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ElringKlinger AG — Annual Report 2015
Jun 30, 2016
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Annual Report
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ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Konzernabschluss zum 31.12.2015
Zusammengefasster Lagebericht
der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms und des ElringKlinger-Konzerns
ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation
ElringKlinger blickt auf eine 136-jährige Firmengeschichte zurück, in der sich die Unternehmensgruppe zu einem Weltkonzern innerhalb der Automobilzuliefererindustrie entwickelt hat. Die Gruppe entwickelt und produziert technologisch anspruchsvolle Produkte für die Fahrzeuggenerationen von heute und morgen.
Profil
Als weltweit aufgestellter, unabhängiger Entwicklungspartner und Erstausrüster produziert und vertreibt ElringKlinger Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe, Abgassysteme und die Karosserie von Fahrzeugen sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen. Das Portfolio umfasst Produkte für alle Arten der Antriebstechnologien -vom klassischen Verbrennungsmotor über Hybrid-Varianten bis hin zum Elektroantrieb. Rund 90 % der Umsatzerlöse erwirtschaftet ElringKlinger in der Automobilindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Darüber hinaus bietet der Konzern für Anwendungen in Schiffen, Bussen, Lkw, Bau- und Landmaschinen, Lokomotiven sowie in Kraftwerken komplette Abgasreinigungssysteme an. Für Branchen auch außerhalb des Automotive-Geschäfts ergänzt die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH das Portfolio mit Produkten aus dem Hochleistungskunststoff PTFE.
Zum Kundenkreis von ElringKlinger zählen nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit sowie zahlreiche Automobilzulieferer, insbesondere aus den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie sowie Getriebebau. Innerhalb der Wertschöpfungskette der Automobilproduktion nimmt ElringKlinger überwiegend die sogenannte Tier-1-Position ein und beliefert die Automobilhersteller direkt.
Insgesamt arbeiteten zum 31. Dezember 2015 rund 7.900 Mitarbeiter für den ElringKlinger-Konzern an 45 Standorten weltweit (vgl. "Nachhaltigkeit").
Geschäftsmodell und Kernkompetenzen
ElringKlinger konzentriert sich auf einen der Megatrends der Automobilindustrie: die Emissionsreduzierung. Es tragen fast alle Produkte zur Reduzierung von Kohlenstoffdioxiden, Stickoxiden, Kohlenwasserstoffen oder Rußpartikel bei -sei es über neue Leichtbaukonzepte, die weitere Optimierung des Verbrennungsmotors mittels Downsizing, alternative Antriebstechnologien oder Abgasreinigungssysteme.
Die Kernkompetenz der ElringKlinger-Gruppe liegt im ausgeprägten Material-, Prozess- und Werkzeug-Know-how. Für die hochpräzise Metallverarbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) sowie die Kunststoffspritzgusstechnik konstruiert und fertigt ElringKlinger nahezu alle Werkzeuge in Eigenregie. Durch innovative Prozesstechnologien und einen hohen Automatisierungsgrad in der Produktion verbindet die ElringKlinger-Gruppe die Technologie-mit der Kostenführerschaft. Die Produktion großer Stückzahlen und die dadurch entstehenden Skaleneffekte tragen zur Senkung der Stückkosten bei. Vor diesem Hintergrund bestehen für neue Marktteilnehmer sehr hohe Markteintrittsbarrieren.
Zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsposition investiert ElringKlinger stark in Forschung und Entwicklung (vgl. "Forschung und Entwicklung"). ElringKlinger entwickelt gezielt Produkte für technologisch anspruchsvolle Nischenmärkte, wie zum Beispiel den Turboladerbereich, Hochleistungsautomatikgetriebe oder das Thermomanagement.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Der Absatz von Produkten ist von der Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion abhängig. Erfahrungsgemäß ist diese an die konjunkturelle Lage und die Beschäftigungssituation im jeweiligen Land gekoppelt. ElringKlinger ist durch eine breite Kundenbasis unabhängig von einzelnen Auftraggebern. Temporäre wirtschaftliche Rezessionen in einzelnen Ländern können in der Regel durch bessere Entwicklungen in anderen Absatzmärkten kompensiert werden.
Zu den rechtlichen Einflussfaktoren zählen primär umweltrechtliche Regularien zur Reduzierung von Emissionen. Innerhalb der nächsten Jahre werden die Grenzen der maximal zulässigen Emissionen international weiter verschärft werden. So hat die Europäische Kommission zum Beispiel einen Grenzwert für den CO2 -Ausstoß von 95 g CO2 /km ab 2021 für Neufahrzeuge festgelegt. Im Bereich Schifffahrtindustrie gelten ab Januar 2016 die IMO Tier III Vorschriften. Sie beinhalten strengere Grenzwerte für Stickoxide. Die gesetzlichen Regelungen in unterschiedlichen Branchen geben ElringKlinger zusätzlichen Rückenwind, da der Einsatz von ElringKlinger-Produkten zur Reduzierung von Emissionen beitragen kann.
Konzernstruktur und -organisation
Innerhalb des Konzerns übernimmt die Muttergesellschaft ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen, wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zum 31. Dezember 2015 umfasste die ElringKlinger-Gruppe neben dem Mutterunternehmen 40 vollkonsolidierte Tochterunternehmen sowie eine Beteiligung. Die ElringKlinger AG hält überwiegend 100 % an ihren Tochtergesellschaften.
Absatzmärkte und ElringKlinger-Standorte
Der Konzern verfügt über ein globales Produktions- und Vertriebsnetzwerk, woraus die Märkte weltweit mit Hightechprodukten beliefert werden können. Die ElringKlinger-Gruppe umfasste zum Jahresende 2015 45 Standorte in 21 Ländern. Dazu zählen 33 Fertigungsstätten, neun Vertriebsbüros, eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzteilvertrieb tätig ist, sowie Standorte, die zu den Segmenten Dienstleistungen und Gewerbeparks gehören.
Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Hauptsitz in Bietigheim-Bissingen gehörte 2015, neben dem Hauptstandort der ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, zu den umsatzstärksten deutschen Gesellschaften. Zu den größten ausländischen Gesellschaften (gemessen am Umsatz) zählten die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in Sevelen, Schweiz, die ElringKlinger USA, Inc. in Buford, USA, die Changchun ElringKlinger Ltd. in Changchun, China, die Elring Klinger Mexico, S.A. de C.V. in Toluca, Mexiko und die Elring-Klinger Marusan Corporation in Tokio, Japan.
72,7 % des Konzernumsatzes außerhalb Deutschlands
ElringKlinger bedient durch sein globales Produktions- und Vertriebsnetzwerk neben den industrialisierten Wirtschaftsräumen auch alle Schwellenmärkte weltweit.
ElringKlinger bedient die drei größten Wirtschaftsräume Europa, NAFTA und das industrialisierte Ostasien. Daneben ist der Konzern auch in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas aktiv. Mit dem 2015 erfolgten Kauf von 100 % der Anteile an dem US-Automobilzulieferer und Getriebesteuerplattenspezialisten M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA, stärkte ElringKlinger die geografische Aufstellung des Geschäftsbereichs Spezialdichtungen in Nordamerika und dessen Produktionspräsenz. Das Unternehmen wurde nach der Übernahme in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. umfirmiert.
Die ElringKlinger AG gründete im Dezember 2015 die ElringKlinger Hungary Kft., Kecskemét, Ungarn. Das neue Tochterunternehmen wird ab 2016 in einem ersten Schritt Abschirmteile produzieren.
Segmente und Geschäftsbereiche
Das operative Geschäft der ElringKlinger-Gruppe ist in die nachfolgenden fünf Segmente unterteilt. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.
Segmente des ElringKlinger-Konzerns
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| Segment | Umsatzanteil | Wesentliche Kundengruppen |
|---|---|---|
| Erstausrüstung | 83,3 % | Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer |
| Ersatzteile | 9,4 % | Freier Ersatzteilhandel |
| Kunststofftechnik | 6,4 % | Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik |
| Dienstleistungen | 0,6 % | Fahrzeughersteller und -zulieferer |
| Gewerbeparks | 0,3 % | Ohne Branchenbezug |
Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoff-Leichtbauteile und -Gehäusemodule für den Antriebsstrang und die Karosserie, thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang, Getriebesteuerplatten sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen-Systeme. Zur Kundenbasis gehören fast alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit. Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG, Elsau, entwickelt und fertigt komplette Abgasreinigungssysteme, die vor allem in Lkw und Bussen, Schiffen, Bau- und Landmaschinen oder Kraftwerken zum Einsatz kommen.
Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" sein Ersatzteilsortiment, das vor allem Zylinderkopfdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze umfasst. Diese Teile in Erstausrüstungsqualität kommen unter anderem zur Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen zum Einsatz. Der Vertrieb des Segments Ersatzteile erfolgt hauptsächlich über ein weltweites Netz von Großhändlern und über große Einkaufskooperationen. Die bedeutendsten Märkte im Ersatzteilgeschäft sind West- und Osteuropa, der Nahe Osten sowie Nordafrika. Zu den wichtigsten Zukunftsmärkten gehören Nordamerika und China, die aktuell erschlossen werden.
Das Segment Kunststofftechnik entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE. Rund zwei Drittel des Segmentumsatzes werden außerhalb der Automobilbranche erzielt. In Europa zählt ElringKlinger zu den führenden Anbietern für PTFE-Applikationen. Aktuell betreuen lokale Vertriebsgesellschaften die Märkte Asien und Amerika, die derzeit weiter ausgebaut werden.
Das Segment Dienstleistungen umfasst die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland. Sie bietet Entwicklungsdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden gehören sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Zudem sind die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen, Deutschland, die interne und externe Logistikdienstleistungen erbringt, und die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, in diesem Segment enthalten. Die KOCHWERK Catering GmbH betreibt das Betriebsrestaurant am Hauptstandort Dettingen/Erms und erbringt Catering-Dienstleistungen für externe Kunden.
Zum Segment Gewerbeparks zählen die Industrieparks in Idstein bei Frankfurt/Deutschland, und Kecskemét, Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Grund und Gebäuden.
Die Segmente sind darüber hinaus in insgesamt elf Geschäftsbereiche unterteilt. Dabei ist das Segment Erstausrüstung, das mit gut 80 % den Großteil zu den Konzernerlösen beisteuert, in sieben Geschäftsbereiche untergliedert. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.
Konzernaußenumsatz nach Geschäftsbereichen 2015 (Vorjahr) in %
Abschirmtechnik: 27 % (26 %)
Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik: 21 % (20 %)
Spezialdichtungen: 17 % (16 %)
Zylinderkopfdichtungen 14 % (14 %)
Ersatzteile: 9 % (10 %)
Kunststofftechnik: 6 % (7 %)
Abgasnachbehandlung: 3 % (5 %)
E-Mobility: 1 % (1 %)
Dienstleistungen: 1 % (1 %)
Gewerbeparks: <1 % (<1%)
Sonstige1 : <1 (<1)
1 Werkzeugtechnologie und Neue Geschäftsfelder
ElringKlinger ist Weltmarktführer im Bereich von metallischen Zylinderkopfdichtungen. Das Marktumfeld ist oligopolistisch geprägt. Die Hauptwettbewerber sind zwei US-amerikanische Mischkonzerne, die allerdings nicht ausschließlich auf die Herstellung von Dichtungen spezialisiert sind. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleinere, regionale Marktbegleiter.
Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen beinhaltet vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. Aufgrund einer Vielzahl an unterschiedlichen Produkten ist die Anzahl an Wettbewerbern höher. ElringKlinger nimmt auch in diesem Geschäftsbereich eine führende Position ein und gehört zu den drei größten Anbietern weltweit.
Der Bereich Abschirmtechnik umfasst kombinierte thermische und akustische Abschirmlösungen. ElringKlinger ist dabei einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Dieser Geschäftsbereich ist der umsatzstärkste Bereich des Konzerns. Auch hier gehört ElringKlinger zu den drei international führenden Anbietern. Das Marktumfeld stellt sich differenzierter dar als im Dichtungsbereich. Hauptwettbewerber ist ein US-amerikanisches Unternehmen.
Der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik entwickelt und produziert Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen, wie zum Beispiel Ventilhauben oder Ölsaugrohrmodule. Durch den Ersatz von Metall durch Kunststoff können in Kraftfahrzeugen deutliche Gewichtseinsparungen realisiert werden. Hochleistungsfähige Metallelastomerdichtungen für Nutzfahrzeuge ergänzen das Produktportfolio. Das Marktumfeld ist im Gegensatz zu den anderen Geschäftsbereichen stärker fragmentiert.
Das Kernprodukt im Geschäftsbereich E-Mobility sind Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen und seit 2011 in Serie produziert werden. Das Wachstum des Geschäftsbereichs ist stark an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gekoppelt. Im Bereich Zellkontaktiersysteme bestehen nur wenige Anbieter.
Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung beinhaltet die 2011 mehrheitlich übernommene Hug-Gruppe sowie das Produktionswerk in Thale, Deutschland. Hug gehört zu den führenden Anbietern von Abgasreinigungstechnologien für stationäre und mobile Motoren sowie Off-Road-Applikationen und ist in unterschiedlichen Branchen tätig.
Die Werkzeugtechnologie stellt eine maßgebliche Kernkompetenz des ElringKlinger-Konzerns dar und ist als eigenständiger Geschäftsbereich aktiv. Sie umfasst den internen Werkzeugbau am Standort Dettingen/Erms sowie den 2011 übernommenen und inzwischen auf die ElringKlinger AG verschmolzenen Spezialisten für Kunststoffspritzgusswerkzeuge Hummel-Formen am Standort Lenningen, Deutschland. Der Geschäftsbereich erbringt fast ausschließlich konzerninterne Leistungen.
Neue Aktivitäten werden erst in eigene Geschäftsbereiche überführt, sobald sie spürbare Umsatzbeiträge erwirtschaften. Solange dies noch nicht gegeben ist, werden sie im Bereich "Neue Geschäftsfelder" gebündelt. Derzeit beinhalten die "Neuen Geschäftsfelder" insbesondere die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnologie (vgl. "Forschung und Entwicklung").
Steuerungsgrößen
Zur Steuerung des Konzerns und als Basis zur Gesamteinschätzung der Entwicklungen in der Unternehmensgruppe nutzt der Vorstand der ElringKlinger-Gruppe in erster Linie Finanzkennzahlen. Daneben werden auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sowie unternehmensspezifische Frühindikatoren beobachtet.
Finanzielle Steuerungsgrößen
Die finanziellen Steuerungsgrößen sind hauptsächlich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG sowie der einzelnen Konzerngesellschaften ausgerichtet. Zu den hierfür zugrunde gelegten bedeutsamsten Kennzahlen gehören der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Diese Steuerungsgrößen werden zudem für die nach IFRS berichtspflichtigen fünf Segmente sowie auch für die einzelnen Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.
Besondere Bedeutung kommt dem "Return on Capital Employed" (ROCE) zu. Der ROCE gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das EBIT ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die Zielvorgabe für den Konzern ist es, mittel- bis langfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 15 % zu erzielen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.
Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger bei der Unternehmenssteuerung konzernweit auch die folgenden finanziellen Steuerungsgrößen:
| ― | Operativer Free Cashflow |
| ― | Eigenkapitalquote |
| ― | Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen |
In der folgenden Tabelle sind die finanziellen Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns dargestellt. In Übereinstimmung mit der Außenkommunikation wird das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) bereinigt um einmalige Sondereffekte und vor Kaufpreisallokation (PPA) dargestellt.
Finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns
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| Plan 2015 | Ist 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||||||||
| Umsatz (in Mio. €) | 1.422,1 bis 1.448,61 | 1.507,3 | 1.325,8 | 1.150,1 | 1.127,2 | 1.032,8 | 795,7 | 579,3 |
| Bereinigtes EBIT vor PPA2 (in Mio. €) | 135 bis 1453 | 140,4 | 162,3 | 149,8 | 140,9 | 130,6 | 116,0 | 63,3 |
| EBT (in Mio. €) | - | 128,8 | 153,1 | 131,34 | 123,6 | 113,95 | 94,0 | 49,4 |
| ROCE | 20 % | 9,5 % | 12,4 % | 14,4 % | 13,3 % | 14,2%5 | 15,2 % | 8,8 % |
| Weitere, weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||||||||
| Operativer Free-Cashflow6 (in Mio. €) | nicht positiv7 | -65,2 | -12,4 | -4,2 | 8,2 | -10,5 | -1,9 | 58,2 |
| Eigenkapitalquote | >40 % | 48,5 % | 49,7 % | 50,4 % | 50,6 % | 50,1 % | 52,7 % | 41,2 % |
1 Inkl. rund 30 Mio. Euro Umsatz aus der Übernahme der früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA
2 Bereinigt um einmalige Sondereffekte 0 (4,9) Mio. Euro sowie Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation 5,2 (3,4) Mio. Euro; Die Berechnungsmethode gilt analog für die Geschäftsjahre 2009 bis 2013.
3 Ursprüngliche Prognose für 2015: 170 bis 180 Mio. Euro; Anpassung am 29. April 2015: rund 165 Mio. Euro; Anpassung am 18. September 2015: 135 bis 145 Mio. Euro
4 Bereinigt um den Einmalertrag aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro)
5 Bereinigt um den Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg (22,7 Mio. Euro)
6 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen
7 Ursprüngliche Prognose für 2015: positiv; Anpassung am 9. November 2015: nicht positiv
Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen
Des Weiteren werden folgende, für die Unternehmenssteuerung weniger bedeutsame Personal- und Qualitätskennzahlen regelmäßig erhoben. Sie dienen dem Management als Entscheidungshilfe.
| ― | Entwicklung der Beschäftigtenanzahl und durchschnittlicher Krankenstand der Mitarbeiter |
| ― | Qualitätskennzahlen und -bewertungen wie z.B. Betriebsunfälle sowie Ausschussquoten |
Konkrete Kennzahlen hierzu finden sich im Kapitel "Nachhaltigkeit".
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Die kontinuierlich berichteten Kennzahlen Auftragseingang und -bestand bieten eine verlässliche Indikation für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.
Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
ElringKlinger führt darüber hinaus regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzuliefererunternehmen, verglichen und bewertet.
Forschung und Entwicklung
Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten bei ElringKlinger konzentrieren sich auf einen der Megatrends der Automobilindustrie: die Emissionsreduzierung -sei es über neue Leichtbaukonzepte, die weitere Optimierung des Verbrennungsmotors (Downsizing), alternative Antriebstechnologien oder Abgasreinigungstechnologie. Auch 2015 wurden zahlreiche neue Anwendungen entwickelt, die unmittelbar und mittelbar dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2 ) und anderen Emissionen wie Kohlenwasserstoffe, Partikel oder Stickoxide zu vermindern.
Leichtbau, Effizienzsteigerung und Emissionsreduzierung im Fokus
Der ElringKlinger-Konzern verfolgt das Ziel, mit innovativen Technologien - überwiegend für anspruchsvolle Nischenanwendungen -eine marktführende Position einzunehmen und gegenüber dem Wettbewerb einen dauerhaften Entwicklungsvorsprung zu halten. Dafür bilden die ausgeprägte Innovationskultur im Unternehmen sowie nachhaltige Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) einen wesentlichen Grundstein. Mit jährlich rund 5 % vom Konzernumsatz investiert die ElringKlinger-Gruppe im Branchenvergleich überdurchschnittlich in F&E. Damit gelang es dem Unternehmen auch 2015, seine Wettbewerbsposition weiter zu stärken.
Wesentlicher Treiber hierfür sind die immer strengeren Emissionsvorschriften weltweit. So muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen in Europa bis 2021 auf 95 g/km reduziert werden. Die Politik diskutiert darüber hinaus schon Werte von 75 bis 65 g/km ab 2025. In Deutschland lag 2014 der durchschnittliche CO2 -Ausstoß noch bei 132 g/km. In den USA gilt es ebenfalls, die CO2 -Emissionen bis 2021 auf 132 g/km zu reduzieren (2012: 178 g/km).
Und auch in China -dem mittlerweile größten Automobilmarkt der Welt, schreibt die Regierung eine Verminderung auf rund 117 g/km bis 2020 vor, nach 169 g/km im Jahr 2012.
F&E-Aufwendungen auf 71 Mio. Euro ausgeweitet
Der hohe Wertschöpfungsanteil der Zulieferer am Fahrzeug -etwa 82 % -kommt Elring-Klinger als Entwicklungspartner zu Gute. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen 2015 auf 61,4 (57,3) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 9,8 (9,2) Mio. Euro stiegen die F&E-Kosten auf 71,2 (66,5) Mio. Euro. Somit belief sich die F&E-Quote inklusive der aktivierten F&E-Aufwendungen auf 4,7 % (5,0 %). Der Großteil der F&E-Aufwendungen entfiel im Berichtszeitraum erneut auf die traditionellen Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmtechnik sowie die Abgasnachbehandlung. Da mit über 10 % ein bedeutender Teil des Entwicklungsaufwands aktiviert wird und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Position "Forschungs- und Entwicklungskosten" enthalten ist, stellt ElringKlinger in der folgenden Tabelle die F&E-Kosten sowie die F&E-Quote inklusive der aktivierten Beträge dar.
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| 2015 | 2014 | 2013 | 20121 | 20111 | |
|---|---|---|---|---|---|
| F&E-Kosten inkl. der aktivierten F&E-Kosten (in Mio. €) | 71,2 | 66,5 | 65,7 | 65,7 | 56,6 |
| F&E-Quote (inkl. der aktivierten F&E-Kosten) | 4,7 % | 5,0 % | 5,7 % | 5,8 % | 5,5 % |
| Aktivierungsquote2 | 13,8 % | 13,8 % | 13,7 % | 12,7 % | 11,8 % |
1 inklusive Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen -ab 2013 in den Umsatzkosten erfasst
2 Aktivierte F&E-Kosten im Verhältnis zu F&E-Kosten inkl. der aktivierten F&E-Kosten
Die in den Umsatzkosten ausgewiesenen Abschreibungen auf aktivierte F&E-Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2015 8,2 (7,6) Mio. Euro.
Die hohe Anzahl an Neuprojekten und Entwicklungsaufträgen spiegelte sich in der erneut gestiegenen Anzahl der in den F&E-Bereichen beschäftigten Mitarbeiter wider: 2015 wurden die Kapazitäten in den forschungs- und entwicklungsrelevanten Abteilungen auf 562 (538) Personen ausgeweitet.
Patente und Kompetenzzentren sichern Technologie-Know-how
Zum Schutz des technologischen Know-hows sowohl auf Produkt- als auch auf Prozessebene unterhält ElringKlinger eine eigene Patentabteilung. 2015 meldete diese insgesamt 67 (94) neue deutsche und internationale Schutzrechte an.
Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten innerhalb der ElringKlinger-Gruppe ist an den Standorten der ElringKlinger AG in Deutschland sowie für den Bereich Abgasnachbehandlung bei der Schweizer Tochter Hug Engineering gebündelt. Diese Kompetenzzentren grenzen das Risiko von Technologietransfers, Know-how-Abflüssen oder Nachahmern ein.
Leichtbau: Kompetenz mit Leichtigkeit weiter ausgebaut
Der Trend zu Leichtbau geht weiter. Bauteile, die bisher aus Metall bestanden, werden durch Kunststoff ersetzt. Dies ermöglicht üblicherweise Gewichtseinsparungen von bis zu 40 % und ist oftmals kostengünstiger. Die leichteren Produkte tragen direkt zur CO2 -Reduzierung bei. Die ElringKlinger-Entwickler arbeiteten auch 2015 an weiteren Produktideen aus Hochleistungs-Kunststoffen und neuartigen Verbundwerkstoffen.
Besonderes Augenmerk legten sie auf neue Materialkonzepte. Im Fokus stehen sogenannte Organobleche, ein leichter Faserverbundstoff, der aus Fasergewebe -bevorzugt aus Carbon- oder Glasfasern, aber auch Aramidfasern -hergestellt und in eine thermoplastische Kunststoffmatrix eingebettet wird. Damit kann eine deutlich verbesserte Belastbarkeit und Steifigkeit erreicht werden. Zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten für Strukturbauteile, insbesondere im Karosseriebereich, sind mit Organoblechen denkbar, aber auch beispielsweise Batterieträger, Sitzschalen oder die Ersatzradmulde.
Vielversprechend zeigten sich Entwicklungsprojekte für deutlich gewichtsreduzierte Unterbodenverkleidungen in textiler Presstechnik, die zusätzlich eine schall- und schwingungsdämmende Funktion übernehmen. Mit dieser Technologie wird der Luftwiderstand (Cw-Wert) verringert und eine bessere Aerodynamik erzielt. Bei diesen Leichtbauteilen werden thermo-umgeformte Kunststoffbauteile mit verschiedenen Oberflächen kombiniert. Dabei kommen Verbundmaterialien, Vliesstoffe oder Schäume zum Einsatz. Nach dem im Vorjahr erfolgten Start der Serienproduktion in Europa laufen 2016 auch in der NAFTA-Region große Projekte für Premiumhersteller an.
Weitere Fortschritte wurden bei der Entwicklung von Kunststoffresonatoren gemacht, die in der Ladeluftstrecke zur Geräuschdämmung eingesetzt werden und die von verschiedenen Kunden aktuell getestet werden.
Zur Serienreife brachten die Entwickler Motorträger aus glasfaserverstärktem Polyamid. Der Motorträger stützt den Motor über dem Motorlager ab. Gegenüber der herkömmlichen Aluminiumkonstruktion zeichnet sich die neue Kunststoffvariante durch eine verbesserte Akustik, eine höhere Wärmeisolierung sowie Gewichtseinsparungen aus. Die Produktion erster Serienaufträge startete bereits 2015.
Nachdem ElringKlinger 2014 mit der Entwicklung eines neuartigen Polymer-Metall-Hybridbauteils (PMH) der Markteinstieg in den Karosserieleichtbau gelang, startete 2015 der Serienanlauf für dieses Produkt. Das Unternehmen kooperiert bei dieser zukunftsträchtigen Technologie mit einem deutschen Pkw-Hersteller. ElringKlinger entwickelte hierfür die komplexe Werkzeugtechnologie. Ein Kombinationswerkzeug verbindet Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU) mit Kunststoffspritzguss und ermöglicht es, komplexe und dabei besonders leichte Bauteile in nur einem Prozessschritt zu fertigen. Diese neue Hybridtechnologie wird aktuell für Cockpitquerträger, Frontendträger und -adapter genutzt. Die ElringKlinger-Entwickler sondieren bereits weitere Anwendungsmöglichkeiten im Fahrzeug. Verschiedene Strukturbauteile mit unterschiedlichen Geometrien bieten mittelfristig erhebliches Potenzial.
ElringKlinger bringt seine Leichtbaukompetenz auch in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt "Fertigungs- und Recyclingstrategien für die Elektromobilität zur stofflichen Verwertung von Leichtbaustrukturen in Faserkunststoffverbund-Hybridbauweise (ReLei)" ein. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts, das von ElringKlinger koordiniert wird, sollen Recycling-Strategien zur stofflichen Wiederverwertung von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen für zukünftige Elektrofahrzeuge erarbeitet werden.
Effizienzsteigerung: Downsizing verlangt immer anspruchsvollere Dichtungs- und Abschirmlösungen
Trends wie Downsizing, alternative Kraftstoffe sowie Hybridisierung führen zu stetig steigenden Anforderungen an den Verbrennungsmotor. Die Leistungsansprüche an Zylinderkopf- und Spezialdichtungen nehmen kontinuierlich aufgrund von häufigeren Lastwechsel, thermisch höheren Beanspruchungen und steigenden Drücken zu.
So stand 2015 die Weiterentwicklung von Stoppergeometrien für die Decklagen von Zylinderkopfdichtungen im Fokus: ElringKlinger entwickelte als erster Zulieferer geprägte Hauptschlussstopper für Benzinmotoren. Diese kommen insbesondere bei Motoren mit besonders engen Platzverhältnissen zum Einsatz und sind vor allem bei asiatischen und amerikanischen Kunden gefragt.
Mit 308 (305) Serienentwicklungsprojekten im Bereich Zylinderkopfdichtungen wurde 2015 erneut eine Höchstmarke erreicht.
Weitere Schwerpunkte der Entwicklerteams zum Thema Effizienzsteigerung lagen auf Lösungen rund um die Turboaufladung optimierter Motoren, die weitere Abgasreduzierung durch intensive Abgasrückführungsmaßnahmen (AGR) sowie höheren Sauberkeits- und Dichtheitsanforderungen in Automatikgetrieben.
6 % weniger Hubraum
Downsizing trägt dazu bei, dass der Hubraum im klassischen Verbrennungsmotor bis 2021 durchschnittlich um weitere 6 % verkleinert wird.
(Quelle: PwC Auto facts, November 2015)
ElringKlinger arbeitete auch an komplexen AGR-Dichtungen mit integrierter Siebfunktion. Damit werden keramische Partikel oder Rußpartikel gefiltert, die sonst den Turbolader beschädigen könnten. Auch bei Getriebesteuerplatten, die in Automatik- und Doppelkupplungsgetrieben eingesetzt werden, wurde an der Integration weiterer Funktionen wie Filter und Siebe gearbeitet. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die Leckströme zu reduzieren, um unter anderem auch den Kraftstoffverbrauch zu optimieren.
Darüber hinaus konzentrierten sich die Entwickler auf neue Dichtungslösungen für Klimakompressoren sowie optimierte Beschichtungen für V-Ringdichtungen im Turbolader, um bessere Leckagewerte zu erreichen. Eine weitere Verbesserung erzielten sie bei der Beschichtungstechnologie für Getriebekolben. Reduzierte Reibwerte erhöhen die Schaltgeschwindigkeit und verbessern die Effizienz. Damit kann die Gleitreibung deutlich vermindert werden.
Erfolgreich in Serie ging 2015 ein besonders leistungsfähiges Ölabscheidesystem für Pkw. Der Abscheider passt sich dem Volumenstrom variabel an und kann somit einen breiten Bereich von sogenannten Blow-by-Strömen, die im Motor an den Kolben vorbei in das Zylinderkurbelgehäuse fließen, bei gleichbleibender Abscheideleistung abdecken. Das Abscheidesystem bietet sich vor allem als Premiumlösung für Pkw oder mittelschwere Nutzfahrzeuge an.
Die immer höheren Temperaturen in Motor und Abgasstrang, die mit Downsizing und Turboaufladung einhergehen, verlangen nach entsprechenden abschirmtechnischen Lösungen. Neben der thermischen Abschirmung werden zunehmend akustisch wirksame Bauteile verlangt. Gleichzeitig erfordern die engeren Motorräume eine zielgerichtete Luftführung, bei der das Abschirmteil je nach Design diese Aufgabe erfüllen kann.
Ein F&E-Schwerpunkt lag 2015 daher auf der Weiterentwicklung der genoppten und perforierten Bauteil-Oberflächen, um die akustische Wirkung der Abschirmteile zu steuern. Der Lochanteil sowie eine partielle Lochung, gegebenenfalls in Kombination mit Faserwerkstoffen, ermöglichen, gezielt bestimmte Störfrequenzen zu unterdrücken.
Da das Thema Gewichtseinsparung auch für thermisch-akustische Abschirmteile immer wichtiger wird, arbeiteten die Entwickler hier verstärkt mit neuen Materialien.
Eine weiterhin zentrale Rolle spielte das Thermomanagement durch die Direktabkapselung des Abgasstrangs. Hierdurch können Abstrahlverluste minimiert und schnellere Aufheizzeiten sowie höhere Betriebstemperaturen erzielt werden. Damit können zum Beispiel die Katalysatoren besser arbeiten, was zu niedrigeren Emissionswerten führt.
Emissionsreduzierung: Mit Batterietechnik und Brennstoffzelle emissionsfrei in die Zukunft
Alternative Antriebstechnologien werden langfristig eine wichtige Rolle spielen. ElringKlinger hat sich daher frühzeitig positioniert, um in Zukunft für alle Möglichkeiten gerüstet zu sein -sei es batterie-elektrisch oder mit Brennstoffzelle.
Obwohl die Serienumsätze des Konzerns im Bereich Batterietechnik 2015 noch deutlich unter den Erwartungen lagen, stieg die Anzahl der neuen Entwicklungsprojekte. Der Trend in diesem Bereich geht kurzfristig verstärkt zu Plug-in-Hybriden, mittel- und langfristig zu neuen Zellgenerationen, die dann mit niedrigeren Kosten und höheren spezifischen Speicherkapazitäten punkten.
Die ElringKlinger-Entwickler konnten die Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien hinsichtlich Funktionsweise als auch für die Fertigung weiter optimieren. Daneben entwickelten sie im Rahmen von verschiedenen Förderprojekten Zellgehäusekomponenten mit intergierten Sicherheitsfunktionen.
Vielversprechend sind erste Entwicklungsprojekte, die sich auf die Konzeption eigener Lithium-Ionen-Batteriemodule konzentrieren. ElringKlinger strebt dabei an, das Produktprogramm rund um die Elektromobilität auszuweiten. Damit soll vor allem die Nachfrage in Nischenbereichen, wie zum Beispiel Baumaschinen oder Gabelstapler, bedient werden.
An der Brennstoffzellentechnologie arbeitet ElringKlinger seit mittlerweile mehr als zehn Jahren. Mit Unterstützung der Geschäftsbereiche ist ein Produktportfolio entstanden, das von Brennstoffzellen-Komponenten über Zellstapel bis zu Stromerzeugern reicht. Dabei kommen zwei verschiedene Technologien zum Einsatz -die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC und die Niedertemperatur-Brennstoffzelle PEMFC. Beide haben ihre Daseinsberechtigung: Die SOFC bietet große Vorteile im Einsatz mit heute verfügbaren logistischen Kraftstoffen, die alle auf Kohlenwasserstoffen basieren, während die PEMFC die ideale Technologie für den zukunftsträchtigen Energieträger Wasserstoff ist.
Eingesetzt werden SOFC-Brennstoffzellen vorwiegend zur emissions- und geräuscharmen Stromerzeugung in verschiedenen Anwendungsbereichen sowie zur Kraft-Wärmekopplung in Brennstoffzellenheizgeräten für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Als Kraftstoffe kommen beispielsweise Erdgas oder Flüssiggas zum Einsatz. Durch die Übernahme der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, im Jahr 2014 hat ElringKlinger seine Systemkompetenz für SOFC-Brennstoffzellen um emissions- und geräuscharme Stromerzeuger ergänzt, die eine netzunabhängige Stromversorgung effizient und wartungsfrei über 365 Tage -wenn erforderlich auch im Dauerbetrieb -gewährleisten. Hier eröffnen sich zahlreiche zukunftsträchtige Anwendungsmöglichkeiten, z. B. für Boote oder in der Telekommunikation. Seit 2015 versorgt ElringKlinger einen namhaften Windanlagenhersteller mit Energie bei der Errichtung von neuen Windparks.
Überall dort, wo Wasserstoff bereitgestellt werden kann, werden PEM-Brennstoffzellen verwendet. Der Ausbau der Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland und anderen Ländern schreitet voran, eine komplette Abdeckung wird jedoch erst in einigen Jahren erwartet. Daher fokussiert sich ElringKlinger zur Zeit auf "back to base"-Anwendungen wie Flurförderzeuge in Logistikzentren oder kommunale Arbeitsfahrzeuge.
2015 wurde ElringKlinger für sein PEM-Brennstoffzellenmodul BZM-5, das im Leistungsbereich zwischen 1 und 50 kW skaliert werden kann, mit dem renommierten f-cell Award in der Kategorie "Products and Market" ausgezeichnet. Die Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg honoriert unter anderem das massenfertigungstaugliche Komponenten- und Moduldesign. Das Modul bildet die ideale Basis für einfache und kostengünstige Brennstoffzellen-Batterie-Hybridsysteme für verschiedene Einsatzbereiche. Es kommt heute in Logistikzentren mit durchweg positiven Erfahrungen zum Einsatz.
Abgasnachbehandlung: Strenge Vorschriften auch abseits der Straße
Verschärfte Emissionsvorschriften gewinnen auch außerhalb der Automobilindustrie an Bedeutung, zum Beispiel in der Schifffahrt. Hier eröffnen sich interessante neue Nischenmärkte. Die ElringKlinger-Tochter Hug entwickelt und produziert komplette Abgasreinigungssysteme mit allen elementaren Komponenten (Keramiksubstrate, katalytische Beschichtung, Dosier- und Steuerungstechnik sowie Gehäuse) vor allem in Anwendungen für Nutzfahrzeuge, stationäre Motoren, Baumaschinen und Schiffsdiesel.
Zu den Kernprodukten gehören SCR-Systeme, die mithilfe eines Reaktionsmittels (Harnstoff) die Stickoxide im Abgas reduzieren. Für den katalytischen Rußabbrand im Dieselpartikelfilter kommt, je nach Anwendungsbereich, die von ElringKlinger entwickelte edel- und schwermetallfreie CleanCoatTM -Beschichtung zum Einsatz.
Hug trieb 2015 die Entwicklung eines kompakten SCR-Systems mit integrierter Schalldämpfung weiter voran. Daneben lief die Produktion eines neuen Harnstoff-Dosiersystems für Schiffe und Yachten erfolgreich an.
In der Schifffahrt, wo mit dem in Krafttreten von IMO Tier III ab 2016 die Emissionsvorschriften verschärft werden, geht der Trend aufgrund der engen Platzverhältnisse hin zu kombinierten und bauraumoptimierten Systemen. Die von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) festgelegten Vorschriften schreiben unter anderem Emissionsgrenzwerte zur Vorbeugung und Bekämpfung der Meeresverschmutzung vor. Die IMO Tier III-Vorschriften sehen strengere Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden neuer Schiffe vor und gelten für bestimmte Sonderzonen. Hug konnte hierfür 2015 bereits ein erstes SCR-System erfolgreich zertifizieren, das in der Yacht eines führenden niederländischen Yachtbauers eingesetzt wird. Die Entwickler bei Hug arbeiten an weiteren Zertifizierungen weltweit.
Zu den wesentlichen Produktentwicklungen im Jahr 2015 zählt ein aktives Regenerationssystem, das im Dieselpartikelfilter (DPF) eingesetzt wird. Die Regeneration im Partikelfilter ist nötig, um den abgelagerten Ruß im Filter abzubrennen. Bei dieser Neuentwicklung kommt nun ein kostenoptimierter Kleinbrenner zum Einsatz, der besonders geeignet ist für DPF-Anwendungen von bis zu 250 kW in Verbindung mit niedrigen Abgastemperaturen, wie zum Beispiel bei Baumaschinen, oder bei hohem Schwefelgehalt im Kraftstoff, wie er beispielsweise noch in vielen Schwellenländern vorzufinden ist. Daher ist diese Neuentwicklung insbesondere für den asiatischen Raum sehr interessant. Hug konnte 2015 in China erste Aufträge mit steigender Tendenz gewinnen. Die Hug-Systeme kommen bei stationären Anlagen für die alternative Strom- und Wärmeerzeugung mittels Bio- und Deponiegas zur Anwendung. Weitere Umsätze in diesem wichtigen asiatischen Markt werden für 2016 erwartet.
