AI assistant
ElringKlinger AG — Annual Report 2014
May 28, 2015
138_rns_2015-05-28_d1aadeda-993c-4c7c-a9ba-6c85b0d97291.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

ElringKlinger AG
Dettingen an der Erms
Konzernabschluss zum 31.12.2014
Zusammengefasster Lagebericht
der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms und des ElringKlinger-Konzerns
ElringKlinger im Überblick - Tätigkeitsbereiche und Organisation
Profil
Der ElringKlinger-Konzern ist ein weltweit aufgestellter Automobilzulieferer mit einer rund 135-jährigen Firmengeschichte. Rund 90 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet das Unternehmen mit der Fahrzeugindustrie und im freien Ersatzteilgeschäft. Als unabhängiger Entwicklungspartner und Erstausrüster entwickelt und produziert ElringKlinger Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule, thermische und akustische Abschirmteile für Motor, Getriebe und Abgasstrang, Getriebesteuerplatten, komplette Abgasreinigungssysteme sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellensysteme. Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ergänzt das Portfolio um Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE auch für Branchen außerhalb der Automobilindustrie. Der freie Ersatzteilmarkt wird vor allem mit metallischen Flachdichtungen und kompletten Dichtungssätzen beliefert.
Zum Kundenkreis der ElringKlinger-Gruppe zählen nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit und zahlreiche Automobilzulieferer, insbesondere aus den Bereichen Turbolader, Abgastechnologie sowie Getriebebau. Mit technologisch anspruchsvollen Komponenten, vor allem aus den Geschäftsfeldern Abgasreinigung und Brennstoffzelle, erschließt sich ElringKlinger weitere zukunftsträchtige Absatzgebiete wie beispielsweise die Schifffahrtindustrie oder ein breites Feld von Anwendungen in der Energieversorgung.
Für den ElringKlinger-Konzern arbeiteten zum 31. Dezember 2014 weltweit rund 7.300 Menschen an 44 Standorten (vgl. "Mitarbeiter").
Geschäftsmodell, Kernkompetenzen und Marktposition
Das Produktportfolio von ElringKlinger ist konsequent auf die Kernthemen der Automobilindustrie ausgerichtet: Nahezu das gesamte Produktspektrum konzentriert sich auf die Bereiche Kraftstoffverbrauchsreduzierung, Emissionsverringerung sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger ist einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der technologisch anspruchsvolle Komponenten für alle Antriebsarten liefert - egal, ob für den traditionellen Verbrennungsmotor oder den elektrischen Antrieb.
Die Kernkompetenzen der ElringKlinger-Gruppe liegen in der Kombination von hoch präziser Metallverarbeitung (Stanz-, Präge- und Umformprozesse) mit Beschichtungstechnologie und Kunststofftechnik. Wichtiges Know-how stellt dabei die Werkzeugtechnologie sowohl für die Metallverarbeitung als auch für komplexe Kunststoffspritzgießverfahren dar. ElringKlinger konstruiert und fertigt fast alle für die Produktion benötigten Werkzeuge selbst. Darüber hinaus verfügt ElringKlinger aufgrund seiner langjährigen spezifischen Erfahrung über ganz entscheidende technologische Wettbewerbsvorteile durch Materialkompetenz und Produktions-Know-how. Vor diesem Hintergrund bestehen für neue Wettbewerber sehr hohe Eintrittshürden.
ElringKlinger verbindet Technologieführerschaft mit der Kostenführerschaft in der Fertigung. Ziel ist es, die Fahrzeug- und Motorenhersteller im Seriengeschäft mit großen Stückzahlen bei gleichbleibend hoher Qualität just-in-time zu beliefern. Im Ersatzteilgeschäft ist oftmals eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden zu gewährleisten. Dies erfordert eine entsprechende Vorratshaltung und Logistikkette.
Generell strebt ElringKlinger bei all seinen Aktivitäten eine Marktposition unter den drei größten Anbietern im jeweiligen Segment an. Bei Zylinderkopfdichtungen ist ElringKlinger Weltmarktführer. In den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule zählt der Konzern ebenfalls zu den jeweils drei international führenden Anbietern.
Um diese Wettbewerbsposition zu sichern, investiert ElringKlinger im Branchenvergleich überdurchschnittlich stark in Forschung und Entwicklung (vgl. "Forschung und Entwicklung"). Im Unternehmen ist eine ausgeprägte Innovationskultur vorhanden, neue Ideen werden systematisch gefördert und unterstützt. Das zukunftsweisende Portfolio umfasst sowohl neue Anwendungen für bestehende Technologien als auch völlig neu entwickelte Produkte. ElringKlinger entwickelt dabei gezielt Produkte für technologisch anspruchsvolle Nischenmärkte, wie zum Beispiel den Turboladerbereich, Hochleistungsautomatikgetriebe oder das Thermomanagement.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Die Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten hängt einerseits von der Entwicklung der internationalen Fahrzeugmärkte bzw. der weltweiten Fahrzeugproduktion ab. Diese ist erfahrungsgemäß eng an die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und die Beschäftigungssituation in den jeweiligen Absatzmärkten gekoppelt. Aufgrund der weltweit breit aufgestellten Kundenbasis ist für ElringKlinger die Abhängigkeit von einzelnen Märkten vergleichsweise gering. Temporäre Einbrüche der Nachfrage in einzelnen Regionen können in der Regel durch die bessere Entwicklung anderer Absatzmärkte zumindest teilweise kompensiert werden.
Auf der anderen Seite profitiert ElringKlinger bei einem Großteil der Geschäftsbereiche - vor allem bei Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodulen und der Abschirmtechnik - von strukturellem Wachstum. Das Unternehmen kann eine immer größere Anzahl von Teilen pro Fahrzeug anbieten und dadurch auch in einem stagnierenden Marktumfeld wachsen. Ein zunehmender Anteil der Entwicklungsprojekte ist zudem auf neue, zukunftsträchtige Absatzgebiete außerhalb der Automobilindustrie ausgerichtet. Beispielgebend hierfür stehen Entwicklungen in der Abgasreinigungstechnologie für die Schiffs-, Baumaschinen- oder Kraftwerksindustrie oder unterschiedlichste Industriefelder im Bereich der Brennstoffzellentechnologie.
Da 60,0 % bzw. 23,4 % der Umsatzkosten auf die Material- und Personalkosten entfallen, besteht kostenseitig ein hoher Einfluss durch die Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte und der Löhne und Gehälter.
Als rechtliche Einflussfaktoren sind vor allem umweltrechtliche Regularien zur Emissionsreduzierung zu nennen. Weltweit treten - ergänzend zu den strengen Grenzwerten für den CO2 -Ausstoß - immer anspruchsvollere Normen zur Reduzierung von Schadstoffen wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide oder Rußpartikel in Kraft. Stellvertretend dafür stehen die seit 2014 geltenden Euro-6-Normen für Pkw bzw. Euro-VI-Vorschriften für Lkw oder die Schifffahrtvorschriften der IMO (International Maritime Organisation). Da sich ElringKlinger mit seinem Produktportfolio strategisch auf diese Entwicklungen ausrichtet, profitiert das Unternehmen grundsätzlich von der Emissionsgesetzgebung.
Konzernstruktur und -organisation
Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG mit Hauptsitz in Dettingen/Erms/Deutschland, übernimmt innerhalb des Konzerns alle konzernübergreifenden Managementaufgaben sowie zentrale Funktionen wie zum Beispiel Einkauf, IT, Kommunikation, Recht und Personalwesen. Zum 31. Dezember 2014 umfasste die ElringKlinger-Gruppe neben dem Mutterunternehmen 38 vollkonsolidierte Tochterunternehmen sowie eine Beteiligung (Codinox Beheer B.V., Enschede/Niederlande). Die ElringKlinger AG hält überwiegend 100 % an ihren Tochtergesellschaften (vgl. Anteilsbesitzliste).
Die ElringKlinger AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 361242 eingetragen. Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Deutschland. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Sie ist auf der Internetseite www.elringklinger.de zugänglich.
Standorte und Märkte
ElringKlinger ist global aktiv und war zum Ende des Jahres 2014 mit 44 Standorten in 21 Ländern vertreten. Dazu zählen 31 Fertigungsstätten, neun Vertriebsbüros sowie eine Gesellschaft, die ausschließlich im Ersatzeilvertrieb tätig ist. Die übrigen Standorte gehören zu den Segmenten Dienstleistungen und Gewerbeparks.
In der folgenden Tabelle sind alle operativen Konzerngesellschaften mit ihren jeweiligen Standorten weltweit aufgeführt. Die zehn größten Werke - gemessen am Umsatz - sind hervorgehoben.
ElringKlinger-Standorte weltweit
scroll
| Gesellschaft | Standort | |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| ElringKlinger AG | Dettingen/Erms | Produktion |
| Geretsried-Gelting | Produktion | |
| Langenzenn | Produktion | |
| Lenningen | Produktion | |
| Runkel | Produktion | |
| Thale | Produktion | |
| Idstein | Dienstleistungen/Gewerbepark | |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | Produktion |
| Heidenheim | Produktion | |
| Polytetra GmbH | Mönchengladbach | Produktion |
| Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | Dienstleistungen/Gewerbepark |
| Bietigheim-Bissingen | Dienstleistungen/Gewerbepark | |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg/Neckar | Dienstleistungen/Gewerbepark |
| new enerday GmbH | Neubrandenburg | Produktion |
| Hug Engineering GmbH | Magdeburg | Vertrieb |
| Übriges Europa | ||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | Produktion |
| Hug Engineering AG | Elsau (Schweiz) | Produktion |
| Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | Produktion |
| ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | Produktion |
| Chamborêt (Frankreich) | Produktion | |
| Poissy (Frankreich) | Vertrieb | |
| Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | Produktion |
| Elring Parts Ltd.1 | Gateshead (Großbritannien) | Vertrieb |
| Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) | Dienstleistungen/Gewerbepark |
| Hug Engineering S.p.A. | Mailand (Italien) | Vertrieb |
| ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | Produktion |
| Codinox Beheer B.V.2 | Enschede (Niederlande) | Vertrieb |
| HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | Produktion |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. | Bursa (Türkei) | Produktion |
| Südamerika | ||
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | Produktion |
| Nordamerika | ||
| ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | Produktion |
| Elring Klinger México, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | Produktion |
| ElringKlinger North America, Inc. | Plymouth/Michigan (USA) | Vertrieb |
| ElringKlinger USA, Inc. | Buford/Georgia (USA) | Produktion |
| Hug Engineering Inc. | Austin/Texas (USA) | Vertrieb |
| ElringKlinger Engineered Plastics North America | Buford/Georgia (USA) | Vertrieb |
| Asien | ||
| Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | Produktion |
| ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | Produktion |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd. | Qingdao (China) | Vertrieb |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | Produktion |
| ElringKlinger Marusan Corporation | Tokio (Japan) | Produktion |
| Saitama (Japan) | Produktion | |
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Gumi (Südkorea) | Produktion |
| Gwangmyeong (Südkorea) | Vertrieb | |
| PT. ElringKlinger Indonesia | Karawang (Indonesien) | Produktion |
| ElringKlinger (Thailand) Co. | Bangkok (Thailand) | Vertrieb |
| Afrika | ||
| ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | Produktion |
1 Vertrieb Ersatzteile
2 Beteiligung
Die Standorte der zehn umsatzstärksten Werke sind hervorgehoben.
Neben den klassischen Triademärkten Europa, Nordamerika und Japan ist ElringKlinger auch in den Schwellenmärkten Asiens und Südamerika mit eigenen Fertigungsstätten vertreten. Allein in Asien betreibt ElringKlinger acht Produktionsstätten, darunter zwei Produktionswerke in China sowie ein 2014 in Betrieb genommenes Werk in Südkorea. Am chinesischen Standort Suzhou, in der Region Shanghai, errichtet der Konzern derzeit ein hochmodernes, neues Werk mit 26.000 Quadratmetern Fläche, das 2015 den Betrieb aufnehmen wird. Die stark wachsende ASEAN-Region bedient ElringKlinger seit 2013 ebenfalls durch ein eigenes Werk bei Jakarta/Indonesien. Zudem gründete ElringKlinger 2013 eine Vertriebsgesellschaft in Thailand.
2014 erzielte ElringKlinger rund 70 % der Konzernerlöse außerhalb Deutschlands (vgl. "Umsatz- und Ertragsentwicklung"). Das globale Produktionsnetzwerk des ElringKlinger-Konzerns bildet die Basis für eine kundennahe Fertigung. Die Konzerngesellschaften stehen dabei untereinander im Wettbewerb um die einzelnen Projekte. Die Entscheidung, wo letztlich produziert wird, ist vor allem von den Aspekten Kundenähe, Kostenstruktur, interne Wertschöpfungskette sowie der Reduzierung von Währungs- und sonstigen Risiken abhängig.
Segmente und Geschäftsbereiche
Das operative Geschäft der ElringKlinger-Gruppe ist in die nachfolgenden fünf Segmente unterteilt. Diese bilden auch die berichtspflichtigen Segmente nach IFRS.
Segmente des ElringKlinger-Konzerns
scroll
| Segment | Umsatzanteil | Wesentliche Kundengruppen |
|---|---|---|
| Erstausrüstung | 82,2 % | Pkw-, Lkw- und Motorenhersteller, Fahrzeugzulieferer |
| Ersatzteile | 9,9 % | Freier Ersatzteilhandel |
| Kunststofftechnik | 7,0 % | Fahrzeugindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik |
| Dienstleistungen | 0,6 % | Fahrzeughersteller und -zulieferer |
| Gewerbeparks | 0,3 % | Ohne Branchenbezug |
Das Segment Erstausrüstung entwickelt, produziert und vertreibt Teile und Baugruppen für Motoren, Getriebe und Abgassysteme von Fahrzeugen sowie Komponenten für Lithium-Ionen-Batterien und Brennstoffzellen. Zur Kundenbasis gehören fast alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit. Die Schweizer Tochtergesellschaft Hug Engineering AG, Elsau, die ebenfalls dem Segment Erstausrüstung zugeordnet ist, entwickelt und fertigt komplette Abgasreinigungssysteme, die vor allem in Lkw und Bussen, Schiffen, Bau- und Landmaschinen oder Kraftwerken zum Einsatz kommen.
Im Segment Ersatzteile vertreibt ElringKlinger unter der Marke "Elring - Das Original" sein Ersatzteilsortiment, das vor allem Zylinderkopfdichtungen sowie vollständige Dichtungssätze umfasst. Diese Teile in Erstausrüstungsqualität kommen unter anderem zur Instandsetzung von Motoren, Getrieben oder Abgassystemen zum Einsatz. Die wichtigsten Märkte im Ersatzteilgeschäft sind West- und Osteuropa, der Mittlere Osten sowie Nordafrika. Derzeit baut ElringKlinger seine Aktivitäten in Nordamerika und China aus. Zudem erweitert das Segment derzeit sein Produktportfolio auf dem französischen und italienischen Ersatzteilmarkt. Der Vertrieb des Segments Ersatzteile erfolgt hauptsächlich über ein weltweites Netz von Großhändlern und über große Einkaufskooperationen.
Das Segment Kunststofftechnik beinhaltet die Tochtergesellschaft ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen/Deutschland, mit ihren Tochtergesellschaften einschließlich der 2014 erworbenen Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland. Das Segment entwickelt, produziert und vertreibt Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE. Nahezu die Hälfte des Umsatzes wird außerhalb der Automobilbranche erzielt. In Europa zählt die ElringKlinger Kunststofftechnik zu den führenden Anbietern für PTFE-Applikationen. China und USA werden durch lokale Vertriebsgesellschaften betreut. In diesen Märkten bestehen Fertigungslinien für PTFE-Produkte in den ElringKlinger-Produktionsstätten.
Das Segment Dienstleistungen umfasst die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein/ Deutschland sowie die ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland und die KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms/Deutschland. Die Elring Klinger Motortechnik GmbH bietet Entwicklungsdienstleistungen an modernen Motorprüfständen und Messeinrichtungen rund um Motor, Getriebe und Abgasstrang an. Zu den Kunden gehören sowohl Fahrzeughersteller als auch -zulieferer. Dadurch ist ElringKlinger eng mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden verzahnt. Die ElringKlinger Logistic Service GmbH erbringt Logistikdienstleistungen für das Segment Ersatzteile und für externe Kunden. Die KOCHWERK Catering GmbH betreibt das Betriebsrestaurant am Hauptstandort Dettingen/Erms und erbringt Catering-Dienstleistungen für externe Kunden.
Zum Segment Gewerbeparks zählen die Industrieparks in Idstein bei Frankfurt/Deutschland, und Kecskemét/Ungarn. Der Geschäftszweck besteht in der Vermietung und Verwaltung von Gebäuden.
Die Segmente sind darüber hinaus in insgesamt elf Geschäftsbereiche unterteilt. Dabei ist das Segment Erstausrüstung, das mit rund 80 % den Großteil zu den Konzernerlösen beisteuert, in sieben Geschäftsbereiche untergliedert. Die Segmente Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks bilden die restlichen vier Geschäftsbereiche.
Grafik: Konzernaußenumsatz nach Geschäftsbereichen 2014 (Vorjahr) in %
Abschirmtechnik: 26 % (25 %)
Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik: 20 % (20 %)
Spezialdichtungen: 16 % (15 %)
Zylinderkopfdichtungen 14 % (15 %)
Ersatzteile: 10 % (10 %)
Kunststofftechnik: 7 % (8 %)
Abgasnachbehandlung: 5 % (5 %)
E-Mobility: 1 % (1 %)
Dienstleistungen: 1 % (1 %)
Gewerbeparks: <1 % (<1%)
Sonstige: <1 (<1)
ElringKlinger ist Weltmarktführer im Bereich Zylinderkopfdichtungen. Das Marktumfeld ist oligopolistisch geprägt, die Hauptwettbewerber sind zwei US-amerikanische Mischkonzerne, die allerdings nicht auf Dichtungslösungen spezialisiert sind. In einigen lokalen Märkten gibt es noch kleinere, regionale Konkurrenten.
Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen beinhaltet vor allem metallische Flachdichtungen im Hochtemperaturbereich für Anwendungen in Motor, Turbolader, Getriebe oder Abgasstrang. Die Wettbewerbssituation ist im Wesentlichen identisch zum Bereich Zylinderkopfdichtungen. ElringKlinger nimmt bei metallischen Spezialdichtungen ebenfalls eine führende Position ein und gehört zu den drei größten Anbietern weltweit. Dem Bereich Spezialdichtungen kommen die immer höheren Anforderungen an die Dichtungstechnologie sowie die steigende Anzahl der Anwendungsmöglichkeiten zugute.
Der Bereich Abschirmtechnik umfasst kombinierte thermische und akustische Abschirmlösungen. ElringKlinger ist dabei einer von nur wenigen Zulieferern weltweit, der komplette Abschirmpakete sowohl für Motor als auch Unterboden und Abgasstrang anbietet. Dieser Geschäftsbereich ist der umsatzstärkste Bereich des Konzerns. Auch hier gehört ElringKlinger zu den drei international führenden Anbietern. Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik profitiert ebenfalls von strukturellem Wachstum, da die Anzahl der benötigten Abschirmteile im Fahrzeug in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Das Marktumfeld stellt sich differenzierter dar als im Dichtungsbereich. Hauptwettbewerber ist ein US-amerikanisches Unternehmen.
Der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik entwickelt und produziert leichte Bauteile aus Polyamid-Kunststoffen und faserverstärkten Organoblechen, wie zum Beispiel Ventilhauben oder Ölsaugrohrmodule. Die Anzahl möglicher Kunststoffanwendungen im Fahrzeug nimmt stetig zu. Daneben setzt sich der Trend zum Ersatz schwerer Metallteile durch leichte Kunststoffteile auch für Lkw immer mehr durch. Weitere wichtige Produkte in diesem Bereich sind hochleistungsfähige Metallelastomerdichtungen für Nutzfahrzeuge. Das Marktumfeld ist im Gegensatz zu den anderen Geschäftsbereichen stärker fragmentiert.
Das Kernprodukt im Geschäftsbereich E-Mobility sind Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen-Batterien, die sowohl in reinen Elektrofahrzeugen als auch in Hybriden zum Einsatz kommen und seit 2011 in Serie produziert werden. Zu den Kunden gehören unter anderem zwei deutsche Premium-Fahrzeughersteller. Das Wachstum des Geschäftsbereichs ist stark an die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gekoppelt. Im Bereich Zellkontaktiersysteme bestehen wenige Anbieter.
Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung beinhaltet die 2011 mehrheitlich übernommene Hug-Gruppe sowie das Produktionswerk in Thale/Deutschland. Hug gehört zu den führenden Anbietern von Abgasreinigungstechnologie für stationäre Motoren und Off-Road-Applikationen - beispielsweise für Baumaschinen, Lokomotiven, Schiffe und Kraftwerke. Der Geschäftsbereich hält die Marktführerschaft im US-Nachrüstmarkt Kalifornien für Dieselpartikelfilter in Nutzfahrzeugen über 6,34 Tonnen.
Die Werkzeugtechnologie stellt eine maßgebliche Kernkompetenz des ElringKlinger-Konzerns dar und ist als eigenständiger Geschäftsbereich aktiv. Sie umfasst den internen Werkzeugbau am Standort Dettingen/Erms sowie den 2011 übernommenen und inzwischen auf die ElringKlinger AG verschmolzenen Spezialisten für Kunststoffspritzgusswerkzeuge Hummel-Formen am Standort Lenningen/Deutschland. Der Geschäftsbereich erbringt fast ausschließlich konzerninterne Leistungen.
Neue Aktivitäten werden grundsätzlich erst in eigene Geschäftsbereiche überführt, sobald sie erste Umsatzbeiträge im Seriengeschäft erwirtschaften. Solange dies noch nicht gegeben ist, werden sie im Bereich "Neue Geschäftsfelder" gebündelt. Derzeit beinhalten die "Neuen Geschäftsfelder" insbesondere die laufenden Projekte in der Brennstoffzellentechnologie (vgl. "Forschung und Entwicklung").
Steuerungsgrößen
Zur Steuerung des Konzerns und als Basis zur Gesamteinschätzung der Entwicklungen in der Unternehmensgruppe nutzt der Vorstand der ElringKlinger-Gruppe in erster Linie Finanzkennzahlen. Daneben werden auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sowie unternehmensspezifische Frühindikatoren beobachtet.
Finanzielle Steuerungsgrößen
Die finanziellen Steuerungsgrößen sind hauptsächlich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG sowie der einzelnen Konzerngesellschaften ausgerichtet. Zu den hierfür zugrundegelegten bedeutsamsten Kennzahlen zählen der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Diese Steuerungsgrößen werden zudem für die nach IFRS berichtspflichtigen fünf Segmente sowie auch für die einzelnen Geschäftsbereiche geplant, ermittelt und fortlaufend überwacht.
Die Steuerungsgröße EBIT entspricht ab dem Jahr 2014 dem operativen Ergebnis. Währungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis sind damit nicht mehr enthalten.
Besondere Bedeutung kommt auch dem "Return on Capital Employed" (ROCE) zu. Der ROCE gibt die Verzinsung des eingesetzten Kapitals an. Dabei wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ins Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital gesetzt. Bei ElringKlinger umfasst das eingesetzte Kapital das Eigenkapital, die Finanzverbindlichkeiten, die Rückstellungen für Pensionen sowie die langfristigen Rückstellungen, wie zum Beispiel Jubiläums- oder Altersteilzeitrückstellungen. Die langfristige Zielvorgabe für den Konzern ist es, mittel- bis langfristig eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mindestens 20 % zu erzielen. Üblicherweise fließt der Zielerreichungsgrad bei der ersten Führungsebene unter dem Vorstand in die variable Vergütung mit ein.
Finanzielle Steuerungsgrößen des ElringKlinger-Konzerns
scroll
| Plan 2014 | Ist 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||||||
| Umsatz (in Mio. €) | 1.258 bis 1.2821 | 1.325,8 | 1.150,1 | 1.127,2 | 1.032,8 | 795,7 |
| EBIT (in Mio. €) | 160 bis 1652 | 162,33 | 149,83 | 135,8 | 126,06 | 106,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (in Mio. €) | - | 153,1 | 131,34 | 123,6 | 113,96 | 94,0 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 20 % | 12,4 | 14,45 % | 13,3 % | 14,2 %6 | 15,2 % |
| Weitere, weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||||||
| Cashflow aus betriebl. Tätigkeit (in Mio. €) | positiv | 149,9 | 119,0 | 112,3 | 74,5 | 126,2 |
| Eigenkapitalquote | >40 % | 49,7 | 50,4 % | 50,6% | 50,1 % | 52,7 % |
scroll
| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||
| Umsatz (in Mio. €) | 579,3 | 657,8 |
| EBIT (in Mio. €) | 63,3 | 71,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (in Mio. €) | 49,4 | 60,0 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 8,8 % | 13,6 % |
| Weitere, weniger bedeutsame finanzielle Steuerungsgrößen: | ||
| Cashflow aus betriebl. Tätigkeit (in Mio. €) | 148,8 | 98,2 |
| Eigenkapitalquote | 41,2 % | 37,7 % |
1 inkl. 25,0 Mio. Euro Umsatz aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation ab 1. Januar 2014
2 bereinigt um einmalige Sondereffekte
3 bereinigt um einmalige Sondereffekte, vor Kaufpreisallokation
4 bereinigt um den Einmalertrag aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro)
5 inkl. Einmalertrag aus der Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro)
6 bereinigt um den Einmalertrag aus dem Verkauf des Gewerbeparks Ludwigsburg in Höhe von 22,7 Mio. Euro
Darüber hinaus berücksichtigt ElringKlinger bei der Unternehmenssteuerung konzernweit auch die folgenden finanziellen Steuerungsgrößen:
| ― | Liquidität |
| ― | Potenzielle Marktpreisrisiken aus Währungskursentwicklungen, Zinsveränderungen und Materialkostensteigerungen |
Nicht-finanzielle Steuerungsgrößen
Des Weiteren werden folgende, für die Unternehmenssteuerung weniger bedeutsame Personal-, Umwelt- und Qualitätskennzahlen regelmäßig erhoben. Sie dienen dem Management als Entscheidungshilfe.
| ― | Beschäftigtenanzahl und Mitarbeiterentwicklung |
| ― | Durchschnittlicher Krankenstand |
| ― | Fluktuationsquote |
| ― | Betriebsunfälle |
| ― | Energieverbrauchswerte und Emissionen, vor allem CO2 -Ausstoß |
| ― | Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten |
Konkrete Kennzahlen hierzu finden sich in den Kapiteln "Nachhaltigkeit" und "Mitarbeiter".
Unternehmensspezifische Frühindikatoren
Die kontinuierlich berichteten Kennzahlen Auftragseingang und -bestand bieten eine verlässliche Indikation für die zu erwartende Auslastung sowie die voraussichtliche Umsatzentwicklung der kommenden Monate. Als unternehmensspezifische Frühindikatoren stellen diese Kennzahlen ebenfalls eine wichtige Steuerungsgröße für das Management dar.
Der Geschäftsplan des Konzerns basiert auf den geplanten Abrufmengen der Kunden abzüglich eines Sicherheitsabschlags und den jeweiligen vereinbarten Produktpreisen. Zudem verfolgt der Vorstand kontinuierlich Statistiken und Prognosen zur globalen Fahrzeugnachfrage und -produktion sowie zur generellen konjunkturellen Lage. Diese Frühindikatoren können wichtige Hinweise hinsichtlich der Plausibilität der Planung geben. Etwaige nötige Anpassungen können so frühzeitig identifiziert und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden.
Strategie: Nachhaltiges und ertragsorientiertes Wachstum angestrebt
ElringKlinger verfolgt eine Strategie des nachhaltigen Wachstums, wobei langfristig profitables organisches Wachstum im Mittelpunkt steht. Dabei strebt das Unternehmen eine - gemessen an der EBIT-Marge - im Branchenvergleich überdurchschnittliche Profitabilität an.
ElringKlinger führt regelmäßig Benchmark-Analysen durch, um die eigene Geschäftsentwicklung im Branchenvergleich beurteilen zu können. Dabei werden wesentliche Kennzahlen mit anderen, vor allem börsennotierten Automobilzuliefererunternehmen verglichen und bewertet.
Forschung und Entwicklung
FuE-Aufwand weiter erhöht - Innovationen bleiben wichtigster Wachstumstreiber
Eine ausgeprägte Innovationskultur bleibt der wichtigste Baustein für den langfristigen Geschäftserfolg der ElringKlinger-Gruppe. Ziel des Unternehmens ist es, seine Technologieführerschaft nachhaltig abzusichern. Gegenüber dem Wettbewerb soll ein dauerhafter Entwicklungsvorsprung von mehreren Jahren gehalten werden. Sobald Produktneuentwicklungen am Markt eingeführt sind, werden sie daher intern als etablierte Produkte eingestuft. Ab diesem Zeitpunkt wird an Konzepten der nächsten Generation gearbeitet. Mit dieser Philosophie gelang es ElringKlinger auch 2014, die Wettbewerbsposition im Innovationswettlauf mit der Konkurrenz zu stärken.
Fokus auf Downsizing und Leichtbau
Die Produktinnovation im Konzern wird geprägt von den Euro-Normen zur Abgasreduzierung bei Pkw und Lkw und vor allem von den gesetzlichen Vorgaben zur CO2 -Reduzierung. Sowohl die Europäische Union als auch die USA und China haben sich für 2020 äußerst anspruchsvolle Ziele gesetzt. In Deutschland lag der durchschnittliche CO2 -Ausstoß der Gesamtflotte deutscher Hersteller im Oktober 2014 bei 131 g CO2 /km. Die Emissionen der Neuwagen sind hier 2014 so langsam gesunken wie seit Jahren nicht mehr, und zwar um rund 3 %. Bis 2020 gilt es, den Ausstoß auf den nur mit größter Anstrengung erreichbaren Zielwert von 95 g/km zurückzuführen. An dieser Stelle ist auch zu berücksichtigen, dass SUVs enorme Wachstumsraten verzeichneten und die durchschnittliche PS-Zahl der in Deutschland verkauften Neuwagen auf 140 PS gestiegen ist.
Aus diesem Grund arbeiteten die Automobilhersteller auch 2014 weiter mit Nachdruck daran, mit Hilfe von Downsizing-Konzepten effizientere Verbrennungsmotoren zu entwickeln und durch Leichtbaukonzepte Gewichtseinsparungen zu erreichen.
ElringKlinger konzentriert seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Optimierung des Verbrennungsmotors, neue Leichtbaukonzepte sowie die Abgasreinigungstechnologie. Bei den klassischen Produktgruppen Metalldichtungen, Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule wurden 2014 zahlreiche neue Anwendungen entwickelt, die unmittelbar oder mittelbar dazu beitragen, den CO2 -Ausstoß oder andere Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe, Partikel oder Stickoxide zu verringern.
Hohe Anforderungen an die Entwicklungskompetenz: FuE-Aufwendungen weiter gestiegen
Die Fahrzeughersteller übertragen mehr und mehr Entwicklungsaufgaben auf die Zulieferer. Ihr Wertschöpfungsanteil am Fahrzeug näherte sich 2014 der 80 %-Marke. Für ElringKlinger als Technologiezulieferer ist diese Entwicklung durchaus vorteilhaft. Sie erforderte es aber auch, zusätzliche Forschungs- und Entwicklungskapazitäten bereitzustellen.
Mit dem Ziel, die technologischen Vorteile gegenüber dem Wettbewerb langfristig abzusichern und weiter auszubauen, hat ElringKlinger die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) auch 2014 nach oben gefahren. Das spiegelt sich im aktuellen Produktportfolio des Konzerns wider. Rund ein Drittel des ElringKlinger-Produktportfolios ist weniger als drei Jahre alt.
Zur Bewältigung der zahlreichen Neuprojekte baute der Konzern die personellen Kapazitäten in den forschungs- und entwicklungsrelevanten Abteilungen weiter aus. Die Anzahl der Beschäftigten in den FuE-Bereichen stieg bis zum 31. Dezember 2014 auf 538 (498) Mitarbeiter. Parallel dazu erhöhte ElringKlinger die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 57,3 (56,7) Mio. Euro. Zu berücksichtigen ist dabei, dass ein Teil der entstandenen FuE-Kosten aktiviert wurde und Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in den Umsatzkosten erfasst sind. Die im Geschäftsjahr 2014 aktivierten FuE-Kosten eingeschlossen, betrug der FuE-Aufwand 66,5 (65,7) Mio. Euro.
scroll
| 2014 | 2013* | 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|
| FuE-Aufwendungen (in Mio. €) | 57,3 | 56,7 | 57,3 | 49,9 | 40,6 |
| FuE-Quote | 4,3 % | 4,9 % | 5,1 % | 4,8 % | 5,1 % |
| Aktivierungsquote | 16,0 % | 15,8 % | 14,7 % | 13,4 % | 14,1 % |
* Abschreibungen auf aktivierte FuE-Aufwendungen werden seit 2013 in den Umsatzkosten erfasst; Die FuE-Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2013 wurden aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS11 im Jahr 2014 angepasst;
Unter Berücksichtigung auch der aktivierten Entwicklungskosten lag die FuE-Quote bei 5,0 % (5,7 %). Damit wendete die ElringKlinger-Gruppe im Verhältnis zum Umsatz mehr für die Forschung und Entwicklung neuer Produkte auf als die meisten Wettbewerber. Der Großteil der FuE-Aufwendungen entfiel auch 2014 auf die klassischen Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule und Abschirmtechnik sowie auf die Abgasnachbehandlung. Die Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien erfolgten schwerpunktmäßig am Standort der Muttergesellschaft in Dettingen/Erms/Deutschland.
Patentschutz und Kompetenzzentren-Struktur sichern Technologievorsprung
Um den Vorsprung in der Produktentwicklung und der Verfahrenstechnik sicherzustellen, kümmert sich eine zentral für den Konzern zuständige interne Patentabteilung um den Schutz des technologischen Know-hows und der geistigen Eigentumsrechte. Allein im Jahresverlauf 2014 wurden 94 (78) neue deutsche und internationale Schutzrechte angemeldet.
Die deutschen Fahrzeughersteller gingen verstärkt dazu über, in den stark wachsenden Schwellenmärkten Asiens sowie in Nordamerika vor Ort neue Kapazitäten für die Fahrzeugproduktion und die Motorenfertigung aufzubauen. Der Konzern reagierte auf diesen Trend und begann ebenfalls damit, bei den internationalen Tochtergesellschaften, zum Beispiel in China, Entwicklungskapazitäten zu etablieren. Zudem gewann ElringKlinger in Asien lokale Neukunden.
Der überwiegende Teil der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns blieb jedoch weiterhin auf die Standorte der ElringKlinger AG im Inland sowie auf die Hug Engineering AG in der Schweiz konzentriert. Mit dieser zentralistischen Struktur grenzt ElringKlinger das Risiko von Technologietransfers, Know-how-Abflüssen oder Nachahmern weitgehend ein.
Gewichtsreduzierung mit neuen Materialkonzepten und Einstieg in den Karosserieleichtbau
2014 haben die Produktentwicklungsteams des Geschäftsbereichs Kunststoffgehäusemodule zahlreiche neue Produktideen aus Polyamid und neuartigen Verbundwerkstoffen entwickelt. Diese im Leichtbauverfahren hergestellten Komponenten und Module ersetzen oftmals die schweren und teuren Metallteile, die bisher von Wettbewerbern gefertigt wurden, und tragen maßgeblich zur Gewichtsersparnis und letztlich CO2 -Reduzierung bei.
Neue Materialkonzepte, verbunden mit dem spezifischen Know-how des eigenen Werkzeugbaus, schufen 2014 die entwicklungstechnischen Voraussetzungen für ein breites Portfolio von neuen Teilen rund um Motor, Getriebe und zunehmend auch im Karosseriebereich.
Durch die Kombination von Faserverbundstoffen wie Glas, Karbon, Aramid und Thermoplasten in sogenannten Organo-Blechen wird eine deutlich verbesserte Belastbarkeit und Steifigkeit erreicht. Damit werden erstmals auch für bisher aus Metall gefertigte Strukturbauteile im Fahrzeug zahlreiche Anwendungen möglich.
Im Mittelpunkt stand auch der Entwurf neuer Applikationen von Leichtbauteilen aus höher temperaturbeständigen Werkstoffen für Nutzfahrzeuge. Damit werden 30 % bis 50 % Gewichtsersparnis möglich. Über die Entwicklung neuer Ölwannen- und Ventilhauben-Module hinaus leisteten die Entwickler Pionierarbeit bei Ladeluftrohren, Ansaugluftverteilern und Ölsaugrohrmodulen aus Kunststoff.
Vielversprechende Entwicklungsprojekte beschäftigten sich mit dem Entwurf besonders leistungsfähiger Ölabscheidungssysteme für Pkw und mittelschwere Nutzfahrzeuge oder leichter Kunststoffresonatoren zur Geräuschdämmung im Turbolader.
2014 gelang ElringKlinger der Markteinstieg in den Karosserieleichtbau mit neuartigen Polymer-Metall-Hybridbauteilen (PMH) für Cockpit und Frontend. Das Unternehmen kooperiert bei dieser wegweisenden Hydroform-Hybridtechnologie mit einem deutschen Pkw-Hersteller im Premium-Segment. ElringKlinger entwickelte vor allem die benötigte komplexe Werkzeugtechnologie. Ein Kombinationswerkzeug verbindet Metallinnenhochdruck-Umformung (IHU) mit Kunststoffspritzguss und ermöglicht es, komplexe und dabei besonders leichte Bauteile in nur einem Prozessschritt zu fertigen. Mit dieser neuen Hybridtechnologie werden Cockpitquerträger, Frontendträger und Frontendadapter hergestellt. Das neue Verfahren verbindet dabei hohe Steifigkeit mit rund 25 % Gewichtseinsparung und bietet erhebliches Potenzial für verschiedene Strukturbauteile im Fahrzeug mit den unterschiedlichsten Geometrien.
Steigende Leistungsansprüche an Metalldichtungen durch Downsizing
Sowohl der Trend zum Motoren-Downsizing als auch die Hybridisierung des Antriebsstrangs führen zu nochmals steigenden Anforderungen an den Verbrennungsmotor. Zylinderkopf- und Spezialdichtungen unterliegen hier technisch immer höheren Ansprüchen. Häufigere Lastwechsel, thermisch höhere Beanspruchung und steigende Drücke prägen folglich die Entwicklungsarbeit im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen. Bei den Neuentwicklungen standen zunehmend Projekte für kompakte, hoch aufgeladene Benzinmotoren mit Direkteinspritzung sowie für Hybride auf der Tagesordnung. Durch die Weiterentwicklung von geprägten topographischen Strukturen bei den Decklagen der Zylinderkopfdichtungen sowie durch den Einsatz standfesterer Elastomer-Beschichtungsmaterialien wurden weitere Verbesserungen für diese Einsatzbedingungen erreicht.
2014 stemmten die Entwickler im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen eine Rekordzahl von 305 (294) Serienentwicklungsprojekten. Die höchsten Zuwachsraten entfielen dabei auf asiatische Hersteller.
Auch für den Geschäftsbereich Spezialdichtungen stellten sich die technologischen Grundvoraussetzungen positiv dar. Die zunehmende Komplexität des Abgasstrangs, die breite Anwendung von der Turboaufladung bis über die sehr nachgefragten, hocheffizienten Lösungen in der Abgasrückführung (EGR) prägten die Entwicklungsarbeit für die Kunden in der Erstausrüstung sowie im Tier-1-Bereich.
Neue Entwicklungen, die in den nächsten Jahren deutliches Umsatzpotenzial versprechen, erfolgten bei V-Ringdichtungen und Hochtemperaturflachdichtungen für Turbolader und komplexen EGR-Dichtungen mit integriertem Siebgewebe. Fast zwei Drittel der laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte bezogen sich auf Heißgasanwendungen mit bis zu 1.000°C temperaturfesten Legierungsmaterialien, den sogenannten Super-Legierungen.
Der zunehmende Einsatz von Doppelkupplungs- und mehrstufigen Automatikgetrieben bei den Kunden ließ den Bedarf an technischen Lösungen für Getriebesteuerplatten steigen. Mit einem neuartigen Sandwich-Getriebesteuerplatten-Konzept gewann ElringKlinger 2014 den Innovationspreis des Großkunden ZF Friedrichshafen AG.
Auf der Materialseite eröffnete der Einsatz metallisch-keramischer Beschichtungen im Hochtemperaturbereich ein neues Entwicklungsfeld.
Abschirmtechnik: Thermisch und akustisch isoliert, mit wenig Gewicht
Für die Entwicklungsarbeit im Geschäftsbereich Abschirmtechnik blieben die thermischen Problemstellungen für Downsizing-Motoren und die immer aufwendigere Abgasnachbehandlung bestimmend. Die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen/Schweiz, verfügt entwicklungs- und prozesstechnisch über die Kompetenz, komplette Abschirmpakete vom Motor über den Unterboden bis hin zur Abgasanlage ("Total Shielding") zu entwickeln und hebt sich damit von den meisten Wettbewerbern ab.
Gleichzeitig gewann die akustische Abschirmung spürbar an Bedeutung. Die Entwicklung von Schall- und Schwingungsdämpfungssystemen wurde von den Kunden wesentlich häufiger nachgefragt. Aktuell diskutieren EU-Gremien deutlich verringerte Grenzwerte für den Insassenlärmschutz in Neuwagen, die ab 2019 verbindlich werden sollen. ElringKlinger arbeitete 2014 in zahlreichen Projekten an geeigneten Abschirmsystemen, die die Geräuschentwicklung im Fahrzeuginneren dämpfen.
Gewichtsreduzierung war auch in der Abschirmtechnik eine Kernanforderung der Fahrzeughersteller. ElringKlinger war daher 2014 sehr aktiv damit beschäftigt, neue Materialkonzepte, insbesondere Fasertechnologien voranzubringen. So wurden Leichtbauteile aus thermogeformten Kunststoffbauteilen mit Glasfaser bzw. Silikaten für Unterbodenverkleidungen entworfen. Zudem kommen verstärkt Vliesstoffe und Spezialfolien zum Einsatz. Bei Underbody-Designs spielte auch die CW-Wertoptimierung eine wesentliche Rolle.
Weitere Themenstellungen waren die Direktkapselung des Abgasstrangs sowie die thermische Isolation direkt am Motor durch Faserbauteile und Thermoplastkomposite. Durch die Direktabschirmung am Bauteil werden Abstrahlverluste deutlich reduziert. Über schnellere Aufheizzeiten und höhere Betriebstemperaturen verbessert sich beispielsweise die Funktion von Katalysatoren.
Bei vielen Entwicklungsaufträgen war 2014 die Kombination von thermisch-akustischer Abschirmung gefragt. Die Zielsetzung lautete auch dabei Gewichtseinsparung. Zu diesem Zweck entwickelte ElringKlinger spezielle Organo-Werkstoffe, d.h. Mehrlagenverbundwerkstoffe, bei denen hitzeresistente Fasern aus Glas oder Silikat eingebracht werden.
Abgasnachbehandlung: Neue Kombi-Systeme für Nischenmärkte
Bei der Entwicklung von Abgasreinigungssystemen hat sich der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung 2014 vor allem auf Anwendungen für Nutzfahrzeuge, stationäre Motoren, Baumaschinen und Schiffsdieselmotoren konzentriert. Die darauf spezialisierte ElringKlinger-Tochtergesellschaft Hug Engineering AG entwickelt und produziert alle wesentlichen Komponenten wie Keramiksubstrate, katalytische Beschichtungen und Gehäuse in Eigenregie. Zur Unterstützung des Rußabbrands werden die Filtersubstrate je nach Anwendungsbereich katalytisch wirksam mit dem edel- und schwermetallfreien Beschichtungsmaterial CleanCoat™ von ElringKlinger beschichtet.
Eines der Kernprojekte beschäftigte sich 2014 mit der Herstellung leistungsstarker Komplettsysteme für stationäre Motoren, die die Reduzierung von Stickoxiden durch SCR-DeNOx-Verfahren mit der Reduktion von Rußpartikeln verbinden.
Auch im Bereich Schifffahrt wurden von den Kunden zahlreiche Kombisysteme angefragt. Bedingt durch die kommenden Vorschriften IMO3 und EPA Tier IV (USA) sind die Hersteller von Motoren für Binnenschiffe, Yachten und sonstigen Marine-Anwendungen gefordert, ihre Motoren verordnungskonform und zertifiziert auf den Markt zu bringen. Die Entwicklerteams bei Hug Engineering AG arbeiteten daher 2014 daran, diese Vorgaben mit einem neuen Abgasreinigungssystem umzusetzen. Die Platzverhältnisse auf Schiffen verlangen nach einem bauraumoptimierten und mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllenden integrierten System. Eines der wesentlichen Entwicklungsprojekte beschäftigte sich daher erfolgreich damit, Partikelfilter und SCR-Funktion zu kombinieren und gleichzeitig die Schalldämpfung zu integrieren. Auch bei beschränktem Einbauraum kann das kombinierte Filtermodul sowohl Ruß filtern und katalytisch verbrennen als auch Stickoxide reduzieren.
E-Mobility: Batterie-Zellkontaktiersysteme für Lithium-Ionen Batterien
Im Bereich Batterietechnik wurden 2014 weitere Anwendungen besonders leistungsfähiger und stabiler Verbinder für Lithium-Ionen-Zellen und -Module in Hochenergiespeichern entwickelt. Sie kommen bereits in einer Plug-in-Hybridplattform eines deutschen Premium-Herstellers zum Einsatz.
Die Entwicklerteams in der Batterietechnik entwickelten auch Konzepte für Produkte außerhalb des klassischen Automobilbereichs. Bei Nischenanwendungen, wie zum Beispiel in Gabelstaplern und anderen Flurförderfahrzeugen, wird in den kommenden Jahren ein interessantes Einsatzgebiet für Hochvoltspeicher gesehen.
Zudem arbeitet ElringKlinger daran, das Produktprogramm für die Elektromobilität auf Zellgehäuse auszuweiten. Schwerpunkt des laufenden Entwicklungsprojekts war 2014, eine Zellfunktionsabdeckung mit elektrischer Kontaktierung und PTFE-Abdichtung zu entwickeln, die durch besonders verlustarme Stromübertragung und integrierte Sicherheitssensorik besticht.
Die Nachfrage der Fahrzeugkäufer nach batterieelektrischen Pkw (BEV) blieb weiter schwach. So entfielen 2014 in Westeuropa weniger als 0,5 % der Fahrzeugkäufe auf ein batterieelektrisches Fahrzeug. ElringKlinger hat daher die FuE-Kapazitäten im Bereich E-Mobility zunächst nicht weiter ausgebaut.
Neue Geschäftsfelder: Erste Brennstoffzellen-Systeme im Praxiseinsatz
Im Bereich der alternativen Antriebe arbeitet ElringKlinger bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an zumeist langfristigen Projekten in der Brennstoffzellentechnik. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Bipolarplatten und komplette Stacks sowohl für PEM-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membran), als auch für die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell).
Bei der sogenannten heißen Brennstoffzelle konzentrierte sich ElringKlinger 2014 auf Anwendungen für Nutzfahrzeuge. In einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase befinden sich außerdem flüssiggasbetriebene SOFC-Leichtbau-Brennstoffzellenstacks zur dezentralen Energieversorgung, mit denen aus fossilen Brennstoffen direkt Wärme und elektrische Energie für Ein- und Mehrfamilienhäuser gewonnen werden kann. Als Energieträger können unterschiedliche fossile Brennstoffe, vorzugsweise Erdgas, genutzt werden. Mit der Akquisition des Brennstoffzellen-Systemspezialisten new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, im Juli 2014 verstärkte ElringKlinger die Aktivitäten auf der SOFC-Schiene und ergänzte das eigene Entwicklungs-Know-how um Leistungselektronik, Reformer-Technologie und Systemintegration. Ein zukunftsträchtiges Absatzgebiet bietet insbesondere die Bordnetzversorgung von Booten, Segeljachten und Wohnmobilen. Systeme, die als Netzersatzanlagen bei Stromausfällen einspringen, wurden in kleinen Stückzahlen hergestellt. Erste mit Flüssiggas betriebene Systeme für die mobile Stromversorgung in Verkehrsüberwachungssystemen gingen 2014 erfolgreich in den Verkauf.
Bereits in Kleinserie in der Praxis angekommen ist ein seit 2012 weiterentwickeltes, rein wasserstoffbetriebenes PEM-Brennstoffzellenstack, das in der Energiezelle bei Flurförderfahrzeugen Verwendung findet. Das Stack wird in Kombination mit einer als Leistungspuffer dienenden Lithium-Ionen-Batterie zu einer Energiezelle zusammengeschlossen, die dauerhaft bis zu 11 kW Leistung liefert und komplett emissionsfrei arbeitet. Bei PEM-Systemen arbeitet ElringKlinger in der Entwicklung mit einem Konsortium zusammen, das das Know-how eines Spezialisten für Leistungselektronik, eines führenden Herstellers von Flurförderfahrzeugen sowie eines großen internationalen Logistikkonzerns bündelt.
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Entwicklung der Weltwirtschaft regional unterschiedlich
Die großen Volkswirtschaften der Welt entwickelten sich 2014 stark unterschiedlich. Während die US-Wirtschaft nach dem wetterbedingt schwachen Jahresstart zunehmend an Dynamik gewann, tat sich die europäische Konjunktur schwer damit, Fahrt aufzunehmen.
Die Zuwachsraten in China fielen auf hohem Niveau geringer aus, Japans Wirtschaft stand trotz expansiver Geldpolitik rezessiven Tendenzen gegenüber. Auch in den Schwellenländern Brasilien und Russland schwächte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gegenüber dem Vorjahr spürbar ab.
Westeuropa: Schwacher Aufschwung
Die Wirtschaft in der Eurozone belebte sich 2014 zwar leicht, allerdings blieb das Tempo, gemessen an der Tiefe der vorangegangenen Rezession, bescheiden. Die schwache Nachfrage aus den Schwellenländern, die strukturellen Probleme in den Kernländern Frankreich und Italien und die Handelsbeschränkungen gegenüber Russland erwiesen sich als Belastungsfaktoren. Von den EU-Ländern außerhalb der Eurozone glänzte 2014 insbesondere Großbritannien mit einem kräftigen Plus beim Bruttoinlandsprodukt.
Deutschlands Wirtschaft entwickelte sich weiterhin stärker als der europäische Durchschnitt. Sie profitierte von einer soliden Auslandsnachfrage einerseits und den steigenden Konsumausgaben andererseits.
Unter Druck befand sich die Wirtschaft in Russland. Die westlichen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt, gepaart mit einsetzender Kapitalflucht und dem massiven Ölpreisverfall, setzten dem Land merklich zu. Der Zuwachs beim BIP fiel demnach deutlich niedriger aus als zum Jahresanfang erwartet und belief sich zum Jahresende 2014 auf magere 0,6 %.
US-Wirtschaft im Boom
Die US-Wirtschaft blickt auf eine sehr solide Entwicklung im Jahr 2014 zurück. Nach dem wetterbedingten Einbruch zu Jahresbeginn belebte sich die Konjunktur sprunghaft.
Die gute Lage am US-Arbeitsmarkt, der dadurch steigende Konsum und die Belebung am Immobilienmarkt sorgten für kräftiges Wachstum. Niedrige Energiepreise und das immer noch niedrige Zinsniveau wirkten sich außerdem positiv auf die Investitionen im Lande aus.
Südamerika in der Krise
Im Gegensatz dazu durchschritt Brasiliens Wirtschaft ein Krisenjahr. Wirtschaftspolitische Impulse für mehr Produktivität, Wettbewerb und Konsumstimulierung blieben aus. Gleichzeitig litt die Ölindustrie des Landes unter dem Verfall des Ölpreises.
Asien-Pazifik: Chinas Wachstum lässt leicht nach
China konnte 2014 nicht mehr ganz an das starke Wachstumstempo der Vorjahre anknüpfen. Am Jahresende lag das BIP mit 7,4 % knapp unter dem von der Regierung angepeilten Zielwert von 7,5 %. Mit dem Regierungswechsel in Indien setzten Reformankündigungen und zunehmendes Verbrauchervertrauen nach Jahren der Stagnation Akzente für ein Wiederanziehen der Konjunktur. Die indische Volkswirtschaft legte 2014 um immerhin 5,8 % zu.
