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ElringKlinger AG — Annual Report 2010
May 16, 2011
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Annual Report
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ElringKlinger AG
Dettingen/Erms
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und Lagebericht 2010
Lagebericht
Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld
Weltwirtschaft erholt sich schneller als erwartet
Die Erholung der Weltkonjunktur zeigte sich im Jahresverlauf 2010 unerwartet dynamisch. Die Schwellenländer waren erneut wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Auch die USA haben einen überraschend hohen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung geleistet – und dies trotz ungünstiger Rahmenbedingungen. Obwohl sich das Tempo des weltweiten Wachstums wegen der teilweise auslaufenden staatlichen Impulse in der zweiten Jahreshälfte etwas abschwächte, zeigten sich die meisten Regionen in einer soliden wirtschaftlichen Verfassung. Die globale Wirtschaftsleistung stieg insgesamt kräftig um 5,0 % (-0,6 %)1. Von der weltweiten Erholung, die sich positiv auf die Verbrauchernachfrage und damit auch auf die Verkaufszahlen von Pkw und Lkw auswirkte, profitierte auch die Geschäftsentwicklung der ElringKlinger AG.
Während die Steigerungsraten der Wirtschaftsleistung in vielen wichtigen Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien, in denen die ElringKlinger AG durch Tochtergesellschaften vertreten ist, bereits über dem Vor-Krisen-Niveau lagen, erreichten die Bruttoinlandsprodukt- (BIP) Wachstumsraten wichtiger Industrieländer noch nicht wieder die in 2007 und teilweise in 2008 erzielten Werte.
Die Wirtschaft in der Eurozone wuchs 2010 um 1,7 % und holte damit erst rund die Hälfte des Einbruchs durch die Rezession des Vorjahres auf. Die volkswirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder in der Eurozone wies erhebliche Unterschiede auf. In einigen südeuropäischen Staaten, in denen der negative Effekt des Einbruchs der Weltwirtschaft durch eigene Struktur- und Finanzprobleme verstärkt wurde, konnte die Rezession nicht überwunden werden. So schrumpfte die Wirtschaftsleistung in Griechenland um 4,6 %. Auch in Spanien, Portugal und Irland blieb die konjunkturelle Lage angespannt. Diese Staaten zählen jedoch nicht zu den bedeutenden Absatzmärkten für die ElringKlinger AG.
Dank der starken Ausrichtung auf den Export von Investitionsgütern profitierte Deutschland besonders vom Aufschwung des Welthandels. Im Gegensatz zu den zweistelligen Zuwachsraten beim Export erholte sich die Inlandsnachfrage nur zögerlich. Das Bruttoinlandsprodukt legte im Jahr 2010, getrieben durch den Export, insgesamt um 3,5 % zu.
Auch in den meisten osteuropäischen Staaten hat sich die Wirtschaftsleistung 2010 weiter belebt. So befand sich die russische Wirtschaft seit Anfang 2010 wieder auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt Russlands – eine wichtige und zunehmend bedeutendere Volkswirtschaft - ist im Gesamtjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % gewachsen. Einen anhaltend starken Aufschwung zeigte die türkische Volkswirtschaft. Sie erreichte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 7,7 % die höchste Wachstumsrate im europäischen Raum. Mit der Akquisition der Ompaş A.Ş., verfügt die ElringKlinger AG seit Oktober 2009 über eine eigene Tochtergesellschaft auf dem stark wachsenden türkischen Markt.
Bedingt durch eine expansive Geldpolitik und durch staatliche Konjunkturmaßnahmen kamen die USA nach der Überwindung der Rezession wieder auf Wachstumskurs. Trotz weiterhin hoher Arbeitslosigkeit und anhaltender Probleme auf dem Immobilienmarkt lag das Wirtschaftswachstum in 2010 überraschend bei 2,8 %. In den Volkswirtschaften der lateinamerikanischen Schwellenländer setzte sich der gute konjunkturelle Aufschwung, getragen von einer starken Inlandsnachfrage, im Jahr 2010 fort. Der wirtschaftlich bedeutendste Staat Südamerikas, Brasilien, erreichte einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 7,5 %.
Ganz wesentlich trugen die asiatischen Länder zum Wachstum der Weltwirtschaft bei. In dieser Region wurde das vor der Krise erreichte Niveau in 2010 bereits deutlich überschritten. Dominierend für den Aufschwung in Asien erwies sich erneut die lebhafte Expansion der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage in China. Mit einem Wirtschaftswachstum von 10,1 % übertraf die chinesische Volkswirtschaft den bereits hohen Vorjahreswert. Auch Indien knüpfte mit einem Anstieg des BIP von 9,2 % an die hohen Wachstumsraten vor der Krise an. Eine immer höhere Bedeutung kommt den ASEAN-Staaten, u.a. Thailand und Malaysia zu, die auch in 2010 mit einer starken konjunkturellen Entwicklung überzeugen konnten. Japan profitierte über steigende Exporte von der wirtschaftlichen Stärke der umliegenden Staaten und steigerte das Bruttoinlandsprodukt um 3,5 %.
BRIC-Staaten und USA treiben Automobilnachfrage in 2010
Durch die schnelle Erholung der Weltwirtschaft konnte auch der Automobilsektor profitieren. Sowohl die Pkw- Produktion als auch der Absatz legten erfreulich zu.
Das internationale Pkw-Geschäft hat sich 2010 deutlich schneller erholt als erwartet. Wachstumstreiber waren vor allem die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, China und Indien), aber auch der US-Markt entwickelte sich überraschend stark. Die ElringKlinger AG tätigt mit Ausnahme von Russland die Umsätze auf den BRIC-Märkten nicht direkt, sondern ist dort mit Tochtergesellschaften vertreten, profitiert aber durch die positive Geschäftsentwicklung dieser Gesellschaften vom Aufschwung der dortigen Märkte. Die globale Fahrzeug-Produktion stieg 2010 um insgesamt 23,1 % auf 70,9 Mio. Fahrzeuge. Damit wurde der 2007 erreichte bisherige Spitzenwert von 70,8 Mio. Fahrzeugen leicht übertroffen.
Neben der hohen Käufernachfrage waren für den starken Zuwachs in der Produktion vor allem die während der Krise signifikant abgebauten Lagerbestände ausschlaggebend, die in 2010 wieder auf Normalniveau hochgefahren wurden. Die weltweiten Pkw-Neuzulassungen erhöhten sich damit weniger stark als die produzierten Stückzahlen. Sie legten um 9,1 % auf 69,6 (63,8) Mio. Fahrzeuge zu. Der erfolgte Lageraufbau bewegte sich im angemessenen Rahmen und erreichte bei weitem nicht das Niveau von Ende 2007/Anfang 2008.
Die Entwicklung der regionalen Fahrzeugmärkte zeigte sich stark unterschiedlich. In den BRIC-Staaten, den USA und auch in Japan stiegen die Pkw-Verkäufe, teilweise noch unterstützt durch staatliche Förderprogramme, im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Dagegen entwickelte sich das Pkw-Geschäft auf den großen europäischen Fahrzeugmärkten, in denen die staatlichen Fördermaßnahmen des Vorjahres ausgelaufen waren, eher verhalten.
Nicht unerwartet gingen die Neuzulassungen in Deutschland, dem größten Einzelmarkt in Europa, 2010 um 23,4 % zurück. Die Ursache für den Absatzeinbruch lag in der 2009 gewährten staatlichen Abwrackprämie, die die Pkw-Verkäufe auf dem deutschen Markt im Vorjahr spürbar angekurbelt hatte. Jedoch half der starke Export – vor allem nach Asien, aber auch nach Nordamerika – der deutschen Fahrzeugindustrie, den Rückgang im Inland mehr als zu kompensieren. Im Jahr 2010 wurden 4,2 Mio. Fahrzeuge exportiert, 23,7 % mehr als im Vorjahr. Die inländische Automobilproduktion legte gegenüber dem Vorjahr um knapp 12,0 % zu und erreichte mit 5,6 Mio. Einheiten einen neuen Rekordwert.
Auf dem westeuropäischen Automobilmarkt insgesamt gingen die Pkw-Neuzulassungen, bedingt durch das Auslaufen vieler nationaler Konjunkturprogramme, um 5,1 % auf 13,0 (13,7) Mio. Einheiten zurück. Der Nachfragerückgang fiel jedoch geringer aus als zum Jahresanfang prognostiziert. Zum Jahresende hat sich das Tempo des Rückgangs sukzessive abgeschwächt. Bedingt durch eine markante Exportnachfrage steigerten die Automobilhersteller die Fahrzeugproduktion in Westeuropa um 10,4 %.
Schwächer zeigten sich die osteuropäischen Staaten (exklusive Russland), in denen die Pkw-Verkaufszahlen ein moderates Absatzminus von 3,2 % zu verzeichnen hatten. Der russische Automobilabsatz erhöhte sich zwar um 30,3 % blieb aber von den früheren Höchstständen noch deutlich entfernt. Die im Frühjahr 2010 in Russland eingeführte Verschrottungsprämie hat zur Nachfragebelebung maßgeblich beigetragen. In diesem Umfeld konnten die Pkw-Hersteller in Russland ihre Produktion 2010 auf 1,2 Mio. Fahrzeuge nahezu verdoppeln.
Der neben Russland stärkste osteuropäische Fahrzeugmarkt, die Türkei, auf dem die ElringKlinger AG mit einer Tochtergesellschaft vertreten ist, zeigte 2010 eine hohe Dynamik. Die Pkw-Hersteller in der Türkei steigerten die Produktion um 18,0 %. Die Fahrzeugproduktion insgesamt erhöhte sich um 25,9 % auf 1,1 Mio. Damit wurden in der Türkei 2010 annähernd so viele Fahrzeuge produziert wie in Russland.
Der nordamerikanische Fahrzeugmarkt erholte sich trotz des nicht einfachen wirtschaftlichen Umfelds unerwartet stark. Die Verkäufe von Pkw und Light Trucks in den USA übertrafen das Vorjahr um 11,1 % und erreichten 11,6 Mio. Fahrzeuge. Zudem passten die Hersteller ihre Lagerhaltung der erhöhten Nachfrage an. Damit stieg die Pkw-Produktion im NAFTA-Raum stärker als der Absatz um 39,1 % auf knapp 12,0 Mio. Einheiten. Light Trucks erfreuten sich einer sehr guten Nachfrage. Sports Utility Vehicles (SUVs) waren deutlich mehr gefragt als Pkw. Amerikaner kaufen bei gefallenen Benzinpreisen, ungeachtet dessen, dass hier auch kurzfristig wieder stark steigende Preise möglich sind, solche teilweise kraftstoffverbrauchsintensive Fahrzeuge.
In Südamerika hat sich die Pkw-Nachfrage in den meisten Staaten sehr dynamisch entwickelt. Obwohl im wichtigsten lateinamerikanischen Markt, Brasilien, die staatlichen Anreizprogramme für den Neuwagenkauf bereits im März 2010 ausliefen stiegen die Pkw-Verkäufe im Gesamtjahr um 10,6 % auf 3,3 Mio. Fahrzeuge.
Asien war die 2010 die mit Abstand wichtigste Absatzregion für das internationale Pkw-Geschäft. Der chinesische Fahrzeugmarkt avancierte zum größten Einzelmarkt der Welt.
Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in China erreichte 18,1 Mio. Dieser Anstieg entsprach – aufbauend auf der bereits hohen Basis des Vorjahres – einem Absatzplus von 32,4 %. Die Fahrzeug-Hersteller auf dem chinesischen Markt steigerten ihre Produktion ebenfalls um 32,4 % und ließen 2010 18,3 Mio. Neufahrzeuge, davon 16,5 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, von den Bändern rollen. Vom Marktwachstum in China wird die ElringKlinger AG indirekt über die Tochtergesellschaften Gewinn ziehen können. In den beiden Produktionsgesellschaften in Changchun und Suzhou wurden in 2010 durch Werksneubauten die Produktionskapazitäten erhöht.
In Indien wurden im Jahr 2010 insgesamt 2,4 Mio. Pkw verkauft und damit 31,4 % mehr als im Vorjahr. Die Pkw-Produktion zeigte sich mit einem Anstieg von 29,8 % auf 2,8 Mio. Fahrzeuge ebenso anhaltend dynamisch.
Auch der reife japanische Fahrzeugmarkt hat sich stark entwickelt. Dort stiegen die Pkw-Verkäufe im Vorjahresvergleich um 7,4 % auf 4,2 Mio. Fahrzeuge. Die Pkw-Produktion in Japan verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Plus um gut ein Fünftel auf 8,3 Mio. Fahrzeuge.
Auch den japanischen Automobilmarkt beliefert die ElringKlinger AG überwiegend nicht direkt, sondern aus der lokalen Produktion des Beteiligungsunternehmens ElringKlinger Marusan Corporation.
Nutzfahrzeugmarkt auf Erholungskurs
Nach dem schweren Krisenjahr 2009 war auchim internationalen Nutzfahrzeuggeschäft der Aufwärtstrend klar erkennbar. Der 2010 infolge der konjunkturellen Erholung gestiegene Bedarf an Transportleistungen sowie die verbesserte Lage des Speditionsgewerbes ließen die Lkw-Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr merklich anziehen. Die Erholung der Lkw-Märkte fiel allerdings im Vergleich zum Pkw-Bereich weniger dynamisch aus. Die Verkaufszahlen lagen noch deutlich unter den Rekordwerten der starken Jahre 2006 und 2007.
Die ElringKlinger AG erzielt rund 10 % der Umsatzerlöse im Lkw-Bereich und konnte damit an der zunehmenden Erholung der Lkw-Nachfrage partizipieren. Die Auslastung in diesem Bereich hat das Vorkrisenniveau allerdings noch nicht wieder erreicht.
Die Erholung des deutschen Nutzfahrzeugmarktes gewann 2010 an Fahrt. Im Inland wurden 20,0 % mehr schwere Lkw zugelassen als im Vorjahr. Die sehr gute Exportkonjunktur trug entscheidend dazu bei, dass die inländische Nutzfahrzeugindustrie einen Produktionsanstieg um 65,0 % auf 115.280 Einheiten verzeichnen konnte.
Der gesamteuropäische Nutzfahrzeugmarkt erholte sich gemessen an den Lkw-Verkäufen gegenüber dem Vorjahr um 5,8 %. Während die Lkw-Hersteller in Westeuropa lediglich 3,3 % mehr Fahrzeuge als 2009 verkauften, legten die Lkw-Neuzulassungen in Osteuropa mit einem Plus von 32,2 % deutlich stärker zu.
Der US-Lkw-Markt erholte sich von der extremen Schwäche während der Krise. Die Verkaufszahlen stiegen 2010 um 9,0 %. Sie liegen damit aber immer noch um mehr als die Hälfte unter dem Stand von 2006.
Die asiatischen Lkw-Märkte zeigten ebenfalls solide Zuwächse. Dort werden allerdings überwiegend kleine Nutzfahrzeuge nachgefragt.
Wesentliche Ereignisse – Akquisitionen und Kapitalmaßnahmen
Die ElringKlinger AG konnte in 2010 das Flachdichtungsgeschäft der Freudenberg Gruppe, Weinheim, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 übernehmen. Zur Finanzierung konkreter Wachstumsprojekte wurde eine Kapitalmaßnahme durchgeführt.
Übernahme des Bereichs Statische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe
Am 30. September 2010 unterzeichnete die ElringKlinger AG den Vertrag über den Kauf des Bereichs Statische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe, Weinheim.
Zum Lead Center Statische Flachdichtungen der Unternehmensgruppe Freudenberg gehören das Zylinderkopf- und Abgasdichtungsgeschäft. Neben der Freudenberg-Tochtergesellschaft Burgmann Automotive GmbH, Gelting, Deutschland, übernahm die ElringKlinger AG auch einen Teil der Freudenberg-Meillor S.A.S., Nantiat und Chamborêt, Frankreich sowie die Oigra Meillor s.r.l., Turin, Italien.
Mit diesem Zukauf baut das Unternehmen seine internationale Position bei Zylinderkopfdichtungen und hochtemperaturfesten Spezialdichtungen für Motor und Abgassystem aus. Im Geschäftsbereich Spezialdichtungen wird das Portfolio um zusätzliche Produkte – zum Beispiel im Segment Turbolader und Abgasrückführung – erweitert und die Marktposition vor allem in den Märkten Frankreich und Italien wesentlich gestärkt. Die neuen Tochtergesellschaften der ElringKlinger AG sollen im Geschäftsjahr 2011 rund 49 Mio. Euro zum Konzernumsatz beitragen. Die operative Marge soll bis 2012 an das Gruppenniveau herangeführt werden kann.
Die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis des ElringKlinger-Konzerns erfolgt ab 1. Januar 2011.
Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erfolgreich platziert
Am 6. Oktober 2010 platzierte die ElringKlinger AG in einem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren 5.759.990 neue, auf den Namen lautende Stückaktien bei institutionellen Investoren. Die Platzierung stieß auf breites internationales Anlegerinteresse und war mehr als fünffach überzeichnet.
Die Ausgabe der neuen Aktien, die ab dem 1. Januar 2010 gewinnberechtigt sind, erfolgte unter teilweiser Ausnutzung des auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 genehmigten Kapitals in Höhe von 28.800.000 Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch um etwas weniger als 10 Prozent von 57.600.000 Euro auf 63.359.990 Euro. Der Platzierungspreis lag bei 21,50 Euro je Aktie. Damit ergab sich für die Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös von insgesamt rund 123,8 Mio. Euro. Die Zulassung der neuen Aktien zum regulierten Markt am Börsenplatz Frankfurt erfolgte am 7. Oktober 2010.
Infolge der Kapitalerhöhung erhöhte sich der Streubesitz der ElringKlinger-Aktie von bisher 44,6 % auf 48,0 %. Damit konnte die – vor allem für institutionelle Anleger wichtige – Liquidität im Handel mit der ElringKlinger-Aktie weiter verbessert werden.
Der Emissionserlös wird im Wesentlichen zur Finanzierung des weiteren, starken Wachstums der Gesellschaft und zur Optimierung der Finanzierungsstruktur genutzt. Neben der Teilfinanzierung des Erwerbs und der Integration des Geschäftsbereichs Statische Flachdichtungen der Unternehmensgruppe Freudenberg fließen die Emissionserlöse in den Ausbau des neuen Geschäftsbereichs E-Mobility, den Bau eines neuen Werks für Kunststoffgehäusemodule mit dem Schwerpunkt auf Lkw-Anwendungen sowie in weitere externe Wachstumsmöglichkeiten.
Steuerungsgrößen
Der Vorstand der ElringKlinger AG nutzt finanzielle Steuerungsgrößen als wesentliche Basis für die Führung des Unternehmens. Die Steuerungsgrößen stellen einen wichtigen Bestandteil bei der Gesamtbewertung aller zu bewertenden Sachverhalte dar und sind somit auch Basis für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der ElringKlinger AG. Die finanziellen Steuerungsgrößen basieren auf der Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Beim Ergebnis werden insbesondere das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern herangezogen. Der Erfolg der Geschäftsbereiche in der ElringKlinger AG wird an der Verzinsung des eingesetzten Kapitals gemessen. Bei Investitionsentscheidungen kommt damit der Kapitalbindung eine wesentliche Bedeutung zu. Für ElringKlinger als börsennotierte Kapitalgesellschaft ist das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) eine wesentliche Kennzahl.
Alle Steuerungsgrößen werden für die Segmente Erstausrüstung, Ersatzteile, Kunststofftechnik, Dienstleistungen und Gewerbeparks und auch für die Geschäftsbereiche der jeweiligen Segmente geplant, ermittelt und überwacht.
Zum Steuerungssystem der ElringKlinger AG gehört auch das Finanzmanagement. Gesteuert werden hier insbesondere die Liquidität, die Kapitalstruktur und mögliche Marktpreisrisiken, vor allem bei Währungen, Zinsen und Materialkosten. Kreditrisiken werden ebenfalls laufend überwacht. Detaillierte Ausführungen zu den verschiedenen Komponenten des Finanzmanagements sind im Abschnitt „Chancen- und Risikobericht“ dieses Lageberichts enthalten.
Der Vorstand der ElringKlinger AG zieht zur Steuerung auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren heran. Solche sind zum Beispiel Mitarbeiterzahl und Mitarbeiterentwicklung, durchschnittlicher Krankenstand, Erhebungen zur Arbeitssicherheit, die Anzahl der Arbeitsunfälle, Energieverbrauchswerte, Qualitätsbewertungen und Ausschussquoten. Nähere Einzelheiten zu nicht finanziellen Leistungsindikatoren finden sich in den Kapiteln „Beschaffung“, „Umwelt-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsmanagement“, "Forschung und Entwicklung“, „Mitarbeiter“ und „Chancen- und Risikobericht“ in diesem Lagebericht.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden durch die ElringKlinger AG nur im geschäftsüblichen Umfang in Form von Leasing genutzt.
Finanzinstrumente werden ebenfalls nur im geschäftsüblichen Umfang eingesetzt. Sie werden in den jeweiligen Fachbereichen und ergänzend zentral überwacht. Die Grundsätze zum Einsatz derivativer Finanzinstrumente sind im Risikobericht unter „Risiken aus Derivaten“ beschrieben. Art und Umfang der am 31. Dezember 2010 bestehenden Derivate ergeben sich aus der Darstellung „Derivative Finanzinstrumente“ im Anhang.
Wesentliche Ziele der ElringKlinger AG sind es, ein profitables Wachstum sowie eine überdurchschnittliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erzielen.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Umsatzbelebung setzt sich fort
Der Weltfahrzeugmarkt hat sich 2010 kontinuierlich erholt. Die überraschend stark gestiegene Pkw-Produktion sowie eine Vielzahl von Produktneuanläufen führten bei der ElringKlinger AG zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 24,6 % auf 382,6 (307,1) Mio. Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Vorjahresvergleichszeitraum krisenbedingt von zum Teil massiven Produktionskürzungen zahlreicher Automobilhersteller betroffen war. Das Geschäft mit Komponenten für die Lkw-Hersteller belebte sich weiter, lag zum Jahresende 2010 jedoch noch deutlich unter dem Niveau von vor der Krise.
Auslandsanteil am AG-Umsatz steigt
Die Schwellenmärkte China, Indien und Südamerika aber auch die USA verzeichneten den stärksten Zuwachs bei der Pkw-Produktion. Auf diesen Märkten tätigt die ElringKlinger AG direkt nur geringe Umsätze, da sie dort mit Tochtergesellschaften vertreten ist. Der auch auf den west- und osteuropäischen Fahrzeugmärkten feststellbare Anstieg der Fahrzeug-Produktionszahlen sowie Produktneuanläufe führten dazu, dass sich der Umsatzanteil, den die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2010 auf den Märkten außerhalb Deutschlands erwirtschaftete, auf 64,5 % (63,7 %) erhöhte.
Mit einer Zuwachsrate von 26,0 % stiegen die Umsatzerlöse im Ausland stärker als im Inland. Sie erreichten 246,6 (195,7) Mio. Euro.
Umsatz im Inland
In Deutschland wuchsen die Umsatzerlöse der ElringKlinger AG um 22,1 % auf 136,0 (111,4) Mio. Euro. Hier wirkte sich vor allem die nach der Krise stark anziehende Pkw-Produktion bei den im Inland produzierenden Automobilherstellern aus.
Anspringendes Erstausrüstungsgeschäft als treibende Kraft
Im Geschäftsjahr 2010 haben alle Segmente der AG zum Umsatzwachstum beigetragen.
Besonders gut entwickelte sich das Segment Erstausrüstung, in dem sich die in 2009 begonnene Erholung sukzessive fortsetzte. Angetrieben wurde die Umsatzentwicklung in der Erstausrüstung von der dynamischen Nachfragebelebung der Fahrzeughersteller.
Zahlreiche Produktneuanläufe ermöglichten es auch 2010, die Umsatzerlöse in der Erstausrüstung, im Vergleich zum Anstieg der Fahrzeugproduktion, prozentual stärker zu steigern.
Die Umsatzerlöse im Segment Erstausrüstung stiegen gegenüber dem noch schwachen Vorjahresvergleichszeitraum um 28,8 % auf 282,3 (219,2) Mio. Euro. Der Anteil des Erstausrüstungsgeschäfts am Gesamtumsatz der ElringKlinger AG erhöhte sich damit auf 73,8 % (71,4 %).
Der ElringKlinger-Konzern entwickelt und produziert metallische Dichtungen und Abschirmteile für verbrauchsarme Downsizing-Motoren, die bei hohen Temperaturen und Verbrennungsdrücken arbeiten. 2010 konnte man von dem zunehmenden Einsatz dieses Motorkonzepts bei fast allen Fahrzeugherstellern profitieren.
Überdurchschnittlich hohe Zuwächse erzielten die Geschäftsbereiche Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik und Spezialdichtungen.
Im Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik wirkte sich das starke Interesse der Kunden nach Lösungen zur Gewichtsreduzierung, die einen nennenswerten Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten, positiv aus. Mehrere Neuanläufe mit den besonders leichten, neuen MuCell-Kunststoffventilhauben sowie mit Getriebelagerschilddeckeln und -kolben ließen die Umsatzerlöse signifikant steigen.
Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen stieß vor allem bei Dichtungssystemen für den Turboladerbereich, Steuerplatten für Automatikgetriebe und hochtemperaturfesten Dichtungen für das Abgassystem auf sehr gute Resonanz bei den Kunden.
Die leichten Umsatzrückgänge im Geschäftsbereich Abschirmtechnik der ElringKlinger AG waren ausschließlich auf die Verlagerung der abschirmtechnischen Aktivitäten des Standorts Dettingen/Erms, Deutschland an den auf die Abschirmtechnik spezialisierten Standort der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG zurückzuführen. Mit dieser Zusammenführung konnte die Effizienz sowohl in der Entwicklung und Applikationstechnik als auch in der Fertigung weiter optimiert werden.
Ersatzteilgeschäft wächst ebenfalls stark
Im Segment Ersatzteile der ElringKlinger AG legte der Umsatz 2010 ebenfalls zu. Die Erlöse wurden um 14,7 % auf 95,7 (83,4) Mio. Euro gesteigert.
Der inländische Markt entwickelte sich in 2010 im Allgemeinen nur verhalten, da die Abwrackprämie den Fahrzeugbestand an Altfahrzeugen mit über neun Jahren deutlich zurückgehen ließ. Infolge dessen fiel der Bedarf an Werkstattleistungen und Ersatzteilen geringer aus. Dennoch konnte ElringKlinger die Umsatzerlöse auf dem heimischen Markt durch den Gewinn weiterer Marktanteile und zusätzliche Produktangebote verbessern.
Die Exportmärkte zeigten überwiegend gutes Wachstum. Vor allem auf den für das Ersatzteilgeschäft des ElringKlinger-Konzerns besonders wichtigen Märkten, in Osteuropa und im Mittleren Osten, belebte sich die Nachfrage im Jahr 2010 zusehends. Die nach der Krise wieder besseren Finanzierungsmöglichkeiten für die Abnehmer sowie die anziehende Gesamtkonjunktur sorgten für ein positives Umfeld. Viele Großhändler passten ihre Lagerbestände der steigenden Teilenachfrage an.
Zudem baute ElringKlinger die Marktanteile mit gezielten Sortimentserweiterungen aus. Unter der Marke „Elring – Das Original“ stellte das Unternehmen auf der weltweit wichtigsten Ersatzteilmesse Automechanika in Frankfurt u.a. ein neues, umfassendes Programm an Turbolader-Einbau- und Dichtungssätzen vor, das zukünftig verstärkt zum Umsatz beitragen wird.
Aufgrund der außergewöhnlich hohen Zuwachsraten der Erstausrüstung im Nachgang zu den Produktionseinbrüchen in der Krise verringerte sich der Anteil des Ersatzteilgeschäfts trotz der auch in diesem Geschäftsbereich erzielten zweistelligen Steigerungsrate 2010 auf 25,0 % (27,1 %) des Gesamtumsatzes der ElringKlinger AG.
Mieteinnahmen bei den Gewerbeparks steigen leicht
Bei den Gewerbeparks der ElringKlinger AG in Idstein und Ludwigsburg stiegen die Mieteinahmen im Geschäftsjahr 2010 auf 4,6 (4,5) Mio. Euro. Maßgeblich für die Erhöhung waren Mieterhöhungen.
Bestandsaufbau bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Infolge der kräftig gestiegenen Produktionsmengen weitete die ElringKlinger AG die Beschaffungsvolumina und die Bestände aus. Während im noch stark von der Krise geprägten Vorjahr insgesamt ein Abbau um 8,2 Mio. Euro erfolgte, baute das Unternehmen die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2010 um 3,5 Mio. Euro auf.
Andere aktivierte Eigenleistungen nehmen ab
Die anderen aktivierten Eigenleistungen, die bei der ElringKlinger AG im Wesentlichen die unternehmenseigene Herstellung von Werkzeugen für neue Projektanläufe umfassen, fielen mit 9,5 (12,4) Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr.
Betriebsergebnis profitiert von verbesserter Auslastung und Effizienz
Ergebnisseitig kamen der ElringKlinger AG die 2010 spürbar verbesserte Auslastung der Fertigung sowie die in der Krise nochmals optimierte Kostenstruktur zugute. Dabei hat das Unternehmen die Kapazitäten im Jahresverlauf 2010 bereits schrittweise an die gegenüber 2009 deutlich höheren Kundenabrufe und erforderlichen Produktionsmengen angepasst. Sowohl die Personalaufwendungen als auch die Materialaufwendungen erhöhten sich weniger stark als die Umsatzerlöse und wirkten sich positiv auf die Ertragslage des Unternehmens aus.
Infolge der vorgenommenen Anpassung des Verfahrens zur Bewertung der Gängigkeit von Beständen reduzierten sich die Abwertungen einmalig um 2,1 Mio. Euro. Daraus ergab sich ein einmaliger Ergebnis erhöhender Effekt.
Material- und Personalaufwand steigen unterproportional zum Umsatz
Die Materialpreise lagen zwar, verglichen mit den Werten von 2007, noch auf verkraftbarem Niveau, sie haben aber – ausgehend von den Tiefständen in 2009 – schon wieder deutlich angezogen. Vor dem Hintergrund der wachsenden Weltwirtschaft sind die Preise für die meisten der von der ElringKlinger AG benötigten Rohstoffe im Jahresverlauf 2010 kontinuierlich gestiegen. Das Unternehmen hat hier mit rechtzeitiger Disposition ebenso gegengesteuert wie mit materialoptimierten effizienteren Prozessen in der Fertigung. Langfristig eingegangene Lieferverträge wirkten sich 2010 kostensenkend aus.
Während sich der Umsatz um 24,6 % erhöhte, blieb der Anstieg der Materialaufwendungen somit auf 23,1 % begrenzt.
