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ElringKlinger AG Annual Report 2014

May 22, 2015

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Annual Report

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ElringKlinger AG

Dettingen an der Erms

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Zusammengefasster Lagebericht der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms und des ElringKlinger-Konzerns

ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation

Profil

Der ElringKlinger-Konzern ist ein weltweit aufgestellter Automobilzulieferer mit einer rund 135-jährigen Firmengeschichte. Rund 90 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit der Fahrzeugindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Als unabhängiger Entwicklungspartner und Erstausrüster entwickelt und produziert ElringKlinger Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule, thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang, Getriebesteuerplatten, komplette Abgasreinigungssysteme sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellensysteme. Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ergänzt das Portfolio um Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE auch für Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Der freie Ersatzteilmarkt wird vor allem mit metallischen Flachdichtungen und kompletten Dichtungssätzen beliefert.

Zum Kundenkreis der ElringKlinger-Gruppe zählen nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit und zahlreiche Automobilzulieferer, insbesondere aus den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie sowie Getriebebau. Mit technologisch anspruchsvollen Komponenten, vor allem aus den Geschäftsfeldern Abgasreinigung und Brennstoffzelle, erschließt sich ElringKlinger weitere zukunftsträchtige Absatzgebiete wie beispielsweise die Schifffahrtindustrie oder ein breites Feld von Anwendungen in der Energieversorgung.

Für den ElringKlinger-Konzern arbeiteten zum 31. Dezember 2014 weltweit rund 7.300 Menschen an 44 Standorten (vgl. "Mitarbeiter").

Geschäftsmodell, Kernkompetenzen und Marktposition

Das Produktportfolio von ElringKlinger ist konsequent auf die Kernthemen der Automobilindustrie ausgerichtet: Nahezu das gesamte Produktspektrum konzentriert sich auf die Bereiche Kraftstoffverbrauchsreduzierung, Emissionsverringerung sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der technologisch anspruchsvolle Komponenten für alle Antriebsarten liefert - egal, ob für den traditionellen Verbrennungsmotor oder den elektrischen Antrieb.

Die Kernkompetenzen der ElringKlinger-Gruppe liegen in der Kombination von hoch präziser Metallverarbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) mit Beschichtungstechnologie und Kunststofftechnik. Wichtiges Know-how stellt dabei die Werkzeugtechnologie sowohl für die Metallverarbeitung als auch für komplexe Kunststoffspritzgießverfahren dar. ElringKlinger konstruiert und fertigt fast alle für die Produktion benötigten Werkzeuge selbst. Darüber hinaus verfügt ElringKlinger aufgrund seiner langjährigen spezifischen Erfahrung über ganz entscheidende technologische Wettbewerbsvorteile durch Materialkompetenz und Produktions-Know-how. Vor diesem Hintergrund bestehen für neue Wettbewerber sehr hohe Eintrittshürden.

ElringKlinger verbindet Technologieführerschaft mit der Kostenführerschaft in der Fertigung. Ziel ist es, die Fahrzeug- und Motorenhersteller im Seriengeschäft mit großen Stückzahlen bei gleichbleibend hoher Qualität just-in-time zu beliefern. Im Ersatzteilgeschäft ist oftmals eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden zu gewährleisten. Dies erfordert eine entsprechende Vorratshaltung und Logistikkette.

Generell strebt ElringKlinger bei all seinen Aktivitäten eine Marktposition unter den drei größten Anbietern im jeweiligen Segment an. Bei Zylinderkopfdichtungen ist ElringKlinger Weltmarktführer. In den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule zählt der Konzern ebenfalls zu den jeweils drei international führenden Anbietern.

Um diese Wettbewerbsposition zu sichern, investiert ElringKlinger im Branchenvergleich überdurchschnittlich stark in Forschung und Entwicklung (vgl. "Forschung und Entwicklung"). Im Unternehmen ist eine ausgeprägte Innovationskultur vorhanden, neue Ideen werden systematisch gefördert und unterstützt. Das zukunftsweisende Portfolio umfasst sowohl neue Anwendungen für bestehende Technologien als auch völlig neu entwickelte Produkte. ElringKlinger entwickelt dabei gezielt Produkte für technologisch anspruchsvolle Nischenmärkte, wie zum Beispiel den Turboladerbereich, Hochleistungsautomatikgetriebe oder das Thermomanagement.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Die Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten hängt einerseits von der Entwicklung der internationalen Fahrzeugmärkte bzw. der weltweiten Fahrzeugproduktion ab. Diese ist erfahrungsgemäß eng an die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und die Beschäftigungssituation in den jeweiligen Absatzmärkten gekoppelt. Aufgrund der weltweit breit aufgestellten Kundenbasis ist für ElringKlinger die Abhängigkeit von einzelnen Märkten vergleichsweise gering. Temporäre Einbrüche der Nachfrage in einzelnen Regionen können in der Regel durch die bessere Entwicklung anderer Absatzmärkte zumindest teilweise kompensiert werden.

Auf der anderen Seite profitiert ElringKlinger bei einem Großteil der Geschäftsbereiche - vor allem bei Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodulen und der Abschirmtechnik - von strukturellem Wachstum. Das Unternehmen kann eine immer größere Anzahl von Teilen pro Fahrzeug anbieten und dadurch auch in einem stagnierenden Marktumfeld wachsen. Ein zunehmender Anteil der Entwicklungsprojekte ist zudem auf neue, zukunftsträchtige Absatzgebiete außerhalb der Automobilindustrie ausgerichtet. Beispielgebend hierfür stehen Entwicklungen in der Abgasreinigungstechnologie für die Schiffs-, Baumaschinen- oder Kraftwerksindustrie oder unterschiedlichste Industriefelder im Bereich der Brennstoffzellentechnologie.

Da 60,0 % bzw. 23,4 % der Umsatzkosten auf die Material- und Personalkosten entfallen, besteht kostenseitig ein hoher Einfluss durch die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte und der Löhne und Gehälter.

Als rechtliche Einflussfaktoren sind vor allem umweltrechtliche Regularien zur Emissionsreduzierung zu nennen. Weltweit treten - ergänzend zu den strengen Grenzwerten für den CO2 -Ausstoß - immer anspruchsvollere Normen zur Reduzierung von Schadstoffen wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide oder Rußpartikel in Kraft. Stellvertretend dafür stehen die seit 2014 geltenden Euro-6-Normen für Pkw bzw. Euro-VI-Vorschriften für Lkw oder die Schifffahrtvorschriften der IMO (International Maritime Organisation). Da sich ElringKlinger mit seinem Produktportfolio strategisch auf diese Entwicklungen ausrichtet, profitiert das Unternehmen grundsätzlich von der Emissionsgesetzgebung.

Konzernstruktur und -organisation

Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms/Deutschland, übernimmt innerhalb des Konzerns alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zum 31. Dezember 2014 umfasste die ElringKlinger-Gruppe neben dem Mutterunternehmen 38 vollkonsolidierte Tochterunternehmen sowie eine Beteiligung (Codinox Beheer B.V., Enschede/Niederlande). Die ElringKlinger AG hält überwiegend 100 % an ihren Tochtergesellschaften (vgl. Anteilsbesitzliste).

Die ElringKlinger AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 361242 eingetragen. Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Deutschland. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Sie ist auf der Internetseite www.elringklinger.de zugänglich.

Standorte und Märkte

ElringKlinger ist global aktiv und war zum Ende des Jahres 2014 mit 44 Standorten in 21 Ländern vertreten. Dazu zählen 31 Fertigungsstätten, neun Vertriebsbüros sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzeilvertrieb tätig ist. Die übrigen Standorte gehören zu den Segmenten Dienstleistungen und Gewerbeparks.

In der folgenden Tabelle sind alle operativen Konzerngesellschaften mit ihren jeweiligen Standorten weltweit aufgeführt. Die zehn größten Werke - gemessen am Umsatz - sind hervorgehoben.

ElringKlinger-Standorte weltweit

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Gesellschaft Standort
Deutschland
ElringKlinger AG Dettingen/Erms Produktion
Geretsried-Gelting Produktion
Langenzenn Produktion
Lenningen Produktion
Runkel Produktion
Thale Produktion
Idstein Dienstleistungen/Gewerbepark
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen Produktion
Heidenheim Produktion
Polytetra GmbH Mönchengladbach Produktion
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein Dienstleistungen/Gewerbepark
Bietigheim-Bissingen Dienstleistungen/Gewerbepark
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg/Neckar Dienstleistungen/Gewerbepark
new enerday GmbH Neubrandenburg Produktion
Hug Engineering GmbH Magdeburg Vertrieb
Übriges Europa
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) Produktion
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) Produktion
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) Produktion
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) Produktion
Chamborêt (Frankreich) Produktion
Poissy (Frankreich) Vertrieb
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) Produktion
Elring Parts Ltd.1 Gateshead (Großbritannien) Vertrieb
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) Dienstleistungen/Gewerbepark
Hug Engineering S.p.A. Mailand (Italien) Vertrieb
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) Produktion
Codinox Beheer B.V.2 Enschede (Niederlande) Vertrieb
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) Produktion
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) Produktion
Südamerika
Elring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) Produktion
Nordamerika
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) Produktion
Elring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) Produktion
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) Vertrieb
ElringKlinger USA, Inc. Buford/Georgia (USA) Produktion
Hug Engineering Inc. Austin/Texas (USA) Vertrieb
ElringKlinger Engineered Plastics North America Buford/Georgia (USA) Vertrieb
Asien
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) Produktion
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) Produktion
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd. Qingdao (China) Vertrieb
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) Produktion
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) Produktion
Saitama (Japan) Produktion
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Gumi (Südkorea) Produktion
Gwangmyeong (Südkorea) Vertrieb
PT. ElringKlinger Indonesia Karawang (Indonesien) Produktion
ElringKlinger (Thailand) Co. Bangkok (Thailand) Vertrieb
Afrika
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) Produktion

1 Vertrieb Ersatzteile

2 Beteiligung

Die Standorte der zehn umsatzstärksten Werke sind hervorgehoben.

Neben den klassischen Triademärkten Europa, Nordamerika und Japan ist ElringKlinger auch in den Schwellenmärkten Asiens und Südamerika mit eigenen Fertigungsstätten vertreten. Allein in Asien betreibt ElringKlinger acht Produktionsstätten, darunter zwei Produktionswerke in China sowie ein 2014 in Betrieb genommenes Werk in Südkorea. Am chinesischen Standort Suzhou, in der Region Shanghai, errichtet der Konzern derzeit ein hochmodernes, neues Werk mit 26.000 Quadratmetern Fläche, das 2015 den Betrieb aufnehmen wird. Die stark wachsende ASEAN-Region bedient ElringKlinger seit 2013 ebenfalls durch ein eigenes Werk bei Jakarta/Indonesien. Zudem gründete ElringKlinger 2013 eine Vertriebsgesellschaft in Thailand.

2014 erzielte ElringKlinger rund 70 % der Konzernerlöse außerhalb Deutschlands (vgl. "Umsatz- und Ertragsentwicklung"). Das globale Produktionsnetzwerk des ElringKlinger-Konzerns bildet die Basis für eine kundennahe Fertigung. Die Konzerngesellschaften stehen dabei untereinander im Wettbewerb um die einzelnen Projekte. Die Entscheidung, wo letztlich produziert wird, ist vor allem von den Aspekten Kundenähe, Kostenstruktur, interne Wertschöpfungskette sowie der Reduzierung von Währungs- und sonstigen Risiken abhängig.

Segmente und Geschäftsbereiche

Das operative Geschäft der ElringKlinger-Gruppe ist in die nachfolgenden fünf Segmente unterteilt. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.

Segmente des ElringKlinger-Konzerns

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Segment Umsatzanteil Wesentliche Kundengruppen
Erstausrüstung 82,2 % Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer
Ersatzteile 9,9 % Freier Ersatzteilhandel
Kunststofftechnik 7,0 % Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik
Dienstleistungen 0,6 % Fahrzeughersteller und -zulieferer
Gewerbeparks 0,3 % Ohne Branchenbezug

Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe und Abgassysteme von Fahrzeugen sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen. Zur Kundenbasis gehören fast alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit. Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG, Elsau, die ebenfalls dem Segment Erstausrüstung zugeordnet ist, entwickelt und fertigt komplette Abgasreinigungssysteme, die vor allem in Lkw und Bussen, Schiffen, Bau- und Landmaschinen oder Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" sein Ersatzteilsortiment, das vor allem Zylinderkopfdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze umfasst. Diese Teile in Erstausrüstungsqualität kommen unter anderem zur Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen zum Einsatz. Die wichtigsten Märkte im Ersatzteilgeschäft sind West- und Osteuropa, der Mittlere Osten sowie Nordafrika. Derzeit baut ElringKlinger seine Aktivitäten in Nordamerika und China aus. Zudem erweitert das Segment derzeit sein Produktportfolio auf dem französischen und italienischen Ersatzteilmarkt. Der Vertrieb des Segments Ersatzteile erfolgt hauptsächlich über ein weltweites Netz von Großhändlern und über große Einkaufskooperationen.

Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen/Deutschland, mit ihren Tochtergesellschaften einschließlich der 2014 erworbenen Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland. Das Segment entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE. Nahezu die Hälfte des Umsatzes wird außerhalb der Automobilbranche erzielt. In Europa zählt die ElringKlinger Kunststofftechnik zu den führenden Anbietern für PTFE-Applikationen. China und USA werden durch lokale Vertriebsgesellschaften betreut. In diesen Märkten bestehen Fertigungslinien für PTFE-Produkte in den ElringKlinger-Produktionsstätten.

Das Segment Dienstleistungen umfasst die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein/ Deutschland sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland und die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms/Deutschland. Die Elring Klinger Motortechnik GmbH bietet Entwicklungsdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden gehören sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Dadurch ist ElringKlinger eng mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden verzahnt. Die ElringKlinger Logistic Service GmbH erbringt Logistikdienstleistungen für das Segment Ersatzteile und für externe Kunden. Die KOCHWERK Catering GmbH betreibt das Betriebsrestaurant am Hauptstandort Dettingen/Erms und erbringt Catering-Dienstleistungen für externe Kunden.

Zum Segment Gewerbeparks zählen die Industrieparks in Idstein bei Frankfurt/Deutschland, und Kecskemét/Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Gebäuden.

Die Segmente sind darüber hinaus in insgesamt elf Geschäftsbereiche unterteilt. Dabei ist das Segment Erstausrüstung, das mit rund 80 % den Großteil zu den Konzernerlösen beisteuert, in sieben Geschäftsbereiche untergliedert. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.

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Grafik: Konzernaußenumsatz nach Geschäftsbereichen 2014 (Vorjahr) in %
Abschirmtechnik: 26 % (25 %)
Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik: 20 % (20 %)
Spezialdichtungen: 16 % (15 %)
Zylinderkopfdichtungen 14 % (15 %)
Ersatzteile: 10 % (10 %)
Kunststofftechnik: 7 % (8 %)
Abgasnachbehandlung: 5 % (5 %)
E-Mobility: 1 % (1 %)
Dienstleistungen: 1 % (1 %)
Gewerbeparks: <1 % (<1%)
Sonstige: <1 (<1)

ElringKlinger ist Weltmarktführer im Bereich Zylinderkopfdichtungen. Das Marktumfeld ist oligopolistisch geprägt, die Hauptwettbewerber sind zwei US-amerikanische Mischkonzerne, die allerdings nicht auf Dichtungslösungen spezialisiert sind. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleinere, regionale Konkurrenten.

Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen beinhaltet vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. Die Wettbewerbssituation ist im Wesentlichen identisch zum Bereich Zylinderkopfdichtungen. ElringKlinger nimmt bei metallischen Spezialdichtungen ebenfalls eine führende Position ein und gehört zu den drei größten Anbietern weltweit. Dem Bereich Spezialdichtungen kommen die immer höheren Anforderungen an die Dichtungstechnologie sowie die steigende Anzahl der Anwendungsmöglichkeiten zugute.

Der Bereich Abschirmtechnik umfasst kombinierte thermische und akustische Abschirmlösungen. ElringKlinger ist dabei einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Dieser Geschäftsbereich ist der umsatzstärkste Bereich des Konzerns. Auch hier gehört ElringKlinger zu den drei international führenden Anbietern. Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik profitiert ebenfalls von strukturellem Wachstum, da die Anzahl der benötigten Abschirmteile im Fahrzeug in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Das Marktumfeld stellt sich differenzierter dar als im Dichtungsbereich. Hauptwettbewerber ist ein US-amerikanisches Unternehmen.

Der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik entwickelt und produziert leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen, wie zum Beispiel Ventilhauben oder Ölsaugrohrmodule. Die Anzahl möglicher Kunststoffanwendungen im Fahrzeug nimmt stetig zu. Daneben setzt sich der Trend zum Ersatz schwerer Metallteile durch leichte Kunststoffteile auch für Lkw immer mehr durch. Weitere wichtige Produkte in diesem Bereich sind hochleistungsfähige Metallelastomerdichtungen für Nutzfahrzeuge. Das Marktumfeld ist im Gegensatz zu den anderen Geschäftsbereichen stärker fragmentiert.

Das Kernprodukt im Geschäftsbereich E-Mobility sind Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen und seit 2011 in Serie produziert werden. Zu den Kunden gehören unter anderem zwei deutsche Premium-Fahrzeughersteller. Das Wachstum des Geschäftsbereichs ist stark an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gekoppelt. Im Bereich Zellkontaktiersysteme bestehen wenige Anbieter.

Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung beinhaltet die 2011 mehrheitlich übernommene Hug-Gruppe sowie das Produktionswerk in Thale/Deutschland. Hug gehört zu den führenden Anbietern von Abgasreinigungstechnologie für stationäre Motoren und Off-Road-Applikationen - beispielsweise für Baumaschinen, Lokomotiven, Schiffe und Kraftwerke. Der Geschäftsbereich hält die Marktführerschaft im US-Nachrüstmarkt Kalifornien für Dieselpartikelfilter in Nutzfahrzeugen über 6,34 Tonnen.

Die Werkzeugtechnologie stellt eine maßgebliche Kernkompetenz des ElringKlinger-Konzerns dar und ist als eigenständiger Geschäftsbereich aktiv. Sie umfasst den internen Werkzeugbau am Standort Dettingen/Erms sowie den 2011 übernommenen und inzwischen auf die ElringKlinger AG verschmolzenen Spezialisten für Kunststoffspritzgusswerkzeuge Hummel-Formen am Standort Lenningen/Deutschland. Der Geschäftsbereich erbringt fast ausschließlich konzerninterne Leistungen.

Neue Aktivitäten werden grundsätzlich erst in eigene Geschäftsbereiche überführt, sobald sie erste Umsatzbeiträge im Seriengeschäft erwirtschaften. Solange dies noch nicht gegeben ist, werden sie im Bereich "Neue Geschäftsfelder" gebündelt. Derzeit beinhalten die "Neuen Geschäftsfelder" insbesondere die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnologie (vgl. "Forschung und Entwicklung").

Steuerungsgrößen

Zur Steuerung des Konzerns und als Basis zur Gesamteinschätzung der Entwicklungen in der Unternehmensgruppe nutzt der Vorstand der ElringKlinger-Gruppe in erster Linie Finanzkennzahlen. Daneben werden auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sowie unternehmensspezifische Frühindikatoren beobachtet.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Die finanziellen Steuerungsgrößen sind hauptsächlich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG sowie der einzelnen Konzerngesellschaften ausgerichtet. Zu den hierfür zugrundegelegten bedeutsamsten Kennzahlen zählen der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Diese Steuerungsgrößen werden zudem für die nach IFRS berichtspflichtigen fünf Segmente sowie auch für die einzelnen Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.

Die Steuerungsgröße EBIT entspricht ab dem Jahr 2014 dem operativen Ergebnis. Währungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis sind damit nicht mehr enthalten.

Besondere Bedeutung kommt auch dem "Return on Capital Employed" (ROCE) zu. Der ROCE gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die langfristige Zielvorgabe für den Konzern ist es, mittel- bis langfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 20 % zu erzielen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.

Finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns

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Plan 2014 Ist 2014 2013 2012 2011 2010 2009 2008
Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen:
Umsatz (in Mio. €) 1.258 bis 1.2821 1.325,8 1.150,1 1.127,2 1.032,8 795,7 579,3 657,8
EBIT (in Mio. €) 160 bis 1652 162,33 149,83 135,8 126,06 106,7 63,3 71,5
Ergebnis vor Ertragsteuern (in Mio. €) - 153,1 131,34 123,6 113,96 94,0 49,4 60,0
Return on Capital Employed (ROCE) 20 % 12,4 14,45 % 13,3 % 14,2 %6 15,2 % 8,8 % 13,6 %
Weitere, weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen:
Cashflow aus betriebl. Tätigkeit (in Mio. €) positiv 149,9 119,0 112,3 74,5 126,2 148,8 98,2
Eigenkapitalquote >40 % 49,7 50,4 % 50,6% 50,1 % 52,7 % 41,2 % 37,7 %

1 inkl. 25,0 Mio. Euro Umsatz aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation ab 1. Januar 2014

2 bereinigt um einmalige Sondereffekte

3 bereinigt um einmalige Sondereffekte, vor Kaufpreisallokation

4 bereinigt um den Einmalertrag aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro)

5 inkl. Einmalertrag aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro)

6 bereinigt um den Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg in Höhe von 22,7 Mio. Euro

Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger bei der Unternehmenssteuerung konzernweit auch die folgenden finanziellen Steuerungsgrößen:

Liquidität
Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen

Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen

Des Weiteren werden folgende, für die Unternehmenssteuerung weniger bedeutsame Personal-, Umwelt- und Qualitätskennzahlen regelmäßig erhoben. Sie dienen dem Management als Entscheidungshilfe.

Beschäftigtenanzahl und Mitarbeiterentwicklung
Durchschnittlicher Krankenstand
Fluktuationsquote
Betriebsunfälle
Energieverbrauchswerte und Emissionen, vor allem CO2 -Ausstoß
Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten

Konkrete Kennzahlen hierzu finden sich in den Kapiteln "Nachhaltigkeit" und "Mitarbeiter".

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Die kontinuierlich berichteten Kennzahlen Auftragseingang und -bestand bieten eine verlässliche Indikation für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.

Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.

Strategie: Nachhaltiges und ertragsorientiertes Wachstum angestrebt

ElringKlinger verfolgt eine Strategie des nachhaltigen Wachstums, wobei langfristig profitables organisches Wachstum im Mittelpunkt steht. Dabei strebt das Unternehmen eine - gemessen an der EBIT-Marge - im Branchenvergleich überdurchschnittliche Profitabilität an.

ElringKlinger führt regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzuliefererunternehmen verglichen und bewertet.

Forschung und Entwicklung

FuE-Aufwand weiter erhöht - Innovationen bleiben wichtigster Wachstumstreiber

Eine ausgeprägte Innovationskultur bleibt der wichtigste Baustein für den langfristigen Geschäftserfolg der ElringKlinger-Gruppe. Ziel des Unternehmens ist es, seine Technologieführerschaft nachhaltig abzusichern. Gegenüber dem Wettbewerb soll ein dauerhafter Entwicklungsvorsprung von mehreren Jahren gehalten werden. Sobald Produktneuentwicklungen am Markt eingeführt sind, werden sie daher intern als etablierte Produkte eingestuft. Ab diesem Zeitpunkt wird an Konzepten der nächsten Generation gearbeitet. Mit dieser Philosophie gelang es ElringKlinger auch 2014, die Wettbewerbsposition im Innovationswettlauf mit der Konkurrenz zu stärken.

Fokus auf Downsizing und Leichtbau

Die Produktinnovation im Konzern wird geprägt von den Euro-Normen zur Abgasreduzierung bei Pkw und Lkw und vor allem von den gesetzlichen Vorgaben zur CO2 -Reduzierung. Sowohl die Europäische Union als auch die USA und China haben sich für 2020 äußerst anspruchsvolle Ziele gesetzt. In Deutschland lag der durchschnittliche CO2 -Ausstoß der Gesamtflotte deutscher Hersteller im Oktober 2014 bei 131 g CO2 /km. Die Emissionen der Neuwagen sind hier 2014 so langsam gesunken wie seit Jahren nicht mehr, und zwar um rund 3 %. Bis 2020 gilt es, den Ausstoß auf den nur mit größter Anstrengung erreichbaren Zielwert von 95 g/km zurückzuführen. An dieser Stelle ist auch zu berücksichtigen, dass SUVs enorme Wachstumsraten verzeichneten und die durchschnittliche PS-Zahl der in Deutschland verkauften Neuwagen auf 140 PS gestiegen ist.

Aus diesem Grund arbeiteten die Automobilhersteller auch 2014 weiter mit Nachdruck daran, mit Hilfe von Downsizing-Konzepten effizientere Verbrennungsmotoren zu entwickeln und durch Leichtbaukonzepte Gewichtseinsparungen zu erreichen.

ElringKlinger konzentriert seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Optimierung des Verbrennungsmotors, neue Leichtbaukonzepte sowie die Abgasreinigungstechnologie. Bei den klassischen Produktgruppen Metalldichtungen, Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule wurden 2014 zahlreiche neue Anwendungen entwickelt, die unmittelbar oder mittelbar dazu beitragen, den CO2 -Ausstoß oder andere Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Partikel oder Stickoxide zu verringern.

Hohe Anforderungen an die Entwicklungskompetenz: FuE-Aufwendungen weiter gestiegen

Die Fahrzeughersteller übertragen mehr und mehr Entwicklungsaufgaben auf die Zulieferer. Ihr Wertschöpfungsanteil am Fahrzeug näherte sich 2014 der 80 %-Marke. Für ElringKlinger als Technologiezulieferer ist diese Entwicklung durchaus vorteilhaft. Sie erforderte es aber auch, zusätzliche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten bereitzustellen.

Mit dem Ziel, die technologischen Vorteile gegenüber dem Wettbewerb langfristig abzusichern und weiter auszubauen, hat ElringKlinger die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) auch 2014 nach oben gefahren. Das spiegelt sich im aktuellen Produktportfolio des Konzerns wider. Rund ein Drittel des ElringKlinger-Produktportfolios ist weniger als drei Jahre alt.

Zur Bewältigung der zahlreichen Neuprojekte baute der Konzern die personellen Kapazitäten in den forschungs- und entwicklungsrelevanten Abteilungen weiter aus. Die Anzahl der Beschäftigten in den FuE-Bereichen stieg bis zum 31. Dezember 2014 auf 538 (498) Mitarbeiter. Parallel dazu erhöhte ElringKlinger die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 57,3 (56,7) Mio. Euro. Zu berücksichtigen ist dabei, dass ein Teil der entstandenen FuE-Kosten aktiviert wurde und Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in den Umsatzkosten erfasst sind. Die im Geschäftsjahr 2014 aktivierten FuE-Kosten eingeschlossen, betrug der FuE-Aufwand 66,5 (65,7) Mio. Euro.

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2014 2013* 2012 2011 2010
FuE-Aufwendungen (in Mio. €) 57,3 56,7 57,3 49,9 40,6
FuE-Quote 4,3 % 4,9 % 5,1 % 4,8 % 5,1 %
Aktivierungsquote 16,0 % 15,8 % 14,7 % 13,4 % 14,1 %

* Abschreibungen auf aktivierte FuE-Aufwendungen werden seit 2013 in den Umsatzkosten erfasst; Die FuE-Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS11 im Jahr 2014 angepasst;

Unter Berücksichtigung auch der aktivierten Entwicklungskosten lag die FuE-Quote bei 5,0 % (5,7 %). Damit wendete die ElringKlinger-Gruppe im Verhältnis zum Umsatz mehr für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte auf als die meisten Wettbewerber. Der Großteil der FuE-Aufwendungen entfiel auch 2014 auf die klassischen Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmtechnik sowie auf die Abgasnachbehandlung. Die Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien erfolgten schwerpunktmäßig am Standort der Muttergesellschaft in Dettingen/Erms/Deutschland.

Patentschutz und Kompetenzzentren-Struktur sichern Technologievorsprung

Um den Vorsprung in der Produktentwicklung und der Verfahrenstechnik sicherzustellen, kümmert sich eine zentral für den Konzern zuständige interne Patentabteilung um den Schutz des technologischen Know-hows und der geistigen Eigentumsrechte. Allein im Jahresverlauf 2014 wurden 94 (78) neue deutsche und internationale Schutzrechte angemeldet.

Die deutschen Fahrzeughersteller gingen verstärkt dazu über, in den stark wachsenden Schwellenmärkten Asiens sowie in Nordamerika vor Ort neue Kapazitäten für die Fahrzeugproduktion und die Motorenfertigung aufzubauen. Der Konzern reagierte auf diesen Trend und begann ebenfalls damit, bei den internationalen Tochtergesellschaften, zum Beispiel in China, Entwicklungskapazitäten zu etablieren. Zudem gewann ElringKlinger in Asien lokale Neukunden.

Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns blieb jedoch weiterhin auf die Standorte der ElringKlinger AG im Inland sowie auf die Hug Engineering AG in der Schweiz konzentriert. Mit dieser zentralistischen Struktur grenzt ElringKlinger das Risiko von Technologietransfers, Know-how-Abflüssen oder Nachahmern weitgehend ein.

Gewichtsreduzierung mit neuen Materialkonzepten und Einstieg in den Karosserieleichtbau

2014 haben die Produktentwicklungsteams des Geschäftsbereichs Kunststoffgehäusemodule zahlreiche neue Produktideen aus Polyamid und neuartigen Verbundwerkstoffen entwickelt. Diese im Leichtbauverfahren hergestellten Komponenten und Module ersetzen oftmals die schweren und teuren Metallteile, die bisher von Wettbewerbern gefertigt wurden, und tragen maßgeblich zur Gewichtsersparnis und letztlich CO2 -Reduzierung bei.

Neue Materialkonzepte, verbunden mit dem spezifischen Know-how des eigenen Werkzeugbaus, schufen 2014 die entwicklungstechnischen Voraussetzungen für ein breites Portfolio von neuen Teilen rund um Motor, Getriebe und zunehmend auch im Karosseriebereich.

Durch die Kombination von Faserverbundstoffen wie Glas, Karbon, Aramid und Thermoplasten in sogenannten Organo-Blechen wird eine deutlich verbesserte Belastbarkeit und Steifigkeit erreicht. Damit werden erstmals auch für bisher aus Metall gefertigte Strukturbauteile im Fahrzeug zahlreiche Anwendungen möglich.

Im Mittelpunkt stand auch der Entwurf neuer Applikationen von Leichtbauteilen aus höher temperaturbeständigen Werkstoffen für Nutzfahrzeuge. Damit werden 30 % bis 50 % Gewichtsersparnis möglich. Über die Entwicklung neuer Ölwannen- und Ventilhauben-Module hinaus leisteten die Entwickler Pionierarbeit bei Ladeluftrohren, Ansaugluftverteilern und Ölsaugrohrmodulen aus Kunststoff.

Vielversprechende Entwicklungsprojekte beschäftigten sich mit dem Entwurf besonders leistungsfähiger Ölabscheidungssysteme für Pkw und mittelschwere Nutzfahrzeuge oder leichter Kunststoffresonatoren zur Geräuschdämmung im Turbolader.

2014 gelang ElringKlinger der Markteinstieg in den Karosserieleichtbau mit neuartigen Polymer-Metall-Hybridbauteilen (PMH) für Cockpit und Frontend. Das Unternehmen kooperiert bei dieser wegweisenden Hydroform-Hybridtechnologie mit einem deutschen Pkw-Hersteller im Premium-Segment. ElringKlinger entwickelte vor allem die benötigte komplexe Werkzeugtechnologie. Ein Kombinationswerkzeug verbindet Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU) mit Kunststoffspritzguss und ermöglicht es, komplexe und dabei besonders leichte Bauteile in nur einem Prozessschritt zu fertigen. Mit dieser neuen Hybridtechnologie werden Cockpitquerträger, Frontendträger und Frontendadapter hergestellt. Das neue Verfahren verbindet dabei hohe Steifigkeit mit rund 25 % Gewichtseinsparung und bietet erhebliches Potenzial für verschiedene Strukturbauteile im Fahrzeug mit den unterschiedlichsten Geometrien.

Steigende Leistungsansprüche an Metalldichtungen durch Downsizing

Sowohl der Trend zum Motoren-Downsizing als auch die Hybridisierung des Antriebsstrangs führen zu nochmals steigenden Anforderungen an den Verbrennungsmotor. Zylinderkopf- und Spezialdichtungen unterliegen hier technisch immer höheren Ansprüchen. Häufigere Lastwechsel, thermisch höhere Beanspruchung und steigende Drücke prägen folglich die Entwicklungsarbeit im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen. Bei den Neuentwicklungen standen zunehmend Projekte für kompakte, hoch aufgeladene Benzinmotoren mit Direkteinspritzung sowie für Hybride auf der Tagesordnung. Durch die Weiterentwicklung von geprägten topographischen Strukturen bei den Decklagen der Zylinderkopfdichtungen sowie durch den Einsatz standfesterer Elastomer-Beschichtungsmaterialien wurden weitere Verbesserungen für diese Einsatzbedingungen erreicht.

2014 stemmten die Entwickler im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen eine Rekordzahl von 305 (294) Serienentwicklungsprojekten. Die höchsten Zuwachsraten entfielen dabei auf asiatische Hersteller.

Auch für den Geschäftsbereich Spezialdichtungen stellten sich die technologischen Grundvoraussetzungen positiv dar. Die zunehmende Komplexität des Abgasstrangs, die breite Anwendung von der Turboaufladung bis über die sehr nachgefragten, hocheffizienten Lösungen in der Abgasrückführung (EGR) prägten die Entwicklungsarbeit für die Kunden in der Erstausrüstung sowie im Tier-1-Bereich.