Die japanische Wirtschaft geriet nach der im April erfolgten Mehrwertsteuererhöhung in einen Abwärtstrend. Trotz des von der Regierung aufgelegten Konjunkturpakets und expansiver Geldpolitik blieb der Zuwachs bei der wirtschaftlichen Leistung nahe null.
Wachstumsraten beim Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr
scroll
| 2013 | 2014 | |
|---|---|---|
| Welt | 3,3 % | 3,3 % |
| Deutschland | 0,2 % | 1,5 % |
| Eurozone | -0,5 % | 0,8 % |
| USA | 2,2 % | 2,4 % |
| Brasilien | 2,5 % | 0,1 % |
| China | 7,8 % | 7,4 % |
| Indien | 5,0 % | 5,8 % |
| Japan | 1,6 % | 0,1 % |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)
Autojahr 2014: Weltweite Pkw-Produktion legt erneut zu
Mit einem erneuten Rekord in der weltweiten Fahrzeugproduktion ging das Autojahr 2014 zu Ende. Dabei fiel die Entwicklung in den einzelnen Fahrzeugmärkten regional so stark unterschiedlich aus wie selten zuvor. Trotz der starken Einbrüche in Brasilien und Russland wuchsen sowohl der weltweite Fahrzeugabsatz als auch die Weltfahrzeugproduktion um rund 3 %. Wie schon im Vorjahr blieben die beiden größten Einzelmärkte - USA und China - die Wachstumstreiber, aber auch in Westeuropa zog die Nachfrage leicht an.
Westeuropa geht auf Erholungskurs
In Westeuropa stiegen die Pkw-Verkaufszahlen um 4,8 % auf 12,1 Mio. Fahrzeuge, nachdem die Region zuvor vier Jahre in Folge deutliche Rückgänge verschmerzen musste. Damit blieb der Absatz allerdings immer noch um fast ein Fünftel hinter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2007 zurück.
Während Großbritannien und Spanien mit zweistelligen Zuwächsen aufwarten konnten, kam Frankreichs Automarkt auch 2014 noch nicht aus der Talsohle heraus. Auch Deutschland und Italien entwickelten sich nur unterdurchschnittlich.
Neuzulassungen im Inland erneut mit wenig Durchzugskraft
Die Fahrzeugproduktion im Inland profitierte davon, dass die Inlandszulassungen leicht stiegen und gleichzeitig die Rekordabsätze des Jahres 2013 beim Export um 2,4 Prozent übertroffen werden konnten. Insgesamt rollten 2014 in Deutschland 5,6 Mio. Pkw bzw. 3,2 % mehr von den Bändern als im Vorjahr.
Russland enttäuscht
Die osteuropäischen Fahrzeugmärkte präsentierten sich 2014 in Summe mit zweistellig gewachsenen Verkaufszahlen. In Russland verlangsamte sich die Talfahrt im Dezember zwar, dennoch blieben die Neuzulassungen 2014 trotz des Verkaufsförderprogramms der Regierung um 10,3 % hinter dem bereits schwachen Vorjahr zurück.
US-Fahrzeugmarkt steuert auf Allzeithoch zu
Der Automobilmarkt in den USA zog 2014 erneut deutlich an und erreichte mit 16,5 Mio. verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ein Niveau, das das Vorkrisenniveau von 2007 übertraf und nur noch wenig unterhalb des Allzeitrekords von 17,4 Mio. neu zugelassenen Light Vehicles lag. Auch die deutschen Autobauer profitierten von dieser Entwicklung. Mit 1,4 Mio. Einheiten setzten sie 2014 so viele Fahrzeuge in den USA ab wie noch niemals zuvor.
Brasilien bricht ein
Demgegenüber brach der brasilianische Markt regelrecht ein. Nach dem bereits durchwachsenen Vorjahr verkauften die Hersteller 2014 in Brasilien nur noch 3,3 Mio. Pkw, 6,9 % weniger als 2013. Auch bei der Produktion fiel die Bilanz wenig erfreulich aus. Sie ging zweistellig, um rund 15 %, zurück.
Pkw-Märkte in China mit weiterhin beachtlichem Wachstumstempo
Der weltweit größte Fahrzeugmarkt, China, blieb auch 2014 auf Wachstumskurs. Auf diesem Rekordniveau war in der zweiten Jahreshälfte dann festzustellen, dass sich die Zuwachsraten bei den Pkw-Verkäufen von der Dynamik her verlangsamten.
Der Pkw-Markt in Indien drehte im Jahresverlauf in den positiven Bereich. So konnten im Gesamtjahr 0,7 % mehr Pkw verkauft werden als im Vorjahr.
Weniger stark zeigten sich die Pkw-Neuzulassungszahlen in Japan. Getragen von vorgezogenen Käufen im Vorfeld der Verbrauchssteuererhebung verblieb für den japanischen Fahrzeugmarkt noch ein Jahresplus von 3,0 %.
Pkw-Neuzulassungen 2014 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: VDA, ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2015)
Durch seine Vorort-Präsenz auf allen Fahrzeugmärkten weltweit nimmt der ElringKlinger-Konzern unmittelbar am Wachstum dieser Regionen teil. Der von ElringKlinger direkt in Asien erwirtschaftete Anteil am Konzernumsatz wuchs 2014 beispielsweise auf 17,0 % (14,3 %). Inklusive der Exporte in diese Regionen erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern 2014 mehr als 50 % der Erstausrüstungsumsätze in Asien und im NAFTA-Raum. Zudem erzielte der Konzern rund 25 % seiner Erstausrüstungsumsätze mit den deutschen Premiumherstellern und Tier-1-Zulieferern, die ihrerseits in hohem Maße von der starken Nachfrage aus China und den USA profitieren. Weitere Ausführungen zu den Konzernumsatzerlösen nach Regionen finden sich im Kapitel "Umsatz- und Ertragsentwicklung".
US-Truck-Markt mit hohen Zuwächsen, Europa schwächelt
Wie so oft knüpfte die Entwicklung der Lkw-Märkte auch 2014 eng an die wirtschaftliche Entwicklung in der jeweiligen Region an. Es überrascht daher nicht, dass sich die Nutzfahrzeugmärkte in den Hauptmärkten USA und Europa 2014 völlig unterschiedlich präsentierten. Während die Truck-Verkäufe in den USA dynamisch anzogen, zeigte sich der europäische Markt für schwere Lkw in einer durchweg schwachen Verfassung.
Die Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw gingen 2014 sowohl in Westeuropa, als auch in den neuen EU-Ländern zurück. Zu berücksichtigen ist, dass durch die zum 1. Januar 2014 in Kraft getretene Euro-VI-Abgasnorm das Vorjahr von Vorzieheffekten geprägt war. Nach einem Schlussspurt im vierten Quartal 2013 hatte das Vorjahr mit einem beachtlichen Zuwachs bei den Lkw-Verkäufen geschlossen. Viele Flottenbetreiber kauften noch die günstigeren Euro-V-Fahrzeuge.
In den einzelnen EU-Ländern bot sich 2014 ein unterschiedliches Bild. Von den Hauptmärkten beendeten Frankreich und Großbritannien das Jahr mit einem prozentual zweistelligen Minus, während die Lkw-Verkäufe in Italien zumindest stagnierten. Einzig Spanien wies eine hohe Zuwachsrate bei den Neuzulassungen auf. In Deutschland wurden 2014 143.857 (141.348) mittelschwere und schwere Lkw neu zugelassen und damit 1,8 % mehr als im Vorjahr.
Der US-Truck-Markt spiegelte die wirtschaftliche Erholung der US-Volkswirtschaft wider. Viele Flottenbetreiber erneuerten Teile ihres Fuhrparks. Insgesamt stiegen die Verkäufe mittelschwerer und schwerer Lkw in den USA um 15,1 % auf 434.799 (377.681) Fahrzeuge. Demgegenüber bereitete der wirtschaftliche Abschwung in Brasilien der Branche spürbare Probleme. Dort brachen die Lkw-Zulassungen zweistellig ein.
Neuzulassungen mittelschwerer und schwerer Lkw 2014 Veränderung zum Vorjahr (in %)

Quellen: ACEA, Automotive News Data Center (Januar 2015)
Das Nutzfahrzeuggeschäft gewann für die ElringKlinger-Gruppe 2014 weiter an Bedeutung: Der Anteil von Lkw-Komponenten an den Erstausrüstungsumsätzen stieg auf 16,4 % (14,8 %). Auch bei Lkw-Teilen zeigte sich, dass die Kunden immer stärker auf das Thema Leichtbau setzen und eine immer größere Anzahl von bisher aus Metall gefertigten Komponenten von Metall auf leichtere Kunststoffanwendungen umstellen, zum Beispiel Ventilhauben, Ölwannen oder Ladeluftrohre.
Wesentliche Ereignisse
Erklärtes Ziel von ElringKlinger ist es, ein nachhaltiges Unternehmenswachstum sicherzustellen. Akquisitionen ergänzen das organische Wachstum und ermöglichen dem Unternehmen beispielsweise durch den Zukauf von Know-how die Erweiterung seiner Geschäftstätigkeit.
Mehrheit am Brennstoffzellen-Spezialisten New Enerday übernommen
So übernahm die ElringKlinger AG im Juli 2014 die Mehrheit der Geschäftsanteile an der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg/Deutschland. ElringKlinger kaufte 75 % der Anteile des Brennstoffzellen-Spezialisten vom Altgesellschafterkonsortium. Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis des Konzerns erfolgte zum 1. Juli 2014. Die restlichen 25 % der Anteile sind beim Firmengründer verblieben. Der Kaufpreis lag bei 2,0 Mio. Euro. Die new enerday GmbH beschäftigte zum 31. Dezember 2014 13 Mitarbeiter.
Mit der Akquisition verstärkte die ElringKlinger AG ihre Aktivitäten in der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) und weitete das eigene Know-how um die Elektronik, Reformer-Technologie und Systemintegration aus. Zudem sicherte sich ElringKlinger mit dem Kauf wichtige Schutzrechte.
ElringKlinger verfügt bereits über fundierte Erfahrung im Bereich der heißen Brennstoffzelle. Die Sparte Brennstoffzellentechnik entwickelt und fertigt als Schlüsselkomponente der SOFC-Technologie die Brennstoffzellen-Stacks inklusive der Gehäuse zur thermischen Isolierung des heißen Systemkerns.
New Enerday entwickelt und fertigt Stromerzeuger auf Brennstoffzellenbasis. Grundlage ist der Hochtemperatur-Brennstoffzellentyp SOFC, mit dem aus fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Flüssiggas, Bio-Ethanol oder Diesel direkt elektrische Energie gewonnen wird. Zukunftsträchtige Absatzgebiete bieten insbesondere die Bordnetzversorgung von Booten und Segeljachten sowie Wohnmobilen. Zudem werden Netzersatzanlagen zur Absicherung sensibler Installationen bei Netzausfällen in Kleinserie produziert. In der Entwicklungsphase befinden sich flüssiggasbetriebene Mikro-KWK-Hausenergiesysteme für Einfamilien- und Ferienhäuser.
ElringKlinger Kunststofftechnik übernimmt Polytetra GmbH
Eine weitere strategische Akquisition erfolgte im Oktober 2014 innerhalb des Segments Kunststofftechnik der ElringKlinger-Gruppe. Die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen/Deutschland, eine Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, übernahm sämtliche Anteile an der Polytetra GmbH mit Sitz in Mönchengladbach/Deutschland, vom bisherigen Eigentümer. Der Kaufpreis lag bei 4,0 Mio. Euro. Die Einbeziehung des Unternehmens in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erfolgte mit Wirkung zum 1. Oktober 2014.
Der technologische Fokus des Unternehmens liegt außerhalb der Automobilindustrie auf der Entwicklung und Herstellung von Kunststoff-Wärmetauschern und industriell genutzten elektrischen Heizern. Zum Produktportfolio zählen auch Schlauch- und Fertigteile aus Fluor- und Hochleistungskunststoffen. Die Produkte kommen vorrangig im Anlagenbau, in der Chemieindustrie, im Bereich Energie- und Kraftwerkstechnik sowie in der Halbleiterindustrie zum Einsatz. Zukunftsträchtige Absatzgebiete bieten zudem Produktlösungen zur Wärmegewinnung aus Oberflächengewässern (Geothermie), die zur Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern, Ferienhäusern oder Hausbooten genutzt werden können.
Mit dem Zukauf baute die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ihre Position in den vorgenannten Industriesektoren aus und sicherte sich zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Bereich der Modul- und Systemfertigung. Die Polytetra GmbH erzielte im Gesamtjahr 2014 Umsatzerlöse in Höhe von 5,1 Mio. Euro. Durch den Erwerb kamen 30 Mitarbeiter zum ElringKlinger-Konzern hinzu.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Der ElringKlinger-Konzern konnte die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 auf 1.325,8 (1.150,1) Mio. Euro steigern. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 15,3 %. Organisch, d.h. unter Herausrechnung umrechnungsbedingter Währungs- und Konsolidierungseffekte, stiegen die Umsatzerlöse trotz der schwachen Verfassung der brasilianischen und russischen Fahrzeugmärkte um 11,2 %.
ElringKlinger profitierte von dem starken strukturellen Wachstum bei vielen Produktgruppen, die zur CO2 -Reduzierung beitragen, und legte prozentual deutlich stärker zu als die weltweite Fahrzeugproduktion (+ 3 %). Produktneuanläufe sowie die hohe Nachfrage aus Nordamerika und Asien haben ebenfalls spürbar zu der starken Umsatzentwicklung des Konzerns beigetragen.
Umrechnungsbedingte Währungskurseffekte wirkten sich im Gesamtjahr noch negativ aus. Zu konstanten Währungskursrelationen wäre der Konzernumsatz um 6,0 Mio. Euro höher ausgefallen.
Die ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan wurde im Zuge der notwendigen retrospektiven Anwendung von IFRS 11 bei der Darstellung der Vergleichszahlen des Vorjahres nicht mehr quotal einbezogen, sondern nach der Equity-Methode bewertet (vgl. Anhang). Dadurch verminderte sich der ursprünglich für 2013 ausgewiesene Konzernumsatz rückwirkend um den vormals zu 50 % einbezogenen Umsatzbeitrag dieser Gesellschaft (25,1 Mio. Euro) auf 1.150,1 Mio. Euro. Für das vierte Quartal 2013 reduzierte sich der Konzernumsatz demnach um 5,6 Mio. Euro auf 285,5 Mio. Euro.
Demgegenüber wurde ElringKlinger Marusan Corporation infolge des zum 31. Dezember 2013 vollzogenen Kontrollerwerbs voll konsolidiert und im Geschäftsjahr 2014 mit dem Gesamtumsatz von 46,2 Mio. Euro in den Konzernumsatz einbezogen. Der zusätzliche Umsatzbeitrag lag folglich bei 23,1 Mio. Euro. Im vierten Quartal 2014 ergab sich für ElringKlinger Marusan Corporation ein Gesamtumsatz von 10,8 Mio. Euro bzw. ein zusätzlicher Umsatzbeitrag aus der Vollkonsolidierung in Höhe von 5,4 Mio. Euro.
Im vierten Quartal 2014 zog die Wachstumsdynamik, getrieben auch von hohen Werkzeugumsätzen, an. Die ElringKlinger-Gruppe steigerte die Umsatzerlöse in diesem Zeitraum um 19,4 % auf 340,9 (285,5) Mio. Euro. Organisch nahmen die Erlöse um 12,7 % zu.
Umsatzziel 2014 klar übertroffen, bereinigtes EBIT trotz Belastung aus E-Mobility im Zielkorridor
Das Jahresziel für 2014, den Konzernumsatz organisch (d.h. wechselkursbereinigt und unter Herausrechnung von Konsolidierungseffekten) um 5 % bis 7 % zuzüglich Akquisitionsbeiträgen zu steigern, wurde deutlich übertroffen.
Für das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hatte der Konzern ursprünglich einen Anstieg auf 160 bis 165 Mio. Euro geplant. Trotz der gegenüber der Planung um über 4,0 Mio. Euro zurückgebliebenen Ergebnisentwicklung bei der Elring Klinger do Brasil Ltda., Piracicaba/Brasilien, und einer Planabweichung von rund 5,0 Mio. Euro bei dem im Bereich E-Mobility erwarteten EBIT erreichte der Konzern einen Wert von 158,9 (148,5) Mio. Euro. Die um Einmaleffekte bereinigte EBIT-Marge gab von 12,9 % auf 12,0 % nach.
Umsatz- und Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung
Die immer noch solide Nachfrage im US-Nachrüstgeschäft für Lkw, neue Projekte bei Binnenschiffen und Baumaschinen sowie Großaufträge mit Abgasreinigungssystemen für erdgasbetriebene Kraftwerksanlagen ließen den Umsatz der Hug-Gruppe 2014 auf 71,1 (57,6) Mio. Euro anziehen.
Nachdem das Geschäft in den ersten beiden Quartalen 2014 stark von der Abrechnung von Großaufträgen gekennzeichnet war, war in der zweiten Jahreshälfte eine Normalisierung in der Geschäftsentwicklung spürbar. Im Zeitraum von Juli bis Dezember 2014 verbuchte Hug einen Umsatz von 30,9 Mio. Euro, nach 40,2 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2014.
Hug arbeitet an einer Reihe neuer Projekte, unter anderem an der Zertifizierung von Retrofit-Lösungen für Off-Road-Fahrzeuge und SCR-Dosiersystemen zur Stickoxidreduzierung für Schiffsmotoren, die mit Blick auf die ab 2016 geltenden IMO-Abgasvorschriften entwickelt wurden. Hinzu kommen Entwicklungsprojekte für Baumaschinen, stationäre Motoren und Abgasreduzierungssysteme für schwerölbetriebene Großschiffe.
Die gezielte Ausrichtung auf Nischenmärkte führte im Zusammenwirken mit einer höheren Auslastung der Produktion zu einer weiteren Verbesserung der Ertragslage bei der Hug-Gruppe. Vor Zinsen und Steuern verdiente Hug 15,1 (13,6) Mio. Euro. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund des stark projektbezogenen Geschäfts auf Quartalsbasis stärkeren Schwankungen ausgesetzt bleibt.
Europa- und Nordamerikageschäft als regionale Wachstumstreiber
Die langsame Erholung der westeuropäischen Pkw-Märkte spiegelte sich auch in der Umsatzentwicklung der ElringKlinger-Gruppe wider. Mit einem Zuwachs von 20,9 % auf 433,8 (358,7) Mio. Euro fielen die Umsatzzuwächse in der Region "Übriges Europa" im Konzernvergleich am höchsten aus. Mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel (32,7 %) bildet diese Region den größten Absatzmarkt für den Konzern.
Die Bedeutung des Inlandsmarkts nahm dagegen weiter ab. Auf dem heimischen Markt steigerte der Konzern die Erlöse um 7,6 % auf 388,1 (360,8) Mio. Euro. Damit ging der Inlandsanteil am Konzernumsatz auf 29,3 % (31,4 %) zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der insbesondere an deutsche Kunden gelieferten ElringKlinger-Komponenten in Fahrzeugen bzw. Motoren zum Einsatz kommt, die für Auslandsmärkte wie China und Nordamerika bestimmt sind.
Getragen von der ungebrochen hohen Nachfrage der Fahrzeugkäufer in Nordamerika konnte ElringKlinger die Umsatzerlöse in der Region "NAFTA" im Geschäftsjahr 2014 um 10,0 % auf 220,4 (200,3) Mio. Euro steigern. 16,6 % (17,4 %) der Umsatzerlöse des Konzerns wurden in dieser Region erwirtschaftet, die damit eine ähnlich wichtige Bedeutung für den Konzern hat wie die asiatischen Märkte.
Demgegenüber schrumpften die Umsatzerlöse des ElringKlinger-Konzerns in der Region "Südamerika und übrige" von 65,7 Mio. Euro auf 57,9 Mio. Euro. Das Minus von 11,9 % war maßgeblich auf den starken Einbruch des brasilianischen Pkw-Markts zurückzuführen. Auch der ElringKlinger-Konzern musste im Brasiliengeschäft deutliche Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Zudem wirkte sich die Schwäche des brasilianischen Reals negativ auf die Konzernerlöse aus. So verbuchte die Tochtergesellschaft Elring Klinger do Brasil Ltda., Piracicaba/Brasilien, im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzrückgang um 18,1 % auf 40,3 (49,2) Mio. Euro. Der Anteil der Region Südamerika am Konzernumsatz ging dementsprechend auf 4,4 % (5,7 %) zurück.
In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Konzernumsatz 2014 um 37,1 % auf 225,6 (164,6) Mio. Euro. Allerdings war der starke Anstieg gegenüber dem Vorjahr geprägt durch die bereits beschriebene Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan. Bereinigt um diesen Konsolidierungseffekt wären die Umsätze in Asien noch um 6,7 % gestiegen. Zudem ist anzumerken, dass sich die Abschwächung des japanischen Yen zum Euro senkend auf die Umsatzerlöse des Konzerns auswirkte.
Die Wachstumsmärkte Asiens stehen bei ElringKlinger im Fokus. In den beiden vergangenen Jahren errichtete das Unternehmen sowohl in Indonesien, als auch in Korea neue Werke. ElringKlinger Marusan Corporation wurde infolge des Kontrollerwerbs voll in den Konsolidierungskreis des Konzerns einbezogen. Der Anteil der Region Asien erhöhte sich damit 2014 in Summe auf 17,0 % (14,3 %) an. Berücksichtigt man allerdings die indirekten Umsatzbeiträge aus den Exporten europäischer Fahrzeug- und Motorenhersteller von Europa nach Asien, liegt der auf die Region Asien entfallende Anteil der Konzernumsätze in der Erstausrüstung bei rund einem Viertel.
In Summe gewann das Geschäft auf den internationalen Märkten 2014 weiter an Gewicht. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz erhöhte sich auf 70,7 % (68,6 %).
Segment Erstausrüstung treibt Konzernwachstum
Die Erstausrüstung bildete 2014 unverändert das mit Abstand umsatzstärkste Segment im Konzern. Das Wachstum war in erster Linie von der starken Entwicklung des Kerngeschäfts getragen.
Mit einem Anstieg von 17,7 % auf 1.089,7 (925,9) Mio. Euro verzeichnete die Erstausrüstung gegenüber den anderen Berichtssegmenten des Konzerns einen deutlich überproportionalen Zuwachs. Ohne den Effekt aus der bereits beschriebenen, geänderten Konsolidierungsmethode der ElringKlinger Marusan Corporation bzw. unter Fortführung der quotalen Einbeziehung dieser Gesellschaft wäre das Segment um 12,2 % gewachsen.
Die ungebrochen hohe Nachfrage aus den Pkw-Märkten Nordamerika und Asien, aber auch die an Dynamik gewinnende Erholung der europäischen Fahrzeugkonjunktur haben zum Anstieg der Umsatzerlöse im Segment Erstausrüstung spürbar beigetragen. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kamen aber aus der strukturell wachsenden Nachfrage der Kunden nach Komponenten für Automatikgetriebe, Turboladerdichtungen, thermischakustischen Abschirmteilen und Leichtbaumodulen aus Kunststoff. Durch die Erweiterung des Produktportfolios in den Geschäftsbereichen des Kerngeschäfts nimmt die Anzahl der pro Fahrzeug verbauten ElringKlinger-Teile zu. Daneben profitierte das Segment auch von Produktneuanläufen. Besonders hoch fielen die Zuwachsraten in den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen sowie Kunststoffgehäusemodule aus.
82,2 % (80,5 %) der Konzernumsatzerlöse wurden 2014 im Segment Erstausrüstung erwirtschaftet.
Ertragsseitig musste das Kerngeschäft im Segment Erstausrüstung eine Reihe belastender Effekte kompensieren: Neben dem extrem schwachen Brasiliengeschäft und den Verlusten im Bereich E-Mobility wirkte sich auch der leicht negative Ergebnisbeitrag (inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation) der ab 2014 voll konsolidierten ElringKlinger Marusan Corporation, die 2014 in Summe einen Umsatz von 46,2 Mio. Euro beisteuerte, belastend auf die Marge aus. Aufgrund der zahlreichen anstehenden Neuanläufe waren die Umsätze mit Werkzeugen im Geschäftsjahr 2014 verhältnismäßig hoch. Sie beliefen sich auf 91,2 Mio. Euro und wirkten sich tendenziell margensenkend aus.
Das Segmentergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) wurde mit 111,2 (123,2) Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau ausgewiesen. Dies lag allerdings ausschließlich an dem im Vorjahr erzielten Einmalertrag aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan. Bereinigt um diesen Sondereffekt erhöhte sich das EBIT im Segment Erstausrüstung ausgehend von 105,6 Mio. Euro um 5,3 %. Das Ergebnis vor Ertragsteuern in der Erstausrüstung entwickelte sich, in erster Linie bedingt durch 10,0 (- 4,0) Mio. Euro positive Wechselkurseffekte, besser als das operative Ergebnis und legte um 1,8 % auf 111,4 (109,4) Mio. Euro zu. Bereinigt um den erwähnten Einmalertrag im Jahr 2013 wuchs das Segmentergebnis vor Ertragsteuern von 91,8 Mio. Euro um 21,4 % auf 111,4 Mio. Euro.
E-Mobility bleibt hinter den Erwartungen zurück
Neben dem bereits erwähnten Bereich Abgasnachbehandlung umfasst die Erstausrüstung auch die Aktivitäten des Bereichs E-Mobility.
Belastend wirkte hier die schwache Nachfrage der Fahrzeugkäufer nach batteriebetriebenen Fahrzeugen sowie nach Plug-in-Hybriden. Hinzu kamen im Jahresverlauf auch noch die deutlich nachgebenden Diesel- und Benzinpreise. So lag der Anteil rein batteriebetriebener Fahrzeuge an den Neuzulassungen in Westeuropa 2014 bei gerade einmal 0,5 %. In der Folge blieb auch die Umsatzentwicklung in der Sparte Batterietechnologie deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die für 2014 geplante Ergebnisverbesserung um mindestens 5,0 Mio. Euro konnte vor dem Hintergrund der schwachen Auslastung der voll automatisierten Fertigungslinien nicht erreicht werden.
Zwar legten die Umsatzerlöse leicht von 8,4 auf 11,0 Mio. Euro zu. Diese Umsatzbeiträge waren bei zudem ungünstigen Mixeffekten für das Erreichen der Gewinnschwelle nicht ausreichend. Hohe Fixkosten, Entwicklungsvorleistungen und höher als erwartet ausgefallene Anlaufkosten für 2014 angelaufene Serienprojekte führten beim Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern zu einem Verlust von 8,0 (- 7,2) Mio. Euro. Damit verwässerte die Batterietechnik die EBIT-Marge des Segments Erstausrüstung um fast einen Prozentpunkt.
Ersatzteilgeschäft wächst deutlich
In einem insgesamt schwierigen Umfeld steigerte das Segment Ersatzteile den Umsatz im Jahr 2014 um 9,6 % auf 130,7 (119,3) Mio. Euro. Den Großteil der Erlöse erzielte ElringKlinger weiterhin in West- und Osteuropa.
Bedingt durch die stark unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Absatzmärkten des Segments wies auch die Geschäftsentwicklung im Segment Ersatzteile eine stark divergierende Entwicklung aus. Geopolitische Spannungen wirkten sich im russischen Markt, im Nahen Osten und in mehreren nordafrikanischen Staaten belastend auf die Geschäftsentwicklung aus.
Erfreulich entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft im Inland. ElringKlinger konnte auf seine starke Marktposition aufbauen, weitere Marktanteile gewinnen und folglich hohe Umsatzzuwächse verbuchen. Im Inland erzielte das Ersatzteilgeschäft rund 15,0 % der Umsatzerlöse.
Die konjunkturelle Erholung in Süd- und Westeuropa hat sich positiv auf die Absatzsituation des ElringKlinger-Ersatzteilgeschäfts ausgewirkt. Während der Krise zunächst aufgeschobene Reparaturarbeiten an den Fahrzeugen wurden nachgeholt. Zum Umsatzanstieg trug darüber hinaus die verstärkte Marktbearbeitung in Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien bei.
Trotz des andauernden Ukrainekonflikts und der durch die von der EU verhängten Sanktionen ausgelösten Abschwächung in Russland erzielte das Ersatzteilsegment in der Region Osteuropa ein insgesamt erfreuliches Umsatzwachstum. Die schwächeren Umsatzerlöse in Russland und der Ukraine konnten durch hohe Zuwachsraten in den neuen EU-Ländern überkompensiert werden. ElringKlinger profitiert insbesondere von dem nachhaltig wachsenden Fahrzeugbestand an deutschen Fabrikaten in den osteuropäischen Märkten.
Das schwierige politische und wirtschaftliche Umfeld lastete auch auf der Geschäftsentwicklung in der krisengeschüttelten Region Nordafrika und Mittlerer Osten. Eingeschränkte Refinanzierungsmöglichkeiten der Großhändler sowie teilweise starke Rückgänge der lokalen Währungen zum Euro bzw. US-Dollar führten zur Kaufzurückhaltung. Ungeachtet dieser Probleme konnte ElringKlinger die Umsätze in der Region Mittlerer Osten - obgleich nur moderat - nochmals ausbauen.
Sowohl in Nordamerika als auch in Asien verbuchte das ElringKlinger-Ersatzteilgeschäft von noch niedrigem Ausgangsniveau kommend prozentual zweistellige Zuwachsraten und erzielte in Summe Umsatzerlöse von über 8,0 Mio. Euro. Als einer der führenden Anbieter in der Erstausrüstung hat ElringKlinger damit begonnen, das Ersatzteilgeschäft auf beiden Märkten verstärkt auszubauen und sieht hier mittelfristig beträchtliches Wachstumspotenzial.
Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern im Segment Ersatzteile verbesserte sich 2014 parallel zur Umsatzausweitung auf 25,1 (22,5) Mio. Euro. Vor Ertragsteuern verdiente das Segment 12,7 % mehr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg demnach stärker als der Umsatz und erreichte 23,9 (21,2) Mio. Euro.
Moderater Umsatzanstieg im Segment Kunststofftechnik
ElringKlinger entwickelt und produziert im Segment Kunststofftechnik Produkte aus dem Hochleistungskunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen): Das Segment Kunststofftechnik lieferte 2014 auch in Branchen außerhalb der Fahrzeugindustrie wie Maschinenbau, Medizintechnik oder Telekommunikation. Während die Umsätze mit der Automobilindustrie gute Zuwachsraten aufwiesen, zeigte das Geschäft mit den Kunden aus der allgemeinen Industrie im Jahr 2014 eine eher verhaltene Entwicklung. In Summe lag der Umsatz im Segment Kunststofftechnik im Geschäftsjahr 2014 mit einem Zuwachs von 0,3 % nur leicht über dem Vorjahreswert und erhöhte sich auf 92,9 (92,6) Mio. Euro.
Die Internationalisierung des bisher stark auf Mitteleuropa fokussierten Geschäfts wurde 2014 weiter vorangetrieben. Während die chinesische Tochtergesellschaft ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd, Qingdao/China, bereits zunehmend zum Segmentumsatz beisteuerte, befindet sich ElringKlinger in den USA, dem größten PTFE-Markt der Welt, noch in der Phase der Markterschließung. Interessante Entwicklungsprojekte konnten auch im nordamerikanischen Raum bereits akquiriert werden. Die für die Marktentwicklung notwendigen Vorlaufkosten, insbesondere für den Vertrieb und die Entwicklung, wirkten sich im Geschäftsjahr 2014 entsprechend ergebnismindernd aus.
Somit gab das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern des Segments Kunststofftechnik von 16,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 15,4 Mio. Euro nach, wobei sich die operative Marge auf 16,6 % (17,4 %) reduzierte. Beim Ergebnis vor Ertragsteuern verzeichnete das Segment einen Rückgang auf 15,4 (15,9) Mio. Euro.
Gewerbeparks
Die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung aus den Gewerbeparks in Idstein/Deutschland, und vor allem aus Kecskemét-Kádafalva/Ungarn, verzeichneten 2014 auslastungsbedingt einen leichten Anstieg auf 4,5 (4,3) Mio. Euro. Gleichzeitig steuerte das Segment Gewerbeparks 2014 mit 0,4 (0,1) Mio. Euro etwas mehr zum Konzern-EBIT bei als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Segments erhöhte sich dementsprechend von 0,1 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro.
Umsatzbeitrag im Segment Dienstleistungen stabil
Die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein/Deutschland, bietet im Segment Dienstleistungen Fahrzeugherstellern und anderen Zulieferern Engineering- und Prüfstandleistungen an. Zum Portfolio der Gesellschaft zählen die SCR-(Selective Catalytic Reduction)-Technologie zur Stickstoffreduzierung sowie die Partikelzählung im Dieselpartikelfilter.
Die ebenfalls im Segment Dienstleistungen erfasste ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland, erbringt interne und externe Logistikdienstleistungen wie Sortieren und Verpacken. Sie war 2014 maßgeblich für die im Segment erzielten Umsatzzuwächse. Demgegenüber zeigten sich bei der Elring Klinger Motortechnik GmbH Umsätze und Erträge gegenüber dem Vorjahr rückläufig.
Nach einem schleppenden Jahresauftakt verbesserte sich die Auftragslage im Segment Dienstleistungen im Jahresverlauf sukzessive. Die Umsatzerlöse erreichten im Gesamtjahr 2014 wieder das Vorjahresniveau in Höhe von 8,1 (8,1) Mio. Euro.
Im Gegensatz dazu verzeichnete das EBIT einen Rückgang auf 1,9 (2,3) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern gab analog von 2,3 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro nach.
Bruttomarge leicht unter Vorjahr
Die Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich im Geschäftsjahr 2014 trotz belastender Faktoren wie dem Markteinbruch in Brasilien und den unter den Erwartungen liegenden Abrufzahlen im Bereich E-Mobility weiterhin solide dar.
Die Umsatzkosten des Konzerns stiegen leicht überproportional zu den Umsatzerlösen um 17,3 % auf 967,4 (824,5) Mio. Euro. Die Bruttomarge verringerte sich entsprechend auf 27,0 % (28,3 %).
Die bereits beschriebene, geänderte Konsolidierungsmethode für ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan, wirkte dabei verwässernd, da die Gesellschaft eine noch deutlich unter dem Konzerndurchschnitt liegende Rentabilität aufweist. Unter Herausrechnung des Konsolidierungseffekts bzw. bei Fortführung der bisherigen quotalen Einbeziehung wäre die Bruttomarge (vor Kaufpreisallokation) nur von 28,0 % im Vorjahr auf 27,3 % im Geschäftsjahr 2014 zurückgegangen.
Im Geschäftsjahr 2014 war zudem ein vergleichsweise hoher Umsatzbeitrag aus Werkzeugfakturierungen zu verzeichnen. Diese Werkzeugerlöse weisen teilweise einen im Vergleich zum Seriengeschäft geringeren Ergebnisbeitrag aus.
Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2014 um 14,7 % auf 580,6 (506,3) Mio. Euro und damit leicht unterproportional zum Umsatz. Die Preise für die meisten der vom ElringKlinger-Konzern überwiegend eingesetzten Rohstoffe blieben weitgehend stabil. Der im Jahresverlauf am Markt zu beobachtende Preisanstieg bei Aluminium schlug sich bei ElringKlinger aufgrund der bestehenden Rahmenverträge nicht wesentlich nieder. Edelstahl konnte weitgehend zu vergleichbaren Preisen wie im Vorjahr beschafft werden. Die Einkaufspreise für Polyamid-Granulate gingen im Jahresverlauf leicht zurück.
Anteil der Personalaufwendungen an den Umsatzkosten rückläufig
Die Personalaufwendungen im Konzern stiegen im Geschäftsjahr 2014 um 14,0 % an. Ein im Vergleich zum Vorjahr belastender Faktor ergab sich aus den Lohnerhöhungen für die in Deutschland tariflich beschäftigten Konzernmitarbeiter, die jeweils ab dem 1. Juli 2013 (plus 3,4 %) sowie dem 1. Mai 2014 (plus 2,2 %) wirksam wurden und einen entsprechenden Anstieg der Personalkosten bedingten.
Auch die für das Geschäftsjahr 2013 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 1.450 (1.300) Euro je Mitarbeiter führte zu zusätzlichen Personalaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,7 (3,7) Mio. Euro.
Zudem bauten zahlreiche ElringKlinger-Werke 2014 wachstumsbedingt ihr Personal auf. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2014 um 8,0 % auf 7.255 (6.716). Die Zunahme der Beschäftigtenzahlen fiel damit prozentual allerdings weniger stark aus als das Umsatzwachstum des Konzerns.
Trotz dieser erhöhenden Effekte ging der Anteil der Personalaufwendungen an den Umsatzkosten des Konzerns 2014 gegenüber dem Vorjahr zurück. Durch weitere Automatisierung und Steigerung der Produktivität in der Fertigung konnte er von 24,4 % auf 23,4 % zurückgeführt werden.
Höherer Aufwand für Forschung und Entwicklung
Der weitere Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) spiegelte sich in den gestiegenen FuE-Aufwendungen wider. Diese beliefen sich im Geschäftsjahr auf 57,3 (56,7) Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten wendete ElringKlinger insgesamt 66,5 (65,7) Mio. Euro für Entwicklungsprojekte auf. Dies entsprach einer FuE-Quote von 5,0 % (5,7 %).
Den aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von 9,2 (9,0) Mio. Euro standen planmäßige Abschreibungen von 7,6 (6,3) Mio. Euro gegenüber. Daraus ergab sich ein positiver Ergebniseffekt von 1,6 (2,7) Mio. Euro.
Aus Fördermitteln der öffentlichen Hand erhielt der ElringKlinger-Konzern 2014 insgesamt 7,4 (7,3) Mio. Euro. Die Zuschüsse entfielen hauptsächlich auf Projekte in der Brennstoffzellentechnologie, Batterietechnik und im Leichtbau. Den erhaltenen Fördermitteln standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung sowie im Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber.
Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2014 auf 93,4 (81,5) Mio. Euro. Der Anstieg um 14,6 % bzw. 11,9 Mio. Euro, ist allerdings auch bedingt durch den Effekt aus der geänderten Konsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation. 2,2 Mio. Euro an Vertriebskosten waren diesem Konsolidierungseffekt zuzuordnen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass ein Großteil der auf den Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation zurückgehenden Kaufpreisallokation auf die Vertriebskosten (1,8 Mio. Euro) entfiel. Ohne diese beiden Faktoren hätten sich die Vertriebskosten lediglich um 9,7 % erhöht.
Einen überproportionalen Anstieg verzeichneten die allgemeinen Verwaltungskosten, die im Geschäftsjahr 2014 um 15,4 Mio. Euro auf 61,4 (46,0) Mio. Euro zulegten. Ursächlich für diese Zunahme waren auch die im Rahmen der Konsolidierungsänderung erstmals einbezogenen Verwaltungskosten der ElringKlinger Marusan Corporation (3,3 Mio. Euro). Des Weiteren fielen unter anderem aufgrund der 2014 erfolgten Neufassung der Vorstandsdienstverträge die Aufwendungen für Tantiemen um 3,7 Mio. Euro höher aus als im Vorjahresvergleichszeitraum. Davon ist ein Betrag in Höhe von 1,4 Mio. Euro, der aus den langfristigen variablen Vergütungskomponenten (LTI II) resultierte, wirtschaftlich den beiden Vorjahren zuzurechnen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr auf 18,7 (33,0) Mio. Euro. Im Vorjahr enthielt diese Position die Sondererträge aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation (17,6 Mio. Euro) sowie aus dem sukzessiven Unternehmenserwerb der ElringKlinger Korea Co., Ltd., Gumi/Korea (1,4 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen in Summe auf 11,1 (10,3) Mio. Euro. Diese Zunahme war im Wesentlichen auf die Verbuchung eines Forderungsausfalls in Höhe von 1,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit der abschließenden Regelung eines Gewährleistungsfalls aus dem Jahr 2008 zurückzuführen (vgl. Anhang).
Bereinigtes operatives Ergebnis steigt um 8 %
Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 6,9 % auf 238,3 (222,9) Mio. Euro. Getragen wurde dieser Zuwachs in erster Linie von dem starken strukturellen Umsatzwachstum im Segment Erstausrüstung, neuen Serienanläufen und der Ergebnisverbesserung bei Hug.
Dagegen blieb der neue Bereich E-Mobility nachfragebedingt deutlich hinter der Planung zurück und verbuchte ein negatives operatives Ergebnis von 8,0 (- 7,2) Mio. Euro. Zudem wirkten sich im vierten Quartal einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 4,9 Mio. Euro belastend aus: Bei der Tochtergesellschaft ElringKlinger Korea Co., Ltd. wurden im Zuge der Werksverlagerung an den neu errichteten Standort Gumi Bestandskorrekturen und Berichtigungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro notwendig. Ein Gewährleistungsfall bei der AG aus dem Jahr 2008 konnte abschließend geregelt werden. Risiken daraus bestehen damit nun nicht mehr, allerdings mussten in diesem Zusammenhang 1,5 Mio. Euro an Forderungen ergebniswirksam ausgebucht werden (vgl. Anhang). Des Weiteren erforderte die 2014 erfolgte Neufassung der Vorstandsdienstverträge einmalige Zuführungen zu den Rückstellungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro für die langfristigen variablen Vergütungskomponenten (LTI II), die wirtschaftlich den beiden Vorjahren zuzurechnen sind.
Im Vorjahr waren dagegen positive Sondereffekte von insgesamt 15,7 Mio. Euro verbucht worden, die unter anderem den bereits beschriebenen Sonderertrag in Höhe von 17,6 Mio. Euro aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation beinhalteten.
Lässt man diese Sondereffekte unberücksichtigt, belief sich das EBITDA des ElringKlinger-Konzerns im Geschäftsjahr 2014 auf 233,4 (238,6) Mio. Euro.
Die Abschreibungen stiegen 2014 um 6,7 % auf 79,4 (74,4) Mio. Euro. Während die Abschreibungen auf Werkzeuge im Vergleich zum Vorjahr niedriger ausfielen, erhöhten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Werkzeuge) auf 67,4 (56,2) Mio. Euro. Die in den Abschreibungen enthaltenen Beträge auf im Rahmen der Kaufpreisallokationen aufgedeckte stille Reserven beliefen sich insgesamt auf 3,4 (1,3) Mio. Euro.
Bereinigt um die beschriebenen Sondereffekte stieg das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) vor Kaufpreisallokation um 8,3 % auf 162,3 (149,8) Mio. Euro. Der Rückgang der bereinigten operativen Marge vor Kaufpreisallokation auf 12,2 % (13,0 %) war maßgeblich auf die nachfragebedingten Verluste im Bereich E-Mobility sowie auf den Gewinnrückgang bei der brasilianischen Tochtergesellschaft zurückzuführen, die sich 2014 mit einem starken Einbruch des lokalen Fahrzeugmarkts konfrontiert sah. Margenverwässernd wirkte auch der hohe Anteil an fakturierten Werkzeugen sowie die Vollkonsolidierung der noch deutlich unter der Konzernmarge liegenden ElringKlinger Marusan Corporation (rund 0,3 Prozentpunkte).
Das operative Ergebnis (EBIT) des ElringKlinger-Konzerns erreichte im Geschäftsjahr 2014 154,0 (164,2) Mio. Euro.
Finanzergebnis wechselkursbedingt deutlich verbessert
Das Finanzergebnis verbesserte sich 2014 von minus 15,3 Mio. Euro auf minus 0,9 Mio. Euro. Maßgeblich hierfür waren positive Wechselkurseffekte, die sich 2014 auf 10,0 Mio. Euro beliefen, während im Vorjahr ein saldierter Verlust aus Kursdifferenzen in Höhe von 4,4 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen war. Maßgeblich für die hohen Wechselkursgewinne war die im Jahresverlauf 2014 zunehmende Abwertung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, aber auch gegenüber den meisten asiatischen Währungen. Trotz der gestiegenen Nettoverschuldung verringerten sich die saldierten Zinsaufwendungen infolge des 2014 weiter gesunkenen Zinsniveaus auf 10,9 (- 11,2) Mio. Euro.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg gegenüber dem um den Einmalertrag aus dem Marusan-Kontrollerwerb bereinigten Vorjahreswert um 16,6 % auf 153,1 (131,3 Mio. Euro, inkl. Einmalertrag 148,9 Mio. Euro).
Die Ertragsteueraufwendungen erhöhten sich überproportional zum Ergebnis vor Ertragsteuern um 12,7 % auf 42,5 (37,7) Mio. Euro. Die Steuerquote des ElringKlinger-Konzerns stieg 2014 entsprechend auf 27,8 % (25,3 %). Dies war unter anderem bedingt durch die Erfassung latenter Steuern im Zusammenhang mit dem beschriebenen Gewährleistungsfall. Zudem hatte die Steuerquote im Vorjahr von einem positiven Effekt aus dem Kontrollerwerb und dem damit einhergehenden Übergang zur Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation profitiert.
Periodenergebnis vor Konsolidierungseffekt steigt um 12 %
Das Periodenergebnis der ElringKlinger-Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2014 nahezu unverändert bei 110,6 (111,2) Mio. Euro. Adjustiert um den einmaligen Ergebnisbeitrag aus dem Kontrollerwerb an der ElringKlinger Marusan Corporation im Vorjahr erhöhte sich das Periodenergebnis allerdings um 12,3 % auf 110,6 (98,5) Mio. Euro.
Das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter lag bei 105,7 (105,4) Mio. Euro. Bereinigt um den beschriebenen Sondereffekt aus dem Kontrollerwerb der ElringKlinger Marusan Corporation konnte der Konzern das Periodenergebnis nach Anteilen Dritter um 14,0 % auf 105,7 (92,7) Mio. Euro steigern.
Das Ergebnis je Aktie erreichte damit im Jahr 2014 1,67 (1,66) Euro bzw. auf - um den Einmaleffekt aus Kontrollerwerb - bereinigter Basis 1,67 (1,46) Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. Dezember 2014 unverändert 63.359.990 Stück.
Vorgesehene Dividendenerhöhung auf 0,55 Euro je Aktie
Die ElringKlinger AG verfolgt eine nachhaltige, an der Ergebnisentwicklung orientierte Dividendenpolitik, die die Anteilseigner angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt. Dementsprechend schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 eine Dividende von 0,55 (0,50) Euro je Aktie vor.
Der Dividendenvorschlag entspricht einer Steigerung von 10,0 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2014 steigt damit von 31,7 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote bezogen auf den Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG beträgt 32,9 %, nach 30,1 % für das Geschäftsjahr 2013.
Vermögenslage
Die Vermögenslage des ElringKlinger-Konzerns präsentierte sich zum 31. Dezember 2014 mit einer Eigenkapitalquote von 49,7 % (50,4 %) unverändert solide.
Bilanzsumme wächst auf 1.559 Mio. Euro
Die Bilanzsumme der ElringKlinger-Gruppe stieg zum 31. Dezember 2014 um 12,0 % auf 1.558,8 (1.392,1) Mio. Euro. Aus Akquisitionseffekten ergab sich eine Zunahme der Bilanzsumme um insgesamt 5,7 Mio. Euro. Der Großteil davon entfiel auf die Übernahme der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland. Ohne Konsolidierungseffekte betrug die Zunahme der Bilanzsumme 11,6 %.
Der Zuwachs der Bilanzsumme resultierte hauptsächlich aus dem Anstieg der Sachanlagen infolge der erhöhten Investitionen sowie dem Zuwachs des Working Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) im Rahmen der Geschäftsausweitung. Zudem beruht das Wachstum der Bilanzsumme auf Währungseffekten, die sich im Jahresvergleich insbesondere aus der Aufwertung des US-Dollars, des Chinesischen Renminbi und des Schweizer Franken gegenüber dem Euro ergaben.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen insgesamt bei 163,1 (125,6) Mio. Euro und übertrafen damit die Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) in Höhe von 79,2 (74,4) Mio. Euro deutlich. In der Folge stiegen die Sachanlagen um 15,7 % auf 708,0 (612,1) Mio. Euro und die immateriellen Vermögenswerte um 4,9 % auf 185,3 (176,7) Mio. Euro. Als mit Abstand größte Bilanzposition erhöhte sich der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme von 44,0 % auf 45,4 %.
Vom Anstieg der immateriellen Vermögenswerte entfallen 3,4 Mio. Euro auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Dieser Betrag enthält die Zugänge im Zusammenhang mit der Übernahme der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, und der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland.
Höheres Working Capital
Die Vorräte lagen zum 31. Dezember 2014 bei 290,1 (257,4) Mio. Euro. Der Anstieg von 12,7 % geht zu einem Teil auf höhere Werkzeugbestände zurück, die um 9,8 Mio. Euro zunahmen und die maßgeblich durch anstehende Produktionsanläufe bedingt waren. Ohne die Werkzeuge wäre die Kapitalbindung in den Vorräten um 11,7 % und damit unterproportional zum Umsatzanstieg gewachsen. Ein Großteil des Zuwachses bei den Vorräten entfiel auf die Tochtergesellschaften, während das verbesserte Vorratsmanagement bei der Muttergesellschaft Erfolge zeigte. Der Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2014 nahezu unverändert auf 18,6 % (18,5 %).
Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr leicht überproportional zum Umsatz um 18,1 % auf 245,1 (207,5) Mio. Euro. Allerdings ist auch hier im Jahresverlauf ein Fortschritt bei der Optimierung des Working Capital sichtbar geworden. Allein im vierten Quartal konnte der Forderungsbestand um 14,8 Mio. Euro reduziert werden.
Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte auf 26,9 (40,8) Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung der Versicherungsleistung in Höhe von 8,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem bereits erwähnten Gewährleistungsfall.
In Summe stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 635,2 (572,6) Mio. Euro.
Eigenkapitalquote mit knapp unter 50 % weiterhin auf hohem Niveau
Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2014 auf 775,2 (701,3) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag bei 49,7 % (50,4 %) und blieb damit auf einem hohen Niveau. Die Zunahme des Eigenkapitals resultiert in erster Linie aus den um 74,1 Mio. Euro gestiegenen Gewinnrücklagen, die aus dem Periodenergebnis höher dotiert wurden. Dagegen verringerten sich die übrigen Rücklagen in Summe auf minus 10,8 (- 5,9) Mio. Euro. Dies reflektiert einerseits versicherungsmathematische Verluste aus Pensionszusagen von 21,9 Mio. Euro, die im sonstigen Ergebnis ausgewiesen werden. Gegenläufig wirkten andererseits die im sonstigen Ergebnis erfassten Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 17,9 Mio. Euro.
Niedriges Zinsniveau bedingt höhere Pensionsrückstellungen
Aufgrund des deutlich niedrigeren Zinsniveaus zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresstichtag ergab sich eine Anpassung des Rechnungszinses für die Berechnung der Pensionsrückstellungen. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Verluste führten zu einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen auf 124,1 (92,3) Mio. Euro. Diese Anpassung hatte keine Auswirkung auf die Ertragslage, sondern wurde über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital verbucht.
Nettoverschuldung bei 348 Mio. Euro
Der Finanzierungsbedarf des Konzerns wurde zum Teil aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und darüber hinaus über die Aufnahme von Bankkrediten und sonstigen Darlehen gedeckt. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahmen daher insgesamt um 58,8 Mio. Euro auf 417,0 (358,2) Mio. Euro zu. Während sich bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ein Anstieg auf 268,5 (237,3) Mio. Euro ergab, wurden die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 148,5 (120,9) Mio. Euro ausgeweitet.
Demzufolge erhöhte sich die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns auf 348,3 (295,3) Mio. Euro.
Bei den übrigen Verbindlichkeitspositionen ergaben sich zum 31. Dezember 2014 keine signifikanten Abweichungen gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben trotz der starken Umsatzausweitung nahezu unverändert bei 68,8 (68,6) Mio. Euro, während die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten auf 93,7 (88,1) Mio. Euro anstiegen.
In Summe lagen die Verbindlichkeiten bei 783,6 (690,7) Mio. Euro und damit bei 50,3 % (49,6 %) der Bilanzsumme.
