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DMG MORI AG Annual Report 2015

Jun 29, 2016

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Annual Report

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DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (vormals: DMG MORI SEIKI AKTIENGESELLSCHAFT)

Bielefeld
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Grundlagen des Konzerns

Das operative Geschäft des DMG MORI-Konzerns teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Das Segment "Werkzeugmaschinen" umfasst das Neumaschinengeschäft mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC/LASERTEC), ECOLINE, Electronics und DMG MORI Systems. Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Bereiche Services und Energy Solutions. Der Bereich Services bündelt die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die unseres japanischen Partners. Die Energy Solutions umfassen die Geschäftsfelder Energy Efficiency, Service, Components und Speichertechnik.

B. 01 SEGMENTE IM DMG MORI KONZERN

B. 02 SEGMENTE UND GESCHÄFTSBEREICHE

WERKZEUGMASCHINEN

DREHMASCHINEN

  • Universal-Drehmaschinen
  • Turn-Mill-Komplettbearbeitungszentren
  • Produktions-Drehmaschinen
  • Vertikal-Drehmaschinen
  • Automaten-Drehmaschinen

ECOLINE

  • Universal-Drehmaschinen
  • Vertikal-Bearbeitungszentren
  • Universal-Fräsmaschinen
  • Kompaktbearbeitungszentrum

FRÄSMASCHINEN

  • Vertikal-Bearbeitungszentren
  • Horizontal-Bearbeitungszentren
  • 5-Achs-Universal-Fräsmaschinen
  • 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentren
  • Fahrständer-Maschinen
  • High-Speed-Cutting Präsizionsfräsmaschinen

SYSTEMS

  • Standard-Automation
  • Flexible Fertigungszellen
  • Fertigungslinien

ADVANCED TECHNOLOGIES

  • ULTRASONIC
  • LASERTEC

ELECTRONICS

  • CELOS
  • Powertools
  • Technologiezyklen
  • Software-Entwicklung
  • Software-Vermarktung
  • Maschinensteuerungen
  • Komponenten

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

SERVICES

  • Vermarktung von Werkzeugmaschinen (eigene und die des japanischen Partners)
  • LifeCycle Services
  • Instandsetzung/Wartung
  • Spindel-Service
  • Ersatzteile
  • Training
  • Nachrüstung
  • Gebrauchtmaschinen
  • Presetter

ENERGY SOLUTIONS

  • Energy Efficiency
  • Service
  • Components
  • Speichertechnik

CORPORATE SERVICES

Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Stand: 8. März 2016

Konzernstruktur

Der DMG MORI-Konzern ist ein global agierendes Unternehmen: 164 nationale und internationale Vertriebs- und Servicestandorte stehen unter der weltweiten Marke DMG MORI in direktem Kontakt zu unseren Kunden.

B. 03 KONZERNSTRUKTUR

| CORPORATE SERVICES | WERKZEUGMASCHINEN # Die Struktur des DMG MORI-Konzerns

Die Struktur des DMG MORI-Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag dazu leisten, die Position als weltweiter Markt- und Innovationsführer von spanenden Werkzeugen auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet - mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Servicegesellschaften auf der anderen Seite. Die Produktionswerke sind auf Geschäftsfelder und Baureihen spezialisiert. Die DMG MORI Vertriebs- und Servicegesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Accounting internationale Großkunden. Die GILDEMEISTER energy Solutions GmbH, Würzburg (vorher: a+f GmbH) ist im Bereich der regenerativen Energien tätig. Eine wesentliche Änderung der Konzernstruktur ist derzeit nicht beabsichtigt.

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan) hielt ausweislich ihres am 10. Februar 2016 veröffentlichten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 einen Stimmrechtsanteil von 60,67% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Gemäß im Übrigen bis zum 31. Dezember 2015 übermittelter Stimmrechtsmeldungen hielten auch die beiden folgenden Aktionäre mehr als 3% der Stimmrechte: Paul Singer/Elliott Asset Management sowie verbundene Unternehmen hielten zum Stichtag ihrer letzten Stimmrechtsmeldung 15,16% am Grundkapital. Die UBS Group AG, Zürich, sowie verbundene Unternehmen hielten zum Stichtag ihrer Stimmrechtsmeldungen einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 4,87%, der sich wie folgt zusammensetzt: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 1,37%, Stimmrechtsanteile nach § 25 Abs. 1 WpHG: 1,49% sowie Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 2,01%.

Der DMG MORI-Konzern hat keine wesentlichen Finanzbeteiligungen. Im Rahmen der strategischen Kooperation hielt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine Beteiligung von 9,6% an der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan). Durch den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT durch die DMG MORI COMPANY LIMITED im Berichtsjahr war die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet, ihre Beteiligung an der DMG MORI COMPANY LIMITED zu veräußern. Die gesamten Aktien wurden im Rahmen eines Rückkaufprogramms im November 2015 an die DMG MORI COMPANY LIMITED verkauft.

Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315 Abs. 4 HGB)

Für den DMG MORI-Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:

  • Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am gezeichneten Kapital beteiligt.
  • Gemäß § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt.
  • Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt ausweislich ihres am 10. Februar 2016 veröffentlichten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 einen Stimmrechtsanteil von 60,67% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Gemäß im Übrigen bis zum 31. Dezember 2015 übermittelter Stimmrechtsmeldungen hielt auch der folgende Aktionär mehr als 10% der Stimmrechte: Paul Singer/Elliott Asset Management sowie verbundene Unternehmen hielten zum Stichtag ihrer letzten Stimmrechtsmeldung 15,16%.
  • Gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Die entsprechend konkretisierten Verfahrensregeln sind in den §§ 179, 181 AktG i. V. m. § 15 Abs. 4 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.
  • Der Vorstand ist gemäß § 5(3) der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu nominal 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben.
  • Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig (genehmigtes Kapital) detailliert geregelten Fällen auszuschließen.
  • Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in 2015 stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt des Erwerbs von 30% oder mehr der Stimmrechte) infolge eines Übernahmeangebots im Sinne von § 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB.
  • Die Anfang 2016 abgeschlossenen wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50% liegt oder fällt, oder (ii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50% oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, so lange DMG MORI COMPANY LIMITED mehr als 50% der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält. Ferner führt auch eine Erhöhung des Stimmrechtsanteils der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auf 75% oder mehr nicht zu einem Kontrollwechsel.

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:

  • Per 31. Dezember 2015 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Gesellschaft darf das Stimmrecht aus eigenen Aktien nicht ausüben und ist nicht anteilig am Gewinn beteiligt.
  • Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Mai 2015; hier wurden § 1 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1-7 der Satzung neu gefasst.
  • Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den erwähnten Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
  • Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen.

Unternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen

Der DMG MORI-Konzern verfolgt mit seiner Unternehmensstrategie das Ziel, seine heutige Marktposition als ein weltweit führender Hersteller spanender Werkzeugmaschinen im globalen Markt für Werkzeugmaschinen (Volumen 2015: 67,3 MRD €) gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zu festigen und weiter auszubauen. Unter besonderer Berücksichtigung wachsender Profitabilität arbeiten wir mit unserem innovativen und diversifizierten Produktportfolio gezielt an der kontinuierlichen Erhöhung der Marktpenetration unserer Produkte. Die Partnerschaft mit der japanischen DMG MORI COMPANY LIMITED ist der zentrale Bestandteil dieser Strategie. Insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Marketing, Service, Komponenten, Produktentwicklung, Produktion und Einkauf lassen sich Synergieeffekte realisieren. Durch die gegenseitige Nutzung von Produktionsstandorten und den erfolgreich abgeschlossenen Ausbau unseres globalen Produktionsnetzwerks sind wir in der Lage "im Markt für den Markt" zu produzieren und uns dadurch u.a. geringe Import- und Logistikkosten zu sichern. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED werden wir die internationalen Vertriebs- und Servicestrukturen gezielt optimieren. Dazu richten wir den DMG MORI-Konzern nachhaltig markt-, produkt- und kundenorientiert aus.

Die folgenden Punkte leiten das unternehmerische Handeln des DMG MORI-Konzerns:

  • Steigerung des Marktanteils: Im Fokus unseres Kerngeschäfts im Segment der "Werkzeugmaschinen" stehen wachstumsstarke Branchen, wie Aerospace, Automotive, Medizintechnik und Power Engineering. Unseren Kunden in diesen Branchen bieten wir ganzheitliche Produktions- und Systemlösungen für die effiziente Herstellung komplexer und spezifischer Komponenten an. Von strategischer Bedeutung sind für uns Märkte mit hohen Verbrauchsvolumina von Werkzeugmaschinen einerseits und einem hohen Wachstumspotential andererseits. Dazu zählen u.a. Korea, Indien, Mexiko und Taiwan. In diesen Märkten steigern wir durch gezielte Maßnahmen, wie bespielweise den Ausbau neuer Technologiezentren und die Erhöhung der Anzahl an Vertriebsgebieten, die Präsenz von DMG MORI. Zudem unterstützen wir unseren japanischen Partner im wichtigen Markt USA. Darüber hinaus erschließen wir verstärkt auch kleinere Märkte z.B. in Südostasien und Europa in denen wir für uns ein hohes Wachstumspotenzial sehen. Durch eine breite Aufstellung auf den Weltmärkten können wir regionale Marktschwankungen in einem zunehmend schwieriger werdenden Marktumfeld besser kompensieren.

  • Konsequente Serviceorientierung: Das Segment der "Industriellen Dienstleistungen" trägt wesentlich zum Umsatz und zur Profitabilität des Konzerns bei. Unser Ziel ist es, mit unserem Dienstleistungsangebot unseren Kunden für den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine die bestmögliche Unterstützung zu bieten. Unsere Lösungen sind vor allem in den Bereichen Instandsetzung, Wartung und Ersatzteil-Service weltweit führend. Maßgeblichen Anteil daran hat die Partnerschaft mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Diese verschafft unseren Kunden Vorteile durch einen optimierten und schnelleren Service sowie eine verbesserte Ersatzteilversorgung. So können wir bereits heute eine Ersatzteilverfügbarkeit von weltweit 95% garantieren.# DMG MORI-Konzern

STRATEGY

Stärkung bestehender Kundenbeziehungen

Wir arbeiten konsequent daran, unsere heterogene und über viele Branchen breit gestreute Kundenstruktur langfristig zu sichern und unsere Kundenbeziehungen durch gezielte Maßnahmen weiter auszubauen. Grundlage hierfür ist unser innovatives und umfassendes Produkt- und Serviceportfolio. Durch den kontinuierlichen Ausbau unseres globalen DMG MORI-Key Account Managements (KAM) gelingt uns eine sehr enge Abstimmung mit unseren internationalen Großkunden. In dieser Zusammenarbeit positionieren wir DMG MORI, mithilfe des KAMs, als einen nachhaltigen Partner mit umfassendem Lösungsangebot. Über das Gemeinschaftsunternehmen DMG MORI Finance GmbH bieten wir insbesondere mittelständischen Kunden bei der Finanzierung von neuen Werkzeugmaschinen individuelle Finanzierungslösungen an.

Innovationen als zentraler Wachstumstreiber

In unserer Strategie bilden Produkt-, Software- und Serviceinnovationen den Grundstein für anhaltendes Wachstum, sodass wir auch zukünftig regelmäßig Innovationen aus allen Geschäftsbereichen auf den Markt bringen werden. Im Segment "Werkzeugmaschinen" bieten wir mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies, den ECOLINE-Produkten und der Electronics sowie der Systems innovative und qualitativ hochwertige Produkte an. Ein Hauptaugenmerk unserer Forschung und Entwicklung liegt in der Entwicklung innovativer Softwarelösungen und der konsequenten Weiterentwicklung und Vermarktung unserer App-basierten Steuerungs- und Bediensoftware CELOS. Als technologieunabhängiges System unterstützt CELOS die Interaktion zwischen Mensch und Maschine und bildet damit ein Schlüsselelement bei der Erschaffung intelligenter Produktionsnetzwerke. Mit CELOS erreicht die Qualität der Datensammlung, -aufbereitung und -analyse eine neue Ebene. Das gibt uns die Möglichkeit unsere Werkzeugmaschinen mit umfänglicher Sensortechnik auszurüsten, die dysfunktionales Verhalten frühzeitig identifiziert und selbstständig korrigiert. Für DMG MORI ist CELOS ein wesentlicher Schritt in Richtung Industrie 4.0. Insgesamt führt die engere Abstimmung mit unserem japanischen Partner in Forschung und Entwicklung zu einer Fokussierung auf die jeweiligen Stärken beider Unternehmen und einer erhöhten Effizienz bei den gemeinsamen Entwicklungsaktivitäten.

Steigerung der Ertragskraft und nachhaltiger Einsatz des Kapitals

Um unserem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes nachzukommen, arbeiten wir kontinuierlich daran, die Profitabilität des DMG MORI-Konzerns zu erhöhen und unser Kapital effizient und nachhaltig einzusetzen. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistet die Vertiefung der Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Dabei ist es unser Ziel, unsere globalen Lieferpartnerschaften kontinuierlich zu optimieren, unsere Materialkosten zu reduzieren, Komponenten zu standardisieren und unser Produktportfolio zu straffen.

Steuerungssystem des DMG MORI-Konzerns

Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind dabei insbesondere Auftragseingang, Umsatz, das Ergebnis vor Steuern (EBT) und die Investitionen. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig und wertorientiert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen des DMG MORI-Konzerns:

B. 04 Wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen Ziele und Ergebnisse

Ergebnisse 2014 Ziele 2015¹⁾ Ziele 2015²⁾ Ergebnisse 2015
Umsatz 2.229,0 Mio € rund 2,25 Mrd € rund 2,25 Mrd € 2.304,7 Mio €
Auftragseingang 2.331,4 Mio € rund 2,4 Mrd € von 2,3 bis 2,4 Mrd € 2.282,8 Mio €
EBT 175,3 Mio € rund 160 Mio € rund 160 Mio € 217,3 Mio €
EBT 175,3 Mio € rund 160 Mio € rund 160 Mio € 179,5 Mio €*
Free Cashflow 86,1 Mio € zwischen 10 und 20 Mio € zwischen 10 und 20 Mio € 32,0 Mio €
Net Working Capital 189,5 Mio € moderate Verbesserung moderate Verbesserung 261,6 Mio €
Investitionen davon Sachanlagen/ immaterielle Vermögenswerte 136,9 Mio € rund 140 Mio € rund 140 Mio € 130,6 Mio €
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 44,1 Mio € rund 48 Mio € rund 48 Mio € 45,9 Mio €
Neuentwicklungen/Weltpremieren 19 18 18 18

1) Stand: 9. März 2015
2) Zuletzt veröffentlichte Zielwerte
* Ohne den Sondereffekt des einmaligen Ertrags aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED.

Der DMG MORI-Konzern hat seine Ziele für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt erreicht: Als einer der führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen haben wir unseren Weltmarktanteil weiter gefestigt. Für das Jahr 2015 wurde ein Umsatz von 2.304,7 Mio € erzielt. Dies entspricht einem Anstieg von 3% gegenüber dem Vorjahr. Trotz eines insgesamt herausfordernden Marktumfelds haben wir einen Auftragseingang von 2.282,8 Mio € und ein EBT von 217,3 Mio € erreicht, das ohne den Sondereffekt des einmaligen Ertrags aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED bei 179,5 Mio € lag. Der Free Cashflow erreichte 32,0 Mio €. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 130,6 Mio € und die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei 45,9 Mio €. In 2015 haben wir 18 Neuentwicklungen bzw. Weltpremieren vorgestellt. Der Anstieg des Net Working Capitals gegenüber der ursprünglichen Prognose ist im Wesentlichen auf den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Corporate Governance-Bericht

DMG MORI-KONZERN ENTSPRICHT CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat berichten in Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance im DMG MORI-Konzern. Der Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt der DMG MORI-Konzern seit Jahren. Im November 2015 gaben Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 uneingeschränkt bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch zukünftig entsprochen wird. Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance Bericht sind - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf unserer Website www.dmgmori.com dauerhaft zugänglich.

Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände im DMG MORI-Konzern

Im DMG MORI-Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, alle Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt.

Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken

Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Dieses dient einer frühzeitigen Identifikation, Beurteilung und Steuerung dieser Chancen und Risiken. Innerhalb des Chancenmanagementsystems des DMG MORI-Konzerns richten wir unser Augenmerk insbesondere auf wesentliche Einzelchancen im Absatzbereich, gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen sowie unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen. Unser Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir zukunftsorientiert Risiken der zukünftigen Entwicklung des DMG MORI-Konzerns. Es handelt sich bei den erfassten, bewerteten und gesteuerten Risiken um Sachverhalte deren inherentes Risikopotential durch gegebene Umweltzustände vorgegeben ist und die angemessen erfasst, bewertet und gesteuert werden. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf wesentlichen Elementen: dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, dem zentralen Risikomanagementbeauftragten auf der Ebene der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, dezentralen Risikomanagementbeauftragten in jeder Konzerngesellschaft, bereichsspezifischen Risikoerfassungen mit Bewertung und Priorisierung von Einzelrisiken und dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer zugehörigen Adhoc-Berichterstattung über wesentliche Risiken. Das Risikofrüherkennungssystem im DMG MORI-Konzern ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken konzernweit systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden. Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei jeweils nach vorgegebenen Risikofeldern vierteljährlich identifiziert. Ermittelte Risikopotenziale werden mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet; dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können, werden die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermittelt und aggregiert.# Mögliche Maximalbelastungen aus den identifizierten und bewerteten Risiken für den Konzern werden unter Zuhilfenahme quantitativer Methoden simuliert (Monte-Carlo-Simulation).

Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die sich daraus ergebende aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Sie erörtern umfassend die Ursachen der aktuellen Risikolage und die dementsprechend ergriffenen Maßnahmen. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst.

Das bestehende interne Kontrollsystem des DMG MORI-Konzerns dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse werden die steuerbaren Risiken erfasst und durch Ausgestaltungen der Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Kontrollaktivitäten eliminiert oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt. Auf der Grundlage eines jährlichen Management Testings wird die Wirksamkeit des IKS beurteilt. Über die Ergebnisse der Selbstbeurteilungen wird an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Das IKS der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist sowohl entsprechend den deutschen aktienrechtlichen Vorgaben als auch nach den erforderlichen Vorgaben des "Japanese Financial Instruments and Exchange Act" (J-SOX/Naibutousei) ausgestaltet.

Zur Risikominimierung oder -elimierung besitzt der DMG MORI-Konzern ergänzend ein zentralisiertes Versicherungsmanagement. Hier wird die konzernweite Versicherungsstrategie festgelegt und deren Umsetzung operativ durchgeführt.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahres- und Quartalsberichte zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht - als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert dargestellt.

Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 die folgende Selbstverpflichtung gemäß Ziff. 5.4.1 DCGK beschlossen:

  • Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bisherigen Umfang;
  • Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen von DMG MORI auf Arbeitnehmerseite;
  • Berücksichtigung von Kenntnissen über DMG MORI und von für DMG MORI besonders wichtigen Märkten sowie von technischen zusammenhängen und im Management von Technologien;
  • Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen;
  • Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteilseignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens zur Neuwahl des Aufsichtsrates 2018;
  • Unabhängigkeit von zumindest 50% der Aufsichtsratsmitglieder;
  • Vermeidung von Interessenkonflikten;
  • Einhaltung einer Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsratsmitglieds.

Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrates sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vorgenannten Ziele beachten. Außerdem wurde eine Höchstgrenze von fünf Amtsperioden beschlossen.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenkonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung.

Aktionäre und Hauptversammlung

Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es per Internet die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung.

Transparenz

Wir haben den Anspruch eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit bietet. Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Alle Interessierten können auf der Website einen elektronischen Newsletter abonnieren, der aktuell über Neuigkeiten aus dem Konzern berichtet. Auf unserer Website werden Pressemitteilungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie ein ausführlicher Finanzkalender sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache publiziert.

Compliance

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben.

Der Verhaltenskodex des DMG MORI-Konzerns ist weltweit in allen Konzerngesellschaften und für alle Mitarbeiter gültig und regelt unter anderem deren Verhalten gegenüber Dritten. Der Verhaltenskodex wird durch Compliance-Richtlinien unter anderem in den Bereichen Anti-Korruption, Verhalten im Wettbewerb, Exportkontrolle und Umgang mit Insiderinformationen weiter konkretisiert.

Unser bereits im Jahr 2008 eingeführtes Compliance-Managementsystem haben wir auch in diesem Jahr weiter ausgebaut. Neben dem Chief Compliance Officer, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet, sind in den Werken bzw. Regionen lokale Compliance Officer benannt. Diese sorgen für die Umsetzung der Maßnahmen und unterstützen somit den Chief Compliance Officer bei seiner Aufgabe. Unsere Compliance-Arbeit wird darüber hinaus durch das Compliance Committee unterstützt. Dieses ist unter anderem mit Experten aus Revision, Recht, Risikomanagement, internes Kontrollsystem, Personal, IT, Einkauf und Vertrieb besetzt und hat eine Beratungsfunktion für den Chief Compliance Officer.

Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit, bei Fragen zu Compliance-Themen den jeweiligen lokalen Compliance Officer oder den Chief Compliance Officer bzw. das zentrale Compliance-Management anzusprechen. Zudem haben wir einen Compliance-Helpdesk eingerichtet, den Mitarbeiter per E-Mail kontaktieren können.

Um sicherzustellen, dass unser Compliance Management System immer den aktuellen Gegebenheiten in allen Konzerngesellschaften angepasst ist, finden regelmäßige Gespräche und Funktionstest in den Konzerngesellschaften statt. Unsere Führungskräfte werden regelmäßig durch den Chief Compliance Officer geschult. Im Sinne einer Multiplikatorfunktion sind unsere Führungskräfte gehalten, dieses Wissen an ihre Mitarbeiter weiterzugeben. Zudem werden für alle Mitarbeiter Online-Trainings durchgeführt.

Um unser Compliance-Programm festzulegen, haben wir auch eine dezidierte Analyse aller Compliance-Risiken sowohl zentral als auch dezentral in den Konzerneinheiten durchgeführt. An den identifizierten Risiken richten wir unsere Compliance-Maßnahmen aus und prüfen die Bearbeitung weiterer Compliance Themenfelder. Im Berichtsjahr haben wir unser Compliance Management System erfolgreich einer umfangreichen Wirksamkeitsprüfung unterzogen.

Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten/Diversity

Auf Basis des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind durch den Aufsichtsrat Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand festzulegen. Weiterhin hat der Vorstand Zielwerte für den Frauenanteil an den Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen.# Governance

Corporate Governance Report

Compliance with statutory requirements

The Supervisory Board and the Executive Board have fulfilled this obligation: ― Taking into account this legal framework, the Supervisory Board decided on 22.09.2015 that when filling the Executive Board of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, a target of 20% female board members should be achieved by 30.06.2017. ― Due to flat hierarchies, there is only one management level below the Executive Board at DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. As a target figure for this management level, the Executive Board decided on 09.09.2015 to set a female quota of 6%. This target value is to be achieved by 30.06.2017.

Accounting and Audit

With the auditor, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, it was also agreed for the reporting year that the Chairman of the Supervisory Board and the Chairman of the Finance and Audit Committee shall be immediately informed of any grounds for exclusion and recusal arising during the audit, provided they cannot be remedied. Furthermore, the auditor shall also report immediately on all findings and incidents relevant to the tasks of the Supervisory Board that arise during the audit of the annual financial statements and the consolidated financial statements. In addition, the auditor shall inform the Supervisory Board or note in the audit report if, during the course of the audit, he determines facts that indicate an inaccuracy in the statement of conformity with the Code issued by the Executive Board and the Supervisory Board.

Shareholdings of Executive Board and Supervisory Board Members

Only one member of the Supervisory Board is indirectly invested in DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Supervisory Board member Dr.-Ing. Masahiko Mori holds shares in DMG MORI COMPANY LIMITED (Nagoya, Japan). DMG MORI COMPANY LIMITED directly and indirectly holds 60.67% of the share capital of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (as of 31.12.2015). Therefore, Dr.-Ing. Masahiko Mori is indirectly invested in DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Pursuant to § 15a WpHG, members of the Supervisory Board and Executive Board, as well as other reporting persons, are obliged to report acquisitions and disposals of shares or other securities of the company, among others, to the company and to the Federal Financial Supervisory Authority. The company is then obliged to publish such notification immediately. The relevant notifications from DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT can be accessed on the company's website at any time.

Recommendations of the German Corporate Governance Code

The DMG MORI Group also largely complies with the recommendations of the German Corporate Governance Code. Deviations currently exist in the area of the Annual General Meeting. The Code recommends that the representative for the exercise of voting rights of shareholders during the Annual General Meeting, who is bound by instructions, should be reachable. Furthermore, for organizational reasons, a complete internet transmission of the Annual General Meeting is not planned.

Remuneration Report

In accordance with Section 5.4.7 of the German Corporate Governance Code, we report on the remuneration of the Supervisory Board individually and broken down by components.

Remuneration of the Supervisory Board of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

The remuneration of the Supervisory Board is determined by the Annual General Meeting and regulated by § 12 of the Articles of Association of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. The components of Supervisory Board remuneration include fixed remuneration, which each Supervisory Board member receives, remuneration for committee activities, and attendance fees. For the fiscal year 2015, the fixed remuneration for each individual Supervisory Board member was €60,000; the Chairman received 2.5 times this amount (€150,000), and the Deputy Chairman received 1.5 times this amount (€90,000). Thus, the total fixed remuneration was €900,000 (previous year: €356,548). Remuneration for committee activities totaled €434,022 (previous year: €284,384) and took into account the work in the Finance and Audit Committee, the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, the Technology and Development Committee, the Capital Market Activities Committee 2015, and the Committee for Transactions with Majority Shareholders. Each committee member received €18,000. The chairmen of committees additionally received fixed remuneration of a further €18,000, and their deputies received €6,000. Members of the Supervisory Board and its committees receive an attendance fee of €1,500 for each Supervisory Board and committee meeting in which they participate as a member. In total, the attendance fees for the fiscal year 2015 amounted to €267,000 (previous year: €88,000). Beginning with fiscal year 2015, the Supervisory Board remuneration no longer includes a performance-related variable remuneration component, so the LTI component has been omitted compared to the previous year. In the prior year period 2014, variable remuneration from the LTI amounted to €356,548. Supervisory Board remuneration in 2015 was composed as follows:

REMUNERATION OF THE SUPERVISORY BOARD OF DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Fixed Remuneration in € Committee Remuneration: Finance and Audit Committee (FSP) in € Committee Remuneration: Personnel, Nomination and Remuneration Committee (PNV) in € Committee Remuneration: Technology and Development Committee (TSE) in € Committee Remuneration: Capital Market (22.01.2015 to 07.05.2015) in € Committee Remuneration: Transactions with Majority Shareholders (since 23.09.2015) in €
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner Chairman of the Supervisory Board, Chairman T&E and PNV, Chairman Capital Market 150,000 18,000 36,000 36,000 10,455 0
Dr. Helmut Rothenberger Deputy Chairman of the Supervisory Board 90,000 0 18,000 0 0 4,932
Ulrich Hocker Chairman of the Committee for Transactions with Majority Shareholders 60,000 0 18,000 0 5,227 9,863
Prof. Dr. Edgar Ernst Chairman of F&P 60,000 36,000 0 0 5,227 0
Dr.-Ing. Masahiko Mori 60,000 18,000 0 18,000 0 0
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 60,000 0 0 18,000 0 0
Dr. Constanze Kurz* 60,000 18,000 18,000 18,000 5,227 0
Dietmar Jansen* 60,000 0 0 0 0 0
Mario Krainhöfner* Deputy Chairman of the Supervisory Board 90,000 0 18,000 0 5,227 4,932
Matthias Pfuhl 60,000 18,000 0 18,000 0 0
Peter Reinoß* 60,000 0 0 0 0 0
Hermann Lochbihler Deputy Chairman of the Supervisory Board 90,000 18,000 18,000 18,000 0 4,932
Total 900,000 126,000 126,000 126,000 31,364 24,658
Attendance Fees in € Total Remuneration in €
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner Chairman of the Supervisory Board, Chairman T&E and PNV, Chairman Capital Market 33,000 283,455
Dr. Helmut Rothenberger Deputy Chairman of the Supervisory Board 24,000 136,932
Ulrich Hocker Chairman of the Committee for Transactions with Majority Shareholders 27,000 120,090
Prof. Dr. Edgar Ernst Chairman of F&P 19,500 120,727
Dr.-Ing. Masahiko Mori 19,500 115,500
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 15,000 93,000
Dr. Constanze Kurz* 21,000 140,227
Dietmar Jansen* 7,500 67,500
Mario Krainhöfner* Deputy Chairman of the Supervisory Board 27,000 145,159
Matthias Pfuhl 24,000 120,000
Peter Reinoß* 12,000 72,000
Hermann Lochbihler Deputy Chairman of the Supervisory Board 37,500 186,432
Total 267,000 1,601,022
  • These employee representatives transfer the majority of their remuneration for Supervisory Board activities to the Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf. For the fiscal year 2015, the total remuneration of the Supervisory Board amounted to €1,601,022 (previous year: €1,085,480).

PERFORMANCE-RELATED EXECUTIVE BOARD REMUNERATION

Remuneration of the Executive Board of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

The remuneration of the Executive Board is discussed and decided upon in the plenum of the Supervisory Board. The Executive Board receives direct and indirect remuneration components. The indirect remuneration component consists primarily of pension expenses. The direct remuneration of the Executive Board members of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT includes fixed and variable components. The variable components consist of the "Short-Term Incentive" (STI), individual and performance-based remuneration, and a "Long-Term Incentive" (LTI). All variable components are designed to provide a clear incentive for the Executive Board members to achieve the targets. Thus, they support sustainable and value-oriented corporate management. The criteria for the appropriateness of the remuneration are, in particular, the responsibilities of the respective Executive Board member, his personal performance, the performance of the Executive Board, and the economic situation, success, and future prospects of the company within its competitive environment. The total remuneration of the Executive Board amounted to €13,584 thousand (previous year: €9,679 thousand). Of this, €2,851 thousand was attributable to the fixed salary (previous year: €2,252 thousand) and €5,740 thousand to the STI (previous year: €5,804 thousand). Individual performance-based remuneration amounted to €3,590 thousand (previous year: €581 thousand) and included a payment for the extraordinary and successful work of the CEO in the context of an important group project. The fair value of the LTI at the time of granting amounted to €1,276 thousand (previous year: €924 thousand). The Executive Board waived a total of €1,666 thousand in variable remuneration for the fiscal year 2015. Benefits in kind amounted to €127 thousand (previous year: €118 thousand). The total remuneration of the Executive Board for 2015 is as follows:

B. 06 EXECUTIVE BOARD TOTAL REMUNERATION

Fixed Salary k€ STI k€ LTI* k€ Performance-based Remuneration k€ Benefits in Kind k€ Total k€
Dr. Rüdiger Kapitza, Chairman 1,300 1,945 355 3,200 46 6,846
Dr. Thorsten Schmidt, Deputy Chairman, Executive Board member until 31.12.2015 500 972 236 100 30 1,838
Christian Thönes 420 972 236 100 21 1,749
Dr.
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
Dr. Kapitza Vorstandsvorsitzender
Festvergütung 800 1.300 1.300 1.300
Nebenleistung 44 46 46 46
Summe 844 1.346 1.346 1.346
STI 1.600 1.200 400 2.500
Individuelle Leistungsvergütung 200 3.200 0 3.200
LTI 2014-2017 261 - - -
LTI 2015-2018 - 355 0 2.600
Summe 2.061 4.755 400 8.300
Versorgungsaufwand 422 619 619 619
Gesamtvergütung 3.327 6.720 2.365 10.265
Dr. Schmidt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2015
Festvergütung 500 500 500 500
Nebenleistung 30 30 30 30
Summe 530 530 530 530
STI 800 600 0 1.250
Individuelle Leistungsvergütung 100 100 0 100
LTI 2014-2017 174 - - -
LTI 2015-2018 - 236 0 1.000
Summe 1.074 936 0 2.350
Versorgungsaufwand 120 120 120 120
Gesamtvergütung 1.724 1.586 650 3.000
Hr. Thönes Vorstand Produktentwicklung, Produktion und Technologie
Festvergütung 318 420 420 420
Nebenleistung 19 21 21 21
Summe 337 441 441 441
STI 800 600 0 1.250
Individuelle Leistungsvergütung 100 100 0 100
LTI 2014-2017 174 - - -
LTI 2015-2018 - 236 0 840
Summe 1.074 936 0 2.190
Versorgungsaufwand 50 120 120 120
Gesamtvergütung 1.461 1.497 561 2.751
Dr. Eschweiler Vorstand Industrielle Dienstleistungen
Festvergütung 318 318 318 318
Nebenleistung 14 16 16 16
Summe 332 334 334 334
STI 800 600 0 1.250
Individuelle Leistungsvergütung 100 100 0 100
LTI 2014-2017 174 - - -
LTI 2015-2018 - 236 0 636
Summe 1.074 936 0 1.986
Versorgungsaufwand 50 50 50 50
Gesamtvergütung 1.456 1.320 384 2.370
Hr. Biermann Finanzvorstand seit 27.11.2015
Festvergütung - 25 25 25
Nebenleistung - 1 1 1
Summe - 26 26 26
STI - - - -
Individuelle Leistungsvergütung - - - -
LTI 2014-2017 - - - -
LTI 2015-2018 - - - -
Summe - - - -
Versorgungsaufwand - 50 50 50
Gesamtvergütung - 76 76 76
Hr. Danks Finanzvorstand Widerruf der Vorstandsbestellung am 26.11.2015
Festvergütung 257 288 288 288
Nebenleistung 7 13 13 13
Summe 264 301 301 301
STI 649 542 0 1.130
Individuelle Leistungsvergütung 81 90 0 90
LTI 2014-2017 141 - - -
LTI 2015-2018 - 213 0 576
Summe 871 845 0 1.796
Versorgungsaufwand 50 45 45 45
Gesamtvergütung 1.185 1.191 346 2.142
Fr. Dahnke Finanzvorstand bis 24.02.2014
Festvergütung 59 - - -
Nebenleistung 4 - - -
Summe 63 - - -
STI - - - -
Individuelle Leistungsvergütung - - - -
LTI 2014-2017 - - - -
LTI 2015-2018 - - - -
Summe - - - -
Versorgungsaufwand 120 - - -
Gesamtvergütung 183 - - -
Vorstand gesamt
Festvergütung 2.252 2.851 2.851 2.851
Nebenleistung 118 127 127 127
Summe 2.370 2.978 2.978 2.978
STI 4.649 3.542 400 7.380
Individuelle Leistungsvergütung 581 3.590 0 3.590
LTI 2014-2017 924 - - -
LTI 2015-2018 - 1.276 0 5.652
Summe 6.154 8.408 400 16.622
Versorgungsaufwand 812 1.004 1.004 1.004
Gesamtvergütung 9.336 12.390 4.382 20.604

B. 08 ZUFLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR (in T€)

2014 2015
Dr. Kapitza Vorstandsvorsitzender
Festvergütung 800 1.300
Nebenleistung 44 46
Summe 844 1.346
STI 1.997 1.945
Individuelle Leistungsvergütung 200 3.200
LTI 2011-2014 1.231 -
LTI 2012-2015 - 1.468
Summe 3.428 6.613
Versorgungsaufwand 422 619
Gesamtvergütung 4.694 8.578
Dr. Schmidt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2015
Festvergütung 500 500
Nebenleistung 30 30
Summe 530 530
STI 999 972
Individuelle Leistungsvergütung 100 100
LTI 2011-2014 784 -
LTI 2012-2015 - 978
Summe 1.883 2.050
Versorgungsaufwand 120 120
Gesamtvergütung 2.533 2.700
Hr. Thönes Vorstand Produktentwicklung, Produktion und Technologie
Festvergütung 318 420
Nebenleistung 19 21
Summe 337 441
STI 999 972
Individuelle Leistungsvergütung 100 100
LTI 2011-2014 - -
LTI 2012-2015 - 489
Summe 1.099 1.561
Versorgungsaufwand 50 120
Gesamtvergütung 1.486 2.122
Dr. Eschweiler Vorstand Industrielle Dienstleistungen
Festvergütung 318 318
Nebenleistung 14 16
Summe 332 334
STI 999 972
Individuelle Leistungsvergütung 100 100
LTI 2011-2014 - -
LTI 2012-2015 - -
Summe 1.099 1.072
Versorgungsaufwand 50 50
Gesamtvergütung 1.481 1.456
Hr. Biermann Finanzvorstand seit 27.11.2015
Festvergütung - 25
Nebenleistung - 1
Summe - 26
STI - -
Individuelle Leistungsvergütung - -
LTI - -
Summe - -
Versorgungsaufwand - 50
Gesamtvergütung - 76
Hr. Danks Finanzvorstand Widerruf der Vorstandsbestellung am 26.11.2015
Festvergütung 257 288
Nebenleistung 7 13
Summe 264 301
STI 810 879
Individuelle Leistungsvergütung 81 90
LTI - -
Summe 891 969
Versorgungsaufwand 50 45
Gesamtvergütung 1.205 1.315
Fr. Dahnke Finanzvorstand bis 24.02.2014
Festvergütung 59 -
Nebenleistung 4 -
Summe 63 -
STI - -
Individuelle Leistungsvergütung - -
LTI - -
Summe - -
Versorgungsaufwand 120 -
Gesamtvergütung 183 -
Hr. Bachmann Vorstand Produktion und Technologie bis 31.12.2013
Festvergütung und Nebenvergütung - -
Summe - -
STI - -
Individuelle Leistungsvergütung - -
LTI 2011-2014 759 -
LTI 2012-2015 - 900
Summe 759 900
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 759 900
Vorstand gesamt
Festvergütung 2.252 2.851
Nebenleistung 118 127
Summe 2.370 2.978
STI 5.804 5.740
Individuelle Leistungsvergütung 581 3.590
LTI 2011-2014 2.774 -
LTI 2012-2015 - 3.835
Summe 9.159 13.165
Versorgungsaufwand 812 1.004
Gesamtvergütung 12.341 17.147

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird.

VERGÜTUNGSKOMPONENTEN MIT NACHHALTIGKEITSFAKTOR

Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgröße im Berichtsjahr war das EAT ("Earnings After Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Das STI enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe von 1.250 T€ für ein ordentliches Vorstandsmitglied für 2015. Das Cap wird ebenfalls jährlich neu festgelegt. Als Voraussetzung für die Zahlung des STI muss der Nachhaltigkeitsfaktor des Konzerns (Summe der Aufwendungen für FSE und Unternehmenskommunikation sowie für Aus- und Weiterbildung in Relation zum Gesamtumsatz) für das jeweilige Geschäftsjahr innerhalb eines festgelegten Intervalls liegen. Hierdurch wird eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung unterstützt.

Das LTI als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung verbindet die Erreichung festgelegter Ziele in Bezug auf das EAT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der Aktie des Unternehmens. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das Zweifache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitglieds je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Unterschreitet das EAT im Vierjahresdurchschnitt einen festgelegten Mindestwert, entfällt die Zahlung des LTI. Beim LTI handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von vier Jahren. Die jeweilige Tranche definiert sich aus einem angenommenen Geldbetrag, der mit Hilfe des durchschnittlichen Aktienkurses in eine Anzahl von Performance-Units umgerechnet wird. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums wird aus der Anzahl der Units der Auszahlungsbetrag errechnet. Aus der LTI-Tranche 2012-2015, die am 31. Dezember 2015 zugeteilt und im Jahr 2016 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 3.835 T€ (Vorjahrestranche 2011-2014: 2.774 T€). Im Hinblick auf die Bestimmungen des VorstAG hat der Aufsichtsrat im Jahr 2009 eine Tranchenlaufzeit von vier Jahren beschlossen und das EAT ("Earnings After Taxes") als Erfolgsgröße definiert. Die für das Geschäftsjahr 2015 ausgelobte Tranche wird am 31.# B. 09 TRANCHEN DES LONG-TERM-INCENTIVES

Tranche 2012 Laufzeit 4 Jahre Tranche 2013 Laufzeit 4 Jahre Tranche 2014 Laufzeit 4 Jahre Tranche 2015 Laufzeit 4 Jahre
Anzahl ausgelobte Performance Units Stück Fair Value bei Gewährung T€ Höhe der Zuteilung für 2015 T€ Anzahl ausgelobte Performance Units Stück
Dr. Rüdiger Kapitza, Vorsitzender 22.422 248 1.468 22.848
Dr. Thorsten Schmidt, stellv. Vorsitzender 14.948 165 978 15.232
Günter Bachmann, (Vorstand bis 31.12.2013) 14.948 165 900 15.232
Christian Thönes 7.474 83 489 15.232
Dr. Maurice Eschweiler - - - 7.616
André Danks (Widerruf Vorstands- bestellung am 26.11.2015) - - - -
Gesamt 59.792 661 3.835 76.160
Tranche 2014 Laufzeit 4 Jahre Tranche 2015 Laufzeit 4 Jahre
Anzahl ausgelobte Performance Units Stück Fair Value bei Gewährung T€
Dr. Rüdiger Kapitza, Vorsitzender 13.095 355
Dr. Thorsten Schmidt, stellv. Vorsitzender 8.730 236
Günter Bachmann, (Vorstand bis 31.12.2013) - -
Christian Thönes 8.730 236
Dr. Maurice Eschweiler 8.730 236
André Danks (Widerruf Vorstandsbestellung am 26.11.2015) 7.893 213
Gesamt 47.178 1.276

Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolgs der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung, sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert.

Die Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands werden überwiegend durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Für den Vorstandsvorsitzenden besteht eine leistungsorientierte Zusage.

B. 10 INDIREKTE VORSTANDSVERGÜTUNG

T€
Dr. Rüdiger Kapitza, Vorsitzender
Dr. Thorsten Schmidt, stellv. Vorsitzender
Christian Thönes
Dr. Maurice Eschweiler
Björn Biermann
André Danks
Gesamt

Im Geschäftsjahr 2015 entstand gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) für die leistungsorientierte Zusage ein Aufwand von 619 T€ (Vorjahr: 422 T€). Der gesamte Rückstellungsbetrag beläuft sich auf 15.242 T€ (Vorjahr: 14.529 T€). In diesem Wert ist auch die in der Zusage enthaltene Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt. Die zweckgebundenen Zahlungen in das beitragsorientierte Versorgungsmodell beliefen sich in Summe auf 385 T€ (Vorjahr: 390 T€). Der Aufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 1.004 T€ (Vorjahr: 812 T€).

Im Geschäftsjahr 2015 erhielt Herr Dr. Kapitza, aus einer durch Entgeltumwandlung von variablen Bezügen finanzierten Versicherungsleistung, einen Betrag in Höhe von 16 T€ (brutto) ausgezahlt.

Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme.

Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Organmitglieder gezahlt. Im Berichtsjahr sind Aufwendungen für erbrachte Beratungsleistungen des Institute for Manufacturing Excellence GmbH, bei dem Herr Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner geschäftsführender Gesellschafter ist, in Höhe von 1.529 T€ (Vorjahr: 1.483 T€) angefallen. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die offenen Verbindlichkeiten 109 T€ (Vorjahr: 112 T€).

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 605 T€ an Pensionen gezahlt (Vorjahr: 610 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 11.584 T€ (Vorjahr: 12.000 T€).

Directors' Dealings

Nach § 15a WpHG müssen Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien sowie darauf bezogene Erwerbs- oder Veräußerungsrechte, wie etwa Optionen oder Rechte, die unmittelbar vom Börsenkurs der Gesellschaft abhängen, offenlegen. Im Berichtsjahr 2015 gab es die folgenden Directors' Dealings-Meldungen:

B. 11 DIRECTORS' DEALINGS

Name Funktion Datum Art der Transaktion Stückzahl Kurs in € Geschäftsvolumen in €
Christian Thönes Mitglied des Vorstands 07.05.2015 Verkauf von Aktien, Barabfindung 1.080 30,55 32.994,00

Forschung und Entwicklung

Ziel der gemeinsamen Forschung und Entwicklung des DMG MORI-Konzerns ist es, den Mehrwert unserer Produkte für unsere Kunden zu erhöhen. Wir entwickeln weltweit technologisch anspruchsvolle Produkte auf Basis regionaler Marktanforderungen und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot an Werkzeugmaschinen. Wir differenzieren uns als Technologieführer vom Wettbewerb insbesondere durch unser Angebot der App-basierten Steuerungs- und Bediensoftware CELOS sowie über innovative Anwendungstechnologien. Durch eine kontinuierliche Forschung und Entwicklung setzt DMG MORI den brancheninternen Standard für zukunftsweisende Produkte. Im Zeitalter von Industrie 4.0 legen wir den Fokus vor allem auf integrierte Technologie- und Softwarelösungen. Mit CELOS bieten wir unseren Kunden schon jetzt das Schlüsselelement für eine vernetzte intelligente Produktion. CELOS ist kompatibel mit anderen Systemen wie PPS oder ERP und ermöglicht die Vernetzung mit CAD/CAM-Anwendungen. Unsere umfangreichen CELOS Apps unterstützen eine durchgängige Verwaltung, Dokumentation und Visualisierung von Auftrags-, Prozess- und Maschinendaten. Durch die Vernetzung der Maschine über CELOS können die Rüstzeiten um bis zu 30% gesenkt werden. Der Aufwand für das Berechnen von Technologiewerten sowie für das Suchen wichtiger Informationen verringert sich um bis zu 50%. Unsere CELOS PC-Version ermöglicht die Planung und Steuerung von Produktions- und Fertigungsprozessen direkt in der Arbeitsvorbereitung. Sie bietet auch die Möglichkeit, beliebige Maschinen oder Betriebsmittel in eine ganzheitliche CELOS Peripherie zu integrieren.

Im Oktober 2015 haben wir auf der Leitmesse EMO in Mailand ein Innovationsprojekt im Rahmen von Industrie 4.0 vorgestellt. An dem Fräs-Dreh-Bearbeitungszentrum DMC 80 FD duoBLOCK® sind an neu entwickelten elementaren Komponenten 60 zusätzliche Sensoren installiert worden. Die Daten werden gespeichert und ermöglichen qualifizierte Vorhersagen zu Maschine und Prozess. DMG MORI bietet dem Kunden hier individuelle Lösungen auf Basis der erhobenen Daten an.

Übergeordnete Schwerpunkte, an denen wir uns im Bereich Forschung und Entwicklung orientieren, sind:

  • Steigerung der Funktionalität unserer Maschinen und deren vollständige Vernetzung mit der Betriebsorganisation durch unsere App-basierte Steuerungs- und Bediensoftware CELOS,
  • Standardisierung von Komponenten (SCOPE) und Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bei Kernkomponenten (DMG MORI COMPONENTS),
  • Erhöhung der Wertstabilität und Anwenderfreundlichkeit unserer Maschinen durch das neue Corporate Design. Die Umstellung unseres Produktportfolios auf das Corporate Design wurde mit der Herbstmesse EMO in Mailand erfolgreich abgeschlossen.
  • Marktorientierte Zusammenführung und Weiterentwicklung des Produktportfolios (Product Streamlining),
  • Ausbau der Lokalisierung von Maschinen und Komponenten.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FSE) lagen mit 45,9 MIO € rund 4,1% über dem Niveau des Vorjahrs (44,1 MIO €). Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 3,6% (Vorjahr: 3,5%). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten tragen als Wachstumstreiber deutlich zum Konzernergebnis bei.

B. 12 MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG IM DMG MORI-KONZERN

2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009
F&E-Mitarbeiter Anzahl 510 501 504 502 485 451 435
Anteil F&E-Mitarbeiter¹⁾ in % 14 14 15 15 15 15 15
F&E-Aufwand²⁾ MIO € 45,9 44,1 42,5 45,3 44,7 40,3 39,7
Innovationsquote³⁾ in % 3,6 3,5 3,5 3,9 4,1 5,2 5,2
Aktivierungsquote⁴⁾ in % 18 18 26 20 24 23 16
Anzahl Neuentwicklungen Stück 18⁵⁾ 19⁵⁾ 20⁵⁾ 17⁵⁾ 20 17 15

1) F&E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen".
2) F&E-Aufwendungen exklusive des Aufwands für Sonderkonstruktion.
3) F&E-Aufwendungen bezogen auf den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen".
4) Aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F&E Aufwand.
5) Entwicklungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive Kooperationsentwicklungen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED.

Der Erfolg unserer Arbeit im FSE-Bereich spiegelt sich in der Qualität unserer Innovationen und Nachfrage unserer Kunden wider. Insgesamt entfielen im Berichtsjahr rund 31% aller Aufträge auf Maschinen, die in den letzten drei Jahren entwickelt wurden (Vorjahr: 31%). Gemeinsam mit unserem japanischen Partner haben wir im Berichtsjahr 18 Weltpremieren auf 75 nationalen und internationalen Messen sowie Hausausstellungen präsentiert und damit unsere Innovationskraft gezeigt. Darunter waren zehn eigene Entwicklungen, drei gemeinsame Entwicklungen sowie fünf Weltpremieren unseres Partners.# 4. Research and Development

4.1. Protection of Industrial Property Rights

The value of our protected intellectual property, determined using the market value method, totals approximately €544 million (previous year: €535 million). A total of 510 employees (previous year: 501 employees) are involved in the development of our products, representing 14% of the total workforce at the production sites (previous year: 14%).

4.2. Group-wide Qualification Structure in Research & Development/Construction in %

The research and development activities at the sites are organized decentrally and coordinated by a product development committee. Our development activities are focused on close cooperation with DMG MORI COMPANY LIMITED, with the consolidation and further development of the joint product portfolio being central to our activities. To this end, we are strengthening cooperative developments and discontinuing the marketing and production of end-of-life products. A uniform Cooperative R&D Platform (CRP) is intended to support our global development activities in the future. It enables group-wide exchange and uniform creation of development-relevant information, such as CAD data, bill of materials structures, and article management rules. The first project phase was completed in the reporting year with the introduction of a new Product Data Management system (PDM). A uniform bill of materials structure was successfully implemented. In the currently ongoing second project phase, the information stored in the PDM will be made available to downstream departments in a suitable form, and a new CAD system for the creation of mechatronic circuit diagrams will be introduced. The planned completion of this phase is May 2016.

For our app-based control and operating software CELOS, we introduced a total of five new apps in the reporting year: PALLET CHANGER, JOB SCHEDULER, MESSENGER, SERVICE AGENT, and TOOL HANDLING. CELOS now comprises a total of 16 apps and is open for further pioneering expansions.

The Turning business unit presented four new developments: In the second generation of the CTX TC series, the CTX BETA 1250 TC, CTX GAMMA 1250 TC, and CTX GAMMA 2000 TC now also feature the new, compact "compactMASTER" milling spindle for turning-milling applications. In the area of automatic lathes, the Sprint 3215 was presented at EMO. With minimal piece costs and an installation area of only 2.8 m², the machine offers economical and productive complete machining of small and large series.

Within the Milling business unit, we presented six new developments in the past fiscal year: DECKEL MAHO Pfronten GmbH introduced the DMC 100 H duoBLOCK® and DMC 125 H duoBLOCK®, two new horizontal machining centers in their fourth generation from the successful duoBLOCK® series. Also in the fourth generation of the duoBLOCK® series, the DMU 100 P duoBLOCK®, DMC 100 U duoBLOCK®, and DMC 125 FD duoBLOCK® were presented, three machines for highly productive 5-axis machining. The fourth generation of the duoBLOCK® offers up to 30% higher rigidity for maximum productivity. With extensive cooling measures, up to 30% higher component accuracy can be achieved. Furthermore, with the DMC 270 U, the product range of large 5-axis gantry machines was expanded. This machine, with its stable portal design, enables maximum precision with highest dynamics for productive machining of large parts up to nine tons.

In the Advanced Technologies segment, we are focusing on Additive Manufacturing. This intelligent hybrid solution combines the flexibility of generative component manufacturing with the precision of subtractive machining. The focus here is on the complete process chain, starting with the exclusive CAD/CAM module, which enables automated program creation for both the generative and subtractive areas. The customer is supported with suitable process parameters from a material-specific database. In addition, the additive manufacturing process is monitored via continuous process control and continuously documented for quality assurance.

LASERTEC 65 3D: Production of complex geometries in finished part quality

The unique technology combination of laser deposition welding using powder nozzles and milling offers the user completely new application and geometry possibilities. The flexible switching between laser and milling processing allows direct processing of component segments that are no longer accessible on the finished part. DMG MORI offers the complete Additive Manufacturing process chain, starting with automated hybrid NC programming in CAD/CAM, through technology parameters from a material database, to execution, process monitoring, and documentation.

In the ECOLINE segment, the ecoMill 600 V, ecoMill 800 V, and ecoMill 1100 V were launched as world premieres in the reporting year. This marked a complete reorientation of the ECOLINE product portfolio in the area of vertical machining centers. The new DMG MORI SLIMline® multi-touch control allows for intuitive operation. Equipped with 3D control technology, it represents the next development step for a modern user interface. The practical and ergonomically optimized 19" multi-touch screen offers the highest resolution and a 45° swivel range.

Through the core components developed with DMG MORI COMPANY LIMITED, the DMG MORI COMPONENTS, we combine the quality characteristics of both companies in terms of quality, accuracy, and robustness. The goal of our activities is to create synergies through the use of standardized components across all series and their worldwide production, with properties that withstand even the harshest operating conditions.

At the autumn trade fair EMO, we presented the newly developed tool-STAR tool magazine for the first time. With innovative components, it offers shortest tool change times and low wear in a compact design. In the future, we will continue to drive the development of innovative and standardized components.

Furthermore, within our cooperation program "SCOPE," through consistent standardization of purchased parts, we have also further consolidated our purchasing volume with DMG MORI COMPANY LIMITED, thereby achieving significant cost advantages in the procurement markets in Europe and Asia.

Through the additional integration of DMG MORI technology cycles, customers gain access to our exclusive technology know-how. Via parameterized context menus and dialog-guided programming, complex machining operations can be programmed up to 60% faster directly on the machine. With the "gearSKIVING" technology cycle, introduced at the beginning of 2015, DMG MORI offers a productive and innovative process for manufacturing gears on both turning and milling machines. Compared to gear hobbing, gears can be manufactured up to eight times faster.

The revised "Machine Protection Control" (MPC) technology cycle offers optimal machine protection in critical vibration conditions through automatic rapid shutdown. This results, among other things, in an increased spindle service life and a reduction in tool damage. The latest version also integrates the monitoring of cutting forces during drilling and tapping, and a spindle imbalance indicator in idling.

DMG MORI COMPONENTS: toolSTAR Magazines

The new toolSTAR tool magazine from DMG MORI offers the shortest tool change times and low wear in a compact design. With a tool change time of only 0.9 seconds, it has space for 30, 60, or 120 tools. The ball-bearing, wear-free chain with servo drive allows chain speeds of up to 400 tools per minute.

We have further optimized our offering in the "Industrial Services" segment in all areas. As a leading manufacturer of cutting machine tools, DMG MORI offers perfectly matched service products for the entire machine life cycle, ensuring greater performance and machine availability. Our new "Service Plus" product family offers attractive service contracts for the long-term maintenance of our customers' machine productivity.

With DMG MORI software, processes can be optimized in all phases of production. Simulating programs on a PC completely replaces lengthy machine setup and minimizes setup times. Through certified CAD/CAM and unique 1:1 simulation in the DMG MORI Virtual Machine, the productivity of all turning and milling machines is maximized. The DMG MORI Messenger enables permanent and location-independent access to detailed machine status information. The DMG MORI Academy now offers a service for translating NC programs with NC program conversion. This allows customers with programs on older controllers to use them on their new machines as well.

External tool presetting by DMG MORI Microset significantly increases workpiece quality while minimizing tool costs. The Microvision software enables users to achieve significant savings in work preparation in their manufacturing processes in a very short time through fast, accurate, and operator-independent measurement and setting of tools.

With the GILDEMEISTER energy monitor from the Energy Solutions segment, users always have consumption and costs in view and are preparing their company for the new EU Energy Efficiency Directive (EED). Detailed analysis functions highlight concrete saving opportunities to efficiently reduce energy costs and consumption.# Die GILDEMEISTER energy solutions

Die GILDEMEISTER energy solutions ist seit Oktober 2015 zertifizierter Service Partner renommierter Lieferanten, um präventive und korrektive Serviceleistungen an deren Produkten durchzuführen.

Einkauf

Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt im Bereich Einkauf auf der Kostenoptimierung der neuen DMG MORI Multi-Touch-Steuerung, die auf der EMO präsentiert worden ist. Darüber hinaus wurde der lokale Einkauf in Russland ausgebaut, um die Lieferantenentwicklung vor Ort voranzutreiben. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen belief sich auf 1.211,4 MIO € (Vorjahr: 1.190,0 MIO €), wovon 1.068,1 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfielen (Vorjahr: 1.041,5 MIO €). Die Materialquote betrug 51,5% (Vorjahr: 52,6%); die Wertschöpfungstiefe lag bei 33,4% (Vorjahr: 30,9%). Die Struktur unserer Lieferanten ist in der folgenden Grafik dargestellt:

B. 14 STRUKTURANALYSE DER LIEFERANTEN 2015

ANTEILE DER LIEFERANTEN AM EINKAUFSVOLUMEN IN %
11% unserer Lieferanten 69%
20% unserer Lieferanten 18%
69% unserer Lieferanten 13%

Die Strukturanalyse zeigt, dass 11% unserer Lieferanten einen Anteil von rund 69% des gesamten Einkaufsvolumens abdecken. Diese bezeichnen wir als unsere A-Lieferanten. Weitere 20% unserer Lieferanten haben einen Anteil von 18% am Einkaufsvolumen (B-Lieferanten); 31% unserer Zulieferer decken somit 87% des gesamten Einkaufsvolumens ab. Der verbleibende Anteil von 13% der bezogenen Materialien verteilt sich auf die übrigen 69% unserer Lieferanten, die sogenannten C-Lieferanten.

Kooperation stärkt Innovation: Mit diesem Motto verstärkt DMG MORI auf globaler Ebene die strategischen Kooperationen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED und die exklusive Auswahl der Lieferanten aus dem Bereich Einkauf und Beschaffung, um die Innovationsführerschaft auszubauen und international die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das Lieferantennetzwerk spielt hier eine bedeutende Rolle und wird mit einem neuen Partner Programm konsequent optimiert. Dieses Programm wurde im Rahmen des "1. DMG MORI Premium Partner Summit" Anfang Juni 2015 in Leipzig vorgestellt. Die Veranstaltung hat den seit dem Jahr 2000 jährlich stattfindenden Lieferantentag abgelöst, der traditionell mit über 200 Repräsentanten unserer Top 100-Lieferpartner durchgeführt wurde. Neben einem intensiven Lieferantenmanagement bildet auch das Materialgruppenmanagement eine wichtige Säule der Einkaufsaktivitäten. Aufgeteilt auf 30 Materialgruppen bündelt es die weltweite Zusammenarbeit von Einkauf und Technik im gesamten Konzern.

B. 15 ANTEILE DER MATERIALGRUPPEN AM EINKAUFSVOLUMEN IN %

Im Bereich der Nicht-Produktionsmaterialien und Dienstleistungen standen insbesondere die Investitionen für die Errichtung des Produktionsstandortes in Ulyanovsk (Russland) im Mittelpunkt. Darüber hinaus wurde der konzernweite Einsatz von eigenen Energy Solutions-Produkten weiter forciert, so dass die Stromkonditionen mit unseren Dienstleistern nochmals optimiert werden konnten. Der Einkauf in den Themenbereichen wurde eng mit den Fachabteilungen abgestimmt und zentral entschieden. In einem zentralen Ausschuss wurden dem Vorstand monatlich die Investitionsvorhaben vorgestellt und final abgestimmt.

Produktion und Logistik

TAKT PHASE 3 ANGELAUFEN

Im Bereich Produktion und Logistik haben wir im Rahmen des fortlaufenden Projekts "TAKT" die konzernweite Standardisierung zur Steigerung der Effizienz in der Produktion und im produktionsnahen Umfeld weiter vorangetrieben. Durch die Einführung der integrierten Planung und Steuerung in Verbindung mit dem konzern einheitlichen Auftragsabwicklungsprozess haben wir die Bestände aller Werke weiter optimiert. Im Zuge der Ausrichtung unserer Produktion auf Industrie 4.0 entwickelten und installierten wir eigenständige und auf unsere Prozesse ausgerichtete Shopfloor-Monitore, die unsere Mitarbeiter im Werk täglich unterstützen und integrierte Prozesse nachhaltig absichern. Regelmäßige Auditierungen der Methoden, Arbeitsplatzgestaltung in der Produktion und Einhaltung visueller Standards ist ein wesentlicher Bestandteil von "TAKT" und dient der konsequenten und konzernweiten Optimierung.

Die durchschnittliche Lieferzeit und damit die rechnerische Reichweite des Auftragsbestands des DMG MORI-Konzerns lag im abgeschlossenen Berichtsjahr bei etwa vier Monaten. Im Branchendurchschnitt der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie wird dieser Wert vom VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) auf 6,8 Monate beziffert; da er im Vergleich einen deutlich größeren Anteil an Spezial- und Projektmaschinen mit typischerweise höheren Durchlaufzeiten enthält, ist er dementsprechend etwas höher.

WEITERE VERTIEFUNG DER KOOPERATION MIT DER DMG MORI COMPANY LIMITED

Im Berichtsjahr haben wir die Zusammenarbeit mit unserem japanischen Partner auch im Bereich der Produktion weiter vertieft. So profitieren unsere Kunden verstärkt von kürzeren Lieferzeiten und reduzierten Transportkosten, die wir durch die wechselseitige Nutzung der weltweiten Produktionskapazitäten erreichen konnten. Exemplarisch hierfür steht die Universal-Drehmaschine NLX 2500 SY | 700 unseres Kooperationspartners, die seit 2014 erfolgreich bei der GILDEMEISTER Italiana S.p.A. an unserem Standort in Bergamo (Italien) in Serie produziert wird. Im Rahmen eines ständigen Verbesserungsprozesses findet hierbei ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Produktionswerken statt, um Prozesse zu optimieren, die Effizienz zu steigern und höchste Qualität zu garantieren. Durch unser globales Produktionsnetzwerk können wir unsere Flexibilität erhöhen, Kapazitäten optimal ausnutzen und die Entfernung zu unseren Kunden durch lokale Produktion verringern. Diesen Weg möchten wir in den kommenden Jahren weiter gehen und vermehrt "im Markt für den Markt" produzieren.

ERFOLGE IDEENMANAGEMENT

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir erneut von unserem erfolgreichen Ideenmanagementsystem profitiert. Mit Hilfe des betrieblichen Vorschlagwesens tragen unsere Mitarbeiter kontinuierlich zur Verbesserung und Weiterentwicklung unseres Unternehmens bei. Beim Ranking des Instituts für Betriebswirtschaft mit 84 Unternehmen aus zwölf Branchen belegten unsere Werke DECKEL MAHO Seebach GmbH und DECKEL MAHO Pfronten GmbH die ersten beiden Plätze sowie die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH Platz vier.

B. 16 VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE PRODUKTIONSWERKE

ANZAHL PRO MITARBEITER

Im Geschäftsbereich Fräsen hat DECKEL MAHO Pfronten gemeinsam mit Technologiepartnern ein Projekt im Rahmen von Industrie 4.0 entwickelt. Eine DMC 80 FD duoBLOCK® wurde dabei mit über 60 Monitoring-Sensoren ausgestattet, die die digitalisierten Komponenten vom Sensor bis in die Cloud zur Datenerfassung, -speicherung und -analyse vernetzen. Ziel ist eine permanente Zustandsüberwachung der Maschine, um beispielsweise Überlastungen der Maschine zu vermeiden und Wartungszyklen zu flexibilisieren. Weiterhin haben wir die getaktete Materialversorgung auf die DMU 210 ausgeweitet. Dabei wurde u.a. auch eine neue Form von JIS-Bereitstellung für Großteile direkt am Montageplatz umgesetzt.

Mit der diesjährigen Eröffnung des "Porsche Motorsport CNC Competence Center" am Standort DECKEL MAHO Seebach haben wir einen weiteren Grundstein für die nachhaltige Technologiepartnerschaft von DMG MORI und Porsche gelegt. Aktuell werden 27 verschiedene, hochwertige Bauteile auf drei Hightech-Maschinen CTX beta 800 TC, HSC 70 linear und DMU 60 eVo linear für den neuen Porsche 919 Hybrid gefertigt. Das Anwendungsspektrum umfasst unter anderem Fahrwerksteile und Kurbelwellengehäuse, aber auch Einsatzequipment, das im Renngeschehen großen Anteil am Erfolg hat.

Im Geschäftsbereich Drehen setzten wir bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH die Neugestaltung der Produktions- und Logistikbereiche unter Berücksichtigung des energetischen Standortkonzepts weiter fort. Des Weiteren sind im Zuge der kontinuierlichen Prozessoptimierung eine standardisierte Aufbau- und Ablaufstruktur sowie eine bereichsübergreifende Projektorganisation eingeführt worden. In der Werkzeug-Spindelmontage konnten wir die Durchlaufzeit um mehr als 35% reduzieren.

Der Standort GILDEMEISTER Italiana S.p.A. hat die Montage der SPRINT 20|5, SPRINT 30|5 und SPRINT 32|8 auf einer gemeinsamen Montagelinie zusammengeführt. Möglich wurde dies durch die konsequente Umsetzung einer maschinenübergreifenden Plattformstrategie, die für die Produktion eine Standardisierung der Montageabläufe, kürzere Durchlaufzeiten und somit kürzere Lieferzeiten für den Kunden ermöglicht. Darüber hinaus wurden zur Reduzierung der Variantenvielfalt auch bei allen weiteren Maschinenbaureihen des Standortes die Komponenten des Schaltschranks auf die konzernweiten Standards umgestellt.

Die DMG MORI ECOLINE HOLDING AG bündelt die ECOLINE-Produktionswerke FAMOT Sp. z o.o. (Polen), DMG Shanghai Machine Tools Co. Ltd. (China) und unser in diesem Jahr fertig gestelltes Werk in Ulyanovsk (Russland). In Pleszew (Polen) wurde die Modernisierung der mechanischen Fertigung im Bereich der Präzisions- und Großteilebearbeitung weiter fortgesetzt. Zudem hat die Serienfertigung der ecoTurn 450 erfolgreich begonnen. Den Standort in Schanghai haben wir grundlegend neu gestaltet. Insbesondere die Montagehalle, der Logistikbereich und das Technologiezentrum wurden modernisiert. In Ulyanovsk (Russland) haben wir am 29. September unser hochmodernes Produktionswerk eröffnet. Mittelpunkt des 330.000 m² großen Areals ist das fortschrittlich ausgestattete Fertigungs- und Montagewerk sowie ein modernes Technologie- und Vorführzentrum. Die gesamte Gebäudefläche liegt bei 21.000 m². Mit dem Ziel "Made in Russia for Russia and the World" werden hier technologisch hochwertige Dreh- und Fräsmaschinen der ECOLINE-Baureihe produziert. Die Gesamtkapazität des Produktionswerks liegt bei rund 1.200 Maschinen pro Jahr.

Das Systemgeschäft der Energy Solutions bietet Komplettlösungen für das Energiemanagement von gewerblichen Kunden an. Dies umfasst Effizienzanalysen zum Einsparen von Energie sowie Systeme zum Erzeugen, Speichern und Anwenden erneuerbarer Energie.# Wirtschaftsbericht

Die Kombination aus Erzeugungssystemen für Sonnenenergie und stationären Speichern auf Basis der Vanadium Redox-Flow-Technologie ermöglicht energiebewussten gewerblichen Kunden einen effizienten Energieverbrauch. Im Bereich Qualität haben wir unsere zukunftsweisenden "First Quality-Standards" weiter verbessert. "First Quality" bündelt alle Maßnahmen rund um die Verbesserung unserer Prozesse und Produkte. Diese Richtlinien reichen durchgängig von der Entwicklung bis zur Installation der Maschine beim Kunden. Den Schwerpunkt in der Entwicklung bildet die produktübergreifende Konstruktion sowie In-House Fertigung von modularisierten und standardisierten DMG MORI COMPONENTS mit höchster Genauigkeit und Robustheit. Beispiele für den resultierenden Kundennutzen sind die neuen Spindelgenerationen speedMASTER, compactMASTER und powerMASTER mit einer Erhöhung der laufzeitgebundenen Gewährleistung auf nun 10.000 Spindelstunden. Zudem verbessert der Einsatz von innovativen Kühlkonzepten die Genauigkeit um bis zu 20%. Auch die 100-stündige Qualitätsprüfung nach strengen Kriterien und unter Abbildung realitätsnaher Fertigungsbedingungen sowie die fünf Tage Anlaufunterstützung für unsere Technologiemaschinen sind feste Bestandteile unseres etablierten "First Quality-Standards".

Wirtschaftsbericht

Die Weltkonjunktur hat in 2015 an Dynamik verloren. In Asien belastet die wirtschaftliche Schwächephase Chinas das Wirtschaftswachstum. In den USA setzte die Wirtschaft ihre Erholung fort. Der Euroraum befindet sich weiter auf einem moderaten Wachstumskurs. Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen war stark durch Wechselkursschwankungen beeinflußt und stagnierte insgesamt.

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Weltkonjunktur hat im Berichtsjahr 2015 an Dynamik verloren; die wirtschaftliche Schwächephase in China, die Rezession in wichtigen Schwellenländern - wie Russland und Brasilien - und die Konflikte im Nahen Osten belasten die Weltwirtschaft. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel war das Wirtschaftswachstum 2015 mit 3,1% auf dem niedrigsten Niveau seit 2009 (Vorjahr: +3,5%). Die Wirtschaft in Asien expandierte mit 6,5% Wachstum insgesamt langsamer als im Vorjahr (+6,9%). Laut IfW erreichte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China erstmals nur ein Plus von 6,8% (Vorjahr: +7,4%); im März hatte die Volksrepublik noch ein Wachstumsziel von +7,0% ausgegeben. In Japan ist die Wirtschaft im Berichtsjahr hingegen wieder gewachsen (+0,7%; Vorjahr: -0,1%). In den asiatischen Schwellenländern erreichte das Wirtschaftswachstum das Vorjahresniveau. Insgesamt war das Wachstum wie im Vorjahr in Asien am stärksten.

Für Europa prognostiziert das IfW einen Anstieg des Wirtschaftswachstums auf 1,9% (Vorjahr: +1,3%). Die Entwicklung wurde vor allem durch Deutschland (+1,7%), Großbritannien (+2,4%) und Spanien (+3,1%) getragen. Auch die Staaten in Osteuropa verzeichneten zuletzt höhere Wachtumsraten. In den USA setzte die Wirtschaft ihre Erholung fort. Das BIP nahm im Gesamtjahr laut IfW um 2,5% (Vorjahr: +2,4%) zu. Das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften in Lateinamerika verlief angesichts sinkender Rohstoffpreise nur gedämpft; Brasilien und Venezuela befinden sich sogar in der Rezession. Der Euroraum verzeichnete im Berichtsjahr 2015 abermals eine moderate wirtschaftliche Entwicklung. Obwohl alle Mitgliedsstaaten die Rezession überwunden haben, ist die konjunkturelle Dynamik insgesamt noch gering. Das BIP-Wachstum wird im Jahr 2015 voraussichtlich nur +1,5% (Vorjahr: +0,9%) betragen.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Institut für Wirtschaft (IfW), Kiel.

C. 01 BRUTTOINLANDSPRODUKT IN DEUTSCHLAND REALE VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER DEM VORJAHR IN %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

In Deutschland folgte die Wirtschaft einem moderaten Aufwärtstrend: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das BIP im Jahr 2015 leicht um 1,7% (Vorjahr: +1,6%). Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen um 3,6% zu und trugen damit etwas weniger zum wirtschaftlichen Wachstum bei als im Vorjahr (+4,5%). Die folgende Grafik zeigt den Mehrjahresvergleich:

C. 02 AUSRÜSTUNGSINVESTITIONEN IN DEUTSCHLAND REALE VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER DEM VORJAHR IN %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

Das internationale Geschäft des DMG MORI-Konzerns wird von den Wechselkursen des Euros beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der japanische Yen und der russische Rubel. Verglichen mit dem Vorjahr veränderten sich die Devisenkurse dieser Währungen wie folgt:

Der Euro verbilligte sich gegenüber dem Dollar stark und schloss zum Jahresende mit 1,09 USD (Vorjahr: 1,21 USD). Gegenüber dem japanischen Yen wertete der Euro ab und schloss mit einem Wechselkurs von 131,07 Yen (Vorjahr: 145,23 Yen). Der russische Rubel wertete gegenüber dem EUR ab und schloss mit einem Wechselkurs von 80,67 RUB (Vorjahr: 72,34 RUB).

Die Durchschnittskurse im Berichtszeitraum zeigten eine ähnliche Entwicklung: Der Mittelwert des US-Dollar lag gegenüber dem Euro bei 1,11 USD (Vorjahr: 1,33 USD). Der Mittelwert des Euro gegenüber dem Yen betrug 134,31 Yen (Vorjahr: 140,31 Yen). Der Mittelwert gegenüber dem russischen Rubel betrug 68,07 RUB (Vorjahr: 50,95 RUB).

So verzeichnete der Mittelwert des Euro einen Wertverlust von 16,5% zum US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem japanischen Yen erzielte der Euro einen Wertverlust von 4,3%. Gegenüber dem russischen Rubel erzielte der Euro einen erheblichen Wertgewinn von 33,6%. Für die Kunden in den USA und den dollarabhängigen Märkten haben sich die Preise der Produkte aus unserer europäischen Fertigung somit deutlich verringert, wohingegen sich die Preise für die russischen Märkte deutlich erhöht haben.

Entwicklung des Werkzeugmaschinenbaus

Internationale Entwicklung

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen war nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2015 stark von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Rechnerisch betrug das Markvolumen auf Eurobasis 67,3 MRD € (Vorjahr: 62,9 MRD €). Bewertet nach den für den Verbrauch maßgeblichen lokalen Währungen sank das Marktvolumen jedoch um 0,4%. Hauptursache hierfür war die Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, dem chinesischen Renminbi, dem japanischen Yen und dem koreanischen Won.

Asien verzeichnete im abgelaufenen Berichtsjahr in lokalen Währungen einen Rückgang von 5,3% (Vorjahr: +6,9%; in Euro: +7,8%). In Nord- und Südamerika war die Entwicklung im Jahr 2015 mit -3,6% ebenfalls rückläufig (Vorjahr: -6,1%, in Euro: +10,7%). In Europa sank die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen um 2,6% (Vorjahr: +6,8%).

Im weltweit größten Markt China sank der Werkzeugmaschinenverbrauch in Renminbi um -11,4% (in Euro: +4,0%). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen, verzeichneten einen Rückgang in US-Dollar von 15,6% (in Euro: +1,1%). Im drittgrößten Markt Deutschland stieg der Verbrauch im Berichtsjahr um 4,7%. Japan liegt mit einem in Yen gemessenen Anstieg von 26,5% auf Rang vier (in Euro: +32,1%). Südkorea belegte wie im Vorjahr Rang fünf mit einem in Won gemessenen Rückgang von 2,8% (in Euro: +8,1%). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte machten im Berichtsjahr, auf Eurobasis berechnet, 79% des Weltwerkzeugmaschinenverbrauchs aus. Die folgende Grafik zeigt sie im Überblick:

C. 03 WELTWEITER VERBRAUCH VON WERKZEUGMASCHINEN IN %*

* Werte 2014 revidiert, Werte 2015 rein rechnerisch auf Eurobasis. Eine Korrektur der Werte ist nach Angaben des VDW nicht ausgeschlossen. ** gerundete Werte/Hinweis 2014: Rang 7 Russland; Rang 8 Mexiko; Rang 9 Indien; Rang 10 Thailand.

Für die Weltproduktion berechnete der VDW auf Eurobasis rechnerisch ein Volumen von 67,3 MRD € (Vorjahr: 62,9 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2015 war trotz eines Rückgangs in Renminbi von 6,0% wieder China (in Euro: +10,3%). In Japan stieg die Produktion in Yen um 5,0% (in Euro: +9,7%). Deutschland war wiederum drittgrößter Produzent und verzeichnete einen Produktionsanstieg von 2,1%. Auf Eurobasis stehen die zehn bedeutendsten Produktionsländer wie im Vorjahr für insgesamt 90% aller Werkzeugmaschinen. In den wichtigsten Märkten entwickelten sich die Produktionsanteile wie folgt:

WERKZEUGMASCHINEN* IN %

* Werte 2014 revidiert. Werte 2015 rein rechnerisch auf Eurobasis. Eine Korrektur der Werte ist nach Angaben des VDW nicht ausgeschlossen.

Quellen: Grundlage der Welt-Werkzeugmaschinenstatistik sind die vom VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) veröffentlichten Daten (ohne Teile und Zubehör). Sie werden von den nationalen Herstellerverbänden der einzelnen Länder abgefragt und beruhen auf den laufenden Ist-Werten bzw. für den Rest des Jahres auf sorgfältigen Schätzungen anhand der revidierten Werte des Vorjahres. Die Daten sind vorläufig und werden im Laufe des Jahres einer Korrektur unterzogen. Stand: 22.02.2016

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie

Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die Erhebung zeigt für die Hauptabnehmerbranchen (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau und Elektrotechnik) mehrheitlich Indexwerte leicht unter dem Level des Vorjahrs an. Darin spiegelt sich die momentan ungewisse wirtschaftliche Lage wider.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete im Jahr 2015 stabile Auftragseingänge, eine steigende Produktion sowie steigende Umsätze. Mit 14,9 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 14,8 MRD €; +1,0%). Dabei sank die Inlandsnachfrage um 1,0% (Vorjahr: +6,0%), die Nachfrage aus dem Ausland nahm um 2,0% zu (Vorjahr: +4,0%). Für den Auftragseingang bei spanenden Maschinen weist der VDW ein Wachstum von 3,0% (Vorjahr: +4,0%) aus. Im Bereich der umformenden Maschinen sank der Auftragseingang um 6,0% (Vorjahr: +5,0%).# C. 05 WERKZEUGMASCHINEN-AUFTRAGSEINGANG IN DEUTSCHLAND PRO QUARTAL* REALE VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER DEM VORJAHR IN %

  • Vorjahreswerte teilweise revidiert

Die Produktion erreichte ein Volumen von 13,8 MRD € und lag damit um 0,5 MRD € über dem Vorjahresniveau. Maschinen im Wert von 9,4 MRD € wurden ausgeführt (Vorjahr: 9,1 MRD €), der Export nahm damit um 4,3% gegenüber dem Vorjahr zu; die Exportquote blieb bei 68%. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 2,1 MRD € (Vorjahr: 2,3 MRD €), dies entspricht 22% der deutschen Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 25%). Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,0 MRD € Rang zwei (Vorjahr: 0,9 MRD €, Exportanteil: 10%). Italien war mit 0,4 MRD € der drittwichtigste Exportmarkt (Vorjahr: 0,3 MRD €; Exportanteil: 5%). Die Entwicklung und Zusammensetzung der deutschen Werkzeugmaschinenproduktion zeigt der folgende Mehrjahresvergleich:

C. 06 DEUTSCHE WERKZEUGMASCHINENPRODUKTION IN MRD €

Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um 0,2 MRD € bzw. 5,0% auf 3,3 MRD € (Vorjahr: 3,1 MRD €). Mit einem Importanteil von 29% kam beinahe jede dritte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen der Top-3 Importländer folgten Japan (11%) und Italien (8%). Der Inlandsverbrauch stieg um 0,4 MRD € (+4,7%) auf 7,7 MRD € (Vorjahr: 7,3 MRD €). Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller gesunken. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 88,2% (Vorjahr: 90,1%). Die Reichweite des Auftragsbestands ist im Jahresverlauf ebenfalls leicht gesunken: Sie lag durchschnittlich bei 6,8 Monaten (Vorjahr: 7,3 Monate). Diese rechnerisch ermittelte Reichweite stellt einen Durchschnittswert der Branche dar. Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinen-Unternehmen stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt auf 68.521 (Vorjahr: 67.514). Verlässliche Aussagen zur Ertragslage der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie lassen sich schwer treffen, da nur einzelne Unternehmen entsprechende Zahlen publizieren. Daher ist der Verband auf Schätzungen angewiesen.

Gesamtaussage des Vorstands zu den Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat im Berichtsjahr 2015 an Dynamik verloren; die wirtschaftliche Schwächephase in China, die Rezession in wichtigen Schwellenländern - wie Russland und Brasilien - und die Konflikte im Nahen Osten belasten die Weltwirtschaft. In Deutschland folgte die Wirtschaft einem moderaten Aufwärtstrend: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 leicht um 1,7% (Vorjahr: +1,6%). Das internationale Geschäft des DMG MORI-Konzerns wird von den Wechselkursen des Euros beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der japanische Yen und der russische Rubel. So verzeichnete der Mittelwert des Euro einen Wertverlust von 16,5% zum US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Gegenüber dem japanischen Yen erzielte der Euro einen Wertverlust von 4,3%. Gegenüber dem russischen Rubel erzielte der Euro einen Wertgewinn von 33,6%. Für die Kunden in den USA, den dollarabhängigen Märkten sowie in China haben sich die Preise der Produkte aus unserer europäischen Fertigung somit deutlich verringert, wohingegen sich die Preise für die russischen Märkte deutlich erhöht haben. Diese wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten einen erheblichen Effekt auch auf unser Geschäft. Die Kundenbedürfnisse in unserer Branche verlangen zunehmend nach individuellen Angeboten - von der Entry-Maschine bis hin zu komplexen Technologielösungen sowie umfassenden Serviceleistungen. So entwickeln wir als ein führender Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen technologisch anspruchsvolle Produkte auf Basis regionaler Marktanforderungen und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot an Werkzeugmaschinen sowie perfekt abgestimmte Service-Produkte für den gesamten Maschinenlebenszyklus.

Branchensituation und Wettbewerbsumfeld

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen war nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2015 stark durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Rechnerisch betrug das Marktvolumen auf Eurobasis 67,3 MRD € (Vorjahr: 62,9 MRD €). Bewertet nach den für den Verbrauch maßgeblichen lokalen Währungen sank das Marktvolumen jedoch um 0,4%. Unsere Position als ein Marktführer im Werkzeugmaschinengeschäft konnten wir trotz des herausfordernden Marktumfelds behaupten. Dazu trug auch die vertiefte Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED bei.

Welche Auswirkungen die verschiedenen wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf unser Geschäft haben, veranschaulicht die folgende Übersicht:

C. 07 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN AUF DIE GESCHÄFTSENTWICKLUNG IN 2015

Einflussfaktor Auswirkung
Steigendes Bruttoinlandsprodukt +
Stabiler Geschäftsklimaindex 0
Devisenkurse (schwächerer Euro) +
Steigende Ausrüstungsinvestitionen +
Stagnierender Werkzeugmaschinenmarkt -

Auswirkungen der Einflussfaktoren: ++ = sehr positiv, + = positiv, 0 = neutral, - = negativ, -- = sehr negativ

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatz

Der Umsatz des DMG MORI-Konzerns betrug im Berichtsjahr 2.304,7 MIO € und lag damit um 75,7 MIO € bzw. 3% über dem Rekordniveau des Vorjahres (Vorjahr: 2.229,0 MIO €). Im vierten Quartal belief sich der Umsatz auf 655,9 MIO € (Vorjahr: 666,6 MIO €). Im Kernsegment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz um 6,1 MIO € auf 1.264,5 MIO € (Vorjahr: 1.258,4 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 372,1 MIO € (Vorjahresquartal: 395,1 MIO €). Erneut positiv entwickelte sich auch das Segment "Industrielle Dienstleistungen" mit einer Umsatzsteigerung von 69,6 MIO € bzw. 7% auf 1.040,0 MIO € (Vorjahr: 970,4 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services stieg um 63,8 MIO € auf 996,5 MIO € (Vorjahr: 932,7 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten unseres japanischen Partners erhöhte sich auf 463,3 MIO € (Vorjahr: 421,8 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 43,5 MIO € (Vorjahr: 37,7 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" 283,8 MIO € (Vorjahresquartal: 271,5 MIO €). Die Auslandsumsätze des Konzerns erhöhten sich um 6% auf 1.542,6 MIO €. Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 762,1 MIO €. Die Exportquote stieg auf 67% (Vorjahr: 65%). Im Mehrjahresvergleich waren die Segmente wie folgt am Umsatz des Konzerns beteiligt:

C. 08 UMSATZ DMG MORI-KONZERN IN MIO €

Auftragseingang

In einem herausfordernden Marktumfeld erzielten wir einen Auftragseingang von 2.282,8 MIO € (Vorjahr: 2.331,4 MIO €; -2%). Im vierten Quartal betrug der Auftragseingang 540,8 MIO € (Vorjahr: 590,6 MIO €). Die Bestellungen im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen im Berichtsjahr bei 1.212,5 MIO € (Vorjahr: 1.256,5 MIO €). Der Auftragseingang wurde durch Stornierungen beeinflusst. Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 1.070,1 MIO € (Vorjahr: 1.074,7 MIO €); davon entfielen 1.021,2 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.031,3 MIO €). Die hier enthaltenen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED betrugen 405,7 MIO € (Vorjahr: 442,5 MIO €). Das originäre Servicegeschäft entwickelte sich positiv. Im Bereich Energy Solutions lagen die Bestellungen bei 48,9 MIO € (Vorjahr: 43,4 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland betrugen 785,0 MIO € (Vorjahr: 814,5 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 1.497,8 MIO € (Vorjahr: 1.516,9 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 66% (Vorjahr: 65%). Im Mehrjahresvergleich waren die Segmente wie folgt am Auftragseingang des Konzerns beteiligt:

C. 09 AUFTRAGSEINGANG DMG MORI-KONZERN IN MIO €

In den einzelnen Marktregionen entwickelten sich die Auftragseingänge wie folgt:

C. 10 AUFTRAGSEINGANG DMG MORI-KONZERN NACH REGIONEN IN %

Mit 7.386 verkauften Maschinen lagen die Bestellungen unter dem Wert des Vorjahres (7.673 Maschinen). Die Maschinen wurden an 5.365 verschiedene Kunden ausgeliefert (Vorjahr: 5.473). Wir haben die Absatzpreise im Berichtsjahr über das gesamte Produktprogramm um rund 3% angehoben. Das Global Key Account Management leistete mit einem Anteil von 16% am Auftragseingang erneut einen wesentlichen Beitrag (Vorjahr: 14%).