Aus der teilweisen Absicherung der Preise für die im Edelstahl enthaltenen Legierungszuschläge ergaben sich 2010 keine signifikanten Effekte mehr.
Derivative Absicherungsgeschäfte nutzte die ElringKlinger AG vor allem 2009 zur mittelfristigen Absicherung des Materialpreisniveaus besonders bei nickelbasierten Legierungszuschlägen, um damit die hohen Schwankungsbreiten der Einkaufspreise einzugrenzen. Die getätigten Absicherungsgeschäfte liefen teilweise noch bis April 2010.
Aufgrund zu leistender Ausgleichzahlungen fielen 2010 insgesamt noch zusätzliche Materialaufwendungen in Höhe von 0,6 (9,6) Mio. Euro an. Demgegenüber entstand – basierend auf der Preisentwicklung des beizulegenden Zeitwertes des rohwarenbezogenen Derivats – ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von 0,8 (13,2) Mio. Euro aus der Verminderung bzw. dem Verbrauch der kurzfristigen Rückstellungen für die Materialpreisabsicherung. Der Saldo aus der Verminderung von Rückstellungen einerseits und den geleisteten Ausgleichszahlungen andererseits, führte zu einem positiven Effekt auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,2 (3,6) Mio. Euro.
Insgesamt sank die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) von 45,5 % auf 44,9 %. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung (Materialaufwand abzüglich Bestandsveränderung im Verhältnis zum Umsatz) wäre sie auf 44,0 % (48,2 %) zurückgegangen.
Personalaufwandsquote rückläufig, Einmaleffekte belasten
Die ElringKlinger AG hatte während der Krise 2009 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die tariflich vereinbarte Lohnerhöhung für die betroffenen deutschen Standorte um neun Monate, auf Dezember 2009, zu verschieben. Somit erhöhte sich der Personalaufwand ab diesem Zeitpunkt. Die Beendigung der Kurzarbeit an den deutschen Standorten wirkte sich ab Jahresbeginn 2010 ebenfalls erhöhend auf den Personalaufwand aus. In der zweiten Jahreshälfte 2010 hat die ElringKlinger AG die Personalkapazitäten bereits sukzessive an die dynamisch steigende Nachfrage angepasst und zusätzliche Mitarbeiter – zumeist befristet, um die Flexibilität zu erhalten - eingestellt. Die Beschäftigtenzahl nahm im Vorjahresvergleich um 7,4 % zu.
Im Jahr 2008 wurde in der Metall- und Elektroindustrie der „Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente“ (TV FlexÜ) unterzeichnet. Dieser begründet tarifliche Ansprüche der Arbeitnehmer auf den Abschluss von Altersteilzeitverträgen. Die sich aus dem TV FlexÜ ergebenden Rechtsfolgen hängen von einem dauerhaft wirksamen kollektiven Finanzierungsbeitrag der Arbeitnehmer ab. In den Tarifverhandlungen im Februar 2010 wurde vereinbart, dass der Finanzierungsbeitrag der Arbeitnehmerseite für die Anwendung des TV FlexÜ vom 1. Mai 2010 bis 31. März 2012 aus den im Zusammenhang mit der Beschäftigungssicherung ausgehandelten Konditionen besteht. Somit waren Rückstellungen auch für Ansprüche auf Altersteilzeit, die im Zeitraum bis März 2012 von den Anspruchsberechtigten geltend gemacht werden könnten, zu bilden. Dadurch erhöhte sich der Personalaufwand einmalig um 1,4 Mio. Euro.
Auch die für die beiden Jahre 2008 und 2009 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung für die Beschäftigten in Höhe von 1.000 Euro pro Person, damit insgesamt 1,8 Mio. Euro, wirkte sich in 2010 erhöhend auf den Personalaufwand aus.
Zudem war aufgrund der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom Dezember 2010 zur Auslegung der Bestimmungen des Entgeltrahmentarifabkommens (ERA) einmalig eine sonstige Rückstellung in Höhe von 1,7 Mio. Euro zu bilden, die den Personalaufwand entsprechend erhöhte. Zweck dieser Rückstellung ist es, das Risiko etwaiger Ausgleichszahlungen für die Verpflichtungen des ERA-Strukturfonds abzudecken.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich 2010 auf 103,4 (84,3) Mio. Euro.
Dennoch gelang es, diese soweit einzugrenzen, dass die Personalaufwendungen mit einem Anstieg um 22,7 % weniger stark zunahmen als der Umsatz. Maßgeblich hierfür waren neben den positiven Effekten aus der stärkeren Auslastung der weiter gesteigerte Automatisierungsgrad an den meisten Produktionsstandorten der AG und die schlanke Kostenstruktur der administrativen Bereiche.
Die Personalaufwandsquote der ElringKlinger AG (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) verzeichnete demnach einen Rückgang auf 27,0 % (27,5 %).
Abschreibungen leicht rückläufig
Wie bereits in den Vorjahren erfolgten bei der ElringKlinger AG auch im Geschäftsjahr 2010 überdurchschnittlich hohe Investitionen in Sachanlagen. Neben der Errichtung des neuen Logistik-Zentrums am Standort Dettingen/Erms wurden u. a. an allen Standorten der AG neue Anlagen zur Vorbereitung von Produktanläufen beschafft.
Aufgrund der Verlagerung der am Standort Dettingen/Erms der ElringKlinger AG betriebenen abschirmtechnischen Produktion zur Tochtergesellschaft ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG entfielen 2010 bei der AG die darauf entfallenden Regelabschreibungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro.
Da ein nicht unwesentlicher Teil der Investitionen in Grundstücke und Gebäude floss, verringerten sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen auf insgesamt 35,0 (37,5) Mio. Euro.
Zu berücksichtigen ist, dass sich, mit der Umsetzung des BilMoG, die Abschreibungsmethodik für die Sachanlagenzugänge des Jahres 2010 von degressiv auf nunmehr linear geändert hat. Des Weiteren haben sich die Nutzungsdauern teilweise verlängert. Dieser Sachverhalt führte zu gesunkenen Abschreibungen im Jahr 2010.
Sonstige betriebliche Erträge verringert
Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen 2010 deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Anzumerken ist hierbei, dass im Jahr 2009 ein Beitrag aus der Teilauflösung der Rückstellungen für die Materialpreisabsicherung in Höhe von 13,2 Mio. Euro in die sonstigen betrieblichen Erträge eingeflossen war. Dies konnte auch durch die um 5,5 Mio. Euro höher ausgefallenen Kursgewinne aus Währungsdifferenzen nicht kompensiert werden. Die Kursgewinne stammen vor allem aus Darlehen, die an Tochtergesellschaften gewährt worden sind.
Aus der notwendigen Anpassung der Bewertungsmethode im Wesentlichen zur Pauschalwertberichtigung der ausstehenden Forderungen ergab sich ein einmaliger positiver Effekt auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,9 Mio. Euro.
Im Geschäftsjahr 2010 erhielt die ElringKlinger AG für neue Entwicklungsprojekte auf den Gebieten Brennstoffzellen- und Batterietechnologie Zuschüsse aus staatlichen Förderprogrammen in Höhe von 3,1 (2,7) Mio. Euro, die ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind.
Währungsdifferenzen bedingen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2010 überstiegen den Vorjahreswert um 20,6 Mio. Euro und erreichten 68,0 (47,4) Mio. Euro.
Wesentlicher Faktor für diesen Anstieg waren die Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen, die vor allem aus Darlehen an die Tochtergesellschaften und der laufenden Finanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der SEVEX-Gruppe im Jahr 2008 stammten. Die ElringKlinger AG hatte den Kaufpreis in Schweizer Franken finanziert.
Der Kursanstieg des Schweizer Franken zum Euro erforderte eine Höherbewertung der Verbindlichkeiten aus dem laufenden Darlehen. Daraus ergaben sich 2010 zahlungsunwirksame negative Währungskurseffekte in Höhe von 8,9 Mio. Euro.
Insgesamt fielen die Währungskursverluste um 11,7 Mio. Euro höher aus als im Vorjahr und erreichten 14,9 (3,2) Mio. Euro.
Die im Zusammenhang mit der Durchführung der Kapitalerhöhung entstandenen Beratungs- und Nebenkosten, die ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind, beliefen sich auf 2,6 Mio. Euro.
Beteiligungsergebnis profitiert von steigenden Ausschüttungen der Töchter
Die Ertragskraft der meisten Tochtergesellschaften hat sich auslastungsbedingt 2010 zum Teil erheblich verbessert so dass die Ergebnisse einiger Tochtergesellschaften ausgeschüttet werden konnten.
Dies hat bei der ElringKlinger AG zu einem Anstieg der Erträge aus Beteiligungen um 13,2 Mio. Euro auf 19,0 (5,8) Mio. Euro beigetragen.
Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt bei der ElringKlinger AG ganz überwiegend durch Innenfinanzierung. Deshalb wurde bei stark wachsenden Tochtergesellschaften, wie in Asien und Brasilien, auf eine Ausschüttung verzichtet.
Um die infolge des allgemeinen konjunkturellen Aufschwungs und der Branchenerholung verbesserte Umsatz- und Ertragssituation zu reflektieren, hat die ElringKlinger AG Zuschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte der Tochtergesellschaften ElringKlinger México , S.A. de C.V., ElringKlinger Korea Co., Ltd., Changwon, Elring Klinger (Great Britain) Ltd., Redcar, Großbritannien vorgenommen. Bei der ElringKlinger North America, Inc., Plymouth, Michigan wurde dagegen eine Abschreibung in Höhe von 3,0 Mio. Euro vorgenommen. In Summe ergaben sich saldiert mit dieser Abschreibung Zuschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte in Höhe von 6,3 Mio. Euro.
In Summe verbesserte sich das Beteiligungsergebnis um 26,2 Mio. Euro auf 25,3 (-0,9) Mio. Euro.
Zinsaufwand wächst
Der Zinsaufwand wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. Euro auf 10,9 (9,5) Mio. Euro. Die Zinsaufwendungen für Bankverbindlichkeiten fielen in 2010 zwar niedriger aus, allerdings erhöhte sich der Zinsaufwand infolge der BilMoG-Umstellung und der damit verbundenen Aufzinsung der Rückstellungen um 2,8 Mio. Euro.
Die temporäre Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus den Erlösen der Kapitalerhöhung wirkte sich zwar senkend auf die Zinsaufwendungen im vierten Quartal aus, blieb für den Zinsaufwand des Gesamtjahres 2010 aber von untergeordneter Bedeutung.
In Summe ergab sich beim Zinsergebnis ein Minus von 8,6 (-7,0) Mio. Euro.
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mehr als verdoppelt
Die gestiegene operative Auslastung im Zusammenwirken mit dem beträchtlich höheren Beteiligungsergebnis führte trotz der um 20,6 Mio. Euro gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt zu einem Anstieg des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 35,0 Mio. Euro auf 60,2 (25,2) Mio. Euro.
Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich im Vorjahr die bereits beschriebene Teilauflösung für die Absicherung der Nickellegierungszuschläge positiv ausgewirkt hatte.
Außerordentlicher Aufwand belastet
Die Umstellung auf die neuen Vorschriften des BilMoG führte zu außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 13,4 Mio. Euro, die das Ergebnis der ElringKlinger AG einmalig belasteten. Die Umstellungseffekte sind im Anhang, unter dem Kapitel „Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzmodernisierungsgesetzes“, dargestellt.
Steueraufwand gestiegen
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen in 2010 um 6,1 Mio. Euro auf 10,2 (4,1) Mio. Euro. Infolge der starken Umsatz- und Ergebniszuwächse hat sich die Besteuerungsbasis entsprechend verbreitert.
Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Steuerbelastung in 2009 ungewöhnlich niedrig ausgefallen war. Dazu hat die Teilauflösung der Rückstellung für drohende Verluste aus der Materialpreisabsicherung für Legierungszuschläge wesentlich beigetragen. Da die Rückstellung bei der Einbuchung in 2008 nicht steuerlich geltend gemacht werden konnte, ergab sich in 2009 ein entsprechender Entlastungseffekt.
Die 2010 im Vorjahresvergleich weitaus höheren Dividendenerträge der Tochtergesellschaften waren größtenteils steuerfrei.
Die Steuerquote (Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Verhältnis zum Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) der ElringKlinger AG stieg damit 2010 auf 16,9 % (16,2 %).
Jahresüberschuss steigt auf 36,5 Mio. Euro
Aufgrund der im Vorjahresvergleich höheren prozentualen Steuerbelastung sowie dem außerordentlichen Aufwendungen aus der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG erhöhte sich der Jahresüberschuss der ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2010 weniger stark als das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeitum 73,0 % bzw. 15,4 Mio. Euro auf 36,5 (21,1) Mio. Euro.
Ergebniswerte übertreffen Ertragsprognose
Im Lagebericht zum Jahresabschluss 2009 war die ElringKlinger AG davon ausgegangen, dass 2010 ein organisches Wachstum der Umsatzerlöse und parallel dazu eine Steigerung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichbar ist. Dabei wurde mit einem Anstieg der Erträge aus Beteiligungen gerechnet.
Getragen von einer stärker als erwartet ausgefallenen Erholung der weltweiten Fahrzeugproduktion und der für die ElringKlinger AG besonders bedeutsamen europäischen und nordamerikanischen Fahrzeugmärkte konnten sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hohe Steigerungsraten erzielt werden. Der Anstieg der Erträge aus Beteiligungen um 13,2 Mio. Euro fiel ebenfalls signifikant aus.
Dividende soll steigen
Der für die Dividendenzahlung maßgebliche Bilanzgewinn der ElringKlinger AG lag, nach Einstellung von 14,3 (9,6) Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen, bei 22,2 (11,5) Mio. Euro. Der Vorstand schlägt, im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2010 eine im Vorjahresvergleich erhöhte Ausschüttung von 0,35 (0,20) Euro je Aktie und damit insgesamt 22,2 Mio. Euro vor. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die am 6. Oktober 2010 im Rahmen der Kapitalerhöhung platzierten 5.759.990 neuen Aktien der ElringKlinger AG ab 1. Januar 2010 gewinnberechtigt sind.
Vermögenslage
Die Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG stellte sich zum 31. Dezember 2010 sehr solide dar. Sie kam dem Unternehmen bei der Akquisition neuer langfristiger Kundenaufträge zugute. Die Kapitalerhöhung im Oktober 2010 hat dazu beigetragen, zusätzliches Finanzierungspotenzial für das weitere Wachstum des Unternehmens zu schaffen.
Bilanzsumme wächst um 21,8 %
Die Bilanzsumme spiegelte das hohe Wachstum der AG 2010 und die durchgeführte Kapitalerhöhung wider. Neben der Erhöhung der Barmittel vor allem aus den Erlösen der Kapitalerhöhung waren der deutliche Zuwachs bei den Sach- und Finanzanlagen sowie das steigende Working Capital maßgeblich dafür, dass die Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 21,8 % auf 674,7 (553,9) Mio. Euro zulegte.
Die 2010 vorgenommenen Investitionen in Sachanlagen übertrafen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Vor allem die hohen Investitionen in Grundstücke und Gebäude (6,3 Mio. Euro) und in Anlagen im Bau (35,9 Mio. Euro) ließen das Sachanlagevermögen um 12,0 % auf 201,0 (179,4) Mio. Euro anwachsen.
Die auf die Beteiligungsbuchwerte der Tochtergesellschaften vorgenommenen saldierten Zuschreibungen in Höhe von 6,4 Mio. Euro waren, im Zusammenwirken mit den um 5,4 Mio. Euro gestiegenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen, maßgeblich für den Anstieg des Buchwerts der Finanzanlagen. Ursächlich war zudem der Zukauf von weiteren 20 % der Anteile an der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Deutschland und von 40 % der Anteile an der Elring of North America, Inc., USA, bei der die ElringKlinger AG damit zum alleinigen Anteilseigner wurde. In Summe erhöhten sich die Finanzanlagen 2010 um 17,3 Mio. Euro auf 256,6 (239,3) Mio. Euro.
Zum 31. Dezember 2010 machten die immateriellen Vermögensgegenstände 1,0 (1,1) Mio. Euro aus. Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von nur 0,2 %.
Insgesamt stieg das Anlagevermögen um 9,2 % auf 458,6 (419,8) Mio. Euro.
Kapitalbindung in den Vorräten und Forderungen nimmt wachstumsbedingt zu
Infolge der im Jahr 2010 weiter stark anziehenden Kundennachfrage passte der Konzern die Bestände den gestiegenen Produktionsmengen an. Die Vorräte erhöhten sich zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 9,0 Mio. Euro auf 58,0 (49,0) Mio. Euro. Der Vorratsaufbau erfolgte damit unterproportional zum Umsatzwachstum.
Aufgrund der deutlichen Umsatzausweitung erhöhten sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 20,7 % auf 102,1 (84,6) Mio. Euro.
Die Zunahme der Kapitalbindung in den Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen fiel allerdings geringer aus als der Anstieg beim Umsatz.
Vor allem bedingt durch den teilweisen Zufluss der Erlöse aus der bereits beschriebenen Kapitalmaßnahme stiegen die Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks um 55,4 Mio. Euro auf 55,7 (0,3) Mio. Euro.
Der Anteil des gesamten Umlaufvermögens an der Bilanzsumme der ElringKlinger AG erhöhte sich auf 32,0 % (24,2 %).
Kapitalerhöhung lässt Eigenkapitalquote auf 56,5 % steigen
Während sich der Bilanzgewinn um 10,7 Mio. Euro auf 22,2 (11,5) Mio. Euro erhöhte, stieg die Dividendenausschüttung im Jahr 2010 für das Geschäftsjahr 2009 um 2,9 Mio. Euro auf 11,5 (8,6) Mio. Euro. Die Einstellung in die Gewinnrücklagen lag bei 14,3 (9,6) Mio. Euro und fiel damit um 4,7 Mio. Euro höher als im Vorjahr aus. Insgesamt machten die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2010 175,0 (161,5) Mio. Euro aus.
Die 2010 erfolgte Erhöhung des Grundkapitals bewirkte einen Anstieg des gezeichneten Kapitals um 5,8 Mio. Euro auf nunmehr 63,4 (57,6) Mio. Euro. Das Agio aus der Kapitalmaßnahme in Höhe von 118,1 Mio. Euro erhöhte die Kapitalrücklage auf 120,8 (2,7) Mio. Euro.
Insgesamt nahm das Eigenkapital der ElringKlinger AG zum 31. Dezember 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt um 148,1 Mio. Euro zu und erreichte 381,4 (233,3) Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dementsprechend von 42,1% auf 56,5 %.
Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem die Rückstellungen in Summe um 9,9 Mio. Euro abgenommen hatten, erhöhten sich die Rückstellungen in 2010 um 14,8 Mio. Euro. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf 78,6 (63,8) Mio. Euro.
Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der geänderten Bewertungsmethode der Pensionsrückstellungen aufgrund der Anwendung der Vorschriften des BilMoG. Insgesamt erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen um 14,7 Mio. Euro auf 53,3 (38,7) Mio. Euro.
Während die passivierten Steuerrückstellungen zum 31. Dezember 2010 um 2,7 Mio. Euro auf 1,1 (3,8) Mio. Euro abnahmen, erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um 2,8 Mio. Euro. In Summe stiegen die sonstigen Rückstellungen auf 24,2 (21,4) Mio. Euro.
In den sonstigen Rückstellungen erfolgte neben der Höherdotierung der Personalrückstellungen auch eine Erhöhung bei den Drohverlusten in Auftragsbeständen.
Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme nahm mit 11,7 % (11,5 %) gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitpunkt leicht zu.
Verbindlichkeiten sinken deutlich
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden vor allem aus Teilen der Erlöse der Kapitalerhöhung sowie aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit um 41,1 Mio. Euro auf 154,8 (195,9) Mio. Euro zurückgeführt. Die Auszahlungen für die Investitionsprojekte, zu deren Finanzierung die Kapitalmaßnahme durchgeführt wurde, stehen größtenteils in 2011 an.
Die kurzfristigen Darlehen (mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) haben sich gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Mio. Euro verringert. Die Bankverbindlichkeiten mit längerfristigen Laufzeiten (mit einer Restlaufzeit von einem bis zu über fünf Jahren) reduzierten sich um 32,4 Mio Euro.
Infolge des kräftigen Anstiegs der Produktionsmengen im Jahr 2010 wuchsen auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die – etwas stärker als der Umsatz – um 28,8 % auf 19,7 (15,3) Mio. Euro zulegten.
Die Verbindlichkeiten der ElringKlinger AG gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich, hauptsächlich aufgrund der Darlehensrückzahlung an die ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH, um insgesamt 6,5 Mio. Euro auf 0,4 (6,9) Mio. Euro.
Zusammengenommen reduzierte die ElringKlinger AG die Verbindlichkeiten um 43,0 Mio. Euro auf 213,5 (256,5) Mio. Euro. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme ging demzufolge auf 31,6 % (46,3 %) zurück.
Nettoverschuldung abgebaut
Die Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 96,5 Mio. Euro und lag zum 31. Dezember 2010 bei 99,1 (195,6) Mio. Euro.
Finanzlage
Die Ausführungen zur Finanzlage beruhen auf einer nach DRS 2 erstellten Kapitalflussrechnung.
Starkes Wachstum prägt Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der ElringKlinger AG ging im Geschäftsjahr 2010 zurück.
Der in 2010 um 15,4 Mio. Euro gestiegene Jahresüberschuss wirkte sich Cashflow-erhöhend aus.
Ein ebenfalls positiver Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit entstand aus den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Werkzeuge und Finanzanlagen (vermindert um Zuschreibungen) in Höhe von 28,5 (44,2) Mio. Euro. Er fiel allerdings um 15,7 Mio. Euro niedriger aus als im Vorjahr.
Der Verringerung der Rückstellungen um 9,9 Mio. Euro in 2009, die größtenteils auf die Entwicklung der Zeitwerte der rohwarenbezogenen Absicherungsgeschäfte der Legierungszuschläge für Nickel sowie auf die Entwicklung der Absicherungsmengen zurückzuführen war, stand 2010 ein Anstieg der Rückstellungen um 14,8 Mio. Euro gegenüber.
Der wesentliche belastende Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte aus dem Wiederanstieg des Working Capital nach Überwinden der Krise.
Da die Produktionsvolumen im Jahresverlauf 2010 erheblich anzogen, wurden die Beschaffungsvolumina an die steigende Nachfrage angepasst und die Lagerbestände nahmen zu. Die Kapitalbindung in den Vorräten nahm damit im Gesamtjahr 2010 um 9,1 Mio. Euro zu. Dem stand im Vorjahr noch eine Verringerung um 18,1 Mio. Euro gegenüber. Mit dem starken Wachstum in 2010 erhöhten sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen Beteiligungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt 13,5 (4,2) Mio. Euro.
Die sonstigen Aktiva nahmen um 0,2 Mio. Euro ab. Im Geschäftsjahr 2009 hatten die sonstigen Aktiva aufgrund erstatteter Ertragsteuern noch um 5,8 Mio. Euro abgenommen, was sich positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewirkt hatte.
Die anziehenden Produktionsabrufe und die damit tendenziell steigenden Beschaffungsmengen für Rohmaterial führten dazu, dass die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zunahmen. Sie erhöhten sich 2010 um 4,6 Mio. Euro im Vergleich zu einem Anstieg um 12,8 Mio. Euro im Jahr 2009. Dementsprechend ergab sich ein erhöhender Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, der allerdings niedriger ausfiel als im Vorjahr.
In Summe sank der von der ElringKlinger AG erwirtschaftete Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2010 um 28,2 % auf 63,0 (87,8) Mio. Euro. Der Cash Return (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum Umsatz) ging auf 16,5 % (28,6 %) zurück.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit rückläufig - Investitionen in Sachanlagen deutlich über Vorjahresniveau
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit der ElringKlinger AG lag 2010 auf der Ausweitung der Produktionskapazitäten, insbesondere der Beschaffung von Anlagen und Werkzeugen für die geplanten Produktneuanläufe. Zudem wurden Grundstücke an den Standorten Dettingen/Erms sowie Langenzenn erworben.
Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände blieben mit 0,5 (0,5) Mio. Euro auf Vorjahreshöhe und flossen vor allem in den Erwerb von Softwarelizenzen.
Die Auszahlungen für Gebäude und Grundstücke, Maschinen, Anlagen sowie Werkzeuge lagen mit 60,9 (42,5) Mio. Euro um 18,4 Mio. Euro über dem Niveau von 2009. Die Investitionsquote – Investitionen in Sachanlagen und Werkzeuge sowie immaterielle Vermögensgegenstände im Verhältnis zum Umsatz – stellte sich auf einen, gegenüber dem langjährigen Durchschnitt, überdurchschnittlich hohen Wert von 16,1 % (14,0 %) ein.
Am Standort der Hauptverwaltung der ElringKlinger AG, in Dettingen/Erms investierte die AG in Umbaumaßnahmen für bereits bestehende Gebäude und den Ausbau der Test- und Laborräume im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Für den für 2011 geplanten Bau des neuen Werks für Kunststoffgehäusemodule am Standort Dettingen/Erms wurde die notwendige Grundstücksfläche erworben. Den Bau des neuen Logistikzentrums mit einem Investitionsvolumen von 14,0 Mio. Euro am Standort Dettingen/Erms hat die AG 2010 bereits weitgehend abgeschlossen.
Im Geschäftsbereich Zylinderkopfdichtungen wurden an den Standorten der AG Dettingen/Erms und Runkel vor allem Anlagen beschafft, die für neu anlaufende Projekte benötigt wurden oder zur weiteren Effizienzsteigerung der Fertigungsabläufe beigetragen haben.
Der Bereich Spezialdichtungen investierte hauptsächlich in den Ausbau der Kapazitäten und den Aufbau weiterer Kompetenzen in der Abgastechnologie. Dazu wurde in eine vollautomatische Fertigungsanlage und neueste Stanz-/Prägetechnik zur Herstellung von mehrlagigen Abgasdichtungen sowie V-Ringen für Turbolader investiert. Auch zur Herstellung von Getriebesteuerplatten für moderne Automatikgetriebe beschaffte die ElringKlinger AG zusätzliche Anlagentechnologie.
Die Kapazitäten des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik am Standort Langenzenn wurden um weitere Bearbeitungszentren zur Herstellung von thermischen und akustischen Abschirmkomponenten erweitert.
Zur Vorbereitung der Produktionsanläufe von weiteren Kunststoffgehäusemodulen, vor allem besonders leichten MuCell-Kunststoffventilhauben, investierte der Geschäftsbereich Kunststoffgehäusemodule/Elastomertechnik am Standort Dettingen/Erms in neue Fertigungslinien und automatisierte Fertigungszellen.
Im Bereich Neue Geschäftsfelder tätigte die ElringKlinger AG im Jahr 2010 weitere Investitionen in die Automatisierung der SOFC-Brennstoffzellenstackfertigung sowie in zusätzliche Prüfstandstechnologie.
Zur Herstellung von Mustern, Prototypen und Kleinserien von Batteriekomponenten für Lithium-Ionen Batterien beschaffte die ElringKlinger AG umfangreiche Laborausrüstung und Prüftechnologie für den neu geschaffenen Bereich E-Mobility. Zudem wurde in Maschinen und Automaten für die in 2011 beginnende Serienfertigung von Zellverbindern und vollständigen Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen Batterien investiert.
Die Auszahlungen für Investitionen in verbundene Unternehmen und Beteiligungen lagen mit 5,8 (25,1) Mio. Euro um 19,3 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres.
In Summe belief sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2010 auf minus 61,7 Mio. Euro gegenüber minus 65,3 Mio. Euro im Vorjahr.
Somit ergab sich für die ElringKlinger AG für das Jahr 2010 ein operativer Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit bereinigt um Nettoinvestitionen in Finanzanlagen) in Höhe von 7,1 Mio. Euro (47,6) Mio. Euro.
Kapitalerhöhung bewirkt starken Anstieg des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zeigte 2010 eine Mittelaufnahme von 54,1 Mio. Euro. Dem stand im Vorjahr noch ein Mittelabfluss von 23,3 Mio. Euro gegenüber.
Maßgeblich für die Entwicklung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war der Zufluss der Bruttoemissionserlöse aus der im Oktober 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von 123,8 Mio. Euro.
Die Dividendenausschüttung an Aktionäre fiel mit 11,5 (8,6) Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro höher aus als im Vorjahr.
Darlehen bei Kreditinstituten baute die ElringKlinger AG 2010 saldiert um weitere 41,1 Mio. Euro ab, nachdem bereits 2009 eine Rückführung um 39,1 Mio. Euro erfolgt war. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten wurden 2010 um 18,9 Mio. Euro reduziert. Gleichzeitig wurden 22,2 Mio. Euro an langfristigen Darlehen getilgt.
Senkend auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wirkte sich aus, dass die ElringKlinger AG Darlehen an Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt 10,6 Mio. Euro ausreichte. Demgegenüber hatte die ElringKlinger AG 2009 noch Darlehensrückzahlungen der Tochtergesellschaften sowie Termingelder in Höhe von 24,4 Mio. Euro vereinnahmen können. Zudem wurden 6,6 (0,0) Mio. Euro an Darlehen von verbundenen Unternehmen zurückgeführt.
Zum 31. Dezember 2010 beliefen sich die verfügbaren Zahlungsmittel auf 55,7 (0,3) Mio. Euro.
Beschaffung
Während das Vorjahr von einer drastischen Anpassung der Bedarfe an die stark rückläufige Fahrzeugproduktion geprägt war, stand für das Beschaffungsmanagement 2010 das unerwartet rasante Wachstum im Mittelpunkt.
Hauptaufgabe des Einkaufs war der Bezug von Rohstoffen und Materialien für die Produktion. Die deutlich anspringende Kundennachfrage, die mit einer bisher ungekannten Dynamik einsetzte, stellte hohe Ansprüche an Einkauf, Logistik und das Management der gesamten Lieferkette. Die weltweite Beschaffung für die AG sowie die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der ElringKlinger-Gruppe wurde auch 2010 größtenteils über den zentralen Einkauf der ElringKlinger AG in Dettingen/Erms gesteuert.
Neben dem Bezug ausreichender Mengen von Rohstoffen und Vorprodukten für die Fertigung stellten auch die wieder spürbar anziehenden Preise eine Herausforderung für das Beschaffungsmanagement dar.
Einkaufsvolumen steigt signifikant
Das Einkaufsvolumen der ElringKlinger AG ist in 2010 entsprechend dem Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Es erhöhte sich um 42,4 % auf 240,3 (168,8) Mio. Euro und umfasste sowohl die bezogenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch Handelswaren für das Ersatzteilgeschäft sowie Investitionen in Grundstücke, Sachanlagen und Immobilien.