Neue Entwicklungen, die in den nächsten Jahren deutliches Umsatzpotenzial versprechen, erfolgten bei V-Ringdichtungen und Hochtemperaturflachdichtungen für Turbolader und komplexen EGR-Dichtungen mit integriertem Siebgewebe. Fast zwei Drittel der laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte bezogen sich auf Heißgasanwendungen mit bis zu 1.000°C temperaturfesten Legierungsmaterialien, den sogenannten Super-Legierungen.

Der zunehmende Einsatz von Doppelkupplungs- und mehrstufigen Automatikgetrieben bei den Kunden ließ den Bedarf an technischen Lösungen für Getriebesteuerplatten steigen. Mit einem neuartigen Sandwich-Getriebesteuerplatten-Konzept gewann ElringKlinger 2014 den Innovationspreis des Großkunden ZF Friedrichshafen AG.

Auf der Materialseite eröffnete der Einsatz metallisch-keramischer Beschichtungen im Hochtemperaturbereich ein neues Entwicklungsfeld.

Abschirmtechnik: Thermisch und akustisch isoliert, mit wenig Gewicht

Für die Entwicklungsarbeit im Geschäftsbereich Abschirmtechnik blieben die thermischen Problemstellungen für Downsizing-Motoren und die immer aufwendigere Abgasnachbehandlung bestimmend. Die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen/Schweiz, verfügt entwicklungs- und prozesstechnisch über die Kompetenz, komplette Abschirmpakete vom Motor über den Unterboden bis hin zur Abgasanlage ("Total Shielding") zu entwickeln und hebt sich damit von den meisten Wettbewerbern ab.

Gleichzeitig gewann die akustische Abschirmung spürbar an Bedeutung. Die Entwicklung von Schall- und Schwingungsdämpfungssystemen wurde von den Kunden wesentlich häufiger nachgefragt. Aktuell diskutieren EU-Gremien deutlich verringerte Grenzwerte für den Insassenlärmschutz in Neuwagen, die ab 2019 verbindlich werden sollen. ElringKlinger arbeitete 2014 in zahlreichen Projekten an geeigneten Abschirmsystemen, die die Geräuschentwicklung im Fahrzeuginneren dämpfen.

Gewichtsreduzierung war auch in der Abschirmtechnik eine Kernanforderung der Fahrzeughersteller. ElringKlinger war daher 2014 sehr aktiv damit beschäftigt, neue Materialkonzepte, insbesondere Fasertechnologien voranzubringen. So wurden Leichtbauteile aus thermogeformten Kunststoffbauteilen mit Glasfaser bzw. Silikaten für Unterbodenverkleidungen entworfen. Zudem kommen verstärkt Vliesstoffe und Spezialfolien zum Einsatz. Bei Underbody-Designs spielte auch die CW-Wertoptimierung eine wesentliche Rolle.

Weitere Themenstellungen waren die Direktkapselung des Abgasstrangs sowie die thermische Isolation direkt am Motor durch Faserbauteile und Thermoplastkomposite. Durch die Direktabschirmung am Bauteil werden Abstrahlverluste deutlich reduziert. Über schnellere Aufheizzeiten und höhere Betriebstemperaturen verbessert sich beispielsweise die Funktion von Katalysatoren.

Bei vielen Entwicklungsaufträgen war 2014 die Kombination von thermisch-akustischer Abschirmung gefragt. Die Zielsetzung lautete auch dabei Gewichtseinsparung. Zu diesem Zweck entwickelte ElringKlinger spezielle Organo-Werkstoffe, d.h. Mehrlagenverbundwerkstoffe, bei denen hitzeresistente Fasern aus Glas oder Silikat eingebracht werden.

Abgasnachbehandlung: Neue Kombi-Systeme für Nischenmärkte

Bei der Entwicklung von Abgasreinigungssystemen hat sich der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung 2014 vor allem auf Anwendungen für Nutzfahrzeuge, stationäre Motoren, Baumaschinen und Schiffsdieselmotoren konzentriert. Die darauf spezialisierte ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering AG entwickelt und produziert alle wesentlichen Komponenten wie Keramiksubstrate, katalytische Beschichtungen und Gehäuse in Eigenregie. Zur Unterstützung des Rußabbrands werden die Filtersubstrate je nach Anwendungsbereich katalytisch wirksam mit dem edel- und schwermetallfreien Beschichtungsmaterial CleanCoat™ von ElringKlinger beschichtet.

Eines der Kernprojekte beschäftigte sich 2014 mit der Herstellung leistungsstarker Komplettsysteme für stationäre Motoren, die die Reduzierung von Stickoxiden durch SCR-DeNOx-Verfahren mit der Reduktion von Rußpartikeln verbinden.

Auch im Bereich Schifffahrt wurden von den Kunden zahlreiche Kombisysteme angefragt. Bedingt durch die kommenden Vorschriften IMO3 und EPA Tier IV (USA) sind die Hersteller von Motoren für Binnenschiffe, Yachten und sonstigen Marine-Anwendungen gefordert, ihre Motoren verordnungskonform und zertifiziert auf den Markt zu bringen. Die Entwicklerteams bei Hug Engineering AG arbeiteten daher 2014 daran, diese Vorgaben mit einem neuen Abgasreinigungssystem umzusetzen. Die Platzverhältnisse auf Schiffen verlangen nach einem bauraumoptimierten und mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllenden integrierten System. Eines der wesentlichen Entwicklungsprojekte beschäftigte sich daher erfolgreich damit, Partikelfilter und SCR-Funktion zu kombinieren und gleichzeitig die Schalldämpfung zu integrieren. Auch bei beschränktem Einbauraum kann das kombinierte Filtermodul sowohl Ruß filtern und katalytisch verbrennen als auch Stickoxide reduzieren.

E-Mobility: Batterie-Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen Batterien

Im Bereich Batterietechnik wurden 2014 weitere Anwendungen besonders leistungsfähiger und stabiler Verbinder für Lithium-Ionen-Zellen und -Module in Hochenergiespeichern entwickelt. Sie kommen bereits in einer Plug-in-Hybridplattform eines deutschen Premium-Herstellers zum Einsatz.

Die Entwicklerteams in der Batterietechnik entwickelten auch Konzepte für Produkte außerhalb des klassischen Automobilbereichs. Bei Nischenanwendungen, wie zum Beispiel in Gabelstaplern und anderen Flurförderfahrzeugen, wird in den kommenden Jahren ein interessantes Einsatzgebiet für Hochvoltspeicher gesehen.

Zudem arbeitet ElringKlinger daran, das Produktprogramm für die Elektromobilität auf Zellgehäuse auszuweiten. Schwerpunkt des laufenden Entwicklungsprojekts war 2014, eine Zellfunktionsabdeckung mit elektrischer Kontaktierung und PTFE-Abdichtung zu entwickeln, die durch besonders verlustarme Stromübertragung und integrierte Sicherheitssensorik besticht.

Die Nachfrage der Fahrzeugkäufer nach batterieelektrischen Pkw (BEV) blieb weiter schwach. So entfielen 2014 in Westeuropa weniger als 0,5 % der Fahrzeugkäufe auf ein batterieelektrisches Fahrzeug. ElringKlinger hat daher die FuE-Kapazitäten im Bereich E-Mobility zunächst nicht weiter ausgebaut.

Neue Geschäftsfelder: Erste Brennstoffzellen-Systeme im Praxiseinsatz

Im Bereich der alternativen Antriebe arbeitet ElringKlinger bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an zumeist langfristigen Projekten in der Brennstoffzellentechnik. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Bipolarplatten und komplette Stacks sowohl für PEM-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membran), als auch für die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell).

Bei der sogenannten heißen Brennstoffzelle konzentrierte sich ElringKlinger 2014 auf Anwendungen für Nutzfahrzeuge. In einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befinden sich außerdem flüssiggasbetriebene SOFC-Leichtbau-Brennstoffzellenstacks zur dezentralen Energieversorgung, mit denen aus fossilen Brennstoffen direkt Wärme und elektrische Energie für Ein- und Mehrfamilienhäuser gewonnen werden kann. Als Energieträger können unterschiedliche fossile Brennstoffe, vorzugsweise Erdgas, genutzt werden. Mit der Akquisition des Brennstoffzellen-Systemspezialisten new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, im Juli 2014 verstärkte ElringKlinger die Aktivitäten auf der SOFC-Schiene und ergänzte das eigene Entwicklungs-Know-how um Leistungselektronik, Reformer-Technologie und Systemintegration. Ein zukunftsträchtiges Absatzgebiet bietet insbesondere die Bordnetzversorgung von Booten, Segeljachten und Wohnmobilen. Systeme, die als Netzersatzanlagen bei Stromausfällen einspringen, wurden in kleinen Stückzahlen hergestellt. Erste mit Flüssiggas betriebene Systeme für die mobile Stromversorgung in Verkehrsüberwachungssystemen gingen 2014 erfolgreich in den Verkauf.

Bereits in Kleinserie in der Praxis angekommen ist ein seit 2012 weiterentwickeltes, rein wasserstoffbetriebenes PEM-Brennstoffzellenstack, das in der Energiezelle bei Flurförderfahrzeugen Verwendung findet. Das Stack wird in Kombination mit einer als Leistungspuffer dienenden Lithium-Ionen-Batterie zu einer Energiezelle zusammengeschlossen, die dauerhaft bis zu 11 kW Leistung liefert und komplett emissionsfrei arbeitet. Bei PEM-Systemen arbeitet ElringKlinger in der Entwicklung mit einem Konsortium zusammen, das das Know-how eines Spezialisten für Leistungselektronik, eines führenden Herstellers von Flurförderfahrzeugen sowie eines großen internationalen Logistikkonzerns bündelt.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Entwicklung der Weltwirtschaft regional unterschiedlich

Die großen Volkswirtschaften der Welt entwickelten sich 2014 stark unterschiedlich. Während die US-Wirtschaft nach dem wetterbedingt schwachen Jahresstart zunehmend an Dynamik gewann, tat sich die europäische Konjunktur schwer damit, Fahrt aufzunehmen.

Die Zuwachsraten in China fielen auf hohem Niveau geringer aus, Japans Wirtschaft stand trotz expansiver Geldpolitik rezessiven Tendenzen gegenüber. Auch in den Schwellenländern Brasilien und Russland schwächte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr spürbar ab.

Westeuropa: Schwacher Aufschwung

Die Wirtschaft in der Eurozone belebte sich 2014 zwar leicht, allerdings blieb das Tempo, gemessen an der Tiefe der vorangegangenen Rezession, bescheiden. Die schwache Nachfrage aus den Schwellenländern, die strukturellen Probleme in den Kernländern Frankreich und Italien und die Handelsbeschränkungen gegenüber Russland erwiesen sich als Belastungsfaktoren. Von den EU-Ländern außerhalb der Eurozone glänzte 2014 insbesondere Großbritannien mit einem kräftigen Plus beim Bruttoinlandsprodukt.

Deutschlands Wirtschaft entwickelte sich weiterhin stärker als der europäische Durchschnitt. Sie profitierte von einer soliden Auslandsnachfrage einerseits und den steigenden Konsumausgaben andererseits.

Unter Druck befand sich die Wirtschaft in Russland. Die westlichen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, gepaart mit einsetzender Kapitalflucht und dem massiven Ölpreisverfall, setzten dem Land merklich zu. Der Zuwachs beim BIP fiel demnach deutlich niedriger aus als zum Jahresanfang erwartet und belief sich zum Jahresende 2014 auf magere 0,6 %.

US-Wirtschaft im Boom

Die US-Wirtschaft blickt auf eine sehr solide Entwicklung im Jahr 2014 zurück. Nach dem wetterbedingten Einbruch zu Jahresbeginn belebte sich die Konjunktur sprunghaft.

Die gute Lage am US-Arbeitsmarkt, der dadurch steigende Konsum und die Belebung am Immobilienmarkt sorgten für kräftiges Wachstum. Niedrige Energiepreise und das immer noch niedrige Zinsniveau wirkten sich außerdem positiv auf die Investitionen im Lande aus.

Südamerika in der Krise

Im Gegensatz dazu durchschritt Brasiliens Wirtschaft ein Krisenjahr. Wirtschaftspolitische Impulse für mehr Produktivität, Wettbewerb und Konsumstimulierung blieben aus. Gleichzeitig litt die Ölindustrie des Landes unter dem Verfall des Ölpreises.

Asien-Pazifik: Chinas Wachstum lässt leicht nach

China konnte 2014 nicht mehr ganz an das starke Wachstumstempo der Vorjahre anknüpfen. Am Jahresende lag das BIP mit 7,4 % knapp unter dem von der Regierung angepeilten Zielwert von 7,5 %. Mit dem Regierungswechsel in Indien setzten Reformankündigungen und zunehmendes Verbrauchervertrauen nach Jahren der Stagnation Akzente für ein Wiederanziehen der Konjunktur. Die indische Volkswirtschaft legte 2014 um immerhin 5,8 % zu.

Die japanische Wirtschaft geriet nach der im April erfolgten Mehrwertsteuererhöhung in einen Abwärtstrend. Trotz des von der Regierung aufgelegten Konjunkturpakets und expansiver Geldpolitik blieb der Zuwachs bei der wirtschaftlichen Leistung nahe null.

Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr

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2013 2014
Welt 3,3 % 3,3 %
Deutschland 0,2 % 1,5 %
Eurozone -0,5 % 0,8 %
USA 2,2 % 2,4 %
Brasilien 2,5 % 0,1 %
China 7,8 % 7,4 %
Indien 5,0 % 5,8 %
Japan 1,6 % 0,1 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)

Autojahr 2014: Weltweite Pkw-Produktion legt erneut zu

Mit einem erneuten Rekord in der weltweiten Fahrzeugproduktion ging das Autojahr 2014 zu Ende. Dabei fiel die Entwicklung in den einzelnen Fahrzeugmärkten regional so stark unterschiedlich aus wie selten zuvor. Trotz der starken Einbrüche in Brasilien und Russland wuchsen sowohl der weltweite Fahrzeugabsatz als auch die Weltfahrzeugproduktion um rund 3 %. Wie schon im Vorjahr blieben die beiden größten Einzelmärkte - USA und China - die Wachstumstreiber, aber auch in Westeuropa zog die Nachfrage leicht an.

Westeuropa geht auf Erholungskurs

In Westeuropa stiegen die Pkw-Verkaufszahlen um 4,8 % auf 12,1 Mio. Fahrzeuge, nachdem die Region zuvor vier Jahre in Folge deutliche Rückgänge verschmerzen musste. Damit blieb der Absatz allerdings immer noch um fast ein Fünftel hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2007 zurück.

Während Großbritannien und Spanien mit zweistelligen Zuwächsen aufwarten konnten, kam Frankreichs Automarkt auch 2014 noch nicht aus der Talsohle heraus. Auch Deutschland und Italien entwickelten sich nur unterdurchschnittlich.

Neuzulassungen im Inland erneut mit wenig Durchzugskraft

Die Fahrzeugproduktion im Inland profitierte davon, dass die Inlandszulassungen leicht stiegen und gleichzeitig die Rekordabsätze des Jahres 2013 beim Export um 2,4 Prozent übertroffen werden konnten. Insgesamt rollten 2014 in Deutschland 5,6 Mio. Pkw bzw. 3,2 % mehr von den Bändern als im Vorjahr.

Russland enttäuscht

Die osteuropäischen Fahrzeugmärkte präsentierten sich 2014 in Summe mit zweistellig gewachsenen Verkaufszahlen. In Russland verlangsamte sich die Talfahrt im Dezember zwar, dennoch blieben die Neuzulassungen 2014 trotz des Verkaufsförderprogramms der Regierung um 10,3 % hinter dem bereits schwachen Vorjahr zurück.

US-Fahrzeugmarkt steuert auf Allzeithoch zu

Der Automobilmarkt in den USA zog 2014 erneut deutlich an und erreichte mit 16,5 Mio. verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ein Niveau, das das Vorkrisenniveau von 2007 übertraf und nur noch wenig unterhalb des Allzeitrekords von 17,4 Mio. neu zugelassenen Light Vehicles lag. Auch die deutschen Autobauer profitierten von dieser Entwicklung. Mit 1,4 Mio. Einheiten setzten sie 2014 so viele Fahrzeuge in den USA ab wie noch niemals zuvor.

Brasilien bricht ein

Demgegenüber brach der brasilianische Markt regelrecht ein. Nach dem bereits durchwachsenen Vorjahr verkauften die Hersteller 2014 in Brasilien nur noch 3,3 Mio. Pkw, 6,9 % weniger als 2013. Auch bei der Produktion fiel die Bilanz wenig erfreulich aus. Sie ging zweistellig, um rund 15 %, zurück.

Pkw-Märkte in China mit weiterhin beachtlichem Wachstumstempo

Der weltweit größte Fahrzeugmarkt, China, blieb auch 2014 auf Wachstumskurs.

Auf diesem Rekordniveau war in der zweiten Jahreshälfte dann festzustellen, dass sich die Zuwachsraten bei den Pkw-Verkäufen von der Dynamik her verlangsamten.

Der Pkw-Markt in Indien drehte im Jahresverlauf in den positiven Bereich. So konnten im Gesamtjahr 0,7 % mehr Pkw verkauft werden als im Vorjahr.

Weniger stark zeigten sich die Pkw-Neuzulassungszahlen in Japan. Getragen von vorgezogenen Käufen im Vorfeld der Verbrauchssteuererhebung verblieb für den japanischen Fahrzeugmarkt noch ein Jahresplus von 3,0 %.

Pkw-Neuzulassungen 2014 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: VDA, ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2015)

Durch seine Vorort-Präsenz auf allen Fahrzeugmärkten weltweit nimmt der ElringKlinger-Konzern unmittelbar am Wachstum dieser Regionen teil. Der von ElringKlinger direkt in Asien erwirtschaftete Anteil am Konzernumsatz wuchs 2014 beispielsweise auf 17,0 % (14,3 %). Inklusive der Exporte in diese Regionen erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern 2014 mehr als 50 % der Erstausrüstungsumsätze in Asien und im NAFTA-Raum. Zudem erzielte der Konzern rund 25 % seiner Erstausrüstungsumsätze mit den deutschen Premiumherstellern und Tier-1-Zulieferern, die ihrerseits in hohem Maße von der starken Nachfrage aus China und den USA profitieren. Weitere Ausführungen zu den Konzernumsatzerlösen nach Regionen finden sich im Kapitel "Umsatz- und Ertragsentwicklung".

US-Truck-Markt mit hohen Zuwächsen, Europa schwächelt

Wie so oft knüpfte die Entwicklung der Lkw-Märkte auch 2014 eng an die wirtschaftliche Entwicklung in der jeweiligen Region an. Es überrascht daher nicht, dass sich die Nutzfahrzeugmärkte in den Hauptmärkten USA und Europa 2014 völlig unterschiedlich präsentierten. Während die Truck-Verkäufe in den USA dynamisch anzogen, zeigte sich der europäische Markt für schwere Lkw in einer durchweg schwachen Verfassung.

Die Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw gingen 2014 sowohl in Westeuropa, als auch in den neuen EU-Ländern zurück. Zu berücksichtigen ist, dass durch die zum 1. Januar 2014 in Kraft getretene Euro-VI-Abgasnorm das Vorjahr von Vorzieheffekten geprägt war. Nach einem Schlussspurt im vierten Quartal 2013 hatte das Vorjahr mit einem beachtlichen Zuwachs bei den Lkw-Verkäufen geschlossen. Viele Flottenbetreiber kauften noch die günstigeren Euro-V-Fahrzeuge.

In den einzelnen EU-Ländern bot sich 2014 ein unterschiedliches Bild. Von den Hauptmärkten beendeten Frankreich und Großbritannien das Jahr mit einem prozentual zweistelligen Minus, während die Lkw-Verkäufe in Italien zumindest stagnierten. Einzig Spanien wies eine hohe Zuwachsrate bei den Neuzulassungen auf. In Deutschland wurden 2014 143.857 (141.348) mittelschwere und schwere Lkw neu zugelassen und damit 1,8 % mehr als im Vorjahr.

Der US-Truck-Markt spiegelte die wirtschaftliche Erholung der US-Volkswirtschaft wider. Viele Flottenbetreiber erneuerten Teile ihres Fuhrparks. Insgesamt stiegen die Verkäufe mittelschwerer und schwerer Lkw in den USA um 15,1 % auf 434.799 (377.681) Fahrzeuge. Demgegenüber bereitete der wirtschaftliche Abschwung in Brasilien der Branche spürbare Probleme. Dort brachen die Lkw-Zulassungen zweistellig ein.

Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2014 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2015)

Das Nutzfahrzeuggeschäft gewann für die ElringKlinger-Gruppe 2014 weiter an Bedeutung: Der Anteil von Lkw-Komponenten an den Erstausrüstungsumsätzen stieg auf 16,4 % (14,8 %). Auch bei Lkw-Teilen zeigte sich, dass die Kunden immer stärker auf das Thema Leichtbau setzen und eine immer größere Anzahl von bisher aus Metall gefertigten Komponenten von Metall auf leichtere Kunststoffanwendungen umstellen, zum Beispiel Ventilhauben, Ölwannen oder Ladeluftrohre.

Wesentliche Ereignisse

Erklärtes Ziel von ElringKlinger ist es, ein nachhaltiges Unternehmenswachstum sicherzustellen. Akquisitionen ergänzen das organische Wachstum und ermöglichen dem Unternehmen beispielsweise durch den Zukauf von Know-how die Erweiterung seiner Geschäftstätigkeit.

Mehrheit am Brennstoffzellen-Spezialisten New Enerday übernommen

So übernahm die ElringKlinger AG im Juli 2014 die Mehrheit der Geschäftsanteile an der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg/Deutschland. ElringKlinger kaufte 75 % der Anteile des Brennstoffzellen-Spezialisten vom Altgesellschafterkonsortium. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis des Konzerns erfolgte zum 1. Juli 2014. Die restlichen 25 % der Anteile sind beim Firmengründer verblieben. Der Kaufpreis lag bei 2,0 Mio. Euro. Die new enerday GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2014 13 Mitarbeiter.

Mit der Akquisition verstärkte die ElringKlinger AG ihre Aktivitäten in der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) und weitete das eigene Know-how um die Elektronik, Reformer-Technologie und Systemintegration aus. Zudem sicherte sich ElringKlinger mit dem Kauf wichtige Schutzrechte.

ElringKlinger verfügt bereits über fundierte Erfahrung im Bereich der heißen Brennstoffzelle. Die Sparte Brennstoffzellentechnik entwickelt und fertigt als Schlüsselkomponente der SOFC-Technologie die Brennstoffzellen-Stacks inklusive der Gehäuse zur thermischen Isolierung des heißen Systemkerns.

New Enerday entwickelt und fertigt Stromerzeuger auf Brennstoffzellenbasis. Grundlage ist der Hochtemperatur-Brennstoffzellentyp SOFC, mit dem aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Flüssiggas, Bio-Ethanol oder Diesel direkt elektrische Energie gewonnen wird. Zukunftsträchtige Absatzgebiete bieten insbesondere die Bordnetzversorgung von Booten und Segeljachten sowie Wohnmobilen. Zudem werden Netzersatzanlagen zur Absicherung sensibler Installationen bei Netzausfällen in Kleinserie produziert. In der Entwicklungsphase befinden sich flüssiggasbetriebene Mikro-KWK-Hausenergiesysteme für Einfamilien- und Ferienhäuser.

ElringKlinger Kunststofftechnik übernimmt Polytetra GmbH

Eine weitere strategische Akquisition erfolgte im Oktober 2014 innerhalb des Segments Kunststofftechnik der ElringKlinger-Gruppe. Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen/Deutschland, eine Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, übernahm sämtliche Anteile an der Polytetra GmbH mit Sitz in Mönchengladbach/Deutschland, vom bisherigen Eigentümer. Der Kaufpreis lag bei 4,0 Mio. Euro. Die Einbeziehung des Unternehmens in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erfolgte mit Wirkung zum 1. Oktober 2014.

Der technologische Fokus des Unternehmens liegt außerhalb der Automobilindustrie auf der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-Wärmetauschern und industriell genutzten elektrischen Heizern. Zum Produktportfolio zählen auch Schlauch- und Fertigteile aus Fluor- und Hochleistungskunststoffen. Die Produkte kommen vorrangig im Anlagenbau, in der Chemieindustrie, im Bereich Energie- und Kraftwerkstechnik sowie in der Halbleiterindustrie zum Einsatz. Zukunftsträchtige Absatzgebiete bieten zudem Produktlösungen zur Wärmegewinnung aus Oberflächengewässern (Geothermie), die zur Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern, Ferienhäusern oder Hausbooten genutzt werden können.

Mit dem Zukauf baute die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ihre Position in den vorgenannten Industriesektoren aus und sicherte sich zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Bereich der Modul- und Systemfertigung. Die Polytetra GmbH erzielte im Gesamtjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 5,1 Mio. Euro. Durch den Erwerb kamen 30 Mitarbeiter zum ElringKlinger-Konzern hinzu.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Der ElringKlinger-Konzern konnte die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 auf 1.325,8 (1.150,1) Mio. Euro steigern. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 15,3 %. Organisch, d.h. unter Herausrechnung umrechnungsbedingter Währungs- und Konsolidierungseffekte, stiegen die Umsatzerlöse trotz der schwachen Verfassung der brasilianischen und russischen Fahrzeugmärkte um 11,2 %.

ElringKlinger profitierte von dem starken strukturellen Wachstum bei vielen Produktgruppen, die zur CO2 -Reduzierung beitragen, und legte prozentual deutlich stärker zu als die weltweite Fahrzeugproduktion (+ 3 %). Produktneuanläufe sowie die hohe Nachfrage aus Nordamerika und Asien haben ebenfalls spürbar zu der starken Umsatzentwicklung des Konzerns beigetragen.

Umrechnungsbedingte Währungskurseffekte wirkten sich im Gesamtjahr noch negativ aus. Zu konstanten Währungskursrelationen wäre der Konzernumsatz um 6,0 Mio. Euro höher ausgefallen.

Die ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan wurde im Zuge der notwendigen retrospektiven Anwendung von IFRS 11 bei der Darstellung der Vergleichszahlen des Vorjahres nicht mehr quotal einbezogen, sondern nach der Equity-Methode bewertet (vgl. Anhang). Dadurch verminderte sich der ursprünglich für 2013 ausgewiesene Konzernumsatz rückwirkend um den vormals zu 50 % einbezogenen Umsatzbeitrag dieser Gesellschaft (25,1 Mio. Euro) auf 1.150,1 Mio. Euro. Für das vierte Quartal 2013 reduzierte sich der Konzernumsatz demnach um 5,6 Mio. Euro auf 285,5 Mio. Euro.

Demgegenüber wurde ElringKlinger Marusan Corporation infolge des zum 31. Dezember 2013 vollzogenen Kontrollerwerbs voll konsolidiert und im Geschäftsjahr 2014 mit dem Gesamtumsatz von 46,2 Mio. Euro in den Konzernumsatz einbezogen. Der zusätzliche Umsatzbeitrag lag folglich bei 23,1 Mio. Euro. Im vierten Quartal 2014 ergab sich für ElringKlinger Marusan Corporation ein Gesamtumsatz von 10,8 Mio. Euro bzw. ein zusätzlicher Umsatzbeitrag aus der Vollkonsolidierung in Höhe von 5,4 Mio. Euro.

Im vierten Quartal 2014 zog die Wachstumsdynamik, getrieben auch von hohen Werkzeugumsätzen, an. Die ElringKlinger-Gruppe steigerte die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum um 19,4 % auf 340,9 (285,5) Mio. Euro. Organisch nahmen die Erlöse um 12,7 % zu.

Umsatzziel 2014 klar übertroffen, bereinigtes EBIT trotz Belastung aus E-Mobility im Zielkorridor

Das Jahresziel für 2014, den Konzernumsatz organisch (d.h. wechselkursbereinigt und unter Herausrechnung von Konsolidierungseffekten) um 5 % bis 7 % zuzüglich Akquisitionsbeiträgen zu steigern, wurde deutlich übertroffen.

Für das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte der Konzern ursprünglich einen Anstieg auf 160 bis 165 Mio. Euro geplant. Trotz der gegenüber der Planung um über 4,0 Mio. Euro zurückgebliebenen Ergebnisentwicklung bei der Elring Klinger do Brasil Ltda., Piracicaba/Brasilien, und einer Planabweichung von rund 5,0 Mio. Euro bei dem im Bereich E-Mobility erwarteten EBIT erreichte der Konzern einen Wert von 158,9 (148,5) Mio. Euro. Die um Einmaleffekte bereinigte EBIT-Marge gab von 12,9 % auf 12,0 % nach.

Umsatz- und Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung

Die immer noch solide Nachfrage im US-Nachrüstgeschäft für Lkw, neue Projekte bei Binnenschiffen und Baumaschinen sowie Großaufträge mit Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen ließen den Umsatz der Hug-Gruppe 2014 auf 71,1 (57,6) Mio. Euro anziehen.

Nachdem das Geschäft in den ersten beiden Quartalen 2014 stark von der Abrechnung von Großaufträgen gekennzeichnet war, war in der zweiten Jahreshälfte eine Normalisierung in der Geschäftsentwicklung spürbar. Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2014 verbuchte Hug einen Umsatz von 30,9 Mio. Euro, nach 40,2 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2014.

Hug arbeitet an einer Reihe neuer Projekte, unter anderem an der Zertifizierung von Retrofit-Lösungen für Off-Road-Fahrzeuge und SCR-Dosiersystemen zur Stickoxidreduzierung für Schiffsmotoren, die mit Blick auf die ab 2016 geltenden IMO-Abgasvorschriften entwickelt wurden. Hinzu kommen Entwicklungsprojekte für Baumaschinen, stationäre Motoren und Abgasreduzierungssysteme für schwerölbetriebene Großschiffe.

Die gezielte Ausrichtung auf Nischenmärkte führte im Zusammenwirken mit einer höheren Auslastung der Produktion zu einer weiteren Verbesserung der Ertragslage bei der Hug-Gruppe. Vor Zinsen und Steuern verdiente Hug 15,1 (13,6) Mio. Euro. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund des stark projektbezogenen Geschäfts auf Quartalsbasis stärkeren Schwankungen ausgesetzt bleibt.

Europa- und Nordamerikageschäft als regionale Wachstumstreiber

Die langsame Erholung der westeuropäischen Pkw-Märkte spiegelte sich auch in der Umsatzentwicklung der ElringKlinger-Gruppe wider. Mit einem Zuwachs von 20,9 % auf 433,8 (358,7) Mio. Euro fielen die Umsatzzuwächse in der Region "Übriges Europa" im Konzernvergleich am höchsten aus. Mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel (32,7 %) bildet diese Region den größten Absatzmarkt für den Konzern.

Die Bedeutung des Inlandsmarkts nahm dagegen weiter ab. Auf dem heimischen Markt steigerte der Konzern die Erlöse um 7,6 % auf 388,1 (360,8) Mio. Euro. Damit ging der Inlandsanteil am Konzernumsatz auf 29,3 % (31,4 %) zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der insbesondere an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz kommt, die für Auslandsmärkte wie China und Nordamerika bestimmt sind.

Getragen von der ungebrochen hohen Nachfrage der Fahrzeugkäufer in Nordamerika konnte ElringKlinger die Umsatzerlöse in der Region "NAFTA" im Geschäftsjahr 2014 um 10,0 % auf 220,4 (200,3) Mio. Euro steigern. 16,6 % (17,4 %) der Umsatzerlöse des Konzerns wurden in dieser Region erwirtschaftet, die damit eine ähnlich wichtige Bedeutung für den Konzern hat wie die asiatischen Märkte.

Demgegenüber schrumpften die Umsatzerlöse des ElringKlinger-Konzerns in der Region "Südamerika und übrige" von 65,7 Mio. Euro auf 57,9 Mio. Euro. Das Minus von 11,9 % war maßgeblich auf den starken Einbruch des brasilianischen Pkw-Markts zurückzuführen. Auch der ElringKlinger-Konzern musste im Brasiliengeschäft deutliche Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Zudem wirkte sich die Schwäche des brasilianischen Reals negativ auf die Konzernerlöse aus. So verbuchte die Tochtergesellschaft Elring Klinger do Brasil Ltda., Piracicaba/Brasilien, im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang um 18,1 % auf 40,3 (49,2) Mio. Euro. Der Anteil der Region Südamerika am Konzernumsatz ging dementsprechend auf 4,4 % (5,7 %) zurück.

In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Konzernumsatz 2014 um 37,1 % auf 225,6 (164,6) Mio. Euro. Allerdings war der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr geprägt durch die bereits beschriebene Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan. Bereinigt um diesen Konsolidierungseffekt wären die Umsätze in Asien noch um 6,7 % gestiegen. Zudem ist anzumerken, dass sich die Abschwächung des japanischen Yen zum Euro senkend auf die Umsatzerlöse des Konzerns auswirkte.

Die Wachstumsmärkte Asiens stehen bei ElringKlinger im Fokus. In den beiden vergangenen Jahren errichtete das Unternehmen sowohl in Indonesien, als auch in Korea neue Werke. ElringKlinger Marusan Corporation wurde infolge des Kontrollerwerbs voll in den Konsolidierungskreis des Konzerns einbezogen. Der Anteil der Region Asien erhöhte sich damit 2014 in Summe auf 17,0 % (14,3 %) an. Berücksichtigt man allerdings die indirekten Umsatzbeiträge aus den Exporten europäischer Fahrzeug- und Motorenhersteller von Europa nach Asien, liegt der auf die Region Asien entfallende Anteil der Konzernumsätze in der Erstausrüstung bei rund einem Viertel.