Auftragsbestand

Am 31. Dezember 2015 betrug der Auftragsbestand im Konzern 884,2 MIO €; er lag damit um 250,1 MIO € bzw. um 22% unter dem Vorjahreswert (1.134,3 MIO €). Bei der Ermittlung des Auftragsbestands erfolgte bereits im zweiten Quartal 2015 im Zusammenhang mit der mehrheitlichen Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED sowie zur besseren Transparenz eine methodische Umstellung. Im Auftragsbestand werden Aufträge für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED, die nur in Provisionshöhe bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zu Umsatz führen, nicht mehr berücksichtigt. Der Inlandsbestand betrug 335,7 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 312,8 MIO €). Der Auslandsbestand reduzierte sich um 273,0 MIO € auf 548,5 MIO € (Vorjahr: 821,5 MIO €); von den vorliegenden Bestellungen entfielen 62% auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 72%). In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand unterschiedlich: Bei den "Werkzeugmaschinen" lag er bei 478,1 MIO € (31.12.2014: 530,1 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2015 einen Auftragsbestand von insgesamt 406,1 MIO € (Vorjahr: 604,2 MIO €); davon entfielen 387,8 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 591,3 MIO €). Der Auftragsbestand der Energy Solutions belief sich auf 18,3 MIO € (Vorjahr: 12,9 MIO €). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Auftragsbestands im Mehrjahresvergleich:

C.# AUFTRAGSBESTAND DMG MORI-KONZERN IN MIO €

Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa vier Monaten - eine gute Grundauslastung für das laufende Geschäftsjahr. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf.

Erfolgreiche Abschlüsse auf EMO 2015 in Mailand

Mit einem Auftragseingang von 106,9 MIO € konnte die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine positive Bilanz aus der EMO 2015 in Mailand ziehen. Diese bedeutende Leitmesse der Werkzeugmaschinenbranche war mit 78% mehr Fachbesuchern auf dem DMG MORI Messestand als auf der letzten EMO in Mailand (2009) ein voller Erfolg.

Ertragslage

Die Ertragslage des DMG MORI-Konzerns entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt: Das EBITDA erhöhte sich um 5% auf 243,1 MIO € (Vorjahr: 232,5 MIO €); das EBIT betrug 185,9 MIO € (Vorjahr: 182,6 MIO €) und das EBT stieg um 24% auf 217,3 MIO € (Vorjahr: 175,3 MIO €). Das EBT wurde einmalig durch den Gewinn (37,8 MIO €) aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im vierten Quartal positiv beeinflusst. Gleichwohl ist das EBT auch ohne diesen Sondereffekt um 4,2 MIO € auf 179,5 MIO € gestiegen. Damit wurde das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Jahresüberschuss im Konzern erreichte 159,6 MIO € (+32%; Vorjahr: 121,1 MIO €). Im vierten Quartal erreichte das EBITDA 91,2 MIO € (Vorjahr: 86,6 MIO €), das EBIT betrug 74,4 MIO € (Vorjahr: 70,9 MIO €). Das EBT erhöhte sich auf 108,5 MIO € (Vorjahr: 68,6 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 84,5 MIO € (Vorjahr: 47,4 MIO €).

C. 12 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DMG MORI-KONZERN

2015 2014 Veränderungen gegenüber Vorjahr
MIO € % MIO € % MIO € %
Gesamtleistung 2.352,0 100,0 2.262,3 100,0 89,7 4,0
Umsatzerlöse 2.304,7 98,0 2.229,0 98,5 75,7 3,4
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 33,5 1,4 17,2 0,8 16,3 94,8
Aktivierte Eigenleistungen 13,8 0,6 16,1 0,7 -2,3 14,3
Materialeinsatz -1.211,4 -51,5 -1.190,0 -52,6 -21,4 1,8
Rohertrag 1.140,6 48,5 1.072,3 47,4 68,3 6,4
Personalaufwendungen -545,5 -23,2 -506,1 -22,4 -39,4 7,8
Übrige Aufwendungen und Erträge -352,0 -15,0 -333,7 -14,7 -18,3 5,5
EBITDA 243,1 10,3 232,5 10,3 10,6 4,6
Abschreibungen auf Anlagevermögen -57,2 -2,4 -49,9 -2,2 -7,3 14,6
EBIT 185,9 7,9 182,6 8,1 3,3 1,8
Finanzergebnis 30,8 1,3 -7,9 -0,3 38,7 489,9
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 0,6 0,0 0,6 0,0 0,0 0,0
EBT 217,3 9,2 175,3 7,8 42,0 24,0
Ertragsteuern -57,7 -2,4 -54,2 -2,4 -3,5 6,5
Jahresüberschuss 159,6 6,8 121,1 5,4 38,5 31,8

Die Gesamtleistung stieg im Geschäftsjahr 2015 auf 2.352,0 MIO €; sie lag damit um 89,7 MIO € bzw. 4,0% über dem Wert des Vorjahres (2.262,3 MIO €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den um 75,7 MIO € bzw. 3,4% höheren Umsatzerlösen (Vorjahr: 2.229,0 MIO €). Die Materialquote betrug 51,5% (Vorjahr: 52,6%). Die Materialaufwendungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 21,4 MIO € bzw. 1,8% auf 1.211,4 MIO € (Vorjahr: 1.190,0 MIO €). Der Rohertrag erhöhte sich um 68,3 MIO € bzw. 6,4% auf 1.140,6 MIO € (Vorjahr: 1.072,3 MIO €). Die Personalquote betrug 23,2% (Vorjahr: 22,4%). Die Personalaufwendungen stiegen bedingt durch die gestiegene Mitarbeiterzahl um 39,4 MIO € auf 545,5 MIO € (Vorjahr: 506,1 MIO €). Der Saldo der Übrigen Erträge und Aufwendungen betrug -352,0 MIO € (Vorjahr: -333,7 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 129,9 MIO € (Vorjahr: 75,8 MIO €); sie beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Währungsgewinne (65,9 MIO €; Vorjahr: 26,4 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu sehen sind. Im Geschäftsjahr 2015 entstand saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von 4,6 MIO € (Vorjahr: 3,1 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 72,4 MIO € auf 481,9 MIO € (Vorjahr: 409,5 MIO €). Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aufgrund umsatzabhängiger Aufwendungen sowie höherer Währungsverluste (61,3 MIO €; Vorjahr: 23,3 MIO €). Die Abschreibungen betrugen bei einem weiterhin hohen Investitionsvolumen 57,2 MIO € (Vorjahr: 49,9 MIO €). Das Finanzergebnis erhöhte sich deutlich um 38,7 MIO € auf 30,8 MIO € (Vorjahr: -7,9 MIO €). Hierzu trugen insbesondere die Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (37,8 MIO €) sowie ein Rückgang der Zinsaufwendungen um 1,7 MIO € auf 8,0 MIO € (Vorjahr: 9,7 MIO €) bei. Die Steuerquote reduzierte sich auf 26,5% (Vorjahr: 30,9%). Die Verbesserung resultiert aus dem steuerfreien Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Steueraufwand betrug 57,7 MIO € (Vorjahr: 54,2 MIO €).

C. 13 MARGENENTWICKLUNG DES DMG MORI-KONZERNS IN %

Die auf Basis der Gesamtleistung ermittelten Ergebnismargen haben sich wie folgt entwickelt: Die Rohertragsmarge betrug 48,5% (Vorjahr: 47,4%). Die EBITDA-Marge erreichte 10,3% (Vorjahr: 10,3%), die EBIT-Marge 7,9% (Vorjahr: 8,1%) und die EBT-Marge betrug 9,2% (Vorjahr: 7,8%). Unter Berücksichtigung des Steueraufwands betrug die Marge des Jahresüberschusses 6,8% (Vorjahr: 5,4%).

C. 14 VERTEILUNG DER WERTSCHÖPFUNG IM DMG MORI-KONZERN IN %

Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Wertschöpfung des DMG MORI-Konzerns 770,8 MIO € und ist damit um 81,0 MIO € gegenüber dem Vorjahr gestiegen (689,8 MIO €). In den Übrigen Erlösen sind die Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (37,8 MIO €) berücksichtigt.

C. 15 WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG DES DMG MORI-KONZERNS

2015 2014 Veränderungen gegenüber Vorjahr
MIO € % MIO € % MIO € %
Entstehung
Umsatzerlöse 2.304,7 91,5 2.229,0 95,3 75,7 3,4
Übrige Erlöse 215,0 8,5 109,1 4,7 105,9 97,1
Betriebsleistung 2.519,7 100,0 2.338,1 100,0 181,6 7,8
Materialaufwand 1.211,4 48,1 1.190,0 50,9 21,4 1,8
Abschreibungen 57,2 2,3 49,9 2,1 7,3 14,6
Übrige Aufwendungen 480,3 19,0 408,4 17,5 71,9 17,6
Vorleistungen 1.748,9 69,4 1.648,3 70,5 100,6 6,1
Wertschöpfung 770,8 30,6 689,8 29,5 81,0 11,7
Verteilung
Mitarbeiter 547,1 71,0 507,2 73,5 39,9 7,9
Unternehmen 112,3 14,6 77,7 11,3 34,6 44,5
Darlehensgeber 6,4 0,8 7,3 1,1 -0,9 -12,3
Aktionäre/Gesellschafter 47,3 6,1 43,4 6,2 3,9 9,0
Öffentliche Hand 57,7 7,5 54,2 7,9 3,5 6,5
Wertschöpfung 770,8 100,0 689,8 100,0 81,0 11,7

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns entwickelte sich im Berichtsjahr insgesamt positiv: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) betrug im Geschäftsjahr 142.7 MIO € (Vorjahr: 170,6 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 217,3 MIO € (Vorjahr: 175,3 MIO €) und die Abschreibungen von 57,2 MIO € (Vorjahr: 49,9 MIO €) bei. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 21.7 MIO € führte zu einer Verbesserung des Cashflows. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 46,5 MIO € sowie die Erhöhung der Vorräte um 27,2 MIO € reduzierten den Cashflow. Die Auszahlungen für Ertragsteuern (49,4 MIO €) und Zinsen (9,7 MIO €) verminderten den Cashflow.

C. 16 CASHFLOW

2015 MIO € 2014 MIO €
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 142,7 170,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 18,9 -145,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -44,3 39,0
Veränderung Zahlungsmittel 119,1 61,9
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 433,0 371,1
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 552,1 433,0

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelzufluss) betrug +18,9 MIO € (Vorjahr: -145,3 MIO €). Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Einzahlungen des Verkaufs der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 153,7 MIO €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen lagen bei 124,0 MIO € (Vorjahr: 111,5 MIO €) und in Immaterielle Vermögenswerte bei 14,8 MIO € (Vorjahr: 16,4 MIO €); die Schwerpunkte bildeten die in den Vorjahren begonnenen und im Rahmen der Bezugsrechtskapitalerhöhung 2013 angekündigten Bauprojekte, die Ende 2016 fertiggestellt sind.

C. 17 FREE CASHFLOW

2015 MIO € 2014 MIO €
Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 142,7 170,6
Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit -110,7 -84,5
Free Cashflow 32,0 86,1

Der Free Cashflow war mit 32,0 MIO € (Vorjahr: 86,1 MIO €) positiv. Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit; dabei bleiben Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Finanzanlagevermögen (153,7 MIO €; Vorjahr: -19,2 MIO €) und Auszahlungen (-24,1 MIO €; Vorjahr: -41,6 MIO €) in Sachanlagen, die über Darlehen finanziert sind, unberücksichtigt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -44,3 MIO € (Vorjahr: 39,0 MIO €) und ergibt sich im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung im Mai 2015 in Höhe von 43,4 MIO € (Vorjahr: 39,4 MIO €). Im Vorjahr wurde der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit durch den Verkauf eigener Aktien (38,6 MIO €) sowie der Aufnahme von Finanzschulden (40,0 MIO €) positiv beeinflusst. Aus der Veränderung der Cashflows resultiert zum 31. Dezember 2015 eine Erhöhung an flüssigen Mitteln um 119,1 MIO € auf 552,1 MIO € (Vorjahr: 433,0 MIO €); damit verfügt der DMG MORI-Konzern zum Jahresende über eine gute Liquidität. Zum 31. Dezember 2015 ergibt sich ein Finanzmittelüberschuss von 500,3 MIO € (Vorjahr: 380,8 MIO €). Der DMG MORI-Konzern deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrugen im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 726,4 MIO €. Wesentliche Bestandteile waren die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 450,0 MIO € mit einer Laufzeit bis zum August 2016, weitere Avallinien von 53,3 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 167,5 MIO €.# 10-K Filing

Financing

In February 2016, a new syndicated credit line with a volume of €500.0 million and a term of five years (until February 2021) was concluded. It consists of a cash tranche of €200.0 million and a guarantee tranche of €300.0 million. This prematurely and completely replaced the syndicated credit line expiring in August 2016. The new syndicated credit was concluded with a consortium of international banks on improved terms. Factoring remains an important component of our financing mix. In addition to the financing effect, it allows us to optimize debtor management processes. Furthermore, we have some long-term loans and short-term bilateral financing commitments to individual subsidiaries with a total volume of €55.6 million (previous year: €71.7 million). For operational business, the DMG MORI Group requires guarantee lines to issue advance payment and performance bonds. The DMG MORI Group does not have a corporate rating, as we do not plan any capital market financings and a corresponding rating would involve considerable costs. Our financings include market-standard agreements for compliance with certain key figures (covenants). All covenants were met as of December 31, 2015. Financing is supplemented by off-balance-sheet operating lease agreements. The sum of future obligations from operating lease agreements amounts to €65.0 million (previous year: €60.9 million). With this financing mix, we have sufficient credit lines to provide the necessary liquidity for our business. No strategic financing measures are planned for 2016, as the seasonally required liquidity can be covered by existing financial resources. The DMG MORI Group's financing is centralized. Local financing is only concluded in individual cases if group financing is not advantageous due to legal frameworks. Cash pooling is used to deploy liquidity surpluses from subsidiaries cost-effectively within the Group.

Financial Position

The asset and capital structure developed as follows in the reporting year: The total assets increased by €54.1 million to €2,283.9 million (previous year: €2,229.8 million). On the liabilities side, equity increased by €91.4 million to €1,357.5 million (previous year: €1,266.1 million). The increase is mainly due to the net profit for the year amounting to €159.6 million. The equity ratio was 59.4% (previous year: 56.8%).

C. 18 BALANCE SHEET OF THE DMG MORI GROUP

31.12.2015 31.12.2014 Changes compared to previous year
MIO € % % %
Assets
Long-term assets
Fixed assets 742.7 32.5 810.9 36.4
Long-term receivables and other assets 103.7 4.6 69.1 3.1
846.4 37.1 880.0 39.5
Short-term assets
Inventories 522.3 22.8 495.3 22.2
Short-term receivables and other assets 363.1 15.9 421.5 18.9
Cash and cash equivalents 552.1 24.2 433.0 19.4
1,437.5 62.9 1,349.8 60.5
Total assets 2,283.9 100.0 2,229.8 100.0
Liabilities
Long-term financing
Equity 1,357.5 59.4 1,266.1 56.8
Debt
Long-term provisions 77.4 3.4 79.6 3.6
Long-term liabilities 54.0 2.4 52.8 2.3
131.4 5.8 132.4 5.9
1,488.9 65.2 1,398.5 62.7
Short-term financing
Short-term provisions 216.5 9.5 197.0 8.9
Short-term liabilities 578.5 25.3 634.3 28.4
795.0 34.8 831.3 37.3
Total liabilities 2,283.9 100.0 2,229.8 100.0

On the asset side, fixed assets decreased by €68.2 million or 8.4% to €742.7 million (previous year: €810.9 million). Property, plant, and equipment increased by €68.5 million to €463.7 million (previous year: €395.2 million) due to our construction projects. Intangible assets decreased by €4.1 million to €209.9 million (previous year: €214.0 million). Financial assets significantly decreased by €132.6 million to €69.1 million (previous year: €201.7 million). The decrease in financial assets is mainly due to the sale of shares in DMG MORI COMPANY LIMITED in the fourth quarter, which had a value of €133.1 million as of December 31, 2014. Long-term receivables and other assets increased by €34.6 million to €103.7 million (previous year: €69.1 million). The increase is mainly due to the reclassification of assets amounting to €36.5 million, which were reported as held for sale under short-term assets in the previous year. Deferred taxes amounted to €53.4 million (previous year: €53.8 million). Inventories increased slightly by 5.5% or €27.0 million to €522.3 million (previous year: €495.3 million) with increased total output. The stock of raw, auxiliary, and operating materials (RHB) increased by €5.7 million to €196.4 million (previous year: €190.7 million). Work in progress increased by €17.5 million to €125.6 million (previous year: €108.1 million) and finished goods and merchandise increased by €4.3 million to €197.6 million (previous year: €193.3 million). The inventory turnover ratio was 4.4 (previous year: 4.5). Overall, the proportion of inventory assets in total assets increased slightly to 22.8% (previous year: 22.2%).

C. 19 ASSET AND CAPITAL STRUCTURE OF THE DMG MORI GROUP IN %

Short-term receivables and other assets decreased by 13.9% or €58.4 million compared to the previous year to €363.1 million (previous year: €421.5 million). Receivables from deliveries and services decreased by €18.8 million to €241.0 million (previous year: €259.8 million). The turnover ratio of receivables from deliveries and services was 9.8 (previous year: 10.3). Other assets decreased by €39.6 million to €122.1 million (previous year: €161.7 million). The decrease is primarily due to the reclassification of assets held for sale to long-term assets. The change in reporting occurred because the sale of assets was no longer highly probable in the short term. Cash and cash equivalents increased as of the balance sheet date to €552.1 million (previous year: €433.0 million), which corresponds to a share of 24.2% of total assets (previous year: 19.4%). In the structure of assets, the proportion of long-term assets decreased by 2.4 percentage points to 37.1% (previous year: 39.5%).

C. 20 STRUCTURE OF ASSETS IN %

On the liabilities side, equity increased by €91.4 million or 7.2% to €1,357.5 million (previous year: €1,266.1 million). The net profit for the year of €159.6 million increased equity, while the dividend payout in May 2015 of €43.4 million led to a reduction. Minority interests in equity amounted to €146.6 million (previous year: €134.7 million). The equity ratio increased by 2.6 percentage points to 59.4% (previous year: 56.8%). As at the previous year's reporting date, we have a surplus of financial resources and thus no gearing. Long-term debt decreased slightly by €1.0 million to €131.4 million (previous year: €132.4 million). The share of total assets decreased by 0.1 percentage points to 5.8% (previous year: 5.9%). Long-term provisions decreased by €2.2 million to €77.4 million. In contrast, long-term liabilities increased by €1.2 million to €54.0 million. The liabilities included deferred taxes of €3.9 million (previous year: €3.9 million). Long-term financing, consisting of equity and long-term debt, increased in the reporting year by €90.4 million or 6.5% to €1,488.9 million. Long-term assets are financed by 175.9% (previous year: 158.9%) through long-term available funds. Short-term financing decreased to €795.0 million (previous year: €831.3 million). Liabilities from deliveries and services decreased as planned by €54.5 million to €360.7 million (previous year: €415.2 million). Advance payments received amounted to €132.9 million (previous year: €139.0 million); the advance payment ratio was 15.0% (previous year: 12.3%). Short-term provisions increased to €216.5 million (previous year: €197.0 million). The sum of property, plant, and equipment and inventories amounting to €1,265.0 million (previous year: €1,306.2 million) is covered by long-term financing at 117.7% (previous year: 107.1%). The structure of liabilities shows an increase in the equity ratio by 2.6 percentage points to 59.4% (previous year: 56.8%) compared to the previous year. The provision ratio increased by 0.4 percentage points to 12.9% (previous year: 12.5%). The liabilities ratio decreased by 3.0 percentage points to 27.7% (previous year: 30.7%). In addition to the assets recognized in the consolidated balance sheet, the Group also uses non-bilanched assets. These primarily relate to certain leased or rented assets (operating leases). We utilize factoring programs within the framework of off-balance-sheet financing instruments. Our long-standing good and trusting relationships with our customers and suppliers are also of particular importance; they provide direct access to the markets relevant to us and make us more independent of short-term market fluctuations.

C. 21 STRUCTURE OF LIABILITIES IN %

Investments

Investments in tangible and intangible assets amounted to €130.6 million, which is below the previous year's level (€136.9 million). Depreciation on fixed assets, taking into account capitalized development costs and finance leases, amounted to €57.2 million, which is above the previous year's level (€49.9 million). The focus of investment activities in the reporting year was on our ongoing major projects: With a Grand Opening, we opened our most modern production plant worldwide in Ulyanovsk (Russia) on September 29.# INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN IM DMG MORI-KONZERN

In dem für die Aerospace- und Automotive-Industrie bedeutenden Industriezentrum Ulyanovsk produzieren wir technologisch hochwertige Dreh- und Fräsmaschinen der ECOLINE-Baureihe für den russischen Markt und den Weltmarkt. Die Fertigstellung unseres Technologiezentrums in Moskau (Russland) schreitet weiter planmäßig voran; es wird voraussichtlich am 23. Mai 2016 eröffnet. Auch in Asien werden wir unsere Marktpräsenz weiter ausbauen. In Südkorea, dem weltweit fünftgrößten Markt für Werkzeugmaschinen, verläuft der Bau unseres neuen Technologiezentrums in Seoul weiterhin wie geplant. Die Eröffnung wird voraussichtlich am 15. Juli 2016 stattfinden. Nach Abschluss dieser Bauvorhaben im laufenden Jahr werden wir das Investitionsniveau deutlich reduzieren. Zudem haben wir im Berichtsjahr unsere Produktionswerke in Schanghai (China) und Pleszew (Polen) modernisiert. Durch die Modernisierung der mechanischen Fertigung in Pleszew konnten wir die Fertigungskompetenzen im Bereich der Präzisions- und Großteilebearbeitung an diesem Standort erweitern. Weitere Investitionsschwerpunkte lagen im vergangenen Jahr in der Bereitstellung von produktionsnotwendigen Werkzeugen, Modellen und Betriebsmitteln sowie in der Entwicklung innovativer Produkte.

DMG MORI eröffnet Produktionswerk in Ulyanovsk (Russland)

Am 29. September haben wir unser hochmodernes Produktionswerk in Ulyanovsk (Russland) eröffnet. Mittelpunkt des 330.000 m2 großen Areals ist das fortschrittlich ausgestattete Fertigungs- und Montagewerk sowie ein modernes Technologie- und Vorführzentrum.

C. 22 INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN IM DMG MORI-KONZERN IN MIO €

2015 2014 2013 2011 2010
Davon Zugang im Finanzanlagevermögen 22,1 106,9 14,8 11,0 -

C. 23 AUFTEILUNG DER INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN IM DMG MORI-KONZERN IN MIO €

2015 2014
MIO € MIO €

Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Kurzform)

Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor.

C. 24 BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

2015 2014
MIO € MIO €
Aktiva
Anlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen 601,7 525,6
Beteiligungen 6,7 180,1
Übriges Anlagevermögen 39,4 40,4
Summe Anlagevermögen 647,8 746,1
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 442,0 474,2
Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 392,6 281,5
Summe Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 834,6 755,7
Bilanzsumme 1.482,4 1.501,8
Passiva
Eigenkapital 968,5 964,8
Rückstellungen 58,0 47,1
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 437,1 478,4
Andere Verbindlichkeiten 18,8 11,5
Summe Verbindlichkeiten 455,9 489,9
Bilanzsumme 1.482,4 1.501,8

Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verminderte sich um 19,4 MIO € auf 1.482,4 MIO € (Vorjahr: 1.501,8 MIO €). Das Anlagevermögen reduzierte sich um 98,3 MIO € auf 647,8 MIO € (Vorjahr: 746,1 MIO €). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem vollständigen Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva stiegen um 78,9 MIO € auf 834,6 MIO € (Vorjahr: 755,7 MIO €) und ergeben sich im Wesentlichen aus dem Bankguthaben, das sich um 111,0 MIO € auf 367,3 MIO € (Vorjahr: 256,3 MIO €) erhöhte. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 3,7 MIO € auf 968,5 MIO € (Vorjahr: 964,8 MIO €). Die Eigenkapitalquote betrug 65,3% (Vorjahr: 64,2%).

C. 25 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

2015 2014
MIO € MIO €
Umsatzerlöse 20,6 15,5
sonstige betriebliche Erträge 28,2 18,8
Übrige Aufwendungen -97,8 -69,0
Erträge aus Finanzanlagen 86,1 125,4
Finanzergebnis 45,8 6,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 82,9 96,7
Außerordentliche Aufwendungen -0,2 -0,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -35,6 -41,5
Jahresergebnis 47,1 55,0
Gewinnvortrag 1,7 0,1
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,0 10,0
Bilanzgewinn 48,8 45,1

Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 83,7 MIO € (Vorjahr: 123,2 MIO €) bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben sowie einem Beteiligungsertrag der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 2,4 MIO € (Vorjahr: 2,2 MIO €). Die Übrigen Aufwendungen erhöhten sich auf 97,8 MIO € (Vorjahr: 69,0 MIO €) und resultierten im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von 35,5 MIO € (Vorjahr: 24,9 MIO €) sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 53,2 MIO € (Vorjahr: 38,0 MIO €). Das Finanzergebnis lag bei 45,8 MIO € (Vorjahr: 6,0 MIO €). Hierzu trugen insbesondere die Erträge aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (37,8 MIO €) bei. Der Steueraufwand reduzierte sich auf 35,6 MIO € (Vorjahr: 41,5 MIO €). Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresergebnis von 47,1 MIO € ab (Vorjahr: 55,0 MIO €). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr und der Einstellung in die Gewinnrücklagen beläuft sich der Bilanzgewinn auf 48,8 MIO € (Vorjahr: 45,1 MIO €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der 114. Hauptversammlung am 6. Mai 2016 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von 0,60 € je Aktie, insgesamt 47,3 MIO €, auszuschütten (Vorjahr: 0,55 € bzw. 43,4 MIO €). Weiterhin wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 1,5 MIO € auf neue Rechnung vorzutragen.

Segmentbericht

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

C. 26 SEGMENT-KENNZAHLEN DES DMG MORI-KONZERNS

2015 2014 Veränderungen 2015 gegenüber 2014
MIO € MIO € MIO €
Umsatz 2.304,7 2.229,0 75,7
Werkzeugmaschinen 1.264,5 1.258,4 6,1
Industrielle Dienstleistungen 1.040,0 970,4 69,6
Corporate Services 0,2 0,2 0,0
Auftragseingang 2.282,8 2.331,4 -48,6
Werkzeugmaschinen 1.212,5 1.256,5 -44,0
Industrielle Dienstleistungen 1.070,1 1.074,7 -4,6
Corporate Services 0,2 0,2 0,0
EBIT 185,9 182,6 3,3
Werkzeugmaschinen 102,6 93,6 9,0
Industrielle Dienstleistungen 126,6 123,8 2,8
Corporate Services -42,6 -34,9 -7,7

"Werkzeugmaschinen"

Das Segment "Werkzeugmaschinen" ist unser Kernsegment und beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC/LASERTEC), ECOLINE, Electronics und DMG MORI Systems. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH in Bielefeld, die GRAZIANO Tortona S.r.l. und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. Unser Full-Line-Drehmaschinenangebot umfasst sechs Produktlinien und reicht von Universal-Drehmaschinen und Drehzentren über Dreh-Fräs-Zentren für die 5-Achs-Komplettbearbeitung bis hin zum Produktionsdrehen mit 4-Achs-Dreh-Fräszentren und Vertikal-Drehmaschinen. Im Automatendrehen bieten wir Mehrspindler- sowie Mehrschlitten-Bearbeitungsmaschinen an. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot im Geschäftsbereich Fräsen konzentriert sich auf neun Produktlinien: von Universal-Fräsmaschinen über Horizontal- und Vertikal-Bearbeitungszentren, Fahrständer- sowie HSC-Präzisionsmaschinen bis hin zu Fräsmaschinen- und Bearbeitungszentren für die 5-Achs-Bearbeitung. Die Produkte der Sauer GmbH im Geschäftsfeld Advanced Technologies mit den Linien ULTRASONIC und LASERTEC lassen sich auf 5-Achs-Bearbeitungsmaschinen adaptieren. Der ECOLINE-Verbund bietet einem breiten globalen Marktsegment den Zugang in die Dreh- und Fräsbearbeitung zu attraktiven Einstiegspreisen. Die vier Produktlinien in diesem zunehmend wichtigen Bereich werden durch die DMG MORI ECOLINE Holding AG, die FAMOT Pleszew Sp. z o.o., die DECKEL MAHO GILDEMEISTER Machine Tools Co., Ltd., Schanghai, und die Ulyanovsk Machine Tools ooo in Russland abgedeckt. Die DMG Electronics GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Softwareentwicklung. Insbesondere die Weiterentwicklung von CELOS und die Adaption auf unser Maschinen-Portfolio stehen derzeit im Fokus. Die DMG MORI Systems GmbH bietet unseren Kunden integrierte Turnkey-Lösungen an. Die Automation gewinnt auch im Mittelstand zunehmend an Bedeutung. Auf Basis des DMG MORI Maschinenportfolios wird das Automationsgeschäft im Geschäftsbereich Systems zusammengefasst. Die Kompetenzen im Systemgeschäft für Großserienfertigung sowie flexible Automatisierungen werden so gebündelt und zukünftig weiter ausgebaut. Unser Montagezentrum befindet sich im wirtschaftlich starken Mittleren Neckarraum bei Stuttgart. Dort sind wir für viele unserer Kunden in guter Reichweite.

C. 27 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"

2015 2014 Veränderungen 2015 gegenüber 2014
MIO € MIO € MIO €
Umsatz Gesamt 1.264,5 1.258,4 6,1
Inland 420,8 444,3 -23,5
Ausland 843,7 814,1 29,6
% Ausland 67 65 -
Auftragseingang Gesamt 1.212,5 1.256,5 -44,0
Inland 417,7 452,8 -35,1
Ausland 794,8 803,7 -8,9
% Ausland 66 64 -
Auftragsbestand* 478,1 530,1 -52,0
Inland 137,3 140,4 -3,1
Ausland 340,8 389,7 -48,9
% Ausland 71 74 -
Investitionen 82,5 71,0 11,5
Mitarbeiter 3.599 3.520 79
zzgl. Auszubildende 259 241 18
Mitarbeiter Gesamt* 3.858 3.761 97
EBITDA 138,7 126,6 12,1
EBIT 102,6 93,6 9,0
EBT 92,1 82,1 10,0

* Stichtag 31.12.

Unser Kernsegment "Werkzeugmaschinen" entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt: Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 372,1 MIO € und lag damit um 6% bzw. 23,0 MIO € unter dem Vorjahreswert (395,1 MIO €).# C. 28 UMSATZVERTEILUNG IM DMG MORI-KONZERN NACH SEGMENTEN IN %

Werkzeugmaschinen

Im Gesamtjahr erzielten die "Werkzeugmaschinen" einen Umsatz von 1.264,5 MIO €; damit konnte der Wert des Vorjahres von 1.258,4 MIO € noch einmal übertroffen werden. Während der Inlandsumsatz um 5% bzw. 23,5 MIO € auf 420,8 MIO € (Vorjahr: 444,3 MIO €) gesunken ist, nahm der Auslandsumsatz um 4% bzw. 29,6 MIO € auf 843,7 MIO € zu (Vorjahr: 814,1 MIO €). Die Auslandsquote betrug 67% (Vorjahr: 65%). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 55% am Umsatz (Vorjahr: 56%). Die Drehtechnologie von GILDEMEISTER trug 12% dazu bei (Vorjahr: 12%). Die Frästechnologie von DECKEL MAHO war mit 33% am Umsatz beteiligt (Vorjahr: 35%); auf ULTRASONIC/LASERTEC entfielen 3% (Vorjahr: 3%). Das Geschäftsfeld ECOLINE trug 7% bei (Vorjahr: 6%). Die Absatzmenge der Neumaschinen ist gegenüber dem Vorjahr um 4% auf 7.076 gesunken (Vorjahr: 7.396). Bezogen auf den Gesamtumsatz des Konzerns waren die "Werkzeugmaschinen' "Industriellen Dienstleistungen" und "Corporate Services" wie folgt beteiligt:

C. 29 ANTEILE DER EINZELNEN SEGMENTE/GESCHÄFTSBEREICHE AN DEN INVESTITIONEN IN %

C. 30 AUFTEILUNG DES INVESTITIONSVOLUMENS NACH INVESTITIONSARTEN IN %

Die Investitionen im Segment "Werkzeugmaschinen" betrugen 82,5 MIO € (Vorjahr: 71,0 MIO €). Mit einem Grand Opening haben wir am 29. September unser weltweit modernstes Produktionswerk in Ulyanovsk (Russland) in Betrieb genommen. Auf dem 330.000 m2 großen Areal befindet sich zudem das moderne Technologie- und Vorführzentrum sowie ein zukunftsweisender Energiepark, durch den bis zu 15% der am Standort benötigten Energie selbst erzeugt werden. Wir produzieren hier technologisch hochwertige Dreh- und Fräsmaschinen der ECOLINE-Baureihe für den russischen und den Weltmarkt. An unserem Produktionsstandort in Seebach haben wir das Porsche Motorsport CNC Competence Center eröffnet und damit einen weiteren Grundstein für die nachhaltige Technologiepartnerschaft zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und dem PORSCHE LMP1 Team gelegt. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr unsere Produktionswerke in Schanghai (China) und Pleszew (Polen) modernisiert. Durch die Modernisierung der mechanischen Fertigung in Pleszew konnten wir die Fertigungskompetenzen im Bereich der Präzisions- und Großteilebearbeitung an diesem Standort erweitern. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung im Bereich der Advanced Technologies haben wir zudem an unserem Produktionsstandort in Idar-Oberstein erste Maßnahmen eingeleitet, den Bereich der Montage und Logistik zu erweitern. Im Zuge der Digitalisierung haben wir begonnen, an allen Produktionsstandorten eigenständige und auf unsere Produktionsprozesse ausgerichtete Shopfloor-Monitore zu installieren. Weitere Investitionsschwerpunkte lagen in der Bereitstellung von produktionsnotwendigen Werkzeugen, Modellen und Betriebsmitteln sowie in der Entwicklung innovativer Produkte. Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 7,3 MIO € (Vorjahr: 7,0 MIO €).

Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.858 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.761 Mitarbeiter). Dies entspricht wie im Vorjahr 52% des gesamten Personals im Konzern. Der Aufbau von 97 Mitarbeitern resultiert hauptsächlich aus der Einstellung von zusätzlichem Personal im Rahmen des Auf- und Ausbaus unseres Produktionsstandorts in Ulyanovsk sowie bei der DMG MORI Systems GmbH in Wernau. Weiterhin wurde der Bereich Advanced Technologies bei der sauer GmbH personell verstärkt. Die Personalquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 19,0% (Vorjahr: 18,3%); der Personalaufwand belief sich auf 240,3 MIO € (Vorjahr: 230,0 MIO €).

Der Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" verlief im vierten Quartal mit 273,7 MIO € leicht unter dem Vorjahresniveau von 276,9 MIO €. Im Gesamtjahr betrug der Auftragseingang 1.212,5 MIO € und lag damit um 44,0 MIO € bzw. 4% unter dem Vorjahreswert (1.256,5 MIO €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf schwächeren Bestelleingängen in Russland, Deutschland sowie in Asien. Im Inland sank der Auftragseingang um 8% bzw. 35,1 MIO € auf 417,7 MIO € (Vorjahr: 452,8 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 794,8 MIO €. Sie nahmen um 1% bzw. 8,9 MIO € gegenüber dem Vorjahr mit 803,7 MIO € ab; der Auslandsanteil betrug 66% (Vorjahr: 64%). Der Anteil der Bestellungen im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 53% (Vorjahr: 54%). Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2015 bei 478,1 MIO € (Vorjahr: 530,1 MIO €). Die Bestände aus dem Inland sanken um 3,1 MIO € auf 137,3 MIO € (Vorjahr: 140,4 MIO €). Die Auslandsaufträge verzeichneten 71% (Vorjahr: 74%); sie nahmen um 48,9 MIO € bzw. 13% auf 340,8 MIO € ab (Vorjahr: 389,7 MIO €). Das EBITDA erreichte 138,7 MIO € (Vorjahr: 126,6 MIO €). Das EBIT stieg auf 102,6 MIO € (Vorjahr: 93,6 MIO €) und das EBT verbesserte sich um 12% auf 92,1 MIO € (Vorjahr: 82,1 MIO €).

"Industrielle Dienstleistungen"

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die unseres Kooperationspartners. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services optimieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Im Bereich der Energy Solutions fokussieren wir uns auf die Geschäftsfelder Energy Efficiency, Service, Components und Speichertechnik.

C. 31 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

2015 MIO € 2014 MIO € Veränderungen 2015 gegenüber 2014 MIO € %
Umsatz Gesamt 1.040,0 970,4 69,6 7
Inland 341,1 334,7 6,4 2
Ausland 698,9 635,7 63,2 10
% Ausland 67 66
Auftragseingang Gesamt 1.070,1 1.074,7 -4,6 0
Inland 367,1 361,5 5,6 2
Ausland 703,0 713,2 -10,2 -1
% Ausland 66 66
Auftragsbestand* Gesamt 406,1 604,2 -198,1 -33
Inland 198,4 172,4 26,0 15
Ausland 207,7 431,8 -224,1 -52
% Ausland 51 71
Investitionen 41,4 60,9 -19,5 -32
Mitarbeiter 3.419 3.283 136 4
zzgl. Auszubildende 61 7 54
Mitarbeiter Gesamt* 3.480 3.290 190 6
EBITDA 144,3 137,6 6,7 5
EBIT 126,6 123,8 2,8 2
EBT 120,9 119,3 1,6 1
  • Stichtag 31.12.

Der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% bzw. 12,3 MIO € auf 283,8 MIO € (Vorjahr: 271,5 MIO €). Im Geschäftsjahr nahm der Umsatz um 7% bzw. 69,6 MIO € auf insgesamt 1.040,0 MIO € (Vorjahr: 970,4 MIO €) zu. Während die Umsätze im Ausland um 10% bzw. 63,2 MIO € auf 698,9 MIO € stiegen (Vorjahr: 635,7 MIO €), nahmen die Umsätze im Inland um 2% bzw. 6,4 MIO € auf 341,1 MIO € (Vorjahr: 334,7 MIO €) zu. Die Auslandsumsätze des Segments hatten einen Anteil von 67% (Vorjahr: 66%). Der Bereich Services steigerte den Umsatz um 63,8 MIO € bzw. 7% auf 996,5 MIO € (Vorjahr: 932,7 MIO €). Der Umsatz im Bereich Energy Solutions betrug 43,5 MIO € (Vorjahr: 37,7 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 45% am Konzernumsatz (Vorjahr: 44%).

Der Auftragseingang lag mit 1.070,1 MIO € auf Vorjahresniveau (1.074,7 MIO €). Dabei betrug der Anteil der Services 1.021,2 MIO € (Vorjahr: 1.031,3 MIO €). Insbesondere der Auftragseingang in unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u.a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) und Vertriebsprovisionen, trugen dazu bei. Er stieg um 26,9 MIO € bzw. 5% auf 615,5 MIO € (Vorjahr: 588,6 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen unseres Kooperationspartners gingen auf 405,7 MIO € (Vorjahr: 442,5 MIO €) zurück. Der Bereich Energy Solutions erzielte einen Auftragseingang von 48,9 MIO € (Vorjahr: 43,4 MIO €). Die Inlandsaufträge bei den "Industriellen Dienstleistungen" stiegen um 2% bzw. 5,6 MIO € auf 367,1 MIO € (Vorjahr: 361,5 MIO €). Aus dem Ausland stammten 66% aller Aufträge; sie betrugen 703,0 MIO € (Vorjahr: 713.2 MIO €). Im Konzern entfielen 47% aller Bestellungen auf die "Industriellen Dienstleistungen" (Vorjahr: 46%).

Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 406,1 MIO € (Vorjahr: 604,2 MIO €). Die Abweichung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der methodischen Umstellung bei der Ermittlung des Auftragsbestands. Ab dem zweiten Quartal 2015 werden Aufträge für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED, die nur in Provisionshöhe bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zu Umsatz führen, nicht mehr im Auftragsbestand berücksichtigt.

Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 144,3 MIO € (Vorjahr: 137,6 MIO €). Das EBIT lag bei 126,6 MIO € (Vorjahr: 123,8 MIO €). Im Bereich Services betrug das EBIT im Geschäftsjahr 127,4 MIO € (Vorjahr: 123,4 MIO €). Insgesamt stieg das EBT der "Industriellen Dienstleistungen" auf 120,9 MIO € (Vorjahr: 119,3 MIO €).

Die Investitionen im Segment "Industrielle Dienstleistungen" beliefen sich auf 41,4 MIO € (Vorjahr: 60,9 MIO €). Zu den Schwerpunkten unserer Investitionstätigkeit zählte der Ausbau unserer internationalen Marktpräsenz: Die Fertigstellung unseres Technologiezentrums in Moskau (Russland) schreitet weiter planmäßig voran; es wird voraussichtlich am 23. Mai 2016 eröffnet. In Südkorea, dem weltweit fünftgrößten Markt für Werkzeugmaschinen, verläuft der Bau unseres neuen Technologiezentrums in Seoul weiterhin wie geplant. Die Eröffnung wird voraussichtlich am 15. Juli 2016 stattfinden. Darüber hinaus haben wir gezielt damit begonnen, unsere weltweiten Showrooms zu modernisieren. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Ausstattung unserer Servicemitarbeiter mit modernsten Werkzeugen und elektronischen Messgeräten.# C. 32 ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag bei 0,9 MIO €. Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 3.480 (Vorjahr: 3.290 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 47% (Vorjahr: 46%). Die um 190 Mitarbeiter gestiegene Personalzahl resultiert insbesondere aus personellen Verstärkungen bei unseren lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Afrika, Indien, Italien und Frankreich sowie bei der DMG MORI Spare Parts. Die Personalquote lag im Segment "Industrielle Dienstleistungen" bei 26,0% (Vorjahr: 25,8%); der Personalaufwand betrug 270,4 MIO € (Vorjahr: 250,6 MIO €).