Teilweise Engpässe bei Rohstoffen
Im Krisenjahr 2009 hatten praktisch alle Lieferanten ihre Lagerbestände signifikant reduziert und Produktionskapazitäten teilweise stillgelegt. Davon waren auch Teile des Beschaffungsportfolios der ElringKlinger AG betroffen. Insbesondere im Bereich des Rohmaterials Kaltband (Stahl) erreichten die Fertigungskapazitäten der Lieferanten nicht wieder den Stand der Vorkrisenjahre 2007/2008. Es mussten Materialengpässe durch rechtzeitige Disposition vermieden werden. Die Bedarfe des Unternehmens überstiegen 2010 die ursprünglichen Planmengen zum Teil erheblich.
Den langjährigen und partnerschaftlichen Beziehungen zu den Lieferanten und der bereits seit 2006 laufenden Qualifizierung weiterer Bezugsquellen war es zu verdanken, dass es 2010 dennoch gelang, die Versorgung der Fertigung mit den benötigten Mengen zu jedem Zeitpunkt sicher zu stellen.
Um die häufig schlagartig nach oben angepassten Kundenbedarfe in diesem Umfeld termingerecht produzieren und ausliefern zu können, wurden Sondertransporte und Sonderschichten erforderlich, die zu zusätzlichen Kosten führten.
Das vom Konzerneinkauf kontinuierlich durchgeführte weltweite Kosten- und Qualitäts-Benchmarking hat wesentlich dazu beigetragen, die notwendigen Rohstoffmengen zu noch vertretbaren Preisen zu beziehen.
Rohstoffpreise steigen wieder
Die in der Krise in 2009 zum Teil deutlich rückläufigen Rohstoffpreise haben 2010 bereits wieder spürbar angezogen, befanden sich im langfristigen Vergleich aber noch auf einem verkraftbaren Niveau.
Die 2009 abgeschlossenen Lieferkontrakte haben dazu beigetragen den Anstieg bei den durchschnittlichen Einkaufspreisen für die in der ElringKlinger AG hauptsächlich eingesetzten Rohstoffe C-Stahl, Edelstahl und die darin enthaltenen Legierungen sowie Aluminium, Kunststoffgranulate und Gummi in Grenzen zu halten.
Der Zentraleinkauf hat beispielsweise beim Aluminium die Bedarfe der einzelnen Gesellschaften zusammengefasst und mit frühzeitiger Disposition Preisvorteile genutzt.
Die für 2010 ursprünglich geplanten Bedarfsmengen unserer Kunden waren vielfach nicht ausreichend. Für die kurzfristigen Mehrbedarfe über die in den Beschaffungskontrakten abgesicherten Mengen hinaus mussten erhöhte Materialpreise in Kauf genommen werden.
Langlaufende Energieverträge grenzen Preisanstieg ein
Der starke Zuwachs bei den Produktionsmengen ließ den Energieverbrauch in der ElringKlinger AG um 31,9 % steigen. Obwohl die Marktpreise für die überwiegend eingesetzten Energieträger Strom und Gas spürbar zulegten, konnte der Anstieg bei den Energiekosten auf 33,0 % beschränkt werden.
Neben den Prozessoptimierungen und dem Einsatz verbrauchsärmerer Maschinen in der Fertigung haben vor allem die lang laufenden Bezugskontrakte dazu geführt, dass der Kostenanstieg unterproportional zum allgemeinen Anstieg der Energiepreise ausgefallen ist.
Wie bereits für 2009 berichtet, hat die ElringKlinger AG langfristige Lieferverträge für Strom und Gas abgeschlossen und damit einem weiteren Anstieg der Bezugspreise zum Teil bis ins Jahr 2013 hinein vorgebeugt. Im Gegensatz zu den im Spotmarkt stark steigenden Strompreisen hat ElringKlinger mit diesen Langzeitabschlüssen feste, kalkulierbare Energiepreise über Jahre hinweg abgesichert. Spitzenmengen wurden unterjährig auf dem Spotmarkt zugekauft.
Ausbau der Lieferantenstruktur in Asien forciert
Im Rahmen des internationalen Produktionsverbunds des ElringKlinger-Konzerns prüft und steuert der Zentraleinkauf in Dettingen/Erms die verstärkte Vergabe von Bezugsmengen an regionale Lieferanten, um Logistikwege möglichst kurz zu halten. Hier spielte mit eine Rolle, dass in einigen Regionen von staatlicher Seite regionale Bezugsmengen vorgegeben werden bzw. von den Kunden die Belieferung aus lokaler Produktion gewünscht wird. Zudem grenzt das Beschaffungsmanagement mit dem gezielten Einkauf der benötigten Rohstoffe im gleichen Währungsraum, in dem die Umsatzerlöse realisiert werden, die Währungsrisiken ein.
Am indischen Standort der Gruppe in Ranjangaon setzte der Einkauf einen eigenen Einkaufsanalysten ein, um den dortigen Beschaffungsmarkt für die Gruppe eingehend zu analysieren. So können kostengünstigere Bezugsquellen auch von der ElringKlinger AG genutzt werden.
Angesichts weiter steigender Einkaufsvolumina werden die Beschaffung ausreichender Materialumfänge, die Vermeidung von Lieferengpässen und Maßnahmen zur Eingrenzung des Preisanstiegs bei den bezogenen Rohstoffen auch in 2011 die Kernaufgaben für das zentrale Beschaffungsmanagement der ElringKlinger AG darstellen.
Umwelt-, Qualitäts- und Arbeitssicherheitsmanagement
Nachhaltig denken und handeln für eine bessere Umwelt
Für die ElringKlinger AG nimmt nachhaltiges Wirtschaften einen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie ein. Nachhaltig denken und handeln bedeutet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen - hinsichtlich Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, der Gesellschaft und der Umwelt. Als Zulieferer der Automobilhersteller weltweit übernimmt ElringKlinger unmittelbar Verantwortung für eine umweltgerechte Mobilität. Dabei stehen die Themen Verbrauchsreduzierung und Emissionsverringerung sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Vordergrund.
Umweltschonende Produktionsprozesse
An den drei Produktionsstandorten der ElringKlinger AG werden die Fertigungsprozesse laufend auf ihre Umweltverträglichkeit und den effizienten Einsatz der Ressourcen hin überprüft, bewertet und ständig weiterentwickelt. Dieser Grundsatz ist in den Unternehmens-Leitlinien verankert.
Das Umweltmanagement der ElringKlinger AG ermittelt regelmäßig Umweltkennzahlen und erhebt dazu relevante Daten, wie Material- und Energieverbrauch sowie Emissionen und Abfallaufkommen. Die Daten werden überprüft und bewertet, um so den Energie- und Materialverbrauch kontinuierlich zu verringern. Neben dem Hauptziel, die Umwelt so wenig wie möglich zu belasten, wirken sich diese Maßnahmen auch positiv auf die Kostenstruktur des Unternehmens aus. Im Mittelpunkt des Umweltprogramms 2010 stand die Reduzierung des CO2-Verbrauchs.
Investitionen in umweltgerechte Anlagen und Gebäude
Mit Investitionen in moderne Fertigungsautomaten, die geringere Verbrauchswerte haben und somit weniger Energieträger benötigen, versucht die ElringKlinger AG dem Anstieg des Energiebedarfs entgegen zu wirken. Zu den wichtigsten Kriterien für die Investitionsentscheidung zählt die verbesserte Energieeffizienz.
Beispielhaft steht dafür in 2010 die Anschaffung von neuen Servopressen für die Herstellung mehrlagiger Dichtungen. Der Vorteil dieser Pressen liegt in einem energieeffizienteren Pendelhubbetrieb. Die während der Bremsphase einer Hubbewegung entstandene Energie wird in einen Energiespeicher rückgespeist und steht der Folgebewegung zur Verfügung.
Ebenfalls mit dem Ziel der Energiereduzierung wurde in 2010 am Standort Dettingen/Erms die Heizzentrale von Öl- auf Gasbetrieb umgestellt - Gas weist im Vergleich zu Öl einen höheren thermischen Nutzungsgrad auf.
Eine wegweisende Investition ist der in 2010 größtenteils abgeschlossene Neubau des hochmodernen, vollautomatischen Logistikzentrums am Sitz in Dettingen/Erms. Dieser Bau mit einer Nutzfläche von über 10.000 m² wird in direkter Nähe zu den Produktionsbereichen errichtet und löst bestehende Außenläger ab. Damit verkürzen sich die Wege zwischen Fertigung, Lager und Versand. Ein modernes, vernetztes Warenwirtschaftssystem steuert die zentrale Lagerung aller Komponenten – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt – und garantiert somit ein optimales Bestandsmanagement. Beim Ein- und Auslagern der Komponenten im Hochregallager wurde ebenfalls auf eine wirkungsvolle Energienutzung geachtet. Die bei der Auslagerung entstehende Energie in der Abwärtsbewegung wird zur Stromerzeugung genutzt.
Geringerer Materialeinsatz und verbesserte Qualität schließen sich nicht aus
Ein weiteres Ziel des Umweltprogramms 2010 bestand in der Reduzierung des Einsatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Beispielsweise wurde zur Herstellung von besonders leichten und dennoch belastbaren Kunststoffgehäusemodulen das neuartige „MuCell“ Kunststoff-Spritzverfahren angewandt. Damit gelang es, den Polyamid-Einsatz zu reduzieren. Ebenfalls unter dem Aspekt des reduzierten Materialverbrauchs ist zu sehen, dass im Ersatzteilbereich die Papierkataloge seit 2010 nur noch bedarfsorientiert hergestellt und verschickt werden.
Grüne Karte für den CO 2 -Ausstoß der Fahrzeugflotte der ElringKlinger AG
In 2010 erhielt die ElringKlinger AG, als einziges Unternehmen der deutschen Automobil- und Automobilzulieferindustrie, die Grüne Karte der Deutschen Umwelthilfe für nachhaltige Transparenz und veröffentlichte betriebsinterne Klimaschutzziele in der Firmenwagenpolitik.
In 2010 lag der durchschnittliche CO2-Ausstoß der ElringKlinger-Dienstwagenflotte bei 159 g/km. Um den Flottenverbrauch in den kommenden Jahren sukzessive zu reduzieren werden Fahrzeuge mit einem hohen CO2-Ausstoß gezielt durch CO2-ärmere Pkw ersetzt.
Bereich Qualität- und Arbeitssicherheit
Seit Jahren ist an allen Standorten der ElringKlinger AG ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt und nach dem Automobilindustriestandard TS 16949 sowie gemäß ISO 9001 standardisiert und zertifiziert. Auch in 2010 führte die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Management Systemen (DQS GmbH) die notwendigen Folge- bzw. Wiederholungsaudits durch.
Dabei ist nicht erst die Herstellung der Produkte, sondern bereits ihre Entwicklung nach der Qualitätsnorm TS 16949 zertifiziert. In der Entwicklungs- und Planungsphase wird eine Ressourcen-Analyse durchgeführt, welche die Grundlage für einen möglichst geringen Materialeinsatz und eine möglichst hohe Recycling-Rate legt.
Zudem verfügen alle Produktionsstandorte über ein integriertes und zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001. Die Zertifikate hat das Unternehmen auf der Website veröffentlicht. Sie können abgerufen werden unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/umwelt-und-qualitaet/zertifikate.
In 2010 wurde die Entwicklung des Arbeitsschutzmanagements mit dem Ziel einer Zertifizierung nach OHSAS (Occupational Health and Safety Assessment Series) 18001 weiter vorangebracht.
Als verbindliche Handlungsgrundlage für alle Mitarbeiter gelten die Unternehmensleitlinie “Qualitäts- und Umweltpolitik“, der „Unternehmenskodex“ und die „Arbeitsschutzpolitik“. Sie dienen als Basis für interne Regelungen und Richtlinien. Die Leitlinien können abgerufen werden auf der Internetseite unter www.elringklinger.de/de/nachhaltigkeit/leitlinien.
Regelmäßig finden interne Audits in den Bereichen Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit statt. Dazu werden Zielvorgaben abgestimmt und ihre Umsetzung monatlich zentral überprüft. Diese Audits ergänzen das integrierte Managementsystem und geben Hinweise darauf, ob die Prozesse im Unternehmen qualitätsgerecht, umweltschonend, kosteneffizient, verantwortungsvoll und sicher gesteuert werden und wo Verbesserungspotenziale bestehen. Auch der Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist für ElringKlinger ein zentraler Aspekt. Mit gezielten und regelmäßig stattfindenden Mitarbeiterschulungen soll einer Verletzungsgefahr vorgebeugt werden. In 2010 betrug die Anzahl der Arbeitsunfälle mit anschließenden Ausfallzeiten von mehr als drei Tagen 63.
Über Null-Fehler-Qualität zur Kundenzufriedenheit
Durch die webbasierte Prozesslandschaft werden über alle Standorte hinweg einheitliche Standards durch Vorgabeprozesse, gleichbleibende Qualität der Produkte sowie eine vereinfachte und vereinheitlichte Dokumentation der Vorgabeprozesse kommuniziert und zugänglich gemacht. Durch den Ausbau des computergestützten Qualitätskontrollsystems CAQ sowie der Einführung des QM-Moduls in SAP konnte das Qualitätsmanagement weiter verbessert werden. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Kundenzufriedenheitswerte auch in 2010 auf sehr hohem Niveau zu halten.
Um das Ziel der „Null-Fehler-Qualität“ in allen Produktionsprozessen zu erreichen, werden auch hochwertige Rohstoffe und Zulieferteile benötigt. Daher legt die ElringKlinger AG bei der Auswahl von Lieferanten hohe Maßstäbe an. Die Lieferanten sind durch Audits und festgelegte Informationsprozesse in das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens eingebunden. Hinzu kommt, dass alle Lieferanten die geltenden Umweltschutzbestimmungen und -gesetze in allen Bereichen und Prozessen erfüllen müssen. In 2010 konnten alle Geschäftspartner eine Zertifizierung nach ISO 9001 nachweisen. 40 % der Lieferanten hatten in 2010 eine Zertifizierung nach TS 16949 und 51% ein zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001.
Forschung und Entwicklung
Innovationen für beide Antriebswelten: Verbrauchsarmer Verbrennungsmotor und E-Mobility
Die ElringKlinger AG hat sich 2010 mit zahlreichen neuen Entwicklungen und Anwendungen bei den etablierten Produktgruppen im Stammgeschäft für die kommenden Jahre aussichtsreich aufgestellt. Parallel dazu befanden sich zahlreiche Produktkonzepte im Bereich Neue Geschäftsfelder in der Entwicklung. Einige stehen bereits kurz vor der Markteinführung. Dabei betrachtet ElringKlinger neue Produkte schon im Moment der Einführung beim Kunden als Standard und beginnt umgehend mit der Arbeit an der weiteren Optimierung der Konzepte und an weiteren Anwendungsmöglichkeiten. Mit dieser Philosophie hat das Unternehmen auch im Jahr 2010 das Fundament für die weitere Verbesserung der Wettbewerbsposition gelegt.
Hoch anspruchsvolle Rahmenbedingungen
Die Automobilbranche steht derzeit in der Antriebstechnologie vor entscheidenden Weichenstellungen. Es geht darum, neue, umweltfreundliche und dabei gleichzeitig bezahlbare Lösungen zu finden. Dabei haben die Anforderungen der Automobilhersteller an die Innovationskraft und die dafür notwendige Finanzierungsfähigkeit der Zulieferer nach der Krise wieder spürbar zugenommen.
Die ElringKlinger AG sieht seitens der Fahrzeughersteller verstärktes Interesse, mit langfristigen Entwicklungspartnern auf der Zulieferseite zusammenzuarbeiten, die befähigt sind, Lösungen zur Optimierung des klassischen Verbrennungsmotors beizutragen und gleichzeitig mit Entwicklungsbeiträgen im Bereich der neuen elektrischen Antriebssysteme Impulse zu setzen. ElringKlinger hat daher frühzeitig damit begonnen, sich technologisch so aufzustellen, dass das Unternehmen heute als einer von weltweit nur sehr wenigen Zulieferern in der Lage ist, Produkte sowohl für den Verbrennungsmotor als auch für den Elektroantrieb zu liefern. Dementsprechend lag einer der Schwerpunkte in 2010 auf dem Ausbau der Entwicklungsaktivitäten in der Batterietechnik und in der Brennstoffzellentechnologie.
Insbesondere kommt dem Unternehmen der bei fast allen Kunden feststellbare Trend hin zum Hybrid, also der Verbindung eines verbrauchsarmen Verbrennungsmotors mit einem elektrischen Antrieb, zugute. Über die Komponenten für den Verbrennungsmotor hinaus kann ElringKlinger jetzt zusätzliche Produkte für die Batterietechnologie liefern.
Forschungs- und Entwicklungskapazitäten gestärkt
Im Jahr 2010 hat ElringKlinger die FuE-Aktivitäten sowohl in den etablierten Produktbereichen als auch im Bereich Neue Geschäftsfelder ausgebaut. Dies erfolgte schwerpunktmäßig am Standort Dettingen/Erms. Zum 31. Dezember 2010 stieg die Anzahl der Mitarbeiter der ElringKlinger AG im Bereich Forschung und Entwicklung auf insgesamt 268 (235) Beschäftigte.
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen hat die ElringKlinger AG im Geschäftsjahr 2010 um 22,9 % auf 38,6 (31,4) Mio. Euro erhöht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Unternehmen auch in dem schwierigen Marktumfeld des Jahres 2009 in unveränderter Höhe in die Entwicklung neuer Produkte und Technologien investiert hatte. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Umsatz fiel mit 10,1 % (10,2 %) in 2010 etwas niedriger aus als im Vorjahr. Für diesen Rückgang der FuE-Quote waren allerdings ausschließlich der starke Anstieg der Umsatzerlöse und die dadurch erhöhte Bezugsbasis verantwortlich.
Know-how Schutz als Wettbewerbsfaktor
Um den Schutz des Technologie-Know-hows sowie des geistigen Eigentums zu gewährleisten, verfügt die ElringKlinger AG über eine spezialisierte Patentabteilung, die allein 2010 24 Patentanmeldungen tätigte und gewerbliche Schutzrechte registrierte.
Ebenfalls aus diesem Grunde sind die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des ElringKlinger-Konzerns an den Standorten der ElringKlinger AG in Deutschland sowie bei der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG konzentriert. In den dort eingerichteten Technologie-Kompetenzzentren wird der Großteil der FuE-Leistungen für die gesamte ElringKlinger-Gruppe erbracht.
Beim Verbrennungsmotor steht Downsizing im Mittelpunkt
ElringKlinger ist überzeugt, dass der Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit das dominierende Antriebsaggregat bleiben wird. Das Unternehmen sieht für den Verbrennungsmotor in den kommenden Jahren weiterhin hohes Potenzial, sei es als verbrauchsoptimierter Downsizing-Motor oder kombiniert mit einem elektrischen Antriebsstrang im Hybrid. Dagegen werden die Marktanteile von reinen Elektrofahrzeugen zwar spürbar zunehmen, einen Anteil von 5 bis 10 Prozent an der weltweiten Fahrzeugproduktion in den nächsten zehn Jahren aber noch nicht überschreiten.
Im Motorenbau ist das wichtigste Anliegen der Pkw-Hersteller, den Kraftstoffverbrauch abzusenken und die Emissionen von Kohlenwasserstoffen und Stickoxiden zu verringern.
Die zunehmend schärferen CO2-Grenzwerte sowie die ab 2014 in Kraft tretende Euro-6-Norm lassen die Anforderungen an die gesamte Motortechnik und insbesondere auch an die von ElringKlinger gelieferten Motor- und Abgaskomponenten spürbar steigen.
Beim Verbrennungsmotor profitiert die ElringKlinger AG mit ihrem Produktportfolio vom Trend zu sparsameren aufgeladenen Motoren. Die beim Downsizing erzielte Effizienzsteigerung in den hubraumreduzierten Motoren geht in der Regel mit höheren Spitzentemperaturen und steigendem Zünddruck im Brennraum einher. Damit wurden 2010 noch höhere Leistungsansprüche an die Entwicklung neuer Zylinderkopf- und Spezialdichtungskonzepte gestellt.
Neue Designs und Turbocharging -Anwendungen bei Metalldichtungen
Im Bereich Zylinderkopfdichtungen stand die Entwicklung noch leistungsfähigerer Dichtungskonzepte für die wachsende Anzahl der Downsizing-Konzepte im Mittelpunkt.
ElringKlinger entwickelte zahlreiche neue Zylinderkopfdichtungsdesigns für die neue Generation von hoch effizienten, aufgeladenen Benzinmotoren mit Direkteinspritzung, die hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Dichtsystems stellen.
Um den hohen Spitzendrücken und Temperaturbeanspruchungen dieser Motoren entgegenwirken zu können, hat ElringKlinger zusätzliche Abstützelemente mit geprägten Stoppern entwickelt, die im sogenannten Hinterland der Dichtung zum Einsatz kommen.
Mit neuen, extrem standfesten Elastomer-Beschichtungsmaterialien gelang es, die Leistungsfähigkeit und Dauerhaltbarkeit des Dichtungssystems unter diesen Einsatzbedingungen weiter zu verbessern.
Der Geschäftsbereich Spezialdichtungen entwickelte neue, in höchstem Maße hitzebeständige Dichtungssysteme aus Speziallegierungen für Turbolader. Zur Marktreife geführt wurden hochwertige V-Ringdichtungen, die eine der Schlüsselkomponenten für den Turbolader darstellen. Nahezu alle großen internationalen Turbolader-Hersteller befinden sich derzeit zusammen mit ElringKlinger in entsprechenden Entwicklungsprojekten. Damit hat ElringKlinger die Grundlage für das starke Wachstum mit dieser Produktgruppe in den kommenden Jahren gelegt. Wesentliche Fortschritte erzielte der Geschäftsbereich auch in der Fertigungstechnologie für hochtemperaturfähige Formringe sowie für mehrlagige Turbodichtungen.
Die steigende Komplexität des Abgasstrangs führte auf Kundenseite zu einem zunehmenden Bedarf an hochwertigen Abdichtungssystemen. Für diese Anforderungen im Hochtemperaturumfeld entwarf der Bereich Spezialdichtungen zahlreiche Abgasdichtungsapplikationen mit speziellen Dichtungsgeometrien. Die für 2014 anstehende Einführung der Euro-6-Norm, erfordert eine weitere signifikante Absenkung der Stickoxid-Werte im Motor. Für diese Problemstellung liefert ElringKlinger unter anderem SCR-Adaptermodule (Selective Catalytic Reduction) für die Stickoxid-Reduzierung mittels Harnstoffeindüsung. In diesem Anwendungsgebiet arbeitete der Bereich Spezialdichtungen intensiv mit der ElringKlinger Motortechnik GmbH zusammen, die die entsprechenden Engineering-Dienstleistungen anbietet.
Im Getriebebereich wurden weitere gewichtsreduzierte und beschichtete Getriebesteuerplatten-Applikationen zur Serienreife gebracht, die in der neuen Generation von Doppelkupplungs-Automatikgetrieben Verwendung finden.
Abschirmtechnik: Thermomanagement gefragt
Motor-Downsizing und aufwendige Abgasnachbehandlungssysteme, die die anspruchsvollen Anforderungen der stringenten Euro 6 Norm erfüllen, erfordern intelligentes Thermomanagement. Durch Kapselung, Katalysatortechnik und Abgasturbolader steigen die Temperaturen im Motorraum, Unterbodenbereich und rund um das Abgassystem. ElringKlinger entwickelte daher zahlreiche Hitzeschild-Applikationen für Sensoren, Steuerungen und Schlauchleitungen, die vor den hohen Umgebungstemperaturen geschützt werden müssen.
Um der zunehmenden Nachfrage der Kunden nach akustischen Abschirmlösungen gerecht zu werden, entwickelte der Geschäftsbereich Abschirmtechnik eine Vielzahl von neuen Produkten zur Schallisolierung. Eine wesentliche Anforderung an die Designs bestand darin, kombinierte Akustikhitzeschilder in Mehrlagen-Verbund-Technologie zu entwickeln, die sowohl vor hohen Temperaturen schützen als auch Schall absorbieren. Mithilfe neuer Materialkonzepte und Fertigungstechnologien wurden bei der Gewichtsreduzierung der Bauteile wesentliche Fortschritte erreicht.
Über intelligente Abschirmsysteme leistete der Geschäftsbereich Abschirmtechnik auch einen maßgeblichen Beitrag, um die Wärmeverluste zu verringern, die Kaltstartphase zu verkürzen und damit die Schadstoffemissionen sowie den Kraftstoffverbrauch abzusenken. Durch die Reduzierung von thermischen Verlusten mit Hilfe von Abschirmsystemen springen Katalysatoren schneller an. Die HC- und NOx -Abgaswerte können so zurückgeführt werden. In Zusammenarbeit mit mehreren Fahrzeugherstellern arbeitete ElringKlinger auch an der Aufgabenstellung, das Thermomanagement im Motorraum durch Einhausung bzw. Abschirmung zu verbessern und so im Kaltstartzyklus und in der Anfahrphase zu besseren Emissions- und Verbrauchswerten zu kommen.
Rund um das Thema E-Mobility – und hier insbesondere in der Batterietechnik – arbeitete der Geschäftsbereich Abschirmtechnik an einigen vielversprechenden neuen Produktkonzepten. Neben Lösungen zur EMV-Abschirmung (Elektromagnetische Verträglichkeit) befinden sich Batterieeinhausungen in der Entwicklungsphase.
Viel Beachtung fand ein abschirmtechnisches Paket für den Hitze- und Schallschutz, das ElringKlinger für den Hybrid-Elektrosportwagen Fisker Karma konzipierte.
Kunststoffgehäusemodule im Trend: Weniger Gewicht bei mehr Funktionen
Im Bereich Kunststoffgehäusemodule wurden zahlreiche neue Leichtbaumodule aus Thermoplast-Kunststoffen für Anwendungen im Motor und Getriebe entwickelt, u. a. Ventilhauben, Motor- und Getriebeölwannen, Schaltkolben sowie Lagerschildgehäuse.
Dabei war vor allem von Seiten asiatischer Hersteller ein deutlich verstärkter Trend feststellbar, mit dem Ersatz schwerer Metallteile durch leichte Kunststoffgehäusemodule Gewicht einzusparen und somit spürbare Fortschritte bei der CO2-Reduzierung zu erzielen.
Im Zentrum der Entwicklungstätigkeit stand die Herstellung von besonders leichten und dennoch belastbaren Kunststoffgehäusemodulen. Mithilfe des neuartigen MuCell-Kunststoff-Spritzverfahrens gelang es, eine noch leichtere Polyamid-Materialstruktur herzustellen. Das bereits niedrige Gewicht der Kunststoffgehäusemodule konnte damit nochmals signifikant gesenkt werden. Der Serienanlauf einer Ventilhaube aus dem neuen Material ist bereits erfolgt.
Ein Kernthema für das Design neuer Produkte war die Integration von Zusatzfunktionen. Damit trägt ElringKlinger nicht nur zur Reduktion der Komplexität und des Gewichts bei, sondern hilft zugleich, Kosten zu sparen.
Bei der Entwicklung eines neuen Kunststoff-Ventilhauben-Designs integrierten die Entwickler Turbo-Unterdruckspeicher, Hitzeabschirmung und eine neuartige Ölabscheidung, die mit Hilfe eines Flies-Ölabscheidesystems deutlich verbesserte Abscheideraten erreicht.
Einen weiteren Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit in 2010 stellte der Entwurf einer ganzen Reihe von Kunststoff-Gehäusemodulen für den Lkw-Bereich dar. Bei diesen Produkten sind die mechanischen Beanspruchungen besonders groß und die geforderte Dauerhaltbarkeit sowie die Ansprüche an die eingesetzte Werkzeugtechnologie besonders hoch. Neben Kunststoff-Ventilhauben mit integriertem Leiterrahmen für die Elektrik wurden hochvolumige Motorölwannen-Module, die wesentliche Funktionselemente wie Ölsaugrohr, Filtersieb, Ölablasser und Dichtungssystem bereits enthalten, auf den Markt gebracht.
Für diese innovativen Kunststoffgehäusemodule, die Fahrzeuge spürbar leichter machen und dadurch zur Kraftstoffverbrauchs- und Emissionsreduzierung beitragen, wurde ElringKlinger 2010 von einem der weltweit führenden Lkw-Hersteller mit dem Key Supplier Award ausgezeichnet.
Neue Geschäftsfelder: Eigener Bereich E-Mobility aufgebaut
Im Bereich Neue Geschäftsfelder hat ElringKlinger die Entwicklungskapazitäten in 2010 stark ausgebaut. Das Unternehmen hat der langfristig steigenden Bedeutung der Elektromobilität Rechnung getragen und einen eigenständigen Teilbereich „E-Mobility“ geschaffen, der die Aktivitäten in der Batterietechnik und Brennstoffzellentechnologie bündelt. Gerade zwischen diesen beiden Sparten gibt es zahlreiche Material- und Prozesssynergien, die damit noch besser genutzt werden können. Allein in der Batterietechnik stockte ElringKlinger am Standort Dettingen/Erms die Anzahl der in diesem Aufgabengebiet tätigen Entwickler um mehr als 20 Mitarbeiter auf. Besonders rund um das Thema Batteriespeichertechnologie bieten sich für ElringKlinger zahlreiche Chancen, auf der Basis der vorhandenen Kompetenzen und Entwicklungsverfahren wichtige Technologiebeiträge zu liefern und neue Produkte auf den Markt zu bringen.
Ein großer Teil der im Bereich E-Mobility angefallenen Kosten konnte dabei aus Fördermitteln der öffentlichen Hand gedeckt werden. Für die laufenden Entwicklungsprojekte in der Batterietechnik und Brennstoffzellentechnologie bezog die ElringKlinger AG im Jahr 2010 3,1 Mio. Euro. Mit Forschungskooperationen gelang es, die Vorlaufkosten der Entwicklungen einzugrenzen und die Marktfähigkeit übergreifender Systemlösungen zu beschleunigen.
Zellverbinder für Lithium-Ionen-Batterien serienreif
Mit der Entwicklung von speziellen Kunststoff-Bipolarplatten für bipolare Blei-Säure-Batterien hat ElringKlinger entwicklungsseitig den Einstieg in den Batteriebereich bereits 2009 vollzogen. Das Unternehmen hat sich mit der Batterietechnik zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten erschlossen und konzentrierte sich 2010 bei der Forschung und Produktentwicklung auf Komponenten für Hochenergiespeicher wie Lithium-Ionen-Batterien.