Finanzlage
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 26 % über Vorjahr
Die ElringKlinger-Gruppe konnte 2014 den operativen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit deutlich um 26,0 % auf 149,9 (119,0) Mio. Euro steigern. Dies entspricht - gemessen am Umsatz - einer Quote von 11,3 % (10,3 %). Die Verbesserung des operativen Cashflows beruhte vor allem auf der geringeren zusätzlichen Mittelbindung im Working Capital.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern, das im Vorjahr den nicht zahlungswirksamen Sondereffekt aus dem Kontrollerwerb an der japanischen ElringKlinger Marusan Corporation in Höhe von 17,6 Mio. Euro enthielt, stieg auf 153,1 (148,9) Mio. Euro. Dieser Sondereffekt des Vorjahres wurde ebenso wie die nicht zahlungswirksamen positiven Währungseffekte des Berichtsjahres in der Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" eliminiert. Dementsprechend summierten sich die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge auf minus 13,7 (- 14,3) Mio. Euro.
Positive Effekte auf den operativen Cashflow ergaben sich aus den um 4,8 Mio. Euro gestiegenen Abschreibungen (79,2 Mio. Euro gegenüber 74,4 Mio. Euro). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Abschreibungen auf Werkzeuge erneut rückläufig waren, während die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einen Anstieg von 19,9 % auf 67,4 (56,2) Mio. Euro verzeichneten.
Im Geschäftsjahr 2014 dotierte der ElringKlinger-Konzern die Rückstellungen per saldo um 1,3 Mio. Euro höher, nachdem 2013 ein Rückstellungsverbrauch bzw. -auflösungen von 1,2 Mio. Euro erfolgt waren.
Cashflow-belastend wirkte dagegen die wachstumsbedingt höhere Kapitalbindung im Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). In Summe ergab sich aus der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ein Mittelabfluss in Höhe von 30,8 (53,9) Mio. Euro. Damit war der negative Effekt des Working-Capital-Aufbaus 2014 deutlich geringer als im Vorjahr. Im vierten Quartal 2014 allein ergab sich aus dem Saldo der Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, und der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ein Mittelzufluss von 15,9 (- 12,7) Mio. Euro. Neben den Erfolgen des optimierten Working-Capital-Managements wirkte sich hier auch die Zahlung der Versicherung von 8,5 Mio. Euro im Zusammenhang mit dem Gewährleistungsfall positiv aus.
Die gezahlten Ertragsteuern führten zu einem Mittelabfluss von 42,5 (37,2) Mio. Euro, unter anderem infolge des gestiegenen Ergebnisses vor Ertragsteuern.
Auszahlungen für Investitionen weiter gesteigert
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien beliefen sich 2014 auf 147,0 Mio. Euro und überstiegen den Vorjahreswert von 114,0 Mio. Euro. Das ursprünglich avisierte Ziel für 2014 hatte bei rund 100 bis 110 Mio. Euro zuzüglich Investitionen von bis zu 20 Mio. Euro für den Einstieg in den Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponentenleichtbau gelegen. Somit wurde die Zielgröße für die Investitionen im Geschäftsjahr 2014 überschritten. Dies resultierte unter anderem aus der Vorwegnahme von ursprünglich für 2015 geplanten Investitionen aufgrund der starken Nachfrage nach Produkten der ElringKlinger-Gruppe. Mit 53,6 (39,9) Mio. Euro entfiel ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien auf das vierte Quartal. Inklusive der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 16,1 (11,6) Mio. Euro summierten sich die Investitionen 2014 insgesamt auf 163,1 (125,6) Mio. Euro.
Der Großteil der Auszahlungen für Investitionen (inklusive der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte) im Jahr 2014 betraf das Segment Erstausrüstung, auf das 145,1 (114,2) Mio. Euro entfielen. Investiert wurde hier in den Aufbau bzw. die Ausweitung von Produktionskapazitäten in Vorbereitung für neue Serienanläufe, vor allem in den Geschäftsbereichen Abschirmtechnik und Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik. Geographisch betrachtet lag der Fokus auf den Standorten der ElringKlinger AG sowie auf Erweiterungsmaßnahmen bei den Tochtergesellschaften in Asien und Nordamerika.
Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit in China betraf den Bau eines neuen Werks und die Anschaffung zusätzlicher Produktionsanlagen in Suzhou. Dies steht im Zusammenhang mit der planmäßig voranschreitenden Vorbereitung von Produktneuanläufen mit neuen Leichtbauteilen in Polymer-Metall-Hybridtechnologie. Zusätzlich wurden in Suzhou Investitionen für die forcierte Expansion des Bereichs Kunststoffgehäusemodule im asiatischen Raum vorangetrieben.
Auch am Standort Changchun wurden weitere Investitionen für den Kapazitätsausbau getätigt, unter anderem in Gebäudeerweiterungen und eine neue Presse.
Bei der ElringKlinger Canada Inc., Leamington/Kanada, lag der Fokus der Investitionstätigkeit ebenfalls auf der Vorbereitung von bevorstehenden Produktneuanläufen, insbesondere mit Polymer-Metall-Leichtbaukomponenten. Bei der ElringKlinger USA Inc., Buford/USA, erstreckten sich die Kapazitätserweiterungen im Wesentlichen auf die Anschaffung von neuen Umformpressen und Stanzanlagen.
Angesichts des starken Wachstums bei der ElringKlinger (Great Britain) Ltd., Redcar/Großbritannien, wurden auch bei der britischen Tochtergesellschaft die Fertigungskapazitäten im Berichtsjahr spürbar erweitert. Dies beinhaltete neben der Fabrikerweiterung auch die Anschaffung neuer Pressen und Montageanlagen für die Produktion von Spezialdichtungen.
Bei der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen/Schweiz, flossen Investitionen sowohl in Gebäudeerweiterungen als auch in den Kauf neuer hydraulischer Pressen für größere Neuprojekte im Bereich thermisch-akustischer Abschirmteile.
Am Standort Dettingen/Erms/Deutschland errichtete die ElringKlinger AG unter anderem ein neues Leergutzentrum und schaffte Stanzanlagen für den Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen an. Am Standort Runkel/Deutschland wurde eine Beschichtungsanlage für Spezialdichtungen beschafft.
Auf das Segment Kunststofftechnik entfielen 11,5 (5,2) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen. Bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-Bissingen/ Deutschland schritt der Ausbau der Produktionskapazitäten voran. Ein Teil der Investitionen entfiel auf Bautätigkeiten rund um die neue Produktionshalle mit Extruder-Turm und die Anschaffung weiterer Produktionsanlagen. Die zusätzlichen Produktionskapazitäten sollen in erster Linie für Neuprojekte in den Bereichen Automotive, Maschinenbau und Medizintechnik zum Einsatz kommen.
Zudem investierte die ElringKlinger AG in den Kauf eines Grundstücks bei der Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH in Ergenzingen/Deutschland. Die Gesellschaft ist dem Segment Dienstleistungen zugeordnet, auf das insgesamt 3,6 (4,0) Mio. Euro der Auszahlungen für Investitionen entfielen.
Die Auszahlungen für Investitionen im Segment Ersatzteile summierten sich 2014 auf 2,8 (2,0) Mio. Euro. Auf das Segment Gewerbeparks entfielen 0,1 (0,2) Mio. Euro.
Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich Zahlungsmitteln) beliefen sich auf insgesamt 5,7 (3,2) Mio. Euro und betrafen den Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, sowie der Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland.
In Summe ergab sich 2014 ein Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 168,0 (- 126,4) Mio. Euro. Dies führte im ElringKlinger-Konzern zu einem negativen freien Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen) von 12,4 (- 4,2) Mio. Euro.
Mittelzufluss von 20 Mio. Euro aus Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Die Ausschüttungen an die Aktionäre und Minderheitsgesellschafter stiegen 2014 im Wesentlichen aufgrund der auf 0,50 Euro (0,45 Euro) je Aktie erhöhten Dividende der ElringKlinger AG auf 32,8 (29,7) Mio. Euro.
Im Vorjahr hatte sich aus der Übernahme weiterer Anteile am Schweizer Abgasspezialisten Hug, dem vollständigen Erwerb der ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika und der Elring Parts Ltd., Gateshead/Großbritannien, ein Mittelabfluss für Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 5,9 Mio. Euro ergeben. Im Geschäftsjahr 2014 waren keine vergleichbaren Transaktionen zu verzeichnen.
Aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten flossen dem ElringKlinger-Konzern 99,8 (151,9) Mio. Euro zu. Demgegenüber wurden Kredite in Höhe von 46,9 (101,7) Mio. Euro getilgt. Saldiert ergibt sich hieraus eine Ausweitung der Finanzverbindlichkeiten um 52,9 (50,2) Mio. Euro.
In Summe belief sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf 20,1 (14,7) Mio. Euro.
Die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns bezifferten sich zum Jahresende 2014 auf 68,7 (62,9) Mio. Euro.
In der Gesamtschau bewertet der Vorstand die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowohl der Muttergesellschaft ElringKlinger AG als auch des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 als sehr solide. Die breite Kundenstruktur, weiterhin zahlreiche Produktneuanläufe sowie das fortgesetzte Wachstum der Weltfahrzeugproduktion wirken sich tendenziell positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.
Mit seiner hohen operativen Ertragskraft und einer Eigenkapitalquote von 49,7 % weist der Konzern im Branchenvergleich nicht nur bei der Profitabilität, sondern auch bei der Vermögensstruktur sehr solide Werte auf.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit übersteigt nachhaltig die Auszahlungen für Sachanlagen, so dass das organische Wachstum des Konzerns mit den vorhandenen Mittelzuflüssen aus der Innenfinanzierung abgedeckt werden kann. Unter anderem mittels eines optimierten Working-Capital-Management sieht ElringKlinger Spielraum für eine steigende Kapitalrentabilität im Konzern.
Alles in allem verfügt der ElringKlinger-Konzern über die notwendigen finanziellen Grundlagen, um die zukunftsweisende technologische Entwicklung sowie das geplante Umsatz- und Ertragswachstum der Gruppe zu realisieren und langfristig fortzuführen.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG
Wie im Vorjahr wurden der Konzernlagebericht und der Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst. Die im Folgenden aufgezeigte Entwicklung der ElringKlinger AG basiert auf deren Jahresabschluss, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.
Umsatz- und Ertragsentwicklung der ElringKlinger AG
Weiterhin dynamisches Umsatzwachstum
Die anziehende weltweite Fahrzeugproduktion sowie zahlreiche Produktneuanläufe ließen den Umsatz der ElringKlinger AG 2014 deutlich ansteigen. Die Umsatzerlöse legten um 12,3 % auf 570,9 (508,4) Mio. Euro zu. Im Vergleich dazu steht ein Wachstum der Automobilproduktion in Westeuropa - der mit Abstand wichtigsten Absatzregion der ElringKlinger AG - von 4,6 %. Das Unternehmen profitierte im Berichtsjahr einmal mehr von seiner breiten Kundenbasis und dem hohen Umsatzanteil mit den exportstarken deutschen Premiumherstellern.
Für 2014 hatte die ElringKlinger AG ein Umsatzwachstum von 5 % bis 10 % anvisiert. Das obere Ende des Korridors konnte übertroffen werden.
Wachstum getragen von Inlandsgeschäft und starker Exportnachfrage
Nachdem das Wachstum in den Vorjahren in erster Linie vom Inlandsgeschäft getragen war, steuerte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch die Nachfrage aus dem Ausland zunehmend zum Umsatzanstieg bei. Die Umsatzerlöse der ElringKlinger AG im Inland wuchsen 2014 um 10,2 % auf 218,4 (198,2) Mio. Euro. Der Inlandsanteil am Umsatz lag bei 38,3 % (39,0 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Inlandsgeschäft der ElringKlinger AG auch Umsätze aus der Belieferung von Fahrzeugen und Motoren enthält, die zwar im Inland hergestellt werden, aber im Anschluss nach Asien bzw. Nordamerika exportiert werden. Insofern profitiert die ElringKlinger AG von dem starken Wachstum dieser Märkte, obwohl sie in diesen Märkten selbst nur in geringem Umfang vertreten ist.
Der Auslandsumsatz stieg um 13,6 % auf 352,5 (310,2) Mio. Euro. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich entsprechend auf 61,7 % (61,0 %). Wichtigster Absatzmarkt blieb weiterhin Europa (ohne Deutschland) mit einem Umsatzzuwachs von 12,8 % auf 238,2 (211,1) Mio. Euro. Die höchsten Wachstumsraten erzielte die Gesellschaft in der NAFTA-Region (+ 22,6 %), gefolgt von Asien (19,1 %).
Erstausrüstung weiterhin Wachstumstreiber
Der größte Teil des Umsatzanstiegs der ElringKlinger AG entfiel 2014 auf die Erstausrüstung. Die Umsätze in diesem Segment stiegen um 13,2 % auf 450,8 (398,3) Mio. Euro. Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz erhöhte sich entsprechend auf 79,0 % (78,3 %). Der Zuwachs basierte vor allem auf Produktneuanläufen und der positiven Entwicklung im Lkw-Bereich.
Mit Ausnahme der Abschirmtechnik erwirtschafteten 2014 alle Geschäftsbereiche des Segments Erstausrüstung Umsatzzuwächse. Jeweils zweistellige Wachstumsraten verzeichneten die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik und - auf niedriger Basis - die noch relativ jungen Bereiche E-Mobility und Gehäusebau (Abgasnachbehandlung).
Anziehende Dynamik im Ersatzteilgeschäft
Nach einem nur moderaten Umsatzanstieg im Vorjahr verzeichnete das Segment Ersatzteile 2014 eine lebhaftere Entwicklung. Die Umsätze legten im Berichtsjahr um 9,1 % auf 119,6 (109,6) Mio. Euro zu. Der Anteil des Segments am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG ging leicht auf 20,9 % (21,6 %) zurück.
Aufgrund einer verstärkten Marktbearbeitung wurden in Asien und Nordamerika die höchsten Wachstumsraten erzielt, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Trotz des Ukrainekonflikts und der schwierigen Lage in Russland erzielte auch die Region Osteuropa erfreuliche Zuwachsraten. Unterdurchschnittlich verlief dagegen die Entwicklung in den krisengeschüttelten Ländern der Regionen Nordafrika und Mittlerer Osten.
Geringfügige Bestandsveränderungen im Berichtsjahr
Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 0,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Aufbau von 15,1 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Aufbau im Vorjahr war hauptsächlich auf ein hohes Werkzeugvolumen zurückzuführen.
Überproportionaler Anstieg des Personalaufwands
Im Zuge der Geschäftsausweitung erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten der ElringKlinger AG im Jahresverlauf 2014 um 187 oder 8,1 % auf 2.488. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter stieg um 8,7 % auf 2.435 (2.240).
Die Personalaufwendungen nahmen im Berichtsjahr um 15,5 % auf 160,8 (139,2) Mio. Euro zu. Hier wirkte sich neben dem Personalaufbau die im Mai 2014 wirksam gewordene Lohnerhöhung um 2,2 % bei den tariflich Beschäftigten aus, was zu entsprechenden Kostensteigerungen an den Standorten der ElringKlinger AG führte.
Die für das Geschäftsjahr 2013 beschlossene Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg von 1.450 (1.300) Euro je Mitarbeiter resultierte in zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von 3,7 (2,9) Mio. Euro.
Ein weiterer erhöhender Faktor ergab sich aus den gestiegenen Aufwendungen für Vorstandstantiemen von insgesamt 6,0 (2,3) Mio. Euro. Von diesem Betrag entfielen 1,4 Mio. Euro auf langfristige variable Vergütungskomponenten, die aufgrund der Neufassung der Vorstandsdienstverträge einmalig angefallen sind.
Materialaufwand steigt unterproportional zum Umsatz
Der Materialaufwand stieg 2014 unterproportional zum Umsatz um 9,1 % auf 266,8 (244,5) Mio. Euro. Die unterproportionale Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aus den Bestandsveränderungen. Während 2013 positive Bestandsveränderungen in Höhe von 15,1 Mio. Euro (im Wesentlichen Werkzeuge) verbucht wurden, betrugen die Bestandsveränderungen 2014 minus 0,5 Mio. Euro.
Abschreibungen erneut unter Vorjahr
Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände belief sich 2014 auf 53,5 (39,8) Mio. Euro. Die Investitionsquote (Investitionen im Verhältnis zum Umsatz) stieg auf 9,4 (7,8) %.
Insgesamt reduzierten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen um 8,2 % auf 29,0 (31,6) Mio. Euro. Dies ist hauptsächlich auf die rückläufigen Abschreibungen auf Werkzeuge zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen stiegen dagegen um 10,9 % auf 23,4 (21,1) Mio. Euro. Der Anstieg begründet sich in erster Linie durch den investitionsbedingten Anstieg des Sachanlagevermögens.
Sonstige betriebliche Erträge deutlich rückläufig
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich 2014 ein Rückgang auf 35,1 (37,8) Mio. Euro. Die darin enthaltenen Zuschreibungen auf Finanzanlagen reduzierten sich auf 7,4 (9,0) Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2014 betrafen die Zuschreibungen die Tochtergesellschaften ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich, sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz, und im Vorjahr die Tochtergesellschaft Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar/Großbritannien.
Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von 6,7 (7,0) Mio. Euro, die im Wesentlichen Förderprogramme für laufende Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich E-Mobility betrafen. Diesen Mittelzuflüssen standen entsprechende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen gegenüber.
Im Vorjahr waren zudem nennenswerte Erträge aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von 4,5 Mio. Euro zu verzeichnen, denen entsprechende Aufwendungen aus Gewährleistung gegenüberstanden. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich die Erträge aus Versicherungsentschädigungen auf lediglich 1,7 Mio. Euro.
Die Erträge aus Währungsumrechnungen betrugen 3,6 (1,1) Mio. Euro.
Sonstige betriebliche Aufwendungen von Gewährleistungsfall beeinflusst
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 79,0 (76,6) Mio. Euro. Für diesen Anstieg maßgeblich verantwortlich waren Aufwendungen, die aus der Beilegung eines Rechtsstreits aus einem Gewährleistungsfall resultierten. Aus der abschließenden Vereinbarung mit den beteiligten Versicherungen ergab sich für die ElringKlinger AG ein Forderungsausfall von 5,9 Mio. Euro. Ohne diesen Effekt hätte sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2014 ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr ergeben.
Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen beliefen sich auf 0,9 (2,3) Mio. Euro.
Betriebsergebnis vor einmaligen Sondereffekten steigt um 6 %
Das Betriebsergebnis der ElringKlinger AG (unter Ausklammerung der in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbuchten Zuschreibungen auf Finanzanlagen) stieg 2014 um 3,6 % auf 63,1 (60,9) Mio. Euro.
Die Sondereffekte im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf insgesamt minus 4,6 (- 2,7) Mio. Euro. Neben dem Forderungsausfall von 5,9 Mio. Euro beinhalten diese auch die 1,4 Mio. Euro an Vorstandstantieme, die wirtschaftlich den Vorjahren zuzurechnen ist. Gegenläufig wirkten positive Währungseffekte in Höhe von 2,7 Mio. Euro. Im Vorjahr hatten die Währungseffekte noch minus 1,2 Mio. Euro betragen; zusätzlich waren Aufwendungen für die Markterschließung im Ersatzteilgeschäft von 1,5 Mio. Euro zu verzeichnen gewesen.
Bereinigt um diese Einmaleffekte ergab sich ein Anstieg des Betriebsergebnisses der ElringKlinger AG um 6,4 % auf 67,7 (63,6) Mio. Euro. Dies entspricht einer bereinigten Marge von 11,9 % (12,5 %). Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf den überproportional gestiegenen Personalaufwendungen und den rückläufigen sonstigen betrieblichen Erträgen.
Der "Return on Capital Employed" (ROCE) der ElringKlinger AG, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, lag im Geschäftsjahr 2014 bei 9,7 (11,5) %. Der Rückgang im Geschäftsjahr 2014 resultierte hauptsächlich aus dem beschriebenen Forderungsausfall und dem geringeren Beteiligungsergebnis.
Beteiligungsergebnis bleibt hinter Vorjahr
Die laufenden Erträge aus den Tochtergesellschaften reduzierten sich auf 12,4 (16,9) Mio. Euro. Ebenfalls rückläufig waren die Zuschreibungen auf Finanzanlagen mit 7,4 (9,0) Mio. Euro, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbucht sind. Diese betrafen im Geschäftsjahr 2014 die Zuschreibungen auf die Tochtergesellschaften ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich, sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz.
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich auf 0,6 (1,2) Mio. Euro. Per saldo ergab sich aus den Abschreibungen und Zuschreibungen auf Finanzanlagen ein positiver Ergebniseffekt von 6,8 (7,8) Mio. Euro.
In Summe ging das Beteiligungsergebnis um 22,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück und erreichte 19,2 (24,7) Mio. Euro.
Zinsergebnis erneut verbessert
Trotz der auf 286,6 (250,6) Mio. Euro erhöhten Nettoverschuldung führte das gesunkene Zinsniveau zu rückläufigen Zinsaufwendungen in Höhe von 8,9 (9,2) Mio. Euro. Insgesamt verbesserte sich das Zinsergebnis auf minus 6,2 (- 6,7) Mio. Euro.
Bereinigtes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sinkt um 1 %
Trotz des verbesserten operativen Ergebnisses ergab sich ein Rückgang beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 3,5 % auf 76,1 (78,9) Mio. Euro. Bereinigt um die beschriebenen Einmaleffekte lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2014 um 1,1 % niedriger bei 80,7 (81,6) Mio. Euro.
Für 2014 hatte die ElringKlinger AG geplant, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht überproportional zum Umsatz zu steigern. Aufgrund des rückläufigen Beteiligungsergebnisses und einem überproportionalen Anstieg der Personalkosten lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht unter dem Vorjahreswert.
Jahresüberschuss bei 59 Mio. Euro
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich von 18,4 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) lag 2014 dementsprechend bei 22,2 % (23,3 %). Der Rückgang der Steuerquote im Berichtsjahr resultierte aus höheren latenten Steueraufwendungen im Vorjahr.
Aufgrund der niedrigeren Steuerquote fiel der Rückgang beim Jahresüberschuss geringer aus als beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Der Jahresüberschuss sank um 2,2 % auf 58,9 (60,2) Mio. Euro.
Dividende steigt um 10 %
Nach Einstellung von 24,0 (28,5) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen belief sich der für die Dividendenzahlung ausschlaggebende Bilanzgewinn der ElringKlinger AG auf 34,8 (31,7) Mio. Euro.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 eine um 10,0 % erhöhte Dividende von 0,55 (0,50) Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2014 vor. Die Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2014 steigt von 31,7 Mio. Euro auf 34,8 Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote, bezogen auf den Jahresüberschuss der ElringKlinger AG, liegt bei 59,1 % (52,7 %).
Vermögenslage der ElringKlinger AG
Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG stellte sich mit einer Eigenkapitalquote von über 50 % und einem positiven operativen Cashflow zum 31. Dezember 2014 weiterhin solide dar.
Bilanzsumme nimmt um 7 % zu
Der Anstieg der Bilanzsumme um 6,9 % bzw. 62,5 Mio. Euro auf 974,9 (912,4) Mio. Euro spiegelt das Wachstum der ElringKlinger AG wider. Maßgeblich für den Zuwachs der Bilanzsumme war in erster Linie der Anstieg der Finanz- und Sachanlagen. Anders als in den Vorjahren trug die Zunahme des Working Capital nur in geringem Umfang zum Anstieg der Bilanzsumme bei.
Investitionen bedingen Anstieg des Anlagevermögens
Das Sachanlagevermögen wuchs 2014 auf 281,0 (260,7) Mio. Euro. Dieser Anstieg ist auf die deutlich gestiegenen Investitionen in Sachanlagen von 48,0 (37,7) Mio. Euro zurückzuführen, die die entsprechenden Abschreibungen von 27,2 (30,3) Mio. Euro deutlich übertrafen. Der Großteil der Investitionen in Sachanlagen entfällt auf Grundstücke und Bauten sowie technische Anlagen und Maschinen.
Noch signifikanter war der Anstieg der Finanzanlagen, die sich im Geschäftsjahr 2014 auf 406,6 (374,0) Mio. Euro erhöhten. Dies resultierte zum einen aus dem Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland und zum anderen aus einer Kapitalerhöhung bei ElringKlinger China, Ltd., Suzhou/China. Ein zusätzlicher Effekt ergab sich aus Zuschreibungen auf die Beteiligungsansätze von ElringKlinger Meillor SAS, Nantiat/Frankreich sowie Hug Engineering AG, Elsau/Schweiz.
Ebenfalls ausgeweitet wurden die Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Dies ist vor dem Hintergrund anstehender höherer Investitionen bei einer Reihe von Tochtergesellschaften zu sehen.
Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte um 3,7 Mio. Euro ist auf die Aktivierung von Belieferungsrechten aus Werkzeugen zurückzuführen.
In Summe stieg das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2014 um 8,8 % auf 697,4 (640,8) Mio. Euro.
Zunahme des Working Capital unter Umsatzwachstum
Bei den Vorräten ergab sich zum Jahresende 2014 ein Plus von lediglich 1,9 % auf 114,7 (112,6) Mio. Euro, das klar unter dem Umsatzwachstum lag. Dies wurde allerdings auch von der Entwicklung der Werkzeuge begünstigt, deren Bestand zum Stichtag rückläufig war.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nahmen ebenfalls nur leicht um 2,1 % zu und betrugen zum 31. Dezember 2014 161,7 (158,3) Mio. Euro. Diese Entwicklung war maßgeblich von der Ausbuchung der Forderung an die Versicherung im Zusammenhang mit dem erwähnten Gewährleistungsfall geprägt. Dagegen erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 12,1 % auf 79,8 (71,2) Mio. Euro, was annähernd dem Umsatzwachstum entspricht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 18,0 % auf 72,9 (61,8) Mio. Euro.
Die Mittelbindung im Umlaufvermögen erhöhte sich zum 31. Dezember 2014 nur um 2,1 % auf 276,7 (271,1) Mio. Euro. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich entsprechend auf 28,4 % (29,7 %).
Solide Eigenkapitalquote
Durch die Einstellung von 24,0 (28,5) Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss der ElringKlinger AG erhöhten sich die Gewinnrücklagen 2014 auf 293,1 (269,1) Mio. Euro. Der Bilanzgewinn belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 34,8 Mio. Euro nach 31,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das Eigenkapital erhöhte sich somit auf 512,2 (485,0) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sank leicht auf 52,5 % (53,2 %), blieb aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Anstieg der Rückstellungen
Im Wesentlichen aufgrund erhöhter sonstiger Rückstellungen stiegen die Rückstellungen insgesamt auf 103,7 (93,7) Mio. Euro an. Die Zunahme war zum Teil durch die Verbuchung der Vorstandstantieme bedingt.
Weiter gestiegene Verbindlichkeiten
Zum 31. Dezember 2014 erhöhten sich die Verbindlichkeiten auf 350,0 (323,8) Mio. Euro. Das entspricht 35,9 % (35,5 %) der Bilanzsumme.
Die Veränderung resultierte vor allem aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 286,8 (250,8) Mio. Euro. Dies erklärt sich im Wesentlichen mit den wachstumsbedingten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen.
Finanzlage der ElringKlinger AG
Stark verbesserter Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Trotz des leicht rückläufigen Jahresüberschusses ergab sich beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit eine signifikante Verbesserung auf 67,2 (39,4) Mio. Euro. Dies ist einerseits auf einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Anstieg der Mittelbindung im Umlaufvermögen zurückzuführen. Andererseits beruhte der wesentliche Teil des Gewinnrückgangs 2014 auf nicht zahlungswirksamen Vorfällen, wie dem Forderungsausfall und der Abgrenzung der Vorstandstantieme.
Durch die Zahlung der Versicherungen im Zusammenhang mit dem erwähnten Gewährleistungsfall ergab sich darüber hinaus im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 8,5 Mio. Euro.
Cashflow aus Investitionstätigkeit deutlich ausgeweitet
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2014 auf minus 78,4 (- 50,4) Mio. Euro und war geprägt von der Ausweitung der Investitionen in Sachanlagen auf 48,0 (37,7) Mio. Euro.
Wesentliche Investitionen bei der Neuanschaffung von Anlagen und Maschinen waren im Jahr 2014 zwei Stanzanlagen in Dettingen/Erms, eine Beschichtungsanlage in Runkel und eine Komplettanlage für Abschirmteile in Langenzenn. Zusätzlich fielen Investitionen in Grundstücke und Gebäude für die Tochtergesellschaft ElringKlinger Logistic Service GmbH an.
Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 27,6 (25,2) Mio. Euro und betrafen den Erwerb der new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, die Kapitalerhöhung bei ElringKlinger China, Ltd., Suzhou/China, und die erhöhten Ausleihungen an verbundene Unternehmen.
Im Vorjahr wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit zudem von Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von 12,6 Mio. Euro positiv beeinflusst. Dies betraf im Wesentlichen die Rückzahlung einer Ausleihung an die ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Elsau/Schweiz. Im Berichtsjahr ergab sich aus den Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen lediglich ein Zufluss von 1,8 Mio. Euro.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verbessert
Aufgrund der auf 0,50 (0,45) Euro je Aktie erhöhten Dividende für das Geschäftsjahr 2013 stieg die Ausschüttung an die Aktionäre der ElringKlinger AG im Berichtsjahr auf 31,7 (28,5) Mio. Euro.
Bei den kurzfristigen Bankdarlehen kam es 2014 zu einem Zufluss von 61,4 Mio. Euro, nach einem Abfluss von 38,6 Mio. Euro im Vorjahr. Dem stand eine Rückführung von langfristigen Krediten in Höhe von per saldo 20,5 Mio. Euro gegenüber. Im Vorjahr waren per saldo noch langfristige Kredite in Höhe 62,1 Mio. Euro aufgenommen worden.
Aus der Aufnahme bzw. Rückzahlung von Darlehen und Termingeldern an verbundene Unternehmen ergab sich saldiert ein Zufluss von 1,9 (12,6) Mio. Euro.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erhöhte sich somit von 7,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 11,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014.
Mitarbeiter
Mit dem Anstieg des Geschäftsvolumens wurden 2014 auch die Personal-Kapazitäten des Konzerns ausgeweitet. Zum 31. Dezember 2014 beschäftigte die ElringKlinger-Gruppe 7.255 (6.716) Mitarbeiter und damit 8,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Entwicklung verlief unterproportional zum organischen Umsatzwachstum (11,2 %).
Insgesamt erhöhte sich die Personalstärke 2014 um 539 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahresvergleichsstichtag. Durch die Erstkonsolidierung der 2014 erworbenen Tochterunternehmen new enerday GmbH, Neubrandenburg/Deutschland, und Polytetra GmbH, Mönchengladbach/Deutschland, kamen insgesamt 43 Beschäftigte hinzu. Ohne den Zugang durch die Akquisitionen hätte sich die Mitarbeiterzahl um 7,4 % erhöht.
Im Jahresdurchschnitt waren 7.081 (6.543) Personen für die ElringKlinger-Gruppe tätig.
Größter Stellenzuwachs in Westeuropa - 45 % der Arbeitsplätze in Deutschland
Aufgrund der anziehenden Pkw-Nachfrage in Westeuropa und der exportgetriebenen hohen Inlandsproduktion der Fahrzeughersteller sowie der dadurch entsprechend hohen Abrufmengen bei ElringKlinger entfiel ein Großteil der neugeschaffenen Stellen auf Deutschland und einige europäische Tochtergesellschaften.
Die Beschäftigtenzahl an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns wuchs zum 31. Dezember 2014 um 9,4 % auf 3.342 (3.055). An den Standorten der Muttergesellschaft ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Gelting, Runkel, Langenzenn, Lenningen und Thale waren davon zum Bilanzstichtag 2.488 (2.301) Mitarbeiter beschäftigt. Für die größte deutsche Tochtergesellschaft, die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, arbeiteten zum Jahresende 2014 639 (602) Personen. Der Anteil der Konzernarbeitsplätze in Deutschland lag zum 31. Dezember 2014 bei 46,1 % (45,5 %). Bereinigt um den Zugang durch die erwähnten Akquisitionen hätte der Anteil nahezu unverändert bei 45,7 % gelegen.
Damit beschäftigte der Konzern 2014 weiterhin fast die Hälfte seiner Mitarbeiter im Inland. Im Vergleich dazu betrugen die Konzernumsatzerlöse in Deutschland nur rund 30 % (31 %).
Von den europäischen Gesellschaften verzeichneten vor allem die britische Tochtergesellschaft in Redcar sowie die beiden Schweizer Gesellschaften Hug Engineering AG, Elsau, und ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, einen Personalaufbau, der im Zusammenhang mit den gestiegenen Ausbringungsmengen begründet ist.
Zunehmende Personalkapazitäten in asiatischen Werken
Auch die asiatischen ElringKlinger-Werke weiteten 2014 aufgrund des marktbedingt starken Umsatzwachstums ihre Personalkapazitäten aus. Die Mitarbeiterzahl der ElringKlinger-Standorte in Asien erhöhte sich 2014 um 15,2 % auf 1.144 (993). Neben der erweiterten Beschäftigtenzahl am chinesischen Produktionsstandort in Changchun stockten insbesondere auch die Werke in Indien und Südkorea ihr Personal auf.
Hingegen erforderte der Einbruch des lokalen Fahrzeugmarkts in Brasilien im ersten Halbjahr 2014 eine Personalreduzierung am dortigen Standort um rund 100 Mitarbeiter.
Insgesamt erhöhte sich die Mitarbeiterzahl im Ausland zum 31. Dezember 2014 auf 3.913 (3.661) bzw. um 6,9 %. Dies entspricht einem Anteil an den Konzernbeschäftigten von 53,9 % (54,5 %).
Grafik: Mitarbeiter ElringKlinger-Konzern weltweit zum 31.12.2014 (Vorjahr)
| ― | Tochtergesellschaften Ausland: 3.913 (3.661) |
| ― | ElringKlinger AG: 2.488 (2.301) |
| ― | Tochtergesellschaften Inland: 854 (754) |
Zusätzliche Informationen zur Mitarbeiterentwicklung und zur Personalpolitik des ElringKlinger-Konzerns inklusive der entsprechenden Kennzahlen sind im nachfolgenden Kapitel "Nachhaltigkeit" enthalten.
Nachhaltigkeit
Das Thema Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Teil der Unternehmensstrategie des ElringKlinger-Konzerns. Neben seiner ökonomischen Ausrichtung übernimmt der ElringKlinger-Konzern auch ökologische und soziale Verantwortung. Dies bedeutet einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitarbeitern, der Umwelt und der Gesellschaft im Allgemeinen.
ElringKlinger berichtet in einem separaten CSR-Bericht (Corporate Social Responsibility) ausführlich über sein Engagement in den Bereichen Soziales und Umwelt. Der Bericht, der unter dem Titel "Nachhaltig zukunftsweisend" im Dezember 2014 veröffentlicht wurde, ist bereits die dritte Veröffentlichung des Unternehmens im Bereich der Nachhaltigkeit. Er liegt in deutscher und englischer Sprache vor und ist als gedrucktes Exemplar erhältlich sowie elektronisch unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/csr-report abrufbar. Darüber hinaus informiert die Gesellschaft auf ihrer Website ausführlich über das Thema Nachhaltigkeit.
Grüne Investments werden immer wichtiger für den Kapitalmarkt
In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit für eine steigende Anzahl von Investoren in den Fokus gerückt ist und vermehrt bei Unternehmen nachgefragt wird. Die Anleger interessieren sich mehr und mehr für nachhaltige, zukunftsweisende Geschäftsmodelle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren. Dabei greifen sie auch auf die Bewertungen verschiedener internationaler Ratingagenturen zurück.
Seit 2007 nimmt ElringKlinger als einer der ersten Automobilzulieferer am Carbon Disclosure Project (CDP) teil. Dahinter steht eine Non-Profit-Organisation zur Erhebung von Umweltdaten, die von 767 institutionellen Investoren mit einem Vermögen von ca. 92 Billionen US-Dollar getragen wird. Im Jahr 2014 wurde der ElringKlinger-Konzern mit "84 D" bewertet. Darüber hinaus ist das Unternehmen seit mehreren Jahren im "DAXglobal Sarasin Sustainability Germany Index" gelistet. Des Weiteren wurde ElringKlinger 2014 von der DZ Bank mit dem "Gütesiegel für Nachhaltigkeit" ausgezeichnet, da der Konzern keine Ausschlusskriterien verletzt hat. Bei der Gesamtbewertung erzielte das Unternehmen 62 von 100 Punkten. Damit liegt es über der branchenübergreifenden Nachhaltigkeitsgrenze von aktuell 44 Punkten und über der sektoralen Nachhaltigkeitsgrenze von 52 Punkten. Im Sektor "Auto Components" belegt ElringKlinger derzeit Rang 4 von 30 beobachteten Unternehmen. Bei der Ratingagentur Sustainalytics erreichte der Konzern Platz 5 von 64 im Segment der "Automobilkomponenten". Wie bereits im Vorjahr erteilte auch die Nachhaltigkeitsagentur Oekom Research dem ElringKlinger-Konzern 2014 erneut den Investment-Status "Prime" (C+). Damit liegt das Unternehmen wieder über dem Branchendurchschnitt und ist innerhalb der ersten 25 % platziert.
ElringKlinger Produktportfolio: nachhaltig zukunftsweisend
Als Zulieferer der Fahrzeugindustrie fokussiert ElringKlinger seine Kraft auf die Entwicklung nachhaltiger, zukunftsweisender Technologien. Dabei übernimmt der Konzern vor allem Verantwortung für umweltgerechte Mobilität und treibt die Forschung und Entwicklung unter den Aspekten der CO2 -Reduzierung bzw. Verminderung von Schadstoffen stark voran. Das Produktportfolio der ElringKlinger-Gruppe spiegelt diesen Gedanken ebenfalls wider.
Für Kunden ist die Einhaltung von Qualitätsstandards von sehr hoher Bedeutung. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und einen ressourcenschonenden Produktionsprozess zu gewährleisten, sind - mit Ausnahme des Werks in Indonesien - alle Produktionsstandorte des ElringKlinger-Konzerns nach dem Standard des Qualitätsmanagements in der Automobilindustrie TS 16969 bzw. dem Standard für ein Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 zertifiziert. Des Weiteren verfügen alle größeren Produktionsstandorte weltweit über ein Umweltmanagementsystem und sind nach ISO 14001 geprüft und zertifiziert. Für die kleineren Standorte soll diese Zertifizierung folgen.
Ziel erreicht: Relativer CO2-Ausstoß verbessert sich
Für die Berechnung der vom Unternehmen direkt verursachten Emissionen (Scope-1-Emissionen) werden unter anderem die Ausstöße, die von Gas, Heizöl und den Motorenprüfständen verursacht werden, sowie die der firmeneigenen Fahrzeugflotte herangezogen. Die indirekten Emissionen (Scope-2- oder Scope-3-Emissionen) beinhalten die Emissionen, die durch den Stromverbrauch sowie durch Flugreisen entstehen.
Der ElringKlinger-Konzern hatte sich zum Ziel gesetzt, im Geschäftsjahr 2014 den relativen CO2 -Ausstoß im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu verbessern. Die gesamten direkten und indirekten CO2 -Emissionen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2014 auf 90.840 Tonnen und überstiegen den Vorjahreswert von 88.300 Tonnen um 2,9 %. Gemessen am Umsatz (CO2 -Emssionen je 1 Mio. Euro Umsatz in t) sank der relative CO2 -Ausstoß jedoch um 6,6 Prozentpunkte. Der ElringKlinger-Konzern hat demzufolge das selbst vorgegebene Ziel erreicht. Der direkte CO2 -Ausstoß ist im Berichtsjahr um 4,6 % auf 22.240 (23.300) Tonnen gesunken, was auf die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Jahr 2014 zurückzuführen ist. Die indirekten Emissionen sind um 5,5 % gestiegen und damit unterproportional zum Umsatz. Die Umweltkennzahlen des Tochterunternehmens ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan sind im Berichtsjahr zu 100 % enthalten (im Vorjahr zu 50 %).
ElringKlinger wird im Jahr 2015 damit beginnen, alle europäischen Produktionsgesellschaften nach dem Energiemanagement-Standard ISO 50001 zertifizieren zu lassen. Mit der Einführung dieses Energiemanagementsystems kann die Gesellschaft die Energieeffizienz erhöhen, die Energiebilanz verbessern und Energiekosten sparen.
Im September 2014 wurde im britischen ElringKlinger-Werk in Redcar der Bau einer Windkraftanlage fertiggestellt. Die küstennahe Lage des Standortes bietet optimale Voraussetzungen, um Strom mittels einer Windanlage zu erzeugen. Seit Dezember 2014 ist die Anlage in Betrieb und erzeugt bei einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 6,1 m/s ca. 1.400 MWh grünen Strom. Dies hat eine jährliche Einsparung von 600 Tonnen CO2 zur Folge.
Mitte des Jahres wurde ein weiteres Blockheizkraftwerk (BHKW) am Hauptsitz in Dettingen/Erms in Betrieb genommen. Die mittlerweile vier betriebenen Blockheizkraftwerke tragen ebenfalls zur Verbesserung der Energiebilanz bei. Ergänzt werden die BHKW mit einer Absorptionskälteanlage, mit der die Abwärme im Sommer zu Kühlzwecken eingesetzt werden kann. Die erzeugte Wärme kann somit zum Großteil ganzjährig genutzt werden.
Im Jahr 2014 wurden wieder neue Maschinen und Anlagen angeschafft. Ein wichtiges Kriterium bei der Beschaffung von Maschinen und Anlagen ist deren Effizienz. Die Energieverbräuche der neuen Anlagen liegen um bis zu 20 % unter den Werten der Vorgängermodelle.
Der durchschnittliche CO2 -Ausstoß der Dienstwagenflotte hat sich im Jahr 2014 mit einem Wert von 144 (145) g/km erneut verringert und damit verbessert. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass seit Mitte 2014 zwei weitere reine Elektrofahrzeuge den firmeneigenen Fuhrpark ergänzen. Diese Fahrzeuge werden für Fahrten im Umkreis von bis zu 50 km sowie zwischen den Werken genutzt. Die nötige Infrastruktur mit zwei Stromladesäulen hat ElringKlinger vor Ort am Haupteingang des Standortes Dettingen/Erms installiert. Die Schnellladesteckdosen können auch von Besuchern genutzt werden. Ab dem Jahr 2015 sollen die Stromladesäulen öffentlich zugänglich gemacht werden.
Der Anstieg des Wasserverbrauchs ist wie bereits im Vorjahr unterproportional zum Umsatzwachstum ausgefallen. Die Gesamtabfallmenge stieg im Geschäftsjahr 2014 proportional zum Umsatz. Davon ist der Anteil an Metallresten mit 83 % wieder auf sehr hohem Niveau. Primär fallen diese Reste bei Stanzprozessen in der Fertigung an und werden anschließend veräußert. Ein dafür zertifiziertes Entsorgungsunternehmen übernimmt die Wiederverwertung bzw. Entsorgung der Gesamtabfallmenge.
Umweltkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
scroll
| 20141 | 2013 | |
|---|---|---|
| Gesamte direkte und indirekte CO2 -Emissionen in t | 90.840 | 88.300 |
| CO2 -Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz in t | 68,5 | 75,1 |
| Gesamte direkte CO2 -Emissionen in t | 22.240 | 23.300 |
| davon direkte CO2 -Emissionen u.a. aus Gas, Öl, Motorenprüfständen in t | 21.400 | 22.600 |
| davon direkte CO2 -Emissionen des Fuhrparks2 in t | 840 | 660 |
| Gesamte indirekte CO2 -Emissionen in t | 68.600 | 65.000 |
| davon indirekte CO2 -Emissionen aus Strom in t | 65.300 | 62.000 |
| davon indirekte CO2 -Emissionen aus Flugreisen3 in t | 3.300 | 3.000 |
| Absoluter Energieverbrauch (Strom, Gas und weitere Energieträger) in MWh | 249.700 | 240.000 |
| Absoluter Energieverbrauch je 1 Mio. EUR Umsatz in MWh | 188,3 | 204,2 |
| davon Stromverbrauch in MWh4 | 155.700 | 144.200 |
| Stromverbrauch je 1 Mio. EUR Umsatz in MWh | 117,4 | 122,7 |
| Wasserverbrauch in m3 | 173.200 | 163.400 |
| Lösungsmittel in t | 990 | 1.060 |
| Gesamtabfallmenge in t | 49.500 | 43.700 |
| davon Metallabfallmenge in t | 41.100 | 36.200 |
1 Die Tochtergesellschaften Polytetra GmbH und new enerday GmbH wurden 2014 noch nicht erfasst
2 Fuhrpark der deutschen ElringKlinger-Standorte (Dettingen/Erms, Gelting, Langenzenn, Runkel, Thale, Lenningen und seit 2014 Bietigheim-Bissingen, Idstein, Magdeburg und Rottenburg)
3 Flugreisen der Standorte in Deutschland, Schweiz und Frankreich sowie zentral erfasste Flüge der Standorte in England und USA
4 Ohne die Leistung eigener Blockheizkraftwerke
2015: Eine kontinuierliche Verbesserung des relativen CO2-Ausstoßes
ElringKlinger wird sein innovatives Produktportfolio in den kommenden Jahren weiter ausbauen und zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Branche beitragen. Für die kommenden Jahre hat sich der Automobilzuliefererkonzern zum Ziel gesetzt, den relativen CO2 -Ausstoß weiter zu verbessern. Für das Jahr 2015 strebt der Konzern eine Reduktion in der Größenordnung von 2 % bis 3 % an.
Motivierte und leistungsbereite Mitarbeiter sind wichtiger Grundstein für langfristigen Unternehmenserfolg
Die ElringKlinger AG hat aus ihren Unternehmenswerten verbindliche Verhaltensregeln entwickelt, die für alle Mitarbeiter weltweit verpflichtend anzuwenden sind. Diese Regeln sind in Form von speziell verfassten Kodizes und Leitlinien öffentlich auf der Website unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/leitlinien zugänglich. Im Einzelnen sind dies Vision & Leitbild, Verhaltenskodex, Unternehmenskodex, Führungsgrundsätze, Corporate-Governance-Kodex, Qualitäts- und Umweltpolitik sowie Arbeitspolitik.
Der Verhaltenskodex wurde im Jahr 2013 neu verfasst und verabschiedet. Für das Unternehmen beruht langfristiger Erfolg auf dem Vertrauen der Kunden und Aktionäre in seine Kompetenz, Innovationskraft und nicht zuletzt Integrität. Dieses Vertrauen, das sich im Ansehen des Unternehmens widerspiegelt, hängt maßgeblich davon ab, dass sich alle Mitarbeiter den Werten und Zielen von ElringKlinger verpflichtet wissen und in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich danach handeln. Der Verhaltenskodex ist für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ElringKlinger-Gruppe verbindlich. Er gibt Orientierung und ist Maßstab zum Beispiel für den Umgang mit Korruption, Interessenkonflikten, fairem Wettbewerb, Datenschutz und Diskriminierung.
Altersstruktur der Mitarbeiter des ElringKlinger-Konzerns 2014

Die Altersgruppen beim ElringKlinger-Konzern sind sehr ausgewogen. Fast ein Drittel der Mitarbeiter sind Frauen.
Die Fluktuationsquote stieg im Geschäftsjahr 2014 von 5,2 % auf 5,6 % leicht an. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Mitarbeiterfluktuation bei einer guten Beschäftigungssituation in den wichtigsten Märkten tendenziell eher größer ist. Maßgeblich hierfür ist das starke Mitarbeiterwachstum an den asiatischen Standorten. Da die Automobilbranche in China boomt, ist dort die Wechselhäufigkeit im Vergleich zu Europa höher.
Die Nachwuchssicherung und Mitarbeiterqualifizierung standen im Jahr 2014 wieder im Mittelpunkt der Personalarbeit bei ElringKlinger. Dabei gehört eine individuelle Förderung der Mitarbeiter zum Tagesgeschäft. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen, wie Softwareschulungen oder Sprachkurse, werden auch persönliche Weiterentwicklungsprogramme angeboten. Für neue Mitarbeiter finden mehrmals im Jahr Veranstaltungen statt, in denen sie spezifische Informationen zu den ElringKlinger-Produkten erhalten. Die Ausgaben für Fort- und Weiterbildungen beliefen sich weltweit im Jahr 2014 auf insgesamt 1,3 (1,0) Mio. Euro.
Das 2012 inhaltlich überarbeitete und weiterentwickelte Konzept der Nachwuchsförderung findet weiterhin guten Zuspruch. Im sogenannten Potentialträgerprogramm werden potenzielle Fach- und Führungskräfte in mehreren Seminaren auf Führungsaufgaben vorbereitet. In diese Arbeit werden darüber hinaus soziale Projekte einbezogen.
Seit Jahrzehnten bildet der ElringKlinger-Konzern zur Sicherung des Nachwuchses junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Neben diesen Auszubildenden stellt das Unternehmen jedes Jahr Studenten ein, die ihr Studium an dualen Hochschulen in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen absolvieren. Weltweit werden Praktika angeboten und die Studenten bekommen die Möglichkeit, eine praxisnahe Bachelor- oder Masterarbeit zu schreiben. Insgesamt wurden 2014 69 (51) Studenten und Praktikanten an den deutschen Standorten betreut.
Personalkennzahlen des ElringKlinger-Konzerns
scroll
| Zum 31.12.2014 | Zum 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Absolute Mitarbeiterzahl | 7.255 | 6.716 |
| davon Männer | 70,7 % | 70,1 % |
| davon Frauen | 29,3 % | 29,9 % |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 7.081 | 6.543 |
| Zusammensetzung nach Altersgruppen | ||
| jünger als 30 Jahre | 25,3 % | 24,9 % |
| 30 bis 50 Jahre | 55,3 % | 56,0 % |
| älter als 50 Jahre | 19,4 % | 19,2 % |
| Ausbildungsquote1 | 4,0 % | 3,9 % |
| Praktikanten und Diplomanden1 | 69 | 51 |
| Fluktuationsquote | 5,4 % | 5,2 % |
| Durchschnittliche Krankheitstage je Mitarbeiter | 9,6 | 9,1 |
| Mitarbeiter, die unter Kollektivvereinbarungen fallen | 4.913 | 4.728 |
| Anzahl der geführten Qualifizierungsgespräche | 5.648 | 5.379 |
| Anteil der Teilzeitarbeitnehmer | 4,6 % | 4,7 % |
| Beschäftigte mit unbefristetem Vertrag | 5.834 | 5.577 |
| Anzahl der Mitarbeiter mit Behinderungen | 192 | 189 |
| Beschäftigte in Managementpositionen | 565 | 525 |
| davon Frauen | 76 | 64 |
| davon Einheimische | 515 | 476 |
| Betriebsunfälle mit anschließendem Arbeitsausfall von mehr als drei Tagen | 253 | 292 |
| Arbeitsbedingte Todesfälle | 0 | 0 |
| Absolute Beschäftigtenanzahl in | ||
| Altersteilzeit1 | 72 | 76 |
| Mutterschutz1 | 6 | 8 |
| Elternzeit1 | 32 | 24 |
| Eingereichte Verbesserungsvorschläge1 | 364 | 289 |
| Erfolgreich umgesetzte Verbesserungsvorschläge1 | 74 | 98 |
| Abgelehnte Verbesserungsvorschläge1 | 105 | 148 |
1 Diese Kennzahlen beziehen sich nur auf die deutschen Standorte.
Beschaffung
Das Beschaffungsmanagement blieb von wesentlicher Bedeutung für die Ertragslage des ElringKlinger-Konzerns. Der Materialanteil an den Umsatzkosten des Konzerns machte 2014 60,0 % aus, die Materialaufwandsquote belief sich auf 43,8 %.
Der zentrale Konzerneinkauf am Stammsitz Dettingen/Erms/Deutschland, arbeitete 2014 vor allem an der weltweiten Optimierung der Lieferantenstruktur, um sowohl die ununterbrochene, zeitgerechte Materialversorgung, als auch möglichst günstige Beschaffungspreise sicherzustellen.
Zu den wichtigsten im ElringKlinger-Konzern verwendeten Rohstoffen zählen legierte Edelstähle (vor allem Nickellegierungen), Aluminium, C-Stahl, polyamid-basierte Kunststoffgranulate sowie Gummi und im Segment Kunststofftechnik Polytetrafluorethylen (PTFE). Daneben gewinnt der Einkauf von Komponenten an Bedeutung, die für die Herstellung von Komplettsystemen zum Beispiel in den Geschäftsbereichen Kunststoffgehäusemodule oder Abschirmtechnik benötigt werden. Die Anteile der einzelnen Rohstoffe bzw. Materialgruppen am Rohstoffeinsatz des Konzerns setzten sich 2014 wie folgt zusammen:
Grafik: Anteil der Materialgruppen am Rohstoffeinsatz 2014 (Vorjahr) in %
| ― | Elastomere: 6 % (6 %) |
| ― | Polyamide: 7% (7 %) |
| ― | C-Stahl, beschichtet und unbeschichtet: 10 % (12 %) |
| ― | Aluminium: 22 % (23 %) |
| ― | Edelstahl: 21 % (21 %) |
| ― | Sonstige/Komponenten: 34 % (31 %) |
Umsatzwachstum und Investitionen bewirken starken Anstieg des Einkaufsvolumens
Neben den Rohmaterialien umfasst das Einkaufsvolumen des Konzerns Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelsware für das Ersatzteilgeschäft, Kontrakte für die Energieversorgung, externe Dienstleistungen sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien.
