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DMG MORI AG Audit Report / Information 2021

Apr 12, 2022

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LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Grundlagen der Gesellschaft

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. §17 AktG abhängigen Unternehmen bilden den DMG MORI- Konzern (nachfolgend DMG MORI). Die DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT ist das Mutterunternehmen. Sie hat die Funktion einer geschäftsführenden Holding (Leitungs- und Dienstleistungs- sowie Beteiligungsfunktion). Bei den aus- gewiesenen Umsatzerlösen des Mutterunternehmens handelt es sich im Wesentlichen um Erträge, die aus der Ausübung der Holding- und Dienstleistungsfunktionen für die Tochter- gesellschaften sowie aus Mieteinnahmen resultieren.

Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED, mit ihrem Headquarter in Nara (Japan).

Die Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterscheidet sich in ihrer Höhe und Struktur von der des Konzerns. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen mit zwei inländischen Tochtergesellschaften und den aus den Holding- funktionen resultierenden Aufwendungen und Erträgen.

Der vorliegende Lagebericht betrifft ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Muttergesellschaft. Eine umfassende Darstellung des DMG MORI-Konzerns findet sich in unserem Geschäftsbericht 2021 und dem darin ent- haltenen Konzernlagebericht und Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurde. Der Konzerngeschäftsbericht ist im Internet unter → de.dmgmori-ag.com/investor-relations veröffentlicht.

Strategie und Steuerungssystem

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsüber- greifend als Managementholding; sie umfasst alle bereichs- übergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns.

Der tiefgreifende Wandel der globalen Fertigungsindustrie hin zur Automatisierung und Digitalisierung wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschleunigt. Gleichzeitig steht die Branche vor der Ungewissheit des weiteren Virusverlaufs. Dem wirtschaftlichen Aufschwung stehen zudem große Unsicherheiten entgegen, insbesondere eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistik- engpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation. Zudem bestehen weiterhin geopolitische Einflüsse infolge von Handelskonflikten. Die daraus entstehenden Risiken verlangen nach einer Lokalisierung der Wertschöpfung und „Double Sourcing“. Zusätzlich rückt das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund.

Auf der Kundenseite steigen die Ansprüche an eine flexible, durchgängige und nachhaltige Komplettlösung – inklusive Maschine, Automation, Software, Prozess, Peripherie und Service. Die dafür notwendige Technologie- und Funktions- integration steigert die technische Komplexität der Werkzeug- maschinen. Dies führt zu einem innovationsgetriebenen und hochdynamischen Marktumfeld und erfordert teils grundlegend neue Geschäftsmodelle als Antwort auf die Herausforde- rungen, denen sich unsere Kunden gegenübersehen.

Die digitale Vernetzung von Maschinen und Prozessen ermöglicht eine durchgängige Transparenz entlang der Wertschöpfungskette. Darauf aufbauend werden Effizienz- steigerungen durch die parallele, virtuelle Abbildung der Produktion erreicht. Gemeinsam mit der Automatisierung erhöht die Digitalisierung so die Wettbewerbsfähigkeit über den gesamten Wertschöpfungsprozess.

DMG MORI begegnet den geänderten Marktanforderungen und dem technologischen Wandel aktiv und mit Innovationen, um die heutige Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Technologie- lösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen.

Unser Ziel: für unsere Kunden als stabiler und nachhaltiger Partner optimal abgestimmte, durchgängige Technologie- lösungen anbieten.

Mit unserem ganzheitlichen Portfolio an zukunftsweisenden Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungs- lösungen sowie unseren DMG MORI Qualified Products (DMQP) wollen wir für unsere Kunden weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service. Dazu entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheit- lichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

Unsere Mission: „Wir stärken unsere Kunden – in Fertigung und Digitalisierung“.

Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED agieren wir als „Global One Company“ unter unserem Motto „Dynamic . Excellence“. Bereits seit 2017 besetzen wir aktiv unsere fünf strategischen Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Additive Manufacturing und DMG MORI Qualified Products (DMQP) mit hoher Dynamik. GleichzeitigstrebenwirnachExzellenzbeiQualität, Service-und Technologielösungen sowie unseren Prozessen – gemeinsam als Team mit unseren hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

A.01 | FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

IST 2020 Plan 2021 IST 2021
Umsatz 11,0 MIO € -30,0 MIO € 11,8 MIO €
EBIT 0,5 MIO € 12,2 MIO € -14,2 MIO €
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 0,6 MIO € 84 87
Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt)

Der Umsatz lag durch Anpassungen der verrechneten Umlage an die Tochtergesell- schaften leicht über dem Planwert. Das EBIT übertraf die Prognose im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen aufgrund von nicht geplanten Währungsgewinnen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und insbesondere Sachanlagen lagen aufgrund von Modernisierungsmaß- nahmen am Standort Bielefeld leicht über dem Planwert. Im Jahresdurchschnitt sank die Mitarbeiterzahl leicht im Vergleich zum Vorjahr.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Dies spiegelt sich in einer verantwortungs- vollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrollewider. GuteCorporateGovernanceist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns.

Im November 2021 gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfeh- lungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Kodexfassung vom 16. Dezember 2019 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundes- anzeiger am 20. März 2020 mit folgender Ausnahme bestätigt:

  • Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt DMG MORI nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungskomponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmenserfolg aus Sicht des Aufsichtsrates von wesentlicher Bedeutung sind.

Eine aktienbasierte Vergütung ist bei DMG MORI nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auf- grund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsver- trages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherr- schungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktien- kurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstandes geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei DMG MORI.

Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, den Empfeh- lungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ auch künftig gemäß der Entsprechungserklärung 2021 zu folgen.

Die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt DMG MORI bis auf zwei Ausnahmen, die die Hauptversammlung betreffen: Aus Organisations- und Corporate Governance Kostengründen verzichten wir bei der Durchführung einer Präsenz-Hauptversammlung auf die Internetübertragung sowie Erreichbarkeit der Vertreter für die weisungs- gebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung.

Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance-Bericht sind – ebenso wie die Entsprechens- erklärung der Vorjahre – auf unserer Website dauerhaft zugänglich. → de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/ corporate-governance/

Der Risikofrüherkennungssystem im DMG MORI-Konzern ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken konzernweit systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden. Dies beinhaltet ein integriertes Risikomanagement- und Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer zugehörigen Adhoc-Berichterstattung über bestands- gefährdende Risiken sowie im Zwei-Wochen-Takt zusätzlich Risiko-Quick-Checks durch ausgewählte Führungskräfte.

Gemäß §317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§289f Abs. 2 und 5, 315d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden.# Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Ausschüssen

Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei jeweils nach vorgegebenen Risikofeldern regelmäßig identifiziert. Ermittelte Risikopotenziale werden mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet; dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet.

Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken

Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Das Chancen- und Risikomanagementsystem der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in die bestehenden Chancen- und Risikomanagementsysteme des Konzerns integriert. Um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können, werden die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermittelt und aggregiert. Der kumulierte Erwartungswert aus den identifizierten und bewerteten Risiken für den Konzern wird dem bestehenden Konzerneigenkapital gegenübergestellt und somit die Risikotragfähigkeit ermittelt. Diese stellt eine wesentliche Risikosteuerungsgröße dar.

Innerhalb des Chancenmanagementsystems des DMG MORI-Konzerns richten wir unser Augenmerk insbesondere auf wesentliche Einzelchancen, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen sowie unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen.

Unser konzernweites Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) nach deutschen und japanischen gesetzlichen Vorgaben und das zentrale Versicherungsmanagement. Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die sich daraus ergebende aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Sie erörtern umfassend die Ursachen der aktuellen Risikolage und die dementsprechend ergriffenen Maßnahmen.

Mit unserem konzernweiten Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir zukunftsorientiert Risiken der künftigen Entwicklung. Es handelt sich bei den erfassten, bewerteten und gesteuerten Risiken um Sachverhalte, deren inhärentes Risikopotential durch gegebene Umweltzustände vorgegeben ist und die angemessen erfasst, bewertet und gesteuert werden. Das vom Vorstand gemäß §91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst.

Das bestehende interne Kontrollsystem (IKS) des DMG MORI-Konzerns dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse werden die steuerbaren Risiken erfasst und durch Ausgestaltungen der Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Kontrollaktivitäten eliminiert oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt. Auf der Grundlage eines jährlichen Management Testings wird die Wirksamkeit des IKS beurteilt. Über die Ergebnisse wird an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Das IKS der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist sowohl entsprechend den deutschen aktienrechtlichen Vorgaben als auch nach den relevanten Vorgaben des „Japanese Financial Instruments and Exchange Act“ (J-SOX/Naibutousei) ausgestaltet.

Als weiteren Teil des Risikomanagements hat der DMG MORI Konzern ein zentrales Versicherungsmanagement, das wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.

Unser Risikofrüherkennungssystem

Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf wesentlichen Elementen:

  • dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements,
  • dem zentralen Risikomanagementbeauftragten auf der Ebene der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT,
  • lokalen Risikomanagementbeauftragten in jeder Konzerngesellschaft,
  • bereichsspezifischen Risikoerfassungen mit Bewertung und Priorisierung von Einzelrisiken
  • Unabhängigkeit von zumindest 50% der Aufsichtsratsmitglieder;
  • Vermeidung von Interessenkonflikten;
  • Einhaltung einer Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsratsmitglieds;
  • Höchstgrenze von fünf Amtsperioden;

Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vorgenannten Ziele beachten.

Diversity

Die bei DMG MORI gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern u.a. internationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus.

Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten

Unter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 30. November 2017 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2022 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20% erreicht werden soll.

Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 folgende Selbstverpflichtung gemäß Ziff.C.1 DCGK beschlossen:

  • Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bisherigen Umfang;
  • Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen von DMG MORI auf Arbeitnehmerseite;
  • Berücksichtigung von Kenntnissen über DMG MORI und für DMG MORI besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien;
  • Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen;
  • Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteilseignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter;

Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 18. Oktober 2017 ein Frauenanteil von 10% beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30% seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2018 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten.

Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2018 wurde die Selbstverpflichtung bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2021 erneut erfüllt. Auch die Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit von mindestens 50% der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum eingehalten.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren.

Unser Compliance-Managementsystem dient der Sicherstellung der Einhaltung von gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen sowie internen und externen ethischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2021 und auf unserer Website.# Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenskonflikte sind dem Aufsichtsrat Rechnungslegung und Abschlussprüfung unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen. Mit dem Abschlussprüfer, der PwC PricewaterhouseCoopers und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des deren Behandlung. Aufsichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsaus- schusses unverzüglich während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkomm- nisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtig- keit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben.

Aktionäre und Hauptversammlung

Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich statt- findenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichts- rats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschluss- prüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Im Berichtsjahr fand die Hauptversammlung coronabedingt erneut virtuell statt. Für diese Form der Hauptversammlungen ermöglichen wir Aktionären im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die Ausübung des Stimmrechts im Wege der Briefwahl elektronisch oder schriftlich sowie durch Weisungen an die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft. Auf Präsenz- Hauptversammlungen können Aktionäre ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an einer Präsenz-Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es online die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung.

Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält indirekt eine Beteiligung von 86,42% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt.

Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstands- mitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar.

Transparenz

Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäfts - partner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartals- mitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender.

Compliance

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wert- maßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulato- rischen Bestimmungen ein.

5 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Grundlage der Gesellschaft

Unterhaltungsverpflichtungen

Vergütungsbericht

Im Folgenden werden das Vergütungssystem und die Vergütung des Aufsichtsrates sowie des Vorstandes für das Geschäfts- jahr 2021 dargestellt. Die Erstellung des Vergütungsberichts nach §162 AktG liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrates.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptver- sammlung festgelegt und in §12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. In der Hauptversammlung 2021 wurde das Vergütungssystem des Aufsichtsrates nach §113 AktG gebilligt. Zu den Komponenten der Aufsichtsrats- vergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichts- ratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld.

Für das Geschäftsjahr 2021 betrug der feste Vergütungs- anspruch für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000€. Der Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 2,5-Fache (150.000€), wobei der Aufsichtsratsvorsitzende Dr.-Ing. Masahiko Mori wie James V. Nudo und Irene Bader auf sämtliche Aufsichtsratsbezüge verzichten. Der stellvertretende Vor- sitzende hat einen Anspruch auf das 1,5-Fache (90.000€). Der Anspruch aus der Grundvergütung lag insgesamt bei 630.000€ (Vorjahr: 630.000€).

Aufsichtsrat und Ausschüsse

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß Satzung aus zwölf Mit- gliedern zusammen. Entsprechend des Mitbestimmungs- gesetzes zählen neben den sechs Vertretern der Anteils- eigner sechs Arbeitnehmervertreter, von denen einer Vertreter der leitenden Angestellten ist, zum Aufsichtsrat. Alle Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter) sind bis zum Ablauf der Hauptver- sammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, gewählt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Anhang nament- lich genannt.

Der Aufsichtsrat tagte im Plenum insgesamt viermal im Geschäftsjahr 2021. Über den Umfang seiner Arbeit berichtet der Aufsichtsrat auch im Bericht des Aufsichtsrats im Konzerngeschäftsbericht.

Im Geschäftsjahr 2021 tagten drei Ausschüsse im Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Es tagten sechsmal der Finanz- und Prüfungsausschuss, zweimal der Per- sonal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie ebenso zweimal der Ausschuss für Geschäfte mit nahe- stehenden Personen. Über den Umfang seiner Arbeit in den Ausschüssen berichten der Aufsichtsrat in seinem Bericht des Aufsichtsrates im Konzerngeschäftsbericht.

A.02 | GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATES

Grundvergütung gesamt in € Grundvergütung abzüglich Verzicht (-10%) Ausschussvergütung: Finanz- und Prüfungs- ausschuss (F&P) Ausschussvergütung: Personal-, Nominierungs- und Vergütungs- ausschuss (PNV) Ausschussvergütung: Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen (GNP) Grund- und Ausschuss- vergütung ohne Verzicht Sitzungs- geld Gesamt- bezüge
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR - - - - - - - -
Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender 90.000 72.000 18.000 18.000 18.000 108.000 9.000 117.000
Irene Bader 3) - - - - - - - -
Prof.Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 60.000 48.000 12.000 - 12.000 60.000 6.000 66.000
Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 60.000 48.000 12.000 - - 60.000 6.000 66.000
James Victor Nudo 5) - - - - - - - -
Mario Krainhöfner 6) 7) 1. stv. AR-Vorsitzender 90.000 72.000 18.000 18.000 - 108.000 9.000 117.000
Stefan Stetter 8) stv. AR-Vorsitzender 90.000 72.000 18.000 18.000 18.000 108.000 9.000 117.000
Tanja Fondel 6) 9) 0 0 0 0 0 0 0 0
Dietmar Jansen 6) 10) 0 0 0 0 0 0 0 0
Larissa Schikowski 11) 0 0 0 0 0 0 0 0
Michaela Schroll 6) 12) 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtsumme 630.000 - 72.000 54.000 48.000 726.000 36.000 762.000

1) Dr.-Ing. Masahiko Mori ist zudem Mitglied im F&P sowie im Nominierungs- und im Vermittlungs- ausschuss. Dr.-Ing. Masahiko Mori verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.

2) Ulrich Hocker ist zudem Mitglied im PNV sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss.

3) Irene Bader verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Irene Bader für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.

4) Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena ist Mitglied im GNP.

5) James Victor Nudo ist Mitglied im F&P, PNV sowie Nominierungsausschuss. James Victor Nudo verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind James Victor Nudo für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.

6) Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf ab.

7) Mario Krainhöfner ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss.

8) Stefan Stetter ist Mitglied im F&P und GNP.

9) Tanja Fondel ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss.

10) Dietmar Jansen ist Mitglied im F&P.

11) Larissa Schikowski ist Mitglied im PNV und führt einen Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab.