Von besonderer Bedeutung war der erfolgreiche Abschluss der Entwicklung einer neuartigen, besonders leistungsfähigen Lösung zur Verbindung von Lithium-Ionen-Zellen und -Modulen. Die Zellverbinder gleichen die Temperaturschwankungen aus und zeichnen sich durch ihre hohe thermische und physikalische Belastbarkeit aus. Der Konzern konnte dabei auf die vorhandene Kompetenz in der Fertigungstechnik für hochwertige Metall- und Kunststoffkomponenten zurückgreifen. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem neuen Produkt leistete das technologische Know-how des Bereichs Zylinderkopfdichtungen, in dem technisch vergleichbare Problemstellungen gelöst werden müssen. Neben den eigentlichen Zell- und Modulverbindern entwarf ElringKlinger auch die Zellhalterung und -abdeckung aus Kunststoff.
Mit zwei großen Serienaufträgen eines deutschen Pkw-Herstellers zur Lieferung von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien hat die ElringKlinger AG 2010 wichtige Referenzprojekte gewonnen. Die Zellkontaktiersysteme für den Lithium-Ionen-Hochenergiespeicher sind sowohl für den Einsatz in Hybridfahrzeugen als auch in reinen Elektromobilen vorgesehen.
Derzeit arbeitet der Bereich E-Mobility bereits an Verbindungslösungen für prismatische und sogenannte „Coffee Bag“-Zellstrukturen, die eine platzsparendere Speicherlösung ermöglichen als die heute gängigen zylindrischen Zellstrukturen.
Aufgrund des hohen Interesses von Seiten der Fahrzeughersteller und Batterieproduzenten hat ElringKlinger 2010 damit begonnenen, am Standort Dettingen/Erms ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für E-Mobility einzurichten und eine eigene Großserienfertigung für Zellverbinder aufzubauen.
Weitere Batteriekomponenten, wie Druckausgleichs- und Belüftungssyteme, wurden in Zusammenarbeit mit der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH entwickelt, die ihre PTFE-Materialkompetenz und das Know-how zur Herstellung von Membranen einbrachte. Zudem arbeitete die Batterietechnik an Drainage-Lösungen zur Ableitung von Feuchtigkeit in der Batterie sowie an Dichtungskonzepten. Auch rund um das Thema Thermomanagement von Hochenergiespeichern betreibt ElringKlinger einige interessante Entwicklungsprojekte. Die ElringKlinger Batterietechnik hat sich damit 2010 eine gute Grundlage geschaffen, um in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Teilen für Lithium-Ionen-Batterien und anderen Hochenergiespeicherkonzepten marktfähig zu sein.
Brennstoffzellen-Technologie für mobile und stationäre Anwendungen
Auch in der Brennstoffzellen-Technologie erzielte ElringKlinger in 2010 wesentliche Fortschritte und ist auf dem Weg zur Herstellung kommerzialisierbarer Produktlösungen einen großen Schritt vorangekommen.
Im Jahr 2010 konnte die erste Anlage zum Bau von vollständigen SOFC-Stacks (Solid Oxid Fuel Cell, Festoxid-Brennstoffzelle) für die Pilotfertigung erfolgreich in Betrieb genommen werden. Der Aufbau der Stacks wird mit einem 6-Achs-Roboter umgesetzt, mit dem verschiedenste Stack-Varianten aufgebaut werden können. Die Anlage ist in der Lage verschiedene Funktionselemente der Brennstoffzelle mit entsprechender Greifertechnik zu handhaben, wiederholgenau zu positionieren und zu fixieren. Anschließend werden die Komponenten mittels Laserschweißen vollautomatisiert und prozesssicher verbunden.
In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Eberspächer und Behr entwickelte ElringKlinger ein komplettes Hochtemperatur-Brennstoffzellen-Stackmodul, das auch Wärmetauscher sowie Reformer umfasst, der Energieträger wie Diesel, Erdgas oder Bioethanol mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie umsetzt. Die Temperaturabschirmung des Gesamtsystems erfolgt mit Hilfe einer von der ElringKlinger Abschirmtechnik eigens für diese Anwendung konzipierten Thermobox.
Zum Einsatz kommen soll es zur elektrischen Versorgung und Standklimatisierung der Fahrgastzellen von schweren Lkw im US-Markt. Nachdem es aus Umweltgründen in mittlerweile 35 US-Bundesstaaten untersagt ist, den Lkw-Motor im Standbetrieb zur Klimatisierung des Innenraums durchlaufen zu lassen (Non-Idling Law), ist ElringKlinger mit diesem Konzept auf sehr positive Resonanz von Seiten der nordamerikanischen Truck-Hersteller gestoßen. Ziel des Entwicklungsprojekts ist, für diesen hoch interessanten Markt bis 2015 ein serienfähiges Produkt anbieten zu können.
Eine größere Anzahl von Prototypen wurde bereits fertiggestellt und befindet sich derzeit auf den Prüfständen der ElringKlinger-Brennstoffzellentechnik in umfangreichen Dauerlauftests. Die elektrische Leistung der Stack-Module konnte mittlerweile in den Bereich von 1,5 bis maximal 3,0 kW gesteigert werden.
Diese hoch effiziente Technologie wird in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt derzeit auch für den stationären Einsatz vorbereitet.
Das ElringKlinger-SOFC-Leichtbaustack wird dabei für die dezentrale Strom- und Wärmeversorgung nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in Ein- und Mehrfamilienhäusern ausgelegt. Abhängig von der zukünftigen Entwicklung der Strompreise und staatlichen Fördermaßnahmen sieht ElringKlinger bei diesen Anwendungen mittelfristig interessante Perspektiven und arbeitet in diesem, außerhalb der Automobilindustrie angesiedelten Marktsegment mit zwei Kooperationspartnern aus der Heizungsindustrie zusammen.
Für PEM-Niedertemperatur-Brennstoffzellen (Proton Exchange Membran),, die zukünftig im Pkw den Motor als Antriebsaggregat ersetzen sollen, entwickelt ElringKlinger Bipolarplatten. Das Unternehmen arbeitet hier bereits seit mehreren Jahren mit internationalen Fahrzeugherstellern zusammen. Die hohen Volumina der in diesen Stacks benötigten Bipolarplatten machen dieses Produkt selbst beim Einsatz von kleinen Fahrzeugserien für ElringKlinger wirtschaftlich interessant. Im Jahr 2010 hat das Unternehmen die Designs der Bipolarplatten und ihrer Funktionselemente weiter verbessert und kostenseitig optimiert. Wichtige verfahrenstechnische Fortschritte erzielte ElringKlinger bei der Einführung serientauglicher Fertigungsprozesse zur Herstellung und im Zusammenbau der einzelnen Zellen zum Brennstoffzellen-Stapel sowie in der Abdichtungstechnologie. Hier kommen Stanzprägeverfahren mit Folgeverbundwerkzeugen und modernste Laserschweißverfahren zum Einsatz.
Ein weiteres Projekt, das 2010 gestartet wurde, zielt auf den breiten Markt der Flurförderfahrzeuge. In diesem Zusammenhang hat ElringKlinger ein Start-up-Team von in diesem Bereich tätigen Spezialisten in die Organisation der ElringKlinger Brennstoffzellentechnik integriert und damit das Know-how auf diesem Gebiet wesentlich verstärkt. Im Rahmen dieses ebenfalls staatlich geförderten Entwicklungsvorhabens werden Bipolarplatten und kompakte PEM-Stacks mit einer Leistung von rund 3 kW entwickelt.
Neuartiges Beschichtungsmaterial zur Rußreduzierung in Dieselpartikelfiltern
Nach dem Inkrafttreten der Euro-5-Norm für Pkw im September 2009 werden heute nahezu alle Dieselneufahrzeuge mit einem Partikelfilter zur Rußreduzierung ausgerüstet.
Um die notwendige Abbrandtemperatur absenken zu können und die Regeneration des Filters zu verbessern, werden die Filterkörper meist mit teuren edelmetallhaltigen Legierungen beschichtet.
ElringKlinger hat von einem auf Beschichtungstechnik spezialisierten Partnerunternehmen ein neuartiges Material aus Alkalisilikat exklusiv lizenziert. Dieses wurde in den letzten beiden Jahren für den Einsatz als Beschichtungsmaterial im Dieselpartikelfilterkörper weiterentwickelt und optimiert. Die internen Labor- und Dauerlauftests zeigten, dass das edelmetallfreie und umweltverträgliche Material in hohem Maße katalytisch reaktiv und geeignet ist, die zur Regeneration des Filters notwendigen Temperaturniveaus und Reaktionszeiten zu verringern. Damit reduziert sich die notwendige Kraftstoffnacheinspritzung und die CO2-Emissionen fallen niedriger aus. Zudem besteht im Vergleich zu den heute gängigen Edelmetall-basierten Systemen das Potenzial, die Kosten für die Beschichtung spürbar zu senken.
In 2010 konnten mit Blick auf die Dauerfestigkeit wesentliche Fortschritte erzielt werden. Derzeit befinden sich von ElringKlinger beschichtete Testkörper bei einem europäischen Pkw-Hersteller in der Erprobung.
Aufgrund der in 2014 bevorstehenden Einführung der neuen Euro-6-Gesetzgebung für Lkw sieht ElringKlinger auch von Seiten der Nutzfahrzeugindustrie hohes Interesse an dem Materialkonzept. Daher wurden erste Applikationen zur katalytischen Rußreduzierung in Dieselpartikelfilterkörpern für den Lkw-Bereich entwickelt. Beschichtete Versuchsträger befinden sich derzeit in Testläufen.
Fazit: Starke FuE -Pipeline bei etablierten Produkten und neuen Antriebstechnologien sichert Wachstum
Insgesamt ist die ElringKlinger AG aufgrund ihrer hohen technologischen Kompetenz rund um den Verbrennungsmotor und auf den beschriebenen Gebieten der E-Mobility in der Lage, für alle Optionen der zukünftigen Antriebsstrangentwicklung mit entsprechenden technischen Lösungen und Produkten wichtige Beiträge zu leisten und entsprechende Umsätze zu generieren, um damit das Ziel eines langfristigen organischen Umsatzwachstums von mindestens 5 % im Jahr abbilden zu können.
Mitarbeiter
Beschäftigungsaufbau in der ElringKlinger AG
Die konjunkturelle Erholung in 2010 und die damit einhergehende dynamisch gestiegene Nachfrage nach Fahrzeugen sowie zahlreiche Produktneuanläufe führten bei der ElringKlinger AG zu einem deutlichen Anstieg der Produktionsvolumina und der Auslastung. Infolgedessen konnte die ElringKlinger AG im Laufe des Geschäftsjahrs 2010 mehr Beschäftigung bieten.
Die Anzahl der Mitarbeiter der ElringKlinger AG stieg zum 31. Dezember 2010 auf 1.757 (1.636). Der Personalstand erhöhte sich damit gegenüber dem noch stark von der Krise betroffenen Vorjahr um 7,4 %. Im Jahresdurchschnitt waren an den Standorten der ElringKlinger AG in Dettingen/Erms, Langenzenn und Runkel 1.683 (1.653) Personen beschäftigt.
Um den hohen Umsatzzuwachs und die zahlreichen neuen Entwicklungsprojekte schultern zu können, wurden vor allem in den produktionsnahen Bereichen sowie in der Forschung und Entwicklung neue Mitarbeiter eingestellt. Dies erfolgte schwerpunktmäßig in der zweiten Jahreshälfte. Die überwiegend befristeten Verträge, bei denen es sich im übrigen auch um Wiedereinstellungen von im Vorjahr freigestellten Mitarbeitern handelt, geben dem Unternehmen die Möglichkeit, auf extreme Konjunkturschwankungen, wie wir sie erst in 2009 gesehen haben, zeitnah zu reagieren.
Die insgesamt 33 Neueinstellungen in der Forschung und Entwicklung entfallen hauptsächlich auf den Bereich Neue Geschäftsfelder, für den ElringKlinger am Standort Dettingen/Erms derzeit ein Kompetenzzentrum aufbaut.
Ausbildung aus unternehmerischer Verantwortung
Das Fundament für qualifizierte Mitarbeiter ist eine gute Berufsausbildung. Jungen motivierten Menschen bietet das Unternehmen seit Jahrzehnten ein breites Spektrum an kaufmännischen und technischen Ausbildungsberufen sowie Studiengänge an Dualen Hochschulen an. Zum 31.12.2010 bildete die ElringKlinger AG 70 Schulabgänger und Absolventen aus. Damit lag die Ausbildungsquote bei 4,0 % (4,5%).
Darüberhinaus betreut die ElringKlinger AG stets auch zahlreiche Studenten bei ihren Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten. Zudem werden Praktika für Schüler und Studenten angeboten. In 2010 betreute die ElringKlinger AG insgesamt 72 Diplomanden und Praktikanten in verschiedenen praxisorientierten Projekten. Auch aus diesem Pool gewinnt das Unternehmen jährlich bestens ausgebildete Mitarbeiter.
Qualifizierte Mitarbeiter - Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg
Zu den wichtigsten Aufgaben der strategisch ausgerichteten Personalpolitik der ElringKlinger AG zählt - neben der Nachwuchssicherung an jungen qualifizierten Kräften - das Qualifikationsniveau der bestehenden Belegschaft weiter zu verbessern. Der Bereich Personalentwicklung kümmert sich intensiv um die kontinuierliche Weiterentwicklung und individuelle Förderung aller Mitarbeiter. Dafür wurden in 2010 mit 891 tariflichen Mitarbeitern Qualifizierungsgespräche geführt, in denen der Weiterbildungsbedarf definiert wird und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Neben rein fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement- und Teamseminare sowie Software-Schulungen und Fremdsprachenkurse angeboten. Für die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter in 2010 verbuchte die ElringKlinger AG 13.200 Fortbildungsstunden und wendete rund 190.000 Euro an Fortbildungskosten auf.
Gezielte Förderung von Nachwuchs-Führungskräften
Zur gezielten Nachwuchsförderung entwickelte die ElringKlinger AG ein Trainings-Programm, das über einen Zeitraum von zwei Jahren junge Potenzialträger durch persönlichkeitsbildende und fachspezifische Kurse auf zukünftige Führungsaufgaben vorbereitet. Dieses in 2008 gestartete Programm wurde in 2010 von 15 Potenzialträgern absolviert – gut die Hälfte der Teilnehmer hat nach Abschluss unmittelbar Führungsaufgaben übernommen. Die jetzige Gruppe wird nach Vollendung in 2011 ihre Führungsqualität unter Beweis stellen können.
Mitdenken und Eigeninitiative zeigen
Die Mitarbeiter der ElringKlinger AG arbeiten kontinuierlich an innovativen Produkten und der Optimierung von Produktionsprozessen. In 2010 wurden im Rahmen des betrieblichen Vorschlagwesens 188 Verbesserungsvorschläge eingereicht, 80 davon konnten erfolgreich umgesetzt werden.
Nur zufriedene Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter
Ziel der ElringKlinger AG ist es, mit den Beschäftigten eine faire, längjährige und erfolgreiche Partnerschaft zu pflegen. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter spiegelt sich auch in der niedrigen Fluktuationsquote von nur 0,8 (0,5) % und einer zumeist langjährigen Betriebszugehörigkeit wider. Die Anzahl der Krankheitstage in 2010 pro Mitarbeiter betrugen in 11,7 (11,1).
Nicht zuletzt möchte das Unternehmen seine Mitarbeiter auch durch faire Entlohnung zu hohem Einsatz motivieren. In 2010 erhielten die Beschäftigten der ElringKlinger AG eine Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung in Höhe von 1.000 Euro pro Person für die beiden Geschäftsjahre 2008 und 2009.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur der Vorstände
Vorstandsverträge werden durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vorbereitet, mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern verhandelt und nach Zustimmung des gesamten Aufsichtsrats abgeschlossen. Der Personalausschuss überprüft in den vereinbarten Abständen die Vergütung und schlägt dem Aufsichtsrat gegebenenfalls eine Anpassung vor, über die das Gesamtgremium entscheidet.
Die Vergütung enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile sind untergliedert in eine kurzfristige Komponente, bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern, und in eine langfristige Komponente, die sich an der Aktienkursentwicklung orientiert.
Die Vorstandsverträge wurden für die kurzfristige Vergütung bereits mit Wirkung für Auszahlungen ab 2010 (einschließlich Tantieme 2009) an das neue Vorstandsvergütungsgesetz angepasst. Die kurzfristige variable Vergütung errechnet sich nach dieser Neuregelung als Prozentsatz des durchschnittlichen Ergebnisses vor Ertragsteuern der letzten drei Jahre (früher: als Prozentsatz des Ergebnisses vor Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres) im Konzern. Sie wird jährlich bezahlt. Die kurzfristige variable Vergütung ist auf zwei Jahresfixgehälter begrenzt.
Im Rahmen der langfristigen variablen Vergütung werden den Mitgliedern des Vorstands Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights) zugeteilt. Die Partizipationsrechte gewähren einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Die Zuteilung erfolgt für zwei Vorstände in fünf Tranchen beginnend zum 1. Februar 2008 bis 1. Februar 2012. Für ein Vorstandsmitglied erfolgt die Zuteilung ebenfalls in fünf Tranchen, aber beginnend zum 1. Januar 2009 bis 1. Januar 2013. Der Zuteilungspreis ist der durchschnittliche Aktienkurs der letzten 60 Börsentage vor dem Tag der Zuteilung. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtet sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis (Fixvergütung in Relation zum Zuteilungspreis = Anzahl der zugeteilten Aktien). Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls als Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker gestiegen ist als der Index, in dem ElringKlinger gelistet ist, mindestens aber um 25 %. Den erwarteten zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt. Die Haltefrist für die am 1. Februar 2008 und 1. Februar 2009 bzw. am 1. Januar 2009 zugeteilten Tranchen beträgt drei Jahre, für alle übrigen Tranchen vier Jahre.
Den Vorstandsmitgliedern steht ein Dienstfahrzeug, auch zur privaten Nutzung, zur Verfügung.
Die Vorstände haben einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern entweder der Dienstvertrag beendet ist, das 65. Lebensjahr erreicht wurde und die gesetzliche Rente bezogen wird oder Erwerbsunfähigkeit eintritt. Dieser Anspruch beläuft sich auf 2 % des letzten monatlichen Festgehalts vor Ausscheiden für jedes vollendete Dienstjahr, insgesamt maximal 45 %.
Für die Tätigkeit als Mitglied der Aufsichtsgremien bei Tochter- und Beteiligungsgesellschaften erhalten die Vorstände keine Vergütung.
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung. Dies ist zuletzt am 1. Juni 2006 erfolgt.
Gemäß den Forderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 ist die Vergütung aufgeteilt in einen fixen Bestandteil und in einen variablen Bestandteil, der sich nach dem Ergebnis vor Steuern des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr richtet.
Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurden ebenfalls die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das 2-fache, sein Stellvertreter das 1,5-fache der Vergütung der übrigen Aufsichtsratsmitglieder.
Angaben zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen (§ 289 Abs. 4 HGB)
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2010 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt am Kapital Beteiligten, die zum 31. Dezember 2010 gemäß den Angaben des Aktienregisters 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
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| Walter H. Lechler, Stuttgart | Insgesamt 21,836 % (davon werden ihm 9,74 % über § 22 WpHG zugerechnet) |
Aktieninhaber haben keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Arbeitnehmerbeteiligungsprogramme gibt es bei ElringKlinger nicht.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt (§ 7 der Satzung). Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern richten sich nach §§ 84, 85 AktG. Die Satzung enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Hauptversammlungsbeschlusses, der mit einer Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Es besteht eine Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf eigener Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung (21. Mai 2010) bestehenden Grundkapitals. Die Ermächtigung gilt bis zum 21. Mai 2015.
Angaben zum genehmigten Kapital und zur Ausnutzung dieses genehmigten Kapitals sind im Anhang auf Seite 12 enthalten.
Es existieren derzeit keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit den Arbeitnehmern bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementsystem
Die ElringKlinger AG verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem zur Risikofrüherkennung. Eine kontinuierliche Beobachtung der Märkte, Kunden und Lieferanten sowie ein detailliertes internes Berichtswesen und Controlling sorgen dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und Chancen am Markt genutzt werden können. Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert.
Das Risikomanagementsystem setzt sich aus unterschiedlichen Instrumenten und Kontrollsystemen zusammen. Wichtige Bestandteile sind die strategische Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Im Rahmen dieser Planung sollen mögliche Risiken für weitreichende, wesentliche Entscheidungen erkannt und berücksichtigt werden. In die strategische Planung sind alle maßgeblichen Unternehmensbereiche involviert. Informationen werden in einem einheitlichen Prozess abgefragt, gesammelt und ausgewertet. Die Gesamtverantwortung liegt beim Vorstand. Das interne Berichtswesen dient der Überwachung und Steuerung des Geschäftsverlaufs. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist die regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsbereiche, die quartalsweise erfolgt. Sie umfasst die Entwicklungen auf allen für das Unternehmen relevanten Gebieten, die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und insbesondere den Bestand der ElringKlinger AG haben können. Berichtet wird vor allem über Änderungen der wirtschaftlichen oder politischen Rahmenbedingungen, neue regulatorische Anforderungen, technologische Entwicklungen, Rohstoffmärkte und innerbetriebliche Risiken. Im Rahmen dieser Berichterstattung werden Risiken identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Risikovorsorge oder -abwehr vorgeschlagen. Die Koordinationsfunktion ist beim Leiter der Rechtsabteilung angesiedelt.
Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat. Die Kontrolle der Umsetzung der definierten Maßnahmen ist ein weiterer wesentlicher Aspekt des zentralen Risiko- und Qualitätsmanagements. Risikomanagement wird im Unternehmen als ganzheitliche Aufgabe verstanden, das neben der geschilderten Identifikation und Bewertung von Risiken auch ein System entsprechender Vorsorgemaßnahmen und Notfallplanungen umfasst, das sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat.
Neben den regelmäßigen Berichtspflichten ist die interne Revision ein wichtiger Kontrollmechanismus und damit bedeutender Bestandteil des Risikomanagementsystems. Revisionen finden in den Geschäfts- und Servicebereichen der ElringKlinger AG statt. Sie werden von zwei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchgeführt. Der Einsatz externer Spezialisten gewährleistet, dass Risiken erkannt, die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sowie interner Prozessabläufe überprüft und Optimierungspotenziale aufgezeigt werden. Über die Ergebnisse der Revisionen werden Berichte erstellt. Diese werden vom Vorstand ausgewertet und notwendige Maßnahmen werden veranlasst und umgesetzt. Relevante Feststellungen werden mit den betroffenen Bereichen erörtert, um Verbesserungen umzusetzen bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Im Geschäftsjahr 2010 fand eine Revision des Geschäftsbereichs Zylinderkopfdichtungen statt. Wie bereits in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 wurden entsprechend spezialisierte Prüfungsunternehmen beauftragt, vorsorglich die Prozesse und Arbeitsabläufe des Bereichs Finanzen und Controlling im Hinblick auf mögliche Fraud-Risiken zu analysieren. Sämtliche durchgeführte Prüfungen ergaben, dass die gesetzlichen Bestimmungen und die internen Vorgaben beachtet wurden. Die aufgezeigten Optimierungsmöglichkeiten sind bzw. werden umgesetzt.
Um Haftungsrisiken aus potenziellen Schadensfällen zu vermindern und mögliche Verluste hieraus zu vermeiden, hat das Unternehmen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Angemessenheit dieser Versicherungen wird regelmäßig hinsichtlich der abgedeckten Risiken und Deckungssummen überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegung
In Bezug auf die Rechnungslegung bzw. die externe Finanzberichterstattung lässt sich das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem anhand der folgenden wesentlichen Merkmale beschreiben: Das System ist auf Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung von Risiken und die Überwachung dieser Aktivitäten ausgerichtet. Die Ausgestaltung dieses Systems nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens fällt in den Verantwortungsbereich von Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß der Aufgabenverteilung gehören die für die Rechnungslegung zuständigen Bereiche Finanzen und Beteiligungsmanagement zum Ressort des Vorstandsvorsitzenden. Diese Bereiche steuern die Rechnungslegung innerhalb der ElringKlinger AG und konzernweit und führen die Informationen zur Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses zusammen. Das Beteiligungsmanagement hat insbesondere die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozess der Konzerngesellschaften zu überwachen und zu unterstützen. Die Konzerngesellschaften berichten an den Leiter Beteiligungsmanagement und dieser an den Vorstandsvorsitzenden.
Wesentliche Risiken für den Rechnungslegungsprozess ergeben sich aus der Anforderung, richtige und vollständige Informationen in der vorgegebenen Zeit zu übermitteln. Dies setzt voraus, dass die Anforderungen klar kommuniziert und die verantwortlichen Bereiche in die Lage versetzt werden, diese zu erfüllen.
Die ElringKlinger AG sowie ihre deutschen und einige ihrer ausländischen Tochtergesellschaften nutzen SAP. Zukünftig wird SAP bei weiteren wesentlichen Konzerngesellschaften eingeführt. Alle eingesetzten Systeme sehen hierarchisch gegliederte Zugriffsysteme vor. Freigaben werden im System dokumentiert. Zugriffsberechtigungen werden bei Gesellschaften, die SAP nutzen, zentral entsprechend den Vergaberegelungen eingeräumt. Die Freigabeentscheidung obliegt bei den deutschen Gesellschaften dem Leiter Finanzen und bei den ausländischen Gesellschaften dem Leiter Beteiligungsmanagement. Bei den Gesellschaften, die andere Systeme nutzen, entscheidet die lokale Geschäftsführung über die Zugriffsberechtigungen.
Im Rahmen des Rechnungslegungsprozesses werden grundsätzlich keine externen Dienstleister eingesetzt, sondern dieser wird – wie beschrieben – durch die Mitarbeiter der jeweiligen Fachbereiche durchgeführt.
Risiken, die sich auf den Rechnungslegungsprozess auswirken können, ergeben sich zum Beispiel aus der zu späten oder fehlerhaften Erfassung von Geschäftsvorfällen oder der Nichtbeachtung des Bilanzierungshandbuchs und von Kontierungsregeln. Um Fehler zu vermeiden, basiert der Rechnungslegungsprozess auf der Trennung von Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten, auf der Automatisierung von Abläufen und Plausibilitätsprüfungen im Rahmen der Berichterstattung. Kalkulationen werden kontinuierlich überwacht. Vor den Abschlussterminen sind umfangreiche und detaillierte Checklisten abzuarbeiten. Der Rechnungslegungsprozess ist im Übrigen in das Risikomanagementsystem des Unternehmens einbezogen, um rechnungslegungsrelevante Risiken frühzeitig zu erkennen und damit rechtzeitig Maßnahmen zur Risikovorsorge und -abwehr einleiten zu können.
Der Rechnungslegungsprozess ist wie die anderen Unternehmensbereiche und -funktionen Gegenstand von Untersuchungen der internen Revision. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Revisionen werden die Prozesse und Abläufe der Rechnungslegung bei der ElringKlinger AG überprüft und auf Basis der Prüfungsfeststellungen weiterentwickelt und optimiert. Weitere Einzelheiten sind in der Beschreibung des Risikomanagementsystems dargestellt.
Risiken
Markt- und Absatzrisiken
Als weltweit tätiger Automobilzulieferer ist die ElringKlinger AG wesentlich von der Entwicklung der Fahrzeugproduktion abhängig. Nach Abschluss der schwersten Krise der Automobilindustrie haben sich die internationalen Pkw-Märkte 2010 stark erholt und teilweise wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Für 2011 und die kommenden Jahre wird derzeit mit einem zwar schwächeren, aber nachhaltigen, Wachstum bei den produzierten Stückzahlen gerechnet.
Die makroökonomischen Rahmenbedingungen, die vom Unternehmen nicht beeinflusst werden können, stellen ein latentes Gefährdungspotenzial dar.
Ein Wiederaufflammen der Finanzkrise oder eine weitere Zuspitzung der Verschuldungssituation von Ländern der Europäischen Union könnte sich negativ auf das Kaufverhalten der Konsumenten auswirken und damit auch die weitere Umsatzentwicklung belasten.
Eine starke und nachhaltige Eintrübung der Konjunktur und Fahrzeugnachfrage auf den asiatischen Märkten könnte die Wachstumsmöglichkeiten vor allem der Tochtergesellschaften der ElringKlinger AG beeinträchtigen. In diesem Fall wäre unter anderem das für China geplante hohe Wachstum nicht im vollen Umfang umsetzbar und es bestünde das Risiko, dass die 2010 ausgebauten Produktionskapazitäten nicht optimal ausgelastet werden können.
Ein derzeit nicht erkennbarer tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion in einer oder mehreren Absatzregionen der ElringKlinger AG zöge auch einen zeitnahen Rückgang der abgefragten Teile nach sich. Eine solche Entwicklung würde die Auslastung der Fertigung und damit die operative Marge beeinträchtigen. In diesem Falle würde das Management umgehend mit entsprechenden Struktur- und Kostenanpassungen in allen Teilen der Wertschöpfungskette reagieren, um die Ertragssituation des Unternehmens abzusichern.
Zusammenfassend lässt sich allerdings feststellen, dass nach heutigem Stand ein deutlicher Rückgang der Pkw-Verkäufe und ein Einbruch der Produktionsvolumina eher unwahrscheinlich erscheinen.
Kundenrisiken
Der starke Aufschwung im internationalen Fahrzeuggeschäft hat dazu geführt, dass sich die Ertragssituation bei nahezu allen Kunden der ElringKlinger AG erheblich verbessert hat. Das Risiko eines Ausfalls von Forderungen hat sich damit weiter verringert und liegt im unwahrscheinlichen Fall der Insolvenz eines großen Kunden im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
Die sich aus der Abhängigkeit von mehreren wesentlichen Einzelkunden ergebenden Risiken haben in den letzten Jahren abgenommen. Die ElringKlinger AG verfügt über eine im Branchenvergleich außergewöhnlich breite internationale Kundenstruktur. Die drei größten Kunden des Unternehmens standen 2010 insgesamt für einen Umsatzanteil von weniger als einem Drittel. Zum Kundenkreis zählten 2010 nahezu alle Fahrzeug- und Motorenhersteller weltweit sowie eine wachsende Anzahl von Fahrzeugzulieferern.
Preisrisiken
Die Materialpreisentwicklung könnte sich 2011 belastend auswirken. Die Preise für die in der ElringKlinger AG vorwiegend benötigten Materialien – Edelstähle mit Legierungen, C-Stahl, Aluminium und Kunststoffgranulate – hatten sich in den Krisenjahren 2008 und in der ersten Jahreshälfte 2009 erstmals seit Jahren rückläufig gezeigt. Bereits seit der Jahresmitte 2009 ist bei einigen dieser Rohstoffe wieder ein starker Anstieg zu verzeichnen. Die während der Krise von den Rohstofflieferanten aus dem Markt genommenen Kapazitäten kommen erst sukzessive wieder in den Markt zurück. Auch das zunehmend spekulative Interesse an einzelnen Rohstoffgruppen könnte eine blasenartige Preisentwicklung bedingen. Dies könnte zu einem Preisniveau führen, das deutlich über dem durch die tatsächlich produktionsbedingte Nachfrage aus der verarbeitenden Industrie gerechtfertigten Niveau liegt.