In Summe gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten 2014 weiter an Gewicht. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 70,7 % (68,6 %).

Segment Erstausrüstung treibt Konzernwachstum

Die Erstausrüstung bildete 2014 unverändert das mit Abstand umsatzstärkste Segment im Konzern. Das Wachstum war in erster Linie von der starken Entwicklung des Kerngeschäfts getragen.

Mit einem Anstieg von 17,7 % auf 1.089,7 (925,9) Mio. Euro verzeichnete die Erstausrüstung gegenüber den anderen Berichtssegmenten des Konzerns einen deutlich überproportionalen Zuwachs. Ohne den Effekt aus der bereits beschriebenen, geänderten Konsolidierungsmethode der ElringKlinger Marusan Corporation bzw. unter Fortführung der quotalen Einbeziehung dieser Gesellschaft wäre das Segment um 12,2 % gewachsen.

Die ungebrochen hohe Nachfrage aus den Pkw-Märkten Nordamerika und Asien, aber auch die an Dynamik gewinnende Erholung der europäischen Fahrzeugkonjunktur haben zum Anstieg der Umsatzerlöse im Segment Erstausrüstung spürbar beigetragen. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen aber aus der strukturell wachsenden Nachfrage der Kunden nach Komponenten für Automatikgetriebe, Turboladerdichtungen, thermischakustischen Abschirmteilen und Leichtbaumodulen aus Kunststoff. Durch die Erweiterung des Produktportfolios in den Geschäftsbereichen des Kerngeschäfts nimmt die Anzahl der pro Fahrzeug verbauten ElringKlinger-Teile zu. Daneben profitierte das Segment auch von Produktneuanläufen. Besonders hoch fielen die Zuwachsraten in den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen sowie Kunststoffgehäusemodule aus.

82,2 % (80,5 %) der Konzernumsatzerlöse wurden 2014 im Segment Erstausrüstung erwirtschaftet.

Ertragsseitig musste das Kerngeschäft im Segment Erstausrüstung eine Reihe belastender Effekte kompensieren: Neben dem extrem schwachen Brasiliengeschäft und den Verlusten im Bereich E-Mobility wirkte sich auch der leicht negative Ergebnisbeitrag (inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation) der ab 2014 voll konsolidierten ElringKlinger Marusan Corporation, die 2014 in Summe einen Umsatz von 46,2 Mio. Euro beisteuerte, belastend auf die Marge aus. Aufgrund der zahlreichen anstehenden Neuanläufe waren die Umsätze mit Werkzeugen im Geschäftsjahr 2014 verhältnismäßig hoch. Sie beliefen sich auf 91,2 Mio. Euro und wirkten sich tendenziell margensenkend aus.

Das Segmentergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) wurde mit 111,2 (123,2) Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau ausgewiesen. Dies lag allerdings ausschließlich an dem im Vorjahr erzielten Einmalertrag aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan. Bereinigt um diesen Sondereffekt erhöhte sich das EBIT im Segment Erstausrüstung ausgehend von 105,6 Mio. Euro um 5,3 %. Das Ergebnis vor Ertragsteuern in der Erstausrüstung entwickelte sich, in erster Linie bedingt durch 10,0 (- 4,0) Mio. Euro positive Wechselkurseffekte, besser als das operative Ergebnis und legte um 1,8 % auf 111,4 (109,4) Mio. Euro zu. Bereinigt um den erwähnten Einmalertrag im Jahr 2013 wuchs das Segmentergebnis vor Ertragsteuern von 91,8 Mio. Euro um 21,4 % auf 111,4 Mio. Euro.

E-Mobility bleibt hinter den Erwartungen zurück

Neben dem bereits erwähnten Bereich Abgasnachbehandlung umfasst die Erstausrüstung auch die Aktivitäten des Bereichs E-Mobility.

Belastend wirkte hier die schwache Nachfrage der Fahrzeugkäufer nach batteriebetriebenen Fahrzeugen sowie nach Plug-in-Hybriden. Hinzu kamen im Jahresverlauf auch noch die deutlich nachgebenden Diesel- und Benzinpreise. So lag der Anteil rein batteriebetriebener Fahrzeuge an den Neuzulassungen in Westeuropa 2014 bei gerade einmal 0,5 %. In der Folge blieb auch die Umsatzentwicklung in der Sparte Batterietechnologie deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die für 2014 geplante Ergebnisverbesserung um mindestens 5,0 Mio. Euro konnte vor dem Hintergrund der schwachen Auslastung der voll automatisierten Fertigungslinien nicht erreicht werden.

Zwar legten die Umsatzerlöse leicht von 8,4 auf 11,0 Mio. Euro zu. Diese Umsatzbeiträge waren bei zudem ungünstigen Mixeffekten für das Erreichen der Gewinnschwelle nicht ausreichend. Hohe Fixkosten, Entwicklungsvorleistungen und höher als erwartet ausgefallene Anlaufkosten für 2014 angelaufene Serienprojekte führten beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern zu einem Verlust von 8,0 (- 7,2) Mio. Euro. Damit verwässerte die Batterietechnik die EBIT-Marge des Segments Erstausrüstung um fast einen Prozentpunkt.

Ersatzteilgeschäft wächst deutlich

In einem insgesamt schwierigen Umfeld steigerte das Segment Ersatzteile den Umsatz im Jahr 2014 um 9,6 % auf 130,7 (119,3) Mio. Euro. Den Großteil der Erlöse erzielte ElringKlinger weiterhin in West- und Osteuropa.

Bedingt durch die stark unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Absatzmärkten des Segments wies auch die Geschäftsentwicklung im Segment Ersatzteile eine stark divergierende Entwicklung aus. Geopolitische Spannungen wirkten sich im russischen Markt, im Nahen Osten und in mehreren nordafrikanischen Staaten belastend auf die Geschäftsentwicklung aus.

Erfreulich entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft im Inland. ElringKlinger konnte auf seine starke Marktposition aufbauen, weitere Marktanteile gewinnen und folglich hohe Umsatzzuwächse verbuchen. Im Inland erzielte das Ersatzteilgeschäft rund 15,0 % der Umsatzerlöse.

Die konjunkturelle Erholung in Süd- und Westeuropa hat sich positiv auf die Absatzsituation des ElringKlinger-Ersatzteilgeschäfts ausgewirkt. Während der Krise zunächst aufgeschobene Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen wurden nachgeholt. Zum Umsatzanstieg trug darüber hinaus die verstärkte Marktbearbeitung in Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien bei.

Trotz des andauernden Ukrainekonflikts und der durch die von der EU verhängten Sanktionen ausgelösten Abschwächung in Russland erzielte das Ersatzteilsegment in der Region Osteuropa ein insgesamt erfreuliches Umsatzwachstum. Die schwächeren Umsatzerlöse in Russland und der Ukraine konnten durch hohe Zuwachsraten in den neuen EU-Ländern überkompensiert werden. ElringKlinger profitiert insbesondere von dem nachhaltig wachsenden Fahrzeugbestand an deutschen Fabrikaten in den osteuropäischen Märkten.

Das schwierige politische und wirtschaftliche Umfeld lastete auch auf der Geschäftsentwicklung in der krisengeschüttelten Region Nordafrika und Mittlerer Osten. Eingeschränkte Refinanzierungsmöglichkeiten der Großhändler sowie teilweise starke Rückgänge der lokalen Währungen zum Euro bzw. US-Dollar führten zur Kaufzurückhaltung. Ungeachtet dieser Probleme konnte ElringKlinger die Umsätze in der Region Mittlerer Osten - obgleich nur moderat - nochmals ausbauen.

Sowohl in Nordamerika als auch in Asien verbuchte das ElringKlinger-Ersatzteilgeschäft von noch niedrigem Ausgangsniveau kommend prozentual zweistellige Zuwachsraten und erzielte in Summe Umsatzerlöse von über 8,0 Mio. Euro. Als einer der führenden Anbieter in der Erstausrüstung hat ElringKlinger damit begonnen, das Ersatzteilgeschäft auf beiden Märkten verstärkt auszubauen und sieht hier mittelfristig beträchtliches Wachstumspotenzial.

Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im Segment Ersatzteile verbesserte sich 2014 parallel zur Umsatzausweitung auf 25,1 (22,5) Mio. Euro. Vor Ertragsteuern verdiente das Segment 12,7 % mehr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg demnach stärker als der Umsatz und erreichte 23,9 (21,2) Mio. Euro.

Moderater Umsatzanstieg im Segment Kunststofftechnik

ElringKlinger entwickelt und produziert im Segment Kunststofftechnik Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen): Das Segment Kunststofftechnik lieferte 2014 auch in Branchen außerhalb der Fahrzeugindustrie wie Maschinenbau, Medizintechnik oder Telekommunikation. Während die Umsätze mit der Automobilindustrie gute Zuwachsraten aufwiesen, zeigte das Geschäft mit den Kunden aus der allgemeinen Industrie im Jahr 2014 eine eher verhaltene Entwicklung. In Summe lag der Umsatz im Segment Kunststofftechnik im Geschäftsjahr 2014 mit einem Zuwachs von 0,3 % nur leicht über dem Vorjahreswert und erhöhte sich auf 92,9 (92,6) Mio. Euro.

Die Internationalisierung des bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Geschäfts wurde 2014 weiter vorangetrieben. Während die chinesische Tochtergesellschaft ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd, Qingdao/China, bereits zunehmend zum Segmentumsatz beisteuerte, befindet sich ElringKlinger in den USA, dem größten PTFE-Markt der Welt, noch in der Phase der Markterschließung. Interessante Entwicklungsprojekte konnten auch im nordamerikanischen Raum bereits akquiriert werden. Die für die Marktentwicklung notwendigen Vorlaufkosten, insbesondere für den Vertrieb und die Entwicklung, wirkten sich im Geschäftsjahr 2014 entsprechend ergebnismindernd aus.

Somit gab das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Segments Kunststofftechnik von 16,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,4 Mio. Euro nach, wobei sich die operative Marge auf 16,6 % (17,4 %) reduzierte. Beim Ergebnis vor Ertragsteuern verzeichnete das Segment einen Rückgang auf 15,4 (15,9) Mio. Euro.

Gewerbeparks

Die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung aus den Gewerbeparks in Idstein/Deutschland, und vor allem aus Kecskemét-Kádafalva/Ungarn, verzeichneten 2014 auslastungsbedingt einen leichten Anstieg auf 4,5 (4,3) Mio. Euro. Gleichzeitig steuerte das Segment Gewerbeparks 2014 mit 0,4 (0,1) Mio. Euro etwas mehr zum Konzern-EBIT bei als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments erhöhte sich dementsprechend von 0,1 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro.

Umsatzbeitrag im Segment Dienstleistungen stabil

Die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein/Deutschland, bietet im Segment Dienstleistungen Fahrzeugherstellern und anderen Zulieferern Engineering- und Prüfstandleistungen an. Zum Portfolio der Gesellschaft zählen die SCR-(Selective Catalytic Reduction)-Technologie zur Stickstoffreduzierung sowie die Partikelzählung im Dieselpartikelfilter.

Die ebenfalls im Segment Dienstleistungen erfasste ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland, erbringt interne und externe Logistikdienstleistungen wie Sortieren und Verpacken. Sie war 2014 maßgeblich für die im Segment erzielten Umsatzzuwächse. Demgegenüber zeigten sich bei der Elring Klinger Motortechnik GmbH Umsätze und Erträge gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Nach einem schleppenden Jahresauftakt verbesserte sich die Auftragslage im Segment Dienstleistungen im Jahresverlauf sukzessive. Die Umsatzerlöse erreichten im Gesamtjahr 2014 wieder das Vorjahresniveau in Höhe von 8,1 (8,1) Mio. Euro.

Im Gegensatz dazu verzeichnete das EBIT einen Rückgang auf 1,9 (2,3) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern gab analog von 2,3 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro nach.

Bruttomarge leicht unter Vorjahr

Die Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich im Geschäftsjahr 2014 trotz belastender Faktoren wie dem Markteinbruch in Brasilien und den unter den Erwartungen liegenden Abrufzahlen im Bereich E-Mobility weiterhin solide dar.

Die Umsatzkosten des Konzerns stiegen leicht überproportional zu den Umsatzerlösen um 17,3 % auf 967,4 (824,5) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 27,0 % (28,3 %).

Die bereits beschriebene, geänderte Konsolidierungsmethode für ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan, wirkte dabei verwässernd, da die Gesellschaft eine noch deutlich unter dem Konzerndurchschnitt liegende Rentabilität aufweist. Unter Herausrechnung des Konsolidierungseffekts bzw. bei Fortführung der bisherigen quotalen Einbeziehung wäre die Bruttomarge (vor Kaufpreisallokation) nur von 28,0 % im Vorjahr auf 27,3 % im Geschäftsjahr 2014 zurückgegangen.

Im Geschäftsjahr 2014 war zudem ein vergleichsweise hoher Umsatzbeitrag aus Werkzeugfakturierungen zu verzeichnen. Diese Werkzeugerlöse weisen teilweise einen im Vergleich zum Seriengeschäft geringeren Ergebnisbeitrag aus.

Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014 um 14,7 % auf 580,6 (506,3) Mio. Euro und damit leicht unterproportional zum Umsatz. Die Preise für die meisten der vom ElringKlinger-Konzern überwiegend eingesetzten Rohstoffe blieben weitgehend stabil. Der im Jahresverlauf am Markt zu beobachtende Preisanstieg bei Aluminium schlug sich bei ElringKlinger aufgrund der bestehenden Rahmenverträge nicht wesentlich nieder. Edelstahl konnte weitgehend zu vergleichbaren Preisen wie im Vorjahr beschafft werden. Die Einkaufspreise für Polyamid-Granulate gingen im Jahresverlauf leicht zurück.

Anteil der Personalaufwendungen an den Umsatzkosten rückläufig

Die Personalaufwendungen im Konzern stiegen im Geschäftsjahr 2014 um 14,0 % an. Ein im Vergleich zum Vorjahr belastender Faktor ergab sich aus den Lohnerhöhungen für die in Deutschland tariflich beschäftigten Konzernmitarbeiter, die jeweils ab dem 1. Juli 2013 (plus 3,4 %) sowie dem 1. Mai 2014 (plus 2,2 %) wirksam wurden und einen entsprechenden Anstieg der Personalkosten bedingten.

Auch die für das Geschäftsjahr 2013 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 1.450 (1.300) Euro je Mitarbeiter führte zu zusätzlichen Personalaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,7 (3,7) Mio. Euro.

Zudem bauten zahlreiche ElringKlinger-Werke 2014 wachstumsbedingt ihr Personal auf. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2014 um 8,0 % auf 7.255 (6.716). Die Zunahme der Beschäftigtenzahlen fiel damit prozentual allerdings weniger stark aus als das Umsatzwachstum des Konzerns.

Trotz dieser erhöhenden Effekte ging der Anteil der Personalaufwendungen an den Umsatzkosten des Konzerns 2014 gegenüber dem Vorjahr zurück. Durch weitere Automatisierung und Steigerung der Produktivität in der Fertigung konnte er von 24,4 % auf 23,4 % zurückgeführt werden.

Höherer Aufwand für Forschung und Entwicklung

Der weitere Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) spiegelte sich in den gestiegenen FuE-Aufwendungen wider. Diese beliefen sich im Geschäftsjahr auf 57,3 (56,7) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 66,5 (65,7) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Dies entsprach einer FuE-Quote von 5,0 % (5,7 %).

Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 9,2 (9,0) Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 7,6 (6,3) Mio. Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein positiver Ergebniseffekt von 1,6 (2,7) Mio. Euro.

Aus Fördermitteln der öffentlichen Hand erhielt der ElringKlinger-Konzern 2014 insgesamt 7,4 (7,3) Mio. Euro. Die Zuschüsse entfielen hauptsächlich auf Projekte in der Brennstoffzellentechnologie, Batterietechnik und im Leichtbau. Den erhaltenen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung sowie im Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.

Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2014 auf 93,4 (81,5) Mio. Euro. Der Anstieg um 14,6 % bzw. 11,9 Mio. Euro, ist allerdings auch bedingt durch den Effekt aus der geänderten Konsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation. 2,2 Mio. Euro an Vertriebskosten waren diesem Konsolidierungseffekt zuzuordnen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass ein Großteil der auf den Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation zurückgehenden Kaufpreisallokation auf die Vertriebskosten (1,8 Mio. Euro) entfiel. Ohne diese beiden Faktoren hätten sich die Vertriebskosten lediglich um 9,7 % erhöht.

Einen überproportionalen Anstieg verzeichneten die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2014 um 15,4 Mio. Euro auf 61,4 (46,0) Mio. Euro zulegten. Ursächlich für diese Zunahme waren auch die im Rahmen der Konsolidierungsänderung erstmals einbezogenen Verwaltungskosten der ElringKlinger Marusan Corporation (3,3 Mio. Euro). Des Weiteren fielen unter anderem aufgrund der 2014 erfolgten Neufassung der Vorstandsdienstverträge die Aufwendungen für Tantiemen um 3,7 Mio. Euro höher aus als im Vorjahresvergleichszeitraum. Davon ist ein Betrag in Höhe von 1,4 Mio. Euro, der aus den langfristigen variablen Vergütungskomponenten (LTI II) resultierte, wirtschaftlich den beiden Vorjahren zuzurechnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 18,7 (33,0) Mio. Euro. Im Vorjahr enthielt diese Position die Sondererträge aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro) sowie aus dem sukzessiven Unternehmenserwerb der ElringKlinger Korea Co., Ltd., Gumi/Korea (1,4 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in Summe auf 11,1 (10,3) Mio. Euro. Diese Zunahme war im Wesentlichen auf die Verbuchung eines Forderungsausfalls in Höhe von 1,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit der abschließenden Regelung eines Gewährleistungsfalls aus dem Jahr 2008 zurückzuführen (vgl. Anhang).

Bereinigtes operatives Ergebnis steigt um 8 %

Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 6,9 % auf 238,3 (222,9) Mio. Euro. Getragen wurde dieser Zuwachs in erster Linie von dem starken strukturellen Umsatzwachstum im Segment Erstausrüstung, neuen Serienanläufen und der Ergebnisverbesserung bei Hug.

Dagegen blieb der neue Bereich E-Mobility nachfragebedingt deutlich hinter der Planung zurück und verbuchte ein negatives operatives Ergebnis von 8,0 (- 7,2) Mio. Euro. Zudem wirkten sich im vierten Quartal einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,9 Mio. Euro belastend aus: Bei der Tochtergesellschaft ElringKlinger Korea Co., Ltd. wurden im Zuge der Werksverlagerung an den neu errichteten Standort Gumi Bestandskorrekturen und Berichtigungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro notwendig. Ein Gewährleistungsfall bei der AG aus dem Jahr 2008 konnte abschließend geregelt werden. Risiken daraus bestehen damit nun nicht mehr, allerdings mussten in diesem Zusammenhang 1,5 Mio. Euro an Forderungen ergebniswirksam ausgebucht werden (vgl. Anhang). Des Weiteren erforderte die 2014 erfolgte Neufassung der Vorstandsdienstverträge einmalige Zuführungen zu den Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro für die langfristigen variablen Vergütungskomponenten (LTI II), die wirtschaftlich den beiden Vorjahren zuzurechnen sind.

Im Vorjahr waren dagegen positive Sondereffekte von insgesamt 15,7 Mio. Euro verbucht worden, die unter anderem den bereits beschriebenen Sonderertrag in Höhe von 17,6 Mio. Euro aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation beinhalteten.

Lässt man diese Sondereffekte unberücksichtigt, belief sich das EBITDA des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2014 auf 233,4 (238,6) Mio. Euro.

Die Abschreibungen stiegen 2014 um 6,7 % auf 79,4 (74,4) Mio. Euro. Während die Abschreibungen auf Werkzeuge im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfielen, erhöhten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Werkzeuge) auf 67,4 (56,2) Mio. Euro. Die in den Abschreibungen enthaltenen Beträge auf im Rahmen der Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven beliefen sich insgesamt auf 3,4 (1,3) Mio. Euro.

Bereinigt um die beschriebenen Sondereffekte stieg das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) vor Kaufpreisallokation um 8,3 % auf 162,3 (149,8) Mio. Euro. Der Rückgang der bereinigten operativen Marge vor Kaufpreisallokation auf 12,2 % (13,0 %) war maßgeblich auf die nachfragebedingten Verluste im Bereich E-Mobility sowie auf den Gewinnrückgang bei der brasilianischen Tochtergesellschaft zurückzuführen, die sich 2014 mit einem starken Einbruch des lokalen Fahrzeugmarkts konfrontiert sah. Margenverwässernd wirkte auch der hohe Anteil an fakturierten Werkzeugen sowie die Vollkonsolidierung der noch deutlich unter der Konzernmarge liegenden ElringKlinger Marusan Corporation (rund 0,3 Prozentpunkte).

Das operative Ergebnis (EBIT) des ElringKlinger-Konzerns erreichte im Geschäftsjahr 2014 154,0 (164,2) Mio. Euro.

Finanzergebnis wechselkursbedingt deutlich verbessert

Das Finanzergebnis verbesserte sich 2014 von minus 15,3 Mio. Euro auf minus 0,9 Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren positive Wechselkurseffekte, die sich 2014 auf 10,0 Mio. Euro beliefen, während im Vorjahr ein saldierter Verlust aus Kursdifferenzen in Höhe von 4,4 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen war. Maßgeblich für die hohen Wechselkursgewinne war die im Jahresverlauf 2014 zunehmende Abwertung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, aber auch gegenüber den meisten asiatischen Währungen. Trotz der gestiegenen Nettoverschuldung verringerten sich die saldierten Zinsaufwendungen infolge des 2014 weiter gesunkenen Zinsniveaus auf 10,9 (- 11,2) Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg gegenüber dem um den Einmalertrag aus dem Marusan-Kontrollerwerb bereinigten Vorjahreswert um 16,6 % auf 153,1 (131,3 Mio. Euro, inkl. Einmalertrag 148,9 Mio. Euro).

Die Ertragsteueraufwendungen erhöhten sich überproportional zum Ergebnis vor Ertragsteuern um 12,7 % auf 42,5 (37,7) Mio. Euro. Die Steuerquote des ElringKlinger-Konzerns stieg 2014 entsprechend auf 27,8 % (25,3 %). Dies war unter anderem bedingt durch die Erfassung latenter Steuern im Zusammenhang mit dem beschriebenen Gewährleistungsfall. Zudem hatte die Steuerquote im Vorjahr von einem positiven Effekt aus dem Kontrollerwerb und dem damit einhergehenden Übergang zur Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation profitiert.

Periodenergebnis vor Konsolidierungseffekt steigt um 12 %

Das Periodenergebnis der ElringKlinger-Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2014 nahezu unverändert bei 110,6 (111,2) Mio. Euro. Adjustiert um den einmaligen Ergebnisbeitrag aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation im Vorjahr erhöhte sich das Periodenergebnis allerdings um 12,3 % auf 110,6 (98,5) Mio. Euro.

Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter lag bei 105,7 (105,4) Mio. Euro. Bereinigt um den beschriebenen Sondereffekt aus dem Kontrollerwerb der ElringKlinger Marusan Corporation konnte der Konzern das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter um 14,0 % auf 105,7 (92,7) Mio. Euro steigern.

Das Ergebnis je Aktie erreichte damit im Jahr 2014 1,67 (1,66) Euro bzw. auf - um den Einmaleffekt aus Kontrollerwerb - bereinigter Basis 1,67 (1,46) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2014 unverändert 63.359.990 Stück.

Vorgesehene Dividendenerhöhung auf 0,55 Euro je Aktie

Die ElringKlinger AG verfolgt eine nachhaltige, an der Ergebnisentwicklung orientierte Dividendenpolitik, die die Anteilseigner angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt. Dementsprechend schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 eine Dividende von 0,55 (0,50) Euro je Aktie vor.

Der Dividendenvorschlag entspricht einer Steigerung von 10,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2014 steigt damit von 31,7 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG beträgt 32,9 %, nach 30,1 % für das Geschäftsjahr 2013.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns präsentierte sich zum 31. Dezember 2014 mit einer Eigenkapitalquote von 49,7 % (50,4 %) unverändert solide.

Bilanzsumme wächst auf 1.559 Mio. Euro

Die Bilanzsumme der ElringKlinger-Gruppe stieg zum 31. Dezember 2014 um 12,0 % auf 1.558,8 (1.392,1) Mio. Euro. Aus Akquisitionseffekten ergab sich eine Zunahme der Bilanzsumme um insgesamt 5,7 Mio. Euro. Der Großteil davon entfiel auf die Übernahme der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland. Ohne Konsolidierungseffekte betrug die Zunahme der Bilanzsumme 11,6 %.

Der Zuwachs der Bilanzsumme resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg der Sachanlagen infolge der erhöhten Investitionen sowie dem Zuwachs des Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) im Rahmen der Geschäftsausweitung. Zudem beruht das Wachstum der Bilanzsumme auf Währungseffekten, die sich im Jahresvergleich insbesondere aus der Aufwertung des US-Dollars, des Chinesischen Renminbi und des Schweizer Franken gegenüber dem Euro ergaben.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen insgesamt bei 163,1 (125,6) Mio. Euro und übertrafen damit die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) in Höhe von 79,2 (74,4) Mio. Euro deutlich. In der Folge stiegen die Sachanlagen um 15,7 % auf 708,0 (612,1) Mio. Euro und die immateriellen Vermögenswerte um 4,9 % auf 185,3 (176,7) Mio. Euro. Als mit Abstand größte Bilanzposition erhöhte sich der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme von 44,0 % auf 45,4 %.

Vom Anstieg der immateriellen Vermögenswerte entfallen 3,4 Mio. Euro auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Dieser Betrag enthält die Zugänge im Zusammenhang mit der Übernahme der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, und der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland.

Höheres Working Capital

Die Vorräte lagen zum 31. Dezember 2014 bei 290,1 (257,4) Mio. Euro. Der Anstieg von 12,7 % geht zu einem Teil auf höhere Werkzeugbestände zurück, die um 9,8 Mio. Euro zunahmen und die maßgeblich durch anstehende Produktionsanläufe bedingt waren. Ohne die Werkzeuge wäre die Kapitalbindung in den Vorräten um 11,7 % und damit unterproportional zum Umsatzanstieg gewachsen. Ein Großteil des Zuwachses bei den Vorräten entfiel auf die Tochtergesellschaften, während das verbesserte Vorratsmanagement bei der Muttergesellschaft Erfolge zeigte. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2014 nahezu unverändert auf 18,6 % (18,5 %).

Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr leicht überproportional zum Umsatz um 18,1 % auf 245,1 (207,5) Mio. Euro. Allerdings ist auch hier im Jahresverlauf ein Fortschritt bei der Optimierung des Working Capital sichtbar geworden. Allein im vierten Quartal konnte der Forderungsbestand um 14,8 Mio. Euro reduziert werden.

Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 26,9 (40,8) Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung der Versicherungsleistung in Höhe von 8,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Gewährleistungsfall.

In Summe stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 635,2 (572,6) Mio. Euro.

Eigenkapitalquote mit knapp unter 50 % weiterhin auf hohem Niveau

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2014 auf 775,2 (701,3) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 49,7 % (50,4 %) und blieb damit auf einem hohen Niveau. Die Zunahme des Eigenkapitals resultiert in erster Linie aus den um 74,1 Mio. Euro gestiegenen Gewinnrücklagen, die aus dem Periodenergebnis höher dotiert wurden. Dagegen verringerten sich die übrigen Rücklagen in Summe auf minus 10,8 (- 5,9) Mio. Euro. Dies reflektiert einerseits versicherungsmathematische Verluste aus Pensionszusagen von 21,9 Mio. Euro, die im sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden. Gegenläufig wirkten andererseits die im sonstigen Ergebnis erfassten Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 17,9 Mio. Euro.

Niedriges Zinsniveau bedingt höhere Pensionsrückstellungen

Aufgrund des deutlich niedrigeren Zinsniveaus zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresstichtag ergab sich eine Anpassung des Rechnungszinses für die Berechnung der Pensionsrückstellungen. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Verluste führten zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen auf 124,1 (92,3) Mio. Euro. Diese Anpassung hatte keine Auswirkung auf die Ertragslage, sondern wurde über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital verbucht.

Nettoverschuldung bei 348 Mio. Euro

Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wurde zum Teil aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und darüber hinaus über die Aufnahme von Bankkrediten und sonstigen Darlehen gedeckt. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahmen daher insgesamt um 58,8 Mio. Euro auf 417,0 (358,2) Mio. Euro zu. Während sich bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ein Anstieg auf 268,5 (237,3) Mio. Euro ergab, wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 148,5 (120,9) Mio. Euro ausgeweitet.

Demzufolge erhöhte sich die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns auf 348,3 (295,3) Mio. Euro.

Bei den übrigen Verbindlichkeitspositionen ergaben sich zum 31. Dezember 2014 keine signifikanten Abweichungen gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben trotz der starken Umsatzausweitung nahezu unverändert bei 68,8 (68,6) Mio. Euro, während die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 93,7 (88,1) Mio. Euro anstiegen.

In Summe lagen die Verbindlichkeiten bei 783,6 (690,7) Mio. Euro und damit bei 50,3 % (49,6 %) der Bilanzsumme.

Finanzlage

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 26 % über Vorjahr

Die ElringKlinger-Gruppe konnte 2014 den operativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich um 26,0 % auf 149,9 (119,0) Mio. Euro steigern. Dies entspricht - gemessen am Umsatz - einer Quote von 11,3 % (10,3 %). Die Verbesserung des operativen Cashflows beruhte vor allem auf der geringeren zusätzlichen Mittelbindung im Working Capital.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern, das im Vorjahr den nicht zahlungswirksamen Sondereffekt aus dem Kontrollerwerb an der japanischen ElringKlinger Marusan Corporation in Höhe von 17,6 Mio. Euro enthielt, stieg auf 153,1 (148,9) Mio. Euro. Dieser Sondereffekt des Vorjahres wurde ebenso wie die nicht zahlungswirksamen positiven Währungseffekte des Berichtsjahres in der Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" eliminiert. Dementsprechend summierten sich die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge auf minus 13,7 (- 14,3) Mio. Euro.

Positive Effekte auf den operativen Cashflow ergaben sich aus den um 4,8 Mio. Euro gestiegenen Abschreibungen (79,2 Mio. Euro gegenüber 74,4 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Abschreibungen auf Werkzeuge erneut rückläufig waren, während die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einen Anstieg von 19,9 % auf 67,4 (56,2) Mio. Euro verzeichneten.

Im Geschäftsjahr 2014 dotierte der ElringKlinger-Konzern die Rückstellungen per saldo um 1,3 Mio. Euro höher, nachdem 2013 ein Rückstellungsverbrauch bzw. -auflösungen von 1,2 Mio. Euro erfolgt waren.

Cashflow-belastend wirkte dagegen die wachstumsbedingt höhere Kapitalbindung im Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). In Summe ergab sich aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ein Mittelabfluss in Höhe von 30,8 (53,9) Mio. Euro. Damit war der negative Effekt des Working-Capital-Aufbaus 2014 deutlich geringer als im Vorjahr. Im vierten Quartal 2014 allein ergab sich aus dem Saldo der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ein Mittelzufluss von 15,9 (- 12,7) Mio. Euro. Neben den Erfolgen des optimierten Working-Capital-Managements wirkte sich hier auch die Zahlung der Versicherung von 8,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Gewährleistungsfall positiv aus.

Die gezahlten Ertragsteuern führten zu einem Mittelabfluss von 42,5 (37,2) Mio. Euro, unter anderem infolge des gestiegenen Ergebnisses vor Ertragsteuern.

Auszahlungen für Investitionen weiter gesteigert

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich 2014 auf 147,0 Mio. Euro und überstiegen den Vorjahreswert von 114,0 Mio. Euro. Das ursprünglich avisierte Ziel für 2014 hatte bei rund 100 bis 110 Mio. Euro zuzüglich Investitionen von bis zu 20 Mio. Euro für den Einstieg in den Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponentenleichtbau gelegen. Somit wurde die Zielgröße für die Investitionen im Geschäftsjahr 2014 überschritten. Dies resultierte unter anderem aus der Vorwegnahme von ursprünglich für 2015 geplanten Investitionen aufgrund der starken Nachfrage nach Produkten der ElringKlinger-Gruppe. Mit 53,6 (39,9) Mio. Euro entfiel ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien auf das vierte Quartal. Inklusive der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 16,1 (11,6) Mio. Euro summierten sich die Investitionen 2014 insgesamt auf 163,1 (125,6) Mio. Euro.

Der Großteil der Auszahlungen für Investitionen (inklusive der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) im Jahr 2014 betraf das Segment Erstausrüstung, auf das 145,1 (114,2) Mio. Euro entfielen. Investiert wurde hier in den Aufbau bzw. die Ausweitung von Produktionskapazitäten in Vorbereitung für neue Serienanläufe, vor allem in den Geschäftsbereichen Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik. Geographisch betrachtet lag der Fokus auf den Standorten der ElringKlinger AG sowie auf Erweiterungsmaßnahmen bei den Tochtergesellschaften in Asien und Nordamerika.

Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in China betraf den Bau eines neuen Werks und die Anschaffung zusätzlicher Produktionsanlagen in Suzhou. Dies steht im Zusammenhang mit der planmäßig voranschreitenden Vorbereitung von Produktneuanläufen mit neuen Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie. Zusätzlich wurden in Suzhou Investitionen für die forcierte Expansion des Bereichs Kunststoffgehäusemodule im asiatischen Raum vorangetrieben.