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Das moderate Wachstum der Weltwirtschaft war 2015 vor allem durch die positive Entwicklung der etablierten Volkswirtschaften USA und Westeuropa getragen. Ein belastender Faktor war die Schwäche in den Schwellen- und Entwicklungsländern, zudem trübte sich die Dynamik in China ein. Entsprechend zeigte sich das Bild auf den Automärkten: Angeführt von Europa und den NAFTA-Staaten, expandierte der globale Pkw-Markt 2015 um rund 2 %. In China verlangsamte sich die Expansion deutlich, während die Märkte in Lateinamerika und Russland signifikant einbrachen.
Schwellenländer bremsen Weltkonjunktur
Im Jahresverlauf 2015 verlor die globale Konjunktur an Dynamik. Die anhaltend niedrigen Rohstoff- und Energiepreise kamen vor allem den Industriestaaten zugute, während rohstoffexportierende Schwellenländer hierdurch starke Einbußen hinnehmen mussten. Das Wachstum aller Entwicklungsländer, die für mehr als 70 % des globalen Wachstums stehen, ließ erneut nach. Der jüngsten Veröffentlichung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der etablierten Volkswirtschaften 2015 um 1,9 % zu. Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer reduzierte sich von 4,6 % im Jahr 2014 auf 4,0 %.
Historisch niedrige Zinsen im Rahmen der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank und Kaufkraftgewinne infolge günstiger Energiepreise stützten 2015 die europäische Binnenkonjunktur. Zudem bestärkte der niedrige Euro-Wechselkurs die Exporte.
Die deutsche Wirtschaft wuchs im Gleichschritt mit der Eurozone. Tragende Säulen waren der private und staatliche Konsum. Die ab Jahresmitte nachlassende Nachfrage von außerhalb des Euroraums wiederum bremste die Expansion.
Die weltgrößte Volkswirtschaft USA präsentierte sich 2015 dank hoher Konsumausgaben in guter Verfassung. Zwar dämpfte die US-Dollar-Stärke die Entwicklung des Industriesektors, aber die verbesserte Finanzsituation der privaten Haushalte und hohe Beschäftigung trieben die Nachfrage. Im Dezember 2015 leitete die amerikanische Notenbank die erwartete Zinswende ein und hob den Leitzins nach fast zehn Jahren Zinssenkungs- bzw. Niedrigzinspolitik um 0,25 Prozentpunkte an.
In eine massive Rezession rutschten 2015 die vom Rohstoffexport abhängigen Länder Brasilien und Russland. Während Brasilien neben den sinkenden Rohstoffpreisen unter Korruptionsfällen und niedriger industrieller Wettbewerbsfähigkeit zu leiden hat, ist Russland von den internationalen Wirtschaftssanktionen infolge des Krim-Konfliktes betroffen.
Für Bremsspuren in der globalen Wirtschaft sorgte 2015 China. Die von der chinesischen Regierung eingeleitete Transformation weg von der exportgetriebenen hin zu einer mehr vom Binnenmarkt gestützten Volkswirtschaft drückte auf das Wachstumstempo. Indiens Wirtschaft setzte 2015 ihre robuste Erholung fort, konnte aber die Regierungsprognose von 8 % Zuwachs gegenüber dem Vorjahr nicht ganz erreichen. Die Konjunktur in Japan erhielt nach einem bereits schwierigen Jahr 2014 zur Jahresmitte 2015 erneut einen Dämpfer und konnte die Talsohle noch nicht nachhaltig überwinden.
Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr in %
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| 2014* | 2015 | |
|---|---|---|
| Welt | 3,4 | 3,1 |
| Deutschland | 1,6 | 1,5 |
| Eurozone | 0,9 | 1,5 |
| USA | 2,4 | 2,5 |
| Brasilien | 0,1 | -3,8 |
| China | 7,3 | 6,9 |
| Indien | 7,3 | 7,3 |
| Japan | 0,0 | 0,6 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2016)
* Vorjahr geändert entsprechend Stand der Veröffentlichung vom 19. Januar 2016
Autojahr 2015: Solides Plus in Nordamerika - Europa überrascht positiv
Das Automobiljahr 2015 war geprägt durch die überraschend gute Entwicklung in Westeuropa und den NAFTA-Staaten, aber auch durch die unerwartet stark nachlassende Dynamik in China und den Einbrüchen in Brasilien und Russland. Insgesamt wuchs die globale Fahrzeugnachfrage um rund 2 %. Der Mitte September öffentlich gewordene VW-Dieselsachverhalt führte zu keinen merklichen Folgen beim Fahrzeugabsatz bzw. Dieselanteil bei Neufahrzeugen (vgl. "Chancen und Risiken").
Europas Automarkt auf breiter Front in Fahrt
Die Absatzzahlen in Westeuropa legten 2015 kräftig zu. Mit 13,2 Mio. neu zugelassenen Pkw lag der Gesamtmarkt zwar noch unter dem Stand von vor dem Krisenjahr 2009, erreichte aber das beste Niveau seit fünf Jahren. Angeführt von Spanien lagen alle fünf großen Märkte (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien) deutlich im Plus. Auch die kleineren Länder wiesen eine positive Dynamik auf, die zum Jahresende tendenziell weiter anzog. Die deutsche Automobilindustrie steigerte 2015 sowohl Fahrzeugabsatz und -produktion als auch ihre Exportzahlen. Damit setzte sich das Wachstum des vergangenen Jahres fort. Die Pkw-Inlandsproduktion erhöhte sich um 2,1 % auf 5,7 (5,6) Mio. Fahrzeuge. Ein Anteil von rund 77 % ging hiervon in den Export, der somit um 2,4 % auf 4,4 (4,3) Mio. Pkw anstieg. Die Welt-Pkw-Produktion der deutschen Konzernmarken überschritt 2015 erstmals die 15-Mio-Marke.
Die Nachfrage in Osteuropa (ohne Russland) legte 2015 erneut spürbar zu, nachdem die osteuropäischen Länder bereits 2014 teilweise zweistellige Zuwächse verzeichnet hatten. Russlands Fahrzeugmarkt hingegen stürzte weiter ab und lag mit 1,6 Mio. abgesetzten Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) nur noch leicht über dem Krisenniveau von 2009.
US-Markt überschreitet 17-Mio-Marke
Niedrige Kraftstoffpreise, günstige Kredite und die gute Beschäftigungslage hielten den US-Markt in Fahrt. Besonders die sogenannten SUVs waren stark nachgefragt. Mit insgesamt 17,4 Mio. verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen toppte der Markt seine bisherige Höchstmarke von 17,3 Mio. verkauften Fahrzeugen aus dem Jahr 2000.
Die Talfahrt in Brasilien beschleunigte sich 2015. Der Absatz sank um ein Viertel gegenüber dem bereits rückläufigen Vorjahr auf 2,5 Mio. Light Vehicles.
Auf und Ab in China
China schloss das Automobiljahr mit einem neuen Höchststand von über 20 Mio. neu zugelassenen Pkw und den weltweit größten absoluten Zuwächsen. Im Jahresverlauf wartete der Markt mit Turbulenzen auf: Nach einem starken Auftakt rutschten die monatlichen Wachstumsraten zur Jahresmitte ins Minus, legten im vierten Quartal jedoch wieder zweistellig zu. Ab Oktober kurbelte eine Steuererleichterung für kleinere Pkw mit einem Hubraum bis 1,6 Liter das Kaufinteresse spürbar an.
Indien verzeichnete ein stabiles Wachstum. Angetrieben durch die verbesserte Konsumentenstimmung und niedrigere Zinsen wuchs der Fahrzeugabsatz auf 2,8 Mio. Pkw.
Wenig erfreulich entwickelte sich der japanische Markt. Dort wurden 4,2 Mio. Pkw abgesetzt, was einem Rückgang von rund 10 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Pkw-Neuzulassungen 2015 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quelle: VDA (Januar 2016)
Nutzfahrzeugmarkt in Europa nimmt Fahrt auf - US-Trucks gefragt
Parallel zur konjunkturellen Situation verlief die Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte 2015 in Nordamerika und zunehmend auch in Europa erfreulich.
Nachdem in Westeuropa 2014 noch Rückgänge bei den Lkw-Zulassungen verbucht wurden, setzte hier Anfang 2015 ein stabiler Aufwärtstrend ein, der sich im zweiten Halbjahr verstärkte. Mit Ausnahme von Deutschland wiesen die fünf größten westeuropäischen Lkw-Märkte Zuwachsraten im zweistelligen Bereich auf. In Deutschland wurden 2015 150.691 (143.857) mittelschwere und schwere Lkw neu zugelassen und damit 4,8 % mehr als im Vorjahr.
Der US-Truck-Markt konnte 2015 nicht mehr ganz an den hohen Zuwachs (rund 15 %) aus dem Vorjahr anknüpfen, wartete aber dennoch mit einer guten Auftragslage bei den Truck-Herstellern auf. Im Jahresverlauf schwächte sich die Nachfrage allerdings ab. Im Dezember lagen die Neuzulassungen leicht im Minus gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat. Insgesamt stiegen die Verkäufe mittelschwerer und schwerer Lkw (Class 4-8) auf 477.428 (434.799).
Demgegenüber vermeldete der brasilianische Lkw-Markt substanzielle Rückgänge, die Nachfrage halbierte sich nahezu.
Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2015 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2016)
Mit einem Anteil von 15,6 % (16,4 %) an den Erstausrüstungsumsätzen kommt dem Nutzfahrzeuggeschäft bei ElringKlinger eine hohe Bedeutung zu. Auch bei Lkw-Teilen zeigte sich, dass die Kunden immer stärker auf das Thema Leichtbau setzen und eine steigende Anzahl von bisher aus Metall gefertigten Komponenten auf leichtere Kunststoffanwendungen umstellen, wie beispielsweise Ventilhauben, Ölwannen oder Ladeluftrohre.
Wesentliche Ereignisse
Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2015 waren für den ElringKlinger-Konzern die Akquisition des US-amerikanischen Zulieferers M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA, der Erwerb weiterer Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, sowie der Beschluss zur Erweiterung des Vorstands um ein eigenständiges Finanzressort.
Übernahme des US-Automobilzulieferers M&W
Mit Wirkung zum 14. Februar 2015 hat ElringKlinger 100 % der Anteile am US-Automobilzulieferer M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA, von der bisherigen Eigentümerfamilie erworben. Im Anschluss wurde das Tochterunternehmen in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. umfirmiert.
Mit dem Zukauf hat ElringKlinger die Marktposition seines Geschäftsbereichs Spezialdichtungen in Nordamerika gestärkt und ist in diesem Bereich seitdem auch mit einem Produktionsstandort vertreten. Gemeinsam mit dem US-Marktführer M&W stieg ElringKlinger damit zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten auf. Neben Nordamerika beliefert M&W verstärkt auch den chinesischen Markt.
Anteile an Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik aufgestockt
Mit Wirkung zum 17. Juli 2015 hat ElringKlinger weitere 3 % der Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, von den Mitgesellschaftern erworben und hält seither 77,5 % der Anteile an dem PTFE-Spezialisten. Die ElringKlinger AG führt damit ihre Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.
ElringKlinger erweitert Vorstand um eigenständiges Finanzressort
Der Aufsichtsrat des ElringKlinger-Konzerns hat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2015 Herrn Thomas Jessulat mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger-Gruppe berufen. Herr Jessulat übernimmt die Funktion des Finanzvorstands. Sein Vertrag läuft gemäß Corporate-Governance-Kodex zunächst drei Jahre. Herr Jessulat verantwortet als neues Vorstandsmitglied die Zentralbereiche Finanzen/Controlling sowie IT und den Geschäftsbereich Gewerbeparks. Diese wurden bisher vom Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Wolf geführt.
Herr Dr. Wolf ist weiterhin für die Konzerngesellschaften, die Zentralbereiche Recht, Personal, Investor Relations und Unternehmenskommunikation sowie den Geschäftsbereich Ersatzteile zuständig. Daneben gehört dem ElringKlinger-Vorstand weiterhin Theo Becker an, verantwortlich für die operativen Geschäftsbereiche, die Werke der ElringKlinger AG sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt sowie Materialwirtschaft. Mit dem Ausscheiden Karl Schmauders aus dem Vorstand am 23. Februar 2016 gingen dessen Ressorts Vertrieb Erstausrüstung auf Herrn Dr. Wolf und Neue Geschäftsfelder auf Herrn Becker über.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Der ElringKlinger-Konzern hat 2015 seinen Wachstumskurs konsequent fortgesetzt und die Umsatzerlöse um 13,7 % auf 1.507,3 (1.325,8) Mio. Euro erhöht. Das Unternehmen profitierte von einem starken strukturellen Wachstum vieler Produktgruppen, konnte jedoch ergebnisseitig, vor allem aufgrund von nachfragebedingt angefallenen Zusatzkosten, nicht an das Vorjahr anknüpfen.
Umsatz auf über 1,5 Mrd. Euro gesteigert
Erstmals in der Unternehmensgeschichte steigerte der Konzern die Umsatzerlöse auf über 1,5 Mrd. Euro. Diese legten im Vergleich zum Vorjahr um 181,5 Mio. Euro zu. Berücksichtigt man die darin enthaltenen Währungseffekte sowie den Umsatzbeitrag der Akquisition in den USA, betrug das organische Wachstum 79,7 Mio. Euro oder 6,0 %. Der Konzernumsatz lag damit im langfristigen Zielkorridor von jährlich 5 bis 7 %. Der schwache Euro, vor allem gegenüber den wichtigen Konzernwährungen US-Dollar, chinesischer Yuan und Schweizer Franken, führte 2015 im Umsatz zu positiven Währungseffekten in Höhe von 69,6 Mio. Euro.
Aus der erstmaligen Einbeziehung der früheren M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns ab dem 14. Februar 2015 resultierte nach einem starken Schlussquartal ein Umsatzbeitrag von 32,2 Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurde das Unternehmen in die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. (kurz: EKAM) umfirmiert.
ElringKlinger konnte gerade im letzten Quartal die Umsatzerlöse nochmals deutlich steigern und das, obwohl sich im Jahresverlauf die positiven Währungseffekte im Umsatz verringerten. Vor allem in den Regionen "NAFTA" und "Asien-Pazifik" nahm die Wachstumsdynamik zum Jahresende spürbar zu. Auch der deutsche Markt verbesserte sich im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,7 %. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse im letzten Quartal um insgesamt 14,4 % gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode an. Das rein organische Umsatzwachstum betrug 8,0 %.
2015 verzeichnete ElringKlinger in einem Geschäftsbereich des Segments Erstausrüstung einen unerwartet hohen Nachfrageanstieg, der zu erheblichen Kapazitätsengpässen führte. Die dadurch entstandenen Zusatzkosten, vor allem für Sonderschichten und -frachten, von rund 34 Mio. Euro führten dazu, dass ElringKlinger das Vorjahresergebnis unterschritten hat. Ursprünglich betrug die Prognose des Konzerns für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Kaufpreisallokation 170 bis 180 Mio. Euro, die in der Folge der Kapazitätsengpässe im Jahresverlauf auf zuletzt 135 bis 145 Mio. Euro angepasst werden musste. Mit einem erreichten bereinigten EBIT vor Kaufpreisallokation in Höhe von 140,4 (162,3) Mio. Euro hat der Konzern das Geschäftsjahr innerhalb der zuvor prognostizierten Ergebnisspanne abgeschlossen.
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| Konzernumsatz nach Regionen (Vorjahr) | in % | |
|---|---|---|
| Deutschland | 27,3 | (29,3) |
| Übriges Europa | 31,2 | (32,7) |
| Asien-Pazifik | 18,0 | (17,0) |
| NAFTA | 19,6 | (16,6) |
| Südamerika und Übrige | 3,9 | (4,4) |
"NAFTA" und "Asien-Pazifik"-Geschäft wächst kräftig
Der ElringKlinger-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2015 in allen Regionen im Umsatz weiter zulegen und die Vorjahreswerte übertreffen. Im Umsatz nach Regionen zeigten sich in nahezu allen Märkten Währungseffekte. Bereinigt um diese realisierte der Konzern die größten Umsatzzuwächse in den Regionen "NAFTA", "Asien-Pazifik" und "Übriges Europa".
31,2 % (32,7 %) vom Konzernumsatz erwirtschaftete ElringKlinger 2015 auf seinem wichtigsten Absatzmarkt in der Region "Übriges Europa". Obwohl der Umsatzanteil in Europa (ohne Deutschland) durch den stärkeren Ausbau internationaler Wachstumsmärkte weiter zurückging, entwickelte sich die Region im Berichtsjahr äußerst positiv, erzielte Erlöse in Höhe von 470,3 (433,8) Mio. Euro und legte um 8,4 % zu.
Auch die deutsche Fahrzeugindustrie konnte das Wachstum der vergangenen Jahre weiter fortsetzen. So stiegen die Konzernerlöse um 6,0 % auf 411,5 (388,1) Mio. Euro an. Ein Teil der insbesondere an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten kommt in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz, die für Auslandsmärkte bestimmt sind. Trotz Umsatzzunahme zeigt sich immer mehr, dass die deutsche Automobil- und Automobilzulieferindustrie verstärkt Kapazitäten außerhalb Deutschlands aufbaut. Auch aus diesem Grund verringerte sich der Inlandsanteil 2015 von 29,3 % auf 27,3 %.
Nach einem starken Wachstum im Vorjahr (+10 %) konnte ElringKlinger in der Region "NAFTA" den Konzernumsatz weiter steigern und Erlöse in Höhe von 296,4 (220,4) Mio. Euro erzielen. Mit einem Zuwachs von 34,5 % fielen die Umsatzzuwächse in der Region "NAFTA" am höchsten aus. Der Umsatzanstieg basierte neben Währungseffekten auf einer ungebrochen hohen Nachfrage nach Fahrzeugen. Auch ohne den Umsatzbeitrag der Akquisition in den USA liegt der Anstieg bei 19,9 %. Insgesamt erwirtschaftet der Konzern 19,6 % (16,6 %) der Umsatzerlöse in dieser Region, die damit eine vergleichbar hohe Bedeutung wie der asiatische Markt hat.
Die starke Abwertung des brasilianischen Reals wirkte sich 2015 stark auf die Umsatzentwicklung der Region "Südamerika und Übrige" aus. Nachdem die Erlöse im ersten Halbjahr 2015 noch um 11,5 % angestiegen waren, verursachte die Währungsentwicklung einen Rückgang der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte um 8,6 %. In Summe belief sich der Umsatz auf 58,3 (57,9) Mio. Euro, währungsbereinigt lag der Umsatz jedoch 10,9 % über dem Vorjahreswert. Der Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich folglich auf 3,9 % (4,4 %).
Trotz einer volatilen Konjunkturentwicklung auf den asiatischen Märkten mit teilweise abnehmenden Wachstumsraten konnte ElringKlinger den Umsatz in der Region "Asien-Pazifik" um 20,0 % auf 270,7 (225,6) Mio. Euro steigern. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf positive Währungseffekte. Der Konzern steigerte die Wachstumsraten von Quartal zu Quartal und erzielte für das Gesamtjahr einen währungsbereinigten Zuwachs von 7,9 %. Der Konzern investierte in den vergangenen Jahren verstärkt in den Ausbau der Region "Asien-Pazifik" und profitierte 2015 davon. Gerade die asiatischen Märkte außerhalb Chinas legten 2015 kräftig zu. Die Wachstumsraten der chinesischen Fahrzeugindustrie normalisierten sich 2015. Analog dazu entwickelten sich auch die Zuwachsraten der chinesischen Tochtergesellschaften von ElringKlinger. Der Anteil der Region "Asien-Pazifik" am Konzernumsatz erhöhte sich auf 18,0 % (17,0 %). Berücksichtigt man zudem die indirekten Umsatzbeiträge aus den Exporten europäischer Fahrzeug- und Motorenhersteller von Europa nach Asien, liegt der auf die Region "Asien-Pazifik" entfallende Anteil der Konzernumsätze in der Erstausrüstung bei rund einem Viertel.
Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich 2015 erneut und betrug 72,7 % (70,7 %). Für ElringKlinger gewinnt das Geschäft auf den internationalen Märkten weiter an Bedeutung.
Konzernumsatz nach Segmenten (Vorjahr) in Mio. €
Erstausrüstung 1.255,8 (1.089,7)
| ― | Zylinderkopfdichtungen |
| ― | Spezialdichtungen |
| ― | Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik |
| ― | Abschirmtechnik |
| ― | Abgasnachbehandlung |
Ersatzteile 142,2 (130,7)
Kunststofftechnik 96,6 (92,9)
Dienstleistungen 8,3 (8,1)
Gewerbeparks 4,3 (4,5)
Starke Zuwächse im Segment Erstausrüstung
Das Segment Erstausrüstung trug 2015 insgesamt 83,3 % (82,2 %) zum Konzernumsatz bei. Dabei legte der Umsatz um 15,2 % auf 1.255,8 (1.089,7) Mio. Euro zu. Die größten Wachstumsimpulse kamen aus den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmtechnik. Ein Teil des Wachstums resultierte aus der Einbeziehung der US-amerikanischen Gesellschaft EKAM. Insgesamt konnte ElringKlinger 2015 weiter von der strukturell wachsenden Nachfrage nach Komponenten für Automatikgetriebe, Turboladerdichtungen, thermisch-akustischen Abschirmteilen und Leichtbaumodulen aus Kunststoff profitieren und die Anzahl der pro Fahrzeug verbauten ElringKlinger-Produkte weiter steigern. Daneben profitierte das Segment auch von zahlreichen Produktneuanläufen, wie z. B. der neu entwickelten Polymer-Hybridbauteile, die seit 2015 für einen deutschen Premiumhersteller in Kanada und China produziert werden.
Abschirmtechnik mit überproportionalem Nachfrageanstieg
Eine Einheit innerhalb des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik verzeichnete 2015 einen deutlich überproportionalen Nachfrageanstieg. Für die Abarbeitung der Mehraufträge fielen Zusatzkosten an, unter anderem für Sonderschichten und -frachten, die sich 2015 in Summe auf 34 Mio. Euro beliefen. ElringKlinger hat eine Vielzahl an Maßnahmen eingeleitet, die bereits positive Effekte aufweisen und zeigen, dass die betroffene Einheit wieder auf den richtigen Weg gebracht werden konnte. Bis zum endgültigen Abschluss der Kapazitätserweiterungsmaßnahmen erwartet ElringKlinger nachlaufende Sonderkosten von rund 10 Mio. Euro.
E-Mobility - Fixkosten weiter verringert
Weltweit hat sich 2015 die Nachfrage sowohl nach reinen Elektrofahrzeugen als auch nach Plug-in-Hybriden schleppend entwickelt. Nachfragedämpfend wirkten sich vor allem die niedrigen Preise für Diesel und Benzin aus. In der Folge blieb bei ElringKlinger der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs Elektromobilität hinter den Erwartungen zurück, erreichte jedoch mit 11,0 (11,0) Mio. Euro genau das Vorjahresniveau.
Dank der durchgeführten Kostenoptimierungsmaßnahmen konnte beim Ergebnis vor Ertragsteuern der Verlust auf 5,1 (-8,0) Mio. Euro reduziert werden.
Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung bleibt hinter den Erwartungen zurück
Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung, in dem Abgasreinigungssysteme vor allem für Industrieanwendungen und Schiffe hergestellt werden, schwankt die Umsatz- und Ertragssituation stärker als im traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft. 2015 bekam ElringKlinger eine temporäre Nachfrageschwäche nach Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen oder auch nach Projekten für Binnenschiffe und Baumaschinen zu spüren.
Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung konnte zwar im letzten Quartal deutlich an Fahrt aufnehmen und einen höheren Umsatz als in den Vorquartalen erzielen, erreichte im Gesamtjahr jedoch mit 50,3 Mio. Euro nicht den Vorjahreswert von 72,9 Mio. Euro. Der Geschäftsbereich arbeitete aktiv an einer Reihe neuer Projekte, unter anderem an der Zertifizierung von Retrofit-Lösungen für Off-Road-Fahrzeuge und SCR-Dosiersystemen zur Stickoxidreduzierung für Schiffsmotoren, die mit Blick auf die ab 2016 geltenden IMO-Abgasvorschriften entwickelt wurden. Hinzu kommen Entwicklungsprojekte für Baumaschinen, stationäre Motoren und Abgasreduzierungssysteme für schwerölbetriebene Großschiffe.
Aufgrund des stark projektbezogenen Geschäfts ist die Ergebnisentwicklung in diesem Geschäftsbereich volatiler. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 4,4 (17,4) Mio. Euro. Beim Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass das Ergebnis 2014 von der Abrechnung zweier Großaufträge maßgeblich beeinflusst war.
Aufgrund der 2015 aufgelaufenen Sonderkosten im Geschäftsbereich Abschirmtechnik sowie des deutlichen Ergebnisrückgangs im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung verringerte sich das operative Ergebnis im Segment Erstausrüstung auf 91,2 (111,2) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich auf 85,7 (111,4) Mio. Euro.
Umsatzentwicklung Erstausrüstung in Mio. €
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| 2014: | 1.089,7 |
| 2015: | 1.255,8 |
Ersatzteilgeschäft mit starkem Wachstum
Das Segment Ersatzteile beinhaltet im Wesentlichen das Ersatzteilsortiment, das vor allem aus Zylinderkopfdichtungen sowie vollständigen Dichtungssätzen besteht. Trotz geopolitischer Spannungen in einigen wichtigen Absatzmärkten für Ersatzteile steigerte ElringKlinger den Umsatz 2015 um 8,8 % auf 142,2 (130,7) Mio. Euro. Dabei konnten die drei umsatzstärksten Regionen Westeuropa, Osteuropa und der Nahe Osten jeweils im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen.
In Westeuropa führte die verbesserte konjunkturelle Lage zu starken Wachstumsraten, da die in der Krise oftmals aufgeschobenen Reparaturen nachgeholt wurden. Die stärkere Marktbearbeitung in Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien zeigte zudem positive Wirkung.
Differenziert sind die einzelnen Märkte in Osteuropa, im Nahen Osten und in Afrika zu betrachten. Einerseits wirkten sich die geopolitischen Spannungen gerade in Russland, im Nahen Osten und in mehreren nordafrikanischen Staaten belastend auf die Geschäftsentwicklung aus. Unter anderem führten auch begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten einiger Großhändler oftmals zur Kaufzurückhaltung. Andererseits profitierte ElringKlinger in allen Regionen verstärkt von dem nachhaltig wachsenden Fahrzeugbestand an deutschen Fabrikaten. In Summe erzielte der Konzern in allen drei Märkten sehr gute Zuwachsraten.
Erfreulich entwickelte sich die Region "NAFTA", wo ElringKlinger die Umsatzerlöse, von einem niedrigen Niveau kommend, um 18,8 % steigern konnte. Die eigens für den nordamerikanischen Markt aufgesetzte Expansionsstrategie zeigte bereits erste Erfolge. Der Ausbau der Marktpräsenz ist ein wichtiger Schritt, um weitere Marktanteile im Ersatzteilgeschäft zu gewinnen. In der Region "Südamerika und Übrige" befand sich der Markt 2015 weiter auf Talfahrt, weshalb auch das Ersatzteilgeschäft stagnierte.
2015 hat ElringKlinger auch den Aufbau des Ersatzteilgeschäfts in der Region "Asien-Pazifik" weiter vorangetrieben. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte das Segment auf den asiatischen Märkten zwar einen Rückgang in Höhe von 9,7 %, die rasant steigende Anzahl an Fahrzeugen belegt jedoch den mittelfristigen Mehrbedarf an Ersatzteilen. ElringKlinger verstärkt daher den weiteren Ausbau der Region und investiert in einen wichtigen Zukunftsmarkt mit vielversprechenden Wachstumsraten.
Im Inland konnte ElringKlinger seine starke Marktposition halten und nach einem starken Wachstum im Vorjahr um 0,9 % zulegen. Insgesamt erzielte das Inland gut 13 % (rund 15 %) der Umsatzerlöse im Ersatzteilgeschäft.
Das Segment Ersatzteile leistete einen positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung im Konzern und verbesserte sich 2015 überproportional zum Umsatzwachstum. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern stieg um insgesamt 12,4 % und belief sich auf 28,2 (25,1) Mio. Euro.
Umsatzentwicklung Ersatzteilgeschäft in Mio. €
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| 2014: | 130,7 |
| 2015: | 142,2 |
Segment Kunststofftechnik mit leichtem Umsatzwachstum
ElringKlinger spezialisiert sich im Segment Kunststofftechnik auf die Verarbeitung des Hochleistungskunststoffs PTFE (Polytetrafluorethylen) und die entsprechende Applikationstechnologie. In Summe lag der Umsatz im Segment Kunststofftechnik im Geschäftsjahr 2015 mit einem Zuwachs von 4,0 % über dem Vorjahreswert und erhöhte sich auf 96,6 (92,9) Mio. Euro. Der Anstieg resultierte jedoch im Wesentlichen aus der Übernahme der Polytetra GmbH im Vorjahr. Bereinigt um diesen Konsolidierungseffekt wäre der Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau gelegen.
Während im ersten Halbjahr die Umsätze innerhalb der Automobilindustrie weiter zulegen konnten, drehte sich das Bild im zweiten Halbjahr. Ebenfalls rückläufig war im gesamten Jahr 2015 das Geschäft mit Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Diese Branche war im Berichtsjahr besonders betroffen von politisch instabilen Märkten und deren zunehmenden Volatilitäten. Entsprechend blieben die Umsätze hinter den Erwartungen zurück und konnten nicht durch die Performance anderer Märkte ausgeglichen werden. Auch in China konnte das Segment nicht die Wachstumsraten der Vorjahre erzielen.
2015 führte ElringKlinger die Internationalisierung des Segments, das bislang stark auf Mitteleuropa fokussiert ist, weiter voran. Die Vertriebsgesellschaften in Qingdao, China, sowie in Buford, USA, fokussierten sich auf die Erschließung der Märkte im asiatischen Raum mit Schwerpunkt China, Korea und Taiwan bzw. in der Region "NAFTA" mit Schwerpunkt USA, Kanada und Mexiko. Mit der Umsetzung dieser Strategie investiert ElringKlinger in die Zukunft des Segments Kunststofftechnik. 2015 erhielt das Vertriebsteam in den USA Entwicklungsprojekte, die fortan in der Tochtergesellschaft in Buford, USA hergestellt werden. ElringKlinger befindet sich in der Region "NAFTA" derzeit noch in der Markterschließungsphase und möchte seinen Marktanteil auf dem größten PTFE-Markt der Welt mittelfristig deutlich ausbauen.
Die für die Marktentwicklung notwendigen Vorlaufkosten, insbesondere für den Vertrieb und die Entwicklung, wirkten sich im Geschäftsjahr 2015 entsprechend ergebnismindernd aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Segments Kunststofftechnik reduzierte sich von 15,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,2 Mio. Euro. Die operative Marge verringerte sich entsprechend auf 13,7 % (16,6 %).
Gewerbeparks
ElringKlinger erzielte aus der Vermietung und Verpachtung des Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und des Gewerbeparks in Kecskemét-Kádafalva, Ungarn, Einnahmen in Höhe von 4,3 (4,5) Mio. Euro. Gleichzeitig steuerte das Segment Gewerbeparks 2015 mit 0,7 (0,4) Mio. Euro etwas mehr zum Konzern-EBIT bei als im Vorjahr.
Leichte Umsatzsteigerung im Segment Dienstleistungen
Im Segment Dienstleistungen bietet die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, Fahrzeugherstellern und anderen Zulieferern Engineering- und Prüfstandleistungen an. Zum Leistungsspektrum der Gesellschaft zählen die SCR-(Selective Catalytic Reduction)-Technologie zur Stickoxidreduzierung sowie die Partikelzählung im Dieselpartikelfilter.
Im gleichen Segment erfasst der Konzern die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen, Deutschland. Sie erbringt interne und externe Logistikdienstleistungen wie Sortieren und Verpacken. Im Geschäftsjahr 2015 war sie maßgeblich für die im Segment erzielten Umsatz- und Ertragszuwächse zuständig. Demgegenüber zeigten sich bei der Elring Klinger Motortechnik GmbH Umsätze und Erträge gegenüber dem Vorjahr rückläufig.
Insgesamt übertrafen die Umsatzerlöse mit 8,3 (8,1) Mio. Euro leicht das Vorjahr. Im Ergebnis vor Zinsen und Steuern konnte das Vorjahresniveau mit 2,0 (1,9) Mio. Euro leicht übertroffen werden. Die Ergebnismarge verbesserte sich entsprechend von 23,5 % auf 24,1 %.
Sonderkosten verringern Bruttomarge
Die beschriebenen Belastungsfaktoren aus den Kapazitätsengpässen im Geschäftsbereich Abschirmtechnik wirkten sich im Berichtsjahr 2015 maßgeblich auf die Ertragslage des Konzerns aus. Der überproportionale Nachfrageanstieg führte zu Sonderkosten von 34 Mio. Euro, die sich überwiegend in den Umsatzkosten und darüber hinaus in den Vertriebskosten niederschlugen. Die Umsatzkosten stiegen daher überproportional zum Umsatz um 17,1 % auf 1.133,0 (967,4) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 24,8 % (27,0 %).
Der prozentuale Umsatzbeitrag aus Werkzeugfakturierungen ging 2015 im Vergleich zum Vorjahreswert zwar leicht zurück, blieb aber auf einem hohen Niveau. Für gewöhnlich weisen diese Werkzeugerlöse einen im Vergleich zum Seriengeschäft teilweise geringeren Ergebnisbeitrag aus.
Die Materialaufwendungen inklusive Werkzeugkosten erhöhten sich im Berichtsjahr mit 10,8 % unterproportional zum Umsatzwachstum auf 643,2 (580,6) Mio. Euro. Die Materialaufwandsquote verringerte sich entsprechend auf 42,7 % (43,8 %). Die Preisreduzierungen für C-Stahl und Polyamid-Granulate wirkten sich positiv aus und auch die Preise für Präzisionsedelstahl konnten auf einem stabilen Niveau gehalten werden. Lediglich der Preis für Aluminium zog 2015 weiter an.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2015 auf 416,7 (371,1) Mio. Euro. Der Anstieg resultierte zum einen aus der für das Geschäftsjahr 2014 beschlossenen Mitarbeiterprämie zur Beteiligung am Unternehmenserfolg für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH in Höhe von 1.600 (1.450) Euro je Mitarbeiter, die zu einem Anstieg der Personalaufwendungen von 5,6 Mio. Euro führten, nach 4,7 Mio. Euro im Vorjahr. Des Weiteren führten die in Kraft getretenen Tariferhöhungen zu Lohn- und Gehaltssteigerungen für tariflich beschäftigte Mitarbeiter. Für den Ausbau der Personalkapazitäten, vor allem im Ausland, fielen im Geschäftsjahr höhere Aufwendungen an. Im Vergleich zum Vorjahr waren 9,1 % mehr Mitarbeiter im ElringKlinger-Konzern beschäftigt. Aufgrund dieser Effekte stieg auch die Personalaufwandsquote, das heißt der Anteil der in den Umsatzkosten enthaltenen Personalaufwendungen im Verhältnis zu den gesamten Umsatzkosten des Konzerns, auf 25,2 % (23,4 %). ElringKlinger ist bestrebt, den Automatisierungsgrad der Maschinen und Anlagen zu steigern, um die Produktivität innerhalb der Fertigungsstätten zu erhöhen.
Im Geschäftsjahr 2015 erhöhten sich die Vertriebsaufwendungen auf 116,0 (93,4) Mio. Euro. Der deutliche Anstieg um 24,2 % ist zu einem großen Teil den beschriebenen Zusatzkosten zuzuordnen, die unter anderem für Sonderfahrten und -frachten aufgelaufen sind. Angestiegen sind zudem die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2015 um 7,9 Mio. Euro auf 69,3 (61,4) Mio. Euro zulegten. Erhöhend wirkten sich neben dem Personalaufbau auch die zusätzlichen Aufwendungen aus, die durch die Übernahme des US-amerikanischen Getriebesteuerplattenherstellers entstanden sind.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter ausgebaut
Im Berichtsjahr 2015 hat ElringKlinger die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter ausgebaut. Hierfür sind Aufwendungen in Höhe von 61,4 (57,3) Mio. Euro angefallen. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 71,2 (66,5) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Dies entsprach einer FuE-Quote von 4,7 % (5,0 %).
Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 9,8 (9,2) Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 8,2 (7,6) Mio. Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein positiver Ergebniseffekt von 1,6 (1,6) Mio. Euro. Aus Fördermitteln der öffentlichen Hand erhielt der Konzern 2015 insgesamt 7,8 (7,4) Mio. Euro, die hauptsächlich für Projekte in der Brennstoffzellentechnologie, Batterietechnik sowie im Leichtbau eingesetzt wurden. Allen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 20,1 Mio. Euro nur leicht über dem Vorjahrsniveau in Höhe von 18,7 Mio. Euro. Neben leicht gestiegenen Zuschüssen der öffentlichen Hand machte eine Einmalzahlung einer Versicherung den größten Anteil aus, welcher entsprechende Aufwendungen in den Umsatzkosten gegenüberstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in Summe auf 12,4 (11,1) Mio. Euro.
Bereinigtes operatives Ergebnis erfüllt die zuletzt veröffentlichte Prognose
Das starke organische Umsatzwachstum im Segment Erstausrüstung und im Ersatzteilgeschäft konnte die im Geschäftsjahr 2015 angefallenen Sonderkosten im Bereich Abschirmtechnik nicht kompensieren. Im Konzern sank daher das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 4,5 % auf 222,8 (233,4) Mio. Euro.
Infolge der höheren Investitionstätigkeit im Konzern stiegen die Abschreibungen 2015 um 10,2 % auf 87,5 (79,4) Mio. Euro. Insbesondere die Abschreibungen auf Sachanlagen erhöhten sich in Summe auf 69,9 (64,4) Mio. Euro. In den Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sind negative Effekte aus den Kaufpreisallokationen in Höhe von insgesamt 5,2 (3,4) Mio. Euro enthalten. Der Anstieg begründet sich in der 2015 getätigten Akquisition der EKAM.
Das bereinigte operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) vor Kaufpreisallokation betrug 140,4 (162,3) Mio. Euro. Damit hat der Konzern die zuletzt gegebene Ergebnisprognose von 135 bis 145 Mio. Euro eingehalten. Im Verhältnis zum Umsatz errechnet sich daraus eine bereinigte operative EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von 9,3 % (12,2 %). Die 2015 temporär angefallenen Sonderkosten zum Abbau der Kapazitätsengpässe sind im Wesentlichen ursächlich für diesen Margenrückgang. Die im Geschäftsbereich E-Mobility aufgelaufenen Verluste führten zu einem weiteren Rückgang von rund 0,4 Prozentpunkten. Margenverwässernde Effekte wiesen zudem die Vollkonsolidierung der noch deutlich unter der Konzernmarge liegenden ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, (rund 0,3 Prozentpunkte) sowie, in geringerem Umfang, die zuletzt in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften new enerday GmbH, Polytetra GmbH und die bereits genannte EKAM auf.