12) Michaela Schroll ist Mitglied im F&P und GNP.# LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

| Grundlagen der Gesellschaft | Vergütungsbericht A.03 | VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Vergütungsansprüche für Ausschusstätigkeiten betrugen insgesamt 252.000€ (Vorjahr: 235.033€) und berücksichtigten die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten Anspruch auf jeweils 18.000€. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus einen festen Vergütungsanspruch von weiteren 18.000€.

2021 ggü. 2020 in % EAT (DMG MORI AG-Konzern) 4) EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 5) Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 6)
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) +64% +8% +2%
Ulrich Hocker +8,5%
Irene Bader 2)
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena +4,4%
Prof. Dr. Annette Köhler +3,6%
James Victor Nudo 3)
Mario Krainhöfner +1,7%
Stefan Stetter +5,2%
Tanja Fondel +2,3%
Dietmar Jansen +0,4%
Larissa Schikowski +2,3%
Michaela Schroll +6,6%

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500€. Jedes Aufsichtsratsmitglied verzichtete im Berichtsjahr erneut auf 10% der festen Vergütungsansprüche (Grundvergütung).

Für das Geschäftsjahr 2021 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 930.000€ (Vorjahr: 892.530€). Die Grundvergütung – abzüglich Verzicht – und Ausschussvergütung lagen insgesamt bei 819.000€ (Vorjahr: 778.530€). Die Höhe der Sitzungsgelder belief sich auf 111.000€ (Vorjahr: 114.000€).

1) Dr.-Ing. Masahiko Mori sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
2) Irene Bader sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
3) James Victor Nudo sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
4) 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO €
5) 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB)
6) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr

Da sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht aus variablen, sondern ausschließlich aus festen Bestandteilen zusammensetzt, entfällt die Notwendigkeit der Festlegung einer maximalen Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Berichtsjahr wurden keine Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsratsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt.

Vergleich jährliche Veränderung der Aufsichtsratsvergütung

Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates mit der Ertragsentwicklung (EAT) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und mit der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalenzbasis gegenüber dem Vorjahr.

Die in der Tabelle enthaltene Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates bildet die für das jeweilige Geschäftsjahr tatsächlich zugeflossenen Beträge ab. Für das Geschäftsjahr 2021 entsprechen diese Werte den in der Tabelle „Gewährte und geschuldete Vergütung des Aufsichtsrates“ angegebenen Werten.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die grundsätzliche Strukturierung des Systems folgt den nachstehenden Leitgedanken:

a) Besondere Leistungen und Erfolge sollen angemessen vergütet werden, während Zielverfehlungen eine substanzielle Verringerung der Vergütung nach sich ziehen („Pay-for-Performance-Orientierung“).

b) Die Leistung der Vorstandsmitglieder als Gesamtgremium soll gefördert werden, ohne die unternehmerische Freiheit der einzelnen Vorstandsressorts zu vernachlässigen. Da wesentliche strategische Ziele nur ressortübergreifend durch Beiträge aller Vorstandsmitglieder zu erreichen sind, orientieren sich kurz- und langfristige Vergütungsbestandteile an verschiedenen Unternehmenskennzahlen, zu denen die Vorstandsmitglieder beitragen.

c) Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder ist durchgängig anschlussfähig an die Vergütungssysteme für die weiteren Führungs- und Mitarbeiterebenen des Konzerns.

d) Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll marktüblich sein und der Größe, Komplexität und Ausrichtung sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen.

Auf dieser Basis wird den Vorstandsmitgliedern ein angemessenes, wettbewerbsfähiges und marktübliches Vergütungspaket angeboten, welches sich im Rahmen der regulatorischen Vorgaben bewegt und das nachhaltige Wirtschaften des Vorstands fördert. Hierdurch soll für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Sicherung der bestmöglichen Kandidaten für den Vorstand in Gegenwart und Zukunft gewährleistet werden.

Die Ziel-Gesamtvergütung wird unter besonderer Berücksichtigung der Funktion des einzelnen Vorstandsmitglieds festgelegt. Insbesondere erhält der Vorsitzende des Vorstands bei der Festlegung eine insgesamt höhere Vergütung als die anderen Vorstandsmitglieder.

Angemessenheit der Vorstandsvergütung

Der Aufsichtsrat legt nach Vorbereitung durch den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss jeweils für das bevorstehende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit dem Vergütungssystem die Höhe der Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied fest. Die Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied ist die Summe aus der Grundvergütung, des STI bei 100%-Zielerreichung, des LTI bei 100%-Zielerreichung und dem Beitrag zur Altersversorgung.

Neben einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder werden hierbei insbesondere die wirtschaftliche Lage, das Marktumfeld, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt. Der Aufsichtsrat legt ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Ziel-Gesamtvergütung marktüblich ist. Die Marktüblichkeit wird anhand der folgenden Punkte beurteilt:

Externer Vergleich (horizontale Angemessenheit): Zur Beurteilung der Marktüblichkeit der Gesamtvergütung werden Vergütungsdaten der 90 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland mit Notierung im DAX und MDAX herangezogen. Bei diesem horizontalen Marktvergleich wird die Marktstellung einschließlich der Größe und Komplexität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter besonderer Beachtung der Einordnung der Gesellschaft in vorgenannter Vergleichsgruppe (zum Beispiel anhand von Kennzahlen wie Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gewinn je Aktie) berücksichtigt.

Interner Vergleich (vertikale Angemessenheit): Darüber hinaus wird die Entwicklung der Vorstandsvergütung im Verhältnis zur Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in einem internen (vertikalen) Vergleich berücksichtigt. Bei diesem Vergleich wird das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft ermittelt und einem Marktvergleich unterzogen.

Das vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungssystem entspricht den aktuellen Vorgaben des Aktiengesetzes und im Wesentlichen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), allerdings ist die langfristige Vergütung nicht aktienbasiert. Im Hinblick auf den zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI GmbH, die einer 100%-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einerseits und den geringen Freefloat der Aktie andererseits wurde davon abgesehen, eine Vergütungskomponente in Aktien bzw. eine aktienbasierte Vergütungskomponente vorzusehen.

Malus- und Clawback-Regelungen

Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, die kurzfristige und langfristige variable Vergütung einzubehalten bzw. zurückzufordern, falls ein Fall eines schwerwiegenden Pflicht- oder Compliance-Verstoßes vorliegt. Gleiches gilt im Falle schwerwiegenden unethischen Verhaltens.

In Fällen einer grob fahrlässigen oder einer vorsätzlichen Verletzung von Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach §93 Abs. 1 AktG durch ein Vorstandsmitglied ist die Gesellschaft darüber hinaus berechtigt, von dem Vorstandsmitglied für den jeweiligen Bemessungszeitraum, in dem die Pflichtverletzung stattgefunden hat, ausgezahlte variable Vergütungsbestandteile (STI und/oder LTI) ganz oder teilweise zurückzufordern bzw. bei noch nicht erfolgter Auszahlung einzubehalten. Die Rückforderungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn das Amt oder das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Rückforderung bereits beendet ist. Schadensersatzansprüche gegen das Vorstandsmitglied bleiben unberührt.

Der Aufsichtsrat legt das System der Vorstandsvergütung fest. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss entwickelt Empfehlungen zum System der Vorstandsvergütung, über die auch der Aufsichtsrat eingehend berät und beschließt. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss überprüft das System zur Vorstandsvergütung regelmäßig und unterbreitet dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge.

Im Fall wesentlicher Änderungen, mindestens jedoch alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem erneut der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt.

Das Vergütungssystem des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist auf die Förderung der Geschäftsstrategie und die nachhaltige sowie langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Dies erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung einer Wettbewerbsorientierung. Es ist vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. November 2019 auf Basis des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) aufgestellt und von der 118. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2020 gebilligt worden.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Grundlagen der Gesellschaft

Vergütungsbericht

Vorzeitige Beendigung der Tätigkeit

Grundvergütung: Jedes Vorstandsmitglied erhält eine feste Grundvergütung. Diese wird in 12 monatlichen Raten ausgezahlt.

Nebenleistungen: Für jedes Vorstandsmitglied werden Nebenleistungen einschließlich der maximalen Höhe festgelegt. Hierzu zählen insbesondere firmenseitig gewährte Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen, insbesondere die Bereitstellung eines Dienstwagens, aber auch die Eindeckung von Versicherungen.

Altersversorgung: Jedem Mitglied des Vorstands wird eine zweckgebundene Zahlung zur Zuführung zur individuellen Altersversorgung gewährt. Hierbei wird den Vorständen jeweils ein bestimmter Betrag zur Anlage in eine externe Altersversorgung zur Verfügung gestellt (beitragsorientierte Altersversorgung).

Kündigt das Unternehmen das Anstellungsverhältnis mit einem Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund oder kündigt ein Vorstandsmitglied ungerechtfertigt das Dienstvertragsverhältnis („Bad Leaver“), so verfallen alle ausstehenden LTI-Zuteilungen, deren dreijähriger Referenzzeitraum noch nicht beendet ist.

Gleiches gilt, falls ein Vorstandsmitglied auf Wunsch des Aufsichts- rates aus Gründen aus, die nichts mit dem Verhalten des Vorstandsmitglieds oder dem Vorstandsmitglied selbst zu tun haben, so werden alle ausstehenden LTI-Tranchen regulär zum Ende des vorgesehenen Leistungszeitraums ausgezahlt.

Dies gilt auch, falls ein Vorstandsmitglied aus sonstigen Gründen, die er nicht zu vertreten hat, aus dem Vorstand aus- scheidet (zum Beispiel regulärer Ablauf oder einvernehm- liche Beendigung des Anstellungsvertrages oder andere vertraglich anerkannte Austrittsgründe). Dies umfasst auch den Übertritt in den Vorruhestand sowie die Ablehnung eines Wiederbestellungsangebots durch das Vorstandsmitglied.

Bestandteile des Vergütungssystems

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste, erfolgsunabhängige Vergütung besteht neben der Grundvergütung („Fixum“) aus Nebenleistungen und Versorgungszusagen (insbesondere zur beitragsorientierten Altersversorgung). Erfolgsabhängig, an der Erreichung von konkreten, messbaren Zielen ausgerichtet und damit variabel, werden die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie die langfristige variable Vergütung (LTI) gewährt.

a) Feste Vergütungsbestandteile

Die feste Vergütung bildet die Grundlage dafür, dass die für die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unter- nehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können.

Die feste Vergütung setzt sich aus der Grundvergütung, den Nebenleistungen und den Versorgungszusagen (beitrags- orientierte Altersversorgung) zusammen.

b) Kurzfristige variable Vergütung (STI)

Das STI soll die Mitglieder des Vorstands dazu motivieren, während eines Geschäftsjahres anspruchsvolle und heraus- fordernde finanzielle, operative und strategische Ziele zu erreichen. Die Ziele spiegeln die Unternehmensstrategie wider und sind darauf gerichtet, die Ertragskraft und Markt- position der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zu steigern. Insbesondere durch die Anknüpfung an den Auftragseingang und das EBIT ist die einjährige variable Vergütung an die Ziel- erreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsab- hängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden.

Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unter- schiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltigkeits- faktoren („Modifier“) angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium „Auftragseingang“) als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium „EBIT“) berücksichtigt. Diese unter-
Unternehmensbezogene Ziele | Nachhaltigkeitsfaktor | Zielerreichung: 0 % –200 % | Bandbreite: 80 % –120 %
---|---|---|---|---
Ziel- betrag | Bar- auszahlung | Auftrags- eingang (Ist vs. Plan) | EBIT (Ist vs. Plan) | Investitionen in Sachanlagen | Relative Marktanteile AG/CO² | Gewichtung | 1/3 | Gewichtung 2/3 | Gewichtung 1/2 | Gewichtung 1/2

Darstellung des Short-Term-Incentive (STI)

Unternehmensbezogene Ziele:

  • Auftragseingang: Gewichtung 1/3. Damit berück- sichtigt das STI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Auftragseingang- Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%.
  • EBIT: Gewichtung 2/3. Damit berücksichtigt das STI eine weitere wesentliche Finanzkennzahl der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die EBIT-Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Auftragseingang (1/3)
Zielerreichung
200 %
150 %
100 %
50 %
1.300 1.600 1.900 2.100
Auftragseingang in MIO €
EBIT (2/3)
Zielerreichung
200 %
150 %
100 %
50 %
5 20 40 80
EBIT in MIO €

Nachhaltigkeitsfaktor: Die Unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltig- keitsfaktor („Modifier“) modifiziert, der in einer Bandbreite von 80% bis 120% liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmens- erfolges beitragen.

Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen zählen Investitionen in Sachanlagen und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen (Verhältnis Auftragseingang DMG MORI AG-Konzern und DMG MORI COMPANY LIMITED). Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%–120% erreichen und werden mit jeweils 50% gewichtet. Hierdurch sollen im besonderen Maße die Bestrebungen des Vorstands um nachhaltiges, auf zukünf- tiges Wachstum gerichtetes Wirtschaften gestärkt werden.

Die Zielerreichungsgrade für das STI 2021 resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren für 2021 und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt:

c) Langfristige variable Vergütung (LTI)

Das langfristig orientierte, nachhaltige Engagement für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steht im Fokus der Tätigkeit des Vorstands. Nur so kann nachhaltiges Wachstum gefördert und eine dauerhafte Wertsteigerung erzielt werden. Der Leistungszeitraum von drei Jahren trägt dazu bei, dass das Vorstandshandeln im laufenden Geschäftsjahr auch auf die langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet ist.

Das LTI-Programm wird in bar, auf Basis einer kennzahlen- basierten Vergütung unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsperiode („Performance Periode“) gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen.

Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines „Modifier“. Die finan- ziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kernsteuerungsgrößen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (das Ergebnis nach Steuern – EAT – und die Service-Perfor- mance). Der „Modifier“ mit einer Bandbreite von 80% bis 120% berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele.

Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangs- wert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungs- anspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Berichts- bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden.

Die Zielerreichungsgrade resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt:

  • EAT: Das EAT wird zu 2/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die EAT-Komponente des LTI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50%. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

EAT (2/3)
Zielerreichung
200 %
150 %
100 %
50 %
0,3 % 1,3 % 2,5 % 5,0 %
EBIT-Marge
  • Nachhaltigkeitsziele: Diesen Nachhaltigkeitszielen zählen die Einhaltung des F&E- sowie des Marketingbudgets und die Entwicklung der PPR-Kennzahl (Anzahl der „Product-Problem-Reports“ in den letzten zwölf Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst, dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten „Product-Problem-Reports“). Ein „Product-Problem-Report“ beschreibt eine Reklamations- meldung des Kunden. Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80%–120% erreichen und werden mit jeweils 50% gewichtet.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Grundlagen der Gesellschaft

Vergütungsbericht

Gemäß §162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG wird folgend über die Vergütung in dem Geschäftsjahr berichtet, in dem die der Vergütung zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht worden ist. Dies gilt sowohl für die Grundvergütung als auch STI und LTI.

Im Berichtsjahr verzichtete jedes Vorstandsmitglied erneut auf 10% der Grundvergütung. In Summe hat der gesamte Vorstand auf Zahlungen von insgesamt 240.000€ für das Geschäftsjahr 2021 verzichtet, die – zusammen mit dem Verzicht des Aufsichtsrats – in den DMG MORI Hilfsfonds für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Mitarbeiter eingezahlt wurden.

Für die LTI-Tranche 2020–2022 wurde im Jahr 2021 eine rück- forderbare Vorauszahlung in Höhe von 1.508 T€ geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG ist.

Im Berichtsjahr wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt.

Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und 200% für die Kennzahl Auftragseingang.

Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt (Cap).

Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermitt- lungsleistungen, direkt an Mitglieder des Vorstands gezahlt.

Es wurden keine Vergütungsbestandteile von Vorstands- mitgliedern zurückgefordert. Von Malus- und Clawback- Regelungen wurde nicht Gebrauch gemacht.