Auch am Standort Changchun wurden weitere Investitionen für den Kapazitätsausbau getätigt, unter anderem in Gebäudeerweiterungen und eine neue Presse.

Bei der ElringKlinger Canada Inc., Leamington/Kanada, lag der Fokus der Investitionstätigkeit ebenfalls auf der Vorbereitung von bevorstehenden Produktneuanläufen, insbesondere mit Polymer-Metall-Leichtbaukomponenten. Bei der ElringKlinger USA Inc., Buford/USA, erstreckten sich die Kapazitätserweiterungen im Wesentlichen auf die Anschaffung von neuen Umformpressen und Stanzanlagen.

Angesichts des starken Wachstums bei der ElringKlinger (Great Britain) Ltd., Redcar/Großbritannien, wurden auch bei der britischen Tochtergesellschaft die Fertigungskapazitäten im Berichtsjahr spürbar erweitert. Dies beinhaltete neben der Fabrikerweiterung auch die Anschaffung neuer Pressen und Montageanlagen für die Produktion von Spezialdichtungen.

Bei der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen/Schweiz, flossen Investitionen sowohl in Gebäudeerweiterungen als auch in den Kauf neuer hydraulischer Pressen für größere Neuprojekte im Bereich thermisch-akustischer Abschirmteile.

Am Standort Dettingen/Erms/Deutschland errichtete die ElringKlinger AG unter anderem ein neues Leergutzentrum und schaffte Stanzanlagen für den Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen an. Am Standort Runkel/Deutschland wurde eine Beschichtungsanlage für Spezialdichtungen beschafft.

Auf das Segment Kunststofftechnik entfielen 11,5 (5,2) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen. Bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen/ Deutschland schritt der Ausbau der Produktionskapazitäten voran. Ein Teil der Investitionen entfiel auf Bautätigkeiten rund um die neue Produktionshalle mit Extruder-Turm und die Anschaffung weiterer Produktionsanlagen. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten sollen in erster Linie für Neuprojekte in den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Medizintechnik zum Einsatz kommen.

Zudem investierte die ElringKlinger AG in den Kauf eines Grundstücks bei der Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH in Ergenzingen/Deutschland. Die Gesellschaft ist dem Segment Dienstleistungen zugeordnet, auf das insgesamt 3,6 (4,0) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen entfielen.

Die Auszahlungen für Investitionen im Segment Ersatzteile summierten sich 2014 auf 2,8 (2,0) Mio. Euro. Auf das Segment Gewerbeparks entfielen 0,1 (0,2) Mio. Euro.

Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich Zahlungsmitteln) beliefen sich auf insgesamt 5,7 (3,2) Mio. Euro und betrafen den Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, sowie der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/ Deutschland.

In Summe ergab sich 2014 ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 168,0 (- 126,4) Mio. Euro. Dies führte im ElringKlinger-Konzern zu einem negativen freien Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) von 12,4 (- 4,2) Mio. Euro.

Mittelzufluss von 20 Mio. Euro aus Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Die Ausschüttungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter stiegen 2014 im Wesentlichen aufgrund der auf 0,50 Euro (0,45 Euro) je Aktie erhöhten Dividende der ElringKlinger AG auf 32,8 (29,7) Mio. Euro.

Im Vorjahr hatte sich aus der Übernahme weiterer Anteile am Schweizer Abgasspezialisten Hug, dem vollständigen Erwerb der ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika und der Elring Parts Ltd., Gateshead/Großbritannien, ein Mittelabfluss für Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 5,9 Mio. Euro ergeben. Im Geschäftsjahr 2014 waren keine vergleichbaren Transaktionen zu verzeichnen.

Aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten flossen dem ElringKlinger-Konzern 99,8 (151,9) Mio. Euro zu. Demgegenüber wurden Kredite in Höhe von 46,9 (101,7) Mio. Euro getilgt. Saldiert ergibt sich hieraus eine Ausweitung der Finanzverbindlichkeiten um 52,9 (50,2) Mio. Euro.

In Summe belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 20,1 (14,7) Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns bezifferten sich zum Jahresende 2014 auf 68,7 (62,9) Mio. Euro.

In der Gesamtschau bewertet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Muttergesellschaft ElringKlinger AG als auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 als sehr solide. Die breite Kundenstruktur, weiterhin zahlreiche Produktneuanläufe sowie das fortgesetzte Wachstum der Weltfahrzeugproduktion wirken sich tendenziell positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

Mit seiner hohen operativen Ertragskraft und einer Eigenkapitalquote von 49,7 % weist der Konzern im Branchenvergleich nicht nur bei der Profitabilität, sondern auch bei der Vermögensstruktur sehr solide Werte auf.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit übersteigt nachhaltig die Auszahlungen für Sachanlagen, so dass das organische Wachstum des Konzerns mit den vorhandenen Mittelzuflüssen aus der Innenfinanzierung abgedeckt werden kann. Unter anderem mittels eines optimierten Working-Capital-Management sieht ElringKlinger Spielraum für eine steigende Kapitalrentabilität im Konzern.

Alles in allem verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Entwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG

Wie im Vorjahr wurden der Konzernlagebericht und der Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.

Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG

Weiterhin dynamisches Umsatzwachstum

Die anziehende weltweite Fahrzeugproduktion sowie zahlreiche Produktneuanläufe ließen den Umsatz der ElringKlinger AG 2014 deutlich ansteigen. Die Umsatzerlöse legten um 12,3 % auf 570,9 (508,4) Mio. Euro zu. Im Vergleich dazu steht ein Wachstum der Automobilproduktion in Westeuropa - der mit Abstand wichtigsten Absatzregion der ElringKlinger AG - von 4,6 %. Das Unternehmen profitierte im Berichtsjahr einmal mehr von seiner breiten Kundenbasis und dem hohen Umsatzanteil mit den exportstarken deutschen Premiumherstellern.

Für 2014 hatte die ElringKlinger AG ein Umsatzwachstum von 5 % bis 10 % anvisiert. Das obere Ende des Korridors konnte übertroffen werden.

Wachstum getragen von Inlandsgeschäft und starker Exportnachfrage

Nachdem das Wachstum in den Vorjahren in erster Linie vom Inlandsgeschäft getragen war, steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Nachfrage aus dem Ausland zunehmend zum Umsatzanstieg bei. Die Umsatzerlöse der ElringKlinger AG im Inland wuchsen 2014 um 10,2 % auf 218,4 (198,2) Mio. Euro. Der Inlandsanteil am Umsatz lag bei 38,3 % (39,0 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Inlandsgeschäft der ElringKlinger AG auch Umsätze aus der Belieferung von Fahrzeugen und Motoren enthält, die zwar im Inland hergestellt werden, aber im Anschluss nach Asien bzw. Nordamerika exportiert werden. Insofern profitiert die ElringKlinger AG von dem starken Wachstum dieser Märkte, obwohl sie in diesen Märkten selbst nur in geringem Umfang vertreten ist.

Der Auslandsumsatz stieg um 13,6 % auf 352,5 (310,2) Mio. Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich entsprechend auf 61,7 % (61,0 %). Wichtigster Absatzmarkt blieb weiterhin Europa (ohne Deutschland) mit einem Umsatzzuwachs von 12,8 % auf 238,2 (211,1) Mio. Euro. Die höchsten Wachstumsraten erzielte die Gesellschaft in der NAFTA-Region (+ 22,6 %), gefolgt von Asien (19,1 %).

Erstausrüstung weiterhin Wachstumstreiber

Der größte Teil des Umsatzanstiegs der ElringKlinger AG entfiel 2014 auf die Erstausrüstung. Die Umsätze in diesem Segment stiegen um 13,2 % auf 450,8 (398,3) Mio. Euro. Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz erhöhte sich entsprechend auf 79,0 % (78,3 %). Der Zuwachs basierte vor allem auf Produktneuanläufen und der positiven Entwicklung im Lkw-Bereich.

Mit Ausnahme der Abschirmtechnik erwirtschafteten 2014 alle Geschäftsbereiche des Segments Erstausrüstung Umsatzzuwächse. Jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichneten die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik und - auf niedriger Basis - die noch relativ jungen Bereiche E-Mobility und Gehäusebau (Abgasnachbehandlung).

Anziehende Dynamik im Ersatzteilgeschäft

Nach einem nur moderaten Umsatzanstieg im Vorjahr verzeichnete das Segment Ersatzteile 2014 eine lebhaftere Entwicklung. Die Umsätze legten im Berichtsjahr um 9,1 % auf 119,6 (109,6) Mio. Euro zu. Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG ging leicht auf 20,9 % (21,6 %) zurück.

Aufgrund einer verstärkten Marktbearbeitung wurden in Asien und Nordamerika die höchsten Wachstumsraten erzielt, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Trotz des Ukrainekonflikts und der schwierigen Lage in Russland erzielte auch die Region Osteuropa erfreuliche Zuwachsraten. Unterdurchschnittlich verlief dagegen die Entwicklung in den krisengeschüttelten Ländern der Regionen Nordafrika und Mittlerer Osten.

Geringfügige Bestandsveränderungen im Berichtsjahr

Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 0,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Aufbau von 15,1 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Aufbau im Vorjahr war hauptsächlich auf ein hohes Werkzeugvolumen zurückzuführen.

Überproportionaler Anstieg des Personalaufwands

Im Zuge der Geschäftsausweitung erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten der ElringKlinger AG im Jahresverlauf 2014 um 187 oder 8,1 % auf 2.488. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter stieg um 8,7 % auf 2.435 (2.240).

Die Personalaufwendungen nahmen im Berichtsjahr um 15,5 % auf 160,8 (139,2) Mio. Euro zu. Hier wirkte sich neben dem Personalaufbau die im Mai 2014 wirksam gewordene Lohnerhöhung um 2,2 % bei den tariflich Beschäftigten aus, was zu entsprechenden Kostensteigerungen an den Standorten der ElringKlinger AG führte.

Die für das Geschäftsjahr 2013 beschlossene Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg von 1.450 (1.300) Euro je Mitarbeiter resultierte in zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von 3,7 (2,9) Mio. Euro.

Ein weiterer erhöhender Faktor ergab sich aus den gestiegenen Aufwendungen für Vorstandstantiemen von insgesamt 6,0 (2,3) Mio. Euro. Von diesem Betrag entfielen 1,4 Mio. Euro auf langfristige variable Vergütungskomponenten, die aufgrund der Neufassung der Vorstandsdienstverträge einmalig angefallen sind.

Materialaufwand steigt unterproportional zum Umsatz

Der Materialaufwand stieg 2014 unterproportional zum Umsatz um 9,1 % auf 266,8 (244,5) Mio. Euro. Die unterproportionale Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aus den Bestandsveränderungen. Während 2013 positive Bestandsveränderungen in Höhe von 15,1 Mio. Euro (im Wesentlichen Werkzeuge) verbucht wurden, betrugen die Bestandsveränderungen 2014 minus 0,5 Mio. Euro.

Abschreibungen erneut unter Vorjahr

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände belief sich 2014 auf 53,5 (39,8) Mio. Euro. Die Investitionsquote (Investitionen im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 9,4 (7,8) %.

Insgesamt reduzierten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen um 8,2 % auf 29,0 (31,6) Mio. Euro. Dies ist hauptsächlich auf die rückläufigen Abschreibungen auf Werkzeuge zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen dagegen um 10,9 % auf 23,4 (21,1) Mio. Euro. Der Anstieg begründet sich in erster Linie durch den investitionsbedingten Anstieg des Sachanlagevermögens.

Sonstige betriebliche Erträge deutlich rückläufig

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich 2014 ein Rückgang auf 35,1 (37,8) Mio. Euro. Die darin enthaltenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen reduzierten sich auf 7,4 (9,0) Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2014 betrafen die Zuschreibungen die Tochtergesellschaften ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich, sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz, und im Vorjahr die Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar/Großbritannien.

Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von 6,7 (7,0) Mio. Euro, die im Wesentlichen Förderprogramme für laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich E-Mobility betrafen. Diesen Mittelzuflüssen standen entsprechende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen gegenüber.

Im Vorjahr waren zudem nennenswerte Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 4,5 Mio. Euro zu verzeichnen, denen entsprechende Aufwendungen aus Gewährleistung gegenüberstanden. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Erträge aus Versicherungsentschädigungen auf lediglich 1,7 Mio. Euro.

Die Erträge aus Währungsumrechnungen betrugen 3,6 (1,1) Mio. Euro.

Sonstige betriebliche Aufwendungen von Gewährleistungsfall beeinflusst

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 79,0 (76,6) Mio. Euro. Für diesen Anstieg maßgeblich verantwortlich waren Aufwendungen, die aus der Beilegung eines Rechtsstreits aus einem Gewährleistungsfall resultierten. Aus der abschließenden Vereinbarung mit den beteiligten Versicherungen ergab sich für die ElringKlinger AG ein Forderungsausfall von 5,9 Mio. Euro. Ohne diesen Effekt hätte sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2014 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergeben.

Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen beliefen sich auf 0,9 (2,3) Mio. Euro.

Betriebsergebnis vor einmaligen Sondereffekten steigt um 6 %

Das Betriebsergebnis der ElringKlinger AG (unter Ausklammerung der in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchten Zuschreibungen auf Finanzanlagen) stieg 2014 um 3,6 % auf 63,1 (60,9) Mio. Euro.

Die Sondereffekte im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf insgesamt minus 4,6 (- 2,7) Mio. Euro. Neben dem Forderungsausfall von 5,9 Mio. Euro beinhalten diese auch die 1,4 Mio. Euro an Vorstandstantieme, die wirtschaftlich den Vorjahren zuzurechnen ist. Gegenläufig wirkten positive Währungseffekte in Höhe von 2,7 Mio. Euro. Im Vorjahr hatten die Währungseffekte noch minus 1,2 Mio. Euro betragen; zusätzlich waren Aufwendungen für die Markterschließung im Ersatzteilgeschäft von 1,5 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen.

Bereinigt um diese Einmaleffekte ergab sich ein Anstieg des Betriebsergebnisses der ElringKlinger AG um 6,4 % auf 67,7 (63,6) Mio. Euro. Dies entspricht einer bereinigten Marge von 11,9 % (12,5 %). Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf den überproportional gestiegenen Personalaufwendungen und den rückläufigen sonstigen betrieblichen Erträgen.

Der "Return on Capital Employed" (ROCE) der ElringKlinger AG, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, lag im Geschäftsjahr 2014 bei 9,7 (11,5) %. Der Rückgang im Geschäftsjahr 2014 resultierte hauptsächlich aus dem beschriebenen Forderungsausfall und dem geringeren Beteiligungsergebnis.

Beteiligungsergebnis bleibt hinter Vorjahr

Die laufenden Erträge aus den Tochtergesellschaften reduzierten sich auf 12,4 (16,9) Mio. Euro. Ebenfalls rückläufig waren die Zuschreibungen auf Finanzanlagen mit 7,4 (9,0) Mio. Euro, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbucht sind. Diese betrafen im Geschäftsjahr 2014 die Zuschreibungen auf die Tochtergesellschaften ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich, sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich auf 0,6 (1,2) Mio. Euro. Per saldo ergab sich aus den Abschreibungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen ein positiver Ergebniseffekt von 6,8 (7,8) Mio. Euro.

In Summe ging das Beteiligungsergebnis um 22,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück und erreichte 19,2 (24,7) Mio. Euro.

Zinsergebnis erneut verbessert

Trotz der auf 286,6 (250,6) Mio. Euro erhöhten Nettoverschuldung führte das gesunkene Zinsniveau zu rückläufigen Zinsaufwendungen in Höhe von 8,9 (9,2) Mio. Euro. Insgesamt verbesserte sich das Zinsergebnis auf minus 6,2 (- 6,7) Mio. Euro.

Bereinigtes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sinkt um 1 %

Trotz des verbesserten operativen Ergebnisses ergab sich ein Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 3,5 % auf 76,1 (78,9) Mio. Euro. Bereinigt um die beschriebenen Einmaleffekte lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2014 um 1,1 % niedriger bei 80,7 (81,6) Mio. Euro.

Für 2014 hatte die ElringKlinger AG geplant, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht überproportional zum Umsatz zu steigern. Aufgrund des rückläufigen Beteiligungsergebnisses und einem überproportionalen Anstieg der Personalkosten lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht unter dem Vorjahreswert.

Jahresüberschuss bei 59 Mio. Euro

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich von 18,4 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) lag 2014 dementsprechend bei 22,2 % (23,3 %). Der Rückgang der Steuerquote im Berichtsjahr resultierte aus höheren latenten Steueraufwendungen im Vorjahr.

Aufgrund der niedrigeren Steuerquote fiel der Rückgang beim Jahresüberschuss geringer aus als beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Jahresüberschuss sank um 2,2 % auf 58,9 (60,2) Mio. Euro.

Dividende steigt um 10 %

Nach Einstellung von 24,0 (28,5) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen belief sich der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 34,8 (31,7) Mio. Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 eine um 10,0 % erhöhte Dividende von 0,55 (0,50) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 vor. Die Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2014 steigt von 31,7 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf den Jahresüberschuss der ElringKlinger AG, liegt bei 59,1 % (52,7 %).

Vermögenslage der ElringKlinger AG

Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG stellte sich mit einer Eigenkapitalquote von über 50 % und einem positiven operativen Cashflow zum 31. Dezember 2014 weiterhin solide dar.

Bilanzsumme nimmt um 7 % zu

Der Anstieg der Bilanzsumme um 6,9 % bzw. 62,5 Mio. Euro auf 974,9 (912,4) Mio. Euro spiegelt das Wachstum der ElringKlinger AG wider. Maßgeblich für den Zuwachs der Bilanzsumme war in erster Linie der Anstieg der Finanz- und Sachanlagen. Anders als in den Vorjahren trug die Zunahme des Working Capital nur in geringem Umfang zum Anstieg der Bilanzsumme bei.

Investitionen bedingen Anstieg des Anlagevermögens

Das Sachanlagevermögen wuchs 2014 auf 281,0 (260,7) Mio. Euro. Dieser Anstieg ist auf die deutlich gestiegenen Investitionen in Sachanlagen von 48,0 (37,7) Mio. Euro zurückzuführen, die die entsprechenden Abschreibungen von 27,2 (30,3) Mio. Euro deutlich übertrafen. Der Großteil der Investitionen in Sachanlagen entfällt auf Grundstücke und Bauten sowie technische Anlagen und Maschinen.

Noch signifikanter war der Anstieg der Finanzanlagen, die sich im Geschäftsjahr 2014 auf 406,6 (374,0) Mio. Euro erhöhten. Dies resultierte zum einen aus dem Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland und zum anderen aus einer Kapitalerhöhung bei ElringKlinger China, Ltd., Suzhou/China. Ein zusätzlicher Effekt ergab sich aus Zuschreibungen auf die Beteiligungsansätze von ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz.

Ebenfalls ausgeweitet wurden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Dies ist vor dem Hintergrund anstehender höherer Investitionen bei einer Reihe von Tochtergesellschaften zu sehen.

Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte um 3,7 Mio. Euro ist auf die Aktivierung von Belieferungsrechten aus Werkzeugen zurückzuführen.

In Summe stieg das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2014 um 8,8 % auf 697,4 (640,8) Mio. Euro.

Zunahme des Working Capital unter Umsatzwachstum

Bei den Vorräten ergab sich zum Jahresende 2014 ein Plus von lediglich 1,9 % auf 114,7 (112,6) Mio. Euro, das klar unter dem Umsatzwachstum lag. Dies wurde allerdings auch von der Entwicklung der Werkzeuge begünstigt, deren Bestand zum Stichtag rückläufig war.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen ebenfalls nur leicht um 2,1 % zu und betrugen zum 31. Dezember 2014 161,7 (158,3) Mio. Euro. Diese Entwicklung war maßgeblich von der Ausbuchung der Forderung an die Versicherung im Zusammenhang mit dem erwähnten Gewährleistungsfall geprägt. Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 12,1 % auf 79,8 (71,2) Mio. Euro, was annähernd dem Umsatzwachstum entspricht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 18,0 % auf 72,9 (61,8) Mio. Euro.

Die Mittelbindung im Umlaufvermögen erhöhte sich zum 31. Dezember 2014 nur um 2,1 % auf 276,7 (271,1) Mio. Euro. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich entsprechend auf 28,4 % (29,7 %).

Solide Eigenkapitalquote

Durch die Einstellung von 24,0 (28,5) Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss der ElringKlinger AG erhöhten sich die Gewinnrücklagen 2014 auf 293,1 (269,1) Mio. Euro. Der Bilanzgewinn belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 34,8 Mio. Euro nach 31,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich somit auf 512,2 (485,0) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 52,5 % (53,2 %), blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Anstieg der Rückstellungen

Im Wesentlichen aufgrund erhöhter sonstiger Rückstellungen stiegen die Rückstellungen insgesamt auf 103,7 (93,7) Mio. Euro an. Die Zunahme war zum Teil durch die Verbuchung der Vorstandstantieme bedingt.

Weiter gestiegene Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2014 erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 350,0 (323,8) Mio. Euro. Das entspricht 35,9 % (35,5 %) der Bilanzsumme.

Die Veränderung resultierte vor allem aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 286,8 (250,8) Mio. Euro. Dies erklärt sich im Wesentlichen mit den wachstumsbedingten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen.

Finanzlage der ElringKlinger AG

Stark verbesserter Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Trotz des leicht rückläufigen Jahresüberschusses ergab sich beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit eine signifikante Verbesserung auf 67,2 (39,4) Mio. Euro. Dies ist einerseits auf einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Anstieg der Mittelbindung im Umlaufvermögen zurückzuführen. Andererseits beruhte der wesentliche Teil des Gewinnrückgangs 2014 auf nicht zahlungswirksamen Vorfällen, wie dem Forderungsausfall und der Abgrenzung der Vorstandstantieme.

Durch die Zahlung der Versicherungen im Zusammenhang mit dem erwähnten Gewährleistungsfall ergab sich darüber hinaus im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 8,5 Mio. Euro.

Cashflow aus Investitionstätigkeit deutlich ausgeweitet

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2014 auf minus 78,4 (- 50,4) Mio. Euro und war geprägt von der Ausweitung der Investitionen in Sachanlagen auf 48,0 (37,7) Mio. Euro.

Wesentliche Investitionen bei der Neuanschaffung von Anlagen und Maschinen waren im Jahr 2014 zwei Stanzanlagen in Dettingen/Erms, eine Beschichtungsanlage in Runkel und eine Komplettanlage für Abschirmteile in Langenzenn. Zusätzlich fielen Investitionen in Grundstücke und Gebäude für die Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH an.

Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 27,6 (25,2) Mio. Euro und betrafen den Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, die Kapitalerhöhung bei ElringKlinger China, Ltd., Suzhou/China, und die erhöhten Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Im Vorjahr wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit zudem von Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von 12,6 Mio. Euro positiv beeinflusst. Dies betraf im Wesentlichen die Rückzahlung einer Ausleihung an die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Elsau/Schweiz. Im Berichtsjahr ergab sich aus den Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen lediglich ein Zufluss von 1,8 Mio. Euro.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verbessert

Aufgrund der auf 0,50 (0,45) Euro je Aktie erhöhten Dividende für das Geschäftsjahr 2013 stieg die Ausschüttung an die Aktionäre der ElringKlinger AG im Berichtsjahr auf 31,7 (28,5) Mio. Euro.

Bei den kurzfristigen Bankdarlehen kam es 2014 zu einem Zufluss von 61,4 Mio. Euro, nach einem Abfluss von 38,6 Mio. Euro im Vorjahr. Dem stand eine Rückführung von langfristigen Krediten in Höhe von per saldo 20,5 Mio. Euro gegenüber. Im Vorjahr waren per saldo noch langfristige Kredite in Höhe 62,1 Mio. Euro aufgenommen worden.

Aus der Aufnahme bzw. Rückzahlung von Darlehen und Termingeldern an verbundene Unternehmen ergab sich saldiert ein Zufluss von 1,9 (12,6) Mio. Euro.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich somit von 7,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 11,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014.

Mitarbeiter

Mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens wurden 2014 auch die Personal-Kapazitäten des Konzerns ausgeweitet. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die ElringKlinger-Gruppe 7.255 (6.716) Mitarbeiter und damit 8,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Entwicklung verlief unterproportional zum organischen Umsatzwachstum (11,2 %).

Insgesamt erhöhte sich die Personalstärke 2014 um 539 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahresvergleichsstichtag. Durch die Erstkonsolidierung der 2014 erworbenen Tochterunternehmen new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, und Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland, kamen insgesamt 43 Beschäftigte hinzu. Ohne den Zugang durch die Akquisitionen hätte sich die Mitarbeiterzahl um 7,4 % erhöht.

Im Jahresdurchschnitt waren 7.081 (6.543) Personen für die ElringKlinger-Gruppe tätig.

Größter Stellenzuwachs in Westeuropa - 45 % der Arbeitsplätze in Deutschland

Aufgrund der anziehenden Pkw-Nachfrage in Westeuropa und der exportgetriebenen hohen Inlandsproduktion der Fahrzeughersteller sowie der dadurch entsprechend hohen Abrufmengen bei ElringKlinger entfiel ein Großteil der neugeschaffenen Stellen auf Deutschland und einige europäische Tochtergesellschaften.

Die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2014 um 9,4 % auf 3.342 (3.055). An den Standorten der Muttergesellschaft ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale waren davon zum Bilanzstichtag 2.488 (2.301) Mitarbeiter beschäftigt. Für die größte deutsche Tochtergesellschaft, die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, arbeiteten zum Jahresende 2014 639 (602) Personen. Der Anteil der Konzernarbeitsplätze in Deutschland lag zum 31. Dezember 2014 bei 46,1 % (45,5 %). Bereinigt um den Zugang durch die erwähnten Akquisitionen hätte der Anteil nahezu unverändert bei 45,7 % gelegen.

Damit beschäftigte der Konzern 2014 weiterhin fast die Hälfte seiner Mitarbeiter im Inland. Im Vergleich dazu betrugen die Konzernumsatzerlöse in Deutschland nur rund 30 % (31 %).

Von den europäischen Gesellschaften verzeichneten vor allem die britische Tochtergesellschaft in Redcar sowie die beiden Schweizer Gesellschaften Hug Engineering AG, Elsau, und ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, einen Personalaufbau, der im Zusammenhang mit den gestiegenen Ausbringungsmengen begründet ist.

Zunehmende Personalkapazitäten in asiatischen Werken

Auch die asiatischen ElringKlinger-Werke weiteten 2014 aufgrund des marktbedingt starken Umsatzwachstums ihre Personalkapazitäten aus. Die Mitarbeiterzahl der ElringKlinger-Standorte in Asien erhöhte sich 2014 um 15,2 % auf 1.144 (993). Neben der erweiterten Beschäftigtenzahl am chinesischen Produktionsstandort in Changchun stockten insbesondere auch die Werke in Indien und Südkorea ihr Personal auf.

Hingegen erforderte der Einbruch des lokalen Fahrzeugmarkts in Brasilien im ersten Halbjahr 2014 eine Personalreduzierung am dortigen Standort um rund 100 Mitarbeiter.

Insgesamt erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Ausland zum 31. Dezember 2014 auf 3.913 (3.661) bzw. um 6,9 %. Dies entspricht einem Anteil an den Konzernbeschäftigten von 53,9 % (54,5 %).

Grafik: Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2014 (Vorjahr)

Tochtergesellschaften Ausland: 3.913 (3.661)
ElringKlinger AG: 2.488 (2.301)
Tochtergesellschaften Inland: 854 (754)

Zusätzliche Informationen zur Mitarbeiterentwicklung und zur Personalpolitik des ElringKlinger-Konzerns inklusive der entsprechenden Kennzahlen sind im nachfolgenden Kapitel "Nachhaltigkeit" enthalten.

Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie des ElringKlinger-Konzerns. Neben seiner ökonomischen Ausrichtung übernimmt der ElringKlinger-Konzern auch ökologische und soziale Verantwortung. Dies bedeutet einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern, der Umwelt und der Gesellschaft im Allgemeinen.

ElringKlinger berichtet in einem separaten CSR-Bericht (Corporate Social Responsibility) ausführlich über sein Engagement in den Bereichen Soziales und Umwelt. Der Bericht, der unter dem Titel "Nachhaltig zukunftsweisend" im Dezember 2014 veröffentlicht wurde, ist bereits die dritte Veröffentlichung des Unternehmens im Bereich der Nachhaltigkeit. Er liegt in deutscher und englischer Sprache vor und ist als gedrucktes Exemplar erhältlich sowie elektronisch unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/csr-report abrufbar. Darüber hinaus informiert die Gesellschaft auf ihrer Website ausführlich über das Thema Nachhaltigkeit.

Grüne Investments werden immer wichtiger für den Kapitalmarkt

In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit für eine steigende Anzahl von Investoren in den Fokus gerückt ist und vermehrt bei Unternehmen nachgefragt wird. Die Anleger interessieren sich mehr und mehr für nachhaltige, zukunftsweisende Geschäftsmodelle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Dabei greifen sie auch auf die Bewertungen verschiedener internationaler Ratingagenturen zurück.

Seit 2007 nimmt ElringKlinger als einer der ersten Automobilzulieferer am Carbon Disclosure Project (CDP) teil. Dahinter steht eine Non-Profit-Organisation zur Erhebung von Umweltdaten, die von 767 institutionellen Investoren mit einem Vermögen von ca. 92 Billionen US-Dollar getragen wird. Im Jahr 2014 wurde der ElringKlinger-Konzern mit "84 D" bewertet. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit mehreren Jahren im "DAXglobal Sarasin Sustainability Germany Index" gelistet. Des Weiteren wurde ElringKlinger 2014 von der DZ Bank mit dem "Gütesiegel für Nachhaltigkeit" ausgezeichnet, da der Konzern keine Ausschlusskriterien verletzt hat. Bei der Gesamtbewertung erzielte das Unternehmen 62 von 100 Punkten. Damit liegt es über der branchenübergreifenden Nachhaltigkeitsgrenze von aktuell 44 Punkten und über der sektoralen Nachhaltigkeitsgrenze von 52 Punkten. Im Sektor "Auto Components" belegt ElringKlinger derzeit Rang 4 von 30 beobachteten Unternehmen. Bei der Ratingagentur Sustainalytics erreichte der Konzern Platz 5 von 64 im Segment der "Automobilkomponenten". Wie bereits im Vorjahr erteilte auch die Nachhaltigkeitsagentur Oekom Research dem ElringKlinger-Konzern 2014 erneut den Investment-Status "Prime" (C+). Damit liegt das Unternehmen wieder über dem Branchendurchschnitt und ist innerhalb der ersten 25 % platziert.

ElringKlinger Produktportfolio: nachhaltig zukunftsweisend

Als Zulieferer der Fahrzeugindustrie fokussiert ElringKlinger seine Kraft auf die Entwicklung nachhaltiger, zukunftsweisender Technologien. Dabei übernimmt der Konzern vor allem Verantwortung für umweltgerechte Mobilität und treibt die Forschung und Entwicklung unter den Aspekten der CO2 -Reduzierung bzw. Verminderung von Schadstoffen stark voran. Das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe spiegelt diesen Gedanken ebenfalls wider.

Für Kunden ist die Einhaltung von Qualitätsstandards von sehr hoher Bedeutung. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und einen ressourcenschonenden Produktionsprozess zu gewährleisten, sind - mit Ausnahme des Werks in Indonesien - alle Produktionsstandorte des ElringKlinger-Konzerns nach dem Standard des Qualitätsmanagements in der Automobilindustrie TS 16969 bzw. dem Standard für ein Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 zertifiziert. Des Weiteren verfügen alle größeren Produktionsstandorte weltweit über ein Umweltmanagementsystem und sind nach ISO 14001 geprüft und zertifiziert. Für die kleineren Standorte soll diese Zertifizierung folgen.

Ziel erreicht: Relativer CO2-Ausstoß verbessert sich

Für die Berechnung der vom Unternehmen direkt verursachten Emissionen (Scope-1-Emissionen) werden unter anderem die Ausstöße, die von Gas, Heizöl und den Motorenprüfständen verursacht werden, sowie die der firmeneigenen Fahrzeugflotte herangezogen. Die indirekten Emissionen (Scope-2- oder Scope-3-Emissionen) beinhalten die Emissionen, die durch den Stromverbrauch sowie durch Flugreisen entstehen.

Der ElringKlinger-Konzern hatte sich zum Ziel gesetzt, im Geschäftsjahr 2014 den relativen CO2 -Ausstoß im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu verbessern. Die gesamten direkten und indirekten CO2 -Emissionen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 90.840 Tonnen und überstiegen den Vorjahreswert von 88.300 Tonnen um 2,9 %. Gemessen am Umsatz (CO2 -Emssionen je 1 Mio. Euro Umsatz in t) sank der relative CO2 -Ausstoß jedoch um 6,6 Prozentpunkte. Der ElringKlinger-Konzern hat demzufolge das selbst vorgegebene Ziel erreicht. Der direkte CO2 -Ausstoß ist im Berichtsjahr um 4,6 % auf 22.240 (23.300) Tonnen gesunken, was auf die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Jahr 2014 zurückzuführen ist. Die indirekten Emissionen sind um 5,5 % gestiegen und damit unterproportional zum Umsatz. Die Umweltkennzahlen des Tochterunternehmens ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan sind im Berichtsjahr zu 100 % enthalten (im Vorjahr zu 50 %).