Bereinigtes EBIT vor PPA* in Mio. €
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| 2014: | 162,3 |
| 2015: | 140,4 |
* Bereinigt um Einmaleffekte, vor Kaufpreisallokation
Konzernsteuerquote auf knapp 26 % reduziert
Der schwache Euro im Wesentlichen gegenüber dem US-Dollar, dem Schweizer Franken und dem Chinesischen Yuan führte im Geschäftsjahr 2015 zu starken Währungseffekten. Saldiert belief sich das Währungsergebnis auf 3,2 Mio. Euro, nach einem Währungsergebnis von 10,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das Zinsergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2015 auf minus 11,6 (-10,9) Mio. Euro, da unter anderem die höhere Nettoverschuldung zu höheren Zinsaufwendungen führte.
Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 128,8 (153,1) Mio. Euro. Die gesunkenen Ergebnisbeiträge von Tochtergesellschaften aus Ländern mit einer niedrigeren Konzernsteuerquote haben sich erhöhend auf die Steuerquote ausgewirkt. Im letzten Quartal 2015 führten Aktivierungen von Verlustvorträgen in den latenten Steuern bei zwei Tochtergesellschaften in Frankreich und der Schweiz zu positiven Steuereffekten, die die Konzernsteuerquote entsprechend auf 25,6 % (27,8 %) senkten. Die Ertragsteueraufwendungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 33,0 (42,5) Mio. Euro.
Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 1,45 Euro
Das Periodenergebnis der ElringKlinger-Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2015 mit 95,8 Mio. Euro hinter dem Vorjahreswert von 110,6 Mio. Euro zurück. Aufgrund der geringeren Ergebnisse der Geschäftsbereiche Abgasnachbehandlung (Hug-Gruppe) und Kunststofftechnik (ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH) reduzierten sich die Minderheitenanteile um 14,3 % auf 4,2 (4,9) Mio. Euro. Abzüglich dieser Anteile lag der Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG bei 91,6 (105,7) Mio. Euro. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie im Jahr 2015 in Höhe von 1,45 (1,67) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2015 unverändert 63.359.990 Stück.
Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG in Mio. €
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| 2014: | 105,7 |
| 2015: | 91,6 |
Dividende von 0,55 Euro je Aktie
Die ElringKlinger AG verfolgt eine nachhaltige, an der Ergebnisentwicklung orientierte Dividendenpolitik, die die Anteilseigener angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt. Dementsprechend schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 eine unveränderte Dividende von 0,55 (0,55) Euro je Aktie vor.
Damit würde die Ausschüttungssumme mit 34,8 (34,8) Mio. Euro exakt auf dem Niveau des Vorjahres bleiben. Bezogen auf den Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2015 beträgt die Ausschüttungssumme 38,0 %, nach 32,9 % im Vorjahr.
Vermögenslage
Mit einer Eigenkapitalquote von 48,5 % präsentierte sich die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns zum 31. Dezember 2015 weiterhin sehr solide. Aufgrund des organischen Unternehmenswachstums und der Akquisitionstätigkeit des Konzerns erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresvergleichsstichtag um 13 %. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte stieg zum Bilanzstichtag leicht und kam auf 60 %.
Investitionstätigkeit und M&A-Aktivität lassen Bilanzsumme steigen
Die Bilanzsumme der ElringKlinger-Gruppe stieg zum 31. Dezember 2015 um rund 13 % auf 1.765,8 (1.558,8) Mio. Euro. Einen leicht erhöhenden Effekt hatte dabei auch die Abwertung des Euros gegenüber wesentlichen Währungen innerhalb des Konzerns. Hauptsächlich beruht die Zunahme sowohl auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Sachanlagen und des Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) als auch auf der erstmaligen Konsolidierung der zugekauften US-Gesellschaft M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA. Die Gesellschaft firmiert inzwischen unter ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. (kurz: EKAM).
Die Einbeziehung der im Februar erworbenen EKAM in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns bewirkte im ersten Quartal 2015 eine Ausweitung der Bilanzsumme um insgesamt 38,1 Mio. Euro. Hiervon entfiel ein Großteil auf die immateriellen Vermögenswerte. In dieser Position wurden der derivative Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 17,1 Mio. Euro sowie die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten übrigen immateriellen Vermögenswerte von 8,0 Mio. Euro erfasst. Die detaillierten Auswirkungen des Erwerbs auf die Konzernbilanz sind in den Erläuterungen zum Konzernanhang dargestellt.
Die Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie in immaterielle Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr bei 189,8 (163,1) Mio. Euro und übertrafen die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) in Höhe von 87,5 (79,2) Mio. Euro deutlich. In der Folge erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte um 28,2 Mio. Euro auf 213,5 (185,3) Mio. Euro und die Sachanlagen auf 827,3 (708,0) Mio. Euro.
Während bei den immateriellen Vermögenswerten der Großteil der Zunahme auf den Erwerb der EKAM zurückzuführen ist, lag die Ausweitung der Sachanlagen um 119,3 Mio. Euro in erster Linie an den Investitionen für Kapazitätserweiterungen und Rationalisierungsprojekte. 13,6 Mio. Euro der Erhöhung entfallen hier auf Währungseffekte.
Entwicklung der Vorräte unterproportional zum Umsatzwachstum
Die Vorräte entwickelten sich mit einem Anstieg von 11,0 % leicht unterproportional zum Umsatzwachstum (13,7 %). Zum 31. Dezember 2015 summierten sie sich auf 321,9 (290,1) Mio. Euro. Von der Ausweitung um 31,8 Mio. Euro entfallen 6,6 Mio. Euro auf den erhöhenden Effekt aus der Währungsumrechnung und weitere 4,8 Mio. Euro auf den akquisitionsbedingten Zugang aus der Erstkonsolidierung der EKAM. Ohne diese Effekte hätten die Vorräte im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 7,0 % zugenommen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2014 um 17,2 % auf 287,2 (245,1) Mio. Euro. Bereinigt um Währungseffekte sowie der Zunahme aufgrund der Erstkonsolidierung der EKAM (4,5 Mio. Euro) betrug der Anstieg 31,5 Mio. Euro oder 12,9 %.
Bei der Betrachtung der Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im gesamten Jahresverlauf ist festzustellen, dass der Anstieg im Vergleich zum Jahresende 2014 in erster Linie auf die Entwicklung im ersten Quartal zurückzuführen ist. Die Ausweitung war einerseits wachstumsbedingt erforderlich, beruhte andererseits aber auch auf den geringeren Vorratsbeständen zum Jahresende 2014. Im weiteren Jahresverlauf blieb die Kapitalbindung in den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insgesamt auf einem stabilen Niveau, obwohl zum Jahresende vergleichsweise hohe Werkzeugumsätze zu einem stichtagsbedingt höheren Forderungsbestand führten.
Die Zahlungsmittel und Äquivalente reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf 48,9 (68,7) Mio. Euro. In Summe lagen die kurzfristigen Vermögenswerte damit bei 691,3 (635,2) Mio. Euro -entsprechend einem Anteil von 39,1 % an der Bilanzsumme.
Bilanzstruktur ElringKlinger-Konzern in %
Aktiva
| ― | Langfristige Vermögenswerte: 60,9 (59,3) |
| ― | Kurzfristige Vermögenswerte: 39,1 (40,7) |
Passiva
| ― | Eigenkapital: 48,5 (49,7) |
| ― | Langfristige Verbindlichkeiten: 27,5 (28,2) |
| ― | Kurzfristige Verbindlichkeiten: 24,0 (22,1) |
Eigenkapitalquote mit 48,5 % weiterhin auf hohem Niveau
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2015 auf 855,7 (775,2) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 48,5 % (49,7 %) und blieb damit auf einem hohen Niveau. Die Gewinnrücklagen erhöhten sich auf 628,9 (572,2) Mio. Euro. Die Veränderung resultiert aus der Einstellung des Periodenergebnisses (Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG) in Höhe von 91,6 (105,7) Mio. Euro sowie der gegenläufig wirkenden Dividendenausschüttung von 34,8 (31,7) Mio. Euro. Zusätzlich nahmen die übrigen Rücklagen in Summe um 21,4 Mio. Euro auf 11,1 (-10,3) Mio. Euro zu. Letztere beinhalten größtenteils die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 19,1 Mio. Euro. Ebenfalls in dieser Position erfasst wurden versicherungsmathematische Gewinne aus Pensionszusagen in Höhe von 4,4 (-21,4) Mio. Euro.
Leichter Rückgang der Pensionsrückstellungen
Die stichtagsbezogene Neuberechnung der Pensionsrückstellungen führte zu einer Verminderung dieser Bilanzposition auf 118,7 (124,1) Mio. Euro. Der versicherungsmathematische Gewinn aus der Neubewertung wurde im Eigenkapital und damit erfolgsneutral verbucht.
Die langfristigen Rückstellungen gingen auf 12,3 (16,6) Mio. Euro zurück. Ein Teil des Rückgangs beruht auf der Erfüllung eines Erstattungsanspruches aus einem Gewährleistungsfall. Diesem Vorgang stand die Rückerstattung durch eine Versicherung gegenüber, die in den sonstigen langfristigen Vermögenswerten verbucht wurde.
Nettoverschuldung steigt auf 487 Mio. Euro
Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wurde zum Teil aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und darüber hinaus über die Aufnahme von Bankkrediten und sonstigen Darlehen gedeckt. Die Finanzverbindlichkeiten nahmen daher gegenüber dem Vorjahresvergleichsstichtag insgesamt um 118,7 Mio. Euro auf 535,7 (417,0) Mio. Euro zu. Per Saldo erhöhten sich sowohl die lang- als auch kurzfristigen Kredite um jeweils 57,6 Mio. Euro bzw. 61,1 Mio. Euro.
Demzufolge erhöhte sich die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns auf 486,8 (348,3) Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Zuge der Geschäftsausweitung auf 85,9 (68,8) Mio. Euro zu.
Bei den übrigen Verbindlichkeitspositionen ergaben sich zum 31. Dezember 2015 keine signifikanten Abweichungen gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten.
In Summe lagen die Verbindlichkeiten bei 910,0 (783,6) Mio. Euro und entsprachen einem Anteil von 51,5 % (50,3 %) der Bilanzsumme.
Finanzlage
Mit einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 123 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015 sowie einem ausreichenden Liquiditätspolster aus flüssigen Mitteln und offenen Kreditlinien stellt sich die Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns solide dar. Den Operativen Free Cashflow prägte im Berichtsjahr 2015 ein erhöhter Mittelabfluss im Rahmen der Investitionstätigkeit sowie das gegenüber dem Vorjahr geringere operative Ergebnis.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 123 Mio. Euro
Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern einen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 123,3 (149,9) Mio. Euro. Der Rückgang von 26,6 Mio. Euro lag in erster Linie am niedrigeren Konzernergebnis. Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich in Folge der beschriebenen Sonderbelastungen durch Kapazitätsengpässe im Segment Erstausrüstung um 24,3 Mio. Euro auf 128,8 (153,1) Mio. Euro.
Aus der Entwicklung des Net Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ergab sich ein dem Vorjahr vergleichbares Bild: Während sich aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ein Mittelabfluss in Höhe von 51,8 (39,7) Mio. Euro ergab, führte die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zu einem Zufluss von 5,9 (8,9) Mio. Euro. Per Saldo reduzierte die Veränderung dieser beiden Positionen den Cashflow um 45,9 (30,8) Mio. Euro.
Im vierten Quartal entwickelte sich die Mittelbindung aus dem Net Working Capital gegenläufig. Die Veränderung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, führten zu einem Mittelzufluss von 24,4 (33,4) Mio. Euro und die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zu einem Abfluss von 29,6 (-17,5) Mio. Euro. Damit wurde der Effekt aus dem ersten Quartal teilweise kompensiert.
Im vierten Quartal 2015 war der Cashflow-Effekt aus der Mittelbindung des Net Working Capitals auch gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal unterschiedlich. Per Saldo ergab sich im Endquartal 2015 hierdurch ein Abfluss von 5,2 Mio. Euro, nach einem Zufluss im Vorjahresquartal von 15,9 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte sich dabei auch die Zahlung einer Versicherung aus der abschließenden Regelung eines Gewährleistungsfalles in Höhe von 8,5 Mio. Euro positiv ausgewirkt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ging trotz des nahezu vergleichbaren Quartalsergebnisses auf 31,7 (52,8) Mio. Euro zurück.
Die gezahlten Ertragsteuern verminderten die Zahlungsmittel im Jahr 2015 um 39,4 (-42,5) Mio. Euro.
Die für die Cashflow-Ermittlung herangezogenen Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 87,5 (79,2) Mio. Euro. Darin enthalten sind 5,2 Mio. Euro Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen.
Die ebenfalls zur Ermittlung des operativen Cashflows berücksichtigte Veränderung der Rückstellungen wirkte sich mit 7,8 Mio. Euro reduzierend aus, nach einem positiven Effekt im Vorjahr in Höhe von 1,3 Mio. Euro.
Die nicht zahlungswirksamen positiven Währungseffekte des Berichtsjahres wurden in der Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" eliminiert und beliefen sich auf minus 2,2 (-13,7) Mio. Euro.
Entwicklung der Zahlungsmittel 2015 in Mio. €
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| Zahlungsmittel 31.12.2014: | 68,7 |
| + Operativer Cashflow: | 123,3 |
| - Investitionen*: | 189,8 |
| - Auszahlungen für Akquisitionen: | 24,2 |
| - Dividende: | 35,9 |
| +Veränderung Finanzverbindlichkeiten: | 105,4 |
| + Sonstiges: | 1,4 |
| \= Zahlungsmittel 31.12.2015: | 48,9 |
* Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte
Investitionen im Ausland steigen
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 176,1 Mio. Euro, nach 147,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Investitionsquote des Konzerns (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als Anteil am Konzernumsatz) kam auf 11,7 % (11,1 %).
Das ursprünglich für 2015 avisierte Investitionsziel hatte bei einem Niveau in der Größenordnung von 7 % bis 9 % vom Konzernumsatz zuzüglich rund 10 Mio. Euro für Produktionstechnik im Zusammenhang mit der 2015 übernommenen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Warren, USA, (kurz: EKAM) gelegen. Aufgrund der anhaltenden Kapazitätsengpässe im Segment Erstausrüstung baute der Konzern die Kapazitäten im Jahresverlauf verstärkt aus. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres hob der Konzern die Investitionsprognose mit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2015 auf 145 bis 155 Mio. Euro an. Diesen angepassten Zielkorridor überschritt der Konzern mit den im Gesamtjahr 2015 getätigten Investitionen.
Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte lagen 2015 bei 13,7 (16,1) Mio. Euro.
Der Großteil der Auszahlungen für Investitionen (inklusive der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) im Jahr 2015 entfiel auf das Segment Erstausrüstung und kam auf 154,7 (145,1) Mio. Euro. Ein vergleichsweise hoher Anteil betraf den Aufbau und die Ausweitung von Produktionskapazitäten sowohl für neue Serienanläufe als auch zur Beseitigung von Engpässen. Geographisch betrachtet nahm der Anteil der Investitionen bei ausländischen Tochtergesellschaften deutlich zu, während das Volumen in Deutschland auf Vorjahresniveau blieb. Bei den Auslandsinvestitionen lag der Fokus auf den Regionen "Übriges Europa", "NAFTA" sowie auf den Standorten in China und Indien.
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Mio. €
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| 2014: | 147,0 |
| 2015: | 176,1 |
Die Auszahlungen für Investitionen bei der 2015 übernommenen EKAM beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 12,5 Mio. Euro. Darin enthalten sind der Erwerb eines Gebäudes in Southfield, Michigan, sowie neue Produktionstechnologie für die Herstellung von Getriebesteuerplatten.
Für Produktneuanläufe mit neuen Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie begann ElringKlinger bereits 2014 mit der Errichtung von Produktionsanlagen am Standort in Suzhou, China. Im Geschäftsjahr 2015 fielen hierfür weitere Auszahlungen an. Eine zweite Fertigungslinie zur Herstellung dieser neuartigen Hybridbauteile wurde 2015 am Standort in Leamington, Kanada, installiert.
Im Geschäftsbereich Abschirmtechnik führte 2015 eine unerwartet hohe Nachfrage zu Kapazitätsengpässen, denen durch außerplanmäßige Erweiterungsinvestitionen gegengesteuert wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit betraf die beiden chinesischen Werke. Am Standort der ElringKlinger China, Ltd., Suzhou, China, schritt das 2014 begonnene Neubauprojekt voran. Insgesamt wird das neue, hochmoderne Werk deutlich größer als die bisherige Fertigung sein und neben den neuen Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie vor allem weitere Teile für die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule sowie Abschirmtechnik herstellen. Am zweiten chinesischen Produktionsstandort in Changchun wurden zusätzliche Produktionskapazitäten vor allem für Zylinderkopf- und motornahe Kunststoffgehäusemodule in einem Erweiterungsbau geschaffen.
Mit Blick auf den asiatischen Raum ist ein weiteres Projekt in Indien nennenswert. Am Standort der ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. in Ranjangaon wurde 2015 ein zusätzliches Produktionsgebäude einschließlich neuer Verwaltungsräume errichtet.
Die Investitionsschwerpunkte im NAFTA-Raum betrafen neben der erwähnten Produktionslinie für neue Hybrid-Leichtbauteile in Kanada hauptsächlich Projekte an den Standorten in Buford, USA, sowie in Toluca, Mexiko. Unter anderem werden dort Pressen installiert für die Herstellung von neuartigen Unterboden-Leichtbauteilen aus glasfaser-verstärkten Thermoplasten, die zunächst an nordamerikanische Werke deutscher Premiumhersteller geliefert werden.
Rund 40 Mio. Euro investierte ElringKlinger im Segment Erstausrüstung an den deutschen Standorten der ElringKlinger AG. Wesentliche Neuanschaffungen bei Anlagen und Maschinen waren beispielsweise eine Beschichtungsanlage für den Geschäftsbereich Spezialdichtungen sowie Montagelinien für die Herstellung von Kunststoffgehäusemodulen. Der Bereich Spezialdichtungen wurde zudem um Produktionsfläche erweitert.
Zu den Investitionen im europäischen Ausland gehörte die Erweiterung von Fertigungskapazitäten bei der britischen Tochtergesellschaft in Redcar. 2015 fielen dort im Rahmen des starken Wachstums der Gesellschaft weitere Auszahlungen für neue Pressen und Montagelinien für die Produktion von Spezialdichtungen an. Am Sitz der türkischen Tochtergesellschaft in Bursa schritt der Bau eines neuen Werkes voran. Ab 2016 werden dort vor allem thermische Abschirmteile sowie Spezialdichtungen vom Band rollen.
Auf das Segment Kunststofftechnik, vorwiegend die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, entfielen 17,9 (11,5) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen. Damit wurden der bereits 2013 begonnene Bau einer neuen Produktionshalle mit Extruder-Turm und die Installation weiterer Produktionsanlagen weitgehend abgeschlossen. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten kommen für Neuprojekte in den Bereichen Automotive und Maschinenbau zum Einsatz.
Zudem fielen Auszahlungen für ein Neubauprojekt bei der Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH in Ergenzingen, Deutschland an. Die Gesellschaft ist dem Segment Dienstleistungen zugeordnet, das insgesamt 11,0 (3,6) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen verzeichnete.
Die Auszahlungen für Investitionen im Segment Ersatzteile summierten sich 2015 auf 2,0 (2,8) Mio. Euro. Die Investitionsausgaben des Segments Gewerbeparks beliefen sich auf 4,1 (0,1) Mio. Euro.
Für den Erwerb der EKAM fielen im ersten Quartal 2015 Auszahlungen in Höhe von 24,2 Mio. Euro an. Demgegenüber standen im Vorjahr Auszahlungen in Höhe von 5,7 Mio. Euro für den Erwerb zweier kleinerer Tochtergesellschaften in Deutschland.
In Summe ergab sich 2015 ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 212,7 (-168,0) Mio. Euro. Dies führte im ElringKlinger-Konzern zu einem negativen operativen Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) von 65,2 (-12,4) Mio. Euro.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöht
Die Ausschüttungen an Aktionäre und Minderheitsgesellschafter stiegen 2015 aufgrund der auf 0,55 (0,50) je Aktie erhöhten Dividende der ElringKlinger AG auf 35,9 (32,8) Mio. Euro.
Die Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen in Höhe von 4,2 (0) Mio. Euro betrafen die Anteilserhöhung um 3,0 % auf nunmehr 77,5 % bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, Deutschland.
Aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten flossen dem ElringKlinger-Konzern 162,5 (99,8) Mio. Euro zu. Demgegenüber wurden Kredite in Höhe von 57,1 (46,9) Mio. Euro getilgt. Saldiert ergibt sich hieraus eine Ausweitung der Finanzverbindlichkeiten um 105,4 (52,9) Mio. Euro.
In Summe belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 65,3 (20,1) Mio. Euro.
Die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns bezifferten sich zum Jahresende 2015 auf 48,9 (68,7) Mio. Euro. Zudem standen dem Konzern per 31. Dezember 2015 zugesagte, nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von rund 100 Mio. Euro zur Verfügung.
Gesamtschau des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
Zusammenfassend beurteilt der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Muttergesellschaft ElringKlinger AG als auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 als sehr solide. Die breite Kundenstruktur, zahlreiche geplante Produktneuanläufe sowie die fortgesetzte Expansion der Weltfahrzeugproduktion bilden eine stabile und nachhaltige Basis für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung.
Der Konzern weist mit seiner hohen operativen Ertragskraft, der soliden Vermögensstruktur und einer Konzerneigenkapitalquote von 48,5 % auch im Branchenvergleich eine gute Geschäftslage auf.
Alles in allem verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Entwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG
Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der ElringKlinger AG wurden wie in den Vorjahren zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.
Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG
Solides Umsatzwachstum
Die ElringKlinger AG profitierte im Berichtsjahr einmal mehr von ihrer breiten Kundenbasis, strukturellem Wachstum in einzelnen Geschäftsbereichen und der positiven Entwicklung der weltweiten Fahrzeugproduktion. Der Umsatz der Gesellschaft erhöhte sich um 3,8 % auf 592,4 (570,9) Mio. Euro.
Durch die starke Entwicklung einzelner Absatzmärkte konnte die ElringKlinger AG damit ihr ursprüngliches Wachstumsziel von 5 % beinahe erreichen und übertraf das globale Wachstum der Automobilmärkte von rund 2 %.
Starke Auslandsnachfrage hält an
2015 beliefen sich die Umsatzerlöse der ElringKlinger AG im Inland mit 216,4 (218,4) Mio. Euro nahezu auf dem starken Niveau des Vorjahres. Da die Gesellschaft das gesamte Wachstum außerhalb Deutschlands erzielte, fiel der Inlandsanteil entsprechend auf 36,5 % (38,3 %). Das Inlandsgeschäft der ElringKlinger AG enthält zudem Umsätze aus der Lieferung von Komponenten für Fahrzeuge und Motoren, die im Inland hergestellt und im Anschluss exportiert werden.
Der Auslandsumsatz stieg um 6,7 % auf 376,0 (352,5) Mio. Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich entsprechend auf 63,5 % (61,7 %). Der wichtigste Absatzmarkt außerhalb Deutschlands blieb weiterhin Europa mit einem deutlichen Umsatzzuwachs von 8,5 % auf 258,5 (238,2) Mio. Euro. Sowohl in West- als auch in Osteuropa (außer Russland) legten die Absatzzahlen kräftig zu. Weiteres Wachstum generierte die Gesellschaft in der NAFTA-Region in Höhe von 2,5 %, gefolgt von Asien mit einer Zunahme um 1,5 %.
Erstausrüstung mit steigenden Absatzzahlen
Die Umsätze im Bereich Erstausrüstung stiegen moderat um 2,6 % auf 462,4 (450,8) Mio. Euro und deckten damit 2015 insgesamt 78,1 % (79,0 %) der Gesamtumsätze der ElringKlinger AG ab.
Betrachtet man die einzelnen Geschäftsbereiche im Bereich Erstausrüstung, entfielen die stärksten Zuwächse auf die Geschäftsbereiche Spezial- und Zylinderkopfdichtungen. Mit Ausnahme des Gehäusebaus (Abgasnachbehandlung) erwirtschafteten 2015 alle weiteren Geschäftsbereiche nahezu das Vorjahresniveau oder übertrafen es leicht.
Ersatzteilgeschäft auf Wachstumskurs
Nach einem Umsatzanstieg von gut 9 % im Vorjahr ist das Ersatzteilgeschäft im Berichtsjahr 2015 erneut stark gewachsen. Die Umsätze legten um weitere 8,3 % auf 129,5 (119,6) Mio. Euro zu. Der Anteil dieses Geschäftsbereichs am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG erhöhte sich somit auf 21,9 % (20,9 %). Starke Zuwachsraten generierte das Unternehmen vor allem auf den osteuropäischen Märkten, außer Russland, und im Nahen Osten. Dort profitiert die Gesellschaft von der zunehmenden Anzahl deutscher Fabrikate im Markt. Aber auch die Umsätze in der Region Westeuropa stiegen um knapp 15 %.
Gesamtleistung steigt um 4 %
Nachdem im Vorjahr ein Bestandsabbau um 0,5 Mio. Euro zu verzeichnen war, führte das höhere Geschäftsvolumen zu einem Bestandsaufbau an fertigen und unfertigen Erzeugnissen von 1,8 Mio. Euro. Insgesamt erhöhte sich die Gesamtleistung um 4,2 % auf 594,7 (570,9) Mio. Euro.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 45,7 (35,1) Mio. Euro. Unter anderem sind darin Erträge von Versicherungen aus Gewährleistungsfällen enthalten, denen entsprechende Aufwendungen gegenüberstehen. Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen reduzierten sich im Vorjahresvergleich auf 2,8 (7,4) Mio. Euro und betrafen Anteile an drei Tochtergesellschaften.
Materialaufwand durch Kapazitätsausweitung erhöht
Der Materialaufwand erhöhte sich leicht überproportional zum Umsatz um 5,3 % auf 281,0 (266,8) Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren gestiegene Aufwendungen für bezogene Leistungen, um Kapazitätsengpässen im Geschäftsbereich Abschirmtechnik entgegenzuwirken. Insgesamt hat sich dadurch die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) leicht auf 47,3 % (46,7 %) erhöht.
Rechnungszinssatz erhöht Aufwendungen für Altersversorgung
Der Personalaufwand nahm im Geschäftsjahr auf 173,0 (160,8) Mio. Euro zu. Der Anstieg beruht auf mehreren Faktoren. Neben der zum 31. Dezember 2015 um 3,4 % auf 2.572 (2.488) erhöhten Mitarbeiterzahl steigerte die Mitarbeiterprämie zur Beteiligung am Unternehmenserfolg in Höhe von 1.600 (1.450) Euro den Personalaufwand um 4,4 (3,7) Mio. Euro. Zusätzlich wirkten sich die seit 1. Mai 2014 wirksame Lohnerhöhung von 2,2 %, die im März 2015 getätigte tarifliche Einmalzahlung von 150 Euro je Mitarbeiter sowie die weitere Tariferhöhung um 3,4 % zum 1. April 2015 für die tariflich Beschäftigten erhöhend aus.
Der 2015 weiter gesunkene Rechnungszinssatz spiegelte sich im Berichtsjahr in einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen für die Altersversorgung um 3,8 Mio. Euro auf 7,5 (3,7) Mio. Euro wider.
Insgesamt lag die Personalaufwandsquote aufgrund der beschriebenen Einflussfaktoren mit 29,1 % (27,9 %) über dem Vorjahreswert.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 87,0 (79,0) Mio. Euro. Darin enthalten sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Aufwendungen aus Gewährleistungsfällen, denen entsprechende Erträge gegenüberstanden. Des Weiteren erhöhten sich die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung um 3,2 Mio. Euro auf 4,1 (0,9) Mio. Euro. Saldiert mit den in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten Währungsgewinnen belief sich das Währungsergebnis 2015 auf 1,0 (2,7) Mio. Euro.
Abschreibungen unter Vorjahr
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen verringerten sich leicht auf 28,2 (29,0) Mio. Euro. Der Rückgang ist auf geringere Abschreibungen auf Werkzeuge zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2015 2,1 (5,6) Mio. Euro betrugen.
Betriebsergebnis steigt
Das operative Betriebsergebnis der ElringKlinger AG (unter Ausklammerung der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchten Zuschreibungen auf Finanzanlagen) übertraf den Vorjahreswert um 8,6 % auf 68,5 (63,1) Mio. Euro. Effizienzsteigerungen und das Wachstum in einzelnen Geschäftsbereichen trugen dazu bei, die Effekte aus den gestiegenen Aufwendungen für die Altersversorgung sowie die Belastungen aus den zeitweiligen Kapazitätsengpässen im Bereich Abschirmtechnik zu kompensieren. Im Vergleich zum Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass ein Forderungsausfall aus der abschließenden Regelung eines Gewährleistungsfalles das Ergebnis 2014 einmalig um 5,9 Mio. Euro reduzierte.
Erträge aus verbundenen Unternehmen gesteigert
Im Berichtsjahr 2015 stiegen die Erträge aus verbundenen Unternehmen auf 15,5 (12,4) Mio. Euro an. Aus den in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Finanzaufwand erfassten Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen ergab sich per Saldo ein negativer Ergebniseffekt in Höhe von 4,0 Mio. Euro, dem im Vorjahr ein positiver Effekt von 6,8 Mio. Euro gegenüberstand. Das Beteiligungsergebnis insgesamt reduzierte sich folglich um 7,7 Mio. Euro auf 11,5 (19,2) Mio. Euro.
Das Zinsergebnis lag im Berichtsjahr 2015 bei minus 6,9 (-6,2) Mio. Euro.
Der "Return on Capital Employed" (ROCE) der ElringKlinger AG, d. h. die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, lag im Geschäftsjahr 2015 bei 8,9 % (9,7 %) und erreichte nicht die für das Geschäftsjahr geplante Verbesserung um rund einen Prozentpunkt.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bleibt hinter Vorjahr
Trotz des verbesserten operativen Ergebnisses blieb das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit 73,0 (76,1) Mio. Euro um 4,0 % hinter dem Vorjahreswert. Aufgrund des rückläufigen Beteiligungsergebnisses und der beschriebenen höheren Aufwendungen konnte die ElringKlinger AG das prognostizierte Ziel eines überproportional zum Umsatz gestiegenen Ergebnisses aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nicht erreichen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich auf 18,1 (16,9) Mio. Euro. Dementsprechend ergab sich eine Steuerquote (Steuern vom Einkommen und Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) von 24,8 % (22,2 %).
Der Jahresüberschuss der ElringKlinger AG lag bei 54,8 (58,9) Mio. Euro.
Dividendenvorschlag auf Vorjahresniveau bei 0,55 Euro
Der Bilanzgewinn der ElringKlinger AG belief sich nach Einstellung von 19,9 (24,0) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen auf 34,8 (34,8) Mio. Euro und lag auf Vorjahresniveau. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 31. Mai 2016 daher eine unveränderte Dividende in Höhe von 0,55 (0,55) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2015 vor. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf den Jahresüberschuss der ElringKlinger AG, erhöht sich damit auf 63,5 % (59,1 %).
Vermögenslage der ElringKlinger AG
Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG stellte sich mit einer bilanziellen Eigenkapitalquote von über 50 % und einem positiven operativen Cashflow zum 31. Dezember 2015 weiterhin solide dar.
Bilanzsumme spiegelt internationales Wachstum wider
Der Anstieg der Bilanzsumme um 8,1 % bzw. 78,7 Mio. Euro auf 1.053,6 (974,9) Mio. Euro spiegelt das Wachstum der ElringKlinger AG als Muttergesellschaft eines internationalen Konzerns wider. Neben der Ausweitung der Sachanlagen und wachstumsbedingten Zunahme des Umlaufvermögens trug insbesondere der Ausbau von Anteilen an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen zu diesem Anstieg bei.
Anlagevermögen beträgt 71 % der Bilanzsumme
Während sich die immateriellen Vermögensgegenstände gegenüber dem Stichtag des Vorjahres leicht auf 9,2 (9,8) Mio. Euro reduzierten, wuchs das Sachanlagevermögen 2015 um 17,9 Mio. Euro auf 298,9 (281,0) Mio. Euro. Die weitere Automatisierung sowie teilweise Kapazitätserweiterungen in den Fertigungsbereichen erforderten Investitionen in Anlagen und Maschinen, die die entsprechenden Abschreibungen übertrafen. Für die Tochtergesellschaft im Segment Dienstleistungen schritt ein Neubauprojekt voran, das zum Bilanzstichtag unter Anlagen im Bau erfasst war.
Der verhältnismäßig hohe Anstieg der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2015 auf 439,6 (406,6) Mio. Euro gründet zu einem großen Teil (24,5 Mio. Euro) auf dem Erwerb der M&W Manufacturing Company, Inc., Warren, USA, die nach dem Erwerb in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. (kurz: EKAM) umfirmiert hat. Darüber hinaus wurden hier die Aufstockung der Anteile an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, sowie Kapitalerhöhungen bei drei Tochtergesellschaften in der Türkei, in China und in Indien verbucht. Ein weiterer Effekt ergab sich aus Zu- und Abschreibungen auf Beteiligungsansätze verbundener Unternehmen.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzierten sich zum 31. Dezember 2015 auf 36,9 (51,6) Mio. Euro.
In Summe stieg das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag 2015 um 7,2 % auf 747,6 (697,4) Mio. Euro und repräsentierte 71,0 % der Bilanzsumme.
Zunahme Working Capital durch mehrere Faktoren
Die Vorräte kamen zum Jahresende 2015 auf einen Bestand von 125,6 (114,7) Mio. Euro.
Die Zunahme um 10,9 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der guten Auftragslage. Zudem erfolgte planmäßig ein Technologiewechsel im Bereich Spezialdichtungen, der die Endbevorratung an Halbfabrikaten temporär erhöhte. Des Weiteren mussten die Bestände im Segment Ersatzteile nachfragegerecht erhöht werden, um die Teile-Verfügbarkeit sicherzustellen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen zum 31. Dezember 2015 auf 179,1 (161,7) Mio. Euro. Maßgeblich für diese Entwicklung war die Ausweitung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 17,4 Mio. Euro auf 90,3 (72,9) Mio. Euro. Der größte Teil des Anstiegs dieser Position, die auch kurzfristige Ausleihungen an Tochtergesellschaften beinhaltet, entfällt auf die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, Schweiz.
Die Mittelbindung im Umlaufvermögen erhöhte sich inklusive der kurzfristigen Ausleihungen zum 31. Dezember 2015 auf 304,8 (276,7) Mio. Euro.
Solide Eigenkapitalquote von über 50 %
Durch die Einstellung von 19,9 (24,0) Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss der ElringKlinger AG erhöhten sich die Gewinnrücklagen 2015 auf 313,1 (293,1) Mio. Euro. Der Bilanzgewinn belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 34,8 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 532,1 (512,2) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote ging aufgrund des überproportionalen Wachstums der Bilanzsumme auf 50,5 % (52,5 %) zurück, blieb aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Rückstellungen auf Vorjahresniveau
Die Summe der Rückstellungen lag zum 31. Dezember 2015 nahezu unverändert gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres bei 104,2 (103,7) Mio. Euro. Während sich die sonstigen Rückstellungen reduzierten, erhöhten sich die Steuerrückstellungen sowie die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Letztere werden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und nahmen aufgrund des gesunkenen allgemeinen Zinsniveaus per 31. Dezember 2015 spürbar zu.
Akquisition bedingt Zunahme der Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG erhöhten sich zum 31. Dezember 2015 auf 410,2 (350,0) Mio. Euro und hatten einen Anteil von 38,9 % (35,9 %) an der Bilanzsumme.
Die Veränderung resultierte vor allem aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 342,1 (286,8) Mio. Euro. Die Mittelaufnahme begründet sich im Wesentlichen durch die Kaufpreiszahlung der M&W und die Ausweitung der Anteile an verbundenen Unternehmen.
Finanzlage der ElringKlinger AG
Stark verbesserter Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Trotz des leicht rückläufigen Jahresüberschusses verbesserte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit signifikant auf 84,8 (67,2) Mio. Euro. Die Kapitalflussrechnung wurde unverändert nach den Grundsätzen des DRS 2 erstellt.
Die vergleichsweise erfreuliche Entwicklung spiegelt wider, dass ein wesentlicher Teil des Ergebnisses aus nicht zahlungswirksamen Vorfällen resultierte. Dies betrifft in erster Linie die Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen. Während diese im Geschäftsjahr 2015 per Saldo 4,0 Mio. Euro betrugen und einen erhöhenden Effekt in der Cashflow-Überleitung bewirkten, hatten sie sich im Vorjahr mit 6,8 Mio. Euro reduzierend ausgewirkt.
Die höhere Mittelbindung in den Vorräten reduzierte den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 10,9 (-2,2) Mio. Euro. Gegenläufig wirkte sich aus, dass die Kapitalbindung durch einen geringeren Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (ohne kurzfristige Ausleihungen) deutlich reduziert werden konnte. Insgesamt ergab sich hieraus ein positiver Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 7,3 Mio. Euro. Der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, erhöhten den Cashflow um 5,3 (-12,4) Mio. Euro.
Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf 17,5 (18,5) Mio. Euro.
Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgeweitet
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2015 auf einen Zahlungsabfluss von 82,1 (78,4) Mio. Euro und war geprägt von der Investitionstätigkeit für Sachanlagen und, in noch höherem Maße, für Finanzanlagen.
Die Investitionen in Sachanlagen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr 43,8 (48,0) Mio. Euro. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen im Verhältnis zum Umsatz) ging entsprechend auf 7,4 % (8,4 %) zurück.
Für die Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg/Neckar, Deutschland, investierte die ElringKlinger AG in die Erweiterung der Produktion für Ersatzteilsätze, die zum Bilanzstichtag unter Anlagen im Bau verbucht waren.
Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 51,7 (27,6) Mio. Euro und betrafen zum großen Teil die Akquisition der EKAM, den Anteilszukauf an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, Deutschland, sowie die bereits genannten Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften.
Damit ergab sich für das Geschäftsjahr 2015 ein operativer freier Cashflow von 2,7 (-11,2) Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 13,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit leicht negativ
Aufgrund der auf 0,55 (0,50) Euro je Aktie erhöhten Dividende für das Geschäftsjahr 2014 stieg die 2015 erfolgte Ausschüttung an die Aktionäre der ElringKlinger AG auf 34,8 (31,7) Mio. Euro.
Die Reduzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten (Kontokorrent) verminderte den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit um 2,3 Mio. Euro. Im Vorjahr waren diese um 61,4 Mio. Euro ausgeweitet worden. Demgegenüber stiegen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten per Saldo um 56,8 (-20,5) Mio. Euro.
Die Darlehen und Termingelder für verbundene Unternehmen erhöhten sich saldiert um 22,4 Mio. Euro und führten zu einem Mittelabfluss, nach einem Zufluss in Höhe von 1,9 Mio. Euro im Vorjahr.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag 2015 bei minus 2,8 (11,2) Mio. Euro.
Nachhaltigkeit
Das Thema Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der auf langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Unternehmensstrategie von ElringKlinger. Bei allen Entscheidungen hält der Konzern stets das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Erfolg, dem Schutz der Umwelt und der gesellschaftlichen Verantwortung entlang seiner Wertschöpfungskette.