Die Tabelle A.05 zeigt die den aktiven Vorstandsmitgliedern im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten und geschuldeten Ver- gütungsbestandteile einschließlich des jeweiligen relativen Anteils nach §162 Abs.1 Satz 1 AktG. Es handelt sich dabei um die im Geschäftsjahr ausbezahlte Grundvergütung, die ange- fallenen Nebenleistungen und den Versorgungsaufwand. Die Tabelle zeigt das STI sowie die LTI-Tranche 2019–2021, deren Auszahlung im Geschäftsjahr 2022 erfolgt, aber deren zugrunde- liegende Tätigkeit bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 vollständig erbracht worden ist. Zudem ist die rückforderbare Vorauszahlung für die LTI-Tranche 2021–2023 dargestellt.

Der freiwillige Verzicht der Vorstandsmitglieder für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 ist entsprechend berücksichtigt.

Die Tabelle A.06 zeigt einen Vergleich der prozentualen Ver- änderung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit der Ertragsentwicklung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Vergütung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021

Für das Geschäftsjahr 2021 belief sich die Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung des Vorstandes auf 7.118 T€ (Vorjahr: 4.912 T€). Davon entfallen 2.228T€ (Vorjahr: 2.126T€) auf die feste, erfolgsunabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen) und 3.200T€ (Vorjahr: 1.236T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitrags- orientierten Altersversorgung von 850T€ (Vorjahr: 800T€).

Aus der LTI-Tranche 2019–2021, die am 31. Dezember 2021 zugeteilt und im Jahr 2022 ausgezahlt wird, resultiert ein Betrag von insgesamt 840 T€ (LTI 2018–2020: 750 T€).

Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sach- anlagen belief sich auf 118,4%, bei den relativen Marktanteilen AG/CO auf 120,0%, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 119,2% führt.

Altersversorgung

Die Altersversorgung bildet eine weitere Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die Altersversorgung soll am Markt für hochqualifizierte Mitglieder des Vorstands wett- bewerbsfähig sein und im Ruhestand ein entsprechendes Versorgungsniveau bieten. Die Versorgungsleistungen für die Vorstandsmitglieder werden in Form einer beitrags- orientierten Altersversorgung gezahlt:

Der Aufwand für die Vorstandsmitglieder zur beitrags- orientierten Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 850T€ (Vorjahr: 800T€).

Vergütung für ehemalige Vorstandsmitglieder

An das ehemalige Vorstandsmitglied Dr. Maurice Eschweiler wurden aus der LTI-Tranche 2019–2021 für das Berichtsjahr 60 T€ (anteiliger Betrag bis zum Ablauf der Vorstands- bestellung am 31.03.2019) ausgezahlt.

Im Rahmen von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr 1.132 T€ an ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene geleistet, davon entfielen 680 T€ an den 2016 aus dem Vorstand ausgeschiedenen Dr. Rüdiger Kapitza.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vor- standsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 26.350 T€ (Vorjahr: 26.081 T€).

A.04 | ZIEL- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2021)

Vergütungskomponente Name 2021 (Ziel) 2021 (MAX)
Grundvergütung 1) Christian Thönes 1.200.000 € 1.200.000 €
Björn Biermann 800.000 € 1.600.000 €
Michael Horn 1.150.000 € 2.300.000 €
STI Christian Thönes 600.000 € 1.200.000 €
Björn Biermann 400.000 € 800.000 €
Michael Horn 600.000 € 1.200.000 €
LTI 2021–2023 Christian Thönes 612.500 € 1.225.000 €
Björn Biermann 200.000 € 400.000 €
Michael Horn 200.000 € 400.000 €
Altersversorgung Christian Thönes 450.000 € 450.000 €
Björn Biermann 450.000 € 450.000 €
Michael Horn 450.000 € 450.000 €
Gesamtvergütung Christian Thönes 2.862.500 € 4.325.000 €
Björn Biermann 1.850.000 € 3.450.000 €
Michael Horn 2.350.000 € 4.350.000 €

1) Fixbezüge inkl. Verzicht: Christian Thönes 1.080 T€; Björn Biermann 540 T€; Michael Horn 540 T€

Die Ziele werden zur Absicherung der langfristigen und nachhaltigen Entwicklung unter Berück- sichtigung der Strategie gewählt. Die Service-Performance für einen Zeitraum über drei Jahre wird zu 1/3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine wichtige Kernsteuerungsgröße der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT. Die Service-Performance ist die durch- schnittliche Anzahl an Service-Einsätzen je Maschine in Gewährleistung in den letzten zwölf Monaten. Die Service Performance-Komponente des LTI muss einen Schwellen- wert unterschreiten, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 80%. Die Erreichung der Zielgröße entspricht einer Zielerreichung von 100%. Die Berücksichtigung endet bei einem gesetzten Mindestwert. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200%.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Service-Performance (1/3)
Zielerreichung 200 %
150 %
120 % 100 % 80 %
1,65 1,6 1,68 1,7 1,85
Service-Performance (3-Jahres-Durchschnitt 2021 –2023)

Darstellung des Long-Term-Incentive (LTI)

GJ n GJ n+1 GJ n+2
Ziele 0 % –200 % Modifier Bandbreite: 80 % –120 % 0 % –200 %
Ziel- betrag Bar- auszahlung
Service Performance (3-Jahres-Ø) Investitionen in F&E und Marketing PPR (incl. Service)
Gewichtung 2/3 Gewichtung 1/3 Gewichtung 1/2 Gewichtung 1/2

Die maximale Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds wird vom Aufsichtsrat jährlich auf der Basis der Ziel-Gesamtver- gütung abgeleitet und ist die betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtvergütung für das jeweilige Auslobungsjahr unter Berücksichtigung der festen Vergütung, kurzfristigen variablen Vergütung (STI), langfristigen variablen Vergütung (LTI 2021–2023) und Altersversorgung.

Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2021 beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 4.800T€ und für die Vorstandsmitglieder jeweils 2.400T€ [→ Tabelle A.04].

Die Auszahlung aus STI und LTI ist jeweils auf insgesamt 200% des Zielbetrags begrenzt.

A.05 | GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG INKL. VERZICHT (§ 162 ABS.

Die LTI-Tranche 2019–2021 als langfristige Vergütungs- komponente berücksichtigt den Tilgungsbeitrag der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsperiode. Der Tilgungsbeitrag ist die Summe aus Ergebnisabführung und Begleichung von Steuerverpflichtungen sowie eventuellen Darlehens- beträgen an die DMG MORI COMPANY LIMITED. Es besteht für diese LTI-Tranche eine Begrenzung nach oben (Cap) auf 120% des Auslobungsbetrages für jedes Vorstands- mitglied. In den Jahren 2019–2021 muss ein Mindestwert (80%) von durchschnittlich 130 MIO € Tilgungsbeitrag für eine Aus- zahlung erreicht werden – in keinem Jahr darf der Tilgungs- beitrag 60 MIO € unterschreiten. Der Zielwert (100%) entspricht einem Tilgungsbetrag von 150 MIO € und der Maximalwert (120%) einem Tilgungsbetrag von 170 MIO €. Im Bemessungszeitraum belief sich der durchschnittliche Tilgungsbeitrag auf 421,7 MIO €. In keinem Jahr lag der Tilgungsbeitrag unterhalb von 60 MIO €. Dies entspricht der maximalen Zielerreichung (120%).

Name Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn
Grundvergütung 450T€ pro Jahr 200T€ pro Jahr 200T€ pro Jahr

EAT in MIO € (3-Jahres-Durchschnitt 2021 –2023)
29,0 42,0 44,0 48,0# SATZ 1 AKTG) in T€ Christian Thönes Björn Biermann Vorsitzender Vorstand 2020 930 12 2020 3) 2021 2021 3) 2020 555 17 2020 3) 2021 2021 3) Grundvergütung Nebenleistung 1.080 11 540 8 Summe STI LTI 2018–2020 LTI 2019–2021 942 618 360 - 978 450 2.370 - 40% 26% 15% - 41% 19% 100% - 1.091 1.600 - 360 1.960 450 3.501 650 4.151 31% 46% - 10% 56 % 13% 100% - 572 309 240 - 549 200 1.321 - 43% 24% 18% - 42% 15% 100% - 548 800 - 240 1.040 200 1.788 429 2.217 31% 45% - 13% 58% 11% 100% - Summe Versorgungsaufwand 1) Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020–2022 2) Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 2.370 - - 1.321 - - Michael Horn Vorstand Vorstand gesamt 2020 555 57 2020 3) 2021 2021 3) 2020 2.040 86 2020 3) 2021 2.160 68 2021 3) Grundvergütung Nebenleistung 540 49 Summe STI LTI 2018–2020 LTI 2019–2021 612 309 150 - 459 150 1.221 - 50% 26% 12% - 38% 12% 100% - 589 800 - 240 1.040 200 1.829 429 2.258 32% 44% - 13% 57 % 11% 100% - 2.126 1.236 750 43% 24% 19% - 41% 16% 100% - 2.228 3.200 - 840 4.040 850 7.118 1.508 8.626 31% 45% - 12% 57 % 12% 100% - - Summe 1.986 800 4.912 - Versorgungsaufwand 1) Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020–2022 2) Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 1.221 - - 4.912 - - 1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung 2) Beitrag in 2021 geleistet 3) Die hier angegebenen relativen Anteile beziehen sich auf die im jeweiligen Geschäftsjahr „gewährten und geschuldeten“ Vergütungsbestandteile nach §162 Abs. 1 Satz 1 AktG

Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜLRAGDEABSERGIECSHCTFHÜÄRFDTASSGJEASHCRHÄ2F0T2S1JA|HGR2r0u2n1d|laGgruenndldaegernGdeersGeelsleslclshcahfatft || UFnotresrkcahpuitnelg und Entwicklung und der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalentbasis gegenüber dem Vorjahr. Für das Berichtsjahr entsprechen diese Werte den in der Tabelle „Gewährte und geschuldete Vergütung inkl. Verzicht“ nach §162 Abs. 1 Satz 1 AktG angegebenen Werten für die Gesamtvergütung. Die Ertragsentwicklung wird grundsätz- lich anhand der Entwicklung der Kennzahl EAT dargestellt.

A.06 | VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER VORSTANDSVERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 NR. 2 AKTG)

2021 ggü. 2020 in% Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn
+47,7% +35,4% +49,8%
EAT (DMG MORI AG-Konzern) 1) +64%
EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 2) +8%
Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 3) +2%

1) 2021: 85,6 MIO € / 2020: 52,1 MIO €
2) 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) / 2020: 27,1 MIO € (nach HGB)
3) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr

Forschung und Entwicklung

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist für die Forschungs- und Entwicklungsstrategie des DMG MORI-Konzern verant- wortlich und koordiniert alle Forschungs- und Entwicklungs- aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Umsetzung erfolgt auf der Ebene der Konzerngesellschaften.

Ziel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu steigern. Mit der Maschine im Mittelpunkt entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungs- umfeld. Im Berichtsjahr präsentierten wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 26 Innovationen – davon 7 Weltpremieren, 3 Automationslösungen, 15 digitale Innovationen inklusive 6 Technologiezyklen und 1 DMG MORI Components.

Durchgängige Digitalisierungslösungen und komplett neue Geschäftsmodelle erweitern unser Kerngeschäft mit Werk- zeugmaschinen und ganzheitlichen Automationslösungen. Im Berichtsjahr haben wir 15 digitale Innovationen präsentiert.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produkt- entwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau hoher Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch werksübergreifende Zusammenarbeit. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährliche welt-
weite Entwicklungskonferenz. Beim „Global Development Summit“ im Oktober kamen erneut rund 300 internationale Experten digital zusammen, um Zukunftsideen für vernetzte Maschinen Lösungen aus Maschine, Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu entwickeln und voranzutreiben.

Nachhaltigkeit mit einem ganzheitlichen Ansatz gehört seit vielen Jahren zur DNA von DMG MORI. Wir übernehmen global und ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der „DMG MORI GREEN ECONOMY“. Unsere Fertigungslösungen sind hochqualitativ, langlebig, recycelbar und maximal effizient – zum Beispiel durch Technologieintegration sowie umfassende Automa- tisierungs- und Digitalisierungslösungen – das schont Ressourcen, Klima und Umwelt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 72,9 MIO € (Vorjahr: 66,7 MIO €). An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 599 Mitarbeiter (Vorjahr: 560 Mitarbeiter). Dies entspricht – wie im Vorjahr – einem Anteil von 15% der Gesamtbelegschaft der Werke. Die Innovationsquote im Segment „Werkzeugmaschinen“ betrug 6,6% (Vorjahr 6,4%). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläu- terungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt.

Mit PAYZR – PAY with Zero Risk – für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service profitieren unsere Kunden seit Mitte des Berichtsjahres von schnellen Innovationszyklen ohne Risiko – bei maximaler Flexibilität, Kosten- und Preis- transparenz und damit höchster Planungssicherheit.

Bereits über 30.000 registrierte Kunden mit über 140.000 Maschinen profitieren von unserem kostenlosen Kundenportal my DMG MORI. Im DMG MORI Store powered by ADAMOS erworbene Applikationen können unmittelbar bestimmten Maschinen im Kundenprofil von my DMG MORI zugeordnet werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung 2021 wurde ab Jahresmitte gedämpft durch neue Infektionswellen, Engpässe in den globalen Lieferketten sowie hohe Rohstoff- und Trans- portkosten und eine steigende Inflation. Dies erschwerte den gesamtwirtschaftlichen Aufholprozess deutlich. Nach vor- läufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft dennoch um +5,7% nach dem historischen Einbruch 2020 (-3,1%).

3,0 MRD €) behaupten. Die zehn bedeutendsten Verbrauchs- märkte standen, wie im Vorjahr, für rund 79% des weltweiten Werkzeugmaschinen-Verbrauchs. Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 69,0 MRD € (2020: 58,7 MRD €; 2019: 72,8 MRD €). Welt- größterProduzentvonWerkzeugmaschinenimJahr2021blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 20,6 MRD € (2020: 17,0 MRD €; 2019: 17,3 MRD €). Japan mit 9,6 MRD € (2020: 8,2 MRD €; 2019: 11,8 MRD €) und Deutsch- land mit 9,3 MRD € (2020: 8,8 MRD €; 2019: 12,6 MRD €) tauschten die Plätze und folgten auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen wie im Vor-jahr für insgesamt 90% aller Werkzeugmaschinen weltweit.

Entwicklung der Werkzeugmaschinen-Industrie

INTERNATIONALE ENTWICKLUNG

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen befand sich 2021 auf Erholungskurs. Die enormen Herausforderungen durch Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten belastetenjedochdieEntwicklung. NachvorläufigenAngaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics stieg der Weltverbrauch 2021 deutlich um +17,5% auf 69,0 MRD € (2020: 58,7 MRD €), blieb aber weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (-5,2%; 72,8 MRD €).

Im weltweit größten Markt China stieg der Verbrauch von Werkzeugmaschinen signifikant um +19,5% auf 22,2 MRD € (2020: 18,6 MRD €; 2019: 19,9 MRD €). Die USA, der zweit- wichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 8,3 MRD €, wies einen Anstieg von +14,0% aus (2020: 7,3 MRD €; 2019: 8,7 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland nahm der Verbrauch um lediglich +2,2% auf 4,7 MRD € zu (2020: 4,6 MRD €) und liegt damit deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (-34,4%; 7,1 MRD €). Auf Rang vier ist Japan. Hier erhöhte sich der Verbrauch zwar um +11,4% auf 4,1 MRD € signifikant, liegt damit aber ebenfalls noch deutlich unter dem Vor-Corona- Niveau von 2019 (-26,5%; 5,5 MRD €).

In Europa fiel die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen mit +11,8% gegenüber dem hohen Rückgang des letzten Jahres eher verhalten aus (Vorjahr: -26,3%). Asien hingegen ver- zeichnete mit +18,4% den stärksten Anstieg (Vorjahr: -16,3%). Auch in den Regionen Nord- und Südamerika war die Entwicklung mit +14,6% positiv (Vorjahr: -21,9%).