Durch Zusammenlegung der Bedarfe einzelner Konzerngesellschaften, langfristige Lieferverträge und ständige Optimierung des Materialverbrauchs bei den Produktentwicklungs- und Fertigungsprozessen steuert das Unternehmen diesen Entwicklungen entgegen. Bei den börsennotierten Legierungen für Edelstähle ist eine vertragliche Preisfixierung nicht möglich. Dies stellt eine der wesentlichen Unwägbarkeiten für die Materialpreisentwicklung dar. Eine Absicherung vertretbarer Einkaufspreise kann im Bedarfsfalle nur durch derivative Absicherungsinstrumente erfolgen. Allerdings besteht die Möglichkeit, einen Teil der Materialverbräuche und möglicher Kostenanstiege durch den unternehmenseigenen Schrotthandel mit Stanzresten abzufedern. Werden die Kalkulationspreise überschritten, ist das Unternehmen darauf angewiesen, die Preissteigerungen zumindest teilweise weiterzugeben. Hier besteht das Risiko, dass die steigenden Materialkosten nicht vollumfänglich weitergegeben werden können und die Bruttomarge belasten.
Neben der Entwicklung der Materialpreise stellt auch die Materialverfügbarkeit ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. In der Krise wurde bei einigen, auch vom ElringKlinger-Konzern benötigten Materialgruppen die Produktion nach unten gefahren bzw. die Produktionskapazitäten vorübergehend reduziert. Zwischenzeitlich haben die Bedarfe der verarbeitenden Industrie wieder kräftig angezogen. Die Nachfrage vor allem aus den asiatischen Schwellenländern zeigt sich ungebrochen hoch. Sollte sich der weltweite konjunkturelle Aufschwung ungebremst fortsetzen, sind temporäre Lieferengpässe nicht auszuschließen.
Hier hat die ElringKlinger AG durch frühzeitige Disposition die Weichen gestellt, um die in der Produktion benötigten Materialvolumina verfügbar zu machen.
Währungsrisiken
Währungsrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus den von der ElringKlinger AG an die Tochtergesellschaften vergebenen Darlehen und den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Für das translatorische Wechselkursrisiko ist vor allem die Entwicklung des Wechselkurses des Euro zum Schweizer Franken, kanadischen Dollar, US-Dollar, mexikanischen Peso, brasilianischen Real und japanischen Yen relevant.
Das Währungsrisiko beim mexikanischen Peso und US-Dollar wird abgesichert, indem die von der Muttergesellschaft an die jeweiligen Tochtergesellschaften ausgereichten Fremdwährungsdarlehen durch Finanzierungen in der gleichen Währung abgedeckt werden.
Aus der Veränderung des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro können sich signifikante Schwankungen im Finanzergebnis ergeben. Die ElringKlinger AG hatte 2008 die Übernahme der Schweizer SEVEX-Gruppe mit Darlehen in Schweizer Franken finanziert, so dass sich ein Kursanstieg des Schweizer Franken negativ auf das Ergebnis auswirkt. Hier ist anzumerken, dass sich beim Kapitalfluss kein Risiko ergibt, da die Finanzverbindlichkeiten in Schweizer Franken aus den Gewinnausschüttungen der ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG zurückgeführt werden.
Insgesamt ist das Währungskursrisiko begrenzt, da in nahezu allen Absatzmärkten Kosten und Umsatzerlöse, oftmals durch die Präsenz von Tochtergesellschaften, in derselben Währung anfallen.
Finanzierungsrisiken
Die Finanzierungsrisiken in der Automobilzulieferindustrie insgesamt sind – dies zeigen die Insolvenzen des Jahres 2010 – anhaltend hoch.
Gegenüber einer Vielzahl von Unternehmen der Branche stellt sich das Finanzierungsprofil der ElringKlinger AG als sehr solide dar. Die Finanzierung des Unternehmens ist überwiegend mittel- bis langfristig ausgelegt. Ein Risiko, dass Fälligkeiten nicht bedient werden könnten, ist nicht erkennbar.
Die Konditionen für Darlehen mit variablen Zinsvereinbarungen können sich, sofern sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter belebt und die Zinsen steigen, verschlechtern und damit das Zinsergebnis negativ beeinflussen. Eine Überprüfung des Risikoprofils bzw. eine Abstufung der Bonität der gesamten Branche durch die Rating-Agenturen und Geschäftsbanken könnten ebenfalls höhere Risikozuschläge und damit schlechtere Finanzierungskonditionen zur Folge haben.
In den Darlehensverträgen ist zum Teil die Einhaltung von definierten Finanzkennzahlen (Financial Covenants) vereinbart. Sie erfordern eine bestimmte Mindest-Eigenkapitalquote und legen einen maximalen Verschuldungsgrad fest. Diese Nebenbedingungen wurden 2010 eingehalten. Die ElringKlinger AG liegt bei allen Kennzahlen deutlich besser als die vorgegebenen Werte.
Wesentliche oder gar bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sieht ElringKlinger nicht. Mit der erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung im Oktober 2010 hat sich die Finanzierungsfähigkeit nochmals verbessert. Mit einer soliden Eigenkapitalquote von 56,5 %, einem starken Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und freien Kreditlinien von Seiten der Geschäftsbanken in Höhe von mehr als 100 Mio. Euro verfügt die ElringKlinger AG über ein solides Finanzierungsprofil und einen entsprechenden Wettbewerbsvorteil.
Die Finanzierung des geplanten weiteren Wachstums ist damit abgesichert und der Spielraum auch für größere Investitionen in den Ausbau der neuen Geschäftsfelder oder in weitere Zukäufe ist gegeben.
Lohnkostenrisiken
Die Personalaufwendungen stellen neben den Materialkosten den größten Kostenblock im Unternehmen dar. Sollte sich die Dynamik bei der Lohnentwicklung erheblich erhöhen, stellt dies ein Risiko für die relative Wettbewerbsfähigkeit der ElringKlinger AG bzw. für das Erreichen der Ertragsziele dar.
Ein kurzfristiger – derzeit nicht absehbarer – Einbruch bei den Abnahmemengen der Kunden kann zu einem deutlichen Anziehen der Personalaufwandsquote führen und die Ertragslage beeinträchtigen.
Während der Krise hatte die ElringKlinger AG auf Einschnitte bei der Stammbelegschaft verzichtet und lediglich befristete Arbeitsverträge nicht verlängert.
Im Zuge des starken Umsatzanstiegs im Geschäftsjahr 2010 wurde die Anzahl der befristet Beschäftigten wieder deutlich erhöht. Damit verfügt die ElringKlinger AG im Falle einer unerwarteten, schnellen Abkühlung der Nachfrage über die erforderliche Flexibilität.
Die ElringKlinger AG hat sich aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung und des hohen Einsatzes der Belegschaft während der Krise dazu entschlossen, die tarifvertraglich für April 2011 vereinbarten Lohnerhöhungen auf Februar 2011 vorzuziehen. Damit steigen die Lohnkosten für die tariflichen Mitarbeiter 2011 um 2,7 %. Weitere Lohnkostensteigerungen ergeben sich somit für 2011 nicht.
In der Gesamtschau stellt ein weiterer Anstieg der Lohnkosten einen nicht unwesentlichen Risikofaktor für die Ertragssituation dar. Steigende Löhne müssen durch die entsprechenden Effizienzsteigerungen vor allem in der Produktion ausgeglichen werden. Die geplanten Umsatzsteigerungen und der unterproportionale Anstieg bei den Beschäftigtenzahlen bieten allerdings den Spielraum, um die Lohnkosten einzugrenzen.
Lieferantenrisiken
Der Ausfall von Schlüssellieferanten stellt auch für die ElringKlinger AG ein Risiko dar. Das Finanzierungsumfeld bleibt gerade für kleinere Lieferanten anspruchsvoll, so dass der Ausfall von Liefermengen nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.
Die ElringKlinger-Gruppe pflegt mit ihren Lieferanten eine enge, zumeist langfristige Zusammenarbeit. Sie sind eng in das Qualitätsmanagement- und Risikofrüherkennungssystem eingebunden, um so möglicherweise auftretende Risiken frühzeitig identifizieren zu können.
Die wesentliche Rohstoffmengen und Vorprodukte bezieht das Unternehmen von internationalen Großunternehmen. Hier ist ein Ausfall der vereinbarten Liefermengen nicht zu befürchten. Auch eine Abhängigkeit von einem Einzellieferanten besteht nicht.
In den letzten Jahren wurde im Zuge der Internationalisierung und Verbreiterung der Lieferantenbasis die Anzahl der eingesetzten Lieferanten deutlich ausgeweitet. ElringKlinger verfügt für die jeweils bezogenen Materialien bzw. Vorprodukte immer über mindestens zwei qualifizierte Lieferanten.
Insgesamt sind die Risiken, die sich aus der Lieferantenstruktur auf die Wertschöpfungskette der ElringKlinger AG ergeben könnten, überschaubar.
Risiken aus Derivaten
In der ElringKlinger AG werden derivative Finanzinstrumente nach sorgfältiger Prüfung der Kosten-Nutzen-Relation nur in Einzelfällen eingesetzt, um erkennbare Risiken einzugrenzen. Das Unternehmen nutzt Derivate ausschließlich zur Absicherung von Preisschwankungen bei Edelstahllegierungen, beispielsweise Nickel, oder von Devisen- und Zinsrisiken.
Die im Edelstahl eingesetzten Legierungen können nicht über langfristige Verträge bezogen werden. Legierungen sind börsennotiert und unterliegen damit erheblichen Preisschwankungen. Preisveränderungen fließen als variabler Zuschlagsatz mit zeitlicher Verzögerung in den Gesamtpreis für Federstahl ein.
Zum 31. Dezember 2010 verfügte die ElringKlinger AG über keine Absicherungskontrakte für die benötigten Edelstahllegierungen. Sollten die Preise deutlich über die Kalkulationspreise hinaus steigen, wird der erneute Einsatz von Hedging-Kontrakten als Risikomanagement-Instrument nicht ausgeschlossen.
Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos hat die ElringKlinger AG Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen, bei denen variable Zinssätze in feste Zinssätze getauscht werden. Bezüglich weiterer Erläuterungen wird auf das Kapitel „Derivate/Finanzinstrumente“ im Anhang verwiesen.
Rechtliche Risiken /Gewährleistungsrisiken
Als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie ist ElringKlinger unter Umständen – im Verhältnis zu Umsatz und Ertrag – entsprechenden Gewährleistungs- und Haftungsrisiken ausgesetzt. Fehlerhaft gelieferte Teile können zu Austausch- und Rückrufaktionen mit hohen Kosten und Schadensersatzforderungen führen. Zur Vermeidung und Verringerung dieser Risiken bestehen entsprechende Qualitätssicherungssysteme. Weiter sind die Risiken als ein Element des Risikomanagementsystems durch Versicherungen weitgehend abgedeckt. Schließlich wird den rechtlichen Risiken, denen ElringKlinger ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahresabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine weiteren, größeren Risiken.
Chancen
Marktchancen: Wachstum Asiengeschäft
Mit den kräftigen Zuwächsen in der weltweiten Pkw-Produktion 2010 wurde das Vorkrisenniveau annähernd wieder erreicht. Für 2011 und die folgenden Jahre kann mit einer zunehmenden Nachfrage nach Pkw und dementsprechend ansteigenden Produktionszahlen ausgegangen werden.
Sollten die positiven Prognosen der Fahrzeughersteller eintreten, bietet sich für die ElringKlinger AG und ihre Tochtergesellschaften eine gute Perspektive, von diesem Marktwachstum – erfahrungsgemäß überproportional – zu profitieren.
Da sich die Fahrzeugnachfrage von den Triademärkten USA, Europa und Japan immer stärker in Richtung der BRIC-Märkte verschiebt, profitiert die ElringKlinger AG zwar nicht direkt, jedoch über die Ergebnisse der dort ansässigen Tochtergesellschaften von dieser Entwicklung. In diesen Regionen hat sich ElringKlinger in den letzten Jahren mit dem Bau neuer Werke und hohen Investitionen in zusätzliche Kapazitäten besonders gut positioniert. In Brasilien ist ElringKlinger führender Hersteller bei metallischen Flachdichtungen. In Indien hat sich das Unternehmen mit einem hochmodernen Werk aufgestellt. Allein in China wurden die Produktionskapazitäten 2010 mit dem Bau zweier neuer Werke nahezu verdoppelt. Diese Region bleibt auch 2011 ein Investitionsschwerpunkt. Technologisch kommt ElringKlinger zugute, dass die meisten BRIC-Staaten und stark wachsenden ASEAN-Länder die Anforderungen der europäischen Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 übernehmen. Damit steigen auch die Leistungsansprüche an Motor- und Abgaskomponenten in der Dichtungstechnologie und bei der thermischen Abschirmung.
Folglich bieten sich auf den zukünftig für die Automobilwirtschaft wachstumsträchtigsten Märkten gute Grundlagen für die ElringKlinger-Gruppe, die Umsätze dort mittel- und langfristig deutlich auszubauen.
Marktkonsolidierung und Akquisitionen
Infolge der Branchenkrise und der wieder stark steigenden Anforderungen an die Finanzierungsfähigkeit stieg die Zahl der Insolvenzen in der Automobilzulieferindustrie 2010 weiter an. Vereinzelt schieden Wettbewerber bereits aus dem Markt aus. Die Kreditvergabe der Banken wird im Zuge steigender Eigenkapitalanforderungen restriktiver.
Zudem sind gerade viele mittelständische Zulieferunternehmen in ihren Fertigungsstrukturen nicht global aufgestellt. Da viele Motorplattformen zunehmend als Weltmotoren konzipiert und in mehreren Regionen der Welt gleichzeitig gefertigt werden, setzen die Fahrzeughersteller die globale Produktions- und Lieferfähigkeit auf Seiten des Zulieferers voraus. Bei einigen eigentümergeführten Unternehmen der Branche stellt sich die Frage der Nachfolge und Betriebsweiterführung.
Unter diesen Rahmenbedingungen ist davon auszugehen, dass sich die Konsolidierung der Zulieferindustrie beschleunigt fortsetzt. Für die ElringKlinger AG könnten sich damit weitere Zukaufsmöglichkeiten zu vertretbaren Preisen ergeben, um die Marktposition in einigen Geschäftsbereichen weiter auszubauen oder neue regionale Märkte mit hoher Wachstumsperspektive schneller zu entwickeln. Während der Dichtungsbereich mit der Übernahme der Freudenberg-Sparte Metallische Flachdichtungen durch die ElringKlinger AG weitgehend konsolidiert wird, könnten sich für die anderen Geschäftsbereiche durchaus interessante Opportunitäten ergeben.
Darüber hinaus besteht in diesem Umfeld die Chance, gezielte Akquisitionen als technologische Ergänzung der eigenen Kompetenzen – zum Beispiel rund um das Thema neue Antriebstechnologien – zu tätigen.
Da sämtliche Geschäftsbereiche der ElringKlinger AG organisch wachsen, besteht kein zeitlicher Druck für Übernahmen. Bei der Einschätzung möglicher Akquisitionen steht nicht die erzielbare Umsatzausweitung, sondern das Potenzial, die Profitabilität auf das Gruppenniveau zu steigern, im Vordergrund.
Finanzierung
Die Produktionsmengen haben 2010 weiter deutlich angezogen und führen in der Automobilzulieferindustrie zu einem starken Anstieg des Mittelbedarfs für die Vorfinanzierung der benötigten Rohstoffe und Materialien. Zudem erhöht sich tendenziell das in den Forderungen gebundene Kapital. Zusammen mit verschärften Kreditbedingungen der Banken und einer in der Branche häufig unauskömmlichen Ertragslage sind Liquiditätsengpässe nicht auszuschließen, die in nicht wenigen Fällen zur Insolvenz des Unternehmens führen. Daraus könnte sich für ElringKlinger der Vorteil ergeben, dass Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden oder nicht im erforderlichen Maß in der Lage sind, in Forschung und Entwicklung bzw. produktivitätsverbessernde Maßnahmen zu investieren.
Gerade für die Entwicklung neuer Antriebstechnologien sind ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie Investitionen für die Entwicklung und Herstellung neuer Produkte gefordert, die die entsprechende Finanzstärke voraussetzen.
Zudem ist zu beobachten, dass die Fahrzeughersteller bei der Vergabe neuer Projekte seit der Krise besonders stark auf die Finanzkraft der Zulieferer achten. Die langfristige Lieferfähigkeit des Zulieferers, um eine mögliche Unterbrechung der Lieferkette zu vermeiden, steht im Vordergrund.
Die ElringKlinger AG hat sich mit der im Oktober 2010 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung weiteren finanziellen Spielraum verschafft und verfügt im Wettbewerbsvergleich über eine besonders stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die eine im Branchenvergleich kostengünstigere Refinanzierung ermöglicht.
Daraus ergibt sich für die ElringKlinger AG die Chance, als langfristiger Technologiepartner der Fahrzeughersteller zusätzliche Aufträge zu erhalten, die Marktanteile auszubauen und bei Neuentwicklungen im Bereich der E-Mobility entsprechend berücksichtigt zu werden.
Technologie und Klimawandel
CO 2 -Reduzierung
Der Klimawandel und die sich daraus ergebenden vielschichtigen Probleme werden weltweit intensiv diskutiert. Die Verringerung des Treibhausgases CO2 stellt insbesondere für die Automobilindustrie das derzeit wohl wichtigste Ziel dar. Die zulässigen Schwellenwerte werden in den kommenden Jahren sowohl in Europa (95 g/km bis 2020) als auch in den USA (162 g/km bis 2016) signifikant nach unten gesetzt.
Zahlreiche Schwellenländer – allen voran China – führen zudem eine deutlich schärfere Emissionsgesetzgebung in Bezug auf den Ausstoß von Stickoxiden, Kohlenmonoxiden und Kohlenwasserstoffverbindungen ein, die sich an den anspruchsvollen europäischen Euro-Normen ausrichtet.
Mit seinem auf die Verbrauchsverringerung und Emissionsreduzierung ausgerichteten Produktportfolio bieten sich für ElringKlinger gute Möglichkeiten, die vorhandenen Marktanteile auszubauen und mit neuen Produkten und Anwendungen stärker als der Markt zu wachsen.
Da reine Elektrofahrzeuge trotz des erwarteten Wachstums, zunächst in erster Linie eine Nischenanwendung für die großen Ballungsräume darstellen werden, bleibt der Verbrennungsmotor auf absehbare Zeit das dominierende Antriebsaggregat. Der Verbrennungsmotor wird durch Downsizing weiter verbrauchsoptimiert. Durch diesen technologischen Trend ergeben sich für ElringKlinger weitere Chancen, aus einer höheren Ausstattungsrate mit ElringKlinger-Komponenten und zusätzlichen neuen Produkten, zum Beispiel im Bereich Turboladerabdichtung, Nutzen zu ziehen.
Hybridisierung / Elektromobilität
In den nächsten Jahren wird ein Großteil der Fahrzeughersteller den Antriebsstrang hybridisieren, das heißt, der Verbrennungsmotor wird mit einem Elektromotor kombiniert. Nahezu jeder Fahrzeughersteller bringt mehrere Hybridplattformen auf den Markt. Analysten erwarten, dass bis 2025 fast jedes zweite Neufahrzeug als sogenanntes Mild-, Micro- oder Plug-in-Hybrid ausgeliefert wird. Ziel ist es auch hierbei, die spezifischen Flottenverbrauchswerte der Hersteller zu reduzieren und damit den CO2-Ausstoß zu senken. Gleichzeitig wird das Hybrid-Fahrzeug zunehmend zum Zeitgeistfaktor für Fahrzeugkäufer, die bereit sind, die technologiebedingt höheren Preise zu akzeptieren. Geplante oder bereits in der Umsetzung befindliche Fördermodelle zahlreicher Staaten sind geeignet, den Trend zum Kauf eines Hybridfahrzeugs zu verstärken.
Die ElringKlinger AG kann ihre bereits vorhandenen, technologischen Kompetenzen nutzen, um im Hybrid zusätzliche neue Teile wie Zellverbinder, Trennbleche oder Druckausgleichskomponenten für die eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien bzw. Elektromotoren zu liefern. Vor allem mit den neuen Produkten im Batteriebereich sieht der Konzern damit gute Chancen, den Umsatz je Fahrzeug zukünftig deutlich zu erhöhen.
Beurteilung der Gesamtrisikolage
Die Instrumente für die Risikofrüherkennung innerhalb des Risikomanagementsystems der ElringKlinger AG haben sich in der Krise bewährt. Das Unternehmen ist mit schnellen Strukturanpassungen erfolgreich durch die schwierige Zeit gekommen und hat den anschließenden dynamischen Aufschwung mit hoher Flexibilität in steigende Umsätze und Erträge umsetzen können.
Mit ihrer nachhaltigen Investitionspolitik und über dem Branchendurchschnitt liegenden Aufwendungen in die Forschung und Entwicklung, hat sich die ElringKlinger-Gruppe sowohl mit einer starken Produkt-Pipeline als auch mit einer nochmals verbesserten Produktivität gegenüber dem Wettbewerb Vorteile gesichert.
Trotz der inzwischen wieder deutlich verbesserten Marktsituation und einer weltweit stabileren konjunkturellen Entwicklung bergen die hohe Staatsverschuldung, Währungskursschwankungen und mögliche Spätfolgen der Finanzkrise in den USA ein latentes Risikopotenzial. Daraus ergeben sich immer noch nicht zu unterschätzende Unwägbarkeiten für die Planung und Prognose der weiteren Geschäftsentwicklung.
Insgesamt kann jedoch festgestellt werden, dass die Risiken für die Branche und das Unternehmen gegenüber 2009 abgenommen haben. Risiken, die allein oder in Verbindung mit anderen Faktoren den Fortbestand der ElringKlinger AG gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich.
Im Zusammenspiel mit den Produktentwicklungen und neuen Technologien bietet die Finanzstärke des Unternehmens auch zukünftig das Potenzial – gemessen an der Fahrzeugproduktion – stärker als der Markt wachsen und sich aus der voran schreitenden Branchenkonsolidierung ergebende Chancen aktiv nutzen zu können.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.elringklinger.de/2010-euf-de öffentlich zugänglich.
Prognosebericht
Ausblick Markt und Branche - Wirtschaftserholung setzt sich fort
Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft wird sich 2011 im Vergleich zu 2010 abschwächen. Dennoch wird ein Anstieg der wirtschaftlichen Leistung um 4,3 % erwartet.
Für die deutsche Wirtschaft stehen die Chancen gut, dass sich der Aufschwung des Vorjahres 2011 fortsetzt. War die Entwicklung 2010 hauptsächlich exportgetrieben, so kommt mittlerweile eine steigende Nachfrage aus dem Inland hinzu. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich um 2,1 % steigen. Damit dürfte Deutschland das beste Wachstum in Europa erreichen.
In der Eurozone entwickeln sich starke und schwache Volkswirtschaften weiter auseinander. Vor allem in Südeuropa belasten hohe Haushaltsdefizite und Staatsschulden das Wachstum. Insgesamt wird für die Eurozone für 2011 ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % prognostiziert. Dagegen werden für die meisten osteuropäischen Staaten für das laufende Jahr Wachstumsraten von durchschnittlich 4,0 % erwartet. Das BIP-Wachstum im größten osteuropäischen Markt, Russland, wird angesichts steigender Öl- und Gaspreise auf 4,3 % geschätzt. In der mittlerweile sechstgrößten Volkswirtschaft Europas, der Türkei, wird sich das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 4,2 % erhöhen.
Die US-Wirtschaft wird 2011 an die konjunkturelle Belebung des Vorjahres anknüpfen. Als belastend erweisen sich aber weiterhin die hohe Arbeitslosigkeit, die anhaltende Schwäche des Immobiliensektors sowie die damit verbundenen Risiken für den Finanzsektor. Insgesamt kann in den Vereinigten Staaten mit einem Wachstum zwischen 2,5 % und 3,0 % gerechnet werden.
In den Staaten Lateinamerikas wird sich die Wirtschaft weiterhin solide entwickeln. Brasilien wächst 2011 voraussichtlich um 4,9 %.
Wie bereits in den Vorjahren, werden die asiatischen Schwellenländer erneut die stärksten Wachstumsraten ausweisen. Allerdings wird sich die Dynamik in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr etwas abschwächen. Die Volksrepublik China bremst die bisher stark expansive Wirtschaftspolitik gezielt ab und wird damit gedämpfter wachsen als bisher. Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 8,8 % (10,1 %) wird sich der konjunkturelle Aufschwung in China aber auch 2011 fortsetzen. Der nach China wichtigste Einzelmarkt der Region, Indien, wird sich – unterstützt von staatlichen Investitionsmaßnahmen und anziehenden privaten Ausgaben – ebenfalls kraftvoll weiter entwickeln. Im Jahr 2011 soll die indische Wirtschaft um 8,0 % zulegen. Dagegen fällt der Ausblick auf 2011 für Japan weniger erfreulich aus. Es ist davon auszugehen, dass sich die japanische Wirtschaftsleistung nur noch um 1,1 % (3,5 %) erhöht.
Trotz vorhandener Risiken bieten die konjunkturellen Perspektiven und die in vielen Schwellenländern steigenden verfügbaren Einkommen eine solide Basis dafür, dass sich der Aufschwung des globalen Automobilgeschäfts 2011 fortsetzt.
Weltweite Pkw-Produktion und -Nachfrage steigen weiter – aber moderater
Nachdem die weltweite Pkw-Produktion 2010 mit großer Dynamik wieder nahezu das Vorkrisenniveau erreicht hat, ist auf diesem hohen Niveau jetzt eine normale Marktentwicklung zu erwarten. Für die Automobilindustrie wird es 2011 zwar weiter aufwärts gehen, allerdings wird sich das Wachstumstempo im Vergleich zu 2010 abschwächen. Die globale Nachfrage sehen die führenden Marktforschungsinstitute für 2011 bei 72,6 Mio. Pkw. Somit steigen die Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr um rund 2,9 Mio. Pkw. Parallel dazu wird auch die globale Pkw-Produktion in 2011 weiter zulegen. Es wird erwartet, dass 2011 weltweit 6,2 % mehr Pkw gefertigt werden als 2010.
Die BRIC-Länder und Schwellenländer bleiben auch 2011 die Wachstumsträger der globalen Automobilwirtschaft. Vor allem der Anteil der asiatischen Märkte am globalen Automobilgeschäft nimmt spürbar zu. Neben China und Indien spielen hier die ASEAN-Staaten wie Malaysia, Thailand, Philippinen und Vietnam eine immer wichtigere Rolle.
Für den europäischen Automobilmarkt erwartet die ElringKlinger AG dagegen ein weitgehend stagnierendes Niveau. Sowohl der Absatz als auch die Produktionszahlen werden die Werte von 2010 nicht wesentlich übertreffen.
Für Deutschland, den größten Fahrzeugmarkt in Europa, stehen die Zeichen für 2011 auf Wachstum. Die Pkw-Absatzzahlen dürften, getragen von den positiven Konjunkturaussichten, erstmals seit 2009 wieder steigen. Erwartet wird ein Pkw-Absatz von 3,1 (2,9) Mio. Fahrzeugen. Die inländische Produktion wird wie bereits im Vorjahr von der starken Auslandsnachfrage profitieren und sollte mit 5,8 (5,6) Mio. Pkw einen neuen Rekordwert erreichen.
Die Erholung des nordamerikanischen Fahrzeugmarkts wird sich 2011 fortsetzen - mit allerdings deutlich abgeschwächtem Tempo verglichen mit 2010. Nach der starken Zunahme der Fahrzeugproduktion in 2010 geht die ElringKlinger AG derzeit davon aus, dass, angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und der angespannten wirtschaftlichen Situation vieler Konsumenten in den USA die weiteren Zuwächse 2011 nur moderat ausfallen werden. Demnach bewegen sich die Zulassungs- und Produktionszahlen in Nordamerika weiterhin deutlich unter den Vor-Krisen-Werten von rund 17 Mio. verkauften und 15 Mio. produzierten Fahrzeugen. Mittelfristig sollten allerdings das hohe durchschnittliche Fahrzeugalter sowie die seit Jahren über den Neuwagenkäufen liegenden Verschrottungsraten eine weitere Marktbelebung bewirken.
Der brasilianische Automobilmarkt wird nach den starken Wachstumsraten der letzten Jahre von dem erreichten hohen Niveau moderat wachsen. Bei den Neuzulassungen wird für 2011 mit einem Anstieg um 3,7 % gerechnet.
Der mittel- bis langfristige Wachstumstrend im chinesischen Automobilmarkt zeigt sich auch 2011 in Takt, obgleich das Wachstumstempo angesichts des Booms der letzten Jahre in geregelteren Bahnen verlaufen wird. Trotz angekündigter Zulassungsbeschränkungen in einigen großen städtischen Ballungsgebieten, wie Peking, spricht für das anhaltende Wachstum auf dem mittlerweile größten Pkw-Markt der Welt, dass die Pkw-Marktdurchdringung in China mit gerade einmal 23 Fahrzeugen je 1.000 Einwohner extrem niedrig ist. ElringKlinger erwartet sowohl bei den Neuzulassungen als auch bei der Fahrzeugproduktion ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Es erscheint wahrscheinlich, dass die chinesische Produktion 17,9 Mio. Pkw und leichte Nutzfahrzeuge im Jahr 2011 erreichen wird.
Der indische Fahrzeugmarkt wird mit einem prognostizierten Anstieg bei den Produktionszahlen von 19,9 % und einer Zunahme der Neuzulassungen um 17,0 % 2011 weiterhin dynamisch wachsen.
Die Neuzulassungen auf dem japanischen Markt hingegen werden 2011 aufgrund der ausgelaufenen staatlichen Kaufanreize für Neufahrzeuge und wegen der unsicheren konjunkturellen Entwicklung Japans um rund 2 % fallen.
Die ElringKlinger AG geht für 2011 von einem weiteren Zuwachs der Weltfahrzeugproduktion von insgesamt 2 bis 3 % aus.
Aufwärtsentwicklung im Nutzfahrzeugsektor setzt sich fort
Die stetige Erholung der weltweiten Nutzfahrzeugmärkte, nach den dramatischen Einbrüchen in der Krise, wird sich 2011 fortsetzen. Das Vorkrisenniveau wird aber voraussichtlich weder in Nordamerika noch in Europa schon 2011 wieder erreicht werden.