Insgesamt charakterisieren vier Handlungsfelder den Nachhaltigkeitsanspruch von ElringKlinger: Produkte und Innovationen, Umwelt und Qualität, Mitarbeiter sowie gesellschaftliches Engagement. Jeder Bereich wird von ElringKlinger strategisch weiterentwickelt.
Die Inhalte des Lageberichts beschränken sich im Bereich Nachhaltigkeit künftig auf die steuerungsrelevanten Größen. Darüber hinausgehende Kennzahlen und Informationen werden ab 2016 in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Eine ausführliche Erläuterung aller Handlungsfelder sowie weitere Informationen rund um das Thema Nachhaltigkeit stellt ElringKlinger auch auf der Internetseite unter www.elringklinger.de/nachhaltigkeit bereit. Darin wird ElringKlinger weiterhin die Transparenz seines nachhaltigen Handelns fördern.
Im Dezember 2015 erschien der vierte Nachhaltigkeitsbericht unter dem Titel "pure responsibility" in deutscher und englischer Sprache. Der online-basierte interaktive Bericht lieferte eine detaillierte Nachhaltigkeitsbilanz des Geschäftsjahres 2014.
Produkte und Innovationen
Mobilität ist heute die Grundvoraussetzung für Freiheit und Austausch über Grenzen hinweg. Durch die klare Ausrichtung des Produktportfolios auf das Thema Emissionsreduzierung tragen nahezu alle ElringKlinger-Produkte dazu bei, Kraftfahrzeuge so umweltgerecht wie möglich zu gestalten.
Der Anspruch des Konzerns ist es, eine treibende Kraft in der Entwicklung von nachhaltigen, zukunftsweisenden Technologien in der Branche zu sein. Die Mitarbeiter halten das Innovationstempo hoch und sind ständig auf der Suche nach neuen Anwendungen und Materialien.
Für Forschungszwecke nutzt ElringKlinger auch öffentliche Fördermittel. Über Entwicklungspartnerschaften mit Automobilherstellern bündelt das Unternehmen Kompetenzen, um zum Beispiel Entwicklungszyklen zu verkürzen.
Ausführliche Informationen zu den Innovationen und aktuellen Entwicklungsprojekten finden Sie im Kapitel "Forschung und Entwicklung".
Umwelt und Qualität
ElringKlinger hat konzernweit hohe Umwelt- und Qualitätsstandards eingeführt, die für alle Mitarbeiter des Konzerns und auch für Lieferanten gültig sind. Darin sind unter anderem ein sparsamer Umgang mit Ressourcen sowie der Einsatz emissions- und abfallarmer Produktionstechniken als Leitsätze ausgearbeitet.
Nahezu alle Produktionsstandorte verfügen über ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagementsystem. Mit Ausnahme von Indonesien ist das Qualitätsmanagement aller ElringKlinger-Werke nach dem Automobilindustrie-Standard TS 16949 bzw. ISO 9001 zertifiziert. In unregelmäßig durchgeführten Audits wird untersucht, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien die geforderten Standards erfüllen. 2015 wurden fünf Standorte nach ISO 9001 geprüft. Grundsätzlich reichen alle zertifizierten Unternehmen einmal jährlich Dokumentationen zu den im Rahmen der Umwelt- und Qualitätsmanagementsysteme umgesetzten Maßnahmen ein.
Für die Zertifizierungen der Energiemanagementsysteme aller europäischen Produktionsgesellschaften nach dem Energiemanagement-Standard ISO 50001 hat die ElringKlinger-Gruppe 2015 einen Rollout-Plan erstellt. Ab 2016 werden die ersten Gesellschaften nach diesem konzernweit neuen Standard zertifiziert. In Zukunft werden ausgebildete Energieteams die bestehenden energierelevanten Prozesse in regelmäßigen Abständen bewerten und Maßnahmen definieren, die zur Steigerung der Energieeffizienz erforderlich sind. Grundsätzlich achtet ElringKlinger bei allen Neuinvestitionen auf den Kauf von intelligenten, modernen und vor allem ressourcenschonenden Produktionsanlagen.
Der Konzern ermittelt und analysiert die Umwelt-, Qualitäts- und Energiekennzahlen pro Werk quartalsweise. So werden übermäßige Ressourceneinsätze gezielt aufgedeckt und können kurzfristig optimiert werden.
Beim Bau von neuen Gebäuden und Werken achtet ElringKlinger auf den Einsatz maßgeschneiderter Energiekonzepte. Im erweiterten Produktionswerk in Bietigheim-Bissingen, das 2016 eröffnet wird, wurden zum Beispiel intelligente Wärmerückgewinnungskonzepte für Druckluftkompressoren sowie modernste Abluftwärmerückgewinnungssysteme aufgebaut. Zudem trägt ein zusätzlich installiertes Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei.
Auch am chinesischen Produktionsstandort Changchun arbeitete der Konzern in einem zweijährig angelegten Projekt ein intelligentes Wärmerückgewinnungskonzept aus, mit dem der Standort vollständig auf den Bezug von Fernwärme verzichten kann. Im Produktionsprozess fällt ausreichend Abwärme an, um das Werk im Winter umweltfreundlicher zu beheizen. Mit der Gebäudeerweiterung 2015 wurde zusätzlich ein Erdwärmetauscher installiert, der die Kühlkapazitäten erhöht und gleichzeitig das Wärmespeicherungsvermögen des Erdreichs nutzt. Ab Frühjahr 2016 kann Abwärme in das Erdreich gefördert und regeneriert werden.
Umweltkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
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| 20151 | 20142 | |
|---|---|---|
| Gesamte direkte und indirekte CO2 -Emissionen in t | 91.320 | 90.840 |
| CO2 -Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz in t | 60,6 | 68,5 |
| Gesamte direkte CO2 -Emissionen in t | 23.020 | 22.240 |
| davon direkte CO2 -Emissionen u. a. aus Gas, Öl, Motorenprüfständen in t | 22.150 | 21.400 |
| davon direkte CO2 -Emissionen des Fuhrparks3 in t | 870 | 840 |
| Gesamte indirekte CO2 -Emissionen in t | 68.300 | 68.600 |
| davon indirekte CO2 -Emissionen aus Strom in t | 64.100 | 65.300 |
| davon indirekte CO2 -Emissionen aus Flugreisen4 in t | 4.200 | 3.300 |
1 Die Tochtergesellschaften ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Polytetra GmbH und new enerday GmbH wurden in den Kennzahlen 2015 nicht erfasst
2 Die Tochtergesellschaften Polytetra GmbH und new enerday GmbH wurden in den Kennzahlen 2014 nicht erfasst
3 Fuhrpark der deutschen ElringKlinger-Standorte (Dettingen/Erms, Gelting, Langenzenn, Runkel, Thale, Lenningen, Bietigheim-Bissingen, Magdeburg und Rottenburg) inkl. der im Berichtsjahr angemieteten Fahrzeuge. Die Werte basieren auf den Herstellerangaben zum jeweiligen CO2 -Verbrauch und der in den Leasingverträgen vereinbarten Kilometerreichweite.
4 Flugreisen der Standorte in Deutschland, Schweiz und Frankreich sowie zentral erfasste Flüge der Standorte in England und USA
Emissionsreduzierungsziel 2015 erreicht
Ausstöße, die von Gas, Heizöl und den Motorenprüfständen sowie der firmeneigenen Fahrzeugflotte verursacht werden, zählen zu den direkt vom Unternehmen verursachten Emissionen (Scope-1-Emissionen). Die indirekten Emissionen (Scope-2- und Scope-3-Emissionen) beinhalten den CO2 -Ausstoß, der durch den Stromverbrauch sowie durch Flugreisen von ElringKlinger-Mitarbeitern entsteht.
Für das Geschäftsjahr 2015 stagnierten die gesamten direkten und indirekten CO2 -Emissionen bei 91.320 (90.840) Tonnen. Sie entwickelten sich unterproportional zum Umsatzwachstum. Infolgedessen reduzierten sich die relativen CO2 -Emissionen auf 60,6 Tonnen CO2 je 1 Mio. Euro Umsatz. Damit konnte ElringKlinger das für 2015 gesetzte Ziel, die relativen CO2 -Emissionen im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu senken, übertreffen.
Der direkte CO2 -Ausstoß stieg um 3,5 % auf 23.020 (22.240) Tonnen. Dabei erhöhten sich im Wesentlichen die direkten CO2 -Emissionen aus Gas, Öl und Motorenprüfständen. Dies resultiert einerseits aus der Umstellung der Heiztechnik von Fernwärme auf Gas in einem chinesischen Produktionswerk. Andererseits bewirkte der ganzjährige Betrieb des neuen, vierten Blockheizkraftwerks am Standort in Dettingen/Erms einen Anstieg des Gasverbrauchs.
140 g/km durchschnittlicher CO2-Ausstoß des Fuhrparks
ElringKlinger erweiterte die Dienstwagenflotte durch Fahrzeuge mit geringeren Verbrauchswerten, nutzte emissionssparsame Mietfahrzeuge und verbesserte den durchschnittlichen CO2 -Ausstoß pro Fahrzeug um rund 2 %.
Die direkten CO2 -Emissionen des Fuhrparks stiegen 2015 von 840 auf 870 Tonnen an. Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert aus einer höheren Anzahl an Firmenfahrzeugen und gefahrenen Kilometern. Darin berücksichtigt sind zudem alle zusätzlich angemieteten Fahrzeuge.
Leicht verbessert haben sich konzernweit die indirekten Emissionen. Sie beliefen sich im Berichtsjahr auf 68.300 (68.600) Tonnen. Dabei reduzierten sich die CO2 -Emissionen aus Strom auf 64.100 (65.300) Tonnen, da ein Teil des Strombedarfs durch Blockheizkraftwerke und Photovoltaikanlagen abgedeckt wurde. Die weitere Globalisierung der Konzernaktivitäten führte 2015 zu einer Erhöhung der durchgeführten Flugreisen. Die daraus entstandenen indirekten CO2 -Emissionen stiegen auf 4.200 (3.300) Tonnen an.
Mitarbeiter
Starkes Umsatzwachstum erfordert mehr Personal
Zum 31. Dezember 2015 waren 7.912 (7.255) Mitarbeiter im ElringKlinger-Konzern beschäftigt. Aufgrund der stark gestiegenen Produktionsmengen baute der Konzern an entsprechenden Stellen neue Arbeitsplätze auf. Insgesamt waren im Vergleich zum Vorjahr 657 Mitarbeiter mehr in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg von 9,1 %. Durch die Erstkonsolidierung der 2015 erworbenen ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. in Warren, USA, (früher: M&W Manufacturing Company, Inc.) kamen 111 Beschäftigte hinzu. Bereinigt um diese Akquisition hat sich die Mitarbeiteranzahl 2015 um 7,5 % erhöht.
Im Jahresdurchschnitt waren 7.653 (7.081) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt .
Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2015 (Vorjahr)
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| Tochtergesellschaften Inland | 873 | (854) |
| ElringKlinger AG | 2.572 | (2.488) |
| Tochtergesellschaften Ausland | 4.467 | (3.913) |
Inlandsanteil der Mitarbeiter weiter rückläufig
Die deutsche Automobilindustrie steigerte 2015 ihre Pkw-Inlandsproduktion um solide 2,1 %. Entsprechend erhöhte sich die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten um 103 Mitarbeiter auf 3.445 (3.342) Mitarbeiter. In Summe sank jedoch der Anteil an Mitarbeitern, die im Inland arbeiteten, von 46,1 % auf 43,5 %.
An den Standorten der Muttergesellschaft ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Gelting, Langenzenn, Lenningen, Runkel und Thale wurden 84 neue Stellen geschaffen. Aufgrund der mittlerweile erreichten Unternehmensgröße hat ElringKlinger verstärkt zentrale Konzernbereiche erweitert.
Personalkapazitäten im Ausland weiter ausgebaut
Im Ausland, wo 56,5 % (53,9 %) der Beschäftigten angestellt sind, erzielte der Konzern 2015 einen Mitarbeiterzuwachs von 14,2 %. In Summe waren zum 31. Dezember 2015 außerhalb Deutschlands 4.467 (3.913) Mitarbeiter tätig. Produktneuanläufe sowie die hohe Nachfrage in Nordamerika und Asien trugen spürbar zur Personalkapazitätsausweitung bei.
Die Personalstärke der Standorte in Asien erhöhte sich 2015 um 14,4 % auf 1.309 (1.144). In China, dem mittlerweile größten Automobilmarkt der Welt, stieg die absolute Anzahl an Mitarbeitern am stärksten. Dort wuchs die Stammbelegschaft 2015 um 112 Mitarbeiter. In den beiden Produktionswerken in Suzhou und Changchun wurden zusätzliche Produktionsanlagen angeschafft.
ElringKlinger verstärkte auch die Präsenz in Nord- und Mittelamerika und erhöhte, unabhängig von der 2015 getätigten Akquisition in den USA, die Personalkapazität in den meisten Tochterunternehmen. Insbesondere in Mexiko führten mehrere Produktanläufe zu einem höheren Personalbedarf. Die anhaltende Schwäche des Fahrzeugmarktes in Südamerika erforderte jedoch Personalanpassungen in der brasilianischen Tochtergesellschaft.
Aufgrund der gestiegenen Ausbringungsmengen weitete der Konzern die Stammbelegschaft auch auf dem europäischen Markt aus. Das betrifft im Wesentlichen das Schweizer Produktionswerk in Sevelen sowie das Tochterunternehmen in Redcar, Großbritannien.
Mitarbeiterförderung intensiviert
Als Technologiekonzern ist ElringKlinger in besonderer Weise auf das Know-how und das Engagement seiner Mitarbeiter angewiesen. Sie bilden die Basis für langfristigen Erfolg.
2015 lag der Schwerpunkt der Personalarbeit auf der gezielten Förderung der Mitarbeiter durch ausgewählte fachliche Weiterentwicklungsprogramme. Dazu wurde 2015 das Schulungsprogramm "on the move" entwickelt, dass eine Vielzahl an berufsbezogenen Seminarangeboten enthält. Zur gezielten Entwicklung von Fach- und Nachwuchsführungskräften führt ElringKlinger regelmäßig Potenzialträgerprogramme durch. Darin werden potenzielle Führungskräfte mit Fokus auf Verhaltensweisen in Schlüsselpositionen geschult. Im Rahmen des Programms "Leadership on the move", das 2015 neu konzipiert wurde, unterstützte der Konzern im Berichtsjahr die Führungskräfte mit Trainingsprogrammen, die auf Unternehmenswerte ausgerichtet waren und wichtige Bausteine wie beispielsweise die Eigenreflektion oder das Arbeitsrecht enthielten.
Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Absolute Mitarbeiterzahl | 7.912 | 7.255 |
| davon Männer | 71,6% | 70,7% |
| davon Frauen | 28,4% | 29,3% |
| Absolute Mitarbeiterzahl | 7.912 | 7.255 |
| davon Inland | 43,5% | 46,1% |
| davon Ausland | 56,5% | 53,9% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 7.653 | 7.081 |
| Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen | 268 | 253 |
| Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter | 10 | 10 |
Frauenquote für die Führungsetagen
ElringKlinger hat sich 2015 zum Ziel gesetzt, langfristig den Frauenanteil im Management zu erhöhen. Dabei strebt der Vorstand an, den Frauenanteil der zweiten Führungsebene bis zum 30. Juni 2017 von rund 10 % auf 15 % zu erhöhen und den Anteil an weiblichen Personen der ersten Führungsebene von knapp 7 % mindestens zu halten. Bei der Einführung der Frauenquote ging es primär um die Umsetzung von Chancengleichheit und die Förderung von hochqualifiziertem Personal.
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat 2015 zudem beschlossen, die Zielvorgabe für die kurzfristige Besetzung des Vorstands mit Frauen bei 0 % zu belassen. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat der ElringKlinger AG beträgt derzeit 33 %.
Gesundheitsmanagement intensiviert
Die Erhaltung und Weiterentwicklung einer sicheren, gesundheits- und leistungsfördernden Arbeitsumgebung ist fest in der Unternehmensstrategie verankert. ElringKlinger ist davon überzeugt, dass grundsätzlich alle Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen vermeidbar sein sollten und strebt das klare Ziel von "Null-Arbeitsunfällen" an. 2015 stieg die Anzahl an Betriebsunfällen mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen zwar auf 268 (253) an, der Anstieg fiel jedoch unterproportional zum Personalzuwachs aus. Im Durchschnitt waren die ElringKlinger-Mitarbeiter 10 (10) Arbeitstage im Jahr 2015 krank.
Durch eine Vielzahl präventiver Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel das 2015 durchgeführte Projekt zur Verbesserung der Ergonomie am Arbeitsplatz, fördert der Konzern aktiv das Bewusstsein der Mitarbeiter für ein sicheres und gesundes Arbeiten in allen Unternehmensbereichen.
Gesellschaftliches Engagement
Die globale Präsenz der ElringKlinger-Gruppe ermöglicht es, das gesellschaftliche Umfeld an den jeweiligen Unternehmensstandorten weltweit mitzugestalten. Der Konzern unterstützt dort vor allem im regionalen Bereich soziale Einrichtungen und investiert in Wissenschafts- und Bildungsprojekte. Soziales Engagement übte der Konzern 2015 über Kooperationen mit verschiedenen gemeinnützigen Organisationen, wie beispielsweise der BruderhausDiakonie oder auch der Plant-for-the-Planet-Stiftung, aus. 2015 organisierte ElringKlinger erstmals einen Plant-for-the-Planet-Aktionstag. Über 50 Kinder wurden dabei zu Botschaftern für mehr Klimagerechtigkeit ausgebildet.
Beschaffung
Der Materialaufwand bildet bei ElringKlinger neben dem Personalaufwand die größte Kostenposition. Der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns 2015 machte 56,8 % aus, die Materialaufwandsquote belief sich auf 42,7 %. Jährliche Preiserhöhungen bzw. -reduzierungen wirken sich direkt auf den Erfolg des Unternehmens aus. Deshalb wird dem zentralen Einkauf bei ElringKlinger eine hohe Bedeutung zugesprochen.
Der zentrale Konzerneinkauf am Stammsitz Dettingen/Erms arbeitete 2015 weiter an der globalen Vernetzung der Einkaufsstruktur, da sich die Automobilmärkte verstärkt von Europa in Richtung Asien und Nordamerika verschieben. Dies hat den Ausbau der lokalen Produktionskapazitäten und ein höheres Einkaufsvolumen zur Folge. 2014 hatte ElringKlinger den zentralen Einkauf neu strukturiert. Drei regional etablierte Einkaufsmanager sind seither ausschließlich für die Regionen Amerika, Europa/Afrika und Asien verantwortlich. Sie arbeiten in enger Abstimmung mit den weltweit verantwortlichen, strategischen Einkäufern zusammen und unterstützen die Landesgesellschaften in der Beschaffung von Serienmaterial. Sie ermöglichen zudem den gruppenweiten Marktzugang sowie einen schnellen Aufbau von lokalen Zulieferern. Auf diese Weise hat ElringKlinger ein globales Einkaufsnetzwerk errichtet, das permanent weiterentwickelt wird.
Das wesentliche Ziel des Beschaffungsmanagements ist es, die Versorgungssicherheit aller Produktionswerke, bei möglichst niedrigen Kapitalbindungskosten, zu gewährleisten. Durch ein stringentes Einkaufscontrolling werden Preisrisiken begrenzt. Die effektive Steuerung des globalen Einkaufsvolumens dient der aktiven Nutzung von Skaleneffekten.
Zu den wichtigsten im ElringKlinger-Konzern verwendeten Rohstoffen zählen legierte Edelstähle (vor allem Chrom-Nickel-Legierungen), Aluminium, C-Stahl, polyamidbasierte Kunststoffgranulate sowie Elastomere und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Für die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule und Abschirmtechnik gewinnt der Einkauf von Komponenten, die für die Herstellung von Modulen benötigt werden, an Bedeutung.
Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2015 (Vorjahr) in %
Aluminium 23 (22)
Edelstahl 20 (21)
Sonstige/Komponenten 34 (34)
C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet 10 (10)
Polyamide 8 (7)
Elastomere 5 (6)
Beschaffungsprozesse und Einkaufscontrolling weiter optimiert
Das Beschaffungsmanagement arbeitete 2015 intensiv an Optimierungsmöglichkeiten der bestehenden Beschaffungsprozesse und der damit verbundenen Lieferintervalle. In allen deutschen Werken werden vermehrt Just-In-Time-Anlieferungen und Kanban-Systeme eingeführt, um die Bestände der regelmäßig benötigten Teile nachhaltig zu reduzieren. Abweichende Regelungen kann es für ausländische Gesellschaften geben, da die Lieferzeiten zu ausländischen Standorten länderabhängig variieren. Der Konzern hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bestände in allen Materialgruppen und an allen Konzernstandorten so gering wie möglich zu halten.
Um das Einkaufscontrolling zu verbessern, hat ElringKlinger eine zentralistische Genehmigungsinstanz aufgebaut. Jede Preisänderung wird monatlich analysiert, um unmittelbare Gegenmaßnahmen einzuleiten. Mittels detaillierten Cost-Break-Down-Analysen werden Preise regelmäßig kontrolliert. Trotz der vermehrten Bündelung von Bedarfen werden Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bei ElringKlinger weitgehend vermieden. 2015 lag der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen bei 20 % (20 %).
Einzelne Geschäftsbereiche im Segment Erstausrüstung verzeichneten 2015 einen überproportionalen Nachfrageanstieg. Dies führte zu kurzfristigen Mengenerhöhungen im Bereich Aluminium und bei feueraluminierten Stahlblechen. Das Beschaffungsmanagement bei ElringKlinger konnte den ungeplanten Mehrbedarf ohne wesentliche Preissteigerungen sicherstellen.
Produktionsmengen erhöhten das Einkaufsvolumen
Insgesamt erhöhte sich das Einkaufsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 16,6 % auf 1.029,3 (882,5) Mio. Euro. Darin enthalten sind sowohl Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das freie Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien. Hauptsächlich resultiert der Anstieg aus dem Ausbau von Fertigungskapazitäten in Verbindung mit einem starken Umsatzwachstum. Bereinigt um die 2015 erstmals konsolidierte ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Warren, USA, stieg das Einkaufsvolumen um 12,8 %. Der reine Materialaufwand erhöhte sich um 10,8 % und belief sich auf 643,2 (580,6) Mio. Euro.
Rahmenverträge stellen konzernweite Materialversorgung sicher
Um die Beschaffungskosten zu begrenzen, bündelt ElringKlinger die Bedarfe international und schließt Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten für die wichtigsten Materialgruppen ab. Damit sichert sich der Konzern weitestgehend gegen Volatilitäten der Rohstoffpreise ab und stellt die Materialverfügbarkeit sicher. Letztlich werden dadurch auch translatorische Währungsrisiken eingegrenzt. In den meisten Fällen haben die Verträge Laufzeiten von einem Jahr oder länger. Abweichend hiervon sind häufig kürzere Laufzeiten bei C-Stahl und Kunststoff-Granulaten.
Einkaufspreise 2015 weitgehend stabil
2015 sind die Preise vieler wichtiger Rohstoffe auf dem Weltmarkt gesunken. Der Grund liegt in vielen Fällen an einem Überangebot. Im Ergebnis von ElringKlinger spiegelt sich diese Entwicklung 2015 nur teilweise wider, da einerseits Rahmenlieferverträge bereits 2014 abgeschlossen wurden. Andererseits bezieht ElringKlinger Rohstoffe höchster Güte, die aufwendig umgearbeitet werden. Die hierfür anfallenden Prämien sowie die Aufschläge für die Lagerhaltung sind im Berichtsjahr angestiegen. Daher wurden für 2015 im Bereich Aluminium im Vergleich zum Vorjahr etwas höhere Preise vertraglich vereinbart. Das Preisniveau für Präzisionsedelstahl, der zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen eingesetzt wird, ist weltweit ebenfalls gestiegen. Das resultiert aus einer Marktkonsolidierung und damit verbundenen Angebotsverringerung. Der Konzern konnte die Einkaufspreise 2015 auf einem stabilen Niveau halten, da sich der Mittelwert der Legierungszuschläge zum Vorjahr leicht reduziert hat. Grundsätzlich können Legierungszuschläge für Edelstähle nicht vorab in Rahmenverträgen vereinbart werden.
Anders verhält es sich beim C-Stahl. Hier konnte der Konzern leichte Preisreduzierungen realisieren. Beim technischen Kunststoff Polyamid, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Kunststoffleichtbaumodulen benötigt, schlugen sich die gesunkenen Ölpreise nicht vollumfänglich nieder, da Öl im verwendeten Polyamid nur ein Teil von mehreren Rohstoffkomponenten ist.
Über ein zentrales Metallschrott-Management verwertet ElringKlinger konzernweit Metallreste, die in den unterschiedlichen Fertigungsprozessen anfallen, und veräußert sie. Die rückläufigen Rohstoffpreise 2015 implizierten direkte Auswirkungen auf die Schrotterlöse des Unternehmens. Sie lagen mit 28,8 (24,7) Mio. Euro über Vorjahr.
Unterproportionaler Verlauf der Energiekosten
Den Großteil des Strom- und Gasbedarfs sichert ElringKlinger über lang laufende Lieferverträge ab. Bereits 2015 wurden mit den bestehenden Lieferanten Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2018 (Gas) bzw. bis 2019 (Strom) vereinbart. Der Konzern kann seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen.
ElringKlinger zählt zwar nicht zu den energieintensiven Unternehmen, dennoch beliefen sich die Energiekosten 2015 auf 1,9 % (2,2 %) der Umsatzkosten. Einen Teil des Strombedarfs deckt ElringKlinger mit dem Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken (BHKW) ab. So wird die erzeugte Abwärme zum Beispiel an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen zur Erzeugung von Prozesskälte und für Klimaanlagen verwendet. 2015 erzeugten die Kraftwerke an den Standorten Dettingen/Erms und Bietigheim-Bissingen eine Strommenge von 8.838,8 MWh.
Verstärkter Aufbau von Lieferanten in Asien
Als international tätiges Unternehmen baut ElringKlinger das globale Lieferantensystem kontinuierlich aus. Der lokale Einkauf in China und anderen Emerging Markets wurde 2015 weiter verstärkt. 2015 bündelte der regionale Einkaufsmanager den Einkauf beider Werke. Die dadurch frei gewordenen Kapazitäten werden fortan zu Marktforschungszwecken verwendet, um das Netzwerk an asiatischen Lieferanten auszubauen. In Asien kann ElringKlinger dadurch Kostenvorteile realisieren und den Logistikaufwand verringern.
Grundsätzlich werden neue Lieferanten vom globalen Einkaufsteam ausgewählt, zusammen mit dem weltweiten Lieferantenmanagement validiert und nach den internationalen ISO-Standards auditiert. Gleichzeitig müssen alle Lieferanten die unternehmenseigenen Qualitäts- und Umweltrichtlinien sowie den ElringKlinger-Unternehmenskodex einhalten. Das zentrale Einkaufs- und Lieferantenmanagementteam führt regelmäßig Qualitäts- und Kostenanalysen bei bestehenden Zulieferern durch.
1.015 freigegebene Zulieferer weltweit
ElringKlinger baut sein internationales Lieferantennetzwerk kontinuierlich aus, um den steigenden Materialbedarf global sicherzustellen.
ElringKlinger zeichnet jedes Jahr einen Lieferanten für hervorragende Leistungen mit dem Ziel aus, die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Zu den entscheidenden Bewertungskriterien zählen die Produktqualität, die Termintreue und die faire und verantwortungsvolle Zusammenarbeit. 2015 überreichte ElringKlinger den Preis an das Unternehmen Kraiburg GmbH & Co. KG, Waldkraiburg, Deutschland, einem Spezialisten für Kautschuk-Mischungen. Kraiburg überzeugte vor allem durch seine Innovationskraft bei der Erstellung von kundenspezifischen Lösungen zu fairen Preisen.
Ausblick Materialpreise 2016
Für die benötigten Bezugsmengen an Edelstahl hat ElringKlinger für 2016 und 2017 Rahmenverträge auf stabilem Preisniveau abgeschlossen. Aufgrund des Überangebots am Markt und des damit verbundenen Preisverfalls konnten beim Aluminium die Einkaufspreise für 2016 reduziert werden. Beim technischen Kunststoff Polyamid erwartet ElringKlinger 2016 stabile Preise, unterstützt durch eine vermehrte Beschaffung aus China und einem anhaltend niedrigen Ölpreis.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementsystem
ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert. Im Berichtsjahr 2015 galt dies insbesondere für die bestehenden Instrumente im Rahmen der Risikoberichterstattung, deren Risikoarten hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und Ergebnisauswirkungen überprüft und neu klassifiziert wurden.
Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die halbjährlich erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Bis zum 31. Dezember 2015 war der Leiter Finanzen für die Koordination verantwortlich, ab dem 1. Januar 2016 ist diese Aufgabe direkt beim Finanzvorstand angesiedelt. Damit soll noch besser gewährleistet sein, dass Risiken frühzeitig erkannt und Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung noch schneller umgesetzt werden.
Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.
Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG sowie bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bzw. entsprechend qualifizierten Unternehmen im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2015 fanden Revisionen bei acht Tochtergesellschaften sowie in vier Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführte Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.
Bereits im Geschäftsjahr 2012 erstellte ein entsprechend spezialisiertes Prüfungs- und Beratungsunternehmen im Auftrag des Vorstands ein Compliance-Risikoprofil für ElringKlinger, um daraus geeignete Maßnahmen für das Compliance-System abzuleiten. Die Analyse hat insbesondere ergeben, dass ElringKlinger kein besonderes Risikopotenzial aufweist. Auf Basis der Analyse und der sonstigen durchgeführten Prüfungen mit dem Schwerpunkt Compliance sowie der bisherigen Erfahrungen wurde 2013 ein Compliance-System mit einem Chief Compliance Officer eingerichtet, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, sind weitere Compliance Officer benannt, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2015 wurden die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Einkauf eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahmen von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Schulungen werden auch 2016 insbesondere für die Mitarbeiter der ausländischen Beteiligungen fortgesetzt. Bei Hinweisen auf Compliance-Verstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2015 jedoch nicht zu berichten. Der Vorstand ist im Übrigen bestrebt, das bestehende Compliance-System an sich verändernde Umstände und ein sich gegebenenfalls änderndes Risikoprofil anzupassen.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung
Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehörte der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen bis einschließlich 31. Dezember 2015 zum Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Zum 1. Januar 2016 wurde der Vorstand um ein eigenständiges Finanzressort erweitert. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichteten im Geschäftsjahr 2015 an den Leiter Finanzen und dieser an den Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.
ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Entsprechendes gilt für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG. Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und die Reporting-Packages nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.
Die deutschen und der überwiegende Teil der ausländischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung oblag dem Leiter Finanzen, ab dem 1. Januar 2016 obliegt diese dem Finanzvorstand. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.
Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses werden grundsätzlich keine externen Dienstleister eingesetzt, sondern dieser wird -wie beschrieben -durch die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche durchgeführt.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht.
Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.
Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.
Chancen- und Risikeneinschätzung
In der folgenden Tabelle sind die maßgeblichen Risiken und wesentlichen Chancen für den ElringKlinger-Konzern im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden dabei nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Um die Risiken besser zu identifizieren und zu steuern, wurden die Klassen der Eintrittswahrscheinlichkeiten angepasst, die Klassen möglicher finanzieller Auswirkungen hingegen blieben im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 unverändert. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % (Vorjahr: weniger als 30 %) wird nunmehr als "niedrig", eine von 40 % als "mittel" und eine von 80 % (Vorjahr: mehr als 60 %) als "hoch" eingestuft. Die möglichen finanziellen Auswirkungen werden nach qualitativen Kriterien weiterhin von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfall mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Die Erfassung der Risiken erfolgt dabei nach Bruttobetrachtung, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das Gesamtrisiko bzw. -potenzial der jeweiligen Kategorie.
Chancen- und Risikenprofil des ElringKlinger-Konzerns
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| Risikoart | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| niedrig | mittel | hoch | unwesentlich | moderat | wesentlich | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konjunkturelle Risiken | ||||||
| Konjunkturelle und Branchenrisiken | x | x | ||||
| Politische Risiken | x | x | ||||
| Allgemeine interne Risiken | ||||||
| Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand | x | x | ||||
| Operative Risiken | ||||||
| Preisdruck/Wettbewerb | x | x | ||||
| Materialrisiken/Lieferantenrisiken | x | x | ||||
| Kundenrisiken | x | x | ||||
| Lohnkostenrisiken | x | x | ||||
| Personalrisiken | x | x | ||||
| IT-Risiken | x | x | ||||
| Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken | x | x | ||||
| Rechtliche Risiken | ||||||
| Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken | x | x | ||||
| Strategische Risiken | ||||||
| Technologierisiken | x | x | ||||
| Externes Wachstum/Akquisitionen | x | x | ||||
| Finanzielle Risiken | ||||||
| Forderungsausfall | x | x | ||||
| Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken | x | x | ||||
| Währungsrisiken | x | x | ||||
| Zinsrisiken | x | x | ||||
| Einsatz derivativer Finanzinstrumente | x | x | ||||
| Chancen | ||||||
| Klimawandel/Emissionsgesetzgebung | x | x | ||||
| Technologietrends/Neue Abgasvorschriften | x | x | ||||
| Erweiterung des Leistungsspektrums | x | x | ||||
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Konjunkturelle Risiken
Konjunktur- und Branchenrisiken
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das Lkw- als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung in der Wachstumsverlangsamung in China und der Rezession in Brasilien. Der russische Fahrzeugmarkt ist für ElringKlinger unwesentlich.
Insgesamt wird eine negative Entwicklung der Weltkonjunktur auch unter Berücksichtigung der nachlassenden Dynamik in China, der Rezession in Lateinamerika und Russland sowie der Schwäche in Japan derzeit als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2016 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % aus.
Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die auf Jahressicht zu erwartende weiterhin solide Käufernachfrage in Nordamerika, Westeuropa und den asiatischen Märkten der globalen Pkw-Produktion zu weiteren Zuwächsen verhelfen. Mittelfristig dürfte sich das Wachstum von den Triademärkten auf die Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern auf eine mögliche Stagnation oder nachlassende Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten eingestellt.
Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/09 -ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion 2016 um 1 bis 2 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").
ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle zur Verfügung sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.
ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.
Politische Risiken
Politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber haben grundsätzlich das Potenzial, sich maßgeblich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete, der ElringKlinger-Gruppe auszuwirken.
Aufgrund der vorherrschenden politischen Unsicherheiten bzw. zunehmenden eskalierenden Krisensituationen sind derzeit weite Teile des Nahen Ostens, Nordafrika und Russland die mit Risiko behafteten Absatzgebiete. Für das Segment Erstausrüstung weisen diese Regionen unmittelbar keine hohe Relevanz auf. Im Segment Ersatzteilgeschäft besteht dagegen das Risiko von Umsatzeinbußen -in den genannten Regionen wurden im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt.
In diesen Regionen wird zumeist in USD bzw. Euro fakturiert. Daher kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.
Allgemeine interne Risiken
Allgemeine interne Risiken, Arbeitsunfälle, Brand
Zu den nennenswerten unternehmensinternen Risiken allgemeiner Art zählen in erster Linie Arbeitsunfälle und die Gefahr von Bränden.
Dem Eintreten von Arbeitsunfällen versucht der Konzern so weit wie möglich vorzubeugen, nicht zuletzt durch umfangreiche konzernweit implementierte ElringKlinger-Standards und regelmäßige Schulungen. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die bestehenden Standards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten.
Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. vorübergehend zu verlagern.
Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Versicherungsgutachter erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden analysiert und umgesetzt.
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb
Als Automobilzulieferer sieht sich ElringKlinger generell einem wettbewerbsintensiven Umfeld gegenüber. Der Preisdruck stellt eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar und hat infolge des im September 2015 zu Tage getretenen Dieselsachverhalts des Volkswagen-Konzerns tendenziell in seiner Bedeutung nochmals zugenommen.
Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und der starken Marktstellung sieht sich ElringKlinger zwar vergleichsweise gut aufgestellt, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach Preisnachlässen dennoch nicht gänzlich entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, ist ElringKlinger auf die Entwicklung von Produkten mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und die Besetzung von Nischenmärkten fokussiert. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden.
Der Wettbewerb im Bereich der Automobilzuliefererbranche ist auf hohem Niveau. Neu in den Markt eintretende Wettbewerber sehen sich allerdings wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe unter anderem spezielle Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären zudem notwendig, um als Wettbewerber in den Markt einzutreten. Die Anlagen sind in der Regel gemäß spezifischen ElringKlinger-Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für die wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind.
In einigen Fällen verlangen die Hersteller von der ElringKlinger-Gruppe als Bedingung für die Auftragsvergabe, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben sowie kurze Wege zu den Werken der Fahrzeug- und Motorenhersteller spielen hier eine wesentliche Rolle. Derzeit befindet sich in Ungarn ein neuer Fertigungsstandort des Konzerns im Aufbau. Die 2015 gegründete Tochtergesellschaft ElringKlinger Hungary Kft. hat ihren Sitz in Kecskemét-Kádafalva und beliefert ab 2016 sowohl ungarische Werke deutscher OEMs als auch andere europäische Kunden mit Serienteilen. In Osteuropa verfügt ElringKlinger zudem über die im Werkzeugbau spezialisierte Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara, Rumänien. Daneben ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten.
Materialrisiken/Lieferantenrisiken
Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar.
Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.
Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) unterliegen einer hohen Volatilität. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können nicht vertraglich abgesichert werden.
Generell ist ElringKlinger darum bemüht, möglichst langfristige Abschlüsse mit seinen Rohstofflieferanten auszuhandeln. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft.
Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.
In Summe ist das Risiko übermäßiger Preiserhöhungen angesichts von rückläufigen Materialpreistendenzen und der bei vielen Rohstofflieferanten ausgeweiteten Abnahmemengen als überschaubar einzustufen.
Teilweise vereinbart ElringKlinger mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hier besteht das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.
Metallreste, die bei den Stanzprozessen anfallen, werden durch das hierfür eingerichtete Schrottmanagement verwaltet und wiederveräußert. Die Schrotterlöse federn mögliche Kostenerhöhungen zumindest teilweise ab.
Einkaufsvolumen der größten Lieferanten
Der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 20 %.
Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Um dem Risiko von produktionsbedingten Unterbrechungen oder Ausfällen infolge von Störungen in der Lieferantenkette entgegenzuwirken, verfolgt der Konzern grundsätzlich eine Mehrlieferantenstrategie: Für wesentliche Materialien und Zukaufteile sind mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen umfassenden Prüfungen unterzogen. 2015 betrug der Anteil der 30 größten Lieferanten am Konzern-Einkaufsvolumen rund 20 % (rund 20 %).
Mit Blick auf die Energieversorgung vor allem der deutschen Fertigungsstandorte ist mittelbar eine Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus russischer Herkunft erkennbar, obgleich deren mögliche Auswirkungen als gering einzuschätzen sind. Risikovorbeugungsmaßnahmen sind für das Unternehmen aufgrund des geringen Handlungsspielraums eingeschränkt.