ElringKlinger wird im Jahr 2015 damit beginnen, alle europäischen Produktionsgesellschaften nach dem Energiemanagement-Standard ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Mit der Einführung dieses Energiemanagementsystems kann die Gesellschaft die Energieeffizienz erhöhen, die Energiebilanz verbessern und Energiekosten sparen.

Im September 2014 wurde im britischen ElringKlinger-Werk in Redcar der Bau einer Windkraftanlage fertiggestellt. Die küstennahe Lage des Standortes bietet optimale Voraussetzungen, um Strom mittels einer Windanlage zu erzeugen. Seit Dezember 2014 ist die Anlage in Betrieb und erzeugt bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 6,1 m/s ca. 1.400 MWh grünen Strom. Dies hat eine jährliche Einsparung von 600 Tonnen CO2 zur Folge.

Mitte des Jahres wurde ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) am Hauptsitz in Dettingen/Erms in Betrieb genommen. Die mittlerweile vier betriebenen Blockheizkraftwerke tragen ebenfalls zur Verbesserung der Energiebilanz bei. Ergänzt werden die BHKW mit einer Absorptionskälteanlage, mit der die Abwärme im Sommer zu Kühlzwecken eingesetzt werden kann. Die erzeugte Wärme kann somit zum Großteil ganzjährig genutzt werden.

Im Jahr 2014 wurden wieder neue Maschinen und Anlagen angeschafft. Ein wichtiges Kriterium bei der Beschaffung von Maschinen und Anlagen ist deren Effizienz. Die Energieverbräuche der neuen Anlagen liegen um bis zu 20 % unter den Werten der Vorgängermodelle.

Der durchschnittliche CO2 -Ausstoß der Dienstwagenflotte hat sich im Jahr 2014 mit einem Wert von 144 (145) g/km erneut verringert und damit verbessert. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass seit Mitte 2014 zwei weitere reine Elektrofahrzeuge den firmeneigenen Fuhrpark ergänzen. Diese Fahrzeuge werden für Fahrten im Umkreis von bis zu 50 km sowie zwischen den Werken genutzt. Die nötige Infrastruktur mit zwei Stromladesäulen hat ElringKlinger vor Ort am Haupteingang des Standortes Dettingen/Erms installiert. Die Schnellladesteckdosen können auch von Besuchern genutzt werden. Ab dem Jahr 2015 sollen die Stromladesäulen öffentlich zugänglich gemacht werden.

Der Anstieg des Wasserverbrauchs ist wie bereits im Vorjahr unterproportional zum Umsatzwachstum ausgefallen. Die Gesamtabfallmenge stieg im Geschäftsjahr 2014 proportional zum Umsatz. Davon ist der Anteil an Metallresten mit 83 % wieder auf sehr hohem Niveau. Primär fallen diese Reste bei Stanzprozessen in der Fertigung an und werden anschließend veräußert. Ein dafür zertifiziertes Entsorgungsunternehmen übernimmt die Wiederverwertung bzw. Entsorgung der Gesamtabfallmenge.

Umweltkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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20141 2013
Gesamte direkte und indirekte CO2 -Emissionen in t 90.840 88.300
CO2 -Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz in t 68,5 75,1
Gesamte direkte CO2 -Emissionen in t 22.240 23.300
davon direkte CO2 -Emissionen u.a. aus Gas, Öl, Motorenprüfständen in t 21.400 22.600
davon direkte CO2 -Emissionen des Fuhrparks2 in t 840 660
Gesamte indirekte CO2 -Emissionen in t 68.600 65.000
davon indirekte CO2 -Emissionen aus Strom in t 65.300 62.000
davon indirekte CO2 -Emissionen aus Flugreisen3 in t 3.300 3.000
Absoluter Energieverbrauch (Strom, Gas und weitere Energieträger) in MWh 249.700 240.000
Absoluter Energieverbrauch je 1 Mio. EUR Umsatz in MWh 188,3 204,2
davon Stromverbrauch in MWh4 155.700 144.200
Stromverbrauch je 1 Mio. EUR Umsatz in MWh 117,4 122,7
Wasserverbrauch in m3 173.200 163.400
Lösungsmittel in t 990 1.060
Gesamtabfallmenge in t 49.500 43.700
davon Metallabfallmenge in t 41.100 36.200

1 Die Tochtergesellschaften Polytetra GmbH und new enerday GmbH wurden 2014 noch nicht erfasst

2 Fuhrpark der deutschen ElringKlinger-Standorte (Dettingen/Erms, Gelting, Langenzenn, Runkel, Thale, Lenningen und seit 2014 Bietigheim-Bissingen, Idstein, Magdeburg und Rottenburg)

3 Flugreisen der Standorte in Deutschland, Schweiz und Frankreich sowie zentral erfasste Flüge der Standorte in England und USA

4 Ohne die Leistung eigener Blockheizkraftwerke

2015: Eine kontinuierliche Verbesserung des relativen CO2-Ausstoßes

ElringKlinger wird sein innovatives Produktportfolio in den kommenden Jahren weiter ausbauen und zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Branche beitragen. Für die kommenden Jahre hat sich der Automobilzuliefererkonzern zum Ziel gesetzt, den relativen CO2 -Ausstoß weiter zu verbessern. Für das Jahr 2015 strebt der Konzern eine Reduktion in der Größenordnung von 2 % bis 3 % an.

Motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter sind wichtiger Grundstein für langfristigen Unternehmenserfolg

Die ElringKlinger AG hat aus ihren Unternehmenswerten verbindliche Verhaltensregeln entwickelt, die für alle Mitarbeiter weltweit verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regeln sind in Form von speziell verfassten Kodizes und Leitlinien öffentlich auf der Website unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/leitlinien zugänglich. Im Einzelnen sind dies Vision & Leitbild, Verhaltenskodex, Unternehmenskodex, Führungsgrundsätze, Corporate-Governance-Kodex, Qualitäts- und Umweltpolitik sowie Arbeitspolitik.

Der Verhaltenskodex wurde im Jahr 2013 neu verfasst und verabschiedet. Für das Unternehmen beruht langfristiger Erfolg auf dem Vertrauen der Kunden und Aktionäre in seine Kompetenz, Innovationskraft und nicht zuletzt Integrität. Dieses Vertrauen, das sich im Ansehen des Unternehmens widerspiegelt, hängt maßgeblich davon ab, dass sich alle Mitarbeiter den Werten und Zielen von ElringKlinger verpflichtet wissen und in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich danach handeln. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ElringKlinger-Gruppe verbindlich. Er gibt Orientierung und ist Maßstab zum Beispiel für den Umgang mit Korruption, Interessenkonflikten, fairem Wettbewerb, Datenschutz und Diskriminierung.

Altersstruktur der Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns 2014

Die Altersgruppen beim ElringKlinger-Konzern sind sehr ausgewogen. Fast ein Drittel der Mitarbeiter sind Frauen.

Die Fluktuationsquote stieg im Geschäftsjahr 2014 von 5,2 % auf 5,6 % leicht an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Mitarbeiterfluktuation bei einer guten Beschäftigungssituation in den wichtigsten Märkten tendenziell eher größer ist. Maßgeblich hierfür ist das starke Mitarbeiterwachstum an den asiatischen Standorten. Da die Automobilbranche in China boomt, ist dort die Wechselhäufigkeit im Vergleich zu Europa höher.

Die Nachwuchssicherung und Mitarbeiterqualifizierung standen im Jahr 2014 wieder im Mittelpunkt der Personalarbeit bei ElringKlinger. Dabei gehört eine individuelle Förderung der Mitarbeiter zum Tagesgeschäft. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen, wie Softwareschulungen oder Sprachkurse, werden auch persönliche Weiterentwicklungsprogramme angeboten. Für neue Mitarbeiter finden mehrmals im Jahr Veranstaltungen statt, in denen sie spezifische Informationen zu den ElringKlinger-Produkten erhalten. Die Ausgaben für Fort- und Weiterbildungen beliefen sich weltweit im Jahr 2014 auf insgesamt 1,3 (1,0) Mio. Euro.

Das 2012 inhaltlich überarbeitete und weiterentwickelte Konzept der Nachwuchsförderung findet weiterhin guten Zuspruch. Im sogenannten Potentialträgerprogramm werden potenzielle Fach- und Führungskräfte in mehreren Seminaren auf Führungsaufgaben vorbereitet. In diese Arbeit werden darüber hinaus soziale Projekte einbezogen.

Seit Jahrzehnten bildet der ElringKlinger-Konzern zur Sicherung des Nachwuchses junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Neben diesen Auszubildenden stellt das Unternehmen jedes Jahr Studenten ein, die ihr Studium an dualen Hochschulen in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen absolvieren. Weltweit werden Praktika angeboten und die Studenten bekommen die Möglichkeit, eine praxisnahe Bachelor- oder Masterarbeit zu schreiben. Insgesamt wurden 2014 69 (51) Studenten und Praktikanten an den deutschen Standorten betreut.

Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns

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Zum 31.12.2014 Zum 31.12.2013
Absolute Mitarbeiterzahl 7.255 6.716
davon Männer 70,7 % 70,1 %
davon Frauen 29,3 % 29,9 %
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 7.081 6.543
Zusammensetzung nach Altersgruppen
jünger als 30 Jahre 25,3 % 24,9 %
30 bis 50 Jahre 55,3 % 56,0 %
älter als 50 Jahre 19,4 % 19,2 %
Ausbildungsquote1 4,0 % 3,9 %
Praktikanten und Diplomanden1 69 51
Fluktuationsquote 5,4 % 5,2 %
Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter 9,6 9,1
Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen 4.913 4.728
Anzahl der geführten Qualifizierungsgespräche 5.648 5.379
Anteil der Teilzeitarbeitnehmer 4,6 % 4,7 %
Beschäftigte mit unbefristetem Vertrag 5.834 5.577
Anzahl der Mitarbeiter mit Behinderungen 192 189
Beschäftigte in Managementpositionen 565 525
davon Frauen 76 64
davon Einheimische 515 476
Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen 253 292
Arbeitsbedingte Todesfälle 0 0
Absolute Beschäftigtenanzahl in
Altersteilzeit1 72 76
Mutterschutz1 6 8
Elternzeit1 32 24
Eingereichte Verbesserungsvorschläge1 364 289
Erfolgreich umgesetzte Verbesserungsvorschläge1 74 98
Abgelehnte Verbesserungsvorschläge1 105 148

1 Diese Kennzahlen beziehen sich nur auf die deutschen Standorte.

Beschaffung

Das Beschaffungsmanagement blieb von wesentlicher Bedeutung für die Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns. Der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns machte 2014 60,0 % aus, die Materialaufwandsquote belief sich auf 43,8 %.

Der zentrale Konzerneinkauf am Stammsitz Dettingen/Erms/Deutschland, arbeitete 2014 vor allem an der weltweiten Optimierung der Lieferantenstruktur, um sowohl die ununterbrochene, zeitgerechte Materialversorgung, als auch möglichst günstige Beschaffungspreise sicherzustellen.

Zu den wichtigsten im ElringKlinger-Konzern verwendeten Rohstoffen zählen legierte Edelstähle (vor allem Nickellegierungen), Aluminium, C-Stahl, polyamid-basierte Kunststoffgranulate sowie Gummi und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Komplettsystemen zum Beispiel in den Geschäftsbereichen Kunststoffgehäusemodule oder Abschirmtechnik benötigt werden. Die Anteile der einzelnen Rohstoffe bzw. Materialgruppen am Rohstoffeinsatz des Konzerns setzten sich 2014 wie folgt zusammen:

Grafik: Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2014 (Vorjahr) in %

Elastomere: 6 % (6 %)
Polyamide: 7% (7 %)
C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet: 10 % (12 %)
Aluminium: 22 % (23 %)
Edelstahl: 21 % (21 %)
Sonstige/Komponenten: 34 % (31 %)

Umsatzwachstum und Investitionen bewirken starken Anstieg des Einkaufsvolumens

Neben den Rohmaterialien umfasst das Einkaufsvolumen des Konzerns Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelsware für das Ersatzteilgeschäft, Kontrakte für die Energieversorgung, externe Dienstleistungen sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien.

Das Einkaufsvolumen des ElringKlinger-Konzerns reflektierte 2014 das starke Umsatzwachstum und die Investitionen in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Es nahm um 24,8 % auf 882,5 (707,3) Mio. Euro zu. Ein Teil des Anstiegs ist durch das 2014 überproportional zum Umsatzwachstum erhöhte Investitionsvolumen in Grundstücke und Sachanlagen begründet, das um 28,9 % auf 147,0 (114,0) Mio. Euro zunahm. Desweiteren ist 2014 ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan zu 100 % berücksichtigt. Im Vorjahreswert war diese Gesellschaft, aufgrund der im Jahr 2014 rückwirkend geänderten Konsolidierungsmethode, dagegen nicht enthalten. Bereinigt um diese beiden Effekte hätte das Einkaufsvolumen im Geschäftsjahr 2014 um 15,7 % zugenommen. Der Materialaufwand des Konzerns erhöhte sich um 14,7 % auf 580,6 (506,3) Mio. Euro. Diese Zunahme war vor allem auf die gestiegene Ausbringungsmengen zurückzuführen.

Rahmenverträge stellen konzernweite Versorgung sicher

Durch internationale Rahmenverträge für die wichtigsten Materialgruppen wird die Versorgung der einzelnen Produktionsgesellschaften konzernweit sichergestellt. Dies gilt insbesondere für Stahl und Aluminium. Letztlich werden dadurch auch translatorische Währungsrisiken eingegrenzt. Zur Begrenzung des Risikos unterjährig steigender Einkaufspreise schließt ElringKlinger mit seinen Materiallieferanten in den meisten Fällen Verträge mit Laufzeiten von einem Jahr oder länger ab. Bei Kunststoffgranulaten und C-Stahl haben sich am Markt kürzere Laufzeiten durchgesetzt.

Die an den Rohstoffbörsen gehandelten Legierungszuschläge schlagen sich erfahrungsgemäß erst mit einem zeitlichen Verzug von mehreren Monaten auf die Einkaufspreise nieder. Da die Legierungszuschläge für Edelstähle nicht vorab in Rahmenverträgen fixiert werden können, sichert ElringKlinger einen Teil der benötigten Volumen mit Hilfe eines rollierenden Systems ab und setzt dafür rohstoff-basierte Derivate ein. Damit wird für den Konzern auch bei Edelstahl eine weitgehend gesicherte Kalkulationsbasis über das gesamte Geschäftsjahr gewährleistet. Die Legierungszuschläge per se können nicht vertraglich abgesichert werden.

Materialpreise 2014 weitgehend stabil

Die Preise für die von ElringKlinger benötigten wesentlichen Rohstoffe entwickelten sich 2014 unterschiedlich. Während sich bei C-Stahl in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Aufwärtstendenz zeigte, blieben die Einkaufspreise für Edelstahl weitgehend auf Vorjahresniveau.

In den hauptsächlich zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen verwendeten Edelstahlsorten ist Nickel enthalten, der in Form von Zuschlagsätzen maßgeblich in den Edelstahlpreis einfließt. Der Nickelpreis notierte zur Jahresmitte zwar um rund 50 % über dem Niveau zu Jahresanfang, der Durchschnittspreis blieb demgegenüber 2014 aber weitgehend konstant. Zudem führte bei dem von ElringKlinger benötigten Edelstahl-Präzisionsband der stärkere Wettbewerb der Hersteller zu tendenziell niedrigeren Preisniveaus.

Aufgrund der frühzeitig abgeschlossenen Rahmenverträge mit Aluminiumlieferanten konnte das Beschaffungsmanagement den im Jahresverlauf 2014 spürbaren Preissteigerungen entgegen wirken.

Technische Kunststoffe profitierten preisseitig nur marginal von dem vor allem zum Jahresende hin einsetzenden Ölpreisverfall. Die Einkaufspreise für hochwertige Polyamid-Granulate, die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule eingesetzt werden, reduzierten sich im Jahresverlauf nur leicht.

Differenziert zeigte sich die Preissituation 2014 bei zugekauften Komponenten. Aufgrund der Vielfalt dieser spezifischen Einbauteile erfordert die Beschaffung einen hohen Koordinations- und Bearbeitungsaufwand im Einkauf. Durch regionale Einkaufsmanager in den Regionen Asien sowie Western Hemisphere (Europa und Amerika) wird künftig beim Komponenteneinkauf die Qualifizierung lokaler Lieferanten in den jeweiligen Ländern verstärkt vorangetrieben.

ElringKlinger veräußert die bei den Stanzprozessen in der Fertigung anfallenden Metallabfälle. Zur Erlösoptimierung betreibt die ElringKlinger-Gruppe ein aktives Metallschrott-Management. 2014 betrugen die Schrotterlöse 24,7 (24,2) Mio. Euro.

Unterproportionaler Verlauf der Energiekosten

ElringKlinger wird zwar nicht als energieintensives Unternehmen eingestuft, dennoch stellten die Energiekosten 2014 keinen unwesentlichen Anteil an den Umsatzkosten dar. Die Energiekosten beliefen sich auf 2,2 % (2,4 %) der Umsatzkosten. Für einen Großteil des Strom- und Gasbedarfs hat ElringKlinger lang laufende Lieferverträge abgeschlossen. 2014 wurden mit den bestehenden Lieferanten Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2016 (Gas) bzw. bis 2017 (Strom) vereinbart. Diese sehen vor, dass das Unternehmen seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen kann.

Einen Teil des Strombedarfs deckt ElringKlinger mit dem Betrieb eigener gasbetriebener, kraft-wärme-gekoppelter Blockheizkraftwerke (BHKW) ab. Die insgesamt vier Kraftwerke am Standort Dettingen/Erms erzeugten 2014 eine Strommenge von 4.338 MWh.

Aufbau eines weltweiten Einkaufsnetzwerks

Um das Beschaffungsmanagement schlagkräftiger aufzustellen und Kosten zu sparen, hat ElringKlinger 2014 den zentralen Konzerneinkauf (Group Purchasing) neu strukturiert. Dazu wurde eine spezielle Gruppe, die sich ausschließlich auf den Einkauf für das Seriengeschäft konzentriert, eingerichtet. Eine weitere Einheit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Einkauf aller nicht für die Serienproduktion bestimmten Güter, wie beispielsweise Gemeinkostenmaterial oder Investitionen. Drei regional etablierte Einkaufsmanager sorgen für eine bessere Steuerung und Bündelung der Bedarfe aller Konzerngesellschaften mit dem Ziel, das steigende Volumen der einzelnen ElringKlinger-Werke zu koordinieren und die Landesgesellschaften strategisch und operativ in der Beschaffung von Serienmaterial zu unterstützen.

Weltweit einheitliche, stringente Qualitätsstandards umgesetzt

Aufgrund der steigenden Materialbedarfe an den internationalen Standorten in den Wachstumsregionen China und Nordamerika, prüft und zertifiziert der Konzern laufend neue lokale Zulieferer vor allem außerhalb des Euroraums. Neben der Reduzierung der Logistikkosten werden damit gleichzeitig Währungsungleichgewichte zwischen Einkaufsvolumen und Umsatzerlösen begrenzt. Mittlerweile gehört ein chinesischer Lieferant zu den größten Aluminiumlieferanten des ElringKlinger-Konzerns. Auch PTFE wird für den lokalen Bedarf in steigendem Maße aus China und Indien bezogen.

Neue Lieferanten werden grundsätzlich gemäß den internationalen ISO-Standards geprüft und zertifiziert. Sie müssen den stringenten eigenen Qualitäts- und Umweltrichtlinien des Konzerns entsprechen und dem anspruchsvollen ElringKlinger-Unternehmenskodex folgen (www.elringklinger.de/unternehmenskodex). Bei den bestehenden Lieferanten führt der zentrale Einkauf regelmäßige Qualitäts- und Kostenanalysen durch. Mit Hilfe von detaillierten Cost-Break-Down-Analysen werden Preise nach Prozessschritten ermittelt und kontrolliert. Generell ist das Unternehmen bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten so gering wie möglich zu halten. Der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen im Unternehmensverbund lag 2014 bei rund 20 % (20 %).

Mit dem Ziel, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern zu fördern, zeichnet ElringKlinger jedes Jahr einen Lieferanten für hervorragende Leistungen aus. In die Bewertung gehen Aspekte wie Produktqualität, Liefertreue oder besonders hohe Kundenorientierung ein. 2014 konnte die H.D. Lenzen Bandverzinkung GmbH & Co. KG den Preis bereits das zweite Jahr in Folge für sich vereinnahmen. Der Zulieferer aus Hagen in Nordrhein-Westfalen stellt elektrolytisch verzinkte Stahlbänder her, die bei ElringKlinger in der Fertigung von Spezialdichtungen verwendet werden.

Ausblick Materialpreise 2015

In den für 2015 geschlossenen Rahmenverträgen für Edelstähle konnte ElringKlinger die Preise für die abgeschlossenen Bezugsmengen nahezu konstant halten. Längerfristig rechnet das Unternehmen mit Preissteigerungen für darüber hinausgehende Mengen, die im Jahresverlauf eventuell zusätzlich beschafft werden müssen.

Bei Aluminium zeichnen sich für 2015 aufgrund der hohen Nachfrage und gestiegener Aufschläge für die Lagerhaltung Preissteigerungen ab.

Der technische Kunststoff Polyamid dagegen, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Kunststoffleichtbaumodulen benötigt, dürfte 2015 zu weitgehend konstanten Preisen beschafft werden können. Bei anhaltend niedrigem Ölpreis sollten die Preise in den kommenden Quartalen moderat nachgeben.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die quartalsweise erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Koordinationsfunktion ist derzeit beim Leiter der Konzernrechtsabteilung angesiedelt. Zukünftig wird das Risikomanagementsystem vom Bereich Finanzen betreut werden, um die Verknüpfung mit den Finanzkennzahlen noch besser zu gewährleisten.

Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.

Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG sowie bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bzw. entsprechend qualifizierten Unternehmen im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2014 fanden Revisionen bei den Tochtergesellschaften in China, in Korea und bei der Hug Engineering AG in der Schweiz sowie Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführte Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.

Bereits im Geschäftsjahr 2012 erstellte ein entsprechend spezialisiertes Prüfungs- und Beratungsunternehmen im Auftrag des Vorstands ein Compliance-Risikoprofil für ElringKlinger, um daraus geeignete Maßnahmen für das Compliance-System abzuleiten. Die Analyse hat insbesondere ergeben, dass ElringKlinger kein besonderes Risikopotential aufweist. Auf Basis der Analyse und den sonstigen durchgeführten Prüfungen mit dem Schwerpunkt Compliance sowie den bisherigen Erfahrungen wurde 2013 ein Compliance-System mit einem Chief Compliance Officer eingerichtet, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, wurden weitere Compliance Officer installiert, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2014 wurden die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Einkauf eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahmen von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Veranstaltungen werden auch in 2015 fortgesetzt. Bei Hinweisen auf Complianceverstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2014 jedoch nicht zu berichten.

Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung

Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Leiter Finanzen und dieser an den Vorstandsvorsitzenden.

Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.

ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Entsprechendes gilt für den Einzelabschluss der ElringKlinger AG. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.

Die deutschen und einige ausländische Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Leiter Finanzen. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.

Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses werden grundsätzlich keine externen Dienstleister eingesetzt, sondern dieser wird - wie beschrieben - durch die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche durchgeführt.

Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.

Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.

Chancen- und Risikeneinschätzung

In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Risiken und bedeutsamsten Chancen für den ElringKlinger-Konzern im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden dabei nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 30 % wird als "niedrig", eine von mehr als 60 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach qualitativen Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. Sie sind als Bruttorisiken erfasst, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Gleiches gilt für die Chancen. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfalle mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das Gesamtrisiko bzw. das gesamte Chancenpotenzial der jeweiligen Kategorie.

Chancen- und Risikenprofil des ElringKlinger-Konzerns

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Risikoart Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
--- --- --- --- --- --- ---
Konjunkturelle Risiken
Konjunkturelle und Branchenrisiken x x
Politische Risiken x x
Allgemeine interne Risiken Arbeitsunfälle, Brand x x
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb x x
Materialrisiken/Lieferantenrisiken x x
Kundenrisiken x x
Lohnkostenrisiken x x
Personalrisiken x x
IT-Risiken x x
Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken x x
Rechtliche und Compliance-Risiken x x
Strategische Risiken
Technologierisiken x x
Externes Wachstum/Akquisitionen x x
Finanzielle Risiken
Forderungsausfall x x
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken x x
Währungsrisiken x x
Zinsrisiken x x
Einsatz derivativer Finanzinstrumente x x
Chancen
Klimawandel/Emissionsgesetzgebung x x
Technologietrends x x
Erweiterung des Leistungsspektrums x x
Neue Absatzmärkte x x
Branchenkonsolidierung/M&A x x

Konjunkturelle Risiken

Konjunkturelle und Marktrisiken

Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt für das Lkw- noch stärker als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich auch die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung weiterhin in einigen südeuropäischen Märkten sowie weiterhin in den nicht unwichtigen Fahrzeugmärkten in Brasilien und Russland.

Der Internationale Währungsfonds geht jedoch für das Jahr 2015 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % aus.

Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die solide Käufernachfrage in Nordamerika und auf den asiatischen Märkten der globalen Pkw-Produktion zu weiteren Zuwächsen verhelfen.

Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/09 - ist aus heutiger Sicht jedenfalls auszuschließen. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion 2015 um rund 2 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").

ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch diese Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle zur Verfügung sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit zwischen Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.

ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird prinzipiell eine vorsichtige Betrachtungsweise des zugrunde gelegten makroökonomischen Szenarios angewendet.

Politische Risiken

Politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber haben das Potenzial, sich maßgeblich auf laufende Technologietrends und letztlich sowohl positiv als auch negativ auf die Geschäftsentwicklung bei ElringKlinger auszuwirken. Zu den Risiken zählt allerdings zunehmend auch die eskalierende Krisensituation in einigen Absatzregionen der Welt.

Der Ukraine-Konflikt und die daraus folgenden Sanktionen des Westens gegen Russland zählen dazu ebenso wie die eskalierenden Krisen in weiten Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas. Während diese Regionen für die Erstausrüstung mittelbar keine hohe Relevanz aufweisen, besteht hier das Risiko von Umsatzeinbußen im Segment Ersatzteilgeschäft. In den genannten Regionen werden in Summe jährliche Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich erzielt.

Da in den genannten Regionen zumeist in USD bzw. Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.

Allgemeine interne Risiken

Zu den allgemeinen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen Arbeitsunfälle. Diesen versucht der Konzern so weit wie möglich vorzubeugen, nicht zuletzt über umfangreiche konzernweit implementierte Unfallverhütungsvorschriften und regelmäßige Schulungen.

Sofern sich Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die existierenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechend angepasst, um ein möglichst hohes Absicherungsniveau sicherzustellen.

Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes aber prinzipiell nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. vorübergehend zu substituieren.

Dem Brandrisiko beugt der Konzern bereits im Vorfeld und über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Gutachter der Versicherung erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden dann dementsprechend analysiert und umgesetzt.

Operative Risiken

Preisdruck/Wettbewerb

Als Automobilzulieferer sieht sich ElringKlinger generell einem wettbewerbsintensiven Umfeld gegenüber. Die Kunden fordern regelmäßige Preisnachlässe.

Dies stellt eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar. ElringKlinger sieht sich aufgrund seiner starken technologischen Stellung zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den Preisforderungen aber nicht vollständig entziehen. Um den Preisdruck zu begrenzen, entwickelt ElringKlinger Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und konzentriert sich auf Nischenmärkte. Der verbleibende Preisdruck muss so weit wie möglich durch Effizienzsteigerungen in der Fertigung kompensiert werden.

Die Eintrittshürden für neue Wettbewerber sind hoch, da das Geschäftsmodell der ElringKlinger-Gruppe spezielle Kernkompetenzen im Material-, Werkzeug- und Prozess-Know-how erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick"). Zudem wären hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie notwendig.

Für die wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Erfahrungsgemäß erhalten neue Zulieferer im Falle einer Erstbeauftragung jedoch nur kleinere Lieferumfänge, die nicht kostendeckend sind. Die Anlagentechnologie ist zudem in der Regel gemäß spezifischen ElringKlinger-Vorgaben entworfen und nicht als Standard am Markt erhältlich.

In einigen Fällen sieht sich die ElringKlinger-Gruppe als Bedingung für die Auftragsvergabe Forderungen der Hersteller gegenüber, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben bzw. kurze Wege zu den Produktionsstandorten spielen hier eine wesentliche Rolle. In Osteuropa verfügt ElringKlinger über keinen Serienproduktionsstandort mit Ausnahme der auf Werkzeugbau spezialisierten Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara/Rumänien. Allerdings ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten.

Materialrisiken/Lieferantenrisiken

Der Materialaufwand stellt den größten Kostenblock für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.

Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und zunehmend Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) entwickeln zeitweise hohe Dynamik und schwanken stark. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können nicht vertraglich abgesichert werden.

Generell handelt ElringKlinger mit den Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden dann zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft.

Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.

In Summe ist das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen angesichts der derzeitigen Materialpreistendenzen und der bei vielen Rohstofflieferanten ausgeweiteten Abnahmemengen als überschaubar einzustufen.

Zum Teil vereinbart ElringKlinger mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hier besteht das Risiko, dass gestiegene Einkaufspreise nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.

Über den eigenen Schrotthandel verwertet ElringKlinger konzernweit Metallreste, die bei den Stanzprozessen anfallen, und veräußert sie. Mit Hilfe der Schrotterlöse können Kostenerhöhungen im Einkauf zumindest teilweise aufgefangen werden.

Im Rahmen der regelmäßigen Risikobewertungsprozesse verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Engpässe oder Lieferausfälle soweit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit den Lieferanten. Der Konzern disponiert Material frühzeitig und verfolgt eine Mehrlieferantenstrategie. ElringKlinger ist bestrebt, bei allen wesentlichen Materialsorten und Zukaufteilen mindestens zwei Lieferanten zu qualifizieren und freizugegeben. Mit diesen Maßnahmen stellt der Konzern auch die Versorgungssicherheit bei den benötigten Materialsorten her. Mittelgroße und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen Lieferanten-Audits unterzogen. 2014 hatten die 30 wichtigsten Lieferanten des Konzerns einen Anteil von rund 20 % (20 %) am Einkaufsvolumen.

Mit Blick auf die Energieversorgung vor allem der deutschen Fertigungsstandorte ist mittelbar eine relativ hohe Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus russischer Provenienz erkennbar. Die Möglichkeiten für das Unternehmen, hier weiterführende Risikovorbeugungsmaßnahmen durchzuführen, sind allerdings sehr beschränkt.

Kundenrisiken

Ein schlagartiger Einbruch der Nachfrage bei einem bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe dieses Herstellers für die in dessen Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Teile signifikant zurückgehen. Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat die ElringKlinger-Gruppe die Kundenbasis in den letzten Jahren ständig verbreitert. Mehrere asiatische Kunden sowie andere Zulieferer, die Motoren, Getriebe und Abgasanlagen herstellen, kamen zum Kundenkreis hinzu. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2014 bei rund 26 % (30 %). Der umsatzstärkste Einzelkunde hat 10,4 % (12,0 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe beigetragen.

Lohnkostenrisiken

Die Lohnkosten bilden neben den Materialkosten den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe. Ihr Anteil an den Umsatzkosten machte 2014 23,4 % (24,4 %) aus.

Noch fast die Hälfte der Mitarbeiter des weltweit aufgestellten Konzerns ist an den deutschen Standorten beschäftigt, während bereits rund zwei Drittel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands entstehen. Weitere Lohnsteigerungen im Inland würden sich folglich spürbar negativ auf die Ertragssituation auswirken. Dabei ist zu bedenken, dass die Gewerkschaft IG Metall in den letzten Jahren bereits vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchsetzen konnte. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG könnte sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiter verschlechtern.

Nach einer zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft vereinbarten Lohnerhöhung für die tariflich Beschäftigten von 3,4 % im Juli 2013 und einer weiteren Lohnerhöhungsstufe von 2,2 % ab Mai 2014, wird der Tarifabschluss 2015 ab 1. April 2015 zu einem weiteren Anstieg der Löhne und Gehälter um 3,4 % führen.

Das Lohnkostenniveau in Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 15 % (15 %) der Konzernbelegschaft tätig sind, liegt dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Entlastend wirkt, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen als im Inland. Auch auf diesen Märkten bleibt die Dynamik der Lohnentwicklung jedoch ein latentes Risiko für die Ertragslage der Gruppe.

Sollte sich die Kundennachfrage unerwartet und schlagartig abschwächen, hätte dies womöglich einen sprunghaften Anstieg der Personalaufwandsquote zur Folge. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Flexibilisierungsinstrumenten wie Zeitkonten, Schichtmodelle und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe Reaktion ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2014 bei 19,6 % (16,6 %).

Grundsätzlich stellt die Lohnkostenentwicklung eines der Hauptrisiken für die ElringKlinger-Gruppe dar. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu wahren und das Beschäftigungsniveau im Inland zu sichern, müssen Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung kompensiert werden.

Personalrisiken

Das Engagement und das Know-how der Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des ElringKlinger-Konzerns.

Für den Konzern ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll die Fluktuationsquote auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

Die Altersschichtung der Konzernbelegschaft weist eine gesunde Struktur auf: Mehr als 50 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 25 % sind jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.

Spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten werden, wo möglich, nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.

Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten des Konzerns wird es schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Hochschulmarketing zur Personalrekrutierung durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Um qualifizierte Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger umfangreiche interne Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung von Fach- und Führungskräften an.

IT-Risiken

Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig Gefahren wie Datenverlust, Hacking oder Virenangriffen ausgesetzt. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung bis hin zur Lieferkette. Dies hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten auswirken können.