DEUTSCHE WERKZEUGMASCHINEN-INDUSTRIE

Die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie erholte sich 2021 weitestgehend von den Folgen der Corona-Pandemie. Die Auftragseingänge der Werke in Deutschland stiegen um +58,3% auf 13,6 MRD € und lagen damit bereits wieder über dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 8,6 MRD €; 2019: 12,3 MRD €) – allerdings noch deutlich unter dem Niveau von 2018 mit 17,5 MRD €. Sowohl die Inlandsnachfrage mit +50,6% (Vorjahr: -36,5%) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit +61,6% (Vorjahr: -26,7%) konnten deutlich zulegen.

Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen stieg signifikant um +65,0% (Vorjahr: -31,0%). Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich beachtlich um +69,0% (Vorjahr: -42,0%). Die Auslandsbestellungen nahmen um +63,0% zu (Vorjahr: -25,0%). Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um +42,0% (Vorjahr: -28,0%). Auf- tragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Wirtschaftsbericht

Italiens Verbrauch entwickelte sich mit +29,7% auf 3,7 MRD € (2020: 2,9 MRD €; 2019: 4,0 MRD €) äußerst positiv und konnte sich als fünftstärkster Markt vor Südkorea mit 3,2 MRD € (2020: 2,7 MRD €; 2019: Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller hinken der Auftragseingangsentwicklung aufgrund der angespannten Liefersituation noch deutlich hinterher. Sie erhöhten sich lediglich um +3,7% auf 12,7 MRD € und lagen damit -25,7% unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 12,2 MRD €; 2019: 17,0 MRD €). Die Produktion von Maschinen, Teilen und Zubehör erreichte ein Volumen von insgesamt 11,7 MRD € und lag mit +5,7% ebenfalls über dem Vorjahr (11,1 MRD €). Die deutschen Werkzeugmaschinenexporte erhöhten sich um +7,9% auf 8,0 MRD € (Vorjahr: 7,4 MRD €). Die Exportquote stieg um rund 1,5 Prozentpunkte auf 68,2%. Der wichtigste Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit einem Anstieg von +24,3% auf 1,6 MRD € (Vorjahr: 1,3 MRD €). Dies entspricht 20,0% der Werkzeugmaschinen- ausfuhren (Vorjahr: 17,4%). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,0 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 12,5%). Italien war mit 0,5 MRD € und einem Exportanteil von 5,8% der dritt- wichtigste Exportmarkt, knapp gefolgt von Österreich und Polen. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um +10,9% auf 2,8 MRD € (Vorjahr: 2,5 MRD €). Mit einem Importanteil von 26,2% kam in etwa jede vierte importierte Werkzeug- maschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (9,7%) und Italien (9,2%). Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör erhöhte sich um +5,1% auf 6,5 MRD €. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinen- hersteller um rund 10 Prozentpunkte gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 80,8% (Vorjahr: 70,9%). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeug- maschinenunternehmen sank im Jahresdurchschnitt um -7,3% auf rund 64.500 (Vorjahr: 69.558). Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutsch- land. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Januar 2022 hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn verbessert. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) ist der Geschäftsklimaindex gestiegen. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage zwar etwas schlechter, die Erwartungen stiegen jedoch deutlich an. Zudem hat sich die Situation bei den Lieferengpässen von Vorprodukten und Rohstoffen etwas entspannt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erzielte im Geschäfts-
jahr 2021 ein EBIT von -28,1 MIO € (Vorjahr: -14,2 MIO €). Im Geschäftsjahr 2020 war im EBIT ein Buchgewinn aufgrund der Veräußerung von Anteilen der Magnescale Co. Ltd. in Höhe von 8,4 MIO € enthalten. Des Weiteren stiegen die Personal- aufwendungen um 4,2 MIO € im Geschäftsjahr 2021. Das EBT lag mit 43,6 MIO € um 4,0 MIO € über dem Vorjahr (39,6 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern betrug 29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €), welches aufgrund des Beherrschungs- und Gewinn- abführungsvertrages an die DMG MORI GmbH abgeführt wird. Der Steueraufwand betrug 14,4 MIO € (Vorjahr: 12,6 MIO €).

Die Umsatzerlöse (Konzernumlagen und Mieten) betrugen im Berichtsjahr 11,8 MIO € (Vorjahr: 12,2 MIO €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 20,7 MIO € auf 22,5 MIO € (Vorjahr: 43,2 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Wechselkursgewinne in Höhe von 18,8 MIO € (Vorjahr: 28,4 MIO €) aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie der Bewertung der Devisentermingeschäfte. Den Kursgewinnen stehen Kursverluste gegenüber. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr ein Währungsgewinn in Höhe von 2,8 MIO € (Vorjahr: Währungsgewinn in Höhe von 3,9 MIO €). Diese Effekte resultieren aus Sicherungsgeschäften, die von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abgeschlossen werden. Im Geschäftsjahr 2020 war in den sonstigen betrieb- lichen Erträgen ein Buchgewinn aufgrund der Veräußerung von Anteilen der Magnescale Co. Ltd. in Höhe von 8,4 MIO € enthalten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassten hauptsächlich den Bereich der Instandhaltungen der Grund- stücke und Gebäude am Standort Bielefeld. Sie lagen mit 1,1 MIO € um 1,2 MIO € unter denen des Vorjahres (2,3 MIO €).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 4,2 MIO € auf 24,0 MIO € (Vorjahr: 19,8 MIO €). Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus einer erhöhten variablen Vergütung der Vorstände.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 10,3 MIO € von 45,0 MIO € auf 34,7 MIO €. Im Wesentlichen resultiert die Reduktion aus gesunkenen Wechselkursverlusten in Höhe von 8,4 MIO € auf 16,1 MIO € (Vorjahr: 24,5 MIO €). Diese ergeben sich aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie Bewertungs- verlusten aus Devisentermingeschäften, die durch gegen- läufige Effekte in den sonstigen betrieblichen Erträgen kompensiert wurden. Bereinigt um den Effekt der Währungs-
verluste konnte die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,9 MIO € reduzieren. Hierzu trugen im Wesentlichen Einsparungen bei den sonstigen fremden Diensten um 0,4 MIO € von 4,3 MIO € auf 3,9 MIO € sowie geringere periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,6 MIO € (Vorjahr: 1,9 MIO €) bei.

Im Berichtsjahr erhöhte sich das Beteiligungsergebnis aus Ergebnisabführungsverträgen der Tochtergesellschaften
um 16,2 MIO € auf 67,5 MIO €. Hier enthalten ist die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH mit
29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €).

Das Finanzergebnis erhöhte sich von 2,6 MIO € um 1,6 MIO € auf 4,2 MIO €.

Der ausgewiesene Steueraufwand von 14,4 MIO € (Vorjahr:
12,6 MIO €) resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen aus Steuerumlagen in Höhe von 11,5 MIO € (Vorjahr: 13,1 MIO €), Steuern aus Vorjahren in Höhe von 2,1 MIO € (Vorjahr: Ertrag
in Höhe von 1,7 MIO €), Erträge aus latenten Steuerumlagen in Höhe von 1,5 MIO € (Vorjahr: Ertrag in Höhe von 1,1 MIO €) sowie gem. § 16 Satz 2 KStG zu leistende Steuerzahlungen in Höhe von 1,9 MIO € (Vorjahr: 1,9 MIO €).

Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde ein Steuerumlagevertrag zwischen der DMG MORI GmbH
und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abgeschlossen. Die hieraus entstandenen Verbindlichkeiten in Höhe von
11,5 MIO €(Vorjahr:13,1 MIO €)sindebenfallsindieserPosition enthalten. Des Weiteren beinhaltet die Position Verbindlich- keitenausLieferungenundLeistungengegenüberverbundenen Unternehmen in Höhe von 19,3 MIO € (Vorjahr: 12,9 MIO €). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es wie im Vorjahr nicht.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT deckt den Kapital- bedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüs- sigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungs- linien betrug im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 727,9 MIO € (Vorjahr: 761,8 MIO €). Diese bestehen aus einer Bartranche in Höhe von 200,0 MIO €, einer Avaltranche über 300,0 MIO €, weiteren Avallinien von 67,9 MIO € sowie Factoring-Verein- barungen in Höhe von 160,0 MIO €. Wesentlicher Bestandteil der Finanzierungslinie ist eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von insgesamt 500,0 MIO € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2021 konnte diese Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2026 verlängert werden. Die syndizierte Kreditlinie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst.

2021 (MIO €) 2020 (MIO €) 2019 (MIO €)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -28,1 -14,2 4,0
EBT 43,6 39,6
Ergebnis nach Steuern 29,3 27,1
Umsatzerlöse (Konzernumlagen und Mieten) 11,8 12,2
Sonstige betriebliche Erträge 22,5 43,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1,1 2,3
Personalaufwand 24,0 19,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 34,7 45,0
Beteiligungsergebnis 67,5 51,3
Finanzergebnis 4,2 2,6
Steueraufwand 14,4 12,6
Aufwendungen aus Steuerumlagen 11,5 13,1
Steuern aus Vorjahren 2,1 -1,7
Erträge aus latenten Steuerumlagen 1,5 -1,1
Steuerzahlungen gem. § 16 Satz 2 KStG 1,9 1,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ggü. verbundenen Unternehmen 19,3 12,9

Vermögenslage

Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2021 erhöhte sich um 8,1% auf 1.882,0 MIO € (Vorjahr: 1.740,3 MIO €).

Das Anlagevermögen reduzierte sich leicht im Geschäfts-
jahr 2021 von 754,8 MIO € auf 752,9 MIO €.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich von 915,2 MIO € um
24,7 MIO € auf 939,9 MIO €. Der Anstieg resultiert im Wesent-
lichen aus gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 906,9 MIO € um 8,1 MIO € auf 915,0 MIO €
sowie aus gestiegenen sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 24,8 MIO € (Vorjahr: 8,3 MIO €) die im Wesentlichen
bestehende aus gestiegenen Forderungen aus Umsatzsteuerverrechnun-
gen und Emmissionszertifikaten resultieren. Das Guthaben
bei Kreditinstituten erhöhte sich von 52,5 MIO € um
116,8 MIO € auf 169,3 MIO €.

Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr
10,2 MIO €. Der Anteil der verbleibenden sonstigen
Rückstellungen nahm im Gegenzug um 1,6 MIO € ab. Die
Steuerrückstellungen erhöhten sich von 3,2 MIO €
auf 5,0 MIO €. Die Rückstellungen für Pensionen reduzierten sich leicht um 0,2 MIO € auf 6,3 MIO € (Vorjahr: 6,5 MIO €).

Die Verbindlichkeiten stiegen von 793,9 MIO € um 136,5 MIO € auf 930,4 MIO €. Es handelt sich dabei im Wesentlichen
um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sich um 136,3 MIO € auf 927,3 MIO € erhöhten. Die Erhöhung
resultiert im Wesentlichen aus der Finanzverrechnung, welche um 129,9 MIO € von 778,1 MIO € auf 908,0 MIO € zunahm. Hier
enthalten ist die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH mit
29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €).

31.12.2021 (MIO €) 31.12.2020 (MIO €)
Bilanzsumme 1.882,0 1.740,3
Anlagevermögen 752,9 754,8
Umlaufvermögen 939,9 915,2
Eigenkapital 10,2 10,2
Rückstellungen
- Steuerrückstellungen 5,0 3,2
- Rückstellungen für Pensionen 6,3 6,5
Verbindlichkeiten 930,4 793,9
- Verbundenen Unternehmen 927,3 791,0
- Kreditinstituten 0,0 0,0

Hinweis: Die Werte für "Verbundenen Unternehmen" unter Verbindlichkeiten wurden aus den zusätzlichen Informationen im Text ermittelt, da sie in der Tabellenstruktur des Inputs nicht explizit aufgeführt waren.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Chancen- und Risikobericht

Dieser 921,2 Mio. €. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme betrug Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unter- die Eigenkapitalquote 48,9% (Vorjahr: 52,9%). Das Grund- nehmenskennzahlen verändern. Die Bartranche wurde zum kapital beträgt unverändert 204.926.784,40 € und ist eingeteilt 31. Dezember 2021 nicht in Anspruch genommen. in 78.817.994 Stückaktien.

Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften und Garantien für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen.

Finanzierung

Die Finanzierung des DMG MORI-Konzerns erfolgt zentral. Nur wenn Konzernfinanzierungen aufgrund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen abgeschlossen. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern einzusetzen.

Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde quartalsweise sowie zum 31. Dezember 2021 eingehalten.

Die Risiken aus Derivaten sind im Anhang dargestellt.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2021

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat das Geschäftsjahr 2021 insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Der Umsatz lag durch Anpassungen der verrechneten Umlage an die Tochtergesellschaften leicht über dem Planwert. Das EBIT reduzierte sich auf -28,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (-14,2 Mio. €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2020 aufgrund des Anteilsverkaufs eines verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,4 Mio. € sowie gestiegenen Personalaufwendungen im Berichtsjahr. Das Ergebnis der Tochtergesellschaften erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 und führte somit zu einer erhöhten Ergebnisabführung an die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Insgesamt schließt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit einem Ergebnis nach Steuern von 29,3 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €) ab, das an die DMG MORI GmbH abgeführt wird.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2021 waren in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 81 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 84 Mitarbeiter).

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gliederte sich zum 31. Dezember 2021 in drei Vorstandsressorts und stellt sich wie folgt dar:

  • Herr Christian Thönes (Vorstandsvorsitzender): Produktentwicklung/Vertrieb und Service/Einkauf/Corporate Communications/Personal/Recht/Revision,
  • Herr Björn Biermann: Controlling/Finanzen/Rechnungswesen/Steuern/Risikomanagement/Investor Relations/Compliance,
  • Herr Michael Horn: Produktion/Logistik/Qualität und Informationstechnologien

Risikomanagementsystem (RMS)

Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen und Anbietern ganzheitlicher Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für DMG MORI unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Risikoerkennung, -bewertung und aktiven -bekämpfung und erstreckt sich auf alle Organisationsebenen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage der Gesellschaft und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert.

Unser Risikomanagementsystem beinhaltet u. a. das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in das Risikofrüherkennungssystem des DMG MORI-Konzerns eingebunden.

Risikofrüherkennungssystem

Mit unserem Risikofrüherkennungssystem, das auf dem COSO-Konzept basiert, erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als operatives Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen:

  1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist,
  2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert,
  3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken,
  4. bereichsspezifischen, Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften,
  5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Ad hoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken sowie im Zwei-Wochen-Takt zusätzlich Risiko-Quick-Checks durch ausgewählte Führungskräfte.

Risiken werden bei DMG MORI als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotentiale und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuzie- hen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung an das Risikomanagement.

Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien des Risikoeintritts:

Eintrittswahrscheinlichkeit Kein Risiko Sehr gering Unwahrscheinlich Möglich
0% 5% 25% 50%

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50% werden mit den Nettorisikowerten direkt in der rollierenden Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet.

Die Risikotragfähigkeit – definiert als Relation des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte und des gesamten Konzern- eigenkapitals – stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wesentliche Steuerungsgröße dar.

Chancenmanagementsystem (CMS)

Chancen werden bei DMG MORI systematisch identifiziert und analysiert. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend „Rolling Forecasts“ (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC in einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten definieren wir als operative Chancen. Mit unserem globalen Customer Relation- ship Management (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeug- maschinen und industriellen Dienstleistungen. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und können Chancen konsequent nutzen. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren.

Die Identifikation von sonstigen Chancen erfolgt darüber hinaus durch unser operatives Management. Die definierten Chancen werden mit dem Vorstand diskutiert und darauf basierend Strategien abgeleitet.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTpartizipiert als Holding- gesellschaft an den Chancen ihrer Tochtergesellschaften. Diese sind im Konzernlagebericht detailliert beschrieben. Gelingt es den Tochtergesellschaften, ihre Chancen zu nutzen, wirkt sich dies positiv auf die Erträge aus Finanzanlagen gemeldet und somit auf das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELL- SCHAFT aus.