Kundenrisiken
Ein schlagartiger Einbruch der Nachfrage bei einem bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe dieses Herstellers für die in dessen Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Teile signifikant zurückgehen.
Das Kundenrisiko hat aufgrund des Abgassachverhalts des Volkswagen-Konzerns tendenziell nochmals an Bedeutung gewonnen. Die Auswirkungen auf die Automobilbranche - Hersteller wie auch Zulieferunternehmen -lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht vollumfänglich abschätzen. Da der Mobilitätsbedarf global weiterhin wachsen wird, geht ElringKlinger jedoch allenfalls von einer Nachfrageverschiebung innerhalb der Hersteller aus. Dementsprechend sind für den Konzern mit seiner diversifizierten Kundenstruktur keine signifikanten Auswirkungen zu erwarten.
Diese hat ElringKlinger in den letzten Jahren ständig verbreitert, um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2015 bei rund 27 % (rund 26 %). Der umsatzstärkste Einzelkunde hat 11,7 % (10,4 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe im Geschäftsjahr 2015 beigetragen.
Lohnkostenrisiken
Nach den Materialkosten stellen die Lohnkosten den zweitgrößten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe dar. Ihr Anteil an den Umsatzkosten betrug im Geschäftsjahr 2015 25,2 % (23,4 %).
Mit 43,5 % (46,1 %) der Konzernmitarbeiter ist weiterhin ein großer Anteil der Belegschaft an den deutschen Standorten beschäftigt. Anhaltende Lohnsteigerungen im Inland könnten sich jedoch spürbar negativ auf die Ertragssituation des Konzerns in den kommenden Jahren auswirken. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG würde sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz zunehmend verschlechtern.
In den letztjährigen Tarifverhandlungen hat die IG Metall vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchsetzen können, die eine zunehmende Kostenbelastung für den Industriestandort Deutschland bedeuten: Die in Deutschland tariflich vereinbarten Lohnerhöhungen der letzten drei Jahre lagen bei 3,4 % ab Juli 2013, 2,2 % ab Mai 2014 sowie 3,4 % ab April 2015. Der Abschluss für 2016 zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft lag bei Druckfreigabe noch nicht vor. Mit offenen Tarifverhandlungen ist zudem generell ein Streikrisiko verbunden.
In Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 15 % (knapp 15 %) der Konzernbelegschaft tätig sind, liegt das Lohnkostenniveau dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Der Umstand, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen als im Inland, hat eine entlastende Wirkung. Dennoch ist auch auf diesen Märkten die Dynamik der zunehmenden Lohnentwicklung als latentes Risiko für die Ertragslage der Gruppe zu betrachten.
In der gesamtheitlichen Betrachtung stellt die Lohnkostenentwicklung der letzten Jahre ein moderates Risiko für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Konzern muss Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung begegnen, um seine internationale Wettbewerbsfähigkeit zu bewahren und die Beschäftigtenzahl im Inland zu sichern.
Im Falle einer unerwarteten rückläufigen Kundennachfrage wäre womöglich ein sprunghafter Anstieg der Personalaufwandsquote die Folge. Die bei einem etwaigen Anlagenausfall verursachten Kapazitätsengpässe könnten ebenfalls eine Erhöhung der Personalkosten (Leiharbeit, Nacht- und Wochenendarbeit) verursachen. Dank der Einführung von Zeitkonten, Schichtsystemen und befristeten Verträgen verfügt ElringKlinger über hinreichende Instrumente zur strategischen Personalplanung, die eine zeitnahe und flexible Reaktion auf derartige Szenarien ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2015 bei 19,9 % (19,6 %).
Personalrisiken
Als führender Technologiekonzern ist ElringKlinger in besonderer Weise auf das Engagement und die Erfahrung seiner Mitarbeiter angewiesen. Da sie wichtige Know-how-Träger für das Unternehmen darstellen, ist ElringKlinger stets darum bemüht, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten werden außerdem nicht bei einzelnen Mitarbeitern vereint, sondern breit innerhalb der jeweiligen Teams gestreut. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll die Fluktuationsquote auf einem Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich gehalten werden.
Die Altersstruktur innerhalb der Belegschaft weist ein ausgewogenes Verhältnis auf - über 50 % der Mitarbeiter ist zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 25 % ist jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.
Aufgrund des demografischen Wandels wird es für den Konzern tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, präsentiert sich ElringKlinger auf Hochschul-Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Außerdem bildet der Konzern zur Sicherung des Nachwuchses junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an.
IT-Risiken
Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig potenziellen Gefahren wie Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten ist ein kostbares Gut, deren Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen -angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktion bis hin zur Lieferkette. Dies hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten auswirken können.
ElringKlinger trägt Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die in erster Linie für die produktiven Abläufe von Relevanz sind, werden stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch die Schaffung von zusätzlichen Backup-Systemen oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen.
Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen in verschiedenen Gebäuden untergebracht und somit räumlich getrennt sind. Auf dieser Basis ist ein bestmöglicher Schutz vor Systemausfällen und Datenverlusten gewährleistet. Zusätzlich werden alle Daten der internationalen Standorte zentral gesichert.
Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen tragen dazu bei, unberechtigte Zugriffe von extern zu verhindern.
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken
ElringKlinger ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung ausgesetzt. Im Fall von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können derartige Kosten und Schadenersatzforderungen die Folge sein. Weiterhin könnte die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Bestimmte Einzelrisiken hinsichtlich von Qualitätsproblemen im Segment Erstausrüstung sind derzeit vorhanden, deren mögliche finanzielle Auswirkungen als moderat zu bezeichnen sind. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung gänzlich neuer Produkte -beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.
Mit Hilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt ElringKlinger für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart.
Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken
Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.
Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus ungesetzlichen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des Compliance-Systems und der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. Nach derzeitiger Einschätzung geht ElringKlinger jedoch von eher moderaten finanziellen Auswirkungen aus.
Strategische Risiken
Technologierisiken
Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität zu fertigen, um langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten zu erzielen (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht frühzeitig erkennen und verfolgen, könnte der Konzern seine Vorreiterrolle verlieren und mittelfristig seine Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährden.
Dieses Szenario würde sich mittel- bis langfristig in negativer Weise auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. ElringKlinger investiert daher deutlich über dem Branchendurchschnitt in Forschung und Entwicklung -rund 5 % vom Umsatz werden jedes Jahr dafür eingesetzt. In den letzten fünf Jahren sind zudem hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Wesentliche Technologien und Verfahren sichert ElringKlinger durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden.
Das Unternehmen konzentriert die Entwicklungsaktivitäten konsequent auf ein Kernthema der Automobilindustrie, nämlich auf die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Als einer von nur wenigen Zulieferern weltweit hat sich ElringKlinger schon frühzeitig und mit hohem Aufwand mit neuen Produkten für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik oder in der Brennstoffzellentechnologie. Hinzu kommt modernste Technologie in der Abgasreinigung. Da diese neuen Geschäftsbereiche aber noch keine wesentlichen Umsatzbeiträge leisten, wäre mit einem durchgreifenden schnellen Technologiewandel die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen verbunden; diese hätte verstärkten Preisdruck zur Folge.
In Summe ist die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen; die möglichen finanziellen Auswirkungen werden als moderat bewertet.
Externes Wachstum/Akquisitionen
Die Konsolidierungsphase in der Automobilzulieferindustrie hält weiter an. Für ElringKlinger bietet sich vor diesem Hintergrund mittelfristig die Chance, durch gezielte Zukäufe schneller in regionale Märkte und neue Technologiefelder eintreten zu können.
Akquisitionen sind prinzipiell mit dem Risiko verbunden, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Aufwendungen für unvorhergesehene Restrukturierungsmaßnahmen könnten die Folge sein, die die Konzernmarge zumindest temporär belasten. Höhere Investitionen als ursprünglich geplant könnten zudem erforderlich werden, was einen größeren Finanzierungsbedarf nach sich zieht. Technologiezukäufe bergen außerdem das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen oder gewünschten Umfang realisiert werden kann und die Produkte letztlich beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen.
ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen generell eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte zusätzlich mit Hilfe von internen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität geprüft, im Detail analysiert und bewertet.
ElringKlinger tätigt eine Akquisition grundsätzlich nur dann, wenn abzusehen ist, dass die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns mittelfristig erreicht werden kann. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.
Im Rahmen von jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall
Das Risiko von Zahlungsausfällen bei den Kunden ist angesichts der soliden Branchenkonjunktur in Nordamerika, Westeuropa und weiten Teilen Asiens für ElringKlinger insgesamt als relativ gering einzuschätzen. Durch den breit diversifizierten Kundenkreis ist das Risiko hoher Forderungsausfälle eingeschränkt. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2015 zwischen 14,8 und 28,1 Mio. Euro (13,4 und 21,8 Mio. Euro) gelegen.
Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Die Kreditvergabepraxis der Banken gestaltet sich seit der Finanzkrise und angesichts verschärfter Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern das Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf generell steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für ElringKlinger auswirken.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist das Finanzierungsrisiko latent vorhanden -trotz der deutlich verbesserten Ertragssituation in der Branche und extrem niedriger Marktzinsen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist weiterhin nicht auszuschließen.
Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von 48,5 % (49,7 %) und einem Verschuldungsfaktor (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 2,2 (1,5) unkritisch dar. Der Konzern erzielte 2015 mit 123,3 (149,9) Mio. Euro einen Cashflow aus betrieblicher Leistung, der den Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie für die Investitionen in Sachanlagen zu einem großen Teil abdeckte. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 101,0 (87,7) Mio. Euro zur Verfügung.
Zum 31. Dezember 2015 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten. Auch für das Jahr 2016 kann nach allen derzeit vorliegenden Informationen davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Financial Covenants erfüllt werden können. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.
Währungsrisiken
Die Geldpolitiken der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).
Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging).
Währungsrisiken ergeben sich zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. In Summe ergab sich 2015 ein positiver Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von insgesamt 69,6 Mio. Euro, nach einem negativen Effekt im Geschäftsjahr 2014. In Summe dürften 2016 die Chancen auf umsatz- und ergebniserhöhende Effekte aus der Währungstranslation überwiegen.
Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren. Im Geschäftsjahr 2015 verbuchte der Konzern ein Währungsergebnis in Höhe von 3,2 (10,0) Mio. Euro.
Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.
Die währungsbedingte Veränderung der Wettbewerbsfaktoren der Schweizer Standorte der Hug Engineering AG, Elsau, sowie der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, könnte dazu führen, dass Projekte alternativ an Standorten der ElringKlinger-Gruppe im Euroraum vergeben werden. Da wesentliche Wettbewerber der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in der Schweiz produzieren, ist das Risiko derzeit noch überschaubar. Aufgrund der Tatsache, dass die Einkaufsvolumina der Hug Engineering AG größtenteils auf Euro umgestellt wurden, konnte das Währungsrisiko weiter eingegrenzt werden.
Zinsrisiken
Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 nach Laufzeiten ist im Konzernanhang dargestellt.
Sollten die im Langfristvergleich derzeit sehr niedrigen Marktzinsen spürbar anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und infolge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten).
Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist ebenfalls im Konzernanhang dargestellt.
Einsatz derivativer Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente setzt ElringKlinger nur in Einzelfällen ein, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (Nickel). Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisschwankungen eingesetzt werden, liegen die benötigten physischen Bezugsmengen in jedem Falle zugrunde.
Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen sicherte ElringKlinger auch im Jahr 2015 über ein rollierendes System ab. Zum 31. Dezember 2015 waren rund 20 % der kalkulierten Abnahmemengen über Nickeltermingeschäfte abgesichert.
Chancen
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung
Ein zentrales Thema der Automobilindustrie bleibt die Emissionsreduzierung. Für die Europäische Union gelten mit die strengsten Emissionsvorschriften weltweit. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen von der im Jahr 2015 geltenden Höchstgrenze von 130 g/km auf 95 g/km bis 2021 verringert werden. Für 90 % der Fahrzeugflotte der Hersteller sind diese Vorgaben bereits 2020 verbindlich. Doch dieser Wert markiert nicht den Endpunkt, in Brüssel werden noch niedrigere Grenzwerte zwischen 75 bis 65 g/km für das Jahr 2025 diskutiert. Auch die USA und die Volksrepublik China sehen sich zusehends anspruchsvolleren Emissionsgrenzen gegenüber: In den USA gilt es, den CO2 -Ausstoß bis zum Jahr 2021 auf 132 g/km zu reduzieren; in China -dem mittlerweile größten Automobilmarkt der Welt -schreibt die Regierung bis 2020 eine Verminderung auf 117 g/km vor. Hinzu kommt, dass sich Schwellenländer wie Indien bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.
Fast 30 % weniger CO2-Ausstoß
Innerhalb der Europäischen Union muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen bis zum Jahr 2021 auf 95 g/km verringert werden.
Für den ElringKlinger-Konzern bietet dieses gesetzgeberische Umfeld erhebliches Entwicklungs- und Umsatzsteigerungspotenzial für die kommenden Jahre. Durch den Trend zu immer effizienteren Motoren nehmen die Anforderungen an Dichtungstechnologie und Abschirmsysteme weiter zu -für ElringKlinger ergeben sich daraus zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader, im Abgassystem, aber auch im Leichtbau.
Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen zunehmend Marktanteile. Die Fahrzeughersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Flotte die strengen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können.
Für ElringKlinger ergibt sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen: Zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten können bei Hybridfahrzeugen auch Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule für den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.
Um das von der deutschen Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2020 doch noch zu verwirklichen, wird über verschiedene finanzielle Förderungsmaßnahmen, insbesondere die Einführung einer staatlichen Kaufprämie je Elektroauto diskutiert. Sollte es zu einer derartigen Förderung kommen, könnte der finanzielle Anreiz zu einem Umdenken in der Bevölkerung beitragen und zu steigenden Absätzen elektrisch betriebener Pkw führen. Fördermaßnahmen in den Ausbau der Elektro-Infrastruktur und eine verbesserte Batterietechnologie würden diese Entwicklung unterstützen. Unabhängig von der Bewertung der verschiedenen Fördermöglichkeiten würde Elring-Klinger von steigenden Absätzen in der Elektromobilität unmittelbar profitieren, da der Bereich E-Mobility des Unternehmens Zellkontaktiersysteme an verschiedene Pkw-Hersteller liefert.
Darüber hinaus ist das Thema Emissionsreduzierung auch außerhalb der Automobilindustrie von zunehmender Bedeutung. Strengere Emissionsvorschriften gelten verstärkt ab 2016 für stationäre Motoren, Schiffsmotoren und Baumaschinen. In diesen Nischenmärkten gibt es beträchtliches Potenzial für die Systeme des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung.
Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatzpotenziale können hinsichtlich der möglichen finanziellen Perspektiven für den Konzern als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit dem vorhandenen Produktportfolio und seiner Entwicklungskompetenz nutzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften
Die weltweit immer strikteren Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen Technologietrends. Nur mit Hilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken wird es möglich sein, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber in die Realität umzusetzen.
Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit der vorhandenen Kompetenz in der Materialbearbeitung, im Werkzeugbau sowie in Entwicklungs- und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen zu entwickeln und in den Markt einzuführen, werden die sich daraus ergebenden Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns durchaus als wesentlich eingestuft.
Erweiterung des Leistungsspektrums
Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, um das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how gezielt zur Ergänzung bzw. Erweiterung des Leistungsspektrums einzusetzen.
Da dies bereits umfänglich im FuE-Bericht des Konzerns beschrieben ist, sollen an dieser Stelle die Kompetenzen rund um neue Materialkonzepte im Bereich Leichtbau sowie alternative Antriebs- und Energieversorgungstechnologien in den Bereichen Batterietechnik und Brennstoffzelle als Beispiele genügen. Durch verschärfte Emissionsvorschriften auch außerhalb der Automobilindustrie eröffnen sich zunehmend interessante Nischenmärkte im Bereich Abgastechnologie. Auch für den Bereich Kunststofftechnik ergeben sich mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik laufend neue Perspektiven.
Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Produktportfolios Wachstum zu generieren, um das ausgegebene Ziel eines organischen Umsatzwachstums von 5 bis 7 % im Jahr zu erreichen.
Neue Absatzmärkte
Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für das bestehende ElringKlinger-Produktportfolio: In erster Linie ist in diesem Zusammenhang die ASEAN-Region zu nennen. Aber auch in den BRIC-Staaten besteht für den Konzern die Möglichkeit zur Absatzerweiterung, da alle Produktgruppen vor Ort gefertigt und auf den regionalen Märkten angeboten werden.
Für das Ersatzteilgeschäft eröffnen sich durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme sowie durch die Erschließung neuer Absatzregionen, allen voran in Nordamerika und Asien, weitere Wachstumschancen. Das Ersatzteilsegment des ElringKlinger-Konzerns unter der Marke "Elring - Das Original" hat seine Aktivitäten im Geschäftsjahr 2015 in Asien gezielt ausgebaut. Dabei wurde insbesondere mit der Erschließung des chinesischen Ersatzteilmarkts gegen die Vielzahl an lokal ansässigen Anbieter begonnen, die im Jahr 2016 weiter vorangetrieben wird.
Branchenkonsolidierung/M&A
Das an der Pkw-Produktion gemessene Wachstum der Automobilbranche wird für die kommenden Jahre vor allem in Asien und in Nordamerika erwartet. Dies stellt viele nationale mittelständische Automobilzulieferunternehmen mittelfristig vor große Herausforderungen, da sie sich noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben. Zudem bewältigen die Zulieferer einen stetig steigenden Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug. Sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich steigenden Finanzierungsrisiken konfrontiert.
Es ist davon auszugehen, dass die Konsolidierungswelle in der Zuliefererbranche in den kommenden Jahren weiter anhalten wird. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter genannten Rahmenbedingungen weiterhin gegeben.
Für den ElringKlinger-Konzern ergibt sich daraus die Möglichkeit, durch Übernahmen das Technologieportfolio zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition auszubauen. Teilweise scheiden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Markt aus. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls auch umzusetzen. Es ist davon auszugehen, dass ElringKlinger in den nächsten Jahren Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Sie können, gemessen am Ergebnisbeitrag für den Konzern, von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.
Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen
Das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich bewährt. Seine Wirksamkeit hat es insbesondere bei der erfolgreichen Bewältigung der schweren Wirtschaftskrise 2008/09 unter Beweis gestellt. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie E-Mobility oder Abgasreinigung hat das Unternehmen rechtzeitig und nachhaltig investiert.
In der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken ist festzustellen, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr im Kern nahezu unverändert darstellt. Einige der den Konzern betreffenden Risiken sind geopolitischer bzw. externer Art und können nicht oder nur sehr begrenzt von ElringKlinger aktiv gesteuert werden. Gewichtet man die Risikorelevanz mit Blick auf die mögliche Ergebnisauswirkung, stellen die Risiken eines schlagartigen Markteinbruchs, eines rapiden Umbruchs in der Antriebstechnologie sowie eines sprunghaften Anstiegs der Materialpreise die Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern dar.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Jahresverlauf 2015 in Westeuropa und Nordamerika weiter verbessert. Dagegen bleiben die politische und konjunkturelle Situation in Russland und im Nahen Osten sowie die ökonomische Schieflage in Brasilien weiterhin risikobehaftet. Hinzu kommt die konjunkturelle Abkühlung in China, die in einem stärkeren Ausmaß ein zunehmendes Risiko darstellen würde. Strategische Risiken sind unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus Wechselkursschwankungen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert auf einem hohen Niveau.
Der ElringKlinger-Konzern ist mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und seiner flexiblen Kostenstruktur in der Lage, bei Bedarf zeitnah und durchgreifend mit den entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die den Bestand des ElringKlinger-Konzerns oder deren Ausschüttungsfähigkeit gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 48,5 % (49,7 %) sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch im unwahrscheinlichen Fall einer länger andauernden Krise ab.
Die größten Chancen ergeben sich aus dem Technologietrend hin zum verbrauchsärmeren Motor, der untrennbar mit der Klimawandelproblematik und der weltweit verschärften Emissionsgesetzgebung verbunden ist. Mit Produkten rund um das Thema der alternativen Antriebs- und Energieversorgung und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist gut positioniert, sich bietende Chancen in Zukunft aktiv zu ergreifen und bei einem überschaubaren Risikoprofil auch in den kommenden Jahren 3 bis 5 Prozentpunkte stärker zu wachsen als die weltweite Automobilproduktion.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Vorstände
Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: zum einen nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) und zum anderen nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.
Vergütungssystem bis 31. Dezember 2013
Das bis zum 31. Dezember 2013 geltende Vergütungssystem wurde zum 1. Januar 2014 abgelöst, lediglich die den Mitgliedern des Vorstands im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung zugeteilten Partizipationsrechte (sogenannte Stock Appreciation Rights) bleiben bis zum Ablauf der Halte- bzw. Ausübungsfristen bestehen. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres -beginnend 2013 -jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre. Mit Abschluss der neuen Vorstandsdienstverträge wurde die bestehende aktienbasierte Zusatzvergütung beendet. Die noch zur Rücknahme anstehenden Tranchen bleiben bis zum Ablauf der Haltefristen weiter bestehen.
Vergütungssystem ab 1. Januar 2014
Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält ebenfalls fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus
1. Jahresfixgehalt
2. Long Term Incentive I (LTI I)
3. Long Term Incentive II (LTI II)
4. Nebenleistungen
5. D&O Versicherung
6. Ruhegehalt
Festes Jahresgehalt
Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.
Long Term Incentive I (LTII) (jährliche Tantieme)
Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzernergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwerts. Der Long Term Incentive I entspricht den bisherigen Regelungen der jährlichen Tantieme und vergütet die Tätigkeit für ein Geschäftsjahr. Der LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen die Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.
Beispielrechnung LTI I
EBIT Durchschnitt
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| 193.000.000 Variable Vergütung | Deckelung Fixgehalt 2015* 3 | ||
|---|---|---|---|
| Dr. Wolf | 0,80% | 1.544.000 | 1.521.000 |
| Becker | 0,60% | 1.158.000 | 1.179.000 |
| Schmauder | 0,60% | 1.158.000 | 1.179.000 |
| 3.860.000 | 3.879.000 |
Long Term Incentive II (LTI II)
Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Der LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierenden Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus dem laufenden sowie den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:
EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)
Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzernergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote.
Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichsgruppe ("Peer Group") abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzerneigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar des Geschäftsjahres. 90 % des auf den LTI II entfallenden Betrages werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrages erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandmitglied darf vor Ablauf von drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.
Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.
Bei Beendigung des Dienstvertrages kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.
Beispielrechnung LTI II
Mittelwert EVA
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| 79.500.000 Variable Vergütung | Deckelung Fixgehalt 2015* 2 | ||
|---|---|---|---|
| Dr. Wolf | 1,25% | 993.750 | 1.014.000 |
| Becker | 1,00% | 795.000 | 786.000 |
| Schmauder | 1,00% | 795.000 | 786.000 |
| 2.583.750 | 2.586.000 |
Nebenleistungen
Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.
D&O Versicherung
Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.
Ruhegehalt
Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres. Dieser Anspruch entsteht ebenfalls, wenn der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen sowie wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz beläuft sich auf 3 % bzw. 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.
Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld.
Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrags oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 %, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.
Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrages nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.
Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge
Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Die nächste Prüfung erfolgt zum 1.Januar 2017.
Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.
Abfindungs-Cap
Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (" Abfindungs-Cap") und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrages nicht überschreiten.
Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungscaps nicht überschreiten.
Darlehen an Vorstandsmitglieder
Weder im Jahr 2014 noch im Jahr 2015 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.
Vorstandsvergütung 2015
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015.
Vorstandsvergütung 2015 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||||||
| fixe Vergütung | 526 | 556 | 392 | 418 | 390 | 413 | 1.308 | 1.387 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 1.249 | 1.182 | 934 | 888 | 934 | 888 | 3.117 | 2.958 |
| Summe | 1.775 | 1.738 | 1.326 | 1.306 | 1.324 | 1.301 | 4.425 | 4.345 |
| langfristige Vergütung | ||||||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 564 | 452 | 451 | 362 | 451 | 362 | 1.467 | 1.176 |
| Summe | 564 | 452 | 451 | 362 | 451 | 362 | 1.467 | 1.176 |
| Gesamtvergütung | 2.339 | 2.190 | 1.777 | 1.668 | 1.775 | 1.663 | 5.892 | 5.521 |
Pensionszusagen
Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 236 | 238 | 155 | 153 | 130 | 132 | 521 | 523 |
| Barwert (DBO) | 4.091 | 3.995 | 3.106 | 3.025 | 4.197 | 4.007 | 11.394 | 11.027 |
Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex
Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2015 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015. Zur Darstellung wird auf die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zurückgegriffen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden Zuwendungen, die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 gewährt wurden:
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Theo Becker | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK | Min. | Max. | Min. | Max. | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2015 | 2015 | 2014 | 2015 | 2015 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||||
| Festes Jahresgehalt | 480 | 507 | 507 | 507 | 372 | 393 | 393 | 393 |
| Nebenleistungen | 46 | 49 | 49 | 49 | 20 | 25 | 25 | 25 |
| Summe | 526 | 556 | 556 | 556 | 392 | 418 | 418 | 418 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||||
| Einjährige variable Vergütung | 1.249 | 1.182 | 0 | 1.521 | 934 | 888 | 0 | 1.179 |
| Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 20132017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 565 | 0 | 0 | 0 | 451 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 560 | 0 | 0 | 0 | 447 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 | 552 | 0 | 0 | 0 | 443 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 447 | 0 | 1.014 | 0 | 357 | 0 | 786 |
| Summe | 2.926 | 1.629 | 0 | 2.535 | 2.275 | 1.245 | 0 | 1.965 |
| Versorgungsaufwand | 236 | 238 | 238 | 238 | 155 | 153 | 153 | 153 |
| Gesamtvergütung | 3.688 | 2.423 | 794 | 3.329 | 2.822 | 1.816 | 571 | 2.536 |
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| Karl Schmauder | Gesamt | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK in TEUR |
2014 | 2015 | Min. 2015 | Max. 2015 | 2014 | 2015 | Min. 2015 | Max. 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung Festes Jahresgehalt | 372 | 393 | 393 | 393 | 1.224 | 1.293 | 1.293 | 1.293 |
| Nebenleistungen | 18 | 20 | 20 | 20 | 84 | 94 | 94 | 94 |
| Summe | 390 | 413 | 413 | 413 | 1.308 | 1.387 | 1.387 | 1.387 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||||
| Einjährige variable Vergütung | 934 | 888 | 0 | 1.179 | 3.117 | 2.958 | 0 | 3.879 |
| Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 20132017 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 451 | 0 | 0 | 0 | 1.467 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 447 | 0 | 0 | 0 | 1.454 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 | 443 | 0 | 0 | 0 | 1.438 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2015-2017 | 0 | 357 | 0 | 786 | 0 | 1.161 | 0 | 2.586 |
| Summe | 2.275 | 1.245 | 0 | 1.965 | 7.476 | 4.119 | 0 | 6.465 |
| Versorgungsaufwand | 130 | 132 | 132 | 132 | 521 | 523 | 523 | 523 |
| Gesamtvergütung | 2.795 | 1.790 | 545 | 2.510 | 9.305 | 6.029 | 1.910 | 8.375 |
Die Tabelle zeigt im Gegensatz zu DRS 17 für den LTI II die in 2015 gewährte langfristige Vergütung. In 2014 sind zusätzlich die LTI II der Jahre 2015 und 2016 enthalten, die aufgrund der damaligen Neufassung der Vorstandsdienstverträge im Sinne des Corporate Governance Kodex gewährt wurden. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.
In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2015 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2015 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2015 aus.
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| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK | ||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||||
| Festes Jahresgehalt | 480 | 507 | 372 | 393 | 372 | 393 | 1.224 | 1.293 |
| Nebenleistungen | 46 | 49 | 20 | 25 | 18 | 20 | 84 | 94 |
| Summe | 526 | 556 | 392 | 418 | 390 | 413 | 1.308 | 1.387 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||||
| Einjährige variable Vergütung | 1.249 | 1.182 | 934 | 888 | 934 | 888 | 3.117 | 2.958 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 565 | 0 | 451 | 0 | 451 | 0 | 1.467 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 0 | 452 | 0 | 362 | 0 | 362 | 0 | 1.176 |
| Summe | 1.814 | 1.634 | 1.385 | 1.250 | 1.385 | 1.250 | 4.584 | 4.134 |
| Versorgungsaufwand | 236 | 238 | 155 | 153 | 130 | 132 | 521 | 523 |
| Gesamtvergütung | 2.576 | 2.428 | 1.932 | 1.821 | 1.905 | 1.795 | 6.413 | 6.044 |
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte wurde im Berichtsjahr angepasst. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 13. Mai 2015 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen und einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 20 (Vj. TEUR 10). Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %. Er ist seit dem Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 40 pro Mitglied des Aufsichtsrats beschränkt.
Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.
Bezüge des Aufsichtsrats 2015
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 774 (2014: TEUR 608). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 0 (2014: TEUR 2) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| TEUR | fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Walter Herwarth Lechler | 68 | 48 | 57 | 57 | 125 | 105 |
| Markus Siegers | 41 | 25 | 43 | 43 | 84 | 68 |
| Gert Bauer | 10 | 18 | 10 | 29 | 20 | 47 |
| Ernst Blinzinger | 16 | 0 | 18 | 0 | 34 | 0 |
| Nadine Boguslawski | 16 | 0 | 18 | 0 | 34 | 0 |
| Armin Diez | 28 | 18 | 29 | 29 | 57 | 47 |
| Klaus Eberhardt | 32 | 22 | 29 | 29 | 61 | 51 |
| Pasquale Formisano | 24 | 14 | 29 | 29 | 53 | 43 |
| Rita Forst | 16 | 0 | 18 | 0 | 34 | 0 |
| Dr. Margarete Haase | 8 | 14 | 10 | 29 | 18 | 43 |
| Paula Monteiro-Munz | 28 | 18 | 29 | 29 | 57 | 47 |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs | 24 | 13 | 29 | 29 | 53 | 42 |
| Gabriele Sons | 32 | 19 | 41 | 11 | 73 | 29 |
| Manfred Strauß | 24 | 14 | 29 | 29 | 53 | 43 |
| Gerhard Wick | 8 | 14 | 10 | 29 | 18 | 43 |
| Gesamtbetrag | 375 | 237 | 399 | 372 | 774 | 608 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.
Angaben nach § 289 Abs. 4 und nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2015 unverändert bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2015 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
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| Walter H. Lechler, Stuttgart | Insgesamt 22,059 % (davon werden ihm 10,0127 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
| Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart | 10,031 % |
Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2020.
Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.
Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche
Mit verhaltenem Optimismus blicken Ökonomen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft 2016. Nach 3,1 % im Jahr 2015 wird laut Internationalem Währungsfonds (IWF) die globale Konjunktur 2016 mit einer Expansion um 3,4 % leicht anziehen. Die Nachfrageimpulse aus den USA und Europa sollen das globale Wachstum stützen, während die gebremste Dynamik in China und die anhaltende Rezession der rohstoffexportierenden Schwellenländer für wenig Euphorie sorgen. Für den globalen Fahrzeugmarkt erwarten Marktbeobachter maximal ein leicht höheres Wachstum als im Vorjahr, in dem die Pkw-Verkäufe weltweit um rund 2 % zulegten.
Internationales Konjunkturumfeld bleibt anspruchsvoll
Trotz der noch unwägbaren Auswirkungen des massiven Flüchtlingszustroms stehen die Chancen für einen anhaltenden Aufschwung in Europa gut. Die Eurozone sollte schwächere Nachfrageimpulse aus den Schwellenländern weitgehend durch positive Effekte aufgrund des niedrigen Ölpreises und der lockeren Geldpolitik kompensieren können. Gestützt vom privaten Konsum und Bausektor wird sich die deutsche Wirtschaft 2016 mit dem Euroraum im Gleichschritt befinden.
Die USA dürfte ihren Wachstumskurs beibehalten, allerdings trübten sich die Konjunkturerwartungen zum Jahresbeginn angesichts der Schwäche in der Ölindustrie und dem unter der schleppenden Weltnachfrage und dem starken Dollar leidenden verarbeitenden Gewerbe ein. Der hohe private Konsum aufgrund guter Beschäftigungslage und verbesserte Staatsfinanzen sollten dagegen weiterhin Wachstumstreiber darstellen.
Die stark auf den Rohstoffsektor ausgerichteten Länder Brasilien und Russland werden 2016 ihren massiven Wirtschaftseinbruch bestenfalls eindämmen können. Eine Trendwende wird für diese Länder, die zudem unter politischen Krisen und fehlenden Strukturreformen leiden, jedoch nicht erwartet.
Trotz der nachlassenden Dynamik in China dürfte Asien auch 2016 die höchsten Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnen. Chinas Wirtschaftswachstum hatte 2015, unter anderem durch den von der Regierung angestrebten Übergang zu einer stärker konsumtiv und vom Dienstleistungssektor angetriebenen Volkswirtschaft, zunehmend an Schwung verloren. Für 2016 sagen die IWF-Experten eine weitere, leichte Abkühlung voraus. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wird damit jedoch auf absolutem Niveau weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum globalen Wachstum leisten. Indien dürfte 2016 dagegen weiter expandieren und wird damit die höchste Wachstumsrate unter den großen Schwellenländern aufweisen.
In Japan wird sich die wirtschaftliche Lage weiter nur schleppend verbessern. Hier wird allenfalls mit leichten Zuwächsen gerechnet.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr
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| 2015 | Prognose 2016 | Prognose 2017 | |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,1 % | 3,4 % | 3,6 % |
| Deutschland | 1,5 % | 1,7 % | 1,7 % |
| Eurozone | 1,5 % | 1,7 % | 1,7 % |
| USA | 2,5 % | 2,6 % | 2,6 % |
| Brasilien | -3,8 % | -3,5 % | 0,0 % |
| China | 6,9 % | 6,3 % | 6,0 % |
| Indien | 7,3 % | 7,5 % | 7,5 % |
| Japan | 0,6 % | 1,0 % | 0,3 % |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2016)
Automobiljahr 2016: Herausforderungen nehmen zu
Mit Blick auf die konjunkturellen und weltpolitischen Unsicherheiten wird das Automobiljahr 2016 vorsichtig optimistisch eingeschätzt. Unter der Annahme, dass sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, rechnet der deutsche Branchenverband VDA für den Welt-Automarkt mit einem Zuwachs von etwa 2 %, das Car-Center der Uni Duisburg-Essen mit einem gegenüber 2015 leicht höheren Marktwachstum von 2,7 %. Das Wachstum wird dabei wie im vergangenen Jahr von den drei größten Märkten China, NAFTA und Westeuropa getragen. ElringKlinger geht für 2016 von einer Ausweitung der Weltfahrzeugproduktion von rund 1 bis 2 % aus.
Westeuropas Automarkt mit weniger Umdrehungen
Nach einem starken Aufholjahr 2015 wird der westeuropäische Fahrzeugmarkt 2016 voraussichtlich deutlich weniger zulegen. Niedrige Zinsen und hohe Rabatte treiben die Konsumbereitschaft an, gleichzeitig dürften die Zuwächse auf den fünf größten westeuropäischen Märkten spürbar geringer als im Vorjahr ausfallen. Großbritannien, in dem der Automarkt nun drei Jahre boomte, und Spanien tendieren 2016 voraussichtlich nur seitwärts. In Frankreich und Italien wird sich die Erholung mit geringerer Drehzahl fortsetzen. Für den deutschen Pkw-Markt prognostiziert der VDA nur einen leichten Zuwachs bei den Neuzulassungen. Die deutschen Pkw-Exporte und die Inlandsproduktion dürften nach Angaben des VDA 2016 jeweils um 1 % ansteigen.
Insgesamt erwarten Branchenexperten für den westeuropäischen Markt eine Zunahme der Neuzulassungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Schwächeres Wachstum in den USA
Auch der US-Markt wird 2016 nicht mehr an die Zuwächse des Vorjahres anknüpfen können. Der Trend zum Light-Truck-Segment, in dem die deutschen Hersteller 2015 ihren Marktanteil steigerten, wird angesichts niedriger Kraftstoffpreise fortbestehen. Insgesamt schätzt der VDA das Marktwachstum in den USA auf etwa 1 %.
Wenig Perspektive für Krisenmärkte Russland und Brasilien
Nach der drastischen Talfahrt der Automärkte in Russland und Brasilien im Jahr 2015 sind die Prognosen für 2016 nur leicht besser. Russland könnte sich 2016 bestenfalls auf dem Vorjahresniveau halten, während die Rückgänge in Brasilien noch im einstelligen Minusbereich liegen dürften.
Automarkt China wächst weiter
Beim weltweit größten Einzelmarkt China, der 2015 durchwachsen verlief und das Jahr mit einer Zunahme um 9,1 % schloss, gehen die Erwartungen unabhängiger Marktbeobachter für 2016 von 1 bis 8 % weit auseinander. Die seit Oktober 2015 geltende Steuererleichterung für Kleinwagen dürfte auch 2016 einen unterstützenden Effekt haben. Auf Basis des mittlerweile erreichten Niveaus und dem absoluten Wachstum werden in China selbst bei niedrigeren Zuwachsraten hohe Stückzahlen abgesetzt. ElringKlinger rechnet für den chinesischen Autoabsatz mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Indien sollte 2016 mit weiteren Zuwächsen im mittleren einstelligen Prozentbereich aufwarten können.
Trotz des Absatzrückgangs um rund 10 % in Japan im Jahr 2015 wird hier für 2016 wenig Potenzial nach oben gesehen.
Mittelfristig sehen Branchenkenner ein durchschnittliches Wachstum des globalen Fahrzeugmarkts bis zum Jahr 2020 zwischen 2 und 3 %. Tragende Säulen für die absoluten Volumina werden dabei zwar weiterhin die Märkte Asien, NAFTA und Westeuropa sein. Eine weitere Expansion der Triademärkte (NAFTA, Westeuropa, Japan) ist nicht zu erwarten. Stattdessen werden die restlichen asiatischen Länder und andere Schwellenländer expandieren. Ab 2017 sollen demnach auch Russland und Südamerika wieder stark zulegen. Das größte Potential in absoluten Zuwächsen dürfte weiterhin von China ausgehen. Es wird erwartet, dass die Zahl der Haushalte in China mit der für den Kauf des Erstautos ausschlaggebenden Einkommensgrenze von mehr als 10.000 Dollar kontinuierlich ansteigen wird. Zudem birgt die geringe Fahrzeugdichte von rund Hundert je 1000 Einwohner mittelfristig beachtliches Aufwärtspotenzial.