ElringKlinger trägt Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, werden doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen.

Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen räumlich getrennt bzw. in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind. Damit ist ein bestmöglicher Schutz vor Systemausfällen und Datenverlusten gewährleistet. Alle Daten der internationalen Standorte werden zentral gesichert.

Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen verhindern unberechtigte externe Zugriffe.

Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken

ElringKlinger unterliegt als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung. Entsprechende Kosten und Schadensersatzforderungen können bei fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen Austausch- und Rückrufaktionen bedingen, auf das Unternehmen zukommen. Risikopotenzial birgt in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung gänzlich neuer Produkte, zum Beispiel für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.

Zur Vermeidung und Verringerung dieser Risiken bestehen entsprechende Qualitätssicherungssysteme. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Fallweise werden Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und den jeweiligen Vertragspartnern vereinbart.

Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken

Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Unternehmensgröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.

Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus ungesetzlichen Handlungen ergeben. ElringKlinger hat diesbezüglich für die gesamte Gruppe einen umfassenden Verhaltenskodex formuliert. Die Führungskräfte sind entsprechend geschult. Zudem werden bis zu zwölf Revisionen pro Jahr durchgeführt. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. Nach derzeitiger Einschätzung geht ElringKlinger jedoch von einem eher moderaten Risiko aus.

Strategische Risiken

Technologierisiken

Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Damit werden langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten erzielt (vgl. "ElringKlinger im Überblick").

Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht rechtzeitig erkennen, könnte der Konzern diese Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet.

Dies hätte mittel- bis langfristig negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns. ElringKlinger investiert jedes Jahr rund 5 % vom Umsatz in Forschung und Entwicklung. Dieser Wert liegt über dem Branchendurchschnitt. Außerdem sind in den letzten fünf Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden, schützt ElringKlinger wesentliche Technologien und Verfahren durch Schutzrechte und Patente.

Das Unternehmen konzentriert die Entwicklungsaktivitäten konsequent auf die Kernthemen der Automobilindustrie, das heißt auf die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger hat sich als einer von nur wenigen Zulieferern frühzeitig und mit hohem Aufwand mit neuen Produkten für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik, in der Brennstoffzellentechnologie oder auch in der Abgasreinigung. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche aber noch gering ist, birgt ein durchgreifender schneller Technologiewandel die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen und hat verstärkten Preisdruck zur Folge. In Summe ist die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen. Die möglichen finanziellen Auswirkungen wären jedoch wesentlich.

Externes Wachstum/Akquisitionen

Die Konsolidierung in der Automobilzulieferindustrie gewinnt an Dynamik. In diesem Zusammenhang bietet sich für ElringKlinger sowohl die Chance für ergänzende Technologiezukäufe als auch für gezielte Übernahmen, um schneller einen regionalen Markteintritt vollziehen zu können.

Bei M&A-Transaktionen besteht stets das Risiko, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Unvorhergesehene Restrukturierungsaufwendungen könnten notwendig werden, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen prinzipiell das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen Umfang erreicht werden kann oder dass die Produkte beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen. Im Rahmen der gemäß IFRS jährlich jeweils zum Jahresende durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.

ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen grundsätzlich eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte grundsätzlich durch interne Expertenteams. Finanzielle Planungen und technologische Leistungsparameter werden eingehend auf Plausibilität überprüft und bewertet.

Eine Akquisition tätigt die ElringKlinger AG nur dann, wenn sichergestellt ist, dass die Chance besteht, die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns zu erreichen. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.

Finanzielle Risiken

Forderungsausfälle

Das Risiko von Zahlungsausfällen bei den Erstausrüstungs-Kunden ist angesichts der auch in Westeuropa wieder langsam an Fahrt aufnehmenden Branchenkonjunktur als relativ gering einzuschätzen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2014 zwischen 13,4 und 21,8 Mio. Euro (9,3 und 19,6 Mio. Euro) gelegen.

Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Die Kreditvergabepraxis der Banken erfolgt seit der Finanzkrise und angesichts verschärfter Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern Wachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen. Der Finanzierungsbedarf der Branche steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie anheben, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und schließlich auch für ElringKlinger auswirken.

Dieses Finanzierungsrisiko bleibt trotz der deutlich verbesserten Ertragssituation in der Branche und extrem niedriger Marktzinsen latent. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere bei kleineren, nicht international aufgestellten Zulieferbetrieben, ist weiterhin nicht auszuschließen, bietet andererseits aber Übernahmegelegenheiten für ElringKlinger.

Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von knapp 50 % (50,4 %) und einem Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 1,5 (1,2) unkritisch dar. Der Konzern erzielte 2014 mit 149,9 (119,0) Mio. Euro einen Cashflow aus betrieblicher Leistung, der den Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie für die Investitionen in Sachanlagen weitgehend abdeckte. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 87,7 (117,1) Mio. Euro zur Verfügung.

Zum 31. Dezember 2014 wurden alle bestehenden Financial Covenants eingehalten. Auch für das Jahr 2015 kann nach allen derzeit vorliegenden Informationen davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Financial Covenants erfüllt werden können. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.

Währungsrisiken

Die Geldpolitiken der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).

Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich eingegrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging). Bei der Schweizer Tochter Hug Engineering AG, Elsau, konnten die Währungskurseffekte aus dem starken Schweizer Franken 2013 mit der Verlagerung wesentlicher Produktionsumfänge in das neue Werk in Thale, Deutschland, und damit in den Euroraum reduziert werden. Hug erzielt mittlerweile einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse in USD.

Chancen bzw. Risiken aus der Währungskursentwicklung ergeben sich zudem aus der Umrechnung der Umsätze bzw. der Aufwendungen und Erträge der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. In Summe ergab sich 2014 noch ein negativer translatorischer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von insgesamt 4,2 Mio. Euro. Die Schwäche des Euro zu vielen Weltwährungen führte ab dem dritten Quartal 2014 allerdings zu positiven Umrechnungseffekten. Im vierten Quartal fiel der Konzernumsatz demnach währungskursbedingt um 7,4 Mio. Euro höher aus. In Summe dürften 2015 die Chancen auf umsatz- und ergebniserhöhende Effekte aus der Währungstranslation überwiegen.

Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder: Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Aufgrund der starken Euro-Abwertung gegenüber dem USD und den meisten Währungen der Schwellenmärkte in der zweiten Jahreshälfte konnten zum 31. Dezember 2014 stichtagsbezogen positive Währungseffekte in Höhe von 10,0 (- 4,4) Mio. Euro ergebniserhöhend verbucht werden.

Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.

Aus der Aufgabe der Wechselkursbindung des CHF zum Euro bei 1,20 durch die Schweizer Notenbank erwartet ElringKlinger keine gravierenden Risiken. Bis 2013 kam dem Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken eine wesentliche Rolle zu. ElringKlinger hatte 2008 den Kauf der Schweizer SEVEX-Gruppe in Schweizer Franken finanziert und die wechselkursbedingte Veränderung dieser Verbindlichkeit wurde im Finanzergebnis abgebildet. Dieses Darlehen wurde 2013 vollständig getilgt, so dass sich hieraus kein Risiko mehr ergibt. Moderate Risiken sieht der Konzern bei der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten der Schweizer Tochtergesellschaften.

Die währungsbedingte Veränderung der Wettbewerbsfaktoren der Schweizer Standorte der Hug Engineering AG, Elsau, sowie der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, könnte dazu führen, dass Projekte alternativ an Standorten der ElringKlinger-Gruppe im Euroraum vergeben werden müssen. Da wesentliche Wettbewerber der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in der Schweiz produzieren, ist das Risiko derzeit noch überschaubar.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 nach Laufzeiten ist im Anhang dargestellt.

Sollten die im Langfristvergleich derzeit extrem niedrigen Marktzinsen anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und in Folge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Zur Absicherung von Zinsschwankungen hat ElringKlinger Termingeschäfte abgeschlossen. Damit werden variable Zinssätze in planbare feste Sätze überführt. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: Derivative Finanzinstrumente).

Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist im Konzernanhang dargestellt.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente nutzt ElringKlinger nur in Einzelfällen, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (Nickel) oder wie bereits beschrieben zur Eingrenzung von Zinsrisiken. Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisschwankungen eingesetzt werden, liegen die benötigten physischen Bezugsmengen in jedem Falle zugrunde.

Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen sicherte ElringKlinger auch im Jahr 2014 über ein rollierendes System ab. Zum 31. Dezember 2014 waren rund 25 % der kalkulierten Abnahmemengen über Nickeltermingeschäfte abgesichert.

Chancen

Klimawandel/Neue Emissionsvorschriften

Das Hauptziel der Fahrzeugindustrie bleibt die Reduzierung des Treibhausgases CO2 sowie anderer schädlicher Abgasbestandteile wie Rußpartikel, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide. Für die europäische Union gelten mit die schärfsten Emissionsvorschriften weltweit. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2021 von derzeit noch 130 g/km auf 95 g/km verringert werden. Für 90 % der Fahrzeugflotte der Hersteller sind diese Vorgaben bereits 2020 verbindlich. Für 2025 werden in Brüssel weiter gesenkte Grenzwerte zwischen 78 bis 68 g/km diskutiert. Auch in den USA und Schwellenländern wie China müssen die Emissionen in den kommenden Jahren um bis zu 30 % gesenkt werden. Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.

Für den ElringKlinger-Konzern bietet das gesetzgeberische Umfeld eine gute Grundlage für weitere organische Umsatzsteigerungen. Durch den Trend zu effizienteren Motoren ergeben sich zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader und im Abgassystem, aber auch im Leichtbau. Neue regionale Märkte kommen hinzu.

Plug-in-Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen Marktanteile. Die Pkw-Hersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Fahrzeugflotten die scharfen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger bietet sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen. Bei Plug-in-Hybriden können - zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten - Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule in den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.

Schärfere Emissionsvorschriften kommen verstärkt ab 2016 auf stationäre Motoren, Schiffsmotoren und Baumaschinen zu. In diesen Nischenmärkten gibt es beträchtliches Potenzial für die Systeme des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung.

Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe durchaus als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit der vorhandenen Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.

Technologietrends/Neue Abgasvorschriften

Die weltweit immer schärferen Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen technologischen Trends. Nur mit Hilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken besteht noch eine Chance, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.

Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit den vorhandenen Material- und Werkzeugkompetenzen, Entwicklungsmethoden und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen auf den Markt zu bringen, können die Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als signifikant eingestuft werden.

Erweiterung des Leistungsspektrums

Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Möglichkeiten, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.

Welche Möglichkeiten hier bestehen, ist bereits umfänglich im FuE-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiel soll an dieser Stelle der Bereich Leichtbau dienen. Aus den neuen Organo-Materialien, die Kunststoffe mit speziellen Fasern verbinden, sowie unter Einsatz hybrider Kunststoff-Metallleichtbaulösungen werden viele neue Produktkonzepte möglich.

In der Abgastechnologie bieten sich für den Geschäftsbereich Abgastechnologie breite Betätigungsfelder bei Filtersystemen für Anwendungen im Baumaschinenbereich, stationären Motoren oder in Schiffsmotoren. Hier ist bedingt durch Emissionsvorschriften ab 2016 das Fundament für weitere Anwendungsgebiete gelegt. Auch für den Bereich Kunststofftechnik ergeben sich mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik Perspektiven.

Alle Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihrer Produktportfolios bzw. ihrer Leistungsprogramme das geplante Ziel eines organischen Umsatzwachstums von mindestens 5 % im Jahr zu realisieren.

Neue Absatzmärkte

Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für die bereits vorhandenen ElringKlinger-Produkte. Als beispielhaft hierfür kann die ASEAN-Region betrachtet werden. In den BRIC-Staaten bietet sich für den Konzern die Gelegenheit, den Absatz auszuweiten, indem alle Produktgruppen vor Ort gefertigt und auf den regionalen Märkten angeboten werden.

Für das Ersatzteilgeschäft bestehen sowohl durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme als auch durch die Erschließung neuer Absatzregionen zum Beispiel in Nordamerika und Asien weitere Wachstumschancen.

Branchenkonsolidierung

Das Wachstum der Automobilbranche gemessen an der Pkw-Produktion wird in den kommenden Jahren vor allem in Asien bzw. in Nordamerika stattfinden. Viele mittelständische Unternehmen, die sich noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, stehen daher vor großen Herausforderungen.

Zudem haben die Zulieferer einen weiter steigenden Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Dies bedeutet, sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich steigenden Finanzierungsrisiken gegenüber. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. In den kommenden Jahren ist daher mit einer starken Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche zu rechnen.

Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation Chancen, entweder das Technologieportfolio durch Übernahmen zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition zu stärken. Auch die zunehmende Nachfolgeproblematik bei familiengeführten Unternehmen bietet Akquisitionsgelegenheiten zu noch vertretbaren Bewertungsrelationen. Vereinzelt werden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahme aus dem Markt ausscheiden. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen.

Es ist vorgesehen, dass die ElringKlinger-Gruppe Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.

Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem der ElringKlinger AG hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich bewährt. Seine Wirksamkeit hat es bei der erfolgreichen Bewältigung der schweren Wirtschaftskrise 2008/09 unter Beweis gestellt. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie E-Mobility oder Abgasreinigung investierte das Unternehmen rechtzeitig.

In der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken ist festzustellen, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr im Kern ähnlich darstellt. Risiken geopolitischer bzw. externer Art können von ElringKlinger nicht oder nur sehr begrenzt aktiv gesteuert werden.

Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die drei Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern in einem massiven weltweiten Markteinbruch, einem rapiden technologischen Umbruch in der Antriebstechnologie sowie einem dynamischen Anspringen der Materialpreise.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in Westeuropa und Nordamerika, aber auch in einigen Schwellenländern wie Indien verbessert. Andererseits gehen von der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation in Russland und der ökonomischen Malaise in Brasilien eindeutig höhere Risiken aus als im Vorjahr. Strategische Risiken sind unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus der Währungskursfluktuation haben sich tendenziell erhöht.

Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die die prinzipielle Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 49,7 % (50,4 %) sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.

Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist andererseits gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den laufenden langfristigen Technologietrends und der Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Die größten Chancen ergeben sich aus der Klimawandelproblematik und dem daraus abgeleiteten Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren Motoren. Mit Produkten rund um das Thema Downsizing und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.

Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren 4 bis 5 Prozentpunkte stärker wachsen zu können als die weltweite Automobilproduktion.

Vergütungsbericht

Vergütungsstruktur der Vorstände

Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: einerseits wie bisher nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie andererseits erstmals nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.

Vergütungssystem bis 31. Dezember 2013

Das bis zum 31. Dezember 2013 geltende Vergütungssystem enthielt fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile waren untergliedert in eine jährliche Tantieme, deren Bemessungsgrundlage auf das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern EBIT) bezogen war und in eine langfristige Komponente, die sich an der Aktienkursentwicklung orientierte.

Die jährliche Tantieme errechnete sich als Prozentsatz des durchschnittlichen Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern der letzten drei abgelaufenen Jahre im Konzern (Konzern EBIT). Sie wurde jährlich bezahlt. Die jährliche Tantieme war auf drei Jahresfixgehälter begrenzt.

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte betrug vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergab sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wurde, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre. Mit Abschluss der neuen Vorstandsdienstverträge wurde die bestehende aktienbasierte Zusatzvergütung beendet. Die noch zur Rücknahme anstehenden Tranchen bleiben bis zum Ablauf der Haltefristen weiter bestehen.

Vergütungssystem ab 1. Januar 2014

Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält ebenfalls fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus

1. Jahresfixgehalt

2. Long Term Incentive I (LTI I)

3. Long Term Incentive II (LTI II)

4. Nebenleistungen

5. D&O Versicherung

6. Ruhegehalt

Festes Jahresgehalt

Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.

Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)

Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwertes. Der Long Term Incentive I entspricht den bisherigen Regelungen der jährlichen Tantieme und vergütet die Tätigkeit für ein Geschäftsjahr. Das LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.

Beispielrechnung LTI I

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EBIT Durchschnitt Variable Vergütung 180.000.000 Deckelung Fixgehalt 2014 *3
Dr. Wolf 0,80% 1.440.000,00 1.440.000,00
Becker 0,60% 1.080.000,00 1.116.000,00
Schmauder 0,60% 1.080.000,00 1.116.000,00
Summe 3.600.000,00 3.672.000,00

Long Term Incentive II (LTI II)

Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Das LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus dem laufenden sowie den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:

EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)

Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote.

Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichs-Gruppe ("Peer Group") abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzern-Eigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar. des Geschäftsjahres. 90 % des auf den LTI II entfallenden Betrages werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrages erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.

Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.

Bei Beendigung des Dienstvertrages kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.

Beispielrechnung LTI II

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Mittelwert EVA 76.800.000 Deckelung Fixgehalt 2014 *2
Dr. Wolf 1,25% 960.000 960.000,00
Becker 1,00% 744.000 744.000,00
Schmauder 1,00% 744.000 744.000,00
2.448.000 2.448.000,00

Nebenleistungen

Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.

D&O-Versicherung

Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.

Ruhegehalt

Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres oder nicht bevor der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen sowie wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz beläuft sich auf 3 % bzw. 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.

Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld.

Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrages oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 %, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.

Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrages nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.

Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge

Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Die nächste Prüfung erfolgt zum 1. Januar 2015.

Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.

Abfindungs-Cap

Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen (" Abfindungs-Cap") und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrages nicht überschreiten.

Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungscaps nicht überschreiten.

Darlehen an Vorstandsmitglieder

Weder im Jahr 2013 noch im Jahr 2014 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.

Vorstandsvergütung 2014

Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt unverändert nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie erstmals nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.

Vorstandsvergütung 2014 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17

Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
kurzfristige Vergütung
fixe Vergütung 504 526 382 392 379 390 1.265 1.308
variable erfolgsabhängige Vergütung 1.025 1.249 643 934 643 934 2.311 3.117
Summe 1.529 1.775 1.025 1.326 1.022 1.324 3.576 4.425
langfristige Vergütung
langfristige erfolgsabhängige Vergütung 0 564 0 451 0 451 0 1.467
variable aktienbasierte Vergütung 158 0 143 0 143 0 444 0
Summe 158 564 143 451 143 451 444 1.467
Gesamtvergütung 1.687 2.339 1.168 1.777 1.165 1.775 4.020 5.892

Pensionszusagen

Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Karl Schmauder Gesamt
in TEUR 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand 167 236 121 155 104 130 392 521
Barwert (DBO) 2.412 4.091 2.042 3.106 2.881 4.197 7.335 11.394

Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2014 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014. Zur Darstellung wird auf die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zurückgegriffen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden, an die Mitglieder des Vorstands gewährten Zuwendungen für das Geschäftsjahr 2014:

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2013 2014 Min. 2014 Max. 2014 2013 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 467 480 480 480 363 372
Nebenleistungen 37 46 46 46 19 20
Summe 504 526 526 526 382 392
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.025 1.249 0 1.440 643 934
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 158 0 0 0 143 0
Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 0 565 0 960 0 451
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 0 560 0 960 0 447
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 552 0 960 0 443
Summe 1.183 2.926 0 4.320 786 2.275
Versorgungsaufwand 167 236 236 236 121 155
Gesamtvergütung 1.854 3.688 762 5.082 1.289 2.822

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Theo Becker Karl Schmauder
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
Min. 2014 Max. 2014 2013 2014 Min. 2014 Max. 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 372 372 362 372 372 372
Nebenleistungen 20 20 17 18 18 18
Summe 392 392 379 390 390 390
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 0 1.116 643 934 0 1.116
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 0 0 143 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 0 744 0 451 0 744
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 0 744 0 447 0 744
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 744 0 443 0 744
Summe 0 3.348 786 2.275 0 3.348
Versorgungsaufwand 155 155 104 130 130 130
Gesamtvergütung 547 3.895 1.269 2.795 520 3.868

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Gesamt
Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK

in TEUR
2013 2014 Min. 2014 Max. 2014
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 1.192 1.224 1.224 1.224
Nebenleistungen 73 84 84 84
Summe 1.265 1.308 1.308 1.308
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 2.311 3.117 0 3.672
Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 444 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 0 1.467 0 2.448
Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 0 1.454 0 2.448
Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 0 1.438 0 2.448
Summe 2.755 7.476 0 11.016
Versorgungsaufwand 392 521 521 521
Gesamtvergütung 4.412 9.305 1.829 12.845

Die Tabelle zeigt im Vergleich zu DRS 17 für den LTI II zusätzlich zum im Folgejahr zur Auszahlung kommenden LTI II 2014 auch die im Berichtsjahr aufgrund der Neufassung der Vorstandsdienstverträge im Sinne des Corporate Governance Kodex gewährten LTI II der Jahre 2015 und 2016. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.

In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2014 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2014 aus.

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 467 480 363 372
Nebenleistungen 37 46 19 20
Summe 504 526 382 392
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 1.025 1.249 643 934
Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 0 565 0 451
Summe 1.025 1.814 643 1.385
Versorgungsaufwand 167 236 121 155
Gesamtvergütung 1.696 2.576 1.146 1.932

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Karl Schmauder Gesamt
Zufluss gemäß DCGK

in TEUR
2013 2014 2013 2014
--- --- --- --- ---
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festes Jahresgehalt 362 372 1.192 1.224
Nebenleistungen 17 18 73 84
Summe 379 390 1.265 1.308
Erfolgsabhängige Vergütung
Einjährige variable Vergütung 643 934 2.311 3.117
Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 0 451 0 1.467
Summe 643 1.385 2.311 4.584
Versorgungsaufwand 104 130 392 521
Gesamtvergütung 1.126 1.905 3.968 6.413

Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 16. Mai 2013 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen Bestandteil und in einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 10. Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %.

Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.

Bezüge des Aufsichtsrats 2014

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 608 (2013: TEUR 619). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2013: TEUR 2) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth
Lechler 48 48 57 55 105 103
Markus Siegers 25 25 43 42 68 67
Gert Bauer 18 18 29 28 47 46
Armin Diez 18 18 29 28 47 46
Klaus Eberhardt 22 14 29 17 51 31
Pasquale Formisano 14 14 29 28 43 42
Dr. Margarete Haase 14 14 29 28 43 42
Karl Uwe van Husen 0 9 0 11 0 20
Dr. Thomas Klinger-Lohr 0 22 0 28 0 50
Paula Monteiro-Munz 18 18 29 28 47 46
Prof. Hans-Ulrich Sachs 13 14 29 28 42 42
Gabriele Sons 19 0 11 0 29 0
Manfred Strauß 14 14 29 28 43 42
Gerhard Wick 14 14 29 28 43 42
Gesamtbetrag 237 242 372 377 608 619

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Angaben nach § 289 Abs. 4 und nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2014 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2014 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

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Walter H. Lechler, Stuttgart Insgesamt 22,12 % (davon werden ihm 10,01 % über § 22 WpHG zugerechnet)

Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.

Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015.

Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.

Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.

Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Moderates Wachstum der Weltwirtschaft bei starken regionalen Unterschieden

Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeichnet sich für die Weltwirtschaft auch 2015 ein gemischtes Bild ab. Der gedämpfte Expansionskurs der Weltkonjunktur unter Führung der USA und der asiatischen Volkswirtschaften wird sich fortsetzen. Mit Blick auf die Eurozone ist davon auszugehen, dass sich das seit Jahren schwache Wachstumstempo nur leicht beschleunigen wird.

Der IWF rechnet beim globalen Wachstum 2015 mit einer geringfügigen Beschleunigung und prognostiziert einen Anstieg von 3,5 % gegenüber 2014. Allerdings wurden die Wachstumserwartungen gegenüber der letzten Einschätzung vom Oktober 2014 bereits im Januar 2015 wieder um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Skeptischer als zuvor sieht der IWF mittlerweile die Lage in China, Russland, in der Eurozone, Japan und in einigen der wichtigen ölexportierenden Länder.

Die Konjunktur in der Eurozone dürfte 2015 Rückenwind durch den massiven Rückgang der Ölpreise und den niedrigen Außenwert des Euro erhalten. Dennoch ist mit keiner durchgreifenden wirtschaftlichen Erholung zu rechnen, zumal die strukturellen Probleme in vielen Ländern der Eurozone weiterhin ungelöst sind. Es bleibt abzuwarten, ob die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, in großem Umfang Staatsanleihen aufzukaufen um einer möglichen Deflation entgegenzuwirken, dazu führen wird, dass die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt.

Für die deutsche Wirtschaft bessern sich die konjunkturellen Aussichten zunehmend. Der schwächere Euro stärkt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Exportgeschäft. Helfen werden der deutschen Wirtschaft außerdem der niedrige Ölpreis und die, bezogen auf Deutschland, im Grunde zu lockere Geldpolitik der EZB. Demgegenüber üben die noch schwache Nachfrage aus den Schwellenländern und dem Euroraum, aber auch das Zurückrollen der Arbeitsmarktreformen, dämpfende Effekte aus.

Die Entwicklung der russischen Wirtschaft wird entscheidend davon abhängen, wann eine Lockerung der Sanktionen erfolgt und ob ein Ende des schmerzhaften Ölpreisverfalls eintreten wird. Eine Erholung der Konjunktur wird aber frühestens für 2016 gesehen.

Die US-Wirtschaft wird auch 2015 ihre führende Rolle unter den etablierten Volkswirtschaften behaupten. Gesunkene Energiepreise, die niedrige Arbeitslosigkeit und moderate Inflationserwartungen bilden eine solide Basis dafür, dass sich der konjunkturelle Aufschwung fortsetzt oder sogar beschleunigt.

In Brasilien dagegen lasten die Notwendigkeit der Sanierung des Staatshaushaltes, die hohe Inflation und der Verfall der für das Land wichtigen Rohstoffpreise weiterhin auf der Wirtschaft.

Die Aussichten für Asien bleiben insgesamt positiv. Für China zeichnet sich auf vergleichsweise hohem Niveau zwar eine leichte Wachstumsabschwächung ab, allerdings zeigen die Maßnahmen der Regierung und der Notenbank Erfolge. Demgegenüber registriert Indien eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Obwohl Japan noch im dritten Quartal 2014 technisch in eine Rezession abgerutscht war, wird für die japanische Konjunktur aufgrund der weiter expansiven Fiskal- und Geldpolitik 2015 eine Rückkehr zu leichtem Wachstum prognostiziert.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr

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2014 Prognose 2015 Prognose 2016
Welt 3,3 % 3,5 % 3,7 %
Deutschland 1,5 % 1,3 % 1,5 %
Eurozone 0,8 % 1,2 % 1,4 %
USA 2,4 % 3,6 % 3,3 %
Brasilien 0,1 % 0,3 % 1,5 %
China 7,4 % 6,8 % 6,3 %
Indien 5,8 % 6,3 % 6,5 %
Japan 0,1 % 0,6 % 0,8 %

Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)

Weltweite Automobilmärkte wachsen auch 2015

Trotz des seit 2008 ununterbrochenen Aufwärtstrends wird der globale Fahrzeugmarkt, gemessen an den Neuzulassungen, voraussichtlich 2015 zum fünften Mal in Folge eine neue Höchstmarke setzen können. Nach Schätzungen soll der weltweite Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 2015 um 2 % bis 4 % zulegen. Für die weltweite Pkw-Produktion ist von einem Anstieg in ähnlicher Größenordnung auszugehen.

Der ElringKlinger-Konzern geht in seiner Planung für 2015 von einem Wachstum der weltweiten Automobilproduktion von rund 2 % aus. Für Europa rechnet der Konzern damit, dass die Fahrzeugkonjunktur auch 2015 nur in mäßigem Tempo wächst und damit seit dem Einbruch 2008 eine durchgreifende Erholung weiterhin auf sich warten lässt. Erneut werden die wesentlichen Wachstumsimpulse in China bzw. Asien und Nordamerika gesehen, auch wenn die hohen Zuwachsraten der vergangenen Jahre 2015 nicht mehr erreicht werden dürften. Demnach erwartet ElringKlinger für den US-Markt weitere leichte Zuwächse und für China ein abgeschwächtes Plus bei den Pkw-Verkäufen von 5 % bis 8 %.

Wachstumsprognose Pkw-Absatz in den Weltmärkten 2015 in %

Quelle: VDA, CAAM

Für den europäischen Pkw-Markt insgesamt ist 2015 nach den meisten Prognosen mit keinem stärkeren Aufschwung zu rechnen. Nach wie vor wirken die ungelösten Strukturprobleme in vielen südeuropäischen Ländern belastend auf das Kaufverhalten. Auch für den seit Jahren stagnierenden deutschen Pkw-Markt wird 2015 nur ein leichtes Plus von 1 % bis 2 % erwartet. Die stark gefallenen Preise an den Zapfsäulen sollten zumindest helfen, positive Impulse bei den Fahrzeugkäufern zu setzen. Die Hoffnungen der einheimischen Automobilhersteller stützen sich erneut auf die Exportnachfrage aus Übersee, die vom schwachen Euro Rückenwind erhält. Da die deutschen Hersteller verstärkt dazu übergehen, Fahrzeuge und Motoren vor Ort in Asien und Nordamerika zu produzieren, ist bei der seit Jahren mit Rekorden aufwartenden inländischen Pkw-Produktion 2015 nur mit leichten Zuwächsen zu rechnen.

Mit 16,4 Millionen verkauften Fahrzeugen haben die USA 2014 das Vorkrisenniveau von 2007 erreicht. Gegenüber dem Tief im Jahr 2009 hat der Markt bereits wieder um mehr als die Hälfte zugelegt. Für 2015 sind die Wachstumsschätzungen daher verhaltener. Um 2 % bis 3 % sollte der US-Fahrzeugmarkt angesichts der guten Beschäftigungssituation und der starken Konjunktur auch 2015 wachsen können. Unterstützt durch die niedrigen Ölpreise verlagert sich die Nachfrage weiterhin zu Geländewagen und Light Trucks.

Die Aussichten für Brasilien - dem wichtigsten Fahrzeugeinzelmarkt in Südamerika - bleiben dagegen unsicher. Nach den starken Einbrüchen 2014 ist für 2015 zumindest mit einer Stabilisierung der PKW-Verkäufe zu rechnen.

Asien bleibt der Wachstumsmotor der globalen Automobilindustrie, allen voran China. Zwar gehen die Prognosen für 2015 von einer leichten Abschwächung der Nachfragedynamik im Reich der Mitte aus, seine Position als führender Einzelmarkt der Welt wird China 2015 aber weiter ausbauen können.

Auch für die ASEAN-Region wird mit weiter steigenden Absatzzahlen gerechnet. Nachdem die Pkw-Verkäufe schon in der zweiten Jahreshälfte 2014 spürbar anzogen, sollte der indische Fahrzeugmarkt 2015 im Wachstumsmodus bleiben. Dem japanischen Fahrzeugmarkt dagegen steht ein Jahr mit rückläufigen Absatzzahlen bevor, nachdem er 2014 aufgrund von steuerbedingten Vorzieheffekten noch mit einem Plus abschließen konnte.

Die Automobilbranche bleibt langfristig eine Wachstumsbranche. Der Anteil der aufstrebenden Schwellenländer an den Neuzulassungen nimmt dabei beständig zu. Während bis zum Jahr 2020 die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei den Pkw-Verkäufen in Asien voraussichtlich bei über 5 % liegen wird, beträgt die Wachstumsrate in Westeuropa nur noch 2 %. In China besitzen bislang nur 73 von Tausend Einwohnern ein eigenes Auto - in Deutschland liegt die Pkw-Dichte bei 610 Fahrzeugen je Tausend Einwohner.

Der ElringKlinger Konzern hat sich frühzeitig auf diese Trends eingestellt und sich weltweit aufgestellt. Vor allem die Präsenz in Asien wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Mittlerweile erzielt die Gruppe - inklusive der Exporte - rund ein Viertel der Erstausrüstungsumsätze in Asien. Mit den in den kommenden Jahren anstehenden Produktneuanläufen soll dieser Anteil weiter steigen (vgl. Abschnitt "Standorte und Märkte").

Lkw-Nachfrage zieht 2015 moderat an, Europa schwenkt auf Erholungskurs

ElringKlinger hat in den letzten Jahren den Umsatzanteil mit Lkw-Komponenten im Segment Erstausrüstung spürbar auf 16,4 % (14,8 %) ausgebaut. Regional lag der Schwerpunkt auf den Märkten Europa und Nordamerika, wobei 2014 asiatische Kunden im Segment mittelschwere und schwere Lkw an Bedeutung gewonnen haben.

Von einem Anstieg der Lkw-Produktionszahlen in den Triade-Märkten wird ElringKlinger unmittelbar profitieren können. Da der Umsatz je Fahrzeug mit Einführung der Euro-VI-Modelle durch zusätzliche Leichtbau-Kunststoffgehäusemodule zumeist höher ausfällt, erwartet ElringKlinger im Geschäft mit Lkw-Komponenten in den kommenden Jahren überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten.

Nach dem schwierigen Jahresverlauf 2014 wird für 2015 mit einer leichten Belebung der Lkw-Nachfrage in Europa gerechnet. Die allmählich einsetzende konjunkturelle Erholung in Westeuropa sollte sich positiv auswirken. Bei den Lkw-Neuzulassungen wird demnach ein moderater Zuwachs um 2 % bis 3 % erwartet. Die Entwicklung der Lkw-Verkäufe in Russland dürfte dagegen auf absehbare Zeit schwer einschätzbar und auch 2015 ein Risikofaktor bleiben.

Die erwartete gute Konjunkturentwicklung und die damit verbundene Nachfrage nach Lkw wird aller Voraussicht nach auch 2015 den wesentlichen Wachstumsimpuls für den nordamerikanischen Lkw-Markt geben. Dieses positive Bild wird durch die weiter gestiegenen Auftragseingänge für schwere Lkw (Class 8) untermauert. Aufgrund der hohen Vorjahresbasis wird für das Gesamtjahr 2015 allerdings nur noch mit einem Anstieg der Auslieferungen schwerer Class-8-Trucks um 3 % gerechnet.