Das Einkaufsvolumen des ElringKlinger-Konzerns reflektierte 2014 das starke Umsatzwachstum und die Investitionen in den Ausbau der Fertigungskapazitäten. Es nahm um 24,8 % auf 882,5 (707,3) Mio. Euro zu. Ein Teil des Anstiegs ist durch das 2014 überproportional zum Umsatzwachstum erhöhte Investitionsvolumen in Grundstücke und Sachanlagen begründet, das um 28,9 % auf 147,0 (114,0) Mio. Euro zunahm. Desweiteren ist 2014 ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan zu 100 % berücksichtigt. Im Vorjahreswert war diese Gesellschaft, aufgrund der im Jahr 2014 rückwirkend geänderten Konsolidierungsmethode, dagegen nicht enthalten. Bereinigt um diese beiden Effekte hätte das Einkaufsvolumen im Geschäftsjahr 2014 um 15,7 % zugenommen. Der Materialaufwand des Konzerns erhöhte sich um 14,7 % auf 580,6 (506,3) Mio. Euro. Diese Zunahme war vor allem auf die gestiegene Ausbringungsmengen zurückzuführen.
Rahmenverträge stellen konzernweite Versorgung sicher
Durch internationale Rahmenverträge für die wichtigsten Materialgruppen wird die Versorgung der einzelnen Produktionsgesellschaften konzernweit sichergestellt. Dies gilt insbesondere für Stahl und Aluminium. Letztlich werden dadurch auch translatorische Währungsrisiken eingegrenzt. Zur Begrenzung des Risikos unterjährig steigender Einkaufspreise schließt ElringKlinger mit seinen Materiallieferanten in den meisten Fällen Verträge mit Laufzeiten von einem Jahr oder länger ab. Bei Kunststoffgranulaten und C-Stahl haben sich am Markt kürzere Laufzeiten durchgesetzt.
Die an den Rohstoffbörsen gehandelten Legierungszuschläge schlagen sich erfahrungsgemäß erst mit einem zeitlichen Verzug von mehreren Monaten auf die Einkaufspreise nieder. Da die Legierungszuschläge für Edelstähle nicht vorab in Rahmenverträgen fixiert werden können, sichert ElringKlinger einen Teil der benötigten Volumen mit Hilfe eines rollierenden Systems ab und setzt dafür rohstoff-basierte Derivate ein. Damit wird für den Konzern auch bei Edelstahl eine weitgehend gesicherte Kalkulationsbasis über das gesamte Geschäftsjahr gewährleistet. Die Legierungszuschläge per se können nicht vertraglich abgesichert werden.
Materialpreise 2014 weitgehend stabil
Die Preise für die von ElringKlinger benötigten wesentlichen Rohstoffe entwickelten sich 2014 unterschiedlich. Während sich bei C-Stahl in der zweiten Jahreshälfte eine leichte Aufwärtstendenz zeigte, blieben die Einkaufspreise für Edelstahl weitgehend auf Vorjahresniveau.
In den hauptsächlich zur Herstellung von Zylinderkopf- und Spezialdichtungen verwendeten Edelstahlsorten ist Nickel enthalten, der in Form von Zuschlagsätzen maßgeblich in den Edelstahlpreis einfließt. Der Nickelpreis notierte zur Jahresmitte zwar um rund 50 % über dem Niveau zu Jahresanfang, der Durchschnittspreis blieb demgegenüber 2014 aber weitgehend konstant. Zudem führte bei dem von ElringKlinger benötigten Edelstahl-Präzisionsband der stärkere Wettbewerb der Hersteller zu tendenziell niedrigeren Preisniveaus.
Aufgrund der frühzeitig abgeschlossenen Rahmenverträge mit Aluminiumlieferanten konnte das Beschaffungsmanagement den im Jahresverlauf 2014 spürbaren Preissteigerungen entgegen wirken.
Technische Kunststoffe profitierten preisseitig nur marginal von dem vor allem zum Jahresende hin einsetzenden Ölpreisverfall. Die Einkaufspreise für hochwertige Polyamid-Granulate, die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule eingesetzt werden, reduzierten sich im Jahresverlauf nur leicht.
Differenziert zeigte sich die Preissituation 2014 bei zugekauften Komponenten. Aufgrund der Vielfalt dieser spezifischen Einbauteile erfordert die Beschaffung einen hohen Koordinations- und Bearbeitungsaufwand im Einkauf. Durch regionale Einkaufsmanager in den Regionen Asien sowie Western Hemisphere (Europa und Amerika) wird künftig beim Komponenteneinkauf die Qualifizierung lokaler Lieferanten in den jeweiligen Ländern verstärkt vorangetrieben.
ElringKlinger veräußert die bei den Stanzprozessen in der Fertigung anfallenden Metallabfälle. Zur Erlösoptimierung betreibt die ElringKlinger-Gruppe ein aktives Metallschrott-Management. 2014 betrugen die Schrotterlöse 24,7 (24,2) Mio. Euro.
Unterproportionaler Verlauf der Energiekosten
ElringKlinger wird zwar nicht als energieintensives Unternehmen eingestuft, dennoch stellten die Energiekosten 2014 keinen unwesentlichen Anteil an den Umsatzkosten dar. Die Energiekosten beliefen sich auf 2,2 % (2,4 %) der Umsatzkosten. Für einen Großteil des Strom- und Gasbedarfs hat ElringKlinger lang laufende Lieferverträge abgeschlossen. 2014 wurden mit den bestehenden Lieferanten Kontrakte mit einer Laufzeit bis einschließlich 2016 (Gas) bzw. bis 2017 (Strom) vereinbart. Diese sehen vor, dass das Unternehmen seinen Energiebedarf in Tranchen und abhängig von den am Markt gegebenen Energiepreisen flexibel abrufen kann.
Einen Teil des Strombedarfs deckt ElringKlinger mit dem Betrieb eigener gasbetriebener, kraft-wärme-gekoppelter Blockheizkraftwerke (BHKW) ab. Die insgesamt vier Kraftwerke am Standort Dettingen/Erms erzeugten 2014 eine Strommenge von 4.338 MWh.
Aufbau eines weltweiten Einkaufsnetzwerks
Um das Beschaffungsmanagement schlagkräftiger aufzustellen und Kosten zu sparen, hat ElringKlinger 2014 den zentralen Konzerneinkauf (Group Purchasing) neu strukturiert. Dazu wurde eine spezielle Gruppe, die sich ausschließlich auf den Einkauf für das Seriengeschäft konzentriert, eingerichtet. Eine weitere Einheit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Einkauf aller nicht für die Serienproduktion bestimmten Güter, wie beispielsweise Gemeinkostenmaterial oder Investitionen. Drei regional etablierte Einkaufsmanager sorgen für eine bessere Steuerung und Bündelung der Bedarfe aller Konzerngesellschaften mit dem Ziel, das steigende Volumen der einzelnen ElringKlinger-Werke zu koordinieren und die Landesgesellschaften strategisch und operativ in der Beschaffung von Serienmaterial zu unterstützen.
Weltweit einheitliche, stringente Qualitätsstandards umgesetzt
Aufgrund der steigenden Materialbedarfe an den internationalen Standorten in den Wachstumsregionen China und Nordamerika, prüft und zertifiziert der Konzern laufend neue lokale Zulieferer vor allem außerhalb des Euroraums. Neben der Reduzierung der Logistikkosten werden damit gleichzeitig Währungsungleichgewichte zwischen Einkaufsvolumen und Umsatzerlösen begrenzt. Mittlerweile gehört ein chinesischer Lieferant zu den größten Aluminiumlieferanten des ElringKlinger-Konzerns. Auch PTFE wird für den lokalen Bedarf in steigendem Maße aus China und Indien bezogen.
Neue Lieferanten werden grundsätzlich gemäß den internationalen ISO-Standards geprüft und zertifiziert. Sie müssen den stringenten eigenen Qualitäts- und Umweltrichtlinien des Konzerns entsprechen und dem anspruchsvollen ElringKlinger-Unternehmenskodex folgen (www.elringklinger.de/unternehmenskodex). Bei den bestehenden Lieferanten führt der zentrale Einkauf regelmäßige Qualitäts- und Kostenanalysen durch. Mit Hilfe von detaillierten Cost-Break-Down-Analysen werden Preise nach Prozessschritten ermittelt und kontrolliert. Generell ist das Unternehmen bestrebt, die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten so gering wie möglich zu halten. Der Anteil der 30 größten Zulieferer am gesamten Einkaufsvolumen im Unternehmensverbund lag 2014 bei rund 20 % (20 %).
Mit dem Ziel, die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern zu fördern, zeichnet ElringKlinger jedes Jahr einen Lieferanten für hervorragende Leistungen aus. In die Bewertung gehen Aspekte wie Produktqualität, Liefertreue oder besonders hohe Kundenorientierung ein. 2014 konnte die H.D. Lenzen Bandverzinkung GmbH & Co. KG den Preis bereits das zweite Jahr in Folge für sich vereinnahmen. Der Zulieferer aus Hagen in Nordrhein-Westfalen stellt elektrolytisch verzinkte Stahlbänder her, die bei ElringKlinger in der Fertigung von Spezialdichtungen verwendet werden.
Ausblick Materialpreise 2015
In den für 2015 geschlossenen Rahmenverträgen für Edelstähle konnte ElringKlinger die Preise für die abgeschlossenen Bezugsmengen nahezu konstant halten. Längerfristig rechnet das Unternehmen mit Preissteigerungen für darüber hinausgehende Mengen, die im Jahresverlauf eventuell zusätzlich beschafft werden müssen.
Bei Aluminium zeichnen sich für 2015 aufgrund der hohen Nachfrage und gestiegener Aufschläge für die Lagerhaltung Preissteigerungen ab.
Der technische Kunststoff Polyamid dagegen, den ElringKlinger in steigendem Maße für die Herstellung von Kunststoffleichtbaumodulen benötigt, dürfte 2015 zu weitgehend konstanten Preisen beschafft werden können. Bei anhaltend niedrigem Ölpreis sollten die Preise in den kommenden Quartalen moderat nachgeben.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementsystem
ElringKlinger verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.
Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Konzernplanung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung des jeweiligen Managements der in- und ausländischen Konzerngesellschaften sowie der Geschäftsbereiche, die quartalsweise erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand des ElringKlinger-Konzerns haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Koordinationsfunktion ist derzeit beim Leiter der Konzernrechtsabteilung angesiedelt. Zukünftig wird das Risikomanagementsystem vom Bereich Finanzen betreut werden, um die Verknüpfung mit den Finanzkennzahlen noch besser zu gewährleisten.
Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements des ElringKlinger-Konzerns. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein bewährtes System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst.
Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG sowie bei den Konzerngesellschaften statt. Sie werden von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bzw. entsprechend qualifizierten Unternehmen im Auftrag der ElringKlinger AG durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt, die insbesondere an den Vorstand und den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats gerichtet sind. Die Berichte werden ausgewertet. Notwendige Maßnahmen werden veranlasst. Die Umsetzung kontrolliert der ressortverantwortliche Vorstand. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2014 fanden Revisionen bei den Tochtergesellschaften in China, in Korea und bei der Hug Engineering AG in der Schweiz sowie Geschäfts- bzw. Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sämtliche durchgeführte Prüfungen ergaben keine wesentlichen Beanstandungen. Die gesetzlichen Bestimmungen und internen Vorgaben wurden regelmäßig beachtet. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.
Bereits im Geschäftsjahr 2012 erstellte ein entsprechend spezialisiertes Prüfungs- und Beratungsunternehmen im Auftrag des Vorstands ein Compliance-Risikoprofil für ElringKlinger, um daraus geeignete Maßnahmen für das Compliance-System abzuleiten. Die Analyse hat insbesondere ergeben, dass ElringKlinger kein besonderes Risikopotential aufweist. Auf Basis der Analyse und den sonstigen durchgeführten Prüfungen mit dem Schwerpunkt Compliance sowie den bisherigen Erfahrungen wurde 2013 ein Compliance-System mit einem Chief Compliance Officer eingerichtet, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Für einzelne Regionen, in denen ElringKlinger aktiv ist, wurden weitere Compliance Officer installiert, die an den Chief Compliance Officer berichten. Wichtiger Teil des Compliance-Systems ist der Verhaltenskodex, in dem Erwartungen an und Regelungen für sämtliche Mitarbeiter des ElringKlinger Konzerns verbindlich festgelegt sind. Der Kodex befasst sich unter anderem mit den Themen fairer Wettbewerb, Korruption, Diskriminierung und dem Schutz vertraulicher Daten. Der Kodex wird an alle Mitarbeiter in den jeweiligen Landessprachen verteilt. Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, werden entsprechend geschult. 2014 wurden die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Einkauf eingehend über die rechtlichen Vorgaben bei der Gewährung und Annahmen von Zuwendungen sowie im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Schulungsveranstaltungen unterrichtet. Diese Veranstaltungen werden auch in 2015 fortgesetzt. Bei Hinweisen auf Complianceverstöße ist der Chief Compliance Officer in allen Fällen aktiv geworden, um den weiteren Sachverhalt aufzuklären und die notwendigen weiteren Schritte einzuleiten. Beim Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte für einen Verstoß wurde der Vorstand unterrichtet. Wesentliche Verstöße sind für 2014 jedoch nicht zu berichten.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen, in deren Schutz auch die Konzerngesellschaften einbezogen sind, wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung
Im Hinblick auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung im Konzern lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehört der für die Rechnungslegung zuständige Bereich Finanzen zum Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Dieser Bereich, zu dem auch das Beteiligungsmanagement gehört, steuert die Rechnungslegung innerhalb des Konzerns und der ElringKlinger AG und führt die Informationen zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses der ElringKlinger AG zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Leiter Finanzen und dieser an den Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.
ElringKlinger hat, basierend auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, ein Bilanzierungshandbuch erstellt. Alle Konzerngesellschaften müssen die im Handbuch beschriebenen Standards beim Rechnungslegungsprozess zugrunde legen. Wesentliche Bewertungsmaßstäbe, wie zum Beispiel für die Vorratsbewertung, die Bewertung von Werkzeugen und die Forderungsbewertung nach IFRS, sind in dem Handbuch verbindlich definiert. Darüber hinaus bestehen im Konzern verbindliche Kontierungsrichtlinien, damit die einheitliche Behandlung gleicher Sachverhalte konzernweit gewährleistet ist.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses gilt ein für alle Gesellschaften verbindlicher Terminplan. Entsprechendes gilt für den Einzelabschluss der ElringKlinger AG. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden von diesen nach den maßgeblichen lokalen Rechnungslegungsvorschriften und nach IFRS aufgestellt. Ausnahmen gelten für die deutschen Konzerngesellschaften, deren Abschlüsse durch das Rechnungswesen der ElringKlinger AG vorbereitet werden. Konzerninterne Verrechnungskonten werden über Saldenbestätigungen abgeglichen. Die Berichterstattung der Konzerngesellschaften erfolgt über eine separate Datenbank, die neben den Finanzdaten auch Angaben enthält, die insbesondere für den Konzernanhang und den zusammengefassten Lagebericht des ElringKlinger-Konzerns und der ElringKlinger AG bedeutsam sind. Die Daten und Angaben werden vor Abgabe und Konsolidierung in den jeweiligen Zentralbereichen überprüft.
Die deutschen und einige ausländische Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns nutzen SAP. Bei den übrigen Gesellschaften sind unterschiedliche EDV-Systeme im Einsatz. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt dem Leiter Finanzen. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.
Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses werden grundsätzlich keine externen Dienstleister eingesetzt, sondern dieser wird - wie beschrieben - durch die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche durchgeführt.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten sowie auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des ElringKlinger-Konzerns einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.
Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision, die von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt werden. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG und ihren Konzerngesellschaften überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.
Chancen- und Risikeneinschätzung
In der folgenden Tabelle sind die wesentlichen Risiken und bedeutsamsten Chancen für den ElringKlinger-Konzern im Überblick dargestellt. Sowohl Risiken als auch Chancen wurden dabei nach der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie nach den möglichen finanziellen Auswirkungen bewertet. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 30 % wird als "niedrig", eine von mehr als 60 % als "hoch" eingestuft. Die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen werden nach qualitativen Kriterien von "unwesentlich" bis "wesentlich" eingestuft. Sie sind als Bruttorisiken erfasst, das heißt vor möglichen Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Gleiches gilt für die Chancen. "Unwesentlich" steht dabei für eine im Eintrittsfalle mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns von weniger als 5 %, "moderat" zwischen 5 und 10 % und "wesentlich" von über 10 %. Aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher finanzieller Auswirkung ergibt sich das Gesamtrisiko bzw. das gesamte Chancenpotenzial der jeweiligen Kategorie.
Chancen- und Risikenprofil des ElringKlinger-Konzerns
scroll
| Risikoart | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| niedrig | mittel | hoch | unwesentlich | moderat | wesentlich | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konjunkturelle Risiken | ||||||
| Konjunkturelle und Branchenrisiken | x | x | ||||
| Politische Risiken | x | x | ||||
| Allgemeine interne Risiken Arbeitsunfälle, Brand | x | x | ||||
| Operative Risiken | ||||||
| Preisdruck/Wettbewerb | x | x | ||||
| Materialrisiken/Lieferantenrisiken | x | x | ||||
| Kundenrisiken | x | x | ||||
| Lohnkostenrisiken | x | x | ||||
| Personalrisiken | x | x | ||||
| IT-Risiken | x | x | ||||
| Qualitäts-/Gewährleistungsrisiken | x | x | ||||
| Rechtliche und Compliance-Risiken | x | x | ||||
| Strategische Risiken | ||||||
| Technologierisiken | x | x | ||||
| Externes Wachstum/Akquisitionen | x | x | ||||
| Finanzielle Risiken | ||||||
| Forderungsausfall | x | x | ||||
| Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken | x | x | ||||
| Währungsrisiken | x | x | ||||
| Zinsrisiken | x | x | ||||
| Einsatz derivativer Finanzinstrumente | x | x | ||||
| Chancen | ||||||
| Klimawandel/Emissionsgesetzgebung | x | x | ||||
| Technologietrends | x | x | ||||
| Erweiterung des Leistungsspektrums | x | x | ||||
| Neue Absatzmärkte | x | x | ||||
| Branchenkonsolidierung/M&A | x | x |
Konjunkturelle Risiken
Konjunkturelle und Marktrisiken
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt für das Lkw- noch stärker als für das Pkw-Segment. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich auch die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung weiterhin in einigen südeuropäischen Märkten sowie weiterhin in den nicht unwichtigen Fahrzeugmärkten in Brasilien und Russland.
Der Internationale Währungsfonds geht jedoch für das Jahr 2015 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % aus.
Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die solide Käufernachfrage in Nordamerika und auf den asiatischen Märkten der globalen Pkw-Produktion zu weiteren Zuwächsen verhelfen.
Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/09 - ist aus heutiger Sicht jedenfalls auszuschließen. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion 2015 um rund 2 % zulegt (vgl. "Prognosebericht").
ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch diese Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle zur Verfügung sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit zwischen Zentraleinkauf und Lieferanten würden zeitnah die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst.
ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird prinzipiell eine vorsichtige Betrachtungsweise des zugrunde gelegten makroökonomischen Szenarios angewendet.
Politische Risiken
Politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber haben das Potenzial, sich maßgeblich auf laufende Technologietrends und letztlich sowohl positiv als auch negativ auf die Geschäftsentwicklung bei ElringKlinger auszuwirken. Zu den Risiken zählt allerdings zunehmend auch die eskalierende Krisensituation in einigen Absatzregionen der Welt.
Der Ukraine-Konflikt und die daraus folgenden Sanktionen des Westens gegen Russland zählen dazu ebenso wie die eskalierenden Krisen in weiten Teilen des Nahen Ostens und Nordafrikas. Während diese Regionen für die Erstausrüstung mittelbar keine hohe Relevanz aufweisen, besteht hier das Risiko von Umsatzeinbußen im Segment Ersatzteilgeschäft. In den genannten Regionen werden in Summe jährliche Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Millionen-Bereich erzielt.
Da in den genannten Regionen zumeist in USD bzw. Euro fakturiert wird, kann ein eingeschränkter Devisenzugang der Kunden verzögerte Zahlungen nach sich ziehen bzw. im schlimmsten Fall zu Zahlungsausfällen führen.
Allgemeine interne Risiken
Zu den allgemeinen Risiken, die nicht unmittelbar mit dem Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns in Verbindung zu bringen sind, zählen Arbeitsunfälle. Diesen versucht der Konzern so weit wie möglich vorzubeugen, nicht zuletzt über umfangreiche konzernweit implementierte Unfallverhütungsvorschriften und regelmäßige Schulungen.
Sofern sich Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die existierenden Unfallverhütungsvorschriften entsprechend angepasst, um ein möglichst hohes Absicherungsniveau sicherzustellen.
Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes aber prinzipiell nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten der Gruppe auszugleichen bzw. vorübergehend zu substituieren.
Dem Brandrisiko beugt der Konzern bereits im Vorfeld und über entsprechende Brandschutzversicherungen vor. Gutachter der Versicherung erstellen in allen Betriebsstätten des Konzerns brandschutztechnische Gutachten. Die in den Gutachten ausgearbeiteten Vorschläge zur Brandschutzoptimierung werden dann dementsprechend analysiert und umgesetzt.
Operative Risiken
Preisdruck/Wettbewerb
Als Automobilzulieferer sieht sich ElringKlinger generell einem wettbewerbsintensiven Umfeld gegenüber. Die Kunden fordern regelmäßige Preisnachlässe.
Dies stellt eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar. ElringKlinger sieht sich aufgrund seiner starken technologischen Stellung zwar vergleichsweise gut positioniert, kann sich den Preisforderungen aber nicht vollständig entziehen. Um den Preisdruck zu begrenzen, entwickelt ElringKlinger Produkte mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und konzentriert sich auf Nischenmärkte. Der verbleibende Preisdruck muss so weit wie möglich durch Effizienzsteigerungen in der Fertigung kompensiert werden.
Die Eintrittshürden für neue Wettbewerber sind hoch, da das Geschäftsmodell der ElringKlinger-Gruppe spezielle Kernkompetenzen im Material-, Werkzeug- und Prozess-Know-how erfordert (vgl. "ElringKlinger im Überblick"). Zudem wären hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie notwendig.
Für die wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Erfahrungsgemäß erhalten neue Zulieferer im Falle einer Erstbeauftragung jedoch nur kleinere Lieferumfänge, die nicht kostendeckend sind. Die Anlagentechnologie ist zudem in der Regel gemäß spezifischen ElringKlinger-Vorgaben entworfen und nicht als Standard am Markt erhältlich.
In einigen Fällen sieht sich die ElringKlinger-Gruppe als Bedingung für die Auftragsvergabe Forderungen der Hersteller gegenüber, aus Osteuropa heraus zu liefern. Preisvorgaben bzw. kurze Wege zu den Produktionsstandorten spielen hier eine wesentliche Rolle. In Osteuropa verfügt ElringKlinger über keinen Serienproduktionsstandort mit Ausnahme der auf Werkzeugbau spezialisierten Tochtergesellschaft HURO Supermold S.R.L., Timisoara/Rumänien. Allerdings ist der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund jederzeit in der Lage, sofern es aufgrund der Produktzusammensetzung erforderlich oder vom Kunden gewünscht ist, aus Standorten mit niedrigeren Lohnkostenanteilen wie Brasilien, Indien, Mexiko oder der Türkei heraus anzubieten.
Materialrisiken/Lieferantenrisiken
Der Materialaufwand stellt den größten Kostenblock für die ElringKlinger-Gruppe dar. Der Entwicklung der Materialpreise kommt daher eine maßgebliche Rolle zu.
Die im ElringKlinger-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, C-Stahl, Aluminium und zunehmend Kunststoffgranulate (vgl. "Beschaffung"). Die Preise für Legierungszuschläge (Nickel, Chrom, Molybdän) entwickeln zeitweise hohe Dynamik und schwanken stark. Sie fließen als Zuschlagssätze in den Edelstahlpreis ein und können nicht vertraglich abgesichert werden.
Generell handelt ElringKlinger mit den Rohstofflieferanten Abschlüsse mit möglichst langen Laufzeiten aus. Zusätzliche Bezugsmengen werden dann zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft.
Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet ElringKlinger fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten.
In Summe ist das Risiko übermäßiger Materialpreiserhöhungen angesichts der derzeitigen Materialpreistendenzen und der bei vielen Rohstofflieferanten ausgeweiteten Abnahmemengen als überschaubar einzustufen.
Zum Teil vereinbart ElringKlinger mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hier besteht das Risiko, dass gestiegene Einkaufspreise nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können.
Über den eigenen Schrotthandel verwertet ElringKlinger konzernweit Metallreste, die bei den Stanzprozessen anfallen, und veräußert sie. Mit Hilfe der Schrotterlöse können Kostenerhöhungen im Einkauf zumindest teilweise aufgefangen werden.
Im Rahmen der regelmäßigen Risikobewertungsprozesse verfolgt ElringKlinger neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Engpässe oder Lieferausfälle soweit wie möglich einzugrenzen, setzt ElringKlinger auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit den Lieferanten. Der Konzern disponiert Material frühzeitig und verfolgt eine Mehrlieferantenstrategie. ElringKlinger ist bestrebt, bei allen wesentlichen Materialsorten und Zukaufteilen mindestens zwei Lieferanten zu qualifizieren und freizugegeben. Mit diesen Maßnahmen stellt der Konzern auch die Versorgungssicherheit bei den benötigten Materialsorten her. Mittelgroße und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Finanzstärke und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft und in regelmäßigen Abständen Lieferanten-Audits unterzogen. 2014 hatten die 30 wichtigsten Lieferanten des Konzerns einen Anteil von rund 20 % (20 %) am Einkaufsvolumen.
Mit Blick auf die Energieversorgung vor allem der deutschen Fertigungsstandorte ist mittelbar eine relativ hohe Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus russischer Provenienz erkennbar. Die Möglichkeiten für das Unternehmen, hier weiterführende Risikovorbeugungsmaßnahmen durchzuführen, sind allerdings sehr beschränkt.
Kundenrisiken
Ein schlagartiger Einbruch der Nachfrage bei einem bedeutenden Kunden birgt das Risiko, dass die Abrufe dieses Herstellers für die in dessen Fahrzeugmodellen bzw. Motoren eingebauten ElringKlinger-Teile signifikant zurückgehen. Um die Abhängigkeit von einzelnen Kunden auch mit Blick auf möglichen Preisdruck einzugrenzen, hat die ElringKlinger-Gruppe die Kundenbasis in den letzten Jahren ständig verbreitert. Mehrere asiatische Kunden sowie andere Zulieferer, die Motoren, Getriebe und Abgasanlagen herstellen, kamen zum Kundenkreis hinzu. So lag der Anteil der drei größten Kunden am Konzernumsatz 2014 bei rund 26 % (30 %). Der umsatzstärkste Einzelkunde hat 10,4 % (12,0 %) zu den Umsatzerlösen der Gruppe beigetragen.
Lohnkostenrisiken
Die Lohnkosten bilden neben den Materialkosten den größten Aufwandsposten für die ElringKlinger-Gruppe. Ihr Anteil an den Umsatzkosten machte 2014 23,4 % (24,4 %) aus.
Noch fast die Hälfte der Mitarbeiter des weltweit aufgestellten Konzerns ist an den deutschen Standorten beschäftigt, während bereits rund zwei Drittel der Umsatzerlöse außerhalb Deutschlands entstehen. Weitere Lohnsteigerungen im Inland würden sich folglich spürbar negativ auf die Ertragssituation auswirken. Dabei ist zu bedenken, dass die Gewerkschaft IG Metall in den letzten Jahren bereits vergleichsweise hohe Lohnabschlüsse durchsetzen konnte. Die Wettbewerbsposition der ElringKlinger AG könnte sich damit, wie die Entwicklung der Personalaufwandsquoten an den deutschen Standorten zeigt, im Vergleich zur internationalen Konkurrenz weiter verschlechtern.
Nach einer zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft vereinbarten Lohnerhöhung für die tariflich Beschäftigten von 3,4 % im Juli 2013 und einer weiteren Lohnerhöhungsstufe von 2,2 % ab Mai 2014, wird der Tarifabschluss 2015 ab 1. April 2015 zu einem weiteren Anstieg der Löhne und Gehälter um 3,4 % führen.
Das Lohnkostenniveau in Schwellenländern wie China, Südkorea, Indien oder Türkei, in denen knapp 15 % (15 %) der Konzernbelegschaft tätig sind, liegt dagegen spürbar unter dem Konzerndurchschnitt. Entlastend wirkt, dass der Umsatz und die Mitarbeiteranzahl in diesen Regionen stärker zunehmen als im Inland. Auch auf diesen Märkten bleibt die Dynamik der Lohnentwicklung jedoch ein latentes Risiko für die Ertragslage der Gruppe.
Sollte sich die Kundennachfrage unerwartet und schlagartig abschwächen, hätte dies womöglich einen sprunghaften Anstieg der Personalaufwandsquote zur Folge. ElringKlinger verfügt über eine Reihe von Flexibilisierungsinstrumenten wie Zeitkonten, Schichtmodelle und befristete Verträge, die im Ernstfall eine zeitnahe Reaktion ermöglichen. Der Anteil der befristet Beschäftigten lag im ElringKlinger-Konzern zum 31. Dezember 2014 bei 19,6 % (16,6 %).
Grundsätzlich stellt die Lohnkostenentwicklung eines der Hauptrisiken für die ElringKlinger-Gruppe dar. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu wahren und das Beschäftigungsniveau im Inland zu sichern, müssen Lohnkostensteigerungen mit hohen Kapitalinvestitionen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Fertigung kompensiert werden.
Personalrisiken
Das Engagement und das Know-how der Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil für den Erfolg des ElringKlinger-Konzerns.
Für den Konzern ist es wichtig, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung möglichst gering zu halten. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll die Fluktuationsquote auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.
Die Altersschichtung der Konzernbelegschaft weist eine gesunde Struktur auf: Mehr als 50 % der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 25 % sind jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden.
Spezielle Fachkenntnisse und Fähigkeiten werden, wo möglich, nicht bei einzelnen Mitarbeitern, sondern in den jeweiligen Teams aufgebaut.
Der zunehmende Fachkräftemangel macht sich auch bei ElringKlinger bemerkbar: An einigen Standorten des Konzerns wird es schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser Entwicklung proaktiv zu begegnen, führt ElringKlinger systematisches Hochschulmarketing zur Personalrekrutierung durch. Das Unternehmen präsentiert sich auf Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Um qualifizierte Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet ElringKlinger umfangreiche interne Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung von Fach- und Führungskräften an.
IT-Risiken
Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ständig Gefahren wie Datenverlust, Hacking oder Virenangriffen ausgesetzt. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung bis hin zur Lieferkette. Dies hätte negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten auswirken können.
ElringKlinger trägt Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die für die produktiven Abläufe wesentlich sind, werden doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch zusätzliche Backup-Systeme oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen.
Am Hauptsitz in Dettingen/Erms, Deutschland, sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Rechenzentren installiert, die aus Sicherheitsgründen räumlich getrennt bzw. in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind. Damit ist ein bestmöglicher Schutz vor Systemausfällen und Datenverlusten gewährleistet. Alle Daten der internationalen Standorte werden zentral gesichert.
Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen verhindern unberechtigte externe Zugriffe.
Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken
ElringKlinger unterliegt als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung. Entsprechende Kosten und Schadensersatzforderungen können bei fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen Austausch- und Rückrufaktionen bedingen, auf das Unternehmen zukommen. Risikopotenzial birgt in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung gänzlich neuer Produkte, zum Beispiel für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der alternativen Antriebstechnologie.
Zur Vermeidung und Verringerung dieser Risiken bestehen entsprechende Qualitätssicherungssysteme. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflichtversicherungen, weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Fallweise werden Haftungsbegrenzungen zwischen ElringKlinger und den jeweiligen Vertragspartnern vereinbart.
Rechtliche Risiken/Compliance-Risiken
Über die unter Gewährleistungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der ElringKlinger-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Unternehmensgröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren größeren Risiken. Auch sonstige wesentliche Prozessrisiken bestehen derzeit nicht.
Die Struktur des Compliance-Systems wurde bereits eingangs in der Beschreibung des Risikomanagementsystems erläutert. Risiken können sich sowohl bei der Muttergesellschaft als auch bei den Tochtergesellschaften aus ungesetzlichen Handlungen ergeben. ElringKlinger hat diesbezüglich für die gesamte Gruppe einen umfassenden Verhaltenskodex formuliert. Die Führungskräfte sind entsprechend geschult. Zudem werden bis zu zwölf Revisionen pro Jahr durchgeführt. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der gelebten ElringKlinger-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. Nach derzeitiger Einschätzung geht ElringKlinger jedoch von einem eher moderaten Risiko aus.
Strategische Risiken
Technologierisiken
Das Geschäftsmodell des ElringKlinger-Konzerns basiert auf einer starken Innovationskultur und Technologieführerschaft. Das Unternehmen ist darauf ausgerichtet, technologisch anspruchsvolle Produkte zu entwickeln und diese mit hoher Produktivität herzustellen. Damit werden langfristig über dem Branchendurchschnitt liegende Wachstumsraten erzielt (vgl. "ElringKlinger im Überblick").
Sollte ElringKlinger grundlegende technologische Veränderungen nicht rechtzeitig erkennen, könnte der Konzern diese Vorreiterrolle verlieren. Damit wäre mittelfristig seine starke Position als Entwicklungspartner der Fahrzeugindustrie gefährdet.
Dies hätte mittel- bis langfristig negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage des Konzerns. ElringKlinger investiert jedes Jahr rund 5 % vom Umsatz in Forschung und Entwicklung. Dieser Wert liegt über dem Branchendurchschnitt. Außerdem sind in den letzten fünf Jahren hohe Investitionen in den Ausbau des Technologieportfolios geflossen. Um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden, schützt ElringKlinger wesentliche Technologien und Verfahren durch Schutzrechte und Patente.
Das Unternehmen konzentriert die Entwicklungsaktivitäten konsequent auf die Kernthemen der Automobilindustrie, das heißt auf die Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. ElringKlinger hat sich als einer von nur wenigen Zulieferern frühzeitig und mit hohem Aufwand mit neuen Produkten für die Elektromobilität aufgestellt, sei es in der Batterietechnik, in der Brennstoffzellentechnologie oder auch in der Abgasreinigung. Da der Umsatzbeitrag dieser neuen Geschäftsbereiche aber noch gering ist, birgt ein durchgreifender schneller Technologiewandel die Gefahr wesentlicher Umsatzeinbußen in den klassischen Geschäftsbereichen und hat verstärkten Preisdruck zur Folge. In Summe ist die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen. Die möglichen finanziellen Auswirkungen wären jedoch wesentlich.
Externes Wachstum/Akquisitionen
Die Konsolidierung in der Automobilzulieferindustrie gewinnt an Dynamik. In diesem Zusammenhang bietet sich für ElringKlinger sowohl die Chance für ergänzende Technologiezukäufe als auch für gezielte Übernahmen, um schneller einen regionalen Markteintritt vollziehen zu können.
Bei M&A-Transaktionen besteht stets das Risiko, dass die zugekauften Unternehmen die geplanten Ziele nicht bzw. nicht im vorgesehenen Zeitraum erreichen. Unvorhergesehene Restrukturierungsaufwendungen könnten notwendig werden, die wiederum die Konzernmarge zumindest temporär belasten. Zudem könnten höhere Investitionen als ursprünglich geplant erforderlich werden. Dies hätte einen größeren Finanzierungsbedarf zur Folge. Technologiezukäufe bergen prinzipiell das Risiko, dass die erwartete Leistung nicht im vollen Umfang erreicht werden kann oder dass die Produkte beim Kunden auf mangelnde Akzeptanz stoßen. Im Rahmen der gemäß IFRS jährlich jeweils zum Jahresende durchzuführenden Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Firmenwerte bzw. Beteiligungen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten.
ElringKlinger führt im Vorfeld von Akquisitionen grundsätzlich eine umfangreiche Due Diligence durch und prüft die Projekte grundsätzlich durch interne Expertenteams. Finanzielle Planungen und technologische Leistungsparameter werden eingehend auf Plausibilität überprüft und bewertet.
Eine Akquisition tätigt die ElringKlinger AG nur dann, wenn sichergestellt ist, dass die Chance besteht, die EBIT-Marge des Gesamt-Konzerns zu erreichen. Gleichzeitig darf das finanzielle Gesamtrisiko einer Transaktion die Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG, auch unter Berücksichtigung eines Negativszenarios, nicht gefährden.
Finanzielle Risiken
Forderungsausfälle
Das Risiko von Zahlungsausfällen bei den Erstausrüstungs-Kunden ist angesichts der auch in Westeuropa wieder langsam an Fahrt aufnehmenden Branchenkonjunktur als relativ gering einzuschätzen. Der breit diversifizierte Kundenkreis schränkt das Risiko hoher Forderungsausfälle bei Einzelkunden ein. Im derzeit als unwahrscheinlich eingeschätzten Fall der Zahlungsunfähigkeit eines der drei größten Einzelkunden hätte das Ausfallrisiko aus offenen Forderungen zum 31. Dezember 2014 zwischen 13,4 und 21,8 Mio. Euro (9,3 und 19,6 Mio. Euro) gelegen.
Im Ersatzteilgeschäft ist das Risiko von Forderungsausfällen im Vergleich zur Erstausrüstung zwar als höher einzustufen, jedoch ist es aufgrund der hohen Kundenanzahl noch deutlich diversifizierter.
Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken
Die Kreditvergabepraxis der Banken erfolgt seit der Finanzkrise und angesichts verschärfter Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern Wachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen. Der Finanzierungsbedarf der Branche steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie anheben, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und schließlich auch für ElringKlinger auswirken.
Dieses Finanzierungsrisiko bleibt trotz der deutlich verbesserten Ertragssituation in der Branche und extrem niedriger Marktzinsen latent. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere bei kleineren, nicht international aufgestellten Zulieferbetrieben, ist weiterhin nicht auszuschließen, bietet andererseits aber Übernahmegelegenheiten für ElringKlinger.
Für den ElringKlinger-Konzern stellt sich die Refinanzierungsfähigkeit mit einer starken Eigenkapitalquote von knapp 50 % (50,4 %) und einem Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 1,5 (1,2) unkritisch dar. Der Konzern erzielte 2014 mit 149,9 (119,0) Mio. Euro einen Cashflow aus betrieblicher Leistung, der den Finanzierungsbedarf für das gestiegene Working Capital sowie für die Investitionen in Sachanlagen weitgehend abdeckte. Zudem stehen dem Konzern noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 87,7 (117,1) Mio. Euro zur Verfügung.
Zum 31. Dezember 2014 wurden alle bestehenden Financial Covenants eingehalten. Auch für das Jahr 2015 kann nach allen derzeit vorliegenden Informationen davon ausgegangen werden, dass die bestehenden Financial Covenants erfüllt werden können. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Großprojekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen.
Währungsrisiken
Die Geldpolitiken der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklungen einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelationen zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte oder dem Schweizer Franken (CHF).
Für die ElringKlinger-Gruppe sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich eingegrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an (Natural Hedging). Bei der Schweizer Tochter Hug Engineering AG, Elsau, konnten die Währungskurseffekte aus dem starken Schweizer Franken 2013 mit der Verlagerung wesentlicher Produktionsumfänge in das neue Werk in Thale, Deutschland, und damit in den Euroraum reduziert werden. Hug erzielt mittlerweile einen wesentlichen Teil der Umsatzerlöse in USD.
Chancen bzw. Risiken aus der Währungskursentwicklung ergeben sich zudem aus der Umrechnung der Umsätze bzw. der Aufwendungen und Erträge der internationalen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. In Summe ergab sich 2014 noch ein negativer translatorischer Effekt aus der Währungskursumrechnung auf den Umsatz in Höhe von insgesamt 4,2 Mio. Euro. Die Schwäche des Euro zu vielen Weltwährungen führte ab dem dritten Quartal 2014 allerdings zu positiven Umrechnungseffekten. Im vierten Quartal fiel der Konzernumsatz demnach währungskursbedingt um 7,4 Mio. Euro höher aus. In Summe dürften 2015 die Chancen auf umsatz- und ergebniserhöhende Effekte aus der Währungstranslation überwiegen.
Wechselkursveränderungen schlagen sich auch im Finanzergebnis nieder: Sie resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten. Aufgrund der starken Euro-Abwertung gegenüber dem USD und den meisten Währungen der Schwellenmärkte in der zweiten Jahreshälfte konnten zum 31. Dezember 2014 stichtagsbezogen positive Währungseffekte in Höhe von 10,0 (- 4,4) Mio. Euro ergebniserhöhend verbucht werden.
Die quantitativen Auswirkungen einer Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber den wichtigsten Konzernwährungen auf das ElringKlinger-Konzernergebnis sind in einer Sensitivitätsanalyse im Konzernanhang dargestellt.
Aus der Aufgabe der Wechselkursbindung des CHF zum Euro bei 1,20 durch die Schweizer Notenbank erwartet ElringKlinger keine gravierenden Risiken. Bis 2013 kam dem Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken eine wesentliche Rolle zu. ElringKlinger hatte 2008 den Kauf der Schweizer SEVEX-Gruppe in Schweizer Franken finanziert und die wechselkursbedingte Veränderung dieser Verbindlichkeit wurde im Finanzergebnis abgebildet. Dieses Darlehen wurde 2013 vollständig getilgt, so dass sich hieraus kein Risiko mehr ergibt. Moderate Risiken sieht der Konzern bei der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten der Schweizer Tochtergesellschaften.
Die währungsbedingte Veränderung der Wettbewerbsfaktoren der Schweizer Standorte der Hug Engineering AG, Elsau, sowie der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG, Sevelen, könnte dazu führen, dass Projekte alternativ an Standorten der ElringKlinger-Gruppe im Euroraum vergeben werden müssen. Da wesentliche Wettbewerber der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG in der Schweiz produzieren, ist das Risiko derzeit noch überschaubar.
Zinsrisiken
Die Finanzierung des ElringKlinger-Konzerns erfolgt sowohl aus dem erwirtschafteten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit als auch durch Bankkredite. Eine detaillierte Darstellung der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 nach Laufzeiten ist im Anhang dargestellt.
Sollten die im Langfristvergleich derzeit extrem niedrigen Marktzinsen anziehen, würde sich das entsprechend auf die zu variablen Sätzen verzinsten Darlehen und in Folge auch auf das Finanzergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken. Zur Absicherung von Zinsschwankungen hat ElringKlinger Termingeschäfte abgeschlossen. Damit werden variable Zinssätze in planbare feste Sätze überführt. Im Wesentlichen sind für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns allerdings feste Zinssätze vereinbart (vgl. Anhang: Derivative Finanzinstrumente).
Eine Sensitivitätsanalyse, wie sich die Änderung des Marktzinsniveaus auf das Ergebnis des ElringKlinger-Konzerns auswirken würde, ist im Konzernanhang dargestellt.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente nutzt ElringKlinger nur in Einzelfällen, beispielsweise zur Absicherung von Preisschwankungen von Edelstahllegierungen (Nickel) oder wie bereits beschrieben zur Eingrenzung von Zinsrisiken. Sofern Hedging-Kontrakte als Sicherungsinstrumente für Materialpreisschwankungen eingesetzt werden, liegen die benötigten physischen Bezugsmengen in jedem Falle zugrunde.
Teilbedarfe der benötigten Edelstahllegierungen sicherte ElringKlinger auch im Jahr 2014 über ein rollierendes System ab. Zum 31. Dezember 2014 waren rund 25 % der kalkulierten Abnahmemengen über Nickeltermingeschäfte abgesichert.
Chancen
Klimawandel/Neue Emissionsvorschriften
Das Hauptziel der Fahrzeugindustrie bleibt die Reduzierung des Treibhausgases CO2 sowie anderer schädlicher Abgasbestandteile wie Rußpartikel, Kohlenwasserstoffe und Stickoxide. Für die europäische Union gelten mit die schärfsten Emissionsvorschriften weltweit. Gemäß den Vorgaben der EU-Kommission muss der CO2 -Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2021 von derzeit noch 130 g/km auf 95 g/km verringert werden. Für 90 % der Fahrzeugflotte der Hersteller sind diese Vorgaben bereits 2020 verbindlich. Für 2025 werden in Brüssel weiter gesenkte Grenzwerte zwischen 78 bis 68 g/km diskutiert. Auch in den USA und Schwellenländern wie China müssen die Emissionen in den kommenden Jahren um bis zu 30 % gesenkt werden. Hinzu kommt, dass sich viele Schwellenländer bei der Formulierung der Abgasgesetzgebung an den anspruchsvollen Euro-Normen orientieren.
Für den ElringKlinger-Konzern bietet das gesetzgeberische Umfeld eine gute Grundlage für weitere organische Umsatzsteigerungen. Durch den Trend zu effizienteren Motoren ergeben sich zusätzliche Absatzmöglichkeiten und neue Märkte für hochtemperaturfeste Spezialdichtungen und Abschirmteile, zum Beispiel rund um den Turbolader und im Abgassystem, aber auch im Leichtbau. Neue regionale Märkte kommen hinzu.
Plug-in-Hybridfahrzeuge, das heißt die Kombination aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor, gewinnen Marktanteile. Die Pkw-Hersteller erweitern ihre Modellpalette um Hybridvarianten, um für ihre Fahrzeugflotten die scharfen CO2 -Grenzwerte erfüllen zu können. Für ElringKlinger bietet sich bei Hybridkonzepten die Chance, einen höheren Umsatz je Fahrzeug zu erzielen. Bei Plug-in-Hybriden können - zusätzlich zu den im Verbrennungsmotor verbauten Komponenten - Zellkontaktiersysteme oder Druckausgleichsmodule in den batterieelektrischen Teil des Antriebsstrangs verkauft werden.
Schärfere Emissionsvorschriften kommen verstärkt ab 2016 auf stationäre Motoren, Schiffsmotoren und Baumaschinen zu. In diesen Nischenmärkten gibt es beträchtliches Potenzial für die Systeme des Geschäftsbereichs Abgasnachbehandlung.
Die mit dem Thema Treibhausgasreduzierung verbundenen Umsatz- und Ergebnispotenziale können für die ElringKlinger-Gruppe durchaus als wesentlich eingestuft werden. Die Chance, dass ElringKlinger diese Perspektiven mit der vorhandenen Entwicklungskompetenz spätestens mittelfristig im Markt umsetzen kann, wird als sehr wahrscheinlich betrachtet.
Technologietrends/Neue Abgasvorschriften
Die weltweit immer schärferen Emissionsvorschriften bedingen notwendigerweise die bereits beschriebenen technologischen Trends. Nur mit Hilfe von effizienteren Motoren, Leichtbau und dem Einsatz alternativer Antriebstechniken besteht noch eine Chance, die hoch gesteckten CO2 -Vorgaben der Gesetzgeber zu erreichen.
Sofern es ElringKlinger weiterhin gelingt, mit den vorhandenen Material- und Werkzeugkompetenzen, Entwicklungsmethoden und Fertigungsprozessen neue Lösungen für diese Aufgabenstellungen auf den Markt zu bringen, können die Perspektiven für das Umsatz- und Ergebniswachstum des Konzerns als signifikant eingestuft werden.
Erweiterung des Leistungsspektrums
Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Möglichkeiten, das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how proaktiv einzusetzen, um das Produktportfolio zu ergänzen bzw. gezielt zu erweitern.
Welche Möglichkeiten hier bestehen, ist bereits umfänglich im FuE-Bericht des Konzerns beschrieben. Als Beispiel soll an dieser Stelle der Bereich Leichtbau dienen. Aus den neuen Organo-Materialien, die Kunststoffe mit speziellen Fasern verbinden, sowie unter Einsatz hybrider Kunststoff-Metallleichtbaulösungen werden viele neue Produktkonzepte möglich.
In der Abgastechnologie bieten sich für den Geschäftsbereich Abgastechnologie breite Betätigungsfelder bei Filtersystemen für Anwendungen im Baumaschinenbereich, stationären Motoren oder in Schiffsmotoren. Hier ist bedingt durch Emissionsvorschriften ab 2016 das Fundament für weitere Anwendungsgebiete gelegt. Auch für den Bereich Kunststofftechnik ergeben sich mit PTFE-Komponenten in der allgemeinen Industrie und in der Medizintechnik Perspektiven.
Alle Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihrer Produktportfolios bzw. ihrer Leistungsprogramme das geplante Ziel eines organischen Umsatzwachstums von mindestens 5 % im Jahr zu realisieren.
Neue Absatzmärkte
Chancen auf wesentliche Umsatz- und Ertragszuwächse bieten sich durch die Erschließung zusätzlicher regionaler Absatzmärkte für die bereits vorhandenen ElringKlinger-Produkte. Als beispielhaft hierfür kann die ASEAN-Region betrachtet werden. In den BRIC-Staaten bietet sich für den Konzern die Gelegenheit, den Absatz auszuweiten, indem alle Produktgruppen vor Ort gefertigt und auf den regionalen Märkten angeboten werden.
Für das Ersatzteilgeschäft bestehen sowohl durch die Sortimentsverbreiterung und Auflage neuer Programme als auch durch die Erschließung neuer Absatzregionen zum Beispiel in Nordamerika und Asien weitere Wachstumschancen.
Branchenkonsolidierung
Das Wachstum der Automobilbranche gemessen an der Pkw-Produktion wird in den kommenden Jahren vor allem in Asien bzw. in Nordamerika stattfinden. Viele mittelständische Unternehmen, die sich noch nicht oder nur unzureichend international aufgestellt haben, stehen daher vor großen Herausforderungen.
Zudem haben die Zulieferer einen weiter steigenden Anteil der Wertschöpfung im Fahrzeug zu schultern. Dies bedeutet, sie müssen verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und sehen sich steigenden Finanzierungsrisiken gegenüber. Die Gefahr von Insolvenzen ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen. In den kommenden Jahren ist daher mit einer starken Konsolidierungswelle in der Zulieferbranche zu rechnen.
Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich aus dieser Konstellation Chancen, entweder das Technologieportfolio durch Übernahmen zu ergänzen oder durch Konsolidierung einzelner Produktgruppen die eigene Wettbewerbsposition zu stärken. Auch die zunehmende Nachfolgeproblematik bei familiengeführten Unternehmen bietet Akquisitionsgelegenheiten zu noch vertretbaren Bewertungsrelationen. Vereinzelt werden Wettbewerber auch ohne Konsolidierungsmaßnahme aus dem Markt ausscheiden. ElringKlinger beobachtet den Markt systematisch, um mögliche Akquisitionsgelegenheiten rechtzeitig zu identifizieren und, wo es sinnvoll und preislich vertretbar ist, auch umzusetzen.
Es ist vorgesehen, dass die ElringKlinger-Gruppe Wachstumschancen durch Zukäufe weiterhin nutzen wird. Die finanziellen Auswirkungen lassen sich vorab nur schwer quantifizieren. Gemessen an den möglichen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen für den Konzern können diese von unwesentlich bis durchaus wesentlich variieren.
Gesamtbewertung der Risikolage und Chancen
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem der ElringKlinger AG hat sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich bewährt. Seine Wirksamkeit hat es bei der erfolgreichen Bewältigung der schweren Wirtschaftskrise 2008/09 unter Beweis gestellt. In zukunftsorientierte Geschäftsbereiche wie E-Mobility oder Abgasreinigung investierte das Unternehmen rechtzeitig.
In der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken ist festzustellen, dass sich die Risikosituation des ElringKlinger-Konzerns im Vergleich zum Vorjahr im Kern ähnlich darstellt. Risiken geopolitischer bzw. externer Art können von ElringKlinger nicht oder nur sehr begrenzt aktiv gesteuert werden.