Mittelfristprognose: Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Absatz Light Vehicles)
nach Regionen 2015-2020
Quelle: IHS, HSBC
Top 5 Westeuropa: -0,1 %
Europa Rest (ohne Russland): 5,1 %
Nordamerika: -0,7 %
Südamerika: 3,0 %
Mittlerer Osten / Afrika: 4,0 %
China: 3,8 %
ASEAN + Indien: 8,7 %
Japan, Korea, Ozeanien: -1,7 %
Mit Blick auf alternative Antriebe geht ElringKlinger davon aus, dass mittel- bis langfristig der Verbrennungsmotor die vorherrschende Antriebsart bleiben wird. Dennoch wird der Trend zur Umstellung der Mobilität auf nachhaltige Energieträger und weniger Emissionen an Bedeutung gewinnen. Nach derzeitigen Schätzungen wurden 2015 weltweit 2,7 Mio. Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Hybridantriebe eingeschlossen) abgesetzt -ein Anteil von rund 3 % am weltweiten Gesamtvolumen. Studien zufolge könnte die Anzahl auf etwa 9 Mio. Fahrzeuge bis 2020 ansteigen. Dabei dürfte in den Regionen USA, Europa und Japan die Hybridtechnologie dominieren, während reine Elektro- und Plug-in-Hybride vorwiegend in China gefragt sein sollten.
90 % der Neufahrzeuge
werden im Jahr 2021 noch mit konventionellem Benzin- oder Dieselantrieb ausgestattet sein. Der Rest: Hybridantriebe und nur ca. 2 % reine Elektrofahrzeuge (Quelle: PwC Auto facts, Mai 2015)
Durch seine Vorort-Präsenz auf allen bedeutenden Fahrzeugmärkten weltweit nimmt der ElringKlinger-Konzern unmittelbar am globalen Wachstum teil. Der von ElringKlinger direkt in Asien und dem NAFTA-Raum erzielte Anteil am Konzernumsatz stieg 2015 auf 37,6 % (33,6 %). Inklusive der Exporte erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern rund 50 % der Erstausrüstungsumsätze in diesen Regionen. Rund 25 % seiner Erstausrüstungsumsätze erzielte der Konzern mit den deutschen Premiumherstellern und Tier-1-Zulieferern, die in hohem Maße von der starken Nachfrage aus China und den USA profitieren. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen mit dem Angebot einer kontinuierlich steigenden Anzahl an Produkten je Fahrzeug über eine gute Basis, um überproportionales Wachstum zu erzielen. Als einer von wenigen Automobilzulieferern weltweit, entwickelt und produziert ElringKlinger Komponenten für alle Antriebsarten.
Nutzfahrzeug-Markt 2016 wird schwächer
Nach der soliden Entwicklung 2015 auf dem nordamerikanischen und westeuropäischen Nutzfahrzeugmarkt wird für 2016 eine schwächere Gesamtentwicklung prognostiziert. Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw in Europa wird nach Schätzungen des VDA um rund 5 % ansteigen. Für Deutschland wird ein Zuwachs um 1 % erwartet.
Eine deutlich schwächere Entwicklung sehen die Branchenexperten auf dem nordamerikanischen Truckmarkt. Aktuellen Prognosen zufolge werden dort nicht mehr die hohen Verkaufsvolumina des Vorjahrs erreicht werden, als insgesamt 248.890 schwere Lkw (Class 8) neu zugelassen wurden. Der Absatz dieser Heavy-Trucks könnte demnach um bis zu 16 % gegenüber Vorjahr zurückgehen.
Die Nutzfahrzeugindustrie in Brasilien wird angesichts der wirtschaftlichen Flaute auch 2016 ein schwaches Jahr durchlaufen. Auf niedriger Basis könnten hier jedoch die Vorjahreszahlen gehalten werden.
Von einem Anstieg der Lkw-Produktionszahlen in den Triade-Märkten wird ElringKlinger unmittelbar profitieren können. Insbesondere im Bereich Kunststoffgehäusemodule setzt sich der Trend zum Ersatz von Metallkomponenten durch leichtere Kunststoffkomponenten auch im Nutzfahrzeugbereich weiter fort. Durch die steigende Anzahl an Teilen pro Fahrzeug wird das Unternehmen in den kommenden Jahren überdurchschnittlich am Marktwachstum teilhaben.
Ausblick Konzern
Automobilbranche im Wandel
Immer strengere Regulierungsvorschriften und ein zunehmender globaler Bedarf an Mobilität verändern die Automobilbranche. Knappe Ressourcen und steigendes Umweltbewusstsein erfordern die Entwicklung neuer Antriebstechnologien. Gleichzeitig sind die verfügbaren neuen Technologien heute noch nicht so weit, die Mobilitätsansprüche der Kunden hinsichtlich Preis, Reichweite und Ladekomfort zu erfüllen. Daher wird der Verbrennungsmotor weiter optimiert, um die vorgeschriebenen Emissionsrichtwerte zu erfüllen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren. Vor allem durch Downsizing und Leichtbau soll der CO2 -Ausstoß, dessen Zielmarke in der EU 2015 noch 130 g/km betrug, bis zum Jahr 2021 auf durchschnittlich 95g/km gesenkt werden. Parallel dazu wird aber auch die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien vorangetrieben.
Mit seinen Produkten kann ElringKlinger sowohl bei der Optimierung des Verbrennungsmotors als auch bei der Entwicklung alternativer Antriebssysteme dazu beitragen, die vorgeschriebenen Ziele zu erreichen. Um seine hervorgehobene Position in Nischenmärkten auch künftig zu erhalten, beabsichtigt der Konzern, sein hohes Niveau an Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von rund 5 % des Umsatzes (unter Berücksichtigung von Aktivierungen) fortzuführen.
Preisdruck erfordert Kosteneinsparungen
Durch den Trend zum modularen Design, der weitreichende Kooperationen unter den Herstellern zur Folge hat, und durch damit einhergehende höhere Stückzahlen werden die Automobilhersteller ihre Verhandlungsmacht weiter festigen. In der Konsequenz ist ein zunehmender Wettbewerb für die Zulieferer zu erwarten, der sich in Preisdruck und Forderungen der Hersteller nach Produktivitätsverbesserungen niederschlagen wird. Für die Zulieferer ergibt sich daraus auch künftig die Notwendigkeit, durch verbesserte Produktionsprozesse und einen höheren Automatisierungsgrad Kosten einzusparen. ElringKlinger wendet dafür üblicherweise pro Jahr rund ein Drittel seiner Investitionen auf.
Gute Auftragslage sichert künftiges Umsatzwachstum
Die Auftragslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut positiv entwickelt, insgesamt hat sich der Auftragseingang um 196,7 Mio. Euro oder 13,9 % verbessert, so dass sich der Auftragsbestand per Jahresultimo 2015 auf nunmehr 796,2 (688,2) Mio. Euro beläuft, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 15,7 % entspricht. Diese robuste Auftragssituation bestärkt ElringKlinger in seinem Ziel, den Konzernumsatz organisch -d.h. bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte -jährlich um 5 bis 7 % zu steigern. Damit würde der Konzern das für 2016 erwartete Wachstum der globalen Automobilproduktion von rund 1 bis 2 % erneut übertreffen.
Währungseffekte sind aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren grundsätzlich schwierig vorherzusagen. Im Jahr 2015 hat der Euro im Vergleich zu vielen für ElringKlinger relevanten Währungen -wie z.B. dem US-Dollar, dem chinesischen Yuan und dem Schweizer Franken -an Wert verloren, was sich durch Umrechnungseffekte positiv auf den ausgewiesenen Umsatz auswirkte. Vergleichbare Effekte sind auch 2016 möglich. Da der Euro jedoch stabiler erwartet wird, dürfte das Ausmaß vorsichtigen Schätzungen zufolge geringer sein.
Akquisitionen sind auch im laufenden Geschäftsjahr nicht ausgeschlossen, das Management prüft laufend derartige Möglichkeiten. Analog zu den Aktivitäten der Vergangenheit dürften dabei auch künftig Gesellschaften im Fokus stehen, die entweder das bestehende Produktportfolio sinnvoll ergänzen oder einen verbesserten Marktzugang schaffen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Volumen solcher Transaktionen die bisherigen Größenordnungen wesentlich überschreitet.
Rohstoffpreise auf stabilem Niveau
Die Umsatzkosten werden vor allem durch den Material- und den Personalaufwand getrieben. Die für ElringKlinger relevanten Rohstoffe und Vorprodukte dürften 2016 durch die bestehenden Lieferverträge grundsätzlich preisstabil bleiben, auch wenn das niedrige Rohstoffpreisniveau das Risiko wieder anziehender Preise in sich birgt. Der geringe Ölpreis sowie ein verstärkter Einkauf in China begünstigen derzeit die Beschaffungspreise des Konzerns für polyamid-basierte Kunststoffgranulate, die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule eingesetzt werden. Ähnliches gilt für die Zuschläge von Edelstahllegierungen, die im Jahresverlauf 2015 weiter nachgegeben haben und zum 31. Dezember 2015 nicht mehr allzu deutlich über dem Krisenniveau von 2009 liegen. Ein ähnlich konstantes Preisniveau wie für die Rohstoffe und Vorprodukte erwartet ElringKlinger auch für die Stanzreste, die der Konzern prinzipiell als Schrott wieder veräußert.
Globaler Personalaufbau geplant
Aufgrund des angestrebten Wachstums geht ElringKlinger auch für das kommende Jahr von einer zunehmenden Beschäftigtenzahl aus. Da vor allem die internationalen Tochtergesellschaften wachsen, ist auch dort der personelle Anstieg zu erwarten. Dabei achtet der Konzern darauf, das Wachstum kostenbewusst und prozessoptimierend zu steuern, so dass der Mitarbeiterzuwachs prozentual geringer ausfallen sollte als der Umsatzanstieg.
Ergebnisverbesserung zu erwarten
Der höhere Umsatz wird sich 2016 den Erwartungen entsprechend auch in einem steigenden Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) widerspiegeln. Allerdings wird dieses durch einige Faktoren belastet:
| ― | Die unerwartet hohe Nachfrage in einem Geschäftsbereich des Segments "Erstausrüstung" hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 zu Sonderbelastungen in Höhe von 34 Mio. Euro geführt. Für das erste Quartal 2016 ist noch von nachlaufenden Posten auszugehen, die in Summe auf bis zu 10 Mio. Euro geschätzt werden. Insgesamt hat sich durch die größeren Ausbringungsmengen auch das operative Kostenniveau in der betroffenen Einheit erhöht. |
| ― | Der Geschäftsbereich "E-Mobility" leidet unter einer schwachen Nachfrage nach mit Elektromotoren angetriebenen Fahrzeugen, die durch stimulierende Kaufprämien zwar angehoben werden dürfte. Zu einer nachhaltigen Steigerung bedarf es aber weiterer Anreize, wie z.B. einer verbesserten Ladeinfrastruktur und einer höheren Reichweite der Batterien. Hinzu kommt der niedrige Ölpreis, der das Fahrzeug mit Verbrennungsmotor in seinen Betriebskosten nicht weniger attraktiv macht. Es ist daher zu erwarten, dass der geringe Auslastungsgrad dieses Geschäftsbereichs auch 2016 trotz Strukturmaßnahmen andauern und sich in Verlusten im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich niederschlagen wird. |
| ― | Die Umsatz- und Ertragssituation im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung ist naturgemäß größeren Schwankungen ausgesetzt, da der Bereich im Gegensatz zum traditionellen ElringKlinger-Seriengeschäft fast ausschließlich im Projektgeschäft tätig ist. ElringKlinger geht derzeit davon aus, dass sich die temporäre Nachfrageschwäche nach Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen oder auch nach Projekten für Binnenschiffe und Baumaschinen 2016 fortsetzen wird. |
| ― | Im Frühjahr 2016 steht für die deutsche Metallindustrie die nächste Tarifrunde an, die bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts noch nicht abgeschlossen sein wird. Als Forderung haben die Gewerkschaften eingangs der Verhandlungen eine Lohnsteigerung von 5 % genannt. Auch wenn die Arbeitgeberverbände diese Forderung als zu hoch ablehnen, werden sich die zu erwartenden Verhandlungsergebnisse kostensteigernd in einem Rahmen von 0 bis 5 % bewegen und auf das Ergebnis von ElringKlinger auswirken. Diesen Anstieg werden Kosteneinsparungen und Rationalisierungsmaßnahmen im Konzern weitgehend ausgleichen müssen. Fast die Hälfte der Konzernmitarbeiter ist im Inland beschäftigt. |
Insgesamt ist aufgrund der beschriebenen Effekte von einem um Einmaleffekte bereinigten EBIT vor Kaufpreisallokation von 160 bis 170 Mio. Euro auszugehen. Mittelfristig strebt der Konzern ein EBIT-Margenniveau (bereinigt vor Kaufpreisallokation) von 13 bis 15 % an.
Weiterhin hohe Investitionsquote
Das starke Wachstum der vergangenen Jahre erforderte auch hohe Investitionen. Deren Quote stieg auf über 10 % des Jahresumsatzes, soll aber mittel- bis langfristig auf ein Niveau von 7 bis 9 % vom Konzernumsatz zurückgeführt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bereits geplanten wie auch die anstehenden Maßnahmen einer grundlegenden Prüfung hinsichtlich ihrer Notwendigkeit und zeitlichen Umsetzung unterzogen. Im laufenden Geschäftsjahr werden sich die Investitionen noch auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2015 bewegen.
ElringKlinger bekennt sich zum Standort Deutschland und investiert weiterhin in den Ausbau seines Hauptstandortes in Dettingen/Erms. Um zukünftiges Wachstum realisieren zu können, wird eine separate Logistikhalle gebaut, die in den bestehenden Gebäuden die Erweiterung der Produktionskapazitäten ermöglicht.
Um der unerwartet hohen Nachfrage in einem Geschäftsbereich des Segments "Erstausrüstung" nachzukommen, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 begonnen, in Kecskemét, Ungarn, einen neuen Produktionsstandort aufzubauen. Bis zur Mitte des laufenden Jahres wird die Aufnahme der Produktion erwartet.
Planmäßig wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neues Grundstück inklusive Gebäude für die akquirierte ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc., Warren, USA in Southfield, USA erworben, um die beiden Produktionsstandorte der Gesellschaft zusammenzuführen. Der Umzug ist für 2016 vorgesehen.
Die hohe Nachfrage nach Komponenten, die das Fahrzeuggewicht reduzieren, schlägt sich für ElringKlinger unter anderem in einer guten Auftragslage für akustische und thermische Abschirmteile in Leichtbauweise nieder. Daher investiert der Konzern weiter an den bestehenden Standorten in Buford, USA und Toluca, Mexiko, um die Produktionskapazitäten der hohen Nachfrage anzupassen.
Zwar haben sich die Wachstumsraten in China normalisiert, aber die Produktionsschätzungen zeigen, dass dieser Markt nach absoluten Stückzahlen weiterhin weltweit am stärksten wachsen wird. Diese hohe Nachfrage erfordert den Neubau des Werks in Suzhou, China, der im abgelaufenen Geschäftsjahr in die Wege geleitet wurde und auch 2016 zu Auszahlungen führen wird. Darüber hinaus wird am dortigen Standort eine zweite Fertigungslinie für Hydroform-Hybrid-Leichtbaukomponenten aufgebaut, nachdem die Produktion der Teile mit einem deutschen Premiumhersteller erfolgreich angelaufen ist.
Working Capital soll gesenkt werden
Ebenfalls erfolgreich ist ElringKlinger mit seiner strategischen Aufstellung, den Werkzeugbau in den Konzern zu integrieren. Dadurch kann das Unternehmen Verfahrenstechniken realisieren, die hinsichtlich des Rohstoffeinsatzes effizient und hinsichtlich der Prozesse optimiert sind und in der Folge einen Wettbewerbsvorteil bedeuten. Solange die Werkzeuge hergestellt und erstverwendet, aber noch nicht im Rahmen der Serienproduktion an den Kunden fakturiert wurden, erhöhen sie den Vorratsbestand und damit das Working Capital. Dieses fällt auch deswegen mit 609,1 Mio. Euro im Branchenvergleich hoch aus und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 73,9 Mio. Euro oder 13,8 % gegenüber dem Vorjahr angewachsen. Im kommenden Jahr soll das Niveau um rund 20 bis 30 Mio. Euro gesenkt und in den Folgejahren durch ein konsequentes Forderungs- und Vorratsmanagement nachhaltig verbessert werden.
Wieder positiver operativer Free Cashflow erwartet
Eine stärkere Ertragslage und ein verbessertes Working Capital werden sich unmittelbar auf die Kapitalflussrechnung auswirken. Unter Berücksichtigung eines gleichbleibenden Niveaus der Investitionen ist daher damit zu rechnen, dass der 2016 generierte operative Free Cashflow nicht mehr oder nur leicht negativ ist. Werden die Investitionen mittelfristig wie geplant auf den Zielkorridor von 7 bis 9 % des Umsatzes gesenkt und erhöhen sich die Ergebnisse, wird sich auch der operative Free Cashflow weiter verbessern.
Verbesserungen in der Gesamtkapitalrentabilität
Die Kapitalrentabilität misst der Konzern am Return on Capital Employed (ROCE). Das eingesetzte Kapital wird sich zwar aufgrund des Wachstums erhöhen, gleichzeitig sind aber leichte Verbesserungen im Working Capital vorgesehen. Zudem ist aufgrund der bereits beschriebenen Effekte von einer verbesserten Ertragslage auszugehen, so dass sich die Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) insgesamt leicht verbessern wird. Mittel- bis langfristig strebt ElringKlinger ein Niveau von 15 % an.
Nettofinanzverbindlichkeiten auf höherem Niveau erwartet
Hinsichtlich der Laufzeiten seiner Finanzverbindlichkeiten ist der Konzern differenziert aufgestellt und kann auf einen möglichen Anstieg des Zinsniveaus flexibel reagieren. Nachdem sich die Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 insgesamt auf 535,7 (417,0) Mio. Euro belaufen haben, wird der Konzern (vor Akquisitionen) sein Verschuldungsniveau wachstumsbedingt ausdehnen. Für 2016 wird daher eine Nettoverschuldung erwartet, die über dem Niveau des abgelaufenen Jahres (486,8 Mio. Euro) liegt.
Die Eigenkapitalquote wird sich gemäß den Erwartungen 2016 knapp unter 50 % befinden und damit das Ziel von 40 bis 50 % der Bilanzsumme voll erfüllen.
Segment Erstausrüstung: Starkes Wachstum
Mit gut 80 % steuerte das Segment "Erstausrüstung" 2015 den mit Abstand größten Anteil des Konzernumsatzes bei. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen, dass vor allem Abschirmteile sowie Leichtbaumodule aus Hochleistungskunststoff stark nachgefragt werden, so dass deren relative Bedeutung für den Konzern -gemessen am Umsatz -zunehmen wird. Hinzu kommt, dass sich die Produktionsausweitung der Leichtbauträger in Hybrid-Bauweise auch im Umsatz widerspiegeln wird. Auch die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen und Kunststoffgehäusemodule erfahren weiterhin eine hohe Nachfrage. Man kann davon ausgehen, dass die gute Auftragslage auch einen höheren Umsatz zur Folge haben wird.
Insgesamt ist für das Segment 2016 ein Umsatzwachstum im Konzerndurchschnitt von 5 bis 7 % zu erwarten. Die Profitabilität wird aufgrund der heterogenen Margenbeiträge der einzelnen Geschäftsbereiche leicht unterhalb des Konzerndurchschnitts liegen.
Segment Kunststofftechnik: Profitables Wachstum
Das Segment Kunststofftechnik umfasst neben Dichtringen und Führungen für Dieseleinspritzsysteme sowie Turboladerdichtungen auch Kunststoffkomponenten für Wärmetauscher in Großkraftwerken. Für den nordamerikanischen Markt ist mit weiteren Erhöhungen der Ausbringungsmengen zu rechnen, die wachsenden Märkte in China und Indien befinden sich weiterhin in der Erschließung.
Insgesamt ist auch für dieses Segment 2016 ein Umsatzwachstum von 5 bis 7 % zu erwarten. Trotz leichter EBIT-Margenrückgänge im abgelaufenen Jahr von 16,6 % auf 13,7 % wird die Profitabilität weiterhin über der des Konzerndurchschnitts liegen.
Segment Ersatzteilgeschäft: Internationales Wachstum
Das Segment Ersatzteile wird seine Marktposition weiter strategisch ausbauen. Zum einen ist angestrebt, das Produktportfolio sinnvoll zu ergänzen. Zum anderen ist geplant, neue Märkte zu erschließen und bestehende Märkte stärker zu bearbeiten.
Im heimischen Markt Deutschland wird der strategische Ansatz weiterverfolgt, die Positionierung der Marke "Elring - Das Original" im Großhandel weiter auszubauen.
Ein Fokus der Vertriebsaktivitäten liegt auf den west- und südeuropäischen Märkten wie Frankreich, Italien und Spanien, in denen auch aufgrund der jeweiligen wirtschaftlichen Lage in der Vergangenheit Aufschübe von Reparatur- und Wartungsleistungen festzustellen waren. Das abkühlende Verhältnis Russlands mit den europäischen Staaten, der fortdauernde Russland/Ukraine-Konflikt sowie die daraus resultierenden Abwertungen lokaler Währungen könnten die Umsätze in Russland und der Ukraine weiter belasten. Der grundsätzlich hohe Anteil deutscher Fabrikate kann das Ersatzteilgeschäft in den übrigen osteuropäischen Staaten befördern.
Das Marktpotenzial durch zunehmende Anteile deutscher Fabrikate -insbesondere im Nutzfahrzeugbereich -dürfte sich auch in den nordafrikanischen Staaten und in den Staaten des Nahen Ostens eröffnen. Allerdings besteht das Risiko, dass der niedrige Ölpreis wie auch die zahlreichen Krisenherde der Regionen die sich bietenden Chancen einschränken.
Der wachsende Anteil des Segments Erstausrüstung in Nordamerika und in China hat auch ein größeres Potenzial für das Ersatzteilgeschäft zur Folge. Dieses plant ElringKlinger zu heben, um in diesen beiden bedeutenden Märkten stärker Fuß zu fassen und Wachstum zu realisieren.
Insgesamt ist für dieses Segment 2016 ein Umsatzwachstum von rund 5 % zu erwarten. Die Profitabilität wird den Erwartungen entsprechend erneut über Konzerndurchschnitt liegen.
Muttergesellschaft ElringKlinger AG mit guter Auftragslage
Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG generierte 2015 einen Umsatz von 592,4 Mio. Euro. Während für die internationalen Tochtergesellschaften von einem stärkeren Wachstum ausgegangen werden kann, ist für die ElringKlinger AG nur ein leichtes Wachstum des Umsatzes von 0 bis 2 % zu erwarten. Grundlage dessen ist eine gute Auftragslage: Gegenüber dem Vorjahr fiel der Auftragseingang 2015 um 5,3 Mio. Euro oder 0,9 % höher aus, so dass der Auftragsbestand per Jahresultimo nochmals um 10,6 Mio. Euro oder 3,4 % auf 318,8 Mio. Euro verbessert werden konnte. Von dem allgemein erwarteten Wachstum der Automobilproduktion in den Hauptmärkten Europa, NAFTA und Asien-Pazifik wird vor allem das Segment Erstausrüstung profitieren.
Für das Geschäftsjahr 2016 ist von Investitionen auf dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres auszugehen. Am Hauptstandort Dettingen/Erms, Deutschland wird eine zusätzliche Logistikhalle benötigt, um Platz für weitere Anlagen zu schaffen. Die hohe Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten erfordert darüber hinaus, stetig in neue Maschinen zu investieren.
Hinsichtlich der Profitabilität wird erwartet, dass sich 2016 trotz Produktivitätssteigerungen und weiter hochlaufender Produktfertigungen belastende Faktoren, wie z.B. die tarifliche Lohnerhöhung, im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) niederschlagen werden, so dass dieses stabil oder leicht unter Vorjahresniveau liegen wird.
Auf der Grundlage der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist der Konzern zuversichtlich, die geplanten Ziele erreichen zu können.
Tabellarische Zusammenfassung der unternehmensbezogenen Prognosen:
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| Ausblick 2016 | |
|---|---|
| Umsatz | Organisches Wachstum von 5 bis 7 % |
| EBIT | Bereinigt vor Kaufpreisallokation 160 bis 170 Mio. Euro |
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| Weitere Indikationen für das Geschäftsjahr 2016 | |
|---|---|
| Sonderbelastung durch unerwartet hohe Nachfrage bei "Erstausrüstung" | 10 Mio. Euro in Q1, grundsätzlich hohes operatives Kostenniveau |
| ROCE | Leichte Verbesserung gegenüber Vorjahr |
| Investitionen* | Hohes Niveau des Vorjahres, oberhalb des mittelfristigen Zielkorridors von 7 bis 9 % des Umsatzes |
| Working Capital | Rund 20-30 Mio. Euro besser als 2015 |
| Operativer Free Cashflow | Nicht mehr oder nur leicht negativ |
| F&E-Kosten | Unter Berücksichtigung von Aktivierungen rund 5 % des Umsatzes |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme |
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| Mittelfristige Ziele | |
|---|---|
| Umsatz | Organisches Wachstum von 5 bis 7 % jährlich |
| EBIT | Marge bereinigt vor Kaufpreisallokation in Höhe von 13 bis 15 % des Konzernumsatzes |
| ROCE | 15 % |
| Investitionen* | 7 bis 9 % des Konzernumsatzes |
| Eigenkapitalquote | 40 bis 50 % der Bilanzsumme |
* Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Nachtragsbericht
Nach Ende der Berichtsperiode hat ElringKlinger mit Wirkung zum 18. Februar 2016 weitere 5,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben und hält seither 80,0 % der Anteile an dem Brennstoffzellen-Systemspezialisten. ElringKlinger führt damit die Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.
Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der Elring-Klinger AG, sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Schmauder wurde 2005 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen und hat seither die Bereiche "Vertrieb Erstausrüstung" und "Neue Geschäftsfelder" verantwortet. Der Vorstand von ElringKlinger wird zukünftig daher aus drei Mitgliedern bestehen: Neben dem Vorsitzenden des Vorstands Dr. Stefan Wolf zählen Theo Becker, Vorstand für Produktion und Technik, sowie der Finanzvorstand Thomas Jessulat weiterhin zur obersten Konzern-Führungsebene. Dr. Stefan Wolf wird den Bereich "Vertrieb Erstausrüstung" übernehmen. Der Bereich "Neue Geschäftsfelder" wird künftig von Theo Becker verantwortet.
Die ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering AG hat am 25. Februar 2016 einen Kaufvertrag über weitere 80,0 % der Anteile an der Codinox Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande, geschlossen. Die Hug Engineering AG, Spezialist im Bereich Abgasreinigungssysteme mit Sitz in Elsau, Schweiz, hält bereits 10,0 % der Anteile. Der Kaufpreis liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich und wird bei Vollzug des Vertrages fällig. Zudem wurden Vereinbarungen über eine Earn-Out-Klausel getroffen. Dieser Vollzug ist von bestimmten Bedingungen abhängig, insbesondere der Verschmelzung von vier Tochtergesellschaften der Codinox Beheer B.V. auf die Muttergesellschaft. Mit dem Vollzug ist im April 2016 zu rechnen.
Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG verlässt daraufhin den Index und wird mit Wirkung zum 21. März. 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie. Die ElringKlinger AG rangierte bei beiden Bewertungskriterien auf einem der hinteren Ranglistenplätze und musste aufgrund dessen mit ihrer Aktie aus dem MDAX weichen.
Darüber hinaus haben sich nach Abschluss der Berichtsperiode keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.
Dettingen/Erms, den 23. März 2016
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf Vorsitzender
Theo Becker
Thomas Jessulat
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2015
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| in TEUR | Anhang | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.507.253 | 1.325.834 |
| Umsatzkosten | (2) | -1.132.973 | -967.352 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 374.280 | 358.482 | |
| Vertriebskosten | (3) | -115.992 | -93.418 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (4) | -69.343 | -61.449 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (5) | -61.438 | -57.253 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 20.132 | 18.727 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -12.391 | -11.086 |
| Operatives Ergebnis | 135.248 | 154.003 | |
| Finanzerträge | 25.394 | 18.492 | |
| Finanzaufwendungen | -31.886 | -19.401 | |
| Finanzergebnis | (8) | -6.492 | -909 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 128.756 | 153.094 | |
| Ertragsteueraufwendungen | (9) | -32.969 | -42.495 |
| Periodenergebnis | 95.787 | 110.599 | |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | (19) | 4.211 | 4.851 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | (19) | 91.576 | 105.748 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | (10) | 1,45 | 1,67 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2015
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 95.787 | 110.599 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 20.336 | 17.916 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 20.336 | 17.916 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 4.517 | -21.852 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 4.517 | -21.852 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 24.853 | -3.936 |
| Gesamtergebnis | 120.640 | 106.663 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 5.633 | 5.301 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der Aktionäre der ElringKlinger AG | 115.007 | 101.362 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (11) | 213.542 | 185.343 |
| Sachanlagen | (12) | 827.259 | 707.980 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13) | 14.242 | 11.712 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (14) | 1.255 | 1.728 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (15) | 875 | 1.553 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (15) | 3.218 | 6.568 |
| Latente Steueransprüche | (9) | 14.108 | 8.782 |
| 1.074.499 | 923.666 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (16) | 321.902 | 290.098 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (17) | 287.229 | 245.084 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (17) | 2.507 | 4.294 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (17) | 30.731 | 26.944 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | (18) | 48.925 | 68.733 |
| 691.294 | 635.153 | ||
| 1.765.793 | 1.558.819 | ||
| Passiva | |||
| Anhang | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | |
| Gewinnrücklagen | 628.933 | 572.205 | |
| Übrige Rücklagen | 11.098 | -10.283 | |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | (19) | 821.629 | 743.520 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | (20) | 34.102 | 31.674 |
| 855.731 | 775.194 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen für Pensionen | (21) | 118.744 | 124.090 |
| Langfristige Rückstellungen | (22) | 12.340 | 16.638 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (23) | 326.092 | 268.508 |
| Latente Steuerschulden | (9) | 25.114 | 23.930 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (24) | 3.829 | 6.219 |
| 486.119 | 439.385 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | (22) | 16.423 | 16.469 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 85.939 | 68.753 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (23) | 209.597 | 148.532 |
| Steuerschulden | (9) | 18.702 | 16.773 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (24) | 93.282 | 93.713 |
| 423.943 | 344.240 | ||
| 1.765.793 | 1.558.819 |
Konzernkapitalflussrechnung
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| Anhang | 2015 TEUR |
2014 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 128.756 | 153.094 | |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | (11) - (14) | 87.514 | 79.227 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | (8) | 11.585 | 10.937 |
| Veränderung der Rückstellungen | -7.775 | 1.290 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | -1 | 463 | |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -51.832 | -39.725 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 5.887 | 8.939 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | (9) | -39.353 | -42.508 |
| Gezahlte Zinsen | -9.752 | -8.433 | |
| Erhaltene Zinsen | 521 | 375 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -2.220 | -13.723 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 123.330 | 149.936 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 753 | 543 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 477 | 806 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | (11) | -13.663 | -16.115 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (12), (13) | -176.073 | -147.017 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | (14) | 0 | -498 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich Zahlungsmitteln | -24.151 | -5.708 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -212.657 | -167.989 | |
| Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | 0 | |
| Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | -4.200 | 0 | |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | -35.903 | -32.768 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | (23) | 162.503 | 99.783 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | (23) | -57.111 | -46.934 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 65.289 | 20.081 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | -24.038 | 2.028 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 4.230 | 3.756 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | (18) | 68.733 | 62.949 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | (18) | 48.925 | 68.733 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2015
der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms
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| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Gewinnrücklagen TEUR |
Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne TEUR |
Eigenkapital-Effekte aus beherrschenden Anteilen TEUR |
Unterschieds- beträge aus der Währungs- umrechnung TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2014 | 63.360 | 118.238 | 498.137 | -15.989 | 2.033 | 8.059 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | |||||
| Änderung des Konsolidierungskreis | ||||||
| Gesamtergebnis | 105.748 | -21.360 | 16.974 | |||
| Periodenergebnis | 105.748 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -21.360 | 16.974 | ||||
| Stand am 31.12.2014 / 01.01.2015 | 63.360 | 118.238 | 572.205 | -37.349 | 2.033 | 25.033 |
| Dividendenausschüttung | -34.848 | |||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -2.050 | |||||
| Gesamtergebnis | 91.576 | 4.364 | 19.067 | |||
| Periodenergebnis | 91.576 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 4.364 | 19.067 | ||||
| Stand am 31.12.2015 | 63.360 | 118.238 | 628.933 | -32.985 | -17 | 44.100 |
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| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital TEUR |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital TEUR |
Konzern- eigenkapital TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2014 | 673.838 | 27.507 | 701.345 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | -1.088 | -32.768 |
| Änderung des Konsolidierungskreis | -46 | -46 | |
| Gesamtergebnis | 101.362 | 5.301 | 106.663 |
| Periodenergebnis | 105.748 | 4.851 | 110.599 |
| Sonstiges Ergebnis | -4.386 | 450 | -3.936 |
| Stand am 31.12.2014 / 01.01.2015 | 743.520 | 31.674 | 775.194 |
| Dividendenausschüttung | -34.848 | -1.055 | -35.903 |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | -2.050 | -2.150 | -4.200 |
| Gesamtergebnis | 115.007 | 5.633 | 120.640 |
| Periodenergebnis | 91.576 | 4.211 | 95.787 |
| Sonstiges Ergebnis | 23.431 | 1.422 | 24.853 |
| Stand am 31.12.2015 | 821.629 | 34.102 | 855.731 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015
Allgemeine Angaben
Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ("ElringKlinger-Konzern") ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.
Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen sowie aktienrechtlichen Vorschriften erstellt. Aus der Satzung ergeben sich Regelungen zur Gewinnverwendung. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2015 zwingend anzuwendenden IAS, IFRS und IFRICs berücksichtigt.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2016 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 24. März 2016 tagen wird, freigegeben.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.
Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften wurden im Geschäftsjahr 2015 erstmals angewendet:
IFRIC 21 Abgaben
IFRIC 21 beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 darstellen und klärt insbesondere, wann Verpflichtungen zur Zahlung derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten zu erfassen sind. Aus der Anwendung der Interpretation ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des ElringKlinger-Konzerns.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2011-2013)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns haben die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen.
Folgende bereits veröffentlichte Standards, die bereits in das EU-Recht übernommen wurden, sind für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:
Änderungen an IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
Durch die Änderung des IAS 19 werden die Vorschriften für mit der Dienstzeit verknüpfte Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen modifiziert. Demnach können nun von der Anzahl der Dienstjahre unabhängige Beiträge zur Reduzierung des laufenden Dienstzeitaufwandes der Periode, in welcher die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, erfasst werden.
Ist ein Arbeitnehmerbeitrag dagegen abhängig von der Anzahl der Dienstjahre, muss zwingend das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet werden. Die Änderung ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnt. Sie ist rückwirkend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den ElringKlinger-Konzern erwartet.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2010-2012)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Sie sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnt. Es sind keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten.
Änderungen an IAS 16 und IAS 41: Fruchttragende Pflanzen
Auf Grund der Änderung an IAS 16 und IAS 41 wird auf biologische Vermögenswerte, welche die Definition fruchttragender Pflanzen erfüllen, nun IAS 16 anstatt IAS 41 angewendet. Demzufolge werden solche Pflanzen nach dem erstmaligen Ansatz bis zu ihrer Reife zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für die Bewertung nach der Reife, besteht die Wahl zwischen dem Anschaffungskosten-beziehungsweise dem Neubewertungsmodell. Die Erzeugnisse von biologischen Vermögenswerten, welche der Definition von fruchttragenden Erzeugnissen entsprechen werden hingegen weiterhin gemäß IAS 41 zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten angesetzt. Die Änderungen sind rückwirkend auf die Geschäftsjahre, welche nach dem 1. Januar 2016 beginnen, anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderung ist für den ElringKlinger-Konzern ohne Relevanz, da dessen Bilanz keine biologischen Vermögenswerte aufweist.
Änderungen IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit
Durch die Änderung des IFRS 11 wird klargestellt, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht im Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen. Die Änderungen gelten nicht, sofern das Berichtsunternehmen und die daran beteiligten Parteien unter gemeinsamer Beherrschung (common control) des gleichen obersten beherrschenden Unternehmens stehen. Die neuen Regelungen gelten prospektiv für Anteilserwerbe, die in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, stattfinden. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. ElringKlinger hält derzeit keine Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, weswegen die Änderung des Standards ohne Folgen für den ElringKlinger-Konzern bleibt.
IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung.
Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen sachgerecht. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung der Änderungen ist zulässig. Da im ElringKlinger-Konzern keine umsatzabhängigen Abschreibungen vorgenommen werden, wird mit keinen Auswirkungen gerechnet.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2012-2014)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Sie sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnt. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den ElringKlinger-Konzern erwartet.
Folgende bereits veröffentlichte Standards, für die ein Endorsement der EU noch nicht erfolgt ist, sind für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:
IFRS 9 Finanzinstrumente
Der IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung -im Juli 2014 durch die Veröffentlichung der endgültigen Version von IFRS 9 Finanzinstrumente abgeschlossen. In der finalen Fassung des IFRS 9 wurden insbesondere die Rechnungslegungsbereiche Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Bilanzierung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen grundlegend überarbeitet. Der IFRS 9 ist erstmals in Berichtsperioden anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine frühere freiwillige Anwendung des Standards ist zulässig. Auswirkungen auf den ElringKlinger-Konzern können sich insbesondere aus der früheren Erfassung erwarteter Wertminderungen aufgrund des "expected loss" Modells ergeben sowie in solchen Fällen, in denen bestimmte Finanzinstrumente nicht mehr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden können. Die vollen Auswirkungen des neuen Standards auf den ElringKlinger-Konzern werden derzeit noch analysiert.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
Der neue Standard wurde vom IASB im Mai 2014 veröffentlicht und hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. IFRS 15 enthält u.a. erweiterte Leitlinien zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Regelungen zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Vertragsanpassungen. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11 und IAS 18 sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Unternehmen können für den Übergang auf den neuen Standard zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letzterer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung dieses neuen Standards ist bisher noch nicht abgeschlossen. Für ElringKlinger können sich Änderungen hinsichtlich des Erfassungszeitpunkts von Umsatzerlösen aus Geschäften mit mehreren Teilleistungen ergeben. Aus heutiger Sicht wird sich die Anwendung von IFRS 15 nicht wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auswirken. Die Angabevorschriften werden gemäß den Vorgaben des Standards erweitert.
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Der im Januar 2016 veröffentlichte Standard zur Leasingbilanzierung betrifft in erster Linie Leasingnehmer, da der Ansatz des Nutzungsrechts des Leasingobjekts sowie der entsprechenden Leasingverbindlichkeit verpflichtend wird. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert und für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Leasinggeber hingegen sind im Vergleich zu IAS 17 nur von geringfügigen Änderungen bei der Bilanzierung der Leasingverhältnisse betroffen. Darüber hinaus werden durch IFRS 16 die Anhangsangaben sowohl für Leasingnehmer, als auch für Leasinggeber erweitert. Der neue Standard ist erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist nur in Verbindung mit IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden zulässig. In welchem Maße die Bilanzierung des ElringKlinger-Konzerns von diesem Standard betroffen ist, wird derzeit noch analysiert.