Risikomanagementsystem (RMS)

Das Risikomanagementsystem (RMS) umfasst die steuerbaren Risiken im Bereich der Geschäftsprozesse. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontroll- aktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktions- trennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher.

Das IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien und der gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem (RMS)

Als Holdinggesellschaft bestehen zudem folgende direkt in der Gesellschaft entstehende Risiken:

Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen.

Die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine hohe Krankenquote beeinträchtigt werden. Hier können wir auch negative Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ausschließen. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge, der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sowie ein aktives und ganzheitliches Corona-Management.

A.09

Risikoart Mögliche finanzielle Auswirkung
Unternehmensstrategische Risiken Moderat
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Wesentlich
Personalrisiken Unwesentlich
Finanzwirtschaftliche Risiken Unwesentlich
Rechtliche Risiken Unwesentlich
Steuerrisiken Unwesentlich
Sonstige Risiken Unwesentlich

Darstellung der einzelnen Risikofelder

Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern können im Konzerninteresse getroffen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Ausführliche Details zur Währungsstrategie und den Finanzinstrumenten stehen im Anhang unter dem Abschnitt 14. „Derivative Finanzinstrumente“.

Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2026 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es durch die Corona-Pandemie bei unseren Kunden weiterhin zu erhöhten Forderungsausfallrisiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, längere Lieferzeiten und steigende Rohstoff- sowie Transportpreise. Die Liefersituation ist weltweit weiterhin sehr angespannt. Verfügbarkeiten sind stark eingeschränkt und Lieferzeiten steigen. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Darüber hinaus bestehen auch Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferanten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie unsere globale Double Sourcing Strategie. Hierdurch haben wir für jede Komponente mindestens zwei Lieferanten. Zudem stellen wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Zudem setzen wir verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Wir nutzen alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern. Diese Risiken treffen unmittelbar auch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, da hier Einkaufsaktivitäten gebündelt werden.

Rechtliche Risiken können sich insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern ergeben.

Steuerrisiken können sich grundsätzlich im Rahmen von Betriebsprüfungen aus Nachforderungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten ergeben. Wir nehmen an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind.

Sonstige Risiken hinsichtlich der Vermögenslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ergeben sich im Wesentlichen durch die Bilanzierung und Bewertung der Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich mit Hilfe der Ertragswertberechnung, die auf Planungsrechnungen der Beteiligungsgesellschaften basiert, ermittelt. Ein Abwertungsbedarf ergab sich aufgrund der ermittelten Werte zum Stichtag nicht. Für den Fall, dass die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden, kann eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sein. Die derzeitig vorliegende Planungsrechnung gibt keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2022.

Risikogesamteinschätzung

Wir stufen die Risiken als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als nicht gefährdet an. Gegenüber dem Vorjahr sind die Risiken insgesamt moderat gestiegen.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das IKS dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den täglichen Geschäftsprozessen. Das Ziel ist, eine durchgängige Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands sicherzustellen, betriebliche Effizienzziele zu erreichen und gesetzes-, normen- und wertebezogene Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Das IKS von DMG MORI ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es berücksichtigt sowohl die deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch die relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des „Japanese Financial Instruments and Exchange Acts“ in Form einer J-SOX / Naibutousei konformen Dokumentation.

In unserem IKS werden – aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Risikofelder des Konzerns – alle relevanten Prozesse identifiziert, bewertet und in den jeweiligen Geschäftsbereichen implementiert. Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen werden regelmäßig bedarfsgerecht geschult.

Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch den über die aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und die der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT informiert. interne Revision und eine stichprobenweise Prüfung. Die Ergebnisse werden an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet.

Das vom Vorstand gemäß §91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern gemäß §317 HGB geprüft.

Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrolliert und ausgewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert.

A.08 | MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG

Unwesentlich Moderat Wesentlich
0 – 10 MIO € X
>10 – 20 MIO € X
>20 MIO € X

Versicherungsmanagement

Als weiteren Teil des Risikomanagements hat DMG MORI ein zentrales Versicherungsmanagement, das wirtschaftlich angemessene, versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert.

Übersicht über die wesentlichen Risikofelder

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist als Holdinggesellschaft auch durch die Risiken ihrer Tochtergesellschaften betroffen. Diese sind im Konzernlagebericht detailliert beschrieben. Risiken der Tochtergesellschaften können sich negativ auf die Erträge aus Finanzanlagen auswirken, bzw. Aufwendungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen verursachen und sich somit auf das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auswirken.

Im Bedarfsfall bedient sich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotragfähigkeit festgelegt. Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abstän- den beurteilt.

20 Jahresabschluss und Lagebericht 2021 LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 | Chancen- und Risikobericht | Risikomanagementsystem (RMS)

Zudem werden die Möglichkeiten von Derivaten zur Absicherung von Zins- und Wechselkursrisiken sowie zur Steuerung von Rohstoffpreisrisiken geprüft.

Die nachstehende Übersicht zeigt die wesentlichen Risikofelder und deren potenzielle Auswirkungen auf das Ergebnis.

Die Risikoeinschätzung erfolgt stets unter der Annahme, dass weder die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT noch ihre Beteiligungsgesellschaften zu einer größeren Kapitalerhöhung oder zu einer anderen, die Kapitalstruktur der Gesellschaft verändernden Maßnahme gezwungen sind.

Für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT werden die Finanzinstrumente nach § 297 Abs. 2 Satz 1 HGB für den Konzernabschluss im Anhang zum Konzernabschluss aufgeführt.

Die Risiken und Chancen werden grundsätzlich wie folgt vorgenommen:

Unternehmensstrategische Risiken
Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie.

Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Ausführliche Details zur Währungsstrategie und den Finanzinstrumenten stehen im Anhang unter dem Abschnitt 14. „Derivative Finanzinstrumente“.

Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2026 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es durch die Corona-Pandemie bei unseren Kunden weiterhin zu erhöhten Forderungsausfallrisiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, längere Lieferzeiten und steigende Rohstoff- sowie Transportpreise. Die Liefersituation ist weltweit weiterhin sehr angespannt. Verfügbarkeiten sind stark eingeschränkt und Lieferzeiten steigen. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Darüber hinaus bestehen auch Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferanten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie unsere globale Double Sourcing Strategie. Hierdurch haben wir für jede Komponente mindestens zwei Lieferanten. Zudem stellen wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Zudem setzen wir verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Wir nutzen alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern. Diese Risiken treffen unmittelbar auch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, da hier Einkaufsaktivitäten gebündelt werden.

Personalrisiken
Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen.

Die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine hohe Krankenquote beeinträchtigt werden. Hier können wir auch negative Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ausschließen. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge, der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sowie ein aktives und ganzheitliches Corona-Management.

Rechtliche Risiken
Rechtliche Risiken können sich insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern ergeben.

Steuerrisiken
Steuerrisiken können sich grundsätzlich im Rahmen von Betriebsprüfungen aus Nachforderungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten ergeben. Wir nehmen an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind.

Sonstige Risiken
Sonstige Risiken hinsichtlich der Vermögenslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ergeben sich im Wesentlichen durch die Bilanzierung und Bewertung der Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich mit Hilfe der Ertragswertberechnung, die auf Planungsrechnungen der Beteiligungsgesellschaften basiert, ermittelt. Ein Abwertungsbedarf ergab sich aufgrund der ermittelten Werte zum Stichtag nicht. Für den Fall, dass die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden, kann eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sein. Die derzeitig vorliegende Planungsrechnung gibt keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2022.

Die derzeitig vorliegende Planungsrechnung gibt keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2022.

Die Anfang 2016 abgeschlossenen und Anfang 2020 vorzeitig verlängerten wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, solange die DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt ist.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen (genehmigtes Kapital) auszuschließen.

Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 8 HGB

Die Anfang 2016 abgeschlossenen und Anfang 2020 vorzeitig verlängerten wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, solange die DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt ist.

Zu § 289 a Abs. 1 Nr.

21 Jahresabschluss und Lagebericht 2021 LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 | Chancen- und Risikobericht | Risikomanagementsystem (RMS)

Aus der Tätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Holdinggesellschaft bestehen zudem folgende direkt in der Gesellschaft entstehende Risiken:

Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen.

Die Verfügbarkeit von Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine hohe Krankenquote beeinträchtigt werden. Hier können wir auch negative Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht ausschließen. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge, der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten sowie ein aktives und ganzheitliches Corona-Management.

A.09

Risikoart Mögliche finanzielle Auswirkung
Unternehmensstrategische Risiken Moderat
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Wesentlich
Personalrisiken Unwesentlich
Finanzwirtschaftliche Risiken Unwesentlich
Rechtliche Risiken Unwesentlich
Steuerrisiken Unwesentlich
Sonstige Risiken Unwesentlich

Darstellung der einzelnen Risikofelder

Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern können im Konzerninteresse getroffen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Ausführliche Details zur Währungsstrategie und den Finanzinstrumenten stehen im Anhang unter dem Abschnitt 14. „Derivative Finanzinstrumente“.

Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2026 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es durch die Corona-Pandemie bei unseren Kunden weiterhin zu erhöhten Forderungsausfallrisiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, längere Lieferzeiten und steigende Rohstoff- sowie Transportpreise. Die Liefersituation ist weltweit weiterhin sehr angespannt. Verfügbarkeiten sind stark eingeschränkt und Lieferzeiten steigen. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Darüber hinaus bestehen auch Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferanten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie unsere globale Double Sourcing Strategie. Hierdurch haben wir für jede Komponente mindestens zwei Lieferanten. Zudem stellen wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Zudem setzen wir verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Wir nutzen alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern. Diese Risiken treffen unmittelbar auch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, da hier Einkaufsaktivitäten gebündelt werden.

Rechtliche Risiken können sich insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern ergeben.

Steuerrisiken können sich grundsätzlich im Rahmen von Betriebsprüfungen aus Nachforderungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten ergeben. Wir nehmen an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind.

Sonstige Risiken hinsichtlich der Vermögenslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ergeben sich im Wesentlichen durch die Bilanzierung und Bewertung der Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich mit Hilfe der Ertragswertberechnung, die auf Planungsrechnungen der Beteiligungsgesellschaften basiert, ermittelt. Ein Abwertungsbedarf ergab sich aufgrund der ermittelten Werte zum Stichtag nicht. Für den Fall, dass die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden, kann eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sein. Die derzeitig vorliegende Planungsrechnung gibt keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2022.

Risikogesamteinschätzung

Wir stufen die Risiken als beherrschbar ein und sehen den Fortbestand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als nicht gefährdet an. Gegenüber dem Vorjahr sind die Risiken insgesamt moderat gestiegen.

ANGABEN NACH § 289 A HGB

Zu § 289 a Abs. 1 Nr.# HGB

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40€ und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60€ am gezeichneten Kapital beteiligt.

Gemäß §289 a Abs. 1 HGB macht der Vorstand folgend erläuternde Angaben:

Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 3 HGB

› Zum 31. Dezember 2021 beträgt das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 204.926.784,40€ und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Gesellschaft darf das Stimmrecht aus eigenen Aktien nicht ausüben und ist nicht anteilig am Gewinn beteiligt. Diese Befugnis wird in §7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt.

› Es gab im Geschäftsjahr 2021 keine Satzungsänderung.

› Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Mai 2020 mit einer Neufassung von §15 Abs. 3 Satz 1 der Satzung, wodurch gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärs- richterichtlinie (ARUG II) die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts geändert wurden. Gemäß §119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Die entsprechend konkretisierten Verfahrensregeln sind in den §§179, 181 AktG i. V. m. §15 Abs. 4 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.

› Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den erwähnten Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 6 HGB

Entsprechend §84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält über die DMG MORI GmbH 86,42%.

Zu § 289 a Abs. 1 Nr. 7 HGB

Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen.

Der Vorstand ist gemäß §5 (3) der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage, um bis zu nominal 102.463.392,20€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000€ an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben.

Jahresabschluss und Lagebericht 2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Prognosebericht

Die Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterscheidet sich zwar in ihrer Höhe und Struktur von der des Konzerns, wird allerdings von der Ergebnisabführung der inländischen Tochtergesellschaften wesentlich beeinflusst. Im Weiteren wird daher zunächst auf die Prognose des Konzerns eingegangen.

Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) prognostiziert im aktuellen Konjunkturbericht vom Dezember 2021 für das Geschäftsjahr 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von +4,5%. Die Corona-Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und vor allem die russische Militäraktion gegen die Ukraine bestimmen die wirtschaftliche Lage und bremsen den Welthandel und die Industrieproduktion aus. Laut IfW soll sich die Situation im Jahresverlauf entspannen und die Weltwirtschaft einen moderaten Wachstumspfad einschlagen.

Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Zuwachs des BIP von +4,0% prognostiziert. Im Euroraum wird ebenfalls mit einer Erholung der Wirtschaft und einem Anstieg des BIP von +3,5% gerechnet. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich +6,3% wiederum die wachstumsstärkste Region sein. In China zeichnet sich mit einem Plus von +4,1% eine verhaltene Expansionsdynamik ab. Für Japans Wirtschaft ist laut Schätzungen des IfW ein Zuwachs des BIP von +2,8% zu erwarten. Mit einer Prognose von +4,4% soll die Konjunktur in den USA einen positiven Verlauf nehmen.

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch 2022 soll laut VDW und Oxford Economics um +11,1% auf 76,7 MRD € wachsen und – mit Ausnahme von Deutschland, Europa und Japan – sogar über dem Vor-Corona-Niveau 2019 liegen (72,8 MRD €; 2021: 69,0 MRD €). Angesichts des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der Herausforderungen durch Material- und Lieferengpässe, zunehmende Rohstoff- und Energiepreise sowie die steigende Inflation ist nicht auszuschließen, dass diese Prognosen unterjährig angepasst werden müssen.

Nach Aussagen des VDW und Oxford Economics soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch in Deutschland 2022 um +15,1% auf 5,4 MRD € steigen (2021: 4,7 MRD €), jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (-24,5%; 7,1 MRD €). Auch in Europa wird ein Anstieg des Verbrauchs von +14,6% auf 21,0 MRD € (2021: 18,4 MRD €) prognostiziert, der jedoch nach wie vor noch unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 liegen wird (-5,6%; 22,3 MRD €). Dieser Trend gegenüber dem Vorjahr soll sich über die gesamte Europäische Union erstrecken, aber auch die Schweiz (+28,5%) und das Vereinigte Königreich (+17,9%) profitieren von der konjunkturellen Dynamik im Markt.

Für Asien wird ein Anstieg des Verbrauchs von +7,9% erwartet. Auf Länderebene betrachtet soll die Zuwachsrate im chinesischen Werkzeugmaschinenmarkt mit +5,2% eher mäßig ausfallen. Mit einem Anstieg von +15,4% auf 4,7 MRD € (2021: 4,1 MRD €) soll auch die wirtschaftliche Erholung in Japan zwar weiter voranschreiten, aber noch unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 liegen (-15,2%; 5,5 MRD €). Für die USA gehen VDW und Oxford Economics ebenfalls von einer sehr positiven Entwicklung des Werkzeugmaschinen-Verbrauchs von +20,2% aus (2021: +14,0%).

Weltweit soll die Nachfrage nach Investitionsgütern weiter Fahrt aufnehmen. Die konjunkturelle Erholung könnte allerdings weniger schwungvoll verlaufen als es die Prognosen auf den ersten Blick vermuten lassen. Die bestehenden globalen Unsicherheiten sowie der weitere Verlauf der Corona- Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe und anhaltende Handelskonflikte werden die Investitionen im internationalen Werkzeugmaschinenbau stark beeinflussen. Darüber hinaus könnten mögliche Wechselkursschwankungen, Inflationsrisiken, der industrielle Strukturwandel sowie die steigenden Rohstoff- und Energiepreise auf den internationalen Märkten die Nachfrage stark beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist eine Anpassung der Prognosen bei sich weiter weltweit verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.