SEGMENT "CORPORATE SERVICES"

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Hier sind zentrale Funktionen angesiedelt wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen. Diese konzernübergreifenden Holdingfunktionen führen zu Aufwendungen und Umsatzerlösen.

2015 MIO € 2014 MIO € Veränderungen 2015 gegenüber 2014 MIO €
Umsatz 0,2 0,2 0,0
Auftragseingang 0,2 0,2 0,0
Investitionen* 6,7 27,1 -20,4
Mitarbeiter** 124 115 9
EBITDA -39,2 -31,8 -7,4
EBIT -42,6 -34,9 -7,7
EBT 5,0 -26,2 31,2

* 31.12.2014: davon 22,1 MIO € Zugang im Finanzanlagevermögen
** Stichtag 31.12.

Im Segment "Corporate Services" setzten sich sowohl der Umsatz als auch der Auftragseingang in Höhe von jeweils 0,2 MIO € wie im Vorjahr hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen. Auf die "Corporate Services" entfielen wiederum weniger als 0,1% des Umsatzes im Konzern (Vorjahr: <0,1%). Das EBIT betrug -42,6 MIO € (Vorjahr: -34,9 MIO €); darin enthalten sind gestiegene Personalaufwendungen und erhöhte Rechts- und Beratungskosten im Rahmen des Übernahmeangebots der DMG MORI COMPANY LIMITED. Das EBT lag bei 5,0 MIO € (Vorjahr: -26,2 MIO €). Im Berichtsjahr ist hier ein einmaliger Ertrag in Höhe von 37,8 MIO € aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im vierten Quartal enthalten. Das Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr auf 47,2 MIO € (Vorjahr: 8,3 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte im Segment "Corporate Services" beliefen sich auf 6,7 MIO € (Vorjahr: 5,0 MIO €). An unserem Standort in Bielefeld haben wir die Modernisierungsmaßnahmen im Zuge des Energieeffizienzprogramms "DMG MORI 1 5/30" fortgesetzt. Im Mittelpunkt standen dabei die Steigerung der Energieeffizienz und Erneuerung der Licht- und Klimatechnik. Am 31. Dezember 2015 waren im Segment "Corporate Services" 124 Mitarbeiter (Vorjahr: 115 Mitarbeiter) beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 1% (Vorjahr: 2%).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nachhaltigkeit

Der DMG MORI-Konzern sieht sich zu einem nachhaltigen Handeln auf allen Ebenen verpflichtet. Wir stellen uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt. Dieser kommen wir sowohl bei der Entwicklung neuer innovativer Produkte, als auch in unseren Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien nach. Dabei handeln wir stets verantwortungsbewusst und im Rahmen der geltenden Gesetze. Das Gleiche erwarten wir auch von unseren Lieferanten und Geschäftspartnern. Unseren Mitarbeitern bieten wir die Chance sich individuell weiterzuentwickeln. Wir begreifen nachhaltige Entwicklung als fortlaufenden Prozess: Wir entwickeln unsere Strategie stetig weiter und suchen den aktiven Dialog mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Entwicklung von energiesparenden Produkten

Aus Sicht des DMG MORI-Konzerns beinhaltet nachhaltige Energie- und Ressourceneffizienz neben technologischen Innovationen und der emissionsminimierten Herstellung von Maschinen auch die Nachhaltigkeitseigenschaften der Maschine selbst. Den Anteil unserer Produkte, die speziell unter dem Gesichtspunkt der energieeffizienten Nutzung entwickelt worden sind, haben wir stetig erhöht. Ebenso achten wir auf den Einsatz von energieeffizienten Komponenten die zur positiven Energiebilanz unserer Produkte beitragen.

DMG MORI ENERGY SAVING ERHÖHT ENERGIEEFFIZIENZ DER MASCHINEN

Die Energieeffizienz der Maschinen hat in unserem Konzern traditionell einen hohen Stellenwert. Bereits seit Jahren setzen wir Maßstäbe in der Branche und bedienen so die steigende Nachfrage unserer Kunden nach energieeffizienten Werkzeugmaschinen. Unsere Aktivitäten zur Erhöhung der Energieeffizienz fassen wir unter dem Label DMG MORI ENERGY SAVING zusammen; sie erstrecken sich ganzheitlich auf die Bereiche Elektronik, Steuerungstechnik und Mechanik. Die Kombination aus Produktivitätssteigerung und Energieoptimierung ermöglicht eine Energieersparnis von bis zu 30%. Die Ergebnisse des DMG MORI ENERGY SAVING fließen zurzeit bereits in 90% der Hightech-Maschinen unseres Produktportfolios mit ein. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Ausrichtung von Werkzeugmaschinen sind verlässliche Vergleichsanalysen mit den Produkten anderer Branchenunternehmen nicht möglich. Unser App-basiertes Steuerungssystem CELOS ermöglicht unter anderem über die CELOS App "Energy Saving" das automatisierte Energie-Management der Maschinen mit der Hilfe von programmgesteuerten Funktionen für Maschine, Pneumatik, Bildschirm und Arbeitsraumbeleuchtung. Der integrierte Energy Monitor liefert zudem Verbrauchsdaten, die entsprechenden Energiekosten sowie die CO2-Bilanz für unterschiedliche Maschinenzustände. Mit CELOS erarbeiten wir gleichzeitig die Grundlage für eine intelligente Produktion in der Industrie 4.0. Mittels CELOS Apps können Wartungs- und Instandhaltungsprozesse optimiert werden. Die ganzheitliche Integration von Unternehmenssoftware in die CELOS-Plattform ermöglicht die automatisierte Unterstützung des Maschinenbedieners. Unser Tochterunternehmen GILDEMEISTER ENERGY SOLUTIONS bietet Komplettlösungen für das Energiemanagement von industriellen und gewerblichen Kunden an. Dies umfasst Effizienzanalysen zum Einsparen von Energie sowie Systeme zum Erzeugen, Speichern und Anwenden erneuerbarer Energie. Die Kombination aus Erzeugungssystemen für Wind- und Sonnenenergie und Großspeichern mit Vanadium Redox-Flow Technologie macht es auch energieintensiven Verbrauchern möglich, die eigene Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Wir sind Mitinitiator der VDW-Initiative Blue Competence. Ziel der Initiative ist es, den Energiebedarf von Produktionsmaschinen in Europa zu senken. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der Initiative ist es, spezifische ökologische Kriterien zu erfüllen. Unser Unternehmen übertrifft diese Kriterien. Um die Anforderungen weiter zu standardisieren und vorzutreiben, ist der DMG MORI-Konzern aktives Mitglied im Normungsgremium der ISO 14995: "Machine tools - Environmental evaluation of machine tools". In diesem Gremium werden weltweit gültige, systematische Bewertungsmaßstäbe und -methodiken für die Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen festgelegt.

Ressourcensparende Produktion

Neben der Nachhaltigen Produktion und Entwicklung unserer Maschinen sind wir auch bestrebt, unsere Logistik möglichst klimafreundlich zu gestalten. Um den CO2-Ausstoß unseres Unternehmens so gering wie möglich zu halten, berücksichtigen wir beim Transport von Betriebs- und Hilfsstoffen oder Ersatzteilen neben ökonomischen auch ökologische Aspekte: So achten wir bei der Auswahl unserer Lieferanten darauf, dass deren Fahrzeuge über neueste Motorentechnologien verfügen und den aktuellen Abgasnormen entsprechen. Wir arbeiten daran, Industrie 4.0 als Produktionsstrategie aktiv zu gestalten. Wir führen unsere Produktionsstandorte durch Visuelles Management mittels Shopfloor- und Montage-Monitoren. Dadurch werden Prozesse und Bedarfe transparent und automatisiert überwacht.

Ganzheitliches Energiekonzept

Bereits im Jahr 2013 wurde das konzernweite Energieeffizienzprogramm "DMG MORI 15/30" ins Leben gerufen. Mit dem Ziel die Energiekosten bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent zu reduzieren hat der DMG MORI-Konzern eine Vorreiterrolle in Sache energieeffizientes und nachhaltiges Wirtschaften eingenommen. Im Berichtsjahr wurde die Umsetzung der auf umfassenden Energieeffizienzanalysen beruhenden Maßnahmen weiter vorangetrieben und die Energiekosten weiter reduziert. So wurde mittlerweile ein Großteil der Beleuchtungssysteme an den Produktionsstandorten auf energieeffiziente und moderne LED-Technik umgerüstet. Ebenso wird an allen Standorten Wert auf eine energieeffiziente sowie umweltschonende Druckluft- sowie Wärme- und Kälteerzeugung gelegt. Außerdem werden durch den seit Jahren steigenden Zubau der Photovoltaik-Eigenerzeugungskapazitäten standortübergreifend bislang ca. 4% des gesamten Stromverbrauchs durch CO2-neutralen Solarstrom erzeugt. Konzernweit wurden an den neun Produktionsstandorten bislang ca. 1,8 MIO € an Energiekosten eingespart. Dies entspricht einem Energieinhalt von ca. 18 Gigawattstunden oder rund 12.000 Tonnen vermiedenen CO2-Emissionen. Unterstützt werden die Produktionsstandorte hierbei durch die unternehmensintern entwickelte und an allen Standorten eingeführte Energiemonitoring-Software "GILDEMEISTER energy monitor". Die kommerziell vermarktete Software erfasst alle relevanten Energieverbräuche und hilft mit intelligenten Analysefunktionen, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, Maßnahmenpläne festzulegen und zu realisieren. Im Berichtsjahr haben wir eines der weltweit modernsten Fertigungs- und Montagewerke in Ulyanovsk, Russland, eröffnet. Auf dem Grundstück befindet sich auch ein zukunftsweisender Energiepark, durch den bis zu 15% der am Standort benötigten Energie erzeugt wird.An diesem wie auch an anderen Standorten haben unsere Kunden und Mitarbeiter außerdem die Möglichkeit, ihre Elektrofahrzeuge an Elektrotankstellen mit eigenerzeugtem Grünstrom zu laden. Auch 2016 werden wir diesen Weg fortsetzen. Insgesamt planen wir, die CO2-Emissionen um weitere 4.000 Tonnen zu reduzieren. Wenn das Energiekonzept vollständig umgesetzt ist, rechnen wir mit einer Einsparung an den Produktionsstandorten von bis zu 2,7 MIO € pro Jahr. Das Einsparpotenzial werden wir weiter ausschöpfen. Darüber hinaus wurde im vergangenen Geschäftsjahr die europaweite Implementierung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 vorangetrieben, welches Anfang nächsten Jahres erfolgreich zertifiziert werden soll. Das System dient zur systematischen Analyse der Energiesituation an den Konzern-Standorten und fordert eine fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung. Durch die Zertifizierung wollen wir unser Bestreben, die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern sowie den Energieverbrauch nachhaltig zu senken, nochmals untermauern.

Kein produktionsbedingter Anfall von schädlichen Substanzen
Um den Ansprüchen eines ressourceneffizienten Industriebetriebs ganzheitlich gerecht zu werden, vermeiden wir konsequent die Verwendung schädlicher Betriebs- und Hilfsstoffe. Im Produktionsbetrieb selbst entstehen daher keine schädlichen Substanzen. Zu unserer ökologischen Verantwortung gehört für uns, dass unsere Produkte stets recycelbar sein müssen.

Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2015 waren 7.462 Mitarbeiter, davon 320 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.166 Mitarbeiter). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 296. Der Personalaufbau resultierte im Segment "Werkzeugmaschinen" in erster Linie aus der Einstellung von zusätzlichem Personal im Rahmen des Auf- und Ausbaus unseres Produktionsstandorts in Ulyanovsk sowie bei der DMG MORI Systems GmbH in Wernau. Weiterhin wurde der Wachstumsbereich Advanced Technologies bei der sauer GmbH personell ausgebaut. Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfolgten personelle Verstärkungen insbesondere bei unseren lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Afrika, Indien, Italien und Frankreich sowie bei der DMG MORI Spare Parts. Zum Jahresende arbeiteten 4.108 Mitarbeiter (55%) bei unseren inländischen und 3.354 Mitarbeiter (45%) bei den ausländischen Gesellschaften.

Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 488 (Vorjahr: 511). Ende Dezember 2015 waren insgesamt 320 Auszubildende im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 248). Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres wurden 89 Auszubildende eingestellt (Vorjahr: 58). Die Ausbildungsquote bei den inländischen Gesellschaften im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 9,6% (Vorjahr: 9,2%). Insgesamt bilden wir in zehn Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus bieten wir Studiengänge in Zusammenarbeit mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter.

Zum Ende des Berichtsjahres waren insgesamt 975 Frauen im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 938). Die Frauenquote im Konzern lag wie im Vorjahr bei 13,1%. Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug die Frauenquote 10%, bei den "Industriellen Dienstleistungen" 16% und bei den "Corporate Services" 29%. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Wir unterstützen flexible Arbeitszeiten, die Nutzung der Elternzeit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie individuelle Lösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In einer traditionell eher von Männern bevorzugten Branche setzen wir uns dafür ein, dass die Anzahl der Mitarbeiterinnen weiter steigt. Mit Projekten wie MINT-relation unterstützen wir Mädchen und Frauen gezielt in ihrem Interesse für naturwissenschaftliche und technische Berufe und bestärken ihr Engagement.

C. 33 AUSBILDUNG IM DMG MORI-KONZERN VERTEILUNG NACH FACHRICHTUNGEN IN %
Im Bereich Human Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt weiterhin auf hohem Niveau: 97% der Beschäftigten verfügten über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung (Vorjahr: 97%). Insgesamt nahmen 5.369 Mitarbeiter bzw. 72% der Belegschaft an Weiterbildungsmaßnahmen teil (Vorjahr: 5.344 Mitarbeiter bzw. 75%). Damit liegen wir wie im Vorjahr deutlich über dem letzten Branchendurchschnittswert von 47%. Schwerpunkt war die Weiterbildung unserer in- und ausländischen Vertriebs- und Servicemitarbeiter auf den neu entwickelten Maschinen. Darüber hinaus wurden Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Informationstechnologie, Sprachen sowie Führungs- und Arbeitstechniken durchgeführt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 15,9 MIO € (Vorjahr: 14,2 MIO €).

Variable Einkommensbestandteile honorieren die individuellen Leistungen und unterstützen die Mitarbeitermotivation. Darüber hinaus haben wir für das abgelaufene Geschäftsjahr ein weltweites Prämienmodell vereinbart, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzernergebnisabhängig am Unternehmenserfolg 2015 beteiligt. Das Prämienvolumen beläuft sich auf insgesamt rund 8,9 MIO €. Weitere Elemente für die Mitarbeitermotivation sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz, die zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland sind. Unser zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem legt die Arbeitsbedingungen fest in allen Ländern, in denen wir über Produktionswerke sowie Vertriebs- und Servicegesellschaften verfügen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 39,4 MIO € auf 545,5 MIO € (Vorjahr: 506,1 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 463,6 MIO € (Vorjahr: 432,5 MIO €), auf Sozialabgaben 74,9 MIO € (Vorjahr: 66,5 MIO €) und auf Aufwendungen für Altersversorgungen 7,0 MIO € (Vorjahr: 7,1 MIO €). Die Personalquote belief sich auf 23,2% (Vorjahr: 22,4%).

Internationales Austauschprogramm
Im Sommer 2015 flogen acht Auszubildende der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Bielefeld, Pfronten und Seebach zum größten Produktionsstandort unseres japanischen Partners nach LGA, Japan. Sie nahmen an dem seit 2012 angebotenen, konzernweiten Austauschprogramm teil. In der dreiwöchigen, intensiven Trainingszeit konnten die jungen Facharbeiter die Arbeitsweise und Kultur auf der anderen Seite des Globus kennenlernen. Auf dem Programm standen neben Schulungen bei der DMG MORI Acadamy auch spannende Ausflüge, die den Auszubildenden Land und Menschen näher brachte.

Ein Anteil von 36% unserer Mitarbeiter sind 35 Jahre und jünger (Vorjahr: 35%), 77% sind 50 Jahre und jünger (Vorjahr: 78%). Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen und stellt sich wie folgt dar:

C. 34 ALTERSSTRUKTUR DER MITARBEITER IM DMG MORI-KONZERN 2015 IN %
Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden 54 Verträge (Vorjahr: 60), bei denen wir das Blockmodell anwenden: Die gesamte Dauer der Altersteilzeit unterteilt sich zu gleichen Teilen in eine Aktiv- und eine Passivphase. In der Aktivphase befanden sich 28 Mitarbeiter, in der Passivphase 26.

Weitere Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: Im Berichtsjahr gab es 189 Wege- und Betriebsunfälle (Vorjahr: 190); dies entspricht - bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten - einer Quote von 2,5% (Vorjahr: 2,7%). Die Krankenquote betrug 3,5% (Vorjahr: 3,3%) und lag damit wie im Vorjahr unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 4,6%. Die Fluktuation belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 8,1% (Vorjahr: 8,8%).

Für die 50-jährige Betriebszugehörigkeit haben wir drei Mitarbeiter geehrt. Darüber hinaus hatten 28 Mitarbeiter ihr 40-jähriges, 85 Mitarbeiter ihr 25-jähriges und 250 Mitarbeiter ihr zehnjähriges Firmenjubiläum. Allen Jubilaren gilt unser Dank für ihre Treue zum Unternehmen und ihren unermüdlichen Einsatz. An dieser Stelle danken wir allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre uneingeschränkte, engagierte Leistung!

Unternehmenskommunikation
Die Ausgaben in diesem Bereich betrugen 55,7 MIO € (Vorjahr: 57,6 MIO €). Mit unserem Kooperationspartner haben wir im Berichtsjahr eine Vielzahl von gemeinsamen Aktivitäten durchgeführt und uns die Kosten zur Hälfte geteilt. Hierauf entfielen 12,5 MIO € (Vorjahr: 10,7 MIO €). Fachmessen und Ausstellungen sind das wesentliche Instrument unserer Marketingmaßnahmen. Im Berichtsjahr nahmen die DMG MORI Vertriebs- und Servicegesellschaften an über 70 Events im In- und Ausland teil. Das Berichtsjahr startete mit der Key Messe IMTEX in Bangalore, es folgten die METALLOBRABOTKA in Moskau, die INTERMOLD in Seoul und die CIMT in Peking. Die EMO als bedeutende Leitmesse der Werkzeugmaschinenindustrie, die von 5.-10. Oktober in Mailand stattfand, war das größte Event in Europa. DMG MORI präsentierte dort auf 2.437 qm2 40 Exponate, darunter 10 Weltpremieren. Das Hauptinteresse der auf dem DMG MORI-Messestand registrierten Fachbesuchern galt den Innovationen, zukunftsweisenden Produkttrends, den Industrie 4.0.-Exponaten und der neuesten CELOS-Version. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Hausausstellungen. Experten standen dort direkt in den DMG MORI-Technologiezentren im fachlichen Austausch mit den Besuchern. Nach der EMO fanden in 2015 weitere 21 Hausausstellungen statt. Insgesamt entwickelte sich das Messegeschäft für den DMG MORI-Konzern positiv. Es konnten 126.177 Besucher (Vorjahr: 117.559) von 84.528 Firmen (Vorjahr: 82.386) registriert und ein Auftragseingang von 940,2 MIO € erzielt werden. Im Berichtsjahr wurden 31,6 MIO € für Messen und Ausstellungen Investiert (Vorjahr: 32,2 MIO €), dies sind 57% der gesamten Ausgaben für Marketing und Unternehmenskommunikation (Vorjahr: 56%). Produktmarketing ist ein bedeutender Bestandteil der Unternehmenskommunikation.# In diesem Bereich lagen die Investitionen bei 21,2 MIO € (Vorjahr: 23,4 MIO €). Dies entspricht einem Anteil von 38% am Aufwand für Marketing und Unternehmenskommunikation (Vorjahr: 41%). Das DMG MORI Journal erschien im Berichtsjahr zweimal mit einer Gesamtauflage von rund 1,2 Millionen in 25 Sprachen. Das Budget hierfür lag bei 3,7 MIO € (Vorjahr: 3,8 MIO €). Auch im Berichtsjahr war DMG MORI exklusiver Premium-Partner von Porsche und hat das Team bei der Rückkehr in die Topklasse der Sportwagen-Weltmeisterschaft (WEC) begleitet. Der Schriftzug der Marke DMG MORI ist auf dem Porsche 919 Hybrid prominent platziert. Die Partnerschaft sowie die hohe Medienpräsenz durch den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Gewinn der Hersteller-Weltmeisterschaft und der Fahrertitel in 2015 ist in die Marketing Aktivitäten von DMG MORI fest integriert. Als Technologiepartner unterstützt DMG MORI Porsche in doppelter Funktion: Zum einen als Maschinenlieferant der Unternehmen, die für den Rennstall die Fahrzeugkomponenten herstellen. Zum anderen hat DMG MORI bei DECKEL MAHO Seebach eine Teilefertigung aufgebaut, die eine wachsende Palette an Hightech Bauteilen für den Porsche 919 Hybrid mitentwickelt und herstellt. Gleichzeitig wurden im Porsche Entwicklungszentrum Weissach eine DMU 65 rnonoBLOCK® und eine CTX BETA 800 - beide mit CELOS - installiert. Komplettiert wird die Teilefertigung durch den Einsatz der DMG MORI-Prozesskette.

C. 35 VERTEILUNG DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATIONSKOSTEN DES DMG MORI-KONZERNS IN %

Mit fünf Siegen in Folge zum Hersteller- und Weltmeistertitel 2015 Im Jahr 2014 ist Porsche mit seinem technologisch hochentwickelten Fahrzeug in die Langstrecken-Weltmeisterschaft zurückgekehrt. Das doppelte Hybridsystem mit innovativer Abgasrückgewinnung des 919 Hybrid hat bewiesen, dass es zu absoluten Höchstleistungen fähig ist. Um die anspruchsvollen Hightech-Komponenten schnell und zuverlässig zu fertigen, sind Porsche und DMG MORI eine Technologie-Partnerschaft eingegangen. In der hochmodernen Teilefertigung kommen innovative Maschinen von DMG MORI zum Einsatz.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2015

Der DMG MORI-Konzern kann auf ein gutes Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Wir konnten uns in einem herausfordernden Marktumfeld gut behaupten. Der Auftragseingang lag mit 2.282,8 MIO € unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 2.331,4 MIO €). Der Umsatz nahm um 3% auf 2.304,7 MIO € zu (Vorjahr: 2.229,0 MIO €). Das EBITDA verbesserte sich um 5% auf 243,1 MIO € (Vorjahr: 232,5 MIO €), das EBIT stieg um 2% auf 185,9 MIO € (Vorjahr: 182,6 MIO €) und das EBT um 24% bzw. 42,0 MIO € auf 217,3 MIO € (Vorjahr: 175,3 MIO €). Das EBT wurde einmalig durch den Ertrag (37,8 MIO €) aus dem Verkauf der Anteile (9,63%) an der DMG MORI COMPANY LIMITED positiv beeinflusst. Gleichwohl ist das EBT auch ohne diesen Sondereffekt um 4,2 MIO € auf 179,5 MIO € gestiegen. Damit wurde das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2015 einen Jahresüberschuss von 159,6 MIO € aus (Vorjahr: 121,1 MIO €). Der Free Cashflow war mit 32,0 MIO € (Vorjahr: 86,1 MIO €) positiv. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Berichtsjahr eine Dividende von 0,60 € je Aktie auszuschütten (Vorjahr: 0,55 €). Die Kundenbedürfnisse in unserer Branche verlangen zunehmend nach individuellen Angeboten - von der Entry-Maschine bis hin zu komplexen Technologielösungen sowie umfassenden Serviceleistungen. So entwickeln wir als führender Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen technologisch anspruchsvolle Produkte auf Basis regionaler Marktanforderungen und bieten unseren Kunden ein umfassendes Angebot an Werkzeugmaschinen sowie perfekt abgestimmte Service-Produkte für den gesamten Maschinenlebenszyklus. Die "Industriellen Dienstleistungen" erreichten ein EBT von 120,9 MIO €. Das Segment "Werkzeugmaschinen" leistete einen Beitrag von 92,1 MIO € zum Konzern-EBT. Der DMG MORI-Konzern hat sich insgesamt im Berichtsjahr im prognostizierten Rahmen entwickelt.

Nachtragsbericht

Die Weltwirtschaft entwickelte sich in den ersten beiden Monaten des Jahres insgesamt wechselhaft. Verwerfungen an den Finanzmärkten in China und Japan könnten den weiteren Verlauf der Konjunktur in 2016 entscheidend beeinflussen. In den westlichen Industriestaaten ermöglichen niedrige Ölpreise eine Konjunkturbelebung. Die Nachfrage in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie lag zum Jahresbeginn annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.

Wirtschaftliche Entwicklung 2016

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wechselhaft. Die Konjunktur in Asien war geprägt von Börsenturbulenzen in China und Japan. Aktuelle Konjunkturindikatoren deuten momentan auf einen fortgesetzten Rückgang der Wachstumsraten insbesondere in China. Die weiterhin niedrigen Energie- und Rohstoffpreise dämpften zudem die Entwicklung in wichtigen Ländern wie Russland und Brasilien. In der Eurozone wirkten die Energiepreise hingegen eher stimulierend auf die Konjunktur. Insgesamt wird im Euroraum mit einer moderaten Erholung im Laufe des Jahres gerechnet. In Deutschland verblieb die wirtschaftliche Lage weiterhin konstant. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Januar 2016 deutlich gesunken; die aktuelle Lageeinschätzung ist aber weiterhin stabil.
Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo), Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist mit vorsichtig optimistischen Erwartungen ins Jahr 2016 gestartet. Für das erste Halbjahr wird ein Anstieg der Auftragseingänge von 3,0% erwartet. Die Reichweite des Auftragsbestands lag jedoch unter dem Niveau des Vorjahres und wird auf rund 6,5 Monate prognostiziert.

Unternehmenssituation nach Schluss des Berichtsjahres

Der Jahresauftakt verlief für den DMG MORI-Konzern plangemäß: Der Auftragseingang im Januar und Februar lag bei 399,2 MIO € (Vorjahr: 372,0 MIO €). Der Umsatz betrug 322,2 MIO € (Vorjahr: 337,2 MIO €). Der Auftragsbestand zum 29. Februar 2016 erhöhte sich um 77,0 MIO € auf 961,2 MIO €. Bedingt durch die hohe Vorlaufzeit im Werkzeugmaschinengeschäft wird sich der gestiegene Auftragsbestand erst zeitverzögert in den Umsätzen widerspiegeln. Das Ergebnis (EBT) lag im Januar und Februar unter dem Wert des Vorjahres; eine konkretere Aussage ist derzeit noch verfrüht.

D. 01 AUFTRAGSEINGANG DES DMG MORI-KONZERNS IM JANUAR UND FEBRUAR 2016 IN MIO €

D. 02 UMSATZ DES DMG MORI-KONZERNS IM JANUAR UND FEBRUAR 2016 IN MIO €

Mit unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten sind wir in das neue Jahr gestartet und haben mit einem Auftragseingang von 190,8 MIO € und 681 verkauften Produkten ein gutes Ergebnis erzielt. Über 9.000 internationale Fachbesucher trugen zu einem Besucher-Rekord bei. Auf der METAV in Düsseldorf (23.-27. Februar 2016) haben wir 177 Maschinen und Serviceprodukte im Wert von 39,7 MIO € verkauft. In den ersten beiden Monaten lag der Schwerpunkt der Investitionen in der Fortsetzung unserer großen Bauprojekte sowie in der Bereitstellung von Produktions- und Betriebsmitteln. Die Absatzpreise für "Werkzeugmaschinen" bleiben im ersten Quartal unverändert. Im Februar 2016 wurde eine neue syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit von fünf Jahren (bis Februar 2021) abgeschlossen. Damit wurde die im August 2016 auslaufende syndizierte Kreditlinie vorzeitig vollständig abgelöst. In der rechtlichen Unternehmensstruktur gab es in den ersten beiden Monaten keine wesentlichen Veränderungen. Es wurden keine Beteiligungen erworben. Zwischen dem Stichtag des Berichtsjahres (31. Dezember 2015) und der Veröffentlichung (8. März 2016) sind darüber hinaus keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Hausausstellung Pfronten 2016

Mit einem Auftragseingang von 190,8 MIO € und 681 verkauften Produkten zieht DMG MORI eine positive Bilanz aus der diesjährigen Hausausstellung in Pfronten.

Chancen- und Risikobericht

Unser systematisches Chancen- und Risikomanagement ist wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung. Der DMG MORI-Konzern erfasst und nutzt frühzeitig seine Chancen, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren. So können wir angemessen agieren und frühzeitig notwendige Maßnahmen einleiten. Der DMG MORI-Konzern ist in seinem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft dabei, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert.

Chancenmanagementsystem (CMS)

Chancen werden innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems identifiziert und analysiert. Mit unserem Marketing-Informations-System (MIS) identifizieren wir wesentliche Einzelchancen im Absatzbereich: Wir erfassen Kundendaten weltweit und werten Markt- und Wettbewerbsdaten aus. Auf dieser Grundlage messen, bewerten und überprüfen wir sämtliche Vertriebs- und Serviceaktivitäten sowie sonstigen Maßnahmen auf Effektivität und Wirtschaftlichkeit hin. Wir beobachten permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren. Zudem werten wir Messedaten detailliert aus, um Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. So können wir kurz- und mittelfristige Prognosen über Kundenaufträge erstellen, die pro Maschinentyp und Vertriebsregion zu erwarten sind. Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für den DMG MORI-Konzern durch die umfassende Bearbeitung sowohl der etablierten Marktregionen als auch von Wachstumsmärkten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum war in 2015 durch eine leichte Erholung gekennzeichnet.# Chancen und Risiken

Chancen

Hier wirkten sich insbesondere Sondereffekte aus der expansiven Geldpolitik der EZB, niedrige Rohölpreise und vorteilhafte Wechselkursverhältnisse gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund positiv aus. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wird sich in 2016 allerdings nur mit einer verminderten Wachstumsrate gegenüber dem Gesamtjahr 2015 fortsetzen. Die Unsicherheiten sind dabei sehr hoch, da ein Wegfallen der Sondereffekte insgesamt oder auch nur in Teilen einen wesentlichen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung haben könnte. In Europa hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in 2015 auf einem niedrigen aber stabilen Niveau gefestigt. Diese Entwicklung wird tendenziell auch für 2016 erwartet. Großbritannien und zahlreiche ehemalige Euro-Krisenstaaten (Spanien, Irland, Portugal) zeigen verbesserte konjunkturelle Daten. Durch die aktuelle Situation der Defizitkrise in Griechenland mit einer bisher erfolgreichen Umsetzung der Vorgehensweise "Kreditauszahlungen gegen Reformumsetzungen" ist die bestehende konjunkturelle Verunsicherung der Märkte momentan gewichen. In den USA soll die positive konjunkturelle Entwicklung auch im Kalenderjahr 2016 fortbestehen. Hier wird allerdings die weitere Ausrichtung der Geldpolitik in 2016 einen wesentlichen Einfluss haben. Die konjunkturelle Situation in Indien verbessert sich nach der Einführung wirtschaftlicher Reformen erkennbar weiter. Vor dem Hintergrund der bestehenden und erwarteten zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und unter Berücksichtigung der identifizierten Unsicherheiten möchten wir die sich ergebenden Chancen nutzen. Als verlässliche Basis für unsere Marktposition stärken wir konsequent unsere Innovationskraft sowie unsere technologische Position in den relevanten Märkten und Branchen. Wir sind somit in der Lage, an sich ergebenden gesamtwirtschaftlichen Chancen zeitnah zu partizipieren, sobald sich Potenziale eröffnen.

Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserer ECOLINE-Baureihe durch attraktive Einstiegspreise bei innovativer Technologie. Die ECOLINE-Baureihe bietet als breites globales Marktsegment den Zugang in die Dreh- und Fräsbearbeitung. Die bestehenden Produktlinien werden im Geschäftsjahr 2016 weiter ausgebaut. Insgesamt verzeichnet der DMG MORI-Konzern weiterhin ein weltweit hohes Produktinteresse im Werkzeugmaschinengeschäft. Durch das nach wie vor niedrige Wechselkursniveau des japanischen Yens gegenüber dem Euro bieten sich uns zusätzliche Absatzchancen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED, die durch uns in der Eurozone vertrieben werden. Diese Maschinen können den Kunden entsprechend günstiger angeboten werden.

Im weiterhin wachsenden Markt der erneuerbaren Energien nutzen wir Chancen insbesondere in den Bereichen Konzeptionierung und Erstellung, beziehungsweise technische Wartung und Unterhaltung von Photovoltaikparks, Energieeffizienzberatung mit unseren Produkten und Dienstleistungen im Segment der Energy Solutions. Diese ganzheitlichen Lösungen zur umweltfreundlichen, CO2-freien Energieversorgung von Industriebetrieben, nutzen wir auch erfolgreich zur Versorgung eigener Produktionsstandorte. Unseren industriellen Kunden bieten wir Lösungen zur Optimierung ihres Energiemanagements an.

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für den DMG MORI-Konzern durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie die marktführende Qualität der Produkte. Um diese Chancen zu nutzen, sind wir konsequent in der Forschung- und Entwicklung aktiv. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position auf zahlreichen Märkten weiter auszubauen. Zudem erschließen wir uns weitere Märkte durch den Ausbau neuer Geschäftsfelder wie beispielsweise umfassende System- und Automationslösungen. Ergänzend generieren wir Chancen in unseren "Advanced Technologies" im Bereich der Premium Baureihen und der ECOLINE-Baureihe durch erweiterte Fertigungsmöglichkeiten bzw. durch einen stetigen Ausbau des Produktportfolios. Darüber hinaus ist mit CELOS eine innovative Bedienoberfläche mit zahlreichen Vernetzungsmöglichkeiten zu anderen Systemen für unsere Maschinen verfügbar. CELOS ermöglicht mit seinen Applikationen eine durchgängige digitalisierte Verwaltung, Dokumentation und Visualisierung von Auftrags-, Prozess- und Maschinendaten. Der Vorteil für unsere Kunden ist eine Steigerung der Maschinenfunktionalität durch Vernetzungsmöglichkeiten zu anderen Systemen und somit eine höhere Effizienz in den Prozessen. Bei der Durchführung von gemeinsamen Entwicklungs- und Einkaufaktivitäten und weiteren Effizienzsteigerungen in der Produktion profitieren wir von unserer engen Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Zudem bauen wir die Servicesparte des DMG MORI-Konzerns als wichtiges Segment weiter aus. Mit unserer globalen Service- und Ersatzteilversorgungskonzeption betreuen wir unsere Kunden weltweit umfassend. Über die DMG MORI Finance GmbH bieten wir unseren Kunden national und international maßgeschneiderte Finanzierungslösungen an. Auf der Basis einer Vielzahl von operativen Frühindikatoren, wie z.B. Marktpotenzial oder Auftragseingang, die unser Marketing-Informations-System (MIS) identifiziert, führen wir eine flexible Vertriebssteuerung durch.

Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität und Logistik. Zu diesem Zweck führen wir aktuell mehrere Projekte durch. Im Bereich Produktion reduzieren wir konsequent Durchlaufzeiten durch die Einführung der Cluster-Montage in einer Vielzahl unserer Fertigungswerke. Bei dieser Montageform arbeitet eine feste Gruppe von Mitarbeitern zusammen, um mehrere Maschinen aufzubauen und die Verantwortung für den gesamten Montageablauf zu übernehmen. Im Bereich der Logistik entstehen Chancen aus der Steigerung des Logistischen Servicegrades, um die Montagehallen zu staplerarmen Zonen zu entwickeln. Dies trägt zu einer konsequenten Reduzierung der Bestände und einer Vereinfachung im Montageablauf bei. Im technologischen Bereich kommen zudem in allen produzierten Maschinen energieeffiziente Kühlaggregate und Kühlschmierstoffpumpen zum Einsatz. Weitere Chancen ergeben sich durch den aktiven Einbezug unserer Lieferanten in den Wertschöpfungsprozess, mit dem Ziel deren Liefertreue zu stärken. Mit unserem Direktvertriebs- und Servicenetz betreuen wir unsere Kunden weltweit. Dies bedeutet eine große Nähe zum Kunden in 76 Ländern der Welt; unsere Kunden profitieren davon und legen Wert darauf, dass wir direkt erreichbar sind. Dank umfangreicher Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sind wir in der Lage, unseren Kunden in kurzen Abständen Innovationen und Neuheiten anbieten zu können.

Sonstige Chancen nutzen wir durch konzernweite Investitionen in bessere Gebäudeisolierungen, gesteuerte Beleuchtungssysteme, energieeffiziente Klimaanlagen sowie weitere Projekte zur Energieeffizienz. Wir reduzieren so unseren Energieverbrauch nachhaltig. Zudem erzeugen wir einen großen Teil unseres Energiebedarfs selbst. Neben Photovoltaik setzen wir auch Geothermieanlagen ein. Durch eine größere Anzahl elektrisch betriebener Kraftfahrzeuge bauen wir unsere Elektromobilität in der Alltagsnutzung aus. Zu diesem Zweck haben wir eine Versorgungsinfrastruktur an unseren Standorten geschaffen. Unter DMG MORI ENERGY SAVING fassen wir unsere Aktivitäten zur höheren Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen zusammen. Dank intelligenter Technik reduziert sich der Energiebedarf unserer Maschinen um durchschnittlich 20% über den gesamten Lebenszyklus. Hier setzen wir Maßstäbe in der Branche.

Risikomanagementsystem (RMS)

Das Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung des DMG MORI-Konzerns. Es handelt sich bei den erfassten, bewerteten und gesteuerten Risiken um Sachverhalte, deren inherentes Risikopotential durch gegebene Umweltzustände vorgegeben ist und die angemessen erfasst, bewertet und gesteuert werden.

Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen:

  1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist,
  2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht, zugehörige Softwaresysteme pflegt und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert,
  3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken,
  4. bereichsspezifischen, quartalsweisen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung und einer Priorisierung anhand des Value-at-Risk-Maßes,
  5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über wesentliche Risiken.

Das Risikofrüherkennungssystem im DMG MORI-Konzern beruht auf dem anerkannten COSO-Rahmenkonzept. Ziele des Risikofrüherkennungssystems sind eine vollständige und verlässliche konzernweite Erfassung der bestehenden Risikopotentiale, der jeweils zukünftigen 12 Monate, eine umfassende Risikozusammenfassung und -bewertung, die Abfrage und Erarbeitung effizienter Maßnahmen zur Risikoreduktion, eine kontinuierliche Risikoüberwachung und ein umfassendes Risikoreporting. Die Strategie des bestehenden Risikofrüherkennungssystems besteht in einer konzernweit, systematischen Identifikation, Bewertung, Aggregation, Überwachung und Meldung der bestehenden Risiken und der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung. Diese Risiken werden in einem standardisierten, IT-gestützten, periodischen Prozess in den einzelnen Unternehmensbereichen jeweils vierteljährlich identifiziert.# Risikomanagement
Die ermittelten Risikopotenziale werden in einer Bruttobetrachtung unter Berücksichtigung der Maximalrisiken und Eintrittswahrscheinlichkeiten analysiert und bewertet, um anschließend die Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung zu koordinieren oder ergänzend zu erarbeiten. Auf der Basis der bestehenden Nettorisiken nach Maßnahmen erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Konzernrisikomanagement. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist derart ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können:

  • Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können.
  • Zentrale Risiken sind Risiken, die - zumindest teilweise - nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung.
  • Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen; hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind.

Mögliche Maximalbelastungen aus der Gesamtrisikolage für den Konzern werden unter Zuhilfenahme quantitativer Methoden simuliert (Monte-Carlo-Simulation). Neben dem Erwartungswert der Risiken stellt das Ergebnis der Monte-Carlo-Simulation eine wesentliche Risikosteuerungskennzahl dar. Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die sich daraus ergebende aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Sie erörtern umfassend die Ursachen der aktuellen Risikolage und die dementsprechend ergriffenen Maßnahmen.

Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem (IKS) des DMG MORI-Konzerns ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es entspricht dabei sowohl den deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch den relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX/Naibutousel konformen Dokumentation.

Das bestehende interne Kontrollsystem des DMG MORI-Konzerns dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Ziel unseres IKS ist die Sicherstellung der durchgängigen Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und allen Konzernunternehmen, die Erreichung betrieblicher Effizienzziele und die Compliance mit sämtlichen gesetzes-, normen- und wertebezogenen Anforderungen an unseren Konzern.

Ergänzend dient das rechnungslegungsbezogene IKS zur Sicherstellung von Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit unseres Konzernabschlusses nach IFRS, der lokalen Abschlüsse und der zugrunde liegenden Buchwerke. Es umfasst alle Organisation-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung unternehmerischer Sachverhalte und deren anschließende Übernahme in die betreffenden Abschlüsse.

In unserem IKS werden aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse die steuerbaren Risiken erfasst, durch Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie geeigneter Kontrollaktivitäten eliminiert, oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Unser IKS umfasst dabei sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip u.a. in verschiedenen Formen und Ausprägungen gehören. Zusätzlich wird durch eine geeignete Gestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation der Geschäftsprozesse eine angemessene Funktionstrennung sichergestellt. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt.

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet ergänzend die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese rechnungslegungsbezogenen Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt und überwacht. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung wird zentral durch das Konzernrechnungswesen durchgeführt. Der DMG MORI-Konzern bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet.

Auf der Grundlage von jährlichen Management Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies geschieht durch Stichprobenweise Überprüfung der Angemessenheit des Kontrolldesigns und der Wirksamkeit der bestehenden Kontrollen. Das Management Testing wird durch die externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG, WPG und die Interne Revision durchgeführt. Zudem werden die Ergebnisse einer Prüfung durch den Jahresabschlussprüfer unterzogen. Über die Ergebnisse des Management Testings und dessen Prüfung wird an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird ergänzend Stichprobenartig von der internen Revision überprüft und ausgewertet. Die Resultate dieser Audits werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Versicherungsmanagement

Als weiteren Teil des Risikomanagements besitzt der DMG MORI-Konzern ein zentralisiertes Versicherungsmanagement. Für wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken wird hier eine konzernweite Versicherungsstrategie festgelegt und umgesetzt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für den DMG MORI-Konzern insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung und den bestehenden Unsicherheiten in den Märkten. Wesentliche Risiken für die Weltkonjunktur mit Auswirkungen auf Deutschland und Europa ergeben sich aus der anhaltenden Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern, insbesondere in China, Russland und weiteren rohstoffexportierenden Ländern.

Für China sind auch im Jahr 2016 erhebliche Rückgänge der konjunkturellen Wachstumsraten zu erwarten. Diese Entwicklung wird durch einen rückläufigen privaten Konsum, teilweise drastische Kurseinbußen an den chinesischen Aktienmärkten bei hoher Volatilität und ein großes Verunsicherungspotential, ein erkennbar rückläufiges Investitionsverhalten als Folge der aktuellen wirtschaftlichen Stagnation und die niedrigen Erlösen aus Rohstoffexporten verursacht.