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an beziehungsweise in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Die Änderung fokussiert die Diskrepanz zwischen den Vorschriften von IFRS 10 und IAS 28 bei der Bilanzierung von Veräußerungen beziehungsweise Einbringungen von Vermögenswerten eines Investors an oder in ein assoziiertes Unternehmen.
Durch die vorgenommene Änderung ist nun klar definiert, dass sofern die Transaktion, gemäß IFRS 3 einen Geschäftsbetrieb betrifft, der gesamte Erlös, welcher durch die Veräußerung beziehungsweise Einbringung der Vermögenswerte erzielt wird beim Investor zu erfassen ist. Betrifft die Transaktion hingegen die Veräußerung von Vermögenswerten, welche keinen Geschäftsbetrieb gemäß IFRS 3 darstellen, werden die Gewinne, beziehungsweise Verluste nur anteilig bis zur Höhe der Anteile der anderen, nicht verbundenen Investoren erfasst. Der IASB hat inzwischen beschlossen, den Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme
Im Dezember 2014 hat der IASB einen Änderungsstandard veröffentlicht, um Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften zu klären. Der Standard ist ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung gestattet ist. Die Änderungen sind für den Konzern nicht relevant, da die ElringKlinger AG die Definitionsmerkmale einer Investmentgesellschaft gemäß IFRS 10 nicht erfüllt.
Änderung an IAS 12: Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste
Die Änderung dieses Standards hat die Vereinheitlichung der Bilanzierung latenter Steueransprüche aus nicht realisierten Verlusten zum Ziel, welche im Zusammenhang mit zum Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten stehen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen der Änderung werden derzeit noch analysiert.
Änderungen an IAS 7: Kapitalflussrechnung
Die Änderungen an IAS 7 wurden vom IASB im Rahmen seiner Angabeninitiative veröffentlicht und enthalten Vorgaben für zusätzliche Anhangangaben zu Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten. Die neuen Vorschriften sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnt.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2015 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von acht (2014: 8) inländischen und 32 (2014: 30) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungs-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Eine Übersicht über die 40 einbezogenen Unternehmen ist auf der Folgeseite dargestellt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2015 und Konsolidierungskreis
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||
| ElringKlinger AG1) | Dettingen/Erms | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) | ||
| Inland | ||
| Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| ElringKlinger Motortechnik GmbH | Idstein | 92,86 |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg /Neckar | 96,00 |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 77,50 |
| Polvtetra GmbH /DE3) | Mönchengladbach | 77,50 |
| Hug Engineering GmbH2) | Magdeburg | 93,67 |
| new enerday GmbH /DE | Neubrandenburg | 75,00 |
| KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| Ausland | ||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | 100,00 |
| Hug Engineering AG | Elsau (Schweiz) | 93,67 |
| ElringKlinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 100,00 |
| ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | 100,00 |
| Hug Engineering S.p.A.2) | Mailand (Italien) | 93,67 |
| Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemét-Kadafalva (Ungarn) | 100,00 |
| ElringKlinger Hungary Kft. | Kecskemét-Kadafalva (Ungarn) | 100,00 |
| Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 100,00 |
| ElringKlinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 100,00 |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanavi ve Ticaret AS. | Bursa (Türkei) | 100,00 |
| ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | 100,00 |
| HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | 100,00 |
| ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 100,00 |
| ElringKlinger North America, Inc. | Plymouth/Michigan (USA) | 100,00 |
| ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | 100,00 |
| ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. | Warren (USA) | 100,00 |
| Hug Engineering Inc.2) | Austin (USA) | 93,67 |
| ElringKlinger Mexico, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 100,00 |
| ElringKlinger South Africa (Ptv) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 100,00 |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 100,00 |
| Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 88,00 |
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Changwon (Südkorea) | 100,00 |
| ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 100,00 |
| ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.3) | Buford (USA) | 77,50 |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) | Qingdao (China) | 77,50 |
| ElringKlinger Marusan Corporation4) | Tokio (Japan) | 50,00 |
| Taivo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) | Tokio (Japan) | 50,00 |
| Marusan Kogyo Co., Ltd.6) | Tokio (Japan) | 23,45 |
| PT. ElringKlinger Indonesia5) | Karawang (Indonesien) | 50,00 |
| ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd5) | Bangkok (Thailand) | 50,00 |
1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen.
2) 100% -ige Tochtergesellschalt der HUG Engineering AG
3) 100% -ige Tochtergesellschalt der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
4) Einbeziehung aufgrund vertraglicher Beherrschungsmöglichkeit
5) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation
6) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, Einbeziehung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
Angaben zu den von Tochterunternehmen gehaltenen nicht beherrschenden Anteilen an Unternehmen
Die ElringKlinger AG hält an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen (Deutschland), mit ihren 3 Tochtergesellschaften
| ― | Potytetra GmbH, Mönchengladbach, Deutschland |
| ― | ElingKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd., China |
| ― | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc., Buford, USA. |
(Teilkonzern EKT) beherrschende Anteile in Höhe von 77,5 %. Die nicht beherrschenden Anteile betragen 22,5 %.
Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn dieses Teilkonzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2015 TEUR 2.585 (2014: TEUR 2.835).
An die nicht beherrschenden Anteilseigner wurde im Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von TEUR 255 ausgeschüttet. Der Rest in Höhe von TEUR 745 wurde an die Muttergesellschaft ElringKlinger AG ausgeschüttet.
Cashflow des Teilkonzerns:
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| TEUR | 2015 |
|---|---|
| Betriebliche Tätigkeit | 18.063 |
| Investitionstätigkeit | -15.254 |
| Finanzierungstätigkeit | -2.316 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 493 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 192 |
Wesentliche Finanzinformationen des Teilkonzerns in zusammengefasster Form
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 63.490 | 53.250 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 37.705 | 40.488 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 14.841 | 16.851 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 7.588 | 8.412 |
| Umsatzerlöse | 96.621 | 93.386 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 14.262 | 15.308 |
| Periodenergebnis | 10.227 | 10.965 |
| Gesamtergebnis | 11.290 | 9.682 |
Weitere Detailinformationen
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.998 | 3.312 |
| Kassenbestand | 9 | 11 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.989 | 3.301 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.520 | 3.596 |
| gegen Kreditinstitute | 2.020 | 3.096 |
| gegen verbundene Unternehmen | 500 | 500 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.163 | 1.190 |
| gegen Kreditinstitute aus Darlehen | 1.006 | 1.125 |
| gegen Kreditinstitute aus Kontokorrent | 0 | 65 |
| aus Kontokorrent-Darlehen (nur IC) | 157 | 0 |
| Zinserträge | 238 | 448 |
| Zinsaufwendungen | 195 | 488 |
| Planmäßige Abschreibungen | 4.613 | 4.009 |
Unternehmenszukäufe 2015
Mit Wirkung zum 14. Februar 2015 hat die ElringKlinger AG 100 % der Anteile an der US-Gesellschaft M&W Manufacturing Company, Inc. mit Sitz in Warren, Michigan, USA (M&W) erworben.
Im Anschluss wurde die M&W Manufacturing Company, Inc. in ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. (EKAM) umfirmiert.
Mit dem Zukauf stärkt der Geschäftsbereich Spezialdichtungen die geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktpräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W avanciert ElringKlinger zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert EKAM von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 24.276 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 246 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 2.757) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 8.016) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 17.122 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die EKAM hat seit dem Erwerb TEUR 32.151 zum Umsatz und TEUR 969 zum Ergebnis vor Steuern des Konzerns beigetragen. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2015 vollzogen worden, hätte die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit TEUR 36.294 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 1.859 erhöht.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 8.016 | 8.016 |
| Sachanlagen | 3.294 | - | 3.294 |
| Vorräte | 4.795 | - | 4.795 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.500 | - | 4.500 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 259 | - | 259 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 125 | - | 125 |
| Summe Vermögenswerte | 12.973 | 8.016 | 20.989 |
| Langfristige Rückstellungen | 104 | - | 104 |
| Latente Steuerschulden | 772 | 2.757 | 3.529 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 229 | - | 229 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.530 | - | 4.530 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.715 | - | 4.715 |
| Steuerschulden | 56 | - | 56 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 672 | - | 672 |
| Summe Schulden | 11.078 | 2.757 | 13.835 |
| Netto Vermögenswert | 1.895 | 5.259 | 7.154 |
| Firmenwert | 17.122 | ||
| Kaufpreis | 24.276 |
Bei den identifizierten immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um den Kundenstamm (TEUR 6.960), Technologien (TEUR 890) sowie den Auftragsbestand (TEUR 166).
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
Am 17. Juli 2015 hat die ElringKlinger AG die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Bietigheim-Bissingen, Deutschland, in Höhe von 3 % erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 4.200, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 77,5 % der Anteile.
Neugründung Gesellschaft
Mit Wirkung zum 29.12.2015 wurde die ElringKlinger Hungary Kft., mit Sitz in Kecskemét-Kádafalva, Ungarn gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100% der Anteile. Die Gesellschaft wird zunächst abschirmtechnische Produkte produzieren, und beliefert ab 2016 europäische Kunden mit Serienteilen.
Unternehmenszukäufe 2014
Mit Wirkung zum 1. Juli 2014 hat die ElringKlinger AG 75% der Anteile an der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben.
Mit dem Brennstoffzellen-Spezialisten verstärkt die ElringKlinger AG ihre Aktivitäten in der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell). Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.962 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 15 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 81) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 286) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.896 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 31. Dezember 2014 den Umsatz des Konzerns um TEUR 199 erhöht und das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 91 belastet. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2014 vollzogen worden, hätte die new enerday GmbH TEUR 305 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 458 belastet.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5 | 286 | 291 |
| Sachanlagen | 221 | - | 221 |
| Vorräte | 244 | - | 244 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 179 | - | 179 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4 | - | 4 |
| Summe Vermögenswerte | 653 | 286 | 939 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 81 | 81 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 59 | - | 59 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72 | - | 72 |
| Steuerschulden | 77 | - | 77 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 630 | - | 630 |
| Summe Schulden | 838 | 81 | 919 |
| Netto Vermögenswerte | -185 | 205 | 20 |
| Nicht beherrschende Anteile an den Netto Vermögenswerten | 46 | ||
| Firmenwert | 1.896 | ||
| Kaufpreis | 1.962 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, eine 74,5 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, 100% der Anteile an der Polytetra GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Deutschland, erworben.
Mit dem Zukauf baut die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ihre Position in dem Bereich Kunststofftechnik aus und sichert sich zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Bereich der Modul- und Systemfertigung.
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 4.000 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 14 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 424) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 1.306) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.496 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Kunststofftechnik zugeordnet.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 31. Dezember 2014 den Umsatz des Konzerns um TEUR 1.122 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 370 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2014 vollzogen worden, hätte die Polytetra GmbH TEUR 5.073 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 826 erhöht.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
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| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 16 | 1.306 | 1.322 |
| Sachanlagen | 1.456 | - | 1.456 |
| Vorräte | 1.273 | - | 1.273 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 493 | - | 493 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 32 | - | 32 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 250 | - | 250 |
| Summe Vermögenswerte | 3.520 | 1.306 | 4.826 |
| Rückstellungen für Pensionen | 231 | - | 231 |
| Langfristige Rückstellungen | 2 | - | 2 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 127 | - | 127 |
| Latente Steuerschulden | 190 | 424 | 614 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 206 | - | 206 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 313 | - | 313 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 412 | - | 412 |
| Steuerschulden | 217 | - | 217 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 200 | - | 200 |
| Summe Schulden | 1.898 | 424 | 2.322 |
| Netto Vermögenswerte | 1.622 | 882 | 2.504 |
| Firmenwert | 1.496 | ||
| Kaufpreis | 4.000 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.
Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:
Konsolidierungsmethoden
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.
Bei einem Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgen eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten.
Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.
Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.
Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschender Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.
Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.
Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft (31. März), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.
Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.
Währungsumrechnung
Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Jahresabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden bis zum Abgang der Nettoinvestition über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.
Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Kürzel | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,08870 | 1,21410 | 1,10455 | 1,32108 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,73395 | 0,77890 | 0,72420 | 0,80310 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,08350 | 1,20240 | 1,06458 | 1,21274 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,51160 | 1,40630 | 1,42505 | 1,46358 |
| Real (Brasilien) | BRL | 4,31170 | 3,22070 | 3,74256 | 3,10933 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 18,91450 | 17,86790 | 17,67058 | 17,64530 |
| RMB (China) | CNY | 7,06080 | 7,53580 | 6,94708 | 8,15428 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.280,78000 | 1.324,80000 | 1.254,24583 | 1.392,14250 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 16,95300 | 14,03530 | 14,28050 | 14,34063 |
| Yen (Japan) | JPY | 131,07000 | 145,23000 | 133,63083 | 140,50250 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 315,98000 | 315,54000 | 309,58667 | 309,98250 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 3,17650 | 2,83200 | 3,03973 | 2,89420 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,52400 | 4,48280 | 4,44073 | 4,43848 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 72,02150 | 76,71900 | 71,00952 | 80,70096 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 15.039,99000 | 15.076,10000 | 14.890,80750 | 15.681,55750 |
| Bath (Thailand) | THB | 39,24800 | 39,91000 | 38,00325 | 42,98783 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erstausrüstung | 157.072 | 134.015 |
| Kunststofftechnik | 6.313 | 6.313 |
| Ersatzteile | 1.658 | 1.658 |
| Gesamt | 165.043 | 141.986 |
Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.
ElringKlinger führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.
Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:
Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des letzten Detailplanjahres bestimmt wird, berücksichtigt.
Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.
Die Umsatzplanung erfolgt im ElringKlinger-Konzern auf Einzelteilebene.
Im Hinblick auf die kurzfristige Planung werden der aktuelle Auftragsbestand, Angaben des jeweiligen Herstellers und Angaben aus unabhängigen Quellen, wie beispielsweise Beratungsunternehmen oder Automobilverbänden herangezogen. Mittelfristig geht ElringKlinger bei der Umsatzplanung davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion ein leichtes Wachstum von rund 1-2 % fortsetzen wird.
Kosten werden im ElringKlinger-Konzern ebenfalls auf Einzelteilebene geplant. Dabei werden Effizienzen und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeiteten Rohstoffe wurden konzernweit einheitliche Planungsprämissen angesetzt. Bei Materialpreisen wird nicht von übermäßigen Preissteigerungen ausgegangen. In Bezug auf sonstige Kosten wird angenommen, dass sich diese entsprechend der regionalen konjunkturellen Entwicklung umsatzabhängig weiterentwickeln werden.
Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2015 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 9,32 % (2014: 10,63 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.
Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz eines Wachstumsabschlags verwendet.
Aus der zum 31. Dezember 2015 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Auch vom Management für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Parameter würden zu keinem Abwertungsbedarf führen.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist.
Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben -mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte -bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.
Sachanlagen
Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Klasse der Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Bauten | 15 bis 40 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12 bis 15 |
| Erzeugnisbezogene Werkzeuge | 3 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens im Einklang stehen.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.
Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert
An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.
Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― | Kredite und Forderungen |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
| ― | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. |
Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.
Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag bilanziell erfasst.
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern. Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" werden spätere Wertaufholungen jedoch erfolgsneutral erfasst.
Änderungen des Zeitwerts von als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden erfolgswirksam behandelt.
Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.
Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.
Die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen"
zugeordneten Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.
Den zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden Vermögenswerte zugeordnet, sofern es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht und diese nicht zu Handelszwecken erworben wurden oder die keiner der vorstehend genannten Kategorien zugeordnet werden können. Diese Kategorie enthält beispielsweise nicht zu Handelszwecken erworbene Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden zwei Nickel-Sicherungskontrakte und Termingeschäfte für die Commodities Strom und Gas.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Verwaltungskosten werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.
In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.
Zahlungsmittel
Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.
Rückstellungen
Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind.
Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben.
Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung so gut wie sicher ist.
Leasingverhältnisse
Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen der ElringKlinger-Konzern Leasinggeber ist und bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate Leasingverhältnisse klassifiziert. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen der Gewerbeparks werden als Umsatzerlöse erfasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.
Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden.
Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.
Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.
| ― | Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden. |
| ― | Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar. |
| ― | Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich. |
| ― | Es bestehen die Absicht und ausreichend Ressourcen die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. |
Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden über fünf Jahre abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.
Fremdkapitalkosten
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 betrug 2,00 % (2014: 2,24 %). Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 559 (2014: TEUR 340) Fremdkapitalzinsen aktiviert.
Ertragsteuern und latente Steuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.
Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den jeweiligen Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.
Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die Veränderungen der latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.
Eventualschulden und Eventualforderungen
Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Gebrauch von Schätzungen
Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeit aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.
Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.
Risiken und Unsicherheiten
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt für das Lkw-noch stärker als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung in der Wachstumsverlangsamung in China und der Rezession in Brasilien. Der russische Fahrzeugmarkt ist für ElringKlinger unwesentlich.
Insgesamt wird eine negative Entwicklung der Weltkonjunktur auch unter Berücksichtigung der nachlassenden Dynamik in China, der Rezession in Lateinamerika und Russland sowie der Schwäche in Japan derzeit als unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds geht für das Jahr 2016 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,4 % aus.
Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die auf Jahressicht zu erwartende weiterhin solide Käufernachfrage in Nordamerika, Westeuropa und den asiatischen Märkten der globalen Pkw-Produktion zu weiteren Zuwächsen verhelfen. Mittelfristig dürfte sich das Wachstum von den Triademärkten auf die Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Durch seine globale Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen Wachstumsregionen hat sich der Konzern auf eine mögliche Stagnation oder nachlassende Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten eingestellt.
Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/09 -ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion 2016 um 1 bis 2 % zulegt.
ElringKlinger ist mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann dadurch zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle zur Verfügung sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.
ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt.
Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagte ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2014 um TEUR 181.419 auf TEUR 1.507.253 erhöht.
Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verkauf von Gütern | 1.494.658 | 1.313.314 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 8.322 | 8.069 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 4.273 | 4.451 |
| Gesamt | 1.507.253 | 1.325.834 |
Aufteilung nach geographischen Märkten:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Inland | 411.491 | 388.116 |
| Ausland | 1.095.762 | 937.718 |
| Gesamt | 1.507.253 | 1.325.834 |
Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden. Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten und Regionen kann der Anmerkung (30) - Segmentberichterstattung -entnommen werden.
(2) Umsatzkosten
In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.
Sie enthalten:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | 643.207 | 580.569 |
| Personalaufwendungen | 286.026 | 226.247 |
| Abschreibungen | 76.344 | 60.668 |
| Sonstige Aufwendungen | 127.396 | 99.868 |
| Gesamt | 1.132.973 | 967.352 |
(3) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2014 um TEUR 22.574 auf TEUR 115.992 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.
(4) Allgemeine Verwaltungskosten
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2014 um TEUR 7.894 auf TEUR 69.343 erhöht.
(5) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber 2014 um TEUR 4.185 auf TEUR 61.438 erhöht. Im Geschäftsjahr 2015 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 9.841 (2014:
TEUR 9.179) aktiviert.
(6) Sonstige betriebliche Erträge
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zuschüsse der öffentlichen Hand | 7.787 | 7.433 |
| Versicherungsentschädigungen / Schadenserstattungen | 4.488 | 3.272 |
| Kostenerstattung Dritter | 2.196 | 1.814 |
| Wertaufholung wertgeminderter Forderungen | 1.361 | 327 |
| Auflösung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten | 387 | 1.450 |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 322 | 320 |
| Lizenzerlöse | 52 | 31 |
| Sonstige | 3.539 | 4.080 |
| Gesamt | 20.132 | 18.727 |
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Bildung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten | 2.925 | 488 |
| Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) | 2.653 | 2.385 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.732 | 1.260 |
| Sonstige Gebühren | 1.225 | 593 |
| Forderungsausfälle | 1.175 | 3.079 |
| Aufwendungen für Schadensfälle | 928 | 802 |
| Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 322 | 779 |
| Aufwendungen für Maschinenverkäufe | 111 | 275 |
| Sonstige | 1.320 | 1.425 |
| Gesamt | 12.391 | 11.086 |
(8) Finanzergebnis
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Erträge aus Kursdifferenzen | 22.696 | 17.491 |
| Zinserträge | 782 | 879 |
| Sonstige | 1.916 | 122 |
| Finanzerträge gesamt | 25.394 | 18.492 |
| Finanzaufwendungen | ||
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | -19.474 | -7.541 |
| Zinsaufwendungen | -12.367 | -11.816 |
| -davon aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | -63 |
| Sonstige | -45 | -44 |
| Finanzaufwendungen gesamt | -31.886 | -19.401 |
| Finanzergebnis | -6.492 | -909 |
Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 2.763 (2014: TEUR 3.679) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sog. Qualifying Assets in Höhe von TEUR 559 (2014: TEUR 340) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend. Der Zinsaufwand für Finanzierungsleasing ist von nachrangiger Bedeutung.
(9) Ertragsteuern
Die Ertragsteuern setzten sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 42.919 | 41.869 |
| Latente Steuern | -9.950 | 626 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 32.969 | 42.495 |
Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragssteuersatz von 27,9 % (2014: 28,9 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 10,0 % und 38,9 % (2014: zwischen 10,0 % und 38,9 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 28,0 % (2014: 27,6 %).
Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des durchschnittlichen nominellen Ertragssteuersatzes von 28,0 % (2014: 27,9 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragssteueraufwand.
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragssteuern | 128.756 | 153.094 |
| Erwarteter Steuersatz | 28,0 % | 27,9 % |
| Erwarteter Steueraufwand | 36.016 | 42.719 |
| Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von: | ||
| Permanenten Differenzen | 83 | 1.170 |
| Differenz Bemessungsgrundlage lokaler Steuern | -57 | 78 |
| Nutzung bzw. Verfall nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge | -374 | -1.317 |
| Zuschreibung/Wertberichtigung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge (aperiodisch) | -3.495 | 1.008 |
| Zugang nicht akt. steuerliche Verlustvorträge (periodisch) | 932 | 1.239 |
| Periodenfremden Steuern | -767 | 1.320 |
| Steuersatzbedingten Abweichungen | 226 | -3.388 |
| Abweichung aufgrund von Quellensteuern | 518 | 0 |
| Sonstigen Effekten | -113 | -334 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 32.969 | 42.495 |
| Tatsächlicher Steuersatz | 25,6 % | 27,8 % |
Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 17.946 (2014: TEUR 19.581) sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 495 (2014: TEUR 274) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne von TEUR 356.158 (2014: TEUR 316.801) sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 7.002 (2014: TEUR 296) gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 38.077 (2014: TEUR 37.801) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.
Die noch nicht genutzten ertragsteuerlichen Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf ausländische Tochtergesellschaften. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | TEUR | |
|---|---|---|
| Verfall der Verlustvorträge innerhalb von | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 Jahren | 530 | 0 |
| 3 Jahren | 2.189 | 46 |
| 4 Jahren | 172 | 1.170 |
| 5 Jahren | 982 | 2.895 |
| größer 5 Jahren | 30.526 | 21.240 |
| Unverfallbar | 3.678 | 12.450 |
| Gesamt | 38.077 | 37.801 |
Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
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| TEUR | Latente Steueransprüche 31.12.2015 | Latente Steueransprüche 31.12.2014 | Latente Steuerschulden 31.12.2015 | Latente Steuerschulden 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 397 | 347 | 10.516 | 9.370 |
| Sachanlagen | 3.676 | 2.686 | 38.046 | 31.502 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 26 | 0 | 1.845 | 1.824 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2 | 112 | 9 | 20 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 64 | 0 | 218 | 18 |
| Vorräte | 8.383 | 2.781 | 1.915 | 2.060 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 483 | 510 | 1.165 | 548 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 556 | 0 | 765 | 1.306 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen | 18.378 | 19.772 | 0 | 37 |
| Langfristige Rückstellungen | 1.624 | 2.673 | 8 | 24 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 207 | 64 | 0 | 409 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 112 | 275 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.843 | 1.121 | 31 | 29 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43 | 41 | 19 | 36 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 47 | 79 | 84 | 2 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.809 | 1.795 | 542 | 242 |
| Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 495 | 274 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 7.002 | 296 | 0 | 0 |
| Summe | 44.652 | 32.553 | 55.658 | 47.701 |
| Saldierung von aktiven und passiven Latenzen | -30.544 | -23.771 | -30.544 | -23.771 |
| Bilanzansatz | 14.108 | 8.782 | 25.114 | 23.930 |
Im sonstigen Ergebnis wurden insgesamt TEUR -1.754 (2014: TEUR 7.952) latente Steuern erfasst. Davon beziehen sich TEUR -1.962 (2014: TEUR 7.964) auf Pensionsrückstellungen und TEUR 208 (2014: TEUR -12) auf eine Nettoinvestition.
(10) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie
Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR | 91.576 | 105.748 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,45 | 1,67 |
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Immaterielle Vermögenswerte
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| TEUR | Entwicklungskosten (selbst geschaffen) | Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) | Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) | In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2015 | 44.111 | 155.386 | 61.984 | 46 | 261.527 |
| Währungsänderungen | 1.046 | 6.211 | 920 | 0 | 8.177 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 17.122 | 8.015 | 0 | 25.137 |
| Zugänge | 9.841 | 0 | 3.645 | 177 | 13.663 |
| Umbuchungen | 2 | 0 | 4 | -4 | 2 |
| Abgänge | 5.508 | 0 | 435 | 0 | 5.943 |
| Stand am 31.12.2015 | 49.492 | 178.719 | 74.133 | 219 | 302.563 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2015 | 25.227 | 13.400 | 37.557 | 0 | 76.184 |
| Währungsänderungen | 712 | 276 | 651 | 0 | 1.639 |
| Zugänge | 8.215 | 0 | 8.897 | 0 | 17.112 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 17 | 0 | 17 |
| Abgänge | 5.496 | 0 | 435 | 0 | 5.931 |
| Stand am 31.12.2015 | 28.658 | 13.676 | 46.687 | 0 | 89.021 |
| Nettobuchwert am 31.12.2015 | 20.834 | 165.043 | 27.446 | 219 | 213.542 |
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| TEUR | Entwicklungskosten (selbst geschaffen) | Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) | Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) | In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 37.326 | 150.340 | 52.969 | 85 | 240.720 |
| Währungsänderungen | 302 | 1.654 | 415 | 0 | 2.371 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 3.392 | 1.683 | 0 | 5.075 |
| Zugänge | 9.179 | 0 | 6.905 | 30 | 16.114 |
| Umbuchungen | 406 | 0 | 175 | -69 | 512 |
| Abgänge | 3.102 | 0 | 163 | 0 | 3.265 |
| Stand am 31.12.2014 | 44.111 | 155.386 | 61.984 | 46 | 261.527 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 20.576 | 13.073 | 30.361 | 0 | 64.010 |
| Währungsänderungen | 164 | 327 | 294 | 0 | 785 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 69 | 0 | 69 |
| Zugänge | 7.589 | 0 | 6.988 | 0 | 14.577 |
| Abgänge | 3.102 | 0 | 155 | 0 | 3.257 |
| Stand am 31.12.2014 | 25.227 | 13.400 | 37.557 | 0 | 76.184 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 18.884 | 141.986 | 24.427 | 46 | 185.343 |
Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31.12.2015 TEUR 524 (31.12.2014 TEUR 115).
Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 11.194 | 11.528 |
| Vertriebskosten | 3.857 | 915 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.361 | 1.415 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 700 | 719 |
| Gesamt | 17.112 | 14.577 |
(12) Sachanlagen
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, BGA | In Herstellung befindliche Sachanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2015 | 356.387 | 865.017 | 150.734 | 71.014 | 1.443.152 |
| Währungsänderungen | 8.468 | 8.979 | 839 | 1.683 | 19.969 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 86 | 3.206 | 2 | 0 | 3.294 |
| Zugänge | 19.597 | 48.396 | 13.561 | 91.525 | 173.079 |
| Umbuchungen | 6.266 | 35.324 | 2.725 | -44.317 | -2 |
| Abgänge | 536 | 7.657 | 3.739 | 111 | 12.043 |
| Stand am 31.12.2015 | 390.268 | 953.265 | 164.122 | 119.794 | 1.627.449 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2015 | 73.612 | 558.312 | 103.248 | 0 | 735.172 |
| Währungsänderungen | 1.757 | 4.457 | 183 | 0 | 6.397 |
| Zugänge | 9.004 | 50.888 | 10.048 | 0 | 69.940 |
| Umbuchungen | 0 | -39 | 21 | 0 | -18 |
| Abgänge | 513 | 7.090 | 3.698 | 0 | 11.301 |
| Stand am 31.12.2015 | 83.860 | 606.528 | 109.802 | 0 | 800.190 |
| Nettobuchwert am 31.12.2015 | 306.408 | 346.737 | 54.320 | 119.794 | 827.259 |
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| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, BGA | In Herstellung befindliche Sachanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 312.000 | 776.890 | 137.745 | 52.308 | 1.278.943 |
| Währungsänderungen | 4.383 | 14.938 | 1.207 | 2.654 | 23.182 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 1.603 | 1.181 | 439 | 0 | 3.223 |
| Zugänge | 25.795 | 47.717 | 11.692 | 61.776 | 146.980 |
| Umbuchungen | 12.689 | 29.459 | 3.065 | -45.724 | -511 |
| Abgänge | 83 | 5.168 | 3.414 | 0 | 8.665 |
| Stand am 31.12.2014 | 356.387 | 865.017 | 150.734 | 71.014 | 1.443.152 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 64.113 | 506.087 | 96.635 | 0 | 666.835 |
| Währungsänderungen | 826 | 8.898 | 635 | 0 | 10.359 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 773 | 535 | 239 | 0 | 1.547 |
| Zugänge | 7.966 | 47.612 | 8.822 | 0 | 64.400 |
| Umbuchungen | 0 | -50 | 50 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Abgänge | 66 | 4.562 | 3.133 | 0 | 7.761 |
| Stand am 31.12.2014 | 73.612 | 558.312 | 103.248 | 0 | 735.172 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 282.775 | 306.705 | 47.486 | 71.014 | 707.980 |
Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 880 (2014: TEUR 1.091), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 189 (2014: TEUR 289).
Im Geschäftsjahr 2015 wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Sachanlagen erfasst.
Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen beträgt zum 31.12.2015 TEUR 45.786 (31.12.2014 TEUR 54.517).
(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
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| TEUR | Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.01.2015 | 21.347 | 91 | 21.438 |
| Währungsänderungen | -17 | 0 | -17 |
| Zugänge | 54 | 2.940 | 2.994 |
| Stand am 31.12.2015 | 21.384 | 3.031 | 24.415 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 01.01.2015 | 9.726 | 0 | 9.726 |
| Währungsänderungen | -13 | 0 | -13 |
| Zugänge | 460 | 0 | 460 |
| Stand am 31.12.2015 | 10.173 | 0 | 10.173 |
| Nettobuchwert am 31.12.2015 | 11.211 | 3.031 | 14.242 |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.01.2014 | 23.512 | 96 | 23.608 |
| Währungsänderungen | -787 | -5 | -792 |
| Zugänge | 38 | 0 | 38 |
| Abgänge | 1.416 | 0 | 1.416 |
| Stand am 31.12.2014 | 21.347 | 91 | 21.438 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 01.01.2014 | 10.861 | 0 | 10.861 |
| Währungsänderungen | -272 | 0 | -272 |
| Zugänge | 463 | 0 | 463 |
| Abgänge | 1.326 | 0 | 1.326 |
| Stand am 31.12.2014 | 9.726 | 0 | 9.726 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 11.621 | 91 | 11.712 |
Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) ausgewiesen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben zum Bilanzstichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 17.017 (2014: TEUR 17.695). Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Input Daten entsprechen der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und von Bodenrichtwerten ermittelt. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz von 7,88 % (2014: 8,58 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.
Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.273 (2014: TEUR 4.451). Die direkt mit diesen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 3.811 (2014: TEUR 4.192). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.
(14) Finanzielle Vermögenswerte
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| TEUR | Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand am 01.01.2015 | 1.693 | 90 | 1.783 |
| Währungsänderungen | 13 | 7 | 20 |
| Wertveränderungen | -14 | 0 | -14 |
| Abgänge | 400 | 75 | 475 |
| Stand am 31.12.2015 | 1.292 | 22 | 1.314 |
| Abschreibungen | 55 | 0 | 55 |
| Stand am 01.01.2015 | |||
| Währungsänderungen | 2 | 0 | 2 |
| Zugänge | 2 | 0 | 2 |
| Stand am 31.12.2015 | 59 | 0 | 59 |
| Nettobuchwert am 31.12.2015 | 1.233 | 22 | 1.255 |
| Zeitwert 31.12.2015 | 1.233 | 22 | |
| Anschaffungskosten | |||
| Stand am 01.01.2014 | 1.940 | 101 | 2.041 |
| Währungsänderungen | 43 | 1 | 44 |
| Zugänge | 497 | 1 | 498 |
| Wertveränderungen | 16 | 0 | 16 |
| Abgänge | 803 | 13 | 816 |
| Stand am 31.12.2014 | 1.693 | 90 | 1.783 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 01.01.2014 | 61 | 0 | 61 |
| Währungsänderungen | 5 | 0 | 5 |
| Zuschreibungen | 5 | 0 | 5 |
| Abgänge | 6 | 0 | 6 |
| Stand am 31.12.2014 | 55 | 0 | 55 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 1.638 | 90 | 1.728 |
| Zeitwert 31.12.2014 | 1.646 | 90 |
Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 1.042 (2014: TEUR 1.365) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.
(15) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte
Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen das zum Barwert aktivierte Körperschaftsteuerguthaben der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 684 (2014: TEUR 1.341). Das Körperschaftsteuerguthaben wird in zehn gleichen Jahresraten von 2008 bis 2017 an die ElringKlinger AG ausgezahlt.
Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Vorauszahlung auf zukünftigen Lizenzaufwand in Höhe von TEUR 565 (2014: TEUR 585) ausgewiesen.
(16) Vorräte
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 94.266 | 86.208 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 60.591 | 54.364 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 159.217 | 145.568 |
| Geleistete Anzahlungen | 7.828 | 3.958 |
| Gesamt | 321.902 | 290.098 |
Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 17.936 (2014: TEUR 17.881) vorgenommen. Zuschreibungen wurden keine vorgenommen. Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten erfasst.
(17) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 6.262 (2014: TEUR 5.690) für erkennbare Einzelrisiken sowie die voraussichtliche Skontoinanspruchnahme gebildet.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.
Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 5.690 | 4.698 |
| Zuführung | 1.732 | 1.649 |
| Auflösung / Inanspruchnahme | -1.026 | -537 |
| Wechselkurseffekte | -134 | -120 |
| Stand 31.12. | 6.262 | 5.690 |
Alle Aufwendungen aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Erträge aus deren Auflösung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.
Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| weder überfällig noch wertgemindert: | 239.834 | 201.349 |
| überfällig nicht wertgemindert: | ||
| - bis zu 30 Tage | 26.738 | 22.261 |
| -von 31 bis zu 60 Tage | 7.054 | 10.119 |
| -von 61 bis zu 90 Tage | 2.900 | 2.345 |
| -von 91 bis zu 180 Tage | 523 | 2.665 |
| -mehr als 180 Tage | 382 | 3.098 |
| Gesamt: | 37.597 | 40.488 |
| Skontoinanspruchnahme | -256 | -246 |
| Wertgemindert | 10.054 | 3.493 |
| Buchwert | 287.229 | 245.084 |
Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag für die wesentlichen Kunden auf Einzelbasis analysiert. Zusätzlich wird eine große Zahl von Forderungen homogen gruppiert und gemeinsam auf Wertminderung beurteilt.
Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 14.628 (2014: TEUR 13.410), Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 31 (2014: TEUR 31) und sonstige Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 16.073 (2014: TEUR 13.504), davon sind TEUR 1.372 (2014: TEUR 914) finanzielle Vermögenswerte und TEUR 11 (2014: TEUR 29) Finanzderivate.
(18) Zahlungsmittel und Äquivalente
Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht.
Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
(19) Eigenkapital
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2015 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
| ― | um Spitzenbeträge auszugleichen; |
| ― | wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt; |
| ― | wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. |
Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklage wurde im Wesentlichen durch das aus der Kapitalerhöhung 2010 zugeflossene Aufgeld gebildet.
Die Gewinnrücklagen enthalten die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus ist ein Betrag in Höhe von TEUR 26.181 aus der IFRS-Erstanwendung im Jahr 2005 enthalten.
Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, Eigenkapitaleffekte aus beherrschenden Anteilen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2015 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 34.848 (EUR 0,55 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2014 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2014 betrug die Ausschüttung TEUR 31.680 (EUR 0,50 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2013.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zum Jahresabschluss 2015 am 31. Mai 2016 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 34.848 eine Dividende von EUR 0,55 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.
(20) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis
In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IFRS 10 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.
(21) Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.
Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 20.529 (2014: TEUR 19.004) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.
Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt werden. Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35 % bzw. 45 % des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.
In 2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG, Stuttgart und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V., Stuttgart übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.8 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.
Die Pensionspläne der Schweizer Konzerngesellschaften sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Das Vermögen ist im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages vollständig gedeckt. Durch den Anschluss bei einer vollständig rückgedeckten Sammelstiftung kann keine Unterdeckung entstehen.
Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.
Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zu Grunde:
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| Bewertung zum | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Diskontierungszins Anwartschaftsphase | 1,94 % | 1,84 % |
| Diskontierungszins Rentenphase | 1,67 % | 1,55 % |
| Erwartete prozentuale Gehaltstrends | 2,67 % | 2,53 % |
| Zukünftige Rentenanpassung | 1,75 % | 1,75 % |
Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. | 156.008 | 119.670 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.364 | 4.260 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -846 | -22 |
| Eigenbeträge der Begünstigten des Plans | 3.664 | 2.817 |
| Zinsaufwand | 2.763 | 3.679 |
| Auszahlungen/Inanspruchnahme | -8.513 | -5.449 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -6.280 | 29.658 |
| Währungsdifferenzen | 4.549 | 777 |
| Sonstige Veränderungen | 93 | 47 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 571 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 157.802 | 156.008 |
| Davon (teilweise) durch Planvermögen gedeckt | 48.709 | 40.411 |
| Davon nicht gedeckt | 109.093 | 115.597 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 17 Jahre (2014: 18 Jahre).
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen aus den folgenden Effekten:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Effekte aus Zinssatzänderungen | -5.316 | 26.499 |
| Effekte aus Änderungen demographischer Annahmen | -43 | 47 |
| Effekte aus anderen erfahrungsbedingten Anpassungen | -921 | 3.112 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -6.280 | 29.658 |
Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Marktwert zum 01.01. | 31.918 | 27.347 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 346 |
| Zinsertrag | 464 | 654 |
| Arbeitgeberbeiträge | 4.603 | 2.460 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten des Plans | 3.664 | 2.817 |
| Leistungszahlungen | -4.951 | -2.100 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 199 | -166 |
| Währungseffekte | 3.161 | 560 |
| Marktwert zum 31.12. | 39.058 | 31.918 |
Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf wesentliche Länder aufgeteilt:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | ||
| Deutschland | 104.879 | 111.608 |
| Schweiz | 48.709 | 40.411 |
| Sonstige | 4.214 | 3.989 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 157.802 | 156.008 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | ||
| Deutschland | 4.874 | 2.778 |
| Schweiz | 34.063 | 29.083 |
| Sonstige | 121 | 57 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | 39.058 | 31.918 |
Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 673 (2014: TEUR 799).