A.10 | FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

Ist 2020 Ist 2021 Plan 2022
Umsatz 11,8 MIO € -28,1 MIO € rund 11,0 MIO €
EBIT 0,8 MIO € 12,2 MIO € -14,2 MIO €
Konstant Umsatz 0,6 MIO € 87
Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 84 rund -36,0 MIO €
Mitarbeiterzahl (Jahresdurchschnitt) 23 rund 1,2 MIO €

In Tabelle A.10 sind die Planwerte der Finanz- und Steuerungs- kennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2022 dargestellt.

Wichtige interne Ziel und- Steuerungsgrößen sind der Umsatz, das EBIT, die Mitarbeiterzahl und die Investitionen. Das EBIT ist definiert als Ergebnis vor Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften.

Der Umsatz ist für das Geschäftsjahr 2022 mit rund 11,0 MIO € geplant und liegt somit unter dem Vorjahr. Die geplanten Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2022

Die Weltwirtschaft leidet nach wie vor unter der Corona- Pandemie. Die erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transport- kosten und die steigende Inflation bestimmen weiterhin die Gesamtwirtschaft und bremsen die Industrieproduktion aus. Hinzu kommt die russische Militäraktion gegen die Ukraine, deren Ausmaß derzeit noch nicht vollumfänglich absehbar ist.

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch soll sich dennoch im Jahr 2022 weiter erholen und sogar über 2019 liegen(72,8 MRD €)–mitAusnahmevonDeutschland, Europa und Japan, die das hohe Vor-Corona-Niveau voraussichtlich erst 2024 erreichen werden. VDW und Oxford Economics prognostizieren ein Wachstum auf 76,7 MRD € (2021: 69,0 MRD €).

Investitionen in Höhe von rund 1,2 MIO € für das Geschäftsjahr 2022 betreffen im Wesentlichen die Modernisierungs- maßnahmen am Standort Bielefeld. Das EBIT soll im Geschäfts- jahr 2022 bei rund -36,0 MIO € liegen. Die Veränderung zum EBIT des Geschäftsjahres 2021 resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen am Standort Bielefeld sowie Anpassungen der verrechneten Umlage an Tochtergesellschaften. Des Weiteren beinhaltet das Geschäftsjahr 2021 nicht geplante Währungsgewinne in Höhe von 2,8 MIO €. Für das Geschäftsjahr 2022 wurden keine Währungskurseffekte berücksichtigt.

DMG MORI ist zuversichtlich den Wachstumskurs fortzusetzen und hält das Tempo hoch – sowohl operativ als auch strategisch. Wir sind gut aufgestellt und richten uns weiter zukunfts- stark aus. Wir innovieren und investieren. Neue Produktions- werke in China und Ägypten stärken unsere weltweite Präsenz. Mit konsequenten Lieferantenmanagement, hoher Kostensensibilität und umfassenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz werden wir auch die erneuten Herausforderungen meistern.

Unsere hohe Innovationskraft als „Global One Company“ wollen wir nachhaltig stärken. Mit Dynamik und Exzellenz treiben wir unsere fünf strategischen Zukunftsfelder (Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing,# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 | Anhang | Allgemeine Angaben / Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Anhang A – Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat ihren Sitz in Bielefeld und wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einem Tochterunternehmen und der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde ein Steuerumlagevertrag zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abgeschlossen. Erläuterungen aufgrund des Abschlusses des Steuerumlagevertrages mit der DMG MORI GmbH erfolgen im Anhang.

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese DMQPs, Nachhaltigkeit) und fünf weitere strategisch wichtige Prognosen aufgrund der weiterhin bestehenden globalen Säulen (First Quality, Service- und Technologie-Exzellenz, Unsicherheiten unterjährig angepasst werden müssen. Globe, Mitarbeiter) aktiv voran. Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir daran, unser „Vision-Mission- DMG MORI plant für das Geschäftsjahr 2022 einen Auftrags- Statement“ zu erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste eingang von rund 2,5 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,3 MRD € Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nach- betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 180 MIO € aus. haltigen Produkten sein! Wir stärken unsere Kunden in Der Free Cashflow soll bei rund 130 MIO € liegen. Unsere Fertigung und Digitalisierung! Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, dass es weltweit zu keinen weiteren Auswirkungen durch den Russland-Ukraine- Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geht vor diesem Hintergrund von Beteiligungserträgen aus, die über dem Konflikt kommt. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir derzeit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Niveau des Vorjahres liegen. Insgesamt gehen wir von einem Vermögenswerte von rund 115 MIO €, die im Wesentlichen aus EBIT vor Gewinnabführung von rund -36,0 MIO € aus. In eigenen Mitteln finanziert werden. 2022 erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Finanz- und Ertragslage.

B – Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten und – soweit abnutzbar – vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis nach der linearen Methode. Zugänge mit Anschaffungskosten von 250€ bis 1.000€ wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten zusammengefasst und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Unverändert blieben auch die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäfts- und Fabrikbauten bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden mit ihren Nominalwerten eingestellt, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit ihrem Barwert bilanziert. Die Forderungen in fremder Währung mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wurden zum Devisenkassamittelkurs laut §256a HGB am Bilanzstichtag umgerechnet. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum niedrigeren, beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Bankguthaben erfolgte grundsätzlich zum Nennbetrag. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der internen und externen Derivate erfolgte zum Marktwert.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), sind erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit diesen Schulden verrechnet. Darüber hinaus werden etwaige Überhänge als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ in der Bilanz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Bei Rückdeckungsver- sicherungen bzw. zum Deckungsvermögen gehörenden An- sprüchen aus Lebensversicherungsverträgen entsprechen die unter Beachtung des Niederstwertprinzips fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert i.S.d. §255 Abs.4 Satz 4 HGB dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsvertrags zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. unwiderruflich zugeteilte Überschussbeteiligung). Dieser Wert stimmt auch mit dem steuerlichen Aktivwert überein.

Die DMG MORI GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist.

Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI GmbH erlosch die ertragsteuerliche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämtliche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll und die steuerliche Be- bzw. Entlastung in voller Höhe umlegt. Die Be- bzw. Entlastung aus dem Steuerumlagevertrag wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ als „Aufwendungen bzw. Erträge aus Steuerumlagen“ ausgewiesen. Die Verpflichtung zur Abführung bzw. Erstattung von Steuerumlagen werden in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbun- denen Unternehmen bzw. Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Für die Bilanzierung von latenten Steuerumlagen wird das

B.01 | NUTZUNGSDAUER DES ANLAGEVERMÖGENS

Immaterielles Anlagevermögen Geschäfts- und Fabrikgebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung
3 bis 4 Jahre 10 bis 50 Jahre 5 bis 13 Jahre

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger unterliegen nicht der Abzinsungspflicht und werden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß §250 Abs. 2 HGB Einnahmen vor dem Abschluss- stichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß §250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,87% (Vor- jahr: 2,31%) bei 10-jährigem Durchschnittszeitraum. Dabei wurden als biometrische Rechnungsgrundlage die Heubeck- Richtafeln 2018G zugrunde gelegt. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Des Weiteren umfasst die Rückstellung Aufstockungs- leistungen, denen sich der Arbeitgeber auf Grund einer tarif- vertraglichen Regelung oder einer Betriebsvereinbarung nicht mehr entziehen kann. Diese Rückstellungen werden ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Alters- teilzeit angesammelt und mit dem Barwert unter Zugrunde- legung eines Rechnungszinsfußes von 0,42% (Vorjahr: 0,54%) bewertet. Die übrigen Rückstellungen sowie Steuerrück- stellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer vernünftigen kauf- männischen Beurteilung. Es wurde jeweils der voraussicht- lichnotwendigeErfüllungsbetrageingestellt. Rückstellungen für Zahlungen anlässlich von Arbeitnehmerjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 1,35% p. a. abgezinst (Vorjahr: 1,60%). Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.# ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:

  • GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  • DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:

  • GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld
  • DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuerumlage erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des bisherigen steuerlichen Organkreises der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von aktuell 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuerumlage, eine Steuerentlastung als aktive latente Steuerumlage angesetzt werden.

Bei der Buchung von Bewertungseinheiten für Fremdwährungssicherungen wird die Durchbuchungsmethode angewendet.

3 – FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 914.983T€ (Vorjahr: 906.866T€) ergeben sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen und Finanzverrechnungen in Höhe von 903.146T€ (Vorjahr: 899.308T€) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.837T€ (Vorjahr: 7.558T€). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist das Darlehen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI GmbH über 340.000T€ (Vorjahr: 340.000T€) zuzüglich 567T€ (Vorjahr: 567T€) Zinsen enthalten. Das Darlehen wird mit einem marktüblichen Zinssatz verzinst.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 24.839T€ (Vorjahr: 8.294T€). Sie beinhalten unter anderem Forderungen aus Derivaten in Höhe von 3.876T€ (Vorjahr: 1.226T€) sowie Steuererstattungsansprüche aus der Umsatzsteuer in Höhe von 9.314T€ (Vorjahr: 5.631T€).

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind keine (Vorjahr: 0T€) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten.

1 – IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Der ausgewiesene Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte beinhaltet im Wesentlichen EDV-Software. Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Grundstücke und Bauten am Standort Bielefeld.

2 – FINANZANLAGEN

Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die in der Position „Anteile an verbundenen Unternehmen” enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapitalanteile und Ergebnisse per 31. Dezember 2021 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt.

Wertberichtigungen auf Finanzanlagen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen, da als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsüberprüfungen kein Abwertungsbedarf festgestellt worden ist. Die beizulegenden Werte hierfür wurden anhand des Discounted-Cash-Flow Verfahrens ermittelt.

4 – KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

Der Ausweis betrifft Guthaben bei Kreditinstituten und den Kassenbestand. Er erhöhte sich auf 169.310T€ (Vorjahr: 52.547T€).

5 – AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Zahlungen in Höhe von 2.276T€ (Vorjahr: 1.092T€) vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für die Folgejahre darstellen.

6 – AKTIVE LATENTE STEUERUMLAGE GEGENÜBER ORGANTRÄGER

Aufgrund des Steuerumlagevertrages wurde in analoger Anwendung des §274 HGB von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf Ebene der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT latente Steuern anzusetzen. Die aktive latente Steuerumlage ergibt sich aus temporären Wertunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz. Im Geschäftsjahr 2021 bestehen temporäre Wertunterschiede aus nicht realisierten Währungseffekten, die zu zukünftigen Steuerbelastungen führen. Diesen gegenüber stehen zukünftigen Steuerentlastungen insbesondere aus den Rückstellungen, dem Anlagevermögen und den Vorräten, sodass sich insgesamt ein Überhang an aktiven latenten Steuern ergibt. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurde mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 29,8% (Vorjahr: 29,8%) gerechnet. Steuerliche Verlustvorträge bestehen bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nicht.

Die Ermittlung der latenten Steuerumlage erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des bisherigen steuerlichen Organkreises der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von aktuell 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die Ermittlung der latenten Steuerumlage erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des bisherigen steuerlichen Organkreises der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von aktuell 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Die Ermittlung der latenten Steuerumlage erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des bisherigen steuerlichen Organkreises der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT von aktuell 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

Bei Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen erfolgt die Abzinsung pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein 10-Jahres-Durchschnittszinssatz verwendet.

7 – AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG

Für bestimmte Pensionsverpflichtungen hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Da es sich hierbei um Deckungsvermögen handelt, wurde der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände mit der entsprechenden Pensionsverpflichtung saldiert. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände betragen 15.979T€ (Vorjahr: 16.132T€) und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung ist 15.447T€ (Vorjahr: 14.983T€); davon sind 243T€ (Vorjahr: 322T€) gem. Art. 67 Abs.1 EGHGB noch nicht als Rückstellung per 31.12.2021 erfasst. Entsprechend der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden werden auch Erträge in Höhe von 435T€ (Vorjahr: 468) T€ und Aufwendungen in Höhe von 505T€ (Vorjahr: 581T€) saldiert in den Zinsaufwendungen dargestellt.

8 – EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt unverändert zum Vorjahr 204.926.784,40€ und ist vom Organträger voll eingezahlt.

Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60€ pro Stück.

Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Dezember 2021) entnommen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 09. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 102.463.392,20€ durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden.

Bei Bareinlagen können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von §186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) hinsichtlich eines anteiligen Betrags des Grundkapitals von bis zu €5.000.000,00 zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft im Sinne der §§15 AktG verbundener Unternehmen,
b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Gewährung von Aktien zu erwerben,
c) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne der §§203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht aus- geschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des §186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden,
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszu- nehmen.

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis nach Steuern von 29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €) ab. Das Ergebnis wird aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Gesellschafterin, die DMG MORI GmbH, abgeführt.

Es besteht für die aktive latente Steuerumlage vom Organträger in Höhe von 17.064T€ (Vorjahr: 15.599T€) in analoger Anwendung nach §268 Abs. 8 HGB eine Abführungssperre in Höhe von 17.064T€ (Vorjahr: 15.599T€), soweit nicht in aus- reichender Höhe frei verfügbare Rücklagen zur Abdeckung des grundsätzlich abführungsgesperrten Betrags vorhanden sind.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz

9 – PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Es wurde ein Rechnungszinssatz von 1,87% p. a. (Vorjahr: 2,31% p. a.) sowie ein Rententrend von 1,70% p. a. (Vorjahr:1,70%p. a.)angenommen.AlsFinanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat im Rahmen der Umstellung auf das BilMoG zum 1. Januar 2010 von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB beinhaltet das Wahlrecht, die auf-
grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ermittelte Zuführung zu den Rückstellungen bis spätestens zum 31. Dezember 2024
in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Die zum 1. Januar 2010 ermittelte gesamte Zuführung betrug 3.178T€. Davon wurde im Geschäftsjahr 2021 analog zum Vorjahr ein Fünfzehntel (212T€) aufwands-
wirksam erfasst. Aus dieser Verpflichtung verbleibt ein Betrag für nicht gebildete Rückstellungen in Höhe von 635T€ für Folgejahre. Es ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Rück-
stellungswert von 6.305T€ (Vorjahr: 6.540 T€).

Eine Ausschüttungssperre aufgrund des angepassten Bewer-
tungszeitraums des Marktzinses der Pensionsrückstellungen
von 7 auf 10 Jahre nach §253 Abs.6 HGB in Höhe 1.376T€ (Vorjahr: 1.894 T€) besteht aufgrund der Höhe der frei verfüg-
baren Gewinnrücklagen ebenfalls nicht.

10 – STEUERRÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen in Höhe von 4.995T€ (Vorjahr:
3.150T€) enthalten Verpflichtungen für Gewerbesteuer in
Höhe von 2.433T€ (Vorjahr: 1.650T€) und Körperschaftsteuer
in Höhe von 2.562T€ (Vorjahr: 1.500T€) für Vorjahre.

11 – SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem
voraussichtliche Tantiemezahlungen in Höhe von 10.236T€
(Vorjahr: 4.968T€) und Aufwendungen für sonstige Personal-
aufwendungen in Höhe von 5.002T€ (Vorjahr: 5.067T€).
Ferner wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 25T€
(Vorjahr: 75T€) aufgrund von Negativüberhängen bei den
Derivaten gebildet.
Die in 2021 gebildete Rückstellung für ausstehende Rechnungen
beträgt 1.013T€ (Vorjahr: 1.490T€). Darüber hinaus sind
in den sonstigen Rückstellungen Beträge für ungewisse
Verbindlichkeiten in Höhe von 742 T€ (Vorjahr: 1.360T€),
Jahresabschlusskosten in Höhe von 354T€ (Vorjahr: 655T€),
Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von
930T€ (Vorjahr: 893T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe
von 805T€ (Vorjahr: 1.010T€) enthalten.