Die wirtschaftliche Situation in Russland hat sich in 2015 durch ein negatives Wirtschaftswachstum und eine erhöhte Inflation erkennbar verschlechtert. Für 2016 ist eine Verbesserung dieser Entwicklung nur eingeschränkt zu erwarten. Es bestehen erhebliche zukünftige Unsicherheitspotentiale. Weiterhin bestehende wirtschaftliche Sanktionen, eine Abschottung gegenüber Produkten aus der EU und den USA mit weiteren Inflationsimpulsen und der niedrige Ölpreis schwächen die russische Wirtschaft und die öffentlichen Haushalte in Russland, die zu Sparmaßnahmen gezwungen werden. Negative Auswirkungen dieser Entwicklung sind auch in Deutschland und Europa wirtschaftlich negativ spürbar.

In der Eurozone fallen einzelne große Mitgliedsstaaten mit einem hohen Industrieanteil wie Frankreich und Italien als wichtige Marktregionen gegenüber einer verbesserten konjunkturellen Entwicklung anderer europäischer Staaten erkennbar weiter zurück. Die weiteren Wachstumsaussichten dieser Länder hängen zudem ganz wesentlich von der Umsetzung notwendiger Strukturreformen ab, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die nationalen Haushalte zu konsolidieren. Hier bestehen momentan erhebliche Risiken aufgrund einer mangelnden Reformdynamik. Die Unsicherheit über die zukünftige geldpolitische Entwicklung in den USA und der Eurozone erhöht zudem die Volatilität der globalen Finanzmärkte. Die mittelfristigen Risiken für die Finanzstabilität nehmen auf Grund der momentanen Ausrichtung der Geldpolitik auch in Europa erkennbar zu.

Ein weltweit spürbarer konjunktureller Rückgang hätte grundsätzlich einen wesentlichen Einfluss auf den Weltmarkt für Werkzeugmaschinen und würde zu einer deutlichen Reduzierung des Auftragseingangs und der erzielbaren Margen führen. Zudem wirkt sich die erhöhte Volatilität der konjunkturellen Entwicklung und der Märkte in Verbindung mit Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung von politischen Krisen negativ aus. Wir begegnen diesen Risiken mit einem kontinuierlichen Monitoring der konjunkturellen Entwicklung und gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko).Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi, russischem Rubel, indischer Rupie, brasilianischem Real und türkischer Lira könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen und so unsere Wettbewerbsposition beeinträchtigen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer zunehmend regionalisierten Produktion entgegen. Ergänzend sehen wir uns weiterhin dem Risiko erhöhter Verwaltungsaufwendungen am Standort Winterthur, Schweiz durch den aktuell starken Schweizer Franken ausgesetzt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus gesamtwirtschaftlichen Risiken erachten wir zurzeit als gering (0%-20%).

Branchenspezifische Risiken bestehen in Form eines intensiven Wettbewerbs mit bestehenden und neuen Wettbewerbern und einem erhöhten Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen. Durch den weiterhin niedrigen Wechselkurs des japanischen Yen entstehen zudem japanischen Anbietern Wettbewerbsvorteile in Europa, während unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem japanischen Markt zurückgeht. Diesen Risiken begegnen wir mit technologischem Vorsprung und Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Indirekte negative Auswirkungen der Problematik überhöhter schädliche Emissionen von Dieselfahrzeugen auf die Werkzeugmaschinenbranche sind möglich. Aus bereits abgeschlossenen Projekten im Bereich der "Energy Solutions" können noch Risiken für den Konzern als ehemaligem Generalunternehmer resultieren. Hier bestehen noch genehmigungsrechtliche Fragen. Aus dem fortlaufenden Betrieb von Solarparks für einige Kunden können zudem allgemeine Betreiberrisiken resultieren. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten im Bereich der DMG MORI Spare Parts können Risiken für den Konzern resultieren. Insgesamt erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken als gering.

Absatzbezogene Risiken resultieren daraus, dass unsere Produkte auf den internationalen Märkten einem anhaltenden Preiswettbewerb ausgesetzt sind. Diesem Risiko wirken wir durch Kostenreduzierungen, verbesserten Fertigungs- und Beschaffungsprozessen und optimierte Produktanläufen entgegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus den oben beschriebenen Risiken erachten wir als gering.

Aus den gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und absatzbezogenen Risiken ergeben sich kumuliert erwartete Risiken in Höhe von rund 28,3 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und in möglichen technologischen Fehlentwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden Messepräsenz in allen wichtigen Märkten sowie durch unser kontinuierlich fortentwickeltes Frühwarnsystem MIS. Die möglichen Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken beziffern wir auf rund 14,6 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sind wir insbesondere aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien im Werkzeugmaschinengeschäft ausgesetzt. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalem Sourcing mit mindestens 2 Lieferanten für die wesentlichen Materialien. Potenzielle Schäden aus dem Beschaffungs- und Einkaufsrisiko beziffern wir auf rund 10,9 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Produktionsrisiken, wie beispielsweise Fertigungsineffizienzen, Unterauslastungen oder potenzielle Qualitätsrisiken, kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und -bestand, des Montage- und Fertigungsfortschritts, der Durchlaufzeit sowie der Durchlaufstetigkeit, beispielsweise dem Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, so dass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten.

Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen, die unseren Technologievorsprung sichert. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Bezüglich der Umsetzung führen wir sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen und freiwillige Audits durch.

Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung von Gefahrstoffen und weiteren Abfällen. Zudem versuchen wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung knapper Umweltressourcen zu gewährleisten. Die potentiellen Risiken aus dem Risikofeld Produktion werden mit einem Wert von 15,1 MIO € bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt.

Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch Entwicklungspartnerschaften mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen entgegen. Auch hier vermeiden wir unkalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte, so dass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Die möglichen Risiken aus Forschung und Entwicklung beziffern wir auf 2,8 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Personalrisiken: Aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften können bei nicht ausreichend möglicher Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter Risiken entstehen, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Programme zur Ausbildung, Personalakquise, Steigerung der Qualifikation der bestehenden Mitarbeiter sowie leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Fach- und Führungskräften abfedern und durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Eine jederzeit notwendige Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines geschätzten Schadens in Höhe von rund 7,6 MIO € sehen wir aufgrund der oben genannten Maßnahmen als gering an.

IT-Risiken entstehen durch die zunehmende Vernetzung unserer teils komplexen Systeme. Diese resultieren daraus, dass Netzwerke ausfallen könnten und dass Daten durch Bedien- und Programmfehler oder durch externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden können. Zudem sehen wir uns Risiken einer organisierten Datenausspähung ausgesetzt. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT-Landschaft, regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die möglichen Schäden aus diesem Bereich belaufen sich auf derzeit 1,8 MIO € und sind beherrschbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als leicht erhöht eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren unter anderem aus unseren internationalen Aktivitäten in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Aktuell erwarten wir währungsbezogene Risiken in Höhe von rund 3,3 MIO €. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung des DMG MORI-Konzerns sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2021 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, marktübliche Covenants einzuhalten. Die Liquidität des DMG MORI-Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich tragen wir Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Mögliche Schäden aus allen finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der währungsbezogenen Risiken belaufen sich insgesamt auf rund 19,2 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens ist gering. Wir verweisen an dieser Stelle auch auf die Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken nach IFRS 7 im Anhang in diesem Bericht.

Sonstige Risiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen beim Verkauf von Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen, die sich auch durch unser effizientes Qualitätsmanagement nicht immer ganz verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen im DMG MORI-Konzern sowohl im Umfang als auch zeitlich beschränkt.

Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge nicht wertberichtigt wurden, gehen wir von einer Nutzbarkeit dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte aus. Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen. Sollte es dazu kommen oder die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DMG MORI-Konzerns auswirken.# Risikobericht

Insgesamt beziffern wir mögliche Schäden aus steuerlichen Risiken auf 8,8 MIO €. bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit.

Einrichtung einer Transparenzstelle

Als Reaktion auf die geänderte Aktionärsstruktur der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat die Gesellschaft in 2015 eine Transparenzstelle eingerichtet. Die wesentliche Aufgabe der Transparenzstelle ist die Überwachung der Geschäfte mit Großaktionären der Gesellschaft. Die Transparenzstelle sammelt, dokumentiert und prüft die Geschäftsbeziehungen zu Großaktionären und stimmt diese mit dem Aufsichtsratsausschuss für Geschäfte mit Aktionären (AfGA) ab. Die Transparenzstelle wird bei der Prüfung auf Einhaltung der Marktüblichkeit von einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterstützt. Darüber hinaus unterstützt die Transparenzstelle die Aufstellung des Berichts über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht).

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation

Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des DMG MORI-Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum dritten Quartal 2015 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltener Vorstands- und Statussitzungen.

Das Gesamtrisiko des DMG MORI-Konzerns wird durch ein Risikosimulationsverfahren, die sogenannte Monte-Carlo-Simulation, bestimmt. Auf diese Weise lassen sich Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigen. In die Simulation gehen sowohl die Einzelrisiken der Konzerngesellschaften ein, als auch mögliche Abweichungen von Planungsannahmen positiver und negativer Natur. Risiken im Zusammenhang mit Zweckgesellschaften im Bereich Energy Solutions werden zentral bei der GILDEMEISTER energy Solutions GmbH erfasst und gehen in die Simulation ein.

Mit der so bestimmten Gesamtrisikoposition wird der Eigenkapitalbedarf errechnet, der mögliche risikobedingte Verluste tragen kann; dabei wird eine Wahrscheinlichkeit vorgegeben - das Konfidenzniveau. Das Eigenkapital des DMG MORI-Konzerns übersteigt die zu einem Wahrscheinlichkeitslevel von 97,5% bestimmte Gesamtrisikoposition deutlich.

Prognosebericht

Wirtschaftsexperten prognostizieren für das Jahr 2016 ein Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,4%. Der VDW erwartet, dass der weltweite Verbrauch von Werkzeugmaschinen um 4,1% steigt. Diese Prognose halten wir mit Blick auf die volatile globalwirtschaftliche Entwicklung für zu optimistisch. Für Deutschland wird ein Wachstum von 2,3% prognostiziert.

Künftige Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird sich im Jahr 2016 voraussichtlich moderat beschleunigen. Für das laufende Jahr prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,4%, für 2017 rechnet es mit einem Plus von 3,8%. Eine weiterhin expansive Geldpolitik und niedrige Ölpreise begünstigen momentan die Konjunktur insbesondere in den Industriestaaten. Die aktuelle Wirtschaftskrise in China, insgesamt niedrige Rohstoffpreise und geopolitische Verwerfungen in den Schwellenländern stellen jedoch weiterhin eine Belastung für die Weltwirtschaft dar.

Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich 6,3% auch im laufenden Jahr die wachstumsstärkste Region sein. Mit einem prognostizierten Wachstum von 6,5% in 2016 und 6,3% in 2017 wird China nur noch eine abgeschwächte Wachstumsdynamik aufweisen; die Rolle als Wachstumsmotor Asiens geht auf Indien über (2016: +7,2%; 2017: +7,5%). Das Wachstum der japanischen Wirtschaft wird nach vorläufigen Berechnungen nur 1,0% in 2016 und 0,5% in 2017 betragen. In den USA wird sich die konjunkturelle Entwicklung weiter beschleunigen. Nach IfW-Schätzungen wird das Bruttoinlandsprodukt um 2,8% wachsen, für 2017 wird ein Wachstum von 3,0% erwartet. Europa wird im laufenden Jahr seinen moderaten Wachstumskurs fortsetzen. Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt der Euroländer im Jahr 2016 um 2,0% und in 2017 um 2,2% zunehmen wird. Deutschland wird im Prognosezeitraum voraussichtlich von einer Zunahme des Privatkonsums und steigenden Exporten profitieren. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von 2,2% und in 2017 von 2,3% prognostiziert.

Für den weltweiten Werkzeugmaschinenmarkt wird im Jahr 2016 mit einem Wachstum gerechnet. Die aktuelle Prognose des VDW und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics geht davon aus, dass das weltweite Marktvolumen wertmäßig um 4,1% zunehmen wird. Erfahrungsgemäß werden diese Prognosen im laufenden Jahr wiederum einer Korrektur unterzogen. Für China wird ein Wachstum des Verbrauchs von 4,0% erwartet, während für die USA und Japan mit 2,6% und 2,4% etwas niedrigere Wachstumsraten prognostiziert werden. Für Südkorea wird im Jahr 2016 mit einem Wachstum von 4,1% gerechnet. Für das Jahr 2017 prognostiziert der VDW einen Anstieg des Weltverbrauchs von 4,4% (Stand: Oktober 2015). Aktuelle Aussagen zur Entwicklung der Branchenrentabilität sowie der Preise und Löhne sind nicht verfügbar.

Der Welt-Werkzeugmaschinenverbrauch und das Marktpotenzial spiegeln sich in folgender Grafik wider:

E. 02 WELT-WERKZEUGMASCHINENVERBRAUCH (2008-2017) IN MRD €

Jahr Welt-Werkzeugmaschinenverbrauch (in Mrd. €) Anmerkungen
2008 12,0
2009 7,4
2010 9,4
2011 11,7
2012 11,4
2013 10,4
2014 11,2
2015 11,4 * Vorläufige Schätzung
2016 11,9 ** Prognose
2017 12,4 ** Prognose

Quelle: VDW, Weltstatistik 2015 - vorläufige Edition, Stand: Februar 2016. Oxford Economics Global Machine Tool Outlook, Stand: 10.2015. Rein rechnerische Darstellung auf Eurobasis.

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie startete mit vorsichtig optimistischen Erwartungen zur Branchenkonjunktur in das Jahr 2016: Der Verband rechnet mit einem Anstieg der Produktion um 1,0% und des Verbrauchs um 2,3%. Für das Jahr 2017 gehen die Prognosen von einer Zunahme des Verbrauchs von 3,3% aus; Risikofaktoren, die dieser Zunahme entgegenwirken könnten, sind nach wie vor die Wirtschaftskrise in China, die geopolitischen Konflikte in Osteuropa und im Mittleren Osten, die Preisentwicklung für Rohstoffe und Energie, die Wechselkursveränderungen sowie politische Rahmenbedingungen.

Quelle: "Global Machine Tool Outlook"; Oxford Economics

Künftige Entwicklung des DMG MORI-Konzerns

Der DMG MORI-Konzern beabsichtigt seine Marktposition als ein weltweit führender Hersteller spanender Werkzeugmaschinen zu festigen und weiter auszubauen. Mit unserem innovativen und diversifizierten Produktportfolio arbeiten wir gezielt an der kontinuierlichen Erhöhung der Marktpenetration unserer Produkte. Die Partnerschaft mit der japanischen DMG MORI COMPANY LIMITED ist zentraler Bestandteil dieser Strategie. Wesentliche Potenziale sehen wir in der gemeinsamen Produktentwicklung und der Produktion, im Bereich Einkauf durch den Ausbau unserer globalen Lieferpartnerschaften sowie in der Optimierung unserer internationalen Vertriebs- und Servicestrukturen.

Weitere Wachstumspotenziale sehen wir in unserem Kernmarkt Europa sowie in den USA, Japan, China, Korea, Indien, Mexiko, Taiwan und den Ländern Südostasiens. In diesen Märkten wollen wir durch gezielte Maßnahmen, wie beispielweise den Ausbau neuer Technologiezentren und die Erhöhung der Anzahl an Vertriebsgebieten, die Präsenz von DMG MORI steigern. Zudem unterstützen wir unseren japanischen Partner im wichtigen Markt USA.

Zu Beginn des Jahres 2016 entwickelte sich der Auftragseingang leicht besser als im Vorjahr. Für das erste Quartal 2016 erwarten wir einen Auftragseingang von rund 600 MIO € (Vorjahr: 587,2 MIO €). Für das laufende Geschäftsjahr planen wir mit einem leicht besseren Auftragseingang als im Vorjahr. Bei den "Industriellen Dienstleistungen" rechnen wir mit Zuwächsen. Der Auftragsbestand wird zum 31. März 2016 auf rund 900 MIO € ansteigen (31.12.2015: 884,2 MIO €).

E. 03 VORAUSSICHTLICHE UMSATZVERTEILUNG 2016 DES DMG MORI-KONZERNS NACH REGIONEN IN %

Region Umsatzverteilung (in %)
Asien 45
Europa 35
Nordamerika 15
Sonstige 5

Im ersten Quartal 2016 erwarten wir einen Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau (1. Quartal 2015: 538,4 MIO €). Für das Geschäftsjahr 2016 planen wir wiederum einen Umsatz von rund 2,3 MRD €. Das EBT wird wohl deutlich unter dem hohen Niveau des vorhergehenden Berichtsjahres liegen. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einem leicht verbesserten positiven Free Cashflow aus. Die Verbesserung wird im Wesentlichen aus dem reduzierten Investitionsvolumen kommen.

Unsere Finanzierungsstruktur soll im Wesentlichen unverändert bleiben und zum Jahresende streben wir erneut einen positiven Nettofinanzsaldo an. Unser Ziel ist es, das Net Working Capital moderat zu verbessern. Unser Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2016 die notwendige Liquidität abdecken. Wir verfügen über einen ausreichenden finanziellen Spielraum.

Für die Marktzinssätze erwarten wir ein leicht ansteigendes Niveau. Die Auswirkungen auf unser Zinsergebnis und die Kapitalkosten schätzen wir aus heutiger Sicht als eher gering ein.

Für das Geschäftsjahr 2016 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 100 MIO €, die im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden sollen. Das geplante Investitionsvolumen wird über dem Niveau der Abschreibungen liegen. Den Schwerpunkt werden wir auf die Fertigstellung unserer Großprojekte und die gezielte Modernisierung unserer Produktionswerke sowie Entwicklung innovativer Produkte legen.

Im Segment "Werkzeugmaschinen" planen wir rund 52 MIO € zu Investieren. An unserem Standort in Seebach planen wir den Bereich der mechanischen Fertigung kontinuierlich zu modernisieren und damit die Fertigungstiefe weiter auszubauen. Im aufstrebenden Geschäftsbereich Advanced Technologies werden wir an unserem Standort in Idar-Oberstein grundlegende Optimierungsmaßnahmen umsetzen und die bereits begonnene Erweiterung der Montage und Logistik abschließen. Ebenso planen wir die Modernisierungsmaßnahmen an unserem Produktionswerk FAMOT in Pleszew (Polen) im Bereich der mechanischen Fertigung und Logistik weiter fortzusetzen.# E. 03 ANTEILE DER EINZELNEN SEGMENTE/GESCHÄFTSBEREICHE AN DEN GEPLANTEN INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE IN %

Auch in Zukunft wird die Bereitstellung von produktionsnotwendigen Werkzeugen, Modellen und Betriebsmitteln sowie die Entwicklung innovativer Produkte einen wesentlichen Bestandteil unserer Investitionstätigkeit einnehmen. Für das Segment "Industrielle Dienstleistungen" sind Investitionen von rund 37 MIO € geplant. Die Eröffnung unseres Technologiezentrums in Moskau (Russland) wird voraussichtlich am 23. Mai 2016 stattfinden. In Seoul (Südkorea) planen wir die Eröffnung unseres Technologiezentrums am 15. Juli 2016. Unsere Marktpräsenz in dem weltweit fünftgrößten Markt für Werkzeugmaschinen werden wir damit weiter ausbauen. Zudem werden wir auch in Zukunft unsere Servicetechniker mit modernsten Werkzeugen und Messgeräten ausstatten. Im Segment "Corporate Services" wollen wir rund 11 MIO € Investieren. An unserem Standort in Bielefeld werden wir die bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH bereits begonnenen Modernisierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen gezielt fortsetzen. Im Vordergrund stehen dabei weiterhin die Modernisierung der Produktionshallen mit effizienten Klimaanlagen und moderner LED-Technik sowie die Erweiterung des E-Mobilitätsangebots für unsere Mitarbeiter und Besucher. Die Struktur der Investitionen bleibt ausgewogen: Alle Segmente werden bei den Investitionen berücksichtigt. Risiken aus den Investitionsvorhaben sind nach jetziger Einschätzung nicht erkennbar.

Derzeit planen wir die Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2016 in Abhängigkeit der Auftragseingangs- und Geschäftsentwicklung anzupassen. Der Personalaufwand wird sich aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. Tarifabschlüssen erhöhen. Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir gemeinsam mit unserem japanischen Partner im laufenden Geschäftsjahr unsere innovationsorientierte Strategie zur Steigerung des Kundennutzens weiterverfolgen. Die Erfolge unserer Zusammenarbeit werden wir unter anderem im Rahmen der Messen AMB (Stuttgart) und JIMTOF (Japan) vorstellen. Die kontinuierliche Innovation und Zusammenführung unseres Produktprogramms bildet die Basis für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus werden wir gemeinsam mit unserem Partner DMG MORI COMPANY LIMITED an der Entwicklung innovativer Kernkomponenten arbeiten und stärken durch zunehmende Fertigungstiefe auch unser internes Know-How. Das Volumen der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wird im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich bei rund 50 MIO € liegen. Insgesamt werden im Bereich Forschung und Entwicklung etwa 14% der Belegschaft in den Werken daran arbeiten, unseren Technologievorsprung weiter auszubauen.

KONZERN PLANT 12 WELTPREMIEREN

Im Segment "Werkzeugmaschinen" planen wir für das laufende Geschäftsjahr 12 Weltpremieren. In der Drehtechnologie werden wir die zweite Generation unserer Turn & Mill- Komplettbearbeitungszentren erweitern. Bei der Frästechnologie setzen wir den Ausbau der vierten Generation der erfolgreichen duoBLOCK®-Baureihe fort und entwickeln die Portal-Baureihe weiter. Die weltweit erfolgreichen DMU Universalfräsmaschinen sollen durch eine dritte Generation stärker positioniert werden. Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" werden wir das umfassende Angebot unserer LifeCycle Services weiter optimieren. Unsere Aktivitäten zielen unter anderem auf die Weiterentwicklung komplexer Dienstleistungen zur Verbesserung der Produktivität unserer installierten Werkzeugmaschinen sowie auf die Entwicklung von Produkten zur präventiven Instandsetzung beim Kunden. Im Geschäftsfeld der Energy Solutions treiben wir insbesondere die technologische Entwicklung unserer Energieeffizienzsoftware weiter voran.

Im Bereich Einkauf wird der Ausbau des globalen Lieferanten-Netzwerkes im Rahmen unseres neuen Partner-Programmes sowie die gemeinsamen Aktivitäten mit unserem Kooperationspartner im Fokus stehen. Dabei besteht das Ziel insbesondere darin, die Innovationsführerschaft weltweit zu stärken und international wettbewerbsfähig zu sein. Durch eine in beiden Unternehmen abgestimmte globale Einkaufsstrategie und einheitliche Qualitätsstandards sollen gemeinsam Verbesserungen hinsichtlich Qualität, Kosten und Lieferfähigkeit erreicht werden. Im Rahmen der Wertschöpfungskette treiben wir die Nachhaltigkeit weiter voran. "Green Purchasing" im Sinne von reduziertem Energie- und Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß aber auch Mindestlöhne sowie menschliche Arbeitsplatzgestaltung werden weiterhin wesentliche Eckpfeiler in der Auswahl und Weiterentwicklung der Lieferanten bilden. Darüber hinaus ist im Berichtsjahr 2016 eine Optimierung im Bereich der Einkaufsinformationssysteme geplant.

WEITERER ROLLOUT DES "TAKT"-PROJEKTS

Im laufenden Geschäftsjahr setzen wir im Bereich Produktion und Logistik die konzernweiten Maßnahmen des Projekts TAKT konsequent fort. Um die Effektivität unserer Produktionsprozesse weiter zu steigern, liegt der Fokus auf einer weiteren Verbesserung der Produktivität sowie Optimierung der Konzernlogistik. In unserem Werk in Pfronten werden wir unsere Lieferanten noch stärker in die Produktionsprozesse integrieren und damit die Liefertreue und Lieferqualität erhöhen, sowie die Produktionsabläufe weiter stabilisieren. Darüber hinaus wird in diesem Jahr das Werk Seebach Hauptwerk für die konzernweite Lieferung von Werkzeugwechslern und Magazinen. Der Standort wird damit kontinuierlich seine Kernkompetenzen bei der mechanischen Fertigung von Gusskomponenten sowie in der Vormontage von komplexen Baugruppen ausbauen und die Wertschöpfungstiefe erhöhen. An unserem Standort in Bielefeld werden wir das Konzept des Routenzugs auch auf den Großteilebereich ausweiten. Durch den schnellen und sicheren Transport der Materialien steigern wir die Zeiteffizienz und die Arbeitssicherheit. An unserem Produktionsstandort Pleszew (Polen) liegt der Fokus auf der Modernisierung des Logistikbereichs mit neuen Lager- und Bereitstellungssystemen. Außerdem läuft dort die Produktion der ecoMill 600/800 und 1100 V mit neuem Multi-Touch-Panel an. Im Geschäftsjahr 2016 wird sich die rechtliche Unternehmensstruktur des Konzerns voraussichtlich nicht wesentlich verändern.

Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2016

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnen wir insgesamt mit einer volatilen wirtschaftlichen Entwicklung: Negative konjunkturelle Impulse können sich aus der anhaltenden Schwäche der Schwellenländer ergeben. Für China prognostizieren Wirtschaftsexperten in 2016 einen Rückgang der konjunkturellen Wachstumsrate. Auch die schwache wirtschaftliche Situation in Russland wird in Deutschland und der EU spürbar sein. Zudem stellen Wechselkursschwankungen zwischen den internationalen Währungen und die Staatsschuldenproblematik in Europa nach wie vor Belastungsfaktoren für die Konjunktur und insbesondere auch für Investitionen in den Unternehmen dar. Wirtschaftsexperten gehen davon aus, dass die weltweit niedrigen Energiepreise weiterhin Bestand haben. Der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch soll nach Prognosen des Vereins deutscher Werkzeugmaschinenhersteller (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics im laufenden Jahr um 4,1% wachsen. Dies halten wir mit Blick auf die beschriebene volatile globalwirtschaftliche Entwicklung für zu optimistisch. Wir gehen davon aus, dass einzelne Märkte weiter stark voneinander abweichen und der Wettbewerbsdruck erheblich zunehmen wird. Gemeinsam mit unserem japanischen Partner DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir strategisch gut aufgestellt, um die vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wesentliche Potenziale sehen wir in der gemeinsamen Produktentwicklung und der Produktion, im Bereich Einkauf durch den Ausbau unserer globalen Lieferpartnerschaften sowie in der Optimierung unserer internationalen Vertriebs- und Servicestrukturen. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir einen leicht besseren Auftragseingang als im Vorjahr und planen wiederum einen Umsatz von rund 2,3 MRD €. Das EBT wird wohl deutlich unter dem hohen Niveau des vorhergehenden Berichtsjahres liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen rund 100 MIO € betragen und im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Darüber hinaus gehen wir von einem leicht verbesserten positiven Free Cashflow aus. Die Verbesserung wird im Wesentlichen aus dem reduzierten Investitionsvolumen kommen. Zudem planen wir die Zahlung einer Dividende.

Sonstige Angaben

Schlusserklärung des Vorstands zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt ausweislich ihres am 10. Februar 2016 veröffentlichten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 einen Stimmrechtsanteil von 60,67% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Aufgrund dessen wird eine absolute Stimmenmehrheit auf zukünftigen Hauptversammlungen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2015 besteht daher ein Abhängigkeitsverhältnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED nach § 17 Abs. 2 AktG. Im Geschäftsjahr 2015 bestand zwischen der DMG MORI COMPANY LIMITED und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag, noch war die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in eine andere Aktiengesellschaft eingegliedert. Die Aufstellungspflicht entfällt somit nicht nach § 312 Abs. 1 Satz 1, § 316 oder § 323 Abs. 1 Satz 3 AktG.Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat daher gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Abhängigkeitsbericht) aufgestellt: "Wir haben bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen."

Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

F. 01 scroll
Anhang 2015 T€ | 2014 T€
------- | -------- | --------
Umsatzerlöse 6 | 2.304.721 | 2.229.013
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 33.450 | 17.149
Aktivierte Eigenleistungen 7 | 13.786 | 16.140
Gesamtleistung | 2.351.957 | 2.262.302
Sonstige betriebliche Erträge 8 | 129.899 | 75.817
Betriebsleistung | 2.481.856 | 2.338.119
Materialaufwand 9 | |
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.068.132 | 1.041.502
Aufwendungen für bezogene Leistungen | 143.285 | 148.524
| 1.211.417 | 1.190.026
Personalaufwand 10 | |
Löhne und Gehälter | 463.614 | 432.540
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 81.843 | 73.605
| 545.457 | 506.145
Abschreibungen 11 | 57.181 | 49.883
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 | 481.943 | 409.436
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 185.858 | 182.629
Finanzerträge 13 | |
Zinserträge | 918 | 1.233
Sonstige Erträge | 40.479 | 2.737
| 41.397 | 3.970
Finanzaufwendungen 14 | |
Zinsaufwendungen | 7.987 | 9.683
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen | 775 | 1.114
sonstige Finanzaufwendungen | 1.872 | 1.065
| 10.634 | 11.862
Finanzergebnis | 30.763 | -7.892
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 15 | 640 | 576
Ergebnis vor Steuern | 217.261 | 175.313
Ertragsteuern 16 | 57.676 | 54.248
Jahresüberschuss | 159.585 | 121.065
Anteile der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT am Jahresergebnis | 149.396 | 110.575
Anteile der Minderheiten am Jahresergebnis 17 | 10.189 | 10.490
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € | |
Unverwässert | 1,90 | 1,41
Verwässert | 1,90 | 1,41

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

F. 02 scroll
Anhang 2015 T€ | 2014 T€
------- | -------- | --------
Jahresüberschuss | 159.585 | 121.065
Sonstiges Ergebnis | |
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -190 | -7.870
Ertragsteuern | 56 | 2.188
Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -134 | -5.682
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -10.044 | -6.905
Nettoinvestitionen | -1.054 | -2.385
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 38 | -197 | -1.579
Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten | 21 | 0 | -30.270
Available-for-sale-Vermögenswerte - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | -17.238 | 0
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 1.579 | -1.765
Ertragsteuern | 29 | 22 | 1.238
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -26.932 | -41.666
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -27.066 | -47.348
Gesamtergebnis der Periode | 132.519 | 73.717
Anteil der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT am Gesamtergebnis | 122.855 | 61.956
Anteil der Minderheiten am Gesamtergebnis | 9.664 | 11.761

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

F. 03 scroll
Anhang 2015 T€ | 2014 T€
------- | -------- | --------
CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT | |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | 217.261 | 175.313
Abschreibungen | 57.181 | 49.883
Finanzergebnis 14 | 7.078 | 7.892
Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -2.485 | 5.526
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | -3.843 | 2.228
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | 32 | 8.198 | -9.217
Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens und der available-for-sale-Vermögenswerte | -38.987 | 650
Ertragsteuererstattungen | 1.650 | 151
Gezahlte Ertragsteuern | -49.349 | -48.848
Erhaltene Zinsen | 1.042 | 968
Gezahlte Zinsen | -9.731 | -7.565
Erhaltene Dividende 13 | 2.446 | 2.150
Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten | |
Vorräte 24 | -27.219 | -7.031
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23, 25 | 21.746 | -50.496
Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 1.123 | 4.832
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -46.523 | 72.996
Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 3.160 | -28.826
| 41 | 142.748 | 170.606
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 3.952 | 1.789
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -124.005 | -111.548
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -14.807 | -16.376
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Tochterunternehmen | 0 | 2.729
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -21.884
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 153.744 | 0
| 18.884 | -145.290
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | |
Auszahlung für die Kosten der Sachkapitalerhöhung 30 | 0 | -174
Auszahlungen/Einzahlungen für die Tilgung/Aufnahme von Finanzschulden 33 | -1.702 | 39.974
Einzahlung von Minderheitenanteilseignern | 739 | 0
Einzahlung aus dem Verkauf eigener Aktien | 0 | 38.555
Gezahlte Dividenden | -43.350 | -39.409
| 41 | -44.313 | 38.946
Zahlungswirksame Veränderung | 117.319 | 64.262
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | 1.812 | -2.415
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 27 | 432.996 | 371.149
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 27 | 552.127 | 432.996

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

F. 04 AKTIVA scroll
Anhang | 31.12.2015 T€ | 31.12.2014 T€
------- | -------- | -------- | --------
Langfristige Vermögenswerte | | |
Geschäfts- oder Firmenwerte 19 | 134.335 | 135.173
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 19 | 75.576 | 78.808
Sachanlagen 20 | 463.733 | 395.232
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 22 | 47.337 | 46.780
Beteiligungen 21 | 21.792 | 154.934
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23 | 517 | 479
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 23 | 10.808 | 13.066
Sonstige langfristige Vermögenswerte 23 | 38.948 | 1.681
Latente Steuern 29 | 53.400 | 53.810
| 846.446 | 879.963
Kurzfristige Vermögenswerte | | |
Vorräte 24 | 522.259 | 495.297
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25 | 192.368 | 200.638
Forderungen gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 25 | 7.054 | 10.359
Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 25 | 41.308 | 46.128
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 25 | 163 | 2.685
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 26 | 64.604 | 72.770
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26 | 52.246 | 51.298
Ertragsteuerforderungen | 5.300 | 400
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 | 552.127 | 432.996
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 28 | 0 | 37.275
| 1.437.429 | 1.349.846
BILANZSUMME | 2.283.875 | 2.229.809

PASSIVA
Anhang | 31.12.2015 T€ | 31.12.2014 T€
------- | -------- | -------- | --------
Eigenkapital | | |
Gezeichnetes Kapital 30 | 204.927 | 204.927
Kapitalrücklage 30 | 498.485 | 498.485
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 30 | 507.487 | 427.982
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | 1.210.899 | 1.131.394
Minderheitenanteile am Eigenkapital 30 | 146.575 | 134.757
Summe Eigenkapital | 1.357.474 | 1.266.151
Langfristige Schulden | | |
Langfristige Finanzschulden 33 | 41.057 | 42.395
Pensionsrückstellungen 31 | 41.652 | 47.805
Andere langfristige Rückstellungen 32 | 35.683 | 31.825
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34 | 4.870 | 3.190
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 34 | 4.098 | 3.285
Latente Steuern 29 | 3.924 | 3.851
| 131.284 | 132.351
Kurzfristige Schulden | | |
Kurzfristige Finanzschulden 33 | 10.736 | 9.761
Steuerrückstellungen 32 | 47.788 | 36.289
Andere kurzfristige Rückstellungen 32 | 168.707 | 160.725
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 132.910 | 139.020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35 | 269.105 | 301.298
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 35 | 1.813 | 668
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 35 | 89.809 | 82.519
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 35 | 26 | 30.724
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 35 | 30.335 | 35.503
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 35 | 43.888 | 34.000
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 36 | 0 | 800
| 795.117 | 831.307
Bilanzsumme | 2.283.875 | 2.229.809

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

F. 05 scroll
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | Gezeichnetes Kapital T€ | Kapital- rücklage T€ | Gewinn- rücklagen T€ | Unterschiede aus der Währungs- umrechnung T€ | Veränderung Bewertung Vermögenswerte avail- able-for-sale T€ | Marktbewertung Finanzderivate T€
------- | -------- | -------- | -------- | -------- | -------- | --------
Stand 01.01.2014 | 200.234 | 480.383 | 341.753 | 681 | 45.762 | 1.246
Gesamtergebnis | | | | | |
Jahresüberschuss | 110.575 | | | | |
sonstiges Ergebnis | | | | | |
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | | | | -8.176 | |
Nettoinvestitionen | | | | | -2.385 |
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | | | | | | -2.361
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) | | | | | -5.682 |
Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten (nach Steuern) | | | | | -30.015 |
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | | | | -5.682 | -10.561 | -30.015 | -2.361
Gesamtergebnis der Periode | 104.893 | -10.561 | -30.015 | -2.361
Transaktionen mit Eigentümern | | | | | |
Gesamtkapitalzuführungen/-entnahmen an Eigentümer | | | | | |
Verkauf eigener Aktien | 4.693 | 18.102 | 15.993 | | |
Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2013 | | | -39.409 | | |
Summe der Transaktionen mit Eigentümern | 4.693 | 18.102 | -23.416 | | |
Stand 31.12.2014 | 204.927 | 498.485 | 423.230 | -9.880 | 15.747 | -1.115

Gewinnrücklagen und andere Rücklagen Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT T€ Minderheitenanteile am Eigenkapital T€ Summe T€
Stand 01.01.2014 1.070.059 94.382 1.164.441
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 110.575 10.490 121.065
sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der# Eigenkapitalspiegel

Stand 31.12.2014

Gewinnrücklagen und andere Rücklagen T€ Gezeichnetes Kapital T€ Kapital- rücklage T€ Gewinn- rücklagen T€ Unterschiede aus der Währungs- umrechnung T€ Veränderung Bewertung Vermögenswerte avail- able-for-sale T€ Marktbewertung Finanzderivate T€
1.131.394 134.757 1.266.151 - - - -

Stand 01.01.2015

Gewinnrücklagen und andere Rücklagen T€ Gezeichnetes Kapital T€ Kapital- rücklage T€ Gewinn- rücklagen T€ Unterschiede aus der Währungs- umrechnung T€ Veränderung Bewertung Vermögenswerte avail- able-for-sale T€ Marktbewertung Finanzderivate T€
204.927 498.485 423.230 -9.880 15.747 -1.115

Gesamtergebnis

Jahresüberschuss T€ sonstiges Ergebnis T€
149.396 -

sonstiges Ergebnis

Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung T€ Nettoinvestitionen T€ Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) T€ Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) T€ Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten (nach Steuern) T€ Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern T€
-9.519 -1.054 -134 976 -16.810 -16.810

Gesamtergebnis der Periode

T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
149.262 -10.573 -16.810 976 - - -

Transaktionen mit Eigentümern

Gesamtkapitalzuführungen/-entnahmen an Eigentümer T€ Verkauf eigener Aktien T€ Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2013 T€ Summe der Transaktionen mit Eigentümern T€
- - -43.350 -43.350

Stand 31.12.2015

Gewinnrücklagen und andere Rücklagen T€ Gezeichnetes Kapital T€ Kapital- rücklage T€ Gewinn- rücklagen T€ Unterschiede aus der Währungs- umrechnung T€ Veränderung Bewertung Vermögenswerte avail- able-for-sale T€ Marktbewertung Finanzderivate T€
204.927 498.485 529.142 -21.516 0 -139 -

Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

T€ Minderheitenanteile am Eigenkapital T€ Summe T€
Stand 01.01.2015 1.131.394 134.757
Gesamtergebnis 0 0
Jahresüberschuss 149.396 10.189
sonstiges Ergebnis - -
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -9.519 -525
Nettoinvestitionen - -
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) -1.054 -
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) 976 -
Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten (nach Steuern) -134 -
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern - -
Gesamtergebnis der Periode -26.541 -525
Transaktionen mit Eigentümern 122.855 9.664
Gesamtkapitalzuführungen/-entnahmen an Eigentümer - -
Verkauf eigener Aktien 2.154 -
Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2014 -43.350 -
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -43.350 2.154
Stand 31.12.2015 1.210.899 146.575

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und Minderheiten am Eigenkapital auf den Seiten 195 ff.