Der globale Absatz von schweren Lkw über 6 Tonnen soll 2011 um 8,0 % auf 3,0 Mio. Einheiten zunehmen. Die deutschen Lkw-Hersteller rechnen mit einem Produktionsanstieg um bis zu 25 %. Im Zuge der anziehenden Konjunktur und steigenden Transportkilometerleistungen zeigt sich die Nachfrageentwicklung in ganz Europa solide. Demnach wird der Markt für schwere Lkw in Europa 2011 um rund 10,0 % wachsen.
Auch der US-Markt für schwere Lkw wird im gleichen Zeitraum mit einem Anstieg um ebenfalls 10,0 % auf 220.000 Fahrzeuge weitere Zuwächse erzielen können.
Da die ElringKlinger AG rund 10 % ihrer Umsatzerlöse mit Komponenten für Lkw erzielt, wird sich der Aufwärtstrend im Nutzfahrzeugsektor positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Mit dem Bau des neuen Werks für Kunststoffgehäusemodule erweitert das Unternehmen gleichzeitig das Produktprogramm und die Kapazitäten in diesem Bereich.
Ausblick Unternehmen
Wettbewerb und Preissituation
Das Branchenumfeld wird auch 2011 von Wettbewerbsdruck geprägt sein. Aufgrund der hohen technologischen Hürden und der Kapitalintensität der Produktion im Kerngeschäft von ElringKlinger können Markteintritte von potenziellen neuen Wettbewerbern ausgeschlossen werden. Der Preisdruck im Erstausrüstungsgeschäft bewegt sich zwischenzeitlich wieder auf Vorkrisenniveau. Trotz zunehmender Branchenkonsolidierung und immer höherer Forschungs- und Entwicklungsbeiträge der Zulieferer zeichnet sich für 2011 keine spürbare Entspannung ab.
Investitionen in E-Mobility und Leichtbau
Nach 60,9 Mio. Euro in 2010 plant die ElringKlinger AG für 2011 Investitionen in Gebäude, Sachanlagen und Werkzeuge in Höhe von rund 55 Mio. Euro. Diese Investitionen resultieren aus der Vielzahl von Produktneuanläufen - auch aus dem Bereich Neue Geschäftsfelder. Zusätzliche Investitionen könnten sich bei weiterem positivem Verlauf des Projekts in 2011 aus der Beschaffung von Fertigungsanlagen zur Beschichtung von Dieselpartikelfiltern ergeben.
Am Standort Dettingen/Erms baut die ElringKlinger AG die Fertigung für die Produktion von Zellkontaktiersystemen für Lithium-Ionen-Batterien auf und führt in einem neuen E-Mobility-Kompetenzzentrum die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf dem Gebiet der Batterie-und Brennstoffzellentechnologie zusammen. Dafür sind insgesamt Investitionen in Höhe von rund 20 Mio. Euro vorgesehen.
Ebenfalls am Standort Dettingen/Erms wird 2011 mit einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Mio. Euro ein großes neues Werk für die Herstellung von gewichtsreduzierten Kunststoffgehäusemodulen errichtet. In vollautomatischen Produktionsprozessen werden dort unter anderem Ventilhaubenmodule und Ölwannensysteme überwiegend für die europäische Nutzfahrzeugindustrie gefertigt.
Auftragseingang weiterhin solide
Die Auftragseingänge nahmen 2010 deutlich zu. Sie beliefen sich zum Jahresende auf 422,5 (321,8) Mio. Euro und übertrafen das Vorjahresniveau um 31,3 %.
Der Auftragsbestand der ElringKlinger AG lag am 31. Dezember 2010 bei 172,1 (132,2) Mio. Euro und damit 30,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Insgesamt liegt die Beauftragung weiterhin auf hohem Niveau und stellt eine gute Ausgangsbasis für das Erreichen der Umsatz- und Ertragsziele des Unternehmens dar. Der Auftragseingang der ersten beiden Monate 2011 lässt eine anhaltend solide Nachfrage vermuten.
Prognose Umsatz- und Ertragslage 2011 und 2012
Ergebnissituation bleibt solide
Die Ertragslage der ElringKlinger AG hat sich im Geschäftsjahr 2010 weiter verbessert. Maßgeblich dafür waren sowohl die in der Krise realisierten nachhaltigen Kosteneinsparungen als auch die fortgesetzten Effizienzsteigerungen in den Fertigungsprozessen. Auch 2011 kann die ElringKlinger AG von den schlanken Strukturen und einer voraussichtlich weiter steigenden Auslastung profitieren.
Die Visibilität der Beauftragung durch die Kunden und die Planbarkeit der von den Fahrzeugherstellern abgerufenen Stückzahlen nahm im Vergleich zu den Krisenzeiten spürbar zu. Es bleiben aber die konjunkturellen Unwägbarkeiten, die sich mittelbar auf die Branche auswirken und zu entsprechenden Schwankungen der von den Kunden abgerufenen Liefermengen führen können.
Die Lagerbestände der Fahrzeughersteller haben sich gegenüber 2009 wieder erhöht. Sie befinden sich derzeit aber noch nicht auf einem zu hohen Niveau.
Sollte sich das Wachstum der Weltwirtschaft weiter beschleunigen, ist nicht auszuschließen, dass die anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen und Komponenten bei der Materialverfügbarkeit zu Engpässen führt sowie einen weiteren Anstieg der Materialpreise bedingen könnte. Seit den im Frühjahr 2009 erreichten Tiefständen haben die Materialpreise bereits spürbar angezogen. Weitere Preissteigerungen sind auch angesichts der zahlreichen, wieder aktiven Spekulanten an den Rohstoffmärkten nicht auszuschließen. ElringKlinger versucht, Preissteigerungen durch langfristige Lieferverträge, weiter verbrauchsoptimierte Produktionsverfahren und Effizienzsteigerung in der Fertigung zu kompensieren. Materialpreissteigerungen müssen teilweise an die Kunden weitergegeben werden. Eine Absicherung der Edelstahllegierungen durch Derivative besteht derzeit nicht, wird aber bei weiterem Anstieg in Erwägung gezogen.
Die Verwaltungskosten werden sich 2011 gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich erhöhen.
Bei den Personalkosten ist mit einem insgesamt moderaten Anstieg zu rechnen. Die für 1. April 2011 vorgesehene Tariferhöhung von 2,7 % wurde entsprechend einer Regelung im Tarifvertrag auf 1. Februar 2011 vorgezogen.
Weitere Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis
Auf Basis der dargestellten allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und einem zu erwartenden weiterhin guten Marktumfeld geht die ElringKlinger AG für 2011 von weiteren Umsatzzuwächsen aus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit soll in 2011 den in 2010 erreichten Wert übertreffen.
Durch die starke Aufstellung mit Produkten zur CO2-Reduzierung sowie einer vielversprechenden Perspektive bei Batteriekomponenten sieht sich die ElringKlinger AG in einer guten Ausgangsposition für einen 2012 und mittelfristig fortgesetzten organischen Umsatzanstieg und ein mindestens proportional wachsendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dazu werden zunehmend die Produktneuanläufe, verstärkt aus dem Bereich der Neuen Geschäftsfelder, beitragen.
Finanzierungsbedarf gedeckt
Die Erlöse aus der Kapitalerhöhung 2010 werden wesentlich zur Finanzierung des Erwerbs der Sparte Metallische Flachdichtungen der Freudenberg-Gruppe beitragen. Die beschriebenen Investitionsvorhaben in 2011 werden ebenfalls mit diesen Mitteln finanziert. Der momentan absehbare Finanzierungsbedarf des Unternehmens ist damit gedeckt und dem Unternehmen stehen noch Finanzierungsreserven zur Verfügung, um bei sich bietender Gelegenheit und vertretbarem Kaufpreis die Chance für weiteres, gezieltes externes Wachstum nutzen zu können.
Der geplante Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird 2011 und 2012 die derzeit vorgesehenen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen voraussichtlich übersteigen. Damit kann der absehbare Finanzbedarf des Unternehmens aus der Innenfinanzierung bedient werden. Zudem verfügt die ElringKlinger AG über zusätzlichen Spielraum im Rahmen der bei verschiedenen Bankinstituten vorhandenen Kreditlinien.
Abbau der Nettoverschuldung
Die infolge der Kapitalerhöhung im vierten Quartal 2010 spürbar reduzierte Nettofinanzverschuldung in Höhe von 99,1 Mio. Euro wird sich, bedingt durch die Auszahlungen für die Freudenberg-Akquisition und die beschriebenen Investitionen sowie aufgrund der Dividendenzahlung, in der ersten Jahreshälfte 2011 erhöhen. Ab der zweiten Jahreshälfte und für das Jahr 2012 geht die ElringKlinger AG von einer Reduzierung der Nettofinanzverschuldung aus.
Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG als sehr solide einzustufen. Das Unternehmen befindet sich damit in einer guten Ausgangsposition, um die gesteckten mittel- und langfristigen Unternehmensziele zu erreichen.
Nachtragsbericht
Nach Abschluss der Berichtsperiode haben sich, neben dem bereits erwähnten Vollzug des Erwerbs des Bereichs Metallische Flachdichtungen der Freudenberg Gruppe mit Wirkung zum 1. Januar 2011, keine weiteren wesentliche und berichtspflichtige Ereignisse ergeben.
Dettingen/Erms, den 16. März 2011
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
1 Zahlenangaben in Klammern sind Vorjahreswerte
Bilanz
Aktiva
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| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 987 | 1.076 |
| II. Sachanlagen | 200.968 | 179.398 |
| III. Finanzanlagen | 256.640 | 239.331 |
| 458.595 | 419.805 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 58.047 | 48.972 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 102.064 | 84.605 |
| III. Kassenbestand, Guthaben | ||
| bei Kreditinstituten und Schecks | 55.653 | 267 |
| 215.764 | 133.844 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 298 | 256 |
| 674.657 | 553.905 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 57.600 |
| II. Kapitalrücklage | 120.827 | 2.747 |
| III. Gewinnrücklagen | 174.991 | 161.458 |
| IV. Bilanzgewinn | 22.176 | 11.520 |
| 381.354 | 233.325 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 53.347 | 38.668 |
| 2. Steuerrückstellungen | 1.136 | 3.769 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 24.159 | 21.358 |
| 78.642 | 63.795 | |
| C. Verbindlichkeiten | 213.484 | 256.477 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 247 | 308 |
| E. Passive latente Steuern | 930 | 0 |
| 674.657 | 553.905 |
Gewinn- und Verlustrechnung
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 382.583 | 307.055 |
| 2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 3.535 | -8.190 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 9.515 | 12.443 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 26.239 | 30.722 |
| 5. Materialaufwand | -171.967 | -139.659 |
| 6. Personalaufwand | -103.410 | -84.343 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -34.999 | -37.475 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -67.963 | -47.371 |
| 9. Beteiligungsergebnis | 25.284 | -927 |
| 10. Zinsergebnis | -8.592 | -7.023 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 60.225 | 25.232 |
| 12. Ausserordentliche Aufwendungen | -13.420 | 0 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -10.160 | -4.099 |
| 14. Sonstige Steuern | -164 | -44 |
| 15. Jahresüberschuss | 36.481 | 21.089 |
| 16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -14.305 | -9.569 |
| 17. Bilanzgewinn | 22.176 | 11.520 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, ist nach den Vorschriften des Aktiengesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt.
Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Zur Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung wurde der Abschluss in TEUR erstellt, in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Anhang aufgegliedert. Des Weiteren sind sämtliche Vermerke in den Anhang mit ergänzenden Ausführungen aufgenommen.
Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzmodernisierungsgesetzes
Das am 29. Mai 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (im nachfolgenden „BilMoG“), ist im Bezug auf Ansatz und Bewertungsvorschriften erstmals auf den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 der Gesellschaft anzuwenden. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht.
Die folgende Überleitung stellt die wesentlichen Auswirkungen der Umstellung auf die Vorschriften des BilMoG dar. Gemäß der Übergangsvorschrift des BilMoG werden die Auswirkungen aus der Umstellung zum 01.01.2010 -je nach Sachverhalt- im außerordentlichen Ergebnis, oder in den Gewinnrücklagen erfasst.
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| Auswirkungen | Außerordentliches Ergebnis | Gewinnrücklagen |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | -12.724 | |
| Sonstige Rückstellungen | -253 | |
| Latente Steuern | -906 | |
| Abzinsung Rückstellungen | 134 | |
| Steuerforderungen | -443 | |
| -13.420 | -772 |
Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte wurde gem. Art. 67 EGHGB verzichtet.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sach- und Finanzanlagen werden bei Zugang mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie in angemessenem Umfang Abschreibungen einbezogen.
Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das mit BilMoG neu geschaffene Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst.
Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauern, planmäßig unter Ansatz der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.
Bewegliche Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 angeschafft oder hergestellt wurden, werden teilweise degressiv mit späterem Übergang zur linearen Abschreibung abgeschrieben. Zugänge ab dem 1. Januar 2010 werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Die Anpassung der Nutzungsdauern bei Neuzugängen ab dem Geschäftsjahr 2010 führte tendenziell zu einer Verlängerung der Nutzungsdauern. Die Anpassung erfolgte zur Verbesserung der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Hierdurch ergeben sich verminderte Abschreibungen.
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ausleihungen werden zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich bzw. zulässig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen beruht die Ermittlung der erforderlichen Abschreibungen auf jährlichen Werthaltigkeitsüberprüfungen. Diesen liegen Ertragswertberechnungen zugrunde, die auf der Mittelfristplanung der jeweiligen Gesellschaft aufbauen und nach der letzten Planungsperiode ein nachhaltig erzielbares Ergebnis („ewige Rente“) unterstellen. Abschreibungen erfolgen, wenn der sich hieraus ergebende Ertragswert unterhalb des Buchwerts liegt.
Soweit die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr vorliegen, werden Zuschreibungen maximal bis zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten vorgenommen.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert.
Umlaufvermögen
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Anwendung von Bewertungsvereinfachungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Teilweise sind Festwerte gebildet.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Bei gesunkenen Verkaufspreisen kommen diese zum Ansatz. Für erkennbare Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit und Beschaffenheit sowie zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung werden Wertberichtigungen vorgenommen.
Aufgrund umfangreicher Bestands- und Bewegungsanalysen der Vorjahre wurden für den Abschluss 2010 die Wertabschläge wegen mangelnder Gängigkeit reduziert, was grundsätzlich eine Erhöhung der Bestandswerte zur Folge hatte. Die Auswirkung der Änderung der Wertberichtigung beträgt bei der ElringKlinger AG TEUR 2.054.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Infolge einer Analyse der Forderungsausfälle der Vorjahre wurde die Vorgehensweise zur Ermittlung der Wertberichtigung angepasst, was zu einer Reduzierung der Wertberichtigung geführt hat. Die Auswirkung dieser Anpassung beträgt bei der ElringKlinger AG TEUR 1.332.
Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Die Pensionsverpflichtungen sind zum 31. Dezember 2010 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren (`Projected-Unit-Credit-Methode`) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Heubeck Richttafeln 2005 G verwendet. Als Rechnungszinssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrundegelegt. Darüber hinaus werden Gehalts- bzw. Rententrends sowie alters- und geschlechtsspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Im Vorjahr erfolgte die Bewertung nach versicherungsmathematischen Methoden mit dem Teilwert gemäß § 6 a EStG auf Basis eines Zinsfußes von 6,0 % unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln von 2005 G. Der sich zum 1. Januar 2010 ergebende Unterschiedsbetrag aus der geänderten Bewertung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 12.724 wurde vollständig zugeführt und in den außerordentlichen Aufwendungen erfasst.
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene und zukünftige potenzielle Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
In den Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.
Der Pauschalanteil der Rückstellung für Gewährleistungen wurde in 2010 von 0,5 % auf 0,3 % vom Umsatz, aufgrund von Analysen der Gewährleistungen der Vergangenheit, reduziert. Dies führte zu einer Reduzierung der Gewährleistungsrückstellung in Höhe von TEUR 769.
Als Grundlage zur Ermittlung der drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften wurde in den Vorjahren der Auftragsbestand herangezogen. Ab dem Geschäftsjahr 2010 werden diese auf Basis der Dreijahresplanung ermittelt, was zu einer Erhöhung des Rückstellungsbedarfs führte. Die Auswirkung dieser Anpassung beträgt TEUR 1.097.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag (bis 31. Dezember 2009: Rückzahlungsbetrag) angesetzt.
Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. Bis zum 31. Dezember 2009 wurden Fremdwährungsforderungen bzw. Verbindlichkeiten grundsätzlich mit den Kursen zum Einbuchungs- oder Entstehungszeitpunkt bzw. zum niedrigeren / höheren beizulegenden Wert bewertet.
Latente Steuern
Seit dem Jahr 2010 werden auf temporäre und quasipermanente Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten latente Steuern auf Basis eines Steuersatzes von 27,2 % angesetzt. Dabei werden gegebenenfalls auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Soweit sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 3 HGB nicht angesetzt.
Der Ergebniseffekt aus dem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern zum 1. Januar 2010 wird gemäß den Umstellungsvorschriften (Art. 67 Abs. 6 S. 1 EGHGB) in den Gewinnrücklagen erfasst. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern seit dem 1. Januar 2010 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und beträgt zum Stichtag TEUR 24.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 27,2 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 11,375 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 325 %.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens der ElringKlinger AG sowie die Aufstellung des Anteilsbesitzes sind auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.
Unter Finanzanlagen sind - neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen - Ausleihungen und Wertpapiere ausgewiesen.
Die Zugänge von Anteilen an verbundenen Unternehmen sind hauptsächlich durch Kapitalerhöhungen und Erwerbe von Minderheitsanteilen von verbundenen Unternehmen begründet. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei den Wertansätzen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.026 vorgenommen. Zuschreibungen ergaben sich bei den Anteilen von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.352
Entwicklung des Anlagevermögens
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 TEUR |
Zugänge TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2010 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 19.794 | 320 | 29 | 1.141 | 19.002 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 34 | 206 | -34 | 0 | 206 |
| 19.828 | 526 | -5 | 1.141 | 19.208 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 126.134 | 6.276 | 4.618 | 425 | 136.603 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 270.556 | 16.156 | 12.413 | 18.076 | 281.049 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 98.106 | 2.558 | 107 | 10.610 | 90.161 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 20.061 | 35.915 | -17.133 | 0 | 38.843 |
| 514.857 | 60.905 | 5 | 29.111 | 546.656 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 238.062 | 5.619 | 0 | 0 | 243.681 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 22.516 | 9.302 | 0 | 5.448 | 26.370 |
| 3. Beteiligungen | 11.466 | 0 | 0 | 0 | 11.466 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 625 | 200 | 0 | 200 | 625 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 30 | 0 | 0 | 2 | 28 |
| 272.699 | 15.121 | 0 | 5.650 | 282.170 | |
| 807.384 | 76.552 | 0 | 35.902 | 848.034 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 TEUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Zuschreibungen TEUR |
Umbuchungen TEUR |
Abgänge TEUR |
31.12.2010 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 18.752 | 610 | 0 | 0 | 1.141 | 18.221 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 18.752 | 610 | 0 | 0 | 1.141 | 18.221 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 61.608 | 2.850 | 0 | 0 | 337 | 64.121 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 184.287 | 29.620 | 0 | 0 | 13.277 | 200.630 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 89.564 | 1.919 | 0 | 0 | 10.546 | 80.937 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 335.459 | 34.389 | 0 | 0 | 24.160 | 345.688 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 29.495 | 3.026 | 8.876 | 0 | 0 | 23.645 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.569 | 57 | 219 | 0 | 1.350 | 57 |
| 3. Beteiligungen | 2.304 | 0 | 476 | 0 | 0 | 1.828 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 33.368 | 3.083 | 9.571 | 0 | 1.350 | 25.530 | |
| 387.579 | 38.082 | 9.571 | 0 | 26.651 | 389.439 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen | 781 | 1.042 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 206 | 34 |
| 987 | 1.076 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 72.482 | 64.526 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 80.419 | 86.269 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.224 | 8.542 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 38.843 | 20.061 |
| 200.968 | 179.398 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 220.036 | 208.567 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 26.313 | 20.947 |
| 3. Beteiligungen | 9.638 | 9.162 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 625 | 625 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 28 | 30 |
| 256.640 | 239.331 | |
| 458.595 | 419.805 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
HB I Eigenkapital in TLW | HB I Ergebnis in TLW | Landeswährung |
|---|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | |||||
| ElringKlinger AG | Dettingen/Erms | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) | |||||
| Inland | |||||
| Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER | |||||
| BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | Dettingen/Erms | 100,00 | 44 | -7 | EUR |
| Elring Klinger Motortechnik GmbH | Idstein | 92,86 | 3.417 | 26 | EUR |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | Rottenburg /Neckar | 96,00 | 1.272 | 692 | EUR |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | Bietigheim-Bissingen | 74,50 | 33.135 | 5.411 | EUR |
| Ausland | |||||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | Sevelen (Schweiz) | 100,00 | 39.284 | 9.864 | CHF |
| Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | Redcar (Großbritannien) | 100,00 | 6.387 | 1.527 | GBP |
| Elring Klinger S.p.A. | Mazzo di Rho (Italien) | 100,00 | 1.715 | 201 | EUR |
| Technik-Park Heliport Kft. | Kecskemét-Kádafalva (Ungarn) | 100,00 | 1.862.189 | 88.903 | HUF |
| Elring Parts Ltd. | Gateshead (Großbritannien) | 90,00 | 2.121 | 526 | GBP |
| Elring Klinger, S.A.U. | Reus (Spanien) | 100,00 | 8.575 | 464 | EUR |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S | Bursa (Türkei) | 90,00 | 1.429 | -1.151 | TRY |
| KITEK Kalip ve Ileri Teknoloji Makina Sanayi | |||||
| Ve Ticaret Ltd. Şirketi | Bursa (Türkei) | 90,00 | -212 | -199 | TRY |
| ElringKlinger Canada, Inc. | Leamington (Kanada) | 100,00 | 32.661 | 11.094 | CAD |
| ElringKlinger North America, Inc. | Plymouth/Michigan (USA) | 100,00 | 2.667 | 415 | USD |
| Elring Klinger México, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 | 269.903 | 25.806 | MXN |
| EKASER, S.A. de C.V. | Toluca (Mexiko) | 100,00 | 29.833 | 9.059 | MXN |
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | Piracicaba (Brasilien) | 100,00 | 65.641 | 12.705 | BRL |
| Elring of North America, Inc. | Branchburg/New Jersey (USA) | 100,00 | 2.289 | 516 | USD |
| ElringKlinger USA, Inc. | Buford (USA) | 100,00 | -1.427 | 1.313 | USD |
| Elring Gaskets (Pty) Ltd. | Johannesburg (Südafrika) | 51,00 | 8.762 | 2.036 | ZAR |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | Ranjangaon (Indien) | 100,00 | 186.837 | -48.150 | INR |
| ElringKlinger China, Ltd. | Suzhou (China) | 100,00 | 111.231 | 22.385 | CNY |
| Changchun ElringKlinger Ltd. | Changchun (China) | 88,00 | 229.241 | 52.764 | CNY |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) | |||||
| Commercial Co., Ltd. | Qingdao (China) | 74,50 | 10.515 | 7.782 | CNY |
| Anteile an Joint Ventures (in den Konzernabschluss mittels Quotenkonsolidierung einbezogen) | |||||
| Ausland | |||||
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | Changwon (Südkorea) | 50,00 | 4.716.783 | 924.828 | KRW |
| ElringKlinger Marusan Corporation | Tokio (Japan) | 50,00 | 4.495.430 | 136.857 | JPY |
| Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. | Tokio (Japan) | 50,00 | 370.863 | 1.772 | JPY |
| Marusan Kogyo Co., Ltd | Tokio (Japan) | 23,45 | 631.176 | 17.635 | JPY |
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| Name der Gesellschaft | Stichtagskurs 1) | HB I Eigenkapital in TEUR |
HB I Ergebnis in TEUR |
letzter Abschluss |
|---|---|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||||
| ElringKlinger AG | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen (im Konzernabschluss vollkonsolidiert) | ||||
| Inland | ||||
| Gedächtnisstiftung KARL MÜLLER | ||||
| BELEGSCHAFTSHILFE GmbH | 100,0000 | 44 | -7 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger Motortechnik GmbH | 100,0000 | 3.417 | 26 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Logistic Service GmbH | 100,0000 | 1.272 | 692 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH | 100,0000 | 33.135 | 5.411 | 31.12.2010 |
| Ausland | ||||
| ElringKlinger Abschirmtechnik (Schweiz) AG | 79,8403 | 31.365 | 7.876 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger (Great Britain) Ltd. | 115,9420 | 7.405 | 1.770 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger S.p.A. | 100,0000 | 1.715 | 201 | 31.12.2010 |
| Technik-Park Heliport Kft. | 0,3599 | 6.702 | 320 | 31.12.2010 |
| Elring Parts Ltd. | 115,9420 | 2.460 | 610 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger, S.A.U. | 100,0000 | 8.575 | 464 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger TR Otomotiv Sanayi ve Ticaret A.S | 48,4004 | 692 | -557 | 31.12.2010 |
| KITEK Kalip ve Ileri Teknoloji Makina Sanayi | ||||
| Ve Ticaret Ltd. Şirketi | 48,4004 | -103 | -96 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Canada, Inc. | 74,7943 | 24.429 | 8.298 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger North America, Inc. | 74,7384 | 1.993 | 310 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger México, S.A. de C.V. | 6,0268 | 16.266 | 1.555 | 31.12.2010 |
| EKASER, S.A. de C.V. | 6,0268 | 1.798 | 546 | 31.12.2010 |
| Elring Klinger do Brasil Ltda. | 45,0227 | 29.554 | 5.720 | 31.12.2010 |
| Elring of North America, Inc. | 74,7384 | 1.710 | 385 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger USA, Inc. | 74,7384 | -1.066 | 981 | 31.12.2010 |
| Elring Gaskets (Pty) Ltd. | 11,2551 | 986 | 229 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Automotive Components (India) Pvt. Ltd. | 1,6715 | 3.123 | -805 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger China, Ltd. | 11,3372 | 12.611 | 2.538 | 31.12.2010 |
| Changchun ElringKlinger Ltd. | 11,3372 | 25.990 | 5.982 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Engineered Plastics (Qingdao) | ||||
| Commercial Co., Ltd. | 11,3372 | 1.192 | 882 | 31.12.2010 |
| Anteile an Joint Ventures (in den Konzernabschluss mittels Quotenkonsolidierung einbezogen) | ||||
| Ausland | ||||
| ElringKlinger Korea Co., Ltd. | 0,0666 | 3.143 | 616 | 31.12.2010 |
| ElringKlinger Marusan Corporation | 0,9191 | 41.318 | 1.258 | 31.12.2010 |
| Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. | 0,9191 | 3.409 | 16 | 31.12.2010 |
| Marusan Kogyo Co., Ltd | 0,9191 | 5.801 | 162 | 31.12.2010 |
1) 100 Einheiten Landeswährung am Bilanzstichtag
Umlaufvermögen
Vorräte
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| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 14.544 | 13.312 |
| Unfertige Erzeugnisse | 5.409 | 4.317 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 38.094 | 31.246 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 97 |
| 58.047 | 48.972 |
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 57.054 | 45.226 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 32.406 | 26.050 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.911 | 4.206 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 7.693 | 9.123 |
| 102.064 | 84.605 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 14.846 (i. Vj. TEUR 8.263) den Finanzverkehr, im Übrigen Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe den Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 3.409 (i. Vj. TEUR 4.323) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.
Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:
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| TEUR | 31.12.2009 | Erstanw. BilMoG | Kapitalerhöhung | Dividende | Jahresüberschuss | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 57.600 | 5.760 | 63.360 | |||
| Kapitalrücklagen | 2.747 | 118.080 | 120.827 | |||
| Gewinnrücklagen | 161.458 | -772 | 14.305 | 174.991 | ||
| Bilanzgewinn | 11.520 | -11.520 | 22.176 | 22.176 | ||
| 233.325 | -772 | 123.840 | -11.520 | 36.481 | 381.354 |
Das Grundkapital der ElringKlinger AG lag zum 31. Dezember 2010 bei 63.359.990 Euro und ist unterteilt in 63.359.990 Stück Namensaktien, die je eine Stimme gewähren. Es ergibt sich ein rechnerischer Anteil von 1,00 Euro des Grundkapitals je Namensaktie. Die Gewinnverteilung erfolgt nach § 60 AktG in Verbindung mit § 23 Nr. 1 der Satzung.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 25. Mai 2015 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 23.040.010,00 Euro (vor der in 2010 durchgeführten Kapitalerhöhung 28.800.000,00 Euro), zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen oder wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch der Ausübung des Bezugsrechtsausschlusses. Auf die Obergrenze von 10% des Grundkapitals sind Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest (§ 4 Nr. 3 der Satzung).
Der Vorstand hat von der Ermächtigung, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts mit Zustimmung des Aufsichtsrats entsprechend der vorgenannten Bedingungen zu erhöhen, Gebrauch gemacht. Insgesamt wurde das Grundkapital um 5.759.990 Euro (5.759.990 Stück Namensaktien) auf 63.359.990 Euro im Wege des sogenannten beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens erhöht. Der Ausgabepreis pro Aktie betrug 21,50 Euro. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde am 7. Oktober 2010 ins Handelsregister eingetragen.
Aus dem Jahresüberschuss 2010 erfolgte eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 14.305.
Die Gewinnrücklagen enthalten per 31. Dezember 2010 die gesetzliche Rücklage mit TEUR 3.013 (i. Vj. TEUR 3.013) und andere Gewinnrücklagen mit TEUR 171.978 (i. Vj. TEUR 158.445).
Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
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| TEUR | |
|---|---|
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2009 | 11.520 |
| Gewinnausschüttung für 2009 | - 11.520 |
| Gewinnvortrag | 0 |
| Jahresüberschuss 2010 | 36.481 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -14.305 |
| Bilanzgewinn am 31. Dezember 2010 | 22.176 |
Die Bewertung des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit der Altersteilzeit ergibt gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 25 (Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 811 abzgl. Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 776, vermindert um die darauf gebildete passive latente Steuern in Höhe von TEUR 10).
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 53.347 (i. Vj. TEUR 38.668). Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Vorjahr: Teilwertverfahren gem. § 6a EStG) unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5,15 % unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Der Berechnung liegt darüber hinaus ein Einkommenstrend von 2,0 %, ein Karrieretrend von 0,5 %, ein Rententrend von 1,5 % für Anwartschaften und 2,0 % für laufende Renten und eine durchschnittliche Fluktuation von 1,0 % zugrunde.