12 – VERBINDLICHKEITEN

Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und – im Rahmen des
konzerninternen Cashmanagements – für den Großteil der
inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über einen syndizierten Kredit abgedeckt.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verfügt über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt
500,0 MIO € mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Februar
2025. Im April 2021 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig
bis Februar 2026 verlängert werden. Sie besteht weiterhin
aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von
200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Unser
syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung
eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde
quartalsweise und zum 31. Dezember 2021 eingehalten.
Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die
kreditgebenden Banken vollständig auf die Besicherungen verzichtet. Verschiedene Konzerngesellschaften sind Garanten
für die Kreditverträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
in Höhe von 927.296T€ (Vorjahr: 791.034T€) ergeben sich im
Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus Finanzverrech-
nungen in Höhe von 908.023T€ (Vorjahr: 778.088T€). Hier
enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI GmbH
in Höhe von 40.788T€ (Vorjahr: 40.131T€), von denen 29.250T€ (Vorjahr: 27.063T€) die Gewinnabführung betreffen sowie die aufgrund der steuerlichen Organschaft belasteten Steuern in Höhe von 11.538T€ (Vorjahr: 13.068T€). Die Aus-
zahlung an die DMG MORI GmbH erfolgt im Geschäftsjahr 2022.
Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 19.269T€ (Vorjahr: 12.919T€) enthalten.

Ausweis in der Bilanz zum 31.12.2021 T€ Davon Restlauf- zeit bis 1 Jahr Davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Davon Restlaufzeit über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.077 - - -
Restlaufzeiten am 31.12.2021 2.077 - - -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 927.296 - - -
Restlaufzeiten am 31.12.2021 927.296 - - -
3. Sonstige Verbindlichkeiten1) 930.405 1.972 775 775
Restlaufzeiten am 31.12.2021 930.405 1.972 775 775

1) davon aus Steuern: 458 T€ (Vorjahr: 348 T€)

B.02 Bilanz zum 31.12.2020

Ausweis in der Bilanz zum 31.12.2020 T€ Davon Restlauf- zeit bis 1 Jahr Davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Davon Restlaufzeit über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.137 1.137 - -
Restlaufzeiten am 31.12.2020 1.137 1.137 - -
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 791.034 - - -
Restlaufzeiten am 31.12.2020 791.034 - - -
3. Sonstige Verbindlichkeiten1) 793.886 - - -
Restlaufzeiten am 31.12.2020 793.886 - - -

1) davon aus Steuern: 348 T€ (Vorjahr: 348 T€)

13 – HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Der Kooperationsvertrag aus dem Geschäftsjahr 2016 zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der Haimer GmbH mit gegenseitigen Abnahmeverpflichtungen wurde zum
31.12.2021 erfüllt.

Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse
und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zu Nominal-
werten dargestellt werden:

B.03 | HAFTUNGSVERHÄNISSE
in T€

31.12.2021 31.12.2020
Bürgschaften 410.984 36.807
Gewährleistungen 413.237 60.283
Sonstige außerbilanzielle Verpflichtungen 387 0
Gesamt 447.791 473.907

In den Bürgschaften der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
sind Höchstbetragsbürgschaften für verbundene Unternehmen
in Höhe von 1.744 T€ (Vorjahr: 25.937T€) und Zahlungsavale
in Höhe von 91.400T€ (Vorjahr: 83.500T€) enthalten. Die
entsprechenden Bankverbindlichkeiten valutierten zum
31. Dezember 2021 mit 223T€ (Vorjahr: 223T€).
Gesamt-
schuldnerische Haftung übernahm die DMG MORI AKTIEN-
GESELLSCHAFT für Verbindlichkeiten analog zum Vorjahr
in Höhe von 160.000T€ zum Bilanzstichtag.
In Höhe von 22.472T€ (Vorjahr: 13.271T€) wurden Anzahlungs-
bürgschaften gegenüber Kunden mehrerer Konzerngesell-
schaften abgegeben. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
verfügt über einen Avalrahmen, der für Anzahlungs- sowie
Gewährleistungsbürgschaften der inländischen und auslän-
dischen Tochtergesellschaften genutzt wird.

B.04 | VERPFLICHTUNGEN AUS MIET- UND LEASINGVERTRÄGEN MIT FÄLLIGKEIT
in T€

31.12.2021 31.12.2020
Bis 1 Jahr 480 320
In 1 bis 5 Jahren 746 650
Summe 1.226 970

14 – DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

B.05 | DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE BEI DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
in T€

Nominalvolumen Marktwerte
31.12.2021 31.12.2020
Devisentermingeschäfte 222.742 209.824

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die
ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem
Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten
übernehmen würden. Die Marktwerte sind die Tageswerte
der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung
gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.
Die Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstru-
mente werden auf der Basis quotierter Marktpreise oder
finanzmathematischer Berechnungen auf der Grund-
lage marktüblicher Modelle ermittelt.
Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betragen
saldiert 2.699 T€ (Vorjahr: -272T€) und setzen sich zusammen
aus positiven Marktwerten in Höhe von 3.952 T€ (Vorjahr:
1.228T€) und negativen Marktwerten in Höhe von 1.253 T€
(Vorjahr: 1.500T€).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
enthält Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien vergangener
Kapitalerhöhungen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapital-
rücklage unverändert zum Vorjahr 516.197.471€.

Gewinnrücklagen

Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage in Höhe von 680.530€ ist gegenüber
dem Vorjahr unverändert.

Andere Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen sind in Höhe von 199.376.726€
gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Da die bestehenden frei verfügbaren anderen Gewinn-
rücklagen in Höhe von 199.377T€ (Vorjahr: 199.377T€)
den Betrag ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder der aktiven latenten Steuerumlagen übersteigen, besteht im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch hier eine Abführungssperre nach §301 AktG in Verbindung im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese mit §268 Abs. 8 HGB nicht.
20-Prozent-Grenze sind solche Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung
Eine Ausschüttungssperre aufgrund des angepassten Bewer-
tungszeitraums des Marktzinses der Pensionsrückstellungen
von 7 auf 10 Jahre nach §253 Abs.6 HGB in Höhe 1.376T€
(Vorjahr: 1.894 T€) besteht aufgrund der Höhe der frei verfüg-
baren Gewinnrücklagen ebenfalls nicht.
unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen
genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von
vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von
Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesell-
schaft verbundener Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichts-
rates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer
Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt,
die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des
genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte
Kapital bis zum 9. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig
ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben.# Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

B.06 | ARTEN VON BEWERTUNGSEINHEITEN

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit den Konzerngesellschaften konzerninterne Devisentermingeschäfte in Höhe der erwarteten Zahlungsströme aus den Auftragseingängen sowie Lieferantenverbindlichkeiten der Tochtergesellschaften ab. Die Laufzeit dieser Geschäfte ist in der Regel kürzer als ein Jahr. Die erwarteten Zahlungsströme von insgesamt 175.443T€ (Vorjahr: 123.190T€). Die Vertragserfüllungsavale sanken um 18.717T€ auf 94.065T€.

Außerdem hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Patronatserklärungen für Tochtergesellschaften in Höhe der 12.678 (Vorjahr: 25.787T€) abgegeben. Die aus diesen konzerninternen Devisentermingeschäften sowie Verbindlichkeiten hierfür valutierten zum 31. Dezember 2021 aus Darlehensforderungen in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften werden extern mit Devisentermingeschäften bei Kreditinstituten abgesichert. Die Wahrscheinlichkeit einer drohenden Inanspruchnahme durch die Begünstigten wird aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nach unserer Einschätzung als sehr gering eingeschätzt.

Der Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrolle verbindlich festlegen.

Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte weisen zum 31. Dezember 2021 in der Regel eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf und dienen der Absicherung von Fremdwährungsforderungen gegen Konzerngesellschaften im Wesentlichen in USD, JPY, GBP, SEK und CHF.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden die Devisentermingeschäfte zu Bewertungseinheiten pro Währung zusammengefasst. Im Rahmen dessen wird die Durchbuchungsmethode angewandt, so dass in den sonstigen Vermögensgegenständen 3.876T€ und in den sonstigen Verbindlichkeiten 1.232T€ aus Derivaten erfasst wurden. Des Weiteren wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aufgrund von Negativüberhängen bei den Derivaten in Höhe von 25T€ (Vorjahr: 75T€) gebildet.

Die Sicherungsbeziehungen bestehen jeweils für die gesamte Laufzeit des Grundgeschäfts. Zur Ermittlung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verfügte im abgelaufenen Geschäftsjahr über folgende zwei Arten von Bewertungseinheiten:

Nr. Art des Grundgeschäfts (saldiert) Nominalbetrag in T€ Gesicherte Risiken in T€ des Grundgeschäfts
1. Interne Devisentermingeschäfte (nicht saldiert): Sicherung der Zahlungsströme aus Auftragseingängen und Lieferantenverbindlichkeiten der Tochtergesellschaften 175.443 2.648
2. Konzerninterne Fremdwährungsdarlehen (nicht saldiert) 42.532 -744

Es werden zum einen Bewertungseinheiten aus externen Devisentermingeschäften und den konzerninternen Devisentermingeschäften zur Sicherung der Auftragseingänge und Lieferantenzahlungen mit einem Nominalvolumen in Höhe 42.532T€ gebildet. Das gesicherte Risiko belief sich zum 31. Dezember 2021 auf -744 T€ (Vorjahr: -141T€). Zum anderen werden Bewertungseinheiten aus externen Devisentermingeschäften und konzerninternen Fremdwährungsdarlehen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 175.443T€ gebildet. Das gesicherte Währungsrisiko belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 2.648 T€ (Vorjahr: -215T€).

15 – GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Im Geschäftsjahr 2021 hatte die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. Die bilanzierten Buchwerte entsprechen den Marktwerten. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Inanspruchnahme 173.007T€ (Vorjahr: 123.190T€). Die Vertragserfüllungsavale sanken um 18.717T€ auf 94.065T€.

16 – UMSATZERLÖSE

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von 11.782T€ (Vorjahr: 12.242T€) handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze, die aus den übergreifenden Holding- und Dienstleistungsfunktionen resultieren. Davon entfielen auf Deutschland 10.792 T€ (Vorjahr: 10.939T€), auf das restliche Europa 713 T€ (Vorjahr: 1.112T€) und auf Tochtergesellschaften in der restlichen Welt 277 T€ (Vorjahr: 191T€).

17 – SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 22.542T€ (Vorjahr: 43.228T€) beinhalten im Wesentlichen Wechselkursgewinne aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie aus der Bewertung der Devisentermingeschäfte in Höhe von insgesamt 18.845T€ (Vorjahr: 28.450T€). Dem standen Kurs- und Währungsverluste in Höhe von insgesamt 16.051T€ (Vorjahr: 24.480T€) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr 2021 ein Gewinn in Höhe von 2.794T€ (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 3.970T€).

Darüber hinaus sind Erträge aus Kostenerstattungen in Höhe von 581T€ (Vorjahr: 1.212T€) enthalten. Die periodenfremden Erträge betragen 2.376T€ (Vorjahr: 3.933T€). Davon resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen 1.656T€ (Vorjahr: 3.164 T€). Im Geschäftsjahr 2020 war in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein Buchgewinn aufgrund der Veräußerung von Anteilen der Magnescale Co. Ltd. in Höhe von 8,4 MIO € enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1, 2 EGHGB in Höhe von 212T€ (Erläuterung siehe Punkt 9: Pensionsrückstellung).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten durch die Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenoptimierung um 1.911T€ reduziert werden. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Aufwendungen für sonstige fremde Dienstleistungen in Höhe von 3.864T€ (Vorjahr: 4.256T€) und gesunkenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von 629 T€ (Vorjahr: 1.883).

Die Abschreibungen beliefen sich auf 2.626T€ (Vorjahr: 2.604T€).

18 – PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand betrug 23.959T€ (Vorjahr: 19.774 T€).

Für das Geschäftsjahr 2021 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung ohne Vorauszahlung 7.118 T€ (Vorjahr: 4.912 T€). Auf die feste, erfolgsunabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen) der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 2.228 T€ (Vorjahr: 2.126 T€) und 3.200 T€ (Vorjahr: 1.236 T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitragsorientierten Altersversorgung von 850 T€ (Vorjahr: 800 T€). Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200% für die Kennzahl EBIT und 200% für die Kennzahl Auftragseingang. Der Nachhaltigkeitsfaktor („Modifier“) liegt bei 119,2%. Aus der alten LTI-Tranche 2019 bis 2021, die am 31. Dezember 2021 zugeteilt und im Geschäftsjahr 2022 ausgezahlt wird, resultiert ein Betrag in Höhe von insgesamt 840 T€ (Vorjahr: 750 T€ aus LTI-Tranche 2018–2020). Auf die Sachbezüge entfielen 68 T€ (Vorjahr: 86T€).

Für die LTI-Tranche 2020–2022 wurde im Jahr 2021 eine rückforderbare Vorauszahlung in Hohe von 1.508 T€ geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG ist und auch Bestandteil der Gesamtbezüge des Vorstandes gemäß § 285 HGB ist.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.437 T€ (Vorjahr: 1.434 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined-Contribution-Obligation) in Höhe von 18.646 T€ (Vorjahr: 18.311 T€) gebildet worden. Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieses Personenkreises eingegangen (§285 Nr. 9c HGB). Weitere Angaben zu den Vorstandsvergütungen befinden sich im Vergütungsbericht des Lageberichts.

Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

B.07 | ENTWICKLUNG PERSONALBESTAND

Gehaltsempfänger (Jahresdurchschnitt) 2021 2020
84 87

19 – ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN

Die Abschreibungen beliefen sich auf 2.626T€ (Vorjahr: 2.604T€).

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf 930T€ (Vorjahr: 893T€). Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Vergütungsbericht des Lageberichts.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde mit der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beauftragt. Die im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen betreffen in Höhe von 456T€ (Vorjahr: 480 T€) Abschlussprüfungsleistungen. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahresabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind.

Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich vor allem auf die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte. Zusätzlich erfolgten prüferische Durchsichten der IFRS Konzernreporting-packages für den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 sowie den Quartalsabschluss zum 31. März 2021 und 30. September 2021 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.# 20 – SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 10.340T€ und beliefen sich auf 34.690T€. Die Kurs- und Währungsverluste sanken um 8.429T€ von 24.480T€ auf 16.051T€. Dem standen Kurs- und Währungs-gewinne in Höhe von insgesamt 18.845T€ (Vorjahr: 28.450T€) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Im Saldo ergab sich im Geschäftsjahr

21 – ERTRÄGE AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGEN

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erzielte Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 67.501T€ (Vorjahr: 51.275T€) von der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH sowie von der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH.

33 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Grundlage der Gesellschaft Unterkapitel Gewinn- und Verlustrechnung

22 – SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE

In den Zinserträgen von 10.962T€ (Vorjahr: 11.645T€) wurden Zinsen und Avalprovisionen an verbundene Unternehmen in Höhe von 10.437T€ (Vorjahr: 11.640T€) berechnet.

23 – ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN

In dem Zinsaufwand von 6.774 T€ (Vorjahr: 9.045T€) sind Zinsen in Höhe von 4.432T€ (Vorjahr: 4.571T€) enthalten, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden sowie ein Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 73T€ (Vorjahr: 117T€). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen von 436T€ (Vorjahr: 468 T€) wurden mit den Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von 505 T€ (Vorjahr: 581 T€) saldiert. Der sich ergebende Saldo von 69T€ (Vorjahr: 113 T€) ist im Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ enthalten. Der restliche Teil der Zinsaufwendungen entfällt im Wesentlichen auf Aufwendungen aus Avalprovisionen in Höhe von 1.314T€ (Vorjahr: 1.256T€) sowie Zinsen gegenüber der DMG MORI GmbH in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 606T€).