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Bestandteil des Anhangs)

F. 06

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN

T€ Stand zum 01.01.2015 Sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2015 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 135.173 -838 0 0 0 0 134.335
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 119.427 62 0 8.228 -134 265 127.848
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 114.003 -86 0 6.579 -7.377 209 113.328
Summe Immaterielle Vermögenswerte 368.603 -862 0 14.807 -7.511 474 375.511
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 355.747 5.665 0 16.522 -969 5.792 382.757
Technische Anlagen und Maschinen 94.037 247 0 7.370 -5.794 4.801 100.661
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.403 942 0 20.270 -11.133 2.798 230.280
Anlagen im Bau 43.980 -11.949 0 71.608 -796 -13.865 88.978
Summe Sachanlagen 711.167 -5.095 0 115.770 -18.692 -474 802.676
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile 44.348 118 0 0 -200 0 44.266
Beteiligungen 162.316 -17.238 0 0 -115.904 0 29.174
Wertpapiere des Anlagevermögens 8 0 0 0 0 0 8
Summe Finanzanlagen 206.672 -17.120 0 0 -116.104 0 73.448
Anlagevermögen gesamt 1.286.442 -23.077 0 130.577 -142.307 0 1.251.635

ABSCHREIBUNGEN

T€ Stand zum 01.01.2015 sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2015 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 89.008 26 0 9.727 -134 0 98.627
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 65.614 -83 0 8.818 -7.376 0 66.973
Summe Immaterielle Vermögenswerte 154.622 -57 0 18.545 -7.510 0 165.600
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 118.130 227 0 12.997 -369 0 130.985
Technische Anlagen und Maschinen 53.290 21 0 6.242 -5.697 0 53.856
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.515 216 0 19.155 -10.022 0 153.864
Anlagen im Bau 0 -4 0 242 0 0 238
Summe Sachanlagen 315.935 460 0 38.636 -16.088 0 338.943
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile -2.432 -639 0 0 0 0 -3.071
Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0 7.384
Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0 6
Summe Finanzanlagen 4.958 -639 0 0 0 0 4.319
Anlagevermögen gesamt 475.515 -236 0 57.181 -23.598 0 508.862

RESTBUCHWERT

T€ Stand zum 31.12.2015 T€ Stand zum 31.12.2014 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 134.335 135.173
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 29.221 30.419
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 46.355 48.389
Summe Immaterielle Vermögenswerte 209.911 213.981
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 251.772 237.617
Technische Anlagen und Maschinen 46.805 40.747
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 76.416 72.888
Anlagen im Bau 88.740 43.980
Summe Sachanlagen 463.733 395.232
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile 47.337 46.780
Beteiligungen 21.790 154.932
Wertpapiere des Anlagevermögens 2 2
Summe Finanzanlagen 69.129 201.714
Anlagevermögen gesamt 742.773 810.927

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Bestandteil des Anhangs)

F. 06

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN

T€ Stand zum 01.01.2014 sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2014 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 121.510 671 12.992 0 0 0 135.173
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 112.217 70 0 7.754 -1.555 941 119.427
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 102.416 606 5.652 8.621 -5.558 2.266 114.003
Summe Immaterielle Vermögenswerte 336.143 1.347 18.644 16.375 -7.113 3.207 368.603
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 284.575 1.290 0 43.433 -1.329 27.778 355.747
Technische Anlagen und Maschinen 71.794 831 0 7.691 -2.386 16.107 94.037
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 188.999 239 170 28.759 -6.528 5.764 217.403
Anlagen im Bau 62.704 -6.218 0 40.665 -315 -52.856 43.980
Summe Sachanlagen 608.072 -3.858 170 120.548 -10.558 -3.207 711.167
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile 44.239 0 0 109 0 0 44.348
Beteiligungen 169.576 -29.209 0 21.949 0 0 162.316
Wertpapiere des Anlagevermögens 9 -1 0 0 0 0 8
Summe Finanzanlagen 213.824 -29.210 0 22.058 0 0 206.672
Anlagevermögen gesamt 1.158.039 -31.721 18.814 158.981 -17.671 0 1.286.442

ABSCHREIBUNGEN

T€ Stand zum 01.01.2014 sonstige Veränderungen T€ Veränderung Konsolidierungskreis T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ Stand zum 31.12.2014 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 80.259 -18 0 9.783 -1.016 0 89.008
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 63.067 339 0 7.759 -5.551 0 65.614
Summe Immaterielle Vermögenswerte 143.326 321 0 17.542 -6.567 0 154.622
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 107.871 346 0 10.489 -576 0 118.130
Technische Anlagen und Maschinen 50.146 818 0 4.536 -2.210 0 53.290
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.714 364 0 17.316 -5.879 0 144.515
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 290.731 1.528 0 32.341 -8.665 0 315.935
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile -1.855 -577 0 0 0 0 -2.432
Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0 7.384
Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0 6
Summe Finanzanlagen 5.535 -577 0 0 0 0 4.958
Anlagevermögen gesamt 439.592 1.272 0 49.883 -15.232 0 475.515

RESTBUCHWERT

T€ Stand zum 31.12.2014 T€ Stand zum 31.12.2013 T€
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 135.173 121.510
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 30.419 31.958
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 48.389 39.349
Summe Immaterielle Vermögenswerte 213.981 192.817
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 237.617 176.704
Technische Anlagen und Maschinen 40.747 21.648
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.888 56.285
Anlagen im Bau 43.980 62.704
Summe Sachanlagen 395.232 317.341
Finanzanlagen
At equity bewertete Anteile 46.780 46.094
Beteiligungen 154.932 162.192
Wertpapiere des Anlagevermögens 2 3
Summe Finanzanlagen 201.714 208.289
Anlagevermögen gesamt 810.927 718.447

Segmentberichterstattung zum Konzernabschluss 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Bestandteil des Anhangs)

F. 07

SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

"Werkzeugmaschinen" Veränderungen gegenüber Vorjahr "Industrielle Dienstleistungen"
2015 T€ 2014 T€ %
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 904.544 856.655 47.889 5,6
Umsatzerlöse mit Dritten 1.264.446 1.258.412 6.034 0,5
EBIT 102.637 93.635 9.002 9,6
Finanzergebnis -10.579 -11.541 962 8,3
davon Zinserträge 628 1.449 -821 -56,7
davon Zinsaufwendungen -11.237 -12.955 1.718 13,3
Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0,0
EBT 92.058 82.094 9.964 12,1
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 0 0,0
Segmentvermögen 1.073.426 978.224 95.202 9,7
Investitionen 82.463 71.031 11.432 16,1
Planmäßige Abschreibungen 36.067 32.943 3.124 9,5
Mitarbeiter 3.858 3.761 97 2,6
"Corporate Services"
Veränderungen gegenüber Vorjahr
2015 T€
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -
Umsatzerlöse mit Dritten -
EBIT -
Finanzergebnis -
davon Zinserträge -
davon Zinsaufwendungen -
Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen -
EBT -
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen -
Segmentvermögen -
Investitionen -
Planmäßige Abschreibungen -
Mitarbeiter -

Deutschland

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 T€ T€ %
Umsatzerlöse mit Dritten 883.529 878.069 5.460 0,6
Langfristige Vermögenswerte 274.332 267.169 7.163 2,7

Übriges Europa

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 T€ T€ %
Umsatzerlöse mit Dritten 911.587 886.185
Langfristige Vermögenswerte 350.764 301.040

Nordamerika

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 T€ T€ %
Umsatzerlöse mit Dritten 131.250 113.944 17.306
Langfristige Vermögenswerte 15.207 17.792 -2.585

Asien

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 T€ T€ %
Umsatzerlöse mit Dritten 342.219 314.096 28.123
Langfristige Vermögenswerte 32.824 21.349 11.475

Übrige

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 T€ T€ %
Umsatzerlöse mit Dritten 36.136 36.719
Langfristige Vermögenswerte 2.819 3.368

Überleitung Konzern

Veränderungen
gegenüber Vorjahr 2015 2014 2015 2014 T€ T€
Umsatzerlöse mit Dritten -583 -1,6 0 0 2.304.721 2.229.013
Langfristige Vermögenswerte -549 -16,3 -2.302 -1.505 673.644 609.213

Veränderungen

gegenüber Vorjahr T€
Umsatzerlöse mit Dritten 75.708
Langfristige Vermögenswerte 64.431

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Grundlagen des Konzernabschlusses

1 ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt Der Konzernabschluss wurde nach § 315a HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Zur klareren und übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TG) angegeben. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (bis 5. Juni 2015: DMG MORI SEIKI Aktiengesellschaft) mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen, bedarfsgerechte Softwareprodukte sowie Energielösungen an. Der zum 31. Dezember 2015 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website www.dmgmori.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 8. März 2016 zur Veröffentlichung freigegeben.

2 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die Minderheiten am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der Minderheitenanteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur noch dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als Minderheitenanteile ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet. Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

3 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards Im Geschäftsjahr 2015 mussten folgende überarbeitete und neue Standards sowie Interpretationen des IASB/IFRIC erstmalig verpflichtend angewendet werden:

IFRIC 21 Abgaben

Verbesserungen zu IFRS 2011-2013

Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40

Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS ab dem 1. Januar 2015 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten:

IFRIC 21 - Abgaben

IFRIC 21 ist eine Interpretation zu IAS 37. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlich-rechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12.# Neue Rechnungslegungsvorschriften

Nach IFRIC 21 ist ein Schuldposten für Abgaben anzusetzen, wenn das die Abgabepflicht auslösende Ereignis eintritt. Dieses auslösende Ereignis, das die Verpflichtung begründet, ergibt sich wiederum aus dem Wortlaut der zugrundeliegenden Norm. Deren Formulierung ist insofern ausschlaggebend für die Bilanzierung. Die neue Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Verbesserungen zu IFRS 2011-2013

Im Rahmen des "Annual improvement project" wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS wird eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Neue Rechnungslegungsvorschriften

Für die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant der DMG MORI-Konzern keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss derzeit geprüft.

a) EU Endorsement ist bereits erfolgt

Änderungen zu IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten

IFRS 11 enthält Regelungen zur bilanziellen und erfolgsrechnerischen Erfassung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Während Gemeinschaftsunternehmen nach der Equitymethode bilanziert werden, ist die in IFRS 11 vorgesehene Abbildung gemeinschaftlicher Tätigkeiten mit der Quotenkonsolidierung vergleichbar. Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Änderungen zu IAS 1 - Anhangsangaben

Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangsangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs zur stärkeren Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden

Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchtragende Gewächse

Nach IAS 41 werden bislang alle biologischen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich geschätzter Verkaufskosten bewertet. Dies gilt auch für sog. fruchttragende Gewächse, wie Weinreben, Kautschukbäume und Ölpalmen, die der Ernte biologischer Vermögenswerte über mehrere Perioden dienen, ohne selbst als landwirtschaftliches Erzeugnis verkauft zu werden. Nach den Änderungen sind fruchttragende Gewächse künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Ihre Früchte sind dagegen auch künftig nach IAS 41 zu bilanzieren. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Änderungen können die Bilanzierenden von speziellen Erleichterungen Gebrauch machen. So dürfen fruchttragende Gewächse zum Übergangszeitpunkt vereinfachend zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Änderungen zu IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge

Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.

Änderungen zu IAS 27 - Equity Methode in separaten Abschlüssen

Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39/IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig. Aufgrund von Klagen der Anwender unter anderem über den hohen Aufwand einer Fair Value Bewertung zu jedem Abschlussstichtag, insbesondere bei nicht börsennotierten assoziierten Unternehmen, hat das IASB die Änderung an IAS 27 vorgenommen. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Verbesserungen zu IFRS 2010-2012

Im Rahmen des "Annual improvement project" wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangsangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Die Änderungen zu IFRS 2 und IFRS 3 sind dabei auf Transaktionen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattfinden.

Verbesserungen zu IFRS 2012-2014

Im Rahmen des "Annual improvement project" wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS/IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34. Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

b) EU Endorsement ist noch ausstehend

Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt:

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig.

IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". IFRS 15 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig. Die Auswirkungen auf den DMG MORI-Konzernabschluss werden derzeit geprüft. Des Weiteren werden sich infolge der Erstanwendung von IFRS 15 für den DMG MORI-Konzern deutlich erweiterte Angabepflichten ergeben, damit dem Abschlussadressaten Art, Betrag, Terminierung und Unsicherheit der Umsatzerlöse und Cashflows aus Verträgen mit Kunden im Sinne von IFRS 15 verständlich werden.# Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziiierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.

Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist.

Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig. Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.

Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht

Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Demnach sind Mutterunternehmen auch dann von der Konzernabschlusserstellungspflicht befreit, wenn das übergeordnete Mutterunternehmen seine Tochterunternehmen nicht konsolidiert, sondern zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10 bilanziert.

Bezogen auf die Bilanzierung von Tochterunternehmen einer Investmentgesellschaft wird nunmehr wie folgt differenziert: Tochterunternehmen, die selbst Investmentgesellschaften sind, sind - dem allgemeinen Grundsatz der "Investment entity exception" folgend - zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Dagegen sind Tochterunternehmen, die selbst keine Investmentgesellschaften sind, jedoch Dienstleistungen erbringen, die sich auf die Anlagetätigkeit des Mutterunternehmens beziehen und damit als Verlängerung der Tätigkeit des Mutterunternehmens zu betrachten sind, zu konsolidieren. Schließlich wird klargestellt, dass ein Investor, der nicht die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt und die Equity Methode auf ein assoziiertes Unternehmen oder ein Joint Venture anwendet, die Bewertung zum beizulegenden Zeitpunkt beibehalten kann, die das Beteiligungsunternehmen auf seine Beteiligungen an Tochterunternehmen anwendet.

Zudem sehen die Änderungen vor, dass eine Investmentgesellschaft, die alle ihre Tochterunternehmen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, die nach IFRS 12 vorgeschriebenen Angaben zu Investmentgesellschaften zu leisten hat. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen macht es erforderlich, dass Ermessenentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen.

Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 134.335 T€ (Vorjahr: 135.173 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Währungseffekten.

Pensionsrückstellungen

Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2015 betrug die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 41.652 T€ (Vorjahr: 47.805 T€).

Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf den Seiten 182 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 29.221 T€ (Vorjahr: 30.419 T€).

Annahmen und Einschätzungen sind zudem für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangsangabe 25) sowie für Eventualschulden und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangsangabe 32) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangsangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangsangabe 19), der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten (siehe Anhangsangabe 24) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangsangabe 29). Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER

Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 bis 5 Jahre
Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte 2 bis 10 Jahre
Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 30 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert zzgl. Fremdkapitalkosten, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen.# Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

Impairment

Die Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes). Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2015 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes. Im DMG MORI-Konzern entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert ("Value in Use") und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des DMG MORI-Konzerns abgeleitet. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen und Kosten. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen und Gesamtleistung wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen bestimmt. Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2018 zugrunde. Bei der Schätzung des Nutzungswertes wurde für den Detail-Planungszeitraum ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 3% angenommen. Für 2016 wurde eine sinkende EBIT-Marge und für die folgenden Jahre leicht ansteigende EBIT-Margen angenommen. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1% herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht. Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 44.292 T€ (Vorjahr: 44.311 T€) und der Cash-Generating-Unit "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 90.043 T€ (Vorjahr: 90.862 T€) zugeordnet. Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 10,8% (Vorjahr: 11,3%) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 10,2% (Vorjahr: 10,7%) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20% bis zu 50% zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als Anteil am "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind.

Beteiligungen

Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Beteiligungen, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu diesem Wert bewertet. Beteiligungen, für die kein aktiver Markt existiert, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu Anschaffungskosten angesetzt. Da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert, wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Aufträge, die eine Bilanzierung nach IAS 11 (Fertigungsaufträge) erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.# Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Kategorien der finanziellen Vermögenswerte wurden weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr vorgenommen. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2015 waren Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 167,5 MIO € (Vorjahr: 167,5 MIO €) abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 153,3 MIO € (Vorjahr: 156,8 MIO €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Schulden ausgewiesen. Die Erträge und Aufwendungen, die den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten entsprechen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demographischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50% liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstandes erfolgt zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Die Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Ermittlung der Anschaffungskosten werden auch Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wurden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden mit dem zugeflossenen Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert. Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse-Factoring-Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da unter anderem aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2015 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.984 T€ (Vorjahr: 18.930 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente.# Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente.

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement"). Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald der DMG MORI-Konzern Vertragspartner der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden alle Kassageschäfte unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes eingegangen ist. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert.

Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Zugrundelegung von marktüblichen Parametern berechnet. Im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt.

IAS 39 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wird gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (so genannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht.

Die Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") werden nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit zugeordnet, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit halten will und kann; diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale") stellt beim DMG MORI-Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der beizulegende Zeitwert wird bei nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten und Optionen auf Anteilskäufe grundsätzlich nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Lässt sich der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet.

Der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" wurden die Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED (bis 19. Juni 2015 DMG MORI SEIKI Company limited) zugeordnet. Die Anschaffungskosten der Anteile betrugen insgesamt 115.904 T€. (inkl. Anschaffungsnebenkosten). Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2014 betrug 133.142 T€. Die Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 17.238 T€ wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Auf die Wertänderung wurde eine aktive latente Steuer in Höhe von 428 T€ erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sämtliche Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMTED veräußert. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Wertänderung in Höhe von 17.238 T€ wurde mit Ausbuchung des Vermögenswertes vom Eigenkapital in den Gewinn umgegliedert (IAS 39.55(b)). Aus dem Verkauf der Anteile resultierte im Geschäftsjahr insgesamt ein Ertrag vor Steuern in Höhe von 37.841 T€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltet im DMG MORI-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst.

Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte ("held for trading") werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben den Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die ein aktiver Markt besteht, die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement") eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Umgliederungen von Finanzinstrumenten in andere Bewertungskategorien lagen weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr vor.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ("financial liabilities at amortized cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading").

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften, bei Zinsswaps aus zukünftigen Zinsänderungsrisiken und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert.

Nach IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden alle derivativen Finanzinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows). Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es - abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet:

Fair Value Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hegdes wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Cashflow Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Durch den Abschluss von Zinsswaps wird das Risiko aus steigenden Zinsaufwendungen für die Finanzierungen begrenzt. Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet.

Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht.# Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst.

Fremdkapitalkosten

Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d.h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 77 T€) und bei Sachanlagen Fremdkapitalkosten in Höhe von 352 T€ (Vorjahr: 267 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1% bzw. 2% (Vorjahr: 2%) herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 "Revenue" mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern ist dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Gefahr auf den Kunden übergegangen ist. Außerdem muss der DMG MORI-Konzern die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Umsatzerlöse für Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Eine Erfassung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt nicht, da die Voraussetzungen des IAS 11 nicht erfüllt sind. Zinserträge werden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Zins- und Dividendenerträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

ANZAHL DER VOLLKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN

31.12.2015 31.12.2014
Inland 30 30
Ausland 65 66
Gesamt 95 96

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 100 (Vorjahr: 102) Unternehmen. Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 94 (Vorjahr: 95) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Fünf Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2014 ist folgendes Unternehmen zum Konsolidierungskreis hinzugekommen: ― DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien. Ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung wurde die genannte Gesellschaft vollkonsolidiert. Im Folgenden sind die Details zu der Gründung dargestellt: Am 4. September 2015 gründete die DMG MORI EUROPE AG, Winterthur, Schweiz, die DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien, als 100%ige Tochtergesellschaft. Das Stammkapital beträgt 2 BGN (1 EUR) und wurde voll eingezahlt. Die neue Gesellschaft soll das Vertriebs- und Servicegeschäft unserer Produkte sowie das der DMG MORI COMPANY LIMITED (bis 19. Juni DMG MORI SEIKI Company limited) im bulgarischen Markt aufbauen. Zudem wurde im Berichtsjahr ein Großteil der "DMG Vertriebs- und Servicegesellschaften" in "DMG MORI" umbenannt. Zum 31. Dezember 2015 gehörten im Vergleich zum Vorjahr folgende Gesellschaften nicht mehr zum Konsolidierungskreis: Mit Wirkung zum 25. März 2015 ist die DMG Nippon K.K., Yokohama, Japan, aufgelöst worden. Der japanische Markt wird von der DMG MORI COMPANY LIMITED und ihren Tochtergesellschaften bearbeitet. Mit Wirkung vom 5. November 2015 ist die Micron S.p.A., Veggiano, Italien rückwirkend zum 1. Januar 2015 auf die DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien verschmolzen worden.

Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IFRS 11 als gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") klassifiziert. Gemäß IFRS 11.24 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Der Anteilserwerb an folgenden Gesellschaften erfolgte im Geschäftsjahr 2013. Sie werden seit August 2013 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen: ― Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan, ― Magnescale Europe GmbH, Wernau, ― Magnescale Americas, Inc., Davis, USA. Der Anteilserwerb an folgenden Gesellschaften erfolgte im Geschäftsjahr 2010. ― DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria, Australien, ― SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd., Bhopal, Indien. Mit Wirkung zum 18. Mai 2015 wurden die Anteile der SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. (50%), Bhopal, Indien, zum Buchwert veräußert. Die Gesellschaft wurde seit dem Anteilserwerb bis zum Veräußerungszeitpunkt "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Unverändert zum Konzernabschluss 2014 wird die DMG MORI Australia Pty. Ltd. seit dem Anteilserwerb "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen. Daneben ist die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile in 2010 auch "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen.

Unternehmenszusammenschlüsse 2015

Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine Unternehmenszusammenschlüsse. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ist im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt.

Unternehmenszusammenschlüsse 2014

Im Geschäftsjahr 2014 haben im Rahmen der Kooperation mit der DMG MORI COMPANY LIMITED Unternehmenszusammenschlüsse in den Kooperationsmärkten Kanada, Brasilien und Russland stattgefunden. Mit dem Zusammenschluss in Kanada, der in zwei Schritten erfolgte, sollte die Kooperation mit der DMG MORI COMPANY LIMITED auf den kanadischen Markt ausgeweitet und das Vertriebs- und Servicegeschäft für unsere Produkte sowie die unseres Kooperationspartners gestärkt werden.

Für den ersten Schritt des Unternehmenszusammenschlusses auf dem kanadischen Markt hatten die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Wirkung zum 31. März 2014 die Geschäftsbetriebe ihrer kanadischen Vertriebsgesellschaften, der DMG Canada Inc., Toronto, und der MORI SEIKI Canada Ltd., Toronto, in die DMG MORI SEIKI CANADA INC., Toronto, Kanada, eingebracht (Joint Venture 1). Nach dem Zusammenschluss hielt die DMG Holding AG, Dübendorf, Schweiz, 51% der Anteile und Stimmrechte an dieser Gesellschaft und die DMG MORI SEIKI USA Inc., eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, 49% der Anteile sowie Stimmrechte. Die Transaktion erfolgte ohne Zahlung eines Kaufpreises. Die Gegenleistung für den vom DMG MORI-Konzern erworbenen Geschäftsbetrieb entsprach dem beizulegenden Zeitwert und betrug 5.268 T€. Sie bestand in der Gewährung von 49% der Anteile an der DMG MORI SEIKI CANADA INC. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 7.089 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 18 T€ wurden als Aufwand der Periode berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Zugänge Konsolidierungskreis" dargestellt.

Für den zweiten Schritt im Rahmen der Kooperation auf dem kanadischen Markt haben mit Wirkung zum 1. Juli 2014 die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Geschäftsbetrieb der DMG MORI SEIKI CANADA INC., Toronto, und die ELLISON MACHINERY COMPANY LTD. ihren Geschäftsbetrieb in eine neu gegründete Tochtergesellschaft, die DMG MORI SEIKI ELLISON CANADA INC., Vancouver, Kanada, eingebracht (Joint Venture 2). 67% der Anteile an dieser Gesellschaft hält die DMG MORI SEIKI CANADA INC., Toronto, Kanada; 33% der Anteile hält die ELLISON MACHINERY COMPANY LTD., Mississauga, Kanada. Die Transaktion erfolgte ohne Zahlung eines Kaufpreises. Die Gegenleistung für den vom DMG MORI-Konzern erworbenen Geschäftsbetrieb betrug 4.852 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.739 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. In den übernommenen Forderungen sind ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 16 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2014 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Zugänge Konsolidierungskreis" dargestellt. Die Bewertung der Minderheitenanteile am Eigenkapital wurde bei beiden Transaktionen zum beizulegenden Zeitwert bewertet.Dieser beizulegende Zeitwert wurde mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode geschätzt. Dabei wurden ein Diskontierungszinssatz von 12,1% und eine langfristig vorherrschende Wachstumsrate von 1,0% angenommen. Im Einzelnen wurden bei den beiden Transaktionen die in der folgenden Tabelle dargestellten Vermögenswerte und Schulden erworben und zum Zeitwert angesetzt:

Kanada Joint Venture 1 T€ Kanada Joint Venture 2 T€
Immaterielle Vermögenswerte 3.861 0
Sachanlagen 4 50
Vorräte 0 1.019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.555 2.150
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 0 0
Zahlungsmittel 204 662
Aktive latente Steuern 0 0
Pensionsrückstellungen 0 0
sonstige Rückstellungen -15 -92
Finanzschulden 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.502 -823
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -73 -427
Passive latente Steuern -842 0
Nettovermögen 3.192 2.539
Mit dem Erwerb entstandener Unterschiedsbetrag
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 5.268 4.852
Minderheitenanteile (49% bzw. 33%) 5.013 2.426
Nettovermögen -3.192 -2.539
Positiver Unterschiedsbetrag 7.089 4.739

Mit Wirkung zum 30. Mai 2014 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Geschäftsbetrieb ihrer brasilianischen Vertriebsgesellschaft, der DECKEL MAHO GILDEMEISTER Brasil Ltda., Sao Paulo, und die DMG MORI COMPANY LIMITED den Geschäftsbetrieb ihrer brasilianischen Vertriebsgesellschaft MORI SEIKI BRASIL LTDA., Sao Paulo, in die DMG MORI SEIKI BRASIL COMERCIO DE EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LTDA. (vorher: DECKEL MAHO GILDEMEISTER Brasil Ltda.) eingebracht. Nach dem Zusammenschluss hielt die DMG Holding AG, Dübendorf, Schweiz, 51% der Anteile und Stimmrechte an dieser Gesellschaft und die MORI SEIKI U.S.A., Inc., 49% der Anteile sowie Stimmrechte. Mit dem Zusammenschluss sollte das Vertriebs- und Servicegeschäft für unsere Produkte sowie die unseres Kooperationspartners auf dem brasilianischen Markt gestärkt werden.

Die Transaktion erfolgte ohne Zahlung eines Kaufpreises. Die Gegenleistung für den vom DMG MORI SEIKI-Konzern erworbenen Geschäftsbetrieb betrug 1.583 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Sie bestand in der Gewährung von 49% der Anteile an der DMG MORI SEIKI BRASIL COMERCIO DE EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LTDA. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 657 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. In den übernommenen Forderungen sind ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 32 T€ wurden im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Zugänge Konsolidierungskreis" dargestellt.

Mit Wirkung zum 1. September 2014 hatte die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Geschäftsbetrieb ihrer russischen Vertriebsgesellschaft DMG Russland o.o.o., Moskau, und die DMG MORI COMPANY LIMITED den Geschäftsbetrieb der MORI SEIKI Moscow, Moskau, in die DMG MORI SEIKI RUS LLC., Moskau, Russland (vorher: DMG Russland o.o.o.) eingebracht. Nach dem Zusammenschluss hielt die DMG Europe Holding AG, Dübendorf, Schweiz, 89,1% der Anteile und Stimmrechte an dieser Gesellschaft, die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya, Japan, 10,0% der Anteile und Stimmrechte sowie 0,9% der Anteile und Stimmrechte hielt die DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld. Mit dem Zusammenschluss sollte das Vertriebs- und Servicegeschäft für unsere Produkte sowie die unseres Kooperationspartners auf dem russischen Markt gestärkt werden.

Die Transaktion erfolgte ohne Zahlung eines Kaufpreises. Die Gegenleistung für den vom DMG MORI-Konzern erworbenen Geschäftsbetrieb betrug 2.400 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Sie bestand in der Gewährung von 10% der Anteile an der DMG MORI RUS LLC. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 507 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 191 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2014 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel in der Spalte "Zugänge Konsolidierungskreis" dargestellt.

Bei der Bewertung der Minderheitenanteile am Eigenkapital wurde bei beiden Transaktionen von dem Wahlrecht des IFRS 3 Gebrauch gemacht, die Minderheitenanteile mit dem entsprechenden Anteil am Nettovermögen zu bewerten, der zu einem niedrigeren Ansatz führt. Im Einzelnen wurden bei den Transaktionen in Brasilien und in Russland die in der folgenden Tabelle dargestellten Vermögenswerte und Schulden erworben und zum Zeitwert angesetzt:

Brasilien T€ Russland T€
Immaterielle Vermögenswerte 1.096 694
Sachanlagen 87 29
Vorräte 1.681 1.416
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 200 0
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 220 518
Zahlungsmittel 112 1.751
Aktive latente Steuern 0 0
Pensionsrückstellungen 0 0
sonstige Rückstellungen -270 0
Finanzschulden 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -672 -550
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -266 -1.616
Passive latente Steuern -373 -139
Nettovermögen 1.815 2.103
Mit dem Erwerb entstandener Unterschiedsbetrag
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 1.583 2.400
Minderheitenanteile (49% bzw. 10%) 889 210
Nettovermögen -1.815 -2.103
Positiver Unterschiedsbetrag 657 507

Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns, unterteilt in vollkonsolidierte Unternehmen, gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) sowie assoziierte Unternehmen ist in der Liste der Konzernunternehmen dargestellt.

5 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt.

In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von/an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesen ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

WÄHRUNGEN

ISO-CODE Stichtagskurs = 1 € 31.12.2015 Stichtagskurs = 1 € 31.12.2014 Durchschnittskurs = 1 € 2015 Durchschnittskurs = 1 € 2014
Australische Dollar AUD 1,48970 1,48290 1,48361 1,47769
Brasilianische Real BRL 4,31170 3,22070 3,70242 3,12073
Kanadische Dollar CAD 1,51160 1,40630 1,42361 1,46385
Schweizer Franken CHF 1,08350 1,20240 1,07518 1,21389
Chinesische Renminbi CNY 7,06080 7,53580 6,99236 8,16926
Tschechische Kronen CZK 27,02300 27,73500 27,30531 27,54177
Britisches Pfund GBP 0,73395 0,77890 0,72841 0,80546
Indische Rupien INR 72,02150 76,71900 71,44871 81,06537
Japanische Yen JPY 131,07000 145,23000 134,52308 140,82692
Koreanische Won KRW 1.280,78000 1.324,80000 1.259,67308 1.396,66462
Mexikanische Pesos MXN 18,91450 17,86790 17,68576 17,67821
Malayische Ringgit MYR 4,69590 4,24730 4,33787 4,34842
Polnische Zloty PLN 4,26390 4,27320 4,19092 4,19089
Russische Rubel RUB 80,67360 72,33700 69,04266 51,42425
Singapore Dollar SGD 1,54170 1,60580 1,52878 1,68227
Taiwan Dollar TWD 35,75405 38,58774 35,35192 40,21732
US-Dollar USD 1,08870 1,21410 1,11298 1,32555

Quelle: Europäische Zentralbank, Frankfurt/Main

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

6 UMSATZERLÖSE

Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:

2015 T€ 2014 T€
Deutschland 762.079 779.218
EU (ohne Deutschland) 777.793 740.394
USA 154.443 128.641
Asien 417.701 362.987
Übrige Länder 192.705 217.773
2.304.721 2.229.013

Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt in der Segmentberichterstattung und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes.# AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

2015 T€ 2014 T€
PERIODENFREMDE ERTRÄGE
Auflösung von Rückstellungen 11.195 9.082
Auflösung von Wertberichtigungen 3.915 1.202
Gewinne aus Anlagenabgängen 1.422 580
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen 46 27
Übrige periodenfremde Erträge 2.494 2.195
19.072 13.086
ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Kurs- und Währungsgewinne 65.928 26.436
Kostenerstattungen und Weiterbelastungen 24.286 22.956
Schadenersatzleistungen 1.099 1.295
Vermietung und Verpachtung 961 526
Zulagen und Zuschüsse 205 320
Übrige 18.348 11.198
110.827 62.731
Gesamt 129.899 75.817

Die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen betreffen eine Vielzahl von in Vorjahren gebildeten und nicht vollständig verbrauchten Rückstellungen und Wertberichtigungen. Eine Untergliederung der Auflösung von Rückstellungen finden Sie im Rückstellungsspiegel. Die Kurs- und Währungsgewinne sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu sehen. Im Geschäftsjahr 2015 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 4.673 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsgewinn: 3.149 T€). Der Anstieg der Währungskursgewinne und -verluste resultiert im Wesentlichen aus den volatilen Währungskursverläufen im Geschäftsjahr 2015. In den Erträgen aus Kostenerstattungen und Weiterbelastungen sind Erträge aus der Weiterbelastung von Marketingkosten an unseren Kooperationspartner in Höhe von 12.496 T€ (Vorjahr: 10.743 T€) sowie an fremde Dritte in Höhe von 2.556 T€ (Vorjahr: 2.587 T€) enthalten. Im Vorjahr waren hier außerdem Kostenerstattungen des Arbeitsamtes für Altersteilzeitverträge in Höhe von 146 T€ berücksichtigt. Die übrigen Erträge enthalten in Höhe von 380 T€ (Vorjahr: 241 T€) Erträge aus Untermietverhältnissen, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist.

MATERIALAUFWAND

Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung.

PERSONALAUFWAND

Für das Geschäftsjahr 2015 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung 14.588 T€ (Vorjahr: 10.491 T€). Auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 13.584 T€ (Vorjahr: 9.679 T€); davon auf das Fixum 2.851 T€ (Vorjahr: 2.252 T€), 5.740 T€ auf das STI (Vorjahr: 5.804 T€) und 1.276 T€ (Vorjahr: 924 T€) auf das LTI. Ein Betrag in Höhe von 3.590 T€ wurde als individuelle Leistungsvergütung für das Jahr 2015 (Vorjahr: 581 T€) zuerkannt. Auf die Sachbezüge entfielen 127 T€ (Vorjahr: 118 T€). Neben der direkten Vergütung wurden als indirekte Vergütung 1.004 T€ (Vorjahr: 812 T€) für Pensionszusagen aufgewendet. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 605 T€ (Vorjahr: 610 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 11.584 T€ (Vorjahr: 12.000 T€) gebildet worden. Die Struktur des Vergütungssystem für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht zu finden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2015 im Konzern auf 26.410 T€ (Vorjahr: 25.552 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 22.498 T€ (Vorjahr: 21.777 T€). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Durchschnittliche Anzahl Stand am Bilanzstichtag
2015 2014
Lohnempfänger 1.803 1.811
Gehaltsempfänger 5.231 5.004
Auszubildende 282 221

ABSCHREIBUNGEN

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel auf den Seiten 138 f. zu entnehmen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

2015 T€ 2014 T€
PERIODENFREMDE AUFWENDUNGEN
Verluste aus Anlagenabgängen 276 1.230
sonstige Steuern 173 322
Übrige periodenfremde Aufwendungen 1.474 2.453
1.923 4.005
ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Kurs- und Währungsverluste 61.255 23.287
Ausgangsfrachten, Verpackungen 57.704 52.776
Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen 55.738 57.601
Reise- und Repräsentationsaufwendungen 48.265 44.308
sonstige fremde Dienstleistungen 39.140 36.325
Mieten, Pachten und Leasing 34.205 33.243
Vertriebsprovisionen 32.608 22.725
Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter 29.046 26.777
Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen 26.036 23.101
sonstige Personalaufwendungen 15.904 15.061
Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten 11.352 10.832
Wertminderungen von Forderungen 8.902 5.325
Zuführungen zu Rückstellungen 8.444 9.624
Versicherungen 7.670 6.468
sonstige Steuern 5.436 3.529
Investor- und Public-Relations 2.813 2.585
Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 2.527 2.349
Lizenzen und Warenzeichen 1.757 1.829
Übrige 31.218 27.686
480.020 405.431
Gesamt 481.943 409.436

Die Erhöhung der Ausgangsfrachten und Verpackungen gegenüber dem Vorjahr ist auf das gestiegene Umsatzvolumen zurückzuführen. Die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hierin enthalten sind Aufwendungen für das Produktmarketing sowie unsere Marketingaktivitäten. Anteilig werden Aufwendungen für Messen und andere gemeinsame Marketingaktivitäten auch an die DMG MORI COMPANY LIMITED weiterbelastet. Die Kurs- und Währungsverluste sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 4.673 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsgewinn: 3.149 T€). Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Gewährleistungen. Die Vertriebsprovisionen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen und sind abhängig vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind anteilig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Personalaufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2015 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 1.601 T€ (Vorjahr: 1.085 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht zu finden.

FINANZERTRÄGE

Im DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 41.397 T€ (Vorjahr: 3.970 T€) entstanden. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im Geschäftsjahr, aus dem ein Ertrag in Höhe von 37.841 T€ resultiert. In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus Beteiligungen von 2.479 T€ enthalten (Vorjahr: 2.183 T€), die in Höhe von 2.446 T€ (Vorjahr: 2.150 T€) aus der Dividendenausschüttung der DMG MORI COMPANY LIMITED resultieren.

FINANZAUFWENDUNGEN

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 7.987 T€ (Vorjahr: 9.683 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden, den Zinsswap sowie Factoring des Konzerns. Die Zinsaufwendungen für die Inanspruchnahme der syndizierten Kredite sanken gegenüber dem Vorjahr vor allem durch die geringere Ausnutzung der Kreditfazilitäten. In den Finanzaufwendungen ist in Höhe von 775 T€ (Vorjahr: 1.114 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Daneben sind hier 195 T€ (Vorjahr: 143 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. In den sonstigen Finanzaufwendungen wird der Aufwand aus der planmäßigen sowie außerplanmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Im Berichtsjahr ist aus der planmäßigen Amortisation von Transaktionskosten analog zum Vorjahr ein Aufwand von 838 T€ entstanden. Daneben resultierte aus der geplanten vorzeitigen Ablösung der syndizierten Kreditlinie in 2016 ein Aufwand aus der außerplanmäßigen Amortisation der Transaktionskosten in Höhe von 559 T€.

ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 640 T€ (Vorjahr: 576 T€). Hier ist im Wesentlichen der im Geschäftsjahr 2015 entstandene anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 412 T€ (Vorjahr: 631 T€) sowie der DMG MORI Australia Pty. Ltd. in Höhe von 137 T€ (Vorjahr: 120 T€) ausgewiesen. Daneben ist ein Ertrag in Höhe von insgesamt 92 T€ (Vorjahr: Verlust von 175 T€) enthalten, der aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), resultiert.# ERTRAGSTEUERN

In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:

2015 T€ 2014 T€
Laufende Steuern 57.115 59.812
Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr 52.792 56.467
Steuererträge für Vorjahre -355 -519
Steueraufwendungen für Vorjahre 4.678 3.864
Latente Steuern 561 -5.564
Verlustvorträge -2.361 4.079
Temporäre Differenzen 2.922 -9.643
57.676 54.248

Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2015 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5%. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8%. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 13,8% (Vorjahr: 13,8%) betrug der Gesamtsteuersatz wie im Vorjahr 29,6%. Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 8% und 34%. Ein Betrag von 355 T€ (Vorjahr: 519 T€) resultierte im Geschäftsjahr 2015 aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 4.678 T€ (Vorjahr: 3.864 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten. Laufende Steuern im Zusammenhang mit der Einstellung von Geschäftsbereichen oder nicht operativen Geschäftstätigkeiten ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Aufgrund der Beibehaltung der Bilanzierungsmethoden ergab sich kein zusätzlicher Steueraufwand oder -ertrag. Wesentliche Fehler der Vergangenheit lagen nicht vor, so dass sich hieraus keine Einflüsse ergaben. Aus Unternehmenszusammenschlüssen ergaben sich im Geschäftsjahr keine latenten Steuern (Vorjahr: passive latente Steuern in Höhe von 1.358 T€). Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 78 T€ (Vorjahr: 3.426 T€) und betreffen - wie im Vorjahr - die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die Veränderung aus den beizulegenden Zeitwerten von available-for-sale-Vermögenswerten sowie die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne.

Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

2015 T€ 2014 T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 217.261 175.313
Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent 29,6 29,6
Erwarteter Steuerertrag/-aufwand 64.309 51.893
Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -5.394 -6.093
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen 725 -216
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -11.674 -1.145
Steuerliche Verlustvorträge -2.704 4.404
Temporäre Differenzen 2.997 -3.183
Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 5.446 5.750
Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre 4.323 3.344
sonstige Anpassungen -352 -506
Ertragsteuern 57.676 54.248

Die Veränderung steuerlicher Verlustvorträge in Höhe von -2.704 T€ (Vorjahr: 4.404 T€) setzt sich wie folgt zusammen: Der laufende Ertragsteueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus früheren Perioden um 2.758 T€ (Vorjahr: 141 T€) reduziert. Zudem erfolgte eine Minderung des latenten Steueraufwandes aufgrund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste aus früheren Perioden in Höhe von 2.081 T€ (Vorjahr: 68 T€). Dem gegenüber wurden aktive latente Steuern in Höhe von 2.135 T€ nicht angesetzt (Vorjahr: 1.730 T€). Auf in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ergab sich keine Wertberichtigung (Vorjahr: 2.883 T€). Die Ertragsteueraufwendungen und -erträge entfallen ausschließlich auf die operative Geschäftstätigkeit im DMG MORI-Konzern. Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 57.676 T€ (Vorjahr: 54.248 T€) ist um 6.633 T€ niedriger (Vorjahr: um 2.355 T€ höher) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 64.309 T€ (Vorjahr: 51.893 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2015 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,6% (Vorjahr: 29,6%) auf Konzernebene ergeben würde. Die Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge resultiert in Höhe von 10.641 T€ aus dem Verkauf sämtlicher Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. Zukünftig in Deutschland zu zahlende Dividenden der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT haben keinen Einfluss auf die Steuerbelastung des Konzerns.

ANTEILE DER MINDERHEITEN AM JAHRESERGEBNIS

Auf die Minderheitenanteile am Eigenkapital entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 10.189 T€ (Vorjahr: 10.490 T€). Im Wesentlichen resultiert dies aus der 40%-Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya, Japan, an der DMG MORI EUROPE AG, Winterthur, Schweiz. Daneben sind hier im Wesentlichen die anteiligen Ergebnisse von Minderheiten an der DMG MORI SEIKI CANADA INC., DMG MORI SEIKI ELLISON CANADA INC. sowie an der DMG MORI Mexico S.A. de C.V. enthalten.

ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

2015 2014
Konzernergebnis ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter T€ 149.397 110.575
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994 78.432.258
Ergebnis je Aktie € 1,90 1,41

Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 159.585 T€ wurde um das Ergebnis der Minderheiten von 10.189 T€ vermindert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,90 € (Vorjahr: 1,41 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor.

Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 134.335 T€ (Vorjahr: 135.173 T€). Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 29.221 T€ (Vorjahr: 30.419 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 37.660 T€ (Vorjahr: 36.314 T€). In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten. Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht erläutert.

SACHANLAGEN

Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht erläutert. Die Währungsänderung zwischen den Bilanzstichtagen ist im Konzern-Anlagenspiegel unter "sonstige Veränderungen" ausgewiesen. Für Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr Wertminderungen in Höhe von 1.860 T€ (Vorjahr: 0 T€) erfasst, die aus zukünftig geringer erwarteten Erträgen resultieren und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" berücksichtigt wurden. Zuschreibungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von 44.188 T€ sind durch Grundpfandrechte in Höhe von 18.431 T€ (Vorjahr: 18.026 T€) zur Sicherung von Finanzschulden belastet. In den Sachanlagen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von 2.660 T€ (Vorjahr: 2.834 T€) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Grundstücke und Bauten 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 1.371 2.004
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.289 830
2.660 2.834

BETEILIGUNGEN

Die Entwicklung der Beteiligungen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Der Ausweis der Beteiligungen betrifft in Höhe von 270 T€ Anteile an der VR Leasing Frontania GmbH & Co. KG, in Höhe von 83 T€ Anteile an der Pro-Micron GmbH & Co. KG Modular System. Auf diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hielt bis zum November 2015 9,6% der Anteile am stimmberechtigten Kapital an der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya. Die Anschaffungskosten für den Erwerb der gesamten Aktien betrugen 115.904 T€ (inkl. Anschaffungsnebenkosten). Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2014, abgeleitet aus dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag, betrug 133.142 T€. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 17.238 T€ gegenüber dem Vorjahr wurde erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und im Konzern-Anlagenspiegel unter den "sonstigen Veränderungen" ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Anteile veräußert. Der Ertrag aus dem Verkauf in Höhe von 37.841 T€ wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält 19% der Anteile an der MORI SEIKI Manufacturing USA, Inc., Davis, USA, die im Rahmen der Sachkapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2013 erworben wurden.# ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Die folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie zu den Umsatzerlösen, sonstigen Erträgen und Aufwendungen:

31.12.2015 31.12.2014
Kapitalanteil % Buchwert T€ Kapitalanteil % Buchwert T€
DMG MORI Australia Pty. Ltd. 50,0 1.995 50,0 1.741
DMG MORI Finance GmbH 42,55 9.366 42,55 8.954
Magnescale Co. Ltd. 44,1 35.976 44,1 35.885
SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. 0,0 0 50,0 200
Gesamt 47.337 46.780

Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr mit einer Ausnahme nicht geändert. Die DMG MORI Australia Pty. Ltd. und die SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. sind als gemeinschaftlich geführte Unternehmen klassifiziert. Die Magnescale Co. Ltd. und die DMG MORI Finance GmbH sind als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Im Geschäftsjahr wurden die Anteile an der SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. zum Buchwert veräußert. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" dargestellt. Die Beteiligung an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und Hersteller von hochpräzisen Positionsmesstechnologien, mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc. Davis (USA), in Höhe von 44,1% schätzen wir als wesentlich ein; daher sind die wesentlichen Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung für alle drei Gesellschaften zusammengefasst in der folgenden Tabelle separat dargestellt.

MAGNESCALE CO. LTD.