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen der BilMoG Einführung zum 01. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum alten Ansatz vom 31. Dezember 2009 von TEUR 12.724. Dieser wurde im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
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| 31.12.2010 TEUR |
31.12.2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 13.741 | 8.226 |
| Drohende Verluste aus Kundenaufträgen | 4.015 | 3.008 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 1.272 | 3.856 |
| Prozesskosten | 655 | 793 |
| Derivatrisiken | 370 | 1.180 |
| Übrige Risiken | 4.106 | 4.295 |
| Gesamt | 24.159 | 21.358 |
In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.931 enthalten. Diese Rückstellung wurde in Höhe von TEUR 811 mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Als Deckungsvermögen wurde der zweckexklusiv, verpfändete und insolvenzgeschützte Treuhandvertrag über Vermögensübertragung, Erstattung und Geschäftsbesorgung vom 3. März 2005 zwischen der ElringKlinger AG und dem ElringKlinger Treuhänder e.V. sowie ElringKlinger Mitarbeitertreuhänder e.V. identifiziert. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Stichtag TEUR 811, bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 776. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens ergibt sich aus der Bewertung der Geldanlage zum am Stichtag gültigen Kurs. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (TEUR 35) wurden mit Aufwendungen aus der Altersteilzeitrückstellung verrechnet.
Die übrigen Risiken enthalten vor allem ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.572 (i. Vj. TEUR 1.698) und Bonusgutschriften in Höhe von TEUR 1.200 (i. Vj. TEUR 1.000).
Verbindlichkeiten
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| Gesamt- | davon mit einer Restlaufzeit | Gesamt- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| betrag zum 31.12.2010 TEUR |
bis zu einem Jahr TEUR |
von einem bis zu fünf Jahren TEUR |
über fünf Jahre TEUR |
davon gesichert TEUR |
Betrag Zum 31.12.2009 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 154.762 | 41.734 | 100.019 | 13.009 | 16.021 | 195.885 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 88 | 88 | 0 | 0 | 0 | 158 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 19.680 | 19.680 | 0 | 0 | 0 | 15.321 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 370 | 331 | 39 | 0 | 0 | 6.930 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 38.584 | 20.713 | 17.871 | 0 | 0 | 38.183 |
| 213.484 | 82.546 | 117.929 | 13.009 | 16.021 | 256.477 |
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| Gesamt- | davon mit einer Restlaufzeit | Gesamt- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| betrag zum 31.12.2009 TEUR |
bis zu einem Jahr TEUR |
von einem bis zu fünf Jahren TEUR |
über fünf Jahre TEUR |
davon gesichert TEUR |
betrag zum 31.12.2008 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 195.885 | 50.460 | 101.938 | 43.487 | 16.741 | 234.961 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 158 | 158 | 0 | 0 | 0 | 119 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15.321 | 15.321 | 0 | 0 | 0 | 14.427 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.930 | 6.881 | 49 | 0 | 0 | 791 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 38.183 | 19.399 | 18.784 | 0 | 0 | 31.245 |
| 256.477 | 92.219 | 120.771 | 43.487 | 16.741 | 281.543 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 16.021 (i. Vj. TEUR 16.741) durch Grundschulden auf Betriebsgrundstücke gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich den Finanzverkehr
Von den sonstigen Verbindlichkeiten bestehen TEUR 1.259 (i. Vj. TEUR 1.055) aus Steuern und TEUR 353 (i. Vj. TEUR 410) im Rahmen der sozialen Sicherheit.
Passive latente Steuern
Die Passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 930 resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen des Anlage– und Umlaufvermögens sowie der Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 27,2 % zugrunde gelegt. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren im Wesentlichen aus:
| • | Grundstücken und Gebäuden |
| • | Finanzanlagen |
Die Differenzen, die zu aktiven latenten Steuern führten, resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen. Nach der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern, verbleibt ein Passivüberhang.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufteilung nach geographischen Märkten
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| TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Deutschland | 135.994 | 111.368 |
| Europa | 167.113 | 135.763 |
| Asien | 33.953 | 27.340 |
| Nafta | 30.678 | 21.758 |
| Rest der Welt | 14.845 | 10.826 |
| Gesamtumsatz | 382.583 | 307.055 |
Nach Tätigkeitsbereichen entfallen die Umsatzerlöse auf die Erstausrüstung mit TEUR 282.261 (i. Vj. TEUR 219.235), auf Ersatzteile mit TEUR 95.760 (i. Vj. TEUR 83.356) sowie auf „Gewerbeparks“ mit TEUR 4.562 (i. Vj. TEUR 4.464).
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.853 (i. Vj. TEUR 6.009). Diese enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 873 (i. Vj. TEUR 4.721) sowie Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.652 (i. Vj. TEUR 541) und Erträge aus Anlagenabgängen von TEUR 1.328 (i. Vj. TEUR 748).
Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen vor allem Erträge aus der Veränderung der Zeitwerte rohwarenbezogener Absicherungsgeschäfte und von Zinsswaps in Höhe von TEUR 669 (i. Vj. TEUR 9.494), Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 8.231 (i. Vj. TEUR 2.690), Zuschüsse der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 3.115 (i. Vj. TEUR 2.685), Lizenzerlöse in Höhe von TEUR 4.232 (i. Vj. TEUR 2.246) sowie Erlöse aus Maschinenverkäufen TEUR 731 (i. Vj. TEUR 397) enthalten.
Materialaufwand
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 154.604 | 127.055 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 17.363 | 12.604 |
| 171.967 | 139.659 |
Personalaufwand
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 86.022 | 67.721 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 17.388 | 16.622 |
| --davon für Altersversorgung-- | (2.432) | (3.842) |
| 103.410 | 84.343 |
Abschreibungen
Die Abschreibungen von TEUR 34.999 (i.Vj. TEUR 37.475) enthalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. In den Abschreibungen des Geschäftsjahres 2010 sind keine (i. Vj. TEUR 1.747) außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von TEUR 1.091 (i. Vj. TEUR 1.077) aus Anlagenabgängen TEUR 900 (i. Vj. TEUR 502) und aus Forderungsausfällen TEUR 191 (i. Vj. TEUR 575), enthalten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnungen belaufen sich auf TEUR 14.882 (i. Vj. TEUR 3.167).
Beteiligungsergebnis
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| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 18.958 | 5.811 |
| Zuschreibungen auf Finanzanlagen | 9.352 | 2.066 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -3.026 | - 8.804 |
| 25.284 | - 927 |
Die Erträge aus Beteiligungen stammen in Höhe von TEUR 18.958 (i. Vj. TEUR 5.811) von verbundenen Unternehmen. Die Zuschreibungen auf Finanzanlagen betreffen in Höhe von TEUR 8.876 (i. Vj. TEUR 2.066) verbundene Unternehmen und in Höhe von TEUR 476 (i. Vj. TEUR 0) Beteiligungsunternehmen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen (i.Vj. TEUR 6.500 auf Anteile an verbundenen Unternehmen und TEUR 2.304 auf Beteiligungen).
Zinsergebnis
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| TEUR | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.110 | 1.393 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.060 | 830 |
| Zuschreibungen auf Ausleihungen | 219 | 532 |
| Abschreibungen auf Ausleihungen | -57 | - 244 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -10.924 | - 9.534 |
| -8.592 | - 7.023 |
Das Zinsergebnis beinhaltet Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.008 (i. Vj. TEUR 1.372), Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 756 (i. Vj. TEUR 557) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 301 (i. Vj. TEUR 253). Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.816.
Außerordentliche Aufwendungen
Aus der Anwendung der Vorschriften des BilMoG ergaben sich außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.420. Die Aufwendungen beziehen sich auf die Anpassung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 12.724 und der Anpassung der Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 253 sowie der Anpassung des Körperschaftsteuerguthabens um TEUR 443. Im Vorjahr waren keine Geschäftsvorfälle in den außerordentlichen Aufwendungen auszuweisen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 98 periodenfremde Aufwendungen (nach Abzug periodenfremder Erträge) saldiert. Im Vorjahr sind periodenfremde Erträge (nach Abzug periodenfremder Aufwendungen) in Höhe von TEUR 202 enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für latente Steuern in Höhe von TEUR 24 enthalten.
Sonstige Steuern
In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 151) verrechnet.
Haftungsverhältnisse
Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 227), aus gewährten Bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien in Höhe von TEUR 9.622 (i. Vj. TEUR 8.809), davon für verbundene Unternehmen TEUR 9.622 (i. Vj. TEUR 8.809). Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wird derzeit nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.
ElringKlinger AG hat sich verpflichtet, ein verbundenes Unternehmen finanziell so auszustatten, dass dieses jederzeit zur Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen aus einem Werkvertrag in der Lage ist. Auch gegenüber Lieferanten von Tochterunternehmen bestehen Verpflichtungen, für künftige Forderungen des Lieferanten gegenüber den Tochterunternehmen einzustehen, falls die Tochterunternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht innerhalb einer bestimmten Frist nachkommen. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung der Tochterunternehmen ist eine Inanspruchnahme derzeit unwahrscheinlich.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| Restlaufzeit | Gesamt | < 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Energieabnahmeverträge | 14.840 | 6.744 | 8.096 | 0 |
| Miet-, Pacht- und Leasingverträge | 1.488 | 834 | 654 | 0 |
| Wartungsverträge | 70 | 35 | 35 | 0 |
| 16.398 | 7.613 | 8.785 | 0 |
Darüber hinaus bestehen aus Darlehensvereinbarungen finanzielle Verpflichtungen gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.350. Darüber hinaus bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.
Die angegebenen außerbilanziellen Geschäfte sind für die Beurteilung der Finanzlage nicht von Bedeutung.
Sonstige Angaben
Beschäftigtenzahl
Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 1.042 | 1.019 |
| Angestellte | 583 | 567 |
| 1.625 | 1.586 | |
| Auszubildende | 68 | 67 |
| 1.693 | 1.653 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Nach § 285 Nr. 21 HGB sind Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Anhang zu nennen, soweit es sich nicht um Geschäfte mit und zwischen mittelbar oder unmittelbar in 100%-igem Anteilsbesitz stehenden und in einen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt.
Mit nicht in 100%-igem Anteilsbesitz stehenden Unternehmen der ElringKlinger-Gruppe ergaben sich im Geschäftsjahr 2010 folgende Geschäftsvorfälle:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen | 7.763 | 4.613 |
| Lizenzerlöse | 1.418 | 698 |
| Erbrachte Dienstleistungen | 1.325 | 1.422 |
| Maschinen- und Werkzeugverkäufe sowie sonstige Erlöse | 3.456 | 2.308 |
| Bezogene Dienstleistungen und sonstiger Aufwand | 4.277 | 3.524 |
| Zinserträge | 133 | 73 |
| Zinsaufwendungen | 298 | 211 |
| Gewährte Darlehen am Bilanzstichtag | 4.607 | 3.829 |
| Andere Forderungen am Bilanzstichtag | 11.467 | 8.241 |
| Erhaltene Darlehen am Bilanzstichtag | 341 | 6.614 |
| Andere Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag | 0 | 251 |
Zudem bestehen
| • | Vereinbarung über die Zusammenarbeit bei der Lehrlingsausbildung zwischen der ElringKlinger AG und der Lechler GmbH, Metzingen, sowie ein Vertrag über die Belieferung mit Kantinenessen. Die Einnahmen der ElringKlinger AG betrugen im Berichtsjahr TEUR 164 (2009: TEUR 225). Zum Bilanzstichtag betrug der offene Saldo TEUR 0 (2009: TEUR 4). |
| • | Ein Rahmenliefervertrag zwischen Rich. Klinger Dichtungstechnik GmbH & Co. KG, Gumpoldskirchen, Österreich, und Gesellschaften des ElringKlinger Konzerns betreffend den Bezug von Material. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2010 Material für TEUR 2.088. (2009: TEUR 1.014) bezogen. Der offene Saldo zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 191 (2009: TEUR 250). |
| • | Rahmenliefervertrag zwischen Klinger AG Egliswil, Schweiz, und ElringKlinger AG betreffend den Bezug von Material. Im Rahmen dieses Vertrages hat die ElringKlinger AG in 2010 Material zum Preis von TEUR 106 (2009: TEUR 58) erworben. Zum Bilanzstichtag bestehen hieraus Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15 (2009: TEUR 0). |
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestanden zwei Finanzderivate (Zinsswaps), die der Absicherung von Zinsrisiken dienen.
Die negativen beizulegenden Zeitwerte in Höhe von TEUR 370 (i. Vj. TEUR 392) sind unter der Position sonstige Rückstellungen ausgewiesen.
Die Zinsswaps dienen dem Tausch von varibalen Zinszahlungen aus den aufgenommenen Darlehen in feste Zinssätze. Das Nominalvolumen der beiden Vereinbarungen beträgt TEUR 9.200. Die Zinsswapvereinbarungen haben Laufzeiten bis 30. Mai 2013 bzw. 1. April 2014.
Alle Termingeschäfte sind mit inländischen Kreditinstituten, die mindestens mit „A“ (nach Standard & Poors-Klassifizierung) bewertet sind, geschlossen.
Die Ermittlung der bankbestätigten Marktwerte der Finanzderivate erfolgt unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Mark-to-Market-Methode).
Organe der Gesellschaft
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| Aufsichtsrat | |
|---|---|
| Dr. Helmut Lerchner, Aichtal, Vorsitzender | Unternehmensberater Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Deutz AG, Köln, Mitglied des Regionalbeirats Südwest der Commerzbank AG |
| Markus Siegers, Altbach, Stellvertretender Vorsitzender und Arbeitnehmervertreter | Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger AG |
| Gert Bauer, Reutlingen, Arbeitnehmervertreter | Erster Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Reutlingen/Tübingen Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Hugo Boss AG, Metzingen, Mitglied des Beirats der BIKOM GmbH, Reutlingen |
| Armin Diez, Lenningen, Arbeitnehmervertreter (seit 21. Mai 2010) | Leiter des Geschäftsbereichs Zylinderkopfdichtungen der ElringKlinger AG |
| Pasquale Formisano, Vaihingen an der Enz, Arbeitnehmervertreter (seit 21. Mai 2010) | Einsteller, Betriebsratsvorsitzender der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH |
| Dr. Rainer Hahn, Stuttgart | Ehemaliges Mitglied der Geschäftsführung Robert Bosch GmbH, Stuttgart Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH, Stuttgart, Mitglied des Aufsichtsrats der Bosch Rexroth AG, Stuttgart, Mitglied des TÜV SÜD Gesellschafterausschuss GbR, München, Mitglied des Verwaltungsrats des TÜV SÜD e. V., Mannheim |
| Karl Uwe van Husen, Waiblingen | Geschäftsführer Mandate: Mitglied des Aufsichtsrats der Schaltbau Holding AG, München |
| Dr. Thomas Klinger-Lohr, Egliswil/Schweiz | Vorstandsvorsitzender der Betal Netherland Holding B. V., Rotterdam/Niederlande Mandate: Beirats- bzw. Verwaltungsratsmitglied bei: Klinger Ltd., Perth/Australien Klinger S.p.A., Mazzo di Rho (MI)/Italien Saidi S.A., Madrid/Spanien Klinger AG Egliswil, Egliswil/Schweiz Uni Klinger Ltd., Mumbai/Indien |
| Walter Herwarth Lechler, Stuttgart | Geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH Mandate: Beirats- bzw. Verwaltungsratsmitglied: Lechler Inc., St. Charles/USA Lechler Ltd., Sheffield/Großbritannien Lechler India Pvt. Ltd., Thane/Indien Lechler Kft, Kecskemét/Ungarn Lechler France S.A., Montreuil/Frankreich Lechler AB, Hagfors/Schweden Lechler SA, Wavre/Belgien Lechler S.A., Madrid/Spanien, und ELEX India Pvt. Ltd., Thane/Indien |
| Paula Monteiro-Munz, Grabenstetten, Arbeitnehmervertreterin (seit 21. Mai 2010) | Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Elring-Klinger AG |
| Manfred Rupp, Pfullingen, Arbeitnehmervertreter (bis 21. Mai 2010) | Simulationstechniker |
| Manfred Strauß, Stuttgart | Geschäftsführender Gesellschafter der M&S messebau und service GmbH, Neuhausen a.d.F. Mandate: Mitglied der Gesellschafterversammlung der Pro Stuttgart Verwaltungs GmbH, Stuttgart, Beirat des Pro Stuttgart Verkehrsverein, Stuttgart |
| Gerhard Wick, Geislingen a. d. Steige, Arbeitnehmervertreter (seit 21. Mai 2010) | Gewerkschaftssekretär IG Metall, Bezirk Baden-Württemberg |
Bezüge des Aufsichtsrats
Im Berichtsjahr betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG TEUR 501 (2009: TEUR 286).
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| EUR | fixe Bezüge | Variable Bezüge | Gesamtbezüge | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Helmut Lerchner | 50.000 | 40.000 | 39.003 | 19.276 | 89.003 | 59.276 |
| Markus Siegers | 25.500 | 14.000 | 23.196 | 9.638 | 48.696 | 23.638 |
| Walter Herwarth Lechler | 30.000 | 31.000 | 25.558 | 14.457 | 55.558 | 45.457 |
| Gert Bauer | 19.000 | 14.000 | 19.502 | 9.638 | 38.502 | 23.638 |
| Armin Diez | 16.333 | 0 | 11.874 | 0 | 28.207 | 0 |
| Pasquale Formisano | 12.333 | 0 | 11.874 | 0 | 24.207 | 0 |
| Dr. Rainer Hahn | 15.000 | 14.000 | 19.502 | 9.638 | 34.502 | 23.638 |
| Karl Uwe van Husen | 27.000 | 26.000 | 19.502 | 9.638 | 46.502 | 35.638 |
| Dr. Thomas Klinger-Lohr | 18.000 | 18.000 | 19.502 | 9.638 | 37.502 | 27.638 |
| Paula Monteiro-Munz | 16.333 | 0 | 11.874 | 0 | 28.207 | 0 |
| Manfred Rupp | 3.500 | 14.000 | 7.628 | 9.638 | 11.128 | 23.638 |
| Manfred Strauß | 15.000 | 14.000 | 19.502 | 9.638 | 34.502 | 23.638 |
| Gerhard Wick | 12.333 | 0 | 11.874 | 0 | 24.207 | 0 |
| Gesamtbetrag | 260.332 | 185.000 | 240.391 | 101.199 | 500.723 | 286.199 |
Die dargestellte variable Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf den vorläufigen Zahlen des Konzernergebnisses vor Steuern nach IFRS für 2010, wider.
Zwischen der Rückstellung für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 und den tatsächlich ausbezahlten Beträgen ergab sich eine Differenz in Höhe von EUR 2.522. Dieser Betrag wurde anteilig an die Aufsichtsratmitglieder ausbezahlt und ist in den variablen Bezügen enthalten.
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| Vorstand | |
|---|---|
| Dr. Stefan Wolf, Leinfelden-Echterdingen, Vorsitzender | verantwortlich für die Beteiligungsgesellschaften, die Zentralbereiche Finanzen, Controlling, Recht, Personal, Investor Relations, IT und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Geschäftsbereiche Ersatzteile und Gewerbeparks |
| Theo Becker, Metzingen | verantwortlich für die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen/zentrale Forschung und Entwicklung, Spezialdichtungen, Gehäuseteile/ Module/Elastomertechnik, Abschirmtechnik und die Zentralbereiche Qualität und Umwelt, Materialwirtschaft sowie das Werk Runkel |
| Karl Schmauder, Hülben | verantwortlich für den Vertrieb Erstausrüstung und den Bereich neue Geschäftsfelder |
| Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien | Dr. Stefan Wolf ist Mitglied des Verwaltungsrats der Micronas Semiconductor Holding AG, Zürich und Mitglied im Aufsichtsrat der Fielmann AG (ab 8. Juli 2010) Karl Schmauder ist Vorsitzender des Beirats der e-mobil BW GmbH, Stuttgart (ab 6. Oktober 2010) |
Bezüge des Vorstands
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2010 insgesamt TEUR 1.921 (2009: TEUR 1.927). Sie beinhalten fixe TEUR 823 (2009: TEUR 802) und variable TEUR 1.098 (2009: TEUR 1.124) Bestandteile. Die variablen Bestandteile setzen sich aus kurzfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen von TEUR 966 (2009: TEUR 1.030) und erfolgsabhängigen Vergütungen mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 132 (2009: TEUR 94) zusammen. Die langfristigen erfolgsabhängigen Vergütungen betreffen aktienkursbasierte Partizipationsrechte (sog. Stock Appreciation Rights).
Die Gesamtbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
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| Euro | fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Stefan Wolf | 2010 | 330.106 | 413.806 | 52.812 | 796.724 |
| 2009 | 328.473 | 441.336 | 39.270 | 809.079 | |
| Theo Becker | 2010 | 251.341 | 275.871 | 39.369 | 566.581 |
| 2009 | 235.560 | 294.549 | 25.440 | 555.549 | |
| Karl Schmauder | 2010 | 241.975 | 275.871 | 40.054 | 557.900 |
| 2009 | 238.210 | 294.549 | 29.782 | 562.541 | |
| Gesamt | 2010 | 823.422 | 965.548 | 132.235 | 1.921.205 |
| Gesamt | 2009 | 802.243 | 1.030.434 | 94.492 | 1.927.169 |
Die variable Vergütung spiegelt für die kurzfristigen Bestandteile den zurückgestellten Aufwand, errechnet als Prozentsatz des durchschnittlichen Konzernergebnisses vor Ertragsteuern der letzten drei Jahre, wider. Des Weiteren sind die Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember 2009 zu den tatsächlich gezahlten Beträgen 2010 enthalten. Für die Partizipationsrechte wird der Zeitwert im Zeitpunkt der Gewährung angesetzt.
Die Partizipationsrechte gewähren einen Anspruch auf Barausgleich, nicht jedoch auf Aktien der ElringKlinger AG. Die derzeit begebenen Partizipationsrechte werden fünfmal in jährlichen Tranchen beginnend am 1. Februar 2008 bzw. 1. Januar 2009 zugeteilt. Die Laufzeit der Tranchen verlängert sich von 3 auf 4 Jahre ab dem Jahr 2010. Der Zuteilungspreis ist der durchschnittliche Aktienkurs der letzten 60 Börsentage vor dem Tag der Zuteilung. Die Anzahl der Partizipationsrechte richtet sich nach der fixen Vergütung des jeweiligen Vorstands und dem Zuteilungspreis. Die zu gewährende Vergütung ergibt sich aus der Differenz des Rücknahmepreises, der ebenfalls als Durchschnitt der letzten 60 Börsentage gebildet wird, und dem Zuteilungspreis. Zu einer Auszahlung kommt es nur dann, wenn der Aktienkurs der ElringKlinger AG stärker steigt als der geglättete Börsenindex, in dem die Aktie gelistet ist, mindestens aber um 25%. Die Vergütung ist pro Tranche auf den Betrag des Jahresfixgehaltes begrenzt.
Den erwarteten zukünftigen Ansprüchen wird durch Bildung einer Rückstellung Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen wird auf Basis des Cox-Ross-Rubinstein-Modells unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt. Die Volatilität der Aktie in Höhe von 55,9%, die Volatilität des Börsenindex MDAX von 33,1% sowie die Korrelation von 71,6% wurden über einen 3 Jahreszeitraum ermittelt. Die Rückstellung wird ratierlich über den Erdienungszeitraum gebildet und zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes wird erfolgswirksam erfasst. In das Optionsmodell gehen auch die vom Vorstand geplanten Dividendenausschüttungen ein.
Für das Geschäftsjahr 2010 ergeben sich folgende Werte:
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| Tranchen | Tranche 2008 | Tranche 2009 | Tranche 2010 |
|---|---|---|---|
| Ausgabezeitpunkt | 2008 | 2009 | 2010 |
| Anzahl der gewährten Partizipationsrechte (noch nicht ausübbar) | 20.341 | 108.754 | 49.090 |
| Durchschnittlicher Zuteilungspreis (EUR) | 24,63 | 6,95 | 15,68 |
| Durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | 0,09 | 1,05 | 3,04 |
| Wert der vom Vorstand gehaltenen Partizipationsrechte | |||
| 31. Dezember 2010 (TEUR) | 32 | 412 | 75 |
| 31. Dezember 2009 (TEUR) | 28 | 74 | 0 |
| 31. Dezember 2008 (TEUR) | 1 | 0 | 0 |
Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der Vorstandsmitglieder betragen TEUR 845 (2009: TEUR 117) und betreffen Dr. Stefan Wolf mit TEUR 262 (2009: TEUR 40), Theo Becker mit TEUR 213 (2009: TEUR 45) und Karl Schmauder mit TEUR 370 (2009: TEUR 32).
Pensionsrückstellungen und Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands, der Geschäftsführung verschmolzener Unternehmen sowie deren Hinterbliebenen sind TEUR 11.269 (2009: TEUR 8.902) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder - einschließlich der Bezüge ehemaliger Organmitglieder verschmolzener Unternehmen - betrugen im Geschäftsjahr 2010 TEUR 868 (2009: TEUR 856).
Auf die Angabe der Honorare der Abschlussprüfer wird verzichtet, da diese Angaben in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.
Angaben gemäß § 160 Abs. 1, Nr. 8 AktG
Zum Bilanzstichtag 2010 bestehen folgende Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt worden sind:
1. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 04.02.2011 die folgende Mitteilung:
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock, Inc., USA, an der ElringKlinger AG hat am 31. Januar 2011 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte).
Davon sind der BlackRock, Inc. 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Financial Management, Inc., USA, an der ElringKlinger AG hat am 31. Januar 2011 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte).
Davon sind der BlackRock Inc. 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der BlackRock Holdco2, Inc., USA, an der ElringKlinger AG hat am 31. Januar 2011 die Schwelle von 3% überschritten und beträgt zu diesem Tag 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte).
Davon sind der BlackRock Holdco2, Inc. 3,12 % (1.978.212 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
2. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 02.11.2010 die folgende Mitteilung:
In the name of and on behalf of FIL Investments International, Hildenborough, Kent, England, UK, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:
On 25 October 2010 FIL Investments International fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Investments International held 2.98% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,887,166 voting rights.
All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Investments International pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 WpHG.
3. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 02.11.2010 die folgende Mitteilung:
In the name of and on behalf of FIL Limited, Hamilton HMCX, Bermuda we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:
On 25 October 2010 FIL Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Limited held 2.98% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,887,166 voting rights.
All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Limited pursuant to sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 WpHG.
4. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 02.11.2010 die folgende Mitteilung:
In the name of and on behalf of FIL Investment Management Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:
On 25 October 2010 FIL Investment Management Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Investment Management Limited held 2.98% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,887,166 voting rights.
All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Investment Management Limited pursuant to section 22 (1) sent. 1 no. 6 in connection with sent. 2 WpHG.
5. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 28.10.2010 die folgende Mitteilung:
In the name of and on behalf of FIL Holdings Limited, Hildenborough, Kent, England, UK, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:
On 25 October 2010 FIL Holdings Limited fell below the threshold of 3% of the voting rights in ElringKlinger AG, Max Eyth Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, FIL Holdings Limited held 2.98% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,887,166 voting rights.
All voting rights in ElringKlinger AG were attributed to FIL Holdings Limited pursuant to sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 WpHG in connection with sent. 2 WpHG.
6. Stimmrechtsmitteilung
Korrektur unserer Veröffentlichung vom 12. Oktober 2010
ElringKlinger erhielt am 13. Oktober 2010 von Lechler GmbH die folgende Mitteilung:
Mitteilung nach § 21 WpHG - Korrektur
Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Dettingen/Erms am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten hat und zu diesem Tag 9,449% (5.987.000 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind uns 0,358% (227.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
7. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 13. Oktober 2010 von Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH die folgende Mitteilung:
Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Mitteilungspflichtige:
| 1. Eroca AG, Basel, Schweiz | |
| 2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland | |
| 3. KWL Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland | |
| 4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH, Ludwigsburg, Deutschland | |
| 5. Elrena GmbH, Basel, Schweiz | |
| 6. Stiftung Klaus Lechler, Basel, Schweiz |
Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der nachfolgend Genannten folgendes mit:
1. Eroca AG
Der Stimmrechtsanteil der Eroca AG an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,20% (5.832.136 Stimmrechte).
2. Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,22% (5.838.736 Stimmrechte).
Davon sind der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH 9,20% (5.832.136 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die der Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG. |
3. KWL Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der KWL Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).
Davon sind der KWL Beteiligungs-GmbH 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der KWL Beteiligungs-GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG, |
| ― | Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH. |
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der KWL Beteiligungs-GmbH Stimmrechte zugerechnet:
| ― | Elrena GmbH. |
4. PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH
a) Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und betrug zu diesem Tag 19,58% (12.406.060 Stimmrechte).
Davon waren der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 9,22 % (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG, |
| ― | Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, |
| ― | KWL Beteilungs-GmbH. |
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, wurden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte zugerechnet:
| ― | Elrena GmbH. |
b) Der Stimmrechtsanteil der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH an der ElringKlinger AG hat am 11. Oktober 2010 die Schwelle von 20% überschritten und beträgt zu diesem Tag 20,72% (13.126.990 Stimmrechte).
Davon sind der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH 9,77% (6.187.573 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,77% (6.188.037 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Eroca AG, |
| ― | Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, |
| ― | KWL Beteiligungs-GmbH. |
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der PAUL LECHLER STIFTUNG gGmbH Stimmrechte zugerechnet:
| ― | Elrena GmbH. |
5. Elrena GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Elrena GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).
Davon sind der Elrena GmbH 0,02% (14.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte zugerechnet:
| ― | Eroca AG. |
6. Stiftung Klaus Lechler
Der Stimmrechtsanteil der Stiftung Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 20% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 18,39% (11.654.680 Stimmrechte).
Davon sind der Stiftung Klaus Lechler 9,18% (5.815.944 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und weitere 9,22% (5.838.736 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG zuzurechnen.
Die der Stiftung Klaus Lechler zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Elrena GmbH. |
Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, werden dabei der Elrena GmbH Stimmrechte zugerechnet:
| ― | Eroca AG. |
8. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 13. Oktober 2010 von Lechler Beteiligungs-GmbH folgende Mitteilung:
Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Mitteilungspflichtige:
| 1. Lechler Beteiligungs-GmbH, Stuttgart, Deutschland | |
| 2. INLOVO GmbH, Ludwigsburg, Deutschland |
Hiermit teilen wir, die Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der INLOVO GmbH folgendes mit:
1. Lechler Beteiligungs-GmbH
Der Stimmrechtsanteil der Lechler Beteiligungs-GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,23% (5.848.644 Stimmrechte).
2. INLOVO GmbH
Der Stimmrechtsanteil der INLOVO GmbH an der ElringKlinger AG hat am 7. Oktober 2010 die Schwelle von 10% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 9,23% (5.848.644 Stimmrechte).