Gewichtet man die Risikorelevanz unter dem Aspekt der möglichen Auswirkungen auf das Konzernergebnis, liegen die drei Hauptrisiken für den ElringKlinger-Konzern in einem massiven weltweiten Markteinbruch, einem rapiden technologischen Umbruch in der Antriebstechnologie sowie einem dynamischen Anspringen der Materialpreise.
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in Westeuropa und Nordamerika, aber auch in einigen Schwellenländern wie Indien verbessert. Andererseits gehen von der derzeitigen politischen und konjunkturellen Situation in Russland und der ökonomischen Malaise in Brasilien eindeutig höhere Risiken aus als im Vorjahr. Strategische Risiken sind unverändert vorhanden. Die finanziellen Chancen und Risiken aus der Währungskursfluktuation haben sich tendenziell erhöht.
Sollte es notwendig werden, ist der ElringKlinger-Konzern mit dem beschriebenen Risikomanagementsystem und einer flexiblen Kostenstruktur in der Lage, zeitnah durch die entsprechenden Risikobewältigungsmaßnahmen auf sich ergebende Risiken zu reagieren. Risiken, die die prinzipielle Ausschüttungsfähigkeit der ElringKlinger AG gefährden könnten, werden bewusst nicht eingegangen. Die solide bilanzielle Situation des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 49,7 % (50,4 %) sichert ElringKlinger und sein Geschäftsmodell auch für den Fall einer länger andauernden Marktkrise ab, die derzeit allerdings nicht erkennbar ist.
Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Der Konzern ist andererseits gut positioniert, die sich bietenden Chancen aus den laufenden langfristigen Technologietrends und der Branchenkonsolidierung aktiv zu ergreifen. Die größten Chancen ergeben sich aus der Klimawandelproblematik und dem daraus abgeleiteten Technologietrend hin zu verbrauchsärmeren Motoren. Mit Produkten rund um das Thema Downsizing und zahlreichen neuen Leichtbaukonzepten bieten sich dem Konzern weltweit Wachstumschancen.
Bei einem überschaubaren Risikoprofil sind damit für die ElringKlinger-Gruppe die Voraussetzungen gegeben, auch in den kommenden Jahren 4 bis 5 Prozentpunkte stärker wachsen zu können als die weltweite Automobilproduktion.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Vorstände
Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet. Die Vorschläge orientieren sich an der Größe und der internationalen Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage, seinen Zukunftsaussichten, der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung vergleichbarer Unternehmen sowie der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Zusätzlich werden die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und des Gesamtvorstands berücksichtigt. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit in einer Unternehmensstruktur mit eindeutiger Leistungs- und Ergebnisorientierung bietet. Die Vorstände übernehmen auf Wunsch der Gesellschaft auch Aufgaben in verbundenen Unternehmen. Dafür erhalten die Vorstände keine weitere Vergütung.
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt nach zwei unterschiedlichen Regelwerken: einerseits wie bisher nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie andererseits erstmals nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.
Vergütungssystem bis 31. Dezember 2013
Das bis zum 31. Dezember 2013 geltende Vergütungssystem enthielt fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile waren untergliedert in eine jährliche Tantieme, deren Bemessungsgrundlage auf das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Konzern EBIT) bezogen war und in eine langfristige Komponente, die sich an der Aktienkursentwicklung orientierte.
Die jährliche Tantieme errechnete sich als Prozentsatz des durchschnittlichen Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern der letzten drei abgelaufenen Jahre im Konzern (Konzern EBIT). Sie wurde jährlich bezahlt. Die jährliche Tantieme war auf drei Jahresfixgehälter begrenzt.
Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte betrug vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergab sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergab sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wurde, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre. Mit Abschluss der neuen Vorstandsdienstverträge wurde die bestehende aktienbasierte Zusatzvergütung beendet. Die noch zur Rücknahme anstehenden Tranchen bleiben bis zum Ablauf der Haltefristen weiter bestehen.
Vergütungssystem ab 1. Januar 2014
Das seit dem 1. Januar 2014 geltende Vergütungssystem enthält ebenfalls fixe und variable Bestandteile. Es setzt sich zusammen aus
1. Jahresfixgehalt
2. Long Term Incentive I (LTI I)
3. Long Term Incentive II (LTI II)
4. Nebenleistungen
5. D&O Versicherung
6. Ruhegehalt
Festes Jahresgehalt
Das Jahresfixgehalt ist eine auf das aktuelle Geschäftsjahr bezogene Barvergütung, die sich am Verantwortungsbereich des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientiert und in zwölf Monatsraten ausgezahlt wird.
Long Term Incentive I (LTI I) (jährliche Tantieme)
Der LTI I ist ein variabler Vergütungsbestandteil, der sich auf das durchschnittliche Konzern-EBIT (Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen) der vergangenen drei Geschäftsjahre bezieht. Der Vorstand erhält einen Prozentanteil an dem Betrag des dreijährigen Mittelwertes. Der Long Term Incentive I entspricht den bisherigen Regelungen der jährlichen Tantieme und vergütet die Tätigkeit für ein Geschäftsjahr. Das LTI I ist auf maximal das Dreifache der fixen Bezüge in dem jeweiligen Geschäftsjahr begrenzt. Die Auszahlung des LTI I für ein abgelaufenes Geschäftsjahr erfolgt nach Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat im Folgejahr. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI I ab rechtswirksamer Beendigung der Organstellung.
Beispielrechnung LTI I
scroll
| EBIT Durchschnitt | 180.000.000 | ||
|---|---|---|---|
| Variable Vergütung | Deckelung Fixgehalt 2014 *3 | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Wolf | 0,80% | 1.440.000,00 | 1.440.000,00 |
| Becker | 0,60% | 1.080.000,00 | 1.116.000,00 |
| Schmauder | 0,60% | 1.080.000,00 | 1.116.000,00 |
| Summe | 3.600.000,00 | 3.672.000,00 |
Long Term Incentive II (LTI II)
Die Gewährung eines sogenannten Economic Value Added (EVA)-Bonus an den Vorstand ist Bestandteil der auf eine nachhaltig positive Unternehmensentwicklung ausgerichteten variablen Vergütung des Vorstands. Dieser LTI II schafft einen langfristig angelegten Anreiz für den Vorstand, sich für den Erfolg der Gesellschaft einzusetzen. Das LTI II ist eine auf der Wertentwicklung des ElringKlinger-Konzerns basierende Wertsteigerungsprämie. Der Vorstand erhält einen Prozentsatz der berechneten Wertsteigerung. Der EVA-Bonus entspricht dem Prozentsatz der durchschnittlichen Wertsteigerung aus dem laufenden sowie den beiden vorangegangenen Geschäftsjahren. Die jährliche Wertsteigerung berechnet sich aus der folgenden Formel:
EVA = (EBIT x (1 - T)) - (WACC x Investiertes Kapital)
Die Berechnung der ersten Komponente erfolgt auf Basis des Konzern-Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen (Konzern-EBIT) des Geschäftsjahres sowie der durchschnittlichen Konzernsteuerquote.
Die zweite Komponente errechnet sich durch den Konzern-WACC, multipliziert mit dem investierten Kapital. Der Kapitalkostensatz (WACC) ergibt sich aus dem Basiszins, der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Beta-Faktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating einer Vergleichs-Gruppe ("Peer Group") abgeleitet. Das investierte Kapital errechnet sich aus dem Konzern-Eigenkapital zuzüglich der Nettofinanzverbindlichkeiten zum 1. Januar. des Geschäftsjahres. 90 % des auf den LTI II entfallenden Betrages werden dem jeweiligen Vorstandsmitglied im Folgejahr ausgezahlt. Mit den restlichen 10 % des auf den LTI II entfallenden Betrages erwirbt die Gesellschaft Aktien der ElringKlinger AG im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Das Vorstandsmitglied darf vor Ablauf von drei Jahren nicht über die Aktien verfügen. Dividenden und Bezugsrechte stehen dem Vorstandsmitglied frei zur Verfügung. Maximal wird aus dem LTI II das Zweifache der fixen Bezüge gewährt.
Tritt ein Vorstandsmitglied im laufenden Geschäftsjahr in die Dienste der Gesellschaft ein oder ist es nicht für volle zwölf Monate in einem Geschäftsjahr für die Gesellschaft tätig, so wird der LTI II anteilig (pro rata temporis) gekürzt.
Bei Beendigung des Dienstvertrages kann ein Vorstandsmitglied erst zwölf Monate nach Beendigung über die Aktien verfügen. Mit Beendigung der Organstellung auf Wunsch des Vorstands oder aus wichtigem Grund entfallen künftig fällige Ansprüche auf die variablen Vergütungsbestandteile des LTI II.
Beispielrechnung LTI II
scroll
| Mittelwert EVA | 76.800.000 | ||
|---|---|---|---|
| Deckelung Fixgehalt 2014 *2 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Dr. Wolf | 1,25% | 960.000 | 960.000,00 |
| Becker | 1,00% | 744.000 | 744.000,00 |
| Schmauder | 1,00% | 744.000 | 744.000,00 |
| 2.448.000 | 2.448.000,00 |
Nebenleistungen
Die steuerpflichtigen Nebenleistungen der Vorstandsmitglieder bestehen insbesondere aus der Zurverfügungstellung von Dienstwagen, Mobilfunk- und Kommunikationsmitteln sowie aus Aufwandsentschädigungen und Versicherungsleistungen.
D&O-Versicherung
Die Mitglieder des Vorstands sind in die bestehende Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung) des Konzerns einbezogen. Der vereinbarte Selbstbehalt entspricht dem Mindestselbstbehalt gemäß §193 Abs. 2 Satz 3 AktG in der jeweils gültigen Fassung.
Ruhegehalt
Die Verträge der Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG beinhalten die Zusage auf ein jährliches Ruhegehalt, das sich als Prozentsatz des pensionsfähigen Einkommens bemisst. Der Anspruch auf Ruhegehalt entsteht, wenn der Dienstvertrag beendet ist, aber nicht vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres oder nicht bevor der Vorstand das Lebensjahr vollendet hat, das es ihm ermöglicht, ungekürzte gesetzliche Rentenansprüche zu beziehen sowie wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Prozentsatz ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre als Vorstand. Bestehende Ansprüche aus der Zeit als Angestellter der Gesellschaft werden nicht angerechnet und bleiben bestehen. Der Prozentsatz beläuft sich auf 3 % bzw. 3,2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr. Der Prozentsatz kann maximal auf 45 % steigen.
Sofern ein Vorstand grob fahrlässig Handlungen oder Unterlassungen vornimmt, die zu einem erheblichen Schaden des Konzerns führen würden, oder für ein unmittelbares Konkurrenzunternehmen tätig werden sollte, entfällt der Anspruch auf Ruhegeld.
Die Verträge beinhalten eine Hinterbliebenenversorgung. Verstirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Anstellungsvertrages oder nach Eintritt des Versorgungsfalls, erhalten seine Witwe sowie seine unterhaltsberechtigten Kinder Witwen- bzw. Waisengeld. Das Witwengeld beträgt 50 % des Ruhegehalts des Verstorbenen. Das Waisengeld beträgt 20 % bei gleichzeitiger Zahlung des Witwengelds und 40 %, sofern kein Witwengeld bezahlt wird.
Die Witwen- und Waisengelder dürfen 60 % des Betrages nicht übersteigen, zu dem der Verstorbene berechtigt gewesen wäre, wenn er am Todestag in den Ruhestand versetzt worden wäre.
Überprüfung bzw. Anpassung der Bezüge
Eine Überprüfung der Gehaltsbestandteile soll durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft alle zwei Jahre vorgenommen werden. Die nächste Prüfung erfolgt zum 1. Januar 2015.
Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstand eine Sondervergütung für eine außerordentliche Leistung zu gewähren. Der Aufsichtsrat ist ebenfalls berechtigt, die Gesamtvergütung des Vorstands auf eine angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft so verschlechtert, dass eine Weitergewährung für die Gesellschaft unbillig wäre.
Abfindungs-Cap
Im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrags ohne wichtigen Grund sollen gegebenenfalls zu vereinbarende Zahlungen an den Vorstand den Wert von zwei Jahresvergütungen ("Abfindungs-Cap") und den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit dieses Dienstvertrages nicht überschreiten.
Im Falle eines Kontrollwechsels soll eine gegebenenfalls zu vereinbarende Abfindung 150 % des Abfindungscaps nicht überschreiten.
Darlehen an Vorstandsmitglieder
Weder im Jahr 2013 noch im Jahr 2014 wurden Vorschüsse oder Darlehen an Vorstandsmitglieder der ElringKlinger AG gewährt. Haftungsverhältnisse wurden ebenfalls nicht eingegangen.
Vorstandsvergütung 2014
Der Ausweis der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgt unverändert nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17) sowie erstmals nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014.
Vorstandsvergütung 2014 nach Rechnungslegungsstandard DRS 17
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
scroll
| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||||||
| fixe Vergütung | 504 | 526 | 382 | 392 | 379 | 390 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 1.025 | 1.249 | 643 | 934 | 643 | 934 |
| Summe | 1.529 | 1.775 | 1.025 | 1.326 | 1.022 | 1.324 |
| langfristige Vergütung | ||||||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 564 | 0 | 451 | 0 | 451 |
| variable aktienbasierte Vergütung | 158 | 0 | 143 | 0 | 143 | 0 |
| Summe | 158 | 564 | 143 | 451 | 143 | 451 |
| Gesamtvergütung | 1.687 | 2.339 | 1.168 | 1.777 | 1.165 | 1.775 |
scroll
| Gesamt | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| kurzfristige Vergütung | ||
| fixe Vergütung | 1.265 | 1.308 |
| variable erfolgsabhängige Vergütung | 2.311 | 3.117 |
| Summe | 3.576 | 4.425 |
| langfristige Vergütung | ||
| langfristige erfolgsabhängige Vergütung | 0 | 1.467 |
| variable aktienbasierte Vergütung | 444 | 0 |
| Summe | 444 | 1.467 |
| Gesamtvergütung | 4.020 | 5.892 |
Pensionszusagen
Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen beträgt:
scroll
| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 167 | 236 | 121 | 155 | 104 | 130 |
| Barwert (DBO) | 2.412 | 4.091 | 2.042 | 3.106 | 2.881 | 4.197 |
scroll
| Gesamt | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 392 | 521 |
| Barwert (DBO) | 7.335 | 11.394 |
Vorstandsvergütung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex
Der folgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2014 gewährten und zugeflossenen Vergütungen berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014. Zur Darstellung wird auf die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen zurückgegriffen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die nach DCGK anzugebenden, an die Mitglieder des Vorstands gewährten Zuwendungen für das Geschäftsjahr 2014:
scroll
| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK | Min. | Max. | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2013 | 2014 | 2014 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 467 | 480 | 480 | 480 | 363 | 372 |
| Nebenleistungen | 37 | 46 | 46 | 46 | 19 | 20 |
| Summe | 504 | 526 | 526 | 526 | 382 | 392 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 1.025 | 1.249 | 0 | 1.440 | 643 | 934 |
| Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 | 158 | 0 | 0 | 0 | 143 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 0 | 565 | 0 | 960 | 0 | 451 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 0 | 560 | 0 | 960 | 0 | 447 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 | 0 | 552 | 0 | 960 | 0 | 443 |
| Summe | 1.183 | 2.926 | 0 | 4.320 | 786 | 2.275 |
| Versorgungsaufwand | 167 | 236 | 236 | 236 | 121 | 155 |
| Gesamtvergütung | 1.854 | 3.688 | 762 | 5.082 | 1.289 | 2.822 |
scroll
| Theo Becker | Karl Schmauder | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK | Min. | Max. | Min. | Max. | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2014 | 2013 | 2014 | 2014 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 372 | 372 | 362 | 372 | 372 | 372 |
| Nebenleistungen | 20 | 20 | 17 | 18 | 18 | 18 |
| Summe | 392 | 392 | 379 | 390 | 390 | 390 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 0 | 1.116 | 643 | 934 | 0 | 1.116 |
| Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 | 0 | 0 | 143 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 0 | 744 | 0 | 451 | 0 | 744 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 0 | 744 | 0 | 447 | 0 | 744 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 | 0 | 744 | 0 | 443 | 0 | 744 |
| Summe | 0 | 3.348 | 786 | 2.275 | 0 | 3.348 |
| Versorgungsaufwand | 155 | 155 | 104 | 130 | 130 | 130 |
| Gesamtvergütung | 547 | 3.895 | 1.269 | 2.795 | 520 | 3.868 |
scroll
| Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährte Zuwendungen gemäß DCGK | Min. | Max. | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2013 | 2014 | 2014 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||
| Festes Jahresgehalt | 1.192 | 1.224 | 1.224 | 1.224 |
| Nebenleistungen | 73 | 84 | 84 | 84 |
| Summe | 1.265 | 1.308 | 1.308 | 1.308 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||
| Einjährige variable Vergütung | 2.311 | 3.117 | 0 | 3.672 |
| Mehrjährige variable aktienbasierte Vergütung 2013-2017 | 444 | 0 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 0 | 1.467 | 0 | 2.448 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2013-2015 | 0 | 1.454 | 0 | 2.448 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2014-2016 | 0 | 1.438 | 0 | 2.448 |
| Summe | 2.755 | 7.476 | 0 | 11.016 |
| Versorgungsaufwand | 392 | 521 | 521 | 521 |
| Gesamtvergütung | 4.412 | 9.305 | 1.829 | 12.845 |
Die Tabelle zeigt im Vergleich zu DRS 17 für den LTI II zusätzlich zum im Folgejahr zur Auszahlung kommenden LTI II 2014 auch die im Berichtsjahr aufgrund der Neufassung der Vorstandsdienstverträge im Sinne des Corporate Governance Kodex gewährten LTI II der Jahre 2015 und 2016. Zusätzlich werden die im Minimum und Maximum erreichbaren Beträge angegeben. Der Versorgungsaufwand, der in obiger Tabelle in Form des laufenden Dienstzeitaufwands dargestellt wird, ist in die Gesamtvergütung mit eingerechnet.
In der folgenden Tabelle wird der Zufluss im bzw. für das Geschäftsjahr 2014 dargestellt. Die Tabelle weist für das feste Jahresgehalt, die Nebenleistungen, für die jährliche Tantieme und den LTI II 2014 den Zufluss für das Geschäftsjahr 2014 aus.
scroll
| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Karl Schmauder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||||||
| Festes Jahresgehalt | 467 | 480 | 363 | 372 | 362 | 372 |
| Nebenleistungen | 37 | 46 | 19 | 20 | 17 | 18 |
| Summe | 504 | 526 | 382 | 392 | 379 | 390 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | 1.025 | 1.249 | 643 | 934 | 643 | 934 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 0 | 565 | 0 | 451 | 0 | 451 |
| Summe | 1.025 | 1.814 | 643 | 1.385 | 643 | 1.385 |
| Versorgungsaufwand | 167 | 236 | 121 | 155 | 104 | 130 |
| Gesamtvergütung | 1.696 | 2.576 | 1.146 | 1.932 | 1.126 | 1.905 |
scroll
| Gesamt | ||
|---|---|---|
| Zufluss gemäß DCGK in TEUR |
2013 | 2014 |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Vergütung | ||
| Festes Jahresgehalt | 1.192 | 1.224 |
| Nebenleistungen | 73 | 84 |
| Summe | 1.265 | 1.308 |
| Erfolgsabhängige Vergütung | ||
| Einjährige variable Vergütung | 2.311 | 3.117 |
| Mehrjährige variable Vergütung 2012-2014 | 0 | 1.467 |
| Summe | 2.311 | 4.584 |
| Versorgungsaufwand | 392 | 521 |
| Gesamtvergütung | 3.968 | 6.413 |
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung der ElringKlinger AG geregelt. Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 16. Mai 2013 erfolgt. Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen Bestandteil und in einen variablen Bestandteil. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine fixe Vergütung in Höhe von TEUR 10. Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzungspräsenz eine Pauschalvergütung in Höhe von TEUR 1 sowie eine fixe Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss in Höhe von TEUR 4. Der variable Bestandteil der Vergütung richtet sich nach dem durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnis vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre und beträgt hiervon 0,02 %.
Die Positionen des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters werden bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das 2fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Auslagen der Aufsichtsratsmitglieder werden in angemessenem Umfang ersetzt. Aufsichtsratsmitglieder, die ihr Mandat nicht das ganze Geschäftsjahr innehatten, erhalten die fixe und variable Vergütung anteilig.
Bezüge des Aufsichtsrats 2014
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 608 (2013: TEUR 619). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2013: TEUR 2) erstattet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
scroll
| TEUR | Fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Walter Herwarth Lechler | 48 | 48 | 57 | 55 | 105 | 103 |
| Markus Siegers | 25 | 25 | 43 | 42 | 68 | 67 |
| Gert Bauer | 18 | 18 | 29 | 28 | 47 | 46 |
| Armin Diez | 18 | 18 | 29 | 28 | 47 | 46 |
| Klaus Eberhardt | 22 | 14 | 29 | 17 | 51 | 31 |
| Pasquale Formisano | 14 | 14 | 29 | 28 | 43 | 42 |
| Dr. Margarete Haase | 14 | 14 | 29 | 28 | 43 | 42 |
| Karl Uwe van Husen | 0 | 9 | 0 | 11 | 0 | 20 |
| Dr. Thomas Klinger-Lohr | 0 | 22 | 0 | 28 | 0 | 50 |
| Paula Monteiro-Munz | 18 | 18 | 29 | 28 | 47 | 46 |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs | 13 | 14 | 29 | 28 | 42 | 42 |
| Gabriele Sons | 19 | 0 | 11 | 0 | 29 | 0 |
| Manfred Strauß | 14 | 14 | 29 | 28 | 43 | 42 |
| Gerhard Wick | 14 | 14 | 29 | 28 | 43 | 42 |
| Gesamtbetrag | 237 | 242 | 372 | 377 | 608 | 619 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den Zahlen der durchschnittlichen IFRS-Konzernergebnisse vor Steuern der letzten drei Geschäftsjahre, wider.
Angaben nach § 289 Abs. 4 und nach § 315 Abs. 4 HGB, insbesondere zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2014 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2014 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
scroll
| Walter H. Lechler, Stuttgart | Insgesamt 22,12 % (davon werden ihm 10,01 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015.
Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang enthalten.
Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und ist auf der ElringKlinger-Internetseite unter www.elringklinger.de/de/unternehmen/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche
Moderates Wachstum der Weltwirtschaft bei starken regionalen Unterschieden
Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeichnet sich für die Weltwirtschaft auch 2015 ein gemischtes Bild ab. Der gedämpfte Expansionskurs der Weltkonjunktur unter Führung der USA und der asiatischen Volkswirtschaften wird sich fortsetzen. Mit Blick auf die Eurozone ist davon auszugehen, dass sich das seit Jahren schwache Wachstumstempo nur leicht beschleunigen wird.
Der IWF rechnet beim globalen Wachstum 2015 mit einer geringfügigen Beschleunigung und prognostiziert einen Anstieg von 3,5 % gegenüber 2014. Allerdings wurden die Wachstumserwartungen gegenüber der letzten Einschätzung vom Oktober 2014 bereits im Januar 2015 wieder um 0,3 Prozentpunkte gesenkt. Skeptischer als zuvor sieht der IWF mittlerweile die Lage in China, Russland, in der Eurozone, Japan und in einigen der wichtigen ölexportierenden Länder.
Die Konjunktur in der Eurozone dürfte 2015 Rückenwind durch den massiven Rückgang der Ölpreise und den niedrigen Außenwert des Euro erhalten. Dennoch ist mit keiner durchgreifenden wirtschaftlichen Erholung zu rechnen, zumal die strukturellen Probleme in vielen Ländern der Eurozone weiterhin ungelöst sind. Es bleibt abzuwarten, ob die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, in großem Umfang Staatsanleihen aufzukaufen um einer möglichen Deflation entgegenzuwirken, dazu führen wird, dass die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt.
Für die deutsche Wirtschaft bessern sich die konjunkturellen Aussichten zunehmend. Der schwächere Euro stärkt die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Exportgeschäft. Helfen werden der deutschen Wirtschaft außerdem der niedrige Ölpreis und die, bezogen auf Deutschland, im Grunde zu lockere Geldpolitik der EZB. Demgegenüber üben die noch schwache Nachfrage aus den Schwellenländern und dem Euroraum, aber auch das Zurückrollen der Arbeitsmarktreformen, dämpfende Effekte aus.
Die Entwicklung der russischen Wirtschaft wird entscheidend davon abhängen, wann eine Lockerung der Sanktionen erfolgt und ob ein Ende des schmerzhaften Ölpreisverfalls eintreten wird. Eine Erholung der Konjunktur wird aber frühestens für 2016 gesehen.
Die US-Wirtschaft wird auch 2015 ihre führende Rolle unter den etablierten Volkswirtschaften behaupten. Gesunkene Energiepreise, die niedrige Arbeitslosigkeit und moderate Inflationserwartungen bilden eine solide Basis dafür, dass sich der konjunkturelle Aufschwung fortsetzt oder sogar beschleunigt.
In Brasilien dagegen lasten die Notwendigkeit der Sanierung des Staatshaushaltes, die hohe Inflation und der Verfall der für das Land wichtigen Rohstoffpreise weiterhin auf der Wirtschaft.
Die Aussichten für Asien bleiben insgesamt positiv. Für China zeichnet sich auf vergleichsweise hohem Niveau zwar eine leichte Wachstumsabschwächung ab, allerdings zeigen die Maßnahmen der Regierung und der Notenbank Erfolge. Demgegenüber registriert Indien eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Obwohl Japan noch im dritten Quartal 2014 technisch in eine Rezession abgerutscht war, wird für die japanische Konjunktur aufgrund der weiter expansiven Fiskal- und Geldpolitik 2015 eine Rückkehr zu leichtem Wachstum prognostiziert.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt Veränderung zum Vorjahr
scroll
| 2014 | Prognose 2015 | Prognose 2016 | |
|---|---|---|---|
| Welt | 3,3 % | 3,5 % | 3,7 % |
| Deutschland | 1,5 % | 1,3 % | 1,5 % |
| Eurozone | 0,8 % | 1,2 % | 1,4 % |
| USA | 2,4 % | 3,6 % | 3,3 % |
| Brasilien | 0,1 % | 0,3 % | 1,5 % |
| China | 7,4 % | 6,8 % | 6,3 % |
| Indien | 5,8 % | 6,3 % | 6,5 % |
| Japan | 0,1 % | 0,6 % | 0,8 % |
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Januar 2015)
Weltweite Automobilmärkte wachsen auch 2015
Trotz des seit 2008 ununterbrochenen Aufwärtstrends wird der globale Fahrzeugmarkt, gemessen an den Neuzulassungen, voraussichtlich 2015 zum fünften Mal in Folge eine neue Höchstmarke setzen können. Nach Schätzungen soll der weltweite Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 2015 um 2 % bis 4 % zulegen. Für die weltweite Pkw-Produktion ist von einem Anstieg in ähnlicher Größenordnung auszugehen.
Der ElringKlinger-Konzern geht in seiner Planung für 2015 von einem Wachstum der weltweiten Automobilproduktion von rund 2 % aus. Für Europa rechnet der Konzern damit, dass die Fahrzeugkonjunktur auch 2015 nur in mäßigem Tempo wächst und damit seit dem Einbruch 2008 eine durchgreifende Erholung weiterhin auf sich warten lässt. Erneut werden die wesentlichen Wachstumsimpulse in China bzw. Asien und Nordamerika gesehen, auch wenn die hohen Zuwachsraten der vergangenen Jahre 2015 nicht mehr erreicht werden dürften. Demnach erwartet ElringKlinger für den US-Markt weitere leichte Zuwächse und für China ein abgeschwächtes Plus bei den Pkw-Verkäufen von 5 % bis 8 %.
Wachstumsprognose Pkw-Absatz in den Weltmärkten 2015 in %

Quelle: VDA, CAAM
Für den europäischen Pkw-Markt insgesamt ist 2015 nach den meisten Prognosen mit keinem stärkeren Aufschwung zu rechnen. Nach wie vor wirken die ungelösten Strukturprobleme in vielen südeuropäischen Ländern belastend auf das Kaufverhalten. Auch für den seit Jahren stagnierenden deutschen Pkw-Markt wird 2015 nur ein leichtes Plus von 1 % bis 2 % erwartet. Die stark gefallenen Preise an den Zapfsäulen sollten zumindest helfen, positive Impulse bei den Fahrzeugkäufern zu setzen. Die Hoffnungen der einheimischen Automobilhersteller stützen sich erneut auf die Exportnachfrage aus Übersee, die vom schwachen Euro Rückenwind erhält. Da die deutschen Hersteller verstärkt dazu übergehen, Fahrzeuge und Motoren vor Ort in Asien und Nordamerika zu produzieren, ist bei der seit Jahren mit Rekorden aufwartenden inländischen Pkw-Produktion 2015 nur mit leichten Zuwächsen zu rechnen.
Mit 16,4 Millionen verkauften Fahrzeugen haben die USA 2014 das Vorkrisenniveau von 2007 erreicht. Gegenüber dem Tief im Jahr 2009 hat der Markt bereits wieder um mehr als die Hälfte zugelegt. Für 2015 sind die Wachstumsschätzungen daher verhaltener. Um 2 % bis 3 % sollte der US-Fahrzeugmarkt angesichts der guten Beschäftigungssituation und der starken Konjunktur auch 2015 wachsen können. Unterstützt durch die niedrigen Ölpreise verlagert sich die Nachfrage weiterhin zu Geländewagen und Light Trucks.
Die Aussichten für Brasilien - dem wichtigsten Fahrzeugeinzelmarkt in Südamerika - bleiben dagegen unsicher. Nach den starken Einbrüchen 2014 ist für 2015 zumindest mit einer Stabilisierung der PKW-Verkäufe zu rechnen.
Asien bleibt der Wachstumsmotor der globalen Automobilindustrie, allen voran China. Zwar gehen die Prognosen für 2015 von einer leichten Abschwächung der Nachfragedynamik im Reich der Mitte aus, seine Position als führender Einzelmarkt der Welt wird China 2015 aber weiter ausbauen können.
Auch für die ASEAN-Region wird mit weiter steigenden Absatzzahlen gerechnet. Nachdem die Pkw-Verkäufe schon in der zweiten Jahreshälfte 2014 spürbar anzogen, sollte der indische Fahrzeugmarkt 2015 im Wachstumsmodus bleiben. Dem japanischen Fahrzeugmarkt dagegen steht ein Jahr mit rückläufigen Absatzzahlen bevor, nachdem er 2014 aufgrund von steuerbedingten Vorzieheffekten noch mit einem Plus abschließen konnte.
Die Automobilbranche bleibt langfristig eine Wachstumsbranche. Der Anteil der aufstrebenden Schwellenländer an den Neuzulassungen nimmt dabei beständig zu. Während bis zum Jahr 2020 die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate bei den Pkw-Verkäufen in Asien voraussichtlich bei über 5 % liegen wird, beträgt die Wachstumsrate in Westeuropa nur noch 2 %. In China besitzen bislang nur 73 von Tausend Einwohnern ein eigenes Auto - in Deutschland liegt die Pkw-Dichte bei 610 Fahrzeugen je Tausend Einwohner.
Der ElringKlinger Konzern hat sich frühzeitig auf diese Trends eingestellt und sich weltweit aufgestellt. Vor allem die Präsenz in Asien wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Mittlerweile erzielt die Gruppe - inklusive der Exporte - rund ein Viertel der Erstausrüstungsumsätze in Asien. Mit den in den kommenden Jahren anstehenden Produktneuanläufen soll dieser Anteil weiter steigen (vgl. Abschnitt "Standorte und Märkte").
Lkw-Nachfrage zieht 2015 moderat an, Europa schwenkt auf Erholungskurs
ElringKlinger hat in den letzten Jahren den Umsatzanteil mit Lkw-Komponenten im Segment Erstausrüstung spürbar auf 16,4 % (14,8 %) ausgebaut. Regional lag der Schwerpunkt auf den Märkten Europa und Nordamerika, wobei 2014 asiatische Kunden im Segment mittelschwere und schwere Lkw an Bedeutung gewonnen haben.
Von einem Anstieg der Lkw-Produktionszahlen in den Triade-Märkten wird ElringKlinger unmittelbar profitieren können. Da der Umsatz je Fahrzeug mit Einführung der Euro-VI-Modelle durch zusätzliche Leichtbau-Kunststoffgehäusemodule zumeist höher ausfällt, erwartet ElringKlinger im Geschäft mit Lkw-Komponenten in den kommenden Jahren überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten.
Nach dem schwierigen Jahresverlauf 2014 wird für 2015 mit einer leichten Belebung der Lkw-Nachfrage in Europa gerechnet. Die allmählich einsetzende konjunkturelle Erholung in Westeuropa sollte sich positiv auswirken. Bei den Lkw-Neuzulassungen wird demnach ein moderater Zuwachs um 2 % bis 3 % erwartet. Die Entwicklung der Lkw-Verkäufe in Russland dürfte dagegen auf absehbare Zeit schwer einschätzbar und auch 2015 ein Risikofaktor bleiben.
Die erwartete gute Konjunkturentwicklung und die damit verbundene Nachfrage nach Lkw wird aller Voraussicht nach auch 2015 den wesentlichen Wachstumsimpuls für den nordamerikanischen Lkw-Markt geben. Dieses positive Bild wird durch die weiter gestiegenen Auftragseingänge für schwere Lkw (Class 8) untermauert. Aufgrund der hohen Vorjahresbasis wird für das Gesamtjahr 2015 allerdings nur noch mit einem Anstieg der Auslieferungen schwerer Class-8-Trucks um 3 % gerechnet.
Wesentlich zurückhaltender fällt der Ausblick auf die Entwicklung der Lkw-Nachfrage in Brasilien aus. Aufgrund der anhaltend schwachen Wirtschaftsentwicklung ist nicht auszuschließen, dass die Lkw-Verkäufe dort 2015 nochmals um 5 % bis 10 % zurückgehen könnten.
Ausblick Konzern
Wettbewerbsumfeld bleibt trotz Branchenkonsolidierung anspruchsvoll
Die Anforderungen an die Automobilzulieferunternehmen nehmen weiter zu. Aktuell liegt der Anteil an der Wertschöpfung am Fahrzeug bei über 75 % - mit steigender Tendenz. Zudem erfordert der technologische Umbruch in der Antriebstechnologie zusätzlichen Aufwand für die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte von der Batterietechnik bis hin zur Brennstoffzelle. Die Entwicklungsintensität steigt auch im Zusammenhang mit der Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors weiter an. So werden Downsizing und Leichtbau mit hoher Energie vorangetrieben, um das äußerst anspruchsvolle CO2 -Ziel der Europäischen Union von durchschnittlich 95 g/km bis zum Jahr 2020 erreichen zu können.
In diesem Umfeld sieht sich ElringKlinger von Seiten der Kunden unverändert regelmäßigen Forderungen nach Preisreduzierungen und Produktivitätsverbesserungen gegenüber. Diese müssen durch Effizienzsteigerungen in den Fertigungsprozessen bzw. weitere Automatisierung kompensiert werden, was wiederum auch 2015 entsprechende Rationalisierungsinvestitionen voraussetzt.
Durch weiterhin über dem Branchendurchschnitt liegende Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wird sich ElringKlinger 2015 und in den kommenden Jahren Alleinstellungsmerkmale bei den Produkten und den Herstellungsprozessen sichern. Für die nächsten Jahre wird unter Berücksichtigung der aktivierten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen unverändert mit einer FuE-Quote von rund 5 % vom Umsatz gerechnet.
Plus beim Auftragseingang untermauert Wachstumsziel
Der Konzern geht für 2015 von weiteren organischen Umsatzsteigerungen und Zuwächsen beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern aus.
Diese Zielsetzung wird durch die bisher gebuchten Aufträge untermauert. Zum 31. Dezember 2014 lagen konzernweit Aufträge im Volumen von 688,2 (595,4) Mio. Euro vor. Dies entsprach einem Zuwachs von 15,6 %.
Die Auftragseingänge im Gesamtjahr 2014 erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,5 % auf 1.418,6 (1.284,4) Mio. Euro.
Alleine im vierten Quartal 2014 legte der Auftragseingang auf 377,1 (298,3) Mio. Euro zu und lag damit um 26,4 % über dem Wert des Schlussquartals des Vorjahres.
Konzernweite Kosteneinsparungen
Der ElringKlinger-Konzern wird gezielt in die weitere Automatisierung der Fertigung investieren und die Produktionsprozesse durch neue intelligente Verfahrenstechnik optimieren, um Kosten einzusparen. Ziel ist es, die Effizienz im Jahr 2015 um mindestens 3,0 % zu verbessern. Rund ein Drittel der geplanten Auszahlungen für Investitionen werden auch in den kommenden Jahren in Rationalisierungsmaßnahmen fließen.
Unverändert stellen die Material- und Personalkosten die größten Kostenblöcke dar. Die Preissituation der meisten von ElringKlinger eingekauften Rohstoffe bzw. Vorprodukte dürfte auf Basis der abgeschlossenen Lieferverträge weitgehend stabil bleiben. Bei einigen Rohstoffen wie beispielsweise Aluminium muss dagegen von anziehenden Preisen ausgegangen werden. Sollten die Ölpreise nachhaltig auf den zur Jahreswende 2014 stark ermäßigten Niveaus verharren, könnten die Preise für die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik eingesetzten polyamid-basierten Kunststoffgranulate im Jahresverlauf leicht nachgeben. Dagegen ist nicht auszuschließen, dass Materialpreise, wie zum Beispiel die Legierungszuschläge für Edelstähle, im Jahresverlauf 2015 ansteigen. Bei den von ElringKlinger als Schrott veräußerten Stanzresten wird mit weitgehend konstanten Verkaufspreisen gerechnet.
Die ElringKlinger-Gruppe beschäftigt noch fast die Hälfte der Mitarbeiter im Inland, sodass die Entwicklung der Personalkosten des Konzerns maßgeblich von der Höhe des Tarifabschlusses in der deutschen Metallindustrie abhängt. Dieser wird bei den tariflich Beschäftigten an den deutschen Standorten des ElringKlinger-Konzerns ab 1. Mai 2015 zu einem weiteren Anstieg der Löhne und Gehälter um 3,4 % führen. Kostensteigernd wirken zudem die vereinbarten Einmalzahlungen von 150 Euro je Mitarbeiter für den Zeitraum Januar bis März 2015. Dieser Anstieg bei den Personalkosten muss durch entsprechende Rationalisierungsmaßnahmen und Kosteneinsparungen kompensiert werden.
Aufgrund der für 2015 geplanten Umsatzzuwächse sowie der erstmaligen Konsolidierung von M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) geht der Konzern von einem weiteren Anstieg der Beschäftigtenzahlen aus. Der Aufbau neuer Personalkapazitäten wird überwiegend bei den internationalen Tochtergesellschaften stattfinden. Der Zuwachs bei den Mitarbeitern soll jedoch unterproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse ausfallen.
Die Verwaltungskosten sollen durch die weitere Zentralisierung administrativer Funktionen im Konzern sowie Prozessoptimierungen eingegrenzt werden. Der aufgrund des Unternehmenswachstums zu erwartende Anstieg soll prozentual niedriger ausfallen als der Umsatzanstieg im Konzern.
Weiterer Umsatz- und Ertragsanstieg für 2015 geplant
ElringKlinger geht davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion im Jahr 2015 um rund 2 % anziehen wird. Auf dieser Basis plant der Konzern mit einem erneut deutlich über dem Marktwachstum liegenden organischen Umsatzwachstum von 5 % bis 7 %. Zusätzlich wird die Konsolidierung der erworbenen M&W (zukünftig ElringKlinger Automotive Manufacturing Inc.) im Gesamtjahr rund 30 Mio. Euro zum Konzernumsatz beisteuern.
Die Vollkonsolidierung von M&W ab Februar 2015 wirkt sich zunächst leicht negativ auf die Konzern-EBIT-Marge aus. Aufgrund der gestiegenen Relevanz von Akquisitionen wird das bereinigte EBIT künftig vor Effekten aus der Kaufpreisallokation angegeben. Das um Einmaleffekte bereinigte EBIT vor Kaufpreisallokationen wird 2015 zwischen 170 und 180 Mio. Euro erwartet.
Bedingt durch die aktuelle Nachfragesituation und die noch ungenügende Auslastung der Fertigungslinien wird im Bereich E-Mobility für 2015 noch keine grundlegende Verbesserung der Ertragslage erwartet. Angesichts der stark gefallenen Kraftstoffpreise steht die Attraktivität von Plug-in-Hybriden und reinen Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Fahrzeugmodellen mit klassischen Verbrennungsmotoren unter Wettbewerbsdruck. Dies erschwert die Prognose der Kundenabrufe zusätzlich.
Mit Strukturmaßnahmen zur Kostensenkung im Bereich E-Mobility steuert das Unternehmen gegen. Mittelfristig erwartet der ElringKlinger-Konzern, getrieben von den ab 2020 deutlich verschärften CO2 -Grenzwerten, weiterhin eine Zunahme bei den Produktabrufen, die auch dazu beitragen wird, die Ertragssituation im Bereich E-Mobility mittelfristig zu verbessern.
Auch beim Ergebnis vor Ertragsteuern erwartet der Konzern einen weiteren Anstieg. Aufgrund der Einflüsse der Währungskurseffekte unterliegt dieser Wert größeren Schwankungen als das EBIT. Nach derzeitigem Stand geht ElringKlinger davon aus, dass sich, abhängig von der weiteren Entwicklung der Währungskurse, das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Ertragsteuern und Kaufpreisallokation prozentual etwas weniger stark erhöhen wird als das EBIT.
Kapitalrentabilität soll steigen
Die Kapitalrentabilität im Konzern - gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) - soll sich 2015 verbessern. Die langfristigen Vermögenswerte werden wachstumsbedingt und voraussichtlich währungsbedingt weiter wachsen. Dagegen werden sich die geplante Erhöhung des bereinigten Konzern-EBIT sowie die vorgesehenen Verbesserungen beim Working Capital positiv auf die Gesamtkapitalrentabilität auswirken. Insgesamt rechnet der Konzern damit, den ROCE gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2014 leicht zu verbessern.
Weiteres Wachstum auch bei der Muttergesellschaft ElringKlinger AG
Die ElringKlinger AG hat 2014 einen Anteil von 37,4 % (39,1 %) zu den Konzernumsatzerlösen beigetragen. Dieser Anteil der Muttergesellschaft am Konzernumsatz wird aufgrund des stärkeren Wachstums in den Tochtergesellschaften zurückgehen. Für 2015 wird auf Basis der gegenwärtigen Beauftragung ein Umsatzwachstum von rund 5 % erwartet.
Bei den geplanten Umsätzen kann sich die ElringKlinger AG bereits auf einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Auftragsbestand stützen. Zum 31. Dezember 2014 lag der Auftragsbestand um 9,5 % über dem Vorjahresvergleichswert bei 308,2 (281,4) Mio. Euro. Bei den Auftragseingängen verzeichnete die ElringKlinger AG einen Zuwachs von 5,9 % auf 597,7 (564,4) Mio. Euro.
Der stetig steigende Auftragseingang spiegelt sowohl das strukturelle Wachstum bei vielen der produzierten Produktgruppen wider als auch die Erholung der Pkw-Nachfrage in Westeuropa. Die für 2015 in der ElringKlinger AG geplante Umsatzsteigerung wird daher größtenteils auf das Segment Erstausrüstung entfallen.
Im Vergleich zu den hohen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (inkl. Werkzeuge) und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 53,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 sind für 2015 etwas niedrigere Investitionen geplant.
An den Standorten der ElringKlinger AG sollen 2015 insgesamt rund 50,0 (53,5) Mio. Euro investiert werden. Die Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auch auf der Verbesserung der Infrastruktur. Unter anderem sind der Bau eines Lagers, eines neuen Verwaltungsgebäudes und einer Produktionshalle am Standort der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Ergenzingen/Deutschland sowie einer zusätzlichen Logistikhalle und eines neuen Betriebsrestaurants am Standort Dettingen/Erms/Deutschland vorgesehen. Am Standort Gelting/Deutschland wird 2015 ein neues Verwaltungsgebäude errichtet.
Rund 15,0 Mio. Euro an Investitionen sind für neue Maschinen und Montagelinien in den Geschäftsbereichen Spezialdichtungen, Zylinderkopfdichtungen sowie Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik vorgesehen. Sie dienen vor allem der Bereitstellung zusätzlicher Fertigungskapazitäten.
Finanziert werden sollen die geplanten Auszahlungen für Investitionen in erster Linie aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowie zum Teil auch über Kreditlinien. Bei Bedarf stehen der ElringKlinger AG zur weiteren Wachstumsfinanzierung noch nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 61,5 Mio. Euro zur Verfügung.
Trotz eines steigenden Lohnniveaus geht die ElringKlinger AG beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für 2015 von einem im Vergleich zum geplanten Umsatzanstieg leicht überproportionalen Wachstum aus. Produktneuanläufe, Effizienzsteigerungen in der Fertigung sowie Skaleneffekte sollen maßgeblich dazu beitragen. Entsprechend wird mit einer Verbesserung der Kapitalrentabilität in der AG gerechnet. Der Return on Capital Employed (ROCE) soll sich 2015 um rund einen Prozentpunkt gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2014 (9,7 %) verbessern.
Ausblick Konzernsegmente: Strukturelles Wachstum und neue Produkte in der Erstausrüstung bleiben die Hauptumsatztreiber
Im Jahr 2014 entfielen 82,2 % der Umsatzerlöse des Konzerns sowie 72,2 % des EBIT auf das Segment Erstausrüstung. Auch 2015 wird der Großteil der geplanten Umsatz- und Ertragssteigerungen der ElringKlinger-Gruppe von der Erstausrüstung beigesteuert werden. Sie wird voraussichtlich das prozentual am stärksten wachsende Segment bleiben.
Da die weltweite Pkw-Produktion 2015 nach ElringKlinger-Schätzung lediglich um 2 % wachsen dürfte, wird das strukturelle Wachstum bei Produktgruppen wie Turboladerdichtungen, Getriebesteuerplatten für Automatikgetriebe, Abschirmteile sowie Leichtbaumodule aus Kunststoff die wichtigste Säule für den geplanten Umsatzzuwachs in der Erstausrüstung bleiben. Zudem wird der Anlauf neuer Produkte, zum Beispiel der neuen Leichtbauträger in Hybrid-Bauweise, wesentlich zum Wachstum des Segments beitragen.
In Summe rechnet ElringKlinger in der Erstausrüstung mit Umsatzzuwächsen in der Größenordnung von 5 % bis 7 %.
Segment Kunststofftechnik
Beim Segment Kunststofftechnik geht ElringKlinger davon aus, einen dem Konzerndurchschnitt vergleichbaren Umsatzzuwachs in der Größenordnung von 5 % bis 7 % erreichen zu können.
Bei Anwendungen im Automotive-Bereich aber auch in der Medizintechnik ist ein weiteres Anziehen der Nachfrage zu beobachten. Neben steigenden Stückzahlen bei Dichtringen und Führungen für Dieseleinspritzsysteme sowie Turboladerdichtungen werden 2015 neu eingeführte Kunststoffeinsätze für Wärmetauscher in Großkraftwerken zum Wachstum beitragen. Auch Produktionshochläufe in China und Indien führen zu zunehmenden Umsätzen. Für die Erschließung des nordamerikanischen Markts sind 2015 allerdings weitere Vorleistungen für Vertrieb und Entwicklung vorgesehen, die sich auf die Ergebnissituation belastend auswirken werden.
In Summe ist daher davon auszugehen, dass sich das EBIT des Segments Kunststofftechnik weitgehend proportional zum Erlösanstieg entwickeln wird.
Internationaler Ausbau des Ersatzteilgeschäfts
Im Segment Ersatzteile wird 2015 nicht nur das Produktprogramm weiter ausgebaut. Nachdem es ElringKlinger gelungen ist, in einigen wichtigen Großhandelskooperationen - zum Beispiel in Frankreich, dem zweitgrößten Ersatzteilmarkt Europas - Fuß zu fassen, werden die Vertriebsaktivitäten in Westeuropa weiter verstärkt. Die Nachfrage in dieser Region dürfte von der wieder anziehenden Konjunktur und der sich langsam verbessernden Beschäftigungssituation profitieren. Die wirtschaftlich schwierige Situation in Europa hatte in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Fahrzeughalter Wartungs- und Reparaturarbeiten am Fahrzeug so weit wie möglich aufgeschoben haben. Dies wirkte sich auch belastend auf die Absatzlage im Segment Ersatzteile aus.
In Deutschland besteht die Chance, dass ElringKlinger mit Hilfe seiner starken Markenpositionierung weitere Marktanteile im Ersatzteilgroßhandel hinzugewinnen kann.
Dagegen wird in Osteuropa nach den wiederholten Rekordumsätzen der letzten Jahre für 2015 mit bestenfalls gleichbleibenden Zuwächsen gerechnet. Aufgrund der politischen Unwägbarkeiten und der signifikanten Abschwächung der lokalen Währungen gegenüber Euro und US-Dollar besteht in den Märkten Russlands und der Ukraine das Risiko von Umsatzrückgängen. Die zunehmende Motorisierung und der wachsende Gebrauchtwagenpark deutscher Fabrikate bieten dagegen weiterhin gute Grundlagen für den Ausbau des Ersatzteilgeschäfts in anderen osteuropäischen Märkten.
Die zahlreichen politischen Krisenherde und der Verfall des Ölpreises stellen auch für die Regionen Naher und Mittlerer Osten sowie Afrika Risikofaktoren dar, so dass aus heutiger Perspektive dort allenfalls mit leichten Zuwächsen gerechnet werden kann.
Auf dem nordamerikanischen sowie dem chinesischen Markt lagen die Umsatzerlöse bisher im jeweils niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Der ElringKlinger-Konzern will auf den beiden größten Pkw-Einzelmärkten der Welt von seiner führenden Stellung im Erstausrüstungsgeschäft profitieren und wird das Nachrüstgeschäft dort konsequent aufbauen. Auf beiden Märkten sieht ElringKlinger mittelfristig ein Umsatzpotenzial im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Alles in allem wird für 2015 im Segment Ersatzteile mit einer Umsatzsteigerung von mindestens 5 % gerechnet. Das EBIT soll prozentual in vergleichbarem Maß steigen.
Langfristig ausgelegtes Wachstumsmodell
Für 2015 und darüber hinaus sieht sich die ElringKlinger-Gruppe mit ihrer Positionierung in strukturell wachsenden Technologienischen, vielen Produktneuanläufen und der starken Aufstellung in den Schwellenländern nachhaltig für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Unter der Annahme, dass die globale Automobilproduktion in den kommenden Jahren moderat weiter wachsen wird, geht ElringKlinger davon aus, den Konzernumsatz jährlich um 5 % bis 7 % steigern zu können. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll sich dabei möglichst überproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse erhöhen.
Investitionsquote mittelfristig zwischen 7 % und 9 % geplant
In den letzten Jahren tätigte der ElringKlinger-Konzern überdurchschnittlich hohe Investitionen in den Bau mehrerer neuer Werke vor allem im asiatischen Raum sowie in Großprojekte wie das Logistikzentrum am Standort Dettingen/Erms/Deutschland.
Infolgedessen verzeichnete die Investitionsquote des Konzerns (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien als Anteil am Konzernumsatz) Spitzenwerte von über 15 %. 2015 und in den folgenden Jahren sollen die Auszahlungen für Investitionen wieder auf das langfristige Investitionsniveau der Gruppe zurückgeführt werden, das tendenziell in der Größenordnung von 7 % bis 9 % vom Konzernumsatz liegt. Hinzu kommen 2015 einmalig voraussichtlich rund 10 Mio. Euro an Investitionen für Produktionstechnik im Zusammenhang mit der Übernahme der M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA.
Im Inland werden bei der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH 2015 rund 12 Mio. Euro in ein zusätzliches Werk am Standort Bietigheim-Bissingen/Deutschland, investiert. Vor allem neue Projekte im Bereich Automotive und allgemeine Industrie sollen ab 2016 zu einer Wachstumsbeschleunigung im Segment Kunststofftechnik führen.
Weiteres Wachstum in Nordamerika und Asien in Vorbereitung
Die höchsten Zuwachsraten bei den Pkw-Verkäufen weltweit werden in den kommenden Jahren auf den asiatischen Märkten, aber auch im NAFTA-Raum erwartet.
