507
Hug Engineering B.V.6) Enschede (Niederlande) 84,30 1.071 621 EUR 1,0000
Name der Gesellschaft HB I Eigenkapital

in TEUR
HB I Ergebnis

in TEUR
letzter Abschluss
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH 26 -3 31.12.2016
Eiring Klinger Motortechnik GmbH 5.424 1.096 31.12.2016
ElringKlinger Logistic Service GmbH 4.157 420 31.12.2016
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 72.048 10.445 31.12.2016
Polytetra GmbH /DE3) 2.367 567 31.12.2016
Hug Engineering GmbH2) 2.334 518 31.12.2016
new enerday GmbH /DE -1.404 -753 31.12.2016
KOCHWERK Catering GmbH -192 -236 31.12.2016
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG 13.536 -20.487 31.12.2016
Hug Engineering AG 33.726 5.586 31.12.2016
Eiring Klinger (Great Britain) Ltd. 15.636 3.377 31.12.2016
ElringKlinger Italia Srl 12.507 1.468 31.12.2016
Hug Engineering Italia S.r.l.2) 431 210 31.12.2016
Technik-Park Heliport Kft. 8.595 398 31.12.2016
ElringKlinger Hungary Kft. 29 -1.146 31.12.2016
Eiring Parts Ltd. 5.283 1.257 31.12.2016
Eiring Klinger, S.A.U. 18.138 4.648 31.12.2016
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. 16.983 6.452 31.12.2016
ElringKlinger Meillor SAS 8.407 1.372 31.12.2016
ElringKlinger Silicon Valley, Inc. 1 108 31.12.2016
HURO Supermold S.R.L. 1.240 406 31.12.2016
ElringKlinger Canada, Inc. 25.414 8.252 31.12.2016
ElringKlinger North America, Inc. 3.295 201 31.12.2016
ElringKlinger USA, Inc. -1.211 -6.417 31.12.2016
ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. 4.054 1.241 31.12.2016
Hug Engineering lnc.2) 2.381 -527 31.12.2016
Eiring Klinger México, S.A. de C.V. 31.882 6.058 31.12.2016
EKASER, S.A. de C.V. 2.999 403 31.12.2016
Eiring Klinger do Brasil Ltda. 28.608 1.991 31.12.2016
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. 1.104 801 31.12.2016
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. 27.935 1.096 31.03.2016
Changchun ElringKlinger Ltd. 95.902 10.555 31.12.2016
ElringKlinger Korea Co., Ltd. 3.919 -817 31.12.2016
ElringKlinger China, Ltd. 67.483 8.647 31.12.2016
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.3) 577 54 31.12.2016
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) 3.027 185 31.12.2016
ElringKlinger Marusan Corporation 46.444 2.150 31.12.2016
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.4) 3.131 69 31.12.2016
Marusan Kogyo Co., Ltd.5) 5.473 30 31.12.2016
PT. ElringKlinger Indonesia4) -87 -277 31.12.2016
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd4) 73 46 31.12.2016
Hug Engineering B.V.6) 1.071 621 31.12.2016

1) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

2) 100% -ige Tochtergesellschaft der Hug Engineering AG

3) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

4) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

5) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

6) 90% -ige Tochtergesellschaft der HUG Engineering AG

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 23. März 2017

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marbler, Wirtschaftsprüfer

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."

Dettingen/Erms, den 23. März 2017

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

■ Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.

■ Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Allerdings hat der Vorstand für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.

■ Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.

Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.

■ Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.

Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

■ Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

■ Ziffer 6.2: Angaben nach Ziffer 6.2 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.

Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.