Wesentlich zurückhaltender fällt der Ausblick auf die Entwicklung der Lkw-Nachfrage in Brasilien aus. Aufgrund der anhaltend schwachen Wirtschaftsentwicklung ist nicht auszuschließen, dass die Lkw-Verkäufe dort 2015 nochmals um 5 % bis 10 % zurückgehen könnten.

Ausblick Konzern

Wettbewerbsumfeld bleibt trotz Branchenkonsolidierung anspruchsvoll

Die Anforderungen an die Automobilzulieferunternehmen nehmen weiter zu. Aktuell liegt der Anteil an der Wertschöpfung am Fahrzeug bei über 75 % - mit steigender Tendenz. Zudem erfordert der technologische Umbruch in der Antriebstechnologie zusätzlichen Aufwand für die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte von der Batterietechnik bis hin zur Brennstoffzelle. Die Entwicklungsintensität steigt auch im Zusammenhang mit der Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors weiter an. So werden Downsizing und Leichtbau mit hoher Energie vorangetrieben, um das äußerst anspruchsvolle CO2 -Ziel der Europäischen Union von durchschnittlich 95 g/km bis zum Jahr 2020 erreichen zu können.

In diesem Umfeld sieht sich ElringKlinger von Seiten der Kunden unverändert regelmäßigen Forderungen nach Preisreduzierungen und Produktivitätsverbesserungen gegenüber. Diese müssen durch Effizienzsteigerungen in den Fertigungsprozessen bzw. weitere Automatisierung kompensiert werden, was wiederum auch 2015 entsprechende Rationalisierungsinvestitionen voraussetzt.

Durch weiterhin über dem Branchendurchschnitt liegende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird sich ElringKlinger 2015 und in den kommenden Jahren Alleinstellungsmerkmale bei den Produkten und den Herstellungsprozessen sichern. Für die nächsten Jahre wird unter Berücksichtigung der aktivierten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unverändert mit einer FuE-Quote von rund 5 % vom Umsatz gerechnet.

Plus beim Auftragseingang untermauert Wachstumsziel

Der Konzern geht für 2015 von weiteren organischen Umsatzsteigerungen und Zuwächsen beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern aus.

Diese Zielsetzung wird durch die bisher gebuchten Aufträge untermauert. Zum 31. Dezember 2014 lagen konzernweit Aufträge im Volumen von 688,2 (595,4) Mio. Euro vor. Dies entsprach einem Zuwachs von 15,6 %.

Die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2014 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % auf 1.418,6 (1.284,4) Mio. Euro.

Alleine im vierten Quartal 2014 legte der Auftragseingang auf 377,1 (298,3) Mio. Euro zu und lag damit um 26,4 % über dem Wert des Schlussquartals des Vorjahres.

Konzernweite Kosteneinsparungen

Der ElringKlinger-Konzern wird gezielt in die weitere Automatisierung der Fertigung investieren und die Produktionsprozesse durch neue intelligente Verfahrenstechnik optimieren, um Kosten einzusparen. Ziel ist es, die Effizienz im Jahr 2015 um mindestens 3,0 % zu verbessern. Rund ein Drittel der geplanten Auszahlungen für Investitionen werden auch in den kommenden Jahren in Rationalisierungsmaßnahmen fließen.

Unverändert stellen die Material- und Personalkosten die größten Kostenblöcke dar. Die Preissituation der meisten von ElringKlinger eingekauften Rohstoffe bzw. Vorprodukte dürfte auf Basis der abgeschlossenen Lieferverträge weitgehend stabil bleiben. Bei einigen Rohstoffen wie beispielsweise Aluminium muss dagegen von anziehenden Preisen ausgegangen werden. Sollten die Ölpreise nachhaltig auf den zur Jahreswende 2014 stark ermäßigten Niveaus verharren, könnten die Preise für die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik eingesetzten polyamid-basierten Kunststoffgranulate im Jahresverlauf leicht nachgeben. Dagegen ist nicht auszuschließen, dass Materialpreise, wie zum Beispiel die Legierungszuschläge für Edelstähle, im Jahresverlauf 2015 ansteigen. Bei den von ElringKlinger als Schrott veräußerten Stanzresten wird mit weitgehend konstanten Verkaufspreisen gerechnet.

Die ElringKlinger-Gruppe beschäftigt noch fast die Hälfte der Mitarbeiter im Inland, sodass die Entwicklung der Personalkosten des Konzerns maßgeblich von der Höhe des Tarifabschlusses in der deutschen Metallindustrie abhängt. Dieser wird bei den tariflich Beschäftigten an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns ab 1. Mai 2015 zu einem weiteren Anstieg der Löhne und Gehälter um 3,4 % führen. Kostensteigernd wirken zudem die vereinbarten Einmalzahlungen von 150 Euro je Mitarbeiter für den Zeitraum Januar bis März 2015. Dieser Anstieg bei den Personalkosten muss durch entsprechende Rationalisierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen kompensiert werden.

Aufgrund der für 2015 geplanten Umsatzzuwächse sowie der erstmaligen Konsolidierung von M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) geht der Konzern von einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen aus. Der Aufbau neuer Personalkapazitäten wird überwiegend bei den internationalen Tochtergesellschaften stattfinden. Der Zuwachs bei den Mitarbeitern soll jedoch unterproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse ausfallen.

Die Verwaltungskosten sollen durch die weitere Zentralisierung administrativer Funktionen im Konzern sowie Prozessoptimierungen eingegrenzt werden. Der aufgrund des Unternehmenswachstums zu erwartende Anstieg soll prozentual niedriger ausfallen als der Umsatzanstieg im Konzern.

Weiterer Umsatz- und Ertragsanstieg für 2015 geplant

ElringKlinger geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2015 um rund 2 % anziehen wird. Auf dieser Basis plant der Konzern mit einem erneut deutlich über dem Marktwachstum liegenden organischen Umsatzwachstum von 5 % bis 7 %. Zusätzlich wird die Konsolidierung der erworbenen M&W (zukünftig ElringKlinger Automotive Manufacturing Inc.) im Gesamtjahr rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beisteuern.

Die Vollkonsolidierung von M&W ab Februar 2015 wirkt sich zunächst leicht negativ auf die Konzern-EBIT-Marge aus. Aufgrund der gestiegenen Relevanz von Akquisitionen wird das bereinigte EBIT künftig vor Effekten aus der Kaufpreisallokation angegeben. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokationen wird 2015 zwischen 170 und 180 Mio. Euro erwartet.

Bedingt durch die aktuelle Nachfragesituation und die noch ungenügende Auslastung der Fertigungslinien wird im Bereich E-Mobility für 2015 noch keine grundlegende Verbesserung der Ertragslage erwartet. Angesichts der stark gefallenen Kraftstoffpreise steht die Attraktivität von Plug-in-Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Fahrzeugmodellen mit klassischen Verbrennungsmotoren unter Wettbewerbsdruck. Dies erschwert die Prognose der Kundenabrufe zusätzlich.

Mit Strukturmaßnahmen zur Kostensenkung im Bereich E-Mobility steuert das Unternehmen gegen. Mittelfristig erwartet der ElringKlinger-Konzern, getrieben von den ab 2020 deutlich verschärften CO2 -Grenzwerten, weiterhin eine Zunahme bei den Produktabrufen, die auch dazu beitragen wird, die Ertragssituation im Bereich E-Mobility mittelfristig zu verbessern.

Auch beim Ergebnis vor Ertragsteuern erwartet der Konzern einen weiteren Anstieg. Aufgrund der Einflüsse der Währungskurseffekte unterliegt dieser Wert größeren Schwankungen als das EBIT. Nach derzeitigem Stand geht ElringKlinger davon aus, dass sich, abhängig von der weiteren Entwicklung der Währungskurse, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Ertragsteuern und Kaufpreisallokation prozentual etwas weniger stark erhöhen wird als das EBIT.

Kapitalrentabilität soll steigen

Die Kapitalrentabilität im Konzern - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - soll sich 2015 verbessern. Die langfristigen Vermögenswerte werden wachstumsbedingt und voraussichtlich währungsbedingt weiter wachsen. Dagegen werden sich die geplante Erhöhung des bereinigten Konzern-EBIT sowie die vorgesehenen Verbesserungen beim Working Capital positiv auf die Gesamtkapitalrentabilität auswirken. Insgesamt rechnet der Konzern damit, den ROCE gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2014 leicht zu verbessern.

Weiteres Wachstum auch bei der Muttergesellschaft ElringKlinger AG

Die ElringKlinger AG hat 2014 einen Anteil von 37,4 % (39,1 %) zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen. Dieser Anteil der Muttergesellschaft am Konzernumsatz wird aufgrund des stärkeren Wachstums in den Tochtergesellschaften zurückgehen. Für 2015 wird auf Basis der gegenwärtigen Beauftragung ein Umsatzwachstum von rund 5 % erwartet.

Bei den geplanten Umsätzen kann sich die ElringKlinger AG bereits auf einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Auftragsbestand stützen. Zum 31. Dezember 2014 lag der Auftragsbestand um 9,5 % über dem Vorjahresvergleichswert bei 308,2 (281,4) Mio. Euro. Bei den Auftragseingängen verzeichnete die ElringKlinger AG einen Zuwachs von 5,9 % auf 597,7 (564,4) Mio. Euro.

Der stetig steigende Auftragseingang spiegelt sowohl das strukturelle Wachstum bei vielen der produzierten Produktgruppen wider als auch die Erholung der Pkw-Nachfrage in Westeuropa. Die für 2015 in der ElringKlinger AG geplante Umsatzsteigerung wird daher größtenteils auf das Segment Erstausrüstung entfallen.

Im Vergleich zu den hohen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (inkl. Werkzeuge) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 53,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 sind für 2015 etwas niedrigere Investitionen geplant.

An den Standorten der ElringKlinger AG sollen 2015 insgesamt rund 50,0 (53,5) Mio. Euro investiert werden. Die Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auch auf der Verbesserung der Infrastruktur. Unter anderem sind der Bau eines Lagers, eines neuen Verwaltungsgebäudes und einer Produktionshalle am Standort der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland sowie einer zusätzlichen Logistikhalle und eines neuen Betriebsrestaurants am Standort Dettingen/Erms/Deutschland vorgesehen. Am Standort Gelting/Deutschland wird 2015 ein neues Verwaltungsgebäude errichtet.

Rund 15,0 Mio. Euro an Investitionen sind für neue Maschinen und Montagelinien in den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Zylinderkopfdichtungen sowie Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik vorgesehen. Sie dienen vor allem der Bereitstellung zusätzlicher Fertigungskapazitäten.

Finanziert werden sollen die geplanten Auszahlungen für Investitionen in erster Linie aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowie zum Teil auch über Kreditlinien. Bei Bedarf stehen der ElringKlinger AG zur weiteren Wachstumsfinanzierung noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 61,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Trotz eines steigenden Lohnniveaus geht die ElringKlinger AG beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2015 von einem im Vergleich zum geplanten Umsatzanstieg leicht überproportionalen Wachstum aus. Produktneuanläufe, Effizienzsteigerungen in der Fertigung sowie Skaleneffekte sollen maßgeblich dazu beitragen. Entsprechend wird mit einer Verbesserung der Kapitalrentabilität in der AG gerechnet. Der Return on Capital Employed (ROCE) soll sich 2015 um rund einen Prozentpunkt gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2014 (9,7 %) verbessern.

Ausblick Konzernsegmente: Strukturelles Wachstum und neue Produkte in der Erstausrüstung bleiben die Hauptumsatztreiber

Im Jahr 2014 entfielen 82,2 % der Umsatzerlöse des Konzerns sowie 72,2 % des EBIT auf das Segment Erstausrüstung. Auch 2015 wird der Großteil der geplanten Umsatz- und Ertragssteigerungen der ElringKlinger-Gruppe von der Erstausrüstung beigesteuert werden. Sie wird voraussichtlich das prozentual am stärksten wachsende Segment bleiben.

Da die weltweite Pkw-Produktion 2015 nach ElringKlinger-Schätzung lediglich um 2 % wachsen dürfte, wird das strukturelle Wachstum bei Produktgruppen wie Turboladerdichtungen, Getriebesteuerplatten für Automatikgetriebe, Abschirmteile sowie Leichtbaumodule aus Kunststoff die wichtigste Säule für den geplanten Umsatzzuwachs in der Erstausrüstung bleiben. Zudem wird der Anlauf neuer Produkte, zum Beispiel der neuen Leichtbauträger in Hybrid-Bauweise, wesentlich zum Wachstum des Segments beitragen.

In Summe rechnet ElringKlinger in der Erstausrüstung mit Umsatzzuwächsen in der Größenordnung von 5 % bis 7 %.

Segment Kunststofftechnik

Beim Segment Kunststofftechnik geht ElringKlinger davon aus, einen dem Konzerndurchschnitt vergleichbaren Umsatzzuwachs in der Größenordnung von 5 % bis 7 % erreichen zu können.

Bei Anwendungen im Automotive-Bereich aber auch in der Medizintechnik ist ein weiteres Anziehen der Nachfrage zu beobachten. Neben steigenden Stückzahlen bei Dichtringen und Führungen für Dieseleinspritzsysteme sowie Turboladerdichtungen werden 2015 neu eingeführte Kunststoffeinsätze für Wärmetauscher in Großkraftwerken zum Wachstum beitragen. Auch Produktionshochläufe in China und Indien führen zu zunehmenden Umsätzen. Für die Erschließung des nordamerikanischen Markts sind 2015 allerdings weitere Vorleistungen für Vertrieb und Entwicklung vorgesehen, die sich auf die Ergebnissituation belastend auswirken werden.

In Summe ist daher davon auszugehen, dass sich das EBIT des Segments Kunststofftechnik weitgehend proportional zum Erlösanstieg entwickeln wird.

Internationaler Ausbau des Ersatzteilgeschäfts

Im Segment Ersatzteile wird 2015 nicht nur das Produktprogramm weiter ausgebaut. Nachdem es ElringKlinger gelungen ist, in einigen wichtigen Großhandelskooperationen - zum Beispiel in Frankreich, dem zweitgrößten Ersatzteilmarkt Europas - Fuß zu fassen, werden die Vertriebsaktivitäten in Westeuropa weiter verstärkt. Die Nachfrage in dieser Region dürfte von der wieder anziehenden Konjunktur und der sich langsam verbessernden Beschäftigungssituation profitieren. Die wirtschaftlich schwierige Situation in Europa hatte in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Fahrzeughalter Wartungs- und Reparaturarbeiten am Fahrzeug so weit wie möglich aufgeschoben haben. Dies wirkte sich auch belastend auf die Absatzlage im Segment Ersatzteile aus.

In Deutschland besteht die Chance, dass ElringKlinger mit Hilfe seiner starken Markenpositionierung weitere Marktanteile im Ersatzteilgroßhandel hinzugewinnen kann.

Dagegen wird in Osteuropa nach den wiederholten Rekordumsätzen der letzten Jahre für 2015 mit bestenfalls gleichbleibenden Zuwächsen gerechnet. Aufgrund der politischen Unwägbarkeiten und der signifikanten Abschwächung der lokalen Währungen gegenüber Euro und US-Dollar besteht in den Märkten Russlands und der Ukraine das Risiko von Umsatzrückgängen. Die zunehmende Motorisierung und der wachsende Gebrauchtwagenpark deutscher Fabrikate bieten dagegen weiterhin gute Grundlagen für den Ausbau des Ersatzteilgeschäfts in anderen osteuropäischen Märkten.

Die zahlreichen politischen Krisenherde und der Verfall des Ölpreises stellen auch für die Regionen Naher und Mittlerer Osten sowie Afrika Risikofaktoren dar, so dass aus heutiger Perspektive dort allenfalls mit leichten Zuwächsen gerechnet werden kann.

Auf dem nordamerikanischen sowie dem chinesischen Markt lagen die Umsatzerlöse bisher im jeweils niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Der ElringKlinger-Konzern will auf den beiden größten Pkw-Einzelmärkten der Welt von seiner führenden Stellung im Erstausrüstungsgeschäft profitieren und wird das Nachrüstgeschäft dort konsequent aufbauen. Auf beiden Märkten sieht ElringKlinger mittelfristig ein Umsatzpotenzial im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Alles in allem wird für 2015 im Segment Ersatzteile mit einer Umsatzsteigerung von mindestens 5 % gerechnet. Das EBIT soll prozentual in vergleichbarem Maß steigen.

Langfristig ausgelegtes Wachstumsmodell

Für 2015 und darüber hinaus sieht sich die ElringKlinger-Gruppe mit ihrer Positionierung in strukturell wachsenden Technologienischen, vielen Produktneuanläufen und der starken Aufstellung in den Schwellenländern nachhaltig für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Unter der Annahme, dass die globale Automobilproduktion in den kommenden Jahren moderat weiter wachsen wird, geht ElringKlinger davon aus, den Konzernumsatz jährlich um 5 % bis 7 % steigern zu können. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll sich dabei möglichst überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöhen.

Investitionsquote mittelfristig zwischen 7 % und 9 % geplant

In den letzten Jahren tätigte der ElringKlinger-Konzern überdurchschnittlich hohe Investitionen in den Bau mehrerer neuer Werke vor allem im asiatischen Raum sowie in Großprojekte wie das Logistikzentrum am Standort Dettingen/Erms/Deutschland.

Infolgedessen verzeichnete die Investitionsquote des Konzerns (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als Anteil am Konzernumsatz) Spitzenwerte von über 15 %. 2015 und in den folgenden Jahren sollen die Auszahlungen für Investitionen wieder auf das langfristige Investitionsniveau der Gruppe zurückgeführt werden, das tendenziell in der Größenordnung von 7 % bis 9 % vom Konzernumsatz liegt. Hinzu kommen 2015 einmalig voraussichtlich rund 10 Mio. Euro an Investitionen für Produktionstechnik im Zusammenhang mit der Übernahme der M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA.

Im Inland werden bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 2015 rund 12 Mio. Euro in ein zusätzliches Werk am Standort Bietigheim-Bissingen/Deutschland, investiert. Vor allem neue Projekte im Bereich Automotive und allgemeine Industrie sollen ab 2016 zu einer Wachstumsbeschleunigung im Segment Kunststofftechnik führen.

Weiteres Wachstum in Nordamerika und Asien in Vorbereitung

Die höchsten Zuwachsraten bei den Pkw-Verkäufen weltweit werden in den kommenden Jahren auf den asiatischen Märkten, aber auch im NAFTA-Raum erwartet.

Die ElringKlinger-Gruppe wird demnach einen Großteil des für 2015 vorgesehenen Investitionsbudgets auf Asien und Nordamerika konzentrieren.

Der Schwerpunkt der geplanten Auszahlungen für Investitionen wird auch 2015 auf dem Segment Erstausrüstung liegen. Vor allem in den Geschäftsbereichen Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik und Spezialdichtungen steht 2015 eine große Zahl von Produktneuanläufen an, die entsprechende Anlageninvestitionen erfordern.

Nach dem erfolgreichen Einstieg in den Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten-Leichtbau nimmt ElringKlinger 2015 die Serienproduktion neuer kombinierter Metall-Kunststoff-Strukturbauteile für Frontend und Cockpit auf. Der Großteil der dafür notwendigen Investitionen erfolgte bereits im Geschäftsjahr 2014. Teilbeträge für Anlagen an den Standorten in Suzhou/China sowie Leamington/Kanada kommen allerdings erst 2015 zur Auszahlung.

Das Wachstum der Automobilindustrie wird sich in den kommenden Jahren vor allem in Asien abspielen. Der weitere Ausbau des Asiengeschäfts bleibt daher 2015 der regionale Investitionsschwerpunkt. Der NAFTA-Raum wird sowohl als Markt, als auch als Fertigungsstandort unter dem Blickwinkel niedriger Energiekosten zunehmend interessant. Die ElringKlinger-Gruppe wird demnach einen Großteil der für das Geschäftsjahr 2015 vorgesehenen Investitionen auf diese beiden Regionen konzentrieren. Sie fließen in erster Linie in Erweiterungen der Werksflächen sowie neue Automaten und Fertigungsanlagen für Produktneuanläufe an den asiatischen und nordamerikanischen Standorten des Konzerns.

Das Thema Leichtbau stößt auch in China auf immer mehr Nachfrage bei den Kunden. Entsprechend positiv entwickelt sich die Auftragslage. Vor allem für die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik anlaufenden Produkte und die bereits erwähnten neuen Leichtbauträger wird bei der ElringKlinger China Ltd. in Suzhou/China ein neues Werk gebaut. Dafür sind 2015 rund 15 Mio. Euro budgetiert. Auch bei der chinesischen Tochtergesellschaft Changchun ElringKlinger Ltd. im Norden Chinas, in Changchun, erfolgt zur Vorbereitung der geplanten Umsatzsteigerungen eine Erweiterung auf vorhandenen Grundstücksflächen. 2015 sind hierfür Investitionen im hohen einstelligen Millionenbereich vorgesehen. Desweiteren werden am neuen Standort in Gumi/Südkorea, sowie bei der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan, zusätzliche Produktionsanlagen aufgebaut.

Zu den größeren Investitionsvorhaben zählt der Bau eines Werkes in der Türkei. Die ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. in Bursa wird für rund 6 Mio. Euro ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude errichten, um Neuaufträge für abschirmtechnische Produkte und Spezialdichtungen abwickeln zu können.

Finanzierungsspielraum für organisches Wachstum und Zukäufe vorhanden

Die für das Geschäftsjahr 2015 erwarteten Mittelzuflüsse aus der Innenfinanzierung werden die derzeit geplanten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzanlagen gehaltene Immobilien voraussichtlich übersteigen. Die Finanzierung des weiteren organischen Wachstums des Konzerns ist damit ebenso sichergestellt wie die Entwicklung neuer Technologien.

Zur Zwischenfinanzierung der geplanten Dividendenausschüttung im ersten Halbjahr 2015 sowie zur Finanzierung von Akquisitionen wird auch auf Fremdkapital zurückgegriffen.

ElringKlinger sondiert den Markt laufend nach technologisch ergänzenden Akquisitionsmöglichkeiten. Im Bedarfsfall kann der Konzern auf von mehreren Banken zugesagte Kreditlinien in Höhe von rund 90,0 Mio. Euro zurückgreifen.

Sofern sich aus der laufenden Branchenkonsolidierung günstige Gelegenheiten ergeben, steht damit ein ausreichender Finanzierungsspielraum für Zukäufe in der von ElringKlinger bisher getätigten Größenordnung zur Verfügung.

Verschuldungsniveau weitgehend konstant

Die Finanzierung des Kaufpreises für die im Februar 2015 übernommene US-Gesellschaft M&W und der dort vorgesehenen Investitionen in die Standortzusammenlegung und den Ausbau der Fertigungskapazitäten bedingt 2015 voraussichtlich einen Finanzierungsbedarf von rund 35 Mio. Euro. Zudem kommen Teile der auf den Einstieg in den Leichtbau von Karosserieteilen entfallenden Auszahlungen für Investitionen in Produktionsanlagen und Werkzeuge in Nordamerika und China 2015 zur Auszahlung.

Sofern kein Kapitalbedarf für weitere Zukäufe erforderlich wird, geht der Konzern davon aus, die 2014 auf 417,0 (358,2) Mio. Euro angestiegene Verschuldung (langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) 2015 nicht oder nur moderat auszuweiten.

Dementsprechend sollte die Nettofinanzverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns zum Jahresende 2015 auf einem vergleichbaren Niveau liegen wie zum Jahresende 2014 (348,3 Mio. Euro).

Für die Folgejahre plant der ElringKlinger-Konzern vor Akquisitionen dann mit einer sukzessiven Rückführung der Nettofinanzverschuldung.

Auf der Grundlage der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sieht sich der ElringKlinger-Konzern aussichtsreich dafür aufgestellt, die geplanten Ziele erreichen zu können.

Nachtragsbericht

Nach Ende der Berichtsperiode hat ElringKlinger 100 % der Anteile am US-Automobilzulieferer M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) von der bisherigen Eigentümerfamilie erworben. Der Verkauf an die ElringKlinger AG wurde am 12. Februar 2015 vollzogen. Die Einbeziehung des Unternehmens in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erfolgt rückwirkend zum 1. Februar 2015. Die Gesellschaft wird in ElringKlinger Automotive Manufacturing Inc. umbenannt werden.

Mit dem Zukauf stärkte der ElringKlinger-Geschäftsbereich Spezialdichtungen seine geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktionspräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W wird ElringKlinger führender Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert M&W von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.

Im Gesamtjahr 2015 sollen Umsatzerlöse in Höhe von umgerechnet rund 30 Mio. Euro erwirtschaftet werden bei einer geplanten operativen Marge (bereinigtes EBIT vor Kaufpreisallokation) im oberen einstelligen Bereich.

Darüber hinaus haben sich nach Abschluss der Berichtsperiode keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.

Dettingen/Erms, den 23. März 2015

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf Vorsitzender

Theo Becker

Karl Schmauder

Bilanz zum 31. Dezember 2014 in TEUR

Aktiva

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31.12.2014 31.12.2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 9.077 4.992
2. Geschäfts- oder Firmenwert 671 1.055
3. Geleistete Anzahlungen 45 73
9.793 6.120
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 135.252 125.125
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.546 99.749
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.822 25.299
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.389 10.511
281.009 260.684
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 354.362 335.519
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 51.605 37.786
3. Beteiligungen 8 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 663 660
5. Sonstige Ausleihungen 0 0
406.638 373.973
697.440 640.777
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.354 20.007
2. Unfertige Erzeugnisse 32.665 29.174
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 56.128 61.300
4. Geleistete Anzahlungen 1.583 2.089
114.730 112.570
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 79.816 71.180
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.878 61.769
3. Sonstige Vermögensgegenstände 9.020 25.380
161.714 158.329
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 225 241
276.669 271.140
C. Rechnungsabgrenzungsposten 838 529
974.947 912.446
Passiva
31.12.2014 31.12.2013
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360
II. Kapitalrücklage 120.827 120.827
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 3.013 3.013
2. andere Gewinnrücklagen 290.115 266.084
293.128 269.097
IV. Bilanzgewinn 34.848 31.680
512.163 484.964
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 60.887 58.147
2. Steuerrückstellungen 235 1.467
3. sonstige Rückstellungen 42.529 34.132
103.651 93.746
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 286.831 250.842
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.971 1.326
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.977 20.790
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.483 27.748
5. sonstige Verbindlichkeiten - davon aus Steuern TEUR 1.838 (TEUR 1.698) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 152 (TEUR 179) 21.697 23.123
349.959 323.829
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0 183
E. Passive latente Steuern 9.174 9.724
974.947 912.446

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

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in TEUR 2014 2013
1. Umsatzerlöse 570.907 508.384
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -450 15.071
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 438 626
4. Sonstige betriebliche Erträge 35.134 37.764
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -241.958 -220.014
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -24.806 -24.506
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -134.423 -116.457
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung TEUR -3.702 (TEUR -2.419) -26.336 -22.770
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -28.997 -31.603
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.985 -76.599
9. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 12.360 (TEUR 16.895) 12.360 16.942
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.474 (TEUR 1.683) 1.495 1.716
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 985 (TEUR 644) 1.173 787
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -572 -1.203
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen TEUR -525 (TEUR -423) -8.866 -9.234
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 76.114 78.904
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.858 -18.350
16. Sonstige Steuern -377 -329
17. Jahresüberschuss 58.879 60.225
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -24.031 -28.545
19. Bilanzgewinn 34.848 31.680

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt. Des Weiteren sind einige Vermerke und die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.

Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich bzw. zulässig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis ("ewige Rente") unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.

Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.

In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum von Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2014 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahrens ('Projected-Unit-Credit-Methode') bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,85 % (i. Vj. 3,37 %), eines unveränderten Einkommenstrend von 2,75 % p. a. sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Berechnung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Zugrundelegung eines Rechnungszinses von 4,58 % (i. Vj. 4,89 %) sowie auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Daneben wurden ein Gehaltstrend von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %), ein Karrieretrend von 0,75 % (i. Vj. 0,5 %), eine Inflationsrate in Höhe von 1,5 % (i. Vj. 1,75 %), eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 1,5 % (i. Vj. 1,0 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung von 1,5 % (i. Vj. 1,50 %) berücksichtigt.

In den Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und alle ungewissen Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Latente Steuern

Auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 27,9 % (i. Vj. 27,7 %) angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,9 % (i. Vj. 27,7%) zugrunde (15,8 % (i. Vj. 15,8 %) für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,1 % (i. Vj. 11,9 %) für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 347 % (i. Vj. 340 %).

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.

Unter Finanzanlagen sind - neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.

Die Veränderungen der Anteile an verbundenen Unternehmen sind hauptsächlich durch eine Kapitalerhöhung sowie den Kauf der new enerday GmbH begründet. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei den Wertansätzen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 572 vorgenommen. Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 7.438.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 14.629 (i. Vj. TEUR 18.840) den Finanzverkehr, im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2014 bestanden wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 1.276 (i. Vj. TEUR 1.858) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Im Zusammenhang mit einem Gewährleistungsfall haben sich die ElringKlinger AG und die betroffenen Kunden im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung im Jahr 2011 auf Zahlung eines Betrages in Höhe von insgesamt 24,4 Mio. Euro abschließend verständigt. Der Gewährleistungsfall geht auf zu Beginn des Jahres 2008 gelieferte Dichtungen zurück. Die Schadenssumme wurde zwischenzeitlich vollständig beglichen. Dem standen Forderungen an den Erst- bzw. Excedentenversicherer in gleicher Höhe gegenüber, von denen bereits 10,0 Mio. Euro in 2011 beglichen wurden. Der Ausgleich der Restforderung ist seinerzeit nicht erfolgt. Der Erstversicherer hatte eine über die bereits bezahlten 10,0 Mio. Euro hinausgehende Deckungspflicht abgelehnt. Deshalb hatte die ElringKlinger AG gegen den Erstversicherer Klage auf Zahlung von 14,4 Mio. Euro erhoben. Die Klage wurde in erster Instanz im April 2014 abgewiesen. Zwischenzeitlich wurde der Streitfall beigelegt. Die an dem Vergleich beteiligten Versicherer haben sich zur Zahlung von insgesamt weiteren 8,5 Mio. Euro verpflichtet, sodass aus diesem Fall für ElringKlinger ein Schaden in Höhe von 5,9 Mio. Euro verbleibt, der sich in 2014 ergebnismindernd auswirkt. Die Zahlungen der Versicherer aus dem Vergleich sind bereits in 2014 erfolgt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt:

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TEUR 31.12.2013 Dividende Gewinnrücklagen Jahresüberschuss 31.12.2014
Gezeichnetes Kapital 63.360 0 0 0 63.360
Kapitalrücklagen 120.827 0 0 0 120.827
Gewinnrücklagen 269.097 0 0 24.031 293.128
Bilanzgewinn 31.680 -31.680 0 34.848 34.848
484.964 -31.680 0 58.879 512.163

Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2014 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

um Spitzenbeträge auszugleichen;
wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt;
wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden.

Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.

Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2014 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 290.115 (i. Vj. TEUR 266.084).

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

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TEUR
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2013 31.680
Gewinnausschüttung für 2013 - 31.680
Gewinnvortrag 0
Jahresüberschuss 2014 58.879
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -24.031
Bilanzgewinn am 31. Dezember 2014 34.848

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 60.887 (i. Vj. TEUR 58.147). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 4,58 % (i. Vj. 4,89 %) und unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 2,75 % (i. Vj. 2,75 %), ein Karrieretrend von 0,75 % (i. Vj. 0,50 %), ein Rententrend von 1,50 % (i. Vj. 1,75 %) für Anwartschaften und 1,50 % (i. Vj. 1,75 %) für laufende Renten eine durchschnittliche Fluktuation von 1,50 % (i. Vj. 1,00 %) sowie eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen von 1,0 % (i. Vj. 1,5 %) zugrunde.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 21.800 16.277
Ausstehende Leistungen für Werkzeuge 6.275 5.266
Ausstehende Lieferantenrechnungen 4.406 2.514
Gewährleistungsverpflichtungen 2.745 2.034
Nicht abgerechnete Bonusgutschriften 2.684 2.220
Drohende Verluste aus Kundengeschäften 1.996 2.008
Derivatrisiken 140 220
Prozesskosten 124 104
Übrige Risiken 2.359 3.489
Gesamt 42.529 34.132

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.185 (i. Vj. TEUR 2.962) enthalten. Der Erfüllungsrückstand für die Altersteilzeitverpflichtung in Höhe von TEUR 1.286 (i. Vj. TEUR 1.456) wurde in Höhe von TEUR 1.167 (i. Vj. TEUR 1.099) mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der zweckexklusiv, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 7. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Vermögenstreuhänder e.V. sowie ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V. identifiziert. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 1.170 (i. Vj. TEUR 1.058). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs. Für 2014 ergeben sich keine Erträge aus dem Deckungsvermögen. Der Aufwand aus der Anpassung des Deckungsvermögens an den niedrigeren Zeitwert beträgt TEUR 3 und wurde im Zinsaufwand ausgewiesen. Der im Zinsaufwand ausgewiesene Betrag aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtung beträgt TEUR 59 (i. Vj. TEUR 62).