In 2016 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 3.775 (2014: TEUR 8.548) betragen. Die zukünftigen Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Für die nächsten 12 Monate | 3.775 | 8.548 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 14.693 | 15.910 |
| Über 5 Jahre | 290.389 | 220.148 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 6.364 | 4.260 |
| Nettozinsaufwand | 2.299 | 3.025 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -846 | -6 |
| Gesamtaufwand | 7.817 | 7.279 |
Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 2.763 (2014: TEUR 3.679) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 464 (2014: TEUR 654) zusammen.
Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | -6.479 | 29.816 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 1.962 | -7.964 |
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 157.802 | 156.008 |
| Zeitwert des Planvermögens | 39.058 | 31.918 |
| Ausgewiesene Pensionsrückstellung | 118.744 | 124.090 |
Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen und die zukünftigen Rentenentwicklungen als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.
Eine 1%ige Zunahme/Abnahme des Diskontierungssatzes würde zu einer Abnahme/Zunahme der DBO um TEUR 18.902 / TEUR 23.775 führen.
Eine 0,5%ige Zunahme/Abnahme der künftigen Gehaltssteigerungen würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 2.110 / TEUR 2.442 führen.
Eine Veränderung der künftigen Rentenentwicklungen um +0,25% / -0,25% würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 4.182 / TEUR 4.397 führen.
(22) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Rückstellungen | 16.423 | 16.469 |
| Langfristige Rückstellungen | 12.340 | 16.638 |
| Gesamt | 28.763 | 33.107 |
Kurzfristige Rückstellungen:
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| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewährleistungsverpflichtungen | Drohende Verluste aus Kundenaufträgen | Prozesskosten | Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2014 | 2.284 | 3.698 | 3.390 | 217 | 6.880 | 16.469 |
| Währungsänderungen | 0 | 89 | 63 | -36 | 10 | 126 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 229 | 229 |
| Inanspruchnahme | 2.903 | 1.089 | 3.347 | 108 | 1.464 | 8.911 |
| Auflösung | 377 | 383 | 80 | 3 | 5.235 | 6.078 |
| Zuführung | 3.239 | 2.992 | 4.084 | 1.696 | 2.051 | 14.062 |
| Umbuchungen | 0 | 417 | -25 | 78 | 56 | 526 |
| Stand zum 31.12.2015 | 2.243 | 5.724 | 4.085 | 1.844 | 2.527 | 16.423 |
Die kurzfristigen Rückstellungen aus übrigen Risiken enthalten Rückstellungen für Finanzderivate in Höhe von TEUR 182 (2014: TEUR 140).
Langfristige Rückstellungen:
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| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewährleistungsverpflichtungen | Prozesskosten | Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2014 | 10.081 | 5.684 | 325 | 548 | 16.638 |
| Währungsänderungen | 49 | 151 | 11 | 9 | 220 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 104 | 0 | 0 | 104 |
| Inanspruchnahme | 915 | 4.453 | 0 | 1 | 5.369 |
| Auflösung | 112 | 261 | 0 | 0 | 373 |
| Aufzinsung/Abzinsung | 113 | -1 | 2 | 2 | 116 |
| Zuführung | 733 | 461 | 31 | 305 | 1.530 |
| Umbuchungen | 0 | -389 | -81 | -56 | -526 |
| Stand zum 31.12.2015 | 9.949 | 1.296 | 288 | 807 | 12.340 |
Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.
Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung des Managements und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt. Den Rückstellungen für Gewährleistungen stehen Erstattungsansprüche gegen Haftpflichtversicherer in Höhe von TEUR 1.612 gegenüber, die unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen sind.
Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
(23) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
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| Inland | Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2015 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 111.697 | 35.081 | 146.778 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 29.376 | 33.443 | 62.819 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 141.073 | 68.524 | 209.597 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre | 207.057 | 100.822 | 307.879 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre | 9.028 | 9.185 | 18.213 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 216.085 | 110.007 | 326.092 |
| Gesamt | 357.158 | 178.531 | 535.689 |
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| Inland | Ausland | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2014 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Kontokorrentkredite | 114.213 | 149 | 114.362 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 14.199 | 19.971 | 34.170 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 128.412 | 20.120 | 148.532 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre | 161.227 | 93.643 | 254.870 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre | 13.638 | 0 | 13.638 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 174.865 | 93.643 | 268.508 |
| Gesamt | 303.277 | 113.763 | 417.040 |
Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 462 (2014: TEUR 455) mit einem Nominalvolumen von TEUR 497 (2014: TEUR 473).
Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:
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| % | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Kontokorrentkredite: | ||
| Inland | 0,87 | 0,88 |
| Ausland | 3,31 | 3,50 |
| Finanzverbindlichkeiten: | ||
| Inland: bis zu einem Jahr | 3,58 | 2,86 |
| Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren | 1,95 | 2,30 |
| Inland: mehr als fünf Jahre | 1,87 | 1,84 |
| Ausland: bis zu einem Jahr | 2,70 | 2,28 |
| Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren | 2,43 | 2,37 |
| Ausland: mehr als fünf Jahre | 3,26 | - |
Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 380.287 (2014: TEUR 287.442) wurden feste Zinssätze vereinbart.
Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 119.463 (2014: TEUR 117.863), Sicherheiten an Vorräten mit Buchwerten von TEUR 4.866 (2014: TEUR 6.759) und Sicherheiten an Forderungen mit Buchwerten von TEUR 11.939 (2014: TEUR 6.017) eingeräumt. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2015 mit TEUR 48.266 (2014: TEUR 47.385).
Zum 31. Dezember 2015 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 98.935 (2014: TEUR 87.683) zur Verfügung.
(24) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Aufwendungen.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind -mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -nicht gesichert.
In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind unter anderem abgegrenzte Verbindlichkeiten aus Werkzeugerlösen enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten enthalten finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 49.374 abzüglich der Verbindlichkeiten aus Werkzeugerlösen.
(25) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente
Risiken und Sicherungspolitik
Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 kam nicht zur Anwendung.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.
Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.
Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.
Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der Stichtagskurse sowie Veränderungen der Stichtagskurse gegenüber den Durchschnittskursen und historischen Kursen können Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.
Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns wider.
Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:
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| TEUR 31.12.2015 Lokale Währung | EUR | CHF | CAD | USD | CNY | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung | |||||||
| +10 % | |||||||
| Konzernergebnis | -2.257 | -1.206 | -856 | 649 | 564 | 205 | -2.901 |
| Lokale Währung | |||||||
| -10 % | |||||||
| Konzernergebnis | 2.257 | 1.206 | 856 | -649 | -564 | -205 | 2.901 |
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| TEUR 31.12.2014 Lokale Währung | CHF | CNY | EUR | KRW | INR | Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung | |||||||
| +10 % | |||||||
| Konzernergebnis | 2.259 | -2.127 | 1.527 | -1.064 | -838 | -762 | -1.005 |
| Lokale Währung | |||||||
| -10 % | |||||||
| Konzernergebnis | -2.259 | 2.127 | -1.527 | 1.064 | 838 | 762 | 1.005 |
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.
Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 30 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 105 (2014 100 Basispunkte: TEUR 205 erhöht) gesenkt. Bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 30 Basispunkte hätte sich das Ergebnis um TEUR 11 gesenkt (2014: 100 Basispunkte TEUR 24 erhöht). Aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus wurde die Sensitivitätsanalyse auf 30 Basispunkte angepasst.
Rohstoffpreisrisiko
ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Um Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe abzumildern, hat ElringKlinger zwei Sicherungsgeschäfte für Nickel abgeschlossen.
Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch zusätzliche derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.
ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, der als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegt. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz von Nickel über das obere Ende des Korridors, erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis für Nickel unter das untere Ende des Korridors hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Die bestehenden Nickelsicherungsgeschäfte enden im Geschäftsjahr 2016, das späteste Enddatum liegt am 30. Dezember 2016.
Der Konzern steuert das Kreditrisiko der Derivate, indem derivative Finanzgeschäfte ausschließlich mit großen Banken von bestmöglicher Bonität nach einheitlichen Richtlinien getätigt werden.
Wenn das Marktwertniveau der Nickelnotierung zum 31. Dezember 2015 um 10 % gestiegen wäre, hätte sich das Ergebnis um 90 TEUR (2014: 1 TEUR) erhöht. Eine Absenkung des Marktwertes um 10 % hätte zu einer Ergebnisverringerung von 88 TEUR (2014: 282 TEUR) geführt.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:
Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, das durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist.
Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.
Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert. Durch Kreditversicherungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.521 TEUR (2014: 10.490 TEUR) abgesichert.
Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Abschlussstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung (17) entnommen werden.
Mit den zwei größten Kunden wurde in 2015 ein Umsatzanteil von 11,7 % und 8,1 % erzielt (2014: 10,4 % und 8,1 %).
Liquiditätsrisiko
Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der ElringKlinger Gruppe wird durch eine Liquiditätsplanung laufend überwacht. Darüber hinaus stellt eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und bestätigten Kreditlinien die Zahlungsfähigkeit und die Liquiditätsversorgung sicher. Auf die Erläuterungen der Finanzierungsrisiken innerhalb der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der ElringKlinger Gruppe wird verwiesen (Chancen- und Risikobericht - Finanzielle Risiken - Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken).
Erwartete Zahlungsabflüsse
Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.
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| TEUR per 31.12.2015 | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Derivate | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 85.939 | 535.277 | 462 | 182 | 622.272 |
| Erwartete Zahlungsabflüsse: | 85.939 | 557.802 | 497 | 182 | 644.420 |
| bis zu einem Monat | 51.010 | 57.397 | 14 | 15 | 108.436 |
| von einem bis zu drei Monaten | 29.810 | 19.420 | 30 | 30 | 49.290 |
| von drei Monaten bis zu einem Jahr | 3.952 | 137.588 | 114 | 137 | 141.791 |
| von einem bis zu fünf Jahren | 1.157 | 324.931 | 339 | 0 | 326.427 |
| mehr als fünf Jahre | 10 | 18.466 | 0 | 0 | 18.476 |
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| TEUR per 31.12.2014 | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Derivate | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | 68.753 | 416.585 | 455 | 140 | 485.933 |
| Erwartete Zahlungsabflüsse: | 68.753 | 435.654 | 473 | 140 | 505.020 |
| bis zu einem Monat | 41.341 | 52.573 | 17 | 12 | 93.943 |
| von einem bis zu drei Monaten | 22.988 | 7.184 | 32 | 23 | 30.227 |
| von drei Monaten bis zu einem Jahr | 2.265 | 95.014 | 167 | 105 | 97.551 |
| von einem bis zu fünf Jahren | 2.078 | 266.924 | 257 | 0 | 269.259 |
| mehr als fünf Jahre | 81 | 13.959 | 0 | 0 | 14.040 |
Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Anmerkung (23).
(26) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
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| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2015 | |||||||||
| Kredite und Forderungen | 48.925 | 287.229 | 1.403 | 0 | 0 | 0 | 10 | 10 | 337.567 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.042 | 1.043 | 0 | 0 | 1.042 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 11 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 191 | 191 | 12 | 12 | 203 |
| Gesamt | 48.925 | 287.229 | 1.403 | 11 | 1.233 | 1.234 | 22 | 22 | 338.823 |
| per 31.12.2014 | |||||||||
| Kredite und Forderungen | 68.733 | 245.084 | 945 | 0 | 0 | 0 | 76 | 76 | 314.838 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.444 | 1.448 | 0 | 0 | 1.444 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 29 | 0 | 0 | 0 | 0 | 29 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 194 | 194 | 14 | 14 | 208 |
| Gesamt | 68.733 | 245.084 | 945 | 29 | 1.638 | 1.642 | 90 | 90 | 316.519 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | BW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2015 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 49.374 | 209.597 | 0 | 0 | 85.939 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 152 | 158 | 0 |
| per 31.12.2014 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 47.989 | 148.532 | 0 | 0 | 68.753 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 210 | 216 | 0 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 35.153 (2014: TEUR 36.987) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten:
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| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2015 | |||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 325.630 | 326.768 | 0 | 0 | 670.540 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 182 | 182 | 0 | 0 | 0 | 0 | 182 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 310 | 339 | 462 |
| per 31.12.2014 | |||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 268.263 | 266.098 | 0 | 0 | 533.327 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 140 | 140 | 0 | 0 | 0 | 0 | 140 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 245 | 257 | 455 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 3.515.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value- Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2015:
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| 31.12.2015 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 191 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 12 | 0 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 11 | 0 |
| Gesamt | 203 | 11 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 182 | 0 |
| Gesamt | 0 | 182 | 0 |
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| 31.12.2014 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 194 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 14 | 0 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 29 | 0 |
| Gesamt | 208 | 29 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 140 | 0 |
| Gesamt | 0 | 140 | 0 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2015:
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| 31.12.2015 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.043 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 10 |
| Gesamt | 1.043 | 0 | 10 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 339 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 326.768 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 35.153 |
| Gesamt | 0 | 326.768 | 35.492 |
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| 31.12.2014 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.448 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 76 |
| Gesamt | 1.448 | 0 | 76 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 257 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 266.098 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.987 |
| Gesamt | 0 | 266.098 | 37.244 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente*) | -157 | 114 |
| zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 0 | -4 |
| Kredite und Forderungen | 2.913 | -2.132 |
| zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 614 | 4.370 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.
Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge aus der Fair Value Anpassung von Wertpapieren. Es kam zu keinen Nettogewinnen, die aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgebucht wurden.
Nettogewinne bzw. -verluste der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente enthalten Wertminderungen sowie Zuschreibungen.
Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Währungseffekte.
Nettogewinne aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungseffekte.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 521 | 431 |
| Gesamtzinsaufwendungen | -9.663 | -8.326 |
Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.
Derivative Finanzinstrumente
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2015 bestanden folgende Finanzderivate:
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| TEUR | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Bilanzposition |
|---|---|---|---|
| Rohwarenbezogene Derivate | |||
| Nickelsicherungsgeschäfte | 11 | 11 | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
| Nickelsicherungsgeschäfte | -182 | -182 | Kurzfristige Rückstellungen |
| Gesamt | -171 | -171 |
Die Ermittlung der Marktwerte der Finanzderivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).
(27) Finanzierungsleasing
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 497 (2014: TEUR 473). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 stellt sich wie folgt dar:
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| TEUR | Mindestleasingzahlungen 31.12.2015 | In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2015 | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Fälligkeit innerhalb eines Jahres | 158 | 6 | 152 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 339 | 29 | 310 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 497 | 35 | 462 |
(28) Kapitalmanagement
ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.
Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 40 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstandes zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (13. Mai 2015) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 13. Mai 2020. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum 31. Dezember 2014.
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| Mio. EUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 855,7 | 775,2 |
| als % vom Gesamtkapital | 48,5 % | 49,7 % |
| langfristige Verbindlichkeiten | 486,1 | 439,4 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 424,0 | 344,2 |
| Fremdkapital | 910,1 | 783,6 |
| als % vom Gesamtkapital | 51,5 % | 50,3 % |
| Gesamtkapital | 1.765,8 | 1.558,8 |
Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2014 zum 31. Dezember 2015 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie der Erhöhung der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 16,1 %.
Mit einer Eigenkapitalquote von 48,5 % im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.
Zu zwei Darlehen bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants), bei deren Verletzung sich die Darlehensbedingungen ändern bzw. die Darlehen fällig werden. Diese betreffen die Eigenkapitalquote, den Verschuldungsfaktor sowie den Zinsdeckungsgrad.
Zum 31. Dezember 2015 lagen keine Sachverhalte vor, die einseitige Kündigungsrechte von Banken begründet hätten.
(29) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.
(30) Segmentberichterstattung
Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche "Erstausrüstung", "Ersatzteile", "Kunststofftechnik", "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks".
Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten "Erstausrüstung" und "Ersatzteile" erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich, Kunststoff-Leichtbauteile von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.
Im Segment "Kunststofftechnik" werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.
Das Berichtssegment "Dienstleistungen" betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.
Das Segment "Gewerbeparks" umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.
In der folgenden Übersicht "Segmentberichterstattung" wird in der Spalte "Konsolidierung" die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. In der Spalte "Sonstiges" werden lediglich die den Segmenten nicht direkt zuordenbaren Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des Ergebnisses vor Steuern nach IFRS. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
In den Segmentergebnissen ist kein Wertminderungsaufwand enthalten.
Mit einem Kunden wurden im Segment Erstausrüstung mehr als 11 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 176,9).
Segmentberichterstattung
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | Gewerbeparks | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.255.793 | 1.089.736 | 142.218 | 130.710 | 96.647 | 92.868 | 4.273 | 4.451 |
| Intersegmenterlöse | 27.606 | 24.698 | 0 | 0 | 111 | 542 | 234 | 234 |
| Segmenterlöse | 1.283.399 | 1.114.434 | 142.218 | 130.710 | 96.758 | 93.410 | 4.507 | 4.685 |
| EBIT2 | 91.167 | 111.151 | 28.195 | 25.129 | 13.207 | 15.438 | 696 | 408 |
| + Zinserträge | 813 | 851 | 39 | 81 | 240 | 448 | 35 | 19 |
| - Zinsaufwendungen | -11.312 | -10.552 | -1.146 | -1.230 | -221 | -485 | -37 | -53 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 85.739 | 111.436 | 27.063 | 23.856 | 13.271 | 15.448 | 696 | 493 |
| Abschreibungen1 | 78.823 | 71.880 | 1.972 | 1.715 | 5.020 | 4.230 | 457 | 414 |
| Investitionen3 | 154.660 | 145.144 | 2.036 | 2.807 | 17.872 | 11.522 | 4.138 | 85 |
| Segmentvermögen | 1.543.379 | 1.366.294 | 89.018 | 75.637 | 110.548 | 99.181 | 18.449 | 14.663 |
| Segmentschulden | 504.489 | 433.648 | 22.335 | 20.884 | 23.481 | 25.194 | 1.192 | 1.271 |
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| Segment | Dienstleistungen | Sonstiges | Konsolidierung | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 8.322 | 8.069 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.507.253 | 1.325.834 |
| Intersegmenterlöse | 6.089 | 5.238 | 0 | 0 | -34.040 | -30.712 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 14.411 | 13.307 | 0 | 0 | 34.040 | 30.712 | 1.507.253 | 1.325.834 |
| EBIT2 | 1.983 | 1.877 | 0 | 0 | 0 | 0 | 135.248 | 154.003 |
| + Zinserträge | 41 | 30 | 0 | 0 | -386 | -550 | 782 | 879 |
| - Zinsaufwendungen | -37 | -46 | 0 | 0 | 386 | SSO | -12.367 | -11.816 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.987 | 1.861 | 0 | 0 | 0 | 0 | 128.756 | 153.094 |
| Abschreibungen1 | 1.242 | 1.202 | 0 | 0 | 0 | 0 | 87.514 | 79.441 |
| Investitionen3 | 11.030 | 3.574 | 0 | 0 | 0 | 0 | 189.736 | 163.132 |
| Segmentvermögen | 14.019 | 13.382 | 0 | 0 | -9.620 | -10.338 | 1.765.793 | 1.558.819 |
| Segmentschulden | 3.772 | 4.259 | 364.412 | 308.707 | -9.620 | -10.338 | 910.061 | 783.625 |
1 Planmäßige Abschreibungen incl. Wertminderungen
2 Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen
3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte-Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Segmentberichterstattung nach Regionen
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| Region Angaben in T€ |
Umsatzerlöse1 | Langfristige Vermögenswerte | Investitionen | |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 2015 | 411.491 | 446.458 | 68.963 |
| 2014 | 388.116 | 421.025 | 72.293 | |
| Übriges Europa | 2015 | 470.330 | 273.600 | 41.371 |
| 2014 | 433.815 | 232.329 | 29.747 | |
| NAFTA | 2015 | 296.390 | 123.323 | 30.746 |
| 2014 | 220.415 | 73.055 | 21.544 | |
| Asien-Pazifik | 2015 | 270.736 | 193.811 | 47.722 |
| 2014 | 225.634 | 153.613 | 35.668 | |
| Südamerika und übrige | 2015 | 58.306 | 19.105 | 935 |
| 2014 | 57.854 | 26.741 | 3.880 | |
| Konzern | 2015 | 1.507.253 | 1.056.297 2 | 189.737 |
| 2014 | 1.325.834 | 906.763 2 | 163.132 |
1 Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen ist der Standort des Kunden
2 Darin enthalten sind finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.2 55 (Vj. TEUR 1.728)
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechseln bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.
Eventualverbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag lagen keine Eventualverbindlichkeiten vor.
Im letzten Jahr wurde bei einer Konzerngesellschaft festgestellt, dass formale Anforderungen in Genehmigungs- und Informationsprozessen gegenüber öffentlichen Behörden nicht vollumfänglich eingehalten wurden. Eine Inanspruchnahme hat nicht stattgefunden.
Operate-Lease
Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 8.650 (2014: TEUR 6.769) enthalten.
Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 4.701 | 3.548 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 10.829 | 8.768 |
| von mehr als fünf Jahren | 2.168 | 2.535 |
| Gesamt | 17.698 | 14.851 |
Davon entfielen TEUR 9.422 (2014: TEUR 8.683) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen für Geschäftsräume, TEUR 4.251 (2014: TEUR 3.531) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 4.025 (2014: TEUR 2.637) auf sonstige Leasingverhältnisse.
Finance-Lease
Angaben zum Finance-Lease können der Anmerkung (27) entnommen werden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Energieabnahmeverpflichtungen
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 2.882 | 3.384 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 17.379 | 11.480 |
| Gesamt | 20.261 | 14.864 |
Einzahlungen aus Leasingverträgen
Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operate Lease-Verträgen aus der Vermietung der Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) sind wie folgt fällig:
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| TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 1.292 | 1.414 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 1.732 | 2.056 |
| von mehr als fünf Jahren | 702 | 877 |
| Gesamt | 3.726 | 4.347 |
Anzahl der Beschäftigten
Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt :
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 7.322 | 6.793 |
| Auszubildende | 331 | 288 |
| Gesamt | 7.653 | 7.081 |
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 416.652 (2014: TEUR 371.132). Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter, soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung sowie Aufwendungen für die Altersversorgung enthalten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Ende der Berichtsperiode hat ElringKlinger mit Wirkung zum 18. Februar 2016 weitere 5,0 % der Anteile an der Tochtergesellschaft new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben und hält seither 80,0 % der Anteile an dem Brennstoffzellen-Systemspezialisten. Der Kaufpreis betrug TEUR 162,5. ElringKlinger führt damit seine Strategie fort, die Minderheitsanteile im Konzern so weit wie möglich zurückzuführen.
Mit Wirkung zum 23. Februar 2016 hat Herr Karl Schmauder, Mitglied des Vorstands der ElringKlinger AG, sein Vorstandsmandat niedergelegt. Herr Schmauder hat die Bereiche "Vertrieb Erstausrüstung" und "Neue Geschäftsfelder" verantwortet.
Die ElringKlinger-Tochtergesellschaft HUG Engineering AG hat am 25. Februar 2016 einen Kaufvertrag über weitere 80,0 % der Anteile an der Codinox Beheer B.V. mit Sitz in Enschede, Niederlande geschlossen. Die HUG Engineering AG, Spezialist im Bereich Abgasreinigungssysteme mit Sitz in Elsau, Schweiz, hält bereits 10,0 % der Anteile. Der Kaufpreis liegt im niedrigen einstelligen Millionenbereich und wird bei Vollzug des Vertrages fällig. Dieser Vollzug ist von bestimmten Bedingungen abhängig, insbesondere der Verschmelzung von vier Tochtergesellschaften der Codinox Beheer B.V. auf die Muttergesellschaft. Mit dem Vollzug ist im April 2016 zu rechnen.
Die Deutsche Börse hat in der Sitzung vom 3. März 2016 über Veränderungen in der Zusammensetzung ihrer Aktienindizes entschieden. Die bislang im MDAX notierte Aktie der ElringKlinger AG verlässt daraufhin den Index und wird mit Wirkung zum 21. März 2016 im SDAX geführt. Für die Zusammensetzung der Indizes am deutschen Aktienmarkt sind zwei Kriterien maßgebend: die Marktkapitalisierung des Streubesitzes und das durchschnittliche Handelsvolumen einer Aktie. Die ElringKlinger AG rangierte bei beiden Bewertungskriterien auf einem der hinteren Ranglistenplätze und musste aufgrund dessen mit seiner Aktie aus dem MDAX weichen.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2016 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 24. März 2016 tagen wird, freigegeben. Weitere wesentliche Ereignisse lagen nach dem Bilanzstichtag nicht vor.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der ElringKlinger AG, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 48 (i. Vj. TEUR 34). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 10).
Mietvertrag zwischen der Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (2014: TEUR 200). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Forderungen offen.
Vertrag zwischen der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und der Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 492 (2014: TEUR 532). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 29 (2014: TEUR 36).
Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd., China (CEK) und der von Frau Liu, Mitgesellschafterin der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. Im Rahmen dieser hat CEK in 2015 Dienstleistungen im Wert von TEUR 183 (2014: TEUR 212) bezogen. Zum 31.12.2015 bestehen TEUR 17 Verbindlichkeiten (2014: TEUR 50). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 95 (2014: TEUR 37) veräußert. Zum Abschlussstichtag 2015 bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 12.000. Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,08 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 1,52 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2017.
Belieferungsvertrag zwischen der Lechler GmbH und der KOCHWERK Catering GmbH, eine 100 % Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG. Die KOCHWERK Catering GmbH beliefert die Lechler GmbH mit Kantinenessen. Die Einnahmen der KOCHWERK Catering GmbH betrugen im Berichtsjahr TEUR 150 (2014: TEUR 153). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 11 (2014: TEUR 11).
Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
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| Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender | Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: a) n.a. b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien |
| Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG |
| Gert Bauer* Reutlingen (bis 13.5.2015) | Erster Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall, Reutlingen-Tübingen (bis 31.1.2015) Mandate: a) Hugo Boss AG, Metzingen (bis 12.5.2015) b) BIKOM GmbH, Reutlingen |
| Ernst Blinzinger* Reutlingen (ab 13.5.2015) | Erster Bevollmächtigter der IG Metall Geschäftsstelle Reutlingen-Tübingen (ab 01.2.2015) |
| Nadine Boguslawski* Stuttgart (ab 13.5.2015) | Tarifsekretärin für die Metall- und Elektroindustrie der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg Mandate: a) Robert Bosch Automotive Steering GmbH b) n.a. |
| Armin Diez* Lenningen | Leiter der Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG |
| Klaus Eberhardt Lindau | Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Stuttgart b) n.a. |
| Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH |
| Rita Forst Dörsdorf (ab 13.5.2015) | Ehemaliges Vorstandsmitglied der Adam Opel AG, Rüsselsheim Mandate: a) n.a. b) Joh. Winklhofer Beteiligungs GmbH & Co. KG, München Metalsa, S.A. de C. V., Monterrey/Mexiko |
| Dr. Margarete Haase Köln (bis 13.5.2015) | Mitglied des Vorstandes der DEUTZ AG, Köln Mandate: a) Fraport AG, Frankfurt am Main ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen b) DEUTZ (Dalian) Engine Co. Ltd., Dalian/China Deutz Engines (Shandong) Co. Ltd., Changlin/China Deutz Engine (China) Ltd. Co, Linyi/China |
| Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden |
| Gabriele Sons Ratingen | Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG |
| Manfred Strauß Stuttgart | Geschäftsführender Gesellschafter der M&S messebau und service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel |
| Gerhard Wick* Geislingen a. d. Steige (bis 13.5.2015) | Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Esslingen Mandate: a) Stihl AG, Waiblingen WMF AG, Geislingen an der Steige WRS - Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH b) n.a. |
* Vertreter der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG
Bezüge des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 774 (2014: TEUR 608). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 0 (2014: TEUR 2) erstattet. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer betrug 2015 TEUR 643 (2014: TEUR 528).
Vorstand
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| Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender | verantwortlich für die Konzerngesellschaften, Recht, Personal, Investor Relations, Unternehmenskommunikation und den Geschäftsbereich Ersatzteile sowie bis 31.12.2015 die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT und den Geschäftsbereich Gewerbeparks, ab 23.2.2016 zusätzlich Vertrieb Erstausrüstung |
| Theo Becker, Metzingen | verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft und die Werke der ElringKlinger AG, ab 23.2.2016 zusätzlich für den Bereich Neue Geschäftsfelder |
| Karl Schmauder, Hülben | bis 23.2.2016 verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder |
| Thomas Jessulat, Stuttgart | ab 1.1.2016 verantwortlich für die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, IT, sowie den Geschäftsbereich Gewerbeparks |
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
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| Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group AG, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen, Mitglied im Aufsichtsrat der Fielmann AG, Hamburg bis 9.7.2015, Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semi-conductor Holding AG, Zürich bis 27. 3. 2015 |
| Theo Becker, Metzingen | Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen |
| Karl Schmauder, Hülben | Vorsitzender des Beirats der e-mobil BW GmbH, Stuttgart, und Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen |
Bezüge des Vorstands
Die Bezüge des Vorstands betrugen:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| kurzfristige fixe Vergütung | 1.387 | 1.308 |
| kurzfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | 2.958 | 3.117 |
| langfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | 697 | 2.916 |
| langfristige variable aktienbasierte Vergütung | -100 | 61 |
| Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge | 523 | 521 |
| Gesamt | 5.465 | 7.923 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5.521 (2014: 5.892). Der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen belief sich auf TEUR 11.027 (2014: 11.394). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:
Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres -beginnend 2013 -jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre.
Den zu erwartenden zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Cox-Ross-Rubinstein-Modells bzw. Black-Scholes-Modell unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden in Abhängigkeit von der Laufzeit Zinssätze zwischen 0,06 % und 0,29 % angesetzt.
Die Volatilität der Aktie in Höhe von 33,39 %, die Volatilität des Börsenindex MDAX von 15,15 % sowie die Korrelation von 20,71 % wurden über einen Vierjahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,55 pro Aktie.
Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen.
Für das Geschäftsjahr 2015 ergeben sich die folgenden Angaben:
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| Ausgabezeitpunkt der Tranche | 2012 | 2013 |
|---|---|---|
| Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte | ||
| Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR) | ||
| Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) | 42.406 | 90.000 |
| Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) | 19,43 | 24,54 |
| Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | 0,04 | 1,08 |
| Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte | ||
| 31. Dezember 2015 (TEUR) | 0 | 184 |
| 31. Dezember 2014 (TEUR) | 48 | 236 |
| 31. Dezember 2013 (TEUR) | 69 | 129 |
| 31. Dezember 2012 (TEUR) | 44 | 0 |
Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 11.962 (2014: TEUR 12.939) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder -einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen -betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 837 (2014: TEUR 826).
Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:
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| TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 540 | 404 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 17 | 22 |
| Steuerberatungsleistungen | 2 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 289 | 15 |
| Gesamt | 848 | 441 |
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 5. Mai 2015 abgegeben und am 4. Dezember 2015 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Dettingen/Erms, den 23. März 2016
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 23. März 2016
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marbler, Wirtschaftsprüfer
Göhner, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Dettingen/Erms, den 23. März 2016
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Thomas Jessulat
Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.
Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.
• Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.
Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbsthalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
• Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen. Allerdings hat der Vorstand für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben festgelegt.
• Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.
Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat hat die Zielgröße für den Frauenanteil nach Maßgabe der aktienrechtlichen Vorgaben auf null Prozent festgelegt. Die Festlegung einer anderen Zielgröße hätte zur Folge, dass ein zusätzliches weibliches Mitglied in den Vorstand zu berufen wäre oder ein entsprechender Wechsel bei der derzeitigen Besetzung vorgenommen werden müsste.
Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.
Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
• Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Grenze der Zugehörigkeitsdauer oder Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen mit Ausnahme der Vorgabe des § 111 Abs. 5 AktG einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Der Anteil weiblicher Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt bereits heute 30 Prozent. Die gesetzlichen Vorgaben sind erfüllt.
Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Jedes Aufsichtsratsmandat läuft längstens bis zur aktienrechtlich vorgesehenen Neuwahl des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung. Es liegt an dieser zu entscheiden, ob ein Aufsichtsratsmitglied erneut gewählt wird oder nicht.
Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.
Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.
• Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.
• Ziffer 6.2: Angaben nach Ziffer 6.2 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.
Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.
Dettingen/Erms, 4. Dezember 2015
Für den Aufsichtsrat
Walter Herwarth Lechler
Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
Bericht des Aufsichtsrats 2015
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und ihn insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Konzerns beraten. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Er wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über den Konjunkturverlauf, die Geschäftsentwicklung, den Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz und Ertrag (jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan), über bedeutsame Neuaufträge, die Beschäftigungslage im Konzern, bei der ElringKlinger AG, bei deren Geschäftsbereichen und bei den Tochtergesellschaften sowie über die Liquidität unterrichtet.
Der Aufsichtsrat trat 2015 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG, deren Geschäftsbereiche und die Tochtergesellschaften, über die aktuelle Vorschau der Gesamtjahreswerte und eine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte der Vorstand fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, relevante Compliancethemen, den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Schließlich waren strategische Projekte und Akquisitionen bzw. deren Integration regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und, soweit geboten, eingehend diskutiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden zudem rechtzeitig vor den Sitzungen ausführlich schriftlich über die jeweiligen Tagesordnungspunkte informiert.
Über die vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren Themen:
| ― | In der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2015 wurden die Jahresabschlüsse 2014 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erläutert. Der Abschluss der ElringKlinger AG und der Konzernabschluss sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurden genehmigt bzw. gebilligt. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat über die Vorbereitungen der Hauptversammlung berichten. Er beschloss in der Sitzung die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung. Schließlich erläuterte der Vorstand die Finanzierungsstruktur der ElringKlinger-Gruppe. Das Thema wurde eingehend diskutiert. |
| ― | In der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2015, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung in neu gewählter Besetzung stattfand, wurden Herr Walter H. Lechler zum Vorsitzenden und Herr Markus Siegers zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Weiterer Tagesordnungspunkt war insbesondere die unmittelbar zuvor durchgeführte Hauptversammlung. |
| ― | Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 11. September 2015 war unter anderem die Nachwahl zum Personalausschuss. Als weiteres Mitglied neben Herrn Walter H. Lechler und Frau Gabriele Sons wurde Herr Markus Siegers gewählt. Es wurden die Anforderungen des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen erörtert. Entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung beschloss der Aufsichtsrat die bis zum 30. Juni 2017 zu erfüllende Zielgröße hinsichtlich des Frauenanteils im Vorstand. Der Aufsichtsrat war sich einig, dass unabhängig von der konkreten Festlegung der Zielgrößen, die Chancengleichheit von Frauen und Männern bei Elring-Klinger, aber auch die Förderung von Frauen in Führungspositionen, ein wichtiges Ziel sei. |
| ― | Auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr am 4. Dezember 2015 standen das Budget 2016 und die Mittelfristplanung für den Zeitraum 2016 bis 2020. Weitere wichtige und ausführlich besprochene Themen waren der Bericht über die Ergebnisse der 2015 durchgeführten internen Revisionen, die Planung der für 2016 vorgesehenen internen Revisionen und die aktuelle Risikoeinschätzung sowie die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand. Im Rahmen des Complianceberichts für 2015 wurde unter anderem das aktuelle Compliancesystem dargelegt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Klaus Eberhardt, nahm ebenfalls zu den vorgenannten Themen Stellung und berichtete über die Beratungen im Prüfungsausschuss. Schließlich wurde Herr Thomas Jessulat vom Aufsichtsrat als weiteres Vorstandsmitglied für die Bereiche Finanzen, IT und Gewerbeparks bestellt. |
An den ordentlichen Sitzungen haben bis auf die Sitzung im Dezember alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Getrennte Sitzungen der Arbeitnehmervertreter und Anteilseignervertreter zur Vorbereitung der ordentlichen Sitzungen fanden auch 2015 nicht statt. Solche Sitzungen wurden nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen und vorab zur Verfügung gestellten Informationen als nicht erforderlich angesehen. Außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats haben nicht stattgefunden. Dazu bestand 2015 kein Anlass.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt. Gegenstand der Sitzung im März 2015 war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse 2014 mit ausführlicher Diskussion. In der September-Sitzung wurden die Ergebnisse des ersten Halbjahres und der Status des Compliancesystems diskutiert. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses im Dezember standen die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2015, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und des Compliancesystems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen unterrichtet.
Der Personalausschuss tagte einmal im November 2015. Gegenstand war insbesondere die Vorbereitung eines Vorschlags an das Aufsichtsratsplenum zum Dienstvertrag für Herrn Thomas Jessulat, der neu in den Vorstand berufen werden sollte.
Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2015 nicht ergeben.
Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 4. Dezember 2015 einstimmig beschlossen und noch am gleichen Tag auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend in kurzen zeitlichen Abständen persönlichen, telefonischen und E-Mail-Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.
Der Vorstand schaltete den Aufsichtsrat bei zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfällen rechtzeitig mit gut begründeten Unterlagen ein und erhielt in jedem Fall die Zustimmung des Aufsichtsrats.
In der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 wurden die Anteilseignervertreter neu gewählt. Die Amtszeit der im März 2015 von den Arbeitnehmern der deutschen Betriebe der ElringKlinger-Gruppe gewählten Arbeitnehmervertreter begann mit Ablauf der Hauptversammlung. Den ausgeschiedenen Mitgliedern bzw. nicht mehr zur Wahl angetretenen Mitgliedern, namentlich Frau Dr. Margarete Haase auf der Anteilseignerseite und den Herren Gert Bauer und Gerhard Wick als Gewerkschaftsvertreter auf der Arbeitnehmerseite, sei an dieser Stelle nochmals für ihr Engagement und die konstruktive, immer am Wohl der ElringKlinger-Gruppe ausgerichtete Mitarbeit, gedankt. Dies gilt im besonderen Maße für Herrn Bauer, der dem Gremium 15 Jahre angehörte. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde für die Anteilseignerseite Frau Rita Forst. Bereits im März wurden Frau Nadine Boguslawski und Herr Ernst Blinzinger als Arbeitnehmervertreter in das Gremium gewählt.
Ende des Jahres 2015 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex erneut die Effektivität seiner Arbeit, unter anderem die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Die Ergebnisse der Befragung sollen in der kommenden Aufsichtsratstätigkeit berücksichtigt werden.
Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 13. Mai 2015. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. März 2016 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für den großen Einsatz und die geleistete erfolgreiche Arbeit. In diesen Dank schließt der Aufsichtsrat ausdrücklich Herrn Karl Schmauder ein, der sein Vorstandsmandat am 23. Februar 2016 niedergelegt hat. Wir haben seine Entscheidung mit großem Respekt entgegengenommen. Herr Schmauder war insgesamt 34 Jahre für das Unternehmen tätig, seit 2005 als Mitglied des Vorstands. Er hat die Entwicklung des Unternehmens an maßgeblicher Stelle mit voran gebracht und sich große Verdienste erworben.
Stuttgart, 24. März 2016
Für den Aufsichtsrat
Walter Herwarth LechlerVorsitzender des Aufsichtsrats