Dettingen/Erms, 4. Dezember 2016

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler

Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Thomas Jessulat

Bericht des Aufsichtsrats 2016

Das vergangene Geschäftsjahr war erneut ein ereignisreiches Jahr für die ElringKlinger-Gruppe. Wichtige Weichen im Hinblick auf die weitere Entwicklung konnten gestellt werden. Das gilt insbesondere für neue, bedeutsame Projekte im Leichtbau und die Beteiligung an der auf den elektrischen Antriebsstrang spezialisierten Hofer-Gruppe, die zu Beginn des Jahres 2017 vollzogen wurde. ElringKlinger ist aus Sicht des Aufsichtsrats mit seiner Innovationsfähigkeit und Ertragskraft für die Herausforderungen des technologischen Wandels in der Automobilindustrie sehr gut aufgestellt. Leider konnten die Probleme im abschirmtechnischen Bereich am Schweizer Standort nicht so schnell gelöst werden wie erhofft. Jedoch wurden die notwendigen Maßnahmen aus Sicht des Aufsichtsrats ergriffen, sodass wir auch hier zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und ihn insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Konzerns beraten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Bei zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen holte der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats ein. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über die wesentlichen Kennzahlen, Vorgänge und Ereignisse unterrichtet.

Der Aufsichtsrat trat im Berichtsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand ausführlich über den Geschäftsverlauf anhand geeigneter Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG und deren Tochtergesellschaften. Er präsentierte die aktuelle Vorschau und seine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliance-Themen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen bzw. deren Integration regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und diskutiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden zudem rechtzeitig vor den Sitzungen ausführlich schriftlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte informiert.

Über die vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und die genannten Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen insbesondere mit folgenden weiteren Themen:

In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2016 wurden die Jahresabschlüsse 2015 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläutert. Der Abschluss der ElringKlinger AG und der Konzernabschluss sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden genehmigt bzw. gebilligt. Der Aufsichtsrat beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung.
In der Aufsichtsratssitzung am 31. Mai 2016, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden die Herren Walter H. Lechler und Markus Siegers erneut zum Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Darüber hinaus wurden verschiedene strategische Projekte, insbesondere mögliche Akquisitionen, erörtert.
Ein wesentlicher Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2016 war die strategische Aufstellung und Weiterentwicklung der ElringKlinger-Gruppe. Die vom Vorstand dargestellte Analyse und sich daraus ergebende Maßnahmen wurden im Aufsichtsratsplenum intensiv diskutiert.
Auf der Tagesordnung der Sitzung am 9. Dezember 2016 stand, neben dem Budget 2017 und der Mittelfristplanung, die Situation bei der ElringKlinger Abschirmtechnik in der Schweiz. Ein weiteres wichtiges Thema waren der Bericht über die Ergebnisse der 2016 durchgeführten internen Revisionen, die Planung der für 2017 vorgesehenen internen Revisionen und die aktuelle Risikoeinschätzung sowie die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat über die Ergebnisse einer Prüfung des Compliance-Managementsystems der ElringKlinger AG informiert.

An den ordentlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.

Am 23. Februar 2016 fand eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats statt, in der nach der Niederlegung des Vorstandsmandats durch Herrn Karl Schmauder unter anderem über die Geschäftsverteilung in den verbleibenden drei Vorstandsressorts beraten und beschlossen wurde.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2016 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2015 mit ausführlicher Diskussion. In der September-Sitzung wurden die Ergebnisse des ersten Halbjahres und gesetzliche Neuerungen im Hinblick auf Beratungsleistungen des Abschlussprüfers vorgestellt. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2016, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und des Compliance-Systems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen unterrichtet.

Der Personalausschuss tagte einmal im Februar 2016. Anlass war die Niederlegung des Vorstandsmandats durch Herrn Schmauder.

Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2016 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurde einstimmig beschlossen und am 4. Dezember 2016 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Auch zum Ende des Jahres 2016 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effektivität seiner Arbeit, unter anderem die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Hierzu gab es für die Arbeit im Berichtsjahr keine wesentlichen Anmerkungen.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 31. Mai 2016. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2017 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den großen Einsatz und die geleistete erfolgreiche Arbeit.

Stuttgart, 24. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Aufsichtsrats