Verbindlichkeiten

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TEUR Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesamt-Betrag
Zum 31.12.2014

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Zum 31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 286.831 127.087 146.106 13.638 15.613 250.842
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.971 1.971 0 0 0 1.326
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.977 15.977 0 0 0 20.790
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.483 12.101 11.382 0 0 27.748
Sonstige Verbindlichkeiten 21.697 7.140 14.557 0 0 23.123
349.959 164.276 172.045 13.638 15.613 323.829

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TEUR Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Gesamt-Betrag
zum 31.12.2013

TEUR
bis zu einem Jahr

TEUR
von einem bis zu fünf Jahren

TEUR
über fünf Jahre

TEUR
davon besichert

TEUR
Zum 31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.842 78.032 154.357 18.453 16.333 221.041
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.326 1.326 0 0 0 329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.790 20.790 0 0 0 16.203
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.748 18.461 9.287 0 0 11.611
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 0 0 0 0 0 7.009
Sonstige Verbindlichkeiten 23.123 10.848 12.275 29.381
323.829 129.457 175.919 18.453 16.333 285.574

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 15.613 (i. Vj. TEUR 16.333) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke besichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 24.813 (i. Vj. TEUR 27.397) den Finanzverkehr sowie mit Verbindlichkeiten verrechnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.463 (i. Vj. TEUR 32). Verbindlichkeiten aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr bestehen in Höhe von TEUR 1.133 (i. Vj. TEUR 383) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Passive latente Steuern

Aus der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Passivüberhang. Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 9.174 (i. Vj. TEUR 9.724) resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 27,9 % (i. Vj. 27,7 %) zugrunde gelegt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus Sachanlagen und Finanzanlagen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach geographischen Märkten

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TEUR 2014 2013
Deutschland 218.377 198.225
Europa 238.184 211.131
Asien 52.287 43.864
Nafta 45.453 37.128
Rest der Welt 16.606 18.036
Gesamtumsatz 570.907 508.384

Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 450.834 (i. Vj. TEUR 398.282), auf Ersatzteile mit TEUR 119.578 (i. Vj. TEUR 109.585) sowie auf Gewerbeparks mit TEUR 495 (i. Vj. TEUR 517).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschreibungen auf Finanzanlagen enthalten. Diese betreffen in Höhe von TEUR 7.438 (i. Vj. TEUR 8.993) verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.499 (i. Vj. TEUR 2.111). Diese enthalten Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 550 (i. Vj. TEUR 903), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 937 (i. Vj. TEUR 1.208) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen TEUR 12 (i. Vj. TEUR 0).

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Lizenzerlöse in Höhe von TEUR 8.123 (i. Vj. TEUR 8.082), Dienstleistungserlöse in Höhe von TEUR 3.712 (i. Vj. TEUR 3.556), Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 6.749 (i. Vj. TEUR 7.021), Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 1.701 (i. Vj. TEUR 4.496), sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 3.646 (i. Vj. TEUR 1.149) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 6.828 (i. Vj. TEUR 349) enthalten. Davon aus Anlagenabgängen TEUR 187 (i. Vj. TEUR 145) und aus Forderungsausfällen TEUR 6.641 (i. Vj. TEUR 204). Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen belaufen sich auf TEUR 949 (i. Vj. TEUR 2.316).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 382 periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Erträge) enthalten. Im Vorjahr sind periodenfremde Aufwendungen (nach Verrechnung periodenfremder Erträge) in Höhe von TEUR 1.077 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge für latente Steuern in Höhe von TEUR 550 (i. Vj. Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.095) enthalten.

Sonstige Steuern

In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 8 Steuererträge) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestehen wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse, aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von TEUR 53.380 (i. Vj. TEUR 39.252), davon für verbundene Unternehmen TEUR 53.380 (i. Vj. TEUR 39.228). Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung der begünstigten Unternehmen wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

Die ElringKlinger AG hat sich verpflichtet, ein verbundenes Unternehmen finanziell so auszustatten, dass dieses jederzeit zur Erfüllung seiner Lieferverpflichtungen aus einem Werkvertrag in der Lage ist. Auch gegenüber Lieferanten von Tochterunternehmen bestehen Verpflichtungen, für Kaufpreisforderungen der Lieferanten gegenüber den Tochterunternehmen einzustehen, falls die Tochterunternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht innerhalb einer bestimmten Frist nachkommen. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen ist eine Inanspruchnahme derzeit unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2014

TEUR
Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit>5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 12.700 2.828 9.872 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.888 1.211 1.561 116
15.588 4.039 11.433 116

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2013

TEUR
Gesamt Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit>5 Jahre
Strom- und Gaslieferverträge 26.717 8.996 17.721 0
Miet-, Pacht- und Leasingverträge 2.021 1.136 885 0
28.738 10.132 18.606 0

Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 2.997 (i. Vj. TEUR 11.214). Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 19.570 (i. Vj TEUR 15.188).

Ein Mitgesellschafter hat ein Andienungsrecht über sämtliche Restanteile der Joint Venture Gesellschaften.

Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2014 2013
Arbeiter 1.452 1.357
Angestellte 880 792
2.332 2.149
Auszubildende 103 91
2.435 2.240

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100%igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.

Mit nicht in 100%igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2014 folgende Geschäftsvorfälle:

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TEUR 2014 2013
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und sonstige Umsatzerlöse 26.426 17.405
Lizenzerlöse 2.550 2.838
Erbrachte Dienstleistungen 2.324 2.024
Werkzeugverkäufe 1.082 3.463
Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand 17.434 7.065
Zinserträge 68 55
Zinsaufwendungen 507 412
Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag 3.841 3.486
Andere Forderungen am Bilanzstichtag 14.093 12.605
Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag 22.690 26.381
Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag 752 58

Zudem bestehen

Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 34 (i. Vj. TEUR 80). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 10 (i. Vj. TEUR 19).
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 12.000. Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,6 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2015, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 1,52 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2017.

Derivative Finanzinstrumente

Alle Termingeschäfte sind mit inländischen Kreditinstituten, die mindestens mit "A" (nach Standard & Poors-Klassifizierung) bewertet sind, geschlossen.

Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte der Derivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Markt-to-Market-Methode).

Zur Reduzierung des Nickelpreis-Risikos werden Finanzderivate eingesetzt. Zum Abschlussstichtag bestanden vier Nickel-Sicherungskontrakte über insgesamt 480 mt Nickel für den Zeitraum Februar 2014 bis Dezember 2015. Zum Abschlussstichtag ergab sich aus der Bewertung der Kontrakte ein positiver Marktwerte in Höhe von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 87) sowie ein negativer Marktwert in Höhe von TEUR 140 (i. Vj. TEUR 156). In Höhe des negativen Marktwerts wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte mit anerkannten mathematischen Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Markt-to-Market-Methode).

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

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Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: a) n.a. b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien
Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG
Gert Bauer* Reutlingen Erster Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Reutlingen/Tübingen Mandate: a) Hugo Boss AG, Metzingen b) BIKOM GmbH, Reutlingen
Armin Diez* Lenningen Leiter der Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG
Klaus Eberhardt Lindau Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) KSPG AG, Neckarsulm (bis 31.12.2014) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Stuttgart b) n.a.
Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
Dr. Margarete Haase Köln Mitglied des Vorstandes der DEUTZ AG, Köln Mandate: a) Fraport AG, Frankfurt am Main ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen b) DEUTZ (Dalian) Engine Co. Ltd., Dalian/China Deutz Engines (Shandong) Co. Ltd., Changlin/China Deutz Engine (China) Ltd. Co, Linyi/China
Gabriele Sons Ratingen (seit 16. Mai 2014) Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG
Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG
Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden
Manfred Strauß Stuttgart Geschäftsführender Gesellschafter der M&S messebau und service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart
Gerhard Wick* Geislingen a. d. Steige Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Esslingen Mandate: a) Stihl AG, Waiblingen WMF AG, Geislingen an der Steige WRS - Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (seit 01. Juli 2014) b) n.a.

* Vertreter der Arbeitnehmer

a Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG

b Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG

Bezüge des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 608 (i. Vj. TEUR 619). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 2) erstattet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder

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TEUR Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamtbezüge
2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Walter Herwarth Lechler 48 48 57 55 105 103
Markus Siegers 25 25 43 42 68 67
Gert Bauer 18 18 29 28 47 46
Armin Diez 18 18 29 28 47 46
Klaus Eberhardt 22 14 29 17 51 31
Pasquale Formisano 14 14 29 28 43 42
Dr. Margarete Haase 14 14 29 28 43 42
Karl Uwe van Husen 0 9 0 11 0 20
Dr. Thomas Klinger-Lohr 0 22 0 28 0 50
Paula Monteiro-Munz 18 18 29 28 47 46
Prof. Hans-Ulrich Sachs 13 14 29 28 42 42
Gabriele Sons 19 0 11 0 29 0
Manfred Strauß 14 14 29 28 43 42
Gerhard Wick 14 14 29 28 43 42
Gesamtbetrag 237 242 372 377 608 619

Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.

Vorstand

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender verantwortlich für die Konzerngesellschaften, die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, Recht, Personal, IT, Investor Relations und Unternehmenskommunikation sowie die Geschäftsbereiche Ersatzteile und Gewerbeparks
Theo Becker, Metzingen verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft und die Werke der ElringKlinger AG
Karl Schmauder, Hülben verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder

Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien

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Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender Mitglied im Aufsichtsrat der Fielmann AG, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group AG, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen (seit 6. November 2014), Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG, Zürich (bis voraussichtlich 27. März 2015)
Theo Becker, Metzingen Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen (ab 24. November 2014)
Karl Schmauder, Hülben Vorsitzender des Beirats der e-mobil BW GmbH, Stuttgart, und Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 5.892 (i. Vj. TEUR 4.020). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:

Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre.

Den zu erwartenden zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Cox-Ross-Rubinstein-Modells bzw. Black-Scholes-Modell unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden in Abhängigkeit von der Laufzeit Zinssätze zwischen 0,17 % und 0,49 % angesetzt. Die Volatilität der Aktie in Höhe von 29,12 %, die Volatilität des Börsenindex MDAX von 13,48 % sowie die Korrelation von 58,11 % wurden über einen Vierjahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,55 pro Aktie.

Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Trachen bleiben unverändert bestehen.

Für das Geschäftsjahr 2014 ergeben sich die folgenden Angaben:

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Ausgabezeitpunkt der Tranche 2011 2012 2013
Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte
Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR)
Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) 32.501 42.406 90.000
Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) 24,83 19,43 24,54
Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren 0,04 1,04 2,08
Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte
31. Dezember 2014 (TEUR) 0 48 236
31. Dezember 2013 (TEUR) 24 69 129
31. Dezember 2012 (TEUR) 42 44 0
31. Dezember 2011 (TEUR) 21 0 0

Entwicklung Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes

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2014

TEUR
31.12.2013 Zuführung 31.12.2014
Dr. Stefan Wolf 1.739 464 2.203
Theo Becker 1.504 216 1.720
Karl Schmauder 2.121 201 2.322
Gesamt 5.364 881 6.245

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2013

TEUR
31.12.2012 Zuführung 31.12.2013
Dr. Stefan Wolf 1.479 260 1.739
Theo Becker 1.292 212 1.504
Karl Schmauder 1.871 250 2.121
Gesamt 4.642 722 5.364

Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 9.981 (i. Vj. TEUR 10.061) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 826 (i. Vj. TEUR 823).

Auf die Angabe der Honorare der Abschlussprüfer wird verzichtet, da diese Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG

Zum Bilanzstichtag 2014 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:

1. Stimmrechtsmitteilung

Die MIPL Group Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 29.12.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 1909203 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 1909203 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

2. Stimmrechtsmitteilung

Die Atlantic Value General Partner Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 29.12.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 1909203 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 1909203 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Stimmrechtsmitteilung

Die Atlantic Value Investment Partnership LP, Wilmington, Delaware , Vereinigte Staaten von Amerika hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 29.12.2014 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01% (das entspricht 1909203 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 1909203 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

4. Stimmrechtsmitteilung

Die Mondrian Investment Partners Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 29.12.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 1909203 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 1909203 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

5. Stimmrechtsmitteilung

Die MIPL Holdings Limited, London, Großbritannien hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.12.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 29.12.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 % (das entspricht 1909203 Stimmrechten) betragen hat. 3,01 % der Stimmrechte (das entspricht 1909203 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.

6. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

2. Lechler Stiftung mit Sitz in Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH und der Lechler Stiftung Folgendes mit:

1. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

2. Lechler Stiftung

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Stiftung an der ElringKlinger AG hat am 10. Dezember 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,981 % (18.996.168 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Stiftung 28,99 % (18.368.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,21 % (5.835.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der Lechler Stiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Lechler Stiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

7. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Ingeborg Guggolz, Deutschland

2. Klaus Lothar Lechler, Deutschland

3. Volker Lechler, Deutschland

4. Marianne Lechler-Strauß, Deutschland

5. Klaus Lechler Familienstiftung, Deutschland

Hiermit teilen wir, die INLOVO GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Ingeborg Guggolz, Herrn Klaus Lothar Lechler, Herrn Volker Lechler, Frau Marianne Lechler-Strauß und der Klaus Lechler Familienstiftung Folgendes mit:

1. Ingeborg Guggolz

Der Stimmrechtsanteil von Frau Ingeborg Guggolz an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

2. Klaus Lothar Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lothar Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

3. Volker Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Volker Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte).

4. Marianne Lechler-Strauß

Der Stimmrechtsanteil von Frau Marianne Strauß-Lechler an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0,04 % (23.800 Stimmrechte).

5. Klaus Lechler Familienstiftung

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Familienstiftung an der ElringKlinger AG hat am 9. September 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Familienstiftung 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Familienstiftung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Familienstiftung Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

8. Stimmrechtsmitteilung

Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11.08.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland, am 22.12.2006 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,9998958 % (das entspricht 959980 Stimmrechten) betragen hat.

9. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Ingeborg Guggolz, Deutschland

2. Klaus Lothar Lechler, Deutschland

3. Volker Lechler, Deutschland

4. Marianne Lechler-Strauß, Deutschland

Hiermit teilen wir, die INLOVO GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Ingeborg Guggolz, Herrn Klaus-Lothar Lechler, Herrn Volker Lechler und Frau Marianne Lechler-Strauß Folgendes mit:

1. Ingeborg Guggolz

Der Stimmrechtsanteil von Frau Ingeborg Guggolz an der ElringKlinger AG hat am 4. August 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind Frau Ingeborg Guggolz 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Frau Ingeborg Guggolz nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei Frau Ingeborg Guggolz Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

2. Klaus Lothar Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lothar Lechler an der ElringKlinger AG hat am 4. August 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind Herrn Klaus Lothar Lechler 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Herrn Klaus Lothar Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihm kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei Herrn Klaus Lothar Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

3. Volker Lechler

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Volker Lechler an der ElringKlinger AG hat am 4. August 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind Herrn Volker Lechler 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Herrn Volker Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihm kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei Herrn Volker Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

4. Marianne Lechler-Strauß

Der Stimmrechtsanteil von Frau Marianne Strauß-Lechler an der ElringKlinger AG hat am 4. August 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,04 % (18.402.588 Stimmrechte).

Davon sind Frau Marianne Strauß-Lechler 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die Frau Marianne Strauß-Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

INLOVO GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei Frau Marianne Strauß-Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

10. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Eroca AG, Basel, Schweiz

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die KWL Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Eroca AG, der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH und der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Folgendes mit:

1. Eroca AG

Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Eroca AG 19,80 % (12.546.652 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Eroca AG Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
LechIer Beteiligungs-GmbH

2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,23 % (12.181.215 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

3. KWL Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,78 % (6.197.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und 28,43 % (18.010.351 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Dabei werden von den 28,43 %, die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet werden, 9,20 % (5.832.136 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Die der KWL Beteiligungs-GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH

Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwelle von 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,997 % (19.006.168 Stimmrechte).

Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen, wobei 9,79 % (6.200.573 Stimmrechte) zugleich auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden.

Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die folgenden von ihr kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Eroca AG
Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
KWL Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH
Lechler Beteiligungs-GmbH

11. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland

2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland

Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH Folgendes mit:

1. Lechler Beteiligungs-GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Lechler Beteiligungs-GmbH 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, wurden dabei der Lechler Beteiligungs-GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

2. INLOVO GmbH

Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der INLOVO GmbH 9,45 % (5.990.178 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,55 % (12.388.610 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.

Die der INLOVO GmbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Lechler Beteiligungs-GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der INLOVO GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Elrena GmbH

12. Stimmrechtsmitteilung

Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Mitteilungspflichtige:

1. Elrena GmbH, Basel, Schweiz

2. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz

Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der Stiftung Klaus Lechler Folgendes mit:

1. Elrena GmbH

Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Elrena GmbH 0,02 % (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

2. Stiftung Klaus Lechler

Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 13. Juni 2014 die Schwellen von 20 % und 25 % überschritten und beträgt zu diesem Tag 29,01 % (18.378.788 Stimmrechte).

Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,76 % (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 19,24 % (12.190.751 Stimmrechte) nach § 22 Abs., 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen. Die der Stiftung Klaus Lechler nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3 % oder mehr beträgt, gehalten:

Elrena GmbH

Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden dabei der Stiftung Klaus Lechler Stimmrechte nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zugerechnet:

Eroca AG
Lechler Beteiligungs-GmbH

13. Stimmrechtsmitteilung

Die Betal Netherland Holding B.V., Rotterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 23.01.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,56% (das entspricht 1621940 Stimmrechten) betragen hat.

14. Stimmrechtsmitteilung

Die Alken Luxembourg S.A., Luxembourg, Luxembourg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 28.03.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 1876211 Stimmrechten) betragen hat. 2,96 % der Stimmrechte (das entspricht 1876211 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

15. Stimmrechtsmitteilung

Die Alken Fund SICAV, Luxembourg, Luxembourg hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 02.04.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 28.03.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (das entspricht 1876211 Stimmrechten) betragen hat.

16. Stimmrechtsmitteilung

Die Klinger B.V., Rotterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.03.2014 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, Deutschland am 23.01.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,56 % (das entspricht 1621940 Stimmrechten) betragen hat.

17. Stimmrechtsmitteilung

Lechler GmbH, Metzingen, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unsere Gesellschaft am 28.12.2012 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,0127 % (6.344.046 Stimmrechte) beträgt.

18. Stimmrechtsmitteilung

ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:

"Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25 % unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697 % (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.

Davon sind mir 10,394 % (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3 % und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.

Konsolidierungskreis

Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen für den größten und kleinsten Kreis von einzubeziehenden Unternehmen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 24. Juni 2014 abgegeben und am 4. Dezember 2014 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Vorschlag für die Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 34.848 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,55 je Aktie zu verwenden.

Dettingen/Erms, 23. März 2015

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf Vorsitzender

Theo Becker

Karl Schmauder

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2014

TEUR
Zugänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 26.214 5.465 57 306 31.430
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.798 0 0 0 1.798
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 73 29 -57 0 45
28.085 5.494 0 306 33.273
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 178.888 13.348 1.170 1.451 191.955
2. Technische Anlagen und Maschinen 375.455 19.963 7.367 5.550 397.235
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.095 5.406 824 2.587 108.738
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.511 9.239 -9.361 0 10.389
669.949 47.956 0 9.588 708.317
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 348.460 11.977 0 0 360.437
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 37.786 15.609 0 1.790 51.605
3. Beteiligungen 8 0 0 0 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 663 0 0 0 663
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
386.917 27.586 0 1.790 412.713
1.084.951 81.036 0 11.684 1.154.303

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2014

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 21.222 1.437 0 0 306 22.353
2. Geschäfts- oder Firmenwert 743 384 0 0 0 1.127
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 0 0
21.965 1.821 0 0 306 23.480
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 53.763 4.287 0 0 1.347 56.703
2. Technische Anlagen und Maschinen 275.706 18.322 0 -83 5.256 288.689
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.796 4.567 0 83 2.530 81.916
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
409.265 27.176 0 0 9.133 427.308
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.941 572 7.438 0 0 6.075
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 3 0 3 0 0 0
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
12.944 572 7.441 0 0 6.075
444.174 29.569 7.441 0 9.439 456.863

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Buchwerte
31.12.2014

TEUR
31.12.2013

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltliche erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 9.077 4.992
2. Geschäfts- oder Firmenwert 671 1.055
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 45 73
9.793 6.120
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 135.252 125.125
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.546 99.749
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.822 25.299
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.389 10.511
281.009 260.684
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 354.362 335.519
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 51.605 37.786
3. Beteiligungen 8 8
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 663 660
5. Sonstige Ausleihungen 0 0
406.638 373.973
697.440 640.777

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014 und Konsolidierungskreis

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
HB I Eigenkapital in TLW HB I Ergebnis in TLW Landeswährung Stichtagskurs1)
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG Dettingen/Erms
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH Dettingen/Erms 100,00 27 -5 EUR 1,0000
Elring Klinger Motortechnik GmbH Idstein 92,86 5.003 701 EUR 1,0000
ElringKlinger Logistic Service GmbH Rottenburg /Neckar 96,00 2.828 667 EUR 1,0000
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH Bietigheim-Bissingen 74,50 64.309 10.671 EUR 1,0000
Polytetra GmbH /DE3) Mönchengladbach 74,50 1.442 558 EUR 1,0000
Hug Engineering GmbH2) Magdeburg 93,67 1.307 209 EUR 1,0000
new enerday GmbH /DE Neubrandenburg 75,00 276 -457 EUR 1,0000
KOCHWERK Catering GmbH Dettingen/Erms 100,00 43 12 EUR 1,0000
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG Sevelen (Schweiz) 100,00 57.098 14.222 CHF 83,1670
Hug Engineering AG Elsau (Schweiz) 93,67 47.951 14.828 CHF 83,1670
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. Redcar (Großbritannien) 100,00 10.146 1.390 GBP 128,3862
ElringKlinger Italia Srl Settimo Torinese (Italien) 100,00 8.919 1.389 EUR 1,0000
Hug Engineering S.p.A.2) Mailand (Italien) 93,67 322 154 EUR 1,0000
Technik-Park Heliport Kft. Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) 100,00 2.399.039 179.802 HUF 0,3169
Elring Parts Ltd. Gateshead (Großbritannien) 100,00 3.621 976 GBP 128,3862
Elring Klinger, S.A.U. Reus (Spanien) 100,00 15.024 3.741 EUR 1,0000
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. Bursa (Türkei) 100,00 17.825 7.133 TRY 35,3107
ElringKlinger Meillor SAS Nantiat (Frankreich) 100,00 4.805 900 EUR 1,0000
Codinox Beheer B.V.5) Enschede (Niederlande) 9,37 1.647 542 EUR 1,0000
HURO Supermold S.R.L. Timisoara (Rumänien) 100,00 2.445 1.176 RON 22,3075
ElringKlinger Canada, Inc. Leamington (Kanada) 100,00 30.127 304 CAD 71,1086
ElringKlinger North America, Inc. Plymouth/Michigan (USA) 100,00 2.524 443 USD 82,3655
ElringKlinger USA, Inc. Buford (USA) 100,00 2.641 359 USD 82,3655
Hug Engineering lnc.2) Austin (USA) 93,67 3.325 1.028 USD 82,3655
Eiring Klinger México, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 459.569 61.291 MXN 5,5966
EKASER, S.A. de C.V. Toluca (Mexiko) 100,00 50.715 3.958 MXN 5,5966
Eiring Klinger do Brasil Ltda. Piracicaba (Brasilien) 100,00 99.926 3.541 BRL 31,0492
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. Johannesburg (Südafrika) 100,00 2.919 653 ZAR 7,1249
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. Ranjangaon (Indien) 100,00 750.000 -217.619 INR 1,3035
Changchun ElringKlinger Ltd. Changchun (China) 88,00 549.469 76.541 CNY 13,2700
ElringKlinger Korea Co., Ltd. Changwon (Südkorea) 100,00 14.813.613 -2.700.000 KRW 0,0755
ElringKlinger China, Ltd. Suzhou (China) 100,00 326.605 36.984 CNY 13,2700
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.3) Buford (USA) 74,50 -119 20 USD 82,3655
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) Qingdao (China) 74,50 17.444 4.923 CNY 13,2700
ElringKlinger Marusan Corporation Tokio (Japan) 50,00 5.300.538 186.921 JPY 0,6886
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.4) Tokio (Japan) 50,00 374.820 2.504 JPY 0,6886
Marusan Kogyo Co., Ltd.6) Tokio (Japan) 23,45 680.609 6.161 JPY 0,6886
PT. ElringKlinger Indonesia4) Karawang (Indonesien) 50,00 -2.841.924 -1.389.323 IDR 0,0066
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd4) Bangkok (Thailand) 50,00 1.888 3.801 THB 2,5056

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Name der Gesellschaft HB I Eigenkapital

in TEUR
HB I Ergebnis

in TEUR
letzter Abschluss
Mutterunternehmen
ElringKlinger AG
Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert)
Inland
Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH 27 -5 31.12.2014
Elring Klinger Motortechnik GmbH 5.003 701 31.12.2014
ElringKlinger Logistic Service GmbH 2.828 667 31.12.2014
ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 64.309 10.671 31.12.2014
Polytetra GmbH /DE3) 1.442 558 31.12.2014
Hug Engineering GmbH2) 1.307 209 31.12.2014
new enerday GmbH /DE 276 -457 31.12.2014
KOCHWERK Catering GmbH 43 12 31.12.2014
Ausland
ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG 47.487 11.828 31.12.2014
Hug Engineering AG 39.879 12.332 31.12.2014
Elring Klinger (Great Britain) Ltd. 13.026 1.785 31.12.2014
ElringKlinger Italia Srl 8.919 1.389 31.12.2014
Hug Engineering S.p.A.2) 322 154 31.12.2014
Technik-Park Heliport Kft. 7.603 570 31.12.2014
Elring Parts Ltd. 4.649 1.253 31.12.2014
Elring Klinger, S.A.U. 15.024 3.741 31.12.2014
ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. 6.294 2.519 31.12.2014
ElringKlinger Meillor SAS 4.805 900 31.12.2014
Codinox Beheer B.V.5) 1.647 542 30.06.2014
HURO Supermold S.R.L. 545 262 31.12.2014
ElringKlinger Canada, Inc. 21.423 216 31.12.2014
ElringKlinger North America, Inc. 2.079 365 31.12.2014
ElringKlinger USA, Inc. 2.175 296 31.12.2014
Hug Engineering lnc.2) 2.739 846 31.12.2014
Eiring Klinger México, S.A. de C.V. 25.720 3.430 31.12.2014
EKASER, S.A. de C.V. 2.838 222 31.12.2014
Eiring Klinger do Brasil Ltda. 31.026 1.100 31.12.2014
ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. 208 47 31.12.2014
ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. 9.776 -2.837 31.03.2014
Changchun ElringKlinger Ltd. 72.915 10.157 31.12.2014
ElringKlinger Korea Co., Ltd. 11.182 -2.038 31.12.2014
ElringKlinger China, Ltd. 43.340 4.908 31.12.2014
ElringKlinger Engineered Plastics North America, lnc.3) -98 16 31.12.2014
ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) 2.315 653 31.12.2014
ElringKlinger Marusan Corporation 36.500 1.287 31.12.2014
Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.4) 2.581 17 31.12.2014
Marusan Kogyo Co., Ltd.6) 4.687 42 31.12.2014
PT. ElringKlinger Indonesia4) -188 -92 31.12.2014
ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd4) 47 95 31.12.2014

1) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag

2) 100% -ige Tochtergesellschaft der HUG Engineering AG

3) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH

4) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

5) 10% -ige Tochtergesellschaft der HUG Engineering AG

6) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 23. März 2015

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Marbler, Wirtschaftsprüfer

Göhner, Wirtschaftsprüfer

Bilanzeid

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."

Dettingen/Erms, 23. März 2015

Der Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.

Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.

Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.

Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbstbehalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.

Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.

Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. Aus Sicht der Gesellschaft wäre eine solche Festlegung insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Anzahl der zu besetzenden Führungsfunktionen kontraproduktiv.

Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.

Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken.

Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.

Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.

Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.

Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte.

Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.

Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.

Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.

Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.

Ziffer 6.3: Angaben nach Ziffer 6.3 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.

Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.

Dettingen/Erms, den 4. Dezember 2014

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler

Vorstand

Dr. Stefan Wolf

Theo Becker

Karl Schmauder

Bericht des Aufsichtsrats 2014

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Konzerns beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über den Konjunkturverlauf, die Geschäftsentwicklung, den Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz und Ertrag (jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan), über bedeutsame Neuaufträge, die Beschäftigungslage im Konzern, bei der ElringKlinger AG, bei deren Geschäftsbereichen und bei den Tochtergesellschaften sowie über die Liquidität unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden.

Der Aufsichtsrat trat 2014 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG, deren Geschäftsbereiche und die Tochtergesellschaften, über die aktuelle Vorschau der Gesamtjahreswerte und eine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte er fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, über den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und, soweit geboten, eingehend diskutiert.

Über die genannten, wiederkehrenden Berichterstattungen und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren Themen:

Gegenstand der Sitzung am 24. März 2014 waren die Erläuterung der Jahresabschlüsse 2013 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Genehmigung bzw. Billigung des Abschlusses der ElringKlinger AG und des Konzernabschlusses sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat über mögliche Akquisitionen und die Vorbereitungen der Hauptversammlung berichten und beschloss die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Schließlich diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat die Anpassung bzw. Neugestaltung der Vorstandsvergütung auf Grundlage der entsprechenden Vorbereitungen des Personalausschusses. Die Mitglieder des Vorstands waren bei diesem Tagesordnungspunkt nicht anwesend.
In der Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die Hauptversammlung am 16. Mai 2014 wurden Herr Walter H. Lechler zum Vorsitzenden und Herr Markus Siegers zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Frau Gabriele Sons wurde als Mitglied in den Personalausschuss und den Vermittlungsausschuss gewählt. Weitere Tagesordnungspunkte waren die unmittelbar zuvor durchgeführte Hauptversammlung und wiederholt mögliche Akquisitionen.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 26. September 2014 waren strategische Projekte. In diesem Zusammenhang wurden wiederum Akquisitionen diskutiert, die für ElringKlinger von Interesse sein könnten. Darüber hinaus setzte sich der Aufsichtsrat mit der Ausgliederung von Pensionsverbindlichkeiten auseinander. Ein Beschluss wurde hierzu nicht gefasst.
Auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr am 4. Dezember 2014 standen das Budget 2015 und die Mittelfristplanung für den Zeitraum 2015 bis 2019. Weitere wichtige Themen waren wie üblich der Bericht über die Ergebnisse der 2014 durchgeführten internen Revisionen, die Planung der für 2015 vorgesehenen internen Revisionen, die aktuelle Risikoeinschätzung, die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand und schließlich die Anpassung des Risikomanagementsystems der ElringKlinger AG an die gestiegenen Anforderungen aufgrund des Wachstums der ElringKlinger-Gruppe. Bestandteil der Risikoberichterstattung war zudem die Compliance bzw. die Umsetzung des Compliance-Systems im Unternehmen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Klaus Eberhardt, nahm ebenfalls zu den vorgenannten Themen Stellung und berichtete über die Beratungen im Prüfungsausschuss.

An den ordentlichen Sitzungen haben bis auf die Sitzung im Dezember alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Getrennte Sitzungen der Arbeitnehmervertreter und Anteilseignervertreter zur Vorbereitung der ordentlichen Sitzungen fanden auch 2014 nicht statt. Solche Sitzungen wurden nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen und vorab zur Verfügung gestellten Informationen als nicht erforderlich angesehen. Außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats haben nicht stattgefunden. Dazu bestand kein Anlass.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt. Gegenstand der März-Sitzung war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse mit ausführlicher Diskussion. In der September-Sitzung wurden die Ergebnisse des ersten Halbjahres und die Neugestaltung des Risikomanagementsystems diskutiert. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses der Dezember-Sitzung standen die Prüfung der Jahresabschlüsse 2014, insbesondere die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte zusammen mit dem Abschlussprüfer, der Stand der Einführung des neuen Risikomanagementsystems sowie die Darstellung des aktuellen Compliance-Systems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen unterrichtet. Der Personalausschuss tagte einmal im März 2014. Gegenstand war die Vorbereitung eines Vorschlags an das Aufsichtsratsplenum zur Neugestaltung der Vorstandsvergütung. Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.

Interessenskonflikte zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2014 nicht ergeben.

Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 4. Dezember 2014 einstimmig beschlossen und noch am gleichen Tag auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend in kurzen zeitlichen Abständen persönlichen, telefonischen und E-Mail-Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.

Der Vorstand schaltete den Aufsichtsrat bei zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfällen rechtzeitig mit gut begründeten Unterlagen ein und erhielt in jedem Fall die Zustimmung des Aufsichtsrats.

In der Hauptversammlung am 16. Mai 2014 wurde Frau Gabriele Sons für die Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt, nachdem Frau Sons aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Stuttgart vom 12. März 2014 antragsgemäß bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden war. Die gerichtliche Bestellung bzw. die Zuwahl waren erforderlich, weil Herr Thomas Dr. Klinger-Lohr sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2013 aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Herr Dr. Klinger-Lohr war insgesamt 14 Jahre Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG. Sein großer Verdienst ist es, den Zusammenschluss der Elring GmbH mit Teilen der Klinger-Gruppe mit ermöglicht und damit den Grundstein für den Erfolg der ElringKlinger AG gelegt zu haben. Nicht allein dafür sind wir Herrn Dr. Klinger-Lohr zu großem Dank verpflichtet.

Ende des Jahres 2014 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex erneut die Effektivität seiner Arbeit, u.a. die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Das Ergebnis der Befragung bzw. vorgeschlagene Optimierungsmöglichkeiten sollen in der kommenden Aufsichtsratstätigkeit berücksichtigt werden.

Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2014. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. März 2015 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für die geleistete erfolgreiche Arbeit.

Dettingen/Erms, den 25. März 2015

Für den Aufsichtsrat

Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Aufsichtsrats