24 – STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich um 1.811 T€ von 12.570 T€ auf 14.381 T€. Hierin enthalten ist ein periodenfremder Steueraufwand in Höhe von 2.107 T€ (Vorjahr: Ertrag 1.708 T€) sowie ein laufender Steueraufwand in Höhe von 13.739 T€ (Vorjahr: 15.363 T€). Der laufende Steueraufwand enthält die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH, Bielefeld, belasteten Steuern in Höhe von 11.538 T€ (Vorjahr: 13.068 T€), die gem. § 16 Satz 2 KStG zu leistenden Steuerzahlungen auf die Ausgleichszahlung der DMG MORI GmbH mit 1.914 T€ (Vorjahr: 1.914 T€) als auch die abzuführende Quellensteuer in Höhe von 287 T€ (Vorjahr: 381 T€). Darüber hinaus ergibt sich ein Ertrag aus latenter Steuerumlage in Höhe von 1.465 T€ (Vorjahr: 1.085 T€ latenter Steuerertrag).

25 – AUFWENDUNGEN AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGEN

Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit der DMG MORI GmbH wurden 29.250T€ im Aufwand berücksichtigt (Vorjahr: 27.063T€).

E – Sonstige Angaben

26 – PFLICHTMITTEILUNG NACH § 40 WPHG

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hält indirekt eine Beteiligung von 86,42% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

27 – ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die aktuelle Entsprechenserklärung nach §161 AktG wurde im November 2021 abgegeben und ist – ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre – auf unserer Website gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB dauerhaft zugänglich.

→ de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/corporate-governance/

28 – NACHTRAGSBERICHT

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 14. März 2022 nicht vor.

Die DMG MORI bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht berücksichtigt und beschrieben. Zudem kann der Russland-Ukraine Konflikt Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen für den Ansatz und Bewertung wesentlicher Abschlussposten basierend auf dem aktuellen Konflikt im Einzelnen in den folgenden Geschäftsjahren, kann nicht abgegeben werden. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Belastungen bekannt oder abschätzbar; im Jahresverlauf sind jedoch weitere Belastungen möglich.

29 – KONZERNZUGEHÖRIGKEIT

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara, (Japan) einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Website → www.dmgmori.co.jp zugänglich.

34 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 | Organe der Gesellschaft | Aufsichtsrat / Vorstand

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

  • Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 17.05.2013
    • Wedemark, geboren 1959
    • Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover
  • James Victor Nudo
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018
    • Illinois (USA), geboren 1954
    • Geschäftsführer der DMG MORI GmbH, Bielefeld
    • Vice President der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio
    • CEO der DMG MORI Americas Holding Corporation, Chicago
  • Dr.-Ing. Masahiko Mori
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 06.09.2009
    • Nara, geboren 1961
    • Vorsitzender Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio
  • Tanja Fondel (Arbeitnehmervertreterin)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 19.01.2018
    • Frankfurt am Main, geboren 1976
    • Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main
  • Mario Krainhöfner (Arbeitnehmervertreter)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 16.04.2011
    • Pfronten, geboren 1964
      1. stv. Vorsitzender Leiter Ideenmanagement der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
  • Larissa Schikowski (Arbeitnehmervertreterin)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018
    • Pfronten, geboren 1969
    • Mitglied des Betriebsrats der DMG MORI Global Service GmbH, Betriebliche Gesundheitsmanagerin Sales & Service
  • Dietmar Jansen (Arbeitnehmervertreter)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 17.05.2013
    • Memmingen, geboren 1965
      1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu
  • Ulrich Hocker
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 11.05.2010
    • Düsseldorf, geboren 1950
    • Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.
    • › FERI AG, Bad Homburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates
    • • Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director
    • • AGCOGmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender
  • Michaela Schroll (Arbeitnehmervertreterin)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018
    • Bielefeld, geboren 1976
    • Mitglied des Betriebsrats der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH
    • Elektrikerin in der Montage der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH
    • › ENGIE Deutschland AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrates
  • Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A.
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 06.05.2017
    • Düsseldorf, geboren 1967
    • Universitätsprofessorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen
    • • UniCredit BanAkG, München, Mitglied des Aufsichtsrates
    • DKSHHolding AG, Zürich, • Vorstand
    • Mitglied des Verwaltungsrates
    • › GEA Group AKTIENGESELLSCHAFT, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrates
  • Stefan Stetter (Arbeitnehmervertreter)
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018
    • Durach, geboren 1968
    • stv. Vorsitzender Leiter Controlling der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
    • Vertreter der leitenden Angestellten
  • Irene Bader, M.B.A.
    • Mitglied des Aufsichtsrates seit 24.05.2016
    • Feldafing, geboren 1979
    • Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, München
    • Geschäftsführerin der DMG MORI Sport Marketing SAS, Roissy-en-France
    • Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio
  • Christian Thönes
    • Bielefeld
    • Geschäftsführer der DMG MORI GmbH, Bielefeld
  • Björn Biermann
    • Bielefeld
  • Michael Horn, M.B.A.
    • Bielefeld
    • › Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG
    • • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

35 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021 | Anteilbesitzliste

Anteilbesitzliste

PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN Beteiligungs- quote in % Landes- währung Eigenkapital1) T€ Ergebnis des Geschäfts- jahres 20211) T€
VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (VERBUNDENE UNTERNEHMEN)
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld 2/3/4) 100,0 273.964 83.427
DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten 3/4/5/6) 100,0 12.455 2.629
DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein 3/4/7/8) 100,0 0 319
Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten 3/7) 100,0 0 3
Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten 3/7) 100,0 33 25
DMG MORI Logistik, Pfronten 3/7/8) 100,0 24.000 85.543
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld 3/4/5/6) 100,0 39.569 3.105
Gildemeister Italiana S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 5) 100,0 10.223 43.000
GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien 9) 100,0 25.000 1.000
DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) 100,0 0 0
CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien 9) 100,0 0 0
DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach 3/4/5/6) 100,0 5.693 607
DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried 3/4/5/6) 100,0 221 398.646
ISTOS GmbH, Bielefeld 3/5/6) 100,0 537.933 504.713
Ulyanovsk Machine Tools OOO, Ulyanovsk, Russland 5) 100,0 T RUB 8.878.340 104.087
DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld 5/6/21) 100,0 8.639 6.811
DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld 3/4/5/6) 100,0 2.691 0
DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China 5) 100,0 5.000 7.000
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG 100,0 5.500 2.700

VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (VERBUNDENE UNTERNEHMEN)

| Name | Ort | Beteiligungs- währung | quote in % | Eigenkapital¹)| T€ | Ergebnis des Geschäfts- jahres 2021¹)| T€ |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| DMG MORI POLSKA Sp.z o.o. | Pleszew, Polen | T PLN | 100,0 | 79.587 | 1.575 |
| DMG / MORI GREECE M.E.P.E. | Thessaloniki, Griechenland | T EUR | 100,0 | 17.364 | 466 |
| DMG MORI Sweden AB | Göteborg, Schweden | T SEK | 100,0 | 1.637 | 1.526 |
| DMG MORI NORWAY AS | Langhus, Norwegen | T NOK | 100,0 | 13.315 | 81 |
| DMG MORI Finland Oy AB | Tampere, Finnland | T EUR | 100,0 | 1.510 | 506 |
| DMG MORI UK Limited | Luton, Großbritannien | T GBP | 100,0 | 3.787 | 1.254 |
| DMG MORI Romania S.R.L. | Bukarest, Rumänien | T RON | 100,0 | 34.476 | 271 |
| DMG MORI BULGARIA EOOD | Sofia, Bulgarien | T BGN | 100,0 | 3.217 | 10 |
| DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI | Istanbul, Türkei | T TRY | 100,0 | 659 | 4.408 |
| DMG MORI Rus ooo | Moskau, Russland | T RUB | 100,0 | 4.346 | 4.346 |
| DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC | Kairo, Ägypten | T EGP | 51,0 | 200 | 0 |
| Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC | Kairo, Ägypten | T EGP | 100,0 | 200 | 0 |
| DMG MORI Africa for Trading in Machines & Service (S.A.E) | Kairo, Ägypten | T EGP | 51,0 | 11 | 93 |
| DMG MORI Asia Pte. Ltd. | Singapur | T SGD | 100,0 | 14.774 | 2.261 |
| DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd. | Shanghai, China | T CNY | 100,0 | 827 | -35 |
| DMG MORI India Private Ltd. | Bangalore, Indien | T INR | 100,0 | 31.263 | 415 |
| DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co. Ltd. | Shanghai, China | T CNY | 100,0 | 3.965 | 58 |
| FAMOT Pleszew Sp. z o.o. | Pleszew, Polen | T PLN | 100,0 | 6.795 | |
| DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd. | Shanghai, China | T CNY | 100,0 | 11.595 | |
| GILDEMEISTER energy solutions GmbH | Würzburg | | | | |
| GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI | Istanbul, Türkei | T TRY | | 366 | 1.302 |
| GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH | Würzburg | | | | |
| GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L. | Mailand, Italien | T EUR | | 24 | 1.170 |

GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

| Name | Ort | Beteiligungs- quote | in % | Eigenkapital¹)| T€ | Ergebnis des Geschäfts- jahres 2021¹)| T€ |
| :------------------ | :-------- | :------------------ | :--- | :---------------- | :-------------------------------- | :-------------------------------- |
| DMG MORI HEITEC GmbH | Erlangen | 50,0 | | 690 | -310 |

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

| Name | Ort | Beteiligungs- quote | in % | Eigenkapital¹)| T€ | Ergebnis des Geschäfts- jahres 2021¹)| T€ |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| DMG MORI Finance GmbH | Wernau | | | | | |
| DMG MORI HEITEC Digital Kft. | Budapest, Ungarn | 42,6 | | 26.264 | 1.470 |
| INTECH DMLS Pvt. Ltd. | Bangalore, Indien | 49,9 | | 1.268 | 583 |
| PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. | Bangalore, Indien | 30,0 | | 3.803 | -15 |
| SparePartsNow GmbH | Aachen | 30,0 | | 29.177 | 2.476 |
| Vershina Operation, LLC | Narimanov, Russland | 46,3 | | | | |
| up2parts GmbH | Weiden | 33,3 | | 2.466.460 | | |
| RUN-TEC GmbH | Niedenstein | 24,9 | | 26.014 | 233 |
| German-Eqyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS) | Kairo, Ägypten | 40,0 | | 305 | 91 |

SONSTIGE GESELLSCHAFTEN

Name Ort
Objekt Bielefeld KG Bielefeld
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Bielefeld
DMG MORI Vertriebs und Service GmbH Bielefeld
DMG MORI Management GmbH Bielefeld
DMG MORI Deutschland GmbH Leonberg
DMG MORI München GmbH München
DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH Bielefeld
DMG MORI Berlin Hamburg GmbH Bielefeld
DMG MORI Frankfurt GmbH Bad Homburg
DMG MORI Stuttgart GmbH Leonberg
DMG MORI Global Service GmbH Bielefeld
DMG MORI Academy GmbH Bielefeld
DMG MORI Used Machines GmbH Geretsried
DMG MORI Netherlands Holding B.V. Veenendaal, Niederlande
DMG MORI Sales and Service Holding AG Winterthur, Schweiz
DMG MORI Schweiz AG Winterthur, Schweiz
DMG MORI Balkan GmbH Klaus, Österreich
DMG MORI AUSTRIA GmbH Klaus, Österreich
DMG MORI Netherlands B.V. Veenendaal, Niederlande
DMG MORI BeLux BVBA - SPRL. Zaventem, Belgien
DMG MORI Czech s.r.o. Brno, Tschechische Republik
DMG MORI DENMARK ApS Kopenhagen, Dänemark
DMG MORI FRANCE SAS Paris, Frankreich
DMG MORI Hungary Kft. Budapest, Ungarn
DMG MORI IBÉRICA S.L. Ripollet, Spanien
DMG MORI Italia S.r.l. Mailand, Italien
DMG MORI MIDDLE EAST FZE Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
DMG MORI Saudi Arabia Maintenance Company Riad, Saudi Arabien
DMG MORI Israel Ltd. Tel Aviv, Israel

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Position Anhang 2021 € 2020 €
1. Umsatzerlöse 16 11.782.352 22.542.049
2. Sonstige betriebliche Erträge 34.324.401 12.241.775
3. Materialaufwand 17 43.228.191 55.469.966
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.107.479 -2.303.737
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18 -20.711.005 -16.407.476
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.247.596 -3.367.001
davon für Altersversorgung: -1.946 T€ (Vorjahr: -1.977 T€)
-23.958.601 -19.774.477
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19 -2.626.154 -2.604.498
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20 -34.689.911 -45.029.895
davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB: -211,8T€ (Vorjahr: -211,8T€) 21
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 22 67.500.827 51.275.113
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23 10.961.987 11.645.757
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.774.200 -9.044.754
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24 -14.380.620 -12.570.218
davon Aufwendungen aus Steuerumlagen: -11.538 T€ (Vorjahr: -13.068 T€)
davon Erträge aus latenten Steuerumlagen: 1.465 T€ (Vorjahr: Steuerertrag 1.085 T€) 25
11. Ergebnis nach Steuern 29.250.250 27.063.257
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -29.250.250 -27.063.257
13. Jahresüberschuss / Bilanzgewinn 0 0

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Bilanz

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Anhang 31.12.2021 € 31.12.2020 €
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1 Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26 26.434 52.199
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1 20.827.206 21.807.499
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 7.358.426 8.152.412
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258.994 270.477
28.444.626 30.230.388
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3 717.811.748 717.811.748
2. Beteiligungen 4 6.657.493 6.657.493
724.469.241 724.469.241
752.940.301 754.751.828
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5 914.982.572 906.866.421
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6 74.238 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 7 24.838.634 24.838.634
939.895.444 931.705.055
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 169.309.577 151.148.600
1.109.205.021 1.082.853.655
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.275.506 8.293.529
D. AKTIVE LATENTE STEUERUMLAGE GEGENÜBER ORGANTRÄGER 17.063.979 17.063.979
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 532.441 1.882.017.248
1.882.017.248 1.740.297.816
PASSIVA
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 8 204.926.785 204.926.785
II. Kapitalrücklage 516.197.471 516.197.471
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 680.530 680.530
2. Andere Gewinnrücklagen 199.376.726 199.376.726
921.181.512 921.181.512
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen
2. Steuerrückstellungen
9 10 11
6.305.406 4.995.070 19.106.976 30.407.452 6.540.317 3.150.000 15.516.935 25.207.252

C. VERBINDLICHKEITEN

12
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.136.992 927.295.735 1.972.109 775.375 791.033.503 2.076.896 930.404.836 23.448
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 793.885.774 23.278
3. Sonstige Verbindlichkeiten

D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

1.882.017.248 1.740.297.816 39

Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens

Zum 31. Dezember 2021

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN

Stand zum 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2021 in €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.114.904 4.198 0 0 18.119.102
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 54.650.044 275.963 826.991 5.582 55.173.408
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.961.214 294.584 0 13.273 31.257.469
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 270.477 256.444 247.401 18.855 258.994
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 717.811.748 0 0 0 717.811.748
2. Beteiligungen 6.657.493 0 0 0 6.657.493
Anlagevermögen gesamt 724.469.241 556.795 1.074.392 18.855 724.469.241

RESTBUCHWERT

ABSCHREIBUNGEN

Stand zum 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2021 Stand zum 31.12.2020 in €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.062.705 29.963 0 0 18.092.668 18.092.668 26.434
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 32.842.544 0 0 0 34.346.202 20.827.206 21.807.499
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.808.802 0 0 0 20.827.206 7.358.426 23.899.043
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.503.658 258.994 0 0 270.477 270.477 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 73.714.051 292.957 0 0 75.444.153 28.456.109 72.036.975

39 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Bielefeld, 14. März 2022

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Dipl.-Kfm. Christian Thönes
Dipl.-Kfm. Björn Biermann
Michael Horn, M.B.A.

40 Jahresabschluss und Lagebericht 2021

41 Jahresabschluss und Lagebericht 2021