Die ElringKlinger-Gruppe wird demnach einen Großteil des für 2015 vorgesehenen Investitionsbudgets auf Asien und Nordamerika konzentrieren.
Der Schwerpunkt der geplanten Auszahlungen für Investitionen wird auch 2015 auf dem Segment Erstausrüstung liegen. Vor allem in den Geschäftsbereichen Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik und Spezialdichtungen steht 2015 eine große Zahl von Produktneuanläufen an, die entsprechende Anlageninvestitionen erfordern.
Nach dem erfolgreichen Einstieg in den Markt für Karosserie- und Fahrwerkskomponenten-Leichtbau nimmt ElringKlinger 2015 die Serienproduktion neuer kombinierter Metall-Kunststoff-Strukturbauteile für Frontend und Cockpit auf. Der Großteil der dafür notwendigen Investitionen erfolgte bereits im Geschäftsjahr 2014. Teilbeträge für Anlagen an den Standorten in Suzhou/China sowie Leamington/Kanada kommen allerdings erst 2015 zur Auszahlung.
Das Wachstum der Automobilindustrie wird sich in den kommenden Jahren vor allem in Asien abspielen. Der weitere Ausbau des Asiengeschäfts bleibt daher 2015 der regionale Investitionsschwerpunkt. Der NAFTA-Raum wird sowohl als Markt, als auch als Fertigungsstandort unter dem Blickwinkel niedriger Energiekosten zunehmend interessant. Die ElringKlinger-Gruppe wird demnach einen Großteil der für das Geschäftsjahr 2015 vorgesehenen Investitionen auf diese beiden Regionen konzentrieren. Sie fließen in erster Linie in Erweiterungen der Werksflächen sowie neue Automaten und Fertigungsanlagen für Produktneuanläufe an den asiatischen und nordamerikanischen Standorten des Konzerns.
Das Thema Leichtbau stößt auch in China auf immer mehr Nachfrage bei den Kunden. Entsprechend positiv entwickelt sich die Auftragslage. Vor allem für die im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik anlaufenden Produkte und die bereits erwähnten neuen Leichtbauträger wird bei der ElringKlinger China Ltd. in Suzhou/China ein neues Werk gebaut. Dafür sind 2015 rund 15 Mio. Euro budgetiert. Auch bei der chinesischen Tochtergesellschaft Changchun ElringKlinger Ltd. im Norden Chinas, in Changchun, erfolgt zur Vorbereitung der geplanten Umsatzsteigerungen eine Erweiterung auf vorhandenen Grundstücksflächen. 2015 sind hierfür Investitionen im hohen einstelligen Millionenbereich vorgesehen. Desweiteren werden am neuen Standort in Gumi/Südkorea, sowie bei der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio/Japan, zusätzliche Produktionsanlagen aufgebaut.
Zu den größeren Investitionsvorhaben zählt der Bau eines Werkes in der Türkei. Die ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S. in Bursa wird für rund 6 Mio. Euro ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude errichten, um Neuaufträge für abschirmtechnische Produkte und Spezialdichtungen abwickeln zu können.
Finanzierungsspielraum für organisches Wachstum und Zukäufe vorhanden
Die für das Geschäftsjahr 2015 erwarteten Mittelzuflüsse aus der Innenfinanzierung werden die derzeit geplanten Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzanlagen gehaltene Immobilien voraussichtlich übersteigen. Die Finanzierung des weiteren organischen Wachstums des Konzerns ist damit ebenso sichergestellt wie die Entwicklung neuer Technologien.
Zur Zwischenfinanzierung der geplanten Dividendenausschüttung im ersten Halbjahr 2015 sowie zur Finanzierung von Akquisitionen wird auch auf Fremdkapital zurückgegriffen.
ElringKlinger sondiert den Markt laufend nach technologisch ergänzenden Akquisitionsmöglichkeiten. Im Bedarfsfall kann der Konzern auf von mehreren Banken zugesagte Kreditlinien in Höhe von rund 90,0 Mio. Euro zurückgreifen.
Sofern sich aus der laufenden Branchenkonsolidierung günstige Gelegenheiten ergeben, steht damit ein ausreichender Finanzierungsspielraum für Zukäufe in der von ElringKlinger bisher getätigten Größenordnung zur Verfügung.
Verschuldungsniveau weitgehend konstant
Die Finanzierung des Kaufpreises für die im Februar 2015 übernommene US-Gesellschaft M&W und der dort vorgesehenen Investitionen in die Standortzusammenlegung und den Ausbau der Fertigungskapazitäten bedingt 2015 voraussichtlich einen Finanzierungsbedarf von rund 35 Mio. Euro. Zudem kommen Teile der auf den Einstieg in den Leichtbau von Karosserieteilen entfallenden Auszahlungen für Investitionen in Produktionsanlagen und Werkzeuge in Nordamerika und China 2015 zur Auszahlung.
Sofern kein Kapitalbedarf für weitere Zukäufe erforderlich wird, geht der Konzern davon aus, die 2014 auf 417,0 (358,2) Mio. Euro angestiegene Verschuldung (langfristige und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) 2015 nicht oder nur moderat auszuweiten.
Dementsprechend sollte die Nettofinanzverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) des Konzerns zum Jahresende 2015 auf einem vergleichbaren Niveau liegen wie zum Jahresende 2014 (348,3 Mio. Euro).
Für die Folgejahre plant der ElringKlinger-Konzern vor Akquisitionen dann mit einer sukzessiven Rückführung der Nettofinanzverschuldung.
Auf der Grundlage der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sieht sich der ElringKlinger-Konzern aussichtsreich dafür aufgestellt, die geplanten Ziele erreichen zu können.
Nachtragsbericht
Nach Ende der Berichtsperiode hat ElringKlinger 100 % der Anteile am US-Automobilzulieferer M&W Manufacturing Company, Inc., Warren/USA (M&W) von der bisherigen Eigentümerfamilie erworben. Der Verkauf an die ElringKlinger AG wurde am 12. Februar 2015 vollzogen. Die Einbeziehung des Unternehmens in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erfolgt rückwirkend zum 1. Februar 2015. Die Gesellschaft wird in ElringKlinger Automotive Manufacturing Inc. umbenannt werden.
Mit dem Zukauf stärkte der ElringKlinger-Geschäftsbereich Spezialdichtungen seine geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktionspräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W wird ElringKlinger führender Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert M&W von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt.
Im Gesamtjahr 2015 sollen Umsatzerlöse in Höhe von umgerechnet rund 30 Mio. Euro erwirtschaftet werden bei einer geplanten operativen Marge (bereinigtes EBIT vor Kaufpreisallokation) im oberen einstelligen Bereich.
Darüber hinaus haben sich nach Abschluss der Berichtsperiode keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse ergeben.
Dettingen/Erms, den 23. März 2015
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf Vorsitzender
Theo Becker
Karl Schmauder
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2014
scroll
| in TEUR | Anhang | 2014 | 2013* |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 1.325.834 | 1.150.083 |
| Umsatzkosten | (2) | -967.352 | -824.473 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 358.482 | 325.610 | |
| Vertriebskosten | (3) | -93.418 | -81.470 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (4) | -61.449 | -45.998 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (5) | -57.253 | -56.708 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 18.727 | 32.993 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -11.086 | -10.271 |
| Operatives Ergebnis | 154.003 | 164.156 | |
| Finanzerträge | 18.492 | 9.358 | |
| Finanzaufwendungen | -19.401 | -24.614 | |
| Finanzergebnis | (8) | -909 | -15.256 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 153.094 | 148.900 | |
| Ertragsteueraufwendungen | (9) | -42.495 | -37.697 |
| Periodenergebnis | 110.599 | 111.203 | |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | (21) | 4.851 | 5.785 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | (21) | 105.748 | 105.418 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | (10) | 1,67 | 1,66 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2014
scroll
| 2014 | 2013* | |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 110.599 | 111.203 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 17.916 | -15.583 |
| Auf at-equity Beteiligungen entfallende Währungsverluste | 0 | -4.726 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | 17.916 | -20.309 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | -21.852 | 5.991 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | -21.852 | 5.991 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -3.936 | -14.318 |
| Gesamtergebnis | 106.663 | 96.885 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 5.301 | 5.141 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der Aktionäre der ElringKlinger AG | 101.362 | 91.744 |
* Vorjahreszahlen angepasst, siehe Erläuterungen im Konzernanhang
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
scroll
| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 01.01.2013* |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (11) | 185.343 | 176.710 | 133.061 |
| Sachanlagen | (12) | 707.980 | 612.108 | 557.266 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13) | 11.712 | 12.747 | 13.329 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (14) | 1.728 | 1.980 | 1.615 |
| At-equity bewertete Beteiligung | (15) | 0 | 0 | 25.951 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (16) | 1.553 | 2.189 | 2.830 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (16) | 6.568 | 3.001 | 2.619 |
| Latente Steueransprüche | (9) | 8.782 | 10.751(*) | 29.932 |
| 923.666 | 819.486 | 766.603 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | (17) | 290.098 | 257.387 | 227.313 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 245.084 | 207.453 | 181.331 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | (18) | 4.294 | 3.986 | 2.208 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (18) | 26.944 | 40.820(*) | 39.082 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | (19) | 68.733 | 62.949 | 46.475 |
| 635.153 | 572.595 | 496.409 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (20) | 0 | 0 | 249 |
| 1.558.819 | 1.392.081 | 1.263.261 |
* Vorjahreszahlen angepasst, siehe Erläuterungen im Konzernanhang
Passiva
scroll
| Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 01.01.2013* | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 | |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 | |
| Gewinnrücklagen | 572.205 | 498.137(*) | 421.231 | |
| Übrige Rücklagen | -10.283 | -5.897 | 4.911 | |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | (21) | 743.520 | 673.838 | 607.740 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | (22) | 31.674 | 27.507 | 29.825 |
| 775.194 | 701.345 | 637.565 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Rückstellungen für Pensionen | (23) | 124.090 | 92.323 | 98.531 |
| Langfristige Rückstellungen | (24) | 16.638 | 10.345 | 11.066 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (25) | 268.508 | 237.346 | 135.370 |
| Latente Steuerschulden | (9) | 23.930 | 32.528 | 46.638 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (26) | 6.219 | 6.504 | 10.145 |
| 439.385 | 379.046 | 301.750 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Kurzfristige Rückstellungen | (24) | 16.469 | 19.472 | 18.059 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 68.753 | 68.574 | 56.887 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (25) | 148.532 | 120.883 | 182.487 |
| Steuerschulden | (9) | 16.773 | 14.696 | 11.116 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (26) | 93.713 | 88.065 | 55.397 |
| 344.240 | 311.690 | 323.946 | ||
| 1.558.819 | 1.392.081 | 1.263.261 |
Konzernkapitalflussrechnung
scroll
| Anhang | 2014 TEUR |
2013*TEUR | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 153.094 | 148.900 | |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | (11) - (14) | 79.227 | 74.394 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | (8) | 10.937 | 11.167 |
| Veränderung der Rückstellungen | 1.290 | -1.159 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 463 | -475 | |
| Ergebnis aus nach der At-Equity-Methode bewertete Beteiligung | 0 | -269 | |
| Ausschütungen von nach der At-Equity-Methode bewertete Beteiligung | 0 | 40 | |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -39.725 | -49.348 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 8.939 | -4.506 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | (9) | -42.508 | -37.213 |
| Gezahlte Zinsen | -8.433 | -8.468 | |
| Erhaltene Zinsen | 375 | 313 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -13.723 | -14.345 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 149.936 | 119.031 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 543 | 2.599 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 806 | 791 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | (11) | -16.115 | -11.626 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (12), (13) | -147.017 | -114.021 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | (14) | -498 | -971 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich Zahlungsmitteln | -5.708 | -3.151 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -167.989 | -126.379 | |
| Auszahlungen an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | -5.896 | |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | -32.768 | -29.650 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | (25) | 99.783 | 151.947 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | (25) | -46.934 | -101.690 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 20.081 | 14.711 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | 2.028 | 7.363 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 3.756 | -1.568 | |
| Zahlungsmittelzugang aus Unternehmenserwerben | 0 | 10.679 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | (19) | 62.949 | 46.475 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | (19) | 68.733 | 62.949 |
* Vorjahreszahlen angepasst, siehe Erläuterungen im Konzernanhang
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, 1. Januar bis 31. Dezember 2014
scroll
| Übrige Rücklagen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapital- rücklage TEUR |
Gewinn- rücklagen1)TEUR |
Neube- wertung leistungs- orientierter Versorgungs- pläne1)TEUR |
Eigen- kapital-Effekte aus beherr- schenden Anteilen TEUR |
Unterschieds- beträge aus der Währungs- umrechnung1)TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 31.12.2012 | 63.360 | 118.238 | 424.440 | -22.003 | -833 | 27.747 |
| Anpassung IAS 8, IFRS 111) | -3.209 | |||||
| Stand am 01.01.2013 | 63.360 | 118.238 | 421.231 | -22.003 | -833 | 27.747 |
| Dividenden- ausschüttung |
-28.512 | |||||
| Änderung des Konsolidierungs- kreises |
||||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | 2.866 | |||||
| Gesamtergebnis | 105.418 | 6.014 | -19.688 | |||
| Periodenergebnis | 105.418 | |||||
| Sonstiges Ergebnis1) | 6.014 | -19.688 | ||||
| Stand am 31.12.2013 | 63.360 | 118.238 | 498.137 | -15.989 | 2.033 | 8.059 |
| Stand am 31.12.2013/01.01.2014 | 63.360 | 118.238 | 498.137 | -15.989 | 2.033 | 8.059 |
| Dividenden- ausschüttung |
-31.680 | |||||
| Änderung des Konsolidierungs- kreises |
||||||
| Gesamtergebnis | 105.748 | -21.360 | 16.974 | |||
| Periodenergebnis | 105.748 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -21.360 | 16.974 | ||||
| Stand am 31.12.2014 | 63.360 | 118.238 | 572.205 | -37.349 | 2.033 | 25.033 |
scroll
| Stand am 31.12.2012 | Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital TEUR 610.949 | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital TEUR 31.268 | Konzerneigenkapital TEUR 642.217 |
|---|---|---|---|
| Anpassung IAS 8, IFRS 111) | -3.209 | -1.443 | -4.652 |
| Stand am 01.01.2013 | 607.740 | 29.825 | 637.565 |
| Dividendenausschüttung | -28.512 | -1.138 | -29.650 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 2.440 | 2.440 | |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften | 2.866 | -8.761 | -5.895 |
| Gesamtergebnis | 91.744 | 5.141 | 96.885 |
| Periodenergebnis | 105.418 | 5.785 | 111.203 |
| Sonstiges Ergebnis1) | -13.674 | -644 | -14.318 |
| Stand am 31.12.2013 | 673.838 | 27.507 | 701.345 |
| Stand am 31.12.2013/01.01.2014 | 673.838 | 27.507 | 701.345 |
| Dividendenausschüttung | -31.680 | -1.088 | -32.768 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | -46 | -46 | |
| Gesamtergebnis | 101.362 | 5.301 | 106.663 |
| Periodenergebnis | 105.748 | 4.851 | 110.599 |
| Sonstiges Ergebnis | -4.386 | 450 | -3.936 |
| Stand am 31.12.2014 | 743.520 | 31.674 | 775.194 |
1) Anpassung der Vorjahreszahlen, siehe Erläuterungen im Konzernanhang
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014
Allgemeine Angaben
Die ElringKlinger AG als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nr. HRB 361242 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Dettingen/Erms (Deutschland). Die Anschrift lautet ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. Juni 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet ElringKlinger AG.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Unternehmensgegenstand der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften ("ElringKlinger-Konzern") ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von technischen und chemischen Produkten, insbesondere von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Die Gesellschaft bietet darüber hinaus mit der Technologie ihrer Erzeugnisse in Beziehung stehende Dienstleistungen an. Des Weiteren gehören zum Unternehmensgegenstand die Verwaltung und Verwertung von Grundeigentum.
Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es wurden alle für das Geschäftsjahr 2014 zwingend anzuwendenden IAS, IFRS und IFRICs berücksichtigt.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2015 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 25. März 2015 tagen wird, freigegeben.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren angewendet. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.
Folgende Rechnungslegungsvorschriften beziehungsweise Ergänzungen bestehender Vorschriften wurden im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewendet:
IFRS 10 Konzernabschlüsse
IFRS 10 ersetzt die Konsolidierungsleitlinien in IAS 27 und SIC-12; auf Einzelabschlüsse anzuwendende Vorschriften verbleiben in IAS 27. Ziel des IFRS 10 ist es, für alle Unternehmen einen einheitlichen Begriff für Beherrschung zu definieren. Der Standard stellt hierfür Anwendungsleitlinien zur Verfügung.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
Der Standard ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen. Mit IFRS 11 wird das bisherige Wahlrecht zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen aufgehoben.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
IFRS 12 führt überarbeitete Angabepflichten für Beteiligungen eines Unternehmens an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen in einem Standard zusammen.
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ersetzt die Vorgängerversion Anteile an assoziierten Unternehmen. Der angepasste Standard regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.
Durch IFRS 10, 11, 12 und die Folgeänderungen zu IAS 27 und IAS 28 kam es zu keinen wesentlichen Auswirkungen beim ElringKlinger-Konzern im Geschäftsjahr 2014, da die bisher im Rahmen der Quotenkonsolidierung einbezogenen Unternehmen seit dem Geschäftsjahresende 2013 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die rückwirkende Anwendung der geänderten Standards machte jedoch die Angabe von angepassten Vorjahresvergleichszahlen erforderlich.
Das im Jahr 2013 durch Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan wurde zum 31. Dezember 2013 aufgrund einer neugefassten vertraglichen Vereinbarung über die Kontrollübernahme erstmalig vollkonsolidiert. Die rückwirkende Anwendung des IFRS 11 macht die Angabe von angepassten Vergleichszahlen der Vorperiode erforderlich. Dementsprechend wird das Gemeinschaftsunternehmen vor dem 31.Dezember 2013 unter den at-equity bewerteten Beteiligungen ausgewiesen. Die Auswirkungen der Umstellung auf IFRS 11 werden im Abschnitt 'Anpassung der Vorjahreswerte' dargestellt.
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 Investmentgesellschaften
Diese Änderung befreit Unternehmen, die nach IFRS 10 die Definitionsmerkmale einer Investmentgesellschaft erfüllen, von der Konsolidierungspflicht. Investmentgesellschaften müssen stattdessen die Anteile an ihren Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten. Diese Änderung ist für den Konzern nicht relevant, da die ElringKlinger AG die Definitionsmerkmale einer Investmentgesellschaft gemäß IFRS 10 nicht erfüllt.
IAS 32 Finanzinstrumente: Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
Mit den Änderungen sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsrichtlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die vom Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden.
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Die Änderung des IAS 39 ermöglicht unter bestimmen Voraussetzungen die Fortführung der Sicherungsbilanzierung in Fällen, in denen als Sicherungsinstrument designierte Derivate aufgrund gesetzlicher oder aufsichtsrechtlicher Bestimmungen auf eine zentrale Clearingstelle übertragen werden (Novation). Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, hat die Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
IFRIC 21 Abgaben
IFRIC 21 beschäftigt sich mit der Fragestellung der Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 darstellen und klärt insbesondere, wann Verpflichtungen zur Zahlung derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten zu erfassen sind. Aus der Anwendung der Interpretation ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss des ElringKlinger-Konzerns.
Folgende bereits veröffentlichte Standards, die bereits in das EU-Recht übernommen wurden, sind für das Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge
Die Änderung gestattet, Beiträge von Arbeitnehmern oder Dritten zu leistungsorientierten Pensionsplänen in der Periode als Reduktion des laufenden Dienstzeitaufwands zu erfassen, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wurde, sofern die Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre sind. Ist ein Arbeitnehmerbeitrag dagegen abhängig von der Anzahl der Dienstjahre muss zwingend das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet werden. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Für den ElringKlinger-Konzern ergeben sich keine Auswirkungen.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2010-2012)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Sie sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnt. Es sind keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2011 -2013)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Sie sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnt. Auf die Vermögens- und Ertragslage werden keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.
Folgende bereits veröffentlichte Standards, für die ein Endorsement der EU noch nicht erfolgt ist, sind für das Geschäftsjahr 2014 noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden vom ElringKlinger-Konzern noch nicht angewendet:
IFRS 9 Finanzinstrumente
Der IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung - im Juli 2014 durch die Veröffentlichung der endgültigen Version von IFRS 9 Finanzinstrumente abgeschlossen. In der finalen Fassung des IFRS 9 wurden insbesondere die Rechnungslegungsbereiche Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Bilanzierung von Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen grundlegend überarbeitet. Der IFRS 9 ist erstmals in Berichtsperioden anzuwenden die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung hat grundsätzlich retrospektiv zu erfolgen, allerdings werden diverse Vereinfachungsoptionen gewährt. Eine frühere freiwillige Anwendung des Standards ist zulässig. Die vollen Auswirkungen des neuen Standards auf den ElringKlinger-Konzern werden derzeit noch analysiert.
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme
Im Dezember 2014 hat der IASB einen Änderungsstandard veröffentlicht, um Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften zu klären. Der Standard ist ab dem 1. Januar 2016 anzuwenden, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung gestattet ist. Die Änderungen sind für den Konzern nicht relevant, da die ElringKlinger AG die Definitionsmerkmale einer Investmentgesellschaft gemäß IFRS10 nicht erfüllt.
IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerungen oder Einbringungen von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Im September 2014 hat der IASB Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 veröffentlicht, die eine bekannte Inkonsistenz zwischen den beiden Standards bei der Bilanzierung der Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen adressieren. Sofern die Transaktion einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 betrifft, hat demnach eine vollständige Erlöserfassung beim Investor zu erfolgen, betrifft die Transaktion dagegen die Veräußerung von Vermögenswerten, welche keinen Geschäftsbetrieb darstellen, so ist nur eine anteilige Erfolgserfassung vorzunehmen. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen werden voraussichtlich keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der ElringKlinger AG haben.
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit
Durch die Änderung des IFRS 11 wird klargestellt, dass Erwerbe und Hinzuerwerbe von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, nach den Prinzipien für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen des IFRS 3 und anderer anwendbarer IFRS zu bilanzieren sind, soweit diese nicht im Konflikt mit Regelungen des IFRS 11 stehen. Die Änderungen gelten nicht, sofern das Berichtsunternehmen und die daran beteiligten Parteien unter gemeinsamer Beherrschung (common control) des gleichen obersten beherrschenden Unternehmens stehen. Die neuen Regelungen gelten prospektiv für Anteilserwerbe, die in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, stattfinden. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. ElringKlinger hält derzeit keine Anteile an gemeinschaftlichen Tätigkeiten.
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen
Der neue Standard wurde vom IASB im Mai 2014 veröffentlicht und hat zum Ziel, die Vielzahl der bisher in diversen Standards und Interpretationen enthaltenen Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammenzuführen und einheitliche Grundprinzipien festzulegen, die für alle Branchen und für alle Kategorien von Umsatztransaktionen anwendbar sind. IFRS 15 legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe der erwarteten Gegenleistung. IFRS 15 enthält u.a. erweiterte Leitlinien zu Mehrkomponentengeschäften sowie neue Regelungen zur Behandlung von Dienstleistungsverträgen und Vertragsanpassungen. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses zu befähigen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. IFRS 15 ersetzt IAS 11, IAS 18 sowie die dazugehörigen Interpretationen. Die neuen Regelungen sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung ist zulässig. Unternehmen können für den Übergang auf den neuen Standard zwischen einem vollständig retrospektiven Ansatz (mit optionalen praktischen Erleichterungen) und einem modifizierten retrospektiven Ansatz wählen. Letzterer gestattet die erstmalige Anwendung des Standards ab der laufenden Berichtsperiode ohne Anpassung der Vergleichszeiträume, erfordert aber zusätzliche Angaben. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Bilanzierung des ElringKlinger-Konzerns werden derzeit noch analysiert.
IAS 16 Sachanlagen und IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Demnach sind umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen sachgerecht. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine frühere freiwillige Anwendung der Änderungen ist zulässig. Die Auswirkungen der neuen Leitlinien auf die vom ElringKlinger-Konzern angewandten Rechnungslegungsmethoden werden derzeit noch analysiert.
Jährliche Verbesserungen zu IFRS (2012-2014)
Die Verlautbarung betrifft kleinere Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Sie sind erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnt. Die Auswirkungen der Änderungen auf die Bilanzierung des ElringKlinger- Konzerns werden derzeit noch analysiert.
ElringKlinger wird diese Standards zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt und nach Übernahme in das EU-Recht anwenden. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist derzeit nicht beabsichtigt.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2014 sind neben der ElringKlinger AG die Jahresabschlüsse von acht (2013: 6) inländischen und 30 (2013: 30) ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungs-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Eine Übersicht über die 38 einbezogenen Unternehmen ist auf der Folgeseite dargestellt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2014 und Konsolidierungskreis
scroll
| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||
| ElringKlinger1) | Dettingen/Erms | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) | ||
| Inland | ||
| Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | 92,86 |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg /Neckar | 96,00 |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 74,50 |
| Polytetra GmbH /DE3) | Mönchengladbach | 74,50 |
| Hug Engineering GmbH2) | Magdeburg | 93,67 |
| new enerday GmbH /DE | Neubrandenburg | 75,00 |
| KOCHWERK Catering GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 |
| Ausland | ||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | 100,00 |
| Hug Engineering AG | Elsau (Schweiz) | 93,67 |
| Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 100,00 |
| ElringKlinger Italia Srl | Settimo Torinese (Italien) | 100,00 |
| Hug Engineering S.p.A.2) | Mailand (Italien) | 93,67 |
| Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) | 100,00 |
| Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 100,00 |
| Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 100,00 |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.Ş. | Bursa (Türkei) | 100,00 |
| ElringKlinger Meillor SAS | Nantiat (Frankreich) | 100,00 |
| HURO Supermold S.R.L. | Timisoara (Rumänien) | 100,00 |
| ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 100,00 |
| ElringKlinger North America, Inc. | Plymouth/Michigan (USA) | 100,00 |
| ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | 100,00 |
| Hug Engineering Inc.2) | Austin (USA) | 93,67 |
| Elring Klinger México, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 |
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 100,00 |
| ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 100,00 |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 100,00 |
| Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 88,00 |
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Changwon (Südkorea) | 100,00 |
| ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 100,00 |
| ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc.3) | Buford (USA) | 74,50 |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd.3) | Qingdao (China) | 74,50 |
| ElringKlinger Marusan Corporation4) | Tokio (Japan) | 50,00 |
| Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd.5) | Tokio (Japan) | 50,00 |
| Marusan Kogyo Co., Ltd.6) | Tokio (Japan) | 23,45 |
| PT. ElringKlinger Indonesia5) | Karawang (Indonesien) | 50,00 |
| ElringKlinger (Thailand) Co., Ltd5) | Bangkok (Thailand) | 50,00 |
1) Die ElringKlinger AG erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an einzubeziehenden Tochterunternehmen.
2) 100% -ige Tochtergesellschaft der HUG Engineering AG
3) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
4) Einbeziehung aufgrund vertraglicher Beherrschungsmöglichkeit
5) 100% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation
6) 46,9% -ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, Einbeziehung aufgrund von Stimmrechtsmehrheit.
Angaben zu den von Tochterunternehmen gehaltenen nicht beherrschenden Anteilen an Unternehmen
Die ElringKlinger AG hält an der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen (Deutschland), mit ihren 3 Tochtergesellschaften
| ― | Polytetra GmbH, Mönchengladbach, Deutschland |
| ― | ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) Commercial Co., Ltd., China |
| ― | ElringKlinger Engineered Plastics North America, Inc., Buford, USA. |
(Teilkonzern EKT) beherrschende Anteile in Höhe von 74,5 %. Die nicht beherrschenden Anteile betragen 25,5 %.
Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinn dieses Teilkonzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2014 TEUR 2.835 (2013: TEUR 2.904).
An die nicht beherrschenden Anteilseigner wurde im Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von TEUR 1.020 ausgeschüttet. Der Rest in Höhe von TEUR 2.980 wurde an die Muttergesellschaft ElringKlinger AG ausgeschüttet.
Cashflow des Teilkonzerns:
scroll
| TEUR | 2014 |
|---|---|
| Betriebliche Tätigkeit | 10.765 |
| Investitionstätigkeit | -14.843 |
| Finanzierungstätigkeit | 4.985 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 907 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 179 |
Wesentliche Finanzinformationen des Teilkonzerns in zusammengefasster Form
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 53.250 | 42.646 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 40.488 | 43.819 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 16.851 | 15.333 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.412 | 8.339 |
| Umsatzerlöse | 93.386 | 92.676 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 15.308 | 15.908 |
| Periodenergebnis | 10.965 | 11.564 |
| Gesamtergebnis | 9.682 | 12.222 |
Weitere Detailinformationen
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.312 | 2.226 |
| Kassenbestand | 11 | 8 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 3.301 | 2.218 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.596 | 4.000 |
| gegen Kreditinstitute | 3.096 | 4.000 |
| gegen verbundene Unternehmen | 500 | 0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.190 | 1.000 |
| gegen Kreditinstitute aus Darlehen | 1.125 | 1.000 |
| gegen Kreditinstitute aus Kontokorrent | 65 | 0 |
| Zinserträge | 448 | 431 |
| Zinsaufwendungen | 488 | 569 |
| Planmäßige Abschreibungen | 4.009 | 3.488 |
Anpassung der Vorjahreswerte
Im Zusammenhang mit einem Gewährleistungsfall haben sich die ElringKlinger AG und die betroffenen Kunden im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung im Jahr 2011 auf Zahlung eines Betrages in Höhe von insgesamt 24,4 Mio. Euro abschließend verständigt. Der Gewährleistungsfall geht auf zu Beginn des Jahres 2008 gelieferte Dichtungen zurück. Die Schadenssumme wurde zwischenzeitlich vollständig beglichen. Dem standen Forderungen an den Erst- bzw. Excedentenversicherer in gleicher Höhe gegenüber, von denen bereits 10,0 Mio. Euro in 2011 beglichen wurden. Der abschließende Ausgleich der Restforderung ist seinerzeit nicht erfolgt. Der Erstversicherer hatte eine über die bereits bezahlten 10,0 Mio. Euro hinausgehende Deckungspflicht abgelehnt. Deshalb hatte die ElringKlinger AG gegen den Erstversicherer Klage auf Zahlung von 14,4 Mio. Euro erhoben. Die Klage wurde in erster Instanz im April 2014 abgewiesen. Angesichts des erstinstanzlichen Urteils hatte sich ElringKlinger entschlossen, den nicht durch den Excedentenversicherer abgedeckten Teil der Schadensersatzforderung in Höhe von 4,4 Mio. Euro rückwirkend zum 1. Januar 2013 gem. IAS 8 ergebnisneutral zu korrigieren, da der für einen Ansatz der Forderung nötige Sicherheitsgrad nicht vorlag. Zwischenzeitlich wurde der Streitfall abschließend beigelegt. Die an dem Vergleich beteiligten Versicherer haben sich zur Zahlung von insgesamt weiteren 8,5 Mio. Euro verpflichtet, so dass aus diesem Fall für ElringKlinger eine Belastung in Höhe von 1,5 Mio. Euro verbleibt, die sich in 2014 ergebnismindernd auswirkt. Die Zahlungen der Versicherer aus dem Vergleich sind in 2014 erfolgt.
Die Auswirkungen auf die im Vorjahr berichteten Vergleichszahlen der vorgenommenen Anpassung der Schadensersatzforderung sowie der im Abschnitt Rechnungslegung beschriebenen Erstanwendung des IFRS 11 sind in den nachfolgenden Übersichten dargestellt:
Auswirkungen auf die Gewinn -und Verlustrechnung 2013:
scroll
| TEUR | Veröffentlichter Betrag 2013 | Änderung IFRS 11 | Angepasster Betrag 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.175.231 | -25.148 | 1.150.083 |
| Umsatzkosten | -846.158 | 21.685 | -824.473 |
| Vertriebskosten | -82.343 | 873 | -81.470 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -47.617 | 1.619 | -45.998 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -57.136 | 428 | -56.708 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 33.232 | -239 | 32.993 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.277 | 6 | -10.271 |
| Finanzerträge | 9.340 | 18 | 9.358 |
| Finanzaufwendungen | -25.056 | 442 | -24.614 |
| Ertragsteueraufwendungen | -38.013 | 316 | -37.697 |
| Periodenergebnis | 111.203 | 0 | 111.203 |
Die Umstellung hatte keine Auswirkung auf das Periodenergebnis oder das unverwässerte oder das verwässerte Ergebnis je Aktie des Konzerns.
Auswirkungen auf die Bilanz zum 1. Januar 2013:
scroll
| TEUR | Veröffentlichter Betrag zum 1.1.2013 | Änderung IFRS 11 | Änderung IAS 8 | Angepasster Betrag zum 1.1.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 135.989 | -2.928 | - | 133.061 |
| Sachanlagen | 565.000 | -7.734 | - | 557.266 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 13.329 | - | - | 13.329 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.637 | -22 | - | 1.615 |
| At-equity bewertete Beteiligung | 0 | 25.951 | - | 25.951 |
| Langfristige Ertragsteuerstattungsansprüche | 2.830 | - | - | 2.830 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.737 | -118 | - | 2.619 |
| Latente Steueransprüche | 29.552 | -851 | 1.231 | 29.932 |
| Langfristige Vermögenswerte | 751.074 | 14.298 | 1.231 | 766.603 |
| Vorräte | 229.586 | -2.273 | - | 227.313 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 185.850 | -4.519 | - | 181.331 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 2.208 | - | - | 2.208 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 45.351 | -1.829 | -4.440 | 39.082 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 54.273 | -7.798 | - | 46.475 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 517.268 | -16.419 | -4.440 | 496.409 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 249 | - | - | 249 |
| Bilanzsumme | 1.268.591 | -2.121 | -3.209 | 1.263.261 |
scroll
| TEUR | Veröffentlichter Betrag zum 1.1.2013 | Änderung IFRS11 | Änderung IAS 8 | Angepasster Betrag zum 1.1.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | - | - | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | - | - | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 424.440 | - | -3.209 | 421.231 |
| Übrige Rücklagen | 4.911 | - | - | 4.911 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 31.268 | -1.443 | - | 29.825 |
| Eigenkapital | 642.217 | -1.443 | -3.209 | 637.565 |
| Rückstellungen für Pensionen | 99.597 | -1.066 | - | 98.531 |
| Langfristige Rückstellungen | 11.121 | -55 | - | 11.066 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 130.993 | 4.377 | - | 135.370 |
| Latente Steuerschulden | 46.781 | -143 | - | 46.638 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 10.149 | -4 | - | 10.145 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 298.641 | 3.109 | - | 301.750 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 18.409 | -350 | - | 18.059 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 58.065 | -1.178 | - | 56.887 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 183.716 | -1.229 | - | 182.487 |
| Steuerschulden | 11.513 | -397 | - | 11.116 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 56.030 | -633 | - | 55.397 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 327.733 | -3.787 | - | 323.946 |
| Bilanzsumme | 1.268.591 | -2.121 | -3.209 | 1.263.261 |
Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung 2013:
scroll
| TEUR | Veröffentlichter Betrag 2013 | Änderung | Angepasster Betrag 2013 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 149.216 | -316 | 148.900 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 119.977 | -946 | 119.031 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -128.010 | 1.631 | -126.379 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 14.640 | 71 | 14.711 |
| Zahlungswirksame Veränderung | 6.607 | 756 | 7.363 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -3.271 | 1.703 | -1.568 |
| Zahlungsmittelzugang aus Unternehmenserwerben | 5.340 | 5.339 | 10.679 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 54.273 | -7.798 | 46.475 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 62.949 | 0 | 62.949 |
Alle folgenden Vorjahreswerte im Konzernanhang wurden dementsprechend angepasst.
Die Steuerungsgröße EBIT entspricht ab dem Jahr 2014 dem operativen Ergebnis. Währungsgewinne und -verluste im Finanzergebnis sind damit nicht mehr enthalten. Die Anpassungen bei der Segmentberichterstattung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
scroll
| EBIT in TEUR |
Veröffentlichter Betrag 2013 | Änderung EBIT-Definition | Änderung IFRS 11 | Angepasster Betrag 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Erstausrüstung | 119.571 | 4.417 | -776 | 123.212 |
| Ersatzteile | 22.305 | 149 | - | 22.454 |
| Kunststofftechnik | 16.046 | 24 | - | 16.070 |
| Gewerbeparks | 125 | -11 | - | 114 |
| Dienstleistungen | 2.306 | - | - | 2.306 |
| Summe | 160.353 | 4.579 | -776 | 164.156 |
Unternehmenszukäufe
Mit Wirkung zum 1. Juli 2014 hat die ElringKlinger AG 75 % der Anteile an der new enerday GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, erworben.
Mit dem Brennstoffzellen-Spezialisten verstärkt die ElringKlinger AG ihre Aktivitäten in der Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell). Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.962 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 15 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 81) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 286) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.896 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 31. Dezember 2014 den Umsatz des Konzerns um TEUR 199 erhöht und das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 91 belastet. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2014 vollzogen worden, hätte die new enerday GmbH TEUR 305 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern mit TEUR 458 belastet.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
scroll
| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 5 | 286 | 291 |
| Sachanlagen | 221 | - | 221 |
| Vorräte | 244 | - | 244 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 179 | - | 179 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4 | - | 4 |
| Summe Vermögenswerte | 653 | 286 | 939 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 81 | 81 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 59 | - | 59 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72 | - | 72 |
| Steuerschulden | 77 | - | 77 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 630 | - | 630 |
| Summe Schulden | 838 | 81 | 919 |
| Netto Vermögenswerte | -185 | 205 | 20 |
| Nicht beherrschende Anteile an den Netto-Vermögenswerten | 46 | ||
| Firmenwert | 1.896 | ||
| Kaufpreis | 1.962 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 hat die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, Bietigheim-Bissingen, eine 74,5 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, 100 % der Anteile an der Polytetra GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, Deutschland, erworben.
Mit dem Zukauf baut die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH ihre Position in dem Bereich Kunststofftechnik aus und sichert sich zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten im Bereich der Modul- und Systemfertigung.
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis in Höhe von TEUR 4.000 vereinbart. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 14 wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 424) auf die aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 1.306) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 1.496 wurde als Firmenwert angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Kunststofftechnik zugeordnet. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 31. Dezember 2014 den Umsatz des Konzerns um TEUR 1.122 und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 370 erhöht. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2014 vollzogen worden, hätte die Polytetra GmbH TEUR 5.073 zum Konzernumsatz beigetragen und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 826 erhöht.
Die endgültige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
scroll
| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 16 | 1.306 | 1.322 |
| Sachanlagen | 1.456 | - | 1.456 |
| Vorräte | 1.273 | - | 1.273 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 493 | - | 493 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 32 | - | 32 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 250 | - | 250 |
| Summe Vermögenswerte | 3.520 | 1.306 | 4.826 |
| Rückstellungen für Pensionen | 231 | - | 231 |
| Langfristige Rückstellungen | 2 | - | 2 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 127 | - | 127 |
| Latente Steuerschulden | 190 | 424 | 614 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 206 | - | 206 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 313 | - | 313 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 412 | - | 412 |
| Steuerschulden | 217 | - | 217 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 200 | - | 200 |
| Summe Schulden | 1.898 | 424 | 2.322 |
| Netto Vermögenswerte | 1.622 | 882 | 2.504 |
| Firmenwert | 1.496 | ||
| Kaufpreis | 4.000 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2013
Die bisher nicht beherrschenden Anteile der Tochtergesellschaft ElringKlinger South Africa (Pty) Ltd. mit Sitz in Johannesburg, Südafrika, in Höhe von 49 % wurden von der ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Januar 2013 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 589, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde 2013 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 100 % der Anteile.
Die bisher nicht beherrschenden Anteile der Tochtergesellschaft Elring Parts Ltd. mit Sitz in Gateshead, Großbritannien, in Höhe von 10 % wurden von der ElringKlinger AG am 1. August 2013 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 701, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde in 2013 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 100 % der Anteile.
Die bisher nicht beherrschenden Anteile an der Tochtergesellschaft HUG Engineering AG mit Sitz in Elsau, Schweiz, in Höhe von 25 % wurden von der ElringKlinger AG am 1. August 2013 erworben. Der Erwerbspreis betrug TEUR 4.606, der sich hieraus ergebende Unterschiedsbetrag zu den bilanzierten Anteilen im Fremdbesitz wurde in 2013 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die ElringKlinger AG hält seither 93,67 % der Anteile.
Sukzessiver Anteilserwerb 2013
ElringKlinger strebt bei den Beteiligungen grundsätzlich eine Mehrheitsposition an. In diesem Zusammenhang wurden die Anteile der ElringKlinger Korea Co., Ltd., Changwon, Südkorea, in Höhe von 50 % von der ElringKlinger AG mit Wirkung zum 1. Februar 2013 vom Mitgesellschafter erworben. Die ElringKlinger AG hält seither 100 % der Anteile. Der Kaufpreis betrug TEUR 4.266. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von bislang TEUR 53 wurden in 2013 in den Verwaltungskosten erfasst.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile wurden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Wert bewertet.
Aus dem Unternehmenszusammenschluss ergab sich ein Firmenwert in Höhe von TEUR 4.915. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie die erwarteten Synergien bezahlt und dem Segment Erstausrüstung zugeordnet.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die erstmalige Vollkonsolidierung des Unternehmens hat zum 31. Dezember 2013 den Umsatz des Konzerns um TEUR 4.678 erhöht und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 415 reduziert.
Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2013 vollzogen worden, hätte die Elring-Klinger Korea TEUR 5.146 zum Konzernumsatz 2013 beigetragen und das Ergebnis vor Steuern des Jahres 2013 mit TEUR 395 belastet.
Die finale Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
scroll
| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 82 | 82 |
| Grundstücke und Bauten | 132 | - | 132 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.852 | - | 1.852 |
| Andere Anlagen, BGA | 104 | - | 104 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 76 | - | 76 |
| Langfristige Wertpapiere | 212 | - | 212 |
| Latente Steueransprüche | 289 | - | 289 |
| Vorräte | 2.155 | - | 2.155 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.033 | - | 2.033 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.278 | - | 1.278 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.231 | - | 2.231 |
| Summe Vermögenswerte | 10.362 | 82 | 10.444 |
| Rückstellungen | 164 | - | 164 |
| Latente Steuerschulden | - | 16 | 16 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.275 | - | 6.275 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 68 | - | 68 |
| Steuerschulden | 11 | - | 11 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 293 | - | 293 |
| Summe Schulden | 6.811 | 16 | 6.827 |
| Netto Vermögenswerte | 3.551 | 66 | 3.617 |
| TEUR | 01.02.2013 | ||
| Kaufpreis der Anteile 50 % | 4.266 | ||
| Zeitwert der Altanteile 50 % | 4.266 | ||
| Bewertungsbasis für den Firmenwert | 8.532 | ||
| Firmenwert | 4.915 |
Die Zeitwertanpassungen bei den immateriellen Vermögenswerten betrafen die im Auftragsbestand zum Akquisitionszeitpunkt enthaltenen Gewinnmargen sowie die daraus resultierende steuerliche Latenzwirkung.
Die zum Erwerbszeitpunkt bilanzierten Anteile an der ElringKlinger Korea Co., Ltd. wurden mit Übernahme der ausstehenden Anteile zu ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 4.266 neubewertet. Aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Ertrag von TEUR 1.386 aus der Neubewertung der bisher gehaltenen Anteile, der in 2013 als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde.
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen, ihr beizulegender Zeitwert entsprach dem Bruttowert in Höhe von TEUR 2.033.
Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan 2013
ElringKlinger strebt bei den Beteiligungen grundsätzlich eine Mehrheitsposition an. Zum 31. Dezember 2013 hat die ElringKlinger AG mit dem Joint-Venture Partner eine vertragliche Vereinbarung über die Kontrollausübung an der ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, getroffen. Aufgrund der neuen vertraglichen Regelungen ist die ElringKlinger AG in der Lage wesentliche Entscheidungen zu bestimmen und damit Kontrolle über das Joint-Venture auszuüben.
Im Rahmen dieser Vereinbarung wurde eine Kauf- und Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern auf deren Anteile vereinbart. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wurde 2013 als finanzielle Verbindlichkeit erfasst und mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts von TEUR 37.054 passiviert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in den Folgeperioden erfolgswirksam erfasst.
Somit sind bereits 100 % an der ElringKlinger Marusan in den ElringKlinger-Konzern einbezogen, ein Ausweis von Anteilen nicht beherrschender Anteilseigner erfolgt nicht.
Die zum Erwerbszeitpunkt at-equity bilanzierten Anteile an der ElringKlinger Marusan wurden mit ihrem Zeitwert in Höhe von TEUR 37.054 neu bewertet. Aus dem Übergang zur Vollkonsolidierung ergab sich in 2013 ein nicht zahlungswirksamer Ertrag in Höhe von TEUR 17.556 aus der Neubewertung der bisher gehaltenen Anteile, der in 2013 als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst wurde.
Der Firmenwert, der aus der Änderung der gesellschaftlichen Grundlagen resultierte, spiegelt in erster Linie die positiven Ertragsaussichten der ElringKlinger Marusan Gruppe und insbesondere das Wachstumspotenzial im ASEAN-Raum wider. Dieser wird dem Segment Erstausrüstung zugeordnet. Der Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.
Wäre die Änderung der gesellschaftlichen Grundlagen bereits zum 1. Januar 2013 vollzogen worden, hätte sich der Beitrag der Marusan Gruppe zum ElringKlinger Konzernumsatz in 2013 um TEUR 46.846 und zum Ergebnis vor Steuern um TEUR 1.118 erhöht.
Die Verteilung des Unternehmenswertes auf die Vermögenswerte und Schulden kann nachfolgender Tabelle entnommen werden:
scroll
| TEUR | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt | Vorläufige Allokation des Unternehmenswertes | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwert | 25 | - | 25 |
| Patente, Lizenzen, Software und ähnliche Rechte | 316 | - | 316 |
| Auftragsbestand, Kundenstamm und Technologie | - | 9.204 | 9.204 |
| Grundstücke und Bauten | 6.939 | - | 6.939 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.664 | - | 5.664 |
| Andere Anlagen, BGA | 163 | - | 163 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 621 | - | 621 |
| Ausleihungen an verb. Unternehmen | 6.910 | - | 6.910 |
| Langfristige Wertpapiere | 44 | - | 44 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 215 | - | 215 |
| Latente Steueransprüche | 1.587 | - | 1.587 |
| Vorräte | 4.028 | - | 4.028 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.418 | - | 12.418 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.476 | - | 1.476 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.679 | - | 10.679 |
| Summe Vermögenswerte | 51.085 | 9.204 | 60.289 |
| Minderheiten | 2.363 | - | 2.363 |
| Langfristige Rückstellungen | 1.874 | - | 1.874 |
| Latente Steuerschulden | 85 | 3.169 | 3.254 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 67 | - | 67 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 160 | - | 160 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.757 | - | 1.757 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.967 | - | 4.967 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 60 | - | 60 |
| Steuerschulden | 789 | - | 789 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.388 | - | 1.388 |
| Summe Schulden | 13.510 | 3.169 | 16.679 |
| Netto Vermögenswerte | 37.575 | 6.035 | 43.610 |
| Anteiliger Unternehmenswert 50 % | 37.054 | ||
| Zeitwert der Altanteile 50 % | 37.054 | ||
| Konsolidierung | |||
| Bewertungsbasis für den Firmenwert | 74.108 | ||
| Firmenwert | 30.498 |
Im Rahmen der Allokation wurden stille Reserven bei den immateriellen Vermögenswerten identifiziert. Zu dem aufgedeckten Vermögen zählen die zum Erwerbszeitpunkt vorhandenen im Auftragsbestand enthaltenen Gewinnmargen sowie Technologie und Kundenstamm. Für den Kundenstamm, der über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben wird, wurde in 2013 ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 7.064 ermittelt. Zu den jeweiligen Vermögenswerten wurde ebenfalls die jeweilige steuerliche Latenzwirkung erfasst.
Im Rahmen der Allokation wurden keine Eventualverbindlichkeiten und -forderungen identifiziert. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden keine Wertminderungen vorgenommen, ihr beizulegender Zeitwert entsprach in 2013 dem Bruttowert in Höhe von TEUR 12.418.
Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der nach IFRS zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden erstellt.
Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung des Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:
Konsolidierungsmethoden
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den ElringKlinger-Konzern geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt und bewertet.
Bei einem Unternehmenserwerb sind die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit der Kaufpreis der Anteile die identifizierten, zum Zeitwert zu bewertenden Vermögenswerte und Schulden übersteigt, wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Falle eines negativen Unterschiedsbetrags erfolgt eine erneute Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie eine erneute Bemessung der Anschaffungskosten. Ein danach verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst.
Aufgedeckte stille Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern es wird jährlich eine Wertminderungsprüfung durchgeführt.
Werden zusätzliche Anteile an einer bereits voll konsolidierten Tochtergesellschaft erworben, so wird die Differenz aus Kaufpreis und Buchwert nicht beherrschender Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die auf konzernfremde Gesellschafter entfallenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind innerhalb des Eigenkapitals des Konzerns als gesonderter Posten ausgewiesen.
Die Jahresergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden vom effektiven Erwerbszeitpunkt an oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.
Das Geschäftsjahr der einbezogenen Unternehmen, mit Ausnahme der indischen Tochtergesellschaft (31. März), entspricht dem Geschäftsjahr des Mutterunternehmens. Bei abweichenden Geschäftsjahren werden Zwischenabschlüsse auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens erstellt.
Alle Forderungen, Verbindlichkeiten, Umsätze, sonstigen Erträge und Aufwendungen innerhalb des Konsolidierungskreises werden eliminiert. Aufgelaufene Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen sind bei den Vorräten bzw. bei langfristigen Vermögenswerten abgesetzt.
Währungsumrechnung
Die Berichtswährung des ElringKlinger-Konzerns ist der Euro.
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Jahresabschlüssen der ElringKlinger AG und der einbezogenen Unternehmen mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.
Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten, die Teil einer Nettoinvestition sind, werden bis zum Abgang der Nettoinvestition über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst.
Die Abschlüsse der ausländischen Unternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Da die Tochterunternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von einbezogenen Gesellschaften, die in Fremdwährung aufgestellt sind, vereinfachend zum Jahresdurchschnittskurs, der aus Tageskursen ermittelt wird, umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis und als gesonderter Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Bei Abgang eines einbezogenen Unternehmens werden kumulierte Währungsdifferenzen als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts erfasst.
Die folgende Tabelle stellt die bei der Umrechnung verwendeten Kurse dar:
scroll
| Währung | Kürzel | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 2014 | 2013 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,21410 | 1,37910 | 1,32108 | 1,33083 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,77890 | 0,83370 | 0,80310 | 0,85008 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,20240 | 1,22760 | 1,21274 | 1,22906 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,40630 | 1,46710 | 1,46358 | 1,37711 |
| Real (Brasilien) | BRL | 3,22070 | 3,25760 | 3,10933 | 2,89373 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 17,86790 | 18,07310 | 17,64530 | 17,12746 |
| RMB (China) | CNY | 7,53580 | 8,34910 | 8,15428 | 8,17328 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.324,80000 | 1.450,93000 | 1.392,14250 | 1.456,23833 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 14,03530 | 14,56600 | 14,34063 | 13,01281 |
| Yen (Japan) | JPY | 145,23000 | 144,72000 | 140,50250 | 130,18167 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 315,54000 | 297,04000 | 309,98250 | 297,93333 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 2,83200 | 2,96050 | 2,89420 | 2,56752 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,48280 | 4,47100 | 4,43848 | 4,41495 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 76,71900 | 85,36600 | 80,70096 | 78,47108 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 15.076,10000 | 16.764,78000 | 15.681,55750 | 14.067,13083 |
| Bath (Thailand) | THB | 39,91000 | 45,17800 | 42,98783 | 41,08033 |
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwerte bestehen in folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (= Segmenten):
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erstausrüstung | 134.015 | 130.793 |
| Kunststofftechnik | 6.313 | 4.816 |
| Ersatzteile | 1.658 | 1.658 |
| Gesamt | 141.986 | 137.267 |
Geschäfts- oder Firmenwerte werden aktiviert und einem jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterzogen. Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, wird eine Wertminderung vorgenommen. Anderenfalls wird der Wertansatz gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten werden nicht rückgängig gemacht, auch wenn eine Wertminderung nicht mehr vorliegt.