Davon sind der INLOVO GmbH 9,23% (5.848.644 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die der INLOVO GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr beträgt, gehalten:
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH. |
9. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt am 12. Oktober 2010 von Deutsche Bank AG die folgende Mitteilung:
Stimmrechtsmitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG, Max-Eyth-Str. 2, 72581 Dettingen/Erms, Deutschland am 07.<Oktober 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und an diesem Tag 11,11 % betrug. Dies entsprach 7.037.037 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
Die Mitteilungspflicht nach § 21 Abs. 1 WpHG ist auf unsere Mit-Konsortialführung im Rahmen einer am 07. Oktober 2010 ins Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung der ElringKlinger AG zurückzuführen.
Gleichzeitig teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass wir am 11. Oktober 2010 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % der Stimmrechte an der ElringKlinger AG unterschritten haben und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 0,12 % halten. Dies entspricht 74.118 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
10. Stimmrechtsmitteilung
Stimmrechtsmitteilung nach § 21, Abs. 1 WpHG
ElringKlinger erhielt am 14. Mai 2010 von Walter Herwarth Lechler die folgende Mitteilung:
„Hiermit teile ich Ihnen gemäß § 21, Abs. 1 WpHG mit, dass mein Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG am 11. Mai 2010 die Schwelle von 25% unterschritten hat und zu diesem Tag 23,697% (13.649.420 Stimmrechte) beträgt.
Davon sind mir 10,394% (5.987.000 Stimmrechte) nach § 22, Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mir zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von mir kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG jeweils 3% und mehr beträgt, gehalten: Lechler GmbH, Metzingen.
11. Stimmrechtsmitteilung
In the name of and on behalf of Fidelity Funds SICAV, Luxembourg, we hereby notify you pursuant to section 21 (1) WpHG of the following:
On 06 November 2009, Fidelity Funds SICAV fell below the threshold of 3% of voting rights in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Strasse 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany. On that date, Fidelity Funds SICAV held 2.96% of the voting rights in ElringKlinger AG arising from 1,704,729 voting rights.
12. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger AG erhielt am 16.12.2008 die folgende Mitteilung:
"Notification of voting rights pursuant to sec. 21 para 1 WpHG
Pursuant to section 21 (1), 24 WpHG ("German Securities Trading Act) in conjunction with section 32 (2) InvG ("German Invetsment Act"), we hereby notify that the percentage of voting rights of our subsidiary DWS Investment GmbH, Frankfurt, Germany, in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, fell below the threshold of 3% on 12 December 2008 and amounts to 2.63% (1,516,262 voting rights) as per this date."
13. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger AG has received the following notification:
"Notification of Voting Rights pursuant to sec. 21, 22 WpHG
1 October 2008
On behalf of Columbia Wanger Asset Management, L.P., 227 W. Monroe Street, Suite 3000, Chicago, IL, USA, we hereby give notice, pursuant to sec. 21 para. 1 WpHG, that on 29 September 2008 the voting interest of Columbia Wanger Asset Management, L.P., in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/ Erms, Germany, fell below the threshold of 3% and amounted to 2,99% of the voting rights [i.e., 1,727,000 shares with voting rights, out of 57,600,000 shares with voting rights outstanding (based on Bloomberg)] on this day.
2,99% (all) of the voting rights (1,727,000 voting rights) are attributed to us in accordance with sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6."
14. Stimmrechtsmitteilung
Am 27. März 2008 erhielten wir die folgende Mitteilung:
Stimmrechtsmitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG namens und im Auftrag von Frau Lieselotte Lechler folgendes mit:
Der Stimmrechtsanteil von Frau Lieselotte Lechler an der ElringKlinger AG hat am 20. März 2008 die Schwelle von 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0% (0 Stimmrechte).
15. Stimmrechtsmitteilung
Wir erhielten am 19. Februar 2008 von New Star Asset Management, Großbritannien, folgende Mitteilung:
Notification pursuant to se. 21 para. 1 WpHG
We hereby give notice, pursuant to sec. 21 para 1 of the WpHG, that on 18th February 2008 our voting interest in ElringKlinger AG fell below the threshold of 3% and amounts to 2.97% (569,624 voting rights) on this day.
2.97% of the voting rights (569,624 voting rights) are attributable to us in accordance with sec. 22 para. 1 sent. 1 no. 6 of the WpHG.
16. Stimmrechtsmitteilung
Herr Gottfried Wunsch teilte als Testamentsvollstrecker über den Nachlass von Herrn Klaus Lechler namens und im Auftrag von Frau Lieselotte Lechler gemäß § 21 Abs.1 WpHG folgendes mit:
Herr Klaus Lechler ist am 1. April 2007 verstorben. Der Stimmrechtsanteil von Herrn Klaus Lechler an der ElringKlinger AG hat daher am 1. April 2007 die Schwellen von 20%, 15%, 10%, 5% und 3% unterschritten und beträgt zu diesem Tag 0% (0 Stimmrechte).
17. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger has received the following notification:
“Notification pursuant to § 21 para. 1 WpHG
The following notification is made in the names of Threadneedle Asset Management Limited and Threadneedle Asset Management Holdings Limited, both with registered seat in London, United Kingdom and in the name of Amiprise Financial, Inc., USA.
Ameriprise Financial Inc. is the parent company of Threadneedle Asset Management Holdings Limited, which is the parent company of Threadneedle Asset Management Limited.
Please be advised that on 08 October 2007 the share of voting stocks of the above mentioned companies in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.
The percentage of voting rights of Threadneedle Asset Management Limited in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,603% (499,795 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Asset Management Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG.
The percentage of voting rights of Threadneedle Asset Management Holdings Limited in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,603% (499,795 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Asset Management Holdings Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6, sent. 2 and sent. 3 WpHG.
The percentage of voting rights of Ameriprise Financial, Inc. in ElringKlinger AG at 08 October 2007 amounted to 2,718% (521,799 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Ameripirse Financial, Inc. pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6, sent. 2 and sent. 3 WpHG.
18. Stimmrechtsmitteilung
“Notification pursuant to § 21 para. 1 WpHG
The following notification is made in the name of Threadneedle Investment Services Limited, registered in London, United Kingdom.
Please be advised that on 02 October 2007 the share of voting stocks of the Threadneedle Investment Services Limited in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen/Erms, Germany, went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.
The percentage of voting rights of Threadneedle Investment Services Limited in ElringKlinger AG at 02 October 2007 amounted to 2,992% (574,392 shares). These voting rights are in their entirety attributable to Threadneedle Investment Services Limited pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 No. 6 WpHG.
The following notification is made in the name of Threadneedle Investment Funds ICVC, registered in London, United Kingdom.
Please be advised that on 02 October 2007 the share of the voting stocks of the Threadneedle Investment Funds ICVC in ElringKlinger AG went below the threshold of 3% of the total voting stocks of the company.
The percentage of voting rights of Threadneedle Investment Funds ICVC in ElringKlinger AG at 02 October 2007 amounted to 2,992% (574,392 shares). These voting rights are held by subfunds of Threadneedle Investment Funds ICVC.
19. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger erhielt die folgende Stimmrechtsmitteilung:
Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilungen) pursuant to §§ 21, 22 WpHG
We, Prudential plc., London, United Kingdom, would like to make the following notification regarding the holding of voting rights held in ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Germany according to § 21, 22 WpHG.
Notification of voting rights in our own name
Prudential plc. has fallen below the 3% threshold of § 21 para. 1 WpHG on 04 September 2007 and now holds 2,94 % (564,824 shares held with voting rights) of the voting rights in ElringKlinger AG. It was attributed these 2,94% (564,824 shares held with voting rights) of the voting rights in ElringKlinger AG pursuant to § 22 para. 1 sent. 1 no. 6 in connection with § 22 para. 1 sent. 2 WpHG.
20. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Deutschland, erhielt von Elrena GmbH, Basel, Schweiz, die folgende Mitteilung nach § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG:
Hiermit teilen wir, die Elrena GmbH, Basel, Schweiz, Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG (in der jeweils geltenden Fassung) im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag von Herrn Karl Uwe van Husen zur Korrektur bzw. Ergänzung der in der Vergangenheit von den Mitteilungspflichtigen gemachten Mitteilungen folgendes mit:
Karl Uwe van Husen, Deutschland:
| a) | Der Stimmrechtsanteil von Herrn Karl Uwe van Husen an der ElringKlinger AG (damals noch firmierend unter ZWL Grundbesitz- und Beteiligungs-AG) hat am 4. September 1997 die Schwelle von 10% und 5% unterschritten und betrug zu diesem Tag 0,025% (900 Stimmrechte). |
| b) | Am heutigen Tag, dem 3. Mai 2007, beträgt der Stimmrechtsanteil von Herrn van Husen an der ElringKlinger AG 0,016% (3.000 Stimmrechte). |
21. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger AG, Dettingen/Erms, WKN 785602
Verkauf von Aktien
Erreichen des Schwellenwertes von 5%
Sehr geehrte Damen und Herren
Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass in der Zeit vom 11.02.2004 bis 14.01.2005 insgesamt 224.410 Stück ElringKlinger Aktien verkauft und damit den Schwellenwert von 5% unterschritten haben. Die Betal Netherland Holding B.V. hält nunmehr noch 479.990 ElringKlinger Aktien.
Diese Meldung erfolgt entsprechend § 21 WpHG.
22. Stimmrechtsmitteilung
ElringKlinger AG, Max-Eyth-Straße 2, 72581 Dettingen / Erms, Deutschland, erhielt die folgende Mitteilung gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG von Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland:
„Hiermit teilen wir, die Klaus Lechler Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg, Deutschland, Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 und § 21 Abs. 1 WpHG (in der jeweils geltenden Fassung) im eigenen Namen sowie namens und im Auftrag der nachfolgende aufgeführten Gesellschaften und von Frau Lieselotte Lechler zur Korrektur bzw. zur Ergänzung der in der Vergangenheit von den Mitteilungspflichtigen gemacht Mitteilungen folgendes mit:
Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Ludwigsburg, Deutschland:
| a) | Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG hat am 30. November 2001 die Schwelle von 5% und 10% überschritten und betrug zu diesem Tag 12,13% (582.012 Stimmrechte). Davon waren der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts 12,13% (582.012 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG (entspricht im Wesentlichen § 22 Abs. 1 Nr. 2 WpHG in der am 30. November 2001 geltenden Fassung) zuzurechnen. |
Die der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr betrug, gehalten:
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH. |
| b) | Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG betrug am 1. April 2002 12,13% (582.012 Stimmrechte). Davon waren der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts 12,13% (582.012 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
Die der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts zugerechneten Stimmrechte wurden dabei über das folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der ElringKlinger AG 3% oder mehr betrug gehalten:
| ― | Lechler Beteiligungs-GmbH. |
| c) | Der Stimmrechtsanteil der Paul Lechler Gesellschaft bürgerlichen Rechts an der ElringKlinger AG hat am 4. Dezember 2003 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten und beträgt seither 0,00% (0 Stimmrechte). |
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 4. Dezember 2010 eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und am 4. Dezember 2010 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung wird auf der Internetseite der ElringKlinger AG den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Vorschlag für die Gewinnverwendung
Der Vorstand schlägt mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Hauptversammlung vor, den zum 31. Dezember 2010 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 22.176 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,35 je Aktie zu verwenden.
Dettingen/Erms, 16. März 2011
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 16. März 2011
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer
ppa. Renate Berghoff, Wirtschaftsprüferin
Bilanzeid
Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß §§ 264 Abs. 2 Satz 3 und 289 Abs. 1 Satz 5 HGB
"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ElringKlinger AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der ElringKlinger AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der ElringKlinger AG beschrieben sind."
Dettingen/Erms, 16. März 2011
Der Vorstand
Dr. Stefan Wolf
Theo Becker
Karl Schmauder
Bericht des Aufsichtsrats 2010
Der Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat im Geschäftsjahr 2010 die Geschäftsführung des Vorstands nach den Vorgaben des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex überwacht sowie seine Tätigkeit und Lageeinschätzung beratend begleitet.
Der Aufsichtsrat wurde mit der monatlichen schriftlichen Berichterstattung des Vorstands über den Konjunkturverlauf, die Geschäftsentwicklung bezüglich Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz, Ertrag, jeweils mit Vorjahres- und Planvergleich, wichtige neue Aufträge, die Beschäftigungslage im Konzern, bei der AG, deren Geschäftsbereichen und bei den Tochtergesellschaften und den Fremdfinanzierungsstatus informiert.
Der Aufsichtsrat trat 2010 zu vier ordentlichen Sitzungen, einer außerordentlichen Sitzung und zwei Telefonkonferenzen zusammen.
Auf den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf des abgelaufenen Jahresabschnitts mit allen wesentlichen Kennzahlen einschließlich der Planerfüllung und des Vorjahresvergleichs im Konzern, bei der AG und den Tochtergesellschaften und gab eine Vorschau auf die nach aktuellem Wissensstand zu erwartenden Gesamtjahreswerte, den Fremdfinanzierungsstatus, die Konjunktur-, Markt- und Wettbewerbslage, die Risikosituation und den Stand laufender Gerichtsverfahren.
Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat auf seinen Zusammenkünften insbesondere mit folgenden Themen:
Ordentliche Sitzung am 23. März 2010:
Jahresabschluss 2009 der AG und des Konzerns und Lageberichte, Bericht der Abschlussprüfer, Genehmigung des Jahresabschlusses, Beschluss über den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands, Gestaltung der Hauptversammlung 2010.
Ordentliche Sitzung am 21. Mai 2010:
Verlauf der Hauptversammlung am gleichen Tage, Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden aus dem nach der Aufsichtsratswahl auf der stattgefundenen Hauptversammlung mit sechs Anteilseignervertretern und sechs Arbeitnehmervertretern nunmehr paritätisch mitbestimmten Aufsichtsrat und Wahl der Mitglieder der Aufsichtsratsausschüsse.
Außerordentliche Sitzung am 25. Juni 2010:
Zustimmung zum Vorhaben des Vorstands, das Freudenberg-Flachdichtungsgeschäft zu erwerben.
Zustimmung zur Durchführung einer sogenannten kleinen Kapitalerhöhung zwecks Finanzierung des vorgesehenen Unternehmenserwerbs und weiterer Zukunftsprojekte der Gesellschaft.
Ordentliche Sitzung am 3. September 2010:
Bildung eines Vermittlungsausschusses gemäß Mitbestimmungsgesetz und Beschluss einer Geschäftsordnung für diesen Ausschuss.
Fortschritt des Erwerbsprozesses des Freudenberg-Flachdichtungsgeschäfts.
Diskussion der Fortentwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex, besonders der hervorgehobenen Zielsetzung Diversity, (relevante Beteiligung von Frauen und Personen ausländischer Herkunft in Aufsichtsrat und Vorstand). Diese Zielsetzungen wurden in der Diskussion allgemein begrüßt. Sie sind bei ElringKlinger teilweise bereits erfüllt. Beabsichtigt ist, bei anstehenden Neubesetzungen von Aufsichtsratspositionen der Anteilseignerseite möglichst entsprechend qualifizierte Frauen zu berufen. Einvernehmen war, dass mittelfristig ein Drittel der Aufsichtsratspositionen mit Frauen besetzt sein sollte.
Vorstellung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch den Vorstand mit anschließender Diskussion im Aufsichtsratsgremium über dessen Angemessenheit und Wirksamkeit.
Telefonkonferenz des Aufsichtsrats am 4. Oktober 2010:
Zustimmung zu der vom Vorstand geplanten und im Grundsatz bewilligten kleinen Kapitalerhöhung. Ergebnis: Verschiebung der Entscheidung auf den 5. Oktober 2010.
Telefonkonferenz des Aufsichtsrats am 5. Oktober 2010:
Zustimmung zur Durchführung der vom Vorstand geplanten kleinen Kapitalerhöhung nunmehr zum 6. Oktober 2010.
Die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstands nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen. Die Erklärung ist seit dem 4. Dezember 2010 auf der Internetseite der ElringKlinger AG veröffentlicht.
Ordentliche Sitzung am 7. Dezember 2010:
Budget 2011 für den Konzern, die AG und die Tochtergesellschaften sowie Fortschreibung der Mittelfristplanung auf den Zeitraum 2011 bis 2015.
Erörterung der Ergebnisse der während des Jahres durchgeführten internen Revisionen als Teil des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems der Gesellschaft. Nennenswerte Beanstandungen hatten sich nicht ergeben.
Besonders betont wurde bei dieser Gelegenheit erneut die Bedeutung eines gesetzeskonformen Verhaltens aller Mitarbeiter bei der Durchführung ihrer Aufgaben (Compliance).
Weiterer Fortgang des Erwerbsprozesses für das Freudenberg-Flachdichtungsgeschäft.
Konzept Hauptversammlung 2011.
Zustimmung zum Erwerb von weiteren 20 % der Geschäftsanteile an der ElringKlinger Logistic Service GmbH, Rottenburg am Neckar.
Zustimmung zum Erwerb von zwei Grundstücken in Dettingen/Erms zwecks der Arrondierung zweier Betriebsgelände.
Verabschiedung des Vorschlages des Personalausschusses zu der vertraglich vorgesehenen Überprüfung der fixen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Karl Schmauder zum 1. Februar 2011.
Mit Ausnahme der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 25. Juni 2010 und der Telefonkonferenz am 5. Oktober 2010, an deren Teilnahme jeweils ein Aufsichtsratsmitglied verhindert war, waren auf allen Sitzungen und der weiteren Telefonkonferenz sämtliche Aufsichtsratsmitglieder anwesend bzw. beteiligt.
Zusätzlich stand der Aufsichtsratsvorsitzende während des ganzen Jahres in kurzen zeitlichen Abständen in persönlichem, telefonischem und E-Mail Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden, um sich laufend über den Geschäftsgang, die Lageeinschätzung, neue Geschäftsvorhaben und besondere Vorfälle auszutauschen. Bei gegebenem Anlass hat der Aufsichtsratsvorsitzende die Aufsichtsratskollegen/-in per E-Mail informiert und einbezogen.
Der Vorstand schaltete den Aufsichtsrat bei zustimmungsbedürftigen Geschäftsvorfällen rechtzeitig mit gut begründeten Unterlagen ein und erhielt in allen Fällen seine Zustimmung.
Für einen vom Vorstand vorgeschlagenen Erwerb von Minderheitsanteilen fremder Gesellschafter an einer überseeischen ElringKlinger-Tochtergesellschaft hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung im schriftlichen Umlaufverfahren erteilt.
Eine gesonderte Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen für die Arbeitnehmer- und Anteilseignervertreter erfolgte nicht. Die ausführlichen, selbsterklärenden vom Vorstand verteilten Unterlagen machten dies entbehrlich.
Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat wurden auf der Hauptversammlung am 21. Mai 2010 für die Amtszeit 2010 bis 2015 neu gewählt. Die Neuwahl erfolgte aufgrund des Ablaufs der bisherigen Amtszeit. Da die ElringKlinger AG und ihre Tochtergesellschaften im Inland dauerhaft mehr als 2000 Personen beschäftigten und somit die Voraussetzungen einer paritätisch mitbestimmten Kapitalgesellschaft erfüllt waren, wurden bereits im März die Vertreter der Arbeitnehmer für den Aufsichtrat von den Arbeitnehmern gewählt. Deren Amtszeit begann ebenfalls mit Ablauf der Hauptversammlung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind nunmehr als Anteilseignervertreter Dr. Rainer Hahn, Karl-Uwe van Husen, Dr. Thomas Klinger-Lohr, Walter Herwarth Lechler, Dr. Helmut Lerchner, Manfred Strauß und als Arbeitnehmervertreter/-in Gert Bauer, Armin Diez, Pasquale Formisano, Paula Monteiro-Munz, Markus Siegers und Gerhard Wick.
Interessenkonflikte zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und der Gesellschaft bestanden 2010 nicht.
Auf seiner Sitzung in Anschluss an die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat Dr. Helmut Lerchner wieder zu seinem Vorsitzenden gewählt.
Der Aufsichtsrat hat drei Ausschüsse gebildet:
| ― | den Prüfungsausschuss mit den Mitgliedern Armin Diez, Karl-Uwe van Husen (Vorsitzender), Walter-Herwarth Lechler und Dr. Helmut Lerchner, |
| ― | den Personalausschuss mit den Mitgliedern Gert Bauer, Karl-Uwe van Husen, Walter-Herwarth Lechler, Dr. Helmut Lerchner (Vorsitzender) und Dr. Thomas Klinger-Lohr und |
| ― | den Vermittlungsausschuss mit den Mitgliedern Walter-Herwarth Lechler, Dr. Helmut Lerchner (Vorsitzender), Paula Monteiro-Munz und Markus Siegers. |
Der Prüfungsausschuss tagte 2010 zweimal.
Auf der Sitzung im März berichteten die Prüfer der KPMG dem Prüfungsausschuss über die Ergebnisse der Abschlussprüfung 2009. Die Prüfungsergebnisse wurden eingehend hinterfragt. Der Prüfungsausschuss konnte auf dieser Basis dem Aufsichtsrat ohne Einschränkung die Verabschiedung des Jahresabschlusses 2009 empfehlen.
Auf der Sitzung des Prüfungsausschusses im September wurde mit den neu bestellten Abschlussprüfern der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouse Coopers AG die Jahresabschlussprüfung 2010 vorbesprochen und deren Schwerpunkte aus Sicht des Prüfungsausschusses sowie aus Sicht der Prüfer festgelegt. Insbesondere wurden die Anforderungen des BilMoG an das Risikomanagement und die Compliance erörtert. An dieser Sitzung nahm auch Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender des Vorstands, als Gast teil.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hielt zudem im Jahr 2010 regelmäßig persönlich und telefonisch Kontakt zu dem Leiter der Wirtschaftsprüfergruppe, um sich über die Fortschritte des Prüfungsprozesses zu vergewissern und bei eventuellen Problemen bei der Vorbereitung und Durchführung helfend eingreifen zu können.
Der Personalausschuss trat 2010 einmal im Dezember zusammen, um eine Empfehlung an den Aufsichtsrat zur vertraglich vorgesehenen Anpassung der fixen Bezüge der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Karl Schmauder zum 1. Februar 2011 zu beraten und zu beschließen.
Der Vermittlungsausschuss brauchte 2010 nicht zusammenzutreten.
Ende 2010 hat der Aufsichtsrat eine Selbsteinschätzung der Effektivität seiner Tätigkeit vorgenommen und diese in Inhalt, Form sowie Art der Zusammenarbeit durchgehend positiv beurteilt.
Der vom Vorstand vorgestellte Jahresabschluss 2010 der ElringKlinger AG mit Lagebericht sowie der entsprechende Konzernabschluss mit Lagebericht wurden von der PriceWaterhouse Coopers AG geprüft. Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010.
Der Konzernabschluss der ElringKlinger AG wurde gemäß § 315 a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Abschlussprüfer erteilte für den Jahresabschluss 2010 der ElringKlinger AG mit Lagebericht und den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat insgesamt haben die Berichte eingehend geprüft und in Anwesenheit sowie unter Einbeziehung des Prüfers ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Anlässe für Einwendungen ergaben sich nicht.
Daraufhin hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 25.03.2011 den Jahresabschluss 2010 der ElringKlinger AG und den Konzernabschluss 2010 mit den dazugehörigen Lageberichten gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2010 der ElringKlinger AG nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte auf der gleichen Sitzung dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der AG und allen Tochtergesellschaften im In- und Ausland herzlich für ihren hohen Einsatz und ihre sehr erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2010.
Aichtal, 25. März 2011
Der Aufsichtsrat
Dr. Helmut Lerchner, Aufsichtsratsvorsitzender
Entsprechenserklärung des Aufsichtsrats und des Vorstand nach § 161 Aktiengesetz zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Aufsichtsrat und Vorstand einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind nach § 161 Aktiengesetz verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird und welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden. Die Abweichungen von den Empfehlungen sind zu begründen.
Vorstand und Aufsichtsrat der ElringKlinger AG erklären gemäß § 161 AktG, dass das Unternehmen den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat bzw. entspricht und in Zukunft entsprechen wird. Für den Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 4. Dezember 2009 bis zum 26. Mai 2010 bezieht sich die Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009.
| ― | Ziffer 2.3.2: Die Einladung zur Hauptversammlung erfolgte bislang per Post und wird auch in 2011 auf dem Postweg erfolgen. Der Empfehlung des Kodex, die Einladung zur Hauptversammlung auch elektronisch zur Verfügung zu stellen, wird derzeit aus organisatorischen Gründen nicht entsprochen. Da der Gesellschaft in der Regel die E-Mail Adressen Ihrer Aktionäre nicht bekannt sind, wäre ein zusätzlicher Versand aus Sicht der Gesellschaft mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden ohne wirklichen Nutzen für die Aktionäre. Im Übrigen wurde und wird die Einladung zur Hauptversammlung auch auf der Internetseite der Gesellschaft zum Download zur Verfügung gestellt. |
| ― | Ziffer 3.8: Für den Aufsichtsrat gelten im Rahmen der D&O-Versicherung die gleichen Selbstbehalte wie für den Vorstand, die entsprechend den derzeit laufenden Anstellungsverträgen andere Selbstbehalte vorsehen als in Ziffer 3.8 beschrieben. Die Gesellschaft hat für die D&O-Versicherung des Vorstands von der gesetzlichen Regelung Gebrauch gemacht, wonach bestehende Vereinbarungen mit dem Vorstand zum Selbstbehalt im Rahmen der bestehenden Übergangsfrist nicht an die gesetzlichen Vorgaben angepasst werden müssen. Dementsprechend wird die Gesellschaft auch den Selbstbehalt bei den D&O-Versicherungen des Aufsichtsrats zunächst nicht anpassen. Eine Ungleichbehandlung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist aus Sicht der Gesellschaft nicht gerechtfertigt. |
| ― | Ziffer 4.1.5: Der Vorstand vergibt Führungsfunktionen im Unternehmen in erster Linie nach der Eignung und Qualifikation der Kandidaten. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. Aus Sicht der Gesellschaft wäre eine solche Festlegung insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Anzahl der zu besetzenden Führungsfunktionen kontraproduktiv. |
| ― | Ziffer 4.2.5: Der Vergütungsbericht beschreibt im Rahmen des Lageberichts die Grundzüge des Vergütungssystems. Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt nicht im Vergütungsbericht, sondern im Anhang des Jahresabschlusses. Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung des Vorstands individualisiert. Entgegen der Empfehlung erfolgt die Offenlegung der Vergütungsbestandteile im Anhang des Jahresabschlusses. Eine nochmalige Offenlegung und damit Wiederholung der Angaben im Vergütungsbericht ist aus Sicht der Gesellschaft nicht geboten. |
| ― | Ziffer 5.1.2: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation. Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Die Auswahl der Mitglieder soll vorrangig nach Eignung und Qualifikation erfolgen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Eine generelle Altersgrenze für Vorstandsmitglieder besteht nicht. Für ElringKlinger sind maßgeblich die Qualifikation und auch die Erfahrung, die für die Besetzung einer solchen Position erforderlich ist. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht. |
| ― | Ziffer 5.3.3: Ein Nominierungsausschuss für die Erstellung von Wahlvorschlägen von Vertretern von Anteilseignern im Aufsichtsrat besteht nicht. Aufgrund der derzeitigen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft halten Vorstand und Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses für nicht erforderlich. |
| ― | Ziffer 5.4.1: Konkrete Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht. Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als derzeit nur sechs Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrats von den Anteilseignervertretern zur Wahl aufgestellt werden können. Im Übrigen sind die in der Kodexempfehlung genannten Vorgaben per se wichtige weitere Kriterien bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats, ohne dass es aus den genannten Gründen einer Festlegung auf konkrete Ziele bedürfte. Eine generelle Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder besteht nicht, da in erster Linie die Kompetenz entscheiden soll. Dabei spielt insbesondere auch die Erfahrung eine wichtige Rolle. Auch im Hinblick auf das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das zwar keine direkte Anwendung findet, dessen analoge Anwendung zumindest diskutiert werden kann, hält die Gesellschaft die Festsetzung einer Altersgrenze für nicht sachgerecht. |
| ― | Ziffer 5.4.3: Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz werden den Aktionären nicht bekannt gegeben. Die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden obliegt dem Aufsichtsrat in eigener Verantwortung, da er die Eignung der Kandidaten am Besten einschätzen kann. Eine vorherige Bekanntgabe der Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz ist nach Ansicht der Gesellschaft insbesondere vor diesem Hintergrund nicht sachgerecht. |
| ― | Ziffer 5.4.6: Der Vergütungsbericht beschreibt im Rahmen des Lageberichts die Grundzüge des Vergütungssystems. Die Offenlegung der Aufsichtsratsvergütung erfolgt nicht im Vergütungsbericht, sondern im Anhang des Jahresabschlusses. Die Gesellschaft veröffentlicht die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert. Entgegen der Empfehlung erfolgt die Offenlegung der Vergütungsbestandteile im Anhang des Jahresabschlusses. Eine nochmalige Offenlegung und damit Wiederholung der Angaben im Vergütungsbericht ist aus Sicht der Gesellschaft nicht geboten. |
| ― | Ziffer 6.6: Angaben nach Ziffer 6.6 des Kodex über die gesetzlichen Pflichten hinaus erfolgen nicht. Die Gesellschaft hält eine transparente Unternehmenskommunikation für essenziell, um insbesondere das Vertrauen der Anleger zu schützen. Die relevanten Informationen werden gemäß den in den letzten Jahren umfassend erweiterten gesetzlichen Vorgaben von der Gesellschaft offengelegt. Die Angaben sind auch auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar. Die in Ziffer 6.6 des Kodex zur Veröffentlichung empfohlenen weiteren Angaben bieten aus Sicht der Gesellschaft keinen Mehrwert für die Anleger. Nach dem Verständnis der Gesellschaft hat Transparenz nichts mit der Fülle der Informationen zu tun, sondern in erster Linie mit deren Qualität und Relevanz. Vor diesem Hintergrund folgt die Gesellschaft nicht der über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehenden Empfehlung des Kodex. |
| ― | Ziffer 7.1.3: Angaben zu Aktienoptionsprogrammen und wertpapierorientierten Anreizsystemen als Bestandteil der Vorstandsvergütung erfolgen nicht im Corporate Governance Bericht, sondern im Anhang des Jahresabschlusses. Die Vergütung des Vorstands muss im Anhang des Jahresabschlusses offengelegt werden. Die Beschreibung des Vergütungssystems, soweit es Bestandteile im Sinne der Empfehlung gemäß Ziffer 7.1.3 des Kodex enthält, erfolgt im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts. Die Wiederholung dieser Angaben im Corporate Governance Bericht ist aus Sicht der Gesellschaft nicht zweckmäßig. |
Dettingen/Erms, 4. Dezember 2010
Für den Aufsichtsrat
Dr. Lerchner
Vorstand
Dr. Wolf Becker
Schmauder