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Kurzfristige Vermögenswerte 32.990 37.489
Langfristige Vermögenswerte 43.267 29.217
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.365 25.592
Langfristige Verbindlichkeiten 9.491 6.185
Umsatzerlöse 64.725 65.293
Jahresergebnis 208 -397

Die Werte aller anderen assoziierten Unternehmen sowie der Joint Ventures sind darüber hinaus in den folgenden Tabellen zusammengefasst:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Kurzfristige Vermögenswerte 162.275 143.276
Joint Ventures 8.458 5.946
Assoziierte Unternehmen 153.817 137.330
Langfristige Vermögenswerte 164.222 142.636
Joint Ventures 182 829
Assoziierte Unternehmen 164.040 141.807
Kurzfristige Verbindlichkeiten 274.539 48.267
Joint Ventures 4.996 2.969
Assoziierte Unternehmen 269.543 45.298
Langfristige Verbindlichkeiten 14.081 201.813
Joint Ventures 0 0
Assoziierte Unternehmen 14.081 201.813
2015 T€ 2014 T€
Umsatzerlöse 88.900 77.168
Joint Ventures 12.969 10.252
Assoziierte Unternehmen 75.931 66.916
Jahresergebnis 1.241 1.673
Joint Ventures 274 189
Assoziierte Unternehmen 967 1.484

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 517 479
sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 10.808 13.066
sonstige langfristige Vermögenswerte 38.948 1.681
Gesamt 50.273 15.226

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Forderungen aus Factoring 1.745 2.407
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 906 1.093
Debitorische Kreditoren 37 145
Übrige Vermögenswerte 8.120 9.421
Gesamt 10.808 13.066

In den übrigen Vermögenswerten ist analog zum Vorjahr der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen in Höhe von 6.540 T€ enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Steuererstattungsansprüche 1.012 1.241
Übrige Vermögenswerte 37.936 440
Gesamt 38.948 1.681

Der Anstieg der sonstigen langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Berücksichtigung von Vermögenswerten der Projektgesellschaften im Berichtsjahr in Höhe von 36.486 T€. Die Umgliederung aus den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten erfolgte, da die Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften in 2015 nicht veräußert wurden und deren Veräußerung an Investoren kurzfristig nicht mehr hochwahrscheinlich ist. Auswirkungen auf das Ergebnis in 2015 entstanden nicht. In den Steuererstattungsansprüchen sind keine Forderungen für Ertragsteuern enthalten.

VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 196.365 190.707
Unfertige Erzeugnisse 125.612 108.103
Fertige Erzeugnisse und Waren 197.619 193.341
Geleistete Anzahlungen 2.663 3.146
Gesamt 522.259 495.297

In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 33.620 T€ (Vorjahr: 41.734 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von unserem Kooperationspartner erworben haben. Von den am 31.## 25 KURZFRISTIGE FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 192.368 200.638
Forderungen gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 7.054 10.359
Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 41.308 46.128
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen 163 2.685
Gesamt 240.893 259.810

In den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehen Unternehmen sind Forderungen gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 6.688 T€ enthalten. Im Berichtsjahr hatte der DMG MORI-Konzern Forderungsverkaufsprogramme vereinbart. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ (Vorjahr: 90.000 T€) und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 77.500 T€ (Vorjahr: 77.500 T€) verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 85.500 T€ (Vorjahr: 86.330 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 67.786 T€ (Vorjahr: 70.479 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten.

In der folgenden Tabelle sind die Laufzeiten der nicht wertberichtigten lang- und kurzfristigen Forderungen dargestellt:

Buchwert T€ davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig T€ davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig T€ bis zu 3 Monaten T€ zwischen 3 und 6 Monaten T€ zwischen 6 und 12 Monaten T€ über 1 Jahr T€
Forderungen 31.12.2015 241.410 209.176 21.898 3.412 929 3.795 -
Forderungen 31.12.2014 260.289 202.485 40.926 3.230 1.354 1.815 -

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen sowie überfälligen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die kumulierten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht wertberichtigt 239.210 249.810
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigung 16.836 27.709
Kumulierte Wertberichtigungen 14.636 17.230
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wertberichtigt 2.200 10.479
Gesamt 241.410 260.289

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

2015 T€ 2014 T€
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 17.230 16.277
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2.319 4.062
Verbrauch -999 -1.907
Auflösungen -3.914 -1.202
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 14.636 17.230

In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt:

2015 T€ 2014 T€
Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 6.583 1.263
Erträge aus dem Zahlungseingang auf ausgebuchte Forderungen 46 27

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen. Die Erhöhung der Aufwendungen für ausgebuchte Forderungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 5.582 T€, die bereits in Höhe von 2.174 T€ wertberichtigt waren. Die Erträge aus dem Zahlungseingang für ausgebuchte Forderungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

26 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 64.604 72.770
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 52.246 51.298
Gesamt 116.850 124.068

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Forderungen aus Factoring 16.821 15.082
Diskontierte Kundenwechsel 12.876 10.203
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 4.404 9.571
Debitorische Kreditoren 6.024 8.854
Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente 1.385 979
Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen 496 447
Forderungen an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter 270 420
Kredite an Fremde 428 333
Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 21.900 26.881
Gesamt 64.604 72.770

Wertberichtigungen oder Ausbuchungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.

Die Überfälligkeiten der sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

Buchwert T€ davon: zum Abschlussstichtag weder wert- gemindert noch überfällig T€ davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig T€ bis zu 3 Monaten T€ zwischen 3 und 6 Monaten T€ zwischen 6 und 12 Monaten T€ über 1 Jahr T€
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2015 75.412 64.691 862 29 6 322 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 31.12.2014 85.836 77.344 4.810 232 0 251 -

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen sowie überfälligen Bestands der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Steuererstattungsansprüche 35.387 38.599
Vorauszahlungen 3.318 1.582
Übrige Vermögenswerte 13.541 11.117
Gesamt 52.246 51.298

Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. Im Vorjahr waren in den übrigen sonstigen Vermögenswerten Ansprüche auf Erstattung gezahlter Aufstockungsbeträge aus Altersteilzeitverträgen gegenüber der Bundesanstalt für Arbeit in Höhe von 146 T€ berücksichtigt. Ansprüche auf Erstattung von Kurzarbeitergeld sind im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht enthalten.

27 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 552.127 T€ (Vorjahr: 432.996 T€). Davon wurden bei Tochtergesellschaften in Deutschland Guthaben in Höhe von 371.801 T€ (Vorjahr: 261.040 T€), in Europa in Höhe von 133.044 T€ (Vorjahr: 114.949 T€), in Asien in Höhe von 32.897 T€ (Vorjahr: 45.996 T€) und in Amerika Guthaben in Höhe von 14.385 T€ (Vorjahr: 11.011 T€) ausgewiesen. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

28 ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Zum 31. Dezember 2014 bestanden in Höhe von 37.275 T€ zur kurzfristigen Veräußerung vorgesehene langfristige Vermögenswerte (Sachanlagen). Hierin waren die schlüsselfertigen Solarparks des Bereichs Energy Solutions berücksichtigt. Der DMG MORI-Konzern erwartete, dass die Anteile an den Projektgesellschaften in 2015 an Investoren tatsächlich veräußert werden. Da die Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften in 2015 nicht an Investoren veräußert wurden und deren Veräußerung kurzfristig nicht mehr hochwahrscheinlich ist, wurden die Vermögenswerte und Schulden der Projektgesellschaften in die langfristigen Vermögenswerte bzw. langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung entstanden nicht.

29 LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen:

31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
aktiv T€ passiv T€ aktiv T€ passiv T€
Immaterielle Vermögenswerte 373 10.351 75 10.110
Sachanlagen 17.456 3.860 16.623 1.766
Finanzanlagen 3 73 0 317
Vorräte 15.336 1.262 13.094 1.289
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8.957 6.391 8.285 5.497
Rückstellungen 10.914 3.267 11.325 3.644
Verbindlichkeiten 12.456 1.544 15.355 543
Steuerliche Verlustvorträge 10.729 - 8.368 -
Gesamt 76.224 26.748 73.125 23.166
Saldierungen -22.824 -22.824 -19.315 -19.315
Gesamt 53.400 3.924 53.810 3.851

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können.

Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 10.729 T€ (Vorjahr: 8.368 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 10.658 T€ (Vorjahr: 8.301 T€). Im Berichtsjahr wurden 3.853 T€ (Vorjahr: 677 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert und 1.203 T€ (Vorjahr: 1.872 T€) mit laufendem steuerlichen Einkommen verrechnet.# Steuerliche Verlustvorträge und latente Steuern

Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 74.207 T€ (Vorjahr: 59.975 T€), von denen 31.147 T€ (Vorjahr: 29.112 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 17.000 T€ zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 6.927 T€ innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 7.220 T€ in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren.

In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 11.832 T€ (Vorjahr: 9.308 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird.

Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 16.756 T€ (Vorjahr: 14.591 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind.

Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,6% (Vorjahr: 29,6%).

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern veränderten sich zum Bilanzstichtag um 78 T€ auf 8.732 T€ (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 8.654 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 8.674 T€ (Vorjahr: 8.618 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von 58 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 464 T€) zusammen. Im Vorjahr bestanden passive latente Steuern aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von available-for-sale-Vermögenswerten in Höhe von 428 T€.

EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 78.817.994 (Vorjahr: 78.817.994) auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Juni 2015) entnommen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) hinsichtlich eines Teilbetrages von bis zu 5.000.000,00 € zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen,
b) bei Sachkapitalerhöhung gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Überlassung von Aktien zu erwerben,
c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Fassung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden,
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.

Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und c) ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent-Grenze sind solche Aktien zuzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 15. Mai 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2015 unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren. Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden.

Gewinnrücklagen und andere Rücklagen

Gesetzliche Rücklage

Der Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 680.530 €.

Rücklage für Anteile an einem herrschenden Unternehmen

Gem. § 272 Abs. 4 Satz 1 HGB ist für Anteile an einem herrschenden Unternehmen eine Rücklage zu bilden. In diese Rücklage ist der Betrag einzustellen, der dem auf der Aktivseite der Bilanz (aufgestellt nach HGB) für die Anteile an einem herrschenden Unternehmen angesetzten Betrag entspricht. Zum 31. Dezember 2014 betrug dieser Wert 115.903.929 €. Da sämtliche Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im Geschäftsjahr 2015 veräußert wurden, wurde auch die Rücklage aufgelöst und in die Gewinnrücklagen umgegliedert.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsortientierten Versorgungsplänen ausgewiesen.

Andere Rücklagen

In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2015 58 T€ (Vorjahr: 464 T€). Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2015 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres. Daher ist die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende abhängig von dem im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesenen Bilanzgewinn.# DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - 2015 10-K Filing

The fiscal year 2015 of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT closes with a net profit of €47,059,426.56 (previous year: €55,018,050.98). It is proposed to the Annual General Meeting on May 6, 2016, that the retained earnings, which arise from the prior year's profit carryforward of €1,709,264.83, be used as follows for the net retained earnings of €48,768,691.39:

  • Distribution of €47,290,796.40 to the shareholders by payment of a dividend of €0.60 per share;
  • Carryforward of the remaining net retained earnings of €1,477,894.99 to a new account.

For the fiscal year 2014, a dividend of €0.55 per share was distributed, and for the fiscal year 2013, a dividend of €0.50 per share was distributed.

Minority Interests in Equity

The minority interests in equity include the non-controlling interests in the consolidated equity of the companies included and amount to €146,575 thousand as of December 31, 2015 (previous year: €134,757 thousand).

Information on Capital Management

A strong equity base is an important prerequisite for the DMG MORI Group to ensure the lasting existence of the company. The Management Board's objective is to maintain a strong capital base and to increase the equity ratio in order to preserve the confidence of investors, creditors, and the markets and to ensure the sustainable development of the company. Capital is regularly monitored on the basis of various key figures. The ratio of net financial debt to equity (Gearing) and the equity ratio are important key figures. The net financial surplus is determined as the sum of financial liabilities minus cash and cash equivalents.

31.12.2015 31.12.2014
Cash and cash equivalents (€ thousand) 552,127 432,996
Financial liabilities (€ thousand) 51,793 52,156
Net financial surplus (€ thousand) 500,334 380,840
Total equity (€ thousand) 1,357,474 1,266,151
Equity ratio (%) 59.4 56.8
Gearing (%) - -

The total equity increased by €91,323 thousand. This is mainly attributable to the net profit for the fiscal year. The equity ratio as of December 31, 2015, increased to 59.4% (previous year: 56.8%).

31 PROVISIONS FOR PENSIONS

Provisions for pensions are formed for obligations arising from entitlements and from ongoing benefits to eligible active and former employees of companies in the DMG MORI Group and their dependents. Depending on the legal, economic, and tax conditions of the respective country, there are different forms of old-age provision that are based, among other things, on the duration of employment and the level of employee remuneration. In Germany, the commitments are remuneration-dependent and are paid as pensions; there is no minimum guarantee.

For occupational pensions, a distinction is generally made between defined contribution and defined benefit plans. In the case of defined contribution plans, the respective company enters into no further obligations beyond making contribution payments to dedicated funds. Expenses for these amounted to €3,912 thousand in fiscal year 2015 (previous year: €3,775 thousand).

In the case of defined benefit plans, the company's obligation is to fulfill the promised benefits to active and former employees, distinguishing between funded and unfunded plans. As a rule, pensions are paid in the amount of the promised benefits. In domestic subsidiaries, there are no defined benefit plans for new employees, in addition to existing plans. Employees of Swiss subsidiaries participate in defined benefit plans. In Switzerland, employers are obliged to contribute a minimum amount to their employees' old-age provision.

For the members of the Management Board of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, individual defined contribution plans are agreed. Contributions for these amounted to €385 thousand in fiscal year 2015 (previous year: €390 thousand). There are no minimum guarantees beyond this. The plans expose the Group to general actuarial risks, such as longevity risk, currency risk, interest rate risk, and market (investment) risk.

In the DMG MORI Group, pension commitments are financed by the endowment of provisions and plan assets. The investment strategy of the global pension assets is based on the objective of long-term securing of pension payments. In Germany, the plan assets consist of insurance contracts or contracts held by a legally independent entity whose sole purpose is to secure and finance obligations to employees. In Switzerland, there are external plan assets invested with a customary pension institution. For the plan assets in Switzerland, customary minimum financing requirements apply.

The amount of the pension obligation (actuarial present value of pension commitments or "Defined Benefit Obligation") was calculated using actuarial methods, with an assessment of the relevant influencing factors. The calculations at the end of the fiscal year are based on the following actuarial assumptions. In Germany, the assumptions are based on the "Heubeck 2005G" mortality table. In Switzerland, mortality was considered based on the "BVG, Generationentafeln." In addition to life expectancy assumptions, the following premises regarding the parameters to be used for actuarial calculations in the expert opinions were made:

Weighted Avg. 2015 (%) Range 2015 (%) Weighted Avg. 2014 (%) Range 2014 (%)
Discount rate 2.00 0.8 to 2.83 1.95 1.2 to 3.32
Salary trend 0.1 - 0.1 -
Pension trend 2.00 - 2.00 -

The discount rate for pension obligations to eligible active and former employees was determined based on the yields achieved in the market for first-class fixed-interest corporate bonds on the balance sheet date. The salary trend includes expected future salary increases, which are estimated annually depending on inflation and length of service with the company, among other factors. For companies in Switzerland, a future salary increase of 1% was considered. Since the pension commitments concluded by domestic subsidiaries are independent of future salary increases, no salary trend was considered for the determination of the corresponding pension provisions.

Actuarial gains or losses may arise from increases or decreases in the present value of defined benefit obligations, which can be caused, among other things, by changes in the calculation parameters and changes in estimates regarding the risk development of pension obligations.

The net value of provisions for pensions can be derived as follows:

31.12.2015 (€ thousand) 31.12.2014 (€ thousand)
Present value of unfunded pension commitments 36,706 37,355
+ Present value of funded pension commitments 38,706 32,337
- Fair value of plan assets -34,626 -21,887
= Net value of reported amounts at balance sheet date 40,786 47,805
thereof Pensions 41,652 47,805
thereof Assets (-) -866 0

The plan assets include, on the one hand, risk benefits that depend on the insured salary. On the other hand, they include retirement benefits that depend on the retirement credits accumulated at the time of retirement. They consist of the following listed securities: shares amounting to €2,241 thousand or 6.47% (previous year: €2,073 thousand or 9.47%), bonds amounting to €3,899 thousand or 11.26% (previous year: €3,298 thousand or 15.07%), real estate amounting to €1,366 thousand or 3.95% (previous year: €1,285 thousand or 5.87%), and qualifying insurance contracts. The unlisted other assets amounted to €27,120 thousand or 78.32% (previous year: €15,231 thousand or 69.59%).

The plan assets are valued at fair value. The expected return on plan assets is determined at the discount rate for pension obligations at the beginning of the period. The actual returns on plan assets amounted to €194 thousand (previous year: €1,305 thousand). The overfunding (amount recognized as an asset) of €866 thousand (previous year: €0 thousand) is reported under other long-term assets.

The fair value of plan assets can be derived as follows:

2015 (€ thousand) 2014 (€ thousand)
Fair value of assets at beginning of the year 21,887 19,479
+ Contributions paid 10,444 1,437
+/- Benefits received/paid 551 -576
+ Interest income from plan assets 518 485
+/- Actuarial gains/losses recognized in other comprehensive income -324 820
+/- Exchange rate differences 1,550 242
= Fair value of assets at end of the year 34,626 21,887

Received benefits include payouts from insurance companies, and paid benefits represent the actual benefits granted. The increase in contributions paid compared to the previous year is due to payments into a life insurance policy in the fiscal year.

Of the provisions for pensions amounting to €41,652 thousand (previous year: €47,805 thousand), €35,024 thousand (previous year: €43,228 thousand) are attributable to domestic group companies; this corresponds to approximately 84% of the total amount (previous year: approximately 90%). The changes in present values compared to the previous year result from changes in the fair value of plan assets and the changed number of pensioners considered. Pension provisions of €11,584 thousand (previous year: €12,000 thousand) have been established for former management board members and their dependents.# 32 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Im Geschäftsjahr 2015 ergab sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 4.357 T€ (Vorjahr: 4.849 T€), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

2015 T€ 2014 T€
Laufender Dienstzeitaufwand 3.109 1.210
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 503 2.575
Nettozinskomponente 745 1.064
Gesamtaufwand für leistungsorientierte Pensionspläne 4.357 4.849

Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile:

Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
2015 T€ 2014 T€ 2015 T€
Stand zum 1. Januar 69.692 57.900 -21.887
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 3.109 1.210 0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 503 2.575 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 1.263 1.549 -518
Währungsdifferenz 1.954 279 -1.550
6.829 5.613 -2.068
Erfasst im sonstigen Ergebnis
Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus:
finanziellen Annahmen 795 7.536 0
erfahrungsbedingter Berichtigung -929 1.154 0
Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 324
-134 8.690 324
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -9.348
Geleistete Zahlungen -975 -2.511 -1.647
-975 -2.511 -10.995
Stand zum 31. Dezember 75.412 69.692 -34.626

Der Barwert der Rückstellungen hat sich wie folgt verändert:

2015 T€ 2014 T€
Benefit obligation zum Anfang der Periode 69.692 57.900
- Gezahlte Leistungen -2.071 -3.216
+ Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand 4.875 5.334
+ Gewinn aus Plankürzungen 1.096 705
+/- Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematischen Gewinne (-) und Verluste (+) -134 8.690
+/- Währungsanpassung 1.954 279
Benefit Obligation zum Ende der Periode 75.412 69.692

In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:

2015 T€ 2014 T€ 2013 T€ 2012 T€ 2011 T€
Barwert aller Versorgungszusagen 75.412 69.692 57.900 55.561 48.953
Zeitwert des Planvermögens aller Fonds -34.626 -21.887 -19.479 -17.957 -16.456
Finanzierungsstatus 40.786 47.805 38.421 37.604 32.497

Es wird erwartet, dass in 2016 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 2.487 T€ (Vorjahr für 2015: 2.503 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2016 voraussichtlich rund 1.101 T€ (Vorjahr für 2015: 829 T€) betragen werden. Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rd. dreizehn Jahre und für die Schweiz zwischen siebzehn und neunzehn Jahren. Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst. Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar:

Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2015 T€ in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 75.412
bei:
Verminderung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 78.011 3,45
Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 72.975 -3,23
Verminderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 73.973 -1,91
Erhöhung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 76.920 2,00

Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft beziehungsweise verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte.

32 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt:

31.12.2015 gesamt T€ davon kurzfristig T€ 31.12.2014 gesamt T€ davon kurzfristig T€
Steuerrückstellungen 47.788 47.788 36.289 36.289
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 97.274 71.817 92.148 68.082
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 35.134 28.098 35.909 30.210
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 40.119 37.582 41.702 40.164
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 6.889 6.889 5.267 5.267
Übrige 24.974 24.321 17.524 17.002
Andere Rückstellungen 204.390 168.707 192.550 160.725
Gesamt 252.178 216.495 228.839 197.014

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 39.154 T€ (Vorjahr: 26.870 T€), Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre gebildet wurden. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr erfüllt werden. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 45.017 T€ (Vorjahr: 39.409 T€), Altersteilzeit in Höhe von 3.105 T€ (Vorjahr: 2.907 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 14.165 T€ (Vorjahr: 14.364 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 9.380 T€ (Vorjahr: 8.504 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2015 waren Zahlungsmittel in Höhe von 1.060 T€ (Vorjahr: 893 T€) auf den Treuhandverein übertragen. Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse und unter Berücksichtigung möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und sonstige enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2016 erfüllt werden.

Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

01.01.2015 T€ Zuführungen T€ Inanspruchnahmen T€ Auflösungen T€ Sonstige Veränderungen T€ 31.12.2015 T€
Steuerrückstellungen 36.289 29.164 18.431 578 1.344 47.788
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 92.148 65.976 56.873 4.355 378 97.274
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 35.909 16.457 16.117 1.192 77 35.134
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 41.702 29.185 29.166 2.055 453 40.119
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 5.267 6.325 4.416 335 48 6.889
Übrige 17.524 21.194 10.889 3.258 403 24.974
Andere Rückstellungen 192.550 139.137 117.461 11.195 1.359 204.390
Gesamt 228.839 168.301 135.892 11.773 2.703 252.178

Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 5.843 T€ (Vorjahr: 6.930 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" des Lageberichtes.

In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der in den Jahren 2012, 2013, 2014 und 2015 ausgelobten Performance-Units und die Höhe der Zuteilung bzw. der Rückstellung dargestellt:

Tranche 2012 (Laufzeit 4 Jahre) Tranche 2013 (Laufzeit 4 Jahre) Tranche 2014 (Laufzeit 4 Jahre)
Anzahl ausgelobte Performance Units Stück Höhe der Zuteilung für 2015 T€ Anzahl ausgelobte Performance Units Stück
Dr. Rüdiger Kapitza 22.422 1.468
Dr. Thorsten Schmidt 14.948 978
Christian Thönes 7.474 489
Dr. Maurice Eschweiler - -
André Danks - -
Günter Bachmann 14.948 900
Gesamt 59.792 3.835
Tranche 2014 (Laufzeit 4 Jahre) Tranche 2015 (Laufzeit 4 Jahre)
Fair Value 31.12.2015 T€ Rückstellung 31.12.2015 T€
Dr. Rüdiger Kapitza 1.093
Dr. Thorsten Schmidt 729
Christian Thönes 636
Dr.Maurice Eschweiler 636 318 8.730 615 154 André Danks 515 257 8.730 615 154 Günter Bachmann - - - - - Gesamt 3.609 1.804 48.015 3.382 847

Die Ermittlung der Fair Values einer Performance-Unit zum Zeitpunkt der Gewährung, sowie zum Bilanzstichtag erfolgt dabei anhand einer Monte Carlo Simulation des Aktienkurses unter der Annahme des Black-Scholes Modells. Aus der in 2015 ausgegebenen Tranche ergab sich im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von 847 T€. Aus der in 2014 ausgegebenen Tranche ergab sich eine Rückstellung in Höhe von 1.804 T€, aus der in 2013 ausgegebenen Tranche ergab sich eine Rückstellung in Höhe von 3.192 T€, aus der Tranche 2012 mit Laufzeit von 4 Jahren ergab sich eine Zuteilung von 3.835 T€.

33 FINANZSCHULDEN

Die Details der kurz- und langfristigen Finanzschulden ergeben sich aus den folgenden Tabellen:

31.12.2015 T€ davon Restlaufzeit bis 1 Jahr T€ davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre T€ davon Restlaufzeit über 5 Jahre T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) 46.828 5.772 40.193 863
Diskontierte Kundenwechsel 4.964 4.964 0 0
Gesamt 51.792 10.736 40.193 863

1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 18.431 t€

31.12.2014 T€ davon Restlaufzeit bis 1 Jahr T€ davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre T€ davon Restlaufzeit über 5 Jahre T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) 44.923 2.528 37.954 4.441
Diskontierte Kundenwechsel 7.233 7.233 0 0
Gesamt 52.156 9.761 37.954 4.441

1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 18.026 t€

Die Finanzschulden sanken im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 364 T€. Die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten stieg im Vergleich zum Vorjahr, bedingt durch die Aufnahme bilateraler Kreditlinien für zwei ausländische Tochtergesellschaften, um 1.572 T€ auf 3.057 T€ (Vorjahr: 1.485 T€). Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt.

Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 726,4 MIO € (Vorjahr: 767,8 MIO €). Wesentliche Bestandteile sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 450,0 MIO €, Avallinien in Höhe von 53,3 MIO € (Vorjahr: 78,6 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen analog zum Vorjahr in Höhe von 167,5 MIO €. Zusätzlich zu dem syndizierten Kredit gibt es noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen bei einzelnen Tochtergesellschaften mit einem Volumen von insgesamt 55,6 MIO € (Vorjahr: 71,7 MIO €).

Im Vorjahr sind zwei langfristige Darlehen im Gesamtwert von 41,6 MIO € für die Finanzierung von Investitionen - Neubau des Global Headquarters Europa in Winterthur, Schweiz, sowie Bau des Produktionswerks in Ulyanovsk, Russland - aufgenommen worden. Sie hatten eine Laufzeit zwischen fünf und acht Jahren. Im Geschäftsjahr ist das langfristige Darlehen für die Investition in Ulyanovsk vollständig zurückgeführt worden. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fiel nicht an. Die Darlehensfinanzierung für den Neubau des Global Headquarters in der Schweiz wurde um 23,1 MIO € auf insgesamt 41,5 MIO € erhöht.

Die Inanspruchnahme der langfristigen Darlehen zum 31. Dezember 2015 betrug 43,8 MIO € (Vorjahr: 43,4 MIO €). Die kurzfristigen Finanzierungszusagen wurden zum Stichtag mit 3,1 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €) in Anspruch genommen. Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt beträgt per 31. Dezember 2015 rd. 97% (Vorjahr: rd. 96%). Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 1,7% (Vorjahr: 2,0%).

Die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
Währung Buchwert T€ Restlaufzeit in Jahren Effektiver Zinssatz % Währung Buchwert T€
Darlehen EUR 3.157 bis 11 3,54-6,25 EUR 26.805
Darlehen CHF 40.614 bis 4 1,25-1,9 CHF 16.633
Kontokorrentkredite diverse 3.057 bis 1 4,1-20,4 diverse 1.485
Gesamt 46.828 44.923

Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31.12.2015 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 450,0 MIO €. Sie besteht aus einer Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 250,0 MIO €. Die Linie hat eine Laufzeit von fünf Jahren (bis 2016). Der syndizierte Kredit wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen (0,90 bis maximal 2,30%) verändern. Zum 31. Dezember 2015 betrug er 0,90% (Vorjahr: 0,90%). Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zum 31. Dezember 2015 wurde er wie im Vorjahr nicht gezogen.

Die Finanzierungsverträge zum syndizierten Kredit verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung von marktüblichen Covenants. Alle Covenants waren zum 31. Dezember 2015 eingehalten. Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, GILDEMEISTER energy solutions GmbH, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind Garanten für die Kreditverträge.

Im Februar 2016 wurde eine neue syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit von fünf Jahren (bis Februar 2021) abgeschlossen. Sie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Damit wurde die im August 2016 auslaufende syndizierte Kreditlinie vorzeitig vollständig abgelöst. Der neue syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu verbesserten Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Auch die neue syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung von einem marktüblichen Covenant. Die kreditgebenden Banken haben auf Besicherungen vollständig verzichtet. Verschiedene Konzerngesellschaften sind Garanten für die Kreditverträge.

Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 376,5 MIO € (Vorjahr: 379,9 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 208,8 MIO € (Vorjahr: 226,8 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, Factoring) von 167,7 MIO € (Vorjahr: 153,1 MIO €). Zusätzlich zu den gewährten Grundschulden sind für Darlehen von der sauer GmbH in Höhe von 890 T€ (Vorjahr: 929 T€) den kreditgebenden Banken Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens gewährt worden.

34 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4.870 3.190
sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.098 3.285
Gesamt 8.968 6.475

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Verbindlichkeiten zuzuordnen.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 1.464 1.644
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0 18
Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.406 1.528
Gesamt 4.870 3.190

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 1.464 T€ (Vorjahr: 1.644 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von Gebäuden. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betrafen im Vorjahr Marktwerte für Devisentermingeschäfte von 18 T€. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten.

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Abgrenzungsposten 2.924 3.109
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 141 126
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 1.033 50
Gesamt 4.098 3.285

Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.924 T€ (Vorjahr: 3.109 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance". Im Geschäftsjahr 2015 sind wie im Vorjahr keine Investitionszulagen gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. Im Berichtsjahr werden in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 665 T€ die Verbindlichkeiten der Projektgesellschaften berücksichtigt. Die Umgliederung aus den Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte erfolgte, da die Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften in 2015 nicht veräußert wurden und deren Veräußerung kurzfristig nicht mehr hochwahrscheinlich ist.# 35 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 269.105 301.298
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 1.813 668
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 89.809 82.519
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 26 30.724
sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 30.335 35.503
Summe 391.088 450.712

Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu unserem Kooperationspartner und den mit ihm verbundenen Unternehmen. In den Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 20.437 T€ ausgewiesen.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 2.360 7.732
Kreditorische Debitoren 3.366 2.506
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 676 1.998
Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 23.933 23.267
Summe 30.335 35.503

Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 2.360 T€ vor allem in USD, in CAD, in GBP und in JPY. Im Vorjahr waren außerdem Marktwerte für Zinsswaps in Höhe von 1.397 T€ enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 676 T€ (Vorjahr: 1.998 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich zum größten Teil um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von Gebäuden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen beträgt 2.399 T€ (Vorjahr: 4.023 T€). In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 8.613 T€ (Vorjahr: 11.894 T€) enthalten.

Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich wie folgt:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
Fällig innerhalb eines Jahres 798 2.174
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 1.528 1.775
Fällig nach mehr als fünf Jahren 73 74
Gesamt 2.399 4.023
IN DEN KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN ENTHALTENER ZINSANTEIL
Fällig innerhalb eines Jahres 121 176
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 138 204
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 1
Gesamt 259 381
BARWERT DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
Fällig innerhalb eines Jahres 677 1.998
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 1.390 1.571
Fällig nach mehr als fünf Jahren 73 73
Gesamt 2.140 3.642

Im Vorjahr war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen für 2015 aus diesen Untermietverhältnissen betrugen 1.519 T€; für 2016 ergaben sich keine. Die Verträge im Vorjahr betrafen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Daneben war der DMG MORI-Konzern zum 31. Dezember 2015 Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen in 2016 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 651 T€ (Vorjahr für 2015: 380 T€). In den folgenden ein bis fünf Jahren werden die Mindestleasingzahlungen 307 T€ (Vorjahr: 519 T€) betragen. Diese Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Verbindlichkeiten aus Steuern 27.404 19.145
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.061 5.095
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 2.274 2.460
Abgrenzungsposten 7.041 6.172
Übrige Verbindlichkeiten 1.108 1.128
Summe 43.888 34.000

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 15.435 T€ (Vorjahr: 8.559 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 8.795 T€ (Vorjahr: 8.019 T€).

36 VERBINDLICHKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENEN VERMÖGENSWERTEN

Zum 31. Dezember 2014 bestanden in Höhe von 800 T€ Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Hierin waren die schlüsselfertigen Solarparks des Bereichs Energy Solutions berücksichtigt. Der DMG MORI-Konzern erwartete, dass die Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften in 2015 an Investoren tatsächlich veräußert werden. Da die Anteile an den zugehörigen Projektgesellschaften in 2015 nicht veräußert wurden und deren Veräußerung kurzfristig nicht mehr hochwahrscheinlich ist, wurden die Vermögenswerte und Schulden der Projektgesellschaften in die langfristigen Vermögenswerte bzw. langfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert. Die langfristigen Verbindlichkeiten sind in der Segmentberichterstattung im Geschäftssegment "Industrielle Dienstleistungen" ausgewiesen.

37 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Für folgende zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird:

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Bürgschaften 2.015 2.054
Gewährleistungen 41 135
sonstige Haftungsverhältnisse 4.742 4.502
Summe 6.798 6.691

Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen ist insbesondere eine Garantie im Zusammenhang mit dem Angebot von Finanzierungslösungen über Leasing enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt, die wesentlichen Risiken und Chancen liegen beim Leasinggeber. Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen (Finanzierungsleasing-Verhältnisse und Operating-Leasing-Verhältnisse) setzt sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu dreiundvierzig Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Fällig innerhalb eines Jahres 27.614 27.342
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 34.987 32.517
Fällig nach mehr als fünf Jahren 4.804 5.045
Summe 67.405 64.904

Davon entfallen auf Operating-Leasing-Verhältnisse:

NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Fällig innerhalb eines Jahres 26.816 25.168
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 33.459 30.742
Fällig nach mehr als fünf Jahren 4.731 4.971
Summe 65.006 60.881

Die Operating-Leasing-Verhältnisse bestehen u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 2,3 MIO € sowie der FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, in Höhe von 2,3 MIO €. Die Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit. Weitere Operating-Leasing-Verträge bestehen für Maschinen bei der FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, in Höhe von 2,2 MIO € und bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 1,8 MIO €. Daneben bestehen bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH Leasingverträge im Zusammenhang mit der Finanzierung von Krananlagen in Höhe von 0,4 MIO €. Die Verträge beinhalten Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Bei anderen Konzerngesellschaften bestehen Leasingverträge, insbesondere für Fuhrpark, in Höhe von insgesamt 23,3 MIO €. Daneben sind Leasingverträge für Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Sie beinhalten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse haben eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und neununddreißig Jahren. Es bestehen keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen sind. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen liegen nicht vor.

38 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Im DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, CAD, JPY und CHF gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014
Nominalwert T€ Vermögen T€
Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges 23.300 146
davon USD 12.734 0
davon CAD 5.995 136
davon SGD 2.829 2
davon AUD 1.077 0
davon GBP 665 8
davon PLN 0 0
davon JPY 0 0
Zinsswap nicht in einer Hedge-Beziehung 0 0
Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken 152.424 1.239
davon USD 68.897 338
davon GBP 35.066 188
davon JPY 14.380 128
davon CHF 12.721 45
davon CAD 9.043 339
davon SGD 3.820 26
davon AUD 3.327 43
davon BRL 2.965 65
davon Sonstige 2.205 67
Gesamt 175.724 1.385

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann.Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte für den Zinsswap sind im Vorjahr in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen bzw. den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 1.385 T€ (Vorjahr: 979 T€). Zum 31. Dezember 2014 bestand ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen von 60.000 T€ und einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Zinsswap ist am 29. Mai 2015 ausgelaufen. Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 175.724 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 204.965 T€). Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden am Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 1.223 T€).

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von 198 T€ (Vorjahr: 1.677 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von 1.579 T€ (Vorjahr: 1.766 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und als Aufwand (Vorjahr: Ertrag) im Periodenergebnis erfasst. Der Ausweis erfolgt für die Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich bei den Devisentermingeschäften unwesentliche Ineffektivitäten (im Vorjahr: keine).

Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen.

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| Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz | 31.12.2015 T€ | Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen | 31.12.2015 T€ | Nettobetrag | 31.12.2015 T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Devisentermingeschäfte | 1.385 | | 1.267 | | 118 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | | | | | |
| Devisentermingeschäfte | 2.360 | | 1.267 | | 1.093 |

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| Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz | 31.12.2014 T€ | Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen | 31.12.2014 T€ | Nettobetrag | 31.12.2014 T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Devisentermingeschäfte | 979 | | 979 | | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | | | | | |
| Zinsswap | 1.397 | | 0 | | 1.397 |
| Devisentermingeschäfte | 6.352 | | 979 | | 5.373 |

39 RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN

Risiken aus Finanzinstrumenten

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken so weit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht im Chancen und Risikobericht erläutert.

Währungsrisiken

Der DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI- Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.

Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und GuV-Positionen einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzpositionen dieser Gesellschaften werden im Eigenkapital abgebildet. Die Risiken aus der Umrechnung von Umsätzen und Ergebnissen von Tochtergesellschaften in Fremdwährung werden nicht gesichert.

Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar.

In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen auf die Rücklage für Derivate im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2014 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, JPY und CAD jeweils um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung um 1.563 T€ niedriger (höher) gewesen (Vorjahr: 547 T€ höher (niedriger)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wäre um 2.619 T€ niedriger (höher) (Vorjahr: 4.670 T€ höher (niedriger)) gewesen.

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| | Gewinn oder Verlust | | Eigenkapital netto | |
|---|---|---|---|---|
| | Erhöhung | Verminderung | Erhöhung | Verminderung |
| 31. Dezember 2015 | | | | |
| USD (10%ige Änderung) | 1.904 | -1.904 | 1.111 | -1.111 |
| JPY (10%ige Änderung) | 661 | -661 | 0 | 0 |
| CAD (10%ige Änderung) | 54 | -54 | 452 | -452 |
| Gesamt | 2.619 | -2.619 | 1.563 | -1.563 |
| 31. Dezember 2014 | | | | |
| USD (10%ige Änderung) | -4.760 | 4.760 | -5 | 5 |
| JPY (10%ige Änderung) | 968 | -968 | -170 | 170 |
| CAD (10%ige Änderung) | -878 | 878 | -372 | 372 |
| Gesamt | -4.670 | 4.670 | -547 | 547 |

Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2015 und 2014:

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| | 31.12.2015 | | | 31.12.2014 | | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| | USD T€ | JPY T€ | CAD T€ | USD T€ | JPY T€ | CAD T€ |
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | 37.532 | -5.977 | 9.043 | 25.986 | -7.754 | 3.077 |
| Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften | 14.781 | 2.764 | 3.452 | 38.811 | 4.734 | 8.701 |
| Transaktionsbezogene Fremdwährungspositionen | 52.313 | -3.213 | 12.495 | 64.797 | -3.020 | 11.778 |
| Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position | -52.081 | 2.666 | -11.812 | -65.046 | 3.857 | -11.585 |
| Offene Fremdwährungsposition | 232 | -547 | 683 | -249 | 837 | 192 |
| Veränderung der Fremdwährungsposition durch eine 10%ige Aufwertung des Euro | -23 | 55 | -68 | 25 | -84 | -19 |

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschags durch den gesamten Vorstand entschieden. Im Vorjahr befand sich im Bestand des DMG MORI-Konzerns ein Zinsswap. Die Wertänderungen bis zum Auslaufen des Zinsswaps im Mai 2015 in Höhe von 1.145 T€ (Vorjahr: 2.385 T€) wurden erfolgswirksam in den Finanzerträgen erfasst.

Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar:

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| | Gewinn oder Verlust | |
|---|---|---|
| | Anstieg um 100 Basispunkte T€ | Rückgang um 5 Basispunkte T€ |
| 31. Dezember 2015 | | |
| Variabel verzinsliche Instrumente | 3.963 | -275 |
| Ergebnissensitivität (netto) | 3.963 | -275 |

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| | Gewinn oder Verlust | |
|---|---|---|
| | Anstieg um 100 Basispunkte T€ | Rückgang um 100 Basispunkte T€ |
| 31. Dezember 2014 | | |
| Variabel verzinsliche Instrumente | 3.095 | -3.095 |
| Zinsswap | 6 | -6 |
| Ergebnissensitivität (netto) | 3.101 | -3.101 |

Zum 31. Dezember 2015 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1% auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 4,0 MIO € (Vorjahr: Zinserträge 3,1 MIO €) erhöhen. Bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus erwarten wir lediglich eine Auswirkung von fünf Basispunkten auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge würden dann um 275 T€ sinken. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen.In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt:

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Festverzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten -43.762 -18.437
Effekt des Zinsswaps -43.762 -78.437
Variabel verzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 552.127 433.000
Finanzielle Verbindlichkeiten -155.837 -183.532
Effekt des Zinsswaps 396.290 309.468

Bei den verzinslichen Finanzschulden und Finanzforderungen sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Zur Liquiditätsvorsorge besteht eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 450,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen in Höhe von 55,6 MIO € (Vorjahr: 71,7 MIO €). Im Februar 2016 wurde eine neue syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Damit wurde die im August 2016 auslaufende syndizierte Kreditlinie vollständig abgelöst. Weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung von marktüblichen Covenants. Alle Covenants waren zum 31. Dezember 2015 eingehalten.

Dem DMG MORI-Konzern stehen zum 31. Dezember 2015 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 552,1 MIO € (Vorjahr: 433,0 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 208,8 MIO € (Vorjahr: 226,8 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel und Factoring) in Höhe von 271,9 MIO € (Vorjahr: 232,1 MIO €) zur Verfügung.

In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt:

Buchwert 31.12.2015 T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€
Cashflows 2016 Cashflows 2016 Cashflows 2017-2020 Cashflows 2017-2020 Cashflows 2021 ff. Cashflows 2021 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.828 806 5.772 2.003 40.193 242 863
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 2.140 121 677 138 1.390 0 73
Diskontierte Kundenwechsel 4.964 0 4.964 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.753 0 360.753 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.705 0 27.298 0 3.358 0 49
Zwischensumme 445.390 927 399.464 2.141 44.941 242 985
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.360 0 2.360 0 0 0 0
447.750 927 401.824 2.141 44.941 242 985

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2015 bzw. am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2014 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 146 T€ (Vorjahr: 22 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 344 T€ (Vorjahr: 1.699 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Buchwert 31.12.2014 T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€ Zinsen T€ Tilgung T€
Cashflows 2015 Cashflows 2015 Cashflows 2016-2019 Cashflows 2016-2019 Cashflows 2020 ff. Cashflows 2020 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44.923 968 2.528 2.908 37.954 339 4.441
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 3.642 176 1.998 204 1.571 1 73
Diskontierte Kundenwechsel 7.233 0 7.233 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 415.209 0 415.209 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 28.102 0 26.573 0 1.469 0 60
Zwischensumme 499.109 1.144 453.541 3.112 40.994 340 4.574
Verbindlichkeiten aus Derivaten 7.749 1.449 6.352 0 0 0 0
506.858 2.593 459.893 3.112 40.994 340 4.574

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann. Die Forderungsausfälle im Konzern betragen historisch im Verhältnis zum Forderungsbestand ca. 1%. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 6.583 T€ (Vorjahr: 1.263 T€) enthalten. Die Erhöhung der Aufwendungen für ausgebuchte Forderungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der vollständigen Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 5.582 T€, die bereits in Höhe von 2.174 T€ wertberichtigt waren.

Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im Kapitel Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Geldanlagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar. Aus der folgenden Tabelle ergibt sich ein maximales Kreditrisiko in Höhe von 890.364 T€ zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 933.678 T€):

31.12.2015 T€ 31.12.2014 T€
Zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte 21.415 154.557
Ausleihungen und Forderungen 308.897 338.606
Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte 6.540 6.540
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 552.127 432.996
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.239 957
Derivate mit Hedge-Beziehung 146 22
Gesamt 890.364 933.678

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen.

40 SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Die Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die als "available-for-sale" klassifiziert worden sind. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegenüber fremden Dritten, gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegenüber Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den entsprechenden Tabellen dargestellt.# Wertansatz nach IAS 39

Wertansatz Bilanz nach IAS 39 31.12.2015 T€ Fortgeführte Anschaffungskosten T€ Anschaffungskosten T€ erfolgsneutral T€ erfolgswirksam T€ Wertansatz nach IAS 17 T€
Aktiva
Finanzanlagen 21.415 21.415 - - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 552.127 552.127 - - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 241.410 241.410 - - - -
sonstige finanzielle Vermögenswerte 67.487 67.487 - - - -
sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehalten 6.540 6.540 - - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.239 1.239 - - - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 146 146 - - - -
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 46.828 46.828 - - - -
Diskontierte Kundenwechsel 4.964 4.964 - - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.753 360.753 - - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 2.140 2.140 - - - -
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.705 30.705 - - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.016 2.016 - - - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 344 344 - - - -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39:
Ausleihungen und Forderungen 861.024 861.024 - - - -
Vermögenswerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit zu halten 6.540 6.540 - - - -
zur Veräußerung verfügbar 21.415 21.415 - - - -
zu Handelszwecken gehalten 1.239 1.239 - - - -
Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 445.391 445.391 - - - -
zu Handelszwecken gehalten 2.016 2.016 - - - -
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Beizulegender Zeitwert 31.12.2015 T€ Buchwert 31.12.2014 T€ Fortgeführte Anschaffungskosten T€ Anschaffungskosten T€ erfolgsneutral T€ erfolgswirksam T€
Aktiva
Finanzanlagen 0 154.557 21.415 133.142 - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 552.127 432.996 432.996 - - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 241.410 260.289 260.289 - - -
sonstige finanzielle Vermögenswerte 67.487 78.317 78.317 - - -
sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehalten 6.540 6.540 6.540 - - -
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.239 957 957 - - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 146 22 22 - - -
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.566 44.923 44.923 - - -
Diskontierte Kundenwechsel 4.964 7.233 7.233 - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.753 415.209 415.209 - - -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 2.140 3.642 - - - -
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.705 27.302 27.302 - - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 2.016 6.050 6.050 - - -
Derivate mit Hedge-Beziehung 344 1.699 1.699 - - -
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39:
Ausleihungen und Forderungen 861.024 771.602 771.602 - - -
Vermögenswerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit zu halten 6.540 6.540 6.540 - - -
zur Veräußerung verfügbar 21.415 154.557 21.415 133.142 - -
zu Handelszwecken gehalten 1.239 957 957 - - -
Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 447.128 498.309 498.309 - - -
zu Handelszwecken gehalten 2.016 6.050 6.050 - - -
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz nach IAS 17 T€ Beizulegender Zeitwert 31.12.2014 T€
Aktiva
Finanzanlagen - 133.142
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 432.996
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 260.289
sonstige finanzielle Vermögenswerte - 78.317
sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehalten - 6.540
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung - 957
Derivate mit Hedge-Beziehung - 22
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 44.937
Diskontierte Kundenwechsel - 7.233
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 415.209
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 3.642 3.642
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten - 27.302
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung - 6.050
Derivate mit Hedge-Beziehung - 1.699
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39:
Ausleihungen und Forderungen 771.602 -
Vermögenswerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit zu halten 6.540 -
zur Veräußerung verfügbar 133.142 -
zu Handelszwecken gehalten 957 -
Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 498.309 -
zu Handelszwecken gehalten 6.050 -

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu Anschaffungskosten (ggf. unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen) bewertet. Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt.

Fair-Value-Hierarchie

Zum 31. Dezember 2015 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

  • Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;
  • Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen;
  • Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
31.12.2015 Stufe 1 T€ 31.12.2015 Stufe 2 T€ 31.12.2015 Stufe 3 T€ 31.12.2014 Stufe 1 T€ 31.12.2014 Stufe 2 T€ 31.12.2014 Stufe 3 T€
Finanzielle Vermögenswerte
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen (erfolgsneutral) 0 133.142 - - - -
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 146 22 - - - -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 1.239 957 - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.352 41.647 - - - -
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 344 1.699 - - - -
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 2.016 6.050 - - - -

Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. Für Finanzanlagen in Höhe von 21.415 T€ (Vorjahr: 21.415 T€) existiert kein aktiver Markt; ein Fair Value konnte nicht verlässlich ermittelt werden. Es ist aktuell nicht beabsichtigt diese Finanzanlagen zu veräußern. In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist analog zum Vorjahr der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen in Höhe von 6.540 T€ enthalten. Es wurde kein Fair Value bestimmt, da hierfür kein aktiver Markt existiert.

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:

Aus Zinsen 2015 T€ Aus Folgebewertung 2015 T€ Währungsumrechnung 2015 T€ Wertberichtigung 2015 T€ Aus Abgang 2015 T€ Summe 2015 T€
Zum beizulegenden Zeitwert
Ausleihungen und Forderungen 412 0 8.196 -4.942 251 3.917
Vermögenswerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit zu halten 0 0 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 37.841 37.841
zu Handelszwecken gehalten 0 282 0 0 0 282
Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -5.067 0 -6.539 0 0 -11.606
zu Handelszwecken gehalten -1.149 4.034 0 0 0 2.885
Summe -5.804 4.316 1.657 -4.942 38.092 33.319
Aus Zinsen 2014 T€ Aus Folgebewertung 2014 T€ Währungsumrechnung 2014 T€ Wertberichtigung 2014 T€ Aus Abgang 2014 T€ Summe 2014 T€
Zum beizulegenden Zeitwert
Ausleihungen und Forderungen 424 -3.084 8.108 -4.096 2 1.354
Vermögenswerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit zu halten 0 0 0 0 0 0
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 -462 0 0 0 -462
Verbindlichkeiten der Kategorie bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -5.144 -34 -1.517 0 0 -6.695
zu Handelszwecken gehalten -2.399 -662 0 0 0 -3.061
Summe -7.119 -4.242 6.591 -4.096 2 -8.864

Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.# Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder der Finanzierung darstellen, ermittelt.

Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt. Investitionsvorgänge für Finanzierungsleasing-Verhältnisse, die nicht zu einer Veränderung der Zahlungsmittel geführt haben, gab es weder im Geschäftsjahr 2015 noch im Vorjahr.

Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED Einzahlungen in Höhe von 153.744 T€. Im Vorjahr wurden im Rahmen der Übernahme der Vertriebs- und Servicegesellschaften in Kanada, Brasilien und Russland von unserem Kooperationspartner durch den DMG MORI-Konzern Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 2.729 T€ übernommen und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die detaillierten Angaben zu den übernommenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie zur Gegenleistung sind im Abschnitt zu den "Unternehmenszusammenschlüssen" dargestellt.

Im Geschäftsjahr wurden Einzahlungen in Höhe von 739 T€ von Minderheitenanteilseignern ausgewiesen, die aus der anteiligen Erhöhung des Eigenkapitals der DMG MORI Brasil LTDA. durch die DMG MORI COMPANY LIMITED resultierten. Die gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBT. Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist in der Segementberichterstattung zu finden.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC/LASERTEC), ECOLINE sowie die Electronics und die DMG MORI Systems.

Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der
* ― GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld,
* ― GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien,
* ― GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien,
* ― FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,
* ― DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz,
* ― DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Schanghai, China,
* ― Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland,

die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der
* ― DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten,
* ― DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach,
* ― FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,
* ― DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz,
* ― DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Schanghai, China,
* ― Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland,

die ULTRASONIC- und Lasermaschinen der Advanced Technologies
* ― sauer GmbH, Idar-Oberstein/Kempten,

die Produkte der
* ― DMG Electronics GmbH, Pfronten,

sowie die Produkte der
* ― DMG MORI Systems GmbH, Wernau/Hüfingen.

Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft aller Produktionswerke und die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Italien), zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt.

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die unseres Kooperationspartners. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services optimieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Das Tool-Management der DMG MORI Microset ermöglicht es den Anwendern, die Prozesse bei der Werkstückbearbeitung sicher und schnell und damit kosteneffizient zu gestalten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist.

Der Bereich Energy Solutions beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH (vorher: a+f GmbH) und der für den Vertrieb, Service und Produktion zuständigen Gesellschaften in Italien, Spanien und Österreich. Wir fokussieren uns in diesem Bereich auf die Geschäftsfelder Energy Efficiency, Service, Components und Speichertechnik. Die GILDEMEISTER energy storage GmbH (vorher: DMG Energie Speichertechnologie GmbH) bietet Produkte für die Energiespeicherung an. Im Bereich "Components" ist der DMG MORI-Konzern auf die Herstellung und Vermarktung von Guss- und Stahl-Komponenten, insbesondere für den Maschinenbau und Windenergie-Anlagen, spezialisiert.

Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse.

ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN

Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche.

Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden Umsatzerlöse von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet:

Segment Geschäfts- oder Firmenwerte (T€) Vorjahr (T€)
Werkzeugmaschinen 44.292 44.311
Industrielle Dienstleistungen 90.043 90.862
Corporate Services 0 0

Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen.

Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip).

Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.813 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 5.454 T€) enthalten. Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5.385 T€ (Vorjahr: 3.570 T€) enthalten. Stromerträge aus Solarparks sind in Höhe von 774 T€ (Vorjahr: 2.966 T€) in den Umsatzerlösen sowie in Höhe von 4.341 T€ (Vorjahr: 3.948 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Segment "Corporate Services" sind analog zum Vorjahr 838 T€ aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten von Finanzinstrumenten sowie ein Betrag von 559 T€ aus der außerplanmäßigen Auflösung von Transaktionskosten enthalten. Aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Ertrag in Höhe von 37.841 T€, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird. In den zwei anderen Segmenten lagen keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen vor. Im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des DMG MORI-Konzerns getätigt. In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt. Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder, zu denen Mexiko und Brasilien gehören. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2015 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 139.930 T€ (Vorjahr: 140.114 T€) sowie in Russland in Höhe von 75.991 T€ (Vorjahr: 30.365 T€) enthalten. In der Region Asien sind Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 231.433 T€ (Vorjahr: 220.371 T€) entstanden.

Sonstige Erläuterungen

HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die im Geschäftsjahr 2015 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betreffen in Höhe von 1.323 T€ (Vorjahr: 1.132 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 836 T€ (Vorjahr: 348 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind Steuerberatungsleistungen in Höhe von 448 T€ (Vorjahr: 405 T€) sowie mit 1.030 T€ (Vorjahr: 530 T€) sonstige Leistungen enthalten.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im Februar 2016 wurde eine neue syndizierte Kreditlinie abgeschlossen (siehe Anhangsangabe 33). Es ergaben sich darüber hinaus keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 8. März 2016 nicht vor.

ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Die DMG MORI Australia Pty. Ltd. (Wirtschaftsjahr 31. März) wird als gemeinschaftlich geführtes Unternehmen klassifiziert. Die DMG MORI Finance GmbH (Wirtschaftsjahr 31. März) und die Magnescale Co. Ltd. werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt. Das Wirtschaftsjahr der Magnescale Co. Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften ist, wie bei den wesentlichen anderen Unternehmen des Konsolidierungskreises der DMG MORI COMPANY LIMITED, analog der Berichtsperiode des DMG MORI-Konzerns. sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis unseres Kooperationspartners, der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya, dem obersten Mutterunternehmen des DMG MORI-Konzerns, gehören, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd.. Aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED ergaben sich im Geschäftsjahr 2015 Einzahlungen in Höhe von 153.744 T€. Die Anteile wurden von der DMG MORI COMPANY LIMTED erworben. Das Geschäft ist in den erbrachten Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr resultierten aus der anteiligen Erhöhung des Eigenkapitals der DMG MORI Brasil LTDA. Einzahlungen in Höhe von 739 T€ durch die DMG MORI COMPANY LIMITED. Im Vorjahr wurden im Zusammenhang mit den Unternehmenszusammenschlüssen Geschäftsbetriebe in den Kooperationsmärkten Kanada, Brasilien und Russland von der DMG MORI COMPANY LIMITED bzw. sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von 254 T€ (Vorjahr: 109 T€) und gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 12 T€ (Vorjahr: 0 T€) gebildet worden. Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen in Höhe von 369 T€ (Vorjahr: 141 T€) sowie gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 12 T€ (Vorjahr: 0 T€) erfasst worden. Im Vorjahr wurden Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber gemeinschaftlich geführten Unternehmen in Höhe von 71 T€ erfasst. Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben. Die erworbenen Lizenzen aus Vorjahren sind als gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert und werden ab dem Zeitpunkt ihrer Nutzung linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt:

ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

2015 T€ 2014 T€
Assoziierte Unternehmen 97.719 93.290
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen 4.217 1.703
DMG MORI COMPANY LIMITED 192.872 -
sonstige nahestehende Unternehmen 152.981 137.581

EMPANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

2015 T€ 2014 T€
Assoziierte Unternehmen 8.222 4.288
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen 15 36
DMG MORI COMPANY LIMITED 98.410 -
sonstige nahestehende Unternehmen 207.544 291.768

Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von zwei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten. Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht des Lageberichts zu finden. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand erläutert, wobei die indirekte Vergütung Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten. Für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen wurden Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von 1.393 T€ per 31.12.2015 zurückgestellt. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für erbrachte Beratungsleistungen des Institute for Manufacturing Excellence GmbH, bei dem Herr Prof. Klinkner geschäftsführender Gesellschafter ist, in Höhe von 1.529 T€ (Vorjahr: 1.483 T€) angefallen. Zum 31. Dezember 2015 betrugen die offenen Verbindlichkeiten 109 T€ (Vorjahr: 112 T€).

PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WpHG

Die Pflichtmitteilungen nach § 26 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben.

CORPORATE GOVERNANCE

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2015 abgegeben und sind auf unserer Website www.dmgmori.com dauerhaft zugänglich gemacht.

ÜBERNAHMEANGEBOT UND AKTIONÄRSSTRUKTUR

Am 21. Januar 2015 hatte die DMG MORI COMPANY LIMITED bekanntgegeben, ein öffentliches Übernahmeangebot für die ausstehenden Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT abzugeben. Die reguläre Annahmefrist begann am 11. Februar 2015 und endete final am 13. April 2015. Das Übernahmeangebot wurde für insgesamt 9.377.464 DMG MORI AG-Aktien angenommen. Dies entsprach einem Anteil von 11,90% des Grundkapitals und der Stimmrechte der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Gesamtzahl der von der Bieterin und mit ihr gemeinsam handelnden Gesellschaften am Meldestichtag gehaltenen Aktien - zuzüglich der angedienten Aktien - belief sich auf 41.408.563. Dies entsprach einem Anteil von 52,54% des Grundkapitals und der Stimmrechte der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Im Zuge des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots der DMG MORI COMPANY LIMITED verringerte sich der Streubesitz der DMG MORI AG-Aktien im Jahr 2015 entsprechend. Gemäß übermittelter Stimmrechtsmeldungen bis zum 31. Dezember 2015 hielten drei Gesellschaften mehr als 3% der Stimmrechte. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan), hielt demnach einen Stimmrechtsanteil von 52,54% am Grundkapital der Gesellschaft. Paul Singer/Elliott Asset Management sowie verbundene Unternehmen hielten nach der letzten Stimmrechtsmeldung 15,16% am Grundkapital.# Die UBS Group AG, Zürich sowie verbundene Unternehmen hielten einen Stimmrechtsanteil von insgesamt 4,87%, der sich wie folgt zusammensetzt: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 1,37%, Stimmrechtsanteile nach § 25 Abs. 1 WpHG: 1,49% sowie Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 2,01%. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nagoya (Japan) hielt ausweislich ihres am 10. Februar 2016 veröffentlichten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 einen Stimmrechtsanteil von 60,67% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

DMG MORI-Konzerngesellschaften PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN, BESCHAFFUNG/KOMPONENTEN

Landeswährung Eigenkapital1) T€ Beteiligungsquote in %
VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN (VERBUNDENE UNTERNEHMEN)
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld2/3/4) 273.866 100,0
DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten3/5/6) 78.427 100,0
SAUER GmbH, Stipshausen/Idar-Oberstein3/7/8) 7.455 100,0
Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten3/7) 2.559 100,0
Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten3/7) 28 100,0
DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Schanghai, China5) T CNY 125.315 17.748
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld3/5/6) 24.000 100,0
GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien5) 99.370 100,0
GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) 35.190 100,0
GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien9) 27.029 100,0
DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) (vorher: DMG Service Drehen Italia S.r.l.) 1.216 100,0
GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien9) 1.501 100,0
CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien9) 16.710 100,0
DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach3/5/6) 43.000 100,0
DMG Electronics GmbH, Pfronten3/5/6) 1.100 100,0
DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried3/4/5/6/30) 25.000 100,0
Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland5) T RUB 5.989.476 74.243
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld3) 54 100,0
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Bielefeld3) 129 100,0
DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld2/3/4) 244.059 100,0
DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg3/4/10/11/30) 63.968 100,0
DMG MORI München GmbH, München3/4/12/13/30) 5.000 100,0
DMG MORI Hilden GmbH, Hilden3/4/12/13/30) 4.200 100,0
DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld3/4/12/13/30) 2.800 100,0
DMG MORI Berlin GmbH, Berlin3/4/12/13/30) 3.400 100,0
DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg3/4/12/13/30) 2.700 100,0
DMG MORI Hamburg GmbH, Hamburg3/4/12/13/30) 2.100 100,0
DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg3/4/12/13/30) 7.000 100,0
DMG MORI Services GmbH, Bielefeld3/4/10/11/30) 29.635 100,0
DMG MORI Microset GmbH, Bielefeld3/4/14/15) 1.405 100,0
DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld3/4/14/15) (vorher: DMG Service Drehen GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER) 1.700 100,0
DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten3/4/14/15) (vorher: DMG Service Fräsen GmbH) 3.500 100,0
DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld3/4/14/15/30) 4.000 100,0
DMG MORI Systems GmbH, Wernau3/4/14/15) 2.600 100,0
DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried3/4/14/15/30) 17.517 100,0
DMG MORI Netherlands Holding B.V., Veenendaal, Niederlande10) (vorher: DMG Netherlands B.V.) 348.885 100,0
antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH, Klaus, Österreich16) (vorher: Cellstrom GmbH) 11.191 100,0
DMG ECOLINE GmbH, Klaus, Österreich22) 2.849 100,0
GILDEMEISTER energy storage GmbH, Wien, Österreich16) (vorher: DMG Energie Speichertechnologie GmbH) 11.068 100,0
DMG MORI ECOLINE Holding AG, Winterthur, Schweiz16/30) 103.890 100,0
DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur, Schweiz27/30) 1.227 100,0
FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen27) T PLN 302.359 70.911
DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz16) (vorher: DMG Holding AG) T CHF 273.964 252.851
DMG MORI EUROPE AG, Winterthur, Schweiz17/30) 246.227 60,0
DMG MORI Austria International GmbH, Klaus, Österreich18/30) 1.318 100,0
DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich19/301 10.337 100,0
DMG MORI Benelux B.V., Veenendaal, Niederlande1S/30) 5.349 100,0
DMG MORI Benelux BVBA - SPRL., Zaventem, Belgien1S/30) 2.788 100,0
DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik1S/30) T CZK 179.621 6.647
DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark18/30) T DKK 20.003 2.680
DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich18/30) 14.032 100,0
DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn18) (vorher: DMG/MORI SEIKI Hungary Kereskedelmi es Szerviz Kft.) 4.900 100,0
DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien18/30) 10.513 100,0
DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien1830) 39.063 100,0
DMG MORI SEIKI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate18) T AED 6.875 1.719
DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel18) T ILS 0 0
DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen18/30) T PLN 34.018 7.978
DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz18/30) T CHF 11.531 10.642
DMG/MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland18) (vorher: DMG/MORI SEIKI South East Europe M.E.P.E.) 402 100,0
DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden18/30) T SEK 71.813 7.815
DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen18) (vorher: DMG Scandinavia Norge as1 T NOK 9.198 958
DMG MORI Finland Oy Ab, Tampere, Finnland18) 2.122 100,0
DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien18/30) T GBP 20.066 27.340
MORI SEIKI (UK) Limited, Coventry, Großbritannien20) T GBP 0 0
DMG MORI ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien18/30) T RON 12.949 2.862
DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien18) T BGN 0 0
DMG MORI Management AG, Winterthur, Schweiz17/30) T CHF 2.708 2.499
DMG MORI Europe Holding AG, Winterthur, Schweiz17/30) 59.533 100,0
DMG MORI Istanbul Makine Ticaret ve Servis Limited Sirketi, Istanbul, Türkei21/30) T TRY 14.946 4.705
DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland21/30) T RUB 1.410.876 17.489
DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten21) T EGP 200 23
MORI SEIKI Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten21) T EGP 200 23
DMG MORI SEIKI Egypt for Machines Trading & Services, Kairo, Ägypten28) T EGP -583 -68
DMG MORI SEIKI CANADA INC., Toronto, Kanada17) T CAD 17.239 11.404
DMG MORI SEIKI ELLISON CANADA INC., Vancouver, Kanada26) T CAD 17.786 11.766
DMG MORI BRASIL COMÉRCIO DE EQUIPAMENTOS INDUSTRIALS LTDA., Sào Paulo, Brasilien17/30) T BRL 236 55
DMG MORI Singapore Pte. Ltd., Singapur17) (vorher: DMG MORI SEIKI South East Asia Pte. Ltd.) T SGD 25.493 16.535
DMG MORI MALAYSIA SDN. BHD., Shan Alam/Selangor, Malaysia23/30) T MYR 10.831 2.306
DMG MORI Vietnam Co. Ltd., Hanoi, Vietnam23/30) T VND 17.089.885 701
DMG America Inc., Itasca, USA17) T USD 39.925 36.672
DMG MORI MEXICO S.A. de C.V., Queretaro, Mexiko24/30) T MXN 148.629 7.858
DMG Asia Pte. Ltd., Singapur17) 24.580 100,0
DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Schanghai, China17) T CNY 5.983 847
DMG MORI Taiwan Co. Ltd., Taichung, Taiwan17/30) T TWD 112.258 3.140
DMG MORI KOREA Co., LTD., Siheung-si/Gyeonggi-do, Korea17/30) T KRW 9.881.682 7.715
DMG MORI India Private Limited, Bangalore, Indien17) (vorher: DMG MORI INDIA MACHINES AND SERVICES PRIVATE LIMITED) T INR 475.574 6.603
DMG MORI SEIKI Machine Tools Trading Co., Ltd., Schanghai, China10) T CNY 106.008 15.014
GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg3/4/10/11) (vorher: a+f GmbH) 52.100 100,0
GILDEMEISTER energy efficiency GmbH, Stuttgart251 104 60,0
GILDEMEISTER ENERGY SERVICES IBERICA, SOCIEDAD LIMITADA, Madrid, Spanien25) 239 100,0
Simon Solar S.r.l., Mailand, Italien25) 1.776 100,0
Rena Energy S.r.l., Mailand, Italien251) 991 100,0
Winch Puglia Foggia S.r.l., Mailand, Italien25) 1.607 100,0
Cucinella S.r.l., Mailand, Italien25) 367 100,0
Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures)
DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria, Australien30) T AUD 5.429 3.644
Assoziierte Unternehmen
DMG MORI Finance GmbH, Wernau 22.105 42,6
Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan T JPY 6.496.000 49.561
Magnescale Europe GmbH, Wernau29) 2.330 44,1
Magnescale Americas, Inc., Davis, USA29) T USD 1.033 949

1) Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs.
2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.
4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts.
5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
7) Beteiligung der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DECKEL MAHO Pfronten GmbH
9) Beteiligung der GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l.
10) Beteiligung der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER
11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER
12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH
13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH
14) Beteiligung der DMG MORI Services GmbH
15) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Services GmbH
16) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding b.v.# Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG

Beteiligung der DMG MORI EUROPE AG

Beteiligung der DMG MORI Austria International GmbH

Beteiligung der DMG MORI UK Limited

Beteiligung der DMG MORI Europe Holding AG

Beteiligung der antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH

Beteiligung der DMG MORI Singapore Pte. Ltd.

Beteiligung der DMG America Inc.

Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH

Beteiligung der DMG MORI SEIKI CANADA INC.

Beteiligung der DMG MORI ECOLINE Holding AG

Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured llc (50%) und der MORI SEIKI Egypt for Trading in Machines & Equipments llc (50%)

Tochtergesellschaft der Magnescale Co. Ltd.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, München, geboren 1965, Vorsitzender, Geschäftsführender Gesellschafter, INSTITUTE FOR MANUFACTURING EXCELLENCE GmbH
* Terex Corporation, Westport Conneticut, USA, Mitglied des Board of Directors
Hermann Lochbihler, Vils, geboren 1956, 1. Stellv. Vorsitzender, Leiter Einkauf der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten
Mario Krainhöfner, Pfronten, geboren 1964, Stellv. Vorsitzender, Konzernbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Betriebsratsvorsitzender der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
Dr. Helmut Rothenberger, Frankfurt, geboren 1949, Mitglied und Stellv. Vorsitzender, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dr. Helmut Rothenberger Holding GmbH,
* AUTANIA AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats,
* ROTHENBERGER AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates,
* PEIKER ACUSTIC GmbH & Co. KG, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Prof. Dr. Edgar Ernst, Bonn, geboren 1952, Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V.,
* Deutsche Postbank AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates,
* Vonovia SE, Mitglied des Aufsichtsrates,
* TUI AG, Hannover, Mitglied des Aufsichtsrates,
* Wincor Nixdorf AG, Paderborn, Mitglied des Aufsichtsrates
Ulrich Hocker, Düsseldorf, geboren 1950, Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.,
* FERI AG, Bad Homburg, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates,
* Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrates
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena, Hannover, geboren 1959, Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover
Dr.-Ing. Masahiko Mori, Nara, geboren 1961, Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED
Dietmar Jansen, Memmingen, geboren 1965, 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu,
* AGCO GmbH, Marktoberdorf, Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender
Dr. Constanze Kurz, Frankfurt am Main, geboren 1961, Politische Sekretärin beim Vorstand der IG Metall, Ressortleiterin des Ressorts Zukunft der Arbeit, Frankfurt am Main
Matthias Pfuhl, Schmerbach, geboren 1960, Versorgungstechniker, Mitglied des Betriebsrates der DECKEL MAHO Seebach GmbH
Peter Reinoss, Bergisch Gladbach, geboren 1958, Servicetechniker Elektronik, Betriebsratsvorsitzender der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Mitglied des Konzernbetriebsrates DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Vorstand

Dipl.-Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza, Vaduz, Liechtenstein, Vorsitzender,
* Zumtobel AG, Dornbirn, Österreich, Mitglied des Aufsichtsrates, seit 24. Juli 2015
Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Schmidt, Bielefeld, Stellv. Vorsitzender bis 31. Dezember 2015
Dipl.-Kfm. Björn Biermann, Bielefeld, seit 27. November 2015
Dipl.-Kfm. André Danks, Herne, bis 26. November 2015
Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler, Bielefeld
Dipl.-Kfm. Christian Thönes, Bielefeld

  • Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 AktG
  • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Bielefeld, 8. März 2016
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand

Dipl.-Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza
Dipl.-Kfm. Björn Biermann
Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler
Dipl.-Kfm. Christian Thönes

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld (bis zum 5. Juni 2015: DMG MORI SEIKI Aktiengesellschaft), aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, den 8. März 2016
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Tonne, Wirtschaftsprüfer
Bröker, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2015 intensiv mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung des DMG MORI-Konzerns. Dabei bildete auch die Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem japanischen Partner DMG MORI COMPANY LIMITED einen wesentlichen Schwerpunkt. Ferner besprach der Aufsichtsrat mit dem Vorstand Fragen der Geschäftspolitik, der Risikolage, des Risikomanagements sowie der Compliance und der Entwicklung des Konzerns bis 2018, einschließlich der Investitionen.

Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen waren, sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert. Zudem wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig mitgeteilt, wie sich die wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens entwickelten.

Der Aufsichtsrat nahm seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt wahr und tagte im Geschäftsjahr 2015 im Plenum insgesamt achtmal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die regelmäßig durch zahlreiche Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten bzw. wurden diese durch Nichtmitwirken an der Entscheidungsfindung gelöst.

Im Verlauf des Berichtsjahres gab es folgende personelle Veränderungen im Vorstand:

Dr. Maurice Eschweiler wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 7. Mai 2015 mit Wirkung ab dem 1. April 2016 für die Dauer von drei Jahren wiederbestellt.
Diplom-Kaufmann André Danks verließ den Vorstand zum 26. November 2015 durch Abberufung.
Diplom-Kaufmann Björn Biermann wurde mit Wirkung zum 27. November 2015 als Nachfolger für einen Zeitraum von drei Jahren bis zum 26. November 2018 zum ordentlichen Vorstandsmitglied der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Finanzvorstand bestellt. Er verantwortet das Vorstandsressort mit den Zuständigkeiten Controlling, Finanzen, Rechnungswesen, Steuern und Risikomanagement.
Das Vorstandsressort Investor Relations wurde im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 26. November 2015 Dr. Rüdiger Kapitza zugeordnet.# Corporate Governance

Report on the Activities of the Supervisory Board

During the 2015 financial year, the Supervisory Board met on eight occasions. Furthermore, several committees were established and convened to prepare resolutions for the Supervisory Board. The Supervisory Board was kept informed about the company’s business development and the proposed resolutions by the Executive Board.

An overview of the Supervisory Board’s meetings and their respective agendas is provided below:

Supervisory Board Meeting on January 21, 2015

Dr. Maurice Eschweiler took over the IT division. In addition, Dr. Thorsten Schmidt left the Executive Board on December 31, 2015. He had been a member of the Executive Board since October 2006, was Deputy Chairman of the Executive Board since November 2012, and was responsible for Sales and Marketing. As of January 1, 2016, Dr. Schmidt took over responsibility for establishing a comprehensive direct sales and service network in the USA. The Sales and Marketing divisions are managed centrally by the DMG MORI Global Headquarter in Winterthur. Dr. Rüdiger Kapitza leads this as Chairman of the Supervisory Board.

The entire Executive Board and nine members of the Supervisory Board attended the Supervisory Board meeting on January 21, 2015, in person. Two members of the Supervisory Board participated in the meeting by written vote. One member of the Supervisory Board was prevented from attending.

At the outset, the Executive Board informed the Supervisory Board in detail about the structure of intensified cooperation with DMG MORI COMPANY LIMITED and the resulting Cooperation Agreement 2015. The plenum unanimously approved the conclusion of the Cooperation Agreement 2015. Supervisory Board member Dr.-Ing. Masahiko Mori did not participate in the discussion and voting.

Furthermore, the resolution to establish a Capital Markets Committee was passed in 2015. Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Prof. Dr. Edgar Ernst, Ulrich Hocker, Mario Krainhöfner, and Dr. Constanze Kurz were elected as members. Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner was also appointed Chairman of the Committee.

Supervisory Board Meeting on February 23, 2015

All members of the Executive Board and eleven members of the Supervisory Board participated in the Supervisory Board meeting on February 23, 2015, via a conference call. Supervisory Board member Dr.-Ing. Masahiko Mori did not participate in the meeting. The meeting focused on the final deliberations regarding the "Joint reasoned opinion of the Executive Board and Supervisory Board" pursuant to § 27 para. 1 WpÜG concerning the voluntary public takeover offer by the bidder DMG MORI GmbH, Stuttgart, to the shareholders of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. The Executive Board and Supervisory Board each resolved on the content of the opinion as well as its submission and publication.

Balance Sheet Meeting on March 9, 2015

The auditors, the entire Executive Board, and all members of the Supervisory Board attended the balance sheet meeting on March 9, 2015. The Supervisory Board unanimously approved the annual financial statements and consolidated financial statements of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT as of December 31, 2014. Furthermore, it agreed on the agenda and the proposed appropriation of profits for the 113th Annual General Meeting. The plenum dealt with the reports of the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, the Technology and Development Committee, and the Technology Advisory Board. The business development was also discussed.

Additionally, the Executive Board informed the Supervisory Board about the status of the takeover offer and the acceptance rate to date. The Supervisory Board approved the reduction of the minimum participation threshold proposed by the Executive Board in exchange for an increase in the offer price and passed the resolution to adjust the Cooperation Agreement 2015.

Supervisory Board Meeting on March 16, 2015

All members of the Executive Board and nine members of the Supervisory Board participated in the Supervisory Board meeting on March 16, 2015, via a conference call. The meeting focused on the final deliberations regarding the "Supplementary Joint reasoned opinion of the Executive Board and Supervisory Board" pursuant to § 27 para. 1 WpÜG concerning the amended takeover offer published on March 9, 2015, by the bidder DMG MORI GmbH, Stuttgart, to the shareholders of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. The Executive Board and Supervisory Board each resolved on the content of the opinion as well as its submission and publication.

Furthermore, the plenum approved the invitation for the 113th Annual General Meeting.

Supervisory Board Meeting on May 7, 2015

All members of the Supervisory Board and the Executive Board attended the meeting on May 7, 2015. The main subject of the deliberations was the preparation of the 113th Annual General Meeting, which took place the following day. Business development was also discussed, and the resolution to reappoint Dr. Maurice Eschweiler as a member of the Executive Board was passed.

Supervisory Board Meeting on June 16, 2015

All members of the Executive Board and nine members of the Supervisory Board participated in the Supervisory Board meeting on June 16, 2015, via a conference call. The main subject of the deliberations was the discussion of current developments and the establishment of a Supervisory Board Committee for Shareholder Transactions (AfGA). The plenum also dealt with the report of the Personnel, Nomination and Remuneration Committee.

Supervisory Board Meeting on September 22, 2015

All members of the Executive Board and the Supervisory Board attended the meeting on September 22, 2015. An important agenda item was the discussion of business development. The plenum also dealt with the reports of the Finance and Audit Committee, the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, and the Technology and Development Committee.

On the recommendation of the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, the plenum resolved that a proportion of 20% female members of the Executive Board should be achieved by June 30, 2017, at the latest, when filling the Executive Board positions of DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Furthermore, on the recommendation of the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, the Supervisory Board adopted a self-commitment in accordance with item 5.4.1 of the German Corporate Governance Code. The objectives in this regard are listed in detail in the Corporate Governance chapter on page 39.

In addition, without the participation of Supervisory Board member Dr.-Ing. Masahiko Mori, resolutions were passed on the establishment of a Committee for Shareholder Transactions (AfGA) and on supplementing the Rules of Procedure for the Supervisory Board with a new § 12 concerning the Committee for Shareholder Transactions. Ulrich Hocker, Dr. Helmut Rothenberger, Hermann Lochbihler, and Mario Krainhöfner were elected as members of the Committee for Shareholder Transactions. Ulrich Hocker was also appointed Chairman of the Committee.

Furthermore, without the participation of Supervisory Board member Dr.-Ing. Masahiko Mori, a resolution was passed on the restructuring of the shareholder circle at DMG MORI Finance GmbH and on the possible termination of the employment contract of Dr. Thorsten Schmidt.

Planning Meeting on November 26, 2015

All members of the Supervisory Board and the Executive Board attended the planning meeting on November 26, 2015. At the beginning, the Supervisory Board passed resolutions on the dismissal of Diplom-Kaufmann André Danks as a member of the Executive Board, the appointment of Diplom-Kaufmann Björn Biermann as a member of the Executive Board, and the revised allocation of responsibilities within the Executive Board.

The subsequent deliberations focused on the corporate plan for the years 2016 to 2018 and the investment plan for 2016. Subsequently, the Supervisory Board approved the investment budget and the consolidated plan 2016, including the consolidated balance sheet and the consolidated cash flow statement; it also approved the medium-term plan for the years 2017 and 2018, including the corresponding consolidated balance sheet and consolidated cash flow statement.

In addition, the focal points of the final audit as of December 31, 2015, were determined. These include revenue recognition (IAS 18) from the sale of goods, taking into account Bill & Hold revenues (also with regard to the change due to IFRS 15), the cash flow statement and related notes (IAS 7), and disclosures in the balance sheet, profit and loss statement, and notes of subsidiaries regarding "related parties" (IAS 24) for the purpose of inclusion in the consolidated financial statements. The plenum also dealt with the reports of the Personnel, Nomination and Remuneration Committee, the Technology and Development Committee, and the Committee for Shareholder Transactions.

Furthermore, the resolution on the design of variable executive remuneration for 2016 was passed with regard to short-term and long-term, as well as individual performance-based remuneration, based on the regulations for the "Short-Term Incentive" (STI) and "Long-Term Incentive" (LTI). In addition, the Rules of Procedure for the Committee for Shareholder Transactions (AfGA) were adopted.

A significant portion of the Supervisory Board's work is carried out in the various committees. The Finance and Audit Committee met six times in the 2015 financial year. In its meetings, the Committee dealt with the respective status of finances, the development of free cash flow, net working capital, taxes, and ongoing operational audits. The subject of its audits and deliberations also included risk management, the 2014 audit report, and the 2014 compliance report. The Committee audited the individual and consolidated financial statements, prepared the approval and adoption of the annual financial statements, and evaluated the proposal for the appointment of the auditor; it monitored the auditor's independence and obtained its declaration of independence in accordance with item 7.2.1 of the German Corporate Governance Code. Further topics for the Committee included current IFRS amendments, the EU Audit Reform, the implementation of an internal control system according to Japanese legal regulations (J-SOX/Naibutousei) in the DMG MORI Group, required by the majority shareholding of our Japanese partner, and the potential sale of shares in DMG MORI COMPANY LIMITED. In addition, it prepared proposals for resolutions on the restructuring of the shareholder circle at DMG MORI Finance GmbH, on the statement of conformity pursuant to § 161 AktG, and on the audit priorities for 2015.# Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte fünfmal. Der Ausschuss bereitete die Beschlussvorschläge über die Vergütung des Vorstands im Hinblick auf die kurzfristige und langfristige sowie die individuelle leistungsbasierte Vergütung auf Basis der Regelungen zum "Short-Term-Incentive" (STI ) und zum "Long-Term-Incentive" (LTI) vor, einen Beschlussvorschlag für den Aufsichtsrat zur Ausgestaltung der variablen Vorstandsvergütung 2016 sowie Beschlussvorschläge zur zukünftigen Aufsichtsrats- und Vorstandsbesetzung. Darüber hinaus empfahl er die Wiederbestellung von Dr. Maurice Eschweiler, die Abberufung von Diplom-Kaufmann André Danks als Vorstandsmitglied sowie die Bestellung von Diplom-Kaufmann Björn Biermann zum Mitglied des Vorstands. In seinen Sitzungen befasste sich der Ausschuss ohne Mitwirkung von Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner zudem mit einer vertraglichen Vereinbarung in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem "Institute for Manufacturing Excellence" (IMX). Das IMX, dessen geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner ist, bietet Unternehmen eine anerkannte Expertise zur Optimierung ihrer Produktions- und Logistiksysteme an. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT arbeitet mit dem IMX im Rahmen des Projekts "TAKT" seit dem Jahr 2013 zusammen. Ziel von "TAKT" ist die Optimierung von Produktionsprozessen sowie die Implementierung der werksübergreifenden Standards in allen Standorten. Der Ausschuss stellte ohne Mitwirkung von Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner fest, dass der Vertragsabschluss einen großen Nutzen für die Gesellschaft bringt, die Leistungen nicht mit der Vergütung der Aufgaben eines Aufsichtsrats zahlbar sind und stimmte dem Vertragsabschluss zur Fortführung des Projekts zu.

Der Technologie- und Entwicklungsausschuss

Zu drei Sitzungen kam der Technologie- und Entwicklungsausschuss zusammen. Zum Gegenstand seiner Beratungen und Analysen zählten sowohl allgemeine technische Themen, wie generelle Trends im Werkzeugmaschinenbau als auch spezielle Themen, wie die Ausrichtung des Produktportfolios sowie das Investitionsbudget. Darüber hinaus bereitete der Ausschuss Beschlussvorschläge zur Verabschiedung des Investitionsvolumens 2016 vor und erörterte den Fortschritt des Projekts "TAKT".

Der Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten 2015

Der Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten 2015 kam zu zwei Sitzungen zusammen. Gegenstand der Sitzungen war die Beratung und Vorbereitung der "Gemeinsamen begründeten Stellungnahmen des Vorstands und Aufsichtsrats" gemäß § 27 Abs. 1 WpÜG zum freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Bieterin DMG MORI GmbH, Stuttgart, an die Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Der Ausschuss endete mit Ablauf des 7. Mai 2015.

Der Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären (AfGA)

Der Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären (AfGA) tagte dreimal. Themen waren die Beratung über die Implementierung einer Transparenzstelle für Geschäfte mit Aktionären im DMG MORI-Konzern sowie über Budgets und Geschäfte mit Aktionären, die Aufstellung einer Geschäftsordnung für den Ausschuss und die Beratung zur Veräußerung der Aktienanteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Ausschuss beschloss in seinen Sitzungen die Billigung des Vorstandsbeschlusses zur Veräußerung dieser Aktienanteile und stimmte verschiedenen Budgets und Geschäften mit Aktionären zu.

Corporate Governance

Im Kapitel Corporate Governance auf Seite 37 werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2014 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 24. Juni 2014 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 30. September 2014 entsprochen. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2015

In der Bilanzsitzung vom 8. März 2016, bei der sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands anwesend waren, billigte der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2015; damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet. Der Aufsichtsrat schloss sich nach eigener Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns an.

Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2015 sowie den Konzernlagebericht 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2015 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315a HGB wurde darauf verzichtet, einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen.

Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung; die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, erteilte für beide Abschlüsse und Lageberichte jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gem. § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen.

Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat ist - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung beigetreten. Der Aufsichtsrat hat - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - keine Einwände erhoben.

Ferner hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 nach Vorbereitung durch den Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären eigenverantwortlich entsprechend § 312 Abs. 1 AktG geprüft und mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer, der auch Prüfer des Berichts ist, umfassend erörtert. Der Abschlussprüfer hat über die wesentlichen Punkte seiner Prüfung ausführlich berichtet. Dabei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Bericht über die Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer befasst. Die Erörterung hat keine Anhaltspunkte für Einwendungen ergeben.

Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk zum Bericht erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Nach dem abschließenden Ergebnis der umfassenden Prüfung des Berichts durch den Aufsichtsrat erklärt der Aufsichtsrat, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 Satz 1 AktG) nicht zu erheben sind (§ 314 Abs. 3 AktG).

Der DMG MORI-Konzern hat das Geschäftsjahr 2015 erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Leistungen!

Bielefeld, 8. März 2016
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Aufsichtsrats