ElringKlinger führt mindestens jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Die regelmäßige jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt zum Stichtag 31. Dezember. Dabei wird der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Buchwert gegenübergestellt. Als erzielbarer Betrag wird der Nutzungswert herangezogen.
Die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme bestimmt. Der Ermittlung liegen die folgenden wesentlichen Annahmen zugrunde:
Über einen Prognosezeitraum von fünf Jahren erfolgt eine detaillierte Planung der Cashflows für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Nachfolgende Perioden werden durch den Ansatz einer ewigen Rente, die auf Basis des Durchschnitts der Planjahre 2015 bis 2019 bestimmt wird, berücksichtigt.
Die Planung basiert auf Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung unter Berücksichtigung der bisherigen Geschäftsentwicklung. Wesentliche Annahmen betreffen die Umsatzentwicklung und das Ergebnis nach Steuern.
Die Umsatzplanung erfolgt im ElringKlinger-Konzern auf Einzelteilebene. Zur Umsatzplanung werden unterschiedliche Informationen herangezogen. Im Hinblick auf die kurzfristige Planung werden der aktuelle Auftragsbestand, Angaben des jeweiligen Herstellers und Angaben aus unabhängigen Quellen, wie beispielsweise Beratungsunternehmen oder Automobilverbänden herangezogen. Mittelfristig geht ElringKlinger bei der Umsatzplanung davon aus, dass die globalen Fahrzeugmärkte ein leichtes Wachstum von rund 2 % fortsetzen werden.
Kosten werden im ElringKlinger-Konzern ebenfalls auf Einzelteilebene geplant. Dabei werden Effizienzen und Kostensteigerungen berücksichtigt. Für die in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verarbeiteten Rohstoffe wurden konzernweit einheitliche Planungsprämissen angesetzt. Bei Materialpreisen wird nicht von übermäßigen Preissteigerungen ausgegangen. In Bezug auf sonstige Kosten wird angenommen, dass sich diese entsprechend der regionalen konjunkturellen Entwicklung umsatzabhängig weiterentwickeln werden.
Als Abzinsungssatz wurde zum 31. Dezember 2014 ein Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern von 10,63 % (2013: 10,70 %) verwendet. Der Kapitalkostensatz ergibt sich aus dem risikolosen Basiszins nach Methode des Instituts der Wirtschaftsprüfer e. V. (kurz: IDW), der Marktrisikoprämie und dem Beta-Faktor. Der Betafaktor stellt das individuelle Risiko einer Aktie im Vergleich zu einem Marktindex dar. Er wird als Durchschnittswert der Vergleichsunternehmen (Peer Group) ermittelt. Der Renditezuschlag für die Fremdkapitalkosten ("Credit Spread") als Aufschlag auf den risikolosen Basiszins wurde aus dem Rating der Peer Group abgeleitet.
Für die Ermittlung des Endwerts ("Terminal Value") wurde, wie im Vorjahr, der Abzinsungssatz ohne Ansatz eines Wachstumsabschlags verwendet.
Aus der zum 31. Dezember 2014 durchgeführten Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich kein Abwertungsbedarf. Auch vom Management für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Parameter würden zu keinem Abwertungsbedarf führen.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Patente, Lizenzen und Software, werden zu Anschaffungskosten aktiviert.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden sein wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können, sowie eine technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit als auch die Fähigkeit und Absicht der Vermarktung sichergestellt ist. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Sämtliche immaterielle Vermögenswerte im Konzern haben - mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte - bestimmbare Nutzungsdauern und werden entsprechend dieser Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben. Patente, Lizenzen sowie Software haben in der Regel Nutzungsdauern von 10 Jahren. Die aktivierten Entwicklungskosten sowie einfache Standardsoftware haben Nutzungsdauern von 5 Jahren. Sofern die tatsächliche Nutzungsdauer wesentlich länger oder kürzer als 10 bzw. 5 Jahre ist, ist die tatsächliche Nutzungsdauer angesetzt.
Sachanlagen
Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden als Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger zurechenbarer Gemeinkosten ermittelt. Die alternativ zulässige Neubewertungsmethode wird nicht angewendet.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
scroll
| Klasse der Sachanlagen | Jahre |
|---|---|
| Bauten | 15 bis 40 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12 bis 15 |
| Erzeugnisbezogene Werkzeuge | 3 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Die Nutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethoden und Restbuchwerte werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens im Einklang stehen.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. Sie sind unter den langfristigen Vermögenswerten gesondert ausgewiesen.
Die Nutzungsdauern der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betragen bei Gebäuden 40 Jahre und bei Außenanlagen 20 Jahre.
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten außer Geschäfts- oder Firmenwert
An jedem Bilanzstichtag werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beim Vorliegen der auf eine Wertminderung hinweisenden Anhaltspunkte einem Wertminderungstest nach IAS 36 unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes über seinem erzielbaren Betrag liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden folgenden Werte: der Nettoveräußerungswert abzüglich der voraussichtlichen Veräußerungskosten oder der Nutzungswert. Wenn der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Ebene der nächsthöheren zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, falls der erzielbare Betrag den Buchwert in folgenden Perioden übersteigt.
Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument gemäß IAS 39 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Die im Konzern gehaltenen Finanzinstrumente werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
| ― | Kredite und Forderungen |
| ― | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| ― | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen |
| ― | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. |
Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene derivative finanzielle Vermögenswerte.
Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, zu Handelszwecken gehaltene derivative Finanzverbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate werden am Handelstag, alle anderen marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten am Erfüllungstag, d. h. am Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist, bilanziell erfasst.
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden bei allen Finanzinvestitionen, die nicht als "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert sind, dem Erwerb direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet wurden, werden zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft. Ist der beizulegende Zeitwert eines finanziellen Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, wird der Buchwert auf seinen beizulegenden Zeitwert verringert. Diese Verringerung stellt einen Wertminderungsaufwand dar, welcher aufwandswirksam erfasst wird. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird erfolgswirksam rückgängig gemacht, soweit Ereignisse, die nach der ursprünglichen Erfassung der Wertminderung aufgetreten sind, dies erfordern.
Änderungen des Zeitwerts von als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden nach Berücksichtigung latenter Steuern über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Entstehende Fremdwährungsgewinne oder -verluste werden erfolgswirksam behandelt.
Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments sowie die Analyse von diskontierten Cashflows.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Bezug von Cashflows aus diesem finanziellen Vermögenswert erloschen sind oder übertragen wurden. Im Rahmen der Übertragung müssen im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, oder die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen werden.
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden ("zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente"). Hierbei handelt es sich bei ElringKlinger um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht erfüllt sind.
Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus dem Geldverkehr, der Erbringung bzw. dem Bezug von Waren oder Dienstleistungen mit Dritten resultieren. Die in diese Kategorie eingestuften kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden werden mit den Anschaffungskosten, die langfristigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Wertminderungen zweifelhafter Forderungen umfassen in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen der einzelnen Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden beruhen. Bestehen objektive Hinweise darauf, dass bei den Krediten und Forderungen Wertminderungen eingetreten sind (z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder negative Veränderungen des Marktumfelds des Schuldners), werden diese erfolgswirksam erfasst. Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zunächst auf einem Wertberichtigungskonto erfasst. Sofern die Forderung als uneinbringlich eingestuft wird, wird die wertgeminderte Forderung ausgebucht.
Die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" zugeordneten Finanzinstrumente, bei denen die Absicht sowie die rechtliche Fähigkeit seitens des Konzerns gegeben sind, diese bis zum Fälligkeitstermin zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst.
Den zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Vermögenswerten werden Vermögenswerte zugeordnet, sofern es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, bei denen eine Veräußerungsabsicht besteht und diese nicht zu Handelszwecken erworben wurden oder die keiner der vorstehend genannten Kategorien zugeordnet werden können. Diese Kategorie enthält beispielsweise nicht zu Handelszwecken erworbene Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten, bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen bei ElringKlinger die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die verzinslichen Darlehen. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht oder getilgt werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, umfassen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, hier Derivate, ggf. einschließlich eingebetteter Derivate, die vom Basisvertrag getrennt wurden, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind. Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Nach IAS 39 sind alle derivativen Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Währungs-, Preis- und Zinsswaps sowie Devisentermingeschäfte, zum Marktwert zu bilanzieren, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Da im ElringKlinger-Konzern kein Hedge Accounting zur Anwendung kommt, werden die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten stets im Ergebnis der Periode erfasst.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich im ElringKlinger-Konzern um Zins- sowie Preissicherungsgeschäfte. Die derivativen Finanzinstrumente sind zur Reduzierung der negativen Auswirkungen aus Zins- und Preisrisiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden vier Nickel-Sicherungskontrakte und Termingeschäfte für die Commodities Strom und Gas.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse werden auf Basis direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie anteiliger produktionsbezogener Gemeinkosten ermittelt. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. In die Herstellungskosten sind Vertriebskosten sowie Finanzierungskosten nicht einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie durch die Produktion verursacht sind. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung gesunkener Veräußerungspreise werden Wertabschläge vorgenommen.
In der Mehrzahl der Fälle erwerben die Kunden das wirtschaftliche Eigentum an Werkzeugen. Bis zum Übergang des wirtschaftlichen Eigentums werden die Werkzeuge unter den Vorräten bilanziert.
Zahlungsmittel
Flüssige Mittel sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Zahlungsmitteläquivalente werden nicht gehalten. Zahlungsmittel sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (überarbeitet 2011) ermittelt. Bei der Bewertung werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen sowie biometrische Annahmen berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus Abweichungen zwischen den rechnungsmäßig erwarteten und den tatsächlich eingetretenen Änderungen der Personenbestände sowie der Rechnungsannahmen ergeben können, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze orientiert sich die Gesellschaft an am Kapitalmarkt beobachtbaren Zinssätzen für währungskongruente Industrieanleihen erstklassiger Bonität (Rating AA oder besser) mit vergleichbarer Laufzeit.
Rückstellungen
Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann.
Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zur gegenwärtig besten Schätzung der Aufwendungen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind. Gegebenenfalls entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtungen voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Erstattungsansprüche werden ggf. gesondert aktiviert. Sofern der Konzern für eine Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als sonstiger Vermögenswert erfasst, sofern der Rückfluss der Erstattung so gut wie sicher ist.
Leasingverhältnisse
Bei Leasingverhältnissen, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen gemäß IAS 17 dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finanzierungsleasing). Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern entsprechen denen vergleichbarer erworbener Vermögenswerte. Die Aktivierung des Leasinggegenstandes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Die Leasingverpflichtungen, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstandes entsprechen, werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating-Leasing), erfolgt die Bilanzierung der Leasinggegenstände beim Leasinggeber. Die dafür anfallenden Leasingaufwendungen werden grundsätzlich als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen der ElringKlinger-Konzern Leasinggeber ist und bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate Leasingverhältnisse klassifiziert. Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen der Gewerbeparks werden als Umsatzerlöse erfasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen, Skonti sowie Umsatzsteuern ausgewiesen.
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht worden sind und die mit dem Eigentum verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind sowie der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann.
Zinserträge werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistungen erbracht wurden.
Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden zum Zeitpunkt der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.
Sonstige Erträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zu Grunde liegenden Vertrags erfasst.
Betriebliche Aufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Leistung in Anspruch genommen wird bzw. zum Zeitpunkt der Verursachung.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Forschungskosten werden zum Zeitpunkt der Entstehung als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden, sofern nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt werden, aktiviert.
| ― | Die Entwicklungskosten können verlässlich ermittelt werden. |
| ― | Das Produkt oder der Prozess ist technisch und wirtschaftlich realisierbar. |
| ― | Ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen ist wahrscheinlich. |
| ― | Es bestehen die Absicht und ausreichend Ressourcen die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. |
Die aktivierten Kosten sind in den immateriellen Vermögenswerten enthalten. Sonstige Entwicklungskosten werden bei der Entstehung aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Kosten werden über fünf Jahre abgeschrieben.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Öffentliche Zuwendungen fallen im Konzern im Wesentlichen für Entwicklungsprojekte an. Diese werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie fließen und als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen, da die Aufwendungen bereits angefallen sind.
Fremdkapitalkosten
In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermögenswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereitstehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Nicht nach IAS 23 aktivierte Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand erfasst. Soweit einer bestimmten Investition eine Finanzierung konkret zugerechnet werden kann, werden die tatsächlichen Fremdfinanzierungskosten aktiviert. Sofern kein direkter Bezug hergeleitet werden kann, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns der laufenden Periode berücksichtigt. Der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 betrug 2,24 % (2013: 2,66 %). Im Geschäftsjahr 2014 wurden TEUR 340 (2013: TEUR 274) Fremdkapitalzinsen aktiviert.
Ertragsteuern und latente Steuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus tatsächlichem und latentem Steueraufwand dar.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das jeweilige Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Ertragsteuern laut Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren oder späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag gesetzlich fixierten Steuersätze berechnet.
Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- und -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften, verglichen mit den jeweiligen Wertansätzen im Konzernabschluss nach IFRS. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz (i) aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder (ii) aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden ergibt, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch das Ergebnis vor Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung berühren. Latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, die beim Ausgleich der abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet, sofern damit zu rechnen ist, dass diese künftig genutzt werden können.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den künftigen, im Zeitpunkt der Realisierung voraussichtlich gültigen Steuersätzen.
Die Veränderungen der latenten Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesen Fällen werden die Veränderungen der latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis oder unmittelbar im Eigenkapital dargestellt.
Eventualschulden und Eventualforderungen
Eventualschulden werden nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, es sei denn, die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen ist sehr unwahrscheinlich. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Gebrauch von Schätzungen
Für die Erstellung von Abschlüssen unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB sind Schätzungen erforderlich, welche sowohl die Wertansätze in der Bilanz, die Art und den Umfang von Eventualschulden und Eventualforderungen am Bilanzstichtag als auch die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich bei ElringKlinger im Wesentlichen auf die Einbringlichkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit von Vorräten, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeit aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes und die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen können durch Gesetz, Vertrag oder Kulanz begründet werden. Rückstellungen werden für die erwartete Inanspruchnahme aus Garantie- oder Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Eine Inanspruchnahme ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Gewährleistungsfrist noch nicht abgelaufen ist, wenn in der Vergangenheit Gewährleistungsaufwendungen angefallen sind oder wenn sich Gewährleistungsfälle konkret abzeichnen. Das Gewährleistungsrisiko ist je nach Sachverhalt entweder aus Einzeleinschätzungen oder aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleitet und entsprechend zurückgestellt.
Der Gebrauch von Schätzungen bei anderen Positionen der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird in den Rechnungslegungsgrundsätzen für die jeweiligen Positionen dargestellt. Davon sind insbesondere die folgenden Sachverhalte betroffen: Nutzungsdauern von abschreibungsfähigen Vermögenswerten, Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Wertminderungen auf Forderungen, Wertminderungen von Vorräten sowie der Wertansatz der Rückstellungen für Pensionen.
Risiken und Unsicherheiten
Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt für das Lkw- noch stärker als für das Pkw-Geschäft. Kühlt sich die wirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die Pkw-Nachfrage und letztlich auch die Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach ElringKlinger-Komponenten nach sich ziehen.
Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach derzeitiger Einschätzung weiterhin in einigen südeuropäischen Märkten sowie weiterhin in den nicht unwichtigen Fahrzeugmärkten in Brasilien und Russland.
Der Internationale Währungsfonds geht jedoch für das Jahr 2015 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um 3,5 % aus.
Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die solide Käufernachfrage in Nordamerika und auf den asiatischen Märkten der globalen Pkw-Produktion zu weiteren Zuwächsen verhelfen.
Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/09 - ist aus heutiger Sicht jedenfalls auszuschließen. ElringKlinger geht davon aus, dass die globale Fahrzeugproduktion 2015 um rund 2 % zulegt.
ElringKlinger ist weltweit präsent und mit seiner breiten Kundenstruktur weder von einzelnen Märkten noch von einzelnen Herstellern abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer Region kann durch diese Aufstellung zumindest teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre ElringKlinger bei größeren konjunkturellen Verwerfungen in der Lage, unverzüglich auf die Marktgegebenheiten zu reagieren und die Kostenstrukturen schnell anzupassen.
ElringKlinger berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird prinzipiell ein vorsichtiges makroökonomisches Szenario zugrunde gelegt.
Für Risiken aus Prozessen werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns Beklagte ist und mehr für als gegen einen negativen Verfahrensausgang spricht. Zurückgestellt wird der Betrag, der das Unternehmen bei negativem Verfahrensausgang wahrscheinlich belasten wird. Dieser Betrag umfasst die durch das Unternehmen zu leistenden Zahlungen wie insbesondere Schadensersatz und Abfindungen sowie die erwarteten Verfahrenskosten. Bei Prozessen, bei denen das Unternehmen Klägerin ist, sind lediglich die Verfahrenskosten zurückgestellt.
Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber 2013 um TEUR 175.751 auf TEUR 1.325.834 erhöht.
Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verkauf von Gütern | 1.313.314 | 1.137.720 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 8.069 | 8.105 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 4.451 | 4.258 |
| Gesamt | 1.325.834 | 1.150.083 |
Aufteilung nach geographischen Märkten:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Inland | 388.116 | 360.796 |
| Ausland | 937.718 | 789.287 |
| Gesamt | 1.325.834 | 1.150.083 |
Maßgebend für die Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Standort des Kunden. Die Aufteilung des Konzernumsatzes nach Segmenten und Regionen kann der Anmerkung (32) - Segmentberichterstattung - entnommen werden.
(2) Umsatzkosten
In den Umsatzkosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen.
Sie enthalten:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | 580.569 | 506.309 |
| Personalaufwendungen | 226.247 | 200.876 |
| Abschreibungen | 60.668 | 58.904 |
| Sonstige Aufwendungen | 99.868 | 58.384 |
| Gesamt | 967.352 | 824.473 |
(3) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten haben sich gegenüber 2013 um TEUR 11.948 auf TEUR 93.418 erhöht. Die Vertriebskosten umfassen im Wesentlichen Personal-, Sach- und Marketingkosten sowie die auf den Vertriebsbereich entfallenden Abschreibungen.
(4) Allgemeine Verwaltungskosten
In den allgemeinen Verwaltungskosten sind im Wesentlichen Personal- und Sachkosten sowie die auf den Verwaltungsbereich entfallenden Abschreibungen enthalten. Die allgemeinen Verwaltungskosten haben sich gegenüber 2013 um TEUR 15.451 auf TEUR 61.449 erhöht.
(5) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen die diesen Aktivitäten zurechenbaren Personalkosten und die Kosten der Versuchsmaterialien und -werkzeuge, soweit es sich nicht um Entwicklungskosten handelt, die entsprechend IAS 38.57 zu aktivieren waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber 2013 um TEUR 545 auf TEUR 57.253 erhöht. Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 9.179 (2013: TEUR 8.985) aktiviert.
(6) Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zuschüsse der öffentlichen Hand | 7.433 | 7.261 |
| Versicherungsentschädigungen / Schadenserstattungen | 3.272 | 565 |
| Kostenerstattung Dritter | 1.814 | 1.731 |
| Auflösung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten | 1.450 | 482 |
| Wertaufholung wertgeminderter Forderungen | 327 | 279 |
| Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 320 | 1.124 |
| Lizenzerlöse | 31 | 235 |
| Sonstige | 4.080 | 21.316 |
| Gesamt | 18.727 | 32.993 |
In den sonstigen Erträgen 2013 ist im Zusammenhang mit dem Übergang zur Vollkonsolidierung der ElringKlinger Marusan Corporation und der ElringKlinger Korea Co., Ltd. ein Ertrag aus der Neubewertung der bisher gehaltenen Anteile in Höhe von insgesamt TEUR 18.942 enthalten.
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Steuern (keine Ertragsteuern) | 2.385 | 2.676 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 1.260 | 1.170 |
| Forderungsausfälle | 3.079 | 906 |
| Aufwendungen für Schadensfälle | 802 | 772 |
| Bildung von Rückstellungen / abgegrenzten Verbindlichkeiten | 488 | 729 |
| Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 779 | 678 |
| Sonstige Gebühren | 593 | 249 |
| Aufwendungen für Maschinenverkäufe | 275 | 20 |
| Sonstige | 1.425 | 3.071 |
| Gesamt | 11.086 | 10.271 |
(8) Finanzergebnis
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Finanzerträge | ||
| Erträge aus Kursdifferenzen | 17.491 | 8.358 |
| Zinserträge | 879 | 704 |
| Sonstige | 122 | 296 |
| Finanzerträge gesamt | 18.492 | 9.358 |
| Finanzaufwendungen | ||
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | -7.541 | -12.730 |
| Zinsaufwendungen | -11.816 | -11.871 |
| - davon aus derivativen Finanzinstrumenten | -63 | -132 |
| Sonstige | -44 | -13 |
| Finanzaufwendungen gesamt | -19.401 | -24.614 |
| Finanzergebnis | -909 | -15.256 |
Die Zinsaufwendungen setzen sich in Höhe von TEUR 3.679 (2013: TEUR 3.274) aus Zinsanteilen der Altersversorgungspläne und im Übrigen aus Bankzinsen und Zinsaufwand aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen zusammen. Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalkosten für sog. Qualifying Assets in Höhe von TEUR 340 (2013: TEUR 274) aktiviert; hierdurch verbesserte sich das Ergebnis entsprechend. Der Zinsaufwand für Finanzierungsleasing ist von nachrangiger Bedeutung.
(9) Ertragsteuern
Die Ertragsteuern setzten sich wie folgt zusammen:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 41.869 | 37.505 |
| Latente Steuern | 626 | 192 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 42.495 | 37.697 |
Als Ertragsteuern werden die Körperschaft- und Gewerbesteuer inklusive Solidaritätszuschlag der inländischen Konzerngesellschaften sowie die vergleichbaren Ertragsteuern der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften ermittelt sich ein Ertragsteuersatz von 28,9 % (2013: 27,7 %). Die Besteuerung im Ausland wird zu den in diesen Ländern geltenden Steuersätzen berechnet und liegt zwischen 10,0 % und 38,9 % (2013: zwischen 10,0 % und 38,9 %). Der durchschnittliche Steuersatz im Ausland liegt bei 27,6 % (2013: 27,2 %).
Die latenten Steuern werden durch Anwendung der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. gelten werden.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten Ertragsteueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des durchschnittlichen nominellen Ertragsteuersatzes von 27,9 % (2013: 27,7 %) im Konzern ergeben würde, zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand.
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 153.094 | 148.900 |
| Erwarteter Steuersatz | 27,9 % | 27,7 % |
| Erwarteter Steueraufwand | 42.719 | 41.245 |
| Veränderung des erwarteten Steueraufwands aufgrund von: | ||
| - Permanenten Differenzen | 1.170 | -4.027 |
| - Differenz Bemessungsgrundlage lokaler Steuern | 78 | 139 |
| - Nutzung nicht akt. steuerlicher Verlustvorträge | -1.317 | 0 |
| - Zuschreibung nicht aktueller / Wertberichtigung aktueller steuerlicher Verlustvorträge (aperiodisch) | 1.008 | 4.101 |
| - Zugang nicht akt. steuerliche Verlustvorträge (periodisch) | 1.239 | 1.544 |
| - Periodenfremden Steuern | 1.320 | 172 |
| - Steuersatzbedingten Abweichungen | -3.388 | -4.579 |
| - sonstigen Effekten | -334 | -898 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 42.495 | 37.697 |
| Tatsächlicher Steuersatz | 27,8 % | 25,3% |
Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbehaltene Gewinne von TEUR 19.581 (2013: TEUR 13.897) sollen in den nächsten Jahren an die ElringKlinger AG ausgeschüttet werden. Der bei Ausschüttung in Deutschland anfallende Steueraufwand von TEUR 274 (2013: TEUR 193) wurde im Rahmen der latenten Steuern passiviert. Bei in- und ausländischen Tochtergesellschaften darüber hinaus thesaurierte Gewinne von TEUR 316.801 (2013: TEUR 264.948) sollen auf Basis der momentanen Planung permanent investiert bleiben.
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge sind in Höhe von TEUR 296 (2013: TEUR 1.171) gebildet. Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 37.801 (2013: TEUR 32.302) wurde keine aktive latente Steuer angesetzt, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist.
Die noch nicht genutzten ertragsteuerlichen Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf ausländische Tochtergesellschaften. Die Verfallbarkeit steuerlich nicht berücksichtigter Verlustvorträge stellt sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | TEUR | |
|---|---|---|
| Verfall der Verlustvorträge innerhalb von | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| --- | --- | --- |
| 1 Jahr | 0 | 0 |
| 2 Jahren | 0 | 519 |
| 3 Jahren | 46 | 1.453 |
| 4 Jahren | 1.170 | 1.632 |
| 5 Jahren | 2.895 | 2.740 |
| größer 5 Jahren | 21.240 | 17.902 |
| Unverfallbar | 12.450 | 8.056 |
| Gesamt | 37.801 | 32.302 |
Die Steuerabgrenzungen sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
scroll
| Bilanzpositionen TEUR |
Latente Steueransprüche 31.12.2014 | Latente Steueransprüche 31.12.2013 | Latente Steuer-Schulden 31.12.2014 | Latente Steuer-Schulden 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 347 | 334 | 9.370 | 9.517 |
| Sachanlagen | 2.686 | 1.898 | 31.502 | 31.799 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 1.824 | 1.795 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 112 | 14 | 20 | 51 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0 | 142 | 18 | 18 |
| Vorräte | 2.781 | 2.945 | 2.060 | 1.604 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 510 | 569 | 548 | 151 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 1.134 | 1.306 | 787 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Rückstellungen für Pensionen | 19.772 | 10.933 | 37 | -734 |
| Langfristige Rückstellungen | 2.673 | 1.207 | 24 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 64 | 17 | 409 | 390 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 275 | 84 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1.121 | 1.785 | 29 | -72 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 41 | 45 | 36 | 23 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 79 | 19 | 2 | 1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.795 | 1.600 | 242 | 152 |
| Latenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | 0 | 274 | 193 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 296 | 1.171 | 0 | 0 |
| Summe | 32.553 | 23.898 | 47.701 | 45.675 |
| Saldierung von aktiven und passiven Latenzen | -23.771 | -13.147 | -23.771 | -13.147 |
| Bilanzansatz | 8.782 | 10.751 | 23.930 | 32.528 |
(10) Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie
Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Periodengewinn durch die durchschnittliche Anzahl der Stückaktien geteilt.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie und berechnet sich wie folgt:
scroll
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Ergebnisanteile der Aktionäre der ElringKlinger AG in TEUR | 105.748 | 105.418 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 63.359.990 | 63.359.990 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,67 | 1,66 |
Erläuterungen zur Bilanz
(11) Immaterielle Vermögenswerte
scroll
| TEUR | Entwicklungskosten (selbstgeschaffen) | Geschäfts- oder Firmenwert (erworben) | Patente, Lizenzen, Software & ähnl. Rechte (erworben) | In Herstellung befindliche immaterielle Vermögenswerte (erworben) | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 37.326 | 150.340 | 52.969 | 85 | 240.720 |
| Währungsänderungen | 302 | 1.654 | 415 | 0 | 2.371 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 3.392 | 1.683 | 0 | 5.075 |
| Zugänge | 9.179 | 0 | 6.905 | 30 | 16.114 |
| Umbuchungen | 406 | 0 | 175 | -69 | 512 |
| Abgänge | 3.102 | 0 | 163 | 0 | 3.265 |
| Stand am 31.12.2014 | 44.111 | 155.386 | 61.984 | 46 | 261.527 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 20.576 | 13.073 | 30.361 | 0 | 64.010 |
| Währungsänderungen | 164 | 327 | 294 | 0 | 785 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 69 | 0 | 69 |
| Zugänge | 7.589 | 0 | 6.988 | 0 | 14.577 |
| Abgänge | 3.102 | 0 | 155 | 0 | 3.257 |
| Stand am 31.12.2014 | 25.227 | 13.400 | 37.557 | 0 | 76.184 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 18.884 | 141.986 | 24.427 | 46 | 185.343 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2013 | 33.487 | 116.287 | 41.104 | 0 | 190.878 |
| Währungsänderungen | -166 | -1.689 | -350 | 0 | -2.205 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 35.742 | 9.604 | 0 | 45.346 |
| Zugänge | 8.985 | 0 | 2.556 | 85 | 11.626 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 132 | 0 | 132 |
| Abgänge | 4.980 | 0 | 77 | 0 | 5.057 |
| Stand am 31.12.2013 | 37.326 | 150.340 | 52.969 | 85 | 240.720 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2013 | 18.187 | 13.217 | 26.413 | 0 | 57.817 |
| Währungsänderungen | -102 | -144 | -205 | 0 | -451 |
| Zugänge | 6.328 | 0 | 4.230 | 0 | 10.558 |
| Abgänge | 3.837 | 0 | 77 | 0 | 3.914 |
| Stand am 31.12.2013 | 20.576 | 13.073 | 30.361 | 0 | 64.010 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 16.750 | 137.267 | 22.608 | 85 | 176.710 |
Das Bestellobligo zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten beträgt zum 31.12.2014 TEUR 115 (31.12.2013 TEUR 12).
Die gesamten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in den folgenden GuV-Positionen enthalten:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 11.528 | 7.506 |
| Vertriebskosten | 915 | 1.018 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.415 | 1.405 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 719 | 629 |
| Gesamt | 14.577 | 10.558 |
(12) Sachanlagen
scroll
| TEUR | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, BGA | In Herstellung befindliche Sachanlagen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 312.000 | 776.890 | 137.745 | 52.308 | 1.278.943 |
| Währungsänderungen | 4.383 | 14.938 | 1.207 | 2.654 | 23.182 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 1.603 | 1.181 | 439 | 0 | 3.223 |
| Zugänge | 25.795 | 47.717 | 11.692 | 61.776 | 146.980 |
| Umbuchungen | 12.689 | 29.459 | 3.065 | -45.724 | -511 |
| Abgänge | 83 | 5.168 | 3.414 | 0 | 8.665 |
| Stand am 31.12.2014 | 356.387 | 865.017 | 150.734 | 71.014 | 1.443.152 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2014 | 64.113 | 506.087 | 96.635 | 0 | 666.835 |
| Währungsänderungen | 826 | 8.898 | 635 | 0 | 10.359 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 773 | 535 | 239 | 0 | 1.547 |
| Zugänge | 7.966 | 47.612 | 8.822 | 0 | 64.400 |
| Umbuchungen | 0 | -50 | 50 | 0 | 0 |
| Zuschreibungen | 0 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Abgänge | 66 | 4.562 | 3.133 | 0 | 7.761 |
| Stand am 31.12.2014 | 73.612 | 558.312 | 103.248 | 0 | 735.172 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 282.775 | 306.705 | 47.486 | 71.014 | 707.980 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
| Stand am 01.01.2013 | 283.836 | 716.769 | 131.197 | 46.795 | 1.178.597 |
| Währungsänderungen | -3.657 | -12.917 | -997 | -1.672 | -19.243 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 7.047 | 10.058 | 395 | 659 | 18.159 |
| Zugänge | 19.720 | 38.143 | 10.527 | 45.553 | 113.943 |
| Umbuchungen | 5.464 | 31.110 | 2.322 | -39.027 | -131 |
| Abgänge | 410 | 6.273 | 5.699 | 0 | 12.382 |
| Stand am 31.12.2013 | 312.000 | 776.890 | 137.745 | 52.308 | 1.278.943 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2013 | 58.076 | 468.086 | 95.169 | 0 | 621.331 |
| Währungsänderungen | -773 | -8.731 | -626 | 0 | -10.130 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 41 | 3.453 | 196 | 0 | 3.690 |
| Zugänge | 7.019 | 48.841 | 7.463 | 0 | 63.323 |
| Umbuchungen | 0 | -1 | 1 | 0 | 0 |
| Abgänge | 250 | 5.561 | 5.568 | 0 | 11.379 |
| Stand am 31.12.2013 | 64.113 | 506.087 | 96.635 | 0 | 666.835 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 247.887 | 270.803 | 41.110 | 52.308 | 612.108 |
Die Sachanlagen enthalten auch gemietete Technische Anlagen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 1.091 (2013: TEUR 778), die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf die gemieteten Anlagen entfallenden Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen TEUR 289 (2013: TEUR 286).
Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Wertminderungen auf Sachanlagen erfasst. Im Vorjahr wurden im Segment Erstausrüstung Wertminderungen auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten auf Grundstücke und Bauten in Höhe von TEUR 525 erfasst.
Das Bestellobligo zum Erwerb von Sachanlagen beträgt zum 31.12.2014 TEUR 54.517 (31.12.2013 TEUR 30.237).
(13) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
scroll
| TEUR | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.01.2014 | 23.512 | 96 | 23.608 |
| Währungsänderungen | -787 | -5 | -792 |
| Zugänge | 38 | 0 | 38 |
| Abgänge | 1.416 | 0 | 1.416 |
| Stand am 31.12.2014 | 21.347 | 91 | 21.438 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 01.01.2014 | 10.861 | 0 | 10.861 |
| Währungsänderungen | -272 | 0 | -272 |
| Zugänge | 463 | 0 | 463 |
| Abgänge | 1.326 | 0 | 1.326 |
| Stand am 31.12.2014 | 9.726 | 0 | 9.726 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 11.621 | 91 | 11.712 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||
| Stand am 01.01.2013 | 23.652 | 104 | 23.756 |
| Währungsänderungen | -217 | -2 | -219 |
| Zugänge | 77 | 0 | 77 |
| Umbuchungen | 6 | -6 | 0 |
| Abgänge | 6 | 0 | 6 |
| Stand am 31.12.2013 | 23.512 | 96 | 23.608 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 01.01.2013 | 10.427 | 0 | 10.427 |
| Währungsänderungen | -67 | 0 | -67 |
| Zugänge | 501 | 0 | 501 |
| Stand am 31.12.2013 | 10.861 | 0 | 10.861 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 12.651 | 96 | 12.747 |
Unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind die Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) ausgewiesen.
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben zum Bilanzstichtag einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 17.695 (2013: TEUR 17.460). Die zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Input Daten entsprechen der Stufe 3 der Fair Value Hierarchie. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode und von Bodenrichtwerten ermittelt. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode wird der Überschuss der zukünftig erwarteten Mieteinzahlungen (Mietverträge) über die erwarteten zahlungswirksamen Aufwendungen auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Als Kapitalisierungsfaktor wurde ein Zinssatz von 8,58 % (2013: 8,69 %) genutzt. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgte nicht durch einen Gutachter.
Sämtliche als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf TEUR 4.451 (2013: TEUR 4.258). Die direkt mit diesen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen TEUR 4.192 (2013: TEUR 4.462). Wesentliche vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb oder zur Instandhaltung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Darüber hinaus bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien.
(14) Finanzielle Vermögenswerte
scroll
| TEUR | At-equity bewertete Beteiligung | Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanz-Investitionen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand am 01.01.2014 | 0 | 1.940 | 101 | 2.041 |
| Währungsänderungen | 0 | 43 | 1 | 44 |
| Zugänge | 0 | 497 | 1 | 498 |
| Wertveränderungen | 0 | 16 | 0 | 16 |
| Abgänge | 0 | 803 | 13 | 816 |
| Stand am 31.12.2014 | 0 | 1.693 | 90 | 1.783 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 01.01.2014 | 0 | 61 | 0 | 61 |
| Währungsänderungen | 0 | 5 | 0 | 5 |
| Zuschreibungen | 0 | 5 | 0 | 5 |
| Abgänge | 0 | 6 | 0 | 6 |
| Stand am 31.12.2014 | 0 | 55 | 0 | 55 |
| Nettobuchwert am 31.12.2014 | 0 | 1.638 | 90 | 1.728 |
| Zeitwert 31.12.2014 | 0 | 1.646 | 90 | |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand am 01.01.2013 | 25.951 | 1.516 | 125 | 27.592 |
| Währungsänderungen | -4.726 | -3 | -1 | -4.730 |
| Änderung Konsolidierungskreis | -21.454 | 175 | 0 | -21.279 |
| Zugänge | 0 | 966 | 5 | 971 |
| Wertveränderungen | 229 | 20 | 0 | 249 |
| Abgänge | 0 | 734 | 28 | 762 |
| Stand am 31.12.2013 | 0 | 1.940 | 101 | 2.041 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 01.01.2013 | 0 | 26 | 0 | 26 |
| Währungsänderungen | 0 | -1 | 0 | -1 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 25 | 0 | 25 |
| Zugänge | 0 | 11 | 0 | 11 |
| Stand am 31.12.2013 | 0 | 61 | 0 | 61 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 0 | 1.879 | 101 | 1.980 |
| Zeitwert 31.12.2013 | 0 | 1.880 | 101 |
Die langfristigen Wertpapiere sind in Höhe von TEUR 1.365 (2013: TEUR 1.433) zur Absicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.
(15) At-equity bewertete Beteiligung
Nach der Equity-Methode wird zum 1.Januar 2013 das damalige Joint-Venture ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan als Finanzanlage ausgewiesen. In 2013 hat der ElringKlinger-Konzern Dividenden aus Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von TEUR 40 erhalten. Im Finanzergebnis sind TEUR 269 Beteiligungsergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten. Seit dem 31. Dezember 2013 wird die Gesellschaft vollkonsolidiert.
(16) Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche und sonstige langfristige Vermögenswerte
Die langfristigen Ertragsteuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen das zum Barwert aktivierte Körperschaftsteuerguthaben der ElringKlinger AG in Höhe von TEUR 1.341 (2013: TEUR 1.988). Das Körperschaftsteuerguthaben wird in zehn gleichen Jahresraten von 2008 bis 2017 an die ElringKlinger AG ausgezahlt.
Unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist unter anderem eine Vorauszahlung auf zukünftigen Lizenzaufwand in Höhe von TEUR 585 (2013: TEUR 645) ausgewiesen sowie Forderungen gegen Versicherungen im Rahmen von Gewährleistungsfällen in Höhe von TEUR 3.190 (2013: TEUR 0).
(17) Vorräte
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 86.208 | 74.759 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 54.364 | 47.436 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 145.568 | 132.446 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.958 | 2.746 |
| Gesamt | 290.098 | 257.387 |
Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 17.881 (2013: TEUR 16.319) vorgenommen. Zuschreibungen wurden keine vorgenommen. Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten erfasst.
(18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche sowie sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 5.690 TEUR (2013: TEUR 4.698) für erkennbare Einzelrisiken sowie die voraussichtliche Skontoinanspruchnahme gebildet.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 120 Tagen.
Das Wertberichtigungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich wie folgt entwickelt:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 4.698 | 3.706 |
| Zuführung | 1.649 | 2.226 |
| Auflösung / Inanspruchnahme | -537 | -925 |
| Wechselkurseffekte | -120 | -364 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 55 |
| Stand 31.12. | 5.690 | 4.698 |
Alle Aufwendungen aus Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Erträge aus deren Auflösung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.
Die Fälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| weder überfällig noch wertgemindert: | 201.349 | 170.351 |
| überfällig nicht wertgemindert: | ||
| - bis zu 30 Tage | 22.261 | 17.504 |
| - von 31 bis zu 60 Tage | 10.119 | 7.110 |
| - von 61 bis zu 90 Tage | 2.345 | 3.985 |
| - von 91 bis zu 180 Tage | 2.665 | 2.260 |
| - mehr als 180 Tage | 3.098 | 2.610 |
| Gesamt: | 40.488 | 33.469 |
| Skontoinanspruchnahme | -246 | -273 |
| Wertgemindert | 3.493 | 3.906 |
| Buchwert | 245.084 | 207.453 |
Der Wertberichtigungsbedarf wird zu jedem Abschlussstichtag für die wesentlichen Kunden auf Einzelbasis analysiert. Zusätzlich wird eine große Zahl von Forderungen homogen gruppiert und gemeinsam auf Wertminderung beurteilt.
Für den Bestand der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wurden zum Abschlussstichtag keine Anzeichen dafür identifiziert, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Steuerforderungen aus Umsatzsteuer und sonstige Steuern in Höhe von TEUR 13.410 (2013: TEUR 14.787) sowie Forderungen gegen Versicherungen im Rahmen von Gewährleistungsfällen.
(19) Zahlungsmittel
Die Position Zahlungsmittel umfasst Bargeld und Kontokorrentguthaben, die vom Konzern gehalten werden. Zahlungsmitteläquivalente gab es wie im Vorjahr nicht.
Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
(20) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Bei dem zum 1. Januar 2013 ausgewiesenen Verkaufsobjekt handelt es sich um ein Gebäude der ElringKlinger Korea Co., Ltd., Gumi, Korea, das 2013 verkauft wurde. Hieraus resultierte in 2013 kein Ergebniseffekt.
(21) Eigenkapital
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2014 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 17. Mai 2017 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 31.679.995 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2012). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können dabei auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
| ― | um Spitzenbeträge auszugleichen; |
| ― | wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt; |
| ― | wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabebetrag je neue Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf die Obergrenze von 10 % des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. |
Der Vorstand hat von der Ermächtigung bisher keinen Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklage wurde im Wesentlichen durch das aus der Kapitalerhöhung 2010 zugeflossene Aufgeld gebildet.
Die Gewinnrücklagen enthalten die von den Konzerngesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse, soweit diese noch nicht ausgeschüttet worden sind. Darüber hinaus ist ein Betrag in Höhe von TEUR 26.181 aus der IFRS-Erstanwendung im Jahr 2005 enthalten.
Die übrigen Rücklagen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionszusagen, Eigenkapitaleffekte aus beherrschenden Anteilen sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, der in dem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der ElringKlinger AG ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2014 hat die ElringKlinger AG eine Dividende von TEUR 31.680 (EUR 0,50 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2013 an die Aktionäre ausgeschüttet. Im Geschäftsjahr 2013 betrug die Ausschüttung TEUR 28.512 (EUR 0,45 je Aktie) aus dem Bilanzgewinn 2012.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung zum Jahresabschluss 2014 am 13. Mai 2015 vorschlagen, aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 34.848 eine Dividende von EUR 0,55 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.
(22) Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital und Periodenergebnis
In den Konzernabschluss wurden Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG zu weniger als 100 % beteiligt ist. Gemäß IFRS 10 werden die entsprechenden nicht beherrschenden Anteile in der Konzernbilanz innerhalb des Eigenkapitals getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital ausgewiesen. Ebenso werden in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung nicht beherrschende Anteile am Periodenergebnis bzw. Gesamtergebnis gesondert angegeben.
(23) Rückstellungen für Pensionen
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern bei den Auslandsgesellschaften vorwiegend auf Basis beitragsorientierter Zusagen und bei den Inlandsgesellschaften auf Basis leistungsorientierter und beitragsorientierter Versorgungspläne.
Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Nach Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Verpflichtungen, wie z.B. Nachschusszahlungen. Die laufenden Beitragszahlungen zu den beitragsorientierten Versorgungsplänen sind als Personalaufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen; sie beliefen sich im Konzern auf insgesamt TEUR 19.004 (2013: TEUR 16.511) und sind den jeweiligen Funktionskosten zugeordnet.
Die leistungsorientierten Pläne (Defined Benefit Plans) werden im Konzern durch die Bildung von Rückstellungen für Pensionen berücksichtigt, die nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt werden. Im Rahmen der leistungsorientierten Pläne werden den Arbeitnehmern lebenslange Rentenzahlungen ab Erreichen der Altersgrenze oder ab Eintritt der Invalidität zugesagt. Zusätzlich werden Hinterbliebenenrenten im Todesfall gewährt. Die Höhe der Leistung richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Endgehalt. Für die tariflichen Mitarbeiter ist die anrechnungsfähige Dienstzeit auf 30 Jahre beschränkt. Bei den leitenden Angestellten ist die Leistungshöhe auf 35 % bzw. 45 % des Endgehalts beschränkt, wobei teilweise die Leistungen aus vorherigen Zusagen nicht angerechnet werden.
In 2011 wurde das betriebliche Altersversorgungssystem der ElringKlinger AG teilweise umgestellt. Zur Absicherung der Rentenzahlungen in der Zukunft wurden die Verpflichtungen gegenüber einigen leitenden Angestellten auf die Allianz Pensionsfonds AG und eine rückgedeckte Unterstützungskasse, die Allianz Pensions-Management e.V. übertragen. Der Leistungsumfang bleibt unverändert. Das vom Pensionsfonds gehaltene Vermögen stellt Planvermögen i.S.d. IAS 19.8 dar und wird daher mit der Verpflichtung gegenüber den Begünstigten saldiert.
Die Pensionspläne der schweizer Gesellschaften sichern die Mitarbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod ab. Das Vermögen ist im Rahmen eines Rückdeckungsvertrages vollständig gedeckt. Durch den Anschluss bei einer vollständig rückgedeckten Sammelstiftung kann keine Unterdeckung entstehen.
Die Verpflichtungen aus den zugesagten Leistungen unterliegen gewissen Risiken. Insbesondere bestehen Rechnungszinsrisiken, sofern fallende Marktzinsen zu einem höheren Barwert der Verpflichtung in der Zukunft führen, Inflationsrisiken, welche zu höheren Rentenleistungen führen können und Langlebigkeitsrisiken, sofern über einen längeren als in den verwendeten Sterbetafeln angenommenen Zeitraum Leistungen ausgezahlt werden.
Folgende Rechnungsannahmen liegen der Berechnung der Konzernverpflichtung zu Grunde:
scroll
| Bewertung zum | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Diskontierungszins Anwartschaftsphase | 1,84 % | 3,22 % |
| Diskontierungszins Rentenphase | 1,55 % | 2,94 % |
| Erwartete prozentuale Gehaltstrends | 2,53 % | 2,53 % |
| Zukünftige Rentenanpassung | 1,75 % | 1,75 % |
Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 01.01. | 119.670 | 125.070 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.260 | 4.245 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -22 | -191 |
| Eigenbeträge der Begünstigten des Plans | 2.817 | 2.525 |
| Zinsaufwand | 3.679 | 3.274 |
| Auszahlungen/Inanspruchnahme | -5.449 | -4.759 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 29.658 | -8.959 |
| Währungsdifferenzen | 777 | -551 |
| Sonstige Veränderungen | 47 | -2.918 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 571 | 1.935 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 156.008 | 119.670 |
| Davon (teilweise) durch Planvermögen gedeckt | 40.411 | 32.036 |
| Davon nicht gedeckt | 115.597 | 87.634 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 18 Jahre (2013: 16 Jahre).
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste entstehen aus den folgenden Effekten:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Effekte aus Zinssatzänderungen | 26.499 | -9.276 |
| Effekte aus Änderungen demographischer Annahmen | 47 | 20 |
| Effekte aus anderen erfahrungsbedingten Anpassungen | 3.112 | 297 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 29.658 | -8.959 |
Die Entwicklung des Planvermögens im Laufe des Geschäftsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Marktwert zum 01.01. | 27.347 | 26.579 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 346 | 108 |
| Zinsertrag | 654 | 586 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.460 | 1.957 |
| Eigenbeträge der Begünstigten des Plans | 2.817 | 2.410 |
| Leistungszahlungen | -2.100 | -1.525 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -166 | 29 |
| Sonstiges | 0 | -2.388 |
| Währungseffekte | 560 | -409 |
| Marktwert zum 31.12. | 31.918 | 27.347 |
Das Planvermögen besteht aus Versicherungsansprüchen. Das Planvermögen und die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen sind wie folgt auf wesentliche Länder aufgeteilt:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | ||
| Deutschland | 111.608 | 84.047 |
| Schweiz | 40.411 | 32.038 |
| Sonstige | 3.989 | 3.585 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 31.12. | 156.008 | 119.670 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | ||
| Deutschland | 2.778 | 2.368 |
| Schweiz | 29.083 | 24.848 |
| Sonstige | 57 | 131 |
| Marktwert des Planvermögens zum 31.12. | 31.918 | 27.347 |
Der tatsächliche Ertrag aus Planvermögen beträgt TEUR 799 (2013: TEUR 638).
In 2015 wird die Liquiditätsbelastung durch Beiträge zum Planvermögen und den Erstattungsansprüchen sowie direkt vom Konzern getragene Leistungszahlungen voraussichtlich TEUR 8.548 (2013: TEUR 7.739) betragen. Die zukünftigen Zahlungen aus Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Für die nächsten 12 Monate | 8.548 | 7.739 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 15.910 | 15.062 |
| Über 5 Jahre | 220.148 | 227.017 |
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.260 | 4.245 |
| Nettozinsaufwand | 3.025 | 2.688 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -6 | -190 |
| Gesamtaufwand | 7.279 | 6.743 |
Der Nettozinsaufwand setzt sich aus Zinsaufwand in Höhe von TEUR 3.679 (2013: TEUR 3.274) sowie Zinserträgen aus Planvermögen in Höhe von TEUR 654 (2013: TEUR 586) zusammen.
Der laufende Dienstzeitaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand werden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im laufenden Jahr werden in voller Höhe im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Entwicklung ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 29.816 | -9.079 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | -7.964 | 3.088 |
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Verpflichtung des Konzerns ergibt sich wie folgt:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtung | 156.008 | 119.670 |
| Zeitwert des Planvermögens | 31.918 | 27.347 |
| Ausgewiesene Pensionsrückstellung | 124.090 | 92.323 |
Für die Sensitivitäten wurden der Diskontierungssatz, die Gehaltssteigerungen und die zukünftigen Rentenentwicklungen als wesentliche versicherungsmathematische Annahmen ermittelt.
Eine 1%ige Zunahme/Abnahme des Diskontierungssatzes würde zu einer Abnahme/Zunahme der DBO um TEUR 86.700 / TEUR 143.225 führen.
Eine 0,5 %ige Zunahme/Abnahme der künftigen Gehaltssteigerungen würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 113.775 / TEUR 108.953 führen
Eine Veränderung der künftigen Rentenentwicklungen um +0,25 % / -0,25 % würde zu einer Zunahme/Abnahme der DBO um TEUR 115.182 / TEUR 106.399 führen.
(24) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Rückstellungen | 16.469 | 19.472 |
| Langfristige Rückstellungen | 16.638 | 10.345 |
| Gesamt | 33.107 | 29.817 |
Kurzfristige Rückstellungen:
scroll
| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewähr- leistungs- verpflich- tungen |
Drohende Verluste aus Kun.-aufträgen | Prozess- kosten |
Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2013 | 2.164 | 5.474 | 3.384 | 164 | 8.286 | 19.472 |
| Währungsänderungen | 0 | 59 | 10 | 1 | 91 | 161 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 50 | 0 | 156 | 0 | 206 |
| Inanspruchnahme | 2.379 | 1.881 | 3.394 | 76 | 7.005 | 14.735 |
| Auflösung | 408 | 1.251 | 0 | 233 | 1.098 | 2.990 |
| Zuführung | 2.907 | 1.251 | 3.390 | 205 | 6.585 | 14.338 |
| Umbuchungen | 0 | -4 | 0 | 0 | 21 | 17 |
| Stand zum 31.12.2014 | 2.284 | 3.698 | 3.390 | 217 | 6.880 | 16.469 |
Langfristige Rückstellungen:
scroll
| TEUR | Verpflichtungen Personalbereich | Gewähr- leistungs- verpflichtungen |
Drohende Verluste aus Kun.-aufträgen | Prozess- kosten |
Übrige Risiken | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2013 | 8.387 | 1.036 | 0 | 193 | 729 | 10.345 |
| Währungsänderungen | 56 | 9 | 0 | 3 | 3 | 71 |
| Änderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 |
| Inanspruchnahme | 1.218 | 239 | 0 | 68 | 271 | 1.796 |
| Auflösung | 472 | 52 | 0 | 25 | 63 | 612 |
| Aufzinsung / Abzinsung | 96 | -82 | 0 | 0 | 4 | 18 |
| Zuführung | 3.161 | 5.008 | 0 | 222 | 236 | 8.627 |
| Umbuchungen | 71 | 4 | 0 | 0 | -92 | -17 |
| Stand zum 31.12.2014 | 10.081 | 5.684 | 0 | 325 | 548 | 16.638 |
Rückstellungen im Personalbereich werden unter anderem für Altersteilzeit, Jubiläumszuwendungen und ähnliche Verpflichtungen gebildet.
Die Rückstellung für Gewährleistungen ist die beste Einschätzung der Geschäftsleitung und wurde auf der Grundlage von Vergangenheitserfahrungen und des Industriedurchschnitts für fehlerhafte Produkte hinsichtlich der Haftung des Konzerns für eine Gewährleistung von zwölf Monaten geschätzt. Daneben wurden konkrete Einzelfälle berücksichtigt. Den Rückstellungen für Gewährleistungen stehen Erstattungsansprüche gegen Haftpflichtversicherer in Höhe von TEUR 5.492 gegenüber, von denen TEUR 3.190 unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen sind, TEUR 2.302 sind unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die übrigen Risiken betreffen eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und ungewissen Verpflichtungen, die in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.
(25) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
scroll
| TEUR | Inland | Ausland | Gesamt 31.12.2014 | Inland | Ausland | Gesamt 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentkredite | 114.213 | 149 | 114.362 | 52.582 | 2.884 | 55.466 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 14.199 | 19.971 | 34.170 | 26.450 | 38.967 | 65.417 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 128.412 | 20.120 | 148.532 | 79.032 | 41.851 | 120.883 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahre | 161.227 | 93.643 | 254.870 | 165.357 | 53.536 | 218.893 |
| Finanzverbindlichkeiten mit Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre | 13.638 | 0 | 13.638 | 18.453 | 0 | 18.453 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 174.865 | 93.643 | 268.508 | 183.810 | 53.536 | 237.346 |
| Gesamt | 303.277 | 113.763 | 417.040 | 262.842 | 95.387 | 358.229 |
Darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 455 (2013: TEUR 608) mit einem Nominalvolumen von TEUR 473 (2013: TEUR 622).
Die durchschnittlichen Zinssätze beliefen sich auf:
scroll
| % | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kontokorrentkredite: | ||
| Inland | 0,88 | 0,91 |
| Ausland | 3,50 | 6,20 |
| Finanzverbindlichkeiten: | ||
| Inland: bis zu einem Jahr | 2,86 | 3,81 |
| Inland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren | 2,30 | 2,19 |
| Inland: mehr als fünf Jahre | 1,84 | 1,79 |
| Ausland: bis zu einem Jahr | 2,28 | 2,81 |
| Ausland: mehr als ein und bis zu fünf Jahren | 2,37 | 1,93 |
| Ausland: mehr als fünf Jahre | - | - |
Für Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 287.442 (2013: TEUR 291.745) wurden feste Zinssätze vereinbart.
Als Sicherheiten sind Grundschulden auf Betriebsgrundstücke mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 117.863 (2013: TEUR 108.107), Sicherheiten an Vorräten mit Buchwerten von TEUR 6.759 (2013: TEUR 3.782) und Sicherheiten an Forderungen mit Buchwerten von TEUR 6.017 (2013: TEUR 2.643) eingeräumt. Die gesicherten Verbindlichkeiten valutieren am 31. Dezember 2014 mit TEUR 47.385 (2013: TEUR 48.483).
Zum 31. Dezember 2014 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von TEUR 87.683 (2013: TEUR 117.140) zur Verfügung.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Aufwendungen.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.
In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind unter anderem abgegrenzte Verbindlichkeiten aus Werkzeugerlösen enthalten.
(27) Sicherungspolitik und Finanzinstrumente
Risiken und Sicherungspolitik
Durch die internationalen Aktivitäten des ElringKlinger-Konzerns wirken sich Änderungen der Währungskurse, Zinsen sowie Rohstoffpreise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Risiken resultieren aus Währungskurs- und Zinsschwankungen im Rahmen des operativen Geschäfts sowie aus der Finanzierung. Weitere Risiken resultieren aus Marktpreisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften das Ziel, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ wirkenden Risikofaktoren zu steuern und damit zu minimieren. Derivative Finanzinstrumente dürfen im ElringKlinger-Konzern nur mit der Zustimmung des Vorstands abgeschlossen werden. Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 kam nicht zur Anwendung.
Währungsrisiko
Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der ElringKlinger-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt.
Das Wechselkursrisiko des Konzerns entsteht im operativen Geschäft vor allem dann, wenn die Umsatzerlöse in einer anderen Währung als die zugehörigen Kosten anfallen. Umsatzerlöse werden im Regelfall in der jeweiligen funktionalen Währung (dies ist die jeweilige Landeswährung) des entsprechenden Konzernunternehmens generiert. Um Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft zu reduzieren, werden daher Zukäufe von Gütern, Rohstoffen und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung des Konzernunternehmens abgerechnet. Darüber hinaus versucht der Konzern, das Fremdwährungsrisiko durch eigene Produktion in den entsprechenden lokalen Absatzmärkten zu minimieren.
Zur weiteren Begrenzung des Währungsrisikos werden laufende Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit Devisentermingeschäften gesichert.
Den Tochtergesellschaften ist es nicht erlaubt, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährung aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden vorwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung getätigt.
Mehrere Tochterunternehmen der ElringKlinger AG haben ihren Sitz außerhalb des Euroraumes. Da die Berichtswährung der ElringKlinger-Gruppe der Euro ist, werden Erträge und Aufwendungen dieser Beteiligungsgesellschaften im Rahmen der Konsolidierung in Euro umgerechnet. Veränderungen der Stichtagskurse sowie Veränderungen der Stichtagskurse gegenüber den Durchschnittskursen und historischen Kursen können Umrechnungseffekte verursachen, die sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns niederschlagen.
Aufgrund der Einbeziehung von Tochtergesellschaften weist der Konzern zudem Vermögenswerte und Verbindlichkeiten außerhalb der Eurozone aus, die auf lokale Währung lauten. Bei der Umrechnung dieser Vermögenswerte in Euro können Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen führen. Die Änderungen dieser Netto-Vermögenswerte spiegeln sich über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital des Konzerns wider.
Um die möglichen Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Konzernergebnis quantifizieren zu können, wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Diese stellt die Veränderung des Konzernergebnisses für den Fall dar, dass die jeweilige funktionale Währung der Konzerngesellschaften gegenüber der Fremdwährung um 10 % auf- bzw. abgewertet würde:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
CHF | CNY | EUR | KRW | INR | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung -10 % | ||||||
| Konzernergebnis Lokale | 2.259 | -2.127 | 1.527 | -1.064 | -838 | -762 |
| Währung +10 % | ||||||
| Konzernergebnis | -2.259 | 2.127 | -1.527 | 1.064 | 838 | 762 |
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
Gesamt |
|---|---|
| Lokale Währung -10 % | |
| Konzernergebnis Lokale | -1.005 |
| Währung +10 % | |
| Konzernergebnis | 1.005 |
scroll
| 31.12.2013 TEUR |
CHF | CNY | EUR | INR | KRW | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lokale Währung -10 % | ||||||
| Konzernergebnis | 2.138 | -1.739 | 1.404 | -932 | -436 | -541 |
| Lokale Währung +10 % | ||||||
| Konzernergebnis | -2.138 | 1.739 | -1.404 | 932 | 436 | 541 |
scroll
| 31.12.2013 TEUR |
Gesamt |
|---|---|
| Lokale Währung -10 % | |
| Konzernergebnis | -106 |
| Lokale Währung +10 % | |
| Konzernergebnis | 106 |
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus variabel verzinsten finanziellen Vermögenswerten. Der Konzern steuert das Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand zu optimieren.
Für Finanzierungsverbindlichkeiten des ElringKlinger-Konzerns sind im Wesentlichen feste Zinssätze vereinbart. Somit bestehen nur sehr geringe Risiken durch Zinsschwankungen.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, hätte sich das Ergebnis um TEUR 205 (2013: TEUR 446) erhöht. Bei einer Absenkung des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte hätte sich das Ergebnis um TEUR 24 erhöht (2013: TEUR 446 gesenkt).
Rohstoffpreisrisiko
ElringKlinger ist Risiken aus der Änderung der Preise für in die Produktion eingehende Rohstoffe ausgesetzt. Um Schwankungen in den Einkaufspreisen der Rohstoffe abzumildern, hat ElringKlinger vier Sicherungsgeschäfte für Nickel abgeschlossen. Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfall durch zusätzliche derivative Absicherungsgeschäfte erfolgen.
ElringKlinger verarbeitet umfangreich hochwertige Edelstähle. Darin enthalten sind Legierungszuschläge, vor allem für Nickel, der als börsennotiertes Metall Preisschwankungen unterliegt. Um die im Rahmen der Teilepreiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Legierungszuschläge teilweise abzusichern, setzt ElringKlinger derivative Finanzinstrumente ein. Abgesichert wird ein Preiskorridor, in dem der durchschnittliche Kalkulationsansatz liegt. Entwickelt sich die Börsennotiz von Nickel über das obere Ende des Korridors, erhält ElringKlinger eine Ausgleichszahlung, fällt der Börsenpreis für Nickel unter das untere Ende des Korridors hat ElringKlinger eine Aufzahlung zu leisten. Die bestehenden Nickelsicherungsgeschäfte enden im Geschäftsjahr 2015, das späteste Enddatum liegt am 31. Dezember 2015.
Der Konzern steuert das Kreditrisiko der Derivate, indem derivative Finanzgeschäfte ausschließlich mit großen Banken von bestmöglicher Bonität nach einheitlichen Richtlinien getätigt werden.
Wenn das Marktwertniveau des Nickels zum 31. Dezember 2014 um 10 % gestiegen wäre, hätte sich das Ergebnis um 1 TEUR (2013: 48 TEUR) erhöht. Eine Absenkung des Marktwertes um 10 % hätte zu einer Ergebnisverringerung von 282 TEUR (2013: 111 TEUR) geführt.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, welche grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen können, entsprechen deren Buchwerten und stellen sich wie folgt dar:
Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist die ElringKlinger-Gruppe Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen (sog. Kontrahentenrisiko). Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt. Die maximale Risikoexposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Abschlussstichtag.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen resultieren hauptsächlich aus den globalen Verkaufsaktivitäten von Dichtungen, Dichtungsmaterialien, Kunststofferzeugnissen und Baugruppen für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie. Das Kreditrisiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, das durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist.
Im Inlandsgeschäft wird der überwiegende Teil der Forderungen über einen Eigentumsvorbehalt abgesichert. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunftsdateien bei ausgewählten Kontrahenten durchgeführt. Zudem existieren interne Prozesse zur laufenden Überwachung von Forderungen, bei denen mit einem teilweisen oder vollständigen Ausfall gerechnet werden muss.
Im Exportgeschäft beurteilt ElringKlinger die Bonität der Kontrahenten ebenfalls durch Anfragen bei Kreditauskunftsdateien sowie unter Einbeziehung des spezifischen Länderrisikos. Darüber hinaus werden in bestimmten Fällen Kreditversicherungen abgeschlossen oder Akkreditive als Kreditsicherheiten angefordert. Durch Kreditversicherungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.490 TEUR abgesichert.
Zudem wird dem Ausfallrisiko durch Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken Rechnung getragen. Die maximale Risikoexposition aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert dieser Forderungen zum Abschlussstichtag. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit gesonderter Darstellung der überfälligen und wertberichtigten Forderungen, können der Anmerkung (18) entnommen werden.
Mit den zwei größten Kunden wurde in 2014 ein Umsatzanteil von 10,4 % und 8,1 % erzielt (2013: 12,0 % und 9,3 %).
Liquiditätsrisiko
Die Zahlungsfähigkeit und Liquiditätsversorgung der ElringKlinger Gruppe wird durch eine Liquiditätsplanung laufend überwacht. Darüber hinaus stellt eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und bestätigten Kreditlinien die Zahlungsfähigkeit und die Liquiditätsversorgung sicher. Auf die Erläuterungen der Finanzierungsrisiken innerhalb der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht der ElringKlinger Gruppe wird verwiesen.
Erwartete Zahlungsabflüsse
Die nachfolgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert.
scroll
| TEUR | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanz- verbindlichkeiten |
Finanzierungs- leasing |
Derivate | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2014 | |||||
| Buchwert | 68.753 | 416.585 | 455 | 140 | 485.933 |
| Zahlungsabflüsse | |||||
| erwartete Zahlungsabflüsse: | 68.753 | 435.654 | 473 | 140 | 505.020 |
| - bis zu einem Monat | 41.341 | 52.573 | 17 | 12 | 93.943 |
| - von einem bis zu drei Monaten | 22.988 | 7.184 | 32 | 23 | 30.227 |
| - von drei Monaten bis zu einem Jahr | 2.265 | 95.014 | 167 | 105 | 97.551 |
| - von einem bis zu fünf Jahren | 2.078 | 266.924 | 257 | 0 | 269.259 |
| - mehr als fünf Jahre | 81 | 13.959 | 0 | 0 | 14.040 |
scroll
| TEUR | Verb. aus Lieferungen und Leistungen | Finanz- verbindlichkeiten |
Finanzierungs- leasing |
Derivate | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2013 | |||||
| Buchwert | 68.574 | 357.621 | 608 | 220 | 427.023 |
| Zahlungsabflüsse | |||||
| erwartete Zahlungsabflüsse: | 68.574 | 376.988 | 622 | 220 | 446.404 |
| - bis zu einem Monat | 42.602 | 45.494 | 40 | 110 | 88.246 |
| - von einem bis zu drei Monaten | 22.374 | 9.420 | 77 | 73 | 31.944 |
| - von drei Monaten bis zu einem Jahr | 3.598 | 63.673 | 340 | 37 | 67.648 |
| - von einem bis zu fünf Jahren | 0 | 239.172 | 165 | 0 | 239.337 |
| - mehr als fünf Jahre | 0 | 19.229 | 0 | 0 | 19.229 |
Weitere Erläuterungen zu Finanzverbindlichkeiten finden sich im Anhang unter der Anmerkung (25).
(28) Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
scroll
| TEUR | Zahlungsmittel BW | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen BW | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte BW | Derivate BW |
|---|---|---|---|---|
| per 31.12.2014 | ||||
| Kredite und Forderungen | 68.733 | 245.084 | 945 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 29 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 68.733 | 245.084 | 945 | 29 |
| per 31.12.2013 | ||||
| Kredite und Forderungen | 62.949 | 207.453 | 1.228 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 87 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 62.949 | 207.453 | 1.228 | 87 |
scroll
| Langfristige Wertpapiere | Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2014 | |||||
| Kredite und Forderungen | 0 | 0 | 76 | 76 | 314.838 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 1.444 | 1.448 | 0 | 0 | 1.444 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 29 |
| zur Veräußerung verfügbar | 194 | 194 | 14 | 14 | 208 |
| Gesamt | 1.638 | 1.642 | 90 | 90 | 316.519 |
| per 31.12.2013 | |||||
| Kredite und Forderungen | 0 | 0 | 74 | 74 | 271.704 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 1.433 | 1.431 | 0 | 0 | 1.433 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 87 |
| zur Veräußerung verfügbar | 446 | 446 | 27 | 27 | 473 |
| Gesamt | 1.879 | 1.877 | 101 | 101 | 273.697 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
scroll
| TEUR | Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten BW | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten BW | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen BW |
|---|---|---|---|
| per 31.12.2014 | |||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 47.989 | 148.532 | 68.753 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
| per 31.12.2013 | |||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 49.040 | 120.883 | 68.574 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.987 (2013: TEUR 37.054) aus einer geschriebenen Verkaufsoption, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird.
scroll
| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| per 31.12.2014 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 268.263 | 266.098 | 245 | 257 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 140 | 140 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| per 31.12.2013 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 237.184 | 239.273 | 162 | 165 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 220 | 220 | 0 | 0 | 0 | 0 |
scroll
| TEUR | Gesamt BW |
|---|---|
| per 31.12.2014 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 533.782 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 140 |
| per 31.12.2013 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 475.843 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 220 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation auf deren Anteile, basiert auf Prognosen des Unternehmenswerts. Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um TEUR 3.699.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2014:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 194 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 14 | 0 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 29 | 0 |
| Gesamt | 208 | 29 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 140 | 0 |
| Gesamt | 0 | 140 | 0 |
scroll
| 31.12.2013 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 446 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 27 | 0 | 0 |
| Derivate*) | 0 | 87 | 0 |
| Gesamt | 473 | 87 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate*) | 0 | 220 | 0 |
| Gesamt | 0 | 220 | 0 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 31.12.2014:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.448 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 76 |
| Gesamt | 1.448 | 0 | 76 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 257 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 266.098 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.987 |
| Gesamt | 0 | 266.098 | 37.244 |
scroll
| 31.12.2013 TEUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.431 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 74 |
| Gesamt | 1.431 | 0 | 74 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 165 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 239.273 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 37.054 |
| Gesamt | 0 | 239.273 | 37.219 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Nettogewinne bzw. -verluste von Finanzinstrumenten:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente*) | 114 | -121 |
| zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte | 0 | 20 |
| bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | -4 | -1 |
| Kredite und Forderungen | -2.132 | -1.874 |
| zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 4.370 | -3.305 |
*) Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.
Nettogewinne bzw. -verluste aus Derivaten beinhalten die Effekte aus Marktwertänderungen, die in voller Höhe im Ergebnis der Periode erfasst werden.
Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte enthalten im sonstigen Ergebnis erfasste Erträge aus der Fair Value Anpassung von Wertpapieren. Es kam zu keinen Nettogewinnen, die aus dem sonstigen Ergebnis in die GuV umgebucht wurden.
Nettogewinne bzw. -verluste der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente enthalten Wertminderungen sowie Zuschreibungen.
Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen enthalten im Wesentlichen Wertminderungen sowie Zuschreibungen.
Nettoverluste aus zu Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Währungsverluste.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 431 | 350 |
| Gesamtzinsaufwendungen | -8.326 | -8.162 |
Von den Gesamtzinserträgen resultieren, wie im Vorjahr, keine Zinserträge aus wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten.
Derivative Finanzinstrumente
Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2014 bestanden folgende Finanzderivate:
scroll
| TEUR | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Bilanzposition |
|---|---|---|---|
| Rohwarenbezogene Derivate | |||
| Nickelsicherungsgeschäft | 29 | 29 | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
| Nickelsicherungsgeschäft | -140 | -140 | Kurzfristige Rückstellungen |
| Zinsbezogene Derivate | |||
| Zinsswap | 0 | 0 | |
| Gesamt | -111 | -111 |
Die Ermittlung der Marktwerte der Finanzderivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Abschlussstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).
(29) Finanzierungsleasing
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beruhen auf Sachanlagen, die infolge der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasing-Verträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind. Zum 31. Dezember 2014 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen TEUR 473 (2013: TEUR 622). Die Überleitung der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverträgen zu den entsprechenden Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar:
scroll
| TEUR | Mindestleasingzahlungen 31.12.2014 | In den Mindestleasingzahlungen enthaltene Zinsen 31.12.2014 | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Fälligkeit | |||
| Innerhalb eines Jahres | 216 | 6 | 210 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 257 | 12 | 245 |
| Nach mehr als fünf Jahren | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 473 | 18 | 455 |
(30) Kapitalmanagement
ElringKlinger sieht ein starkes Finanzprofil der Unternehmensgruppe als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Durch die gute Kapitalausstattung sind Zukunftsinvestitionen für organisches Wachstum, aber auch für externes Wachstum möglich.
Der Vorstand des Mutterunternehmens strebt eine Mindesteigenkapitalquote im Konzern von 40 % an. In der Satzung der ElringKlinger AG sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstandes zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015. Aktienoptionsprogramme mit Einfluss auf die Kapitalstruktur existieren nicht.
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum 31. Dezember 2013.
scroll
| Mio. EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 775,2 | 701,4 |
| als % vom Gesamtkapital | 49,7 % | 50,4 % |
| langfristige Verbindlichkeiten | 439,4 | 379,0 |
| kurzfristige Verbindlichkeiten | 344,2 | 311,7 |
| Fremdkapital | 783,6 | 690,7 |
| als % vom Gesamtkapital | 50,3 % | 49,6 % |
| Gesamtkapital | 1.558,8 | 1.392,1 |
Die Veränderung des Eigenkapitals vom 31. Dezember 2013 zum 31. Dezember 2014 resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Gewinnrücklagen sowie gegenläufig einer Verringerung der übrigen Rücklagen. Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 %.
Mit einer Eigenkapitalquote von 49,7 % im Konzern wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand definierte Eigenkapitalquote von 40 % übertroffen.
Sämtliche Covenant-Kennzahlen sind in der Berichtsperiode erfüllt worden.
Zu einem Darlehen bestehen vertraglich vereinbarte Ereignisse bzw. Grenzwerte (Financial Covenants), bei deren Verletzung sich die Darlehensbedingungen ändern bzw. die Darlehen fällig werden. Diese stellen sich wie folgt dar:
scroll
| 31.12.2014 Covenant | Höchst-/ Untergrenze | Wert per 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Eigenmittelquote im Konzern | 25 % | 41,1 %1) |
| Verhältnis Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA | 2,8:1 | 1,75 |
| Verhältnis EBIT zu Zinsaufwand | 3,5:1 | 19,09 |
1) Die Ermittlung der Eigenmittelquote im Konzern erfolgt aufgrund des Eigenkapitals und der Bilanzsumme, jeweils bereinigt um eigenkapitalmindernde Positionen, laut Vorgabe des Darlehensgebers.
(31) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des ElringKlinger-Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die in der Kapitalflussrechnung betrachteten Zahlungsmittel umfassen die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestand, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung sowie aus Änderungen des Konsolidierungskreises bereinigt. Die Veränderungen der betreffenden Bilanzpositionen können daher nicht mit den entsprechenden Werten auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden.
(32) Segmentberichterstattung
Die Organisationsstruktur und die interne Berichterstattung des ElringKlinger-Konzerns sind durch die Ausrichtung auf fünf Geschäftsfelder gekennzeichnet. Dementsprechend erfolgt die Segmentierung in die Tätigkeitsbereiche "Erstausrüstung", "Ersatzteile", "Kunststofftechnik", "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks".
Die Aktivitäten in den Berichtssegmenten "Erstausrüstung" und "Ersatzteile" erstrecken sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Teilen und Baugruppen für den Motor-, Getriebe- und Abgasbereich von Kraftfahrzeugen (Powertrain) sowie Batterie- und Brennstoffzellenkomponenten und den Werkzeugbau.
Im Segment "Kunststofftechnik" werden technische Erzeugnisse für die Fahrzeug- und allgemeine Industrie aus hochbeanspruchbaren PTFE-Kunststoffen hergestellt und vertrieben.
Das Berichtssegment "Dienstleistungen" betrifft im Wesentlichen den Betrieb von Motorenprüfständen sowie Beiträge für die Motorenentwicklung.
Das Segment "Gewerbeparks" umfasst die Verwaltung und Vermietung von Grundeigentum und Gebäuden.
In der folgenden Übersicht "Segmentberichterstattung" wird in der Spalte "Konsolidierung" die Konsolidierung zwischen den Segmenten ausgewiesen. In der Spalte "Sonstiges" werden lediglich die den Segmenten nicht direkt zuordenbaren Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die interne Steuerung und Berichterstattung basiert auf den Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Der Konzern misst den Erfolg seiner Segmente anhand des Ergebnisses vor Steuern nach IFRS. Mit Ausnahme der Lieferungen des Erstausrüstungsbereichs an den Ersatzteilbereich bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in nicht wesentlichem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
In den Segmentergebnissen ist kein Wertminderungsaufwand enthalten.
Mit einem Kunden wurden im Segment Erstausrüstung mehr als 10 % der Konzernumsatzerlöse erzielt (TEUR 138,4).
Segmentberichterstattung
scroll
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2014 | 20135 | 2014 | 20135 | 2014 | 20135 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.089.736 | 925.883 | 130.710 | 119.266 | 92.868 | 92.571 |
| Intersegmenterlöse | 24.698 | 18.499 | 0 | 0 | 542 | 156 |
| Segmenterlöse1 | 1.114.434 | 944.382 | 130.710 | 119.266 | 93.410 | 92.727 |
| EBIT2 | 111.151 | 123.212 | 25.129 | 22.454 | 15.438 | 16.070 |
| + Zinserträge | 851 | 688 | 81 | 35 | 448 | 431 |
| - Zinsaufwendungen | -10.552 | -10.573 | -1.230 | -1.135 | -485 | -569 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 111.436 | 109.400 | 23.856 | 21.205 | 15.448 | 15.908 |
| Abschreibungen3 | 71.880 | 67.928 | 1.715 | 1.165 | 4.230 | 3.698 |
| Investitionen4 | 145.144 | 114.176 | 2.807 | 2.044 | 11.522 | 5.195 |
| Segmentvermögen | 1.366.294 | 1.224.842 | 75.637 | 67.044 | 99.181 | 90.950 |
| Segmentschulden | 433.648 | 394.242 | 20.884 | 22.756 | 25.194 | 22.490 |
scroll
| Segment | Gewerbeparks | |
|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2014 | 20135 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 4.451 | 4.258 |
| Intersegmenterlöse | 234 | 302 |
| Segmenterlöse1 | 4.685 | 4.560 |
| EBIT2 | 408 | 114 |
| + Zinserträge | 19 | 12 |
| - Zinsaufwendungen | -53 | -39 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 493 | 98 |
| Abschreibungen3 | 414 | 436 |
| Investitionen4 | 85 | 217 |
| Segmentvermögen | 14.663 | 15.729 |
| Segmentschulden | 1.271 | 1.342 |
scroll
| Segment | Dienstleistungen | Sonstiges | Konsolidierung1 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2014 | 20135 | 2014 | 20135 | 2014 | 20135 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 8.069 | 8.105 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 5.238 | 4.225 | 0 | 0 | -30.712 | -23.182 |
| Segmenterlöse | 13.307 | 12.330 | 0 | 0 | -30.712 | -23.182 |
| EBIT2 | 1.877 | 2.306 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| + Zinserträge | 30 | 20 | 0 | 0 | -550 | -481 |
| - Zinsaufwendungen | -46 | -37 | 0 | 0 | 550 | 481 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.861 | 2.289 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen3 | 1.202 | 1.167 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Investitionen4 | 3.574 | 4.015 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentvermögen | 13.382 | 13.049 | 0 | 0 | -10.338 | -19.533 |
| Segmentschulden | 4.259 | 4.568 | 308.707 | 264.871 | -10.338 | -19.533 |
scroll
| Segment | Konzern | |
|---|---|---|
| Angaben in T€ |
2014 | 20135 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz Extern | 1.325.834 | 1.150.083 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 1.325.834 | 1.150.083 |
| EBIT2 | 154.003 | 164.156 |
| + Zinserträge | 879 | 705 |
| - Zinsaufwendungen | -11.816 | -11.872 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 153.094 | 148.900 |
| Abschreibungen3 | 79.441 | 74.394 |
| Investitionen4 | 163.132 | 125.647 |
| Segmentvermögen | 1.558.819 | 1.392.081 |
| Segmentschulden | 783.625 | 690.736 |
1 Vergleiche Erläuterungen Seite 60
2 Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen
3 Planmäßige Abschreibungen incl. Wertminderungen
4 Investitionen in immatrielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
5 Vorjahreszahlen angepasst siehe Erläuterungen im Abschnitt Anpassung Vorjahreszahlen
Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse
Aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien sowie der Begebung von Wechseln bestehen, wie im Vorjahr, beim ElringKlinger-Konzern keine Haftungsverhältnisse.
Eventualverbindlichkeiten
Bei einer Konzerngesellschaft ist festgestellt worden, dass formale Anforderungen in Genehmigungs- und Informationsprozessen gegenüber öffentlichen Behörden nicht vollumfänglich eingehalten wurden. Aufgrund nationaler Rechtsvorschriften können hierfür entsprechende Geldbußen entstehen. Ein formales Verfahren seitens der Behörden wurde bisher nicht eröffnet. Wir sehen gegenwärtig die Möglichkeit einer Inanspruchnahme seitens der öffentlichen Behörden als nicht unwahrscheinlich an. Der Erwartungswert eines möglichen Mittelabflusses umfasst einen mittleren einstelligen Mio. EUR Betrag. Eine mögliche Erstattung dieser möglichen Geldabflüsse ist nicht ersichtlich.
Operate-Lease
Im Aufwand sind Zahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 6.769 (2013:TEUR 6.570) enthalten.
Zum Abschlussstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen, die wie folgt fällig sind:
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 3.548 | 3.359 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 8.768 | 7.763 |
| von mehr als fünf Jahren | 2.535 | 4.009 |
| Gesamt | 14.851 | 15.131 |
Davon entfielen TEUR 8.683 (2013: TEUR 9.072) auf offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasingverhältnissen für Geschäftsräume, TEUR 3.531 (2013: TEUR 2.749) für Geschäftsausstattung sowie TEUR 2.637 (2013: TEUR 3.310) auf sonstige Leasingverhältnisse.
Finance-Lease
Angaben zum Finance-Lease können der Anmerkung (29) entnommen werden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Energieabnahmeverpflichtungen
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 3.384 | 9.477 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 11.480 | 18.683 |
| Gesamt | 14.864 | 28.160 |
Einzahlungen aus Leasingverträgen
Die zukünftigen an ElringKlinger zu leistenden Leasingzahlungen aus nicht kündbaren Operate Lease-Verträgen aus der Vermietung der Gewerbeparks Idstein und Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) sind wie folgt fällig:
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| von bis zu einem Jahr | 1.414 | 1.412 |
| von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 2.056 | 2.414 |
| von mehr als fünf Jahren | 877 | 1.052 |
| Gesamt | 4.347 | 4.878 |
Anzahl der Beschäftigten
Im Jahresdurchschnitt war im ElringKlinger-Konzern die folgende Anzahl von Mitarbeitern (ohne Vorstände) beschäftigt :
scroll
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Mitarbeiter | 6.793 | 6.373 |
| Auszubildende | 288 | 170 |
| Gesamt | 7.081 | 6.543 |
Personalaufwand
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 371.132 (2013: TEUR 325.439). In den Personalaufwendungen sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung mit einem Anteil von 6,9 % (2013: 6,8 %) enthalten.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Ende der Berichtsperiode hat die ElringKlinger AG 100 % der Anteile an der US-Gesellschaft M&W Manufacturing Co. mit Sitz in Warren, Michigan, USA von der bisherigen Eigentümerfamilie erworben. Der Kauf wurde mit Wirkung zum 12. Februar vollzogen. Damit werden Umsatz und Ergebnis von M&W im Geschäftsjahr 2015 für elf Monate zum Konzernumsatz und -ergebnis der ElringKlinger-Gruppe beitragen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt TEUR 24.276. Die Nebenkosten des Anteilserwerbs belaufen sich bisher auf TEUR 192 und wurden in den Verwaltungskosten erfasst. Mit dem Zukauf stärkt der Geschäftsbereich Spezialdichtungen die geografische Aufstellung in Nordamerika und die Produktionspräsenz im US-Markt. Im Verbund mit dem US-Marktführer M&W avanciert ElringKlinger zum führenden Anbieter bei Getriebesteuerplatten. Neben Nordamerika beliefert M&W von ihrer amerikanischen Fertigung aus verstärkt auch den chinesischen Markt. Für die Erstellung der weiteren Angaben nach IFRS 3 Paragraph B64 lagen noch keine Bewertungen vor.
Der Vorstand der ElringKlinger AG hat den Konzernabschluss am 23. März 2015 zur Genehmigung an den Aufsichtsrat, der am 25. März 2015 tagen wird, freigegeben.
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen dem Mutterunternehmen, der ElringKlinger AG, und seinen Tochterunternehmen werden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und daher in dieser Anhangsangabe nicht erläutert. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen des ElringKlinger-Konzerns und nahestehenden Personen bzw. Unternehmen, die von nahestehenden Personen beherrscht werden, wie folgt:
Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen. Herr Walter Herwarth Lechler ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Lechler GmbH beteiligt. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 34 (2013: TEUR 80). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 10 (2013: TEUR 19).
Mietvertrag zwischen der Technik-Park Heliport Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn (TPH), und dem Tochterunternehmen der Lechler GmbH, Lechler Kft., Kecskemét-Kádafalva, Ungarn. Die Mieteinnahmen der TPH aus diesem Vertrag betrugen im Berichtsjahr TEUR 200 (2013: TEUR 200). Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Forderungen offen.
Vertrag zwischen der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg-Ergenzingen, und der Lechler GmbH, Metzingen, betreffend Montagetätigkeiten und Lagerung von Komponenten. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 532 (2013: TEUR 521). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 36 (2013: TEUR 38).
Geschäftsbeziehungen zwischen der ElringKlinger-Tochter Changchun ElringKlinger Ltd., China (CEK) und der von Frau Liu, Mitgesellschafterin der CEK, kontrollierten Firma CHYAP. Im Rahmen dieser hat CEK in 2014 Dienstleistungen im Wert von TEUR 212 (2013: TEUR 99) bezogen. Zum 31.12.2014 bestehen TEUR 50 Verbindlichkeiten (2013: TEUR 8). Außerdem hat CEK an CHYAP Waren und Rohstoffe im Wert von TEUR 37 (2013: TEUR 17) veräußert. Zum Abschlussstichtag 2014 bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Darlehensvertrag zwischen der Lechler GmbH und der ElringKlinger AG. Die Lechler GmbH gewährt der ElringKlinger AG Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 12.000. Ein Darlehen über TEUR 7.000 wird zu einem Zinssatz von 1,6% p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 17. August 2018, ein weiteres Darlehen über TEUR 5.000 wird zu einem Zinssatz von 1,52% p.a. verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 19. Juni 2017.
Belieferungsvertrag zwischen der Lechler GmbH und der KOCHWERK Catering GmbH, eine 100 % Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG. Die KOCHWERK Catering GmbH beliefert die Lechler GmbH mit Kantinenessen. Hieraus resultierten im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 153 (2013: TEUR 69). Zum Bilanzstichtag besteht noch eine Forderung in Höhe von TEUR 11 (2013: TEUR 10).
Rahmenliefervertrag betreffend den Bezug von Material zwischen Gesellschaften des ElringKlinger-Konzerns und der Rich. Klinger Dichtungstechnik GmbH & Co. KG, Gumpoldskirchen, Österreich. Herr Klinger-Lohr ist Aktionär und war im Geschäftsjahr 2013 Aufsichtsrat der ElringKlinger AG und maßgeblich an der Rich. Klinger Dichtungstechnik GmbH & Co. KG beteiligt. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2013 Material für TEUR 2.370 bezogen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 bestand noch eine Forderung in Höhe von TEUR 190.
Rahmenliefervertrag betreffend den Bezug von Material zwischen der ElringKlinger AG und der Klinger AG Egliswil, Schweiz. Herr Klinger-Lohr ist Aktionär und war im Geschäftsjahr 2013 Aufsichtsrat der ElringKlinger AG und Mitglied des Verwaltungsrats der Klinger AG Egliswil. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2013 Material zum Preis von TEUR 69 erworben. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 bestanden keine Verbindlichkeiten.
Die Entgelte der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sind marktüblich.
Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
scroll
| Walter Herwarth Lechler Stuttgart, Vorsitzender | Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH, Metzingen Mandate: a) n.a. b) Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien |
| Markus Siegers* Altbach, Stellvertretender Vorsitzender | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG |
| Gert Bauer* Reutlingen | Erster Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Reutlingen/Tübingen Mandate: a) Hugo Boss AG, Metzingen b) BIKOM GmbH, Reutlingen |
| Armin Diez* Lenningen | Leiter der Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Batterietechnologie/Elektromobilität der ElringKlinger AG |
| Klaus Eberhardt Lindau | Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, Düsseldorf Mandate: a) KSPG AG, Neckarsulm (bis 31.12.2014) MTU Aero Engines AG, München Dürr AG, Stuttgart b) n.a. |
| Pasquale Formisano* Vaihingen an der Enz | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH |
| Dr. Margarete Haase Köln | Mitglied des Vorstandes der DEUTZ AG, Köln Mandate: a) Fraport AG, Frankfurt am Main ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen b) DEUTZ (Dalian) Engine Co. Ltd., Dalian/China Deutz Engines (Shandong) Co. Ltd., Changlin/China Deutz Engine (China) Ltd. Co, Linyi/China |
| Gabriele Sons Ratingen (seit 16.5.2014) | Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp Elevator AG |
| Paula Monteiro-Munz* Grabenstetten | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der ElringKlinger AG |
| Prof. Hans-Ulrich Sachs Bremen | Geschäftsführender Gesellschafter der betec Umformtechnik GmbH, Adelmannsfelden |
| Manfred Strauß Stuttgart | Geschäftsführender Gesellschafter der M&S messebau und service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: a) n.a. b) Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart Eroca AG, Basel |
| Gerhard Wick* Geislingen a. d. Steige | Erster Bevollmächtigter der IG Metall Verwaltungsstelle Esslingen Mandate: a) Stihl AG, Waiblingen WMF AG, Geislingen an der Steige WRS - Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (seit 01.07.2014) b) n.a. |
* Vertreter der Arbeitnehmer
a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten i. S. d. § 125 AktG
b) Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien i. S. d. § 125 AktG
Bezüge des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 608 (2013: TEUR 619). Des Weiteren wurden Reisekosten in Höhe von TEUR 2 (2013: TEUR 2) erstattet. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer betrug 2014 TEUR 528 (2013: TEUR 442).
Vorstand
scroll
| Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender | verantwortlich für die Konzerngesellschaften, die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, Recht, Personal, IT, Investor Relations und Unternehmenskommunikation sowie die Geschäftsbereiche Ersatzteile und Gewerbeparks |
| Theo Becker, Metzingen | verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen, Spezialdichtungen, Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik, Abschirmtechnik, Abgasnachbehandlung, E-Mobility, Werkzeugtechnologie sowie die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft und die Werke der ElringKlinger AG |
| Karl Schmauder, Hülben | verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich Neue Geschäftsfelder |
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
scroll
| Dr. Stefan Wolf, Sindelfingen, Vorsitzender | Mitglied im Aufsichtsrat der Fielmann AG, Hamburg, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Norma Group AG, Maintal, Mitglied im Aufsichtsrat der ALLGAIER Werke GmbH, Uhingen (seit 6. November 2014), Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG, Zürich (voraussichtlich bis 27. März 2015) |
| Theo Becker, Metzingen | Mitglied im Aufsichtsrat der E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen (ab 24. November 2014) |
| Karl Schmauder, Hülben | Vorsitzender des Beirats der e-mobil BW GmbH, Stuttgart, und Mitglied im Beirat der Steiff Beteiligungs-GmbH, Giengen |
Bezüge des Vorstands
Die Bezüge des Vorstands betrugen:
scroll
| TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| kurzfristige fixe Vergütung | 1.308 | 1.265 |
| kurzfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | 3.117 | 2.311 |
| langfristige variable erfolgsabhängige Vergütung | 2.916 | 0 |
| langfristige variable aktienbasierte Vergütung | 61 | -57 |
| Dienstzeitaufwand aus Altersvorsorge | 521 | 392 |
| Gesamt | 7.923 | 3.911 |
Die Gesamtbezüge des Vorstands nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 bis 4 HGB betrugen im Geschäftsjahr TEUR 5.892 (2013: 4.020). Der Barwert (DBO) der Pensionsrückstellungen belief sich auf TEUR 11.394 (2013: 7.335). Aus den langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen bestehen folgende aktienkursbasierte Partizipationsrechte:
Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung wurden den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2013 Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewährten einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Vorgesehen war, dass jeweils zum 1. Februar eines Jahres - beginnend 2013 - jedem Vorstandsmitglied 30.000 Partizipationsrechte zugeteilt werden. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Voraussetzung für die Zuteilung der Partizipationsrechte war ein Eigeninvest der Vorstandsmitglieder von einem Zehntel der Anzahl der zugeteilten Partizipationsrechte in Aktien der ElringKlinger AG. Die Haltedauer der Partizipationsrechte beträgt vier Jahre. Nach Ablauf der Haltedauer kann das Vorstandsmitglied innerhalb von zwei weiteren Jahren die Rücknahme der Partizipationsrechte verlangen. Der Rücknahmepreis errechnet sich aus dem durchschnittlichen Börsenkurs der ElringKlinger Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Rücknahmeverlangen. Eine Rücknahme der Partizipationsrechte kann nur verlangt werden, wenn der Rücknahmepreis 25 % über dem Zuteilungspreis liegt. Der Rücknahmepreis ist insgesamt pro Tranche auf die Höhe von zwei Jahresfixgehältern im Zeitpunkt der Rücknahme beschränkt. Den zu erwartenden künftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.
Bis zum 1. Februar 2013 sah die aktienkursbasierte Zusatzvergütung die Zuteilung von Partizipationsrechten in fünf bzw. vier Tranchen vor. Für zwei Vorstandsmitglieder erfolgte die Zuteilung im Zeitraum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012, für ein Vorstandsmitglied im Zeitraum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2012. Der Zuteilungspreis ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel des Börsenkurses der ElringKlinger-Aktien der letzten sechzig Börsentage vor dem Zuteilungsdatum. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtete sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls aus dem Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist (MDAX), mindestens aber um 25 %. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist beträgt vier Jahre.
Den zu erwartenden zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Cox-Ross-Rubinstein-Modells bzw. Black-Scholes-Modell unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Als risikoloser Zinssatz wurden in Abhängigkeit von der Laufzeit Zinssätze zwischen 0,17 % und 0,49 % angesetzt. Die Volatilität der Aktie in Höhe von 29,12 %, die Volatilität des Börsenindex MDAX von 13,48 % sowie die Korrelation von 58,11 % wurden über einen Vierjahreszeitraum ermittelt. Die erwartete Dividende lag bei EUR 0,55 pro Aktie.
Mit Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems wurde das bestehende Modell beendet, noch nicht ausübbare Tranchen bleiben unverändert bestehen.
Für das Geschäftsjahr 2014 ergeben sich die folgenden Angaben:
scroll
| Ausgabezeitpunkt der Tranche | 2011 | 2012 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Anzahl ausgeübter Partizipationsrechte | |||
| Wert ausgeübter Partizipationsrechte (TEUR) | |||
| Anzahl der Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) | 32.501 | 42.406 | 90.000 |
| Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) | 24,83 | 19,43 | 24,54 |
| Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | 0,04 | 1,04 | 2,08 |
| Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte | |||
| 31. Dezember 2014 (TEUR) | 0 | 48 | 236 |
| 31. Dezember 2013 (TEUR) | 24 | 69 | 129 |
| 31. Dezember 2012 (TEUR) | 42 | 44 | 0 |
| 31. Dezember 2011 (TEUR) | 21 | 0 | 0 |
Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 12.939 (2013: TEUR 11.592) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 826 (2013: TEUR 823).
Die Honorare des Abschlussprüfers betragen:
scroll
| TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 404 | 379 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 22 | 9 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 15 | 12 |
| Gesamt | 441 | 400 |
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex i. d. F. vom 24. Juni 2014 abgegeben und am 4. Dezember 2014 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht
Dettingen/Erms, den 23. März 2015
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender
Theo Becker
Karl Schmauder
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 23. März 2015
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marbler, Wirtschaftsprüfer
Göhner, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der ElringKlinger AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Dettingen/Erms, den 23. März 2015
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.
Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird.
Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung nicht die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand.
Die D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats sehen einen Selbstbehalt vor, der jedoch unter dem Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder liegt. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat im Hinblick auf die Höhe der Selbstbehalte ist aus Sicht der Gesellschaft aufgrund der unterschiedlichen Funktionen sachlich gerechtfertigt. Der Gesetzgeber hat eine solche Differenzierung akzeptiert, da er vergleichbare Regelungen wie zum Selbstbehalt bei Vorstandsmitgliedern für Aufsichtsräte nicht vorgesehen hat.
Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. Aus Sicht der Gesellschaft wäre eine solche Festlegung insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Anzahl der zu besetzenden Führungsfunktionen kontraproduktiv.
Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht.
Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken.
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht.
Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich.
Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht.
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte.
Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben.
Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden ist eine innere Angelegenheit des Aufsichtsrats und obliegt diesem in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat kann die Eignung der Kandidaten am besten einschätzen. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht.
Ziffer 5.4.6: Die Vergütung der Aufsichtsräte beinhaltet einen variablen bzw. erfolgsabhängigen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass mit der derzeitigen Struktur der Aufsichtsratsvergütung die Verantwortung des Aufsichtsrats für die Unternehmensentwicklung angemessen zum Ausdruck kommt. Die Ertragskraft ist maßgeblich für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Dies soll sich bei der Bemessung der Vergütung widerspiegeln.
Ziffer 6.3: Angaben nach Ziffer 6.3 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht.
Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex.
Dettingen/Erms, den 4. Dezember 2014
Für den Aufsichtsrat:
Walter Herwarth Lechler
Vorstand:
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
Bericht des Aufsichtsrats 2014
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und dem Deutschen Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Tätigkeit des Vorstands überwacht und insbesondere hinsichtlich der strategischen Ausrichtung des Konzerns beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Rahmen der monatlichen schriftlichen Berichterstattung über den Konjunkturverlauf, die Geschäftsentwicklung, den Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz und Ertrag (jeweils im Vergleich zum Vorjahr und zum Plan), über bedeutsame Neuaufträge, die Beschäftigungslage im Konzern, bei der ElringKlinger AG, bei deren Geschäftsbereichen und bei den Tochtergesellschaften sowie über die Liquidität unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden.
Der Aufsichtsrat trat 2014 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Auf diesen Sitzungen berichtete der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Planvergleiche für den Konzern, die ElringKlinger AG, deren Geschäftsbereiche und die Tochtergesellschaften, über die aktuelle Vorschau der Gesamtjahreswerte und eine Einschätzung der Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage. Darüber hinaus informierte er fortlaufend über die aktuelle Risikosituation, über den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten und sonstige Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung. Die Themen wurden im Aufsichtsratsplenum präsentiert und, soweit geboten, eingehend diskutiert.
Über die genannten, wiederkehrenden Berichterstattungen und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren Themen:
| ― | Gegenstand der Sitzung am 24. März 2014 waren die Erläuterung der Jahresabschlüsse 2013 für die ElringKlinger AG und den Konzern durch den Vorstand sowie der Bericht des Abschlussprüfers Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die Genehmigung bzw. Billigung des Abschlusses der ElringKlinger AG und des Konzernabschlusses sowie die Beschlussfassung über den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung. Des Weiteren ließ sich der Aufsichtsrat über mögliche Akquisitionen und die Vorbereitungen der Hauptversammlung berichten und beschloss die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Schließlich diskutierte und verabschiedete der Aufsichtsrat die Anpassung bzw. Neugestaltung der Vorstandsvergütung auf Grundlage der entsprechenden Vorbereitungen des Personalausschusses. Die Mitglieder des Vorstands waren bei diesem Tagesordnungspunkt nicht anwesend. |
| ― | In der Aufsichtsratssitzung im Anschluss an die Hauptversammlung am 16. Mai 2014 wurden Herr Walter H. Lechler zum Vorsitzenden und Herr Markus Siegers zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Frau Gabriele Sons wurde als Mitglied in den Personalausschuss und den Vermittlungsausschuss gewählt. Weitere Tagesordnungspunkte waren die unmittelbar zuvor durchgeführte Hauptversammlung und wiederholt mögliche Akquisitionen. |
| ― | Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 26. September 2014 waren strategische Projekte. In diesem Zusammenhang wurden wiederum Akquisitionen diskutiert, die für ElringKlinger von Interesse sein könnten. Darüber hinaus setzte sich der Aufsichtsrat mit der Ausgliederung von Pensionsverbindlichkeiten auseinander. Ein Beschluss wurde hierzu nicht gefasst. |
| ― | Auf der Tagesordnung der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr am 4. Dezember 2014 standen das Budget 2015 und die Mittelfristplanung für den Zeitraum 2015 bis 2019. Weitere wichtige Themen waren wie üblich der Bericht über die Ergebnisse der 2014 durchgeführten internen Revisionen, die Planung der für 2015 vorgesehenen internen Revisionen, die aktuelle Risikoeinschätzung, die entsprechenden Vorkehrungen durch den Vorstand und schließlich die Anpassung des Risikomanagementsystems der ElringKlinger AG an die gestiegenen Anforderungen aufgrund des Wachstums der ElringKlinger-Gruppe. Bestandteil der Risikoberichterstattung war zudem die Compliance bzw. die Umsetzung des Compliance-Systems im Unternehmen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Klaus Eberhardt, nahm ebenfalls zu den vorgenannten Themen Stellung und berichtete über die Beratungen im Prüfungsausschuss. |
An den ordentlichen Sitzungen haben bis auf die Sitzung im Dezember alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Getrennte Sitzungen der Arbeitnehmervertreter und Anteilseignervertreter zur Vorbereitung der ordentlichen Sitzungen fanden auch 2014 nicht statt. Solche Sitzungen wurden nicht zuletzt aufgrund der ausführlichen und vorab zur Verfügung gestellten Informationen als nicht erforderlich angesehen. Außerordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats haben nicht stattgefunden. Dazu bestand kein Anlass.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr dreimal getagt. Gegenstand der März-Sitzung war der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse mit ausführlicher Diskussion. In der September-Sitzung wurden die Ergebnisse des ersten Halbjahres und die Neugestaltung des Risikomanagementsystems diskutiert. Auf der Tagesordnung des Prüfungsausschusses der Dezember-Sitzung standen die Prüfung der Jahresabschlüsse 2014, insbesondere die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte zusammen mit dem Abschlussprüfer, der Stand der Einführung des neuen Risikomanagementsystems sowie die Darstellung des aktuellen Compliance-Systems. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wurde vom Vorsitzenden des Vorstands darüber hinaus regelmäßig über die Ergebnisse der internen Revisionen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen unterrichtet. Der Personalausschuss tagte einmal im März 2014. Gegenstand war die Vorbereitung eines Vorschlags an das Aufsichtsratsplenum zur Neugestaltung der Vorstandsvergütung. Sitzungen des Vermittlungsausschusses waren nicht erforderlich.
Interessenskonflikte zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2014 nicht ergeben.
Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 4. Dezember 2014 einstimmig beschlossen und noch am gleichen Tag auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
Über die monatliche schriftliche Berichterstattung und die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen hinaus hielt der Aufsichtsratsvorsitzende, wie in den Vorjahren, laufend in kurzen zeitlichen Abständen persönlichen, telefonischen und E-Mail-Kontakt zum Vorsitzenden des Vorstands und tauschte sich über die wirtschaftliche Lage, wichtige Geschäftsvorfälle und besondere Vorkommnisse aus. Über bedeutsame Vorgänge hat der Aufsichtsratsvorsitzende die übrigen Mitglieder per E-Mail oder telefonisch informiert.
Der Vorstand schaltete den Aufsichtsrat bei zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfällen rechtzeitig mit gut begründeten Unterlagen ein und erhielt in jedem Fall die Zustimmung des Aufsichtsrats.
In der Hauptversammlung am 16. Mai 2014 wurde Frau Gabriele Sons für die Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt, nachdem Frau Sons aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichts Stuttgart vom 12. März 2014 antragsgemäß bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden war. Die gerichtliche Bestellung bzw. die Zuwahl waren erforderlich, weil Herr Thomas Dr. Klinger-Lohr sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2013 aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Herr Dr. Klinger-Lohr war insgesamt 14 Jahre Mitglied des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG. Sein großer Verdienst ist es, den Zusammenschluss der Elring GmbH mit Teilen der Klinger-Gruppe mit ermöglicht und damit den Grundstein für den Erfolg der ElringKlinger AG gelegt zu haben. Nicht allein dafür sind wir Herrn Dr. Klinger-Lohr zu großem Dank verpflichtet.
Ende des Jahres 2014 hat der Aufsichtsrat gemäß den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex erneut die Effektivität seiner Arbeit, u.a. die Offenheit der Kommunikation bei den Aufsichtsratssitzungen und die Einbeziehung aller Mitglieder in die Diskussionen, anhand eines von allen Mitgliedern zu beantwortenden Fragenkatalogs für das vergangene Geschäftsjahr bewertet. Das Ergebnis der Befragung bzw. vorgeschlagene Optimierungsmöglichkeiten sollen in der kommenden Aufsichtsratstätigkeit berücksichtigt werden.
Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss der ElringKlinger AG sowie der entsprechende Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2014. Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss mit zusammengefasstem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung der verantwortlichen Prüfer ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen. Einwendungen ergaben sich nicht. Dementsprechend hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. März 2015 den Jahresabschluss der ElringKlinger AG festgestellt und den Konzernabschluss mit dem zusammengefassten Lagebericht gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ElringKlinger AG und der Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland sehr herzlich für die geleistete erfolgreiche Arbeit.
Dettingen/Erms, den 25. März 2015
Für den Aufsichtsrat
Walter Herwarth Lechler, Vorsitzender des Aufsichtsrats